Page 1

01

BERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR

2015

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

02


03

BERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR

2015

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

04

Wohnwerte


05 Vorwort Die Verantwortung für den eigenen Bestand von über 22.700 Wohnungen und rund 36.500 Verwaltungseinheiten (inklusive Fremdobjekten, Tiefgaragen- und Abstellplätzen sowie Gewerbeobjekten) zeigt sich in unserem hohen Standard, was die umfassende Sanierung und Modernisierung der Wohnanlagen betrifft. Neben den durchdachten Masterplänen und Sanierungskonzepten steht die Nachhaltigkeit der gesetzten Maßnahmen im Vordergrund. Die langfristige Vermietbarkeit der Immobilien und ein ausgewogenes, solides Portfolio sind dabei der zentrale Stabilitätsfaktor und Kern der WAG Unternehmensstrategie.

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Seit über sieben Jahrzehnten ist die WAG ein verantwortungsvoller und erfolgreicher Full-Service-Dienstleister rund um das Thema Wohnen und Bauen. Die Zufriedenheit unserer Kunden und die Verbesserung der Lebensqualität in den WAG Wohngebieten stehen dabei an oberster Stelle.

Im Berichtsjahr 2015 wurden insgesamt rund 19,4 Millionen Euro in Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen investiert. So sorgt die WAG für die Erhaltung des eigenen Bestandes und die langfristige Vermietbarkeit und Wertsteigerung der Wohnanlagen bleibt gesichert. Aber auch das Umweltdenken spielt bei der Instandhaltung des Bestandes eine wichtige Rolle. Die thermische und energieeffiziente Sanierung spart unseren Bewohnern Geld durch Senkung der Energiekosten. Hohe Bedeutung wird auch der Modernisierung des Wohnumfeldes wurden 145 Wohnungen fertig gestellt, über 350 Miet- und Eigentumswohnunbeigemessen: Die WAG investiert in den nachträglichen Zubau von gen sowie Reihenhäuser waren in der Projektierungsphase. Zu den großen ProBalkonen und Liften, errichtet Tiefgaragen und zusätzliche Parkjekten der WAG zählen der Ausbau der Wohngebiete Linz-Leonding und Linzplätze und bezieht das gesamte Wohnumfeld in die Überlegungen Oed mit Eigentums- und Mietobjekten. Ein besonderes Neubauprojekt ist die mit ein. Errichtung des ersten sechsgeschossigen geförderten Holzwohnbaus im Umfeld Die Nachfrage nach Wohnraum im oberösterreichischen Zentralraum ist nach wie vor ungebrochen hoch. Daher legt die WAG auch 2015 einen starken Fokus auf die Neubautätigkeit. Insgesamt beträgt das Neubauvolumen 2015 rund 37,1 Millionen Euro. In Summe

der Welser Dragonerhöfe. Das von der WAG geplante und durch das Land Oberösterreich geförderte Wohnbauprojekt mit insgesamt 70 Mietwohnungen wird fast zur Gänze aus Holz errichtet und voraussichtlich 2017 fertiggestellt. Neben der langfristigen Erhaltung des eigenen Bestandes ist dessen sorgsame und professionelle Verwaltung ein wichtiges Betätigungsfeld der WAG. Kostenoptimierung bei gleichzeitiger Erhaltung der hohen Standards hinsichtlich der Wohnqualität ist dabei die Herausforderung, die die WAG täglich zu bewerkstelligen hat. Auch im Jahr 2015 konnte unser Unternehmen die Betriebskosten niedrig halten, was vor allem unseren Bewohnern zu Gute kommt. Im Berichtsjahr 2015 betragen diese 1,24 Euro pro Quadratmeter und Monat, womit die WAG im Österreich-Vergleich eine gute Kennzahl abliefert. Unser Dank für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2015 gilt insbesondere unseren Kunden, Partnern und Eigentümern. Unsere Position als erfolgreiches Immobilien Unternehmen verdanken wir aber nicht zuletzt unseren kompetenten und engagierten MitarbeiterInnen, denen wir hiermit ein herzliches Dankeschön für ihre Leistungen aussprechen.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

06

Wohnräume


07

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Schärding

Braunau/Inn

St. Pantaleon

Ottensheim Eferding Prambachkirchen Perg Leonding St. Marienkirchen Mauthausen a.d. Polsenz Steyregg Traun Ansfelden Ried/Innkreis Grieskirchen Wels St. Marien Stadl Paura Ampflwang Sierning Vöcklabruck Steyr/Garsten Ried/Traunkreis

LINZ

Schörfling Gmunden

SALZBURG

Kirchdorf

Traisen

Grünburg

Micheldorf

Windischgarsten

a en

H ll i

Bad Ischl

Spital/Pyhrn

Radmer

Eisenerz Vordernberg Trofaiach St. Peter

Krieglach

Leoben

Fohnsdorf Judenburg Köflach Voitsberg

GRAZ


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

08

WOHNRÄUME

Zukunft baut auf Erfahrung


09

Wir richten unseren Blick jedoch in die Zukunft, wo wir als innovatives Unternehmen mit zahlreichen Neuerungen in der Bauweise aber auch der ganzheitlichen Planung von Wohnprojekten neue Wege beschreiten. Bereits etablierte Projekte wie der flächendeckende Ausbau des Fernwärmenetzes in den 1960ern, die Modernisierung der eigenen Wohnanlagen beginnend in den 1980er Jahren oder die zukunftsweisende Errichtung des ersten sechsgeschossigen geförderten Holzwohnbau in Wels belegen diese Vorreiterrolle ebenso wie diverse Auszeichnungen: Erst zuletzt erhielt die WAG den oberösterreichischen Wohnbaupreis für urbanes Wohnen für das Wohnobjekt Landwied-/Meggauerstraße. Als erstes Unternehmen wurde die WAG bereits zum zweiten Mal mit diesem Preis ausgezeichnet.

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Als Oberösterreichs größtes Immobilienunternehmen mit Erfahrung seit über 75 Jahren könnten wir uns zufrieden zurücklehnen und auf das Geschaffte stolz zurückblicken.

