2xRheinfelden Mai/Juni 2023

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Das Kultur- und Stadtmagazin beider Rheinfelden

SCHWERPUNKT FAMILIE

WIR BERICHTEN ÜBER

KÜNSTLERFAMILIEN

EINE WG STATT FAMILIE

FAMILIENFORMEN IN DER NATUR

U.V.M.

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Vorankündigungen

Spannung und Vorfreude: Das große STRASSENKUNSTFESTIVAL BRÜCKENSENSATIONEN kehrt 2024 zurück!

16. - 18. August 2024

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Foto: Anna Lüscher

Liebe Leserin, lieber Leser

In dieser Ausgabe liegt der Schwerpunkt auf „der Familie“. Die Familie ist die erste Instanz, welche uns sozialisiert: Hier lernen wir Verhaltensweisen, Wertestrukturen und viele weitere Aspekte kennen, welche uns im Verlauf unseres Lebens prägen und auf verschiedene Arten handeln lassen. Es bilden sich Traditionen aus, die über viele Generationen weitergegeben werden.

Familien prägen unser eigenes Leben, jedoch hinterlassen sie ebenso Spuren innerhalb des gesellschaftlichen Lebens wie die Artikel zweier Künstlerfamilien beider Rheinfelden eindrücklich aufzeigen.

Familien geraten jedoch auch hin und wieder in Problemlagen: Wir betrachten in dieser Ausgabe auch Einrichtungen, welche Familien unterstützen und diesen zur Seite stehen.

Für viele ist die erste Station nach dem trauten Heim der eigenen Familie eine WG: Dass auch hier familiäre Strukturen entstehen können, wird

in einem sehr lesenswerten Artikel dargestellt. Ebenso richten wir den Blick über die „menschliche Familie“ hinaus auf Familien in der Tierwelt und dürfen hier interessante Konstellationen und Zusammenhänge kennenlernen.

Wie Sie sehen, bietet die aktuelle Ausgabe unseres Kultur­ und Stadtmagazins wieder viele Perspektiven auf das Schwerpunktthema. Neu wird der Karikaturist Thomas Zipfel, welcher auch bereits das Cover der Januar/Februar­Ausgabe gestaltet hat, das Schwerpunktthema jeweils karikaturistisch bearbeiten. Diese augenzwinkernden Beiträge finden Sie zukünftig immer direkt unter dem Editorial –wie auch in dieser Ausgabe.

Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre viel Vergnügen und hoffe, Sie entdecken auch viele für Sie interessante Kulturveranstaltungen in unserem Veranstaltungskalender.

Ihr Dario Rago

Leiter Kulturamt, Stadt Rheinfelden (Baden)

SCHWERPUNKTTHEMA „FAMILIE“ 3 EDITORIAL
ZIPFEL ' S WELT | Thomas Zipfels Sichtweise zum Schwerpunktthema

Die KÜNSTLERFAMILIE Eder

„Wir haben alle eine kreative Ader“, sagt Matthias Eder. Der 55-Jährige und seine vier Geschwister wuchsen in einem künstlerischen Elternhaus auf. Die drei Söhne Tobias, Matthias und Martin Eder absolvierten bei ihrem Vater, dem renommierten Bildhauer Leonhard Eder, eine Ausbildung in Steinbildhauerei. Nach der Lehre und dem Studium gingen sie dann eigene künstlerische Wege.

ner Werkstatt. Angefangen hatte Leonhard Eder in Rheinfelden mit Grabmalen, später

»Es hat mich gefreut, dass das Talent da war. Dieses Talent muss stetig gefördert und aktiviert werden, so wie man eine Sprache lernt.«

kamen immer mehr große Aufträge im öffentlichen Raum hinzu: Brunnenanlagen, Skulpturen, Stelen, auch Altäre und andere sakrale Kunstwerke für Kirchenräume.

ne Keramiken. Ihre Gefäße zieren das Haus und werden gerne genutzt.

Leonhard und Maria Eder war es wichtig, dass ihre zwei Töchter und drei Söhne sich frei entfalten können. Als die Söhne in seine Fußstapfen treten und bei ihm in die Lehre gehen wollten, „konnte ich ihnen diesen Wunsch nicht abschlagen“, sagt Leonhard Eder. „Es hat mich gefreut, dass das Talent da war“. Dieses Talent müsse stetig gefördert und aktiviert werden, „so wie man eine Sprache lernt“, so Eder. Die fundierte Ausbildung, das Arbeiten am Stein, der Umgang mit Form und Material, das Modellieren stellte für die Eder-Brüder eine wichtige Basis für ihre weiteren künstlerischen Laufbahnen dar.

Der aus St. Johann in Westungarn stammende Leonhard Eder, der im Januar seinen 90. Geburtstag gefeiert hat, ließ sich nach der Meisterprüfung 1958 in Rheinfelden (Baden) nieder, um sich als Steinbildhauer selbstständig zu machen, und gründete hier einen eigenen Betrieb. 1963 bezog er mit Ehefrau Maria sein Haus mit eige-

Ehefrau Maria Eder, die im November 2021 verstorben ist, kam selbst aus einer traditionsreichen, alt eingesessenen Steinmetz-Familie. Ihr Vater Ignaz Bernhard hatte einen eigenen Betrieb, in dem Leonhard Eder als Geselle tätig war. Maria Eder hatte auch eine künstlerische Ader, besuchte VHS-Töpferkurse, modellierte wunderschö-

Der älteste Sohn Tobias Eder, geboren 1966, war von Kind auf fasziniert vom Stein. Von klein auf hat er mitgekriegt, wie in der Werkstatt des Vaters gearbeitet wurde. Das hat seine „Liebe zum Stein“ geweckt, ihm die Augen geöffnet für abstrakte und figürliche Objekte. Deshalb war es für Tobias Eder „nahe liegend und eine tolle Sache“, bei seinem Vater eine Bildhauerausbildung zu machen. Danach ging er an die Kunstakademie Karlsruhe, wechselte von dort an die Kunstakademie in München. Während seines Studiums hat Tobias Eder mit verschiedenen Materialien gearbeitet, mit Kunststoff, Metall, Fotografie, „ganz breit aufgefächert.“ Nach ersten Jahren als selbstständiger Bildhauer mit Kunst am

Der Bildhauer Leonhard Eder und seine Söhne Tobias und Matthias bei der gemeinsamen Ausstellung „Eder hoch drei“ im Haus Salmegg 2008.
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Bau und Werken für Kirchen entdeckte Tobias Eder 2009 die digitale Bildhauerei für sich und fing an, mit Software Räume und Skulpturen in Räumen zu simulieren. Er vertauschte den Meißel mit dem Computer und macht seit nunmehr 14 Jahren diese moderne Art der Bildhauerei mit neuen Medien. In seiner Werkstatt in Freiburg hat er das entsprechende Werkzeug wie einen leistungsstarken Computer und einen 3D-Drucker. Er entwirft seine Modelle digital am Computer, druckt sie am 3D-Drucker oder lässt sie drucken, in Bronze gießen oder aus Stein fräsen. Auch zeitgenössische Altäre entwirft er auf diese Art. „Die Bildhauerei hat sich in den letzten Jahren stark verändert“, sagt Tobias Eder, der es „total spannend“ findet, mit innovativen neuen Techniken bildhauerisch zu wirken. Er gestaltet visionäre Konzeptkunst, Animationsfilme, bewegte Bilder, 3D-Objekte. Während sein Vater für die klassische Bildhauerei steht, führte Tobias Eders Entwicklung in die Kunst mit digitalen Mitteln. Die Freie Gruppe Hochrhein, die sein Vater vor 50 Jahren mitbegründet hatte, setzt Tobias Eder mit weiteren Kunstschaffenden fort. Im Februar 2024 wird er in einer Einzelschau in der Rathausgalerie von Rheinfelden (Baden) neue Arbeiten und ein neues Buch vorstellen.

„Ich habe bei meinem Vater sehr viel gelernt“, sagt Matthias Eder, Jahrgang 1968. Von der fundierten Ausbildung profitiere er noch heute. Schon als Kind und Jugendlicher sei er zwischen Wohnhaus und Werkstatt „hin und her gesprungen“,

dann entschied sich Matthias Eder, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart zu studieren. In Leonberg, wo er seine Atelier- und Ausstellungsräume in einem denkmalgeschützten ehemaligen Gefängnis eingerichtet hat, baute er sich eine Existenz als freischaffender Künstler auf. Er stellt regelmäßig auf der Art Karlsruhe aus. Wie sein Vater setzt

studiert, dann vier Jahre in Berlin gearbeitet. Seit 1999 ist er in Lörrach in einem Architekturbüro tätig. Er hebt auch die zentrale Rolle seiner Mutter Maria im künstlerischen Umfeld der Familie hervor.

„Es war für uns selbstverständlich, mit Kunst aufzuwachsen“, sagt seine Schwester Maria Eder, die als Modedesignerin gearbeitet hat, sich dann beruflich umorientierte und heute als Klinikseelsorgerin in München tätig ist. „Unsere Eltern haben uns in allem Kreativen immer unterstützt“, sagt Maria Eder, die auch eine kunsttherapeutische Ausbildung gemacht hat und in ihrer Freizeit zeichnet und malt. „Das ist ein Medium, in dem ich mich ausdrücken kann.“ Ihre ältere Schwester Bernadette Stec schlug einen anderen Berufsweg ein. Sie hat Humanbiologie studiert und arbeitet heute in der psychiatrischen Praxis ihres Ehemannes in der Schweiz.

habe dem Vater über die Schulter geschaut und sei fasziniert gewesen von der Arbeit am Stein, die sein Vater so meisterlich beherrscht. Allein durch das Sehen habe er viele Grundbegriffe des Gestaltens mitbekommen: „Das war für mich sehr prägend“, erzählt Matthias Eder. Daher lag es auch für ihn nahe, bei seinem Vater eine Ausbildung als Steinmetz zu machen. Eine Zeitlang hat er als Geselle in der väterlichen Werkstatt gearbeitet und war in der Schweiz in der Restauration tätig. Doch

er sich mit dem Thema Mensch, mit der menschlichen Figur, dem Akt, auseinander, aber auf stilistisch andere Art, abstrahiert, reduziert, als Ausschnitt, Detail, Torso, Fragment mit spannungsvoller Innen-AußenSicht. Er arbeitet in verschiedenen Materialien, bevorzugt Bronze, Beton, ab und zu auch Stein. Wenn er etwas in Stein fertigt, nutzt Matthias Eder noch die väterliche Werkstatt, die nach wie vor professionell mit allem Werkzeug ausgestattet ist.

In einem Elternhaus voller Kunst, Skulpturen und Bilder aufzuwachsen, war für seinen Zwillingsbruder Martin Eder „etwas ganz Normales“. Es war für ihn früh klar, dass er in die Architektur gehen wollte, doch zunächst absolvierte er eine Steinbildhauerausbildung bei seinem Vater. Er hat ihm auch oft beim Zeichnen von Entwürfen zugeschaut. „Das plastische Gestalten, das Gespür für das Räumliche, die Beschäftigung mit Körpervolumen“ sind Dinge aus dieser Ausbildung, die er heute noch in seinen Bauentwürfen gut anwenden kann. Martin Eder hat an der Fachhochschule in Buxtehude Architektur

Leonhard Eder hat sich nach über 70 Jahren intensiver und erfolgreicher Arbeit vom Werkstatt- und Ausstellungsbetrieb zurückgezogen. Das Haus ist immer noch voller Skulpturen und Zeichnungen und Eders Werke sind im öffentlichen Raum sehr präsent. 2008 stellte er unter dem Titel „Eder hoch drei“ gemeinsam mit seinen Söhnen Tobias und Matthias im Haus Salmegg aus – zwei Generationen der Bildhauerfamilie unter einem Dach.

Wer durch Rheinfelden (Baden) spaziert, entdeckt nicht nur imposante Auftragswerke von Altmeister Leonhard Eder wie die Stadtsäule, den Narrenbrunnen, die Stelengruppe Evolution und weitere Skulpturen im Park am Haus Salmegg, sondern auch einige seines Sohnes Tobias wie die „Lichtsäule“ an der Ortsausfahrt, die Sitzkreise im Tutti-Kiesi-Park oder das Wandobjekt „Stühle und Tisch“ an der Fassade des Pfarreizentrums St. Josef. Von Matthias Eder sieht man bei der Christuskirche die rostfarbenen Stahlgussfiguren „Begegnung“: Überall finden sich Spuren der bedeutenden Künstlerfamilie Eder. Sie wirken prägend in der Stadt und im Stadtbild.

Roswitha Frey Die Stelengruppe „Evolution“ von Leonhard Eder am Adelberg.
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»Es war für uns selbstverständlich, mit Kunst aufzuwachsen.«

Eine BEDEUTENDE Rheinfelder Künstlerfamilie

Im öffentlichen Raum in Rheinfelden kommt man an ihnen nicht vorbei. Otto Frey-Thilo, Miquette Frey-Thilo und ihr Sohn Axel Frey-Riedi sind Bildhauer, welche die Region mit ihren Werken prägen.

In der Grünanlage Schützenmatt (gegenüber des Hotels Schützen) steht sie. Die Bronzeplastik mit dem Titel «Familie», welche Otto Frey-Thilo 1994 anlässlich des internationalen «Jahres der Familie» schuf. In einem Brief schrieb der Künstler: «Es ist ein Werk entstanden, das für einen öffentlichen Platz gedacht ist und an einem passenden Ort seinen kulturellen Auftrag erfüllen darf.» Und weiter: «Harmonie, Verbundenheit, Bewegung nach oben, Lebensfreude, Dankbarkeit und gesunde Natürlichkeit» wolle das Werk ausdrücken. Die 2,5 Meter hohe Plastik stellt Vater, Mutter und Kind dar. Harmonie, Wärme, Geborgenheit und Vertrautheit vermittelt die kleine Menschengruppe. Mit der Firma Ciba fand man damals einen Sponsor, welcher das Werk erwarb und im November 1994 der Öffentlichkeit übergab.

Die Werke der Künstlerfamilie Frey prägen den öffentlichen Raum

Von Otto Frey-Thilo sind im öffentlichen Raum Rheinfeldens viele weitere Werke zu erleben. So zum Beispiel die hölzerne Rathaustüre, das Pontonierdenkmal, den Heiligen Antonius in der römisch-katholischen Kirche und viele mehr. Aber nicht nur er, sondern auch seine Frau und der Sohn des Künstlerpaares prägen die Region mit ihren Werken.

Miquette Frey-Thilo, sie war wie ihr Mann und der Sohn Axel Bildhauerin, erschuf zum Beispiel «die Flötenspielerin» aus Bronze in der Eingangshalle des Schulhauses «Schüzenmatt». Oder auch «die Spielende» im Schulhaus Augarten.

Von ihrem Sohn Axel Frey-Riedi stammt beispielsweise die Zementplastik mit dem ausgeschnittenen Stern «Die Zeitspanne» im Stadtpark West. Er schuf das Werk 1980

als Geschenk der aargauischen Städte anlässlich der 850-Jahr-Feier der Stadt Rheinfelden. Ebenso ist Axel Frey-Riedi der Erschaffer der drei Grenzsteine mit je neun

Otto Frey-Thilo (1916-2004) im Alter von 75 Jahren. Foto: Kurt Rosenthaler Miquette Frey-Thilo (1909-2002), fotografiert von ihrem Sohn Axel Frey.
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Otto Frey-Thilo´s Bronzeplastik „Familie“ aus dem Jahr 1994. Sie befindet sich in der Grünanlage Schützenatt.
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Sternen, welche an den Ortsverbindungsstrassen zu Kaiseraugst, Magden und Möhlin platziert wurden. Das gemalte Rheinfelder Wappen an der Fassade der Marktgasse 61 ist ein Werk, das er zusammen mit seiner Frau Ilse, eine begabte Kunstmalerin, geschaffen hat.

Eine Westschweizerin und ein Fricktaler haben sich gefunden

Miquette, eigentlich Marie-Louise Thilo wurde 1909 als Pfarrerstochter in Moudon geboren. Als «Brotberuf» lernte sie Buchbinderin, obwohl sie schon als Teenager spürte, dass sie Bildhauerin werden möchte. «Wenn man bedenkt, dass sie 1909 geboren ist und so genau wusste, was sie wollte, kann man sie wahrscheinlich als

Frauenrechtlerin bezeichnen», meint ihre Tochter Katrin Berchtold-Frey (77) rückblickend. Miquette Thilo liess sich in Paris, Genf und an der Kunstgewerbeschule in Basel zur Bildhauerin ausbilden.

Otto Frey wurde 1916 in Hellikon, heimatberechtigt in Zuzgen, geboren. Zur Entlastung seiner Mutter, sie hatte insgesamt neun Kinder, wuchs er bei seinem Onkel in Maisprach auf. Gerne wäre er Kunstmaler geworden. Aufgrund besserer Existenzmöglichkeiten entschied er sich für die Bildhauerei, die ihn fortan sehr glücklich machte.

