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1. – 3.10.2019 Werkplatz Zürich Oerlikon 30.9.: Forum SchwAIz 4.10.: Retail Tours

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BUSINESS INNOVATION WEEK

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Was bringt die Zukunft? Event & Hotspot Unternehmen 4.0 für Innovation, Digitalisierung, Trends & neueste Technologien für Unternehmer & Start-ups

Zukunft verstehen Kompetenz entwickeln Aufbruch wagen

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Erwartete Besucher

#BIW19

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Experten & Aussteller

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Keynotes & Vorträge

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Events und Networking

E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

JULI 19

DIGITAL

ganz klar eine Vorreiterrolle.»

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FÜHRENDE DIGITALE PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE GELDANLAGEN. JETZT KOSTENLOS TESTEN: YOVA.CH/DIGITAL EI TE IT RE SE INF N E O R M AT I O N W

«Bei gewissen Themen übernimmt die Schweiz

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NICOLAS BÜRER

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Interview

Lesen Sie mehr auf fokus.swiss.

twitter.com/suissedigital facebook.com/suissedigital www.suissedigital.ch


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

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EDITORIAL

WWW.FOKUS.SWISS

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LESEN SIE MEHR... 04 Cybersecurity 08 Smart Living

Die Digitalisierung auf den Boden bringen

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Interview: Nicolas Bürer

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Ausbildung

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Expertenpanel

FOKUS DIGITAL. PROJEKTLEITER: Guliver Kalamba

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er Bundesrat will, dass die Schweiz die Chancen der Digitalisierung optimal nutzt. Deshalb hat er die Strategie «Digitale Schweiz» verabschiedet und in einem Aktionsplan konkretisiert. Obwohl die Bau- und Immobilienbranche rund 15 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmachen, spielt sie in dieser Strategie nur eine untergeordnete Rolle. Wir haben hier klar einen Nachholbedarf und Bauen digital Schweiz wird sich zusammen mit weiteren Organisationen und Politikern dafür stark machen, dass die Chancen und Risiken für unsere Branche richtig eingeschätzt werden. Vor allem wird sich unsere Organisation für eines einsetzen: Wir wollen die Bau- und Immobilienwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette fit für die Digitalisierung machen. Die Grundlagen dafür sind geschaffen: Der Stufenplan von Bauen digital Schweiz zeigt auf, wie die digitale Transformation schrittweise und koordiniert erfolgen muss. Er beschreibt, wie der gemeinsame Weg aller Beteiligten – Besteller, Planer, Ersteller, Zulieferer und Bewirtschafter, aber auch Bildungsinstitutionen und Technologieanbieter – aussieht. Klares Ziel: langfristig die Effektivität, die Qualität und die Nachhaltigkeit von Bauobjekten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft steigern! Darüber hinaus ist es gelungen, die gesamte Wertschöpfungskette davon zu überzeugen, dass ein «Miteinander, statt jeder für sich» schneller zum Ziel führt! National moderieren SIA, CRB, KBOB und IPB zusammen mit Bauen digital Schweiz gemeinsam die digitale Transformation bzw. die damit einhergehenden strategisch relevanten Aufgaben. International erfolgt

Der dritte Baustein ist das «Use Case Management» von Bauen digital Schweiz, eine Methodik, die ein einheitliches Verständnis für die digitalen Anwendungsfälle (Use-Cases) über die gesamte Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft schafft. Hierzu haben jüngst die buildingSMART Chapter Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich eine gemeinsame Roadmap und internationale Zusammenarbeit beschlossen.

Der Stufenplan von Bauen digital Schweiz zeigt auf, wie die digitale Transformation schrittweise und koordiniert erfolgen muss. - MARKUS WEBER, PRÄSIDENT, BAUEN DIGITAL SCHWEIZ / BUILDINGSMART SWITZERLAND

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen, nun muss die digitale Transformation gemeinsam auf den Boden gebracht werden. Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland wird dazu mit Partnern aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft Anwendungsfälle erarbeiten, die aufzeigen, wie die Digitalisierung, insbesondere BIM, zum Nutzen aller ganz konkret umgesetzt werden kann. In zahlreichen Use Cases wird dabei umfassend beschrieben und abgegrenzt, einheitlich entlang der Prozesse strukturiert und in Bezug auf die Informationsanforderungen detailliert dargestellt. Wichtig dabei: Die Use Cases verstehen sich als Best Practice und bilden die Grundlage für die Implementierung in einen BIM Prozess, basierend auf den internationalen Standards wie beispielsweise IFC, IDM und MVD von buildingSMART International.

COUNTRY MANAGER: Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Urs Rufer, Moreno Oehninger, Matthias Mehl, Mohan Mani TITELBILD: zvg LAYOUT: Anja Cavelti DISTRIBUTIONSKANAL: Tages-Anzeiger, Juli 2019 DRUCKEREI: DZZ Druckzentrum AG

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

Eines ist klar: Die Digitalisierung bietet grosse Chancen. Sie werden aber nur dann genutzt werden können, wenn die Prozesse übergreifend gestaltet und die Menschen multidisziplinär und über Systemgrenzen hinweg an konkreten Praxisbeispielen zusammenarbeiten!

die länderübergreifende Abstimmung über das weltumfassende Netzwerk von buildingSMART International.

TEXT MARKUS WEBER

PREMIUM PARTNER. Yova ist die führende digitale Plattform für nachhaltige Geldanlagen. Yova-Kunden investieren in Unternehmen, die globale soziale und ökologische Herausforderungen lösen. Komplett online, leicht verständlich, transparent, risikooptimiert und ab einem Startkapital von 2 000 CHF. Jetzt testen: yova.ch/digital

Viel Spass beim Lesen! Guliver Kalamba Project Manager

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Kompetent ins digitale Zeitalter: ein sicherer Vorteil Gut qualifizierte Finanzfachleute haben deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu gehört nicht nur eine solide Ausbildung, sondern auch gezielte Weiterbildung und die Auseinandersetzung mit den neuen Technologien. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung werden Kompetenzen in Datenmanagement, datengesteuerter Entscheidungsfindung und Programmierkenntnisse zunehmend gefordert. Dabei sind nicht nur IT-Fachleute angesprochen, sondern alle Fachbereiche vom Asset Management über Compliance bis hin zu den Kundenberatern. Neu bietet AZEK dazu den zeitlich kompakt strukturierten Lehrgang zum Chartered Financial Data Scientist an. Dabei finden die vermittelten theoretischen Grundlagen zu «Big Data», Machine Learning und Programmierung im Rahmen einer Projektarbeit ihre praktische Anwendung.

Um beispielsweise Datensätze basierend auf Datenquellen und wissenschaftlichen Kriterien kritisch beurteilen zu können, ist das fachliche Verständnis über die vorliegenden Datenreihen ebenso wichtig wie deren technisch korrekte Auswertung. Und schliesslich nützen die schönsten Erkenntnisse und Auswertungen nichts, wenn sie nicht gut verständlich und einfach an die Empfänger vermittelt werden können.

Management den Lehrgang zum Chartered Financial Data Scientist an. Die Teilnehmer werden qualifiziert, Modelle und statistische Verfahren zur datengesteuerten Entscheidungsfindung anzuwenden und Codes in Python zu programmieren, um Datensätze zu analysieren. Der im Frühling gestartete Lehrgang stiess auf dermassen grosses Interesse, dass der Lehrgang bereits im Oktober 2019 ein weiteres Mal durchgeführt wird.

sind auch Finanzanalysten, Asset und Wealth Manager oder Frontleute gefordert, sich mit Data Science zu befassen.

Expertise mit dem Chartered Financial Data Scientist AZEK bietet deshalb seit 2019 in Partnerschaft mit der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset

Seit 1990 bildet AZEK Finanzanalysten und Vermö-

Technologische Entwicklung und Digitalisierung ermöglichen die einfache und kostengünstige Erfassung und Verwaltung von immer umfassenderen Datenmengen. Entscheide werden denn auch je länger je mehr datengesteuert statt basierend auf einem Set von Annahmen getroffen. Damit rücken auch neue Kompetenzen in den Vordergrund. Die enormen Datenberge sind nur nämlich nur dann wertvoll, wenn sie zusätzliche Erkenntnisse zur optimalen Entscheidfindung liefern. Wer Daten clever managen und auswerten kann, bleibt auch im digitalen Umfeld eine gefragte Fachperson. Datenmanagement und Data Science betrifft alle Auch für den Finanzbereich und die Finanzexperten wird Kompetenz im Umgang mit Daten immer wichtiger. Damit sind aber nicht nur die IT-Abteilungen gemeint. Ausgewogene und optimale Lösungen sind nur zu haben, wenn neben der rein technischen Sicht auch die fachlich-analytische und kundenseitige Sicht in die Entscheidfindung einfliessen können. Damit

gensverwalter, Wealth Manager, Finanzmarktoperateure und Financial Data Scientists aus. Mehr als 4 900 Absolventen mit eidgenössischen und internationalen Diplomen profitieren von einem breiten Weiterbildungs- und Networking-Angebot.

Expertise in Big Data und Machine Learning Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung

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SWISSPOWER BRANDREPORT

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Stadtwerke schliessen sich zum Schutz vor Cyberkriminalität zusammen Stromausfall infolge eines Hackerangriffs – eine Gefahr, die real ist. Damit es nicht so weit kommt, bilden Schweizer Stadtwerke gemeinsam mit der Stadtwerke-Allianz Swisspower und der Stiftung SWITCH eine Kooperation für Cybersicherheit.

Adrian Märklin

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Je vernetzter die Systeme, desto grösser die Gefahr Die Digitalisierung im Infrastrukturbereich erhöht das Risiko eines Ausfalls substanziell. Denn die Leitsysteme, welche die Strom-, Gas- und Wasserversorgung steuern, werden zunehmend mit Sensoren ausgestattet, um Netze und Anlagen zentral zu steuern und zu überwachen – interessante Ziele für Hacker. Die grösste Schwachstelle im System ist dabei nach wie vor der Mensch. 80 Prozent aller Cyberattacken in Unternehmen werden über die Handlung eines Mitarbeitenden ausgelöst, sei dies durch importierte Malware (bösartige Soft-

tromnetze, Gas- und Wasserversorgung zählen zu den kritischen Infrastrukturen – fallen sie aus, hat dies rasch gravierende Folgen für unser Gemeinwesen. Ein grossflächiger Stromausfall etwa wirkt sich auf zahlreiche andere Bereiche aus: Verkehrsleitsysteme brechen ebenso zusammen wie der elektronische Zahlungsverkehr, die Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung sowie die Abfallentsorgung. Die Infrastrukturbetreiber in der Schweiz treffen deshalb umfangreiche Vorkehrungen, um Unterbrüche zu verhindern. Im internationalen Vergleich nimmt die Schweiz punkto Versorgungssicherheit eine Spitzenposition ein.

Energieversorger müssen sich daran gewöhnen, dass Cyberkriminalität ein ebenso grosses Risiko ist wie Naturgefahren.

Cyberkriminalität: Ein ebenso grosses Risiko wie Unwetter oder Brände Eine besondere Gefahr hat sich jedoch in den vergangenen Jahren akzentuiert: Energieversorger müssen sich daran gewöhnen, dass Cyberkriminalität mittlerweile ein ebenso grosses Risiko für sie darstellt wie Stürme, Überschwemmungen oder Brände; mit dem Unterschied, dass Cyberattacken kein einmaliges Ereignis sind, sondern dauernd und zum Teil automatisiert ausgeführt werden.

ware), den Besuch infizierter Webseiten oder unsichere Speicherorte von vertraulichen Daten und Passwörtern. Zusätzlich integrieren wir nun unter dem Stichwort «Smart City» eine Unmenge von kleinen Intelligenzen (Internet of Things) in unsere Netze: Untereinander vernetzte Sensoren, die in Echtzeit Daten analysieren und Aktionen auslösen – vom intelligenten Stromzähler im Haushalt (Smart Meter) bis hin zu Parkplatz-Sensoren. Je mehr solch smarte Elemente im Energiesystem

miteinander kommunizieren, desto wichtiger wird ein verlässliches Sicherheitsdispositiv. Prävention fordert Infrastrukturbetreiber heraus Wie real die Gefahr von Cyberattacken ist, zeigte sich, als mehrere Schweizer Wasserversorgungen vor wenigen Monaten bekanntgaben, dass Hacker ihre Systeme angegriffen hatten. Die Attacken konnten abgewehrt werden, doch die Prävention fordert Infrastrukturbetreiber zunehmend heraus. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission führte 2019 eine Umfrage zur Cybersicherheit unter den 92 grössten Netzbetreibern durch, die zusammen für 90 Prozent des schweizerischen Stromumsatzes zuständig sind. Erst ein Viertel gab an, über eine spezifische Organisationseinheit zu verfügen, die Cyberattacken aktiv überwacht und Abwehrmassnahmen ergreift, ein sogenanntes Computer Emergency Response Team (CERT) oder ein Security Operations Center (SOC). Kooperationen liegen auf der Hand Der Aufbau und Betrieb einer solchen Organisation benötigt Ressourcen. Firmen- und branchenübergreifende Kooperationen liegen deshalb auf der Hand, insbesondere für kleinere und mittlere Energieversorgungsunternehmen. So können die einzelnen Unternehmen ihre Kräfte bündeln, Erfahrungen teilen und mit den immer professioneller werdenden Angreifern Schritt halten. Swisspower, die Allianz der Schweizer Stadtwerke, hat darum gemeinsam mit der Stiftung SWITCH eine Plattform lanciert, in der Stadtwerke im Bereich Cybersecurity firmenübergreifend zusammenarbeiten. SWITCH betreibt seit über 20 Jahren ein CERT von nationaler Bedeutung und hat 2018 begonnen, zusammen mit grossen Elektrizitätsunternehmen ein

Energie-CERT aufzubauen. Innerhalb dieses Energie-CERT etabliert Swisspower einen neuen Kundenkreis für Stadtwerke und ihre spezifischen Bedrohungen. Denn viele Stadtwerke beliefern ihre Kunden nicht nur mit Strom, sondern auch mit Gas, Wärme, Wasser und Telekommunikation. Massgeschneiderte Angebote für grössere und kleinere Energieversorger Das Swisspower-CERT startet mit vier schweizerischen Stadtwerken und soll sukzessive erweitert werden. Ein erklärtes Ziel der Initiative ist es, auch kleinere Energieversorgungsunternehmen, die über einen weniger umfangreichen IT-Sicherheits-Betrieb verfügen, auf pragmatische Weise zu unterstützen. Hierzu bietet Swisspower die Möglichkeit zur Teilnahme an einem «Outer Circle» des CERT, in dem sie relevante Informationen zur Cybersecurity und Unterstützung im IT-Security-Betrieb sowie zur Erreichung von Minimalstandards erhalten. Weitere Informationen: www.swisspower.ch/cybersecurity Adrian Märklin ist Senior Consultant bei Swisspower und beschäftigt sich seit zehn Jahren mit dem Thema IT- und Netzwerksicherheit. TEXT ADRIAN MÄRKLIN

ELC GMBH BRANDREPORT

«Selbst Prüfungen lassen sich online abwickeln» Ohne Präsenz studieren und Prüfungen online absolvieren, dieses Höchstmass an Flexibilität findet man etwa beim MBA Digital Transformation. Der Studiengangsleiter Dr. Aaron Sterniczky nimmt Stellung. Aaron Sterniczky, warum sollte ein Studierender aus der Schweiz etwa sein MBA-Studium Digital Transformation ausgerechnet in Wien an Ihrer Bildungsinstitution absolvieren? Da gibt es zwei Hauptgründe. Wegen europäischer Rahmenverträge macht es rechtlich keinen Unterschied, ob sich Schweizer Studierende an Hochschulen in Zürich, Basel, Lausanne, München, Utrecht oder Warschau einschreiben – oder eben Wien als Studienort wählen. Neben dieser Rechtsgarantie wäre der zweite entscheidende Grund die inhaltliche Ausrichtung des Studiums. Hier geht der MBA Digital Transformation von einer grundsätzlich anderen Arbeitshypothese als vergleichbare Studiengänge aus. Die klassische Betriebswirtschaft, die bei anderen MBAs den Grundstock der Lehrinhalte bildet, denkt immer die Strukturen der Industriegesellschaft. Sie bereitet auf eine Welt vor, die faktisch nicht mehr existiert. Wir treten nunmehr in das Zeitalter der Wissensgesellschaft ein. Als Treiber der Entwicklung wirken vor allem die moderne Technologie und das Wesen der Innovation. Beide zusammen verantworten markante Umbrüche in der Funktionslogik von Märkten. Wie ändert sich das Anforderungsprofil von Managern? Bisher sollten sie Stabilität in Organisationen etablieren, um von diesem Ausgangspunkt aus zu wachsen. In Zukunft wird es stattdessen so sein, dass sie vor allem Veränderung anstossen, organisieren und umsetzen werden. Dies verlangt andere Führungstechniken. Und just darauf zielt der Studiengang MBA Digital Transformation ab. Man erlernt, wie sich technologische Innovation und modernes Management nur im Wechselspiel ertragreich entfalten werden. Ist in den 18 Monaten ein Fernstudium «flexibel und stressfrei» möglich, wie es auf Ihrer Homepage heisst?

Wir vermitteln, welche strategischen und operativen Herausforderungen im Rahmen der digitalen Transformation intern und extern auf Organisationen zukommen. Dr. Aaron Sterniczky Studiengangsleiter MBA Digital Transformation

Die am weitesten fortgeschrittenen Studierenden nähern sich gerade den letzten Lehrveranstaltungen. Wir sehen also nachweislich, dass ein Abschluss in 18 Monaten berufsbegleitend möglich ist. Voraussetzung dafür ist natürlich die Hingabe der Studierenden an die Sache. Unsere Aufgabe ist es jedenfalls, das vorhandene Interesse bestmöglich zu heben. Dafür gestalten wir die Lehrinhalte nicht nur interaktiv, praxisnah und interdisziplinär, sondern ermutigen die Studierenden dazu, eigene Erfahrungen an verschiedener Stelle einfliessen zu lassen – etwa bei Hausarbeiten oder der Themenwahl der Masterarbeit. Das aktuelle Wirtschaftsgeschehen ist von einer stetigen Internationalisierung und Digitalisierung geprägt. Und der Begriff Digitalisierung lässt sich nicht eindeutig festmachen, was im Wesen des Phänomens selbst begründet ist. Dazu ist die Digitalisierung schlicht zu facettenreich und sie erlaubt, ja verlangt eine Vielzahl von Verständnisperspektiven. Dies gilt es auch zu berücksichtigen, wenn man sich für unseren MBA Lehrgang Digital Transformation interessiert. Wir folgen einem Begriffsverständnis von Digitalisierung, der sich nicht auf die technologischen Aspekte beschränkt. Wir vermitteln, welche strategischen und

operativen Herausforderungen im Rahmen der digitalen Transformation intern und extern auf Organisationen zukommen und wie sich diese Perspektiven als strategische Chancen begreifen lassen. Sie schreiben bei den Studienvorteilen «Interaktiver Online Campus – wir bringen den Campus zu Ihnen». Was ist hier konkret gemeint? Alle Lehrinhalte sind über eine digitale Plattform abrufbar – selbst Prüfungen lassen sich online abwickeln. Das erlaubt, den Studiengang in reiner Fernlehre ohne vorgeschriebene Vorlesungszeiten abzuwickeln, und gibt den Studenten die Freiheit, sich dann ihrem Studium zu widmen, wenn es für sie zeitlich am besten machbar ist. Um einen Eindruck des Aufbaus zu erhalten, empfiehlt es sich beispielsweise, einen unverbindlichen Test-Account auf der Lernplattform anzufordern. Was für Feedbacks erhalten Sie auf Ihre MBA-Programm? Aktuelle Studierende überzeugt in inhaltlicher Hinsicht die Interdisziplinarität, in organisatorischer Hinsicht die Flexibilität, in beruflicher Hinsicht die betonte Praxisrelevanz und in persönlicher Hinsicht die Möglichkeit, sich im Rahmen von Hausarbeiten oder der Masterarbeit den eigenen Interessen intensiv zu widmen.

