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DAS MAGAZIN

AU S D E M H AU S E W E N DT &  K Ü H N

33. AUSGABE

H E R B S T/ W I N T E R 2 0 2 1


LIEBE LESERINNEN UND LESER,

4 Warten auf  Weihnachten Deko-Tipp

5 Nachhaltig Ursprüngliches bewahren B wie Buche Grünhainichener Lexikon

6 Farbenfroh, musikalisch und gefühlvoll durch das Jahr Neuheiten und Wiederauflagen 2021

10 Früher Entwurf mit großer Geschichte Weihnachtskrippe ab Oktober im Sortiment 14 Zurück aus dem Musterschatz Titelgeschichte 18 Olly Wendt – Das Porträt Interview zum Buch 20 Nur die Liebe zählt Lebendige Tradition 21 Wendt & Kühn erleuchtet Veranstaltungstipp 22 Auf  Wiedersehen Bis Jahresende 2021 gefertigt

ist Ihnen auf dem Titel dieser elfpunktepost der Margeritenengel auf Bänkchen aufgefallen? Im Ursprung handelt es sich dabei um einen Entwurf meiner Omi Olly. Und doch ist dieses Muster anders als das überlieferte: Dem Engel, der vorliest, lauscht anstelle des Mädchens auf der Bank andächtig ein Junge. Diese Interpretation veranschaulicht, wie wir unseren Musterschatz behutsam weiterentwickeln. Oftmals wird vermutet, dass wir zur Ergänzung unseres Sortiments einfach den großen Musterschrank öffnen, einen historischen Entwurf entnehmen und mit der Fertigung beginnen. Doch so einfach ist das nicht. Unsere Titelgeschichte ab Seite 14 gewährt Ihnen Einblick, wie viele Gedanken, Abstimmungen und handwerkliches Geschick im Vorfeld erforderlich sind, bevor „ruhende“ Muster wieder ins Sortiment zurückkehren können. Sichtbar daran wird, wie die künstlerisch-ästhetischen Leitlinien unseres Musterschatzes, geprägt von Firmengründerin Grete Wendt sowie ab 1920 von ihrer jahrzehntelangen Begleiterin, Olly Wendt, geb. Sommer, unverändert das Sortiment unserer Werkstätten prägen. Nicht von ungefähr wird ein Design-Klassiker bald einen bemerkenswerten Geburtstag feiern: Im Jahr 1923 veröffentlichte Grete Wendt die ersten drei Grünhainichener Engel®. 100 Jahre später sind „ihre“ Elfpunkteengel weltbekannt. Hingegen wird die von ihr entworfene Weihnachtskrippe, die wir Ihnen auf den Seiten 10 und 11 vorstellen, erst seit diesem Jahr wieder bei uns gefertigt. Wir sind gespannt auf die Resonanz zur eher schlichten Gestaltung mit klarer Linienführung und minimalistischer Formensprache. Wie unterschiedlich die Handschriften der beiden Gestalterinnen waren, wird im historischen Musterschatz und im aktuellen Sortiment an vielen Beispielen sichtbar. Denn meine Omi Olly verlieh vielen ihrer Entwürfe durch eine reiche Ornamentik einen besonderen Charakter. Anlässlich ihres 125. Geburtstages in diesem Jahr würdigen wir ihr Lebenswerk mit einem Buch, auf das wir Sie mit einer Leseprobe einstimmen möchten. Ich wünsche Ihnen spannende Unterhaltung mit der nunmehr 33. Ausgabe der elfpunktepost. Ihre

Claudia Baer, geb. Wendt

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D E K O -T I P P

Unsere Engel der ChristbaumschmuckKollektion verwandeln jeden Weihnachtsbaum in einen absoluten Hingucker. Auch an einem Adventsgesteck machen sie eine gute Figur.

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Warten auf Weihnachten

G

efragt sind Fantasie und Kreativität, um diese stilvolle Dekoration zu zaubern. Für das Arrangement benötigen Sie vier kleine Flaschen oder Gläser, vier dünne Stabkerzen sowie ein wenig Tannengrün und etwas Sand. Platzieren können Sie das Ensemble auf einem Tablett. Füllen Sie etwas Sand in Flaschen oder Gläser und befestigen Sie damit die von Ihnen ausgewählten Kerzen. Anschließend verzieren Sie die Gefäße mit Tannengrün, damit unsere Himmelsboten Platz nehmen kön-

nen. Ein paar Christbaum­kugeln und Zapfen sowie ein wenig Kunstschnee runden das Arrangement ab. Eine schöne Art, den klassischen Adventskranz einmal anders zu gestalten und anschließend im stimmungsvollen Schein der Kerzen die Wochen bis zum Heiligen Abend zu verbringen. Weitere Ideen und Tipps finden Sie auf www.wendt-kuehn.de sowie auf www.pinterest.de/wendtundkuehn oder auf Instagram unter @wendtundkuehn.


N A C H H A LT I G

URSPRÜNGLICHES B E WA H R E N

B

ehutsam mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen und nachhaltig zu wirtschaften, das ist weltweit längst mehr als ein mahnender Appell geworden. Auch wir stehen in der Verantwortung, denn der wichtigste Werkstoff für die Fertigung unserer weltweit bekannten und beliebten Erzeugnisse ist Holz. Jedes Jahr bezieht die Manufaktur etwa 70 Kubikmeter von diesem natürlichen Rohstoff. Bei uns beginnt Nachhaltigkeit bereits beim Einkauf der Hölzer, die aus nahegelegenen Sägewerken angeliefert werden. Diese Zusammenarbeit bietet den Vorteil, dass der Rohstoff nicht weit zu transportieren ist und dadurch die CO2-Emission reduziert wird. Holzauswahl und Fertigung sind so aufeinander abgestimmt, dass kaum Holzabfälle entstehen. Und selbst die Späne, die beim Drechseln zu Boden fallen, dienen der internen Wärmeerzeugung in einer effizienten Verbrennungsanlage. Der Nachhaltigkeitsanspruch endet nicht in der Fertigung. Vor dem weltweiten Versand zu unseren Händlern müssen die Figuren und Spieldosen gut gepolstert und sicher verpackt werden. Dabei kommen ausschließlich recycelte und biologisch abbaubare Materialien zum Einsatz. Auf diese Weise ist es uns 2020 gelungen, 115 Bäume vor der Abholzung zu bewahren.

Aus der Überlieferung wissen wir, dass es Firmengründerin Grete Wendt liebte, durch schön angelegte Gärten – auch auf dem Manufakturgelände – zu streifen. Hier fand sie Inspiration und Ruhe. Bis heute macht der „Grüne Hain“, auf dem die Werkstattgebäude stehen, seinem Namen alle Ehre. Vor Kurzem wurden hier bestimmte Bereiche ausgesucht, auf denen Gräser und Wiesenblumen wild wachsen können, anstatt den Rasen kurz zu halten. Das sieht nicht nur farbenfroh aus, sondern bietet auch Insekten dringend benötigte Nahrung und Lebensraum.

G RÜ N H A I N I C H E N E R L E X I KO N

B WIE BUCHE

B

uchen sind die am häufigsten in Deutschland vorkommenden Laubbäume. Und so ist es nicht verwunderlich, dass jeder Weg Richtung Wendt & Kühn in Grünhainichen durch die ­Wälder des Erzgebirges auch eine Begegnung mit diesem wichtigsten Rohstoff ist. Sägefrisch und unbehandelt kommt das Buchenholz in der Manufaktur an und lagert zunächst für mindestens ein Jahr in der Trockenhalle, bevor es in der Dreherei weiterverarbeitet werden kann. Fünf Tonnen Buchenholz werden jährlich allein für die zarten Arme und Beine der Engel, für Sterne oder Instrumente benötigt. Die gute Stabilität beim Drechseln und die Feinporigkeit des Holzes machen Buche auch zu einem beliebten Werkstoff in der Spielwaren- und Möbelherstellung.

