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E i n e T h e m e n z e i t u n g v o n S m a r t Me d i a

Gesundheitswesen Fortschritt im Medizinbereich

November 2012

Implantate

Neue Körperteile aus dem Labor

Betriebliche Gesundheitsförderung Gesunde Arbeitnehmende für profitable Unternehmen

Fachkräftemangel Berufe am Puls des Lebens

Prof. Dr. Paul Erne

Die Behandlungsqualität verbessern als Ziel

E-Health

IT kommt im Gesundheitswesen an

Diagnostik

Neue Verfahren im Fokus

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bessere Geräte, bessere Ergebnisse

Anzeige

Wie wär‘s mit einem Gesundheitsberuf?


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E d itorial lesen Sie mehr...

Innovation und Qualität sicherstellen Angesichts der wachsenden Effizienzbestrebungen, Sparmassnahmen und Regulierungen im Schweizer Gesundheitswesen engagiert sich der FASMED (Verband für Medizintechnik) für einen weiterhin attraktiven Forschungs- und Produktionsstandort und für den Erhalt der Innovations- sowie Wettbewerbskraft der Branche.

Melchior Buchs, Generalsekretär FASMED

Bewegungstherapie-Roboter für Schlaganfallpatienten, Kontaktlinsen mit Mikrosensorik zur Messung des Augeninnendrucks oder intelligente Bettsysteme zur Prävention von Dekubitus – nicht selten tragen bahnbrechende Ideen und Spitzenprodukte der Medizintechnik das Schweizer Gütesiegel. Dank Erfindergeist, aber auch hohem Qualitätsbewusstsein ist das Land von jeher bei den Implantaten und Hörgeräten, bei diagnostischen Messgeräten, Laborinstrumenten und in anderen Bereichen international führend. Generell befindet sich das Gesundheitswesen der Schweiz auf sehr hohem Niveau und erwarten die Patienten die Verwendung neuester Technologien. Doch Qualität hat ihren Preis: Laut OECD liegen die Gesundheitskosten des Landes mit einem Anteil von 11,4 Prozent am Bruttoinlandprodukt zwei Prozent über dem Schnitt. Dabei dokumentiert der Einsatz der Medizintechnik den hohen Versorgungsgrad und Aufwand, beispielsweise bei den Diagnostik-Technologien: Mit über 30 Computertomographie (CT)- und 18 Kernspintomographie (MRI)-Geräten pro Million Einwohner liegt die Schweiz im weltweiten Vergleich an der Spitze. Und auch mit der Anzahl Eingriffe bei den Hüft- und Kniegelenken befindet sich das Land unter den Top-Drei. Gleichzeitig werden medizintechnische Leistungen, deren Nutzen und Kosten zunehmend hinterfragt und besonders nach dem Skandal um die französische Brustimplantate-Herstellerin (PIP) für die Patienten verstärkte Sicherheitsauflagen und -kontrollen gefordert. Dies sowie der international steigende Preis- und Wettbewerbsdruck stellen die schweizerische Medtech-Branche

laut der kürzlich publizierten «Swiss Medical Technology Industry» (SMTI)Studie 2012 neben strukturellen Problemen vor enorme Herausforderungen. SwissDRG: Raschen Zugang zu neuen Methoden

Spätestens seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen (SwissDRG) Anfang 2012 werden neue medizinische Leistungen anhand von Kosten-Nutzen-Analysen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht: Bringt die Automatisation das gewünschte Ergebnis? Wie häufig kommt der geniale Roboter zum Einsatz? Zunehmend ist Innovation auch im Sinne von Effizienzsteigerung erfolgsentscheidend. Sparmassnahmen beziehungsweise Budgetkürzungen dürfen aber auf keinen Fall dazu führen, dass die Spitäler beim Einkauf auf die

» Zunehmend ist Innova-

tion auch im Sinne von Effizienzsteigerung erfolgsentscheidend.

Preise drücken, sondern vielmehr bei den Beschaffungsstrukturen und -prozessen ansetzen. Das Ausnutzen der Verhandlungsmacht ist eine kurzfristige Strategie und führt zu Abstrichen bei

der Qualität von Medizinprodukten. Der FASMED setzt sich dafür ein, dass die Patienten auch künftig einen raschen Zugang zu neuen Therapie- und Diagnosemethoden sowie Behandlungsmöglichkeiten haben. So zeichnet sich die Schweiz durch ein relativ kurzes Zulassungsverfahren zu den Sozialversicherungen aus, das auf dem Vertrauensprinzip beruht. Dies ist für die Medizinprodukte-Branche umso wichtiger, zumal über die Hälfte des Umsatzes mit Produkten erzielt werden, die nicht älter als drei Jahre sind. Deshalb gilt es, unter dem Fallpauschalen-System eine nach wie vor zeitgerechte Innovations- und Investitionsfinanzierung sicherzustellen.   HTA: Zeitnahe Aufnahme in die Tarifstrukturen

Für die Bewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von medizinischen Verfahren und Leistungen hat sich «Health Technology Assessment» als Begriff international durchgesetzt. Auch in der Schweiz wird von verschiedenen Seiten die Notwendigkeit einer nationalen HTA-Strategie und sogar einer nationalen HTA-Agentur gefordert. FASMED setzt sich hier für ein pragmatisches und innovationsfreundliches Modell ein, das bei der Einführung neuer Therapien weiterhin auf dem bestehenden Vertrauensprinzip gemäss den Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) basiert und dabei die Eigenheiten medizintechnischer Produkte berücksichtigt. Schlanke, transparente Prozesse sollen eine zeitnahe Aufnahme in die bestehenden Tarifstrukturen beziehungsweise eine allfällige Zwischenfinanzierung von Neuerungen ermöglichen.

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04 Spezialisten arbeiten Hand in Hand 05 Schnelle Diagnose, bessere Behandlungs- möglichkeit 06 Interview mit Prof. Dr. Paul Erne 08 Futuristische Hörhilfen 09 Betriebliche Gesundheitsförderung 10 Neue Körperteile aus dem Labor 11 E-Health 12 Herz-Kreislauf-Erkran- kungen mit Ultraschall vorbeugen 13 Diagnostikverfahren von heute 14 Fachkräftemangel und seine Folgen

Gesundheitswesen

Über Smart Media

Projektleitung: Edin Hot, edin.hot@smartmediapublishing.com Produktionsleitung: Sarah Brandenberger, sarah.brandenberger@smartmediapublishing.com Text: Nicolai Blasic, Sybille Brütsch-Prévôt, Nando Rohner Grafik und Layout: Benedikt Schmitt Produktion: Smart Media Publishing Schweiz GmbH Druck: Tamedia Druckzentrum  Veröffentlicht mit dem Tages-Anzeiger im November 2012. Für mehr Informationen, Fragen oder Inserate: Salar Roshandel, salar.roshandel@smartmediapublishing.com, Smart Media Publishing Schweiz GmbH, Tel. 044 258 86 00

Smart Media entwickelt, produziert und veröffentlicht themenspezifische Zeitungen, die gemeinsam mit führenden Medien auf dem jeweiligen Markt vertrieben werden. Dank unseren kreativen Medienlösungen helfen wir unseren Kunden, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Marken zu stärken und Interesse sowie Wissensstand über die Unternehmen in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich zu erhöhen. Unsere Veröffentlichungen zeichnen sich durch hohe Qualität und inspirierende redaktionelle Inhalte aus.

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Hitachi Medical Systems Europe / Schweiz Japanische Qualität und Kundennähe kombiniert mit Spitzentechnologien und über 100 Jahre Know-How in der bildgebenden Diagnostik Dem Zusammenschluss ihrer japanischen Mutterhäuser folgend bündelten im Dezember 2011 die zwei europäischen Holdinggesellschaften Hitachi und Aloka ihre Kräfte. Mit diesem Schritt wurde Aloka Holding Europe AG Zug am 1. Dezember 2011 rechtlich in die Hitachi Medical Systems Europe Holding AG eingebunden. Heute vereinen die zwei führenden Unternehmen ihr vielfältiges Wissen im Bereich bildgebende Diagnostik (Ultraschall, MR/CT und optische Topographie) und bieten ihren Kunden ein noch attraktiveres Angebot an medizinischen Ultraschalllösungen; angefangen bei der Radiologie über Chirurgie, Kardiologie, innere Medizin, Geburtshilfe, Gynäkologie, Urologie bis hin zur Veterinärmedizin.

Kardiovaskuläre Krankheiten sind heute die meistverbreiteten Todesursachen in Europe und auch in der Schweiz. Man zählt dazu vor allem die Krankheiten, die die Blutgefässe wie Herzkranzgefässe, Halsschlagadern und Arterien betreffen. Die Arteriosklerose ist verantwortlich für den Herzinfarkt, den Schlaganfall und den Arterienverschluss in den Beinen. Mithilfe bildgebender Diagnostik, wie beispielsweise medizinischem Ultraschall, können Risikokonstellationen und Frühformen von Gefässerkrankungen in den Organen frühzeitig diagnostiziert und entsprechend vorgebeugt werden. Hitachi Medical Systems zählt mit seinen MR/CT- und Ultraschallgeräten zu den weltweit führenden Anbietern. „Wir sind stolz darauf, unsere Kunden nach dem Zusammenschluss von Hitachi und Aloka im Bereich Ultraschall mehr als 100 Jahre Fachwissen und Erfahrung in dieser Disziplin anbieten zu können“, so Herr Y. Nishii, neuer Divisionsverantwortlicher Ultraschall bei Hitachi Medical Systems Europe in Zug. Dabei setzt das Unternehmen auf ein breites Spektrum an innovativen, medizinischen Bildgebungstechniken. Seine Passion für Spitzenleistung teilt das Unternehmen mit seinen Kunden, damit deren Patienten mit den bestmöglichen Diagnosesystemen die bestmögliche Lebensqualität erreichen. Dies gilt auch für den Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe. Schwangerschaft und Geburt sind natürliche Prozesse im Leben einer Frau. Aber nicht alle Schwangerschaften verlaufen reibungslos. Hitachi Aloka entwickelt Technologien, die eine ungünstige Entwicklung des Embryos während den wichtigen, ersten drei Monaten identifizieren kann. Aber

auch für andere Bereiche des menschlichen Körpers werden schonende wie auch präzise Diagnostiklösungen angeboten. So unterstützen hochaufgelöste, scharfe Bilder sichere Befunde und helfen notwendige Therapien und Eingriffe rechtzeitig und zum Wohle des Patienten, einzuleiten.

Hitachi Medical Systems Europe Holding AG Verkauf Schweiz Sumpfstrasse 13 6300 Zug T 041 748 63 44 F 041 748 63 42 www.hitachi-medical-systems.ch Produktpalette und Leistungsspektrum Offene und leistungsstarke Hochfeld-MRT-Systeme sowie Mehrschicht CT-Systeme für die Human- und Veterinärmedizin, Optische Topographiegeräte, Medizinische Ultraschallgeräte für klinische Anwendungen wie Allgemeine Radiologie, Innere Medizin, Geburtshilfe, Gynäkologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Urologie und Chirurgie.


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Gastbeitrag Höhere Fachschule Medizintechnik Die Höhere Fachschule Medizintechnik Sarnen bietet seit 1996 einen auf die Medizintechnik spezialisierten Studiengang an. Die berufsbegleitende Weiterbildung führt zum eidgenössisch anerkannten Abschluss dipl. Medizintechniker/in HF.

Medizintechnikerinnen und Medizintechniker sind Fachpersonen im Bereich der medizintechnischen Geräte. Sie stellen das Bindeglied zwischen medizinischem und technischem Personal, zwischen Medizin und Technik dar. Medizinisches Basiswissen, medizinische Messtechnik, medizintechnische Normen und Vorschriften, Medizingerätetechnik und Spitalbetriebstechnik gehören zu den Kernfächern. Medizintechnikerinnen und Medizintechniker arbeiten • • • •

in in in in

Spitälern medizintechnischen Industriebetrieben Instandhaltungsfirmen der Pharmaindustrie und in Laboratorien

Unterdessen gibt es 183 Absolventinnen und Absolventen, die das Berufsbild der Medizintechnikerin und des Medizintechnikers in der Arbeitswelt profilieren. Die Weiterbildung befähigt die Absolventen/ innen Funktionsweise, Instandhaltungsprozesse und Regulative von medizintechnischen Geräten zu verstehen, Aufgaben aus dem Fachgebiet sachkompetent zu bearbeiten und mit allen Beteiligten des medizinischen Umfelds dank einer gemeinsamen Sprache kompetent zu kommunizieren. Die Ausbildung baut auf einem Fähigkeitszeugnis aus dem technischen Bereich auf und ist ausgerichtet auf Fähigkeiten und Handlungskompetenz im Gebiet der Medizintechnik. Die Studierenden erhalten das Rüstzeug, um in ihrem Bereich Projekt- und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Höhere Fachschule Medizintechnik Sarnen ist in der Schweiz die einzige höhere Fachschule, welche diese Studienrichtung anbietet. Das Studium ist berufsbegleitend, dauert sieben Semester und der Unterricht findet wöchentlich freitags und am Samstagvormittag statt.

Medizintechniker bei der Ausbildung am Ultraschallgerät Höhere Fachschule Medizintechnik Grundacherweg 6, 6060 Sarnen 2 Tel. 041 660 37 08 Fax 041 660 56 87 info@medizintechnik-hf.ch www.medizintechnik-hf.ch

«Liebe Kolleginnen und Kollegen – werden auch Sie ein ausgezeichneter Arbeitgeber!»

Reto Dahinden CEO SWICA Gesundheitsorganisation

www.friendlyworkspace.ch

Christof Gassner CEO Kuhn Rikon AG

Guy Vibourel CEO Genossenschaft Migros Genf


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Ch ancen

Medizintechnik

Ärzte kennen den medizinischen Bedarf, Ingenieure steuern das technische Know-how bei.

Spezialisten arbeiten Hand in Hand Das Gebäude unweit vom Berner Inselspital wirkt unscheinbar. Doch hinter den Mauern arbeiten Forscher verschiedener Disziplinen gemeinsam an Projekten, die Kranken zugutekommen werden. text Andrea Söldi

Ärzte kennen den medizinischen Bedarf, Ingenieure steuern das technische Know-how bei. Wenn sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zusammenschliessen, sind die Voraussetzungen für bedeutende Innovationen optimal. Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu verstärken, wurde in Bern vor vier Jahren das ARTORG Center for Biomedical Engineering gegründet. In unmittelbarer Nähe des Inselspitals forschen acht Teams an Projekten rund um das Thema künstliche Organe und biomedizinische Technik. Neue Technologien sollen für die Nieren- und die Herz-Kreislauf-Funktion entwickelt werden sowie für Diabetiker und Alterspatienten. Weitere Forschungsschwerpunkte setzt das Institut in der Augenheilkunde, bei der Wirbelsäule, der Regeneration der Lunge sowie bei computerassistierten Operationstechniken. So arbeitet zum Beispiel die Diabetes-Gruppe intensiv an einer Software-Applikation für Smartphones, das via Kamera eine Mahlzeit analysieren kann. Mit einer Aufnahme des Menüs errechnet diese Anwendung, wie viel Insulin benötigt wird.

