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spatz

31. Jahrgang | Nr. 1/2020 | März / April | www.derspatz.de | kostenlos

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Magazin für Ökologie und Gesundheit

HELDENMARKT 28. / 29. März in München

Frühjahrsputz Milchprodukte Asiatische Küche Frühjahrs- und Sommermode

Klimafreundlich bauen


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www.followfood.de

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EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, weltweit stehen wir Menschen derzeit vor großen Herausforderungen. Die Ressourcen werden immer knapper, die Weltbevölkerung wächst, Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Und jetzt kommt auch noch der Corona Virus dazu, der die Welt in Atem hält. Das hat uns gerade noch gefehlt. Ein Winter, der keiner war, geht zu Ende und zeigt uns deutlich, wie diese Klimaveränderungen auch unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Da ist jede/r gefordert noch mehr darauf zu achten, dass der Lebensstil nachhaltig, also Ressourcen schonend und damit umweltfreundlich ist. In Bezug auf die Ernährung heißt das, dass wir uns so gesund ernähren, dass auch die Erde gesund bleibt. Die Asiatische Küche ist ein gutes Beispiel für gesundes Essen. Dank der gesunden Ernährung leiden Asiaten viel weniger an sogenannten Zivilisationskrankheiten. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 4 - 7 und lassen Sie sich inspirieren neue Rezepte auszuprobieren. Der Frühling ist ja auch eine gute Zeit zum Entschlacken durch Fasten oder Umstellung der Ernährung. Das vertreibt die Wintermüdigkeit und verbessert unser Allgemeinbefinden. Auch unser Zuhause freut sich über eine Frühlingskur. Der große Frühjahrsputz macht Spaß, wenn die Sonne scheint und man jedes Staubkorn sieht. Das Erfolgserlebnis in der frühlingsfrischen Wohnung ist garantiert (siehe Seite 18 - 21). Vielleicht haben Sie ja auch Lust Ihre Schränke auszumisten. Da entsteht dann wieder Platz für etwas Neues. Auf den Seiten 38- 41 stellen wir Ihnen Mode-Trends vor, die Lust auf Neues machen. Aber achten Sie beim Kauf von Textilien darauf, dass die Kleidung nachhaltig hergestellt wird. Hilfreich sind dabei die Textil-Siegel, die wir Ihnen auf Seite 40 vorstellen. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass jetzt wieder viele Baustellen aus dem Boden schießen? Der Wohnungsmangel führt zu einem Bauboom, der leider auch Schattenseiten hat. Knapper werdende Nutzflächen verlangen nachhaltiges Bauen. Falls Sie die Absicht haben zu bauen, achten Sie auf klimafreundliche Bauweise. Das tut der Umwelt gut und auch Ihrer Gesundheit. Die Frage ist: Wie können wir nachhaltiger leben, Ressourcen schonen und gleichzeitig unseren Lebensstandard sichern? Das muss jeder für sich entscheiden und Prioritäten setzen. Wenn Sie in dieser Ausgabe positive Beispiele für Veränderungen in Ihrem Lebensstil finden, freuen sich der Spatz und Gudrun Wasner-Meyer Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Spatz ein Werbe-Magazin ist, d.h. auch alle Textbeiträge, die an eine Anzeige angeschlossen sind, sind als Werbung zu sehen. Die Artikel von Claudia Mattuschat, Stephan Wild, Elisabeth Schütze, Andrea Reiche, Thomas Schilling und Hartmut Netz sind redaktionelle Beiträge. der Spatz sucht neue Auslegestellen! Bitte rufen Sie an, wenn Sie den Spatz auslegen möchten oder eine Auslegestelle kennen. Tel. 089 - 74 14 1154 www.derspatz.de: Hier können Sie im Spatz online blättern und finden aktuelle Meldungen, Kleinanzeigen und Termine. Titelbild: Gesundheitszertifiziertes Bio-Holzhaus von Baufritz, www.baufritz-ds.de Beilage: Ökodirekt GmbH, www.oekodirekt.com, in der Gesamtauflage

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Inhalt ESSEN So kocht man in Asien...................................... 4 Tagwerk – Sojabohne bis Tofu.............................6 ARCHE – unvergleichlich „umami“....................7 Augen auf beim Milcheinkauf......................... 8 Schnittkäse von ÖMA..............................................9 VollCorner Restaurant La Trattoria.................. 10 20 in 2020.................................................................. 11 Investiere in Münchens Bio-Brauerei............. 12 Heimatkost stellt um auf Bio-Produkte........ 13 Bayerns beste Bio-Produkte 2020................... 14 Die Gewinner ................................................. 15 - 17 HAUSHALT Frühjahrsputz...................................................18 Sonett,Unternehmen mit Verantwortung.. 19 Waschbär – Helfer für den Frühjahrsputz... 20 Die AlmaWin Nützlingsweide.......................... 21 UMWELT Bewerben für den Salus-Medienpreis........... 22 Heldenmarkt in München.................................. 23 TAGWERK Reisen.................................................... 24 Geld macht Kohle................................................... 25 Buch-Tipp: Reparatur als Lebenskunst.......... 25 Umwelt-Nachrichten............................................ 26 5G aus baubiologischer Sicht............................ 27 BAUEN und WOHNEN Klimafreundlich bauen...................................28 holzius Einfamilienwohnhaus.......................... 30 CLAYTEC – Trockenbau mit Lehm.................... 32 BAUFRITZ – der Zukunft voraus........................ 33 HAGA – Schweizer Naturkalk............................ 34 Brunthaler-Baumhaus......................................... 35 Bauen mit Strohhalmen...................................... 36 Innovationen in Massivholzbau....................... 37 MODE Naturmode im Frühjahr/Sommer 2020......38 Textil-Siegel – Grüner Knopf & Co................40 MAAS – Naturmode.............................................. 41 Kipepeo – T-Shirts.................................................. 41 GESUNDHEIT Ganzheitlich fasten............................................... 42 Urlaub vom Smartphone.................................... 42 Buch-Tipp: Wechseljahre..................................... 43 INFO-SEITEN Veranstaltungskalender...................................... 44 Agrar-TV...................................................................... 45 Kleinanzeigen, Impressum................................. 46 DELPHIN – Nasser Staub fliegt nicht............ 47


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Frisches aus Fernost

So kocht man in Asien Kunstvoll gefertigte Sushi, bunt gefüllte Glücksrollen, würzige Currys oder Dim Sum in den leckersten Variationen: Aus Japan, China, Vietnam, Indonesien und vielen anderen Regionen kommen die Rezepte, die sich hier bei uns zum Bild der einen asiatischen Küche verwoben haben. Auch wenn die Wurzeln freilich ganz verschieden sind, ist den Gerichten doch eines gemeinsam: Sie sind nicht nur lecker, sondern auch noch gesund und meistens kalorienarm. // Claudia Mattuschat Asiaten, so zeigen epidemiologische Studien, leiden im Vergleich zu Europäern weitaus seltener an Herz-KreislaufErkrankungen, Diabetes und so manchen Krebsarten. Der Grund liegt nach Meinung der Wissenschaft vor allem in der gesunden Ernährungsweise. Tatsächlich entspricht der asiatische Speiseplan dem, was auch in Deutschland eigentlich auch schon längst als gesündester Lebensstil propagiert wird: In Fernost kommen viel frisches Gemüse, ballaststoffreicher Reis, pflanzliche Eiweißlieferanten und hochwertige Omega-3-Fettsäuren zum Beispiel in Form von Fisch auf den Tisch. Fleisch und Zucker dagegen genießt man nur in Maßen, und hochverarbeitete Produkte wie Wurst sind kaum bekannt. Zum Gesundheitswert tragen außerdem die sanften Garmethoden bei, die seit Jahrtausenden auf dem Kontinent gepflegt werden. Kurz im Wok gedünstet, im traditionellen Bambuskörbchen schonend gedämpft oder auch einfach roh serviert, bewahren die frischen Zutaten ihre Vitamine und natürlichen Nährstoffe. Ein weiteres Plus: Es wird nur wenig Fett zum Kochen verwendet – und das wiederum kommt der Kalorienbilanz zugute.

Nahrung für die Gesundheit

sie mit fünf verschiedenen Garmethoden – sie werden also mal gedünstet, mal gekocht, gedämpft, gegrillt oder gebraten. Dies dient unter anderem dazu, nicht nur Auge, Gaumen und Nase anzusprechen, sondern auch mit Fühl- und Hörerlebnissen beim Essen tatsächlich alle fünf Sinne einzubeziehen. Ganz wichtig ist dabei auch die Harmonie der fünf Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami – eine japanische Vokabel, die sich wohl am besten mit dem deutschen Wort „herzhaft“ übersetzen lässt. Nun wird diese Eigenschaft am ehesten mit deftigen Fleischgerichten verbunden. Doch zum Glück für Vegetarier und Veganer kennt die asiatische Küche Würzmischungen, die den leckeren Umami-Geschmack auch ohne tierische Zutaten erzielen.

Miso schickten die Götter Zu diesen besonderen Zutaten gehört das vielseitige Miso, das in der japanischen Mythologie sogar als Geschenk der Götter gepriesen wird. Die breiige Paste lässt sich als Suppenbasis, als Würze für Wok- und Gemüsegerichte, zum Marinieren von Fleischalternativen wie Seitan, Tempeh und Tofu, als Käseersatz auf dem Auflauf oder einfach als Brotaufstrich ver-

Während in Europa in jedem Frühjahr eine neue Diät propagiert wird, macht man in China aus dem Zählen von Kalorien, Fettgehalt und Nährwert keine spaßbefreite Wissenschaft. Wohl aber setzt man auf die Erkenntnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin – kurz TCM, die Essen als unmittelbare Quelle der Lebensenergie Qi und als Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden sieht. Wo gesundheitliche Beschwerden auftreten, sucht man die Ursache zunächst einmal im Essverhalten und beseitigt sie nicht selten erfolgreich durch eine Ernährungsumstellung. Der Unterschied zwischen Lebens- und Heilmitteln ist dabei fließend wie bei der Ingwerwurzel, die aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften immer häufiger ihren Weg auch in europäische Kochtöpfe und Teetassen findet. Schwarzer oder Grüner Tee, der in China gerne zu den Mahlzeiten gereicht wird, hat ebenfalls nicht nur durststillende Wirkung. Vielmehr soll er mit seinen Vitalstoffen das Kariesrisiko senken und sogar Krebserkrankungen abwehren. Zu Matcha – der beliebten Pulverform des Grünen Tees – gibt es inzwischen ganze Studien, die nicht nur dies, sondern auch die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer nachweisen sollen.

Magie der traditionellen Küche Doch zurück zum Essen, das natürlich noch viel mehr zu bieten hat als „nur“ die positive Wirkung für Gesundheit und Wohlbefinden. Denn tatsächlich regt die asiatische Küche auch auf geradezu magische Weise alle Sinne an. Das gilt besonders für Washoku, die traditionell japanische Kochkunst, die 2013 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Geleitet von der Zahl fünf findet man dabei den Weg zum rundum perfekten Menü: So müssen die Zutaten die Farben Rot, Gelb, Grün, Schwarz und Weiß vereinen. Zubereitet werden

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wenden. Zu seiner Herstellung wird aus Sojabohnen, Getreidesorten wie Reis oder Gerste und dem Edelschimmelpilz Aspergillus oryzae zunächst das so genannte Koji gewonnen, das dann als Starterkultur den Fermentationsprozess in Gang setzt. Bei den japanischen Manufakturen, mit denen der Bio-AsiaSpezialist Arche Naturküche zusammenarbeitet, reifen die Misos dann etwa 24 Monate in großen Zedernholzfässern, bis sie ihr besonders Aroma und ihre wertvollen Inhaltsstoffe entwickelt haben. Dazu gehören – wie generell bei fermentierten Produkten – neben Eiweiß, Vitamin B und E auch jede Menge Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora sorgen. Onozaki Miso, Shiro Miso, Mugi Miso, Genmai Miso und Hatcho Miso sind nur fünf von vielen Miso Sorten. In Japan hat jedes Gericht seine eigene – aber hier tut es auch zunächst einmal ein Shiro Miso, mit der in Nullkommanichts eine Misosuppe gelingt. Ein paar marinierte Tofuwürfel, fein geschnittene Lauchzwiebelringe, knackige Karottenstreifen oder nachhaltig angebaute Wakame Algen sorgen darin für Geschmack und Optik wie in Fernost.

An die Stäbchen, fertig, los Natürlich ist es schön, die Zusammenstellung der landestypischen Zutaten und die Umsetzung der traditionellen

Die Arche Naturküche hat Bio-Zutaten und Rezepte für asiatische Geschmackserlebnisse. Foto: www.arche-naturkueche.de

Auch leckere Dim Sum lassen sich selber herstellen und auf kreative Weise füllen. Foto: stock.adobe.com – raimunda-losantos

Rezepturen nach Herzenslust zu zelebrieren. Aber wenn‘s schnell gehen muss, kann man auch einfach nach den Gemüseresten im Kühlschrank sehen, ein wenig Kokosöl in den Wok geben und im Handumdrehen die leckersten Asiagerichte im Freestyle-Verfahren zaubern. Die neuen Bio-Würzöle von Dr. Goerg sind sogar gleich mit Gewürzen wie Chili, Ingwer oder Kurkuma verfeinert und sorgen schon beim Anbraten für den richtigen Geschmack. Gut im Vorrat machen sich, neben Basmati- oder Jasminreis, ein Paar Dosen oder Tetrapaks mit Kokosmilch. Denn der cremige Inhalt ist das A und O, um aus Gemüse, Fleisch oder Fisch ebenso schnelle wie leckere asiatische Currys zu kreieren. Zwar hat Kokosmilch einen relativ hohen Fettgehalt. Aber als gefürchtete Cholerestinbombe und Dickmacher gilt sie schon lange nicht mehr. Denn zum einen enthält sie das gute Cholesterin HDL, das im Gegensatz zum schlechten LDL sogar vor Arterienverkalkung und Herzinfarkt schützen soll. Zum anderen landen ihre mittelkettigen Fettsäuren nicht unschön auf der Hüfte. Sondern sie werden schnell vom Körper verdaut und in pure Energie verwandelt. Man sagt sogar, dass Kokosmilch den Stoffwechsel anregt und eine Diät im positiven Sinne unterstützen kann. Aber das gilt natürlich nur, wenn man sie in Maßen genießt. Wobei: Das trifft vermutlich für die meisten Lebensmittel zu… l

Gewürzmischungen für die asiatische Küche 5 Gewürze – China-Küche Diese bewährte Mischung ist charakteristisch für die chinesische Küche. Sobald die 5 Gewürze am heimischen Herd ihre Aromen entfalten, weiß jeder: Heute gibt es authentisch asiatisch! Thai-Küche Uunsere Thai-Küche verbindet die charakteristischen Aromen der südostasiatischen Kochtradition: Chili, Ingwer, Galgant sorgen für angenehme Schärfe, Zitronengras und Limette bringen herrliche Frische. Kokos Curry (in Demeter-Qualität) Kokos und Curry: In dieser fein abgestimmten Mischung kommen sie vereint daher. Orange und Kürbis steuern eine fruchtige Süße bei. Eine milde Gewürzmischung, köstlich für Curries, Kürbissuppe, Geflügel und auch für Aufstriche. Rotes Curry (in Demeter-Qualität) Das Rote Curry ist scharf aber dabei nicht unangenehm. Dafür sorgt der fruchtig-frische Geschmack von roter Paprika, Hibiskus und Zitronengras. Ideal zum Würzen von Reis, Gemüse, Geflügel oder Tofu. Mehr Informationen: www.lebensbaum.com/de

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Von der Sojabohne bis zum fertigen Tofu – alles aus einer Hand! Die Philosophie der Familie Angermaier – Der inneren Stimme und dem Bauchgefühl folgen! Dieser Leitspruch spielt bei allen Entscheidungen des Ehepaars Angermaier eine große Rolle. Und so setzten sie auch auf ihr Bauchgefühl, als es darum ging, die Zukunft ihres Betriebs in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Ergebnis ist ein ökologisch bewirtschafteter Betrieb und die Erzeugung von Bio-Tofu. Christine und Hugo Angermaier lieben diese Arbeit, die für sie Vielfältigkeit, Kreativität, das Experimentieren mit neuen Ideen und Nachhaltigkeit bedeutet. „Unsere Enkel sollen auch noch hier leben können“, bestätigt Christine Angermaier. „Es kommen noch andere Generationen nach uns. Veränderungen sind jetzt wichtig und unsere Wirtschaftsweise ist unser Beitrag für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. In TAGWERK haben wir einen guten Partner mit dem entsprechenden Netz dafür gefunden.“

Der besondere bayrische Bio-Tofu Auf rund 55 Hektar Fläche baut Familie Angermaier Getreide, Mais und Soja an. Dort verarbeiten sie selbst erzeugtes Soja zu Bio-Tofu. Damit tragen sie zu einem Nahrungsmittelangebot bei, das nicht nur für Vegetarier sondern auch für Menschen wertvoll ist, die ihren Fleischkonsum zugunsten einer nachhaltigen Lebensweise einschränken möchten. Der Entschluss auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, reifte über einige Jahre in Christine und Hugo Angermaier. Ihr Ziel war es, nachhaltiger und umweltbewusster zu wirtschaften. Die Verarbeitung zu Bio-Tofu war der logische nächste Schritt in diese Richtung. „Wir wollten aus unseren eigenen Rohstoffen etwas Hochwertiges selber verarbeiten.“ Das gelingt ihnen hervorragend. Der Tofu wird ohne Konservierungsstoffe handwerklich hergestellt und mit dem natürlichen Gerinnungsmittel Nigari versetzt. Angermaiers Bio-Tofu ist ein wichtiger regionaler Eiweißlieferant. Man kann seine Herkunft zurückverfolgen und hat eine besonders gut schmeckende, handwerklich hergestellte Alternative zu ImportSoja-Produkten. Den Tofu gibt es in den Geschmacksrichtungen natur, geräuchert, geräuchert-würzig und als Schmankerlscheibe mit Kurkuma. Ganz besonders: der frische Sojadrink in der ½ l Glasflasche im Kühlregal. www.tagwerk.net Erhältlich in den TAGWERK Bio Märkten, dem ausgesuchten Bio Fachhandel und über die Bio- Lieferdienste.

Buch-Tipp: Tofu rockt!

Das Grundlagen-Kochbuch Das Grundlagenwerk zur unterschätzten Delikatesse aus der Sojabohne mit CrossOver-Rezepten, ausführlicher Warenkunde, Interviews und Reiseberichten. Wer Tofu bisher als geschmacklosen Protein-Lieferanten für vegetarische Gerichte abgestempelt hat, muss umdenken! Claudia Zaltenbach gibt Einblicke in die Herstellung und Kultur des Sojabohnenprodukts und zeigt, dass Tofu alles andere als langweilig ist – und vieles sein kann, nur kein Ersatz-Gulasch. Moderner Genuss mit Tofu geht von Frühstücksideen, klassischen Suppen und Bowls über Gerichte mit Fisch oder Fleisch bis hin zu Süßspeisen. Darüber hinaus können mit der Autorin für uns ungewöhnliche Gerichte mit Yuba – der Tofuhaut, die als Delikatesse gilt – und selbst mit dem „Abfallprodukt“ Okara entdeckt werden. So bekommen diese Lebensmittel aus der Sojabohnen endlich den kulinarischen Respekt, den sie verdienen. Das zeigen auch die Interviews mit den Sterneköchen Jörg Sackmann und Heiko Antoniewicz, die Gastrezepte beigesteuert haben. Die Reiseberichte mit zahlreichen Fotos zu Küche, Land und Menschen entführen zu Tofu- und Yuba-Manufakturen in Japan, auf Hawaii, in England und Berlin. Eine ausführliche Warenkunde und Tipps zum Selbermachen mit an Mangas angelehnten Illustrationen der talentierten Comiczeichnerin Yuki Shirono runden das neue Werk ab. Wenn Tofu, dann so!

Claudia Zaltenbach ist eine begeisterte und begeisternde Food- und Reisebloggerin, die mit zu den ersten gehörte, die dieses Medium nutzten. Zu Recht wurde sie dafür schon mehrfach prämiert. Die ausgewiesene Genießerin geht kulinarischen Dingen auf den Grund – und das immer unterhaltsam und mitreißend. Ihr erstes Buch Miso hat Standards gesetzt und wurde mehrfach ausgezeichnet (Silbermedaille der Gastronomischen Akademie, Gourmand Cookbook Award) Tofu, Yuba & Okara, Rezepte – Kultur – Menschen Texte + Fotos: Claudia Zaltenbach, Illustrationen: Yuki Shirono 232 S. mit 166 Fotos und 14 Illustrationen, Hardcover mit Gold und Leseband, € 32,00, ISBN 978-3-7750-0794-8 HÄDECKE VERLAG, Weil der Stadt. haedecke-verlag.de, www.facebook.com/haedecke.verlag http://mizzis-kuechenblock.de – Hädeckes Genussblog

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Authentisch asiatisch, natürlich fermentiert!

Arche Naturprodukte GmbH D-40721 Hilden · www.arche-naturkueche.de · arche_naturkueche

*jap. „der fünfte Geschmack“ – vollmundig

ALLES 旨味 UMAMI!*

ARCHE – unvergleichlich „Umami“ Wussten Sie eigentlich, dass aktuell kaum eine Küche so „angesagt“ ist wie die asiatische im Allgemeinen und die japanische im Besonderen? Ihre Vielfalt und Ihre Geschmacksvariationen sind schier unendlich. Und doch ist Vorsicht geboten, wenn man aus den abertausenden von Variationen sein Lieblingsrezept gefunden hat. Leider enthalten die Produkte im Handel häufig immer noch Zutaten und Zusatzstoffe, auf die man gerne verzichtet! Aber es geht auch anders – dafür liefert Asia-Bio-Spezialist ARCHE Naturküche den überzeugenden Beweis. Bei ARCHE finden Sie Produkte, die noch handwerklich und absolut authentisch hergestellt wurden, und das mit Zutaten, die über jeden Zweifel erhaben sind. Da kommt absolut nicht rein, was nicht rein muss. Purheit, Klarheit, kurze Rezepturen, Authentizität und Geschmack stehen bei ARCHE an erster Stelle. Unverhandelbar! Ein Beispiel: Wussten Sie, dass ARCHE im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern bei seinen Soja- und Reisprodukten, z.B. den Sojasaucen und Misos, ausschließlich mit dem Verfahren

der natürlichen Fermentation arbeitet? Die Aufspaltung der Eiweiße des Getreides in hunderte wertvoller Aminosäuren übernimmt dabei das Koji-Ferment, mit dem die ARCHE-Hersteller in Japan arbeiten. Es ist genau dieser ganz langsam über viele Monate laufende Fermentations- und Reifeprozess, der für die schon legendäre Bekömmlichkeit dieser Produkte sorgt, aber auch für ihren hohen ernährungsphysiologischen Wert – und für „Umami“, den sagenumwobenen „fünften Geschmack“. Das Shoyu gibt es nun auch als „Smoked Shoyu“ und wird dafür mild über Kirschholzspänen geräuchert! Übrigens – beim japanischen ARCHE Shoyu und bei seiner kräftigeren, glutenfreien „Schwester“, dem Cedarwood Tamari, erfolgt die Fermentation noch ganz traditionell in uralten Fässern aus der japanischen Zeder. Mehr Infos: www.arche-naturkueche.de

Dim Sum mit Räuchertofu, Speck und Pflaumen-Dip Rezept für 25 Stück aus dem Tofu-Kochbuch Pflaumen-Dip: 250 g Pflaumen oder Zwetschgen 50 g Rohrohrzucker 30 ml weißer Balsamico 2 Sternanis, 1 Zimtstange ½ TL Fünf-Gewürze-Pulver 1 kleine gelbe Zwiebel, geschält 1 kleine Chilischote, entkernt, fein gehackt 1 EL Tamari 100 g Räuchertofu 80 g geräucherter Bauchspeck ca. 10 Shiitake, Stiele entfernt 1 Frühlingszwiebel 2 EL Ketjab Manis, 2 EL Panko 2 EL Schnittknoblauch, fein gehackt 25 runde Gyoza-Teigblätter 2–3 EL Öl 
zum Braten etwas Maisgrieß zum Bestäuben Das Obst entkernen. Mit Zucker, Essig, Gewürzen und fein gehackter Zwiebel in einem Topf bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Sternanis und Zimtstange entfernen. Chili und Tamari hinzufügen, weitere zehn Minuten köcheln lassen. Abschmecken und pürieren.

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Den Räuchertofu sehr fein hacken oder von Hand fein zerbröseln. Speck in feine Würfel schneiden, Pilze und den hellgrünen Teil der Frühlingszwiebel ebenfalls sehr fein würfeln. Speck in einer Pfanne auslassen, Pilze und Zweibelwürfel darin anbraten. Mit 1 EL Ketjab Manis ablöschen. Räuchertofu und Panko untermischen, restlichen Ketjab Manis dazugeben. Teigblätter und eine Schale mit lauwarmem Wasser für die Finger bereitstellen. Die Teigblätter vorsichtig trennen. Je ein Blatt auf die Hand legen und 1 TL der Tofu-SpeckMischung mittig darauf setzen. Eine Seite darüber klappen. Den Rand der Gegenseite mit etwas Wasser befeuchten, diese in Falten legen und fest an die Gegenseite andrücken. Auf eine mit Maisgrieß bestreute Arbeitsfläche legen. Mit den weiteren Teigtäschchen genauso verfahren. Eine Pfanne mit etwa 1 EL Öl stark erhitzen. Die Dim Sum hineinsetzen und anbraten. Sobald eine Seite schön angebräunt ist, 60 ml Wasser dazugießen und den Deckel schließen. Sobald das Wasser verkocht ist, die Dim Sum noch ein wenig weiter braten und vorsichtig aus der Pfanne heben. Sofort mit dem Dip servieren.