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AKTUELL IM SORTIMENT

Farbenfroh, musikalisch und gefühlvoll durch das Jahr Sie begleiten uns durch den Alltag, berühren unsere Seele und setzen Akzente in der Dekoration: Wiederaufgelegte Schätze aus dem Firmenarchiv begeistern genauso wie Weiterentwicklungen und solitäre Designobjekte. Das Sortiment 2021 ist klangvoll, verzaubert den Moment und inspiriert zu stilvollen Geschenken.

FIGURENBUCH 2021

G o l d e d i t i o n N o– 1 4

L i m i t i e r t e G o l d e d i t i o n N o– 1 4

510/2021

ENTDECKER, ENGEL MIT MUSCHEL,

ENTDECKER, ENGEL MIT MUSCHEL

VERGOLDET

(6 cm)

650/127

A U F M E TA L L S O C K E L , V E R G O L D E T, I N S PA N S C H AC H T E L

(6 cm)

650/127/LE

NACHSCHLAGEWERK

VOM SUCHEN UND FINDEN

Mit den starken Wurzeln einer über 100-jährigen Geschichte entwickeln wir den einzigartigen Musterschatz bei Wendt & Kühn behutsam weiter. Davon legt das Figurenbuch 2021 ein vielfältiges Zeugnis ab. Beim Durchblättern und Studieren darin wird sichtbar, wie unterschiedlich die Handschriften der beiden Gestalterinnen Grete Wendt und Olly Wendt, geb. Sommer, waren.

Nur wer achtsam seinen Weg geht, wird die Schätze entdecken, die das Leben bereithält. Die kleinen und großen, die sichtbaren und unsichtbaren. Die, die man suchte, und die, nach denen man gar nicht Ausschau hielt. Die neue Goldedition von Wendt & Kühn lädt ein, auf eine solche Entdeckungsreise zu gehen.

Bitte beachten Sie: Die Artikel aus unserer Manufaktur erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler oder in den haus­ eigenen Geschäften von Wendt & Kühn in Grünhainichen und in Seiffen sowie auf unserem Online-Marktplatz unter www.wendt-kuehn.de.

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Behutsam hält der Elfpunkteengel eine kunstvoll ausgearbeitete Muschel in den Händen, deren Oberfläche mit 999er Gold veredelt ist. Sie steht symbolisch für all die wertvollen Fundstücke, die uns auf unserem Weg begegnen.

Der „Entdecker“, die Goldedition No- 14, ist eine poetische Komposition, die ermutigt, dem Leben mit Offenheit und Neugier zu begegnen. Ein wundervolles Geschenk für kleine und große Muschelsammler, die beim Strandspaziergang den Blick stets gebannt nach unten richten. Für Liebhaber des Meeresrauschens und der Schätze der Natur. Und für Menschen, die sich auf den Weg machen, sich selbst zu finden. In der Ausführung mit vergoldetem Sockel ist der Engel streng limitiert – nur 22.222 Mal wird er seinen Besitzer bei seinen Entdeckungen begleiten.


AKTUELL IM SORTIMENT

SCHWEBEENGEL, KLEIN, MIT HARMONIKA

(2,5 cm)

6307/8

ENGEL MIT KLARINETTE, IM STERN

650/80/41

STEUERMANN, K L E I N , S C H WA R Z

(7 cm)

ENGEL MIT MARACAS,

(9 cm)

AUF SCHWEIF

5212/Schwarz

(5,5 cm)

650/70/65

ENGEL MIT SAXOFON, SCHWEBEND

(5 cm)

650/130/54

ENGEL MIT GESCHENKEN, AUF KLEMME

(5,5 cm)

650/90/151

KLINGENDER WEIHNACHTSBAUM STEUERMANN, KLEIN, GELB

(9 cm)

5 2 1 2 / Ge l b

LAND IN SICHT

Mit etwas Verspätung ist Steuermann Jan Kimm im aktuellen Sortiment eingetroffen. Interessante Details zu seiner Fertigung erfahren Sie ab Seite 14 in diesem Magazin. Möchten Sie einen Blick hinter die Kulissen werfen? Wenn Sie diesen QR-Code scannen, öffnen sich die Türen der Manufaktur und Sie können sehen, wie der Steuermann entsteht.

Das Dekorieren des Weihnachtsbaumes ist in vielen Familien eine besondere Zeremonie, die ganz unterschiedlich gehandhabt wird. Erfolgt das „Anputzen“ hinter verschlossenen Türen und das Bestaunen wird erst am Heiligen Abend nach dem traditionellen Besuch des Krippenspiels in der Kirche möglich? Oder ist die ganze Familie bereits Tage zuvor einbezogen? Sorgen Wachskerzen für die besinnliche Stimmung? Ist der Baum jedes Weihnachten anders geschmückt oder ist er sofort wiederzuerkennen? Sind noch Süßigkeiten am Baum zu finden, die gern genascht werden können? Wie immer das Ritual auch zelebriert wird, baut sich mit jedem Schmuckstück, das behutsam am Zweig arrangiert wird, eine magische Weihnachtsatmosphäre auf.

Die Christbaumengel von Wendt & Kühn untermalen diese Stimmung musikalisch: Hat ein Himmelsbote auf dem Tannengrün Platz genommen, lässt er gefühlvoll sein Instrument erklingen. Mit jedem weiteren Engel wird die Melodie facettenreicher. Man muss nur ganz genau hinhören und sich vom Weihnachtswunder verzaubern lassen. In diesem Jahr werden die Klänge von Saxofon, Harmonika, Maracas und K ­ larinette besonders deutlich zu vernehmen sein – es sind die Instrumente der neuen Engel auf Schweif, im Stern und schwebend als Grünhainichener Engel® und Margeriten­ engel. Ein Himmelsbote mit hübsch verzierten Geschenken sitzt auf einer goldfarben glänzenden Klemme in den Zweigen und beobachtet das fröhliche Treiben.

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AKTUELL IM SORTIMENT

S C H A U K E L- PA R T I E

Stolz hält der kleine, vier Zentimeter große Engel ein Spielzeugreiterlein in den Händen. Ob er es gerade gebaut hat, dekorieren oder verschenken möchte, bleibt sein Geheimnis. Fest steht: Das vergnügt wippende Pferdchen und der fröhliche Engel zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Betrachter. Zusammen mit seinen kleinen und großen Engelfreunden arrangiert, lassen sich fantasievolle Weihnachtswelten gestalten, die vom Wechselspiel der Größen und Motive leben. S T I LV O L L E T I S C H D E KO R AT I O N

In zartem Grün und in einem warmen Braunton präsentieren sich die neuen Servietten und Kerzen von Wendt & Kühn. Die beiden Sets ergänzen die beliebte Tischschmuck-Serie und setzen stilvolle Akzente auf Geburtstags-, Frühlings- oder Weihnachtstafel. Ein frischer Zweig ziert das hellgrüne Motiv, Engel und Vöglein zelebrieren ein Ständchen. Das zweite Motiv in gedeckten Farben beeindruckt durch die vielen liebevollen Details: Reifentiere, Spandosen, Nachziehente, Steckenpferd – allesamt wohlbekannte Accessoires der Wendt  &  Kühn-Engel. Holzspäne und unvollendete Kostbarkeiten lassen vermuten, dass hier noch fleißig gestaltet wird. Und auch Ihnen wünschen wir viel Freude beim Dekorieren, wenn Sie mit Kerze und Servietten – und vielleicht sogar begleitet von dazu passenden Figuren – ein eindrucksvolles Gesamtbild kreieren.

