der Spatz Nr. 3 / 2022

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spatz

33. Jahrgang | 2022 | November, Dezember | www.derspatz.de | kostenlos

der

Magazin für Ökologie und Gesundheit

Herbst-/Wintermode Nüsse, Kerne, Samen Heimtextilien Herbstküche Öko-Schuhe


Bio Nüsse, Trockenfrüchte und griechische Feinkost Eigene Röstung und Rezepturen Nachhaltig verpackt im Mehrweg Pfandglas Transparent und nachvollziehbar: Infos zur Herkunft über QR-Code auf jedem Glas

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EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, wir leben gerade in Zeiten, die uns viel abverlangen. Der Ukrainekrieg mit seinen täglichen Schreckensmeldungen, die Energiekrise, die jeder von uns im Geldbeutel spürt und nicht zuletzt der Klimawandel der trotz weltweiter Absichtserklärungen von Politik und Wirtschaft fortschreitet. Wie gut tut es da, sich mit dem Spatz eine kleine Auszeit zu gönnen und viele ökologisch und nachhaltig arbeitende Hersteller kennen zu lernen, in den Artikeln über sinnvolle Aktivitäten und Alternativen zu lesen, bzw. sich den einen oder anderen Tipp zu holen. Wir haben Themenschwerpunkte ausgewählt, die in diese Jahreszeit passen. Jetzt ist es die Herbstküche. Auf den Seiten 4 - 6 finden Sie Anregungen zu leckeren Gerichten, die man leicht zubereiten kann. Der Herbst ist auch die Jahreszeit in der Nüsse, Kerne und Samen besonders gut schmecken. Wenn es draußen von Tag zu Tag kühler wird, wärmen sie uns von innen und geben uns ein Wohlgefühl, das uns glücklich macht. Dazu tragen auch Heimtextilien bei, die eine gemütliche, kuschelige Atmosphäre verbreiten. Wählen Sie Textilien aus natürlichen und hochwertigen Materialien aus, an denen Sie lange Freude haben (Seite 28 - 33). Jetzt ist auch wieder die Zeit, in der wir warme Kleidung brauchen, damit wir uns wohlfühlen und nicht frieren. Die Naturmode hat da vieles zu bieten. Auf den Seiten 34 - 37 finden Sie bestimmt das richtige für die kalte Jahreszeit. Damit auch unsere Füße nicht frieren brauchen wir natürlich im Winter warme Schuhe. Diese müssen mit Sorgfalt ausgewählt werden, denn wir möchten sie ja auch lange tragen. Auf den Seiten 38 -41 sind vielleicht die richtigen Schuhe für Sie dabei. Vor 33 Jahren ist der erste Spatz erschienen. Damals hatten die Hippies in Kalifornien schon lange einen ökologischen Lebensstil entwickelt, der so nach und nach auch in Deutschland zum Vorbild für die junge Generation wurde. Die ersten Bio-Großhändler haben Kommunen mit ökologischen Lebensmitteln beliefert. Daraus entstanden kleine Bioläden, die immer mehr Nachahmer fanden und sich in Deutschland ausbreiteten. Es gab auch schon bald Bio-Magazine. Da hatte ich die Idee ein Öko-Magazin für Bayern herauszugeben. Über die Bio-Großhändler wird der Spatz seitdem in Bayern verteilt. Jetzt ist für mich auch die Zeit gekommen, zufrieden zurück zu blicken und den Lebensabend zu genießen. Es gibt Nachfolger, die den Spatz gerne übernehmen. Dass Sie dem Spatz weiterhin treu bleiben und ihn mit Vergnügen der Spatz und Gudrun Wasner-Meyer lesen wünschen sich Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Spatz ein Werbe-Magazin ist, d.h. auch alle Textbeiträge, die an eine Anzeige angeschlossen sind, sind als Werbung zu sehen. Die Artikel von Elisabeth Schütze, Claudia Mattuschat, Michaela Baur, Katrin Speer, Andrea Reiche und Hartmut Netz sind redaktionelle Beiträge. der Spatz sucht neue Auslegestellen! Bitte rufen Sie an, wenn Sie den Spatz auslegen möchten oder eine Auslegestelle kennen. Tel. 089 - 74 14 1154 www.derspatz.de: Hier können Sie im Spatz online blättern und finden aktuelle Meldungen, Kleinanzeigen und Termine. Titelbild: stock.adobe.com – sborisov

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Inhalt ERNÄHRUNG Herbst in der Küche.......................................... 4 TAGWERK – Saatgut für morgen ......................6 Nüsse, Kerne, Samen ....................................... 8 Bio-Cashewkerne................................................... 10 Bio-Sonnenblumen-Chunks.............................. 11 NoCap Tomatenkonserven ................................ 12 Bohlsener Mühle – Granola .............................. 13 Kochen mit Michaela Baur............................14 Bio-Botschafterin Raphaela .............................. 15 UMWELT Vogelschlag – Deutsche Wildtierstiftung ... 16 Kulturland Genossenschaft .............................. 17 Umwelt-Nachrichten .....................................18 BlueAir – Saubere Luft ......................................... 19 Flächenverbrauch – zu wenig Ausgleich ..... 20 Spielzeug von Korko ............................................. 21 DENK – Wohlfühlklima ....................................... 21 BUND – Goldgrube Laubhaufen ..................... 22 Buch-Tipp: Waldpfade ......................................... 22 Buch: Lokal ist unsere Zukunft ........................ 23 BAUEN und WOHNEN Wohnen mit Wärmepumpe ............................. 24 Heim + Handwerk – 30.11. – 4.12. ................. 26 HAGA – Weniger heizen ohne Schimmel .... 27 Nachhaltige Heimtextilien ...............................28 Cotonea – Produktgeschichte .......................... 30 Coastland – Wollweberei ................................... 31 Bett und Tuch – besondere Wärmflasche .. 32 WERKHAUS – praktisch und bunt .................. 32 Moosburger – Rosshaar-Manufaktur ........... 33 Kaipara – flauschige Wärme ............................. 33 MODE Naturmode im Herbst / Winter ...................34 Alma & Lovis............................................................ 36 Flomax ....................................................................... 36 MAAS Natur ............................................................. 37 Nachhaltige Schuhmode ..............................38 Werner – nachhaltiges Handeln ..................... 40 Grand Step Shoes .................................................. 40 THINK! Schuhe ...................................................... 41 GESUNDHEIT UGB-Forum – Mineralstoffe ............................. 42 Bayerns Pilze belastet .......................................... 42 Hühnerbrühe gegen Grippe ............................. 43 Buch-Tipp – Die große Sauerei ......................... 43 INFO-SEITEN Film: NACHTWALD........................................ ........45 Agrar-TV-Tipps für November ........................... 45 Kleinanzeigen, Impressum ................................ 46 DELPHIN – Corona und Hausstaub .............. 47


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Herbst in der Küche Der Herbst schenkt uns eine Fülle an frischem Obst und Gemüse. Er verwöhnt die Sinne nicht nur mit den Gerüchen reifer Äpfel, erdiger Kartoffeln oder süßen Birnen, mit einem Leuchtfeuer an Farben weckt er auch die Lust am regionalen und saisonalen Kochen. // Elisabeth Schütze

Herbstzeit ist Suppenzeit

Foto: stock.adobe.com – Markus Mainka

Wenn die Temperaturen sinken und die ersten Fröste uns den nahen Winter ankündigen ist es wieder Zeit für Suppen. Wohlig warme, köstlichen Duft verströmende Gerichte, die im Handumdrehen auf den Tisch gebracht werden können. Der Klassiker schlechthin ist die Kartoffelsuppe, die schon in Omas Kochbuch zu finden war. Meist stand bei den alten Rezepten auch die verwendete Kartoffelsorte, denn je nachdem ob man eine cremige oder eine stückige Suppe wollte, musste man andere Kartoffeln verwenden. Die in Supermärkten übliche Einheitskartoffel mit dem Merkmal „vorwiegend festkochend“ war da nicht gefragt.

Die Sorte „Ackersegen“ war l a n g e Jahre eine der bekanntesten mehlig kochenden Kartoffeln. Ab den 70er Jahren wurde sie mehr und mehr von der Sorte „Adretta“ abgelöst, die sich mit kräftigem Geschmack und einer schönen Gelbfärbung des Fruchtfleisches die Küchen und Suppentöpfe eroberte. In Bio- und Hofläden erhält man sortenreine Kartoffeln und kann sich von mehlig- bis festkochend für alle Gerichte die richtige Sorte aussuchen. Wer sich für die Geschichte der Kartoffel interessiert, dem sei das Buch „Es möge Erdäpfel regnen“ von Ingrid Haslinger empfohlen. Neben der spannenden Entdeckung der Knolle finden sich auch 170 Rezepte zum Nachkochen. Doch zurück zur Suppe und zu einer immer mehr Beliebtheit erlangenden Frucht, dem Kürbis. Von Amber Cup bis Zenith gibt es über 100 Sorten Speise-

und Zierkürbisse. Nachzulesen unter www.ichkoche.at/kuerbis-lexikon. Die gängigsten Sorten in unserer Küche sind jedoch meist der Hokkaido, der Butternut und der Muskatkürbis. Das Fruchtfleisch von Halloween-Kürbissen gelangt nach dem Schnitzen der typischen Fratzen oft in die Biotonne. Schade, denn auch daraus lässt sich eine feine, cremige Suppe kochen, die mit Sahne, Curry oder Ingwer ein tolles Aroma bekommt. Ein weiteres Highlight der Herbstküche sind Gemüsesuppen. Karotten, Lauch, Sellerie und Kohl sind nun günstig und manch einer hat sie auch noch im eigenen Garten. Kräuter wie Liebstöckel und Petersilie bringen den nötigen Geschmack. Zwar werden beim Kochen die Vitamine in den Gemüsen gelöst, aber da die Brühe ja ein wesentlicher Bestandteil ist, bleiben sie für den Verzehr weitgehend erhalten. Das Thema Gesundheit steht auch bei einer anderen Suppe ganz oben – der Hühnerbrühe. Nachweislich ist eine kräftige Hühnersuppe ein gutes Mittel Erkältungen zu trotzen. In Hühnersuppe steckt der entzündungshemmende Eiweißstoff Cystein, der auf die Schleimhäute abschwellend wirkt. Darüber hinaus ist der Wohlfühlfaktor nach dem Genuss einer wärmenden Suppe ebenfalls ein Aspekt zur Gesundung. Um für die Erkältungssaison vorzusorgen ist Hühnerbrühe auch gut einzukochen. Wichtig dabei ist, das Suppenhuhn in kaltem Wasser anzusetzen, damit alle Inhaltsstoffe ausgezogen werden können. Wem das zu aufwendig ist, kann Bio-Hühnersuppe auch im Glas erwerben, zum Beispiel unter www.diebiohennen.de.

möchte, verwendet den Kohl für Aufläufe zum Beispiel mit Feta. Im Norden des Landes schätzt man den Grünkohl, der mit einer deftigen Wurstspezialität ein typisches Herbstgericht ist. Als Rohkost, Beilage oder Suppe eignen sich auch alle Rübensorten. Am bekanntesten ist wohl die Gelbe Rübe, die allerdings nicht immer gelb sein muss. Selbst in weiß und lila sind sie zwischenzeitlich auf dem Markt. Pastinaken haben die Speiseteller seit langem erobert und auch Teltower Rübchen und die Steckrübe finden immer mehr Anhänger. Rote Bete oder ihre attraktive Schwester die Ringelrübe eignen sich für viele Gerichte wie Carpaccio, Suppen, Ofengemüse, Salate und vieles mehr. Allen Rüben- und Kohlarten ist eines gemein: Sie sind, richtig gelagert, sehr lange haltbar und liefern über die gesamten Herbst- und Wintermonate wichtige Vitamine und Mineralien.

Herbstsalate – frische Vitamine Aus dem Freiland sind nun nur noch wenige Salatsorten zu erhalten. Zu den typischen Herbstsalaten gehören Chicorée, Endivien, Zuckerhut, Radicchio und Feldsalat. Nicht jeder liebt die leicht bitteren Grünlinge, deren Gehalt an Vitaminen und Mineralien aber eindeutig für sie spricht. So enthält Zuckerhut zum Beispiel Mineralstoffe wie Kalium, Phos-

Kraut und Rüben Jetzt kommen sie wieder frisch vom Feld. Knackig und mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen bereichern sie die Herbstküche. Blumenkohl und Brokkoli, deren Röschen feine Beilagen und Suppen liefern. Wirsing für Krautwickel, Blaukraut zum Wild und Weißkraut als Salat oder Bayrisch Kraut zum Schweinebraten. Und wer es lieber vegetarisch

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phor und Kalzium, das krebsvorbeugende Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2 und C. Auch die Bitterstoffe sind gesund, das wusste schon Hildegard von Bingen unter deren Namen Bittertropfen vertrieben werden. Dann doch lieber Salat essen. Der in den Salaten vorhandene Bitterstoff Intybin regt die Tätigkeit des Magens an und fördert die Produktion der Magensäure. Außerdem verbessert er den Gallenfluss, was wiederum wichtig für die Fettverdauung ist. Wer den bitteren Geschmack ein wenig abmildern möchte kann das mit wenigen Mitteln erreichen. Da die Herbstsalate eine kräftigere Blattstruktur haben vertragen sie durchaus ein würzigeres Dressing. Dem auch noch eine Spur Honig oder Zucker zugesetzt ergibt ein spannendes Geschmackserlebnis zwischen süß und herb. Darüber hinaus sollte man Strunk und grobe Blattrippen entfernen. Sie enthalten die meisten Bitterstoffe. Endivien paart sich gerne mit Kartoffeln im Salat und verliert dadurch auch ein wenig an Bitternis. Feldsalat hat, wenn er zur richtigen Zeit geerntet wurde, kaum Bitterstoffe und zählt zu den Lieblingen auf dem Vorspeisenteller.

Jetzt geht’s ans Eingemachte Der Herbst mit seiner Fülle an Früchten ist die ideale Zeit um Vorräte anzulegen. Wer es geschafft hat vor den Vögeln die Holunderbeeren zu ernten kann seine Hausapotheke um ein weiteres Naturprodukt gegen Erkältungskrankheiten ergänzen. Ob als Saft, Kompott oder Gelee und Marmelade, Holunder entwickelt in allem seine Gesundheit stärken-

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de Wirkung. Die Beeren sind eine ausgezeichnete Quelle an Vitamin C, A und B sowie Kalium, Kalzium und Eisen und übertreffen mit ihren Inhaltsstoffen dabei Cranberrys, Gojibeeren, Heidelbeeren und Brombeeren um Längen. Nicht ganz so bekannt, aber ebenso entzündungshemmend sind Schlehen. Sie benötigen vor der Ernte jedoch eine gute Portion Frost, damit die bitteren Gerbstoffe abgebaut werden. Wer nicht so lange warten will, kann die Beeren aber auch einfrieren und dann verarbeiten. Weniger aufwändig ist die Verarbeitung von Äpfeln und Birnen, die nun Saison haben. Ob Mus, Marmelade, Kompott oder als Dörrobst, mit diesen Früchten lässt sich ein guter Wintervorrat anlegen. Bis Mitte Oktober gibt es auch noch späte Zwetschgen, deren Süße die Zugabe von Zucker in Kompott und Marmelade überflüssig machen. Ein wenig Kraft und ein scharfes Messer benötigt man bei der Verarbeitung von Quitten. Diese wunderbar duftenden Früchte sind jedoch die Mühe wert. Besonders das Quittenbrot ist eine leckere Süßigkeit zum Naschen. Aber nicht nur Süßes ist für den Wintervorrat geeignet. Herbstgemüse sind perfekt für Einmachgläser. Auch zum Fermentieren eignet sich das eine oder andere Gemüse. So sind zum Beispiel Rote Bete, typisch süß-sauer eingelegt mit einem Hauch von Kümmel eine schmackhafte Beilage. Oder Karotten klassisch eingekocht im Glas, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn frische Rüben gerade nicht greifbar sind. Auch die Herstellung von Sauerkraut ist kein Hexenwerk und trägt mit einem hohen Vitamin C Gehalt zur Prävention in Erkältungszeiten bei. Die letzten Tomaten aus dem Garten können zu Chutney, Ketchup oder Suppe eingekocht werden und aus Kräutern lassen sich Pestos herstellen, die im Winter die Fülle sommerlicher Aromen über Nudeln ausbreiten. Suppengrün mit Salz konserviert ist eine günstige und preiswerte Alternative zu Brühwürfeln. Zahlreiche Bücher vom klassischen „Weck Einkochbuch“ bis zur „Einkoch Bibel“ oder „Einmachen ohne Schnickschnack“ helfen mit Rezepten bei der Vorratshaltung. Nicht immer war das Füllhorn der Gaben aus der Natur so reich gefüllt wie heute. Seien wir daher dankbar und sichern mit unserem Kauf in Bio- und Hofläden nicht nur unseren Genuss, sondern auch ein faires Einkommen für die Landwirte. Das Erntedankfest, das wir jedes Jahr im Herbst feiern, ist ein guter Anlass darüber nachzudenken. ●

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– fermentiertes Bio-Gemüse roh und nicht pasteurisiert voll mikrobiotischem Leben komplett ohne Zusätze

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Gemeinsam für die Ukraine Spielberger Mühle startet Spendenaktion zusammen mit rund 300 Bioläden und 14 Bio-Großhändlern.

Speiseöle aus der Region kaltgepresst - naturbelassen Die Ölmühle Kappelbauer stellt auf handwerkliche Weise kaltgepresste, biologische Speiseöle her. Aus der Region für die Region – das war von Anfang an oberstes Prinzip von Johannes Spengler, der seit 2004 die bayerisch-schwäbische Ölmühle betreibt. Die Saaten werden ausschließlich aus Bayern bezogen, zum Teil stammen sie aus eigenem Anbau. Bio-Regional aus Bayern seit 2004 Alles aus einer Hand garantiert hohe Qualität Rohstoffe aus eigenem Anbau und von Vertragslandwirten

Ölmühle Kappelbauer 86500 Maingründel – www.kappelbauer.de

Im September startet die Spielberger Mühle gemeinsam mit zahlreichen Vertretern des Bio-Groß- und Einzelhandels eine ganz besondere Spenden-Aktion: Jeder Kauf einer Aktionsbox mit vier Dinkel-Produkten wird zu 100 % zu einer Spende für Bio-Landwirte in der Ukraine. Damit das gelingt verzichten alle Beteiligten der Handelskette auf ihre Spanne: Die Spielberger Mühle stellt die vier Dinkel-Produkte gratis zur Verfügung. 14 Bio-Großhändler übernehmen kostenlos die Logistik und die Verteilung und auch die rund 300 Bio-Fachgeschäfte verzichten auf ihre Spanne. Werden alle 5000 Boxen verkauft, fließt eine Spende von insgesamt 75.000 € an 8 Bio-Landwirte in der Ukraine. Diese gemeinsame Anstrengung ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt das Zusammenstehen und die Schlagkraft des Bio-Fachhandels. Die Spendengelder werden von den 8 ausgewählten BioHöfen für ganz konkrete Projekte verwendet. Mit der Aktion sollen die Unabhängigkeit dieser Bio-Landwirtschaftsbetriebe von Saatgutkonzernen gestärkt und der Wiederaufbau der Höfe unterstützt werden. In einer ansprechend gestalteten Broschüre können die Kundinnen und Kunden genau nachlesen, wofür ihre Spende verwendet wird. Die Broschüre finden Sie hier: www.spielberger-muehle.de/site/assets/files/19996/ broschuere_ukraine_helfen_web.pdf)

TAGWERK unsere Bio Nachbarn

Back to the roots! ÖkoSaat – Saatgut für morgen Es ist schon ein kleines, wenn nicht sogar großes Wunder! Mutter Natur schenkt uns ein winzig kleines Samenkorn und daraus wächst ein wertvolles Lebensmittel. Inzwischen mischen wir Menschen bei diesem Thema intensiv mit. Sortenentwicklung und Pflanzenzüchtung hat viele Experten gefunden, die Gemüse perfektionieren wollen. Mancher Fortschritt birgt wunderbare Chancen, andere Entwicklungen haben ihren Preis. Gemeinsam für samenfestes Saatgut TAGWERK setzt sich gemeinsam mit Partnern wie dem Dachauer Obergrashof und Vollcorner im Verbundprojekt ‚ÖkoSaat – Saatgut für morgen‘ für die Nutzung samenfester Sorten aus ökologischen Züchtungen ein. Ziel ist es die Ernährungssouve-

OBERGRASHOF

DACHAU

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ränität und die Unabhängigkeit von Gärtnern und Landwirten zu sichern. Samenfeste Sorten sind nachbaufähig, garantieren Vielfalt, bergen Potential für die Züchtung künftiger Sorten und überzeugen durch guten Geschmack sowie Bekömmlichkeit. Hybridsorten – ein zweischneidiges Schwert Inzwischen sind viele Gemüsearten Hybridsorten. Sie überzeugen auf den ersten Blick durch hohen Ertrag und Einheitlichkeit. Aber sie bergen auch Nachteile. Aus den Pflanzen kann kein brauchbares Saatgut gewonnen werden. Bauern und Gärtnerinnen müssen jedes Jahr neues Saatgut kaufen. So entsteht eine große Abhängigkeit von den Saatgutunternehmen. Auch Geschmack, Bekömmlichkeit und Qualität leiden. Ein weiterer Nachteil ist der Verlust der biologischen Vielfalt. Mit dem Projekt ‚ÖkoSaat – Saatgut für morgen‘ werden sich TAGWERK Kunden künftig über Gemüse freuen können, das zwar keine Modelmaße wie Hybridsorten hat. Den Verlust einheitlicher Optik macht dieses Gemüse jedoch mit allen anderen Vorteilen leicht wett. Es trägt zur Ernährungssicherheit bei, stärkt die Unabhängigkeit von Gärtnern und Landwirten und schmeckt! Näheres unter: www.tagwerk.net und www.kulturpflanzenentwicklung-obergrashof.de

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BIOLOGISCH-DYNAMISCH SEIT 1959

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Über 300 Bio-Händler:innen machen mit!

Wir stehen zusammen, damit sich was bewegt. Nur gemeinsam können wir es schaffen, unser Leben zum Besseren zu bewegen. Mit Werten, die uns verbinden. Fair und partnerschaftlich, von der Landwirtschaft bis zu Deinen bewussten Entscheidungen. Sei dabei: Kauf anders. Iss anders. Und Du veränderst die Welt.

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Gemeinsam für die Ukraine – mit der Dinkel-Box. Wir packen 4 Dinkelprodukte gratis in eine Box, die für 15 € verkauft wird. Die komplette Summe spenden wir zu 100 % an 8 Bio-Höfe in der Ukraine und sichern damit ihr wirtschaftliches Überleben. 14 Bio-Großhändler und schon über 300 Bio-Fachhändler:innen machen mit und verzichten auf ihre Spanne. Werden alle 5.000 Boxen verkauft, ergibt das einen Spendenwert von 75.000 € für die Bio-Bäuer:innen! Danke Euch allen!

