der Spatz Nr. 4 / 2021

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spatz

32. Jahrgang | Nr. 4/2021 | Okt. / Nov.| www.derspatz.de | kostenlos

der

Magazin für Ökologie und Gesundheit

Regionale Produkte Superfood Bier und Wein Das Öko-Büro

Herbst-/Wintermode


Saubere Luft

BIO REGIONAL

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EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser,

Inhalt

Wir sind die erste Generation, die den Klimawandel spürt, und die letzte, die etwas dagegen tun kann“ sagte Barack Obama vor einigen Jahren. Tatsächlich ist es so, dass der Klimawandel uns alle angeht, und dass keine Zeit bleibt notwendige Maßnahmen auf die lange Bank zu schieben. Denn wir sind schon mitten in der Klimakrise drin, und es wird höchste Zeit, dass alle dazu beitragen müssen CO2 Emissionen soweit zu verringern, dass auch nächsten Generationen noch eine Erde haben, auf der man leben kann. Wir haben in diesem Jahr schon so viele Wetter-Katastrophen erlebt – und das weltweit – dass wir nicht mehr sagen können, dass es ein spontaner Zufall ist, wenn es gerade mal wieder eine Region erwischt. Dabei ist es so einfach, seinen Lebensstil so zu organisieren, dass wir positiv auf die Entwicklungen einwirken. Das fängt bei der Ernährung an. Produkte aus der Region zu bevorzugen – und das konsequent – ist schon ein beachtlicher Beitrag, der Erzeugern die Existenz sichert und uns die Lebensqualität. Die einheimische Landwirtschaft kann überleben und wir haben gesunde Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung woran alle beteiligten profitieren. Gerade das sogenannte Superfood, das derzeit sehr im Trend ist, kann zu unserer Gesundheit beitragen und muss nicht von Übersee kommen. Der Herbst ist auch die Zeit, in der man es sich schon mal gerne gemütlich macht und den Sommer ausklingen lässt. Zur Zeit der Hopfenernte und der Weinlese bekommt man richtig Lust sich auch mal das eine oder andere Getränk zu kosten und die entspannte Stimmung zu genießen. Auf den Seiten 14 - 17 finden Sie Anregungen für eine gemütliche Auszeit in der herbstlichen Abendsonne. Die Urlaubsmonate sind vorbei und der Alltag hat und wieder im Griff. Wenn Ihr Alltag im Büro stattfindet, haben wir für Sie einige Anregungen zusammengestellt, die Ihnen die Zeit im Büro oder im Homeoffice angenehm machen und Sie sich gerne darin aufhalten. Dann macht die Arbeit auch gleich viel mehr Freude. Der Herbst macht auch Lust darauf im Kleiderschrank zu sehen, was man für die kalte Jahreszeit noch brauchen könnte. Dazu gibt es viele Mode-Hersteller, die hochwertige Kleidung kreieren, an der wir jahrelang Freude haben, auch weil sie aus hervorragendem Material hergestellt ist. Gut gewärmt geht man gerne an die frische Luft und genießt die herbstlichen Sonnenstrahlen. Abends kuschelt man in warmer Loungewear gemütlich auf der Couch. Mit so vielen positiven Anregungen kann auch mal eine Schlechtwetter-Phase unsere Stimmung nicht vermiesen. Dass Sie in dieser Ausgabe wieder viele Anregungen finden, Ihren Alltag nachhaltig zu gestalten wünschen Ihnen der Spatz und Gudrun Wasner-Meyer

ERNÄHRUNG Produkte aus der Region ................................. 4 TAGWERK – Mehr als Regional ..........................6 Öko-Gemüse auch im Winter .............................6 Schubert-Regiokorn-Partnerschaft ...................7 Eine Kartoffel-Erfolgsgeschichte .......................8 Natürliche Eier-Lagerung ......................................9 Heimisches Superfood tut allen gut ...........10 sell g‘machts – heimisches Superfood ........ 12 Kürbis aus der Steiermark.................................. 12 Beltane – Eine gute Suppe ................................ 13 Bier und Wein – Vielfalt der Regionen ........14 Kochen mit Michaela Baur............................16 Wein Rothe – Fränkische Leidenschaft ........ 17 Biowein Angermeier – Tierisch gut ............... 17 UMWELT Bayerns grünes Gold ............................................ 18 Kuh und Kalb ........................................................... 19 Umwelt-Nachrichten .....................................20 Waldbaden tut gut im Herbst ......................... 22 Buch-Tipp: Abenteuer im Wald ....................... 22 Mehr als die Summe seiner Bäume............... 23 Klimaschutz im Abo ............................................. 26 Buch-Tipp: Das Eisbuch ...................................... 27 Urban Gardening................................................... 28 BAUEN und WOHNEN Das Wohlfühlbüro ..........................................30 Tipps für eine gesunde Arbeitswelt .............. 31 Luftqualität und Wohlbefinden ...................... 32 Kultige Büro-Accessoires .................................... 33 Hüsler Nest – nachhaltiger Schlafkomfort 34 Rosshaar Manufaktur .......................................... 35 Fernlehrgang Baubiologie ................................. 35 MODE

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Spatz ein Werbe-Magazin ist, d.h. auch alle Textbeiträge, die an eine Anzeige angeschlossen sind, sind als Werbung zu sehen. Die Artikel von Claudia Mattuschat, Stephan Wild, Elisabeth Schütze, Andrea Reiche, und Katrin Speer sind redaktionelle Beiträge. der Spatz sucht neue Auslegestellen! Bitte rufen Sie an, wenn Sie den Spatz auslegen möchten oder eine Auslegestelle kennen. Tel. 089 - 74 14 1154 www.derspatz.de: Hier können Sie im Spatz online blättern und finden aktuelle Meldungen, Kleinanzeigen und Termine. Titelbild: stock.adobe.com – fadzeyeva Beilagen: Waschbär Triaz GmbH, www.waschbaer.de in der Gesamtauflage. Wir bitten um freundliche Beachtung!

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Naturmode im Herbst und Winter ..............36 Gut gewärmt ..................................................38 HempAge Kollektion ............................................ 39 Alma & Lovis............................................................ 39 Albmerino regionale Wolle................................ 40 Fairtrade Hüttenschuhe ..................................... 40 Maas Natur im Herbst ....................................... 41 GESUNDHEIT Vitamin D.................................................................. 42 Buch-Tipp: Biohacking ......................................... 42 INFO-SEITEN Mit BUND Naturschutz in die Natur.................44 Film: Wonders of the Sea....................................45 Agrar-TV-Tipps für Oktober................................ 45 Kleinanzeigen, Impressum ................................ 46 DELPHIN – Corona und Hausstaub .............. 47


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Bio-Produkte aus der Region

Das Beste wächst oft nebenan Die Landwirtschaftspolitik in Brüssel kommt in Sachen Nachhaltigkeit nur schleppend voran. Und auch in Berlin scheint man es bei der vehement geforderten Agrarwende nicht allzu eilig zu haben. Deshalb nehmen viele Kommunen den Ausbau des Öko-Landbaus inzwischen selbst in die Hand. Allein in Bayern sind 27 so genannte Öko-Modellregionen entstanden, in denen ErzeugerInnen und VerarbeiterInnen standortnahe Wertschöpfungsketten geknüpft haben. Das Ziel des Freistaats von 30 Prozent Bio bis 2030 rückt damit in erreichbare Nähe. // Claudia Mattuschat Wenn Rohstoffe ökologisch angebaut und in der Region verarbeitet werden, entstehen Öko-Produkte im wahrsten Sinn des Wortes. Über klimafreundlich kurze Wege kommen sie zu den KundInnen, die ihren Wunsch nach mehr Bio von daheim in Umfragen immer wieder deutlich kundtun. Schließlich bieten solche Lebensmittel nicht nur in punkto Klimaschutz, Tierwohl und Artenvielfalt zahlreiche Pluspunkte. Sondern sie sorgen auch für mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette. Einer, der diesen Heimvorteil schon seit langem sieht und ausbaut, ist Frank Schubert. In der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg betreibt er die Bio Bäckerei Schubert, die sowohl nach den Bioland Richtlinien als auch nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie zertifiziert ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die regionale Rohstoffbeschaffung, die für alle Beteiligten fair zu gestalten ist. Vor fast zehn Jahren wurde zu diesem Zweck die Schubert-Regiokorn Partnerschaft mit 14 Bioland Betrieben ins Leben gerufen. Im Umkreis von maximal 80 Kilometern bauen sie das Getreide an, das in der betriebseigenen Vollkornmühle vermahlen und schließlich in der Backstube verarbeitet wird. Anbau-, Ernte- und Produktionsvolumen werden auf diese Weise für Bauern, Müller und Bäcker planbar. Und die Kunden wissen genau, wo Brot und Semmeln herkommen.

Brote, Müslis oder Nudeln aus Urgetreide wie Einkorn, Emmer und Kamut längst bekannt sind, werden der „Nördlinger Rote“, der „Lauinger Dickkopf“ oder der „Mauernde begrannte Dickkopf“ gerade erst im Rahmen eines Forschungspro- jekts der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft zur „Erhaltung bayerischer, landwirtschaftlicher pflanzengenetischer Ressourcen“ aus der Versenkung geholt. Mehr als 700 alte bayerische Getreidesorten hat Dr. Klaus Fleißner vom LfLInstitut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung mit seinem Team wiedergefunden und erfasst. Den Anbauversuch wagte heuer Bio-Landwirt Jakob Greiner im schwäbischen Auerbach, wo vor wenigen Wochen die erste Ernte eingefahren wurde. Bäcker Georg Schneider wird nun die Backeigenschaften prüfen und bei entsprechendem Erfolg das Sortiment seiner Augsburger Vollwertbäckerei um regionale Bio-Spezialitäten erweitern.

Alte Sorten neu entdeckt

Überhaupt ist die Förderung von Öko-Modellregionen eine echte Chance, sich wieder auf Traditionen zu besinnen. Dazu gehört in Bayern neben Grundnahrungsmitteln wie Brezn und Bier natürlich auch die Weißwurst, die dem Volksmund nach nie das Mittagläuten hören sollte. Viele Metzgereien machen aus der richtigen Zubereitung eine echte Wissenschaft. Eine hat beim LVÖ Wettbewerb „Bayerns beste Bioprodukte“ gerade erst die Goldmedaille gewonnen: Die Tagwerk Bio Weißwurst überzeugte die Jury nicht nur wegen ihres perfekten Bisses und ihres frischen, würzigen Geschmacks. Sondern es wurde auch honoriert, dass die Bio-Metzgerei aus Niederhummel bei Freising in besonderem Maß auf artgerechte Tierhaltung, nachhaltigen Rohstoffbezug und handwerkliche Verarbeitung achtet. Wie früher üblich bezieht sie alle Zutaten aus der direkten Region und verarbeitet sie im Warmfleischverfahren. Das bedeutet, dass Schweine- und Kalbfleisch schlachtfrisch gewolft werden, so dass der Wurstteig statt mit Phosphat auf natürliche Weise gebunden wird. Nicht nur im Kulturraum Ampertal, sondern auch in zwei anderen Öko-Modellregionen wurden übrigens „Bayerns beste Bioprodukte 2021“ gekürt: Silber ging an die Bioland-Imkerei Honiglandschaft im Paartal für ihren Ackerbohnenhonig und die besondere Förderung der Artenvielfalt. Bronze bekamen Koriander von Herbaria und Linsen von UNSER LAND im Miesbacher Oberland.

Neben der Bewahrung gewachsener Partnerschaften geht es in den Öko-Modellregionen vor allem darum, die Entwicklung neuer Produkte und Vermarktungswege voranzutreiben. Schließlich hat sich Bayern mit seinem BioRegio 2030 Programm ein recht ambitioniertes Ziel gesteckt. Auch alte, fast vergessene Sorten bekommen dabei eine neue Chance. Während

Preisgekrönte Bioprodukte

Regionale Bio-Lebensmittel sind gefragter denn je. Foto: stock.adobe.com – tibanna79

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Bio als Gemeinschaftsprojekt

Solidarische Landwirtschaftsprojekte haben hohen Zulauf. Foto: stock.adobe.com – Rawpixel.com

Klima und Tierwohl im Fokus Preisverleihungen wie diese sind gut. Noch besser aber ist es, wenn die KonsumentInnen heimische Lebensmittel wieder mehr zu schätzen wissen. Laut Öko-Barometer, das vom BMEL Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alljährlich in Auftrag gegeben wird, hat die Corona Pandemie einen Wandel in diese Richtung mit sich gebracht. Fast ein Fünftel der Befragten geben an, den Umgang mit Lebensmitteln positiv verändert zu haben. 20 Prozent greifen öfter zu Regionalprodukten, bei 15 Prozent landet mehr Bio als zuvor im Einkaufswagen. Gesundheitlicher Nutzen, faire Produktionsbedingungen und Geschmack werden als Gründe genannt. Vor allem aber sind artgerechte Tierhaltung und ökologische Aspekte für 51 Prozent kaufentscheidend. Der Wunsch nach einer umwelt-, klima-, tier- und menschenfreundlichen Land- und Lebensmittelwirtschaft verändert nicht nur den Konsum, sondern lässt immer mehr Menschen selber Hand anlegen. Das Kartoffelkombinat ist ein gutes Beispiel: Vor den Toren Münchens vereint es rund 1.800 Mitglieder, die ihr Gemüse unter fachkundiger Anleitung anbauen und ernten. Drei davon haben mit dem Haderner Bräu ein Projekt ins Leben gerufen, das über den erneuten Ausfall des Oktoberfestes etwas hinwegtröstet: Aus regionalem Gerstenmalz und Hopfen der Sorte Ariana wurde das erste KK-Kellerbier gebraut und unter den Genossinnen und Genossen verteilt.

Überhaupt wird der ökologische Wandel immer mehr als gemeinsame Aufgabe verstanden. Frei nach dem Motto „Was die Politik nicht schafft, machen wir einfach selber“ entstehen allerorts solidarische Landwirtschaften und Genossenschaften, in denen KonsumentInnen zu aktiven UnterstützerInnen werden. Vor einigen Jahren ist in der bayerischen Landeshauptstadt die Genussgemeinschaft Städter und Bauern e.V. gegründet worden, die sich für den Erhalt der regionalen Lebensmittelvielfalt einsetzt und seither gezielt bei kleinbäuerlichen Betrieben im Umland einkauft. Und im Juli hat im Münchner Stadtteil Obergiesing erstmals ein solidarischer Mitmach-Supermarkt seine Türen geöffnet. FoodHub München verkauft zu Bio Mehl aus der Region günstigen Preisen fair gehanIn vielen Bio-Läden erhältlich, delte, überwiebitte fragen Sie nach! gend ökologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region an aktuell 900 Mitglieder. Um dabei zu sein, muss man eine Genossenschaftseinlage von 180 Euro zahlen und die GeUnsere eigenen Produkte sind meinschaft drei Stunden pro auch online erhältlich. Woche in Laden, MitgliederKlicken Sie sich rein büro oder Aufgabenbereichen wie Sortiment, IT, Kommunikation oder Events unterstützen. Kein schlechter Deal, wenn man bedenkt, dass all das Engagement in die Verwirklichung einer nachhaltigen, sozial gerechteren Agrar- und Ernährungswende fließt. Die Hoffnung, dass in Brüssel und Berlin die notwendigen Weichen zeitnah gestellt werden, Müllermeister Andreas Löffl haben viele bereits aufgege85661 Forstinning ben. Jetzt krempeln sie selber  08121 - 33 34 die Ärmel hoch und zeigen, wie‘s geht. ● www.wolfmuehle.de

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TAGWERK Unsere Bio Nachbarn

Mehr als Regional Gemeinschaftlich Für ein Produkt der TAGWERK-Marke stehen Menschen, die bereits seit 1984 gemeinsam unter dem Dach der Genossenschaft handeln und sich den TAGWERK-Zielen eines fairen Handels, eines ökologischen Miteinanders und eines umfassenden Qualitätsbewußtseins verpflichtet haben. Deshalb sind wir eine Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft. Bio, frisch und fair Bio allein ist uns nicht genug. Alle unsere Erzeuger müssen Mitglied in einem der Bioverbände Biokreis, Naturland,

Bioland oder Demeter sein. Dabei sind gute Lebensmittel für unsere Kunden uns genauso wichtig wie der achtsame Umgang mit der Natur und das solidarische Miteinander. Unser Netzwerk hat das Ganze im Blick und handelt regional. Begonnen hat alles mit dem Wunsch regionales, saisonales Bio-Gemüse kaufen zu können. Und das ist auch heute noch ein Hauptanliegen und eine besondere Stärke von TAGWERK frisches regionales Bio-Gemüse zum Kunden in den Bio-Markt zu bringen. Ergänzend hat sich aber auch ein breites Sortiment für Kühlregal, Theke und Regale entwickelt. Ob Käse, Wurst, Milch oder Quark, Mehle, Getreide, Hülsenfrüchte, Nudeln und mehr – die regionalen Erzeuger und Verarbeiter bieten nun bereits fast alle Grundnahrungsmittel. Nah – wo TAGWERK draufsteht ist auch TAGWERK drin Nur ehrliche regionale Bioprodukte bekommen die TAGWERK- Welle als Erkennungssiegel. Dabei ist die TAGWERK- Region streng definiert: ein TAGWERK Produkt darf nicht weiter als aus einem Kernkreis mit dem Radius 50 km um Erding herum kommen, mit Ausnahmen bis maximal 100 km. Und dort ist die absolute Grenze. Bei Mischprodukten müssen mindestens 50% der Zutaten aus der Region kommen, damit das Endprodukt das TAGWERK-Markenlogo mit der Welle bekommen kann. Bei Monoprodukten sogar 100 %. Lernen Sie unsere Produkte der TAGWERK-Marke näher kennen: www.tagwerk.net Oder direkt vor Ort in den TAGWERK Bio Märkten, im Bio Fachhandel und über die Bio Lieferdienste.

Heimisches Öko-Gemüse auch im Winter Draußen ist es kalt. Die Bäume sind kahl, die Felder liegen brach. Die Landschaft scheint im Winterschlaf zu sein. Kaum vorstellbar, dass zu dieser Jahreszeit Gemüse gedeihen soll. Ein Besuch bei Naturland Landwirt Amadé Billesberger jedoch zeigt: Gemüse und Winter passen zusammen. Der Hof von Amadé Billesberger, besser bekannt als Biobauer Mogli, liegt vor den Toren Münchens im idyllischen Moosinning. Hier herrscht auch in den Wintermonaten rege Betriebsamkeit auf dem Acker. „Gerade ernten wir für die Biokisten, die wir einmal wöchentlich an private Haushalte bis nach München liefern. Rein kommt, was gerade Saison hat. Heute zum Beispiel Grünkohl, Schwarzwurzeln und Lauch“, erklärt der junge Landwirt. „Die größte Herausforderung beim Anbau von Wintergemüse ist es, den richtigen Zeitpunkt beim Säen und Pflanzen zu erwischen. Ein bisschen Glück gehört hier auf jeden Fall dazu“, so der 39-Jährige. Doch Wintergemüse hat auch seine Vorteile: „Alles was im Spätsommer oder im Herbst gesät und gepflanzt wird, wächst langsamer. Damit ist das Risiko, dass die Pflanzen auswachsen sehr viel geringer“, erklärt Mogli. „Meine größte Motivation Gemüse rund um das Jahr und insbesondere im Winter anzubauen ist, dass so immer Frisches auf dem Teller landet.“ Neben dem erntefrischen Gemüse gibt es auf dem Billesberger Hof außerdem einen großen Vorrat an Lagergemüse. Ende Herbst, Anfang Winter wird beispielsweise Schwarzkohl, Weißkraut, Gelbe Rüben, Pastinaken und Knollensellerie geerntet und eingelagert. „Ganz wichtig dabei: Wir waschen das Gemüse nicht, sondern lagern es mitsamt den Erdresten ein. Diese dienen als natürliche Konservierung und halten Karotten & Co lange frisch“, so Mogli. Vor rund 12 Jahren hat er direkt auf bio umgestellt. Inzwischen bewirtschaftet 72 Hektar nach den strengen Richtlinien

des Öko-Verbands Naturland. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich nach den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft arbeiten möchte. Das ist meiner Meinung nach die einzig vernünftige Art Lebensmittel zu produzieren.“ Eine naturnahe und -verträgliche Landwirtschaft fängt für Mogli schon beim Saatgut an. Bei ihm kommt nur samenfestes zum Einsatz, das heißt aus den Pflanzen können wieder Samen gewonnen und Nachkommen gezogen werden. Das ist beim Hybridsaatgut nicht möglich. „Hybridsaatgut sorgt für Gleichmäßigkeit im Wuchs, perfektes Aussehen und hohe Erträge. Mir kommt es allerdings vor allem auf einen intensiven Geschmack an – da darf die Karotte dann auch mal krumm sein“, erklärt Mogli schmunzelnd. Man merkt, dass der Gemüseanbau seine Leidenschaft ist. So überrascht es nicht, dass sich unter den rund 100 verschiedenen Sorten, die das ganze Jahr über am Billesberger Hof angebaut werden, auch einige Raritäten finden, wie beispielsweise die Rote Bete Sorte Tondo di Chioggia, der Romansalat Forellenschluss oder Blattzichorie Catalogna. Eine wichtige Voraussetzung dafür: „Ein gesunder und humusreicher Boden ist die Grundlage für starke und gesunde Pflanzen.“ Konkret bedeutet dies für Mogli einen bodenschonenden Ackerbau zu betreiben, auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zu verzichten und regelmäßig zu kompostieren. Und das wird belohnt – mit einer geschmackvollen Gemüsevielfalt im Winter wie im Sommer. www.magazin-n.de/de/n-machen/44-heimisches-bio-gemu© Anette Bachert i.A. für Naturland e.V. ese-auch-im-winter