ENGEL, KLEIN, MIT REITERLEIN

(4 cm)

650/k/R KALENDERFIGUR 2022, ENGEL M I T K L E E B L AT T I N S I L B E R

(4 cm)

2022Figur

K A L E N D E R 2022, KO M P L E T T

(23 x 17,5 x 4,5 cm) 2022

GLÜCKLICH DURCHS JAHR

Zum 25. Mal wird ein Wendt & KühnKalender Freunde der Manufaktur durch ein neues Jahr begleiten. Dieses „silberne“ Jubiläum würdigen wir mit einem ganz besonders edlen Kalenderengel – er trägt ein silberfarbenes vierblättriges Kleeblatt. An allen 365 Tagen des Jahres soll er seinen Besitzern Glück bescheren. Für glücklich-freudige Momente sorgen die liebevoll gestalteten, monatlich wechselnden Kalendermotive, die zum Entdecken, Staunen und Träumen einladen. 300 gestaltete Motive sind für die 25 Jahreskalender bisher entstanden. Gern lassen auch wir uns immer wieder inspirieren, die Figuren in neuen Arrangements zu inszenieren. Den Kalender gibt es komplett mit Holzrahmen und Figur. Kalenderblattsammlung und Engel sind auch einzeln erhältlich.

H A H N , W E I N R O T- S C H WA R Z

(12,5 cm)

5259/1

V E R S PÄT E T E S K I K E R I K I

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SERVIETTEN „ENGEL

S E R V I E T T E N „ C H R I S T-

KERZE „ENGEL IM

IM SPIELZEUGDORF“

BAUMSCHMUCK“

SPIELZEUGDORF“

K E R Z E „ C H R I S TBAUMSCHMUCK“

(33 x 33 cm offen)

(33 x 33 cm offen)

(12 cm)

(12 cm)

526/22/158

526/22/CBS

WK/158

WK/CBS

Noch bevor sein markantes Kikeriki im Oktober zum ersten Mal überhaupt im Sortiment zu hören ist, gilt er bereits als Design-Objekt: Der Hahn in stolzer Farbenpracht – ein Spätwerk von Olly Wendt, das sie in verschiedenen Farbvarianten im Frühjahr 1963 erstmals präsentierte und das noch nie in größerer Stückzahl gefertigt wurde. Die erfahrensten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Manufaktur haben ihn mit ihrem ganzen Können zum Leben erweckt. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Titelgeschichte.


AB OKTOBER IM SORTIMENT

OLLY WENDT H I M M L I S C H - KÖ S T L I C H

(21 x 27 cm)

EI

EST

ZUM W

O L LY W E N D T – D A S P O R T R ÄT bodenmarke · nikolaus-sonderfigur 2021

H N ACH SF

Erhältlich sein wird der himmlisch-köstliche Begleiter durch die Adventszeit ab Anfang Oktober 2021 in einer limitierten Auflage bei autorisierten Wendt & KühnFachhändlern, in der Figurenwelt Seiffen und der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen sowie auf unserem Online-Marktplatz unter wuk-shop.de.

O L LY W E N D T — D A S P O R T R ÄT

EB2021

35,6

T

Das Warten hat sich gelohnt! In diesem Jahr können wir die Freunde des TürchenÖffnens wieder mit einem Adventskalender überraschen und versprechen exquisite Gaumenfreuden. Hinter den Zahlen verbergen sich 24 verschiedene feinste Pralinen. Trüffel, Marzipan, Nougat und Krokant lassen Genießer-Herzen höherschlagen. Seit über 100 Jahren werden die Köstlichkeiten im Familienunternehmen Wagner Pralinen in Schleswig-Holstein mit erlesenen Zutaten von Hand hergestellt und kunstvoll verziert. Leidenschaft, Sorgfalt und meisterliches Können verbinden unsere beiden Manufakturen und haben eine genussvolle Kooperation entstehen lassen. Das Kalendermotiv kommt ähnlich himmlisch daher: Anmutige Engel musizieren unter dem reich geschmückten Weihnachtsbaum. Wenn doch nur schon der 1. Dezember wäre …

2021

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WEIHNACHTSMANN, AUF STERN

(6 cm)

Dem 125. Geburtstag von Olly Wendt im Jahr 2021 ist ein Porträt-Buch gewidmet, dessen limitierte Auflage von 1.920 Stück der Jahreszahl des Firmeneintritts der begabten Künstlerin in die fünf Jahre zuvor gegründete Manufaktur Wendt & Kühn entspricht.

bodenmarke (Ø 18 mm) für sternförmigen figurensockel ausführunge: 1-farbiger druck (dunkelgrün) auf gold-glänzendem, selbstklebendem etikettenpapier

5301/0/ST

WEIHNACHTSFIGUR 2021

Mit weißem Rauschebart und langem roten Mantel stimmt der kleine, sechs Zentimeter große Weihnachtsmann auf die Adventszeit ein. Freundlich lächelnd steht er auf einem leuchtend gelben Sternensockel und reiht sich damit in die beliebte Miniatur-Weihnachtsserie ein, zu der bereits ein Lichterengel (2019) und ein Reiterlein (2020) gehören. Der bärtige Geselle wurde ursprünglich noch mit „Brettchenarmen“ gefertigt – eine gestalterische wie technologisch bedingte Besonderheit. Seine jetzt gedrechselten Arme lassen ihn etwas runder und gemütlicher erscheinen – wie es einem Weihnachtsmann zusteht. Auf der Sonderbodenmarke der exklusiven Figur ist „Zum Weihnachtsfest 2021“ zu lesen, denn sie wird ausschließlich in diesem Jahr hergestellt. Ein kleines, wertvolles Geschenk, wie geschaffen für den Nikolausstiefel. Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, sei verraten: Auch im kommenden Jahr wird die Serie fortgesetzt.

ADVENTSKALENDER 2021

AK2021 (33 x 45 cm)

Anhand einzelner Episoden formt sich ein authentisches Porträt einer außergewöhn© brennerdesign lichen Persönlichkeit. Bisher unveröffent31|05|2021 lichte Briefe, Notizen, Gedichte und Fotos lassen die frühen Jahre in ihrer Geburtsstadt Riga ebenso lebendig werden wie ihre Studienzeit in Dresden. Schließlich wurde Wendt & Kühn in Grünhainichen, wie sie es selbst bezeichnete, zu ihrem Schicksal. Eine Leseprobe in der Mitte dieses Magazins lädt ein zu einer ersten Begegnung mit Olly Wendt, deren Enkelin, Claudia Baer, geb. Wendt, heute in dritter Generation gemeinsam mit ihrem Bruder F ­ lorian die Geschicke des Familienunternehmens führt. Die fachliche Begleitung des Buches oblag Marlis Rokitta, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin das umfangreiche Firmenarchiv des Unternehmens hütet und betreut, das sich wieder einmal als wahre Schatzkammer erwies. Erhältlich ist das Buch bei autorisier­ ten Wendt  &  Kühn-Fachhändlern. Eine Reservierung für einen Kauf in der Wendt  &  Kühn-Figurenwelt in Seiffen oder der Wendt  &  Kühn-Welt in Grünhainichen mit Angabe einer Wunschnummer ist möglich unter www.wendt-kuehn.de oder per E-Mail an kundenservice@wendt-kuehn.de.

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AB OKTOBER IM SORTIMENT

Früher Entwurf mit großer Geschichte Ein ganz besonderer Entwurf aus dem Musterschatz kehrt in das Sortiment von Wendt & Kühn zurück: die Weihnachtskrippe. Es sind nicht nur die moderne Formensprache, die Schlichtheit und gleichzeitig der Detailreichtum, der einigen Figuren innewohnt, sondern auch die faszinierende Geschichte, die den Charakter dieser außergewöhnlichen Figurengruppe prägt.

