Tribschenhorn 1 / 2021

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Segelclub Tribschenhorn

C L U B N A C H RI C HT E N   •  S CT LUZ E R N


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

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Programm 2021 GV Segelclub Tribschenhorn Freitag, 19.03.2021

Inhalt

Aufriggen JUGA Samstag, 24.04.2021

Inhaltsverzeichnis / Programm 2021

3

Ansegeln Sonntag, 25.04.2021

Editorial

4

Pilatuscup Samstag, 29.05.2021

Virtual - Regatta

5

Swiss Sailing Challange League 2 Sa 19. - So 20.06.2021

Neumitglieder SCT

7

Sie + Er Regatta Freitag, 25.06.2021

Generalversammlung SCT

8

Grillausflug Samstag, 10.07.2021

Immer diese Seefahrer

12

Exploratio Mundi

13

Solitarität die wirklich gut tut

14

Eis und Stürme stärker als der Eisbrecher

17

Swiss Sailing Challange League 3 Sa 14. - So 15.08.2021

Frühlingsputz

21

Familienausflug Samstag, 28.08.2021

Stammtisch

22

Swiss Sailing Challange League 4 Fr 01. - So 03.10.2021

Ansegeln

27

Absegeln Samstag, 16.10.2021

Unser "Tribschenhorn"

29

Abriggen JUGA Samstag, 16.10.2021

Swiss Sailing League / VC - Cup

30

Clubhausputzete Samstag, 06.11.2021

In eigener Sache

31

JUGA Segelwoche Mo, 26. - Fr, 30.07.2021 Urner Woche, Segeln für Alle Sa 07. - So 08.08.2021

Samichlaus SCT Samstag, 04.12.2021

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

Editorial Liebes Clubmitglied Liebe Segler Das Winterprogramm des SCT's inkl. JUGA war aufgrund der speziellen Situation leider stark reduziert und trotzdem mussten wir nicht auf seglerische Leckerbissen verzichten. So war beste Unterhaltung geboten mit der Einhand Weltumrundung "Vendée Globe" wo der Schweizer Alan Roura gegen Wind, Wellen und Hydrauliköl kämpfte. In Neuseeland duellierten sich die fliegenden Einrumpfboote im America’s Cup wo die Einheimischen in den äusserst spannenden Rennen den Cup verteidigen konnten. Im April hat der 24-jährige Nils Theuninck an den Finn Europameisterschaften eine historische Bronze Medaille ersegelt und auch weitere Schweizer Segler des Swiss Sailing Team waren in

der Vorbereitung auf die (möglicherweise) stattfindenden olympischen Spiele erfolgreich. Bei uns im Club konnten wir mit dem Ansegeln am 25. April offiziell in die Segelsaison 2021 starten und einen herrlichen Segeltag geniessen. Leider sind wir nach wie vor eingeschränkt in unserer Bewegungsfreiheit und grössere Clubanlässe können in der aktuellen Situation noch nicht geplant werden. Der Vorstand wird laufend darauf reagieren und die Anlässe entsprechend anpassen. Für das Jahr 2021 setzen wir uns unter anderem zum Ziel, die SCT Mitglieder in verschiedenen Interessengruppen besser zu vernetzen, möglich sind die Themengruppen "Regatten International", "Hochsee", "Jollen" etc. Wir werden Dich darüber informieren. Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich Dir eine schöne und windreiche Segelsaison.

Präsident SCT Markus Rindlisbacher

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Virtual Regatta Winterregatta aus der warmen Stube

Segeln zu Corona-Zeiten und das noch im Winter. Ist das möglich? Natürlich, virtuell und aus der warmen Stube von zu Hause über das Internet. Eine erste Ausgabe der Regatta haben wir letztes Jahr durchgeführt. Allerdings trafen sich die meisten Teilnehmer im Clubhaus und die Wettkämpfe konnten auf dem Grossbildschirm verfolgt werden. Die Corona Situation erlaubt das nicht mehr (5 Personen Regel). Aber mit einem Zoom-Meeting war die Kommunikation unter den Teilnehmern möglich, und so hörte man immer wieder im Hintergrund Bemerkungen und diverse "Kraftausdrücke" zum laufenden Geschehen. Ich bin auf dem Weg zu Pius Kunz nach Hause und werde das Ganze im Hintergrund verfolgen und dabei einige Fotos zu diesem Bericht machen. Nach einem feinen Nachtessen (vielen Dank) loggten wir uns zur vorgegebenen Zeit ein und das virtuelle Abenteuer konnte beginnen.

sich am Freitagabend, 5. Feb. 2021, 7 SCT-Segler auf dem virtuellen Regattakurs eingefunden. Nach erfolgter Start-Kontrolle durch den Regattaleiter konnte es losgehen. Ich war gespannt, wie gut ich mich gegenüber den erfahrenen Gegnern behaupten kann. Immerhin habe ich am Vor-

Hansruedi Tschudin Ja genau, Regattieren kann man neuerdings auch im Winter. Und das sogar ganz ohne kalte Füsse, tropfende Nase und klammen Fingern. Alles was es dazu braucht, sind ein Computer oder Tablet und eine gute Internetverbindung. Empfehlenswert ist auch ein kühles Blondes auf dem Tisch, um in der Hitze des Gefechts die durstige Kehle ein bisschen zu kühlen. Auf Einladung des Regattaleiters Sebastian, haben

abend 15 Minuten trainiert, wo ich prompt auch noch andere Segler beim heimlichen Training auf frischer Tat ertappte. Gesegelt wurde auf kurzen Kursen (ca. 5-10Min) mit verschiedenen Bootsklassen. Von der langsamen Nussschale bis zu den rasenden AC75 war alles dabei. Dies brachte viel Abwechslung, da die verschiedenen Eigenschaften der Boote im "Virtual-Regatta" gut abgebildet werden. InsTribschenhorn 1/2021 Seite 5


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besondere bei den langsamen Booten konnte man auf dem Vorwind die Abdeckung gut Nutzen, um einen vorausliegenden Gegner zu attackieren. Besonders lustig waren die dazu passenden Kommentare der Segler über das parallel laufende Zoom-Meeting. Nach hartem Gefecht und 14 gesegelten Läufen konnte der SCT Wintermeister gekürt werden. Konstant war Samantha (Samuel Rigert) immer in den vordersten Positionen anzutreffen und konnte den Titel des Wintermeisters erfolgreich verteidigen. Trotz der mangelnden Übung und ein paar Internet-Aussetzern konnte ich, Käpt’n Lunz

(Roli Kunz), knapp den zweiten Platz sichern. Fast hätte mich Präsident Kusi (Rang 3) noch eingeholt. Vielen Dank dem Regattaleiter für die Organisation. Es hat Spass gemacht, an der VirtualRegatta mitzusegeln. Ich nehme mir vor mehr zu üben, damit Samantha im nächsten Jahr etwas mehr gefordert wird. Nun freue ich mich aber doch wieder, wenn wir bald richtiges Wasser unter dem Kiel spüren können und richtige Wettfahrten auf dem Wasser austragen können. Text: Roland Kunz Fotos: Hansruedi Tschudin

Resultate Rang 1 2 3 4 5 6 7

Name Samuel Rigert Roland Kunz Markus Rindlisbacher Ferdi Rigert Pius Kunz Favio Bissig Sebastian Döpel

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Yacht Samanta Käpt'n Lunz Kusi Bullo Franconi Olaf_snowman Aron Estragon II

Rangpunkte der Läufe 1/1/1/1/1/2/2/4/3/1/1/1/3/3 2/4/2/5/2/4/6/1/6/6/3/3/1/5 3/2/4/2/5/7/4/7/1/2/7/2/6/1 4/3/5/4/4/3/5/3/2/4/2/6/2/6 6/6/3/6/3/6/3/6/4/3/5/5/5/2 7/7/7/7/7/1/1/5/5/7/4/4/4/4 5/5/6/3/6/5/7/2/7/5/6/7/7/7