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Augen auf beim Milcheinkauf Egal ob Müsli, Kaffee oder Tee: Für viele gehört die Milch zum täglichen Leben einfach dazu. Sie versorgt uns mit Energie, ist reich an Eiweiß und enthält zahlreiche Vitamine. Doch die Stimmen und Studien mehren sich, wonach Milch alles andere als gesund wäre. Demeter-Milch hingegen ist sehr beliebt. // Stephan Wild Wer kennt nicht die Werbebilder, auf denen sich gesunde Kinder freudestrahlend ihren Milchbart wegwischen. Und das mit gutem Grund: Milch ist in den ersten Lebensmonaten meist die einzige Nahrung für Säuglinge. Auch im Kindesund Jugendalter deckt Kuhmilch den Tagesbedarf an wichtigen Mineralien und Nährstoffen – insbesondere viel von dem für Knochen und Zähne so wichtigen Mineralstoff Kalzium. Daneben versorgt sie den Organismus mit Vitamin A und B-Vitaminen, die die Energieverwertung aus der Nahrung begünstigen. Schon seit mehr als 7500 Jahren trinkt der Mensch gerne Milch. Er ist damit das einzige Lebewesen, das auch nach dem Abstillen weiter Milch in großen Mengen zu sich nimmt. Sie gehört unbestreitbar zu den Grundnahrungsmitteln und für viele Menschen und Experten ist sie aus gesundheitlicher Sicht ein ausgewogenes und überaus praktisches Lebensmittel. Doch rein rechnerisch sinkt der Konsum: Während im vergangenen Jahr jeder Deutsche durchschnittlich gut 51,5 Kilogramm Milch verzerrte, waren es im Jahr 2000 noch 56 Kilo. Milch wird traditionell in Kilo angegeben, wobei ein Kilogramm 1,02 Liter Vollmilch entspricht. Der sinkende Verbrauch zeigt, dass der Ruf der Milch in den letzten Jahren stark gelitten hat. Denn immer mehr Konsumenten befürchten, dass sie der Gesundheit nicht förderlich ist. Ihre Argumentation: Milch sei in Wahrheit eben nur für Kleinkinder und Kinder geeignet, schade aber ab einem bestimmten Alter, weil insbesondere Kuhmilch viele wachstumsfördernde molekulare Bestandteile enthalte. Der Milchkritiker, Wissenschaftsjournalist und Buchautor Bas Kast sagt zum Beispiel, er sei deswegen auf Mandel- und Hafermilch umgestiegen. Milch ist zudem ein lebendiges Nah-

rungsmittel: In der Flüssigkeit schwimmen zahlreiche Bakterien, Immunzellen oder aktive Enzyme. Bei Rohmilch besteht die Gefahr, dass sich Krankheitserreger leicht vermehren können. Anfällige Personen wie etwa chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder sollte auf den Verzehr von Rohmilch und des daraus gewonnenen Käses verzichten. Experten raten daher, Rohmilch direkt vom Bauern nur abgekocht zu trinken.

Ernährungsstudien oft unklar Die Zweifel an der Milch werden mittlerweile auch offiziell ernst genommen. So bat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im vergangenen Jahr die für die Bewertung von Risiken zuständige Bundesbehörde um eine Auswertung der verfügbaren Forschungsergebnisse. Wie so oft bei Ernährungsfragen, liefern aber die Studien der Ernährungswissenschaftler keine definitiven Antworten. Von Salz über gesättigte Fette bis Rotwein: Kslare Gewissheiten sind selten und der Grund, warum über Ernährungsfragen oft so stark gestritten wird. „Ich halte Milch für eines der hochwertigsten Proteine und sehe definitiv keinen Grund, hier Zurückhaltung zu empfehlen“, erklärt Andreas Pfeiffer, einer der bekanntester Ernährungsmediziner in Deutschland, der an der Charité und am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam arbeitet. Argumente, der Gesundheit wegen Milch nicht zu trinken, hätten derzeit auf wissenschaftlicher Basis jedenfalls nur diejenigen, die an Laktose-Unverträglichkeit oder Milcheiweißallergie leiden. Unbestritten und der Gesundheit nicht abträglich scheint hingegen der Genuss von Joghurt, Käse, Kefir, Quark zu sein. Weitere Studien zeigen, dass verarbeitete Milchprodukte womöglich sogar gut für

die Psyche sind. Denn die Speisen sind voll mit Mikroorganismen, die sich im Darm ansiedeln können und dadurch indirekt imstande sind, die Stimmung zu heben.

Die (gute) Milch macht‘s Milch ist nicht gleich Milch. Speziell wer auf umweltbewussten Konsum setzt, findet bei der Demeter-Milch die meisten Pluspunkte. Das beginnt schon bei der wesensgerechten Haltung und Fütterung der Kühe auf den Demeter-Höfen und wird bei der schonenden und werterhaltenden Verarbeitung in den DemeterMolkereien fortgeführt. Daraus ergeben sich die besten Voraussetzungen für hervorragende Milchqualität. Schon längst hat Demeter-Milch einen festen Platz im Kühlregal der Supermärkte. Die Milch von Höfen mit der biologisch-dynamischen Anbauweise ist gefragt. Das erfährt zum Beispiel auch die Molkerei Berchtesgadener Land: Sie sucht gemeinsam mit der Demeter Milchbauerngemeinschaft und Demeter Bayern aktiv weitere Höfe, die auf die biologisch-dynamische Bewirtschaftung umstellen wollen – persönliche Hofberatung und finanzieller Mehrwert inklusive. Ab März 2020 gibt es von der Molkerei – die derzeit Deutschland- und Österreichweit sowohl für konventionelle als auch für Bio-Milch den höchsten Milchpreis bezahlt – 2 Cent mehr pro Kilogramm Demeter-Milch als finanziellen Anreiz. Auch verarbeitete Demeter-Milchprodukte sind natürlich absolut frei von zugesetzten Aromastoffen. Nur Aromaextrakte – also die Auszüge und Konzentrate aus den Pflanzen selbst – werden zugesetzt. So bleibt der Geschmack authentisch und die Milchprodukte ein wertvolles Grundnahrungsmittel. l Foto: stock.adobe.com – Svenni

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Saisonale Schnittkäse mit buntem Charakter von ÖMA Aromatischer Schnittkäse aus bester Allgäuer Bioland-Milch ist die Basis der saisonalen Familie bunter Charaktere, die zwei neue Familienmitglieder begrüßen darf. Verschiedene Zutaten versehen die handlichen Käselaibe sowohl geschmacklich als auch optisch mit dem "gewissen Etwas". Alle rotgeschmiert und handwerklich in der Käsemanufaktur Allgäu unter Leitung von Max Sontheim gekäst – erhalten sie während der Herstellung ihre pfiffigen Zutaten. Neu mit von der Partie ist der ÖMA nicht genug. Ein kühles Glas fruchtaroBrummbär. Käsermeister Max Sontheim matisches, obergäriges Weizenbier weiß um den Wohlgeschmack feinen brachten ihn auf die Idee den Käse im Bärlauchs und gibt ihn in seinen Käseteig. Reifekeller eben mit diesem zu pflegen. Weitere Varianten dieser SaisonkäseDieser feine Käse zaubert im Frühjahr auch brummigen Gemütern ein kulina- Familie sind knackige Kürbiskerne für den Herbst beim ÖMA Kürbiskopf und edler risches Lächeln ins Gesicht. Über die Sommermonate wird erst- Trüffel in den Wintermonaten beim ÖMA mals der ÖMA Braumeister zu haben sein. Trüffelschwein. Geschmackvolle Zutaten wie Zwiebel und ÖMA – Ökologische Molkereien Allgäu Schnittlauch waren dem Käsermeister Mehr Informationen und Käse-Rezepte finden Sie unter www.oema.bio C

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Gefüllte Kartoffeln mit Bärlauchkäse Rezept für 4 Personen: Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten + Backzeit: 10-15 Minuten Zutaten: 200 g ÖMA Brummbär (alternativ kann – je nach Saison – ÖMA Braumeister, ÖMA Kürbiskopf oder ÖMA Trüffelschwein verwendet werden) 10 große Kartoffeln 1 rote Paprika 1 gelbe Paprika Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskat 40 g Allgäuer Bauernbutter Süß- oder Sauerrahm Zubereitung: Die Kartoffeln gut waschen, mit der Schale kochen und dann der Länge nach hal-

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bieren. Anschließend die Kartoffelhälften bis auf einen kleinen Rand aushöhlen und das ausgelöste Kartoffelfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Paprika klein würfeln, den ÖMA Brummbär reiben oder in feine Scheiben schneiden und beides zu der Kartoffelmasse geben. Gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die fertige Füllung mit einem Löffel in die Kartoffelhälften geben und die Butter in Flöckchen daraufsetzen. Die gefüllten Kartoffeln auf, ein mit Backpapier, ausgelegtes Backblech setzen und bei 220° C für 10-15 Minuten knusprig überbacken. Dazu passt hervorragend ein gemischter Salat! Guten Appetit!

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Das VollCorner Bio-Restaurant ändert sein Konzept

Aus resihuber wird La Trattoria Das Bio-Restaurant resihuber des Münchner Bio-Filialisten VollCorner Biomarkt GmbH kehrte am Donnerstag, den 6. Februar 2020 unter dem Namen La Trattoria aus der Winterpause zurück. Treibende Kraft für die neue Namensgebung ist die Veränderung der Speisekarte. Das La Trattoria-Team arbeitet weiterhin mit 100 % BioLebensmitteln aus dem VollCorner Bio-Netzwerk, serviert seinen Gästen jedoch fortan italienische Küche. Zwei Jahre nach der Eröffnung des VollCorner Bio-Restaurants resihuber am gleichnamigen Resi-Huber-Platz in München-Sendling legt das Gastro-Team des Münchner Bio-Filialisten ein neues Konzept vor. Das Team um Restaurantleiter Antonio Danza kehrte am Donnerstag, den 6. Februar nach dem Motto „ein Wiedersehen auf Italienisch“ aus der Winterpause zurück. Mit der Wiedereröffnung widmet sich das Bio-Restaurant ganz der italienischen Küche. Um die Änderung für die Gäste greifbar zu machen, hat sich das VollCorner Gastro-Team zu einer Namensänderung entschlossen: Aus resihuber wird La Trattoria. „ U n s e r e Vo l l C o r n e r Biomärkte sind Nahversorger, die den Münchnern Bio-Qualität für jeden Tag bieten“, erklärt Willi Pfaff, Geschäftsführer und Inhaber der VollCorner Biomarkt GmbH. Mit der Eröffnung des Bio-Restaurants resihuber im März 2018 wollten Pfaff und sein Team Bio-Lebensmittel auch

in der Münchner Gastronomie voranbringen. „Es gibt kaum Restaurants, die mit BioProdukten kochen. Ganz zu schweigen von 100 % Bio – das schaffen die wenigsten“, so Pfaff. „Trotz des erfolgreichen Starts haben wir bald gemerkt, dass wir mit dem resihuber nur einen Teil der Münchner angesprochen haben. Uns war klar – wenn wir auch in der Gastronomie mehr Menschen für Bio begeistern wollen, können wir das nur mit einer neuen Speisekarte“, begründet Pfaff die Entscheidung für die Neuausrichtung der Küche. Für die gleichbleibend hohe Qualität der Speisen sorgt Chefkoch Max Brückel, der seit April 2019 die Küche des resihuber verantwortet und das La Trattoria Konzept maßgeblich entwickelt hat. „Bei uns im La Trattoria finden Gäste die echte italienische Küche: Neben hausgemachten Antipasti und Dolci begeistern wir mit vielfältigen Hauptgängen, die von unserer Liebe zur italienischen Küche erzählen. Von klassischen Pasta-Gerichten, über Pizza aus unserem neuen Steinofen bis hin zu raffinierten Secondi – die Auswahl ist groß“, freut sich Brückel. Als biozertifiziertes Restaurant arbeitet das La Trattoria weiterhin ausnahmslos mit Bio-Produkten. Gekocht wird mit Zutaten, die Partnerbetriebe aus dem VollCorner Bio-Netzwerk liefern. Getreu der VollCorner Philosophie – so nah wie möglich, so fern wie nötig – bevorzugt das Team dabei regionale Zutaten. La Trattoria, Ristorante – Pizza – Bar Resi-Huber-Platz 1, 81371 München Tel. 089 4520 1670, ciao@la-trattoria.bio, www.la-trattoria.bio

Die VollCorner Biomarkt GmbH wurde 1988 u.a. von Willi Pfaff in München gegründet. Heutiger Inhaber und Geschäftsführer ist das Ehepaar Willi Pfaff und Birgit Neumann. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 480 Mitarbeiter aus über 50 Ländern. Auf einer Gesamtverkaufsfläche von rund 6.000 m2 bietet VollCorner in 19 Biomärkten im Stadtgebiet München jeweils bis zu 10.000 verschiedene Bio-Produkte an. Regionale Bio-Fleischtheken finden Kunden in sieben VollCorner Biomärkten. Vier davon betreibt VollCorner selbst, drei werden als Shop-in-Shop von der regionalen Bio-Metzgerei Herrmannsdorfer geführt. Neben den Biomärkten betreibt VollCorner das

Bio-Restaurant La Trattoria in Sendling, das Bio-Bistro Cucina in Großhadern und den Bio-Weinhandel Vino in Haidhausen. Regionale Produkte und internationale Bio-Spezialitäten sind zentrale Elemente der Sortimentspolitik von VollCorner. Seit 2010 arbeitet das Unternehmen eng mit der regionalen Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft Tagwerk zusammen. Das VollCorner Bio-Netzwerk basiert darüber hinaus auf handverlesenen regionalen und internationalen Bio-Betrieben und Bio-Manufakturen, deren Lebensmittel über das firmeneigene Zentrallager in Garching bei München gehandelt werden. Hier lagern auch die ausgesuchten Weine. www.vollcorner.de

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20 in 2020

Berchtesgadener Land sucht Demeter-Höfe Gemeinsam mit Demeter-Beratern Betrieb umstellen – Traum vom naturnahen Hof erfüllt Schon längst hat Demeter-Milch einen festen Platz im Kühlregal. Die Milch von Höfen mit der biologisch-dynamischen Anbauweise ist gefragt – beim Verbraucher wie auch bei der Molkerei Berchtesgadener Land. „20 in 2020“ lautet die Devise der Genossenschaftsmolkerei. Sie sucht zusammen mit der Demeter Milchbauerngemeinschaft und Demeter Bayern aktiv weitere Höfe, die auf die biologisch-dynamische Bewirtschaftung umstellen wollen – persönliche Hofberatung und finanzieller Mehrwert inklusive. Ab März 2020 gibt es von der Molkerei, die derzeit den mit Abstand höchsten Milchpreis bezahlt –2 Cent mehr pro kg Demeter-Milch – einen finanziellen Anreiz. Weil Demeter aber nie eine rein wirtschaftliche Entscheidung sein kann, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung ist, setzt Berchtesgadener Land zum anderen auf eine unkomplizierte und persönliche Betreuung der auf Demeter umstellenden Landwirte. Dabei können sich die angehenden Demeter-Bauern auf eine persönliche und intensive Beratung durch die Demeter-Hofberater verlassen. Das ist auch nötig, schließlich dauert eine Umstellung meist zwei bis zweieinhalb Jahre. Die Herde auf horntragende Kühe umzustellen ist ein zentraler Punkt bei Demeter. Rund 11.000 kg Demeter-Milch werden derzeit jährlich von knapp 100 Demeterbetrieben der Molkereigenossenschaft erfasst und in der Molkerei in Piding verarbeitet. Bereits vor 45 Jahren begann die Molkerei Berchtesgadener Land Demetermilch von biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfen im Südosten Oberbayerns zu erfassen. Die DemeterMilch in der braunen Mehrwegflasche erfreut sich in Zeiten der Nachhaltigkeit immer größerer Beliebtheit. Kontakt: Demeter Milchbauerngemeinschaft, Alois Fersch, Tel. 08624-82 97 33, alois.fersch@demeter-bayern.de

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ESSENER - BROT – das Original seit über 20 Jahren – Das lebendige Vollkornbrot gebacken nach einem Rezept der Essener (Essäer) Alle Bestandteile aus kontr. biologischem Anbau: Roggen, Dinkel, Hafer, Hirse, Leinsaat, Sesam, Sonnenblumenkerne, Honig, Meersalz. Diese und andere Brotsorten der Bäckerei Stangl aus Nußdorf / Inn führen fast alle Naturkostläden und einige Reformhäuser in und um München.

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Investiere in Münchens erste Bio-Brauerei! Münchens erste und einzige Bio-Brauerei bietet wieder Genussrechte an. Haderner Bräu ist eine familiengeführte Bio-Brauerei aus München. Die naturtrüben, unfiltrierten Biere stellen die Brauer in kleinen Mengen in traditioneller handwerklicher Braukunst in München selbst her – rein biologisch, mit regionalen Zutaten aus Bayern. Die frisch aufgelegte 2. Emission steht jetzt bereit: Genussrechte mit Bier-Bonus warten auf die Fans von Münchens erster Bio-Brauerei. Seit 2016 braut die erste und einzige Bio-zertifizierte Brauerei in München in der Großhaderner Straße in einem kleinen Hinterhof und beliefert mittlerweile viele namenhaften Kunden, wie z.B. das Hotel Schlossgut Oberambach, die Vollcorner und Basic Märkte und verkauft selber auf Stadtveranstaltungen, wie auf der Auerdult oder dem Stadtgründungsfest. Die Familie Girg hat noch weitere Pläne und will Haderner Bräu im benachbarten Bauernhof ansässig machen und erweitern. Dafür werden Genussrechte angeboten. Diese sind in der Biobranche sehr beliebt, denn Mithilfe von Genussrechten kann ein Unternehmen sein Eigenkapital erhöhen, einen erweiterten Kredit aufnehmen und die geplanten Innovationen umsetzen. Ihre Vorteile als Anleger: Sie unterstützen einen regionalen Bio-Betrieb und ermöglichen es diesem Unternehmen zu wachsen. Währenddessen erhalten Sie regelmäßig Zinsen und am Ende der vereinbarten Laufzeit Ihr Geld zurück. Mit gezeichneten Genussrechten ist Ihr Geld also nicht nur gewinnbringend, sondern auch sinnbringend angelegt. Es tut Gutes, während es „zinst“!

Probieren Sie die Vielfalt der Haderner Biere.

Nachdem das süffige, naturtrübe Bio-Bier, ob Helles, Dunkles, alkoholfreies Kellerbier oder das beliebte Indian Pale Ale, derart gut in der Biobranche und in München ankommt (Umsatz 2019 + 55%) sollen die Brau- und Lagerkapazität in 2020 um ca.50% erhöht werden. Zudem plant die familiengeführte Bio-Brauerei im Laufe des Jahres 2021 auf den traditionsreichen Stürzer-Hof in Großhadern umzuziehen. Eine Brauerei sowie Event-Räume für Braukurse und Veranstaltungen finden dort Platz. Später sollen auch noch ein Hofladen und ein Bräustüberl dazu kommen.

Für diese Investitionen der Haderner Bräu werden wieder Genussrechte ausgegeben, ab 1.000€, mit Bier-Gutscheinen aber auch in Bar als Rendite. Die Gutscheine wird man später nicht nur in Bier sondern auch im Bräustüberl, auf Festen etc. einlösen können. Jeder Anleger erhält zusätzlich das Privileg, kostenlos eine 1-L-Flasche Bier aus dem großen Braufass vor Ort gezapft zu bekommen. Infos unter www.genussrechte.org Genussrechtsinteressenten sind herzlich eingeladen zur Präsentation des 2. Genussrechtsmodells der Haderner Bräu in Großhadern am Do. 19.03.2020 um 19:00 h. Anmeldung bitte bis 16.3.2020 unter Tel. 0160 -785 38 56 (Marta Girg) oder per Mail: m.girg@haderner.de Es gibt noch eine weitere Präsentation am Di. 28.04.20 um 19:00 h Jeden Freitagnachmittag lädt die Familie Girg zum Hofverkauf und Verkostung ein, wo man sich über die Details informieren kann. Haderner Bräu München Münchner Girgbräu GmbH Großhaderner Straße 16 81375 München Tel. 089 - 92 58 19 88 www.haderner.de

Marta und Thomas Girg freuen sich auf Ihren Besuch in der Brauerei.

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Heimatkost stellt um auf Bio-Produkte Ein Interview mit der Gründerin der bayrischen Genussmanufaktur Heimatkost KG, Claudia de Jong über Motivation, gesunde Ernährung und Ziele. Was ist Heimatkost für Sie? Heimatkost ist für mich Leidenschaft, persönliche Überzeugung und Beziehungen zu vielen wunderbaren Menschen. Warum ist Ihnen gesunde Ernährung ein Anliegen? Mit unserer Ernährung haben wir einen entscheidenden Anteil an unserer Gesundheit. Jede Menge Studien zeigen uns die Bedeutung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Krankheiten können vorgebeugt und oder gelindert werden. Deshalb legen wir in unserer Familie großen Wert auf selbst und frisch kochen.

Warum dann Convenience-Tiefkühl-Produkte? Wenn wir nach einem langen und anstrengendem Tagen nach Hause kommen, möchten wir ein schnelles und gesundes Essen. Doch oft fehlt uns die Kraft und Motivation zu kochen. So leben wir in einem Konflikt zwischen schnell und „selbstgemacht“. Diesen Konflikt wollen wir mit unseren Produkten lösen. In dem wir von Heimatkost frisch und selbst kochen, ermöglichen wir unseren Kunden diesen Konflikt für sich und ihre Familien zu lösen. Sie geben nun Genussrechte aus für das weitere Wachstum des Unternehmens. Warum gerade Genussrechte? Genussrechte sind für Unternehmen eine ideale Form, um sowohl Investitionen solide zu finanzieren als auch Kunden, Mitarbeiter und Unterstützer langfristig zu binden und am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Durch ihren Beteiligungscharakter sind Genussrechte fürs Unternehmen ähnlich wie Eigenkapital und stärken somit unsere finanzielle Unabhängigkeit. Darüber hinaus sind Genussrechte für mich ein Zeichen für ein gemeinsames Ziel. Wofür ist das Genussrechtskapital, das Sie derzeit einsammeln? Wir ziehen mit unserer Produktion derzeit in neue Räumlichkeiten in Landshut. Mit über 800 m2 Fläche und besseren Raumstrukturen, ist es uns in Zukunft möglich, einer deutschlandweiten

Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels gerecht zu werden. Gleichzeitig ermöglicht uns der neue Standort ein gesundes, organisches und an der Nachfrage orientiertes Wachstum. Ein weiterer wichtiger Grund ist die bevorstehende Listung im Bio-Einzelhandel. Die Heimatkost KG ist bereits bio-zertifiziert. Nun bereiten wir die Einzelzertifizierung unserer Produkte vor. Durch das Genussrechtekapital soll auch dieser Schritt finanziert werden. Welche Ziele haben Sie für Ihr Unternehmen Heimatkost? Kurzfristig steht der Aufbau der vergrößerten Produktionsanlage und die deutschlandweite Expansion in den BioEinzelhandel an oberster Stelle. Mittelfristig ist es uns wichtig gesundes Bio-Convenience-Food in ganz Deutschland für jeden zugänglich zu machen. Von daher streben wir zusätzlich eine Listung im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel an. Alles das gelingt nur mit einem starken Team und überzeugten Genussrechte-Unterstützern.

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Heimatkost

#Genussmanufaktur

Infoveranstaltung zu Genussrechten informieren, probieren, investieren Sonntag, 22.03.2020 ab 15:30 Uhr (bis ca. 17:00 Uhr)

Vorteile der Investition in Heimatkost-Genussrechte mit Claudia de Jong Gründerin der Heimatkost KG mit Gernot Meyer Gründer der Plattform Genussrechte.org im Stemmerhof Plinganserstraße 6 81369 München-Sendling Kostenloses Ticket buchen unter www.t1p.de/heimatkost oder OR-Code einscannen

Weitere Veranstaltungen auf events.heimatkost.com

Heimatkost ist eine Genussmanufaktur für anspruchsvolle, individuelle und gesundheitsbewusste Ernährung. DE-ÖKO-037 Heimatkost KG | Amalienstraße 1 | D-84032 Landshut Folgen Sie uns auf /heimatkost | heimatkost.com


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Bayerns beste Bio-Produkte 2020 Zehn köstliche Schmankerl aus dem Freistaat tragen ganz offiziell den Titel „Bestes Bayerisches Bioprodukt 2020“. Bei der Preisverleihung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gratulierte Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Hubert Heigl, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) e.V. überreichte gemeinsam mit Bio-Königin Carina I. die Urkunden an die zehn Gewinner des Wettbewerbs „Bayerns beste Bioprodukte 2020“.