Erstmals begegnete er seiner zukünftigen Frau 1937 an der Weltausstellung in Paris. Später trafen sie sich wieder an der Kunst-

gewerbeschule in Basel. 1943 heiratete das Paar und wurde in Rheinfelden sesshaft. 1944 wurden die Zwillinge Axel und Veronika und zwei Jahre später wurde Katrin geboren. In der Rheinlust hatten sie ein kleines Atelier und bewohnten dort später mit ihren drei Kindern eine ZweizimmerWohnung. Ihr Leben bezeichnete Miquette Frey-Thilo als «hart aber frei». Das Gemüse zogen sie selber, die Familie ass kaum Fleisch, und die Kinder waren viel draussen im Wald und am Rhein. «Ich hätte ein paar Mal ertrinken können. Es ist aber nie etwas passiert und mit etwa sechs Jahren konnte ich schwimmen», erzählt Katrin Berchtold. Sie schmunzelt: «Wir wussten auch wie eine Kuh aussieht. Oberhalb der Rheinlust hatte es einen Bauernhof.» So wuchs sie zusammen mit den Zwillingen,

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Axel Frey-Riedi ist der Erschaffer der Zementplastik «Die Zeitspanne» im Stadtpark West. Er schuf das Werk 1980 als Geschenk der aargauischen Städte anlässlich der 850-Jahr-Feier der Stadt Rheinfelden.

die zwei Jahre älter waren als sie, auf. Rückblickend ist sie glücklich darüber, dass sie ihre Mutter zweisprachig aufwachsen liess. «Wir waren oft bei unserer Grossmutter in Lausanne oder bei unseren Cousins in Yverdon.» Auch erinnert sie sich gerne an Aufenthalte in einem Chalet in den Waadtländer Alpen. Katrin Berchtold-Frey fasst zusammen: «Ich hatte eine glückliche und schöne Kindheit.» Man habe bescheiden gelebt, ihre Eltern hätten viel gearbeitet, aber trotzdem habe sich die Mutter auch immer genügend Zeit genommen, die Kinder grosszuziehen.

Das Künstlergen vererbt

Miquette und Ottos Freys Sohn Axel (79) ist ebenfalls ein sehr begabter Bildhauer. Die

Fotografie war und ist immer noch seine Leidenschaft, aber Axel Frey besuchte die Fachklasse für Gestaltung an der Kunstgewerbeschule in Basel. Erst 20-jährig gewann er mit einer Holzskulptur, die er im Gartenhäuschen erschaffen hatte, den 1. Preis bei einem Wettbewerb. Als er ein Jahr später in Paris war, entfachte seine Faszination für die ägyptische Mythologie. «Man weiss noch nicht genau, wie sie das damals machen konnten», meint Axel Frey-Riedi. Wie damals die Tempel, die grossen Skulpturen in dieser hervorragenden Qualität mit den passenden Materialien entstanden sind, sei noch heute ein grosses Rätsel.

Mit vielen seiner Werke hat der begabte Künstler Preise gewonnen. Das räumliche Denken ist eine seiner grossen Fähigkeiten. Seine Begeisterung für die ägyptische Mythologie ist in einigen seinen Werken zu sehen. Für Axel Frey-Riedi ist nicht nur das optische, sondern auch die Energie, die ein Werk ausstrahlt von grosser Bedeutung.

Seine Frau Ilse Frey-Riedi teilt mit ihm die Freude für die Kunst. Sie ist Zeichnungslehrerin und Kunstmalerin. Kennengelernt hat sich das Paar an der Kunstgewerbeschule in Basel.

Auch Katrin Berchtold-Frey hat das räumliche Gefühl von ihren Eltern geerbt. Da sie schon von sehr viel Kunst umgeben war, entschloss sie sich damals für die Keramikfachschule und konzentrierte sich auf die Herstellung von Gebrauchskeramik. Während 30 Jahren leitete sie Keramikkurse an den Migros-Klubschulen in Basel und Rheinfelden. Axel Freys Zwillingsschwester Veronika (79) hat ihre Kreativität nicht in Kunst, sondern in ihren Beruf als Kindergärtnerin gesteckt.

Bis ins hohe Alter aktiv

Miquette und Otto Frey-Thilo haben bis ins hohe Alter gemeinsam, aber auch individuell Kunst betrieben. In ihrem Atelier, zuerst in der Rheinlust, später an der Spitalstrasse, sind Dutzende von Werken entstanden. Sie temperamentvoll, er eher bedächtig ergänzte sich das Paar sehr gut. Beide setzten sich bis ins hohe Alter für ihre grosse Leidenschaft, die Kunst ein. Obwohl ihnen die Meinung des Partners sehr wichtig war und sie vieles gemeinsam diskutierten und entschieden, blieben beide ihr Leben lang unabhängig. «Das Wichtigste ist, sich selber zu sein», ist eine von Miquette FreyThilos Aussagen.

Otto Frey-Thilos letztes Werk war die «Familie», das er mit 79 Jahren erschuf. 2004 verstarb er 87-jährig. Seine Frau Miquette verstarb 92-jährig im Jahr 2002. Die beiden führten ein aktives, arbeitsreiches, glückliches und freies Leben. Was das Künstlerpaar und ihr Sohn Axel der Nachwelt mit ihren Werken hinterlassen haben, bleibt unvergänglich.

«Das Wichtigste ist, sich selber zu sein.»
Axel Frey-Riedi ist nicht nur talentiert im Bildhauern, sondern auch im Zeichnen. Der Mensch interessierte sie. So versuchte Miquette Frey-Thilo mit ihren Werken auch sein Inneres auszudrücken. Foto: Axel Frey
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Katrin Berchtold-Frey mit Plastiken ihrer Eltern Miquette und Otto Frey-Thilo.

Die FAMILIEN-BUCHHANDLUNG Merkel

Seit zwei Generationen ist die Buchhandlung Merkel in Rheinfelden (Baden) und Grenzach-Wyhlen in Familienhand. Und sie kann in diesem Jahr ein Doppeljubiläum feiern. Vor 45 Jahren hat Wilfried Merkel seinen ersten Buchladen in Rheinfelden (Baden) eröffnet und vor 15 Jahren übernahmen seine Töchter Patricia und Antonia Merkel die Leitung der beiden Geschäfte.

Angefangen hat es 1978, als Wilfried Merkel, von Hauptberuf Sozialarbeiter, in der Karl-Fürstenberg-Straße einen Dritte-Welt-Laden betrieb, mit zehn Quadratmetern, gefüllt mit Artikeln aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Büchern. Vor allem waren es politische Bücher und solche zu Umwelt- und Sozialthemen, entsprechend den Aufbruchzeiten mit Anti-AtomkraftDemonstrationen und dem Aufkommen der Grünen. „Als Kind bin ich mit meinem Vater, der Lehrer war, jeden Sonntag in die Kirchenbücherei und mit einem Stapel Bücher heimgekommen“, erinnert sich Merkel, der in einem Dorf im Odenwald aufgewachsen ist. Die Liebe zu Büchern prägte sein weiteres Leben, denn „Lesen erweitert den Horizont“. Als es in den 1980er Jahren im Rathaus in Rheinfelden (Baden) Räume zu mieten gab, zog er dorthin um und hatte zeitweise im Erdgeschoss zwei Ladenlokale, darunter eines speziell für Kinderbücher und Reiseführer. Als der Kiosk, den es da-

»Als Kind bin ich mit meinem Vater jeden Sonntag in die Kirchenbücherei und mit einem Stapel Bücher heimgekommen.«

mals noch gab, wegfiel, hat Merkel die frei gewordene Fläche dazu gemietet. Bereits 1982 machte Wilfried Merkel zusammen mit einem Kollegen aus der Sozialarbeit einen Buchladen in Grenzach-Wyhlen auf, den ab Mitte der 1980er Jahre seine inzwischen verstorbene Frau Marga betreute. In Rheinfelden wechselte der Buchhändler 2007 in die jetzigen Ladenräume in der Karlstraße - ein ideales Domizil.

Dass seine Töchter Patricia und Antonia in den Familienbetrieb einsteigen, zeichnete sich schon früh ab. Die Begeisterung für Bücher wurde bei ihnen früh geweckt. „Bei uns zu Hause wurde immer viel gelesen und vorgelesen.“ Wie Patricia Merkel erzählt, habe sie schon als Kind und Jugendliche im Laden geholfen und aufgeräumt. So lag der Wunsch nahe, Buchhändlerin zu werden. Sie begann 1986 ihre Ausbildung in der Buchhandlung Verena Müller in Weil am Rhein. Während der Ausbildung besuchte sie auch die Deutsche Buchhändlerschule in Frankfurt, wo sie dem großen Verleger Siegfried Unseld begegnete und es Debattierclubs gab. „Das war eine spannende Zeit“, sagt Patricia Merkel, die dann als ausgebildete Buchhändlerin in der Buchhandlung ihres Vaters arbeitete.

Ihre jüngere Schwester Antonia studierte zunächst ein Semester Amerikanistik und Germanistik mit dem Ziel, ins Verlagswesen zu gehen, doch dann orientierte sie sich um und entschied sich für eine Ausbildung zur Buchhändlerin im väterlichen Geschäft. Von 1997 bis 1999 absolvierte sie ihre Ausbildung. „Ich fand es gut und es hat gepasst“, erzählt Antonia Merkel. „Ich hatte das große Glück, dass ich bei meinem Vater und auch bei meiner Mutter in Grenzach und bei vielen tollen Mitarbeitern das Beste lernen und abgucken konnte.“

Antonia Merkel „brennt“ genauso wie ihre Schwester Patricia leidenschaftlich für diesen Beruf. „Es ist so ein schöner Beruf, abwechslungsreich, kein Tag ist gleich, man hat mit netten Menschen und vielen treuen Stammkundinnen und -kunden zu tun“, schwärmt Antonia Merkel.

Wilfried Merkel erzählt lebhaft davon, wie er 1989 und 1990 jeweils drei Monate lang in einer deutschen Buchhandlung in New York gearbeitet hat, was für ihn eine „span-

nende Erfahrung“ war. Schon vor 30 Jahren organisierte er die erste Ausstellung mit kalifornischen Künstlern in seiner Grenzacher Buchhandlung. 2008 übergab er die

Leitung der beiden Buchläden in Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen an seine Töchter, die seither als Inhaberinnen die Geschicke lenken. Für Wilfried Merkel ist es ein „schönes Gefühl“ und erfüllt ihn mit Zufriedenheit, dass die von ihm gegründete Buchhandlung bei seinen Töchtern in

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besten Händen ist. „Die Begeisterung für die Bücher bleibt erhalten“, weiß er. Ab und zu schaut er gern „auf einen Kaffee“ herein, gibt auch mal einen Ratschlag, aber er mischt sich nicht ins Geschäft ein.

Patricia und Antonia Merkel bilden ein harmonisches Duo und haben ein „tolles Team“ von sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in beiden Geschäften an der Seite. „Wir sind ein gutes Doppelteam“, legen die Schwestern Wert auf ein harmonisches Arbeitsklima. Sie teilen sich die Aufgaben, besprechen alles gemeinsam, den Einkauf der neuen Bücher jeweils in der Frühjahrs- und Herbstsaison, die Auswahl der Medien. Ausgewählt werden Neuerscheinungen nach Bestsellerlisten, nach

staltungen wie Lesungen, literarische Vespern zur Vorstellung der Buchneuheiten oder die „Einschließabende“, bei denen sich Gruppen nach Feierabend in der Buchhandlung einschließen lassen, um ungestört und entspannt bei einem Getränk im literarischen Angebot zu stöbern. Interessierte Gruppen von fünf bis acht Personen können jederzeit einen Termin vereinbaren. Nach Corona sind wieder Lesungen geplant, die nächste am 24. Mai mit dem Autor Peter Klisa aus Rheinfelden (Baden). Schon Wilfried Merkel hatte Lesungen veranstaltet, und seine Töchter setzen die Tradition fort. So waren schon prominente Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Hansjörg Schneider, Urs Widmer, Barbara Honigmann, Adolf Muschg oder Rolf Lap-

4000 bis 5000 Medien umfasst das Sortiment in Rheinfelden (Baden), rund 4000 das in Grenzach. Merkels führen ein allgemeines Sortiment, das alle Themen bedient, wobei Belletristik, Reiseführer und Kinderbücher zu den Hauptgruppen gehören, ebenso finden sich Sachbücher und etliche Bücher zum Thema Kochen in den Regalen und Ständern. „Der Bereich Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit spielt heute eine größere Rolle“, so die Erfahrung der Buchhändlerinnen. Während zu den Anfangszeiten vor 45 Jahren noch politische Bücher hoch im Kurs standen, hat sich das Leseverhalten und der Büchergeschmack zwischenzeitlich ebenso geändert wie das gesellschaftliche Umfeld, was sich auf dem Buchmarkt widerspiegelt. Einiges hat sich aber unverändert gehalten.

Vorschlägen von Verlagen, nach Kundenwünschen und individuellem Geschmack. Gern geben sie, auch auf der Homepage, Buchtipps, weisen auf die „Bücher des Monats“ hin, informieren per Newsletter und WhatsApp. Ein Augenmerk von Antonia Merkel ist die Kinder- und Leseförderung, Patricia Merkel kümmert sich um Veran-

pert zu Gast, auch der Rheinfelder Autor Thomas Blubacher oder Ralf H. Dorweiler haben viele ihrer Publikationen bei Merkel vorgestellt. Regelmäßig werden zum Welttag des Buches Kinderführungen durch das abenteuerliche „Reich der Bücher“ gemacht.

So waren Reiseführer in den 1980er Jahren ebenso gefragt wie heute, und der Kinderbuchsektor wurde sogar noch vergrößert. Was vermehrt nachgefragt werde, seien Deutsch-Lernbücher.

Die Vielleserin in der Familie ist Antonia Merkel, die es in Spitzenzeiten auf bis zu 190 Bücher im Jahr gebracht hat. Im Schnitt komme sie auf acht bis zehn pro Monat, erzählt sie. Ihre Schwester Patricia schafft meist zwei bis drei pro Monat, hat zurzeit ihre „Krimiphase“ und pflegt ihre Kochbuchsammlung. „Wir schenken uns auch Bücher“, erzählen die Buchhändlerinnen. „Wir alle mögen skandinavische Krimis, die haben eine hohe Spannungsqualität“, verraten sie. Als Mankell-Fan war auch ihr Vater schon auf den Spuren des berühmten Krimiautors in Schweden unterwegs.

Und wie sieht es mit der nächsten Generation aus? Patricia Merkels 25-jährige Tochter Paula Marie, die noch studiert, hat in den Schul- und Semesterferien immer mal im Laden geholfen. Antonia Merkels Töchter Katharina (9) und Helena (8) lesen gern und stöbern gern im Laden. „Das Interesse ist da“, lacht ihre Mutter, „wohin das führt, wird man sehen“.

Frey
Teilen die Begeisterung für Bücher: Wilfried Merkel, der Gründer der Buchhandlung, und seine Töchter Patricia und Antonia Merkel (von links), die seit 15 Jahren die beiden Geschäfte leiten.
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»Wir alle mögen skandinavische Krimis, die haben eine hohe Spannungsqualität.«

WG STATT FAMILIE

Drei junge Männer wohnen zusammen in einer Wohnung in der Kapuzinergasse. Sie kennen sich von Kindesbeinen an, hatten daheim aber unterschiedlich grosse Verantwortung im Haushalt. Der grösste Unterschied zwischen WG und dem Leben in der Familie, stellen sie fest, ist das Essen.

Es ist immer interessanter, auswärts zu essen als daheim“, antwortet David Rudolf (26) auf die Frage, was die Vorzüge einer WG gegenüber der Familie seien. Mit „auswärts“ meint er seine WG in der Kapuzinergasse und genauer seine Mitbewohner Robin Carrard (26) und Fabian Häusel (27), die ihn in regelmässigen Abständen bekochen. Jüngst gab es etwa Parmesanrisotto mit Pouletfilet, Rahmsauce und gedämpften Bohnen.

Bei seiner alleinerziehenden Mutter sei er zwar „gut umsorgt“ gewesen, sagt Rudolf: „Weil sie aber abends oft lange arbeitete, habe ich oft Fast Food gegessen.“ Er selbst koche nicht, teilt er mit: „Ich wasche das Geschirr, wenn die beiden Essen machen.“

Eine WG junger Männer in einem Städtchen wie Rheinfelden sei eher ungewöhnlich, gibt Robin Carrard zu. „In Basel sei das natürlich üblicher: „Aber wir sind in Rheinfelden verwurzelt und haben alles

Sie kennen sich so gut, dass sie keine neue Macken mehr aneinander zu entdecken fürchten (v.l.): Robin Carrard, David Rudolf und Fabian Häusel.
12 WG STATT FAMILIE
«Wir sind alle sehr unkompliziert, beim Einrichten, Putzen und Essen.»

hier, was wir brauchen, inklusive einer guten ÖV-Verbindung nach Basel.“ Für ihn und Fabian Häusel sei es kein Thema gewesen, nach dem Auszug aus dem Elternhaus zusammen eine Hausgemeinschaft zu gründen: „Ich bin in der Wassergasse aufgewachsen, Fabian in der Hintergasse. Wir haben zusammen auf der Strasse Fussball gespielt, seit wir laufen können.“ Sie teilen seither viele Interessen, fahren gemeinsam Velo und gehen ins Fitness, sind im Vorstand des TC Rheinfelden aktiv und Co-Präsidenten des Vereins Insieme Rheinfelden für Menschen mit geistiger Behinderung.

Im Februar 2021 bezogen die beiden Freunde zunächst mit einem dritten Bewohner eine Wohnung in der Quellenstrasse. Dort hätten sie sich aber nicht wirklich wohlgefühlt: „Die Quellenstrasse ist eher ein Schlafquartier; es gibt dort kaum soziale Kontakte.“ Als der Mitbewohner im Oktober 2022 auszog, beschlossen sie deshalb, sich etwas Neues in der Altstadt zu suchen, in seiner „Hood“, wie Carrard mit Humor anmerkt. Als dritter im Bunde für die 130 Quadratmeter grosse Wohnung mit fünfeinhalb Zimmern inklusive zwei Bädern im ersten Obergeschoss fand sich schnell David Rudolf. Aufgewachsen in der Belchenstrasse, war auch er bereits mit Carrard im Kindergarten: „Wenn man aus Rheinfelden kommt, kennt man sich früher oder später“, sagt er und lacht: „So viele verschiedene Menschen gibt es in einer kleinen Stadt wie Rheinfelden jetzt auch nicht.“

Mit der neuen Wohnung sind die drei im Grossen und Ganzen sehr zufrieden; nur einen Keller und einen Balkon vermissen sie. Direkt über der BokkieBrauerei gelegen, rieche es intensiv nach Maische und Hopfen, wenn gebraut werde. Die Monatsmiete beträgt mit Nebenkosten 2200 Franken. Weil die Zimmer unterschiedlich gross sind, übernimmt jeder einen entsprechenden Anteil; in die gemeinsame Haushaltskasse zahlt

jeder 300 Franken im Monat ein. Häusel und Rudolf haben je ein Auto, das sie im Rheinparking unterstellen. Rauchen ist in der Wohnung tabu: „Robin und Fabian würden das nie akzeptieren“, weiss Rufolf. Er selbst sei „dabei aufzuhören“.

