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20 Jahre Pride in Zßrich Festival-Programm | 8.–15. Juni 2014

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Inhalt Vorwort Stadtpräsidentin Zürich

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Vorwort Präsident Zurich Pride Festival

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Leitartikel – Zurich Pride Festival

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Transgender Network Switzerland

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Interview mit Andrea Caroni

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Pride Week

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Diskussion: «Nächstenliebe andersrum»

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BOYAHKASHA – Bangerz

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Redaktion Alan Sangines David Reichlin Edvin Caminada Curdin Baselgia

Pride/WM Mash-Up @ Helden

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Balkan Gay Night – Official Pride Party

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Where is Ms.X?

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Grafik Mark Frederick Chapman

Volunteers Gesucht

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Zurich Pride Parade

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Herausgeber Verein Zurich Pride Festival 8021 Zürich Gesamtverantwortung Curdin Baselgia

Textüberarbeitung Dr. Martin Stewen Finanzen Natascia Tuttobene Anzeigenverkauf Sebastian Rüttimann Curdin Baselgia Natascia Tuttobene

Festivalgelände 35 Wonder World in Space – Official Pride Party

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Artists Pride Bühne

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Queeramnesty: «Besser Diktator als schwul»

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Sonntagsbrunch HAZ

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Druck FLYERKING Print&More Kriesbachstr.5, 8304 Wallisellen

Ökumenischer Gottesdienst

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Gesundheit: «Wir sind HIV neutral!»

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Auflage 10‘000 Ex.

Verein Zurich Pride Festival

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Unterstützung mit Pride!

Der Verein ist eine Non-Profit-Organisation und Jedermann/-frau arbeitet ehrenamtlich und unentgeltlich, um dieses Festival auf die Beine zu stellen. Wir danken unseren Sponsoren und Gönnern aus allen Bereichen der Gesellschaft, dass damit ein Teil der Finanzierung gesichert ist. Ein weiterer Teil der Finanzierung sind die Mitgliederbeiträge und Spenden, die der Verein erhält. Und hier kommt ihr jetzt ins Spiel. Der grösste LGBTI-Event der Schweiz braucht deine Unterstützung. Bankverbindung: Zürcher Kantonalbank, IBAN: CH09 0070 0110 0034 4530 7 zurichpridefestival.ch

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vorworT

20 Jahre Zürich Pride Festival Seit 1994 findet alljährlich im Juni in Zürich ein Umzug mit anschliessendem Festprogramm statt. Der so genannte Christopher Street Day (CSD) wird in vielen Städten der Welt gefeiert und heisst heute vielerorts Pride. So auch in unserer Stadt. Anlass für den CSD war die Polizeirazzia in der Bar «Stonewall Inn» an der Christopher Street im New Yorker Greenwich Village am 28. Juni 1969. Zum ersten Mal nahmen damals Queers, Butches, Transgenders, Dragkings und Dragqueens als von der «guten Gesellschaft» unerwünschte und an den Rand gedrängte Menschen, Schwarze und Weisse, das Heft selbst in die Hand. Sie wehrten sich gegen das regelmässig stattfindende Ritual der Polizeirazzien. Seitdem ist die LGBT-Welt nicht mehr dieselbe. 1994 wurde der Zürcher Verein «25 Jahre Stonewall» gegründet. Er organisiert seither das Zürich Pride Festival. Ich gratuliere herzlich zum 20-jährigen Jubiläum: Es gibt Grund, stolz zu sein. Stolz auf die Transmenschen, auf die Lesben und die Schwulen, die für gleiche Rechte gekämpft haben und sich auch heute noch dafür einsetzen. Stolz auch auf die offene, vielfältige und farbige Stadt Zürich. Schwule, Lesben und Transmenschen müssen sich nicht mehr verstecken. Sie sind präsent und sichtbar. Aber gleiche Rechte und gleiche Anerkennung sind auch bei uns noch

nicht ganz erreicht, geschweige denn anderswo. Gerade heute wächst in gewissen Ländern eine wieder zunehmend ablehnende Haltung gegenüber Menschen mit einer «anderen» sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. In afrikanischen Staaten und in Russland beispielsweise werden Homosexuelle verfolgt, in Frankreich gehen Hunderttausende gegen die «Homo-Ehe» auf die Strasse. Die Forderung nach gleichen Rechten und nach Anerkennung für die Vielfalt der Menschen und ihrer Lebensentwürfe ist per Definition universal. Wenn diese Rechte nicht für alle gelten, dann gibt es sie nicht. Gleichberechtigung kann nicht an bestimmte Gruppen oder an Landesgrenzen gebunden werden.

Corine Mauch ist seit Frühling 2009 Stadtpräsidentin von Zürich. Sie ist Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und lebt zusammen mit ihrer Partnerin seit über 25 Jahren in Zürich. Einer ihrer ersten öffentlichen Auftritte als Stadtpräsidentin war die Eröffnung der Zürcher EuroPride 2009.

In diesem Sinne begrüsse ich alle Besucher_ innen des Zürich Pride Festivals in der Stadt Zürich. Ich freue mich, dass Sie hier die Gegenwart feiern, die Vergangenheit sichtbar machen und der Forderung nach gleichen Rechten für alle Menschen – wen immer sie lieben, wie immer und wo auch immer sie leben – Nachdruck verleihen. Corine Mauch Stadtpräsidentin zurichpridefestival.ch

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Jetzt erst recht! Maintenant plus que jamais! Adesso più che mai! Now more than ever! Von 1978 bis 1989 gab es in den grösseren Städten der Schweiz verschiedene jährliche Aktionen, die unter dem Namen Christopher-Street-Day durchgeführt wurden. Die ersten Demonstrationen waren Unterschriftensammlungen und hatten die konkrete Forderung an die Politik und die Justiz, dass die Homo-Register in den einzelnen Städten gestrichen und vernichtet werden. Seit 1994 findet in Zürich alljährlich das Zurich Pride Festival statt (bis 2008 ebenfalls unter dem Namen Christopher-Street-Day). In jedem Jahr wird vom OK ein Schwerpunktthema gewählt, um so der Bevölkerung unser Anliegen nach sozialer Akzeptanz und rechtlicher Gleichstellung anhand verschiedener Themen konkret aufzeigen zu können. Im Jahr 2014 wollen wir zusammen mit allen LGBT-Organisationen der Schweiz darauf aufmerksam machen, dass wir schon einiges erreicht haben: Als Beispiel ist uns allen die vor neun Jahren gewonnene Volksabstimmung zum Partnerschaftsgesetz in frischer Erinnerung. Nur stelle ich heute in Gesprächen mit den LGBT-Organisationen fest, dass vielerorts die Luft draussen ist, dass die Leute bequem geworden sind. Es wird immer schwieriger, Leute für Freiwilligenarbeit zu begeistern und die vielen tollen und kreativen Ideen, die vorhanden sind, umzusetzen. Denn es ist

heute möglich, sein Leben diskret schwul oder lesbisch zu führen, ohne irgendwo anzuecken – das dank vieler Stunden Engagement und entschlossenem Willen unserer Vorgängergenerationen! Vergessen – oder noch schlimmer: gar ausgeblendet wird dabei, dass wir auch heute noch an verschiedenen Themen KÄMPFEN müssen: Fehlendes Adoptionsrecht, höhere Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen, das seit Kurzem etwas aufgeweichte Tabuthema Homosexualität im Sport, Outing bei der Arbeit und die vom Bundesrat befürwortete Festlegung der Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau sind die Themen im Jahr 2014!

David Reichlin ist Präsident des Vereins Zurich Pride Festival

Jetzt erst recht! soll diesen Missstand aufzeigen und möglichst viele Leute zuerst zum Nachdenken, danach zum Agieren anregen. Ich danke herzlich allen Personen, die sich (teilweise schon jahrelang) für unsere Anliegen einsetzen, im Speziellen meinem Vorstandsteam, der ganzen OK-Truppe und allen, die uns in ideeller, finanzieller oder tatkräftiger Art und Weise unterstützen und das Zurich Pride Festival 2014 überhaupt erst möglich machen.

