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JULI 19

SUPPLY-CHAIN-MANAGEMENT

Porträt

GOTTLIEB DUTTWEILER

Ehrung eines Pioniers und dessen Nachlasses. Lesen Sie mehr auf www.fokus.swiss

Von der Vision zur Wertschöpfung Unternehmensentwicklung ist unsere Kernkompetenz Berufsbegleitende Weiterbildung MAS Supply Chain and Operations Management

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Building Competence. Crossing Borders.

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EDITORIAL

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Logistik der Schweiz zeigt sich vielfältig und attraktiv

Blockchain Trends On-demand-Logistik Portät: Gottlieb Duttweiler

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Cool Chain Automation Intralogistik Innovation

FOKUS SUPPLY-CHAIN-MANAGEMENT. PROJEKTLEITERIN: Margrith Scherrer COUNTRY MANAGER:

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it Gottfried Duttweiler wurde heuer das 12. Mitglied der Swiss Supply Chain Hall of Fame für seine persönlichen Verdienste für die Schweizer Logistik ausgezeichnet und steht damit in einer Reihe herausragender historischer und lebender Persönlichkeiten, die das Bild der Logistik in der Schweiz nachhaltig und zukunftsorientiert geprägt haben. Logistik war bei der Gründung der Migros durch Fuhrwerke und der aufkommenden Massenproduktion der Motorisierung geprägt. Duttweilers Lieferwagen, ein Ford TT-Modell, erreichte in Detroit eine Jahresproduktionsmenge von über 300 000 Einheiten und der Preis dafür hatte sich bei $ 325 nahezu halbiert. Der LKW etablierte sich als Massentransportmittel. Dies ermöglichte deutlich schnellere und flexiblere Lieferzeiten bei der Überwindung grösseren Distanzen. Eine modere technologie-orientierte multi-modale Logistik hatte begonnen und ermöglichte ein enormes Wirtschaftswachstum. Heute gehört die Schweizer Logistik zu den grössten Arbeitgebern der Schweiz. Mehr als 250 000 Angestellte in 13 600 Unternehmungen erwirtschaften einen Umsatz von knapp CHF 40 Mio. Etwa 61 Prozent der transportierten Güter (rund 292 Millionen Tonnen) wurden im Jahr 2016 auf der Strasse befördert. Die Logistik gehört damit zu den grössten Schweizer Branchen. Zählt man die mit Einkauf, Logistik oder Supply Chain Management beauftragten Funktionen in den übrigen Branchen hinzu, ist nahezu jeder zehnte Arbeitsplatz der Schweiz mit der Planung und Steuerung der Wertschöpfungsketten verbunden. Unter den zehn attraktivsten Berufsfeldern befinden sich die Ausbildungen in der Logistik und SCM mit mehr als 4 000 Diplomen in insgesamt 36 verschiedenen Berufen. Die Logistik der Schweiz zeigt sich vielfältig und attraktiv! Soweit so gut. Doch wie sehen Zukunftsbilder für ein mehrheitlich urbanisiertes Umfeld aus? Eine auf Nachhaltigkeit und ANZEIGE

logistischen System teil- oder vollautonome Systeme im Einsatz sein: humanoide Roboter in der Kommissionierung, Verladung und Zustellung. Autonomes Fahren stellt sich auf allen Verkehrsträgern ein. Damit kann ein Teil der fehlenden Personalressourcen gedeckt werden.

Heute gehört die Schweizer Logistik zu den grössten Arbeitgebern der Schweiz. - PROF. DR. -ING. HERBERT RUILE (MBA) PRÄSIDENT, VEREIN NETZWERK LOGISTIK VNL SCHWEIZ

Ressourcen achtende und dem demographischen Wandel folgende Logistik? Wie wird der technologische Fortschritt genutzt? Ich möchte dazu ein mögliches Zukunftsbild entwerfen: • Die Logistik wird hochgradig autonom werden. Wie schon im Lager, werden auch im gesamten

• Die Logistik wird Mikro-Kapazitäten in den Warenfluss einbinden. Der Mangel an Verkehrs- und Lagerinfrastruktur in den urbanen Gebieten zwingt versteckte, ungewöhnliche, ungenutzte Kapazitäten zu nutzen. Urbane Intermodalität unter den neuen Verkehrsträgern erhält einen neuartigen Inhalt. Hinterland und Städte werden durch intelligente «Hub and Spoke»-Systeme verbunden sein. • Der globale Handel hat sich mit dem Ausbau der neuen Seidenstrasse und der Überwindung von politischen Nationalismen weiterentwickelt. Die regionale Wertschöpfung ist damit vernetzt und profitiert davon. Dabei hat es die Logistik geschafft, einen wesentlichen Beitrag zu den Klimazielen zu leisten: Ihre Leistung ist treibhausgasneutral!

Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Mohan Mani TITELBILD: iStockphoto.com LAYOUT: Anja Cavelti DISTRIBUTIONSKANAL: Tages-Anzeiger, Juli 2019 DRUCKEREI: DZZ Druckzentrum AG

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

• Mit «last mile production» sind Handel und Logistiker zu Produzenten geworden. Mit der damit gelungenen Vorwärts- und Rückwärtsintegration ist die Logistik tatsächlich zu einem Supply-Chain-Management geworden. Dem einen oder anderen wird es sogar gelungen sein, den Wertschöpfungskreislauf zu schliessen. Die «Sechs R» der Logistik werden nun anders definiert: replenisch, return, repair, replace, reuse and recycle! • Noch ein Zukunftsbild wäre zu erwähnen: Die Logistik hat es geschafft, ihr Berufsfeld durch die Gründung einer Hochschule für Logistik weiter zu professionalisieren. Herzlichen Glückwunsch!

TEXT HERBERT RUILE

Viel Spass beim Lesen! Margrith Scherrer Project Manager


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HORVÁTH & PARTNERS BRANDREPORT

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Supply Chain und Operations Excellence durch Industrie 4.0 Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung aller Produktionskomponenten können relevante Daten heute automatisiert erfasst, verarbeitet und gewinnbringend für die Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung genutzt werden. Die digitale Transformation im Produktionsumfeld ist damit ein signifikanter Profitabilitätstreiber. Unternehmen, die die relevanten Stellhebel konsequent nutzen, erarbeiten sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile und gehen einen wichtigen Schritt in Richtung «Supply Chain und Operations Excellence». TEXT JAN BRECELJ, DR. HARALD BRODBECK, DR. ANDREAS KOLLMER

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as bedeutet Supply Chain und Operations Excellence konkret? Welche neuen Stellhebel ergeben sich mit Industrie 4.0 für produzierende Unternehmen? Und wie können diese genutzt werden, um die Werttreiber entlang der gesamten Wertschöpfungskette zielgerichtet zu optimieren? Das Zielbild Digitaler Einkauf und Lieferantenintegration Der Einkauf ist längst nicht mehr reine Abwicklungsfunktion, sondern wird als strategischer Partner für die Kernprozesse eines Unternehmens verstanden. Die Reduktion nichtwertschöpfender Tätigkeiten – beispielsweise durch die elektronische Datenanbindung von Lieferanten und automatisierte Bestellauslösung – sind in vielen Unternehmen bereits umgesetzt. Intelligente und Cloud-basierte Einkaufs- und ERP-Lösungen ermöglichen die effizientere und intuitivere Gestaltung der elektronischen Beschaffung und damit die Sicherung wertvoller Margenpunkte. Digitales Supply-Chain-Management Im digitalen Supply-Chain-Management verschmilzt die reale Wertschöpfung mit der digitalen Planungswelt («Mixed Reality»). Durch «virtuelle Fabriken» können Veränderungen im Fertigungsablauf betriebsparallel simuliert und Handlungsalternativen abgewogen werden, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen. Durch die Integration intelligenter Algorithmen in der Sales- und Operations-Planung («Predictive Analytics») werden zudem neue Massstäbe in Bezug auf die Genauigkeit von Prognosen und eine optimierte Produktion gesetzt. Mit der Cloud-Anbindung der Lieferanten wird die Transparenz über die gesamten Wertschöpfungskette signifikant erhöht, Störungen frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmassnahmen definiert. Damit können Versorgungsrisiken wirksam vorgebeugt und die Verfügbarkeit insgesamt verbessert werden. Zentrales Element dieser Veränderungen für das Geschäftsmodell, Prozesse und Produkte ist eine flexible ERP-Lösung, die den Informationsfluss durch die gesamte Supply Chain ungehindert ermöglicht.

Digitale Werttreiber

Internet of Things Big Data Cloud, Plattformen

Digitale Operations – Produktion, Logistik, After-Sales Im Kern der digitalisierten Produktion steht der Einsatz cyber-physischer Systeme (CPS) zur intelligenten Vernetzung von Menschen, Maschinen und Bauteilen. Produktionsanlagen der Zukunft bestehen aus modularen, «plug & produce»-fähigen Einheiten, die durch Selbstkonfiguration autonom in den Produktionsprozess integriert werden. Insgesamt nimmt der Einsatz digitaler Systeme in allen Kernprozessen weiter stark zu: Produktions- und Montagemitarbeiter werden durch intelligente Roboter und Sensoren unterstützt, autonome Werkstückträger nutzen Sensordaten zur eigenständigen Optimierung von Fahrwegen und virtuelle Assistenzsysteme bieten Hilfestellung für Servicetechniker bei deren Einsätzen. Das Zusammenwachsen von IT und Produktionstechnologie eröffnet auch neue Möglichkeiten im Bereich Data Analytics. Mittels automatisierter Rückmeldungen einzelner Prozessschritte, aktueller Fertigungskapazitäten und Auslastungen können Optimierungen im Produktionsablauf vorgenommen und Anlagen so ressourcenoptimal eingesetzt werden. Dadurch steigt nicht nur die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Wertschöpfungskette, sondern insbesondere auch die Transparenz. Digitale Kundenschnittstelle und Kundenintegration Von zunehmender Relevanz für Kunden bei Produktsuche und -vergleich sind zweifelsohne Onlineportale und Einkaufsplattformen. Anstelle der traditionellen Vertriebsfunktion treten Intermediäre mit (meist) herausragender Angebotsvielfalt, individualisierten Empfehlungen und anbieterübergreifenden Angebotsvergleichen. Um Kundendaten erfassen und nutzen zu können und die Kundenbindung zu sichern, muss es ein vitales Interesse der Hersteller sein, die Kundenschnittstelle auch zukünftig selbst zu besetzen. Daher beginnen viele Unternehmen (selbst oder in Kooperation mit Partnern), eigene Plattformen und Portale zu erstellen, um mit ihren Kunden weiterhin selbstständig interagieren zu können.

Trends Industrie 4.0

Der Automationsgrad über die gesamte Wertschöpfungskette nimmt weiter zu

Die virtuelle Planungswelt und die reale Wertschöpfung verschmelzen zunehmend

Zielbild Supply Chain & Operations Excellence

Schafft Wettbewerbsvorteile n

Hohe Verfügbarkeit und Produktqualität

n

Reduzierte Lieferzeiten

n

Zu optimierten Kosten

Unterstützt die Strategieumsetzung n

AI, Machine Learning

n

Sensoren & Aktoren Vernetzung

Datengetriebene Optimierungen lösen traditionelle Optimierungsansätze ab

Flexible und skalierbare Supply Chains Sicherung der Kundenbindung und -schnittstelle

Treibt Innovation n

Innovative, bessere Produkte und Leistungen

„virtuelle Fabrik“ Digitale Assistenten

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End-to-End Prozessdigitalisierung durch Anbindung von Kunden und Lieferanten

Optimiert die Steuerung n

Transparenz und Echtzeit-Daten

© Horváth & Partners

Im Zeitalter des digitalen Vertriebs haben Kunden das Bedürfnis, jederzeit und ortsunabhängig Informationen abzurufen und Anfragen platzieren zu können. Digitale Assistenzsysteme (z.B. Bots) und neue Kommunikationskanäle sind eine wesentliche Voraussetzung für die Digitalisierung der Kundenschnittstelle.

Meilensteinen, klar abgegrenzten Arbeitspaketen und definierten Verantwortlichkeiten. Gleichzeitig werden starke Implementierungspartner identifiziert, die bei der Weiterentwicklung der Lösungen bis zur Umsetzungsreife sowie der nachgelagerten Implementierung und Skalierung in den Gewerken erfolgskritisch sind.

Die Herausforderungen Eine von Horváth & Partners 2018 durchgeführte Studie zeigt die Herausforderungen bei der digitalen Transformation klar auf. 45 Prozent der befragten Unternehmen nannten «eine unklare Vorgehensweise» als die grösste Herausforderung. Zu häufig wird Digitalisierung und Industrie 4.0 als abstraktes, nicht ausreichend abgegrenztes Konzept wahrgenommen. Insofern fällt es vielen Unternehmen schwer, eine klare Marschroute mit definierten Meilensteinen zu bestimmen. So können (knappe) Ressourcen nicht zielorientiert und effizient eingesetzt und wertvolle Potenziale nicht genutzt werden.

Das Ergebnis Akzeptanz und Wirksamkeit der Lösung sichergestellt Ausgerichtet an agilen Projektmethoden und durch den frühzeitigen Einbezug relevanter Anspruchsgruppen sichert unser Lösungsansatz die Akzeptanz und Wirksamkeit der erarbeiteten Lösung. Die zuvor geschilderten Hürden bei der Meisterung der digitalen Transformation werden gezielt adressiert und das Investitionsrisiko minimiert. Vier Faktoren erachten wir für den Erfolg eines Digitalisierungsvorhabens als kritisch:

Des Weiteren zeigten sich unzureichende Flexibilität der Unternehmensstrukturen und unklare Verantwortlichkeiten als wesentliche Hürden bei der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten. Dies erscheint nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass neuartige Konzepte und Lösungen neue Formen der Zusammenarbeit erfordern – sowohl innerhalb der Unternehmensgrenzen als auch über diese hinaus. Nicht zuletzt stellen fehlende Kompetenzen und individuelle Ängste der Mitarbeiter sowie eine fehlende kulturelle Veränderungsbereitschaft Unternehmen vor grosse Herausforderungen bei der digitalen Transformation. Die Folge daraus? Potenziale werden nicht rechtzeitig erkannt und nicht zielgerichtet angegangen. Der Lösungsansatz Phase 1: Von abstrakten Anforderungen an die Prozesskette zu konkreten, relevanten Problemstellungen In der ersten Phase werden gemeinsam mit interdisziplinären Expertenteams konkrete Handlungsbedarfe (Pain Points) und relevante Zielgrössen (KPIs) identifiziert, bewertet und priorisiert – beispielsweise die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und die Reduktion von Ausfallfolgekosten. Ein kooperativer Ansatz und die Integration relevanter Stakeholder stellen sicher, dass konkrete Bedürfnisse adressiert und «echte» Optimierungen erzielt werden. Dies erhöht die allgemeine Akzeptanz des Projektes deutlich. Phase 2: Von generischen Lösungsansätzen zum konkreten Umsetzungsprojekt In der zweiten Phase werden aus generellen Industrie 4.0-Lösungsansätzen konkrete Lösungen und Technologien für die priorisierten Handlungsbedarfe identifiziert und bewertet. Beispielhaft sei hier der Einsatz von Sensorik, die Vernetzung von Produktionskomponenten oder die Implementierung flexibler Produktionssysteme genannt. Dabei wird die Ausarbeitung umsetzbarer Einzelprojekte über die Entwicklung einer ganzheitlichen Lösung gestellt, um rasch messbare Ergebnisse zu erzielen. Phase 3: Durch schrittweise Implementierung zum Zielbild In der dritten Phase wird schliesslich eine Roadmap definiert, die Ihr Unternehmen dem definierten Zielbild schrittweise näherbringt – mit festgelegten

1. «Get started»: Relevanz von Industrie 4.0 erkennen, Zielbild und Vision entwickeln 2. Lösungsdesign auf konkrete Problemstellungen ausrichten 3. Ideen rasch testen und in Sprints implementieren, Erfolge kommunizieren 4. Erfolgspositionen zur Erreichung des Zielbilds konsequent ausbauen

Horváth & Partners Management Consultants Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 900 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Rumänien, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die einzelnen Geschäfts- und Funktionsbereiche. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleiten wir unsere Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Organisation, Prozessen und Systemen. Autoren • Dr. Harald Brodbeck – Leiter Strategie & Innovation Industrie Schweiz • Dr. Andreas Kollmer – Leiter Organization & Operations Industrie Schweiz • Jan Brecelj – Projektleiter Organization & Operations Industrie Schweiz Horváth & Partner AG Seefeldstrasse 279A, CH-8008 Zürich T +41 (0)44 421 23 00 zuerich@horvath-partners.com www.horvath-partners.com


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BLOCKCHAIN

WWW.FOKUS.SWISS

Blockchain als Grundlage des Informationsaustausches Dieser Beitrag basiert auf einem Kapitel von Michael Lustenberger und Florian Spychiger aus dem Buch «Digitalisierung in der Praxis», das im Herbst 2019 im Springer Verlag erscheinen wird. Die Forscher am Zentrum für Unternehmensentwicklung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigen darin auf, welche Möglichkeiten die Blockchain-Technologie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich des Informationsaustausches eröffnet.

I

m Zuge der Globalisierung hat sich in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts die Erkenntnis durchgesetzt, dass Unternehmen nicht mehr als autonome Einheiten, sondern als in Supply Chains verbundene Netzwerke konkurrieren. Mehrere Studien konnten nachweisen, dass eine verstärkte Koordination von Supply Chains einen positiven Effekt auf die Unternehmensleistung hat. Die Integration innerhalb der Supply Chain gilt als wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Die Probleme des Informationsund Datenaustausches Für eine effiziente Koordination von Supply Chains muss der Informationsaustausch im gesamten Netzwerk funktionieren. In der Realität ist dieser allerdings oft mit Problemen verbunden: Vielfach wollen Unternehmen sensible Daten und Informationen nicht mit Supply-Chain-Partnern austauschen. Es mangelt an Vertrauen, dass die Daten und Informationen nicht – absichtlich oder unabsichtlich – zum eigenen Schaden verwendet werden. Oft können Unternehmen aber auch gar nicht gewinnbringend Daten und Informationen austauschen, weil ihnen die entsprechenden technologischen und finanziellen Ressourcen fehlen. Blockchain-Technologie bietet Abhilfe Eine Möglichkeit, diese Hürden abzubauen, ist die Blockchain-Technologie (BCT). Die BCT ist eine relativ junge Technologie, welche mit der Entwicklung von Bitcoin aufkam und anschliessend erheblich weiterentwickelt wurde. Die Blockchain kann eine gemeinsame Vertrauensbasis schaffen, da Daten unveränderlich abgespeichert werden und Transaktionen transparent sind. So bleiben Eigentums- und Ursprungsverhältnisse klar.

Durch den direkten Austausch (ohne die Beteiligung von Drittparteien) und Prozessautomatisierungen wird zudem die Effizienz gesteigert. Weg von der zentralen Informationskontrolle... Viele Firmen haben in den letzten Jahren die Digitalisierung der Wertschöpfungskette zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu einem strategischen Ziel erklärt. Als Folge entschieden sich einige Unternehmen, den Informationsaustausch in ihren Lieferketten neu zu strukturieren. Grossunternehmen implementieren übergeordnete Plattformen – sogenannte «Supply Chain (Control) Towers» (SCT) –, welche die zentrale Speicherung und Verarbeitung aller internen und externen Daten ermöglichen sollen. Die Anbindung der beteiligten Supply-Chain-Partner bereitet technisch keine Probleme. Es zeigt sich allerdings, dass es ein gewisses Mass an Überzeugungskraft braucht, die beteiligten externen Unternehmen dazu zu bringen, ihre Daten dem SCT-Eigentümer zur Verfügung zu stellen. Denn während Endverbraucher oft bereitwillig ihre Daten teilen, sind Unternehmen gegenüber dem Austausch von Daten und Informationen sehr kritisch eingestellt. Aus diesen Gründen besteht bei einem Supply-Chain-Tower weiterhin ein Vertrauensproblem, da ein zentrales Unternehmen der Supply Chain alle Daten und Zugänge alleine kontrolliert. Die anderen Supply-Chain-Partner müssen diesem Supply-Chain-Teilnehmer vertrauen, dass er sein Informationsmonopol nicht zu ihrem Nachteil nutzt. Dafür werden die Partner ressourcenmässig entlastet: Denn die Entwicklungs- und Betriebskosten für den SCT – und damit die Ressourcenrisiken – werden vom zentralen SCT-Besitzer alleine getragen.

...hin zu Peer-to-Peer-Netzwerken Um dem Vertrauensproblem entgegenzuwirken sammeln die Grossunternehmen erste Erfahrungen mit der Blockchain-Technologie. Beispielsweise experimentieren Detailhändler wie Walmart, Kroger oder Nestlé im Bereich der Lebensmittel mit BCT. Dank der erhöhten Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Material- und Informationsflüsse in der Supply Chain erhoffen sich die Detailhändler, die Lebensmittelsicherheit zu steigern, Produktfälschungen zu vermeiden und gleichzeitig dem Konsumenten einen nachvollziehbaren und gesicherten Herkunftsbeweis zu liefern. Auch Pharmaunternehmen prüfen, ob ein BCT-basiertes Peer-to-Peer (P2P)-Netzwerk in Bereichen, in welchen unabhängige, externe Partner involviert sind, einen Nutzen haben könnten. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Digitalisierung und Automatisierung der Dokumentationsprozesse von Produkt- und Prozessinformationen, welche heute oftmals noch manuell und auf Papier basieren. Beispielsweise können alle Lieferanten und Transporteure die notwendigen Produktund Transportinformationen auf einer BCT-basierten verteilten Datenbank abspeichern und digital signieren. Dank diesem digitalen Audit-Trail könnten die Behörden bei der Zertifizierung sämtliche benötigten Informationen digital abrufen. Nach erfolgreicher Überprüfung könnten weitere als Smart Contracts gespeicherte und automatisierte Prozessschritte freigegeben und ausgelöst werden. Geteilte Kontrolle durch Transparenz Ein Informationsaustausch basierend auf der Blockchain-Technologie kann die Problematik des

gegenseitigen Vertrauens innerhalb Supply Chains verringern. Die vollständige Kontrolle verteilt sich mittels eines BCT-basierten P2P-Netzwerks auf alle beteiligten Supply-Chain-Partner. Jeder Teilnehmer kann sämtliche Daten einsehen und alle Transaktionen nachvollziehen. Die verteilte P2P-Struktur eliminiert die Notwendigkeit vertrauensvoller Zentralstellen für die Überprüfung, Verwaltung und Verarbeitung von Transaktionen. Da es sich bei der BCT allerdings um eine junge Technologie handelt, welche sich erst in der Entwicklung befindet, wissen viele Unternehmen nicht, wie sie einzusetzen und zu nutzen ist. Deswegen müssen alle Supply-Chain-Partner vor allem zu Beginn einer BCT-Implementierung mit Zusatzaufwand rechnen. Mit Blockchain-Startups zur Unabhängigkeit Da die Entwicklung einer Blockchain-Plattform mit hohen Kosten verbunden sein kann, bieten sich für KMUs Blockchain-Startups oder akademische Partner an, welche sich bereits intensiv mit der Technologie auseinandergesetzt haben. Von deren Wissen und Lösungen können KMUs profitieren, um das Potential der Blockchain-Technologie im Informationsaustausch einer Supply Chain ohne eigenen Entwicklungsaufwand zu prüfen und zu nutzen. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Blockchain-Technologien und Anwendungen könnte für KMUs in der Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten. Denn ein BCT-basiertes P2P-Netzwerk bietet einen alternativen Ansatz des Informationsaustauschs zu den von Grossunternehmen dominierten Supply-Chain-Towers. Die Informationsmonopole könnten so aufgebrochen und deren Nachteile für KMU vermindert werden.

