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Wort zum Wiwi Auf was muss ich achten?

ECTS ???

Auslandsanrechnung ???

N° 70 Juli 2016 Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften


Digitaldruck • Posterdruck • Klebebindungen Broschüren • Abschlussarbeiten • Textildruck

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Liebe WiWis, Wie die meisten von euch stehen auch wir in unserem vierten Bachelorsemester vor unserem Auslandsaufenthalt.

Wie immer findet ihr natürlich auch Berichte über die Aktionen der Fachschaft im letzten und laufenden Semester.

Eine der vielen Fragen, die sich hier stellen, ist: „Wie ist das eigentlich mit der Anrechnung von im Ausland belegten Kursen?“

Auch in dieser Ausgabe findet ihr, wie letztes Mal, einige witzige Jodel.

Als kleine Hilfe findet ihr auf Seite dieser Ausgabe einen Einblick in dieses Thema. Um euch zu zeigen, wie das Leben während des Auslandssemesters ist, berichten euch drei Wiwis von ihren Erfahrungen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und natürlich viel Erfolg bei den Prüfungen!!!

E ure R edaktion :)

Wenn es euch nicht in die Ferne verschlägt, ihr aber trotzdem Erfahrungen außerhalb des hiesigen Unialltags sammeln wollt, bietet sich ein Praktikum gut an.

Impressum

Auflage 1.000 Exemplare

Herausgeber Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften Mohlstrasse 36 72074 Tübingen Tel: 07071/29-74656

Erscheinungsdatum 5. Juli 2016

V.i.S.d.P. Sophie Bitterlich Redaktion & Layout Sophie Bitterlich, Francesca Contino, Svenja Otterbach

Editorial

Interesse an einer Anzeige? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! www.ffw.uni-tuebingen.de wzwmail@gmx.de Sprechstunde Montag bis Donnerstag 10-14 Uhr Sitzung Montag, 20 Uhr c. t.


Inhalt F achschaftsthemen Semesterbericht S. 6 Weihnachtsingen S. 8 Fachschaftshütte S. 9 Wiwilympics S. 10

das

P rüfungsamt informiert

Durchfallquoten WS 2015/16 S. 22

S tudieren an der W i W ifakultät Auslandsanrechnung S. 12 Mastervorstellung S. 14 Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Valeria Merlo S. 15 Prof. Dr. Patrick Kampkötter S. 17 Stellungsnahme Modulprüfung S. 19 Die Bachelorarbeit leicht gemacht S. 21

A uslandsberichte Istanbul S. 24 Mexiko S. 26 Kanada S. 28

B eruf und K arriere Praktikum Finanz- und Wirtschaftsministerium S. 31 Praktikum BCG S. 33

W i W i -T hemen BFS Society S. 35

S tudentenleben in T übingen Unterwegs mit dem Semesterticket S. 36

D ies &D as Best of Jodel S. 38 WirrWarr S. 42


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Semesterbericht WS 2015/2016 In das Wintersemester 2015/2016 konnten wir vergangenes Jahr mit jeder Menge Zuwachs und Motivation starten, denn dieses Mal brachten nicht nur zahlreiche Bachelor-Erstis frischen Wind in unsere Sitzungen, sondern endlich auch einige Masterstudenten, darunter neue sowie altbekannte Gesichter. Dies hat uns als Fachschaft ganz besonders gefreut, da wir als Studienvertretung natürlich gleichermaßen für die Bachelor- als auch für die Masterstudenten da sein wollen und das mit Fachkundigen aus den eigenen Reihen schlichtweg deutlich einfacher ist. Nachdem die Bachelor-Erstikneipentour erstmals in einer Party im Schaf endete, wurde der Oktober und damit die Ersti-Einführungswochen mit einer feucht-fröhlichen Halloween-Erstihütte abgeschlossen, gekrönt von einem Kostümwettbewerb am Samstagabend. Im November folgte dann mit dem Clubhaus das nächste, langerwartete Semesterhighlight und vor allem ein Pflichttermin für alle Tübinger Wiwis. Nach dem diesjährigen Motto konnte man sich mit einer schicken Kopfbedeckung ein Freibier bei seinem Lieblings-Fachschafts-Barkeeper sichern. Auch im Dezember starteten wir, die Fachschaft Wiwi, vor den Ferien noch einmal mit vollem Elan durch und organisierten das alljährliche Weihnachtssingen mit zwei großartigen Spendenprojekten – danke nochmal an alle Projekt-Vorsteller und Spender an dieser Stelle -, die gemütliche Weihnachtsfeier mit leckeren Waffeln, Lebkuchen und Weihnachtsmann, und zum Abschluss natürlich die

traditionelle XXL-Mas Party inklusive exklusivem Glühpong Table. Jedoch war uns diese Vielzahl an Top-Events (und an Glühweinangeboten) dieses Mal noch nicht genug und so starteten wir zum 1. Mal die Wiwi-Glühweinaktion. Um allen gestressten Studenten kurz vor dem Weihnachtsfest noch einen Motivationsschub zu liefern, boten wir allen kurzerhand die Möglichkeit , sich 3 mal die Woche, nach (oder zwischen) ihren anstrengenden Veranstaltungen noch ein bis zwei Glühwein oder alternativ einen süßen Früchtepunsch im Wiwi-Seminar zu gönnen, um so trotz des wachsenden Drucks durch Uni und Geschenkesuche die Weihnachtszeit entspannt einzuläuten. Auch nach der Winterpause und mitten im Lern-Endspurt für die anstehenden Klausuren wurden wir erneut erfinderisch und organisierten in Kooperation mit der Studienberatung erstmalig ein Infocafé zur Vorstellung der Masterstudiengänge in Tübingen, das laut erhaltenem Feedback auf große Begeisterung stieß. Nach diesem letzten Highlight des Semesters, spätestens jedoch nach der gemütlichen Abschlusssitzung mit anschließender Fachschafts-Traditionsfeier beim Karaokemontag, zogen sich dann auch die meisten aktiven Fachschaftler in die Bibliotheken und an die Schreibtische zurück, um auch dieses Jahr auf ein Neues sämtliche Klausuren erfolgreich zu bezwingen. Wir hoffen, das ist allen mehr oder weniger gelungen, verabschieden uns von allen abgehenden Fachschafts-Absolventen, danken euch allen für die


7 Zusammenarbeit und UnterstĂźtzung und wĂźnschen unseren zwei Nachfolgern viel Erfolg und ein tolles Sommersemester!

E ure S emesterkoordinatorinnen S amy & S teffi

Fachschaftsthemen


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Weihnachtssingen Alle Jahre wieder… Auch im letzten Wintersemester haben sich unsere Gesangstalente aus der Fachschaft wieder ihre roten Mützen aufgesetzt und für den guten Zweck klassische und moderne Weihnachtslieder gesungen. In den Vorlesungen und an den Lehrstühlen traten unsere talentierten Sänger und Musiker auf, um vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten und ganz nebenbei ein Tübinger und ein internationales Projekt zu unterstützen. In Tübingen haben wir dieses Jahr an das Asylzentrum Tübingen e.V. gespendet. Seit mehr als 25 Jahren unterstützt der Verein Flüchtlinge in der Region und hilft ihnen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Die Projekte werden von der EU, dem Bund und vom Land mitfinanziert, nichtsdestotrotz sind sie gerade jetzt, da sich die Zahl der Flüchtlinge vervielfacht hat, auf Spenden angewiesen. In den letzten Jahren gab es vor allem Projekte für Kinder, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und es wird versucht ihnen die Ankunft und die Eingewöhnung hier zu erleichtern. Die andere Hälfte der Spenden ging an das Projekt „ASSET“ von Difäm in Chinthembwe, Malawi. In diesem Projekt gilt es, die Hygiene der Menschen durch sogenannte VIPs („Ventilated Improved Pit Latrines“) zu verbessern. Eine Toilette kostet etwa 90€ und die Menschen schließen sich zu sog. „Sanitation Clubs“ zusammen, um sich eine Toilette leisten zu können. Sind 30% des Preises zusammen gekommen, werden die restlichen 70% von Difäm übernommen. Durch die neuen Toiletten

wird die Hygiene stark verbessert und Krankheiten, die sich beispielsweise durch Insekten verbreiten, können eingedämmt werden. Mittlerweile gibt es die VIPs nicht nur in Chinthembwe, sondern in der gesamten Region. Wir freuen uns sehr, dass das Weihnachtssingen letztes Jahr wieder großen Anklang fand und wir die Möglichkeit hatten, in den Vorlesungen von Professor Neus und Professor Schöbel zu singen. Außerdem möchten wir uns ganz herzlich auch bei allen anderen Professoren, Mitarbeitern und Studierenden für Ihre Spenden bedanken. Insgesamt kamen dieses Jahr 1.600 Euro zusammen, ein neuer Rekord für unser alljährliches Projekt.

