eco.nova SPEZIAL Steuern 2021

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STEU ERN SPAREN

CORONA • UNTERNEHMEN • IMMOBILIEN

Ausgabe Nr. 15 | Jänner 2021 P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck ZNr. GZ 02Z030672 M | Euro 3.00


Wirtschaftsförderung

Investieren und zweifach profitieren Mutige UnternehmerInnen aufgepasst: Wenn Sie Ihren Betrieb durch Investitionen zukunftsfit machen, werden Sie jetzt in Tirol doppelt belohnt. Mit der Kombination aus der aws Investitionsprämie des Bundes und den Investitionsförderungen des Landes erhalten Sie bis zu 20 Prozent Ihrer Investitionskosten zurück!

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Prof. StB MMag. Dr. Klaus Hilber (Präsident der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Tirol, re.) und Prof. StB Mag. Dr. Helmut Schuchter (Vizepräsident)

ES WIRD NICHT EINFACHER Die Steuerberater*innen werden von den Unternehmen entweder als Ärzte oder als Sternenkundler für alle steuerlichen und wirtschaftlichen Belange angesehen. Das mit vollem Recht.

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er Einblick in die unendlichen Weiten des auch coronageplagten Steuer-, Sozialversicherungs- oder Unternehmensrechtes kommt dem Wissen von erforschten Galaxien gleich. Im selben Maß ist die laufende Fortbildung ein hoher Anspruch an die Steuerberater*innen, die in der Regel mit nahezu täglicher Lektüre von neuen Informationen, Richtlinien und FAQs zu COVID-19-getriebenen Förderungen, Fachliteratur, dem Studium von Gerichtsentscheidungen und im wiederholten fachlichen Austausch unter Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen für die praktische Umsetzung begleitet werden.

Wir haben die stille Hoffnung, dass die Ankündigung eines wirksamen Impfstoffes die Sache entschleunigen und vereinfachen könnte. Auch wenn sich dieser fromme Wunsch an das Christkind erfüllen könnte, wird es noch lange dauern, bis die temporeichen Neuerungen des Jahres 2020 endgültig verarbeitet sind. Das berührt weniger die Unternehmer in ihrem täglichen Tun als die Steuerberater*innen bei der Betreuung von Nachprüfungen und Nachkontrollen zu diesen coronabedingten Maßnahmen. Deshalb ist es umso wichtiger, ein übersichtliches und griffiges Nachschlagewerk dazu im Fundus zu haben. In diesem Sinne möge die vorliegende Ausgabe der eco.nova Ein- und Ausblicke in den Kosmos des Steuerrechtes bringen! Ihr Team der Landesstelle Tirol der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

ECA Steuerberatung in Innsbruck ... wir sorgen in unserer Kanzlei mit über 25 MitarbeiterInnen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Bilanzierung, Personalverrechnung, Buchhaltung und Unternehmensberatung dafür, dass unsere KlientInnen im Wandel der Zeit immer gut beraten sind.

Partner der ECA Beratergruppe ... eine österreichweit tätige Gruppe von SteuerberaterInnen, UnternehmensberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen mit 20 Standorten und insgesamt rund 400 MitarbeiterInnen vom Bodensee bis zum Neusiedlersee. Mitglied von Kreston International ... ein weltweiter Zusammenschluss von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Beratungsfirmen. Als KundIn der ECA Innsbruck haben Sie Zugang zu unserem globalen Netzwerk mit regionalen SpezialistInnen – ein unschätzbarer Vorteil bei internationalen Geschäftstätigkeiten. ECA Innsbruck Steuerberatung GmbH & Co KG Partner (v.l.n.r.): WP/StB Mag. Dr. Peter Farmer, StB Mag. Christoph Pittl, WP/StB Mag. Miriam Seidner MBA Rennweg 25 | 6020 Innsbruck | Austria | Tel. +43 (0)512 571415 | www.innsbruck.eca.at ECA – Economy | Consulting | Auditing

Im Wandel der Zeit gut beraten.

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Dr. Verena Maria Erian Gesellschafterin bei Team Jünger – die Ärztespezialisten

WERTE SICHERN In Zeiten wie diesen denkt auch der hartgesottenste Optimist mitunter an Dinge wie Geldentwertung. Wie allgemein in diesem COVID-19-Schlamassel, gilt auch hier: Keine Panik, aber doch Vorsicht.

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orona wird sicher vorbeigehen. Vielleicht sogar schneller, als wir uns das aktuell vorstellen können. In welchem Ausmaß sich das auf den Geldwert auswirken wird, ist allerdings ungewiss. So mancher setzt daher auf reale Werte wie Immobilien, Gold und Ähnliches. Letzteres kann in Münzenform auch in einem Worst-Case-Szenario als Krisenwährung im Falle einer Hyperinflation den Alltag wesentlich erleichtern. Jetzt eine Immobilie zu verkaufen und Bargeld zu horten, sollte jedenfalls gut überlegt sein. Eine weitere Vorsichtsstrategie kann es sein, anstehende Projekt (z. B. Umstellung auf Erdwärme, Solarenergie, neues Dach, Fenstertausch etc.) jetzt gleich in Angriff zu nehmen, um den aktuellen realen Gegenwert sicherzustellen. Das hilft nicht nur Ihnen, sondern auch der Wirtschaft. Und so schöne Dinge des Lebens, wie eine Sauna, ein Schwimmbad oder Ähnliches, können vor allem in Lockdown-Phasen Freude und Ablenkung bringen. Wer zudem eine Bankenkrise fürchtet, der ist gut beraten, bereits absehbare Steuer- und Sozialversicherungsnachzahlungen schon jetzt an das Finanzamt zu überweisen. Insoweit ist dann auch das Thema Einlagensicherung vom Tisch. Und ganz in diesem Zeichen vieler wertvoller Tipps rund um Ihre Finanzen steht auch diese eco.nova-Spezialausgabe: Auf den folgenden Seiten haben sich wieder einige renommierte SteuerberaterInnen zusammengefunden, um Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: Neben den brandaktuellen Coronathemen finden Sie Neuheiten und Klassiker rund um das Thema Immobilien und E-Mobilität sowie auch – aktuell von besonderer Brisanz – einen Spezialbeitrag zur Finanzierung in der Krise. Mit dabei ist freilich auch wieder eine Steuersparcheckliste zum Jahresende für Ihre Steuer- und Gewinnplanung 2020/21. Mit all diesen Informationen und weiteren interessanten Themen wünschen wir Ihnen eine anregende, gewinnbringende Lektüre und alles Gute für ein erfolgreiches neues Jahr 2021. Ihre eco.nova-Steuerredaktion Verena Maria Erian

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STEUERN.AKTUELL

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10 STEUERTIPPS ZUM JAHRESENDE Wie jedes Jahr sollte auch heuer wieder rechtzeitig vor dem Jahreswechsel geprüft werden, ob sich die Steuerbelastung noch reduzieren lässt. 16 DIE E-MOBILITÄT IM STEUERRECHT Begünstigungen im Steuerrecht sollen die Ökologisierung des Verkehrs entsprechend unterstützen. 18 AUSGLEICHSCHANCE Mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 hat der Gesetzgeber erstmals einen Verlustrücktrag bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer geschaffen. 20 FINANZIEREN IN DER KRISE Ohne solides finanzielles Fundament ist kein Unternehmen nachhaltig lebensfähig. 24 CORONA-SCHNELLTEST Checken Sie Ihr Potential für CoronaUnterstützungen: Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss und Investitionsprämie im Überblick 26 BEGÜNSTIGT INVESTIEREN Mit der Investitionsprämie wurde ein attraktiver Investitionsanreiz geschaffen, um der österreichischen Wirtschaft aus der Coronakrise zu helfen. U N T E R N E H M E N & M I TA R B E I T E R 34

DER NÄCHSTE BITTE

Die Übergabe ist ein Prozess, keine Veränderung, die von heute auf morgen geschehen kann, aber sie ist mit der entsprechenden Vorbereitung erfolgreich bewältigbar.

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KREATIV UMGRÜNDEN

Nicht nur vor Betriebseröffnung eines Unternehmens stellt sich die Frage nach der optimalen Rechtsform, denn diese kann sich im Laufe der Zeit ändern. 38 PAPIERLOS Wie Steuerberatung ohne Aktenordner funktioniert. 40 STEUERZUCKERL Viele Arbeitgeber möchten ihren Mitarbeitern zu besonderen Anlässen oder zur Belohnung für besondere Leistungen ein kleines Extra gewähren. Was zu beachten ist. 42 ARBEITSZIMMER: SCHLAU ODER GAU? Angesichts der aktuellen HomeofficeSituation stellt sich für viele die Frage der steuerlichen Absetzbarkeit eines häuslichen Arbeitszimmers.

IMMOBILIEN & VERANLAGUNG 44

ABGESCHRIEBEN

So lassen sich degressive Abschreibung und beschleunigte Gebäudeabschreibung als steuerliche Investitionsanreize sinnvoll nutzen. 48 PROZENTRECHNUNG Die Übertragung von Liegenschaften kann eine deutliche Steuerbelastung auslösen. Worauf bei der Immobilienertragsteuer besonders achtzugeben ist. 50 POSITIVE VERLUSTE Corona, Wirecard & Co.: Wie Sie als Privatanleger Kursverluste steuerlich verwerten können. 03 / 04 EDITORIAL 08 DIE RICHTIGE KOMMUNIKATION 30 TOURISMUS-KOMMENTAR 52 STEUERBERATER DIESER AUSGABE

IMPRESSUM

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HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin ASSISTENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE S ABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben) UNTERNEHMENS GEGENS TAND:

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Global vernetzt. Regional verankert. Mit ca 219.000 Mitarbeitern in 147 Ländern ist KPMG eines der größten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen weltweit und in Österreich mit 1.630 Mitarbeitern an 8 Standorten führend. Unsere Experten in Tirol bieten Ihnen Leistungen aus den Geschäftsbereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensberatung (Audit, Tax und Advisory). Ihre Ansprechpartner in Innsbruck: vlnr Ulrich Pawlowski, Michael Ahammer und Gerhard Dablander KPMG Austria GmbH, Adamgasse 23, 6020 Innsbruck, T: +43 512 59 996, ati@kpmg.at, kpmg.at


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WENN GESETZE SPRECHEN KÖNNTEN … … dann würden wir sie erst recht nicht verstehen. Oder könnten Sie sich vorstellen, ein Hörbuch des aktuellen Einkommensteuergesetzes in einer Sachbuchbestsellerliste wiederzufinden? Wohl kaum vorstellbar, denn die Interpretation von Gesetzen bleibt Spezialisten vorbehalten und die Übersetzung in eine allgemein verständliche Sprache ebenso. T E X T : F L O R I A N S I LV E S T R I

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as Jahr 2020 war für viele von uns ein kommunikationstheoretisches Lehrjahr. Seit März predigt uns das „Viergestirn“ in jeder Pressekonferenz neue Regeln, die in der Folge – mehr oder weniger erfolgreich – in Verordnungen oder Gesetze gegossen werden. Viele dieser Gesetze wurden „so schnell“ gegossen, dass sie den strengen Kriterien der Verfassungshüter Österreichs nicht standhielten. Das bedeutet Aufhebung, Änderung und Verwir-

rung. Aber schimpfen wir hier nicht über die Kommunikation. Denn gerade wir – die Steuerberater – sollten genau wissen, wie schwierig Kommunikation ist. Tagtäglich müssen wir unverständliche Bestimmungen so übersetzen, dass in den Köpfen unserer Klienten dazu Bilder entstehen, die ihren eigenen Erfahrungswelten entsprechen und damit zu einer Art heimischer Atmosphäre führen. Also einer Umgebung, in der ich mich auskenne und mich wohlfühle.

Das ist aber schon die hohe Schule der Kommunikation. In einem Gespräch, in dem sich Klient und Berater im gleichen Raum befinden, kann man jederzeit Stimmungslagen erfassen, Verständnis oder Unverständnis hinterfragen und unmittelbare Verbesserungen in der Kommunikation vornehmen. Der bekannte Kommunikationstheoretiker Friedemann Schulz von Thun geht davon aus, dass jede Äußerung auf vierfache Weise wirksam wird. Bekannt


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D I E E I N FA C H E S P R A C H E I S T D A S A B H O L E N D E R B I L D E R I M KO P F D E S G E S P R Ä C H S PA R T N E R S , BAUT EINE BEZIEHUNG AUF UND IST DIE BASIS FÜR EIN GRUNDVERTR AUEN. VERTR AUEN GER ADE IN ZEITEN DES KO M M U N I K AT I O N S Ü B E R F L U S S E S I S T D E R FEL S IN BR ANDUNG, NACH DEM SICH VIELE MENSCHEN SEHNEN.

geworden ist dieses Kommunikationsquadrat als das sogenannte Vier-Ohren-Modell. Der Empfänger hört also vier verschiedene Botschaften, die ihm der Sender übermitteln will. Diese könnten vom Empfänger als wahr oder unwahr, relevant oder irrelevant bzw. als ausreichend oder unzureichend eingeschätzt werden. Entsprechend dem Transport dieser Informationen fühlt sich der Empfänger entweder abgeholt oder vor den Kopf gestoßen. In welche Richtung das Pendel ausschlägt, wird nicht unwesentlich von der Gefühlslage und Haltung des Gesprächspartners abhängen. Gerade diese Beziehung und die Fremdwahrnehmung im Hier und Jetzt lässt jede Aussage in einem ganz speziellen Licht erscheinen. Gefühle und Beziehungen sind wesentlich und abhängig von der jeweiligen Situation. Genau in diesem Licht wird der im Kommunikationsquadrat verankerte Appell wahrgenommen. Auf der Appellseite äußert die Bundesregierung Wünsche, Ratschläge oder Handlungsanweisungen. Das Appellohr des Empfängers fragt sich danach – was soll ich jetzt machen, denken oder fühlen? Oder mache ich mangels geeigneter Kommunikation gar nichts von den Dingen, die appelliert wurden?

DIE GRUNDREGELN DER KOMMUNIKATION

Stimme wahrnehmen. In einer Kurznachricht gehen nicht nur diese Informationen verloren, sondern auch alle sprachlichen Feinheiten einer guten Kommunikation. Was bietet doch das persönliche Gespräch für Möglichkeiten, sein Gegenüber mit allen Sinnen wahrzunehmen, nicht nur auf Sprachänderungen, sondern auch auf die Körpersprache zu achten und in einer einfühlsamen Art auf die Befindlichkeiten seines Gegenübers einzugehen? Und was hat das alles mit Steuern zu tun? Und erst recht mit Steuerberatern? Halten wir es wieder mit Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren. In einem persönlich geführten klaren Gespräch kann ein Klient so angesprochen werden, dass ihm ein Licht nach dem anderen aufgeht, obwohl er mit der Materie mitunter gar nichts am Hut hat. Wer unserer Klienten spricht heute schon fließend böhmisch, lateinisch oder spanisch? Man wird die unverständlichen Dinge eben in deutsche Sprache übersetzen müssen. Und wenn jemand nur Bahnhof versteht, dann sollte man ihm zeigen, wie die Züge aus dem Bahnhof herausfahren können. Wenn die verständliche Sprache einmal gefunden wurde, ist es für alle Beteiligten ganz einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der berühmte österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick stellte fünf Grundregeln auf, die die menschliche Kommunikation erklären. Die erste davon: Man kann nicht nicht kommunizieren. Unverzüglich stellt sich einem die Frage, ob diese These heute tatsächlich noch stimmt. Führt die heutige Art, sich wechselseitig im Stakkato WhatsApp-Nachrichten zuzusenden, nicht zu mehr Missverständnissen und kommunikativem Desaster? In einem Telefongespräch kann man wenigstens die Stimmlage oder eine Veränderung der

Jeder Berater sollte eine Meinung zu den verschiedenen Themen haben und sich dabei kritisch hinterfragen lassen. Gleichzeitig gehört der Mut dazu, sich nicht hinter einer Vielzahl von Optionen zu verbergen, sondern möglichst klar Empfehlungen zu argumentieren. Keep it short and simple, heißt hier die Devise, nach der jedes Beratungsgespräch ablaufen sollte. 2020 war das Jahr der Kommunikation. Ja, auch wir müssen Asche auf unser Haupt streuen. Auch wenn wir uns bemüht haben, jeden noch so schwierigen Sachverhalt in

deutsche Sprache zu übersetzen, ist uns das sicherlich nicht immer gelungen. Hoffentlich wenigstens im überwiegenden Anteil. Aber auch der Regierung und den Spezialisten ist es bei weitem nicht immer gelungen, Menschen verständlich zu informieren und Gesetze und Verordnungen so zu verfassen, dass sie richtig, nachvollziehbar und umsetzbar sind. Dr. Heinz Peter Wassermann, Professor im Studiengang Journalismus und Public Relations an der FH Joanneum in Graz, wünscht sich für die aktuelle Kommunikation der Regierung eine Art Hugo Portisch für Corona – also jemanden, der Vertrauen bildet, der komplexe Sachverhalte verständlich macht und eine Botschaft vermitteln kann. Wer die Legende Hugo Portisch kennt und wie er schwierigste politische Zusammenhänge verständlich machen konnte, der versteht diesen Wunsch. Man kann nicht nicht kommunizieren. Das werden wir uns in Zukunft noch viel mehr auf die Fahnen schreiben. Was nutzt Ihnen das theoretische Wissen über Verlustrückträge, progressive Abschreibungen, Förderung der E-Mobilität oder die Unterschiede zwischen Fixkostenzuschuss I und II, wenn es nicht verständlich kommuniziert und in Ihrem Unternehmen sachlich und fachlich richtig implementiert ist. Über Kommunikation haben wir 2020 viel gelernt – nutzen wir die Gelegenheit, um uns zukünftig noch besser zu verstehen. Zu Ihrem und zu unserem Nutzen.

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MAG. FLORIAN SILVESTRI Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder bei pro:west Olympiastraße 17 TIVOLI Office 6020 Innsbruck Tel.: 0512/33 411

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STEUERTIPPS ZUMJAHRESENDE

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Wieder einmal neigt sich ein Jahr seinem Ende zu – und viele können es wohl schon gar nicht mehr erwarten. Bis dato völlig unbekannte Einschränkungen der persönlichen Freiheit, der stetig drohende Kollaps der medizinischen Infrastruktur, eine Flut an COVID-19-Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien und nicht zuletzt die Sorge um Familie, Freunde und die eigene Gesundheit haben uns durch das Jahr 2020 begleitet. Trotz all dieser Besonderheiten gibt es aber auch im Jahr 2020 Konstanten – eine davon ist die Empfehlung zum Steuercheck am Jahresende. TEXT: THOMAS PICHLER, BERNHARD HÄUSLER

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ie jedes Jahr sollte auch heuer wieder rechtzeitig vor dem Jahreswechsel geprüft werden, ob sich die Steuerbelastung durch gewisse Maßnahmen noch reduzieren lässt. Einige Tipps dazu dürfen wir Ihnen nachfolgend präsentieren. Wie immer gilt: Am 32. Dezember ist es zu spät!