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Aus vielen Ähren wird ein ganzes Feld Nächstes Jahr wird die Schubert-Regiokorn-Partnerschaft mit 14 Schubert-Kornbauern einer Bioland- Anbaugenossenschaft zehn Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums möchte die Biobäckerei Schubert seine Kunden an einem gesamten Ernte-Zyklus teilnehmen lassen und hat die die schönsten Bilder von Getreide-Ähren gesucht. Unter Einsendungen wird eine Jahresreise zum guten Brot verlost. „Du begleitest uns vom Feld zum Brot, sähst, erntest, besuchst die Mühle und bäckst mit in der Backstube der Biobäckerei Schubert.“ Zehn Haushalte dürfen Zum Unternehmen: den Erntezyklus an vier übers Ein Haus mit Geschichte Jahr verteilten Mitmach-ErlebDie Biobäckerei und Konditorei nistagen begleiten. Los geht es Schubert ist einer der Vollwert- und Mitte Oktober 2021 auf dem Umweltpioniere unter Bayerns BäHof der Familie Hammerl in ckern. Gegründet wurde der Betrieb Kühnhausen-Pöttmes bei der 1935 in Bielitz in Oberschlesien. neuen Aussaat für das Getreide, Seit 1954 ist er in Augsburg. Schon das in den Broten der Bäckerei seit 1973 produziert die Biobäckerei Schubert verwendet wird. Im Schubert Backwaren aus Bio- Getreide Juli 2022 folgt die Ernte, im und trug damit dazu bei, dass bioSeptember darf man eine Fahrt logische Landwirtschaft überhaupt zur Meyermühle nach Landshut möglich wurde. Auf Anfrage eines machen, wo das Korn zu Mehl Arztes begann Heinz Schubert damals verarbeitet wird. Zu guter Letzt Die ersten bunten Zeichnungen von Ähren sind bei Schubert vollwertige Brote zu backen. Heute wird nächstes Jahr im Oktober schon eingegangen. beschäftigt die Biobäckerei Schubert gemeinsam mit Frank Schubert in der großen Backstube in am Produktionsstandort in Augsburg an der Berliner Allee 40 Augsburg daraus Brot gebacken. und in neun weiteren Verkaufsstellen mehr als 150 Mitarbeiter/ Wir fühlen uns der Region verpflichtet, in der wir arbeiten innen. Frank Schubert führt das Unternehmen heute in dritter und wohnen Generation. Mit Tradition und Liebe zum Handwerk konnte man Für Frank Schubert ist es wichtig, zu wissen, wo das Getreide bis heute ein vollumfassendes Biosortiment kreieren. Alle in herkommt, das er verarbeitet. Seit Jahrhunderten prägt der der Bäckerei Schubert gebackenen Produkte entsprechen der Spatz_RegioKorn_88x128_RZ Kopie.pdf 1 vom 23.09.21 Getreideanbau die Landschaft rund um Augsburg und Mün- EG Öko-Verordnung. Zudem wurde Schubert Bioland17:20 und chen. Leider gefährdet die industrielle Landwirtschaft mit dem Demeter-Verband zertifiziert. www.baeckerei-schubert.de Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und Flurbereinigung den Artenreichtum und schädigt Grundwasser und Böden. Kontrollierter Bio-Anbau dagegen ist im Einklang mit der Natur und sichert den Erhalt der natürlichen Vielfalt. In einem Bio-Feld wird man immer auch ein paar Kamillen- oder Mohnblüten finden. Das ist wiederum Nahrung für Nützlinge, wie Bienen und Schmetterlinge. Diese Form der Landwirtschaft ist aber viel aufwendiger. Hier sind intelligente Saattechniken und wechselnde Fruchtfolgen notwendig. „Gefördert werden vor allem große Betriebe. Wetterbedingte Schwankungen in der Erntemenge und dadurch stark schwankende Preise machen es Bio-Bauern oft schwer. Das alles betrifft natürlich auch uns Bäckereien. Wir brauchen jeden Tag gute Rohstoff . Darauf müssen wir uns verlassen können, denn ohne Mehl kann auch der beste Bäcker nicht backen“, sagt Frank Schubert, der Geschäftsführer der Biobäckerei Schubert. Faire Verträge mit den Bauern geben Sicherheit „Deshalb machen wir mit den Schubert-Kornbauern mehrjährige Lieferverträge. Mit einem Verbund aus inzwischen 14 Bioland-Bauern, die alle nicht weiter als 80 km entfernt sind und mit unserer Mühle: der Meyermühle. Wir garantieren unseren Bauern einen festen Preis und eine Abnahmemenge.“ Die Mühle holt das Getreide ab und liefert der Bäckerei Schubert im Gegenzug Mehle in den gewünschten Mahlgraden und 10 Jahre regionaler Korn-Anbau. gereinigtes, von einem Labor geprüftes Korn für die eigene Vollkorn-Mühle. Eine Bio-Erfolgsgeschichte im Ein paar Mal im Jahr treffen sich die Schubert-Kornbauern Augsburger Land. mit Frank Schubert vor Ort am Hof oder auf dem Feld und tauschen sich aus. Durch dieses direkte Gespräch lernen sie viel voneinander, sehen den Aufwand aller Beteiligten und können www.bäckerei-schubert.de Dinge gemeinsam verbessern. Denn schon der Anbau bestimmt über die spätere Qualität des Mehls und damit auch des Brots.

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Zwei Öko-Landwirte – eine Kartoffel-Erfolgsgeschichte Sie arbeiten und leben in Unterfranken. Sie sind Öko-Landwirte und führen ihren Betrieb aus Überzeugung. Und sie helfen sich gegenseitig. Wie zum Beispiel beim Anbau ihrer Bio-Kartoffeln. Eine intakte Natur und gute Lebensmittel sind es ihnen wert. So früh wie noch nie. So schnell öko im Jahr 2000 deutlich besser da. wie noch nie. André Nöthling vom „Rückblickend weiß ich, dass ökoSonnenhof aus Neustädtles schüttelt logische Bewirtschaftung hervorraden Kopf, wenn er an die Kartoffegend funktioniert“ lernte 2020 denkt. Bereits am 21. Neben Bio-Kartoffeln baut Räder August – das ist ein bis drei Wochen auch Dinkel, Braugerste, Weizen, Kleefrüher als in den Vorjahren – legte er gras und Sonnenblumen an. Einen mit seinem Kartoffelvollernter los. Teil davon verfüttert er an seine 900 Knapp 300 Tonnen Ernte in einer Bio-Mastschweine, die daraus wieder Woche, 20 Stunden am Tag. Auf den Mist als „Futter“ für seine BiogasFeldern seines 18 Kilometer entfernAnlage machen. Denn auch das ist ein ten Öko-Landwirt-Kollegen Eberhard Hofprodukt: grüne Biogas-Energie. Räder, mit dem er seit vielen Jahren Eberhard Räder und sein Sohn Veit Mit seiner innovativen Biogas-Anlage zusammenarbeitet, begann er die Kartoffelernte. So, wie bei gewann Räder 2012 den Bundeswettbewerb „MusterlösunRäders die ganze Familie im Einsatz ist, stehen auch bei den gen zukunftsfähiger Biogasanlagen“. Im Unterschied zu den Nöthlings Mutter, Vater, Bruder, Schwägerin, Ehefrau, die beiden meisten Biogasanlagen, die ausschließlich mit eigens dafür Kinder sowie Freunde, die nach der Arbeit kamen, abwechselnd angepflanztem Mais „gefüttert“ werden, läuft seine Anlage auf dem Roder, so heißt die Kartoffelerntemaschine. Sie sortie- mit diversem Bioinput: vom Mist seiner 800 Schweine über ren händisch Steine, Kraut und Erdbrocken aus. Aschenputtel Kleegras, das auch André Nöthling anliefert, bis hin zu Reststoflässt grüßen: Die guten Kartoffeln aufs große Förderband, die fen wie schlechten Kartoffeln oder verdorbenem Getreide von schlechten aufs kleine. „Auch wenn es harte Arbeit ist, macht benachbarten Landwirten. „Das ist ein perfekter Kreislauf und die Zusammenarbeit bei der Kartoffelernte jedes Jahr wieder ergänzt sich ideal mit unserem Betrieb“, schwärmt Öko-Bauer großen Spaß“, sagt André Nöthling. Der 36-Jährige betreibt wie Räder. Mit dem Strom und der bei der Erzeugung anfallenden Kollege Räder seit vielen Jahren eine ökologische Landwirtschaft, Wärme kann er seinen eigenen Betrieb komplett versorgen – die nach den strengen Richtlinien des Ökoverbandes Naturland inklusive Trocknungsanlagen für Sonnenblumen und Getreide. zertifiziert ist. „Bei Verarbeitungskartoffeln, das sind Sorten, „Die örtliche Schule, den Kindergarten, das Rat-, Feuerwehr- und die sich für die Verarbeitung im großen Stil eignen, muss es Pfarrhaus, den Bauhof, die Veranstaltungshalle und fünf Wohnschnell ab in die Fabrik gehen. Denn sie sind nicht lagerfähig. häuser beliefern wir auch noch“, freut sich Eberhard Räder. Mit Wir liefern an ‚Die Guten‘, eine Marke der Marktgesellschaft der dem Gärrest seiner innovativen Biogas-Anlage düngt er seine Naturland Bauern AG, die daraus Bio-Kartoffelpuffer und -klöße Öko-Äcker. Auch André Nöthling profitiert davon: herstellt“, erklärt Eberhard Räder den Non-Stop-Ernte-Einsatz. „Im Frühjahr düngen wir die Kartoffeln mit dem Gärrest aus „Bio ist für mich die Herausforderung, sich mit der Natur zu der Biogas-Anlage – das bringt Nährstoffe in den Boden und arrangieren und trotz Verzicht auf chemische Spritzmittel und ist gut für den Humusaufbau.“ Dünger dauerhaft eine gute Ernte zu haben“ Um die sandigen Böden in Unterfranken gesund und Der Faktor Zeit spielt generell beim Anbau von Bio-Kartoffeln lebendig zu halten, setzen die beiden Naturland Bauern auf eine große Rolle. „Unterm Strich hat man im Öko-Landbau vier Sortenvielfalt im Sinne einer mehrjährigen Fruchtfolge. „Nach bis fünf Arbeitsgänge mehr und das ist deutlich zeitintensiver“, dem Kartoffelanbau pflanzen wir auf den Flächen mindestens resümiert Nöthling. „Es ist nicht einfach, man muss immer auf vier Jahre lang andere Sorten wie Kleegras, Weizen, Dinkel, Brauder Hut sein, dass nichts schiefgeht und oft auch termingerecht gerste oder Erbsen an, erst dann setzen wir wieder Kartoffeln“, auf den Tag bestimmte Arbeiten ausführen“, so Räder. „Im erklärt Nöthling. Neben Kartoffeln, seinen 160 Bio-Mastrindern Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft verzichten und der Lohnarbeit mit seinen Maschinen stellen diese Felderwir auf Pflanzenschutz und Dünger chemischer Art“, erläutert zeugnisse ein zusätzliches Standbein für den Familienbetrieb Öko-Landwirt Nöthling. Als Dünger verwendet er den Festmist dar. Seine Frau und die Eltern arbeiten auf dem Sonnenhof mit. seiner eigenen Rinder. „Beikraut werden wir mechanisch durch Sein Bruder ist bei Eberhard Räder auf dem Hofgut angestellt. mehrfaches Häufeln und Striegeln los“, fügt Kollege Räder an. „Wenn man etwas von Herzen und mit Engagement und ÜberLetzteres müsse man sich wie einen feinzinkigen Kamm vor- zeugung macht, dann kommt auch etwas Gutes dabei heraus“, stellen, der die Erde durchkämme und Beikräuter herausreiße, sagt Kollege Räder. Nicht nur bei ihren Kartoffeln. die ansonsten mit der Kartoffelpflanze um Nährstoffe sowie „Mach’ dein Hobby zum Beruf und du musst nie mehr arbeiten“. Wasser und Licht konkurrieren würden. Dem gefürchteten Gemäß den Angaben des Bundesministeriums für Ernährung Kartoffelkäfer rücken Öko-Landwirte mit dem Öl des tropischen und Landwirtschaft stammen gerade mal 2% der Kartoffel-Ernte Neem-Baums zu Leibe. Doch dieser Mehraufwand lohnt sich. aus ökologischem Anbau. Hier gibt es also noch SteigerungsIn vielerlei Hinsicht. „Es ist ein tolles Gefühl, im Einklang mit potenzial – beim nächsten Einkauf einfach auf das Naturland der Natur eine respektable Ernte einzufahren und auch in der Siegel achten. Öffentlichkeit geachtet zu werden, weil man auf die Umwelt www.magazin-n.de/de/n-machen/21-zwei-oeko-landwirteschaut“, berichtet Eberhard Räder. Sein Hofgut in Bastheim am eine-kartoffel-erfolgsgeschichte Rand der Rhön steht seit der Umstellung von konventionell auf © Anette Bachert i.A. für Naturland e.V. („Magazin N“)

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Funktionalität, dem natürlichen Werkstoff Keramik und dem organischen Design macht Rock&Roll zu einem dekorativen Küchenhelfer, der rundum für gelebte Nachhaltigkeit und natürlich-zeitlose Ästhetik steht. Lebensmittel lagern & retten: Mit DENK Küchenhelfern einfach & schön. Rock&Roll kann per Hand oder in der Spülmaschine gereinigt werden, ohne seine antiseptische Wirkung zu verlieren. Er bietet Platz für 10-12 Eier, je nach Güteklasse. Auf das Material gibt DENK Keramik 15 Jahre Garantie. Der Eier-Lagerteller Rock&Roll ist das vierte Produkt zur nachhaltigen und natürlichen Lebensmittellagerung von DENK Keramik. Damit unterstützt die Coburger Manufaktur alle, die Lebensmittelverschwendung vorbeugen wollen und zeigt Respekt vor den Ressourcen der Natur. Alle Produkte zur Aufbewahrung von Lebensmitteln von DENK finden Sie hier. Rock&Roll von DENK Keramik, Handmade in Germany Material: Granicium®-Rutil-Keramik, im offenen Gasbrand gebrannt. Maße: 24,5 cm, H 5,5 cm, Gewicht 1,1 kg, 49,90 € DENK Keramische Werkstätten e.K. 09563-2028, info@denk-keramik.de, www.denk-keramik.de

BRUDERKÜKEN LEBEN SCHENKEN ÖKOLOGISCH, ARTGERECHT UND UNTERSTÜTZENSWERT

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Bei Naturland gibt es echte Gleichberechtigung: 100% ökologisch und artgerecht. Alle Bruderküken von Naturland Legehennen dürfen künftig wie ihre Schwestern groß werden. Damit lösen wir zwei Probleme des Geflügelmarkts auf einen Schlag: Wir beenden das Kükentöten. Und wir stellen die ökologische Aufzucht der Bruderhähne sicher. Sie setzen zwar im Gegensatz zu Masthähnchen weniger Fleisch an – wir finden aber, sie haben das gleiche Recht auf ein artgerechtes Leben als Nutztier. Unsere Öko-Bruderhähne leben überwiegend in reinen Hahnengruppen und werden mit viel Liebe, Auslauf im Freiland, Platz zum Scharren und Bio-Futter aufgezogen. Hilf auch du als Verbraucher:in mit, den Bruderküken Leben zu schenken. Achte beim Kauf von Eiern auf das neue Bruderküken-Logo neben dem Naturland Zeichen, das in Zukunft auf immer mehr Eierschachteln zu finden sein wird.

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Heimisches Superfood tut allen gut Ackersenf Aronia Bohnen Brennessel Buchweizen Erbsen Feldsalat Giersch Grünkohl Hagebutte Hanf Haferflocken Heidelbeere Himbeere Hirse Johannisbeere schwarz Karotten Kamille Kichererbsen Kirschen Knoblauch Kohl Kürbiskerne Leinsamen Linsen Löwenzahn Lupine Meerrettich Paprika Pastinake Petersilie Portulak Radicchio Rapsöl Rote Beete Rote Trauben Sauerkraut Sonnenblumenkerne Topinambur Walnüsse Wirsing

Food- und Gesundheitstrends gehen mittlerweile Hand in Hand. Egal ob Chia, Goji, Kakao, Granatapfel oder Matcha: Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine exotische Beere oder Frucht von Gesundheitspäpsten in den Himmel gelobt wird. Doch auch wenn die Nährwerte mehr als überzeugen, verfügen die „Super-Produkte“, die in der Regel von weit her importiert werden, meist über einen besonders großen ökologischen Fußabdruck. Dabei gibt es auch viel regionales Superfood, das den Exoten in nichts nachsteht. // Stephan Wild Zu viel Fett, zu viele Kalorien, zu wenig Ballaststoffe: Laut Statistischem Bundesamt gilt mit einem Body Mass Index (BMI) größer 25 mittlerweile jeder zweite Deutsche als übergewichtig. Infolgedessen nimmt für viele Menschen die Lebensqualität durch Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen oder Problemen mit dem Bewegungsapparat bereits in mittleren Lebensjahren ab. Dem alten Sprichwort, wonach unsere Lebensmittel unsere Medizin sein soll, kommt folglich nach wie vor große Bedeutung zu. Gesunde Lebensmittel sind das A und O, vieles lässt sich direkt vor unserer Haustüre finden:

Leinsamen sind Omega-3-FettsäureChampions

mente. Ähnlich hohe Vitamin-C-Konzentrationen finden sich aber auch in Hagebutte und Sanddorn. Hochwertiges Eiweiß bieten Esskastanien (Maronis) und Brennesseln – die im Garten oder in Parks gepflückt werden können.

Heimisches Obst bietet optimalen Zellschutz Der aus der Nähe vom Äquator stammende Kakao lässt sich bei uns nicht leicht beheimaten. Dabei gilt er als einer der besten Lieferanten lebenswichtiger Nähr- und Vitalstoffe in konzentrierter Form. Seine wichtigsten Flavonoide zum Zellschutz lassen sich aber auch über Birnen, Äpfel, roten Trauben oder Grünkohl und Auberginen aufnehmen. Mangold bietet Magnesium, genauso wie Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Heidelbeeren, Bärlauch, Ahornblätter und Gänseblümchen.

Den aus Südamerika kommenden Chia-Samen wird zu Beispiel eine gute verdauungsfördernde Wirksamkeit zur Regulierung des Blutzuckerspiegels nachgesagt. Sie verfügen über eine hohe Konzentration an Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen, Antioxidantien, Proteinen und Kalzium, Kupfer Phosphor, Mangan sowie über die Vitamine A, B1, 2 und 3. Vieles davon findet sich auch in regionalen Lebensmitteln. So übersteigt zum Beispiel der Omega-3-Fettsäurewert von heimischen Leinsamen, den von Chia-Samen und auch der Ballaststoffgehalt von Leinsamen ist ähnlich hoch wie der von Chia-Samen. Auch Antioxidantien wie Vitamin C und E, die der Zellalterung vorbeugen sollen, finden sich in heimischen Obst- und Wildpflanzen. Dazu zählen insbesondere Sanddorn, Hagebutten sowie Äpfel und Tomaten. Besonders Brennesselsamen beinhalten viele Proteine und bereichern jeden Smoothie.

Mit seinem Ursprung in West- und Mittelasien ist der Granatapfel ein verlässlicher Zulieferer von Antioxidantien. Zudem verfügt er auch über viel Kalzium, Kalium und Eisen. Hohe Kaliumkonzentrationen, die gut für den Säure-Basenhaushalt sind, finden sich aber auch in Himbeeren, Johannisbeeren, Pilzen Brokkoli, Blumenkohl, Löwenzahn, Rhabarber und Esskastanien. Eine der besten Quellen für Kalzium und starke Knochen sind beispielsweise Grünkohl, Kresse und Rucola. Hohe Eisenkonzentrationen für die gute Sauerstoffaufnahme im Körper bieten Linsen, weiße Bohnen und Brennesseln sowie – eher unbekannt und zu Unrecht als Unkraut verdammt – der Giersch, der ebenso viel Magnesium, Kalium und Kalzium bietet.

Hagebutte und Sanddorn sind Vitamin-C-Bomben

Kamillen- und Lavendeltee sind Blutdrucksenker

Die aus China stammende und oft importierte Goji-Beere wächst auch hierzulande und wird Bocksdorn genannt. Die Frucht ist eine Eiweiß- und Vitaminbombe. Vor allem ihr VitaminC-Gehalt ist überragend und übersteigt zum Beispiel den von Orangen rund 500 Mal. Zudem verfügt sie über 21 Mineralien und Spurenele-

Starke Knochen mit Grünkohl

Eine besonders blutdrucksenkende und Cholesterinwerte verbessernde Funktion wird dem japanischen Teepulver Matcha nachgesagt. Zudem soll Matcha helfen Stress zu reduzieren, die Leistungsfähigkeit zu steigern und den Stoffwechsel anzuregen. Diese positiven Wirkungen lassen sich aber auch mit heimischen Teesorten errei-

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chen. Kamillen- und Lavendeltee wirken beispielsweise beruhigend. Hagebutten und Löwenzahntee unterstützen die Verdauung und gegen Bluthochdruck helfen Knoblauch und Hagedorn. Weitere Antioxidantien, wie sie in Matcha enthalten sind, finden sich in hoher Konzentration auch in Karotten, Kürbis, Sauerkirschen und Löwenzahn.

