FACH SCHRIFTEN VERLAG
02 l 2020 € 6,80
Österreich € 7,50; Schweiz sfr 13,60; BeNeLux € 7,90; Italien € 8,80; Spanien € 8,80; Portugal € 8,80 (cont.); Slowenien € 8,80; Slowakei € 8,80
schöner bauen • besser leben
32
Seiten
Architektur + Öfen
EXTRA
SLOW LIVING IM TREND: ECHT, EDEL & ZEITLOS
NEUE IDEEN FÜR JEDEN GESCHMACK
moderne Landhäuser
schicke Stadtvillen coole Bungalows
Villa aus Glas & Holz
RAFFINIERT KOMBINIERT
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E DITORIA L
Wahrer Luxus in Zeiten der Krise wie geht es Ihnen? Haben Sie in den letzten Monaten auch ausgemistet und die Wohnung auf bislang nie gekannten Hochglanz poliert? Haben auch Sie während des Lockdowns festgestellt, dass Ihr Zuhause Ihren Wohnwünschen gar nicht so perfekt entspricht? Nicht den Platz, den Komfort und den Stil bietet, mit dem Sie eigentlich leben möchten? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen! Schon bevor das Virus zuschlug, beobachteten Trendforscher eine Veränderung: Das Luxusempfinden ging weg von „Bling-Bling“ und klassischen Statussymbolen hin zu authentischen Erlebnissen und wahren, individuellen Werten. Anstelle in teuren Restaurants zu essen, wollte man selbst richtig gut kochen können und investierte in tolle Küchen, Profi-Kochgeräte und hochwertige Lebensmittel. Bäder wurden schon in den letzten Jahren immer größer und mit Wellness-Zubehör ausgestattet, in Wohn- und Schlafzimmern hielten wieder qualitativ hochwertige, natürliche Materialien Einzug. Wie in vielen anderen Lebensbereichen wirkt auch hier die Pandemie wie ein Katalysator und beschleunigt die Änderung unserer Lebensprioritäten und unseres Luxusempfindens. Ein schönes, komfortables, eigenes Zuhause nimmt dabei eine immer wichtigere Rolle ein. Davon profitieren Handwerker und Möbelhersteller, die ihre zunächst negativen Erwartungen für das Jahr 2020 deutlich nach oben korrigieren konnten. Aber auch die Immobilienbranche zeigt sich von der Krise völlig unbeeindruckt, sind die eigenen vier Wände doch der Ort, wo man es sich, trotz allen Ungemachs vor der Tür, sicher richtig gemütlich machen kann. Wie dieser „neue“ Luxus aussehen kann, zeigen wir Ihnen in dieser neuen Ausgabe von Hausträume. Lassen Sie sich inspirieren und bleiben Sie gesund und zuversichtlich! Herzlichst, Ihre
Astrid Barsuhn, Chefredakteurin
USGEZEICHNET. UVERLÄSSIG. OMPETENT. AIR.