INVESTITIONEN

Um auch während der COVID-19-Krise die Wirtschaft anzukurbeln, werden Investitionen derzeit massiv gefördert. Investieren Sie noch bis 31. Dezember in bestimmtes abnutzbares Anlagevermögen, können Sie bereits erstmals für 2020 die neue degressive Abschreibung geltend machen. Darüber hinaus können Sie die Investitionsprämie in Höhe von 7 bzw. 14 Prozent beantragen, die steuerfrei ist und auch Ihre Abschreibungsbemessungsgrundlage nicht kürzt. Für bestimmte klimafreundliche Investitionen (z.B. Elektroauto, Klimatisierung …) kann außerdem auf www.umweltfoerderung. at eine zusätzliche Umweltförderung beantragt werden. Diese Umweltförderung wird für bestimmte Investitionen vom Land Tirol noch zusätzlich aufgestockt. Für Kleinstbetriebe stellt das Land Tirol im Rahmen der „Konjunkturoffensive 2020 – Wachstumsoffensive für Kleinstbetriebe“ ebenfalls eine weitere Förderung für gewisse Investitionsprojekte zur Verfügung. Zu guter Letzt können die Investitionen natürlich auch nach den allgemeinen Grundsätzen für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag genutzt werden. Je nach individueller Situation kann daher eine Investition noch im Dezember gleich einen Vierfachvorteil mit sich bringen.

recht, was Sie mit den noch immer tadellos funktionierenden Altgeräten machen sollen? Hier wäre eine Spende an eine spendenbegünstigte Einrichtung eine Möglichkeit. Abgesehen davon, dass sich die Einrichtung über die Geräte freut und Sie etwas Gutes in der Weihnachtszeit tun, können Sie in Höhe des gemeinen Wertes (= aktueller Wert) des gespendeten Gegenstandes eine Betriebsausgabe nach den allgemeinen Regelungen für Spenden geltend machen und aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher Regelung kommt es auch zu keiner Besteuerung allfälliger stiller Reserven. Spenden Sie also ein voll abgeschriebenes Handy im Wert von 300 Euro, so können Sie eine Betriebsausgabe in Höhe von 300 Euro geltend machen. Entnehmen Sie das gleiche Handy ins Privatvermögen und verschenken es zum Beispiel an Freunde, können Sie keine Betriebsausgabe geltend machen und müssen zusätzlich die Differenz zwischen Entnahmewert und Buchwert versteuern.

SICHERSTELLUNG DER VERLUSTVERWERTUNG BEI KAPITALGESELLSCHAFTEN DURCH GRUPPENBILDUNG Gerade die COVID-19-Krise hat einige Unternehmen schwer getroffen. Um die angefallenen Verluste zumindest steueroptimal verwerten zu können, sollte innerhalb von Unternehmensgruppen die Bildung einer steuerlichen Gruppe geprüft werden. Für die Errichtung einer solchen steuerlichen Unternehmensgruppe ist neben der ab Beginn des Wirtschaftsjahres erforderlichen finanziellen Verbindung (Kapitalbeteiligung von mehr als 50 Prozent und Mehrheit der Stimmrechte) die Stellung eines Gruppenantrags beim zuständigen Finanzamt erforderlich, der vor dem Bilanzstichtag jenes Jahres unterfertigt werden muss, für das er erstmals wirksam sein soll. Kapitalgesellschaften, die auf den 31. Dezember 2020 bilanzieren und die bereits seit Beginn ihres Wirtschaftsjahres finanziell verbunden sind, können daher durch

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SACHSPENDEN AUS DEM BETRIEBSVERMÖGEN

Sie haben heuer aufgrund der Investitionsförderungen zum Beispiel neue Notebooks und Handys gekauft und wissen nun nicht so

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KLASSIKER FÜR UNTERNEHMER • Volle Ausschöpfung des Gewinnfreibetrages durch entsprechende Investitionen sicherstellen • Vorziehen oder Verschieben von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben (bei Einnahmen/AusgabenRechnern) • Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellung überprüfen • Umsatzgrenze für Kleinunternehmer beachten

KLASSIKER FÜR ARBEITNEHMER • Letzte Chance für die Abgabe der Arbeitnehmerveranlagung 2015 • Vorziehen von Werbungskosten • Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen des Jahres 2017 bei Mehrfachversicherung noch bis 31. Dezember beantragbar

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rechtzeitige Stellung eines Gruppenantrages noch für das gesamte Jahr 2020 eine steuerliche Unternehmensgruppe bilden. Die Verluste 2020 des einzelnen Gruppenmitgliedes können somit mit den Gewinnen 2020 anderer Gruppenmitglieder verrechnet werden.

COVID - 19 - PRÄMIE UND SONSTIGE STEUERZUCKERLN FÜR MITARBEITER

Dienstgeber können ihren Mitarbeitern noch bis 31. Dezember 2020 eine bis zu 3.000 Euro steuer- und sozialversicherungsfreie Bonuszahlung gewähren. Diese ist auch von sämtlichen Lohnnebenkosten befreit. Es gibt keine Einschränkungen auf bestimmte Branchen oder Tätigkeiten und selbst Mitarbeitern in Kurzarbeit kann diese steuer- und sozialversicherungsfreie Prämie ausbezahlt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass es sich um eine zusätzliche Zahlung handelt, die bisher nicht gewährt wurde. Darüber hinaus sind Weihnachtsgeschenke (z.B. Gutscheine) bis maximal 186 Euro pro Jahr und Arbeitnehmer steuerfrei. Aufgrund der COVID-19 Situation wurde für 2020 zudem beschlossen, dass anstelle der Weihnachtsfeier Gutscheine im Wert von bis zu 365 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei geschenkt werden können. Der maximal mögliche steuerfreie Gutscheinbetrag beträgt daher 2020 ausnahmsweise 551 Euro pro Mitarbeiter. Ebenfalls beliebte Steuer-

zuckerln sind der Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten bis zu 1.000 Euro pro Kind und Jahr sowie das steuerfreie „Jobticket“ (siehe Seite 40).

VERLUSTVERWERTUNG BEI PRIVATEM KAPITALVERMÖGEN

Gerade während des ersten Lockdowns im Frühjahr sind viele Aktienkurse deutlich gefallen. Wer hier Verluste durch Verkäufe realisiert hat, sollte noch vor dem Jahresende prüfen, ob er 2020 ausreichend Veräußerungsgewinne erzielt und/oder ausreichend Dividenden erhalten hat, um die Verluste damit ausgleichen zu können. Übersteigen die Verluste bislang die positiven Einkünfte aus Kapitalvermögen, sollten nach Möglichkeit noch vor dem Jahreswechsel Aktien mit bislang nicht realisierten Kurssteigerungen veräußert werden. Können die Verluste nicht im gleichen Jahr mit positiven Einkünften aus Kapitalvermögen ausgeglichen werden, gehen sie steuerlich verloren. Ein Verlustvortrag ins nächste Jahr oder ein Ausgleich mit anderen Einkünften ist bei den Einkünften aus privatem Kapitalvermögen nicht möglich. Im Betriebsvermögen ist hingegen ein Ausgleich mit anderen Einkünften zulässig.

TIPP: Es schadet nicht, wenn nach der Veräußerung der Aktien bereits am nächsten Tag die gleichen Aktien wieder angeschafft werden. Es muss daher die Anlegestrategie nicht geändert werden.

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STEUERN SPAREN UND GEWINNFREIBETRÄGE INVESTIEREN In den kommenden Tagen erhalten viele Selbständige und Unternehmer Post vom Steuerberater. Diese kann für einige – trotz der COVID-Krise – gute Nachrichten enthalten. Denn die Möglichkeit, durch begünstigte Investitionen die Steuerlast zu senken, sollte sich keiner entgehen lassen.

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diese Beschränkung aufgehoben. Jetzt dürfen Unternehmer und Freiberufler wieder in Wertpapiere und Fonds investieren, die den Voraussetzungen zur Deckung für Pensionsrückstellungen entsprechen.

ag. Christian Leitner, Leiter Kundencenter Freie Berufe in der Tiroler Sparkasse, erklärt im Interview die besten Investitionsmöglichkeiten.

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Um das Jahr steuersparend zu beenden, gibt es noch viel zu tun. Das Stichwort der Stunde ist der Gewinnfreibetrag. Was ist der Gewinnfreibetrag und wer kann ihn nutzen? CHRISTIAN LEITNER: Der Gewinnfreibetrag wurde 2010 eingeführt. Damit wurde für Unternehmer und Freiberufler ein Ausgleich für die begünstigte Besteuerung des 13. und 14. Gehaltes bei Dienstnehmern geschaffen. Für die ersten 30.000 Euro Gewinn beträgt der Freibetrag 13 Prozent. In Geld ausgedrückt heißt das: Von 30.000 Euro Gewinn müssen Sie nur 26.100 Euro versteuern. Was, wenn ich höhere Gewinne erwirtschaftet habe? Dann müssen zwei Dinge unterschieden werden. Bei den ersten steuerbegünstigten 30.000 Euro sprechen wir vom Grundfreibetrag, der jedem zusteht. Alles was darüber hinausgeht, wird ebenfalls mit bis zu 13 Prozent steuerlich begünstigt. Allerdings nur, wenn der Betrag investiert wird. Hier sprechen wir vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag. Wer dieses Geld richtig investiert, kann zusätzlich Steuern sparen. Gilt das auch für Investitionen in Wertpapiere und Fonds? Exakt. Aber auch dazu gibt es eine Vorgeschichte. Wegen einer Gesetzesänderung im Jahr 2014 konnten Gewinne, abgesehen von Investitionen in Sachgüter, nur noch in Wohnbauanleihen steuerbegünstigt investiert werden. Diese brachten aber kaum Erträge. 2017 wurde

Mag. Christian Leitner, Leiter Kundencenter Freie Berufe in der Tiroler Sparkasse

Wie lautet Ihre Empfehlung für alle Unternehmer? Gut beraten ist, wer sich gut beraten lässt. Wir in der Tiroler Sparkasse setzen genau darauf. Unsere ExpertInnen sind bestens vorbereitet und klären auch über mögliche Risiken auf. In der Tiroler Sparkasse wählen Sie aus einem breiten Wertpapierangebot. Damit haben Sie zusätzlich zur Steuerersparnis die Chance auf eine positive Wertentwicklung der Veranlagung. Wichtige rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Kapitalverlust ist möglich.

GEWINNFREIBETRAG Unternehmer und Freiberufler können einen Teil ihres Gewinns steuerfrei stellen, wenn sie in ausgewählte Wertpapiere oder in bestimmte Anlagegüter investieren. So geht’s: • L assen Sie sich rechtzeitig vor (Geschäfts-)Jahresende in einem persönlichen Gespräch von Ihrem Kundenbetreuer beraten. • Gemeinsam ermitteln wir Ihre persönlichen Anlageziele und Ihre Chancen-Risiko-Neigung. • Sie entscheiden, welche Produkte infrage kommen – zum Beispiel könnte der s Anlage Mix für den Gewinnfreibetrag für Sie als Investitionspaket interessant sein.

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Die Auswirkungen des Coronavirus sind nur schwer abschätzbar. Fix ist lediglich, dass viele Bereiche der österreichischen Wirtschaft extrem betroffen sind. Ziel der Maßnahmen von Seiten der Regierung sollte daher sein, alles zu tun, damit die heimischen Betriebe gut durch diese Krise kommen, weil nur das die Voraussetzung sein kann, dass möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz behalten werden.

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DEN VERKEHR ÖKOLOGISIEREN

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Am 4. November 2016 trat das von 195 Vertragsstaaten in Paris unterzeichnete UN-Klimaabkommen verbindlich in Kraft. Mit dieser Vereinbarung will die Staatengemeinschaft die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzen. Gemäß Treibhausgas-Bilanz Österreich 2018 des Umweltbundesamts beträgt der Anteil des Verkehrs an der Treibhausgasemission rund 30 Prozent. Mit einem Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge soll im Verkehr die erforderliche Dekarbonisierung und gleichzeitig die Verringerung von Luftschadstoffen erreicht werden. Begünstigungen im Steuerrecht sollen diese Ökologisierung des Verkehrs entsprechend unterstützen. T E X T : P E T E R FA R M E R

I

m September 2020 wurden 2.431 E-Fahrzeuge in Österreich neu zugelassen. Damit ist der Bestand an E-Fahrzeugen in Österreich auf 50.642 angestiegen, wie man dem monatlich erscheinenden „Zahlen, Daten & Fakten-Blatt“ des Bundesministeriums Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie für September 2020 über die Entwicklung in der Elektromobilität entnehmen kann. Im Bundesländervergleich führt aktuell Oberösterreich mit einem Anteil von 11,17 Prozent an batterieelektrischen Fahrzeugen an den Neuzulassungen.

E - PKW IN DER EINKOMMENSTEUER Die Anschaffungskosten batterieelektrischer Personenkraftfahrzeuge (E-PKW) sollen nach Ansicht des Gesetzgebers nur dann steuerlich absetzbar sein, wenn diese angemessen sind. Seit 2004 ist die Finanzverwaltung der Auffassung, dass Anschaffungskosten für einen beruflich genutzten PKW, die den Betrag von 40.000 Euro übersteigen, steuerlich unangemessen und damit nicht abzugsfähig sind. Vom Anschaffungswert des Fahrzeugs abhängige Aufwendungen sind von diesem anteiligen Abzugsverbot mitumfasst. Die Elektromobilität fördern soll die lohnsteuerfreie Be-

reitstellung eines E-Dienstfahrzeuges auch zur uneingeschränkten privaten Nutzung durch den Dienstnehmer. Diese Sachbezugsfreistellung kann auch ein Gesellschafter-Geschäftsführer in Anspruch nehmen. Abhängig vom CO2-Emissionswert eines alternativen Dienstfahrzeuges mit Verbrennungsmotor kann ein E-Dienstfahrzeug die Bemessungsgrundlage für Lohnsteuer, Sozialversicherung und Lohnnebenkosten um bis zu 960 Euro reduzieren. Dies führt bei geringeren Personalkosten zu einem höheren Nettobezug beim Dienstnehmer. Bei der Privatnutzung eines E-PKW sind vor dem Steuergesetzgeber jedoch nicht


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F Ü R B AT T E R I E E L E K T R I S C H E P E R S O N E N K R A F T FA H R Z E U G E SIEHT DER STEUERGESE TZGEBER IM BEREICH DER E I N KO M M E N S T E U E R , D E R U M S AT Z S T E U E R , D E R NORMVERBRAUCHSABGABE UND DER MOTORBEZOGENEN VERSICHERUNGSSTEUER BEGÜNSTIGUNGEN VOR.

E - PKW IN DER UMSATZSTEUER

Abgesehen von bestimmten Branchen besteht für PKW grundsätzlich ein Ausschluss vom Vorsteuerabzug. Umsatzsteuerrechtlich unternehmerisch genutzte E-PKW sind von diesem Vorsteuerausschluss zur Gänze ausgenommen, sofern die Anschaffungskosten für den E-PKW die erwähnte „Angemessenheitsgrenze“ von 40.000 Euro nicht überschreiten. Für E-PKW mit Anschaffungskosten zwischen 40.000 und 80.000 Euro steht im Ergebnis ein anteiliger Vorsteuerabzug zu. Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind in der Folge E-PKW mit Anschaffungskosten über 80.000 Euro. Die Vorsteuerabzugsberechtigung bezieht sich dabei nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf alle anderen Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb des E-PKW anfallen. Dies betrifft beispielsweise eine betriebseigene Ladestation. Greift die Vorsteuerabzugsbegrenzung aufgrund des Überschreitens der Angemessenheitsgrenze, wird bei wertabhängigen Aufwendungen des laufenden Betriebs der Vorsteuerabzug auch anteilig eingeschränkt. Die Befreiung der Privatnutzung eines E-Dienstfahrzeuges von der Sachbezugsbesteuerung hat auch eine Auswirkung auf die Umsatzsteuer: Diese löst im Vergleich mit einem vorsteuerabzugsfähigen Dienstfahrzeug wie beispielsweise einem Kleinbus keine Umsatzsteuerpflicht beim Dienstgeber aus.

E - PKW UND NORMVERBRAUCHSABGABE

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) sieht

eine Steuerbefreiung für Fahrzeuge vor, wenn diese rein elektrisch oder elektrohydraulisch angetrieben werden. Von der Normverbrauchsabgabepflicht nicht befreit sind hingegen Fahrzeuge mit einem hybriden Antrieb. Die Befreiung von der Normverbrauchsabgabe wird allerdings im Rahmen der Kaufentscheidung wohl nicht wahrgenommen: Denn bei der Anschaffung eines PKW werden schlussendlich die zu finanzierenden Anschaffungskosten verglichen. Der Steuervorteil aus der NoVA-Befreiung ist an sich beachtlich, wenn man bedenkt, dass die NoVA als Teil der Anschaffungskosten bis zu 32 Prozent des Kaufpreises vor Umsatzsteuer zuzüglich einem allfälligen Malus von 40 Euro je g/ km betragen kann.

E - PKW UND MOTORBEZOGENE VERSICHERUNGSSTEUER

Von der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen sind ausschließlich elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge. PKW mit Range-Extender oder hybridem Antrieb sind von dieser Befreiung nicht umfasst.

COVID - 19 - INVESTITIONSPRÄMIE

Als eine Maßnahme der Ökologisierung wird im Rahmen der COVID-19-Investitionsprämie die Anschaffung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) durch Unternehmer mit dem erhöhten Satz von 14 Prozent gefördert. Für Fahrzeuge mit hybridem Antrieb (PHEV) sowie für Fahrzeuge mit Range-Extender (REX, REEV) kann eine Investitionsprämie in Höhe von 7 Prozent beantragt werden, wenn die Reichweite mit dem elektrischen Antrieb über 40 Kilometer und der Bruttolistenpreis unter 70.000 Euro liegt. Ein Antrag auf Gewährung der COVID-19-Investitionsprämie ist bis spätestens 28. Feber 2021 über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) einzureichen. Voraussetzung für die Gewährung

der COVID-19-Investitionsprämie ist zumindest die Bestellung eines E-Fahrzeuges im Zeitraum zwischen 1. August 2020 und 28. Feber 2021 sowie die Lieferung und Bezahlung der Fahrzeuglieferung bis spätestens 28. Feber 2022.

FAZIT Die Regelungen insbesondere im Bereich der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer zur E-Mobilität gehen in die richtige Richtung. Diese sind jedoch insbesondere aufgrund der Angemessenheitsregelung komplex. Die Aufhebung der Angemessenheitsregelung im Bereich der E-Mobilität würde den Markt für E-Mobilität weiter beleben und den Anbietern finanzielle Mittel für deren Entwicklungsund Forschungsarbeit auch über Umsatzerlöse zur Verfügung stellen. Als Nebeneffekt würde das Steuerrecht einfacher und verständlicher werden: Zumindest in diesem Teilbereich auch zum Vorteil für unseren Planeten.

© DIE FOTOGRAFEN

alle Bürger gleich: Tauscht ein Einzelunternehmer seinen mit Diesel betriebenen Betriebs-PKW gegen einen E-PKW und nutzt er diesen auch für private Fahrten, dann sind die diesen Privatfahrten zuzurechnenden anteiligen Kosten aus der Anschaffung und dem Betrieb des E-PKW steuerlich nicht abzugsfähig. Der Einzelunternehmer hat diese anteiligen Kosten damit vom steuerpflichtigen Einkommen zu finanzieren.