BRANDREPORT HELIOT

Globales IoT Netz für die Schweiz In der Schweiz gibt es jetzt ein innovatives Netz für das Internet der Dinge. Mit standardmässig nur 140 mal 12 Bytes funken modernste Sensoren ihre Informationen an die Nutzer. Sicher, effizient und sogar weltweit – ohne Roamingkosten.

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as Internet der Dinge wird oft mit der Einführung der nächsten Generation von Mobilfunk-Technologie, dem 5G-Standard, in Verbindung gebracht. Selbstfahrende Autos, künstliche Intelligenz und die sogenannte Industrie 4.0 versprechen revolutionäre neue Geschäftsmodelle und Anwendungen. Das lassen sich Unternehmen etwas kosten. Seit 2016 steigen in der Schweiz die jährlichen IT-Ausgaben für das Internet der Dinge laut PAC um rund 16 bis 18 Prozent – bis 2020 sollen es sogar über 20 Prozent werden.

Doch wer auf 5G wartet, verpasst eine Innovation, die schon heute Geräte, Gegenstände und Nutzer sicher miteinander verknüpft. Denn viele intelligente Sensoren brauchen keine neuen Bandbreiten, um wertvolle Informationen zu vermitteln. Ihnen reichen 140 mal 12 Bytes pro Tag, um ihre Aufgabe zu erfüllen: Den Standort melden, die Umgebungstemperatur, ein Leck oder einen Einbruch. Intelligente Sensoren für alle Branchen Dazu nutzen sie die Sigfox-Technologie, die ein besonders effizientes, sicheres und kostengünstiges Internet-of-Things (IoT) möglich macht. Schon heute stellen

zahlreiche Anbieter wie zum Beispiel Bosch Sensoren und auch Analyseplattformen für praktisch alle Branchen und Anwendungen weltweit zur Verfügung. Hersteller wie Airbus und der Reifenexperte Michelin verfolgen Ort und Lieferzeiten ihrer Bauteile, die Industrie überwacht Pipelines auf Lecks, die Medizin kontrolliert die Temperatur von Blutkonserven und anderen empfindlichen Substanzen. Der Paketdienstleister DHL nutzt Sensoren um den Standort und die Nutzung von mehr als 250 000 Rollwagen zu verfolgen und zu analysieren. In der Landwirtschaft melden Sensoren die lokale Regenmenge und Museen und Versicherungen können nicht nur den Standort von ausgeliehen Kunstwerken jederzeit verfolgen. Die Sensoren erkennen auch, ob Gegenstände geschüttelt, falsch gelagert oder unerlaubt bewegt werden. Kostengünstig in Anschaffung und Betrieb Dank des Sigfox-Übertragungsstandards kommunizieren die Geräte dennoch besonders effizient. Durch die patentierte Radiotechnologie und eine niedrige Datenrate verbrauchen die Geräte fast keinen Strom, bis zu

15 Jahre kann eine Knopfbatterie halten. Zudem ist die Technologie besonders sicher, sie kann praktisch nicht gehackt oder technisch gestört werden. Da die Technik ohne Internet, SIM-Karte oder Mobilfunk auskommt, ist sie kostengünstig im Einkauf und im Betrieb. Selbst Roamingkosten entfallen – ein internationaler Einsatz von Sensoren ist im Netzpreis enthalten.

Netzbetreiber HELIOT hat nun auch die Schweiz, Österreich und Liechtenstein an das internationale Funknetz angeschlossen, weltweit ist das neue Netz schon in über 70 Ländern verfügbar mit über 20 Millionen Verbindungen unter Vertrag. Weitere Informationen zum Netz und den Anwendungen gibt es unter www.heliot.ch.

+6,3 Millionen aktive Geräte weltweit

+70 Länder

+100 Chiphersteller

+130 Anbieter von Sensoren

+100 Analyseplattformen


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BRANDREPORT Q_PERIOR

BOREAS AG BRANDREPORT

Bessere City-Logistik und weniger Verkehr?

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as Verkehrsaufkommen in den Ballungszentren stösst an seine Grenzen. Zusätzlich verursacht der Online-Handel eine immer grössere Nachfrage nach Logistikleistungen: Der Wunsch nach «Same Day»-Auslieferungen wächst und die dazu notwendige Transportleistung verschärft den Verkehrskollaps weiter. Eine unausweichliche Spirale mit negativen Folgen für Mensch und Umwelt?

Logistikkette entstehen. Eine Sendung wechselt dabei in Abhängigkeit der jeweiligen Anforderungen (Preis, Liefergeschwindigkeit, Sorgfalt, etc.) innerhalb der Stadt mehrfach den Lieferanten. Der Einsatz von mobilen Lösungen, IoT, Blockchain und Machine Learning zur Optimierung sowie Security- und Abrechnungssysteme für Kleinstbeträge sind dabei Voraussetzung.

Neue Logistikkonzepte können hier Abhilfe schaffen. Das Grundprinzip basiert auf einer engeren Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Logistikanbietern, Kleinstunternehmen und Privatpersonen, um die aktuell ungenutzte Transportkapazität im heutigen Verkehr effizienter zu nutzen. Ziel ist es, die Logistikkette der Last Mile durch Transparenz zu optimieren und somit Vertrauen für zukünftige Logistikformen aufzubauen. So kann beispielsweise mithilfe von Sensorik die Rückverfolgbarkeit der Lieferung gewährleistet werden (Track & Trace) oder eine Lösung für das Onboarding vertrauensvoller Dienstleiter in der

Als Experte für Mobilitätslösungen arbeitet Q _PERIOR bereits heute an Konzepten und Projekten, um diese Kapazitäten zu nutzen. Im Vordergrund steht die Schaffung neuer Geschäftsmodelle für private und professionelle Lieferanten. www.q-perior.com

Vom Huhn bis auf den Teller

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enn um 04:00 Uhr morgens ein Huhn in einem noch verschlafenen Stall im Zürcher Oberland ein Ei legt, dann beginnt die Reise durch ein effizientes und durchdachtes System. Der Bauer sammelt die Eier ein und stellt diese in Kisten zu 360 Stück bereit. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt steht der Chauffeur da und holt die Kisten ab. Auf seiner optimierten Tour sammeln so wenige Lastwagen wie möglich die Eier von rund 170 Ställen aus der Region ein. Zurück im Betrieb werden diese Kisten direkt einer Sortieranlage übergeben. Beschädigungen, Farbe, Grösse, sowie weitere Kriterien führen zur richtigen Sortierung. Angebunden an das ERP weiss die Anlage woher die Eier kommen und wohin diese sollen. So können sie gleich richtig verpackt und ausgezeichnet werden. Ein weiterer Lastwagen bringt die fertig verpackten Eier dann in den Laden, wo sie von den Kunden und Kundinnen gekauft und schliesslich zu Hause genossen werden. Sie können sicher sein, dass ihr Ei aus der Region stammt.

«Aus der Region - Für die Region» ist dank moderner Software nicht nur ein Versprechen, sondern eine gelebte Realität. An der TOPSOFT stellen wir uns ihren Fragen Über boreas ag Seit 2004 entwickelt ein kompetentes Team moderne ERP-Software mit durchgängig prozessorientiertem Ansatz. 100% Swiss-Made. Die Verbindung von Betriebswirtschaft und Technik ist unsere Passion. Pragmatische Lösungen, welche von allen Beteiligten schnell und unkompliziert angenommen werden, stehen bei uns im Zentrum. Software muss nicht kompliziert sein und eine Einführung kann auch in wenigen Monaten umgesetzt werden. Das glauben sie nicht? Stellen sie uns auf die Probe! www.boreas.ch

GEBRÜDER WEISS BRANDREPORT

Die digitalisierte Spedition Die Digitalisierung macht auch vor der Logistikbranche nicht halt. Umso wichtiger ist es, dass man sich als Logistikdienstleister intensiv mit deren Chancen und Auswirkungen auseinandersetzt und die notwendigen Schritte setzt. Genau das macht Gebrüder Weiss im Rahmen des «Digital Excellence»-Programms.

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ei all den Trends und neuen Technologien, die aktuell die Logistikbranche umwälzen, verliert man leicht den Überblick. Alles spricht von autonomem Fahren, von Robotik, von künstlicher Intelligenz und Blockchain. Doch was verbirgt sich hinter diesen Trends? Wie relevant sind sie wirklich? Mit welchen Trends muss man sich wie intensiv auseinandersetzen? Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten und man läuft schnell Gefahr, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Gebrüder Weiss setzt dem einen strukturierten Ansatz entgegen. Ein eigenes Innovationsteam beschäftigt sich mit den relevanten Technologien und bereitet diese für die Organisation auf. So auch bei der Gebrüder Weiss AG in der Schweiz, wo basierend auf den Anforderungen der Kunden mit diesen Technologien konkrete Projekte umgesetzt werden, die den Weg für die digitalisierte Spedition ebnen.

mit der sich Geschäftstransaktionen unveränderbar und dezentral speichern lassen, sodass keine zentrale Instanz zur Überprüfung und Freigabe benötigt wird. Im Bereich der Logistik gibt es grosse Zahl von potentiellen Anwendungsfällen für die Blockchain, da es immer eine Vielzahl von Beteiligten an einem Transportauftrag gibt, die gemeinsam einen Konsens über den korrekten Ablauf herstellen müssen. Mit der Blockchain lassen sich beispielsweise Dokumente wie das Bill of Lading digitalisieren, was den gesamten Prozess für alle Beteiligten schneller, transparenter, effizienter und damit günstiger macht. Neben der Transparenz geht es in der Logistik aber auch um Planungssicherheit. Und die hat sehr viel mit Kenntnis über die Zukunft zu tun. Die notwendigen Ressourcen wie zum Beispiel Laderaum auf einem LKW

oder Mitarbeiter im Umschlag lassen sich nur dann gut planen, wenn sich zukünftige Entwicklungen frühzeitig abschätzen lassen. Mit statistischen Verfahren und maschinellem Lernen können Computersysteme heute so gestaltet werden, dass sie die nahe Zukunft mit hoher Präzision vorhersagen können. So kann Gebrüder Weiss die Planungsqualität erhöhen, was sich in einer besseren Servicequalität und höherer Termintreue gegenüber den Kunden bemerkbar macht.

von Kundenaufträgen im Lager unterstützen und von körperlich anstrengenden oder repetitiven Arbeiten entlasten. Gebrüder Weiss beschäftigt sich auch in diesem Bereich bereits mit den zugrundeliegenden Technologien und ersten Anwendungsfällen, etwa dem autonomen Fahren auf dem Werksgelände. Der Mensch soll dabei allerdings nicht ersetzt, sondern entlastet und seine Arbeit aufgewertet werden. Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand zusammen.

Roboter und Menschen gemeinsam Innovation dreht sich natürlich auch um die Automatisierung interner Abläufe, um diese effizienter zu gestalten. LKWs werden in der absehbaren Zukunft zumindest teilautonom fahren und Roboter werden menschliche Mitarbeiter bei der Kommissionierung

Digitale Zukunft All diese Technologien und Projekte leisten gemeinsam einen Beitrag, um Gebrüder Weiss zur digitalen Spedition weiterzuentwickeln. Für das österreichische Logistikunternehmen ist klar, dass die Digitalisierung die Art, wie Logistik betrieben wird, nachhaltig verändern wird. Kunden werden Informationen über ihre Sendungen in Echtzeit erhalten und jederzeit nachvollziehen können, wo sich ihre Sendungen gerade befinden. Kunden werden neue Formen der Kommunikation wie Chatbots nutzen. Physische Dokumente werden digitalisiert und damit die Prozesse in der Logistik nachhaltig vereinfachen. Algorithmen werden die Zukunft mit hoher Präzision vorhersagen und damit die Qualität der Prozesse erhöhen. Technologien wie die Blockchain werden Informationen fälschungssicher und Geschäftstransaktionen nachvollziehbar machen. Künstliche Intelligenz wird im Rahmen von autonomen LKWs und kollaborativen Robotern Einzug in die Logistik halten.

Alles für zufriedene Kunden Gebrüder Weiss arbeitet zurzeit intensiv an einem neuen Webportal für seine Kunden, das in einer ersten Version noch in diesem Jahr verfügbar sein wird. Das Logistikunternehmen ermöglicht damit seinen Kunden die grösstmögliche Transparenz über den gesamten Logistikprozess hinweg. Um dies möglich zu machen, werden auch im Hintergrund verschiedenste Funktionen realisiert. So erhalten Kunden im Webportal Statusinformationen in Echtzeit, werden proaktiv über Abweichungen vom geplanten Transportablauf informiert und erhalten präzise Informationen zur voraussichtlichen Zustellzeit einer Sendung. Um den Kunden neue Möglichkeiten zur Kommunikation in Echtzeit zu ermöglichen, wurde aber auch bereits ein erster Prototyp für einen Chatbot entwickelt, der künstliche Intelligenz einsetzt, um direkt auf Kundenanfragen antworten zu können. Viele Möglichkeiten Auch die Blockchain spielt für Gebrüder Weiss eine grosse Rolle. Dabei handelt es sich um eine Technologie,

Erleben Sie selbst, wie Gebrüder Weiss die Digitalisierung bewegt! Weitere Informationen unter: www.gw-world.ch

Herr Andreas Pichler (Head of Innovation, Gebrüder Weiss GmbH) und Herr Michael Trommer (Leiter Logistik und Europaverkehre, Gebrüder Weiss AG)


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TRENDS

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Supply-Chain-Management – Digitize or die Es ist schwer zu sagen, welche Logistik- und Supply-Chain-Trends die Unternehmen in naher Zukunft verändern werden. Sicher ist hingegen, dass man sich heute für die Digitalisierung entscheiden muss, um morgen noch am Markt zu bestehen. TEXT ARTHUR WETZEL

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ür die erfolgreiche Digitalisierung bedarf es Mut, Sachkenntnis, eines guten Instinkts und allenfalls eines guten Partners. In der Digitalisierung der Supply Chain gibt es heute eine Handvoll Trends, die man nicht ignorieren kann. Trend Nr. 1: Lagerroboter Die Automatisierung ist bereits in vielen Distributionszentren auf der ganzen Welt etabliert, in den meisten Fällen beschränkt sie sich jedoch auf die Automatisierung von Arbeitsabläufen, die von immer fortschrittlicheren Lagerverwaltungssystemen gesteuert werden. Der eigentliche Wendepunkt im Trend der Lagerrobotik wird jedoch erst erreicht, wenn Technologieanbieter die Kunst der echten Roboterkommissionierung beherrschen, bei der Roboter in der Lage sind, Aufträge aus konventionellen Regalen zu kommissionieren. Die Trends beziehen sich derzeit auf Systeme, die die Ware zum Kommissionierer bringen und eine beträchtliche Menge an spezialisierten Regal- und Fördergeräten erfordern. Alibaba, der weltgrösste Einzelhändler, hat bereits die Roboterarbeit in einem seiner Lagerhäuser aufgestockt und die Zahl der Mitarbeitenden in der Einrichtung um 70 Prozent reduziert. Trend Nr. 2: Autonomer Strassengüterverkehr Die Entwicklung autonomer Lastkraftwagen ist eine Vision, die in den letzten Jahren realisierbar erscheint, allerdings dürfte es noch einige Zeit dauern, bis solche Fahrzeuge ernsthaft auf unseren Strassen eingesetzt werden. Dieser Trend hat sicher das Potenzial, eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen als jede andere Supply-Chain-Technologie, die bisher vorgestellt wurde.

Trend Nr. 3: Supply-Chain-Plattformen Plattformen und hybride Geschäftsmodelle sind integrativer Bestandteil aller aktuellen Entscheidungsprozesse. Selbst im privaten Umgang ist schon heute schwierig auszumachen, ob man ein Produkt oder eine technische Dienstleistung nutzt. Diese scheinbare Verschmelzung von Technologie und Dienstleistung zu einer «Singularität» durchdringt zunehmend B2B-Marktplätze, insbesondere im Bereich der Logistikdienstleistungen. Die gleiche Verschmelzung von Software und Service findet sich auch in Lösungen für Lagerverwaltung, Beschaffung/Einkauf und andere betriebliche Anwendungen in der Lieferkette wieder. On-Premise-Software wird von Cloud-Lösungen mit integrierten technischen Support-Services und Selbsthilfefunktionen abgelöst. Der Bedarf an internen IT-Ressourcen wird dadurch zunehmend überflüssig. Das bedeutet jedoch, dass man bei der Beschaffung von Dienstleistungen und Lösungen immer vorsichtiger sein muss, mit welcher Art von Anbieter man es zu tun hat und in welche Abhängigkeit das Unternehmen gerät.

Trend Nr. 4: Supply Chain Social Responsibility Nachhaltigkeit, Reduzierung des CO2-Ausstosses und Transparenz in der Lieferkette haben sich in den letzten zwei bis drei Jahren zu dem herausgebildet, was wir heute als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnen. Der Begriff selbst gibt Aufschluss über die konzeptionelle Herkunft von CSR und eine sozial verantwortliche Lieferkette. In letzter Zeit wird CSR immer weniger als eine Compliance-bezogene Notwendigkeit betrachtet, sondern vielmehr als ein Ansatz zur Steigerung des Umsatzes, zur Sicherung der Kundenund Mitarbeiterbindung sowie zur Generierung von Markenattraktivität. Im Rahmen der Initiative Lean & Green, hierzulande gehostet von GS1 Switzerland, werden teilnehmende Unternehmen beispielsweise für Erfolge bei der Reduzierung ihres CO2-Ausstosses in Transport- und Logistikprozessen zertifiziert. Trend Nr. 5: Das Rennen um die letzte Meile Es ist der kostenintensivste Teil der Lieferkette: Die letzte Meile, also die Endlieferung von Waren bis zum

Beobachten Sie mögliche disruptive Entwicklungen, behalten Sie die Führung und greifen Sie allenfalls auf kompetente Partner zurück.

Einzelhandelsgeschäft oder zur Haustür des Konsumenten. Als Folge der gesteigerten Nachfrage und des erheblichen Lieferaufkommens im Onlinehandel ist zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren neue Konzepte und wahrscheinlich auch spezialisierte Last-Mile-Fulfillment-Dienstleister geben wird. Innovative Jungunternehmen suchen nach Alternativen zu Paketdiensten und etablierte Unternehmen wie DHL oder UPS zeigen auf der letzten Meile Schwäche. So lassen sich zum Beispiel vermehrt Lösungen wie lokal platzierte, öffentliche «Smart Locks» und Paketboxen beobachten, in die alle Lieferdienste zur späteren Abholung einliefern können. Dies wird dann auch dazu beitragen, den Prozess der Retouren zu rationalisieren – ein stark zunehmendes Problem aufgrund der veränderten Einkaufsgewohnheiten. Trend Nr. 6: Aufstieg des Virtual Logistics Teams Das Konzept der Remote-Arbeit und der virtuellen Teams hat sich in vielen Wirtschaftssektoren durchgesetzt und ermöglicht es Unternehmen, auf Mitarbeitende global und nicht lokal zuzugreifen, auch um Reisekosten und Immobilienbedarf zu reduzieren. Während die Supply-Chain-IT ihren Übergang zur Cloud fortsetzt, werden Supply-Chain- und Logistikunternehmen damit beginnen, die Vorteile der Remote-Arbeit für Mitarbeitende in Verwaltung und Support einzuführen und zu optimieren. Seien Sie heute bereit für die Herausforderungen von morgen und digitalisieren Sie Ihre Prozesse und Ihr Supply-Chain-Management – beobachten Sie aber vor allem mögliche disruptive Entwicklungen, behalten Sie die Führung und greifen Sie allenfalls auf kompetente Partner zurück.

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29.05.2019 13:04:31


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ZINGG TRANSPORTE AG BRANDREPORT

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Ganz nach dem Motto: Tue Gutes und sprich darüber Der Gütertransport auf der Strasse steht nicht im Widerspruch zu umweltbewusstem Handeln. Das Umdenken in der Branche hat schon lange stattgefunden.

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ie Zingg Gruppe hat in der Vergangenheit schon einiges umgesetzt – heute setzt sie sich Ziele, weil sie überzeugt ist, mit ihren Massnahmen das Richtige zu tun. Sie schreibt es nicht nur – sie lebt es.

Mit der Auszeichnung des Lean & Green Awards am 14. Juni 2019 setzt die Unternehmung ein klares Bekenntnis, weiter CO2-Emissionen einzusparen und somit nachhaltig und umweltbewusst zu handeln.

Ihre Motivation an der Lean & Green-Initiative mitzumachen, ist ihre Überzeugung, dass die Zukunft der Energieeffizienz gehört. Begleitet hat sie in diesem Prozess SwissClimate. Die Festlegung der Systemgrenzen erfolgte unter Berücksichtigung der Vorgaben von Lean & Green und nach ISO 14064-1 und GHG Protocol. Die Auswahl und Beschreibung der zu bilanzierenden Emissionsquellen erfolgte unter Berücksichtigung der Prinzipien der Relevanz, Vollständigkeit, Genauigkeit,

Konsistenz und Transparenz. Die Systemgrenzen umfassen somit die wesentlichen von Zingg beeinflussbaren Emissionsquellen aus dem Transport der Güter und dem Waschprozess der Mehrwegklappgebinden. Die im Aktionsplan berechneten Emissionen umfassen sämtliche «Kyoto-Treibhausgase» (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs, SF6, NF3) und sind entsprechend in CO2e angegeben. Des Weiteren werden die Emissionen der Transportdienstleistung unter Berücksichtigung der EN 16258 nach dem «Well-to-Wheel» Ansatz erhoben. Dieser umfasst alle CO2-Emissionen in Zusammenhang mit dem Diesel- und Benzinverbrauch, von der Produktion bis zur Betankung und dem Ausstoss durch die Fahrt selbst.

Zingg Transporte AG Die Zingg Transporte AG ist ein Familienunternehmen mit Sitz im zürcherischen Hedingen. Gegründet im Jahre 1968 hat es total 250 Beschäftigte. Ihre Kernkompetenzen sind die temperaturgeführte Lebensmittellogistik für die Grossverteiler in der Schweiz sowie die Abwicklung von Service-CenterTätigkeiten im Bereich Mehrwegklappgebinde und Ladungsträger. Die Unternehmung ist zertifiziert nach ISO 9001, 14001, 22001 und IFS Logistics. weitere Informationen: www.zingg-transporte.ch www.enaw.ch/konkret/die-effizientestewaschanlage-der-schweiz www.gs1.ch/home/themen/lean-green

TISA SPEDITIONS AG BRANDREPORT

Die persönlichste Spedition Mitteleuropas Die Tisa Spedition ist ein Familienbetrieb mit Rheintaler Wurzeln in zweiter Generation, wobei die Gründergeneration noch tatkräftig im Betrieb mitarbeitet.

