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Interview

ROLF STUDER CEO von Oris «Ohne die KMU gäbe es einen Einheitsbrei von Ideen, Produkten und Dienstleistungen.» Lesen Sie mehr auf www.fokus.swiss

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EDITORIAL

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LESEN SIE MEHR... 04 Cloud 08 IT- und Cybersecurity

Dank Innovation die Krise als Chance nutzen

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Interview: Rolf Studer

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Finanzen

FOKUS ERFOLGREICHE KMU. PROJEKTLEITUNG: Alexandra Schmutz COUNTRY MANAGER:

Die Pandemie bringt viele KMU ins Straucheln. Bewährte Geschäftsmodelle funktionieren plötzlich nicht mehr. Gleichzeitig zeichnen sich viele Unternehmen hierzulande durch ihre Innovationskraft aus und nutzen so die Krise als Chance. Für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU bleibt es zentral, gerade in Krisenzeiten auf Innovation zu setzen.

Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Armin Baumann, Mohan Mani, Vanessa Bulliard, SMA

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ie zweite Coronawelle hat die wirtschaftliche Erholung in der Schweiz gestoppt. In gewissen Branchen sehen sich KMU gegenwärtig in ihrer Existenz bedroht wie beispielsweise in der Reisebranche, der Gastronomie oder der Hotellerie. Auch der für Schweizer KMU wichtige Aussenhandel brach im Jahr 2020 stark ein. Für die nahe Zukunft bleiben die wirtschaftlichen Aussichten düster. Doch jede Krise bietet auch Chancen. Die Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat den Bedarf an strukturellem Wandel in fast allen Bereichen aufgezeigt und ihn beschleunigt. Die Krise hat insbesondere der Digitalisierung einen starken Schub verliehen und uns aufgezeigt, welche tragende Rolle das Digitale spielt, um heutige Probleme rasch lösen zu können. Sie hat uns vor Augen geführt, wie sehr unsere Gesellschaft und Wirtschaft davon abhängen. Solche tiefgreifenden Veränderungen eröffnen neue Geschäftsfelder und Modelle für KMU. Die letzten Monate haben gezeigt, dass schwierige Marktbedingungen viele Unternehmungen zu innovativen Ansätzen leiten. Wenn Unternehmen diese Veränderungen als strategische Opportunität sehen, kann ein Strukturwandel mit erfolgreichen Zukunftsaussichten gelingen. Neue, digitale Geschäftsmodelle einfach zu kopieren, verspricht jedoch kaum längerfristigen Erfolg. Innovationen bieten Mehrwert, wenn neuartige Dienstleistungen und Produkte schwierig nachzuahmen sind. Nicht nur aufstrebende Jungunternehmen, sondern auch etablierte KMU sind fähig, diese Chancen zu

packen. Die Anpassungsfähigkeit hängt stärker vom Unternehmergeist und der Innovationskraft als von der

Die Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat den Bedarf an strukturellem Wandel in fast allen Bereichen aufgezeigt und ihn beschleunigt. - ANNALISE EGGIMANN CEO VON INNOSUISSE

Art der Unternehmung ab. Als wichtiger Erfolgsfaktor für Innovation erweisen sich gutqualifizierte und zukunftsorientierte Mitarbeitende: Mit ihrer hervorragenden Berufs- und Hochschulbildung startet die Schweiz diesbezüglich mit guten Karten. KMU brauchen auch nicht zwingend eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung aufzubauen, um innovativ zu sein. Sie können dafür Ressourcen der Hochschulen nutzen. Bei neusten Entwicklungen beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz, digitalen Lösungen oder Robotik sind Schweizer Hochschulen führend. Die unternehmerische Initiative und die Offenheit, mit externen Partnern wie Forschungsinstituten aber auch mit den Kunden zusammenzuarbeiten, bilden wichtige Pfeiler der Innovation. So können KMU für den Markt relevante und neuartige Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Die Zukunft des Werk- und Denkplatzes Schweiz hängt also nicht nur von den marktaufmischenden Start-ups und den Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Grosskonzerne ab: Wegweisend bleibt die Innovationskraft der etablierten und zukunftsfähigen Schweizer KMU. Geschäftsmodelle neu zu denken und neuartige Lösungen auf dem Markt zu lancieren, bieten ihnen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft. Die Pandemie zwingt uns alle, neue Wege zu gehen. Dadurch kann viel Neues entstehen – eine gute Voraussetzung für bahnbrechende Innovationen.

TITELBILD: Oris LAYOUT: Anja Cavelti DISTRIBUTIONSKANAL: Tages-Anzeiger, 01. April 2021 DRUCKEREI: DZZ Druckzentrum AG

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

Viel Spass beim Lesen! Alexandra Schmutz Project Manager

TEXT ANNALISE EGGIMANN

BRANDREPORT ARCPLACE AG

Die Post digital verarbeiten – so einfach geht’s Bleibt die tägliche Briefpost im Unternehmen liegen? Ist die manuelle Verarbeitung der eingehenden Post träge, kostspielig oder gehen gar Informationen verloren? Ein digitaler Posteingang schafft Abhilfe. Die nachfolgenden Zeilen zeigen, wie einfach Unternehmen mit den standardisierten Posteingangslösungen vom Experten Arcplace profitieren können.

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ufgrund der aktuellen Situation arbeiten viele Arbeitnehmende im Homeoffice. Eine effiziente Verarbeitung und Verteilung der täglichen Briefpost scheinen schier unmöglich. Mit einem digitalen Posteingang lässt sich eine zentrale Eingangspforte schaffen, die es erlaubt, eingehende papierbasierte und digitale Informationen so zu erfassen, dass sie automatisiert elektronisch im Unternehmen verteilt, nachvollziehbar bearbeitet und letztendlich rechtskonform archiviert werden können. Der Kleine mit grosser Wirkung Mit dem standardisierten Posteingang «Service Light» von Arcplace erhalten Unternehmen die tägliche Briefpost auf dem digitalen Weg und können sie so schnell und einfach weiterverarbeiten. Sie müssen bei der Post nur eine Umleitung ihrer Briefsendungen ans Arcplace Scan & BPO (Business Process Outsourcing) Center in Glattbrugg beantragen und schon sind sie startklar. Die von Arcplace empfangenen Briefe werden verarbeitet und aus jedem Umschlagsinhalt wird eine PDF/A Datei inklusive OCR erstellt. Im Anschluss wird die elektronische Post via SFTP Server oder per E-Mail an die Kundschaft geschickt. Die Rücksendung der physischen Originale

extrahiert und als Metadaten mitgeliefert. Nebst physischen Sendungen können in diesem Service auch elektronische Sendungen verarbeitet werden.

erfolgt auf wöchentlicher Basis oder Arcplace vernichtet diese nach 30 Arbeitstagen datenschutzkonform. Der «Service Light» kann innert Wochenfrist umgesetzt und jederzeit individuell ausgebaut werden. Automatisiert, skalierbar und schlank Etwas weiter geht der «Service Smart». Damit erhalten Unternehmen eine schlanke, automatisierte und skalierbare Prozesslösung für die tägliche Verarbeitung ihrer Eingangspost. Sobald die Post im Scan & BPO Center eintrifft, werden die Sendungen nach allgemeinen sowie individuellen Regeln (Blacklist) verarbeitet. Die Dokumente werden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisiert klassifiziert, die wichtigsten Informationen

Das massgeschneiderte Gesamtpaket Neben den standardisierten Services «Light» und «Smart» bietet Arcplace auch komplett individualisierte Lösungen an. Dieser massgeschneiderte Ansatz bietet Unternehmen ein hybrides Umfeld mit einem integralen, erweiterbaren und skalierbaren Service. Die digitalen Posteingangslösungen können inhouse implementiert, als kompletter Service oder in einer Mischform bezogen werden. Arcplace digitalisiert seit 2011 erfolgreich Posteingänge und verarbeitet mit ihren Services mehrere tausend Briefsendungen täglich. Dabei setzt Arcplace auf hochmoderne Infrastruktur, state-of-the-art Technologieansätze basierend auf künstlicher Intelligenz sowie moderne Reporting- und Statistik-Tools. Warum sich umsteigen lohnt Ein digitaler Posteingang führt zu schnelleren Reaktionszeiten, Fehlerquellen werden eliminiert, die Transparenz erhöht und die Prozessdurchlaufzeiten verringert. Alles

zusammen führt zu wertvollen Kostenersparnissen. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf alle Informationen. Und das sind nur einige der Vorteile. Wir beraten Sie gerne. TEXT ARCPLACE AG

Über Arcplace Die Schweizer Arcplace AG ist ein spezialisierter IT-Dienstleister im Bereich Informationsmanagement und Archivierung. Arcplace betreibt ihre Services mit Rechenzentren in der Schweiz und ist nach dem ISO27001-Standard für Informationssicherheit zertifiziert. www.arcplace.ch info@arcplace.ch +41 44 501 22 00


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CLOUD

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Der Weg in die Cloud ist das Ziel für das KMU Wer in die Cloud will, braucht einen zuverlässigen Provider – das gilt vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen. Oft ist der Hund im Detail begraben. In KMU ist die IT-Kompetenz meist nicht oder nur wenig vorhanden und so entstehen in der Umsetzung Diskrepanz zwischen Wunsch und Resultat sowie Unzufriedenheit bei Lieferanten und Kunden. Dies gilt auch bei der Migration in die Cloud. TEXT ARMIN BAUMANN

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n kleinen und mittleren Betrieben war die Cloud lange Zeit kein Thema. Sie haben erkannt, dass der Betrieb eigener IT-Infrastruktur immer komplexer wird und schneller Anpassungen notwendig werden. Automatisch setzt sich dadurch fast jede Firma tagtäglich damit auseinander. Stolpersteine wie Sicherheitsmängel, intransparente Kosten oder auch die Angst vor langjährigen Knebelverträge lassen jedoch immer noch viele Entscheidungsträger vor dem Umzug in die Cloud zurückschrecken. Die Verfügbarkeit von bezahlbaren, breitbandigen Internetverbindungen ermöglichen nahezu jedem den Zugriff auf die verschiedensten Cloud-Lösungen. Um Cloud-Lösungen erfolgreich umzusetzen, ist die Wahl eines vertrauenswürdigen Anbieters für das KMU enorm wichtig, welcher seine Problematiken erkennt und diese einfach und kostentransparent umsetzt. Wenn ein Kleinwagen die Bedürfnisse deckt, soll dem Kunden kein Rolls Royce verkauft werden! Bei der Vielfältigkeit der existierenden Cloud-Angeboten sind solche Bedenken auch absolut gerechtfertigt. Der Erfolg einer Cloud-Migration hängt von sieben Faktoren ab: 1. Der richtige IT-Partner Im KMU-Umfeld ist meist keine eigene IT-Abteilung vorhanden und somit eine Lösung aus einer Hand von Vorteil. Ob die ganze Informatik oder nur Teile der IT in der Cloud laufen, ist weniger wichtig wie die Wahl des IT-Partner mit vollem Vertrauen. Mit dem Single

Point of Contact und der Administrationshoheit kann der IT-Partner jederzeit direkt reagieren. Dadurch werden Risiken minimiert Doppelspurigkeit verhindert. 2. Besondere Ansprüche Gewisse IT-Anforderungen können im Cloud-Umfeld aufgrund von standardisierten Lösungen oder limitierter Bandbreite zu Problemen führen. Z.B. bedingen CADSysteme oder Produktionsmaschinen eventuell entsprechende Schnittstellen. Längst nicht alle Cloud-Provider bieten Lösungen für solche Fälle. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass diese spezifischen Anforderungen von Anfang an professionell evaluiert und in einem Pflichtenheft festgehalten werden. Für das Erstellen empfiehlt sich eine Drittpartei einzubeziehen. 3. Ausstieg oder Provider-Wechsel Beim Wechsel in die Cloud ist eine gewisse Abhängigkeit vom Provider unumgänglich. Dass der Entscheider im KMU einen «Knebelvertrag» oder nachträgliche Preisanpassungen befürchtet, ist verständlich. Viele Anbieter bieten einen einfachen Ausstieg mit allen Daten, Applikationen und Systemservern an. Ob der Kunde danach mit einer lokalen Infrastruktur weiterfährt oder zu einem anderen Provider wechselt, spielt dabei keine Rolle. Partnerschaft heisst Vertrauen: Ist das Vertrauen nicht mehr da, muss der Kunde jederzeit einfach wechseln können. 4. Datenlokalisierung & Datenschutz Es ergeben sich auch viele Fragen zum Datenschutz oder zum Aufenthaltsort der Daten. Eigentlich würde

die Firma die Daten am liebsten bei sich haben. Durch das vermehrte, flexible Arbeiten müssen Daten aber von überall her verfügbar sein. Ein Cloud-Anbieter muss die Daten des Kunden genau lokalisieren, den Zugang jederzeit gewähren und Datenschutz-Richtlinien einhalten können. 5. Cloud-Computing und Internet Die Kommunikation von Cloud-Computing funktioniert über das Internet. Eine gut funktionierende Internet-Leitung ist daher für einen reibungslosen Betrieb unabdingbar. Meist haben KMU keine redundante Internet-Leitungen, da die Mehrkosten hoch sind und auch die Komplexität damit steigt. Diese ist inzwischen kostengünstig lösbar: Moderne Cloud-Anbieter verfügen über intelligente Verbindungssysteme, die Internet-Leitungen von verschiedenen Providern vollautomatisch miteinander kombinieren und dadurch höchste Internetverfügbarkeit zu einem sehr effizienten Preis garantieren. 6. Ausfallsicherheit Auch KMU-Betriebe haben hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit, die meist durch Service Level Agreements (SLAs) abgesichert sind. Doch diese reichen für eine stabile Infrastruktur nicht aus. Auf die Verfügbarkeit muss daher bei einem Cloud-Provider ganz besonders geachtet werden. Während die einen komplett redundante Datacenter anbieten, stellen andere nur einfache Serverumgebungen ohne hochverfügbare Systeme bereit. Die Provider sind heute durchaus in der Lage, durch Synergieeffekte höchste

Redundanzen zu attraktiven Preisen an kleine Unternehmen zu verkaufen. 7. Transparente Kosten Es existieren verschiedene Verrechnungsmodelle für die Cloud: Von Modellen, die nur gerade das verrechnen, was genutzt wird bis zu fixen monatlichen Kosten. Versteckte Kosten entstehen meist bei Verrechnungen die nur direkte Nutzung verbuchen. So kann ein unnötiger Download oder eine hohe Arbeitslast durch ein abgestürztes Programm bereits höhere Kosten verursachen. Mehr Transparenz bieten Cloud-Provider, die immer nur die Höchstgrenze verrechnen. Der Kunde hat quasi ein Flat-Rate-Abo mit Kostendach. Fazit Cloud Computing ist reif für KMU-Betriebe. Die Kosten sind zwar nicht unbedingt tiefer als bei einer lokalen Variante. Dafür sind die Lösungen «up to date» und mit aktueller Sicherheit geschützt und überwacht. Durch die Technologie erhält das KMU eine höhere Ausfallssicherheit und stetige Investitionen entfallen. Durch Cloud-Lösungen kann sich die Firma auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ist damit auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet. Der Wahl des richtigen, vertrauenswürdigen Partners ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung. Die Evaluation des Partners soll anhand eines Pflichtenheftes erfolgen. Idealerweise wird dies von einer neutralen dritten Stelle in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung der Firma verfasst.

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APP UNTERNEHMENSBERATUNG AG BRANDREPORT

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Wie digitalisieren Schweizer KMU? Viele Firmen haben die Wichtigkeit der Digitalisierung erkannt. Dennoch lauern weiterhin Stolpersteine auf dem Weg in die digitale Zukunft. eine auf die eigene Firma zugeschnittene Strategie zu haben. Wer dies als lästige Pflicht abtut, beraubt sich zahlreicher Chancen und ist weder schneller noch besser. Im schlimmsten Fall fällt man hinter die Konkurrenz zurück und «verbrennt» viel Geld.

Roland Gfeller Mitglied der Geschäftsleitung Leading Consultant

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rei Viertel der Schweizer KMU schätzen die Wichtigkeit der Digitalisierung für ihr Geschäft als wichtig bis sehr wichtig ein. In den letzten Jahren haben insbesondere konservativer eingestellte Firmen erkannt, wie elementar es ist, an der Digitalisierung dranzubleiben. Aktuell holen vor allem kleine und mittlere Unternehmen auf. Die zunehmende Vielzahl von Informationen, Technologien, Tools und Erwartungen machen es schwierig, den Überblick zu behalten und das Richtige zu tun. Hinzu kommt, dass die Digitalisierung, wenn sie erfolgreich sein soll, als Vorgang verstanden werden muss, der alle Aspekte einbezieht – besonders das Kerngeschäft. Eine Unternehmung kann auch nicht im Rahmen eines einmaligen Projekts digitalisiert werden. Die Führung sollte sich immer wieder mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen. Strategie bleibt der Schlüssel zum Erfolg Angesichts der Komplexität, der Herausforderungen und des Umfangs der Digitalisierung ist es wichtig,

Eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie baut auf den eigenen Stärken und Schwächen, den Erwartungen sowie den vorhandenen Möglichkeiten auf. Die Digitalisierung soll dem eigenen Geschäftsmodell zu mehr Erfolg verhelfen und nicht zum Selbstzweck verkommen. Vorhandene Stärken des Unternehmens gilt es auszubauen und Schwächen zu mindern. Damit wird die eigene Position im Markt gestärkt. Sind die Erwartungen der Stakeholder bekannt, können Firmen Bedürfnisse mit digitalen Lösungen befriedigen und Mehrwert schaffen, zum Beispiel durch verstärkte Kundenbindung. Wichtig ist auch, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und zu wissen, welche Anforderungen die Digitalisierung an die Unternehmung stellt. Auf Basis einer seriösen Analyse können Ziele definiert werden. Diese dienen der ganzen Firma als Leitlinien und sollten intern unbedingt kommuniziert werden. Stolpersteine lauern Bei der Umsetzung gilt es, einige Fehler zu vermeiden. So gibt es am Markt mittlerweile viele Lösungsanbieter, die mit grossen Erfolgsversprechen locken. Nicht alle unseriösen Angebote lassen sich sofort entlarven. Und auch Standardtools sollten nur zielorientiert eingesetzt werden. Erfolgreich digitalisieren heisst, entlang der eigenen Bedürfnisse digitalisieren, nicht entlang von Tools.

Zudem vergessen einige Unternehmen, digitale Lösungen zu integrieren. Dabei gilt: Nur wenn Mitarbeitende vom Einsatz neuer IT-Systemen überzeugt und in der Anwendung geschult sind, wird sich eine gewünschte Effizienzsteigerung zeigen. Ebenso können beispielsweise Verkaufstools ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie in die bestehenden Prozesse integriert und den Kunden bekannt sind. Realistische Planung schafft Vertrauen Identifizierte Potenziale sollen in Vorhaben gegossen, bewertet und priorisiert werden. Viele Unternehmen setzen dabei auf die Unterstützung externer Berater. Die einzelnen Vorhaben müssen eine realistische Grösse aufweisen. Eine intern kommunizierte Priorisierung stellt sicher, dass alle Beteiligten wissen, in welcher Reihenfolge woran gearbeitet wird. Dies steigert Effizienz und Effektivität. Hilfreich sind dabei häufig eine Roadmap und kurze Projektsteckbriefe, welche die Ziele, den Strategiebeitrag und die benötigten Skills enthalten.