Liebe Leserin, lieber Leser,
n & für vo
Hausbau
Helden
Architektur meets Fertighaus
‚Schatzkästchen‘ im Park Zu Hause zur Ruhe kommen, dank natürlich edler Materialien fürs
Slow Living
84
20
HausTräume 2/2020
Inhalt 92
Moderne Architektur, die die umgebende Natur perfekt in Szene setzt 4 HAUSTRÄUME 2/2020
Auftakt Spiel der Elemente Mitten im Wald Schmales Platzwunder
Luxus am Hang Steillage Beste Aussichten
Moderne Villa
6 8 10 12 18
„Schatzkästchen“ im Park
20
Wohliges Winterwohnen
26
Elegante Bungalows Wieder zu zweit Stilvoll auf einer Ebene
Schön in Holz
Stadtvillen Idylle im „Pott“ Urbane Wohnträume
Transparente Architektur Lieblingsfarbe: Grün Mit Durch- und Ausblick
Moderne Klassiker Bauhaus auf dem Land Zeitgemäß und besonders
Landhaus reloaded Alle Jahreszeiten erleben
46 52 54 60 62 68
und sinnlichen Materialien
Avantgarde Spektakuläre Szenerie Repräsentative Domizile Naturverbunden
Service Editorial Anschriften, Impressum
FACH SCHRIFTEN VERLAG
02 l 2020 € 6,80
Österreich € 7,50; Schweiz sfr 13,60; BeNeLux € 7,90; Italien € 8,80; Spanien € 8,80; Portugal € 8,80 (cont.); Slowenien € 8,80; Slowakei € 8,80
schöner bauen • besser leben
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Architektur + Öfen
EXTRA
SLOW LIVING IM TREND: ECHT, EDEL & ZEITLOS
NEUE IDEEN FÜR JEDEN GESCHMACK
moderne Landhäuser
schicke Stadtvillen coole Bungalows
Villa aus Glas & Holz
RAFFINIERT KOMBINIERT 001_ogTitel_HT.indd 1
Das Titelbild hat René Lamb fotografiert und zeigt die neueste ‚Attraktion auf dem Heuberg‘ von Schwarzwälder Haus. Die vollständige Reportage lesen Sie ab Seite 46.
12.10.20 14:46
70 76 78
Slow Living: Entspannter wohnen mit natürlichen
für wohliges Winterwohnen
Moderne Landhäuser, schicke Stadtvillen, coole Bungalows . Slow Living: echt, edel & zeitlos . Raffiniert kombiniert: Schöner bauen mit Holz & Glas . Wohnen im Winter
Naturnaher Luxus
WARMES & WÄRMENDES
38 44 HAUSTRÄUME 2/2020
Attraktion auf dem Heuberg
26
54
84 92 98 99 3 83
Charmante Stadtvilla
Idylle im ‚Pott‘
B R I T I SCHE M ODERNE
6 HAUSTRÄUME 2/2020
die äußerlich klar erkennbar sind: Einen für die Gäste und einen für die Familie, die durch den quer zu ihnen angeordneten Eingangsriegel verbunden sind. Die nach Süden orientierten Wohnriegel wurden leicht ineinander verschränkt, sodass zwischen ihnen ein geschützter Hof entsteht, der das große Esszimmer mit Galerie über eine zweigeschossige Glasfassade nach außen erweitert. Während der Gäste- und Wellnesstrakt mit ortstypischem Backstein verklinkert wurde, wählten die Architekten für die Privatbereiche der Hausbesitzer eine Holzverschalung, die mit der Zeit durch den Einfluss der Elemente eine silbergraue Patina entwickeln wird, um so zu einem ganz harmonischen Teil der Küstenlandschaft Südenglands zu werden. ab
Fotos: www.kebony.com
M
oderne Villenarchitektur mit expressiven Baukörpern, gehüllt in Holz- und Steinfassaden, sind typisch für die Arbeit des britischen Architekturbüros AR Design Studios. So präsentiert sich auch die Villa „The Elements“, eine Kombination aus drei ineinander geschobenen kubischen Gebäudeteilen, äußerlich teils in massiver Backsteinschale, teils mit Holzfassade. Einer großen Sportboot-Marina direkt gegenüber wollte der Bauherr ein großes Haus erstellen, das nicht nur ihm und seiner Familie am Ufer des Flusses und eingebettet ins satte Grün der Landschaft einen Rückzugsort, sondern auch seinen zahlreichen Gästen ausreichend Platz bieten würde. Die Architekten teilten das Gebäude in drei unterschiedliche Teile,
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Spiel der Elemente
Die Eingangshalle verbindet die Wohnbereiche miteinander und bietet Platz für einen riesigen Esstisch. Der dem Essplatz vorgelagerte Innenhof ist ein sonniger und windgeschützter Freisitz.