Dankeschön für euren tollen Einsatz! David Reichlin zurichpridefestival.ch

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Die Schweiz und die Community: Es ist kompliziert Die Schweiz und ihre Lesben, Schwulen, Bi­ sexuellen und Transmenschen (kurz LGBTs) – eine Beziehung mit Höhen und Tiefen. Mit 53,8% entschieden die Schweizer Stimmbürger (die -bürgerinnen waren leider noch nicht stimmberechtigt) 1938, Homosexualität als Strafbestand aus dem Strafgesetzbuch zu kippen. Mit diesem Volksentscheid, dessen Resultat 1942 in Kraft trat, war die 8 |

Schweiz eines der ersten Länder der Welt, das die Homosexualität entkriminalisierte, und galt damit ab sofort als eines der fortschrittlichsten Länder in Bezug auf die Rechte von Homosexuellen. Dennoch sahen sich LGBTs immer wieder mit Schikanen konfrontiert. In den 60er-Jahren legte die Zürcher Stadtpolizei das berüchtigte Schwulenregister an, mit welchem Homosexuelle registriert und überwacht wurden. Dieses Auf und Ab ist bis heute ein wesentliches Merkmal im Verhältnis der Schweiz zu ihrer LGBT-Community geblieben. 1994 – Geburtsjahr der alljährlichen Pride Demonstration Seit 1994 ist die jährlich stattfindende Zurich Pride (auch bekannt unter dem Namen Christopher Street Day) nicht mehr aus der Stadt Zürich wegzudenken. Inspiriert von den

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Krawallen die 1969 von der New Yorker Schwulenbar Stonewall Inn (an der Christopher Street) ausgegangen waren und der daraus entstandenen Christopher Street Day-­ Bewegung, demonstrierten auch in Zürich Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transmenschen und ihre Freunde aus der ganzen Schweiz für gleiche Rechte. Die Aufmerksamkeit der Medien war dem Anlass sicher, womit er bis heute als bedeutende Plattform für die Platzierung wichtiger Botschaften gilt. von A wie Arbeit bis Z wie Zukunftspläne Im Jahr 2000 kämpfte die Pride dafür, dass auch Homosexuelle eine Aufenthaltsbewilligung für ihre ausländischen Partner erhielten. Unter dem Motto «Work together» enga­ gierte sich die Pride im Jahr 2001 für ein besseres Klima am Arbeitsplatz und wurde dabei mit einer bis heute Begeisterung auslösenden Rede des damaligen Bundespräsidenten Moritz Leuenberger unterstützt. Mit dem überdeutlichen Motto «Go for Yes!» warb die Pride 2005 für ein Ja bei der Volksabstimmung zum Partnerschaftsgesetz – das schliesslich mit einem Ja Anteil von 58% vom Stimmvolk angenommen wurde. Den Organisatorinnen und Organisatoren der Pride gelang es schliesslich in 2009, die EuroPride nach Zürich zu holen. Während konservative Kreise Unterschriften für deren Verbot sammelten und in ihrer Verzweiflung für Regen beteten, wurde die EuroPride zu einem tollen Erfolg, an welchem auch Tausende von Unterschriften für eine Petition für Adoptionsrechte von homosexuellen Paaren zusammenkamen. Einen Blick über den Tellerrand wagte die Pride 2012, als sie in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation Queeramnesty unter dem Motto «Welcome

to Reality» daran erinnerte, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in zahlreichen Ländern der Welt verfolgt werden. Damals trat auch die Menschenrechtsaktivistin Kasha J. Nabagesera aus Uganda auf und hielt eine kämpferische Rede gegen die Stigmatisierung von LGBTs. Im Jahr 2013 machte die Pride deutlich, dass in unserem Land alle Familien gleich viel zählen müssen, und demonstrierte, angeführt von einem Kinderzug und dem Dachverband Regenbogenfamilien, unter dem Motto «All Families Matter» für Adoptionsrechte von LGBTs. Braucht es die Pride noch? Die Community der Schwulen, Lesben, Bi­ sexuellen und Transmenschen hat in den letzten Jahren in der Schweiz und weltweit dank hartnäckigem Einsatz wichtige Errungenschaften in Sachen Gleichstellung erzielt. Dies hat dazu geführt, dass sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Community immer wieder Stimmen laut werden, die anzweifeln, dass es eine Demonstration für Gleichstellung überhaupt noch braucht. Die Kritik reicht von der Befürchtung, die Pride vermittle ein falsches Bild, bis hin zur Einschätzung, die Schweiz sei so fortschrittlich, dass keine Demonstration für unsere Rechte mehr nötig sei. Ist 2014 also der richtige Zeitpunkt, um nach 20 Jahren Pride Adieu zu sagen?

Leitartikel von Alan David Sangines Vize-Präsident/ Leiter Ressort Politik zum 20-jährigen Zurich Pride Festival

Errungenschaften verteidigen – Gleichstellung erreichen Diese Stimmen beweisen vor allem eines: Die Pride braucht es «Jetzt erst recht!» An diesem Jubiläum müssen wir einmal mehr darauf hinweisen, wie wichtig die Demonstration für absolute Gleichstellung ist, und zwar zurichpridefestival.ch

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schweizweit. Zusammen mit der Romandie und dem Tessin werden wir durch die Zürcher Innenstadt marschieren und lautstark aufzeigen, dass die Kritik vom falschen Bild unberechtigt und die Einschätzung zur rechtlichen Situation komplett verkürzt ist. Zürich Pride Festival ist Partner der Kundgebung «Ehe für alle» anlässlich des dies­jährigen IDAHOTs am 17. Mai 2014 um 14:00 Uhr in Bern, Münsterplatz. Mach mit und setze gemeinsam mit LGBT-Organisationen sowie Politiker_innen von links bis rechts ein starkes Zeichen für die An­erkennung und Gleichberechtigung von LGBT-Menschen in der Schweiz. Unterstütze diese Veranstaltung durch deine Präsenz und lade Freund_innen und Familie ein.

Zweitklassige Ehe Das vermeintlich fortschrittliche Partnerschaftsgesetz entpuppte sich mit der Zeit als Ehe zweiter Klasse. Auch wenn dieses Gesetz LGBT-Paaren erlaubt, sich gegenseitig rechtlich abzusichern, so bleibt die Frage, warum ein solches Sondergesetz für homosexuelle Paare überhaupt nötig ist und warum wir stillschweigend tolerieren, wenn die Politik darauf insistiert, dass die Ehe heterosexuellen Paaren vorbehalten bleiben soll. Unsinniges Adoptionsverbot Selbst wenn homosexuelle Paare alle Anforderungen erfüllen, verwehrt das Gesetz ihnen bis heute ein Adoptionsrecht. Das Parlament hat eine zaghafte Öffnung vorgenommen und den Bundesrat beauftragt, zumindest die Stiefkindadoption zu erlauben, die Adoption also dann zuzulassen, wenn eine Person bereits ein leibliches Kind in die Beziehung mitbringt. Einmal mehr ein Kompromiss, den wir eingehen müssen, um die bereits bestehenden Regenbogenfamilien abzusichern. Und nur schon für diesen Kompromiss wird die LGBT-Community und ihre Freunde aufgrund des zu erwartenden Referendums in einer Volksabstimmung um jede Stimme kämpfen müssen. Asyl, Diskriminierung, Sport, Suizid Weiter ist die Suizidgefährdung bei homo­ sexuellen Jugendlichen noch immer um ein Vielfaches höher als bei heterosexuellen

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Gleichaltrigen. Im Spitzensport ist das Thema Homosexualität tabu und Transmenschen sind praktisch inexistent. In der Arbeitswelt ist eine zaghafte Enttabuisierung zu spüren, dennoch ist es noch ein weiter Weg, bis das Outing nicht mehr zum Karrierekiller werden kann. Trotz den grausamen Verfolgungen, die LGBTs weltweit erleiden, ist die humanitäre Schweiz sehr restriktiv, wenn es um Asylgewährung für Menschen geht, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität aus ihrem Heimatland flüchten mussten. Und während die öffentliche Diskriminierung von Rassen oder Reli­ gionen in der Schweiz gesetzlich verboten ist, gilt dies nicht für Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität. Stillstand heisst Rückschritt Auf dem Erreichten zu verharren, bedeutet also nichts weiter, als all die existierenden Ungleichheiten achselzuckend hinzunehmen, und so das Feld für Rückschritte zu ebnen. Und der Rückschritt steht bereits mit einem Bein in der Tür: Das Parlament berät zurzeit eine Volksinitiative, welche neben steuerlicher Entlastung für Ehepaare gleichzeitig – einfach so mal schnell – die Ehe als Ver­ bindung zwischen Mann und Frau in der Schweizer Bundesverfassung verankern will. Während die westliche Welt darüber debattiert, ob die Ehe auch für homosexuelle Paare geöffnet werden soll, sie oder dies bereits ermöglicht hat, diskutiert die Schweiz also darüber, unsere Bundesverfassung mit einer diskriminierenden Ehedefinition zu verunstalten. Während selbst die konservativsten Bundesstaaten der USA entsprechende Ehedefinitionen als diskriminierend betrachten und deswegen aus ihren Verfassungen kip-

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pen, erachtet eine Mehrheit des Bundesrats diese Definition als völlig in Ordnung und unserer Verfassung würdig. Die Schweiz wäre somit eines der letzten Länder der westlichen Hemisphäre, die eine solch rückständige Ehedefinition auf Verfassungsebene verankert haben. 1942 galt die Schweiz aus LGBT-Sicht noch als eines der fortschrittlichsten Länder der Welt; mit einer so konservativen Ehedefinition in unserer Verfassung würde die Schweiz 73 Jahre später zu einem der rückständigsten Länder des Westens werden – wollen wir das? Gipfel der Gleichstellung erklimmen Die LGBT-Community hat im Kampf um ihre Rechte dank Hartnäckigkeit und Entschlossenheit einen steilen Weg zurückgelegt. Der Gipfel ist aber noch nicht erklommen. Und sich auf einem steilen Weg auszuruhen, be-

deutet nichts weiter, als früher oder später abzurutschen und auf der hart erkämpften Strecke zurückzufallen. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen. Mag der Weg noch so steinig sein und der Gegenwind uns noch so eisig ins Gesicht blasen: Wir müssen jetzt erst recht aufzeigen, dass wir geeint, beharrlich und entschlossen den Gipfel der absoluten Gleichstellung erklimmen werden. Lasst uns auch dieses Jahr wieder am Zurich Pride Festival wieder der gesamten Schweiz zeigen, dass vom Ostschweizer Bären bis zur welschen Drag Queen die gesamte Community und ihre heterosexuellen Alliierten «jetzt erst recht» bis zur vollständigen Gleichstellung und absoluten Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen weltweit kämpfen werden. Sei auch du Teil dieser Botschaft und besuche das Zurich Pride Festival 2014!