Umsetzung der einzelnen Vorhaben sicherzustellen, setzt die APP Unternehmensberatung AG ein Vorgehensmodell zur Digitalisierung ein. Dieses gliedert sich in fünf Schritte und umfasst in der Realisierung und Einführung auch wichtige Projektdimensionen sowie kritische Erfolgsfaktoren. Das Vorgehensmodell sowie ein ausführlicher Artikel über die Digitalisierung in KMU sind online kostenlos verfügbar unter: www.app.ch/digitalisierung

Für KMU stellen Skills und Ressourcen oft eine Herausforderung dar. Denn die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungs-Projekten bedingt neue Fähigkeiten: Nebst klassischen IT-Skills werden besonders Kenntnisse im Changemanagement und der Digitalisierung von Prozessen gefordert. Auch hier hilft eine klare Priorisierung, den Ressourceneinsatz effizient zu gestalten. Wenn sich zudem alle Beteiligten mit dem Vorgehen identifizieren können, verbessert dies die Nutzung, schafft Vertrauen und baut Hemmungen ab. Um diesen Strategie- und Planungsprozess erfolgreich durchzuführen und die anschliessende erfolgreiche

Seit über 40 Jahren berät APP Firmen und die öffentliche Verwaltung in den Bereichen Strategie, Organisation und ICT. Das Unternehmen ist überzeugt, dass der Schlüssel zur Weiterentwicklung und zu mehr Effizienz in der erfolgreichen digitalen Transformation liegt. Getreu seinem Anspruch «Es gibt immer eine Lösung» leitet und unterstützt es die Projekte seiner Kunden von der Initialisierung bis zum erfolgreichen Abschluss. www.app.ch

ZHAW - INSTITUT FÜR ANGEWANDTE SIMULATION BRANDREPORT

Unternehmen rüsten sich für die digitale Zukunft

Modelling & Simulation

Daten werden als das neue Gold des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Unternehmen, welche ihre Daten nutzen, optimieren ihre Arbeitsprozesse und bleiben wettbewerbsfähig. Fähigkeiten in Data Science, Machine Learning und Simulation sind deshalb gefragter denn je.

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mmer mehr Unternehmen möchten auf den digitalen Zug von Data Science und Machine Learning aufspringen. Doch wie geht man vor? Man braucht Mitarbeitende in Projektteams, die ein gewisses Knowhow in den Bereichen Datenmanagement, künstliche Intelligenz, Modellierung und Simulation aufweisen. Data Analytics und Machine Learning sind nicht wegzudenken Daten zu Prozessen, Maschinen, Energieverbrauch und Informationsflüssen zu sammeln, zahlt sich heute definitiv aus, genauso wie Maschinen aus Daten lernen zu lassen. Machine-Learning-Modelle können beispielsweise das Verhalten von komplexen Systemen vorhersagen. Technologieunternehmen wie Google oder Amazon setzen solche Vorhersagemodelle bereits erfolgreich als neue Geschäftsmodelle ein. Sind dagegen nicht genügend Daten vorhanden oder möchte man eine Idee realitätsnah testen, kommen die bewährte Modellierung und Simulation in den Fokus. Der Simulationsprozess bringt Transparenz Ein maschinell erlernter Algorithmus sagt etwa voraus, wie die Liefertreue eines Unternehmens von Schwankungen in der Zuverlässigkeit der Lieferanten abhängt. Es ist jedoch für herkömmliche Machine-LearningAnsätze schwierig zu erklären, wie diese Abhängigkeit zustande kommt. Hier ist der Einsatz von Simulationsmodellen nötig. Diese sind vollständig transparent, da die Domänenexpert*innen jeden Prozess detailliert formulieren und ins Modell einbringen. Bei nicht ausreichender Datenmenge können auch Schätzungen einfliessen – Annahmen, die explizit und daher transparent sind. So wird evident, welche Daten gesammelt werden müssen, um die Qualität des Modells zu verbessern.

Mit Simulation experimentieren und Extremsituationen untersuchen Ein sehr nützlicher Aspekt der Simulation ist die Untersuchung unwahrscheinlicher Situationen oder neuer Ideen. In einer validierten Prozesssimulation werden Szenarien eingestellt, die möglich, aber sehr selten sind oder um die potenziellen Auswirkungen von Ideen auszutesten und vorherzusagen. Sie kann seltene Vorkommnisse wie den Ausbruch einer Pandemie untersuchen oder grössere Änderungen wie Neu- oder Umbauten planen. Modulare und individualisierbare Weiterbildung Simulationsprojekte sind erfahrungsgemäss erfolgreicher, wenn ein Unternehmen digitale Kompetenzen in Data Science, Modellierung und Simulation aufweist. Daher bietet die ZHAW Life Sciences und Facility Management zusammen mit der OST neue Weiterbildungskurse in Zürich und Wädenswil an. Sie sollen den Domänenexpert*innen die Möglichkeit bieten Methoden und nützliche Tools zu erlernen und erste Schritte mit Data Science, Machine Learning, Modellierung und Simulation zu unternehmen. Die Kurse sind modular aufgebaut und können individuell an die persönliche Verfügbarkeit angepasst werden. Beispielsweise kann für die Diplomarbeit eine Fragestellung aus dem eigenen Arbeitsumfeld bearbeitet werden. Die Kurse kann man einzeln belegen oder im Rahmen des CAS in Digital Life Sciences absolvieren. Zusätzlich ist das Weiterbildungsangebot auch online absolvierbar – natürlich auch mit dem Fokus auf Modellierung und Simulation komplexer Prozesse.

Machine Learning

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Zürcher Fachhochschule

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BRANDREPORT COMPANY FACTORY AG

Die Company Factory verhilft KMU auf die Erfolgsspur durch die Verknüpfung von Business, Tech und Marketing Jedes KMU muss sich früher oder später mit der digitalen Transformation befassen. Die Company Factory AG unterstützt traditionelle Firmen, auf Basis der dualen Transformation, sich weiterzuentwickeln oder neu aufzustellen. Interview mit François Glur, Managing Partner, Mario Saladino, Managing Partner, und Annina Schamberger, Head of Marketing Ganz generell: Wie schätzen Sie den aktuellen Stand der digitalen Transformation in den Schweizer KMU ein – auch im Vergleich zum Ausland? Mario Saladino: Eine allgemeingültige Aussage zur Digitalisierung der Schweizer KMU ist schwierig. Die Definition eines KMU ist an die Anzahl der Mitarbeitenden geknüpft, deshalb lässt sich diese Frage besser über die Innovationskraft des Unternehmens in der entsprechenden Branche beantworten. Viele KMU, die sich über die letzten Jahrzehnte als Hidden Champions ihrer Branche etabliert und die Digitalisierung strategisch hoch priorisiert haben, sind sehr erfolgreich. Sie haben so wegweisende Geschäftsmodelle entwickelt, die sogar international übernommen worden sind. Aber wir stellen auch das Gegenteil fest: Etablierte Unternehmen, welche in den letzten Jahren nur wenig in die digitale Transformation investiert haben, kommen nun an die Grenzen ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Sie werden bedrängt von kleineren, agileren und digital fortgeschritteneren Konkurrenten. Die Company Factory hilft Firmen, ihre Kerngeschäfte zukunftsfähig zu machen. Was heisst das konkret an einem Praxisbeispiel? François Glur: Viele unserer Kunden haben sich über die letzten Jahrzehnte eine marktführende Position in einer Nische erarbeitet. Der Druck bei der Marktbearbeitung hat sich aber in den letzten fünf Jahren spürbar erhöht, auch aufgrund der Digitalisierung. So haben wir beispielsweise für und mit einem familiengeführten Schweizer Unternehmen im Bereich der Oberflächenbearbeitung den Vertrieb sanft digitalisiert, um die globale Verkaufsmannschaft möglichst optimal zu unterstützen. Was bedeutet sanft? Wir haben eine neue digitale Leadgenerierungs- und Leadqualifizierungstools evaluiert und getestet. Anschliessend haben wir das Team dafür geschult, um uns dann aus dem Prozess zurückzuziehen und ihn vollständig in die Kernorganisation zurückzugeben. Da es sich um ein sehr spezialisiertes Produktsortiment handelt und der Bedarf der potenziellen Kunden häufig nicht auf den ersten oder zweiten Blick identifiziert werden kann, haben wir auch auf Online-Recherche spezialisierte Freelancer integriert, um das Verkaufsteam zu unterstützen. So kann sich der Verkauf wieder um seine Kernkompetenzen kümmern, statt sich 70 Prozent der Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben herumzuschlagen. Diese Veränderungen stellen auch hohe Anforderungen an die KMU beziehungsweise an die Inhaber*innen, Führungskräfte und Mitarbeiter*innen. Wie ist diesbezüglich Ihre Erfahrung? Mario Saladino: Es ist klar, dass Digitalisierung alleine die Probleme nicht löst. Wir stellen fest, dass die Implementierung von neuen Technologien in ein Unternehmen von unseren Kunden als die grösste Hürde eingestuft wird. Dieser Projektschritt der Digitalisierung ist jedoch meist der einfachste. Kaum wird ein Baustein gesetzt, löst das bereits einen Folgeprozess in der Transformation der Arbeitsweise der Mitarbeitenden aus. Oft hilft es, die Begriffe «digitale Transformation» oder «Digitalisierung» so zu erklären: Digitalisierung ist ein abstraktes Thema – so wie seinerzeit das Feuer für den Menschen. Ihm nur ein Streichholz in die Hand zu drücken und dann die Erfindung des Feuers als getane Arbeit zu betrachten, reicht nicht. Man muss also dem Kunden erklären, was er mit diesem Feuer alles erreichen kann und wie es ihn weiterbringt: Es kann damit beispielsweise das Haus wärmen oder kochen. Und in diesem Sinne ist Kochen nun mal ein anderes Handwerk, als Feuer zu machen. Erst mit dem Nutzen des Feuers wird Wert geschaffen. Deshalb stellt die Digitalisierung eine enorme Herausforderung an die Führungskräfte. Sie müssen die gesamte Organisation mit auf den Weg mitnehmen. Dieser Wechsel der Gewohnheiten und Kultur bindet oft mehr Ressourcen als vermutet und wird meistens im Laufe des Projektes zum kritischen Erfolgsfaktor der kompletten Digitalisierung.

Helfen mit ihren Ideen Firmen dabei, zukunftsfähig zu werden: (v.l.n.r.) François Glur, Mario Saladino und Annina Schamberger. Was erwarten Sie von einem KMU, das mit Ihnen gemeinsam den Weg in die digitale Zukunft gehen will? Mario Saladino: Egal ob Projekt, Kunde, Beziehung, Freundschaft: Eine erfolgreiche Partnerschaft funktioniert nur, wenn zwischen beiden Parteien eine Übereinstimmung der Werte und gegenseitiger Respekt als Grundlage besteht. Konkret heisst das, dass wir von unseren Kunden die Freude zur Veränderung erwarten und dass wir uns täglich auf Augenhöhe begegnen können. Digitale Transformation ist ein gemeinsamer Marathon und kein Sprint – und es braucht den Mut dazu, die Voraussetzungen für diese Veränderung zu schaffen. Um dieses Rennen gemeinsam zu gewinnen, ist über die ganze Strecke eine offene und transparente Kommunikation nötig.

wie möglich. So erhalten wir die Agilität innerhalb der Einheit und profitieren trotzdem vom Kerngeschäft mit seinen Spezialisten. Wir handeln dabei systematisch nach dem Lean-Startup-Ansatz: Wir bauen Prototypen, testen diese direkt am Markt und entwickeln sie basierend auf den gewonnen Erkenntnissen iterativ weiter. Gegen Ende der Aufbauphase haben wir das Kernteam rekrutiert und uns dann schrittweise wieder zurückgezogen.

Die Company Factory begleitet traditionelle Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und erfolgreichen Firma. Wie sind Sie aufgestellt, um dieses Versprechen sicherzustellen? Annina Schamberger: Das Einzigartige an der Company Factory ist die Verknüpfung von Business, Tech und Marketing. Unser Team ist extrem facettenreich und genau deshalb können wir KMU alles aus einer Hand anbieten. Wir haben die entsprechenden Expert*innen aus den Bereichen Business, Tech und Marketing alle inhouse und zeichnen uns generell durch einen guten Mix aus – mit Generalist*innen, Themen-Nerds sowie alten Hasen und jungen Digital Minds. Das macht uns nicht nur schneller und effizienter in der Umsetzung, sondern wir lernen auch täglich viel voneinander und merken zudem, wie wichtig Kommunikation ist. Nur durch gute Kommunikation können beispielsweise Full Stack Developer*innen und Business Grower*innen erfolgreich an einem Strang ziehen, ohne dass wir dazwischen noch eine grosse Projektmanagement-Maschinerie benötigen.

Bei den evolutionären Projekten handelt es sich meist um die Weiterentwicklung von bestehenden Technologien innerhalb des Unternehmens. Beispiele dafür sind die Digitalisierung von Prozessen oder die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Beim Ablösen eines Legacy Systems entstehen oft hohe Investitionskosten, da alle auf der Software basierenden Geschäftsprozesse nachgebaut und Daten migriert werden müssen.

Duale Transformation beinhaltet ja, dass Unternehmen ihr Kerngeschäft gezielt weiterentwickeln, aber auch neue Geschäftsfelder etablieren. Gibt es dazu ein spannendes Beispiel aus der Praxis? François Glur: Für einen globalen Marktführer in der Haustechnikbranche im industriellen und kommerziellen Bereich haben wir in den letzten zwei Jahren eine neue globale Geschäftseinheit für Privatkunden als zukünftiges neues Standbein aufgebaut. Beim Aufbau neuer Geschäftsfelder ist unser Involvement zu Beginn des Prozesses bewusst sehr hoch. Basierend auf den Marktbedürfnissen bauen wir gemeinsam mit dem Kunden neue Strukturen auf – so viel wie nötig und so wenig

Transformation setzt auch die Digitalisierung der bestehenden Infrastruktur voraus. Welche Herausforderungen im Tech-Bereich stellt das an die KMU? Mario Saladino: Wir unterscheiden im Sinne der dualen Transformation zwischen evolutionären und revolutionären Entwicklungsprojekten.

Bei den revolutionären Entwicklungen bauen wir auf modernster Technologie die Lösungen für unsere Kunden neu. Diese Projekte stellen meist keine Herausforderung für die Infrastruktur der Kunden dar, da dank der Cloud-Technologie sowie den dazugehörigen Servern in der Schweiz keine weitere Infrastruktur benötigt wird. Der häufigste und spannendste Fall ist die Kombination beider Ansätze. So können wir konzentriert auf den Endkunden immer die richtige Technologie einsetzen. Wie können KMU überhaupt sicherstellen, dass sie junge Talente in ihren Reihen haben, welche diese Herausforderungen beispielsweise im Tech meistern können? Annina Schamberger: Indem sie frühzeitig mit jungen Talenten in Kontakt treten. Denn KMU sind oftmals ungeschliffene Rohdiamanten, wenn es um EmployerBranding-Themen geht. Sie bieten jungen Berufseinsteiger*innen eigentlich genau das, was diese sich wünschen: Von Anfang an die Möglichkeit zu haben, mit anzupacken. Doch leider kommunizieren sie das nicht oder auf den falschen Kanälen. Die jungen Talente erfahren so oft gar nicht von dieser Möglichkeit. Deshalb haben wir kürzlich das Next.Entrepreneur Bootcamp (nextentrepreneur.ch) lanciert, in dem wir junge Talente

und KMU zusammenbringen. So erhalten KMU nicht nur wertvolle Inputs zu ihren aktuellen Fragestellungen, sondern lernen auch potenzielle Arbeitnehmer*innen in kürzester Zeit viel besser kennen als an jedem Bewerbungsgespräch oder Assessment Center. Neben Employer Branding ist auch Marketing ein grosses Thema. Welche Herausforderungen haben KMU in diesem Bereich aktuell? Annina Schamberger: Genau wie beim Employer Branding stehen die KMU auch im Marketing vor der Herausforderung, ihre Geschichten richtig zu erzählen und über die richtigen Kanäle zu streuen. Eine ungemeine Fülle an unterschiedlichen Agenturen bieten sich dafür an, die sich teilweise auf einzelne Bereiche spezialisiert haben, wie SEA oder Social-Media-Marketing. Die KMU müssen also die richtigen Partner für Bereiche evaluieren, die nicht zu ihren eigenen Kernkompetenzen gehören. Das ist ein Mehrwert, den die Company Factory bieten kann: Wir kennen und verstehen die Herausforderungen der KMU aus eigener Erfahrung und können ihnen deshalb massgeschneiderte Lösungen aus einer Hand anbieten. Die Company Factory AG mit Sitz in Winterthur ist 2017 aus einem Innovationsprojekt der Bodenschatz AG entstanden und unterstützt seitdem KMU als One-Stop-Shop in Transformationsprozessen. Dies in den Bereichen Business, Tech und Marketing, um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu meistern. Das Team der Company Factory besteht aus knapp 30 Mitarbeitenden, welche bereits über 160 Projekte mit Schweizer KMU erfolgreich gemeistert haben. Hierbei setzt die Company Factory auf das Modell der dualen Transformation: Das Kerngeschäft zukunftssicher und wandlungsfähiger machen (Evolution) und neue Geschäftsfelder aufbauen (Revolution), um die Abhängigkeit vom Kerngeschäft zu reduzieren. www.company-factory.ch


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SYSTEMCREDIT AG BRANDREPORT

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Die gesunde KMU-Finanzierung Mit der digitalen Kreditplattform für KMU sorgt Systemcredit für mehr gesunde KMU-Finanzierungen. Mit dem Zugang zu gesunden Finanzierungen für KMUs lassen sich Projekte mit sinnvollen Finanzierungsstrukturen erfolgreich umsetzen. So können KMU langfristig gesundes Wachstum anstreben und das volle Potenzial Ihres Unternehmen freisetzen. zusätzlicher Wert generiert und die Firma kann wachsen. Eben diesen Nutzen soll ein Kredit unterstützen und dazu muss er genau auf die Bedürfnisse des Projekts angepasst sein.

Daniel V. Christen CEO & Mitgründer

Herr Daniel Christen, was verstehen Sie unter einer gesunden KMU-Finanzierung? Eine Finanzierung soll KMU unterstützen, ihre Projekte zu verwirklichen und damit unternehmerisches Potenzial freizusetzen. Eine gesunde Finanzierung wird nur erreicht, wenn die vier Pfeiler abgedeckt werden: Finanzierungen müssen zugänglich sein, dem KMU einen Nutzen erbringen, zu attraktiven Konditionen erhältlich und schliesslich auch tragbar sein. Können Sie mir die vier Pfeiler etwas genauer erklären? Der erste Pfeiler stellt den Zugang zu Finanzierungen dar und zwar ohne viel Zeit in Anspruch zu nehmen – der KMU-Unternehmer hat ja noch ganz viel anderes zu erledigen. Für eine gesunde Finanzierung macht es auch Sinn, Angebote von verschiedenen Anbietern zu vergleichen. Denn die besten Offerten erhält der Unternehmer, indem er den Wettbewerb unter den Anbietern nutzt. Der zweite Pfeiler beschreibt den Nutzen der Finanzierung. Setzt das KMU ein Projekt erfolgreich um, so wird

Der dritte Pfeiler steht für die viel erwähnten Kreditkonditionen. Wie erhält das KMU den günstigen Zins? Muss es den Kredit laufend zurückzahlen oder erst am Ende der Laufzeit? Wie stark belastet die Finanzierung langfristig die Ertragskraft der Unternehmung? Welche Sicherheiten muss es für den Kredit hinterlegen? Wichtige Fragen, die es zu klären gilt. Der vierte Pfeiler steht für einen der wohl wichtigsten Faktoren einer gesunden Finanzierung – die Tragbarkeit des Kredits. Eine Finanzierung ist nur dann tragbar, wenn der Kredit mit Zinsen zurückbezahlt werden kann, ohne langfristig die Firmenfinanzen zu belasten. Das kann und soll vor der Unterzeichnung des Kreditvertrags ganz genau gemessen werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Finanzierung eine nützliche Stütze für das KMU bei der Umsetzung eines unternehmerischen Vorhabens ist. Aber eben nur, wenn der Kredit optimal an das Bedürfnis und

die spezifischen Anforderungen des KMU angepasst ist und attraktive Konditionen aufweist. Dann ist jeder Kredit auch tragbar und belastet nicht, sondern unterstützt KMU dabei, ihre Projekte umzusetzen und damit ihr volles unternehmerisches Potenzial freizusetzen.

besten zu ihm passt. Systemcredit unterstützt das KMU im Kreditantragsprozess und weiss genau, welcher Kredit und welche Anbieter zu seinem Bedürfnis passen. So ist das Projekt optimal finanziert und das KMU kann sich auf dessen Umsetzung konzentrieren.

