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Festival-Programm

Pride

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Everybody matters at the workplace.

Die Credit Suisse ist stolz auf die Vielfalt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie engagiert sich für Chancengleichheit unabhängig von Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Alter oder Behinderung. Denn Vielfalt ist ein klarer Vorteil für unser Unternehmen. Zu diesem Engagement zählt auch die Unterstützung von externen Organisationen wie der Zurich Pride.

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Inhalt

Herausgeber Verein Zurich Pride Festival 8000 Zürich Gesamtverantwortung Curdin Baselgia Redaktion Bastian Baumann, Edvin Caminada, Dr. Helmut Graupner, Ralf Kaminski, Maria von Känel, David Reichlin, Alan Sangines, Marco Uhlig, Greg Zwygart Grafik Mark Frederick Chapman Textüberarbeitung Kosta Kowatschew, Werner Neth Finanzen Natascia Tuttobene Anzeigenverkauf Sebastian Rüttimann Curdin Baselgia Natascia Tuttobene Druck FLYERKING Print&More Kriesbachstr.5, 8304 Wallisellen Auflage 10‘000 Ex.

Vorwort Präsident Zurich Pride Festival

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Leitartikel – Zurich Pride Festival

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Gleichstellung ohne Grenzen – Schweiz – Europa – USA – Asien – Südamerika

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Pride Week im Überblick

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Zurich Pride Parade

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Festivalgelände 27 Volunteers Gesucht

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Credit Suisse – Lunchtime Learning, LGBT Allies

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Podiumsdiskussion mit Botschaftsvertretungen

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L-Punkt: Where is Ms. X? und Grillen für Frauen

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Queeramnesty 34 myCheckpoint 36 Helden – Pride Warm-up

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Heaven Club – Official Opening Party

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Show Acts, Special Guests und Djs

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Chill&Grill – Rugby-Day

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Wonderworld – Antarctica – Official Party

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Magenta-Mitgliedschaft 54 Verein Zurich Pride Festival

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H OT E L PA RT N E R

mit Pride-Spezialangeboten:

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PLATZHIRSCH Hotel & Bar

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VORWORT

In den letzten Wochen war die LGBT-Community stark in Bewegung und gefordert: Die BLT (Baselland Transport AG) sprach sich gegen die Zulassung einer Plakatkampagne in ihren Trams mit sich küssenden Gay-Paaren aus und erfuhr daraufhin einen enormen Druck via (Social-) Medien. Der Pfarrer Bucheli von Bürglen UR, welcher die Beziehung eines lesbischen Paars gesegnet und deswegen eine Rücktrittsforderung vom Bischof erhalten hat, bekam grosse Unterstützung von seiner Kirchgemeinde, und in einer Online-Petition sprachen sich über 44’000 Personen für den Verbleib von Pfarrer Bucheli aus. In zwei Umfragen sprechen sich mittlerweile klare Mehrheiten der Bevölkerung für die Homo-Ehe aus, und das Thema wurde in der Arena auf SRF1 publikumswirksam diskutiert. Das Parlament spricht sich wohlwollend für die Erweiterung des Diskriminierungsverbots um die sexuelle Orientierung aus und diskutiert eine CVP-Initiative, welches die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Bundesverfassung verankern möchte, sowie die Ehe-Light, welche für alle Lebensgemeinschaften sein soll. Aber nicht nur in der Schweiz kämpfen die LGBT-Organisationen an verschiedenen Fronten für Gleichstellung. Uns erreichen Berichte, dass das OK der diesjährigen EuroPride in Riga sich mit einer Gegenorganisation konfrontiert sieht, welche die Plätze und Strassen der EuroPride mit einem früher eingereichten Bewilligungsgesuch blockieren will. Wir sehen Bilder, wie Homosexuelle von IS-Terroristen mit verbundenen Augen von Hochhäusern gestossen werden. In Russland werden LGBT-Aktivisten_innen weiterhin ver­haftet, wenn sie für unsere Rechte auf die Strasse gehen.

Gleichstellung ohne Grenzen! Equality without borders! Egalité sans frontières! Uguaglianza senza frontiere! Egualitad senza cunfins! Gleichstellung ohne Grenzen! ist doppeldeutig zu verstehen: Innerhalb der Schweiz wollen wir Gleichstellung ohne Grenzen im Vergleich mit der heterosexuellen Bevölkerung. Und international gesehen verlangen wir, dass die Akzeptanz von anders liebenden Menschen keinen Halt macht an Landesgrenzen. Um diese Forderung wirksam auf die Strasse zu bringen, setzen sich im Rahmen der Pride viele Menschen in ehrenamtlicher und zeitintensiver Arbeit ein. Ich danke herzlich meinen Kollegen_innen, die sich (teilweise schon jahrelang) für unsere Anliegen einsetzen: im Speziellen meinem Vorstandsteam, der ganzen OK-Truppe und allen, die uns in ideeller, finanzieller oder tatkräftiger Art und Weise unterstützen und das Zurich Pride Festival 2015 überhaupt erst ermöglichen. Denn wie ich oben aufgezeigt habe: Auch in der Schweiz braucht es noch immer eine Pride, um die (Gay-) Bevölkerung auf die rechtlichen Unterschiede aufmerksam zu machen – und ohne unsere HelferInnen gäbe es diesen Anlass nicht in der uns bekannten, grossartigen Form!

David Reichlin ist Präsident des Vereins Zurich Pride Festival

Dankeschön für euren tollen und unermüdlichen Einsatz. Happy Pride! David Reichlin zurichpridefestival.ch

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LEITARTIKEL

von Alan David Sangines

Unter diesem Motto möchte das Zurich Pride Festival aufzeigen, dass der Kampf für abso­ lute Gleichstellung von LGBTs ein weltweites Anliegen ist. Der Fokus auf den eigenen Staat ist dabei zwar wichtig, ein Blick über den Tellerrand aber genauso. Ein genaueres Hinschauen auf die Entwicklung von LGBTRechten diverser Staaten kann auch für die Schweizer LGBT-Bewegung lehrreich sein. Sowohl als positive Beispiele, wie auch als Alarmsignale. Die aktuelle Diskussion um die CVP-Initiative mit dem harmlosen Titel «Abschaffung der Heiratsstrafe» zeigt dies exemplarisch auf. Ungestört konnte die Par6 |

zurichpridefestival.ch

tei während über einem Jahr die Unterschriften für eine Initiative sammeln, welche die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung ver­ankern möchte. Damit möchte die CVP im Jahre 2014/2015 etwas erreichen, was fundamentalistische Republikaner in den USA seit Jahrzehnten nicht geschafft haben. Der Aufschrei der Community erfolgte erst nach Einreichung der Initiative. Und der Bundesrat empfiehlt diese zur Annahme, was der Initiative intakte Chancen bei einer Volksabstimmung bescheren dürfte. Die Community wird viel Aufklärungsarbeit leisten müssen, um diese verheerende Initiative (welche auch noch populäre Steuer­erleichterungen für Ehepaare vorsieht) durch das Volk abschmettern zu lassen. Der Blick über den Tellerrand lehrt uns aber auch, unübliche Allianzen zu schmieden oder unkonventionelle Wege zu gehen. In den


USA wurde das Recht auf Eheschliessung in praktisch sämtlichen Bundesstaaten juristisch erstritten. Zahlreiche Gerichte hatten dabei den Mut, Volksentscheide gegen die Eheöffnung umzustossen und Gleichstellung juristisch zu erzwingen. Mut bewies auch der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero, als er 2005 als eines der weltweit ersten Länder die Eheöffnung samt Adoptionsrechte für homosexuelle Paare ein­ führte. Dies führte zu landesweiten Massenprotesten, an welchen hunderttausende von Menschen teilnahmen. Während damals eine deutliche Mehrheit der spanischen Bevölkerung die Eheöffnung gemäss Umfragen ablehnte, befürwortet sie heute eine ebenso deutliche Mehrheit. Traditionsgemäss gelten linke Parteien als LGBT-freundlich, während wir von rechten Parteien meist bekämpft werden. Dass man sich auf diese Vorstellung jedoch nicht verlassen kann, zeigen die Beispiele Slowakei

und Grossbritannien. In einer Nacht-undNebel-Aktion wurde in der Slowakei 2014 die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare vom Parlament per Verfassung verboten – unter gütiger Mithilfe der slowakischen Sozialdemo­ kraten. In Grossbritannien führte der konservative Premierminister David Cameron im selben Jahr die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein – aus konservativen Gründen, wie er öffentlich sagte (die CVP könnte sich eine Scheibe davon abschneiden). Und dies, obwohl England bis dahin Eingetragene Partnerschaften erlaubt hatte. Diese Beispiele beweisen nicht nur, dass man stets wachsam sein muss, sondern auch Allianzen im gesamten politischen Spektrum suchen muss. Unabhängig davon, wie weit die Gleichstellung von LGBTs in einem Staat fortgeschritten ist, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollten die Entwicklungen anderer Länder miteinbezogen werden. Jede nationale LGBT-Community kann dabei von den Erfahrungen anderer Länder profitieren, indem sie Erfolgsrezepte übernimmt oder Fallstricke umgeht. Dies gilt in besonderem Masse auch für die Schweiz, welche sich im weltweiten (und vor allem europaweiten) Vergleich im Mittelfeld bezüglich LGBT-Rechte befindet. Aus diesem Grund wird im diesjährigen Pride­ magazin die Situation von LGBTs weltweit dargestellt. Eine globale Übersicht bietet dabei die Weltkarte der ILGA (International lesbian, gay, bisexual, trans and intersex association) aus dem Jahre 2014. Anschliessend wird in mehreren Artikel auf LGBT-Rechte unterschiedlicher Regionen der Erde genauer eingegangen.

Alan David Sangines Vize-Präsident/ Leiter Ressort Politik Zurich Pride Festival

Das ZHPF-Team wünscht eine interessante Lektüre. zurichpridefestival.ch

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Gleichstellung ohne Grenzen!

Volksmund, du Lügner! von Bastian Baumann

«Ach komm, die Schweiz! Unsere Schweiz!», schreit er, «Madame Helvetia ist ein Garant für Menschenrechte und sowieso, hier wird akzeptiert statt toleriert, und hier wird Geschichte in Sachen menschliche Progressivität geschrieben. Täglich.» Er, das ist der Volksmund. Die allgemeine Wahrnehmung. So wie es eben ist und man es macht. Meistens ein schlagkräftiges Argument, wenn einem ebendiese ausgehen. Es ist dann wie beim Glauben: man kann nichts beweisen. Weder Gott noch die allgemeinem Volksweisheiten. Ich wage beides anzuzweifeln, wage mich aber nur an den Volksmund. Denn ich behaupte: er lügt. Oder überschätzt sich in lächerlicher Art und Weise.

Bastian Baumann Geschäftsleiter Pink Cross

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Als Homosexueller lebt es sich gut in der Schweiz. Das stelle ich als schwuler Mann fest, noch jung genug um nicht schon alt zu sein, in der grössten Schweizer Stadt lebend und mit Freunden und genug Geld ausgestattet, um mir immerhin ein Zimmer im Stadtzentrum leisten zu können. Also alles gut im Schosse der Toleranzstadt Zürich. Ich reise drei Stunden südwestlich und lande in Sion. Dort kämpft man im Vorfeld zur Pride Sion mit Hassgruppen auf Facebook, die die Pride im Tal verhindern wollen und Dinge schreiben, die man nicht zitieren will. Oder vielleicht wachse ich in den Bergen auf. Wo es mehr Kühe als geoutete Schwule gibt. Wo die Grossmutter noch ein Kopftuch trägt. Und mir widerfährt Ausgrenzung, Verstossung und Abneigung. Hier werde ich – und der Volksmund sollte es auch – hellhörig. Die Schweiz ist klein und die Berge hoch. Wir sind ein Bergvolk und gebären uns als moderne Nation. Doch ist Zürich nicht die ganze Schweiz. Wir sollten für unsere Vielfalt einstehen.