Schwule Architekten, Banker, Baumeister, Chemiker, Designer, Event-Manager, Fabrikanten, Gartengestalter, Goldschmiede, Grafiker, Hoteliers, Ingenieure, Journalisten, Juristen, Küchenbauer, Künstler, Kuratoren, Lehrer, Manager, Neurochirurgen, Opernsänger, Piloten, Pianisten, Physiker, Professoren, Regierungsräte, Steuerexperten, Travelagenten, Übersetzer, Unternehmensberater, Versicherungsbroker, Webdesigner, Yogalehrer, Zahnärzte, Zivilstandsbeamte wurden gute Freunde durch Network.

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T r a n s g e n d e r n et w o r k S w it z e r l a n d

Trans Rechte – jetzt! Sarah, eine 23-jährige Restaurateurin, steht kurz vor dem Abschluss der Fachhochschule. In der Zeit zwischen den Abschlussprüfungen und einem erhofften Stellenantritt plant sie, geschlechtsangleichende Operationen vor­neh­ men zu lassen. Damit sie in den Stellenbewerbungen gleiche Chancen hat wie ihre Schulkolleg_innen, will sie alle ihre Zeugnisse auf Sarah ändern lassen und auch amtlich als Frau anerkannt werden. Eigentlich wäre alles bestens geplant, so Die Dame am Schalter war offensichtlich dass sie neben der verwirrt über den jungen Mann, der vor ihr Transition auch gesass. Dieser hatte zwar einen männlichen Vornamen, aber war laut Personenstand nug Zeit zum Lernen «weiblich». «Das geht aber nicht!», blaffte auf die Schlussprüsie mich an. Worauf ich ruhig antwortete: fungen hätte. Da er­ «Doch natürlich, es steht doch da.» Nun verschwand sie für einige Minuten, hält sie einen ver­ um den ungeheuerlichen Sachverhalt abzuhängnisvollen Brief klären. Als sie zurückkam, ging es offenbar doch, und sie trug mich im Register ein, von ihrer Kranken­ jedoch nicht ohne die Zusatzbemerkung: kasse: Die Kosten für «Es wäre gut, wenn sie den Personenstand auch möglichst schnell ändern könnten. die Operation werEs wäre viel einfacher für Sie.« «… oder für den nicht übernomSie», dachte ich, und ging. men, sie sei noch zu Moritz, 28, Transmann jung. Sarah versteht die Welt nicht mehr, lebt sie doch seit Jahren als Frau und hat auch eine psychiatrische Bestätigung eingereicht, dass die Operationen sehr wichtig seien für sie. Für Sarah bricht eine Welt zusammen. Wenn sie die Operation nicht vornehmen, wird das Gericht die Änderung von Name und 12 |

amtlichem Geschlecht nicht genehmigen. Und ohne diese weigert sich die Fachhochschule, ihre Abschlusszeugnisse auf Sarah auszustellen. Ihr Lehrbetrieb war bereits vor drei Jahren einsichtiger und stellte ihr das Arbeitszeugnis auf ihren weiblichen Namen aus. Wie soll sie sich mit einem so uneinheit­lichen Dossier je erfolgreich bewerben? Ganz zu schweigen davon, dass ohne die amtlichen Änderungen auch keine definitive Befreiung von den Ersatzzahlungen ans Militär möglich sein wird, sie keinen Pass hat, mit dem sie sich über die Grenze getraut, jeder eingeschrie­bene Brief, jeder Kontakt mit ihrem Telefon­anbieter, der Versicherung, der Bank, usw. sehr intime Erklärungen erzwingt. Verzweifelt wendet sich Sarah an die Rechtsberatung von TGNS. Dort kennt man sowohl jedes einzelne Puzzlestück ihrer Geschichte als auch ähnliche Problemanhäufungen bestens: Die Rechts­beratung erhält jeden zweiten bis dritten Tag eine neue Anfrage – Tendenz steigend. Zwang zur Sterilisation Wie das Beispiel zeigt, ist die Änderung von Name und offiziellem Geschlecht enorm wichtig im Alltag von Transmenschen. Doch diese vom Gericht zu bekommen, ist oft sehr schwer. So werden Transmenschen heute in der Schweiz noch zu (sterilisierenden) Operationen und Hormontherapie gezwungen –

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Der Verein Transgender Network Switzerland, kurz TGNS, ist die 2010 gegründete schweiz­ weite Lobbyorganisation von und für Transmenschen. Trans* steht für transgender, trans­ sexuell, transident – und alle Anderen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde, nicht identifizieren können. transgender-network.ch

Einen eingeschriebenen Brief abholen, ein Paket oder etwas anderes, wird zu einem manchmal unkontrollierbaren Stressmoment, da man sich systematisch rechtfertigen muss und das vor allen anderen Kunden ohne jegliche Diskretion sowie ohne Respekt vor der Privatsphäre. Die Lösung: einer Vertrauensperson die Vollmacht geben, auf dass sie die Dokumente abholt und man so den Stress und die permanente Erniedrigung des Postbesuchs (Abholen von Paketen, eingeschriebenen Briefen, Geld, ...) los wird. J.

obwohl dies nicht mit der Bundesverfassung vereinbar ist. Erst wenige Gerichte haben sich bisher von dieser menschenrechtswidrigen Praxis verabschiedet. Was das jeweilige Gericht von dem einzelnen Transmenschen aber verlangt, wieviel das Ganze kostet, wie lange es dauert, etc., all diese Fragen handhabt heute jedes Gericht, wie es gerade will. Dadurch sehen sich Transmenschen einer grossen Unsicherheit ausgesetzt. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Argentinien. Dort ist das Recht auf die Anerkennung der eigenen Geschlechtsidentität gesetzlich klar geregelt. Für die rechtliche Anerkennung braucht es nur den Antrag der Person. Auch ein psychiatrisches Gutachten – und damit zwingend die Diagnose, psychisch gestört zu sein – verlangt Argentinien im Unterschied zur Schweiz nicht.

Willkür der Krankenkassen Brauchen und wollen Transmenschen eine körperliche Angleichung, so müssen sie oft gegen die Krankenkasse ankämpfen. Das Bundesgericht hat zwar schon vor langem entschieden, dass alle notwendigen Angleichungsmassnahmen bezahlt werden müssen, jedoch erst ab 25 Jahren, nach zwei Jahren psychiatrischer Begleitung und nur in der Reihenfolge Psychiater, Hormone, Operationen, alles weitere wie z.B. Bart-Epilation. Auf der Basis von diesen 20 Jahre alten Urteilen weigern sich die Kassen auch heute noch vor allem bei unter 25-Jährigen, die Kosten zu übernehmen. Die medizinischen Behandlungs­ standards hingegen empfehlen diese Altersgrenze längst nicht mehr. Genauso wie diese Standards keine psychiatrische Begleitung zurichpridefestival.ch

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Da ich meine ID noch nicht ge­ändert hatte, verweigerte die SBB mir, das Halbtax zu ändern. Ich war enttäuscht, da ich mich bei jeder Kontrolle im Zug zwangsouten musste. Das war für mich sehr unangenehm, da ich die Leute ja nicht kenne, die mich kontrollieren, und ich nicht einschätzen kann, wie sie reagieren. Melanie, 21, Transfrau

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mehr vorschreiben. Für diese zwingenden zwei Jahre Psychiaterbesuch ist die Schweiz vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden. Die medizinischen Fachleute haben auch längst anerkannt, dass Transmenschen bestens selber wissen, wann sie welche Behandlung brauchen und in welcher Reihenfolge. Kurz: Die Krankenkassen sollten ihre Praxis dringend updaten statt regelmässig ohne stichhaltigen Grund Gesuche abzulehnen. Ein elementares Problem für Transmenschen ist überdies, dass die Grundversicherungen die Kosten für Operationen im Ausland nicht übernehmen. Denn insbesondere Genitaloperationen werden in der Schweiz so selten gemacht, dass die Chirur­ gen keine genügende Qualität anbieten können. Die Folgen davon sind nicht selten unzählige Korrektureingriffe, Verlust von Funktionalität bis hin zu Arbeitsunfähigkeit oder Suizid(gedanken). Dabei gäbe es im Ausland Spezialisten, die diese Operationen in guter Qualität anbieten, da sie die notwendige Routine haben. «Nach der Operation stellen wir sie wieder ein» Mit dieser unverblümt transphoben Aussage erhielt ein Transmann die Entlassung von seinem Arbeitgeber. Immer wieder wenden sich Transmenschen an die Rechtsberatung von TGNS mit Problemen mit ihrem Arbeitgeber: Diskriminierende Kündigungen, Weigerung, das Arbeitszeugnis auf den neuen Namen auszustellen, Verbot, die Toilette entsprechend der Geschlechtsidentität zu benutzen, Weigerung, die Emailadresse etc. zu ändern – die Liste liesse sich noch deutlich verlängern. Obwohl das Recht, insbesondere auch das Gleichstellungsgesetz, Transmenschen schützt, erleben sie oft Diskriminierungen und