Und Sie glauben, das ist aktuell nicht erfüllt? Wir merken in Gesprächen immer wieder, dass grosse Unsicherheiten herrschen. Der Prozess ist je nach Kredit sehr komplex, zeitaufwendig und mit viel Papierkram verbunden. Dafür hat das KMU selten Zeit und meist auch keine Lust. Denn der KMU-Unternehmer will sein Projekt umsetzen und das Potenzial seines KMU freisetzen – die Finanzierung ist für ihn Mittel zum Zweck.

Über Systemcredit Das junge Unternehmen aus Schlieren unterstützt KMU bei der Umsetzung ihrer Projekte durch gesunde Finanzierungen.

Wie könnte der Prozess denn einfacher gestaltet werden? Dafür gibt es eine ganz einfache Antwort – mittels Digitalisierung. Systemcredit betreibt eine Kreditplattform, die KMU mit vielen Kreditgebern zusammenbringt. Unternehmer können ihre Kreditanfrage in nur wenigen Minuten eingeben und erhalten Kreditofferten von verschiedenen Anbietern zu attraktiven Konditionen. Der Unternehmer muss nur noch entscheiden, welche am

Daniel V. Christen hat für Schweizer Banken auf drei Kontinenten Firmen finanziert und sich während seines Abstechers zum SECO für gute Rahmenbedingungen für KMU eingesetzt und dabei die Bedürfnisse von Schweizer KMU kennengelernt. 2018 hat er mit Gleichgesinnten Systemcredit gegründet, um die traditionelle KMU-Finanzierung mittels Digitalisierung zu modernisieren und KMU dabei zu unterstützen, Ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Unternehmer können ihre Kreditanfrage in nur wenigen Minuten eingeben und erhalten Kreditofferten von verschiedenen Anbietern zu attraktiven Konditionen.

Weitere Informationen www.systemcredit.com

BDO AG BRANDREPORT

Die smarte Art der Zeiterfassung Die Anforderungen an ein Zeiterfassungssystem sind vielfältig und branchenspezifisch – die Ansprüche hoch und individuell. Im Projektgeschäft wird das Thema Zeiterfassung häufig unterschätzt. Es geht um weit mehr als nur darum, die gesetzlichen Vorgaben und die Personal-Reglemente ins System einzubinden.

Claudio Fortunato Leiter Abacus HR bei BDO

F

ür produzierende Unternehmen sind die Integration von Schichtzulagen, Absenzen, Vorholzeiten, Sonnund Feiertagszulagen oder die Auszahlung von Überzeiten von zentraler Bedeutung. Ein Zeiterfassungssystem muss so konzipiert sein, dass es auf die Bedürfnisse jedes Unternehmens abgestimmt werden kann: vom einzelnen Modul bis zur integrierten Lösung. Die Abacus Zeiterfassung wird diesem Anspruch gerecht und ermöglicht die individuelle Kombination verschiedener Zeiterfassungs-Prozesse – sei es mobil mit dem Smartphone, stationär über die Stempeluhr, automatisch anhand eines Beacons oder im Browser über das Mitarbeiter-Portal. Komplexe Anforderungen Das Bedürfnis nach smarten Lösungen, Effizienzsteigerung und Automatisierung im Zeiterfassungsprozess wächst zunehmend auch bei kleineren und mittelgrossen Unternehmen. Denn es kostet Zeit, den Monatsrapport des Servicetechnikers, der seine Einsätze in Papierform dokumentiert, manuell zu verarbeiten. Auch das Modell «Stempeluhr» kann mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden sein, wenn am Monatsende die einzelnen Tagesstempelungen noch zusammengerechnet werden müssen. Ein Zeiterfassungssystem muss unter Umständen komplexen Anforderungen gerecht werden, die weit über das

Registrieren von «Kommen und Gehen» der Mitarbeitenden hinausgehen. Denn eines ist klar: Arbeitszeit ist nicht gleich Arbeitszeit. Sie unterscheidet sich mitunter im Hinblick auf die Zuschläge, die zum Beispiel für Nachtschichten geltend gemacht werden können. Zudem muss die Arbeitszeit bei vielen Unternehmen einer Projektzeit oder spezifischen Kostenstellen zugewiesen werden. Diese Kostenstellen müssen im Zeiterfassungssystem aufbereitet sein – und zwar so, dass sich das Rapportieren für die Mitarbeitenden intuitiv und zeitsparend gestaltet. Dies bei gleichzeitiger Reduktion des administrativen Aufwandes am Ende des Monats. Mehrwert dank Zeiterfassungssystem Durch den Einsatz eines modernen Zeiterfassungssystems können personelle Ressourcen optimal geplant und verwaltet werden. Weiterhin reduziert sich der Zeitaufwand in vielen Bereichen, da die Planung des Personals vereinfacht und ein optimaler Überblick über die Arbeitszeiten und Absenzen gegeben ist. Mobile Apps wie AbaCliK und AbaClock ermöglichen beispielsweise ein standortunabhängiges Erfassen der Arbeits- und Leistungszeit sowie von Spesen. Der Servicetechniker kann seine Arbeitszeit damit bequem auf seinem Smartphone

erfassen, sobald er seinen Auftrag beim Kunden ausgeführt hat und in den wohlverdienten Feierabend geht. Individuelle Bedürfnisse Kein Unternehmen ist wie das andere. Aus diesem Grund gleicht kein Zeiterfassungsprojekt dem anderen. Die Einführung eines neuen Zeiterfassungssystems kann sich durchaus komplex gestalten. Hat sich ein Unternehmen für diesen Schritt entschieden, prüft das Team von BDO Abacus die individuellen Kundenbedürfnisse und Anforderungen. Gemeinsam wird eruiert, welche Module diesen Bedürfnissen beikommen und damit sinnvoll sind, bevor die effektive Umsetzung startet. Eine weitsichtige Planung, die auch das Herz des Unternehmens - die Mitarbeitenden – miteinbezieht, ist hierbei von ausschlaggebender Bedeutung. Ein Projekt, das BDO Abacus mit Chocolat Bernrain im Jahr 2020 umgesetzt hat, veranschaulicht beispielhaft, wie spezifisch die Anforderungen sein können – und dass sich die Einführung eines vielseitigen Zeiterfassungssystems am Ende immer lohnt. Chocolat Bernrain sattelt um Die Chocolat Bernrain in Kreuzlingen hat sich 2019 dazu entschieden, auf die digitale Zeiterfassung

umzustellen und sich hierfür BDO Abacus anzuvertrauen. Von Beginn an standen in diesem Projekt die Bedienfreundlichkeit für Anwender und eine hohe Flexibilität in der Verarbeitung im Zentrum. Ein Blick zurück zum Projektstart: In der konzeptionellen Phase wurde klar, dass sich die bestehende funktionale «Spezialität» von Chocolat Bernrain, nämlich die Erfassung der Kostenstellen via Scanpistole, nicht so einfach in Abacus integrieren lässt. Aber was wäre ein Projekt ohne Herausforderungen? Zum Ziel führte, wie so oft, eine konstruktive Zusammenarbeit. Mit Hilfe eines externen Partnerunternehmens konnte die gewünschte Lösung realisiert und gleichzeitig modernisieret werden. Sie ermöglicht es den Mitarbeitenden von Chocolat Bernrain, neu via Batch und Handy die Zeiten auf Kostenstellen zu erfassen. Die Einführung im Januar 2020 erfolgte termingerecht, trotz relativ kurzer Testphase. Die Mitarbeitenden des Unternehmens wurden intensiv geschult und erfassen seither ihre Zeiten mit der neuen «Smart Zeiterfassung». Die Chocolat Bernrain profitiert zudem von Optimierungen im Bereich der Auswertungen, die grössere Zeitersparnisse beim Controlling ermöglichen. BDO AG | 8031 Zürich T +41 44 444 35 55 www.bdo.ch/abacus


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

08

IT UND CYBER SECURITY

WWW.FOKUS.SWISS

Risiken im digitalen Raum Die Themen IT und Cyber Security haben in den letzten Monaten mit der Verschiebung ins Homeoffice und Remote Working an Brisanz gewonnen. TEXT MOHAN MANI

U

nter dem Titel «Cyberangriff auf IT-Netzwerk von Stadler» wandte sich die Stadler Rail Group von Peter Spuhler noch im Mai 2020 an die Medien. Interne Überwachungsdienste hatten festgestellt, dass das IT-Netzwerk des Zugbauers mit Schadsoftware angegriffen wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Datenabfluss stattgefunden habe. Es sei von einer professionellen Attacke auszugehen. Eine unbekannte Täterschaft versuchte, Stadler unter Forderung hoher Geldbeträge zu erpressen und mit der möglichen Veröffentlichung von Daten unter Druck zu setzen, um dem Unternehmen und damit auch seinen Mitarbeitenden zu schaden. Stadler hat umgehend die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen eingeleitet, externe Spezialisten beigezogen und die zuständigen Behörden involviert. Die Backup-Daten des Unternehmens waren zum Glück vollumfänglich vorhanden und funktionsfähig. Nach heutigem Stand hat Stadler hat den Fall für sich abgeschlossen, wie der Projektleiter Kommunikation & PR, Fabian Vettori, gegenüber «Fokus» bestätigt: «Dank unserer professionellen IT-Abteilung konnten wir die betroffenen Systeme innerhalb kürzester Zeit wieder hochfahren. Da das Strafverfahren der Staatsanwalt weiterläuft, können wir uns darüber hinaus nicht weiter äussern.» Steigende Malware-Angriffe Von Cybercrime sind nicht nur weltweit operierende Grossunternehmen wie Stadler Rail betroffen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). So hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich im Auftrag von digitalswitzerland von August bis Oktober 2020 in einer repräsentativen Umfrage 503 KMUCEOs zur Digitalisierung und Cybersicherheit in ihren Unternehmen befragt. Es zeigte sich, dass rund jedes fünfte KMU (18 Prozent) schon Opfer eines folgenschweren Malware-Angriffs war. Neben Malware-Angriffen sind einige KMUs anderen Angriffen zum Opfer gefallen. Dazu gehören der Online-Betrug (6 Prozent) etwa durch einen gefälschten Zahlungsauftrag im Namen des Geschäftsführenden, ein Datendiebstahl (5 Prozent), eine absichtlich herbeigeführte Überlastung des Netzes oder des Servers (5 %) und die Erpressung (4 Prozent): «Diese Anteile von vier bis sechs Prozent mögen auf den ersten Blick klein erscheinen», sagt

Andreas W. Kaelin, stellvertretender Geschäftsführer bei digitalswitzerland. «Hochgerechnet auf die Grundgesamtheit der Schweizer KMU sind die Zahlen jedoch beachtenswert. So bedeutet etwa eine Erpressungsrate von vier Prozent, dass über 6000 kleine Unternehmungen bereits erpresst wurden.» Keine hundertprozentige Sicherheit Eine 100-prozentige Sicherheit lässt sich durch technische Massnahmen nie erreichen. Gemäss dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) sind nicht die technischen Massnahmen das schwächste Glied in der Kette, sondern meist der Mensch. Diese Aussage kann auch Kaelin bestätigen: «Darum müssen der Bund und die Wirtschaftsverbände mit grossangelegten Kampagnen die User über Risiken im Digitalen Raum sensibilisieren. Einerseits muss die Schadensrealität in der Öffentlichkeit mit konkreten Beispielen unterlegt werden: Wir brauchen User und Unternehmen, die öffentlich über ihre durch Cyberangriffe erlittenen Schäden berichten. Anderseits muss gebetsmühlenartig auf die entscheidenden Punkte zum Schutz vor Angriffen aus dem Internet hingewiesen werden. Darum wiederhole ich immer und immer wieder: sichere Passwörter, regelmässige Datensicherung, laufende Aktualisierung von Soft- und Hardware sowie das Erkennen von kriminellen Machenschaften über E-Mail oder Fake-Internet-Seiten.» Frei nach dem Motto «kleiner Aufwand – grosse Wirkung»

lassen sich einige grundlegende Schutzmassnahmen (siehe Kasten) ganz einfach umsetzen. Cyberrisiken durch Home-Office Weltweit arbeiten zurzeit Millionen Menschen von zu Hause, denn draussen grassiert Covid-19. Aber auch in den eigenen vier Wände lauert Gefahr: Weil Computer im Homeoffice meist nicht so gut geschützt sind wie im Büro, wittern Hacker ihre Chance. Gemäss der neusten polizeilichen Kriminalstatistik wurden im Jahre 2020 nahezu 24 400 digitale Straftaten registriert. Tendenz steigend, da der intelligente Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) für die Innovationskraft und den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg einer KMU von strategischer Bedeutung ist. Zugleich führt der zunehmende ICT-Einsatz zu mehr Aktivitäten im digitalen Raum und somit auch zu mehr Cyberrisiken: «Ich hoffe, dass die Schadensfälle nicht zunehmen. Dies gelingt aber nur, wenn die digitalen Risiken für Bürger und Unternehmen bekannt sind und die grundlegenden Schutzmassnahmen im privaten wie im geschäftlichen Bereich umgesetzt werden», so Kaelin. Auch Grossbetriebe wie der Stadler Rail setzt die behördlichen Vorgaben seitens Bund und Kanton bestmöglich um. Für einen Produktionsbetrieb ist die Umsetzung von Home-Office gemäss eigener Angabe aber äusserst schwierig und nur partiell durchführbar – in heutigen Cybercrime-Zeiten durchaus ein Vorteil.

Grundlegende Schutzmassnahmen 1. Sichere Passwörter Passwörter sollten zwölf Stellen gemischt mit Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Für jeden Dienst muss ein anderes Passwort eingesetzt werden. Um den Überblick zu behalten, empfiehlt sich entweder einen Passwort-Manager wie Secure Safe oder das Notieren der Passwörter auf einem Zettel, welcher räumlich getrennt vom PC an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Auf keinen Fall gehören Passwörter auf Dokumente auf dem Computer oder auf einen Zettel, der am Bildschirm klebt. 2. Regelmässige Updates Updates verbessern nicht nur die Funktionen der Programme, meistens werden damit auch Sicherheitslücken behoben. 3. Regelmässige Backups Mindestens einmal pro Woche sollten alle Daten auf einem externen Datenträger abgespeichert werden. So kann der Schaden begrenzt werden, wenn Hacker die Systeme verschlüsseln und dem Besitzer so den Zugriff verweigern. Bei Backups sollte aber immer kontrolliert werden, ob diese auch funktionieren. Ausserdem sind externe Datenspeicher nutzlos, wenn sie auf demselben Netzwerk wie der PC dauernd angeschlossen sind. 4. Erkennen von Schadsoftware Sogenannte Phishing-E-Mails sind für Hacker der «Königsweg», um in Systeme von Firmen oder Privatpersonen einzudringen. Mit Phishing-E-Mails täuschen Hacker eine seriöse Absicht vor, und weisen den Empfänger an, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen. Besteht die E-Mail-Adresse hinter dem seriösen Absendernamen aus einem Buchstaben- und Zahlensalat, ist sie ziemlich sicher falsch. Ausserdem sollte man sich fragen, ob man wirklich ein Paket abholen muss, bevor man auf den Link eines Paketdienstes klickt. Oder ob die Swisscom wirklich plötzlich Rechnungen per E-Mail versendet.

BRANDREPORT FORTINET

Unternehmen müssen die Cybersecurity für Remote-Arbeiter jetzt erst recht vorantreiben Die Pandemie hat Remote-Arbeit zur Pflicht gemacht und die digitale Transformation in den Unternehmen vorangetrieben. Dabei haben Unternehmen die Vorteile der Arbeit von zu Hause für sich und ihre Mitarbeiter erkannt. Deshalb werden die Netzwerkinfrastruktur und Zero Trust Access in Zukunft ein wichtiges Thema für ein nachhaltiges Homeoffice sein.

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uch wenn es auf den ersten Blick vielleicht wie eine Mammutaufgabe erschien, war die Implementierung von stabilen und sicheren Massnahmen für die Remote-Work zumindest technisch nicht so schwierig, wie viele Unternehmen es

Franz Kaiser, Country Manager Switzerland bei Fortinet (Bild: Fortinet)

zunächst vermutet haben. Mit sorgfältiger Planung und den richtigen Technologiepartnern konnten sie diese Herausforderung schnell überwinden und ihre Strategie zur Remote-Work umsetzen oder erweitern. Unternehmen haben erkannt, dass es viele Gründe dafür gibt, das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen oder diese Möglichkeit sogar auszubauen. Remote-Work wird für viele Unternehmen Normalität und zu einem Grundpfeiler für zukünftige Unternehmensprozesse werden. Dezentrale Arbeit und dynamische Infrastrukturen fordern volle Aufmerksamkeit Damit Remote-Work nachhaltig bleibt, müssen Unternehmen ihr Netzwerk in den Mittelpunkt stellen, damit sie weiter expandieren können. Das bedeutet, dass ihre Netzwerkinfrastruktur dynamische Veränderungen und die Integration neuer Technologien ermöglicht sowie über integrierte und automatisierte Sicherheitsfunktionen verfügt. Das ist die Voraussetzung dafür, die Komplexität des Netzwerks langfristig zu reduzieren und die Effizienz des Unternehmens zu steigern.

Remote-Work wird für viele Unternehmen Normalität werden. Neben der Flexibilität des Netzwerkes ist Zero-TrustAccess ein zweiter Pfeiler, auf den Organisationen ihre Remote-Work-Strategie aufbauen sollten, um langfristig erfolgreich zu sein. Das liegt zum einen daran, dass Unternehmen mittlerweile erkannt haben, dass ihre VPN-Tunnel alle Nutzer erkennen und verifizieren müssen. Zum anderen gibt es eine Vielzahl an Nutzern, die über viele verschiedene Geräte Zugang zum Unternehmensnetzwerk haben. Die Fähigkeit, alles in diesem Netzwerk zu verstehen und zu erkennen, ist deshalb zu einem entscheidenden Faktor geworden, den Ansprüchen der Remote-Work gerecht zu werden.

Das Recht auf eine Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk kann einem Benutzer, einem Prozess oder einem Gerät nicht standardmässig erteilt werden. Vielmehr sollte bei jeder Appplikationsverbindung eine sichere Authentifizierung durchgeführt werden. Während eines solchen Vorgangs wird genau geprüft, ob eine Anfrage legitim ist, welchen Zweck sie verfolgt und wie sich die Verbindung verhält. Wenn eine Sicherheitslücke oder eine ungewöhnliche Aktivität entdeckt wird, muss das Gerät isoliert und die potenzielle Bedrohung in Sekundenbruchteilen bewertet werden. Die Remote-Arbeit etabliert sich als Normalität. Deshalb sind dynamische Netzwerkinfrastrukturen und Zero-Trust-Access-Richtlinien ein kritischer Erfolgsfaktor für den langfristigen Erfolg.

Weitere Informationen: www.fortinet.com


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

ALLIANZ SUISSE BRANDREPORT

09

Social Engineering – Wenn der Mensch zur Schwachstelle wird Durch die zunehmende Vernetzung der Wirtschaft sind Unternehmen vermehrt anfällig für Cyberattacken. Die Methoden der Cyberkriminellen werden dabei immer perfider und zielen verstärkt auf das Vertrauen von Mitarbeitenden – Stichwort Social Engineering. Mit der neuen Cyber-Crime-Zusatzdeckung der Allianz Suisse können sich KMU gegen Risiken, die in Zusammenhang mit Identitätsmissbrauch stehen, absichern.