A

n den mittlerweile neun Standorten – sechs davon in der Schweiz (Widnau, St. Margrethen, Diepoldsau, Thayngen, Pratteln), drei in Österreich (Hohenems, Wolfurt und Wien) sowie einer Niederlassung in Deutschland (Lindau) – beschäftigt die Tisa ca. 80 ausgebildete Speditionsfachleute, 22 davon sind Zollspezialisten, viele davon mit eidgenössischem Diplom. Die Tisa ist der Architekt für massgeschneiderte Transportlösungen im Nah- und Fernverkehr, integrierte Zoll-Lösungen und Kontraktlogistik. Die Tisa setzt alles daran, die persönlichste Spedition am Markt zu sein. Der Kunde hat einen persönlichen Ansprechpartner für alle seine Belange (SPOC – Single Point of Contact), der ihn berät. Aus dem Grund ist die Ausbildungsqualität der Mitarbeiter für die Tisa so wichtig. Der Mitarbeiter soll Zeit haben, dem Kunden zuzuhören und ein flexibles Servicepaket zu schnüren, das auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Digitalisierung als Hygienefaktor Ist diese Ausrichtung in einer Zeit, wo die Digitalisierung die Unternehmensentwicklungen prägt, überhaupt noch zeitgemäss? «Absolut», ist sich CEO Dr. Michaela Adami-Schrott sicher. Digitalisierung ist eine Grundvoraussetzung, ein Hygienefaktor, um am Markt überhaupt bestehen zu können. Die Tisa war bei vielen Zollprojekten wie e-dec oder auch im Pilotbetrieb des EW-Verfahrens (elektronische Veranlagungsverfügung) schon Pilotpartner des Schweizer Zolls, lange bevor die Verfahren verpflichtend wurden.« Aber die Digitalisierung allein hebt uns nicht von der Konkurrenz ab, jedenfalls nicht von den grossen Konkurrenten, und deren gibt es viele, gerade im Rheintal!», lacht Adami-Schrott. Die Tisa investiert erheblich in Digitalisierungslösungen wie z.B. ein revisionssicheres Dokumentenarchivsystem oder ein smartes E-Kundenportal mit Track and Trace Solutions.

Der Mensch zählt Wodurch unterscheidet sich nun aber der Service der Tisa? «Wir sind daran interessiert, herauszufinden, wer

zusammengestellt. Diese absolute Flexibilität verlangt grosses Speditions- und Zoll-Know-how.

Dr. Michaela Adami-Schrott CEO, TISA Speditions AG

uns am anderen Ende des Telefons einen Auftrag erteilt», so Dr. Michaela Adami-Schrott. «Es entscheidet keine Firma, sondern ein Mensch. Dieser Mensch hat mal einen guten, mal einen schlechten Tag. Unser Ziel ist es, das speditionelle Leben unseres Gegenübers an diesem Tag leichter zu machen. Die Digitalisierung hilft uns dabei als Basis, uns auf das Wesentliche konzentrieren und einen noch persönlicheren Service anbieten zu können. Flexible Kundenlösungen mit hohem Servicefaktor Der Service der Tisa startet mit Zuhören. Daraus wird ein massgeschneidertes Produkt für den Kunden

Flexibilität ist bei vielen grossen Speditionsbetrieben zumindest für Kunden aus Klein- und Mittelbetrieben - nicht mehr möglich, weil vielfach nur mehr Systemverkehre mit fixen Abfahrtszeiten und entsprechenden Beschränkungen zum Zuge kommen», erklärt Adami-Schrott. Der Schwerpunkt der Transportlösungen der Tisa sind dabei grenzüberschreitende Verkehre für ganz Europa, die Rennstrecken sind Österreich, die ganze Schweiz, Deutschland, Italien, Benelux, Frankreich, Osteuropa sowie Sonderfahrten. Auch in Sachen Supply-Chain-Management unterstützt die Tisa mit massgeschneiderten Lösungen im Bereich Kommissionierung, Neutralisierung, Verpackung und Umpackung. Gerade für E-Shop-Anbieter stellt die Tisa spannende Pakete zur Verfügung. Das Zoll-«Rund-Um-Sorglos»-Paket der Tisa Den Respekt vor komplexen Zollanforderungen kann die Tisa ihren Kunden mit dem «Rund-Um­Sorglos»-Zoll-Paket nehmen. Auch hier stehen Beratung und

Kompetenz im Mittelpunkt. «Da wir über den Zollstatus ‹Zugelassener Empfänger und Versender› verfügen, können wir Waren auch ausserhalb der Zoll-Öffnungszeiten von 06:30 bis 19:30 Uhr gegen Voranmeldung abfertigen, in Österreich sogar rund um die Uhr!», ist Dr. Michaela Adami-Schrott sichtlich stolz. Der LKW muss nicht an der Grenze verzollen und warten, sondern kann mit einem entsprechend Transitdokument direkt zur Tisa durchfahren. Der Fahrer kann bei gratis Kaffee und WLAN auf seine Papiere warten. Denn gerade ein wertschätzender Umgang mit Fahrern ist der Tisa wichtig. Fahrer, ob eigene oder Fahrer von Frächtern, die mit der Tisa zusammenarbeiten, sind die Visitenkarte des Unternehmens beim Kunden. Seit März ist die Tisa in der Schweiz auch AEO zertifiziert. Rheintal Express Besonders bewährt hat sich die Kombination dieser Services beim unschlagbaren «Rheintal Express» der Tisa. Im Nahverkehr in Vorarlberg oder im Schweizer Rheintal kann die Ware binnen sechs Stunden ab Auftragsentgegennahme abgeholt und in der gleichen Region zugestellt werden. Grenzüberschreitend sind es innerhalb des Rheintals nur 12 Stunden, in die ganze Schweiz nur 24 Stunden. Dabei ist die speditionelle Leistung nur das Grundgerüst. «Wichtig ist uns, dass unsere Kunden bei uns betreut und nicht durchgereicht werden!», so Michaela Adami-Schrott weiter. Kein Wunder, dass die Handschlagqualität einer der wichtigsten Werte des Unternehmens ist. Auch oder gerade in Zeiten der Digitalisierung.

TISA Speditions AG Unterlettenstrasse 11 9443 Widnau www.tisa.ch


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BRANDREPORT NACORA AGENCIES AG

Die Versicherungsmodelle aus dem vergangenen Jahrhundert haben ausgedient Sind internationale Konventionen zum Transport von Ware und die entsprechenden Konzepte einer Versicherung in Zeiten der Globalisierung noch praxisgerecht? TEXT STEFFEN BERGHOLZ

D

ie Marine Cargo Insurance oder Warentransportversicherung, wie man sie gewöhnlich auf Deutsch bezeichnet, hat eine lange Tradition. Die ersten Verträge dieser Art stammen bereits aus dem antiken Griechenland. Als im 17. Jahrhundert mit «Lloyds of London» der internationale Versicherungsmarkt etabliert wurde, begann die eigentliche Entwicklung einer Versicherungspraxis und damit einhergehend der Versicherungsbedingungen und Rechtsprechung. 1906 wurden in England wesentliche Grundsätze des Versicherungsrechts im Marine Insurance Act (MIA) verankert. Diese gelten im Wesentlichen bis heute. Die 1982 eingeführten «Institute Cargo Clauses» wurden 2009 erneuert, wobei das Deckungskonzept und der Inhalt überwiegend unverändert blieben. Diese englischen Bedingungen bilden im globalen Geschäft noch heute die Grundlage der meisten Warentransportversicherungen. Eine solche Versicherung ist ein Vertrag zwischen dem Ladungsinteressenten und dem Versicherer(n). In diesem verspricht der Versicherer dem Ladungsinteressenten gegen Zahlung einer Versicherungsprämie, Schäden oder Verluste am Gut aus versicherten Gefahren zu erstatten. Unterschieden wird hierbei in «voll» (Institute Cargo Clauses A), nach deutschem Verständnis eigentlich «All Risks» oder «teilweise» (Institute Cargo Clauses B und C). Als es noch keine Digitalisierung gab Nach Erstattung des Schadens versucht der Versicherer gewöhnlich, Regress gegen den Schadenverursacher (Frachtführer) oder den vertraglich haftendenden Spediteur zu nehmen. Sowohl bei internationalen See- und Luftfrachttransporten als auch bei paneuropäischen Landtransporten bestimmen internationale Konventionen die Haftung des Spediteurs oder Frachtführers. Die Hague Rules sind eine wesentliche Konvention im Seetransport und datieren aus dem Jahre 1924. Deren Novellierung, die Hague-Visby Rules, stammen aus dem Jahre 1968. Die CMR, die Konvention im paneuropäischen Strassenverkehr, datiert aus dem Jahre 1956. Damals wurde vor allem konventionell verladen, in so genannten Packschuppen. Digitalisierung, cloud-basierte Sendungsverfolgung oder Temperaturmessung per Sensoren lagen noch in weiter Ferne. Die traditionellen Konventionen beschränken die Haftung des Spediteurs oder Frachtführers stark oder schliessen diese aus. Dem Warentransportversicherer ist bekannt, dass er somit nur beschränkte Regresseinnahmen erzielen kann. Er berücksichtigt dies entsprechend bei der Festlegung der Prämie. Bis zur Jahrtausendwende funktionierte dieses Prinzip mit Ausnahmen einwandfrei. Gestiegene Warenwerte Mit zunehmender Globalisierung, Supply-Chain-Optimierung, Technologisierung – Stichwort mobiles Telefonieren und Internet –, wachsender Unternehmensgrösse und/oder Konsolidierung von Unternehmen wie zum Beispiel in der Computerherstellung, der Nahrungsmittelindustrie und vor allem in der Logistik veränderten sich Warenströme und Warenarten. Darüber hinaus erhöhten sich die Warenwerte pro Sendung oder Container beträchtlich. So kann der Warenwert in einem 40-Fuss-Container, einem LKW mit modernen Mobiltelefonen, Flashspeichern, Laptops oder auch Medikamenten leicht einen Wert von 10 Mio. EUR pro Sendung übersteigen. Für beide Parteien an einem

Beiden ist bis heute kein Erfolg beschieden. Somit gestaltet sich die Versicherung hochwertiger Güter während des Transportes weiterhin kompliziert: Eine «All Risk»-Versicherung nach den Insitute Cargo Clause (A) wird nach Zahlung des Schadens keinen substantiellen Regress erzielen. Somit kann die Police nur schwer saniert werden. Steffen Bergholz Group Managing Director NACORA AGENCIES AG

Transportvertrag, dem Wareninteressenten und dem Spediteur oder Frachtführer, gestaltet sich daher die Anwendbarkeit von internationalen Konventionen als Haftungsregime problematisch. Grund ist die limitierte Haftung – zum Beispiel unter Hague-Visby Rules 1968 im Seetransport, wo die Gewichtshaftung ca. 3 USD / kg beträgt. D.h. bei einem 40-Fuss-Container mit 28 000 kg Gewicht der Ware beträgt diese Haftung maximal 84 000 USD pro Container. Dies war 1968 oder gar 1982 noch praktikabel. Heute steht es in keinem Verhältnis mehr zu den transportierten Warenwerten und Anforderungen an schnelle Prozesse der modernen Supply Chain. Es entspricht auch nicht dem technologischen Fortschritt in der Logistikkette, bei dem eine Anzahl von Belade-, Lade- und Umladeprozessen automatisiert und optimiert wurden – Stichwort voll automatisierte Containerterminals. Es gibt bzw. gab Versuche, die bestehenden Regelungen im Seetransport zu verändern bzw. zu ersetzen. Dies sind etwa die Hamburg Rules oder die Rotterdam Rules.

Dies führt in der Praxis dazu, dass a) Wareninteressenten sich vermehrt ganz oder bis zu einem aggregierten Schadenbetrag selbst versichern und/oder b), dass per individuell verhandeltem Fracht- oder Speditionsvertrag von den Haftungsbedingungen der Konventionen, sofern gesetzlich zulässig, abgewichen wird. Beide Vorgehensweisen haben erhebliche Nachteile gegenüber der ursprünglichen Balance zwischen Warentransportversicherung und internationalen Transportkonventionen. Entscheidet sich Wareninteressent oder Spediteur, das Risiko selbst zu tragen, obliegen ihm auch Schadenbearbeitung und Regressführung – und beides ist durchaus problematisch. Die Bearbeitungszeit eines Transportschadens liegt im Durchschnitt bei über fünf Monaten. Oft ist oder bleibt ungeklärt, in wessen Gewahrsam ein Schaden eingetreten ist. Darüber hinaus verursachen Transportschäden zusätzliche Kosten. Neben den Logistikabteilungen sind die Finanzabteilung und das Management involviert. Hinzu kommen Vertreter der Versicherer, Sachverständige und Makler auf beiden Seiten. Wird ein Schadenfall gerichtlich ausgetragen, kommen auf beiden Seiten Anwalts-, Gerichts- und ggf. Expertenkosten hinzu. In Abhängigkeit vom Streitwert, des

Gerichtsstandes und Jurisdiktion können substantielle Kosten entstehen. Individuell ausgehandelte Logistikverträge machen die Rechtslage nicht einfacher, da von gängigen Formulierungen zur Haftungsgestaltung aus den Konventionen abgewichen wird. Hierbei drängt der Wareninteressent meist auf eine möglichst unbeschränkte Haftung. Der Spediteur oder Frachtführer hingegen möchte seine Haftung beschränken, da seine Margen im Verhältnis zum produzierenden Gewerbe deutlich geringer ausfallen. Die Auslegung von frei gestalteten Haftungsklauseln im Schadenfall sorgt für unterschiedlichen Interpretationen. Dieser i.d.R. zeitraubende Interessenkonflikt bindet im Schadenfall Kapazitäten im Management und anderen Bereichen, er belastet und verstimmt auch die Beziehungen zwischen Wareninteressenten und deren wichtigsten Transportund Logistikdienstleistern in der Supply Chain. Es stellt sich daher berechtigterweise die Frage, wie eine alternative und vor allem innovative Gestaltung von Risiken beim Warentransport in Zukunft aussehen kann. Ziel des neuen Lösungsansatzes soll es sein, den heutigen Anforderungen der Supply Chain gerecht zu werden. Es müssen dabei besonders Schadenfälle mit hoher Frequenz und/oder hohen Warenwerten zwischen allen Beteiligten (Wareninteressenten, Herstellern, Händlern oder Distributoren) und deren Logistikdienstleistern ohne Reibungsverlust abgewickelt werden. Ziel ist eine flexible, dauerhafte, schnelle Abwicklung von Transportschäden zu Gunsten des geschädigten Wareninteressenten unter Einbindung und systematischer Bewertung der Kern-Dienstleister. Zusammen mit der AXA XL Deutschland, der AXA XL Schweiz und dem Versicherungsberater ASSICURA AG ist ein neues Verfahren zum Management von Warentransportrisiken entwickelt worden. Die Bezeichnung lautet C.A.R.L.S. (Das bedeutet: Cargo Liability All Risk Solution.) Dieses erlaubt, Haftungsabsprachen, das versicherbare Interesse aller wesentlichen Parteien der Supply Chain, die Schadenabwicklung und somit Kosten des Risikos des Transportes von Waren zu verteilen und optimiert aufeinander abzustimmen. Die Verhandlung von Logistikverträgen kann deutlich schneller erfolgen. Logistikfirmen, Versicherer und Wareninteressenten sind gemeinsam und planbar an den Kosten des Warenrisikos beteiligt. Die Schadenbearbeitung wird stark vereinfacht und um das Doppelte beschleunigt. Regresse zwischen Wareninteressenten und den Kern-Logistikdienstleistern fallen weg. Es bleibt spürbar mehr Zeit für das wesentliche Kerngeschäft und die Geschäftsbeziehung gestaltet sich deutlich entspannter. Bei Nacora sind wir überzeugt: Eine Weiterentwicklung der Haftungsregime als auch der Versicherungsmodelle aus dem vergangenen Jahrhundert durch Wareninteressenten sollte in Zukunft aktiver vorangetrieben werden. Von disruptiven Lösungen auf Basis neuer internationaler Konventionen oder der Anpassung von Strukturen in der Versicherungsbranche oder der Rückversicherung ist, wie aufgezeigt, aktuell nicht auszugehen. Ladungseigentümer hingegen können ihr Ladungsrisiko effizienter und zu geringeren Kosten organisieren. Die Risiken des globalen Transportes von Ware, die Abwicklung von Schäden und das Supply Chain Management werden so an die heutigen Anforderungen angepasst.


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LIDL BRANDREPORT

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«Die Suche nach dem geeigneten Antrieb wird die gesamte Branche beschäftigen» Lidl Schweiz hat sich im Bereich Logistik ambitionierte Ziele gesteckt: So will der Detailhändler seine CO2-Emissionen in den nächsten Jahren deutlich reduzieren und bis 2030 alle Ladenfilialen fossilfrei beliefern. Warum das so wichtig ist und welche Hürden das Unternehmen bis dahin überwinden muss, erklärt Sabine Rapold, Senior Managerin Logistics von Lidl Schweiz, im Interview. Sabine Rapold, Lidl Schweiz konnte letztes Jahr den «Lean & Green Award» und dieses Jahr bereits den ersten Lean & GreenStern entgegennehmen. Welche Bedeutung hat dieser Preis für Ihr Unternehmen? Mit dem «Lean & Green Award» haben wir uns bereits im Jahr 2017 zu sehr ehrgeizigen CO2-Reduktionszielen in der Logistik bekannt. Denn der Award wird nur an Unternehmen vergeben, die einen fundierten Massnahmenplan erstellen, um innerhalb von fünf Jahren mindestens 20 Prozent an CO2 in der Logistik einzusparen. Für uns ist dieses Engagement eine logische Konsequenz, denn Lidl Schweiz misst bereits seit 2013 jedes Jahr seinen betrieblichen CO2-Fussabdruck. Dadurch ist uns vollkommen bewusst, welch grossen Einfluss unsere Logistik auf den gesamten CO2-Ausstoss von Lidl Schweiz hat. Dementsprechend ist es uns ein wichtiges Anliegen, diese Emissionen langfristig zu senken – und bis 2030 alle Filialen fossilfrei beliefern zu können. Ebenfalls 2018 hat Lidl Schweiz in Kooperation mit dem Logistikunternehmen Krummen Kerzers das Projekt «Goodbye Diesel – Hello LNG» aufgegleist. Wie kam es dazu und welches Ziel verfolgen Sie damit? Das Projekt ist im Rahmen des «Lean & Green»-Massnahmenplans von Krummen Kerzers entstanden. Peter Krummen, der Geschäftsführer der Krummen Kerzers AG, hatte sich ebenfalls für den «Lean & Green Award» zertifiziert. Er trat mit der Idee an uns heran, die Fahrzeugflotte seines Unternehmens von Dieselmotoren auf den Betrieb mit Flüssigerdgas (LNG) umzustellen. Doch ohne entsprechende Tankstelleninfrastruktur in der Schweiz war das unmöglich. Gemeinsam mit

Sabine Rapold

Krummen haben wir darum nach Lösungen gesucht, um das «Huhn-Ei-Problem» in der Schweiz zu durchbrechen. Schlussendlich haben wir uns dazu entschlossen, selbst in diesem Feld voranzugehen und die ersten beiden Tankstellen gemeinsam zu beschaffen.

Wir sprechen dabei von sehr hohen Mineralölsteuern, die auf einer falschen Bemessungsgrundlage beruhen. LNG wird in der Schweiz fälschlicherweise in Litern statt in Kilogramm versteuert. Dies führt zu einer mehr als doppelt so hohen Besteuerung im Vergleich zu Erdgas (CNG). Auf 1 kg CNG fallen 0.22 CHF Mineralölsteuer an – auf 1 Kg LNG 0.49 CHF. Dieser Fehler bremst heute den Einsatz von Flüssigerdgas.

wir sind überzeugt, dass sich die Bemühungen lohnen werden und verfolgen unser Ziel mit viel Engagement. Als besonderes Highlight haben wir die erste Flüssiggas-Tankstelle der Schweiz als Demonstrationsprojekt mit fossilfreiem flüssigem Biogas (LBG) eröffnet. Damit beweisen wir, dass es bereits heute technisch und logistisch möglich ist, Transporte im Schwerlastverkehr fossilfrei betreiben zu können.

Lidl Schweiz hat sich die Messlatte in Sachen Nachhaltigkeit hoch gesetzt. Welche weiteren Umwelt-Meilensteine peilen Sie künftig an? Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 alle unsere Filialen fossilfrei zu beliefern. Das ist eine grosse Herausforderung für unseren Logistik-Apparat. Aber

Welches sind die zentralen Herausforderungen, die Lidl Schweiz zur Erreichung dieser Ziele bewältigen muss? Das Transportvolumen steigt stetig an und gleichzeitig nehmen die Anforderungen an Flexibilität und Geschwindigkeit in der Logistik zu. Demgegenüber stehen die Pariser Klimaschutzziele sowie unsere eigenen Bestrebungen, CO2-Emissionen sowie die Umweltbelastung in der Logistik insgesamt zu reduzieren. Bislang war Diesel im Güterschwerverkehr der vorherrschende Treibstoff, zukünftig erwarten wir eine Diversifikation in der Antriebstechnologie. In einigen Bereichen wird sich vermutlich die Elektromobilität etablieren. Für andere Felder, insbesondere den Langstrecken-Schwerverkehr, müssen andere Lösungen gefunden werden, um Einbussen bei Nutzlast und Reichweite zu vermeiden. Die Suche nach dem geeigneten Antrieb wird die gesamte Logistikbranche beschäftigen und wir alle, die Verlader, Logistiker, die Forschung sowie die Politik, werden gefordert sein.

Kürzlich wurde das LNG-Projekt mit dem renommierten «Hanse Globe Award» ausgezeichnet. Was ist der aktuelle Stand des Vorhabens? Die Tankstellen wurden erfolgreich in Betrieb genommen und die ersten Flüssigerdgas-Fahrzeuge sind bereits unterwegs. Als Pionier wurden wir natürlich mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Die grösste, die uns derzeit beschäftigt, ist die Mineralölsteuerbelastung von LNG. Dabei setzen wir unser Vertrauen auch in die Politik und die Behörden der Schweiz und hoffen, dass sie sich für eine Gesetzgebung im Sinne der Nachhaltigkeit entscheiden. Wie müsste eine solche Gesetzgebung denn aussehen? Das Einzige, was heute einen kommerziell sinnvollen Einsatz von LNG verhindert, ist die zu hohe Verzollung.