psychische Verletzungen in der Arbeitswelt. Wer überhaupt eine Arbeitsstelle hat, ist in der Minderheit: In einer Studie zur Situation in der Schweiz gaben 20 % an, arbeitslos zu sein, und 40 % selbständigerwerbend. Viele Probleme, die sich von Arbeitgebern stellen, treffen auch bereits Schüler_innen, die sich outen. Die Volksschule darf niemanden aufgrund der Geschlechtsidentität diskriminieren. Sind sie noch minderjährig, so ist die Schule verpflichtet, das Kindeswohl zu unterstützen. Dazu gehört auch die Anerkennung der Geschlechtsidentität des Kindes/ Jugendlichen. Und doch werden Trans-Schüler_innen von der Volksschule geschmissen, ihre Zeugnisse nicht angepasst, es wird ihnen verboten, entsprechend dem Geschlecht zu leben, in dem sie sich wohlfühlen, usw. Ins­ besondere das Verbot, das passende WC zu benutzen, kann massive gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Denn um den Gang auf die Toilette zu verhindern, hilft nur eins: weder essen noch trinken. Back to no future? Transmenschen, die in der Schweiz Asyl beantragen, weil sie aufgrund ihrer Geschlechts­ identität bedroht sind, können Asyl erhalten. Doch auch, wenn sie aus einem Land kommen, in dem regelmässig Transmenschen ermordet werden, wenn sie selbst bereits Opfer von Gewalt geworden sind oder in einer transphoben Gesellschaft leben, in der sie keine Chance haben, entsprechend ihrer Geschlechtsidentität leben zu können, kann sie die Kaltherzigkeit eines ablehnenden Entscheides treffen.

Trans Rechte jetzt – weil das Recht schon viel zu lange verletzt wird.

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Menschenrechte

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Andréa Dind Dey

Maintenant plus que jamais. Maintenant, sur ma nouvelle carte d’identité on peut y lire mon nouveau prénom, Andréa. On peut y lire aussi que je suis de sexe féminin.

Auf meiner neuen Identitätskarte kann man jetzt meinen neuen Vornamen lesen, Andréa. Man kann da auch lesen, dass ich weiblichen Geschlechts bin.

Maintenant plus que jamais, je suis consciente du pouvoir et de la sécurité que confère cette petite carte plastifiée.

Mehr als je zuvor bin ich mir jetzt der Macht und der Sicherheit bewusst, welche diese kleine Plastikkarte verleiht.

Maintenant plus que jamais, je me sens libre d’être moi-même et fière de ma nouvelle condition.

Mehr als je zuvor fühle ich mich jetzt frei, ich selbst zu sein, und stolz auf meine neue Situation.

Maintenant plus que jamais, je peux vivre mon genre sans restrictions, ni craintes de toutes sortes, qu’elles soient fondées ou pas.

Mehr als je zuvor kann ich jetzt mein Geschlecht ohne Einschränkungen leben – wie auch ohne Ängste aller Art, ob diese nun begründet waren oder nicht.

Maintenant plus que jamais, je ne laisserais plus personne me manquer de respect ou simplement sous-estimer ma singularité. Maintenant plus que jamais, je peux m’affirmer et affronter l’avenir avec confiance et sérénité. Maintenant plus que jamais, je porte un regard bienveillant sur l’autre, l’étranger, celui qui n’est pas comme tout le monde. Maintenant plus que jamais, je remercie la Vie qui est si belle et si cruelle à la fois, distribuant bonheur et souffrance sans distinction.

Mehr als je zuvor werde ich jetzt niemandem mehr die Gelegenheit geben, sich mir gegenüber respektlos zu verhalten oder auch nur meine Einzigartigkeit geringzuschätzen. Mehr als je zuvor kann ich jetzt Flagge zeigen und der Zukunft mit Vertrauen und Ruhe entgegenschreiten. Mehr als je zuvor habe ich jetzt einen wohlwollenden Blick auf das/den Andere/-n, das/den Fremde/n, den, der nicht ist wie alle. Mehr als je zuvor danke ich jetzt dem Leben, das zugleich so schön und so grausam ist – verleiht es doch Glück und Leiden ohne Unterschied. zurichpridefestival.ch

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I n te r v ie w

Andrea Caroni

«Ich möchte eine Welt, in der jeder nach seiner Art glücklich werden kann» Andrea Caroni wird an der diesjährigen Zurich Pride eine politische Ansprache halten. Samstag, 14. Juni 17.00 Uhr auf dem Kasernenareal.

Sie sind ein heterosexueller Mann aus dem Kanton Appenzell Ausserhoden, der sich für die Community engagiert. Woher kommt Ihr Engagement? Aus meiner liberalen Grundhaltung. Ich möchte eine Welt, in der jeder nach seiner Art glücklich werden kann. Voltaire sagte: «Ich teile Ihre Ansicht nicht, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie sie haben können.» Das gilt sinngemäss natürlich auch für die sexuelle Orientierung. Es ist eine unglaubliche Anmassung, wenn Menschen andern ihr Privatleben vorschreiben wollen. Als Nationalrat aus dem Kanton Appenzell Ausserhoden kennen Sie das viel beschworene Stadt-Land-Gefälle aus erster Hand. Wie erleben Sie die Situation von sexuellen Minderheiten und Transmenschen in ländlichen Gebieten? An der Kanti hatte ich einen Mitschüler, der sich als Frau fühlte und Namen und Kleidung änderte. Das fanden wir als Teenies zwar etwas speziell, aber die Person wurde nach meinem Empfinden gut aufgenommen und konnte z.B. mit den Mädchen Sport treiben. Mir ist aber auch noch in Erinnerung, wie in meiner ansonsten sehr liberalen Ortspartei die Wogen beim Partnerschaftsgesetz erstaunlich hochgingen. Allgemein aber ist Appenzell Ausserrhoden ein sehr liberaler,

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offener und toleranter Kanton. Wir mögen Menschen, die ihren eigenen Weg gehen. Städtische Gebieten gelten als offen gegenüber sexuellen Minderheiten und Transmenschen, ländliche Gebiete als weniger offen. Haben Sie Tipps, um auch in ländlicheren Gebieten die Akzeptanz von sexuellen Minderheiten und Transmenschen zu fördern? Das Gebiet, das ich am besten kenne, ist Appenzell Ausserrhoden, und das ist wie gesagt sehr offen. Was aber wohl auch bei uns schwierig wäre, wäre eine schillernde Zurschaustellung, z.B. eine «Ausserrhoden Pride». Auf dem Land ist damit also wohl eher etwas Zurückhaltung angebracht, aber man sollte sich nicht in der normalen Lebensführung einschränken lassen. Der Kanton Appenzell Ausserhoden hat in der Volksabstimmung zum Partnerschaftsgesetz die Vorlage mit 52,4% befürwortet. Andere Kantone, wie der Nachbarskanton Appenzell Innerhoden hat das Gesetz abgelehnt. Wie erklären Sie sich diese Unterschiede? Da spielt sicher die Religion hinein: Inner­ rhoden ist zu 80% katholisch, und die katholische Kirche tut sich ja bis heute sehr schwer mit der Homosexualität. Auch ist

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Innerrhoden allgemein etwas konservativer als Ausserrhoden, das darf man wohl so sagen. Die CVP will mittels Volksinitiative die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern. Was halten Sie davon? Das ist unnötig, es geht ja um die Heiratsstrafe. Ich setze mich in der Kommission für einen neutraleren Gegenvorschlag ein. Im Zuge der Diskussion rund um die erwähnte CVP Initiative wurden vermehrt Stimmen laut, die auch in der Schweiz eine Öffnung der Ehe gegenüber homosexuellen Paaren fordern, wie stehen Sie zu dieser Forderung? Ich bin für die vollständige rechtliche Gleichstellung. Ob man das aber «Ehe» nennen muss, weiss ich nicht – damit provoziert man nämlich viel, ohne etwas Materielles zu gewinnen. Sie haben sich im Nationalrat dafür eingesetzt, dass das Adoptionsverbot für eingetragene Partnerschaften zumindest für Stiefkinder aufgehoben wird. Was waren dabei Ihre Haupt­ argumente? Dass das Kindeswohl ausschlaggebend sein muss, und das hat mit der sexuellen Orientierung der Eltern per se nichts zu tun. Wenn ein homosexuelles Paar gute Eltern sind, sind sie gute Eltern wie andere auch.

Kompromiss «Stiefkindadoption» vorgeschlagen. Wie stehen Sie zur Volladoption? Ich kämpfe weiter für die Volladoption. Eine parlamentarische Initiative will die Rassismusstrafnorm um den Tat­ bestand der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung erweitern. Was halten Sie von diesem Vorschlag? Ich habe nach langem Ringen dagegen gestimmt, weil mir diese Strafnorm allgemein nicht passt. Dummheit lässt sich nicht verbieten. Das Verbot könnte Äusserungen sogar provozieren. Es gibt ja zudem den Schutz gegen persönliche Ehrverletzungen. Am wichtigsten finde ich die Aufklärung junger Menschen.