D

ie Welt wird immer vernetzter: Bis heute sind ca. 50 Milliarden Geräte mit dem «Internet of Things» vernetzt. Vom Kühlschrank über Radio und Fernsehen bis hin zum Auto. Das sind riesige Chancen. Wo Chancen sind, sind jedoch meistens auch Risiken nicht weit. Cyberattacken, Datendiebstähle, Datenbetrug und Systemausfälle sind nur einige Beispiele für reale Bedrohungen durch die Digitalisierung, von denen Unternehmen und Privatpersonen immer stärker betroffen sind. So betragen die Kosten für Schäden, die weltweit durch Cyberattacken entstehen, nach Schätzungen von Experten bereits mehr als 500 Milliarden Dollar. Offenbar ein lukratives Geschäft für die Internetkriminellen, deren Methoden immer perfider werden. Unternehmen fokussieren sich meistens auf den Schutz vor spezifischen Hacker-Angriffen, die auf das Firmennetzwerk zielen wie etwa Viren, Trojaner oder DDOSAttacken. Eine Schwachstelle, die als Einfallstor häufig unterschätzt wird: Social Engineering, das von den Kriminellen überall dort eingesetzt wird, wo Menschen beeinflusst werden können. Ein begehrtes Ziel sind Mitarbeitende von Unternehmen, die gezielt getäuscht, manipuliert oder beeinflusst werden, um Zugriff auf sensible Daten oder sogar das gesamte IT-System zu erhalten. Neue Methoden, immense Schäden Die Social Engineering-Attacken haben so wohlklingende Namen wie CEO Fraud, Payment Diversion Fraud oder Fake Identity Fraud. Diese scheinen auf den ersten Blick fast harmlos, können aber teure finanzielle Folgen für das Unternehmen haben, wie diese realen Beispiele zeigen:

Gezielter Schutz vor Identitätsbetrug «Social Engineering ist eine perfide, aber aus Sicht der Angreifer sehr erfolgreiche Methode, um die IT-Sicherheitsstandards eines Unternehmens auszuhebeln und sensible Informationen zu stehlen», skizziert Gregor Huber, Leiter Unternehmensversicherungen der Allianz Suisse, das Gefahrenpotenzial. «Unternehmen können nicht auf die gängigen Abwehrmechanismen von Anti-Viren-Programmen oder Software setzen, um derartige Attacken abwehren zu können, denn die Hacker machen sich vor allem eines zunutze – die menschliche Schwäche.» Umso wichtiger ist es also, sich gegen die neuen Risiken zu schützen. • CEO Fraud: Erst im Frühling hat der Fall einer Thurgauer Firma Schlagzeilen gemacht. Ein unbekannter Täter gab sich per Mail als Geschäftsführer aus und forderte eine Sekretärin auf, einen Geldbetrag auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Die Mitarbeiterin kam der täuschend echten Aufforderung nach und überwies rund 80 000 Euro für den Kauf von Maschinen. Anschliessend stellte sich heraus, dass es sich um ein gefälschtes Mail handelte und sie einem falschen CEO auf den Leim gegangen war. • Umleitung von Zahlungsströmen: Cyberkriminelle geben – nachdem sie sich in die Server gehackt haben – als Geschäftspartner oder Lieferant eines Unternehmens aus. Mit einem gefälschten Schreiben teilen sie dem Unternehmen mit, dass sich die bisher vereinbarte Bankverbindung geändert hat und der Zahlungsverkehr nun über die neue Bankverbindung erfolgen soll.

Die Kontaktnummer im Mail wurde natürlich gefälscht und ein Anruf landet direkt bei den Betrügern, sollte ein Mitarbeiter der Buchhaltung argwöhnisch werden. Das überwiesene Geld oder die Waren sind dann schnell auf Nimmerwiedersehen verschwunden. • Falsche Identität: Bei einer mittelständischen Firma meldet sich ein Einkaufsleiter eines renommierten Unternehmens aus dem Ausland, der Ware beziehen möchte. Die Firma verschickt ein entsprechendes Angebot, auf das der vermeintliche Interessent eingeht und eine Zahlung per Rechnung vereinbart. Die bestellte Ware wird am vereinbarten Ort im Ausland fristgerecht abgeladen – auf die Zahlung wartet die Firma aber vergeblich. Es stellt sich heraus, dass die Mails gefälscht waren, das ausländische Unternehmen wusste nichts von einer Warenbestellung. Die Ware war weg, der Schaden blieb.

Mit der Cyber-Risk-Versicherung hat die Allianz Suisse eine der führenden Versicherungslösungen im Markt. Diese ist speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugeschnitten. Die Deckung umfasst unter anderem die Bausteine Haftpflichtversicherung gegen Ansprüche von Dritten, Eigenschäden, Betriebsunterbrechung und Rechtsschutz. Und neu auch die Zusatzdeckung «Cyber Crime und Social Engineering», welche Schäden durch Betrug gefälschter Anweisungen und Rechnungen umfasst. Eine sinnvolle Deckung - denn wer kann sich schon sicher sein, dass ein Mitarbeiter nicht auch einem Betrüger auf den Leim gehen würde?

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Wir nehmen an den folgenden Immobilienmessen teil: Zürcherstrasse 124 Postfach 322 8406 Winterthur Telefon 052 / 235 80 00

Eigenheimmesse Schweiz in Zürich 9. - 12. Sept. 2021, Messe Zürich, Halle 5

SVIT Immobilien-Messe in Zürich 1. - 3. Oktober 2021, Lake Side Zürich

Stand März 2021

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CHF 1‘091‘000.–

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Metallbearbeitungsunternehmen mit langjähriger Marktpräsenz

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CHF 1‘865‘000.–

CHF 2‘000‘000.–

Führender Onlineshop im Bereich Accessoires

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CHF 2‘434‘000.–

CHF 8‘000‘000.–

Hersteller von Verbrauchsgütern im Bereich Sicherheit

CH0100869

CHF 820‘000.–

CHF 1‘400‘000.–

Profitabler Anbieter von Renovationsdienstleistungen in der Westschweiz

CH0100799

CHF 1‘080‘000.–

CHF 450‘000.–

Auf Seniorenbetreuung spezialisiertes Personalverleih-Unternehmen

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CHF 1‘320‘000.–

CHF 300‘000.–

Etabliertes Handelsunternehmen für Holz-, Bodenbelags- und Gartenprodukte

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CHF 3‘384‘000.–

CHF 2‘000‘000.–

Branchen-Marktführer im Bereich ICT und Multimedia

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CHF 3‘025‘000.–

CHF 2‘600‘000.–

Professionelle Kinderbetreuung an attraktivem Standort

CH0101284

CHF 270‘000.–

CHF 300‘000.–

Attraktives Inneneinrichtungsgeschäft mit exklusiven Produkten

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CHF 498‘000.–

CHF 470‘000.–

Fiberoptik-Dienstleister und Verkäufer von qualitativ hochstehenden Eigenprodukten

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CHF 666‘000.–

CHF 1‘200‘000.–

IT Dienstleister mit Schwerpunkt Field Service Management

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CHF 1‘400‘000.–

CHF 1‘250‘000.–

Spezialist für Beschriftungen aller Art

CH0101246

CHF 465‘000.–

CHF 450‘000.–

Rentabler Personaldienstleister im Bereich Bau-Nebengewerbe

CH0101330

CHF 4‘800‘000.–

CHF 800‘000.–

Stark wachsender Online-Händler in den Bereichen B2C und B2B

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CHF 3‘183‘000.–

CHF 5‘000‘000.–

Hochspezialisiertes medizinisches Zentrum für Dermatologie

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CHF 2‘000‘000.–

CHF 2‘950‘000.–

Margenstarke Handels- und Dienstleistungsfirma im Bereich Kälte- und Klimatechnik

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CHF 350‘000.–

CHF 565‘000.–

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Business Broker AG Florastrasse 44 | CH-8008 Zürich T +41 44 420 11 11 | info@businessbroker.ch

KLARA BRANDREPORT

Digital unterwegs zu sein war noch nie einfacher Mit Klara gehören langwierige bürokratische Prozesse der Vergangenheit an: Wie sich der digitale Assistent von anderen Business-Software-Lösungen abhebt und warum sogar die Schweizerische Post beim Luzerner Start-up mitmischt. den Menschen in der Schweiz Schritt für Schritt den Alltag auch in der digitalen Welt», sagt Roberto Cirillo, Konzernleiter der Post.

Renato Stadler CEO, Klara Business AG

A

m 9. Oktober 2020 war der Deal unter Dach und Fach: Die Schweizerische Post übernimmt die Aktienmehrheit des Zentralschweizer Start-ups Klara. «In der Wachstumsstrategie der ‹Post von morgen› ist die Kooperation mit Klara ein weiterer Schritt. Wir erleichtern damit den Unternehmen und

Digitaler Assistent für KMU Doch was genau steckt hinter Klara und warum ist das Angebot des jungen Unternehmens so einzigartig, dass sich die Schweizerische Post eine Aktienmehrheit gesichert hat? Klara ist nicht einfach ein Softwareanbieter. Klara positioniert sich vielmehr als Assistent, der auf smarte vorausschauende Art eine Vielzahl an Aufgaben dem Unternehmer abnimmt. So besorgt Klara beispielsweise nicht nur die Buchhaltung, sondern auch den gesamten Prozess der Auftragsabwicklung: von der Offerte bis zur Rechnungsstellung. Oder die gleich mit Pensionskasse und Ausgleichskassen vernetzte Personaladministration. So beinhaltet Klara die erste KI-basierte Buchhaltungsanwendung, die in über 80 Prozent der Fälle die automatische Verbuchung, Verrechnung und Archivierung ermöglicht.

Klara geht aber noch einen Schritt weiter und unterstützt die Schweizer KMU auch durch einen modernen Webauftritt, in der Online-Kommunikation zu ihren Kunden und nicht zuletzt durch eine direkte Integration in Google zur Steuerung der eigenen Google My Business Präsenz. «Das spart vielen Betrieben viel Zeit und Aufwand, die sie viel besser in ihr Kerngeschäft investieren können», sagt Renato Stadler, CEO der Klara Business AG. Klara reagiert schnell Die ausschlaggebenden Punkte bei der Übernahme durch die Schweizerische Post waren die Agilität von Klara und die schnelle Reaktion auf sich verändernde Kundenbedürfnisse. So lancierte Klara im Frühjahr 2020 nach einer Entwicklungszeit von nur wenigen Wochen eine einfache Online-Shop-Lösung, speziell zugeschnitten auf Schweizer KMU. Kleine Läden, die aufgrund des unerwarteten Lockdowns ihre Türen schliessen mussten, hatten so einen neuen Vertriebskanal zur Verfügung, um die Umsatzeinbussen abzufedern. Klara macht die Digitalisierung für KMU also fassbar. Klara öffnet ihnen Türen, die bisher den Grosskonzernen vorbehalten waren. So passt das Angebot von Klara in Partnerschaft mit der Post genau zu den Bedürfnissen der Schweizer KMU – ob sie fünf Mitarbeitende beschäftigen oder fünfzig. Integration weiterer Partner Die vertiefte Partnerschaft der Klara Business AG mit der Post und ihren E-Post-Dienstleistungen – also etwa dem Versenden und Empfangen, Verarbeiten und Speichern von Dokumenten – ist für Renato Stadler eine Win-win-Situation. Für die Kunden sieht das konkret so aus: Mit dem Service «Print & Send» übermitteln User ihre Dokumente zum Ausdrucken, Verpacken und Versenden direkt an die Schweizerische Post und sparen sich den Weg zum Postschalter. Ausserdem können Kunden der PostFinance ihre Konti direkt mit der Klara Buchhaltung abgleichen.

Und die Zukunft von Klara klingt vielversprechend: Für die KMU-Kundschaft arbeitet das Luzerner Startup konsequent am Ausbau und der Integration weiterer Partner und Dienste. Im Privatkundensegment verfolgt Klara eine sehr weitreichende Vision – unter anderem mit neuen Angeboten in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post. Ganz im Sinne von: «Klara macht dein Büro einfach» oder zukünftig «Klara macht dein Leben einfach».

Über Klara Die Klara Business AG mit Sitz in Luzern ist Teil der Axon Gruppe, wurde 2016 gegründet und beschäftigt rund 110 Mitarbeitende. Das Unternehmen hilft KMU und Privathaushalten in der Schweiz, administrative Aufgaben zu digitalisieren und zu vereinfachen. Dafür stellt sie ihren Kunden den digitalen Assistenten Klara zur Verfügung, eine cloudbasierte Mehrwertlösung für die Digitalisierung und Vereinfachung administrativer Prozesse, wie zum Beispiel Lohnadministration oder die Kundendatenverwaltung. Knapp 30 000 KMU nutzen bisher die Dienstleistungen von Klara. Monatlich wächst die Zahl der Klara-Nutzer um rund 4 Prozent. Die Post hat per 09.10.2020 mit einer 50.1 Prozent Beteiligung die Mehrheit an der Klara Business AG übernommen. Mehr Informationen: www.klara.ch


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INTERVIEW ROLF STUDER

WWW.FOKUS.SWISS

«Die KMU sind das Salz in der Suppe» Wie wirtschaftet ein erfolgreiches Schweizer KMU? Und wie kann es sich trotz grosser internationaler Konkurrenz behaupten? Der CEO von Oris, Rolf Studer, erklärt im Gespräch mit «Fokus», was die Herkunft von KMU zu deren Erfolg beiträgt, was Luxus für ihn bedeutet und weshalb mechanische Uhren weiterhin einen Platz in der modernen Welt finden werden. TEXT SMA

BILD ORIS

Teile spielen zusammen und formen ein handwerkliches Kunstwerk der Mikromechanik. Eine mechanische Uhr ist auch ein Statement in einer von Schnelllebigkeit und Wegwerfmentalität geprägten Zeit. Sie kann repariert werden und Generationen überdauern. Dadurch ist sie ein Symbol einer gegenteiligen Werthaltung. Sie ist ein Gedanke an eine Zukunft, in der man sorgfältig mit Ressourcen und dem eigenen Besitz umgeht.

Rolf Studer, was macht für Sie ein erfolgreiches KMU aus? Ein erfolgreiches KMU hat eine gute Positionierung auf dem Markt und verfügt über Innovationskraft sowie Herzblut. Für mich ist der Unterschied zwischen einem KMU und einem Grossunternehmen, wenn die Sache mit Herz angegangen wird. Die Menschlichkeit eines KMU sorgt für Kontrast. Man hat Zeit und Raum für die einzelne Person, die einzelnen Mitarbeitenden. Das verleiht dann auch den Produkten eine besondere Ausstrahlung. Deswegen werden KMU auch in Zukunft das Rückgrat unserer Wirtschaft sein.

Sie bezeichnen die Uhren als «inklusiven Luxus». Was steckt dahinter? Beim exklusiven Luxus schliesst man andere Menschen aus, macht sie neidisch. Bei inklusivem Luxus hingegen, geht es darum, gemeinsam mit anderen Freude an einem Objekt zu haben. Durch die sozialen Medien hat dieses Konzept an Bedeutung gewonnen. Der Austausch untereinander begünstigt, dass man Luxus und die Begeisterung daran teilt.

Welche Werte vertritt Oris als KMU? Unsere Werte richten sich nach Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit. Wir arbeiten mit gesundem Menschenverstand und Leidenschaft. Diese Werte durchdringen all unsere Tätigkeiten.

Wir haben eine starke Community, inklusiver Luxus ist eine Nische von Oris. Als KMU empfiehlt es sich, in einer Nische stark zu sein. Das ist ein weiteres unserer Erfolgsgeheimnisse.

Wie kann man als KMU zur Nachhaltigkeit beitragen? Ein wichtiger Faktor im Bereich Nachhaltigkeit ist der schonende Umgang mit Ressourcen. Als unabhängiges und global tätiges KMU mussten wir seit jeher auf den Umgang mit unseren Mitteln achten. Das hat unser Denken und Handeln geprägt. Unser Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit ist auf natürliche Weise entstanden. KMU allgemein tragen zur Nachhaltigkeit bei, weil hier der gesunde Menschenverstand regiert. Schliesslich ist der sorgfältige Umgang mit finanziellen und materiellen Ressourcen ein Schlüssel zum Erfolg.

Hat sich die Uhren-Kundschaft in den letzten Jahren gewandelt? Sie hat sich bestimmt gewandelt. Ganz früher waren mechanische Uhren eine Notwendigkeit, um überhaupt die Zeit anzuzeigen. Allmählich wurden sie dann zu einem exklusiven Statussymbol. Jetzt ist es eben inklusiver Luxus, ein Objekt, um Freude zu teilen. Eine wunderbare Entwicklung, wie ich finde.

Wie kann man sich als KMU zwischen Konzernen behaupten? Man muss die Dinge innovativ angehen. Das erwähnte Herzblut treibt auch die Innovation voran. Bei Oris haben wir ein überschaubares Team und mit diesem unternehmen wir überdurchschnittliche Anstrengungen. So erbringen wir Leistungen, die sich auch mit der grossen Konkurrenz messen können. Sind KMU die Treiber von Innovationen? Ganz bestimmt sind sie das. Oftmals kommen die innovativsten Ideen aus kleinen Unternehmen. Ohne die KMU gäbe es einen Einheitsbrei von Ideen, Produkten und Dienstleistungen. Die KMU sind in Bezug auf die Innovation das Salz in der Suppe. Bei Oris beispielsweise haben wir das Automatikwerk Calibre 400 komplett intern entwickelt. Es stellt eine Weltneuheit dar, da es dank einer Gangreserve von fünf Tagen sehr zuverlässig funktioniert und eine hohe Unempfindlichkeit gegen magnetische Felder aufweist. Es übertrifft sogar die Normen der verschärften antimagnetischen Standards ISO 764. Sinnbildlich steht das für die Innovationskraft der Schweizer KMU. Sie sprechen von Innovation und Herzblut. Woher nehmen Sie die Inspiration dafür? Die Inspiration kommt von unseren Werten und aus unserer 117-jährigen Geschichte. Wichtig ist auch der Kontakt zu unserer Kundschaft aus der ganzen Welt. Dieser Kontakt findet zurzeit zwar digital, dafür aber umso stärker statt. So können wir immer noch daraus Inspiration schöpfen und Produkte entwerfen, die unsere Kundschaft ansprechen.

Wie stehen Sie digitalen Uhren gegenüber? Persönlich ziehe ich es vor, ein mikromechanisches Kunstwerk am Handgelenk zu tragen (lacht). Aber auch digitale Uhren haben ihre Berechtigung, beispielsweise um Sport zu treiben oder Gesundheitsdaten zu erfassen. Egal ob digital oder mechanisch, wichtig ist, dass die Uhr am Handgelenk Freude bereitet.

Aufgrund von Corona haben viele KMU mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Wie erleben Sie diese Situation? Es ist eine anspruchsvolle Zeit. Nicht nur KMU, sondern alle Unternehmen müssen sich mit der Situation auseinandersetzen. Als KMU ist man flexibler und kann mit gesundem Menschenverstand und mit einer menschlichen Botschaft auf diese Krise reagieren. Es ist auch eine Chance, agil zu sein und mit frischen Ideen eine Antwort auf die Situation zu finden. In diesem Sinne ist die ganze Coronasituation gleichzeitig eine Chance. Was kann man aus der Krise lernen? In dieser Situation ist jeder Tag anders. Aus diesem Grund ist es noch deutlicher geworden, dass Agilität schlussendlich den Erfolg bestimmt. Unser Team war und ist dieser Herausforderung aber gewachsen. Dass wir es geschafft haben, so auf die Krise zu reagieren und sie vernünftig zu meistern, macht natürlich extreme Freude.

Dass wir es geschafft haben, so auf die Krise zu reagieren und sie vernünftig zu meistern, macht natürlich extreme Freude.