Streichr. 4 6 7 6 6 7 7

Total 21 44 46 47 57 63 71


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Neumitglieder SCT Orientierung per Videokonferenz Wir sind stolz und freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder einige Neumitglieder bei uns im Verein willkommen heissen dürfen! Am 3. Februar 2021 haben wir vom Vorstand uns mit den Neumitgliedern zur Neumitgliederorientierung getroffen. Aus bekannten Gründen konnte auch dieser Anlass nicht im Clubhaus stattfinden und die Corona-Restriktionen zwangen uns auf die elektronischen Kanäle. Das gegenseitige Vorstellen sowie das Übermitteln von Informationen hat via Zoom-Meeting aber tiptop funktioniert. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Jens für die Vorbereitungen. Der Clubhausrundgang bildet jeweils einen wichtigen Teil des Neumitgliederabends. Markus, unser Präsident, hat vorgängig extra einen Rund-

gang durch das Clubhaus gemacht und sich dabei gefilmt. Anschliessend hat er den Film auf Youtube hochgeladen, sodass wir diesen unseren Neumitgliedern abspielen konnten. Die Neumitglieder kennen sich nun, virtuell zumindest, im Clubhaus aus und wissen Bescheid um die Clubhausordnung und die Einrichtungen. Wir wünschen Allen viele vergnügliche Stunden mit physischer Nutzung des Clubhauses und freuen uns, die Neumitglieder persönlich kennen zu lernen! Eine detailierte Vorstellung der Neumitglieder finden Sie im Bericht über die Gerneralversammlung. Pius Kunz Kassier Segelclub Tribschenhorn

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

Generalversammlung SCT per Videokonferenz

Freitag 19. März Die 43. ordentliche Generalversammlung Segelclub Tribschenhorn wird den Umständen und Coronabestimmungen entsprechend per Online-Zoom durchgeführt. Alle Unterlagen (Protokolle, Berichte etc.) wurden per E-Mail verschickt. Ebenfalls der Link zum Einloggen in die Videokonferenz. 1. Begrüssung Markus begrüsst alle anwesenden Mitglieder sowie Ehren- und Freimitglieder. Die Unterlagen für die Genossenschaft sind dabei und werden unter Traktandum 7 behandelt. Der Präsident und der Kassier sind im Clubhaus und leiten die Versammlung vor Ort. Es folgt eine kurze Einweisung an die Teilnehmer betreffs Ablauf der Sitzung, diese wird aufgezeichnet um die korrekte Abwicklung zu gewährleisten. • 80 ursprüngliche Anmeldungen, diverse Abmeldungen und Entschuldigungen. • 58 Teilnehmer sind eingeloggt • davon 38 Teilnehmer als Aktivmitglieder • einfaches Mehr: 20 Stimmen • 2/3 Mehr : 26 Stimmen • Stimmenzähler: Online durch Umfrage gewählt Tribschenhorn 1/2021 Seite 8

2. Genehmigung Protokoll GV 2020 Es gab keine Einwände und das Protokoll wurde einstimmig genehmigt. 3. Jahresberichte 2020 Die beiden Jahresberichte des Präsidenten und des Juniorenleiters wurden einstimmig genehmigt. 4. Mitgliedermutationen Leider gibt es einen Todesfall eines sehr verdienten Mitgliedes. Moritz Achermann verstarb 77- jährig im Oktober 2020. Die Versammlung gedenkt Moritz mit einer Schweigeminute. Es folgt die definitive Aufnahme der vor zwei Jah-. ren 8 provisorisch aufgenommenen Mitglieder, welche einstimmig bestätigt wurden. Eine kurze Vorstellung der 13 neuen Mitgliedern und 7 Junioren durch Markus folgte, und mit einem Hinweis auf die Helferliste, auf der man sich Zwecks Unterstützung für die kommenden Events eintragen kann, hiess er alle herzlich Willkommen im Segelclub Tribschenhorn. Mit einem grossen Applaus wurden diese Aufnahmen genehmigt. Der Segelclub Tribschenhorn besteht somit im Jahr 2021 aus 283 Mitgliedern.


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Unsere Neumitglieder Name Bremgartner Nadine Bremgartner Peter Casanova Silvia Dietrich-Blättler Catherine Hall Simon Metzger Stefan Meyer Marc Zbinden Beat Räber Awilda Räber Adrian Wiprächtiger Cornelia Wiprächtiger Reto Angst Micha

Yacht Adligenswil Adligenswil Luzern Luzern Luzern Luzern Eich Luzern Emmenbrücke Emmenbrücke Luzern Luzern Luzern

Juniorenneumitglieder Name Blaser Anja Gedeon Joëlle Ineichen Sophie Maxima Jenni Kaspar Renggli Tim Renggli Luc Thommen Leo

Yacht Luzern Kriens Luzern Ebikon Ebikon Ebikon Steinhausen

5. Kassabericht/Revisorebericht/Entlastung Betriebsrechnung: Pius Kunz erläutert jeden Posten in der Betriebsrechnung und die leichten Budget-Abweichungen werden erörtert. Wie zum Beispiel: Mehrausgaben während der JUGA Segelwoche, Reparaturen an Material und weniger Einnahmen aus Anlässen bedingt durch Covid-19. Aber auch Kosten wurden gespart, z. B. durch Online Versand der Mitteilungen an Clubmitglieder. Auch Rückstellungen wurden gebildet um Überraschungen in der Budgetabweichung künftig zu limitieren. Vermögensrechnung: Auch hier stellt Pius die wichtigsten Posten vor. Es wird ein Gewinn von 44.46 CHF und ein Vermögen von 78'508,69 CHF ausgewiesen. Danke an die Sponsoren der Sportförderung Luzern, Swiss Los für Junioren, BS Zeier AG, SNG, Raiffeisen Luzern, den Inserenten des Cluborgans "Trischenhorn", sowie Eltern von JUGA-Mitgliedern. Einen besonderen Dank gilt auch an die Wittwe von Moritz Achermann für die gespendeten 19 Anteilscheine am Clubhaus.

Revisorenberich: Markus Wyss fasst der Versammlung den Revisorenbericht zusammen. Die Buchhaltung ist ordnungsgemäss geführt, alle Belege vorhanden, die Vermögenswerte sind nachgewiesen und Verbindlichkeiten vollständig dargestellt und er empfielt der GV, die Jahresrechnung zu genehmigen und dem Vorstand Decharge zu erteilen. Jahresrechnung und Decharge wurden einstimmig angenommen. Herzlichen Dank für das Vertrauen. 6. Wahlen / Mutationen im Vorstand Es ist kein offizielles Wahljahr. Der Vorstand wird alle 2 Jahre neu gewählt. Markus schlägt jedoch im Namen des Vorstands vor, Lukas Gehrer zusätzlich in den Vorstand zu wählen. Er stellt sich anschliessend selber kurz vor und hat sich bereits im 2020 in die Vorstandsarbeit aktiv eingebunden mit der Mithilfe an der Erstellung des neuen Leitbildes. Lukas wird einstimmig von der GV in den Vorstand gewählt. Tribschenhorn 1/2021 Seite 9


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

Derzeit sind die Resort's Sport und Vicepräsident vakant. Lukas neue Aufgabe wird in der nächsten Vorstandssitzung besprochen. Die neue Zusammensetzung wird kurz erläutert und

in einen engeren Vorstand und einen erweiterten Vorstand (Clubhaus / Material / Regatta / SSL-J70) aufgeteilt. Siehe Grafik unten. Eine Abstimmung dazu ist nicht erforderlich.