Gibt es eine Alumni-Organisation? Ja, dafür tragen wir explizit Sorge. Wir planen regelmässige Alumni-Treffen und berücksichtigen bei der Wahl des Veranstaltungsorts den geografischen Einzugsradius unserer Studierenden, um den Reiseaufwand zu minimieren. Auch in der Schweiz und in Südwestdeutschland werden wir solche Treffen organisieren. Gerade wenn ein Studium eine so dezidierte Fragestellung untersucht, wie dies beim MBA Digital Transformation der Fall ist, ist die Bildung eines Absolventen-Netzwerks sinnvoll. Der Studiengang ist nicht ganz billig. Wie erkläre ich einem Vorgesetzten am besten, dass ich einen solchen Studiengang benötige? Erfahrungsgemäss kriegt ein Teil unserer Studierenden die Lehrgangskosten teils oder ganzheitlich durch ihr Unternehmen refinanziert. Egal, ob die Aufwände privat oder vom Unternehmen getragen, die Gesamtkosten lassen sich jedenfalls steuerlich absetzen. Das lässt sich volkwirtschaftlich solide begründen, denn die Idee von Weiterbildung als ertragreiche Investition macht gerade in Verbindung mit der Digitalisierung Sinn. Die besten Technologien werden keiner Organisation nutzen, wenn es keine geistreichen Köpfe gibt, die intelligent und kreativ verstehen, was damit gemacht werden kann. Weitere Informationen: fernstudium.study


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FACHARTIKEL CYBERSECURITY

WWW.FOKUS.SWISS

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Bitte einschalten: Die Cyber-Alarmanlage Tipps für eine schlagkräftige Einsatzzentrale gegen Hacker & Co. Eine Gebäudesicherung mit ausgeklügelten Alarmsystemen, Videoüberwachung und automatischer Alarmierung der Einsatzkräfte ist für Unternehmen heute selbstverständlich. Anders sieht es bei den IT-Infrastrukturen aus: Was für Gebäude zwingend ist, bleibt bei der IT oft auf der Strecke. Höchste Zeit, dies zu ändern. UND SIE DREHT SICH DOCH! Seit dem 16. Jahrhundert wissen wir dank Galilei, dass die Sonne im Zentrum unseres Universums steht. Und heute? Muss sie den Nutzern Platz machen? Eines der grössten Potentiale der Digitalisierung liegt in der Verbesserung von Prozessen. Sprechen wir nicht von IoT, sind die Nutzer deren effektive «Endpunkte», also unsere Kunden und Mitarbeitenden. Soll der maximale Mehrwert erzielt werden, müssen die Daten direkt am Ursprung erfasst und geschickt veredelt dorthin geliefert werden, wo sie gebraucht werden – auf das Smart Device. Gute Beispiele dafür sind Uber oder Revolut. Sie verbessern ihre Prozesse nicht nur, sondern nutzen die Digitalisierung, um disruptive Prozesse und neue Geschäftsmodelle zu gestalten. Gartner nennt denn auch Digital Platforms neben Immersive Experience und Artificial Intelligence als Megatrend. Das Smart Device sorgt als Teil der «Digital Platform» dafür, dass geschäftliche Prozesse nicht am Bürotisch abreissen. go4mobile begleitet Firmen auf diesem faszinierenden Weg in die digitale Zukunft. Es macht riesigen Spass, die Digitalisierung voran zu treiben und die Nutzer dabei ins Zentrum aller Bemühungen zu stellen. Aber an Galilei wollen wir auch im 21. Jahrhundert nicht rütteln. go4mobile ist Marktführerin im Bereich Enterprise Mobility und bedient seit 2007 namhafte mittlere und grosse Unternehmen in der Schweiz. Weitere Infos unter www.go4mobile.ch

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ergänzen – entweder jährlich im Sinne eines Security-as-a-Service oder zeitlich begrenzt für ein Quartal.

it der Digitalisierung steigt für Unternehmen die Gefahr, Ziel von Hackerangriffen aus dem Cyberspace zu werden. Dies erhöht die Anforderungen an die IT-Verteidigungsmassnahmen und an die Cyber-Alarmanlage. Denn der beste Schutzzaun ist nutzlos, wenn niemand erkennt, dass er durchlässig geworden ist. Potentielle Angreifer sind weiter als die meisten Unternehmen: Sie organisieren ihre kriminellen Aktivitäten in spezialisierten Hacker-Teams. Ihre Angriffe sind schnell und präzise, die Schäden enorm. Betroffen sind längst nicht nur Banken: Baupläne werden genauso gehackt wie Kreditkartennummern von E-Shop-Kunden. Hacker publizieren Steuerdaten von Gemeindemitgliedern oder legen ganze Produktionsstrassen lahm. Firmen müssen überwachen, was ihnen wertvoll ist: Einkommen, Wissen, Reputation. Kein einfacher Job für den Chief Information Security Officer (CISO). Fünf Punkte, die beim CISO für Kopfschmerzen sorgen 1. Knappe IT-Ressourcen: fehlende Security-Fachkräfte und -Budgets 2. Mobilität und Cloud: immer und überall verfügbar – und angreifbar. Der Mobilitätszwang erhöht die Verletzlichkeit. 3. Digitalisierung: Der Einzug der IT in die Wertschöpfung der Unternehmen öffnet neue Möglichkeiten für Angriffe. 4. Die internationale Lage: Aktuell versperren die USA China den Zugang zu Mobile-Software. Darf der CISO in Zukunft also noch Anti-Virus-Lösungen von russischen Herstellern einkaufen? Sollte der Security-Provider Schweizer sein? 5. Compliance: Datenschutzgesetz und Branchenvorgaben (z. B. Finma)

Die Haustür ist auch nicht einfach offen Gebäudesicherheit umfasst viele Stufen: Zutrittsschleusen, Codes, Badges, Kameras, Fingerprintsysteme oder den guten alten Türschlüssel. Für die IT-Infrastruktur sollten die gleichen Ansprüche gelten. Denn: Was im Gebäude sofort Alarm auslösen würde, bleibt in der virtuellen Welt vielfach verborgen. Eine mehrstufige Überwachung der IT-Infrastrukturen, das Security Monitoring, fehlt in vielen Unternehmen. Der CISO muss daher wirksame Gegenmassnahmen ergreifen, um Cyber-Einbrüche zu erkennen und zu verhindern. Was eine CyberAlarmanlage beinhaltet Wie beim Gebäude besteht die Alarmanlage einer IT-Infrastruktur aus einer Zentrale und einer Vielzahl an Sensoren. Als Sensoren dienen sämtliche Systeme und Applikationen, die relevante Informationen (Logfiles) zur Verfügung stellen können. Dazu kommen IT-Sicherheitskomponenten wie Antivirus-, Firewall und IDS-Lösungen, welche in die Zentrale integriert werden. Ziel ist es, Informationen zentral zu sammeln und zu verdichten, um dem Nutzer, dem CISO oder Security Analysten möglichst zielgerichtete Informationen zur Verfügung zu stellen. Durch die zentrale Sammlung über Abteilungen, Systeme und Applikationen hinweg, soll auch die Zusammenarbeit der IT-Organisation verbessert werden. So können Vorfälle schneller erkannt und abgearbeitet werden.

Cyber Defense: So bauen Sie Ihre Cyber-Alarmanlage Beim Aufbau einer Alarmvorrichtung sollten Sie schrittweise und in fokussierten Teilbereichen der IT-Infrastruktur ans Werk gehen. Nur wer schnell Resultate und Nutzen aufzeigen kann, hat am Ende Erfolg. Ein Unternehmen muss nicht alles selber bauen. Bei fehlenden Mitarbeiter-Ressourcen oder geringem Security-Know-how macht es Sinn, bestimmte Aufgaben an dedizierte externe Fachkräfte abzugeben. Diese erweitern tagtäglich ihre Erfahrung aus verschiedenen Kundenprojekten. Unternehmen können für ihre Alarmanlage zu ihren Bedürfnissen passende Jobprofile «einkaufen» und so ihr eigenes Security-Team Beispiel Jobprofil Threat Hunter Aufgaben im Incident Response Center, das für rechtzeitige Alarmierung sorgt (Quelle: security.ch): • APT-Suche und Tiefenanalyse • Analyse neuer und historischer Angriffsdaten • Erkennung von Anomalien in der IT-Infrastruktur und den Anwendungen • Alarmierung und Klärung mit dem Kunden • Tuning der SecurityMonitoring-Lösung

Hacker Detection: So erkennen Sie «Einbrecher» Erstens gilt es, Fehlalarme zu minimieren und zweitens den echten Sicherheitsvorfall eindeutig zu erkennen. Bei der Einführung einer Security-Monitoring-Lösung muss man sich darauf fokussieren, die Infrastruktur zu verstehen, um die tatsächlichen Vorfälle zu identifizieren. Wurde der Vorfall richtig erkannt, werden vordefinierte Gegenmassnahmen ausgelöst. Dies geschieht möglichst automatisch, ohne zu viele (knapp verfügbare) Security Engineers zu involvieren. Um diese Prozesse optimal zu gestalten und auf die bestehende IT-Organisation abzustimmen, empfiehlt es sich, auf die Erfahrung eines SOC- oder MSS-Anbieters zu setzen (Security Operations Center, Managed Security Services). Einsatzteam SOC: für Sicherheitsvorfälle zuständig Wo in der realen Welt die Securitas, Polizei oder Sondereinheiten zum Einsatz kommen, wird in der Cyber-Welt ein vergleichbarer Ansatz benötigt. Es ist die Aufgabe des Security Operations Centers ein Unternehmen erfolgreich zu schützen. Am besten 7x24 mit Schweizer Cyber-Experten, die im Ernstfall schnell eingreifen und Gegenmassnahmen einleiten können. Die Erkennung, Verhinderung und Bekämpfung von Cyber-Angriffen stehen im Mittelpunkt. Denn nur wer in allen drei Bereichen reagieren kann, ist auch in Zukunft gegen die professionellen Angriffe von aussen und innen geschützt. Weitere Informationen: www.security.ch/soc

TEXT URS RUFER, CEO TERREACTIVE AG

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Digital Transformation Weitere Informationen:

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Studienort: Zürich In unmittelbarer Nähe vom Zürich HB

Das berufsbegleitende Studium vermittelt die wichtigsten Trends, Strategien, Methoden und Prozesse, die sich aus der digitalen Transformation ergeben.


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SIW BRANDREPORT

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Jetzt braucht es von den Schulen ein Umdenken – mehr Praxis, weniger Theorie! Klassenzimmer mit Anwesenheitspflicht und statischem Stundenplan war gestern. Rolf Böhm, der Schulleiter der SIW weiss, wie die Schule von morgen aussieht.

Rolf Böhm Schulleiter der SIW

Rolf Böhm, alle sprechen von der Industrie 4.0, sie reden von der Schule 4.0. Was soll man darunter verstehen? Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf das Berufs- wie auch auf das Privatleben. Dank Smartphones, Laptops und einer landesweiten Netzabdeckung sind wir heute permanent erreichbar. Dies macht unsere Arbeit effizienter. Das Problem ist, dass sich Freizeit und Arbeit bei vielen vermischen, der Leistungsdruck steigt. Die Arbeitnehmer sollten immer mehr können, jedoch wird es immer schwieriger, die Zeit für eine Weiterbildung zu finden. Bei den meisten Schulen muss man sich im schlimmsten Fall zweimal pro Woche während der Rush Hour durch den Verkehr kämpfen, um pünktlich im Klassenzimmer zu sein oder man opfert jeweils den Samstag. Die Schule 4.0 nutzt die Effizienz der modernen Kommunikationsmittel, um den Unterrichtsstoff nachhaltig zu vermitteln, ohne dass man immer gleich im Klassenzimmer anwesend sein muss.

Also ist ein Fernstudium die Lösung? Nein. Ein Fernstudium funktioniert nur mit viel Eigendisziplin, respektive wenn man das Studium sehr hoch priorisiert. Das Problem ist, dass viele, die eine Weiterbildung machen wollen, 100 Prozent oder mehr arbeiten. Da wird das Fernstudium schnell vernachlässigt, weil man dann die Lernzeit auf Grund der Arbeit auslässt. Deshalb gibt es sehr wenige Schulen, welche ein berufsbegleitendes Fernstudium anbieten. Wie wird man denn als Schule zur Schule 4.0? Indem man den Studierenden die maximal mögliche Flexibilität bietet und diese trotzdem ständig begleitet. Es gibt mittlerweile einige geeignete

Videokonferenz-Tools, mit welchen man den Unterricht abhalten kann. Ausserdem macht es Sinn, Grundlagen mit Lernvideos zu vermitteln, diese können die Studierenden dann bearbeiten, wann sie wollen. Punktuell kann man nach wie vor physischen Unterricht einsetzen. Aber auch die Inhalte des Unterrichtsstoffs müssen unbedingt angepasst werden.

aktuell waren. Dies wird aber von den meisten Schulen noch so gemacht, weil es sich bewährt hat. Wenn die Berufsbilder im Wandel sind, warum sind es denn die Lehrgänge bei den meisten Schulen nicht? Jetzt braucht es ein Umdenken – mehr Praxis, weniger Theorie! www.siw.swiss

Inwiefern? Die Lerninhalte müssen konsequent auf die Digitalisierung ausgerichtet sein. Denn gerade in den Lehrgängen, welche auf Berufsbilder abzielen, die jetzt schon von der Digitalisierung betroffen sind, macht es für mich keinen Sinn, Lerninhalte zu vermitteln, welche vor zehn Jahren

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CHECK POINT INFINITY TOTAL PROTECTION  Echtzeit-Threat Prevention  Cloud-Sicherheit  Mobile Sicherheit  Integriertes Security & Threat Management  u.a. Security-Services Um Netzwerke und Daten wirksam gegen Gen V-Angriffe verteidigen zu können, ist es notwendig, auf hochentwickelte Gen V-Cyber-Security-Technologien zurückzugreifen. Infinity Total Protection von Check Point bietet Unternehmen und Organisationen die umfangreichste Palette an Sicherheitsprodukten für den Echtzeit-Schutz gegen multivektorbasierte Gen V-Cyber-Angriffe über alle Netzwerke, Endgeräte, Cloud- und mobile Instanzen hinweg.

www.checkpoint.com/de/infinity

Bild: Elnur Amikishiyev-123rf

Die Komplettlösung für den Schutz gegen Cyberbedrohungen


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BRANDREPORT PEAX

Sind Sie bereit für den Briefkasten der Zukunft? Dann sagen Sie bye-bye zu Papierkram und mühsamen Büroarbeiten. Mit PEAX erledigt sich Ihre Post fast von allein – intelligent, schnell und sicher.

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ass Sie diese Beilage lesen zeigt: Sie sind ein digitaler Mensch und interessieren sich für die Möglichkeiten, die die Digitalisierung schafft. Bestimmt bezahlen Sie Ihre Rechnungen via E-Banking, buchen Ihre Reisen online, kaufen Ihr Zugticket via App, lesen Ihre Zeitung und Ihre Zeitschriften unterwegs auf dem Handy oder dem Tablet und hören Ihre Lieblingsmusik über einen Streamingdienst wie Spotify. Nicht zu vergessen alle Kommunikationstools, die Sie sehr wahrscheinlich täglich nutzen: von Whats App über Facebook, Twitter und Instagram hin zu LinkedIn, wo sich privates und berufliches Netzwerk nahtlos ineinanderfügen. Digital leben Wir können also schliessen: Ein sehr grosser Teil des Lebens spielt sich heute digital ab. Für viele unserer Tätigkeiten nutzen wir Online-Dienste, weil sie uns Menschen und Services näherbringen und vor allem weil sie bestimmte Tätigkeiten erleichtern. Und das überall und sofort. In dieser Welt scheint es fast schon anachronistisch, dass ein Grossteil der privaten Administration, insbesondere der Schriftenverkehr mit Behörden und Banken, noch immer via physische Post erfolgt. Die Idee von PEAX ist damit naheliegend: Mit dem PEAX Briefkasten schaffen wir einen Ort, an dem die gesamte Post digital eintrifft und dort direkt bearbeitet und sicher abgelegt werden kann. Stellen Sie sich also vor: Sie müssen keine Postberge mehr abarbeiten, Ihre Zahlungen nicht in drei verschiedenen E-Banking-Systemen ausführen und für die Steuererklärung keine Dokumente mehr zusammensuchen. Nicht schlecht, oder? Post digital empfangen Mit dem digitalen PEAX Briefkasten empfangen Sie Ihre Post digital und können sie unmittelbar im Portal erledigen und ablegen. So funktioniert es: Von allen Organisationen, bei denen Sie Kunde oder Mitglied sind, können Sie die Post in digitaler Form abonnieren. Sie wird dann je nach Organisation direkt in den PEAX Briefkasten geliefert oder in einem zertifizierten Schweizer Scanning Center datenschutzkonform digitalisiert und in das Portal gestellt. Weiter können Sie physische Dokumente bequem mit der App scannen, von Ihren Geräten hochladen oder in einem Sammelcouvert an das Scanning Center schicken. Alle Dokumente werden verschlüsselt abgelegt und im mehrfach zertifizierten Schweizer Green Datacenter gehostet. Die Daten sind und bleiben in der Schweiz, sie werden technologisch wie auch rechtlich vor Missbrauch geschützt. Was unterscheidet PEAX von einem gängigen Cloudspeicher? Vieles. Ein Grossteil der Dokumente wird Ihnen automatisch in das Portal geliefert, Sie brauchen also gar nichts mehr zu tun und haben alle Informationen im PEAX Portal versammelt. Zudem werden die Dokumente klassifiziert: als Rechnung, Quittung, Lohnausweis, Gutschrift usw. Digital bezahlen Rechnungen können Sie direkt im PEAX Portal mit der Schweizer Bank Ihrer Wahl bezahlen (einzige Ausnahme ist aktuell noch die PostFinance). Sie brauchen dazu nur eines oder mehrere Bankkonti in PEAX zu hinterlegen und die PEAX Payment-Funktion zu aktivieren. Sie haben dann die Möglichkeit, Zahlungen via PEAX in Auftrag zu geben. So bezahlen Sie Ihre Rechnungen in wenigen Klicks mit der Bank Ihrer Wahl.

im Briefkasten – obwohl eigentlich alles schon einmal digital war … Und ich habe auch keine Lust, mich in zehn verschiedene Portale einzuloggen, ich will einfach alles an einem Ort haben. Wie in PEAX.

Gerne geben wir Ihnen eine Antwort auf die zwei häufigsten Fragen, die uns gestellt werden: 1. Was kostet PEAX? Die Grundfunktionalität von PEAX ist kostenlos. Sie umfasst den Zugriff auf das Portal, den digitalen Briefkasten und die Payment-Funktion. Der kostenfreie Speicherplatz ist auf 500 MB limitiert. Für höhere Speichermengen und überdurchschnittliche Scanning-Volumen kann zukünftig ein moderates Freemium-Modell zum Einsatz kommen. Ebenso ist es möglich, dass in Zukunft kostenpflichtige Zusatzservices angeboten werden. Diese werden die Kostenstruktur der anderen Services nicht tangieren. 2. Sind meine Daten in PEAX sicher? Wir schützen Ihre Daten mit Security-Profis, einem konsequenten Swiss-Hosting und mit strikten organisatorischen Abläufen und Massnahmen. Weiter arbeiten wir nur mit Partnern zusammen, die Security und Datenschutz genauso hochhalten wie wir. Etwa das bereits genannte Green Datacenter, die Luzerner Kantonalbank oder das Scanning Center der sydoc AG. Letzteres verarbeitet unter anderem Dokumente für Gerichte und Banken und ist dadurch für den Umgang mit sensitiven Daten bestens qualifiziert. Das PEAX Portal ist im Web auf allen Devices verfügbar: auf Desktop, Tablet und Mobile. Weiter gibt es eine iOS-App, die Android App folgt im Laufe des Sommers. Ein Blick hinter die Kulissen Das PEAX Portal wird von einem jungen und agilen Team entwickelt. Verantwortlich für die Umsetzung des Produktes ist Rea Hermann (26), seit gut einem Jahr Product Owner des PEAX Portals. Sie sorgt dafür, dass die Produktidee konkretisiert, in User Stories

umgewandelt und in einzelne Entwicklungsschritte heruntergebrochen wird. Im Gegenzug testet sie, ob die Umsetzung so erfolgte, wie das Produktteam es sich vorgestellt und im Sinne einer einfachen und klaren Benutzerführung konzipiert hat. Im Interview gibt sie Auskunft darüber, weshalb sie von PEAX so überzeugt ist, dass sie selbst ihr ganzes Leben digitalisiert hat. Liebe Rea, du bist für die Umsetzung des PEAX Portals verantwortlich. Privat bist du begeisterte PEAX Userin. Weshalb stehst du so überzeugt hinter PEAX? Mich begeistert PEAX, weil es mein Leben enorm vereinfacht hat und aus der mühsamen administrativen Arbeit etwas Leichtes, fast schon Cooles geworden ist. Und wenn ich heute etwas suche – z.B. für die Steuererklärung –, dann finde ich alles innert Sekunden. Zudem denke ich, es ist höchste Zeit, dass die Briefpost revolutioniert wird. Alles und überall wird digitalisiert, aber dennoch erhalten so viele Menschen physische Post

Was sich in meinem Leben dank PEAX verändert hat? Ich lebe komplett digital. Die Dokumente auf Papier kann ich an einer Hand abzählen. — REA HERMANN, PRODUCT OWNER, PEAX PORTAL

Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du PEAX nutzt? Als PEAX 2013 als Piloprojekt startete, ging ich gerade für ein Jahr ins Ausland und der elektronische Briefkasten war das perfekte Tool dafür. In dieser Zeit hatte ich noch nicht so viel Post. Erst als ich nach Hause kam, eine eigene Wohnung bezog, die Versicherung und die Krankenkasse etc. wieder liefen, merkte ich, wie viel Post doch noch ins Haus flatterte – und wie viel Papier sich anhäufte. Ich habe dann einmal während eines ganzen Tages meine Papierstapel und Ordner genommen, alles eingescannt und ins PEAX Portal hochgeladen. Seitdem habe ich alle meine Dokumente im PEAX Portal und erhalte auch (fast) nichts mehr physisch im Briefkasten. Was sich also verändert hat? Ich lebe komplett digital. Die Dokumente auf Papier kann ich an einer Hand abzählen. Welches sind deine Lieblingsfunktionen? Der Briefkasten, das Payment und das Dokumentenarchiv. Was mir persönlich sicher am meisten Arbeit abnimmt, ist klar die PEAX Payment Funktion. So habe ich immer die komplette Übersicht über alle meine Zahlungen und spare mir das Login ins E-Banking. Meine Rechnungen sind von überall aus mit nur wenigen Clicks bezahlt. Welche Vision verfolgst du mit PEAX? Heute gibt es immer noch sehr viele autarke Systeme, die nicht miteinander vernetzt sind. Die Kundenportale der meisten Firmen zum Beispiel. Meine Vision ist ein durchgängiges und vernetztes System, das mir als Privatperson echten Mehrwert bietet. Und nicht zuletzt wünsche ich mir eine «digitalere» Schweiz, also dass wir die Möglichkeiten der heutigen Technologie noch besser und breiter nutzen. Haben wir Sie überzeugt? Dann registrieren Sie sich unter peax.ch.