Haben Sie auch persönlich etwas mitnehmen können? Zuvor war ich viel unterwegs. Seit einem Jahr bin ich praktisch ausschliesslich in der Schweiz. Ich habe es genossen, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. In der Hektik und dem Lärm des Alltags vor Corona sind einige Dinge untergegangen. Durch die Situation habe ich wieder mehr Zeit gehabt, mich mit diesen Dingen tiefer auseinanderzusetzen. Oris ist ein lokales KMU mit globaler Ausstrahlung und langem Bestehen. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Ich glaube, der Erfolg kommt unter anderem daher, dass wir eine klare Positionierung haben und diese auch mit Herzblut leben. Die mechanischen Uhren stellen wir seit 1904 im Waldenburgtal im Kanton Baselland her. Aus dieser Vergangenheit und Herkunft schöpfen wir, um Produkte für den Weltmarkt entwerfen. Es ist schön, dass wir so das Waldenburgertal in die ganze Welt tragen können. Was bedeutet für Sie die Region, in der Oris verankert ist? Die Region ist uns enorm wichtig. Wie die Menschen sind auch die Märkte von ihrer Herkunft geprägt. Das Waldenburgertal ist eher abseits der klassischen Zentren der Schweizer Uhrmacher. Aus dieser Energie schöpfen wir für die Zukunft, seit 1904. Was fasziniert an mechanischen Uhren? An mechanischen Uhren fasziniert, dass man nachvollziehen kann, wie die Zeit angezeigt wird: Viele kleine

Wie sehen Sie die Zukunft der Uhrenindustrie? In einer zunehmend digitalisierten Welt sehnen sich Menschen nach Objekten mit Emotionen und Herz, einem Anker. Deshalb glaube ich, dass mechanische Uhren gerade in unserer digitalen Welt einen wichtigen Platz einnehmen. Sie haben nach wie vor ihre Berechtigung, wenn nicht sogar eine verstärkte Berechtigung. Und die Zukunft der KMU? Gerade in der Schweiz werden KMU das Rückgrat der Wirtschaft bleiben. Sie sorgen mit Innovation, Herz und gesundem Menschenverstand dafür, dass stark exportorientierte Länder wie die Schweiz weiterhin erfolgreich bleiben können.

Entweder-oder Fliege oder Krawatte? Machen beide gerade nicht viel Sinn. Zurzeit am liebsten eine Tourenskijacke. Büro- oder Online-Meeting? Lieber persönlich, aber besser online als gar nicht. Uhrenarmband aus Leder oder Metall? Metall – ich mag es, meine Uhren zu allen Aktivitäten tragen zu können. Wanderung oder Spaziergang? Wanderung! Ski- oder Strandurlaub? Beides zu seiner Zeit. Meine Skisaison ist jedoch deutlich länger.


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WENGER & VIELI AG BRANDREPORT

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Homeoffice – Ausgewählte Rechtsfragen Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie hat sich die Arbeitsplatzgestaltung massgeblich flexibilisiert. Dies stellt sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende vor neue rechtliche Herausforderungen.

Stefan Müller Partner bei Wenger & Vieli AG

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m Homeoffice verrichten Arbeitnehmende ihre Arbeit ganz oder teilweise von zu Hause aus. Da Arbeitsverträge häufig einen Arbeitsort vorsehen und Verträge nicht ohne Weiteres einseitig geändert werden können, konnte der Arbeitgeber Homeoffice bisher auch nicht einseitig anordnen. Mit der Anordnung einer befristeten HomeofficePflicht durch den Bundesrat zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie sind Arbeitnehmende jedoch zurzeit verpflichtet, der (einseitigen) Anweisung zur Arbeit im Homeoffice nachzukommen, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Dahingegen sind Arbeitgebende nur verpflichtet, Homeoffice zu ermöglichen, sofern dies mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden Das Arbeitsgesetz, welches unter anderem Vorschriften zur Arbeits- und Ruhezeit, zur Nacht- und Sonntagsarbeit sowie zum Gesundheitsschutz enthält, findet grundsätzlich auch auf die Arbeit im Homeoffice

Anwendung. Zu Hause haben Arbeitnehmende eine grössere Autonomie in der Ausgestaltung der Arbeit, was wesensbedingt mit einem gewissen Kontrollverlust der Arbeitgebenden einhergeht. Dennoch müssen Arbeitgebende auch im Homeoffice sicherstellen, dass sämtliche Regelungen des Arbeitsgesetzes eingehalten und die Gesundheit der Arbeitnehmenden geschützt werden. Zu diesem Zweck dürfen die Arbeitnehmenden zur Mitwirkung verpflichtet werden. Arbeitgebende sollen sich mittels elektronischer Arbeitszeiterfassung über die Arbeits- und Ruhezeitgestaltung der Arbeitnehmenden im Homeoffice informieren, um bei Bedarf entsprechende Massnahmen zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmenden treffen zu können. Überwachungs- und Kontrollsysteme, die den blossen Zweck verfolgen, die Arbeitnehmenden bei den beruflichen Tätigkeiten zu überwachen, sind hingegen unzulässig. Kostenregelung Grundsätzlich müssen Arbeitgebende die für die Arbeit notwendigen Arbeitsmittel (bspw. Computer, Laptop, Drucker) zur Verfügung stellen, sofern nichts anderes vereinbart wurde, und sämtliche durch die Ausübung der Arbeit notwendigerweise entstehenden Kosten ersetzen. Dieser Grundsatz gilt sowohl am betrieblichen Arbeitsplatz als auch im Homeoffice. Mit Einführung der Homeoffice-Pflicht erklärte der Bundesrat jedoch abweichend von diesem Grundsatz, dass Arbeitnehmende bei Homeoffice im Rahmen der vorübergehenden Homeoffice-Pflicht keinen Anspruch auf eine Auslagenentschädigung geltend machen können. Hingegen müssen Arbeitgebende

weiterhin die entsprechenden Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Begründet wurde dieser Entscheid mit dem vorübergehenden Charakter der HomeofficePflicht und mit dem Umstand, dass Arbeitgebende dadurch keine Kosten einsparen. Unabhängig der Covid-19-Pandemie haben Arbeitnehmende auch dann keinen Anspruch auf Kostenübernahme für Arbeitsmittel und Auslagenentschädigung, wenn sie lediglich freiwillig im Homeoffice arbeiten, gleichzeitig aber über einen Arbeitsplatz im Betrieb verfügen. Werden Arbeitnehmende jedoch zur Arbeit im Homeoffice verpflichtet – wenn im Betrieb kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung steht – sind die Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen und die mit dem Homeoffice zusammenhängenden Auslagen (u.a. Miete, Strom, Internet) dem Arbeitnehmenden zu entschädigen. Schutz der Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse Arbeitnehmende sind auch im Homeoffice dazu verpflichtet, geheim zu haltende Tatsachen wie Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse nicht zu verwerten oder anderen mitzuteilen. Damit müssen Arbeitnehmende sicherstellen, dass Dritte (u.a. auch Familienmitglieder) keinen Zugang zu geheimen Informationen haben. Im Homeoffice wird der Schutz am besten mit einer «Clean-Desk-Regelung» umgesetzt, welche die Arbeitnehmenden dazu verpflichtet, sämtliche Unterlagen am Ende des Arbeitstages sicher zu verstauen bzw. unter Verschluss zu verwahren. Darüber hinaus ist Geschäftskorrespondenz (inkl. Handnotizen) nicht im Haushaltsmüll zu entsorgen, sondern den Arbeitgebenden zur korrekten Vernichtung zu übermitteln.

Homeoffice im Ausland Beim Homeoffice im Ausland stellen sich vor allem steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fragen. In steuerrechtlicher Hinsicht könnte Homeoffice zu einer Steuerpflicht des Unternehmens am Ort des Homeoffice führen. Ebenfalls könnte die Leistung eines wesentlichen Teils der Arbeitszeit (25 Prozent oder mehr) durch Arbeitnehmende in ihrem Wohnsitzstaat im grenznahen Ausland dazu führen, dass es zu einer Unterstellung unter das Sozialversicherungssystem dieses Staates kommt. Im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie haben sich viele Staaten diesbezüglich auf ein Moratorium geeinigt und die Anwendbarkeit der allgemeinen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen ausgesetzt. Sollten Arbeitgebende die Möglichkeit des Homeoffice auch nach der Covid-Pandemie für ihre Arbeitnehmenden aufrechterhalten wollen, empfiehlt sich die Ausarbeitung eines Homeoffice-Reglements sowie, bei grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnissen, die Abklärung der steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen des Homeoffice. Stefan Müller ist Partner bei Wenger & Vieli AG in Zug. Er ist auf Ausländer- und Arbeitsrecht spezialisiert und leitet die Arbeitsrechts- und Ausländerrechtspraxis der Wenger & Vieli AG. www.wengervieli.ch

LENZ & STAEHELIN BRANDREPORT

Neue kartellrechtliche Herausforderungen und Chancen für KMU seit März 2021 Aufgepasst vor abhängigen Geschäftspartnern! Mit der Annahme des Gegenvorschlags zur Fair Price Initiative vom 19. März 2021 wird das kartellgesetzliche Missbrauchsverbot signifikant ausgeweitet. Die neu vom Parlament am 19. März 2021 eingeführte Abhängigkeit kann insbesondere folgende Formen annehmen:

Marcel Meinhardt Partner, Head of Competition Dr. iur., Attorney at Law, LL.M.

Luzius Sidler Associate, Attorney at Law

B

is anhin waren die für marktbeherrschende Unternehmen geltenden Verbote wie z.B. die missbräuchliche Lieferverweigerung oder die missbräuchliche Preisdiskriminierung nur für Unternehmen mit hohen Marktanteilen relevant. Neu werden diese Verbote unabhängig vom Marktanteil gelten, sofern das Unternehmen relativ marktmächtig ist. Mittlere und kleinere Unternehmen, die sich aufgrund ihrer Marktstellung bisher oft nicht mit diesen Vorschriften beschäftigen mussten, werden dadurch mit neuen Verboten konfrontiert. Damit ist eine weitergehende Compliance angesagt, denn relative Marktmacht liegt bereits vor, wenn ein Geschäftspartner in Bezug auf die Nachfrage oder das Angebot einer Ware oder Leistung von einem anderen Unternehmen «abhängig» ist, also keine ausreichende oder vernünftige Ausweichmöglichkeit besteht. Marktanteile oder die Grösse des Unternehmens sind somit nicht mehr relevant.

Sortimentsbedingte Abhängigkeit liegt typischerweise vor, wenn ein Unternehmen vom Lieferanten des Markenprodukts abhängig ist, weil ohne dessen Marke, das angebotene Sortiment unvollständig ist und Kunden deshalb das KMU meiden würden. In einem deutschen Entscheid wurde bspw. der Skihersteller Rossignol als relativ marktmächtig eingestuft und dazu verpflichtet, ein oberbayerisches Sportgeschäft zu beliefern. Unternehmensbedingte Abhängigkeit ist gegeben, wenn ein Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb im Rahmen einer langfristigen Vertragsbeziehung stark auf einen bestimmten Vertragspartner ausgerichtet und entsprechende Investitionen getätigt hat. Das kann zum Beispiel bei Franchiseverhältnissen oder Autohändlern der Fall sein. Im deutschen Leitentscheid «Opel-Blitz» wurde die Abhängigkeit eines Kfz-Vertragshändlers vom Hersteller infolge umfangreicher vertragsspezifischer Investitionen festgestellt. Knappheitsbedingte Abhängigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen bei einem plötzlichen Ausfall von Liefermöglichkeiten, etwa durch einen Streik oder ein Embargo, keinerlei Alternativen hat. Im Zuge der Coronapandemie gewann diese Form von Abhängigkeit erneut an Bedeutung. Nachfragebedingte Abhängigkeit besteht, wenn Anbieter auf einen Kunden angewiesen sind, weil dessen Nachfragevolumen besonders hoch ist bzw. alternative Kunden fehlen. Eine solche Abhängigkeit kann durch unternehmensbedingte oder marktbedingte Umstände entstehen. Einer Werkstatt für orthopädisches Schuhwerk, die 80% ihrer Umsätze mit einer Krankenkasse erzielte, wurde diese Abhängigkeit in einem deutschen Entscheid zugeschrieben. Diese Fälle zeigen, dass Abhängigkeiten in vielfältiger Weise bestehen können und oft auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Unternehmen haben daher im

Rahmen einer Compliance Analyse für ihre jeweiligen Geschäftsbeziehungen in Bezug auf konkrete Waren oder Leistungen abzuschätzen, ob sie über relative Marktmacht verfügen. Vorzugsweise ist vor Abschluss einer Geschäftsbeziehung die Stellung der Geschäftspartner auf potentielle Abhängigkeiten zu analysieren. Ergibt die Compliance Analyse eine relative Marktmacht gegenüber einem bestimmten Geschäftspartner, so hat dies für das Unternehmen weitreichende Einschränkungen der unternehmerischen Freiheiten zur Folge. Das Unternehmen ist gegenüber diesem Geschäftspartner bspw. nicht mehr frei, Geschäftsbeziehungen abzulehnen, Treuerabatte zu gewähren, Verträge zu kündigen oder Zugang zu Immaterialgüterrechten oder Schnittstelleninformationen zu verweigern. Lieferpflicht für alle marktmächtigen Unternehmen Das Parlament hat ausserdem beschlossen, dass (relativ) marktbeherrschende Unternehmen Schweizer Kunden die gleichen Preise und Geschäftsbedingungen offerieren müssen wie im Ausland, sofern die Waren oder Dienstleistungen in der Schweiz und im Ausland angeboten werden. Diese neue Regelung ist insbesondere für jene Unternehmen relevant, die zum jetzigen Zeitpunkt ihre Waren in der Schweiz teurer anbieten als im Ausland (und eine Lieferung in die Schweiz verweigern). Verbot von Geoblocking Zukünftig soll zudem eine Diskriminierung im Distanzhandel verboten werden. Konkret ist es unzulässig, wenn ein Onlinehändler von Schweizer Kunden höhere Preise verlangt, ihren Zugang zu einem Online-Portal beschränkt oder (z.B beim Zahlungsvorgang) Schweizer Kunden auf eine Schweizer Website mit höheren Preisen umleitet. Diese Bestimmung gilt für alle Unternehmen und nicht nur für marktbeherrschende oder relativ marktmächtige. Aus diesem Grund müssen sämtliche Unternehmen im Rahmen ihrer Compliance Analyse das Setup ihrer Online-Portale überprüfen, um die beschriebene Diskriminierung zu verhindern. Im Gegensatz zur Lieferpflicht für dominante und relativ marktmächtige Unternehmen

führt das Geoblocking-Verbot nicht zu einer Lieferpflicht. Onlinehändlern steht es frei, die Lieferung nur im Ausland vorzusehen. Konsequenzen bei Verletzung dieser Bestimmung Zwar sind Verstösse von «nur» relativ marktmächtigen Unternehmen nicht direkt sanktionierbar. Das heisst, erst der zweite Verstoss führt zu Bussen von der WEKO. Jedoch sind Untersuchungen der WEKO regelmässig sehr kosten- und zeitintensiv. Stellt die WEKO in einer rechtskräftigen Verfügung darüber hinaus ein unzulässiges Verhalten eines relativ marktmächtigen Unternehmens fest und verbietet sie dieses, so ist die betreffende Vertragsbestimmung unwirksam, also nichtig. Sie kann Vertragspartnern gegenüber auch nicht durchgesetzt werden. Neben einer Busse beim zweiten Verstoss, drohen Zivilverfahren mit Schadenersatzforderungen, gerade auch beim Geoblocking-Verbot. Es ist davon auszugehen, dass die Gesetzesänderungen in der zweiten Jahreshälfte oder zu Beginn des Jahres 2022 in Kraft treten. Über Lenz & Staehelin Lenz & Staehelin gilt als die führende Anwaltskanzlei der Schweiz. Mit mehr als 200 Anwält*innen ist die Kanzlei in der Lage, sich an die sich ständig verändernden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen anzupassen, sowohl in der Schweiz als auch international. Aus diesem Grund vertrauen viele der weltweit führenden Unternehmen sowie Privatpersonen ihre Rechtsangelegenheiten den Expertinnen und Experten von Lenz & Staehelin an. Weitere Informationen unter www.lenzstaehelin.com


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BRANDREPORT NOVACAPTA SOFTWARE & CONSULTING SCHWEIZ AG

Ganz einfach den Weg zum digital Workplace bestreiten Alles, was den digitalen Arbeitsplatz auszeichnet: Social Intranets, Kollaborationslösungen, Individualentwicklungen, Cloud-Services und vieles mehr. Herr Heinz Süess, CEO und Senior Business Consultant der novaCapta Software und Consulting AG, gibt Auskunft über den Weg in die Moderne.

Ausrichtung des Ergebnisses auf die Kundschaft und hat sich bis heute bewährt. Weshalb lohnt es sich, gerade mit novaCapta Lösungen für den Digital Workplace zu finden? novaCapta bietet topaktuelles Wissen und breit angelegte Projekterfahrung. Eine produktneutrale Beratung hilft dabei, die beste Lösung zu finden. Wir navigieren unsere Kundschaft durch den stetig wachsenden Dschungel an Apps, Tools und weiteren Möglichkeiten. So helfen wir, konsequent an der Verwirklichung des digitalen Arbeitsplatzes zu arbeiten. Zudem ergeben sich durch unsere vielfache Gold-Auszeichnung in verschiedenen Microsoft-Kompetenzen weitere Vorteile: Der Goldstatus ermöglicht uns beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft, wodurch unsere Klientel in vollem Umfang profitieren.

Heinz Süess CEO und Senior Business Consultant novaCapta Software & Consulting AG

Herr Heinz Süess, novaCapta bietet ein breites Spektrum an Angeboten und Produkten. Wofür ist Ihr Unternehmen genau verantwortlich? Wir realisieren digitale Arbeitsplätze basierend auf Microsoft-Technologien. Mit unseren effizienten und nachhaltigen Lösungen helfen wir unserer Kundschaft dabei, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Im Fokus steht für uns das ganze Beratungsspektrum, also von der Konzeption bis hin zur Realisierung über den Betrieb und das Onboarding der Mitarbeitenden. Ihre Dienstleistungspalette geht über den üblichen IT-Lifecycle hinaus: Worauf konzentrieren Sie sich als Software & Consulting Unternehmen besonders? Unser Ziel ist es, die Angestellten optimal mit Prozessen und Informationen zu verknüpfen. Wir stellen dementsprechend die Mitarbeitenden ins Zentrum unserer Lösungen. Da die Veränderungen oft sehr gross sind, investieren wir besonders viel in transparentes Projektmanagement und begleitendes Change-Management. Die User*innen sollten immer im Mittelpunkt stehen. Lösungen können mit Spezialentwicklungen individuell auf Unternehmen zugeschnitten werden. Wie führen Sie diese Aufgabe aus? Wir betrachten unsere Kundschaft und deren Prozesse, Informationen und Mitarbeitende als Gesamtsystem. Jede*r Kund*in hat sehr individuelle Bedürfnisse, wie Prozesse abgewickelt und Menschen oder Informationen in diese Abläufe integriert werden sollen. Wir setzen auf bewährte Standardlösungen und füllen die

Lücke hin zum individualisierten Ergebnis auf – das nennen wir Assets. Damit erreichen wir eine bestmögliche Akzeptanz bei den Benutzer*innen und sichern den Erfolg einer Transformation ab. Welche Werte vertritt novaCapta als KMU? Bei uns ist jeder Einzelne ein Experte und zusammen sind wir ein starkes Team, das mit viel Ehrgeiz, Motivation und Begeisterung gemeinsame Ziele verfolgt. Unsere Mitarbeitenden und deren Fähigkeiten sind unser wertvollstes Kapital. Nur mit topaktuellem Wissen sind sie für die Herausforderungen in Projekten gerüstet. Daher legen wir viel Wert auf eine stetige Aus- und Weiterbildung und den Wissensaustausch untereinander. Was haben Sie aus der Coronakrise mitgenommen? Die Coronakrise hat vielen Skeptikern gezeigt, dass der digitale Arbeitsplatz strategische Bedeutung hat und perfekt funktionieren kann – sofern er richtig aufgesetzt ist. Das motiviert uns, an unserer Vision festzuhalten, denn für uns geht der digitale Arbeitsplatz weit über das Homeoffice hinaus. Wir ermöglichen es unseren Kundengruppen von überall arbeiten zu können – egal ob im Büro, zu Hause, im Hotel oder am Flughafen.