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Erntezeit für Nüsse, Kerne, Samen

Jetzt wird‘s knackig Es ist wieder Herbst, und die Zeit der Nussernte hat begonnen. In Deutschland ist der Ertrag allerdings recht gering. Meist sind es Privatgärten und kleine Direktvermarkter, die heimische Hasel- und Walnüsse von Strauch und Baum pflücken. Der Großteil der Steinfrüchte, die pur geknabbert oder für Müsli, Back- und Süßwaren verwendet werden, stammt aus Ländern mit günstigeren Klimaverhältnissen. Anders ist es allerdings bei Ölsaaten wie Leinsamen, Sonnenblumenkernen oder Hanf: Diese Kulturen sieht man auf deutschen Feldern wieder öfter. // Claudia Mattuschat Hanf mit dem botanischen Namen Cannabis Sativa gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt und war lange Zeit ganz von der Bildfläche verschwunden. Zu schlecht war sein Ruf als Rauschmittel, was ihm in Deutschland von 1982 bis 1996 sogar ein gesetzliches Anbauverbot bescherte. Seit Speisehanf mit einem Tetrahydrocannabinol – oder kurz: THC-Gehalt – von weniger als 0,2 Prozent wieder auf die Felder darf, gibt es vor allem im Bio-Bereich immer mehr Bauern, die die Vorteile der klimatoleranten, robusten Kultur für sich entdecken. Ihre Ernte ist gefragt bei Ölmühlen, aber auch bei anderen Lebensmittelherstellern, die die Saat ungeschält und geschält, roh und geröstet, als Hanfmehl, Hanfdrink, Hanftee, Hanfpesto, Hanfaufstrich und mehr in den Handel bringen. Im Rahmen des Projekts „Tastino“ untersuchen Forschende der Universität Hohenheim seit letztem Jahr die Nutzbarkeit als Proteinquelle und nachhaltige Alternative zu Fleischersatzprodukten aus Soja oder Erbsenprotein. Ziel sei es, die wachsende Nachfrage nach hochwertigen, protein-basierten und regional erzeugten Lebensmitteln zu bedienen, die Selbstversorgungsfähigkeit der baden-württembergischen Bevölkerung zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. In ökologischer Hinsicht hat das Comeback noch weitere Vorteile: Während Hanfsamen den Lebensmittelmarkt bereichern, lassen sich Stängel und Blätter der Pflanze zur Herstellung von Papier, Verbund- und Dämmstoffen, Seilen und Textilien nutzen. In Zeiten knapper Ressourcen werden Eigenschaften wie diese immer wichtiger.

Gesund in jeder Hinsicht Wie lässt sich der Eiweißbedarf decken, wenn man auf tierische Produkte verzichtet? Diese Frage beschäftigt nicht nur vegetarisch und vegan lebende Menschen, sondern auch immer mehr Flexitarier, die ihre Ernährung nach und nach umstellen. Nüsse und Saaten bieten da teilweise noch mehr als Hülsenfrüchte. Bei den Saaten schneiden Kürbiskerne mit 37 Gramm Eiweiß besonders gut ab, gefolgt von Sonnenblumenkernen und Hanfsamen mit jeweils 26 Gramm. Spitzenreiter unter den Schalenfrüchten ist die Mandel mit 24 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, Cashewkerne liefern 21 Gramm und Hasel- und Walnüsse rund 16 Gramm. Als Dickmacher galten sie lange aufgrund ihres hohen Fettanteils, der im Schnitt bei 50 Gramm pro 100 Gramm liegt. Allerdings handelt es sich dabei vor allem um hochwertige einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die viele gesundheitliche Vorteile mitbringen. So sind Haselnüsse und Macadamia beispielsweise wichtige Lieferanten für Omega-6 und Omega-9-Fettsäuren, die unter anderem zur Regulation des Blutdrucks, zur Cholesterinsenkung und zur Zellerneuerung beitragen sollen. Walnüsse und Leinsamen enthalten besonders viel Alpha-Linolensäure, die zu den herz- und hirnschützenden, entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren zählt. Und Hanf soll gar das perfekte Mischungsverhältnis bieten, was ihm nicht zuletzt den Ruhm des neuen Superfoods eingebracht hat. Insgesamt wird Nüssen und Saaten nachgesagt, das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes Typ II zu senken. Noch dazu versorgen sie den Organismus mit Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalium und Zink, Vitamin B und E sowie wichtigen sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen.

Vielseitig von Öl bis Keks

Glücklich, wer seine Walnüsse jetzt selber ernten kann.

Foto: Pixabay.com

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Die besonderen Eigenschaften – und gerade auch den hohen Gehalt an gesunden Fetten – machen sich Ölmühlen wie Bio Planète oder Ölmühle Solling zunutze. Aus naturbelassenen oder gerösteten Nüssen wie Hasel- und Walnuss, Mandeln, Macadamia und Kokosnuss, aber auch aus Saaten wie Lein- und Hanfsamen, Sesam, Kürbiskernen und sogar Bucheckern pressen sie hochwertige Speiseöle, die die individuellen Aromen der jeweiligen Zutat zur Geltung bringen. Während sich Kokosöl gut zum Braten und Backen eignet, dürfen andere Sorten wie Haselnuss-, Mandel- oder Sesamöl nur vorsichtig erhitzt und Walnussöl kalt verwendet werden.

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Im Zuge des Verarbeitungsprozesses entstehen sogenannte Presskuchen, die im nächsten Schritt zu feinem Mehl gemahlen werden. Bei Herstellern pflanzenbasierter Lebensmittel sind diese Produkte schon lange gefragt. Im Endverbraucherbereich halten sie erst langsam Einzug als Zutat für Smoothies, Müsli und Desserts, vor allem aber auch als kohlenhydratarme Mehlalternative für Kekse, Kuchen, Brot und andere Backwaren. Da sie – im Gegensatz zu Getreiden wie Weizen, Dinkel und Roggen – jedoch nicht das Klebereiweiß Gluten enthalten, kann man damit in der Regel nur dreißig Prozent eines Getreidemehls austauschen. Ganz ohne Mehl, Hefe und Backpulver kommen dagegen Saatenbrote aus, die sowohl zur glutenfreien Ernährung als auch zur Low Carb Philosophie passen. Sie bestehen zu 100 Prozent aus gemahlenen Nüssen, geschroteten Saaten, glutenfreien Hafer-, Hirseoder Buchweizenflocken sowie Wasser, Öl und je nach Geschmack Gewürzen. Einen Baukasten an möglichen Zutaten hat zum Beispiel fraeulein-freivongluten.de auf ihrer Website parat.

Ernten, lagern und genießen Snacken, Backen, Toppen, Mixen: Nüsse sind echte Verwandlungskünstler, die im Vorrat der gesunden Küche nicht fehlen dürfen. Wer das Glück eines eigenen Haselnussstrauchs oder Walnussbaums hat, kann seine Herbsternte in luftdurchlässigen Stoffbeuteln über mehrere Monate ohne Qualitätseinbußen lagern. Am besten eignet sich dafür ein dunkler und trockener Raum, in dem die Temperatur 18 Grad Celsius nicht übersteigt. Das ist wichtig, damit die Kerne ihre wertvollen Inhaltsstoffe bewahren und nicht austrocknen. Sind die Nüsse bereits geknackt und geschält, können sie im Gefrierschrank oder luftdicht verpackt im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten, ohne dabei ranzig zu werden oder gar zu schimmeln. Möglichst schnell verarbeiten sollte man gehackte oder geriebene Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Cashews, Macadamias, Pistazien und andere Sorten. Das gilt auch für Kokosnüsse, die als Raspel, Chips und geröstet angeboten werden, sowie für Maroni, die ebenfalls zu den Nüssen zählen.

In der veganen Ernährung spielen Nüsse und Saaten eine wichtige Rolle. Foto: Pixabay.com

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Die Kerne der Sonnenblume sind eine gute Proteinquelle. Foto: Pixabay.com

Ist beim Backen und Kochen ein Sammelsurium übrig geblieben, kann man daraus viele leckere Dinge zaubern: Auf Salaten und Desserts machen Nüsse und Saaten pur oder leicht angeröstet eine gute Figur. Als selbstgemachte Nussriegel oder in Kuchenstreuseln sorgen sie für eine köstlich-knackige Note. Im Backofen lässt sich mit etwas Honig oder Ahornsirup, Gewürzen wie Vanille, Zimt oder Kardamom sowie Hafer-, Buchweizen- oder Hirseflocken ein knuspriges Granola für das Frühstück zubereiten. Zusammen mit frischen Kräutern und Parmesan entsteht ein nussiges Pesto, aus gerösteten Nüssen nach zehn Minuten Mixen ein sämiges Nussmus. Und selbst Milchalternativen kann man selber machen, wenn man den Aufwand nicht scheut und auch nicht gerade Barista Qualität erwartet. ●


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Bio Cashewkerne: Knackiger Powersnack Cashews gelten als echter Powersnack für alle, die aktiv durchs Leben gehen. Was hier in die Tüte kommt, ist darüber hinaus rundum knackig und äußerst aromatisch. Naturbelassen eignen sich die Bio Cashewkerne zum Snacken wie zum Kochen und liefern viele wertvolle Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Pure Cashewkerne aus Fairem Handel Die Frauen von La Sureñita verwenden sehr viel Liebe und Sorgfalt bei der Verarbeitung ihrer Bio Cashewnüsse. Jeder Apfel eines Cashewbaums liefert nur einen Kern – diesen aber von allerbester Qualität. Bio Cashewkerne – salzig und knusprig Gegensätze ziehen sich an: Das gilt auch für die zarte Süße der Bio Cashewnüsse, die hier mit feinem Meersalz veredelt werden. Die leckeren, gesalzenen Cashewkerne sind der perfekte Snack für Genießer und Aktive, denn sie enthalten reichlich Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Fair Trade Cashewkerne aus Honduras Die aromatischen Fair Trade Cashewkerne stammen von La Sureñita aus Honduras. Als eine der wenigen Kooperativen wird

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Unsere Kürbiskerne haben’s nicht weit zu uns.

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sie nur von Frauen betrieben und gibt ihnen über den Fairen Handel neue Perspektiven. Bio Cashewkerne mit pikanter Chilischärfe Die zarte Süße der Bio Cashewkerne und die feine Schärfe von Chili bilden spannende Kontraste. Der optimale CashewSnack für alle, die es gleichzeitig mild, vollmundig und leicht scharf mögen. Fair gehandelte Cashewkerne aus Honduras Wir beziehen die aromatischen Bio Cashewnüsse von La Sureñita aus Honduras. Dort haben sich drei engagierte Frauenkooperativen zusammengeschlossen und sich durch die Vermarktung im Fairen Handel eine eigene Existenz aufgebaut. Erhältlich im www.gepa-shop.de und im Fair Handelshaus Bayern, Alte Kreisstr. 29, 85778 Haimhausen, www.fairbayern.de

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Qualität und Regionalität sind für uns der Kern der Sache. Wir verzichten dafür sogar auf einen Teil unseres Gewinns und unser Kürbiskern-Vollkornbrot kostet dadurch auch etwas mehr. Doch so fördern wir gemeinsam den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten für unsere Bauern und den Erhalt einer gesunden, artenreichen Kulturlandschaft rund um Augsburg.

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Denn sie kommen aus dem Aichacher Land von einer extra gegründeten Bioland-Anbaugemeinschaft. Keine Selbstverständlichkeit, denn der sensible Kürbis wächst nicht überall so gerne. Dass die Kerne auch noch ganz besonders aromatisch und knackig sind, freut uns umso mehr.

Lohnt sich doch, oder? www.bäckerei-schubert.de

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Gerechtigkeit Viele Naturata Produkte tragen das Fairtrade-Siegel. Wir wollen, dass es immer mehr werden. Denn Fairtrade steht für existenzsichernde Löhne, Schutz vor Kinderarbeit und für bessere Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort. Von dem Mehrpreis, den wir zum Beispiel den Bauern-Kooperativen in der Dominikanischen Republik für unseren Kakao zahlen, werden Schulen unterstützt oder Straßen repariert. So sorgen wir für mehr Gerechtigkeit.

Zusammenarbeit Gerechtigkeit Tierwohl Boden Artenvielfalt

Menschen Umwelt Gesundheit Klima Ressourcen

mehr als bio

Weil es um alles geht.

Bio-Sonnenblumen-Chunks als Fleischersatz Im Winter wärmen uns deftige Speisen richtig schön durch. Allein schon der Geruch von Braten lässt uns in Kindheitserinnerungen schwelgen. Wer lukullische Wonnen aber lieber fleischlos erleben möchte, muss auf den Genuss nicht verzichten. Denn jetzt hat das Familienunternehmen SunflowerFamily die SonnenblumenChunks auf den Markt gebracht – veganer Genuss im Winter. Dies sind größere Stückchen, mit denen sich hervorragend vegane Gerichte wie Geschnetzeltes, Gulasch, Ragout oder Currys zubereiten lassen. Sie bestehen aus einer einzigen Zutat: Reinem Bio-Sonnenblumenprotein. Damit lässt sich grundsätzlich alles kochen, was sich auch mit Fleisch-Geschnetzeltem zubereiten lässt. Absolut leicht in der Handhabung lassen sich die kleinen Chunks einfach so in Pfanne und Topf mit ein wenig Flüssigkeit vermengen. Sie bestehen aus reinem Sonnenblumenprotein, sind ohne künstliche Zusätze und in Bio-Qualität. Wer sich gerne pflanzenbasiert ernährt, aber mit Hülsenfrüchten wie Soja weniger gut gefahren ist, für den sind die Sunflower-Produkte eine echte Alternative. Sie führen nicht zu Blähungen und sind daher sehr bekömmlich. Auch für Menschen mit Unverträglichkeiten wie Zoliakie sind sie bestens geeignet, da sie glutenfrei sind. Das Sonnenblumenprotein hat zudem einen hohen Ballaststoffgehalt, enthält alle essentiellen Aminosäuren, ist reich an Proteinen sowie B-Vitaminen und frei von Allergenen. Zudem hat es einen geringen Fettanteil.

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Der feine Geschmack nach Sonnenblumenkernen gibt dem Gericht eine besonders leckere nussige Note. Abgepackt wird das grobe Bio-Sonnenblumenhack unter anderem in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen in Kaufbeuren. Die SunflowerFamily ist ein Familienunternehmen aus dem Allgäu. Als Kinder der ersten Öko-Generation wurden sie schon früh für das ökologische Gleichgewicht sensibilisiert. Ihr Anliegen ist es, einen Beitrag für eine lebenswertere Welt zu leisten. Einen wichtigen Hebel zur Veränderung sehen sie darin, dass die Menschen künftig weniger Fleisch und andere tierische Produkte verzehren. Mit ihren pflanzlichen Produkten möchten sie eine fleischlose Ernährung einfacher und schmackhafter machen. Denn darin sehen sie ihre Mission: Eine gesunde, nachhaltige und pflanzenbasierte Ernährungsweise mit zu gestalten! Zutaten: Sunflower Chunks (grobes Sonnenblumenhack), Bio-Sonnenblumenhack, 100% Bio-Sonnenblumenprotein (ökologischer Anbau). UVP: ab 3,99 €, in Bioläden und Biosupermärkten oder im Online-Shop. www.sunflowerfamily.de


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Bio und ethisch: Tomatenkonserven mit Migrationshintergrund von NoCap Der Kameruner Yvan Sagnet ist ein sanftmütiger aber tatkräftiger Mensch. So jedenfalls sah es der Schweizer Regisseur Milo Rau, als er ihn als Jesus Darsteller erkor für seinen leider in Pandemiezeiten 2020 herausgekommenen Film „Das Neue Evangelium“. An dem Thema des Films, die Sklaverei, ob in der Bibelgeschichte oder heute, hat sich leider nichts geändert und es ist eng mit Yvans Geschichte verbunden. Als Student nach Italien gekommen, brachte ihn seine Suche nach einem Ferienjob 2011 in eines (von vielen!) unsäglichen Ghettos bei Nardò (Apulien), wo er am eigenen Leibe erfuhr, wie es sich anfühlt heutzutage ein gestrandeter Migrant mitten in Europa zu sein. Der Alltag ist ein Versuch zu überleben unter den unmöglichsten Bedingungen, mitten im Unrat, ohne Sanitäranlagen, ohne Wasser, ohne Strom. Auf den Plantagen von der Mafia und dem Caporalato, (daher der Name NoCap) gnadenlos ausgebeutet zu sein und Tag für Tag Feldarbeit unter der sengenden Sonne zu verrichten. Im SZ-Magazin vom 14.12.2020 sagte Yvan: „Die Landwirtschaft in Italien lebt von der Ausbeutung der Migranten (...), aber die Caporali sind die kleinen Fische. (...) Wenn die Dose Tomaten 39 Cent kostet, braucht der Bauer Sklaven“. Die Verstrickungen der Lebensmittelindustrie, die von mafiösen Strukturen auf dem Feld profitiert, zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Vermarktung und so sind Migranten willkommene, spottbillige Arbeitskräfte, die ihre Rechte nicht kennen und leicht zu erpressen sind. NoCap, das zukunftsweisende Integrationsprojekt Keinesfalls auf Süditalien begrenzt, grassieren solche Ghettos, deren Bilder es schon in die Schlagzeilen geschafft haben. Genauso in Spanien wie in Südfrankreich passiert Ausbeutung, damit wir in Europa günstig einkaufen können. Betroffen sind alle ErntehelferInnen, ob MigrantInnen oder Einheimische. Yvan Sagnet engagiert sich für die Rechte aller. Schnell verstand er, was zu tun war: Wie ein Gewerkschafter hat er seine afrikanischen Leidensgenossen zur Rebellion aufgerufen und geholfen, ihre Angst vor Ausweisung zu überwinden. Als sie mobilisiert waren, hat er festgestellt, dass der Hoffnung Taten folgen müssen, sonst versinken die mutlosen Menschen in Depression. Aufgrund von Landflucht aufgegebene Ländereien wurden übernommen und biologische Tomaten angebaut: gut für die Menschen, gut für den Boden. Und statt gnadenloser Ausbeutung sind nun geregelte Arbeitsverhältnisse mit Arbeitsverträgen an der Tagesordnung. Darüber hinaus werden würdige Unterkünfte gebaut, angemietet und weitere

geplant, damit so viele Menschen wie möglich aus den Ghettos rauskommen. Yvan sucht unermüdlich Kooperationen mit Bauern, die Migranten einstellen und sie auch würdig unterbringen wollen. Gleichzeitig hat er angefangen UnterstützerInnen- und HelferInnen-Netzwerke aufzubauen. Seine Bestrebungen waren nicht umsonst, denn eine italienische Supermarktkette vertreibt die Produkte von NoCap, was schon einen großen Erfolg darstellt. Zu kaufen sind die Produkte auch in Deutschland Besondere Unterstützung erhält das Projekt von Christiane Lüst und Karl Heinz Jobst vom Öko & Fair Umweltzentrum in Gauting: Während eines Besuchs in Riace, dem gebeutelten kalabrischen Willkommensdorf von Mimmo Lucano, wurden sie auf NoCap aufmerksam. Seitdem stehen sie tatkräftig an der Seite von Yvan, der letzten Sommer bei der Aufführung vom Neuen Evangelium in Bayern anwesend war, vor allem beim Vertrieb und der Auslieferung der Produkte, nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und Österreich. Sogar Koch Eckhard Scholz vom Münchner Gasthof Rumpler hat sich auch von den NoCap-Produkten zu Kreationen inspirieren lassen. Bio-Großhandel und Biosupermarktketten tun sich hier in Bayern schwer damit, aber viele kleine Bio- und EineWelt-Läden sind dabei. Jedes Jahr fahren die beiden zu den verschiedenen italienischen Integrationsprojekten und bieten die Rundreise als eine Art Bildungs- wie Unterstützungsreise an. Neben den Einkünften für die Produkte ist das gesamte Projekt auf Spenden und Spenden-Sammelaktionen angewiesen. Wer es mit eigenen Augen gesehen hat, will selber anpacken, damit das Projekt NoCap weiterhin wächst und den Migranten die Möglichkeit gibt, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Von NoCap gibt es Passata rot und gelb, Pelati und zwei Salsa aus Dattel- oder Kirschtomaten und mittlerweile auch mit roter Passata gefüllten Gastro-Dosen (2,5kg). Unter diesem Link kann man erfahren, wo es Verkaufsstellen gibt: www.nocap.oeko-und-fair.de/hier-gibt-es-nocap-produkte/

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Weniger süß, palmölfrei, mit Hafer, Gerste und Buchweizen! Mit dem Granola Banane und dem Granola Himbeer bietet der norddeutsche Bio-Pionier einer ernährungsbewussten Zielgruppe zwei neue, vegane Granola an, die mit 30% weniger Zucker* daherkommen und zudem palmölfrei sind. Für ein leichtes Knuspererlebnis! Allein die Basis der neuen Granola des Getreidespezialisten und Bio-Pioniers aus dem niedersächsischen Bohlsen ist etwas Besonderes: Hafervollkornflocken wurden mit Gerstenvollkornflocken und gepufftem Buchweizen kombiniert. Die goldgelben Flocken bringen ein herrlich getreidiges, leicht röstiges Aroma mit. Während sich bei der Variante ‚Granola Himbeer‘ gefriergetrocknete Himbeeren dazugesellen und eine leichte Süße ergänzen, wartet das ‚Granola Banane‘ mit knackigen Bananenchips und zartschmelzender Zartbitterschokolade auf. Die zwei fein knusprigen und leicht fruchtigen Granola sind ideal zum Frühstück oder als kleine Zwischenmahlzeit, egal ob mit Joghurt oder mit einer veganen Alternative oder mit Milch oder Milchalternativen. Auch als Topping von Süßspeisen oder Eis eignet es sich ideal. Doch nicht nur in der Müslischale am Frühstückstisch sorgt es für mehr Vielfalt! Im Bioland-Anbau sorgen die drei Getreide gleichzeitig für mehr Vielfalt auf dem Feld. So ist beispielsweise der Buchweizen nicht ohne Grund häufig Bestandteil von Blühmischungen, bietet er doch mit seiner intensiven Blühphase zahlreichen Insekten ein reiches Buffet! Nicht nur für Bienen, Insekten und Co.! Auch ernährungsphysiologisch bringen die Granola einiges mit: Die Zusammensetzung macht sie zu einem guten Beta-Glucan Lieferanten. Beta-Glucane tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Schon eine 60g-Portion des Bohlsener Mühle Granolas deckt die Hälfte des Tagesbedarfs an Beta-Glucan und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Auch in punkto Regionalität können die Produkte punkten: Die Bohlsener Mühle arbeitet bevorzugt mit Bioland-PartnerLandwirtinnen und -Landwirten in einem Umkreis von 200km um Bohlsen zusammen, verarbeitet wird in der Wassermühle vor Ort, gebacken wird das Granola 900 Meter von der Wassermühle entfernt in der hauseigenen Produktion. Die kurzen Transportwege schonen das Klima und regionale Strukturen werden gefördert. Die beiden ‚Neuen‘ sind zudem palmölfrei – zum Backen wird Bioland-Sonnenblumenöl eingesetzt.

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So viele gute Argumente überzeugen: Beide Produkte wurden mit der Bestnote A durch den Planet Score ausgezeichnet. Der Planet-Score ist ein ökologisches Nachhaltigkeitslabel, das Auskunft über die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln gibt. Der Planet-Score weist dafür einen Gesamtscore (von Skala A bis E) aus. Beispiel: Ein mit einem grünen A bewertetes Lebensmittel zeigt eine bessere Umweltbilanz auf als ein Lebensmittel mit einem gelben C. Doch der Planet-Score gibt noch weitere Informationen: Er zeigt Verbraucherinnen und Verbrauchen zusätzlich, in welchem Maße das Lebensmittel durch den Einsatz von Pestiziden hergestellt wurde und welche Auswirkungen auf die Biodiversität und das Klima bestehen. Mehr Informationen zum Planet Score gibt es hier: www.shop.bohlsener-muehle.de/nachhaltigkeit/planetscore Granola Himbeer: Zutaten: Knuspermüsli* (Hafervollkornflocken*, Gerstenvollkornflocken* 27%, Agavendicksaft*, Sonnenblumenöl*, Buchweizen* gepufft 4%), Himbeeren* gefriergetrocknet 2%. *aus ökologischem Landbau. UVP: 4,29€; 350g. vegan – palmölfrei – weniger Zucker Granola Banane: Zutaten: Knuspermüsli* (Hafervollkornflocken*, Gerstenvollkornflocken* 25%, Bananenflakes* 8%, Sonnenblumenöl*, Agavendicksaft*, Buchweizen* gepufft 4%), Bananenchips* 7% (Bananen*, Kokosnussöl*, Rohrohrzucker*), Zartbitterschokolade* 3% (Kakaomasse*, Rohrohrzucker*, Kakaobutter*, Emulgator: Sonnenblumen-Lecithine*). *aus ökologischem Landbau. UVP: 4,29€; 350g. vegan – palmölfrei – weniger Zucker Die Bohlsener Mühle im Internet und in den sozialen Medien: Website: www.bohlsener-muehle.des * Bohlsener Mühle Marktanalyse 11/2021, Knuspermüslis auf dem deutschen Markt


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Kochen mit Michaela Baur

Herbstliche Umami-Bombe Umami, der fünfte Geschmack neben salzig, sauer, süß und bitter, den wir auf der Zunge wahrnehmen können und der für Schmackhaftigkeit steht. Mit der Kombination aus gerösteten Pilzen, Tomaten und Parmesan ist diese Schmackhaftigkeit garantiert.