Nationalrat Andrea Caroni (1980) ist promovierter Jurist und Rechtsanwalt sowie Master in Public Administration (Harvard). Von 2008-2010 war er der persönliche Mit­ arbeiter von Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Heute arbeitet er als Anwalt in Herisau und als Lehrbeauftragter an der HSG. Seit er 19 ist, engagiert er sich politisch: 2000-2008 in Gemeindebehörden, 2007-2010 als Gründungspräsident der Jungfreisinnigen AR und seit 2011 als einziger Ausserrhoder Nationalrat. In Bern kämpft er für eine liberale Wirtschaftsund Gesellschafts­ politik. Er lebt in fester Beziehung und hat seit Februar 2014 eine Tochter.

Der ursprüngliche Vorschlag des Ständerates bezüglich Adoptionsrecht hätte eingetragenen Partnern auch die sogenannte Volladoption erlaubt. Um existierende Familien abzusichern, wurde der

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P r i d e Wee k

Eine Woche volles Programm Pfingstsonntag, 8. Juni 2014 13.30 Uhr Where is Ms.X? L-Punkt lädt ein, das Brettspiel Scotland Yard live in Zürich nachzuspielen. Weitere Infos Seite 31 Wo: Predigerplatz vor der Zentralbibliothek 22.00 Uhr «BOYAHKASHA BANGERZ – The Official Opening Pride Party – Hosted by SHIRLY» Wo: Plaza, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich Tickets: Cranberry Bar, Mini Bar & ES Collection Shop Infos: boyahkasha.ch | zurichpridefestival.ch

Montag, 9. Juni 2014 19.00 – 20.00 Uhr Gay Sport Zürich: Schwimm-Schnuppertraining Infos: robert@gaysport.ch | gaysport.ch 18.00 – 20.00 Uhr Gay Sport Zürich: Tennis-Schnuppertraining Infos: adrian@gaysport.ch | gaysport.ch 19.50 – 22.00 Uhr Gay Sport Zürich: Volleyball-Schnuppertraining Infos: peter@gaysport.ch | gaysport.ch

Dienstag, 10. Juni 2014 19.30 – 21.30 Uhr Gay Sport Zürich: Ringen-Schnuppertraining Anmeldung erforderlich: gaysport.ch/sportarten/ringen/kontakt.html 20 |

20.00 – 21.30 Uhr Gay Sport Zürich: Aerobic-Schnuppertraining Special Infos und Anmeldung: reto@gaysport.ch | gaysport.ch

Mittwoch, 11. Juni 2014 11.30 – 16.30 Uhr Vielfalt schafft Mehrwert – Eine Tagung zu Diversity in der Arbeitswelt Die Tagung präsentiert Beispiele, wie der Einsatz für Vielfalt im Betrieb Gewinn bringt für alle Seiten. Infos: vielfalt-schafft-mehrwert.ch Network | WyberNet | LOS | Pink Cross | TGNS 19.00 – 21.00 Gay Sport Zürich: Tennis-Schnuppertraining Infos: adrian@gaysport.ch | gaysport.ch 20.00 Uhr Pride | WM – Warmup in der Pride Week Mash-Up mit Miajica [BSL] – Freier Eintritt Wo: Helden Bar, Sihlquai 240, 8005 Zürich 20.00 – 21.00 Gay Sport Zürich: Schwimm-Schnuppertraining Ausdauer und Langstrecke (Schwimmen) Infos: robert@gaysport.ch | gaysport.ch 21.00 – 22.30 Gay Sport Zürich: Squash-Schnuppertraining Infos: bernd@gaysport.ch | gaysport.ch

Donnerstag, 12. Juni 2014 19.00 Uhr Podiumsdiskussion: Nächstenliebe andersrum – Sexuelle Vielfalt in den Kirchen Wo: Wasserkirche Zürich, Limmatquai 31 Weitere Informationen Seite 23

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19.30 Uhr Queeramnesty Podiumsdiskussion: Weissrussland: «Wunder & Wahnsinn» Anschliessend Party, Infos: www.queeramnesty.ch

14.00 Uhr Zurich Pride-Demonstrationsumzug durch die Innenstadt von Zürich mit Start am Helvetiaplatz und Ende am Werdmühleplatz.

19.30 – 21.30 Gay Sport Zürich: Badminton-Schnuppertraining Infos: darko@gaysport.ch | gaysport.ch

19.50 – 22.00 Gay Sport Zürich: Volleyball-Schnuppertraining 2. Mannschaft Infos: peter@gaysport.ch | gaysport.ch

Freitag, 13. Juni 2014 17.00 Uhr Zurich Pride Festival wird auf dem Kasernen­areal und Zeughaushof eröffnet. 19.00 Uhr Podiumsdiskussion – Ehe für alle? Wo: Zentrum Karl der Grosse in Zürich Veranstalter: Überparteiliches LGBTI-Netzwerk 20.00 – 21.15 Gay Sport Zürich: Schwimm-Schnuppertraining Infos: robert@gaysport.ch | gaysport.ch 23.00 Uhr The Official Friday-Pride Party «Balkan Gay Night – By Denny Dolic» Wo: Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich. Weitere Informationen Seite 29

Wonderworld Warm-Up Party DJ Mike Kelly und Wonderworld Resident DJ ajaxx

Samstag, 14. Juni 2014 13.00 Uhr Besammlung Mit politische Reden zum Zurich Pride Demonstrationsumzug am Helvetiaplatz.

Zurich Pride Festival wird eröffnet Wo: Kasernenareal und Zeughaushof

17.00 – 18.00 Uhr Politische Rede von Corine Mauch, Stadtpräsi dentin Zürich und Andrea Caroni, FDP, NR, AR 22.00 Uhr Official Pride Festival Party «Wonderworld in Space» Wo: X-TRA CLUB, Limmatstrasse 118, 8004 Zürich Weitere Informationen Seite 37 22.00 Uhr WHY NOT! – CSD Edition Wo: BLOK-Club, Schiffbaustrasse 3, 8005 Zürich Weitere Informationen Seite 43 23.00 Uhr „RIDE …at Pride!“ Wo: Club Café Gold, Langstrasse 83, 8004 Zürich Eintritt: Abendkasse CHF 28.–, mit Flyer CHF 23.–

Pride Ladies Night Wo: Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich Weitere Informationen Seite 26

Sonntag, 15. Juni 2014 10.00 – 14.00 Uhr HAZ-Zurich-Pride-Sonntagsbrunch Jährliches Highlight zum Ausklang des Zurich Pride Festivals mit Kafi und Gipfeli für CHF 5.– oder am Buffet für CHF 25.– Wo: Rest. Zeughaushof Zürich, Kanonengasse 20 14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zum Zurich Pride Festival Wo: röm.-kath. Kirche St.Peter Paul, Zürich 4 Anschliessend Apéro. Weitere Informationen Seite 47 zurichpridefestival.ch

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Di s k u s s i o n

Nächstenliebe andersrum Sexuelle Vielfalt in den Kirchen

Öffentliches Podium im Rahmen der Pride 2014

einfach vor dieser Realität von Lesben, Gays, Bisexuellen und Transmenschen drücken?

Sie sind Frauen, die Frauen lieben; Männer, die Männer lieben; Frauen und Männer, die bisexuell lieben, Männer und Frauen, die anders lieben, als ihr Körper das vorzugeben scheint. – Sexualität und soziale Rollen sind vielfältig und kunterbunt. Können sich die christlichen Kirchen und Gemeinschaften so

An diesem Podium stellen sich Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen diesem Thema. Menschen mit persönlichen Erfahrungen und Fragen werden sie herausfordern. Auch du bist gefragt!

Bischof Dr. Harald Rein Christkatholische Kirche Schweiz

Es diskutieren:

Pfr. Michel Müller Kirchenratspräsident Reformierte Kirche Kanton Zürich

Dr. Wilfried Gasser Präsident Schweizerische Evangelische Allianz

Moderation: Eva Kaderli / Dr. Martin Stewen

Donnerstag, 12. Juni 2014 19.00 Uhr

Eintritt frei!

Wasserkirche Zürich Limmatquai 31, 8001 Zürich

Garantie der Veranstalter: zum Anpfiff der WM 2014 seid ihr wieder draussen!

Dr. Benno Schnüriger Präsident des Synodalrates der Kath. Kirche im Kanton Zürich

Tram Nr. 4 oder Nr. 15 bis Haltestelle Helmhaus zurichpridefestival.ch

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ParTIEs

BOYAHKAsHA! – Bangerz Die offizielle Pride Opening Party In diesem Jahr fallen Pfingsten und das Pride Opening auf das gleiche Wochenende. Diese äusserst erfreulichen Umstände machen es möglich, das die Pfingst-Boyahkasha die diesjährige Opening Party der Pride Zürich sein wird. Um fulminant und erfolgreich diesen wichtigen Anlass zu eröffnen, werden sämtliche Hochkaräter aufgefahren und wiederum das Plaza als Lokal gebucht. Im oberen Floor geht’s mit einem grandiosen Auflegekünstler atemlos durch die Nacht.