Das Bild zeigt die Ministerin (M.) und neben ihr die Bayerische Biokönigin Carina I. (rechts), dem Vorsitzenden der LVÖ Hubert Heigl (links.) zusammen mit den Gewinnern. Foto: Astrid Schmidhuber / StMELF

GOLD-GEWINNER

Bier Senf Münchner Kindl Senf GmbH Fürstenfeldbruck Alles begann vor 100 Jahren auf dem Viktualienmarkt: Dort hatten die Vorfahren der Familie Hartl einen Laden in der Metzgerzeile. Um ihrer Kundschaft zu den Weißwürsten frischen süßen Senf anbieten zu können, stellten sie ihn ab 1920 selbst her. Bald war der Senf in der Stadt sehr beliebt und erhielt den Namen „Münchner Kindl“. 1986 beschloss Theo Hartl, die Senftradition der Familie auf

ökologische Weise fortzuführen. Heute sind es seine Töchter Lisana und Catalina, die sich auf herausragende Weise um eine rundum nachhaltige Senfproduktion kümmern: Die Zutaten für den Senf kommen aus der Region, werden energiesparend verarbeitet, Deckel und Etiketten der Gläser sind frei von Giftstoffen. Münchner Kindl engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung, für das Wohl der Bienen, betreibt am Firmensitz in Fürstenfeldbruck einen UnverpacktLaden uvm. Bier Senf Bier Senf ist eine echte Innovation von Münchner Kindl: Die Idee, für die Maische nicht nur Wasser, sondern auch Bier zu verwenden, kam Theo Hartl schon vor über 30 Jahren. Seit neuestem enthält der Bier Senf von Münchner Kindl das naturtrübe helle Bier von der Brauerei Riedenburger. Die Unternehmen sind freundschaftlich miteinander verbunden, und auch zwischen Bier und Senf funktioniert die Freundschaft im Glas bestens: Hier verbinden sich zwei bekannte bayerische Marken mit langer Bio-Tradition zu einem körnigen Senf, wie er in Bayern eine noch längere Tradition hat. Der kräftige Bier Senf schmeckt

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Staatsministerin Michaela Kaniber gratulierte den Gewinnern herzlich und sagte: „Bayerns beste Bioprodukte begeistern mich jedes Jahr aufs Neue. Der Wettbewerb zeigt, wie bayerische Bio-Betriebe großartige Ideen in die Tat umsetzen, und das in bester Qualität. Dabei wirtschaften sie auf besonders nachhaltige Weise. Mit diesem Gesamtpaket haben die Gewinner die Auszeichnung „bestes bayerisches Bioprodukt“ mehr als verdient!“ LVÖ-Vorsitzender Hubert Heigl betonte das Engagement aller teilnehmenden Betriebe, die insgesamt 57 Produkte zum Wettbewerb eingereicht hatten: „Mit ihren regionalen Bio-Produkten stärken diese Betriebe eine Landwirtschaft in Bayern, die Umwelt und Klima, unsere Artenvielfalt, unsere Böden und unser Wasser schützt. Dabei entstehen Köstlichkeiten, die einfach unverwechselbar schmecken. köstlich und durch die Bier- Note einfach ganz besonders. Er passt bestens zu Fleisch und Wurst und eignet sich gut zum Verfeinern von Saucen.Dazu trinkt man am besten – ein echt bayerisches Bio- Bier! Echt regional Wer es ernst meint mit bayerischer Bio-Regionalität muss sich ein gutes Netzwerk an stabilen Partnerschaften aufbauen. Theo Hartl und nun seine beiden Töchter Lisana und Catalina können genau das besonders gut. Im Münchner Kindl Bier Senf kommt nicht nur das Bier aus einer fruchtbaren Kooperation mit einem anderen bayerischen BioUnternehmen. Die Gelbsenfsaat bezieht Münchner Kindl seit über 25 Jahren von der Kramerbräu Saaten und Öle GmbH in Pfaffenhofen an der Ilm. Vom Feld bis zum Firmensitz in Fürstenfeldbruck legen die Senfkörner gerade mal 25 km zurück. Der Zucker aus bayerischen Bio-Rüben kommt über die Erzeugergemeinschaft „Unser Land“ zu Münchner Kindl. Die Firma Münchner Kindl lebt damit einen wichtigen Teil des regionalen Bio-Gedankens: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und das Bewusstsein, dass man gemeinsam viel mehr bewegen kann.

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SILBER-GEWINNER

„Woidstoin“ Biobäckerei Wagner GmbH Tiefenbach Landkreis Passau

Ziegenmilchkaramell Michlbauer Manufaktur GbR Ursensollen Lkr. Amberg-Sulzbach

Zwetschgenlatwerge Die Genießermanufactur Sabine Hennek & Thomas Luciow GbR, Würzburg

„Ehrlich.fair.regional“: Das ist das Motto, dem sich die Biobäckerei Wagner aus Ruderting bei Passau verpflichtet hat. Vor dreizehn Jahren stellten die Wagners – als eine der ersten Bäckereien in Deutschland – ihr komplettes Sortiment auf bio um. Seitdem gilt für ausnahmslos alle Rohstoffe, die in der Biobäckerei Wagner verarbeitet werden: 100% Herkunft aus ökologischer Landwirtschaft. Diese Konsequenz stellt eine große Herausforderung dar, denn längst nicht immer ist das Gewünschte auch so einfach in Bioqualität zu bekommen. Zumal, wenn es möglichst regional sein soll. Familie Wagner und ihre mittlerweile mehr als 140 Mitarbeiter meistern die Herausforderung täglich und höchst erfolgreich. Und trotz ihrer beachtlichen Größe ist und bleibt die Biobäckerei Wagner ein handwerklich arbeitender, traditionsbewusster Familienbetrieb. Woidstoin „Woidstoin“ ist niederbayerisch, der Name ist Programm. Hier geht es um die Übertragung herkömmlicher Stollenrezepte auf das, was im Bayerischen Wald bzw. an seinem südlichen Ende – dem Standort der Biobäckerei Wagner – wächst und gedeiht. Die Hauptzutat ist Dinkelmehl, das sich mit Heumilch und viel Butter zu einem herrlich dichten Stollen verbindet. Wobei jeder Bissen ein wenig anders schmeckt: Mal nussig nach Wal- oder Haselnüssen, mal fruchtig nach Kirschen, Heidel- oder Aroniabeeren. Und um es noch einmal spannender zu machen, wurden die Früchte vor dem Backen in Gin eingelegt. Der Woidstoin schmeckt wunderbar saftig, die leichte Säure der Früchte schafft den perfekten Kontrast zum sparsam eingesetzten Zucker. Dieser Stollen ist ein Meisterwerk der bio-regionalen, kreativen Bäckerskunst!

Die Michlbauer Manufaktur gehört zu einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in der Nähe von Amberg in der Oberpfalz. Hier bewirtschaften Schirin Oeding und Sebastian Meier 70 ha Acker, Wald und Grünland, melken 200 Ziegen und halten eine kleine Mutterkuhherde. Ein großer Gemüsegarten, eine Hühnerschar und einige Bienenvölker gehören ebenfalls mit zum Hof. Sie stehen für eine ganzheitliche, regionale und gleichzeitig weltoffene Ernährung. Das Wohlergehen ihrer Tiere liegt ihnen genauso am Herzen wie die gute Zusammenarbeit mit dem Bio-Metzger aus dem Nachbardorf und die regionale Vermarktung von Fleisch und Ziegenmilchkaramell. Mit Freude, Kreativität und harter Arbeit gestalten Schirin Oeding und Sebastian Meier die Zukunft ihres Hofes und ein Stück wirklich nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft. Ziegenmilchkaramell Mit Schirin Oeding, die in Kanada aufgewachsen ist, kam die Welt nach Ursensollen: Die Michlbauer Manufaktur stellt das Bio-Ziegenmilchkaramell nach einem traditionell mexikanischen Rezept für „Cajeta“ her. Umso heimischer sind die Hauptzutaten: Die Ziegenmilch stammt vom eigenen Hof, der Zucker aus bayerischen bzw. baden-württembergischen Rüben. Wer es schafft, das dickflüssige, samtige Karamell mit der spannenden Ziegenmilch-Note nicht direkt aus dem Glas wegzulöffeln, gibt es als I-Tüpfelchen auf Nachspeisen oder genießt es zu Käse, Nüssen und sogar im (Obst-)Salat. Hier wird Naschen emotional, denn durch das Ziegenmilchkaramell darf man teilhaben und beitragen zu dem, was den Landwirten wichtig ist: Weltoffenheit, ökologisches und regionales Wirtschaften, Spaß am Leben – und ab und zu was Süßes essen!

In ihrer feinen und familiären Genießermanufactur in Würzburg kreieren Thomas Luciow und Sabine Hennek köstliche und ausgefallene Würz-, Chiliund Currypasten, Brotaufstriche, Platterbsen-Falafel, süße Raritäten und natürlich die „Zwetschgenlatwerge“. Die Auswahl der Zutaten hat oberste Priorität: Alle Rohstoffe stammen aus ökologischer Landwirtschaft und von ausgewählten, langjährigen Lieferanten; exotische Gewürze aus fairem Handel, regionale Produkte gerne von Landwirten, die sie extra für die Genießermanufactur anbauen. Alles wird von Hand frisch und wertschonend verarbeitet und auf natürliche Art konzentriert. Die Produkte der Genießermanufactur sind Aromabomben, mit der sich einfache Alltagsgerichte genauso wie ausgefallene Rezepte zu besonderen Anlässen mit viel Freude verfeinern lassen. Zwetschgenlatwerge Eigentlich gibt es dieses Produkt auch anderswo: Was die Franken „Zwetschgenlatwerge“ nennen heißt auf hochdeutsch Pflaumenmus, in Österreich Powidl und in der Schweiz ebenfalls „Latwerge“. Die Zwetschgenlatwerge der Genießermanufactur ist allerdings unverwechselbar. Hier kommen ausschließlich vollreife Früchte der alten Sorte „Fränkische Hauszwetschge“, die auf fränkischen Streuobstwiesen gewachsen sind, in den Topf. Kein Zusatz von Zucker oder Süßungsmitteln, keine Gewürze oder Verdickungsmittel: Die Fränkische Hauszwetschge mit ihrem vollen Aroma schafft es ganz allein, im Mund eine feinherb-fruchtige Geschmacksexplosion zu zünden. Die Zwetschgenlatwerge der Genießermanufactur ist ein Gaumenschmaus für große und kleine Leckermäulchen, auf dem Frühstücksbrötchen, zu Käse, in Soßen oder zu Desserts.

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BRONZE-GEWINNER

Allgäuer Ur‘Gselchtes Allgäuer Hornochse Ökomodellregion Oberallgäu Kempten

Tannen- & Fichtenhonig Jonas & Daniel Scholz GbR Kainsbach/ Happurg (Lkr. Nürnberger Land)

Das Modellprojekt „Allgäuer Hornochse“ der Öko-Modellregion (ÖMR) Oberallgäu Kempten setzt ein Zeichen für die regionale Aufzucht der männlichen Bio-Milchviehkälber. Die am Projekt beteiligten Bauern vermarkten ihre Rindfleischprodukte unter der gleichnamigen Marke. Der „Allgäuer Hornochse“ steht dabei für die konsequente Ausrichtung an Ethik, Tierwohl und Umweltschutz sowie für die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und regionalen Verarbeitung. Das bedeutet u.a.: horntragende Rinder, Weidehaltung, getreidefreie, CO2-neutrale Fütterung, Schlachtung in regionalen handwerklichen Schlachtstätten und die Verwertung des ganzen Tieres. In der gesamten Wertschöpfungskette werden faire Preise ausgezahlt und sämtliche Produkte in hoher Qualität angeboten. Durch die Herstellung feiner Wurstprodukte können auch die altgedienten Milchkühe geschlachtet und vermarktet werden. Ur‘Gselchtes Das „AllgäuerHornochse“ Ur‘Gselchte ist ein besonders edler Rohschinken, der in traditioneller Handwerkskunst hergestellt wird. Das G‘selchte besteht aus mageren Rindfleischstücken, die mit Salz und einer Gewürzmischung gepökelt und mehrere Monate hinweg getrocknet werden. Die Herstellung erfolgt unter denselben klimatischen Bedingungen wie anno dazumal, als das G‘selchte in strengen Wintern der klaren, trockenen Bergluft ausgesetzt war. Im Allgäuer Ur‘Gselchten verdichten sich die besondere Qualität des Rindfleisches und das sorgfältige Herstellungsverfahren zu einem zarten Selchfleisch mit einzigartigem Geschmacksbild. Die „Allgäuer Hornochsen“ zeigen: Wenn bestes BioRindfleisch nach meisterlicher Tradition verarbeitet wird, entstehen Spezialitäten, die der Gaumen nicht vergisst!

Jonas und Daniel Scholz, die „Honigwanderer“, wandern wirklich: Nach alter Tradition ziehen sie von Frühling bis Herbst mit einem Teil ihrer rund 70 Bienenvölker durchs ganze Land. Nachts, wenn die Temperaturen kühler sind, bringen sie die Tiere in ihren Stöcken zu neuen Standorten, an denen die Bienenweiden gerade in voller Blüte stehen. Bienen sind „blütenstet“, sie sammeln in einem gewissen Umkreis nur Pollen und Nektar der vorherrschenden Pflanzenart. So entstehen sortenreine Honige, die den Charakter der jeweiligen Landschaft in sich tragen. Jonas und Daniel Scholz legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und wesensgerechte Bienenhaltung. Um den Übergang von Schadstoffen aus dem Wachs in den Honig zu verhindern, wird älteres Wachs konsequent aus dem Bienenstock entfernt. So entstehen BioHonige von höchster Qualität! Tannen- und Fichtenhonig Wer die auf dem schönen Glas des Tannen- & Fichtenhonigs der „Honigwanderer“ angegebenen Geodaten im Internet eingibt, sieht auf der Karte erstmal nur grün. Ortsnamen erscheinen erst nach Verkleinern der Karte. Denn N48° 57‘ E12° 51‘ befindet sich mitten im Bayerischen Wald, dort, wo auch für niederbayerische Verhältnisse nur wenige Menschen leben. Die Bienen, die von Jonas und Daniel Scholz hierhergebracht wurden, hatten rundum freie Bahn, um die Waldtracht von den Bäumen einzusammeln und daraus besten Honig zu fertigen. Da die Honigwanderer keine Mittelwände einsetzen, lagerten die Bienen ihren Honig ausnahmslos in frisch gebaute, duftende Naturwaben. Im direkten Kontakt mit dem Naturwachs reifte er zu etwas ganz Besonderem heran: Der Tannen- & Fichtenhonig der Honigwanderer ist optisch wie geschmacklich ein Erlebnis!

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Beschwipste Anna rot Bio Schaukäserei Wiggensbach eG, Lkr. Oberallgäu Die Bio-Schaukäserei Wiggensbach ist bekannt für ihren charaktervollen Heumilch- Käse aus dem Oberallgäu. Der Betrieb ist genossenschaftlich organisiert, d.h. alle Milch-Lieferanten sind an der Käserei beteiligt. Das garantiert ihnen einen fairen Milchpreis sowie Mitspracherechte bei wichtigen Entscheidungen. Eine dieser gemeinsamen Entscheidungen ist ein besonders nachhaltiger Umgang mit dem Thema Energie. Entlang der Leitlinie „Energie sparen und selbst erzeugen“ betreiben die Wiggensbacher eine moderne Pelletsheizung und eine Photovoltaikanlage. Anfallende Wärme wird in heißes Wasser umgewandelt, das in der Käserei gebraucht wird. Ganz besonders energiesparend wirkt der noch recht neue Ziegelgewölbekeller: Im Vergleich zu Reiferäumen, die künstlich klimatisiert werden, spart der Wiggensbacher Käsekeller durch seine unterirdische Bauart und das stille Klima bis zu 80 % der Energie ein. Beschwipste Anna rot Wer genau die Anna ist, lässt sich abschließend nicht mehr klären. Aber woher sie ihren roten Schwips hat, schon. Denn eigentlich liegt der Heumilchkäse in der Bio-Schaukäserei Wiggensbach gemütliche 14 Wochen lang zur Reife auf Fichtenbrettern im Ziegelgewölbekeller. Jeden zweiten Tag aber kommt ein Mitarbeiter und schmiert die Laibe für die beschwipste Anna ein mit einem Gemisch aus Rotweinhefe und Salzlake. Da kann die Anna nicht anders und nimmt bis zum Ende ihrer Reifezeit ein feinwürziges, fruchtiges Rotweinaroma an. Mit diesem Schwips und ihrem lustigen Namen überzeugt sie als originelle Allgäuer Heumilchspezialität, egal ob zu Wein oder Wasser, ob solo oder auf einer guten Scheibe Brot!

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Bio-Rapsöl Kramerbräu Saaten und Öle GmbH, Pfaffenhofen a.d. Ilm

Kloster-Sauerkrautbrot Klosterbetriebe Plankstetten GmbH, Lkr. Neumarkt i.d.OPf. Die Mönche in Plankstetten leben nach der Regel des hl. Benedikt und begreifen Arbeit als Chance, Gottes Schöpfung mitzugestalten. In allen Klosterbetrieben wie Bäckerei, Metzgerei, Imkerei und weitere geht es darum, den Menschen gesunde, ausschließlich ökologisch hergestellte und erstklassige Grundnahrungsmittel anzubieten. Herz und Motor der Versorgung der Klosterbetriebe Plankstetten ist die Landwirtschaft. So kommt zum Beispiel das Getreide für die Bäckerei natürlich aus dem eigenen Anbau. Das „Klostergut Staudenhof“ wurde schon 1994 vollständig auf ökologischen Landbau umgestellt. Für die Mönche des Benediktinerklosters Plankstetten bedeutet Ökolandbau: Wir Menschen als Teil der Schöpfung übernehmen Verantwortung dafür, wie wir unser Land bebauen und unsere Umwelt behandeln. Sauerkrautbrot Der größte Teil des Getreides, das am Klostergut Staudenhof angebaut wird, wandert zu Bäckermeister Frater Bonifatius in die Backstube im Kloster Plankstetten. Jedes Jahr rund um Erntedank wird dort traditionell das Sauerkrautbrot gebacken. Dafür setzt Frater Bonifatius am Vortag den eigenen Roggensauer nach der 3-Stufen-Methode an. So hat der Teig genügend Zeit zum Reifen. Bevor das Brot im Steinbackofen gebacken wird, kommt eine gute Portion Sauerkraut zum Teig sowie Röstzwiebeln und Kümmel. Heraus kommt ein rustikales, saftiges Bauernbrot mit schöner Kruste und leichtem Sauerkrautgeschmack. Das Sauerkrautbrot aus der Klosterbackstube als regionale, saisonale Bio- Spezialität liefert die beste Grundlage für eine zünftige Brotzeit!

Vom Bier zum Öl: Das Unternehmen Kramerbräu hat eine lange Geschichte, die vor ca. 400 Jahren mit einer Brauerei begann. Mittlerweile hat sich Kramerbräu ganz darauf spezialisiert, Bio-Saaten zu verarbeiten und zu verwerten. In Pfaffenhofen an der Ilm werden u.a. Sonnenblumenkerne, Leinsaat und Senfkörner gereinigt, geschält, gepresst oder vermahlen. Dabei entstehen Saaten für MüsliHersteller oder Bäckereien sowie hochwertige Öle, pflanzliche Proteine und Presskuchen als Tierfutter. Kramerbräu betreibt auch eine eigene Bio-Landwirtschaft, die bereits seit 1989 dem Anbauverband Naturland angehört. Auf den eigenen Ackerflächen betreibt Kramerbräu erfolgreich Versuche im Mischfruchtanbau. Bei dieser Methode stehen zwei oder auch drei Kulturen gleichzeitig auf dem Feld, die sich mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften gegenseitig fördern. Bio-Rapsöl Maximale Transparenz und kurze Transportwege: Alle Schritte, die für die Herstellung des Naturland-Bio- Rapsöls nötig sind, liegen in der Hand von Kramerbräu. Die Bio-Rapsfelder befinden sich direkt beim Firmensitz in Pfaffenhofen a.d. Ilm, wo das Öl schließlich auch gepresst und in Flaschen abgefüllt wird. Rapsöl ist eine tolle Alternative zu Sonnenblumenöl, sowohl geschmacklich als auch aufgrund des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren. Das native, kaltgepresste Naturland-Bio-Rapsöl von Kramerbräu überzeugt durch seinen milden, leicht nussigen Geschmack und ein abgerundetes Ölsäurenmuster. Rapsöl ist vielseitig einsetzbar, zum Dünsten, Kochen oder Backen genauso wie für die Zubereitung von Salaten.

INNOVATION Schwarzer Hafer Apostelbräu Rudolf Hirz, Hauzenberg (Lkr. Passau) „Apostelbräu“, die kleine Privatbrauerei in Hauzenberg im südlichen Bayerischen Wald gibt es schon seit 1890. Verstaubt ist dort aber rein gar nichts. Dafür sorgt Braumeister Rudi Hirz, der Tradition und Moderne aufs Beste miteinander kombiniert. Mit seiner Vorliebe fürs Außergewöhnliche hat er sich mit Apostelbräu auf alternative Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn und Hafer spezialisiert. Alle Biere werden handwerklich und ohne Zusatz von Hilfsmitteln gebraut und bleiben traditionell naturtrüb. Als eine der ganz wenigen Brauereien vermälzt Apostelbräu das Getreide selbst. In der offenen, direkt befeuerten Sudpfanne entsteht ein gewisser Karamellisierungseffekt, den man später auch schmeckt. Rudi Hirz experimentiert mit alten bzw. innovativen Hopfensorten und baut neben der Brauerei sogar selbst Hopfen an. Ein echter Kreativbrauer also, der Bierliebhabern ganz neue Geschmackswelten erschließt. Schwarzer Hafer Der „Schwarze Hafer“ von Apostelbräu ist ein Unikat. Schwarzer Hafer ist eine alte Hafersorte mit dunklen Körnern, die in der ökologischen Landwirtschaft eine kleine, feine Renaissance erlebt. Als echter Kreativbrauer musste Rudi Hirz natürlich herausfinden, ob sich daraus auch Bier brauen lässt. Er tüftelte und experimentierte, passte den Maischevorgang und das Läutern an und schaffte es schließlich sogar, dass der Schwarze Hafer im Glas den gewünschten Schaum mit sich bringt. Das Ergebnis: Eine köstliche bayerische Schwarzbierspezialität in regionaler Bio-Qualität, wie man sie so kein zweites Mal findet.

Der Wettbewerb ist eine Initiative der LVÖ Bayern und wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.bayerns-beste-bioprodukte.de.

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Frühjahrsputz – raus mit dem Wintergrau Die Frühlingssonne bringt es an den Tag: Das Wintergrau auf Fenstern, Möbeln und Teppichen. Und auch der Kleiderschrank benötigt eine Frühjahrskur. Also ran ans Werk, aber bitte ökologisch! Wenn die Tage länger werden und der Elan zur Veränderung Einzug hält, dann hat das Wintergrau keine Chance mehr. Man rückt ihm mit Schrubber, Besen, Lappen und Putzmitteln zu Leibe. Um dabei nicht nur das Interieur zu schonen, sondern auch die Umwelt, gilt es jedoch, einiges zu beachten.

Für einen klaren Durchblick Fenster sind die Augen der Häuser. Dieser Sinnspruch eines französischen Schriftstellers des 19. Jahrhunderts hat auch heute noch Gültigkeit. Helligkeit und Sonne kommen durch die Fenster und setzen die Räume in warmes Licht. Damit das im wahren Sinn des Wortes ungetrübt geschehen kann ist Fensterputzen eine wichtige, wenn auch bei vielen ungeliebte Tätigkeit beim Frühjahrsputz. Der erste Arbeitsschritt ist das Reinigen der Rahmen, damit Putzwasser nicht auf das bereits saubere Glas spritzt. Fensterrahmen reinigt man am besten mit ein wenig Spülmittel oder Neutralreiniger im Putzwasser. Selbst Kunststofffenster benötigen keinen speziellen chemischen Reiniger. Das gilt auch für die Fenster. Natürlich sind die Zeiten von Spiritus und Zeitungspapier vorbei, die einst für klaren Durchblick bei schweißtreibender Arbeit gesorgt haben. Aber man sollte sich doch Gedanken machen, wieviel ErdölChemie in manchen konventionellen Produkten für reines Glas steckt. Ökologische Alternativen, deren Hersteller nicht nur auf natürliche Inhaltsstoffe achten, sondern sich auch bei der Verpackung hohe, umweltschonende Ziele setzen gibt es zum Glück viele. Bis hin zu kleinen Reinigertaps, die in einer alten Sprühflasche aufgelöst werden und 750 ml streifenfreie Reinheit garantieren. Ein wichtiges und absolut rückstandsfreies Utensil beim Fensterputzen ist jedoch der Abzieher.

Hygienisch reine Zone In Bad und Toilette braucht es keinen extra Frühjahrsputz. Am stillen Örtchen wird das ganze Jahr über auf Hygiene geachtet. Leider oft mit viel Chemie. Bei jedem Spülgang werden Duftstoffe und Tenside in die Kanalisation gespült. Tenside sind wichtige Wirkstoffe von Reinigungsmitteln und müssen nach der Detergenzienverordnung (EG) Nr. 648/2004 biologisch abbaubar sein. Die Aussage „biologisch abbaubar“ ist dabei etwas irreführend, denn laut „Utopia“ betrifft das die Oberflächen- und nicht die Endabbaubarkeit. Das bedeutet im Ergebnis: Nach wie vor können erdölbasierte Tenside bzw. ihre Abbauprodukte in die Umwelt gelangen und dort über lange Zeit verbleiben. Auch Tenside auf Pflanzenbasis haben einen Pferdefuß, denn der Rohstoff stammt oft aus Palmöl. Palmöl für dessen Gewinnung Regenwald vernichtet wird. Alternative Hersteller setzen daher auf alt bewährte Zutaten wie Zitrone und Essig. Erstere löst hervorragend Kalk und letzteres bringt hygienische Reinheit und Glanz in Wanne, Waschbecken, WC und auch Fliesen. Wer dann noch einen Edelstahl-Geruchserfrischer (Waschbär) ins WC hängt statt eines Duftspülers hat eine perfekt biologisch reine Keramik.

Frischer Wind im Kleiderschrank Das Stöbern der Schränke bietet auch gleich die Gelegen-

heit auszumisten. An manchen Dingen hängt zwar das Herz, aber anziehen tut man es doch nicht mehr. Da ist es besser, diese Teile einer weiteren Verwendung in Second-Hand-Läden oder bei der Caritas zuzuführen. Wenn das geschafft ist, dann kommen Staubsauger, Seifenlauge oder Holzpflege ins Spiel. Wichtig bevor der Schrank wieder eingeräumt wird: gut trocknen lassen. Dann noch ein paar Stück Lavendelseife in Baumwollsäckchen oder Zedernholzkugeln verteilen, um unliebsame Mitbewohner zu vertreiben und schon ist der Schrank frühjahrsfrisch. Übrigens, auch alle anderen Holzmöbel freuen sich über eine Abreibung. Dabei muss nicht unbedingt teure Politur mit unaussprechlichen Inhaltsstoffen verwendet werden. Mit Kokosöl und Bienenwachs lässt sich im Handumdrehen eine biologische Holzpflege herstellen (www.smarticular.net)

Frühjahrskur für Böden Fußbodenbeläge müssen ganz schön was aushalten. Die Getretenen sind daher dankbar für eine besondere Pflege. Hersteller von biologischen Bodenpflegeprodukten zeigen, dass mit natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Olivenöl und Bienenwachs sowie Zuckertensiden und ätherischen Ölen großartige Pflegemittel für die verschiedensten Bodenbeläge entstehen. Ohne petrochemische Lösungsmittel und Konservierungsstoffe. Auch die Dosierungsvorschriften sind ein Zeichen für den umweltschonenden Einsatz von Reinigungsmitteln. Denn viel hilft in den seltensten Fällen viel. Für einen umfassenden Frühjahrsputz braucht man neben guten Reinigungsmitteln auch kräftige Hilfe, denn es müssen Möbel gerückt werden. Was sich hinter Couch und Co. so alles im Laufe des Winters ansammelt ist ein Milbendorado, dem man am besten erst mit dem Staubsauger und dann mit dem Wischmopp zu Leibe rückt. Nicht versiegelte Naturholzböden stellen dabei einige Ansprüche. Sie werden nur „nebelfeucht“ gewischt und sollten von Zeit zu Zeit auch eine Renovierungspflege erhalten. Das heißt mit Holzwachs oder Holzöl behandelt werden. Auch hier ist biologischen Mitteln auf der Basis von Leinöl und Bienenwachs der Vorzug zu geben. Während früher Teppiche noch regelmäßig kräftig geklopft wurden ist das heute meist aufgrund fehlender Teppichstangen nicht mehr möglich. Damit bleibt nur das Absaugen, das aber nur oberflächlich Reinheit bringt. Daher ist im Rahmen eines Frühjahrsputzes auch eine Auffrischung der Teppiche angesagt. Gängige Mittel werden aufgesprüht, eingearbeitet und nach dem Trocknen abgesaugt. Hier gibt es wenig biologische Alternativen und viele reichlich bedenkliche Angebote mit dicken Warnhinweisen – nur in gut durchlüfteten Räumen verwenden etc. – versehen. Am besten man erinnert sich da wieder an ein altes Hausmittel: Natron. Das Pulver gleichmäßig verteilen, mit Wasser aus einer Sprühflasche leicht befeuchten und nach dem Trocknen absaugen. Diese Behandlung reinigt nicht nur, sie neutralisiert auch eventuelle Gerüche.