Um weitere Jahrzehnte erfolgreich am Markt tätig sein zu können, werden die Themen der Zukunft betrachtet und muss die WAG sich ständig den neuen Anforderungen anpassen. Neben Finanzierungs- und Kostenfragen im Wohnbau beschäftigt sich die WAG intensiv mit den Themenfeldern Nachbarschaft und Kommunikation sowie Mobilität. Auch das Thema „Weiterbauen im Siedlungszusammenhang“ hat bei der WAG hohe Priorität. Letztlich möchte die WAG die Bewohnerinnen und Bewohner dabei unterstützen, ihre Wohn- und Lebensträume umzusetzen. Die Welser Dragonerhöfe sind eines dieser zukunftsweisenden Projekte. Seit dem Jahr 2006 wird die denkmalgeschützte Dragonerkaserne von der WAG revitalisiert. Neben der Errichtung hochwertiger Wohn- und Gewerbeobjekte wurden mit Partnern Sondereinrichtungen wie eine Wohngemeinschaft für betreutes Leben im Alter, ein betreutes Wohnen für demenzkranke Menschen und ein Kindergarten mit Krabbelstube geschaffen.

Der effektive und ressourcenschonende Umgang sowie das Zurückgreifen auf energieeffiziente Technologien und emissionsarme Werkstoffe im Neubau zeichnen die WAG seit vielen Jahren aus. Alle Projekte im Neubau werden in Niedrigbzw. Niedrigstenergiestandard errichtet und bei der Sanierung bestehender Wohnanlagen wird jedes einzelne Objekt zielgerichtet optimiert. Die Integration der Projekte in das urbane Umfeld spielt eine wesentliche Rolle, wie zuletzt das durch das Land Oberösterreich ausgezeichnete Projekt „Landwiedstraße, Ecke Meggauerstraße“. Sämtliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden anhand von zukunftsgerichteten Masterplänen zielgerichtet. Diese bilden die Basis für zukünftige Optimierungs- und Erweiterungsmaßnahmen in den Regionen und sind darüber hinaus ein Grundlageninstrument für Gespräche und Verhandlungen mit den verantwortlichen Stellen. Die WAG versteht Nachhaltigkeit als ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Für die WAG ist Nachhaltigkeit ein grundlegendes Element der Unternehmensphilosophie. Die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner und deren Zufriedenheit mit den Angeboten des Unternehmens sind ein wichtiger Gradmesser für den Erfolg. Die langfristige Vermietbarkeit der Immobilien und ein ausgewogenes, solides Portfolio sind der zentrale Stabilitätsfaktor und Kern der Unternehmensstrategie.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

10

Wohnungsmarkt


11

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

12

WOHNUNGSMARKT

Der Wohnungsmarkt 2015 kompakt


13

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Linz Derzeit interessieren sich 13.119 Personen für eine WAG-Wohnung in Linz, das sind rund 14 Prozent aller beim Land Oberösterreich gemeldeten Wohnungssuchenden. Aufgrund einer Jahres-Fluktuation von 7,57 Prozent brutto (= alle Wohnungswechsel im Beobachtungszeitraum) und den Vorschlagsrechten von Firmen und Körperschaften kann die WAG in Linz rund 556 Wohnungen (einschließlich der Neubauprojekte) an eigene Kunden, also an 4,2 Prozent der bei der WAG als wohnungssuchend Gemeldeten, vermitteln. Mit 12.246 Mietwohnungen hat die WAG einen Marktanteil von rund 15 Prozent am gesamten Mietwohnungsmarkt in Linz, insgesamt befinden sich 54 Prozent der WAG-Wohnungen im Kerngebiet Linz. Die Mehrzahl der Wohnungssuchenden bevorzugt eine Mietwohnung (69 Prozent); der Wunsch nach Eigentum (Eigentumswohnung, Reihenhaus, Mietkauf) ist mit gesamt 31 Prozent seit Jahren relativ stabil. Vor allem bei den Jüngeren ist die Mietwohnung beliebt. Hinsichtlich Wohnungsgröße und Raumanzahl zählen in Linz Wohnungen mit mindestens zwei und drei Räumen (ab 58 Quadratmeter - 78 Quadratmeter) zu den am stärksten nachgefragten Wohnungen. Private Freiflächen (Garten, Terrasse, Balkon etc.) spielen bei der Auswahl eine große Rolle. Die Mehrheit der Wohnungsinteressenten ist 26 bis 50 Jahre alt (69 Prozent). Diese Kunden sind vor allem Hausstands- und Familiengründer, die nach einer längerfristigen Wohnlösung suchen. Hinsichtlich Haushaltsgröße dominieren Single-Haushalte rund 43 Prozent wollen allein in die Wohnung einziehen. Auch die Lebenssituation der Interessenten bestätigt den Trend zu Ein-Personen-Haushalten: 45 Prozent sind ledig, 12 Prozent geschieden und 2 Prozent verwitwet.

Steiermark Der Wohnungsmarkt in der Steiermark ist vor allem in der Region Trofaiach sowie am Standort Eisenerz aufgrund der wirtschaftlichen und demografischen Gegebenheiten schwierig und langfristig durch Abwanderung und Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet. In der Region Judenburg und Trofaiach ist die Situation derzeit stabil. Die Standorte Voitsberg Niederösterreich / Traisen und Köflach sind hinsichtlich der Nachfrage stabil, die Wohnungen in Graz sind In Traisen besitzt die WAG 351 sehr gefragt. Insgesamt besitzt die WAG Wohnungen und hat damit einen in der Steiermark knapp 4.300 WohnunMarktanteil am Mietwohnungsmarkt gen, was einem Marktanteil von 15 Prozent von rund 39 Prozent. Derzeit ist die (ohne Graz) entspricht. Nachfrage aufgrund der Wirtschaftslage vor Ort eher gedämpft.

Wir machen uns ein Bild von den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden und lassen dies in die Planung unserer Objekte mit einfließen.