Das Zusammenleben klappe bisher reibungslos, versichern die drei. Hausregeln bräuchten sie keine. „Wir sind alle sehr unkompliziert, beim Einrichten, Putzen, Essen“, sagt Häusel. „Keiner muss sich aufspielen“, ergänzt Rudolf. Geputzt wird „einmal im Quartal“; eine Waschmaschine gibt es für das ganze Haus. Es herrscht eine familiäre Vertrautheit: Auch im Bad gehen sich die drei nicht aus dem Weg. Da alle drei berufstätig sind und Carrard und Häusel immer wieder Arbeit nach Hause mitbrächten, sehe man sich im Alltag

er: „Der Kühlschrank war immer voll und putzen musste ich nur mein Zimmer.“ Er komme mit dem eigenen Haushalt gut klar: „Mit Ausnahme des Essens: Jetzt komme ich abends oft heim und frage mich, was ich nun noch essen soll.“ Seine beiden Mitbewohner bestätigen ihm, dass er der ordentlichste von ihnen sei. „Du bist ein Vorzeigesohn“, sagt Rudolf sogar. Häusel ist Technologieexperte bei der Roche in Basel. Er hat eine zweieiige Zwillingsschwester, die noch bei den Eltern lebt, sowie eine zwei Jahre ältere Schwester, die ebenfalls in Rheinfelden wohnt. „Ich sehe meine Familie alle ein bis zwei Wochen, sodass ich sie hier in der WG nicht vermisse“, sagt er.

Rudolf arbeitet als Servicetechniker bei der Energieberatung Neovac in Sissach. Er wuchs als Einzelkind auf. Seine Mutter habe ihn immer gut umsorgt: „Mit 18 fing ich erst an, die Wäsche zu machen.“ Anders Carrard: Auch er lebte seit seinem 16. Lebensjahr allein mit der Mutter; beide hätten aber einen sehr selbständigen Tagesablauf gehabt: „Es war selbst schon wie in einer WG.“ Beide hätten ihre Wäsche selbst gemacht. Mit elf Jahren habe er begonnen, selbst zu kochen. Carrard arbeitet als Regionenmanager bei den SBB und ist deshalb viel unterwegs. Seine Mutter wohnt weiterhin in der Wassergasse, sein Vater ebenfalls in Rheinfelden. Carrards 33 Jahre alter Bruder ist Landschaftsarchitekt und lebt seit zehn Jahren in Zürich. Carrard ist Götti seines Neffen und bedauert, dass er ihn nicht öfter sehen könne.

auch nicht allzu oft, um sich auf die Nerven zu gehen. „Wir kennen uns zu gut, um noch neue Schattenseiten und Macken aneinander zu entdecken“, sagt Carrard.

Obwohl er selbst gut kocht, vermisst Häusel laut eigener Aussage aus seiner Zeit daheim vor allem das Essen. „Wir hatten ein sehr klassisches Familienleben“, sagt

Alle drei jungen Männer haben Freundinnen, die etwa zwei bis dreimal pro Woche zu Besuch kämen. Regeln gebe es dafür keine; alle drei Freundinnen hätten auch Wohnungsschlüssel. Nur wenn ein gemeinsames Abendessen geplant sei, müsse man sich natürlich absprechen wegen der Menge der Portionen.

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Jeder in der WG kümmert sich um seinen eigenen Haushalt, gekocht wird aber gemeinsam.

Ein ZENTRUM für Familien

Seit 29 Jahren bereichert es die Stadt mit seinem Angebot, das sich an alle richtet, die sich als Familie verstehen. „Bei uns sind alle willkommen, egal welche Nationalität oder Religion, egal ob Klassisch oder Regenbogen, Pflegefamilie, Großeltern oder was auch immer“, sagt Birgitt Kiefer, Geschäftsleiterin des Vereins, „die Definition von Familie bestimmt jeder selbst.“.

Kern des Programms ist das Babycafé jeden Montagund Freitagmorgen, ein Schutzraum für junge Familien mit Babys im Alter bis zu etwa einem Jahr. Es ist das Angebot, aus dem sich das Mütterzentrum, später Familienzentrum erst entwickelt hat. Hier wird gemeinsam ge-

frühstückt, gesungen, gelacht, aber auch manchmal geweint. „Diese erste Zeit mit einem Baby ist ein sehr sensibler Moment“, betont Kiefer, „da ordnet sich alles neu und es ist so entscheidend, dass man in dieser Zeit ein soziales Netzwerk hat.“

Das Zentrum bietet einen Schutz- und Schonraum für junge Eltern, ein Ort, um sich zu begegnen, sich auszutauschen und angenommen zu werden, so Kiefer. Sie erklärt, dass Rheinfelden als Zuzugsgemeinde eine Stadt mit vielen Menschen sei, denen das soziale Netzwerk plötzlich fehle. „Wir versuchen es zu ersetzen, beziehungsweise die Plattform zu bieten, sich ein neues Netzwerk zu schaffen.“

„Lauf einfach rein, hier darfst du so sein, wie du bist“, formuliert Patrizia, eine Besucherin mit einem 15 Monate alten Jungen, die Atmosphäre des Familienzentrums treffend. Birgitt Kiefer und Franziska Wehber, Koordinatorin des Rheinfelder Treffs

sind stolz, dass dieses Gefühl zu den Gästen transportiert wird. Denn das Team gibt sich größte Mühe, einen Ort zu schaffen, an dem die Besucher:innen gehört, aber nicht verurteilt werden und dies funktioniert nur, indem sie Gemeinschaft erleben. „Wir

»Wir haben die Möglichkeit, relativ schnell Bedarf zu erkennen und ein entsprechendes Angebot zu entwickeln.«

möchten Spaß und Freude am Miteinander wecken“, so Wehber. Jeder habe das Recht teilzunehmen, aber auch mitzugestalten und sich miteinzubringen.

Aus diesem Prinzip heraus hat das Familienzentrum sich und sein Programm in den letzten fast dreißig Jahren stetig weiterentwickelt. „Wir haben die Möglichkeit, relativ schnell Bedarf zu erkennen und ein entsprechendes Angebot zu entwickeln“, freut sich Kiefer. Als Beispiel nennt Weh-

Nicht mehr wegzudenken aus Rheinfelden (Baden) ist das Familienzentrum.
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ber den neuen Zwergentreff am Donnerstagnachmittag, der in Kooperation mit der Stadt Rheinfelden entstanden ist und sich an Familien mit Kindern über drei Jahren richtet, die keinen Kindergartenplatz bekommen haben.

Aber auch die Gesprächsrunden und Vorträge von Expert:innen, die zum Beispiel das Babycafé besuchen, ihr Wissen teilen und somit ein niedrigschwelliges Hilfsangebot darstellen, richten sich immer nach dem Bedarf und den Ideen der Besucher:innen.

Derzeit beschäftigt das Familienzentrum in Rheinfelden zehn hauptamtliche und 28 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, die sich und ihre Ideen einbringen. Die meisten von ihnen waren selbst vorher Gäste, Kund:innen im Kinder-Secondhandladen, oder hatten ihre Kinder im Minikindergarten. Jetzt betreuen sie selbst als Gastgeber:innen das Baby-, Zwergen- oder Quartierscafé, chauffieren als Pilot:innen Passagiere mit der Rikscha durch die Stadt oder kochen in der Familienküche international für zahlreiche Gäste.

Dieses Prinzip, das Wissen und Können der „Alltagsexpert:innen“ zu nutzen, hat sich bewährt, denn es gibt den Menschen gleich in mehreren Bereichen ein gutes Gefühl. „Jeder möchte sich gebraucht fühlen“, sagt Kiefer, egal, ob diese Menschen sich im ersten Babyjahr befänden, frisch in Rente oder gerade hierher geflüchtet seien. Zusätzlich hilft es aber auch den anderen, die dadurch ein interessantes, neues Angebot besuchen können. So entstehen immer wieder neue Ideen, Gedanken und Netzwerke und das Programm sei stetig im Wandel.

Gehört zu werden, mitzugestalten und damit etwas zu bewirken, tue aber nicht nur jedem selbst gut, es mache Eltern auch zu guten Vorbildern für ihre Kinder, denn dies sei ein wichtiger Baustein für die Entwicklung. Kinder würden dadurch lernen, für andere da zu sein und dass es Eigeninitiative brauche, um etwas vorwärtszubewegen. „Sie sehen hier im Treff das Miteinander aller und so wird wiederum der Grundstein für ihren eigenen offenen Umgang mit anderen gelegt“, so Kiefer.

„Wir sind auch froh darüber, dass wir im Treff inzwischen immer wieder auch Väter begrüßen dürfen“, freut sich Wehber, denn um sich von den klassischen Rollenbildern zu lösen, sei es noch ein weiter Weg. „Die Erziehungsarbeit übernehmen zu 90 % immer noch die Frauen“, bestätigt auch Kiefer, „wir sehen es als unsere Aufgabe, hier immer wieder Impulse zu geben, um irgendwann eine Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.“

»Wir sind auch froh darüber, dass wir im Treff inzwischen immer wieder auch Väter begrüßen dürfen.«

Deshalb gebe es auch spezielle Angebote, die explizit die ganze Familie, ganz egal in welcher Zusammensetzung, ansprechen, wie zum Beispiel „Outdoor-Family“, bei dem mehrere Familien gemeinsam spannende Ausflüge erleben können, oder der „Gartenspaß für Familien“, der einmal im Monat Familien im Garten des Zentrums zusammenbringt, um gemeinsam zu spielen, zu werkeln, zu experimentieren und zu rätseln.

Angebote, die sich gezielt an Väter richten, hätten sich bisher leider nicht bewährt, auch für Großeltern nicht. Es muss jedoch nicht für jede Gruppe ein einzelnes Angebot geben, sondern die Plattform, alle zusammenzuführen und generationenübergreifend zu arbeiten. Deshalb ist es auch Ziel des Zentrums, die Mehrgenerationenangebote auszubauen.

Mehr Informationen zum Programm des Familienzentrums gibt es unter: www.familienzentrum-rheinfelden.de

Birgitt Kiefer (Geschäftsführung) und Franziska Wehber (Koordinatorin) leiten das Familienzentrum Rheinfelden (von links).
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Biologe Noah Meier über unterschiedliche Familienformen in unserer Natur

Bei Ameisen stehen SCHWESTERN vor dem eigenen Nachwuchs

Familien gibt es nur beim Menschen – falsch! In der Natur existieren viele Formen des Zusammenlebens, «Familien» im weiteren Sinne. Der Rheinfelder Noah Meier arbeitet als Biologe und ist in seiner Freizeit im Vorstand des Natur- und Vogelschutzvereins Rheinfelden tätig.

Seit August 2021 lebt der studierte Biologe Noah Meier in Rheinfelden. Das Städtchen hat es ihm angetan und er fühlt sich hier sehr wohl. Dies auch wegen seinen öffentlich gut erschlossenen Arbeitswegen einerseits zu creaNatira in Windisch und andererseits ins Naturhistorische Museum in Basel. Nach seinem Studium der Ökologie mit Bachelor- und Masterabschlüssen widmet er sich zurzeit seiner Doktorarbeit zum Thema Systematik bei der (phylogenetischen) Familie der Darwinwespen. Auf den hiesigen Natur- und Vogelschutzverein wurde er durch einen Aushang beim «Schiefen-Eck» aufmerksam und ist seither ehrenamtlich im Vorstand tätig.

Der Begriff Familie hat laut Noah Meier nicht nur bei uns Menschen eine wichtige Bedeutung, nein auch in der Tier- und Pflanzenwelt spricht man von Familien und kann oft ein uns vertrautes Familienleben beobachten. In der Natur existieren viele Formen des Zusammenlebens, «Familien» im weiteren Sinne. Während viele Vogelarten und einige Säugetiere ähnlich dem Menschen Paare bilden um ihren Nachwuchs aufzuziehen, gibt es in der Natur auch ganz andere Paarungssysteme und Gruppenbildungen.

Schwester kommt vor dem eigenen Kind Noah Meier schildert dies nachstehend an verschiedenen Beispielen. Die meisten Ver-

Paarung bei den Geburtshelferkröten (umgangssprachlich auch Glögglifrosch). Darwinwespen (abgebildet ist die etwa 15mm grosse Art Heinrichiella obscura) stellen eine der artenreichsten und am wenigsten erforschten phylogenetischen Familien im Tierreich dar.

haltensformen in der Natur lassen sich dadurch erklären, dass ein Individuum einer Art versucht, möglichst viele seiner eigenen Gene weiter zu vererben. Bei Arten mit zwei Kopien des Erbguts geben beide Elternteile die Hälfte ihrer Gene an die Nachkommen weiter. Bei Bienen, Wespen und Ameisen

zum Beispiel haben die Männchen jedoch nur eine Kopie des Erbguts, dies hat mathematisch zur Folge, dass sogenannte Arbeiterinnen in sozialen Insektenstaaten miteinander näher verwandt sind als sie es mit ihrer Königin oder den eigenen Nachkommen wären. Die Konsequenz ist, dass Arbei-

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«Bei der auch bei uns heimischen Geburtshelferkröte wickelt sich das Männchen die Eier um die Hinterbeine und hütet sie auf seinem Rücken, bis sich die Larven schlupfreif entwickelt haben.»

Entwicklungsstatus ins Wasser abgesetzt werden. Aufgrund dieser Fortpflanzungsstrategie sieht man ausgewachsene Glögglifrösche auch nur sehr selten am Wasser, die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie in ihrem Landleberaum, zum Beispiel in einem Steinhaufen. Dort finden sie die beiden Geschlechter mit ihrem kurzen hohen Rufton, welcher an eine Glocke erinnert. Aufgrund der Tonhöhe lässt sich erkennen, ob ein Männchen oder ein Weibchen ruft.

Auch Blumen wachsen in «Familien»

Thema Geschlechterrollen

terinnen mehr ihrer eigenen Gene weitergeben können, indem sie ihre Schwestern aufziehen, als wenn sie sich selbst fortpflanzen würden. Tatsächlich sind diese Verhaltensformen stets das Resultat evolutiver Anpassung, dasselbe trifft auch für viele Verhaltensformen von uns Menschen zu.

Der Mann arbeitet, die Frau kümmert sich um die Kinder – diese gesellschaftlich entwickelten Geschlechterrollen werden heute im Zuge der Gleichstellung von Mann und Frau laufend angepasst. Interessanterweise ist die Rollenverteilung im Tierreich manchmal genau umgekehrt. So zum Beispiel bei der auch bei uns heimischen Geburtshelferkröte – umgangssprachlich auch Glögglifrosch genannt. Hier kümmert sich das Männchen um die Nachkommen. Anders als bei den meisten einheimischen Amphibien legt die Geburtshelferkröte ihre Eier nicht bloss als Laichballen oder Laichschnüre ins Wasser. Stattdessen wickelt sich das Männchen die Eier um die Hinterbeine und hütet sie auf seinem Rücken, bis sich die Larven schlupfreif entwickelt haben. Diese Anpassung erlaubt es der Amphibienart ihre Larven besser vor Fressfeinden und Austrocknung zu schützen, indem sie erst in einem späteren

Wenn wir im Frühjahr durch unsere heimischen Wälder wandern, so fallen uns als erste Boten des Frühlings das satte Grün des Bärlauchs oder der Buschwindröschen auf. Dabei fällt schnell auf, dass sich die Pflanzen nicht regelmässig im Wald verteilen, um den ganzen vorhandenen Platz gleichmässig zu nutzen, stattdessen wachsen sie gruppiert an gewissen Standorten. Auch diese Verhaltensweise lässt sich durch die Ökologie der Arten erklären. Denn zum einen können sich beide Arten vegetativ vermehren, dies bedeutet, dass sie sogenannte Horste bilden, indem sich eine einzelne Pflanze über ihre Zwiebel (Bärlauch) oder Rhizom (Buschwindröschen) lokal ausbreitet. Zum anderen lohnt es sich für Blütenpflanzen, die Insekten als Bestäuber verwenden, lokal geklumpte Bestände zu bilden. Durch die Erscheinung in der Gruppe können Blütenpflanzen viel mehr Bestäube anlocken und haben somit eine höhere Wahrscheinlichkeit sich vermehren zu können.

Weitere Informationen zur Natur rund um Rheinfelden finden Sie unter www.nv-rheinfelden.ch

Alle Fotos von Noah Meier Buschwindröschen im Rheinfelder Wald bilden einen mosaikartigen Flickenteppich.
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Kabarettistin CARMELA DE FEO spricht über ihre Familie und ihre Show

2xRheinfelden sprach mit Carmela de Feo über das Thema Familie und warum La Signora so gut beim Publikum ankommt.

18 CARMELA DE FEO

2x Rheinfelden: Sie sind als Tochter einer italienischen Familie aufgewachsen. Was bedeutet Familie für Sie?

Carmela de Feo: Familie ist und bleibt für mich ein Mysterium. Aufgewachsen in Deutschland mit deutschen Regeln ist es für mich immer schwerer geworden, der Familie in Italien nah zu bleiben. Ich liebe Pünktlichkeit, Ordnung und Zuverlässigkeit. Außerdem mag ich lieber Backen als Kochen und ich kann nicht jeden Tag Nudeln essen. Insofern ist die Bedeutung von Freundschaft viel stärker bei mir ausgeprägt.