PEAX AG Die PEAX AG mit Sitz in Luzern und rund 30 topmotivierten, bestens ausgebildeten Mitarbeitenden schafft durchgängig digitale Prozesse für Private, Firmen und die öffentliche Verwaltung. Da ist zum einen das PEAX Portal, ein digitaler Briefkasten, in dem die Post online eintrifft und unmittelbar erledigt und abgelegt werden kann. Auf der anderen Seite bieten wir Organisationen eine massgeschneiderte Toolbox zur step-by-step-Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien. Mit den modular aufgebauten Services werden Interaktionsprozesse mit Kunden und interne Administrationsprozesse durchgängig und automatisiert gestaltet. Wir setzen auf modernste Technologien, vertrauensvolle Partner wie die Luzerner Kantonalbank und das Green Datacenter sowie auf Swissness. Weitere Informationen finden Sie unter peax.ch und peax.business.


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KUMAVISION BRANDREPORT

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Alle Chancen der digitalen Transformation nutzen Kumavision begleitet Unternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft: durch moderne Business-Software sowie durch strategische Beratung und konkrete Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Evaluierung von Digitalisierungsprojekten.

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eit mehr als 20 Jahren ist Kumavision der Business-Software-Spezialist für KMUs. Von den innovativen ERP- und CRM-Lösungen auf der zukunftssicheren Basis von Microsoft Dynamics, dem exzellenten Know-how bei der Gestaltung schlanker Geschäftsprozesse, der effizienten Einführung von Softwarelösungen und dem nachhaltigen Betreuungskonzept profitieren bereits über 1 700 Kunden mit rund 50 000 Anwendern. Aber das alleine genügt Kumavision nicht. Das Unternehmen ist Ansprechpartner, Innovationstreiber, Experte und Berater, wenn es um Unternehmenssoftware geht. Manche nennen das Ergebnis mehr Erfolg. Kumavision nennt es den Kuma-Effekt. Der Kuma-Effekt für die digitale Transformation Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Die Spezialisten beraten und begleiten ihre Kunden auf diesem Weg – mit individuellen Lösungskonzepten und grossem Fachwissen. Kumavision hat dafür eigens ein Digitalisierungsteam etabliert, um gemeinsam mit seinen Kunden aus Ideen erfolgreiche Geschäftsmodelle zu machen. Die Softwarelösungen von Kumavision basieren auf modernster Microsoft-Technologie und verfügen schon heute über die Features von morgen: • Zahlreiche praxiserprobte Best-PracticeProzesse für jede Branche • IoT-Integration für eine herstellerunabhängige Vernetzung • KI-Services aus Microsoft Azure z. B. für Bild- und Spracherkennung • Zukunftssichere Technologie: Microsoft Dynamics 365 Business Central (vormals Dynamics NAV)

• Einheitliche Datenbasis für ERP, CRM, Business Analytics, IoT, Office-Suite u.v.m. Der Kuma-Effekt aus der Cloud Ob ERP, CRM, Business Intelligence oder Office: Alle Kumavision-Lösungen zur Unternehmenssteuerung lassen sich aus der Cloud nutzen. Das macht flexibel und schafft Freiräume für das Kerngeschäft. Kumavision berät beim Gang in die Cloud, entwickelt massgeschneiderte Konzepte und erleichtert mit umfangreichen Services aus der und für die Cloud den Arbeitsalltag. Der Kuma-Effekt für flexible Lösungen Alle Kumavision-Lösungen basieren auf der weltweit einmaligen Unified Platform von Microsoft. Das heisst: Alle Business-Applikationen arbeiten auf einer einheitlichen Datenbasis. So können Unternehmen Software und Services der neuen Microsoft-Technologie nach individuellen Anforderungen flexibel miteinander kombinieren und komfortabel anpassen. Ein weiterer Vorteil: Durch den Verzicht auf Schnittstellen sind anwendungsübergreifende Workflows unkompliziert möglich.

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Gross-, Einzel-, Filialhandel und Vermietung Ingenieurdienstleister und Beratungsunternehmen IT-/Softwarehäuser und Professional Services Maschinen-, Anlagen-, Gerätebau Medizinaltechnik und Healthcare

Der Kuma-Effekt in der Nähe An 27 Standorten in der Schweiz sowie Österreich, Deutschland und Italien (Beteiligung EOS Solutions) arbeiten über 700 Berater und Technologieexperten, die vor allem exzellente Branchenkenner mit ausgeprägter Projekterfahrung sind. Das Resultat: schnelle

Reaktionszeiten sowie kurze Wege zu Kunden. Anders ausgedrückt: mehr Erfolg für die Kunden. KUMAVISION AG Stettbachstraße 8 8600 Dübendorf Tel.: +41 44 5785030 www.kumavision.ch

Der Kuma-Effekt für jede Branche Für noch mehr Effizienz hat Kumavision den Standardumfang der bewährten Softwareplattform Microsoft Dynamics um zahlreiche Best-Practice-Prozesse erweitert. Die daraus entstandenen Kumavision-Branchenlösungen sind somit perfekt auf die Bedürfnisse jeder Branche zugeschnitten und decken branchenspezifische Funktionen bereits im Standard ab: • Auftrags-, Serien- und Projektfertiger • Elektronik- und Hightech-Industrie

NOSER ENGINEERING AG BRANDREPORT

Zucker, Mehl – und Industrie 4.0 In der Lebensmittelindustrie müssen Produktion und Verpackung höchsten Ansprüchen genügen. Kommt es zu Fehlern oder Unterbrüchen, hat dies nebst finanziellen Einbussen auch «Foodwaste» zur Folge. An einem konkreten Beispiel zeigt die Noser Engineering AG auf, wie durch den zielgerichteten Einsatz von Technologie solche Mängel nicht nur behoben werden – sondern die Produktion auch gleich für die Zukunft fit gemacht wird.

S

ie sind ein idealer Snack für Zwischendurch, reich an Ballaststoffen und in diversen Geschmackssorten erhältlich: Blévita, die Korn-Cracker aus dem Hause Midor. Hergestellt und verpackt werden sie in Meilen ZH. Der Produktionsprozess ist geprägt von Effizienz und Präzision. «Das ist absolut unerlässlich, einerseits für eine effiziente Herstellung, andererseits, um Foodwaste so weit wie möglich zu vermeiden», weiss Marco Tölle. In seiner Rolle als Business Developer bei der Noser Engineering AG stehen Tölle und sein Team der Midor AG seit November letzten Jahres zur Seite. Der Grund für diese Zusammenarbeit: «Midor stellte immer wieder scheinbar willkürlich auftretende ‹Kurzstopper› in der Blévita-Produktionsstrasse fest.» Das bedeutet, dass es zu kurzen Unterbrüchen im Ablauf kommt. «Dadurch wird die rund um die Uhr laufende Produktion empfindlich gestört, Zeit geht verloren und Lebensmittel werden verschwendet», erklärt Marco Tölle. Der Auftrag an die Experten der Noser Engineering AG war deshalb klar: Die auftretenden Kurzstopper zu analysieren, zu minimieren – und idealerweise ganz zu unterbinden. Doch wie behebt man ein scheinbar zufällig auftretendes Problem? «Indem man eine neue Ausgangslage schafft, und dafür Daten sammelt, die man auswerten kann», so Tölle. Innerhalb von nur einem Monat erstellte die Noser Engineering AG für Midor ein «Proof of Concept» – ein Beleg für den Kunden, dass der vorgeschlagene Lösungsweg erfolgsversprechend ist. Der Vorschlag überzeugte und bald darauf versah ein Partnerunternehmen der Noser Engineering AG die Blévita-Produktionslinien in Meilen mit zusätzlichen Sensoren. «Diese versorgen uns seither mit aufschlussreichen Daten, wodurch wir in der Lage sind, diverse Einflussfaktoren wie Luftfeuchtigkeit, Tageszeit, Temperatur etc. mit dem Auftreten der Kurzstopper in Relation zu setzen.»

Daten sichtbar machen Um die Daten auswerten zu können und dem Kunden mögliche Korrelationen aufzuzeigen, entwickelte die Noser Engineering AG eine massgeschneiderte WebApp, baute ein Big-Data-Cluster auf und band dieses an eine nutzerfreundliche Cloudlösung an. «Nebst eines schnellen und sicheren Zugangs zu allen relevanten Daten war es vor allem wichtig, die Informationen sinnvoll visualisieren zu können», erklärt Marco Tölle. Genau das erlaubt die Anwendung der Noser Engineering AG. Das Auftreten der Kurzstopper kann unter anderem in verschiedenen Grafiken dargestellt werden. «So lassen sich Muster einfacher erkennen, als wenn man nur ‹nackte› Zahlen vor sich hat.» Wo liegt der Fehler? Aus dem gemeinsamen Projekt hat Midor bereits wertvolle Erkenntnisse gewonnen. So ist nun beispielsweise klar, welcher Verpackungsschacht am meisten Kurzstopper auslöst und daher optimiert werden muss.

Darüber hinaus weiss der Kunde, welche Sorte von Blévita im Verhältnis zu den Produktionstagen am meisten Kurzstopper auslöst und damit, welche Sorte in der Produktion weiter verbessert werden muss. Interessant: Anders als im Vorfeld der Zusammenarbeit angenommen, löste nicht die am häufigsten produzierte Variante von Blévita die meisten Kurzstopper aus. «Das zeigt, wie wichtig es ist, technische Massnahmen aus Daten abzuleiten und nicht scheinbar logischen Vermutungen nachzugehen», sagt Marco Tölle. Denn wird an der falschen Stelle optimiert, wird die Produktion gehemmt – bei gleichzeitig steigenden Kosten. Wie verläuft das Projekt nun weiter? «Die zentralen Fragestellungen sind behandelt», so Tölle. Nun geht es auf einer anderen Ebene voran. Ein nächster Schritt besteht darin, die Möglichkeiten des maschinellen Lernens («Machine Learning») für die Blévita-Produktion auszuloten und anzuwenden. Dies mit dem Ziel, dass die Produktionsmaschinen dereinst teilautonom

auf verschiedene Umstände reagieren können. «Dieses Konzept bringen wir nun Schritt für Schritt voran», erklärt Tölle. Ein spannendes Vorhaben, schliesslich ist maschinelles Lernen eine sehr neue Technologie und daher quasi Neuland. «Wir sind froh, dass unser Kunde Midor so offen für Innovationen ist und sich bereit erklärt hat, mit uns zusammen neue Visionen zu verwirklichen.» Das interdisziplinäre und agile Team von Noser Engineering könne so ideal schalten und walten. Dies auch sehr zur Freude von Ueli Eggenberger, Head of IT bei der Midor AG. Er lobt insbesondere die schnelle Bearbeitung sowie die Web-App-Entwicklung durch die Noser Engineering AG. «Das Konzept überzeugte von Anfang an und die Lösung gewährt uns wertvolle Einblicke in den Status unserer Maschinen.» TEXT SMA

NOSER ENGINEERING AG. Die Firma gehört zur Schweizer Unternehmensgruppe Noser Group mit Kernkompetenz in Telekommunikation und Informatik. Noser Engineering kann auf 500 Mitarbeitende und somit auf ein unvergleichlich grosses Know-how zugreifen und seinen Kunden damit ein wertvolles Netzwerk zur Verfügung stellen. Weitere Informationen unter www.noser.com/condition-monitoring www.noser.com/iot-award2019


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SMART LIVING

WWW.FOKUS.SWISS

Es braucht mehr als nur «intelligente» Gebäude Die Digitalisierung verändert sowohl die Arbeitswelt als auch das Privatleben der Menschen grundlegend – und macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Um aber den Schritt hin zu echtem «Smart Living» zu machen, reicht es nicht, Gebäude mit digitalen Sensoren zu versehen. TEXT SMA

W

as genau bedeutet «Smart Living»? Viele assoziieren damit das Smart Home – ein digital vernetztes Gebäude, das dank Sensoren zum Beispiel dazu in der Lage ist, die Jalousien je nach Sonnenstand selbstständig hoch- oder runterzulassen. Oder das aufgrund von Bewegungsmeldern erkennen kann, ob sich eine Person im Raum aufhält; und dann das Licht im leeren Zimmer nach einiger Zeit löscht. Beide Anwendungen sind exemplarisch für die Digitalisierung des Wohnens – greifen aber viel zu kurz, um dem Begriff «Smart Living» gerecht zu werden. «Wenn wir von Smart Living sprechen, geht es um die Integration diverser Dienstleistungen im Gebäudekontext», erklärt Oliver Gilbert, Dozent am Departement Informatik der Hochschule Luzern und Studienleitender des CAS IoT Manager, Cloud and Platform Management. Dabei reiche das Spektrum von der Integration digitaler Services und Anwendungen in bestehende Systeme bis hin zur Digitalisierung der Kommunikation zwischen Einwohnern, Facility Management und Verwaltung. «Letzteres kommt natürlich nicht im Rahmen eines Einfamilienhauses zum Tragen, sondern eher bei einer Siedlung oder Überbauung», führt Gilbert aus. Dort nämlich führten digitale Kommunikationsportale bzw. moderne Intergrationsplattformen wie «streamnow» zu einer Veränderung des Austausches zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern untereinander sowie mit der

Verwaltung: Ob es nun um die Organisation von Veranstaltungen, die Ankündigung von Servicearbeiten oder die Beantwortung alltäglicher Mieterfragen geht – dank der neuen digitalen Kanäle sind die Kommunikationswege so kurz wie nie zuvor. «Und in solchen Fällen ist die Nutzung des Begriffs ‹Smart Living› tatsächlich gerechtfertigt», begründet Oliver Gilbert. Gut fürs Budget – und die Umwelt Doch nicht nur die Erhöhung des Wohnkomforts sowie die Erleichterung der Kommunikation sind das Ziele von Smart Living. «Man verfolgt damit auch eine klare ökonomische Komponente.» Denn die digitalen

Technologien ermöglichten eine Effizienzsteigerung in der Bauwirtschaft, zum Beispiel indem sie Transparenz und Planbarkeit erhöhen und dadurch Dauer sowie die Anzahl von Abläufen reduzieren. Und auch für die Erreichung ökologischer Ziele spiele Smart Living eine tragende Rolle: «Indem die Bewohner ihren Strom- und Wasserverbrauch jederzeit einsehen können, entsteht ein neues Bewusstsein für den individuellen Verbrauch», erklärt Gilbert. Daraus lassen sich neue Verhaltensweisen und Verbrauchsziele ableiten. Zudem würden Tools zur Steuerung und Verminderung des Verbrauchs zur Verfügung gestellt. «Dank Energy Monitoring kann ich beispielsweise nicht nur sehen, wie viel Strom ich

tatsächlich nutze, sondern ich bin überdies auch in der Lage, selber zu bestimmen, wie viel Energie zu welchem Zeitpunkt verbraucht wird.» Dadurch ergeben sich finanzielle Vorteile für die Mieter und gleichzeitig werden Ressourcen geschont. Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft ist Smart Living daher ein entscheidender Erfolgsfaktor. Technische Homogenisierung Da Smart Living aus der Summe diverser Anwendungen und Technologien entsteht, stellt sich die Frage, wie man zu diesem Zweck die Vielzahl heterogener Produkte sinnvoll vereinen kann. Für Oliver Gilbert bildet aus diesem Grund die «Integrated Platform» das sinnbildliche Fundament von Smart Living. Darunter wird eine Softwareplattform verstanden, die in der Lage ist, verschiedene Anwendungen und Services miteinander zu verknüpfen – hersteller- und geräteunabhängig. «Das ist der nächste Level für die Entwicklung echter Smart-Living-Konzepte», betont Gilbert. Um derartige Innovationen und neue Konzepte voranzutreiben, brauche es aber auch die nötigen Expertinnen und Experten. «Aktuell besteht in diesem Bereich noch eine gewisse Know-how-Lücke, die Bildungsinstitutionen wie die Hochschule Luzern füllen müssen», betont Gilbert. Möglich werde das etwa durch ein breiteres Angebot an schnellen und praxistauglichen CAS-Weiterbildungen, die den heutigen IT-Profis neue Kompetenzen vermitteln – und sie so zu Smart-Living-Wegbereitern machen.