Präsident Markus Rindlisbacher

Vicepräsident vakant

Events

Junioren

Sport

Finanzen

Sekretariat

Tanja Schneeberger

Noah Balthasar

vakant

Pius Kunz

Jens Zimmermann

Clubhaus

Material

Regatta

SSL / J70

Alois Tresch

vakant

Sebastian Döpel

Mathias Bermejo

7. Genossenschaft Mehrzweckgebäude Das Wort erhält Elmar Barbana (Präsident der Genossenschaft) und er bedankt sich zunächst beim Vorstand für die Arbeit in der schwierigen Zeit. Elmar orientiert über die "Neugestaltung linkes Seeufer" der Stadt Luzern. Basierend auf einem Workshop, in den die Genossenschaft eingebunden wurde und verschiedene Verbesserungen bis ins Jahr 2035 beinhaltet. • Beibehaltung / Stärkung der Nutzungen • Werftplatz wird Begegnungszone • Alpenquai Aufwertung als grüne Achse • Stadtklima optimieren • Werkhofstrasse als zentrale Erschliessungsachse erhalten. Die Pläne sind einsehbar auf: https://www.stadtluzern.ch/projekte/ zentraleprojekte/14743 Tribschenhorn 1/2021 Seite 10

Ebenfalls wurden die Arbeiten zum EWL Rechenzentrum und Kühlungsprojekt am Zufahrtsweg zum Hafen vorgestellt. Gewisse Einschränkungen bis Ende Jahr durch die Bauarbeiten sind zu erwarten. Eventuelle Informationen sind am Anschlagbrett im Clubhaus. Kassier Pius Kunz erörtert noch die Betriebs- und Vermögensrechnung der Genossenschaft. Es gibt keine Überraschungen und eine gesunde finanzielle Situation mit einem Gewinn von 8.00 CHF liegt vor. Das Darlehen gegenüber dem SCT wurde auf 15'000 CHF reduziert. Der Revisorenbericht liegt vor und Markus Wyss empfiehlt der Genossenschaft, die Jahresrechnung zu genehmigen und dem Vorstand die Decharge zu erteilen. Nach der Präsentation des Budgets der Genossenschaft wird auch das mehrheitlich angenommen.


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN 8. Ressortberichte, Jahresprogramm 2021 Vereinsziele 2021 werden kurz vorgestellt: • Verbesserung der internen Kommunikation • JUGA - J70 Trainings / Törns / Trainingstage • Urner woche - Idee weiterentwickeln • Themengruppen (Jollensegler / Hochsee / Bootsklassen) Das SCT Jahresprogramm 2021 ist auf der Webseite ersichtlich. Gegebenenfalls kann es auch kurzfristig weitere Events geben. Jens bittet alle Mitglieder sich an das Sekretäriat zu wenden, um auf die Helferliste aufgenommen zu werden. Mathias Bermejo fasst kurz die Regattasaison der Swiss Sailing League sowie den erfolgreichen Erwerb einer neuen J70 nach dem vorherigen Verkauf der alten Jacht zusammen und dankt für die Unterstützung und das Vertrauen der Mitglieder. Zu den Events 2021 nimmt Tanja Schneeberger kurz Stellung. Das Ansegeln wird stattfinden aber wegen der Corona Situation auch mit Lunchpaketen auf dem Schiff statt ein gemeinsames Essen. Wir versuchen unser Jahresprogramm soweit als möglich umzusetzen. Zum Thema Regatta gibt Sebastian Döpel ein Update. Ein Virtual Regatta Event fand bereits statt. Der VC Cup mit dem neuen Wertungssystem wird kurz vorgestellt. Alois Tresch orientiert die Mitglieder über Clubhaus und Wirtschaft, er bittet weiterhin um Sorgfalt und Ordnung , die aber soweit gut eingehalten wird. Er bittet um zeitige Buchung bei Reservierungen und macht auf die neu eingerichtete Dachterrasse aufmerksam. Noah Balthasar berichtet von den Aktivitäten der JUGA und bedankt sich bei den JUGA Leitern und stellt diese kurz vor. Ein Resort J70 wird in der JUGA eingeführt um die Ausbildung auf diesem Schiff zu fördern. Gedankt wird auch allen JUGA Unterstützern, dem SCT sowie diversen Sponsoren. Der Vorstand würde sich über die rege Teilnahme an allen Veranstaltungen freuen. 9. Budget und Mitgliederbeiträge 2021 Keine Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Pius Kunz präsentiert das Budget 2021 im Rahmen der Ertragslage vom Jahr 2020. Budgetiert wird ein Gewinn von 5.00 CHF. Dazu gab es keine Fragen und das Budget 2021 wird einstimmig genehmigt. 10. Anträge an die GV Das neue Leitbild wir vorgestellt. Es beinhaltet die Ausarbeitung für die langfristige Ausrichtung des Clubs. Details dazu wurden im letzten Clubmagazin vorgestellt. Bis dato sind keine Rückmeldungen

eingegangen. Der Antrag "neues Leitbild" wird wie vom Vorstand empfohlen mit drei Enthaltungen angenommen. 11. Verschiedenes / Informationen • Swiss Sailing, neuer Präsident wird jetzt CEO • Redaktion Tribschenhorn. Hansruedi macht weiter, solange das Heft in gedruckter Form erscheint. Aufruf für Beiträge. Markus bedankt sich fü die unermüdliche Arbeit und tolle Gestaltung sowie bei allen Inserenten. • SCT Shop ist weiterhin verffügbar. • Unterstützungsbeitrag von 2000 CHF an den SCT Seitens Sailforce. • Migros "Support your Sport" Unterstützung gewünscht. • Das Nachtessen der GV wird nachgeholt. • Unser Clubmitglied Julie Meier -Sigrist wird bald 100 Jahre alt. Verdankungen: Wir danken insbesondere folgenden Mitgliedern für Ihre Unterstützung im Jahr 2020. Versandteam: Roland, Samuel, Flavio Revisoren: Urs und Markus Kochen/Lunchpakete: JUGA (Luc Reinacher) Yvonne Blättler Clubhaus: Andy Fuchs Clubzeitung: Hansruedi Tschudin Startschiff: Henry + Anni Müller Reparaturen: Bruno Inäbnit Clubhausputzete: Maria Beck Strategieentwicklung: Lukas Gehrer Offene Diskussion: Markus gibt das Wort frei für alle Miglieder zur offenen Diskussion. Ehrenpräsident Marcel Johann dankt ganz herzlich dem Präsidenten und dem Vorstand SCT für die ausgezeichnete Arbeit sowie die Professionalität und das Engagement in so schwierigen Zeiten. Abschliessend dankt Markus Rindlisbacher allen Teilnehmern dieser GV und den Mitgliedern. Das Nachtessen geniesst jeder Teilnehmer bedingt durch die Online-Versammlung zu Hause. Es wird aber ein offizelles Nachtessen nachgeholt. Allen viel Gesundheit, einen schönen Abend und eine tolle Segelsaison 2021. Ende der Versammlung um 21.15 Uhr Text: Jens Zimmermann, Hansruedi Tschudin Foto: Hansruedi Tschudin Tribschenhorn 1/2021 Seite 11


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Immer diese Seefahrer

In Sachen Holz

wissen wir, woher der Wind weht.

Der alte Kapitän hat eine merkwürdige Angewohnheit. Jeden Morgen öffnet er den Safe in seiner Kajüte, nimmt einen kleinen Zettel heraus, liest aufmerksam was darauf steht, und legt dann den Zettel zurück in den Safe. Alle Crewmitglieder wissen davon Innenausbau und wundern sich, was wohl auf dem Zettel stehen mag, aber keiner traut sich, den Kapitän zu fragen. Küng AG Grünmattstrasse 8 6032 Emmen 041 269 00 77 Eines Tages stirbt der alte Kapitän. info@kueng-ag-emmen.ch www.kueng-ag-emmen.ch Nun will die Crew es aber wissen. Sie nehmen den Safeschlüssel des toten Kapitäns, öffnen den Safe, nehmen den Zettel und lesen erstaunt: Backbord = Links, Steuerbord = Rechts. Was macht ein Ostfriese mit einem Messer auf dem Deich? Er will in See stechen. "Soll ich Ihnen das Mittagessen in die Kabine bringen?", fragt der Ober den seekranken Passagier "Oder sollen wir es gleich für Sie über Bord werfen?"