L ena R eibstein


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Fachschaftshütte Voller großer Erwartungen fuhren wir freitagnachmittags ins Nirgendwo, auf die Schwäbische Alb. Obwohl die Platzverteilung in den Autos nicht komplett optimal war und vermutlich auch nicht den internationalen Sicherheitsstandards entsprach, kamen wir alle mit mehr oder weniger tauben Beinen sicher an unserem Wochenendziel Königsheim an. Dort bezogen wir zunächst unsere Zimmer, wobei wir feststellen mussten, dass wir die nächsten beiden Nächte in einem überdimensionalen Stockbett schlafen würden. Beim Beziehen des Bettes stieß Can bereits auf ein rotes Problem, da er einen Blutfleck auf der Matratze sichtete. Im Gemeinschaftsraum ergab sich die erste fachliche Diskussion darüber, wie viele Kästen Bier im naheliegenden (mindestens 20 km entfernten) Nachbarort eingekauft werden sollten. Weiterhin wurde am besagten Abend das Programm des Wochenendes durchgesprochen und die Koch- und Spüldienste eingeteilt. Nach leckerer Pasta und ein paar kühlen Bierchen, starteten wir den Abend mit gediegenen Kennenlernspielen und dem obligatorischen „Ich-HabNoch-Nie“. Der weitere Verlauf des Abends erfolgte feuchtfröhlich und ließ sich am Kater des nächsten Morgens und Ebis Erscheinen zum Frühstück mit Sonnenbrille messen.

tieferen Einblick in die Fachschaftsarbeit zu bekommen. Außerdem wurde im Laufe des Tages die Kunst des Powernappings von zahlreichen Fachschaftlern perfektioniert. Für die Sportbegeisterten gab es die Möglichkeit, sich in der dortigen Turnhalle beim Völkerball auszutoben. Nach einem kulinarischen Ausflug ins Epizentrum der schwäbischen Geschmacksknospen (Maultaschen) wurde die zuvor getane Arbeit gebührend mit Alkohol belohnt. Am letzten Tag begann nach dem Frühstück unsere Putz- und Aufräumaktion und wir konnten frühzeitig nach Tübingen aufbrechen. Abschließend lässt sich sagen, dass wir die Hütte jedem empfehlen können (TripAdvisor: 5 Sterne) und freuen uns auf das nächste Mal!

P hilipp G raf & K atrin M üller

Ein Bild von der Hütte findet ihr auf Seite 37

Am Samstag Vor- und Nachmittag standen verschiedene Workshops auf dem Programm, die einige kreative Resultate hervorbrachten und die vor allem den Zweitsemestern halfen, einen

Fachschaftsthemen


10 Wiwilympics An Christi Himmelfahrt, dem 5. Mai 2016, war es soweit – es hieß endlich wieder „Ran an die Bälle“. Die 12., alljährlich stattfindenden und prestigeträchtigen WiWilympics standen vor der Tür. Für beide Sportarten (Fußball und Volleyball) hatten sich, sicher auch aufgrund der ausgezeichneten Wettervorhersage, insgesamt rekordverdächtige 31 Mannschaften angemeldet. Das traditionelle, aber doch etwas in die Tage gekommene, Fußball-Eröffnungsspiel von BWL- gegen VWL-Studenten wurde dieses Jahr, ganz nach dem Vorbild eines mehr oder weniger bekannten privaten TV-Senders, gegen Völkerball eingetauscht. Die Idee kam bei den Studenten sehr gut an und so nahmen gut 30 Studenten am Eröffnungsspiel teil. Team BWL entschied schlussendlich zwei von drei spannenden Partien für sich, wodurch nach jahrelangen Eröffnungsniederlagen der BWLer mit dem Vorurteil aufgeräumt werden konnte, dass VWLer „ja viel sportlicher seien“. Anschließend ging es zum gewohnten Teil der Veranstaltung, dem Fußball- und Beachvolleyballturnier, über. Fast pünktlich um 14:00 Uhr wurden die WiWilympics 2016 mit einer berauschenden Eröffnungsrede der Turnierleitung und den ersten Gruppenspielen in beiden Sportarten offiziell eröffnet. Die Gruppenphase zog sich im Fußball wie im Beachvolleyball über den ganzen Nachmittag bis in den frühen Abend hinein. Einige kurzfristige Spielplanänderungen, aufgrund von personeller Knappheit vereinzelter Teams, stellten die Turnierleitung vor anspruchsvolle Herausforderungen, die von den turniererfahrenen Organisatoren jedoch ohne große Mühe gemeistert wurden.

Für das seelische und leibliche Wohl war in gewohnter Form von Musik, Gegrilltem, Kuchen und gekühlten Getränken bestens gesorgt. Dank des strahlenden Sonnenscheins und nicht zuletzt auch dank des hervorragend geschulten Verkaufspersonals konnte die zeitweise Verzögerung des Turnierverlaufs erträglicher gemacht werden. Nach einer hart umkämpften Gruppenphase standen am späten Nachmittag zuerst die Viertelfinals im Fußball und kurz danach auch die Halbfinalpartien im Beachvolleyball fest. Hart aber fair ging es auf den vier Spielfeldern weiter, wobei die souveränen Schiedsrichter auch weiterhin stets Herr bzw. Frau der gelegentlich angespannten Lage blieben. Nach erbittert umkämpften Halbfinals, voller Höhen für die Einen und gezeichnet von tiefer Trauer der Anderen, standen die Finalteilnehmer in beiden Sportarten fest. In einem bis zum bitteren Ende spannenden Spiel um Platz 3 im Fußball standen sich Stiftung Wadentest und Arminia Koyim gegenüber. Dieses Mal triumphierte die Stiftung Wadentest im Neunmeterschießen und schaffte den Sprung aufs Treppchen, nachdem sie vorher den Einzug ins Finale, ebenfalls im Neunmeterschießen, mehr als leichtfertig verspielten. Im Beachvolleyball bezwang „Das Team, das mir persönlich am besten gefällt“ Team Finance and Friends knapp und sicherte sich somit einen Platz auf dem „Stockerl“.


11 Nun war endlich der Moment gekommen, auf den ganz Tübingen Wochen, wenn nicht sogar Monate gewartet hatte. Im Fußball-Finalspiel traten Mensch ist der United und der FC Siewillja an. Nach turbulenten 15 Minuten stand noch kein Sieger fest, weswegen auch hier der Sieger im Neunmeterschießen festgestellt werden musste. Mensch ist der United behielt dabei die Nerven und setzte sich, wenn auch glücklich, gegen den FC Siewillja durch. Im Finalspiel beim Beachvolleyball bekam es „Die Mannschaft, die mir persönlich am besten gefällt“ mit den Nätzfätzern zu tun. In einer heiß umkämpften Partie um den begehrten ersten Platz setzte sich am Ende „Die Mannschaft, die mir persönlich am besten gefällt“ in zwei Gewinnsätzen durch, der anschließende furiose Jubel kannte keine Grenzen mehr. Schweiß und Anstrengung zahlten sich aus, denn im Rahmen der pompösen Siegerehrung wurden die Plätze 1 bis 3 in beiden Sportarten gekürt und mit prächtigen Preisen belohnt, die die große Mühe absolut wert waren. Als Fazit bleibt zu sagen: Auch die 12. WiWilympics waren, wie die vorangegangenen Turniere bereits, ein voller Erfolg, mit traumhaftem Wetter, spannendem und emotionalem Spitzensport, kulinarischer Varieté und einer Vielzahl an gutgelaunten Sportlern und Gästen. Wir freuen uns auf das nächsten Mal, wenn es wieder heißt: „Ran an die Bälle“!