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4TEAMWORK BRANDREPORT

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Das Arbeiten der Zukunft: mobil und webbasiert Dieses Unternehmen setzt seit 16 Jahren auf Digitalisierung, Mobilität und eine neue Dimension der Freiheit: 4teamwork bietet individuelle Lösungen an, um unabhängig von Ort und Zeit arbeiten zu können. Der CEO von 4teamwork, Pascal Habegger, spricht über den etwas anderen Arbeitsplatz. Pascal Habegger, Ihr Unternehmen 4teamwork bietet einen digitalen und webbasierten Arbeitsplatz für KMUs und öffentliche Verwaltungen an. Wie muss man sich diesen vorstellen? Für unterschiedliche Benutzergruppen bieten wir separate Lösungen an. Beispielsweise eine rechtskonforme, sichere Dokumentenablage für Unternehmen mit integriertem Sitzungsmanagement. Jeder und jede kann von unterwegs und zu jeder Tages- und Nachtzeit über Web darauf zugreifen. Alle unsere Lösungen können entweder aus der Schweizer Cloud gemietet oder in der eigenen IT-Landschaft betrieben werden. Worin liegt der Grundgedanke von «teamraum»? Die Lösung «teamraum» ist ursprünglich aus der Idee entstanden, für Bauprojekte einen webbasierten, geschützten Raum mit Dokumenten, Kontakten und Terminen anzubieten, auf den ein Team jederzeit Zugriff hat und darin arbeiten kann. Quasi ein digitaler Arbeitsplatz für Bauprojekte. Solche Projekte dauern meist sehr lange. Zudem sind viele Lieferanten involviert, die für eine begrenzte Zeit Zugriff auf Pläne sowie Protokolle haben müssen. Mit «teamraum» hat die Bauherrschaft zu jeder Zeit den Zugriff auf alle ihre Daten. Nach Projektende können die Daten exportiert und in die geschäftseigene IT-Infrastruktur übernommen werden. Inzwischen wird «teamraum» auch in vielen anderen Branchen eingesetzt, da die Bedürfnisse unserer Kunden oft gleich sind. Vor rund zehn Jahren haben wir festgestellt, dass vor allem öffentliche Verwaltungen zunehmend digital operieren. Basierend darauf ist unsere Lösung «OneGov GEVER» aus «teamraum» entstanden.

die gute alte Papierablage immer mehr in den Hintergrund. Auch wir bei 4teamwork haben keine Papierablage mehr, sondern legen alle Unterlagen digital in «OneGov GEVER» ab. Dies hat für uns viele Vorteile: Wir benötigen kein Papierarchiv, haben auf alle Dokumente und E-Mails immer Zugriff, können gemeinsam an Dokumenten arbeiten und finden alle Informationen und Daten innerhalb weniger Sekunden über eine leistungsfähige Volltextsuche. Dr. Pascal Habegger CEO von 4teamwork AG

Ihre Lösung «OneGov GEVER» bietet Unterstützung für Workflows. Wie sieht diese aus? Workflows in «OneGov GEVER» sind in verschiedenen Bereichen einer Organisation einsetzbar. Einerseits gibt es standardisierte Prozesse, die immer gleich ablaufen. Ein Beispiel dafür ist der Personaleintritt, den wir auch bei 4teamwork komplett digitalisiert haben: Von der Bewerbung, über das Bewerbungsgespräch, bis hin zur Anstellung und dem Einführungsplan des neuen Mitarbeitenden läuft alles über die gleiche Plattform. Dabei haben nur involvierte Personen Zugriff auf diese Daten. Andererseits bieten wir Ad-hoc-Workflows an, bei welchen man spontan zusätzliche Pendenzen und Aufgaben vergeben kann. Was sind die Vorteile der digitalen Ablage im Vergleich zur Papierablage? Immer mehr Arbeitsschritte laufen in Organisationen digital ab. Vieles wird über E-Mail oder andere Kanäle wie beispielsweise Webanwendungen kommuniziert. So tritt

Wie greifen Ihre beiden Lösungen «OneGov GEVER» und «teamraum» ineinander? «OneGov GEVER» ist für das interne Arbeiten einer Organisation ausgelegt, also primär für die eigenen Mitarbeitenden. Sollen externe Personen oder Unternehmen beispielsweise im Rahmen eines gemeinsamen Projekts involviert werden, bieten wir mit «teamraum» die optimale Lösung. Zudem sind die beiden Lösungen so miteinander gekoppelt, dass Daten jederzeit hin und her verschoben werden können. Viele Organisationen sind begeistert von Ihren Lösungen. Was schätzen Ihre Kunden am meisten daran? Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Kunden ernst nehmen und auf die Anliegen eingehen. Bei «OneGov GEVER» haben wir seit Jahren eine sehr aktive User-Community, in der sich die Kunden einbringen können. So können wir gemeinsam mit den Kunden die neuen Produkte entwickeln und sind so nahe am Puls ihrer Bedürfnisse.

Erfolgsfaktor, um in der digitalisierten Welt bestehen zu können? Der Webzugang ist ein entscheidender Faktor und wird immer wichtiger werden. Für immer mehr Unternehmen ist es entscheidend, dass ihre Mitarbeitenden jederzeit und überall auf ihre Dokumente und E-Mails zugreifen können. Webbasierte Lösungen haben gegenüber klassischer Software einen entscheidenden Vorteil: Sie benötigen nur einen Webbrowser, damit sie genutzt werden können. PCs, Notebooks, aber auch Tablets und Smartphones verfügen bereits standardmässig über einen Webbrowser. Man kann gleich loslegen, ohne noch etwas installieren zu müssen, egal ob mit Windows oder Mac. Das ist der Grund, weshalb klassische Software-Lösungen, die lokal installiert werden müssen, immer mehr verdrängt werden. Ein weiterer erfolgsversprechender Faktor wird sein, dass man eine webbasierte Lösung anbietet, die den vollen Funktionsumfang hat und nicht nur eine eingeschränkte Version davon. So wird man gänzlich unabhängig von Standort und Gerät, und dies wird in Zukunft immer wichtiger. Weitere Informationen: www.4teamwork.ch

Ein Blick in die Zukunft: Ist das mobile und webbasierte Arbeiten ein wichtiger

FRENTIX BRANDREPORT

Digitalisierung in der Bildung: Vom Daten- zum Prozess-Fokus Der frentix-Geschäftsführer Florian Gnägi interessiert nicht nur wegen der Lernmanagement-Software OpenOlat, sondern auch wegen seiner Gedanken zur Digitalisierung von Lernprozessen. An der diesjährigen ootalks-Konferenz haben Sie das 20-jährige Bestehen von OpenOlat gefeiert. Gratulation! Haben Sie von Beginn weg mit diesem Erfolg gerechnet? Vielen Dank. Und nein: Damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben das System ursprünglich nur für den internen Bedarf an der Uni Zürich entwickelt, um eine unserer Veranstaltungen in digitalisierter Form anzubieten. Wir realisierten jedoch schon bald, dass auch andere Institutionen aus dem akademisch-schulischen, aber auch privatwirtschaftlichen Sektor ähnliche Bedürfnisse haben. Das Internet war noch jung … … und Online-Lernen ein noch weitgehend unbekanntes Phänomen. Ich habe dann einige Jahre später die Spin-Off-Firma frentix GmbH gegründet, um die Software auch ausserhalb der Uni Zürich zu vertreiben. Mit Erfolg: Mittlerweile zählen über 100 KMUs, Grossfirmen, Schulen, Institutionen und Universitäten zu unseren Kunden. Der virtuelle Campus Rheinland-Pfalz etwa betreibt eine der grössten Installationen mit rund 100 000 aktiven Benutzern. Wie erklären Sie das LernmanagementSystem OpenOLAT einem fachlichen Laien? Das Lernmanagement-System (LMS) OpenOlat stellt Lerninhalte für die Teilnehmenden im Webbrowser bereit und bietet Methoden, um den Lernerfolg zu messen. Kommunikations- und Kollaborationsfunktionen sind ebenfalls ein Bestandteil, denn Lernen ist ein sozialer Prozess. Je nach didaktischem Konzept werden die rund 30 Kursbausteine unterschiedlich angewendet: bei einem Selbstlernangebot ist eine Teilnehmerliste nicht relevant, während dies bei einem Blended-LearningSeminar wichtig ist. 2019 haben Sie nach 2018 erneut den eLearning Award gewonnen zum Thema Prüfungsserver.

Digitalisierung der Bildung ist ein strategisches Thema mit dem sich Nischen besetzen und neue Märkte öffnen lassen. Florian Gnägi CEO von frentix GmbH Mitbegründer von OpenOlat

Wie wichtig sind solche Auszeichnungen? Es ist eine grosse Ehre, einen solchen Preis zu gewinnen. Insbesondere der Award, den wir mit einem eAssessment Projekt zusammen mit AKAD erhalten haben, ist enorm wichtig. Dass das Prüfungswesen digitalisiert wird, ist nicht selbstverständlich, es ist die Kür im Bereich eLearning, die mit erheblichen Risiken verbunden ist. Hier geht es um die Vergabe eines Diploms, es dürfen keine Fehler passieren. Das System muss äusserst zuverlässig und robust funktionieren. Bei Online-Prüfungen sind die erzielbaren Skaleneffekte durch die Digitalisierung deutlich spürbar. Die Prüfungsdurchführung ist aber nur ein Aspekt im eAssessment. Genauso wichtig ist die Vorbereitung der Prüfungsfragen. Zusammen mit Juventus konnten wir im Fragenpool einen Reviewprozess implementieren, der eine hohe Qualität der Prüfungsfragen durch Peer-Reviews sicherstellt. Warum sind die Prozesse so wichtig geworden? In der Bildung hat die Digitalisierung schon früh Einzug gehalten. In der ersten Phase der Digitalisierung wurde in den ERP-Systemen die Bewirtschaftung der Ressourcen wie Personen, Kurse und Belegungen digitalisiert. Mit der heutigen Digitalisierung, man könnte

sie «Digitalisierung 2.0» nennen, findet ein Wandel weg von einer datenfokussierten hin zu einer prozessualen Sicht statt. Die Belegungsinformationen zu Kursen kommen vom ERP ins LMS, Dozierende müssen Absenzenlisten führen und Testresultate und Zertifikate werden am Ende des Prozesses nicht im LMS, sondern im ERP für die weitere Verarbeitung benötigt. Wenn eine Institution sich klare Gedanken über die Struktur der Handlungsfelder, Fächer und Kompetenzen macht, so können diese in OpenOlat hinterlegt und mit den Dozierenden, Lern- und Testobjekten und Modulen verknüpft werden. Anstelle eines händisch gepflegten File-Shares werden vollautomatisch Verzeichnisstrukturen bereitgestellt, die mit einer Office-Integration verwendet werden können. Das ist für die Anwender viel einfacher, denn alles ist an einem Ort. Wie hat sich das Bildungsangebot im heutigen Digitalzeitalter verändert? Es ist klar, heute müssen Bildungsangebote sich auch in der digitalen Welt präsentieren. Unser Medienkonsum und die Kommunikation haben sich in den letzten 30 Jahren dramatisch verändert – ganz egal, ob man das nun gut oder schlecht findet. Wer seine Angebote nicht digital optimiert, der wird morgen vom Markt verdrängt. Und die Vorteile sind sowohl für die Lernenden, als auch für die Dozierenden riesig. Dennoch scheint die Digitalisierung bei vielen Unternehmen und Bildungsinstitutionen auf strategischer Ebene noch nicht

angekommen zu sein. Und was heisst das für OpenOlat? Wir haben das Lernmanagement-System in der Funktionsbreite ausgeweitet, um die dem eigentlichen Lehrund Lernprozess vor- und nachgelagerten administrativen Prozesse zu unterstützen. OpenOlat sieht sich als Gesamtlösung für Bildungsprozesse für Bildungsinstitutionen oder Unternehmen mit Anbindung an bestehende ERP- oder IT-Systeme. Wie wird Ihre Software-Lösung in zehn Jahren aussehen? Unsere Vision ist ein System, bei dem Lernen neben dem curricularen «Vorratslernen» auch als komplett individualisierter, kompetenzgesteuerter Prozess stattfinden kann. Die Grundlagen dieser Strategie haben wir in den letzten Releases gelegt und noch dieses Jahr folgen weitere wesentliche Schritte in diese Richtung. www.openolat.com contact@frentix.com


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

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INTERVIEW NICOLAS BÜRER

WWW.FOKUS.SWISS

Digitalisierung ist ein Mittel zum Zweck Ob man will oder nicht. Digitalisierung betrifft uns alle und ist privat sowie beruflich unausweichlich. Nicolas Bürer, Managing Director von digitalswitzerland sprach mit «Fokus Digitalisierung» über Smart Mobility, Blockchains und wie wichtig die 5G-Technologie für die Schweiz ist. INTERVIEW MORENO OEHNINGER BILD ZVG

Nicolas Bürer, die Schweiz ist in Sachen Digitalisierung vorne mit dabei – ja oder nein? Im Grossen und Ganzen sind wir gut bis sehr gut dabei. Bei gewissen Themen übernimmt die Schweiz ganz klar eine Vorreiterrolle. Beispielsweise ist sie bei zwei wichtigen internationalen Rankings an der Spitze: Beim Digital Competitivness Index von der IMD belegt die Schweiz den fünften Rang weltweit und beim allerwichtigsten Ranking, dem INSEAD Talent Competitivness Index, sind wir sogar die Nummer Eins – und das seit ungefähr fünf Jahren. Auch im Bereich der 5G-Technologie ist die Schweiz eines der schnellsten Länder momentan. Aber bei der E-ID oder der E-Participation hinken wir ganz klar hinterher. Da sind uns Länder wie Estland oder Dänemark ungefähr zehn Jahre voraus. Man liest beides: Die Digitalisierung schaffe mehr oder eben weniger Jobs. Was meinen Sie? Beides ist richtig. Durch die Digitalisierung gehen Jobs verloren, werden automatisiert oder von Robotern übernommen. Man geht von ungefähr einer Million Jobs aus, die dadurch verloren gehen. Aber das Wichtigste ist, dass diese Jobs durch etwa 800 000 bis 1.2 Millionen neue Jobs mit komplett unterschiedlichen Jobprofilen ersetzt werden. Ein gutes Beispiel ist Emmi, die bereits eine Produktionslinie eines Joghurts komplett automatisiert hat. Aber Emmi stellt nach wie vor neue Arbeitskräfte ein – anstatt Laufbandarbeiter benötigen sie nun Software Engineers. Um diesen neuen Profilen gerecht zu werden, ist es essentiell, dass man sich weiterbildet. Insbesondere für Arbeitnehmende ab 40 Jahren kann dies sehr anspruchsvoll werden. Auch sie werden noch ungefähr 30 Jahre arbeitstätig bleiben und darum ist es essentiell, dass sie sich digital fit halten und weiterbilden, um den neu geschaffenen Jobprofilen gerecht zu werden. Ansonsten führt dies dazu, dass Jobs, die nicht hier besetzt werden können, ins Ausland ausgelagert werden. Gemäss einer Studie der HWZ sind 85 Prozent der befragten KMU «digitale Dinosaurier». Nutzt der massgebende Teil der Schweizer Wirtschaft das Potenzial der Digitalisierung immer noch zu wenig? Auch ich sehe hier Handlungsbedarf. Sehr viele grosse Unternehmen machen in Sachen Digitalisierung einen sehr guten Job. Sie besitzen aber auch die nötigen Ressourcen und qualifizierte IT-Talente. Bei KMU, die sich ausschliesslich auf ihr Kernbusiness fokussieren, ist die Digitalisierung eher ein notwendiges Übel – und das ist ein Fehler. Digitalisierung und Innovation im Allgemeinen dürfen nicht als Störfaktoren angesehen werden, sondern als Chance. Es muss «Top of mind» und in der Strategie der KMU verankert sein. Wie können KMU das Potenzial besser ausschöpfen? Eine richtiges Businessmodell sowie eine richtige Markt- und Technologieanalyse sind sicher wichtige Punkte. Aber wichtiger ist es, die richtigen Personen, welche das nötige Know-how und das entsprechende Mindset mitbringen, im Verwaltungsrat und im Management zu beschäftigen. KMU müssen eine klare Strategie entwickeln, die auf Digitalisierung und Innovation basiert. Hier helfen Neugier und ein offenes Mindset, indem man an Veranstaltungen oder Trainings geht und sich über die wichtigen Themen informiert. Wen betrifft die Digitalisierung am meisten? Alle. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft ist in allen Bereichen von der Digitalisierung betroffen – in unserer Arbeit, aber auch als Konsumenten. Die Gesundheitsbranche, die Industriebranche, also das Manufacturing, sowie die Financial und Professional Services sind Industrien, die stark betroffen sind. Auch Handwerker, die eine rein analoge Leistung anbieten, profitieren von der Digitalisierung. Sie können ihre Prozesse davor oder danach – beispielsweise Offerten, Zahlungen, usw. – digitalisieren und dadurch optimieren. Was bedeutet der digitale Fortschritt für die Schulbildung? Ich finde es unabdingbar und extrem relevant, dass wir in unser Schulsystem ein Fach namens «Computational Thinking» integrieren. Einmal pro Woche lernen Schülerinnen und Schüler die gesamte vernetzte Welt

der Technologie und Innovation kennen und lernen, wie man Herausforderungen mit Hilfe von Computern und Algorithmen lösen kann. Die neuen Jobs werden für die meisten mit Technologie zu tun haben. Darum ist es sehr wichtig, dass dieses Wissen in der obligatorischen Schulbildung erlernt wird. Einfach erklärt: Was sind Blockchains? Eine Blockchain ist wie ein dezentrales Netzwerk, das Werte und Daten transportiert. Es wird nicht von einer Zentralinstanz kontrolliert, sondern die Informationen werden auf Netzwerken und mehreren Servern verteilt. Dadurch sind Blockchains kaum manipulierbar. Wie kommt es, dass die Schweiz in der Blockchain-Entwicklung eine führende Rolle übernimmt? Einige hervorragende Persönlichkeiten haben das Thema sehr schnell entdeckt und brachten die Schweiz dadurch in eine sehr gute Position. Dazu zählen verschiedene Vereine, Initiativen, Verbände, das Krypto-Valley und natürlich auch einige Glücksfälle – aber Glück kann man ja bekanntlich provozieren. Ein Beispiel von Glück ist, dass die Firma der zweitgrössten Kryptowährung ihren Hauptsitz in Zug hat. Heute profitieren wir von einem extrem grossen Ökosystem mit über 3 000 Arbeitnehmenden, die schweizweit mit Blockchain arbeiten – bei Grossunternehmen, aber auch bei Start-ups. Wie schätzen Sie das Potenzial dieser Technologie ein? Zur Zeit befinden wir uns im Krypto-Winter – man kann es sogar als Blockchain-Winter bezeichnen. Während der ersten drei Jahre gab es einen sehr grossen Hype. Dann stellte man fest, dass die Technologie viel zu langsam ist, zu wenig parallel und viel zu viel Energie konsumiert. Anders gesagt: Die erste Technologiewelle von Blockchain scheint nicht skalierbar zu sein. Der Blockchain-Winter wird so lange dauern, bis die nächste Technologiewelle kommt. Blockchain wird

aber schätzungsweise nicht in allen Branchen eingesetzt werden können. Jedoch in Bereichen wie Supply-Chain, also der Wertschöpfungskette, aber auch im Transport und in der Finanzbranche wird Blockchain eine wichtige Rolle einnehmen. Auch ganz spannend wird die Entwicklung um den neuen Stablecoin «Libra», woraus der Vereinssitz in Genf angesiedelt worden ist und bis 100 weltweite Grossfirmen partizipieren werden. Wie «smart» ist die Schweizer Mobilität bereits? Die Schweiz ist auf gutem Wege und möchte in den kommenden Jahren «Top of mind» im Bereich der Mobilität werden. Das zeigen die SBB mit der Absicht, den Hauptbahnhof Zürich zum digitalsten Bahnhof der Welt zu machen. Die Schweiz hat die Chance, dass sie ein kleines Land ist über eine hervorragende Telekomund Mobilitätsinfrastruktur verfügt und dadurch in den kommenden Jahren auch im Bereich Smart Mobility eine Vorreiterrolle übernehmen kann. Was fehlt, ist vor allem die 5G-Technologie. Denn ohne 5G wird es keine smarte Mobilität geben. Die benötigten Verbindungen zwischen Autos, Sensoren, usw. kann nicht mit der 4G-Technologie funktionieren. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Schweiz derzeit unter den zwei Ländern der Welt ist, mit Südkorea, die am schnellsten die 5G-Technologie im grössten Teil des Landes bis Ende 2019 installieren werden. Es werden im Zusammenhang mit der 5G-Technologie gesundheitliche Schäden befürchtet. Sind diese Ängste gerechtfertigt? Was wir bereits wissen, ist, dass 5G die gleiche Frequenz nutzt wie die aktuelle 4G-Technologie und auch die Stärke des Signals bleibt nach wie vor deutlich innerhalb der Schweizerischen und Europäischen Richtlinien. Einzig die Latenz wird auf einige wenige Millisekunden reduziert. Somit können Informationen schneller und auf mehr Geräte parallel übertragen werden. Aber es ist sehr wichtig, dass in den nächsten Jahren fundamentale wissenschaftliche Studien geführt werden. Man muss

mit Sicherheit sagen können, ob und wie schädlich die 5G-Technologie für die Gesundheit ist. Würde die Schweiz ohne 5G auf der Strecke bleiben? Ja, absolut! Es geht nicht mehr ohne. Es geht um neue Jobs und die Prosperität der Wirtschaft und eine digitale, smarte Zukunft. Die neuen Jobs kriegen wir nur durch Innovationskraft und durch die technologischen Fortschritte, die daraus folgen – wie beispielsweise 5G. Würde die Schweiz jetzt warten, wäre das fatal. Unsere Vorreiterrolle ginge verloren und die Jobs wären auch weg. Was sind die neusten Trends in der Smart Mobility? «Mobility as a Service» oder kurz «MaaS» ist der aktuelle Trend. Die Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Transportmitteln, Bahn, Flug, Auto aber auch der öffentliche Verkehr werden vernetzter und sind dadurch einfacher zu konsumieren. Mobilität wird zur Commodity und trotz dem Trend, dass junge Leute weniger Autos kaufen, werden dadurch in der Zukunft mehr Autos auf den Schweizer Strassen unterwegs sein. Warum ist «Smart Mobility» notwendig? Eine sehr gute Frage, vor allem auch im Bezug auf die Digitalisierung. Das fragte man sich auch, als vor 120 oder 130 Jahren das Automobil erfunden wurde. Viele sahen es sogar als Gefahr für die Fussgänger und heute können wir nicht mehr ohne. Die Erfindung war für die Gesellschaft wie auch für die Wirtschaft eine Entwicklung. Mit der Digitalisierung ist dies nicht anders. Smart Mobility, aber auch andere Themen wie Digital Health oder Smart Building sind zukunftsrelevant. Sie bringen der Gesellschaft einen höheren Komfort und schaffen vor allem neue Jobs. Um diese Jobs anbieten zu können, die mit der Digitalisierung und auch mit der Smart Mobility geschaffen werden, muss die Schweiz ein digitaler und innovativer Hub bleiben. Bedeutet Smart Mobility einen Eingriff in unsere Privatsphäre? Es stimmt, dass smarte Mobilität eine gewisse Transparenz sowie die Sammlung und Übermittlung von Daten und Werten erfordert. Dies ist aber kein Neuland und ich würde es auch nicht als Eingriff bezeichnen. Ein Beispiel ist Spotify. Aufgrund der gehörten Musik werden Künstler, Alben oder Songs empfohlen, die einem auch gefallen könnten. Von diesem Service könnte man nicht profitieren, wenn man nicht bereit wäre, dem System seine Daten zu geben. Auch der Trend zeigt, dass die Möglichkeit, durch gesammelte Daten die angebotenen Services zu optimieren, immer wichtiger wird. Ich finde es aber immens wichtig, dass dabei auch die einzelnen Stimmen der Schweizer Bevölkerung respektiert und beachtet werden. Das bedeutet, dass erstens ein gewisser Datenschutzmechanismus eingebaut wird, der sicherstellt, dass die gesammelten Daten anonym bleiben und zweitens, dass man es auch respektiert, falls man nicht bereit ist, seine Daten zu teilen. Wo wünschen Sie sich noch mehr digitalen Fortschritt? Im gesamten Energiesektor und im Umweltschutz. Wie gesagt sind Digitalisierung und Technologie nur ein Mittel zum Zweck. Ich würde sagen, sie ist sehr wahrscheinlich die Lösung für unsere ehrgeizigen Umweltschutzziele bis 2030 respektive bis 2050. Ohne Technologie und ohne technologischen Fortschritt werden diese unerreichbar sein. Wie sieht die digitale, «smarte» Welt in 50 Jahren aus? Ich bin Optimist. In 50 Jahren werden wir, denke ich, im All sein und das Universum entdecken – ob Roboter oder Mensch wird sich zeigen. Unsere Lebenserwartung ist deutlich länger, über 100 Jahre, und wir werden bestimmte Krankheiten nicht mehr haben. Das ist vielleicht ein wenig naiv von mir, aber ich glaube, dass wir durch die Digitalisierung und den kommenden technologischen Fortschritt viele Umweltprobleme gelöst haben werden. Der Komfort und die Services sind für uns aus heutiger Sicht noch unvorstellbar. Wichtig ist, dass wir uns mit und durch die Technologie weiterentwickeln und nicht ihr Sklave werden. Dann wird das Ganze smart.