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Exploratio Mundi Niklaus Wildisen auf grosser Fahrt

Man braucht nicht zwingend eine 40 oder 50-FussYacht und ein Millionen-Budget, um auf grosse Fahrt zu gehen. Niklaus Wildisen - ehemaliger Junior und im Moment SCT-ler "in Auszeit" - zeigt seit zwei Jahren, dass dies auch in bescheidenerem Umfang möglich ist. Auf seiner WAYAN - einem kleinen hölzernen Katamaran des Typs Tiki 26 - hat er vor zwei Jahren in Marseille abgelegt und ist seither unterwegs. Via Gibraltar segelte er südwärts in den Senegal und später über den Atlantik nach Südamerika. Nach längerer Zeit in Brasilien ist er nun weiter nördlich in der Karibik unterwegs. Ihr könnt die Reise von Niklaus auf seiner Homepage www.exploratio-mundi.ch verfolgen und könnt ihn auf Instagram abonnieren. Zudem

veröffentlicht Niklaus in regelmässigen Abständen Podcasts auf Spotify (Podcast). Ihr könnt diese in der Playlist "Exploratio-mundi" downloaden und hören. Ich freue mich immer wieder auf die neuen Podcasts, erzählt doch Niklaus darin auf sehr spannende Weise von seinen Erlebnissen. Beispielsweise wie er auf Spuren von Brigitte Bardot traf, wie er zu seiner schönen Holz-Abdeckung aus Tropenholz kam, wie er fernab der Touristenströme Brasilien erkundigte oder wie ein gebrochenes Vorstag ihn für längere Zeit an einen übel langweiligen und öden Pier fesselte. Hört Euch die Podcasts an und lasst Euch in die warme Südsee entführen! Text: Pius Kunz Fotos: www.explorato-mundi.ch

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

Solitarität, die wirklich gut tut Aktion "die Shantycrew Tribschenhorn braucht Dich" Vor 42 Jahren wurde im Zusammenhang kämpfen hatten. Allen Spendern und mit dem Bau des Segelbootshafen Sponsoren danken wir von ganzem Tribschenhorn der Segelclub TribschenHerzen. Wir hoffen sehr, etwas für diese 1980 horn (SCT) gegründet. Schon zwei Jahre Grosszügigkeit zurückgeben zu können. später haben sich einige Segler des SCT (Siehe Spender/Sponsorenliste) Shanty Crew Tribschenhorn zu einem vierstimmigen Shanty Chor Zusammen mit den Beiträgen aus den Luzern zusammengeschlossen. Einige Grün"Corona-Unterstützungsfonds" kommen dungsmitglieder singen heute noch aktiv wir nun 2021 über die Runden, können mit. Das Shanty ist das klassische Lied, das Engagement unseres beliebten das zu den meisten Arbeiten auf den alten GrossDirigenten sicherstellen und die laufenden Verseglern und Klippern gesungen wurde. Letztes pflichtungen einhalten. Natürlich hoffen wir, dass Jahr hätten wir das 40 jährige Jubiläum feiern wir für Auftritte zukünftig wieder intensiv engagiert können, gemeinsam mit unserem Partnerchor werden. Darüber freuen wir uns besonders, sind der Hansestadt Herford, dies im Rahmen unseres doch bereits fünf Auftritte sichergestellt, da traditionellen Konzertes im Stadtkeller. Corona hat fünf Sponsoren und Spender CHF 900.00 und uns einen veritablen Strich durch die Rechnung mehr spendeten und deshalb einen Auftritt gemacht. Unser Konzert im Stadtkeller wurde mit ganzem Programm zu gut haben. All diese abgesagt. Leider hatten wir 2020 auch keinen Auftritte bringen uns den notwendigen Ertrag, einzigen Auftritt. Es fehlten uns demzufolge als motivieren uns aber auch, besonders seriös zu wichtige Einnahmequelle die Gagen für die Konproben. Vor Publikum singen zu dürfen vermittelt zerte und Auftritte. CDs wurde ebenfalls keine uns immer auch ein grosses Erfolgserlebnis. verkauft. Zusätzlicher Ansporn sind diese liebenswürdige Die Kosten jedoch blieben. Die Mieten für das Unterstützung und deshalb doppelt wertvoll. Probelokal und die Administrationskosten,auch Dafür nochmals ein grosses Dankeschön. wenn der Vorstand äussert sparsam und voll ehrenamtlich arbeitet. Noten und weitere Aufwendungen mussten beglichen werden. Unbedingt wollten wir auch Honorar für unseren hervorragenden und professionell arbeitenden Dirigenten Peter Lindenmann sicherstellen. Nicht zuletzt dank ihm haben wir den ersten Platz am internationalen Shanty-Festival an der Ostsee gewonnen. Was er in dieser schwierigen Zeit für die Shantycrew Tribschenhorn geleistet hat, als Beispiel, nebst vielen anderen Aktivitäten, seien Liebe Seglerinnen und Segler des Segelclubs die "Singwochen" erwähnt, ist unglaublich und Tribschenhorn, das Spendenkonto ist immer verdient ein riesiges Dankeschön. Der Entscheid, noch offen unter: Peter das Engagement zu sichern, ist also einzig Luzerner Kantonalbank. 6002 Luzern, richtig und langfristig überlegt. Marcel Johann, Die finanziellen Mittel reduzierten sich jedoch IBAN CH73 0077 8010 0515 0570 0 dermassen, dass dringend Mittel beschafft werVermerk: Shanty den mussten, die den Fortbestand unseres quaFür Fragen steht Marcel Johann lifizierten, traditionellen Chors sicherten. 079 245 52 51, marcel.johann@almona.ch Die Solidarität, die wir im Rahmen der Aktion zur Verfügung. Er informiert Sie auch gerne "Die Shantycrew Tribschenhorn braucht Dich" darüber, welche Gegenleistungen spürten, berührte uns stark und dies mitten im Herz. die Shantycrew Tribschenhorn für eine Freunde, Kollegen, Bekannte aus der Wirtschaft, der entsprechende Unterstützung erbringen kann. Politik und aus dem privaten Umfeld unterstützten Schon jetzt vielen Dank für eine allfällige uns sehr intensiv. Dies in einer schwierigen Zeit, Unterstützung. wo viele Betriebe und Mitmenschen selber zu Tribschenhorn 1/2021 Seite 14


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Peter Lindenmann als begeisternder und kompetenter Dirigent und Mitsänger gleichermassen beliebt

Toller Auftritt im See-Pavillon in Weggis

Luzerner Kantonalbank, Daniel Salzmann Raiffeisen Luzern, Stefan Weber Migros, Luzern, Kulturprozent, Verena Randall, Guido Rast Coop, Hauptsitz, Basel, Philipp Wyss Concordia Krankenversicherung, Luzern, Nikola Dittli Allianz, Generalagentur, Luzern, Peter Küenzi Musegg Immobilien AG, Luzern Daniel Medici Aregger AG, Bauunternehmung, Buttisholz, Hans Aregger Eleganti Bauunternehmung AG, Luzern, Mike Eleganti Galliker Transport & Logistics, Altishofen, Rolf Galliker Jörg Lienert AG, Luzern, Jörg Lienert Premotion GmbH, Luzern Sandra Bütler, Sacha Johann, Pedro Llopart Hotel Cascada AG, Luzern, Roland Barmet-Garcia Confiseur Bachmann AG, Luzern, Matthias und Raphael Bachmann Fahrschule Rabensteiner, Luzern, Hannes Rabensteiner Ruckligold, Luzern, Robert Ruckli Hunkeler Management GmbH, Horw, Damian Hunkeler, Kantons-/Stadtrat Regierungsrat Marcel Schwerzmann, Kriens Pro Senectute, Ruedi Fahrni Verein Zentralschweizer Jodlerfest (ZSJV), Schötz 2018, Urs Kneubühler Privatpersonen Bremgartner-Johann Nadine und Peter, Adligenswil Frei Hans, Merlischachen Hochstrasse Werner, Luzern Johann Marc, Luzern Johann Erica und Marcel, Luzern Kauffmann Jürg, Luzern Kreienbühl Ernst, Luzern Lachappelle Rolf, Kriens Rüedi Hubert, Luzern Schärer Thomas, Meggen Schumacher Hans Peter und Anne-Marie, Luzern Untersee René, Kriens Ganz herzlichen Dank Text: Marcel Johann, Bild: Tom Minder, Markus Wyss, Marcel Johann Tribschenhorn 1/2021 Seite 15