Pilzbolognese 500 ml Gemüsebrühe erhitzen und 30 g getrocknete (Stein)pilze darin für 30 Minuten einweichen. Anschließend abseihen, Flüssigkeit auffangen und Pilze fein hacken. 600 g gemischte Pilze putzen und klein hacken. Mit Olivenöl und Salz mischen und auf einem Backblech verteilen und bei 200°C Umluft goldbraun backen. 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen und 1 kleine Karotte klein hacken und in Olivenöl andünsten. 150 g gewürfelte Tomaten oder 100 ml Rotwein, 2 Tl Tomatenmark, Salz und Chilipulver dazugeben und köcheln lassen. Dann die gerösteten Pilze und eingeweichten Pilze zusammen mit der Einweichflüssigkeit dazugeben. Einkochen lassen. Von 4 Zweige Thymian die Blättchen abziehen. 4 Stiele Petersilie hacken und beides zur Soße geben. Pilzbolognese zu Nudeln servieren. Dazu passt frisch geriebener Parmesan.

Der Ernährungskompass – Das Kochbuch Dieses Kochbuch ist auf Wunsch vieler Leser nach Rezepten zum sehr erfolgreichen Buch „Der Ernährungskompass“ entstanden. In einer tollen und inspirierende Zusammenarbeit mit Bas Kast, dem Autor des Ernährungskompass, ist ein wunderschönes Buch entstanden, das meinen Anspruch an Genuss mit dem Anspruch von Bas Kast an gesundes Essen vereint. In seinem Buch hat er sämtliche aktuellen Ernährungsstudien durchforstet und die Ergebnisse gut verständlich zusammengefasst. Gesund und fit bis ins hohe Alter mit Hilfe von frischem genussvollem Essen, das ist das Credo. Daraus sind 111 Rezepte für gesunden Genuss für Morgens, Mittags und Abends entstanden. Inklusive Kompass-Pyramide, Kompass-Ampel und die 10 goldenen Regeln aus dem Ernährungskompass. DER ERNÄHRUNGSKOMPASS - DAS KOCHBUCH, in Zusammenarbeit mit Michaela Baur, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-641-24265-7, 22,00 Euro , C. Bertelsmann Verlag

Wollen Sie mehr über gesundes Kochen und Essen lernen? Sie wollen sich gerne gesünder ernähren und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Ernährungskompass umsetzen? Ich unterstütze Sie gerne bei der praktischen Umsetzung, mit viel Freude am Genuss! Mehr über die Autorin des Kochbuchs finden Sie auf der Website von Michaela Baur. www.michaelabaur.de MICHAELA BAUR – KOCHEN UND EVENTS – www.michaelabaur.de 14

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Feierliche Krönung der neuen Bio-Botschafterin für Bayern

Bio-Königin Raphaela I. Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in Bayern hat eine neue Botschafterin: Raphaela I. wurde am Samstag, 1. Oktober auf dem Biohof Lex in Emling/ Bockhorn (Lkr. Erding) von Thomas Lang, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) und Ralf Huber, dem Vorsitzenden des Landesfachausschuss für Ökologischen Landbau im Bayerischen Bauernverband (BBV), feierlich zur Bayerischen Bio-Königin gekrönt. In ihrer zweijährigen Amtszeit will Raphaela I. noch mehr Menschen von Bio überzeugen: „Mit Bio kommen wir alle voran! Bio ist gut fürs Klima, für die Artenvielfalt, für den Schutz unserer Böden und Gewässer, für unsere Nutztiere. Genießen und dabei Gutes tun – das geht mit Bio, und ganz besonders gut mit Bio aus Bayern!“ Wissen um und Leidenschaft für den Ökolandbau Thomas Lang sagte: „Mit Raphaela I. dürfen wir heute eine Bio-Königin krönen, die durch ihre Ausbildung und ihre tägliche Arbeit am Biohof Lex ganz genau weiß, was Bio ist und was

wird Raphaela I. mit viel Engagement und Motivationskraft werben. Denn hinter jedem bayerischen Bio-Produkt stehen Menschen und Betriebe, die es erzeugt und verarbeitet haben, steht Wertschöpfung für die Region. Mit der Bayerischen Bio-Königin wollen wir auch ins Scheinwerferlicht rücken, wie vielfältig, innovativ und leistungsfähig unsere heimischen Bio-Betriebe sind – und vor allem wie gut deren hochwertige Lebensmittel schmecken!“

V.l.n.r.: Anton Wimmer (Demeter), Franz Strobl, Josef Bauer, Thomas Lang (Mitglieder im Vorstand der LVÖ), Bio-Königin Raphaela I., Ralf Huber (Bezirkspräsident Oberbayern und Vorsitzender des Landesfachausschuss für ökologischen Landbau im BBV), MdL Benno Zierer (FW). Fotos: LVÖ/nmb

es kann. Wir freuen uns, dass Raphaela ihr Wissen und ihre Leidenschaft für den Ökolandbau künftig als Bio-Königin mit den Menschen in Bayern teilen wird. Als Botschafterin für die gesamte Bio-Branche in Bayern steht die Bayerische Bio-Königin repräsentativ für über 11.600 Bio-Betriebe sowie über 4.500 Unternehmen in der Verarbeitung und im Handel von Bio-Lebensmitteln. Im Ökolandbau liegt die Zukunft unserer Ernährung – und mit Raphaela I. haben wir eine wunderbare Mitgestalterin dieser Zukunft!“ Bio in Bayern: vielfältig, innovativ und leistungsfähig Ralf Huber: „Dass wir alle die bayerische Bio-Landwirtschaft bei jedem Einkauf voranbringen können, indem wir auf „Bio aus Bayern“ achten – dafür

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Bio-Erlebnistag auf dem Biohof Lex Die Krönung von Raphaela Lex zur neuen bayerischen Bio-Königin fand im Rahmen des Bio-Erlebnistags „Erntedank auf dem Biohof Lex“ auf dem bereits seit 1980 ökologisch wirtschaftenden Ackerbaubetrieb Lex in Emling bei Bockhorn (Lkr. Erding) statt. Seit ihrer Ausbildung zur Landwirtschaftsmeisterin an der Staatlichen Fachschule für ökologischen Landbau in LandshutSchönbrunn arbeitet Raphaela Lex auf dem Familienbetrieb. Wahl der Bio-Königin An der Auswahl der neuen Bayerischen Bio-Königin waren die vier bayerischen Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter sowie der Bayerische Bauernverband beteiligt. Raphaela I. tritt die Nachfolge von Bio-Königin Annalena I. an, die in ihrer Regentschaft mit hohem Engagement und großem Erfolg für den Ökolandbau eintrat. www.lvoe.de


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Der Herbst ist die Zeit des Vogelzugs – und des Vogelschlags Aber einfache Klebefolien an den Scheiben können Vogelleben retten. Im September sind auch die letzten Jungvögel des Jahres flügge und viele von ihnen machen sich nun auf die Reise in ihr Winterquartier. Rotkelchen oder Singdrossel ziehen in den Mittelmeerraum, Schreiadler und Storch sogar bis nach Afrika. Die ersten Gefahren des langen Trips lauern dabei bereits kurz nach dem Start: Glänzende Hausfassaden und spiegelnde Scheiben werden zur Todesfalle. Die Tiere erkennen sie nicht als Hindernis und prallen dagegen. Die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten schätzt, dass mehr als einhundert Millionen Vögel in Deutschland jedes Jahr durch Vogelschlag sterben – darunter auch seltene und bedrohte Arten. Für die gefiederten Reisenden ist das Glas gleich zweifach gefährlich. Nicht nur, dass ein Vogel im Flug die transparente Scheibe oft nicht rechtzeitig wahrnimmt. Manchmal täuschen Spiegelungen von Bäumen oder Sträuchern einen Lebensraum vor und locken die Vögel sogar an. Auch transparente Absperrungen an Bushaltestellen, Lärmschutzwänden oder auf Terrassen sind für Vögel oft unsichtbar. Die Wucht eines Aufpralls im vollen Flug überleben die Tiere mit den leichten Röhrenknochen in der Regel nicht. Um dies zu verhindern, werden häufig schwarze Vogelsilhouetten auf Glasscheiben geklebt. Das ist gut gemeint, hat aber

häufig nicht den gewünschten Effekt: Die Tiere weichen dann zwar diesem vermeintlichen Hindernis aus, aber benachbarte Flächen nehmen sie weiterhin nicht als Gefahr wahr. Mit selbstklebender Folie und ein wenig Geschick lassen sich aber Motive an Glasscheiben anbringen, die sowohl den unerfahrenen Jungvögeln als auch den schon erwachsenen Vögeln signalisieren: Stopp! Hier geht es nicht weiter! Dafür reicht es schon aus, weiße, schwarze, rote oder orangefarbene Punkte auf eine Scheibe aufzukleben und dabei die richtigen Maße zu beachten. Die Punkte sollten einen Durchmesser von mindestens zwölf Millimetern haben, der Abstand zwischen den einzelnen Aufklebern sollte maximal neun Zentimeter betragen, so empfiehlt es die Initiative BERLINER SPATZENRETTER, die sich mit Unterstützung der Deutschen Wildtier Stiftung für den Schutz von Spatzen an Schulgebäuden und Schulhöfen einsetzt. Derartige Klebefolienmuster für Glasfenster gibt es auch fertig im Handel zu kaufen. Wichtig ist, die Muster von außen und an freien Glasscheiben von beiden Seiten anzubringen. „So können Spiegelungen an beiden Seiten zuverlässig vermieden werden“, erklärt Lea-Carina Mendel, Artenschützerin der Deutschen Wildtier Stiftung. Dabei gilt: Je bunter und kontrastreicher Sie Ihre Fenster gestalten, desto besser. Vögel haben nämlich mehr Farbrezeptoren als wir und können daher ein breiteres Spektrum an Farben wahrnehmen. Und ganz nebenbei kann ein solcher Fensterschmuck auch für uns Menschen sehr hübsch aussehen. Mehr Infos: Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich in Hamburg und Berlin für die Spatzen ein. So werden im urbanen Raum Artenschutzmaßnahmen (Nistkästen für Spatzen) und Naturbildungsprojekte mit Kindern umgesetzt, in denen das Thema Vogelschlag ausführlich besprochen wird.

Vögel füttern Foto: Ingo Ritscher

aber richtig!

kostenloses Faltblatt anfordern unter www.lbv.de/fuettern 16

www.DeutscheWildtierStiftung.de/ naturbildung/rettet-den-spatz. Mehr zum richtigen Anbringen von Schutzmustern finden Sie hier: www.berliner-spatzenretter.de/SichereFensterFürUnsereVögel.pdf

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Gemeinsam Boden sichern für Biohöfe Jeden Tag wird in Deutschland eine Fläche von 54 Hektar versiegelt. Herhalten muss dafür vor allem Ackerboden. Gleichzeitig entstehen an vielen Orten Solarparks und mit steigender Biogaserzeugung werden mehr Flächen für den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Die Folge: Es gibt immer weniger Flächen, die zur Lebensmittelproduktion genutzt werden können und das bei wachsender Weltbevölkerung und Nachfrage nach Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt. Vor diesem Hintergrund ist Die Kulturland Genossenschaft unterstützt sie dabei, Ackerboden auch in Deutschindem sie mithilfe von Menland knapper und begehrter schen aus dem Umfeld der geworden, vor allem für außerHöfe Ackerland erwirbt und es landwirtschaftliche, zahlungsdiesen zu fairen Bedingungen kräftige Investoren. Letztere investieren seit der Finanzkrise vermehrt in Boden und spekulie- eigentumsähnlich und lebenslang zur Verfügung stellt. Die Höfe ren damit, wodurch die Bodenpreise in Deutschland zusätzlich verpflichten sich im Gegenzug dazu, die Flächen ökologisch zu bewirtschaften, zehn Prozent der Flächen dem Naturschutz künstlich in die Höhe getrieben werden. zu widmen und sich Mussten Landwirt*durch regionale Verinnen im Jahr 2007 beim marktung und soziales Flächenkauf im Schnitt Engagement für die noch 10.000 € pro Hektar Gesellschaft zu öffnen, zahlen, sind es heute zum Beispiel, indem sie circa 30.000 €, in vielen Schulklassen einladen Regionen Bayerns sogar oder einen Hofladen deutlich über 60.000€. betreiben. So entsteht Auch die Pachtpreise eine auf Solidarität bahaben sich mehr als sierende Gemeinschaft verdoppelt. Das wäre aus Bauern und Bürgern, weniger dramatisch, die gemeinsam Verantwenn die Umsätze aller wortung für den Boden landwirtschaftlichen Beübernimmt. Denn es triebe im gleichen Maß reicht nicht, in der dragestiegen wären – sind matischen Situation sie aber nicht. Wer heute des Höfesterbens, des ein Stück Ackerland zur Artensterbens und KliBewirtschaftung kaufen mawandels darauf zu möchte, kann dieses warten, dass Politik und Hofgemeinschaft Vorderhaslach – unser neuer Partnerbetrieb in Bayern von den Erträgen aus Gesellschaft umsteuder Ernte allein nicht ern. Indem wir selbst zurückzahlen. Zuminaktiv werden, können dest nicht bei einem wir über die Kulturland nachhaltigen Umgang eG Land sichern und es mit dem Boden. Nur Bäuerinnen dauerhaft mit dem die Böden auszur Verfügung stellen, laugenden Anbau von die besonders sorgsam Mais für Biogasanlagen damit umgehen. Die und großflächigen, hoch Genossenschaftsanteitechnisierten Strukturen le á 500 € sind nach fünf können Betriebe damit Jahren jährlich kündbar eventuell noch gewinnund werden bei Bedarf bringend wirtschaften. wieder ausgezahlt. Besonders hart trifft Mit dem Kauf von die Bodenpreisentwick46 ha für die Hofgelung deshalb vor allem meinschaft Vorderkleinere, regional einhaslach bei Hersbruck gebundene Biobetriebe startet bald eine neue sowie Junglandwirt*innen, die mit wenig Startkapital einen Hof Hofkampagne in Bayern. Vom Kampagnenstart für diesen Hof übernehmen oder neu gründen wollen. Dabei sind es gerade erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe vom Spatz, Dranbleiben vielfältige Biobetriebe und Nachwuchslandwirt*innen, die den lohnt sich also. Neugierig geworden? Herausforderungen unserer Zeit wirklich etwas entgegensetzen wollen und können, indem sie klimaschonend arbeiten, die Hier könnt ihr schon jetzt die Kulturland Genossenschaft Biodiversität fördern und sich für ein gutes Leben auf dem unterstützen: www.kulturland.de/vombodenessen Land einsetzen.

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Umwelt-Nachrichten: EU-Agrarminister für neue gentechnische Verfahren Der Begriff neue Züchtungstechniken oder neue genomische Techniken beschreibt eine Reihe wissenschaftlicher Methoden, die zur Veränderung von Genomen eingesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften von Pflanzen gentechnisch zu verändern, wie beispielsweise die Trockentoleranz. Einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2018 zufolge werden Organismen, die durch neue Pflanzenzüchtungstechniken erzeugt werden, als gentechnisch veränderte Organismen kategorisiert, was bedeutet, dass sie grundsätzlich unter die Gentechnik-Richtlinie der EU fallen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich eine Reihe von Mitgliedstaaten für eine Lockerung der EU-Vorschriften für gentechnisch veränderte Organismen ausspricht. Die Niederlande und Estland führen eine Koalition von 14 EU-Mitgliedstaaten an, die bereits 2019 einen solchen Schritt gefordert hat. Umweltverbände stehen der Technologie jedoch nach wie vor äußerst kritisch gegenüber und warnen vor ihren potenziellen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt sowie vor der Machtkonzentration bei wenigen Branchenakteuren. Quelle: www.euractiv.de

Eine Unterschriftenaktion gegen die Einführung neuer Gentechnik bietet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft auf ihrer Webseite: Neue Gentechnik-Methoden, insbesondere die CRISPR/Cas Technologie, zur Veränderung von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen bergen auch neue und unabschätzbare Risiken. Der oberste Gerichtshof der EU hat deshalb 2018 festgestellt: Auch neue Gentechnik ist Gentechnik und ist als solche zu regulieren. Petition zum Unterschreiben auf: www.abk-ev.de

Klage gegen Ausbau der Oder Stellvertretend für mehrere Umweltund Naturschutzorganisationen haben der Naturschutzbund Deutschland, der BUND Brandenburg und Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring Klage gegen den Ausbau der Grenzoder beim Verwaltungsgericht in Warschau

eingereicht. Die Organisationen verbinden ihre Klage mit einem Antrag auf Aussetzung der Vollstreckung beim woiwodschaftlichen Verwaltungsgericht in Warschau. Seit März 2022 laufen Ausbaumaßnahmen am polnischen Ufer der Oder, die erheblichen Einfluss auf das Flussökosystem auf beiden Seiten des Grenzflusses haben. Trotz der Umweltkata-strophe vom August, die zu einem massiven Fisch- und Muschelsterben führte, hält die Generaldirektion für Umweltschutz in Warschau am Ausbau der Grenzoder fest. Die Oder ist einer der letzten frei fließenden und naturnahen Flüsse in Europa und als einziger großer, mitteleuropäischer Fluss bis zur Mündung auf 500 km ohne Staustufe verbaut. Umsäumt von Weichholzauenwäldern ist der Strom bislang wichtiger Lebensraum für bedrohte und geschützte Arten. Quelle: Deutscher Naturschutzring

EU zentraler Absatzmarkt für gestohlene Wildtiere Die Europäische Union ist eine der wichtigsten Drehscheiben und Zielländer für Wildtiere, die aus Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten, Asien und Ozeanien „gestohlen“ wurden. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, der von Pro Wildlife, Humane Society International und International Fund for Animal Welfare veröffentlicht wurde. „Gestohlene Wildtiere: Die EU – ein Ziel für Wildtierschmuggler“ deckt die europäische Komplizenschaft in diesem illegalen Handel auf. EU-Bürger sind nicht nur in den Schmuggel von national geschützten Wildtieren verwickelt, sondern sie erhalten als Käufer den Markt für diese seltenen Tiere aufrecht. Die Europäische Union ist einer der größten Importeure von Tieren, die für den Handel mit exotischen Heimtieren bestimmt sind. Nur ein sehr kleiner Teil dieser gehandelten Arten fällt jedoch bislang unter internationale und/oder EU-Vorschriften. Viele der im Handel befindlichen Arten, die in Nicht-EULändern durch nationale Rechtsvorschriften geschützt sind, wurden jedoch in freier Wildbahn gefangen und unter Verstoß gegen das nationale Recht des Herkunftslandes exportiert, wie z. B. die beeindruckende philippinische Segelechse oder die einzigartigen Glasfrösche aus Lateinamerika. Quelle: Pro Wildlife

zusammengestellt von Andrea Reiche

Grundschleppnetzverbot in geschützter Tiefsee Am 15. September hat Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius die Umsetzung der Tiefseeverordnung angekündigt. Das heißt, in Zukunft sind 87 Gebieten mit empfindlichen und daher schutzbedürftigen Ökosystemen in der Tiefsee in EU-Gewässern besser geschützt. Das gesamte Sperrgebiet umfasst 16.419 Quadratkilometern in Tiefen unterhalb von 400 Metern. Das Verbot betrifft Schiffe mit bodenberührenden Fanggeräten, also Grundschleppnetzen, Stellnetzen, Grundlangleinen, Reusen und Fallen. Der angenommene Durchführungsrechtsakt tritt 20 Tage nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft und gilt sofort für alle Schiffe aus EU-Mitgliedstaaten und Drittländern, die in EU-Gewässern eingesetzt werden. Seit 2016 gilt laut Tiefseeverordnung (EU) 2016/2336 ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei unterhalb von 800 Metern. Quelle: EU-Kommission

Masthuhn-Report: Fast-Food-Ketten im Check Mehr als 620 Millionen Hühner werden in Deutschland jedes Jahr gemästet und nach einem leidvollen, kurzen Leben geschlachtet. In der konventionellen Haltung ist das Leid der Masthühner besonders groß: Überzüchtung, enge Ställe und qualvolle Schlachtpraktiken sind an der Tagesordnung. Im ersten deutschen Masthuhn-Report hat die Albert-Schweitzer-Stiftung führende Fast-Food-Ketten in Deutschland nach konkreten Tierschutzstandards in der Haltung von Masthühnern untersucht. Die Ergebnisse der deutschen Unternehmen liegen teilweise sehr weit auseinander. Im Bereich „Selbstverpflichtungen und Ziele“ erreichen beispielsweise sechs Unternehmen (KFC, Ikea, Domino’s, Pizza Hut, Subway und L’Osteria) 100 Prozent. Diese Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, alle Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative umzusetzen. Die anderen vier untersuchten Unternehmen liegen weit dahinter mit 23 Prozent (McDonald’s) oder 0 Prozent (Burger King, Starbucks, Vapiano). Quelle: Albert-Schweitzer-Stiftung

Weitere aktuellen Meldungen im Internet unter www.derspatz.de 18

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Wo Umweltschutz auch noch gut schmeckt… Der Bio-Spezialitäten-Produzent HILKATER KÄSE will neue Wege gehen und mit seinen Kunden gemeinsame Sache machen. Durch eine Beteiligung an der Errichtung eines Sonnenkraftwerks auf dem Dach des BIOBauernhofes können Interessierte nicht nur einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten, sondern kommen auch in puncto Genuss voll auf ihre Kosten. Auf dem BIO-Bauernhof der „Hilkaters“ aus Bizau wird täglich die BIO-Heumilch ihrer 17 Kühe in der hofeigenen Sennerei zu verschiedenen Schnitt- und Hartkäsesorten verarbeitet. Die Vermarktung der vielfach prämierten Produkte erfolgt direkt ab Hof im Hofladen und über Marktfahrer. Zusätzlich werden einzelne auserlesene Restaurants und Bio-Läden beliefert. Schon oft war HILKATER KÄSE im Gespräch, wenn es um innovative und nachhaltige Themen ging. Sei es als einer der ersten BIO-Bauernhöfe in der Region durch den Erhalt einer Vielzahl von Auszeichnungen für die verschiedenen handwerklich und ressourcenschonend erzeugten Käsesorten oder durch den Gewinn des Vorarlberger Tierschutzpreises. Abermals möchte der Familienbetrieb aus dem Bregenzerwald etwas Neues wagen und einen Beitrag für die Umwelt leisten. Auf dem Dach des Hofes soll ein Sonnenkraftwerk errichtet werden, das die Energieversorgung des Betriebes sichert und auch zukünftig eine nachhaltige Bewirtschaftung ermöglicht. Die geplante Photovoltaikanlage auf ca. 600m² Fläche soll etwa 150.000kWh Ökostrom pro Jahr erzeugen. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 35 Einfamilienhäusern. Damit kann der Energiebedarf für die Milch- und Käseverarbeitung gedeckt und zusätzlich noch Strom ins Netz eingespeist werden. Durch eine

Bürgerbeteiligung soll die Finanzierung der Photovoltaikanlage ermöglicht werden. Jeder, der die Besonderheiten der Hilkater Bio-Spezialitäten bereits zu schätzen weiß, aber auch alle anderen Interessierten sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen. Durch eine sinnvolle Investition von € 500 pro Photovoltaikmodul können sogenannte „Sonnenscheine“, also Anteile an der Anlage, erworben werden. Das Beste daran ist, dass dadurch nicht nur von jedem Einzelnen ein Beitrag zur umweltschonenden Stromerzeugung geleistet werden kann, sondern dass der investierte Betrag mit attraktiven Zinsen zurückerstattet wird: Als Gegenleistung für jedes gekaufte Modul im Wert von € 500 erhalten die Investoren die folgenden sechs Jahre lang jährlich einen Genussgutschein im Wert von € 100. Diese Gutscheine können eingelöst werden, da ein Sortiment aus feinsten biologischen Köstlichkeiten zur Auswahl steht. Dieses umfasst 11 biologische Käsesorten, sowie Gin, aromatische Teesorten, Kräutersalze, Bio-Freilandeier, Sirupe und weitere Köstlichkeiten. Eine sinnvolle Investition, die sich gleich mehrfach bezahlt macht! Wer weitere Informationen zum Projekt erhalten möchte, kann sich gerne mit dem HILKATER Bio-Bauernhof in Verbindung setzen. Familie Meusburger Tel. +43-676 924 49 76 www.hilkater.at

Wohlfühlklima durch richtige Luftfeuchtigkeit Um ein angenehmes Raumklima zu erreichen, empfiehlt es sich die Luft zu befeuchten. Sie können den Dampfer direkt auf Ihren Kaminofen, Kachelofen oder auf die Heizung stellen. Durch den geschlossenen Aufbau erwärmt sich das Wasser im Dampfer schnell und es entsteht die gewünschte Luftbefeuchtung. • Wasserverdunster für Heizungen, Kaminöfen, Kamine und Kachelöfen • Wirkt Problemen durch zu trockene Raumluft entgegen • Handmade in Germany • Hergestellt aus hitzebeständiger Keramik • Hellgrau matt glasiert mit natürlicher Farbengabe Die hohe Oberflächentemperatur von Kaminöfen, Kachelöfen oder großen Heizungen trocknet die Raumluft stark aus. Dies kann zu Problemen und Schäden führen. Oftmals bilden sich bei Holzmöbeln oder Bodenbelägen Trocknungsrisse und sogar verputzte Wände können Risse zeigen. Bei Mensch und Tier werden die Schleimhäute ausgetrocknet und Bakterien haben leichtes Spiel. Der Dampfer ist so konstruiert, dass sich das Wasser im Inneren gut erhitzen kann. Keime werden abgetötet und können sich nicht über die Raumluft verteilen.