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Louis de Fumer heisst der junge Mann und er wird sich auf dem kleinerem Floor zusammen mit Zör Gollin um die Wünsche der Gäste kümmern. BOYAHKASHA! – Bangerz Pfingstonntag, 8. Juni 2014, 22.00 – 5.00 Uhr Ab 18 Jahren Plaza Club, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich Ticket-Vorverkauf: Mini-Bar (HEAVEN), Cranberry Bar und ES Collection Shop www.boyahkasha.ch

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ParTIEs

PRIDE/WM MAsH-uP @ HELDEN Die Heldenbar bringt am Mittwoch ein Pride-Week-Highlight und einen rollenden Rasen an die Demo. Queere Fussball(er)fans frohlocken! Während der «Sommermärchen-WM» 2006 gegründet, und von Beginn weg inspiriert von der Fussballästhetik, feiert die Heldenbar während dieser WM nicht nur ihr achtjähriges Bestehen, sondern es ist auch gleichzeitig Pride! Mittwoch: WM-Warmup in der Pride-Week Miajica aka Mario Robles ist vielbeschäftigter Produzent für die Berliner Labels New Kanada und LGDZ, für Huntleys + Palmers, London und Bust a Dub, Mexiko. Resident im Basler Hinterhof Club, schafft es der international orientierte Musiker wie kein zweiter, neben eigenen Tracks die Klänge der Welt in seinen energiegeladenen, deepen Mix aus Future, Psychadelica und Tropical Cosmic zu bringen. Ein würdiger Auftakt zur Weltmeisterschaft. Dazu gibt’s visuell die passende Spielwiese.

Samstag: Rollender Rasen an der Demo An die Pride-Demo bringen die Helden ihren grünen Dancefloor, komplett mit dem Sound von Mel Nagelbein, Sauvage und Marco de Rosa. Dresscode: Fussballer-Outfit. «Jetzt erst recht!», Sotschi noch im Nacken, soll sich nun auch im Spitzensport für die LGBT-Community ein Sommermärchen erfüllen.

PRIDE/WM MASH-UP mit Miajica [BSL] Mittwoch, 11. Juni 2014, 20 Uhr – Freier Eintritt ROLLENDER RASEN @ PRIDE mit Mel Nagelbein, Sauvage, Marco de Rosa Samstag, 14. Juni 2014, 14 Uhr Demo ab Helvetiaplatz Alle Infos auf www.heldenbar.ch

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P AR T I E S

BALKAN GAY NIGHT The Official Pride Party Südliche Lebensfreude, fette Beats und gelebte Toleranz, dafür steht die Balkan Gay Party. Vor allem aber ist die Balkan Gay Night eine lustige, schrille und wilde Party. Wie kaum eine andere Fete repräsentiert die Balkan Gay Night die Ziele der Pride. Seit Jahren feiern an diesem Happening Schwule und Heteros mit Wurzeln in der Schweiz oder im Balkan unabhängig ihrer Herkunft eine ausgelassene Feier. Und dies gänzlich ohne zu moralisieren, denn die Balkan Gay Night ist primär Eines: ein lustiges, schrilles und wildes Fest. Kult ist die jeweils zu Beginn der Party stattfin-

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dende schrille Drag-Show mit den neusten Hits und Klassiker aus den Balkan-Charts. Denny Doll und ihre Showtruppe lassen sich jeweils Einiges einfallen, um die Gäste zu unterhalten. Für den Pride Special holt sich Denny die Unterstützung von Salvi & den Balkan Dancers. Die anschliessende Party wird von der unvergleichlichen Nina Bohème gehostet. Extra hierfür reist DJ Ricardo Ruhga nach Zürich. Er ist bekannt für seinen euphorisierenden Mix aus Balkan Beats und Pop. Zusammen mit DJ Zör Gollin, der dem ganzen eine Prise Black Music zugibt, wird er an diesem Abend den Ton an­ geben. www.heavenclub.ch

Balkan Gay Night Freitag, 13. Juni 2014, 23.00 Uhr Balkan Beats, Pop & Black Music, DJ Ricardo Ruhga, DJ Zör Gollin, Nina Bohème, Denny Doll, Salvi & The Balkan Dancers

Show 23.30, anschl. Party Heaven Club Spitalgasse 5 8001 Zürich

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Wo Persönlichkeiten Paare werden

Florian T. und Daniel K.

„Abenteuer finde ich woanders. Die wahre Liebe nur bei PARSHIP.“

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Monica G. und Nadine A.

„Die Auswahl war gross, aber sie ist die Grösste!“

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vEransTaLTung

Where is Ms. X? Begebt euch auf die Spuren von Meisterdetektiven wie Sherlock Holmes und Miss Marple. Der Verein L-Punkt lädt euch ein, das bekannte Ravensburger Brettspiel Scotland Yard live in Zürich nachzuspielen … Detektive jagen in Teams Misses X, die ihren Verfolgern entfliehen muss und versucht, im Gedränge der Zürcher Innenstadt unterzutauchen. Die Detektive machen sich zu Fuss, mit Bussen, Trams oder was sich sonst noch so auftreiben lässt, auf den Weg und versuchen, die sogenannte Misses X einzukreisen und zu fangen.

Wir würden uns über eine rege Teilnahme freuen! Die genauen Spielregeln werden vor Ort mitgeteilt, somit sind keine Vorkenntnisse des Spieles nötig. Unverbindliche Anmeldung bis 1. Juni 2014 per Mail an: l-punkt@websites.uzh.ch (aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen). Wir treffen uns am Sonntag, 8. Juni 2014, um 13.30 Uhr am Predigerplatz, vor der Zentralbibliothek. Staubt schon einmal eure Detektiv-Gehirnzellen ab und let’s go!

Kommt das Misses X-Team durch oder sind die Detektive schneller? Diese Frage stellen wir uns auch am ersten Sonntag in der Prideweek.

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Volunteers

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Am 14. Juni 2014 findet die Pride in Zürich statt. Die Organisation eines solchen Anlasses ist mit viel Arbeit verbunden. Wie jedes Jahr sind wir deshalb auf der Suche nach fleissigen Helfern. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig – an der Demo die Wagen begleiten, beim Aufräumen der Route helfen oder später beim Festival mit anpacken. Lasst uns wissen, was ihr am liebsten tun würdet, und wir werden natürlich versuchen, dies zu berücksichtigen!

Unsere Kinder lieben anders Wir lieben sie genauso www.fels-eltern.ch Stegenstrasse 8, 6048 Horw Tel. 041 240 08 77

Und das gibt’s als Dankeschön: Helfer-T-shirt Gratis Verpflegung an der Pride Gratis Eintritt zur Wonder-World Helferfest So geht’s: Einfach auf zurichpridefestival.ch das Anmeldeformular ausfüllen, oder schreibt direkt eine Email mit euren Angaben an volunteers@zhpf.ch. Wir werden uns schnellstmöglich bei euch melden, um alles Weitere zu besprechen. Wir freuen uns auf dich! zurichpridefestival.ch

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ZU r i c h P r i d e F e s ti v a l

14. Juni 2014

Zurich Pride Parade

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Der Umzug ist wie immer bunt, vielfältig und gut besucht. Mit dekorierten Fahrzeugen und Fuss­ gruppen mit Transparenten, begleitet von Musik und politischen Parolen, sind wir auf dem Weg durch die Zürcher Innenstadt.

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Der friedliche Demonstrationsumzug der Zurich Pride ist die politische Manifestation der LGBT-Community & Friends der gesamten Schweiz. Diese wird am Samstag, 14. Juni 2014 in der Innenstadt von Zürich durchgeführt. Sämtliche LGBT-oriented undLimmatplatz -friendly Bahnhof Hardbrücke Organisationen der Schweiz sind eingeladen, an der Parade teilzunehmen und ihre politische Botschaft kund zu tun. Gerne nehmen wir eure Anmeldungen via Formular auf zurichpridefestival.ch entgegen.

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13./14. Juni 2014

Festivalgelände 09.03.2014 21:51

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Bühne Zurich Pride Office

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Info

\ Das Kasernenareal inmitten der Stadt Zürich ist die ideale Ortschaft für ein erfolgreiches Festival. Neben politischen Reden und musikalischer Unterhaltung freut es uns, dass wir zusammen mit verschiedenen Partnerorgani­ sationen ein breites Spektrum an individuellen Bedürfnissen für die ganze LGBT-Community abdecken können. Selbstverständlich fehlen neben den kulinarischen Leckereien auch die Marktstände mit Handels­waren nicht. Lasst euch also überraschen.

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Zeughausstrasse

Das Festivalgelände ist in knapp 10 Minuten zu Fuss vom Zürcher Hauptbahnhof aus zu erreichen. Öffnungszeiten Festivalgelände Freitag, 13. Juni 17.00 bis ca. 23.00 Uhr Samstag, 14. Juni 14.00 bis ca. 23.00 Uhr Für weitere Informationen besucht einfach unsere Seite zurichpridefstival.ch Dort werdet ihr stets über Neuigkeiten informiert. zurichpridefestival.ch

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P AR T I E S

Bigger than ever!!! Wonderworld proudly presents a whole weekend full of excitement!