Doch merken wir uns Sion und ziehen weiter zu Platz 27. Dort platziert sich die Schweiz im internationalen LGBT-Ranking. Weil wir vor dem Gesetz alle gleich sein sollten, schaut sich diese Auswertung lediglich die rechtliche Situation in den unterschiedlichen Ländern an. Und welche expliziten Rechte für LGBT kennst du in der Schweiz – ausser das Partnerschaftsgesetz? Wohl keines. Weil es nicht mehr gibt. Wir können also einfach dankbar sein, dass die Gesellschaft, der Staat mit seiner Verwaltung und die Rechtsparteien andere Feindbilder haben als Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen. Was würde denn passieren, wenn die Stimmung umschlüge und die SVP nach den Ausländern plötzlich LGBT mit einem Millionenbudget be­ kämpft oder das Bundesgericht Urteile gegen uns fällt? Wer hilft uns, wenn es zu spät ist, rechtliche Sicherheiten zu bauen? Wir sollten mehr Gesetze fordern, die uns schützen. Der Zufluchtsort, die heile kleine Insel in Europa. So wird die Schweiz für LGBT-Flücht-


linge zur Falle. Schwule und Lesben, die aus ihrer Heimat flüchten, Narben am Körper tragen, weil sie geschlagen wurden, nur, weil sie das gleiche Geschlecht lieben. Mit dem Tod bedroht werden und wurden – und nun Asyl in der Schweiz beantragen. Und dann in einem Staat gefangen sind, der Asylbewerbern alles anderes als freundlich gegen­ übersteht und der die sexuelle Orientierung nicht explizit als Fluchtgrund an­ er­ kennt. Obwohl er es besser wissen müsste und andere Länder als Vorbild hätte. Die Schweiz sagt nein und steckt die verzweifelten LGBT-Flüchtlinge meistens für lange Zeit in Ausschaffungshaft. Wir sollten uns für aktiv gelebte Menschenrechte einsetzen. Und dann setzt sich die «Gay-Lobby» für diese Menschen ein. Dieselbe «Gay-Lobby», die auch einen Antidiskriminierungsartikel für LGBT will. Damit verboten wird, dass LGBT öffentlich beschimpft oder beleidigt werden dürfen, dass man ihnen den Tod wünscht, Hass streut oder Veranstaltungen explizit gegen sie organisiert. Und dann sprechen plötzlich Politiker_innen von einer bedrohten Meinungsfreiheit. Dass geäusserter Hass an einer Gruppe ja auch zum Dialog führen könne, also nicht verboten werden sollte. Wer den Aufruf zu Hass und Gewalt mit Meinungsfreiheit verwechselt, überschätzt die eigene Freiheit leider masslos. Denn Diskriminierungen sind keine Meinung, sie sind ein Verbrechen. Wir sollten gut zuhören, was Politiker_innen wirklich sagen. Diskriminierung und Gewalt. Beides gibt es sowieso nicht. Zumindest nicht gegen Schwule, Lesben und Transmenschen. Auch das sagen Poltiker_innen. Auf jeden Fall gibt

es sie nicht auf dem Papier. Weil der Staat sich dafür nicht interessiert und homo- und transphobe Gewalt nicht erfasst. Weder die Polizei, noch die Verwaltung. Etwas, das man nicht sehen will, lässt sich so am einfachsten verstecken. Man blendet es aus. Es ist an uns, die Dunkelziffer an geschlagenen, angespuckten oder ermordeten LGBT ins Licht zu zerren. Wir sollten sichtbar sein. Der Volksmund meint aber, wir wären sowieso schon zu sichtbar. Die Medien berichten viel zu viel über LGBT, wir hätten Bars, in denen wir uns treffen könnten und sowieso, was wollen die noch mehr? Die. Die, die Schwulen, Lesben und Transmenschen. Vergleiche ich meine Steuerzahlung mit der eines Heterosexuellen und überprüfe nun, welche Rechte ihm unser Staat zugesteht und mir im Gegenzug nicht, dann werde ich mir zukünftig erlauben, einen Teil des Betrages abzuziehen. Unser Geld wollen sie, unsere Rechte verwehren sie uns. Wir sollten uns wehren. Stolz sein auf unsere Vielfalt, vom Bergdorf bis zur grossen Stadt, bessere LGBT-Gesetze einfordern, laut und für alle hörbar, selber aktiv für Menschenrechte einstehen, indem wir sie leben und fordern, Politiker_innen genau überprüfen und die Richtigen wählen, sichtbar sein und uns gegen eine Ungerechtigkeit wehren: Das braucht die Schweiz an Aktivismus. Tu was: Laufe an einem Pride-Umzug mit, unterstütze LGBT-Organisation finanziell oder mache selber aktiv mit. Denn wer auf den Volksmund vertraut, der lässt sich von gefährlichem Opportunismus blenden. Denn der Volksmund, der lügt. zurichpridefestival.ch

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LGBTI-RECHTE

Gleichstellung ohne Grenzen!

LGBTI-Rechte in Europa von Maria von Känel und Dr. Helmut Graupner

Die Anerkennung von LGBTI1-Grundrechten war in den vergangenen zehn Jahren zunehmend Gegenstand europäischer Entwicklungen. Die Normen zur Nichtdiskriminierung und Gleichheit von LGBTI-Personen der Europäischen Union (EU), dem Europarat und den Vereinten Nationen (UN) werden weiterentwickelt und ausgebaut. Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität werden in europäischen und nationalen Rechtsvorschriften zunehmend als Diskriminierungsgründe anerkannt, und Gleichberechtigung in puncto Heirat und Adoption ist in 12 der 47 Mitgliedstaaten des Europarats eine Realität.

ILGA-Europe Rainbow Map May 2014

64%

reflecting the national legal and policy human rights situation of lesbian, gay, bisexual, trans and intersex (LGBTI) people in Europe ILGA-Europe Rainbow Map explanatory document and detailed index:

Equality for lesbian, gay, bisexual, trans and intersex people in Europe

www.ilga-europe.org/rainboweurope

100%

respect of human rights, full equality

95%

68%

82%

70% 78% 28%

64% 21%

67%

85%

35%

73%

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Belgium

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65%

Sweden France, Iceland

60%

Denmark

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26% 7% 9%

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14%

20% 15%

31% 57%

Netherlands Norway Portugal

50%

31%

17% 52% 54% 28% 35% 56 % 20% 30% 14% 30% 47%17% 13% 25% 38%

70%

55%

12%

FYR

Supported by the PROGRESS Programme of the European Union

Spain

6%

28% 35%

United Kingdom

75%

14%

18% 29% 10%

80%

20% 22%

60%

34%

90%

45%

65%

10%

20%

5% 0%

Malta Croatia, Germany Hungary Austria Montenegro Finland

Albania Czech Republic, Estonia, Slovenia Ireland Greece, Slovakia Bulgaria, Serbia Switzerland Luxembourg, Poland, Romania Georgia Italy Lithuania Andorra Bosnia&Herzegovina , Cyprus, Latvia Liechtenstein Kosovo*, Moldova Belarus, San Marino, Turkey FYR Macedonia Ukraine Monaco Armenia Azerbaijan Russia gross violations of human rights, discrimination


EU-weite Erhebung mit besorgnis­ erregenden Ergebnissen Trotz der EU-Grundrechtecharta – welche Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität verbietet – und vielen guten Gesetzen auf Ebene der EU-Mitgliedstaaten, sind LGBTI-Personen in Europa nach wie vor massiver Benachteiligung, Mobbing und Gewalt ausgesetzt – in Schulen, am Arbeitsplatz und in ihrem alltäglichen Umfeld. Dies haben die Forschungsarbeiten aus den letzten fünf Jahren der FRA (Agentur der Europäischen Union für Grundrechte) ergeben. Etwa 93’000 LGBTPersonen nahmen 2012 an einer EU-weiten Erhebung2 teil. Etwa die Hälfte aller Teilnehmer_innen gab an, innerhalb eines Jahres vor der Umfrage persönliche Diskriminierung oder Belästigung in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung erfahren zu haben. Zwei Drittel der Befragten gaben an, aus Angst mit ihrem/ ihrer Partner_in nicht öffentlich Hand-inHand zu gehen. Mindestens zwei Drittel erfuhren persönlich negative Kommentare oder Behandlung in der Schule aufgrund ihres Lesbisch- oder Schwulseins. Ein Drittel aller Umfrageteilnehmer_innen wurden entweder angegriffen oder mit Gewalt bedroht. Unter den befragten Trans*-Personen liegt der Anteil noch höher. Bestrebungen im Kampf gegen die Diskriminierung Auf der Grundlage dieser Erhebungsergebnisse wurde im 2014 ein EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität verabschiedet und 1 2

LGBTI (lesbian, gay, bisexual, trans*, intersex) http://fra.europa.eu/sites/default/files/eu-lgbt-survey-results-ata-glance_de.pdf

ein politisches Instrument gefordert, das die Gleichstellung gewährleistet. Weiter wurde beantragt, dass die Europäische Kommission eine Leitlinie verfasst, damit die Anwendung der EU-Gesetzgebung über die Freizügigkeit und die Familienzusammenführung auf eine Weise erfolgt, dass alle Arten von Familien berücksichtigt und respektiert werden. Die Situation von LGBTI-Personen stellt in der EU kein Randthema mehr dar, sondern ist als Menschenrechtsbelang anerkannt. EGMR-Entscheide stärken die LGBTI-Anliegen in der Schweiz Besonders für Minderheiten, wie homosexuelle, bisexuelle, intersexuelle und trans* Menschen, stellt die Möglichkeit am Europäischen Gerichtshof zu klagen ein wichtiges Instrument dar, um Verletzungen der Menschenrechte in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität aufzuzeigen (wie z.B. Schlumpf v. Switzerland – Verletzung von Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 [Recht auf ein faires Verfahren und Recht auf Privatleben im Zusammenhang mit einer Geschlechtsanpassung; Übernahme der Kosten einer Geschlechtsumwandlungsoperation durch die Krankenkasse]). Auch EGMR-Entscheide aus anderen europäischen Ländern beeinflussen die Rechtsprechung der Schweiz, wie beispielsweise der Fall aus Frankreich, bei dem ein abgelehntes Adoptionsgesuch einer homosexuellen Frau gerügt wurde (E.B. v France). Oder auch der EGMR-Entscheid X & others v. Austria, bei dem Österreich für die Verletzung der Artikel 14 (Verbot der Diskriminierung) in Verbindung mit Artikel 8 (das Recht auf Respektierung des Privat- und Familienlebens) der Europäischen Menschenrechtskonvention durch das Verbot der Stiefkind­ adoption gerügt wurde. Diese Entscheide

Dr. Helmut Graupner Co-Coordinator der European Commission on Sexual Orientation Law (ECSOL)

Maria von Känel Geschäftsführerin Dachverband Regenbogenfamilien Präsidentin NELFA – Network of European LGBTI Families Associations

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LGBTI-RECHTE

zeigen auf, dass in Bezug auf das aktuelle Adoptionsverbot in der Schweiz grosser Handlungsbedarf besteht. Ebenso durch die jüngste Entscheidung YY v Turkey, mit der der EGMR Sterilisation als Voraussetzung für die Anerkennung von Transgenderpersonen im anderen Geschlecht für unzulässig erkannt hat. Und die Schweiz? LGBT-Menschen in der Schweiz sind in vielen Lebensbereichen schwerwiegenden Ungleichbehandlungen und Ausgrenzungen ausgesetzt. Wenig erstaunlich daher, dass sich die Schweiz auf Platz 27 von insgesamt 49 im Europa-Ranking3 der LGBT-Rechte befindet.