F abian F rey & A lexander M erdian -T arko

Fachschaftsthemen


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Die Auslandsanrechnung leicht gemacht Die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus dem Ausland begegnet den meisten Tübinger Wiwis früher oder später in ihrem Studium. Von Seiten des Fachbereichs gibt es jedoch nur wenige Informationen darüber, wie man bei der Anrechnung am besten vorgeht und auch die Professoren veröffentlichen auf ihren Homepages nicht alle wichtigen Informationen und Unterlagen. Aus diesem Grund soll dieser Artikel einen kurzen Überblick über das beste Vorgehen bei der Anrechnung von Kursen aus dem Ausland geben und auf ein paar wichtige Tricks hinweisen, die die Anrechnung deutlich beschleunigen können.

sein Transcript aus dem Ausland. Dieses erhält man vom International Office, nachdem man seinen Erfahrungsbericht über das Auslandssemester dort eingereicht hat (dies gilt für alle Studierenden in Übersee, Erasmus weicht von diesem Vorgehen ab). Außerdem benötigt man den so genannten gelben Laufzettel, welchen man vom Prüfungsamt bekommt. Auf diesem Formular werden alle relevanten Informationen von den Professoren eingetragen. Außerdem dient dieser dem Prüfungsamt als Grundlage für die Anrechnung der Kurse. Ebenso sollte man für die Anrechnung den Syllabus des Kurses aus dem Ausland mitbringen.

Bereits während des Auslandssemesters empfiehlt es sich, eine erste Anfrage über die Anrechenbarkeit an den entsprechenden Lehrstuhl zu schicken. Hierfür reicht der Syllabus des Kurses aus, normalerweise erhält man von den Professoren dann eine allgemeine Rückmeldung, ob der Kurs prinzipiell angerechnet werden kann. Über die tatsächliche Anrechnung kann jedoch erst nach der Rückkehr aus dem Ausland mit allen notwendigen Unterlagen entschieden werden. Vor Antritt des Auslandssemesters bekommt man also nur schwer eine Zusage über eine mögliche Anrechnung. Mit den Erfahrungsberichten des International Office und der Fachschaft kann man sich jedoch über die Kurswahl der Vorgänger informieren und so bereits in Erfahrung bringen, welche Kurse der Universität im Ausland in Tübingen angerechnet werden.

Im nächsten Schritt wendet man sich am besten an das Sekretariat des Lehrstuhls, dessen Lehrangebot am besten zu der besuchten Veranstaltung passt und erkundigt sich über das Vorgehen und die notwendigen Unterlagen. Meist verlangen die Lehrstühle noch das Ausfüllen eines eigenen Formulars, in dem allgemeine Informationen zum Kurs eingetragen werden. Meist wird man vom Lehrstuhl dann gebeten, alle relevanten Unterlagen im Sekretariat vorbeizubringen. Dieser Weg benötigt jedoch meist zwei Wochen Bearbeitungszeit, und verhindert die Bearbeitung von weiteren Anträgen auf Anrechnung. Daher empfiehlt es sich, mit den erforderlichen Unterlagen direkt in die Sprechstunde der Professoren zu gehen, um umgehend eine Rückmeldung über die Anrechnung zu erhalten. Dies hat auch den Vorteil, dass man bei eventuellen Fragen direkt zur Verfügung steht und bei möglichen Zweifeln des Professors noch mit guten Argumenten für die Anrechnung des Kurses werben kann.

Die eigentliche Arbeit beginnt also erst, wenn man aus dem Ausland wieder zurück nach Tübingen kommt. Zunächst benötigt man für die Anrechnung der Kurse


13 Und nun noch zwei wichtige Hinweise zum Schluss: Veranstaltungen aus dem Ausland können Kurse in Tübingen entweder ersetzen oder als neue Veranstaltung angerechnet werden, sprich die Veranstaltungen müssen nicht deckungsgleich mit einer Vorlesung aus Tübingen sein. Wenn alle Stricke reißen und kein Lehrstuhl eine Veranstaltung anrechnen möchte, rechnet das Prüfungsamt unter bestimmten Voraussetzungen auch Veranstaltungen im Bereich Elective Studies an, hierzu wendet man sich am besten an Herrn Bauer. Insgesamt kann man sagen, dass die Auslandsanrechnung bei uns in Tübingen kein Hexenwerk ist und in vielen Fällen im Zweifel für den Studierenden entschieden wird. Wenn man also im Ausland Kurse belegt, die ein angemessenes akademisches Niveau besitzen und zu einem gewissen Teil zu dem Angebot bei uns in Tübingen passen, ist die Anrechnung der Kurse im Regelfall kein Problem.

M ark K apteina

WiWi-Fakultät


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Mastervorstellung Masterwahl und Vorstellung des Masterstudiengangs „Accounting and Finance“ Je mehr der Bachelor sich dem Ende nähert, desto öfter und panischer stellt sich die Frage nach dem Danach. Mache ich überhaupt einen Master und wenn ja, wo mache ich ihn und vor allem inwieweit spezialisiere ich mich? Dies sind Fragen, mit denen sich viele Studenten früher oder später zwangsläufig auseinandersetzen müssen. Ein erster Grundstein für eine eventuelle Spezialisierung im Masterstudium legt man in den Schwerpunktmodulen im Bachelor. Ich hatte mich dabei u.a. für den Schwerpunkt „Banking and Finance“ entschieden. Da ich diesen Schwerpunkt mit mehr oder weniger viel Spaß und Erfolg belegte und am Lehrstuhl Finance schließlich auch meine Bachelorarbeit schrieb, war für mich doch recht schnell klar, dass ich mich in die Richtung Finance spezialisieren wollte. Daher war für mich bei der Masterbewerbung der sehr spezielle Studiengang „Accounting and Finance“ in Tübingen die erste Wahl. Ich hatte mir schon recht früh vorgenommen, dass ich mich nach dem relativ breit aufgestellten Bachelor in International Business Administration für den Master spezialisieren möchte und „das machen möchte, was mir mehr Spaß macht“. „Accounting and Finance“ ist ein dreisemestriger Master über folglich 90 ECTS. Besagte 90 ECTS setzen sich aus Pflichtmodulen, dem Wahlpflichtbereich, dem Wahlbereich und der Masterarbeit zusammen. Die Pflichtmodule bestehen aus jeweils

einer Veranstaltung à 9 ECTS im Bereich Accounting und Finance. Im Wahlpflichtbereich müssen 33 bis 45 ECTS absolviert werden, wobei darunter ein Masterseminar fallen muss. Im Wahlbereich müssen 3 bis 15 ECTS geleistet werden, wobei im Wahlbereich und im Wahlpflichtbereich zusammen 48 ECTS verpflichtend sind. Im Wahlbereich ist es möglich, zwischen verschiedenen Seminaren aus diversen Richtungen zu wählen und dabei eventuell auch mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Abschließend steht noch eine Masterarbeit an, welche (hoffentlich) die finalen 24 ECTS einbringt. Diese kann, wie man es von der Bachelorarbeit her kennt, an verschiedenen Lehrstühlen geschrieben werden. Der sehr spezielle Master ist gleichzeitig Fluch und Segen. Während man einerseits die Möglichkeit hat, verschiedene Facetten im Bereich Rechnungslegung und Finanzwesen kennenzulernen, ist man andererseits doch recht eingeschränkt in seinen Auswahlmöglichkeiten im Bezug auf Vorlesungen. Da sich diese gerade im laufenden Semester unglücklicherweise in mehreren Fällen überschneiden, bleibt doch nur noch eine begrenzte Auswahl an Vorlesungen. Alles in allem bereue ich meine Wahl für den Master „Accounting and Finance“ in Tübingen jedoch nicht, denn man bekommt einen diversifizierten Einblick in eine Fachrichtung der Wirtschaftswissenschaften, in welcher ich mir sehr gut vorstellen könnte, später auch zu arbeiten.