Zu guter Letzt Beim Einkauf auf biologische Inhaltsstoffe achten. Verpackungen aus Altplastik bzw. Nachfüllpackungen wählen Ökologische Alternativen bevorzugen. Taps zum Selbstmischen von Reinigungsmitteln ausprobieren Dosierungsangaben einhalten. Elisabeth Schütze

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Sonett – ein Unternehmen in Verantwortungseigentum

Frühlingsputz mit Sonett

Das Unternehmen Sonett ist seit Dezember 2019 Gründungsmitglied der Stiftung Verantwortungseigentum. Ziel der Stiftung ist es, der neuen Unternehmensform „GmbH in Verantwortungseigentum“ eine Stimme zu geben. Sie ist für jene Unternehmen gedacht, die ein Unternehmen nicht als Besitz, sondern als Aufgabe verstehen. Unternehmen in Verantwortungseigentum brauchen eine Rechtsform in der sich der Unternehmer als Treuhänder des Unternehmensvermögens versteht und nicht als dessen Eigentümer. Dazu gehört, dass die Gewinne im Unternehmen verbleiben oder an gemeinnützige Initiativen ausgeschüttet werden. Das Unternehmen ist damit auch nicht mehr vererbbar und es können nur diejenigen über das Unternehmen bestimmen, die auch tatsächlich darin tätig sind. Das Unternehmen Sonett ist bereits seit 2014 zu 100 Prozent ein Stiftungsunternehmen. Es gehört weder einer Privatperson, noch einer Familie, noch Investoren oder einer anderen Art von Shareholdern. Das Merkmal einer Stiftung ist, dass das Vermögen, an einen Zweck, die Aufgabe des Unternehmens gebunden ist. Der Stiftungsvorstand ist dem ideellen Zweck des Unternehmens verpflichtet und setzt aus diesem Geist die Geschäftsführung, respektive die Unternehmerschaft ein. Doch was bedeutet das und was geschieht konkret mit den Gewinnen? Bei Sonett haben die Gewinne drei Zielfelder: Der größere Teil verbleibt im Unternehmen für Zukunftsinvestitionen, ein zweiter Teil geht jährlich als Zustiftung an die gemeinnützige Stiftung Sonett und baut kontinuierlich ein Stiftungsvermögen auf. Ein dritter Teil wird an die Mitarbeiterschaft ausgeschüttet. Die Stiftung Sonett legt ihr Stiftungsvermögen ausschließlich im Betrieb Sonett an und erhält dadurch kontinuierliche Zinseinnahmen, die für die gemeinnützigen Aufgaben zur Verfügung stehen. Die Stiftung Sonett fördert beispielsweise Wasserforschungen am Strömungsinstitut in Herrischried, die biologisch - dynamische Saatgutforschung, den Bodenfruchtbarkeitsfond und den Kampf gegen Ackergifte. Hinzu kommen weitere Kulturinitiativen, ein besonderer Schwerpunkt bildet die Förderung von zwei anthroposophischen heilpädagogischen Einrichtungen. Ein wesentlicher Effekt dieser neuen Eigentumsgestaltung liegt in der Freiheit der Nachfolgeregelung. Vor kurzem wurde die Geschäftsleitung von zwei auf vier Geschäftsführer*innen erweitert, also um zwei Verantwortungseigentümer der nächsten Generation. Es ist ein großes Glück, wenn sich die Entscheidungen rein auf die fachlichen und menschlichen Fähigkeiten stützen können – unabhängig von Geld oder Familienbindungen. www.sonett.eu/unternehmen/portrait/

Ö K O L O G I S C H

K O N S E Q U E N T

Frühlingsputz – Lust auf Frische und Sauberkeit – mit Reinigungsmitteln, die natürlich sauber machen und nach Orangen, Lavendelblüten und Zitronengras duften. Ganz ohne Petrochemie, Nanotechnik, Mikroplastik. Dafür zu 100 % biologisch abbaubar. | www.sonett.eu Sonett – so gut.

Erhältlich im Naturkostfachhandel und bei Alnatura.

Gerhard Heid, Beate Oberdorfer, Oliver Groß und Andreas Roth

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Sonett – so frisch

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Helfer für den ökologischen Frühjahrsputz Wenn der Frühling kommt und die Natur sich von ihrer frischesten Seite zeigt, überkommt viele das Bedürfnis, ihr nachzueifern, aufzuräumen, zu putzen und zu schrubben bis die eigenen vier Wände mit dem Kirschbaum im Garten um die Wette strahlen. Genau bei diesen Alltagshandlungen hat es jeder Einzelne in der Hand, etwas anders zu machen. Das ist die Grundidee hinter der Marke Waschbär, die seit 1987 umweltgerechte Produkte für viele Lebensbereiche anbietet und so einen nachhaltigen Lebensstil ermöglicht. Konventionelle Reinigungsprodukte versprechen oft, den Hausputz so zu erleichtern, dass Sie kaum noch etwas tun müssen. Ein Wisch und alles ist blitzblank, duftet herrlich und ist zu 100% keimfrei. Leider ist es nicht nur unser Geldbeutel, sondern wie so oft auch die Natur, die den Preis dafür zahlt. Für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz gibt es bei Waschbär ausgewählte Helfer, mit denen der RundumHaus- oder Wohnungsputz ganz einfach ökologischer gelingt. UMWELTGERECHTE REINIGUNGSMITTEL Schon eine Handvoll ökologisch unbedenklicher Produkte reicht aus, um Kalk, Schmutz und Staub effektiv und umweltfreundlich an den Kragen zu gehen. Wahre Allroundtalente sind Waschsoda und Natron, beides ökologische Fettlöser. Verkrustungen und Schmutz in Küche und Bad bekommt man mit Wiener Kalk in den Griff, einem Gesteinspulver, das Metalle, Glas, Kunststoffe, Keramik und viele andere Oberflächen wieder zum Glänzen bringt. Schmierseife auf Pflanzenbasis ist beim Putzen besonders ergiebig, schon ein winziger Klecks hiervon reicht zum Geschirr-

spülen, Fensterputzen und zur Fußbodenreinigung aus. Zitronensäure ist ein günstiges, natürliches Mittel gegen Kalk und sogar Urinstein und sorgt im Haushalt für frischen, sauberen Duft. Ein altbewährter Geheimtipp ist auch Glyzerin, das sowohl hartnäckige Flecken beseitigt als auch als Pflegemittel für Leder, Gummi, Holzmöbel und Wolltextilien Verwendung findet. Alle genannten Produkte bietet Waschbär als Eigenmarke an. DIE RICHTIGE METHODE Wer umweltfreundlich putzen möchte, braucht neben sanften Reinigungsmitteln oft auch etwas Muskelkraft. Doch auch Geduld ist ein guter Helfer, denn kräftiges Bürsten und Schrubben ist häufig gar nicht nötig, wenn man Flecken lange genug einweicht. Manchmal hingegen muss man schnell reagieren: Blut und Weinflecken lassen sich beispielsweise aus Textilien mit ganz normalem Haushaltssalz entfernen – solange sie noch nicht eingetrocknet sind. RESSOURCENSCHONEND PUTZEN Nicht nur bei der Wahl der Reinigungsmittel, sondern auch bei den zum Putzen verwendeten Schwämmen, Tüchern und Bürsten lassen sich die Ressourcen schonen. Einfach anstelle von Papierhandtüchern und anderen Einweg-Materialien Stoffhandtücher, Putzlappen und Wischmopps verwenden, die nach Gebrauch in der Waschmaschine bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Und wer Plastik nach und nach aus seinem Haushalt verbannen möchte, findet im Sortiment von Waschbär immer mehr Alternativen, wie z.B. Spülbürsten aus Holz mit auswechselbaren Köpfen aus Naturborsten oder Eimer aus Edelstahl. Weitere Putz-Tipps, detaillierte Informationen zur Anwendung sowie die Produkte für einen umweltgerechten Frühjahrsputz gibt es unter www.waschbaer.de.

Ökologisch unbedenklich: Reinigungsmittel von Waschbär

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Gemeinsam säen für mehr Artenvielfalt!

Die AlmaWin Nützlingsweide Intensive landwirtschaftliche Nutzung und urbane Verdichtung – das sind nur zwei Schlagworte unserer Zeit, die zum Insektensterben und massivem Verlust der Artenvielfalt führen. In Städten stehen durch die verdichtete Bebauung immer weniger blühende Brachflächen zur Verfügung. Auf dem Land werden Monokulturen mit intensivem Einsatz von Düngern und Pestiziden betrieben. Die Zahl der blühenden Nahrungsquellen geht zurück und je weiter der Sommer fortschreitet, desto weniger Pflanzen blühen. Das Nahrungsangebot für unsere Nützlinge wird knapp, als Konsequenz droht ihnen der Hungertod und uns der unwiederbringliche Verlust, der für uns alle lebensnotwendigen Bestäuber. Hier wird AlmaWin mit der Aktion „Nützlingsweide“ aktiv und gibt einen Anstoß für jeden von uns selbst aktiv zu werden. 1000 qm „Nützlingsweide“ am Neubau des Firmensitzes und die Spülmittel Sonderedition „Nützlingsweide“ mit einem Päckchen samenfester Bio-„Nützlingsweide“ für das eigene Insektenparadies zuhause, sind erst der Anfang. Die AlmaWin „Nützlingsweide“ blüht von Juni bis Oktober und bietet eine wertvolle ganzjährige Nahrungsquelle für Hummeln, Schmetterlinge, Marienkäfer und Co. Jede einzelne Pflanze, die aus den Samen im Tütchen wächst, bringt nach Bestäuben wieder Samen hervor, die vollständig fruchtbar sind – das Saatgut ist also samenfest. Aus ihnen wachsen wieder die gleichen gesunden und natürlichen Pflanzen wie in der ersten Generation. Die AlmaWin Nützlingsweide Samen sind also dauerhaft einsetzbar. Die Nützlingsweide säht sich selbst aus oder die „geernteten“ Samen können im nächsten und übernächsten usw. Jahr wieder ausgesät werden. Das Spülmittel „Nützlingsweide“ duftet herrlich blumig-zitronig. Natürlich ist es, wie alle AlmaWin Spülmittel, ökologisch zertifiziert mit Ecogarantie, vegan, dermatologisch getestet und in der Umwelthelden-Flasche aus 100 % Altplastik. Dem Jahreslauf folgend, von der Bodenvorbereitung bis zum herbstlichen Mähen, wird AlmaWin die Aktion „Nützlingsweide“ mit ökologisch und sozial nachhaltigen Aktionen und einem Gewinnspiel begleiten. Ob im Blumentopf auf dem Balkon oder im hauseigenen Garten: Jeder kann etwas tun! Das Spülmittel Sonderedition Nützlingsweide entfernt Fett und Schmutz mühelos und sorgt für strahlend sauberes Geschirr. Die zitronig-blumige Duftnote aus ätherischen Ölen bringt Abwechslung in den Abwasch.

AlmaWin Reinigungskonzentrate GmbH, www.almawin.de

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N AT Ü R L I C H

S A U B E R

FÜR DICH

Gemeinsam säen für mehr Artenvielfalt!


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Jetzt bewerben für den 11. Salus-Medienpreis Aufmerksamkeit für kritische, sachkundige und kreative Berichterstattung über Themen, die die Welt bewegen. Wer hätte bei der Gründung des SalusMedienpreises gedacht, dass die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit mal eine solch brennende Relevanz bekommen würden. Vor allem eine ganz junge Generation hat 2019 mit bewundernswerter Hartnäckigkeit dafür gesorgt, dass die Klimakrise in den Mittelpunkt der Berichterstattung gerückt ist. Und damit auch die Themen Globalisierung und Kapitalismus, konventionelle Landwirtschaft und Agro-Gentechnik. Breiter als je zuvor wird darüber diskutiert, ob und welche Chancen die ökologische Landwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel bietet. Ob Gentechnik Fluch oder Segen ist und welch ungeahnte Probleme, auch ethischer Art, damit einher gehen. Der Salus-Medienpreis wird auch in diesem Jahr genau diese Artikel, Beiträge und Berichte auszeichnen. Damit will das Unternehmen ein Zeichen setzen für sachkundige, fundierte, verständliche Berichterstattung zu einem hochkomplexen Themengebiet. Ab 1. Februar bis zum Einsendeschluss am 19. Juni sind JournalistInnen und AutorInnen dazu aufgerufen, ihre Arbeiten einzureichen. Die Firmenphilosophie des 1916 gegründeten Unternehmens Salus stellt die Gesundheit und das Wohl der Menschen in einem ganzheitlichen Sinn in den Fokus. Für den Stifter und Schirmherr des Preises Otto Greither ist der Medienpreis

zu den Themen Ökologische Landwirtschaft und Agro-Gentechnik eine echte Herzensangelegenheit: „Verbraucher können mit ihrem Konsumverhalten ein eindeutiges Zeichen setzen – und dafür sind Medien als Informationsquelle essentiell“, erklärt Greither. „Der Salus-Medienpreis soll auch weiterhin zu kritischen Berichten über die fatalen möglichen Folgen der Agro-Gentechnik motivieren.“ Um wirklich motivieren zu können, müssen die Artikel, TV-, Hörfunk- oder Blogbeiträge vor allem gelesen, gesehen und gehört werden. Der Salus-Medienpreis möchte dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit auf Berichte dieser Art zu lenken. Die VerfasserInnen sollen sich wertgeschätzt und motiviert fühlen, auch dann weiterzumachen, wenn der Gegenwind stärker wird oder sich ein Gefühl der Ohnmacht breit macht. Es ist wichtiger als je zuvor, kreativ, inhaltlich präzise, allgemeinverständlich, aber auch unterhaltsam die Zukunft des ökologischen Landbaus oder die Auswirkungen von Gentechnik in der konventionellen Landwirtschaft zu beleuchten. Aus den Einsendungen benennt eine kompetente Fachjury den Kreis der Nominierten und wählt schlussendlich auch die Preisträger aus. Die mit insgesamt 9.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden am 22. Oktober 2020 in München

feierlich verliehen. Unter den Einreichungen der vergangenen Jahre finden sich neben Arbeiten bekannter JournalistInnen und BuchautorInnen auch die Veröffentlichungen von RegisseurInnen, KünstlerInnen oder BloggerInnen. PreisträgerInnen des Jahres 2019 sind Angela Lieber, Tatjana Mischke, Eva Rosenkranz und Dr. Andreas Segerer, David Nelles und Christian Serrer, sowie Berndt Welz. JURY Regisseur Valentin Thurn UnternehmensGrün e.V. Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter Diplom-Agraringenieur und ehemalige Leiter Wissenschaftliches Marketing Dr. Ulrich Mautner Regenwaldschützerin und Gründerin von AMAZONIKA, Mascha Kauka. PREISE* Hauptpreis (6.000 Euro) Nachwuchspreis für unter 30-jährige AutorInnen (2.000 Euro) Otto-Greither Sonderpreis (1.000 Euro) *Preise können geteilt werden BEWERBUNG UND TEILNAHMEBEDINGUNGEN Mögliche Beitragsarten: deutschsprachige journalistische/publizistische Beiträge, z.B. Print- und Online-Artikel, Blogartikel, TV- und Hörfunkbeiträge, Kinofilme Themen: Ökologische Landwirtschaft, Agro-Gentechnik, ökologisches Leben Einsendeschluss: 19. Juni 2020 Veröffentlichungszeitraum: 1. Juni 2019 bis 18. Juni 2020 Bewerber: Autoren können sich selbst bewerben. Vorschlagsberechtigt sind auch Ressortleiter, Chefredakteure und Verleger.

Otto-Greither-Sonderpreis ging letztes Jahr an Berndt Welz für die ZDF Sendung „planet e: Die Öko-Rebellen vom Himalaya“.

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Preisgeld insgesamt: 9.000 € Preisverleihung: 22. Oktober 2020 in München Bewerbungsformular www.salus.de/de/salus-medienpreis/ teilnahme/ Weitere Informationen unter: www.salus.de/de/salus-medienpreis/

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Für alle, die was merken:

Heldenmarkt am 28./29. März im MVG Museum Deutschlands führende Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum verschlägt es am Wochenende vom 28./29. März zurück in die Weltstadt mit Herz. In gewohnter Umgebung öffnet der Heldenmarkt seine Türen im MVG Museum – einer der Münchner Top Event-Locations. Ein Wochenende lang gibt es für Besuchende allerlei nachhaltige Produkte und Dienstleitungen zu entdecken, mit denen sich der Alltag nachhaltig(er) bestreiten lässt. Knapp 100 Ausstellende präsentieren auf ca. 5000 m² mit ihrem Angebot wie sexy Nachhaltigkeit sein kann. Die Ausstellenden zeigen, dass es heutzutage problemlos möglich ist, ohne Verzicht zu konsumieren und so etwas Gutes für den Planeten zu tun. Die Klimathematik ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen und nicht mehr nur ein Nischenthema mit Öko-Muff. Man findet für jeden Lebensbereich ein Alternative, um ohne schlechtes Gewissen, dafür aber mit Spaß und Vielfalt, konsumieren zu können. Von Ökostromanbietern über ethische Geldanlagen bis hin zu bio-fairer Streetwear & Accessoires, Naturkosmetik und BioLebensmitteln finden Besuchende alles, womit sich der Alltag nachhaltig(er) bestreiten lässt. Gäste lernen die Macher*innen hinter den Marken kennen, entdecken Neues aus ihrer Region, können sich durch das gesamte Angebot probieren und natürlich auch alles direkt mit nach Hause nehmen. Beim reinen Probier- und Einkaufserlebnis bleibt es allerdings nicht. Der Heldenmarkt stellt wie gewohnt ein Rahmenprogramm zum Thema Nachhaltigkeit auf die Beine. Besuchen-

de sind nicht einfach nur Gäste, sie sind Teil des ganzen Trubels und eingeladen, an den zahlreichen Workshops und Aktionen teilzunehmen. Neben der legendären Tombola auf der Bühne – wo es an beiden Tagen tolle Preise der Ausstellenden zu gewinnen gibt – erwartet die Gäste ein stündlich wechselndes Vortragsprogramm sowie DIY-Bastelaktionen und (interaktive) Ausstellungen. Ein Highlight in diesem Jahr: Die lebensgroße Eisbärin Paula von Greenpeace tourt mit dem Heldenmarkt durch Deutschland mit und ist eine echte Attraktion für Jung und Alt. Auf einen Blick: Wann? 28./29. März 2020 Öffnungszeiten: Samstag 10 bis 19 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr Ort: MVG Museum München, Ständlerstr. 20, 81543 München Tickets: www.heldenmarkt.regiondo.de/heldenmarkt-munchen-2020 ab 4 € zum Early Bird Preis Tageskasse: 8 € (6 € ermäßigt)

UMWELTSCHUTZ IST MIR TOTAL WICHTIG! SOLANGE ICH NICHTS VERÄNDERN MUSS! FÜR ALLE, DIE WAS MERKEN.

HELDENMARKT DIE MESSE FÜR ALLE, DIE WAS BESSER MACHEN WOLLEN. ÜBER 1000 PRODUKTE. OHNE KLIMAKILLER.

#FUERALLEDIEWASMERKEN

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AM 28./29. MÄRZ 2020 IN MÜNCHEN. MVG MUSEUM.

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HELDENMARKT.DE


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TAGWERK Reisen TAGWERK ist eine seit 36 Jahren bestehende Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft, die Ökologie ins Leben umsetzen möchte. Dazu gehört auch der Ökotourismus. Auf Wegen wandern oder radeln, die nicht jeder kennt, lokale Speisen und Weine genießen, Geschichte(n) erfahren, Kultur verstehen lernen und Menschen begegnen, die sich an ihrem Ort für ökologische Projekte einsetzen – das zeichnet die TAGWERK-Reisen aus. Wir geben der Ökologie einen hohen Stellenwert. Neulich wurde in der SZ eine Nachhaltigkeitsstudie zum nachhaltigen Urlaub veröffentlicht. Ganze 56 Prozent sagen, sie möchten nachhaltig verreisen. Für 23 Prozent war es bei der tatsächlichen Reiseplanung zuletzt ein Aspekt unter mehreren, aber ausschlaggebend nur für 4 Prozent. Ein Test der Buchungsplattform Booking.com hat sogar ergeben, dass die Kennzeichnung „ecofriendly“ eher abschreckend ist. Neben den in der Studie angeführten Hinderungsgründe ist meiner Meinung nach das Misstrauen gegen die vielen Begriffe, die oft als

TAGWERK-Reisen 2020 Sa. 18.4. – So. 3.5.: Radtour Ionische Küste mit Inseln Nach Zug- und Schiffsanreise radeln wir von Igoumenitsa an der traumhaft schönen Küste entlang auf kleinen Straßen nach Süden. Ein Ausflug auf die Insel Paxi, von Lefkada mit dem Schiff nach Kefalonia und wieder mit dem Schiff aufs Festland. Von Patras mit dem Schiff nach Venedig und mit dem Zug nach München. So. 31.5. – Di. 16.6.: Radtour Venedig – Toskana – Umbrien mit Qigong Nach Zuganreise nach Venedig radeln wir nach Chioggia, Ravenna und Brisighella. Mit dem Zug über den Apennin radeln nach Loro Ciuffena. Dort bleiben wir 7 Tage und nehmen an dem parallel angebotenen Qigongkurs teil. Anschließend radeln wir weiter an den Trasimenersee, nach Assisi und nehmen den Zug nach Rimini und München. Die Radtour kann auch ohne Qigong beendet werden. Sa. 6.6. – Sa. 13.6.: Loro Ciuffenna: Wandern und Qigong Wir sind in einem schönen Agriturismo untergebracht und machen Wanderungen in die nähere Umgebung oder zum Demeterhof La Vialla. Der Ort soll zu den schönsten 100 italienischen Dörfern zählen und liegt zwischen Florenz und Arezzo. An- und Abreise ist individuell zu organisieren. Sa.13.6 – So. 21.6. : Biofernradweg von Magdeburg nach Lübeck Nach der Zuganreise radeln wir die Elbe entlang. Unsere Stationen sind u.a. Burg Lenzen, Ludwigslust, Schwerin und Wismar. Wir besichtigen den Biosafthersteller Voelkel. Die Strecke ist der dritte Teilabschnitt des von TAGWERK kreierten 1. Deutschen Biofernradweges von München nach Lübeck.

reine Worthülse oder als Etikettenschwindel verwendet werden, um Reisen besser zu vermarkten. Angesichts der Klimasituation ist es aber unbedingt erforderlich, dass auch der Urlaub ökologischer wird. Dazu wollen wir mit den TAGWERK-Reisen mit Ideen und Möglichkeiten beitragen. Und das machen wir jetzt schon seit fast 25 Jahren – glaubhaft und überzeugend – ohne Einbuße an Lebensfreude und mit einem richtig guten warmen Gefühl, sich „richtig“ und verantwortlich zu verhalten. Rudolf Oberpriller Mi. 1.7. – So. 5.7.: Radtour ins Waldviertel zu GEA, Sonnentor und Arche – Noah Nach der Zuganreise radeln wir von Tschechien nach Schrems, zur Schuhmanufaktur GEA und weiter zu Sonnentor, ArcheNoah und von Krems durch die Wachau nach Melk. Von dort geht’s mit dem Zug nach München Sa.22.8. – So. 13.9. Wanderreise: Pilion und Sporaden (in drei kombinierbaren Teilen): 22.8.–29.8.: Sporadeninseln Alonissos und Skopelos 29.8.-5.9.: Pilion mit Ausflügen in den Norden der Halbinsel 5.9.–12.9. Pilion mit Ausflug zur Südspitze und Teilnahme an Dorffesten Ab Mitte der 2. Woche sind wir in dem urigen Bergort Lafkos im Süden der Halbinsel und machen von dort gemütliche Wanderungen zu schönen Badebuchten. Bei allen 3 Wochen kann man unter Anleitung zeichnen oder malen und bei Yogaübungen teilnehmen. Sa. 19.9. – Sa. 26.9.: Radl-Highlights auf der Südseite der Alpen Wir radeln jeden Tag einen anderen schönen Teil der Radwege Etsch, Brenta, Dolomiten, Drau, Alpe-Adria und Soca. Der Transfer und die Begleitung erfolgt mit dem Naglbus. Details im Internet: www.tagwerk.info Weitere Infos: rudioberpriller@gmail.com Anmeldung: NAGL-REISEN GmbH Oststrasse 5, 84416 Taufkirchen/Vils Telefon +49-8084-582, Fax -8589, info@naglreisen.de, www.naglreisen.de

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Geld macht Kohle. GUTES Geld ist erneuerbar. In Westafrika haben viele Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Deshalb müssen sie einen großen Teil ihres Budgets für Kerosin oder Batterien aufwenden. Oder kilometerweit laufen, um ihr Handy aufzuladen. So ging es auch Francis Adornor aus Sege, 100 km östlich von Accra, der Hauptstadt Ghanas. In seinem Dorf gibt es Strom, der Anschluss ist aber zu teuer für ihn. Francis entschloss sich, eine Haussolaranlage von PEG zu kaufen. Eine Entscheidung, die er nicht bereut hat. Denn nun hat seine Familie Licht im Haus. Und die Musik aus dem Solarradio lockt Kund*innen in den kleinen Getränkeladen seiner Frau. In 16

Foto: © Capture Ghana

BUCH-TIPP:

Monaten wird Francis den Kredit abbezahlt haben, dann ist die Stromversorgung für ihn kostenlos. Besseres Licht, besseres Leben Mit diesem Slogan wirbt PEG Africa. Das Unternehmen versorgt einkommensschwache, ländliche Haushalte in Westafrika mit Haussolaranlagen. Die Familien haben oft nur ein geringes Einkommen aus Landwirtschaft oder Fischerei, ein Stromanschluss ist da meist nicht drin. Die Angebote von PEG machen so einen gewaltigen Unterschied für Menschen wie Francis Adornor. PEG hat ein Darlehen von Oikocredit bekommen. Die Entwicklungsgenossenschaft vergibt seit über 40 Jahren Finanzierungen an soziale Unternehmen im Globalen Süden. Das Kapital kommt von Menschen, die ihr Geld sozial verantwortlich anlegen wollen. So haben allein in Bayern 4.100 Menschen und Organisationen aus ihrem Geld GUTES GELD werden lassen. Klimagerechtigkeit – Wir haben es in der Hand Zu diesem Thema lädt Oikocredit Bayern am 18. April ins Künstlerhaus München, Lenbachplatz 8, ein. Den Vortrag hält Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag. www.bayern.oikocredit.de

Die Kunst der Reparatur

Reparatur als Lebenskunst In seinem neuen Buch plädiert der renommierte Psychologe und Bestsellerautor Wolfgang Schmidbauer für eine Wiederentdeckung und Wertschätzung der »Kunst der Reparatur«. Denn diese erspart uns nicht nur Neukäufe, sondern hilft auch, wieder bessere und stabilere emotionale Bindungen aufzubauen – zu Dingen, zu anderen und zu uns selbst. Für unsere Großeltern war es noch normal: Wenn etwas kaputtging, wurde es repariert. Die zerbrochene Tasse, der geborstene Spazierstock, selbst das defekte Auto – nahezu alles wurde ausgebessert und wiederhergestellt. Heute hat dagegen schnelles Wegwerfen Konjunktur – mit fatalen Folgen. »Das Modell von Ex und Hopp lädiert nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Innenwelt«, davon ist Wolfgang Schmidbauer überzeugt. In seinem neuen Buch »Die Kunst der Reparatur« erklärt er, was er damit meint: Der persönliche Bezug zu den Dingen geht verloren. »Es ist ein Teufelskreis: Je weniger Bindung sich zu den der Mode unterworfenen Dingen der Massenproduktion entwickelt, desto schneller werden sie ersetzt.« Auch unsere Arbeit büßt an Wert und Würde ein, wenn sie allein dem schnellen Nutzen dient und Menschen austauschbare Glieder einer Produktionskette werden. Daher gilt: Wir müssen Reparaturen (wieder) erlernen und wertschätzen. Denn sie sind ein unschätzbarer Teil der Lebenskunst – und strahlen obendrein positiv in unsere emotionalen Beziehungen aus.