Die gesunde Einstellung zum Leben und zum Essen macht den Unterschied Egal ob Superfood von nah oder fern bezogen wird: Die gesunde Einstellung zum Leben und zum Essen macht den Unterschied. Unter dem Motto „Clean Eating“ sollte unserer Nahrung vom Einkauf bis hin zur Zubereitung und ihrem Verzehr maximales Bewusstsein beigemessen werden. Dabei soll nur gegessen werden, was dem Körper uneingeschränkt guttut. Als clean gilt dabei alles, was die Industrie nicht behandelt hat und was keinen raffinierten Zucker oder Transfette sowie Farbund Süßstoffe oder Weißmehl enthält. Es gilt dem Essen Raum und vor allem ein Höchstmaß an Bedeutung zu geben, während der Konsument die Inhaltstoffliste auf Joghurts und allen anderen industriell verarbeiteten Lebensmitteln lesen lernt. Weg von der schnell im Supermarkt eingekauften und ewig haltbaren Dauerwurst, hin zu frischen Viktualien vom Bioladen und Wochenmarkt – am besten von Erzeugern, die nicht nur der Rendite, sondern auch der Nachhaltigkeit Bedeutung beimessen. Das gilt sowohl für Superfood aus dem Ausland als auch für heimisches Superfood. ●

Superfood – das geht auch regional! „Superfood“ ist mittlerweile ein fester Begriff in der bunten Welt der Foodtrends. Ob Acai, Goji oder Chia – exotische Beeren oder Samen bevölkern heute jeden gut sortierten Kühlschrank. Besonders super an ihnen: Der hohe Gesundheitswert, daher auch der Name. Besonders nicht super: Sie werden meistens aus fernen Ländern importiert, was ihnen einen besonders großen ökologischen Fußabdruck beschert. Da stellt sich doch die Frage – gibt es Superfood auch regional? Wenn ja, können sie die exotischen Kollegen ersetzen? Wir haben uns auf die Suche begeben – bei uns im Allgäu Und sind fündig geworden. Wir stellen euch zwölf regionale Superfoods vor, die Chia und Co. durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe und deren Wirkungen ersetzen. Egal, ob aus dem

eigenen Garten, in der freien Natur oder frisch vom Hof. Dazu gibt’s praktische und superschnelle Kurzrezepte für die gesunde Auszeit im Alltag. Für: Alle Foodtrends-Fanatiker, Gesundheits-Gurus, Selbstversorger-Sympathisanten und Nachhaltigkeits-Nerds. Oder auch für regionale Direktvermarkter, die Regionalität und Foodtrends zusammenbringen wollen. Einfach für alle, die regionale Produkte lieben. Saisonalkalender Superfood Allgäu als Kühlschrank-Pin https://standort.allgaeu.de/heimisches-superfood

Besser Snacken! Mit würzigen Erbsen & Kichererbsen von Byodo. Mit den neuen protein- und ballaststoffreichen Byodo Knusper-Snacks aus 100% Bio-Zutaten kann der Herbst kommen. Denn egal ob zu Hause auf der Couch, beim Wandern in der Natur, als Snack im Büro oder für unterwegs - mit den würzigen BioErbsen und -Kichererbsen sind Knabber-Fans zu jeder Zeit gut und köstlich beraten. Die naturbelassenen Hülsenfrüchte werden schonend und kurz unter Vakuum bei reduzierter Temperatur in Bio-Sonnenblumenöl frittiert und anschließend fein gewürzt. Und da die Geschmäcker so bunt sind wie der Herbst, gibt es die Power-Snacks in vier köstlichen Sorten. Die ausgefeilten Geschmacksrichtungen teilen sich auf in Knusper-Erbsen „mediterran-fruchtig“ mit feiner Kräuternote und Tomatengeschmack und der puren Sorte „Meersalz“ sowie KnusperKichererbsen „mildes Curry“ mit aromatischen Gewürzen und dem Chips-Klassiker „orientalisch-pikant“ mit leichter Schärfe. Die Snack-Neuheiten sind auch für Veganer geeignet und enthalten weder Hefe noch zugesetzten Zucker. Byodo Naturkost GmbH Weitere Informationen: www.byodo.de

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Heimisches Superfood Sie kennen Superfood? Ja schon, aber was genau ist das? Bis jetzt gibt es keine genaue Definition des Begriffs Superfood. Meist versteht man darunter ein Lebensmittel, welches als besonders wertvoll angesehen wird, aufgrund seiner sekundären Pflanzenstoffe, der Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, Antioxidantien, Enzymen und gesunden Fetten. Sie sind sozusagen die Superhelden in der Pflanzenwelt. Viele, der unter den Bereich Superfood fallenden Produkte, kommen von weit her, wie z.B. Gojibeeren, Chiasamen etc. Sind also nicht regional. Doch auch in Deutschland und Europa gibt es zahlreiche heimische Superfoods. Einen Teil der langen Liste von heimischem Superfood findet sich in den Produkten von sell g’machts, einer Allgäuer Manufaktur aus Stiefenhofen wieder, die aus heimischen Zutaten Bio-Pestos und Bio-Chutneys herstellt: Da ist zum einen der Giersch im Giersch-Kresse Pesto, sowie die Brennnessel im Brennnessel-Rucola Bio-Pesto. Ebenfalls als Superfood gelten der Meerrettich, der im Apfel-Meerrettich BioChutney verarbeitet wird, sowie die schwarze Johannisbeere im Johannisbeer-Minze Bio-Chutney. Das Superfood Karotte findet sich im Karotte-Birne Bio-Chutney wieder und die Paprika im süß-sauren Birne-Paprika Bio-Chutney. Wussten Sie das Ackersenf ebenfalls zu den Superfoods zählt? Den gibt es bei sell g’machts im Bier-Zwiebel Bio-Chutney als ganze Senfkörner. Das

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Superfood Sonnenblumenkerne findet sich in allen sell g’machts Pestos. Knoblauch dagegen wird in einigen Chutneys und einigen Pestos verwendet, wie z.B. das Tannenspitzen Bio-Pesto und das Tomate-Pflaume Bio-Chuntey. Dem Superfood Kürbiskerne ist ein eigenes Pesto gewidmet, das Allgäuer Kürbiskern BioPesto. Die zwei Superfoods Rote Beete, so wie Petersilie finden sich im Tomate-Basilikum Bio-Pesto, sowie die Petersilie im Petersilie-Thymian Bio-Pesto. Es gibt also genügend heimisches Superfood um seinem Körper immer mal wieder etwas Gutes zu tun.

Kürbis, das Superfood der Steirer-Buam Ihre Devise lautet: Bio.100 Prozent. Überall. Wie die jungen Schalk-Brüder aus dem 160 Jahre alten Familienunternehmen eine Naturland Fair zertifizierte Öko-Manufaktur mit prämiertem Steirischen Bio-Kürbiskernölbetrieb machten. Rösten, pressen, fertig. Die Vorstellung, wie Kürbiskernöl hergestellt wird, klingt einfach. So wie die Vornamen der beiden Schalk-Brüder: Rainer Franz und Franz Rainer. Doch wenn die beiden 35- und 36-jährigen Besitzer der Schalk Mühle aus Ilz in der Steiermark loslegen, wird sofort klar: Das für die Region so typische Produkt herzustellen, ist alles andere als einfach. In dem seit 1859 bestehenden Familienunternehmen pressen die beiden „Steirer-Buam“ in sechster Generation das Kürbiskernöl nach dem althergebrachten Verfahren. Ganz traditionell. Mit Holzofen und Handröstung. Als einer der letzten Betriebe in der für ihr Kürbiskernöl weltbekannten Region. In einer der ältesten, steirischen Ölmühlen. Die Arbeitsweise in dem wohnzimmergroßen Raum im urigen Gewölbe der Mühle ist so besonders, dass zu den sechs wöchentlichen Führungen Besucher*innen aus aller Welt kommen. Harte Schale, weicher Kern „Das Ölpressen zu erlernen, dauert an die fünf Monate und erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung – das kann man nur bei uns vor Ort lernen. Denn einen solchen Lehrberuf gibt es offiziell nicht. Wir geben das von Generation zu Generation weiter“, erklärt Rainer Schalk. Zuerst werden die gewaschenen Kürbiskerne in der alten Steinmühle gemahlen. Etwas Salz und Wasser wird hinzugegeben. Dieser Brei kommt in eine große Rührpfanne, die wie ein Grillrost in einen alten

Ofen eingelassen ist. Der Ofen wird per Hand mit Holz befeuert. Und nun beginnt die Herausforderung. Es gilt, die exakte Temperatur fürs Rösten zu erreichen und zu halten. Wird die Flamme zu groß, verbrennt der Teig aus Kürbiskernen. Ist sie zu klein, verdunstet das Wasser nicht. Danach kommt der geröstete Brei in die Presse, wo das Kürbiskernöl ausgepresst wird, übrig bleibt nur der sogenannte Ölkuchen. Nach einer Woche Abkühlen wird das grüne Öl abgefüllt und verkauft. „Wir produzieren nur auf Bestellung, das heißt wir pressen immer frisch“, sagt Rainer, der in dem mittlerweile auf 60 Mitarbeiter*innen angewachsenen Betrieb für den Bereich Landwirtschaft zuständig ist. „Im heimischen Superfood liegt unsere Kernkompetenz, sagt Franz Schalk und schwärmt von den vielen gesunden Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, die in den Kürbiskernen enthalten sind, sowie den ungesättigten Fettsäuren des Öls. Dafür ist die Mühle, die 40 Kilometer östlich von Graz liegt, bereits mehrfach ausgezeichnet worden: als prämierter Steirischer Kürbiskernölbetrieb sowie als vierfacher Gewinner des Genuss-Magazin-Awards. Die Naturland Fair Zertifizierung bestätigt faire Preise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung . www.magazin-n.de/de/n-machen/22-kuerbis-das-superfoodder-steirer-buam © Anette Bachert i.A. für Naturland e.V. („Magazin N“)

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Bei uns hat Nachhaltigkeit Tradition

Schnelle Küche mit nachhaltig gutem Geschmack!

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Thunfisch für Pasta ist perfekt für die schnelle Küche. Einfach die gewünschte Menge Nudeln garen, das Nudelwasser bis auf einen kleinen Teil abgießen und Fontaine Thunfisch für Pasta untermischen. Fertig ist eine lekkere Mahlzeit.

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Die Fischsalate sind Fast und Slow Food zugleich: Unsere Kompositionen aus mundgerechten Fischstücken, Bio-Gemüse, kaltgepresstem Bio-Sonnenblumenöl, feinen Kräutern und Gewürzen machen die Fontaine Fischsalate zu einem wahren Geschmackserlebnis. Mit Thunfisch, Wildlachs oder Makrele.

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Beltane Biofix – 5 neue Suppenmahlzeiten für eine Offensive gegen Wind und Nebel!

Eine gute Suppe wärmt die Seele

Diese Suppen haben es in sich – und zwar alles: Duft, Wärme, Vitamine … Suppe satt im Geschmack. Einfach lecker für zwischendurch oder einen gemütlichen Abend im Kuschelpulli. Brokkolisuppe: So samtig, so cremig und gleichzeitig leicht und vitaminreich. Frischen Brokkoli dazu, einmal kurz pürieren und jeder Löffel zergeht buchstäblich auf der Zunge. Indische Linsensuppe: Eine gute, warm würzige Suppe, schnell gemacht und perfekt für eine echte Stärkung in der Mittagszeit. Low carb – eiweißreich – das ist Superfood!

Minestrone: Mit Bohnen – die weißen Fagioli sind in Italien so beliebt wie die Minestrone. Ein doppeltes Original. Thai Suppe: Eine wahre Duft-Queen! Knacki5 x vollwertig und genussreich: ges Gemüse und das herrlich aromatisch. EinBeltane Biofix Brokkolisuppe fach typisch Thai, wie eine kulinarische Reise. Beltane Biofix Indische Linsensuppe Tomatensuppe: Beltane Biofix Minestrone Eigentlich ganz einfach und schmeckt geniBeltane Biofix Thai Suppe al. Tomate, frische Karotten dazu und jeder Beltane Biofix Tomatensuppe kommt vitaminreich auf seinen Geschmack.

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Bier und Wein

Die Vielfalt der Regionen genießen Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Mönche als Urheber für das Bierbrauen und die Römer für das Weinkeltern bezeichnet. Allerdings beweisen archäologische Funde, dass Menschen schon in der Frühzeit Getreide mit Wasser vergoren und mit Honig und Früchten aromatisierten, sowie Reben kultivierten und Wein herstellten. Im Laufe der Jahrtausende wurden die Techniken und die Zutaten immer weitere verfeinert, aber der Grundprozess ist über die Zeit gleich geblieben. Wenige, natürliche Zutaten und handwerkliches Können. // Elisabeth Schütze

Bier, das flüssige Brot Waren in der Frühzeit berauschende Getränke hauptsächlich den Schamanen für ihre „Erleuchtung“ vorbehalten, haben die Mönche sich damit ganz pragmatisch die Fastenzeit versüßt. Ein Brauch, der noch heute in Bayern sehr lebendig ist. Als sogenannte Fastenbiere sind sie allerdings kein kalorienarmes Getränk. Eine hohe Stammwürze, viel Malz und mindestens 6% Alkohol machen sie eher zu einer Kalorienbombe, eben zu flüssigem Brot. Der Geschmack kann sich allerdings sehen lassen und so ist es kein Wunder, dass die vollmundigen Biere unter dem Namen „Bockbier“ nicht nur in der Fastenzeit zu erhalten sind. Einen höheren Alkoholgehalt weisen auch die im Trend liegenden Indian Pale Ale Biere auf. Diese stark Hopfen betonten Biere entstanden einst aus der Notwendigkeit, Bier für lange Reisen haltbar zu machen. Die Kunst des Bierbrauens findet immer mehr Anhänger und so entstehen mehr und mehr regionale Craft-Brauereien, in denen Neues ausprobiert wird. Oft werden dabei nicht nur auf regionale sondern auch auf biologische Produkte Wert gelegt. Vorreiter in der Bierstadt München: Die 2016 gegründete Biobrauerei „Haderner“, benannt nach dem Münchner Stadtteil Großhadern. Mehr als 30 Jahre sind dagegen die Brauereien Riedenburg und Neumarkter Lammsbräu mit Bieren nicht nur aus Gerste und Weizen, sondern auch aus Urgetreide wie Emmer und Dinkel sowie glutenfreien Varianten ein Begriff in der Bio-Szene. Mit Brauwasser aus eigenen Quellen und traditioneller Brauweise nach dem Reinheitsgebot werden Biere von hoher Güte und vollem Geschmack hergestellt. Auf eine lange Brautradition kann die Weißenoher Klosterbrauerei zurückschauen. In der fünften Generation wird in Weißenohe Bier gebraut, zum Teil mit Bioland-Siegel. Mit im Sortiment ein extravagantes Bio-Bier: Der Cannabis Club Sud, ein Vollbier mit ätherischem Hanföl versetzt und einem fein bitteren, leicht zitronigen Geschmack.

Bier braucht keinen Alkohol Damit der Biergenuss besonders für Autofahrer ohne Folgen bleibt, greifen immer mehr Verbraucher zu alkoholfreien Alternativen. In Deutschland haben alkoholfreie Biere und Biermischgetränke in den letzten zehn Jahren so stark zugelegt wie keine andere Sorte – der Marktanteil hat sich von 2010 bis 2020 um 53 Prozent erhöht. Alkoholfreie Biere werden durch zwei verschiedene Verfahren, wie Abbrechen der Gärung oder Extraktion des Alkohols aus normalen Bieren erzeugt, und dürfen bis zu 0,5% Alkohol enthalten. In der Praxis werden meist Werte weit unter dieser Norm erreicht, so dass man wirklich

von „alkoholfrei“ sprechen kann. Die Angebotspalette alkoholfreier Bio-Biere ist groß und lässt geschmacklich keine Wünsche offen. Ein weiterer Pluspunkt: Alkoholfreie Biere haben deutlich weniger Kalorien.

Foto: stock.adobe.com – Visions-AD

Regionaler Weinanbau Wie bei den Bierbrauern finden sich auch Winzer, die neue und manchmal auch alte Wege neu beschreiten. Wie die Weinbauern, die den Rebenanbau im opferpfälzischen Regensburg wieder belebt haben. Die bereits von den Römern bewirtschafteten Hänge an der Donau bringen heute wieder frische, fruchtige Weine wie den „Regensburger Landwein“ von Oswald Zitzelsberger hervor. Einen besonderen Weg der Weinherstellung beschreitet der Bio-Winzer Manfred Rothe mit seiner Linie „Natural Amphore“. Seit 2013 entstehen Weine in traditionellen georgischen Amphoren. „Weine die Zeit benötigen für Menschen, die sich die Zeit nehmen“, so der Winzer. Zeit brauchen auch die Weine der Winzer, die auf die Spontangärung setzen. Das heißt, den Trauben nicht mit Reinzuchthefen den Anstoß zu geben, sondern mit Umgebungshefen und den vorhandenen „wilden“ Mikroorganismen. Diese Weine haben einen eigenen Charakter und können von Jahrgang zu Jahrgang im Geschmack ein wenig variieren. Doch vor dem Keltern müssen erst einmal die Trauben reifen und geerntet werden. Wie bei allen landwirtschaftlichen Produkten ist der Winzer hier mit der Natur auf du und du. Und zwar im Guten wie im Schlechten. Ein echter Feind ist dabei der falsche und der echte Mehltau. Konventionelle Winzer nutzen chemische Spritzmittel, Bio-Winzer setzen dagegen auf natürliche Mittel und vor allem auf die Pflanzengesundheit. Das bedeutet viel Handarbeit, wie das Ausbrechen von Doppel- und Kümmertrieben für eine gute Durchlüftung, eine artenreiche Begrünung

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und Bodenbewirtschaftung für die Ansiedelung von Nützlingen und eine stete Beobachtung der Rebstöcke. Spritzungen mit einem Molke-Wassergemisch sind zwar hilfreich gegen Mehltau, müssen aber mehrfach wiederholt werden. Ebenfalls ein höherer Arbeitsaufwand. Sind die Trauben reif geht es an die Lese. Bei einigen Bio-Winzern kann man sich zur Traubenlese anmelden und einen bis einige Tage als Erntehelfer arbeiten. Das bringt Spaß und ein tolles Gemeinschaftserlebnis, aber auch manchmal „Rücken“. Der ist mit einem guten Schoppen am Abend aber schnell vergessen. Und wer einfach nur Ferien auf einem Bio-Weingut machen möchte findet unter www. eco-ferien.de Kontaktadressen. Neben den Winzern haben auch überzeugte Weinhändler zum Erfolg von Bio-Weinen beigetragen. Vor etwa 40 Jahren eröffnete Peter Riegel als Student mit Gleichgesinnten einen alternativen Laden in der Niederburg in Konstanz. Heute zählt Riegel Bio-Weine in Orsingen am Bodensee als Importeur und Großhändler zu den Top 10 der Weinbranche in Deutschland und bietet mit zahlreichen Demeter-Weinen dem Weintrinker einen Genuss über die regionalen Angebote hinaus.

Weinselig Dionysos, der griechische Gott des Weines, ist uns besser unter seinem Beinamen Bacchus bekannt. Und so heißt auch eine junge Rebsorte, die erst im 20. Jahrhundert durch Kreuzung entstanden ist. Mit feinem Aroma und fruchtiger Note findet Bacchus immer mehr Anhänger. Die beliebteste Rebsorte in Deutschland ist jedoch der Riesling. Auf über 24.000 ha steht er in deutschen Weinbergen. Das sind rund 40% aller RieslingReben weltweit. Wenn auch zwei Drittel des Anbaugebietes mit Weißweinreben belegt ist, so hat der „Rote“ ebenfalls Tradition. Der seit Jahrhunderten angebaute Trollinger wie auch der Lemberger sind hauptsächlich in Württemberg zuhause. Der Dornfelder, ebenfalls in Württemberg entstanden und zwischenzeitlich hauptsächlich in der Pfalz angebaut, ist eine eher junge Züchtung und erfreut sich großer Beliebtheit bei Weintrinkern. Alkoholfreie Weine stehen im Genuss ihren alkoholhaltigen nicht nach. Und selbstverständlich gibt es sie auch aus biologischer Herstellung, zum Beispiel vom Weingut Neuspergerhof in der Pfalz. Eine besondere Variante ist der Trauben Secco vom badischen Weingut Landmann: unvergorener Bio Traubensaft

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Bio-Biere kommen im neuen Gewand daher Nach erfolgreicher Überarbeitung präsentiert sich die Produktlinie der „Heinz von Stein“-Bio-Biere in neuem Gewand. Die Schlossbrauerei Stein hat seit über 20 Jahren Erfahrung und weist Kompetenz im Bereich Bio-Biere auf. Diese erhalten nun ein frisches, aber trotzdem der Tradition verbundenes Erscheinungsbild. Der stolze Ritter Heinz von Stein ist auch auf den neu gestalteten, dem Zeitgeist entsprechenden Etiketten zu sehen. Jede Sorte hat dabei ihre eigene Farbe und ist dadurch auf den ersten Blick zu erkennen. Der Geschmack und die Qualität der Biere mit 100 Prozent regionaler BioBraugerste bleibt selbstverständlich unberührt. Schlossbrauerei Stein, www.steiner-bier.de Wiskott GmbH & Co. KG, Schlosshof 2, 83371 Stein a. d. Traun mit Kohlensäure und dem vollen Geschmack ausgesuchter Trauben. Ob neue Züchtung oder alte Rebsorte, ob mit oder ohne Alkohol, für einen guten Wein sind neben klimatischen Bedingungen vor allem das handwerkliche Können ausschlaggebend. Bio-Winzer haben nicht nur das naturnahe Wirtschaften im Sinn, sondern sind auch experimentierfreudig und entlocken ihren Trauben oft eine spannende Aromenvielfalt. Nicht nur ein geübter Gaumen schmeckt aus diesen Weinen die Liebe und Sorgfalt der Herstellung heraus. ●

mezzogiorno - der Süden Italiens ... steht für typische, regionale und sonnenverwöhnte Traditionsrebsorten aus dem Süden Italiens. Seit Jahrhunderten angepasst an das Klima und die Böden ihrer Heimat, sind ihre Weine mit der heimischen, mediterranen Lebensart und Genussfreude verwurzelt.

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Kochen mit Michaela Baur

Rote Bete-Carpaccio Ein herrliches Herbstgericht, das gleich drei regionale Superfoods enthält. 2 gekochte Rote Bete in sehr dünne Scheiben schneiden. Auf vier Teller fächerförmig anrichten. Aus 2 EL Balsamessig, Balsamessigcreme (ersatzweise Agavendicksaft oder etwas Zucker) Salz, Pfeffer und 4 EL Olivenöl eine Vinaigrette zubereiten und die Rote Beete Scheiben großzügig damit beträufeln. Mit je 1 EL Creme fraiche, 1 EL gehackten Walnüssen und frisch geriebenem Meerrettich anrichten. Gesund und fit bis ins hohe Alter mit Hilfe von frischem genussvollem Essen, das ist das Credo. 111 Rezepte für gesunden Genuss für Morgens, Mittags und Abends. Inklusive Kompass-Pyramide, Kompass-Ampel und die 10 goldenen Regeln aus dem Ernährungskompass. DER ERNÄHRUNGSKOMPASS – DAS KOCHBUCH in Zusammenarbeit mit Michaela Baur, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-641-24265-7 22,00 Euro , C. Bertelsmann Verlag

Wollen Sie mehr über gesundes Kochen und Essen lernen? Sie wollen sich gerne gesünder ernähren und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Ernährungskompass umsetzen? Ich unterstütze Sie gerne bei der praktischen Umsetzung, mit viel Freude am Genuss! Mehr über die Autorin des Kochbuchs finden Sie auf der Website von Michaela Baur. www.michaelabaur.de MICHAELA BAUR – KOCHEN UND EVENTS – www.michaelabaur.de

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Indigenius – Wein – Silvaner – pure Leidenschaft

10 Jahrgänge Fränkische Leidenschaft 2021 wird nun der 10. Jahrgang eines außergewöhnlichen Weines geerntet. Der Winzer Manfred Rothe aus dem fränkischem Nordheim widmet sich seit vielen Jahren der Langlebigkeit seiner Weine. Inhaltstoffe aus den Schalen und Kernen der Trauben sind wertvoll. Auch deshalb gehören sie zum Wein dazu. Was bei Rotweinen gängige Praxis ist und zu einem guten Handwerk gehört, ist für die Verarbeitung der Weißweintrauben eine Herausforderung. Der fränkische Silvaner ist wohl die weiße Rebsorte, die sich für eine Maischegärung besonders eignet. Auf diese Art der Vinifikation können besondere, außergewöhnliche Weine entstehen. Lassen sie sich darauf ein. Ein Paket zum Entdecken: 3 Flaschen Silvaner Indigenius 3 Jahrgänge, 3 mal Gold 2014 Silvaner Indigenius trocken 0,75 l 2015 Silvaner Indigenius trocken 0,75 l 2016 Silvaner Indigenius trocken 0,75 l Paket incl. Versand 75,00 € bequem zu bestellen im Onlineshop www.weingut-rothe.de Vom Weingut zum Genussort Tipp: Noch bis Ende Oktober hat man Gelegenheit beim Besuch im Weingut Rothe auf Genusstour zu gehen. Im Weinbistro verschmelzen jeweils Montag bis Donnerstag Wein und Kulinarisches bei einer Brotzeit auf besondere Weise. Die jeweiligen Öffnungszeiten finden sie unter: www.weingut-rothe.de

Unser Dreamteam! Weingut Manfred Rothe www.wein-rothe.de

Tierisch gut ...fühlen sich nicht nur die Schafe am Weingut Harm. David und Katharina leben und arbeiten mit ihren drei Kindern am Weingut. Zusammenhalt und Begeisterung prägen die Familie. Was sie eint, ist die Liebe zum Wein und zum guten Essen. Seine Serie Feinstrick ist in Deutschland exclusiv über Biowein Angermeier erhältlich und Bundesweit über unsere Partner im Biofachhandel. Biowein ist unsere Leidenschaft und das schon seit 1985! Nachhaltigkeit heißt für uns, eine Welt für unsere Kinder zu erhalten, in der es sich zu leben lohnt. Dieses Prinzip treibt uns an, den ökologischen Landbau zu fördern, auf erneuerbare Energien zu setzen und den ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen, nicht außer Acht zu lassen.