Switzerland

Score Sheet

29%

akdown by bre c 100%

15%

34%

40%

Switzerland

27th

among 49 European countries

human rights of LGBTI people are achieved when a country fulfils all criteria in each category respect of freedom of assembly, association & expression

0%

asylum

Switzerland

1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 49

0%

country score changes according to ILGA-Europe Rainbow Europe Map between May 2013 and May 2014

g or y ate

0%

reflecting the legal human rights situation of lesbian, gay, bisexual, trans and intersex (LGBTI) people

tr y s c un

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according to ILGA-Europe Rainbow Map, May 2014

legal gender recognition

protection against hate speech/crime

asylum

laws & policies against discrimination

100% family recognition

Im Menschenrechtsbericht zur Schweiz der europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI)4 wurden grosse Lücken der LGBT-Rechte festgehalten. Folgende Punkte wurden als kritisch herausgestellt: • die geringeren Rechte von eingetragenen Partnerschaften gegenüber der Ehe, insbesondere bei Adoption und ausländischen Partner_innen. • die nach wie vor überall erforderlichen medizinischen Massnahmen bis hin zur Sterilisation für die Namens- und Personenstandsänderung von Trans­ personen. • die uneindeutige Rechtsprechung im Bereich Gleichstellung am Arbeitsplatz. • die Diskriminierung von jungen LGBT-­Menschen im Bereich Schule und Ausbildung. Der Bundesrat wird sich mit der Rechtslage von LGBTI-Menschen im geltenden Bundesrecht auseinandersetzen und hat dafür als Grundlage für die Diskussion eine Studie beim Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) in Auftrag gegeben, zum Zugang zur Justiz in Diskriminierungsfällen. Die Ergebnisse dieser Studie werden Ende Juli 2015 vorliegen. Der Bundesrat wird bei seinen Schlussfolgerungen auch die Kritik­ punkte im ECRI-Bericht berücksichtigen. Einsatz zur Gleichstellung ohne Grenzen Nur mit vereinten Kräften und grenzüberschreitenden Bestrebungen können LGBTI-Rechte in der Schweiz und Europa voran3

https://dl.dropboxusercontent.com/u/15245131/Annual%20 Review%202014%20web%20version.pdf

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http://www.ekr.admin.ch/pdf/5__ECRI_Bericht_ueber_die_ Schweiz.pdf

details about Rainbow Map: www.ilga-europe.org/rainboweurope

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getrieben werden. Es braucht eine klare Positionierung von Politik und Gesellschaft gegen homo- und transphobe Bewegungen und individuelle Unterstützung der Aktivitäten für die Gleichstellung und Gleichbehandlung von LGBTI-Menschen. Es braucht Sichtbarkeit, damit die Lebensrealität von LGBTI-Menschen fassbar wird und stetes Fordern nach Einhaltung der staatlichen Grundrechte zur Gleichbehandlung. Wir können alle dazu beitragen, dass Grundwerte wie Freiheit und Gleichberechtigung für alle Schweizer_innen und EU-Bürger_innen Rea­lität werden. Engagiert euch mit persönlichen und/oder finanziellen Ressourcen für LGBTI-Rechte in der Schweiz und Europa. Lauft mit an der Zürich Pride Demo und setzt ein Zeichen für Gleichstellung ohne Grenzen!

Quellen http://fra.europa.eu/sites/default/files/eu-lgbt-survey-results-at-a-glance_de.pdf https://dl.dropboxusercontent.com/u/15245131/Annual%20Review%202014%20 web%20version.pdff http://www.ekr.admin.ch/pdf/5__ECRI_Bericht_ueber_die_Schweiz.pdf http://www.echr.coe.int/Documents/FS_Sexual_orientation_ENG.pdf http://www.echr.coe.int/Documents/FS_Homosexuality_ENG.pdf http://www.echr.coe.int/Documents/FS_Gender_identity_ENG.pdf Europa www.sexualorientationlaw.eu | www.ilga-europe.eu | www.tgeu.org | www.nelfa.org www.oiieurope.org/de | www.coe.int/t/dg4/lgbt | www.lgbt-ep.eu Nationale LGBTI-Dachverbände Schweiz www.regenbogenfamilien.ch | www.tgns.ch | www.los.ch | www.pinkcross.ch www.fels-eltern.ch | www.wybernet.ch | www.network.ch www.zwischengeschlecht.org Internationale Veranstaltungen IDAHOT www.dayagainsthomophobia.org | Coming Out Day www.comingoutday.ch International Family Equality Day (IFED) www.internationalfamilyequalityday.org International Transgender Day of Remembrace www.tdor.info

Im Herbst startet ein neues Projekt

gegen Homo- und Transphobie Neugierig? Melde dich auf stophate@pinkcross.ch Ein Initiative von: PINK CROSS Rainbowline Transgender Network Switzerland Pink Cop


LGBTI-RECHTE

Gleichstellung ohne Grenzen!

Fokus USA von Alan David Sangines

Die USA sind als ein Land der Gegensätze bekannt. In kaum einem anderen Land der Welt konnten jedoch innert kürzester Zeit derart rasche Veränderungen bezüglich LGBT-Gesetzgebung festgestellt werden. Während bis zu einem Bundesgerichtsentscheid von 2003 in über zehn Bundesstaaten der USA homosexueller Geschlechtsverkehr noch verboten war, ist die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren heute in einer Mehrheit der Bundesstaaten erlaubt. Bis vor ein paar Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Kalifornien: Achterbahnfahrt Eheöffnung Der Aufschrei war riesig, als im Jahre 2004 der Bürgermeister von San Francisco, Gavin Newsom, beschloss, gleichgeschlechtliche Paare zur Heirat zuzulassen. Ein paar Monate später urteilte das oberste Gericht von Kalifornien, dass die bis dahin durchgeführten Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren nichtig seien. 2008 stiess dasselbe Gericht diesen Entscheid insofern um, als dass es das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare aufhob. Nur Monate später desselben Jahres stimmten 52% der kalifornischen Stimmbevölkerung einer Initiative zu, welche das Heiratsverbot für homosexuelle Paare wieder einführte. Der Volksentscheid wurde von homosexuellen Paaren vor Gericht angefochten, woraufhin der District Court for the Northern District of California den Volksentscheid als verfassungswidrig klassifizierte und somit den homosexuellen Paaren Recht gab. Dieser Entscheid wurde wiederum von 14 |

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konservativen Gruppierungen angefochten und landete 2013 beim Obersten Gerichtshof der USA. Dieser entschied, dass er nicht zuständig sei und verwies auf die kalifornischen Gerichte. Diese hielten an dem Urteil fest, womit es gleichgeschlechtlichen Paaren seit 2013 wieder erlaubt ist zu heiraten. Harzige Eheöffnung Aber auch in anderen Staaten mussten LGBTAktivistinnen und -Aktivisten hart für die Eheöffnung kämpfen. Im sonst als liberal bekannten Bundesstaat Maine öffnete das Parlament im Jahre 2009 die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Das Volk stimmte einem im selben Jahr dagegen ergriffenen Referendum mit 53% zu. In den ganzen USA stand die Eheöffnung bis 2009 unter einem schlechten Stern. Bis 2010 hatten 31 Volksabstimmungen zum Thema Eheöffnung für homosexuelle Paare stattgefunden – und in jeder einzelnen Volksabstimmung hatten die Gegner der Eheöffnung


Foto: © sfcitizen.com

obsiegt. Erstmals Ende 2012 stimmten drei Bundesstaaten (Maine, Maryland und Washington) der Eheöffnung zu – ein Wendepunkt, der sich bis heute fortsetzen sollte. Wendepunkt Eheöffnung Der Oberste Gerichtshof der USA entschied 2013, dass der bis dahin geltende Defense of Marriage Act (ein bundesweites Gesetz, das es Bundesstaaten erlaubt, Ehe zwischen homosexuellen Paaren nicht anzuerkennen) verfassungswidrig sei und hob das Gesetz auf. Seither konnte ein regelrechter juristischer Dominoeffekt zu Gunsten der Eheöffnung festgestellt werden. In über 30 Staaten entschieden Gerichte, dass ein Eheverbot für homosexuelle Paare verfassungswidrig sei. Nachdem etliche konservative Gruppierungen versuchten, die Eheöffnung beim Obersten Gerichtshof zu stoppen, beschloss der Oberste Gerichtshof, einen endgültigen Entscheid zum Thema zu fällen. Seither wartet die LGBTCommunity gespannt auf das Urteil, welches im Juni 2015 erwartet wird. Unabhängig von diesem Urteil kann wohl davon ausgegangen werden, dass der Kulturkampf um die Eheöffnung in den USA langsam entschieden ist – zu Gunsten der LGBT-Community. Hassverbrechen – Militär – Verfassungsverbot Dies wäre ein weiterer Meilenstein bei der Erreichung von Gleichstellung in den USA. Seit 2009 existiert ein bundesweites Gesetz, welches Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität hart bestraft. 2011 wurde das Gesetz «Don’t ask, don’t tell» abgeschafft. Dieses Gesetz hatte es Schwulen und Lesben im Militär verboten sich zu outen. In über 20 Bundesstaaten existieren Anti-Diskriminierungsge-

setze. Und die Republikaner scheiterten bisher jedes Mal kläglich mit dem Versuch, die Ehe als Definition zwischen Mann und Frau in der US-Bundesverfassung zu verankern (so wie es die CVP mit ihrer Initiative «zur Abschaffung der Heiratsstrafe» in der Schweiz versucht). Deckmantel Religionsfreiheit So erfreulich die Entwicklung auch ist, aufgegeben haben die LGBT-feindlichen Kräfte lange nicht. Momentan ist eine besorgniserzurichpridefestival.ch

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LGBTI-RECHTE

regende Entwicklung unter dem Deckmantel Meinungs- und Religionsfreiheit festzustellen. So versuchen konservative Kräfte Gesetze durchzupeitschen, welche es aufgrund der Meinungs- und Religionsfreiheit erlauben, LGBTs zu diskriminieren. Die Gesetze würden es erlauben, aus religiösen Gründen LGBTs beispielsweise die Bedienung in einem Restaurant zu verweigern oder einen Mietvertrag einzugehen. In den meisten Bundesstaaten bisher allerdings erfolglos. Mississippi ist bisher einer der einzigen Staaten, welcher ein entsprechendes Gesetz kennt. In Arizona wurde ein solches Gesetz vom Parlament zwar durchgewunken, die republikanische Gouverneurin Jan Brewer blockierte es aber mit einem Veto.

Entwicklung als Vorbild Trotz der leidvollen Geschichte von LGBTs in den USA – nicht nur ein Umdenken ist feststellbar, sondern ein regelrechter Einsatz für unsere Rechte. LGBT-feindliche Ideologien werden immer weiter zum Auslaufmodell, und die Obama Regierung setzt sich weltweit für LGBT-Rechte ein (und droht Staaten, die LGBTs diskriminieren gar mit Sanktionen). Auch wenn das Ziel noch nicht erreicht ist – die USA kann trotzdem als Vorbild in Sachen LGBT-Rechte betrachtet werden, von der sich manche Staaten (und insbesondere ihre Gerichte) eine Scheibe abschneiden kön­ nen. Auch die Schweiz.

Menschenrechte

für Lesben, schwuLe, bisexueLLe, Transgender – welTweiT! ♥

Mitmachen / unterstützen: www.queeramnesty.ch Postkonto (ch) 82-645780-9


Lebe deinen Stolz. Grosse Aktion f체r unsere Pride-Fans: Abonnier die n채chsten 5 Ausgaben der Mannschaft f체r nur CHF 25.www.mannschaft.com/pride2015

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LGBT Rights Are Human Rights Strategy – which focuses on improving care while decreasing HIV transmission rates among communities most at risk.