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SIEMENS MOBILITY AG BRANDREPORT

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«Wir müssen uns trauen, einfach mal etwas auszuprobieren» Der Verkehr auf Schiene und Strasse soll möglichst sicher und effizient ablaufen. Die innovativen Lösungen von Siemens Mobility AG unterstützen dabei. Doch um der öffentlichen Mobilität neue Impulse verleihen zu können, muss das Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen. Warum das so wichtig ist – und weshalb man dafür Sandkästen braucht – erklärt Dirk Bödeker « Head of Digitalization and Innovation» im Interview. TEXT MATTHIAS MEHL

Dirk Bödeker, als «Head of Digitalization and Innovation» sind Sie unter anderem dafür verantwortlich, die Mitarbeitenden von Siemens Mobility fit zu machen für die Digitalisierung. Wie gehen Sie dabei vor? Wir haben verschiedene Konzepte erarbeitet und daraus konkrete Massnahmen formuliert. Eine wichtige Rolle spielt die Einführung der «Digital Driver Licence», also des «digitalen Führerscheins». Um diesen zu erlangen, können unsere 940 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine breite Palette an webbasierten Trainingstools und Fachliteratur zurückgreifen. Wir verfolgen damit die Absicht, unsere Teams für die Chancen der digitalen Transformation zu begeistern. Und wir hoffen natürlich, dass sich aus dieser Auseinandersetzung neue, innovative Ideen ergeben. Beim Wort «Führerschein» denken die meisten an Theorieprüfung und Fahrstunden. Wie darf man sich den Prozess in Bezug auf die «Digital Driver Licence» vorstellen? Der grösste Unterschied zum realen Führerschein besteht darin, dass es keine Fahrlehrer gibt: Die Mitarbeitenden erarbeiten sich ihr neues Wissen im Selbststudium. Am Anfang des Prozesses steht eine freiwillige Selbsteinschätzung. In deren Rahmen können die Teilnehmenden angeben, über wie viel Know-how sie in welchen digitalen Feldern verfügen und wo ihre Interessen liegen. Darauf basierend schlägt unser Online-Tool Themen, Kurse und Fachliteratur vor, um allfällige Wissenslücken zu schliessen oder bestehende Expertise zu vertiefen. Konkret geht es zum Beispiel um aktuelle Digitalisierungs-Themen wie Blockchain oder Connectivity. Und natürlich spielt auch die Nutzung von Social Media eine tragende Rolle. Darüber hinaus ermutigen wir unsere Angestellten dazu, ihre Kräfte bei der Vertiefung ihres Digitalisierungs-Wissens zu bündeln. Wie das? Wir möchten erreichen, dass sich in unserem Unternehmen bereichsübergreifende Interessengemeinschaften bilden. Ganz simpel nach dem Motto: «Wer interessiert sich wofür?» Konkret haben wir aktuell einen Mitarbeiter, der sich mit grossem Elan mit dem Thema «Blockchain» auseinandersetzt. Diese Initiative, dieses natürliche Interesse nutzen wir und stellen ihm Arbeitszeit zur Verfügung, die er für die Vertiefung seiner Kenntnisse nutzen darf. Bei Bedarf erhält er auch ein Budget, um Ideen und Projekte voranzutreiben. Mit diesen Ressourcen kann er nun Kolleginnen und Kollegen für das Thema motivieren und in seine Blockchain-Gruppe holen. Und da das Ganze bereichsübergreifend abläuft, kommen so verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Was im Idealfall zu neuen Ideen und Ansätzen führt. Welches Potenzial sehen Sie denn in der Blockchain-Technologie für Siemens Mobility? Wir verfolgen aktuell zwei Projekte zu diesem Thema. Das eine betrifft das «Änderungsmanagement» von Dokumenten. Wenn ein Kunde bei uns etwas erwirbt, sei es eine Anlage oder ein Fahrzeug, erwartet er die

Dirk Bödeker

entsprechenden Dokumentationen. Kommt es nun zu einer Änderung der Kundenanlage oder des -fahrzeugs, müssen wir sicherstellen, dass sich auch die Dokumentation analog dazu anpasst. Diese Adaption wollen wir mit der Blockchain-Technologie automatisieren. Ein grosser Vorteil: Da die dafür notwendige Technologie bereits existiert, müssen wir das Rad nicht selber neu erfinden, sondern können einfach unsere Prozesse mit den bestehenden Anwendungen kompatibel machen. In etwa sechs Monaten dürften wir soweit sein. Und wie sieht das zweite BlockchainProjekt von Siemens Mobility aus? Die Firma railCare hat bei uns sieben Lokomotiven erworben und uns den Service dieser Fahrzeuge übertragen. Diese Dienstleistungen werden pro zurückgelegtem Kilometer verrechnet. Das ist heute noch mit einem gewissen administrativen Aufwand verbunden: Jemand muss aus dem Online-Überwachungstool der Lok den Kilometerstand auslesen, diese Information dann per Mail an die richtige Stelle senden, worauf die Daten dann in unser SAP eingespeist werden. Daraus generiert SAP anschliessend die Rechnung – und die schicken wir zu Guter Letzt dem Kunden zu. Sie stellen fest: Digitalisierung sieht anders aus. Was kann die Blockchain da verbessern? In einem ersten Schritt geht es darum, die Daten der Lokomotiven direkt mit unserem SAP zu verknüpfen. Dann muss das System in der Lage sein, aus den Informationen automatisch eine Rechnung zu generieren und zu versenden. Diese Konnektivität kann die Blockchain ideal herstellen. Und wir könnten sogar noch einen Schritt weitergehen und bei der Bezahlung ein Lastschriftverfahren einführen. Denn auch die Zahlungsinformationen werden in der Blockchain hinterlegt. Insgesamt werden also Prozesse enorm vereinfacht und gleichzeitig profitieren unsere Kunden von maximaler Transparenz: Da die Blockchain dezentral funktioniert und alle Teilnehmer sozusagen über eine «Echtzeitkopie» sämtlicher Informationen verfügen, können sie jederzeit auf die Daten Einsicht nehmen. Fachleute betonen, dass die Digitalisierung nicht nur eine technische Entwicklung darstellt, sondern auch in den Köpfen der Menschen geschehen muss. Wie schaffen Sie diese Veränderungskultur in Ihrem Unternehmen? Dieser Bereich stellt in der Tat eine Herausforderung für uns dar. Denn bei Siemens Mobility herrscht eine enorm

starke Sicherheitskultur. Das hängt natürlich damit zusammen, dass wir primär im ÖV-Bereich tätig sind und mit unseren Produkten letztlich die Verantwortung für die Sicherheit von tausenden Passagieren tragen. Dementsprechend ist die Sicherheit von Menschen Teil unserer DNA. Tatsache ist, dass Zug und Tram heute extrem sichere Verkehrsmittel darstellen und jede Veränderung in diesem System darum zuerst als potenzielle Gefahr wahrgenommen wird. Gleichzeitig kann man von der Digitalisierung aber nur dann profitieren, wenn man Dinge ändert. Aus diesem Grund müssen wir bei Siemens Mobility mehr Sandkästen schaffen. Sandkästen? Ja, Räume, in denen unsere Mitarbeitenden neue Ideen und Konzepte erproben können, ohne dass dies Auswirkungen auf bewährte Systeme hat. Wenn wir beispielsweise für eine Bahnanlage eine neue Software programmieren, vergehen heute rund eineinhalb Jahre, bis der Code entwickelt ist und alle Prüfungen durchlaufen hat. Wir müssen unseren Expertinnen und Experten aber auch die Möglichkeit geben, parallel dazu Neues zu versuchen. Wir müssen uns trauen, einfach etwas auszuprobieren. Das klappt dann vielleicht, oder es klappt nicht. Doch genau zum Sammeln solcher Erfahrungen dienen die Sandkästen. Und daraus können dann innovative Ideen erwachsen, denen wir in unserem bewährten Ablauf den nötigen Feinschliff verpassen können. Wir haben jetzt erläutert, wie Sie intern die Digitalisierung vorantreiben. Welche Vorteile ergeben sich daraus für Kunden und Passagiere? Wir sind vornehmlich im Bereich des öffentlichen Verkehrs tätig. Mit der Digitalisierung ermöglicht Siemens Mobility Mobilitätsbetreibern auf der ganzen Welt, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren. Konkret wollen wir für die Menschen, die im ÖV unterwegs sind, die Reise von A nach B möglichst einfach und angenehm gestalten. Das fängt an beim barrierefreien Zugang zu den Fahrzeugen und geht weiter zum einfachen Ticketing und der unkomplizierten Reiseplanung. Wenn es uns gelingt, die Potenziale der Digitalisierung so zu nutzen, dass es unsere Kunden und Passagiere dadurch leichter haben, sind wir auf dem richtigen Weg. Dazu gehört auch, dass wir mit unserem Angebot günstiger werden. Denn damit tragen wir dazu bei, dass Bahn, Bus und Tram im Preiskampf mit dem Auto bestehen können. Wie meinen Sie das? Wir sind überzeugt, dass der ÖV das Rückgrat der urbanen Mobilität der Zukunft bildet. Dass diese Art der Mobilität in der Schweiz weiterhin an Effizienz und Effektivität zunimmt, wollen wir sicherstellen. Und dazu können wir einen Beitrag leisten. Eine konkrete Möglichkeit dafür bietet etwa der 3D-Druck, oder «Additive Manufacturing»: Durch diese Technologie können wir selten genutzte Ersatzteile «on demand» produzieren.

Damit fallen die hohen Kosten für die Aufarbeitung von Gussformen weg oder der Kunde nutzt unseren weltweiten Onlineshop. Wir möchten den ÖV aber nicht nur günstiger machen, sondern auch noch sicherer. Wie das? Wie gesagt geniesst die Sicherheit der Menschen oberste Priorität bei uns. Und das gilt nicht nur für Passagiere, sondern auch für die Mitarbeitenden der Mobilitätsanbieter. Wie zum Beispiel Gleisarbeiterinnen und -arbeiter. Deren Sicherheit können etwa wir mit automatischen Warnprozessen erhöhen. Denkbar wäre ein Signal, das Arbeiter nicht nur auf herannahende Züge aufmerksam macht, sondern zusätzlich sogar den Betrieb der Bau-Maschinen herunterfährt. Das wäre dann auch eine konkrete Mobilitätsanwendung des Internets der Dinge. Die Zukunft von Siemens Mobility ist also komplett digital. Nein, nicht ausschliesslich. Natürlich, die Technologie entwickelt sich, was sie auch muss. Aber wir werden auch künftig den persönlichen Kontakt pflegen. Das bedeutet zum Beispiel, dass unsere Kunden nach wie vor ihre Ansprechpartner in der Schweiz haben. Wir sind stolz auf unsere Schweizer Marke und wollen ihren guten Ruf pflegen. Wenn wir uns dabei an Menschen orientieren, dann machen wir es richtig. Über Siemens Mobility Siemens Mobility ist ein eigenständig geführtes Unternehmen der Siemens AG. Siemens Mobility ist seit über 160 Jahren ein führender Anbieter im Bereich Transportlösungen und entwickelt sein Portfolio durch Innovationen ständig weiter. Zum Kerngeschäft gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungs- und Elektrifizierungslösungen, schlüsselfertige Systeme, intelligente Strassenverkehrstechnik sowie die dazugehörigen Serviceleistungen. Mit der Digitalisierung ermöglicht Siemens Mobility Mobilitätsbetreibern auf der ganzen Welt, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren Im Geschäftsjahr 2018, das am 30. September 2018 endete, hat die ehemalige Siemens-Division Mobility einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro ausgewiesen und rund 34 200 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Weitere Informationen unter: www.siemens.ch/mobility


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BIM

WWW.FOKUS.SWISS

«Da kommt etwas, und zwar etwas Grosses» Betreffend Relevanz und Potenzial von «Building Information Modelling» gehen die Meinungen in der Baubranche auseinander. «Fokus Digital» wollte darum von Experte Michel Bohren wissen, wie die digitale Transformation das Bauwesen verändert – und welche Weichen heute für die Entwicklung von morgen gestellt werden müssen. TEXT SMA

F

ür die einen ist es die wichtigste Entwicklung in der Bauindustrie seit Jahrzehnten, für die anderen eher ein Paradebeispiel für einen Hype: Die Rede ist von «Building Information Modelling», kurz BIM genannt. Doch welche Einschätzung von BIM ist korrekt? «Grundsätzlich haben beide Seiten recht», erklärt Michel Bohren, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung CRB. BIM sei vor allem eine Weiterentwicklung bestehender Konzepte im Rahmen der Digitalisierung der Baubranche. «Eine grosse Veränderung besteht hauptsächlich darin, dass wir nun auch in diesem Sektor von Daten und Informationssystemen sprechen und damit von der Plan- und dokumentorientierten Arbeitsweise wegkommen.» Das sei ein absolut entscheidender Schritt für die Baubranche – wobei der Hype um gewisse Funktionalitäten von BIM nicht wirklich gerechtfertigt sei. «BIM ist vor allem die grafische Repräsentation der Daten», führt Michel Bohren aus. Das 3D-Modell, das sich in Echtzeit manipulieren lässt, sei zwar eine interessante Komponente der Planungsmethode. Aber letztlich ist das hauptsächlich für die Orientierung im Raum bei der gegenseitigen Abstimmung relevant. «Für den gesamten Lebenszyklus einer Baute sind die Daten und Informationen, die mit diesem Modell verknüpft sind, deutlich wichtiger.»

Starthilfe für Unternehmen Doch wenn es um die Erhebung und die konkrete Nutzung dieser Daten geht, bestehen laut Bohren noch viele Fragezeichen. «Es fehlt vor allem an verbindlichen Standards, an denen sich die hiesigen Fachleute orientieren könnten.» Genau das möchte man ändern und der Schweizer Baubranche so neue Impulse verleihen. Das entspricht auch dem Auftrag von CRB: «Als unabhängige Non-Profit-Organisation, die sich seit 60 Jahren im Auftrag der Bauwirtschaft für die Verständigung aller Beteiligten und die Rationalisierung im Bauwesen einsetzt, wollen wir die Konsolidierung von BIM vorantreiben», betont Michel Bohren. Darum hat CRB beispielsweise zusammen mit Experten einen Regelsatz für die Verbindung der Baukostenpläne Hochbau eBKP-H und Tiefbau eBKP-T mit dem IFC-Datenschema entwickelt. Auf dieser Basis ist es möglich, Mengen und Kosten direkt aus dem CAD-Modell zu ermitteln. Zudem gewährleistet diese Anbindung an den IFC-Standard den Datenaustausch zwischen verschiedenen Software-Anwendungen gemäss aktuellem Standard in der Schweiz. Auch in der Umstrukturierung des Normpositionen-Katalogs NPK in eine neue, maschinenlesbare Form zur künftigen bauteilbasierten Ausschreibung hat CRB bereits grosse Fortschritte erzielen können.

Ein anderer wichtiger Themenschwerpunkt im Zusammenhang mit BIM stellt das Facility Management dar. Hier stehen ganzheitliche Prozessbetrachtungen – von der Planung über den Bau bis zum Gebäudebetrieb – im Fokus. «Wir verfolgen das Ziel, neue unterstützende Arbeitsmittel für einen verlustfreien Informationsfluss von den frühen Planungsphasen bis in die Bewirtschaftungsphase eines Gebäudes zu entwickeln.» Konkret geht es u.a. um digitale Bauwerksdokumentationen oder digitale Gebäudemodelle für die Bewirtschaftung, aber auch um entsprechende Kennwerte. Kein zweites England Dass man sich beim Thema «Digitalisierung» so stark einbringt und Orientierung schafft, ist für Bohren matchentscheidend. Denn fehlen einheitliche Richtlinien, entstehen Situationen, wie man sie aus dem angelsächsischen Raum kennt. «Dort schreibt vor allem die öffentliche Hand den Einsatz von BIM für Bauprojekte vor», weiss Bohren. Doch die Sache hat einen Haken: «Was darunter zu verstehen ist, wurde nie wirklich durchgehend und detailliert definiert – und so bleibt der Effizienzgewinn aus, der eigentlich ein Hauptvorteil dieser digitalen Planungsmethode sein sollte.» Für die Schweiz hofft Bohren daher, dass sich einheitliche Richtlinien

und Standards etablieren. «Dann, und nur dann, wird BIM die versprochenen Produktivitätsgewinne erzielen können.» Doch wie bereit sind die Schweizer Bauunternehmen und Architekturbüros wirklich für den digitalen Wandel? Schliesslich sprechen wir hier von einer Branche, die seit Jahrzehnten nach den gleichen Methoden und Prinzipien funktioniert. «Es wurde in den letzten zwei Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet, bei und mit führenden Unternehmen und Verbänden», erklärt Bohren. «Dies immer mit der Absicht, gemeinsam mit Pionieren, der Branche klarzumachen: Da kommt etwas. Und zwar etwas Grosses. Macht euch bereit.» Gleichzeitig wolle man Unternehmen aber nicht überfordern, sondern unterstützen. «Man darf in der ganzen Debatte um BIM und die Digitalisierung die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass diese Themen keinen Selbstzweck darstellen», gibt Bohren zu bedenken. BIM sei und bleibe in erster Linie eine neue Methode, um Bauten bereits in der Planungsphase – unter Einbezug aller Experten – bezüglich Nutzung, Performance, Kosten und Termine über den ganzen Life-Cycle hinweg zu optimieren. «Und wenn wir BIM auch tatsächlich so pragmatisch einsetzen, verfügen wir über ein zeitgemässes Modell der Zusammenarbeit zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Davon profitieren letztlich alle.»