MAG. DR. PETER FARMER Geschäftsführer und Partner bei ECA Innsbruck Steuerberatung Rennweg 25 6020 Innsbruck Tel.: 0512/57 14 15

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AUSGLEICHSCHANCE Mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 hat der Gesetzgeber erstmals einen Verlustrücktrag bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer geschaffen. TEXT: GERHARD DABLANDER, CLEMENS ENDFELLNER

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it dem Verlusrücktrag können auf Antrag eines Steuerpflichtigen betriebliche Verluste im Jahr 2020 bzw. 2020/2021 mit Gewinnen der beiden Vorjahre ausgeglichen werden. Diese Möglichkeit bewirkt eine (nachträgliche) Gutschrift an Einkommens- bzw. Körperschaftsteuer und erhöht dadurch die Liquidität. Alternativ dazu kann ein Verlust der Jahre 2020 bzw. 2020/2021 im Weg des bewährten Verlustvortrages in die Zukunft übertra-

gen werden. Verlustrücktrag und -vortrag unterscheiden sich somit in der zeitlichen Auswirkung des erlittenen betrieblichen Verlustes durch eine Verrechnung mit erwirtschafteten Gewinnen. Beide ermöglichen dadurch eine Ergebnisglättung.

1. DIE GESETZLICHEN REGELUNGEN IM ESTG BZW. KSTG

Das Einkommensteuergesetz (EStG) verankert den Verlustrücktrag in § 124b Z 355. Er steht Steuerpflichtigen mit be-

trieblichen Einkünften als Wahlrecht zu. Verluste, die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte im Rahmen der Veranlagung 2020 nicht ausgeglichen werden können, können bei der Veranlagung 2019 bis zu fünf Millionen Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen abgezogen werden. Soweit ein Abzug in 2019 nicht möglich ist, kann dieser auch 2018 erfolgen. Hat der Steuerpflichtige ein abweichendes Wirt-


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M I T D E M V E R L U S R Ü C K T R A G KÖ N N E N , A U F A N T R A G E I N E S STEUERPFLICHTIGEN, BE TRIEBLICHE VERLUSTE IM JAHR 2 0 2 0 B Z W. 2 0 2 0 / 2 0 21 M I T G E W I N N E N D E R B E I D E N VORJAHRE AUSGEGLICHEN WERDEN.

schaftsjahr, gelten analoge Regelungen für die Veranlagung 2020/21. Bilanziert ein Unternehmer zum 31. Jänner 2020, tritt ein coronabedingter Verlust im Geschäftsjahr 2020/21 und damit bei der Veranlagung 2021 ein. Der Verlustrücktrag kann bereits vor der Veranlagung 2019 beantragt werden. Erfolgt der Antrag später, gilt dies als rückwirkendes Ereignis gem. § 295a BAO. Dies schafft den verfahrensrechtlichen Titel zur Änderung eines bereits rechtskräftigen Bescheides. Entscheidet sich der Unternehmer gegen den Verlustrücktrag, steht der Verlust nach den unverändert geltenden Regelungen für Verlustvorträge in diesem Rahmen zu. Es hängt von der individuellen steuerlichen Lage ab, welches Instrument vorteilhafter ist. Das Körperschaftsteuergesetz (KStG) regelt den Verlustrücktrag in § 26c Z 76 und enthält eine Bestimmung für Unternehmensgruppen gemäß § 9 KStG. Ein Antrag ist nur für den Gruppenträger, nicht aber bei den Gruppenmitgliedern möglich. Die Höchstgrenze von fünf Millionen Euro bezieht sich systemkonform auf den Gruppenträger und jeweils auf die Gruppenmitglieder. Bilden drei Unternehmen eine Steuergruppe, können somit maximal 3 x fünf Millionen Euro rückgetragen werden. Die 75-Prozent-Verlustverrechnungsgrenze für Verlustvorträge gemäß § 8 Abs 4 Z 2 lit a KStG greift beim Verlustrücktrag nicht.

2. DIE COVID - 19 VERLUSTBERÜCKSICHTIGUNGS VERORDNUNG

Diese Verordnung enthält nähere Details, wenn voraussichtliche betriebliche Verluste 2020 bzw. 2020/21 bereits vor der Veranlagung dieser Jahre im Rahmen der Veranlagung 2019 abgezogen werden sollen. Ermöglicht wird die Bildung einer steuerlichen COVID-19-Rücklage, wenn der Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte im Jahr 2019 bzw. 2019/20 positiv und im Folgejahr voraussichtlich negativ ist. Die Rücklage kürzt dann den Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte und schafft durch

die Steuergutschrift zusätzliche Liquidität durch die Ergebnisglättung. Auch die Rücklage ist mit fünf Millionen Euro begrenzt bzw. steht bei Unternehmensgruppen pro einbezogener Gesellschaft zu. Soll der Verlustrücktrag das vorvergangene Jahr betreffen, wird der Betrag auf zwei Millionen Euro gekürzt. Die COVID-19-Rücklage beträgt ohne weiteren Nachweis bis zu 30 Prozent des positiven Gesamtbetrags der betrieblichen Einkünfte 2019 bzw. 2019/20, wenn die Vorauszahlungen null Euro betragen bzw. die Mindest-KöSt vorgeschrieben wurde. Sie erhöht sich auf bis zu 60 Prozent, insoweit ein voraussichtlicher negativer Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte 2020 bzw. 2020/21 glaubhaft gemacht wird. Da durch den Verlustrücktrag eine zeitliche Verschiebung geschaffen wird, ist die geltend gemachte Rücklage im Folgejahr ein Hinzurechnungsposten, um eine doppelte Nutzung auszuschließen. Wurde das Jahr 2020 bzw. 2020/21 bereits rechtskräftig veranlagt, gilt der Antrag auf Berücksichtigung des Verlustvortrages wiederum als rückwirkendes Ereignis. Sind die Voraussetzungen für die Bildung einer Rücklage gegeben, können die Steuervorauszahlungen für 2019 bis zur Abgabe der Steuererklärungen nachträglich herabgesetzt werden. In diesem Fall ist die Steuer mit dem Betrag festzusetzen, der sich als voraussichtliche Belastung auf Grundlage der Veranlagung unter Berücksichtigung der Rücklage ergibt. Die nach Berücksichtigung der Rücklage verbleibenden Verluste des Jahres 2020/21 können nach Maßgabe der unter Punkt 1 angeführten Grundsätze rückgetragen werden. Die Bildung einer Rücklage führt damit zu einer früheren Korrektur der ESt- bzw. KöSt-Belastung, verwirkt aber nicht die Möglichkeit zum „normalen“ Verlustrücktrag.

FAZIT

So wie der Verlustvortrag bewirkt der Verlustrücktrag eine Ergebnisglättung zweier bzw. dreier Veranlagungszeiträume. Dies ist aus Sicht der Liquidität jedenfalls po-

sitiv. Beim progressiven Tarif der ESt kann zudem eine Progressionsglättung erreicht werden, da bei derartigen Tarifen ein jährlich konstantes Ergebnis weniger Belastung verursacht als stark schwankende, die teilweise mit hohen Grenzsteuersätzen belastet werden. Da der Rücktrag durch die technische Ausgestaltung als „Sonderposten“ den Gesamtbetrag der Einkünfte unberührt lässt, hat er keine Auswirkung auf die Sozialversicherungsbeiträge. Aufgrund des Zusammenspiels verschiedener Einkunftsarten ist eine Beurteilung im Einzelfall notwendig, ob der Rücktrag dem Vortrag vorzuziehen ist.

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MAG. GERHARD DABLANDER DR. CLEMENS ENDFELLNER Partner bzw. Senior Manager bei KPMG Austria Adamgasse 23 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 996

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KRISENMODUS „It ain’t over till it’s over!“ Der Ausspruch vom legendären YankeeBaseballprofi und Coach Yogi Berra trifft die aktuelle Situation ganz gut. Thema verfehlt? Mitnichten! Gerade Krisen werden hinsichtlich deren Dauer und Auswirkung oftmals falsch eingeschätzt und „sind erst vorbei, wenn’s ganz vorbei ist“. Das bedeutet: Ausdauer und Durchhaltevermögen sind gefragt: Solide Finanzierung und Unternehmenssteuerung mit ruhiger Hand sind die ins Unternehmerleben übersetzte „Ausdauer“. TEXT: FELIX TSCHIDERER


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D I E S T U N D U N G U N D R AT E N Z A H L U N G V O N S T E U E R N U N D S O Z I A LV E R S I C H E R U N G S B E I T R Ä G E N H E L F E N KURZFRISTIG, DEREN TILGUNG MUSS ABER GEPL ANT W E R D E N . A N S O N S T E N S I N D S I E E I N D A M O K L E S S C H W E R T, D A S FA L L E N KÖ N N T E , W E N N S I E S PÄT E S T E N S I M E R S T E N Q U A R TA L 2 0 21 – U N T E R U M S TÄ N D E N G E M E I N S A M M I T S O N S T I G E N A B G A B E N – FÄ L L I G W E R D E N .

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risen sind Ereignisse, durch die Gefahren für Lebewesen, die Umwelt, Vermögenswerte oder die Reputation einer Institution drohen, wobei bilanzielle Krisen („Pleiten“), kommunikative Krisen („Skandale“) und operative Krisen („Störungen“) unterschieden werden (vgl. Krisenforschung der Universität Kiel, https://www.krisenforschung. de/Krisenforschung.733.0.html). SARSCov-2 hat das Potential, in vielen Bereichen – vor allem der Gesundheit –, dem gesellschaftlichen Leben und der Kommunikation ganz erhebliche Störungen hervorzurufen. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Auswirkungen auf das Vermögen, die „bilanzielle Krise“: Das aktuellste Szenario für Österreich sieht eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung 2020 um 7,7 Prozent und ein Wachstum 2021 von nur 2,8 Prozent. Halten wir fest: Die durch SARS-Cov-2 ausgelöste bilanzielle Krise ist evident. Leider sind Unternehmen und Staaten auf schwerwiegende Krisen oftmals nicht ausreichend vorbereitet. Die Risikomanagementsysteme der Unternehmen zeigen in empirischen Studien Defizite: Es fehlt eine intensive Auseinandersetzung gerade mit Extremrisiken, das heißt Risiken mit zwar geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, jedoch hoher Auswirkung, oder die Befassung mit abstrakten Risiken, also Risiken ohne historisches Vorbild (vgl. https://www.risknet. de/themen/risknews/das-robuste-unternehmen/). Die psychologische Forschung zeigt, dass wir Menschen intuitiv Risiken fast grundsätzlich falsch wahrnehmen und uns vor allem mit plausiblen (oder gewünschten) Einzelszenarien befassen, zu wenig jedoch mit möglichen Entwicklungskorridoren (Bandbreiten).

KRITISCHE KRISENPHASEN

Eine kritische Phase der aktuellen Krise ist die Akutphase, im Zuge derer es durch äuße-

re Einflüsse wie Lockdowns zu schwerwiegenden Umsatzeinbrüchen kommt. Kritisch ist allerdings auch die Phase nach den jeweiligen Maßnahmen, in der die Wirtschaft wieder zu laufen beginnt und Liquidität im Working Capital oder für Investitionen gebunden wird. Zeitgleich werden unter Umständen finanzielle Schutzmaßnahmen und befristete steuerliche Maßnahmen wie die Mehrwertssteuersenkung zurückgenommen, Überbrückungskredite und Stundungen werden fällig. In beiden Phasen ist finanzielle Stabilität, die „Luft zum Atmen“, entscheidend. Was aber hilft auf Unternehmensebene? Wie wird ein Unternehmen robust gegen schwerwiegende Störungen?

DAS ROBUSTE UNTERNEHMEN

Die Kernidee des „robusten Unternehmens“ ist das flexible und bewegliche Unternehmen, das sich auch an unvorhergesehene Entwicklungen anpassen kann, das getragen wird vom Grundsatz, sich auf Kernkompe-

LITERATURTIPPS Nassim Nicholas Taleb:

Narren des Zufalls, Wiley 2008

Rolf Dobelli, NZZ, 7. November 2020:

Stoa und Corona: Was uns Seneca hier und heute zu sagen hat (unter www.nzz.ch, Rubrik Feuilleton)

Werner Gleissner, auf Risknet, 2016:

Das robuste Unternehmen (unter www.risknet.de, Rubrik Themen – am besten die Suchfunktion nutzen)

Werner Gleissner, in:

Orientierungen zu Wirtschaftsund Gesellschaftspolitik / Ludwig-Erhard-Stiftung, 17. April 2020: Der robuste Staat – ein strategischer Rahmen zur Absicherung gegen Krisen und Katastrophen (unter www. ludwig-erhard.de/orientierungen)

tenzen zu konzentrieren, unattraktive Geschäftsfelder zu meiden, abgesichert ist durch gute Bonität, insbesondere einenausreichenden finanziellen „Sicherheitspolster“ Eigenkapital und Liquidität (vgl. https:// www.risknet.de/themen/risknews/das-robuste-unternehmen/). Das wichtigste Aktivum des robusten Unternehmens ist somit dessen finanzieller Spielraum in Form von optimiertem Eigenkapital, soliden Cashflows sowie schlankem und modernem Anlageund Umlaufvermögen. Ein robustes Unternehmen mit finanziellem Spielraum ist auf Risiken – auch auf Extremereignisse – adäquat vorbereitet und vermag weiterhin Investitionschancen zu realisieren, es betreibt Krisenvorbereitung durch Risikoanalyse und Chancenvorbereitung durch Investitionsplanung. Beides baut auf solider Finanzierung auf, ohne solides finanzielles Fundament ist kein Unternehmen auf Dauer oder besser nachhaltig lebensfähig. Konkreter heißt das: ein gesundes Wachstum, das über der Inflationsrate liegt, weiters ausreichend Eigenkapital, das potentielle Verluste abfangen kann, und eine Eigenkapitalrentabilität, die die Fremdund Eigenkapitalkosten deutlich übersteigt.

WAS UND WIE IST ES ZU TUN?

Selbstverständlich bleiben Sicherheit und Gesundheit sämtlicher Mitarbeiter erste Priorität, gleich danach folgen allerdings Liquiditätssicherung, Sicherung der Cashflows und strenge Kostendisziplin. Beim wie gilt – wie ganz allgemein: „Mal abwarten“ ist keine Option! Stattdessen zählen rasches und fokussiertes Planen sowie äußerst transparente und stabilisierende Kommunikation. Die Aufzählung aller finanziellen Maßnahmen in der Krise würde den Rahmen sprengen, prominent und wirksam sind rigoroses Cash-Management, Reduktion nicht notwendiger Ausgaben, Vorbereitung auf wesentlich längere Zahlungsfristen von Kunden,

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sogenanntes Working-Capital-Management durch Lageranpassungen oder Anpassung von Zahlungsfristen. Das Verschieben unkritischer Investitionen kann notwendig werden, vor allem um Investitionen in Kernkompetenzen, die Wettbewerbsvorteile verschaffen, weiterhin zu ermöglichen. Falls nötig, sind Stundungsmöglichkeiten von Krediten zu prüfen, allerdings nie, ohne gleichzeitig deren spätere Rückzahlung solide zu planen.

HILFREICHE INSTRUMENTE

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Die Corona-Hilfsmaßnahmen sollten – in dieser Priorität – checklistenmäßig abgearbeitet werden: Beantragung Corona-Kurzarbeit, Beantragung Umsatzersatz für die vom aktuellen Lockdown betroffenen Betriebe, Fixkostenzuschuss, Härtefallfonds, Planung der Investitionen und Nutzung der 7- bzw. 14-prozentigen Investitionsprämie, Steuerplanung und Nutzung von Verlustrücktrag. Falls Überbrückungsfinanzierungen notwendig werden: Überprüfung der Inanspruchnahme von Staatshaftungen gemeinsam mit der Hausbank. Die Stundung und Ratenzahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen helfen kurzfristig, deren Tilgung muss aber geplant werden. Ansonsten sind sie ein Damoklesschwert, das fallen könnte, wenn sie spätestens im zweiten Quartal 2021 – unter Umständen gemeinsam mit sonstigen Abgaben – fällig werden. Für die Zukunft geht es darum, Krisen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zwar gering, deren negative Auswirkungen jedoch erheblich sind, zu überstehen, zum Beispiel Preisblasen (wie die Subprime-Krise 2009), Staatsschuldenkrisen (wie die Russlandkrise 1998 oder die Griechenlandkrise 2009), Versorgungskrisen (wie die Ölkrise in den 1970ern), nachfrage- und angebotsreduzierende Gesundheitskrisen (wie die gegenwärtige) oder weitgehend vorbildlose mögliche Krisen (zum Beispiel Ausfall kritischer IT). Der Staat sichert primär Gesundheit, Bildung, Eigentum, angemessene soziale Absicherung und Infrastruktur, kann vorübergehend auch Arbeitsplätze (Stichwort Kurzarbeit), Vermögen (Stichwort Fixkostenzuschuss) und Bonität (Stichwort Staatsgarantien) sichern, mittelfristig sind für die drei zuletzt Genannten wir Bürger selbst zuständig. Die solide finanzielle Basis spielt dabei – und zwar für die Unternehmen und den Staat gleichermaßen – eine zentrale Rolle, und zwar nicht nur als Krisenprävention,

OHNE SOLIDES FINANZIELLES FUNDAMENT IST KEIN U N T E R N E H M E N N A C H H A LT I G L E B E N S FÄ H I G .

auch Chancen mögen finanziert werden. Zur guten Vorbereitung auf die unternehmerische Zukunft sind beispielhaft folgende Instrumente sinnvoll: Definieren Sie erstens ein Ratingziel, mindestens „InvestmentgradeRating“, also BBB- oder besser. Dies wäre zu übersetzen mit „gute bis befriedigende Bonität“, bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist mit Problemen zu rechnen, die allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit überstanden werden. Ein jährliches Ratinggespräch mit der Hausbank ist unabdingbar. Machen Sie zweitens die Bilanzstrategie zum Teil der Unternehmensstrategie: Einige wenige Kennzahlen, definiert als Untergrenzen und Zielgrößen, sollten gemeinsam mit den Finanzierungspartnern festgelegt werden, zum Beispiel dynamischer Verschuldungsgrad (Net Debt/EBITDA), EBITDA-Quote, Eigenkapitalquote. Ein drittes nützliches Werkzeug ist die Liquiditätsplanung – hier ein Mindestansatz: Durch monatliche oder quartalsweise Planung der Umsätze, Kosten, Investitionen und des Working Capital sind Cashflow und Liquidität laufend unter Kontrolle, idealerweise wird in Szenarien geplant. Die Folge: Beeinflussbare Kosten werden reduziert, gleichzeitig werden die notwendigen Reserven für den Wiederaufschwung gehalten. Die Kür wäre die Installation einer permanenten Unternehmensplanung: Die Planung sollte „erwartungstreu“ sein, das heißt, möglichst viele Zukunftsszenarien beinhalten. Simulationssoftware hilft hier erstaunlich und praktikabel, Planen in Szenarien ist ein Mindestansatz. Ein brauchbares Planergebnis ist etwa das Mindestausmaß an Liquidität und Eigenkapital, um ein definiertes realistisches Worst-Case-Szenario – zum Beispiel zweijähriger Umsatzrückgang um 50 Prozent – zu überstehen. Ein weiteres brauchbares Ergebnis: Erwartungstreue Planung hilft bei Finanzierungsverhandlungen und reduziert die Haftungsrisiken, auch wenn’s mal nicht so gut läuft. „Kein seltenes Ereignis soll uns Schaden zufügen“ (Nassim Taleb in „Narren des Zufalls“).