Suzan G. LeVine U.S. Ambassador to Switzerland and Liechtenstein In his Proclamation on the occasion of the Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Pride Month in the year 2014, President Obama reaffirmed his commitment to proudly stand alongside all those who fight for LGBT rights. In the U.S., thirty-seven states and the District of Columbia have legalized same-sex marriage. We have strengthened laws against violence toward LGBT Americans, taken action to prevent bullying and harassment, and prohibited discrimination in housing and hospitals. Despite this progress, LGBT workers in too many States can be fired just because of their sexual orientation or gender identity; and the President continues to call on the Congress to correct this injustice by passing the Employment Non-Discrimination Act. In addition, we remain dedicated to addressing health disparities within the LGBT community by implementing the Affordable Care Act and the National HIV/AIDS 18 |

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Our commitment to advancing equality for the LGBT community extends far beyond our borders. In many places around the globe, LGBT people face persecution, arrest, or even state-sponsored execution. This is unacceptable. The United States calls on every nation to join us in defending the universal human rights of our LGBT brothers and sisters. It was therefore a logical step for the Obama Administration to appoint Randy Berry as the first-ever Special Envoy for the Human Rights of LGBT Persons on February 23, 2015. During the swearing-in ceremony, Secretary of State John Kerry underlined how confident he is that Mr. Berry will significantly advance efforts already underway to move towards a world free from violence and discrimination against LGBT persons. Defending and promoting the human rights of LGBT persons is at the core of the United States’ commitment to advancing human rights globally – the heart and conscience of our diplomacy. That’s why we’re building our capacity to respond rapidly to violence against LGBT persons, and it’s why we’re working with governments, civil society, and the private sector through the Global Equality Fund to support programs advancing the human rights of LGBT persons worldwide. This is the same goal that is inherent in the


title of this year’s Zürich Pride: «Equal Rights Without Borders» – a call to stand together internationally, work together across borders and join forces globally to support and promote equal rights. Like the U.S., Switzerland is going through the process of integrating equal rights for LGBT individuals, debating topics such as same-sex marriage, protection of LGBT individuals from violence, and how to ensure equal rights for our LGBT brothers and sisters. The U.S. Embassy in Bern supports this discussion, and we are pleased to announce that a group of four representatives of the Swiss LGBT community will be visiting the U.S. later this year under the auspices of the State Department’s International Visitor Leadership Program. Working with our Swiss colleagues, especially Alan Sangines, we created a two-week program – on the theme, «Advocating for Human and Civil Rights for the LGBT Community.» During the program, the participants – with backgrounds in the areas of NGO management, politics, and the media – will take part in discussions and meetings with counterparts in the U.S. on such topics as the constitutional issues involved in the debate over same-sex marriage in the U.S. and creating strategic awareness-raising campaigns. The aim is to emphasize and spread the understanding that equal rights of all citizens regardless of sexual orientation are human rights.

Unsere Kinder lieben anders Wir lieben sie genauso www.fels-eltern.ch Stegenstrasse 8, 6048 Horw Tel. 041 240 08 77

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Gleichstellung ohne Grenzen!

Fokus Asien

Chennai Pride Rally, India – © Firstpost

LGBTI-RECHTE

von Greg Zwygart

Die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung von LGBT-Menschen in Asien ist so unterschiedlich wie der Kontinent selbst. Während in zen-buddhistischen Tempeln in Japan gleichgeschlechtliche Eheschliessungen angeboten werden, drohen in Ländern wie Burma, Pakistan und Sri Lanka lange oder lebenslange Haftstrafen. Im südostasiatischen Sultanat Brunei können homosexuelle Handlungen sogar mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden. In Malaysia, Singapur, Turkmenistan und Usbekistan sind homosexuelle Handlungen unter Frauen erlaubt, nicht aber unter Männern. Auch in vielen Ländern des Nahen Ostens wird Homosexualität mit hohen Haftstrafen oder dem Tod geahndet, darunter Katar, Jemen, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Einzige Oase im Nahen Osten und überhaupt auf dem asiatischen Kontinent ist Israel. Die Regierung bietet die Möglichkeit der eingetragenen Partnerschaft, anerkennt Eheschliessungen im Ausland und erlaubt gleichgeschlechtlichen Paaren die Adoption von Kindern. Zudem können Schwule und Lesben offen im Militär dienen. Gute Aussichten hat Taiwan, das ironischerweise nur von einer Minderheit der Staaten der Welt als unabhängiges Land anerkannt wird. Hier stehen Gerichtsentscheide zur eingetragenen Partnerschaft, der gleichgeschlechtlichen Eheschliessung und der Adoption von Kindern aus. Zudem existiert in 20 |

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Taiwan bereits ein eingeschränktes Diskriminierungsverbot am Arbeitsplatz. Weniger rosig sieht die Situation in Thailand aus, das in punkto LGBT-Themen fälschlicherweise oft als offenes Land wahrgenommen wird. Obwohl homosexuelle Handlungen legal sind und vor allem in den touristischen Orten auch toleriert werden, gibt es keine Form der rechtlichen Anerkennung für gleichgeschlechtliche Paare oder einen gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung. Khatoeys – manchmal auch «Ladyboys» genannt – bleibt oft keine andere Wahl, als in der Unterhaltungsindustrie zu arbeiten. «Das liberale Image von Thailand ist oberflächlich», meint Kath, die einzige transgender Universitätslektorin Thailands gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Im täglichen Leben und in der Arbeitswelt gebe es kaum Akzeptanz, da das buddhistisch geprägte Thailand Homosexualität und Transidentität oft als Strafe für Ehebruch in einem früheren Leben ansieht. Der bekannte und oft auch als gay-


friendly aufgefasste Slogan der thailändischen Tourismusbranche, «Go Thai, Be Free», ist also weit hergeholt. Ähnlich sieht es auf den Philippinen aus. Obwohl die spanischen und amerikanischen Kolonialmächte dem Inselstaat zwar ein offenes und westlich geprägtes Weltbild einverleibt hatten, hat der starke Einfluss der katholischen Kirche die Einführung eines Partnerschafts- oder Antidiskriminierungsgesetzes bis heute verhindert. Während schwule und lesbische Touristen an den Stränden mit offenen Armen empfangen werden, haben einheimische LGBT-Menschen oft mit Diskriminierung und Ablehnung zu kämpfen. In den ostasiatischen Ländern China, Japan, Macau und der Mongolei, sowie den zentral­ asiatischen Staaten Tadschikistan, Kirgistan und Kasachstan sind homosexuelle Handlungen erlaubt. In Süd- und Nordkorea wurden sie nie kriminalisiert. Auf gesetzlicher Ebene gibt es in diesen Ländern aber weder eine Anerkennung von Partnerschaften, einen Schutz vor Diskriminierung, noch die Möglichkeit, als gleichgeschlechtliches Paar Kinder zu adoptieren. Nur einzelne Tempel in Japan bieten, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit einer traditionellen Trauung an.

Einen Rückschritt gabs kürzlich in Indien. Hier war einvernehmlicher Sex zwischen homosexuellen Erwachsenen einige Jahre lang straffrei, nachdem eine untere Instanz 2009 ein Verbot aus der Kolonialzeit aufgehoben hatte. Doch im Dezember 2013 verwarf das oberste Gericht des Landes diese Entscheidung und stellte «Geschlechtsverkehr gegen die natürliche Ordnung» wieder unter Strafe. Somit ist Nepal das einzige Land des Indischen Subkontinents, das homosexuelle Handlungen erlaubt. Im Ferienparadies der Malediven können schwule Männer mit zehn bis dreissig Peitschenhieben bestraft werden, lesbischen Frauen droht ein Haus­ arrest von neun bis zwölf Monaten. In vielen Ländern des asiatischen Kontinents geniessen Transmenschen eine gesellschaftlich und rechtlich höhere Anerkennung als Lesben oder Schwule. So können Transmenschen in Bangladesch, Indien, Singa­pur, Pakistan und im Iran – Länder, in denen Homosexualität strafbar ist – eine Änderung des Geschlechts in amtlichen Dokumenten beantragen oder sich dem dritten Geschlecht zuordnen lassen. In vielen Ländern wird aber eine geschlechtsangleichende Operation vor­­ ausgesetzt. Personen, die sich in Pakistan dem dritten Geschlecht zuordnen, sind sogar gesetzlich vor Diskriminierung geschützt.

Greg Zwygart Chefredakteur Mannschaft Magazin

Auch bezüglich Transrechten stehen Taiwan und Israel wieder an der Spitze des asiatischen Kontinents: In diesen Ländern müssen Transmenschen keine geschlechtsangleichenden Operationen über sich ergehen lassen, um ihr Geschlecht auf amtlichen Dokumenten ändern zu können. zurichpridefestival.ch

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LGBTI-RECHTE

Gleichstellung ohne Grenzen!

Fokus Südamerika von Alan David Sangines

Der südamerikanische Kontinent gilt vor allem aufgrund der stark verankerten katholischen Kirche als konservativ und damit als skeptisch gegenüber LGBTs. Zu Unrecht – zumindest teilweise.

Unangefochtener Spitzenreiter bezüglich LGBT-Gesetzgebung ist Uruguay. Von AntiDiskriminierungsgesetzen, über gleichgeschlechtliche Ehe, bis zu Adoptionsrechten: in Uruguay gibt’s das volle Programm. Auch Brasilien, immerhin das grösste katholische Land der Welt, kann sich sehen lassen. So dürfen gleichgeschlechtliche Paare sowohl heiraten als auch Kinder adoptieren. Anti-Diskriminierungsgesetze gibt es in zahlreichen Regionen des Landes. Dasselbe gilt auch für Argentinien. Die Präsidentin des Landes, Cristina Kirchner, hatte die gleichgeschlechtliche Ehe und Adoptionsrechte unter erbittertem Widerstand der katholischen Kirche in Kraft gesetzt. Dies führte zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen ihr und einem gewissen Kardinal Jorge Mario Bergoglio, heute besser bekannt als Papst Franziskus. Eher vorbildlich ist auch Kolumbien. Zwar sieht die kolumbianische Gesetzgebung keine Eheöffnung vor. 2011 urteilte das oberste Gericht von Kolumbien jedoch, dass gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe oder eine eheähnliche Institution zugestanden werden 22 |

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sollte. Obwohl das kolumbianische Parlament seither keine Eheöffnung ermöglicht hat, nutzen diverse Zivilgerichte das Urteil als Erlaubnis, um gleichgeschlechtliche Paare zu verheiraten. Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ist in Kolumbien verboten und die Stiefkindadoption ist zugelassen. In einem Wandel befindet sich zurzeit Chile. Seit diesem Jahr ermöglicht Chile die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare. Eine Vorlage zur Eheöffnung und Adoptionsrechte ist noch pendent. Einzelpersonen können jedoch bereits heute adoptieren, auch wenn sie homosexuell sind, und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ist gesetzlich verboten. Nachholbedürftig sind die restlichen Staaten. Ecuador erlaubt immerhin die eingetragene Partnerschaft und verbietet Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Die Ehe und Adoptionsrechte sind per Verfassung jedoch lediglich heterosexuellen Paaren vorbehalten. Ähnlich sieht es in Bolivien aus, wo die eingetragene Partnerschaft angekündigt, aber noch nicht umgesetzt wurde. Homo­ sexuelle Paare dürfen in Bolivien weder heiraten noch Kinder kriegen. Vor Diskriminierung sind sie jedoch gesetzlich geschützt. Ein Hoffnungsschimmer besteht in Venezuela. Zwar hätte die Verfassungsreform von


2007 einen Schutz von Homosexuellen vorgesehen, die Reform wurde jedoch vom Stimmvolk verworfen (was aber wohl mehr an zahlreichen anderen umstrittenen Bestimmungen lag). Bis auf einen leichten Diskriminierungsschutz für Homosexuelle ist seither aber nicht besonders viel geschehen. Dennoch hat das Parlament angekündigt, sich bald mit einer Eheöffnungs-Vorlage auseinanderzusetzen (in der auch Adoptionsrechte erlaubt werden sollen). In Peru ist die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zwar verboten, ansonsten hat das Land aber nicht viel an LGBT-Gesetzen zu bieten. Weder ein Gesetz für eine Eingetragene Partnerschaft, geschweige denn Ehe oder gar Adoptionsrechte ist in Sicht.