BRANDREPORT EIFFAGE SUISSE AG

Kein Bauvorhaben ohne solides Fundament Die Eiffage Suisse AG, ehemals Priora AG Generalunternehmung, ist seit März 2018 eine Tochtergesellschaft der französischen Eiffage Gruppe. Die Eiffage Gruppe zählt zu den führenden Immobiliendienstleistern Europas. Mit einem Netzwerk internationaler Experten im Rücken bietet Eiffage Suisse noch geballtere Kompetenz für individuelle Lösungen, die dank der regionalen Verankerung termintreu und kosteneffizient in überzeugender Qualität umgesetzt werden. Projektentwicklung Seit Jahren vertrauen Investoren und Bauherren aus der ganzen Schweiz der Eiffage Suisse. Sie finden im Schweizer Bau- und Immobilienunternehmen den verantwortungsvollen Partner für Projektideen – ganz egal, ob es sich um eine Wohnsiedlung, eine Gewerbeüberbauung oder Immobilien mit nicht alltäglichen Nutzungszwecken handelt. Erfahrene und kompetente Fachspezialisten entwickeln kundenspezifische Konzepte, damit Bauvorhaben ein solides Fundament erhalten. Die Auftraggeber haben Bauvisionen, denen die Eiffage Suisse Formen verleiht, verschweisst mit Nutzen, Rentabilität und Prestige. Den Vorgaben entsprechend, werden ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich sinnvolle Immobilien konzipiert. General- und Totalunternehmung Als General- und Totalunternehmer sowie Generalplaner steht für Bauprojekte am besten die Eiffage Suisse Pate, denn sie legt grössten Wert auf Termintreue, Kostenkontrolle und Qualitätssicherung. Das Gesamtpaket

beinhaltet massive Kompetenz, die sich in effizientem Projektmanagement, zuverlässiger Planung, verbindlicher Kostenkalkulation und Qualitätsgarantie bezahlt macht. Mit einem einzigen Partner ein Bauprojekt zu realisieren, sehen Auftraggeber als Mehrwert. Dieser Mehrwert vergrössert sich durch Synergien, die nur ein General- und Totalunternehmer bieten kann, um ein Vielfaches. Umbau- und Renovationsexperte Umbau, Renovation, Sanierung und Revitalisierung sind mehr als Alternativen im heutigen Immobiliengeschäft. Bauherren und Investoren wissen, dass die Eiffage Suisse für Bestandsliegenschaften der richtige Partner ist. Experten der Eiffage Suisse analysieren und bewerten die Gebäudesubstanz und erarbeiten Konzepte für die Nutzungsoptimierung. Eiffage Suisse berät als Gesamtdienstleister, um für jede Immobilie die optimale Lösung für die Zukunft anzubieten. Und mit Denkmalschutz kennt sie sich auch aus. Referenzprojekte unter www.eiffage.ch

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Projektentwicklung | Generalunternehmung Hauptsitz Balz-Zimmermann-Strasse 7 8302 Kloten info.ec.suisse@eiffage.com www.eiffage.ch Telefon +41 43 495 91 11

@eiffage_suisse Eiffage Suisse AG

Geschäftsstellen: Basel, Bern, Chur, St. Gallen, Zug/Luzern, Zürich-Kloten Zweigniederlassung: Aarau


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AVELON BRANDREPORT

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Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technologie Für Leo Putz, CEO von Avelon, sind menschliche Wahrnehmung und Emotionen für den wirtschaftlichen Gebäudebetrieb von entscheidender Bedeutung. Im Interview am Rande des ersten GNI-Forums an der ETH-Zürich spricht er über Gebäudeautomation und intelligentes Wohnen. TEXT CHRISTIAN BAECHLER

Gebäudemanagement nachhaltiger, erschwinglicher und einfacher ist als je zuvor.

Leo Putz

Leo Putz,wie kann die Digitalisierung dem uralten Industriezweig «Bauen und Wohnen» weiterhelfen? Es ist richtig, dass Gebäude absolute Commodities sind. Und genau deswegen sind die Zahlen beeindruckend: In der Schweiz gibt es ca. 1.7 Mio. Wohngebäude und weit über eine Million Nichtwohngebäude. Herr und Frau Schweizer verbringen durchschnittlich drei Viertel eines Tages in Gebäuden. Und schliesslich verbrauchen Gebäude etwa die Hälfte des gesamten Energiekonsums der Schweiz! Das beläuft sich insgesamt auf rund CHF 14 Mrd. pro Jahr. Liegt das nicht weitestgehend an der schlechten Dämmung alter Gebäude? Auch, aber nicht nur. Nicht zuletzt ist auch hier der Faktor Mensch matchentscheidend. Wir verstehen die Menschen, die in den Gebäuden wohnen und arbeiten als unsere wichtigsten Stakeholder. Müssen es beispielsweise wirklich ständig 24°C Innentemperatur sein oder würden 22°C ausreichen? Ist der Mensch verantwortlich oder die Technik? Was hat sich in den vergangenen 18 Jahren seit der Gründung von Avelon im Gebäude getan? Natürlich haben IT und die digitale Vernetzung nicht vor der Eingangstür Halt gemacht. Doch jedes Gebäude ist ein Unikat. Bei Avelon haben wir uns bereits 2002 zum Ziel gemacht, die Arbeit der Immobilieneigentümer und -verwalter zu vereinfachen. Häufig müssen diese mehrere Abteilungen, Mitarbeiter und externe Dienstleister koordinieren, um sicherzustellen, dass ihre Gebäude mit Effizienz und Komfort für die Bewohner funktionieren. Wir geben ihnen dafür die richtigen «Instrumente und Werkzeuge», um selbständig, ohne fremde Hilfe, handeln zu können. Zudem sind unsere Lösungen mittlerweile mobil und so intuitiv geworden, dass es GebäudeeigentümerInnen und -managerInnen nun möglich ist, ihr Portfolio digital zu überblicken, die KPIs zu überwachen und effektiv überall hin mitzunehmen. Und wohin geht die Reise der professionellen Gebäudeautomation? Ganz klar hin zum Aufbau von untereinander vernetzten Ökosystemen. Gebäudemanager, Eigentümer und Techniker werden auf lange Sicht von neuen und innovativen Lösungen in den Bereichen der Integration, des Monitorings und einer einfachen Steuerbarkeit profitieren. Sie werden autonomer und unabhängiger handeln können.

Zudem sehe ich noch viel Synergiepotential, unter anderem für die Kunden, die unsere Lösungen für das Energiemanagement und die Nebenkostenabrechnungen im Einsatz haben. Auf unserer Cloud managen wir eine Energiemenge in der Höhe von 4,963 Mio. kWh - dies entspricht ca. 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs der Schweiz! Durch diese riesige Datenmenge wissen wir zwar sehr viel von der Erzeugung, ein bisschen was von der Verteilung, aber in der Regel wenig bis gar nichts von der «Vernunft des Verbrauchs» auf den einzelnen Flächen (Wohnungen, Büros etc.). Das betrifft vor allem die professionelle Gebäudeverwaltung. Wie sieht es im Privatbereich aus? Für viele private HauseigentümerInnen und MieterInnen ist ein professionelles Gebäudemonitoring natürlich immer noch weitestgehend Neuland. Doch haben intelligente Systeme vor allem in den letzten fünf Jahren eine rasante Verbreitung erlebt. Es findet hier eine regelrechte Demokratisierung statt. Was bislang den Profis vorbehalten war, findet vermehrt Einzug in private Haushalte und Bürogebäude - was vor einigen Jahren wie eine Zukunftsvision erschien, wird bald vielerorts Normalität werden. Sie meinen damit den Bereich der Unterhaltungselektronik? Unterhaltungselektronik spielt natürlich bei der Vernetzung privater Gebäude auch eine wichtige Rolle. Doch

fördert das stetig steigende Bewusstsein der Menschen für Energieeffizienz und Sicherheit auch weitere Lösungen für den Privatgebrauch. Zum Beispiel im Bereich Energieverbrauchsmessung – wieviel Energie wird wo und wofür verwendet – bei der Temperatursteuerung, Luftqualität, Beleuchtung und Anwesenheitssimulation sowie bei Bewegungsmeldern, Türkommunikation und Beschattung. Wie können Private mit dem Wunsch nach mehr Effizienz im Gebäude von Ihren Produkten profitieren? Jedes Gebäude ist einzigartig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Bürogebäude, ein Hotel, ein Spital oder ein Privathaus handelt. Das macht ein effizienzbezogenes Monitoring oder Automatisierung aufwändig. Private HauseigentümerInnen und MieterInnen können heute von der Erfahrung des professionellen Gebäudemanagements in einem nie dagewesenen Ausmass profitieren. Wir verwalten heute rund 24  000 Wohnungen auf unserer Cloud-Plattform und werten täglich knapp 16 Millionen Datensätze aus. Diese Daten helfen uns, Gebäude besser zu verstehen und massgeschneiderte Optimierungslösungen günstig anzubieten. Braucht es dafür nicht hohe Investitionen in intelligente und komplizierte Technik? Natürlich ist eine umfassende Automation eines Gebäudes sehr anspruchsvoll. Aber wir entwickeln ständig neue Lösungen und Produkte für unsere professionellen Kunden, die Einzug in den Consumer-Markt finden. (siehe wisely.eco)

Welche sind das? Seit einiger Zeit bieten wir den kostengünstigen Sensor für Raumklima-Qualität «Wisely» auch für den Heimgebrauch an. Der Avelon Wisely muss nicht konfiguriert werden. Er ist im Handumdrehen installiert und zeichnet lückenlos ausgewählte Parameter auf. So misst er zum Beispiel die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit und in einer erweiterten Version, mittels einer CO₂-Messung, sogar die Luftqualität. Ein weiteres Highlight ist unser neuestes Produkt namens «Tracy». Mit ihr kann der aktuelle Stromverbrauch mit einfachen Mitteln überwacht werden. Tracy wird über eine optischen Schnittstelle mit dem Stromzähler verbunden und sendet sofort die Verbrauchsdaten auf Ihr Handy oder den PC. Somit müssen Sie nicht auf die nächste Abrechnung Ihres Stromlieferanten warten, um Ihren Energieverbrauch zu kennen. Wer braucht einen «Wisely»? Denken Sie an geschlossene Räume mit vielen Menschen drin. Grossraumbüros und Schulzimmer sind nur zwei Orte, an denen ab und an dicke Luft herrschen kann. Der Wisely überwacht die Luftqualität und die Temperatur in Echtzeit. Bei Abweichungen – respektive, wenn mal wieder gelüftet werden sollte – zeigt er dies diskret an. Ferner kann er mit Alarmierungen und jahrelangen Langzeitaufzeichnungen erweitert werden. Den Wisely CarbonSense haben wir in Zusammenarbeit mit dem «Schweizer Verein Luft und Wasserhygiene», «Lunge Zürich» und dem «Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz» konkret auch für Schulzimmer entwickelt. Wie sieht es dabei mit dem Datenschutz aus? Wisely und Tracy verwenden das Long Range Wide Area Network (LoRaWAN), um die Daten auf eine Cloud-Plattform zu senden. Dort werden sie aggregiert und können schliesslich auf einem Smartphone eingesehen werden. Die Messdaten sind doppelt verschlüsselt und in der Schweiz gehostet. Wir sind unseren Kunden verpflichtet. Die Daten bleiben in der Cloud, solange der Kunde nicht selbst Exporte und Abrufe anstösst.

«Die Überwachung von Energieeffizienz, Raumklima und Luftqualität liefert im privaten Bereich einen grossen Mehrwert.»

Die Digitalisierungs-Fee gewährt Ihnen einen Wunsch. Wie würde der lauten? Mein Team und ich möchten ein Bewusstsein für Lebensräume und Raumqualität schaffen. Wollen wir tatsächlich Energie sparen, müssen wir die Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Emotionen, d.h. den Menschen, in den Mittelpunkt rücken. Ist es nicht cool, wenn Gadgets plötzlich helfen, Kosten zu sparen und Effizienz zu steigern? Ich würde mir wünschen, dass wir unsere Gebäude noch besser verstehen und wichtige Beiträge zum Ressourcenschutz leisten. Dass dies funktioniert, ist mittlerweile bewiesen.

Technologie-übergreifende Standards, wie BACnet/IP und der Einsatz von LoRaWAN werden dabei entscheidend sein, um die Vielfalt von teilweise tausenden Geräten, technischen Systemen und gewachsenen Strukturen in einer Plattform zu integrieren. So können wir die Kommunikation zwischen Geräten und Systemen verschiedener Hersteller sicherstellen, sodass Daten ausgetauscht und Geräte problemlos zusammenarbeiten können. Hier ist Avelon mit zertifizierten Lösungen ganz vorne mit dabei. Unsere kostengünstigen umweltfreundlichen IoT-Sensoren, kombiniert mit Gebäudeautomationssystemen, ermöglichen eine Zukunft, in der das

Neben einem klaren Mehrwert, der über reine Spielerei hinausgeht, sind eine einfache Bedienbarkeit und hohe Benutzerfreundlichkeit für den Heimgebrauch zentral. Heute können einige unserer Einsteigerprodukte bereits über Digitec und Brack.ch bezogen werden.

Weitere Informationen: avelon.com

Quelle: BKW EnergyMonitoring


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014

BRANDREPORT VERISMO GMBH

Informationssicherheit ist ein Teamsport In Zeiten zunehmender Digitalisierung nimmt auch die Bedeutung von Informationen im Geschäftsumfeld rasant zu. Darum besteht eine der wichtigsten Aufgaben von Unternehmen darin, die Sicherheit dieser Informationen zu gewährleisten. Doch im Praxisalltag ist das alles andere als einfach, besonders für KMU. Wie man Informationssicherheit erschafft, warum sich eine ISO-Zertifizierung lohnt, und weshalb es für diesen Prozess mehr als nur eine IT-Abteilung braucht, weiss Harmen Frobeen von der Verismo GmbH.

S

ie bilden die Basis sämtlicher Strategien, Dienstleistungen und Produktentwicklungen und sind die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens: Informationen. Nur mit den richtigen Informationen finden Betriebe geeignete Geschäftspartner, können das Verhalten ihrer Kunden antizipieren und sich so neue Geschäftspotenziale erschliessen. «Wenn wir uns die Wichtigkeit von unternehmerischen Informationen vor Augen führen, wird schnell klar, warum deren Schutz so wichtig ist», erklärt Harmen Frobeen, Senior Consultant bei der Verismo GmbH. In Zeiten der Digitalisierung und der damit einhergehenden Zunahme von Daten und Information, steigen die Ansprüche bezüglich Informationssicherheit. «Kunden und Geschäftspartner, aber auch Aufsichtsbehörden sowie Gesetzgeber nehmen Firmen in diesem Bereich immer stärker in die Verantwortung.» Aus gutem Grund, denn die Gefahren und Risiken werden immer vielfältiger und sind längst nicht mehr nur auf Grosskonzerne ausgerichtet. «Wir sprechen hier nicht von spektakulären Hacker-Angriffen, sondern von ganz alltäglichen Gefährdungsszenarien», betont der Experte. Dazu gehören etwa Phishing-Mails, die bei unvorsichtigen Empfängern sensible Informationen ausspionieren oder Erpressersoftware auf den Rechner übertragen, Ausfälle von wichtigen Systemen, aber auch menschliches Fehlverhalten – sei es mutwillig oder aus Fahrlässigkeit. «Gerade innovative KMU finden sich vermehrt auf dem Radarschirm von Angreifern wieder», so Frobeen. Zu diesem Schluss gelangt auch die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes MELANI (www.melani.admin.ch). Mehr als nur eine IT-Disziplin Doch was kann man sich unter «Informationssicherheit» konkret vorstellen? «Vereinfacht gesagt ist damit der Schutz von Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gemeint», führt Harmen Frobeen aus. Man dürfe den Begriff aber keinesfalls mit Datenoder IT-Sicherheit verwechseln: Während ersteres den Schutz personenbezogener Informationen meint, steht der zweite Begriff für technische Schutzmassnahmen, die zum Schutz der Infrastruktur ergriffen werden. «Informationssicherheit umfasst alle diese Dinge, fügt dem Ganzen aber noch einen wichtigen Managementansatz hinzu. Insbesondere steht eine ausführliche Risikobetrachtung und –behandlung im Zentrum aller Aktivitäten», erklärt Frobeen. Denn die Gewährleistung von Informationssicherheit sei vor allem eine Managementaufgabe, «und diese Aufgabe wird im Geschäftsalltag immer wichtiger – gerade für KMU.»

zum Managen der Informationssicherheit aufzubauen, zu betreiben, zu monitoren und kontinuierlich zu verbessern», betont Harmen Frobeen. «Dazu ist es unerlässlich, das Management mit einzubeziehen.» Damit die im KMU-Paket enthaltenen Vorlagen und Tools problemlos in die eigene Kunden-Umgebung implementiert werden können, basieren diese allesamt auf gängigen Office-Anwendungen. Das Paket enthält z.B. Excel-basierte Tools zur Projektsteuerung und Fortschrittskontrolle sowie solche zur Risikobewertung und -behandlung, KMU-fokussierte Word-Vorlagen sowie Powerpoint-Vorlagen für Sensibilisierungs-Präsentationen.

ins Spiel: «Unsere Lösung ist speziell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU zugeschnitten», erklärt Frobeen. Die Paketlösung erlaubt es Betrieben, innert überschaubarer Zeit ihr eigenes ISMS aufzubauen, das nach ISO 27001 zertifiziert werden kann. «Zusammen mit dem Kunden erstellen wir dafür im Coaching-Verfahren ein ausführliches ISMS-Manual, das sich streng an die ISO 27001-Norm anlehnt.» Mit diesem Manual können Unternehmen die vom Standard geforderten Prozesse umsetzen und besitzen gleichzeitig einen Beleg für deren Konformität zum Standard. Frobeen: «Das Zertifikat zeigt, dass im Betrieb die notwendigen Strukturen und Prozesse für Informationssicherheit vorhanden sind und schafft damit Vertrauen nach aussen.» Das ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil die Anzahl einschlägiger Audits durch Auftraggeber generell zunimmt – gerade in Branchen mit sensiblen Informationen wie dem Bankenwesen oder der Pharmaindustrie. Umsetzung leicht gemacht «Bei unserem KMU-Paket handelt es sich um ein effizientes Hilfsmittel, das Unternehmen erlaubt, ein System

Begleiten bis zur Zertifizierung Wichtigster Teil der Paketlösung ist das Coaching der Kunden bei der Umsetzung durch erfahrene Berater der Verismo GmbH. «Selbstverständlich begleiten wir unsere Mandanten durch die Implementierung bis hin zur Zertifizierung.» Im Rahmen eines Initialmeetings werden der grundsätzliche Rahmen für das ISMS abgesteckt, Ziele definiert und der weitere Projekt-Ablauf besprochen. Wichtig: «Damit die Umsetzung erfolgreich verlaufen kann, muss dringend auch das Management an diesem Workshop teilnehmen», so Frobeen. «Als Coach ist uns wichtig, dass niemand einfach auf der Zuschauertribüne sitzt, sondern alle Beteiligten aktiv auf dem Feld mitspielen.» Die Dauer vom Projektstart bis hin zur Zertifizierung ist von mehreren Faktoren abhängig, darunter der Grösse und Branche des Unternehmens. «Wenn bislang keine nennenswerten Informationssicherheits-Strukturen im Unternehmen vorhanden sind, kann man von einer

5 Optimiert

Institutionalisierte Prozesse

4 Meßbar

ISO 27001 zertifizierbar

2 Intuitiv

Kontinuierliche Verbesserung

Policies Team

1 Ad hoc

Security Projekte Security Programm

0 Nicht existent

Zeit

Stand heute

6-8 Monate

Projektziel

Über die Verismo GmbH Die Verismo GmbH aus Küsnacht berät seit 2003 in allen Fragen des umfassenden Risikomanagements. Seit 2018 ist sie ein Tochterunternehmen der Ingenieurbüro Götsch AG mit Sitz in Zürich. Das Gesamtunternehmen kombiniert langjährige Kenntnisse der IT-Herausforderungen von KMU mit umfangreichen Beratungskompetenzen im Bereich Management-Systeme. Neben der Informationssicherheit und Datenschutz werden als Kompetenzfelder hauptsächlich die Bereiche Risikomanagement, Notfall- und Krisenmanagement und BCM (Business Continuity Management) abgedeckt. Weitere Informationen unter www.verismo.ch und isms@verismo.ch Tel. +41 43 2225825 und +41 79 4033392 Ansprechpartner: Dr. Klaus Bockslaff, klaus.bockslaff@verismo.ch Dr. Mathias Götsch, mathias.goetsch@verismo.ch Harmen Frobeen, harmen.frobeen@verismo.ch

Fatale Fehlannahmen Informationssicherheit entsteht dann, wenn technische und organisatorische Massnahmen im Unternehmen richtig zusammenspielen. Damit das funktionieren kann, ist von Anfang an das richtige Mindset wichtig. Folgende Fehlannahmen sollte man daher dringend aus dem eigenen Denken verbannen:

Informationssicherheit – Reifegrad

3 Definiert

Die Lösung für KMU Welche Möglichkeiten haben mittelständische Unternehmen nun, um Informationssicherheit zu gewährleisten? «Eine allgemein anerkannte Orientierung bietet der ISO-Standard 27001, welcher die Anforderungen an ein umfassendes, verlässliches Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) beschreibt.» An dieser Stelle kommen die Fachleute der Verismo GmbH

Die Paketlösung für KMU ist zu erschwinglichen Fixpreisen erhältlich und kann auf die jeweilige Unternehmensgrösse abgestimmt werden. «Wir haben für kleine und mittelgrosse Organisationen jeweils das passende Angebot», führt Frobeen aus. «Selbstverständlich unterstützen wir auch grössere Unternehmen mit weiterreichenden Anforderungen.»