Ein Prototyp sollte in etwa drei Jahren fertig sein. Ein noch etwas weiter entferntes Ziel ist es, die funktionsuntüchtige Bauchspeicheldrüse durch ein computer-basiertes System zu ersetzen. Das künstliche Organ wird aus einem Sensor zur Messung der Blutzuckerkonzentration und einer Insulinpumpe bestehen. Die Software soll berechnen, wie viel Insulin die Pumpe abgeben muss, damit die Blutzuckerwerte in einem definierten Zielbereich bleiben. Die starken Schwankungen, die bei Diabetikern gefürchtete Spätschäden verursachen können, sollen damit vermieden werden. Ausserdem entfallen das lästige dreimal tägliche Blutzucker messen und Insulin spritzen.

» Die For-

schungsthemen entstehen aus dem medizinischen Alltag heraus.

Ärzte arbeiten verschieden

Prof. Stefan Weber

Durch die enge Kooperation mit klinischen Partnern orientieren sich die Forschenden stets an aktuellen und relevanten medizinischen Problemen. «Die Forschungsthemen entstehen nicht losgelöst, sondern aus dem medizinischen Alltag heraus», erklärt Stefan Weber, Direktor des Zentrums. Der 39-jährige Ingenieur leitet selber innerhalb des ARTORG-Zentrums die Abteilung für Computerassistierte Chirurgie, wo zum Beispiel ein Navigationssystem für die Operation von Lebertumoren entwickelt wird. Dieses zeigt dem Chirurgen genau an, wo und wie viel Lebergewebe entfernt werden muss. Um Tumore vollständig zu entfernen, ist es nötig, auch benachbarte Blutgefässe herauszuschneiden. Damit werden die betroffenen Bereiche des Organs nicht mehr durchblutet und sterben ab. Der Computer kann hier helfen, präziser zu arbeiten. «Die Rückmeldungen unserer

klinischen Partner helfen uns dabei immens, die Technologien zu verbessern», sagt der Professor. Als Nicht-Mediziner musste sich Weber zuerst in das Fachgebiet einarbeiten. Um Lösungen für komplizierte anatomische und physiologische Probleme zu entwickeln, ist er häufig vor Ort, beispielsweise am Inselspital, und nimmt an Operationen teil. Doch allgemeingültige Methoden gebe es nicht, hat er erfahren: «Jeder Arzt hat wieder seine eigene Sichtweise und seinen Behandlungsstil.»

einkaufen, Flaschen aufmachen oder telefonieren helfen. In einem anderen Projekt wird erforscht, wie die Sicherheit von älteren Fussgängern und Autofahrern erhöht werden kann. Dazu werden computerunterstützte Trainings- und Messverfahren entwickelt, die die verkehrsrelevanten kognitiven Fähigkeiten erhalten und verbessern. In einem internationalen Projektteam arbeiten die Forscher zudem an Fussgänger-Navigationssystemen, die die Mobilität von Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung verbessern sollen.

Autonomie von Senioren fördern

Im Wirbelsäulen-Forschungszentrum wird unter körperähnlichen physiologischen Bedingungen untersucht, wie tierische Bandscheiben auf Druck und Drehbewegungen reagieren. Das Team will Substanzen entwickeln, mit denen degenerierte Bandscheiben wieder aufgebaut werden können. Dabei wird mit Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gearbeitet. Bis die Erkenntnisse in die Praxis einfliessen, wird es wohl noch einige Jahre dauern. Ein weiteres Team entwickelt diverse Anwendungen, die der wachsenden älteren Bevölkerung zugute kommen sollen. Es sucht nach neuen Lösungen, um mit technischen Systemen die Autonomie von älteren Menschen im Alltag zu fördern, damit sie länger in der gewohnten Umgebung leben können. Ein Assistenzsystem soll etwa die Betreuung von Betagten zu Hause verbessern. Es kann erkennen, wie es der Person geht, und bei Bedarf die Betreuenden informieren. Weiter sind Roboter in Entwicklung, die den Betagten bei Alltagstätigkeiten wie

Der Mensch im Mittelpunkt

«Bei all unseren Projekten stehen Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen im Zentrum», beteuert Stefan Weber, der auch Mitglied der kantonalen Ethikkommission ist. Um möglichst breit abgestützte Lösungen zu finden, arbeite man mit Betroffenen, Betroffenen-Organisationen, Angehörigen, Pflegefachleuten und Ärzten zusammen. Denn nicht alles, was in der Forschung theoretisch machbar ist, stösst auf gesellschaftliche Akzeptanz, ist sich Weber bewusst. Und nicht alles ist bezahlbar. Um die Forschung zu finanzieren, bewerben sich die Mitarbeitenden des Instituts um Gelder vom Nationalfond, der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), von EU-Förderprogrammen sowie privaten Fonds und Stiftungen. Zudem arbeiten sie mit der Schweizer Medizintechnik-Industrie und vereinzelt auch mit internationalen Firmen zusammen. Diese setzen die entwickelten Ansätze in neue Produkte und medizinische Anwendungen um und führen sie in den Markt ein.

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«Patienten vor Unterkühlung schützen» Unter Voll- oder Teilnarkose ist ein Patient der Gefahr einer Unterkühlung ausgesetzt. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Die Patientenerwärmungssysteme von 3M schaffen Abhilfe. In der Schweiz führen Ärzte jedes Jahr mehr als 1.2 Millionen Operationen durch. Bis zu 70% aller Patienten sind durch eine unbeabsichtigte Hypothermie, also eine Unterkühlung, gefährdet. Schon 30 Minuten nach Beginn der Narkose sinkt die Körpertemperatur um rund 1 Grad. Die Gefässe erweitern sich, warmes Blut fliesst vom Körperkern in die Peripherie. Auch Ausmass und Länge des Eingriffs, der kühle Operationssaal oder die dem Körper zugeführten Flüssigkeiten (z.B. Infusionen) spielen eine Rolle.

Die Folgen der Unterkühlung treten während der Operation, manchmal aber auch Tage später auf – und sie sind drastisch. «Wenn die Körpertemperatur unter 36 Grad sinkt, kann es zu Komplikationen wie Herzrhythmus- und Blutgerinnungsstörungen kommen. Dadurch heilen Wunden nach der Operation schlechter», sagt Sandra Tamer, Produkt Manager Infektionsprävention bei 3M. Ein weiteres Problem der Unterkühlung sei die abweichende Wirkung von Medikamenten. «Ist der Körper unterkühlt, kann es sein, dass der Patient später aus der Narkose erwacht. Auf der Intensivstation fühlt er sich dann unwohl, friert und zittert am ganzen Körper», sagt Tamer. «Es geht dabei nicht nur ums Wohlbefinden, sondern um die Gesundheit.» Seit 50 Jahren forscht 3M nach modernen Lösungen zur Verbesserung der Gesundheit von Patienten und Patientinnen und bietet innovative Lösungen zur Patientenerwärmung an. «Unsere Systeme setzen bei Qualität und Innovation Massstäbe», betont Tamer. 3M bietet mit der Bair Hugger™ Therapie und dem Ranger™ System zur Blutund Flüssigkeitserwärmung zwei Lösungen an, die eine Unterkühlung und deren Folgen einfach und sicher positiv beeinflussen. Bei der Bair Hugger™ Therapie bläst warme Luft wie ein Föhn in eine Wärmedecke. Dank einem

patentierten Design mit Perforationen verteilt sich die Wärme schnell und gleichmässig. «Wir haben 25 verschiedene Modelle zur Verfügung, so dass sich für jeden Patienten und jede Operation das passende findet», sagt Tamer. Auch Blutkonserven und andere Flüssigkeiten, die dem Körper während der Operation zugeführt werden, müssen vorgewärmt werden, damit der Körper nicht zusätzlich abkühlt. Das eigens dafür entwickelte intelligente 3M™ Ranger™ System erwärmt das zugeführte Blut oder die Infusionsflüssigkeit genau auf die gewünschte Temperatur. Durch dieses clevere System wird sichergestellt, dass kein Patient von innen mehr abkühlt und es dadurch zu weniger Komplikationen kommt. Die Patientenerwärmung lässt sich einfach in die Operationsabläufe integrieren und schon bei der Operationsvorbereitung starten. Mittlerweile wird die Patientenerwärmung von 3M weltweit jedes Jahr bei Millionen Menschen angewendet.

Über 3M Als führendes Unternehmen in Forschung und Entwicklung produziert 3M tausende innovative Produkte für die unterschiedlichsten Märkte. „Leading through Innovation“ – mit diesem Leitgedanken setzt sich 3M weltweit dafür ein, das Leben der Menschen einfacher, sicherer und angenehmer zu gestalten. 3M’s Schlüsselkompetenz ist es, mehr als 45 Technologieplattformen für eine breite Palette an Kundenwünschen zu nutzen. Mit einem Umsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 beschäftigt 3M weltweit 84‘000 Mitarbeiter in mehr als 65 Ländern. In der Schweiz erwirtschaftete 3M 2011 209,3 Millionen Franken Umsatz und beschäftigte 240 Mitarbeiter. Weitere Informationen zur 3M (Schweiz) AG unter www.3M.com/ch oder auf Twitter @ 3M_Schweiz


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Herz

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Aktuell

Schnelle Diagnose, bessere Behandlung Eine Jahrmillionen bestehende Sicherung der Zellen gegen Sauerstoffmangel dient nun als neue und schnellere Diagnosemethode des Infarktes. text Nicolai Blasic

Die Nadel im Heuhaufen

Das gravierende Problem am Herzinfarkt stellt die Diagnose dar. Von vier Verdachtsfällen handelt es sich lediglich bei einem um einen eigentlichen Infarkt. Um diesen aber innert kürzester Zeit herauszufiltern, wird auf sogenannte Marker (körpereigene Signalstoffe) gesetzt, die bei einem Herzinfarkt im Blut ermittelt werden können. Sollte deren Test positiv sein, kann der behandelnde Arzt sofort die geeigneten Massnahmen einleiten. Die Ermittlung dieser Signalstoffe basiert auf einem in der Natur seit Jahrmillionen bestehenden Zellenschutzes gegen Sauerstoffmangel. Heute führt genau dieser Mechanismus die Ärzte zu einer schnellen, zielsicheren und effizienten Behandlung. Seit Kurzem setzt dieses Verfahren auf neue Forschungsergebnisse, die eine noch schnellere Diagnose ermöglichen.

langt bei einer Schädigung des Muskels in den Blutkreislauf. Troponin ist zurzeit einer der wichtigsten Indikatoren (Biomarker) für das Vorliegen eines Herzinfarktes und wird in den internationalen Leitlinien der Kardiologen entsprechend für die Diagnose empfohlen. Allerdings hat Troponin einen ganz entscheidenden Nachteil: Es handelt sich dabei um einen Nekrosemarker. Das bedeutet, nicht der Sauerstoffmangel selbst, sondern das bereits laufende Absterben des Herzmuskels wird nachgewiesen, und dies auch erst frühestens drei bis sechs Stunden nach Beginn des Infarktes. Zu diesem Zeitpunkt ist es allerdings fast schon zu spät. Schädigungen des Herzens haben bereits stattgefunden, es kann nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Schneller Troponin-Test von roche

Der «Elecsys Troponin T high sensitive Test» von Roche unterstützt die rasche Diagnose eines akuten Koronarsyndroms

(instabile Angina Pectoris und Herzinfarkt) auf Basis der neuesten Empfehlungen der European Society of Cardiology (ESC) und des American College of Cardiology (ACC). Nach weniger als zehn Minuten kann der

» Hier gilt es, sofort den

Notruf zu wählen.

Arzt beginnen, die Testergebnisse zu analysieren. Ein akuter Notfall kann mithilfe dieses Tests bereits in kürzester Zeit den Herzinfarkt bestätigen. Ausserdem erlaubt dieser Test, Patienten zu identifizieren, die nach einer Operation einem stärkeren Sterberisiko unterliegen. Dies erleichtert die weitere Pflege und Überwachung des Patienten.

Neuer Biomarker GPBB von diagenics

Und genau an diesem Punkt setzt ein neuer Biomarker an, der von dem luxemburgischen Unternehmen Diagenics SE in den letzten Jahren entwickelt wurde. Mit dem Enzym namens Glycogenphosphorylase BB (GPBB) ist es jetzt möglich, einen Infarkt sehr viel schneller zu entdecken als bisher. Die Glycogenphosphorylase stellt eine Art Notstromaggregat dar, das Zellen bei Sauerstoffmangel schützt, indem es Energie aus Zucker gewinnt. Indem die Menge an GPBB im Blut gemessen wird, kann festgestellt werden, ob ein Herzinfarkt vorliegt. Und zwar lange bevor es zum Absterben von Gewebe kommt. Diese Eigenschaften erlauben, es den darauf basierenden Schnelltests schon wenige Minuten nach Symptombeginn, also im Notarztwagen oder der Notaufnahme, eine Diagnose zu fällen. Und da nicht wie beim Troponin die Nekrose als Folgen sondern der Sauerstoffmangel als Ursache des Infarktes nachgewiesen wird, kann eine Therapie sehr viel früher begonnen und Schlimmeres verhindert werden. Das Luxemburger Unternehmen hat diesen Biomarker weltweit patentiert, wie auch die Kombination dieses Markers mit einem sogenannten Spätmarker(wie z.B. Troponin).

GPBB auch bei Schlaganfall Neben Herzinfarktpatienten, scheinen nach neusten Studien auch Schlaganfallpatienten von Biomarker GPBB profitieren zu können. Diagenics Team und Froschungsnetzwerk forscht daher schon seit einiger Zeit auf diesem Sektor weltweit zusammen mit Neurologen wie Prof. Dr. Hakan Ay von der Harvard Medial School in den USA oder Dr. Rainer Kollmar, Direktor der Klinik für Neurologie des Klinikums Darmstadt. Die ersten vielversprechenden Ergebnisse daraus wurden der Fachwelt in diesem Jahr bereits auf der European Stroke Conference in Lissabon vorgestellt. Weitere Veröffentlichungen folgen im Februar auf der International Stroke Conference auf Hawaii.

Weitere Vorteile von GPBB

Bei einem Re-Infarkt oder einem erneuten Gefässverschluss, steigt der GPBB-Spiegel im Blut sofort wieder stark an, während andere Marker bis zu mehreren Wochen erhöht bleiben und somit keine weiteren Ergebnisse liefern können. Zusätzlich führt die hohe Spezifität des GPBB-Markers zu äusserst genauen Diagnosen, die sich nicht durch andere Krankheiten oder Verletzungen beeinflussen lassen. Zum jetzigen Zeitpunkt stellt eine Kombination von GPBB und Troponin eine äusserst sinnvolle Methode dar, um den kompletten Zeitraum einer Diagnose abzudecken.