Ganz hinten punkto LGBT ist Paraguay. Das Land kennt keinen Diskriminierungsschutz und verbietet per Verfassung nicht nur die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, sondern sogar ähnliche Zivilstände (wie beispielsweise Eingetragene Partnerschaften). Ebenso unerfreulich ist die Lage in Suriname, das keinerlei Gesetzgebung für LGBTs vorsieht. Trauriger Tiefpunkt bildet der Kleinstaat Guyana, welcher als einziges Land von Süd­ amerika Homosexualität unter Strafe stellt. Das Strafmass reicht von zwei Jahren bis zu lebenslänglich.

Schwule Architekten, Banker, Chemiker, Designer, Event-Manager, Fabrikanten, Gartengestalter, Goldschmiede, Grafiker, Hoteliers, Ingenieure, Journalisten, Juristen, Küchenbauer, Künstler, Kuratoren, Lehrer, Manager, Neurochirurgen, Opernsänger, Piloten, Pianisten, Physiker, Professoren, Regierungsräte, Steuerexperten, Travelagenten, Übersetzer, Unternehmensberater, Versicherungsbroker, Webdesigner, Yogalehrer, Zahnärzte, Zivilstandsbeamte sind selbstverständlich out. Gemeinsam stehen wir ein für die Akzeptanz am Arbeitsplatz. www.network.ch


Eine Woche volles Programm Freitag, 12. Juni 12.00 Uhr Lunchtime Learning LGBT Allies, Uetlihof 1 (first floor of the Credit Suisse staff restaurant), Uetlibergstrasse 231, Zurich, Info: credit-suisse.com/ responsibility/ally

Samstag, 13. Juni

Pride Valais in 1950 Sion | pride2015.ch

14.00–17.00 Uhr Checkpoint Zürich präsentiert: Drugcheck by saferparty.ch Gut vorbereitet macht die Pride Woche noch mehr Spass! Bring deine Drogen, saferparty.ch testet sie für dich. DIZ Konradstrasse 1, Zürich | mycheckpoint.ch/zh

Sonntag, 14. Juni 13.30 Uhr Where is Ms. X? Ort: Predigerplatz Zürich, vor der Zentralbibliothek, Anmeldung: Erwünscht bis 10. Juni per E-Mail an l-punkt@websites.uzh.ch

Montag, 15. Juni 18.00–20.00 Uhr Gay Sport Zürich: Tennis Infos: adrian@gaysport.ch | gaysport.ch 19.00–20.00 Uhr Gay Sport Zürich: Schwimmen Infos: robert@gaysport.ch | gaysport.ch 19.00 Uhr Podiumsdiskussion mit ver­schiedenen Botschaftsvertretungen zum Thema «Equality without Borders» Wo: Volkshaus, Zürich 19.50–22.00 Uhr Gay Sport Zürich: Volleyball 1. Mannschaft Infos: peter@gaysport.ch gaysport.ch

Dienstag, 16. Juni 19.30–21.30 Uhr Gay Sport Zürich: Ringen Infos: Anmeldung unter gaysport.ch

Mittwoch, 17. Juni 19.00–21.00 Uhr Gay Sport Zürich: Tennis Infos: adrian@gaysport.ch gaysport.ch 19.00–21.00 Uhr Gay Sport Zürich: Schwimmen Infos: robert@gaysport.ch | gaysport.ch

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20.00–22.00 Uhr Gay Sport Zürich: Volleyball 3. Mannschaft Infos: darko@gaysport.ch | gaysport.ch 20.15–21.45 Uhr Gay Sport Zürich: Squash Infos: bernd@gaysportch | gaysport.ch Ab 22.00 Uhr Official Pride Warm-up mit Sauvage Wo: Heldenbar, Sihlquai 240, 8005 Zürich | heldenbar.ch

Donnerstag, 18. Juni 18.00 Uhr Checkpoint im Gespräch: HIV – Stigmatisierung unter Schwulen? Information und Diskussion im Restaurant Bubbles, Werdstrasse 54, 8004 Zürich mycheckpoint.ch/zh 19.00 Uhr Grillieren für Frauen Ort: Wird vorab auf unserer Website bekanntgegeben: www.l-punkt.uzh.ch Anmeldung: Erwünscht bis 14. Juni per E-Mail an l-punkt@websites.uzh.ch 19.30–21.30 Uhr Gay Sport Zürich: Badminton Infos: darko@gaysport.ch gaysport.ch


PRIDE WEEK

19.50–22.00 Uhr Gay Sport Zürich: Volleyball 2. Mannschaft Infos: peter@gaysport.ch gaysport.ch

Freitag, 19. Juni 16.00 Uhr Beginn des Zurich Pride Festival auf dem Kasernenareal und Zeughaushof 18.30 Uhr Podiumsdiskussion «Lesbische Anliegen ohne Grenzen» Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Zürich, ab 19:00 Uhr Start der Podiumsdiskussion, ab 20:15 Uhr Apero 20.00–21.15 Uhr Gay Sport Zürich: Schwimmen Infos: robert@gaysport.ch gaysport.ch Ab 22.00 Uhr Purplemoon Party an der Pride Wo: Alte Kaserne im Kasernenareal Kanonengasse 16, Zürich purplemoon.ch/party Ab 23.00 Uhr Official Pride Opening Party mit Willam, DJ Gloria Viagra und DJ Nicki Dynamite Heaven Club, Spitalgasse 5, Zürich, heavenclub.ch

Samstag, 20. Juni 13.00 Uhr Besammlung mit politischen Reden zum Zurich Pride Demonstrationsumzug am Helvetiaplatz. Zurich Pride Demonstrationsumzug durch die Innenstadt von Zürich, mit Start am Helvetiaplatz und Ende am Werdmühleplatz.

Zurich Pride Festival wird auf dem Kasernenareal und Zeughaushof offiziell eröffnet.

Ab 22.00 Uhr Official Pride Party Wonderworld Antarctica Wo: Club X-TRA, Limmatstr.118, 8005 Zürich wonderworldparty.com Ab 23.00 Uhr Ride mit Hanne & Lore und local heroes Wo: Cafe Gold, Langstrasse 83, 8004 Zürich Ab 23.00 Uhr Pride Ladies Night mit DJ Mary, Ambient P. & Friends Wo: Alte Kaserne im Kasernenareal, Kanonengasse 16, 8004 Zürich Ab 23.00 Uhr Molke 7 JugendPride im Heaven Club, mit Ryan Riot, ZartStrom und wie immer ab 16 Jahren für 10 Franken.

Sonntag, 21. Juni 10.00–14.00 Uhr Die HAZ laden ein zum offiziellen Zurich PrideSonntagsbrunch 2015 Restaurant Zeughaushof Zürich, Kanonengasse 20. Bus 31 bis Kanonengasse, Bus 32 bis Militärstrasse, Tram 3 oder 14 bis Sihlpost 14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zum Zurich Pride Festival. Wo: Predigerkirche Zähringerplatz 6, 8001 Zürich, anschliessend Apéro. Info: zurichpridefestival.ch Ab 16.00 Uhr Chill&Grill Rugby-Day Wo: Werdinsel Zürich (Auf der Insel am Staudamm) Infos: zurich-rascals.ch

Die HAZ laden ein zum offiziellen Zurich Pride-Sonntagsbrunch Sonntag, 21. Juni 2015, 10-14 Uhr Ob verkatert oder ausgeschlafen – wir freuen uns auf Deinen Besuch im charmanten Restaurant Zeughaushof – bei schönem Wetter auch in der Sonne vor dem Restaurant. Geniesse zum Ausklang des Zurich Pride Festivals mit unserem grandiosen Buffet für 25.– CHF oder mit Kafi und Gipfeli für 5.–. Restaurant Zeughaushof Zürich, Kanonengasse 20.

www.haz.ch, facebook.com/haz.zurich zurichpridefestival.ch

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ZURICH PRIDE FESTIVAL

20. Juni 2015

Zurich Pride Demonstrationsumzug Schaffhauserplatz

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Der Umzug ist wie immer bunt, vielfältig und gut besucht. Seid also dabei, wenn wir das letztjährige Besucher- und Teilnehmer-Rekordjahr brechen wollen. Zusammen mit dekorierten Fahrzeugen, belebender Musik und motivierten Fussgruppen mit Transparenten wollen wir für Gleichstellung ohne Grenzen kämpfen. Stampfenbachstrasse

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Besammlung: ab 13.00 Uhr Start: 14.00 Uhr Dauer: ca. 2 Stunden

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Der friedliche Demonstrationsumzug der Zurich Pride ist die politische Manifestation der LGBT-Community & Friends der gesamten Schweiz. Diese wird am Samstag, 20. Juni 2015 in der Innenstadt von Zürich durchgeführt. Sämtliche LGBT-oriented und -friendly Organisationen der Schweiz sind eingeladen, an der Demonstration teilzunehmen und ihre Limmatplatz of politische Botschaft kund zu tun. Gerne nehücke men wir eure Anmeldungen via Formular auf zurichpridefestival.ch/demonstration entgegen.

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Bahnhof Stadelhofen


19. und 20. Juni 2015

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Zurich Pride Office

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Das Zurich Pride Festival findet dieses Jahr wieder auf dem Kasernenareal & Zeughaushof inmitten der Stadt Zürich statt, was uns sehr freut. Neben politischen Reden und musikalischer Unterhaltung bieten wir zusammen mit verschiedenen Partnerorganisationen ein breites Spektrum an individuellen Ständen und Treffpunkte für die ganze LGBT-Community. Ein Ort um Erfolge zu feiern, Ziele zu setzen und Freundschaften zu schliessen. Selbstverständlich fehlen neben den kulinarischen Leckereien auch die Marktstände mit Handelswaren nicht. Lasst euch also überraschen.

Zeughausstrasse

Das Festivalgelände ist in knapp 10 Minuten zu Fuss vom Zürcher Hauptbahnhof aus zu erreichen. Öffnungszeiten Festivalgelände Freitag, 19. Juni 17.00 bis ca. 24.00 Uhr Samstag, 20. Juni 14.00 bis ca. 24.00 Uhr

Für weitere Informationen besucht einfach unsere Seite zurichpridefestival.ch.Dort werdet ihr stets über Neuigkeiten informiert. zurichpridefestival.ch

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Zahnarztpraxis

Dr. med. dent Martin Lehner Limmattalstrasse 25 8049 Zürich trio@zahnaerztehoengg.ch

Volunteers

GESUCHT

Vom 19. bis 20. Juni 2015 findet das Zurich Pride Festival statt. Die Organisation eines solchen Anlasses ist mit viel Arbeit verbunden. Deshalb sind wir auch dieses Jahr wieder auf der Suche nach fleissigen Helfern – werde ein Teil des Festivals! Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig – an der Demo die Wagen begleiten, beim Aufräumen der Route helfen oder beim Festival mit anpacken. Lasst uns wissen, was ihr am liebsten tun würdet, und wir werden natürlich versuchen, dies zu berücksichtigen! Und das gibt's als Dankeschön: • Helfer-T-shirt • Gratis Verpflegung an der Pride • Gratis Eintritt zur Wonderworld • Helferfest am 1. August mit anschliessender Boyahkasha Party So geht's: Auf zurichpridefestival.ch/helfer das Anmeldeformular ausfüllen, oder eine E-Mail mit euren Angaben an volunteers@zhpf.ch senden. Wir werden uns schnellstmöglich bei euch melden, um alles Weitere zu besprechen. Wir freuen uns auf dich! 28 |

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LGBT Allys: Ein wegweisendes Modell im Personalwesen Referentinnen und Referenten: Patricia Horgan Leiterin One Bank Collaboration Credit Suisse Co-Executive Sponsor LGBT Ally Program Switzerland Serge Fehr Leiter Private & Wealth Management Clients Genf Credit Suisse Co-Executive Sponsor LGBT Ally Program Switzerland Maria Leistner General Counsel EMEA Credit Suisse Co-Executive Sponsor LGBT Ally Program EMEA

Einladung: Datum: Programm: Ort:

Lunch Learning «LGBT Allys» Freitag, 12. Juni 2015 11.45 Uhr: Empfang | 12.00 bis 12.45 Uhr | Anschliessend: Stehlunch Uetlihof 1 (Patio, 1. Stock des Credit Suisse Personalrestaurants), Uetlibergstrasse 231, 8045 Zürich Sprache: Das Referat und die Diskussionen werden in englischer Sprache ohne Simultanübersetzung geführt Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 10. Juni 2015, an unter: credit-suisse.com/responsibility/ally Getreu dem Motto «Everybody matters at the workplace» gibt es bei der Credit Suisse in der Schweiz seit 2009 ein Mitarbeiternetzwerk für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT). Mit verschiedenen Events wie z. B. Lunch Learnings, gemeinsamen Theaterbesuchen und Networking-Apéros möchten wir die Vernetzung stärken und den Mitarbeitenden zeigen, dass sie in der Bank ein offenes Arbeitsklima vorfinden und sie selbst sein können. Nach der erfolgreichen Einführung des LGBT-Ally-Programms in den Regionen Americas und EMEA starten wir mit den beiden Co-Executive-Sponsoren Patricia Horgan und Serge Fehr in diesem Jahr auch ein entsprechendes Programm in der Schweiz. «Ally» bedeutet Freund, Förderer, Partner oder Mitarbeiter. Ein LGBT Ally setzt sich für die Diversität im Unternehmen und im Besonderen für die Integration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender ein – sowohl im persönlichen, beruflichen als auch im öffentlichen Bereich. Welche Funktion übernimmt ein Ally im Unternehmen? Und welche Vorteile ergeben sich aus Arbeitgeber-Sicht? Zusammen mit den Referentinnen und Referenten Patricia Horgan, Serge Fehr und Maria Leistner freuen wir uns, Personalverantwortliche aus allen Branchen, Journalisten und weitere Interessierte einzuladen, um das Modell vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Copyright © 2015 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.