Für welche Kundengruppen ist novaCapta besonders geeignet und wie sieht die Zusammenarbeit aus? Unser Leistungsportfolio richtet sich vornehmlich an mittlere und grössere Betriebe aller Branchen. Für die Kommunikation mit unserer Kundschaft setzen wir auf alle Möglichkeiten moderner Arbeitsmittel: Agiles Taskmanagement mit Microsoft Planner, Dokumentenaustausch und Co-Authoring mit Microsoft Teams, Visualisierung anhand von Mockups, Rapid Prototyping für schnell sichtbare Ergebnisse und automatisierte Prozesse für die Bereitstellung der Lösungen. Worauf achten Sie bei der Beratung ihrer Kundschaft besonders? Die Einführung eines Intranets, einer Kollaborationsplattform oder der Wechsel zu einer Cloud-Anwendung ist immer mit Veränderungen in Organisationen verbunden. Diese Veränderungen entwickeln aber eben nur dann ihr Potenzial, wenn sie im Alltag der Mitarbeitenden ankommen. Daher sind wir überzeugt, dass gute Lösungen nur durch aktive Mitarbeit unserer Kundschaft entstehen. Die Konzeption sowie Umsetzung finden deshalb in sehr enger Zusammenarbeit mit unserer Klientel statt. Dieses Vorgehen führt zu einer perfekten

Welche grundlegenden Prinzipien verfolgen Sie bei Ihren Projekten? Ganz einfach: customer first – mobile first. Wir sind immer bestrebt, die Kundschaft in den Fokus zu stellen und deren Bedürfnisse ernst zu nehmen. Zudem ist es unser Ziel, jede Lösung möglichst flexibel, skalierbar und mobil nutzbar zu gestalten. Kombiniert mit unserer agilen Vorgehensweise erreichen wir eine optimale Kundenzufriedenheit und maximalen Projekterfolg. Wie sehen Sie die Zukunft von novaCapta? Durch den Ausbruch der Coronakrise hat das ortsunabhängige Arbeiten massiv an Bedeutung gewonnen. Für die meisten Unternehmen besteht die Herausforderung allerdings darin, den richtigen Einstieg in den Modern Workplace zu finden. Dafür sind wir da. Wir gehen diese Aufgabe gemeinsam mit unserer Kundschaft an und bringen sie so auf das nächste Maturitätslevel ihres digitalen Arbeitsplatzes. Weiterführende Informationen unter www.novacapta.ch

TEXT EVGENIA KOSTOGLACIS


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LOTHAL DATENTECHNIK & PARTNER AG BRANDREPORT

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Höhenflüge dank effizienter Zeitwirtschaft Eins gleich vorweg: Die Firma Lothal Datentechnik ist weder eine Fluggesellschaft, noch bewegt sie sich über den Wolken. Geschäftsführer Dirk Lothal und sein Team verlieren nie die Bodenhaftung. Dennoch schaffen sie es, sich abzuheben – neu mit ihrer visionären Zeitwirtschaftslösung «TimeShepherd», die Spitzentechnologie, höchste Effizienz und maximale Anwenderfreundlichkeit vereint. Mit TimeShepherd ist jeder Anwender sein eigener kompetenter Zeiterfassungspilot.

I

m Jahr 2006 gegründet, gehört die Lothal Datentechnik & Partner AG zu den schweizweit führenden Anbietern von Zeit- und Personalmanagementlösungen. Die Devise des Unternehmens bei der Softwareentwicklung lässt sich kurz und prägnant in drei Kernbegriffe zusammenfassen: innovativ – intuitiv – proaktiv. Hinter dieser einfach klingenden Devise steckt viel Herzblut und vor allem das Ziel, den Anwendern intelligente Produkte anzubieten, die Komplexes mühelos machen und dazu einladen, die vielfältigen Funktionen und Analysemöglichkeiten der Softwarelösungen proaktiv zu nutzen.

Zeitmanagement mit TimeShepherd Mit TimeShepherd ist dem Unternehmen ein echter Coup gelungen. Übersetzt bedeutet der Name «Zeithirte». Er spiegelt den Gedanken wider, dass Zeit ein überaus kostbares Gut ist, zu dem umsichtig Sorge getragen werden muss. Zeitliche Effizienz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind massgebende Erfolgsfaktoren für Unternehmen jedweder Grösse und Branche. TimeShepherd trägt dem voll und ganz Rechnung und wartet mit innovativster Technologie, optimaler Anwenderfreundlichkeit und hochansprechender Optik auf.

Dazu gehört selbstverständlich auch das erstklassige Cockpit der Software, die Schaltzentrale also, deren intuitive Bedienung durchwegs überzeugt. Mit ihrer Komplettlösung schafft die Lothal Datentechnik rundum ideale Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf in der Arbeitszeitbewirtschaftung. Modernste Technik und zig weitere Gründe, die für TimeShepherd sprechen TimeShepherd ist eine Single Page Application (SPA), entwickelt im Angular Framework. Dadurch werden die hohe Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit der Webanwendung sichergestellt. Die Benutzeroberfläche ist responsiv, passt sich also dem eingesetzten Endgerät an und sorgt so auf sämtlichen Geräten für ein einheitliches Nutzererlebnis. Zu den zahlreichen Features und Highlights von TimeShepherd zählen: • Schnelle, reaktionsstarke Softwarelösung für Zeit-, Projekt- und Auftragserfassung sowie Zutrittskontrolle • Ausgeklügeltes WorkFlow System für Anträge von Absenzen, Spesen u.v.a.m. • Maximale Benutzerfreundlichkeit dank moderner und intuitiver Anwendung • SECO-konforme Zeiterfassung • Schnelle und unkomplizierte Verfügbarkeit von umfassenden Auswertungen mittels Reportserver • Umfangreiche Such- und Filterfunktionen • Multilingual (Benutzeroberfläche in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) • Einheitliche Plattform für PC, MAC, Tablet und Chromebook

Das TimeShepherd Cockpit.

• Uneingeschränkte HTML5 Browserkompatibilität (keine Installation von lästigen Plug-ins) • Cloudfähig • Höchste Sicherheit (Authentifizierungsserver) • Verfügbare App für Zeiterfassung und Antragswesen (WorkFlow) für iOS und Android • Integration der Terminal Hardware von PCS (INTUS) und TBS (Fingerprint) Und zum Schluss noch dies… Wenn Zeithirten zu Piloten werden (oder umgekehrt), ist davon auszugehen, dass die Lothal Datentechnik dahintersteckt. Mehr noch: Das Unternehmen hat sich auf die Fahne geschrieben, seinen Kunden nicht nur eine erstklassige Software, sondern auch einen spitzenmässigen Service anzubieten – ganz im Sinne der Devise «innovativ – intuitiv – proaktiv».

Lothal Datentechnik & Partner AG Badenerstrasse 808 8048 Zürich Tel 058 680 50 60 www.lothal.ch www.timeshepherd.ch

AMAGNO BRANDREPORT

In Kürze den Rechnungsfluss digitalisieren Zäune und Tore schaffen Sicherheit und sind die Visitenkarten von Liegenschaften. Zaunteam mit Sitz in Frauenfeld bietet die grösste Auswahl inklusive fachgerechter Montage an. Mit Amagno konnte der Kreditorenprozess innert kürzester Zeit digitalisiert werden.

Roman Geiger Leiter Finanzen und Personal und Mitglied der Geschäftsleitung

M

it mehr als 30 Jahren Erfahrung am Markt und über 25 000 Kund*innen pro Jahr gehört Zaunteam zu den führenden

Unternehmen für Zaun- und Torlösungen. Die Geschäftsleitung konnte dem Corona-Lockdown durchaus auch Gutes abgewinnen. Man hat sich umgehend die Frage gestellt: Wie können wir effizienter werden? Prozesse verbessern? Und wie kommen wir gestärkt aus der Krise heraus? Da die Mitarbeitenden in der Administration sofort ins Homeoffice wechselten, wurde schnell spürbar, dass beispielsweise der Rechnungsfluss kompliziert und zeitraubend vonstatten geht.

noch während des Lockdowns und bereits vier Wochen später war klar, dass man mit Amagno das Dokumentenmanagement einführen wollte. Die offerierte Lösung vermochte zu überzeugen und war perfekt auf die Problemstellung von Zaunteam zugeschnitten. Roman Geiger: «Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung. Wenn wir sehen, wie wir bereits jetzt von effizienten Prozessen profitieren können, hat sich dieser Effort mehr als gelohnt.»

Roman Geiger, Leiter Finanzen und Personal und Mitglied der Geschäftsleitung, schaltete schnell: «Wir haben kurzfristig entschieden, den Prozess für den Rechnungseingang neu zu organisieren. Der Papierkram sollte verschwinden und dafür eine zeitgemässe, zukunftsfähige Lösung evaluiert werden.» Die Ausschreibung erfolgte

Kreditoren-Workflow automatisiert Mit Amagno konnte Zaunteam seinen gesamten Workflow für Kreditorenbelege vom Rechnungseingang über die inhaltliche und formale Rechnungsprüfung bis hin zur Kontierung, Freigabe und Archivierung digitalisieren. Weitere Anwendungen mit Amagno sind für Zaunteam durchaus denkbar und bereits angedacht. Weitere Informationen: amagno.ch/beratung amagno.ch

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Amagno c/o isaac Schweiz GmbH Platz 3, 6049 Root D4 041 455 26 66 amagno@isaac.ch, amagno.ch

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E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

016

E-COMMERCE

WWW.FOKUS.SWISS

Zeit für Unternehmen, digital aufzurüsten Der Onlinehandel boomt. Alle Welt ist in Kaufstimmung, coronabedingt hauptsächlich online. Für Unternehmen und Läden stellt dies eine neue Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine Chance dar. TEXT VANESSA BULLIARD

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m Vergleich zum Vorjahr stieg der Onlinehandel im Jahr 2020 um rund 27 Prozent an. Durch die aufgrund von Corona beschränkten Möglichkeiten, vor Ort einzukaufen, investierten die Menschen 2020 13,1 Milliarden Franken in Onlinekäufe. Selbst weniger technikaffine Personen wagten den Schritt in die digitale Welt. Dies bedeutet natürlich für Unternehmen, dass eine starke digitale Präsenz gefragt und rascher Handlungsbedarf nötig war. Das Gute: Die Online-Reichweite macht selbst während der Pandemie vor kaum einer Landesgrenze Halt. Darüber hinaus sollte die Multichannel-Strategie Unternehmen stabile Umsätze trotz der Coronakrise garantieren. Doch dabei sind einige Aspekte zu beachten. Die digitale Präsenz Ein digitaler Konkurrenzkampf ist ausgebrochen: Etliche Unternehmen versuchen, die Aufmerksamkeit von potenziellen Kund*innen auf sich zu ziehen. Dabei stellt sich die Frage: Muss jede*r zwingend einen eigenen Onlineshop haben, um in der aktuellen Zeit zu überleben? Die Antwort lautet: Nein. Der digitale Handel bietet nämlich mehrere Marktplätze: Instagram, Facebook oder Ricardo gehören hierbei dazu. Fälschlicherweise wird die Notwendigkeit eines Onlineshops oftmals höher eingeschätzt, als es tatsächlich der Fall ist. Vor allem in der heutzutage extrem digitalisierten und technologisierten Welt kann einfach und kostengünstig über Social-Media-Plattformen die Aufmerksamkeit der Kundschaft erregt werden. Eine Webseite, welche das Unternehmen den

Besucher*innen vorstellt, ist jedoch nicht wegzudenken, damit diese einen ersten Eindruck erhalten. Mit der richtigen Strategie Zu Beginn sollten einige Fragen geklärt werden. Was will das Unternehmen erreichen? Wo liegt dessen Kernkompetenz? Wo ist die Kundenfrequenz am höchsten? Liegt die Kernkompetenz des Unternehmens in der stationären Kundenbetreuung, so ist eine intensive, detailreiche E-Commerce-Strategie nicht notwendig, denn Letzteres bedarf Investitionen und Betreuung. Allenfalls reicht in diesem Fall ein kleiner Onlineshop mit wenigen, dafür aber ausgelesenen Artikeln aus. Sind solch grundlegende Fragen erst einmal geklärt, kann man sich entscheiden, ob ein Onlineshop nötig ist oder ob Alternativ-Plattformen wie Ricardo oder Anibis ausreichen. Bei diesen ist jedoch zu beachten, dass man ein Betrieb unter vielen ist, was im eigenen Online-Imperium genau nicht der Fall ist. Der Nutzen eines stationären Shops sollte aber nicht in Vergessenheit geraten. Denn die Kundennähe zu pflegen und eine persönliche Bindung zu den Klient*innen zu schaffen, ist von grosser Wichtigkeit. Vorteile eines digitalen Shops sind jedoch ohne Frage die beinahe unbegrenzte Produktmenge und -vielfalt, welche angeboten werden kann. Wie und wer online geht Der Markt kann grundsätzlich in zwei Hauptbereiche unterteilt werden: Den Nischenmarkt und den

Massenmarkt. Markenprodukte von Puma und Adidas gehören dabei zum Massenmarkt, während spezifische, einmalige Produkte, welche nur eine geringe Käuferschicht erreichen, zum Nischenmarkt zählen. Für Letztere lohnt sich eine digitale Präsenz sehr, da so eine Marktgegenwart und weltweite Reichweite geschaffen werden kann. Nur ein kleiner Laden in einer städtischen Nebengasse bringt keine allzu hohe Kundenfrequenz. Jedoch sind die Bemühungen mit der blossen Erstellung eines Onlineshops nicht abgeschlossen. Mit smarten Marketingmassnahmen müssen zunächst Interessierte angelockt und auf den digitalen Shop aufmerksam gemacht werden. Dabei lohnt es sich, die Bedürfnisse und Wünsche der Kundschaft zu erkennen und darauf einzugehen. Welche Artikel gehen online? Vor allem der Heimelektronikbereich erfreute sich eines bemerkenswerten Anstieges durch die Pandemie, da viele Leute im Homeoffice tätig waren und immer noch sind. Luxus- und Textilgüter litten eher, weil die Menschen sowie die Tourist*innen hauptsächlich zu Hause blieben und Güter dieser Art somit nicht beanspruchten. An dieser Stelle ist eine sorgfältige Produktplatzierung nötig: Zunächst erfolgt die Auswahl der Produktpalette, welche online angeboten werden soll. Wichtig ist, dabei vor allem erfolgreiche Artikel online zu vermarkten und nicht zu versuchen, die sogenannten Ladenhüter digital loszuwerden, denn diese lassen sich auch online nur schlecht verkaufen. Beliebte Produkte tragen hingegen dem Erfolg des digitalen Geschäftes bei.

Man ist nie zu früh Unternehmen wie zum Beispiel Ikea, Dosenbach oder H&M, welche bereits von Anfang an die sogenannte Omni-Channel-Strategie anwandten, genossen einen Umsatzanstieg in der Coronakrise. Diese streuten ihre digitale Präsenz bereits früh, waren auf vielen Onlinekanälen aktiv und besassen bereits seit Längerem einen funktionierenden digitalen Shop. So waren diese Unternehmen bestens auf die Pandemie vorbereitet und konnten sofort handeln. Teilweise konnten sie sich kaum vor der grossen Zahl an Online-Käufen retten. Solche Firmen hatten somit einen Vorteil gegenüber anderen, welche online noch nicht so fortgeschritten waren. Nun heisst es, schleunigst digital aufrüsten. Was uns erwarten wird Dass es eines Tages keine Läden mehr geben wird und alle Welt nur noch online einkauft, ist unwahrscheinlich. Dazu sind das hautnahe Kauferlebnis und die persönliche Beratung vielen zu wichtig. In Zukunft geht man jedoch davon aus, dass die Kundenfrequenz an stationären Lagen, wie zum Beispiel an Bahnhöfen oder in der Innenstadt, abnimmt und dafür in ausserstädtischen Bereichen zunehmen wird. Kleingewerbe, welche ausserhalb des Zentrums liegen, können in der Zeit der Pandemie aufblühen und haben einen gewissen Vorteil gegenüber zentralen Geschäften, da die Menschen oftmals nur noch in der Wohngegend unterwegs sind. Da ein anhaltender zukünftiger Anstieg im Online-Bereich erwartet wird, sollen sich Unternehmen dennoch dafür wappnen und einen nächsten Schritt in die Digitalisierung wagen.

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Achten Sie im Internet auf Adressen mit .swiss Jede Zuteilung einer Internetadresse mit der Endung .swiss wird durch den Bund geprüft. Deshalb stehen Websites mit einer .swiss-Adresse sichtbar für Herkunft und Qualität von Schweizer Unternehmen und Organisationen. So wie EasyGov, der Online-Schalter des Bundes.

Der Online-Schalter für Unternehmen www.easygov.swiss

www.dot.swiss


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

MS DIRECT BRANDREPORT

017

Damit Versprechen gegenüber Kunden eingelöst werden – über die gesamte Customer Journey Von Einfachheit über Geschwindigkeit bis hin zu Nachhaltigkeit – die Kundenerwartungen steigen stetig an und werden komplexer. Ob der Kontakt mit einem Unternehmen positiv oder negativ in Erinnerung bleibt und eine nachhaltige Beziehung entsteht, hängt dabei nicht vom Erlebnis an einem einzelnen Touchpoint, sondern vielmehr dem Gesamterlebnis über die komplette Customer Journey ab.

G

erade für kleinere und mittlere Unternehmen werden die Erfüllung der Kundenerwartungen neben dem Kernprodukt und das Mithalten mit den herausragenden Kundenerlebnissen ausserhalb der eigenen Branche zunehmend zur Herausforderung. Die MS Direct Group, ein Familienunternehmen aus St. Gallen, hat es sich seit 1978 zum Ziel gemacht, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Versprechen gegenüber ihren Kunden zu erfüllen und so für positive Erlebnisse zu sorgen. In der Dialogworld AG, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe, treffen jährlich mehr als 3 Millionen Kundenanfragen auf kompetente Antworten - im persönlichen Kontakt oder wo sinnvoll automatisiert über Bot-Lösungen. Dabei werden die Mitarbeiter am Telefon von intelligenten Tools, beispielsweise einer Stimmungsanalyse während des Kundengesprächs, unterstützt. Die Qmart AG hilft Unternehmen dabei, ihre Kundendaten sauber und aktuell zu halten und mit trigger-basierten Marketingmassnahmen neben Kundenbegeisterung auch die beste Conversion zu erzielen.

Die Qmart AG hilft Unternehmen dabei, ihre Kundendaten sauber und aktuell zu halten sowie die beste Conversion zu erzielen. individualisieren und beispielsweise an komplexe Filialstrukturen anpassen, um die Relevanz der Botschaft für den Kunden und damit den Kundennutzen zu steigern.