Wie unterscheidet sich die italienische Kultur von der deutschen?

Carmela de Feo: Seit der Pandemie würde ich sagen, die deutsche Kultur, die Künstlerinnen und Künstler dieses Landes werden im Rahmen der Möglichkeit unterstützt. In Italien wurden sie einfach fallen gelassen. Insofern bin ich gespannt, welche Auswirkungen es auf das italienische Kulturleben haben wird. Inhaltlich gab es nie einen kulturellen Unterschied für mich. Die Themen sind gleich: Liebe, Trennung, Urlaubsgefühle….

Lassen Sie sich in Ihrem Programm von der italienischen Kultur inspirieren? Und denken Sie, das ist Ihr Geheimnis für Ihren Erfolg?

Carmela de Feo: Ich lasse mich von den Zuschauerinnen und Zuschauern sowie von dem Leben in unserer Gesellschaft inspirieren. Was haben Sie von Ihrer Familie als Kind gelernt? Welche Werte wurden Ihnen mitgegeben? Kam für Sie jemals eine andere Karriere infrage? Wenn ja, welche berufliche Karriere hätten Sie gewählt? Ich hatte keine wirklichen Vorstellungen, was ich werde sollte. Das Einzige, was ich konnte, war Akkordeon spielen, also habe ich mich für eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule beworben und wurde sofort angenommen. Und so nahm alles seinen Lauf. Ohne Plan, aber ich war immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Glück gehabt.

Wie kamen Sie auf die Figur La Signora? Was macht diese Kunstfigur aus?

Carmela de Feo: Die Figur wurde mit dem Publikum erschaffen. Ich habe einzelne Text und Lieder in sogenannten MixedShows ausprobiert und somit, mit Hilfe

des Publikums, eine Figur erschaffen, die den Menschen Freude bereitet, sie zum Lachen bringt und vielleicht auch zum Nachdenken. Aber die Kunstfigur kann sich immer noch weiterentwickeln. Während der Pandemie beispielsweise kamen neue Fassetten dazu, und ich bin überzeugt, die Figur wird sich noch weiter entwickeln. Ich sehe mich als Dienstleisterin. Insofern ist es nicht meine Kunstfigur, sondern die Galionsfigur meiner Zuschauerinnen und Zuschauer. Da spricht das „Malocherkind“ aus mir.

Wie viel Prozent Carmela de Feo steckt in La Signora?

Carmela de Feo: Jeder von uns kann manchmal eine La Signora sein. Sie ist mutig, stark, findet sich attraktiv, hat keine Berührungsängste, nimmt sich selbst nie ernst, sieht und bemerkt alles, traut sich Menschen anzusprechen, interessiert sich für alle, hat Starallüren und ständig Hunger. Wenn ich privat so wäre, hätte man mich schon in eine Irrenanstalt gesteckt (lacht)!

Wie ist ihr Programm „Allein unter Geiern“ entstanden? Was hat Sie inspiriert?

Carmela de Feo: Eigentlich entstanden die ersten Ideen bei einer Open-Air-Veranstaltung, als mir die Idee kam, eine ComedyWinnetou-Mixed-Show auf die Beine zu stellen. Als dann klar wurde, dass diese Idee leider zu kostspielig ist, fühlte ich mich „Allein unter Geiern“. Dann kam die Pandemie. Als der erste Lockdown das Land in eine stille Pause versetzte, habe ich jeden Tag personalisierte Gruß-VideoBotschaften zu Hause im Kostüm für die Menschen gedreht – gegen Spende für das Friedensdorf International, was ich schon länger anbiete – und da ist mir schnell bewusst geworden, wie allein sich viele Menschen fühlen: im Stich gelassen von der Familie, von Freunden, von der Gesellschaft, von dem System. „Allein unter Geiern“ ist ein Abend im Miteinander geworden. Wir singen zusammen, wir lachen zusammen, wir motivieren uns gegenseitig, wir lachen über La Signoras Bemühungen zu tanzen, wir lachen vor allem über uns selbst. Es ist ein leichter, beschwingter Abend geworden, der daran erinnern soll, dass man, wenn man sich genau umschaut, nie allein ist!

Ziehen Sie ein spezielles Publikum an? Was zeichnet ihr Publikum aus?

Carmela de Feo: Mein Publikum ist das bekloppteste, treue und vor allem lustigste Publikum von der ganzen Welt! Und ich habe nicht nur eins davon, sondern mehrere also „Publikümmer“. So wie ich mich um ihr Seelenheil und ihre Ablenkung kümmere, so kümmern die Menschen sich auch um „ihre La Signora“, beispielsweise in Form von tollen E-Mails und Briefen, die mir zugesteckt werden nach der Show. Und meine Follower auf den Social-Media-Kanälen geben mir die Kraft, die es braucht, um auf den Bühnen dieses Landes alles zu geben, was nötig ist! Manchmal sogar bis kurz vor einer Schnappatmung!

Erinnern Sie sich an Ihren letzten Besuch in Rheinfelden? Was hat Ihnen hier gefallen?

Carmela de Feo: Das große Herz und das große Verlangen nach Spaß! Denn ein bisschen Spaß muss auch mal sein! Ich freue mich sehr, wieder bei euch sein zu dürfen! Und ich werde wirklich alles geben, damit ich euch Freude bereiten kann!

Die Fragen stellten Anika Neugart und Selina Jacovantuono

Mehr zur Spendenaktion für das Friedensdorf International unter: www.la-signora-shop.de/videogruß

Der in Oberhausen geborenen Tochter emigrierter Italiener, Carmela de Feo, gelingt es, sich von der Masse abzuheben: Sie trägt ein schwarzes Haarhäubchen und einen biederen Fräulein-Rottenmeier-Gouvernanten-Graufrack. Auch was die Instrumentenwahl betrifft, ist sie auffallend. In Kombination mit ihren eingedeutschten Texten stellt die Akkordeonspielerin auf der Bühne klar, sie ist aus dem Ruhrgebiet. Die selbsternannte Rabattmarke des deutschen Kabaretts zeigt in ihrem neuen Programm: „Allein unter Geiern“, dass Schicksal durchaus Spaß machen kann. Wo andere sich bemühen abzunehmen, legt sie als La Signora noch einen drauf. Am 8. Juni um 20 Uhr tritt sie im Bürgersaal Rheinfeldens (Baden) auf.

CARMELA DE FEO 19

Wir blicken bei unserer Arbeit

Sven Eichhorn und sein Team beraten Familien in finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten, sind aber auch Anlaufstelle bei Konflikten unter Ehepartnern und Lebensgefährten, zwischen Eltern und Kindern und in der Schule. 2xRheinfelden sprach mit Sven Eichhorn, dem neuen Leiter der Fachstelle für persönliche Beratung in Rheinfelden.

2x Rheinfelden: Herr Eichhorn, wer kommt zu Ihrer Fachstelle?

Sven Eichhorn: Viele unserer Klienten kommen freiwillig zu uns, weil sie Probleme haben. Das können familiäre Konflikte sein bis hin zur häuslichen Gewalt, Trennung und Scheidung oder Erziehungsprobleme zwischen Eltern und jugendlichen Kindern bis hin zur Überweisung in Kinder- und Jugendheime. Es kann um den Einstieg ins Berufsleben, Neuorientierung und Arbeitsintegration gehen; wir übernehmen Budget- und Schuldenberatung, berechnen Unterhaltszahlungen und bieten eine freiwillige Lohnverwaltung an. Andere Klienten werden von den Behörden oder Gerichten an uns verwiesen, wenn dort solche Probleme Thema werden. Wir sind ausserdem sehr gut vernetzt mit den Schulen; an der Kantonalen Schule für Berufsbildung in Rheinfelden stellen wir unser Angebot einmal im Jahr persönlich vor. Zuletzt beraten wir auch Gemeinden, Schulen und Ärzte, die uns anonymisierte Fälle vorlegen.

Demzufolge sind es eher sozial schwächere Familien, die Sie beraten?

Sven Eichhorn: Nein, das kann man nicht sagen. Natürlich gilt das überwiegend für jene, die wegen einer finanziellen Beratung zu uns kommen. Bei Beziehungsproblemen ist die soziale und finanzielle Situation der Familien aber sehr durchmischt. Geht

es etwa um Konflikte zwischen Partnern, kommt der Grossteil erst zu uns, wenn die Trennung beziehungsweise Scheidung schon beschlossen ist. Bei unverheirateten Paaren können wir den Unterhalt nach der Trennung berechnen. Bei einer Scheidung ist es komplizierter: Da können wir miteinander Trennungskonventionen ausarbeiten und verweisen dann an die Anwälte.

Dann bieten Sie eher eine Beratung in materiellen Dingen als eine psychologische?

Sven Eichhorn: Wir haben verschiedene Ansätze, wie wir helfen können. In einem Erstgespräch versuchen wir, mit den Klienten zu klären, welcher der richtige ist. Zum einen bieten wir Expertenberatung an, wie erwähnt in finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten. Diese Gespräche unterscheiden sich vom sogenannten „systemisch-lösungsorientierten Ansatz“, weil wir dort Informationen weitergeben, während wir hier auf das reagieren, was uns die Klienten erzählen. Wir blicken bei unserer Arbeit aber immer in die Zukunft, wie wir Beziehungen regeln und etwa für

Kinder eine gute Lösung finden. Es geht bei uns nicht darum, alte Konflikte oder deren Ursachen aufzuarbeiten. Wenn wir merken, dass es zum Beispiel Traumata gibt, die Lösungen verhindern, verweisen wir an die psychologische und psychiatrische Fachberatung. Unabdingbar für eine erfolgreiche Beratung ist aber die Beziehungsarbeit zwischen Berater und Klienten: Ohne gegenseitiges Vertrauen funktioniert es nicht.

Wie gehen Sie bei Konflikten zwischen Eltern und Kindern vor?

Sven Eichhorn: Wir überlassen es den Eltern, ob sie erst einmal alleine zu uns kommen wollen. Jugendlichen Kindern bieten wir ebenfalls Gespräche ohne Eltern an, damit es nicht zu einem Machtgefälle kommt. Wir unterliegen auch unter den Konfliktparteien der Schweigepflicht. Beim gemeinsamen Gespräch schauen wir, wie die Konfliktparteien aufeinander reagieren. Oft machen wir einen Perspektivenwechsel; und Kinder und Eltern nehmen auch physisch den Platz des anderen ein,

immer IN DIE ZUKUNFT Ein Interview mit dem neuen Leiter der Fachstelle für persönliche Beratung für den Bezirk Rheinfelden
20 FAMILIENBERATUNG
Sven Eichhorn leitet seit März die Fachstelle für persönliche Beratung. Er berät unter anderem bei familiären Konflikten. (Foto: zVg)

um sich in seine Situation zu versetzen. So wollen wir zum Beispiel klären, ob die Argumente des anderen auf der Sachebene wahrgenommen werden oder nicht doch eher auf der Beziehungsebene. Drohen Konflikte, gewalttätig zu werden, setzen wir klare Gesprächsregeln.

und Jugendliche untergebracht sind, etwa ein Kinderheim im Kanton Bern, investieren wir mit dem ÖV schnell einen Arbeits tag. Natürlich müssen wir die Gespräche vor- und nachbereiten.

Bezirk Rheinfelden

Wie hat Corona Ihre Arbeit beziehungswei se die Situation der Familien verändert?

Wie viele Beratungsgespräche führen Sie im Schnitt?

Sven Eichhorn: Finden sie in der Beratungsstelle in Rheinfelden statt, können es drei bis vier am Tag sein. Wir haben aber auch viele Aussentermine und machen gerade bei familiären Konflikten Hausbesuche oder gehen zusammen spazieren. Auf Kinder und Jugendliche wirkt unsere Beratungsstelle oft nicht sehr einladend. Wenn wir Einrichtungen besuchen, wo Kinder

Gemeindeverband Sozialbereiche

Bezirk Rheinfelden

Fachstelle für persönliche Beratung

Kaiserstrasse 1 4310 Rheinfelden

Tel. 061 833 06 60

Telefonzeiten: Montag – Freitag 9.00 – 12.00 Uhr www.jefb.ch/de/rheinfelden

www.gsbr.ch

Termine nach Vereinbarung

Sven Eichhorn: Noch heute sind die Nach wirkungen von Corona bei der psycholo gischen und psychiatrischen Beratung spürbar: Wir haben bei den Psychiatri schen Diensten Aargau, die mit einer am bulanten Beratung in Rheinfelden vertre ten sind, eine Wartezeit von bis zu drei Monaten; teilweise werden überhaupt keine Wartelisten mehr geführt. Die Gesamtzahl der Beratungen ist seit 2017 fast kontinuierlich gestiegen von 561 Fällen 2017 über 638 2019 bis 703 2021. Der Anteil der Überweisungen von Behörden und Gerichten hat 2020 und 2021 sowie in der Tendenz 2022 aber deutlich zugenommen. Auch die Abklärungen im Kindesbereich stiegen 2021 sprunghaft an. Bei den Jugendlichen stellte sich vor allem im zweiten Lockdown im Winter 2020/21 heraus, dass Mädchen und junge Frauen deutlich öfter mit den Folgen zu kämpfen hatten. Es gab in dieser Zeit deutlich mehr Einweisungen in Schulheime oder Kinder- und Jugendheime als bei Buben und jungen Männern.

Das sind eine Menge Probleme und Konflikte, von denen Sie berichten. Wie motivieren Sie Sich selbst, um mit so viel Negativem umzugehen?

Sven Eichhorn: Dinge wie Besuchsvorschriften im Sorgerecht können tatsächlich sehr unbefriedigend sein. Aber es gibt sehr oft Änderungen ins Positive. Es geht auch nicht jedes Mal um hochstrittige Themen; oft ist die Zusammenarbeit mit den Klienten sehr vertrauensvoll und gut. Gerade, wenn sie freiwillig zu uns kommen, sind sie oft froh und dankbar für unser Angebot. Das ist ein wichtiger Ausgleich; ich stelle mir vor, dass es wesentlich belastender wäre, wenn ich etwa wie ein Berufsbeistand nur gesetzliche Mandate hätte. Aber wir haben im Team regelmässige Fallbesprechungen und eine monatliche Supervision. Wenn es gar nicht miteinander geht, gibt es die Möglichkeit, intern den Berater zu wechseln.

Die Fragen stellte Boris Burkhardt

Jugend-, Einzel- und Familienberatung info@fpbrheinfelden.ch Frauenberatung frauenberatung@fpbrheinfelden.ch

Die Fachstelle für persönliche Beratung in der Kaiserstrasse 1 ist Teil des Angebots des Gemeindeverbands Sozialbereiche Bezirk Rheinfelden (GSBR), das von den 14 Gemeinden des Bezirks getragen wird und für diese insbesondere Beratung, Betreuung und Vermittlung von Dienstleistungen übernimmt. Anspruch auf kostenlose Beratung haben die Einwohner dieser Gemeinden. Zu den weiteren Fachstellen des GSBR gehört die Mütter- und Väterberatung; die Frauenberatung ist Teil der Fachstelle für persönliche Beratung. Die Fälle der Fachstelle steigen seit Jahren kontinuierlich, sodass das Personal immer wieder aufgestockt wurde. Derzeit arbeiten dort zehn Sozialarbeiter inklusive eines studentischen Praktikanten mit gesamt 740 Stellenprozenten sowie zwei Sachbearbeiterinnen.

Sven Eichhorn (41) übernahm am 15. März die Leitung der Fachstelle für persönliche Beratung. Er stammt als Telematiker aus einer ganz anderen Branche, war dort nach eigener Aussage aber nicht wirklich glücklich. Während des Studiums der Sozialen Arbeit an der FHNW von 2017 bis 2021 arbeitete er studienbegleitend zwei Jahre in einem Kinderheim und vier Jahre bereits in der Fachstelle für persönliche Beratung. Eichhorn ist verheiratet, hat zwei Kleinkinder und lebt im Baselbiet.

Hellikon Kaiseraugst Magden Möhlin Mumpf Obermumpf Olsberg Rheinfelden Schupfart Stein Wallbach Wegenstetten Zeiningen Zuzgen Notfallnummern Polizeinotruf 117 Sanität /Ambulanz 144 Die Dargebotene Hand 143 Nothilfe für Kinder und Jugendliche 147 Frauenhaus Aarau 062 823 86 00 Mädchenhaus Zürich 044 341 49 45 Elternnotruf 0848 354 555
Unser Angebot richtet sich an Einwohnerinnen und Einwohner der folgenden Gemeinden
Bildquellen: Titelbild iStock-Foto Inhalt ingimage.com / Bild-Archiv GSBR
Foto: Unsplash, Jessica Rockowitz Foto: Unsplash, Luana Azevedo
FAMILIENBERATUNG 21
Foto: Unsplash, Nathan Dumlao

Ein TAUFKLEID für Generationen

Familientraditionen gibt es viele. Eine davon ist die Weitergabe eines besonderen Taufkleids von Generation zu Generation. Seit circa 1800 tragen Täuflinge überlange weisse Kleider und dazu ein Häubchen. Die Farbe Weiss symbolisiert die Zugehörigkeit zu Jesus Christus (Offb 3,4-5) und steht zugleich für Jesus selbst: «Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt», heisst es im Brief des Paulus an die Galater (Gal 3, 27). Schon im vierten Jahrhundert zogen sich die in der Osternacht getauften Erwachsenen – damals taufte man noch keine Kleinkinder – ein weisses Kleid über, nachdem sie dem Taufbecken entstiegen waren. Mit den weissen Taufkleidern für Kinder bezog man sich auf diese antike Tradition.

Im Fricktaler Museum findet sich ein solches Taufkleid mit einer langen Familientradition: Das Taufkleid (FM B.803-1) stammt aus dem Besitz der Zigarrenfabrikanten-Familie Liewen. Die ältere Schwester von Mathilde Liewen-Lecointe, welche als «Soeur Marie» in einem französischen Kloster lebte, nähte das Kleid um die Mitte des 19. Jahrhunderts von Hand.