Herzinfarktsymptome starten die Uhr

Der moderne Mensch ist ein Meister im missinterpretieren des eigenen Körpers. Sobald es zwickt und sticht, wird das Internet konsultiert. Diagnose: Drei Tage bis zum Tod. Nach etlichen weiteren Online-Befunden, alles Mögliche abdecken, begibt er sich endlich zum Arzt. Sollte er eines Tages an Herzinfarkt-Symptomen leiden, kann er sich diesen Zeitverzug aber nicht leisten. Hier gilt es, sofort den Notruf zu wählen. Auch bei Ankunft in der Klinik und der EKG-Analyse liegt oft noch kein sofortiges Ergebnis vor. Doch die Zeit drängt, denn jede Minute stirbt noch lebensfähiges Herzgewebe langsam ab. Nur einige Stunden kann diese Beeinträchtigung rückgängig gemacht werden, ehe die Zellen absterben. Immerhin führten bislang verbesserte und neue Behandlungsmöglichkeiten, eine breitere öffentliche Wahrnehmung zu einer stark höheren Überlebensrate. Heute nimmt die Bedeutung sogenannter Biomarker, einer im Labor nachweisbaren Substanz in Zellen, stark zu.

Alle profitieren

Voruntersuchungen schon seit 1979

Ein Beispiel eines sogenannten Biomarkers ist der derzeitige Standardmarker Troponin. Dieser Bestandteil des Herzmuskels ge-

Eine sofortige Diagnose kommt dem Patienten zugute.

Eine sofortige Diagnose kommt natürlich zuerst dem Patienten zugute, der über bessere Überlebenschancen verfügt und verringerte Komplikationen fürchten muss. Ausserdem erleichtert die präzise und schnelle Diagnose dem medizinischen Personal eine effiziente Behandlung des Patienten. Des Weiteren bietet die feine zeitliche Auflösung des Tests den Vorteil, dass jetzt Re-Infarkte besser identifiziert werden können. Sämtliche Vorteile führen zu finanziellen Einsparungen aufgrund der Vermeidung überflüssiger oder verfrühter Therapien.

Geografie und Demografie entscheidet Herzinfarkte treten weltweit auf. Doch nirgends so oft wie in der westlichen Welt (Europa/USA). Dass etwa die Schweiz, Österreich und Deutschland über eine dreimal höhere Herzinfarktrate verfügen, als etwa Japan, lässt klar auf die Lebensweise als Hauptursache des Infarktes schliessen. Die moderne westliche Welt isst schlecht, bewegt sich wenig und konsumiert Medikamente und leichte bis harte Drogen aller Art. Noch, wobei sich auch dies langsam ändert, wird in Fernost zum Beispiel viel Wert auf frische und gesunde Ernährung gelegt. Alkohol wird eher sporadisch konsumiert. Auch Bewegung hat, vor allem im Alter, einen ganz anderen Stellenwert. Übergewicht kann zudem in einigen Kulturen als Schande erlebt werden. Diese Umstände führen zu einem allgemein gesünderen Lebensstil.

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Lyric erfüllt den Traum vom unsichtbaren Hörgerät. Hören bedeutet Lebensqualität. Dennoch verzichten immer noch viele Menschen auf ein Hörgerät, obwohl sie von einer Hörminderung betroffen sind. Oft sind ästhetische Gründe oder die Angst vor Vorurteilen dafür verantwortlich. Viele Betroffene wünschen sich eine unsichtbare Lösung, vergleichbar mit einer Kontaktlinse – nur eben für das Ohr. Dieser Traum wird jetzt Wirklichkeit: mit Lyric, einer völlig neuartigen Hörgerätekategorie, die komplett unsichtbar und unkompliziert ist. Die zweite Lyric Generation ist da Die Weiterentwicklung der ersten Geräteversion, noch kleiner, noch kürzer und mit noch mehr Tragekomfort ist da. «Wir sind glücklich, dass wir mit dem noch kleineren Lyric noch mehr Kunden versorgen können. Und das Tolle daran ist, dass bestehende Kunden, die bereits die Vorgängerversion tragen, einfach, unkompliziert und ohne Aufpreis die neue Version erhalten» sagt Fredi Hagedorn, Training Manager und Lyric Experte bei Phonak Schweiz. Lyric ist unsichtbar - 100%, für jedermann Lyric sitzt tief im Gehörgang: 100% unsichtbar, rund um die Uhr tragbar - bis zu 4 Monate lang.

Lyric wird kurz vor dem Trommelfell platziert und ist von aussen nicht zu sehen. Lyric ist völlig unkompliziert - drinnen und draussen Dank einer innovativen Batterie bleibt das winzige Gerät bis zu 120 Tage ohne Unterbrechung im Ohr. Batteriewechsel, regelmässiges Reinigen und das tägliche Einsetzen sind nicht mehr nötig. Lyric macht rund um die Uhr sämtliche Alltagsaktivitäten wie Sport, Duschen und Telefonieren mit und kann sogar nachts beim Schlafen getragen werden. «Lyric erfüllt gleich zwei Wünsche vieler Menschen mit Hörminderung: Unsichtbarkeit und sich als Träger um nichts kümmern müssen - oder noch besser, über einen längeren Zeitraum vergessen, dass man überhaupt ein Hörgerät trägt», meint Fredi Hagedorn. «Lyric ist die ideale Lösung für Erstnutzer, Berufstätige und aktive Personen». Natürliches Hören – Tag und Nacht Durch die einzigartige Positionierung kurz vor dem Trommelfell, wird die natürliche Funktion der Ohrmuschel optimal genutzt. So bietet das winzige Lyric eine herausragende Klangqualität und ein sehr gutes Richtungshören. Hohe Frequenzen

werden natürlich verstärkt, während Umgebungsund Windgeräusche sowie die Rückkopplung reduziert werden. Ob beim Spaziergang im Park, beim Joggen oder im Meeting mit den Kollegen: Mit Lyric lässt sich wieder die ganze Welt der Klänge erleben. «Lyric wurde für Menschen mit gering- bis mittelgradigem

Einzigartige Platzierung garantiert 100% Unsichtbarkeit.

Hörverlust konzipiert. Ebenfalls wichtig ist, dass sich die Anatomie des Gehörgangs eignet. Dies wird direkt beim Lyric Hörgeräteakustiker abgeklärt», erklärt Fredi Hagedorn. Nach dem Anpassen und Einsetzen wird Lyric einfach und schnell digital programmiert.

Testen Sie jetzt die «Kontaktlinse fürs Ohr».

Lyric ist ausschliesslich bei speziell geschulten und autorisierten Lyric Partnern erhältlich. Erfahren Sie mehr über Lyric oder vereinbaren Sie einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin bei einem Lyric Spezialisten in Ihrer Nähe. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne im Lyric Informationscenter unter:

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Das Gerät kann mit Hilfe einer Rückholvorrichtung vom Träger selbst oder dem Hörgeräteakustiker entfernt werden. Nach etwa drei bis vier Monaten wird Lyric vom Hörgeräteakustiker durch ein komplett neues Gerät ersetzt.

Öffnungszeiten: Mo.-Do. 8.00-17.30 Uhr Fr. 8.00-17.00 Uhr www.HoerenMitLyric.ch


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In terview

Die Behandlungsqualität verbessern als Ziel Der Herzinfarkt ist weltweit und auch in der Schweiz Todesursache Nummer eins. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen zu überleben und wieder gesund zu werden. Professor Paul Erne, Chefarzt Kardiologie am Luzerner Kantonsspital, informiert im Gespräch über den heutigen Stand der Behandlungsmethoden und die Zukunftsaussichten. text Gerold Brütsch-Prévôt

Sie präsidieren den Lenkungsausschuss des AMISPlus-Projektes. Es handelt sich dabei um ein «Infarktregister» mit dem Ziel, landesweit alle Herzinfarkte zu erfassen. Wie kann durch das Zusammenführen und die Auswertung dieser Daten die Behandlungsqualität verbessert werden? Ziel des AMIS-Plus-Projekts ist eine gesamtschweizerische Erfassung und Auswertung der diagnostischen und therapeutischen Massnahmen bei Herzinfarkt-Patienten. Bereits die Dokumentation der Kenngrössen garantiert, dass wir uns der Faktoren bewusst werden und schnell Zugriff haben, vergleichen und verbessern können. Vor allem helfen diese Kenngrössen, die Probleme zu identifizieren und eben zu verbessern. Es geht also vor allem darum, dass wir von den Besten lernen wollen und auch lernen können. Die Behandlungsqualität hat sich seit 1997 stetig verbessert. Die «Door to Balloon Time», also die Zeit zwischen Spitaleintritt und der Behandlung nahm ab, die Sterblichkeit im Spital halbierte sich, ebenso die Zeit des Spitalaufthaltes und die Verabreichung wirksamer Behandlungen. Hingegen nahm die Zeit vom Symptomauftritt bis zur Spitaleinweisung kaum ab. Ein Patient oder eine Patientin wird mit einem Herzinfarkt eingeliefert – was nützt dem Spital nun der Zugriff auf die AMIS-Plus-Datenbank? Eben, dass dieser davon ausgehen kann, dass man alles Mögliche daran setzen wird, um die Qualität zu verbessern oder gut zu erhalten. Die teilnehmenden Spitäler geben dabei Patientendaten über einen Fragebogen an ein zentrales Datencenter weiter. Ist das vom Datenschutz her unbedenklich? Die Patientenangaben sind anonymisiert. Die Erfassung der Daten wurde auch von den kantonalen Ethik-Kommissionen genehmigt. Es ist auch Teil der internen Qualitätskontrolle. In Fällen, wo der Patient keine hundertprozentige Anonymität hat, muss er einwilligen, dass er nach drei respektive zwölf Monaten nach dem Infarkt nachbefragt werden darf. Auch dieser Teil wurde von den ethischen Kommissionen genehmigt. Man kann sicher sein, dass die erhobenen Daten keinem Dritten ausserhalb des Projektes zur Verfügung stehen – also weder dem BAG, noch den Krankenkassen, dem Arbeitgeber oder einem anderen Spital. Wie läuft nach der notfallmässigen Einlieferung eine Standarddiagnose bei Verdacht auf Herzinfarkt ab? Der ja nicht immer eindeutig zu erkennen ist... Das ist das wirkliche Problem, bei dem wir «anstehen». Bei Unklarheiten ist es besser, dass man einmal unnötig auf einer Notfallstation untersucht und beurteilt wird. Die Hauptlast tragen die Hausärzte oder das Fachpersonal beim Notruf 144, die den Patienten einweisen. Ich spreche vom «anstehenden» Problem, weil eben die Zeit zwischen Symptomauftritt und Spitaleintritt seit 1997 kaum kürzer wurde. Es stehen folgende Massnahmen an: das Patientengespräch, die klinische Untersuchung, die Herzstromkurve (EKG) und natürlich eine ganze Anzahl von Laborparameter – also Biomarker, die erhöht sind, wenn eine anhaltende Unterdurchblutung des Herzens vorhanden ist. Weit oben fungiert heute das hoch sensitive Troponin. Natürlich muss man die diagnostische Genauigkeit dieser Marker kennen, die eben auch von der Herzfunktion und Nierenfunktion abhängig sein können. Seit 1997 hat sich auch die Behandlung verändert – damals war vor allem die medikamentöse Auflösung eines Gerinnsels die wesentliche Behandlung, ein verschlossenes Gefäss wurde eher selten mechanisch geöffnet. Heute wird auch die medikamentöse Auflösung die Thrombolyse, kaum mehr angewandt sondern das verschlossene Gefäss mit Ballon und Stent geöffnet. Derzeit werden an vielen hochfrequentierten Orten Defibrillatoren-Stationen montiert und durch Werbekampagnen eingeführt. Mit diesem Gerät können auch Laien Erste Hilfe leisten. Ist das aus Ärztesicht sinnvoll und kann das die Todesfälle durch Herzinfarkt tatsächlich reduzieren? Die Installation solcher Geräte zur Behandlung einer Kammerrhythmusstörung macht dann Sinn, wenn die Geräte gewartet werden, und an Orten installiert werden, wo eine genügend grosse Zahl Menschen pro Jahr sein wird, also Bahnhöfe, Sportplätze und so weiter. Natürlich haben die Geräte eine systemintegrierte Selbstanalyse, was die Anwendung auch Laien möglich macht, aber trotzdem ist eine Grundausbildung sinnvoll. Welche medizinischen Geräte werden dafür eingesetzt? Dazu stehen viele verschiedene Typen zur Verfügung. Es wird wichtig sein, dass man sich schlussendlich auf solche einigt, die sich im Alltag bewährt haben.

Prof. Dr. Paul Erne: «Das Problem des Ärztemangels war bereits in den frühen 90er-Jahren absehbar.»

In der Fachpresse kann man nachlesen, dass bei einem Teil der Patienten der Infarkt immer noch zu spät diagnostiziert wird. Liegt das am Stand der Medizintechnik oder an der Erfahrung der Notfallärzte? Dem ist leider so, aber es liegt oft auch an den sehr zurückhaltenden Patienten, die nicht selten zuwarten, bis jemand Zeit hat für sie. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren. Ferner kann es daran liegen, dass sich jemand mit der Familie und Kindern vor einem Entscheid

»Die Behandlungsqualität

hat sich seit 1997 stetig verbessert.

besprechen will, bevor die Einwilligung gegeben wird – auch dadurch verliert man enorm Zeit. Wir stellen fest, dass diese Faktoren vor allem im Alter etwas dominanter werden. Bei älteren Menschen und bei Frauen sind häufig nicht nur Brustschmerzen Leitsymptome. Gelegentlich besteht nur Atemnot – doch diese Botschaft der Äquivalenz ist, auch wenn diagnostische Genauigkeit geringer ist, bis anhin noch nicht überall angekommen.

Diese Beispiele lassen vermuten, dass die Rettungsdienste und die Notfallannahmen der Spitäler professionalisiert werden müssten. Oder sind diese einfach so überlastet, dass sie gar keine Zeit mehr haben, individuell auf einzelne Patienten einzugehen und damit die Diagnose verzögert wird? Ich denke nicht, dass dies ein Problem der Rettungsdienste ist, die den Auftrag haben, den Patienten möglichst rasch in ein Spital zu fahren und das Überleben sicherzustellen. Man muss auch zugestehen, dass nicht jeder Mensch behandelt werden will oder man jemanden damit nicht immer hilft. Also

man wird immer einen Teil von Patienten haben, bei denen Schmerzbekämpfung wichtiger als die Prognose ist. Trotzdem ist es sicher so, dass man Abläufe durch eine direkte fachliche Mitbegleitung verbessern kann, damit man schneller auch etwas fokussiert, das man eben behandeln kann und es potenziel gefährlich ist, wenn man Zeit verliert.