Unweit von Southampton mündet der breite Strom des River Hamble in den Ärmelkanal. Hier, inmitten der wilden wie idyllischen südenglischen Landschaft am Ufer des Flusses, entstand die Villa „The Elements“ aus Stahl, Backstein und Holz. Geschützt von großen, alten Bäumen steht „The Elements“ auf einem Parkgrundstück am River Hamble in Südengland. Der im Bild vordere Gebäudeteil bietet Platz für die vielen Gäste der Familie. Das Erdgeschoss beherbergt neben einem Indoorpool auch einen großen Fitnessbereich. > www.ardesignstudio.co.uk > www.kebony.com
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F ER I ENDOMIZ IL
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Fotos: Hofman/Dujardin
Fast könnte man meinen, ein Riese hätte Bauklötze auf eine Waldlichtung fallen lassen. Das Gebäude verteilt seine Wohnfläche auf drei Baukörper und wirkt dadurch filigran. Dazu tragen auch die großen Fensterflächen bei, die Transparenz schaffen und Begrenzungen aufheben. > www.hofmandujardin.nl
Anschriften Seite 83
Mitten im Wald
Harmonisch schmiegt sich das dreiteilige Gebäudeensemble mit seiner Holzfassade in die Waldlichtung. Die Architekten Barbara Dujardin und Michiel Hofman haben damit ein Feriendomizil der besonderen Art geschaffen.
E
in idyllischer Rückzugsort. Fern vom städ tischen Trubel, mitten in einem kleinen Kie fernwald nahe Tonden im Süden der Nieder lande entstand dieses Feriendomizil. Dafür setzten die Architekten Barbara Dujardin und Michiel Hofman drei Baukörper im rechten Winkel anein ander. Fassade und Dach sind mit einer einheit lichen senkrechten Holzverkleidung versehen und gehen ohne Dachüberstand nahtlos ineinander über. So entstand ein Gesamtensemble, das sich organisch in seine Umgebung einfügt. Große Fensterflächen öffnen die Wohnräume zur umgebenden Natur, so dass diese zu einem Teil des Wohnerlebens wird. Durch die Anordnung der Gebäudeteile im rechten Winkel, umschließen
diese schützend die Terrasse. Aus der Puppen hausperspektive erscheint sie wie ein weiteres Zimmer im Außenraum. Innen resultiert die Dreiteilung des Einge schossers in eine Trennung in verschiedene Nutzungsbereiche. Vom Eingangstrakt zweigen rechts das Elternschlafzimmer und links das Bad sowie die Toilette ab. Ein zweites Hausteil ist dem bis in den First offenen Wohnen, Essen und Kochen vorbehalten. Und Kinder- und Gästezim mer teilen sich den dritten Bau. In der Diele führt eine Treppe zu zwei kleinen Mansardenzimmern im Spitzboden. Unter der Schräge mit Blick durch das Dachfenster auf den Sternenhimmel kann man hier traumhafte Nächte verbringen. bs
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Anschriften Seite 83
Schmales Platzwunder
Fotos: Solarlux, Martijn Vonck
STADT HAUS
Der Garten wurde neu gestaltet und der Boden in der Küche erneuert, ebenso die komplette Innenausstattung. Das Meisterstück der Modernisierung war jedoch die Verbindung zum Garten mit Glasfaltelemen ten, die zusammen mit zwei Oberlichtern viel Helligkeit in die Küche bringen > www.solarlux.com.
In einer Seitenstraße im niederländischen Harleem zwischen lauter kleinen, eng aneinandergeschmiegten Häusern hat eine junge Baufamilie ihr individuelles Stadtidyll mit einer Prise Natur verwirklicht.