Das Taufkleid ist aus weissem Baumwollstoff gefertigt, hat kurze Puffärmel und ist reich bestickt und mit Spitze verziert. Das dazugehörige Häubchen (FM B.803-2) besteht aus einem Baumwollstoff mit Lochmuster. Die andersartige Spitze und Stickerei lassen vermuten, dass es nicht original zum Taufkleid gehörte, sondern später dazugekommen ist.

Mathilde Liewen-Lecointe (1829-1878) stammte aus Laon, dem Hauptort des Départements Aisne in Nordfrankreich. Sie war das jüngste von drei Kindern eines Uhrmachers. 1853 verehelichte sie sich mit Louis Joseph Dillemann (1821-1871), dem Inhaber der Zigarrenfabrik Dillemann an der Rindergasse in Rheinfelden. Nach seinem frühen Tod 1871 ging die Firma an Dillemanns Kinder und seine Witwe über. Diese heiratete 1874 Mathias Liewen (18431900), den langjährigen Prokuristen der Zigarrenfabrik. Das Taufkleid wurde in der Familie ihrer Tochter Mathilde Irma (1876-1944) weitervererbt und bis in die 1970er Jahre getragen.

Clara Müller und Kathrin Schöb Rohner
22 FRICKTALER MUSEUM ZUM THEMA FAMILIE
Liewen-Taufkleid um 1960

MEDIENTIPPS aus der Stadtbibliothek

In unseren Medientipps stellen Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek Rheinfelden eine kleine Auswahl von Medien zum Schwerpunktthema des Magazins vor. Alle Medientipps, die Sie hier sehen, können Sie in der Stadtbibliothek ausleihen.

Franziska Laur: Die Schatten der Ahnen – Niedergang einer Schweizer Familiendynastie. Zytglogge, 2022, 375 Seiten

Die in Rheinfelden lebende Autorin und Journalistin Franziska Laur erzählt in ihrem Buch die Geschichte ihrer Ahnen, einer Familiendynastie mit Landsitz im Fricktaler Effingen, die über vier Generationen hinweg die Schweizer Zeitgeschichte geprägt haben. Da ist der Urgrossvater Ernst Laur, der als „Bauerngeneral“ massgeblich an der Niederschlagung des Generalstreiks von 1918 beteiligt war; der Grossvater Rudolf, der als bedeutender Archäologe Kurator der Stiftung „Pro Augusta Raurica“ war. Im Schatten dieser Titanen müssen die nachfolgenden Generationen ihren Weg finden. Franziska Laur ist mit ihrem Buch am 4. Mai, 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Rheinfelden (CH) zu Gast.

Kerstin Holzer: Monascella – Monika Mann und ihr Leben auf Capri. Dtv, 2022, 204 Seiten

Monika Mann, Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, stand als Viertgeborene zeitlebens immer abseits ihrer schillernden Geschwister Erika und Klaus und galt in ihrer Familie als talentloser, schwieriger Sonderling. Das langweilige, verstockte „Möhnle“ wollte so gar nicht in die geistreiche Welt der grossbürgerlichen Literatenfamilie passen. Traumatisiert durch ein Schiffsunglück im Zweiten Weltkrieg irrt sie haltlos durch die Welt, bis sie schliesslich Anfang der 50er Jahre auf Capri strandet und in Antonio Spadaro, Sohn einer Fischerfamilie, endlich Halt, Liebe und ihre persönliche Freiheit findet.

Anna Lena und René Amthor: Papa kann nicht einschlafen.

Ein herrlich illustriertes Bilderbuch, das die Rollenverteilung innerhalb der Familie für einmal auf den Kopf stellt. Eigentlich schlafen Hannes und sein Kuscheltier schon tief und fest, als sie plötzlich von Papa geweckt werden, der partout nicht einschlafen kann, angeblich, weil Mama so laut schnarcht. Nun versucht Hannes alles, um den aufgedrehten Vater etwas zu beruhigen: ein warmes Bad, eine Tasse heissen Kakao, Geschichten vorlesen und gemeinsames Schäfchen zählen. Als Papa dann auch noch kreischend eine kleine Spinne im Schlafzimmer entdeckt, ist es um die wohlverdiente Nachtruhe restlos geschehen.

Susann Bosshard-Kälin / Christoph Hammer:

Im Fahr – Die Klosterfrauen erzählen aus ihrem Leben. Hier und Jetzt, 2018, 284 Seiten

Der Soziologe Daniel Schreiber schreibt sehr persönlich über sein Leben als Alleinstehender, lotet dabei die Vorteile eines Lebens ohne Beziehung aus, beschreibt aber auch, wie das Alleinsein zeitweise in Einsamkeit umschlagen kann. Er stellt sich die Frage, warum in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinsein als persönliches Scheitern wahrgenommen wird und wie sich Freundschaften durch die Gründung von Familien verändern. Er zeigt aber auch auf, welche unterschätzte Rolle und welche unverzichtbaren Funktionen alleinlebende Menschen in einer Gesellschaft einnehmen.

Das Kloster Fahr ist das letzte noch von Nonnen bewohnte Kloster auf Zürcher Stadtboden. In siebzehn Porträts erzählen Benediktinerinnen von ihrem Leben im Kreislauf von Arbeiten und Beten, Verzicht und Gewinn und vom Leben in einer Gemeinschaft, die sie sich nicht aussuchen konnten.

Schwerpunktthema FAMILIE
Daniel Schreiber: Allein. Hanser, 2021, 204 Seiten
MEDIENTIPPS AUS DER STADTBIBLIOTHEK 23

»Im Wesentlichen bestreite ich meine Programme mit meinen Favoriten Scarlatti, Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Chopin. Dazu kommen immer wieder Ausflüge zu faszinierenden Werken anderer Komponisten.«

DIMENSIONEN DER Musik ergründen

Der Pianist Thomas Weber eröffnet am Sonntag, 25. Juni, 17 Uhr, im Bürgersaal die zweite Saison der Reihe „Klassik in Rheinfelden“ mit Werken von Scarlatti bis Debussy und Chopin. Weber lebt in Freiburg, hat an der Musikhochschule Freiburg studiert, dort sein Konzertexamen gemacht, und unterrichtet seit vielen Jahren Klavier an der Rheinfelder Musikschule. 2x Rheinfelden sprach mit ihm über seine pianistischen Schwerpunkte, die Stücke, die er im Konzert spielt, seine Herangehensweise an Musik und wie er zum Klavier kam.

Der Pianist Thomas Weber wird zum Auftakt der neuen Saison „Klassik in Rheinfelden“ im Bürgersaal spielen.
24 KLASSIK IN RHEINFELDEN

2x Rheinfelden: Auf Ihrer Homepage zitieren Sie Gustav Mahler: „Musik ist das, was nicht in den Noten steht“. Entspricht das auch Ihrer Herangehensweise an Musik?

Thomas Weber: Absolut. Mit diesem Ausspruch bezeichnet Mahler exakt den hohen

»Musik ist das, was nicht in den Noten steht «

Anspruch, der an den ausübenden Musiker gestellt wird: das in Noten nur formal festgehaltene musikalische Geschehen im Moment zum Leben zu erwecken. Darum geht es, und das ist der Grund, warum ein Mensch ein Konzert besucht.

Sind Sie also ein tiefgründiger Pianist, der hinter die Noten schaut und den Stücken auf den Grund geht?

Thomas Weber: Ich bemühe mich tatsächlich darum, tiefere Dimensionen der Musik zu ergründen. In der Musik existieren bestimmte, klar benennbare Parameter wie Rhythmus, Dynamik, Stimmenbalance und so weiter. Um das umzusetzen, müssen gewisse technische Fähigkeiten vorhanden sein. Das genügt, um eine rein formaltechnische Darstellung zu erreichen. Um aber wirklich Musik entstehen zu lassen, braucht es einen ganz individuellen, nur dem jeweiligen Spieler eigenen Zugang zu der Musik, die man spielt. Und genau das steht nicht in den Noten.

Wie sind Sie zum Klavierspiel gekommen? Stammen Sie aus einer musikalischen Familie?

Thomas Weber: In meinem Elternhaus gab es zunächst kein Klavier. Jedoch schon als ganz kleines Kind tanzte ich zu Musik, die aus dem Radio kam, und sobald ich sprechen konnte, äußerte ich den Wunsch, Klavier zu spielen. Allerdings musste ich warten, bis ich neun Jahre alt war, dass dieser Wunsch erfüllt wurde. Mein Vater hatte in seiner Jugend Klavierunterricht erhalten, kam aber auch nicht aus einem musikalischen Elternhaus. Eines Abends, ich lag schon im Bett, spielte er den Anfang von Chopins g-moll- Ballade, was mich zu Tränen rührte. Dieses Thema einmal so zu spielen, wie ich es mir eigentlich vorstelle, ist eines meiner pianistischen Ziele.

Gibt es Lehrer oder Vorbilder, die Sie besonders geprägt und beeinflusst haben?

Thomas Weber: Wie man aus eben Gesagtem vermuten kann, gibt es für mich keine Vorbilder, sondern unzählige Anregungen und Impulse, natürlich auch von Lehrern, von anderen Musikern, ja sogar von Kritikern. Auch von Laien, die einfach mal einen Satz von sich geben, der mir etwas zeigt. Außerdem halte ich es für unabdingbar, selbst seine Augen und Ohren zu öffnen und sich zu fragen: Was überzeugt mich, und was überzeugt mich nicht? Zwei für mich wichtige Persönlichkeiten sind einmal der Pianist Edwin Fischer, der in seinen „Musikalischen Betrachtungen“ schreibt: „Die Natur sei Dein stündlich Vorbild.“ Und zum anderen der Dirigent Sergiu Celibidache, der in einem seiner Kurse die Frage stellte: „Warum ist Musik so schwer?“ und sie gleich selbst beantwortete: „Weil es so schwer ist, bei sich selbst zu sein.“ Mit ihm habe ich unvergessliche Aufführungen von Sinfonien Bruckners und Beethovens erlebt.

Haben Sie einen Schwerpunkt in der Klavierliteratur oder bevorzugen Sie ein breitgefächertes Repertoire?

Thomas Weber: Im Wesentlichen bestreite ich meine Programme mit meinen Favoriten Scarlatti, Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Chopin. Dazu kommen immer wieder Ausflüge zu faszinierenden Werken anderer Komponisten. Einige Jahre war ich stark auf Schumann fokussiert. In letzter Zeit beginne ich meine Konzerte meist mit Scarlatti.

Was für Stücke haben Sie für Ihr Konzert bei „Klassik in Rheinfelden“ ausgesucht und warum gerade diese Stücke?

Thomas Weber: Vor Kurzem habe ich eine wunderbare, mir bis dahin unbekannte, Sonate Scarlattis zum ersten Mal gehört, und mir war sofort klar, dass ich damit mein Konzert eröffnen möchte. Es werden zwei weitere Scarlatti-Sonaten folgen, die letzte, die in der Tonart c-Moll über Bachs kleines Präludium und Präludium und Fuge zu Mozarts Fantasie führt. Danach führen uns drei Préludes von Debussy in eine völlig andere, nicht weniger faszinierende Klangwelt. Die zweite Konzerthälfte ist

ganz Frédéric Chopin gewidmet. In seiner Musik beeindruckt mich die Verbindung von Zartheit und Leidenschaftlichkeit. Es werden unter anderem die Balladen in FDur und in f-Moll erklingen.

Was ist für Sie beim Klavierspielen wichtiger, die Technik oder die Emotion?

Thomas Weber: Im Idealfall befruchten sich Emotion, Intellekt, Intuition und Technik gegenseitig. Natürlich besteht die Gefahr, dass sich technisches Können verselbständigt. Das ist als Fähigkeit beeindruckend, aber musikalisch langweilig.

Sie unterrichten seit langem an der Rheinfelder Musikschule. Was ist Ihnen beim Klavierunterricht wichtig?

Thomas Weber: Ich versuche eine Verbindung von Spaß und einem etwas fundamentaleren Arbeiten zu finden. Großen Wert lege ich auf Vorspiele, einmal mit Solostücken, einmal im Zusammenspiel, ein anderes Mal mit selbst erfundener Musik. Sie bilden sowohl ein Ziel und sind auch Mutprobe, außerdem ermöglichen sie, die „Faultiere“ von ihren Bäumen zu holen.

Haben Sie eine besondere Neigung zum Literarischen?

Thomas Weber: Ich lese gerne und beschäftige mich gerne damit, was dem menschlichen Geist an Erkenntnis, an Gedanken, an Fantasie möglich ist. Da sind Musik, Literatur, bildende Kunst ganz wesentliche Bereiche, die sich auch gegenseitig befruchten, man denke zum Beispiel an die Verarbeitung von Dramen Shakespeares in der Oper, an die Vertonung von Gedichten in Liedern oder die Reflektion von Malerei in Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“.

Pianistische Auftritte, Unterricht, Proben: Wie schaffen Sie sich genügend Freiraum für die Familie?

Thomas Weber: Das ist wohl wie bei allen, die Beruf und Familie und soziale Kontakte ganz allgemein verbinden wollen. Es gibt Zeit, und die Frage ist, wann nimmt man sie sich und wofür.

Die Fragen stellte Roswitha Frey

KLASSIK IN RHEINFELDEN 25

VERANSTALTUNGEN Programm | Mai /

Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden)

Juni 2023

Céline Huber und Yero Richard

Sa, 20. Mai, 19.30 Uhr Johanneskirche Minseln

Eintritt: frei, Kollekte

Die Sängerin Céline Huber und den SängerGitarristen Yero Richard verbindet neben der Begeisterung für Musik eine langjährige Freundschaft aus Jazzschulzeiten.

Das Publikum erwartet eine Mischung aus Pop, R´n´B und einer Brise Folk in den Klängen der Liedern von Céline Huber. Diese Stilrichtungen ergänzen sich sehr gut mit dem musikalischem Klangbild des finnischen Sängers und Gitarristen Yero Richard, der in seinen Kompositionen Soul, Jazzharmonien und groovige Rhythmen vereint. Céline und Yero bringen jeweils ihre eigenen Lieder in deutscher und englischer Sprache mit, bei denen sie sich gegenseitig begleiten, sowie ein paar von ihren ganz persönlich ausgesuchten Lieblingssongs.

Cantus Rheinfelden – „Krönungsmesse“

Sa, 6. Mai, 20 Uhr, Stadtkirche St. Martin, Rheinfelden mit Werken von W. A. Mozart und F. Danzi - zwei Komponisten der Klassik auf unterschiedlichen Wegen

Eintritt: CHF 40 / CHF 35 (Auszubildende CHF 20)

Vorverkauf: Margrit Spaar, Tel. +41 61 841 20 07, mspaar16@gmail.com oder www.cantus-rheinfelden.ch oder an der Abendkasse

Zusammen mit der «Krönungsmesse» von Wolfgang Amadeus Mozart, führt Cantus Rheinfelden in seinem diesjährigen Konzert auch Werke des selten zu hörenden Komponisten Franz Ignaz Danzi (1763 – 1826) auf. Erklingen wird unter anderem das wunderschöne «Jubilate Deo», das 2013 im Erstdruck erschienen ist. Begleitet wird Cantus Rheinfelden vom Orchester Camerata Basel mit der Konzertmeisterin Christina de Noronha.

Solistinnen und Solisten:

Aline Du Pasquier, Sopran

Roswitha Müller, Alt

Raphael Höhn, Tenor

Stefan Vock, Bass

Leitung: Angelika Hirsch

KONZERT

Pino Barone Band: Un‘estate italiana –Italienische Sommernacht

Sa, 17. Juni, 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Bürgersaal

Tickets: VVK 15 3, AK 20 3, erm. 10 3

VVK: Tourist-Info, www.rheinfelden.reservix.de

Lassen Sie sich von der Pino Barone Band musikalisch nach Italien entführen. Pino und seine Band verstehen es bestens das italienische Lebensgefühl zu vermitteln. „Dolce Vita“ ist Programm! Die italienische Live-Band spielt von „Una festa sui prati“ bis „Gloria“, von Zucchero bis Gianna Nannini alle bekannten Lieder. Mit italienischer Leidenschaft und Gefühl singen die ausgebildeten Musicaldarstellerinen, Roberta und Pino, auch italienische Balladen – sie verstehen es das Publikum zu verzaubern. Spätestens bei Hits wie „Mamma Maria“ oder „Baila Morena“ können die Gäste nicht mehr sitzen bleiben. Aber auch in Deutschland unbekanntere Perlen aus Italien interpretiert die Band gekonnt. Feiern Sie mit der Band eine rauschende „festa Italiana“. Es bleibt garantiert kein Musikwunsch offen.

Die Pino Barone Band sind: Pino Barone (Gesang, Klavier, Akkordeon, Gitarre), Roberta Valentini (Gesang), Alexander Spengler (Bass), Sebastian Kutscher (Gitarre) und Joachim Leyh (Schlagzeug).

26 KONZERTE

SCHLOSSKONZERTE 2023 –

Fünf Konzerte von April bis November im Schloss Beuggen

Der Frühlingsauftakt in Rheinfelden (Baden) geschieht auf hohem musikalischem Niveau. Die beliebte Schlosskonzert-Reihe, unter der künstlerischen Leitung von Prof. Denis Severin, findet erneut ab April auf Schloss Beuggen statt. Mit zwei Konzerten mehr als im Vorjahr, lädt die Reihe zu fünf kostenfreien Konzerten von April bis November ein. Zu Gast sind Künstlerinnen und Künstler mit internationalem Renommee. Zu den Konzerten zählt auch ein Spezial-Benefizkonzert für die Ukraine, das von Prof. Denis Severin und Event Gastro Beuggen gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Eine weitere Besonderheit: eines der Schlosskonzerte, das BarockKonzert, findet räumlich passend in der barocken Kirche des Schlosses statt.