Wird sich das dank der AMIS-Plus-Datenbank verbessern? Wir weisen stets darauf hin und hoffen, dass es sich mit der Zeit etwas verbessert. Hilfreich können auch Kampagnen sein, doch sind deren Resultate bis anhin nicht zwingend anhaltend. Welche Rolle spielt dabei die Medizintechnik? Sie unterstützt Bemühungen zur Verbesserung der Datenerfassung und der Behandlungsqualität. Auch die Pharmaindustrie trägt dazu bei. Beide haben eigentlich diesen Auftrag gar nicht, im Gegensatz zu den Besitzern der Krankhenhäuser. Die Industrie hat aber keinen Einfluss auf das Projekt, die Durchführung oder die Interpretation der Resultate. Rund 38 000 Menschen pro Jahr erleiden in der Schweiz einen Herzinfarkt. Mit Gewicht halten, ohne Zigaretten und mit etwas Bewegung könne man ihn verhindern, sagt man. Ist aber ein Herzinfarkt nicht bereits genetisch programmiert? Es ist sicher so, dass ein Vererbungsfaktor etwas ganz schwerwiegendes ist. Es handelt sich aber um eine Vielkrankheit, also ab Disposition zur Hypertonie, Blutfetten und Zuckerkrankheit, sodass man in der akuten Situation oft ansteht und dieses Wissen nicht weiterhilft. Hingegen empfehlen wir, dass man bei frühzeitigem Auftreten eines Infarktes oder eines infarktbedingten Todesfalles in der Familie eine frühzeitige und sehr intensive Kontrolle der Risikofaktoren vornimmt. Derzeit wird viel über Ärzteknappheit diskutiert und dass die Schweiz die Ausbildung der Mediziner dem Ausland überlasse. Wie sieht es in Ihrem Fachbereich aus? Gibt es genügend Kardiologen in der Schweiz?

Die Kardiologie hat noch viele Bewerber und Kandidaten, aber es ist so, dass auch dieser Fachbereich von interessierten Kollegen des Auslands abhängt. Das Problem des Ärztemangels war bereits in den frühen 90er-Jahren absehbar. Die Bevölkerung wird älter, die Diagnostik und Behandlung wird besser, also resultiert daraus ein grösserer Arbeitsbedarf. Zudem sind wir in gesellschaftlichen Veränderungen, die kürzere Arbeitszeiten und Auszeiten wünschbar machen. Es ist ein ganz schlechtes Zeugnis und Zeichen, wenn man die Probleme vom Ausland lösen lässt. Es müsste eben eine Reaktion seitens des Bundes und der Kantone gefordert werden, da es um Volkskrankheiten und damit vor allem um Hausarztmedizin geht. Wenn man ab 2018 die Studienplätze um 300 pro Jahr erhöht, wird sich das in der Praxis erst im Jahr 2030 auswirken. Das ist nicht eine Lösung, die vorausschauend ist und ich hätte mir eine effektivere und vor allem schnellere Lösung gewünscht.

Sind Sie der Meinung, dass es sich um ein Verteilungsproblem handelt und ein Arzt auf 258 Schweizerinnen und Schweizer eigentlich genügen müsste? Das ist eine Verkürzung der Sichtweise. Es kommt immer darauf an, um welche 258 Schweizerinnen und Schweizer es geht. Sind sie jung und gesund, ist dies mehr als genügend. Ist es eine Population, die eben mehrheitlich über 60 ist, was die Schweiz demnächst oder bereits ist, dann braucht es einfach mehr Ärzte, denn die Diagnostik und Therapie bleiben nicht stehen.

Smart Facts: Prof. Dr. med. Paul Erne studierte an der Universität Basel und ist heute Chefarzt Kardiologie / Spezialmedizin II am Luzerner Kantonsspital. Seit 1990 ist er Forschungsgruppenleiter der Cardiac Physiology, Dept. Forschung, Basel, und seit 2010 Leiter des Hypertoniezentrums Luzern.


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Die Zahnimplantatbehandlung ist Qualitätsarbeit Dank des hohen Tragekomforts und der festen Verankerung im Kiefer verhilft ein Zahnimplantat dem Patienten oftmals zu mehr Lebensqualität. Damit dieses Ziel erreicht und die Implantattherapie zum langfristigen Erfolg wird, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. In allen Behandlungsphasen steht die Qualität im Vordergrund.

ten sorgfältig analysiert und ihn umfassend über die Behandlung informiert. Dabei zeigt der Zahnarzt die Vor- und Nachteile der Therapie auf und klärt sämtliche Fragen. Wie läuft die Behandlung ab und wie lange dauert sie? Was sind die Konsequenzen, falls nicht behandelt wird? Gibt es alternative Methoden? Wie hoch sind die Kosten? Welche Risiken gibt es?

In der Schweiz wird die Implantattherapie bereits seit rund 30 Jahren angewendet. Mehr als 90 000 Zahnimplantate werden mittlerweile schweizweit jährlich eingesetzt. Zwar gehört die Implantatbehandlung heute in den allermeisten Fällen zu den Routine-Eingriffen, jedoch müssen diese den höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Kompetenter Zahnarzt Ein wesentlicher Qualitätsfaktor bei der Implantattherapie ist der behandelnde Zahnarzt. Zwar können Implantate grundsätzlich durch jeden Zahnarzt gesetzt werden. Da diese Eingriffe tendenziell aber immer anspruchsvoller werden, sollte der behandelnde Zahnarzt idealerweise über eine Weiterbildung in den Bereichen Parodontologie, Oralchirurgie oder rekonstruktive Zahnmedizin sowie allenfalls bereits über den neu geschaffenen Weiterbildungsausweis (WBA) für orale Implantologie Das Zahnimplantat Ein Implantat ist eine Schraube, meistens aus Titan, die durch einen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort als Ersatz für die Zahnwurzel dient. Auf diesem künstlichen Pfeiler wird anschliessend ein Zahnersatz befestigt. Mit der Implantattechnik lässt sich ein einzelner Zahn ersetzen, eine grössere Zahnlücke versorgen oder eine abnehmbare Prothese im weitgehend zahnlosen Kiefer befestigen.

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Der Zahnarzt informiert die Patientin umfassend über die Vor- und Nachteile der Implantatbehandlung.

verfügen. Jedoch gibt es auch qualifizierte Allgemeinzahnärzte, die sich spezifisch eine Kompetenz in der Implantologie erworben haben. Der «Implantologe» ist in der Schweiz kein geschützter Titel, deshalb besteht keine offizielle Liste von implantierenden Zahnärzten. Für den Patienten ist es empfehlenswert, sich vor der Behandlung eingehend über die Qualifikation des Zahnarztes zu informieren und gegebenenfalls eine Zweitmeinung einzuholen. Ausführliches Beratungsgespräch Qualität in der Implantattherapie ist, wenn der Zahnarzt den Patienten im Rahmen eines Gesprächs berät, indem er die Situation des Patien-

Wenn alle Fragen geklärt sind, kann die eigentliche Behandlung in Form einer ausführlichen Diagnostik beginnen, wo der Zahnarzt die Mundsituation (Mundhöhle, Schleimhaut, Zähne und Kieferknochen) sowie den Allgemeinzustand des Patienten beurteilt. Auch Risikofaktoren wie Zahnbetterkrankungen (Parodontitis), Zähneknirschen, starker Nikotinkonsum, Knochendefekte oder bestimmte Erkrankungen, welche die Wundheilung negativ beeinflussen, müssen berücksichtigt werden. Je nach Schweregrad muss von einer Implantattherapie abgeraten werden. Hochpräziser chirurgischer Eingriff Nach der Behandlungsplanung folgt der chirurgische Eingriff. Dabei setzt der Zahnarzt das Implantat, in der Regel eine Titanschraube, ambulant und unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen ein. Titan wird vom Körper sehr gut vertragen und verfügt über eine hohe Festigkeit. Bis das Implantat vollständig eingeheilt ist, vergehen je nach Situation einige Wochen oder sogar Monate. Danach erfolgt die Herstellung des künstlichen Zahnersatzes, der auf der Titanschraube befestigt wird. dlung? eine Implantatbehan dlung sind vom Implantatbehan je nach Komple Die Kosten einer ig und können variieren. Aufwand abhäng lungsfalls stark xität des Behand ats beträgt alleines Implant Der Materialpreis Franken, der chirn 300 und 500 ats gemein zwische eines Implant für das Setzen n urgische Eingriff , dazu komme Franken 1300 bis , Röntgenbilder, liegt bei 1000 Planung, Modelle Rekonstruktion die Kosten für ve rium, die definiti für das Proviso hniker. und den Zahntec und ohne plantat mit Krone der Grössenin Für ein Einzelim muss mit Kosten 5000 Franken Knochenaufbau tens 3500 bis mindes von gslage und ordnung . Je nach Ausgan im gerechnet werden können die Kosten jedoch ats Art des Implant sich vor Behand n. Wichtig ist, individuell Einzelfall variiere eine t Zahnarz lungsbeginn vom chätzung erstellen zu lassen. berechnete Kostens

Wie viel kostet

plantats. Bei ungenügender Pflege können – wie bei natürlichen Zähnen – Entzündungen entstehen. Zahnfleischbluten, Taschenbildung oder Knochenschwund sind mögliche Merkmale davon. Auch die konsequente Nachsorge durch den Zahnarzt bzw. die Dentalhygienikerin ist für den langfristigen Erfolg unerlässlich. Zwei Kontrollen pro Jahr mit einer professionellen Implantat- und Zahnreinigung haben sich in der Praxis bewährt. Bei Patienten mit Tendenz zu Zahnbetterkrankung (Parodontitis) sind bis zu vier Kontrollen jährlich angezeigt. Bei guter Pflege und geringem Risiko haben Zahnimplantate im Prinzip eine unbeschränkte Lebensdauer. Laut Statistiken gehen im Verlauf von 10 Jahren nur etwa 5 von 100 Implantaten verloren. Implantat Stiftung Schweiz Die Implantat Stiftung Schweiz hat zum Ziel, die Schweizer Bevölkerung wissenschaftlich fundiert und gut verständlich über die Möglichkeiten und Grenzen der Implantatbehandlung zu informieren. Die Stiftung verfolgt keinerlei Erwerbszweck. Informieren Sie sich und bestellen Sie Informationsmaterial. Telefon 031 311 94 84 oder www.implantatstiftung.ch

kompetent? r Zahnarzt ist

Welche

Qualität von Faktor für die Ein entscheidender behandelnde Zahnarzt. Eine der PlaImplantaten ist so gut wie die dlung ist nur Implantatbehan Der Fachzahnarzt Durchführung. oder rekonstnung und die Parodontologie für Oralchirurgie, über eine gezielte dizin verfügt Zahnme Zudem gibt es ruktive der Implantologie. rzte, die sich Ausbildung in inzahnä Allgeme ierte viele qualifiz der Implantologie Kompetenz in spezifisch eine erworben haben. Schweiz kein tologe» in der offizielle Liste Da der «Implan ist, besteht keine geschützter Titel n Zahnärzten. Die Website von implantierende ist jedoch mit Stiftung Schweiz verlinkt. Daat Implant der ten Fachgesellschaf ganzen den Listen der närzte aus der Fachzah sich attherapien rauf finden ein Grossteil Implant Schweiz, wovon

Sorgfältige Nachsorge und Pflege Nach der Behandlung liegt der Fokus auf der Pflege und der Nachsorge. Eine gewissenhafte Mundhygiene durch den Patienten, welche die schonende Entfernung von Plaque und Zahnstein umfasst, ist Voraussetzung für den Erhalt eines Zahnim-

durchführt.

Wer ist die Implantat Stiftung Schw eiz? Die Impla ntat Stiftu ng Schweiz Schweizer hat zum Ziel, Bevöl die und gut verstä kerung wissenscha ftlich fundi Grenzen der ndlich über die Mögl ert ichkeiten Implantatth und Die Inform ationen sollen erapie zu informieren. lichen und höchsten ethisc wissenscha Stiftung verfol hen Ansprüchen ftgenüg gt keinerlei Erwerbszwe en. Die ck. Folgende Fachgesells chaften beteil der Impla ntat Stiftu igen sich an ng • Schweizeri ation Schweiz: en nformsche Gesellschaft Kurzi nten tologie (SGI) für orale Im planntinnen und Patie • Schw Patie für eizeri sche Gesells und Stom chaft für O atologie (SSOS ralchirurgie • Schweizeri sche Gesells ) gie (SSP) chaft für Pa rodontolo• Schweizeri sche Gesells Zahnmedizin chaft für re konstruktiv (SSRD) e Die Stiftung wird zerische Zahnä unterstützt durch die Schweirzte-Gesells Schweizeri chaft (SSO) sche , die und die zahnm Patienten-Organi sation (SPO) edizinischen Basel, Bern Universität und Genf. szentren

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Was ist ein Zahnimplan tat? Ein Implantat tan, die durch ist eine Schraube, meist ens aus TiKieferknoch einen chirurgischen Eingriff in en eingesetzt den satz für die Zahnwurzel wird und dort als Erlichen Pfeile dient. Auf diesem künst r wird ansch befestigt. liesse nd ein Zahne Mit der Impla rsatz einzelner Zahn ersetz ntattechnik lässt sich en, eine gröss versorgen ein oder eine abnehmbar ere Zahnlücke weitgehend e Prothese zahnlosen im Kiefer befes tigen.

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Hörgeräte

Heutige Hörgeräte sind klein, leistungsstark und chic.