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Über unsere Weine... gibt es viel zu sagen Besonders liegt uns Regionalität am Herzen, weshalb inzwischen sehr viele unserer Weine weniger als 300 Kilometer von uns entfernt wachsen. Fast alle Weine aus den österreichischen Anbauregionen, sowie die Frankenweine von Sandra und Ludwig Knoll sind regional. Unsere Eigenmarke umfasst 20 Weine, die von uns persönlich ausgesucht wurden und die uns einfach besonders am Herzen liegen. Diese sind auch nur über uns oder unsere Kunden zu beziehen. Mehr Infos: www.angermeier-biowein.de

Angermeier Weinvertrieb www.angermeier-biowein.de


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Hopfen-Ernte:

Bayerns „grünes Gold“ ist ein Touristen-Renner Alljährlich verwandelt sich das „Hopfenland“ Hallertau in ein Meer aus bis zu sieben Meter hohen Hopfenpflanzen. Radfahren und Wandern, wo der Hopfen wächst, begeistert in Ostbayern immer mehr Besucher – besonders auch aktuell zur Erntezeit. Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Im weltweit führenden Hopfenforschungszentrum in Hüll werden Anbau und Sorten ständig optimiert. Der Start der Hopfen-Ernte ist auch eine Touristen-Attraktion. Mit dem Start der Ernte fahren die knapp 1.000 Hopfenbetriebe der Region fast 90 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion ein. Der Deutsche Verband der Hopfenerzeuger rechnet 2021 mit einer guten Ernte und einem Ertrag von rund 41.000 Tonnen, etwa zwei Prozent mehr als 2020. Die mehr als ein Dutzend Hopfensorten der Hallertau vom kraftvollen Hochalpha-Hopfen bis zu den feinsten Aroma-Hop-

Foto: obx-news/Tourismusverband Oberbayern/Peter von Felbert

fen prägen heute die "Seele" von Spitzen-Bieren auf der ganzen Welt. Noch bis in die 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde der Hopfen in der Hallertau von Hand gepflückt. Heute erledigen das Hightech-Maschinen, die weitgehend selbstständig pflücken, reinigen, trocknen, häckseln und konditionieren. Doch für die tausenden Touristen, die das Hopfenland Hallertau alljährlich besuchen, lebt die Jahrhunderte alte Tradition des Hopfenpflückens weiter. Unterwegs umgeben sein von viel Natur und frischer Luft – danach sehnen sich jetzt viele Menschen. Sanfte Hügel, romantische Flusstäler und endlose Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzen die meterhohen Spanndrähte erklimmen, sind in Bayerns Hallertau das Rezept, das immer mehr Menschen zu Entdeckern auf den Spuren des "grünen Goldes" werden lässt. Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen. Die Tour ist im Internet unter www.hopfenland-hallertau.de beschrieben. Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandern Naturfans von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das "Grüne Gold" und das in der Region gebraute Bier erfahren sie auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege, führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht. Mehr Informationen: www.rauszeit.bayern/de/tour/themenweg/erlebnispfad-hopfen-bier/18988460 obx-news, NewsWork GmbH, Regensburg

Wo schon die Römer Reben pflanzten: Bayern kleinstes Weinbaugebiet Als Bierregion ist Ostbayern heute weltbekannt. Was die wenigsten wissen: Zwischen der Donau und bis an den Alpenrand, an Isar und Inn und abwärts bis nach Passau wächst bis heute auch Wein. Es gibt viele Belege dafür, dass bereits die Römer vor 2.000 Jahren den Wein nach Ostbayern brachten und an den sonnenverwöhnten Hängen des heutigen Altbayerns Weinreben anpflanzten. Vor den Toren Regensburgs liegt das kleinste Weinanbaugebiet Bayerns. Zwischen der Unesco-Welterbestadt und Wörth an der Donau wird auf insgesamt vier Hektar Land der Regensburger Landwein erzeugt. Man kann ihn ganzjährig als Flaschenwein direkt vom Winzer kaufen oder in den Straßenwirtschaften und Weinstuben verkosten – solange der Vorrat reicht. In Bach an der Donau gibt es außerdem das Baierwein-Museum, ein kleines Spezialmuseum in einem historischen Presshaus. www.baierwein-gesellschaft.de, www.baierwein-museum.de Baierwein-Museum in Bach an der Donau Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern/Maximilian Semsch

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Kuh und Kalb gehören zusammen! Kühe leben natürlicherweise in einem vielschichtigen Sozialverband und hegen tiefe Beziehungen zu Herden- und Familienmitgliedern. Wird ein Kälbchen geboren, ist die Mutterkuh in den ersten Lebenswochen des Kalbes durch einen starken Mutterinstinkt geleitet. Sie erkennt ihr Kalb in der Herde am Geruch stets wieder und bleibt fortwährend in seiner Nähe. In den ersten Tagen gibt sie die wertvolle Kolostralmilch und säugt ihr Kalb bis zu 15-mal täglich. Diese gute Grundversorgung ist essenziell für das Wohlergehen und die Gesundheit des Kalbes. Durch die gemeinsame Aufzucht bildet sich langfristig eine enge Kuh-Kalb-Bindung aus, in der das Kalb intensiv vom erwachsenen Tier lernt.

Foto: PROVIEH e.V.

Das Glück, bei der Mutter aufzuwachsen und enge Familienbindungen aufzubauen, haben leider nur sehr wenige Milchkühe, denn die meisten Kälbchen werden direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt. Diese Trennung widerspricht dem artspezifischen Verhalten und den Bedürfnissen der sensiblen Tiere. Deshalb befürwortet PROVIEH die kuhgebundene Kälberaufzucht ausdrücklich und macht sich für diese Aufzuchtform stark. In Deutschland werden jedes Jahr etwa vier Millionen Kälber geboren, denn nur wenn eine Milchkuh regelmäßig ein Kalb gebärt, gibt sie Milch. In der kuhgebundenen Kälberaufzucht wächst nur ein Bruchteil der Kälbchen auf, denn diese ist in der Milchviehwirtschaft eher die Ausnahme. Die meisten Kälber der Milchkühe werden aus wirtschaftlichen Gründen

direkt nach der Geburt von ihnen getrennt, da die Milch der Mütter verkauft und nicht mit ihren Kälbern geteilt werden soll. Diese Kälbchen verbringen daher ihre erste Lebenszeit allein in Plastikiglus: Von Mutterwärme und Geborgenheit keine Spur! Sie werden mit einem Gemisch aus Kuhmilch und Milchaustauschpulver getränkt – um nicht zu viel wertvolle Milch für das Kalb zu „verschwenden”. Viele spezialisierte Milchviehbetriebe stehen außerdem vor dem Problem der überschüssigen Kälber, denn nur wenige Jungtiere werden für die Nachzucht benötigt. Ähnlich wie die männlichen Küken der Legehennen sind die männlichen Kälber daher ein unerwünschtes „Nebenprodukt“. Hochleistungsrassen, wie die schwarz-weißen Holstein-Friesian, werden allein auf hohe Milchleistung gezüchtet und setzen kaum Fleisch an, weshalb sich eine Mast der Milchkälber oft nicht lohnt. Unzählige Bullenkälber, aber auch schwache und überzählige Kuhkälber, werden bereits mit einem Alter von zwei Wochen

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über lange Strecken quer durch Deutschland und ins Ausland transportiert, um dann in Intensiv-Mastanlagen in kürzester Zeit und unter widrigen Bedingungen gemästet zu werden. Dieser Entwicklung, die rein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist, möchte PROVIEH entgegenwirken. Als älteste deutsche Organisation für „Nutz“tierschutz machen wir uns mit der Kampagne „Kuh und Kalb – mehr Zeit zu zweit“ für die Umstellung auf kuhgebundene Kälberaufzucht stark, in welcher die Tiere ihre natürlichen Bedürfnisse besser ausleben können und Kuh und Kalb zusammenbleiben dürfen. Zum Glück gibt es immer mehr Betriebe, die auf kuhgebundene Kälberaufzucht umsteigen und außerdem die männlichen Kälber auf dem Hof aufwachsen lassen. Diese Betriebe wirken der Problematik der sogenannten „Wegwerfkälber“ entgegen. PROVIEH besucht regelmäßig solche Höfe und tauscht sich mit den teilnehmenden Landwirt:innen aus. Mit den Erkenntnissen aus unserer Arbeit möchten wir noch viele weitere Landwirt:innen und Verbraucher:innen von dieser Aufzuchtform überzeugen, damit Kälber zukünftig bei ihren Müttern aufwachsen können. Über kurz oder lang wäre es aus PROVIEHSicht zudem wünschenswert, das System Milchproduktion komplett zu überdenken und Hochleistungsrassen wieder durch robustere Zweinutzungsrassen zu ersetzen, die sich sowohl für die Milchproduktion als auch für die Mast eignen. Viele Menschen wünschen sich heute eine neue Form der Milchviehhaltung. Das ist eine Entwicklung, für die wir seit geraumer Zeit kämpfen und die uns sehr freut. Auf der Organisations-Webseite und im Vereinsmagazin „respektiere leben“ stellen wir regelmäßig besonders gute Höfe vor und berichten über die neuesten Tierschutzentwicklungen. PROVIEH setzt sich für eine Tierhaltung ein, in der Mütter ihren Nachwuchs angemessen umsorgen und auch sogenannte Nutztiere ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können. Dabei freuen wir uns über Unterstützung: www.provieh.de Sandra Lemmerz, PROVIEH e.V. Über PROVIEH PROVIEH ist Deutschlands erfahrenste Tierschutzorganisation für Nutztiere. Seit 1973 setzt sich die Organisation für eine artgemäße und wertschätzende Tierhaltung in der Landwirtschaft ein und arbeitet dabei wissenschaftlich und sachlich. Die Arbeit von PROVIEH vereint Veganer, Vegetarier und Fleischesser. Die Organisation versteht sich als Schnittstelle zwischen Verbraucher:innen, Lebensmitteleinzelhandel, Politik und Landwirt:innen. Grundlegende Motivation ist das Verständnis von „Nutz“tieren als intelligente und fühlende Wesen.


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Umwelt-Nachrichten: Bundesregierung unterstützt fossile Öl- und Gasprojekte Ein neuer Bericht der Umweltorganisationen urgewald und Deutsche Umwelthilfe (DUH) belegt, dass die Bundesregierung klimaschädliche Öl- und Gasprojekte mit milliardenschweren Bürgschaften fördert. In dem Bericht untersuchen die Organisationen klimaschädliche Öl- und Gas-bezogene Exportkreditgarantien sowie Ungebundene Finanzkredit Garantien (UFK-Garantien) für den Zeitraum 2015 bis Mai 2021. In dieser Zeit hat die Bundesregierung über die Euler Hermes AG 144 Exportbürgschaften im Öl- und Gasbereich mit einem Volumen von insgesamt über 11,75 Milliarden Euro bewilligt. Von 28 Ländern, in die Öl- und Gasbürgschaften vergeben wurden, gelten laut Freedom House 15 Länder als „nicht frei“. Der Bericht basiert auf Zahlen, die von der Bundesregierung erstmals über eine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz den beiden Organisationen zugänglich gemacht wurden. Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Neue EU-Gefahrstoff-Daten bank SCIP online 6.000 Unternehmen haben bisher über vier Millionen Produkte mit besonders besorgniserregenden Stoffen an die Datenbank gemeldet. Diese soll zum einen die Transparenz über Schadstoffe im Alltag erhöhen. Zum anderen sollen Abfallbetriebe anhand der Informationen gefährliche Stoffe besser erkennen und aussortieren können. Bisher sind fehlende Informationen über Giftstoffe in Produkten und Stoffkreisläufen eine große Hürde für die sichere Wiederverwendung von Rohstoffen. Die gefährlichen Stoffe finden sich in Maschinen, Messgeräten, elektronischen Geräten, Fahrzeugen, Artikeln aus Kautschuk und Möbeln. Besonders besorgniserregende Stoffe kommen im Rahmen der REACHVerordnung aufgrund ihrer schädlichen Auswirkungen auf Mensch und/oder Umwelt als Kandidaten für ein Verwendungsverbot in Betracht. In der SCIPDatenbank ist Blei der am häufigsten gemeldete Stoff. Quelle: echa.europa.eu/de/scip-database

zusammengestellt von Andrea Reiche

IUCN-Resolution: Tiefsee bergbau nur ohne Umwelt gefährdung

Patent auf menschliche embryonale Stammzellen erloschen

Die Mitglieder der Weltnaturschutzunion IUCN stimmten am 14. Sept. während des Weltnaturschutzkongresses in Marseille für die Umsetzung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau und dessen Unterstützung in internationalen Gremien. Sie forderten außerdem die niederländische Regierung auf, den Genehmigungsentwurf für den Abbau fossiler Brennstoffe unter dem UNESCOWelterbe Wattenmeer zurückzuziehen. Geht es nach der IUCN müssen Regierungen sicherstellen, dass keine Gefährdung mariner Ökosysteme vorliegt, bevor sie Genehmigungen für Tiefseebergbau erteilen. 127 Staaten gehören zu den rund 1.400 IUCN-Mitgliedern, 18 stimmten gegen die Resolution, 28 enthielten sich der Stimme. 90 Prozent der zivilgesellschaftlichen Mitglieder stimmten für das De-facto-Moratorium für Tiefseebergbau. Quelle: www.iucn.org

Testbiotech hatte 2020 beim Bundespatentgericht eine Nichtigkeitsklage gegen ein deutsches Patent (DE1020040 62184) eingereicht, das die Verwendung menschlicher Embryonen zur Gewinnung von Stammzellen beansprucht. In Reaktion auf die Klage hat der Patentinhaber die Zahlung der Gebühren zur Aufrechterhaltung des Patentes gestoppt, es ist damit erloschen. Das Patent wurde 2013 vom Deutschen Patentamt erteilt, die parallele Anmeldung beim Europäischen Patentamt (EPA) aber zurückgewiesen. Patentinhaber war ein Reproduktionsmediziner in München. Das Patent betrifft die Gewinnung embryonaler Stammzellen, die in der Forschung sehr begehrt sind. Die Patentansprüche umfassten auch die Nutzung menschlicher Embryonen, die bei künstlicher Befruchtung (IVF) entstehen. Die Durchführung des patentierten Verfahrens mit menschlichen Embryonen wäre nach dem Embryonenschutzgesetz strafbar gewesen Quelle: Testbiotech

Menschgemachte Wüsten in Meeresschutzgebieten Mehr als 2,5 Millionen Stunden Grundschleppnetzfischerei in 343 Natura-2000-Gebieten in 20 EU-Mitgliedstaaten fanden im letzten Jahr in Europas „geschützten“ Gebieten statt. Das hat die Meeresschutzorganisation Oceana anhand von Satellitendaten analysiert. Die am stärksten mit Schleppnetzen befischten Gebiete gehören zu Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Dänemark. Die Organisation fordert, dass die Europäische Kommission in ihrem für Anfang 2022 erwarteten Aktionsplan für die Meere ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei für alle EU-Meeresschutzgebiete ausspricht. Oceana analysierte Satellitendaten von Trawlern, basierend auf Global Fishing Watch, und legte den Fokus dabei auf Gebiete des Natura2000-Netzes. Die Analyse ergab, dass sich unter den Top 10 der am meisten mit Grundfischerei befischten europäischen Meeresgebiete fünf deutsche Gebiete befinden, darunter der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, für den allein mehr als 730.000 Stunden verzeichnet wurden. Quelle: Oceana.org

Weizen aus Neuer Gentechnik im Freisetzungsversuch Gentechnik-Weizen, der beim Backen weniger krebserregendes Acrylamid bildet, soll bei Freisetzungsversuchen in England getestet werden. Mit Hilfe der Gen-Schere CRISPR/Cas wurde ein bestimmtes Gen ausgeschaltet, das für die Bildung der Aminosäure Asparagin und letztlich auch für die Bildung von Acrylamid beim Backen ausschlaggebend ist. Asparagin ist aber auch für die Keimfähigkeit, das Wachstum der Pflanzen, ihre Stresstoleranz und die Abwehr von Pflanzenkrankheiten wichtig. Organisiert wird die Freisetzung vom Forschungsinstitut Rothamsted Research. Um alle ungewollten genetischen Veränderungen zu ermitteln, müsste das gesamte Genom der Pflanzen durchsucht werden. Dies ist beim Weizen aufgrund der Größe des Erbguts nur schwer möglich. Zudem ist völlig unklar, wie der Weizen auf Umweltstress reagiert, mit den Ökosystemen interagiert und ob Anbau und Verzehr für Mensch und Umwelt undenklich sind. Quelle: Testbiotech

Weitere aktuellen Meldungen im Internet unter www.derspatz.de 20

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Spiel Dich fit für den Herbst!

Waldbaden tut gut im Herbst Wälder sind gut für die Seele und beruhigen die Nerven, das ist längst wissenschaftlich erwiesen. Ein Waldspaziergang ist also sehr zu empfehlen, wenn man seinen Geist entspannen will. Allein der bloße Blick auf die wunderschönen Naturmotive in den Spielen, lassen den Alltagsstress oder Herbst Blues schnell vergessen. Spiel Dich glücklich und lade Deine Akkus auf! Ein Spiel ersetzt zwar keinen echten Waldspaziergang, aber es macht mindestens genauso viel Spaß und die Bilder suggerieren Körper, Geist und Seele eine wohltuende Atmosphäre, die glücklich macht. Außerdem können die Waldliebhaber mit den Spielen dem Wetter ein Schnäppchen schlagen, denn schließlich ist ja auch nicht jeden Tag „Spazier-Wetter“! Mit den wundervollen Motiven fällt es einem auf alle Fälle erfahrungsgemäß recht leicht, von einem sonnigen Waldspaziergang zu träumen und dessen Vorzüge zu genießen. Das Memospiel und das Puzzle für Waldliebhaber machen müde Geister munter! Jeden Tag ein „spielerischer Spaziergang“ in den Wald tut gut! Allein der bloße Blick auf die wunderschönen Naturmotive in den Spielen, lassen den Alltagsstress oder Herbst Blues schnell vergessen. Das Puzzle für Waldliebhaber Tauchen Sie beim Puzzeln in diese sorgfältig ausgewählte Kombination von Waldmotiven ein, die wie gemacht ist für

BUCH-Tipp:

einen entspannten PuzzleAbend und die Stimmung und Atmosphäre des Waldes im wahrsten Sinne des Wortes greifbar macht. Die detailreichen Motive laden zum genauen Betrachten ein, während sich spielend das Denkvermögen sowie die Konzentrations- und Lernfähigkeit verbessern. • 1000 Teile • Puzzlemaße: 680 x 480 mm • Mit Detailinformationen zu den Pflanzen und Tieren auf der Schachtelrückseite Waldbaden Puzzle 16,95 Euro Das Memospiel für Waldliebhaber Auf der Suche nach den meisten Bildpaaren tauchen die Spieler in traumhafte Waldlandschaften ein. So trainieren sie nicht nur ihr Gedächtnis und konzentrieren sich darauf, die jeweiligen Bildpaare zu finden. Sie lernen nebenbei auch noch Fauna und Flora im Wald näher kennen und erleben die entspannende Wirkung der Waldmotive. Für 2 - 6 Spieler ab 6 Jahren Inhalt: 36 hochwertige Bildmotive auf 72 stabilen Spielkarten Spielanleitung mit Detailinformationen zu Pflanzen und Tieren Waldbaden Memo 17,95 Euro verlag@starnberger-spiele.de, www.starnberger-spiele.de

Raus in den Wald

Abenteuer im Wald? Das gibt es nur in Fernseh-Dokus über den Amazonas? Von wegen! Das geht auch bei uns, überall und jederzeit. Schnappe Dir dieses Buch und los gehts. Beobachte wilde Tiere, suche Pflanzen und Kräuter, erlebe den Wald bei Vollmond oder entdecke die verborgenen Reize eines Fichtenforsts. Hier bekommst Du 40 Inspirationen, wie Du auch mit wenig Zeit und Geld Dein ganz persönliches Waldabenteuer erleben kannst. Spannende Erlebnisberichte, praktische Infokästen, jeder Vorschlag mit Inspiration für weitere Abenteuer. Der Diplom-Forstwirt Dr. Rudolf Nützel ist seit 1995 hauptamtlicher Geschäftsführer der Kreisgruppe München des Bund Naturschutz (BUND). Daneben ist er als forstlicher Gutachter tätig und erhält regelmäßig Lehraufträge. Dabei vermittelt er wichtiges Wissen über das Ökosystem Wald. Bei seinen Exkursionen in die Wälder und Moore zeigt er, wie wichtig es ist, mit der Natur in Einklang zu leben

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Rudolf Nützel Raus in den Wald 40 ungewöhnliche Outdoor-Ideen für Jedermann vor der Haustür 160 S., ca. 200 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm Klappenbroschur mit Fadenheftung ISBN: 9783734318153 Bruckmann, www.verlagshaus24.de