E ure F achschaft


Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Valeria Merlo

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Was haben Sie studiert? Volkswirtschaftslehre.

Was waren Ihre Schwerpunkte oder Vertiefungen? Ökonometrie.

Warum haben Sie die Laufbahn als Professor eingeschlagen? Weil es ein schöner und abwechslungsreicher Beruf ist.

Wie kam es dazu, dass Sie Professor in Tübingen wurden? Was waren Ihre Lieblingsfächer Es gab in Tübingen eine freie Stelle und in der Schule?                                                                                Geschichte und Mathematik.

Wo haben Sie Ihr erstes Praktikum gemacht? Mein erstes Praktikum habe ich beim Kinderfonds Stiftungszentrum in München gemacht. Die Stiftung ist auf dem Gebiet der Stiftungsgründung und Stiftungsverwaltung aktiv und verfolgt das Ziel, mehr Privatpersonen und Unternehmen in die Lage zu versetzen, eine eigene Stiftung im Bereich der Kinder und Jugendhilfe zu gründen.

ich habe mich natürlich beworben. Tübingen war für mich nicht nur professionell ein sehr attraktiver Standort, sondern auch privat, da ich mit meiner Familie hier schon seit 3 Jahren wohnte.

Was zeichnet Ihre Lehre besonders aus? Ich bemühe mich um eine interaktive Lehre (was bei großen Gruppen nicht immer gelingt).

WiWi-Fakultät


16 Was gefällt Ihnen an Tübingen? Tübingen ist eine sehr süße kleine Stadt, die viel anzubieten hat.

Wo findet man Sie in Ihrer Freizeit? In der Stadt. Meistens renne ich den Laufrädern meiner Kinder nach oder schleppe diese samt Kinder.

P rof . D r . V aleria M erlo


Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Patrick Kampkötter

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Was haben Sie studiert? Ich habe Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln studiert.

Was waren Ihre Schwerpunkte oder Vertiefungen? Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule? Sozialwissenschaften (was Wirtschaft beinhaltete), Mathematik, Erdkunde und Sport. Wie auch an der Universität, hängt die Attraktivität eines Faches, neben dem eigenen Interesse, natürlich sehr von der Qualität und Sympathie des Lehrenden ab. Obwohl mir auch Englisch prinzipiell sehr viel Spaß gemacht hat, hatte ich aber keinen guten Draht zum damaligen Lehrer.

Wo haben Sie Ihr erstes Praktikum gemacht? Mein erstes Praktikum in einem größeren Unternehmen habe ich bei der Deutschen Telekom absolviert, im Bereich Personalstrategie und Vorstandssupport. Dort war ich 6 Monate im Team des Personalvorstandes tätig. Diese Zeit war sehr beindruckend und lehrreich, denn ich habe viel gelernt über Personalstrategie, Personalabbau und die Zusammenarbeit zwischen Vorständen, Aufsichtsräten und Betriebsräten.

Meine Vertiefungen waren Personalökonomie, Energieökonomik und Organisation. Die beiden erstgenannten Fächer waren stark ökonomisch geprägt, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Warum haben Sie die Laufbahn als Professor eingeschlagen? Oft ergibt sich das glaube ich so im Zeitverlauf. Ich war lange Jahre studentische Hilfskraft und dort stark eingebunden in Forschungsprojekte und den Aufbau von Datensätzen. So kam auch meine Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Towers Watson zustande, bei der ich auch meine Diplomarbeit über Anreizsysteme im Finanzdienstleistungssektor geschrieben habe. In der Hiwi-Zeit und während der Diplomarbeit habe ich sehr viel über die akademische Welt gelernt, insbesondere dank meines damaligen Professors, der mein Interesse für die Forschung nachhaltig geprägt hat. Obwohl ich am Ende meines Studiums einen Arbeitsvertrag bei der Telekom angeboten bekam, entschied ich mich, in der Forschung zu bleiben. Nach

WiWi-Fakultät


18 Abschluss der Promotion hatte ich dann noch so viele Projekte offen, dass für mich der nächste logische Schritt die PostDocZeit war. So rutscht man dann halt darein. Insgesamt kann ich sagen, dass die Kombination aus Lehre und Forschung sowie das weitgehend selbstbestimmte Arbeiten diesen Job zum Traumjob machen.

Wie kam es dazu, dass Sie Professor in Tübingen wurden? Ganz klassisch über die Ausschreibung der Professur in den entsprechenden Medien. Ich habe die Ausschreibung zwar erst relativ spät gesehen, war aber direkt an der Stelle interessiert. Besonders die Ausrichtung, fachlich und methodisch, vieler Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs passt sehr gut zu meinem Profil. Ich bin daher sehr glücklich darüber, dass es in Tübingen geklappt hat.

Was zeichnet Ihre Lehre besonders aus? Ich versuche in den Veranstaltungen, Theorie und Empirie miteinander zu verbinden. Dazu gehört auch der Einsatz von Case Studies, die sehr häufig an internationalen Business Schools genutzt werden. Hier arbeiten Studierende in Teams an realen Fragestellungen von Unternehmen und präsentieren Lösungsansätze. Aus meiner Sicht ein sehr gutes Element, um das erlernte Wissen auch direkt anzuwenden. Auch die Unterscheidung zwischen Korrelation und Kausalität spielt eine

große Rolle bei der Besprechung der empirischen Methoden.

Was gefällt Ihnen an Tübingen? Ich kannte Tübingen bereits flüchtig von einer Konferenz, die ich 2007 und 2013 besucht habe. Mein erster Eindruck ist sehr positiv, obwohl ich ehrlich gesagt noch nicht viel von der Stadt gesehen habe. Aber die Menschen sind sehr freundlich und immer gut gelaunt und die Teile die ich bereits kenne finde ich sehr schön. Ich mag auch die kurzen Wege zwischen Büro und Hörsälen hier.

Wo findet man Sie in Ihrer Freizeit? Da bin ich im Moment voll im Dienst meiner Tochter, und muss mir immer etwas Neues überlegen, um sie zu unterhalten. Das sollte in Tübingen kein Problem sein. Meine Hobbies sind Fußball und klassische Musik, daher bin ich sowohl im Stadion als auch in der Philharmonie anzutreffen (wenn es die Zeit erlaubt).

P rof . D r . P atrick K ampkötter


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Stellungnahme Modulprüfung Stellungnahme Akkreditierung der Bachelor Studiengänge Liebe Studierende, dieses Semester erfolgt an unserem Fachbereich die Systemakkreditierung unserer drei Bachelorstudiengänge Economics and Business Administration, International Business Administration und International Economics. Akkreditierung bedeutet, die Prüfung der Studiengänge durch ein unabhängiges Gremium auf deren Studierbarkeit, Qualität und insbesondere derer Prüfungsordnung. Dieser Prozess wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt und beurteilt unter anderem die Stressbelastung der Studierenden hinsichtlich ihres Prüfungsaufwandes. Dafür wurden die Studieninhalte in einzelne Module aufgeteilt, die dann zum Ende durch eine Prüfung abgeschlossen werden.

Für unsere Bachelorstudiengänge ist diese Maßnahme unserer Meinung nach der falsche Ansatz zur Stressreduktion und würde womöglich sogar das Gegenteil bewirken. Außerdem würde der positive Effekt, der durch eine regelmäßigere Leistungsabfrage entsteht, verloren gehen. Als Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften werden wir uns gegen diese mögliche Änderung nach unseren Möglichkeiten einsetzen. Wir hoffen dafür auf Eure breite Unterstützung!