D

ie Weihnachtskrippe zählt zu den wenigen Figurengruppen, die Grete Wendt bereits vor der Firmengründung von Wendt & Kühn entwarf. Damals studierte sie an der KöniglichSächsischen Kunstgewerbeschule in Dresden. Für die junge Künstlerin war das ein großes Glück, denn sie besuchte dort die erste Damenklasse, die es an der Schule gab. Zuvor war Frauen der Zugang zu dieser Bildungseinrichtung verwehrt gewesen. Den Abschluss des Studiums bildete ein Praxis­ s­emester, das Grete Wendt bei den heutigen Deutschen Werkstätten in H ­ ellerau, seit 1950 ein Ortsteil von Dresden, absolvierte. Das Unternehmen war damals ein aufstrebender, moderner Betrieb. Im Zuge der Reformbewegung des Kunstgewerbes zählte er zu den bedeutendsten Herstellern von Möbeln nach Entwürfen namhafter Künstler. Bereits 1898 gegründet, wurde 1909 nach mehreren Standortwechseln der Grundstein gelegt für die Fabrik­gebäude in Hellerau und gleichzeitig für die gleich­namige berühmte Gartenstadt. Die Inbetriebnahme erfolgte 1910.

Die als Gutshof angelegten Fabrikhallen und die moderne Architektur müssen Grete Wendt imponiert haben, als sie im Oktober 1910 ihr Praxissemester antrat. Von Karl Schmidt, dem Gründer der Werkstätten, bekam sie als erstes den Auftrag, eine Weihnachtskrippe zu gestalten. Ihr Entwurf wurde extern bei der Firma Th. Heymann in Großolbersdorf gefertigt, da Grete Wendt noch keine eigenen Werkstätten besaß. Bereits 1911, folglich kurz nach dem Entwurf der Krippe und der Herstellung der ersten Muster, präsentierte die talentierte Gestalterin ein Exemplar auf der Weihnachtsausstellung des König-Albert-Museums in Chemnitz (heutige Kunstsammlungen Chemnitz). In der nur zweiwöchigen Schau fand die Weihnachtskrippe bei den Besuchern große Beachtung. Noch während der Ausstellung erhielt Grete Wendt eine Anfrage vom Dürerbund in Dresden, der die Krippe gern in das Verkaufssortiment des Dresdner Dürerhauses aufnehmen wollte. Der Dürerbund war zu dieser Zeit die führende kulturreformatorische Organisation im deutschsprachigen Raum. Umso ehrenvoller für die junge Gestalterin, dass sie die Anfrage direkt vom Gründer dieses Bundes, Ferdinand Avenarius, erhielt. Zeitgleich berichteten zahlreiche Fachzeitschriften und Tageszeitungen über die Ausstellung und erwähnten stets den gelungenen Entwurf von Grete Wendt aus Grünhainichen.

V O L L S TÄ N D I G E W E I H N A C H T S­K R I P P E 2 5 0 ,

abgebildet im Katalog 1924

O R I G I N A LDOKUMENT:

Brief vom Dürerbund an Grete Wendt vom 8.12.1911

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JOSEF

(7,5 cm)

5250/2k

MARIA

(5,5 cm)

5250/1k KRIPPENENGEL

(6,5 cm)

5250/10k KRIPPE MIT KIND

(3,5 cm)

5250/9k

Das Talent von Grete Wendt sprach sich herum und weitere Aufträge folgten. Die hohe Nachfrage nach ihren frühen Entwürfen, zu denen neben der Krippe auch der Lichterengel, der Bergmann sowie die Beerensammler zählen, war sicher einer der Gründe, der Grete Wendt und Grete Kühn bewog, eine eigene Manufaktur zu gründen. So waren sie unabhängig von anderen Herstellern und konnten den Verkauf besser organisieren. Von der Gründung von Wendt & Kühn im Jahr 1915 bis 1949 war die Weihnachtskrippe im Sortiment, bevor sie die nächsten Jahrzehnte im Musterschrank bleiben sollte. Nach 72 Jahren wird sie nun erstmals wieder aufgelegt.

Mit ihrem Entwurf im Jahr 1910/11 war Grete Wendt ihrer Zeit voraus. Geradlinig und minimalistisch ist die Formensprache, wie man sie möglicherweise erst 1919 von den Künstlern des Bauhauses erwarten würde. Bis heute zeichnet sich die Figurengruppe durch eine moderne Gestaltung aus und überzeugt mit ihrer klaren Linienführung. Die Farbgebung vollendet die Komposition der Figuren, ist sie doch den gesellschaftlichen Ständen angepasst: Maria, Josef und die Hirten sind in schlichter, bescheidener Ausstattung gehalten, während die Kleidung der Heiligen Drei Könige durch reiche Farben und Musterungen beeindruckt. Das Jesuskind liegt behütet und in Tücher gehüllt in einer Wiege. Der Stall, die Schafe und die Palmen vollenden die Szenerie, die gesäumt wird von zahlreichen Engeln. Ab Oktober 2021 sind nun die ersten Figuren dieser Weihnachtskrippe wieder erhältlich: Maria, Josef, die Krippe mit Kind sowie ein Krippenengel. In den nächsten Jahren folgen weitere Figuren, bis die Szenerie vollständig ist.

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AKTUELL IM SORTIMENT

ENGEL MIT BASSFLÖTE

(6 cm)

MÄDCHEN MIT H AS E N G LÖ C KC H E N

5248/27

MÄDCHEN MIT S U M P F D O T T E R­B L U M E , AUF HÜGEL, MIT SCHALE

(Figur 9 cm, Schale 12 x 9 cm) 5226/1

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KERZE, ROT

650/171

(5 cm)

(6 cm)

KRONENENGEL MIT LAUTE

6235/3

MARGERITENENGEL, SITZEND, MIT PFLAUMENTOFFEL

634/70/41

5243/4

ENGEL MIT STERNTÜLLE UND

(13 cm)

HEINZELMÄNNCHEN MIT KAFFEEMÜHLE

650/82

(6 cm)

(4 cm)


AKTUELL IM SORTIMENT

L I E B E S P A A R I M B O G E N M I T D R E I TÄ U B C H E N , ZWEI DAMEN

L I E B E S P A A R I M B O G E N M I T D R E I TÄ U B C H E N ,

(14,5 cm)

ZWEI HERREN

5407/3-1

MARGERITENENGEL AUF BANK, MIT JUNGE

MARGERITENENGEL AUF BANK,

(7,5 cm)

MIT MÄDCHEN

634/10/2

(7,5 cm)

634/10/1

MARGERITENENGEL

B U C H S TA B E N A B I S Z , S O N D E R ­-

MIT BLUME,

ZEICHEN &, MIT BLUMEN

F Ü R B U C H S TA B E N

634/23/1

(14,5 cm)

5407/3-2

(6 cm)

(3 cm),

MARGERITENENGEL MIT B E I D E N H Ä N D E N H A LT E N D ,

einzeln bestellbar

F Ü R B U C H S TA B E N

634/23/A–Z, 634/23/&

634/23/2

(6 cm)

MÄDCHEN MIT LUFTBALLON, GROSS

(105 cm)

541/0/3G

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TITELGESCHICHTE

Zurück aus dem

M U S T E R S C H AT Z

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Schon oft haben wir Einblicke gewährt, wie viele Schritte bei der filigranen Fertigung einer Figur erforderlich sind – angefangen von der frühzeitigen Auswahl und Lagerung des Holzes über das Sägen, Drechseln, Leimen und Tauchen bis hin zum kunstfertigen Bemalen und Komplettieren in unseren Werkstätten. Doch wie entstehen eigentlich die Muster, die stets die Grundlage für die Fertigung der Artikel sind?