Futuristische Hörhilfen Noch immer verzichten drei von fünf Menschen mit einem Hörproblem auf ein Hörgerät. Vorurteile und ein Informationsnotstand gehören zu den Gründen. Dabei sind heutige Hörgeräte so diskret und technisch ausgeklügelt wie nie zuvor. text Sybille Brütsch-Prévôt

Jeder zehnte Erwachsene in der Schweiz hört nicht gut, dies geht aus der EurotrakStudie aus diesem Jahr hervor. Sie hat zudem weitere, erstaunliche Erkenntnisse hervorgebracht: Nur zwei von fünf von einem Hörproblem Betroffenen tragen auch ein Hörgerät. In Zahlen bedeutet dies, dass rund 430 000 Menschen in der Schweiz mit einem sogenannten «unversorgten» Hörverlust leben. Was sich viele dieser Personen nicht bewusst sind, ist, dass das Gehirn das Hören verlernt und die Verarbeitung der Hörreize mit einem Hörgerät erst wieder antrainiert werden muss. Das Hörproblem frühzeitig abklären zu lassen und sich für ein Hörgerät zu entscheiden, ist also von grosser Bedeutung für die Gesundheit. Und zwar nicht nur für die physische, sondern auch für die psychische. Denn es ist erwiesen, dass Menschen mit Hörverlust

eher dazu neigen, depressiv zu werden, weil sie sich immer mehr aus der Gesellschaft und vom sozialen Leben zurückziehen. Keine Gründe sprechen dagegen

Doch was sind die Gründe, weshalb sich Menschen mit einem Hörproblem noch immer gegen ein Hörgerät sträuben? In der Eurotrak-Studie geben Betroffene an, dass sie der Meinung seien, der eigene Hörverlust sei noch zu wenig gravierend, oder sie vermuten, Hörgeräte seien unbequem zu tragen und für Lärmsituationen nicht optimal. Dabei haben Hörgeräte von heute nichts mehr mit den riesigen Apparaten zu tun, die unsere Grosseltern noch hinter den Ohren getragen haben. Heutige Hörgeräte sind klein, leistungsstark und chic. Oder sogar komplett unsichtbar wie beispielsweise das «Lyric» von Phonak. Es wird vom speziell geschulten Hörgeräteakustiker direkt in den Gehörgang eingesetzt und bleibt dort für die nächsten drei bis vier Monate, so lange reicht nämlich die Batterie. Dieses Gerät ist neu auf dem Markt und bietet einen Rund-um-die-Uhr-Hörgenuss, denn es stört weder beim Schlafen noch geht es kaputt beim Duschen. Nachts gut zu hören, gibt gerade jungen Vätern grosse Sicherheit, wenn ihr Baby weint. Schweizer wollen neuste Hörgeräte-Generation

Schweizerinnen und Schweizer sind an-

spruchsvoll, wenn es um Hörgeräte geht. 60 Prozent geben sich nur mit dem Besten zufrieden und tragen Geräte, die nicht älter als drei Jahre sind. Diese Tatsache ist bestimmt mit ein Grund, dass fast 85 Prozent der Hörgeräte-Trägerinnen und -Träger mit ihrem Hörgerät zufrieden sind. Für sie bedeutet gut zu hören ganz

» Schweizerinnen

und Schweizer sind anspruchsvoll, wenn es um Hörgeräte geht.

- Den Betroffenen fragen, ob ihm selbst etwas auffällt. - Konkrete Situationen schildern und damit die Vermutung begründen. - Dem Betroffenen die Angst vor einem Hörgerät nehmen. - Den Betroffenen zu einem Hörtest ermuntern. - Zeigen Sie ihm auf, wo Lebensqualität verloren geht (Theater, Restaurant, Beruf, Familie). - Geduldig sein, das Problem immer wieder ansprechen.

Lärm vermeiden

Gerade der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen, denn im Durchschnitt dauert es sieben Jahre, bis sich ein Mensch mit einem Hörproblem für ein Hörgerät entscheidet. Wohin geht der Trend?

einfach Lebensqualität. Aber nicht nur für sie, sondern auch für ihre Angehörigen. Denn nichts ist nerviger, als wenn einen das Gegenüber nie richtig versteht, wenn man alles dreimal wiederholen muss. Angehörige sind es auch, die zuerst merken, dass mit dem Gehör eines Familienmitglieds etwas nicht mehr stimmt. Darauf genervt und harsch zu reagieren, ist jedoch oft kontraproduktiv. Hearing Systems Manufacturers (www.hsm-schweiz.ch) haben dazu ein paar Tipps zusammengefasst:

identifiziert und eliminiert Rückkopplungsgeräusche, bevor sie überhaupt wahrgenommen werden. Kabellose, um den Hals getragene Freisprecheinrichtungen wie das «T-Dex» von Widex werden zusammen mit allen Hörsystemen mit Induktionsspule genutzt. «T-Dex» lässt sich ganz einfach mit Bluetooth-Mobiltelefonen verbinden und Anrufe können durch einen einzigen Knopfdruck angenommen und beendet werden. Das Gerät beinhaltet eingebaute, wieder aufladbare Batterien, die Akkulaufzeit beträgt 14 Stunden im Dauerbetrieb.

Auch wenn die neuen Hörgeräte stylish daherkommen – am liebsten ist der Trägerin oder dem Träger, dass man es möglichst nicht sieht. Miniaturisierung heisst also die Devise, wie Hörgerätehersteller Oticon bestätigt. Dies sind kleine, unsichtbare und massgeschneiderte Hörlösungen, die angenehm zu tragen und möglichst diskret – idealerweise unsichtbar – sind. Auch in heutigen, modernen Hörgeräten können lästige Pfeiftöne, das sogenannte Feedback, entstehen. Doch diese akustischen Rückkoppelungen gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Wie bei Bernafon. Deren «Adaptive Feedback Canceller Plus»

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Lärm bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Wie Baustellenlärm, Musik oder Kindergeschrei wahrgenommen wird, hängt vom Lärmempfinden jedes Einzelnen ab. Bereits ein Schallpegel von 85 dB(A) schadet unserem Gehör. Der Schallpegel in Dezibel lässt sich ungefähr davon ableiten, ob man sich dabei noch verständigen kann. Bei einer Distanz von einem Meter zum Gesprächspartner kann man sich bis 70 dB(A) in normaler Lautstärke unterhalten. Bei 90 dB(A) Lärmpegel ist die Verständigung mit erhobener Stimme möglich, bei 100 dB(A) nur noch mit grösstem Stimmaufwand. Ab 105 dB(A) Lärmpegel kann man sich mit seinem Gegenüber nicht mehr verständigen. Lärm greift aber nicht nur unser Gehör an, er verursacht auch Stress, Erhöhung des Blutdrucks und macht aggressiv. Ebenso steigert er das Risiko von Schlaganfall, Herzinfarkt und natürlich Tinnitus.


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Betriebliche Gesundheitsförderung

Gesunde Arbeitnehmer für profitable Firmen Von betrieblicher Gesundheitsförderung profitieren nicht bloss die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gehört sie zur Unternehmensstrategie, sind die Firmen selbst primäre Nutzniesser. text Sybille Brütsch-Prévôt

Mehr als die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer, nämlich über vier Millionen Menschen, stehen im Arbeitsprozess. Die Arbeit prägt unseren Alltag deshalb zur Hauptsache und unsere Gesundheit gleich mit dazu. Wie und wo wir arbeiten, beeinflusst aber nicht nur unsere physische Gesundheit, sondern auch unsere psychische. Selbstverständlich hat unsere körperliche und mentale Verfassung unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität unserer Arbeit. Dies wissen auch Firmen und erklären deshalb die betriebliche Gesundheitsförderung zu einem zentralen Element der Unternehmensstrategie. Denn wie erfolgreich eine Firma ist, hängt nicht bloss von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeitenden ab, sondern ebenfalls von deren Gesundheit.

Wie Firmen davon profitieren

Firmen, die gezielt die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz fördern, profitieren gleich selbst von ihrem Engagement. Denn die Arbeitnehmerinnen und -nehmer sind weniger krank und fallen auch unfallbedingt seltener aus, was die Kosten erheblich senkt. Die Mitarbeitenden sind zudem zufriedener, was auch die Kunden positiv zu spüren bekommen und das Image nach aussen stärkt. Die Fluktuationsrate verringert sich zudem und trägt zu einer besseren Unternehmenskultur bei. Doch was können Firmen konkret tun, um systematisch auf die gesundheitsrelevanten Faktoren einzuwirken? Dazu bietet wiederum Gesundheitsförderung Schweiz Unterstützung für Unternehmen jeder Grösse. So wird einerseits das Label «Friendly Work Space» an Unternehmen verliehen, die Massnahmen zur Optimierung der betrieblichen Rahmenbedingungen erfolgreich umsetzen und das betriebliche Gesundheitsmanagement als Bestandteil ihres Unternehmensmanagements sehen. Die Grundlage zu dieser Beurteilung bilden die Qualitätskriterien, die von führenden Schweizer Unternehmen zusammen mit Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt wurden.

Externe, ausgebildete Assessoren besuchen die Unternehmen und führen die Beurteilung durch. Das Label kann zweistufig erlangt werden. So sind Unternehmen, die die Qualitätskriterien teilweise erfüllen, berechtigt, die erste Stufe des Labels zu verwenden: «Friendly Work Space-

» Wie und wo wir ar-

beiten, beeinflusst aber nicht nur unsere physische Gesundheit, sondern auch unsere psychische.

Der internetbasierte Fragebogen S-Tool ermöglicht es Unternehmen mit zehn und mehr Angestellten, sich einen Überblick zu verschaffen, wie die Mitarbeitenden die Belastung erleben und wie sie sich dabei fühlen. Die Auswertungen zeigen auf, wo das Unternehmen im Vergleich mit anderen steht, welche Abteilungen besonders hohe Stresswerte aufweisen und wo Ressourcen vorhanden sind. Die Mitarbeitenden erhalten zudem unmittelbar nach dem Ausfüllen des Fragebogens ihre Ergebnisse mit wertvollen Tipps für den Umgang mit Stress (www.s-tool.ch). Speziell für KMU wurde KMU-vital entwickelt. Hier finden KMU kostenlos Informationen und praktische Hilfen für die Gesundheitsförderung in ihrem Betrieb (www.kmu-vital.ch). Die betriebliche Gesundheitsförderung ernst nehmen

Candidate». Das Label der zweiten Stufe, «Friendly Work Space-Registered» erhalten Unternehmen, die alle definierten Qualitätskriterien erfüllen. Zu den bis anhin ausgezeichneten Unternehmen gehören unter anderem Migros, CSS, Axa Winterthur und viele weitere. (Informationen unter www.gesundheitsfoerderung.ch.)

Was betriebliche Gesundheitsförderung beinhaltet

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat zum Ziel, arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Stress und Berufskrankheiten zu vermeiden. Die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer soll gestärkt werden und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz gefördert. Die Sicherheitsprävention gehört genauso dazu wie konkrete Massnahmen zum Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens. Gemäss Gesundheitsförderung Schweiz sind die folgenden Punkte dafür massgebend: - Kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen - Förderung einer aktiven Mitarbeiterbetei- ligung in gesundheitsrelevanten Themen - Stärkung persönlicher Kompetenzen durch Weiterbildung Mitarbeitende sollen mit der betrieblichen Gesundheitsförderung auch während der Arbeit Möglichkeiten haben, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Oder wie es das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco zusammenfasst: «Die Arbeit sollte von den Mitarbeitenden nicht als eine Belastung empfunden werden, sondern vielmehr eine Ressource für die Gesundheit sein.»

Wertvolle Tools für Unternehmen

Die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer soll gestärkt werden.

Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg betrieblicher Gesundheitsförderung besteht darin, dass sie als Führungsaufgabe wahrgenommen wird und in bestehende Managementsysteme integriert ist – das titelt die Suva in ihrer Broschüre «Qualitätskriterien für die betriebliche Gesundheitsförderung» (www.suva.ch, «Waswo»). Ausserdem werden die erfolgsversprechenden Punkte wie folgt zusammengefasst: - Die Organisation verfügt über eine schriftliche Unternehmensleitlinie zur betrieblichen Gesundheitsför- derung. Die Führungskräfte stehen hinter den Inhalten der Leitlinie und tragen aktiv dazu bei, sie mit Leben zu füllen. - Die Gesundheitsförderungsmass- nahmen sind in die bestehenden Organisationsstrukturen und -prozesse gut integriert. - Die Organisation stellt genügend Ressourcen (Budget, Personal, Räume, Weiterbildung und so weiter) für die betriebliche Gesundheitsförderung zur Verfügung. - Management und Unternehmensleitung prüfen regelmässig den Fortschritt der Gesundheitsförderungsmassnahmen. - Themen der betrieblichen Gesund- heitsförderung sind Bestandteil der Aus- und Fortbildung (speziell der Führungskräfte). - Alle Mitarbeiter haben Zugang zu wichtigen gesundheitsrelevanten Einrichtungen (zum Beispiel Pausen- und Ruheräume, Kantine, Betriebssportangebote).

Wann und warum? Zur Frage wann und warum die Arbeit im Büro belastend werden kann, erläutert die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS), dass die Anzahl Störfaktoren für den Belastungspegel ausschlaggebend sind. Unter der Datei «die 10 meistgestellten Fragen rund um den Büroarbeitsplatz» wird beschrieben, dass zur Belastung unter anderem fehlerhafte Beleuchtung, Lärm, ungünstiges Raumklima, aber auch nicht ausreichend korrigiertes Sehvermögen sowie psychomentale Faktoren beitragen können. Wird die Arbeit zudem vorwiegend im Sitzen verrichtet, vorwiegend bei schlecht eingerichteten Arbeitsplätzen, begünstigt die statische Anspannung der Muskulatur die Entstehung von Beschwerden. Dies sind meistens chronische Rücken- und Muskelprobleme, die durch geistige Anspannung noch verstärkt werden können.

Stressanalyse Ist Stress vorhanden, im Sinne von nicht mehr zu lösenden Problemen und dem Eindruck die Dinge nicht mehr positiv steuern zu können, müssen die Planung und Realisierung von Massnahmen anhand einer schriftlichen oder mündlichen Befragung, einer seriösen Stressanalyse erfolgen. Veränderungen sollen vor allem da stattfinden, wo Stress wiederholt oder permanent in hoher Intensität auftritt und sich deutlich wahrnehmbare negative Folgen zeigen. Interne Gespräche Workshops oder die Bildung von Gesundheitszirkeln unterstützen die Arbeit gegen Stress. Mehr Informationen zum Begriff «Stress» sowie einen Online-Test/Checkliste finden sich unter Stress-no-stress.ch.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement: mehr als nur ein Apfeltag Gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeitende sind die zentralen Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) führt zu nachhaltigen Effekten und einem positiven ROI. AEH als starker und erfahrener Partner unterstützt Sie dabei kompetent. Beschwerden im Zusammenhang mit der Arbeit treten häufig auf und reduzieren die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden klar (Schulter- und Nackenbeschwerden (55%), Rückenschmerzen (49%), Kopfschmerzen (47%), Schlafstörungen (27%)).

Verminderte Leistungsfähigkeit Daneben beeinflussen ungünstige Arbeitsbedingungen wie Termindruck, ein hohes Arbeitstempo oder häufige Arbeitsunterbrechungen die Leistungsfähigkeit stark. Dies lässt sich am Beispiel von Stress aufzeigen: Mitarbeitende unter Stress können komplexe Situationen nicht mehr umfassend wahrnehmen und machen gehäuft Fehler. Zusammen mit gehäuften Fehlzeiten, vorzeitigen Berentungen und dem Einfluss des Demografischen Wandels stellt sich somit die Herausforderung die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeitenden zu erhalten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement Viele Betriebe haben Aktivitäten entwickelt, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Typische Beispiele sind Früchteaktionen oder Abonnemente für Fitnesscenter. Doch Hand aufs Herz, bringen diese Massnahmen die gewünschten Effekte? AEH hat basierend auf bestehenden Managementansätzen ein erfolgreiches Modell entwickelt, welches einfach umsetzbar und mit dem Modell Friendly Work Space® von Gesundheitsförderung Schweiz kompatibel ist. Dabei werden situativ Aktivitäten in den Handlungsfeldern Arbeitsgestaltung, Führung und Ressourcenförderung sowie die Individualbetreuung entwickelt und das Resultat evaluiert.