Momentan beinhaltet ein Modul eine Vorlesung und die begleitende Übung (z.B. Explorative Datenanalyse + Tutorium), welches wie gewohnt am Semesterende geprüft wird. Bei der nun anstehenden Akkreditierung könnten diese Module als zu klein bewertet und deshalb zu größeren zusammengefasst werden (z.B. Explorative Datenanalyse + Wahrscheinlichkeit und Risiko). Damit würde der Inhalt beider Vorlesungen am Ende in einer gemeinsamen Prüfung abgefragt werden. Dies würde zwar zu weniger, aber inhaltlich deutlich umfangreicheren Prüfungen führen. Auch bei anderen Fächern, welche sich ähneln oder aufeinander aufbauen, könnte es zu einer solchen Zusammenlegung kommen.

WiWi-Fakultät

E ure F achschaft


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Die Bachelorarbeit leicht gemacht Irgendwann ist es für jeden soweit - die Bachelorarbeit muss angemeldet werden! Auf was man dabei achten muss und was es für Unterschiede bei den verschiedenen Lehrstühlen gibt, findet ihr in diesem Artikel.Alle Studierenden, die mindestens im 4. Fachsemester sind und noch keine Bachelorarbeit geschrieben haben, bekommen im Sommersemester, meist Ende Mai, Post vom Prüfungsamt. Dabei handelt es sich um das Anmeldeformular für die Bachelorarbeit. Hier muss man angeben, wann man seine Abschlussarbeit schreiben möchte. Dabei bestehen verschiedene Auswahlmöglichkeiten: Man kann die Arbeit direkt für das edarauffolgende Wintersemester, das nächste Sommersemester oder noch gar nicht anmelden. Außerdem müssen Präferenzen für Lehrstühle angegeben werden. Anschließend schickt man das Formular wieder an das Prüfungsamt zurück. Nach ein paar Wochen kommt dann die Antwort: Man bekommt eine Präferenz zugeteilt. Allerdings ist nicht garantiert, dass es sich dabei immer um die Erste handelt. Wichtig ist, dass die Anmeldung einer Bachelorarbeit über das Prüfungsamt meist noch nicht genügt. Es ist empfehlenswert, sich rechtzeitig auf den Homepages der Lehrstühle über die weiteren Schritte der Bewerbung, sowie den Ablauf der Erstellung der Bachelorarbeit zu informieren. Der Zeitraum, in dem die Arbeit angefertigt wird, ist von Lehrstuhl zu Lehrstuhl unterschiedlich. So begann die Bearbeitungszeit beim MarketingLehrstuhl unter der Leitung von PD Dr. Adrienne Cansier bereits in den Semesterferien und endete Mitte Mai. Anders ist dies zum Beispiel beim Lehrstuhl für

Wirtschaftstheorie. Hier ging es erst Mitte April los. Der Abgabetermin lag dieses Semester bei Anfang Juli. Da man an diesem Lehrstuhl von unterschiedlichen Professoren betreut werden kann, ändert sich dort ab und an auch etwas an der Frist. Nicht nur die Bearbeitungszeiträume sind bei den unterschiedlichen Lehrstühlen verschieden, auch die Art der Arbeit unterscheidet sich. Während man beim International Business Lehrstuhl nur literaturbasiert und auf Englisch schreiben kann, bietet der Marketinglehrstuhl sowohl literaturbasierte als auch empirische Bachelorarbeiten an. Möchte man seine Bachelorarbeit im Bereich der Wirtschaftstheorie schreiben, so muss man hauptsächlich mit mathematischen Modellen arbeiten und diese zum Beispiel auf eine Fallstudie anwenden. Möchte man seine Bachelorarbeit in Finance schreiben, so kann man dies momentan nur im Sommersemester tun. Hier empfiehlt es sich außerdem das „Seminar zur Anwendung in Finance“, das allerdings bereits im Wintersemester stattfindet, zu besuchen. Zusammengefasst bedeutet das also, dass man sich rechtzeitig informieren sollte, wo man seine Bachelorarbeit schreiben möchte. Teilweise ist es auch sinnvoll, sich bereits Themen zu überlegen, wenn von dem präferierten Lehrstuhl keine Vorschläge gemacht werden, aus denen man auswählen kann. Wer den Überblick über alle Fristen und Termine behält, wird mit Sicherheit keine Probleme bei der Anmeldung der Bachelorarbeit bekommen!

WiWi-Fakultät

L aura K önig


22 Pflicht- und Profilbildungsmodule

Wintersemester 2015/16 Haupttermin Februar 2016 Klausur Einf Wiwi

Teilnehmer

nicht bestanden

Haupt

Neben

Haupt

Neben

185

155

24

44

Durchfallquote Haupt

Neben

12,97% 28,39%

Durchschnitt Haupt

Neben

2,77

3,35

EDA

210

52

59

15

28,10% 28,85%

3,19

3,54

Mathe

226

83

51

38

22,57% 45,78%

3,21

4,12

ReWe

235

90

19

7

8,09%

7,78%

2,23

2,56

I&F

191

23

29

14

15,18% 60,87%

3,01

4,12

Marketing

69

61

3

9

4,35%

14,75%

2,04

2,77

P-Recht

125

9

0

0

0,00%

0,00%

1,76

2,31

QM

163

13

15

3

9,20%

23,08%

2,53

3,16

Glob. Strat.

84

6

13

4

15,48% 66,67%

2,58

4,00

WiFiPo

126

9

8

1

6,35%

2,61

3,70

11,11%

Nachholtermin April 2016 Klausur

Teilnehmer

nicht bestanden

Haupt

Neben

Haupt

Neben

Einf Wiwi

63

71

7

17

EDA

91

29

7

Mathe

55

39

ReWe

32

I&F

65

Marketing

Durchfallquote Haupt

Neben

Durchschnitt Haupt

Neben

11,11% 23,94%

3,16

3,63

1

7,69%

3,45%

2,64

2,75

17

17

30,91% 43,59%

3,59

4,19

26

14

8

43,75% 30,77%

3,58

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11

10

5

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2,94

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92

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5

9

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23,08%

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P-Recht

42

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QM

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2

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Glob. Strat.

42

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WiFiPo

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4

1

6,15%

2,43

2,74

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24 Istanbul- a bridge between the past and the future Der Titel meines Berichts, welcher gleichzeitig auch das Motto meiner Gastuniversität ist - trifft es ziemlich auf den Punkt, soviel kann ich nach meinen 5 Monaten Auslandssemester in Istanbul sagen. Viele haben mich gefragt, wie ich denn auf Istanbul kam, wo ich doch nicht mal Türkisch spreche. Die Antwort darauf ist wohl, dass ich bei der Erwähnung dieser Stadt an eine bunte, aufregende Welt dachte, die so viel größer, spannender, hektischer, einfach anders ist als mein zu Hause. Also hab ich’s einfach mal gewagtund wurde nicht enttäuscht. Ich traf am 5. September in Istanbul ein und konnte so noch den Spätsommer genießen, der sich im Westen der Türkei bis circa Mitte Oktober hält. So habe ich mich bei lockeren 30 Grad in der ersten Woche

meines Auslandssemesters auf die Suche nach einer Bleibe für die nächsten Monate gemacht und hatte dabei die Gelegenheit, die Stadt quasi in einem Crash-Kurs kennenzulernen. Da ich in einem kleinen Dorf am Rande der schwäbischen Alb aufgewachsen bin, waren für mich die 17 Millionen Menschen, die tagtäglich durch die Straßen des ehemaligen Konstantinopels laufen, zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Schnell habe ich aber gelernt, dass man sich einfach treiben lassen muss- und schon ist der Stress nur halb so groß! In einer Stadt, in der Schiffe zum öffentlichen Verkehrsmittel gehören, kann man dem Stress und den Menschenmassen allerdings auch jederzeit gut entfliehen. Auf der asiatischen Seite Istanbuls gibt es zahlreiche Parks direkt am Bosporus. Was will man mehr? Aber auch auf der europäischen Seite Istanbuls, die doch um einiges touristischer ist, gibt es unglaublich schöne Ecken. Darunter Cihangir, das als Hipster- und Studentenviertel gilt oder Karaköy mit seinen unzähligen Straßencafés, Patisserien und Restaurants, unter einem Dach von Efeu und Lichterketten. Zur Uni soll gesagt sein, dass sich der BWL-Campus ziemlich weit außerhalb Istanbuls befindet, weshalb man schon eine Dreiviertelstunde Busfahrt auf sich nehmen muss. Stehend, versteht sich. Für ältere Menschen und Schwangere wird hier nämlich grundsätzlich und ausnahmslos aufgestanden ;)


25 Viel interessanter und aufregender waren da die zahlreichen Ausflüge, welche die sehr engagierten Studenten der Istanbul Uni für uns ERASMUS-Studenten auf die Beine gestellt haben. Ende Oktober noch am Mittelmeer auf einem Partyboot in der Sonne zu liegen hat eindeutig was. Aber auch kulturell gesehen steht der Rest der Türkei Istanbul nur wenig nach. Neben Kappadokien (Zentralanatolien) mit seiner atemberaubenden Höhlenarchitektur war auch Pamukkale mit seinen Kalkterrassen samt Thermalquellen, ein echtes Highlight. Alles in allem hatte ich eine unglaublich tolle Zeit und kann Istanbul nur empfehlen- ob als Städtetrip oder Auslandssemester- und bin sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.