D

as aktuelle Sortiment verändert sich fortlaufend. Zum einen wird es durch behutsame Weiterentwicklungen ergänzt und erweitert. Zugleich kehren jedes Jahr einige Figuren zurück, die zuvor im Musterschatz ruhten. Einige davon sind seit Jahrzehnten nicht mehr gefertigt worden. Andere noch nie zuvor. Was, wenn es gar keine Zeichnung gibt, sondern nur ein historisches Einzelexemplar im Muster­schrank? Vielleicht auch nur ein verblichenes Schwarz-Weiß-Foto in einem frühen Katalog? Sie sind eingeladen, am Beispiel der beiden Steuermänner und des farbenfrohen Hahns mitzuerleben, wie anspruchsvoll die ­Wiederauflage eines alten Musters ist. In der Frühjahrs­ ausgabe 2022 werden wir dann schildern, wie beispielsweise ein neues Blumenkind entsteht, für das es keine h­ istorische Vorlage gibt. Vom stolzen Steuermann Jan Kimm, der seit diesem Jahr wieder Kurs auf das Sortiment genommen hat, gibt es Vorlagen. „Wenn man das historische Muster von 1959 vor sich hat, ist klar: So muss es einmal aussehen. Doch wie gelangt man dahin? Es ist ein wahrlich langer Weg vom einzelnen Muster bis zur Realisierung in Serie“, analysiert Dreherei-Meister Roland Stanzel, der die Wiederauflage der Figur im Detail betreut hat. Den forschen Blick fest auf die See gerichtet, stemmt sich Jan Kimm mit ganzer Kraft gegen den Sturm und hält das Steuerrad fest in der Hand. Diese charakteristische Haltung des Steuermanns – stark, stämmig, das wettergegerbte Gesicht furchtlos im Wind – kommt vor allem aus den Beinen. Kraftvoll pressen sie sich in die Planken, leicht nach vorn geneigt. Die derben Seemannsstiefel kräuseln sich über den großen Füßen, die leicht nach innen geknickt sind. Hier steckt der Teufel im Detail: Der linke Fuß muss an den hinteren Kanten etwas anders angeschrägt sein als der rechte.

E I N O R T Z U M S TA U N E N U N D FA C H S I M P E L N : Der legendäre Musterschrank in der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen, in dem Entwürfe aus über 100 Jahren Firmengeschichte ausgestellt werden. Ein Kompendium informiert über den Ursprung und die Geschichte jeder gezeigten Figur.

Ein Präzisionsanspruch, der auch für die Seemannskutte gilt. Breit und wasserabweisend trotzt sie dem Wind. Die Grundform ist ein gedrechselter Kegel, der durch gekonnte Anschnitte eine beschwingte und doch sturmsichere Form erhält. Aus alten Zeichnungen, die noch im Archiv erhalten sind, geht hervor, wie sich Grete Wendt 1959 an diese Form herangetastet hat. Nun also Roland Stanzel. Er habe ziemlich geschwitzt, erzählt er, bis er aus einer kegelrund gedrechselten Holzform genau die Erscheinung des Friesennerzes, also der Regenschutzbekleidung, herausgearbeitet bekam, die dem Original entspricht. Vorn und hinten abgeschrägt – genau im richtigen Winkel natürlich –, dann an den Kanten angefast und von Hand verschliffen, sodass das Cape natürlich fällt. Was macht einen echten Seemann aus? Natürlich die Schifferkrause! Der markante Kinnbackenbart ringelt sich von einem Ohr zum anderen. Doch: Wie „wächst“ so ein Bart an einer Holzfigur? „Leider gibt es keinen Katalog, in dem man einfach eine 15-Millimeter-Schifferkrause für hölzerne Steuermänner bestellen kann“, schmunzelt Roland Stanzel und verrät, wie der Seebär zu seinem Bart kommt: Der spiralförmige Kinnschmuck wird aus einem Messingdraht gebogen – und zwar direkt auf einer Drehbank bei Wendt & Kühn. Messingdraht ist weich genug, um sich beim Einlegen in die Kinnkerbe von Hand dehnen und richten zu lassen – feinste Bartpflege nach Seemannsmanier! Klassischer Federstahl würde immer wieder zurückspringen. Der Drechsler spannt also einen dünnen Metallstab in das Drehfutter ein und wickelt dann mit der Zange bei langsamer Drehzahl den Messingdraht darüber. Genau 18 Umdrehungen müssen es sein – das hat Roland Stanzel ermittelt, ebenso wie die daraus folgende Länge des Drahtes. Sind es zu wenige Ringe, wirkt der Bart spärlich, sind es zu viele, läuft beim Lackieren die Farbe zwischen die Windungen und verklebt.

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D I E O B E N A B G E B I L D E T E S K I Z Z E von Grete Wendt aus dem Jahr 1959 war die Grundlage für die Rückkehr des Steuermanns in das aktuelle Sortiment. Insgesamt acht Farben werden mit ruhiger Hand aufgetragen.

Nicht weniger spannend der „Südwester“. „Als ich den Hut zum ersten Mal vor mir hatte, habe ich ihn hin- und her­ gedreht und immer wieder gedacht: Der muss doch aus einem Teil zu fertigen sein“, erinnert sich der erfahrene Meister. Zum Glück gab es noch eine alte Kiste, in der jahrzehntealte Holzteile vom Steuermann lagen. „Wie hatte es Grete Wendt geschafft, diese Form aus einem Kegel herauszuholen? Daran haben wir dann eine ganze Weile getüftelt und probiert, gemalt, gezeichnet, gedrechselt, geschnitten, geleimt und geschliffen.“ Wenn man es einmal weiß, ist es ganz einfach: Aus einem Kegel wird schräg das Mittelteil herausgeschnitten, dann wird die Spitze verkehrt herum auf das Unterteil geleimt. Als Krempe bleibt ein kleiner Überstand stehen, damit die Gischt dem Steuermann bei seinem Ritt übers Meer nicht um die Nase spritzt. Damit der Spagat zwischen historischem Erbe, künstlerischem Anspruch und moderner Manufakturfertigung gelingt, will jedes noch so kleine Detail bedacht und im Praxistest erprobt sein. Dazu werden zunächst von einem versierten Handdrechsler aufs Zehntel genaue Drehteile für das Muster gefertigt. „Zwei Zehntel Abweichung wären schon sichtbar“, bestätigt Roland Stanzel. Diese handgefertigten Vorlagen dienen später als Grundlage für die Dreheisen, die eigens für jede einzelne Drehform von einer Spezialfirma hergestellt werden müssen. Die Kosten dafür sind nicht selten vierstellig – da muss jeder Millimeter sitzen. Erst mit diesen Eisen können die Holzteile in der Manufaktur in größerer Stückzahl gedrechselt und angeschnitten werden. Bei den Sägeschnitten, zum Beispiel für Arme, Beine oder Oberkörper, kommt es auf höchste Maßhaltig-

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keit an. Denn Differenzen würden sich summieren. Passt ein Winkel nicht haargenau, verändern sich Körperhaltungen und Armstellungen. Es wäre wie eine Kettenreaktion. Damit das nicht passiert, werden Lehren gebaut, indem auf einer Sperrholzplatte kleine Holzleisten befestigt werden. Diese werden den Handwerkerinnen und Handwerkern in der Fertigung zur Verfügung gestellt und garantieren später höchste Genauigkeit bei Winkeln, Bohrungen und Anschnitten. Nicht selten gibt es zu einer Figur bis zu zehn Lehren – für das Sägen, Bohren, Fräsen, Schleifen und Leimen. Auch Katrin Wojtkowiak, bei Wendt & Kühn seit vielen Jahren für die Sortimentsgestaltung verantwortlich, kennt den weiten Weg, nicht selten mit Überraschungen und unerwarteten Herausforderungen, wenn eine historische Figur als Grundlage für die Wiederauflage gilt. „So wie bei dem stattlichen Hahn im farbenfrohen Federkleid, der in diesem Jahr erstmals in der Geschichte der Manufaktur überhaupt in die Produktion gelangt.“ Bisher existierte er nur als historische Vorlage – „und jetzt wissen wir auch, warum“, fügt Katrin Wojtkowiak nach monatelanger Arbeit am Muster lächelnd hinzu. Mehrmals, so die Erzählung, hat Olly Wendt mit einem entsprechenden Muster in der Werkstatt gestanden und wollte den Hahn produzieren. Doch es gelang nicht.