Wie auch letztes Jahr wird der Eintritt zu den Konzerten mit einem Gratisticket gewährt, das in der Tourist-Info Rheinfelden sowie über www.reservix.de erhältlich ist. Am Ende der Konzerte finden Kollekte statt.

Eine angenehme Zeit und eine schöne Konzertreihe wünscht ihnen das Kulturamt und die Stadt Rheinfelden (Baden).

Special Benefizkonzert für die Ukraine

21. Mai, Rittersaal

Tatiana Korsunskaya, Klavier

Denis Severin, Cello

Tatiana Korsunskaya und Denis Severin spielen zugunsten des Vereins „Kunst ohne Grenzen Basel“. Die gesamte Kollekte wird gespendet.

Auf dem Programm stehen drei berühmte Sonaten für Cello und Klavier aus der Klassik, Romantik und Moderne:

Ludwig van Beethoven Sonate A-Dur op. 69

Claude Debussy Sonate d-Moll WV 531

Frederic Chopin Sonate g-Moll op. 65

Liederabend

16. April, Rittersaal

Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosopran

Tatiana Korsunskaya, Klavier

Werke von Johannes Brahms, Richard

Strauss, Gaetano Donizetti und Francesco

Paolo Tosti

Barockmusik

27. August, Schlosskirche

Ivan Podyomov, Oboe

Kirill Sharapov, Violine

Sergej Tcherepanov, Cembalo

Denis Severin, Cello

Werke von Johann Sebastian Bach, Georg

Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann

Klavier-Rezital

22. Oktober, Rittersaal

Claudio Martínez Mehner, Klavier

Werke von Wolfgang Amadé Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven

Schubert Quintett

12. November, Rittersaal

Plamena Nikitassova, Violine

Katya Polin, Viola

Alexandre Foster, Violoncello

Kirill Sharapov, Violine

Denis Severin, Violoncello

Franz Peter Schuberts Werk Streichquintett

C-Dur D. 956

KLASSIK IM SCHLOSS 27

KLASSIK IM BÜRGERSAAL Fünf konzertante Glanzlichter ab Juni

Die beliebte Reihe „Klassik in Rheinfelden“, welche die Meisterkonzerte seit 2022 ablöst, bietet dieses Jahr fünf Konzerte sondergleichen. Im Bürgersaal wird von Klavier (25. Juni) über Operngesang (16. Juli) und Streichmusik (24. September) bis hin zu einem südamerikanischen Gitarrenkonzert (15. Oktober) alles dabei sein. Den krönenden Abschluss bildet das schillernde Neujahrskonzert „Nordisches Neujahr“ des KHG-Orchesters Freiburg (14. Januar 2024). „Klassik in Rheinfelden“ bietet den Gästen eine große Vielfalt, sowohl hinsichtlich der musikalischen Darbietungen wie auch hinsichtlich der Besetzung.

Zum Programm

Wie immer lohnt sich das Abonnement:

Abo-Preis: 100 3, ermäßigt 70 3

Einzelpreise: 30 3, VVK 28 3, erm. 20 3 Verkaufsstellen sind die Tourist-Info, Reservix sowie die jeweilige Abendkasse. Die Tickets sind auf andere Personen übertragbar.

Der ermäßigte Preis gilt für Menschen in Ausbildung, FSJ- und BFD-Teilnehmende, Inhaber:innen des Tafelausweises sowie Schwerbehinderte von mind. 50%.

Rheinlegenden

So., 16. Juli, 17 Uhr, Bürgersaal Konzertabend mit „Loreley-Vertonungen“ und „Rheinliedern“ von der Klassik bis zum Jazz.

Daniela Bianca Gierok ist eine echte »DoppelDiva«: Sie studierte Jazz und Klassik. Ihr darstellerisches Potential und ihre Drei-OktavenStimme machen sie zu einer Sängerin, die den Ansprüchen des modernen Kunstbetriebs aufs Beste gerecht wird. Sie gewann Preise beim Bundesgesangswettbewerb, nahm Meisterkurse bei Weltstars und ist mit ihrer Musik bei Arte und dem SWR zu Gast.

Daniela Bianca Gierok (Altistin), Lambert Bumiller (Klavier)

Klavierkonzert

So., 25. Juni, 17 Uhr, Bürgersaal mit Werken von Domenico Scarlatti, Claude Debussy und Frédéric Chopin.

Thomas Weber (Klavier) studierte u.a. bei dem Cortotschüler Jean Micault und dem Schnabelschüler Adrian Aeschbacher. Die Presse bescheinigt ihm virtuose Brillanz, Temperament, Ausdruckskraft sowie ein besonderes Gefühl für die rhythmischen und dynamischen Differenzierungen in der Musik.

Aus Böhmen und Mähren

So., 24. September, 17 Uhr, Bürgersaal mit Werken von Josef Suk und AntonÍn Dvo ák. Cyprian Ensemble: Johannes Blumenröther (Violine), Dorothea Funk (Viola), Julia Weeda (Violine), Tomohisa Yano (Violoncello) und Carl-Martin Buttgereit (Klavier).

Tango Sensations

So., 15. Oktober, 17 Uhr, Bürgersaal mit Werken von Astor Piazzolla & Johann Sebastian Bach.

Im Mittelpunkt dieses Programms stehen die „Five Tango Sensations“ in einer Bearbeitung für Bandoneon und Gitarre.

Astor Piazzolla schildert in diesem letzten zyklischen Werk fünf verschiedene Gemütszustände mit beeindruckender Expressivität. Der König des Bandoneons und des Tango Nuevo lässt den Geist des argentinischen Tangos mit einer Intensität wieder aufleben, die an seine berühmten „Vier Jahreszeiten“ erinnert, die auch in diesem Programm zu hören sind und zur aktuellen Tangomanie beigetragen haben.

Friedemann Wuttke (Gitarre), Lysandre Donoso (Bandoneon) und Winfried Holzenkamp (Kontrabass) bilden das Tango Trio.

Nordisches Neujahr

So., 14. Januar 2024, 17 Uhr, Bürgersaal Neujahrskonzert mit dem KHG-Orchester unter der Leitung von Eric Staiger.

In Freiburgs weitläufiger Orchesterlandschaft steht das KHG-Orchester Freiburg für ein hohes musikalisches Niveau, große Motivation und Spielfreude. In Ihren Konzerten bieten sie dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm, das von klassischen über romantische bis hin zu zeitgenössischen sinfonischen Werken reicht.

28 KLASSIK IM BÜRGERSAAL

ANLÄSSLICH ENRICO CARUSOS 150. GEBURTSTAG

Galanacht der Tenöre

Sa, 10. Juni, 19.30 Uhr, Open-Air-Bühne Schloss Beuggen, Rheinfelden Tickets: www.reservix.de

Es singen die Tenöre Alessio Borraggine, Andrea Cesare Coronella (Italien), Marco Antonio Rivera (Mexiko) und Jeffrey Hartman (USA). Es spielt das Orchester Virtuosi Brunenses aus Brünn, Tschechien, unter der Leitung des international gastierenden Dirigenten der Opera Classica Europa, HansFriedrich Härle sowie des Chefdirigenten der Virtuosi Brunenses, Karel Mitá . Das Ensemble Virtuosi Brunenses besteht aus hervorragenden Mitgliedern des Orchesters der Janá ek-Oper und der Philharmonie Brünn sowie aus Mitglieder weiterer erstrangiger Orchester der Tschechischen Republik.

Seinen riesigen Erfolg verdankte Caruso nicht allein seinen unvergleichlichen Opernarien, sondern auch seinen wunderschönen, volkstümlichen Liedern aus dem Repertoire der ´Canzone napoletana´, darunter insbesondere ´O sole mio´ von Eduardo Di Capua, der weltweiten Ruhm durch Carusos Interpretation erlangte. Ab 1903 begann Carusos unaufhaltsame Karriere als lyrischer Tenor an den großen Theatern, darunter insbesondere die Metropolitan Opera in New York. Er faszinierte die Opernwelt mit der einzigartigen Schönheit und Strahlkraft seiner warmen, für einen Tenor sehr dunklen, baritonalen Stimme und seinem kunstvollen Singen in technischer Vollendung. Zudem bestach er durch seine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und durch sein großes schauspielerisches Talent. Bis heute hat Enrico Caruso nichts von seiner Popularität eingebüßt. Die Liebhaber großer Tenorarien und neapolitanischer Melodien sollten dieses Konzert auf keinen Fall versäumen.

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Stifte-Etui

federleicht, aus recyceltem Fahnenstoff

Maße: 20,5 x 10 cm

Recycling-Projekt 5 €

Eine schöne Erinnerung an das 100-jährige Stadtjubiläum von Rheinfelden (Baden).

Die Stifte-Etuis in Jubiläumsfarben sind ein NachhaltigkeitsProjekt des Kulturamts. Sie wurden in Handarbeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Werkstätten des St. Josefshaus in Herten gefertigt. Recycelt wurden die Fahnen des 100-jährigen Stadtjubiläums, welche noch bis Ende 2022 die Straßen Rheinfeldens (Baden) zierten.

Erhältlich im Kulturamt Rathaus 1. OG, Kirchplatz 2, Rheinfelden (Baden) zu den Öffnungszeiten des Rathauses

AUSSTELLUNG

Andy Bianchi „von Natura us“

Bis 11. Juni, Hotel Eden im Park Inspiriert von und durch die Natur Details in plastische Formen verpackt und die daraus entstandenen Werke teils mit Spachtel, Collagen, teils mit Pigmentfarben und Acryl auf Leinwand gebracht. Eine kreative Bildwelt, die Farben und Formen verschmelzen lässt. Ein Besuch der Werke, Informationen zu Ausstellungen und Atelier: www.kreativatelierb.ch

AUSSTELLUNG

Die andere Sicht –neue Romantik von Joachim Lehrer

Bis 25. Juni, im Haus Salmegg

Geöffnet Sa / So jeweils von 12 – 17 Uhr

Mit dem Tübinger Künstler Joachim Lehrer startet der Arbeitskreis Kunst des Haus Salmegg Vereins in die diesjährige Kunstsaison. Lehrer, 1954 in Reutlingen geboren, ist seit 1983 vollberuflich als Maler tätig.

Seine Bilder verheimlichen dabei nicht die Anleihen bei den alten Meistern. Sowohl von den Inhalten als auch von der Technik erinnern viele seiner Gemälde an Caspar David Friedrich –allerdings mit einigen Verweisen auf die Moderne. Nie zeigen seine Bilder Menschen, oft aber Maschinen, Geräte, Autos oder Hütten: Orte und Dinge, die auf Menschen verweisen ohne diese zu zeigen.

AUSSTELLUNG

Denkanstösse

von Rolf Bohsung

Bis 16. Juni, Rathausgalerie Rheinfelden (Baden)

Geöffnet zu den Öffnungszeiten des Rathauses Kulturamt

Rolf Bohsung hat ein Auge für Materialien, die er in seiner Werkstatt mit handwerklichem Geschick und Ideenreichtum in interpretationsfähige Objekte und Figuren verwandelt. Er verwertet Fundstücke und ausrangierte Dinge, um daraus kunstvolle Objekte zu gestalten, die zum Nachdenken anregen. Deshalb nennt er seine Ausstellung „Denkanstöße“.

Rolf Bohsungs Denkanstöße zur Nachhaltigkeit und über das Wegwerfen werden einerseits ausgelöst durch die Materialien, die er verwendet z.B. Perückenköpfe, Kochtopfeinsätze, Edelstahlkugeln oder Wurzelholz. Zum andern lösen auch die reizvollen Kombinationen dieser Materialien, die zu ästhetischen Objekten verarbeitet sind, Denkanstöße aus. Und Denkanstöße gibt Bohsung nicht zuletzt durch die Benennung seiner Kunstobjekte: „Königin der Nacht“ heißt beispielsweise ein Werk aus getränktem Wurzelholz und Kugel.

Die Technik, derer Lehrer sich bedient, verlangt akribisches und geduldiges Arbeiten. Schicht um Schicht wird die Farbe fein lasierend aufgetragen. Das Ergebnis sind Bilder, die fast fotografisch realistisch anmuten.

AUSSTELLUNG

R(h)ein geschaut!

Facetten des Lebens am Hochrhein

Fricktaler Museum

Öffnungszeiten: Di/Sa/So 14 – 17 Uhr

Intervention in der Dauerausstellung

www.fricktaler-museum.ch

30 AUSSTELLUNGEN

Akte «L»

16./17. Juni, 20 Uhr; 18. Juni, 19 Uhr, Hotel Schützen

Eintritt: (empfohl. ab 12 Jahre) Erw. 18 CHF/Kind. 12 CHF

Tickets unter +41 (0)61 841 0189 o. funtbirro@bluewin.ch

24. Juni, 20 Uhr; 25. Juni, 19 Uhr, Kapuzinerkirche

Eintritt: (empfohl. ab 12 Jahre) frei

Die Junge Theaterwerkstatt spielt zur Neueröffnung des Rheinfelder Hotels «Schützen» und am diesjährigen Jugendfest «Ein Toter am Hafen.» «Eine unbeugsame Detektivin.» «Ein eingeschweisstes Team.» «Haarscharfe Ermittlungen.» An einer entlegenen Ecke am Hafen wird ein Toter gefunden. Kommissar Leonsky bekommt allerdings durch die Detektivin Alex Lanchester und ihren jungen Gehilfen Edgar Wall Konkurrenz bei seinen Ermittlungen. Lanchester hat den Auftrag bekommen, einen vermissten Mann ausfindig zu machen. Wer ist die geheimnisvolle Auftraggeberin? Und was bedeutet dieser mysteriöse Buchstabe «L», der am Tatort mit Blut auf dem Boden geschrieben wurde? Die Persiflage des «Krimi»-Genres vollzieht sich auf mehreren Bühnen und bietet zusätzliche musikalische Momente.

Die Fabelmans

Die

Variété Pavé „Ironius – der Lauf der Dinge“

16. – 20. Mai, 20 Uhr, Zärhingerplatz

Hutkollekte

„Monsieur Ferdinand“ hat wieder einmal viel zu tun… Er zähmt eine wilde, dampfspuckende Maschine, spielt mit dem Feuer und geht durch die Wände… Er hat auch seine überaus übermütigen ArtistInnen zu bändigen, die auf wundersame und geheimnisvolle Weise über die knarzende Bühne schweben, filigran über seinem Kopf hin und her baumeln, vollkommen verrückt Dinge durch die Luft wirbeln und sich in allem verheddern was zu finden ist… Denn alles scheint mit dem Anderen verflochten zu sein…

Seien Sie willkommen, treten Sie näher und lassen Sie sich entführen auf eine zauberhafte, phantastische Reise in eine bizarre Welt aus retro-futuristischen Elementen, gespickt mit alten Zirkustraditionen. www.variete-pave.ch

VERANSTALTUNGEN 31 Arthausperle Am 23.05. & am 28.05. im Rheinflimmern! Am 24.05. & am 28.05. im Albrecht Kino!
Spielzeiten finden Sie auf unserer Webseite. Der Pfau Bernhalde 1 · 79761 Waldshut-Tiengen Telefon: 07751 - 91990 www.albrecht-kino.de Kirchplatz 1 · 79618 Rheinfelden Telefon: 07623 965 26 26 www.kino-rheinfelden.de Bernhalde 1 · 79761 Waldshut-Tiengen Telefon: 07751 - 91990 www.albrecht-kino.de Kirchplatz 1 · 79618 Rheinfelden Telefon: 07623 965 26 26 www.kino-rheinfelden.de
Die
13.06. & am 18.06. im Rheinflimmern!
14.06. & am 18.06. im Albrecht Kino!
Arthausperle Am
Am
Spielzeiten finden Sie auf unserer Webseite.

AUREA RHEINFELDEN

Comedy Festival

Sa, 17. Juni, 20.30 Uhr, Aurea Kultur- und Eventlocation

Türöffnung: 19 Uhr, anschliessend Barbetrieb & Karaoke bis 1 Uhr Eintritt: 35 CHF, VVK: www.aurea-events.ch

Das Comedy Festival im AUREA Rheinfelden, mit den fünf Schweizer top Comedians The Chäller Family, Fabian Landert, Retto Jost, Rolf Schmid und CENK

Am mixed Comedy Festival geben diese fünf* top Comedians das Beste von sich bis dir der Bauch vor Lachen weh tut. Strapaziere deine Bauchmuskeln und verbringe mit Freunden einen lachenden Abend. Davor und danach öffnet unser Barbetrieb. Nach der Show ist die Karaoke Anlage in Betrieb. Das Comedy Festival ist der Auftakt der neuen AUREA Comedy Saison. Alle auftretenden Comedians präsentieren Elemente ihrer neuen Show und werden in den kommenden Monaten im AUREA ihre Solo Show präsentieren. (*Rolf Schmid evt. nur via Videoeinspieler)

ORCHESTERVEREINS BEIDER RHEINFELDEN Frühjahrskonzert

„Sommerliche Tänze an der Moldau“

So, 18. Juni, 17 Uhr Musiksaal Kurbrunnenanlage

Eintritt: CHF 25 (Auszubildende CHF 15)

Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre gratis

Im 2. Konzert unter der neuen musikalischen Leitung von Clara Kost werden zwei Werke des weltbekannten tschechischen Komponisten Antonin Dvorak (1841-1904) zu hören sein. Die „Fünf Bagatellen“ Op. 47 sind original als kammermusikalisches Werk für konzipiert. Der US-amerikanische Dirigent und Pianist Dennis Russel Davies hat das Werk aber für Sinfonieorchester umgeschrieben, dabei wechseln sich wie bei einem „Concerto grosso“ Orchester- und Solopartien ab.