D
ass dieses Haus mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche bietet, kann man auf den ersten Blick kaum glauben, denn es ist gerade ein mal fünf Meter breit. Es entfaltet seinen Platz nicht in der Breite, sondern in der Länge: Das Erdge schoss zieht sich weit nach hinten und mündet in eine Wohnküche, hinter der wiederum ein kleiner Garten liegt, umgeben von den Mauern der ande ren Wohnhäuser. Über der Küche befindet sich die 50 Quadratmeter große Terrasse – sonst nichts. Erst dahinter schließen sich die oberen Wohn geschosse an. Den Bauherren gelang es, den Altbau aufzu werten und trotz der schmalen Maße wohnlicher
und schöner zu machen. Dabei kam es ihnen da rauf an, trotz der Enge durch die umgebenden Ge bäude so viel Licht wie möglich ins Innere zu holen. Dafür ließen sie im Erdgeschoss zum Garten zwei raumhohe Glaselemente einbauen. Sie bestehen aus jeweils drei Teilen, die nach links und rechts weggefaltet werden können und so kaum Platz einnehmen. Bis auf einen der Statik des Hauses geschuldeten Stützbalken in der Mitte ist der Durchgang nach draußen komplett offen – und das barrierefrei. Wenn die Falttüren an sonnigen Tagen zur Seite geschoben werden, verschmel zen drinnen und draußen, Küche und Garten wer den zu einem einzigen großen Raum. bs
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LU X US AM H AN G
Terrassierung und Stützmauern erinnern an die traditionellen Trockenmauern in den Weinbergen rund um den Stuttgarter Kessel.
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Steillage In Halbhöhenlage entstand dieses exklusive Wohnhaus für eine vierköpfige Familie in Stuttgart. Die raffinierte Anordnung der Volumen geht hier mit ausgesuchten Materialien eine besondere Verbindung ein.
I
m Stuttgarter Sprachgebrauch ist „Halbhöhenlage“ gleichbedeutend mit Exklusivität, Aussicht und frischer Luft. Untrennbar verbunden damit sind aber auch Erschließung und Bauen am Hang – und der kann hier mitunter ziemlich steil sein. Genau mit einer solchen Situation und allen damit verbundenen Herausforderungen hatten es Fischer Rüdenauer Architekten bei ihrem Auftrag für das Haus „RBR 104“ zu tun. Für das reizvolle, aber stark geneigte Grundstück an der Hangkante entwickelten sie eine terrassierte Anordnung in verschiedenen Ebenen, die
sich von oben erschlossen nach unten abtreppt. Eine zwei Stockwerke überspannende Brücke inszeniert an der Bergseite das Betreten des Hauses. Sie führt direkt auf den Hauseingang zu. Ein Empfangsbereich mit Garderobe, eine Lounge, ein Bad und die eingeschnittene Dachterrasse bilden die oberste Ebene. Um die barrierefreie Nutzung in allen Lebensphasen zu gewährleisten sorgt ein Aufzug parallel zur zweiläufigen Treppe für die komfortable Erschließung des Domizils am Hang. In der Ebene darunter liegen mit den Schlafzimmern der Eltern und der beiden Kinder sowie
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LU X US AM H AN G
Möbelfronten und Treppenwange aus hellem Eichenfurnier gehen ineinander über. Dazu passen die hellen Holzrahmen der Fensterelemente. Die Beleuchtung ist mit Einbau-Spots und indirektem Licht durch LED-Strips integriert
Die verglaste Ecke auf der Höhe der Bürogalerie bildet ein eigenes Fenster für die Empore. Hier kann der Blick ungehindert in den nahen Wald schweifen.