TEXT SMA

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ON-DEMAND-LOGISTIK

WWW.FOKUS.SWISS

On-Demand-Logistik liegt im Trend Die Nutzung von On-Demand-Warehouses oder On-Demand-Logistik ermöglicht Unternehmen immer mehr Flexibilität im Bereich der Logistik. Aber wohin geht die Reise? TEXT MOHAN MANI

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ährend grosse Internet-Shops von A (wie Amazon oder Alibaba) bis Z (wie Zalando) ihre eigene Logistik vorantreiben, verlassen sich kleinere Mitbewerber immer mehr auf externe Dienstleister und geben so einen Grossteil ihrer Kontrolle ab: «Wenn ich das Erfolgserlebnis und die Reaktionen vom Kunden haben und den Puls fühlen möchte, dann ist eine eigene Logistik zwingend» erklärt Peter Spycher, seit 2017 Präsident des Branchenverbands Intralogistik Schweiz. Hauptberuflich arbeitet er als Director Business Development bei Vanderlande, einem international tätigen Unternehmen für Logistikprozessautomation, und kennt sich in der Szene bestens aus: «Durch die absolute Transparenz im Internet kann ich als Unternehmen heute nur noch in der Logistik punkten und mit einem perfekten Service die Kundenbindung halten. Daher sehe ich diesen Trend verhalten.» Pro und contra Dienstleister Die Verschlankung der eigenen Strukturen kann für Unternehmen mit einer immensen Kostenersparnis einhergehen. Plattformen wie Digitec, Amazon, Brack oder Dienstleister wie die Schweizer Post (Yellocube), Planzer oder Galliker bieten von der Bestellung bis zur Auslieferung alles an, und der Kunde weiss gar nicht, woher das Paket kommt: «Hier ist einfach auf die Schnittstelle hohes Augenmerk zu legen, damit jederzeit die Bestände stimmen. Es gibt nicht Schlimmeres im E-Commerce als eine Bestellung zu erhalten und keine Ware dazu zu haben. Dieser Kunde wird nie mehr kommen», ist sich Spycher sicher. Für ihn ist die Kostenersparnis nur am Anfang gross, da man keine Lagereinrichtungen, Technik und Personal finanzieren muss. Wenn jedoch die Skaleneffekte da sind, verschwindet der Kostenvorteil, da die Grundkosten beim Dienstleister gleich gross sind wie intern. Weiterer Negativpunkt: Ein externer

Dienstleister hat alle Kundendaten und kommt möglicherweise auf die Idee, die besten Produkte billiger direkt zu verkaufen. Netzwerke im Fokus Dennoch liegen On-Demand-Services und die Inanspruchnahme weiterer externer Dienstleister offenbar voll im Trend: «Je qualifizierter und hochwertiger die Logistik sein muss, desto mehr sehen wir, dass die Firmen dies selber machen», erläutert Spycher, «Grundsätzlich haben wir jedoch das Problem, dass die kleinen Bestellungen explodieren werden, mehr noch als wir uns das heute vorstellen können. Das wird meiner Ansicht nach eher zu Netzwerken für die Auslieferung führen. Auch wenn wir sehen, was gerade im Bereich Citylogistik passiert. Ich darf die Ware in Zürich etwa nur bis 10 Uhr morgens anliefern, das Restaurant öffnet jedoch erst um 11 Uhr. Dort sehe ich grosse Möglichkeiten im Netzwerkgedanken, da die Städte heute schon verstopft sind. Die letze Logistik-Meile Die Zustellung auf der sogenannten «letzten Meile» wird immer wichtiger, sodass sich Startup-Firmen wie etwa Notime, Annanow oder LuckaBox just auf dieses Geschäftsfeld spezialisiert haben. Für Peter Spycher

sind solche Lösungen gerade im Stadtbereich sinnvoll und bieten eine Ergänzung: «Wenn man jedoch davon ausgeht, dass die Bestellungen immer kleinteiliger werden, wird das Paketvolumen noch weiter ansteigen. Das gilt besonders für jüngere Konsumierende. Sie kaufen spontaner ein als ältere und wollen ihre Bestellung am besten sofort erhalten. So gesehen ist eine kurze Zustellzeit oft gar noch wichtiger als der Preis.» Ein Tropfen auf dem heissen Stein Angesichts weltweit extremer Wachstumsraten im Paketbereich sind Last-Mile-Lösungen nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Universelle Paketboxen in den Quartieren, Hotspots für alle Paketdienstleister oder Click-and-collect-Lösungen können zukünftige Paket-Volumen besser abfangen. Vielleicht wird auch der Haus- und Wohnungsbau auf die neuen Bedürfnisse ausgerichtet, so dass bald überall eine Paketbox eingebaut ist, die von jedem Dienstleister bedient werden kann. Eine Lösung, bei der ein Paketbote selbst Zugang zur Wohnung erhält, ist hierzulande wohl nicht erwünscht. China macht’s vor In Shanghai oder Peking wird heutzutage sogar heisser Kaffee innert 30 Minuten ausgeliefert. Europa

Universelle Paketboxen in den Quartieren, Hotspots für alle Paketdienstleister oder Click-and-collect-Lösungen können zukünftige Paket-Volumen besser abfangen.

und insbesondere die Schweiz ticken hier nur schon grössenmässig ganz anders. Der Datenschutz, Sicherheitsbedenken und die vielerorts verbreitete Skepsis gegenüber Neuem sorgen für zusätzliche Verzögerungen: «Die Chinesen sind da ganz anders aufgestellt», weiss Spycher, «Wenn ein Produkt nicht nach sechs Monaten eingeführt werden kann, dann wird es eingestampft. Gerade den Kaffee wird es bei uns so nicht geben, da wir eine lange Kaffeekultur haben und als Kaffeeland gelten, sowie nebenbei die ganze Welt mit Kaffeeautomaten versorgen.» Einen neuen Megatrend gerade in urbanen Räumen sieht Spycher in jederzeit bestellbaren, frisch zubereiteten und schnell gelieferten Mahlzeiten – zweifellos eine neue Chance für Restaurants. Von Robotern und Menschen Die immer wieder medial thematisierten Lieferdrohnen werden für Spycher ein Nischenprodukt bleiben, weil die Paketmengen viel zu riesig sind: «Wir sprechen da von hunderttausenden Paketen pro Tag alleine in der Schweiz. 50 Prozent des weltweiten Paketvolumens liegen alleine in China mit weit über 30 Milliarden Paketen. In der USA wurde dieses Jahr erstmals mehr online bestellt als offline. Der Markt bewegt sich hin zu Robotern und AGVs (= selbstfahrende Fahrzeuge; Anm. d. Red.). In diese Technologien werden weltweit riesige Summen investiert, auch gerade um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, beziehungsweise neue Services einzuführen.» Gemäss Zukunftsforschern soll dank der Datenwolke jedes Kaufverhalten so analysiert werden, dass der User ein Produkt erhält, bevor er es überhaupt bestellt. «My Migros», ein Pilotprojekt der Migros Aare, ist aktuell ein Versuch, kundenzentrierte Methoden wie Design Thinking oder Lean Startup auszuprobieren. But that's another Story.

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Damit Ihre Operation gelingt Die BAUBERGER AG ist spezialisiert auf das präzise Handling von industriellem Equipment. Dazu gehören Anlagen und Maschinen von 2 bis mehreren 100 Tonnen, beispielsweise aus der Maschinen-, Lebensmittel- oder Pharmaindustrie. Je nach Projekt werden Anlagen demontiert, verschoben und remontiert, bei Bedarf auch weltweit.

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udolf Bauberger Senior gründete 1974 zusammen mit seiner Frau Barbara ein Logistikunternehmen. Heutzutage führt der CEO Marcel Bach das ursprüngliche Familienunternehmen unter dem Namen BAUBERGER AG. 40 Angestellte nehmen sich den eingehenden Aufträgen an. Dabei stehen ihnen über 30 Gabelstapler, 8 LKWs mit 10 verschiedenen Anhängern, 7 Service Vans und mehr als 4000 weitere Betriebsmittel zur Verfügung. So sind sie auf alle Eigenarten der unterschiedlichen Projekte vorbereitet. Der Standort des Unternehmens liegt in der Gemeinde Elgg, Zürich. Routine und Herausforderungen Umzüge, Auslieferungen oder firmeninterne Verschiebungen von einzelnen Maschinen oder Anlagenteilen stellen das Tagesgeschäft dar, welches in Teams bestehend aus bis zu vier Mitgliedern verrichtet wird. Dabei gehört je nach Auftrag die Demontage der Objekte am alten Standort, die Verschiebung an den neuen Standort sowie der Wiederaufbau an der Destination zum Leistungsumfang; dies nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Daneben werden aber auch Grossprojekte und Spezialaufträge abgewickelt. Zum Beispiel, wenn ein

einen Testlauf in Betrieb zu nehmen. Dabei können die Flächen exakt dem Kundenbedürfnis entsprechend und ohne Einschränkungen bei der Mietdauer für Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre gemietet werden.

Kunde eine ganze Fabrik relokalisieren will. Solche Projekte, bei denen die Expertise und das spezielle Equipment der BAUBERGER AG erforderlich sind, können auch schon einige Monate mit Teams bis zu zehn Mitarbeitern in Anspruch nehmen. Kompetenz und Erfahrung Nur bestens ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter mit der entsprechenden Erfahrung sind in der Lage, solche anspruchsvollen Aufträge durchzuführen. Um das spezifische Fachwissen optimal zu nutzen, setzen sich die Teams jeweils projektbezogen zusammen. Dazu wird auch modernstes Equipment eingesetzt. Die mehreren hundert spezifischen Hebe- und Verschiebemittel (vom Paletten-Hubwagen über Hubstapler mit 75 Tonnen Hubkraft bis hin zum 100-Metertonnen-Lastwagenladekran) garantieren, dass die Mechaniker immer das passende Spezialwerkzeug einsetzen können. Die Mitarbeitenden sind sich gewöhnt, den Spagat zwischen immensen Lasten und kleinster Feinarbeit zu meistern. Bei jedem Projekt ist Präzision gefragt, in jeder Situation und in jeder Dimension. Von der Analyse über die Idee, Planung und Koordination aller beteiligten Firmen bis hin zur Realisierung – die Sorgen und Herausforderungen der Kunden sind in den kompetenten Händen der BAUBERGERMitarbeiter gut aufgehoben. Durch offene Ohren und bereichernder Erfahrung wird eine optimale Zusammenarbeit gewährleistet. Den Kunden entlasten Ein grosses Anliegen der BAUBERGER AG ist es, den Betriebsunterbruch des Kunden während des Umzugs möglichst kurz zu halten. Ein perfektes Ineinandergreifen der Abläufe ist somit unabdingbar. Das Generalunternehmen übernimmt auf Wunsch des Kunden gerne die gesamte Planung und Koordination, damit der

Unermüdlicher Tatendrang Aus jedem der Projekte nehmen die Mitarbeiter Erfahrungen mit ins nächste, um dieses noch effizienter und besser durchzuführen. Auch wenn sich die Anforderungen von Mal zu Mal unaufhörlich steigern, eines dauert stets fort: «Wir bleiben ein unabhängiger Anbieter für industrielle Umzüge und Montagen bei herausfordernden Aufgaben und für anspruchsvolle Kunden», verspricht Marcel Bach, CEO der BAUBERGER AG. TEXT SMA

Auftrag effizient ausgeführt werden kann. Gleichzeitig wird der Kunde entlastet und kann sich auf die eigenen Operationen konzentrieren. Ein weiterer Pluspunkt der Gesamtkoordination durch die BAUBERGER AG ist der Projektüberblick: Die Balance zwischen Umzugskosten und der Kosten des Betriebsunterbruchs können stets im Auge behalten werden. Dank Schwergutlager Termine im Griff Heutzutage ist es eine grosse Herausforderung, Maschinen termingerecht über den Strassentransport beim Kunden abzuladen. Insbesondere Stau oder Verzögerungen bei Zollabwicklungen führen immer wieder zu Wartezeiten, was zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und massiven Mehrkosten führen kann. Um dies zu vermeiden, können Anlagen- und Maschinenteile im eigenen Schwergutlager in Elgg empfangen werden, um dann «just-in-time» durch BAUBERGER zum Endkunden anzuliefern und einzubringen. Je nach Kundenwunsch können diese bei diesem Zwischenstopp ausgepackt und das Verpackungsmaterial fachgerecht entsorgt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, Vormontagen auszuführen oder ganze Anlagen für

BAUBERGER AG. Das Generalunternehmen für Industrieumzüge, Maschinenmontagen und Instandhaltungen aus Elgg/ZH wurde 1974 als Einzelunternehmung gegründet und gehört seit 2017 in die Knecht Holding AG. Dank langjähriger Erfahrung in der Branche, breitem Know-how und einem internationalen Partnernetzwerk können die Kunden projektbezogen und individuell beraten sowie die Arbeiten situationsgerecht geplant und weltweit umgesetzt werden. www.bauberger.ch


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PORTRÄT GOTTLIEB DUTTWEILER

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Ehrung eines Pioniers und dessen Nachlasses Schon 1925 war Gottlieb Duttweiler (1888-1962) seiner Konkurrenz weit voraus. Diese Meinung teilt auch die Stiftung Logistik Schweiz. Sie nahm den Migros-Gründer, Pionier und Revolutionär des Schweizer Detailhandels anlässlich der jährlich durchgeführten Benefizgala Swiss Supply Chain Hall of Fame feierlich in die virtuelle Ehrenhalle auf. TEXT MONA MARTIN BILDER MIGROS, LEISTUNGSFOTOGRAFIE.CH

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it der Aufnahme in die Swiss Supply Chain Hall of Fame honoriert die Stiftung Logistik Schweiz seit 2015 hervorragende Persönlichkeiten, welche für Logistik-, Supply-Chainund/oder Verkehrs-Themen in der Schweiz Überdurchschnittliches geleistet und erreicht haben. «Duttis» Pionierleistung basierte auf dem Gedanken, eine neuartige Verkaufsorganisation zu schaffen, die ohne Zwischenhändler auskommen sollte. Er wollte eine Brücke vom Produzenten zum Konsumenten schlagen. Er kaufte hierzu fünf Ford-T-Lastwagen, baute sie zu rollenden Verkaufsläden um und bestückte sie mit den Basisartikeln Kaffee, Reis, Zucker, Teigwaren, Kokosfett und Seife. Damit fuhr er mitten ins Quartier und schuf so ausserordentliche Kundennähe. Ohne die Margen der Zwischenhändler berappen zu müssen, konnte er seine Waren um bis zu 30 Prozent günstiger anbieten als die Konkurrenz. Duttweiler hatte schon damals das «Supply Chain- und Lean-Management» zugunsten eines optimalen Preis-Leistungsverhältnisses im Fokus. Duttweiler wollte die Migros stets auch in den Dienst des Gemeinwohls stellen; sein Erfolg sollte allen zugutekommen. Mit der Umwandlung der prosperierenden Migros in eine Genossenschaft verschenkte er sein Unternehmen 1940 an die Schweizer Bevölkerung, mit Institutionen wie dem Kulturprozent und der Klubschule machte er Kultur und Bildung auch ärmeren Schichten zugänglich. «Dutti» soll einmal gesagt haben: «In der modernen Welt wird der Erfolg jenen gehören, die es verstehen, um ihr Unternehmen herum eine Ideenwelt aufzubauen.» Seine Idee hat sich durchgesetzt und bleibt lebendig. So setzt die Migros auch heute noch alles daran, im Geiste Gottlieb Duttweilers fortschrittliche Lösungen zugunsten der Gesellschaft zu finden. Anlässlich der Auszeichnung der Supply Chain Hall of Fame bot die Migros Einblicke in einige ihrer Digitalisierungs- und Dekarbonisierungslösungen. Darunter waren die Software «LT-OPEX-Tower» sowie modernste Fahrzeugtechnologien: der Bio-Gas-Lastwagen (betrieben mit Schweizer Bio-Gas) oder das Iveco-Fahrzeug (fährt mit Wasserstoff-Methan-Gemisch). Und natürlich durfte auch der alte Ford T, der Verkaufswagen aus dem Jahre 1925, nicht fehlen. Rainer Deutschmann ist Leiter der «Direktion Logistik Transport» des Migros Genossenschafts-Bunds (MGB) und erläutert dessen Vorreiterrolle im Bereich der Logistik. Rainer Deutschmann, der Migros-Gründungsvater Gottlieb Duttweiler wurde am 28. Mai 2019 in die Swiss Supply Chain Hall of Fame aufgenommen. Kam das für Sie überraschend? Eine Aufnahme in die Hall of Fame ist immer eine Überraschung und dazu eine grosse Ehre. Gottlieb Duttweiler hat Grossartiges geleistet, auch für die Logistik bzw. für

Rainer Deutschmann Leiter der «Direktion Logistik Transport» Migros Genossenschafts-Bund (MGB)

das integrierte Supply-Chain-Management. Ich freue mich sehr über die Ehrung des Migros-Gründers! In der Migros Gruppenstrategie sind die Werte festgelegt, wonach sich sämtliche Kernbereiche der Genossenschaft richten sollen. Darunter fällt auch das ressourcenschonende Handeln. Wie wird das im Bereich Güterlogistik der Migros umgesetzt? Die Migros ist eine der nachhaltigsten Detailhandelsfirmen der Welt. Nachhaltigkeit ist in unseren Genen verankert.

Deshalb arbeiten wir auch mit Passion an Lösungen, um die CO2-Emissionen im Bereich Güterverkehr zu reduzieren. 50 Prozent der Bewegungen innerhalb der Schweiz finden auf der Schiene statt. Wir nutzen auch Bahnlösungen aus China, Süditalien sowie die Häfen im Norden und Süden Europas, über welche Waren importiert werden. Ein zweiter Pfeiler unserer Dekarbonisierungsaktivitäten besteht in der Innovationspartnerschaft mit der ETH/EMPA. Wir sind strategischer Partner im «move»-Programm, das sich auf nachhaltige Mobilität fokussiert. Ein weiteres Engagement besteht im Förderverein H2-Mobilität Schweiz, wo wir Gründungsmitglied sind und uns finanziell sowie personell beteiligen. Zudem ist zu erwähnen, dass wir für die wenigen Lufttransporte, die wir durchführen, über einen eigenen Klimafonds verfügen. Last but not least, engagieren wir uns für das Generationenprojekt Cargo sous Terrain, welches die Nachhaltigkeit unserer Güterverkehre insgesamt fördert. Was genau erarbeiten Sie in der erwähnten Zusammenarbeit mit der ETH/EMPA? Testen Sie hier auch Wasserstoff-Technologie?

Duttweiler wollte die Migros stets auch in den Dienst des Gemeinwohls stellen; sein Erfolg sollte allen zugutekommen.

Als strategischer Innovationspartner der EMPA engagiert sich die Migros im sogenannten «move»-Programm. Das ist ein sehr ganzheitlicher Ansatz, Dekarbonisierungshebel zu studieren. Unserer Meinung nach reicht es nicht aus, sich nur auf eine Technologie allein zu konzentrieren. Die Lösung liegt aus unserer Sicht darin, dass wir die jeweils effektivste Technologie im richtigen Moment einsetzen. Deshalb testen wir im «move»-Programm Lastwagen mit batterieelektrischem Antrieb, mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb beziehungsweise mit einer neuen Generation von Motoren, welche mit Schweizer Bio-Gas angetrieben werden. Zudem entwickeln wir im oben genannten Softwaresystem «LT-Opex-Tower» ein Modul, um unsere künftige Lastwagenflotte nach CO2-Emissionsgrundsätzen zu optimieren. Wann fährt der erste Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lastwagen für die Migros? Als Gründungsmitglied des Fördervereins H2-Mobilität gehören wir zu den ersten, welche mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen unterwegs sein werden. Wir sind stolz, dass wir durch unser Engagement Verkehrsgeschichte schreiben und freuen uns sehr auf die ersten Fahrzeuge. Können Sie uns einen Eindruck geben, wie die Lieferkette der Migros-Produkte aussieht? Die Migros investiert seit Jahrzehnten in das integrative Management der internationalen und nationalen Supply Chain. Pro Jahr werden in den Filialen der Migros von unseren Kundinnen und Kunden vier Milliarden Artikel gekauft. Die Waren, welche aus aller Welt stammen, werden im Sinn des Risiko-Managements je zu zirka 50 Prozent über die Nordhäfen Antwerpen und Rotterdam sowie die Südhäfen La Spezia und Genua geführt. Möglichst viele der Transporte werden via Schiene in die nationalen Verteilzentralen transportiert. Auch ein wesentlicher Teil der in der Migros-Industrie produzierten Güter erreichen diese Standorte per Bahn und werden ebenfalls per Schienentransporte an die Betriebszentralen der Genossenschaften geführt. Bis zu den Filialen geht es dann auf der Strasse weiter, wobei wir einen Mix von Migros-eigenen Fahrzeugen sowie Fahrzeugen von externen Transporteuren einsetzen. Das klingt nach einem komplizierten Prozess. Wie meistern Sie die Koordination? Wir brauchen möglichst viele und genaue Daten zum Standort des Produktes beispielsweise, um das Zusammenspiel der verschiedenen Partner effizienter zu gestalten. Mit unserer eigens entwickelten Monitoring-Software «LT-OPEX-Tower» haben wir den Überblick über die gesamte Lieferkette, egal ob See-, Schienen- oder Strassentransport. So können wir allfällige Ineffizienzen eruieren und die gesamte Supply Chain optimieren. Dies kommt auch unserer Nachhaltigkeit zugute.


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BRANDREPORT RELEX

ZHAW BRANDREPORT

Effiziente Prozesse durch intelligente Prognosen

Wo Foodbranche und Finanzwesen aufeinandertreffen

Durch transparenten Datenfluss über die gesamte Handelsplanung hinweg optimieren Einzelhändler Bestände, Sortiment und Fläche.

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rozesskosten zu senken, ist für die Profitabilität und das Überleben auf dem Markt essenziell. Hierzu müssen Einzelhändler Prozesse entlang der ganzen Supply Chain konstant optimieren. Der wachstumsstarke Software-Hersteller Relex Solutions bietet Lösungen an, die sich dank künstlicher Intelligenz selbstständig an die sich ständig wandelnden Herausforderungen von Unternehmen anpassen lassen. Das System optimiert Bestände vom Lieferanten über die Lager bis zum PoS. Dabei berücksichtigt es Faktoren wie externe Events, Mindesthaltbarkeitsdaten, saisonale Schwankungen, Wetterdaten, Trends, Kampagnen und Markdown-Optimierung in den präzisen Absatzprognosen auf SKU-Ebene. Big-Data-Analysen und eine eigens entwickelte Datenbank sorgen für schnelle und genaue In-Memory-Kalkulationen. So werden beispielsweise Bestellvorschläge für 50 Millionen SKUs in nur rund drei Stunden berechnet. Bei der Flächenplanung sind massgeschneiderte Sortimente und die passenden Bestände für jede Filiale das Ziel. Optimierte Planogramme reduzieren Outof-Stocks um bis zu 80 Prozent. Werden die Regalflächen jeder Filiale auf Basis lokaler Absatzmuster

und Lieferzyklen optimiert, kann eingehende Ware direkt in die Regale geräumt werden. Das minimiert den Bedarf an Lagerfläche. Gleichzeitig sinkt das Stockout-Risiko von Produkten, die im Hinterraum statt auf der Verkaufsfläche lagern, gegen null. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website unter relexsolutions.de oder kontaktieren Sie Michael Hoffmann, VP Field Operations DACH, unter +49 172 566 10 92.

Michael Hoffmann

Über Relex

Der Mensch ist wissbegierig. Weiterbildungen haben seit längster Zeit einen hohen Stellenwert. In der Lebensmittelbranche sind diese jedoch rar; nun füllt sich mit einem neuen Programm die Lücke. Der neue CAS aus dem Weiterbildungsprogramm «foodward Excellence in Food» öffnet das Tor zu grossen Chancen in der Berufswelt.