VERANSTALTUNG

Gleichstellung ohne Grenzen!

Lesbische, bisexuelle und queere Frauen fördern. Öffentliches Podium im Rahmen der Pride 2015 Lesbische, bisexuelle und queere Frauen sind neben Homophobie- und Transphobie auch dem allgegenwärtigen Sexismus ausgesetzt. Daher gehen LBQ-Anliegen in der Forderung nach Gleichstellung oft unter. An diesem Podium bieten wir drei Aktivistinnen aus Bulgarien, Mazedonien und Serbien

Moderation: Nevin Öztop, IDAHO Committee Executive Board

ProPosal logo negative & Positive. bw

die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und über die Situation als lesbische, bisexuelle und queere Frauen in ihrer Heimat zu berichten. Wie können wir die Anliegen über die Grenzen hinweg unterstützen und damit die LBQ-Netzwerke in Europa stärken? Willkommensbotschaften von Stadtpräsidentin Corine Mauch und Vize-Präsidentin des EU-Parlaments Ulrike Lunacek. Es diskutieren:

Christiana Vascova Daneva Biljana Ginova Bilitis – Resource Centre Foundation LezFem – Lesben und Feministische in Bulgarien Gruppe in Mazedonien Begrüssung: Alan David Sangines Vizepräsident und Politikverantwort­ licher Zürich Pride 2015.

Rainbow Rose identity PRoPosal

Organisation: Maria von Känel Rainbow Rose, Vereinigung der sozialdemokratischen Parteien zur Förderung der LGBTI-Rechte in Europa Alan David Sangines Co-Präsident Fachkommission sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität.

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rainbowrose PRomoting lgbt Rights in euRoPe

Jelena Vasiljevic Labris – Lesbenorganisation in Serbien Eintritt frei – Kollekte für die Projekte. Die Podiumsdiskussion wird in Englisch geführt. Freitag, 19. Juni 2015 Ab 19:00 Uhr Podiumsdiskussion Ab 20:15 Uhr Apero Karl der Grosse Kirchgasse 14, 8001 Zürich Tram Nr. 4 oder Nr. 15 bis Haltestelle Helmhaus zurichpridefestival.ch

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MILCH BÜECHLI Zeitschrift für die falschsexuelle Jugend

WIR HABEN'S UNS NICHT AUSGESUCHT, WIR HATTEN EINFACH GLÜCK. fb.com/mibuli www.mibuli.ch im Abo für 20.- pro Jahr


VERANSTALTUNG

Where is Ms. X? Der Verein L-Punkt lädt euch bereits zum dritten Mal ein, das Ravensburger Brettspiel Scotland Yard live in Zürich nachzuspielen. Ms. X versucht im Gedränge der Innenstadt unterzutauchen, aber die Detektive sind ihr zu Fuss, mit Bus und Tram dicht auf den Fersen! Werden sie sie aufhalten können? Die genauen Spielregeln werden vor Ort mitgeteilt, somit sind keine Vorkenntnisse des

Spieles nötig. Die Teilnahme ist gratis, es gibt tolle Preise zu gewinnen.

L-Punkt ist eine anerkannte Organisation der Universität Zürich und des VSETH.

Zeit: Sonntag, 14. Juni, 13:30 Ort: Predigerplatz Zürich, vor der Zentralbibliothek Anmeldung: Erwünscht bis 10. Juni per E-Mail an l-punkt@websites.uzh.ch Auch Kurzentschlossene herzlich willkommen!

Grillieren für Frauen L-Punkt lädt zu einem gemütlichen Grill­ abend mit Musik ein. Fleisch, Würstchen, Vegi-Grillgut, Brot, Salate, Getränke und was das Herz sonst noch begehrt werden von uns zu studentischen Preisen angeboten. Bei Schlechtwetter gibt es eine Alternative.

Zeit: Donnerstag, 18. Juni, 19:00 Ort: Wird vorab auf unserer Website bekanntgegeben: www.l-punkt.uzh.ch Anmeldung: Erwünscht bis 14. Juni per E-Mail an l-punkt@websites.uzh.ch Auch Kurzentschlossene herzlich willkommen!

EinE warmE VErtrEtung gEgEn diE sozialE KältE zurichpridefestival.ch

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QUEERAMNESTY

Ein noch immer ungesühnter Ehrenmord Ahmet Yildiz wurde 2008 von seinem Vater in Istanbul erschossen, weil er einen Mann liebte. Sein Partner Ibrahim Can kämpft noch heute für Gerechtigkeit, aber die türkische Justiz scheint kein Interesse daran zu haben. Queer­amnesty fokussiert die internationalen Aktivitäten 2015 auf die mangelnden LGBT-Rechte in der Türkei. von Ralf Kaminski

Der 26-jährige Physikstudent Ahmet Yildiz wollte in jener heissen Julinacht 2008 nur schnell ein Eis holen, nachdem er den ganzen Tag für Prüfungen gelernt hatte. Er kam nie wieder zurück. Sein Freund Ibrahim Can war in der gemeinsamen Wohnung in Istanbul als er die Schüsse hörte. Er ahnte sofort, was passiert war und stürzte aus dem Haus – immerhin hatte es zuvor mehrfach Morddrohungen von Ahmets Familie gegeben. Ahmet starb noch am Tatort, in den Armen seines Freundes.

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Schon bald war selbst für die türkische Justiz klar, dass es sich beim Täter um Ahmets Vater handeln musste, doch auch fast sieben Jahre später ist der Mord weder endgültig geklärt noch gesühnt. Nicht mal der Täter ist gefasst. «Angeblich ist er in den Nordirak geflüchtet», sagt Ibrahim Can. «Aber er war es ja nicht alleine. Seine ganze Familie hat diesen Mord geplant und lebt nun weiter unbehelligt im Süden der Türkei. Der Prozess wird vertagt und vertagt. Die homophobe türkische Justiz hat kein Interesse, den Fall wirklich zu klären. Die mörderische Familie wird vom Staat geschützt.» Can ist inzwischen 50, er arbeitet als Reiseverkehrskaufmann in Köln, seine Familie war schon 1979 nach Deutschland ausgewandert. Ahmet hatte er 2007 in den Ferien kennengelernt. «Wir waren verliebt, wollten in Istan­ bul zusammenziehen.» Dann passierte jene Tat, die oft als «erster schwuler Ehrenmord» bezeichnet wurde. «Das stimmt natürlich nicht, es war einfach der erste, der an die Öffentlichkeit kam», sagt Can. Dafür sorgte nicht zuletzt er selbst. Seit der Tat kämpft er unermüdlich für Gerechtigkeit, spricht mit den Medien in der Türkei, nimmt an den Gerichtsverhandlungen teil, tritt an Veranstaltungen und Prides auf – und das obwohl er in den letzten Jahren noch seine krebskranke Mutter in Köln gepflegt hat, bis


diese 2014 starb. «Es waren schwierige Jahre, aber der Kampf hat mir auch viel Kraft gegeben.» Vor der Tat lebte Can ganz normal vor sich hin, der Mord hat ihn zum LGBT-Aktivisten gemacht. Und er sieht durchaus Fortschritte in der Türkei. «Schwule und Lesben treten heute offen auf, sind sichtbar in der Gesellschaft, getrauen sich für ihre Rechte einzustehen. In den Köpfen der Menschen hat sich einiges bewegt.» Auch gibt es mittlerweile Prides und LGBTGruppen in vielen Teilen des Landes. «Aber die erhöhte Sichtbarkeit macht natürlich auch angreifbarer. Es hat weitere Morde gegeben.» Und die Situation bleibt prekär, gerade auch für Trans-Personen. Immerhin: Kürzlich wurden nach einem Ehrenmord an einem jungen Schwulen in Diyarbakir Vater und Onkel verurteilt, dank einer Zeugenaussage der Mut-

ter, wie Can berichtet. Doch der Weg zu gleichen Rechten für LGBT-Menschen und zu Gerechtigkeit für Ahmet Yildiz ist noch ein weiter – und die konservative Regierungspartei AKP und ihr Präsident Erdogan erschweren Fortschritte eher. Queeramnesty versucht zu helfen, helfen Sie mit!

Ahmet Yildiz und Ibrahim Can

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Menschenrechte hautnah Was hat Sex mit Menschenrechten zu tun? Im Kurs lernen Sie die sexuellen Rechte kennen und üben, wie Sie sich für sie einsetzen können. 27. Juni, Zürich | Mehr: www.amnesty.ch/bildung

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GESUNDHEIT

Wer informiert ist, kann wirklich geniessen! Komm zu uns, sprich mit uns, lass dich beraten und teste dich und deine Drogen.

Tun wir auch innerhalb unserer Community etwas für die Gleichstellung ohne Grenzen. Wir informieren uns und beseitigen damit Halbwahrheiten, die Diskriminierung fördern. Seit letztem Jahr haben wir uns dies unter dem Slogan «Live hiv neutral» auf die Fahne geschrieben. Für deine Gesundheit tun wir vieles! Auch 2015 ist der Checkpoint Zürich, das Gesundheitszentrum für die Community, natürlich nicht zu übersehen an der Zurich Pride. Freitag und Samstag kannst du dich auf HIV

und Syphilis testen lassen – und dies wie ge­ wohnt an der Pride zu einem Hammerpreis! Am Samstag, 13. Juni, bieten wir in Zusammenarbeit mit Saferparty.ch im DIZ, Konradstrasse 1, ein Drug Checking an. Für alle, die sich gut auf die Partywoche vorbereiten wollen. Ein mobiles Sofort-Drug-Checking gibt’s dann am Samstag, 20. Juni, in unserem Zelt auf dem Festivalgelände. Mehr zu unseren Aktionen, Angeboten und Öffnungszeiten auf myCheckpoint.ch

FÜR DEINE GESUNDHEIT TUN WIR VIELES!