BGM lohnt sich! • BGM führt zu gesunden, leistungsfähigen und motivierten Mitarbeitenden, die das Unterneh- men innovativ und wettbewerbsfähig halten. • BGM motiviert und partizipiert die Mitarbeitenden. Eine zunehmende Arbeitszu friedenheit mit entsprechender Leistungsbereitschaft und Kooperation fördert die Produktivität. • BGM lohnt sich finanziell, denn der Return on Investment liegt zwischen 1:1.5 und 1:4.9.

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Überblick

Implantate

Die Forscher arbeiten darauf hin, dass Gelenkprothesen künftig länger getragen werden können.

Neue Körperteile aus dem Labor Wenn ein Gelenk oder ein Organ seinen Dienst versagt, steht immer häufiger ein künstlicher Ersatz bereit. Die Forschung läuft auf Hochtouren, um bessere und neue Implantate zu entwickeln. text Andrea Söldi

Wir werden immer älter. Doch nicht alle Körperorgane machen diese Entwicklung mit. Gerade Gelenke sind anfällig für Degenerationen: Durch die ständige Reibung beim Bewegen kann sich die Knorpelschicht mit der Zeit abschleifen. Es entwickelt sich eine Arthrose. Glücklicherweise hält die Medizin ein immer besser bestücktes Ersatzteillager bereit. Implantate sind für viele ein Segen: Manch einer, der stark behindert war und nur noch herumhumpelte, macht mit einer Hüftgelenkprothese wieder Bergtouren oder fährt Ski. Das Hüftgelenk war der Pionier unter den künstlichen Körperteilen. Doch mittlerweile sind auch Knie-, Schulter- und Fingergelenke sowie Ellbogen auswechselbar. Bei der Wirbelsäule kann die Bandscheibe ersetzt oder degenerierte Wirbelkörper aufgespritzt werden.

Infektionen und Allergien vermeiden

Einzel anfertigen

Für die Forschung seien Implantat-Oberflächen ein grosses Thema, erklärt Lukas Eschbach von der RMS Foundation. Im Dienstleistungslabor der Robert Mathys Stiftung, im solothurnischen Bettlach gelegen, testen rund 100 medizinaltechnische und andere Unternehmen ihre Werkstoffe auf Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Langlebigkeit. Durch antibakterielle Zusatzstoffe in Beschichtungen versucht man, Infektionen zu verhindern. Auch Allergien beschäftigen die Forschenden: Nicht wenige Leute sind allergisch auf Nickel, Chrom und Kobalt-Legierungen die häufig für Gelenk-Implantate verwendet werden. Mit Beschichtungen aus anderen Materialien versucht man, allergische Reaktionen zu verhindern. Bei den Hüftgelenken sei zudem ein Wandel im Gang, sagt Eschbach, der bei der RMS Foundation die Gruppe Werkstoffe leitet. Noch vor kurzem galten solche, bei denen Metall auf Metall stösst, als sichere Werte. Doch etwa seit Anfang Jahr sind sie kaum mehr gefragt, weil bekannt wurde, dass der Metallabrieb bei einigen Patienten Entzündungen und Schmerzen verursacht. Ein Teil dieser Implantate muss ersetzt werden. «Nun werden vermehrt moderne Produkte aus Keramik verwendet», weiss Eschbach. Ein künstliches Hüftgelenk hält heutzutage etwa 15 Jahre. Die Forscher arbeiten darauf hin, dass Gelenkprothesen künftig länger getragen werden können.

Neben den standardisierten Implantaten sind auch individuelle Anfertigungen eine grosse Chance, zum Beispiel für Patienten mit Osteoporose oder Tumoren. «Wenn der Knochen bereits zu stark beeinträchtigt ist, um den Prothesenschaft zu halten, oder ein Teil entfernt werden musste, kann ein patientenspezifisch modelliertes Produkt Abhilfe schaffen», erklärt Ralf Schindel vom

» Das Potenzial von

individuell angefertigten Implantaten ist immens.

Ralf Schindel

Institute for rapid Product Development (irpd), das zur ETH-nahen Inspire AG gehört. Auf der Basis von ComputerTomographie-Bildern produziert das in St. Gallen angesiedelte Institut mit schichtweise aufbauenden Fertigungstechnologien Implantate, Instrumente und Modelle für die Planung von Operationen. Weltweit werden diese Verfahren meist bei Hüftgelenksimplantaten angewendet, doch auch Beckenersatz- oder Kieferimplantate sowie

Sprunggelenke wurden bereits individuell angefertigt. Andere Anwendungsbereiche sind etwa Hörhilfen und die Zahnmedizin. Die Endprodukte werden von grossen Herstellerfirmen in Verkehr gebracht. Das Potenzial dieser Technologie sei immens, sagt Schindel. Die aufwendigen Spezialanfertigungen bewegen sich aber noch in einem Nischenmarkt, weil damit weniger Geld zu machen sei als mit Massenproduktion. Ausserdem sei die rechtliche Situation in Bezug auf die Zulassung besonders heikel: «Das Risiko trägt oft der Chirurg», weiss Schindel. Ertaubte können wieder hören

Auch im Bereich implantierbare Hörhilfen läuft die Forschung auf Hochtouren. Rund 10 Prozent der Bevölkerung sind von fortschreitendem Verlust des Gehörsinns betroffen. Am Artorg Center for Biomedical Engineering in Bern arbeiten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an einer neuen Operationstechnologie für Cochlear-Implantate – eine Art künstliches Gehör für ertaubte Menschen. Statt wie bisher einen Teil des Schädelknochens hinter dem Ohr zu öffnen, wird man bald nur noch ein kleines Loch hineinbohren müssen, um eine ein Millimeter dicke Elektrode ins Ohr einzuführen. «So werden die Betroffenen viel weniger lange anästhesiert werden müssen und weniger Schmerzmittel brauchen», erklärt Artorg-Direktor Stefan Weber. Eine Implantation könnte bald ambulant möglich

sein, stellt der Ingenieur in Aussicht. Und mit der computergestützten Chirurgie schwinde die Gefahr, Gesichtsnerven zu verletzen. Neu ist nicht immer besser

Ob all diese Innovationen längerfristig taugen, muss sich jedoch erst noch weisen. «Leider stellen sich neue Hüft- und Knieprothesen allzu oft schon nach sieben bis acht Jahren als unzufriedenstellend heraus», weiss Peter Wahl, Oberarzt der orthopädischen Chirurgie am Kantonsspital Freiburg (HFR). «Es ist aber gut, dass immer weiter geforscht wird», räumt der Arzt ein. Doch um mit Überzeugung und bestem Gewissen ein neues Produkt einzusetzen, brauche man Langzeitstudien über mindestens zehn Jahre, betont Wahl. Und dabei hätten sich Hüft- und Kniegelenkprothesen aus den 80er- und 90er-Jahren als so gut erwiesen, dass es schwierig sei, sie zu übertreffen. Zudem hängen die Langzeitergebnisse einer Prothese nur zu einem Teil vom Material ab. Mindestens so wichtig sei ein optimaler Einbau durch den Chirurgen. Unter den Fachleuten herrsche keine Einigkeit darüber, welche Prothesen die besten sind. Auch von individuell angefertigten Implantaten ist der Orthopäde und Unfallchirurg noch nicht vollends überzeugt. Ob die Kosten in einem guten Verhältnis zum Nutzen stehen, sei fraglich, sagt Wahl: «Eine Standard-Prothese kann in der ganz grossen Mehrheit der Fälle an die Anatomie des Patienten angepasst werden.

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E-Health

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Zukunft

Die IT kommt im Gesundheitswesen an Vergilbte Krankengeschichten im Aktenschrank des Hausarztes werden bald Geschichte sein. Gesundheitsdaten sollen für Behandelnde zugänglich werden – und auch für die Betroffenen selber. text Andrea Söldi

Es ist immer dasselbe: Medizinische Notfälle scheinen sich fast ausschliesslich am Wochenende zu ereignen, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist. Also geht man zur Dienst habenden Ärztin oder in den Notfall. Der Krankenbericht mit Diagnose und Resultaten von bereits gemachten Untersuchungen liegt unzugänglich beim Hausarzt im Aktenschrank. Die unbekannte Ärztin beginnt nun sozusagen bei Adam und Eva. Sie wiederholt bereits erfolgte Untersuchungen und verordnet im schlimmsten Fall sogar Medikamente, die sich schlecht vertragen mit bereits erhaltenen. Leerläufe und Doppelspurigkeiten, die im Zeitalter des elektronischen Datentransfers mittelalterlich anmuten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Kantone wollen das Potenzial der Informations- und Kommunikationstechnologien nun auch im Gesundheitswesen besser ausschöpfen. Im Jahr 2007 haben Bund und Kantone die «Strategie E-Health Schweiz» lanciert. Sie basiert auf zwei Grundpfeilern: Erstens sollen elektronische Patientendossiers geschaffen werden, auf die jede Person selber sowie autorisierte medizinische Fachpersonen von überall her, jederzeit zugreifen können. Diesen Punkt behandeln Bund und Kantone zurzeit prioritär. Zweitens will das Bundesamt unter Bundesrat Alain Berset hochwertige elektronische Informationsdienste fördern. Deshalb wird den Anbietern von Gesundheitsportalen empfohlen, ihre Websites mit einem Qualitätslabel zu kennzeichnen. So können sich die Einwohner bei körperlichen Beschwerden in einem vertrauenswürdigen Umfeld erkundigen und ihre gesundheitlichen Kompetenzen erweitern. Zu den elektronischen Gesundheitsdiensten zählt auch die Telemedizin. Mittels Videoschaltung können Ärzte aus der Entfernung Diagnosen stellen. So können zum Beispiel Aufnahmen von Hautausschlägen in bester Qualität auf dem Bildschirm übertragen werden. Auch diese Möglichkeiten helfen, Kosten zu senken und gewährleisten oft eine schnellere Behandlung. (siehe Infospalte)

Einige Ärzte sind skeptisch

Mit der Konkretisierung der Strategie wurde das extra für diesen Zweck gegründete Koordinationsorgan E-Health Suisse betraut. Es formuliert Empfehlungen zuhanden der Kantone, die für die Umsetzung zuständig sind. Ein erster Schritt in Richtung elektronisches Patientendossier wurde bereits vor zwei Jahren gemacht. Anfang 2010 stellten sämtliche Krankenversicherungen neue Versichertenkarten aus, auf denen administrative Daten einerseits sichtbar, anderseits auf einem elektronischen Chip gespeichert sind. Sie erleichtern den Leistungserbringern - etwa Spitälern – die Administration. Zurzeit ist ein Gesetz in Ausarbeitung, das schweizweite Rahmenbedingungen für elektronische Krankenakten festlegen wird. Dieses soll definieren, wie Daten sicher übermittelt werden können und für wen sie einsehbar sind. Ab 2015 soll jedermann auf freiwilliger Basis ein Dossier eröffnen können. «Es kann niemand dazu

verpflichtet werden», versichert Salome von Greyerz, Leiterin Abteilung Gesundheitsstrategie beim BAG. Etwas anders

» Mit der elektronischen

Datenerfassung werden Untersuchungen nicht mehrmals durchgeführt und Patienten müssen weniger erklären.

Patienten gewünscht, zugänglich machen müssen. Doch die niedergelassenen Ärzte ebenfalls zu verpflichten, sei politisch wahrscheinlich schwer durchsetzbar, schätzt von Greyerz die Situation ein. Bei einigen Ärzten löse die grössere Transparenz, die die Dossiers mit sich bringen, Ängste aus. Einerseits würde ihre Arbeitsweise damit für Kollegen einsehbar; anderseits hätten ihre Patienten jederzeit Zugang zu ihren Krankenakten. Damit könnte der Erklärungsbedarf steigen, befürchtet ein Teil der Mediziner. Doch dem hält Salome von Greyerz entgegen: «Ein guter Arzt informiert seine Patienten sowieso stets über den Stand der Behandlung und erläutert medizinische Begriffe.» Daten sammeln mit Mass

sehe es bei den Leistungserbringern aus: Nach einer Übergangsfrist von fünf Jahren sollen Spitäler ihre Daten, falls von den

Bei einem Notfall: Der Krankenbericht mit Diagnose und Resultaten von bereits gemachten Untersuchungen liegt unzugänglich beim Hausarzt im Aktenschrank.

Gespeichert werden sollen Daten, die für die Weiterbehandlung relevant sind. Also nicht unbedingt jede Erkältung, sondern Diagnosen und erfolgte Behandlungen, die für spätere Therapeuten von Bedeutung sind. Wer auf welche Daten Zugriff erhält und welche gar nicht erst vermerkt werden sollen, bestimme ebenfalls der Patient, beteuert von Greyerz. So muss der Arzt, den man wegen eines Beinbruches aufsucht, nicht unbedingt Bescheid wissen über eine psychiatrische Behandlung. Vorgesehen ist auch, dass die Daten beim jeweiligen Leistungserbringer dezentral gelagert sind. Das sei sicherer, als einen zentralen Server zu schaffen, erklärt die BAG-Mitarbeiterin. Während der Kanton Zürich erst gerade ein paar Sitzungen mit Leistungserbringern abgehalten hat, um die einzelnen Bedürfnisse und Erwartungen zu diskutieren, haben andere Kantone bereits Pilotprojekte durchgezogen. Eine Vorreiterrolle hat Genf mit seinem Projekt «e-toile» eingenommen. Das Genfer Universitätsspital hat schon längere Erfahrungen. Nun beteiligen sich laufend neue Ärztenetzwerke und Apotheken. Der Kanton Wallis hat kürzlich die technische Infrastruktur für elektronische Patientendossiers erworben und will diese schnellstmöglich flächendeckend einführen. Und im Tessin ist das Projekt «rete sanitaria» für Onkologie-Patienten in Vorbereitung. «Bei Krebskranken sind relativ schnell viele Behandelnde involviert und es kommen viele Dokumente zusammen», erklärt Adrian Schmid, Leiter von E-Health Suisse. Für die Patienten sei die elektronische Datenerfassung von Interesse, weil sie nicht alles immer wieder neu erklären müssen, die Behandelnden rasch Zugang haben zu den wichtigsten Informationen und Untersuchungen damit nicht mehrmals durchgeführt werden, sagt Schmid.