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b Fast- oder Slowfood, Veganismus oder Low Carb: Die Ernährungstrends ändern sich über Nacht. Keine leichte Aufgabe für die Lebensmittelbranche, sich ständig anzupassen und der aktuellen Nachfrage gerecht zu werden. Verschiedene Branchenvertreter haben als Verein «foodward» in Kooperation mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Berner Fachhochschule (BFH) das acht CAS umfassende Weiterbildungsangebot «foodward Excellence in Food» realisiert. Dieses richtet sich an Mitarbeitende aus der gesamten Foodbranche.

Relex Solutions ist ein Software-Anbieter von integrierten Supply-Chain- und Category-Lösungen, die weltweit Handelsprozesse vom Lieferanten bis zum PoS optimieren. Präzise Absatzprognosen, automatisierte Disposition, filialspezifische Regalflächenplanung und Sortimentsoptimierung helfen Relex-Kunden, genauer zu planen, mehr zu verkaufen und weniger zu verlieren – egal, wie schnell sich der Markt ändert. Durch seine Einzelhandelsexpertise und agile Technologien hilft Relex seinen Kunden langfristig, ihre Supply-Chain stetig zu verbessern und so ihr Unternehmen erfolgreicher zu machen. Relex geniesst das Vertrauen führender Marken wie Rossmann, LeShop, Media Markt, AO.com und Coop und hat Büros in Europa und Nordamerika.

Eine branchenspezifische Ergänzung Eines von acht Programmen der Weiterbildung ist der CAS «Food Finance and Supply Chain Management», welcher den idealen Einstieg in die finanziellen Aspekte des Food-Business ermöglicht. Dank dem modularen Aufbau bietet es für jedes Bedürfnis und jedes berufliche Interesse eine fundierte Ergänzung in der Lebensmittelbranche. Das Programm besteht aus den drei Modulen «Finanz» 1 und 2 sowie «Supply Chain Management» und eignet sich zudem optimal für Mitarbeitende, die eine höhere Führungs- und Entscheidungskompetenz anstreben. Bilanz- und Erfolgsrechnung, Budgetierung einer Investition, Make-or-buy-Entscheidungen oder relevante Kennzahlen in die Praxis zu übernehmen, sind nur einige Eckpfeiler des Programms.

www.relexsolutions.de

Praxis und Know-how als Symbiose Ob Handel, Gastronomie oder Produktion: Die verschiedenen Hintergründe der Teilnehmenden stellen

eine grosse Chance dar, Praxiserfahrungen mit den neu erlernten Kompetenzen vor Ort verknüpfen zu können.

CAS «Food Finance and Supply Chain Management» Der CAS «Food Finance and Supply Chain Management» startet am 5. März 2020 und findet in Zürich und Wädenswil statt. Anmeldeschluss ist der 5. Februar 2020. Anmeldungen vor dem 5. Dezember 2019 erhalten einen Frühbucherrabatt von 5 Prozent. Infoanlässe zur Weiterbildung finden am 10. September an der BFH und am 14. November an der ZHAW statt. Weitere Informationen unter: foodward.ch

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COOL CHAIN

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Temperaturgeführte Logistik Die Rahmenbedingungen wie Globalisierung, Gesetzesvorschriften, Verdrängungswettbewerb, technologische Entwicklung, staatliche Regulierungen und das generell veränderte Konsumentenverhalten legen heute ein enges Korsett, wenn man eine erfolgreiche Supply Chain in der temperaturgeführten Logistik betreiben will. TEXT DR. PETER ACÉL

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Medikamenten ist. Der Bezug von Medikamenten beim Arzt lässt jedoch Lücken in der Temperaturkette entstehen, wenn der Patient das Medikament selbst nach Hause mitnimmt und so für die Temperatur auf dieser letzten Meile sorgen muss. Heute gibt es Medikamentenversandhandelsfirmen, die diese Lücke erkannt und bereits geschlossen haben, indem sie via Versandhandel Patienten zuhause oder in Heimen direkt beliefern.

iese muss so gestaltet werden, wie der Kunde es erwartet und wofür er zu zahlen bereit ist. Die Logistikerfolgsformel «sechs R», d.h. das richtige Produkt bzw. die richtige Dienstleistung, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität, zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Preis, am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen muss hier, und das macht die Schwierigkeit aus, um das Kriterium «kontrollierte richtige Temperatur» erweitert werden. Temperaturgeführte Produkte Das Spektrum von zu transportierenden Waren, die tiefgekühlt, gekühlt oder gewärmt sein müssen, ist gross. Die Nachfrage seitens Konsumenten nach Frische- oder sogenannten Convenience Produkten steigt täglich. Denn Themen wie Frische finden immer mehr Zuspruch. Übersetzt heisst dies für den Transport von Lebensmitteln, dass diese in der richtigen Temperatur auf schnellstem Weg von der Produktion zum Konsumenten transportiert werden müssen. Die Kette der Frische- und Tiefkühllogistik ist dementsprechend gefordert. Auch bei Produkten im Bereich «Non Food», wie z.B. Medikamente, umfasst das Leistungsversprechen der Pharmalogistik die «richtige Temperatur». Cool Logistics im Lebensmittelbereich Die Gründe, dass die Anforderungen an die Haltbarkeit, Temperatur oder Frische von Waren oder Materialien steigen, liegen nicht zuletzt in neuen Technologien, neuen Distributionsmöglichkeiten und vor allem im sich stetig wandelnden Kundenverhalten. Der Lebensmittelhandel hat sich in den letzten Jahren von einem Grossmengenhandel immer mehr zu einem Retailgeschäft, d.h. einer Kleinmengenlogistik gewandelt. Denn der Konsument will immer kleinere

Dr. Peter Acél

Einheiten. Ob Milchprodukte oder Tiefkühlware, Gemüse oder Fleisch, die geforderte Qualität über alle Temperaturzonen sowie die Bedingungen rund um die Lebensmittelhygiene müssen eingehalten werden. Der E-Commerce verstärkt den Druck auf die Logistikanbieter, denn er benötigt einen zusätzlichen Effort, die Esswaren in der geforderten Kälte, Tiefkühltemperatur auf den letzten Metern (sogenannte letzte Meile) dem Kunden zuzuführen. Während der ganzen Logistik muss die richtige kontrollierte Temperatur herrschen, d.h. eine ununterbrochene Kühl- bzw. Temperaturkette von der Gewinnung, Verarbeitung und Verpackung bis hin zum Transport. Dies bedeutet für die Logistikbranche, dass die (Zwischen-)Lagerung, Kommissionierung sowie Feinverteilung an Bedeutung zunimmt. Dadurch werden grosse Kühlhäuser immer mehr zu eigentlichen Distributionskühlhäusern. Letzte Meile im Medikamentenhandel Auch im Medikamentenhandel ist die sogenannte letzte Meile, d.h. der Weg des Produktes vom letzten Bezugspunkt im Handel hin zum Wohnort des Kunden, eine Herausforderung. Umso mehr, da oft die Temperatur ein Garant für die Wirksamkeit und Haltbarkeit von

E-Commerce auf der letzten Meile Der enorme «Druck» auf die Logistikkette kommt vom Kunden, der schnell, frisch, lange haltbar und vor allem möglichst umweltschonend sein Produkt aus dem e-Shop nach Hause geliefert bekommen möchte. Kunden, die auf Frische Wert legen. Der für die Frische und Convenience des Kunden nötige Aufwand ist nicht nur gross, sondern auch umweltbelastend. Die Transportmengen werden mit der Abnahme der Distanz zum Kunden hin immer kleiner und damit die Leistung seitens Logistikdienstleister bezogen auf die Marge immer teurer. Denn auf den letzten Metern akzentuiert sich das Ganze noch mehr. Zudem ist Homedelivery eine «tricky Sache», denn der Konsument geht viel argwöhnischer und selektiver mit online bestellten Frischeprodukten um, als mit denjenigen, die er im Ladengeschäft selbst aussucht. Im B2B-Bereich ist dieses Geschäft nur bei grosser Standardisierung und Mengen wirklich lukrativ. Zusatzleistungen entlang der E-Commerce Supply Chain drücken die Margen massiv. Doch was des einen Schaden ist, kann des anderen Nutzen sein: «Omni-Channel» als Geschäftsmodell greift hier ein. Vor allem in Randgebieten können lokale Geschäfte, bestehende Tankstellennetze oder Shops als Kooperationspartner fungieren und gemeinsam mit dem Hersteller dezentral dessen Produkte im Sinne eines Abholhubs lagern und abgeben.

Was die Zukunft bringt Ursprüngliche E-Shops mit eigenem Sortiment werden immer mehr zu grossen Plattformen mit erweitertem, branchenübergreifendem Sortiment sowie geographisch grösseren Gebieten. Mit ihrer dann neuen Grösse und entsprechenden Erfahrung schaffen sie es, besser und schneller tieferen Kosten zu erreichen. Entlang der Supply Chain gibt es durch innovative Konzepte neue Geschäftsfelder. Doch insgesamt geraten Anbieter und Logistikdienstleister immer mehr unter Druck. Denn dort, wo die Leistung einfacher erbracht werden kann, ist die Marge klein und nur dort, wo grosser Zusatzservice nötig ist, ist die Marge (noch) genügend. Die Beteiligten entlang der Supply Chain sind definitiv gefordert. Über den Autor Dr. Peter Acél, 1959, CEO der Dr. Acél & Partner AG, CMC-zertifizierter Unternehmensberater. Seine Kompetenzfelder sind: Logistikstrategien, Produktionsoptimierung, Fabrikplanung und Betriebsorganisation. Studium Maschinenbau, Abschluss als Dr. sc. techn. ETH. Seit 1996 ist er Teilhaber und Gründer der Dr. Acél & Partner AG. Weiter hat er seit 1993 an der ETH Zürich diverse Lehraufträge: Betriebliche Simulation, Arbeitsplatzgestaltung und Fabrikplanung. Dr. Peter Acél ist zudem technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperte und Autor von mehreren Publikationen zu Logistik, industrielle Produktion und Unternehmensführung.

BRANDREPORT ALLOGA AG BURGDORF

Pharmalogistik und mehr Der Transport von Arzneimitteln und anderen medizinischen Produkten ist strengsten Qualitätsrichtlinien unterworfen. Entsprechend anspruchsvoll gestaltet sich die Logistik. Alloga ist darauf spezialisiert und steht der Pharmaindustrie mit innovativen und praktischen Lösungen zur Seite.

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chnell und dennoch zuverlässig – diese Qualitätsmerkmale zeichnen eine gute Logistik aus. «Und gerade die Gesundheits- und Pharmabranche stellen sehr hohe Anforderungen an Logistikdienstleistungen», erklärt Ulrich Walt, Leiter von Alloga. Das Unternehmen – eine Tochtergesellschaft der Galencia Gruppe – mit Sitz in Burgdorf bietet Pharma-Logistikdienstleistungen für den Gesundheitsmarkt in der Schweiz an. «Dabei profitieren unsere Kunden resp. Partner von unserer breiten, modularen Dienstleistungspalette, die ihnen entlang der gesamten Lieferkette die richtigen Werkzeuge an die Hand gibt.» Wie aber äussern sich die hohen Qualitätsanforderungen der Gesundheits- und Pharmabranche konkret? «Ein Beispiel hierfür liefert die 'Good Distribution Practice' (GDP)», erklärt Ulrich Walt. Diese europäischen Leitlinien sollen u.a. sicherstellen, dass Qualität und Unversehrtheit von Arzneimitteln über die gesamte Vertriebskette hinweg erhalten bleiben. «Für uns als Logistikpartner bedeutet dies, dass sämtliche Dienstleistungen GDP-konform und/oder ISO-zertifiziert sind,

vom Order Management über das Warehousing und den Transport bis hin zu den Finanzdienstleistungen.» Eine umfassende Lösung Ein grosser Vorteil für die Kunden von Alloga: «Wir bieten unsere Dienstleistungen auch als Full-Service an», so Ulrich Walt. Dieser beinhaltet ebenfalls die Belieferung an die Leistungserbringer wie Spitäler, Ärzte und weitere. Damit schaffe man quasi ein «Rundum-Sorglos-Paket» für Unternehmen aus der Pharma- und Gesundheitsbranche, welche sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Ein zusätzliches Plus: Alloga verfügt über eine direkte Andockstelle für die Anlieferung von gekühlten Pharmaprodukten (2 bis 8°C). «Auf diese Weise wird die Kühlkette zu keinem Zeitpunkt unterbrochen.» Diese Dienstleistung zeichnet Alloga Burgdorf besonders aus. Eine weitere firmeneigene Innovation kommt hier ebenfalls zum Tragen: die Safety Cold Box, eine Kühlbox von Alloga, welche bei einem nicht temperaturgeführten Transport den Transport im Temperaturbereich von 2 bis 8°C bis zu 34 Stunden flächendeckend sicherstellt. Alloga als Tochtergesellschaft der Galenica Gruppe kann nebst den eigenen

Logistikdienstleistungen zusätzliche weitere Dienstleistungen aus dem Portfolio von Galenica vermitteln. Alloga – Services aus einer Hand Sie wollen sich auf Ihr Pharma-Kerngeschäft konzentrieren? Alloga bietet der Pharmaindustrie umfassende Logistik-Dienstleistungen: • Effizientes Order-Management • Sicheres Warehousing • Umfassende Transportleistungen • Finanzdienstleistungen und Versicherungen • Reporting auf Integrationsplattform • Individuelle Sonderleistungen • Innovative Lösungen • Partnerorientierte Einbettung Qualität ist die Basis unseres Geschäfts. • ISO 9001:2015 (SGS-Zertifizierung) • GDP (Good Distribution Practice) • GMP (Good Manufacturing Practice)

Kontaktieren Sie uns - wir beraten Sie gerne: Alloga AG Buchmattstrasse 10 3400 Burgdorf Tel. 058 851 45 45 info@alloga.ch www.alloga.ch


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FRIGO-TRANS SCHWEIZ GMBH BRANDREPORT

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Sichere und kühle Lagerung in Pratteln

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eit mehr als 35 Jahren setzt sich Frigo-Trans Schweiz zum Ziel, die Ziele seiner Kunden für sie zu erreichen. Und das nicht nur geographisch, sondern auch durch Kenntnis der jeweiligen Märkte und einen optimalen Service, der exakt auf das Profil und den Markt zugeschnitten ist. Die innovative und rechtlich geschützte Fahrzeugflotte bietet permanente Temperatur- und Eventüberwachung in jedem Temperaturrange (von -25°C bis +30°C) durch zwei unabhängige Systeme und dadurch maximale Sicherheit für jede Cool Chain.

Seit August 2014 ist Frigo-Trans Schweiz (Erster Transported Asset Protection Association zertifizierter Logistiker in der Schweiz) im Besitz des TAPA TSR Zertifikates.

Neu hat das Unternehmen sein Angebot um entsprechende Lagerung erweitert:

Frigo-Trans vermietet in Pratteln: 11  000 Quadratmeter Lagerfläche mit modernster Infrastruktur, High-End-Technologie in drei Temperaturzonen: -25°C / +2°C bis +8°C / +15°C bis +25°C

Das Pharmacenter in Pratteln klingt interessant? Sprechen Sie mit uns! Es hat noch freie Lagerflächen! www.frigo-trans.ch Tel:+41 61 851 23 02 lager@frigo-trans.ch

Pharmacenter Pratteln Das Pharmacenter erfüllt alle GDP-Regularien, den Kodex der Good Stroage Practice (GSP) Sowie die Richtlinien HMG und WHO zugelassen durch Swissmedic.

MAAGTECHNIC AG BRANDREPORT

«Integration – oder wie man Unternehmen einander näherbringt» Mehr Transparenz, Effizienz und damit Kosteneinsparungen – das sind die Hauptvorteile der Digitalisierung für Unternehmen. Gerade der Logistik-Bereich kann massgeblich davon profitieren, vorausgesetzt, dass die Lösungen auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betriebs zugeschnitten sind. Genau darin ist die Maagtechnic AG ein Vorreiter. Roman Monsch, Sie sind «Head of Supply Chain Solutions» bei der Maagtechnic AG. Was zeichnet Ihres Erachtens eine gute unternehmerische Supply Chain aus? Die Prozesseffizienz ist das A und O. Dies trifft heute sogar noch mehr zu als früher, da die Ansprüche der Kundinnen und Kunden an Logistikdienstleistungen stetig zunehmen. Verstärkten Fokus auf Effizienz stellen wir in allen produzierenden Branchen fest. Schliesslich gilt in fast allen Segmenten: Muss die Produktion aufgrund von Fehlplanungen in der Supply Chain unterbrochen werden, entsteht beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden. Nicht nur in Grossunternehmen, sondern gerade auch in KMU kann dies prekär werden. Welche Lösungsansätze gibt es und wie kann die Maagtechnic AG Firmen bei der Umsetzung unterstützen? Unser zentraler Lösungsansatz ist eine starke Vernetzung mit den Systemen unserer Kunden, was entweder auf Ebene der IT oder auch physisch im Sinne der Lagerhaltung passieren kann. Dies schafft Durchgängigkeit der Daten und Systeme. So bieten wir vor allem auch Anwendungen für das Ersatzteilmanagement an – ein Thema, das in vielen Unternehmen noch eher stiefmütterlich behandelt wird, obschon es hohe Relevanz hat. Inwiefern? In einem beträchtlichen Teil der Unternehmen gibt es keine einheitliche Linie, wie Artikel beschriftet, verbucht oder gelagert werden. Häufig ist die Art und Weise, wie man mit Ersatzteilen umgeht, historisch gewachsen. Das führt zu viel «Leerlauf» im Alltag, etwa wenn wertvolle Zeit von Unterhaltsmitarbeitern dazu verwendet werden muss, um die Verfügbarkeit von Produkten zu prüfen, diese zu finden und zu beziehen. Das ist ineffizient, intransparent – und kann auch richtig teuer werden. Etwa dann, wenn man für die Erfüllung eines Grossauftrags dringend auf ein Ersatzteil angewiesen ist und dieses dann «zähneknirschend» beim

Austausch physischer Dokumente durch elektronische Verknüpfungen. Das ist keineswegs eine neue Technologie, dennoch bietet ein EDI-System signifikante Vorteile für Betriebe. Zudem werden damit Ressourcen frei, die für den Dialog mit den Kunden sowie für die gemeinsame Planung und Entwicklung genutzt werden können. Einen vergleichbaren Effekt hat die Einbindung unseres Online-Shops in das System der Kunden. Roman Monsch

Wie können Sie hier ansetzen? Unsere Spezialistinnen und Spezialisten helfen unseren Kunden dabei, ihre Daten zu optimieren. Man spricht dabei von «Enrichment» von Daten, also der Anreicherung von Daten mit eindeutigen oder weiterführenden Informationen. Wir erfassen dabei bspw. nicht nur Anzahl und Kurzbeschreibung von Kugellagern, sondern halten auch fest, um welche Art es sich handelt, von welchem Hersteller sie stammen, wie dieser sie bezeichnet und unter welchen Artikelnummern er diese vertreibt. Das lässt Rückschlüsse auf vergangene Einkäufe zu und ermöglicht Optimierungen – denn oftmals gibt es alternative Anbieter für den genau gleichen Kugellagertyp, welche diesen aber günstiger liefern. Wir sehen uns hier als «Enabler» einer effektiven Partnerschaft und Lieferantenstraffung. Solche Sparpotenziale erhält man nur, wenn man sich mit dem Ersatzteilmanagement auseinandersetzt.

Wie funktioniert das? Wir können den Einkauf in unserem Shop in das System der Kunden integrieren, um die bereits erwähnte Durchgängigkeit zu erhöhen. Für Unternehmen, die für die Steuerung ihrer Betriebsprozesse ein eigenes ERP-System verwenden, bedeutet eine Bestellung über einen klassischen Online-Shop oft praktisch Doppelarbeit, weil die Daten in zwei Systemen parallel eingegeben werden müssen. Oder aber es muss ein interner Lieferantenkatalog erstellt und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Dies ist aufgrund der grossen Anzahl von MRO-Produkten («Maintanance, Repair and Operations», meist Ersatzteile) in der Regel sehr zeitaufwändig. Anstatt diese Informationen in ihren eigenen Kataloge aufzunehmen und von dort aus zu bestellen, können unsere Kunden stattdessen eine OCI-/ PunchOut-Schnittstelle zum Maagtechnic Online-Shop einrichten. Auf diese Weise profitieren sie von den Vorteilen beider Systeme, ohne selbst alle Informationen pflegen zu müssen. Ihnen stehen also alle benötigten Informationen aus unserem Online-Shop zur Verfügung, und dennoch wickeln sie die Betriebsprozesse wie gewohnt in ihrem eigenen ERP-System ab.

Die Maagtechnic AG bietet für Unternehmen auch «EDI-Systeme» an. Was darf man sich darunter vorstellen? Die Abkürzung EDI steht für «Electronic Data Interchange». Ein EDI-System macht es möglich, Auftrag, Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung etc. automatisch auszutauschen. Kunden ersetzen damit den

Ein weiteres wichtiges Thema in vielen Betrieben ist der Arbeitsschutz und die Herausgabe entsprechender Arbeitsmittel. Lässt sich auch dieser Unternehmensbereich digitalisieren? Wir führen in der Tat entsprechende Lösungen in unserem Sortiment. In vielen Branchen ist es wichtig, dass Arbeitgeber Gewähr darüber haben, dass ihre

Head of Supply Chain Solutions

teuren Anbieter bestellen muss, weil dieser die Komponente als einziger auf Lager hat.