Oberösterreich ohne Linz Außerhalb von Linz besitzt die WAG seit 2013 durch den Zukauf der ehemaligen BUWOG Wohnungen 5.611 Wohnungen und damit einen Marktanteil von 9 Prozent am oberösterreichischen Mietwohnungsmarkt (ohne Linz). Mit insgesamt 17.857 Wohnungen in Oberösterreich beträgt der Markanteil 11 Prozent. Das Linzer Umland (Ansfelden Traun, Leonding, Steyregg) und der Ballungsraum größerer Städte (Wels, Steyr) sind gut nachgefragt, wobei vor allem in Steyr die Wirtschaftslage eine große Rolle spielt. In den Gemeinden Mauthausen und Prambachkirchen sowie in der Region Kremstal gestaltet sich die Nachfrage stabil. In St. Pantaleon und Ampflwang ist die Nachfrage vor allem aufgrund wirtschaftlicher Aspekte eher angespannt bis schwierig.

Salzburg Im Bundesland Salzburg ist die WAG mit insgesamt 209 Wohnungen in der Stadt Salzburg und in Hallein vertreten. Der Markt in der Stadt Salzburg ist weiterhin sehr stark und die Nachfrage hoch. Gefragt sind vor allem mittelgroße Wohnungen, was sich primär mit den Wohnkosten begründen lässt. Der Markt in Hallein ist ausgeglichen. Sowohl in Hallein als auch in Salzburg wurden die Mietobjekte bis 2009 umfassend saniert. Der Marktanteil mit 170 Wohnungen in Salzburg liegt bei 0,4 Prozent, jener in Hallein beträgt 0,7 Prozent (39 Wohnungen).


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

14

Wohnkomfort


15

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

16

WOHNKOMFORT

Geschäftsfeld Wohnen & Geschäfte


17

Unser Kerngeschäft ist die Schaffung, Optimierung und erfolgreiche Vermietung von Wohnraum unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse. Eine wesentliche Rolle dabei spielt das jeweilige Wohnkonzept: Sämtliche Neubau- und Sanierungsprojekte werden unter Berücksichtigung des meist urbanen Umfelds geplant und unter Einbezug vielfältiger Qualitätsfaktoren umgesetzt. Die WAG zählt mit rund 22.700 Wohnungen auf ca. 1,5 Million Quadratmeter Wohnnutzfläche zu den größten Immobilienunternehmen in ganz Österreich. Das Immobilienportfolio der WAG umfasst neben Mietwohnungen auch Gewerbeflächen, Parkplätze und Garagen. Trotz strategischer Immobilienverkäufe in definierten Regionen steigt diese Kennzahl konstant an. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 84 (Mietkauf-) Wohnungen und 34 Reihenhäuser sowie zwei komplette Wohnanlagen, aus dem Bestand verkauft. Bei Mietkaufwohnungen muss vertragsgemäß nach einer Mietdauer von zehn Jahren ein Kaufangebot an die Mieter erfolgen. Darüber hinaus verfolgt die WAG eine Portfoliostrategie, wonach Objekte veräußert werden, die nicht in das Konzept der nachhaltigen Vermietbarkeit passen. Erweitert wird das bestehende Portfolio durch den Bau von Mietwohnungen in nachgefragten Gebieten. Die Neubautätigkeit der WAG konzentriert sich vor allem auf das Kerngebiet und das Umland von Linz bzw. auf den oberösterreichischen Zentralraum, da es hier die größte Nachfrage gibt: Rund 15.000 Wohnungssuchende waren 2015 bei der WAG für Wohnungen in Oberösterreich vorgemerkt. Im Berichtsjahr befanden sich 166 Mietwohnungen in Bau. 56 Wohnungen konnten fertig gestellt und an die BewohnerInnen übergeben werden; weitere 133 Mietwohnungen befanden sich in Planung. Für 2015 wird dadurch ein Bauvolumen von 13,3 Millionen Euro für sämtliche Projekte mit Baubeginn erreicht.

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Wenn aus Wohnen Wohlfühlen wird!

Die Instandhaltung und Modernisierung des Bestandes sichert die langfristige Vermietbarkeit der Wohnanlagen. 2015 investierte die WAG dementsprechend rund 19,4 Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro davon flossen alleine in Aufzugszubauten. Ein Schwerpunkt der Modernisierungsmaßnahmen lag 2015 in der Region Steiermark. In Leoben und Trofaiach wurden aufgrund von Masterplänen Verbesserungsmaßnahmen mit einer Investitionssumme von ca. 2,6 Millionen Euro durchgeführt. Umgesetzt wurden die Verbesserung der Rad- und Gehwegsituation, die Optimierung der Parkplatzsituation und Wegeführung, die Neugestaltung der Kinderspiel- und Fahrradabstellplätze eine Überarbeitung der derzeitigen Müllplatzsituation sowie eine Verbesserung der bestehenden ungenutzten Freiflächen. Die Zufriedenheit der WAG-BewohnerInnen lässt sich unter anderem an der hohen Weiterempfehlungsrate von rund 80 Prozent ablesen. Auch Umfragen bestätigen, dass die Kunden der WAG mit dem Wohnungsangebot, der Preisgestaltung und der Wohnqualität sehr zufrieden sind. Das ist nicht zuletzt der intensiven Betreuung und Servicierung der MieterInnen durch die Wohnteams und Geschäftsstellen der WAG zu verdanken.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

18

Wohnungseigentum


19

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

20

WOHNUNGSEIGENTUM

Geschäftsfeld Bauträger


21 Neben der Errichtung von Mietwohnungen zählen Planung und Bau von Eigentumswohnungen und Reihenhäusern zu den langjährigen Aufgaben der WAG.