Der Arzt am Bildschirm Seit diesem Frühling mischen auch Apotheken bei den medizinischen Behandlungen mit. Unter dem Namen Netcare beteiligen sich rund 200 Apotheken schweizweit an einem Pilotprojekt, das gemeinsam vom Apothekerverband, der Krankenversicherung Helsana sowie dem Zentrum für Telemedizin Medgate angestossen wurde. Kommen die Apotheker bei einer Beratung an ihre Grenzen, können sie einen Arzt über eine Videokonferenz zuschalten. Am Bildschirm spricht dieser mit dem Patienten, erfragt Beschwerden und kann etwa einen Hautausschlag oder ein gerötetes Auge begutachten. Einfache Untersuchungen wie Blutdruck-, Pulsund Blutzuckermessen führen die Apotheker selber aus. Der Medgate-Arzt kann über den Bildschirm auch rezeptpflichtige Medikamente verordnen, die Apotheken im Alleingang nicht abgeben dürften. In der Regel ruft der Apotheker die Person nach drei Tagen an und erkundigt sich nach dem Verlauf der Beschwerden. Etliche Krankenkassen übernehmen die Kosten von 63 Franken für ihre Versicherten. Mit dem neuen Angebot wollen die Apotheker die Ärzte nicht konkurrenzieren, wie sie beteuern. Man wolle lediglich die überlasteten Hausärzte und Notfallstationen von Bagatellen entlasten. Dennoch äusserten sich Ärzte bei der Einführung von Netcare skeptisch. Ein Arzt brauche bei einer Konsultation alle sieben Sinne, liess etwa Urs Stoffel, Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft verlauten. Das sei am Bildschirm nicht möglich. Weiter bezweifelte er, dass mit dem Angebot Kosten gespart werden: Viele Patienten würden danach trotzdem noch einen Arzt aufsuchen. Dann ginge der Schuss – zumindest finanziell – hinten hinaus.

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Unsere Gesellschaft wird zunehmend mobiler. Personen wechseln den Kanton, die Krankenkasse, den Arzt oder reisen ins Ausland. Immer öfter fehlen im entscheidenden Moment die richtigen Informationen in gebündelter Form. Hier kann eine elektronische Vernetzung wesentlich helfen. Die CGM Schweiz AG, Softwareproduzent für Kliniken, konzentriert sich aus der günstigen Position des Marktführers und mit dem Background des international erfolgreichen eHealthKonzerns CompuGroup Medical AG auf die zentralen Herausforderungen der eHealth-Vernetzung.

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terstützen. Mit unserem lokal entwickelten Klinikinformationssystem „CGM PHOENIX“ bieten wir daher eine konsequent an den Klinikabläufen („Workflow“) orientierte Software an, die den Patienten auf seinem Weg durch alle Abteilungen begleitet, alle Daten sammelt und so zur richtigen Zeit optimale Entscheidungshilfen für die handelnden Fachkräfte liefert“, erklärt Peter Zberg, Geschäftsführer der CGM Schweiz AG. „Wir haben CGM PHOENIX erst kürzlich technologisch komplett modernisiert und sind nun in der Lage, unser bestehendes zentrales KIS mit eHealth-Komponenten aus der

internationalen Konzernumfeld voll integriert zu erweitern. So bieten wir etwa mit dem „CGM PHOENIX Zuweiserportal” die Verknüpfung von Kliniken mit zuweisenden niedergelassenen Ärzten im Schweizer Markt neu an, das in Deutschland bereits mehrere 100 Kliniken zählt – wir verknüpfen unsere lokalen Lösungen und Erfahrungen mit dem internationalen KonzernKnow-how – so bieten wir unseren Kunden eine einzigartige eHealth-Kompetenz!“ betont Zberg.

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He r ausf ord e r u ng

Medizintechnik

Eine Möglichkeit, das Risiko für einen Schlaganfall zu bestimmen, ist eine Duplexuntersuchung der Halsschlagader.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Ultraschall vorbeugen Kardiovaskuläre Erkrankungen fordern jährlich weltweit über 17 Millionen Menschenleben. Dank modernster Technik können durch Ultraschall-Untersuchungen Risikofaktoren bereits im Vorfeld erkannt werden. text Nando Rohner

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich über 17 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Alleine in der Schweiz erliegt jeder Zweite einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das Bundesamt für Statistik kommt in seiner 2009 durchgeführten Studie zum Ergebnis, dass 35,6 Prozent aller Todesfälle in der Schweiz auf einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zurückgeführt werden können. Und obwohl sich diese Quote in den letzten Jahren konstant zum Positiven hin vermindert hat, bleibt es eine Tatsache: Kardiovaskuläre Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Das unterschätzte Risiko

Der Begriff Kardiovaskuläre Erkrankungen unterliegt keiner einheitlichen medizinischen Definition. Es handelt sich somit

vielmehr um einen Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die vom Gefässsystem oder dem Herzen ausgehen. Dazu gehört auch der Schlaganfall, den in der Schweiz jährlich 12 000 Menschen erleiden – oftmals mit tödlichen Konsequenzen. Trotzdem wird die Gefahr, die von einem Schlaganfall ausgeht von vielen Menschen unterschätzt. Der Grund hierfür ist laut Professor Henri Bounameaux vom Universitätsspital Genf zum einen in der nicht vorhandenen «primären Gefahr» zu suchen. Ein weiterer Faktor ist das Fehlen eindeutiger Warnsignale: «Es gibt oft keine oder nur wenige Anzeichen für einen Schlaganfall». Eine Möglichkeit, das Risiko für einen Schlaganfall zu bestimmen, ist eine Duplexuntersuchung der Halsschlagader (Arteria carotis). Per Ultraschall werden in dieser Untersuchung die Halsgefässe dargestellt und die Intima-Media-Dicke, die innere und mittlere Schicht der Gefässwand, gemessen. Der Fokus liegt hierbei auf der Suche nach Gefässwandveränderungen durch Atherosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung oder Arterienverhärtung). Wird solch eine Veränderung festgestellt, bedeutet dies ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder Herztod. Umso dicker die Intima-Media-Dicke, umso grösser ist der Risikofaktor. Während bei jungen und gesunden Personen die Dicke bei 0,5 bis 0,7 Millimeter liegt, nimmt die Schichtdicke ab dem 40. Lebensjahr alle zehn Jahre um

ca. 0,1 Millimeter zu. Ein Schritt Richtung einer noch präzisieren Messung der IntimaMedia-Dicke hat im Juni 2012 das Institut für Sport und Sportwissenschaften (ISSW) der Universität Basel unternommen. Eine über mehrere Jahre hinweg speziell entwickelte Analysesoftware erlaubt es dem Arzt, die Resultate der automatischen

» Kardiovaskuläre

Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Konturerkennung interaktiv zu korrigieren. Dadurch können weitere und eventuell unnötige Folgeuntersuchungen vermieden werden. Die Medizintechnikfirma Fukuda Denshi wird diese Analysesoftware in ihre neue Generation von tragbaren Ultraschallgeräten einbauen.

Bessere Geräte, bessere Ergebnisse

Professor Bounameaux hat in den Jahrzehnten seiner medizinischen Tätigkeit den Wandel der Ultraschallgeräte mit-

erlebt. Für ihn haben sich die heutigen Geräte «klar verbessert, da man viel mehr und genauere Information erhält». Sich diesem Credo nach noch besseren und genaueren Informationen im Sinne einer patientenorientierten Diagnose unterwerfend, streben die Entwickler von Ultraschallgeräten nach immer besseren Lösungen zur Erkennung von kardiovaskulären Erkrankungen. Philips stellte in diesem Zusammenhang auf der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München den «Echo Navigator» vor, der laut Firmenangaben zum ersten Mal die Vorteile der Ultraschall- und Röntgenbildgebung vollständig miteinander kombiniert. Das Einsatzgebiet des «Echo Navigator» werden Herzkatheter-Untersuchungen sein. Dabei werden durch das Gerät Röntgenaufnahmen und Ultraschallbilder in Echtzeit synchronisiert, was zum Beispiel bei der Platzierung von künstlichen Herzklappen einen klaren Vorteil bringen soll. Ebenfalls auf der Jahrestagung präsentierte Hitachi Aloka ihr neues Flagschiff unter den Ultraschall-Geräten. Bei dem «ProSound F75» handelt es sich um ein Farb-Ultraschallsystem. Der «ProSound F75» soll als universales Ultraschallsystem für diagnostische Zwecke zum Einsatz kommen, das man problemlos den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Genauigkeit und Effizienz seien im

Vergleich zu früheren Geräten nochmals verbessert worden. Dadurch würden auch die vom Patienten abhängigen Qualitätsunterschiede verringert. Ultraschall oder MRT?

Neben Ultraschall kann beim Verdacht auf eine kardiovaskuläre Erkrankung auch auf eine MRT-Untersuchung gesetzt werden. Eine MRT-Untersuchung ist jedoch im Vergleich zu einer Ultraschall-Untersuchung mit einem höheren Aufwand und damit einhergehend auch mit höheren Kosten verbunden. «MRTUntersuchungen gehören noch nicht zur Routine», hält Bounameaux bezüglich eines Vergleichs zwischen Ultraschallund MRT-Untersuchungen fest und fügt hinzu, «ich glaube MRT-Untersuchungen sind im Moment noch ein Feld für die Forschung». Bei aller Fokussierung auf die Technik ist es jedoch vor allem der Mensch selbst, der etwas zur Vorbeugung von kardiovaskulären Erkrankungen beitragen kann. Neben einem jährlichen Check-up beim Hausarzt, der Kontrolle des Blutdrucks und regelmässigen Diabetes-Tests ab dem 45. Lebensjahr empfiehlt Bounameaux vor allem, «mit dem Rauchen aufzuhören. Damit würde man nicht nur die Lungenkrebs-Statistik senken, sondern auch jene der kardiovaskulären Erkrankungen. Die Technik kann die Statistik nicht senken.»

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Diagnostik

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Fo kus

Diagnostikverfahren von heute Medizinische Diagnostikverfahren haben sich stark verändert und weiterentwickelt in den vergangenen Jahren. Neu werden sie teilweise auch miteinander kombiniert. text Sybille Brütsch-Prévôt

Viel hat sich in der medizinischen Diagnostik getan, seit Wilhelm Conrad Röntgen Ende des 19. Jahrhunderts die Röntgenstrahlen entdeckte. Was ihm damals den Physiknobelpreis bescherte, wird noch heute tagtäglich in Praxen und Spitälern angewendet. Die elektromagnetischen Wellen, die in der Röntgenröhre erzeugt werden sind weder seh-, hörnoch fühlbar und kommen vor allem beim Skelett (Knochenbrüche), Lungen und Thorax zum Einsatz.

bestimmten Zellen). Das CT-Bild liefert dazu eine präzise daruntergelegte «Landkarte». Im kombinierten Bild ist somit klar erkennbar, wo sich der Gewebebereich mit dem erhöhten Traubenzuckerumsatz befindet. Bei einer PET/ CT-Untersuchung wird beides gleichzeitig durchgeführt. Das heisst, dass die Voraussetzungen (wie Körperlage etc.) für beide Aufnahmen identisch sind. Die Treffsicherheit der Befunde einer PET/CT-Untersuchung ist gegenüber den jeweiligen Einzeluntersuchungen und der getrennten Beurteilung markant höher. Auch verkürzt sich die Untersuchungszeit auf ca. 30 Minuten – weniger als die Hälfte der Zeit, die für beide Einzeluntersuchungen benötigt wird. Der gesamte Zeitbedarf inklusive Vorbereitungszeit liegt bei zwei bis drei Stunden. Dies darum, weil der radioaktiv markierte Zucker ungefähr eine Stunde braucht,

bis er sich im Körper angereichert hat. Positronenstrahler, wie sie bei der PET eingesetzt werden, haben kurze Halb-

» Eine kombinierte

PET/CT-Untersuchung ist dann sinnvoll, wenn ein PET-Befund genau lokalisiert werden muss. wertszeiten (max. zwei Stunden). Das bedeutet für die meisten radioaktiv markierten Medikamente, dass spätestens

PET/CT – eine aussagekräftige Kombination

PET/CT ist die Kombination aus zwei verschiedenen bildgebenden Untersuchungsverfahren, der PositronenEmissions-Tomografie (PET) und der Computertomografie (CT). Beide Geräte funktionieren sehr unterschiedlich und liefern ganz andere Bilder und Informationen. Diese beiden Funktionsweisen zu verknüpfen, war das Ziel des kombinierten PET/CT-Gerätes. PET ist ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren. Für die entsprechende Untersuchung werden dem Patienten kleinste Mengen radioaktiv markierte Stoffe (Tracer) verabreicht. Die PET-Kamera erfasst danach genau, wie diese in den Zellen verteilt sind. PETUntersuchungen zeigen die Funktion von Organbereichen in hoher Auflösung (zum Beispiel den Glukose-Stoffwechsel des Herzmuskels, des Gehirns oder von Tumoren). Die Computertomografie (CT) bildet den menschlichen Körper mithilfe von Röntgenstrahlen in dünnsten Schichten (weniger als 1 Millimeter) ab. So entstehen Aufnahmen, die die inneren Körperstrukturen des Patienten in kontrastreichen Bildern zeigen. Eine kombinierte PET/CT-Untersuchung ist dann sinnvoll, wenn ein PETBefund genau lokalisiert werden muss, zum Beispiel vor einer Operation oder zur Gewebeentnahme. Zum besseren Verständnis ein Beispiel aus der Praxis: Bei einer PET/CT-Untersuchung zeigt das PET-Bild die Zellfunktion (beispielsweise den erhöhten Traubenzuckerumsatz in

nach 110 Minuten nur noch die Hälfte der ursprünglich injizierten Radioaktivität im Körper vorhanden ist. Die Strahlenexposition ist deshalb gering – sie entspricht ungefähr der natürlichen Strahlenbelastung während einem Jahr. DVT – den Kopf in 3D

Die digitale Volumentomografie (DVT) ist ein strahlenarmes, röntgendiagnostisches Verfahren zur Darstellung des Kopf- und Halsbereiches in 3D. Ursprünglich in der zahnärztlichen Diagnostik eingesetzt, wird es aber auch für spezielle neuroradiologische Fragestellungen (Kiefer, Felsenbein, Nasennebenhöhlen) gebraucht. Wie bei herkömmlichen Aufnahmen des Kiefers fährt ein C-förmiger Bogen in wenigen Sekunden um den Kopf und nimmt alle drei- und zweidimensionalen Informationen auf. Bei der zahnärztlichen Diagnostik ist die digitale Volumentomografie von grossem Vorteil, weil sie über eine sehr hohe Auflösung verfügt, weniger Überblendungen von Kronen und Brücken verursacht und last but not least den Patienten einer deutlich geringeren Strahlenbelastung (nur etwa 5 Prozent einer konventionellen CT-Untersuchung) aussetzt. DVT wird meist verwendet vor dem Einsetzen von Zahnimplantaten, für die Knochendiagnose, zur Bestimmung des Verlaufs des Unterkiefernervs (bei schwierigen Weisheitszahnentfernungen), bei Kieferzysten oder -brüchen. MRT – auch als offene Variante

Bei der Computertomografie entstehen Aufnahmen, die die inneren Körperstrukturen in kontastreichen Bildern zeigen.