Mitarbeitenden immer Zugang zu den benötigten Arbeitsmitteln haben, wie bspw. Schutzhandschuhen. Der Aufwand für die Beschaffung und Ausgabe steht dabei in keinem Verhältnis zum Wert der Produkte. Hier schaffen wir Abhilfe mit unserem Vending-Machine-Konzept: Man darf sich das wie einen Selecta-Automaten für Arbeitsmittel vorstellen. Es ist einleuchtend, dass dies eine günstige Methode ist, um zum Beispiel Arbeitsschutz kontrolliert abzugeben und wieder zu bestellen. Und es kommt noch besser: Erhebungen haben gezeigt, dass der Verbrauch dieser Materialien dank der Vending Machines um rund 20 Prozent gesenkt werden kann. Weitere Informationen unter maagtechnic.ch/scm

Über die Maagtechnic AG Die Maagtechnic AG ist ein technisches Handels-, Fabrikations- und Dienstleistungsunternehmen mit fünf Standorten in der Schweiz. Den Kunden stehen rund 250 engagierte Mitarbeitende in verschiedenen Fachbereichen zur Seite. Seit 2014 ist das Unternehmen Teil der international tätigen Eriks-Gruppe, mit Sitz in Alkmaar NL. ERIKS, das sind rund 200 000 industrielle Kunden, über 680 000 Lagerartikel, über 5 Millionen Bestellungen jährlich, mit über 8 000 Mitarbeitenden in mehr als 65 Konzerngesellschaften in 28 Ländern. Weitere Informationen unter www.maagtechnic.ch


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AUTOMATION

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Damit alles noch ein bisschen reibungsloser läuft Nicht einfach nur Schnelligkeit, sondern vor allem flexible Pünktlichkeit wird von Logistikunternehmen immer mehr gefordert. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen Firmen ihre Prozesse analysieren und gegebenenfalls optimieren. Die Digitalisierung hält dafür verschiedene Mittel bereit. TEXT SMA

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ogistik ist immer auch ein Kampf gegen die Zeit. Um Waren so schnell wie möglich von A nach B zu transportieren, sucht man stets die ideale Lieferroute, optimiert das Warenhandling im Lager oder automatisiert den Dialog mit den Kunden. Dieses kontinuierliche Streben nach mehr Effizienz und schnelleren Abwicklungszeiten hat eine Branche geschaffen, deren Prozesse teilweise an der Grenze des Möglichen ablaufen. Doch gemäss Expertinnen und Experten existiert nach wie vor Optimierungspotenzial. Eine Möglichkeit, dieses zu nutzen, besteht im Einsatz von Robotern. In der «Logistikmarktstudie Schweiz 2018» von GS1 Switzerland und der Uni St. Gallen wird dazu folgendes festgehalten: «Logistikdienstleister sehen in Robotern eine Gelegenheit, ihre Konkurrenzfähigkeit in einem zunehmend kompetitiven Umfeld zu bewahren.» Ausserdem erhöhe sich die Attraktivität von Logistikunternehmen als Arbeitgeber dahingehend, dass Roboter repetitive Aufgaben übernehmen und damit höherwertige Tätigkeiten mit Mitarbeitenden besetzt werden können. Roboter werden immer wichtiger Innerhalb der nächsten vier Jahre dürften sich gemäss «Logistikmarktstudie» die Verkäufe für Roboter im Anwendungsfeld Logistik mehr als versiebenfachen. Diese Entwicklung hängt sehr stark mit den technologischen Fortschritten in der Robotik zusammen: Ein Grossteil

der bis anhin verfügbaren Lösungen war stationär gebunden und weder mit Wahrnehmungsfähigkeiten noch mit Entscheidungsintelligenz ausgestattet. Es sei aber davon auszugehen, dass Lösungen mit den Entwicklungen bei der Sensortechnologie und künstlichen Intelligenz künftig noch schneller, akkurater und günstiger werden. Dadurch würde die neue Robotergeneration nicht nur agiler, sondern die Maschinen wären auch in der Lage, mit menschlichen Mitarbeitenden zu kooperieren – daher rührt der Name «Cobots». Doch nicht nur die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wird wichtiger, um sich im logistischen Spannungsfeld erfolgreich behaupten zu können – sondern auch die Zusammenarbeit mit der Konkurrenz. «Es wird eine Verschiebung hin zur verstärkten Kooperation mit Wettstreitern geben, die auch als ‹Coopetition› bezeichnet wird», schreiben die Studienverfasser.

Schweizer Logistikdienstleister machten davon heute bereits Gebrauch, z.B. in Form gemeinschaftlich genutzter Hubs. Diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit könnte mittelfristig auch einem anderen interessanten Konzept zum Durchbruch verhelfen: Der urbanen Logistik oder «Citylogistik». Deren grundlegendes Ziel ist es, durch Transportbündelung die Verkehrsbelastung in Innenstadtlagen zu reduzieren. Von A bis Z durchgeplant Ein wesentliches Element zur Optimierung von Logistikprozessen auf Firmenebene besteht im professionellen «Supply Chain Management» (SCM). Das mag im ersten Moment trivial erscheinen. Man muss sich aber vergegenwärtigen, wofür der Begriff tatsächlich steht: Denn SCM meint gemäss «GS1 Switzerland» die «professionelle Bewirtschaftung aller Prozesse entlang der Versorgungs- bzw. Lieferkette – vom Vorlieferanten

Nicht nur die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wird wichtiger, um sich im logistischen Spannungsfeld erfolgreich behaupten zu können – sondern auch die Zusammenarbeit mit der Konkurrenz.

über die Produktion zum Handel und bis zum Konsumenten oder Verbraucher sowie zur Wiederverwertung.» Angesichts dieser Definition wird schnell klar, dass in vielen Schweizer Betrieben noch Nachholbedarf besteht. Denn viele Unternehmen haben ihre Supply Chain nicht durchgehend digitalisiert – oder wenigstens organsiert. Darum kommt es häufig zu Sollbruchstellen, die zu Doppelspurigkeiten führen und damit einen Effizienzverlust verursachen. Die Transparenz bleibt dabei ebenfalls auf der Strecke. Abhilfe schaffen hier ERP-Anwendungen oder dezidierte Supply-Chain-Lösungen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Dank einer durchgängigen IT-Lösung wissen die Verantwortlichen innerhalb der Lieferkette immer, wer wann wofür verantwortlich ist und welche Massnahmen zu welchem Zeitpunkt erforderlich sind. Das Angebot an entsprechenden Branchenlösungen in der Schweiz ist gross. Häufig bieten die Unternehmen ihre Anwendungen auch modular an. Wer zum Beispiel nur eine Anwendung zur Optimierung der Warenflüsse im Lager sucht, wird ebenso fündig wie ein Unternehmen, das seine gesamte Supply Chain digital abbilden möchte. Es lohnt sich, verschiedene Lösungen zu vergleichen und Offerten einzuholen. Man sollte auch darauf achten, dass die entsprechende Anwendung möglichst unkompliziert in die bestehende Firmen-IT-Infrastruktur integriert werden kann.

BRANDREPORT VCK LOGISTICS GERMANY GMBH

Supply-Chain-Lösung für den Ausbau der IT-und Telekommunikationsinfrastruktur Die Nachfrage nach zuverlässigen End-to-End-Services im Aufbau von ICT-Infrastrukturen ist sehr hoch. Nach erfolgreichen Jahren in der Logistik und dem Rollout expandiert die VCK Logistics Germany GmbH ihre Services für Logistik und Implementation in die Schweiz.

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ls grösster Logistiker für die ICT-Branche will die deutsche Tochter VCK Logistics SCS AG, Unternehmen in der gesamten DACH-Region mit der europaweit erstmaligen Kombination von Logistik und Installation aus einer Hand unterstützen. Nach erfolgreichem Start in Deutschland kooperiert das Unternehmen für den weiteren Ausbau mit der Schweizer Enkom AG aus Sursee.

Über die Enkom greift VCK im Auftrag seiner Kunden auf mehr als 130 Spezialisten aus dem Bereich IT- und Telekommunikationstechnik zu. Mit den über acht Standorten der Enkom und VCK kann schweizweit ein flächendeckendes Servicenetz in allen Bereichen der IT- und Kommunikationsinfrastruktur angeboten werden. Die Kunden profitieren dadurch von kurzen Anfahrtswegen und lokaler Präsenz in allen Landessprachen. «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem namhaften und innovativen Partner wie VCK», teilt Roger Notter, CEO von Enkom AG, mit. « Unsere Kompetenzen im Engineering und Implementation lassen

sich optimal mit den logistischen Fähigkeiten von VCK vereinen. So können wir die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden noch effizienter abdecken.» Die Kunden der VCK sind die grossen Hersteller von ITund Telekommunikationstechniken sowie Unternehmen, welche grössere ICT-Rolloutprojekte umsetzen oder ICT-Infrastrukturen betreiben. Das Unternehmen verfügt über eine breite Kompetenz im Bereich der Mobile-, Netzwerk-, IT- und Workplace- Infrastrukturen. «Eine zentrale Erfolgskomponente für eine effiziente Abwicklung ist die Logistik und Implementation mit nur einer Schnittstelle zum Kunden. Unsere grosse Stärke ist eine einzige Ansprechstelle für den Kunden und dies auch bei sehr komplexen Aufträgen; von der Planung über die Logistik bis zur Inbetriebnahme», meint Dirk Völker, Geschäftsführer der VCK, dazu. Für die Vielzahl von Komponenten angefangen bei Kabel, Racks, und Stromversorgungen bis hin zur Systemtechnik bietet VCK mit einem Logistikcenter in Büron bei Luzern seinen Kunden auch in der Schweiz einen

End-to-End Service inklusiv der Logistik, Planung, Implementation und der Entsorgung von Altmaterialien. «Die Schweiz ist für uns der nächste grosse Schritt im Ausbau unserer Services», so Martina Momper, General Manager und Mitglied der Geschäftsleitung. «Wir Über die ENKOM AG

fokussieren auf langjährige Kundenbeziehungen und investieren dafür vor allem in gut ausgebildetes Personal. Mit Enkom haben wir den idealen Partner gefunden, um unseren Kunden in der Schweiz nachhaltig zuverlässige Dienstleistungen aus einer Hand anbieten zu können.»

Die ENKOM AG ist ein Unternehmen der Kathrein Gruppe und seit 1988 im Bereich Dienstleistungen auf dem Schweizer Markt etabliert. Als Gesamtverantwortlicher plant und realisiert ENKOM mit rund 130 Mitarbeiter*innen Telekommunikationsinfrastrukturen für Service Provider sowie für grosse und mittlere Unternehmen. Vermehrt gehören auch Lösungen im Umfeld von IoT zum Angebot des Unternehmens, die auf Wireless Technologien wie LoRaWAN, WLAN oder auch RFID basieren.

Über die VCK Logistics Germany GmbH

www.enkom.com

www.vcklogistics.com

Die VCK Logistics Germany GmbH ist Teil der 1915 gegründeten, niederländischen VCK Group. Mit mehr als 500 Mitarbeiter*innen an den Standorten Düsseldorf, Ratingen und Duisburg bietet das Unternehmen innovative logistische Komplettlösungen aus einer Hand und ist kompetenter Partner für Industrie und Handel mit einem wesentlichen Schwerpunkt im Bereich Telekommunikation.


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BOARD BRANDREPORT

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Transparente Supply Chain & treiberbasierte Planung Wie Coca-Cola European Partners mehr Transparenz in der Supply Chain geschaffen hat und damit eine digitale treiberbasierte Planung angefangen bei der Produktion bis hin zur Auslieferung ermöglichte.

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oca-Cola European Partners ist der weltweit grösste unabhängige Abfüller für Coca-Cola. Mit einer fast 100-jährigen europäischen Tradition ist das Unternehmen Marktführer in einem der grössten Sektoren für schnelldrehende Konsumgüter. Das Unternehmen wollte den Bereich «Supply Chain Finance» nach drei Leitsätzen transformieren: • Weiterentwicklung der Planungsmethodologie vom «klassischen» Finanzansatz zur Einführung von treiberbasierter Planung

• Digitale Innovation: statt Excel und Access Implementierung einer modernen Lösung für eine integrierte Unternehmensplanung und -analyse • Neue Mentalität und bessere Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams im Unternehmen Transformation in der Praxis: Treiberbasierte Planung Treiberbasierte Planung leistet das, wozu herkömmliche Planungsmethoden nicht in der Lage sind: Sie schliesst die Lücke zwischen Zielvorgaben, Prognosen und Ressourcenzuweisung. Coca-Cola European Partners benötigte eine Lösung, die sowohl Finanz- und Betriebsanalysen als auch Planung kombiniert – nur so wird der treiberbasierte Planungsansatz effektiv ermöglicht. Board stellte sich dabei als beste Lösung heraus, da eine seiner nativen Funktionen die nahtlose Verschmelzung von Analyse, Planung und Simulation in einer Umgebung ist. Mit Board kann das Unternehmen nun z.B. auf einen Blick den Strom- und Wasserbrauch einer Produktionslinie sowie den Wartungs- und Instandhaltungsbedarf sehen. Diese Berichte und Analysen sind mit den Simulationsfunktionen der Plattform verbunden. Möchte der Produktionscontroller bspw. bewerten, wie sich eine hypothetische Änderung der Teamzusammenstellung für eine Produktionslinie auswirkt, kann er mithilfe der Simulationsfunktionen die finanziellen Auswirkungen wie Kosten für Arbeitskräfte und Betriebsmittel berechnen und entscheiden, welche Teamzusammenstellungen und Arbeitspläne am besten sind.

Bild Coca-Cola European Partners

Effizienz im Finanzwesen: 10 Prozent manuell und 90 Prozent digital Durch die digitale Transformation der Finanzaktivitäten mit Board spart Coca-Cola European Partners viel Zeit. Die Teams können sich auf Analysen sowie Entscheidungsprozesse konzentrieren und Möglichkeiten für Verbesserungen finden, statt Zeit für manuelle Arbeiten ohne Mehrwert aufzubringen: «10 Prozent des Inputs unserer Supply-Chain-Finanzaktivitäten basieren auf länderspezifischen Geschäftserkenntnissen, wohingegen 90 Prozent aus vorausgefüllten G&V-Outputs stammen – dank der treiberbasierten Methodologie und der automatisierten Eingabe von Betriebsdaten», erklärt Ivan Evstatiev, Senior Manager, Planning & Performance Management bei Coca-Cola European Partners. Fazit Ivan Evstatiev ist zufrieden: «Alles ist in Board integriert: jeder Standort, jede Anlage und jeder Logistikaspekt.» Mit der Entscheidungsfindungsplattform kann die Gruppe Analysen, Planungen und Simulationen in einer einzigen Umgebung mit konsistenter Logik durchführen und anhand derselben Datensätze unternehmensweite Analysen und Berichte erstellen. Tatsächlich ist Coca-Cola European Partners durch die Vorteile der Board-Plattform eine effektive Standardisierung und Datenzentralisierung gelungen. «Angesichts der Bereiche, die wir transformiert haben – neue Planungsmethodologie, Digitalisierung und Mentalitätswandel – hat Board uns in die Lage versetzt, unsere Projektziele zu erreichen, und hat neben zeitlicher Effizienz, Prozessautomatisierung,

Standardisierung und Datenzentralisierung auch zu einer höheren Anwenderfreundlichkeit und Wartungsfreundlichkeit der Systeme beigetragen», schwärmt Evstatiev. «Wirklich jeder Benutzer, der eine Funktion im Planungszyklus innehat, nutzt die Board-Plattform. Dadurch können wir die Kommunikation im gesamten Unternehmen fördern und in der Folge den Veränderungsprozess effektiv voranbringen.» Dieser Text ist ein Auszug aus der Coca-Cola Präsentation des BoardVille Events am 14. Mai 2018. Hier gibt es das Video: http://bit.ly/CCEP_SCM

Über Board Board ist die #1 Entscheidungsfindungsplattform für Unternehmen aller Grössen. Durch die Verschmelzung von BI und Enterprise Performance Management in einer Lösung beflügelt Board die Kreativität von Organisationen, in dem Manager, Stakeholder und Führungskräfte optimal bei der Entscheidungsfindung unterstützt werden. Informationen zum Schweizer Software-Anbieter Board International sowie weitere spannende Praxisbeispiele auf www.board.com

MASU BRANDREPORT

Die Risiken bei der Automatisierung liegen mehrheitlich in der schlechten Vorbereitung und in (falschen) Konzepten Investieren Firmen in ein automatisiertes Lager oder in eine automatisierte Produktion, ergeben sich neue Herausforderungen, die von den Verantwortlichen nur schlecht erkannt werden, wenn die entsprechenden Erfahrungen fehlen. Der Grundstein für den Erfolg wird bereits vor der Realisierung gelegt. Roland Tellenbach, Sie sind spezialisiert auf die Beratung bei Intralogistik-Projekten mit Automatisierung. Warum diese Spezialisierung? Können Firmen solche Projekte nicht selbstständig umsetzen? Die Spezialisierung kommt daher, dass wir unsere Aufträge ausschliesslich über Beziehungen erhalten. Firmen mit den notwendigen Kompetenzen können ihre Automatisierungsprojekte selbstständig umsetzen. Welche Kompetenzen sprechen Sie an? Das ist einmal die Projektmanagementkompetenz der Organisation, also nicht nur ein fähiger Projektleiter mit der notwendigen Kompetenz und verfügbarer Zeit, sondern auch ein Management mit Know-how in der Umsetzung grösserer Projekte. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Erfahrung mit Automation irgendwelcher Art. Der Sprung von einem rein manuellen Betrieb zu einem automatisierten Lager oder einer automatisierten Produktion ist eine grosse Herausforderung für eine Organisation. Eine wichtige Grundvoraussetzung für den Projekterfolg ist auch Logistikkompetenz. Wenn die Prozesse und die

Linienorganisation nicht passen und Migration Allokation oder Nummern- und Gebindekonzept Fremdwörter sind, dann sind die Herausforderungen nur schwer zu bewältigen. Viele Firmen wissen auch nicht, welche Logistikkonzepte für ihre Kundenbedürfnisse am besten geeignet sind. Heute gibt es für Automatisierungsprojekte oft eine enge Kooperation mit dem Lieferanten. Sehen Sie das aus Beratersicht kritisch? Nein, ganz und gar nicht, wir empfahlen schon immer offene Ausschreibungen. Ein kompetenter Lieferant bringt gute Ideen mit ein. Der Kunde muss aber seine Hausaufgaben trotzdem machen. Der Lieferant kann falsche oder fehlende Daten nicht kompensieren und wird keine Mittefriststrategie schreiben. Wenn nicht vorgängig firmenintern intensiv über die Bedürfnisse diskutiert wird und die Resultate schriftlich festgehalten werden (Stichwort Ausschreibung), wird es selbst mit dem besten Partner kein optimales Ergebnis geben. Zudem hat die Kooperation ihre logischen Grenzen. Auch ein guter und fairer Verkäufer muss Aufträge erhalten. Die Anbieter versuchen natürlich, möglichst das eigene Portfolio einzusetzen, was für die Kunden auch Nachteile haben kann.

In den letzten Jahren hat eine Konzentration bei den Anbietern für Lager- und Fördertechnik stattgefunden. Wie wichtig ist deren Grösse für das Gelingen eines Projektes? Die Grösse des Projektes sollte sich einigermassen in derjenigen der Firma spiegeln, die es realisiert. Ein riesiges Verteilzentrum mit der Unternehmung nebenan umzusetzen, ist wohl eine schlechte Idee, umgekehrt aber genauso. Kolosse wie Amazon verursachen eine massive Marktkonzentration in der Logistik. Werden dadurch die Projekte nicht immer grösser? Das ist durchaus richtig, aber oft wird vergessen, dass Firmen wie Amazon in erster Linie innovativ und nicht gross sind. Unsere Gesellschaft ändert sich aktuell fundamental und diese Veränderungen werden Gewinner und Verlierer generieren, auch in der Logistik. Grösse alleine ist keineswegs eine Garantie, auch zu den Siegern zu gehören. Oft wird bei Projekten der Automatisierungsgrad besonders hervorgehoben. Wie ist Ihre Meinung dazu? Genauso oft wird nicht genau spezifiziert, was mit dem Automatisierungsgrad gemeint ist (lacht). Aus meiner Sicht spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle: die Kosten und die Risiken. Aus Kostensicht ist der optimale Automatisierungsgrad der, welcher die tiefsten Kosten ermöglicht. Dagegen gibt es die Risiken abzuschätzen. Ein sich schnell änderndes Business erfordert eine flexible Logistiklösung und nicht die aktuell optimierteste! Sonst wird das schöne, neue Lager schnell zur Hypothek. Ist die Automatisierung aus Ihrer Sicht das A und O tiefer Kosten in der Logistik? Die Automatisierung ist sehr wichtig geworden. Wer heute gross genug ist, um seine Lager automatisieren zu können und die Anlagen optimal in die Prozesse

integriert, hat wesentliche Kostenvorteile. Genauso wichtig sind jedoch die Prozesse und die entsprechende Organisation, diese liessen sich auch ohne Automatisierung oft vereinfachen – ein Muss für alle Firmen. Ein Kränzchen winde ich da dem Detailhandel, der die Prozesse von der Produktion bis zur Entsorgung integrativ betrachtet. Nicht optimal läuft es in der Pharmadistribution, wo sich die Produzenten bei der Primärverpackung nicht um die Bedürfnisse der Logistik kümmern und die Sekundärverpackung scheinbar ein Zufallsprodukt ist. Sie haben sehr viel Erfahrung mit Automatisierungsprojekten national wie international. Was empfehlen Sie Firmen, die ein solches Projekt starten wollen? Dies hängt sehr stark von der Firma, den Marktbedürfnissen und den Ressourcen ab, um nur einige Kriterien zu nennen. Ganz allgemein sollte sich das Unternehmen im Vorfeld gut vorbereiten, Prozesse bereinigen und die Projektorganisation konsequent an kleineren Projekten Erfahrungen sammeln lassen. Sie muss den Mut haben, Automatisierungsprojekte, die nicht deutliche Vorteile aufweisen, nicht umzusetzen und sicherstellen, dass das Automatisierungskonzept zu den Markt- und Firmenanforderungen passt.