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Die Eigentumsprojekte der WAG in hochwertiger Qualität und guten, zentralen Lagen überzeugen unsere Kunden seit vielen Jahren. Die Nachfrage nach Immobilien im Eigentum ist seit Jahren ungebrochen hoch. Fast ein Viertel der WAG Wohnungssuchenden interessiert sich für Objekttypen im Eigentum (Reihenhäuser und Eigentumswohnungen). Mit dem Mietkauf als Sonderform sind es sogar über 40 Prozent. Das zeigt, dass großes Potential für das Bauträgergeschäft gegeben ist. Die jährliche Marktanalyse der WAG ermöglicht es, im Neubau auf gewünschte Ausstattungsmerkmale der Kunden Bezug zu nehmen. So wurde 2015 festgestellt, dass die Mehrzahl der Kunden Wohnungen mit drei Räumen, also zwei zusätzlichen (Kinder-)Zimmern bevorzugt. Die Einzimmer-Wohnung hat ausgedient: Trotz der hohen Anzahl an Single-Haushalten (42 Prozent) fragen nur drei Prozent der Interessenten eine Ein-Zimmer-Wohnung nach. Im Berichtsjahr 2015 stellte die WAG 30 Reihenhäuser sowie 32 Eigentumswohnungen fertig. Weitere 59 Eigentumswohnungen befanden sich in Bau. Hinsichtlich der Ausgestaltung zeigt sich das Unternehmen flexibel und passt sich den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden an: Mehrere Reihenhäuser wurden auf Wunsch der Kunden im Teilausbau übergeben und von diesen in Eigenregie fertig gestellt.

Marktforschung und die Analyse von individuellen Kundenwünschen sind Instrumente und Faktoren, die speziell im Neubau eine entscheidende Grundlage unseres Handelns darstellen. Die Errichtung unserer Objekte in Niedrig- und Niedrigstenergiebauweise mit optimaler Wärmedämmung, kontrollierter Wohnraumlüftung und zum Teil auch Solaranlagen sind längst Standard im Neubau. Relevante Erkenntnisse hinsichtlich Grundrissgestaltung, Raumgrößen und gewünschter Ausstattung fließen in die Planung und Konzeption der Objekte und deren Umfeld mit ein. Besonders relevant für die Kaufentscheidung der Kunden sind großzügige Freiflächen wie Eigengärten, Terrassen, Loggien und Balkone. Aufgrund der Marktanalysen errichtet die WAG Projekte, die passgenau auf die Anforderungen des Marktes und die Wünsche der Zielgruppen zugeschnitten sind.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

22


23

WohnBetreuung

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

24

WOHNBETREUUNG

Geschäftsfeld Service Wohnen


25 Am Beginn eines Objektlebenszyklus steht immer die Planungs- und Realisierungsphase, die mit großem Aufwand und unter Einbezug der unterschiedlichsten Faktoren umgesetzt wird. Dieser Zyklus ist bei einer WAG Immobilie mit der erfolgreichen Erstvermietung nicht beendet: Die langfristige Verwaltung und weitere Betreuung der eigenen Wohnanlagen und ihrer Bewohner zählt zu den Kernkompetenzen der WAG. Diese umfassende Betreuungsleistung wird im Geschäftsfeld „Service Wohnen“ auch vermehrt von privaten Kunden in Anspruch genommen. Alleine in den letzten Jahren wurden 56 Anfragen an die WAG als Hausverwaltung gestellt. Insgesamt wurden 15 konkrete Objekte mit rund 320 Eigentumswohneinheiten und zusätzliche Tiefgaragenabstellplätze zur Betreuung übernommen.

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Nachhaltigkeit und Sorgfalt sind entscheidende Faktoren, um Immobilien langfristig und qualitätsbewusst im Wert zu sichern.

In Summe verwaltet die WAG im Jahr 110 Eigentümergemeinschaften, davon 44 Eigentümergemeinschaften in Form von gemischt-genutzten Objekten, Reihenhausanlagen und private Objekte, wie Miethäuser für Dritte. Neben den eigenen 22.700 Wohnungen, rund 310 Gewerbeobjekten sowie mehr als 9.400 KFZ-Abstellplätzen betreut die WAG rund 4.000 Objekte privater Eigentümer. In Summe sind es 36.500 Verwaltungseinheiten mit rund 1,9 Millionen Quadratmeter Nutzfläche, die von der WAG erfolgreich verwaltet werden. Die WAG zählt damit zu den größten Hausverwaltungen in Österreich und kann dabei auf eine mehr als 75-jährige Erfahrung verweisen. Durch die fachkompetenten Ansprechpartner in unseren zwölf Wohnteams in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark ist eine optimale und zufriedenstellende Betreuung der Kunden möglich. Im Rahmen einer von der WAG durchgeführten Kundenzufriedenheitsanalyse waren rund 5.000 Bewohner im gesamten WAG-Bereich (87 Prozent Mieter, 13 Prozent Eigentümer) eingeladen, ihre Bewertung zur Servicequalität der WAG abzugeben. Die durchaus respektable Rücklaufquote von 32 Prozent zeigt, wie hoch das Interesse unserer Kunden ist.

Beurteilt wurden die Servicequalität der WAG anhand verschiedenster Kennzahlen. Dabei wurde festgestellt dass die wahrgenommene Servicequalität und Kundenzufriedenheit weiter hoch ist und sich nahezu auf einem optimalen Niveau befindet. Die WAG wird als sympathisches, verlässliches und leistungsfähiges Unternehmen gesehen, was auch die hohe Weiterempfehlungsrate der WAG-Kunden belegt. Neben der persönlichen Betreuung der BewohnerInnen ist die professionelle Bewirtschaftung der Außenanlagen ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Kunden. Auch hier kommen vorwiegend eigene Mitarbeiter zum Einsatz. Siedlungsbetreuer übernehmen die Funktion von „mobilen“ Hausmeistern und erledigen Reparaturen in und rund um die Wohnanlagen selbst. Die Grünflächenpflege wird von den Mitarbeitern der Wirtschaftsbetriebe übernommen, die sowohl den Winterdienst als auch die Pflanzenpflege vornehmen. Durch den weitgehenden Verzicht auf Fremdfirmen, was die Bewirtschaftung und Außenpflege betrifft, ist eine hohe Kostenersparnis möglich. Das schlägt sich im konstant niedrigen Betriebskostensatz nieder: Im Berichtsjahr 2015 beträgt dieser 1,24 Euro pro Quadratmeter und Monat, womit die WAG im Österreich-Vergleich auf niedrigem Niveau liegt.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