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Wolfgang Schmidbauer ist Autor zahlreicher Sach- und Fachbücher, von denen viele zu Standardwerken wurden. Seine 30 Bücher über Liebe, Ängste und das Helfersyndrom verkauften sich millionenfach. Schmidbauer war in den 1970er-Jahren einer der ersten Kritiker der Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht. Mit seinem aktuellen Plädoyer für das Reparieren knüpft er daran an. Wolfgang Schmidbauer Die Kunst der Reparatur, Ein Essay 192 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-96238-183-7, 20,00 € Auch als E-Book erhältlich. ET 17.03.2020 oekom verlag München, www.oekom.de


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Umwelt-Nachrichten: Mehr Schutz für wandernde Tierarten Auf der 13. UN-Artenschutzkonferenz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) in Gandhinagar in Indien wurden zehn bedrohte wandernde Tierarten unter internationalen Schutz gestellt, darunter der Indische Elefant, der Jaguar sowie mehrere Haiund Vogelarten. Damit setzt die Konferenz, die am 15. Februar vom indischen Premier Modi eröffnet worden war und die am Wochenende zu Ende ging, ein bedeutendes Zeichen in dem für den Biodiversitäts- und Artenschutz so wichtigen Jahr 2020. Der von der Bundesregierung erfolgreich vorangetriebene Schutz des Hundshais betrifft eine auch in Deutschland heimische Haiart, die in der Nordsee und den Weltmeeren immer seltener wird. Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Internationale Studie fordert Notfallplan gegen Artensterben in Flüssen, Seen und Feuchtgebieten Aufgrund des rapiden Artensterbens forder t ein internationales Forschungsteam in der neuen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift BioScience einen raschen Notfallplan zum Schutz der Flüsse, Seen und Feuchtgebiete. Laut der Studie sind bereits mehr als ein Viertel aller Süßwasserarten weltweit vom Aussterben bedroht. Gefordert werden insbesondere Maßnahmen, um Flüsse natürlicher fließen zu lassen, Verschmutzung zu vermeiden, kritische Feuchtgebietslebensräume zu schützen, Überfischung und Übernutzung zu stoppen sowie invasive Arten zu kontrollieren. Besonders relevant ist demnach die Vermeidung von Staudämmen an den letzten frei fließenden Flüssen der Welt sowie der Ausbau von Schutzgebieten in Partnerschaft mit lokalen Gemeinschaften. Quelle: BioScience

Crispr/Cas: Unerwünschte Doppelgänger im Erbgut Beim Einbau von Erbgutschnipsel mit der Genschere Crispr/Cas9 in Mäusen entdeckten Wissenschaftler der Universität Münster einen neuen unerwünschten Nebeneffekt. Der vorgesehene neue DNA-Abschnitt war nicht einfach, sondern mehrfach hintereinander eingebaut

worden. Die übliche Analysemethode hatte diesen Effekt übersehen. Solche Duplikationen könnten zu gefährlichen Mutationen führen oder missgebildete Proteine zur Folge haben, sagten die Forscher dem Magazin The Scientist. Quelle: the-scientist.com

Strafe für Bayer und BASF für Herbizid Dicamba Das Bezirksgericht in Cape Girardeau im US-Bundesstaat Missouri hat die Chemiekonzerne Bayer und BASF zu Schadenersatz und Strafe in Höhe von 265 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro) verurteilt. Die Jury sah es als erwiesen an, dass das von den beiden Unternehmen vertriebene Herbizid Dicamba eine Pfirsichplantage ruiniert hat. Die Konzerne wollen in Berufung gehen, denn die Klage ist nur die erste einer neuen Prozesswelle. Quelle: keine-gentechnik.de

Stilllegung des AKW Fessenheim macht Deutschland sicherer Der erste Reaktor des ältesten französischen Atomkraftwerks Fessenheim wurde am 22. Februar abgeschaltet. Der zweite Reaktor soll am 30. Juni folgen. Das französische Atomkraftwerk Fessenheim liegt ca. 25 Kilometer südwestlich von Freiburg und 25 Kilometer südöstlich von Colmar (Frankreich), nur etwa einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt am Rheinseitenkanal. Es ging 1977 ans Netz und ist somit das älteste noch in Betrieb befindliche französische Atomkraftwerk. Die französische Regierung hat nunmehr per Dekret verfügt, dass die beiden Reaktoren in Fessenheim zu den oben genannten Terminen stillzulegen sind. Damit ist auch für den zweiten Reaktor in Fessenheim klar geregelt, dass dieser in der Mitte des Jahres definitiv abgeschaltet wird. In Deutschland sind noch sechs Atomkraftwerke am Netz. Gemäß Atomgesetz werden die drei letzten Reaktoren spätestens Ende 2022 abgeschaltet. Quelle: Bundesumweltministeriums

zusammengestellt von Andrea Reiche portprodukten schwächere PestizidGrenzwerte zu erlauben als bei heimischen Produkten. Wie aus den im Bericht zitierten Dokumenten hervorgeht, würde die Kommission damit massivem Druck aus der Industrie und aus verschiedenen Regierungen der Mitgliedstaaten, darunter Deutschland und Österreich, nachgeben. Auch die USA und Kanada lobbyierten demnach seit Jahren für die Anwendung des risikobasierten Prüfansatzes für importierte Lebensmittel. Dieser sieht vor, dass Rückstände von Pestiziden, deren Verwendung in der EU verboten ist, bis zu einem gewissen Grenzwert auf importierten landwirtschaftlichen Erzeugnissen vorhanden sein dürfen. Quelle: corporateeurope.org

2019 weniger Stickstoffdioxid in der Luft 2019 wurde der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ Luft an rund 20 Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. 2018 waren es noch 42 Prozent. Insgesamt ist die Belastung mit Stickstoffdioxid deutschlandweit weiter rückläufig. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes. Hierbei sind überwiegend nur die etwa 400 automatisch messenden Stationen berücksichtigt. Die Daten von ca. 130 der 140 in Laboren analysierten Passivsammlern liegen erst im Mai 2020 vor. Beim Feinstaub gab es 2019 erstmals keine Überschreitungen des derzeit geltenden Grenzwertes. Quelle: Umweltbundesamt

Doppelstandards bei Pestizid-Regeln? Die Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) stellt bei der EUKommission eine Tendenz fest, bei Im-

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5G aus baubiologischer Sicht 5G ist in aller Munde und hat die Elektrosmog-Diskussion, also die Sorge vor Belastungen durch elektromagnetische Felder und Wellen neu entfacht. Insbesondere die Industrie, aber auch viele Verbraucher wollen schnellere und leistungsfähigere Datennetze. Andere sehen Risiken bei Strahlung und Datenschutz. Wie nun kann aus baubiologischer Sicht argumentiert werden und womit müssen wir in Zukunft bei der Entwicklung der uns umgebenden „Funklandschaft“ rechnen? 5G – WAS IST DAS? Bei 5G handelt es sich um die neue Generation – eben die 5. – des Mobilfunks, wobei die Anwendungsmöglichkeiten und -ideen weit über ein reines Kommunizieren zwischen Handys oder mobiles Internet hinausgehen. Es geht nicht mehr nur um die Kommunikation von Mensch zu Mensch, sondern auch von Mensch zu Maschine sowie von Maschine zu Maschine – Stichworte bzw. wichtige Anwendungsmöglichkeiten hierfür sind das Internet der Dinge (Internet-of-Things, IoT), Smart Home, Autonomes Fahren, Telemedizin, intelligente Energieversorgung und Gebäudetechnik (Smartmetering), Smart Farming oder Smart City. NEUE ANTENNEN UND ZELLENGRÖSSEN Wichtig bei der Betrachtung und Bewertung von 5G sind die dort neu zum Einsatz kommenden Antennen. Diese werden als ‚intelligent‘ bezeichnet, vor allem wegen ihrer Eigenschaft, die abgestrahlten Funkwellen bündeln zu können (so genanntes Beamforming), so dass nicht mehr alles wahllos in der gesamten Umgebung verteilt, sondern zumindest ein großer Teil der Strahlung recht gezielt zum Nutzer (dem Handytelefonierer bzw. der datenübertragenden Person) gerichtet wird. Neu ist auch der geplante deutlich häufigere Einsatz so genannter Small Cells mit Reichweiten nur bis zu etwa 200 Metern, installiert z.B.an Laternen, Ampeln, Litfaß-, Park- und Telefonsäulen, Trafokästen, Mülleimern oder Hausfassaden, auch innerhalb von Gebäuden. Die Sendeleistungen sind hier zwar schwächer, aber Menschen werden sich oft näher an den (kleinen und kaum sichtbaren) Sendeantennen befinden. GESUNDHEITLICHE RISIKEN Es gibt noch kaum Forschungsergebnisse zu speziellen Risiken durch die bei 5G verwendeten Funkwellen. Schon im Jahr 2017 haben aber mehr als 180 Wissenschaftler und Ärzte aus 36 Ländern einen Appell unterzeichnet. Darin wird vor potenziell schweren gesundheitlichen Auswirkungen der 5G-Mobilfunktechnologie gewarnt und ein Moratorium mit aufschiebender Wirkung zum Ausbau der fünften Generation für Telekommunikation empfohlen, bis potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht worden sind. RESÜMEE Vieles weiß man bei 5G noch nicht, aber sicher genug, um Vorsicht walten zu lassen und sich vorsorglich möglichst wenig 5G-Strahlung auszusetzen. Sicher wird durch 5G mehr Kontakt mit Funk in diversen Lebenslagen, im Beruf, in der Öffentlichkeit oder auch in den eigenen vier Wänden gegeben sein. Eventuell wird es aber auch Strahlungsverminderungen gegenüber der jetzigen Mobilfunksituation geben. Wie und wo im Einzelnen Belastungen auftreten, muss (ggf. messtechnisch) überprüft werden. Nach wie vor bleibt baubiologisches Hauptziel, auch bezüglich 5G, die Schlafplätze von Menschen so frei wie möglich von

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Funkeinflüssen zu halten – bei hausinternen Sendern durch Vermeiden, Abschalten oder Abstand, bei Einstrahlungen von außen durch Abschirmmaßnahmen. Den ganzen Beitrag lesen und weitere Infos unter baubiologie-magazin.de

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Klimafreundlich bauen Klimaschutz ist zwischenzeitlich in aller Munde und viele machen sich Gedanken, was ihr Beitrag zur CO2Vermeidung sein kann. Das beginnt beim Einkauf, bei der Fortbewegung und beim Reisen, hat aber auch mit der Art zu tun, wie wir wohnen, heizen und auch bauen. Beim Bauen werden große Mengen an Material und damit auch Energie bewegt und verarbeitet, was unterschiedliche Auswirkungen auf das Klima hat, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. // Dipl.-Ing. Thomas Schilling

Gebäudegröße Elementar sowohl bei den Kosten wie bei der Klimarelevanz ist die Gebäudegröße in Bezug auf die Nutzeranzahl. Hatte der Durchschnittsbürger 1960 noch durchschnittlich ca. 19 m² Wohnfläche zur Verfügung sind es heute ca. 47 m², wie man beim statistischen Bundesamt nachlesen kann. Grund hierfür sind zum einen gestiegene Ansprüche an die Wohnverhältnisse und zum anderen die stetig sinkende Anzahl der Haushaltsgröße von der Großfamilie in Richtung Single-Haushalt. So kommen heute auf 1.000 Einwohner rund 507 Wohnungen, 40% aller Wohnungen in Deutschland sind Single-Haushalte, wobei v.a. Senioren häufig große Flächen belegen. Obwohl die Bevölkerung in Deutschland zwischen 1960 und heute nur um rund 10% gewachsen ist, finden sich allerorten ausufernde Baugebiete, die enorme Ressourcen verbrauchen. Auch wenn es hier und da auch aus Kostengründen einen Trend zu sogenannten Tiny Houses und in den Städten zu Mikroappartements, Wohnungssharing und Wohnen auf Zeit gibt, ist die allgemeine Entwicklung v.a. auf dem Land eher gegenläufig. Hier dominiert nach wie vor das Einfamilienhaus, das nach einer eher kurzen Zeit mit den Kindern am Ende wieder nur von 1-2 Personen bewohnt wird und häufig in einem Neubaugebiet liegt, für das man ein Auto benötigt.

Flexible Wohnungsnutzung Auch Architekten und Stadtplaner haben erkannt, dass flexible Wohnstrukturen helfen könnten, Wohnungen nach Bedarf zu teilen, zusammen zu legen oder umzunutzen und damit Ressourcen zu sparen und gleichzeitig Gemeinschaft zu schaffen. Stichworte hierfür sind Mehrgenerationen-Wohnen, Bauherrengemeinschaften und sozial gemischte Quartiere. Dies betrifft aber v.a. den Geschosswohnungsbau in städtischen Gebieten, bei dem meist umfangreichere Planungen im Vorfeld erfolgen und gelegentlich auch behördliche Vorgaben für eine nachhaltige Flächennutzung bestehen. Bei Einfamili-

Einfamilienhaus Altomünster in Holzbauweise, Planung Thomas Schilling

enhäusern ist evtl. die zuschaltbare Einliegerwohnung ein Ansatz in diese Richtung, aber sicher noch lange nicht das Ende. Im Alter brachliegende Wohnflächen könnten bei richtiger Planung bzw. sinnvollen Umbaumaßnahmen in kleinere Teilflächen mit separaten Eingängen oder ggf. auch Wohngemeinschaften überführt werden. Das gesellschaftliche Bewusstsein für solche Themen wächst immerhin, und es werden immer mehr Neubauprojekte im städtischen Kontext vorgestellt, in denen dies berücksichtigt wird. In Zeiten der Kleinstfamilien wächst der Bedarf nach gemeinschaftlichen Angeboten und Nachbarschaftshilfe, was auch durch richtige Wohnbauplanung unterstützt werden kann.

Nachhaltigkeitssiegel Abgesehen von diesen strukturellen Überlegungen unter dem Aspekt, „ein qualitätsvolles weniger kann oft mehr sein“ sind beim konkreten Bauen natürlich viele weitere Aspekte im Hinblick auf deren Klimarelevanz abzuwägen. Dies betrifft die Infrastruktur eines Wohngebietes, d.h. die Verkehrsanbindung, die Energieversorgung, die Nutzung von Flächen und deren Versiegelung, den Herstellungsprozess von Baustoffen und Gebäuden, die Wohnnutzung und schließlich irgendwann auch den Abbruch. Die Bewertungsmöglichkeiten sind vielfältig und Gegenstand fachlicher Diskussion.

Infrastruktur Viele Städte und Gemeinden haben erkannt, dass für den Klimaschutz, aber auch für zukünftige Autarkie, eine eigene und nachhaltige Energieversorgung essentiell ist, weshalb immer mehr lokale Energienetze, gespeist durch Geothermie, Hackschnitzel, Sonnenkraft oder Blockheizkraftwerke an den Start gehen, die immer weitere Gebiete versorgen können. Im Großraum München betrifft dies sowohl die Fernwärme der Stadt, wie im Umland zahlreiche Gemeinden, die Wärme aus Geothermie und Hackschnitzel anbieten. Die hohen Investitionskosten solcher Netze werden durch den Anschluss vieler Haushalte relativiert und stellen für die Gesellschaft einen großen Mehrwert sowohl in ökologischer und finanzieller Hinsicht, wie in Bezug auf Unabhängigkeit und Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen dar. Dies ist auch ein Grund, warum für den Anschluss an solche Netze hohe Fördergelder zur Verfügung stehen. Ergänzt werden können Nahwärmenetze durch Solarstrom, der auf den Dächern vieler Häuser kostengünstig produziert, in zwischenzeitlich erschwinglichen Batterien gespeichert und über ein intelligentes Stromnetz bedarfsgerecht verteilt werden kann. Hierzu, wie auch für die Windkraft sind jedoch auch leistungsfähige Stromtrassen erforderlich, ohne die die Energiewende nicht gelingen wird. Der Abschied von Öl und Gas ist eingeläutet, aber noch ein weiter Weg zu gehen. Ein weiteres großes Thema ist die Verkehrsanbindung – die Erschließung neuer Bauflächen abseits von Zentren, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten und öffentlichem Nahverkehr produziert unnötigen Individualverkehr und stellt auch

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für die Bewohner solcher „Schlafstädte“ einen erheblichen Nachteil dar, der durch richtige Bauleitplanung oft verhindert werden könnte.

Baustoffe Wenn wir nun über einzelne Gebäude sprechen, ist neben dem Flächen- und Materialverbrauch, der je nach Bauweise unterschiedliche Herstellungsaufwand und später der Energiebedarf des Gebäudes zu berücksichtigen. Gesetzliche Vorgaben zum Energiebedarf bei der Herstellung gibt es bedauerlicherweise noch nicht, Vorgaben zum Energiebedarf im Betrieb dagegen seit 1977 mit der nach der Ölkrise eingeführten Wärmeschutzverordnung, die 2002 von der Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst wurde. Aktuell ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Vorbereitung, das auf der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 basiert und den Niedrigst­energieStandard für Neubauten fordert, wenngleich bedauerlicher Weise keine größere Verschärfung der bisherigen Anforderungen vorgesehen ist.

fe-Verlag in Immenried bei Kissleg in Holzbauweise. Planung Thomas Schilling

Dennoch macht es Sinn, auch über die Klimarelevanz der Herstellung zu sprechen, wie es Nachhaltigkeitssiegel tun. Für die Produktion von Stahl, Glas und Zement oder das Brennen von Ziegeln fallen sehr große Energiemengen an, der Transport dieser schweren Baustoffe verbraucht weitere Energie. Der Holzbau ist dabei stark im Vorteil, da beim Wachstum von Holz CO2 gebunden und das Klima verbessert wird und die Verarbeitung von Holz und auch der Transport mit im Vergleich zu anderen Baustoffen äußerst geringem Energieaufwand erfolgt. Weitere Vorteile des Holzbaus sind ein hoher Vorfertigungsgrad und damit verkürzte Bauzeiten und von Haus aus sehr gute Dämmwerte, die auch im Betrieb trotz schlanker Querschnitte für weitere Energieeinsparung sorgen. Nicht ohne Grund werden beispielhafte Wohnprojekte in Holzbauweise öffentlich gefördert. Auch im Geschosswohnungsbau, in dem bis vor einiger Zeit Holz aus Gründen von Statik und Brandschutz nur untergeordnet zum Einsatz kam, ist zwischenzeitlich ein Umdenken erfolgt, so dass in aller Welt Wohngebäude auch oberhalb der Hochhausgrenze errichtet werden (z.B. HoHo Wien mit 24 Geschossen). Grundsätzlich ist auch die Wiederverwertbarkeit von Holzbauten aufgrund der gefügten Bauteile im Vergleich zu anderen Baustoffen, die maximal ein „Downcycling“ z.B. in Form von Beton- und Ziegelbruch im Straßenbau erfahren, erheblich besser, wenn bei der Montage einige Regeln beachtet werden.

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Aber auch andere Naturmaterialien wie Lehm und Stroh können bei regionaler Verwendung energiesparend eingesetzt werden, haben aber konstruktiv nicht die Bedeutung des Holzbaus, da Lehm zumindest in unseren Breiten meist nur als Putz oder in gewissem Umfang im Einfamilienhausbau zum Einsatz kommt und in sehr großen Mengen bei uns kaum zur Verfügung steht. Auch der Strohballenbau ist eine Ausnahmeerscheinung, die v.a. für kleinere Gebäude geeignet ist, bei denen die systembedingt sehr großen Wandstärken keine Rolle spielen.