VON CHANCEN UND RISIKEN Wir überbewerten Bekanntes, uns erscheint rückblickend vieles vorhersehbar, wir überschätzen die Wahrscheinlichkeit von angenehmen Ereignissen, wir bewerten zukünftige Ereignisse geringer als aktuelle, wir unterschätzen Auswirkungen seltener Ereignisse. Aber Vorsicht, das gilt in beide Richtungen, also sowohl in Richtung Risiko als auch in Richtung Chance: Krisen werden überstanden, frühere Generationen und auch wir selbst haben es vorgemacht. Es ist nicht einfach, aber „reißen wir uns aus dem Gravitationsfeld des Augenblicks“ (Ralf Dobelli, siehe Literaturtipp). Was für Krisen gilt, gilt auch für Chancen: Planung schafft solide Finanzierung, solide Finanzierung schafft Ruhe, die Voraussetzung, um aus dem Tagesgeschäft verantwortungsvoll die wertvollen Investitionen zu entscheiden und zu finanzieren. Chancen wollen genutzt, sprich „finanziert“ werden! „It ain’t over till it’s over“: Das Team von Yogi Berra lag nahezu uneinholbar zurück, als er den Ausspruch tätigte und seine Mannschaft … siegte.

MAG. FELIX TSCHIDERER, CVA Partner bei Kapelari + Tschiderer Andreas-Hofer-Straße 43/2 6020 Innsbruck Tel.: 0512/57 31 26

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CORONA UND IHRE FINANZEN Checken Sie Ihr Potential. TEXT: VERENA MARIA ERIAN, RAIMUND ELLER

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as Jahr 2020 wurde von einem einzigen Thema dominiert: Corona. Auch dieses Ungemach wird vorübergehen. Vielleicht wird es schneller gehen, als wir uns das momentan vorstellen können, wer weiß? Was wir heute sicher wissen, ist, dass die Antragsfristen für die damit einhergehenden Prämien, Beihilfen und Zuschüsse schnell vorbei sein werden, und so liefern wir Ihnen

hier und jetzt ein aktuelles Update, um Ihr Potential rasch abschätzen und ausschöpfen zu können.

HÄRTEFALLFONDS – NICHT NUR FÜR HÄRTEFÄLLE

Man muss nicht unbedingt ein Härtefall sein, um etwas aus diesem Fonds zu bekommen. Vielmehr ist es so, dass jeder zum Zug kommen kann, der in einzelnen „Co-

rona-Monaten“ (vom 16. bis zum 15. des Folgemonats ab März 2020) im Vergleich zum selben Betrachtungszeitraum 2019 einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent hatte oder seine laufenden Kosten nicht mehr decken konnte. Für diese Monate gibt es jeweils mindestens 1.000 Euro. Das gilt auch dann, wenn diese Ausfälle einige Monate später wieder wettgemacht werden konnten. Leer gehen Sie unter diesen


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Voraussetzungen nur dann aus, wenn Ihre Unternehmensgründung erst nach dem 15. März 2020 erfolgte oder bei vorliegenden Nebeneinkünften (Gehalt, Pension, Mieteinnahmen etc.) ab einer Höhe von monatlich netto 2.000 Euro.

Melden Sie sich bei Ihrem Steuerberater, wenn die drei folgenden Punkte kumulativ erfüllt sind: • Umsatzrückgang von 50 Prozent oder mehr in einem „Corona-Monat“ (jeweils vom 16. bis 15. des Folgemonats) in der Zeit vom 16. März 2020 bis zum 15. März 2021 • Keine Nebeneinkünfte von 2.000 Euro netto oder mehr in den betreffenden Monaten • U nternehmensgründung vor dem 16. März 2020 Die Antragstellung ist nach aktuellem Stand bis zum 30. April 2021 möglich. TIPP:

FIXKOSTENZUSCHUSS – BEKOMMEN AUCH SIE ETWAS?

Wenn Sie irgendwann von März bis Juni 2020 gegenüber einzelnen Vergleichszeiträumen des Vorjahres einen Umsatzrückgang von 40 Prozent oder mehr hatten, können Sie in den Genuss eines Fixkostenzuschusses kommen. Dasselbe gilt für einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Zeitraum 16. Juni 2020 bis März 2021. Dabei kann entweder auf die jeweiligen Umsätze der einzelnen Corona-Monate, das heißt, immer auf einen Zeitraum vom 16. bis 15. des Folgemonats oder auch auf einzelne Gesamtquartale abgestellt werden. Insgesamt können aus den zwölf möglichen Antragszeiträumen maximal neun gewählt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 31. August 2021. TIPP: Wenn sie zu keiner Zeit solche Umsatz-

rückgänge hatten und bis Ende März 2021 auch nicht mehr haben werden, können Sie dieses Kapitel nach der aktuellen Rechtslage jetzt getrost abhaken. Haben Sie hingegen den Verdacht, dass Sie 2020 zeitweise Umsatzrückgänge von 30 Prozent oder mehr hatten oder eventuell bis Ende März 2021 noch haben werden, dann kontaktieren Sie Ihren persönlichen Steuerberater. Insbesondere wenn mehrere Zeiträume in Betracht kommen, kann die Wahl der lukrativsten Antragszeiträume zu einer komplexen Maximalwertaufgabe werden. Die Zeiträume sind nicht beliebig kombinierbar. Werden

bis Ende März 2021 noch entsprechende Umsatzrückgänge erwartet, so sollte mit der Antragstellung noch abgewartet werden. Besondere Vorsicht ist für Kassenärzte geboten, da sich ein Umsatzrückgang durch die zeitlich gegenüber dem Leistungszeitraum stark verzögerte Auszahlung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erst Monate später bemerkbar macht. Dabei ist es auch wichtig, die jüngst beschlossene Akontierung von 80 Prozent der Vorjahresleistungen von den Krankenkassen mit ins Kalkül zu ziehen.

INVESTITIONSPRÄMIE – JETZT ODER NIE

Derzeit sind Prämien von 7 Prozent und für bestimmte Digitalisierungs- und Ökologisierungsmaßnahmen sogar in Höhe von 14 Prozent zu holen. Diese Prämien müssen nicht versteuert werden und sind auch nicht von den korrespondierenden Investitionen in Abzug zu bringen. Das heißt, Investitionen bringen nun die volle Prämie, die volle Abschreibung und auch den herkömmlichen Gewinnfreibetrag in Höhe von bis zu 13 Prozent. Neben lästigen Formalismen ist es vor allem das Timing, worauf es hier nun ankommt. Anträge können bis 28. Feber 2021 online (https://foerdermanager.aws.at) gestellt werden. Erste Maßnahmen zur Tätigung von Investitionen (Bestellung, Kaufvertrag etc.) müssen zwischen dem 1. August 2020 und dem 28. Feber 2021 erfolgen. Die Inbetriebnahme und die Bezahlung haben bis zum 28. Feber 2022 Zeit. Prüfen Sie Ihren Investitionsbedarf und leiten Sie erste Maßnahmen von kurzbis mittelfristig absehbaren Investitionen jetzt ein. Da es auch sein kann, dass ein Antrag als fehlerhaft zurückgewiesen wird, empfehlen wir mit der Antragstellung nicht bis zum letzten Abdruck zuzuwarten. Weiters muss spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme und Zahlung der Investition eine Abrechnung vorgelegt werden. Wie überall steckt der Teufel im Detail. Daher empfehlen wir auch hier, Ihren Steuerberater zu konsultieren. TIPP:

WERTE SICHERN – WAHRES IST NICHTS BARES

In Zeiten wie diesen denkt auch der hartgesottenste Optimist mitunter an Dinge wie Geldentwertung. Wie allgemein in diesem Covid-19-Schlamassel gilt auch hier: Kei-

DR. VERENA MARIA ERIAN RAIMUND ELLER Die Ärztespezialisten Team Jünger Steuerberater Kaiserjägerstraße 24 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 859

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ne Panik, aber doch Vorsicht. Setzen Sie auf reale Werte wie Immobilien, Gold und Ähnliches. Letzteres kann in Münzenform auch in einem Worst-Case-Szenario als Krisenwährung im Falle einer Hyperinflation den Alltag wesentlich erleichtern. Jetzt eine Immobilie zu verkaufen und Bargeld zu horten, sollte jedenfalls gut überlegt sein. Eine weitere Vorsichtsstrategie kann es sein, anstehende Projekte (z. B. Generalsanierung, Umstellung auf Erdwärme, neues Dach etc.) jetzt gleich in Angriff zu nehmen, um den aktuellen realen Gegenwert sicherzustellen. Schöne Dinge wie eine Sauna, ein Schwimmbad und dergleichen können vor allem in Lockdown-Phasen Freude und Ablenkung bringen. Wer zudem eine Bankenkrise fürchtet, der ist gut beraten, bereits absehbare Steuernachzahlungen schon jetzt an das Finanzamt zu überweisen. Insoweit ist dann auch das Thema Einlagensicherung vom Tisch.

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INVESTITIONSPRÄMIE – EINE HILFE AUS DER COVID-19-KRISE

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Um die österreichische Wirtschaft in Folge der Coronakrise zu unterstützen, hat die Bundesregierung mit der Investitionsprämie ein neues Förderungsprogramm konzipiert, welches einen Anreiz für Unternehmensinvestitionen schafft und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Betriebsstätten, die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich leistet. Ein besonderer Schwerpunkt wird bei den Investitionsanreizen auf die Bereiche Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit/Life-Science gelegt. T E X T : S I E G H A R D H A S LWA N T E R


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WER IST ANSPRUCHSBERECHTIGT? Förderfähig sind Unternehmen im Sinne des § 1 UGB, die über einen Sitz bzw. eine Betriebsstätte in Österreich verfügen und rechtmäßig im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betrieben werden. Es sind prinzipiell Unternehmen aller Größen umfasst; ebenso besteht keine Einschränkung auf bestimmte Branchen. Die Art der Rechnungslegung ist nicht relevant, das heißt, förderungsfähig sind Unternehmen mit Bilanzierung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Pauschalierung. Ausgeschlossen sind Unternehmen unter anderem, wenn gegen sie oder einen geschäftsführenden Gesellschafter ein Insolvenzverfahren anhängig ist oder die Voraussetzungen dafür vorliegen. Zudem besteht ein Ausschlussgrund für Unternehmen, die gegen Rechtsvorschriften verstoßen, die gerichtlich strafbar sind.

ART UND HÖHE DER INVESTITIONSPRÄMIE

Bei der Investitionsprämie handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses beträgt 7 Prozent der Anschaffungskosten der begünstigten Investitionen; bei begünstigten Investitionen in Ökologisierung, Digitalisierung sowie Gesundheit/Life-Science erhöht sich der Zuschuss auf 14 Prozent. Für Zwecke der Definition, welche Investitionen unter diese begünstigten Bereiche fallen, die zu einer Verdoppelung des Zuschusses führen, enthält die Förderrichtlinie bzw. die FAQs umfangreiche Anhänge mit Abgrenzungen. Darunter fallen beispielsweise Investitionen in Klimaschutz, Mobilitätsmanagement und Elektrofahrzeuge, Rohstoffmanagement, Energieeinsparung, Abfallwirtschaft, Gebäudesanierung oder digitale Technologien wie Cloud-Computing, Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Prozessen, IT-Security oder E-Commerce. Um die Investitionsprämie beantragen zu können, ist ein Mindestinvestitionsvolumen pro Antrag von 5.000 Euro erforderlich; die Obergrenze für maximal förderungsfähige Investitionen beträgt 50 Millionen Euro pro Unternehmen bzw. pro Konzern.

BEGÜNSTIGE INVESTITIONEN

Gefördert werden materielle und immaterielle, aktivierungspflichtige Neuinvestitionen (inkl. von Dritten angeschaffte, gebrauchte Wirtschaftsgüter) in das abnutzbare Anlagevermögen, die in österreichischen Betriebsstätten des Unternehmens vorge-

nommen werden. Zur Erfüllung des Kriteriums der Neuinvestition ist erforderlich, dass die angeschafften Wirtschaftsgüter im Unternehmen bzw. im Konzern noch nicht aktiviert waren.

Von der Investitionsprämie als nicht förderungsfähige Investitionen ausgeschlossen sind insbesondere: • Errichtung und Erweiterung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen, sowie Investitionen in Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen (inkl. PKW, LKW etc. mit Ausnahme von z. B. gewissen Plug-in-Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen zur Personen- und Güterbeförderung mit einem Brutto-Listenpreis von maximal 70.000 Euro). Begünstigt sind jedoch Investitionen in bestehende Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen, wenn eine substanzielle Treibhausgasreduktion gegeben ist (Prozessenergie-Einsparung mehr als 10 Prozent oder Treibhausgasreduktion von 25.000 t CO2 pro Jahr). • Investitionen, die mittels Leasing finanziert/angeschafft werden, es sei denn diese sind beim Antragsteller zu aktivieren • Aktivierte Eigenleistungen • Grundstücke und Gebäude (für Gebäude bestehen jedoch Ausnahmen, unter denen eine Begünstigung gegeben ist) • Unternehmens- und Beteiligungserwerbe sowie Erwerbe von sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten

MAG. SIEGHARD HASLWANTER Senior Manager bei Deloitte Tirol Eduard-Wallnöfer-Platz 1 6460 Imst Tel.: 05412/64 450

www.deloitte.at/tirol

• Umsatzsteuer, es sei denn es besteht ein nachweislicher Ausschluss vom Vorsteuerabzug.

FÖRDERZEITRAUM

Investitionen berechtigen zur Beantragung einer Investitionsprämie, wenn erste Maßnahmen im Zusammenhang mit der Investition zwischen 1. August 2020 und 28. Feber 2021 gesetzt wurden bzw. werden. Als erste Maßnahmen gelten Bestellungen, Kaufverträge, Lieferungen, Beginn der Leistung, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen oder Baubeginn. Planungsleistungen, behördliche Genehmigungen und Finanzierungsgespräche zählen nicht zu den ersten Maßnahmen. Wurden erste Maßnahmen bereits vor dem 1. August 2020 gesetzt, steht für diese Investitionen keine Investitionsprämie zu. Inbetriebnahme und Bezahlung der Investitionen haben sodann bis 28. Februar 2022 zu erfolgen, wenn das Investitionsvolumen unter 20 Millionen Euro liegt, bzw. bis spätestens 28. Februar 2024 bei Investitionsvolumina über 20 Millionen Euro; diese Zeiträume sind nicht verlängerbar.

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ANTRAGSTELLUNG UND ABWICKLUNG Die Investitionsprämie wird durch das Austria Wirtschaftsservice (aws) abgewickelt; Anträge können über das Onlineportal des aws-Fördermanagers noch bis einschließlich 28. Februar 2021 gestellt werden. Nach Prüfung durch das aws wird von diesem eine Förderzusage ausgestellt, wobei dem Grunde und der Höhe nach kein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht. Die Zusage zu Fördermitteln erfolgt chronologisch nach dem Zeitpunkt ihres Einlangens beim aws. Innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten ab der letzten Inbetriebnahme und Bezahlung der Investitionen hat der Fördernehmer eine Endabrechnung vorzunehmen. Die Auszahlung des gesamten Zuschusses erfolgt erst nach Vorlage der Abrechnung. Bei Investitionsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro besteht jedoch die Möglichkeit einer Zwischenauszahlung nach Durchführung der Hälfte des Investitionsvolumens. Bei Abrechnungen von Zuschüssen über 12.000 Euro sind diese zudem von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

oder Bilanzbuchhalter in Bezug auf die Aktivierung der Investitionen zu bestätigen. Nach Abschluss der Investition (Inbetriebnahme und Bezahlung) hat diese über einen Zeitraum von drei Jahren in einer österreichischen Betriebsstätte zu verbleiben und darf nicht veräußert werden (Sperrfrist). Unter gewissen Voraussetzungen besteht eine Rückzahlungspflicht (z. B. Verletzung von Mitteilungs- und Informationsverpflichtungen, Verhinderung der Kontrollmöglichkeit oder widmungswidrige Verwendung der Fördermittel etc.).

WAS IST NOCH ZU BEACHTEN?

Für Ertragsteuerzwecke stellt die Investitionsprämie keine Betriebseinnahme dar und kürzt auch nicht die Anschaffungskosten. Die Inanspruchnahme einer Investitionsprämie schließt die Inanspruchnahme steuerlicher Investitionsbegünstigungen nicht aus; das heißt, neben der Investitionsprämie können bei Vorliegen der Voraussetzungen auch eine degressive Abschreibung oder eine beschleunigte Gebäudeabschreibung angesetzt werden. Auch die Geltendmachung eines Gewinnfreibetrages ist parallel zur Investiti-

onsprämie möglich. Das aktuelle Antragsvolumen zur Investitionsprämie beträgt zwei Milliarden Euro. Aktuell werden weiterhin alle Anträge laufend entgegengenommen. Laut Auskunft des BMDW (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) werden die Mittel für die Investitionsprämie im Bedarfsfall aufgestockt. Anträge, die im Betrachtungszeitraum zwischen 1. September 2020 und 28. Februar 2021 eingebracht werden, sind aufgrund der beihilferechtlichen Konstruktion als allgemeine Maßnahme jedenfalls zu bedienen.

AUSBLICK Mit der Investitionsprämie wurde ein attraktiver Investitionsanreiz geschaffen, um der österreichischen Wirtschaft aus der Coronakrise zu helfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Investitionsprämie vor dem Hintergrund von Umsatzausfällen, mangelnder Liquidität und unsicheren Aussichten in Richtung Winter für viele nicht ihren Reiz verliert.