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Fachkräftemangel im Gesundheitswesen – Der Beitrag der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit In der Schweiz belegen Pflegefachpersonen regelmässig Spitzenränge in der Liga der vertrauenswürdigen Berufe. Auch die Ärzteschaft ist beliebt. Und die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit gilt unter Jugendlichen als attraktiver Lehrberuf. Warum herrscht trotzdem Fachkräftemangel und trifft in der Ärzteschaft vor allem die Geriatrie, Psychiatrie und auf dem Land die Hausarztmedizin? Der intensive Pflegebedarf von hochbetagten Personen und die baldige Pensionierung vieler Hausärzte werden zwar oft genannt, sind aber nur vordergründig. Die wirklichen Gründe liegen tiefer: Viele Fachkräfte im Gesundheitswesen kümmern sich um Menschen, bei denen trotz hohem Personaleinsatz keine spektakulären Behandlungserfolge möglich sind, z.B. bei Demenz oder Depression. Das gesellschaftliche Ansehen und die Höhe der Löhne orientieren sich aber am raschen Erfolg bei akuten Gesundheitsproblemen. Zudem haben viele chronisch kranke Menschen oder Behinderte den Ruf, hohe Kosten zu verursachen. Jüngere verursachen ein IV-Defizit – so der Tenor – und Ältere werden mit Überalterung oder gar als AltersTsunami bezeichnet. Dieser negativen Wertung setzen sich Fachkräfte nicht gerne aus. Schliesslich sind Gesundheitsberufe eine Frauenbranche, zunehmend auch in der Medizin. In der Schweiz mit ihrer langen Tradition der ungleichen Einkommensverhältnisse von Mann und Frau sind vor allem Frauen prädestiniert für unbezahlte Care-Arbeit, wenn Kinder oder pflegebedürftige Angehörige da sind. Sie fehlen dann im Arbeitsmarkt. Die Kalaidos Fachhochschule Gesundheit bietet verschiedentlich Hand gegen den Fachkräftemangel. Einerseits offeriert sie als Hochschule für Berufstätige nur Teilzeitstudiengänge für den Bachelor, Master und die Weiterbildung. Deshalb bleiben Studierende dem Arbeitsmarkt kontinuierlich erhalten. Ein Student der Pflegewissenschaft bringt es auf den Punkt: „Ohne die Flexibilität im Masterstudium könnte ich meine Managementposition, meine Vaterrolle und aktuell die Unterstützung meines verunfallten Vaters nicht meistern.“ Zudem hat die Kalaidos Fachhhochschule mit dem Forschungsinstitut Careum F+E das innovative Programm „work & care“ für die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege aufgebaut, das Lösungsansätze für die Arbeitswelt und das Gesundheitswesen bietet. Zum Beispiel wird zurzeit ein Projekt geplant, das die Anstellung von pflegenden Angehörigen untersucht, die bei der Spitex angestellt sind und sich beruflich im Gesundheitswesen qualifizieren wollen. Dank innovativen Ideen sieht der Fachkräftemangel vielleicht doch etwas weniger düster aus als prognostiziert. Prof. Dr. Iren Bischofberger ist Pflegefachfrau und hat im In- und Ausland studiert und geforscht. Sie ist heute Prorektorin der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit und leitet den Fachbereich Forschung bei Careum F+E. Weitere Informationen: www.kalaidos-gesundheit.ch, www.careum.ch, www.workandcare.ch

Mit dem umgangssprachlichen Ausdruck «Röhre» meint man die Magnetresonanztomografie. In den 60- bis 70-Zentimeter-Durchmesser-Röhren werden Weichteile kontrastreich abgebildet. Das Magnetfeld in der MRT ist enorm: 0,15 bis 3 Tesla (die Stärke eines Erdmagnetfeldes für eine Kompassnadel liegt bei 0,00005 Tesla!). Wem die Röhre zu eng ist, dem bieten sich mit offenen MRI gute Alternativen. Bei diesen ist die freie Sicht nach vorne und oben gewährt. Und dank der Möglichkeit, Untersuchungen in verschiedenen Positionen durchzuführen, liefern diese Geräte besonders aussagekräftige Resultate. Menschen mit Metallteilen im Körper dürfen nicht mit MRT untersucht werden. Das gilt auch für Patienten mit Herzschrittmachern, aktiven Implantaten und bestimmten künstlichen Herzklappen. Vorsicht auch bei Tattoos: Diese Farbe enthält winzige Metallteilchen, die zu Verbrennungen führen könnten.

Bessere Bilder für eine bessere Vorbeugung Zukünftige MRT-Untersuchungen sollen schneller Ergebnisse liefern als bisher. Das Institut für Biomedizinische Technik (IBT) von Universität und ETH Zürich hat Anfang Jahr diesbezüglich an 150 Patienten eine Studie durchgeführt. Das Ziel: Eine neue Form der KardioMRT soll geprüft werden, die im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren deutlich schneller ausfallen soll. Auch die Qualität von MRT-Aufnahmen, die oftmals von einem Rauschen getrübt werden, soll sich schrittweise verbessern. Unter der Leitung von ETH-Professor Klaas Prüssmann ist es zum Beispiel gelungen, den Bildausschnitt einer Aufnahme zu vergrössern und das bei einer hochauflösenden Bildqualität. Es wird dadurch möglich sein, noch detaillierte Bilder vom Herzen, Gehirn oder auch Muskeln zu erhalten. Dies, ohne die wie bisher üblich nahe am Patienten angebrachten Empfängerspulen zu verwenden. Für die neue Technik braucht es lediglich eine am Ende der MRT-Röhre angebrachte Antenne. Der Komfort für den Patienten wird damit erhöht, Kosten gesenkt und das bei besseren Ergebnissen, die dabei helfen, Kardiovaskuläre Erkrankungen rechtzeitig und effektiv zu behandeln.

Kardio-MRT Eine Kardio-MRT kann ambulant und ohne operativen Eingriff vorgenommen werden. Anders als Röntgenstrahlen sind das Magnetfeld und die Radiowellen einer Kardio-MRT ungefährlich.


E i n e T h e m e n z e i t u n g v o n S m a r t Me d i a

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Z ukunft

Fachkräftemangel

Wie ist es überhaupt so weit gekommen, dass die Schweiz fürchten muss, medizinisch auszutrocknen?

Fachkräftemangel und seine Folgen Im Kanton Zürich werden in den nächsten fünf Jahren 40 Prozent aller Ärzte pensioniert – und Nachfolger sind keine in Sicht. Und auch die Spitäler schlagen Alarm: Es fehlt an Fachpersonal. text Sybille Brütsch-Prévôt

Es ist kaum zu glauben, aber die als Ausbildungsland hochgelobte Schweiz importiert Mediziner und Medizinerinnen im grossen Stil. Von den rund 2000 Ärzten pro Jahr, die in der Schweiz eine Praxis eröffnen oder an einem Spital eine neue Stelle antreten, kommen 1300 aus Deutschland, Österreich oder aus anderen Ländern wie zum Beispiel Griechenland. Die Schweiz bildet also nicht aus, sondern lässt ausbilden. Das liegt aber nicht daran, dass das Medizinstudium nicht begehrt wäre oder der Arztberuf einen schlechten Ruf hätte – im Gegenteil. Über 4000 Maturanden bewerben sich um einen Studienplatz, aber derzeit werden nur 700 ausgebildet. Letzten August kündigte der Bundesrat nun endlich an, die Anzahl der Medizinstudienplätze um 300 zu erhöhen. Gesundheitsminister Alain Berset erklärte bei dieser Gelegenheit, dass es ethisch nicht vereinbar sei, dass sich die reiche Schweiz die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten vom Ausland bezahlen lasse. Damit ist allerdings das Problem nicht gelöst – weil Jahre vergehen, bis diese Massnahme greift. Die 300 zusätzlich Studierenden werden erst im Jahr 2024 auf dem Markt sein. Und bis sie eine eigene Praxis eröffnen können, wird das Jahr 2030 geschrieben. Aber wie ist es überhaupt so weit gekommen, dass die Schweiz fürchten muss, medizinisch auszutrocknen? Schliesslich handelt es sich ja um eine bedeutende Berufsgruppe, von der letztlich die gesundheitliche Grundversorgung abhängig ist. Fehlte die Weitsicht? Als der Numerus clausus eingeführt wurde, war der Andrang der ausländischen Ärzte, vor allem aus Deutschland, gross. Die importierten Mediziner arbeiteten nicht nur billiger, sie nahmen auch die

teilweise prekären Arbeitsbedingungen an den Spitälern klaglos in Kauf. Und mit dieser kurzsichtigen Lösung liess sich auch Geld sparen: Immerhin steckt man in jeden Arzt, jede Ärztin bis zum Staatsexamen etwa eine Million Franken. Oder doch kein Ärztemangel?

Es gibt aber auch andere Meinungen zum Ärztemangel beziehungsweise der Ärzteschwemme aus dem Ausland. Betrachtet man es aus der weltweiten Optik, steht die Schweiz gut da. Die Zahlen einer Statistik der OECD zeigen, dass es in der Schweiz, verglichen mit anderen Industrieländern, durchschnittlich einen Viertel mehr Ärzte pro Einwohner gibt. Gegenüber den USA sind es sogar 60 Prozent mehr, obwohl da natürlich die geografischen Gegebenheiten oder das Land-/Stadtverhältnis in Betracht gezogen werden müssen. Bei der letzten Erhebung 2011 kam auf 258 Schweizer und Schweizerinnen ein Arzt; 1970 waren es noch 671 Personen. Liegt das daran, dass die Bevölkerung immer kränker wird und mehr medizinische Leistungen konsumiert? Oder verursacht die Überalterung, dass mehr Ärzte benötigt werden? Volksinitiative für mehr Ärzte

Derzeit werden sogar Unterschriften gesammelt für eine Volksinitiative unter dem Titel «Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin – Stopp dem drohenden Ärztemangel». Der Initiativentwurf verlangt eine Mindestzahl von jährlich 1288 neu diplomierten Medizinern – das wären fast doppelt so viele wie heute. Die Ärzteverbindung FMH findet allerdings die Verankerung in der Verfassung für übertrieben, befürwortet aber die Stossrichtung. Das Sammeln von den benötigten 100 000 Unterschriften wird aber sicher nicht einfach werden.

keit – nur bildet das nicht die Realität ab, die meisten von uns werden im hohen Alter zum Pflegefall. Das zwingt die Spitäler, Alters- und Pflegezentren und auch die Spitex dazu, ihre Personalbestände laufend auszubauen. In der Schweiz herrscht jedoch akuter Mangel an Fachkräften – deshalb werden diese immer mehr auch im Ausland gesucht. Doch gerade in den angrenzenden Ländern wie Deutschland und Frankreich zeichnet sich je länger desto mehr ebenfalls ein Fachkräfte-

» Die OECD empfiehlt

der Schweiz, mehr Gesundheitsfachkräfte auszubilden. mangel ab. Das Gesundheitswesen der Schweiz steht vor grossen personellen Herausforderungen. Es braucht zum einen Massnahmen, damit das vorhandene Personal möglichst lange im Beruf bleibt, und zum anderen muss die Ausbildungstätigkeit deutlich ausgebaut werden.

Denn um den Bedarf an Nachwuchs abzudecken, fehlen jährlich rund 5000 Gesundheitsfachleute. Es sind auch hier die zu einem guten Teil im Ausland ausgebildete Fachkräfte, die in der Schweiz die Gesundheitsversorgung sichern. Status der Pflegeberufe verbessern

Ein wichtiger Schritt, um Pflegeberufe auch bei den Berufseinsteigern wieder begehrter zu machen und das bestehende Personal zu motivieren und zu halten, ist sicher, den Status «Hilfsberuf» abzuschaffen. Das hiesse konkret, dass die Pflegefachfrauen und -fachmänner in definierten Bereichen auch ohne ärztliche Anordnung gewisse Arbeiten in eigener Verantwortung ausüben könnten. Fachlich sei das kein Problem, argumentieren die Befürworter, das Pflegepersonal werde an höheren Fachschulen ausgebildet und erfülle dadurch diese hohe Anforderung. Auch im Kanton Zürich will man die Werbung für Gesundheitsberufe weiter stärken und damit mehr junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gewinnen. Der Regierungsrat hat darum Anfang Jahr für die Finanzierung der Nachwuchswerbung für die Jahre 2012 bis 2015 eine Ausgabe von insgesamt 1,44 Millionen Franken bewilligt. Unter dem Titel «Berufe am Puls des Lebens» wird um Nachwuchs in den nicht-universitären Gesundheitsberufen

Auch Fachpersonal ist rar

Qualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen sind rar, während der Bedarf rasant steigt: Eine der Hauptursachen ist, dass die chronischen und daher pflegeintensiven Krankheiten immer mehr zunehmen. Noch nie war die Lebenserwartung so hoch wie heute. Die Idealvorstellung des Alterns ist frei von Beschwerden und beinhaltet einen höchstmöglichen Grad an Selbstständig-

geworben. Sie soll Jugendliche und junge Erwachsene wirkungsvoll dazu motivieren, einen Gesundheitsberuf zu wählen. Fachkarriere in den Pflegeberufen

Die Entwicklung des Gesundheitswesens mit dem zunehmenden Qualitätsanspruch und den schnellen Weiterentwicklungen im medizin-therapeutischen und medizin-technischen Bereich setzen eine kontinuierliche Anpassung der Pflegeberufe voraus. Die Spitäler bieten für die Pflegeberufe bereits heute ausgereifte Karrieremodelle an, die zum Beispiel die ganze Laufbahn von der diplomierten Pflegefachperson bis hin zum Experten mit einem Hochschulabschluss abdecken. Durch diese Modelle wird die Fachkompetenz laufend verbessert – und dadurch als Nebeneffekt auch die Pflegequalität der Patienten und Patientinnen. Berufe am Puls des Lebens

Gesundheitsberufe haben ein grosses Spektrum. Der Alltag sieht im Operationssaal anders aus als im Pflegeheim, die Arbeit in einem medizinischen Labor stellt andere Anforderungen als in einer psychiatrischen Klinik. Gemeinsam haben alle Berufe, dass man tagtäglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hat – oft auch in Extremsituationen. Neben der Arbeit mit Menschen spielt auch modernste Technik eine wichtige Rolle im Berufsalltag. Je nach Fachgebiet werden hochentwickelte Geräte eingesetzt und bedient. Um immer auf dem neusten Wissensstand zu bleiben, werden Aus- und Weiterbildungen in allen Berufsfeldern gefördert und gefordert. Der dadurch gewonnene fachliche und persönliche Fortschritt eröffnet neue berufliche Perspektiven. Die OECD empfiehlt der Schweiz, mehr Gesundheitsfachkräfte auszubilden. Vor allem müsse das Gesundheitssystem besser auf die Betreuung chronisch kranker Patienten ausgerichtet werden. Der nachhaltige Umgang der Gesellschaft mit ausgebildeten Fachkräften – auch eine Forderung der OECD – wird in Zukunft in der Sicherung der Gesundheitsversorgung eine immer wichtigere Rolle spielen. Bei allen Gesundheitsberufen (Ärzten und Pflegefachkräfte) ist stärker darauf zu achten, dass die Ausgebildeten möglichst lange im Beruf bleiben oder dass ein Einstieg nach einem Berufsunterbruch vereinfacht wird.

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