Betriebsenergie Wie erläutert werden seit längerem allmählich steigende Anforderungen gestellt an den Energiebedarf neuer Gebäude bzw. an Gebäude, bei denen in größerem Umfang Veränderungen durchgeführt werden. Diese Anforderungen beziehen sich auf die beheizte Fläche, was zwar für eine Vergleichbarkeit der Gebäude sorgt, jedoch außer Acht lässt, dass z.B. Wohnen einer 10-köpfigen Familie in einem schlecht gedämmten Altbau energiesparender sein kann, als das großzügige Passivhaus eines kinderlosen Ehepaares – ganz abgesehen von der Herstellungsenergie. Eine Nachrüstverpflichtung für den Bestand gibt es nach wie vor nicht, dafür jedoch v.a. durch die KfW erhebliche Fördergelder bei energetischen Sanierungen wie auch für überdurchschnittlich energiesparende Neubauten. Klimafreundlich bauen in Bezug auf die Betriebsenergie bedeutet neben der am besten geringen personenbezogenen Flächennutzung eine hochwärmedämmende Gebäudehülle und die Nutzung regenerativer Energiequellen für evtl. weiterhin benötigte Betriebsenergie. Dabei haben sich die durchschnittlichen Wärmedämmwerte z.B. von Altbauten aus den 1950er Jahren von ca. 1,5-2 W/m²K auf nur für Neubauten typische ca. 0,2 – 0,3 W/m²K, d.h. etwa um den Faktor 6 reduziert. Bei Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen im Bereich der Gebäudekonstruktion (Holzbau) und / oder Gebäudedämmung (Massivbau) kann auch der Ressourcenverbrauch bei diesen Verbesserungen gering gehalten werden. Durch effizientere Heizungen und eine verbesserte Luftdichtheit der Gebäude konnten im Gebäudebestand ebenso wie bei Neubauten weitere erhebliche Einsparungen erzielt werden. Moderne klimafreundliche Gebäude verwenden keine fossile, sondern regenerative Energie, die im Idealfall übergeordnet über ein Nah- oder Fernwärmenetz bereit gestellt wird und ansonsten im oder am Objekt mittels Holz, Solarenergie oder ggf. Wärmepumpe, die bei Verwendung von selbst erzeugtem Strom ebenfalls sehr nachhaltig sein kann, erzeugt wird. Mittels einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung können die Lüftungswärmeverluste um bis zu 90% reduziert werden, so dass am Ende ein Plus-Energie-Haus möglich ist, das mehr Energie durch Sonnenkraft erzeugt, als es verbraucht. Der Aspekt, dass solche teilweise sehr komplexen haustechnischen Anlagen für die Herstellung ebenfalls erhebliche Ressourcen benötigen, was auch für eine Vielzahl von Dämmstoffen gilt, ist zwar richtig. Dennoch spielen alle diese technischen Hilfsmittel über einige Jahre und bei Dämmstoffen z.T. auch nur Monate ihre Herstellungsenergien durch Einsparungen im Betrieb wieder ein. ---------------------------------Das Planungsbüro Schilling in München ist ein Architekturbüro mit Schwerpunkt ökologischem Wohnbau, Energieberatung und Baubiologie. Die Spezialisierung des Büros garantiert den Kunden eine hohe Kompetenz und Planungssicherheit. Dipl.-Ing. Thomas Schilling ist nicht nur planend tätig, sondern bietet auch ein umfangreiches Beratungsprogramm. Infos unter www.pb-schilling.de Telefon, 089 - 74747891


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Einfamilienwohnhaus aus Vollholz im Salzkammergut Der Baustoff Holz hat es den drei naturverbundenen Brüdern angetan. Aufgewachsen in einer waldreichen Gegend des Salzkammerguts verbrachten Christoph, Matthias und Stefan Mösl schon als Kinder die meiste Zeit in den angrenzenden Wäldern. Wenig verwunderlich, dass die Passion zum Beruf wurde. Christoph, der Architekt, ist ausgebildeter Forstarbeiter. Stefan, Bausachverständiger und Spezialist für Bauabwicklung, absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Zimmerer. Und Matthias, heute Statiker, begeistert sich für die Tischlerei. Mit ihrem Unternehmen m3-ZT betreuen die drei Brüder als Ziviltechniker mit den Schwerpunkten Architektur, Statik und Bauabwicklung ganzheitliche und vor allem naturverbundene Bauprojekte. Beinahe logisch, dass sich die Büroräumlichkeiten in einem Biomasseheizwerk befinden, das von ihnen geplant und mit dem Holzbaupreis als herausragendes Beispiel für den Einsatz von Holz im gewerblichen Bereich ausgezeichnet wurde. Für die Familie von Stefan Mösl, dem Bauherrn, stand daher von Beginn an fest: „Wohnen in der Natur und mit der Natur – Wir bauen ein Haus aus purem Holz“. Nach einer Werksbesichtigung bei holzius in Südtirol mit umfangreicher Einführung in das Bausystem durch den Unternehmensgründer Herbert Niederfriniger war auch der ideale Partner dafür gefunden: „Die leim- und metallfreien Vollholzlemente von holzius bieten neben einer natürlichen und sehr hochwertigen Optik eine Reihe von konstruktiven Vorteilen“. Eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform ist der patentierte Kern dieser einzigartigen Bauart. Dadurch wird Bauen mit Vollholzelementen ohne Leim und Metall in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit ohne Einsatz von Folien möglich – und dies ohne sichtbare Verbindungsmittel. Die VollholzWände erreichen durch die Ausführung als mehrlagig stehender Block eine hohe Tragfähigkeit wodurch auch mehrgeschossige Gebäude setzungsfrei gebaut werden können. „holzius berücksichtigt bei seinen gänzlich leim- und metallfreien Vollholzelementen wirklich jeden Aspekt von Baubiologie und Nachhaltigkeit. Dazu zählt, dass keine Folien und keine Dampfsperren in den Wandelementen verbaut werden. Bauchemie

sucht man überhaupt vergeblich, und bei der Herstellung der Elemente wird die natürliche Wachstumsrichung des Baumes berücksichtigt“, so der Architekt Christoph Mösl zum einzigartigen Bausystem und der Grundlage für ein gesundes Raumklima über viele Generationen. Beim Einfamilienhaus in Abersee am Wolfgangsee in Salzburg wurden traditionelle Wohnformen und -elemente modern interpretiert und ins einundzwanzigste Jahrhundert übersetzt. Auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bauen bedeutet für Stefan Mösl „den Einsatz vorhandener Ressourcen und wiederverwertbarer Baumaterialien, die Minimierung des Energieverbrauchs und das Bewahren der Umwelt“. Neben ökologisch verantwortungsbewusstem Bauen sind die kreative Architektur, das passende Erscheinungsbild für die harmonische Integration in die umliegende Landschaft, innovative Raumkonzepte, und gesunde Materialien die Eckpunkte des Wohnhauses im Salzkammergut. Es entstand dabei in einem alpenländlichen Umfeld mit überwiegend traditionellen Bauweisen ein Einfamilienwohnhaus mit leim- und metallfreien Vollholzelementen. Dabei wurden nicht nur die Vollholzwände, sondern auch die Holzriegelwände wie auch die Deckenkonstruktionen vollkommen leimfrei hergestellt. Ein gelungener Mix aus Satteldach-Baukörper und kubischen Bauteilen prägt das Haus nach Außen. Für die hinterlüftete, naturbelassene Fassade wurde eine Kombination von flächig eingesetzten Lärchenholzschindeln und einer sägerauen Lärchenholzschalung gewählt.

Beim Einfamilienhaus in Abersee am Wolfgangsee in Salzburg wurden traditionelle Wohnformen und -elemente modern interpretiert und ins einundzwanzigste Jahrhundert übersetzt.

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Das Wohnhaus weist inklusive Keller vier Ebenen auf. Auf den Keller aus Betonfertigteilen setzen das barrierefreie Erdgeschoss sowie Ober- und Dachgeschoss auf, deren Strukturen komplett aus Holzbauteilen bestehen. Auch für die Dämmungen wurde ausschließlich ökologisches Material verwendet: Zellulose für den Pfettendachstuhl und die Innenwände, eine leimfreie Holzfaserdämmung für die Fassade. Als Heizungssystem wurde im Erdgeschoss des Wohnhauses ein Kachelofen installiert. Dieser ermöglicht durch den Anschluss an den Pufferspeicher das Beheizen der gesamten Gebäudekubatur. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaikanlage, die unter anderem für Warmwasser, die Elektrogeräte und das Elektro-Auto eingesetzt wird.

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Die Planung und Architektur folgte der Idee des generationsübergreifenden Wohnens und bietet Wohngenuss für jede Generation. Im Gegensatz zu früher ist jedoch heute das gemeinsame Leben unter einem Dach mit dem Wunsch nach individuellem Rückzug verbunden. Das fängt schon bei den Kindern an. Die Architektur in den Kinderzimmern lädt zum spielerischen Entdecken und sogar zum Klettern ein. Für die Eltern wurde ein exklusiver Rückzugsort geschaffen. Das Schlafzimmer mit eigenem Wellnessbereich begeistert mit einem traumhaften Ausblick durch das großzügige Eckfenster, das die Natur regelrecht in den Raum fließen lässt. Hochwertige Schreinermöbel fungieren bei der angeschlossenen Ankleide als Raumteiler und ersetzen eine fest verankerte Trennwand. Bei der Planung musste neben der Vorgabe des Bauherrn, für ein höchstmögliches, gesundes Wohnklima ausschließlich natürliche Materialien zu verwenden, auch eine Erweiterung für ein Zweifamilienhaus berücksichtigt werden. Der zukünftige Zubau kann damit einfach, rasch und ohne Veränderungen am Bestand realisiert werden.

Christoph (Architekt), Matthias (Statiker) und Stefan Mösl (Bausachverständiger) verbrachten schon als Kinder die meiste Zeit in der freien Natur.

ZAHLEN UND FAKTEN Bauherr: Stefan Mösl Architektur, Statik, Bauabwicklung: m3-zt, Abersee Vollholzbau: holzius, Prad am Stilfserjoch Ausführungszeitraum komplett: 01/2017 – 07/2018 Ausführungszeitraum Vollholz-Rohbau: Montage in fünf Tagen Verbautes Rundholz: 260 fm Holzarten: Fichte, Lärche, Tanne, Eiche Gespeichertes CO2: 155 Tonnen

holzius Als Anbieter patentierter, leim- und metallfreier Vollholzelemente für Wohnhäuser gestartet, gehören auch fertige Gebäudehüllen für Mehrfamilienhäuser, öffentliche und gewerbliche Bauten aus Vollholz in baubiologischer Ausführung zum holzius-Angebot. „Wir wollen gesunde Wohnräume schaffen und intakte Lebensräume erhalten. Auf diese Art und Weise wollen wir Mensch und Natur zusammenbringen“, so Firmengründer Herbert Niederfriniger. holzius setzt sich für den Fortbestand einer intakten Natur, die Schonung von Ressourcen und eine lebenswerte Umgebung ein. Ziel ist es, die variantenreiche Vollholzbauweise mit werksseitig vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelementen auch in die Städte zu bringen und damit auch dort naturverbundenes Wohnen und Leben zu ermöglichen. holzius GmbH Kiefernhainweg 96, I-39026 Prad am Stilfserjoch - Südtirol 0039 0473 618185, info@holzius.com, www.holzius.com Bilder: © holzius / Michael Liebert

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Wir wollen gesunde Wohnräume schaffen und intakte Lebensräume erhalten. Auf diese Art und Weise Mensch und Natur zusammen zu bringen, ist unser gemeinsames Bestreben. www.holzius.com


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Ökologischer Trockenbau mit Lehm CLAYTEC hat in seiner mehr als 30jährigen Unternehmensgeschichte die traditionellen Lehmbaustoffe für das heutige Bauen verfügbar gemacht und perfektioniert. Angesichts des einmaligen Raumklimas ist der Baustoff Lehm in seiner positiven Bilanz mit keinem anderen zu vergleichen. Besonders dynamisch hat sich in den letzten Jahren der Trockenbau mit Lehmbauplatten entwickelt. Im modernen Holzbau und bei der Sanierung von historischen Bauten und Fachwerk ist Lehmtrockenbau ein immer wichtigeres Einsatzgebiet.

IHRE CLAYTECPARTNER IN DER REGION

Die Verantwortung für Natur und Umwelt ist auch im Bausektor entscheidend. Energie- und ressourcensparende Bauweisen sind gefragt. Lehm und Holz erfüllen das Kriterium der Nachhaltigkeit perfekt. Lehm ist auf der Erde unbegrenzt verfügbar und die nachhaltige Holzwirtschaft entnimmt nicht mehr Holz als nachwächst. Die Kombination von Lehm und Holz ist nicht nur bautechnisch, sondern auch optisch überzeugend

Innendämmung hat sich bei CLAYTEC der Trockenbau mit Holzfaserausbauplatten (HFA) entwickelt, eine preisgünstige Alternative, die den ökologischen Trockenbau für alle erschwinglich macht. Hier bieten sich CLAYTEC HFA N+F mit Nut und Feder und CLAYTEC HFA maxi im Gardemaß 125 x 187,5 cm an. Besonders die handliche 60 x 135 cm große CLAYTEC HFA N+F mit Nut und Feder eignet sich hervorragend für den Selbstausbau.

und harmonisch. Davon konnten sich die Besucher der Messe DACH+HOLZ überzeugen, dem Branchentreff für den Holzbau, der vom 28.-31. Januar in Stuttgart stattfand. AUSDIFFERENZIERTE BAUSYSTEME CLAYTEC war dabei. Thema Nr. 1 auf dem Messestand war der LehmTrockenbau. In den letzten Jahren hat CLAYTEC ausdifferenzierte Bausysteme zur Marktreife gebracht. Klassiker sind die CLAYTEC Lehmbauplatte und die CLAYTEC Lehm-Trockenputzplatte, ein seit Jahrzehnten bewährter Naturbaustoff, stabil durch seine Schilfrohreinlage. Die LEMIX Lehmbauplatte schwer bringt viel Lehm ins Haus, mit allen positiven Auswirkungen für Speicherfähigkeit, Akustik und Raumklima. Aus der Erfahrung in der

Die Bewehrungslage auf den Platten wird mit einem speziell entwickelten Flachsgewebe und CLAYTEC Lehmklebeund Armierungsmörtel hergestellt, der auch bei dünnen Aufträgen eine enorm hohe Druckfestigkeit und Haftfestigkeit garantiert. Er ist Grundlage für CLAYTECLehm-Oberputz fein oder YOSIMA Lehm-Designputz. Bei guter Vorarbeit kann auch einfach mit dem CLAYFIXLehmanstrichsystem gestrichen werden. Alle Produktinformationen unter www.claytec.de instagram.com/ claytec_lehmbaustoffe Unsere Clayopatra-Ausführungsvideos:

Abbildung: Querschnitt einer Lehmbauplatte

Gütter Naturbaustoffe

Rosenheimer Straße 18 83512 Wasserburg Telefon: 0 80 71 - 13 03 www.guetter-naturbaustoffe.de

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Erdinger Straße 45 85356 Freising Telefon: 0 81 61 - 88 71 37 www.lebensart-freising.de

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Klimaschützende und wohngesunde Biodesign-Häuser

Der Zukunft voraus Inwieweit können wir unser Lebensumfeld und die Lebensqualität beeinflussen? Gelingt es uns, Verantwortung zu übernehmen, um das bestmögliche Wohl für unsere Kinder und nachkommenden Generationen sicherzustellen? Unser Wohnumfeld spielt bei diesen Überlegungen eine elementare Rolle, da wir heutzutage einen Großteil des Tages in geschlossenen Räumen verbringen. Auch sollte hier der körperliche Regenerationsprozess stattfinden. Doch sind alle Gebäude bereits konzipiert, um nachhaltig, klimaschützend und vor allem gesund für Mensch und Natur zu sein? Bereits vor Jahren hat das mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Holzhaus-Unternehmen Baufritz ein umfassendes Gesundheits-Konzept für dessen Bio-Designhäuser entwickelt, das dem heutigen Zeitgeist weit vorauseilt. Gebaut aus Materialien, die uns die Natur liefert, verfügen diese Zukunftshäuser über ein schadstoffgeprüftes Gesundheitsklima sowie vorbildliche Energieeffizienz. Als einzigem Hersteller gelang es Baufritz zudem die hohen Anfordungen der „weißen Plakette“ von VDB-Zert zu erfüllen – dem strengsten Prüfsiegel für Wohngesundheit in Europa. Das Gesundheitskonzept wird durch eine nachweislich äußerst wirkungsvolle StrahlenschutzEbene gegen Elektrosmog abgerundet. So schützt das Haus vor Belastungsfaktoren von Außen, trägt aktiv und langfristig zum Klimaschutz bei, denn der Holzanteil des Gebäudes beträgt 85 %. Dies sorgt für eine langfristige CO2-Reduktion von ca. 50 Tonnen. Lernen Sie die Firmenphilosophie „Gut für Mensch und Natur“ kennen. Die Architekturbroschüre des Unternehmens erhalten Sie kostenlos unter Telefon 08336 9000 oder unter www.baufritz-ds.de

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Erfrischend anders, konsequent ökologisch

Schweizer Naturkalk Was ist Schweizer Naturkalk? Schweizer Naturkalk wird ganz anders produziert als Industriekalk. Biokalkfarben und Biokalkputze werden nach alter Schweizer Handwerkstradition aus Sumpfkalk hergestellt. Die Technik des “Sumpfens” von Kalk wurde schon vor tausenden Jahren in China und Ägypten entwickelt. Diese Technik hat in der Geschichte der Baukultur eine herausragende Rolle gespielt. Erst im Industriezeitalter wurde diese Technik verdrängt. Bereits seit 1953 produziert der kleine Schweizer Ökohersteller HAGA Naturbaustoffe in echter Bio-Qualität. Naturkalk ganz ohne künstlichen Zuschlagstoff und mit extrem langer Reifezeit. Vor allem das macht den großen Unterschied bei Bio-Kalkfarbe und BioKalkputz aus. Die strahlende Helligkeit des Schweizer Bio-Kalks ist zudem unerreicht. So wie auch die Wirkung gegen Schimmel und feuchte Wände. Genauso wie der positive Einfluss auf das Raumklima. Schweizer Naturkalk wurde vom Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) auf Reinheit geprüft. WERTBESTÄNDIGE FASSADEN Algen, Pilze und Schmutz sind nach wenigen Jahren auf allen konventionell gestalteten Fassaden zu finden. Nicht so bei Fassaden aus Naturkalkputzen. Durch die hohe Diffusionsoffenheit und den guten Wasserhaushalt nimmt Naturkalkputz Feuchtigkeit auf und gibt sie später wieder ab. So wird Algen und Pilzen die Wachstumsgrundlage entzogen. Zudem ist Kalkputz antistatisch und zieht damit keine Schmutzpartikel an.

Fassaden aus Naturkalkputz zeichnen sich sogar durch einen gewissen Nanoeffekt aus. Winzige CalciumcarbonatKristalle bilden im Lauf der Zeit eine Art Nano-Oberflächenstruktur. Außerdem hat Calciumcarbonat die Eigenschaft, kleine Beschädigungen und Haarrisse zu überlagern und wieder zu verschließen. TRAUMSCHÖNE, SCHIMMELFREIE WÄNDE Durch extrem hohe pH-Werte und den absoluten Reinheitsgrad beugt Schweizer Naturkalk auf natürliche Art optimal Schimmel vor. Ob puristisch kühl, erdig warm oder himmlisch leicht. Reine Naturkalkfarben und Naturkalk-

putze mit ihren sinnlichhaptischen Oberflächen und dem sanften Farbenspiel schaffen eine unvergleichliche, belebende Atmosphäre in Innen- und Außenbereichen. Maltechniken mit Naturkalk galten von der römischen Villa bis zu den venezianischen Palästen als die allerfeinsten Wandgestaltungs-Techniken. EXTREM LANGE REIFEZEIT ERFORDERLICH Die Produktion von Naturkalk erfordert viel Zeit und Liebe fürs Detail. Außerdem kommt es dabei, wie bei gutem Wein oder Käse, vor allem auch auf die Reifung an. Bei HAGA beträgt die Reifezeit von Naturkalk mindestens ein Jahr und länger. Anspruchsvolle Gebäude wurden früher praktisch ausschließlich mit Naturkalk verputzt. Besonders wertvoller Naturkalk mit langer Reifezeit wurde deshalb früher Kirchenkalk genannt. HAGA verwendet genau diese alten Rezepturen für die Schweizer Naturkalkputze. Wer auf konsequent ökologische Bauprodukte Wert legt, ist hier gut bedient. Weitere Informationen gibt es auf www.haganatur.de. Foto: HAGA

Mit Naturkalk gegen Schimmel Wie Sie Wohnschimmel einfach vermeiden können Weitere Infos erhalten Sie bei folgenden Fachpartnern: Gesundbaumarkt GmbH NaturBauHaus

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Preysingstrasse 15 81667 München Tel.: 089 481049

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LebensArt GbR

Naturbauzentrum G. Veit Werkstatt holz & farbe

Gewerbegebiet 4 82399 Raisting Tel.: 08807 9491209

Naturalis Wolfgang Schrag Gasstr. 8 83278 Traunstein Tel.: 0861 15652

Gütter Naturbaustoffe Rosenheimerstr. 18 83512 Wasserburg Tel.: 08071 1303

www.naturbauammersee.de

www.naturalistraunstein.de

www.guetternaturbaustoffe.de

Autax Naturbau- Farben Perlfischerweg 1 94034 Passau Tel.: 0851 37939011

Egginger

natürlich bauen und wohnen

Erdinger Str. 45 85356 Freising Tel.: 08161 887137 www.lebensartfreising.de

Schrobenhausener Str. 17 Urbanstr. 2 86554 Pöttmes 93059 Regensburg Tel.: 08253 1021 Tel.: 0941 41686 www.naturbauzentrum.de

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www.haganatur.de

www.werkstattholzundfarbe.de

www.autaxnaturbau-farben.de

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Steinhiebl 2 94094 Malching Tel.: 08533 918980 www.eggingernaturbaustoffe.de

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Das Brunthaler-BaumHaus bewahrt die natürliche Kraft 100-jähriger Bäume Zu einem behaglichen Wohnklima im Holzhaus gehören nicht nur physikalische Parameter, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität, sondern auch eine subjektive Empfindung, die aus der Summe messbarer und nicht-messbarer Faktoren, sinnlicher und nicht-sinnlicher Wahrnehmung resultiert und dem Wohnraum seinen individuellen atmosphärischen Charakter verleiht. Der Baum ist das Herz Im Brunthaler-BaumHaus wird diese Atmosphäre durch eine qualitative wie auch konstruktive Natürlichkeit erzeugt. Aus Holz, das so ursprünglich ist, wie der Baum, weil jeder Balken natürlich gewachsen ist und nicht aus Brettern zusammengefügt wird. Jeder einzelne dieser Balken repräsentiert den Baum, aus dem er entstanden ist – von der Wurzel bis zur Spitze. Aufrecht stehend wie der Baum zu kraftvollen Wänden verbaut entfaltet der natürlich gewachsene Balken seine ihm innewohnende Kraft des Baumes. Die messbaren physikalischen Aspekte liegen auf der Hand: maximale Tragfähigkeit bei geringstem Flächenbedarf, dauerhafte Maßhaltigkeit. Im Brandfall ist die Tragfähigkeit der aufrechten Konstruktion sogar länger als bei liegend verarbeiteten Bohlen und Balken. Nicht unbedingt messbar, aber subjektiv erfassbar, erlebbar, fühlbar sind hingegen charakterlichatmosphärische Aspekte. Der von den, reinstofflichen Balken umgebene Raum gewinnt an positiver Energie, ein natürliches „Kraftfeld“, möchte man es nennen, wie wir es aus der Ruhe des Waldes kennen, wo wir mithilfe sinnlichen und nicht-sinnlichen Wohlempfindens Entspannung und Belebung gleichermaßen finden. Der Natur nahe bleiben Je mehr die bauliche Konstruktion dem natürlichen Entstehen des Baustoffes entspricht, umso mehr von der natürlichen Energetik und Kraft des Baumes bleibt erhalten. Aufrecht stehend bedeutet deshalb „in Wuchsrichtung“ und nicht „auf dem Kopf“, senkrecht von unten nach oben

strebend wie der Baum, steht der Balken in der Wand, die Kernseite – also, die Bauminnenseite – nach innen in den Raum gewandt. Für diese natürliche Ausrichtung der stehenden Balken gibt es keine nachweisbaren statischen Gründe. Auch die Widerstandsfähigkeit des Materials oder die Beständigkeit der Konstruktion werden dadurch nicht noch besser. Es ist einfach das Wissen um die vollkommen wertschätzende Verwendung und Verarbeitung von Holz, welches ein unheimlich gutes Gefühl vermittelt. Ein Wohlempfinden, wie es auch die Wissenschaft von Menschen im Wald oder in der Nähe von Bäumen kennt, obschon sie noch keine fundierte Erklärung dafür gefunden hat. Weitere Informationen zum Brunthaler-BaumHaus erhalten Sie unter www.brunthaler-baumhaus.de oder per Telefon +49 8543 62404-00. www.brunthaler-baumhaus.de Zwei Balken aus einem 100-jährigen Baum. Sonst nichts. Denn stehende Vollholzbalken sind die Grundlage für das Haus aus massivem, natürlichem Holz – für das BaumHaus eben.

Weitere Bilder und Informationen zum BaumHaus finden Sie unter www.brunthaler-baumhaus.de Zimmerei Brunthaler, Pfarrkirchener Straße 31, 84385 Egglham, Deutschland Tel. +49 8543 62404-00, Fax +49 8543 62404-10, info@brunthaler.bayern, www.brunthaler.bayern

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Bauen mit Strohhalmen Dass hier ein Leuchtturm-Projekt des ökologischen Bauens verwirklicht wurde, merkt man dem fünfstöckigen Neubau in Verden, einer 27.000-Einwohner-Stadt in Niedersachsen, nicht an. Gedeckte Farben; Fenster bis zum Boden; klar gegliederte, schnörkellose Fassade – auf den ersten Blick ein Bürogebäude, wie es in ähnlicher Form oft gebaut wird hierzulande. Nur die abgerundeten Ecken und das überkragende Flachdach fallen aus dem Rahmen des Gewohnten. Doch hinter dem unscheinbaren Äußeren, das sich im Vergleich zu den Hochglanzfassaden moderner Bürotürme aus Stahl, Glas und Beton bescheiden ausnimmt, verbirgt sich Innovatives. Denn der fünfstöckige Bau wurde fast zur Gänze aus Holz, Stroh und Lehm erbaut. Das Gebäude wurde mit einer für Deutschland noch neuartigen Technik errichtet: dem Strohballenbau. Zwar ist der Keller konventionell mit Ziegeln gemauert und schließt mit einer Betondecke ab. Doch darüber ist alles anders. Das tragende Gerüst des gut 17 Meter hohen Bürohauses mit 1.800 Quadratmeter Nutzfläche bildet – ähnlich wie bei traditionellen Fachwerkhäusern – eine Holzkonstruktion aus mächtigen Ständern und Riegeln. Aus Holz bestehen auch die Decken zwischen den Geschossen, das Treppenhaus und der Fahrstuhlschacht. Die Innenwände wurden aus Holzständern konstruiert, mit Lehmplatten beplankt und mit Lehm verputzt. Die nichttragenden Teile der Außenwände dagegen bestehen aus gepresstem Stroh. Fünf Geschosse aus Holz, Stroh und Lehm – bis zu diesem Zeitpunkt hatte das noch niemand gewagt. Entsprechend aufwendig sei die Baugenehmigung gewesen, erinnert sich der Lüneburger Architekt Dirk Scharmer, der das Haus entworfen hat. Insbesondere in Sachen Brandschutz habe man hohe Auflagen erfüllen müssen: „Wir mussten nachweisen, dass das Stroh im Brandfall mindestens 60 Minuten lang völlig unversehrt bleibt“, berichtet Scharmer. Deshalb sind die mit Pressstroh gefüllten Außenwände auf der Fassadenseite mit Kalkputz und auf der Raumseite mit Span- und Gipsfaserplatten gekapselt. Erst dieser Wandaufbau brachte die behördliche Einzelfallgenehmigung. Als das Gebäude im April 2015 nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht wurde, war es europaweit das einzige Strohballenhaus mit mehr als drei Geschossen. Die Idee, aus Strohballen Häuser zu bauen, ist schon über 150 Jahre alt. Sie stammt von Bauern in Nebraska, einem USBundesstaat, in dem es kaum Wald gibt, dafür jedoch schier unermessliche Weiten wogender Getreidefelder. Der Mangel an Holz beförderte die Suche nach alternativen Baumaterialien und die Erfindung der Strohballenpresse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wies den Weg. Mit Hilfe der Presse verwandelte sich reichlich vorhandener Ernteabfall in stabile Blöcke, die sich wie riesige Ziegel übereinanderschichten ließen. Die Kombination aus tragendem Holzständerwerk mit Stroh als Wand- und Dämmstoff entwickelte sich allerdings erst in den 1930er Jahren, als man begann, auch zweigeschossige Strohballenhäuser zu errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Technik des Strohballenbaus jedoch aus der Mode. Erst im Zuge der Ölpreiskrise Mitte der 1970er Jahre erlebte sie in Nordamerika einen neuerlichen Aufschwung. Stroh, ein Abfallprodukt der Getreideernte, ist überall dort im Überfluss verfügbar, wo Landwirtschaft betrieben wird. Ein Fünftel des Strohs, das nach einer durchschnittlichen Ernte in Deutschland übrigbleibe. reiche für den Bau von rund 350.000 Einfamilienhäusern,

hat der Fachverband Strohballenbau (Fasba) errechnet. Ist Stroh somit ein Low-Tech-Baustoff, den Häuslebauer nur auf dem nächstgelegenen Acker aufzusammeln brauchen? Nicht ganz. Um als Baustoff zugelassen zu werden, müssen Strohhalme bestimmte Anforderungen erfüllen: „Sie sollten möglichst lang und unbeschädigt sein“, erläutert Fasba-Vorstand Harms. „Zu Ballen gepresst, müssen sie eine Rohdichte von etwa 100 Kilo pro Kubikmeter aufweisen.“ Am besten eigne sich Weizen und Roggen, sagt Harms: „Hafer dagegen ist zu weich.“ Mit lehmverputzten Strohwänden ist es problemlos möglich, die Kriterien des Passivhaus-Standards zu erfüllen. Als Passivhaus ist ein Gebäude definiert, das lediglich 15 Kilowattstunden (kWh) Heizwärme pro Quadratmeter und Jahr benötigt (zum Vergleich: der Wert liegt deutschlandweit bei durchschnittlich 160 kWh). Hinzu kommt eine ganze Handvoll raumklimatischer Qualitäten, die insbesondere in Verbindung mit Lehmputz ihre Wirkung entfalten. Denn Lehm nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie nach und nach wieder ab. Dadurch ist die Luftfeuchte im Raum immer perfekt ausbalanciert und es entsteht ein Raumklima, das der Mensch als behaglich empfindet. Zudem kann Stroh mit einer nahezu unschlagbaren Ökobilanz punkten, denn es ist klimaneutral, wächst Jahr für Jahr nach und für seine Transformation zum Baustoff wird lediglich etwas Dieseltreibstoff für Traktor und Ballenpresse benötigt. Allerdings haben Strohhäuser eine bautechnische Achillesferse: „Stroh darf nicht nass werden, weder in der Bau- noch in der Nutzungsphase“, warnt Benjamin Krick, Architekt am Darmstädter Passivhaus-Institut, der über Stroh als Baustoff promoviert hat. „Sonst schimmelt‘s.“ Als Schutz gegen aufsteigende Bodenfeuchte und heftige Regengüsse brauchen Strohhäuser sozusagen hohe Stiefel und einen breitkrempigen Hut; also ein Fundament mit Feuchtigkeitssperre und ein Dach mit weitem Überstand. Die Wetterseite sollte zusätzlich mit einer Verschalung geschützt werden, empfiehlt Krick, der selbst in einem Strohhaus wohnt. Und wie lange halten Strohhäuser? Das Haus Feuillette in Montargis / Frankreich, ein zweistöckiger Fachwerkbau mit Strohballen-Ausfachung, wurde 1921 fertiggestellt und ist bis heute bewohnt. „Es gibt kein Verfallsdatum“, sagt Architekt Dirk Scharmer. „In Nebraska habe ich über 100 Jahre alte, völlig intakte Strohwände gesehen, deren Halme noch immer goldgelb waren.“ Und anders als bei konventionellen Steinbauten, von denen am Ende ihrer Lebenszeit ein Haufen Schutt bleibt, der fachgerecht entsorgt werden muss, fügt sich ein Strohhaus, sollte es tatsächlich eines Tages baufällig werden, nahtlos in den natürlichen Kreislauf. Man kann es problemlos im Garten kompostieren. Hartmut Netz