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Liquidität und Budget auf einen Blick Mit der web basierten Dashboard Lösung von Deloitte hat auch Ihr Unternehmen ein aktuelles Reporting.

www.deloitte.at/tirol Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren verbundene Unternehmen innerhalb der „Deloitte Organisation“. DTTL („Deloitte Global“), jedes ihrer Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige, unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen. DTTL erbringt keine Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/about. © 2020 Deloitte Tirol Wirtschaftsprüfungs GmbH


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MAG. ANDREAS KAPFERER LL.M. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Deloitte Tirol Wilhelm-Greil-Straße 15 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 2555-0

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Das Bundesland Tirol lebt von der Tourismusbranche. Die steigenden Zahlen der Corona-Infizierten und der damit einhergehende zweite Lockdown erschweren aktuell die wirtschaftliche Lage der heimischen Betriebe enorm. Kurz vor der anstehenden Wintersaison trifft die wieder aufflammende Krise den Tourismus und die Gastronomie besonders hart. Aus unserer täglichen Beratungspraxis wissen wir, mit welchen Herausforderungen der Tourismussektor zu kämpfen hat. Wie stark Österreichs Tourismusbetriebe mitten in der Coronakrise gefordert sind, bestätigt auch unsere aktuelle Umfrage zusammen mit der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

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it dem Tourismusbarometer nimmt Deloitte jährlich die Stimmungslage in der Branche unter die Lupe. Über 400 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Tourismus haben heuer österreichweit an der Umfrage teilgenommen und ihre Einschätzungen zur derzeitigen Lage geteilt. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen stammt aus Tirol. Eines zeigt sich dabei deutlich: Die COVID-19-Krise hat wie erwartet schwerwiegende Konsequenzen für den heimischen Tourismus. Innerhalb eines Jahres sank der Tourismusindex nach Schulnotensystem von 2,88 auf 3,61 (siehe Grafik) und verschlechterte sich somit um ein Viertel. Aus der aktuellen Umfrage geht ebenfalls hervor, dass städtische und ländliche Tourismusbetriebe bisher unterschiedlich hart von der Krise getroffen wurden. Während die Sommersaison für rund 56 Prozent der städtischen Touristikerinnen und Touristiker schlechter verlief als vermutet, wurden die Tourismusbetriebe am Land im Sommer noch positiv überrascht: Die Erwartungen von 70 Prozent der befragten ländlichen Betriebe wurden übertroffen. Auch im detaillierten Vergleich mit den Bundesländern ist diese Diskrepanz sichtbar. Für die derzeitige wirtschaftliche Lage vergibt Österreichs Bundeshauptstadt ein „Nicht genügend“

VON ANDREAS KAPFERER

(95 %), wohingegen Kärnten am anderen Ende des Spektrums die Lage als „Sehr gut“ bis „Gut“ einschätzt (71 %).

EXISTENZÄNGSTE BESTIMMEN TOURISMUSBRANCHE

Die Stimmung gerade der städtischen Touristikerinnen und Touristiker wird im Hinblick auf die Wintersaison weiter von der Coronakrise und den damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen gedrückt: Rund 94 Prozent der Stadtbetriebe rechnen im Vergleich zum Vorjahr mit Umsatzrückgängen von über 20 Prozent oder sogar mit Totalausfällen. Die anstehende Wintersaison bereitet aber nicht nur den städtischen Tourismusbetrieben Sorgenfalten. Mehr als die Hälfte der Betriebe am Land blickt ebenfalls pessimistisch in die nahe Zukunft. Bereits vor der Verkündung des zweiten Lockdowns befürchteten mehr als drei Viertel der heimischen Tourismusunternehmerinnen und -unternehmer, dass sich die wirtschaftliche Lage bis Sommer 2021 nicht entspannen wird. Da durch die anhaltende COVID-19-Krise Touristinnen und Touristen aus Fernmärkten sowie Geschäftsreisende ausbleiben, haben heimische Gäste grundsätzlich an Bedeutung für die Branche gewonnen. Mit Angebotsänderungen – wie etwa kürzeren Stornofristen oder alternativen


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Buchungsbedingungen – haben rund zwei Drittel der österreichischen Betriebe versucht, attraktiv zu bleiben und so viel wie möglich zu retten. Trotz aller Bemühungen und Anpassungen bleibt die Existenzangst für den österreichischen Tourismus aber allgegenwärtig: Denn eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns auf über drei Monate würde die Betriebe sehr hart treffen. Für mindestens ein Drittel der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer würde dies sogar eine Schließung und somit das endgültige Aus bedeuten.

FORDERUNG NACH WEITEREN UNTERSTÜTZUNGEN

Die Bundesregierung versucht derzeit mit öffentlichen Hilfen und Investitionsanreizen den zahlreichen betroffenen

Tourismusbetrieben unter die Arme zu greifen. 18 Prozent der befragten Unternehmen haben die Investitionsprämie bereits beansprucht, rund 41 Prozent haben diese angebotene Hilfestellung noch nicht genutzt. Die Mehrheit der Tourismusbetriebe reagiert mit einer Reduzierung ihrer ursprünglich für 2020/21 geplanten Investitionen. Laut Umfrage investieren nur 25 Prozent aktuell nach Plan. Durch den neuerlichen harten Lockdown wird diese Zahl wohl weiter sinken. Damit die Tourismusbetriebe die nächsten Monate überstehen, sind maßgeschneiderte Zuschüsse notwendig. Die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen rasche Rechtssicherheit. Viele werden zudem eine Aussetzung von Fremdkapitaltilgungen benötigen – die Absicherung durch staatliche Garantien ist dabei ein notwendiges Instrument. Der Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent ist ein wichtiger erster Schritt, damit die Unternehmen den zweiten Lockdown überleben – er kann aber nur der Startschuss für weitere Hilfsmaßnahmen in den kommenden Monaten sein. Der aktuelle Tourismusbarometer verdeutlicht auch die veränderte Lage bei der Mitarbeiterverfügbarkeit: Während im Vorjahr noch drei Viertel der Betriebe auf der Suche nach Fachkräften waren, ist es jetzt nur noch die Hälfte. Das Nachfrageminus und die Ungewissheit, wie es in den nächsten Monaten weitergeht, erschwert die Mitarbeiterplanung für die heimischen Tourismusbetriebe enorm. Zusammenfassend lautet das Fazit unserer Studie: Die Unternehmen benötigen jetzt mehr denn je langfristige Lösungsansätze und öffentliche Hilfen, um die Krise und ihre Folgen zu überstehen. Andernfalls riskiert man, dass es viele Betriebe nicht mehr in die Sommersaison 2021 schaffen werden.

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HOMMAGE AN DEN KING Mit seiner Great-Characters-Edition ehrt Montblanc herausragende Personen, die die kulturelle Geschichte der Menschheit nachhaltig geprägt haben. Die Schreibgeräte vereinen höchste Handwerkskunst mit individuellen Details aus dem Leben der Persönlichkeiten. Die aktuelle Serie ist eine Verneigung vor Elvis Presley, dem berühmten Entertainer und King of Rock ’n’ Roll.

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lvis Aaron Presley (8. Januar 1935 – 16. August 1977), auch bekannt als „der King“, wird noch heute für seine über 100 Charthits, mehr als 1.300 Konzerte und 31 Spielfilme gefeiert. Seinen kometenhaften Aufstieg verdankte er Liedern wie „Jailhouse Rock“ oder „It’s now or never“ , die ihn an die Spitze der Charts katapultierten. Mit über einer Milliarde verkaufter Tonträger stellte der amerikanische Sänger und Gitarrist die Welt der Musik auf den Kopf. Ihm gelang es, die Grenzen zwischen weißer und schwarzer Musik zu überwinden, um mit seiner kraftvollen und emotionsgeladenen Stimme seinen ganz eigenen Rock-’n’-Roll-Stil zu kreieren. Seine neue Great-Characters-Edition widmet Montblanc dem Leben und Vermächtnis des Musikers, dessen berühmte Live-Auftritte und extravagante Looks in der Welt der Musik großes Aufsehen erregten. Für die Kollektion wurden ausgesuchte Materialien mit höchster Sorgfalt und Kunstfertigkeit

verarbeitet. Sie umfasst drei Schreibgeräte, die jeweils auf ein bedeutendes Ereignis in der Karriere von Elvis Presley verweisen: eine Special Edition als Hommage an sein Comeback-Konzert von 1968, eine Limited Edition 1935 zu Ehren seiner Zeit in Las Vegas und eine Limited Edition 98, die vom „Aloha from Hawaii“-Konzert inspiriert ist, das per Satellit in 40 Länder übertragen und von 1,5 Milliarden Menschen gesehen wurde.

MOBILE LEIDENSCHAFT

Viele Designdetails der Special Edition verweisen auf eine der großen Leidenschaften

des Künstlers: Autos. Im Laufe seines Lebens erwarb Elvis Presley etwa 300 Modelle, von denen er die meisten allerdings wieder verschenkte. Seine Begeisterung galt vor allem schlanken Heckflossen, höchstem Komfort und leistungsstarken V8-Motoren, deren lautes Motorengeheul wie Musik in seinen Ohren klang. Die Silhouette des Schreibgeräts ist von der Form einer Zündkerze inspiriert. Weitere Verweise auf Presleys mobile Leidenschaft sind der V-förmige Clip und das achtlöchrige Motiv, das an einen Motorblock erinnert. Das Muster auf der Kappe und dem Konus der Special Edition sowie der Korpus der Limited Edition 1935 und der Limited Edition 98 indes sind eine Anspielung auf den Ring, den er sich für sein berühmtes „Aloha in Hawaii“-Konzert maßanfertigen ließ. Die Spitze des Clips zieren die Initialen EP als Verweis auf die Form seiner Sonnenbrille. Als Huldigung an seine unverwechselbare Stimme ist das Montblanc-Emblem im Kappenkopf mit dem ELVIS-Logo kombiniert – diese abgewandelte Ausführung des berühmten Emblems ist eine absolute Weltneuheit! „Elvis has left the building“ ziert als Schriftzug den Korpus. Mit diesen berühmten Worten forderten die Konzertansager in den 1960er- und 1970er-Jahren die Besucher seiner Liveauftritte auf, das Gebäude zu verlassen, da keine weiteren Zugaben zu erwarten waren. Die neue Montblanc-Serie ist die Zugabe der Marke auf ein außergewöhnliches Leben. PR

JUWELIER JULIUS HAMPL

Herzog-Friedrich-Straße 40, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/582086

www.juliushampl.at


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STOLPERSTEINE UND ERFOLGSREZEPTE „Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Übergabe?“ Diese und viele weitere Fragen stellen sich Unternehmer im Rahmen der Transformation vom aktiven Geschäftsführer hin bis zum Austritt. Und damit ist ein wichtiger Punkt bereits genannt. Nämlich, dass die Unternehmensnachfolge ein Prozess und nicht einfach nur ein Tag X ist. Wer sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzt, kann Konflikte und Enttäuschungen vermeiden und die reibungslose Fortführung des Betriebes sicherstellen. TEXT: MICHAEL AHAMMER, GERHARD DABLANDER

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ine Unternehmensnachfolge spielt sich oft im Dreieck „Familie – Unternehmen – Gesellschafter“ ab und im Wesentlichen geht es immer um die Vereinbarkeit dieser drei Bereiche. Neben den vielen rechtlichen Vorkehrungen, die getroffen werden, sollte auch die emotionale Komponente nicht außer Acht gelassen werden. Konflikte, die

sich über Generationen aufgestaut haben, finden leider oft bei der Firmenübergabe ein Ventil, um nach außen zu gelangen.

DIE UNTERNEHMER - DNA

Die Erwartungen der übergebenden Generation an die Nachfolger sind oft sehr hoch und ein Loslassen fällt schwer. Die Beden-


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DIE ÜBERGABE IST EIN PROZESS, KEINE VER ÄNDERUNG, DIE VON HEUTE AUF MORGEN GESCHEHEN K ANN, ABER SIE IST MIT DER ENTSPRECHENDEN VORBEREITUNG E R F O L G R E I C H B E WÄ LT I G B A R . ken sind keinesfalls unbegründet. Nur wer die sogenannte Unternehmer-DNA besitzt, sollte mit einer Geschäftsführung betraut werden. Fehlt dem Nachwuchs die Einstellung, das Interesse oder gar das Können, um die bevorstehenden Aufgaben zu meistern, sollte ein familienexterner Nachfolger gefunden werden. Der Erfolg und Fortbestand des Unternehmens bringt neben dem vielleicht emotionalen Wert für die Familie auch eine ökonomische Verantwortung mit sich. Scheitert die Übergabe und damit das Bestehen der Firma, sind je nach Größe des Unternehmens teils hunderte Arbeitsplätze gefährdet, ganz zu schweigen von dem damit verbundenen Reputationsverlust.

NICHT IMMER NUR FAMILIENANGELEGENHEIT

Die Wahl eines externen Geschäftsführers bietet in vielen Fällen den Vorteil einer objektiven, frischen Sicht auf das Unternehmen und kann zu einem besseren Gesamterfolg führen. Laut dem KPMG Family Business Barometer setzen aber immer mehr Familienunternehmen das Gegenteil um, indem sie ein Familienmitglied in die Position des Geschäftsführers bringen und von einer externen Besetzung absehen. Vertrauen ist bei dieser Entscheidung von größter Bedeutung, und mangelndes Vertrauen zu jemandem außerhalb der Familie ist oft der Grund, warum Unternehmen dazu neigen, ein Familienmitglied zum Geschäftsführer zu ernennen. Häufig zögern Unternehmer, Geschäftsführer außerhalb der Familie einzustellen, da sie das Gefühl haben, dass der Außenstehende nicht versteht, wie sein Unternehmen funktioniert. Sie wollen nicht, dass sich ein „Fremder“ in die Arbeitsweise einmischt, und sie sind zurückhaltend, vertrauliche Informationen mit einem Nicht-Familienmitglied zu teilen.

zwischen Familienmitgliedern deutlich verringern. Ein Beirat ist auch das perfekte Forum für Familienmitglieder, um Fragen von Interesse zu diskutieren und gegenseitige Erwartungen zu klären. Die sogenannte Family Governance ist entscheidend für die Ausrichtung der Bedürfnisse von Familie und Familienunternehmen und für die Entwicklung einer gemeinsamen Vision für die Zukunft des Unternehmens.

BESSERE GOVERNANCE – BESSERE LEISTUNG

Um Familienunternehmen bei der Führung ihrer täglichen Geschäfte sowie den Übergabeprozess zu unterstützen, wird von Experten immer wieder die Einführung von formellen Strukturen, Prozessen oder Vereinbarungen vorgeschlagen. Ein genauerer Blick in die Führungsstrukturen leistungsstarker Familienunternehmen zeigt folgende Kriterien: • Es besteht ein formeller Aufsichtsrat, in der Regel mit einem nicht familiengebundenen Aufsichtsratsmitglied. • Bestimmte Governance-Mechanismen, die die Erwartungen des Unternehmens und der Personen darlegen und die die Abstimmung und bessere Kommunikation zwischen allen Beteiligten erleichtern, wurden übernommen. Beispiele sind die Verabschiedung einer Familienverfassung, einer Aktionärs- oder Gesellschaftervereinbarung und Richtlinien für Familienund Nicht-Familienangehörige sowie ein Nachfolgeplan, der die Zukunft der Familie im Unternehmen festlegt. • Betriebswirtschaftliche Praktiken, die beobachten, was außerhalb des Unternehmens vor sich geht, werden angewandt. Dazu gehören Benchmarking, Wettbewerbsanalysen, jährlich überprüfte strategische Pläne und Fortschrittsberichte.

KEEP IT SIMPLE, BUT SIGNIFICANT!

EINZIGARTIGES UNTERNEHMEN – EINZIGARTIGER ANSATZ

Die Einrichtung eines Familienbeirates oder eines Verhaltenskodex ist unerlässlich, da sie die Wahrscheinlichkeit von Konflikten

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass jedes Unternehmen und jede Nachfolgeregelung individuell zu betrachten ist, um

eine erfolgreiche Weiterführung zu ermöglichen. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben in der Regel einen guten Einblick in die Unternehmens- und Familienstrukturen und können daher auch als wichtige Impulsgeber zur Seite stehen. KPMG bietet den Kunden ein Full Service und unsere Experten stehen bei Fragen der Unternehmensnachfolge gerne zur Seite – sei es in steuerlichen Fragen, bei Rechtsthemen oder auch in der systemischen Beratung (Change Management). Werden diese Punkte durchgearbeitet, kann davon ausgegangen werden, dass eine gute Basis für eine Übergabe geschaffen wird und typische Stolpersteine vermeidbar sind.

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MAG. MICHAEL AHAMMER MAG. GERHARD DABLANDER Partner bei KPMG Austria Adamgasse 23 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 996

www.kpmg.at/familienunternehmen


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KREATIV UMGRÜNDEN Nicht nur vor Betriebseröffnung eines Unternehmens stellt sich die Frage nach der optimalen Rechtsform, denn diese kann sich im Laufe der Zeit ändern. Auch in der aktuellen Situation der COVID-Krise kann sich ein Handlungsbedarf ergeben. TEXT: PETER PFLEGER, HUGO HUBER

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s kann aus verschiedensten Blickwinkeln notwendig sein, eine Umstrukturierung im Sinne einer Umgründung anzudenken. Im Folgenden führen wir Gründe an, die für eine tiefergehende Auseinandersetzung hinsichtlich eines möglichen Umgründungsbedarfes in Ihrem Unternehmen sprechen.

MÖGLICHKEITEN ZUR UMGRÜNDUNG

Eine Umgründung ist eine vom Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit, seinem Unter-

nehmen steuerschonend ein neues Rechtskleid zu verschaffen, um sich den ständig ändernden Anforderungen des Marktes besser anpassen zu können. Eine häufige Umgründungsform ist beispielswese die Einbringung eines Betriebes in eine GmbH, wobei hier der Betrieb eines Einzelunternehmers in der Rechtsform einer GmbH weitergeführt wird. Der vormalige Einzelunternehmer erhält im Gegenzug Anteile an der GmbH. Eine Umgründung wird als unentgeltlicher Vorgang bezeichnet, da für die Übertragung des Betriebes kein

Kaufpreis aufzubringen ist. Eine Umgründung ist eine interessante Option, wenn Vermögen eines Betriebes auf ein anderes Unternehmen „steuerfrei“ übertragen werden soll: Klopft ein Nachfolger in der Familie bereits an die Tür zur Selbständigkeit und sollen ihm im Zuge der Übergabe gerade die im Betriebsvermögen befindlichen Grundstücke (als Pensionsvorsorge) noch nicht mit übertragen werden, kann dies unter anderem mit Umgründungsschritten gelöst werden. Will ein Unternehmer vorzeitig in Pension gehen, kön-


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PR A XISTIPP: IM R AHMEN VON UMGRÜNDUNGEN KÖ N N E N V E R M Ö G E N S Ü B E R T R A G U N G E N S T E U E R L I C H B I S Z U N E U N M O N AT E R Ü C K B E Z O G E N W E R D E N .

nen begleitende Umgründungsmaßnahmen dabei hilfreich sein. Neben der sogenannten unentgeltlichen Umgründung können auch entgeltliche Übertragungen gewünscht sein. Abhängig von der Art der Gegenleistung für diesen Vermögenstransfer spricht man von einer Umgründung oder einer Veräußerung. Als Gegenleistung für das zu übertragende Vermögen kommen Geld, andere Vermögenswerte oder Anteilsrechte (am übernehmenden Unternehmen) in Frage. Nur im letzten Fall kann unter bestimmten Voraussetzungen von einer Umgründung gesprochen werden, da die anderen zwei Varianten von vornherein als Veräußerung bzw. Tausch und damit als entgeltlich einzustufen sind. Die angesprochene Unterscheidung ist zumindest ertragsteuerlich von enormer Bedeutung. Eine verunglückte Umgründung führt nach den allgemeinen ertragsteuerlichen Regelungen zu einer Realisierung und somit Besteuerung der stillen Reserven und des Firmenwerts, was in der Regel nicht unbedingt gewünscht wird. Deshalb steht die Beraterbranche Umgründungen sehr respektvoll gegenüber.