Zum diesjährigen Zurich Pride Festival bietet Euch Wonderworld von Samstag, 07. Juni, bis Sonntag, 15. Juni, ein einmaliges Programm. Los geht’s am Samstag, 07. Juni, ab 22 Uhr im Les Garçons, Kernstrasse 60 in Zürich mit der Wonderworld Pre-Party. Resident-DJ ajaxx bringt Euch mit uplifting House in Vorfreude auf das kommende Zurich Pride Festival Wochenende. Verlost werden 5 VIP Tickets für die Wonderworld Space sowie 5 Ausgaben des Spartacus Gay Travel 2014/15. Durchgestartet wird dann am Freitag, 13. Juni, ab 17 Uhr auf dem Festgelände des Kasernenareals. In Zusammenarbeit mit der Alten Kaserne, Les Garçons und Bagatelle §93 wird die Wonderwold in Space Bar Euch das ganze Pride Wochenende über zu kühlen Drinks einladen. Zusammen mit guten Freunden das Wochenende feiern und dazu eine kühle Erfrischung der Wonderworld in Space Bar geniessen. Am gleichen Abend ab 23 Uhr heissen wir Euch dann in der Alten Kaserne zur Wonderworld Warm-Up Party willkommen. DJ Mike Kelly und Wonderworld Resident DJ ajaxx bringen Euch funky und uplifting Progressive und Tech-House Beats als perfekten Start ins Party Wochenende.

Am Samstag, 14. Juni, ab 22 Uhr, X-TRA Club, Limmatstrasse 118 in Zürich, werden wir Euch dann auf der offiziellen Zurich Pride Festival Party „Wonderworld in Space“ in fremde Galaxien entführen. International Star-DJ’s Pagano, Fabio White, Mike Kelly, Ray11 Brothers, Artemiss und Resident ajaxx beamen Euch mit Progressive House, Circuit Trible, Tech-House, Disco und Pop auf weit entfernte Planeten. Energiegeladene Shows mit Star-Performer Flava aus San Francisco, eine spektakuläre Dekoration und Laser Shows werden Euch den Alltag vergessen lassen. Zum krönenden Abschluss gibt es am Sonntag, 15. Juni, ab 05 Uhr im Bagatelle§93 für alle Partyliebhaber dann noch die offizielle Afterhour. DJ Mike Kelly, DJ Vasco und DJane Strumberg geben zum Finale nochmals alles um, einen würdigen Abschluss dieses grandiosen Pride Wochenendes zu bieten. Progressive und Tech-House, bis die letzten Tanzwütigen mit einem Lächeln ins Bett fallen.

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ON STAGE

FRL. MENKE

Sie gehörte 1982 zu den ganz großen Stars der Neuen Deutschen Welle. Zusammen mit Nena wurde sie zum neuen deutschen Fräuleinwunder erkoren und war eine der ersten, die mit ihrer schrillen Show in die verstaubte ZDF-Hitparade eingeladen wurde. Ihre erste Single «HOHE BERGE» stürmte direkt die Deutschen TOP 10 und hat sich bis heute 2,5 Millionen mal verkauft. Es folgten weitere Hits wie «Tretboot in Seenot» und «Traumboy», eine kultige Frl. Menke-LP, sowie insgesamt mehr als 100 Fernsehauftritte in einem einzigen Jahr! Nach ihren großen Erfolgen zog sich Frl. Menke erst mal aus dem Show-Business zurück, um eine Familie zu gründen. In den kommenden Jahren komponierte sie hinter den Kulissen Werbemusik für renomierte Firmen (Wella, Berentzen, u.a.) und schrieb Hits für andere deutsche InterpretInnen. Frl. Menke ist sich selbst und ihrer Musik immer treu geblieben: Auch heute tritt sie noch regelmäßig mit ihren KollegInnen Markus, Hubert Kah, Peter Hubert (UKW) oder Geier Sturzflug bundesweit bei kultigen Neue Deutsche Welle-Parties oder in verschiedenen Fernsehshows auf.

«Low Battery» entstand im Dezember 2012 aus einer Freundschaft zwischen Nathalie und Valentina und dem gemeinsamen Interesse an Musik. Seit Juli 2013 zählt die Band nun vier Mitglieder, spielt Cover Songs aus den Bereichen Pop & Rock und hat auch schon die ersten eigenen Songs am Start. Valentina 38 |

überzeugt mit ihrer einzigartigen Stimme und rockt an der Gitarre während Nathalie den Ton, respektive den Beat an den Drums angibt. Caca brummt den Bass und Mirja unser Küken übernimmt den Solopawrt an der Gitarre. Lasst euch also von der geballten Girlpower überraschen und «keep Rock n’ Roll».

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zurIch PrIdE FEsTIvaL

Terrél Woodbury ist ein leidenschaftlicher Künstler. Seine stimmliche Vielfalt ist erstaunlich und zeitweise völlig überraschend. Zahlreiche Programme und Bühnenshows entstanden unter seiner Federführung. Er sang für Sir Cliff Richard als Backvocal, spielte mit Isabell Varell und Volkan Baydar (Orange Blue) Musical-Theater, sang mit den Harlem Gospel Singers und produzierte zusammen mit Patrick Gammon (Black and White). Man sah ihn im zweiten Teil der «unendlichen Geschichte» oder auch schon mal im «Little Shop of Horror» beim namhaften Weilheimer Theatersommer. Selten verbinden sich alle Elemente des Entertainments mit derartiger Professionalität. Terrél, der als erfahrener Künstler seit mehr als (halt, das verraten wir nicht) Jahren mit vielen anderen bekannten Künstlern der Rock und Popgeschichte auf der Bühne steht, und als Sänger und Tänzer in unzähligen Bühnenshows und diversen Musicals sein Können unter Beweis stellte, lädt Gäste zu einem ganz speziellen Event ein. Mit einer Gänsehaut-Stimme kokettiert der Entertainer mit den Zuhörern und zieht sie magisch in ihren Bann. Er ist Sänger, Tänzer und Animateur zugleich. Aus dieser Show gehen die Besucher mit einem warmen Beben der Begeisterung.

Kunz Lebensfreude hat einen Namen: Kunz. Er bringt mit seinem DebutAlbum «Eifach so» die Leichtigkeit des Seins in jede gute Stube. Sein Mundart-Folk ist frisch, frech und farbig. So präsentiert der junge Luzerner zwölf wunderbare Mundart-Songs, die flux einen nie gehörten Sound in der Schweizer Musik-Welt etablieren. zurichpridefestival.ch

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ON STAGE Taylor La Cruz

Phil Romano

DJ Extasia

Jose Jones Jose Jones – presented by PlayerZ

Phil Romano – presented by PlayerZ

Unser beliebter Spanier aus Barcelona startete seine Karriere schon vor einigen Jahren in Spanien. Mit seinem Umzug in die Schweiz hat er somit auch die Schweizer DJ Szene bereichert und ist heute von diversen Gay Partys gar nicht mehr wegzudenken. Wie es auch von einem Spanier erwartet wird, bringt er mit seinem heissen Blut und rhythmischen Sound die Tanzmenge ins Schwitzen. Da er zu den Besten gehört ist José natürlich PlayerZ Resident.

Der gebürtige Italiener, wohnhaft in Barcelona, ist heute aus den internationalen LGBT Events gar nicht mehr wegzudenken. Phil Romano ist einer der Top 3 DJs weltweit und regelmässig auf den PlayerZ Events als Star-Guest anzutreffen. Wir sind sehr stolz, dass wir ihn für die Zürich Pride gewinnen konnten! Als Main Act wird er den Höhepunkt der beiden grossen Tage gestalten und Zürich mit Circuit Sound vom Feinsten versorgen.

DJ Extasia – presented by PlayerZ

Taylor La Cruz – presented by PlayerZ DJ Taylor Cruz ist aus Basel. Musik ist eine grosse Leidenschaft von ihr und als Schlagzeugerin liegt ihr der Rhythmus im Blut. Sie liebt es live zu spielen und zusammen mit der tanzenden Menge in Euphorie abzuheben. Sie ist Resident-DJ des beliebten Party-Labels queerPlanet in Basel. Sie freut sich sehr darauf die Zürich PRIDE-Partybühne zu rocken.

Er hatte seinen Durchbruch beim letztjährigen Pride DJ Contest und wir sind stolz, ihn zu unseren PlayerZ Residents zählen zu dürfen. Sein Können hat er in seinem Heimatland Brasilien erlernen dürfen. Wer jetzt an Samba denkt, ist bezüglich der Stimmung bereits am richtigen Punkt. Sein Sound jedoch geht nochmals einen Schritt weiter und man tanzt gerne dazu bis in die frühen Morgenstunden. 40 |

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Q u ee r a m n e s t y

Queeramnesty Schweiz ist eine der weltweit rund 40 Zielgruppen, die sich innerhalb von Amnesty International speziell zu Fragen und Aktionen im Bereich Menschenrechte, sexuelle Orientierung und geschlechtlicher Identität einsetzen. Queeramnesty ist eine Gruppe von Amnesty Schweiz und existiert seit 1997. queeramnesty.ch

«Besser Diktator als schwul» gehoben; von Seiten der Behörden wird jedoch nichts unternommen, um die Rechte von LGBTI zu schützen – im Gegenteil. Präsident Lukaschenko fiel in der Vergangenheit immer wieder mit homophonen Kommentaren wie «Ich bin lieber Diktator als schwul» auf. Vor diesem Hintergrund fuhren wir – zwei Aktivist_innen von Queeramnesty – recht gespannt nach Minsk, um uns ein Bild von der LGBTI-Arbeit zu machen.