I sabell G ollmer Was die Lehrveranstaltungen an meiner Gastuniversität „Istanbul University“ angeht, muss ich sagen, dass diese nicht sonderlich erwähnenswert sind. Das Niveau ist dann eben doch nicht dasselbe wie in Deutschland.

Auslandsberichte


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Que onda wey? Mein Auslandssemester verbrachte ich in der Kleinstadt Guanajuato in Mexico. Würde man Städte klassifizieren, so wäre Guanajuato definitiv in einer Klasse mit Tübingen: charmant, hoher Studentenanteil und hügelig. In der 80.000 Einwohner großen Stadt studieren ca. 30.000 Studierende, am Fachbereich Economía jedoch nur 300.

schaffte ich es dann doch. Zuerst ging es mit dem Bus in der Dämmerung vom Busbahnhof in die Innenstadt und dann zu Fuß weiter durch die engen Gassen, die wie jeden Freitag Abend voller Menschen und Mariachi Bands waren, die von einem Restaurant zum nächsten laufen, um die Gäste mit ihrer großartigen Kunst zu beglücken.

Als ich meine Zusage für einen Auslandsaufenthalt in Mexiko bekam, freute ich mich sehr. Ich hatte schon von einigen Freunden gehört, dass Guanajuato sehr schön sei und dass das Studieren viel Spaß bereiten würde.

Im Hostel angekommen traf ich zwei Freunde, die für ein ganzes Jahr in Mexiko bleiben würden. Gemeinsam machten wir uns an die Wohnungssuche. 3 Tage später hatten wir eine Wohnung und konnten uns voll und ganz auf die Universität konzentrieren. Der erste Schock kam direkt am ersten Unitag: Ich hatte das Gefühl, wieder in der 11. Klasse zu sitzen. 30 Schüler sitzen auf Stühlen, an die nach amerikanischem Vorbild ein Brett, der als Tisch dient, geschraubt ist und warten darauf, dass der Professor sie abfragt, oder ihnen die Hausaufgaben gibt. Jedoch gewöhnt

So startete ich Anfang August voller Vorfreude ins Abenteuer. Einmal in Mexiko angekommen, musste ich mich gleich der ersten Herausforderung stellen: mit dürftigem Spanisch und ohne Internet den Weg ins Hostel zu finden, war nicht einfach. Doch mit der Hilfe vieler Passanten


27 man sich schnell an das mexikanische System und lernt es zu schätzen, direkt mit dem Professor diskutieren zu können. Und kleinere Kurse waren noch nie schlecht. Im Gegensatz zu vielen anderen staatlichen Universitäten, ist die Universidad de Guanajuato (UGto) eher liberal, vor allem was die VWL angeht. Ganz auf kommunistische bzw. marxistische Inhalte wird jedoch auch hier nicht verzichtet. Das wurde mir vor allem in meinem Kurs „Historia de Mexico“ klar, wo uns oft erzählt wurde, dass die Mexikaner wirtschaftlich erst schlecht gestellt wurden, als der Privatbesitz eingeführt wurde. Meine anderen drei Vorlesungen befassten sich eher weniger mit Kapitalismuskritik. In „Filosofia politica y social“ behandelten wir das Verhältnis zwischen Staat, Wirtschaft und Sozialleben. Beim gleichen Professor besuchte ich noch eine Vorlesung zur Ideengeschichte der Wirtschaftswissenschaften. Beide zusammen waren sehr interessant und gaben mir einen guten Überblick über die verschiedenen Ansichten der Wirtschaftswissenschaften.

wie in den ersten Minuten von James Bond Spectre, die Fußgängerzone hinunter schoben, bis hin zum Zocalo, dem Platz vor dem Präsidentenpalast. Es war mit eines der am beeindruckendsten Ereignisse, die ich in Mexiko gesehen habe. Ende November ging dann die Prüfungsphase los. Das jedoch bedeutet in Mexiko nicht, dass man aufhört zu feiern. Da man während des Semesters ständig Hausaufgaben bekommt und Midterms schreibt, ist der Lernaufwand am Ende des Semesters erheblich kleiner als gewohnt. Auch die Mexikaner selbst trinken abends lieber Mescal statt Vorlesungen zusammenzufassen, und so findet sich immer ein Grund, die koloniale Architektur Guanajuatos von der Dachterrasse einer Bar aus zu studieren. Anfang Dezember war das Semester dann schon vorbei. Was bleibt, sind die umgangssprachlichen Floskeln und unzählige Erinnerungen an Abende mit der immer gleichen mexikanischen Musik.

An den vielen verlängerten Wochenenden (die Religiosität der Mexikaner hat auch Vorteile!!) machten wir oft Ausflüge. In Mexiko ist alles per Bus gut und günstig zu erreichen, sofern man sich auf die Landesgröße eingestellt hat. Nach Mexiko City braucht man mit dem Bus ca. 6 Stunden, an den Pazifik 10. Letzteres ist mit einem Nachtbus jedoch gut machbar und den Aufwand auf jeden Fall wert. Am Día de los Muertos war ich mit einigen Freunden in Mexiko City. Das ganze Wochenende verbrachten wir damit, den verkleideten Menschenmassen zuzuschauen, die sich,

Auslandsberichte

C hristoph K laiber


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Mein Auslandssemester in Kanada Mein Auslandssemester an der Queen’s University in Kanada war mein bisher ereignisreichstes und vermutlich spannendstes Semester meiner bisherigen Studienzeit. Sowohl die Erfahrung in einem anderen Land zu leben als auch die internationalen Freundschaften machten die Zeit unvergesslich. Auch akademisch war das Auslandssemester eine Bereicherung, da sich das Kursangebot und die Lehrmethoden deutlich unterscheiden und eine angenehme Abwechslung zum Unialltag daheim boten. Die Queen’s University in Kingston ist ähnlich wie die Universität Tübingen eine große Universität mit annähernd 30.000 Studenten in einer mittelgroßen Stadt mit 120.000 Einwohnern. Im Unterschied zu Tübingen konzentriert sich das Studentenleben in Kingston jedoch ganz auf den Campus und das angrenzende Studentenviertel. Die Wohnatmosphäre ist hier einmalig, da das gesamte Viertel ausschließlich von Studenten bewohnt wird, die schnuckelige Backsteinhäuschen ihr eigenen nennen können. Aus diesem Grund ist tagsüber und vor allem abends immer etwas los und die berühmt-berüchtigten House Partys Nordamerikas können hier aus nächster Nähe erlebt werden. Die Community der Internationals ist riesig an der Queens, so dass man nach der Einführungswoche bereits unzählige neue Bekanntschaften gemacht hat und die nächsten Wochen immer etwas los ist. Aber auch akademisch kann man als Tübinger Student in Kanada profitieren, da das Gewicht nicht ausschließlich auf der Abschlussklausur liegt sondern auch Assignments, Paper und Präsentationen bearbeitet werden müssen, und man