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Der Dampfer kann bei Bedarf mit Kalklöser gereinigt werden. Für einen angenehmen Raumduft können auch unsere naturreinen ätherische Öle (siehe Schmelzfeuer) in den Dampfer gegeben werden. Noch ein kleiner Hinweis zum Dampf: Sichtbarer Wasserdampf, entsteht nur bei Temperaturen über 80°C. Darunter verdampft dennoch Wasser, allerdings entsteht kein sichtbarer Dampf. Dampfer aus spezieller Steinzeug Keramik Länge 15,50 cm, Breite 14 cm, Höhe 12,50 cm, Gewicht 600 g Bitte beachten Sie, dass in den heißen Dampfer aus Sicherheitsgründen kein kaltes Wasser nachgefüllt werden darf. Dies könnte zu einem Materialbruch aufgrund von Überbelastung führen. DENK Keramische Werkstätten e.K., www.denk-keramik.de


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Zu wenig Ausgleich Für jeden baulichen Eingriff in die Natur schreibt das Gesetz Wiedergutmachung an anderer Stelle vor. Doch in der Realität wird diese Pflicht oft missachtet. NABU und LBV fordern strengere Kontrollen und einen Nachweis über die gelungene Umsetzung. // Hartmut Netz Wie im Zivilrecht so im Naturschutzrecht Angerichtete Schäden müssen wiedergutgemacht werden. Wer also mit dem Bau einer Straße oder eines Gebäudes Natur zerstört, hat die gesetzliche Pflicht, anderswo Flächen ökologisch aufzuwerten und dauerhaft zu sichern. Etwa durch Anpflanzen einer Hecke, Renaturierung eines Moores oder Umwandeln eines Ackers in eine artenreiche Magerwiese. Die Idee dahinter: Trotz aller Bauprojekte sollen Natur und Landschaft und damit Flora und Fauna im dichtbesiedelten Deutschland unversehrt bleiben. Soweit die Theorie. Und die Realität? Als Ausgleich für einen Solarpark, errichtet in Gebenbach, einem 800-Einwohner-Dorf im bayerischen Landkreis AmbergSulzbach, waren laut Baugenehmigung zwei Äcker ökologisch aufzuwerten. Sie sollten in extensive Wiesen mit artenreichen Pflanzen- und Insektengesellschaften umgewandelt werden. Zudem sollten zwischen Solarpark und dem angrenzenden Ackerland Hecken gepflanzt werden – als Nist- und Rückzugsort für Offenland-liebende Vogelarten wie Stieglitz, Goldammer oder Neuntöter. Das Problem: Bis heute existieren weder die Hecken noch die artenreichen Wiesen. Ähnlich in Velburg, einer Stadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, wo als Ausgleich für eine Photovoltaik-Anlage ein Magerwiese ökologisch aufgewertet werden sollte. Stattdessen wurde die Wiese in ein intensiv bewirtschaftetes Rapsfeld umgebrochen. Der ökologische Wert der Fläche, die als Magerwiese Lebensraum für spezialisierte Tiere und Pflanzen gewesen war, hatte sich damit drastisch verschlechtert. Missachtung geltenden Rechts So wie in Gebenbach und Velburg sieht es vielerorts in Bayern aus. Das ist einer aktuellen Untersuchung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) zu entnehmen, für die Ausgleichsflächen in allen Landesteilen unter die Lupe genommen wurden: „Die gesetzlichen Vorgaben für Kompensationsmaßnahmen werden systematisch missachtet“, stellt LBV-Chef Norbert Schäffer fest. Zu einem ähnlich verheerenden Ergebnis kam 2017 schon eine Studie des Landesamtes für Umwelt, die im oberbayerischen Landkreis Ebersberg 100 Ausgleichsflächen untersuchte. Nur 20 erfüllten alle Vorgaben; 26 waren schlicht nicht existent. Die Missachtung geltenden Rechts zu Lasten der Natur ist nicht nur in Bayern ein Problem. Die Umsetzung festgelegter Ausgleichsmaßnahmen erfolge „oft nur defizitär“, heißt es beispielsweise auf den Internetseiten des Landesbüros der Naturschutzverbände NRW, das der NABU Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit zwei anderen Umweltverbänden betreibt. Ähnlich Zustände herrschen in Baden-Württemberg, wie eine aktuelle Studie nahelegt. Bewertet wurden 124 Ausgleichsflächen von neun Gemeinden im Breisgau. Nur 25 erfüllten alle Qualitätsvorgaben;

33 waren nicht vorhanden, der große Rest existierte zwar, erfüllte die Vorgaben jedoch nur mäßig bis mangelhaft. Bauboom befeuert Nachfrage Ein Missstand, den Albert Reif, dessen Lehrstuhl für Standort- und Vegetationskunde an der Universität Freiburg die Breisgau-Studie erstellt hat, unter anderem auf behördliche Personalnot zurückführt: „Anlage und Pflege von Ausgleichsmaßnahmen müssten strenger kontrolliert werden“, sagt der Biologie-Professor. „Aber damit wären die Behörden total überlastet.“ Hinzu komme, dass der Zielzustand von Ausgleichsflächen bei privaten Bauvorhaben nur für höchstens 30 Jahre garantiert werden müsse: „Aber was passiert danach?“, fragt Reif. Kümmert sich niemand mehr, sinkt in der Regel auch der ökologische Wert der Fläche. Die Qualität von Ausgleichsflächen wird mit standardisierten Verfahren ermittelt. Man bewertet die auf einem Quadratmeter lebende Flora und Fauna nach Punkten, multipliziert die Punktzahl mit der Größe und erhält so den Öko-Punktwert der Fläche. Diese Flächen können Kommunen im Vorgriff auf künftige Baumaßnahmen in einem Ausgleichspool bevorraten. Ausgleichsflächen, die bereits einem konkreten Bauvorhaben zugeordnet sind, sollten idealerweise in ein zentrales Verzeichnis eingetragen werden. Doch Naturschutz sei in weiten Teilen Ländersache, erläutert NABU-Experte Till Hopf: „Manche Bundesländer, wie etwa Bayern, führen ein solches Verzeichnis, andere wiederum nicht.“ Die Nachfrage nach Ausgleichsflächen ist in den letzten Jahren explodiert, denn es wird mehr gebaut denn je. Vor allem in Boom-Regionen verschwindet immer mehr Boden unter Beton und Asphalt. Auf fruchtbarem Ackerland wachsen triste Logistikzentren in die Höhe, bunte Wiesen mutieren zu grauen Gewerbegebieten, neue und breitere Straßen fragmentieren natürliche Lebensräume. Und in den Städten schließt man die letzten Baulücken. Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 200 Quadratkilometer Boden in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt – eine Fläche, so groß wie Stuttgart. Verlustgeschäft für die Natur Der Bauboom befeuert einen schwunghaften Handel mit Ausgleichsflächen, dessen Währung die Ökopunkte sind. Oft stammen sie von weither, denn insbesondere in den Städten, also dort, wo am meisten gebaut wird, mangelt es aufgrund dichter Bebauung an eigenen Ausgleichsflächen. „Oft wird rein buchhalterisch nach Punktwerten abgerechnet“, kritisiert Albert Reif: „Ohne zu berücksichtigen, ob die Flächen in einen ökologischen Zusammenhang eingebettet sind und ihre geplante Funktion erfüllen können.“ Für die Natur ist das meist ein Verlustgeschäft. NABU-Experte Till Hopf beobachtet schon seit geraumer Zeit „einen schleichenden Niedergang der Natur“: „Die Behörden brauchen mehr Personal zur Kontrolle der Ausgleichsflächen“, fordert er. LBV-Chef Norbert Schäffer verlangt zudem, dass für jede Baumaßnahme ein Nachweis über die Umsetzung des Ausgleichs erbracht werden müsse: „Ausgleichsflächen sollen neue Lebensräume schaffen“, sagt er: „Sie sind unverzichtbarer Bestandteil des Biotopverbundes, den wir so dringend für den Artenerhalt brauchen.“

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Natürliche Spielzeuge von KORKO Umweltbewusstsein mit Spielspaß verbinden – das kann KORKO. Die Marke bietet Bauklötze aus nachhaltigem Kork an, der vollständig erneuerbar, biologisch abbaubar und recycelbar ist. Damit sind keine schädlichen Chemikalien enthalten, die dem Kind oder dem Planeten schaden können. Die Blog-Set sind im VK-Preis zwischen 19,99 Euro und 49,99 Euro im Online-Shop und ausgewählten Einzelhandel erhältlich. Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollten Eltern ihren Kindern früh mit auf den Weg geben. Mit der Kinderspielzeug-Marke KORKO gelingt das spielerisch, denn die Produkte sind aus reinem Kork, von der Natur inspiriert. Den höchsten Turm der Welt bauen? Kein Problem! In 8 verschiedenen Farben können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei werden Feinmotorik, Hand-Augen-Koordination und räumliches Denken geschult. Gut für Kind und Umwelt!

Falls der Turm dann doch mal zusammenbricht, werden Eltern vor allem von der Geräuscharmut der Blöcke begeistert sein. Da diese leicht, weich und abgerundet sind, gibt es noch einen weiteren Vorteil: Die Kinderhände bleiben sicher vor Verletzungen. Darüber hinaus sind die Korkbausteine ungiftig, antibakteriell, wasserabweisend und deshalb schon für die kleinsten Kinder zum Spielen geeignet. Allergiker profitieren von den antistatischen Eigenschaften des Korks. www.korko.com/de, Tel. 06400- 9587-140

Saubere Luft in Innenräumen Die Qualität der Atemluft beeinflusst unser Wohlbefinden und die Gesundheit maßgeblich. Daher ist es essenziell, dass wir in unserem Zuhause für möglichst gute Luft sorgen – keine Lappalie, bedenkt man, dass die Luft in geschlossenen Räumen bis zu fünfmal stärker verunreinigt sein kann als die Luft im Freien und oft schlechter ist als an belebten Verkehrskreuzungen. Für die Verbesserung der Innenraumluftqualität haben Luftreiniger eine wichtige Bedeutung, da sie vielfältige schädliche Stoffe aus der Atemluft entfernen. Luftreiniger mildern Allergien und beugen Krankheiten vor Unser Zuhause als unsere „dritte Haut“ (Friedensreich Hundertwasser) spielt eine wesentliche Rolle für Wohlbefinden, Gesundheit und damit Lebensqualität. Dementsprechend wichtig ist es, unseren Wohnbereich möglichst gesund und damit frei von schädlichen Stoffen zu gestalten. Die Atemluft in Innenräumen allerdings kann stark belastet sein mit Staub, Pollen, Viren, Bakterien und anderen organischen und anorganischen Stoffen, beispielsweise dem Kot von Milben, der Allergien und Asthma auslösen kann. Abhilfe bieten Luftreiniger Diese reduzieren die Konzentration diverser schädlicher Stoffe und schaffen so angenehme und weniger allergene Raumluft. Den mit der HEPASilent™-Technologie ausgestatteten Luftreinigern von Blueair gelingt es, bis zu 99,97 % der luftgetragenen Partikel bis zu einer minimalen Größe von 0,1 Mikrometern zu filtern und Räume mit absolut reiner Luft zu versorgen. Dieses gesündere Umfeld unterstützt insbesondere Allergiker*innen bei der Linderung ihrer Symptome und ist darüber hinaus

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hilfreich bei vielen weiteren Erkrankungen: Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass Luftreiniger das Sick Building Syndrom (SBS) lindern können sowie weitere Beschwerden, die im Zusammenhang mit schlechter Innenraumluft stehen. Dazu gehören brennende oder tränende Augen, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder gereizte Haut, Gelenkbeschwerden oder Erschöpfungszustände sowie Konzentrationsstörungen. Luftreiniger schützen besonders Babys und Kinder Die Lungen und inneren Organe von Kindern und Babys sind besonders empfindlich, wenn es um Umweltbelastungen geht. Da sich Lungen, Hirn und Immunsystem von Heranwachsenden noch in der Entwicklung befinden und sie pro Kilogramm Körpergewicht etwa zwei- bis dreimal so viel Luft ein- und ausatmen wie Erwachsene, ist saubere Luft für sie existenziell. Sicheren Schutz für die Gesundheit der Kleinsten bieten Luftreiniger von Blueair. Das schwedische Unternehmen steht für hervorragende Technologie, Innovation und den Kampf dafür, dass alle Kinder auf dieser Welt saubere Luft atmen können. Mehr Information: www.blueair.com


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BUND Naturschutz: Tipps für das Herbstlaub

Goldgrube Laubhaufen So bunt die Blätter jetzt leuchten, so vielfältig ist auch ihr Nutzen für Tiere und Pflanzen. Grund genug, eine Lanze für die Laubschicht in Gärten zu brechen. Bunte Blätter auf den Beeten schützen beispielsweise die Pflanzen vor eisigen Temperaturen und auch Topfpflanzen sind unter einer dicken Laubschicht sicher vor dem Frost. Tief ins Laub eingegraben überwintert eine Vielzahl von Insekten, darunter wichtige Gartennützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Hummeln. Sie alle stehen uns im nächsten Frühjahr wieder als Helfer im Garten zur Seite. Igel suchen sich als bevorzugte Winterquartiere Ecken mit Totholz, Reisig und Laubpackungen. Für den Zaunkönig und andere Vögel ist das Laub eine Speisekammer, wo sie nach Insekten suchen um gut über den Winter zu kommen. Im Frühjahr wird das Laub von unzähligen Lebewesen zu wertvollem Humus umgewandelt. Damit bleiben die Nährstoffe in den Blättern als Dünger im Kreislauf der Natur erhalten und gehen nicht verloren. Auf den Einsatz von Laubbläsern sollte möglichst vollständig verzichtet werden: „Laubbläser sind verheerend für Kleinlebewesen und belasten unsere Gesundheit durch Lärm, Feinstaub und aufgewirbelte Krankheitserreger. Rechen und Besen sind die bessere Alternative. Dies gilt nicht nur im privaten Bereich. Auch im gewerblichen Bereich ist der Mehraufwand, anders als oft behauptet, vertretbar. Insbesondere die Stadt München muss hier noch viel mehr mit gutem Beispiel vorangehen.“ so Martin Hänsel, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Naturschutz in München. Die Zeiten, in denen Laubbläser eingesetzt werden dürfen, sind genau geregelt:

BUCH-Tipp:

Grundsätzlich ist der Betrieb vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr verboten. An Sonn- und Feiertagen dürfen die Geräte ebenfalls nicht verwendet werden. Auch eine mehrstündige Mittagspause gilt. Bei einem gewerblichen Einsatz fällt diese lediglich etwas kürzer aus. Je nach Baumart zersetzen sich die Blätter unterschiedlich schnell. Das Laub von Erlen, Linden, Eschen, Birken, Kastanien, Berg- und Feldahorn, Haselnuss und vielen Gartensträuchern verrottet beispielsweise relativ schnell. Eichen-, Buchen-, Pappel-, Spitzahorn-, Walnuss- und Platanenlaub dagegen verrottet eher langsam. Wer im Garten unterschiedliche Laubarten sowie trockenes und feuchtes Laub mischt, unterstützt zudem den Abbauprozess. Auf dem Komposthaufen kann man das Laub noch mit Grasschnitt oder Hornspänen mischen, der darin enthaltene Stickstoff beschleunigt den Zersetzungsprozess. Ebenso können kompostierbare Küchenabfälle und fertiger Kompost untergemischt werden, sodass die Blätter nicht plattig aneinander kleben. Ideal für Natur und Garten ist es, möglichst viel Laub unter Bäumen, Hecken und Sträuchern liegen zu lassen sowie Hochbeete und Töpfe damit abzudecken. Der Komposthaufen verträgt ebenfalls größere Laubmengen. Mehr Informationen unter www.bn-muenchen.de oder am BN Service-Telefon: Tel. 089 - 51 56 76-0

Waldpfade Bayerische Voralpen

Waldwandern in den bayerischen Voralpen Nach dem großen Interesse an den Waldpfaden in und um München entstand die Idee, auch weiter südlich, in den Bayerischen Voralpen, interessante Touren vorzustellen. Die Bayerischen Voralpen, die gut von München aus erreichbar sind, stellen eine beliebte Ausflugsgegend dar. Wälder, Seen, Bäche und Flüsse, Moore sowie sanfte Hügel und schroffe Berge prägen das Landschaftsbild. Die 39 Touren reichen von Panoramawanderungen vor den Voralpen bis zu anspruchsvollen Bergtouren beispielsweise auf die Aiplspitz und den Krottenkopf im Estergebirge, dem höchsten Berg der Bayerischen Voralpen. Umfangreiche Tourenbeschreibungen bringen Sie zu frischer Waldluft, bemoosten Bäumen, Wildtieren, Schmetterlingen und bunter Blütenpracht im Bergwald und auf Almwiesen. Ausführlich werden die Pflanzen vorgestellt denen Sie neben den Waldpfaden begegnen können. Erkundet werden nasse Moorwälder, montane Bergmischwälder, schattige Schluchtwälder, trockene SchneeheideKiefernwälder, subalpine Fichtenwälder bis hinauf zu Latschen- und Alpenrosengebüschen im Krummholz. Sogar Reste von Bergurwald können entdeckt werden. Viele Insidertipps verraten, wo es sich lohnt nach Murmeltieren, Gämsen, Hirschen, Füchsen, Alpensalamander oder besonderen Vogel-

arten Ausschau zu halten. Infoboxen geben das Wissenswerteste über Besonderheiten jedes Waldgebiets bekannt. Neben Faktenwissen wird auch Humoriges zur Kultur der Bayerischen Voralpen berichtet. Nicht der Gipfel ist hier das Ziel, sondern die Besonderheiten auf dem Weg nach oben. Deshalb: Gehen Sie raus und erkunden Sie die Waldpfade der Bayerischen Voralpen! Der Autor Dr. Rudolf Nützel ist seit 1995 hauptamtlicher Geschäftsführer der Kreisgruppe München des Bund Naturschutz. Nebenberuflich ist er als forstlicher Gutachter tätig und erhält regelmäßig Lehraufträge von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Hochschule München. In seinen Seminaren lehrt er junge Menschen die Zusammenhänge des Ökosystems Wald und vermittelt die Erkenntnis, dass nachhaltige Entwicklung nur auf der Grundlage einer intakten Natur funktionieren kann. In seiner Freizeit ist er am liebsten in den Alpen unterwegs Rudolf Nützel, Waldpfade Bayerische Voralpen – Auf 39 abwechslungsreichen Wanderungen die Natur mit allen Sinnen erleben 192 Seiten, ca. 200 Abb. Format 16,5 x 23,5 cm Klappenbroschur mit Fadenheftung ISBN: 978-3-7343-2331-7 22,99 €, Bruckmann Verlag

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Neues Buch von Helena Norberg-Hodge:

Lokal ist unsere Zukunft – Schritte zu einer Ökonomie des Glücks Ernährungsunsicherheit, unterbrochene Lieferketten, krisengebeutelte globale Märkte – immer mehr Menschen erkennen die Wichtigkeit regionaler und lokaler Versorgungsstrukturen und der damit einhergehenden lokalen Unabhängigkeit vom globalen Handel. Während die Politik um Lösungen ringt, machen Verbraucher überall auf der Welt bereits Nägel mit Köpfen: der Trend zu hochwertigen regionalen Lebensmitteln und Produkten wächst rasant. Das bestätigt auch der jüngste Ernährungsreport des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung: Für 82% der Befragten ist es wichtig, dass Lebensmittel aus ihrer Region kommen. Der FoodHub München, ein neuer Markt für biologische und regionale Lebensmittel mit Genossenschaftsbeteiligung in der bayerischen Landeshauptstadt, hat es vor kurzem sogar in die Tagesthemen geschafft. Neues Buch „LOKAL IST UNSERE ZUKUNFT“ Doch nicht nur in Deutschland fragen Verbraucher vermehrt Regionalität nach sowie Transparenz darüber, wo und wie etwas erzeugt wurde. Die Bewegung wächst bereits auf allen Kontinenten. Das neue Buch „Lokal ist unsere Zukunft - Schritte zu einer Ökonomie des Glücks“ von Helena Norberg-Hodge, das im Verlag Neue Erde erschienen ist, fasst die wichtigsten Initiativen und Strömungen zusammen und stellt inspirierende Beispiele aus aller Welt vor – von Erzeugergemeinschaften für Bio-Lebensmittel in den USA über lokale Währungen zur Stärkung ländlicher Strukturen in Europa bis zu gemeinschaftsgeführten Krankenhäusern in Afrika, die zudem die Landflucht stoppen und lokale Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig zeigt die Autorin, die in den 80er Jahren den Wandel von selbstversorgenden Gemeinden mit gesunden Strukturen hin zu einer verfallenden modernen Gesellschaft in Ladakh, Tibet selbst miterlebte, wie die Globalisierung alles zerstört hat: soziale Gefüge, ökologisches Gleichgewicht und traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft – alles zugunsten von multinationalen Konzernen, die inzwischen auch starken Einfluss auf die Politik nehmen. Lokal statt global Doch der Wendepunkt ist erreicht, immer mehr Menschen wollen sich nicht mehr auf industriell gefertigte und quer über den Erdball gehandelte Produkte verlassen, die obendrein mit ihrem langen Transportwegen das Klima anheizen und nur selten frei von Pestiziden und Gentechnik sind. Sie wollen biologische, regionale und saisonale Produkte und haben erkannt, dass die lokale Wertschöpfung nicht nur den Produzenten zugute kommt und ihr Geld somit in der Region verbleibt, sondern auch ihnen selbst, indem sie sichere und transparente Produkte und Dienstleistungen erhalten, deren Nachverfolgung jederzeit möglich ist – eine WIN-WIN-Situation für alle. Die Gewinnmargen, die sonst an Zwischenhändler, Transporteure und große Konzerne gehen, verbleiben zum Beispiel bei den Landwirten, die dafür mehr in Ökologie und Freilandhaltung investieren können. Aber auch andere Bereiche der Gesellschaft profitieren.