Ein Familienhaus, vertikal organisiert und den höchsten Ansprüchen in allen Lebensphasen genügend. Oliver Fischer, Architekt
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zwei Bädern die Privaträume der Familie. Darauf folgt auf dem Weg abwärts ein Niveau mit Gästezimmer und Bad sowie Homeoffice auf der Empore. Diese Ebene hat unmittelbaren Zugang zum Außenpool. Eine interne Treppe bildet die direkte Verbindung (Shortcut) zur Wohnebene, die sich zum Garten hin öffnet. Dieser großzügige Raum zum Kochen und Essen mit Sitzplatz am Kamin ist das Herz des Hauses. An der Talseite weitet ihn die doppelte Raumhöhe, belichtet von oben über eine große Übereck-Verglasung in die Vertikale. Spektakulär überspannt eine durchgehende Platte in Sichtbeton-Optik den Küchenblock und geht über in eine lange Tafel im höher gelegenen Essbereich. Altholz-Furnier aus der venezianischen Lagune mit schwarz gespachtelten Rissen hebt die Küchenelemente von den ansonsten durchgängig hell geölten Möbelfronten aus Eiche ab. Im untersten Geschoss des Hauses sind Kellerräume, die Haustechnik sowie ein WellnessBereich mit Sauna untergebracht. Ein weiteres Garagengebäude an der Talseite bildet den Schlusspunkt der Anlage, die so zwischen zwei Zufahrtsstraßen an der Berg- und an der Talseite „aufgespannt“ ist. Ausgesuchte Materialien im angesagten Farbton „Greige“, jedes mit besonderer Haptik, kennzeichnen das gesamte Projekt. Durch die öffentlichen Bereiche zieht sich ein flächiger Belag
Vom Wohn-Essbereich aus öffnet sich der Raum über großflächige Schiebe-Elemente schwellenlos zur davorliegenden Terrasse. Um den Kamin ist eine loungige Sitzgruppe in Rosa-Beigetönen angeordnet.
LU X US AM H AN G
Auch diese Schrankwand aus Eichenfurnier mit integrierter Sitznische ist indivuell geplant und angefertigt.
Eine Brücke führt von der Zufahrt zum Hauseingang. Metallelemente wie Dachdeckung und Geländer passen perfekt zu den Ziegeln.
Durch die unterschiedlichen Winkel des Satteldachs entsteht eine Spannung, die von den graphischen Öffnungen im Mauerwerk vor Treppenhaus und Bädern raffiniert unterstrichen wird.
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aus geschliffenem Zementestrich in TerrazzoOptik. In den Privaträumen ist Parkettboden aus Eiche verlegt. Wohngebäude und Außenanlagen bilden eine untrennbare Einheit und ergänzen sich gegenseitig. Wandscheiben aus Beton mit einer filigranen Bambusprägung dienen als Stützmauern, Treppenläufe führen von einer Ebene zur nächsten. So erschließen sich beim Spazieren am Hang entlang immer neue Ausblicke. Das lang gestreckte Schwimmbad mit Poolhaus und Außendusche, alles in Holz eingefasst, komplettiert das Ensemble und schafft einen Farbtupfer in türkis. Zwei Wärmepumpen sind ebenso wie die bündig in die Dachhaut integrierten Photovoltaikmodule Teil des nachhaltigen Energiekonzepts. In der Übergangszeit schafft der Heizkamin mit Wassertasche wohlige Wärme im Wohnbereich. av
Die Bürogalerie erinnert mit freiem Rundumblick an eine Schiffsbrücke. Die Absturzsicherung ist so transparent wie möglich gestaltet – aus Glas.
Aus dem Schlafzimmer führt die doppelflügelige Tür direkt hinaus auf die Terrasse und zum Pool. Die Privaträume sind mit hellem Eichenparkett ausgestattet.