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Eis und Stürme waren stärker als der Eisbrecher Arktis-Expedition mit den "Wild-Animals Photographers"

Es gibt Einiges zu Erfahren Schon bei der Ankunft in Longyearbyen der kleinen, pittoresken Hauptstadt von Svalbard/ Spitzbergen war uns klar wer hier das Sagen hatte, selbstverständlich das Wetter. Ein Schneesturm sondergleichen fegte über den Ort hinweg mit Windböen von über 8 Beaufort, der die Schneekristalle nur so ins Gesicht peitschte. Martin Schärer und ich waren jedoch gut vorbereitet. Unser erster Aufenthalt im Sommer auf Spitzbergen und informative Gespräche mit Einheimischen gaben uns einen Hinweis, dass im März auf Spitzbergen Wind, Schnee und Eis das Zepter übernehmen. Entsprechend waren wir nach dem bewährten Zwiebelmuster eingekleidet und hatten Wind

und Wetter nicht zu fürchten. Im Gegenteil, wir genossen die erste Übernachtung im Hotel bei feinem Essen und einem süffigen Spitzbergenbier

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN erklärt. Wichtige Informationen erhielten wir, wie wir uns gegenüber den Tieren respektvoll zu verhalten hatten, insbesondere bei einer Begegnung mit einem Eisbär oder gar einem Angriff des Königs der Arktis. Da wurde uns schnell wieder bewusst, wie gefährlich und aggressiv Eisbären sind, obwohl sie ja eigentlich recht leutselig und drollig aussehen. Nach kurzer Fahrt mit einem Raupenfahrzeug erreichten wir das Dock "Bykaia" im Hafen von Longyearbyen und bezogen unsere Kojen auf dem schwedischen Eisbrecher "Origo", empfangen von unserem Kapitän und seinen fünf Mannschaftsmitgliedern.

und wagten sogar noch einen Spaziergang im in völliger Dunkelheit eingehüllten Longyearbyen. Nebenbei erwähnt, auf Spitzbergen leben 2600 Menschen, jedoch 3500 Eisbären. Frühe Tagwache war angesagt. Der Sturm hatte während der ganzen Nacht weiter getobt. Es machte nicht den Anschein, dass sich das Wetter bessern würde. Die zwölf Teilnehmer aus Norwegen, Schweden, Australien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz fanden sich pünktlich zum abschliessenden Gesundheitscheck und den wichtigen Instruktionen in Englisch ein, eindrucksvoll und professionell durchgeführt durch die beiden Guide Ole J. Liodden, aus Norwegen und Martin Enckell Schweden. Englisch war auch die Schiffssprache. Nebst den relevanten Erklärungen über das Verhalten auf dem Eis, im und auf dem Schiff, in den Schlauchbooten, während Stürmen, war ein entscheidender Teil der Instruktionen das absolut tadellose Anpassen des Überlebensanzuges. Vorgängig mussten wir detaillierte Masse wie Körpergrösse, Beinlänge, Armlänge, Brustumfang, Bauch und Hüfte einreichen. Das absolut genaue Anpassen der Anzüge, das korrekte Anziehen und Verschliessen konnte in einem Ernstfall entscheidend sein über Leben oder Tod. Die der Witterung angepasste Bekleidung nach dem Motto "immer trocken, immer warm", wurde uns mit Bekleidungsbeispielen Tribschenhorn 1/2021 Seite 18

Die Fahrt geht los Vorgesehen war um 17.00 Uhr auszulaufen. Der schwere Schneesturm und die gewaltigen Winde hatten jedoch so zugelegt, dass der Kapitän entschied im Hafen zu übernachten. Mit einem leckeren Nachtessen, notabene sogar mit einer schweizerischen Spezialität, einem "Cordon bleu" wurden wir mehr als entschädigt. Wir hatten schon unsere Kojen bezogen, als um Mitternacht für uns unerwartet die Motoren ansprangen. Nachdem sich der Sturm etwas gelegt hatte, entschied der erfahrene Kapitän doch noch auszulaufen. Zudem erhielt er den Funkspruch, dass im Kongsfjord ein Eisbär gesichtet wurde. Der schwere Seegang und die spannende Erwartung, schon am ersten Tag Eisbären zu begegnen, machte ein Schlafen fast unmöglich. Der Kongsfiord liegt auf 79°N und schneidet etwa 24 km ins Land hinein. Im hinteren Teil befindet sich die Siedlung Ny Alesund, ein Ort, der sich weltweit zu einer einmaligen Konzentration von internationalen Polarstationen entwickelt hat. Alle Stationen betreiben langfristige Messprogramme und bieten zusätzlich Logistik und Unterstützung für Forschungsprojekte an. In Ny Alesund befindet sich auch das legendäre Amundsen-Denkmal und der Luftschiffmast, wo Flugversuche mit Zeppelinen


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zum Nordpol gestartet wurden. Leider hat sich der Eisbär schon in Richtung Norden verzogen. Kadaver von Robben bestätigten allerdings seine Anwesenheit. Der grossartige Kongsbreen, daneben der Conwaybreen konnte uns doch recht gut entschädigen. Wir genossen die "blaue Stunde", waren doch die Gletscher in blau gehüllt. Mit sicherem Abstand zum Gletscher wurde der Anker gesetzt. Nach einen feinen Nachtessen hielt Ole einen spannenden Vortrag über Fototechnik im Eis. (Breen – Gletscher).

Wolkendecke, war der Gullybreen schwach zu sehen. Im Vordergrund die oft besuchte Ortschaft Gravneset. Ruhe vor dem orkanartigen Sturm und endlich der Eisbär Durch den Fuglesongen gelangten wir in den Smeerenburgfjord/Malesund tief im Landesinnern in endlich ruhigeren Gewässern. Dort konnten wir uns etwas erholen. Traumhaft die ganze Umgebung mit eisbedeckten Landzungen und Gletschern,

Belugawale und Polarfüchse begrüssen uns Obwohl der Sturm sogar auf 9 bis 10 Beaufort angewachsen war, entschied frühmorgens der Kapitän auf Weiterfahrt entlang der imposanten Küste von Albert dem Ersten-Land. Um die Freude noch zu erhöhen, besuchten uns Belugawale. Herrlich zuzusehen, wie die eleganten Tiere durch das Eiswasser pflügten, dass die Eisbrocken nur so auf die Seite flogen. Das Treibeis wurde immer dichter. Mit voller Kraft kämpfte sich die "Origo" durch das Treibeis in Richtung Magdalenefjord. Da dieser Fjord unter Golfstrommeinfluss steht, friert er im Winter nicht regelmässig zu und bietet geschützte Ankerplätze, die früher auch von Walfängern genutzt wurden. Leider waren keine Robben in Sicht, und wo keine Robben sind, gibt es eben entsprechend selten Eisbären. Ein Polarfuchs am Ufer unterhielt uns dafür mit seinen köstlichen Kapriolen. Im Hintergrund, fast verdeckt durch die Tribschenhorn 1/2021 Seite 19