KOMM ZU UNS, SPRICH MIT UNS, LASS DICH BERATEN UND TESTE DICH Beratung, Tests auf HIV/Syphilis und Drugchecking durch saferparty.ch an der Zurich Pride

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.ch Gesundheitszentrum für die Community


Die führende Privatklinikgruppe setzt mit ihren 16 Privatkliniken, über 100 integrierten Kompetenzzentren und mehr als 50 spezialisierten Instituten Standards. Erstklassige medizinische Leistungen und das Wohl des Menschen stehen für uns im Mittelpunkt. Zu den Schwerpunkten unserer 2 interdisziplinären Intensivstation mit insgesamt 22 Betten gehören, unter anderem die Hochspezialisierte Medizin mit den Fachgebieten Herz- und Viszeralchirurgie, sowie die Neurochirurgie. Alle anderen Fachgebiete - mit Ausnahme der Versorgung von schweren Polytraumata sowie Verbrennungen und Transplantationen – runden unser Leistungsangebot ab. Wir bieten den Patienten ein hochstehendes Pflegeangebot in neuen, mit modernster Infrastruktur ausgestatteten Räumlichkeiten. Für den Aufbau eines neuen Teams unter neuer Leitung suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung

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HELDEN – Pride Warm-up Satte technoide Bässe, verspielte Klänge, frische Melodien und ein nervöses Gezappel hinter dem DJ-Pult gehören zur Taktordnung der Sets von Sauvage. Ein Klangfestival für Fanatiker der elektronischen Musik.

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PARTIES

Official Pride Opening Party Getreu seinem Motto «Your Queer Club in Zurich» zündet der Heaven Club zur Eröffnung des Pride Weekends ein buntes, schrilles und schräges Feuerwerk. Angeführt wird die Parade der Extravaganz von Ru Paul’s Drag Race Teilnehmer Willam. Mit «This Boy is a Bottom» wurde er zum Youtube Darling und er ist bekannt für seine scharfe Zunge. Wem das noch nicht extravagant genug ist, für den wartet die mit 2.10 Meter grösste Drag Queen Deutschlands, Gloria Viagra auf. Sie hat die Gesichtsbehaarung bei musizierenden Drags zu einer Zeit salonfähig gemacht, als Conchita Wurst noch nicht mal

Opening pride party Heaven Club Freitag, 19. Juni 2015 23 Uhr Willam (RuPauls Drag Race) DJ Gloria Viagra (GMF Berlin) & Nicki Dynamite (Hamburg)

Achselhaare gewachsen waren. Für einen Touch Glamour sorgt Nicki Dynamite, die wegen ihrer Figur von Frauen beneidet und von den Fans wegen ihrer mitreissenden Musik geliebt wird.

Official Pride Opening Party Freitag, 19. Juni 2015, 23.00 Uhr DJs Gloria Viagra (GMF, Berlin), Nicki Dynamite (Hamburg) Special Guest Willam Belli Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich www.heavenclub.ch

upcoming Special events im Heaven: Do. 30. April

23 Uhr

Tanz in den Mai

DJ Gloria Viagra (GMF Berlin)

Fr. 01. Mai 23 Uhr

Studio 54 Offizielle Pink Apple Party DJ Louis de Fumer

Sa. 09. Mai 23 Uhr

Spring Break Party

DJ Barbara Fox (Hamburg) & Milky Diamond

Di. 12. Mai

18:30 Uhr

Trash Porno Lesung Mi. 13. Mai 23 Uhr

Himmelfahrtskommando

Fr. 22. Mai 23 Uhr

G.U.Y.

DJ Violet Green (Michigan) & Milky Diamond

Sa. 23. Mai 20 Uhr

ESC Public Viewing & We love ESC-Party DJ Whitnee You Stoned aka Superzandy (GMF Berlin)

Fr. 12. Juni 23 Uhr

Balkan Gay Night Pride Special

DJ Ricardo Ruhga

Sa. 20. Juni 23 Uhr

Molke 7 Die Milchbüechliparty Pride Special DJ Zart Strøm DJ Ryan Riot ab 16 Jahren / 10.– CHF

DJ Violet Green (Michigan)

Sa. 16. Mai 23 Uhr

Splash

DJ Jose Jones & Angel O

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SHOW ACT | FREITAG 19. JUNI

Live on Stage: 21.30 Uhr Live on Stage: 20.00 Uhr

SHOW ACTS

WILLAM

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Die amerikanische Drag Queen und Ausnahmekünstlerin WILLAM ist durch ihre Rolle als Transsexueller Cherry Peck in der TV-Serie «Nip/Tuck» und als Kandidatin in der vierten Staffel von «RuPaul’s Drag Race» bekannt geworden. Zudem tanzte sie sich durch die Musikvideos von Rihanna (S&M) und Lady Gaga (Applause) oder spielte diverse Rollen in den bekannten TV-Serien «Criminal Minds», «CSI: NY» und «The New Normal». Neben der Schauspielerei, hatte Willam im Jahr 2013 besonders grossen Erfolg mit dem Drag Queen PopTrio «DWV» (Detox, Willam, Vicky Vox) und ihrem Song «Boy is a Bottom». Die Gruppe trennte sich im Juni 2014, WILLAM ist nun sehr erfolgreich als Solokünstler unterwegs und die Zurich Pride hat es geschafft, sie für die Festivalbühne zu enwww.willambelli.com gagieren.

YOKKO Mit Yokko kommt eine Band ans Festival, die schon für viel Aufsehen gesorgt hat. Hier sei der gewonnene letztjährige Swiss Music Award für «Best Talent» zu erwähnen. Wer so eine wichtige Auszeichnung für sich gewinnen kann, gehört definitiv zu den interessanten Vertretern der Schweizer Musikszene. Das Zurich Pride Festival freut sich, mit Yokko einen der bekanntesten Indierock-Acts auf der Bühne zu haben. Die Berner Band hat schon auf diversen Festivals wie z.B. Gurten, St. Gallen und dem Zurich OpenAir gespielt. Die fünf attraktiven Köpfe der Band stehen bepackt mit eigener Lichtshow und einer mitreissenden Live-Performance am Freitag auf der Pridebühne. Zu erwarten sind mystische Gitarren und Synths, mächtige Basslinien kombiniert mit pumpenden Drumbeats und einer markanten Stimme, die gewaltige, tanzbare Soundwww.yokko.tv wände erzeugen.


SHOW ACTS | SAMSTAG 20. JUNI

Live on Stage: 22.00 Uhr

NATURAL NEEDS Live on Stage: 17.00 Uhr

LOW BATTERY Low Battery spielt eigene Songs sowie Covers aus den Bereichen Pop, Rock & Blues Rock. Seit Dezember 2014 ist ihre erste EP «Mrs. Flashback» erhältlich, worin das ganze Herzblut der 4 Girls steckt. Valentina überzeugt mit ihrer einzigartigen Stimme und rockt an der Gitarre, während Nathalie den Beat an den Drums angibt. Caca brummt den Bass und Mirja, unser Küken, übernimmt den Solopart an der Gitarre. Lasst euch also von der geballten Girlpower überraschen und «keep www.lowbattery.ch Rock n’ Roll».

Die junge Band aus Augsburg ist noch ein Geheimtipp und startet grad richtig durch. Die drei talentierten Jungs zeigen, dass die Ansprüche an eine Band auch gerne höher sein dürfen, als bisher bekannt. Octa, Beat und Julian produzieren in ihrem Studio House- und Electrotracks, die sie live auf der Bühne mit echten Drums, Bass und Vocals vervollständigen. Mit fesselnden Ohrwürmern, einer mitreissenden LivePerformance, präzisem Timing und treibenden Beats die nichts anderes zulassen, als sich ihnen tanzend hinzugeben, sind NATURAL NEEDS eine einzigartige Faszination. Sie stehen als Headliner am Samstagabend auf der Pridebühne und sorgen für einen krönenden Festivalabschluss. www.NaturalNeeds.de zurichpridefestival.ch

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SAMSTAG 20. JUNI

ALEX MINSKY

Foto: FuriousFotog

Alex Minsky, der Traum vieler schwuler Männer oder Sprecher und Kämpfer für die Rechte von LGBTIQ`s? Beides! Der Ex-US Marine avancierte, nach seiner Zeit im Irak-Krieg wo er fast ums Leben kam, zu einem der meist gebuchten Fotomodels und zur Celebrity. Seinen über die amerikanischen Landesgrenzen hinaus hohen Bekanntheitsgrad nutzt er unermüdlich dafür sich für Gay Rights und vor

allem für die Gay Marriage einzusetzen. Er ist ein fantastischer Sprecher und wird mit seiner Rede am Pride­ samstag die Besucher in den Bann ziehen. Ein bedeutsamer Moment wird es auch werden, wenn er auf der Bühne auf die amerikanische Botschafterin trifft. Für mehr Tuchfühlung und Erinnerungsselfies wird er sich am Pridefreitag am Infostand des Zurich Pride Feswww.alexminsky.com tivals ausgiebig Zeit nehmen. Live on Stage: 22.50 Uhr Live on Stage: 21.15 Uhr

JESSE FEIJT Jesse singt leidenschaftlich seit seinem 5. Lebensjahr und stand für sein immer noch sehr junges Alter schon auf sehr vielen bedeutsamen Bühnen. Zwei davon waren das «Supertalent» mit Dieter Bohlen im Jahr 2013 und dieses Jahr «Die grössten Schweizer Talente». Bepackt mit viel Bühnenerfahrung, seiner grandiosen Stimme und einem sagenhaft smarten Lächeln wird er am Pride Festival allen den Kopf verdrehen und schnell die Herzen der Musikliebhaber gewinnen. Bastian Baker muss sich warm anziehen, denn da steht jemand ganz Starkes in den Startlöchern. 44 |

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STELLA DIVINE Zürich ist sehr dünn besäht, wenn es um professionelle queere Künstler geht. Eine sticht dabei jedoch heraus: Stella Divine. Die Drag Queen mit holländischen Wurzeln hat sich mit ihren perfekt choreographierten Shows in schon viele Herzen getanzt. Andere wiederum lieben sie für ihren erfrischenden Humor und ihren Charme, dem sich niemand wirklich entziehen kann. Kurz um gesagt, wenn sie auf der Pridebühne steht, geht ganz sicher die Post ab, und mit ihr hat das Festival auch eine Lokalmatadorin im Programm, die weiss, wie man einen Abend auf den Höhepunkt bringt.


Photo by CHIPI Guille Chipironet

MODERATION

GLORIA VIAGRA (D)

SHIRLY VAN BEXTOR

Sie ist nicht nur Berlins bekannteste Drag Queen, sondern vermutlich auch die Vielfältigste von Allen. Sie ist nicht nur eine über Europa hinaus bekannte und viel gebucht DJane, sondern auch Band-Leaderin (Squeezebox), Sängerin, Talkerin (Thekenschlampe TV), Showgirl, Moderatorin und vor allem auch politische Aktivistin. Auf dem Helvetiaplatz wird sie am Pride­ samstag den Startschuss zur Demo geben und danach zusammen mit Jonathan Schöffel moderierend durch das Programm des Festivals führen.

Seit nunmehr fast 12 Jahren kämpft sich Shirly van Bextor durch den Dschungel der Transenszene. Aufgewachsen im beschaulichen Berliner Bezirk Mitte, wurde sie recht früh ins kalte Wasser geworfen und auf die Bühnen gezogen. Bis heute war für die Bextor keine Bühne zu klein oder zu gross. Im großartigem Zürich fand sie ein neues Zuhause und trägt mit Stolz den Titel der «Miss Drag Heaven». An der diesjährigen Pride steht sie am Freitag als Co-Moderatorin mit Jonathan Schöffel auf der Bühne und führt durchs Festivalprogramm.

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presented by Heaven Club Zürich | heavenclub.ch

Er heisst Louis de Fumer, oder auch Hansdampf in allen Gassen und legt nun seit etwas mehr als 10 Jahren in und um Zürich in den gängigsten Clubs und Bars auf. Zu Beginn vermehrt im Bereich von Hip Hop, R’n’B, Soul, Funk und Disco zu Hause, kamen im Laufe der Jahre einige Stationen mehr dazu, was sein Musikbild auf die verschiedensten Stilrichtungen ausweitete. Er versteht es, sich seinem Umfeld anzupassen und legt viel Wert darauf, seinen Job als DJ bestens zu erledigen. Gemischt mit allen Erfahrungen bietet er den Leuten stets ein qualitativ hohes Soundbild quer durch alle Stilrichtungen, oder falls gewünscht eben genau das, was die Leute von ihm wollen. Das Einzige, was ihm nicht auf die Teller kommt, sind Halli Galli und seine Verwandtschaft.