BAD 5
FLUR 3 EINGANG 5
LOUNGE 27,5
3. Obergeschoss
9,40 m
12,60 m FLUR 3
FLUR ABST 3 1,5
WOHNEN 22
FLUR 5
WC 2 KOCHEN 30
ZIMMER 18,5
Fotos: Fischer Rüdenauer Architekten
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ESSEN 20,5
Erdgeschoss
1. Obergeschoss
BAD 6
FLUR 3
ARBEITEN 18
WC 1,5
BAD 15 FLUR 10,5
ZIMMER 15
ZIMMER 14,5
ZIMMER 14
2. Obergeschoss
DATEN & FAKTEN Haus RBR 104 von Fischer Rüdenauer Architekten Gomaringer Straße 6 70597 Stuttgart Tel. 0711/16123017 www.fr-architekten.com Wohnflächen: EG 77,5 m², 1. OG 52 m², 2. OG 73 m², 3. OG 40,5 m² Konstruktion: Massivbau, Innenputz, Stahlbeton 240 mm, Mineralwolle 60 mm, Luftschicht 15 mm, Klinker 90 mm, U-Wert Außenwand 0,176 W/m²K; Satteldach, Dachneigung 30 und 45 Grad, GK-Verkleidung, Holzkonstruktion mit Zwischensparrendämmung 280 mm, Abdichtung, UK, Dacheindeckung Alucobond, U-Wert Dach 0,17 W/m²K; Holz-Alu-Fenster, Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,7 W/m²K
Technik: 2 Wärmepumpen, Photovoltaik-Module als Indachlösung, Batteriespeicher, Heizkamin mit Wassertasche, Bus-System, Aufzug Energiebedarf: Primärenergiebedarf: 34,9 kWh/m²a Endenergiebedarf: 24,1 kWh/m²a Heizwärmebedarf:18,26 kWh/m²a Effizienzhaus 70
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Ganz schön schräg Gemeinsam mit den Bauherren entwickelten Juri Troy Architects ein Refugium mit minimierter Ausstattung und flexibler Nutzung. Das schräg
verlaufende, zurückgesetzte Panoramafenster prägt die Giebelseite und bringt Licht und Ausblicke in Ess- und Schlaf bereich. > www.juritroy.at
Auf drei Ebenen Über drei Geschosse zieht sich „Haus Fürth“ den Hang hinauf. Im UG wurde hangabwärts das natürlich belichtete Gästezimmer untergebracht. Außerdem befinden sich hier Hauseingang und G arage. Die übrigen gut 160 Quadratmeter verteilen sich gleichmäßig über die beiden anderen Etagen. Der Wohnbereich wird von einer weitläufigen Terrasse eingerahmt. Eltern- und zwei Kinderzimmer sind im obersten Geschoss platziert. > www.fertighaus-keitel.de
Flexible Nutzung am Hang Der kubistisch gestaltete Baukörper wird von der Eingangsseite her als zweigeschossig wahrgenommen, während von der Rückseite – wie bei einem Bungalow – nur ein Geschoss zu sehen ist. Aus der Hangsituation ergibt sich auch, dass man auf jeder Ebene einen ebenerdigen Ausgang ins Freie hat. Das würde im Bedarfsfall sogar eine einfache Trennung in zwei großzügige Wohneinheiten mit rund 130 bzw. 150 Quadratmetern Wohnfläche ermöglichen. Aktuell bewohnt die vierköpfige Familie das Haus aber komplett und verfügt außer dem üblichen Raumprogramm für vier Personen noch über ein Gästezimmer sowie zwei Büroräume. > www.fingerhaus.de
Nach ein paar Abstimmungen mit dem Bauamt und einer guter Planung konnte dieses Haus auf einem Abrissgrundstück so umgesetzt werden, dass es seinen Bewohnern tolle Ausblicke auf ein atemberaubendes See- und Alpenpanorama bietet. Dafür wurde die gängige Geschossnutzung abgeändert, im EG Eingang mit Schlafräumen kombiniert und der Wohnbereich im aussichtsreichen OG angesiedelt. > www.schwarzwaelder-haus.de
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Mit Seeblick
b Die Hausdatenbank! Hersteller | Daten | Fakten
bautipps.de Das Fertighaus Portal
M O D E RN E VIL L A
„Schatzkästchen“ im Park
Mit seiner modernen Interpretation des Bauhaus-Stils entschied der britische Architekt Nick Blunt mit dem Entwurf dieser Villa einen Wettbewerb für sich. Dank der kreativen Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Innenarchitekten von Geplan Design wurde ein luxuriöses Schatzkästchen daraus – mit vielen überraschenden Details.
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W
er außergewöhnliche Wohnarchitektur schaffen will, muss bereit sein, außergewöhliche Wege zu gehen. Das gilt sogar für Bauherren, deren Profession es seit sechs Jahrzehnten ist, Bauinteressenten landauf, landab zu deren persönlichen Traum vom Haus zu verhelfen. So wie die Bauherren dieser bemerkenswerten Villa, die geschäftsführenden Gesellschafter von Weberhaus, Heidi Weber-Mühleck und ihr Vater, Hans Weber. Ihr Ziel war es, pünktlich zum 60-jährigen Firmenjubiläum ein Musterhaus der Superlative zu präsentieren.