Die „Tschechische Suite“ Op. 39 vom gleichen Komponisten kommt als „furiantes“ Finale (so heißt der letzte Satz) mit Pauken und Trompeten am Ende des Programms zur Aufführung. Dazwischen gibt es noch einen lohnenden „Abstecher“ an die Donau, zur „Piccola Musica di Concerto“ (Kleine Konzertmusik) des ungarischen Komponisten Ferenc Farkas (1905-2000).

KULTURELLE BEGEGNUNGEN

Treffpunkt Stadtbibliothek: Tibetische Kultur

So, 4. Juni, 14 – 17.30 Uhr, Stadtbibliothek

Die Veranstaltung ist kostenlos, ohne Anmeldung und eignet sich auch für Kinder. Tauchen auch Sie ein in die tibetische Welt und geniessen Sie eine Entdeckungsreise mit allen Sinnen. Infos zum Programm finden Sie rechtzeitig auf unserer Webseite www.stadtbibliothek-rheinfelden.ch.

Eintauchen in die tibetische Welt im «Treffpunkt Stadtbibliothek»

Die Stadtbibliothek Rheinfelden und die Integrationsfachstelle «mit. dabei-Fricktal» laden ein zu einer Entdeckungsreise, dieses Mal in die tibetische Welt. Gemeinsam mit dem Verein TIGBA (Tibetergemeinschaft Region Basel) findet der letzte Event der Veranstaltungsreihe «Kulturelle Begegnungen – Treffpunkt Stadtbibliothek» statt.

Tibet ist eine Region in Zentralasien, welche sich in das HimalayaGebirge zieht. Es gibt etwa 50 tibetanische Sprachen, welche im Tibet, Nord-Indien, Nepal und Bhutan gesprochen werden. Die grösse Sprache ist Zentral-Tibetisch, welche in den Städten Shigatse, Lhasa, und Ngari gesprochen wird.

Kontaktpersonen:

Aurelia Munz, aurelia.munz@mitdabeifricktal.ch

Tel. +41 61 836 18 65; www.mitdabeifricktal.ch

Isabelle Cladé, isabelle.clade@rheinfelden.ch

Tel. + 41 61 835 51 52; www.stadtbibliothek-rheinfelden.ch

32 VERANSTALTUNGEN
Momos – Tibetische Teigtaschen Traditioneller, tibetischer Tanz

Solsberg Festival 2023

Do, 29. Juni bis Fr, 7. Juli Informationen und Tickets unter: solsberg.ch

Vom 29. Juni bis 7. Juli 2023 findet das alljährliche Solsberg Festival statt, womit sich die berühmte Cellistin Sol Gabetta 2006 den Traum erfüllte, eine Plattform für musikalische Begegnungen auf höchstem Niveau in unverwechselbaren Atmosphären der sakralbarocken Räume im Hochrhein-Gebiet zu schaffen.

Die 18. Ausgabe des hochkarätigen Kammermusik-Festivals programmiert acht Haupt- und vier Solsberg Young Artists-Konzerte sowie ein Kinderkonzert in vier verschiedenen Spielstätten. Neben der Hauptspielstätte, der Klosterkirche Olsberg, finden weitere Konzerte in der Stadtkirche Rheinfelden und im Kulturkeller des Hotel Schützen in Rheinfelden statt.

Sol Gabetta ist es wieder gelungen, hochkarätige Musiker:innen ins Fricktal zu bringen, welche mit ihr die Kammermusik zelebrieren: Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout oder Veronika Eberle sind feste und regelmässige Partner von ihr. Das Solsberg Festival bietet aber auch immer die Chance, neue Kammermusik-Partner kennenzulernen: So gastiert zum ersten Mal die Pianistin Yulianna Avdeeva. Hervorzuheben ist auch der Auftritt des argentinischen Star-Countertenors Franco Fagioli. Er präsentiert zusammen mit dem Kammerorchester Basel das soeben auf CD aufgenommene Programm «Lasciate mi Cantare» mit Musik von W.A. Mozart. Das Konzert des englischen Vokalensembles VOCES8 stellt einen weiteren Höhepunkt der Ausgabe 2023 dar. Mit seiner Klangmagie und Perfektion und dem vollkommenen Klang von acht Stimmen fesselt dieses Ensemble Liebhaber der Gesangskunst auf der ganzen Welt.

29. JUNI–7. JULI 2023

Sol Gabetta, Dmitry Smirnov, Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout, Maurice Steger, Yulianna Avdeeva, Franco Fagioli, Timothy Ridout, VOCES8, Kammerorchester Basel, Veronika Eberle, Uxía Martínez Botana, Nils Mönkemeyer, Victor Julien-Laferrière

INFOS: SOLSBERG.CH

TICKETS: KULTURTICKET.CH

© Matthias Müller 299_0623005_Solsberg_Plakat_F12_RZ.indd 1 20.01.23 15:43 VERANSTALTUNGEN 33

Lese-Insel

Für Kinder ab 4 Jahren

Ich bin doch gar nicht gruselig! Do, 22. Juni, 15 Uhr, Stadtbibliothek Kaduji, Raahat

Tief im Wald, in einer knorrigen alten Eiche lebt Fredo Fledermaus. Er möchte unbedingt Freunde finden, aber alle anderen Tiere gruseln sich vor ihm. Das Einzige, was ihn aufmuntert, ist seine Lieblingsbeschäftigung: Backen! Kuchen, Torten und Brötchen – aber nie kommt jemand zu Besuch.

Ein „Nein“ muss manchmal sein!

Do, 8. Juni, 15 Uhr, Stadtbibliothek Geisler, Dagmar

Bücher-Podcast

Mo, 12. Juni, 16 Uhr, Stadtbibliothek

Eine Aktion zum bundesweiten Digitaltag Dauer ca. 90 Minuten; für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 12 Jahren. Bitte bis zum 5. Juni in der Stadtbibliothek anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 Euro.

Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

Do, 11. Mai, 15 Uhr, Stadtbibliothek Pfister, Marcus

Im Schwarm des Regenbogenfischs taucht ein neuer Fisch mit bunten Flossen auf. Er erzählt erfundene Geschichten und versetzt damit die anderen Fische in Aufregung. Doch der Regenbogenfisch durchschaut die Lügenmärchen.

Wir zwei machen uns Mut

Do, 25. Mai, 15 Uhr, Stadtbibliothek Engler, Michael

Die Eichen werfen schon lange Schatten, als der Hase beim Spielen plötzlich ein ungutes Gefühl bekommt. Lauert da nicht etwas im Gebüsch? Der Igel und das Eichhörnchen können nichts Merkwürdiges entdecken, dennoch schläft der Hase fortan schlecht und hat zu nichts mehr Lust. So kann das nicht weitergehen, beschließt der Igel und ruft alle Freunde zusammen.

Manchmal möchte man etwas nicht und dann sagt man „Nein“. Aber immer, wenn Matilda, Emil, Lukas und Taya ein Stück Kuchen von ihrer Nachbarin ablehnen, ist diese beleidigt. Wäre es also nicht besser, wenn immer alle zu allem „Ja“ sagen würden? Dann müsste keiner mehr traurig sein!

Podcasten ist ein Riesen-Trend. Nahezu jede*r dritte in Deutschland hört Podcasts regelmäßig und immer mehr Menschen greifen auch selbst zum Mikro. Zu den Themen „Lesen“ und „Lieblingsbücher“ werden wir gemeinsam mit den Kindern eigene Podcastfolgen aufnehmen. Unsere PodcastVeranstaltung ist ein Angebot im Rahmen des bundesweiten Digitaltages 2023, zu dem auch in vielen anderen Bibliotheken Aktionen stattfinden. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.digitaltag.eu

34 VERANSTALTUNGEN Schon dabei? Vernetze Dich auf Crossiety! >>> www.crossiety.app 2 STÄDTE 1 NETZWERK digital - lokal - sicher Die Plattform, die alle in Rheinfelden verbindet! Illu: mast3r_adobe.stock.com
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Einladung zur Busreise nach Fécamp anlässlich des 60-jährigen Jubiläums

Wie der Élyséevertrag wird auch die Städtepartnerschaft zwischen Rheinfelden (Baden) und Fécamp in der Normandie 60 Jahre alt. Das Kulturamt organisiert im Rahmen der Feierlichkeiten eine Busreise nach Fécamp, die von Freitag, 30. Juni bis Montag, 3. Juli 2023 angesetzt ist. An dem Wochenende findet vor Ort das „Fest des Meeres“ rund um den Hafen Fécamps statt. Neben einem großen kulinarischen Angebot, Verkaufsständen mit regionalen Produkten zu den Themen Fischer und Seefahrt und bunten Fahrgeschäften werden die Gäste zahlreiche Segelschiffe vorfinden, die besichtig werden können. Die Stadt Fécamp punktet vor allem durch ihre schöne Altstadt und die wilde Landschaft. Die Kosten für die Hin- und Rückfahrt der Busreise betragen 50 pro Kopf für Menschen mit Wohnsitz in Rheinfelden (Baden) und 90 pro Kopf für alle weiteren Interessierten. Um die Unterbringung müssen sich die Reisenden selbst kümmern. Anmeldeformulare für die Reise sind ab sofort im Kulturamt, in der Auslage vor dem Kulturamt, im Bürgerbüro und in der Tourist-Info erhältlich. Das Anmeldeformular ist auch online aufrufbar unter: www.rheinfelden.de/de/vielseitig/Staedtepartnerschaften/Fécamp Zum Hintergrund: Als die Städtepartnerschaft zwischen Fécamp und Rheinfelden (Baden) 1963 begründet wurde, war dies noch eine Besonderheit. Maire Maurice Sadorge und Bürgermeister Herbert King streckten symbolisch für die beiden Nationen und ihre Bevölkerung die Hand aus. Mit Hilfe der jeweiligen Freundeskreise wurde daraus im Laufe der Jahre eine lebendige Freundschaft.

Stadtführungen… zum 125-jährigen Industrie-Jubiläum

Die Führungen sind kostenfrei. Keine Anmeldung erforderlich.

Zu Gewerbe und Handwerk in der Stadt

21. Mai, 15–16.30 Uhr, Treffpunkt: am Brunnen vor dem Rathaus Geführt von Stadtführerin Gerlinde Schonhardt. Nicht nur die großen Industriebetriebe machten Rheinfelden (Baden) zu der Stadt, die sie heute ist. Viele Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Industriebetriebe waren auch daran beteiligt. Gehen wir gemeinsam durch die Stadt und erinnern uns! Noch finden wir Betriebe von damals.

Über Persönlichkeiten aus der Rheinfelder Industriegeschichte

18. Juni, 15–16.30 Uhr, Treffpunkt: am Brunnen vor dem Rathaus Geführt von Stadtführerin Manuela Eder.

Es sind die Menschen, die eine Stadt prägen und liebens- oder lebenswert machen. Zahlreiche Persönlichkeiten haben ihren Beitrag dazu geleistet und ihre Spuren in der Stadtgeschichte hinterlassen. Emil Rathenau lobte einst „die fruchtbare Umgebung von Rheinfelden“. Wir stellen bei diesem Rundgang Emil Rathenau, aber auch andere Frauen und Männer aus der Industriegeschichte Rheinfeldens vor.

Krippengruppe

Frühe Bildung: idyllisch gelegen & familiär Am Standort Adelhausen wird das „Zwergehüsle“ mit bisher zwei betreuten Spielgruppen um eine Krippengruppe ab Herbst 2023 erweitert. Diese Gruppe ermöglicht weiteren 10 Kindern im Alter von 1-3 Jahren Bildung, Betreuung und Erziehung.

Lust auf einen Tapetenwechsel und etwas Neues aufzubauen?

Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Wir suchen eine

pädagogische Fachkraft (m/w/d)

(gem. §7 Kindertagesbetreuungsgesetz)

 Starten Sie als pädagogische Fachkraft mit uns durch!

 Gestalten Sie die neue Krippengruppe mit dem Team des „Zwergehüsle“ von Anfang an mit!

 Lassen Sie Ihr Fach- und Erfahrungswissen in die pädagogische Konzeption und die Raumgestaltung miteinfließen.

 Identifizieren Sie sich mit Ihrer Krippengruppe – weil Sie sie von Anfang an mitgestalten.

 Zur Planung und Gestaltung stellen wir Sie gerne bereits einen Monat vor der Eröffnung ein!

Lust den Grundstein zu legen? Dann bewerben Sie sich jetzt!

Teilen Sie uns den Zeitpunkt, ab dem Sie zur Verfügung stehen können sowie Ihren möglichen Wochenstundenumfang mit.

Wir freuen uns auf Sie!

Als Mitarbeiter:in der Stadt Rheinfelden (Baden) profitieren Sie natürlich von vielen Benefits z.B. Bewerberprämie – Weitersagen lohnt sich!

Weitere Informationen erhalten Sie auf http:// karriere.rheinfelden.de Gerne beraten Sie Frau Fuchs, Leitung der Abteilung frühkindliche Bildung und Betreuung, Tel. 07623 95-208, s.fuchs@ rheinfelden-baden.de und Frau Baumgartner, Leitung des „Zwergehüsle“, Tel. 07627 455 99 10, r.baumgartner@ rheinfelden-baden.de

Rheinfeldenverbindet

Sie finden uns auch bei

VERANSTALTUNGEN 35
Foto: sunny studio_stock.adobe.com
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VERANSTALTUNGEN Kalender Mai / Juni 2023

Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden)

Farmbesuch mit Degustation

SwissShrimp AG

div. Termine und Uhrzeiten

Anmeldung erforderlich: www.eventfrog.ch

Spa Brunch

samtags und sonntags

10 – 14 Uhr Hotel EDEN im Park

CHF 58 inkl. Solebad Eintritt www.hoteleden.ch

Feldschlösschen

Brauereirundgang

mittwochs 14 Uhr, samstags 11 Uhr und sonntags 11 + 14 Uhr, (ca. 2. Std.)

Anmeldung erforderlich: https://brauwelt.ch/de/rundgange/ Montag, 1. Mai

1. Mai Hock

11 Uhr

Hans-Thoma-Halle Warmbach

Wasserfall Dämonen Warmbach 2008 e.V.

Frühlingserwachen

11 – 17 Uhr, Altstadt www.proaltstadt.ch

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG Sagenhafte Geschichte(n)

14 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

Mittwoch, 3. Mai

Energiesprechstunde

13 – 18 Uhr, Stadtbibliothek

Rheinfelden

kostenlos, Anmeldung erforderlich unter energieberatung@rheinfelden-baden.de

Energieberater Jürgen Dilger, Energieagentur Südwest

Donnerstag, 4. Mai

Die Schatten der Ahnen

Ein Abend mit Franziska Laur

19.30 Uhr, Stadtbibliothek

Samstag, 6. Mai

Öffentliche Altstadtführung

14 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

Cantus Rheinfelden

W.A. Mozart-Krönungsmesse und F.I. Danzi

20 Uhr, Stadtkirche St. Martin Rheinfelden www.cantus-rheinfelden.ch

House Night mit Dominik Auderset & Franco Paoli Ab 21 Uhr, Aurea Kultur & Events www.aurea-events.ch

Sonntag, 7. Mai

3000 Schritte-Spaziergang

11 Uhr, Rathaus-Brunnen

Teilnahme: kostenlos

Rheinfelder Tourismus www.tourismus-rheinfelden.de

Konzert in der Kirche

18 – 20 Uhr, Christuskirche Rheinfelden (Baden)

Eintritt frei Stadtmusik Rheinfelden (Baden) e.V.

Dienstag, 9. Mai

Musik zum Feierabend

19 – 19.45 Uhr, Christkatholische Stadtkirche St. Martin

Donnerstag, 11. Mai

VORLESE –NACHMITTAG

Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles von Marcus Pfister, ab 4 Jahren

15 Uhr, Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden

Freitag, 12. Mai

Frank Muschalle Quartett (D) 20 Uhr, Kapuzinerkirche www.ja-zz.ch

Comedy mit Sven Ivanic 20.30 Uhr, AUREA – Kultur & Events www.aurea-events.ch

Samstag, 13. Mai

Grosser Flohmarkt 9 – 16 Uhr, Altstadt

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

Rudolf von Rheinfelden 14 Uhr Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

ÖFFENTLICHE SEGWAY-TOUR

Von damals bis heute

14 Uhr, Ecke Schützenparking Bahnhofstrasse / Schützenweg

Dauer ca. 3 Std. Kosten CHF 120 Anmeldung erforderlich: www.tourismus-rheinfelden.ch

FRICKTAL TANZT

Paartanz vom Feinsten

Ab 20.30 Uhr, AUREA – Kultur & Events www.aurea-events.ch

Steigen Sie ein zur Fahrt auf dem Rhein! 14 Uhr, Fricktaler Museum Anmeldung erforderlich www.fricktaler-museum.ch

Dienstag, 16. Mai

Variété Pavé „Ironius“

20 Uhr, Zähringerplatz

Mittwoch, 17. Mai

Pub-Quiz

18.30–20.30 Uhr Bürgertreffpunkt Gambrinus

Variété Pavé „Ironius“

20 Uhr, Zähringerplatz

Donnerstag, 18. Mai

Variété Pavé „Ironius“

20 Uhr, Zähringerplatz

Freitag, 19. Mai

Variété Pavé „Ironius“

ÖFFENTLICHE E-SCOOTER TOUR

Von Bauern, Brauern und Bieren

15 Uhr, Feldschlösschen Restaurant Dauer ca. 3 Std.; Kosten CHF 89 Anmeldung erforderlich. www.tourismus-rheinfelden.ch

Variété Pavé „Ironius“

20 Uhr, Zähringerplatz

KONZERT

Céline Huber und Yero Richard

19.30 Uhr, Johanneskirche Minseln

Eintritt: frei, Kollekte Johannesgemeinde Rheinfelden

Sonntag, 21. Mai

STADTFÜHRUNG

Gewerbe und Handwerk in der Stadt zum 125-jährigen Industrie-Jubiläum, geführt von Gerlinde Schonhardt

15 – 16.30 Uhr

Treffpunkt: Brunnen vor dem Rathaus Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung Tourist-Information Rheinfelden info@tourismus-rheinfelden.de

Frühlingselfen Filzkurs

13.30 Uhr, Ambrosia Guesthouse CHF 65 inkl. Material, Getränke und Snacks www.ambrosiaguesthouse.ch

INTERNATIONALER MUSEUMSTAG

Wo versteckt sich der Salm?