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Stärkung der lokalen Wirtschaft – zum Wohle aller Lokale Unternehmensallianzen ermöglichen es kleinen und mittleren Unternehmen, sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und die Vitalität der lokalen Wirtschaft zu stärken. Kommunale Zusammenschlüsse für dezentrale Versorgung mit Erneuerbaren Energien machen Gemeinden unabhängiger von steigenden Strompreisen. Gemeinschaftsbanken sind in der Lage, kleinen lokalen Unternehmen Kredite zu gewähren, die sie von den großen Kreditinstituten gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingung erhalten würden. Und es gibt sogar seit kurzem eine Bewegung in den USA für gemeindeeigene Breitbanddienste, um den Kommunen mehr Kontrolle über ihr Internet zu geben, den Zugang dazu erschwinglicher und zuverlässiger zu gestalten und das Geld in der lokalen Wirtschaft zirkulieren zu lassen. Eine Ökonomie des Glücks Die „Ökonomie des Glücks“, zu der es auch ein ganzes Kapitel im Buch gibt sowie einen gleichnamigen Dokumentarfilm, produziert von der Autorin Helena Norberg-Hodge und ihrer NonProfit-Organisation „Local Futures“, ist also möglich und machbar. Und Lokalisierung ist der Weg dazu. Auch bei uns gibt es bereits all die Zutaten für eine dezentralisierte und nachhaltige Gesellschaft, in der Mensch und Natur wieder im Mittelpunkt stehen. Die Slowfood-Bewegung, Urban Gardening, solidarische Landwirtschaft, Ökobauern mit Hofladen, Direktvermarkter, FoodHubs, gemeinwohlorientierte Unternehmen und regionale Versorgung mit selbsterzeugter erneuerbarer Energie wie zum Beispiel im unterfränkischen Großbardorf – Lokal ist unsere Zukunft und sie beginnt jetzt! „Lokalisierung ist ein Prozess der wirtschaftlichen Dezentralisierung, der es Gemeinden, Regionen und Nationen ermöglicht, mehr Kontrolle über ihre eigenen Angelegenheiten zu bekommen. Wie wir gesehen haben, gestalten globale Banken und Konzerne unsere Gesellschaften und unsere politischen Institutionen aktiv mit. Lokalisierung ist ein Weg, diesen Trend umzukehren: Anstatt dass die Wirtschaft die Regeln für die Gesellschaft bestimmt, bestimmen die Bürger – durch den demokratischen Prozess – die Regeln für die Wirtschaft.“ (Auszug aus dem Buch „Lokal ist unsere Zukunft – Schritte zu einer Ökonomie des Glücks“) Helena Norberg-Hodge – LOKAL IST UNSERE ZUKUFT Schritte zu einer Ökonomie des Glücks Neue Erde, 192 S., ISBN 978-3-89060-819-8, Vorwort von Christian Felber, Gemeinwohlökonomie, ecogood.org


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Nachhaltiger wohnen im Holzhaus dank Wärmepumpe? – Darauf kommt es an! Der Klimawandel, steigende Energiepreise und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen, die durch die Ukraine-Krise zunehmend an Relevanz gewinnen, erfordern einen Perspektivwechsel bei der Wärmeerzeugung in Gebäuden. Der Trend beim Wohnen geht ganz klar in Richtung Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit. Statt auf konventionelle Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle zu setzen, entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für energieeffiziente Heizsysteme, die Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen. Als besonders klimaneutral und umweltverträglich gelten Holzhäuser und Wärmepumpen. Demnach liegt es nahe, beide miteinander zu kombinieren. Allerdings müssen bestimmte Anforderungen für die nachträgliche Installation einer Wärmepumpe erfüllt sein. Holzhäuser als klimafreundliche Alternative Dem Umweltbundesamt zufolge entstehen in Deutschland jährlich 30 Prozent der CO2-Emissionen (Stand 2022) durch den Bau und Betrieb von Gebäuden. Vor allem im Bausektor gibt es enorme Einsparpotenziale, etwa durch die Verwendung von nachwachsenden Ressourcen, wie zum Beispiel Holz. Anders als Ziegel oder Beton speichert Holz klimaschädliches CO2 und punktet mit einer deutlich besseren Klimabilanz. Das liegt nicht zuletzt an der ressourcenschonenden Herstellung, wenn es aus nachhaltiger Forstwirtschaft ohne lange Transportwege stammt. Darüber hinaus können Holzhäuser problemlos zurückgebaut, einzelne Bauteile wiederverwendet oder recycelt werden. Es kommt allerdings nicht allein auf den klimaneutralen Bau der Gebäude an, sondern ebenso auf den Betrieb. Der Einbau einer Wärmepumpe bietet die Möglichkeit, ein Holzhaus möglichst energieeffizient zu beheizen und CO2Emissionen zu reduzieren. Funktionsweise und Modelle von Wärmepumpen Anders als eine Öl- oder Gasheizung wird eine Wärmepumpe durch eine erneuerbare Energiequelle betrieben. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen Erdwärme-, Wasser- und Luftwärmepumpen. Alle drei Modelle funktionieren ähnlich wie ein Kühlschrank, wobei der Energiequelle zunächst die natürliche Wärme entzogen wird, die wiederum zum Verdampfen eines Kältemittels genutzt wird. Dabei entsteht ein Gas, das durch Verdichtung eine noch höhere Temperatur erreicht. Die so gewonnene Wärme wird mittels eines Wärmetauschers in den Heizkreislauf übertragen. Der Kreislauf beginnt von Neuem, nachdem das Kältemittel wieder flüssig geworden ist. Eine Wärmepumpe hat den Vorteil, dass bei der Wärmeerzeu-

gung keine fossilen Brennstoffe, wie zum Beispiel Erdöl oder Erdgas, verbrannt werden und klimaschädliches CO2 entsteht. Allerdings benötigt das Heizsystem für den Betrieb Strom, der in der Regel aus konventioneller Herstellung stammt. Das bedeutet, bei einer Wärmepumpe stammen drei Viertel der Heizleistung aus regenerativen Energien, während das letzte Viertel durch Stromantrieb zugeführt werden muss. Die dafür aufgewendete Energie wird während des Betriebs ebenfalls in Wärme transformiert. Je nach Energieträger bringen die verschiedenen Modelle sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bezogen auf den Wirkungsgrad, den Installationsaufwand, die Investitionskosten und den Geräuschpegel. Sowohl Erdwärmepumpen als auch Wasserwärmepumpen zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad und geringe Betriebskosten aus. Aufgrund von Bohrungen sind sie allerdings schwieriger zu installieren, wodurch sich auch die Investitionskosten erhöhen. Sie sind deutlich seltener im Einsatz von Wohnhäusern als Luftwärmepumpen, die sich in zwei Modelle unterscheiden lassen. Außenluftwärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme, Abluftwärmepumpen nutzen dagegen die Raumluft zur Wärmeerzeugung. Sie haben beide zwar einen geringeren Wirkungsgrad als Erd- und Wasserwärmepumpen, sind aber weniger kostenintensiv und mit einem geringeren Installationsaufwand nachzurüsten. Die Abluftwärmepumpe hat gegenüber der Außenluftwärmepumpe allerdings einige Vorzüge. Sie ist nicht nur merklich leiser, sondern lässt sich zusätzlich als kostengünstiges und verkeimungsarmes Lüftungssystem verwenden. Zudem zeichnet sie sich im Winter durch eine bessere Leistung aus und kann bereits vorhandene Wärmegewinne der Räume nutzen.

NIBE Systemtechnik GmbH

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Foto: stock.adobe.com – Hermann

Was ist bei der Nachrüstung einer Wärmepumpe zu beachten? Hausbesitzer, die ihr Holzhaus mit einer Wärmepumpe nachrüsten möchten, stehen jedoch nicht nur vor der Wahl des passenden Modells. Zu berücksichtigen sind ebenfalls die anfallenden Kosten. Eine Wärmepumpe ist mit 12.000 bis 33.000 Euro eine recht teure Investition und will wohlüberlegt sein. Entscheidend ist eine sorgfältige Planung und ein genauer Blick auf den Zustand des Hauses. Grundlegende Voraussetzung für den Einbau einer Wärmepumpe ist die hochwertige Dämmung und Isolierung des Holzhauses, um Energieverluste zu minimieren und eindringende Feuchtigkeit sowie Schimmelbildung zu vermeiden. Ältere Holzhäuser, die diese Anforderungen nicht erfüllen, müssen entsprechend saniert werden. Allerdings können dadurch weitere hohe Kosten entstehen. Umso wichtiger ist es, vorab zu kalkulieren, ob sich der Aufwand lohnt oder gegebenenfalls ein alternatives ressourcenschonendes Heizsystem günstiger wäre. Entscheidend ist darüber hinaus der Zustand des bestehenden Wärmeverteilsystems. So ist zum Beispiel eine vorhandene Fußbodenheizung besonders gut für eine Wärmepumpe geeignet. Sie lässt sich bereits mit niedrigen Vorlauftemperaturen effektiv betreiben und kann die Wärme über eine große Fläche gleichmäßig an die Raumluft abgeben. Sinnvoll ist es ebenfalls zu überprüfen, ob sich der Einbau einer Photovoltaikanlage lohnt. Da die Wärmepumpe Strom für den Betrieb benötigt, lassen sich Nachhaltigkeit und Energiebilanz des Heizsystems mit Photovoltaikmodulen zusätzlich optimieren und die Betriebskosten reduzieren. Denn Solarstrom ist oft deutlich günstiger als aus dem Stromnetz. Hausbesitzer sollten bei der Kalkulation jedoch berücksichtigen, dass im Winter weniger Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden kann, obwohl die Heizleistung höher ist. Wenn die Installation einer Photovoltaik allerdings nicht möglich ist, bietet sich noch die Möglichkeit, die Wärmepumpe mit ökologisch erzeugtem Strom zu betreiben. Auch wenn diese Option nicht unbedingt

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kostengünstiger ist, verbessert sich doch die Umweltverträglichkeit des Heizsystems. Nicht zuletzt ist auch die Wahl des richtigen Kältemittels entscheidend. Einige Kältemittel können beim Entweichen den Treibhauseffekt verstärken, was sich negativ auf die Klimabilanz der Wärmepumpe auswirkt. Wichtig es deshalb darauf zu achten, dass der Hersteller eine umweltfreundliche Alternative verwendet. Holzhäuser und Wärmepumpen – eine gute Kombination? Es kann durchaus sinnvoll sein, Holzhäuser und Wärmepumpen zu kombinieren. Während sich die Installation des Heizsystems in Neubeuten problemlos umsetzen lässt, ist bei der Nachrüstung in bestehenden Holzhäusern eine sorgfältige Planung erforderlich. Der Einbau einer Wärmepumpe hängt hierbei in erster Linie vom Sanierungszustand des Holzhauses und dem bereits vorhandenen Heizsystem ab. Damit die umweltfreundliche und energieeffiziente Wärmeerzeugung gelingt, ist es ratsam, wenn Hausbesitzer einen Experten hinzuziehen. Er verfügt über wichtiges Fachwissen und die nötige Erfahrung, um einschätzen zu können, ob der Einbau einer Wärmepumpe lohnenswert ist, sich die Installation einer Photovoltaikanlage anbietet oder gar ein anderes umweltfreundliches Heizsystem besser geeignet ist. Autorenhinweis: Christian Schaar ist Geschäftsführer der S2 GmbH. Seine baubiologischen Kenntnisse erlangte er durch den täglichen Umgang mit Problemen der Baubiologie in verschiedenen Unternehmen des ökologischen Holzbaus. Als Geschäftsführer eines Planungsbüros, dessen Schwerpunkt ebenfalls der ökologische Holzbau ist, wird er bei Neubauprojekten und Sanierungen regelmäßig mit baubiologischen Fragestellungen konfrontiert und als Experte auf diesem Gebiet konsultiert.


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Individuell Wohnen und Einrichten Heim+Handwerk: Regionales Handwerk, kreative Wohnideen, smarte Energiesparlösungen, Inspirationen und unabhängige Beratung – die Heim+Handwerk auf dem Messegelände München bietet vom 30.11. bis 04.12.2022 alles für die eigenen vier Wände. Hier findet das Messepublikum ein großes Angebot individueller Möbel und Einrichtungslösungen von Handwerksunternehmen und Experten aus der Region, bekannten Möbelmarken und kleinen Manufakturen. Darüber hinaus ist die Heim+Handwerk drei Wochen vor Weihnachten ein Shoppingparadies für besondere Geschenke. Im Trend: Möbel aus regionaler Produktion Hochwertige Möbel und Accessoires aus heimischen Hölzern oder ökologischer Wolle, klimafreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt, treffen dabei den aktuellen Zeitgeist. Die Heim+Handwerk bietet die Gelegenheit, sich mit Schreinern, Raumausstattern und Kunsthandwerkern auszutauschen und punktet mit persönlicher Beratung, Maßanfertigungen und trendigem Upcycling. Zudem kann sich das Messepublikum in diesem Jahr auf faire Fashion der GREENSTYLE@Heim+Handwerk freuen. Mit innovativen Materialien, regionaler Produktion und zukunftsweisenden Konzepten werden hier alle Facetten fairer Mode abgebildet. Individuell und unabhängig: Einrichtungsberatung von Experten Spannende Impulsvorträge zum Wohnen, Einrichten und Energiesparen bieten unabhängige Experten im Forum. Persönliche Einrichtungsberatung anhand des eigenen Wohnungsgrundrisses gibt es von Innenarchitekturstudierenden und Dozentinnen der Hochschule Coburg bei PLANwerk. Sie zeigen, wie mit geringem Aufwand, durch Umstellen von Möbeln, der Gruppierung von Wohnbereichen mit Teppichen, Raumteilern oder Leuchten, tolle Effekte erzielt werden. Wer wissen möchte, wie Farben auf das eigene Wohlbefinden

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Vom Wohnzimmer über das Schlafzimmer. Auf der Heim+Handwerk gibt es Möbel und Accessoires für ein schönes Zuhause. © GHM

wirken oder eine grundsätzliche Beratung vor dem Neubau oder Umbau wünscht, ist hier richtig. Eine Inspirationsquelle und Highlight der Messe ist das freundin Wohlfühl-Zuhause. Schlafzimmer, Esszimmer und Homeoffice sind bis ins Detail mit Teppichen, Kissen, Geschirr der freundin Home Collection gestaltet. Wer möchte, kann hier zudem Küchenplanung in einer neuen Form erleben. Eine VR-Brille ermöglicht den Blick in die Traumküche. Informationen, Produkte und Lösungen: zum Bauen und Energiesparen Auch für alle, die ihr Zuhause modernisieren möchten, ist die Heim+Handwerk die richtige Anlaufstelle. Produkte für den Bau, Ausbau, Innenausbau und Energie gibt es hier zum direkten Vergleich: von kompletten Fertighäusern über Fenster, Türen bis zu Whirlpools und Saunen und Gartengestaltung. Highlight sind die Tiny Houses, die zeigen, wie schön Wohnen auf kleinem Raum aussehen kann. Entspannung bietet neben den gastronomischen Flächen in den Messehallen der Stadtgarten, der in Kooperation mit dem städtischen Baureferat Gartenbau für eine grüne Oase der Ruhe sorgt und die Vorfreude auf die nächste Gartensaison ankurbelt. Gesund kochen und regional genießen: der Treffpunkt für Genießer Als perfekte Ergänzung zu den Küchen, Küchengeräten und Küchenhelfer der Heim+Handwerk präsentiert die parallel stattfindende FOOD & LIFE regional und handwerklich produzierte Nahrungsmittel, hochwertige Delikatessen und Ideen aus der Food-Gründerszene. Kostproben, Rezeptideen und die Menschen hinter den kulinarischen Schätzen machen die FOOD & LIFE zum Treffpunkt für Genießer. Informationen zur Messe Die Heim+Handwerk und FOOD & LIFE sind vom 30.11. bis 04.12.2022 täglich von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Messehallen sind über den Eingang Ost zu erreichen. Tickets kosten 15 Euro (bzw. 9 Euro mit Ermäßigung für z.B. Schüler, Studenten und Rentner) und sind online erhältlich: www.heim-handwerk.de/tickets. Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben freien Eintritt. Ermäßigte Nachmittagstickets gibt es ab 15.00 Uhr für 7 Euro. Weitere Informationen unter www.heim-handwerk.de und www.food-life.de.

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Weniger heizen, aber ohne Schimmel! Bei abgesenkter Innentemperatur schlägt sich die Feuchtigkeit im Raum schneller nieder. Kalkputz minimiert Risiko von Schimmel und Stockflecken. Um Energiekosten zu sparen, werden viele Räume in der Wohnung weniger oder kaum geheizt. Doch Vorsicht: Je kälter die Raumluft, desto weniger Luftfeuchtigkeit kann sie speichern und desto schneller kondensiert sie, warnt Thomas Bühler, Geschäftsführer des Schweizer Naturbaustoff-Herstellers Haga. Der Vorgang, dass sich die Luftfeuchte im Raum an kalten Oberflächen niederschlägt, ist jeden Morgen am Spiegel im Bad zu beobachten. Das Gleiche kann aber auch an kalten Wänden im Wohnzimmer passieren. „Man hat es dabei mit erheblichen Mengen an Wasser zu tun“, sagt der HAGA-Experte Thomas Bühler. Bei 22° Celsius Raumtemperatur kann ein Kubikmeter Luft circa 20 Milliliter Wasser speichern. In einem 20 Quadratmeter großen und 2,5 Meter hohen Raum ergibt das bei einer Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent also etwa 1,5 Liter Wasser. „Heruntergeregelte Raumtemperaturen haben zur Folge, dass sich die Luftfeuchte schneller niederschlägt“, so Bühler. Doch dieses Risiko lässt sich minimieren. Regelmäßiges Stoßlüften hilft, die relative Feuchte der Raumluft konstant bei den empfohlenen 40 bis 60 Prozent zu halten. Eine entscheidende Rolle kommt aber auch den Baustoffen zu: So kann ein diffusionsoffener Wandputz Feuchtigkeit aufnehmen, speichern

und wieder abgeben. Hochwertiger Naturkalk verfügt über enorme Speicherkapazitäten. Er kann auf einer Wandfläche von 100 Quadratmetern bis zu 60 Liter Wasser binden. Naturkalk verfügt zudem über einen hohen pH-Wert. Das entzieht Schimmelpilzen jegliche Existenzgrundlage, denn sie bevorzugen für ihr Wachstum ein eher saures Milieu. Hochwertiger Naturkalk – ob als Kalkputz oder in Form von Kalkanstrichen – ist nach Einschätzung des HAGA-Experten ein gutes Instrument, um das Risiko von Schimmel auch bei niedrigeren Raumtemperaturen zu minimieren. Besonders sinnvoll ist das in nicht geheizten Schlafzimmern, an deren kalten Wänden Feuchtigkeit besonders schnell kondensiert. Aber auch in Küchen und Bädern, deren Wandflächen zum großen Teil mit Fliesen verkleidet und damit nicht diffusionsoffen sind, empfehlen sich für den verbleibenden Teil der Wand hochwertige diffusionsoffene Putze. www.haganatur.de

Mit Naturkalk gegen Schimmel Wie Sie Wohnschimmel einfach vermeiden können Weitere Infos erhalten Sie bei folgenden Fachpartnern: Gesundbaumarkt GmbH werkstatt holz&farbe

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Erdinger Str. 45 85356 Freising Tel.: 08161 887137

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Nachhaltige Heimtextilien im Herbst/Winter 2022/23

Schlafen in einer grünen Pflanzenwelt Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Kreislaufwirtschaft“ rücken in der Branche für Heimtextilien künftig noch stärker in den Fokus. Das machte die Trend Preview 23/24 der Fachmesse „Heimtextil“ Anfang September 2022 deutlich. Nachhaltigkeit spielt bei einigen Herstellern aber schon länger eine Rolle. Wir stellen Ihnen nachhaltige Neuheiten für Herbst/Winter 22/23 vor. // Katrin Speer Waren es am Anfang eher die kleineren Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit engagierten, kommen mittlerweile auch die großen Unternehmen in Bewegung – langsam, aber stetig. An der Auseinandersetzung mit ökologischen und sozialen Fragen geht derzeit in der Wirtschaft ohnehin kein Weg mehr vorbei.

Daunen-Körperzonen-Bettdecke Zu den nachhaltigen Pionieren gehört allnatura, ein Spezialist für „natürlich schlafen und wohnen“. Inzwischen blickt das familiengeführte Unternehmen auf 35 Jahre Erfahrung zurück. Der Gründer, ehemals größter Katalog-Versender für Naturmatratzen und Schlafartikel in Deutschland, stellte im Jahr 2000 auf die Vertriebsplattform Onlineshop um. Geblieben ist ein umfangreiches, ökologisch ausgerichtetes Angebot, das Mensch und Natur Handgemaltes Design verwandelt das Bett in eine grüne Oase. Foto: cotonea.de dauerhaft in Einklang bringen soll. Allein an Winterbettdecken hat das Unternehmen 23 ver- kbA Halbleinen und kbA-Baumwolle steht in zwölf verschieschiedene Produkte im Programm. Die hochwertigen Bettde- denen Dessins und Farben zur Verfügung. An warmen Decken cken aus Naturfasern sind schadstoffgeprüft und natürlich und dekorativer Bettwäsche hat das Unternehmen ebenfalls „Made in Germany“. Für die kalte Jahreszeit bietet sich bei- eine große Auswahl im Programm. spielsweise die mollig warme, federleichte Daunen-Körperzonen-Bettdecke „Ansara Forma“ mit weißen sibirischen Gänse- Bio-Satin-Bettwäsche „Grüne Pflanzenwelt“ Frischt die Sinne an dunklen Wintertagen auf: die neue daunen und Federn (garantiert nicht aus Lebendrupf!) an. Sie können sich vor lauter Auswahl nicht entscheiden? Auf seiner natürlich-kunstvolle Bio-Satin-Bettwäsche im handgemalten Aquarell-Design „Grüne Pflanzenwelt“ von cotonea. Das Design Website bietet das Unternehmen umfassende Beratung an. aus filigranem Blattgeflecht in harmonischen Grüntönen entNeues Wärmflaschenmodell spannt. Blauviolette Blüten der Passionsblume betören die Eine Vielfalt der Farben, Materialien und Designs kennzeich- Sinne. Geben Sie sich Ihren Träumen hin! nen auch das umfangreiche Angebot an Heimtextilien von Bett Ebenfalls neu im Programm ist die „Premium Bio-Bettwäund Tuch. Die Produkte stammen aus kleinen, umweltbewusst sche Feinsatin“ aus besonders feinem, hochwertigem Bioarbeitenden Handwerksbetrieben. Massenartikel haben hier Baumwollgarn mit exklusivem Schimmer. Wer ein klassischkeine Chance. Die kbA-Stoffe für die Bettwäsche und Vorhänge dezentes Streifenmuster bevorzugt, wählt Dessin „Marina“. in traumhaften Designs werden ohne giftige Farb- oder Zu- „Meran“ präsentiert sich leuchtend expressiv. Bio Edel-Bibersatzstoffe bedruckt. Kon- Wendebettwäsche in neuen Farben und die Kinderbettwäsche fektioniert wird in der eige- „Safari“ ergänzen das Herbst/Winter-Programm. nen Näherei in Freiburg. cotonea Bio-Textilien bestehen zu 100 Prozent aus reiner Speziell für die aktuelle Bio-Baumwolle. Der Großteil der Textilien ist gemäß den anHerbst/Wintersaison hat spruchsvollen Standards der IVN-Best-Richtlinien zertifiziert. die Inhaberin eine außer- Mit Baumwolle haben die Gebrüder Elmer & Zweifel, Herstelgewöhnliche Neuheit kon- ler der Bio-Marke cotonea, mehr als 160 Jahre Erfahrung. Schon zipiert: eine 81 Zentimeter seit Jahren bietet das Unternehmen Schulungen zum sparsalange Wärmflasche, die men Umgang mit Wasser beim Baumwoll-Anbau für Bauern sich um den Körper wickeln an. lässt und bis zu 6 Stunden wohlige Wärme spendet. Zeitlose Optik, angenehme Haptik Wer bei Bettwäsche und Handtüchern eine schlichte, zeitWärmflasche „Nicky“ mit Bezug und Futter aus kbA- lose Optik und gedeckte Farben bevorzugt, der sollte sich bei Baumwolle ist in sechs erlich textil umsehen. „Was nicht aus der Mode kommt, das Farben erhältlich. Wärm- bleibt“, so das Motto der Gründer Sarah und Benjamin. Der Wärmflasche „Nicky“ flasche „Halbleinen“ aus Fokus liegt weniger auf modischen Aspekten als auf angenehFoto: bett-und-tuch.de

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Handtücher aus recycelten Baumwollfasern und Hanf

men, hochwertigen Materialien aus nachhaltiger Produktion. Ihr Slow-Fashion-Konzept verbindet ressourcenschonende Materialien und eine sozialverträgliche Produktion in Europa mit einem klimafreundlichen Verpackungskonzept. Uni-Bettwäsche gibt es beispielweise in Waldgrün, Rostrot und Dunkelgrau. Ähnliches gilt für die kuschelweichen Badtextilien aus kbA-Baumwolle wie auch für die Tagund Nachtwäsche aus dem innovativen Material Modal (Tencel TM). Die „Nylon“Strümpfe sind aus der biologischen High-Tec-Faser EVO® aus den Samenkapseln des Rizinus gefertigt.