Laufzeit von sechs bis acht Monaten ausgehen, während für die Zertifizierung nochmals zwei bis drei Monate anfallen», erklärt Frobeen. In dieser Zeit finden unter anderem mehrere Projekt-Meetings und Workshops statt. Die Arbeitstreffen müssen dabei nicht zwingend Face-to-Face stattfinden, sondern können auch als Webkonferenz durchgeführt werden.

• «ISO 27001 ist ein kaufbares Produkt» • «ISO 27001 ist ein einmaliges Projekt» • «Das ist Sache der IT» • «Das kann doch ein Junior machen» • «Ein Tool löst alle Aufgabenstellungen» Wie Sie diese Fehlannahmen vermeiden und das richtigen Mindset finden, erfahren Sie bei den Ansprechpartnern der Verismo GmbH.


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SBB BRANDREPORT

015

Wie unsere Bahnhöfe immer smarter werden Die SBB wappnen unsere Bahnhöfe für die Zukunft. Im Interview rekapituliert Philipp Leimgruber, Gesamtprojektleiter von «My Smart Station Zürich HB» die letzten beiden Jahre und kündigt gleichzeitig eine Weltneuheit an. Nutzen. Wir konnten dank der Wette den Zürich HB als Labor für die Entwicklung von neuen Services und Produkten etablieren. Unser ganzer Fokus liegt nun darauf, die grossen Innovationen, wie zum Beispiel die «SBB Augmented Reality App», organisatorisch zu verankern und gezielt weiterzuentwickeln. Kleinere Pilotprojekte wie den Kurzgeschichtenautomat im SBB-Reisezentrum wollen wir auf weitere Bahnhöfe ausrollen. Philipp Leimgruber

Philipp Leimgruber, das Thema Digitalisierung ist auch im Bereich Mobilität aktueller denn je. Inwieweit möchten die SBB als bundesnahes Unternehmen eine Vorreiterrolle übernehmen? Wir als SBB betrachten uns als Rückgrat der Schweizer Mobilität. Wir wollen auch zukünftig die Mobilität der Schweiz aktiv mitgestalten. Das bedeutet, dass wir die Chancen der Digitalisierung, neue Technologien oder gesellschaftliche Entwicklungen antizipieren und aufnehmen. Nur wenn wir gezielt in die Zukunft investieren – im «analogen» wie im «digitalen» Bereich – können wir unsere Rolle auch langfristig wahrnehmen. Im Frühling 2018 hiess es «Top, die Wette gilt!» Im Rahmen einer Challenge der Vereinigung «digitalswitzerland» haben Sie darum gewettet, den Zürcher HB zum digitalsten und persönlichsten Verkehrsknotenpunkt der Welt zu entwickeln. Haben Sie die Wette gewonnen? Wir haben von digitalswitzerland das Gütesiegel «bet fulfilled» erhalten, was uns natürlich sehr stolz macht. Schliesslich haben wir zwei Jahre sehr hart dafür gearbeitet. Viel entscheidender für uns ist aber der nachhaltige

In einem vergangenen Interview stellten Sie in Aussicht, bis im ersten Quartal 2019 rund ein Dutzend Projekte im Bereich Digitalisierung umzusetzen. Unter anderem wurde bereits eine spannende Erweiterung der «Mein Bahnhof App» präsentiert. Auf welche sonstigen Neuerungen dürfen sich SBB-Kunden freuen? Sie sprechen den Vorbestellservice «SBB FastLane» als Teil der «Mein Bahnhof App» an. Der Pilot läuft seit November 2018. Unser Ziel ist es, diesen Service bald für die Bahnhöfe Bern, Luzern, Basel und Genf auszuweiten. Mit der «SBB AR Preview App» haben wir eine gewaltige Innovation hervorgebracht. Das ist eine Weltneuheit, wie wir dank «Augmented-Reality» Echtzeit-Kundeninformation im Zürich HB auf das persönliche Device des Reisenden bringen. Hier ist das langfristige Ziel, AR Features auf die «SBB Mobile App» oder die «Mein Bahnhof App» zu bringen. Mit «SBB Smart Emma» haben wir ein neues Retail-Format in den Bahnhof gebracht. Über 50 000 Kunden konnten auf unserer Website abstimmen, welche kleinen lokalen Anbieter aus Zürich (zum Beispiel Caritas Secondhand Zürich, Zü-Wi-Bü Unverpackt, Stadtlandkind.ch, Dietiker-Cider) sie sich für eine temporäre Zeit im HB wünschen. Insgesamt haben wir mit «My Smart

Das Internet of Things bietet die Möglichkeit, den Füllstand von Abfallbehältern im Bahnhof zu messen.

Station Zürich HB» 24 Projekte in 24 Monaten erfolgreich umgesetzt. Einen guten Überblick gibt unsere Website sbb.ch/smart-station. Der «Hochgeschwindigkeitszug» der Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Welche Chancen bieten sich Ihrer Meinung nach und wo sehen Sie allenfalls Schwierigkeiten? Die Digitalisierung bietet Chancen, interne Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten. Ein Beispiel: Das Internet of Things bietet die Möglichkeit, den Füllstand von Abfallbehältern im Bahnhof zu messen. Mit Big Data kann der Mitarbeitende Muster erkennen und voraussagen, welche Touren zu welcher Tageszeit zum Leeren der Behälter am effizientesten sind. Für die Endkunden bietet uns die Digitalisierung insbesondere die Möglichkeit, personalisierte und standortbasierte Services anzubieten. Zwei Beispiele: Ein

Kunde verpasst seinen Anschluss am Zürich HB und erhält als Entschädigung einen digitalen Gutschein für einen Kaffee auf seine «SBB Mobile App». Ein Kunde fährt vorwiegend in den Nebenverkehrszeiten und erhält als Dankeschön einen digitalen Rabatt. Beide Beispiele zeigen auch die Herausforderung im Umgang mit Daten und Personalisierung: Auf der einen Seite Datenschutz berücksichtigen und auf der anderen Seite Zusatzservices anbieten. Bei den SBB Services hat der Kunde immer die volle Kontrolle darüber, welche Daten er mit uns teilen möchte. Zum Abschluss ein Blick in die Kristallkugel: Wie wird ein Bahnhof der SBB in zehn Jahren aussehen? Ich glaube, der Bahnhof wird sich in zehn Jahren optisch nicht grossartig verändern. Mit digitalen Services können wir dem Kunden aber das Leben bzw. das Reisen etwas erleichtern und effizienter gestalten. Dies indem er dank «SBB FastLane» den Lieblings-Espresso einfacher und schneller mitnehmen kann, und sich dank «SBB Augmented Reality App» besser am Grossbahnhof zurechtfindet. Für die SBB ist aber die Aufenthaltsqualität eine wichtige Zielgrösse. Ob sich die Kunden am Bahnhof wohlfühlen, hat viel mit der Architektur, der Sauberkeit, dem Shop-Angebot und der Atmosphäre zu tun. Dies sind vorwiegend Aspekte der analogen Welt. Mehr Informationen www.sbb.ch/smart-station

ABACUS BRANDREPORT

Mitarbeiter-Portal verändert HR-Prozesse Die fortschreitende Digitalisierung sorgt dafür, dass sich die bisher meist zentral geführten HR-Prozesse in Zukunft dezentral durchführen lassen. Das HR-Portal von Abacus unterstützt dabei die Personalabteilungen.

V

iele Aufgaben von Personalabteilungen werden heute noch mehrheitlich zentral abgewickelt. In den Bereichen der Personalbetreuung und -entwicklung sowie Rekrutierung und in anschliessenden Anstellungs- und monatlichen Vergütungsprozessen fallen in der Regel grosse Mengen an Daten und Dokumenten an. Diese müssen mehrheitlich von Personalabteilungen verarbeitet und verwaltet werden. Informationen werden dabei nicht einmalig an der Quelle, sondern mehrfach erfasst, was in der Regel sehr kostenintensiv ist. Da meistens nur die Mitarbeitenden der Personalabteilung direkten Zugriff auf die Informationen haben, gibt es häufig Rückfragen von Verantwortlichen in der Linie. Mitarbeiter-Portal von Abacus verändert HR-Prozess Das neu lancierte Mitarbeiter-Portal von Abacus erweitert die schweizweit derzeit bei mehr als 10 000 Betrieben im Einsatz stehende Abacus-Lohnsoftware. Sowohl

über das Portal als auch über die Smartphone-App AbaCliK können Abteilungsleitern und Mitarbeitenden Daten aus dem Personalstamm zur Verfügung gestellt werden. Dabei lässt sich stets entscheiden, wer welche Daten einsehen und bearbeiten darf. Mit Workflow-basierten Prozessen lassen sich papiergebundene Arbeitsabläufe ablösen, lange Wege eliminieren und Durchlaufzeiten wesentlich verkürzen. HR-Prozesse können individuell gemäss den Anforderungen eines Unternehmens abgebildet und standortunabhängig über das Mitarbeiter-Portal und per Smartphone-App ausgelöst werden. Mit ihnen wird nicht nur die Effizienz, sondern auch die Aktualität und Qualität der Daten gesteigert, Medienbrüche eliminiert und die Fehleranfälligkeit auf ein Minimum reduziert. Mitarbeiterdossiers können sowohl von berechtigten Personen als auch vom Mitarbeitenden selbst direkt im Portal oder mobil auf der App AbaClik eingesehen werden. Damit erübrigt sich beispielsweise der Versand von

HR der nächsten Generation

Lohnabrechnungen, da diese einem Mitarbeitenden im Portal jederzeit zur Verfügung stehen. Da Vorgesetzte ausgewählten Dossiers Dokumente hinzufügen können, werden die sogenannten Schattendossiers obsolet. Im Bewerbungsprozess wird die Linie in die Rekrutierung

eingebunden, sodass sie jederzeit über den Stand einer Vakanz und der Bewerber informiert ist. Mitarbeiterbeurteilungen und Zielvereinbarungen werden in einem interaktiven Prozess zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitenden direkt im Portal durchgeführt. Sie lassen sich jederzeit von Beteiligten einsehen und auswerten. Ausserdem unterstützt das integrierte Abacus-ZeugnisModul die Personalabteilung und Linienverantwortliche bei der Erstellung und Verwaltung von Arbeitszeugnissen.

Übergeordnet unterstützen zahlreiche individualisierbare Auswertungen und interaktive BI-Dashboard Entscheidungsträger bei der Analyse von HR-Trends und ermöglichen eine effiziente und bedarfsgerechte Datenanalyse in Echtzeit.

Aus Mitarbeiterdaten werden Informationen – grafisch und interaktiv auswertbar mit dem Abacus Data Analyzer.

Die Abacus HR-Applikationen unterstützen Sie bei der Neugewinnung und Verwaltung von Mitarbeitenden vor, während und nach dem Anstellungsverhältnis. Dank automatisierten Prozessen und individualisierbaren Vorlagen arbeiten Sie zeit- und kosteneffizient. • Automatisierter Bewerbungsprozess • Digitalisiertes Personaldossier • Mitarbeiterportal (ESS/MSS) www.abacus.ch/hr


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AUSBILDUNG

WWW.FOKUS.SWISS

Wer digitale Innovation will, muss die entsprechenden Talente ausbilden Die Schweiz hat es trotz ihrer geringen Grösse immer wieder geschafft, sich ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren. Der Grund dafür liegt in ihrer grossen Innovationskraft. Doch um diese weiterhin sicherstellen zu können, muss die Schweiz die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur nutzen, sondern aktiv vorantreiben. Das klappt aber nur, wenn schon heute die Talente von morgen ausgebildet werden. TEXT SMA

D

ie Digitalisierung ist keine ferne Entwicklung mehr, die sich am Horizont abzeichnet. Die Digitalisierung ist hier – und sie verändert Unternehmen aller Branchen und Grössen nachhaltig. Für die Schweiz wird diese Entwicklung von Fachleuten generell als Chance gesehen: So hält unter anderem das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) fest, dass es gerade für ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz entscheidend sei, die Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen. Um Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern, müsse sich die hiesige Volkswirtschaft gut für die bestehenden und kommenden Herausforderungen positionieren.

Die digitale Transformation darf also mit Fug und Recht als Paradigmenwechsel bezeichnet werden. Doch welche konkreten Veränderungen bringt sie mit sich? Zum einen verändern sich aufgrund der technischen Entwicklungen die Stellenprofile in der Wirtschaft, und zum anderen geschieht eine Umwälzung der Stellenanzahlen innerhalb sowie zwischen den Branchen. In einem Bericht von 2017 führt der Bundesrat Analysen auf, die belegen, dass in den ANZEIGE

nächsten Jahrzehnten etwa elf Prozent der Stellen in der Schweiz wegfallen könnten. Damit bewege sich der aktuell erwartete Strukturwandel im Rahmen der Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt während der letzten Jahrzehnte. Diese Aussichten mögen auf den ersten Blick alles andere als positiv erscheinen. Jedoch: Der gleiche Strukturwandel hatte in den letzten beiden Jahrzehnten positive Auswirkungen für die Schweiz. So gingen innerhalb der letzten 20 Jahren zwar rund 350 000 Stellen verloren, es wurden aber netto auch 860 000 neue Stellen geschaffen. Zusammen mit anderen Einflussfaktoren habe der technologische Fortschritt auch in diesem Zeitraum ein anhaltendes Beschäftigungswachstum ermöglicht. Die Bildung steht in der Verantwortung Was sich heute deutlich abzeichnet: Der Arbeitsmarkt von heute und der Arbeitsmarkt von morgen werden sich massgeblich voneinander unterscheiden. Gemäss dem Bericht des Bundesrates wird es «entscheidend sein, dass sich die benötigten Qualifikationen rasch auf dem Arbeitsmarkt finden lassen.» Und diese Qualifikationen

entstehen natürlich nicht von alleine. Hier steht das Schweizer Bildungssystem in der Verantwortung, die entsprechenden Talente zu identifizieren und zu fördern. Dafür sei die Bildungslandschaft in der Schweig insgesamt gut aufgestellt. Dies nicht zuletzt dank des dualen Bildungssystems. Doch natürlich müssen auch die Hochschulen und Universitäten ihren Teil dazu beitragen, die digitalen Kompetenzen in der Gesellschaft zu stärken und bestehendes Fachwissen zu vertiefen. Diese Message ist bei den Verantwortlichen der Bildungsinstitute definitiv angekommen: Egal ob Universität oder Hochschule – der Digitalisierung wird im Bereich der Aus- und Weiterbildungen immer mehr Rechnung getragen. Dabei geht es primär um die Vermittlung von neuem technischem Fachwissen. Dieses lässt sich unter anderem im Rahmen von Bachelorund Masterstudiengängen vermitteln. Ein zunehmend beliebtes Mittel sind aber auch die vergleichsweise kurzen CAS-Module. Deren Vorteil: Sie richten sich an Fachpersonen, die schon über gewisse Kenntnisse verfügen, zum Beispiel im Bereich des Programmierens. In Rahmen des CAS werden ihnen dann neue,

zusätzliche Kompetenzen vermittelt. Diese Weiterbildungen sind auch wichtig, um ältere Arbeitsnehmer fit zu halten für die sich wandelnden Ansprüche ihrer jeweiligen Branche. Auch eine Führungsaufgabe Die Digitalisierung ist aber nicht nur ein rein technischer Prozess, sondern auch ein kultureller. Aus diesem Grund sind die «Transformationskompetenzen» von Führungskräften enorm wichtig. Entsprechende Ausund Weiterbildung gewinnen daher zunehmend an Beliebtheit, wie etwa EMBA-Angebote zur digitalen Transformation. Diese richten sich an Führungskräfte, die sich den Anforderungen des digitalen Wandels aktiv stellen wollen. Es werden insbesondere zukunftsorientierte Managerinnen und Manager angesprochen, die am Puls des Wirtschaftslebens stehen und deren Aufgabe es ist, Unternehmen oder Unternehmensbereiche im digitalen Zeitalter erfolgreich zu führen. Zu den vermittelten Inhalten gehören bspw. strategische Unternehmensführung, digitales Marketing sowie digitales Leadership. Der letzte Punkt umfasst auch digitales HR, ein wichtiges potenzielles Spannungsfeld.

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Bachelor of Science FHO in Systemtechnik Studienrichtungen, Vollzeit oder berufsbegleitend – – – – – –

Maschinenbau Photonik Mikrotechnik Elektronik und Regelungstechnik Ingenieurinformatik Informations- und Kommunikationssysteme

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Masterstudium – MSE Master of Science FHO in Engineering – MAS/MENG in Mechatronik – MAS/MENG in Energiesysteme

NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs und St. Gallen FHO Fachhochschule St. Gallen


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HOCHSCHULE LUZERN BRANDREPORT

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Die Schmiede für Cyber-Security-Profis Digitale Technologien sind die grossen Innovationstreiber unserer Zeit. Diese Entwicklung eröffnet gewaltige Chancen – wirft gleichzeitig aber auch viele Sicherheitsfragen auf. An der Hochschule Luzern (HSLU) werden seit letztem Jahr Fachleute spezifisch dafür ausgebildet, sich diesen Fragen anzunehmen. Wie man dabei vorgeht, erklärt René Hüsler, Direktor Departement Informatik, im Interview.

René Hüsler

René Hüsler, im vergangenen September lancierte die Hochschule Luzern (HSLU) den neuen Studiengang «Bachelor in Information & Cyber Security». Warum? Wir haben den Studiengang aus der Erkenntnis heraus geschaffen, dass Cyber Security ein extrem relevantes und breites Feld darstellt. Eines, das aufgrund aktueller Megatrends wie Digitalisierung, Industrie 4.0 sowie dem Internet of Things künftig noch wichtiger werden wird. Wir wollen unsere Studierenden auf die zahlreichen Herausforderungen vorbereiten, aber auch auf die vielen Chancen, die sich aus dieser Entwicklung heraus ergeben werden. Unser «Bachelor in Information & Cyber Security» bietet dafür den perfekten Rahmen. Welche Lerninhalte werden den Studierenden vermittelt? Sie lernen alle Facetten der Cyber Security kennen. Da uns bei der HSLU der Praxisbezug ein Hauptanliegen ist, konfrontieren wir unsere Studierenden schon früh mit realen Fragestellungen. Gleichzeitig erhalten sie natürlich die Möglichkeit, theoretisches Fachwissen aufzubauen

und ihre Kenntnisse zu vertiefen. Im Verlauf ihres Bachelorstudiums haben die Studierenden dann die Möglichkeit, sich zu spezialisieren: Sie können entscheiden, ob sie sich lieber der Programmierung von Cyber-Security-Anwendungen widmen möchten. Oder ob sie eher einen generalistischen Ansatz verfolgen wollen – und sich zu diesem Zweck die Kenntnisse eines «Information Security Officers» aneignen. Beides sind sehr zukunftsträchtige Berufsfelder, die unseren Absolventinnen und Absolventen viele attraktive Chancen eröffnen.

Was müssen Kandidaten mitbringen, um für den «Bachelor in Information & Cyber Security» zugelassen zu werden? Wir richten uns primär an Informatiker/innen und Mediamatiker/innen mit abgeschlossener Berufsausbildung sowie Berufsmaturität, die ihre Kenntnisse im Bereich Information & Cyber Security vertiefen wollen. Doch auch gymnasiale Maturandinnen und Maturanden sind zugelassen, vorausgesetzt sie absolvieren vor Studienbeginn ein einjähriges Praktikum.