so definitiv seine Fertigkeiten erweitern kann. Auch das Verhältnis zu den Professoren ist deutlich enger, so dass man nach der Vorlesungen auch mal nach dem aktuellen Geschehen in Deutschland gefragt wurde oder seinen Dozenten in der Bibliothek zum Smalltalk getroffen hat. Als VWL-Student hat man außerdem den Vorteil, dass das komplette Angebot der Arts & Science Faculty besucht werden kann, also auch sehr gut Kurse anderer Fachbereiche belegt werden können. Zum Reisen ist Kingston in Ontario ideal gelegen, da es jeweils 2 Stunden nach Toronto Ottawa und Montreal sind und die Grenze zu den USA direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Lake Ontario liegt. Diese gute Lage hat während des Semesters zu diversen Roadtrips in die umliegenden Städte und Nationalparks eingeladen. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass Kanada ein fantastisches Land mit einer gigantischen Natur ist, die nur darauf wartet entdeckt zu werden. Sei es für eine Wanderung in den Bergen oder eine Kanutour in eine der vielen Seen oder zum Skifahren in der Winterzeit, für Outdoor-Liebhaber ist Kanada ein Paradies. Auch wer sich bisher noch nicht als Naturbursche identifizieren konnte, wird spätestens nach dem Semester in Kanada die Schönheit der Natur vermissen.

M ark K apteina


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Auslandsberichte


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Öffnungszeiten: Mo-Do 16:30-01:00 Fr: 16:30-03:00 Sa: 13:00-03:00 So: 13:00-01:00


Brasilien, China oder doch lieber Iran?

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Nach meiner Rückkehr aus dem Auslandssemester im Juni 2015 absolvierte ich bis zum Start des Wintersemesters in Tübingen ein Praktikum beim Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Stuttgart. Ohne großes Überlegen entschied ich, mich für das Referat Außenwirtschaft zu bewerben – im Nachhinein ein Volltreffer!

Meine Mitarbeit war deshalb gerne gesehen. So wurde mir die Aufgabe übertragen, eine Briefing-Mappe zu erstellen, die den Minister mit allen wichtigen Informationen über den Iran versorgen sollte. Darin wurden nicht nur wirtschaftliche Zahlen und Fakten, sondern auch kulturelle Gepflogenheiten und Verhaltensregeln des Irans aufgezeigt.

Das Außenwirtschaftsreferat des Ministeriums pflegt die baden-württembergischen Wirtschaftsbeziehungen zu allen Ländern der Welt, mit Ausnahme der europäischen und nordamerikanischen, für die es ein eigenes Referat gibt. Dies soll den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg stärken und insbesondere den lokalen Mittelständlern zu Gute kommen. Soviel in der Theorie. In der Praxis bereiten die rund 10 Referatsmitarbeiter Ministerreisen vor, organisieren Delegationsreisen von Unternehmergruppen in die ganze Welt oder stehen in Kontakt mit Partnerregionen Baden-Württembergs.

Neben der Reise in den Iran plante Minister Schmid gemeinsam mit Ministerpräsident Kretschmann außerdem eine weitere Reise nach China und Singapur. Dies ermöglichte mir, auch Einblicke in die Wirtschaftsbeziehungen Baden-Württembergs nach Asien zu erhalten und einer ganzen Reihe von Vorbereitungstreffen beizuwohnen. Spannend fand ich außerdem die Teilnahme an verschiedenen Wirtschaftstagen, in bei denen sich beispielsweise Indien, Peru oder Brasilien in Stuttgart vorstellten. Mein Referat eröffnete mir die Möglichkeit, an allen Veranstaltungen teilzunehmen und zeigte sich auch was meine Arbeitszeiten anging, immer flexibel und kooperativ.

Ich hatte das große Glück, mein Praktikum im Ministerium in einer besonders spannenden Zeit machen zu können. Im Juli 2015 konnte nach ewigem Hin und Her eine Einigung im Atomstreit des Westens mit dem Iran erzielt werden, was dazu führte, dass die Iraner plötzlich wieder begehrte Handelspartner für den Westen wurden. Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid reagierte besonders schnell auf die neue Situation und kündigte sich als erster deutscher Landespolitiker mit einer Unternehmerdelegation im Iran an. Für mein Referat bedeutete dies viel Arbeit und die Vorbereitung einer großen Ministerreise innerhalb nur weniger Wochen.

Mit der Landtagswahl im März dieses Jahres und der neuen Regierungskoalition werden Finanz- und Wirtschaftsministerium wieder getrennt. Es wird sich zeigen, inwiefern von der Umstrukturierung auch das Außenwirtschaftsreferat betroffen ist. Wer gerne ein Praktikum machen würde, das abwechslungsreich ist und Einblicke in viele Länder bietet, ist beim Ministerium und insbesondere im Außenwirtschaftsreferat bestens aufgehoben. Wer gerne mit Zahlen hantiert, Portfolios berechnet, Regressionen aufstellt und für sein Praktikum fürstlich entlohnt werden will, muss

Beruf&Karriere


wohl eher in der freien Wirtschaft sein Gl端ck versuchen - wie in allen staatlichen Einrichtungen zahlt auch das Ministerium nur einen geringen Stundenlohn. In jedem Fall kann ich ein Praktikum im Ministerium sehr weiterempfehlen und w端nsche k端nftigen T端binger Praktikanten dort eine spannende Zeit.

F elix W iggenhauser


Praktikumsbericht BCG Lange Arbeitszeiten, viel Reisen, anspruchsvolle Aufgaben und leckeres Essen – das waren meine Erwartungen an die Arbeit bei einer Unternehmensberatung. Ein Großteil davon hat sich während meines 10-wöchigen Praktikums bei der Boston Consulting Group bewahrheitet. Aber von Anfang an:

Bewerbung Wer sich bei BCG bewerben will, muss im ersten Schritt klassisch Lebenslauf, Motivationsschreiben und Transcript einreichen. Anschließend erfolgt die Einladung zum Interviewtag, an welchem zwei Case Interviews und ein Computertest gelöst werden müssen. Die Zu-oder Absage erfolgt noch am gleichen Abend.

33 auf ein Restrukturierungsprojekt nach Düsseldorf, wo ich durch das viele Reisen und das Leben im Hotel die Möglichkeit hatte, den klassischen Berateralltag mitzuerleben. Dabei war ich Teil des Project Management Offices, welches für die Überwachung des Projektfortschritts verantwortlich ist und darüber regelmäßig die Führungsebene unterrichtet. Meine Hauptaufgabe umfasste die qualitative und quantitative Auswertung einer unternehmensweiten Managerbefragung, sowie die Unterstützung bei regelmäßigen Präsentationen für den Vorstand.

Praktikum Ich war von Juli bis Oktober im Münchener Office beschäftigt. Ab einer Dauer von 10 Wochen ist es bei BCG möglich, auf zwei verschiedenen Projekten zu arbeiten, eine Gelegenheit, die ich auch nutzte. Normalerweise arbeitet man dabei von Montag bis Donnerstag beim Kunden vor Ort und am Freitag im jeweiligen Home Office. Mein erstes Projekt war direkt in München bei einem internationalen Industrieunternehmen, das von BCG bei der Durchführung eines Carve-Outs (Abspaltung eines Unternehmensbereichs) unterstützt wurde. Ich war dabei hauptsächlich für die Simulation der Frauenquote in beiden neuen Unternehmenseinheiten zuständig und hatte dadurch regelmäßigen Kundenkontakt, um das Vorgehen zu besprechen und die benötigten Daten zu erhalten. Nach 5 Wochen wechselte ich

Beruf&Karriere


34 Vor allem während meines zweiten Projekts konnte ich die Höhen und Tiefen des Beraterlebens erfahren – auf der einen

den Kollegen – schließlich verbringt man bei den meisten Projekten die gesamte Zeit von Montagmorgen bis Donnerstagabend zusammen – kommt es hier mehr denn je darauf an, wie man sich mit den Leuten versteht. Ich für meinen Teil hatte ein tolles Team, mit dem ich mich auch auf privater Ebene super verstanden habe und teilweise heute noch in Kontakt stehe.