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die bis ans Meer reichen. Beeindruckend auch die Umrundung zum Fuglefjord mit dem Svitjodbreen. Dass es in dieser abgeschiedenen Gegend zum eigentlichen Höhenpunkt dieser Expedition kam, ist nun wirklich den Eisbären zu verdanken. Nach dem Ausruf "Eisbär in Sicht", wurden schnell aber trotzdem vorsichtig die Überlebensanzüge angezogen und dann die beiden Schlauchboote ins Wasser gelassen. Weit im Landesinnern beobachteten wir einen Eisbär, der gerade eine Robbe zerfleischte. Gierige Eismöwen, die an der Beute teilhaben wollten, verscheuchte der Eisbär mit seinen Pranken. Er buddelte sich zuerst im Schnee ein, um dann plötzlich zu verschwinden. Ob er wohl mit seinem ausserordentlich intensiven Geruchsinn weitere Robben erschnüffelt hat. Enttäuschte Gesichter, dann Glückgefühl pur, als ein Eisbär entlang der Küste tapste, keine 20 Meter vor unseren Schlauchbooten. Dass es nicht dabei blieb, merkten wir bald, weil er die ebenfalls von uns entdeckten Robben sichtete und diese zu jagen begann. Stärke alleine genügt nicht, den Robben gelang es immer wieder ins Wasser zu flüchten und abzutauchen. Im Wasser hatte der Eisbär keine Chance gegen die flinken Schwimmer. Das schaurige aber trotz allem faszinierende Schauspiel konnten wir aus nächster Nähe über längere Zeit beobachten. Der Hunger

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des Eisbären schien noch nicht ganz gestillt, oder fühlte er sich gestört, jedenfalls tauchte er plötzlich ins Wasser und schwamm in Richtung unserer beiden Schlauchboote. Blitzreaktion der beiden Guide, die Schlauchboote wurden gewendet und mit zügigem Tempo zurück zur "Origo" gefahren. Kurz unterbrochen wurde die Rückfahrt, weil einige weitere Eismöwen, Krabbentaucher und Dickschnabellummen entdeckt wurden. Nun wurde es aber wirklich langsam Zeit. Nach gegen fünf Stunden auf dem Wasser bei unter minus 20° Grad. Wegen den eiskalten Winden, respektive dem Chilleffekt gefühlte minus 35° bis 40°, wurde es uns trotz dem über 12 Kilo schweren und dickgepolsterten Überlebensanzug empfindlich kalt. Mit dem feinen Essen und einem weiteren spannenden Referat stiegen wir nach diesem grossartigen Tag müde in die Kojen um tief zu schlafen…meinten wir jedenfalls. Um 03.30 Uhr Alarm der Wachmannschaft "Eisbären in Sicht", raus aus den Federn, rein in den Überlebensanzug, Kontrolle, ob alle Verschlüsse richtig geschlossen sind, Spurt ans Deck, wo zwei hilfsbereite Matrosen schon begannen die Schlauchboote niederzulassen. Ende des Traums. Plötzlich spurFortsetzung Seite 23


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Frühlingsputz Die Terrasse vom Clubhaus ist bereit für den Sommer Anscheinend fühlen sich die Sträucher und Büsche auf unserer Terrasse vor dem Clubhaus wohl. So ist jeweils im Spätherbst nach der Segelsaison wieder alles verwachsen und der freie Blick auf die schöne Hafenanlage eingeschränkt. Das ist aber nicht unbedingt im Sinne der Clubmitglieder, wollen wir doch die Aussicht geniessen und in einem gewissen Sinne natürlich sehen, wer denn da auf der Hafenprommenade hin und her flaniert. Unsere beiden "Waldarbeiter" Fuchs Andi und Nellen Edgar nehmen sich dieser Aufgabe an. Ausgerüstet mit den richtigen Werkzeugen und vor allen dem richtigen Fachwissen machten sie sich an die Arbeit. Es ist zwar noch frisch an diesem Morgen aber sonnig und trocken. Vielen Dank für diese Initiative, und ich bin mir sicher, mit dieser Sicht auf den See schmeckt dann an lauen Sommerabenden das kühle Bier doppelt so gut.

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Text: Hansruedi Tschudin Fotos: Andi Fuchs und Edgar Nellen

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN teten die Eisbären weg, verschwanden in der Eiswüste und waren nicht mehr zu sehen. Der Aufbruch ins ewige Eis in Richtung Nordpol wurde begleitet von weiteren schweren Stürmen. Die Eisdecke wurde immer dicker, hob sich um mehrere Meter und zerbarst in schwere Eisbrocken. Die "Origo" pflügte sich Tag und Nacht im Schleichtempo durch das Packeis. Ein Aussteigen auf das Eis war trotz Überlebensanzügen viel zu gefährlich, es konnte plötzlich eine Eisscholle abtriften. Das Niederlassen der Schlauchboote völlig unmöglich, das ganze Deck eingefroren. Ein Aufenthalt im Aussenbereich des Eisbrechers vom Kapitän strengstens verboten. Der Wind steigerte sich zu einem veritablen Orkan, keine Robben auf dem Eis, die Eisbären gegen den Norden geflüchtet. An Fotoaufnahmen war nicht im Geringsten zu denken. Ziel war es aber immer noch, je nach Eisdicke und Wetter, bis zirka zum 83° N zu gelangen. Die Vernunft hat gesiegt, wir kehren um Einige Expeditionsteilnehmer und selbst zwei Crewmitglieder wurden von heftiger Seekrankheit befallen. Nebst dem für einen Eisbrecher charakteristischen auf und ab und dem bebenden Aufknallen auf dem Eis, machten das krachende Bersten der Eisdecke und das laute Poltern der Eisschollen an die Bordwand ein ruhiges Liegen oder gar ein Schlafen unmöglich. Ausser einer noch

lauwarmen Suppe und etwas Tee waren warme Mahlzeiten unmöglich. Plötzlich steckte die "Origo" im Eis fest, konnte weder nach vorn, noch nach hinten manövriert werden und wurde nur noch hin und her geworfen. Eindeutig zu viel der Risiken, selbst für den routinierten Kapitän. Bei 80°.30.29.75 Nord entschied er umzukehren. Zentimeter um Zentimeter versuchte er den schweren Eisbrecher in der nun praktisch wieder zugefrorenen Eisrinne zu wenden. Nach Stunden und dutzenden von Manövern zeigte der Bug endlich nach Süd/ Südost. Es war übrigens der gleiche schwere Sturm, notabene in einer massiv abgeschwächten Form, der ein Passagierschiff vor Bergen bei 60°.23N in grosse Schwierigkeiten brachte. Auf Kanal 16 haben wir sogar den Notruf empfangen. Zwischen diesem Passagierschiff und der "Origo" lagen immerhin rund 20 Breitegrade Nord. Nach nicht enden wollender Fahrt fuhren wir in den Raudfjord ein. Der Raudfjord ist der nördlichste Fjord an der Küste Spitzbergens und gilt oft als erster Zufluchtsort für die Schiffe, die aus dem Packeis kommen. Endlich also ein bisschen Ruhe. Alle waren jedoch plötzlich hellwach, wir erspähten weit im Landesinneren nochmals einen Eisbären. Selbst mit starken Objektiven war ein Schnappschuss jedoch kaum möglich. Sonst nicht gerade Freund von diesen Dingen, versuchten wir mittels einer Foto-Drohne doch einige Bilder einzufangen. Mannschaft und Expeditionsteilnehmer waren wieder einigermassen erholt. Die Fahrt ging weiter zurück zu dem uns schon bekannten Magdalenefjord. Einige Walrosse, imposante Tiere, wurden gesichtet. Wir erlebten das Schauspiel des "Goldenen Eis". Wasser, das zu gefrieren beginnt. Einmalig die verschiedenen Eisformen, nebst dem erwähnten goldenen Eis, pfannkuchenartiges Eis, Eisbrocken fast wie Eisberge, Eisschollen, Eisschilder und Kalotten, Eiskristalle, Schelfeis, Schilder usw. Rettung aus der Luft Trotz weiterhin stürmischem Wetter und hohem Wellengang war die Nachtfahrt durch den Forlandsund und den Isfjord nach Borebukta ein Erlebnis. In Borebukta sind zwei sehr schöne Gletscher zu bestaunen. Da selbst bei ruhiger See Anlandungen äusserst schwierig sind, wird diese Region wenig besucht. Auf der Fahrt zum Ekmanfjord flog plötzlich ein Helikopter über uns und seilte zwei Personen auf die "Origo" ab. Sie kontrollierten die Gästeliste, die Mannschaft, ja das ganze Schiff. Alles war in Ordnung. Dann führten sie eine veritable Rettungsübung durch mit medizinischer Betreuung und einer Evakuation Tribschenhorn 1/2021 Seite 23