Zudem bietet die Unternehmensgruppe mit der MS Direct AG Fulfillment Lösungen für den E-Commerce an. Ob komplettes Outsourcing des Lagers oder Crossborder Logistik aus der EU in die Schweiz und nach Grossbritannien, das Unternehmen stellt sicher, dass die Bestellungen der Kunden schnell und ansprechend ankommen und das Markenerlebnis durchgängig erhalten bleibt. Für effiziente Prozesse werden eigens entwickelte Tools, wie beispielsweise eine KI-basierte Zolltarifierung, eingesetzt. Aus dem ständigen Streben nach Optimierung und Verbesserung von Kundenerlebnissen entstand vor mehr als zehn Jahren aus der Unternehmensgruppe die Quickmail AG, die erste private Briefzustellerin der Schweiz. Im letzten Jahr wurde innerhalb von sechs Monaten nach dem Schweizer Vorbild eine Crossborder E-Commerce Lösung für Grossbritannien nach dem Brexit aufgegleist. Heute setzen sich insgesamt mehr als

1000 Mitarbeiter für herausragende Kundenerlebnisse bei über 300 Auftraggebern aus den Branchen E-Commerce und Versandhandel, Finance & Insurance, Retail und Automobil ein. Um auch künftig KMUs bei der Einlösung ihrer Versprechen unterstützen zu können, setzt die MS Direct Group auf technische Innovationen, die unter anderem in Partnerschaften mit Hochschulen entwickelt werden. So sollen bald die Klassifizierung von Retourenartikeln über eine künstliche Intelligenz unterstützt werden und eine daten-basierte Customer Journey Analyse dabei helfen, die Kaufwahrscheinlichkeit eines Kunden durch automatisierte Botschaften zum richtigen Zeitpunkt zu steigern. Weitere Informationen unter: www.ms-direct.ch www.dialogworld.ch www.qmart.ch

Eine Customer-Data-Platform hilft dabei, alle relevanten Informationen in einer Datenbank zusammenzuführen und lästige, irrelevante Botschaften zu vermeiden und gleichzeitig keine Chance für einen wertvollen Kundenkontakt zu verpassen. Ergänzt wird das Angebot durch die Direct-Marketing-Services der Unternehmensgruppe, die auch den klassischen Print in der Kundenkommunikation abdecken. Intelligente Systeme lassen den Auftraggeber selbst Kundenschreiben

Qmart KMU BUSINESS TECHNOLOGIE NETZWERK BRANDREPORT

Digitalisierung agil, verlässlich, sicher und effizient Die Digitalisierung von Prozessen und Workflows beschäftigt im Pandemie-Jahr 2020 mehr Unternehmer denn je. Homeoffice fordert eine Unternehmenslösung, die Daten umfassend, aktuell, flexibel und vor allem sicher bereitstellt und verarbeitet. Automatisierung und durchdachte digitale Strukturen sind erfolgsentscheidend.

T

opix ist die technologische Basis für Ihre Digitalisierung unter macOS, Windows und in gemischten Netzwerken – mit eigener WebSolution bei Bedarf auch in der Private Cloud verwendbar. Das modulare ERP-System mit integriertem CRM, Finance, HR und DMS meistert selbst grosse Datenmengen übersichtlich und archiviert revisionssicher. Geschäftsprozesse werden transparent abgebildet und lassen sich einfach unternehmensweit analysieren. Mit der eigene WebSolution und Apps haben alle Mitarbeitenden, egal ob im Service, im Vertrieb oder in der Geschäftsleitung, fortwährend und in Echtzeit mobilen Zugriff auf die zentralen Daten in Topix. Auf allen Devices arbeiten sie durchgängig

und komfortabel mit derselben Usability und User Experience. Topix wurde für ihre ausgezeichnete Benutzerführung ausgezeichnet. Die konsequente Integration aller Module in einem System sorgt für einen durchgängigen Workflow und einen hohen, bereichsübergreifenden Automatisierungsgrad. So lassen sich nahezu alle Informationen aus dem Artikel- und Leistungsstamm in das Angebot übernehmen. Auftragsbestätigungen und Lieferscheine erzeugen sich per Klick direkt aus dem Angebot heraus. Automatische Vorschläge lassen sich individuell anpassen. Wer Vorgänge, die immer gleich sind, mit Workflow-Unterstützung automatisiert, spart viel Zeit, die für die Kundschaft genutzt werden kann.

Wer Vorgänge, die immer gleich sind, mit Workflow-Unterstützung automatisiert, spart viel Zeit, die für die Kundschaft genutzt werden kann.

Eingehende Kreditorenbelege mit dem Swiss QR Code lassen sich bis zum Zahlungsvorschlag automatisieren. Bankauszüge mit allen Buchungen können importiert und Zahlungseingänge und Ausgänge schnell und zuverlässig verarbeiten werden. Mit dem Kundencenter haben die Kund*innen jederzeit Zugriff auf alle Belege und können Aufträge direkt erteilen, haben die Übersicht über nicht bezahlte Belege und sind komplett eingebunden. Eine Software – alle Möglichkeiten. Für die Branchen Beratung, Handel, Dienstleistung und Produktion gibt es Topix in zwei Produktlinien: Mittlere und grosse Unternehmen nutzen Topix enterprise. Topix professional bietet die ideale Lösung für KMU, Freelancer und Einsteiger mit bis zu fünf Usern. Das System wächst mit den jeweiligen Anforderungen. Ein Ansprechpartner für die gesamte IT Seit über 20 Jahren berät das KMU Business Technologie Netzwerk KMU in allen Fragen der

Informationstechnik. ERP, Datenintegration, Automation von Prozessen und KI in der Finanzbuchhaltung sind seine Kompetenzen. Die kmubtn gmbh ist in der Schweiz exklusiv verantwortlich für die Umsetzung von Topix-Projekten sowie für die landesspezifischen Anpassungen dieser ERP-Lösung. Sie strebt eine langfristige Partnerschaft mit ihren Kunden an. Deshalb steht Kundennähe – auch weit über den Verkauf hinaus – im Fokus ihres Handelns. Sprechen Sie mit uns! Wir nehmen uns die Zeit für Sie. KMU Business Technologie Netzwerk Tel: 058 058 23 53 info@kmubtn.ch www.kmubtn.ch www.topix-ch.ch


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BRANDREPORT SYGNUM

Wie KMU einfacher Zugang zu Kapital finden Blockchain ist mittlerweile vielen ein Begriff. Dennoch wird deren Potenzial häufig verkannt. Insbesondere für KMU kann die Blockchain den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. Durch die Tokenisierung von Vermögenswerten revolutioniert die Sygnum Bank den Finanzplatz. TEXT SMA

ausgeführt werden, sobald die entsprechende vertraglich festgelegte Leistung erbracht bzw. die entsprechende Vertragsbedingung erfüllt wurde.

Thomas Eichenberger Head of Business Units

V

ereinfacht ausgedrückt ist die Blockchain eine dezentrale Transaktionsdatenbank. Die dezentralisierte Organisation – insbesondere öffentlicher Blockchains – macht diese Technologie sicherer, einfacher zugänglich und transparenter als traditionelle Infrastruktur und Prozesse. Bekannt geworden ist die Blockchain hauptsächlich durch die darauf basierende Kryptowährung «Bitcoin». Inzwischen ist sie aber dabei, die gesamte Finanzwelt zu durchdringen. Diese positive Entwicklung birgt erhebliches Potenzial für kleine und mittelgrosse Unternehmen. «Blockchain-Technologie bildet die Grundlage Kapitalnehmer und Kapitalgeber rascher, günstiger und direkter zusammenzubringen und so auf beiden Seiten signifikanten Mehrwert zu schaffen», sagt Thomas Eichenberger, Head of Business Units und Mitglied der Geschäftsleitung der Sygnum Bank. Mithilfe der Tokenisierung erhalten KMU einen vereinfachten und direkteren Zugang zum Kapitalmarkt. Tokenisierung, Token und Smart Contract Um den Sachverhalt veranschaulichen zu können, ist es ratsam, zuerst die relevanten Begriffe zu klären. Tokenisierung ist ein Prozess, bei dem finanzielle oder reale Vermögenswerte digital in viele (einheitliche) Einzelteile gestückelt werden. Gleichzeitig werden die mit den Vermögenswerten verbundenen Rechte und Pflichten untrennbar an diese Einzelteile geknüpft. In anderen Worten: Jedes Einzelteil repräsentiert einen festen Anteil am jeweiligen Vermögenswert sowie den dazugehörigen Rechten und Pflichten. «Eben dieser Prozess der Tokenisierung basiert auf der Technologie der Blockchain-, oder auch Distributed-Ledger-Technologie (DLT)», führt Eichenberger aus. Die Einzelteile, die durch den Prozess der Tokenisierung entstehen, werden «Token» genannt. Grundsätzlich kann ein Vermögenswert in beliebig viele Token gestückelt werden. Jedem Token liegen ein Wert sowie (Eigentums-)Rechte und Pflichten zugrunde, welche bei dessen Emission festgelegt wurden. Der Begriff «Smart Contract» umschreibt die Art und Weise wie die Verwaltung von Tokens erfolgt. Smart Contracts sind vereinfacht gesagt digital abgebildete Vertragsklauseln, welche beim Eintreffen der festgelegten Bedingungen automatisch ausgeführt werden. «Smart» sind die Verträge deswegen, weil der Vertrag sich automatisch anpasst, bzw. spezifizierte Transaktionen automatisch

Wie oben erwähnt, basiert der Prozess der Tokenisierung auf der Blockchain als dezentral geführte und validierte Datenbank. «Bei der Tokenisierung von KMU-Aktien beispielsweise, kreieren wir in einem ersten Schritt Token auf der Blockchain, die Aktien eines Unternehmens darstellen», erklärt Eichenberger. Anschliessend werden die Token an die Aktionär*innen ausgegeben bzw. deren jeweiligen «Konten» auf der Blockchain gutgeschrieben. Die Guthaben all jener «Konten» werden auf der Blockchain gespeichert und sind rückwirkend unveränderbar. Wenn es nun im Verlaufe der Zeit zu Token-Übertragungen kommt, beispielsweise im Rahmen von Handelstransaktionen, verursachen diese eine Anpassung der Guthaben aller darin involvierten «Konten» auf der Blockchain. Diese Anpassungen können automatisiert in damit verbundenen Systemen, Datenbanken und Registern, wie zum Beispiel dem Aktienregister, gespiegelt werden, sodass diese jederzeit auf dem aktuellen Stand sind, ohne dass eine manuelle Synchronisation notwendig ist. Dies reduziert den Ressourceneinsatz in der Administration signifikant und schafft beispielsweise auch die Basis für automatisierte Dividendenausschüttungen an alle zum Stichtag berechtigten Aktionäre. Tokenisierung als natürlicher nächster Schritt in der Evolution von Wertpapieren Tokenisierung mag zwar exotisch klingen, die Schaffung von Wertschriften in Form von Token ist aber der

natürliche nächste Evolutionsschritt im Bereich regulierter Wertpapiere. Token, welche nun als eigenständige «Registerwertrechte» unter dem neuen «DLT-Gesetz» anerkannt werden, stellen eine weitere wichtige Etappe dieser Entwicklung dar, die ihren Ursprung bei physischen, papierbasierten Wertschriften genommen hatte und uns über die Einführung von Wertrechten und später Bucheffekten dorthin geführt hat, wo wir nun heute stehen. Neues «DLT-Gesetz» als wichtiger Baustein Um den Prozess der Tokenisierung rechtlich noch besser abzusichern, waren in der Schweiz eine Reihe gesetzlicher Anpassungen notwendig. Im Juni 2020 wurde der entsprechende Legislativvorschlag vom Nationalrat einstimmig angenommen und bereits am 1. Februar 2021 traten die ersten Bestimmungen des neuen «DLTGesetzes» in Kraft. Der Begriff «DLT-Gesetz» ist dabei insofern etwas irreführend, als dass nicht ein eigenständiges neues Gesetz in Kraft tritt, sondern Anpassungen an neun Bundesgesetzen vorgenommen werden. Eine dieser Anpassungen betrifft die Einführung von Registerwertrechten als neue Wertpapierkategorie im Obligationenrecht. «Das neu geschaffene Registerwertrecht trägt wesentlich zur erhöhten Rechtssicherheit bei der Übertragung von tokenisierten Vermögenswerten bei», führt Eichenberger dazu aus. Eine weitere wichtige Anpassung betrifft die Einführung des «DLT-Handelsplatzes», als eigenständig regulierter und lizenzierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte, welcher voraussichtlich per 1. August 2021 in die Finanzmarktregulation aufgenommen wird.

Vorteile für KMUs und Kapitalnehmer generell Die Finanzinnovation der Tokenisierung birgt bedeutende Chancen für alle Beteiligten. Auf Seiten der Kapitalnehmer erweitert sich der Zugang zu Investoren über das eigene Netzwerk hinaus und die Eintrittsbarrieren zu privaten Kapitalmärkten werden signifikant reduziert. Digitalisierte Kapitalbeschaffungsprozesse bieten günstigeren und effizienteren Zugang zu Fremd- oder Eigenkapitalmitteln. Aber nicht nur bei der Kapitalbeschaffung können KMU laut Eichenberger profitieren, sie erhalten zusätzlich plötzlich die Option auf vereinfachte Handelbarkeit und damit verbundene Liquidität. «Die Verwendung der Blockchain als zugrundeliegende Datenbank ermöglicht den Betrieb eines enorm effizienten Sekundärmarkts, der nicht mehr auf die Involvierung einer Vielzahl von Intermediären angewiesen ist.» Da die Technologie die heutzutage kostspieligen Aufgaben der Intermediäre übernimmt und so die Kosten signifikant reduziert, kann der Handel in viel kleineren Stückelungen und zu niedrigeren Transaktionsgebühren angeboten werden. Die Aktiendigitalisierung hat auch positive Auswirkungen auf das Corporate Housekeeping, sprich die Administration der Aktionäre und aller damit verbundenen Prozesse. Dank der automatisierten Aktualisierung des Aktienregisters und daraus abgeleiteter Möglichkeiten zur automatisierten Abwicklung von Corporate Actions, inkl. Dividenden- und Zinszahlungen, gestaltet sich dieses um ein Vielfaches weniger ressourcenintensiv. Nicht minder relevant – gerade im aktuellen Umfeld – ist die verbesserte Ausgangslage zur Durchführung virtueller Generalversammlungen. Vorteile für Investoren / Kapitalgeber Nicht nur seitens der KMU, sondern auch seitens der Investoren als Kapitalgeber ergeben sich Vorteile durch die Tokenisierung. Ähnlich wie bei den Kapitalnehmern eröffnen sich auch für diese Partei neue Zugänge. Dank dem Abbau von Investitionsbarrieren (wie z.B. Mindestinvestitionssummen) steht plötzlich ein breites Spektrum neuer Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. Dieser neu gewonnene Zugang bietet somit nicht nur zusätzliche Möglichkeiten, sein Anlageportfolio initial breiter zu diversifizieren, sondern dank der vereinfachten Handelbarkeit der Tokens auch die Möglichkeit, sein Portfolio regelmässig umzuschichten und erzielte Handelsgewinne zu realisieren. Weiterführende Informationen: sygnum.com


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NOVENTUS BRANDREPORT

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Der Vorsorgetreffer für die Zukunft Noventus Pensionskassen trumpfen auf mit attraktiven Angeboten für KMUs und Selbständige. Darüber hinaus stehen eine solide Vorsorge und eine effektive Kundenberatung im Vordergrund.

Sie sind überzeugt, dass bei den Pensionskassen der Höhe der Verzinsung in den nächsten Jahren die grösste Bedeutung zukommen wird. Warum? Die Umwandlungssätze werden gesenkt; die Altersrenten sinken. Es braucht mehr Sparkapital im Alter, um das Rentenniveau halten zu können. Der politische Prozess für entsprechende Lösungen braucht jedoch Zeit. Eine hohe Verzinsung kann den grössten Beitrag dazu leisten. Noventus hat aus Überzeugung entschieden, dieser Leistungsreduktion mit einer höheren Verzinsung der Altersguthaben zu begegnen. Es können sich nicht alle leisten, höhere Sparbeiträge zu zahlen.

Bruno Schenk

Michael Reinle

Herr Bruno Schenk, Noventus belegte im «Mystery Shopping» der SonntagsZeitung 2020 den 1. Platz. Sie punkteten mit den jährlich tiefsten Risiko- und Verwaltungskosten. Wie entsteht der attraktive Preis? Noventus ist für Invaliditäts- und Todesfälle vollständig rückversichert. Dafür zahlen wir eine Prämie. Um diese zu finanzieren, zahlt unsere Kundschaft einen Risikobeitrag, der aufgrund ihrer Branche bestimmt wird. Das heisst, dass Bürounternehmen beispielsweise weniger zahlen als Produktionsbetriebe. In der Summe müssen wir mehr Risikobeiträge einnehmen als Prämien ausgeben; sonst legen wir drauf. Um attraktiv zu sein, müssen wir die Einnahme- wie auch die Ausgabeseite optimieren. Wir konnten mit unserem Rückversicherer eine attraktive Prämie aushandeln, die noch bis Ende Dezember 2022 garantiert ist. Wir versuchen, den Branchentarif so zu modellieren, dass die Risikobeiträge für möglichst viele Kund*innen attraktiv sind. Ein bisschen Glück und ein gutes Gespür dafür, was der Markt erwartet, gehören auch dazu. Die Verwaltungskosten halten wir durch konsequente Standardisierung so tief wie möglich.

Wie können auch Kleinstunternehmen von einem Vorsorgeplan von Noventus profitieren? Wir bieten Kleinstunternehmen anlageseitig dieselben Leistungen wie unseren mittleren und grösseren Kunden. Dies gelingt uns über das Poolen der Vorsorgegelder. Das Vermögen des Wertschriftenpools wird vom Vermögensverwalter gemäss den Vorgaben des Stiftungsrats verwaltet. Dieser hat sich für eine kostenminimierte Umsetzung entschieden, das heisst, wir haben eine passive, indexorientierte Anlagestrategie. Wenn die Anlagekosten tief sind, bleibt mehr für die Versicherten übrig. Kleinstunternehmen profitieren von einer grossen Auswahl an Vorsorgeplänen. Wir gestalten diese modular, sodass die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens möglichst abgedeckt werden können. Die verständliche Ausgestaltung der Offerten soll auch Arbeitgebern ohne grosse Pensionskassenkenntnisse einen klaren Überblick über die Leistungen, Kosten und Sparbeiträge geben. Eine Pensionskassenlösung muss nicht immer kompliziert sein. Selbstständige ohne eigenes Personal können sich innerhalb des Rahmenvertrages zwischen dem Schweizerischen KMU Verband und NoventusCollect Plus für Risikoleistungen und Sparbeiträge versichern lassen. Welche Vorteile bringt dies mit sich? Dank dieses Rahmenvertrages konnten attraktive Bedingungen geschaffen werden. Selbständigerwerbende ohne Personal können sich freiwillig dieser

Verzinsung von Noventus gegenüber dem BVG-Zins 9.0 % 8.0 % 7.0 % 6.0 % 5.0 %

Zusatzvorsorge anschliessen und zwischen drei Vorsorgeplänen auswählen. So profitieren sie von günstigen Prämien und einer sehr guten Verzinsung. Die Sparguthaben der Selbständigerwerbenden werden zusammen mit den Kapitalien der BVG-Versicherten gepoolt angelegt. Die Thematik der Pensionskasse ist komplex und kann überfordern. Wie sieht die effektive Kundenberatung bei Noventus aus? Langjährige und engagierte Kunden- und Unternehmensberater*innen sprechen die Sprache unserer Kundschaft. So ist es möglich, die Komplexität der obligatorischen beruflichen Vorsorge unseren Kund*innen gewissenhaft zu erläutern und sie zu beraten. Einige wollen mittels Einkäufen in die Pensionskasse Vorsorgelücken schliessen. Wie funktioniert das und für wen ist dies sinnvoll? Auf dem Leistungsausweis wird jedem Versicherten sein Einkaufspotenzial kommuniziert. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Einkauf erfüllt sind, prüfen wir mittels einer Selbstdeklaration der versicherten Person. Beispielsweise muss ein allfälliger WEF-Vorbezug vor einem Einkauf zurückbezahlt werden. Nach Prüfung der Unterlagen und Eingang der Zahlung versenden wir die steuerliche Bescheinigung. Ein Einkauf ist sinnvoll, um die

Altersleistungen zu verbessern oder einer weiteren Reduktion des Umwandlungssatzes vorzubeugen. Zudem fördern Bund und Kantone Einkäufe mit steuerlichen Abzugsmöglichkeiten. Die Versicherten können uns kontaktieren, und wir beraten sie fachkompetent zu diesem Thema.