14 – 17 Uhr, Fricktaler Museum www.fricktaler-museum.ch

Schlosskonzert

Tatiana Korsunskaya (Klavier) und Denis Severin (Cello)

17 Uhr, Rittersaal Schloss Beuggen Eintritt frei mit Gratiskarte, Kollekte Eventgastro Beuggen, Prof Denis Severin, Kulturamt

Dienstag, 23. Mai

Tanzen für Junggebliebene mit Live Musiker Roberto!

14 – 17 Uhr, Aurea Kultur & Evens www.aurea-events.ch

Musik zum Feierabend

Der Rheinfelder Künstler

Jakob Strasser und der Rhein

19 – 21 Uhr, Fricktaler Museum www.fricktaler-museum.ch

KABARETT

Die Füenf mit „Endlich! Die Abschiedstour mit Highlights aus 25 Jahren“

20 Uhr, Bürgersaal

Eintritt: 24 3, VVK 21 3, ermäßigt 15 3

VVK: Tourist-Info Rheinfelden, rheinfelden.reservix.de

Kulturamt

20 Uhr, Zähringerplatz

Samstag, 20. Mai

Frauenkulturfrühstück

10-12 Uhr

Bürgertreffpunkt Gambrinus

19 – 19.45 Uhr, Christkatholische Stadtkirche St. Martin

Mittwoch, 24. Mai

KONZERT

Classic Jazz im Schloss 20 Uhr, Schloss Beuggen

Eintritt frei, Reservierung empfohlen unter restaurant@schloss-beuggen.de Schloss Beugen

36 KALENDER

Donnerstag, 25. Mai

VORLESE-NACHMITTAG

Wir zwei machen uns Mut

von Michael Engler, ab 4 Jahren

15 Uhr, Stadtbibliothek

Freitag, 26. Mai

Kizomba Night

Ab 21 Uhr, AUREA - Kultur & Events Unbedingt Vorverkauf nutzen www.aurea-events.ch

Samstag, 27. Mai

ÖFFENTLICHE STADTFÜHRUNG

Agnes von Rheinfelden

14 Uhr, Rathaus Innenhof Kosten CHF 15 www.tourismus-rheinfelden.ch

FRICKTAL TANZT

Paartanz vom Feinsten

Ab 20.30 Uhr, AUREA – Kultur & Events www.aurea-events.ch

Donnerstag, 1. Juni

MODENSCHAU

Kleider machen Leute

18 Uhr, Fricktaler Museum mit dem Atelier Rheindesign www.fricktaler-museum.ch

Freitag, 2. Juni

Lange Nacht der Kirchen

Ab 18 Uhr, Stadtkirche St. Martin, Reformierte Kirche, Röm.-kath. Kirche www.langenachtderkirchen.ch

Samstag, 3. Juni

Öffentliche Altstadtführung

14 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

Sonntag, 4. Juni

3000 Schritte-Spaziergang

11 Uhr, Haus Salmegg

Teilnahme kostenlos Rheinfelder Tourismus www.tourismus-rheinfelden.de

Konzert mit Kaija Saariaho

11 Uhr, Hotel Schützen, Schützenkeller www.schuetzenhotels.ch

Kulturelle Begegnung „Tibet“

14 – 17.30 Uhr Stadtbibliothek

Montag, 5. Juni

David Regan Orchestra

20.15 Uhr, Hotel Schützen, Schützenkeller www.schuetzenhotels.ch

Dienstag, 6. Juni

Musik zum Feierabend

19 – 19.45 Uhr, Christkatholische Stadtkirche St. Martin

Mittwoch, 7. Juni

Energiesprechstunde

13 – 18 Uhr

Stadtbibliothek Rheinfelden Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich unter energieberatung@rheinfeldenbaden.de

Energieberater Jürgen Dilger, Energieagentur Südwest

Donnerstag, 8. Juni

LESE-NACHMITTAG

Ein „Nein“ muss manchmal sein! von Dagmar Geisler, ab 4 Jahren

15 Uhr, Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden

KABARETT La Signora mit „Allein unter Geiern“

20 Uhr, Bürgersaal Eintritt: 24 3, VVK 21 3, ermäßigt 15 3

VVK: Tourist-Info Rheinfelden | rheinfelden.reservix.de

Freitag, 9. Juni

SCHLOSSKONZERT

Open Air ‚Rigoletto‘

Eine Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

19.30 Uhr, Schloss Beuggen

Eintritt: VIP je 79 3;

1.Kategorie 69 3; 2. Kategorie 59 3 Schloss Beuggen

www.operaclassica.de/spielplan

JAZZCLUB JA-ZZ

Cosa Nostra Jazz Band (CH)

20 Uhr, Hotel Schützen, Schützenkeller www.ja-zz.ch

Samstag, 10. Juni

Öffentlicher BierBeizenBummel durch Rheinfelden

17.30 Uhr, Rathaus Innenhof Anmeldung erforderlich

Kosten CHF 99

www.tourismus-rheinfelden.ch

© Séverine Gonzalez
KALENDER 37
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Samstag, 10. Juni

FRICKTAL TANZT

Paartanz vom Feinsten

Ab 20.30 Uhr

AUREA – Kultur & Events www.aurea-events.ch

Montag, 12. Juni

Bücher-Podcast

Eine Aktion zum bundesweiten

Digitaltag, empf. von 6 – 12 Jahre

16 – 17.30 Uhr, Stadtbibliothek

Kosten: 2 3

Anmeldung bis zum 5. Juni in der Stadtbibliothek Rheinfelden, www.digitaltag.eu

Mittwoch, 14. Juni

THEATER

Kafka: Der Verschollene aufgeführt von Tempus Fugit

19.30 Uhr, Bürgersaal

Eintritt: solidarisches Preissystem, Richtpreise: 5 3 / 13 3 / 25 3

Kulturamt, Tempus Fugit www.fugit.de

Freitag, 16. Juni

Theaterwerkstatt Akte «L»

20 Uhr

Hotel Schützen, Schützenkeller theater-werkstatt-rheinfelden.ch

Samstag, 17. Juni

KONZERT

Un‘estate italiana

Italienische Sommernacht mit der Pino Barone Band

Mit Live-Musik von „una festa sui prati“ bis „Gloria“ und von Zucchero bis Gianna Nannini

20 Uhr, Bürgersaal

Eintritt: VVK 15 3, AK 20 3, erm. 10 3 Kulturamt

Sonntag, 18. Juni

FRICKTAL TANZT

Paartanz vom Feinsten

Ab 20.30 Uhr, AUREA – Kultur & Events www.aurea-events.ch

Theaterwerkstatt: Akte «L»

20 Uhr, Kapuzinerkirche theater-werkstatt-rheinfelden.ch

Sonntag, 25. Juni

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

Bienvenue à Rheinfelden-les-Bains

14 Uhr, Weidendom Stadtpark West, Rheinfelden Kosten CHF 15 www.tourismus-rheinfelden.ch

Comedy Festival

19 Uhr, Aurea Kultur & Events www.aurea-events.ch

THEATERWERKSTATT Akte «L»

20 Uhr

Hotel Schützen, Schützenkellertheater-werkstatt-rheinfelden.ch

STADTFÜHRUNG

Persönlichkeiten aus der Rheinfelder Industriegeschichte

zum 125-jährigen Industrie-Jubiläum, geführt von Manuela Eder

15 – 16.30 Uhr

Treffpunkt: Brunnen vor dem Rathaus Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung

Tourist-Information Rheinfelden info@tourismus-rheinfelden.de

Frühjahrskonzert Orchesterverein beider Rheinfelden

17 Uhr, Musiksaal Kurbrunnenanlage

Theaterwerkstatt: Akte «L»

19 Uhr, Hotel Schützen, Schützenkeller theater-werkstatt-rheinfelden.ch

Dienstag, 20. Juni

Musik zum Feierabend

19 – 19.45 Uhr, Christkatholische Stadtkirche St. Martin

Mittwoch, 21. Juni

KONZERT

Classic Jazz im Schloss

20 Uhr, Schloss Beuggen

Eintritt: frei Reservierung empfohlen unter restaurant@schloss-beuggen.de www.schloss-beuggen.de

Donnerstag, 22. Juni

LESE-NACHMITTAG

Ich bin doch gar nicht gruselig!

von Raahat Kaduji, ab 4 Jahren

15 Uhr, Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden

Sa 17.06. | Bürgersaal | 20 Uhr

Samstag, 24. Juni

ÖFFENTLICHE FAMILIENFÜHRUNG

Der listige Schneider von Rheinfelden

14 Uhr, Rathaus Innenhof Kosten CHF 10 www.tourismus-rheinfelden.ch

KONZERT

Thomas Weber

Klavierkonzert mit Werken von Domenico Scarlatti, Claude Debussy und Frédéric Chopin

17 Uhr, Bürgersaal

Eintritt: 30 3, VVK 28 3, erm. 20 3

VVK: Tourist-Info Rheinfelden www.rheinfelden.reservix.de Kulturamt

Theaterwerkstatt: Akte «L»

19 Uhr, Kapuzinerkirche theater-werkstatt-rheinfelden.ch

Dienstag, 27. Juni

Tanzen für Junggebliebene mit Live Musiker Roberto!

14 – 17 Uhr, Aurea Kultur & Evens www.aurea-events.ch

Donnerstag, 29. Juni

Solsberg Festival

KONZERT 1: «GOETHES ATEM»

19.30 Uhr, Stadtkirche St. Martin www.solsberg.ch

MEIN ERSTER KINOBESUCH

Kudelmuddel bei Petterson und Findus

15–16 Uhr, Kino Rheinflimmern

Rheinfelden (Baden)

Eintritt: 4,50 Euro

Einlass: 19:30 Uhr Eintritt: 20 €, VVK: 15 €, erm. 10 € VVK: Tourist-Info oder www.reservix.de
©Foto: Alex La Tona LaTona Fotografi e
KONZERT
38 KALENDER
Italienische Sommernacht mit der Pino Barone Band

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Der Unkostenersatz dafür beläuft sich 20 CHF (Schweiz) / 15 4 (Deutschland)

Abonnement D

Kulturamt der Stadt Rheinfelden (Baden) Kirchplatz 2, D-79618 Rheinfelden kulturamt@rheinfelden-baden.de

Abonnement CH

Stadtbüro/Kulturbüro Rheinfelden CH

Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden 2xrheinfelden@rheinfelden.ch

IMPRESSUM

Herausgeber

Stadt Rheinfelden (Schweiz), Stadt Rheinfelden (Baden)

Redaktion Heft 88

Brigitte Brügger, Jolina Buchholz, Désirée Hess, Peter Löwe, Anika Neugart, Dario Rago, Martina Schilling

Fotos Inhalt Autoren, wenn nicht anders vermerkt

Titelfoto Boris Burkhardt

Realisation Peter Löwe, www.Loewe-Werbeagentur.com

Druck Effingermedien AG Brugg

Auflage 18.500 Exemplare

ISSN 1664-4778

Verteilung

Beilage in der Sonntagszeitung von Rheinfelden (Baden) Auslage in Gemeindeverwaltungen, Geschäften, Bibliotheken, Schulen und Kultureinrichtungen

Bezug im Abo möglich: Infos siehe unten. Rheinfelden (Schweiz): Verteilung an Abonnenten der Neuen Fricktaler Zeitung

Kontakt für Redaktion und Inserate in Rheinfelden/D

Kulturamt der Stadt, Dario Rago

Rathaus, Kirchplatz 2, D-79618 Rheinfelden da.rago@rheinfelden-baden.de, Tel.: +49 7623 95-374

Kontakt für Kalender in Rheinfelden/D kulturamt@rheinfelden-baden.de

Kontakt für Redaktion, Kalender in Rheinfelden/CH Stadtbüro/Kulturbüro

Rathaus, Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden 2xrheinfelden@rheinfelden.ch, Tel.: +41 61 835 51 11

Kontakt für Inserate in Rheinfelden/CH Fricktaler Medien AG, Frau Karin Stocker, Baslerstrasse 10, 4310 Rheinfelden karin.stocker@fricktalermedien.ch, Tel. +41 61 835 00 52

Inserate- und Redaktionsschluss für die Ausgabe Juli / August 2023: 31. Mai 2023

Rheinfelden

Lebenswert. Liebenswer t.

Adressen und Veranstaltungsorte/D

Alban-Spitz-Halle Minseln

Wiesentalstraße 13, 79618 Rheinfelden

Buchhandlung Merkel

Karlstraße 10, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 61876, www.buchhandlung-merkel.com

Bürgersaal, Rathaus Rheinfelden

Kirchplatz 2, 79618 Rheinfelden, www.rheinfelden-baden.de

Campus Ganztageshaus

Jahnstraße 1A, 79618 Rheinfelden

Christuskirche

Karl Fürstenberg Straße / Kirchplatz (neben Rathaus)

Dinkelberghalle Adelhausen

Dr.-Karl-Fritz-Platz 3, 79618 Rheinfelden

Familienzentrum Rheinfelden

Elsa-Brandström-Straße 18, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 20203, www.familienzentrum-rheinfelden.de

Fridolinhalle Degerfelden

Anton-Winterlin-Straße 4, 79618 Rheinfelden-Degerfelden

Hans-Thoma-Halle

Eichbergstraße 42, 79618 Rheinfelden-Warmbach

Haus Salmegg

Rheinbrückstraße 8, 79618 Rheinfelden

Gemeindehalle Nordschwaben

Schopfheimer Straße 8, 79618 Rheinfelden

Hebelhalle Nollingen

Dürerstraße 20, 79618 Rheinfelden

Jugendhaus

Tutti-Kiesi-Weg 1, Telefon 07623 95-312

Kath. Pfarreizentrum Karsau St. Michael Kapfbühlstr. 51/53, 79618 Rheinfelden

Spiel- und Kulturhaus Tutti-Kiesi Werderstraße 49, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 7174287, www.tuttikiesi.de, info@tuttikiesi.de

Sonnenrainhalle Karsau

Steigweg 4, 79618 Rheinfelden

Paulussaal

Blauenstraße 45, 79618 Rheinfelden

(Träger: Ev. Paulusgemeinde)

Pfarreizentrum und Kath. Kirche St. Josef

Friedrichstraße 32, 79618 Rheinfelden

Rathausgalerie

Kirchplatz 2, 79618 Rheinfelden

Schauraum des Kulturamts

Karl-Fürstenberg-Straße 17, 79618 Rheinfelden

Tel. 07623 966 87-20 (Tourist-Information Rheinfelden)

Mo–Fr 10–16 Uhr, Sa 10–13 Uhr

Scheffelhalle Herten

Steinenstraße 5, 79618 Rheinfelden-Herten

Schloss Beuggen

Eventgastro GmbH, Schloss Beuggen 1, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 468 44 44, www.schloss-beuggen.de, event@schloss-beuggen.de

St. Josefshaus Herten

Hauptstraße 1, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 4700, www.sankt-josefshaus.de

Stadtbibliothek Rheinfelden

Kirchplatz 6, 79618 Rheinfelden, Telefon 07623 95 500, www.stadtbibliothek-rheinfelden.de

VACONO-DOME im Kulturpark Tutti Kiesi beim Festplatz, Werderstraße 49

VHS-Haus

Hardtstraße 6, 79618 Rheinfelden, Telefon 07623 7240-0, www.vhs-rheinfelden.de

Vorverkaufsstellen Rheinfelden/D

• Tourist-Information Rheinfelden Karl-Fürstenbergstr. 17

www.tourismus-rheinfelden.de, Tel. 07623 966 87-20 Mo–Fr 10–16 Uhr, jeden 2. und 4. Sa im Monat 10–13 Uhr

Adressen und Veranstaltungsorte/CH

Aurea Kultur & Events

Baslerstrasse 15, 4310 Rheinfelden

Bahnhofsaal Bahnhofstrasse 21, 4310 Rheinfelden

Christkath. Stadtkirche zu St. Martin Kirchplatz, 4310 Rheinfelden

Evang. ref. Kirche

Zürcherstrasse, 4310 Rheinfelden

Evang. ref. Kirchgemeindehaus

Roberstenstrasse 22, 4310 Rheinfelden

Fricktaler Museum

Marktgasse 12, 4310 Rheinfelden

Hotel Eden im Park

Froneggweg 3, 4310 Rheinfelden

Kapuzinerkirche

Kapuzinergasse, 4310 Rheinfelden

Kurbrunnenanlage

Habich-Dietschy-Str. 14, 4310 Rheinfelden

Ludothek Spieltruhe

Rindergasse 2, 4310 Rheinfelden

Musikschule Unteres Fricktal

Lindenstrasse 3, (1. OG Migros), 4310 Rheinfelden

Römisch-katholische Kirche

Hermann-Keller-Strasse, 4310 Rheinfelden

Rotes Haus, Seffel Raum

Habich-Dietschy-Str. 1

Stadtbibliothek

Salmen, Marktgasse 10, 4310 Rheinfelden

Vorverkaufsstellen Rheinfelden /CH

• Tourismus Rheinfelden, Stadtbüro

Montag: Vormittag geschlossen | 13.30 – 18.30 Uhr

Dienstag – Freitag: 8 – 12 Uhr | 13.30 – 17 Uhr

Jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 8 – 12 Uhr

• Hotel Schützen

Bahnhofstr. 19, 4310 Rheinfelden, Tel. +41 61 836 25 25 schuetzen@schuetzenhotels.ch

ADRESSEN 39

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