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Innovationen im Massivholzbau

NATUR PUR So geht Holzbau heute

Pionierarbeit leisten meist mittelständische Unternehmen, vor allem wenn es um ökologische Konstruktionen und innovativen Holzhausbau geht. Zu diesen Manufakturen gehören auch die Sonnleitner Holzbauwerke aus Ortenburg. Die Holzbaufirma hat sich längst einen hervorragenden Namen gemacht, wie z. B. dem Klimawandsystem „TWINLIGNA“, einer patentierten, doppelwandigen Wandkonstruktion, entwickelt für sichtbare Massivholzfassaden. Für Öko-Puristen kommt nur die einstoffliche Block-Variante in Frage, beidseitig mit Massivholzbohlen in Lärche oder Fichte ausgestattet, im Werk vorgefertigt, von hoher technischer Wertigkeit und in zwei Optik-Varianten erhältlich. Ungewöhnlich: Ein Hersteller mit zwei Klimawand-Konstruktionen und einer deutlichen Öko-Handschrift. „Wir heben uns ganz klar vom konstruktiven Einerlei anderer Hersteller ab und punkten somit durch zahlreiche Alleinstellungsmerkmale“, lautet die Strategie von Firmenchef Gotthard Sonnleitner. So entwickelte Sonnleitner zusätzlich ein Klimawandsystem für verputzte Holzhausfassaden mit deutlichem Öko-Charakter – unverwechselbar und mit klarem Profil. Das Ergebnis heißt „MONOLIGNA“. Neu hierbei ist der einzigartige Klimakern aus mäanderförmig gefrästem Massivholz, welcher durch eingeschlossene, ruhende Luftschichten ein sehr günstiges, spezifisches Wärmespeichervermögen einen besonders guten U-Wert aufweist. Als Dämmung werden Holzfasern verwendet, ein mehrschichtiger mineralischer Außenputz und Gipsbauplatte (innen) bilden den Abschluss. Zwei patentierte Klima-Wandsysteme auf gleicher Augenhöhe, von einem Hersteller, produziert in einem Werk. Weitere Infos unter www.sonnleitner.de

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Kostenlose baubiologische Beratung in unserer Niederlassung in Eresing! Sonnleitner ist Spezialist im ökologischen Holzhausbau. Bauherren werden nach einem ganzheitlichen Konzept begleitet: baubiologisch, individuell, umfassend und in kurzer Zeit. Jedes Sonnleitnerhaus ist ein Unikat, das mit hohem Massivholzanteil gefertigt wird. Einen Großteil der energieeffizienten Holzhäuser übergibt Sonnleitner mehr als schlüsselfertig - inklusive maßgefertigtem Mobiliar aus eigener Meisterwerkstätte.

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Naturmode im Frühjahr/Sommer 2020

Monochrome Designs, Retroprints und French Chic Eines vorweg: es bleibt spannend in der Naturmodeszene! Monochrome Outfits, neue Streifenspiele, RetroPrints der 60er und 70er Jahre... selbst Velvet ist in diesem Sommer Trend. Lassen Sie sich von den neuen // Katrin Speer Kreationen der Designer überraschen! Die neuen Kollektionen versprühen den Charme des Frühlings und des Sommers. Leichte Stoffe in sanften Naturtönen, verführerisch bunte Farbakzente und eine Vielfalt an stilisierten Pflanzenund Blumenprints erzeugen positive Schwingungen. Da kommt Sommerlaune auf!

Stilmix und Crossdressing Die Materialien sind feminin, hauchzart oder transparent bis hin zu casual. Loose-Fit, XXL-Oversized und Layerings sorgen für ein komfortables Tragegefühl. Stilmix und Crossdressing haben Hochsaison – für einen angesagten, spannenden Look. Tendenziell bewegt sich die neue Naturmode hin zu einem cleaneren Stil. Weg von überbordender Dekoration, hin zu einem „Weniger-ist-mehr.“ Monochrome Outfits beispielsweise sind „mega-in“. Das gilt auch für „French Chic“ – zeitlose, komfortable Designs in hochwertiger Qualität. Neue Colourblockings und Streifenspiele, Statementärmel beim Strick, ethnische Prints der 60er und 70er Jahre und ein großes Revival der Batikmuster machen die neue Mode ausgesprochen interessant.

Helle Farbnuancen und Ton-inTon Farben wie Sand, Camel und Caramel – gern auch Ton-in-Ton – für Harmonie und Eleganz. Weiß – bis hin zu Cremetönen – ist das neue Schwarz! Sattes Gelb wie Kiwi-Gold oder Citrus werden gern mit Khaki, aber auch mit Blautönen gemixt. Classic blue (in vielen Nuancen) ist die Trendfarbe par excellence – und wird mit Schwarz zum edlen Eyecatcher. Grüntöne wie Oliv, Schilf sowie Cognac zeigen sich vor allem bei ethnischen Prints. Rosé, Mint, Pistazie, Flieder, Bleu und Erdtöne sowie auffallendes (Signal-)Rot und Orange runden die Palette der Sommerfarben ab.

Crossing Cultures Die neue Sommermode von Lanius steht ganz im Zeichen von „Crossing Cultures“. Traditionelle Handwerkskünste unterschiedlichster Kulturen wie exotische Ikat-Webtechniken und naturalistische Digital-Prints werden unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit verbunden und modern interpretiert. Unter dem Motto „Expressive Crafts“ zeigt Lanius beispielsweise eine modische Kombination aus Trägertop und langer Hose in gebrannten Rottönen mit orientalischem Print – beides aus fließendem, leicht glänzendem TENCELTM Lycocell. Das Design in Erdtönen in hell/ dunkel Abstufungen erinnert an ferne Kulturen.

Feminine Kombi im Pyjama-Style aus fließendem Stoff mit Orient-Print (www.lanius.com)

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An der Côte d’Azur Unaufgeregt, aber effektvoll: Ganz im französischen Stil präsentiert das nachhaltige Label Alma & Lovis sein neues Thema „Côte d’Azur“. Inspiriert wurde es vom Bleu des Himmels unter der südfranzösischen Sonne sowie der Malerei von Frida Kahlo. Feinstes Chambray aus 100 Prozent Organic Cotton, ein leichtes Leinwandgewebe, das ursprünglich aus der französischen Gemeinde Cambrai stammt, bildet den Ausgangspunkt dieses Themas. Wird es mit einem Frida Skirt, Shirt oder Dress aus 100 Prozent Cotton Crêpe komplettiert, ist der Auftritt an der französischen Riviera perfekt. Weitere Besonderheit: ein elegantes langes Trägerkleid, eine Bomber-Jacke sowie ein Rock aus GOTS-zertifiziertem SummerVelvet.

Big-Flower-Print und AllWhite-Look Big Flower Prints machen die Sommermode von eve in paradise zum Eyecatcher: Rote Blüten auf weißer LeinenJacke im Chanel-Stil zaubern einen exotischen Look. Mit weißer Leinen-Culotte sieht das Outfit richtig edel aus. Ein Must in dieser Saison ist Sommerstrick. Ein weißes Baumwolle-Leinen-Stricktop mit dekorativen Streifen und eine weiße Culotte – fertig ist der angesagte AllWhite-Look!

Chic in neuen Streifen Hempage punktet in seiner Sommerkollektion mit vier neuen Produkten aus dem ökologischen, temperaturausgleichenden und sehr strapazierfähigen Material Hanf. Zu den Neuheiten aus 100 Prozent Hanf gehören u.a. ein leicht transparenter Sommerpullover für Damen sowie eine dazu passende luftige unisex Hanf-Shorts. In starken Streifen – hellgrau, weiß und crab – präsentiert sich ein neues wadenlanges Kleid in Wickel-Optik. Die gestreifte Bluse hat raffinierte Details wie ¾ Ärmel mit Bindebändchen und modischer Raffung. Neu im Programm sind auch Kurzarmshirts mit sommerlichem Korallenprint.

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Monochromer Look Monochrome Dessins in Grau-Weiß, Blau-Weiß, Rot-Weiß und Schwarz-Weiß geben bei der Linie „Minu“, ebenfalls aus dem Hause Lana, den Ton an. Filigrane Muster und zurückhaltende Farben kennzeichnen diesen Look. Das hellgraue GOTS-zertifizierte, vegan produzierte Biobaumwolle-Kleid „Mina“ in A-Linie und mit Taillenband besticht durch minimalistischen Print. Die Kollektion „Rosalie“ steht im Zeichen von French Chic: Dazu gehören u.a. feminine Kleider und Jacquardstrick mit dezenten floralen Mustern.

Neue Denim-Serie „Blueblack“ Zu den modischen Highlights der Sommer-Kollektion von Maas Natur gehören ein ärmelloser Leinen-Overall in Wickeloptik mit Bindegürtel in der Trendfarbe Himbeer, eine neu interpretierte (hoch)sommerliche Streifenserie aus feiner kbA-Baumwoll-Popeline sowie die kleine, besonders umweltfreundliche Denim-Serie „Blueblack“. Bei der Produktion dieser Jeansartikel ist der Wasserverbrauch gegenüber herkömmlichen Jeans um über 80 Prozent reduziert, der Energieverbrauch besonders gering. Sommerfrische: GOTS-zertifizierter Streifenrock mit aufgesteppten Falten (www.maas-natur.de)

Performance, Tanz, Bewegung „Performance, Bewegung Tanz, Transparenz und ein harmonischer und subtiler Gendermix charakterisieren unsere Lana Sommerkollektion“, so Maria Kohnen, Head of Design des Labels Lana. Diese Inspirationen wurden u.a. in Mesh, Body Styles, zartem Layering und in Athleisure-Looks in sportlich femininer Ausprägung umgesetzt. Sanfte Vanilleund Nude-Töne dominieren. Die Kombination aus Rock und Blouson aus fließender Eco-Viskose in der Trendfarbe Nude mit großen stilisierten Blüten steht stellvertretend für diesen Look.

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Jan‘n June: „Mynt“ Das nachhaltige vegan und fair produzierende Hamburger Label Jan’n June steht für minimalistische Casualwear und komfortable Designs. Die Frühjahr/ Sommerkollektion trägt den Namen „mynt“. Mintgrün, sattes Melone-Orange und kräftiges Smaragdgrün – auch für Herren – geben den Ton an. Gedeckte Farben ergänzen die Kollektion. Fließende Schnitte, Midi-Röcke und überlange Hosen stehen im Mittelpunkt. Modische Highlights: u.a. die asymmetrischen OneShoulder-Tops aus recyceltem Polyamid und die Kombination aus bauchfreiem, ärmellosem Top und schmalem, seitlich geschlitztem Midi-Rock.

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Stylische Kombi mit Streifenculotte aus reinem kbA-Leinen (www.almalovis.de)

Summerease mit Sunshine Kisses „Summerease“ – die Leichtigkeit des Sommers – war Inspirationsquelle des ganzheitlich nachhaltig produzierenden Naturmodelabels Madness. Die Farben, Materialien und Designs der GOTS-zertifizierten Mode entführen an die Küsten des Nordens und an behagliche Orte jenseits von Stress und Hektik. Die Themen der Kollektion tragen so wohlklingende Namen wie „Sunshine Kisses“. Farben wie Sun, Fire, Peach, Sand und Smoked Pearl sowie florale Blütenprints inspirieren die Sinne. Wer da nicht Fernweh und Urlaubsstimmung bekommt...


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Siegelsicherheit für mehr Klarheit und Transparenz

Grüner Knopf & Co. Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Wirklich? Wie bei den Lebensmitteln sollen auch bei Naturtextilien Siegel und Zertifikate eine nachhaltige Produktion und faire Arbeitsbedingungen nachweislich garantieren. Wie heißt es doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Ein Newcomer ist der „Grüne Knopf“. // Katrin Speer Nachhaltige Vorzeige-Unternehmen unter den Naturtextilherstellern bemühen sich um erkennbare Abgrenzung gegenüber schwarzen Schafen der Branche. Grüne Siegel und Zertifikate sollen helfen, nachhaltige Mode beim Kleiderkauf eindeutig zu identifizieren und das Vertrauen der Verbraucher in Naturmode zu stärken.

Staatliche Initiative „Grüner Knopf“ Jüngstes „Baby“ in der Familie Naturmode-Zertifikate ist „Grüner Knopf“, Deutschlands erstes staatliches Nachhaltigkeitssiegel für ökologische und faire Bekleidung. Initiiert hat es Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. Dieser hatte 2014 – als Reaktion auf den verheerenden Unfall in einer Textilfabrik in Bangladesh – bereits das Textilbündnis für mehr Nachhaltigkeit in der Mode weltweit gegründet. Der „Grüne Knopf“ soll ein weiterer Schritt sein.

Prüfung der gesamten Lieferkette Anders als bei bisherigen Nachhaltigkeitssiegeln will der „Grüne Knopf“ nicht nur einzelne Vorzeigeprodukte, sondern die gesamte Lieferkette von Unternehmen auf den Prüfstand stellen. Zum Start ist zunächst die Prüfung der Produktionsstufen „Zuschneiden und Nähen“ sowie „Bleichen und Färben“ vorgesehen. Die ökologischen und sozialen Herausforderungen seien hier besonders groß: 100 Milliarden Kleidungsstücke weltweit durchlaufen diese Prozesse. 75 Millionen Menschen sind in diesen Bereichen beschäftigt. Ab der nächsten Phase soll die Prüfung auf die Arbeitsschritte „Weben und Spinnen“ sowie anschließend auf die „Faserproduktion / Baumwollanbau“ ausgeweitet werden.

46 ökologische und soziale Kriterien Hersteller, die das Zertifikat „Grüner Knopf“ erwerben wollen, haben 46 anspruchsvolle Umwelt- und Sozialstandards zu erfüllen – von Abwassergrenzwerten bis zu Zwangsarbeitsverbot. 20 Kriterien betreffen das Unternehmen, 26 Kriterien beziehen sich auf das Produkt. Nur wenn beides stimmt, wird das Zertifikat vergeben. Prüfstellen wie der TÜV kontrollieren die Einhaltung der Standards. Die Unabhängigkeit der Kontrollen soll die staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) als „Prüfer der Prüfer“ sicherstellen.

27 Unternehmen am Start Unternehmen, die bereits gemäß der anerkannten Nachhaltigkeits-Siegeln zertifiziert sind, haben schon die erste Hürde für den „Grünen Knopf“ genommen. Anerkannte Siegel sind Fairtrade Textile Production, Global Organic Textile Standard, IVN NATURTEXTIL zertifiziert BEST, MADE IN GREEN by OEKO-TEX® sowie – in Kombination mit einem weiteren Siegel für Umwelt- bzw. Sozialstandards – auch Fair Wear, SA8000 der Organisation SAI, Blauer Engel, bluesign®PRODUCT und Cradle-to-Cradle Certified. Bei Einführung des Zertifikats waren

bereits 27 Unternehmen am Start, darunter renommierte nachhaltige Labels wie Alma & Lovis, Hess Natur und Trigema, aber auch Konzerne wie Lidl, Aldi und Tchibo. 26 weitere befanden sich im Prüfungsverfahren.

Kritik am „Grünen Knopf“ Vielen geht der „Grüne Knopf“ jedoch nicht weit genug. Wie der Beitritt zum Textilbündnis ist auch das staatliche Zertifikat freiwillig und nicht gesetzlich verankert. Die Kampagne für Saubere Kleidung (kurz: CCC für Clean Clothes Campaign) in einer Pressemitteilung bei der Einführung: „Leider weist es (Anm. das Metasiegel „Grüner Knopf“) erhebliche Schwächen auf und verfehlt so im Moment noch das Ziel, Konsument*innen eine verlässliche Orientierung zu bieten, dabei, Kleidung zu erkennen, die unter Wahrung der Arbeitsund Menschenrechte hergestellt wurde.“ Es gilt also noch zu beweisen, dass der „Grüne Knopf“ mehr leisten kann als die bereits etablierten Naturmodesiegel.

Nachhaltige Lieferketten bei Baumwolle Auch andernorts wird an der Entwicklung nachhaltiger Lieferketten in der Textilindustrie gearbeitet, zum Beispiel bei der Baumwolle. Naturfasern wie diese sind nicht nur bei Bekleidung sehr gefragt. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) lag die Erzeugung von Naturfasern 2018 gemessen an der gesamten Weltfaserproduktion bei rund 30 Prozent. Davon entfallen über 80 Prozent auf Baumwolle. Ihre Herstellung ist jedoch angesichts des hohen Wasserverbrauchs und des Einsatzes großer Mengen an Düngemitteln und Pestiziden in mehrfacher Hinsicht als umweltkritisch zu betrachten. Eine Umstellung auf Bio-Baumwolle sei deshalb ratsam, so Dr. Maximilian Hempel, DBU-Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz in einer Pressemitteilung.

Verfahren zur Identifizierung von Bio-Baumwolle Bio-Baumwolle als solche eindeutig zu identifizieren, ist jedoch nicht einfach. Internationale Standards und Zertifizierungen sehen erst beim fertigen Textilprodukt eine Auszeichnung vor. Ergo: Fälschungen nicht ausgeschlossen. Um den Weg der Bio-Baumwolle nachzuweisen, hat das Unternehmen Tailorlux mit Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Verfahren zur Kennzeichnung von BioBaumwolle entwickelt. Eine Markierfaser, wird mit einem Licht abgebenden Material angereichert und so sichtbar gemacht. Die Markierung erfolgt bereits in der Baumwollmühle und ermöglicht eine eindeutige Rückverfolgung. l

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Farbenfroh und vielfältig wie das Frühjahr ist auch in dieser Saison unsere Naturmode Eine breit gefächerte Farbpalette erwartet Sie: kraftvolle Farben wie traube, achatgrün oder kobalt, aber auch leichte dezente Pastelltöne wie malve, mondstein oder taubenblau. Und auch in dieser Saison nicht wegzudenken: Gelbtöne, wie z.B. mimose. Aber auch Naturtöne wie kitt, kreide und zimt sind wieder im Kommen. Naturmaterialien, wie Baumwolle, Hanf, Seide und Leinen sind die wunderbaren Rohstoffe, aus denen vorzugsweise unsere Naturmode für die wärmeren und die heißen Tage entsteht. Bei den Kleidern fallen in diesem Frühjahr Wickelformen, Schnitte mit schwingend weiten Röcken oder in Ballonform ins Auge. Aber auch Tuniken und Blusen kombiniert mit engen oder glockigen Röcken sowie schmalen Hosen sind im Trend. Hosen sind selbstverständlich immer dabei: neben der schmalen Jeans ist die Culotte mit kürzerem weiten Bein ganz angesagt. Der Vintage Look wird z.B. von unseren Bootcut Jeans oder der weiten Sommerdenim-Marlene-Jeans repräsentiert. Highlight: Bei der Herstellung der neuen Blueblack Jeansjacken und -hosen wird, verglichen mit herkömmlichen Jeanshosen, 80% weniger Wasser verbraucht! Die Pullover sind gern aus feinem Strick in Leinen oder Baumwolle und oft etwas weiter geschnitten. Lassen Sie sich inspirieren von unserer neuen Kollektion! Mit Mode von Maas Natur tun Sie nicht nur sich, sondern auch der Umwelt und der Textilindustrie etwas Gutes! Überzeugt? Dann shoppen Sie ökologische Mode – fair produziert online unter www.maas-natur oder in einer der 12 Filialen, oder bestellen Sie den neuen Katalog unter 0800 - 0701200.

Diese T-Shirts machen Schule!

Wie eine Kinderzeichnung aus Tansania zu dem fairen Modelabel Kipepeo-Clothing wurde. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Schmetterling, der mit einem Flügelschlag einen Sturm entfacht? Der Flügelschlag von Kipepeo (Schmetterling auf Kiswahili) ereignete sich im Jahr 2008, in einer Schule in Tansania und er kam in Form einer Kinderzeichnung, die dem Aushilfslehrer Martin geschenkt wurde. Martin druckte diese Zeichnung auf ein T-Shirt. Was als persönliche Erinnerung gedacht war, bewirkte weit mehr. Seit nunmehr 10 Jahren sfinden weitere Kinderzeichnun-

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gen ihren Weg auf T-Shirts, die in Tansania und Kenia zu fairen Bedingungen aus Bio-Baumwolle hergestellt werden. Durch den Verkauf dieser besonderen Produkte unterstützt Kipepeo die Schulen, an denen diese einzigartigen Motive entstehen, durch die Bezahlung von Schulgebühren- und Utensilien und dem Bau neuer Gebäude. Weitere Infos über die Produkte, die Idee und Philosophie von Kipepeo- Clothing finden Sie auf: www. Kipepeo-Clothing.com


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Ganzheitlich fasten

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Sie sind gestresst oder erschöpft? Sie haben Übergewicht, Migräne oder Verdauungsprobleme? Ein ganzheitlicher Fastenwanderurlaub könnte Ihnen guttun. Die ganzheitliche Fastenmethode nach Susanne Kirstein ist wie ein Puzzle. Wenn alle Teile an ihrem Platz sind, entsteht ein ganzheitliches Wohlgefühl. Erst das Zusammenspiel aller Teile lässt Ihren Fastenwanderurlaub im Bayerischen Wald zu einem einzigartigen Erlebnis werden. Motiviert durch die Gruppe überwinden Sie Durchhänger leicht. Fasten: Fasten Sie gerne nach Buchinger mit Brühe? Oder ziehen Sie sanftes Fasten mit leckeren Suppen vor? Wählen Sie, was Ihnen bekommt. Alles wird täglich frisch gekocht. Homöopathie: Fastenkrisen müssen nicht sein. Mit homöopathischer Begleitung können Sie das Fasten wunderbar unterstützen und den inneren Reinigungseffekt noch verstärken. Ich berate und begleite Sie. Bewegen & entschleunigen: Genießen Sie die Natur des Bayerischen Waldes. Tägliche geführte Wanderungen lassen auch den Kopf frei werden. Das Wellness- und Entspannungsangebot verstärkt zusätzlich die positive Fastenwirkung.