Bei einigen großen konventionellen Heimtextil-Herstellern werden Marken- und Marktstrategien sukzessive an nachhaltige Anforderungen angepasst. Ein Beispiel ist die hochwertige Frottiermarke Vossen. Das gleichnamige österreichische Unternehmen ist Marktführer in Europa und exportiert in 45 Länder. Das verpflichtet. So entschied der Hersteller auf eine vegane Produktionsweise umzustellen, naturnahe Materialien zu verwenden und kontinuierlich in Klima- und Umweltschutz zu investieren. Wesentlich ist für das Unternehmen Nachhaltigkeit mit einer hohen Qualität und Stil zu verbinden. Produziert wird in Österreich. Für die Handtuchkollektion „Mystic“, die sich Vegane Wolldecken aus in urbanem Treppendesign in geheimnisvollen Vegane Handtücher in klassischen Farben. Holzfasern Farben präsentiert, setzt das Unternehmen reFoto: kushel.de Bei Kushel ist der Name Programm: cycelte Baumwollfasern ein. Das nachhaltige Die Bademäntel, Handtücher und Decken in vorwiegend soften RECOT2-Garn reduziert den Wasserverbrauch. In die Kollektion Naturtönen und diversen Dessins sind weich, vegan und mol- „Balance“ hat das Trendmaterial Hanf – als umweltfreundlilig warm. Das Geheimnis? Die Produkte bestehen aus einem chere Alternative zu Baumwolle – Eingang gefunden. Hanf Mix aus kbA-Bio-Baumwolle sowie der innovativen, besonders benötigt wenig Wasser, nimmt Feuchtigkeit besonders gut auf, umweltfreundlichen und soften Faser TENCEL Modal. Die re- trocknet schnell und hat eine antibakterielle Wirkung. Die genbewässerte Baumwolle kommt aus Tansania, das weiche vegane Kollektion „Virgin“ aus Biobaumwolle und Hanf kommt Buchenholz für die Holzfasern aus Österreich. Produziert wird komplett ohne Bleiche, Farbstoffe und Weichmacher aus. Alle in Nordportugal. Die Bäume sind FSC und/oder PEFC zertifiziert Vossen Handtücher sind medizinisch getestet, OEKO-TEXÒ bzw. geprüft. Um die CO2-Emissionen und den Trinkwasser- „Made in Green“ und STeP-zertifiziert sowie vegan produziert. Verbrauch auszugleichen, werden für jedes verkaufte Produkt Lieblingsfarbe gesucht? 130 Farben hat die Marke im Angebot. zwei Bäume gepflanzt. Auf flauschig weiche, warme Wolldecken aus hochwertiger Bio-Frottier-Kollektion ORGANIC Das in dritter Generation familiengeführte TraditionsunMerinowolle in verschiedenen Stärken und Formaten hat sich Kaipara spezialisiert. Die Wolle kommt aus Neuseeland und ternehmen Möve steht für hochwertige Bad- und Wohnkultur. ist nach höchsten internationalen Standards mulesingfrei Der Spezialist für Frottierwaren, produziert Handtücher, Bademäntel und Badematten für das gehobene Segment – alles „Made in Germany“. Die 1927 gegründete Textilmarke setzt auf Herkunft, Qualität und Innovation. Neben elegantem, zeitgemäßem Design stehen die Langlebigkeit des Produktes und natürliche Materialien im Fokus. Das seit 2021 klimaneutrale Unternehmen mit Sitz in Großschönau/Oberlausitz besitzt eine vollstufige Produktion, d.h. der gesamte Herstellungsprozess von der Kettherstellung über das Weben bis zur Veredelung findet in der eigenen Fertigungsstätte statt. Das ist laut Unternehmensangaben einzigartig in der Branche. Nach dem großen Erfolg seiner Home Spa Bio-Kollektion WELLBEING aus Bio-Baumwolle und europäischem Leinen (schnell trocknende Hand- und Duschtücher mit kernigem Griff in zwei Strukturen in gedeckten Farben sowie kuschelweiche Bademäntel) hat Möve sein nachhaltiges Angebot um die BioFrottierkollektion ORGANIC aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle erweitert. Dezente Wellen, ein Allover-Muster sowie ein Uni mit Fransen stehen beim Design zur Wahl. Die Farben: nature/cashmere, nature/green und nature/blue. Die BioMollig warme Decken aus hochwertiger Merinowolle. Foto: kaipara.de Kollektionen werden ressourcenschonend mit 100 Prozent Solarenergie CO2-frei produziert. zertifiziert (MAPP und ZQ-Merino-Zertifikat). Produziert wird Alle Garne und Zutaten der Kollektionen sind gemäß in Deutschland. Das Material ist widerstandsfähig und robust. Oekotex-Standard 100 Produktklasse 1 zertifiziert. Bei der Zudem ist Merinowolle atmungsaktiv und temperaturausglei- Verpackung der Bio-Kollektionen wird auf Plastik verzichtet. chend. Im Winter wärmt sie, im Sommer wirkt sie kühlend. Die Das sei auch für andere Produkte geplant, so das Unternehmen. Plaids und Decken aus reiner, naturbelassener Merinowolle Zudem konnten allein durch die Umstellung der Mäntel von sind in acht Größen erhältlich. Für kühlere Herbst- und Win- hängend auf gefaltet sämtliche Plastikbügel und 50 Prozent tertage hat das Unternehmen Sportswear aus Merinowolle im des Plastiks für Schutzfolien eingespart werden. Ökologisches Programm. Handeln kann so einfach sein. Denken Sie mit! ●

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Reichenbachstr. 39, 80469 München Tel. 089 202 13 86, www.oasis-wohnkultur.de Mo - Fr: 10 - 18:30, Sa: 10 - 16.00

Eine unverwechselbare, echte Produktgeschichte Bio-Bett- und Badwäsche, wie sie fairer und nachhaltiger nicht sein kann. Seit mehr als 160 Jahren arbeitet Elmer & Zweifel mit der Naturfaser Baumwolle. Über sechs Generationen hinweg steht das Unternehmen für Qualität und Langlebigkeit. Die Marke Cotonea legt seit 2003 den Fokus ausschließlich auf die Produktion fairer und nachhaltiger Bio-Textilien in eigener Konfektion. Hier ist Cotonea weltweit Vorreiter. Die Bio-Baumwolle wächst auf Anbauprojekten in Uganda und Kirgistan, die Elmer & Zweifel mit aufgebaut hat. Die Bauern erhalten einen fairen Lohn, eine nachhaltige Schulung und

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Unterstützung bei der Entwicklung von Bauerngemeinschaften vor Ort. Wertschätzend, bewahrend, echt. Diese drei Worte fassen die Werte von Cotonea treffend zusammen. Cotonea ist wertschätzend, weil die Marke für ein menschenwürdiges Leben steht. In Uganda und Kirgistan verdienen die Baumwollbauern großzügige Bio- und Fair-Trade-Prämien. In Tschechien garantiert Cotonea den Weberinnen geregelte Arbeitszeiten bei ausreichend Lohn. Und Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, in hochwertiger und gesundheitlich unbedenklicher Bio-Bettwäsche zu schlafen. Cotonea ist bewahrend, weil die Herstellung so wenig Schaden wie nur möglich verursacht überall entlang der kompletten Produktionskette. Cotonea verarbeitet ausschließlich Bio-Baumwolle, die ganz ohne Pestizide und Mineraldünger kultiviert wird. Diese Herangehensweise schützt Böden und Grundwasservorräte und gleichzeitig die Gesundheit und langfristige Existenz von zehntausenden Menschen. Cotonea ist echt, weil die Menschen hinter der Marke seit 1995 Nachhaltigkeit konsequent leben. Entscheidend ist, die gesamte Produktionskette unter Kontrolle zu halten. Im Textilgeschäft ist das eine komplexe Herausforderung, der das Unternehmen sich kompromisslos stellt. Denn hinter Cotonea steckt der feste Glaube, dass eine Wirtschaftsweise im Einklang mit Mensch und Natur möglich – ja, nötig ist. Weitere Informationen über die Marke Cotonea sowie eine Liste der Facheinzelhändler, die Cotonea Produkte führen, findet man unter www.cotonea.de.

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Die Wollweberei von der Küste Textilindustrie hat in Deutschland eine lange Geschichte und große Tradition. Tausende Menschen arbeiteten in diesem Bereich – auch in Zetel an der norddeutschen Küste. In den letzten Jahrzehnten schlossen Textilfirmen ihre Pforten, die Produktion zog in Billiglohnländer, Arbeitsplätze, Knowhow, Maschinen und die Lebensgrundlage vieler Menschen gingen verloren. 2021 in Zetel neu gegründet, ist die Friesische Wollweberei ein Gegenentwurf mit dem Ziel diese wertvolle Kulturtechnik zu erhalten und neu zu beleben – und die einzige Wollweberei Norddeutschlands. Die Manufaktur steht für die regionale und nachhaltige Fertigung hochwertiger Produkte aus reiner Schurwolle. Sie vereint die ganze Kompetenz von der Rohwolle bis zum fertigen Produkt. Ob Wollbeschaffung, Produktion oder Design, alles liegt in einer Hand. Unter der Marke coastland entstehen in aufwändiger Detailarbeit Produkte mit den höchsten Ansprüchen an Qualität, Funktion und Design. Immer aus reiner Schurwolle und ohne chemische Zusätze. Aus Achtung vor Mensch, Tier und Natur.

BAUEN & WOHNEN Wolldecken aus reiner Schurwolle

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Die Kollektionen Natural Naturbelassene Wolldecken – ungebleicht, ungefärbt, unbehandelt. Die Wolle wird nur nach Farbe sortiert und auf besonders schonende Weise weiterverarbeitet. Vom mongolischen und australischen Merinoschaf.

Native Wolldecken mit oder komplett aus heimischer Wolle. In Kombination mit einer weicheren Wolle entstehen echte Multitalente – außen so robust wie nötig, innen so wärmend und weich wie möglich. Ein starkes Statement für Mensch und Tier von hier.

made in germany by friesische wollweberei

Salted Klassischer Charakter, wie WaffelPiqué oder Fischgrat in edlen Farben – aber doch erfrischend anders. Kombiniert mit feiner Mongolwolle und abgeschlossen mit gekämmter Franse. Oder in den kräftigen Farben der Norddeutschen Landschaft. „Salted mind – amazing wool“ eben.

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Feine Bettwäsche,Vorhänge und Betten aus Freiburg, handwerklich in unserer kreativen Werkstatt gefertigt.

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Die ganz besondere Wärmeflasche Die einzigartige Fortführung der traditionellen Wärmflasche, vielseitig einsetzbar und aus Naturmaterialien. Ideal für die Nutzung zu Hause, im Büro oder zum Schlafen, ohne dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Diese einzigartige Wärmeflasche aus Naturlatex mit ihrer Länge von 81 cm kann um den Körper gewickelt werden und wärmt so großzügig einen größeren Bereich. Sie schmiegt sich sanft im Nacken, im Rücken oder in der Taille an und macht sich durch ihre wohltuende Wärme und ihre praktische Handhabe sehr schnell unverzichtbar. Ihre Länge wurde mathematisch ermittelt, um eine optimale Wärmeleitung zu gewährleisten. Der in unsererWerkstatt gefertigte Bezug aus Naturstoffen verteilt die angenehme Wärme gleichmäßig. www.bett-und-tuch.de

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Tierisch praktisch! Nachhaltige Büro- und Wohnaccessoires

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Langweiliges Bürozubehör und Möbel waren gestern: Mit witzigen Accessoires oder farbenfrohen Mobiliar von WERKHAUS sagen Sie einem eintönigen (Arbeits-)Alltag „Ade“. Die kultigen und ausgefallenen Produkte zum Zusammenstecken des Familienunternehmens aus der Lüneburger Heide setzen einmalige Akzente, versprühen gute Laune und sorgen für ein positives Raumgefühl. Von funktionalen Ablagesystemen über eine ganze Flotte ausgefallener Stifteboxen oder süßen Hockern im VierbeinerLook bis hin zum WERKBOX-Regalsystem mit vielfältigen Einsätzen zum Ordnen und Sortieren reicht das Programm. Auch Möbel sowie Kissen und Polster gehören mittlerweile zum Standardsortiment – natürlich auch hier wie gewohnt in konsequent nachhaltiger und ökologisch wertvoller Qualität. Die umweltfreundlichen Produkte sind zu 100 % made in Germany und eine nachhaltige Alternative zum häufig verwendeten Plastik bei der Büro- und Wohnausstattung. WERKHAUS vereint als deutscher Familienbetrieb ökologische und soziale Ansprüche mit anspruchsvollem Design. Für die

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Rosshaar-Manufaktur Der Familienbetrieb moosburger® in Österreich verarbeitet in der 5. Generation beste Rosshaar-Qualität zu wertvollen Matratzen, Auflagen und Kissen. Natur pur, innen und außen, ist ein Merkmal der moosburger® Schlaf-Philosophie. Der Betrieb hat sich auf das Naturmaterial Rosshaar spezialisiert und ist heute der einzige, der vom Rohstoff bis zum Endprodukt, alles in einem Hause fertigt. Die Haare werden von moosburger® ohne Chemie gewaschen, versponnen, gedämpft und zu verschiedenen Produkten weiter verarbeitet – 100% Natur. Bei Rosshaar gilt: je näher Sie dem Rosshaar sind, desto besser spüren Sie die Temperatur- und Feuchtigkeitsregulation. Die Produkte sind hervorragend klimaausgleichend – bei Hitze angenehm kühlend und bei Kälte wärmend. Darum eignen sich die Rosshaarprodukte für jeden und sind auch für Allergiker empfehlenswert. Die Vollrosshaarmatratze wird mit dem bewährten BiocenSystem hergestellt und heute noch bevorzugt dreiteilig gefertigt. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Matratze enorm, denn die einzelnen Teile können kinderleicht untereinander getauscht werden. Zusätzlich fertigt moosburger® auch Auflagen/Topper für bestehende Matratzen zur klimatischen Verbesserung an. Dadurch ergibt sich ein trockeneres Schlafklima und der Körper kann sich besser regenerieren. Die von moosburger® entwickelten Nackenkissen, dreiteiligen gepolsterten Lattenroste sowie Massivholzbetten haben sich seit mehr als 30 Jahren bestens bewährt. Besuchen Sie diesen Betrieb in Hörbranz am Bodensee oder kommen Sie zur Beratung auf die Heim+Handwerk vom 1. – 5. Dez. in München, Halle: A5 | Standnummer A5.650

Rosshaar-Matratzen Genießen Sie Sommer wie Winter ein angenehmes Schlafklima. Heute noch werden in unserem Hause die Matratzen, Auflagen und Kissen sorgfältig von Hand gefertigt. Schlafen Sie gesund – ganz im Einklang mit der Natur.

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Flauschige Wärme aus der Natur Merinowolldecken und Merinobekleidung – umweltfreundlich, nachhaltig, hochwertig Die Energiekrise zeigt es: Der bewusste, sparsame Umgang mit den Ressourcen des Planeten ist lebenswichtig. Das ModeLabel Kaipara steht aus tiefster Überzeugung für eine nachhaltige, naturverbundene Produktion von Merinobekleidung und -decken. Die feine, weiche Schurwolle vom Merinoschaf hat die perfekten Eigenschaften für höchsten Tragekomfort und langlebige Produkte. So spenden unsere in acht Größen und Formaten erhältlichen Merinodecken wohlige Wärme – ohne jegliche chemische Behandlung. Die nach Öko-Tex Standard 100 zertifizierten Kuscheldecken sind sehr pflegeleicht. Auslüften genügt, um losen Schmutz zu entfernen und die feinen Wollfasern zu revitalisieren. Herbst- und Wintermode aus der Funktionsfaser der Natur Naturbelassen, umwelt- und tierfreundlich sowie fair produziert ist auch unsere Modekollektion. Da Merinowolle atmungsaktiv, temperaturausgleichend und geruchshemmend ist, sorgt die Bekleidung bei jeder Art von Sport und OutdoorAktivität für Wohlgefühl. Entdecken Sie in unserem Onlineshop kuschelige Unterwäsche, Langarmshirts, Hoodies, Jacken und Accessoires aus Merinowolle, mit denen Sie gut durch den Herbst und Winter kommen! Mehr Informationen: www.kaipara.de

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Naturmode im Herbst / Winter 2022/23

Dynamische Looks – von elegant bis entspannt Das Eco Fashion Label Lana bringt den aktuellen Zeitgeist in der (Natur-)Mode auf den Punkt: „Die Art und Weise, wie wir Mode tragen, hat sich aufgrund dessen, was hinter uns liegt, grundlegend verändert. (...) Kleidung, die aus der Krise gelernt hat, legt nicht nur hohen Wert auf eine stilvolle Erscheinung, sondern immer mehr auf einen selbstverständlichen Komfort.“ Auf die neuen Kollektionen für Herbst/Winter 2022/23 dürfen Sie gespannt sein! // Katrin Speer Den neuen Anforderungen folgend finden sich in der Kollektion von Lana „Dynamische Looks, die sich alltagstauglich und bequem stylen lassen und uns für wechselnde Gegebenheiten unserer Zeit wappnen.“ Das klingt nach Vielfalt, Kreativität und Flexibilität. Ähnliche Ansätze verfolgen die anderen Naturtextilhersteller. Ihre neuen Kollektionen zeichnen sich durch kreatives Design, vielfältige Materialien und unzählige Kombinationsmöglichkeiten aus. Gemäß dem Prinzip „Mix & Match“ werden aus den Kleidungsstücken, diversen Materialien und modischen Details immer neue Looks kreiert. Als Mega-Trend kristallisieren sich bewusste Stilbrüche heraus: Zum Blazer wird eine Bootcut Jeans, zur konfektionierten Hose ein Overshirt oder zum femininen Kleid ein Norweger oder eine Pufferjacke kombiniert. Bei den Mustern trifft Tradition auf Moderne. Neben soften Naturtönen gibt es kräftige und leuchtende Farben – gern mit Schwarz kombiniert.

Pufferjacken und Blazermäntel Für wohlige Wärme im Outdoor-Bereich sorgen Puffermäntel und -jacken sowie Stepp-Styles in kurz oder lang, schmal oder weit. Daneben gibt es Trenchcoats, Blazermäntel (gern auch in Karo), Wollparkas, Teddyjacken und -mäntel sowie Funktionsjacken. Warm und gemütlich wird es in Sweatern und Hoodies, teils mit College-Elementen. Beim Strick sind Norweger, Troyer und Pullunder im Kommen. In großer Bandbreite zeigen sich die Dessins: Rock, Kleid, Shirt und Hose sind vielfach mit Paisley-, Blumen- oder Tiermustern bedruckt. Traditionelle Dessinierungen wie Karo und Glencheck geben den Hosen – teils verkürzt, teils überlang – die modische Note. Die Culotte, die Cigarette und die Cargo-Pant sind gleichermaßen en vogue. Das gilt auch für Cord und Cordsamt. Als It-Shoes werden Cowboyboots als Stiefelette oder Stiefel deklamiert.

Schwarz mit Knallfarben kombiniert

Anzug in klassischem Glencheck-Jersey mit modernem Power-Pink-Streifen. Foto: almalovis.de

Das GOTS-zertifizierte Ethical Fashion Label Jan‘n June lässt es farblich so richtig krachen. Leuchtende Farben wie Cobalt, Pink, Acid Green und Orchid setzen großflächig effektvolle Akzente. Schwarz bildet den Kontrast und erzeugt einen modernen, innovativen Look. Das pure Design unterstreicht diesen noch zusätzlich. Muster und Materialmix erzeugen Spannung. Zu den Materialinnovationen gehört das dem Leder optisch sehr ähnliche, leicht glänzende vegan coated Jersey. Wichtige News bei Lana: Das EcoFashion-Label hat seine Linien „Miu“, „Rosalie“ und „Lana“ zu einer modernen stilvollen Kollektion mit hohem Komfort vereint. Das Design ist pur,

Parker aus veganem Softshell Welche Neuheiten präsentieren die Naturmode-Labels im Herbst/Winter? Das nachhaltig produzierende Label Alma & Lovis setzt auf hohe Qualität und Materialinnovationen. Brandneu sind ein Parker und eine Army-Jacke aus natürlichem, veganem Softshell. Das Material ist besonders dicht gewebt und wirkt wasserabweisend. Eine aufgeraute BioBaumwolle auf der Innenseite hält den Körper warm. Ein modisches Highlight ist die Kombi aus kurzer Blazer-Jacke und Culotte in angesagtem GOTS-zertifiziertem Glencheck-Jersey mit samtiger Oberfläche – fair produziert in Portugal. Strick aus exklusiven Materialien steht bei Eve in Paradise im Herbst/Winter im Vordergrund. Das Kollektionsthema „Foggy Valley“ zeigt kuschelige Materialien und edle Dessins in Naturtönen, die auf die aktuellen Druckmuster abgestimmt sind. Modisch up-to-date ist eine Kombi aus femininem Viskose-Kleid „Hedwig“ und Weste „Bonnie“ aus wärmender, mulesingfreier Merinowolle. Mehrfarbiger Mustermix, Biesen, ein gerüschter Saum und raffinierte Kordeln geben dem Kleid eine frische Lebendigkeit. In der Trendfarbe Lavendel setzt die Weste modische Akzente.

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Trendy: Komfortabler, oversized geschnittener Streifenpullover Foto: lana-organic.de

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schen Blumenprints. Modisch unkompliziert sind oversized Modelle wie die weit schwingende, überschnittene Walk-Kapuzenjacke.

Strickjacke „Autumn Equinox“

Luftig weich und warm: Strickjacke aus Schurwolle/Baumwolle. Foto: heidekoenigin.de

sportlich-feminin und anspruchsvoll. Je nach Gegebenheit lassen sich die Artikel immer wieder neu kombinieren. Ein echter Hingucker und eines der IT-Pieces der Saison ist der Streifenpulli „Marija“ in Schwarz-Natur. Einflüsse des formellen College Chics werden durch Casuals aufgebrochen. Der Mix aus traditionellen und modernen Mustern sowie die Trendfarben Dark Cherry, Senfgelb, Dark Pine erzeugen Lebendigkeit.

Flauschiger Strick, spannende Jacquards und thematische Prints stehen im Mittelpunkt der Herbst/Winter-Kollektion von Madness. Neben wärmenden Jacken, Mänteln und Pullovern zeigt das GOTS-zertifizierte Label Strickjacken in vielfältigen Variationen. Zum Thema „Autumn Equinox“ (Tag-und-NachtGleiche) hat Madness ein Modell mit unterschiedlichen Strickmustern in vielfältigen Herbstfarben – Pine Tree, Greygreen, Pesto, Umber und Purple – im Programm. Das Violett der Herbstzeitlosen setzt Akzente. Farbfrische und fröhliche Lebendigkeit strahlt die neue Kollektion des Lüneburger Ethical Fashion-Labels Heidekönigin aus. Stilisierte Blütenprints, bunte Herbstfarben und ruhige Wintertöne bestimmen das Bild. Der Strick aus natürlicher Schurwolle sowie Shirts, Röcke und Hosen aus kbA-Baumwolle lassen sich zu vielfältigen Outfits kombinieren.

Jacquardpullover aus Hanf-/Biobaumwolle mit modischen Ballonärmeln. Foto: hempage.de

Unverkennbar ist auch hier der Trend „Cord“: beispielsweise als Trägerrock oder Jacke im Jeans-Style. Seit 2021 ist das Label GOTS-zertifiziert.