Erst jetzt, knapp sechs Jahrzehnte nach der ersten öffentlichen Vorstellung des Entwurfes, ist die Fertigung möglich. Einzelstück für Einzelstück. Dabei existierte sowohl eine Zeichnung als auch ein Muster. Und doch blieben auch bei genauerer Betrachtung einige Fragen offen. Wie sind Hals und Körper miteinander verbunden? Im Originalmuster verdecken Federn diese sanfte Verbindung. Und aus welchem Werkstoff sind die Federn gefertigt worden? „Schließlich kann man das alte Muster nicht einfach auseinandernehmen und dabei zerstören“, so die Gestalterin. Um dem Körper, der nur aus wenigen Teilen besteht, die richtige Haltung zu geben, simulierte Katrin Wojtkowiak zunächst die Schnittflächen am Computer und testete so lange, bis die geplanten Flächen zueinander passten. Nun galt es, sich den Federchen zu widmen, die ursprünglich aus gezogenen Spänen waren. „Bei unserem ersten Versuch, die Hähne damit in die Produktion zu überführen, stellten sich größere Schwierigkeiten heraus. Ich musste umdenken und bin auf Papier gekommen“, erinnert sich Katrin Wojtkowiak. Papier lässt sich leicht verarbeiten und ist zudem kein ungewöhnlicher Werkstoff bei Wendt & Kühn. Damit arbeiteten bereits Grete und Olly Wendt auch bei anderen Figuren, zum Beispiel bei den Trachten der ­„Japanerinnen“ oder bei den Blütenkränzchen der Margeritenengel, die bis heute aus Pappe gestanzt sind. Lange hat Katrin Wojtkowiak mit verschiedenen Papierstärken experimentiert, bis sie genau den richtigen Zeichenkarton fand. Er darf beim Leimen nicht brechen und muss auch nach dem Lackieren noch leicht und beschwingt federn. Hauchfein und ohne einzuknicken, schmiegen sich

U N V E R Z I C H T B A R : Lehren zum Fräsen, Schleifen, Sägen, Bohren – und wie im Bild zum Leimen – garantieren die Maßhaltigkeit in der handwerklichen Fertigung.

nun die Papierstreifen an der Kehle an. Als diese Hürde genommen war, erfolgte die Analyse der wundervollen Farben. Um dem Original nahe zu kommen, sind 22 verschiedene Farbtöne gemischt worden, die in handwerklicher Meisterschaft aufgetragen werden und den Hahn in seiner ganzen Pracht erstrahlen lassen. „Im Nachgang muss ich immer wieder staunen“, sagt Roland Stanzel ein wenig bewundernd. „Wir führen fort, was Grete und Olly Wendt geschaffen haben – jedoch in umgekehrter Reihenfolge. Für uns ist das Ergebnis, das vor uns steht, der Anfang. Wir arbeiten uns gewissermaßen rückwärts zum Ursprung vor und atmen dabei ihre gestalterischen Fähigkeiten ein. Die beiden hingegen gaben ihren Ideen jeweils eine Form.“ Offenbar hatten die beiden Gestalterinnen eine ganz genaue Vorstellung davon, wie eine Figur einmal aussehen sollte. Fantasie in einer unglaublichen Bandbreite: von Engeln und Blumenkindern bis hin zu Hahn und Steuermann. Und doch sind sie bei all dieser Vielfalt ihrem Stil und ihrem DesignAnspruch immer treu geblieben. Deshalb ist jede Figur aus ihrer Feder unverkennbar Wendt & Kühn. Damit dies auch bei Wiederauflagen jahrzehntealter Entwürfe erhalten bleibt, unterschreibt Claudia Baer, die heutige Komplementärin und Enkelin von Olly Wendt, jedes einzelne Muster, bevor es für die Fertigung freigegeben wird. Damit ist sichergestellt, dass das Vermächtnis ihrer Omi Olly und ihrer Großtante Grete Wendt bewahrt bleibt.

E I N E C H T E R H I N G U C K E R ist der 1962 von Olly Wendt entworfene Hahn, der in diesem Jahr erstmals ins Sortiment aufgenommen worden ist.

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INTERVIEW

Dem 125. Geburtstag von Olly Wendt, geb. Sommer (*27.05.1896), sind die aktuelle Sonderausstellung in der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen unter dem Titel „Talent – Schicksal – Lebenswerk“ sowie ein Buch gewidmet, das im Oktober 2021 erscheint.

„Olly hat dieses Buch gewissermaßen S E L B S T G E S C H R I E B E N“ .

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isher unveröffentlichte Briefe, Tagebuchnotizen, Gedichte, Fotos und Zeichnungen sowie Gespräche mit Zeitzeugen waren die Grundlage für ein authentisches Porträt einer begabten Künstlerin, treusorgenden Ehefrau und liebevollen Mutter. Die Autorinnen Tina Nero und Heidi Diehl sowie Grafikdesigner Dominik Schech sind – wissenschaftlich begleitet von Marlis Rokitta – einer Persönlichkeit begegnet, von der wir heute sagen: Olly Wendt prägt das Unternehmen weit über ihren Tod hinaus. Mit ihrer eigenen Handschrift im Sorti-

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ment – der zweiten Handschrift neben Grete Wendts. Und mit überlieferten Werten einer Persönlichkeit, die Kompass und Maßstab für Entscheidungen im Heute sind. Das Buch ist keine klassische Bio­ grafie, sondern zeichnet anhand ausgewählter Episoden den Lebensweg einer herausragenden Frau. Als Autorinnen sind Sie diesen Weg zwischen Kindheit und Lebensabend gewissermaßen mit Olly Sommer, später Wendt, abgeschritten. Wie ist es Ihnen auf dieser Zeitreise ergangen?

H E I D I D I E H L : Wir sind eingetaucht in eine faszinierende Epoche mit Umbrüchen und Neuanfängen, mit schrecklichen Kriegen und deren Folgen. Wir haben recherchiert, ausgewertet, diskutiert und Gespräche geführt. So haben wir Olly auf ganz unterschiedliche Weise und an vielen Orten und Stationen ihres Lebens getroffen. Sie hat dieses Buch gewissermaßen selbst geschrieben. T I N A N E R O : Die Reise hat uns tiefe Einblicke gewährt in das Innere einer warmherzigen, leidgeprüften und modernen Persönlichkeit. Uns waren Begegnungen mit der Geschichte einer Familie möglich,


deren dritte Generation Wendt & Kühn heute führt. Für diesen Vertrauensbeweis bin ich sehr dankbar. H E I D I D I E H L : So ist es gelungen, dass die Episoden und Schriftstücke aus einem vergangenen Jahrhundert mit den darin enthaltenen Gedanken und den geschilderten Ereignissen aktueller denn je sind. Inwiefern? Weil sie uns lehren, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Nicht mit dem Schicksal zu hadern, sondern nach vorn zu blicken, Zuversicht und Hoffnung nicht aufzugeben und sehr diszipliniert zu sein. Vor allem zu sich selbst. Auch die Diskussionen zur Rolle der Frau in der Gesellschaft haben an Aktualität nichts verloren. T I N A N E R O : Das Buch enthält die Botschaft, sich mit seiner eigenen Begabung und seinem Talent zu verwirklichen. Olly vereinte, was wir heute leider allzu oft vermissen: Integrität, Toleranz sowie die Fähigkeit zuzuhören und wertvolle menschliche Beziehungen uneigennützig zu pflegen. Das lässt mich zu ihr aufblicken. HEIDI DIEHL:

EINMALIGE AUFLAGE VON 1.920 STÜCK,

die der Jahreszahl des Firmeneintritts von Olly Sommer, später Wendt, in die fünf Jahre zuvor gegründete Manufaktur Wendt & Kühn entspricht. Jedes Exemplar ist nummeriert. Erhältlich bei autorisierten Fachhändlern. Bestellungen sind auch möglich unter www.wendt-kuehn.de.