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Mehr als die Summe seiner Bäume Die Funktion des Waldes als Klimasenke und Hort der Artenvielfalt hat in den vergangenen Jahren stark gelitten. Experten raten zu weniger Holzeinschlag und mehr Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Waldsysteme. Waldbrände, Sturmschäden und drei Dürrejahre in Folge – dem deutschen Wald geht es derzeit schlechter als in den 80er Jahren, als das Schlagwort vom „Waldsterben“ umging. Hinzu kommen Schädlinge wie der Borkenkäfer, die bei gestressten Bäumen leichtes Spiel haben. Vier von fünf Bäumen seien geschädigt, heißt es im aktuellen Waldzustandsbericht. Der Kronenzustand der Wälder sei noch nie so schlecht gewesen; die Zahl abgestorbener Bäume so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Doch ein Wald, der krank ist, kann seine Funktion als Klimasenke und Hort der Artenvielfalt nur noch eingeschränkt erfüllen. Der deutsche Wald hat im Jahr 2016 rund 58 Millionen Tonnen CO2 absorbiert. Das sind etwa sieben Prozent des jährlichen Klimagas-Gesamtausstoßes. Zudem kühlt der Wald die Landschaft und speichert Wasser – zwei weitere für den Menschen unentbehrliche Dienstleistungen. Doch Wald ist weit mehr als die Summe seiner Bäume. Im Wald finden Specht, Fuchs und Hirsch Nahrung und Unterschlupf, im Schutz alter Baumriesen wachsen Büsche, Pilze und Flechten; der Boden ist belebt von einer Vielzahl an Kleinorganismen. Wald ist ein komplexes Ökosystem, das vom Zusammenspiel der darin agierenden Lebewesen und den daraus entstehenden Wechselwirkungen bestimmt wird. Insbesondere naturnahe Mischwälder sind Hotspots der Artenvielfalt. Die Landesfläche Deutschlands ist zu rund einem Drittel mit Wald bedeckt. Je nach Region dominieren dabei oft Nadelhölzer wie Fichten und Kiefern, aber auch Laubbäume wie Buchen und Eichen kommen häufig vor. Ein Großteil des Waldes dient als Produktionsstätte für den nachwachsenden Rohstoff Holz, dessen Beliebtheit zusehends wächst. Jahr für Jahr werden rund 70 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen – für die Bauindustrie, zur Papierherstellung oder als Brennholz. Doch Wirtschaftswälder sind aufgeräumte Nutzflächen, in denen Totholz, unwegsames Dickicht oder vergreiste Baumriesen stören. Nur auf knapp drei Promille der deutschen Waldfläche wachsen Wälder, die der menschlichen Nutzung entzogen sind. Naturwaldreservate nennt man solche Schutzgebiete, in denen sich Wald noch aus eigener Kraft entwickeln darf. Schon im Dürrejahr 2018 hatten die Wälder merklich gelitten – ein Trend, der sich in den zwei darauffolgenden Jahren verstärkte. Sind Bäume bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gestresst, lassen sie zunächst nur die Blätter hängen. Dann wird das Laub braun; Äste verkahlen; die Krone wird zusehends schütter und stirbt schließlich ab. Zuletzt kommen Schädlinge und Krankheiten hinzu und geben dem geschwächten Baum den Rest. Der schlechte Waldzustand ist auch Folge der modernen Forstwirtschaft. Zur Holzernte werden Vollernter eingesetzt, tonnenschwere Maschinen, die, um den Druck auf den Boden zu minimieren, auf extrabreiten Reifen fahren. Auf Forstwegen, sogenannten Rückegassen, rollen sie tief in die Bestände, packen

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mit beweglichen Greifern die markierten Bäume und zersägen sie in Minutenschnelle. Das Netz der drei bis vier Meter breiten Rückegassen, das den Wald in kleine Parzellen zerschneidet, umfasst insgesamt 635.000 Kilometer. Da sie baumfrei sind und sich schnell erwärmen, stressen sie den Wald zusätzlich. Bundesagrarministerin Julia Klöckner schätzt die geschädigte Waldfläche auf 180.000 Hektar: „Der Wald stirbt in einigen Teilen“, sagte sie auf dem Waldgipfel im Herbst 2019. Vor allem Buchen und Fichten seien betroffen. Die Ministerin kündigte an, auf vier Jahre befristet insgesamt 800 Millionen Euro als Nothilfe bereitzustellen. Die geschädigte Waldfläche soll wieder aufgeforstet, das Schadholz, insbesondere das mit Borkenkäferbefall, möglichst schnell aus dem Wald geräumt werden. Großflächiges Ausräumen verschlimmere die prekäre Lage des Waldes nur noch mehr, warnt dagegen Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. „Geräumte Flächen erwärmen sich viel schneller und trocknen stärker aus“, argumentiert der Wald-Ökologe. In Zeiten des Klimawandels müsse das oberste Gebot jedoch lauten, die Wälder möglichst kühl zu halten. Das gelinge beispielsweise, indem Totholz liegen bleibe, erläutert Ibisch. Verrottendes Holz baue Humus auf, wodurch sich die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens und damit auch das Selbstkühlungsvermögen des Waldes erhöhe: „Jedes Grad, um das die Temperatur sinkt, bremst die Verdunstung.“ Totholz: Ende und Neubeginn des Lebens Totholz, ein Sammelbegriff für abgestorbene Bäume, Sträucher und Teile davon, ist eigentlich gar nicht tot, sondern quicklebendig. Es ist Lebensgrundlage für Moose, Flechten, Pilze, Käfer, Ameisen, Wildbienen und Schmetterlinge. Viele Tier- und Pflanzenarten, die auf, im und vom Totholz leben, stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten. Gemeinsam zersetzen sie über Jahre hinweg das Holz zu Humus, auf dem die nächste Pflanzengeneration erwächst. Damit steht Totholz im Kreislauf des Waldes sowohl für das Ende als auch für den Neubeginn des Lebens. „Je mehr Totholz im Wald liegt, desto größer ist seine Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel“, sagt Ibisch. Gesunde Waldsysteme mit gemischter Altersstruktur, geschlossenem Kronendach und großer Artenvielfalt seien in der Lage, sich aus eigener Kraft zu regenerieren. Ein Baum erreicht, so man ihn lässt, ein Alter von 400 bis 500 Jahren. Nicht so im Wirtschaftswald. Dort werden Bäume jung und in schneller Folge gefällt; nur wenige sind älter als 150 Jahre. Doch Wälder mit hoher Einschlagsrate haben meist ein lückenhaftes Kronendach und erwärmen sich deshalb vergleichsweise schnell. Daran ändere auch großflächige Aufforstung nichts, stellt Ibisch fest. Stattdessen empfiehlt er, den Holzeinschlag zu reduzieren und die Waldgesundheit stärker zur fördern: „Die unbequeme Botschaft lautet: Selbstregeneration kostet Holz“, sagt der Waldökologe: „Aber wir sollten endlich damit aufhören, den Wald als bloßen Holzautomaten zu begreifen.“ HartmutNetz


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Hilfe für Journalisten und Journalistinnen in Afghanistan

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Dieses Foto darf nicht das letzte sein* Mit der Machtübernahme der Taliban regiert nun einer der größten Feinde der Pressefreiheit in Afghanistan. Reporter ohne Grenzen tut alles, um bedrohten Medienschaffenden vor Ort und im Exil zu helfen. Spenden Sie jetzt für unsere Hilfsaktion: reporter-ohne-grenzen.de/hilfe-fuer-afghanistan Reporter ohne Grenzen e.V. IBAN: DE26100900005667777080 BIC: BEVODEBB Berliner Volksbank Stichwort: „Afghanistan“

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*Der Fotograf des Fotos bleibt zu seinem eigenen Schutz anonym. Er verließ Afghanistan im August 2021. Das Foto zeigt eine seiner letzten Aufnahmen aus Kabul. 25


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Klimaschutz im Abo:

Startup hilft, dauerhaft klimaneutral zu leben

Ob in den Medien, in der Politik oder beim Stammtisch: das Thema Klimakrise hat sich in den letzten Jahren so ziemlich überall dort verbreitet, wo kontrovers diskutiert wird. Mittlerweile scheint es jedoch allgemeines Bewusstsein dafür zu geben, dass der Klimawandel katastrophale Folgen haben wird. Umso mehr braucht es innovative, kreative Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise. Das Startup TeamClimate hat für diese Zwecke eine Plattform entwickelt, die Privatpersonen zur Klimaneutralität verhilft. Karim Abdel-Baky, neben Christoph Rebernig einer der beiden Gründer von Team Climate, erklärt: „Mit unserer Plattform haben Privatpersonen die Möglichkeit, ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu berechnen, zu reduzieren und schlussendlich durch Klimaschutzprojekte den unvermeidbaren Teil auszugleichen.“ Durch die Nutzung des Angebots habe man die Möglichkeit, bereits heute seinen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten. In der Schule gegründet Vor rund sechs Jahren beschlossen die beiden Gründer – damals noch in der Schule – selbst etwas zum Kampf gegen die Klimakrise beitragen zu wollen. Nach mehreren Jahren des Austausches mit ExpertInnen und Unternehmenskooperationen startete im Juli 2020 die Plattform TeamClimate, die inzwischen bereits mehrere Tausend Kundinnen und Kunden aus über 30 Ländern von ihrem Konzept überzeugen konnte. Alle NutzerInnen machen hierbei einen Unterschied, weiß Abdel-Baky: „Der CO2-Ausstoß einer in Deutschland lebenden Person ist durchschnittlich mehr als 13-mal zu hoch, um die Klimakrise zu verhindern. Selbst Personen, die sich vegan ernähren, nie fliegen und kein Auto fahren, verursachen immer noch rund 4-mal zu viel CO2-Ausstoß.“ Umso stolzer sei das Team deswegen auf die bereits erzielten Erfolge. So wurden bei einem der Projekte in Peru beispielsweise schon mehr als 6,5 Millionen Quadratmeter Regenwald durch die TeamClimate Community geschützt, was ungefähr zwei Mal der Fläche des Central Parks entspricht. Reduzieren und Ausgleichen des persönlichen Fußabdruckes Eine reine Reduktion der verursachten Emissionen reiche für das Ziel der Klimaneutralität nicht aus. „Die aktuellen Ergebnisse der Forschung zeigen deutlich, dass wir neben einer aktiven Reduktion auch einen Ausgleich der unvermeidbaren Emissionen benötigen, um den eigenen CO2-Fußabdruck auf 0 zu bringen“, so Abdel-Baky. TeamClimate entwickelte also eine Plattform, auf der man auf eine Kombination aus dem Vermeiden und dem Ausgleichen der persönlichen CO2-Emissionen setzt. Damit erhält man Zugang zu einem persönlichen Profil auf der Plattform, dort kann man neben der Analyse des eigenen ökologischen Fußabdrucks auch Reduktionsempfehlungen einsehen. Zudem ist dort laufend die bereits geschaffene Veränderung dargestellt. Warum TeamClimate Kunden ablehnt Das Startup lehne auch immer wieder Anfragen ab, betont Abdel-Baky: „Aufgrund der fehlenden Bereitschaft zur Reduktion von Emissionen haben wir in der Vergangenheit

bereits Kooperationsanfragen von Privatjets, Kreuzfahrtlinien oder Steakhäusern abgelehnt.“ Solche Unternehmen würden schlichtweg dem Grundsatz von Team Climate, also „messen, reduzieren, unvermeidbare Emissionen ausgleichen“, widersprechen. „Sicherlich sind solche Deals aus finanzieller Sicht attraktiv, jedoch spricht es klar gegen unsere Mission und unsere Werte, Unternehmen beim Greenwashing zu unterstützen. Wir wollen echte Veränderung vorantreiben“, verdeutlicht AbdelBaky. Um höchste Transparenz zu garantieren, sind auf teamclimate.com sämtliche unabhängigen Zertifizierungsberichte der United Nations oder auch der Universität für Bodenkultur Wien ersichtlich. Ab sieben Euro pro Monat zur Klimaneutralität Auf der Plattform TeamClimate kann man sich zunächst kostenlos und ohne Registrierung den eigenen, jährlichen CO2-Fußabdruck ausrechnen. Dies geschieht durch die Beantwortung von 30 wissenschaftlich fundierten Fragen zum persönlichen Lebensstil. Basierend auf den eigenen Emissionen errechnet die Plattform dann einen Betrag zum Ausgleich des verursachten Fußabdrucks. Abdel-Baky erläutert: „Nach der Berechnung der persönlichen Emissionen kann man diese durch ein Klima-Abo ausgleichen oder gar durch einen höheren Beitrag mehrmals kompensieren.“ Durch die monatlichen Beiträge der Kunden, die bei 7€ beginnen, wird eine Kombination aus drei von den United Nations zertifizierten Klimaschutzprojekten unterstützt. Zu den prominentesten Firmenkunden von TeamClimate zählen unter anderem das österreichische Umweltministerium sowie Unternehmen wie reBuy oder BearingPoint. Ausgleich durch zertifizierte Projekte Durch die Unterstützung von drei Klimaschutzprojekten werden 100 Prozent der unvermeidbaren CO2-Emissionen ausgeglichen. Unterstützt werden aktuell Projekte zum Schutz des Amazonas in Peru, zur Förderung von Windkraft anstelle von Kohlenenergie in Indien sowie sauberes Trinkwasser in Bangladesch. Abdel-Baky betont: „Sämtliche Projekte von TeamClimate werden neben der Zertifikation durch die United Nations auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Über TeamClimate Das Social Startup TeamClimate wurde 2015 von Christoph Rebernig und Karim Abdel-Baky während ihrer Schulzeit mit dem Ziel, die Klimakrise zu verhindern, gegründet. Es ermöglicht Privatpersonen klimaneutral zu leben. Durch eine Web-App wird der persönliche CO2-Ausstoß berechnet, reduziert und ausgeglichen. Monatlich unterstützt TeamClimate drei von den United Nations zertifizierte Klimaschutzprojekte, um die persönlichen Emissionen auszugleichen. www.teamclimate.com

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TeamClimate Gründer Karim Abdel-Baky

Kaum ein Thema wurde in den letzten Jahren medial so häufig und kontrovers diskutiert wie die Klimakrise. Auch in der Politik gewinnt der Klimaschutz immer mehr an Prominenz, die EU will beispielsweise bis 2050 klimaneutral werden. Klimaneutralität ist auch das Ziel, das TeamClimate verfolgt – allerdings sofort. Das innovative Startup hat eine Plattform zur Berechnung, Reduktion und zum Ausgleich des persönlichen CO2-Fußabdrucks entwickelt. Ähnlich wie bei einem Netflix-Abo kann man dabei monatlich seinen Teil zum Klimaschutz beitragen.


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BUCH-TIPP: Das Eisbuch

Endzeit im ewigen Eis Unsere Gletscher schrumpfen Jahr für Jahr schneller – und mit ihnen lebenswichtige Süßwasservorräte und einzigartige Lebensräume. Was die geschmolzenen Eismassen anrichten können, lässt sich schon heute erahnen: Meeresspiegel steigen, Küstenregionen werden überschwemmt, Trinkwasservorräte verschwinden und der Klimawandel wird weiter beschleunigt. »Das Eisbuch« von Esther Gonstalla stellt die gefährdeten weißen Landschaften in eingängigen Infografiken vor und zeigt, wie wir sie noch retten können. Seit Jahrzehnten schwindet die Fläche, die mit Eis bedeckt ist. Rekordtemperaturen an den Polen genauso wie in den Alpen oder in Sibirien lassen jedes Jahr größere Massen dahinschmelzen. In Grönland und der West-Antarktis sind bereits unwiederbringliche Kipppunkte überschritten, befürchten Forscherinnen und Forscher. Die Eisschmelze bringt nicht nur faszinierende Ökosysteme in Gefahr, sondern zunehmend auch uns Menschen: Gletscher und Eisschilde speichern den Großteil des Süßwassers unserer Erde, Permafrostböden schützen Küstenregionen vor Erosion und binden Kohlenstoff und Methan. Besonders für das Klima kommt dem Eis eine wichtige Rolle zu: Eis und Schnee reflektieren als helle Oberfläche einen großen Teil der Sonnenstrahlung und verhindern damit das Aufheizen der Erde. All diese und weitere wichtige Fakten über das ewige Eis und seine Bewohner*innen hat Esther Gonstalla mithilfe zahlreicher Expertinnen und Experten in anschauliche Karten

Nein. Ob vor Manila oder vor Helgoland: In den Ozeanen treiben gigantische Müllmengen, die nicht nur die Natur, sondern auch den Menschen gefährden. Und das ist nur einer von vielen Gründen, warum wir uns für den Schutz der Meere einsetzen. Jetzt mitmachen unter www.greenpeace.de

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Esther Gonstalla, Das Eisbuch. Alles, was man wissen muss, in 50 Grafiken, mit einem Vorwort von Antje Boetius, 112 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-96238-287-27, 24 Euro Auch als E-Book erhältlich. oekom verlag, www.oekom.de

(c) Newman / Greenpeace

Inszeniert?

und leicht verständliche Infografiken umgewandelt. »Das Eisbuch. Alles, was man wissen muss in 50 Grafiken« präsentiert nicht nur den Status quo, sondern erklärt auch, warum Eisschilde, Meereis, Gletscher und Permafrost sensible und wichtige Ökosysteme sind – und wagt einen Blick in die Zukunft mit oder ohne Eis.

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Urban Gardening:

Hilfreiche Tipps zur Überwinterung Kürzere Tage und sinkende Temperaturen sind die unverkennbaren Boten der beginnenden Herbstzeit. Für Hobbygärtner bedeutet dies eines: Die üppige Erntezeit ist vorbei. Langeweile ist im Herbst dennoch nicht zu befürchten. Wer Obst, Gemüse und Kräuter auf dem heimischen Balkon oder der Terrasse anbaut, der sollte seine Pflanzen nun gewissenhaft auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Obst, Gemüse und Kräuter sicher durch den Winter bringen Das Gärtnern in der Stadt ist eine umweltfreundliche Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie. Beim Urban Gardening mit Kindern lernen die Kleinen den Kreislauf der Natur kennen und entwickeln ein Gefühl für gesunde Ernährung mit regionalen Lebensmitteln. Der Überwinterung kommt bei diesem Hobby eine besondere Bedeutung zu. Anstatt die Pflanzen nach der Haupterntezeit zu entsorgen, werden sie für die kalte Jahreszeit fit gemacht. Auf diese Weise überstehen sie Herbst und Winter unbeschadet und tragen – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – im kommenden Sommer erneut Früchte. Balkonpflanzen überwintern – drei praktische Tipps Bedürfnisse der Pflanze berücksichtigen Während die meisten heimischen Arten Temperaturen von bis zu minus 4 Grad überstehen, sind mediterrane Sorten – wie Basilikum und Olivenbäumchen – empfindlicher. Daher gilt es zunächst, sich genau mit den individuellen Ansprüchen der jeweiligen Pflanze auseinanderzusetzen und diese bei der Überwinterung zu berücksichtigen. Kindern lehrt diese Vorgehensweise, dass der Anbau von Obst und Gemüse Sorgfalt und Durchhaltevermögen erfordert. Mühe, die zur nächsten Erntezeit mit gesunden Leckereien frisch aus dem Beet belohnt wird. Ort der Überwinterung richtig wählen Minze, Lavendel und Cranberry verbringen die Herbst- und Wintermonate gerne im Freien. Andere Sorten ziehen das kühle, geschützte Klima eines geschlossenen Wintergartens oder trockenen Kellers mit 5 Grad bis 10 Grad vor. Hierzu zählen Paprika und Möhren, die vor dem ersten Frost hereingeholt werden sollten. Unabhängig von dem Ort der Überwinterung ist es wichtig, diese zum richtigen Zeitpunkt einzuleiten. Ein Pflanzkalender dient als Orientierung, sollte jedoch stets unter Berücksichtigung der tatsächlichen Temperaturen genutzt werden. Moderat gießen, nicht düngen, ausreichend schützen Im Herbst gilt es, ein Austrocknen der Erde zu verhindern und auf das Düngen zu verzichten. Um die Balkonbewohner zu schützen, sollten sie mit Stroh bedeckt und nur an frostfreien Tagen gegossen werden. Eisige Tem-

peraturen können auch die Wurzeln der Pflanzen sowie den Kübel in Mitleidenschaft ziehen. Abhilfe schafft ein Jutesack, der um den Behälter gebunden und mit natürlichem Dämmmaterial gefüllt wird. Dies bietet erneut die Gelegenheit, die Kleinen miteinzubeziehen: Wärmendes Laub kann auf einem herbstlichen Spaziergang gesammelt und der Jutesack mit bunten Bildern bemalt werden. Do-it-yourself als Auflockerung Abschließend sollte beim Urban Gardening mit Kindern eines nie zu kurz kommen: der Spaß. Dieser lässt sich durch abwechslungsreiche DIY-Projekte einbauen. Neben dem Basteln von Kastanientierchen ist der Bau eines Lego-Futterhauses für Vögel im Herbst ideal. Hierzu werden bunte Legosteine zu einem Häuschen mit Öffnung zusammengesteckt. Bei der Gestaltung sind der Kreativität der Kleinen keine Grenzen gesetzt. Anschließend wird das Futterhaus auf ein Podest gestellt oder mithilfe von Klebeband aufgehängt und mit Vogelfutter befüllt – fertig! Eine unterhaltsame Bastelstunde für die ganze Familie, die gleichzeitig die Essenz des Urban Gardening unterstreicht: Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch, Natur und Tierwelt. Lotta Reppening (‘Die Stadtgärtner’) zeigt im Ratgeber “Urban Gardening für Stadtfamilien” wie einfach es ist, einen grünen Daumen in der Stadt zu haben. Für sie bedeutet das Stadtgärtnern ein Abenteuer voller Wunder – es wird also Zeit, sich davon anstecken zu lassen und eigene “grüne Wunder” auf die Beine zu stellen! Wer dafür nach weiteren tolle Tipps sucht, kann sich entweder im E-Book oder aber beim Online Magazin von Plantura umsehen. E-Book: preis.de/urban-gardening-mit-kindern/ Mehr Informationen: www.neoavantgarde.de

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Pro Minute fallen 21 Hektar Wald.