26

Know-how


27

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

28

KNOW-HOW

Geschäftsfeld Service Bauen


29

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Als starkes, kundenorientiertes Unternehmen verwirklichen wir die Projekte unserer Partner mit Engagement und Kompetenz.! Neben der eigenen Bautätigkeit bietet die WAG sämtliche Neubau- und Sanierungsleistungen im Rahmen des Geschäftsfeldes „Service Bauen“ auch Dritten an. Die Auftraggeber in diesem Segment sind neben Gemeinden vor allem soziale Institutionen. In den vergangenen Jahren hat sich die WAG in der Projektierung und Abwicklung von Wohnformen für Menschen mit speziellen Bedürfnissen einen Namen gemacht und wichtige Unternehmen aus dem Sozial- und Betreuungsbereich für sich gewinnen können. Dazu zählen beispielsweise das Evangelische Diakoniewerk, die Kreuzschwestern Linz, die Lebenshilfe und die Volkshilfe. Gemeinsam mit diesen Partnern hat die WAG viele bedeutende Projekte realisiert: Wohnen für Senioren mit Betreuungsbedarf, Wohngruppen und Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen zählen ebenso dazu wie Alten- und Pflegeheime, Schulen und Kindergärten. Im Berichtsjahr 2015 lag der Anteil des Bauvolumens im Geschäftsfeld „Service Bauen“ mit rund 11,6 Millionen Euro bei rund 31 Prozent am Neubauvolumen der WAG. Alle Projekte konnten termingerecht und im Rahmen der veranschlagten Baukosten umgesetzt und zur höchsten Zufriedenheit der Auftraggeber abgewickelt werden. Insgesamt befanden sich 2015 sechs Wohnbauprojekte mit einer Gesamtnutzfläche von über 13.200 Quadratmeter Nutzfläche in Bau. Davon wurden im Berichtsjahr fünf Wohnprojekte mit 144 Wohneinheiten an die Eigentümer übergeben. Aktuell befinden sich ein Wohnbauprojekt, ein Projekt “Haus der Senioren” der Diakonie in Bad Zell sowie eine Werkstatt der Diakonie in Oberneukirchen in Bau. Der Bereich Gebäudesanierung und -modernisierung ist ebenso Teil des Geschäftsfeld „Service Bauen“. Die WAG wickelt dabei die gesamte Leistungspalette von der Planung über

die Antragstellung auf Förderung bis hin zur professionellen technischen Umsetzung auch für Kunden ab. 2015 lag der Schwerpunkt in der Betreuung und Abwicklung von Sanierungsvorhaben für kürzlich übernommene Hausverwaltungen in Oberösterreich, sowie von Projekten in der Steiermark. Darüber hinaus wurden 2015 drei Wohnungseigentümergemeinschaften durch die WAG saniert. Insgesamt betrug das Volumen in der Instandhaltungsbetreuung rund eine Million Euro.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

30

Einsatzfreude


31

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

32

EINSATZFREUDE

Personalmanagement.


33

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Die Qualität eines Dienstleistungsunternehmens steht und fällt mit der Serviceorientierung und dem Engagement der MitarbeiterInnen. In der Ende 2015 durchgeführten Kundenbefragung wurden die Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit der MitarbeiterInnen als gut bewertet. Die Erfolgsfaktoren sind nicht nur die fachliche Kompetenz und das hohe persönliche Engagement der MitarbeiterInnen, vielmehr spielt die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber WAG eine entscheidende Rolle. Zum 31.12.2015 waren neben den beiden Geschäftsführern insgesamt 126 Angestellte, 73 Arbeiter/innen, vier Lehrlinge und zwölf geringfügige Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt. Auf Grund der langen Verweildauer der Mitarbeiter im Unternehmen kann die WAG auf eine hohe Beständigkeit in der Personalstruktur bauen. Flexible Zeitmodelle und Gleitzeit unterstützen die Arbeitnehmer dabei, Familie und Beruf zu kombinieren. Hier setzt die WAG starke Impulse: Rund ein Viertel der Arbeitnehmer sind Teilzeit beschäftigt. Die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer ist ein weiteres wichtiges Thema. 2015 wurden rund 36.000 Euro in die persönliche und fachliche Weiterbildung der WAG Mitarbeiter investiert. Darüber hinaus nimmt die WAG wie jedes Jahr Lehrlinge auf und bildet diese als Immobilienkaufmann/-frau und EDV-InformationstechikerIn aus. 2015 wurden das Hauptaugenmerk auf körperliche Gesundheit sowie „organisatorische Maßnahmen“ gelegt. Darüber hinaus wurden bereits erste Maßnahmen in den Bereichen psychische Gesundheit und Kompetenzentwicklung umgesetzt.

Das “Miteinander” ist die Basis um Großes zu erreichen.

Ergänzend wurde das Angebot der Arbeitsmedizinischen Sprechstunden auf nachgefragte Themen erweitert. Der jährliche WAG-Mitarbeitertag dient als Verstärker für das gemeinschaftliche Denken und Handeln und „Gesundheitstage“, sportliche Veranstaltungen und Veranstaltungen mit dem arbeitsmedizinischen Dienst sollen das Gesundheitsbewusstsein schärfen und erhalten. Auf die Bedürfnisse der älteren Arbeitnehmer wird mit dem Programm „50Plus“ eingegangen, mit dem Ziel, deren Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten. Durch regelmäßige Veranstaltungen wie WAG-Kultur oder die vom Unternehmen unterstützten Betriebsausflüge und -veranstaltungen werden der Zusammenhalt und das Betriebsklima gestärkt. Mitarbeiterzufriedenheit, geringe Fluktuation und lange Betriebszugehörigkeit sind die positiven Effekte aus all diesen Maßnahmen.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

34

Erfolgsgeschichte


35

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

36

ERFOLGSGESCHICHTE

Blick in die Zukunft


37

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Ausblick Mit dem Konzept der Nachhaltigkeit und langfristigen Sicherung des Wohnungsbestandes durch hohe Investitionen hat die WAG einen erfolgreichen Weg eingeschlagen, der das Unternehmen für die Zukunft wappnen soll. Durch eine umsichtige Portfoliopolitik und fundierte Controllingund Analysemechanismen kann auf Marktveränderungen rasch und kompetent reagiert werden. Im Jahr 2016 wird die WAG ein Bau- und Instandhaltungsvolumen von rund 67 Millionen Euro abwickeln. 21,1 Millionen Euro davon fließen in die Großsanierung, Wohnumfeldmaßnahmen und in die Brauchbarmachung und Wohnungsverbesserung.