Komfortabel: Soft Dressing Klare Farben und hochwertige natürliche Materialien dominieren die Kollektion des Slow Fashion Labels Lanius. Langlebig soll die Mode sein und besonders. Innovativer Materialmix wie ein naturfarbener Caban Mantel aus Schurwolle und Leinen mit recyceltem Polyester oder eine Cordhose in Lagoon Blue aus Hanf, Biobaumwolle und Yak repräsentieren aktuelle Trends. Daneben zeigt Lanius entspannte Layering Looks in oversized Schnitten und in reduzierten Farben. „Soft Dressing“ heißt das Zauberwort. Mode zum Wohlfühlen. Maas Natur präsentiert eine zeitlose ökologisch und fair produzierte Kollektion in den Trendfarben und Materialien der Saison: Ein reichhaltiges Programm an Strickjacken und Pullovern aus natürlichen kuschelweichen, warmen Materialien wie Alpaka-Baumwoll-Mix, Schurwolle oder Lambswool-Mischung mit Jacquards, Colourblocking oder Strukturmuster. Dazu Kleider, Blusen, Röcke und Shirt mit phantasievollen minimalisti-

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Hanf-Jacquard in Zickzackmuster

Überschnittene Walk-Jacke mit Kapuze aus reiner Schurwolle. Foto: maas-natur.de

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Die Herstellung von Stoffen aus dem Material Hanf ist laut dem Hanfspezialisten Hempage zwar noch um ein Mehrfaches teurer als vergleichbares Material aus Baumwolle. Seine Ökobilanz sei dagegen um ein Vielfaches besser. Zu den Neuheiten für Herbst/Winter gehört ein moderner Jacquard-Pullover für Damen in zweifarbigem Zickzackmuster. Er ist aus Hanf und Biobaumwolle gefertigt und in vier Trendfarben erhältlich. Zu den unverzichtbaren Begleitern gehört natürlich in jeder Saison die passende Jeans. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Modell in minimalistischem Design aus der „Eco Line“ des ethisch und fair produzierenden Labels Dawn? Die High Waist Fit DAWN in zeitlosem Cut umspielt die Hüften und hat ein gerades, weites Bein. Sie ist in vier Jeans-Farben und nun auch in Hosenlänge 32 erhältlich. Kommen Sie gut durch Herbst und Winter!


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Alma & Lovis

Bei Alma & Lovis geht es auch in der aktuellen Saison um Nachhaltigkeit, Achtsamkeit & Verantwortung. Drei starke Kollektionsthemen spannen den Bogen zu einem ganzheitlichen Farbkreislauf. Beginnend mit dem Thema „On earth“ zeigen kräftige Erd-, Grün- und sanfte Naturtöne mit außergewöhnlich edlen Naturmaterialien Stärke und Exklusivität. Das Geheimnisvollezwischen den Welten wird in „Mystic“ mit pink-lila Farbspielen spannungsreich visualisiert – bis Himmel, Sonne, Sterne und Planeten im Thema „Cosmos“ in tiefen Blautönen und Gold mit den Materialien verschmelzen und den Kreislauf schließen. Innovative natürliche Eco-Materialien unterstützen und verbinden den Wechsel der Themen und Farbwelten. Ein Material-Highlight setzt der GOTS-zertifizierte, wasserabweisende Softshell aus Bio-Baumwolle, der zur legeren Kurzjacke, zum Parker und bei der Woll-Teddy-Wendejacke verarbeitet wurde. Durch eine besondere und extrem dichte Webart erhält die Naturfaser den typischen Softshell-Effekt mit weich angerauter Innenseite und hautsympathischem Tragekomfort. Hochwertiger, kuschelweicher Alpaka-Strick ist ein weiteres Kollektions-Statement. Strickkleid und Turtleneck-Pullover in leuchtendem Pink – Jacken, Pullover und Accessoires aus langhaarigem Suri-Alpaka oder im Alpaka-Woll-Mix. Mit einem Solidar-Projekt wird die Kollektion rund: Die Initiative „Charity Scarf“ bietet Frauen in den Anden saisonunabhängig Arbeit und ist ein „No waste-Projekt“, denn die Schals werden aus Alpaka-Restbeständen gestrickt – als „Limited Edition“ und Solidar-Projekt für Frauen in den Anden. www.almalovis.de

FLOMAX®

– die Naturmode-Manufaktur – 100% Schurwolle – 100% bio FLOMAX® – die Naturmode|Manufaktur in St.Johann-Gächingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb produziert und vertreibt seit 1995 nachhaltige und vor allem natürlich ökologische Lieblingsstücke aus Schurwolle (kontrolliert biologische Tierhaltung | kbT). Die neue Bio-Schurwoll Kollektion ist wie immer zu 100 % gefertigt auf der schwäbischen Alb und geprägt von zeitlosem Design aus Jacquardstrick. Neu in diesem Jahr sind kräftigere Patch-Modelle als Pullover oder Kapuzenjacke. Alles ist im Onlineshop oder auch im kostenfreien Printkatalog zu entdecken. Von Anfang an waren und sind die Grundsätze im Schaffen von FLOMAX Naturmode aus reinen Naturfasern auf der Schwäbischen Alb herzustellen. Das unverwechselbar farbenfrohe Design stammt schon seit der ersten Stunde aus der Feder der Designerin und Gründerin Veronika Kraiser – inzwischen sind auch ihre beiden Söhne Florian und Maximilian – die gleichzeitig auch Namensgeber der Marke FLOMAX sind ins Unternehmen eingestiegen. In der neu errichteten Produktion in St.Johann-Gächingen werden inzwischen alle Schritte und Prozesse vollständig ausgeführt. Unter dem Label albmerino werden seit 2009 regionale Produkte aus Schafwolle produziert und angeboten. Der Manufaktur-Laden in St.Johann-Gächingen ist immer eine Reise wert und wird im kommenden Jahr erweitert und zu einem Ausflugsziel für regionale Produkte ausgebaut. Beim Besuch kann natürlich auch immer ein Blick in die Produktion geworfen werden. www.flomax.de

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Maas Natur Ökologische Mode – fair produziert Ökologisch sinnvolle Kleidung. Achtsamkeit gegenüber Natur, Tier und Mensch. Dafür steht Maas Natur seit mehr als 35 Jahren. Unsere hochwertigen Produkte vertreiben wir über Versandkataloge, einen Webshop sowie 10 Filialen in ganz Deutschland – und arbeiten so mit unserer Haltung an einer besseren Welt. Eng damit verbunden ist der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen und die Übernahme von sozialer Verantwortung – auch über die Unternehmensgrenzen hinaus. Als ökologischer Versand- und Einzelhändler bieten wir Ihnen ein vielfältiges Angebot an hochwertigen Textilien

aus nachwachsenden Rohstoffen. Durch die sorgsame Auswahl und schonende Verarbeitung wertvollster Naturfasern zeichnen sich unsere Produkte nicht nur durch ihren hohen Tragekomfort, sondern auch eine hervorragende Qualität aus. Mit unserer aktuellen Kollektion 2022 können Sie sich auf einen vielfältigen Maas-Naturmode Herbst und Winter freuen! Entstanden sind wunderschöne, langlebige Teile aus Bio-Baumwolle, und Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Neue Muster und lässig bequeme und klassische Schnitte – für jeden Anlass finden Sie bei uns das Passende. Die aktuelle Herbst- und Winterkollektion wurde so zusammengestellt, dass die einzelnen Teile möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten bieten. Naturmode-Design von seiner schönsten Seite präsentieren wir Ihnen in unserem neuen Katalog, auf unserer Internetseite unter www.maas- natur. de oder in einer unserer 10 einzigartigen Maas-Filialen in ganz Deutschland. Sie interessieren sich für ein besonderes Kleidungsstück aus unserem Katalog, möchten es gerne anprobieren, auf eine persönliche Beratung jedoch nicht verzichten? Kein Problem! Lassen Sie sich

Ihre Online-Bestellung einfach in eine Filiale Ihrer Wahl liefern und genießen Sie vor Ort die individuelle Beratung durch unser kompetentes Fachpersonal. Online oder vor Ort: Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Mehr Informationen: www.maas-natur.de

Der Winter kann kommen! Eco-Fashion für die kalte Jahreszeit Bezugsquellen unter www.lana-organic.de der Spatz 3|2022

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Nachhaltige Schuhmode im Herbst/Winter 2022/23

Die neuen Schuhe: Stylish, innovativ, biobasiert Was schützt vor Nässe und kalten Füßen? Die neue Schuhmode für Herbst/Winter. Außerdem soll sie gut aussehen, komfortabel und gesundheitsverträglich sein. Lassen Sie sich von den neuen innovativen Produktideen nachhaltiger Schuhproduzenten überraschen! // Katrin Speer „Wer bequeme Schuhe produzieren will, muss die Füße von der Pike auf kennen. Denn perfekter Tragekomfort setzt die Kenntnis der Anatomie des Fußes voraus und die Fähigkeit, die richtigen Materialien zu wählen.“ Auf diesem Grundsatz fußen die Aktivitäten des Schuhherstellers Grand Step Shoes – von Anfang an. Seit 1993 produziert das Unternehmen hochwertige Schuhe mit ökologischem Anspruch für Damen, Herren und Kinder und beweist: Ökologie und Mode schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Das Design vereint klassische Silhouetten mit aktuellen modischen Einflüssen. Die Modelle sind stilvoll, detailverliebt und tragbar. Produziert wird unter fairen Arbeitsbedingungen mit Partnerbetrieben in Europa und Vietnam. Für den Herbst/Winter hat das Unternehmen rund 35 Modelle für Damen und Herren sowie ein breites Programm an Unisex-Modellen in verschiedenen Farb- und Materialvarianten kreiert. Neben sportiven Lederstyles – vom Sneaker bis zum Boot – gibt es eine große Auswahl an veganen Modellen, größtenteils aus recycelten Materialien. Die Range reicht vom veganen Sneaker aus recyceltem PET-Filz bis hin zum hochwertigen Velour-Winterboot mit Echtwoll-Futter. Neu ist eine Auswahl an sportiven Styles aus recycelter Merinowolle.

Cool: Chelsea Bootie „Nea“ aus weichem pflanzlich gegerbtem Suedeleder Foto: grandstep.de

überzug produziert und sind jetzt biologisch abbaubar. Neben Schwarz und Bordeaux sowie natürlichen Brauntönen fallen in der Kollektion die vielen hellen Beige- und Grautöne auf. Innovativ und modern präsentieren sich die Styles. Zu den Highlights der Saison gehört der warm gefütterte DamenLederstiefel „Pinguin“. Beige und Schwarz bilden einen ausdrucksstarken Kontrast. Dickes Wollfutter und die Polsterung halten Kälte ab. Ein Hingucker ist der Damen-Sneaker „Streifenkuckuck“ aus Nappa- und Nubukledern mit Wollfilz in einer Farbkombi im Patchworkstyle. Für Herren gibt es den Stiefel „Wolf“ sowie die mit Lammfell gefütterte Modellvariante „Polarwolf“. Schlichtes Design lässt das Nappaleder besonders glänzen. Winterstiefel „Pinguin“ hält auch bei Schnee die Füße warm. Foto: werner-schuhe.com

Gefütterter Winterstiefel „Pinguin“ Das Traditionsunternehmen Werner Schuhe 1911, Produzent „konsequent ökologischer Schuhe“, feiert in diesem Jahr sein 111-jähriges Bestehen. In der Jubiläumskollektion für Herbst/Winter 22/23 gibt es etliche Neuheiten zu entdecken. Neben chromfreiem, pflanzlich gegerbtem IVN-zertifiziertem Naturleder vom alpenländischen Bio-Rind, setzt Werner Schuhe jetzt erstmals sichtbar (!) Wollfilz aus reiner Schurwolle ein. Ab dieser Saison hat das Unternehmen auch Kinderschuhe im Programm. Extra starker, reiner Bio-Recycling-Wollfilz gibt festen Halt. Die biegsame Laufsohle aus 100 Prozent Naturkautschuk sorgt für Tragekomfort. Einlegesohlen von Werner Schuhe werden neuerdings aus Kokosfaser mit Naturleder-

Trendfarben: Senfgelb, Jadegrün, Beige Das nachhaltige Schuhlabel Think! setzt in dieser Saison auf zeitlose, naturnahe Farbtöne. Im Trend liegen Senfgelb, Jadegrün, Beige und verschiedene Rosttöne. Modische Details machen die Boots, Stiefel, Stiefeletten und Schnürer optisch interessant. Futter und Schaft von Boot „Comoda“ sind aus edlem österreichischem Steinerloden. Ankle Boot „Delicia“ ist mit Blumenranken verziert. Ein Hingucker ist der kantige Absatz. Stiefel „Kusabi“ in der Trendfarbe „Elch“zeichnet sich durch ein kuschelig warmes Futter aus Schurwolle aus. Foto: thinkshoes.com

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Als erster österreichischer Schuhhersteller hat Think! die Zertifikate „Blauer Engel“ und das „Österreichische Umweltzeichen“ erhalten. Die Schuhe sind (soweit möglich) aus chromfrei gegerbtem Leder. Sie werden nach hohen sozialen Standards ausschließlich von Hand in europäischen Produktionsstätten gefertigt. Damit sich die Füße wohlfühlen, haben die Schuhe ein funktionales Design, ein wechselbares, anatomisch geformtes Fußbett, eine flexible Sohle und ein atmungsaktives Futter.

Chelsea-Stiefel mit tiefem Profil“ aus italienischem veganem Leder kreiert. Letzteres wird aus Pflanzen mit Bio-Öl hergestellt, das in einem kohlenstoffneutralen Prozess aus in Nordeuropa angebauten Bio-Getreidepflanzen gewonnen wird. Das Material ist atmungsaktiv und wasserabweisend. Hat das Produkt das Ende seiner Lebenszeit erreicht, kann der Käufer es zum Recyceln an den Hersteller zurückschicken. So kann aus ihm wieder Neues entstehen.

Biologisch abbaubare Schuhe aus Italien

Auch das junge französische Label Saola aus Annecy setzt auf innovatives Öko-Design. Mit ihrem Angebot wollen die Gründer die Schuhmode ökologischer gestalten. Stylish, komfortabel und engagiert soll sie aus ihrer Sicht sein. Bei der Herstellung seiner Produkte setzt das Label recycelte, biobasierte Materialien ein. Für die Herbst/Winter-Saison hat Saola u.a. den veganen Low Cut Sneaker „Cannon WP“ im Programm. Dank einer PFC-freien Membran ist der Schuh atmungsaktiv und wasserdicht.

Für seine traditionsreiche Schuhhandwerkskunst und den eleganten Stil seiner Schuhmode ist Italien weltbekannt. Dass sich diese auch vegan, also ohne tierische Materialien wie Leder herstellen lassen, zeigt das italienische Schuhlabel Noah – Italian Vegan Shoes. Für seine Schuhmode verwendet es Materialien mit hohem Recyclinganteil u.a. Mikrofaser, Weinleder, Leinen und Baumwolle. Diese sind frei von Schadstoffen und Allergenen. Produziert wird in Handarbeit in Schuhmanufakturen in der Nähe von Venedig. Für die Wintersaison hat Noah beispielsweise den atmungsaktiven, wasserfesten Unisex-Winterboot „Claude“ aus Microsuede und Micronappa im Programm. Kunstfell hält die Füße warm. Mit seiner Linie „Noah organic“ geht das Label in Sachen Nachhaltigkeit noch einen Schritt weiter. Laut Herstellerangaben handelt es sich um die erste vegane, fair produzierte, biologisch abbaubare Kollektion. Ob Naturlatex, Bio-Leinen, Bio-Baumwolle oder Naturkautschuk, alle Materialien der Organic Linie sind biologisch abbaubar.

BloomTM Foam für französische Schuhe

Vegan und wasserdicht: Winter-Sneaker „Cannon WP“ Foto: uk.saolashoes.com

Die Laufsohle besteht aus innovativem „BloomTM Foam“, eine Mischung aus Teichschlamm aus Algen und EVA-Schaum. Sie bildet den ökologischen Gegenentwurf für erdölbasierte Laufsohlen. Das Material BloomTM Foam, Bio-Baumwolle für die Schnürsenkel, recycelte Kunststoffflaschen für das Obermaterial und eine Einlegesohle aus Naturkork machen den Schuh angenehm leicht und komfortabel. Er wiegt nur 277 Gramm.

Flauschige Hüttenschuhe

Vegan produzierter Unisex-Winterstiefel „Claude“. Foto: noah-shop.com

Zeitlose vegane Schuhmode aus London Wills Vegan Store ist ein 2013 von Will Green gegründetes veganes Lifestyle-Unternehmen in London, das seine Produkte auch in Deutschland vertreibt. In der veganen Szene ist es eine bekannte Größe. Ursprünglich als veganes Schuhunternehmen gestartet, vertreibt der Gründer inzwischen weitere Produkte für veganen Lebensstil – von der Mode bis zu Nahrungsmitteln. Laut eigener Angaben sind alle Produkte, die das Unternehmen herstellt, klimaneutral zertifiziert – einschließlich der veganen Schuhe wie Chelsea Stiefel, Wanderschuhe und Sneaker. Das Angebot von Wills Vegan orientiert sich weniger an der aktuellen Mode als vielmehr an den Anforderungen der jeweiligen Saison. Dennoch kommen die eher zeitlosen Modelle nicht ganz ohne modische Details aus. Für Damen hat das Unternehmen beispielsweise im Herbst/Winter den „Luxe

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Hausschuhe dürfen im Herbst/Winter natürlich nicht fehlen. Wie wäre es zum Beispiel mit flauschigen Hüttenschuhen in modernem Design? Das nachhaltige Label Doghammer bietet diese in einer vielfältigen Auswahl passend zu jeder Jahreszeit an. Zur Wahl stehen Modelle aus Wolle oder recyceltem PET-Filz in vier Ausführungen: offene, geschlossene, vegane und Upcycling Hüttenschuhe. Für Letztere kommen Verschnittreste aus der Produktion von Skisteigfellen zum Einsatz. Die gesamte Hüttenschuh-Kollektion wird aus Wolle, Wollfilz und Kork nachhaltig in Portugal produziert und in Handarbeit gefertigt. Machen Sie es sich warm und gemütlich! Doch stopp! Woran erkennt man eigentlich nachhaltige Schuhe, wenn man vor den Regalen steht? Auf diesem Gebiet gibt es noch viel zu tun. Weil Schuhe aus mehreren Teilen bestehen, die fest miteinander verklebt und verwoben werden, ist es für Hersteller aufwändig und teuer jedes einzeln zertifizieren zu lassen. Doch nur Transparenz und Überprüfbarkeit schaffen Vertrauen. Das IVN-Naturleder-Siegel sowie die EUUmweltzeichen „Grüne Blume“ und „Ökotex Made in Green“ sind zumindest ein Indiz für Nachhaltigkeit. Am besten Sie informieren sich vor dem Schuhkauf bei den Herstellern und fragen im Zweifelsfall direkt nach. ●


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Die Marke WERNER 1911 hat einen klaren Fokus:

Nachhaltiges Handeln Als Familienbetrieb mit inzwischen 111 Jahren Erfahrung produziert Werner Schuhe mit Leidenschaft Schuhe, Gürtel und Handtaschen aus Bio-Leder, Wollfilz und reinem Leinen. Die faire Produktion in Europa garantiert kurze Transportwege. Das kommt dem Klima zugute. In der Fertigung und über die gesamte Lieferkette hinweg, legt man bei dem Pfälzer Unternehmen großen Wert auf Transparenz, langfristige Partnerschaften und die Umsetzung hoher Sozialstandards. Das Leder für die modischen und langlebigen Produkte wird chromfrei und pflanzlich in Deutschland gegerbt. Zurichtungen oder Finishmethoden mit PU (Polyurethan), lösemittel- und fluorhaltigen Mitteln sind tabu. Als weltweit erster Schuhhersteller hat das Unternehmen das Zertifikat IVN Naturleder für seine Damenund Herrenschuhe erhalten, und steht somit für hohe ökologische und soziale Standards. Durch das schonende Verfahren ist das Naturleder aus der kleinen Gerberei sehr hautfreundlich und auch für Allergiker geeignet.

Hier für werden ausschließlich Häute von alpenländischen Rindern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung verwendet. Den Tieren wird ein artgerechtes, natürliches Leben ermöglicht. Sie können die Sonne und den Wind genießen. Mit 40 kleinen Bio-Betrieben als Partner unterstützt der Hersteller eine neue Generation verantwortungsvoller Landwirte. Das Leinen stammt aus der GOTS und IVN-Best zertifizierten österreichischen Traditionsweberei Vieböck, die hierfür Flachs aus dem Anbau in Frankreich, Belgien und Holland verwendet. Flachs ist

eine ressourcenschonende, genügsame Pflanze, die karge Böden liebt, keinen Dünger und wenig Wasser benötigt. Auch beim Wollfilz wird auf Qualität geachtet. Seit kurzem, in Kooperation mit der Firma Disana, produziert Werner 1911 nun auch Kinderschuhe, die aus Bio-RecyclingWollfilz hergestellt werden. In einem einzigartigen Projekt wird in einem „Upcycling Verfahren“ aus den Schnittresten der Bio-Merinowolle, die bei der Herstellung von Kinderkleidung entstehen, ein neuer, robuster Rohstoff für mollig warme Kinderfüße. www.werner-schuhe.com

Grand Step Shoes – sustainable since 1993 Seit nun fast 30 Jahren produzieren wir faire Schuhe, die gut für Mensch und Umwelt und trotzdem modisch sind. Nachhaltigkeit ist uns eine Herzensangelegenheit! Dafür verwenden wir natürliche Materialien, wie Hanf, Naturkautschuk, Baumwolle und natürliche gegerbte Leder und produzieren unsere Schuhe unter fairen und sicheren Arbeitsbedingungen. Von Sneakers über Boots bis Sandalen, klassisch oder sportlich, Herren- oder Damenschuhe. Für alle Schuh- und Nachhaltigkeitsfans ist etwas dabei. Mehr Infos: www.grandstep.de

www.grandstep.de

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Think! In den Think! Stores Nürnberg Josephsplatz, Regensburg Altstadt, München am Viktualienmarkt und Berlin S-Bhf. Savignyplatz dreht sich alles um den richtigen Think! Schuh mit toller Beratung in farbenfrohem Ambiente. Der Inhaber Stephan Fricke konzentriert sich seit bereits 10 Jahren nur auf die Marke Think!. Der Nachhaltigkeitspionier ist damit ein Experte rund um das Thema Think!. Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Fairness sind in der aktuellen Debatte präsenter denn je. Auch in der Mode-Industrie gilt: Fast Fashion ist passé – fair Fashion und achtsamer Konsum sind in aller Munde. Für Stephan Fricke ist das aber kein Trend, sondern gelebte Philosophie. Die in seinen Stores angebotenen Think! Schuhe belasten die Umwelt so wenig wie möglich: Neben perfekter Passform und schönem Design wird dabei besonders auf Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit geachtet – Schuhe als Begleiter für viele Jahre, nicht nur für eine Saison. Besonders überzeugt den Schuhexperten: Think! setzt immer wieder neue Standards in der nachhaltigen Schuhmode. Die ganzheitlich nachhaltige Produktion der Schuhe wurde jüngst erneut durch Auszeichnung mit dem Blauen Engel belegt. Dieses Umweltzeichen garantiert eine umweltfreundliche, schadstoffgeprüfte und sozial verträgliche Rohstoffgewinnung und ressourcenschonende Herstellung bei der gesamten Herstellungskette. Bereits von Anfang an setzt Think! außerdem bewusst auf chromfrei gegerbtes Leder, einen geringen Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauch und verzichtet auf PVC sowie perfluorierte Chemikalien. Hier wird zusätzlich zu den

umweltschonenden Produktionsbedingungen auch die europäische Herkunft und Verarbeitung aller verwendeten Materialien sowie eine schadstofffreie thermische Verwertung gewährleistet. „Das ist einzigartig in der Schuhwelt“ sagt Fricke. Think! Menschen haben ihren eigenen Kopf, gehen ihren eigenen Weg. Individualität, Selbstbewusstsein und die Möglichkeit, sich frei auszudrücken, sind dabei elementar. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, legen Fricke und sein Think! Store Team höchsten Wert auf Beratungsqualität und Service für eine langanhaltende Zufriedenheit beim Tragen von Think! Schuhen. Getreu dem Motto: es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen, freuen sich Stephan Fricke und sein Team für ihre Kunden da zu sein und gemeinsam mit Think! Schuh Trägern für eine bessere Zukunft und saubere Umwelt zu sorgen. www.think-schuh.com Think! Store Untere Bachgasse 11, 93047 Regensburg Mo.-Sa. 10:00 - 18:00 Uhr Think! Store Reichenbachstraße 2, 80469 München Mo.-Sa. 11:00 - 18:00 Uhr Think! Store Else-Ury-Bogen 598, 10623 Berlin Mo.-Sa. 10:00 - 19:00 Uhr Think! Store Josephsplatz 1, (Eingang Adlerstraße) 90403 Nürnberg Mo.-Sa. 11:00 - 18:00 Uhr

10,Bis zum 31.10.2022 auf Think! Schuhe und Taschen, ab einem Einkaufswert von 100,00 €. Keine Barablöse. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.