Seite montagmorgens schon um 5 Uhr aufstehen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein, ein Leben aus dem Koffer, kaum Zeit für Freunde und Familie unter der Woche und ja, auch das stimmt, oftmals bis 23 oder 24 Uhr arbeiten. Auf der anderen Seite bekommt man schon als Praktikant von Tag 1 viel Verantwortung, darf alleine in Kundenmeetings, trifft interessante Menschen, von denen man in kurzer Zeit wahnsinnig viel lernen kann und darf spannende Events miterleben. So war ich während meiner Zeit bei BCG zwei Wochenenden in Düsseldorf auf Praktikantenevents, vier Tage in Bukarest mit meinem Projektteam, auf unzähligen Dinnern, auf der Wiesn und natürlich auch des Öfteren mit anderen Praktikanten und Kollegen feiern. Durch den intensiven Kontakt mit

Fazit Insgesamt bin ich sehr froh, das Praktikum gemacht zu haben. Zwar weiß ich nach wie vor nicht, ob ich mir die Arbeit als Unternehmensberaterin in Zukunft vorstellen kann, aber immerhin weiß ich jetzt, auf was ich mich einlassen würde – im Guten wie im Schlechten. Zweimal die Woche fliegen, Taxi fahren, im Hotel schlafen und Essen gehen, verliert schnell seinen Glanz. Um zu wissen, ob man sich auch dann noch die Arbeit als Berater vorstellen kann, sollte man unbedingt ein Praktikum in diesem Bereich machen.

C arolin O elschläger


BFS Society

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Die BFS Society wurde im Juli 2015 mit dem Ziel gegründet, Studenten verschiedenster Fachrichtungen mit finanzwirtschaftlichen Themen in Kontakt zu bringen. Was zuerst als kleine Anzahl von Studenten der Wirtschaftswissenschaften begann, ist in kürzester Zeit eine der größten universitären Gruppen des wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichs geworden. Mittlerweile umfasst die BFS nicht nur Studenten aus den Wirtschaftswissenschaften, sondern auch angehende Juristen und Mathematiker. Die Arbeit der BFS stützt sich auf drei Säulen: Forschungsprojekte, die Vernetzung untereinander sowie mit Unternehmen und als letzte Säule die interne Weiterbildung. In den Forschungsprojekten können sich die Mitglieder erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten aneignen. Die einzelnen Projekte stehen jedes Semester unter einem neuen Oberthema und werden von den Mitgliedern selbst ausgesucht. Im Laufe des Semesters werden diese dann innerhalb von Kleingruppen ausgearbeitet und zum Ende hin präsentiert und veröffentlicht.

Möglichkeit, sich über Mentorenprogramme als Mentee oder Mentor weiterzuentwickeln. Für die Mentees besteht die Chance, sich von erfahreneren Studenten Tipps rund ums Studium, Praktika und weiteren Themen zu holen. Daneben besteht für unsere Mitglieder die Möglichkeit, das „Certified Student Analyst“ (CSA) Zertifikat zu erwerben. Durch die aktive Teilnahme an der Vereinsarbeit, dem Besuch von Professoren- und Unternehmensvorträgen, dem Mitwirken an Forschungsprojekten und dem Ablegen einer Abschlussprüfung, kann man sich als Student schon früh Zusatzkompetenzen aneignen und diese bestätigen lassen. Wenn auch Du Lust hast, deine Kenntnisse in den Themen Banking und Finance außerhalb des Hörsaales zu erweitern, dann komm gerne zu einem unserer Treffen. Diese finden jeden Montag um 18.00 Uhr im Raum E03 in der Mohlstraße 36 statt. Mehr Infos findest Du auch unter www.bfs-society.de oder auf Facebook.

Wir freuen uns auf Euch!

Die Vernetzung als zweite Säule ist ein ebenso wichtiges Standbein der BFS wie die Forschungsarbeiten. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich bei Vorträgen, Unternehmensbesuchen und Workshops zu vernetzen und Kontakte zu Professoren und Unternehmen, vornehmlich Banken und deren Beratungen, zu knüpfen. Als letzte Säule steht die interne Weiterbildung. Hierbei haben Studenten die

WiWi-Themen

R obert N eulen BFS S ociety


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Unterwegs mit dem Semesterticket Sommer, Sonne, Sonnenschein – Ab an den Bodensee! Natürlich lassen sich die warmen Temperaturen auch gut in Tübingen aushalten, aber wie wär‘s mit einem spontanen Wochenendtrip ans schwäbische Meer? Seit dem 1. März 2016 ist euer Naldo-Semesterticket gültig bis nach Überlingen, eine kleine Stadt am nördlichen Bodenseeufer. Perfekte Bedingungen um dem Tübinger Alltag zu entkommen! Mit dem InterRegio fahrt ihr zunächst von Tübingen bis nach Sigmaringen und steigt dann um in den Bus Nr. 500, welcher euch innerhalb einer Stunde direkt zum Überlinger Bahnhof bringt. Das Ganze dauert ca. 2,5 Std. und ist auf jeden Fall entspannter und günstiger als eine Autofahrt. Selbst ohne Semesterticket könnt ihr am Wochenende und werktags nach 19.00 Uhr durch die Freizeitregelung für Studenten kostenlos fahren. Auch für die Langschläfer unter euch ist der Bodensee ein gutes Ausflugsziel, da die Busse bis 24 Uhr fahren und einem entspannten Abendessen am See nichts im Wege steht. In Überlingen angekommen, macht ihr euch am besten auf den Weg zur Seepromenade. Da die Stadt um einiges kleiner als Tübingen ist (ca. 21.000 Einwohner), ist zu Fuß alles gut zu erreichen und ihr benötigt vom Bahnhof zur Seepromenade ca. 10 Minuten. Dort legen auch die Boote der Bodenseeschifffahrt an und ihr könntet den Bodensee vom Wasser aus erkunden. Für die ganz Sportlichen unter euch – aber wirklich nur die ganz Sportlichen (!!!) - empfehlen wir auch eine Tretboottour – Muskelkater garantiert.

An heißen Tagen solltet ihr dann auch den Sprung ins kalte Nass genießen. Dafür steht euch das Strandbad West zur Verfügung. Denkt also an Badehose, Bikini, Handtuch und Sonnencreme! Ist euch das Seewasser dann doch etwas zu kalt, könnt ihr es euch in der BodenseeTherme nebenan gemütlich machen. Falls euch Überlingen so gut gefällt, dass ihr doch noch etwas länger bleiben wollt oder direkt mit eurer Crew campen wollt, bieten sich viele attraktive Ziele in der Umgebung an. Zum Beispiel erreicht ihr Meersburg oder die Insel Mainau in kurzer Zeit mit der Fähre. Ein weiteres Highlight im August ist auch das Seenachtsfest in Konstanz.

V iel S pass wünschen E uch S arah und A lice


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WiWi-Themen


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...Screenshots aus der Jodel-App


...der anonyme Campus-Talk

DKies olumne &Das

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DKies olumne &Das


Wirr Warr

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Grammig: “A certain part of my soul likes this stuff“ (non-parametrics) Grammig: “What do we get? - Crap“

Grammig: “You have to pay

your rent, Your Schnitzel“

Grammig: “Now we‘re in causal land“

Pull: “Ich bin am Arbeitsmarkt nur ein kleines Würstchen“

Koziol: “Ich habe meiner Tochter im Auto lineare Regression erklärt. Damit meine Kinder mal sehen wieso Papa soviel Geld hinterher geschmissen bekommt.“

Kohler: “I‘m shocked! Time is running“


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grammIg: “our good frIend, tHe sampLIng error“

grammIg: “If you get as oLd and WIse as I am, you WILL see“

SPIEL&SPASS


Wort zum WiWi N° 70  

Die Fachschaftszeitung der Freien Fachschaft Wirtschaftswissenschaften im Sommersemester 2016

Wort zum WiWi N° 70  

Die Fachschaftszeitung der Freien Fachschaft Wirtschaftswissenschaften im Sommersemester 2016

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