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Ernährungswissen : Mit handfesten Tipps und unterhaltsamem Wissen wird es Ihnen gelingen, auch über die Fastenwoche hinaus von den positiven Effekten zu profitieren. Die Fastenwanderwochen finden von März bis November statt. Termine und Infos unter www.FastenzentrumKirstein.de Jetzt NEU: Fastenkurse in München. Nächster Start 3. April 2020. Infos zum Fasten im Alltag: www.SusanneKirstein.de oder 089 - 13 95 95 31

Nicht nur zur Fastenzeit – regelmäßiges Digital Detox

Urlaub vom Smartphone Ständig ist es da, vibriert, blinkt und klingelt: Es bestimmt unser Leben. Doch was wäre, wenn wir – zum Beispiel jetzt in der Fastenzeit – das Smartphone einfach mal ausschalten, raus in die Natur gehen, mit anderen Menschen sprechen? Jana Acker, Expertin für Psychologie und Stressreduktion bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse, hält digitale Entgiftung (Digital Detox) generell für eine gute Idee. Denn wer permanent am Smartphone hängt, riskiert Dauerstress und soziale Isolation. Das kann Folgen für die Gesundheit haben, angefangen von Konzentrations- und Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen bis hin zu psychischen Erkrankungen und Herzleiden. Es macht wenig Sinn ein Wochenende ohne Smartphone durch den Wald zu wandern, um dann genauso weiterzumachen wie zuvor. Das Gehirn braucht vielmehr wiederkehrende Phasen, in denen es sich erholen kann. Sinnvoll sind mehrere kleine Auszeiten pro Tag, etwa Offline-Mittagspausen oder der Verzicht auf digitale Medien zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Denn permanente Ablenkungen und Unterbrechungen kosten viel Energie, das Fokussieren auf eine Sache und das Ausblenden äußerer Reize fällt schwerer. Hinzu kommt, dass das Gehirn schlechter trainiert wird, wenn Google uns das Denken abnimmt. Außerdem schlafen wir schlechter und kürzer, denn das blaue Licht der Displays hemmt das für den Schlaf-Wach-Rhythmus wichtige Hormon Melatonin. All das führt dazu, dass die Erholungsfähigkeit ab- und der Stress zunimmt. Wer also effektiv digital entgiften will muss auf Dauer seine Gewohnheiten ändern. Gar nicht so leicht, denn wir zücken das Smartphone häufig reflexhaft, etwa beim Warten auf die Bahn, beim Arzt im Wartezimmer, am Küchentisch... Wir haben Angst, etwas zu verpassen, spüren Druck, sofort reagieren zu müssen. „Wenn wir in solchen Momenten eigentlich das Bedürfniss nach Entspannung haben, ist das kritisch“, sagt Jana Acker, „da der Stress dann Überhand nimmt“. Komplett verzichten muss aber niemand. Wichtig ist der bewusste Umgang. Mit diesen Tipps können regelmäßige Auszeiten gelingen:

Digital-Detox-Apps Es gibt Apps, die aufzeichnen, wie häufig das Smartphone aktiviert und wofür es genutzt wird. Dies kann zur Selbsterkenntnis beitragen und der erste Schritt zur digitalen Entgiftung sein. Dienste auslagern Wir müssen nicht alles über das Smartphone regeln. Für das morgendliche Aufstehen reicht ein analoger Wecker, für die Uhrzeit unterwegs eine Armbanduhr, im Dunkeln eine Taschenlampe. Nicht sofort antworten Mails, Kurznachrichten etc. erst beantworten, wenn die Zeit dafür da ist. Dies hat gar keine negativen Folgen. Smartphone-freie Zeit Immer mal wieder Dinge ohne Smartphone erledigen, etwa den Einkauf, den Spaziergang, den Kinobesuch. Für Menschen, die unter der ständigen Erreichbarkeit leiden, wirkt dies befreiend. Smartphone-freie Zonen Smartphone-freie Zonen etablieren, etwa berufliche Meetings, das Schlafzimmer oder den Esstisch. Nichts ist unkommunikativer als Tischnachbarn, die ständig auf ein Display starren. Weniger Apps und Push-Nachrichten Schauen Sie ganz bewusst, welche Apps Sie wirklich brauchen. Push-Nachrichten wenig genutzter Apps abstellen oder am besten deinstallieren. Angebote stattdessen im Browser nutzen. Flugmodus, Ausschalten Das Smartphone ab und an auf Flugmodus umschalten oder für bestimmte Zeiten ganz abschalten. Das Abrufen neuer Nachrichten wird dann deutlich mühsamer, sodass das Gerät aus Bequemlichkeit häufiger mal wieder in der Tasche verschwindet. Kaufmännische Krankenkasse, www.kkh.de

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BUCH-Tipp: Wechseljahre

Vital und entspannt durch die Wechseljahre »Yang Sheng« heißt ein Programm in der Chinesischen Medizin, das die Rolle der Prävention betont. Die gleichnamige Ratgeberreihe im oekom verlag will Menschen dazu ermutigen, selbst für ihre Gesundheit tätig zu werden und ihre ureigenen Kräfte zu entdecken. Band 6 widmet sich dem Themenkomplex »Wechseljahre und Menopause«. Denn um Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zu lindern, gibt es ganz einfache Maßnahmen auch für Zuhause. Die Chinesische Medizin hat eine sehr differenzierte Sichtweise auf die Beschwerden in den Wechseljahren. Je nach Art und je nachdem, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, wann sie auftreten und was sie verbessert oder verschlechtert, liegen unterschiedliche Formen von Wechseljahrestypen vor, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Der Ratgeber »Wechseljahre und Menopause. Gesund leben mit Chinesischer Medizin« liefert hierzu zahlreiche wirksame Behandlungskonzepte und eine Fülle von fernöstlichen Tipps, mit deren Hilfe sich die Beschwerden der hormonellen Umstellung schonend und natürlich selbst behandeln lassen – von Rezepten nach der Fünf-Elemente-Küche über Akupressur-Anleitungen bis zu Qi-Gong-Übungen. Johannes Bernot leitet eine Praxis für Chinesische Medizin in Hamburg. In China absolvierte er ein Medizinstudium mit Ausrichtung Chinesische Medizin. Dabei lernte er für mehrere Jahre bei zwei der einflussreichsten TCM-Ärzte Chinas. In Deutschland arbeitete er lange in der TCM-Klinik Bad Kötzting. Andrea Hellwig-Lenzen, promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin, arbeitete in universitärer Lehre und Forschung, als freiberufliche Dozentin und als Unternehmensberaterin, bevor sie umfangreiche Ausbildungen in Akupunktur und chinesischer Arzneimitteltherapie absolvierte. Seit 2011 führt sie als Heilpraktikerin eine eigene Praxis für Chinesische Medizin in Berlin. Von 2014 bis 2019 war sie Erste Vorsitzende der AGTCM, einem der wichtigsten Fachverbände für Chinesische Medizin in Deutschland. Sie ist Gastprofessorin an der TCM- Universität Chengdu in China. Claudia Nichterl, promovierte Ernährungswissenschaftlerin, gibt ihr Wissen in Sachen Ernährung nach der Chinesischen Medizin an diversen Ausbildungsinstituten weiter. Sie veranstaltet Kochkurse und veröffentlichte viele erfolgreiche Bücher zum Thema. Johannes Bernot, Andrea Hellwig-Lenzen, Claudia Nichterl Wechseljahre und Menopause, Gesund leben mit Chinesischer Medizin 176 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-96238-181-3, 18,00 € Auch als E-Book erhältlich. oekom verlag München, www.oekom.de

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Veranstaltungen: HINWEIS: Die Adressen zu den Veranstaltungen, die mit einem Buchstaben angegeben sind, finden Sie im blauen Kasten.

MÄRZ 15.-21.3.: Fastenwandern im Bayerischen Wald – ganzheitlich entsäuern und wohlfühlen. Weitere Termine, Infos und Anmeldung unter www.fastenzentrumkirstein.de. Kontakt unter info@fastenzentrumkirstein.de ---------------------------------------------17.3., 18.30 - 20.30: Garten und Balkon im Zeichen des Klimawandels. Der Klimawandel hat nicht nur globale, sondern auch lokale Auswirkungen für Gartenfreunde. Welche Pflege, welche Bodenqualität brauchen Pflanzen in Trocken- und Nässeperioden, sind alte Sorten vielleicht vitaler? Im Vortrag werden Fakten zum Klimawandel und Handlungsmöglichkeiten für Garten- und Balkonfreunde erläutert.

Dozentin: Ulrike Windsperger Kosten: € 14.-. Anmeldung bei der MVHS erforderlich. Mehr Infos siehe B. ---------------------------------------------28.3.-3.4.: Fastenwandern im Bayerischen Wald – ganzheitlich entsäuern und wohlfühlen. Weitere Termine, Infos und Anmeldung unter www.fastenzentrumkirstein.de. Kontakt unter info@fastenzentrumkirstein.de

APRIL 11. 04., Samstag von 17 – 19 Uhr. Setzen Sie einen Blog auf damit Ihre Vision für Ihr Unternehmen Wirklichkeit wird. Workshop: Was brauche ich für einen wirkungsvollen Blog? kostenlos in München-Pullach Info: 089 - 790 13 44 vormittags doreen.richmond@t-online.de www.meinbusinessblog.com ---------------------------------------------3.4.-9.4.: Fastenkurs in München – Fasten zu Hause im Alltag mit erfahrener Begleitung Ernährungsberatung und -therapie Susanne Kirstein. Infos und Anmeldung unter www.SusanneKirstein.de

24. 4.: Bibersafari an der Isar Biber sind wieder zurück und auch bei uns in München heimisch geworden. Wir begeben uns entlang der Isar auf Spurensuche. So erfahren wir wie sie in der Stadt leben, was sie gerne fressen und wie ein friedliches Nebeneinander gelingen kann. Dauer: 2 Stunden Treff: 17.00 Uhr Schäftlarnstraße 181/Thalkirchner Platz Führung: Angela Burkhardt-Keller Anmeldung: 089 - 515676-64 angela.burkhardt-keller@bn-muenchen.de. Mehr Infos siehe A ---------------------------------------------19.-25.4.: Fastenwandern im Bayerischen Wald – ganzheitlich entsäuern und wohlfühlen. Weitere Termine, Infos und Anmeldung unter www.fastenzentrumkirstein.de. Kontakt unter info@fastenzentrumkirstein.de

MAI 3.-9.5.: Fastenwandern im Bayerischen Wald – ganzheitlich entsäuern und wohlfühlen. Weitere Termine, Infos und Anmeldung unter www.fastenzentrumkirstein.de. Kontakt unter info@fastenzentrumkirstein.de

ADRESSEN A: Bund Naturschutz Kreisgruppe München Pettenkoferstr. 10 a 80336 München Tel.: 089 - 51 56 76-0 Fax: 089 - 51 56 76 -77 www.bn-muenchen.de B: Ökologisches Bildungszentrum ÖBZ Englschalkinger Straße 166 81927 München 089 - 93 94 89 - 60, ÖBZ 089 - 93 94 89 - 61, MVHS 089 - 93 94 89 - 71, MUZ www.oebz.de

Ihre Veranstaltung erscheint in der nächsten Ausgabe, wenn Sie bis zum 20. April die Informationen zusenden und im Voraus pro Zeile (30 Zeichen) 3,00€ bezahlen. Adresse und Konto siehe S. 46.

Als Wandanstrich hochwirksam gegen Schimmel Naturkalk muss – ähnlich wie ein guter Wein – einen gewissen Reifeprozess durchlaufen, um seine volle Qualität zu entfalten. Beim Naturkalk entscheidet die sogenannte Sumpfzeit darüber, inwieweit er sich gut verarbeiten lässt und als Wandfarbe oder Putz zu einem hochwirksamen Mittel gegen Schimmel wird. Kalkstein wird dazu zunächst bei 950 Grad Celsius holzgebrannt und anschließend mit Wasser gelöscht. Die so entstandene Kalkmilch wird dann gelagert. Durch dieses Einsumpfen entwickelt sich im Lauf der Zeit ein gleichmäßig cremiger, feinporiger Sumpfkalk. Industriekalk wird dagegen gleich nach dem Löschen zu Pulver verarbeitet und ist dadurch weniger feinporig – qualitativ ist das ein Unterschied wie zwischen einer Spätlese und einem Tafelwein. Aufgrund seines basischen pH-Werts entzieht er Schimmelsporen den Nährboden. Das feine Kapillarsystem fungiert als zusätzlicher Schutz: Es nimmt Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk auf und gibt sie dann erst nach und nach an die Luft ab.

Naturkalk erlaubt auch ein breites Spektrum an Gestaltungsvarianten und Techniken: Als Wandfarbe im Neubau oder als Deck- oder Strukturputz im Altbau. Besondere Effekte lassen sich durch einen Auftrag in mehreren Schichten erzielen. So ergeben sich Texturen mit höherer Transparenz und Lichtreflexen. Beim Kauf von Kalkputz empfiehlt sich ein prüfender Blick auf den Inhalt. Denn in Deutschland dürfen sich Putze bereits ab einem Kalkanteil von nur drei (!) Prozent als Kalkputz bezeichnen. Zum Vergleich: Beim Schweizer Hersteller HAGA beträgt der Anteil an Calciumcarbonat mehr als 98 Prozent. Als Zusatzstoffe werden nur natürliche Materialen wie Flusssand, Marmormehl oder mineralische Leichtzuschläge beigemischt.

Werkstatt Holz & Farbe veranstaltet am Donnerstag, 12.03.20 um 19:00 Uhr in Regensburg (Urbanstraße 2) einen SchimmelInfoabend. Interessierte können sich durch einen Vortrag mit anschließender Diskussion und Fragerunde über mögliche Ursachen sowie rasche und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 6,00 € (kl. Brotzeit inbegriffen). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter Telefon 0941 - 41686 oder per E-Mail an info@werkstatt-holzundfarbe.de.

Naturbauzentrum Veit veranstaltet am Donnerstag, 26.03.20 um 19:00 Uhr in Pöttmes (Schrobenhausener Straße 17) einen Schimmel-Infoabend. Interessierte können sich durch einen Vortrag mit anschließender Diskussion und Fragerunde über mögliche Ursachen sowie rasche und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 9,00 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter Telefon 08253-1021 oder per E-Mail an info@naturbauzentrum.de.

Weitere Infos zu schimmelhemmender, wohngesunder Wandgestaltung mit Naturkalk und Seminarterminen unter www.haganatur.de. Siehe auch Seite 34

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Events: 20. Herzogenauracher Ökofest Am Sonntag, 26. April 2020 von 11 Uhr bis 19 Uhr auf dem Festplatz am Weihersbach in Herzogenaurach Veranstalter: Ökofest-Initiative e. V. Herzogenaurach - gemeinnützig Geboten wird viel INFORMATIVES, zum Energiesparen, effektive Mikroorganismen, Solarmobilen, Handwerkskunst, zu alternativen Einkaufsmöglichkeiten, zur Müllvermeidung bis hin zum Meeresschutz, viel VERKÄUFLICHES, von BioGewürzen, fairer und biologischer Kleidung, Schaffelle, Bio Lebens- und Genussmittel, Pflanzen aus ökologischem Anbau, viel GESCHMACKIGES, vom Öko-Bier, Bratwürsten von glücklichen Schweinen und zum Öko-Salat-Buffet, OHRWURMIGES von regionalen Liedermachern und Sambatrommlern, sowie KREAKTIVES für Familien und Kinder zum Mitmachen. Es darf auch wieder an unsere große HERZOGENAURACHER ÖKOTOMBOLA gedreht werden. Noch mehr Informationen über uns, sowie das Ausstellerverzeichnis sind auf unserer Homepage zu finden: www.oekofest-herzogenaurach.de.

HELDENMARKT München am 28./29.März im MVG Museum Ob Lebensmittel, Mode, Kosmetik, Wohnen, Mobilität, Geldanlagen, … eigentlich egal. Überall gibt es Alternativen zum herkömmlichen Überangebot der Konsumgesellschaft. Auf dem HELDENMARKT – der Messe für alle, die was besser machen wollen – sind sie alle. Die Großen, die Kleinen, die Nützlichen, die, die viele schon kennen und die, die keiner kennt – der HELDENMARKT bringt Menschen mit Visionen Deutschlandweit zusammen. Lerne in entspannter Marktatmosphäre die Hersteller kennen und lass dich bei Diskussionen & Vorträgen, Kochshows & Verkostungen, Ausstellungen & Workshops inspirieren und überzeuge dich selbst, dass nachhaltiger Lifestyle ohne große Mühen möglich ist – denn: Egal war gestern. Wann? Sa. 28. März, 10 -19.00 Uhr, So., 29. März, 10 - 18.00 Uhr Wo? MVG Museum, Ständlerstraße 20, 81549 München Tickets? www.heldenmarkt.regiondo.de/heldenmarkt-muenchen-2020 ab 4 € zum Early Bird Preis Tageskasse: 8 € (6 € ermäßigt)

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TV-Tipps für März zusammengestellt von Dipl. Ing. Agrar (FH) Peter Boley. Weitere Informationen unter www.AGRAR-TVNews.de Datum Sendezeit

Sender

Thema

05. 03. 19:40-20:08 Arte Delikatesse der Nordsee – Auster 05. 03. 21:00-21:45 MDR Food for Fun: Hormonkochen 06. 03. 14:00-14:45 BR Kräuterwelten in Südamerika 06. 03. 18:15-18:45 NDR Ökohof Liescher und Schweine 06. 03. 21:15-21:45 NDR Zwei Fleischesser machen Test 07. 03. 16:30-17:00 ARD Traumjob oder Ausbeutung? 07. 03. 16:55-17:30 3SAT Zwischen Glamour und Kuhstall 08. 03. 13:00-14:00 Alpha Lebendiger Boden 09. 03. 19:40-20:15 Arte Schweinepest auf dem Vormarsch 09. 03. 20:15-21:00 WDR Brotgenuss – ein Lebensmittel 09. 03. 22:10-22:40 WDR Wie stoppen wir die Plastikflut? 11. 03. 20:15-21:00 SWR Die Wahrheit über Fertiggerichte 11. 03. 20:15-21:00 HR Wilke-Skandal - Warum Keime so lange unentdeckt blieben 11. 03. 22:00-23:00 SWR „mal ehrlich...sind unsere Bauern noch zu retten?“ 12. 03. 16:00-16:50 Arte Die Mütter der Erde 12. 03. 20:15-21:45 Phoenix Das System Milch 12. 03. 21:00-21:45 Alpha Im Einsatz gegen Lebensmittel verschwendung 12. 03. 21:45-22:15 Alpha Die Ernährungskünstler 12. 03. 21:45-22:15 Phoenix Kühe für Katar 13. 03. 22:00-23:30 RBB Ein irrer Duft von frischem Heu 14. 03. 15:25-15:35 3SAT Exotische Pflanzen in Österreich 14. 03. 15:35-16:00 3SAT „Eine Reise ins Paradies“ - Auf der steirischen Apfelstraße 16. 03. 20:15-21:00 WDR Eier im Fokus – endlich Eier von glücklichen Hühnern? 16. 03. 21:00-21:45 SWR 66 Tage Endlich nachhaltiger 17. 03. 21:00-21:45 Alpha Gute Gene - schlechte Gene 18. 03. 18:30-19:20 Arte Der Viktualienmarkt 19. 03. 19:40-20:08 Arte Der digitale Bauer – Hightech in der Landwirtschaft 19. 03. 21:00-21:45 Alpha Im Einsatz gegen Plastikwahnsinn 19. 03. 21:45-22:15 Alpha Cornwall - Eine Stadt ohne Plastik 19. 03. 22:00-22:45 SWR Klimaschutz – jetzt Du! 19. 03. 23:25-23:55 3SAT Lachs und Avocado für Europa - Die dunkle Seite von Trend-Food 20. 03. 19:15-20:00 Phoenix Bitterer Kaffee Uganda 20. 03. 19:40-20:15 Arte Obst ohne Gift 21. 03. 20:15-21:45 BR Echte Bauern singen besser 21. 03. 22:00-23:30 BR Das Leben ist ein Bauernhof 21. 03. 23:30-23:59 BR Einmal Bauernhof und zurück 23. 03. 22:10-22:40 WDR Essen für die Mülltonne? 24. 03. 23:25-23:55 3SAT Essen retten - wie geht das? 25. 03. 21:00-21:45 SWR Europas dreckige Ernte 26. 03. 22:00-22:45 SWR So teuer sind unsere Lebensmittel 27. 03. 15:50-16:40 Arte Thailand - Enten auf der Schulbank 28. 03. 18:25-19:10 Arte Insekten, Speiseplan für morgen?


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VERSCHIEDENES MEHR ALS SICH WOHL FÜHLEN ... PAPPELFLAUMDECKEN VON (089) 4483408 WWW.BIRNBAUMBLAU.DE Ein Farbkonzept für Ihre Räume Verbringen Sie einen wunderschönen Tag und lernen Sie, wie Sie ein Farbkonzept für Räume zum richtig wohlfühlen professionel gestalten. Workshop in München. Info: farbseminare.de/farbkonzept/ 089-7901344, vorm. 10 - 13.00 Uhr

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info@derspatz.de, www.derspatz.de Redaktion und Anzeigen: Gudrun Wasner-Meyer (verantwortlich), Adresse s. Verlag Auflage: 40.000 Druck: ADV SCHODER Augsburger Druck- u. Verlagshaus GmbH Papier: 100 % Recycling-Papier Titelbild: Baufritz, www.baufritz-ds.de Illustrationen: Frieder Vogel Fotos: Adobe Stock, falls nicht anders angegeben Redaktionelle Beiträge: Claudia Mattuschat, Stephan Wild, Elisabeth Schütze, Thomas Schilling, Hartmut Netz, Katrin Speer

„Der Spatz” ist ein unabhängiges Verbraucher-Magazin für Bayern und erscheint 5 mal im Jahr. Er ist kostenlos erhältlich in Naturkostläden, Reformhäusern, Naturbau- und Naturwarenläden, Naturheilpraxen, Therapie-Zentren, Restaurants und Cafés, Bio-Hotels, Buchläden u.a. geeigneten Plätzen. Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen fordern Sie bitte die Anzeigen-Preisliste an. Erscheinungstag für Nr. 2/2020 ist der 27. April, Anzeigenschluss ist am 14. April. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers wider und nicht unbedingt die der Redaktion. Für den Inhalt der Anzeigen und Artikel sind die Auftraggeber oder Autoren verantwortlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion.

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Theodor-Fischer-Straße 85, 80999 München Tel.: 089 - 74 14 11 54, Fax: 089 - 74 14 11 55

Senden Sie Ihre Adresse an info@derspatz.de. Das Abonnement für 5 Ausgaben im Jahr kostet 10,00 €, das Auslands-Abonnement 20,00 €. Überweisen Sie den Betrag im Voraus (siehe oben) oder geben Sie uns eine Einzugsermächtigung. Das Abonnement ist nach einem Jahr zu Ende und wird nicht automatisch verlängert. Sie erhalten rechtzeitig eine Erinnerung, so dass Sie entscheiden können, ob es weiterlaufen soll.

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Nasser Staub kann nicht fliegen Im August 1988 las ich eine kleine Anzeige über ein neuartiges Luftwasch-System und folgte dem Drang, das auch noch zu prüfen. Vom Allgäu bis nach Reutlingen – 130 km – ich war gespannt, was da angeboten wird. „Nasser Staub kann nicht fliegen“, das brannte sich in mein Hirn ein und ich kaufte das damals sauteure und nicht gerade schöne Gerät. Zuhause angekommen, baute ich es zusammen. Die Überraschung war groß, die Wirkung ebenso. Wasser einfüllen, einschalten und wie gewohnt einfach saugen, dabei wurde der ganze Staub und Schmutz eingesaugt, im Wasser gebunden und unser Sohn konnte zum ersten Mal ohne die gewohnten Probleme im Zimmer verbleiben. Der Staub und damit die Allergie war ganz einfach weg! Erst glaubten wir, das sei Einbildung und der Staub mit seinen Problemen würde gleich wieder da sein, aber dem war nicht so. Wir freuten uns über die anhaltend saubere Luft in unserem Häuschen. Wir freuten uns und empfahlen es unseren Bekannten und Freunden. Viele meiner Freunde kauften sich auch solch ein Gerät und waren ebenso begeistert von dem System. Das Gerät wurde in USA hergestellt und die Firma suchte Vertriebsleute hier in old Germany. Von dem System und

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der Wirkung überzeugt, konnten wir ein erfolgreiches Vertriebsbüro mit sehr zufriedenen Kunden aufbauen. Das alles ging gut, bis der Hersteller in das bis dahin filterlose Gerät einen teuren Hepa-Filter einbaute. Der Filter

wurde schmutzig, feucht und verstopfte sehr schnell, so dass ein großer Vorteil des Systems nicht mehr gegeben war. Unsere Kunden wurden mehr und mehr unzufrieden und fragten, warum das ganze aus USA kommen muss. Ist denn kein Unternehmen in Deutschland in der Lage, so etwas zu fertigen? Unternehmer war ich schon immer, und warum sollte solch eine grundsätzlich gute Idee nicht noch besser ausgeführt werden? Nasser Staub kann nicht fliegen! Ich glaube das war es, was mich antrieb. Viel Erfahrung und Kunden-Ideen in ein neues Gerät zu bringen, das reizte mich. So entstand 1993 der DELPHIN „Made in Germany“. Viel Grundlagenforschung, wie und warum sich der Staub am besten mit Wasser verbindet, führten zu dem heute bekannten filterlosen DELPHIN Gerät mit bestem Ergebnis und 10 Jahren Motor Garantie. Nun liegt es an Ihnen, ob auch Sie diesen Vorteil für sich nutzen möchten. Gerne folgen wir Ihrem Terminvorschlag, Ihr Anruf oder Email genügt. H. Grassinger Umwelttechnik GmbH

Wasserwirbel gegen gefährlichen Hausstaub Beseitigen Sie ganz einfach Schmutz, Staub, Milben und Allergene in einem Arbeitsgang: Nur zwei Liter Wasser einfüllen, saugen, ausschütten, fertig! Sie werden von unserem patentierten DELPHIN begeistert sein: • spürbar mehr Lebensqualität • keine teuren Staubbeutel mehr nötig • kein unangenehmer Staubsaugergeruch • stets konstante Saugkraft • 10 Jahre Motorgarantie • einfache Bedienbarkeit made im Allgäu seit 1993!

»Weitersagen! Der DELPHIN ist wirklich super gut.«

Fordern Sie jetzt kostenlos weitere Informationen an oder vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin mit uns. Wir freuen uns auf Ihren Anruf! DELPHIN Zentrale Deutschland-Österreich H. Grassinger GmbH | Reute 15 | 88260 Argenbühl-Eglofs Tel.: 07566-940950 | zentrale@delphin.net Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30-12:30 Uhr und 13:30-18:30 Uhr

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der Spatz Nr. 1 / 2020  

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