10623 BERLIN-Charlottenburg S-Bhf. Savignyplatz Else-Ury-Bogen 598 Tel. 030/31992877 Mo – Sa 10:00 – 19:00 Uhr 80469 MÜNCHEN am Viktualienmarkt Reichenbachstraße 2 Tel. 089/54316890 Mo – Sa 11:00 – 18:00 Uhr 90403 NÜRNBERG Josephsplatz 1 Eingang Adlerstraße Tel. 0911/81677267 Mo – Sa 11:00 – 18:00 Uhr 93047 REGENSBURG Altstadt, Untere Bachgasse 11 Tel. 0941/59936595 Mo – Sa 10:00 – 18:00 Uhr

www.think-schuh.com Das Team: von links Petra Niebler, Elke Thim, Stephan Fricke, Carina Wissel und Annette Lehmann

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Neues UGBforum:

Mineralstoffe – natürlich gut versorgt Zinktabletten, um das Immunsystem zu stärken, Eisenpräparate für Veganer oder Magnesiumdrinks für Sportler. Oft suggeriert uns die Werbung, dass wir ohne eine Extraportion Mineralstoffe nicht ausreichend versorgt seien. So greift in Deutschland etwa jeder Dritte regelmäßig zu zusätzlichen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten – meist ohne therapeutische Notwendigkeit. Dass es dabei durchaus zu Wechselwirkungen kommen kann, zeigt die neueste Ausgabe des Fachmagazins UGBforum mit dem Schwerpunktthema „Mineralstoffe – natürlich gut versorgt“. So ist eine ausreichende Aufnahme an Mineralstoffen über eine vollwertige Ernährung in der Regel kein Problem. Was aber heißt eigentlich ausreichende Menge? Internationale Fachgesellschaften weichen in ihren Empfehlungen zum Teil deutlich voneinander ab. Wie es zu den abweichenden Werten kommt, berichtet der renommierte Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann in dieser Ausgabe. Eine gute Nachricht hält der Beitrag rund um das Spurenelement Eisen bereit. So haben Forschende offenbar einen neuen Transporter für das hinsichtlich Blutbildung und Immunsystem so wichtige Element aus pflanzlichen Lebensmitteln entdeckt. Das erklärt möglicherweise, warum ein Eisendefizit bei vegetarisch oder vegan lebenden Men-

schen gar nicht so häufig auftritt, wie oft vermutet. Das UGBforum klärt wissenschaftlich fundiert, aber leicht verständlich auf. Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeit gibt es unter www.ugb.de/mineralstoffe Preis: 11,50 € (zzgl. Versand) Oder testen Sie das Probe-Abo. Sie erhalten dieses und drei weitere Hefte für nur 17 € (zzgl. Versand): www.ugb.de/probe-abo Aus dem Inhalt • Mineralstoffe: Unverzichtbar fürs Immunsystem • Eisen – Pflanzliche Quellen besser als gedacht • Das Dilemma mit den Empfehlungen • Mineralstoffe: Zu viel kann schaden • Osteoporose: Gesunde Knochen bewahren • Nahrungsergänzungen – natürlich gut versorgt Außerdem: • Überschätzt: Personalisierte Ernährung • Hunger und Sättigung: Steuerung durch Kopf und Bauch • Joghurt ohne Kuh: Pflanzlich geht‘s auch • Endivie: Wintersalat mit Bitternote • Arzneitee – Heiße Tasse mit Wirkung Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. Sandusweg 3, D-35435 Wettenberg/Gießen Tel.: 0641 - 808 96 - 0, Fax: 0641 - 808 96 - 50

Bayerns Pilze nach wie vor mit Radioaktivität belastet Aufgrund des wechselhaften Wetters gibt es heuer ungewöhnlich viele Wildpilze in Bayerns Wäldern. BN und Umweltinstitut München haben Pilze auf Strahlenbelastung untersucht und warnen vor übermäßigem Verzehr. Bayerns Wildpilze können immer noch eine teils nicht unerhebliche Belastung mit radioaktivem Cäsium aufweisen, das hauptsächlich vom Reaktorunglück in Tschernobyl von 1986 stammt. Dies bestätigen die jährlichen Messungen des Umweltinstituts München, von denen in diesem Jahr einige in Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz in Bayern durchgeführt wurden. Vor allem Pilze aus Südbayern sind betroffen. Insbesondere der beliebte Maronen-Röhrling ist hier problematisch. Spitzenreiter waren Maronenröhrlinge aus dem Landkreis Memmingen mit 594 Becquerel pro Kilogramm. Dr. Hauke Doerk vom Umweltinstitut erklärt: „In Wäldern nimmt die radioaktive Kontamination aus der TschernobylKatastrophe über die Jahrzehnte leider nur sehr langsam ab. Südbayern ist vom radioaktiven Niederschlag aus Tschernobyl stärker betroffen als andere Teile des Landes. Die Belastung ist aber auch dort je nach Region und Sorte stark unterschiedlich. Beispielsweise haben wir in Proben von Maronenröhrlingen aus dem Großraum München in den letzten Jahren unter 40 bis über 2000 Becquerel pro Kilogramm gemessen.“ Mit der interaktiven Karte auf

www.umweltinstitut.org/waldproduktmessungen können Bürger*innen Messergebnisse von Pilzen und Waldprodukten der letzten Jahre einsehen und sich einen Überblick verschaffen.

Für den Handel in der EU gilt derzeit ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm für die Belastung mit Caesium. Für Milch und Säuglingsnahrung ist ein Grenzwert von 370 Becquerel pro Kilogramm festgesetzt. Das Umweltinstitut und der BN empfehlen eine Absenkung der Grenzwerte. Insgesamt sollten selbst gesuchte Schwammerl nur in Maßen gegessen werden, raten Expert*innen. Besonders Schwangere und Kinder sollten vorsichtig sein. „Die Ergebnisse unserer Messungen führen uns noch einmal eindrucksvoll vor Augen, wie gefährlich Atomkraft ist und wie sie unser Leben für Jahrzehnte beeinflussen kann“, betont der Landesbeauftragte des BN Martin Geilhufe. BUND Naturschutz und Umweltinstitut München fordern schon seit Jahrzehnten einen Ausstieg aus der Atomkraft in Bayern und Deutschland. www.bund-naturschutz.de 42

Foto: Bartosz Makara, www.wikipedia.org Maronen-Röhrling

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Hausmittel Hühnerbrühe – gegen Grippe? Virenwinter – bald rollt sie wieder, die Welle der Grippe und Erkältungen. Wie kann man sich am besten stärken, während Viren ihre Hochsaison feiern? So gerne erinnern wir uns an Omas Hühnersuppe, die uns wohlig warm und nährend ans Bett gebracht wurde. Seit Generationen ist eine gute Brühe als Hausmittel bekannt – doch hilft sie wirklich bei Erkältung? Der persische Arzt Avicenna beschrieb bereits im 10. Jahrhundert die positive Wirkung der Hühnerbrühe. Selbst die alten Ägypter kannten sie als Mittel gegen Erkältungen. Im Jüdischen wird sie als Goldene Jouch (goldene Brühe) bezeichnet, in den USA auch als Jewish Penicillin (jüdisches Penizillin). Was ist also dran an der vermeintlichen „Wunderwirkung“? Erste wissenschaftliche Hinweise gibt es. Vorerst nur im Labor, aber Studien der Universität Nebraska zeigten: Hühnersuppe blockiert im Organismus spezielle weiße Blutkörperchen, die so genannten Neutrophile. Diese werden bei Virusinfekten oder grippalen Infekten in größeren Mengen freigesetzt. Sie sind mitverantwortlich für Entzündungsprozesse. Klar ist offenbar auch: In einer gut ausgekochten Hühnerbrühe steckt der Eiweißbestandteil Cystein. Und dieser soll entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute wirken. Nicht zuletzt hat eine warme Suppe eine wohltuende, reizlindernde Wirkung auf die Schleimhäute in Nase und Rachen. Zusätzlich trägt die Suppe dazu bei, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, was laut Experten bei einer Erkältung besonders wichtig ist. Bone Brox: 18 Stunden gekocht – wertvolle Nährstoffe erhalten Besonders wichtig bei einer guten Hühnerbrühe ist, dass die Knochen lange ausgekocht werden. Die Bone Brox Knochenbrühe „Bio-Huhn“ hat eine Kochzeit von 18 Stunden. Dies ist nicht nur bedeutsam für den Geschmack, sondern auch um wirklich alle Nährstoffe aus den Knochen herauszulösen. Das Geheimnis der Suppe ist damit ein echtes „Superfood“: Sie enthält Nährstoffe wie Kollagen, Mineralien und alle essenziellen Aminosäuren. Diese Eiweißbausteine sind nötig, um alle

Signalstoffe, Enzyme und Immunzellen im Körper zu bilden. Die Knochenbrühe von Bone Brox stammt von Bio-Hühnern aus deutscher Freilandhaltung. Auszüge aus Bio-Gemüse und feinen Gewürzen runden den Geschmack ab. Sie enthält keinerlei Zusatz- oder Konservierungsstoffe. Schnell zur Hand Besonders praktisch dabei ist, dass die Brühe im Glas schnell aufgewärmt werden kann. Selbst wenn man krankheitsbedingt wenig mobil ist, macht es so kaum Aufwand, rasch zu einem bewährten Hausmittel zu kommen. Wie eine warme Umarmung „Eine gute Brühe ist wie eine Umarmung von innen“, schwört Jin-Woo Bae, Ernährungscoach und Mitgründer von Bone Brox. Ihm wurde bewusst, welches Glück er verspürte, wenn er in seinem koreanischen Elternhaus eine traditionelle Kraftbrühe von seiner Mutter serviert bekam. Gemeinsam mit Konrad Knops rief er Bone Brox ins Leben. Bereits als Osteopath riet Konrad seinen Patient*innen, sich mit einer guten Kraftbrühe zu stärken. Kennengelernt haben sich die beiden in einer Kampfkunstschule in Berlin-Charlottenburg. Gemeinsam eint sie die Idee, Menschen mit einer guten Brühe in ihre Kraft kommen zu lassen. Brox Bio-Hühnerknochenbrühe (18 Std. gekocht): 370 ml Glas, UVP: 5,75 € Inhaltsstoffe: Wasser, Hühnerknochen* (36%), Karotten*, Zwiebeln*, Lauch*, Salz, Fenchel*, Wurzelpetersilie*, Pfeffer*, Piment*, Kreuzkümmel*, Wacholderbeeren*, Ingwer*, Lorbeer* (*aus kontrolliert biologischem Anbau) Erhältlich in Bioläden und Supermärkten sowie über www.bonebrox.com

BUCH-Tipp: Die große Sauerei Wie Agrarlobby und Lebensmittelindustrie uns belügen und betrügen Hannes Jaenicke ist Schauspieler und Spiegel-Bestsellerautor und engagiert sich neben seinem Beruf seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Sein neues Buch „Die große Sauerei“ setzt sich mit Betrug in der Lebensmittelindustrie auseinander. In seinem „Ernährungsreport“ bejubelt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seine Errungenschaften sowie das Vertrauen der Bürger*innen in unsere Lebensmittel – doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Wenn es um unser Essen geht, werden wir nach wie vor schamlos belogen und betrogen. Eine hohe Qualität der Produkte wird vorgegaukelt – von der Agrarlobby und der Lebensmittelindustrie, aber auch die Politik spielt auf verantwortungslose Weise mit.

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Im investigativen Enthüllungsbuch „Die große Sauerei“ deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucher von tierischen Produkten unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Wahl zu treffen. Die große Sauerei Hardcover, 200 Seiten, 24,99 € ISBN: 978-3-96905-202-0 Münchner Verlagsgrupp GmbH ab 15.11. im YES Verlag


Welcome to a journey you‘ve

never imagined

Eine Reise, die mit Überwachung und Verfolgung beginnt und mit der Todesstrafe enden kann. In Saudi-Arabien landen kritische Journalist*innen jahrelang hinter Gittern, werden gefoltert oder sogar grausam ermordet. Mindestens 26 Medienschaffende sitzen unrechtmäßig im Gefängnis. Deshalb haben wir das Regime verklagt. Unterstützen Sie unsere Arbeit unter: reporter-ohne-grenzen.de/willkommeninsaudi

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Saudi-Arabien auf Platz 166 von 180. Doch Pressefreiheit ist die Basis einer Demokratie. Wenn sie stirbt, stirbt auch jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Foto: Damir Babacic

Willkommen in Arabien

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Film: NACHTWALD NACHTWALD von Regisseur André Hörmann und Katrin Milhahn, die ebenfalls beide für das Drehbuch verantwortlich sind – wird am 24. November im Kino starten. NACHTWALD ist ein wildes, aufregendes und herzerwärmendes Abenteuer über wahre Freundschaft. Es ist Sommer: PAUL (Levi Eisenblätter) und MAX (Jonas Oeßel) sind beste Freunde. Zusammen hauen sie, mit einem waghalsigen Plan im Gepäck, von Zuhause ab: Sie wollen die sagenumwobene Ursulen-Höhle finden, die irgendwo in den Bergen verborgen liegen soll. Niemand im Dorf glaubt, dass es die Höhle wirklich gibt, obwohl Pauls Vater THOMAS (Marc Limpach) jede Menge Hinweise darauf gefunden hat. Doch der ist seit über einem Jahr verschwunden und alle halten ihn für verrückt. Paul will seine Mutter SABINE (Meike Droste) und dem ganzen Dorf unbedingt beweisen, dass sein Vater recht hatte! Allein in den Bergwäldern fühlen sich Paul und Max so frei und unbeschwert wie nie. Doch das Abenteuer wird schnell turbulenter als die Jungs erwartet hatten. Die beiden müssen über sich hinauswachsen, um in der Wildnis zu bestehen. Dieser Sommer wird sie für immer verbinden! Das herzerwärmende Abenteuer über die beiden Helden Paul und Max wird getragen von den Hauptdarstellern Levi Eisenblätter und Jonas Oeßel. An ihrer Seite sind als Pauls Eltern Marc Limpach und Meike Droste zu sehen. NACHTWALD feierte beim renommierten deutschen Kinder Medien Festival GOLDENER SPATZ seine Weltpremiere.

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TV-Tipps für November zusammengestellt von Dipl. Ing. Agrar (FH) Peter Boley. Weitere Informationen unter www.AGRAR-TVNews.de Datum Sendezeit

Sender

Thema

01.11. 22:50-23:30 02. 11. 18:15-18:45 02. 11. 21:15-21:45 02. 11. 22:00-22:45 03. 11. 17:20-18:00 03. 11. 19:40-20:15 03. 11. 20:15-21:00 03. 11. 22:00-22:45 04. 11. 15:00-15:30 04. 11. 19:40-20:15 05. 11. 13:05-14:00 06. 11. 18:00-18:30 07. 11. 20:15-21:00 07. 11. 21:00-21:45 07. 11. 21:00-21:45 08. 11. 20:15-21:00 08. 11. 21:00-21:45 08. 11. 22:45-23:15 09. 11. 15:00-16:00 09. 11. 17:20-18:00 10. 11. 17:20-18:00 10. 11. 19:40-20:15 11. 11. 15:00-15:30 11. 11. 17:00-17:45 11. 11. 19:40-20:15 12. 11. 18:45-19:30 13. 11. 19:00-19:30 14. 11. 18:15-18:45 14. 11. 20:15-21:00 14. 11. 21:00-21:45 15. 11. 18:15-18:45 15. 11. 20:15-21:00 15. 11. 21:00-21:45 15. 11. 21:00-21:45 15. 11. 21:05-22:00 16. 11. 15:00-16:00 16. 11. 22:00-22:45 18. 11. 17:00-17:45 18. 11. 18:15-18:45 19. 11. 13:05-13:30 19. 11. 15:45-16:30 19. 11. 17:00-17:45 21. 11. 18:15-18:45 23. 11. 18:15-18:45 23. 11. 22:00-22:45 24. 11. 22:00-22:45 25. 11. 20:15-21:00 29. 11. 19:40-20:15 30. 11. 19:40-20:15

ARD Kampf ums Klima SWR Die Solar-Pioniere - Energiekrise BR Jeder Tropfen zählt – Dürre BR Ackern unter Bäumen –Agroforst RBB Obst u. Gemüse Großmarkt Berlin Arte Die Schakale kommen – Dürre SWR Streuobstwiese im Glas - Getränke SWR Wie gesund ist unser Brot? NDR Hühner-Boom im Garten Arte Tolle Knolle – Kartoffeln N 24 - Welt Gemüse, Obst, Geschäfte ZDF Wenn das Geld nicht reicht WDR Küchenliebling Tomate – meist rot NDR DieTricksderVerpackungsindustrie WDR PermakulturundMittelmeergarten Phoenix Verbranntes Land - Klimakrise ARD Alpha Edelprodukt Brot - teurer ZDF Energie in der Krise – der Stresstest NDR Ab in die Natur! – Ökojahr RBB Die Kirschmucker von Werder RBB Die Tomatenmucker von Werder Arte Re: Gefährliche Ernte Tee-Anbau NDR Nicht von Pappe: Papier ARD Alpha Fasten und Verzicht – gesund? Arte Energie für morgen – Keine Angst HR Franziskas Bauernhof im Dorf HR Unser Wald – Wohlfühlort NDR Malochen für den Mais – Ernte WDR Die neue Lust auf Suppe WDR SchweinezuchtundGemüsegarten NDR Ein Abenteuer in Lila – Lavendel ZDF Teuerland – Abschied vom Wohlstand SWR Die Ökochecker - Küche ARD Alpha Durst - Wasser verschwindet N 24 - Welt Vom Rind zum Steak NDR Heu-Ernte am Strandufer BR Superhelden Pilze WDR Hoffnungsträger Wasserstoff WDR Muss denn Tee auch „bio“ sein? N 24 - Welt Hightech auf dem Acker SWR Der Prinz auf dem Traktor BR Krenbauern in Franken NDR Der Kürbiskönig NDR Dicke Kartoffeln und richtig schlau! BR Hauptsache kein Fleisch? SWR Deutschland autark WDR Von der Stulle bis zur Sterneküche Arte Wenn der Meeresspiegel steigt Arte Umweltschutz im Blumentopf


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Verlag G. Wasner-Meyer Inhaber: Gudrun Wasner-Meyer

Rebenweg 33, 93309 Kelheim Tel.: 089 - 74 14 11 54 info@derspatz.de, www.derspatz.de Redaktion und Anzeigen: Gudrun Wasner-Meyer (verantwortlich), Adresse s. Verlag Auflage: 30.000 Druck: ADV SCHODER Augsburger Druck- u. Verlagshaus GmbH Papier: 100 % Recycling-Papier Titelbild: stock.adobe.com – sborisov Illustrationen: Frieder Vogel Fotos: Adobe Stock, falls nicht anders angegeben Redaktionelle Beiträge: Elisabeth Schütze, Claudia Mattuschat, Katrin Speer, Andrea Reiche

„Der Spatz” ist ein unabhängiges Verbraucher-Magazin für Bayern und erscheint 4 mal im Jahr. Er ist kostenlos erhältlich in Naturkostläden, Reformhäusern, Naturbau- und Naturwarenläden, Naturheilpraxen, Therapie-Zentren, Restaurants und Cafés, Bio-Hotels, Buchläden u.a. geeigneten Plätzen. Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen fordern Sie bitte die Anzeigen-Preisliste an.

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Corona und gefährlicher Hausstaub! Ist der Staubsauger eine glückliche Erfindung? Seit ca. 100 Jahren wird mit Staubsaugern vergeblich versucht, den Staub in Wohnund Schlafbereichen endgültig zu beseitigen. Kaum fertig mit dem Abstauben und Saugen, lassen sich schon wieder Stäube auf Möbeln, dem Glastisch ... nieder. Sicherlich kämpfen auch Sie schon lange mehr oder weniger erfolgreich dagegen an. Was ist der Grund, dass wir so intensiv versuchen den Staub aus der Wohnung zu entfernen? Mehr Sauberkeit bedeutet auch mehr Gesundheit!

Was ist Hausstaub?

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Mit diesem Bericht wollen wir Sie nicht erschrecken, aber aufwecken, damit Sie die Gefahr von Hausstaub erkennen und sich darauf einstellen oder etwas dagegen tun.

Was können Sie dagegen tun?

Warum belastet er uns? Stäube sind kleine bis kleinste Partikel, die in der Raumluft schweben. Das kann Abrieb von Teppichböden, Korkboden oder Möbelstoffen sein. Auch Abrieb von Leder, wobei dieser auch schon wieder durch die Lederbearbeitung, dem Gerben und Färben, mit gefährlichen Dingen belastet sein kann. Auf dem Land können Spritzmittelrückstände sein, die der Wind zu uns trägt. Tonerstäube aus den Druckern sind als sehr gefährlich eingestuft. Am Staub binden sich Viren, Bakterien, Pollen und die Allergene der Hausstaubmilbe. Allergiker haben ihre Probleme mit den Ausscheidungen, denn die Milbe ernährt sich von abgestorbenen Hautpartikeln, die wir täglich verlieren. Dabei lebt die Milbe in Symbiose mit dem Schimmelpilz vor allem in den Betten. Dort ist ein Paradies für die kleinen Spinnentierchen. Es ist warm, feucht und die menschlichen Hautschuppen sind durch Schimmel- und Hefepilze aufgeweicht. So ist der Tisch reichlich gedeckt. 1-2 Millionen Milben sollen laut Wissenschaftler in einer Matratze wohnen. Wir haben das nie nachgezählt; uns ist auch schon die Hälfte davon zu viel, denn eine Milbe die frisst, scheidet 15-20 mal am Tag ihren Kot in die Matratze aus. Über den Kot der Milben, gelangen auch die Pilze wieder in der Ausscheidung in die Matratze. Der Kot wird trocken, zerfällt in mikroskopisch kleine Teilchen und fliegt dann als gefährlicher Hausstaub durch die Wohnung. Deshalb ist es im Schlafzimmer immer sehr staubig.

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Versuch Nehmen Sie eine starke Taschenlampe und leuchten Sie beim Ausziehen Ihre Strümpfe in einem dunklen Raum. Sie werden im Lichtstrahl erkennen, wie viele Millionen Hautpartikel Sie dabei in Ihre Raumluft abgeben.

Der DELPHIN ist Coronaviren zertifiziert Der Testbericht bezeugt, dass der DELPHIN, bei einer Raumgröße von 28m3, 99,9% der Coronaviren Influenza A(H1N1) innerhalb 20 Minuten aus der Raumluft beseitigt.

Staubsauger beseitigen keinen Schmutz. Bestenfalls saugen Sie damit den Schmutz ein. Im Beutel, oder Behälter verbleibt er dann bis zum nächsten Saugen. Dabei zerfällt er in immer kleinere gefährliche Partikel, um dann am Ende wieder mit der Auspuffluft des Saugers zurück in das Wohnzimmer gelangen zu können. Der typische Staubsaugergeruch ist eigentlich ein Warnsignal für unser Immunsystem. Wer den Geruch wahrnimmt, hat meist giftige Schimmelpilzsporen eingeatmet. In der Natur gibt es keine trockene Beseitigung von Staub. Die Natur beseitigt Stäube immer durch Luftwäsche. Regen, Nebel, Tau, Schnee, nasse Wiesen, nasse Blätter der Wälder, binden den Staub, denn nasser Staub kann nicht fliegen.

Der DELPHIN Luftwäsche und viel mehr macht der DELPHIN für Sie in Ihrer Wohnung, ohne das etwas nass wird. Schneller, günstiger und dauerhafter. Staubsauger werden damit überflüssig.

Der FLIPPER Die geniale Lösung für die Nassreinigung – saugen, nass wischen und trocknen in einem Arbeitsgang. Ruck zuck - fertig.

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