ANLASSFÄLLE

Die angeführten Fallbeispiele stellen nur einen kleinen Teil der umgründungsspezifischen Begebenheiten dar. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, wollen wir Ihnen die unserer Meinung nach wichtigsten Anlassfälle (inklusive der bereits angeführten) in aller Kürze zusammenfassen:

WANN KANN EIN UMGRÜNDUNGSBEDARF GEGEBEN SEIN: UMSTRUKTURIERUNG ZUR VORBEREITUNG DER

UNTERNEHMENSNACHFOLGE:

• Der Betrieb soll innerhalb der Familie weitergegeben werden: Ein Kind soll den Betrieb als Geschäftsführer einer durch Einbringung errichteten GmbH fortführen, während der pensionswillige Einzelunternehmer noch die Anteile an der GmbH und

gegebenenfalls das Grundstück im Privatbesitz (zurückbe-)hält. Eine Übertragung der Anteile an das Kind ist auch zu einem späteren Zeitpunkt sehr einfach zu bewerkstelligen, sofern dies gewünscht ist. • Ein Mitarbeiter soll langfristig – als Gesellschafter – an den Betrieb gebunden werden. • Der Betrieb soll (langfristig) verpachtet werden, bis ein Kind diesen übernehmen kann (Vermeidung der steuerlichen Folgen einer Betriebsaufgabe). • Das Unternehmen soll in einzelne (Teil-) Betriebe aufgespalten und auf die Kinder einzeln übertragen werden. UMSTRUKTURIERUNG ZUR

HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG:

nur ein Teil(-betrieb) verkauft werden soll und dies gegebenenfalls ertragsteuerlich günstiger sein kann.

FAZIT

Häufig ergeben (innerfamiliäre) Betriebsübergaben oder eine zu hohe Steuerbelastung einen umgründungsbedingten Anlassfall. Nicht zuletzt durch die COVID-Krise werden Unternehmer (bzw. unbeschränkt haftende Gesellschafter) ihre Rechtsform hinsichtlich Haftungsthemen kritisch hinterfragen. Umgründungen können auch dabei helfen, um den Haftungsdurchgriff auf das Privatvermögen einzuschränken.

• Haftungsreduktion durch Änderung der gesellschaftsrechtlichen Stellung: Der Einzelunternehmer will seine persönliche Haftung reduzieren. • In Krisenzeiten soll die Haftung auf den Betrieb eingeschränkt sein und nicht auch das Privatvermögen betreffen (Vermögensund Haftungstrennung).

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UMSTRUKTURIERUNG

ZUR VERBESSERUNG DER FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN U N D F Ö R D E R U N G D E R L I Q U I D I TÄ T :

• Die Gewinne und Einkommensteuerbelastungen sind so hoch (jedenfalls ab ca. 250.000 Euro), dass ein Rechtsformwechsel zu einer Kapitalgesellschaft überlegenswert ist. • Das Bilanzbild soll den Verkehrswert des Unternehmens darstellen. Es sollen steuerfreie Aufwertungsmöglichkeiten genützt werden. • Gewinne sollen auch dazu verwendet werden, langfristige Investitionen vorzunehmen, anstatt Steuern abzuführen. UMSTRUKTURIERUNG ZUR

S T R AT E G I S C H E N N E UA U S R I C H T U N G / V E R B E S S E R U N G D E S M A R K TA N T E I L S :

• Durch Fusion mit einem Mitbewerber sollen Synergieeffekte gehoben werden. • Der Unternehmensverkauf soll durch eine Umgründung vorbereitet werden, weil

MAG. PETER PFLEGER HUGO HUBER, M.SC. Geschäftsführende Partner bei Wirtschaftstreuhand Tirol Rennweg 18 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 99 02

www.wtt.at


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HEUTE ZÜNDE ICH DIE RECHNUNG VON GESTERN AN!

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Es war einmal … da wurde dem Steuerberater ein dicker Buchhaltungsordner vom Unternehmen übergeben. Nicht ohne Stolz, denn schließlich bedeutete das, dass viele Belege auf einen guten Geschäftsgang schließen lassen. Und wenn die dicken Ordner nicht von Motten gefressen wurden, lebten sie noch mindestens sieben Jahre lang. Das alles war einmal. Heute freut sich das Unternehmen, keinen Buchhaltungsordner mehr an die Steuerberaterin übergeben zu müssen. TEXT: HELMUT SCHUCHTER, MELANIE TISCHBERGER

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nnovation war der Durchbruch zur papierlosen Buchhaltung und ist bereits eine erprobte Realität. Es bringt einen deutlichen Mehrwert für den Unternehmer sowie die Kanzlei als auch für die Mitarbeiter, die hinter solch einer innovativen Kanzlei stecken. Digital – das ist phänomenal.

BUCHHALTUNG OHNE PAPIER Für Menschen, die in solch einem Prozess der modernen Buchhaltung noch nicht involviert sind, mag es vermutlich befremdlich wirken. Eines muss vor einer digitalen Umstellung klar sein: Hierfür bedarf es strukturierter Prozesse. Es ist notwendig, dass gemeinsam mit den Mitarbeitern der

Steuerberatung die nötigen Prozessschritte besprochen und erarbeitet werden. Stehen Unternehmen noch am Anfang dieser Digitalisierungsumsetzung, ist es notwendig, diese von der Ist-Situation abzuholen und bei der Implementierung zu unterstützen. Jeder Betrieb hat andere Voraussetzungen. Umsetzungskonzepte sollen


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PROF. DR. HELMUT SCHUCHTER MELANIE TISCHBERGER Helmut Schuchter ist Geschäftsführer, Melanie Tischberger zuständig für digitale Prozessberatung bei Stauder Schuchter Kempf Ing.-Etzel-Straße 17 6020 Innsbruck Tel.: 0512/90 83 20

www.stauder-schuchter-kempf.at

D I E PA P I E R L O S E B U C H H A LT U N G I S T D A S M E TA - Z I E L M O D E R N E R B U C H H A LT U N G , D E N N D U R C H D I E D I G I TA L E E R FA S S U N G D E R B E L E G E K ANN DIE BUCHFÜHRUNG ZEITNAH UND FLEXIBEL ERLEDIGT WERDEN.

daher auf den jeweiligen Betrieb individuell abgestimmt werden. Es muss ein gemeinsamer Weg entwickelt werden, der zu dem jeweiligen Unternehmer passt. Startpunktanalyse, Arbeitsprozessoptimierungen sowie Zielsetzung sollen hierbei bedacht werden.

ÜBERSICHTLICH, KLAR, EFFIZIENT

Papierlos zu buchen bedeutet, die Belege gescannt per Onlineportal an die Steuerberatung zu übermitteln. Gemeinsam werden benötigte Schnittstellen etwa zur Registrierkasse oder zu Fakturierungsprogrammen aufgebaut und Bankkonten in das Buchhaltungsprogramm hereingespielt. Auf Wunsch können auch Zahlungsverkehr und Mahnwesen übernommen werden, somit wird das Unternehmen voll und ganz entlastet. Der Rechnungswesensprozess kann mittels hilfreicher Apps (z. B. für die Rechnungsfreigabe) unterstützt werden. Diese innovativen Abläufe verkürzen oft langwierige Prozessketten. Für all jene, die ihre Belege wie gewohnt im Ordner sammeln wollen, kann deren Digitalisierung von der Steuerberatung übernommen werden. Dadurch können auch für Unternehmen, die ihre Belege weder erfassen noch einscannen wollen, digitale Auswertungen und Belege erstellt werden. Diese Digitalisierung ist ein essenzieller Schritt für die Zukunft als auch bereits für die Gegenwart.

KOMFORTABEL Fragt man eine Unternehmerin, die bereits von einer digitalen Buchhaltung profitiert, was die Vorteile seien, wird man wahrscheinlich eine der folgende Antworten hören: • Zeitnahe Auswertungen • Platzersparnis durch digitale Belegaufbewahrung • Jederzeitiger Zugriff auf buchhalterische Daten und Auswertungen

Digitalisierung ermöglicht ein regelmäßiges Buchen der übermittelten Belege, die in einem Tages-, Wochen- oder Monatsrhythmus erfasst werden können. Damit verfügt das Unternehmen über aktuelle Informationen zu Einnahmen und Ausgaben und kann mit zeitnahen Auswertungen die richtigen Entscheidungen treffen. Auch für Controller, die das Unternehmen planen und steuern, ist es von Vorteil, mit aktuellen Zahlen zu arbeiten und nicht mit Daten aus der Vergangenheit.

AUFBEWAHRUNGSFRIST

Buchhaltungsbelege müssen sieben Jahre lang aufbewahrt werden. Die Frage ist: Wohin damit? Muss ich extra einen Lagerraum anmieten? Die papierlose Buchhaltung gibt die Antwort darauf. Buchhaltungsunterlagen wie Rechnungen werden sicher online in einer Cloud aufbewahrt. Auch vor

Brand, Einbruch oder einem Wasserschaden werden die Unterlagen geschützt. Die verstaubten Kisten voll mit Ordnern sind somit Geschichte. Eine digitale Buchhaltung ist komfortabel. Man erspart sich lästiges Ordnerschleppen, andererseits hat man orts- und zeitunabhängig Zugriff auf die buchhalterischen Daten, Auswertungen und alle Belege. Wer kennt das nicht, Ordner werden durchwühlt, weil man eine einzige Rechnung sucht. Mühsam! In der digitalen Buchhaltung hat man eine klare Übersicht der gebuchten Belege und man kann mittels Suchfunktion Rechnungen rasch heraussuchen.

ACT RESPONSIBLE, THINK SUSTAINABLE

Ressourcen umweltschonend zu nutzen, soll für jeden und jedes Unternehmen mittlerweile selbstverständlich sein. Man muss sich der Verantwortung bewusst sein und sich bemühen, in allem Tun und Handeln mit Ressourcen nachhaltig umzugehen. Papier einzusparen und somit die Umwelt zu schonen, ist ein ausschlaggebender und ressourcenschonender Gedanke eines digitalen Betriebes, denn der Drucker bleibt länger im Schlummermodus.

INNOVATION UND DIGITALISIERUNG

Das Sprichwort „Never change a running system“ wird kurzerhand zu „Always optimize a running system“ umgeändert. Die papierlose Buchhaltung ist das Meta-Ziel moderner Buchhaltung, denn durch die digitale Erfassung der Belege kann die Buchführung zeitnah und flexibel erledigt werden. Unternehmen sollen von unliebsamen Aufgaben entlastet und deren Fokus auf das Wichtigste gelegt werden. Richtig eingesetzt dienen innovative Prozesse immer den Menschen, nie umgekehrt!

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STEUERZUCKERL Viele Arbeitgeber möchten ihren Mitarbeitern zu besonderen Anlässen oder zur Belohnung für besondere Leistungen ein kleines Extra gewähren. Die gute Tat der Arbeitgeber kann sich ganz schnell als grober Fehler erweisen und bei Abgabenprüfungen zu empfindlichen Nachzahlungen führen. TEXT: CHRISTOPH HEUGENHAUSER, LENA RIEGER

FESTE FEIERN Die nächste Weihnachtsfeier kommt bestimmt. Feiern bis in die Nacht, aber ab wann feiert der Fiskus mit? Der Wert der Teilnahme an einer Betriebsveranstaltung ist bis zu 365 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuer- und abgabenfrei. Im Rahmen einer Lohnsteuer- und Abgabenprüfung wird der Gesamtaufwand durch die teilnehmenden Mitarbeiter dividiert. Wird der Freibetrag von 365 Euro überschritten, ist der Überschreitungsbetrag als steuerund abgabenpflichtiger geldwerter Vorteil zu berücksichtigen. Im Rahmen von Betriebsveranstaltungen können zusätzlich

Sachzuwendungen in Höhe von 186 Euro gewährt werden. Dabei gilt aber, dass allein schon die gemeinsame Übergabe der Geschenke als Betriebsveranstaltung gilt.

ACHTUNG: Geschenke zu diversen privaten Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes oder Ähnliche sind nicht begünstigt.

JUBILÄUMSGESCHENKE

Der Arbeitgeber will einer Mitarbeiterin zu ihrer zehnjährigen Firmenzugehörigkeit eine Uhr schenken. Neben dem Risiko, dass

das Geschenk als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden wird, endlich pünktlich zu den Meetings zu kommen, ist der Höchstbetrag von 186 Euro pro Jahr und Mitarbeiter zu beachten. Jubiläumsgeschenke für Firmenals auch Dienstjubiläen können bis zu einem Höchstbetrag von 186 Euro ohne Abzug und ohne weitere Kosten für den Arbeitgeber gewährt werden. Zu beachten ist allerdings, dass nur für bestimmte „runde“ Jubiläen die Begünstigung greift.

ACHTUNG: Bei den Zuwendungen darf es sich

nie um eine individuelle Entlohnung handeln


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COVID - PRÄMIE Mitarbeitern kann in diesem außergewöhnlichen Jahr 2020 eine zusätzliche begünstigte Bonuszahlung gewährt werden. Darüber dürfen sich Mitarbeiter doppelt freuen. Bonuszahlungen, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ausbezahlt werden, sind bis zu einem Betrag von 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei. Auch für Arbeitgeber fallen keine weiteren Lohnnebenkosten (DB, DZ, KommSt) an. Die begünstigte COVID-Prämie kann grundsätzlich jedem Mitarbeiter gewährt werden, sofern es sich um eine zusätzliche Zahlung im Zusammenhang mit der Coronakrise handelt. Die Begünstigung umfasst auch Mitarbeiter im Homeoffice oder in Kurzarbeit. Keinesfalls darf die COVID-Prämie anstelle der üblicherweise gewährten Prämien ausbezahlt werden. In diesem Fall geht die Begünstigung verloren.

ACHTUNG:

ESSENSGUTSCHEINE

und müssen immer allen oder zumindest Gruppen von Mitarbeitern zugutekommen.

JOBTICKET

Die jährlichen Kosten für den Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte sind meist beträchtlich. Der Arbeitgeber kann die Kosten für diesen Weg steuer- und abgabenfrei ersetzen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wobei das sogenannte Jobticket wohl das attraktivste Modell darstellt. Ein Jobticket ist nur dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmern für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eine Streckenkarte zur Verfügung stellt. Die Zurverfügungstellung einer Netzkarte ist nur dann begünstigt, wenn vom Träger des öffentlichen Verkehrsmittels keine Streckenkarte angeboten wird oder die Netzkarte höchstens den Kosten einer Streckenkarte entspricht. Die Rechnung muss auf den Arbeitgeber lauten und hat insbesondere den Namen des Arbeitnehmers zu beinhalten.

ACHTUNG: Wird das bestehende Entgelt reduziert und anstelle dessen das Jobticket gewährt, geht die Steuerfreiheit verloren.

Bereits bisher erfreuten sich die steuerfreien Essensgutscheine großer Beliebtheit. Seit 1. Juli 2020 ist dieses „Zuckerl“ nun noch interessanter: Steuer- und abgabenfrei sind Gutscheine an Mitarbeiter pro Arbeitstag • im Wert von bis zu 8 Euro (4,40 bis 30. Juni 2020), sofern die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können, • im Wert von bis zu 2 Euro (1,10 bis 30. Juni 2020), wenn die Gutscheine auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden können. Die Gutscheine können einzeln oder kumuliert eingelöst werden. Das bisherige wertmäßige Tageslimit (4,40 bzw. 1,10) zur Einlösung wurde aufgehoben. Mit dieser seit 2020 zusätzlichen Flexibilität steht einem ausgiebigen Mittagessen, auch am Wochenende mit Familie, nichts mehr im Weg.

ACHTUNG: Bei Mitarbeitern auf Dienstreisen sind ausgegebene Essensgutscheine im Wert von 8 Euro auf das steuerfreie Taggeld anzurechnen.

MITARBEITERRABATT

Erwerben Mitarbeiter Waren oder nehmen sie Dienstleistungen des Arbeitgebers in Anspruch, so kann ihnen der Arbeitgeber dafür einen Rabatt von bis zu 20 Prozent auf den Endpreis für Letztverbraucher steu-

MMAG. CHRISTOPH HEUGENHAUSER MAG. LENA RIEGER Senior Manager bzw. Manager bei KPMG Austria Adamgasse 23 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 996

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er- und abgabenfrei gewähren. Ein Rabatt über 20 Prozent stellt einen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar, für den pro Kalenderjahr ein Freibetrag von 1.000 Euro steuerfrei verbleiben kann. Rabatte können Mitarbeitern wiederholt eingeräumt werden, sofern diese für alle oder bestimmte Mitarbeitergruppen bestehen und kein Weiterverkauf durch die Mitarbeiter erfolgt. Steuerfreie Mitarbeiterrabatte sind auch von der Sozialversicherung und den Lohnnebenkosten (DB, DZ, KommSt) befreit.

ACHTUNG: Werden Rabatte an Angehörige des Mitarbeiters gewährt, kommt die Steuerbefreiung nicht zur Anwendung und der geldwerte Vorteil ist beim Mitarbeiter steuer- und abgabenpflichtig. Erreicht der Mitarbeiter seinen Jahresfreibetrag von 1.000 Euro nicht, wird bis zu diesem Betrag vereinfachend von einer Besteuerung abgesehen.

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ARBEITSZIMMER/ HOMEOFFICE: SCHLAU ODER GAU? Angesichts der aktuellen Homeoffice-Situation stellt sich für viele die Frage der steuerlichen Absetzbarkeit eines häuslichen Arbeitszimmers. Der Ansatz kann Jahr für Jahr zu einer lukrativen Steuerersparnis führen. Derzeit ist die steuerliche Berücksichtigung an sehr restriktive Voraussetzungen geknüpft. TEXT: VERENA MARIA ERIAN, RAIMUND ELLER

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or dem Hintergrund von Covid-19 stellt sich die dringliche Frage nach längst fälligen Lockerungen. Diese lassen derzeit allerdings noch auf sich warten. Aber Achtung: Ein steuerrelevantes Arbeitszimmer oder Homeoffice kann bei einem späteren Verkauf der Immobilie aber auch zu einer

schrecklichen Mausefalle werden. Der Grund dafür ist die seit April 2012 wirksame Immobilienertragsteuer. Damit müssen nun auch Zugewinne aus der Veräußerung privater Immobilien versteuert werden. Vorher war das nur dann der Fall, wenn die Veräußerung innerhalb von zehn Jahren (Spekulationsfrist) nach der Anschaffung erfolgte.


TIPP Wenn Sie ein Arbeitszimmer in Ihrem privaten Wohnungsverband haben, dann ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob dieser Raum den Mittelpunkt der beruflichen/betrieblichen Tätigkeit darstellt und nach der Art der Tätigkeit unbedingt notwendig ist. Nur dann ist die steuerliche Absetzbarkeit überhaupt möglich. Es bleibt zu hoffen, dass es diesbezüglich vor dem Hintergrund von Covid-19 nun bald zu Lockerungen kommt. Ist diese Hürde geschafft, so gilt es in einem zweiten Schritt darauf zu achten, dass die Größe des gegenständlichen Arbeitszimmers im Falle einer späteren Veräußerung nicht mit der Hauptwohnsitzbefreiung in Konflikt gerät.