Sie haben den hohen Praxisbezug angesprochen. Wie stellen Sie diesen sicher? Die HSLU ist hervorragend vernetzt und befindet sich im ständigen Austausch mit relevanten Firmen, Bundesstellen sowie der Armee, bei der wir an der Cyber-Security-Rekrutenschule beteiligt sind. Darüber hinaus haben unsere Studierenden die Möglichkeit, an einem sechswöchigen Aufenthalt in Israel teilzunehmen und von den dortigen Experten spannende Einblicke in den Bereich Cyber Security zu erhalten. Natürlich spielen auch unsere Dozentinnen und Dozenten eine wichtige Rolle: Bei ihnen handelt es sich um ausgewiesene Fachleute, die über weitreichende Praxiserfahrung verfügen. Zudem beschäftigen wir viele Lehrbeauftragte, die mit unseren Studierenden spezifische Themen vertiefen. Dabei fungieren unsere Dozierenden quasi als Coaches. Die klassische Vorlesung mit Frontalunterricht macht nur einen sehr geringen Teil des Bachelorstudiums aus. Vielmehr wollen wir erreichen, dass Studierende sich die Theorie im Vorfeld der Lernveranstaltung aneignen und dann gemeinsam mit den Dozierenden konkrete Fragestellungen behandeln.

Die HSLU richtet sich mit ihrem vielfältigen Weiterbildungsangeboten auch an Erwachsene. Gibt es in diesem Bereich ebenfalls Angebote zum Thema Cyber Security? Die gibt es in der Tat. Die Palette reicht vom zweitägigen Fachkurs bis hin zum berufsbegleitenden «Master of Advanced Studies». Da die Weiterbildungsangebote der HSLU modular aufgebaut sind, können Interessierte ihr ganz persönliches Programm zusammenstellen. Ob man sich nun das Know-how eines «Data Privacy Officers» aneignen möchte oder sich eher in Richtung «Technology Expert» bewegen will – wir verfügen über das passende Weiterbildungsangebot. Relevantes Fachwissen sowie interessante Vorlesungen tragen viel zur Attraktivität eines Studiums bei. Ebenso wichtig sind aber auch die Infrastrukturen. Und genau in diesem Bereich hat das Department Informatik der HSLU für Studierende sehr viel zu bieten: Mitte August dieses Jahres beziehen wir zusammen mit dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der

Hochschule Luzern - Wirtschaft den neuen Campus Zug-Rotkreuz. Dort stehen uns mehr als zwei Fussballfelder an Fläche zur Verfügung, aufgeteilt auf zwei Gebäude. Studierende und Dozierende dürfen sich auf attraktive Räumlichkeiten mit modernster Infrastruktur sowie auf innovative Labors und Arbeitsplätze freuen. Auch das kulinarische Angebot wird sich sehen lassen können. Und da an unserem Campus die Fachgebiete Informatik und Finance so nahe zusammenkommen, dürften interessante Schnittstellen entstehen.

ÜBER DIE HOCHSCHULE LUZERN. Die Hochschule Luzern ist eine von sieben öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen der Schweiz. Sie wurde 1997 gegründet und wird vom Konkordat der sechs Zentralschweizer Kantone getragen. Sie vereinigt die Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft, Informatik, Soziale Arbeit, Design & Kunst sowie Musik. Die HSLU war die erste Schweizer Fachhochschule, die im Jahr 2016 ein eigenes Departement Informatik eingeführt hat. www.hslu.ch

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EXPERTENPANEL

WWW.FOKUS.SWISS

Digitalisierung in der Schweiz PETER HOGENKAMP CEO Scope Content AG

THOMAS LANG CEO Carpathia AG

DANIEL NIKLAUS Geschäftsführer Netlive IT AG

NICOLAS BÜRER Managing Director digitalswitzerland

Was sind die aktuellen Trends in der Digitalisierung? Die Lage ist unübersichtlich. Es gibt die grossen Trends wie künstliche Intelligenz, Internet of Things, Blockchain, jeder mit gewaltigem Potenzial. Dann gibt es Querschnittsthemen wie Cyber Security oder Datenschutz. Was passiert, wenn wir diese neuen Systeme bauen, aber sie sind nicht sicher genug, indem etwa Terroristen sie lahmlegen könnten, oder ein ausländischer Geheimdienst unsere Daten abzügelt? Die aktuelle Diskussion um Huawei, das wohl die Hälfte seines Umsatzes verliert, zeigt die Brisanz. Die Tatsache, dass ich ehrlich nicht beurteilen kann, ob das nur das Trump-typische erratische Säbelrasseln ist, oder ob die Chinesen uns wirklich mit unseren Smartphones und der Netzinfrastruktur abhören würden, zeigt, wie kompliziert die Materie ist.

Generell geht die Digitalisierung viel weiter als nur Technologie, die vor allem durch Innovationen rund um die Blockchain oder auch Machine-Learning-Konzepte für auf künstlicher Intelligenz basierte Anwendung dominiert wird. Die ganzen Umwälzungen stellen Unternehmen vor grösste Herausforderungen. Zudem sind die aktuellen Unternehmenslenker oft überfordert und zu stolz, das Ruder schleunigst der jüngeren Generation zu überlassen.

Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Im Privaten, dem so genannten B2C-Bereich, hat die Digitalisierungswelle durchschlagenden Erfolg. Egal, ob man sich das Einkaufsverhalten anschaut, wie sich Menschen informieren, bewegen oder austauschen – Digital ist überall. Und wir lieben es. Dieser grosse Erfolg im Privaten findet aktuell verstärkt in den Unternehmen statt (B2B). Auch wenn es dort etwas länger dauerte. Das Bewusstsein ist bei den Managern und den Mitarbeitenden vorhanden. Jetzt werden alle Prozesse digitalisiert. Vor allem künstliche Intelligenz und Blockchain, die bis anhin mehr Schlagwort als praktischer Nutzen waren, erreichen einen Reifegrad, der die Unternehmenswelt in den nächsten fünf bis zehn Jahren massiv beeinflussen wird.

1. Alle Unternehmen werden sich zukünftig mit Daten auseinandersetzen. Es findet eine Verschmelzung von Hard- und Software statt. 2. Industriekonvergenz: Apple Watch fordert traditionelle Uhrenmarken heraus, der chinesische E-CommerceGigant Alibaba verdrängt mit Alipay andere OnlineZahlungs-Systeme, Amazon dringt in Life Sciences vor. 3. Auch analoge Branchen müssen sich der digitalen Transformation stellen. 4. Unser Alltag und Geschäftsleben wird verstärkt von Machine Learning geprägt.

Wie ist die Schweiz davon betroffen? Die Schweiz als Hochlohnland ist natürlich von jeder möglichen Automatisierung und Virtualisierung massiv betroffen, insbesondere, wenn man hört, dass heute der grenzüberschreitende Dienstleistungssektor um 60 Prozent schneller wächst als der Warenverkehr. Unsere Firma beschäftigt auch vier Software-Entwickler in Belgrad, und das nicht nur, um etwas Geld zu sparen, sondern vor allem, weil wir Leute mit dieser Qualifikation in Zürich gar nicht finden würden.

Die Schweiz ist sogar noch stärker davon betroffen als der Grossteil der Industrieländer. Denken wir an die bröckelnde Macht der Banken, die es in der heutigen Form kaum noch braucht. Denken wir an die dominante Pharma-Industrie wie auch die NahrungsmittelKonzerne, die gerade von der Disruption im Handel stark betroffen sind und viele der altbewährten Strategien, die Gültigkeit verlieren – gerade hinsichtlich regionaler Vertriebskontrollen, Preispolitiken und vielem mehr. Die Digitalisierung reisst territoriale Abgrenzungen ein, was auch die Politik überfordert.

Für einen international so verflochtenen und breit aufgestellten Standort wie die Schweiz kann man nur sagen: mehr als die meisten anderen Länder auf der Welt.

Arbeitsmarkt: Durch Digitalisierung verändern sich Aufgaben und es fallen bis zu 1. Mio. Stellen weg. Dafür entstehen fast ebenso viele neue Tätigkeitsfelder. Lebenslanges Lernen ist daher unerlässlich. Innovationskraft: Die Welt wird noch vernetzter und die digitale Disruption schreitet schneller voran. Kleine Märkte wie die Schweiz müssen unbedingt innovativ bleiben. Bevölkerungsakzeptanz: Digitaler Wandel braucht Akzeptanz – gerade bei der breiten Bevölkerung.

Wie steht die Schweiz im Vergleich zum Ausland da? Auch darauf gibt es keine einfache Antwort. Es gibt viele Dauerbrenner wie etwa Cloud Computing oder Mobile Computing, die schon über zehn Jahre laufen, aber viele Firmen noch nicht umgesetzt haben.

Wir liegen im Mittelfeld. Wir haben viele innovative Unternehmungen, sehr gute Ausbildungsinstitutionen und Talente. Ich sehe jedoch gegenüber dem Ausland auch klare Defizite etwa im Bereich der Infrastruktur oder der politischen Rahmenbedingungen. Ich wage zu behaupten, dass unsere geschätzte direkte Demokratie unter gewissen Umständen für Innovationen hinderlich ist.

Hervorragend. Wir halten uns zwar oft für etwas langsamer. Das liegt aber daran, dass wir uns mit den Besten der Besten vergleichen. Wirft man einen Blick auf den breiten Mittelstand, sind wir Weltspitze in der Integration digitaler Technologien. Selbst im Vergleich zu den USA. Wenn wir auch in Zukunft vorne mithalten wollen, müssen wir die Chancen der Digitalisierung noch konsequenter nutzen.

Die Schweiz positioniert sich rund um das Thema Digitalisierung an der Spitze von globalen Rankings. Wir machen derzeit grosse Fortschritte in vielen Bereichen. Die neue Libra-Währung von Facebook und 27 weiteren Partnern wird mit Hilfe des Vereinssitzes in Genf die ganze Schweiz zu einem führenden Hub für Cryptowährungen und Blockchain-Technologien etablieren. INTERVIEWS MOHAN MANI

BRANDREPORT GO4MOBILE

Mobile Bedrohungen dank KI im Griff Gemäss Google sind 0.09 Prozent der Geräte, die den Play Store nutzen, mit Malware infiziert. Auf der anderen Seite zeigen Marktstudien, dass Unternehmen, die die Mobilität der Mitarbeiter fördern, einen klaren Wettbewerbsvorteil haben. Geschickt aufgestellt, gelingt dieser Spagat.

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ährlich gehen rund 4.3 Prozent aller geschäftlich eingesetzten Smartphones verloren, die Nutzung von «fremden» WLANs, z.B. in Hotels, ist Alltag. Neben infizierten Apps sind das beliebte Angriffspunkte. Diese können in drei Gruppen unterteilt werden: Die Device-, Network- und App-Ebene, weshalb man auch von der «DNA» von Angriffen spricht. Das Ziel ist, an persönliche Informationen wie z.B. Passwörter zu gelangen. Im Jargon geht es unter anderem um Privilege escalation, Man-in-the-Middle oder Keylogger. Dreistufiges Fundament für eine erfolgreiche Abwehr Den verschiedenen Angriffsvektoren muss systematisch und auf mehreren Stufen entgegengewirkt werden. Umsichtiges Nutzerverhalten ist entscheidend und bildet die Grundlage. Google und Apple schützen auf Stufe zwei mit dem Scannen von Apps vor deren Publikation in den Stores und geschickter Architektur der Geräte. Bekannte Bedrohungen wie z.B. Geräte ohne PIN oder mit fehlender Verschlüsselung werden von Unified Endpoint Management Systemen (UEM) auf Stufe drei abgewehrt.

Mit KI Angriffe schnell erkennen und sofort abwehren Die Abwehr von unbekannten Angriffen bildet die Stufe vier: Mobile Threat Defense. Laut der Unternehmensberatung Gartner ist eine solche Lösung als integraler Bestandteil eines UEM besonders effektiv. Erkennen von Bedrohungen und durchsetzen von Massnahmen passieren voll integriert. Der Schutz wird beim Rollout der UEM-Suite ohne Nutzerinteraktion installiert, ist

dank des UEM-Clients immer aktiv und kann vom Nutzer nicht selektiv deinstalliert oder deaktiviert werden.

Erkennung keine Interaktion mit der Cloud nötig ist, reagieren sie sehr schnell und auch offline.

Besonders gut schützen Systeme, die auf künstlicher Intelligenz basieren und autonom auf dem Gerät agieren. Das Verhalten des Gerätes wird anhand von unzähligen Datenpunkten auf Anomalien analysiert. Auf diese Weise können alle Angriffstypen - Device, Network und App - identifiziert und abgewehrt werden. Da für die

CISO und Nutzer schlafen besser Mit dem vierstufigen Dispositiv sind geschäftliche und private Daten sehr gut geschützt. Ein klarer Mehrwert für die Firma aber auch die Mitarbeitenden, denn auch die privaten Daten wie Bank-Logins gelangen nicht mehr in falsche Hände. Wettbewerbsvorteil ohne Kopfschmerzen also.

go4mobile ist Marktführerin im Bereich Enterprise Mobility und bedient seit 2007 namhafte mittlere und grosse Unternehmen in der Schweiz. Weitere Infos unter www.go4mobile.ch


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

SBB BRANDREPORT

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Die gesamte Mobilität in einem Abo Als Ingenieur und Dozent an verschiedenen Schweizer Hochschulen wollte Thomas Frei flexibler unterwegs sein und je nach Situation und Ort verschiedene Verkehrsmittel nutzen und kombinieren. Vor einem Jahr hat er seinen Volvo verkauft. Autobesitz ist für ihn heute wie CDs kaufen: ein alter Zopf! TEXT SBB AG

S

onntag beim Abendessen. Thomas und Corinne besprechen die bevorstehende Woche. «Morgen komme ich spät nach Hause, ich habe nach der Vorlesung in Zürich ein Abendessen in Bern mit den Kollegen vom Institut», meint Thomas. «Weisst du schon wie du nach Zürich fährst?» will seine Frau wissen. Thomas kann solche Entscheide jeweils sehr spontan treffen. Denn er besitzt ein Mobilitäts-Abo, dank dem ihm vom eigenen Elektroauto über den ÖV, Bike- und Carsharing alle Verkehrsmittel-Optionen offenstehen. Thomas hat einen BMW i3 und lädt das Elektroauto jeweils über Nacht an der Heimladestation (mit eigenem Solarstrom). So steht der BMW i3 morgens immer vollgeladen für die nächsten rund 300 Kilometer (Reichweite gemäss WLTP) bereit. «Ich habe gedacht, ich nehme das Auto, dann bin ich mit dem Heimfahren flexibel». Im Durchschnitt legt ein Auto täglich nur knapp 34 Kilometer zurück. Für den täglichen Gebrauch reicht also die Heimladestation bestens aus. Steht mal eine längere Fahrt an, so kann man schweizweit bereits heute an über 4 000 Ladestationen auch unterwegs laden.

Auch Corinne hat kein eigenes Auto, da sie als freischaffende Steuerberaterin viel im Homeoffice arbeitet und auch gerne mit dem ÖV fährt. Gelegentlich nutzt sie den BMW i3 von Thomas. «Ich fahre am Vormittag mit dem Zug zu einem Kunden nach Kerzers, am Nachmittag dann nach Burgdorf. Für die Fahrt von Kerzers nach Burgdorf wäre das Auto ganz praktisch». Thomas disponiert um: «Ich kann mit dem Auto nach Kerzers fahren, es dort am Bahnhof parkieren und mit dem Zug nach Zürich weiterfahren. Dann kannst du das Auto am Bahnhof nehmen und von dort zum Termin in Burgdorf fahren. Und ich kann die Zugfahrt gleich zum Arbeiten nutzen». Im Mobilitäts-Abo ist das Parkieren am Bahnhof (P+Rail) in der ganzen Schweiz inbegriffen. Verschiedene Verkehrsmittel in einem Abo Thomas ist einer von bereits über 200 SBB Green Class Abonnenten. Er nutzt und kombiniert die im Abo inkludierten Mobilitätsangebote (Elektroauto zur persönlichen Nutzung, GA, Bike- und Carsharing) frei nach seinen Bedürfnissen und reist bequem von

Tür zu Tür. Die SBB kombiniert mit SBB Green Class die Stärken der Bahn mit dem Potenzial von Digitalisierung und neuen Mobilitätsträgern. Die wenigen Male, die Thomas und Corinne einen grösseren Kofferraum für einen Möbeltransport benötigen, mieten sie über SBB Green Class einen Transporter beim Drittanbieter Mobility. Oder wenn Thomas im Herbst ein Seminar in der Genfer Innenstadt leitet, mietet er bei Mobility einen Smart und findet dank dem kleinen «Flitzer» in den engen Gassen einen Parkplatz. So wird die SBB zunehmend von der etablierten Bahn- zur digitalen und persönlichen Mobilitätsdienstleisterin. Weg vom Besitz Als Thomas vor zwei Jahren erstmals durch seine Schwägerin vom SBB Green Class Mobilitäts-Abo hörte, konnte er sich nicht vorstellen, ein Auto nicht zu besitzen. «Dabei bist du ja Netflix- und SpotifyAbonnent. Und besitzt schon längst keine CDs mehr im Regal», entgegnete ihm damals die Schwägerin. Seit dem ersten Tag, als der BMW i3 in seiner Garage Nachhaltig unterwegs Die SBB betreibt mit der Bahn das klimafreundlichste und energieeffizienteste Verkehrsmittel neben dem Langsamverkehr. Die Züge der SBB fahren bereits heute mit Strom aus 90 Prozent Wasserkraft. Eine Bahnfahrt ist in der Schweiz somit rund 6 Mal energieeffizienter und verursacht 27 Mal weniger Treibhausgase als eine Fahrt mit einem herkömmlichen Auto auf einer vergleichbaren Strecke. Mit SBB Green Class bietet die SBB ein ökologisches Mobilitätsangebot inklusive Strassenverkehr an: Ob eigenes Elektroauto, ÖV, Carsharing oder Bikesharing - statt fossiler Brennstoffe nutzen SBB Green Class Kundinnen und Kunden vorwiegend einheimischen Strom oder Muskelkraft für ihre Mobilität. Auch Carsharing schont die Umwelt: Ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt zehn Privatautos. Eine Studie der ETH im Rahmen des SBB Green Class Pilotprojekts hat ausserdem gezeigt: Wer mit dem Mobilitäts-Abo unterwegs ist, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz indem sich der CO2-Ausstoss ihrer Mobilität um 20-30 Prozent reduziert. Darüber hinaus verändert sich der Modalsplit zugunsten des Elektroautos und der Anteil der Zugfahrten nimmt leicht zu.

stand, sind seine Bedenken verflogen: dank dem Modell der Auto-Langzeitmiete kann er jederzeit losfahren, muss das Auto nicht teilen (ausser mit seiner Frau, wenn er will), seine Sporttasche bleibt auf dem Rücksitz, die Einkaufstaschen im Kofferraum. Mit SBB Green Class hat Thomas während der gesamten Abo-Laufzeit also trotzdem sein «eigenes» Auto. Nach Ablaufen verlängert er einfach das Abo oder wählt ein Abo mit einem anderen Elektroauto. Finanziell lohnt sich das. Sein alter Volvo kostete ihn rund 750 Franken im Monat. Dazu kamen 525 Franken im Monat für das GA 1. Klasse. Für SBB Green Class Premium-Abo mit dem BMW i3 bezahlt er monatlich 1330 Franken. Und dafür erhält er sogar mehr als nur die reinen Mobilitätsangebote. Thomas erhält einen SMS-Aufruf für das Wechseln der Winter- oder Sommerpneus. Die neue Autobahnvignette wird ihm per Post zugeschickt und sollte er einen Autoservice benötigen, bucht er diesen über eine App und auch die Autoversicherung und Motorfahrzeugsteuer sind mit dem Abo bereits bezahlt. Verschiedene, nachhaltige Verkehrsmittel in einem Abo Mit dem SBB Green Class Mobilitäts-Abo bekommen Sie alles aus einer Hand und kombinieren nach Belieben die für Sie passenden Verkehrsmittel. Die attraktive Flatrate bietet folgende Leistungen und Services:

• Generalabonnement 1. oder 2. Klasse • Eigenes Elektroauto (wahlweise ein Tesla Model S, VW e-Golf, Nissan Leaf oder BMW i3)

• Fahrzeugsteuern, -versicherungen und -services • Sommer- und Winterreifen (inkl. Wechsel und Einlagerung)

• Parkplatz am Bahnhof (P+Rail) • Kostenloses Aufladen unterwegs

(für ca. 3000 Kilometer pro Jahr)

• Mobility Carsharing (z.B. zur Weiterfahrt am Zielbahnhof)

• Bikesharing PubliBike (in grösseren Städten) Weitere Informationen unter sbb.ch/greenclass


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