Fokus 50+

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Mit meinem Nachlass gebe ich Kindern eine Zukunft! Lesen Sie unseren Beitrag auf Seite 19

www.worldvision.ch

E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

JAN 21

50 PLUS Sinnlichkeit Keine Frage des Alters

Vorsorge Gut geplant ist halb gewonnen

Influencer über 50 Stilbewusstsein hat kein Ablaufdatum

Interview

HALLE BERRY «Ich bin es leid, über die Zahl in meiner Geburtsurkunde definiert zu werden.» Lesen Sie mehr auf www.fokus.swiss

Ein Burnout kann jeden treffen. Doch jede und jeder Betroffene reagiert anders. Darum sind unsere spezialisierten Angebote konsequent auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtet.

Depressionen, Angst, Burnout

Psychotherapie Generation 50+

Essstörungen (ab 16 Jahren)

Adipositas

Privatklinik Aadorf

Tel. +41 (0) 52 368 88 88

Fohrenbergstrasse 23

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Persönlich

Persönlich und diskret. und diskret. Psychotherapie Psychosomatik Psychotherapie Psychiatrie

Psychosomatik Psychiatrie


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EDITORIAL

WWW.FOKUS.SWISS

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LESEN SIE MEHR... 04 Sexualität 10 Andropause

Die 50er Jahre – das Leben noch halb voll oder schon halb leer...?

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Profilinterview: Halle Berry

14 Interview: Ariane Lüthi 18

Vorsorge

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Influencer

FOKUS 50 PLUS. PROJEKTLEITUNG:

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it Blick in das Internet wird schnell klar, das Leben nach der magischen Grenze von 50 Jahren wird als «die besten Jahre», «jetzt fängt das Leben so richtig an» oder «als die genussvollen Jahre» betitelt und beworben. Eine Vielfalt von Angeboten «50plus» sind spezielle für diese Altersgruppe vorgesehen, glückliche Menschen, Paare und Gruppen lächeln in die Kamera und scheinen mit sich, dem Leben und der Welt im Guten und versprühen Lebensfreude.

zum damaligen Zeitpunkt als schwierig erlebt wurden, z.B. durch eine längere Krankheit – Jahre später zu wichtigen Ressourcen führen können. Diese Erlebnisse können nach 50 die Früchte tragen, um Veränderungen im Alltag anders zu meistern (Resilienz). Bewältigen von Krisen können zu mehr Lebenszufriedenheit führen, müssen aber nicht. Viel

Was steckt hinter dieser Zuversicht, die Menschen nach einem halben Jahrhundert so glücklich erscheinen lässt? Als Psychologe, Lebensberater und Coach werde ich oft gefragt, was aus psychologischer Sicht ein glückliches Leben ausmacht. Ich antworte immer gleich. Es betrifft Menschen, die ihr Leben in grossen Zügen selbst bestimmen können, Nähe und Distanz mit sich und der Umwelt im hohen Masse steuern können, Lustempfinden steigern können (und die Unlust so gut es geht vermeiden) und das eigene Tun, Handeln und Verarbeiten im Erleben einen gewissen Grad an Selbstverwirklichung trägt. Wie verhält sich diese Prämissen nun mit dem Älterwerden, konkret auf die Lebensphase der 50er Jahre? Die Sicht zu vereinheitlichen scheitert natürlich schon im Ansatz. Wir sind alle Individuen, so sind die Erlebnisse und Erfahrungen der ersten 50 Jahre mitentscheidend, wie psychologisch gesehen, jemand mit 50 Jahren an die «Startlinie» der nächsten 10 Jahre geht. Gesundheitszustand, Wohlstand und Familienverhältnisse sind wichtige Indikatoren, wie subjektiv eine Lebensphase erlebt wird. Subjektiv darum, weil Erfahrungen in vergangenen Lebensphase – die

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit kann mit 50 Jahren zu einer spannenden Reise werden. - CHRISTOPH ADRIAN SCHNEIDER PRÄSIDENT DES SCHWEIZERISCHEN BERUFSVERBANDS FÜR ANGEWANDTE PSYCHOLOGIE