Kontakt Roland Tellenbach info@masu.ch www.masu.ch


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INTRALOGISTIK

WWW.FOKUS.SWISS

Erfolgsfaktoren der Logistik Logistik bestimmt unser aller Leben, überall und immer. Spürbar ist sie nur, wenn sie nicht reibungslos funktioniert. Um den laufend steigenden Anforderungen zu genügen, sind zukunftsgerechte Konzepte gefragt. Das heisst auch, ob Intra- oder externe Logistik, es braucht immer mehr höher qualifizierte Mitarbeiter. Die entscheidenden Führungsgrössen in der Logistik sind die Servicelevels mit Zeit, Qualität und Kosten. TEXT SMA

«W

ie überall im Marktgeschehen, spielt auch in der Logistik das Verhältnis von Angebot und Nachfrage eine wichtige Rolle», so Dr. Peter Acél, Jurymitglied Swiss Supply Chain Hall of Fame. Und weiter: «In diesem Sinne kann heute mehrheitlich von marktgerechten Supply Chains mit Potenzialen gesprochen werden. Erfolgreich Logistik betreiben heisst generell, diese so zu gestalten, wie der Kunde es erwartet und wofür er zu zahlen bereit ist. Dazu müssen kundenspezifische Dienstleistungen erbracht werden, wie die schnelle, komplette und korrekte Abwicklung von Aufträgen, sowie Zusatzleistungen nach Absprache. Eine Logistikdienstleistung muss auch kostenmässig wettbewerbsfähig sein. Dies wird zunehmend erreicht dank der Lean-Methodik mit Pull-Steuerung, Standardisierung, den Fokus auf einen ungestörten Materialfluss sowie synchronisiertem Takt.» Intralogistik Gerade vor der Logistikbranche machen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Automatisierung nicht Halt. Denn sie sorgen nicht nur für besser vernetzte logistische Prozesse, sondern auch für mehr zeitaktuelle Transparenz in der Supply Chain. Was Unternehmen auf dem Weg zur umfassenden 4.0-Logistik benötigen, rät Acél: «Klare sowie optimierte Prozesse in der Intralogistik und den Schnittstellen nach aussen sind die erste Voraussetzung.» Dies ist sehr wichtig, da die Digitalisierung die Prozesse für die Zukunft fixiert. Bei der Prozessdefinition sind Automatisierung, neue technische Möglichkeiten und Kundenmarkttrends ebenfalls zu beachten. Ist der Kunde erfolgreich am Markt, so profitiert auch der Logistiker z.B. durch

Auftragswachstum; d.h. seine Nachfrage wächst proportional mit der des Kunden – mitwachsen ohne Anstrengung. Zurück zur Intralogistik; diese ist häufig sehr anspruchsvoll. Ihre Aufgabe beinhaltet die Ver- und Entsorgung aller Betriebseinheiten eines Unternehmensareals mit allen damit verbundenen Aufgaben und Tätigkeiten. Dazu gehören neben den Produktions- und den Handelseinheiten z.B. auch Serviceeinheiten wie Büros, Putzdienste, interne Post (Dokumentenmanagement inkl. Scanning) und Restaurationseinheiten. Diese Vielfalt lässt sich mit Hilfe der Digitalisierung effizienter bewältigen. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung ist allerdings eine klare, zukunftsgerichtete und professionelle Logistikstrategie eine zwingende Voraussetzung. Nur so können die vorhandenen Potenziale gehoben werden. Die Digitalisierung der Intralogistik umfasst die rationelle Integration logistischer Prozesse sowie deren digitale und durchgängige Vernetzung. Auch der CO2-Footprint wird in der Logistik zunehmend wichtiger, sei es aus wirtschaftlichen oder aus Reputationsgründen. Acél weiss: «Neben dem Footprint wird auch die Individualisierung von Produkten und dem Service immer wichtiger. Losgrösse 1 in Produktion, Handel und Logistik wird Technologien wie 3D-Druck beim Logistikdienstleister erfordern. Auch die Wiederverwertung inkl. Sortieren von allerlei Wertstoffen wird noch viele neue Aufgaben in der Logistik bringen.» Logistics goes international Der teure Werkplatz Schweiz setzt unsere Wirtschaft unter grossen Handlungsdruck. Zunehmend verlagern Unternehmen ihre Aktivitäten der Wertschöpfung in das nähere oder fernere Ausland. In der Schweizer

Industrieproduktion stammen 70 Prozent der Vorleistungen aus dem Ausland, vornehmlich aus dem fernen Osten. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen, während die schweizerischen Exporte nur langsam wachsen. «Ist eine Beschaffung oder Produktion erst einmal verlagert, hängt der Unternehmenserfolg umso mehr von einer guten Logistik ab», betont Acél. Während grosse multinationale Unternehmen bereits international verankert sind, müssen im aktuellen Druck auch KMUs mit der Internationalisierung von Beschaffung und Produktion reagieren. Der Trend zur globalen Beschaffung ist stark, aber kein Allheilmittel. Denn gleichzeitig findet ein Gegentrend hin zur regionalen, nationalen und protektionistischen Beschaffung statt. Dies ist eine Gegenreaktion als Folge von Arbeitsplätzen in der eigenen Region, Kulturunterschieden, lokalem Qualitätsverständnis und langen Transportzeiten. Denn der interne, oft verdeckte Ressourceneinsatz lässt sich erheblich reduzieren, wenn sich das beschaffende Unternehmen auf ausgewählte und eingespielte Regionen konzentriert. Logistik 4.0 in der Berufsbildung «Bei der Logistik und Supply Chain geht es in Zukunft weniger um die physische Bewegung von Gütern, als um die Gestaltung und Steuerung von Informations-, Waren- und Werteflüssen mittels Instrumenten der digitalen Welt. Das Beherrschen der Supply Chain ist der Wettbewerbsvorteil der Zukunft», weiss Dr. Beat Michael Duerler, Präsident ASFL SVBL, Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik. Er gibt zu bedenken, dass die steigenden Anforderungen den Logistiker bis heute bereits enorm entwickeln liessen: «Neue Handlungskompetenzen – etwa andere

Kulturen, andere Sprachen – werden an Einfluss gewinnen. Zur Steuerung der internationalen Versorgungsketten sind auch international vernetzte und mit globalen Kompetenzen ausgerüstete Logistiker notwendig. Ebenfalls ist vernetztes Wissen zur Kontrolle von weltumspannenden Supply Chains unabdingbar. Zu jeder Zeit muss das Wissen über ‹Was, Wo, Wie viel, Wann› verfügbar sein. Neben dem Wissen über Produkte ist auch das aktuelle Wissen über den jeweiligen Zustand der Logistikkette zwingend. Informationen ersetzten die physische Lagerung in der Zukunft.» Deshalb habe sich im Laufe der Jahre das Berufsbild Logistiker/-in EBA (eidg. Berufsattest) und EFZ (eidg. Fähigkeitsausweis) immer wieder den Gegebenheiten angepasst. Rückblickend resumiert Duerler: «Dieser Beruf war eher ein stark körperlicher Beruf, der sich heute zu einem Berufsbild in den diversen Bereichen der Supply Chain verändert hat. Künftig werden noch mehr Anforderungen im Rahmen der Digitalisierung bis hin zu E-Commerce oder durch das veränderte Kundenverhalten, die Globalisierung sowie von regulatorischer Seite auf die Logistiker zukommen. Deshalb ist eines unserer Ziele für 2021 die Integration und Berücksichtigung verschiedener Branchen, damit wir den Betrieben nahe sind.» Fazit «Supply-Chain-Prozesse bergen grosses Optimierungspotenzial, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung. Wer diese Entwicklungsmöglichkeit ausschöpfen und sich erfolgreich verändern will, braucht aktuelles Wissen und eine geballte Ladung Kreativität», betont Acél abschliessend.

BRANDREPORT KUKA

Vom Produkt zur ganzheitlichen Lösung

K

UKA ist einer der führenden Anbieter in der Robotertechnik und seit 1998 mit einem eigenen Standort in der Schweiz vertreten. «Die Niederlassung in Buchs (AG) umfasst ein etabliertes Netz von gut diversifizierten Partnerfirmen welche Branchen-Know-how und Kundennähe für alle Bereiche der Schweizer Industrie garantieren. Zu den Kunden zählen Endkunden aus allen Bereichen der produzierenden Industrie, aber auch Maschinenbauer und Zulieferanten für die Automobilindustrie, sowie Partnerschaften mit Integratoren, Systempartnern und Bildungseinrichtungen», so Thomas Riedweg, der seit Januar 2019 als neuer Sales Manager bei KUKA Schweiz tätig ist. KUKA Schweiz konzentriert sich ausschliesslich auf den lokalen Markt, das Hauptgeschäft umfasst Maschinenautomatisierung und Logistik für Konsumgüter. «Von Buchs aus unterstützen wir unseren Kunden kompetent bei der Planung und Umsetzung von neuen Robotik-Projekten, unter anderem auch mit Simulationen und Machbarkeitsstudien durch unser Engineering-Team. Im hauseigenen KUKA College bieten wir eine breite Auswahl an Kursen für Einsteiger wie auch für Fortgeschrittene und unser Customer Service Team sorgt dafür, dass Anlagen stets gut gewartet und hoch verfügbar bleiben», erklärt Jürg Messer, Customer Service Manager bei

KUKA in Buchs. Gemeinsam mit ihrem Team werden neue Massstäbe in der Schweizer-Robotik-Landschaft gesetzt – vom «Produkt zur ganzheitlichen Lösung» lautet das neue Konzept, das mithilfe eines neuen Setups der Niederlassung verwirklicht wird. Die Digitalisierung schafft neue Potenziale, verändert aber auch die Bedürfnisse der Kunden. Der Weg führt weg vom Produkteanbieter hin zum Technologiepartner. Der Roboter wird nicht nur als Komponente verkauft, sondern inkl. Serviceleistungen, die dem Kunden über das Produkt hinaus einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Der Kunde hat somit eine komplette Lösung und kann auch das Netzwerk an Integratoren und Systempartnern von KUKA nutzen. Dies ermöglicht KUKA den Brückenschlag vom reinen Produkt zur gesamtheitlichen Lösung zu vollziehen. In der Vergangenheit wurden dem Kunden meist Standardlösungen angeboten. Heute gibt es einen Sales Support, der auf die Kundenwünsche eingeht und flexibel reagieren und agieren kann. Dies ist vor allem durch das verstärkte Team am KUKA Standort in der Schweiz möglich. Ein lokaler proaktiver Customer Service steht hier den Kunden zur Verfügung. Es wurde ein Technischer Sales Support aufgebaut, um Kunden in allen technischen Belangen beraten zu können.

So ist KUKA Schweiz in der Lage, eine Kundenberatung über den gesamten Produktlebenszyklus anzubieten. Seit 2019 gibt es auch eigene Application Engineers, die massgeschneiderte Engineering Leistungen für Kunden anbieten und realisieren. Dazu zählen die Inbetriebnahme, Programmierung, individuelle Softwareentwicklung oder auch die Erstellung von Machbarkeitsanalysen. Derzeit wird gerade das KUKA College in Buchs erweitert. Eine laufende Optimierung der räumlichen und technischen Ausstattung ermöglicht die Bereitstellung eines passenden Ausbildungskonzeptes für jede Zielgruppe. «Als Vorreiter und Treiber wegweisender Automationslösungen definieren wir unseren Massstab nicht durch das, was ist, sondern an dem, was in Zukunft benötigt wird. Infolgedessen haben wir unser Team in der Schweiz neu ausgerichtet um uns optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu fokussieren», so Thomas Riedweg. Weitere Informationen: www.kuka.ch


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KARDEX REMSTAR BRANDREPORT

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Das Full-Service-System, das mitdenkt Der Druck auf die Supply Chain von Unternehmen steigt – Kunden erwarten heute maximale Produktqualität und schnellstmögliche Distribution. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, müssen Unternehmen ihre Produktion und Intralogistik in Topform bringen. Wie die Digitalisierung dabei helfen kann, weiss Stephan Baumgartner, Director Life Cycle Services bei Kardex Remstar. in den meisten Fällen auch beheben, ohne dass wir einen Techniker vor Ort entsenden müssen.

Stephan Baumgartner

Stephan Baumgartner, die Digitalisierung erfasst alle Branchen und Unternehmen. Welchen Einfluss hat dies auf die Lagertechnik und die Kommissionierung? Die Anforderungen an die Verfügbarkeit von Lager aller Art steigt permanent. Stillstände und Verzögerungen liegen heutzutage nicht mehr drin. Bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle: Sie hilft uns dabei, Prozesse zu optimieren, deren Überwachung zu steuern und bei Problemen «just in time» reagieren zu können. Die Anlagen, die Unternehmen für Produktion und Logistik einsetzen, sind komplex. Wie ist da bei ungeplanten Vorfällen eine «just in time»-Reaktion möglich? Zu diesem Zweck hat Kardex Remstar ein einzigartige digitale Servicelösung entwickelt. Damit sind unsere Kunden in der Lage, ihre Anlagen 24/7 von Kardex Remstar überwachen zu lassen. Wir haben auch personell auf diese Entwicklung reagiert und stellen einen 24-Stunden-Support zur Verfügung. Wird z.B. ein Alarm ausgelöst oder eine Störung registriert, können wir direkt auf das Kundengerät zugreifen, den Fehler analysieren und

Das Prinzip der Fernwartung existiert schon länger. Inwiefern unterscheidet sich Ihr Remote System? Unser System hebt sich in zwei wesentlichen Punkten von herkömmlichen Anwendungen ab: Zum einen ist es während des Normalbetriebs offline. Das bedeutet, dass unser System die Anlagen innerhalb des Kundennetzwerk überwacht und damit vor Angriffen von aussen geschützt ist. Erst wenn das System oder der Bediener einen Service-Request auslöst, erhalten wir einen «Schlüssel», mit dem wir im Kundensystem «anklopfen» können. Der Kunde erteilt uns daraufhin den Zugang zur betroffenen Maschine – nicht aber zum gesamten Netzwerk. Dieses System ist TÜViT -geprüft und -zugelassen und erfüllt damit höchste Sicherheitsstandards. Und welches ist das zweite Differenzierungskriterium des Remote Systems? Dass es nicht nur Notfälle erfasst, sondern auch in der Lage ist, Warnungen und Fehlbedienungen zu erkennen. Ein Algorithmus berechnet daraus u.a. die Lebensdauer von Verschleissteilen oder kann zusätzlichen Schulungsbedarf bei den Bedienern aufzeigen. Serviceeinsätze können dank dieser Informationen im Voraus terminiert werden, so dass die Produktion nicht gestört wird. Welche Vorteile bietet «Remote Analytics» von Kardex für Unternehmen? Unser «Remote Analytics Tool» erlaubt die Datenvisualisierung von Prozessen. Wir haben damit ein

Werkzeug integriert, welches Kunden erlaubt, basierend auf den historischen Daten des Betriebes ihre Prozesse zu optimieren. Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile: Pickzeiten werden effizienter, Fehlerquoten sinken und der Kunde hat jederzeit eine Übersicht über die Auslastung seiner Geräte und deren Einsatz. Das Dashboard der «Kardex App» erhöht die Transparenz des Betriebes noch zusätzlich und die regelmässig generierten Reports geben Aufschluss darüber, wie gut die Intralogistik funktioniert. Und wie spielt diese Anwendung mit «Remote Assistance» zusammen? Das «Assistance Werkzeug» gewährt unseren Technikern temporären Zugang zum Kundengerät. Dank der Kombination von «Analytics» und «Assistance» erfassen wir sämtliche Störungen, Stillstände, Fehler sowie Notsituationen. Aus diesen Daten kann unser Techniker schliessen, wie, warum und wo genau ein Fehler aufgetreten ist – und kann so gezielt die Störung beheben oder Änderungen im Ablauf vornehmen. Da unsere App einen gesicherten Video-Chat mit dem Bediener vor Ort ermöglicht, sind wir in der Lage, ihn punktgenau anzuleiten. Dadurch kann ein Kunde kleinere mechanische Probleme direkt an seiner eigenen Maschine beheben, unterstützt von einem unserer Techniker. Wie aufwendig ist die Integration Ihres Systems für Kunden? Sie ist denkbar einfach, da das «Site Control», ein geschützter Industrie-PC, bereits im Werk vorinstalliert und konfiguriert wird. Wir benötigen theoretisch nur einen Internetzugang, eine ausgehende HTTPS Verbindung, sowie eine Schnittstelle zum Netzwerk des Kunden. Trotz der Einfachheit der Installation empfehlen

wir unseren Kunden ihre IT-Abteilung beizuziehen, um z.B. Zugangsberechtigungen sicherzustellen. Viele KMU sorgen sich um Datensicherheit. Welche Massnahmen unternimmt Kardex Remstar in diesem Bereich? Obwohl die GDPR noch nicht zwingend ist, erfüllen wir mit unserem System diese Anforderungen schon heute. Das bedeutet, dass keine Daten ausserhalb des Kundennetzwerks gespeichert werden. Tritt ein Notfall ein, wird eine sichere und verschlüsselte Verbindung aufgebaut. Um die Störung zu beheben, identifiziert sich unser Techniker und schliesst nach Beendigung des Einsatzes die Internetverbindung. Damit ist das Remote System wieder offline und vor Angriffen geschützt.

Die Kardex Gruppe ist ein weltweit agierender Industrie-Partner für Intralogistik-Lösungen und ein führender Anbieter von automatisierten Lagerlösungen und Materialflusssystemen. Innerhalb der Gruppe ist Kardex Remstar zuständig für die Entwicklung, Produktion sowie den Unterhalt von dynamischen Lagerund Bereitstellungssystemen. Weitere Informationen unter www.kardex.com Social icon

Rounded square Only use blue and/or white. For more details check out our Brand Guidelines.

WAGNER SCHWEIZ AG BRANDREPORT

Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik

Ihr professioneller Partner im Bereich Aus-, Weiter- und Fortbildung in der Logistik

Maximaler Brandschutz durch aktive Brandvermeidung

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Wir bieten in der ganzen Schweiz eine grosse Auswahl an Weiterbildungskursen in allen Bereichen der Logistik an: – Flurförder- und Hebefahrzeuge* – Lagertechnik und Organisation – Transportmanagement – Betriebs- und Materialmanagement – Qualitäts- und Projektmanagement – Personalmanagement Mit wenigen Klicks zum Kursangebot der ASFL SVBL unter www.svbl.ch

H

ohe Packungsdichte, intelligente Vernetzung und komplexe Prozesse stellen für den Brandschutz von Hochregallagern nicht zu unterschätzende Brandrisiken dar. Kurzschlüsse an Regalbediengeräten oder an stromführenden Leitungen können zu Bränden führen. Holzpaletten, Kartonagen und Folien bieten hohe Brandlasten. Und schliesslich begünstigen Regalhöhen von bis zu 40 m und enge Zwischenräume die Ausbreitung von Bränden.

und Feuer verhindert werden kann. Somit sind sensible und teure Güter optimal geschützt. Dabei bleiben die Bereiche weiterhin für Service- und Wartungszwecke für sechs Stunden am Tag begehbar. OxyReduct garantiert so aktiv ein Höchstmass an Sicherheit und vermeidet Brandfolgeschäden durch Löschmittel oder durch Fehlauslösungen von Sprinkleranlagen.

Für den optimalen Schutz von Anlagen und Werten empfiehlt sich das aktive Brandvermeidungssystem OxyReduct. Diese innovative Brandschutzlösung hat sich in den letzten zehn Jahren in der Schweiz sehr für den Schutz von Tiefkühllager sowie Lager von sensiblen und kostenintensiven Produkten etabliert. Beispiele hierfür sind Luxusgüter, historische und sensible Dokumente, Lebensmittel, Tabakwaren, Pharmaprodukte oder auch Luxusautomobile. Die Technik findet auch immer mehr Anwendung für den Schutz von Lagern mit Kleinladungsträgern, wie beispielsweise Autostore Systeme.

Über die Wagner Schweiz AG

Mit der Technik der «aktiven Brandvermeidung» wird in einem automatischen Lager oder Archiv die Sauerstoffkonzentration ständig auf einen tieferen Wert abgesenkt, womit «präventiv» die Entstehung von Rauch

www.wagnergroup.com

Die Wagner Schweiz AG in Wallisellen, Teil der international agierenden Wagner Group, ist der Experte für anlagentechnischen Brandschutz in der Schweiz. Das Unternehmen fokussiert sich auf aktive Brandvermeidung durch Sauerstoffreduktion im Bereich von Lager-/Logistikimmobilien, besonders Tiefkühllagern.

* Die ASFL SVBL ist eine Suva anerkannte Stapler fahrerschule und ist auch ASA und IPAF zertifiziert, was Ihnen einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt verschaffen kann.

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BRANDREPORT BIZERBA BUSCH AG

«Die Warenkennzeichnung ist einer der wichtigsten logistischen Prozesse in jedem Unternehmen» Die Digitalisierung hat auch in der Warenkennzeichnung längst Einzug gehalten. Dieter Conzelmann, Geschäftsführer der Bizerba Busch AG in Trimmis, zeigt im Interview die Möglichkeiten auf. weiterverarbeitet werden. Damit lassen sich Vorhersagen zu einer in der Zukunft liegenden Wartung machen, was man heute oft unter dem Begriff «Predictive Maintenance» zusammenfasst. Zusätzlich erhält man ein digitales Abbild zum wichtigen Warenauszeichnungsprozess.

Dieter Conzelmann

«Digitalisierung» ist in allen Unternehmen ein grosses Thema. Welche Bedeutung hat sie im Bereich Auszeichnungssysteme? Die Warenkennzeichnung in allen Branchen ist einer der wichtigsten logistischen Prozesse in jedem Unternehmen. Die Ware muss mit der korrekten Information versehen werden. Meist geschieht das mit einer Etikette. Die Produktbeschreibung bei Lebensmitteln, die Nährwertangaben und die Füllmenge müssen angegeben werden. Oft verwenden Hersteller für jedes Produkt eine eigene Etikette. Genau hier setzt die Digitalisierung an. Unsere Systeme arbeiten mit einem sogenannten Plug In Label, eine Innovation von Bizerba Busch, basierend auf dem Prinzip der Null-Fehler-Rate. Die Maschine wird durch die Etikette komplett für die Auszeichnung eingestellt. Wird ein Produkt zugeführt, das nicht zur eingelegten Etikette passt, verhindert die Maschine die Auszeichnung. So verlassen falsch ausgezeichnete Produkte die Produktion erst gar nicht. Zusätzlich liefern die Anlagen alle Daten über den Betriebszustand in die Cloud und können dort

Können Sie uns dazu ein Beispiel aus der Praxis aufzeigen? Der Auszeichnungsprozess ist immer einer der letzten Prozessschritte bevor die Ware die Produktion verlässt. Steht die Maschine still aufgrund eines Defekts, kann die Ware nicht ausgeliefert werden. Bei Lebensmitteln natürlich eine Katastrophe, da es sich oft um verderbliche Ware handelt. Aktuell kann das zu jedem Zeitpunkt passieren, da solche Anlagen auch dem Verschleiss unterliegen und Teile je nach Betriebsdauer, Betriebsumgebung und Etikettengrösse ausfallen können. Bisher konnte nur durch eine vorbeugende Wartung das Risiko minimiert werden. Wird mit dem «digitalen Zwilling» der Maschine in der Cloud der Predictive-Maintenance-Ansatz gewählt, kann ein Ausfall nahezu zu 100 Prozent verhindert werden, da die Maschine kontinuierlich auf Anomalien untersucht wird und dem Betreiber und Bizerba Busch Auffälligkeiten sofort meldet. Eine solche Maschine ist bei Ernst Sutter im Einsatz und Bizerba Busch erkennt oft ein Problem bevor der Betreiber es erkennt. Und der konkrete Nutzen für die Kunden? Der Kunde hat mit diesem System mehrere Nutzen. Zum einen gibt es praktisch keine ungeplanten Ausfallzeiten mehr – damit steigt die Verfügbarkeit der Maschinen. Benötigte Verschleissartikel können dadurch rechtzeitig und nur wenn notwendig ausgetauscht

werden, also nicht nur präventiv. Das spart dem Kunden Geld. Auch können Serviceeinsätze so geplant werden, dass sie keine negativen Auswirkungen auf die Produktion haben. Und mit einem entsprechenden Remote-Service-Vertrag profitiert der Kunde von attraktiven Servicekonditionen. Welches sind die wichtigsten Anforderungen, die ein Auszeichnungssystem heute erfüllen muss? Der Kunde muss nur den Internetzugang zur Cloud bereitstellen und damit einverstanden sein, dass die Maschinendaten für die predictive Analysis verwendet werden dürfen. Werden Business-Prozesse wie Ersatzteilbelieferung und Serviceeinsätze automatisch von der Maschine ausgelöst, muss er auch damit einverstanden sein. Die notwendige Sensorik, um alle wichtigen Daten abzugreifen, die dazugehörige Software, welche die Datenströme in die Cloud transferiert, und die Analyse werden von Bizerba Busch mit der Maschine geliefert. Auszeichner sind ja heute keine «Stand-alone-Lösung» mehr, sondern müssen in bestehende Netze, wie beispielsweise ERP-Systeme, integriert werden und Daten übernehmen können. Das ist korrekt und ich möchte noch hinzufügen, dass die Integration schnell und damit kostenoptimiert erfolgen muss. Dafür haben wir ein Frame Work mit dem Namen BRAIN2 entwickelt, das unseren Kunden ermöglicht, die Anlagen schnell und vorumfänglich in alle ERP-Systeme zu integrieren. Beispielhaft seien SAP und Dynamics von Microsoft genannt. Daten werden bei uns immer bidirektional ausgetauscht, so lassen sich papierlose Produktionen kinderleicht realisieren.