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Spitzbergen

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN und der Gedankenaustausch waren einmalig. Einen liebenswürdigeren, unterhaltsameren und kompetenten Begleiter und Freund kann ich mir fast nicht vorstellen. Text und Bilder: Marcel Johann, Martin Schärer

von "Verletzten". Der Grund dieser Überraschung sickerte bald durch. Unser Eisbrecher war das einzige Schiff, das zu dieser Zeit die Bewilligung vom "Sysselmannen" zum Befahren dieses Gebietes bekommen hat, dies nicht zuletzt dank guten Beziehungen und dem hohen Ansehen unserer Guides. Normalerweise werden Bewilligungen erst Monate später erteilt. Sozusagen als Gegenleistung benutzte er unsere Expedition auf der "Origo" als Rettungsübung, um neue Mitarbeiter des Rettungsdienstes von Spitzbergen zu trainieren. Der Sysselmannen ist Gouverneur von Svalbard und vertritt unter anderem die norwegische Regierung. Ein grossartiges Erlebnis mit faszinierenden Menschen aus verschiedenen Ländern neigte sich dem Ende entgegen, ging doch nun die Fahrt zurück nach Longyearbyen, wo Ausschiffen bei eisiger Kälte angesagt war. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden, den beiden Guide Ole J. Liodden und Martin Enckell und dem Kapitän mit seiner Mannschaft. Sie haben uns sicher und umsichtig durch die unendliche Weite der Arktis geführt. Ein ganz besonderes Dankeschön gilt Martin Schärer, der mich zu dieser fantastischen Expedition animiert hat. Die guten Gespräche, anregenden Diskussionen Tribschenhorn 1/2021 Seite 26

Der Eisbrecher "Origo" 1955 in der Finnboda-Werft in Schweden gebaut und seit dann unter schwedischer Flagge fahrend, wurde die "Origo" anfangs der 90er Jahre sorgfältig saniert und für die Arktis fahrbar gemacht. Sie bietet 12 Gästen und 7 Besatzungsmitgliedern Platz. Sie ist mit den neusten Motoren, Navigationsinstrumenten und Sicherheitsausrüstung eingerichtet und hat ihren nostalgischen Charme trotzdem nicht verloren. Obwohl sich überall etwas Rost angesetzt hat, besteht die "Origo" die jährlichen sehr anspruchsvollen Sicherheitskontrollen der schwedischen Seeverwaltung problemlos. • mo: 5180295 • Name: ORIGO • Vessel Type - Generic: Passenger • Vessel Type - Detailed: Passenger Ship • Status: Aktiv • Mmsi: 265339000 • Rufzeichen: SMYR • FLagge: Sweden [SE] • Bruttoraumzahl: 368 • Länge x Breite: 39.93m x 8.84 m • Baujahr: 1955 Empfang über Iridium Pilote/Satellit. Es war auf der ganzen Expedition praktisch kein Handyempfang möglich, Internet nur erschwert. Übrigens wurden die Kameras, selbst bei grösster Kälte, draussen in einem Trockensack gelagert. Würde man die Kamera in die geheizte Kabine nehmen, hätte sich Kondenswasser gebildet und die Kamera wäre unbrauchbar geworden. Entnommen wurden einzig die Akkus und die Speicherkarten.


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Ansegeln Erster realer Anlass im Jahr

Nach dem langen und schneereichen Winter freuten sich viele SCT Segler, dass die Segelsaison 2021 nun auch offiziell eröffnet werden konnte. Unser Regattaleiter Sebastian lud alle SCTler zu einer kleinen Plauschregatta ein. Leider konnte er die Regatta nicht selbst leiten, da die am Vorabend gegessenen Meeresfrüchte in seinem Magen ein äusserst merkwürdiges Eigenleben entwickelten. Die kleine Helfer-Crew mit Henry, Annie, Luki und mir (Roli) zeigte jedoch Flexibilität und es konnte trotzdem nach Programm gestartet werden. Die schöne Luzerner-Thermik wehte ziemlich konstant und die 13 Boote wurden in den ersten Lauf geschickt. Die Bojen wurden mehrheitlich grosszügig gerundet. Das Timing beim Spi bergen wird sich im Laufe der Saison sicher noch verbessern. Bruno Hunkeler und seine Crew waren jedoch schon gut in Form und sicherten sich den ersten Lauf souverän vor Altmeister Herbert Hösli. Mit neuem Unterwasseranstrich und auf Hochglanz polierter Bordwand trug die Maëlle die Familie Rindlisbacher auf den 3. Rang. Nachdem alle Boote im Ziel waren wurde schnell zum zweiten Lauf gestartet. Auch die Juga war nun mit 5 Jollen bereit, um ins Regattageschehen einzugreifen. In der Vorstartphase gab es in der Folge einige sehr enge Manöver zu sehen, was aber auch dem plötzlich abflauen Wind zu verdanken war. Mit grossem Willen und etwas Geduld schaffte es die SCT Flotte doch über die Startlinie. Die Thermik kehrte aber nicht mehr zurück und der Lauf wurde abgebrochen. Ich hoffe, dass die nun einsetzende Bise beim freien Segeln noch ausgiebig genossen werden konnte. Später an Land wurde unter Einhaltung der nötigen Abstände die Saison auch formell mit dem Hissen Tribschenhorn 1/2021 Seite 27


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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN

der SCT Flagge eröffnet. Ich wünsche allen Seglern eine windreiche Saison 2021 mit vielen schönen und sorgenfreien Stunden auf dem schönsten See der Welt. Vielen Dank an die kleine, aber feine Helfer-Crew! Text: Roland Kunz Bilder: Marcel Johann, Roland Kunz, Tom Minder

Rangliste 1 Lady 007 2 Bird of Paradise 3 Maëlle 4 Little Smile 5 Octopussy 6 Guapita 7 Maleira 8 Sunwind 9 Cloudy 10 Guahita 11 Companion 3 12 Catalina 13 Z-64

Hunkeler Bruno mit Dagmar Hösli Herbert, Schmid Pius Rindlisbacher Markus, Marlene, Evan, und Ryan Inäbnit Angelika und Bruno, Kunz Pius und Stadelmann Simone Estermann Paul Müller Roland Fehlmann Thomas und Anja Johann Marcel, Bremgartner Nadine und Peter Schumacher Anne-Marie und Hans-Peter Minder Tom, Blattler Yvonne Barbana-Fischer Anita und Elmar Orler Renzo Adrian Räber, Juliette

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CLUBNACHRICHTEN  •  SCT LUZERN Unser "Tribschenhorn" Aktuell, spannend, informativ