DAMOKLESSCHWERT IMMOBILIENERTRAGSTEUER Seit 2012 sind auch Privatverkäufe mit einer Steuer von 30 Prozent des Veräußerungsgewinnes (Differenz zwischen Verkaufspreis und den damaligen Anschaffungskosten) belegt. Wurde das Objekt bereits vor dem 1. April 2002 angeschafft, so reduziert sich diese Steuer im Ergebnis auf 4,2 Prozent des Veräußerungserlöses. Aber auch das ist bei den aktuellen Immobilienpreisen immer noch ein satter Betrag.

RETTUNG HAUPTWOHNSITZBEFREIUNG

Handelt es sich bei dem Verkaufsobjekt um Ihren Hauptwohnsitz, so kann Sie die sogenannte Hauptwohnsitzbefreiung retten. Diese greift dann, wenn Sie am betroffenen Domizil entweder seit Anschaffung ununterbrochen mindestens zwei Jahre Ihren Hauptwohnsitz hatten oder dies in den letzten zehn Jahren mindestens für fünf Jahre der Fall war und mindestens zwei Drittel der Gesamtnutzfläche zu eigenen Wohnzwecken gedient haben. Achtung: Nimmt das Arbeitszimmer mehr als ein Drittel der Gesamtnutzfläche ein, so ist die Hauptwohnsitzbefreiung gänzlich dahin. Zudem ist bereits ab einer Nutzung von 20 Prozent Vorsicht geboten. Beträgt die Fläche des Arbeitszimmers 20 Prozent oder mehr, so ist es als Betriebsvermögen zu qualifizieren. Im Falle einer Veräußerung ist damit die Hauptwohnsitzbefreiung zwar nicht zur Gänze, aber immerhin anteilig im Ausmaß des vorliegenden Betriebsvermögens teilweise verloren. Bei einer betrieblichen Nutzung Ihres Eigenheimes im Ausmaß von 20 bis 33 Prozent erfolgt somit eine Aufteilung in einen betrieblich genutzten Teil und in einen privat genutzten Teil. Die Hauptwohnsitzbefreiung kommt dann nur für den privat genutzten Teil zur Anwendung.

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INVESTIEREN IN UNSICHEREN ZEITEN So lassen sich degressive Abschreibung und beschleunigte Gebäudeabschreibung als steuerliche Investitionsanreize sinnvoll nutzen. TEXT: SIMON LENTNER, HANNES KRIMBACHER


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DIE DEGRESSIVE ABSCHREIBUNG VON WIRTSCHAF TSGÜTERN SOWIE DIE BESCHLEUNIGTE GEBÄUDEABSCHREIBUNG S I N D G E Z I E LT E S T E U E R L I C H E M A S S N A H M E N , UM INVESTITIONEN ZU FÖRDERN.

m Zuge der Coronakrise hat die Bundesregierung eine ganze Reihe von Maßnahmen präsentiert, um die Wirtschaft anzukurbeln und Investitionen in Österreich zu fördern. Wesentliche steuerliche Maßnahmen zur Investitionsförderung sind hierbei die degressive Abschreibung von bestimmten Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens sowie die beschleunigte Gebäudeabschreibung, die mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 beschlossen wurden. Ob diese Maßnahmen bereits jetzt sinnvoll eingesetzt werden sollen, wer davon profitiert und welche Optimierungsmöglichkeiten es dabei gibt, erfahren Sie hier.

ABSCHREIBUNG VON WIRTSCHAFTSGÜTERN

Für bestimmte, nach dem 30. Juni 2020 hergestellte oder angeschaffte neue Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens kann eine degressive Abschreibung in Anspruch genommen werden. Der AfA-Satz ist unabhängig von der tatsächlichen Nutzungsdauer frei wählbar und kann bis zu maximal 30 Prozent betragen. Der einmal gewählte AfASatz ist sodann unverändert auf den jeweiligen Restbuchwert fortzuführen, wodurch sich sinkende Jahresabschreibungsbeträge ergeben. Diese begünstigte Abschreibung kann sowohl bei betrieblichen als auch bei außerbetrieblichen Einkünften (Vermietung und Verpachtung) angesetzt werden. Folgende Wirtschaftsgüter sind Degressive AfA Buchwert 1.1., in Tsd. EUR AfA Buchwert 31.12., in Tsd. EUR

leider von der degressiven Abschreibung ausgeschlossen (im Überblick): gebrauchte Wirtschaftsgüter, Gebäude und Mieterinvestitionen, PKW und Kombis (nicht ausgenommen sind: Elektrofahrzeuge, Fahrschulfahrzeuge, Zugmaschinen u. Ä, LKW, PKW für die gewerbliche Personenbeförderung), Firmenwerte, immaterielle Wirtschaftsgüter (ausgenommen Investitionen im Bereich Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit/Life-Science), Anlagen für fossile Energieträger. Bei der linearen AfA (Abb. 1) werden Anschaffungs-/Herstellungskosten gleichmäßig verteilt, bei der degressiven AfA (Abb. 2) können bereits in den ersten drei Jahren etwa 65 Prozent der Anschaffungs-/Herstellungskosten abgesetzt werden. Durch die jährlich abnehmenden Abschreibungsbeträge bei der degressiven AfA gibt es die Möglichkeit, in späteren Jahren auf die normale lineare AfA überzugehen; ein Wechsel von der linearen AfA zur degressiven AfA ist hin-

gegen nicht möglich. Zur Maximierung der Abschreibungsbeträge sollte dieser Wechsel zu Beginn des drittvorletzten Jahres der Nutzungsdauer vorgenommen werden – im folgenden Beispiel zu Beginn des achten Jahres. B E I S P I E L ( TA B E L L E U N T E N ) :

Investitionshöhe: 100.000 Euro Nutzungsdauer: 10 Jahre Degressive Abschreibung: 30 %

Innerhalb der ersten drei Jahre können durch die degressive AfA somit in etwa 65 Prozent der Anschaffungs-/Herstellungskosten abgesetzt werden. In Kombination mit einem späteren Wechsel zur linearen AfA kann zudem die Abschreibungshöhe optimiert und der entsprechende Buchwert auf die verbleibende Restnutzungsdauer verteilt werden. Diese begünstigte Form der Abschreibung wurde ohne zeitliche Befristung eingeführt und steht auch nach dem Coronajahr 2020 zur Verfügung.

Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 100 70 49,0 34,3 24,0 16,8 11,8 8,2 5,8 4,0 –30 –21 –14,7 –10,3 –7,2 –5,0 –3,5 –2,5 –1,7 –1,2 70 49 34,3 24 16,8 11,8 8,3 5,7 4,1 2,8

KUMULIERTE AFA NACH 10 JAHREN: 97

Kombination Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Buchwert 1.1., in Tsd. EUR 100 70 49,0 34,3 24,0 16,8 11,8 8,2 5,5 2,7 AfA –30 –21 –14,7 –10,3 –7,2 –5,0 –3,5 –2,7 –2,7 –2,7 Buchwert 31.12., in Tsd. EUR 70 49 34,3 24 16,8 11,8 8,3 5,5 2,8 0 KUMULIERTE AFA NACH 10 JAHREN: 100

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AFA-SÄTZE

Jahr der Anschaffung (nach 30. Juni 2020) Jahr 2 Jahr 3

betrieblicher Bereich 7,5 % 5,0 % 2,5 %

Vermietung 4,5 % 3,0 % 1,5 %

ABSCHREIBUNG VON GEBÄUDEN Für nach dem 30. Juni 2020 neu angeschaffte bzw. hergestellte Gebäude wurde eine beschleunigte Abschreibung für Abnutzung (AfA) eingeführt (im betrieblichen Bereich sowie für Vermieter). Im ersten Jahr beträgt die AfA von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten das Dreifache des jeweiligen aktuell gültigen Prozentsatzes, im darauffolgenden Jahr das Zweifache. Danach erfolgt die Bemessung der AfA nach der aktuellen gesetzlichen Regelung. (Tabelle oben)

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In den ersten drei Jahren können somit 15 Prozent (im betrieblichen Bereich) bzw. 9 Prozent (bei Vermietung und Verpachtung) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten abgesetzt werden. Bei Gebäuden zu Wohnzwecken im Betriebsvermögen (Personalhäuser) ist ebenfalls der AfA-Satz von 1,5 Prozent maßgeblich. Die Regelungen zur Halbjahres-Abschreibung sind bei der beschleunigten Gebäude-AfA nicht anzuwenden, womit bei Investitionen im zweiten Halbjahr 2020 noch der ganze Jahresabschreibungsbetrag geltend gemacht werden kann. Auch bei der beschleunigten Gebäudeabschreibung ist keine zeitliche Einschränkung auf das aktuelle Coronajahr 2020 vorgesehen. Diese sollte somit auch in den Folgejahren für Gebäudeinvestitionen zur Verfügung stehen. B E I S P I E L ( TA B E L L E U N T E N ) :

Investitionshöhe: 100.000 Euro Nutzungsdauer: 40 bzw. 66,6 Jahre beschleunigte AfA im vollen Ausmaß

Durch den Ansatz der beschleunigten Gebäude-AfA kann in den ersten drei Jahren der Nutzung der doppelte normale AfA-Betrag geltend gemacht werden.

FAZIT

Die degressive Abschreibung von Wirtschaftsgütern sowie die beschleunigte Gebäudeabschreibung sind gezielte steuerliche Maßnahmen, um Investitionen zu fördern. Im Coronajahr 2020 werden jedoch nur wenige Steuerpflichtige zusätzliche Ausgaben/Aufwendungen für die Steuerbemessung benötigen. Es muss dabei etwa auch die Möglichkeit des aktuellen Verlustrücktrages bei der Investitionsentscheidung berücksichtigt werden. Im konkreten Einzelfall sollte daher geprüft werden, ob noch im Wirtschaftsjahr 2020 oder im neuen Wirtschaftsjahr 2021 investiert wird, um den erhöhten Abschreibungsbetrag in voller Höhe mit Gewinnen verrechnen zu können. Darüber hinaus bietet sich auch die Kombinationsmöglichkeit mit der Investitionsprämie (Antragstellung bis 28. Feber 2021) und dem jährlichen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag an. Hierbei bedarf es einer eigenständi-

betriebliche Einkünfte Vermietungseinkünfte Jahre Jahre Beschleunigte Gebäude-AfA 1 2 3 1 2 3 AfA-Satz 7,5 % 5,0 % 2,5% 4,5 % 3,0 % 1,5 % Buchwert 1.1., in Tsd. EUR 100 92,5 87,5 100 95,5 92,5 AfA-Betrag, in Tsd. EUR 7,5 5 2,5 4,5 3 1,5 Buchwert 31.12., in Tsd. EUR 92,5 87,5 85 95,5 92,5 9 SUMME BESCHLEUNIGTE AFA, IN TSD. EUR: 15 / 9 SUMME NORMALE AFA, IN TSD. EUR: 7,5 / 4,5

gen Beurteilung dieser Begünstigungen, da es leider zahlreiche Unterschiede für die Geltendmachung gibt (z. B. Behaltefrist Investitionsprämie drei Jahre – Behaltefrist Gewinnfreibetrag vier Jahre).

MMAG. SIMON LENTNER MAG. HANNES KRIMBACHER Partner bei Wirtschaftstreuhand Tirol Rennweg 18 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 99 02

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In der Schule waren wir nicht immer beliebt. Aber jetzt rechnen wir besser als die anderen.

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S O L LT E D U R C H E I N E I M M O B I L I E N T R A N S A K T I O N EIN VERLUST ENTSTEHEN, K ANN DIESER NUR MIT GEWINNEN AUS IMMOBILIENTR ANS AK TIONEN VERRECHNE T WERDEN.

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PROZENTRECHNUNG Die ร bertragung von Liegenschaften kann eine deutliche Steuerbelastung auslรถsen. Worauf bei der Immobilienertragsteuer besonders achtzugeben ist. T E X T : L U C A D I VA L E N T I N O


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it dem 1. Stabilitätsgesetz 2012 wurde in § 30 ff. des Einkommensteuergesetzes die Immobilienertragsteuer eingeführt. Dadurch wurden die damals geltende zehnjährige Spekulationsfrist abgeschafft und grundsätzlich alle entgeltlichen Übertragungen von Immobilien der Besteuerung unterworfen. Der Steuersatz wurde seinerzeit pauschal mit 25 Prozent eingeführt und mittlerweile auf 30 Prozent erhöht.

NEUVERMÖGEN VS. ALTVERMÖGEN

Die Rechtslage vor Einführung der Immobilienertragsteuer ist weiterhin zu beachten, um die Klassifizierung zwischen Alt- und Neuvermögen vornehmen zu können. Altvermögen liegt dann vor, wenn die Immobilie zum 31. März 2012 nicht mehr steuerverfangen war. Somit ergibt sich rechnerisch grundsätzlich der Stichtag 31. März 2002, Immobilien, die vor diesem Datum angeschafft wurden, stellen Altvermögen dar. Von der zehnjährigen Spekulationsfrist gibt es einige Ausnahmen, wodurch diese auch im Einzelfall 15 Jahre betragen kann. Bei unentgeltlich übertragenen Liegenschaften (z. B. durch Schenkung oder Erbschaft) tritt der Übernehmer in die Fristen des Übergebers ein, wodurch auf den seinerzeitigen Anschaffungszeitpunkt abzuzielen ist. Bei Immobilien, die als Altvermögen gewertet werden können, werden die Anschaffungskosten pauschal vom Veräußerungspreis ermittelt. Der Gesetzgeber hat in Bezug auf Altvermögen eine weitere Unterteilung vorgenommen: Wurde eine Umwidmung nach dem 31. Dezember1987 derart vorgenommen, dass eine erstmalige Bebauung möglich ist, und wird diese nach dem letzten entgeltlichen Erwerb vorgenommen, dann können die Anschaffungskosten mit einem Pauschalbetrag von 40 Prozent des Veräußerungserlöses angesetzt werden. Der Gewinn beträgt somit pauschal 60 Prozent des Veräußerungserlöses. Sofern keine derartige Umwidmung nach dem letzten entgeltlichen Erwerb vorliegt, können die pauschalen Anschaffungskosten mit 86 Prozent des Veräußerungserlöses angesetzt werden. Der

Gewinn beträgt somit pauschal 14 Prozent des Veräußerungserlöses. Weitere Kosten im Zusammenhang mit der Veräußerung können bei der pauschalen Ermittlung des Veräußerungsgewinnes nicht angesetzt werden. Bei Anwendung des derzeit geltenden Steuersatzes von 30 Prozent ergibt dies somit eine Steuerbelastung von 18 Prozent bei entsprechenden Umwidmungen, bzw. von 4,2 Prozent bei allen anderen Vorgängen, die der Regelung des Altvermögens unterliegen. Für Immobilien, die nach dem 31. März 2002 angeschafft wurden, gelten die Regelungen des § 30 Abs. 3 EStG. Im Wesentlichen gilt hier der Gewinn als Differenz zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten. In diesem Fall ist wichtig zu beachten, dass zu den Anschaffungskosten auch weitere Instandsetzungsaufwendungen für die Immobilien hinzugerechnet werden können. Der Begriff der Instandsetzungsaufwendungen definiert sich als größere Reparaturen, die die Wesensart des Gebäudes zwar nicht verändern, jedoch deren Nutzungsdauer verlängern bzw. den Nutzungswert erhöhen. Im Unterschied zu Altvermögen können hier Kosten im Zusammenhang mit der Berechnung der Immobilienertragsteuer bzw. allfällige Vorsteuerberichtigungsbeträge (z. B. bei vorheriger Vermietung) zusätzlich abgesetzt werden. Der sich daraus ergebende Gewinn unterliegt wieder dem Steuersatz von 30 Prozent. Unentgeltliche Übertragungen unterliegen keiner Besteuerung. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn im Zusammenhang mit der Übertragung von Immobilien auch Verbindlichkeiten mitübertragen werden. Die Übernahme der Schulden stellt eine Gegenleistung dar. Wenn die Schuldübernahme mehr als 50 Prozent des Verkehrswertes der erhaltenen Immobilie beträgt, liegt eine entgeltliche Übertragung vor, welche der Immobilienertragsteuer unterliegt. Ausnahmen von der Besteuerung bestehen vor allem bei der Aufgabe des Hauptwohnsitzes und bei selbst hergestellten Immobilien. Die Hauptwohnsitzbefreiung kennt zwei wesentliche Tatbestände. Demnach muss der Veräußerer entweder seit der Anschaffung mindestens zwei Jahre durchgehend oder innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens fünf Jahre durchgehend den Hauptwohnsitz innegehabt haben. Der Steuerpflichtige hat die Möglichkeit, anstatt der pauschalen Anschaffungskosten (Altvermögen) die tatsächlichen Anschaffungskosten nachzuweisen und die Berech-

nung wie bei „Neuvermögen“ vorzunehmen. Umgekehrt ist dies natürlich nicht möglich.

VORSICHT BEI VERMIETUNG

Besondere Vorsicht ist bei zuvor vermieteten Einheiten geboten, sofern die Vermietung nach dem 1. Jänner 2013 beginnt. Hier kann es auf Grund einer Ausnahmeregelung dazu kommen, dass trotz Altvermögen eine teilweise Besteuerung nach dem Regime für Neuvermögen vorgenommen werden muss. Dies ist dann der Fall, wenn die Vermietung von Altvermögen erstmals erfolgt und die Anschaffungskosten mit den fiktiven Anschaffungskosten für die Vermietung angesetzt werden müssen. Sollte durch eine Immobilientransaktion ein Verlust entstehen, kann dieser nur mit Gewinnen aus Immobilientransaktionen verrechnet werden. Ein Ausgleich mit anderen Einkünften ist nur eingeschränkt mit Vermietungseinkünften möglich. In gewissen Konstellationen kann es dazu kommen, dass die 30-prozentige Flat Tax über dem Tarifsteuersatz des Steuerpflichtigen liegt. In solch einem Fall empfiehlt es sich, von der Regelbesteuerung Gebrauch zu machen. Die Immobilienertragsteuer wird grundsätzlich durch den Rechtsanwalt bzw. Notar, der den Kaufvertrag erstellt, entrichtet. Die Regelungen der Immobilienertragsteuer gelten grundsätzlich auch für im Betrieb befindliche Liegenschaften. Auf Grund der Komplexität und der zahlreichen Ausnahmebestimmungen empfiehlt es sich jedenfalls, einen Steuerberater aufzusuchen, um eine steueroptimale Übertragung zu erarbeiten.