Im Lebensmittelbereich sind die Hersteller dazu verpflichtet, die Kundschaft transparent zu informieren, teilweise auch auf den Etiketten. Dazu müssen entsprechend viele Quellen angezapft und grosse Datenmengen verarbeitet werden. Wie wirkt sich das auf die Auszeichnungssystem aus? Vor einigen Jahren waren die Datenmengen, die upund downgeloaded werden mussten, ein Problem. Mit den heutigen Technologien aber, bezogen auf den gesamten Auszeichnungsprozess, ist das mittlerweile ein vernachlässigbarer Zeitfaktor. Mit unseren Anlagen können bis zu 200 Produkte pro Minute gewogen, der Verkaufspreis gerechnet, die Nährwerte und die Produktbezeichnung gedruckt und appliziert werden. Die Leistungslimitierung ergibt sich heute eher durch einen nicht optimierten Materialfluss. Dafür kann Bizerba Busch mit ihrer 100-jährigen Erfahrung beratend zur Seite stehen und Projekte kundenspezifisch realisieren – natürlich immer in der gewohnten Schweizer Qualität. Weitere Informationen: www.bizerba.com

BRANDREPORT ROS SCHWEIZ

Modulare Gesamtservices für den nachhaltigen Lagerunterhalt Das innovative Reparatursystem für Regallager der ROS Schweiz ist von zentraler Bedeutung. Die beschädigten Stützen werden ohne Ausbau durch ein patentiertes und zertifiziertes Kaltverformungsverfahren wieder in die Originalform gepresst. Die ursprüngliche Traglast ist wiederhergestellt. Über dieses Verfahren wollte «Fokus» mehr wissen und hat bei der Antalis AG in Lupfig, einem langjährigen Kunden von ROS Schweiz, nachgefragt. angefahren werden. Meistens sind es Anfahrschäden durch die Flurfahrzeuge im unteren Bereich der Stützen. Streben und Traversen werden zum Teil auch in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden halten sich aber sehr in Grenzen. Um die Vorfälle tief zu halten, werden die Mitarbeitenden entsprechend sensibilisiert.

Bruno Schott

Bruno Schott, Sie sind der Leiter Technik. Wie ist Ihr Lager aufgebaut, damit Sie schnell und effizient auf Ihre Kundenwünsche reagieren können? Auf über 40 000 m2 bewirtschaften wir zwei vollautomatische Hochregallager mit knapp 50 000 Palettenstellplätzen, über 13 000 Fachbodenregalplätze und ein automatisches Kleinteillager «Autostore» mit 18 000 Behältern. Durch unser ERP und ein zusätzliches Lagerverwaltungssystem können die eingegebenen Bestellungen umgehend durch die Logistikmitarbeitenden gerüstet und bereitgestellt werden. Die Ware wird mit Robotrails und Hubstaplern vom Lagerplatz zur Konfektionierung und weiter zur Ladestelle befördert. Daher ist es wichtig, dass die Fahrwege gut und rasch befahren werden können. Wichtig ist uns, dass die Ware effizient bewegt werden kann.

Wo liegen Ihre Prioritäten beim Unterhalt des Lagers? Die Sicherheit hat bei uns oberste Priorität. Wir warten unser Lager konstant, mit geringst möglicher Beeinträchtigung des Tagesgeschäftes. Zudem schulen wir unsere Mitarbeitenden regelmässig für einen bewussten Umgang mit unseren Produkten und unserer Infrastruktur. Bei Antalis ist umweltbewusstes Denken und Handeln fest verankert, auch der entsprechend sorgfältige Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Als ISO-zertifizierte Firma in Punkto Qualität- und Umweltmanagement, sowie Arbeitssicherheit halten wir uns an strikte Vorgaben. Auch hinterfragen wir regelmässig unsere Prozesse, um kontinuierlich Verbesserungen einzuleiten.

Was schätzen Sie am meisten bei dieser Variante? Das Konzept der Firma ROS Schweiz überzeugt uns: Kundenorientiert, zuverlässig, alles aus einer Hand abgedeckt. Die Reparaturen sind zertifiziert, entsprechen unseren hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards und werden zu einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis angeboten. Was halten Sie vom Ergebnis? Für Antalis sind alle Kriterien erfüllt: Sicherheit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit zu einem fairen Preis. Somit wir können uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren.

und die Umtriebe waren dabei immer sehr gross. Auch stimmte für uns bei diesem Vorgehen der Ökologieaspekt nicht mehr. Da uns ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen am Herzen liegt, haben wir nach einer Alternative gesucht.

Wie sind Sie auf die Lösung von ROS Schweiz gestossen? An der Messe Pack&Move im Jahr 2012 habe ich die Was sind fürROS Sie die möglichen Varianten? Philosophie & Konzept Auswechseln oder Reparieren. Viele Jahre haben wir die Firma ROS Schweiz kennengelernt und festgestellt, deformierten Teile ersetzt. Der Aufwand, die Kosten dass es ein umweltschonendes und zertifiziertes Reparatursystem für Regale gibt. Das weckte sofort mein InWir bieten Sicherheit, Nachhaltigkeit und Investitionsschutz aus einer Hand! teresse, worauf wir ROS Schweiz zu uns für eine Pilot– Welche Faktoren spielen daReparatur eingeladen haben. Diese hat uns überzeugt, so bei eine wichtige Rolle? dass wir seit 2013 mit Ihnen zusammenarbeiten. Das Zusammenspiel sämtlicher Ressourcen ist entscheidend. Das geschulte Personal, die passenden Weshalb haben Sie sich Flurfahrzeuge, richtige Anordnung und Belegung der für diese Variante entschieden? Lagerplätze. Ausserdem ist die regelmässige Wartung Die Reparaturarbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb, der Regalanlagen wichtig, damit sie lange unseren Quawobei das Tagesgeschäft nur minim beeinflusst wird. litätsansprüchen gerecht werden. Dieser Aspekt ist für uns sehr wichtig. Dazu kam der kompetente Eindruck der Firma im ganzen EntscheiWas sind die häufigsten Schäden? dungsprozess. Diese Reparaturart ist umweltschonender Wir befördern ungefähr 1 500 Bestellpositionen pro 1 ROS Schweiz GmbH | Regalreparatur | www.ros-schweiz.ch und kosteneffizienter. Tag. Da kann es schon vorkommen, dass Regalstützen ROS Schweiz Konzept

Über ROS Schweiz ROS Schweiz bietet seinen Kunden einen modularen Gesamtservice für den nachhaltigen Lagerunterhalt an: herstellerneutrale Jahresinspektion, zertifizierte Reparatur oder Austausch nicht-reparabler Komponenten und Schutzoptionen mit Protektoren. www.ros-schweiz.ch Über antalis Als führender Grosshändler in der Schweiz und Europa für Papier- und Verpackungsmaterialien, Produkte für die visuelle Kommunikation und Logistiklösungen müssen Sie termingerecht und lückenlos liefern können. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Logistik und das Lager. www.antalis.ch


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TRIMASTER AG BRANDREPORT

021

«Wir haben SAP EWM das App-Interface gegeben, das viele Kunden vermisst haben – ohne die Standard-Lösung zu verändern» Die betriebliche Logistik muss immer mehr leisten, denn die Kundenansprüche steigen. Daher benötigen Firmen volle Transparenz über ihren Warenfluss. Das Dilemma: Während die digitale Transformation immer komplexere Prozesse fordert, muss das Userinterface davon abstrahieren und so einfach wie möglich sein. Hier setzen die trimaster AG und die HPC AG an: Sie verwandeln bestehende Lösungen durch innovativen Verbesserungen zu Top-Werkzeugen. Stefan Kehlenbeck, Christian Heck, eine reibungslos funktionierende Logistik ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen aller Branchen und Grössen. Welche Herausforderungen ergeben sich dabei für Firmen? Stefan Kehlenbeck: Die Ansprüche an Logistikdienstleistungen steigen – Kunden verlangen die gewohnte oder gar eine erhöhte Dienstleistungsqualität bei gleichzeitig kürzeren Lieferzeiten. Das bringt natürlich diverse Herausforderungen mit sich. Um diesen erfolgreich zu begegnen, muss es den Betrieben gelingen, die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Optimierung ihrer Lieferkette zu nutzen. Die Intra- und Lagerlogistik spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie eine Schlüsselstelle in der Supply Chain einnimmt. Doch gerade dort ergeben sich in der Praxis häufig Probleme mit der Umsetzung von Digitalisierungsbemühungen. Aus welchem Grund? Christian Heck: Viele Unternehmen nutzen seit den frühen 2000ern Lagerverwaltungssysteme aus dem Hause SAP. Das ergibt durchaus Sinn, denn der Konzern hatte die Wichtigkeit der digitalen Transformation für die Logistik früh erkannt und war dementsprechend in der Lage, passende Lösungen für die Branche bereitzustellen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Anwendung «SAP EWM». EWM steht dabei für «Extended Warehouse Management» und ermöglicht die digitale Bearbeitung des Lagers. Das Problem: Während SAP viele Anwendungen basierend auf Kundenfeedbacks laufend verbessert, gibt es auch Aspekte, die aufgrund des Umfangs

von SAP nicht aufgenommen werden konnten. Hierzu zählt die Darstellung von mobilen Dialogen im Lager mit modernen Oberflächen, insbesondere im Zusammenhang mit der SAP-Technologie «UI5» und «Fiori». Die Benutzeroberfläche von «SAP EWM» ist also keineswegs mehr zeitgemäss und aus Usability-Sicht ungenügend. Diesem Thema haben wir uns angenommen. Wie sind Sie dabei vorgegangen? Stefan Kehlenbeck: Generell wollen wir es unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen, ihre Lagerbewirtschaftung und Intralogistik auf den nächsten Level zu bringen. Das bedeutet im Kern, dass die Unternehmen von der heute noch oft anzutreffenden Stift-und-Papier-Lösung wegkommen müssen. Denn diese Art der Bewirtschaftung ist aufwändig und fehleranfällig. Und gerade mittelständische Betriebe können sich heute keine Fehler leisten, wenn es um die Supply Chain geht. Wir machen die Digitalisierung darum KMU-kompatibel: Im Falle von «SAP EWM» haben wir mit unserem «UI5 Converter» ein modernes User-Interface entwickelt, welches intuitives und schnelles Arbeiten ermöglicht, maximale Transparenz schafft und ähnlich einfach wie eine moderne Mobile-App funktioniert. Damit wird auch der Einsatz von ITSMobile überflüssig, die häufig noch mit einem Pen bedient werden müssen: Unsere Kunden können viele ihrer bereits vorhandenen mobilen Geräte nutzen, gerne auch ein Smartphone oder Tablet. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass sich an der eigentlichen technischen Infrastruktur mit EWM-RF nichts ändert, nur das Interface wird massiv verbessert.

BRANDREPORT FKM AG

Es lebe die Logistik!

I

n einer abgestimmten Lagerorganisation wird chaotisch, teilchaotisch oder systematisch gearbeitet. Der beste Stapler mit dem gut ausgebildeten Lageristen ist nur von Nutzen, wenn er gezielt eingesetzt wird. Neue Lagerstrukturen und optimierte Logistikabläufe dienen einem zeitgemässen Lagerplatz. Moderne Regalanlagen und Fördermittel spielen dabei eine wichtige Rolle. Der effiziente Einsatz von durchdachten Hilfsmitteln führt zu einer Ersparnis von Personal- und Materialkosten und bringt Ordnung in den Prozess.

Die Etikette – ein Kernstück der Lagerorganisation Seit über 40 Jahren befasst sich die FKM AG Lagerorganisation mit der Herstellung und Lieferung von Orientierungshilfsmitteln in der Logistik. Die Instrumente bilden alle Prozessabläufe in der Logistik klar ab. Tafeln und Lagerplatz-Etiketten zeichnen eine hervorragende Lagerlogistik aus. Die selbstklebende Etikette hat in der Materialwirtschaft einen hohen Stellenwert. Die Etiketten visualisieren logistische Prozesse, die in jedem Betrieb wichtig sind und machen sie verständlich. Ohne Gebinde-, Artikel- und Transportetiketten sowie solchen für Lagerorte und Bereitstellungsbereiche, könnte keine Logistik funktionieren. Trotz einer Vereinheitlichung sind in der Supply Chain unzählige und vielfältige Etiketten für Objekte vorhanden. Die Etiketten sind meist aus Vinyl, lange haltbar und in vielen Farben erhältlich. Durch die verwendete Folie und

den Thermotransferdruck bleiben die Selbstklebe-Etiketten farbecht, kratzfest und lesbar. Sie kommen somit auch im Aussen- und Tiefkühlbereich zur Anwendung. Der eigens entwickelte Klebstoff härtet über zehn Jahre nicht aus. Dadurch lässt sich die Etikette auch nach Jahren problemlos und ohne Kleberückstände vom Objekt entfernen. Für einen Logistikleiter, der Umstellungen in seinem Lager vornehmen muss, zahlt sich diese Qualität aus. Eine Orientierungshilfe mit Mehrnutzen Dank der optischen Auszeichnung wird ein Mitarbeiter gezielt an den richtigen Lagerplatz und Artikel gewiesen. Aufbau, Grösse, Schrift und Farbe der Lagerortnummer auf dem Etikett sind mit dem Lagerverwaltungssystem (LVS) des Benutzers und den zu beschriftenden Traversen, Fachböden oder Blocklagerflächen abgestimmt. Die Barcodegrösse ist essenziell für die individuelle Lesbarkeit der mobilen Lesegeräte. Die FKM AG Lagerorganisation hat in der Zwischenzeit über 18 000 Etikettenlayouts für Kunden definiert. Für schnelle Nachlieferungen, bei Ergänzungen oder Ersatz steht die FKM AG Lagerorganisation unmittelbar zur Verfügung. Tausende zufriedene Kunden weltweit bestätigen den Erfolg. Die FKM AG Lagerorganisation gibt ihr Know-how gerne weiter. www.fkm.ch

Unternehmen müssen also an ihrer bestehenden Intralogistik-Lösung keine Veränderungen vornehmen – sie können sie einfach viel zielführender einsetzen.

Über die trimaster AG

Sie haben also SAP hier geholfen, sich mit «SAP EWM» am Markt zu verbessern? Christian Heck: Indirekt ja, das haben wir. Wenn ich von «wir» spreche, meine ich die trimaster AG in der Schweiz und die HPC AG in Deutschland. Wir haben uns letztes Jahr zu zwei Hackertons getroffen und unseren besten Leute die Aufgabe gestellt, die Anwendung nicht einfach zu optimieren, sondern die bestmögliche Lösung daraus zu machen. Und genau dies haben wir dem «UI5 Converter» erreicht. Somit haben wir Kundenwünsche adressiert, die unsere eigenen «SAP EWM»-Klienten immer wieder angesprochen haben. Es war also nicht uneigennützig, diese Anwendung zu verbessern. SAP wiederum ist von unserem Engagement sehr angetan und unterstützt es. Und da wir bestens mit dem Konzern vernetzt sind, ist sichergestellt, dass unsere Interface-Lösungen auch mit künftigen SAP-Entwicklungen kompatibel sein werden.

www.trimaster.ch

Stefan Kehlenbeck: Um Firmen maximale Flexibilität zu ermöglichen, bieten den «UI5 Converter» sowohl als Cloud-Lösung als auch als Softwarepaket an, das lokal installiert werden kann. Während die Cloudanbindung dafür sorgt, dass die Anwendung praktisch ohne Initialaufwand und mit jedem Gerät genutzt werden kann, eignet sich die lokale Lösung perfekt für Firmen, die ihre sensiblen Daten auf dem eigenen Server ablegen möchten.

trimaster realisiert Projekte unter dem Gesichtspunkt der Prozessoptimierung und der Synchronisation zwischen Material- und Informationsfluss. Ob Kunden nun Drucker, mobile Datenerfassungsgeräte, SAP-Customizing und Programmierung benötigen, trimaster bietet die komplette Lösung aus einer Hand. Eine wesentliche Fokussierung des Unternehmens sind die digitale Intralogistik sowie die mobilen Prozesse in SAP.

Über die HPC AG Als langjähriger SAP-Partner projektiert und gestaltet HPC mit Sitz in Mannheim und Hamburg hochwertige SAP-Unternehmenslösungen im Bereich Logistik und Digital Supply Chain. Hierbei konzentriert sich das Unternehmen auf die Intralogistik (Lager, Produktion und Service), mobile Anwendungen, Roll-out von SAP-Templates sowie auf SAP S/4HANA-Kompletteinführungen und -migrationen. HPC ist zertifizierter SAP PartnerEdge Sell und Service Partner und Partner Center of Expertise (PCoE). www.hpc.de


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022

INNOVATION

WWW.FOKUS.SWISS

Innovation als Erfolgsfaktor für die Schweizer Industrie Die Schweiz geniesst im Ausland einen ausgezeichneten Ruf. Gleiches gilt für Schweizer Produkte aus diversen Branchen. Ob Luxusuhr, Käse oder Maschinenteil: «Swiss Made» ist ein Gütesiegel, das viel Vertrauen geniesst. Der Erfolg fällt den hiesigen Unternehmen aber nicht in den Schoss, sondern ist das Resultat einer hohen Wettbewerbsfähigkeit – nicht zuletzt dank kontinuierlicher Innovation sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung. TEXT SMA

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aren und Dienstleistungen aus der Schweiz erfreuen sich insbesondere in China, Brasilien, Russland und Indien grosser Beliebtheit, wie eine Studie der Universität St. Gallen im Jahr 2016 ergab. Die dortigen Kunden sind gemäss der Untersuchung bereit, für das Label «Swiss Made» deutlich mehr zu bezahlen als für Vergleichsgüter aus anderen Ländern – bei Luxusuhren bis zu 100 Prozent. Doch auch im Inland ist Swissness angesagt, viele Schweizer Unternehmen betonen ihre Herkunft und kennzeichnen ihre Produkte entsprechend. Seit zwei Jahren ist die Verwendung des Schweizerkreuzes auf Waren allerdings mit Vorschriften verbunden, um die Marke zu schützen.

Eindeutige Kriterien Das Markenschutzgesetz regelt, wie viel «Schweiz» in einer Ware oder einer Dienstleistung enthalten sein muss, damit es mit einer Bezeichnung wie «Schweizer Qualität», «Made in Switzerland» oder «Swiss Made» versehen werden darf. Dabei unterscheidet das Gesetz drei Kategorien: Lebensmittel, Industrie- und Naturprodukte. Industriegüter beispielsweise müssen zwei Kriterien erfüllen, damit sie als Schweizer Produkt beworben werden dürfen. Zum einen müssen mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten im Inland anfallen, zum anderen muss der wichtigste Produktionsschritt in der Schweiz stattfinden. Diese Regelungen sind nötig, um Schweizer Produkte vor ausländischen «Trittbrettfahrern» zu schützen. Ebenso entscheidend für den Erfolg der hiesigen Industrieerzeugnisse ist aber auch, dass die Schweizer Unternehmen stets am Ball bleiben. Nur so können sie sicherstellen, dass sie im internationalen Vergleich bestehen. Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik im SECO, bestätigt die Wichtigkeit der Innovationsfähigkeit: «Betriebe, welche sich auf den Lorbeeren ausruhen und ihren Kunden gegenüber nicht ständig bessere Produkte und Dienstleistungen anbieten, verschwinden über kurz oder lang aus dem Markt.» Das sei gut so, folgert der Chefökonom des Bundes, denn dadurch würden Ressourcen für die innovativen Unternehmen frei. Dieser Konkurrenzkampf ist gemäss Scheidegger zentral für die Schweizer Wirtschaft, weil er eine hohe Wertschöpfung und Produktivität garantiert. Spitzenplätze für die Eidgenossenschaft Basis der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens sind Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E).

In diesem Bereich gehört die Schweiz zu den Vorreitern: Knapp drei Prozent des BIP oder 16 Milliarden Franken werden hierzulande jährlich in F&E investiert. «Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der vergleichsweise hohe Anteil an den privaten Unternehmen, welche knapp zwei Drittel der F&E-Aufwendungen verantworten», betont Eric Scheidegger. Es sind vor allem Grossunternehmen, etwa aus der Pharmabranche, der MEM-Industrie oder dem Hochtechnologiebereich,

welche die Rolle der Innovationstreiber übernehmen. Darüber hinaus belegt die Schweiz im internationalen Vergleich regelmässig Spitzenplätze in Bezug auf die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen und Patentanmeldungen.

neuer Produkte. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Verbesserung der Produktionsprozesse, um die Effizienz und die Produktivität zu steigern: «Das Ziel sind tiefere Produktionskosten, was in einem Hochkostenland wie der Schweiz eine wichtige Rolle spielt.»

Bei ihrer Innovationstätigkeit fokussieren sich Schweizer Unternehmen gemäss Ökonom Scheidegger eher auf Produktverbesserungen denn auf die Entwicklung

Mitarbeiter sind der Schlüssel Wie aber funktioniert Innovation genau? Wie findet ein Unternehmen Lösungen, um die Produktivität zu erhöhen oder ein Produkt zu verbessern? Ein entscheidender Aspekt ist die Etablierung einer innovationsfördernden Kultur – eine der zentralen Aufgaben der Unternehmensführung. «Innovation beginnt im Kopf qualifizierter Mitarbeiter. Diese Quelle der Innovation muss gepflegt und erschlossen werden», meint Eric Scheidegger. Neben diesem Top-Down-Ansatz müsse Innovation aber auch «Bottom-up» funktionieren: Aufmerksame Mitarbeitende, die beispielsweise mit den Kundenbedürfnissen vertraut sind, sollen ihre Kenntnisse in den ständigen Innovationsprozess einbringen können. Damit die Mitarbeitenden dazu in der Lage sind, ist eine motivierende Unternehmenskultur des Vertrauens und der Selbstverantwortung unerlässlich.

Innovation beginnt im Kopf qualifizierter Mitarbeiter. Diese Quelle der Innovation muss gepflegt und erschlossen werden.

Rahmenbedingungen müssen stimmen Damit die Unternehmen auf die für die Innovation nötigen qualifizierten Arbeitskräfte zurückgreifen können, muss die Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und Staat funktionieren. In der Schweiz ist diese Aufgabenteilung im Bereich von Forschung und Innovation historisch gewachsen und etabliert. Auf Seiten der öffentlichen Hand gehört dazu insbesondere, die Qualität der Bildung auf allen Stufen sicherzustellen. Die staatlichen Institutionen sorgen zudem für ein rechtlich und politisch stabiles Umfeld sowie eine moderne Infrastruktur. Der Staat achtet auch darauf, den Unternehmen die Innovationstätigkeit zu erleichtern. «Das SECO deckt mit seinen ökonomischen Analysen regulatorische Hürden auf, welche den Innovationsprozess hemmen oder Unternehmen an ihrer Entwicklung hemmen», führt Eric Scheidegger aus. Wichtig seien ausserdem international gut vernetzte Forschungszentren, ein flexibler Arbeitsmarkt, Zugang zu Exportmärkten und der Abbau von Importbarrieren. Dank dieser eingespielten Zusammenarbeit von Unternehmen und Staat gehört die Schweizer Wirtschaft zu den innovativsten weltweit und kann so ihre Wettbewerbsfähigkeit behaupten.


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