Das ist unserem Redaktor Hansruedi Tschudin zu verdanken. Wenn Sie, liebe Mitglieder des SCT unsere Clubnachrichten "Tribschenhorn" in den Händen halten und mit Interesse die Artikel lesen, dann sind die Gedanken von Hansruedi Tschudin schon bei der nächstfolgenden Ausgabe. Seit 2012 als Redaktor zuständig, hat er das "Tribschenhorn" in dieser Zeit zu einem erstklassigen Publikationsorgan in der Seglerszene gemacht, um das uns viele Clubs und Vereine beneiden. Es sind deren breit gefächerte Inhalte, meistens mit Bezug auf das Segeln, das Wasser und den Wind, die sorgfältig redigierten Texte, die faszinierenden Bilder, ein professionelles Layout und eine hohe Druckqualität, die das "Tribschenhorn" ausmachen. In diesem spannenden Umfeld können dementsprechend auch die Inserenten ihre Dienstleistungen und Produkte wirkungsvoll präsentieren. Ein wichtiges Detail, werden doch die Produktionskosten zu fast Dreiviertel von den Inserenten gedeckt. Dafür ein grosses Dankeschön.

des "Tribschenhorn" publizieren. Die gute Zusammenarbeit mit dem heutigen Präsidenten und dem Vorstand ist für Hansruedi Motivation und Ansporn zugleich. Seine seglerische Laufbahn hat er mit Surfen auf dem Genfersee gestartet. In Genf war er als Armee-Instruktor tätig, bis er ans Armee-Ausbildungszentrum Luzern für die Ausbildung von Bataillons- und Stabsoffiziere berufen wurde. Reisen mit Containerschiffen und die Liebe zu den Nauen zeigen weitere Verbindungen zu den Elementen Wasser und Wind. Als äusserst anspruchsvoller Fotograf kann er stundenlang sein Objekt beobachtet bis er das richtige Licht und die ideale Einstellung gefunden hat. In den Bergen ebenfalls zuhause, hat er einige der Schweizer Viertausender erklettert. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen am "Tribschenhorn" aktiv mitzuarbeiten, sei es mit interessanten Artikeln und Fotos von spannenden Erlebnissen, attraktiven Reisen und guten Geschichten, aber auch neue Inserenten wären willkommen. Das "Tribschenhorn" in dieser hohen qualitativen Form der Informationsvielfalt wird immer seine Daseinsberechtigung behalten, dies trotz neuen elektronischen Kommunikationsmitteln. Hansruedi Tschudin leistet mit seiner professionellen Arbeit als Redaktor einen unschätzbaren Anteil am hohen Stellenwert des Segelclub Tribschenhorn in Seglerkreisen und in der Öffentlichkeit, dies notabene absolut ehrenamtlich. Es ist ein intensives Engagement und eine tolle Leistung, die Anerkennung und grossen Dank verdient. Text und Bild: Marcel Johann

Hansruedi ist SCT ler mit Leib und Seele, und das schon seit 1999. In diesen gegen 22 Jahren Mitgliedschaft war er über 17 Jahre, also mehr als die Hälfte der Zeit, im Vorstand tätig. Wie breit gefächert seine Fähigkeiten und das Wissen sind zeigt sich insbesondere, weil er für die verschiedensten Bereiche tätig war. Als Leiter der JUGA hat er seinerzeit auch die Sommerwoche 6 Jahre geleitet, das Sekretariat des SCT geführt und als versierter Präsident der Clubhausgenossenschaft dafür verantwortlich gezeichnet, dass unser Clubhaus immer noch in einem so hervorragenden Zustand ist. Die Ehrenmitgliedschaft war eigentlich nur eine logische Folge. Mittlerweile wird er als Redaktor nächstens die zwanzigste Ausgabe Tribschenhorn 1/2021 Seite 29


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Swiss Sailing League 2021 Das Jahresziel 2020, den Klassenerhalt in der zweiten Liga zu sichern wurde erreicht. Mit grossem Bedauern mussten die ersten Veranstaltungen des Jahres 2021 abgesagt werden. Grund dafür sind die Covid- 19 Beschränkungen. Der SSLA-Vorstand versucht nun, alternative Termine und Veranstaltungsorte für diese Anlässe zu finden. oder im schlimmsten Fall abzusagen. Regattakalender 2021 Sa 17. - So 18.04.2021 neuer Termin unbekannt Sa 19. - So 20.06.2021 Sa 14. - So 15.08.2021 Sa 01. - So 02.10.2021

Swiss Swiss Swiss Swiss

Sailing Sailing Sailing Sailing

Challange Challange Challange Challange

League League League League

Act Act Act Act

1 2 3 4

Ascona Luzern Spiez Neuchâtel

VC - Cup 2021 Regattakalender

Der VC-CUP spricht sowohl sportliche Regattasegler (Racer), wie auch fahrtenorientierte Segler und Einsteiger (Cruiser) an und setzt sich aus verschiedenen Kurz- und Langstreckenregatten zusammen. Man kann entweder nur einzelne Regatten, oder die ganze Serie mit einer Jahreswertung bestreiten. Nebst dem Segelsport werden auch die Kameradschaft und Geselligkeit gepflegt. So werden die meisten Regatten zusätzlich noch durch ein unterhaltendes Rahmenprogramm ergänzt. Ab diesem Jahr (2021) wird mit einem neuen Wertungssystem gesegelt – "Wertung nach gesegelter Zeit & Klasseneinteilung mit E-Wert". Der ganze Regatta-Kalender 2021 hängt stark von der Covid-19 Situation ab. Bis zum Druck dieser Ausgabe sind keine weitere Neuerungen bekannt. Es könnte noch Änderungen oder Anpassungen geben.

Ganze Saison Sa 29. Mai 2021 Sa 26. Juni 2021 Sa 03. - So 04. Juli 2021 So 01. August 2021 Sa 14. - So 15. August 2021 Sa 18. September 2021 offen Sa 23. Oktober 2021 Tribschenhorn 1/2021 Seite 30

Gelbes Band - Fun Pilatus Cup 50 Meilen Trophy Uristier Cup Freundschaftsregatta - Fun Regatta Windweek Nigh Bürgenstock Race Blaues Band - Fun Regatta Absenden VC Cup

VC YCL, SCT, YCRi SKS RVB SKE RVB, SKE, CCS SKE YCRi RVB

Luzern-Brunnen Luzern Stansstad Brunnen Beckenried Brunnen Ennetbürgen Greppen Brunnen


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In eigener Sache Die Redaktion Helgoland, Insel in der deutschen Nordsee. Sicherer Anlaufhafen bei stürmischer See und gleichzeitig ein riesiges Naturschutzgebiet für tausende von Vögeln wie Basstölpel und Trottellumen. Aber auch Seehunde und Kegelrobben sind heimisch. Sie kommen jedes Jahr zur selben Zeit (Ende November) um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Mit ihrem weissen Fell können sie noch nicht ins Wasser. So liegen sie vielmals den ganzen Tag alleine am Sandstrand. Dabei kommen die Muttertiere ab und zu vorbei zum Säugen. Weil die Muttermilch bis zu 75 % fetthaltig ist legen sie so jeden Tag etwa 1,5 - 2 Kilogramm an Körpergewicht zu. Ich war 2 Jahre hintereinander anfangs Dezember jeweils 4 Tage auf der Insel. Dabei sind solche Aufnahmen entstanden. Das heisst dann, bei eisiger Kälte und viel Wind stundenlang am Boden im Sand liegen, um solche Momente wie oben zu nutzen. Die Fotos sind mit einem 600er Teleobjektiv gemacht, weil man wegen der Schutzvorschriften nicht näher als 40 Meter an die Tiere heran darf. Wenn man dann aber in die neugierigen Knopfaugen der Jungtiere schaut vergisst man die körperlichen Strapazen.

IMPRESSUM Herausgeber Segelclub Tribschenhorn, Luzern Erscheinungsweise 2 x im Jahr (Mai und Dezember) Auflage 350 Exemplare Redaktio/Inserate/Layout Hansruedi Tschudin 079 405 93 96 htschudin52@bluewin.ch www.htschudin.ch Satz / Druck Druckerei Ebikon AG Luzernerstrasse 30 6030 Ebikon

Die Redaktion Hansruedi Tschudin Tribschenhorn 1/2021 Seite 31


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