DJ ZART STRØM presented by JugendPride & Milchbüechli | mibuli.ch

In Norwegen auf einem Bauernhof geboren, weit weg von der Zivilisation wo man die Sterne während des Tages glänzen sehen kann, hatte Zart Strøm bis zum Alter von 22 keinen Zugang zu Elektrizität. Als er dann endlich die Chance hatte, ein Stück Draht in eine Steckdose zu stecken, fühlte er einen warmen Rausch im ganzen Körper und seitdem hat er sich in den Kopf gesetzt elektronische Musik zu machen. Wenn der Wahl-Badener Zart Strøm am Pride Festival seine Synthie-Suppe aufkocht, ist der Elektroherd Teil vom Menü. Tanzen ist angesagt!

DJ LOSSOW

MISTERY DJ

presented by Purplemoon | purplemoon.ch

presented by BEHAVE | www.behave.events

DJ Lossow legt bereits seit Anfang 2014 für Purplemoon auf und ist mit einem Alter von 17 Jahren der bisher jüngste DJ an deren Partys. Die Musikstile House, Electro und Mash mixt er so perfekt wie kein Anderer. Er wird am Freitag auf der Festivalbühne auflegen und auch dort wohl der jüngste Künstler sein, der jemals auf dieser Bühne stand.

Zum krönenden Abschluss vom ersten Festivaltag kredenzt das Partylabel BEHAVE der Pride einen DJ-Act der den Abend auf einen weiteren Höhepunkt bringen wird. In bester Manier wird er seine neuesten Deephouse-Stücke auflegen. Sein Name wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, aber so viel sei schon mal verraten: Es wird ein sehr bekannter Name sein.

DJ LOSSOW

DJ LOUIS DE FUMER

DJ ZART STRØM

DJ LOUIS DE FUMER

DJS | FREITAG 19. JUNI

Live auf der Bühne ab 16.00 Uhr

zurichpridefestival.ch

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DJ VERSE V

DJ NICKI DYNAMITE

DJS | SAMSTAG 20. JUNI

DJ VERSE V

DJ TERRY VIETHEER

DJ MEL NAGELBEIN

presented by GAYWEST Festival Bern | gaywest.ch

DJ MEL NAGELBEIN presented by Helden | heldenbar.ch

DJ MARCO DE ROSA

Mel Nagelbein. Ein Name mit Bedeutung: «Vom Pferd gefallen. Bein gebrochen und währenddessen das passiert immer noch krass gut dabei aussehen – mit verdammt rotem Lippenstift und ein wenig zu grossen Ohrringen. Das Ganze unbeschadet überstehen und dann zurückkehren mit dem feinsten Deep-house auf dem Planeten Erde» – dance ’til the walls break down, bitches!

DJ MARCO DE ROSA presented by Helden | heldenbar.ch

Live auf der Bühne ab 15.00 Uhr

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Marco de Rosa ist mittlerweile und glücklicherweise zu einer echten Grösse im Zürcher Nachtleben geworden und wir freuen uns ihn dank der Heldenbar als DJ an der Pride mit dabei zu haben. Sein Soundstil hat einen grossen Wiedererkennungseffekt und geht mächtig in die Beine. Er macht zusammen mit Mel Nagelbein das Eröffnungs-Set am Festivalsamstag.

Unser Schwester-Event aus Bern schickt uns zur diesjährigen Pride ihren Resident-DJ Verse V. Er wird den frühen Samstagabend mit Charts, Dance and Rhytm beschallen und für die richtige Partystimmung sorgen.

DJ NICKI DYNAMITE presented by Boyahkasha | boyahkasha.ch

Die Resident-DJane und Gallionsfigur von Boyahkasha wird am Pridesamstag für musikalische und auch optische Highlights durch die Bank weg sorgen. Denn sie handelt immer gemäss ihrem Motto «normal can never be amazing» oder zu gut deutsch «mehr ist mehr». Die Festivalgäste dürfen sich auf ein energiegeladenes DJ-Set freuen, welches mit hoher Prozentigkeit in die Beine geht. Sie ist der lebende Beweis dafür, das Drag Queens auch auflegen können.

DJ TERRY VIETHEER presented by JACK | jackcompany.com

Das Partylabel JACK bringt uns einen ganz besonderen DJ-Leckerbissen. Extra nur für die Pride lassen die Macher Terry Vietheer aus London einfliegen. Er ist einer der ganz Grossen im Gay-DJ-Business und weiss sehr genau wie man Festivalgäste zum Tanzen bringt. Der gebürtige Australier hat sich der Housemusik verschrieben und bringt reichlich Erfahrung als Resident-DJ vom legendärem Londoner Heaven Club mit.


UNSERE DJ-KOOPERATIONS-PARTNER

Herzlichen Dank an die hier aufgeführten Vertreter der hiesigen Szene für das Bereitstellen der DJs und für die damit verbundene finanzielle Untertützung.

boyahkasha.ch

gaywest.ch

behave.events.ch

heavenclub.ch

heldenbar.ch

MILCH BÜECHLI Zeitschrift für die falschsexuelle Jugend

jackcompany.com

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VERANSTALTUNG

Chill&Grill Rugby-Day Nach der Party ist vor der Party – Die Zurich Rascals, der erste schwule Rugby-Club der Schweiz, lassen die Pride mit dir gemütlich ausklingen. Komm am Sonntag, 21. Juni, dem Tag nach der Pride-Demonstration, zum gemütlichen Chill&Grill Rugby-Day. Gemeinsam werden wir auf der Werdinsel in der Sonne chillen, ein paar Bierchen ziehen und grillieren. Und wer Lust hat, kann bei einem kleinen TouchRugby Match erste Rugby-Luft schnuppern. 

Treffpunkt: Sonntag, 21. Juni um 16 Uhr, Werdinsel Zurich (Auf der Insel am Staudamm). Sportbekleidung, Handtuch, Badehose und Grillgut nicht vergessen. Grill & Getränke stehen bereit. Weitere Details und Informationen zur Durchführung bei schlechter Wetter­ lage: www.zurich-rascals.ch

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Samstag, 20. Juni 2015 22.OO – 6.00 Uhr

Zum diesjährigen Pride-Wochenende präsentieren Wonderworld zusammen mit Zurich Pride Festival am Samstag, 20. Juni 2015 Antarctica. Auch wenn der Name kalte Temperaturen vermuten lässt, so ist es nicht nötig, sich allzu warm anzuziehen. Frei nach dem diesjährigen Pride-Motto «Gleichstellung ohne Grenzen» ist eine heisse und unvergessliche Nacht auf drei Dancefloors garantiert. Auf dem Mainfloor heizen DJ Ajaxx (CH), DJ Frank Wild (USA) und DJ Danny Verde (I) dem Partyvolk ordentlich mit mitreissendem Progressive, House und Uplifting Tribal ein. DJ Wollana (CH) wird den Liebhabern der Disco- und Popmusik auf dem Disco/Pop-Floor sein heisses Set präsentieren. Auf dem dritten Dancefloor heisst es Come Together, wo She-DJ Jasmin (D) und She-DJ X-CHILD (CH) ihr Bestes hinter dem Turntable geben.

Antarctica Pride-­Samstag, 20. Juni 2015 im Club X-TRA Limmatstr. 118 Zürich Lasse dir diesen Event der Sonderklasse nicht entgehen. Weitere Informationen dazu auf www.wonderworldparty.com oder Facebook/Wonderworld.

Vorverkauf Es wird empfohlen, den Vorverkauf zu nutzen. Tickets sind erhältlich bei: www.ticketino.ch, Cranberry Bar, Les Garçons, Männerzone, Ministry of Kink und Moustache Sauna. Oder auf dem Festivalplatz am Zurich Pride-Infostand. VIP-Tickets sind erhältlich und Lounges können gemietet werden.

Ein Stillstehen ist schlichtweg nicht mehr möglich. Die beeindruckenden Wonderworld Dancers sorgen für weitere Unterhaltung. Abgerundet wird das spektakuläre PartyEvent mit einer eisigen Special-Deco und imposanter Light- und Lasershow, sowie einer Chillout/Dark Area.

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Unterstützung mit Pride! Der Verein ist eine Non-Profit-Organi­sa­ tion und Jedermann/-frau arbeitet ehrenamtlich und unentgeltlich, um dieses Festival auf die Beine zu stellen. Wir danken unseren Sponsoren und Gönnern aus allen Bereichen der Gesellschaft, damit ein Teil der Finanzierung gesichert ist. Ein weiterer Teil der Finanzierung sind die Mitgliederbeiträge und Spenden, die der Verein erhält. Und hier kommt ihr ins Spiel. Der grösste LGBTI-Event der Schweiz braucht deine Unterstützung. Bankverbindung: Zürcher Kantonalbank IBAN: CH09 0070 0110 0034 4530 7

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EIN GROSSES MERCI An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen für den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz an der Zurich Pride bedanken. 54 |

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MagentaMitgliedschaft Magenta-Mitglieder unterstützen den Verein Zurich Pride Festival grosszügig. Der Mitglieder-Beitrag und die Unterstützung als Magenta-Mitglieder betragen zusammen mindestens CHF 300.–. Wir danken allen diesen Mitgliedern ganz herzlich für die grosszügige finanzielle Unterstützung: André Kiser | Andreas von Rosen | Monika Pachera | Karin Grundböck Natascia Tuttobene | Oliver Fritz | Pierre-André Francesio | Roger Heinrich | Stéphane Gerber | Werner Neth | BBC butterbarcafe, Gossau | Kalkbreite Optik, Zürich | rolf meier reisen, Neuhausen |

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Das Ausgehmagazin für das schwul-lesbische Bern

Ausflüge, Themenabende, Konzerte, Diskussionen, Feste u.v.m.

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Berner Jugendgruppe für schwule und bisexuelle Jungs

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Verein Zurich Pride Festival 365 Tage Pride

Der Verein «Zurich Pride Festival» vereint Freundinnen und Freunde der LGBT-Pride in Zürich. Als Non-Profit-Organisation fördern und fordern wir die Akzeptanz der Lebensweise von lesbischen, schwulen, bi-sexuellen und Transgender-Menschen im Alltag. Dazu organisiert der Verein eine Zurich Pride Week mit diversen Aktivitäten und als Höhepunkt das zweitägige Festival mit einem politischen Demonstrationsumzug durch die Zürcher Innenstadt. Setze dich für die Community ein Mit deinem Engagement und deiner Mitgliedschaft in einem LGBT-Verein unterstützt du nachhaltig die LGBT-Community der Schweiz. Sei auch du ein Teil unserer aktiven Bewegung, die sich für deine Anliegen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport einsetzt.

Mitgliedschaft Der Verein ist als Non-Profit-Organisation auf seine Mitglieder und ihre jährlichen Beiträge angewiesen. Dank dieser Unterstützung kann der Verein die Pride-Week und das Festival mit seinen vielen Veranstaltungen und den wichtigen politischen Botschaften durchführen. Mitglieder wirken an der Generalversammlung aktiv mit und bestimmen die Richtung des grössten LGBT-Anlass der Schweiz mit. Mit seiner breiten Mitgliederbasis will sich der Verein Zurich Pride Festival in der gesamten Community abstützen und den Bedürfnissen der verschiedenen Lebensformen sexueller Orientierungen gerecht werden. Zurich Pride Festival Association Become a member The Zurich Pride Festival is a nonprofitorganisation with the purpose to promote acceptance for the LGBT-way of life by organizing Zurich Pride Week. Only through our members’ financial support we have the possibility to organize this festival with its important political message. Members have several advantages and can actually influence the association’s way of working at the annual general meeting. To become a member visit our website. www.zurichpridefestival.ch

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