So schnell kann er leider nicht weglaufen. ltweit Wälder Hilf mit! Gemeinsam schützen wir we d al /w de f. w w f au zt jet de en Sp er. hn wo Be e ihr und Die Vernichtung der Wälder in Amazonien und weltweit bedroht Millionen von Arten – und unsere Gesundheit. Der WWF setzt sich in Projekten vor Ort, bei Unternehmen und auf politischer Ebene für ihren Schutz ein. Hilf uns dabei mit deiner Spende. WWF Spendenkonto: IBAN DE06 5502 0500 0222 2222 22

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Frohes Schaffen – im Wohlfühlbüro Wer eine Büroarbeit hat, weiß es: Der Wohlfühlfaktor spielt eine wichtige Rolle für unsere Arbeitsmotivation. In einer gesunden Umgebung, sprich sauberer Luft, schadstofffreien Möbeln und einer freundlichen Raumatmosphäre arbeitet es sich besser. // Andrea Reiche

Ruhiger Platz fürs Homeoffice

Farben wirken

Wie wir kommunizieren, ob wir uns konzentrieren und entspannen können, das können Farben beeinflussen. Reines Weiß hat reflektierende Eigenschaften und kann auf Dauer die Augen ermüden; dezent farbige Räume, oder nur einzelne farbig gestrichene Wände sind daher besser für eine gute Arbeitsatmosphäre. Kleine Räume sollten stets besonders hell gestaltet werden, damit sie nicht drückend wirken. Grün fördert die Konzentration, beruhigt die Nerven und sorgt für seelische Ausgeglichenheit. Bei ansonsten weißen Wänden ist daher ein grüner Bodenbelag von Vorteil. Ein helles, sonniges Gelb wirkt Müdigkeit und Abgespanntheit vor. Blau wirkt oft kühl, aber auch beruhigend und entTREND Einrichtungs-GmbH, www.trend.de spannend, steht für ge, helle Ecke, die nur dieser Arbeit dient. Genauigkeit, Konzentration, Mut, klares Alle privaten Sachen lenken ab. Kinder Denken, Lernen, Selbstvertrauen und und Mitbewohner müssen akzeptieren, Entwicklungsprozesse. dass sie zu bestimmten Zeiten hier nicht stören dürfen. Allerdings sollten Sie Das Wichtigste: Gut Sitzen Weil am Arbeitsplatz meist sitzend selbst diese Zeiten auch einhalten und nicht überziehen. Bei der Ausstattung in einen Bildschirm geguckt wird, ist die sollten Sie ein paar Dinge berücksichti- Sitzqualität von größter Wichtigkeit. Ein rückenschonender Stuhl sollte sich flexigen. bel auf die Bedürfnisse des Nutzers einstellen lassen und ergonomisch geformt sein. Ein guter Stuhl hat eine verstellbare Lendenwirbelstütze mit Synchronmechanik, bei der Sitz- und Rückenlehne aufeinander abgestimmt sind und den Körperbewegungen automatisch folgen. Orthopäden empfehlen, sich darin öfter mal vor und zurück zu lehnen und die PositiImmer mehr Angestellte müssen heutzutage von zuhause ihre Arbeit erledigen, Homeoffice ist das Stichwort. Wer nicht über den Luxus eines eigenen Zimmers für den Arbeitsplatz zuhause verfügt, sucht sich am besten eine ruhi-

on zu wechseln. Es lohnt sich, bei so einem Bürostuhl, der viele Jahre die meisten Stunden des Tages genutzt wird, etwas mehr Geld für eine gute Verarbeitung mit hochwertigem Kunststoff und gutem Sitzbezug, am besten mit hohem Schurwollanteil, auszugeben. Mit einem runden Gummikissen oder einem Keilkissen aus dem Sanitätshaus kann für Rückenleidende eine bessere Sitzqualität erreicht werden. Ein Stoffüberzug sorgt dafür, dass das Plastik des Luftkissens beim darauf Sitzen keine unangenehme Schwitznässe verursacht.

Schadstoffarme Ausstattung Bei neuen Möbeln und Böden gilt es, auf Qualität zu achten, insbesondere auf ausgasendes Formaldehyd (chemische Bezeichnung Methanol), das vor allem in Holzspanplatten (Kleber) und Teppichen enthalten sein kann, wie auch in Konservierungsmittel für Lacke, Farben und Kunstharzen. Das süßlich-stechend riechende Gas ist krebserregend und kann zu Asthma und Allergien führen. Kopfschmerzen, Atembeschwerden und gereizte Schleimhäute sind erste Anzeichen. Ein Schnelltest kann ermitteln, wieviel und wo Gas austritt. Wenn Sie selbst messen wollen: Es gibt in Apotheken einen Formaldehyd-Schnelltest für unter 50 Euro zu kaufen. Eine gründliche Raumluftuntersuchung auf viele flüchtige Substanzen sowie Schimmel und Hausstaub führen Innenraumdiagnostiker und spezielle Labore durch.

Teppich gegen Feinstaub Teppichböden sind im Büro zu empfehlen, da sie den Feinstaubgehalt in der Luft um die Hälfte reduzieren können. Teppiche oder Teppichfliesen aus Wolle sorgen für warme Füße, auch dämpfen sie Geräusche und schaffen eine angenehme Arbeitsumgebung. Sehr robust sind Bodenbeläge aus Ziegenhaar. Die Gütezeichen Blauer Engel oder Goldenes M weisen schadstoffarme Produkte aus. Wenn Sie Möbel und Teppichböden nicht austauschen können, hilft eine Birkenfeige neben dem Schreibtisch, die die Ausdünstungen aufnimmt, auch Grünlilie, Drachenbaum, Efeu- oder Purpurtute, Strahlenaralie und Bergpalme sind hier nützlich.

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Tipps für eine gesunde Arbeitswelt und zur Vermeidung des „Sick-Building-Syndroms“ Noch immer wird in vielen Firmen die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter*innen zwar als „nice-to-have“, aber zweitrangig gesehen. Dabei wird oft übersehen, dass Mitarbeiter*innen, die sich unwohl fühlen oder gar krank sind, auch weniger leistungsfähig sind und mehr Krankentage haben. In der englischen Sprache gibt es dafür den Begriff „Sick Building Syndrome“ (Krankes-Haus-Syndrom). Um dem entgegenzuwirken, formuliert Winfried Schneider, Architekt und Leiter des Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit IBN, als Ziel: „Es soll ein Wohn- und Arbeitsumfeld entstehen, in dem man gesund bleibt, sich bezüglich Raumklima und Ästhetik wohl fühlt, das bestmöglich ökologische Anforderungen erfüllt und zudem ein gutes Zusammenleben und -arbeiten ermöglicht“. Hierzu gibt Winfried Schneider folgende Tipps Schadstoffe reduzieren und ausreichend Frischluft zuführen (besonders wichtig in Corona-Zeiten!) Gesundheitsschädliche Schimmel- und Hefepilze, Bakterien, Staub und Allergene vermeiden Neutral- oder wohlriechende Materialien verwenden Feuchtigkeitsausgleichende Materialien verwenden Strahlungswärme zur Beheizung bevorzugen Elektromagnetische Felder und Funkwellen minimieren Raumakustik und Schallschutz optimieren (inklusive Infraschall) Auf naturnahe Lichtverhältnisse achten, flimmerfreie Leuchtmittel verwenden Auf harmonische Proportionen und Farben achten Physiologische und ergonomische Erkenntnisse berücksichtigen (besonders an Computer-Arbeitsplätzen!) Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Kriterien wie Stress vermeiden, Pausen machen, Bewegung, gesunde Ernährung, Hygiene Alle Tipps gelten selbstverständlich auch für das Homeoffice.

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Nicht immer lassen sich alle Tipps 100 %ig realisieren. Ziel ist deshalb eine Optimierung im individuell machbaren Rahmen. Für Beratungen stehen Baubiologische Messtechniker*innen IBN zur Verfügung. Diese sind qualifiziert, Wohn- und Arbeitsräume gesundheitlich messtechnisch zu erfassen und zu optimieren. Kontaktadressen findet man im baubiologie-verzeichnis.de Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN - baubiologie.de Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN wurde 1983 gegründet. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören die Ausbildung von Baubiolog*innen IBN mit dem staatlich anerkannten Fernlehrgang Baubiologie IBN sowie Weiterbildungen und Qualifikationsmöglichkeiten für Baubiologische Messtechniker*innen, Raumgestalter*innen und Gebäude-Energieberater*innen IBN. In enger Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Baubiologischen Beratungsstellen IBN werden Baufirmen, Baufachleuten und allen, die sich ein gesundes und umweltfreundliches Wohn- und Arbeitsumfeld wünschen, unabhängige und objektiv nachvollziehbare Informationen, Beratungen, Messungen und Zertifizierungen auf Basis der '25 Leitlinien der Baubiologie' angeboten. Über aktuelle Entwicklungen und baubiologische Neuigkeiten informiert das IBN regelmäßig im baubiologiemagazin.de sowie mit einem Newsletter Anmeldung: newsletter.baubiologie.de

Flimmerfreie Monitore mit Blaulichtfilter Sehr wichtig für die Gesundheit der Augen ist natürlich die Beschaffenheit des Monitors von Computer oder Laptop. Menschen nehmen das Flimmern von Monitoren bewusst oder unbewusst wahr. Bei längerer Bildschirmarbeit kann dies schnell zum Ermüden der Augen oder zu anderen Beschwerden wie Kopfschmerzen führen. Eine höhere Pixeldichte, also schärfere Bilddarstellung ist daher besser für die Augen, ebenso ein Blaulicht-Filter und die sogenannte Flicker-Free-Technologie. Flimmern tritt hauptsächlich bei Flachbildschirmen mit LED-Hintergrundbeleuchtung auf. Besonders spürbar ist es bei geringer Bildhelligkeit. Bei der Flicker Free Technologie wird die Helligkeit des Hintergrundlichts kontinuierlich gesteuert. Bei einem Neukauf ist diese deswegen ein sehr wichtiges Kriterium. Energiezertifizierungen wie das Energy Star-Label sollten mittlerweile zum Standard gehören. Allerdings müssen Sie selbst darauf achten, dass die Energiesparfunktionen an den Geräten aktiviert sind. Weil Computer im Standby-Modus immer noch 50 Prozent des für den Betrieb benötigten Stroms verbrauchen, ist es ratsam, die Geräte nach Arbeitsschluss komplett auszuschalten.

Gute Luft mit Bewegung Zwischendurch sollten Sie immer mal wieder aufstehen und für frische Luft sorgen. Wer längere Zeit in einen Monitor guckt, nimmt dabei unbewusst eine starre Haltung ein. Kopfschmerzen und Nackenverspannungen sind die Folge. Kopf und Augen zu bewegen, bewusst zu entspannen, mit den Schultern zu kreisen, schafft Abhilfe. Es gibt im Internet gute Anleitungen für entlastende Bewegungen, die Sie automatisch in den Büroalltag integrieren können. Mit guter Motivation und Ausstattung steht dann dem frohen Schaffen nichts mehr im Wege. ●

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LÖFFLER BASIC – Bürodrehstuhl Ein verlässlicher Arbeitsbegleiter, in bester Qualität, auch geeignet für den HomeOffice Arbeitsplatz. In mehr als 17 Farben erhältlich. www.loeffler.de/buerostuhl-invielen-farben-loefflerbasic


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Wie die Luftqualität unser Wohlbefinden beeinflusst Wir atmen 20.000-mal am Tag. Oft wissen wir nicht, was wir eigentlich einatmen und ob das gesund ist. Dabei besteht viel Potenzial für ein gesünderes Leben, wenn nur einfache Dinge berücksichtigt werden. Dafür müssen die individuellen Probleme jedoch erst einmal identifiziert und bewusst gemacht werden. Mit einfachen Regeln, die man sich leicht angewöhnen kann, können bereits viele Gefahren vermieden werden. VOCs im Wohnzimmer Durch Einrichtungsgegenstände, Wandfarben und Fußböden können Chemikalien und Gerüche abgegeben werden. Diese können giftig sein und bei Dauerbelastung Kopfschmerzen, Unbehagen bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden auslösen. Ob eine Belastung vorliegt, lässt sich sehr gut mithilfe eines hochwertigen VOC-Sensors ablesen. VOC steht für Volatile Organic Compounds und beschreibt einen Summenwert zu denen die meisten Lösungsmittel und Gerüche gehören. Durch Beobachtung des Wertes auch über den Tages- und Nachtverlauf können interessante Rückschlüsse gezogen werden. Dicke Luft im Schlafzimmer Das Schlafzimmer ist der Ort, an dem wir in der Regel die meiste Zeit unseres Lebens verbringen. Für einen gesunden und erholsamen Schlaf braucht es auch frische und gesunde Luft. Sehr zu empfehlen ist daher Schlafen bei offenem Fenster – sofern draußen nicht beispielsweise eine Feinstaubquelle existiert (Verkehr, Landwirtschaft, Industrie). Bei vielen ist dies zumindest teilweise jedoch nicht möglich, z. B. weil es am Morgen durch den Verkehr zu laut wird oder, weil es im Winter draußen zu kalt ist. Je nach Raumgröße können sich dann über Nacht Schadstoffe in der Luft anreichern. Auch Kohlendioxid, das durch die Atmung abgegeben wird, kann kritische Werte erreichen. Die Folge sind Kopfschmerzen und ein wenig erholsamer Schlaf. Dadurch fühlt man sich nach dem Aufstehen wie gerädert und weiß nicht warum. Luftqualität beeinflusst die geistige Leistungsfähigkeit im Büro In Büros wird oft geistige Schwerstarbeit verrichtet. Damit das Gehirn optimal arbeiten kann, braucht es auch saubere und sauerstoffreiche Luft bzw. vor allem möglichst wenig Kohlendioxid. Schon bei geringfügig erhöhten CO2-Werten kommt es zu Ausfallerscheinungen wie Müdigkeit, verringerter Konzentrationsfähigkeit oder Kopfschmerzen. Bereits ab einem Wert von 1.000 ppm (parts per million) Kohlendioxid kann sich z. B. die individuelle Fehlerhäufigkeit und Geschwindigkeit bei der Lösung von Rechenaufgaben um 10 -20 % verschlechtern. Diesen Wert erreicht man in einem normalen Büro mit zwei Personen bei geschlossenem Fenster bereits nach rund einer Stunde. Ob jeweils eine Belastung der Luftqualität vorliegt oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab – wie Raumgröße, Anzahl der Personen im Raum sowie der Einrichtungsgegenstände und Baumaterialien. Regelmäßiges Lüften hilft und ist grundsätzlich dringend empfohlen. Allerdings hat auch die Lage der Wohnung oder des Büros Einfluss auf die Luftqualität der Innenräume, da die Faktoren der Außenluft erheblichen Einfluss auf die Raumluft haben können. Ein eigener Test kann sich also lohnen. Mehr Informationen: www.air-q.com

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Kultige Büro-Accessoires zum Zusammenstecken Langweilige Büromöbel waren gestern: Hauchen Sie Ihrem Arbeitsplatz mehr Leben ein und verpassen Ihm einen ordentlichen Schuss Farbe. Dabei können Sie neben der richtigen Ergonomie und Arbeitsfläche und luftreinigenden Pflanzen für ein besseres Raumklima auch mit witzigen Büroartikeln einem eintönigen Arbeitsalltag Lebwohl sagen. Das Familienunternehmen WERKHAUS bietet kultige und ausgefallene Geschenke fürs Büro und Home Office zum Zusammenstecken an. Von funktionalen Ablagesystemen über eine ganze Flotte an farbenfrohen Stifteboxen in Fahrzeugform bis hin zum WERKBOX-Regalsystem mit vielfältigen Einsätzen zum Ordnen und Sortieren reicht das Sortiment. Da ist für große und kleine Arbeitstiere und jeden Einrichtungsstil das Richtige dabei. Der Wohnwagen, die Saurier oder die lustigen Tier-Stifteboxen eignen sich auch als ausgefallene Geschenke für den Schreibtisch. Die kultigen Büroartikel zum Zusammenstecken kommen genau richtig an Weihnachten, zu einem Geburtstag oder zur Einschulung. Der Aufbau ist dank des Werkhaus-Stecksystems ein Kinderspiel. Die umweltfreundlichen Produkte sind zu 100 Prozent made in Germany und eine nachhaltige Alternative zum häufig verwendeten Plastik bei der Büroausstattung. WERKHAUS vereint als deutscher Familienbetrieb ökologische und soziale Ansprüche mit anspruchsvollem Design. Für die WERKHAUS-Produkte werden heimische Holzfaserplatten in schadstoffarmer Qualität und Recycling-Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet. Alle Farben und Wachse sind gift-, schadstoff- und lösungsmittelfrei. Darüber hinaus arbeitet WERKHAUS CO2-sparend und hält seinen Energiebedarf durch effektive Produktionsverfahren gering. Der verwendete Strom stammt aus Erneuerbaren Energien. Auch die Lieferanten werden hinsichtlich ökologischer Aspekte bewertet. Die WERKHAUS-Büro-Accessoires sind auch zu finden im WERKHAUS-Shop in der Hohenzollernstraße 65 in München. Mehr Informationen: www.werkhaus.de/shop

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Rosshaar-Manufaktur Der Familienbetrieb moosburger® in Österreich verarbeitet in der 5. Generation beste Rosshaar-Qualität zu wertvollen Matratzen, Auflagen und Kissen. Natur pur, innen und außen, ist ein Merkmal der moosburger® Schlaf-Philosophie. Der Betrieb hat sich auf das Naturmaterial Rosshaar spezialisiert und ist heute der einzige, der vom Rohstoff bis zum Endprodukt, alles in einem Hause fertigt. Die Haare werden von moosburger® ohne Chemie gewaschen, versponnen, gedämpft und zu verschiedenen Produkten weiter verarbeitet – 100% Natur. Bei Rosshaar gilt: je näher Sie dem Rosshaar sind, desto besser spüren Sie die Temperatur- und Feuchtigkeitsregulation. Die Produkte sind hervorragend klimaausgleichend – bei Hitze angenehm kühlend und bei Kälte wärmend. Darum eignen sich die Rosshaarprodukte für jeden und sind auch für Allergiker empfehlenswert. Die Vollrosshaarmatratze wird mit dem bewährten BiocenSystem hergestellt und heute noch bevorzugt dreiteilig gefertigt. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Matratze enorm, denn die einzelnen Teile können kinderleicht untereinander getauscht werden. Zusätzlich fertigt moosburger® auch Auflagen/Topper für bestehende Matratzen zur klimatischen Verbesserung an. Dadurch ergibt sich ein trockeneres Schlafklima und der Körper kann sich besser regenerieren. Die von moosburger® entwickelten Nackenkissen, dreiteiligen gepolsterten Lattenroste sowie Massivholzbetten haben sich seit mehr als 30 Jahren bestens bewährt. Besuchen Sie diesen Betrieb in Hörbranz am Bodensee oder kommen Sie zur Beratung auf die Heim+Handwerk vom 1. – 5. Dez. in München, Halle A2, Stand A2.160

Fernlehrgang Baubiologie IBN erfolgreich nach AZAV zertifiziert Das Bildungsangebot des Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN (www.baubiologie.de) erfüllt seit September 2021 die Anforderungen der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV). Damit kann die Teilnahme am Fernlehrgang Baubiologie IBN ab sofort mit Bildungsgutscheinen der Agentur für Arbeit gefördert werden. Im Rahmen des Zertifizierungsaudits musste u.a. eine adäquate Organisations- und Personalstruktur, die pädagogische Qualifikation der Lehr- und Fachkräfte, geeignete Räumlichkeiten sowie ein System zur laufenden Sicherung der Qualität nachgewiesen werden. Der Geschäftsführer vom IBN, Winfried Schneider, freut sich mit dem IBN-Team über das erfolgreiche Audit. Es ist damit ab sofort möglich, im Rahmen einer Arbeitsförderungsmaßnahme am Fernlehrgang Baubiologie IBN teilzunehmen. Fernlehrgang Baubiologie IBN Mit dem Fernlehrgang Baubiologie IBN bietet das IBN bereits seit 1977 eine ganzheitliche und fachlich fundierte Weiterbildung für Baufachleute. In 25 Kursen werden Themen wie Raumklima, Baustoffe, Bauweisen, Wohnpsychologie, Energieeffizientes Bauen und Sanieren u.v.m. behandelt. Zwei Seminare ergänzen den Fernlehrgang. Als Baubiologe/Baubiologin IBN verfügen die Absolvent*innen über umfangreiches Wissen zum nachhaltigen Bauen, Sanieren und Wohnen. Der nächste Start des Fernlehrgangs Baubiologie IBN ist zum 15. November 2021. Weitere Infos: www.fernlehrgang.baubiologie.de

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Naturmode im Herbst/Winter 21/22

Cooler Chic in komfortablem Design Mehr denn je zeigt sich die Mode als Spiegelbild der Gesellschaft. Die neuen Designs, Farben und Materialien sind geprägt von einer Sehnsucht nach Entspannung, Inspirationen aus der Natur und einem hohen Wohlfühlfaktor. Glamour-Elemente setzen effektvolle Akzente. // Katrin Speer Outdoormode mit aufwändigen Details. Casual-Hemden, Funktionsjacken und Trackpants sind unverzichtbar. Materialfavoriten sind Raw Denim und High Performance Stoffe, die auf recycelten Materialien und Wiederverwertung basieren. Kräftige bunte Farben signalisieren Dynamik, Action und Fun.

Lockdown, Home Office und der verstärkte Rückzug in die Natur haben das Modeverhalten beeinflusst. Gelegenheiten sich schick zu machen, sind selten geworden. Kleidung soll jetzt komfortabel, zugleich aber auch öffentlichkeitstauglich sein. Fragen der Umwelt- und Sozialverträglichkeit bekommen mehr Relevanz. Die Naturtextilhersteller setzen schon seit jeher auf die Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Wertigkeit ihrer Mode. Auch der Wohlfühlfaktor spielt bei ihnen eine ganz zentrale Rolle. Wie haben sie die aktuellen Verbraucherwünsche in ihren Herbst/Winter-Kollektionen umgesetzt? „Cool bleiben, Ruhe bewahren.“ lautet das aktuelle Credo in der Naturmode. Dieses wird mit neutralen Farben wie Off-White, Weiß, Silbergrau und Taupe umgesetzt. Monochrome Komplett-Outfits strahlen Gelassenheit aus. Dazu gesellen sich Brauntöne wie Cognac, Walnut und Kastanie und die ganze Palette der Grüntöne aus der Natur: Moos, Pinie, Schilf, Jade, Aquamarin. Rosenholz, Pflaume, warmes Orange, Ziegel und Bordeaux ergänzen das Bild. Blau zeigt sich vorwiegend beim Denim. Eine bunte Farbenpracht wie das Herbstlaub des Indian Summer!

Eyecatcher: Hosenanzug in Pink Wärmende Looks wie Strick von Kopf bis Fuß stehen jetzt ganz hoch im Kurs: Strickjacke und Hose oder Pulli und Rock, mit oder ohne Struktur, mit oder ohne handwerkliche Details. Lässig drappierte Capes und Ponchos setzen modische Akzente. Hosenanzüge sind wieder upto-date, vor allem wenn sie – wie das topmodische Modell von LANA (s. Bild) – aus komfortablen Materialien wie Tencel gefertigt sind. Mit diesem pinkfarbenen Eyecatcher ist ein furioser Auftritt garantiert! Schultern dürfen übrigens wieder leicht betont sein. Hosen zeigen sich in vielfältigen Formen, relaxt beispielsweise in Cord oder Sportsamt. Die Culotte in Nadelstreifenoptik und die karierte Tuchhose in Marlene-Form sind stadtfein. Flared Pants (Schlaghose) sind jetzt leicht verkürzt. Jeans werden weiter und bequemer. Maas hat zwei neue Styles im Angebot:

Cot Cash und Woll Ten

Extravaganter Auftritt in Pink www.lana-organic.de

eine Black Denim Jeans mit weitem Oberschenkel und Saum sowie eine trendige, extraweite Mom-Jeans. Megain sind komplette Denim-Outfits (auch in Weiß- und Cremetönen), Jeanskleider und -blusen mit femininen Details.