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POSITIVE VERLUSTE Corona, Wirecard & Co.: Wie Sie als Privatanleger Kursverluste steuerlich verwerten können. TEXT: YVONNE SCHUCHTER-MANG

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ie ehemals im DAX notierende Wirecard AG büßte nach dem am 18. Juni 2020 publik gewordenen Bilanzskandal innerhalb weniger Wochen über zwölf Milliarden Euro an Börsenwert ein. Vor allem Privatanleger im deutschsprachigen Raum haben binnen kurzer Zeit herbe Verluste erlitten. Auch die Coronapandemie hat vor allem zu deren Beginn die Börsen hart getroffen. Möglicherweise führt die weltweite Wirtschaftskri-

se zu weiteren Kurskorrekturen auf dem Kapitalmarkt. Wie können Privatanleger die entstandenen Verluste nun zumindest steuerlich nutzen? Im privaten Bereich ist ein Ausgleich von realisierten Kursverlusten aus Kapitalvermögen nicht mit anderen Einkunftsarten (z. B. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit oder aus Vermietung und Verpachtung) möglich. Innerhalb der Einkünfte aus Kapitalvermögen, die dem besonderen Steuersatz von

27,5 Prozent unterliegen, bestehen jedoch relativ großzügige Verlustausgleichsmöglichkeiten. So können laufende Erträge wie Zinsen, Dividenden, (ausschüttungsgleiche) Erträge aus Fonds und realisierte Kursgewinne mit realisierten Kursverlusten aus Aktien, Anleihen, Fonds etc. ausgeglichen werden. Zu beachten ist allerdings, dass nur realisierte Wertsteigerungen von Wertpapieren des steuerlichen Neubestandes relevant sind. Das sind Aktien und Fondsanteile, die


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VERLUSTVERRECHNUNG BEI PRIVATEN ANLEGERN AUF DEN PUNKT GEBRACHT • Nur realisierte Kursgewinne und -verluste des steuerlichen Neubestandes sind relevant. • Beschränkung auf die Einkunftsart: kein Ausgleich mit anderen Einkunftsarten möglich. • Beschränkung auf das Kalenderjahr: laufendes Monitoring der Verlust- und Gewinnpositionen insbesondere im letzten Quartal sinnvoll. • Verkaufs- und Wiederbeschaffungsgeschäfte für die Verlustausgleichsoptimierung werden nur dann steuerlich anerkannt, wenn ein Kurs- und Wiederbeschaffungsrisiko besteht und diese nicht zeitnah miteinander verknüpft erfolgen. • Transaktionskosten beachten. • Kein automatischer Verlustausgleich durch die KESt bei Gemeinschaftsdepots. • Depotübergreifender Verlustausgleich ist über die Steuererklärung möglich.

analoger Anwendung der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs zur Realisierung von Spekulationsverlusten (VwGH 25. 4. 2018, Ra 2016/13/0012) kann bereits bei Feststehen eines Totalverlustes (z. B. im Zusammenhang mit der Wirecard-Aktie) eine Realisierung des Verlusts angenommen werden. Die Beteiligung an Schadenersatzklagen wird dem nicht entgegenstehen. Ein Verlustvortrag in zukünftige Perioden ist – auch wenn diesbezüglich verfassungsrechtliche Bedenken bestehen – gesetzlich nicht vorgesehen (Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof unter VfGH E 1722/2020 anhängig). Privatanleger sind daher mit den Verlustausgleichsmöglichkeiten derzeit auf das Kalenderjahr beschränkt. Nicht innerhalb eines Kalenderjahres verrechenbare Verluste gehen daher nach der derzeitingen Gesetzeslage steuerlich verloren.

VERLUSTE VS. GEWINNE

nach dem 31. Dezember 2010 sowie andere Wertpapiere, die nach dem 31. März 2012 angeschafft wurden. Reine Bewertungsergebnisse sind für den privaten Anleger steuerlich nicht relevant. Dies bedeutet, dass die Kursgewinne und -verluste insbesondere durch Verkauf des Wertpapiers realisiert werden müssen, damit diese steuerlich verwertbar sind. Auch eine wertlose Ausbuchung einer Aktie durch die depotführende Bank gilt als Veräußerung. Bei

Private Anleger sollten deshalb noch vor dem Jahresende analysieren, wie hoch die realisierten Kursverluste im Vergleich zu den zugeflossenen Erträgen und den realisierten Kursgewinnen sind („Verlustausgleichstopf“). Liegt aktuell ein Verlustüberhang vor, kann unter Beachtung der anfallenden Transaktionskosten überlegt werden, Kursgewinne zu realisieren. Liegt hingegen ein Gewinnüberhang vor, könnten vor dem Jahresende Verlustpositionen verkauft werden, um die Steuerbemessungsgrundlage zu verringern. Im Rahmen der Verlustausgleichsoptimierung ist zu beachten, dass nach der Verwaltungspraxis Verkäufe und nachfolgende Wiederkäufe, die für Zwecke des Verlustausgleichs vorgenommen werden, dann nicht als selbständige Rechtsgeschäfte anzuerkennen (und damit steuerlich unwirksam) sind, wenn sie unter Einbindung der depotführenden Stelle zeitnah, miteinan-

der verknüpft und ohne Kurs- bzw Wiederbeschaffungsrisiko vorgenommen werden. Werden die Wertpapiere bei einer Bank im Inland gehalten, erfolgt der Verlustausgleich bei Einzeldepots direkt an der Quelle im Rahmen des KESt-Abzuges durch die österreichische Bank. Diese automatische Verlustverrechnung steht für Gemeinschaftsdepots (Und-/Oder-Depots z. B. von Ehegatten) hingegen generell nicht zur Verfügung. In diesem Fall kann der Verlustausgleich nur im Wege der Einkommensteuererklärung der Depotinhaber – aliquot nach Vermögensbeteiligung – geltend gemacht werden. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Wertpapierveranlagung bei einer Bank im Ausland erfolgt. Generell gilt, dass ein Verlustausgleich sowohl depotübergreifend als auch länderübergreifend über alle Einkünfte aus Kapitalvermögen im Rahmen der Steuererklärung des Anlegers durchgeführt werden kann.

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Wilhelm-Greil-Straße 15 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58255 E-Mail: tirol@deloitte.at www.deloitte-tirol.at MMag. Dr. Philipp Hagele Steuerberater/Gerichtssachverständiger Lieberstraße 3/III, 6020 Innsbruck p.hagele@bangratz-hagele.at Telefon: +43 (0) 512 / 59 55 50 www.bangratz-hagele.at

KPMG AUSTRIA GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGS- UND S T E U E R B E R AT U N G S G E S E L L S C H A F T

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Während der Phase der Praxisgründung spielt es eine entscheidende Rolle, dass Sie jederzeit auf fachkundigen Rat zurückgreifen können. Egal, ob Sie eine Praxis von einer/m Kollegin/en übernehmen oder neu gründen, wir unterstützen und begleiten Sie von den ersten einfachen Überlegungen bis zur Eröffnung Ihrer neuen Ordination und weit darüber hinaus. IHR PRAXISGRÜNDUNGSPLAN Mit Hilfe unserer eigens für Arztpraxen entwickelten Planungssoftware und unserem reichen Erfahrungsschatz erstellen wir gemeinsam mit Ihnen eine Budget- und Planungsrechnung. Ergebnis ist ein auf Sie zugeschnittener ausgefeilter Praxisgründungsplan, auf den Sie sich verlassen können.

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Mit einem soliden Praxisgründungsplan wird jedes Finanzierungsgespräch um vieles leichter. Im weiteren Verlauf nehmen wir für Sie Angebotsvergleiche der einzelnen Banken vor und leisten Ihnen Verhandlungshilfe.

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Wir unterstützen Sie bei Ihrer Entwicklung zum Arbeitgeber und Unternehmer mit wichtigen Tipps und Werkzeugen im Umgang mit dem Personal samt Full-Service-Gehaltsabrechnung.

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Unser Rundum-sorglos-Paket geht von der Einrichtung bis zur Komplettübernahme Ihrer Buchhaltung mit monatlichem Reporting. Mit wenigen Mausklicks können Sie Ihre Belege mühelos über unser Klientenportal hochladen. Die Bankbewegungen spielen wir selbständig direkt von Ihrem Banking in unsere Buchhaltung ein.

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Die vier Gesellschafter von Team Jünger – die Ärztespezialisten: STB Dr. Verena Maria Erian (Mitte re.), STB Raimund Eller (li.), Karin Fankhauser (Mitte li.) und Mag. Johannes Nikolaus Erian (re.)

resende. Daraus lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen zur Steuerplanung, wie z. B. Maßnahmen zur legalen Gewinnverschiebung, ableiten. Zudem können Sie sich so bereits über ein Jahr im Vorhinein auf Steuer- und Sozialversicherungsnachzahlungen vorbereiten.

DIE STEUERPRÜFUNG GEBONGT

DAS FINANZAMT UNTER KONTROLLE

Im Verlauf unserer nunmehr über 40-jährigen Spezialisierung auf die Ärzteschaft haben wir bereits tausende Steuerprüfungen gut überstanden und nehmen auch Ihre Steuerprüfung gerne auf uns.

Wir erstellen, nicht nur im Jahr der Gründung, sondern prinzipiell jedes Jahr im Herbst eine Jahreshochrechnung. Das ist die wichtigste Entscheidungsgrundlage für Ihre steuerlichen Dispositionen zum Jah-

Härtefallfonds, Fixkostenschuss, Investitionsprämie und vieles mehr. Wir checken, inwieweit Sie von den unterschiedlichen Förderungen, Zuschüssen, Prämien & Co

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All das gibt Ihnen Schutz, in sämtlichen wirtschaftlichen, steuerlichen, buchhalterischen und arbeitsrechtlichen Fragen. Mit unserer Unterstützung sind Sie für alle Problemstellungen im Zuge Ihrer Praxisgründung und vor allem auch für Ihre weitere Zukunft als Unternehmer bestens gewappnet. Machen Sie davon Gebrauch – wir sind gerne für Sie da.

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Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Manager, Tax Partner, Audit KPMG Alpen-Treuhand GmbH KPMG Austria GmbH T +43 (512) 59996-5342 Wirtschaftsprüfungs- und T +43 (512) 59996-5250 Wirtschaftsprüfungs- und M +43 664 88 36 90 46 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 210 75 95 Steuerberatungsgesellschaft lrieger@kpmg.at Adamgasse 23 mahammer@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

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Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Partner, AuditManager, Tax Senior Partner, Audit KPMGKPMG AustriaAlpen-Treuhand GmbH GmbH KPMG Austriaund GmbHund T +43 (512) WirtschaftsprüfungsT +43 59996-5250 (512) 59996-5315 WirtschaftsprüfungsT +43 (512) 59996-5250 Wirtschaftsprüfungs- und M +43 M 664 210 75816 95 Steuerberatungsgesellschaft +43 664 10 43 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 210 75 95 Steuerberatungsgesellschaft mahammer@kpmg.at Adamgasse 23 cendfellner@kpmg.at Adamgasse 23 mahammer@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Partner, Tax Manager, Tax Audit Partner, Tax KPMG KPMG Alpen-Treuhand GmbH GmbH Alpen-Treuhand Austria GmbH GmbHT +43 (512) 59996-5406 KPMG Alpen-Treuhand Wirtschaftsprüfungsund und T +43 (512) 59996-5323 WirtschaftsprüfungsT +43 (512) 59996-5402 Wirtschaftsprüfungs- und 59996-5406 816 1188 27 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 30 87 43 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 M +43 664 816 09 Steuerberatungsgesellschaft gdablander@kpmg.at 11 93 27 Adamgasse 23 ldambauer@kpmg.at Adamgasse 23 upawlowski@kpmg.at gdablander@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

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Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Senior Manager, Tax Audit Manager, Tax Manager, Senior Senior Manager, Tax KPMG Alpen-Treuhand GmbH KPMG KPMG Alpen-Treuhand GmbH Austria GmbH KPMG Alpen-Treuhand GmbHTT +43 Wirtschaftsprüfungsund T +4359996-5315 (512) 59996-5404 +43 (512) (512) 59996-5342 Wirtschaftsprüfungsund und Wirtschaftsprüfungs+43 59996-5315 Wirtschaftsprüfungsund M 664 816 1090 43 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 816 M +43 +43 T 664 88(512) 36 4610 79 Steuerberatungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 816 10 43 Steuerberatungsgesellschaft cendfellner@kpmg.at Adamgasse 23 mgansterer@kpmg.at lrieger@kpmg.at Adamgasse 23 Adamgasse 23 cendfellner@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 kpmg.at kpmg.at 6020 Innsbruck Innsbruck 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

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Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Senior Wirtschaftsprüfer und Steuerberater AuditManager, Tax Partner, Tax Partner, Audit Alpen-Treuhand GmbH KPMGKPMG Austria GmbH Alpen-Treuhand GmbH T +4359996-5402 (512) 59996-5318 WirtschaftsprüfungsKPMG Austriaund GmbHund T +43 (512) 59996-5406 Wirtschaftsprüfungs+43 664 816 12 46 Steuerberatungsgesellschaft T +43 (512) 59996-5402 Wirtschaftsprüfungs- und M +43 M 664 816 09 11 93 27 Steuerberatungsgesellschaft cheugenhauser@kpmg.at Adamgasse 23 M +43 664 816 09 93 Steuerberatungsgesellschaft upawlowski@kpmg.at gdablander@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck upawlowski@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

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Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, eine österreichische Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ein Mitglied der globalen KPMG Organisation 1 Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatung © 2020 KPMG Austria GmbH , die KPMG International Limited, einer private English company limited by guarantee, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Limited, einer p

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Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und Steuerberater Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Steuerberater SeniorWirtschaftsprüfer Manager, Audit Senior Manager, Tax Audit Manager, Tax Manager, Senior Partner, Audit KPMG Austria GmbH KPMG Alpen-Treuhand GmbH KPMG GmbH KPMG AustriaAustria GmbHund T +43 (512) 59996-5404 WirtschaftsprüfungsT (512) 59996-5315 Wirtschaftsprüfungsund 59996-5342 T +43 (512) 59996-5404 WirtschaftsprüfungsT +43 +43 59996-5250 Wirtschaftsprüfungsund M +43 (512) 664 816 10 79 Steuerberatungsgesellschaftund M +43 664 816 10 43 Steuerberatungsgesellschaft 88 36 M +43 664 816 Steuerberatungsgesellschaft M +43 664 210 7590 954610 79 Steuerberatungsgesellschaft mgansterer@kpmg.at Adamgasse 23 cendfellner@kpmg.at Adamgasse 23 lrieger@kpmg.at mgansterer@kpmg.at Adamgasse 23 mahammer@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck Innsbruck

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© 2020 KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, eine österreichische Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ein Mitglied der globalen K © 2020 KPMG Austriadie GmbH Wirtschaftsprüfungsundeiner Steuerberatungsgesellschaft, eine österreichische mit sind. beschränkter Haftung und ein Mitglied der g unabhängiger Mitgliedsfirmen, KPMG International Limited, private English company limited by guarantee,Gesellschaft angeschlossen Alle Rechte vorbehalten. L Limited, E I T Neiner E R private L E I TEnglish N E Rcompany T I R Olimited L GM BH unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International by guarantee, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.

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Steuerberater Senior Manager, Tax VOGELSBERGER HOFFMANN WACKER Manager,PARTNER Tax STEUERBERATUNG GMBH & CO KG KPMG & Alpen-Treuhand GmbH KPMG Alpen-Treuhand T +43 (512) 59996-5318 WirtschaftsprüfungsundGmbH TIVOLI office | und Olympiastraße T 17 | 6020 Innsbruck 59996-5323 WirtschaftsprüfungsM +43 +43 (512) 664 816 12 46 Steuerberatungsgesellschaft Tel.: +43 512664 33 411-7 M +43 88 30 87 43 Steuerberatungsgesellschaft cheugenhauser@kpmg.at Adamgasse 23 512 33 411-0 | Fax: +43 www.pro-west.at ldambauer@kpmg.at Adamgasse 23 kpmg.at 6020 Innsbruck kpmg.at 6020 Innsbruck

r Haftung und ein Mitglied der globalen KPMG Organisation © 2020 KPMG Austria GmbH 1 Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, eine österreichische Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ein Mitglied der globalen K d. Alle Rechte vorbehalten. unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Limited, einer private English company limited by guarantee, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.


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BERUFE MIT ZUKUNFT UND BESTEM IMAGE Da für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer lebenslanges Lernen unerlässlich ist, um für ihre Klienten die unzähligen gesetzlichen Änderungen im Steuer- und Unternehmensrecht im Blick zu behalten, sieht sich die Landesstelle Tirol der KSW verpflichtet, einerseits ihren knapp 800 Mitgliedern in vielfältigen Kooperationen spezialisierte Zusatzausbildungen anzubieten und andererseits Studierende für die verschiedensten Berufsbilder in Wirtschaftstreuhandkanzleien zu begeistern. LOHNVERRECHNUNGSCAMP Im Juli 2021 startet das Lohnverrechnungscamp Tirol in seine vierte Auflage. Das dreiteilige Camp besteht aus einem Grundkurs in der Lohnverrechnung (Basiscamp), einer Praktikumszeit in einer WT-Kanzlei (Praxiscamp) zum Umsetzen des Erlernten und als Abschluss aus einer schriftlichen und mündlichen Prüfung (Prüfungscamp). Die AbsolventInnen verfügen im Anschluss über das notwendige Know-how, um studienbegleitend in den Lohnverrechnungsabteilungen von WT-Kanzleien mitzuarbeiten.

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RECHNUNGSWESEN UND UMSATZSTEUERRECHT

Der Universitätskurs „Praxisorientiertes Rechnungswesen & Umsatzsteuerrecht“ kann ab September 2021 besucht werden. Mit dieser Ausbildung können BerufswechslerInnen, MaturantInnen und StudentInnen praxisorientiertes Basiswissen im Bereich der Buchhaltung, Anlagenbuchhaltung und der Erstellung von Jahresabschlüssen erwerben, hautnah miterleben und Wissen zur sofortigen Umsetzung in der Praxis transferieren. Der Kursunterricht findet über drei Wochen (Montag bis Donnerstag ganztägig) statt und ist in fünf Themenblöcke gegliedert. Wöchentlich am Samstag gibt es eine schriftliche Prüfung. Die Abschlussprüfung findet im Oktober statt. Absolventen erhalten ein Zertifikat der Universität. Viele haben Rechnungswesen gelernt, aber nicht verstanden. Mit diesem Kurs wird das Verständnis für Buchhaltung zur Selbstverständlichkeit.

UNIVERSITÄTSLEHRGANG

Eine Neuauflage erfährt der Universitätslehrgang Steuerrecht, Rechnungslegung und Rechnungswesen, der ab Oktober 2021 zum dritten Mal angeboten wird. Während der Lehrgang für alle Berufsbefugten eine hervorragende Vertiefung in den einzel-

nen Lehrgangsbereichen bringt, stellt er für Berufsanwärter eine wertvolle Fachinformation dar. Das Vortragendenteam im Universitätskurs setzt sich ausschließlich aus hervorragenden Praktikern ihres jeweiligen Spezialgebietes zusammen. PR

INFOS Für weitere Details zu unseren Ausbildungsformaten kontaktieren Sie bitte die KSW Landesstelle Tirol unter der Tel.-Nr. 0512/58 90 12.

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Universität Innsbruck Summer School 2021 nächster Start: Juli 2021

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Praxisorientiertes Rechnungswesen & Umsatzsteuerrecht nächster Start: September 2021

Universitätslehrgang

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