Wie nehmen Sie Olly Wendt wahr, nachdem Sie die Episoden gelesen und die zahlreichen Illustrationen aus dem Archiv gesichtet haben? Olly Wendt war in der Tat eine außergewöhnliche Künstlerin, die es schaffte, trotz aller Widrigkeiten und Schicksalsschläge ein – wie ich vermute – erfülltes Leben zu führen und ein Vermächtnis zu schaffen, aus dem die Manufaktur auch in Zukunft schöpfen kann. DOMINIK SCHECH:

Herr Schech, das von Ihnen gewählte Format des Buches und die Gestaltung, die an das Arbeitsmaterial einer Künstlerin erinnert, fallen sofort auf. Was hat Sie dazu bewogen?

Olly Wendt führte ein von Kreativität durchdrungenes Leben, und wie bei vielen Künstlern bilden Leben und Werk eine Einheit. Sie hat unzählige Zeichnungen und Skizzen hinterlassen und in den frühen Jahren oft auch Alltagssituationen eingefangen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie immer ihr Skizzenbuch dabei hatte, um Einfälle und ­Inspirationen gleich zu Papier zu bringen. Deshalb wählten wir die Ausstattung des Buches entsprechend.

ZUR PERSON –

ZUR PERSON –

ZUR PERSON –

AUTORIN DES BUCHES

AUTORIN DES BUCHES

G E S TA LT E R D E S B U C H E S

Heidi Diehl; Redakteurin aus Leidenschaft, studierte Journalismus, ist als Reisejournalistin weltweit unterwegs. Sie begleitete ihre Mutter, die Grete Wendt persönlich begegnet war, zur 100-Jahr-Feier von Wendt & Kühn 2015 in Dresden; recherchiert und veröffentlicht unter anderem Reportagen über das Unternehmen in nationalen Zeitungstiteln; Lieblingsfiguren: Margeritenengel und „Welten­bummler“.

Tina Nero; hat sich ihren Lebenstraum erfüllt, publizistisch tätig sein zu können, studierte Journalismus, Autorin des Buches „Wie der Engel zu seinen elf Punkten kam“ (2015), führt zahlreiche Journalisten aus dem In- und Ausland auf Recherchetouren durch Sachsen; macht immer wieder Station in der Grünhainichener Manufaktur; Lieblingsfiguren: Engel mit Schalmei und „Poet“.

Dominik Schech; Typograf und Grafik­d esigner, gestaltet seit 2012 für ­ Wendt & Kühn unter anderem alle Ausgaben der elfpunktepost, das jährlich erscheinende Figurenbuch sowie den Internet-Auftritt. Das Buch „Geschichten aus der Manufaktur“ (2020) trägt ebenfalls seine Handschrift; Lieblings­ figuren: Edition „Klangfarbe Weiß“ und reich bemalte Engel.

DOMINIK SCHECH:

Und wie fällt das Fazit der Autorinnen in einem Satz aus, nachdem das Buch geschrieben ist? H E I D I D I E H L : Die Geschichte von Wendt &  Kühn ist jetzt vollständiger erzählt. T I N A N E R O : Ich habe eine Frau, die ich zuvor nicht kannte, ins Herz geschlossen.

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LEBENDIGE TRADITION

| Te i l 18

Nur die Liebe zählt Als sich die beiden Frankenberger Susan Barth und Thorsten Schreiter im April 2016 kennenlernten, war Thorsten bereits verliebt. Aber nicht in eine andere Frau, sondern in Wendt & Kühn-Figuren. Susan sollte erst später davon erfahren – und sich ebenfalls doppelt verlieben.

A

ls Thorsten Schreiters Entschluss feststand, seiner Susan die Frage aller Fragen zu stellen, gab es für den Fan und Sammler von Blumenkindern und Grünhainichener Engeln® einen klaren Entschluss: Ein würdiges Geschenk zur Verlobung, welches er ihr am Tag des Antrags überreichen wollte, wird eine Figur von Wendt &  Kühn sein. In der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen entschied er sich für das Gratulantenpaar, das er mit den beiden Vornamen auf den Figurensockeln und der Aufschrift „Möchtest du mich heiraten?“ auf einer Sockelplatte beschriften ließ.

Am 3. Oktober 2019 war es so weit. ­Thorsten hatte die Überraschung bestens geplant, nur das Wetter schien ihm nicht gewogen zu sein. An diesem verregneten Tag begaben sich beide während ihres Kurzurlaubs in Seiffen auf eine Wanderung entlang des Glockenweges. Bereits nach 45 Minuten mussten sie aufgrund des Wetters im Spielzeugmuseum pausieren. Doch auch nach dieser Pause war ihnen Petrus nicht wohlgesonnen. Nach weiteren vier Stunden im strömenden Regen fand das Paar schließlich Unterschlupf in einer Wanderhütte. Als Susan bei dieser Rast den Rucksack ihres Liebsten nach Verpfle-

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gung inspizierte, fiel ihr eine grün-goldene Wendt & Kühn-Schachtel in die Hände, die sie auspacken durfte. Schnell waren das Gratulantenpaar und die Sockelplatte aus dem Seidenpapier befreit. Ergriffen von diesem Figurenensemble nahm Susan zunächst gar nicht wahr, dass Thorsten bereits mit dem Ring vor ihr kniete und auf ihre Antwort wartete. Ihr spontanes „Ja“ schien die Regentropfen in Glücks­ tränen zu verwandeln. Nach diesem aufregenden Tag begannen die beiden mit der Planung ihrer Hochzeit. Als sie von der Frühjahrsneuheit 2020, dem Liebespaar im Bogen, erfuhren, stand

für die Verlobten sofort fest, dass diese gefühlvolle Komposition ihre Hochzeits­ torte krönen sollte. In kunstvoller Typografie wurden von einer versierten Malerin die Vornamen des Paares auf den Sockel des Figurenpaares aufgetragen. Doch alle anderen Hochzeitsvorbereitungen gestalteten sich angesichts der äußeren Umstände im Corona-Jahr schwierig und es war lange Zeit unklar, ob sich beide wie geplant das Ja-Wort würden geben können. Susan und Thorsten blieben jedoch zuversichtlich und wurden belohnt: Am 2. Oktober 2020 feierten sie eine wunderschöne Hochzeit, bei der auch Petrus dem Paar in Form von strahlendem Sonnenschein seinen Segen gab. Unter den zahlreichen Geschenken der Gäste befanden sich auch einige Figuren von Wendt & Kühn, die den frisch Vermählten herzliche Glückwünsche für ihre gemeinsame Zukunft überbrachten. Eine ganz besondere Überraschung überreichten die beiden Kinder, Norik und Pepe: Die aus vier Figuren und einer beschrifteten Sockelplatte bestehende Sonderanfertigung bezeugt deutlich das starke Band, welches die Familie durch das kleine Wort „Ja“ seitdem verbindet. Sowohl dieses Geschenk als auch die Überbringer des Antrags haben seitdem einen Ehrenplatz in der Wohnung von Susan und Thorsten Schreiter.