Minirock und Teddymantel Im Trend liegt der Mini – aus Denim, veganem Leder oder Wolle im KaroDessin. Knieumspielende Längen sind mit Blumen-, Ethno- oder Grafik-Prints verziert. Neu sind Kleider und Röcke in lässigen Sweat-Qualitäten. Bei Mänteln, Parkas und Jacken sind Wolle und Volumen wichtig. It-Pieces der Saison sind Teddymäntel und -jacken. Auch in der Herrenmode ist der Rückzug der Formalwear hin zu komfortablen, vorzeigbaren Looks offensichtlich. Stark ausgeprägt ist der Trend zu authentischer

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ALMA & LOVIS überrascht im Herbst/ Winter mit exklusiven NaturmaterialKombinationen, die sich durch besonders nachhaltige und betont modische Eigenschaften auszeichnen. Polo-Kleid, Hoodie und Cardigan im Grandpa Style sind aus „Cot Cash“, ein hochwertiger Mix aus Bio-Baumwolle und recyceltem Kaschmir, gefertigt. Materialinnovationen sind außerdem Wool Ten (Wolle und Tencel) und Wollhaar aus Island. In diesem Jahr feiern die beiden Gründerinnen des Bonner Labels ihr 10-jähriges Bestehen. Wir gratulieren! EVE-IN-PARADISE verbindet feinste Naturmaterialien mit relaxter Sportlichkeit, trendigen Casual-Styles und moderner Weiblichkeit. Das Kollektionsthema „Frosty Mood“ wird in sanfte Farben und feminine, seidig leichte Blumendrucke übersetzt. Frostige, eisige Farben und schmeichelndes Cremeweiß lassen verführerischen Winterzauber entstehen. Geometrische Druckelemente schaffen interessante Kontraste und geben den Outfits Modernität.

Into the Woods Unter dem Motto „Into the Woods“ entfaltet sich in der Kollektion von LANA die Schönheit der Natur. Brauntöne, tauendes Grün oder wärmende Gelbnuancen des Waldes begegnen einer blauen Farbpalette mit pinken Akzenten. Brüchige Rinde mit groben Strukturen, bewachsene Böden und kleingliedrige Blumenmuster, die an Terrazzo-Stein erinnern, werden in kreative Prints in aufregenden Farben und stilvollen Formen umgesetzt. Der Fokus liegt auf der femininen Betonung der Schultern. Ausladende weite Ärmel schaffen einen spannenden Kontrast. Bewusst gesetzte Raffungen lassen außergewöhnliche Silhouetten

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(GOTS-zertifiziert und traceable), HanfCotton-Jersey, Yak, Bio-Schurwolle und Bio-Baumwolle in Twill- und BrushedVariante hergestellt. Moderne nachhaltige Qualitäten werden zu puristischen Silhouetten in reduzierter authentischer Farbwelt umgesetzt. Ganz anders die Green Carpet Collection N°2. Das ist faire Mode für jeden Anlass, in der sich Glamour und Komfort auf glanzvolle Weise verbinden. Ein Outfitbeispiel: schwarzer Spitzen-Rock und -Bluse aus Bio-Baumwolle mit Seide. Luxus pur ist die neue authentische Denim-Qualität aus 100 Prozent Normandie-Leinen. Der Flachs wird ausschließlich mit Regenwasser bewässert, auf dem Feld geröstet und auf traditionelle Art im Elsass trocken versponnen. Die Jeans hat einen Wasserverbrauch von 0,0 %.

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Zurück zur Natur in Mänteln im Cocooning-Stil. Foto: www.lanius.com

entstehen. Materialien wie weiches elastisches Flanell erzeugen weibliche Lässigkeit. Eine weitere Strickneuheit: eine feine Mischung aus nachhaltig gewonnenem Tencel mit feiner kbT-Schurwolle – geschmeidige, glänzende Oberflächen verbinden sich mit den wärmenden Eigenschaften der Wolle.

Undyed-Kapselkollektion Ganz in Weiß! Die Keylooks der UNDYED-Kapselkollektion von LANIUS sind aus naturbelassenen, gänzlich ungefärbten Naturmaterialien, wie Kaschmir

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Beim Hanfspezialisten HEMPAGE erzeugen schon die Farbnamen ein Wohlgefühl: GOBI, PURPLE, TITAN, PEANUT, JUNGLE und SEA. Das Material steht dem in nichts nach. Das melierte Langarmshirt besteht u.a. aus wärmender Yak-Wolle. Die stilvolle Casual Fit Bluse aus 100 Prozent Hanf bietet angenehmen Tragekomfort. Modisches Highlight ist ein Slipover (langer Pullunder mit Stehkragen). Für Herren hat Hempage beispielsweise eine Zipperjacke in zweifarbigem Patent-Rippenstrick im Programm. Highlights der Active- und Relaxwear von LIVING CRAFTS sind hochwertiger Bio-Wollstrick aus feinem Tweedgarn in starken Farben mit besonders hohem Tragekomfort – perfekt für Freizeit und Büro. Die Jogginghosen und Hoodies in modernem Design aus 100 % Bio-Baumwoll-Sweat eignen sich sowohl für aktive wie für relaxte Zeiten. Eine echte Innovation sind die Sweat- und Kapuzenshirts aus Bio-Baumwolle und TencelTM. Sie

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Trend-Karo in innovativer Tencel-Wool Qualität Foto: www.almalovis.de

lassen sich auf vielfältige Weise zu TrendOutfits kombinieren. Das A und O in der kalten Jahreszeit sind natürlich wärmende Accessoires. Maas hat eine Serie aus Mütze, Stirnband, Schal und Handschuhen aus mulesing-frei geschorener Merinowolle mit Kaschmir-Anteil in der Trendfarbe Braunorange im Programm. Sie sind doppellagig gestrickt und halten besonders warm. ●


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Gut gewärmt durch die kühle Jahreszeit Der Herbst ist da! Machen Sie es sich warm und gemütlich. Neben heißem Tee gibt es noch viele andere Möglichkeiten sich aufzuwärmen oder warm zu halten. Wir stellen Ihnen nachhaltige Produkte vor, mit denen Sie gut durch die kalte Jahreszeit kommen. // Katrin Speer Kalte Füße? Dann fangen wir doch am besten bei den Socken an. Die haben heutzutage auch viele nachhaltige Modehersteller als Accessoire im Programm. Norwegersocken, Ringelsocken, bunte Socken... Die Auswahl an Materialien und Dessins ist groß. Dicke Stricksocken aus regionaler Schurwolle (kbT) gehören zu den Finkhof-Produkten der ersten Stunde. Die Modelle in Grau und in Weiß kommen vom Merinolandschaf, die beigefarbene Wolle stammt vom Coburger Fuchsschaf. Laut der Schäfereigenossenschaft kommt es bei der Produktion auf die richtige Mischung aus mittlerer und grober Schurwolle und eine feste Garndrehung an! Ferse und Spitze sind mit Baumwolle (kbA) verstärkt. Das hält die Füße warm und trocken. Hirsch Natur hat sich auf hochwertige Strumpfwaren aus reiner Naturfaser spezialisiert. Produziert wird ausschließlich in Deutschland. Die Socken, Stulpen und Grobstrickjacquards sind aus Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, Baumwolle aus ökologischem Anbau, echtem Faserbambus sowie robustem Leinen. Für die Stopperpunkte der Stoppersocken wird Silikonpaste ohne Weichmacher verwendet. Grobstricksocken mit klassischem Norwegermuster gibt es in verschiedenen Farben mit kurzem oder langem Schaft.

Fairtrade Hüttenschuhe Noch immer kalte Füße? Dann ziehen Sie sich doch (am besten gefütterte) Hausschuhe an! Für seine fair trade Hüttenschuhe für Erwachsene und Kinder hat das Rosenheimer Startup Doghammer, Spezialist für Sport- und Outdoorschuhe, das Prinzip Upcycling für sich entdeckt. Neben nachhaltigen Materialien wie recycelter Kork nutzt das Unternehmen Reste aus der Skifellproduktion. Für einen Teil seiner flauschigen Hüttenschuhe wird upgecyceltes Skifell von namhaften Skisteigfellherstellern verwendet. Die Schuhe werden in Handarbeit in einer familiengeführten Schuhmanufaktur in Portugal gefertigt. Das Futter der Hüttenschuhe besteht aus echter Schafwolle. Sie sorgt für ein angenehm warmes Fußklima – mit oder ohne Socken. Das weiche Tragegefühl entsteht durch ein Dämpfungskissen im Fersenbereich. Sicheren Halt gibt die Kork-Gummisohle. Das Korkgranulat entsteht als Abfallprodukt bei der Korkproduktion.

Herrlich gemütlich – die Sweat-Kollektion.

Foto: www.erlich-textil.de

Gemütliche Loungewear Sie wollen trotz Kälte nochmal an die frische Luft? Mit wärmender Underwear kein Problem! Das junge Kölner Modelabel erlich textil hat sich auf hochwertige, nachhaltig produzierte Wäscheprodukte spezialisiert. Die Artikel werden in Zusammenarbeit mit einer traditionsreichen deutschen Textilmanufaktur ausschließlich in Europa gefertigt. Die erste Thermo Unterwäsche des Unternehmens (lange und kurze Hose, Kurz- und Langarm-Shirt) sitzt wie eine zweite Haut – ideal für einen harten Winter und im Skiurlaub. Die Skiunterwäsche aus Baumwollte (kbA) hält nicht nur warm. Dank eines leichten recycelten Polyesteranteils trocknet es extrem schnell. In Einteiler "Horst" aus Bio-Baumwolle sieht Mann auch noch extrem gut aus. Er ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Mit der Loungewear aus feinem Micromodal von erlich textil wird es drinnen erst richtig gemütlich. An Tragekomfort ist sie wohl kaum zu übertreffen. Das leichte softe Material ist auf der Haut kaum spürbar. Das Programm besteht u.a. aus Leggings, Yogahose, einem Einteiler mit langem Bein, Unterwäsche sowie einem Tanktop. Auch die unisex Sweat-Kollektion aus Bio-Baumwolle mit Elasthan ist angenehm bequem und dazu noch herrlich unkomliziert. SIE trägt ein oversized Sweatshirt, ER eine kurze Sweathose – beides in klassischem Grau. Das körpernahe Shirt "Jonas" für IHN aus Tencel TM mit Elasthan eignet sich auch als Unterhemd.

Flauschige Wolldecken

Cool! Upcycling-Fußwärmer

Foto: www.doghammer.de

Eine Wolldecke ergänzt das Warm & Gemütlich-Programm und darf in keinem Wohnzimmer fehlen. Decken sind dekorativ, strahlen (im wahrsten Sinne des Wortes) Wärme aus und schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Wolldecken gibt es mit Fransen oder mit Baumwollgarn umkettelt. Der flauschige Griff von Schurwolldecken entsteht durch mechanisches Aufrauen. Die feinen Wollfasern werden von vielen Häkchen an die Oberfläche des Gewebes gezogen und bilden einen weichen Flor. Das norwegische Textilunternehmen Røros Tweed bietet beispielsweise bunte Lammfelldecken im Bauhaus-Stil an. Die Wolle stammt von Schäfereien aus der Region. Machen Sie es sich auf Ihrem Sofa mit einem Buch gemütlich oder stricken Sie für sich und Ihre Familie ein paar fröhliche Socken! ●

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HempAge Kollektion Die neue HempAge Kollektion Herbst/Winter 2021/22 bietet ein vielfältiges Spektrum an Wohlfühllooks über Casual Basics bis hin zu zeitlosen Business Outfits und modischen Highlights. Immerhin wissen wir nicht was uns in der nächsten Saison erwartet. Wir bei HempAge sind zuversichtlich in den Herbst 2021 mit wiedergewonnen Freiheiten zu starten. Für die Damen haben wir wärmende Yak Wolle in einem melierten Langarmshirt DH 669 zeitlos umgesetzt. 100% Hanf brillieren in der stilvollen casual fit Bluse DH 186. Modische Highlights finden sich im Strick mit modernem Slipover LZ 391 und langer Jacke LZ 392. Unser Hemdblusenkleid DH 187 und den Maxirock DH 188 haben wir mit seitlichen Eingrifftaschen ausgestattet, für die kleinen Dinge, die Frau eben so braucht. Klein und fein sind auch unsere neuen schmückenden Accessoires – Mütze, Pulswärmer und Schal setzen farbliche Akzente und sind Eyecatcher im Wintergrau. Neue Männerhemden in drei markanten Kompositionen begeistern mit aussagekräftigem Charakter zur neuen Black Denim DH 575 oder zu Business Looks. Der Strick präsentiert sich lässig mit Zipperjacke LZ 307 und kernigem Troyer LZ 308. Darunter passt unser neues Halbarm-T-Shirt DH 842 mit V-Kragen oder das stilvolle Yak Langarm-Shirt DH 844 für frostige Tage. Unser Unisex Highlight für den Winter 21/22 bietet die schlichte Oversize Hemdjacke DH 716 – ein perfekter Kombipartner zu allem – für alle! Mehr Informationen unter ww.hempage.de

Alma & Lovis Annette Hoffman und Elke Schilling sind die kreativen Köpfe hinter dem Label Alma & Lovis. 2011 haben Annette und Elke sich aus der Überzeugung zusammengetan, Mode und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren zu wollen. Beide lieben Mode, fühlen sich aber gleichzeitig auch der Umwelt und der Gesellschaft verpflichtet. Sie legen großen Wert auf Naturmaterialien, höchste Qualität und eine sozial faire Produktion. Der Zufall hat sie in Bonn zusammen gebracht. Annette Hoffman, die viele Jahre für den Branchenpionier Hess Natur und als freie Modedesignerin gearbeitet hat, wollte ihre Erfahrungen in ein eigenes Projekt einbringen. Elke Schilling hatte gerade unter dem Label Alma & Lovis eine erste ökologische Kollektion heraus gebracht. Die Chemie passte und so entstand schnell der Entschluss, künftig gemeinsame Sache zu machen. Seitdem kreiert Alma & Lovis jährlich zwei Kollektionen für Frühjahr/Sommer sowie Herbst/Winter. Annette Hoffman, staatl. gepr. Modedesignerin und Damenschneiderin: „Das Wissen über die sozio/ökologischen Sünden der Textilbranche treibt uns an. Denn gerade in der Modebranche passiert vom Anbau bis zur Produktion so viel Unverständliches. Mode ist Ausdruck von Zeitgeist und soll die Individualität des Einzelnen unterstreichen. Es soll Spaß machen in schönen Materialien und Farben zu schwelgen – ohne schlechtes Gewissen! Dafür wollen wir sorgen! Darauf sind wir sehr stolz und wachsen stetig weiter!“ Besuchen Sie unsere Website: www.almalovis.de

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Herbst/Winter 2021/22


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albmerino®- regionale Wolle von der Schwäbischen Alb Seit 1995 produziert FLOMAX® – die Naturmode Manufaktur von der Schwäbischen Alb nachhaltige und vor allem natürlich ökologische Lieblingsstücke aus Schurwolle. Die Grundsätze im Schaffen sind und bleiben strapazierfähige Naturmode aus reinen Naturfasern auf der Schwäbischen Alb herzustellen. Unter dem Label albmerino werden seit 2009 Produkte aus regionaler Schafwolle aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb bei FLOMAX produziert und angeboten. Die gesamte Produktionskette ist nach IVN BEST und GOTS zertifiziert. Das unverwechselbar farbenfrohe Design stammt schon seit der ersten Stunde aus der Feder der Designerin und Gründerin Veronika Kraiser. Inzwischen sind auch ihre beiden Söhne Florian und Maximilian, die gleichzeitig auch Namensgeber der Marke FLOMAX waren, ins Unternehmen eingestiegen. Die neue Kollektion Herbst|Winter 2021|2022 ist geprägt von neuen Produkten in grobem Strickmuster und sportliche Walk Artikel für Herren. Aktuell präsentiert die Naturmode Manufaktur ihre neue Herbst|Winter Kollektion online (www. albmerino.de, www.flomax-shop.de), in zwei Katalogen und direkt in ihren Manufaktur|Läden in St.Johann-Gächingen, Metzingen und im albgut in Münsingen. Beim Besuch in St.Johann-Gächingen kann natürlich auch ein Blick in die Produktion geworfen werden. Mehr Informationen: www.flomax.de, Tel. 07122 - 827 97 95

Vom Skifell zum warmen fairtrade Hüttenschuh Das Startup Doghammer setzt bei seinen Haus- und Hüttenschuhen auf natürliche Materialien und die Wiederverwertung von Produktionsresten. Upcycling wird nicht nur für die Modeindustrie immer wichtiger. Dies hat zwei Gründe. Zum einen werden verschiedene Ressourcen immer knapper. Zum anderen werden Ressourcen und damit auch die Umwelt geschont. Das Prinzip Upcycling hat auch das Startup Doghammer für sich entdeckt und nutzt für seine fairtrade Hüttenschuhe Reste aus der Skifellproduktion. Schuhe aus nachhaltigen Materialien produzieren und einen kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen – das ist die Vision von Doghammer, einem Startup für Sport- und Outdoorschuhe aus Rosenheim. Dabei setzt das Unternehmen auf eine ökologisch und sozial verantwortungsvolle Lieferkette. Neben fairen Arbeitsbedingungen kommen deshalb reine Natur- und Recyclingmaterialien zum Einsatz. Neben recyceltem Kork, der in allen Modellen der Marke vorkommt, verwendet Doghammer für einen Teil seiner Hüttenschuhe auch upgecyceltes Skifell. Für die neue Kollektion setzt Doghammer auf die Skisteigfellhersteller Contour und Kästle als Upcyclingpartner. Die anfallenden Verschnittreste machen sich auf direktem Weg nach Portugal, wo die familiengeführte

Schuhmanufaktur von Doghammer liegt. Dort werden sie in Handarbeit mit den anderen Materialien zusammengeführt und zu neuen Hausschuhen gefertigt. Das Futter der Hüttenschuhe besteht aus echter Schafwolle und bietet den Füßen ein angenehm warmes Fußklima – mit oder ohne Socken. Einen sicheren Halt auch auf nassen Fliesenböden, bekommt man dank der Kork-Gummisohle, in der Korkgranulat verarbeitet ist. Der Kork für diese Sohlen stammt zum Großteil von Korkeichen aus Portugal, die nicht weit weg von der Produktion wachsen. Auch hier wird Granulat verwendet, das in der eigentlichen Korkproduktion keine Verwendung findet. Ebenfalls sammelt Doghammer mit seiner Aktion „Cork Collect“ fleißig selbst alte Weinkorken zur Wiederverwertung. Für ein weiches Tragegefühl wird im Fersenbereich ein extra Dämpfungskissen eingearbeitet. Mit der neuen Kollektion kommen auch Kinder in den Genuss der flauschigen Hüttenschuhe. Neben der Upcycling-Variante sind auch vegane Hausschuhe sowie Modelle aus Filz und in Kindergröße im Sortiment. Weitere Infos: www.doghammer.de

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Natürlich durch den Herbst mit Maas Natur Jede Jahreszeit ist für unsere Kleidung eine echte Herausforderung. Im Sommer soll sie uns vor der Sonne schützen, darf aber nicht zu warm sein. Im Herbst ist das Wetter so wechselhaft, dass die einzelnen Kleidungsstücke möglichst vielseitig und wandelbar sein müssen. Um all dem gerecht zu werden, ist es sehr wichtig, natürliche Fasern zu verwenden, die die passenden Eigenschaften haben und das Kleidungsstück so zu einem gern und oft getragenem Lieblingsteil machen.

Warme Wollpullover auch für Männer

Herbstliche Accessoires

Hochwertige Wollpullover für die kalte Jahreszeit

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Die aktuelle Herbstkollektion wurde so designt und eingekauft, dass die einzelnen Teile möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten bieten und Ihnen durch die hohe Qualität lange erhalten bleiben. Maas Natur hat dabei noch zusätzlich darauf geachtet, dass Naturfasern verwendet werden, die warm halten, aber trotzdem Feuchtigkeitsregulierend

Viele Kombinationsmöglichkeiten für mehr Variation

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Nachhaltige Cardigans und Strickjacken

sind. Entstanden sind wunderschöne, langlebige Teile aus Bio-Baumwolle und Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Mit Mode von Maas Natur tun Sie nicht nur sich, sondern auch der Umwelt und der Textilindustrie etwas Gutes! Noch mehr EinkaufsFAIRgnügen mit der neuen Kundenkarte Sie sind regelmäßige*r Besucher*in einer Maas Natur Filiale oder sparen gerne in paar Euros? Dann ist die neue Kundenkarte genau das richtige für Sie! Mit jedem Einkauf sammeln Sie Punkte auf Ihrem Kundenkonto. Diese Punkte werden dann in einen Rabatt für Ihren nächsten Einkauf umgewandelt. Also besuchen Sie die Filiale gerne, entdecken Sie die neue Kollektion und FAIRgnügen Sie sich mit tollen Vorteilen, Rabatten und Extras. Die Kundenkarte bekommen Sie direkt an der Kasse. Entdecken Sie die nachhaltige Mode von Maas Natur in einer der 11 Filialen oder online unter www.maas-natur.de


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Der Countdown läuft:

Ab Oktober bildet der Körper kaum Vitamin D mehr Die Sonneneinstrahlung ab Oktober ist zu gering für die Vitamin-D-Eigenbildung. Dabei ist der Vitamin-DSpiegel wichtig für das Immunsystem. Eine neue dDrei Milch enthält erstmals auf natürliche Weise so viel von dem Sonnenvitamin, dass ein Glas am Tag reicht. Verregneter Sommer, milder Herbst, kalter Winter: Zum Ende der warmen Jahreszeit ist es jetzt besonders wichtig, auf den Vitamin-D-Spiegel zu achten. Denn ab Oktober steht in Deutschland die Sonne zu niedrig, dass Menschen selbst Vitamin D bilden könnten. „Bestimmte Lebensmittel wie dDrei Milch können helfen, einen ausreichend hohen Vitamin-DSpiegel zu halten“, erklärt Sabine Obermeier, Projektleiterin der dDrei Milchkristalle GmbH. Der regenreichste Sommer seit zehn Jahren: Mit rund 56 Regentagen und durchschnittlich 30 Prozent mehr Niederschlag sieht die Bilanz des diesjährigen Sommers ernüchternd aus. Damit kommen viele Menschen schon jetzt nicht auf ein ausreichendes Vitamin-D-Level. Wie Erhebungen des Robert Koch Instituts und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigen, haben knapp 60 Prozent der Deutschen bereits in einem durchschnittlichen Sommer zu niedrige Vitamin-D-Werte. Vitamin-D-Boost: Jetzt vorbauen für die kalte Jahreszeit Wer sich einen zusätzlichen Vitamin-D-Boost gönnen will, kann jetzt schon anfangen, auf die Zufuhr des lebenswichtigen Sonnenvitamins über die Ernährung zu achten. Natürliche Lebensmittel enthalten überwiegend geringe Mengen an Vitamin D. Zu den Top-Lieferanten für das Sonnenvitamin zählen vor allem fetter Seefisch wie Hering oder Lachs, Eigelb, Pilze und Käse, wobei davon teilweise unrealistisch hohe Mengen

verzehrt werden müssten. Besonders hohe Vitamin-D-Werte liefert eine neue Vitamin-D-Milch, die auf natürliche Weise bis zu 20mal mehr Sonnenvitamin enthält (3,5% Fettgehalt, 2 µg/100ml) als herkömmliche Milch (0,08 µg/100ml). Bereits ein Glas von 250 Millilitern enthält bis zu 5 Mikrogramm Vitamin D und deckt damit die Referenzmenge für die tägliche Zufuhr für einen Erwachsenen. „Ob für den extra Schuss Vitamin D im morgendlichen Kaffee, mit dem Müsli oder in der Nachspeise: dDrei-Milch lässt sich vielseitig ganz normal in die Ernährung integrieren, was die Vitamin-D-Werte auf einem gesunden Niveau hält“, sagt Sabine Obermeier. Über die dDrei Milchkristalle GmbH dDrei, eine Marke der Milchkristalle GmbH, ist die erste Herstellerin von Kuhmilch mit einem hohen, nativen VitaminD-Gehalt. Das vom Unternehmen zusätzlich entwickelte Win3Konzept soll Konsumenten, Landwirten und Tieren gleichermaßen zugutekommen und helfen, den Vitamin-D-Mangel in Deutschland auf natürliche Weise zu beheben, die Menschen leistungsfähiger zu machen und das präventive Potenzial von Vitamin D voll auszuschöpfen. dDrei sitzt in MünchenSchwabing und Freising. Projektleiterin ist Sabine Obermeier, die aus persönlicher Überzeugung hinter dem dDrei-Konzept steht und viele Jahre Erfahrung in der Lichtindustrie mitbringt. Mehr Informationen: www.ddrei-milch.de

BUCH-Tipp: BIOHACKING FÜRS GEHIRN

Für immer schlau! Neurowissenschaftlerin Dr. Kristen Willeumier und ihr Buch BIOHACKING FÜRS GEHIRN Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen ab 70 oft glücklicher sind als mit 20 und Piloten ihre Bestleistung nachweislich mit 60 Jahren erreichen. Woran liegt das? Die Neurowissenschaftlerin Dr. Kristen Willeumier ist den Ursachen nachgegangen und stellt in ihrem Buch BIOHACKING FÜRS GEHIRN überraschende Lösungen für die lebenslange geistige Fitness vor. „Biohacking“ heißt der Gesundheitstrend, durch tägliche Selbstoptimierung der eigenen Lebensgewohnheiten und Ernährung sowie mit BrainWorkouts und Entspannungstechniken etwas Gutes für die eigene kognitive Gesundheit zu tun. Willeumier erarbeitete in ihrer Praxis mit Sportlern der National Football League ein Gesundheitsprogramm fürs Gehirn, von dem inzwischen nicht nur Menschen nach Hirnverletzungen profitieren. Das menschliche Gehirn kann man ohne Übertreibung als das wohl komplexeste Organ im uns bekannten Universum bezeichnen. Es lernt bis ins hohe Alter dazu und bildet immer neue neuronale Verbindungen, die uns schlauer und sogar glücklicher machen. Stress, schlechte Ernährung, zu wenig Wasser und mangelnde Bewegung sind die geheimen Intelligenz-Killer. Sie sind Ursache für emotionale Krisen, ja sogar schwere neurodegenerative Erkrankungen.