Sanierungen Die Instandhaltungsmaßnahmen im Bestand sollen auch 2016 die Qualität der Wohnungen heben. Die Ausgaben für Großsanierungen, Brauchbarmachungen und Wohnungsverbesserungen umfassen rund 17,8 Millionen Euro. Weitere rund 3,3 Millionen Euro werden für nachträgliche Parkplatz- und Lifterrichtungen aufgewendet. 2016 beginnt die WAG mit der Sanierung im Siedlungsgebiet Linz-Oed. Die für die Regionen Trofaiach, Judenburg und Leoben erstellten Masterpläne zur Optimierung der Wohnsituation werden weiter vorangetrieben und Schritt für Schritt umgesetzt. Zu den wesentlichen Inhalten der Masterpläne zählen die Verbesserung der Parkplatzsituation inklusive der optimierten Wegeführung, eine Überarbeitung der jeweiligen Müllplatzsituation, die Neugestaltung und Neustrukturierung der Kinderspielplätze und Fahrradabstellsituation sowie eine Optimierung der bestehenden, ungenutzten Freiflächen.

Neubau Die Neubautätigkeit ist weiter hoch und liegt 2016 bei über 350 Objekten, die sich in Bau befinden bzw. begonnen werden. Der Bauumsatz liegt bei rund 46 Millionen Euro. Davon fließen 24,5 Millionen Euro in eigene Mietwohnungen; Außerdem werden Bauträgerobjekte (Reihenhäuser und Eigentumswohnungen) errichtet und Aufträge für Dritte realisiert. In Summe befinden sich 281 Mietwohnungen, 78 Eigentumswohnungen und 24 Reihenhäuser 2016 in Bau bzw. wird mit dem Bau begonnen. Die Schwerpunkte der Neubautätigkeit liegen im oberösterreichischen Zentralraum und in der Steiermark. Insgesamt werden in Linz 18 Eigentumswohnungen und 14 Reihenhäuser, in Leonding, Steyr und Ansfelden 60 Eigentumswohnungen sowie in Graz zehn Reihenhäuser errichtet.

WAG als kompetenter Partner Die WAG als Full-Service-Anbieter rund um die Immobilie hat sich optimal auf dem Markt platziert und ist ein verlässlicher und kompetenter Partner in allen Bereichen. Die kontinuierliche und beständige Weiterentwicklung der Fachkompetenzen in allen Geschäftsfeldern soll die WAG weiterhin auf diesem erfolgreichen Kurs halten. Die Wohnungsmärkte in der starken Region Linz-Oberösterreich sind dynamisch und attraktiv. Die Situation in den strukturschwachen Regionen ist hingegen nicht einfach. Hier liegt der Fokus in der steten Optimierung des Portfolios im Hinblick auf nachhaltige Vermietbarkeit der Objekte und Leerstandsvermeidung.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

38

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Rahmenbedingungen des abgelaufenen Geschäftsjahres und Lage des Unternehmens

Ausblick Die WAG verfolgt konsequent ihre Strategie der Expansion in wachsende Märkte. Dazu gehört auch die Expansion in die Regionen Wien und Graz, die im abgelaufenen Geschäftsjahr gestartet wurde. Die Geschäftsführung rechnet nicht zuletzt auf der Grundlage der demoskopischen Prognosen mit weiterhin stabiler Nachfrage in ihren Kernmärkten.

Marktumfeld und Rahmenbedingungen Die Wohnungsnachfrage in den Zentralräumen rund um die Landeshauptstädte ist weiterhin sehr zufriedenstellend. Das Angebot entspricht in hohem Maße den Bedürfnissen der Wohnungsinteressenten und somit gibt es beim überwiegenden Teil des Gesamtbestandes keinen wesentlichen Leerstand. In dezentralen Regionen konnte die Vermietungsquote insgesamt auf gleichem Niveau gehalten werden. Mit unternehmensweit 0,79 Prozent Erlösschmälerung durch nachfragebedingten Leerstand, kann an die guten Werte der Vorjahre angeschlossen werden. Wie auch in den Vorjahren war der gezielte Verkauf von Bestandswohnungen nicht nur in den Ballungsräumen sehr erfolgreich. Bemerkenswert hoch war die Quote der Käufer bei Mietkaufwohnungen. Hier wurden die Erwartungen übertroffen. Das Zahlungsverhalten der Mieter ist unverändert gut. Zusätzlich konnte die WAG durch sorgfältiges Bestandsmanagement und konsequentes Forderungsmanagement die Forderungsausfälle auf einen außergewöhnlich niedrigen Wert von 0,08 Prozent (Vorjahr: 0,23 Prozent) der Mieterlöse senken. Insgesamt gesehen befindet sich der Konzern in einem stabilen und weiter wachsenden Marktumfeld und hat dafür das passende Angebot.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Investitionen in unbebaute Grundstücke in Höhe von rund 5 Millionen Euro getätigt. Es wurden Grundstücke in Linz-Ebelsberg, Linz-Pichling und Vorchdorf erworben. Außerdem wurden in Linz-Urfahr und Wien-Margareten jeweils ein Mietobjekt mit Anschaffungskosten von in Summe 3,1 Millionen Euro erworben. Die Investitionen im Bereich des Mietwohnungsneubaus erreichten im Berichtsjahr rund 13,3 Millionen Euro (Vorjahr 7,6 Millionen Euro). Aufgrund der im Geschäftsjahr 2015 getätigten Grundstücksinvestitionen wird dieser Wert im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich deutlich ansteigen. Es wurden 118 Wohnungen und Einfamilienhäuser sowie zwei Mietobjekte aus dem Mietbestand zum Gesamtpreis von 15,7 Millionen Euro verkauft. Die Großsanierungsmaßnahmen, Liftzubauten, zusätzliche Tiefgaragen, oberirdische Parkplätze und Wohnungsverbesserungen verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen geplanten Anstieg auf 19,4 Millionen Euro (Vorjahr: 15,1 Millionen Euro). Leitlinien für Sanierungen werden vom Asset Management konzipiert und richten sich nach Markterfordernissen und langfristigen Trends. Nahezu der komplette Wohnungsbestand der WAG Wohnungsanlagen Gesellschaft m.b.H. ist in diesem Sinne bereits erneuert. Beim Wohnungsbestand der WAG Immobilien GmbH & Co OG werden seit dem Ankauf des Immobilienbestandes im Jahr 2013 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen getätigt bzw. sind solche in Planung.