LESERPOST

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hne zu übertreiben kann ich sagen, dass ich – solange ich denken kann – schon ein Fan von Wendt  &  Kühn bin. Mich interessiert die geschichtliche Entwicklung gleichermaßen wie die vielschichtigen und liebevoll umgesetzten Themen aus der Manufaktur und zu den Produkten. Mit großem Interesse lese ich deshalb Ihre „­ Elfpunktepost“ und möchte ein großes Kompliment an alle aussprechen, die an der Gestaltung mitwirken. R. ADLER

V E R A N S TA LT U N G S T I P P

WENDT & KÜHN ERLEUCHTET

D

urch die Grünhainichener Werkstätten schlendern, fachsimpeln, sich von weihnachtlicher Dekoration inspirieren lassen, in der Wichtelwerkstatt oder der Weihnachtsbäckerei selbst tätig werden und so manches Geschenk kaufen – Schautage bei Wendt & Kühn am ersten Adventswochenende haben bei unzähligen Fans der Manufaktur seit Jahrzehnten einen festen Platz im Terminkalender. Im vergangenen Jahr konnten wir die beliebte Veranstaltung, bei der es nach frischem Holz, gebrannten Mandeln und Glühwein duftet, leider nicht durchführen. Schwer vorhersehbar ist, ob es Ende 2021 wieder möglich sein wird, in den Innenräumen zu stehen und unseren Handwerkerinnen und Handwerkern bei der filigranen Arbeit zuzusehen sowie mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Deshalb haben wir für dieses Jahr anders geplant. Wenn Sie uns vom 25. bis 28. November 2021 besuchen, werden Sie Wendt & Kühn erleben wie nie zuvor. Sobald es dämmert, werden die Fenster der Manufaktur erleuchtet sein. Bei Ihrem etwa einstündigen Rundgang über das stimmungsvoll beleuchtete Gelände geben wir den Blick frei ins Innere vieler Räume. Dorthin, wo Engel, Spieldosen und Christbaumschmuck entstehen. Weihnachtliche Musik ertönt in den Innenhöfen, Fassaden werden zu Leinwänden und Plätze zu Bühnen für Künstler. „Wendt & Kühn erleuchtet“ wird auf wunderbare Weise die Weihnachtszeit in Ihren Herzen einläuten. Alle Details zum Programm und zum Kartenvorverkauf f­inden Sie – sofern die Veranstaltung möglich sein wird – r­ echtzeitig auf unserer Homepage unter www.wendt-kuehn.de. Vorab-Reservierungen sind möglich unter erlebnis@wendt-kuehn.de.

| Gera

I

hr Fundus scheint unerschöpflich zu sein! In der Adventszeit begleiten mich die „drei Engel“, die Frau Olly Wendt für ein Wiedersehen nach dem Krieg mit ihrem Mann entwarf. Schon als Kind mochte ich die Engel sehr. Welche bewegende Geschichte zu den Engeln gehört, erschloss sich mir erst jetzt. A. GAITZSCH

| Dü ren

D

en Frühjahrskranz schenkte ich meiner kleinen Enkelin Ellie zur Taufe. Nun wird dieses schöne Stück jedes Jahr zum Geburtstag auf den Tisch gestellt – in der Mitte im Glas eine Geburtstagskerze und daneben ein Zahlenengel, der in diesem Jahr die Vier in der Hand hält. Herzliche Grüße nach Grünhainichen. H . R O S E N B AU M - H O F F M E I S T E R

| L eo p o l d s hö he

E

s war mir ein Vergnügen, jahrelang Ihre „Elfpunktepost“ zu erhalten. Die Hefte hielten schöne Erinnerungen wach an Kindheitstage in Tellerhäuser, wo unsere jung verwitwete Mutter Lehrerin war. Und dort erlebten wir zwei Kinder bis Kriegsende ungetrübte Sommertage auf Heuwagen oder wühlten uns im Winter mit unseren ersten Paar Ski durch den Tiefschnee – unvergessen! Nunmehr im 83. Lebensjahr bin ich dabei, auch lieb gewordene Aktivitäten einzuschränken und bitte Sie, mich von der Adressenliste zu streichen. D R . D. A N D E R S

| Marbu rg

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BIS JAHRESENDE GEFERTIGT

| 2021

Auf Wiedersehen

A R T I K E L S E T Z U R D E K O R AT I O N , 6 -T E I L I G

Die abgebildeten Figuren werden in diesem Jahr vorerst letztmalig dem Fachhandel zum Verkauf angeboten. Anschließend kehren sie für mindestens fünf Jahre in den historischen Musterschrank der Manufaktur zurück.

HASENMUSIKANT MIT DOPPELFLÖTE

HASENMUSIKANT MIT SAXOFON

HASENMUSIKANT MIT SCHELLENRING

5350/24

5350/54

5350/57

MARGERITENENGEL, SITZEND, MIT 28ER ENGEL

MARGERITENENGEL, SITZEND, MIT NADEL U N D T E D DY

MARGERITENENGEL, SITZEND, MIT EISENBAHN

634/70/13

634/70/14

634/70/15

Dekoset1

MÄDCHEN MIT KUGELLAMPION, GEPUNKTET

6228/N/3

JUNGE MIT LANGEM LAMPION, GESTREIFT

6228/N/4

ENGEL, KLEIN, MIT FLÖTE

ENGEL, KLEIN, MIT GESCHENKEN

ENGEL, KLEIN, MIT BÄUMCHEN

650/k/3a

650/k/151a

650/k/B

LEUCHTERSPINNE, HÄNGEND, GRÜN

LEUCHTERSPINNE, HÄNGEND, ROT

LEUCHTERSPINNE, STEHEND, GRÜN

LEUCHTERSPINNE, STEHEND, ROT

ENGEL, GROSS, MIT ENGELBERG UND 12 ENGELN

450/Hgruen

450/Hrot

450/Sgruen

450/Srot

650/550B

S PA N D O S E M I T GEFLAMMTEN M U S T E R , O VA L

S PA N D O S E M I T GELBEN BLÜTEN, O VA L

60/1

61/1

S PA N D O S E M I T FLORALEM MUSTER, BLAU, KLEIN, RUND

S PA N D O S E M I T FLORALEM M U S T E R , R O T, KLEIN, RUND

67/5b

67/5r

S PA N D O S E M I T KREUZMUSTER, RUND

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S PA N D O S E M I T FLORALEM MUSTER, BLAU, GROSS, RUND

S PA N D O S E M I T FLORALEM M U S T E R , R O T, GROSS, RUND

67/15b

67/15r

I M P R E S S U M elfpunktepost · 33. Ausgabe · Grünhainichen, September 2021 Herausgeber: Wendt & Kühn KG, Chemnitzer Straße 40 · 09579 Grünhainichen · Telefon (037294) 86 286 · info@wendt-kuehn.de · www.wendt-kuehn.de Verantw. Redakteure, V.i.S.d.P.: Claudia Baer, Thomas Rost, Wendt & Kühn KG · Redaktion: Anja Broschinski, Marlis Rokitta, Sophie Lässig, Thomas Rost, Lena Sabotta, Wendt & Kühn KG; Dr. Sylva Sternkopf (S. 14 – 17) Gestaltung: schech.net | Strategie. Kommunikation. Design. · Bildnachweise: Tourismusverband Erzgebirge e.V. / Uwe Meinhold (Titel), Lucie Eisenmann (2, 4), Wendt & Kühn (3, 6 – 9, 11 – 13, 22), Juliane Mostertz (5, 15, 17, 19), neongrau (14, 16), Archiv Wendt & Kühn KG (10, 11, 16, 18), Michael Feindura (17), Privat (20), brennerdesign unter Verwendung eines Motives von © Maria Sbytova | Adobe Stock (21), Mirko Hertel (23), Kristian Hahn (Postkarte), brennerdesign (Postkarte) · Druck: Druckerei Gutermuth, Grünhainichen

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W W W.W E N DT-K U E H N.D E WENDTUNDKUEHN


Mit besten Empfehlungen

W W W.W E N DT-K U E H N.D E WENDTUNDKUEHN

Profile for Wendt & Kühn

Wendt & Kühn Elfpunktepost 33 (Herbst/Winter 2021)  

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