Dies weist Willeumier akribisch in ihrem neuen Buch BIOHACKING FÜRS GEHIRN nach. Und sie vermittelt gleichzeitig einen mehrstufigen positiven Ansatz, wie die Gesundheit des Gehirns und die eigenen Emotionen im Gleichgewicht bleiben. Kristen Willeumier entführt ihre Leser in die faszinierende Welt unseres Gehirns und stellt die Hebel vor, an denen man mit ganz einfachen Mitteln ansetzt, um es langfristig leistungsfähig zu erhalten oder wieder zu heilen. Wissenschaftlich fundiert erläutert die Autorin, warum einfache Übungen, wie das Schreiben mit der linken Hand oder der Umweg ins Büro Schwung ins Hirn bringen oder Blaubeeren und dunkle Schokolade dem Ausbruch von Demenz und Alzheimer entgegenwirken können. Biohack Your Brain, Dr. Kristen Willeumier ISBN 978-3-96706-032-4, 24,95 € Thalia Bücher GmbH, www.thalia.de

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Alles für die Katz? Mit unseren Projekten zum ökologischen Weinbau fördern wir die Artenvielfalt und sichern somit die Lebensräume und Wanderwege der Wildkatze.

Helfen Sie mit einer Spende.

Global Nature Fund (GNF) Fritz-Reichle-Ring 4 78315 Radolfzell Tel.: +49 (0)7732-9995-85 info@globalnature.org www.globalnature.org Spendenkonto: GLS-Bank Bochum • IBAN: DE 53 4306 0967 8040 4160 00 • BIC: GENODEM1GLS Der GNF ist eine gemeinnützige Stiftung. Spenden sind steuerlich absetzbar. der Spatz 4|2021

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Veranstaltungen: Mit dem BUND Naturschutz hinaus in die Natur Aktuelle Informationen zum Bildungswerk des BUND Naturschutz in München Sonntag, 17. Oktober: Almen Wanderung zwischen Hausham und Tegernsee Kulturlandschaft im Oberland. Wie unsere Almwirtschaft die Landschaft prägt, und wie sie funktioniert das können wir auf dieser Wanderung sehen. Wir gehen von Hausham, über die Huberspitz zur Gindelalm (ggf. Einkehr) und von dort über Gindelalmschneid – Neureuth – zum Tegernsee. Gehzeit: ca. 5 Std., 500 Hm, Bitte mitbringen: Brotzeit, gute Laune, evtl. Teleskopstöcke Kosten: TN-Gebühr zzgl. BOB-Ticket anteilig Führung: Joy Rahn Anmeldung: jederzeit, spätestens bis Donnerstag vor der Tour per E-Mail: joyrahn@web.de oder Tel. 0163-1952080 (Name + Tel.-Nr. auf Mailbox sprechen) Treffpunkt/Zeit wird bei Anmeldung bekanntgegeben. Sonntag, 24. Oktober um 14:00 - 18:00: Zukunfts-Offensive Bayern am Ackermannbogen – als Siedlungs-Planung in München noch großzügig gedacht werden konnte. 2.250 Neubauwohnungen für 9.000 Menschen auf insgesamt 40 ha von zwei ehemaligen Kasernen; eine Siedlung, die zum Planungsbeginn im Jahr 2000 auch mit dem Anspruch eines ökologischen Aufbruchs startete und heute mit Parkblech vollgestellt ist. Daher ist der Ackermannbogen ein interessanter Lern-Ort für die weitere Planungs-Zukunft unserer Stadt. Treff: 14:00 Uhr Vorplatz Nordbad, Schleißheimer Straße 142 Samstag, 6. November um 11:00 - 13:00: Den Vögeln in die Nester geschaut Jeden Herbst werden weit über dreitausend Nistkästen für in Höhlen brütende Vögel im Auftrag der Stadt München geleert und begutachtet. Die Überreste der vergangenen Brutsaison in den Nistkästen können viel über die Ereignisse des Sommers erzählen und Auskunft geben über das Leben der Vögel, das sonst nur im Verborgenen stattfindet. Wir werden dazu die Nistkästen am Normannenplatz in Bogenhausen erkunden. Dauer: ca. 2 Std. Treff: 11:00 Uhr, Normannenplatz – Englschalkingerstraße, U-Bahnstation Arabellapark (U4) Führung: Dr. Eva Schneider (Tierärztin) Bei Fragen: Tel. 089/271 90 52 Samstag, 20. Nov. um 11:00 - 14:00 Inforeihe Baum und Mensch Spätherbst im Ostpark – eine naturkundliche Wanderung Der Winter steht vor der Tür, die Tiere und Pflanzen draußen in den Wäldern aber auch in unseren Parks haben sich schon bestens vorbereitet: Die Laubbäume beispielsweise stehen zwar laublos da, aber im vergangenen Sommer haben sie die Knospen für den nächsten Frühling ausgebildet. So ist es gar nicht schwierig, im Winter die laublosen Bäume anhand ihrer Knospen zu bestimmen. Baumknospen sind jedoch nicht nur zum Bestimmen geeignet, sie erzählen noch vieles mehr, z. B. von Überwinterungs- und Überlebensstrategien. Dauer: ca. 2 bis 3 Stunden

Aufgrund der Corona-Beschränkungen gelten aktuell bei den Veranstaltungen der Kreisgruppe München des BUND Naturschutz folgende Auflagen zum Infektionsschutz: – Eine Anmeldung bei der Referentin/dem Referenten ist zwingend erforderlich. Nur angemeldete Personen können an den Führungen/Exkursionen teilnehmen. – Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 19 Personen begrenzt. – Eine Mund-, Nasenmaske muss mitgebracht werden und ist ggf. zu tragen. – Auch im Freien gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. – Personen mit Erkältungssymptomen, sowie Personen die vor Ablauf von 20 Tagen Kontakt zu Infizierten hatten, sind nicht zugelassen. – Bitte eigenen Stift für die Teilnahmebestätigung mitbringen. Interessierte finden diese Hinweise sowie tagesaktuelle Informationen auf der Internetseite der Kreisgruppe unter www.bn-muenchen.de.

Achtung: Bandansage mit aktuellen Änderungen unter 089-51 56 76-33 jeweils ab Donnerstag vor der Veranstaltung. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu – Bergausrüstung – Fahrkarten – Kontakt-Telefonnummern Treff: 11:00 Uhr, Ostpark, Eingang beim Michaeligarten, Feichtstraße Führung: Dr. Eva Schneider (Tierärztin) bei Fragen: Tel. 089 - 271 90 52 Freitag, 26. November 2021 Weihnachtliches Salzburg - Zwischen Natur und Kultur Eine Wanderung um und durch die Mozartstadt Voraussichtlich: Kapuzinerberg - Franziskisschlössl - Kapuzinerkloster - Friedhof St. Sebastian - Mozarteum - Schloss Mirabell - Mülln. Nachmittags-Einkehr im „Müllner Bräu“. Mönchsberg - Humboldt-Terrassen - Hohensalzburg - Kloster Nonnberg - Stift St. Peter. Auf eigene Faust: Innenstadt und Besuch des Christkindlmarktes. Späte Rückfahrt. Gehzeit: ca. 3 - 5 Stunden (variabel), sehr hügelig, feste Wanderschuhe bei winterlichen Verhältnissen Treff bis spätestens: 8:50 Uhr München-OST am Info-Schalter Abfahrt: 9:04 Uhr ab München-OST Richtung Salzburg Rückkehr: 21:15 oder 22:15 Uhr München Hbf Kosten: TN-Gebühr zzgl. anteilig Bayernticket + evtl. Stadtbus Führung: Anton Eberhardt Anmeldung: bis spätestens Mittwoch, 24.11.2021 Tel. 0173 - 3818411 (deutlich Name und Tel.-Nr. auf Mailbox sprechen) oder E-Mail an eberhardt-anton@t-online.de Bitte verfolgen Sie auch die tagesaktuellen Hinweise von MVV und DB zu Fahrplanänderungen.

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Film: TV-Tipps für Oktober zusammengestellt von Dipl. Ing. Agrar (FH) Peter Boley. Weitere Informationen unter www.AGRAR-TVNews.de

Wonders of the Sea Endlich ist es soweit! Seit dem 7. Oktober 2021 ist die bewegende 3D-Unterwasserdokumentation WONDERS OF THE SEA 3D von und mit Jean-Michel Cousteau und Arnold Schwarzenegger in den deutschen und österreichischen Kinos zu sehen. Der Film nimmt Sie mit auf eine Reise zu den Mysterien und Wundern der Ozeane. Ein Unterwassererlebnis für die ganze Familie, das begeistert, fasziniert und den Wunsch erweckt, die Schönheit unserer Meere zu bewahren. Oder wie Jean-Michel Cousteau es selbst ausgedrückt hat: „Man kann nur schützen, was man liebt.“ Auf www.wondersofthesea.de finde Sie neben einer Übersicht aller Städte und Kinos, in denen WONDERS OF THE SEA 3D zu sehen ist, auch den Filmtrailer. Die neue Ozean-Doku nach dem Netflix-Erfolg „Seaspiracy“! „Seaspiracy“ hat das Thema Meeresschutz im Frühjahr 2021 ins Bewusstsein einer Vielzahl von Zuschauern gerufen. Nun kommt mit WONDERS OF THE SEA 3D ein Dokumentarfilm über den bedrohten Lebensraum Meer in die Kinos, der völlig neue Perspektiven zeigt. Dabei hebt sich WONDERS OF THE SEA 3D von der Bild- und Erzählsprache stark von „Seaspiracy“ ab: Ganz nach dem Motto des Regisseurs Jean-Michel Cousteau „Man kann nur schützen, was man liebt.“, baut dieser Film zunächst eine emotionale Nähe zwischen den Zuschauern und den faszinierenden Meereslebewesen auf. Wer sich erst einmal in die Vielfältigkeit der Unterwasserwelt verliebt hat, dem fällt es leichter, sich für ihren Erhalt einzusetzen. Eine filmische Liebeserklärung an die Ozeane WONDERS OF THE SEA 3D ist eine farbenprächtige Entdeckungsreise in das verletzliche Ökosystem Meer und schärft dabei unser Bewusstsein für den alarmierenden Zustand, in dem es sich befindet. Das Wirkungspotenzial der bildgewaltigen Kinodokumentation WONDERS OF THE SEA 3D liegt darin, ein breites Publikum für den Meeresschutz sensibilisieren zu können. Auch Menschen, die zuvor kaum mit der Thematik in Berührung gekommen sind, werden den Kinosaal mit einem Gefühl der Verbundenheit mit diesem mysteriösen Lebensraum und seinen schillernden Bewohnern verlassen. www.wondersofthesea.de, www.fechnermedia.de

Gewinnspiel im Spatz Nr. 3/2021 Den futomat Sauerstoff-Wasserspender Modell fmw-Basic hat gewonnen: Claudia Fuhlbrück in München Mehr Informationen über den futomat Wasserspender unter www.futomat-wasserspender.de

Der Gewinnerin herzlichen Glückwunsch! der Spatz 4|2021

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Datum Sendezeit

07. 10. 07. 10. 09. 10. 09. 10.

20:15-21:00 21:00-21:45 15:30-15:45 15:45-16:15

Sender

3SAT SWR 3SAT SWR

09. 10. 17:35-18:00 NDR 10. 10. 16:30-17:00 10. 10. 16:30-17:00 10. 10. 18:45-19:15 10. 10. 21:00-21:45 10. 10. 23:05-23:59 11. 10. 15:00-16:00 11. 10. 21:45-22:15 12. 10. 15:00-16:00 12. 10. 15:15-15:45 12. 10. 20:15-21:45 12. 10. 22:25-22:55 13. 10. 18:15-18:45 14. 10. 16:10-16:55 15. 10. 18:15-18:45 15. 10. 19:40-20:15 16. 10. 15:45-16:15 17. 10. 16:30-17:00 17. 10. 18:25-18:55 18. 10. 19:40-20:15 18. 10. 22:00-22:45 19. 10. 18:15-18:45 19. 10. 20:15-21:10 19. 10. 22:25-22:55 20. 10. 18:15-18:45 20. 10. 18:15-18:45 20. 10. 20:15-21:00 21. 10. 18:15-18:45 21. 10. 19:40-20:15 23. 10. 15:00-15:45 23. 10. 15:45-16:15 23. 10. 16:00-16:45 23. 10. 17:15-17:45 23. 10. 21:50-22:45 24. 10. 16:30-17:00 25. 10. 22:50-23:35 26. 10. 16:55-17:50 26. 10. 22:00-23:00 27. 10. 18:15-18:45 28. 10. 19:40-20:15 28. 10. 20:15-21:00 29. 10. 18:30-19:20 30. 10. 17:20-17:53

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Rettet Felder und Gärten Die Bauernhof-Retterin Der Duft der Marille Die schöne Annabelle – Geschichten rund um die Kartoffel Spezialtraktor, Treckerbusse und Eicher-Rettung aus dem Wald Ackerglück in Niedersachsen Fast Food – Das große Fressen Leidenschaft Traktor Bauernherbst im Salzburger Land Bugs - Insekten auf dem Teller Vom Stallburschen in die League Fleischlos glücklich Apfelmacher auf neuen Wegen Eine Welt ohne Insektensterben Auslaufmodell Supermarkt? makro: Der Vormarsch des Sojas 50 Kisten Neuanfang Die Welt der Düfte Rosen Shia Su for Future Grönlands neue Rohstoffe Ein Honigschlecken Gegen Gift – Apfelstreit in Südtirol Liebesfrucht der Götter Portugals „Himbeervisum“ Politik des Bauernverbandes Ohne Schweiß kein Mais Dürre in Europa makro: Das CO2-Endlager Hochsaison im Möhrenland Paul, der Ölmüller – 15 Jahre Geschäft mit der Nachhaltigkeit Rein in die Kartoffeln Tatort Wald – Die Holzmafia Land - Liebe - Luft – Öko-Aktionäre Frau Henses Hühner Die tolle Knolle - Kartoffelgerichte Kunterbunte Kohlvielfalt Die grüne Revolution Wenn die Kältesteppe taut Wachse oder weiche, Bauer! Ein Tag im Herbstgarten Klimawandel Die Gaumenkitzler von der Nahe Jagd auf Pilze in Rumänien Quarks: Teller ohne Tier Gute Nachrichten vom Planeten Bauer sucht Baum


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Verlag G. Wasner-Meyer

ERNÄHRUNG

WOHNUNG / HAUS

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Inhaber: Gudrun Wasner-Meyer

Rebenweg 33, 93309 Kelheim Tel.: 089 - 74 14 11 54

info@derspatz.de, www.derspatz.de Redaktion und Anzeigen: Gudrun Wasner-Meyer (verantwortlich), Adresse s. Verlag Auflage: 35.000 Druck: ADV SCHODER Augsburger Druck- u. Verlagshaus GmbH Papier: 100 % Recycling-Papier Titelbild: , stock.adobe.com Illustrationen: Frieder Vogel Fotos: Adobe Stock, falls nicht anders angegeben Redaktionelle Beiträge: Claudia Mattuschat, Stephan Wild, Elisabeth Schütze, Andrea Reiche, Katrin Speer, Hartmut Netz

„Der Spatz” ist ein unabhängiges Verbraucher-Magazin für Bayern und erscheint 5 mal im Jahr. Er ist kostenlos erhältlich in Naturkostläden, Reformhäusern, Naturbau- und Naturwarenläden, Naturheilpraxen, Therapie-Zentren, Restaurants und Cafés, Bio-Hotels, Buchläden u.a. geeigneten Plätzen. Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen fordern Sie bitte die Anzeigen-Preisliste an. Erscheinungstag für Nr. 5/2021 ist der 26. Nov. Anzeigenschluss ist am 12. Nov. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers wider und nicht unbedingt die der Redaktion. Für den Inhalt der Anzeigen und Artikel sind die Auftraggeber oder Autoren verantwortlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion.

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Corona und gefährlicher Hausstaub! Ist der Staubsauger eine glückliche Erfindung? Seit ca. 100 Jahren wird mit Staubsaugern vergeblich versucht, den Staub in Wohnund Schlafbereichen endgültig zu beseitigen. Kaum fertig mit dem Abstauben und Saugen, lassen sich schon wieder Stäube auf Möbeln, dem Glastisch ... nieder. Sicherlich kämpfen auch Sie schon lange mehr oder weniger erfolgreich dagegen an. Was ist der Grund, dass wir so intensiv versuchen den Staub aus der Wohnung zu entfernen? Mehr Sauberkeit bedeutet auch mehr Gesundheit!

Was ist Hausstaub?

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Mit diesem Bericht wollen wir Sie nicht erschrecken, aber aufwecken, damit Sie die Gefahr von Hausstaub erkennen und sich darauf einstellen oder etwas dagegen tun.

Was können Sie dagegen tun?

Warum belastet er uns? Stäube sind kleine bis kleinste Partikel, die in der Raumluft schweben. Das kann Abrieb von Teppichböden, Korkboden oder Möbelstoffen sein. Auch Abrieb von Leder, wobei dieser auch schon wieder durch die Lederbearbeitung, dem Gerben und Färben, mit gefährlichen Dingen belastet sein kann. Auf dem Land können Spritzmittelrückstände sein, die der Wind zu uns trägt. Tonerstäube aus den Druckern sind als sehr gefährlich eingestuft. Am Staub binden sich Viren, Bakterien, Pollen und die Allergene der Hausstaubmilbe. Allergiker haben ihre Probleme mit den Ausscheidungen, denn die Milbe ernährt sich von abgestorbenen Hautpartikeln, die wir täglich verlieren. Dabei lebt die Milbe in Symbiose mit dem Schimmelpilz vor allem in den Betten. Dort ist ein Paradies für die kleinen Spinnentierchen. Es ist warm, feucht und die menschlichen Hautschuppen sind durch Schimmel- und Hefepilze aufgeweicht. So ist der Tisch reichlich gedeckt. 1-2 Millionen Milben sollen laut Wissenschaftler in einer Matratze wohnen. Wir haben das nie nachgezählt; uns ist auch schon die Hälfte davon zu viel, denn eine Milbe die frisst, scheidet 15-20 mal am Tag ihren Kot in die Matratze aus. Über den Kot der Milben, gelangen auch die Pilze wieder in der Ausscheidung in die Matratze. Der Kot wird trocken, zerfällt in mikroskopisch kleine Teilchen und fliegt dann als gefährlicher Hausstaub durch die Wohnung. Deshalb ist es im Schlafzimmer immer sehr staubig.

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Versuch Nehmen Sie eine starke Taschenlampe und leuchten Sie beim Ausziehen Ihre Strümpfe in einem dunklen Raum. Sie werden im Lichtstrahl erkennen, wie viele Millionen Hautpartikel Sie dabei in Ihre Raumluft abgeben.

Der DELPHIN ist Coronaviren zertifiziert Der Testbericht bezeugt, dass der DELPHIN, bei einer Raumgröße von 28m3, 99,9% der Coronaviren Influenza A(H1N1) innerhalb 20 Minuten aus der Raumluft beseitigt.

Staubsauger beseitigen keinen Schmutz. Bestenfalls saugen Sie damit den Schmutz ein. Im Beutel, oder Behälter verbleibt er dann bis zum nächsten Saugen. Dabei zerfällt er in immer kleinere gefährliche Partikel, um dann am Ende wieder mit der Auspuffluft des Saugers zurück in das Wohnzimmer gelangen zu können. Der typische Staubsaugergeruch ist eigentlich ein Warnsignal für unser Immunsystem. Wer den Geruch wahrnimmt, hat meist giftige Schimmelpilzsporen eingeatmet. In der Natur gibt es keine trockene Beseitigung von Staub. Die Natur beseitigt Stäube immer durch Luftwäsche. Regen, Nebel, Tau, Schnee, nasse Wiesen, nasse Blätter der Wälder, binden den Staub, denn nasser Staub kann nicht fliegen.

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Der FLIPPER Die geniale Lösung für die Nassreinigung – saugen, nass wischen und trocknen in einem Arbeitsgang. Ruck zuck - fertig.

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