39

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Entwicklung und Risiken des Unternehmens Sonstiges Das Bauvolumen im Bauträgerbereich (Eigentumswohnungen und Reihenhäuser) erreichte 12,2 Millionen Euro (Vorjahr: 13,3 Millionen Euro). Der Verkaufsumsatz beträgt 15,9 Millionen Euro. Im Bereich der umfassenden Baubetreuungsleistungen, sowie technischen Dienstleistungen wie Projektmanagement, Planung und Bauleitung wurde im Berichtsjahr ein Bauvolumen von insgesamt 11,6 Millionen Euro (Vorjahr 12,4 Millionen Euro) bearbeitet. Insgesamt wickelten die eigenen Spezialisten ein Bau- und Instandhaltungsvolumen von mehr als 56 Millionen Euro (Vorjahr 48 Millionen Euro) ab. Die Betreuung von Wohnungseigentümergemeinschaften und Unternehmen sowie Institutionen erreichte im Berichtsjahr ein Honorarvolumen von 0,8 Millionen Euro.

Die Finanzierung der WAG ist, wie schon erwähnt, geprägt von den konservativen und sicherheitsorientierten Vorschriften des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) und der Wohnbauförderungsgeber. Die Förderungsdarlehen sind großteils zu niedrigen Fixzinskonditionen vergeben und die Verzinsung der Bankdarlehen ist an übliche Indikatoren wie Sekundärmarktrendite für Anleihen oder Euribor gebunden. Konditionsänderungen können aufgrund des Kostendeckungsprinzips des WGG großteils an die Mieter weitergegeben werden, womit das Zinsänderungsrisiko beschränkt ist. Wenn Wohnbauförderungsdarlehen vorzeitig getilgt und durch Bankdarlehen ersetzt werden, erfolgt dies mit gleicher Laufzeit und mit Fixzinsvereinbarungen. Dadurch wird die Risikostruktur der Finanzierung nicht verändert. Insgesamt erwartet die Unternehmensführung eine weiter kontinuierlich positive Entwicklung.

Vermögens- und Kapitallage Die Vermögens- und Finanzlage kann nicht nur aufgrund der Ertragskraft des Unternehmens als geordnet und weiterhin gesichert bezeichnet werden. Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass die Finanzierungsstruktur der Objekte wesentlich durch die bestehenden Verpflichtungen aus den Verträgen mit den Förderungsgebern und deren Verordnungen sowie den Vorschriften des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) bestimmt wird. Mehr als 90 Prozent der vermieteten Wohnungen unterliegen den Regelungen des WGG.

Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2015 32,0 Millionen Euro (Vorjahr 27,8 Millionen Euro). Verbesserungen sind in allen Geschäftsfeldern zu verzeichnen.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

40

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015

AKTIVA

Stand am 31/12/2015 €

Stand am 31/12/2014 €

223.650,66

150.945,86

479.036.045,97

484.688.787,23

1.175.219,84 12.227.140,1

1.292.119,36 7.243.006,79

54.010.159,16 10.826.435,47 1.845.363,44

53.224.219,16 10.826.435,47 4.569.363,44

559.344.014,64

561.994.877,31

255.094,26

261.802,10

9.050.967,13 5.687.127,49

13.059.154,50

268.462,54 99.276.983,12 5.311.928,72 8.372.963,15

173.521,16 109.994.944,49 3.148.102,27 12.846.889,38

1.577.700,00

7.191.134,50

129.801.226,41

147.711.748,62

374.942,82 4.646.356,28

625.553,07 4.701.018,58

5.021.299,10

5.326.571,65

694.166.540,15

715.033.197,58

A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Bestandsrechte und Software II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Beteiligungen 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

B. UMLAUFVERMÖGEN I. Zur Veräußerung bestimmte Grundstücke und Gebäude, Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, zur Veräußerung bestimmte unfertige Bauten 3. Zur Veräußerung bestimmte fertige Bauten

1.036.200,22

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Verrechnung und Forderungen aus der Hausbewirtschaftung 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4. Sonstige Forderungen III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1. Sonstige 2. Sonderposten nach § 39 (28) WGG


41 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015

PASSIVA

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Stand am 31/12/2015 €

Stand am 31/12/2014 €

38.080.565,10

38.080.565,10

44.428,79

44.428,79

3.808.056,51 181.143.003,99

3.808.056,51 176.497.573,57

29.451.473,53 (0,00)

24.815.430,42 (0,00)

252.527.527,92

243.246.054,39

3.155.926,00 5.956.449,48 25.745.551,71 3.924.337,29

2.938.428,74 6.418.352,52 22.638.088,45 3.628.820,91

38.782.264,48

35.623.690,62

199.905.343,19 124.689.624,05

191.921.718,41 169.103.121,46

1.050.498,94 10.875.846,91 42.103.668,16 4.225.136,00 19.507.620,30 (91.946,06) (255.645,26)

2.954.724,22 10.457.539,33 36.911.014,06 3.040.000,00 21.406.338,71 (600.133,67) (248.392,67)

402.357.737,55

435.794.456,19

499.010,2

368.996,38

694.166.540,15

715.033.197,58

A. EIGENKAPITAL I. Stammkapital II. Kapitalrücklagen 1. Gebundene Rücklagen III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklagen 2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) IV. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag

B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Rückstellungen für Abfertigungen 2. Rückstellungen für Pensionen 3. Rückstellungen für Hausbewirtschaftung 4. Sonstige Rückstellungen

C. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften und Förderungsgeber 3. Erhaltene Anzahlungen 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5. Verrechnung und Verbindlichkeiten aus der Hausbewirtschaftung 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

42

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JÄNNER BIS 31. DEZEMBER 2015

1. Umsatzerlöse 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen zur Veräußerung bestimmten Bauten 3. Andere aktivierte Eigenleistungen