Belarus ist das letzte Land in Europa, welches die Todesstrafe vollzieht. Seit zwei Jahrzehnten regiert Alexander Lukaschenko mit eiserner Hand das osteuropäische Land. Die Präsidentschaftswahl 2010 (Alexander Lukaschenko wurde mit fast 80 Prozent wiedergewählt) machte die diktatorischen Verhältnisse einmal mehr sichtbar: Hunderte von Demonstrant_innen wurden gewaltvoll niedergeschlagen und festgenommen. Dass aus der Sowjetzeit stammende Verbot von Homosexualität hat Belarus zwar 1994 auf42 |

Bis heute ist keine einzige LGBT-Organisa­ tion offiziell registriert. Die Gay Alliance, Gay Belarus und die örtliche Idaho-Filiale sind nur ein paar der LGBT-Organisationen, die in Minsk arbeiten. Gemäss der aktuellen Gesetzgebung können Aktivistinn_en von nicht registrierten Organisationen bestraft werden. Somit handeln alle LGBT-Gruppie­ rungen im Moment illegal. Schikanen von Seiten der Polizei sind deshalb alltäglich. Beispielsweise kann die Polizei jederzeit bei Eltern, Verwandten, Freundinnen und Arbeitgebern auftauchen. Clubs, Büros und andere Räumlichkeiten müssen regelmässig umziehen. Explizit queere Lokale werden unter scheinheiligen Vorwänden vertrieben oder plötzlich von rechtsextremen Organisationen aufgesucht.

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Ihar Tsikhanyuk, ein offen schwuler Aktivist, lag zur Behandlung eines Magengeschwürs im Krankenhaus, als zwei Polizeibeamten die Station betraten und ihn aufforderten, sie zu begleiten. Auf der Bezirkswache wurde er mehrfach von Polizist_innen geschlagen. Sie beschimpften ihn mit schwulenfeindlichen Kommentaren und drohten ihm weitere Gewalt an. Der Vorfall ereignete sich im Februar 2013, kurz nachdem Ihar Tsikhanyuk versucht hatte, das Menschenrechtszentrum Lambda offiziell eintragen zu lassen. Lambda ist ein Verein zur Förderung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in Belarus. Bislang ist niemand für die Misshandlung von Ihar Tsikhanyuk zur Verantwortung gezogen worden.

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Da den Aktivistinn_en in Belarus oft die Hände gebunden sind, arbeiten viele ukrainische NGOs zu Weissrussland. Das betrifft nicht nur LGBT-relevante Themen, sondern vor allem auch die Abschaffung der Todesstrafe, Folter und rechtliche Verstösse der Polizei. Viele LGBT-Aktivist_innen ziehen sich früher oder später nach Moldawien oder in die Ukraine zurück, wenn sie nicht in eine entferntere Destination auswandern. Zur Zeit gibt es eine weissrussische LGBTBewegung in Kishinev, wo einige Aktionen im öffentlichen Raum möglich sind, die in Weissrussland aktuell undenkbar wären. Die Unerschrockenheit und der Durchhaltewillen, der uns bei unserem Besuch in Belarus trotzdem begegnete, hat uns staunen lassen!

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Die HAZ laden ein zum offiziellen Zurich Pride-Sonntagsbrunch 2014 ob verkatert oder ausgeschlafen – wir freuen uns auf deinen Besuch im charmanten restaurant zeughaushof mitten im kasernenareal – bei schönem wetter auch in der sonne vor dem restaurant. geniesse das jährliche highlight zum ausklang des zurich Pride Festivals mit Kafi und Gipfeli für Fr. 5.– oder am Buffet für Fr. 25.–.

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Sonntag, 15. Juni 2014, 10.00-14.00 Uhr Restaurant Zeughaushof Kanonengasse 20, 8004 Zürich Bus 31 bis kanonengasse, Bus 32 bis militärstrasse, Tram 3 oder 14 bis sihlpost zurichpridefestival.ch

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Ökumenischer Gottesdienst zum Zurich Pride Festival 2014 Jetzt erst recht! Den Aufstand wagen – aufstehen gegen alles, was nieder macht, unterdrückt, unfrei macht. Was das Leben beschneidet. Hindert. Erdrückt. Die christliche Botschaft ist ein Programm der Freiheit! Ihr alle seid herzlich eingeladen, nach dem Trubel der Pride eine Auszeit zu nehmen und zur Ruhe zu kommen – kurzum: ihr seid eingeladen zum traditionellen ökumenischen Gottesdienst an der Pride. In diesem Jahr treffen wir uns in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in der Nähe vom Stauffacher.

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Der Gottesdienst wird unterstützt von der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, der römisch-katholischen Kirche im Kanton Zürich und der christkatholischen Kirchgemeinde Zürich. Sonntag, 15. Juni 2014, 14.00 Uhr röm.-kath. Kirche St. Peter und Paul Werdgässchen 26, 8004 Zürich (neben Werd-Hochhaus) Tram Nr. 9 oder Nr. 14 bis Haltestelle Werd mit Vertreterinnen und Vertretern der christkatholischen, reformierten und römisch-katholischen Kirche und der evangelisch-methodistischen Gemeinde Zürich 2. Anschliessend Apéro.

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G E s u n d h eit

Wir sind HIV neutral! Checkpoint an der Zurich Pride Hans Peter Waltisberg, Leiter Präventionsprojekte am Checkpoint Zürich, einem Angebot der Zürcher Aids-Hilfe. Medizinische Fortschritte haben HIV ein neues Gesicht gegeben. Gut verträgliche Therapien ermöglichen ein gesundes Leben für Menschen mit HIV. Seit dem EKAF-Statement von 2008 wissen wir, dass unter gewissen Bedingungen auch bei ungeschütztem Sex mit einem HIV-Positiven unter erfolgreicher Therapie, kontinuierlicher ärztlicher Kontrolle und einer Virenlast unter der Nachweis­ grenze für mindestens 6 Monate, kein Risiko für eine HIV-Übertragung besteht.

Da haben wir also viel erreicht. Machen wir den nächsten Schritt. Jetzt erst recht! Leben wir HIV neutral! Bereiten wir HIV und der Stigmatisierung von Menschen mit HIV ein Ende, indem wir rausgehen, klar Stellung beziehen, Diskriminierungen und Unwissen entgegen treten. HIV neutral ist ein Lifestyle. Ob du HIV positiv oder negativ bist, spielt dabei keine Rolle. Es geht darum, gut informiert zu sein, den eigenen Status zu kennen, den Menschen

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selbst und nicht seinen HIV-Status ins Zentrum zu stellen, und mit diesem Wissen Entscheidungen über unser soziales und sexuelles Leben zu fällen. HIV neutral wurde von stigmaproject.org geprägt und ist international verbreitet. Da schliessen wir uns gerne an.

Nicht so viel Mut? Dann sag’s erst uns. Beratung für Schwule und Lesben www.ha-bern.ch/beratung

Du findest den Checkpoint Zürich am Umzug und im Zelt mitten auf dem Festivalgelände. Sprich mit uns, frag uns, triff dich bei uns!

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vErEIn

Verein Zurich Pride Festival 365 Tage Pride Der Verein «Zurich Pride Festival» vereint Freundinnen und Freunde der LGBT-Pride in Zürich. Als Non-Profit-Organisation fördern und fordern wir die Akzeptanz der Lebensweise von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Menschen im Alltag. Dazu organisiert der Verein eine Zurich Pride Week mit diversen Aktivitäten und als Höhepunkt das zweitägige Festival mit einem politischen Demonstrationsumzug durch die Zürcher Innenstadt. Setze dich für die Community ein Mit deinem Engagement und deiner Mitgliedschaft in einem LGBT-Verein unterstützt du nachhaltig die LGBT-Community der Schweiz. Sei auch du ein Teil unserer aktiven Bewegung, die sich für deine Anliegen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport einsetzt.

Magenta-Mitgliedschaft Magenta-Mitglieder unterstützen den Verein Zurich Pride Festival als Sponsoren. Der Mitglieder-Beitrag und die Unterstützung als Magenta-Mitglieder betragen zusammen mindestens CHF 300.–. Wir danken allen unseren Mitgliedern ganz herzlich für die grosszügige finanzielle Unterstützung: Wouter Bruggeman, Lorenz Bützberger, Thomas Fuchs, Edgar Galdean, Karin Grundboeck, Roger Heinrich, André Kiser, Werner Neth, Natascia Tuttobene. EIN GROSSES MERCI An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen für den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz an der Zurich Pride bedanken. 50 |

Mitgliedschaft Der Verein ist als Non-Profit-Organisation auf seine Mitglieder und ihre jährlichen Beiträge angewiesen. Dank dieser Unterstützung kann der Verein die Pride-Week und das Festival mit seinen vielen Veranstaltungen und den wichtigen politischen Botschaften durchführen. Mitglieder wirken an der Generalversammlung aktiv mit und bestimmen die Richtung des grössten LGBT-Anlass der Schweiz mit. Mit seiner breiten Mitgliederbasis will sich der Verein Zurich Pride Festival in der gesamten Community abstützen und den Bedürfnissen der verschiedenen Lebensformen sexueller Orientierungen gerecht werden. Zurich Pride Festival Association Become a member The Zurich Pride Festival is a nonprofitorganisation with the purpose to advance acceptance for the LGBT-way of life by organizing Zurich Pride Week. Only through our members’ financial support we have the possibility to organize this festival with its important political message. Members have several advantages and can actually influence the association’s way of working at the annual general meeting. To become a member visit our website. www.zurichpridefestival.ch/ mitgliedschaft.html

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Zurich Pride Magazin - Festival Programm