Fünf Architekturbüros luden sie zum Wettbewerb um den Entwurf der Villa ein. Gewonnen hat ihn Nick Blunt, der in London das Architekturbüro Urban Curve Architecture betreibt. „Unser Konzept für dieses Haus basiert auf einer stark geometrischen Form“, erklärt der Brite seine Entwurfsidee für das rund 25 Meter lange und rund 9 Meter schlanke Wohnhaus. Während das Erdgeschoss komplett verglast, bzw. mit Naturstein verkleidet wurde, präsentiert sich das Obergeschoss schwebend darüber, strahlend weiß verputzt. Bei näherer Betrach-
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M O D E RN E VIL L A
Die Küche bietet ambitionierten Hobbyköchen wie auch Designliebhabern alles, was das Herz begehrt: In einen großen massiven Granitblock wurden neben den Induktionskochfeldern auch ein TepaniakiGrill sowie Kochfelddunstabzug integirert. Die Spüle lässt sich ebenso wie die Bar hinter Holzlamellentüren „verbergen“.
Das helle Entree der Villa schließt sich direkt an den Essplatz und die edle Küche an. Wer hier mehr Privatsphäre wünscht, kann die raumhohen Türen schließen, die sich im geöffneten Zustand unsichtbar in die flankierenden Wände integrieren.
tung bemerkt man die raffinierten Sprünge in der Fassade, die den Baukörper gliedern und zu spannenden Wohnraumerweiterungen zwischen innen und außen führen: die geschickt zwischen tanzenden Holzlamellen und Glasfassade integrierten Loggien im Obergeschoss und der kleine Innenhof mit knorrigem Olivenbaum zwischen Wohn- und Essbereich. Über 350 Quadratmeter Wohnfläche bietet die Flachdachvilla in idyllischer Waldrandlage. Wer sie betritt, gelangt in ein Haus wie ein Schatzkästchen: wertvoll ausgestattet und voller Überra-
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Die hochwertige Holzvertäfelung im Wohnzimmer ist Teil des angesagten Mid-Century-Style und sorgt für moderne Gemütlichkeit. Die ganz ohne Sturz und Schwelle eingebauten Glasschiebetüren öffnen den Raum zum Park und erweitern ihn optisch.
schungen. Die mit edlen Materialien und stilvollen Design-Möbeln gestalteten Wohnräume sind perfekt durch smart gesteuertes Licht in Szene gesetzt und versetzen den Besucher immer wieder mit neuen Sichtachsen sowie gleichermaßen aufregenden wie funktionalen Detaillösungen in Erstaunen. Für deren Ausarbeitung beauftragte die Bauherrschaft Geplan Design aus Stuttgart, ein Innenarchitektur-Büro, das sich vor allem durch die Gestaltung luxuriöser Hotels und anspruchsvoller Gastronomie einen Namen gemacht hat. Die De-
Per Aufzug oder über die filigrane, geschwungene Stahltreppe erschließt sich das Obergeschoss.