2015 (€)

2014 (€)

119.395.123,94

119.523.555,97

429.529,06

-2.363.546,11

592.812,60

525.511,12

4. Sonstige betriebliche Erträge a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) Erträge aus der Verrechnung Hausbewirtschaftung d) übrige

6.874.105,13

4.611.348,46

30.897,80 12.990.906,50 5.862.206,04

547.497,27 13.351.316,51 6.034.134,91

5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen Sonstige bezogene Herstellungsleistungen

-11.430.648,17

-11.945.256,42

-2.392.909,89 -6.876.552,54 -297.720,53

-2.404.863,79 -6.681.356,71 -545.150,26

-272.766,38 -2.463.216,38

-1.032.437,98 -2.389.727,57

-220.237,19

-171.074,32

6. Personalaufwand a) Löhne b) Gehälter c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen d) Aufwendungen für Altersversorgung e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge f) sonstige Sozialaufwendungen 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) Steuern soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen b) Aufwendungen aus der Verrechnung Hausbewirtschaftung c) Übrige

-14.919.985,9

-14.957.740,31

-1.031.383,43 -26.548.258,11 -47.079.356,97

-993.407,23 -26.305.033,31 -45.134.374,25

9. Betriebsergebnis 10. Erträge aus Beteiligungen 11. Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 12. Sonstige Zinserträge und ähnliche Erträge 13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15. Finanzergebnis 16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18. Jahresüberschuss 19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21. Bilanzgewinn

32.642.545,58 3.900.487,88 115.393,33 17.167,36 276.000,00 -4.988.226,04 -679.177,47 31.963.368,11 -2.511.894,58 29.451.473,53 -4.645.430,42 4.645.430,42 29.451.473,53

29.669.395,98 3.335.756,00 146.204,90 405.494,20 0,00 -5.719.188,80 -1.831.733,70 27.837.662,28 -3.022.231,86 24.815.430,42 -3.768.539,49 3.768.539,49 24.815.430,42


43

Organe der WAG Aufsichtsrat: Vorsitzender

Dr. Georg Starzer

Vorsitzender-Stv Mitglieder

Hermann Gugler Dr. Andreas Mitterlehner Mag. Dr. Franz Mittendorfer Mag. Johann Schillinger (bis einschl. 112. ARS 1.7.2015) Mag. Reinhard Schwendtbauer (ab einschl. 113. ARS 30.9.2015) Markus Spannring Dr. Karl Wiesinger

Vom Betriebsrat delegiert

Andrea Schedelberger Ingrid Ecker Erich Schmalzer Helmut Strasser

Geschäftsführung: Vorsitzender der Geschäftsführung Mag. Wolfgang Schön Mitglied der Geschäftsführung

Dr. Johann Eisner

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5


BE R IC H T ZU M G ESC HĂ„F TSJA HR 2015

Beteiligungen

GemeinnĂźtzige Industrie- Wohnungsaktiengesellschaft

WAG Immobilien GmbH & Co OG

WAG Immobilien Einsiedlergasse GmbH & Co OG

WAG Immobilien Einsiedlergasse GmbH

44 (In Bilanz und G+V Rechnung nicht konsolidiert)

25 % 95 % 94 % 100 %


45

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Standorte Oberösterreich

Steiermark

Niederösterreich

Hauptsitz Linz Mörikeweg 6 4025 Linz Tel. 050 338/0 Fax. 050 338/333 E-mail: info@wag.at

Geschäftsstelle Eisenerz Eibenstraße 2 8790 Eisenerz Tel. 050 338/7500 Fax. 03848/3090 E-mail: eisenerz@wag.at

Geschäftsstelle Traisen Dolezalstraße 6 3160 Traisen Tel. 050 338/7400 Fax. 02762/62394/7499 E-mail: traisen@wag.at

Geschäftsstelle Steyr Hans-Wagner-Str. 22 4400 Steyr Tel. 050 338/7300 Fax. 07252/87008/18 E-mail: steyr@wag.at

Geschäftsstelle Judenburg Styriagasse 6 8750 Judenburg Tel. 050 338/7700 Fax. 03572/82830/61 E-mail: judenburg@wag.at

Salzburg

Geschäftsstelle Trofaiach Reichensteinstraße 24 8793 Trofaiach Tel. 050 338/7600 Fax. 03847/5818 E-mail: trofaiach@wag.at Geschäftsstelle Voitsberg Mozartgasse 4 8570 Voitsberg Tel. 050 338/7900 Fax. 03142/23737/5 E-mail: voitsberg@wag.at

Geschäftsstelle Salzburg Schießstattstraße 21 5020 Salzburg Tel. 050 338/7800 Fax. 0662/4325125 E-mail: salzburg@wag.at


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

46


47

BE R IC HT Z UM G E SC HÄFT S JAHR 201 5

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: WAG Wohnungsanlagen Ges.m.b.H A-4025 Linz, Mörikeweg 6, Postfach 11 Tel. 050338-0, Fax: 050338-333 Email: info@wag.at, www.wag.at

Redaktion: Mag. Andreas Jung Email: andreas.jung@wag.at Tel. -DW 296 Fotos: WAG Wohnungsanlagen Ges.m.b.H, Shutterstock Gestaltung: Mag. Andreas Jung WAG Wohnungsanlagen Ges.m.b.H

Inhalt: Hinweis gemäß § 281 (2) UGB: Es handelt sich um keinen vollständigen Jahresabschluss der WAG Wohnungsanlagen Gesellschaft m.b.H oder der WAG Immobilien GmbH & Co OG. Der Jahresabschluss der WAG Wohnungsanlagen Gesellschaft m.b.H. wurde von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatergesellschaf geprüft. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss der WAG Immobilien GmbH & Co OG ist nicht prüfungspflichtig. Beide Jahresabschlüsse sind ab 30.9.2016 beim Landesgericht Linz (Firmenbuch) hinterlegt.


BE R IC H T ZU M G ESC HÄF TSJA HR 2015

48

PEFC/06-39-27

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen.

WAG bericht zum geschäftsjahr 2015  
WAG bericht zum geschäftsjahr 2015