Die Unternehmensberater*innen BVG stehen Ihnen zur Verfügung Bruno Schenk Unternehmensberater berufliche Vorsorge Region Nordwestschweiz +41 79 447 03 08 bruno.schenk@noventus.ch Michael Reinle Unternehmensberater berufliche Vorsorge Region Westschweiz (Kt. BE, FR, OW & NW) +41 79 239 93 70 michael.reinle@noventus.ch

Dafür steht Noventus Solide Vorsorge Noventus versteht unter solider Vorsorge, dass alle Kosten der Stiftung über Beiträge finanziert werden, sodass die Anlageerträge vollständig verteilt werden können. Dies gelingt mit Ausnahme der Pensionierungsverluste, welche in den meisten Anlagegefässen aus dem Ertrag finanziert werden. Standardisierung hält die Kosten tief Für Kleinstunternehmen mit bis zu vier versicherten Personen bietet Noventus modulare Standardpläne an. Ebenfalls besteht gegen einen Aufpreis die Möglichkeit eines Individualplans. So wird der Kostenaufwand in der Umsetzung und im Controlling tief gehalten. Konstanz in der Kundenbetreuung und bei unseren Dienstleistungen Vertrauen entwickelt sich mit der Zeit. Wenn die Kund*in jahrelang mit denselben Mitarbeitenden von Noventus in Kontakt steht, wird eine solide Basis geschaffen. Dann wird der Kundschaft gerne auch einmal ein Extrawunsch erfüllt oder eine Mutation innerhalb von ein bis zwei Stunden verarbeitet. Noventus lebt ein hohes Dienstleistungsbewusstsein. Dazu gehört auch eine adressatengerechte Kommunikation. Dies gilt auch für die Bedürfnisse der versicherten Personen. Noventus nimmt sich Zeit und hört zu, um so die bestmögliche Lösung zu erarbeiten. Es gibt nicht immer nur einen einzigen richtigen Weg, einen Fall zu lösen. Dafür kann Noventus auf eine grosse Expertise im Team zurückgreifen. Nachhaltigkeit Noventus hat sich dazu entschieden, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. In einem ersten Schritt wird per Ende März 2021 die Anlageklasse «Aktien Ausland», welche einen Viertel der Anlagestrategie ausmacht, in einen Fonds transferiert, der ESG-Kriterien berücksichtigt. Noventus ist es wichtig, den Spagat zwischen Kostenoptimierung und verantwortungsvollem Handeln in Bezug auf ESG-Kriterien graziös zu meistern.

4.0 % 3.0 % 2.0 % 1.0 % 2015

2016

Pensionskasse

2017

2018 Kaderkasse

2019

2020 BVG-Zins

0%

Kundenstimme: «Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns gerne einmal bedanken für die immer sehr professionelle und zuvorkommende Betreuung und Beratung. Seit wir unser Personal bei der Noventus Pensionskasse versichern durften, haben wir jederzeit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wegen unserer ‹Alters- und Lohnstruktur› sind wir prinzipiell für eine Pensionskasse ziemlich unattraktiv. Die Noventus hat uns dies aber absolut nie spüren lassen. Ganz im Gegenteil: Wir haben immer den Eindruck, eine sehr privilegierte und zuvorkommende Betreuung zu geniessen. Im Gegensatz zu unserem früheren Versicherer ist der Kontakt nicht anonym, sondern sehr persönlich und immer auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Jederzeit sind kompetente, professionelle und freundliche Ansprechpersonen erreichbar.» - S.R. Buchhaltung / Administration


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

020

FINANZIERUNG

WWW.FOKUS.SWISS

Die Grundlagen im Dickicht der Finanzierungsmöglichkeiten Die Coronapandemie stellt die Welt der Unternehmen auf den Kopf. Besonders für KMU erhält ein allzeit wichtiges Thema zwischen Social Distancing, Schliessungen und Shutdowns erneuten Schub: die Finanzierung. TEXT SMA

D

as neue Coronavirus hat weitreichende Auswirkungen auf alle Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft. Durch die nötigen Massnahmen, um die Gesundheit aller zu schützen, gehen Umsätze zurück und viele Privatpersonen und Unternehmen stehen vor finanziellen Herausforderungen. Eine Diversifizierung von Finanzierungen kann neben staatlicher Hilfe Existenzen von KMU und deren Mitarbeitenden sichern. Das KMU-Portal des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung bietet umfassende Informationen. Schwankungen des Finanzbedarfs Je nach Phase, in der sich das Unternehmen befindet, ergeben andere Finanzierungsmöglichkeiten Sinn. Schliesslich unterscheidet sich der Finanzbedarf zwischen Unternehmen sowie Unternehmungsphasen. Während der Überprüfung der Machbarkeit ist beispielsweise Eigenkapital die Finanzierung erster Wahl. Die Stabilisierung wird dagegen häufig durch traditionelle Kredite finanziert. Unabhängig der Stadien, wirft die derzeitige Gesundheitskrise noch Sand ins Getriebe. So ist der Gewinnrückbehalt als Finanzierungsquelle schwieriger geworden, weil auch die Umsätze teilweise massiv eingebrochen sind. Aussenfinanzierungen oder Fremdkapital können helfen, Krisen im Allgemeinen zu überstehen. Innen- und Aussenfinanzierung Die Selbstfinanzierung und Fremdkapital sind in der heutigen Situation beide problembehaftet, da die Krise

in gewissem Masse alle Teile der Wirtschaft betrifft. Während die Innenfinanzierung in den Hintergrund gerät, rückt die Aussenfinanzierung ähnlich wie bei Jungunternehmen in den Vordergrund. Eine Möglichkeit ist ein Kredit oder Darlehen von Banken, möglicherweise auch von Privaten. Dabei bestehen die Gläubiger auf eine Bonitätsprüfung, die sich auf einen Businessplan abstützt. Zur Unterstützung von KMU sind in den letzten Jahren auch viele Plattformen für Crowdlending entstanden. Diese spezielle Form eines Kredits läuft nicht wie traditionell über eine Bank, sondern erlaubt einen Gelderhalt von mehreren einzelnen Geldgebenden. Der Prozess gestaltet sich oft unkomplizierter als ein Bankkredit und birgt vor allem für Start-ups einige Vorteile. Kein Wunder also, erfreut sich diese Kreditform zunehmender Beliebtheit. Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung Bei Unternehmensgründung oder einer Kapitalerhöhung kommen oft Beteiligungsfinanzierungen zum Einsatz zur Beschaffung von Eigenkapital. Je nach Vertragsgestaltung und Art der Unternehmung können diese Kapitalüberlassungen lang- oder kurzfristig sein. Bareinlagen, Sacheinlagen oder Rechte dienen dabei als Mittel. Grundsätzlich erhalten die Quellen des Kapitals bei einer Beteiligungsfinanzierung Anspruchsrechte am Gewinn, Vermögen und Liquiditätserlös sowie Rechte an Informationen, Mitsprache und Mitentscheidung. Allerdings müssen sie auch das Unternehmensrisiko mittragen, obwohl dieses je nach Rechtsform eingeschränkt sein kann. Zu beachten ist, dass auch fremdes

Geld zum Eigenkapital gehört, solange es sich um Risiko- oder Gesellschaftskapital handelt und der Ertrag vom Unternehmenserfolg abhängt.

Gründen wird dieses Vorgehen nur jüngeren Unternehmenstätigen empfohlen, mit der Bedingung, schnellstmöglich wieder fürs Alter vorzusorgen.

Beispielsweise beteiligen sich sogenannte Business Angels an Finanzierungen. Anders als der Namen suggerieren könnte, handelt es sich hierbei meist um Geschäftsleute, nicht aber um gemeinnützige Organisationen. Business Angels handhaben typischerweise niedrigere Beträge und treten auch als Mentoren auf. Dadurch ergeben sich auch persönlichere Beziehungen und detaillierte Einblicke in den Businessplan.

Eigen- und Fremdkapital Eine ergänzende oder alternative Finanzierungsmöglichkeit besteht aus einer Mischung aus Eigen- und Fremdkapital: das Mezzanine-Kapital. Diese eignet sich für KMU bei einem grösseren Finanzbedarf ab zwei Millionen Franken. Rechtlich gesehen handelt es sich hierbei um Fremdkapital, weshalb Zinsen steuerlich abziehbar sind. Nichtsdestotrotz ist es als eine Mischform von gängigen Krediten zu unterscheiden. Die Quellen des Kapitals – egal ob Banken, Investmentgesellschaften oder Private – engagieren sich bei Mezzanine-Kapital eingehender. Da jedoch ein höheres Risiko besteht als bei traditionellen Krediten, wird das Engagement über eine Beteiligung am Unternehmenserfolg aufgewogen. Die Konditionen unterscheiden sich teilweise stark nach Kapitalquelle. In der Schweiz bieten beispielsweise die UBS, Credit Suisse und Zürcher Kantonalbank Mezzanine-Darlehen. International sind spezialisierte Fonds und Gesellschaften vorhanden.

Denselben Ansatz verfolgen Venture-Capital-Gesellschaften. Diese sind auf Risikokapital spezialisiert mit Aussicht auf erhebliche Gewinne. Sie operieren mit höheren Beträgen als Business Angels und verzichten in der Regel auf traditionelle Sicherheiten. Trotzdem agieren sie auch wie Begleiter eines Unternehmens, insbesondere junger Unternehmen, die relativ schnell grosse Umsätze erreichen. In der Schweiz sind die Venture-Capital-Gesellschaften in der Swiss Private Equity & Corporate Finance Association SECA zusammengeschlossen. Unter Umständen kann eine vorzeitige Auszahlung der Pensionskasse Eigenkapital beschaffen. Für ältere Selbstständigerwerbende ist dies aber hochriskant, da wenig Zeit bleibt, wieder eine Altersvorsorge aufzubauen. Zudem gibt es keine Garantie, dass ein späterer Firmenverkauf die Altersvorsorge abdeckt. Aus diesen

Daneben existieren noch Sonderformen, die für einige KMU auch interessant sein könnten: Verkauf von Forderungen im Factoring; Leasing anstelle von Fremdkapital; Crowdfunding als direkte Finanzierung durch Privatpersonen; oder Kryptowährungen, deren Rechtssicherheit durch erste Anpassungen des Bundesrechts bereits erhöht wurde.

BRANDREPORT STAATSSEKRETARIAT FÜR WIRTSCHAFT (SECO)

E-Government nach den Bedürfnissen der Unternehmen

«D

er Online-Schalter EasyGov.swiss bringt den KMU administrative Entlastung», so kündigte vor drei Jahren der damalige Wirtschaftsminister Johann SchneiderAmmann die neue Onlineplattform der Behörden an. Ende April 2021 erfolgt nun bereits die fünfte grosse Erweiterung von EasyGov mit neuen Behördendienstleistungen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO zeigt damit, dass E-Government in einem föderalen Staat auf hohem Niveau möglich ist. Die gesteckten Ziele sind hoch: Auf EasyGov sollen Behördenleistungen so bereitgestellt werden, dass sie ohne besondere Kenntnisse über behördliche Zuständigkeiten aus einer Hand und ohne technisches Spezialwissen nutzbar sind. «Die Geschäftsprozesse der Verwaltung werden konsequent auf die Nutzerbedürfnisse ausgerichtet, vereinfacht, standardisiert und in ihrer Effizienz optimiert», heisst es in der Strategie «Digitale Schweiz» des Bundes. «Der wichtigste Grundsatz von EasyGov ist die Kundenzentrierung», sagt Martin Godel, Leiter KMU-Politik beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, gegenüber governmenttobusiness.com. Um die Bedürfnisse der Unternehmen im Bereich EGovernment zu kennen, wurden diese Anfang 2019 in der zweiten nationalen E-Government-Studie in

Zusammenarbeit mit E-Government Schweiz abgefragt. So sind beispielsweise 60 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass das Auffinden der behördlichen Angebote deren Nutzung am meisten erschwert. Genau deshalb ist ein gebündeltes Angebot der Behördengeschäfte auf einer Plattform das zentrale Ziel von EasyGov. Es soll schrittweise ein One-Stop-Shop aufgebaut werden, auf welchem Unternehmen alle angebotenen Behördenleistungen über einen einzigen Account mit einheitlicher Benutzerführung abwickeln können. So müssen regelmässig benötigte Firmendaten wie Adressen, die Unternehmens-

Identifikationsnummer (UID) oder Bankverbindungen nur einmal erfasst werden. EasyGov erfüllt damit bereits heute das Once-Only-Prinzip, welches die EU als Massstab für gute E-Government-Lösungen definiert hat. Kundenwünsche berücksichtigen Das Angebot richtet sich heute an bestehende Unternehmen, Start-ups sowie Gründerinnen und Gründer. Als Nachfolgerin des Gründerportals Startbiz wurde die Plattform zu Beginn insbesondere von Unternehmensgründern genutzt. Ob sie sich beim Handelsregister für

die Mehrwertsteuer oder bei den Sozial- und Unfallversicherungen anmelden – alles, was es für die Firmengründung braucht, lässt sich online erledigen. Bei jedem Update der Plattform berücksichtigt das Projektteam nach Möglichkeit die Wünsche der Unternehmen. So wurden 2018 etwa die zehn gängigsten Handelsregisterprozesse integriert, 2019 hat man sämtliche Betreibungsämter angeschlossen und seit Sommer 2020 lassen sich auf der Plattform Meldungen des «Schweizerischen Handelsamtsblatts» (Shab) erfassen und publizieren. Aktuell stehen über 30 Behördenleistungen auf EasyGov zur Verfügung. Bis 2023 soll das Angebot stark ausgebaut und die Prozesse auf der Plattform laufend optimiert werden. Eine Übersicht über das aktuelle Leistungsangebot von EasyGov ist unter aktuell.easygov.swiss ersichtlich.

Der Online-Schalter für Unternehmen www.easygov.swiss TEXT STAATSSEKRETARIAT FÜR WIRTSCHAFT SECO


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

DAURA AG BRANDREPORT

021

Der digitale Weg zu neuen Anlegern Wer Kapital in Unternehmensaktien anlegt, investiert meist in nationale oder internationale Konzerne. Die daura AG schafft für Investorinnen und Investoren eine attraktive Alternative: Sie nutzt die Blockchain-Technologie und die neue DLT-Gesetzgebung, um Aktien von kleinen, mittleren sowie etablierten Schweizer Unternehmen zu digitalisieren und für Investoren weltweit zugänglich zu machen. Für Firmen birgt dies enorme Vorteile – denn sie können sich auf diese Weise ganz neue Kapitalquellen erschliessen.

I

m Kanton Schaffhausen arbeitet ein Team aus Wissenschaftlern und Ingenieuren an einer sauberen Energielösung für die Zukunft. Gemeinsam haben sie das Cleantech- und Engineering-Unternehmen «Methanology» ins Leben gerufen. Ihre Vision ist ebenso ehrgeizig wie wichtig: Durch die Erzeugung von erneuerbarem Methanol wollen sie zu einer wesentlichen Reduzierung fossiler Energieträger beitragen. «Betriebe wie Methanology sind ein perfektes Beispiel für die Innovationskraft von Schweizer KMU», betont Peter Schnürer, CEO der daura AG. Und genau solchen agilen und innovativen Unternehmen greifen er und sein Team mit der digitalen Aktienplattform daura.ch unter die Arme. Wie tun sie das konkret? «Im Grunde ermöglichen wir es Schweizer KMU, neue Aktionäre zu gewinnen», führt Schnürer aus. Zu diesem Zweck nutzt daura die Blockchain Technologie, um das bestehende Aktienbuch eines Unternehmens schnell und unkompliziert zu digitalisieren. Daraus ergeben sich verschiedene Vorteile für die jeweilige Firma: «Kapitalerhöhungen sowie digitale Generalversammlungen werden quasi per Knopfdruck schnell und günstig durchführbar», erklärt Schnürer. Aktien können dann in beliebig grosse/kleine Pakete gestückelt und an Mitarbeiter, Nachfolger und sogar Kunden herausgegeben werden. Das Aktienbuch bleibt dabei stets digital geführt, vollständig und auf neustem Stand.

«Danach können Unternehmen ihren Teilhabern die Aktien digital zuteilen und das Aktienbuch online verwalten», erklärt Peter Schnürer. Die User der daura Plattform wiederum können sich kostenlos registrieren und dann schnell und unkompliziert an Kapital-Erhöhungen teilnehmen. «Natürlich können alle Aktionäre ihre Beteiligungen jederzeit transparent und einfach verwalten – so wie es die neue DLT-Gesetzgebung vorsieht.» Die Vorzüge dieses Ansatzes liegen auf der Hand: Schweizer KMU und Start-Ups können sich durch die daura-Plattform in der digitalen Sphäre vollkommen neue Investorenkreise erschliessen – und gleichzeitig den Austausch mit bisherigen Teilhabern deutlich einfacher und besser organisieren, bzw. pflegen. «Unseren Usern eröffnen wir ein Reservoir an hochinnovativen Firmen.», so der daura-Geschäftsführer. «Letztlich bringen wir also einfach zusammen, was zusammengehört!» Das sieht auch Gerhard T. Meier, CEO und

Mitbegründer von Methanology so: «Die digitalen Aktien sind interessant für uns, weil wir uns damit optimal auf ein internationales Aktionariat ausrichten und effiziente Kapitalisierungsprozesse umsetzen können.» Des Weiteren lege das Unternehmen mit einer Tokenisierung seiner Aktien bereits heute die Grundlage eines zukünftigen Börsenganges von Methanology. Hockeyclub in der Hand der Fans Doch nicht nur Technology Start-Ups profitieren vom daura.ch-Ansatz: Aufgrund fehlenden Einnahmen aus Ticketing, Hospitality und Gastronomie ist der wirtschaftliche Ausblick für den Hockeyclub «HC Ambrì Piotta» aktuell mit Unsicherheit behaftet. Dank daura können nun die Fans Anteile ihres Vereins kaufen – und diesen so auf ein neues, stabiles Finanz-Fundament stellen. daura macht also Fans zu Clubbesitzern. Und nicht nur Hockey-Fans geht es darum, in ihrer Rolle als Anleger eine Organisation zu unterstützen, die ihnen am Herzen liegt:

Transparent und schnell Der Prozess dorthin ist denkbar einfach gehalten: Ein KMU prüft seine Statuten und registriert sich auf der Plattform. Darauf erfolgt die Digitalisierung der Aktien.

«Viele unserer User streben nicht nur eine gute Rendite an, sondern erfreuen sich auch an der Tatsache, dass sie mit ihrem Kapital aktiv zur Stärkung des gesamten Schweizer Wirtschaftsstandortes beitragen», weiss Peter Schnürer. Weitere Informationen für KMU und Investoren unter www.daura.ch

Über die daura AG Das Technologieunternehmen daura digitalisiert mithilfe der Blockchain Aktien von kleinen, mittleren und etablierten Unternehmen aus der Schweiz. Durch die Nutzung der daura Plattform wird die Abwicklung von Kapitalerhöhungen günstiger, die Verwaltung des Aktienbuches einfacher, Generalversammlungen werden effizienter und weite Personenkreise können mit Aktien ans Unternehmen gebunden werden. User auf der Plattform erhalten Zugang zu neuen Beteiligungsmöglichkeiten an Schweizer KMU und können ihre Unternehmensanteile digital selbst über daura verwalten. daura ist ein Gemeinschaftsunternehmen der etablierten und zugleich innovativen Schweizer Partner Swisscom, SIX, Sygnum Bank, Luka Müller (MME) und Christian Wenger (Wenger & Vieli).

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