Das hölzerne Herz des Hauses drückt sich visuell mit dem Baum in Innenhof sowie der Lamellenfassade aus. Die Rasterung der Fassade spiegelt das natürliche Muster der Baumstämme des Waldes im Hintergrund der Villa wider. Nick Blunt, Architekt
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M O D E RN E VIL L A
24 HAUSTRÄUME 2/2020
Nur anhand minimalistischen Eingriffsbereichen erkennt man, wo sich eine Lamellenwand öffnen lässt, um so nicht nur Teile der Küchenausstattung, sondern auch das Geheimnis des „Secret Room“ preiszugeben, in dem – effektvoll beleuchtet – ein Wein und Spirituosenkabinett integriert wurde. „Geheime“ Türen finden sich übrigens im gesamten Haus, führen zu zunächst nicht vermuteten Bädern oder ermöglichen es, bestimmten Wohnbereichen eine privatere Atmosphäre zu verleihen. Hinter jeder dieser Türen erwarten den Besucher liebevoll und abwechslungsreich gestaltete Wohraumträume – und machen diese Villa zu einer Schatzkiste voller Inspirationen. ab
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signer verliehen dem luxuriös bemessenen Interieur eine gleichermaßen moderne wie zeitlos elegante Anmutung mit aktuell sehr angesagten Mid-Century-Anleihen. „Wir wollten die Räume großzügig gestalten und die Übergänge dazwischen zum Fließen bringen“, erklärt Sabine Ludwig, Creative Director bei Geplan Design, ihr Konzept für das Erdgeschoss. „Nebenräume haben wir kaum wahrnehmbar integriert und deren Türen gleich den Wandoberflächen gestaltet“, erklärt die Designerin den in den Grundriss eingestellten, mit Holzlamellen verkleideten Kubus, der z.B. das Gäste-WC, den Hauswirtschaftsraum sowie den Aufzug ins Obergeschoss geschickt aufnimmt:
Beide Kinderzimmer wurden mit einem eigenen Badezimmer ausgestattet. In diesem, in pudrigen Rosé- und sanften Grautönen gehaltenen Traum von Mädchenzimmer, versteckt sich der Zugang zum Bad hinter einer raumhohen „Schranktür“.
Fotos: Weberhaus
Masterbedroom mit Ankleide und En-suite-Bad: Highlights sind neben der metallisch schimmernden Tapete die frei stehende Badewanne hinter dem Betthaupt, sowie der von oben über ein Flachdachfenster belichtete Waschtisch.
DATEN & FAKTEN BAD 8,5
FLUR 16,5
ANKL.12 BAD 7
KIND 18
ARBEITEN 18
SCHLAFEN 32,5
KIND 21 LOGGIA 2
Obergeschoss
Architektenhaus von Weberhaus Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx Tel. 07853 83830, www.weberhaus.de Wohnflächen: EG 161 m², Spa 30,5 m², OG 168 m² Konstruktion: Holzverbundkonstruktion „ÖvoNatur Therm“, 395 mm stark 100 mm Holzfaser- und 260 mm mineralische Dämmung, mit Putz- bzw. Natursteinfassade, U-Wert Außenwand 0,11 W/m2K, Holz-Alu-Fenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,6 W/m2K; Flachdach, U-Wert Dach 0,15 W/m2K Technik: Fernwärme mit Fußbodenheizung, kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, Klimaanlage, KNX-Smarthome-System für Heizung, Verschattung, Zugangskontrolle, Licht etc., individuelle Visualisierung und App-Verbindung, hydraulischer Personen-Lift, Ethanol-Kamin Musterhaus: Diese Villa kann in der Weberhaus „World of Living“ in Rheinau-Linx dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Mehr unter www.worldofliving.de
BAD 12
EMPORE 18
LOGGIA 2,5
14,81 m
7,96 m
GARAGE 42
29,07 m ABST. 7 SPEIS 8,5
SPA 30,5
HWR WC 6,5 4,5
GAR 3
ENTREE 36,5
SECRET 4
KOCHEN/ ESSEN 57,5
Erdgeschoss
Edles Holz und azurfarbenes Glasmosaik sorgen im Spa für Entspannung auf höchstem Niveau. Neben der Sauna befindet sich im hinteren Bereich eine Walk-in-Dusche. Raumhohe Fensterschiebetüren öffnen den Wellnessbereich zu Garten und Pool
WOHNEN 40,5 10,74 m
WC 2,5
Weitere Infos zum Hersteller sowie ausgewählte Entwürfe von Weberhaus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/hersteller/weber-haus
Die Eingangsfassade wurde im Erdgeschoss mit einer edlen Natursteinfassade gestaltet. Der Einblick in das verglaste Obergeschoss wird durch grau lackierte, wie tanzend erscheinende Holzlamellen gefiltert.