wichtiger und nachhaltiger scheint, wenn die eigenen Erwartungen an das Lebensalter angepasst werden und die eigenen Werte überprüft werden. Hier geht es darum die Buchhaltung zwischen «Sein und Haben» einem persönlichen Test zu unterziehen: Was habe ich bereits alles erreicht, was möchte ich noch erleben. In unseren Breitengraden findet diese «Berechnung» oft bei Begrifflichkeiten wie «Tun» ( Job, Sport, Ausgang etc.) und «Haben» (Geld, Status, Anerkennung etc.) statt. Was ist aber mit dem allem was das «Sein» umgibt? Viele Studien zeigen, dass gerade im erweiterten Alter dieses Sein, verbunden mit dem Empfinden wie Glücklichsein, Gesundsein, Zufriedensein etc. viel wichtiger werden. Menschen, die im schlichten Dasein ihre Zufriedenheit gefunden haben, scheinen sich unabhängiger vom Geschehen im Aussen zu zeigen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit kann mit 50 Jahren zu einer spannenden Reise werden. Es gilt, alte Muster und Glaubenssätze zu erkennen und diese mit neuen Impulsen und Überzeugungen anzureichern. Die innere Beweglichkeit und Selbstreflexion sind dabei ganz wichtige Werkzeuge. Humor und Gelassenheit können dabei als Schmierseife unterstützend wirken. Manchmal reicht es aber auch nur, die persönliche (Be-)Wertung des Alltags und des Erlebens zu reduzieren, um dem Schönen und Wertvollen mehr Bedeutung zu schenken, um so Schritt für Schritt die neuen Lebensdekaden bewusst anzugehen. Ich wünsche Ihnen viele frohe und glückliche Lebensjahre. TEXT CHRISTOPH ADRIAN SCHNEIDER

Teresa Felix COUNTRY MANAGER: Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Lars Meier, Marlène von Arx, Fatima Di Pane TITELBILD: HFPA LAYOUT: Anja Cavelti DISTRIBUTIONSKANAL: Tages-Anzeiger, Januar 2021 DRUCKEREI: DZZ Druckzentrum AG

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

Viel Spass beim Lesen! Teresa Felix Project Manager

BRANDREPORT GNL FOOTWEAR

Wie der intelligenteste Schuh der Welt unsere Gesundheit beeinflusst Regelmässige Bewegung in GNL Schuhen reduziert und beugt auf längere Sicht Schmerzen in Füssen, Rücken und Gelenken vor. Des Weiteren wirkt die intelligente Sohle gegen müde Beine – all dies dank einer speziellen Technologie. «Fokus» hat herausgefunden, wie diese genau funktioniert.

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ass Gesundheit bei den Füssen anfängt, ist längst Allgemeinbildung. Die Glide'n Lock Technologie, die namensgebend für die GNL Schuhe ist, trägt in einem beachtlichen Mass zum Erhalt unseres höchsten Gutes bei. Sie funktioniert folgendermassen: Wenn man auftritt, dämpft die Sohle den Aufprall sanft ab. Die Noppen der Sohle sind zu 360 Grad adaptiv. So werden Kräfte nicht nur vertikal, sondern auch horizontal perfekt abgefangen – ganz ohne die natürliche Reaktion des Fusses beim Auftritt zu unterdrücken. Beim Abstoss bleibt die Sohle wiederum hart und ermöglicht perfekte Kraftübertragung. Beim Auftritt versinken die Noppen in der Sohle – man wechselt also vom Glide- zum Lockmechanismus. Denn dadurch stösst man stabil und fest vom Boden ab, ohne dabei Energie zu verlieren. Von führenden Laboren bestätigt

Die EMPA St. Gallen, ein Forschungsinstitut der ETH, attestiert GNL eine um 30 Prozent bessere Dämpfung als vergleichbare Modelle. Und auch

im fernen Amerika kommt man zu eindeutigen Befunden: So bestätigt auch das Heeluxe Lab in Kalifornien die hohe Stabilität. Andere Schuhe mit ähnlich hoher Stabilität sind viel breiter, dicker und somit auch schwerer. Dass Füsse in Sachen Gesundheit eine wichtige Rolle spielen, haben viele zwar inzwischen verinnerlicht – nicht aber die Tatsache, dass im Zuge dessen auch Schuhe nicht zu vernachlässigen sind. «Zu fast jeder Stunde des Tages tragen wir Schuhe und fast nie achten wir darauf, wie diese Schuhe unsere Gesundheit und unsere Haltung beeinflussen», meint Eric Braunschweiler, CEO und

Gründer von GNL Footwear. «Mit GNL möchte ich zeigen, was für einen Unterschied der richtige Schuh macht. GNL ist für mich ein Herzensprojekt und ich freue mich, dass GNLs bereits so viele Fans in der Schweiz gewonnen haben.» Dies sicher nicht zuletzt auch, weil die innovativen Schuhe nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere mentale Gesundheit beeinflussen. Durch die gesunde Haltung dank Schuhen von GNL fühlt man sich selbst nach langen Tagen leichter und fitter. Mit der Körperhaltung verändert sich folglich auch die innere Haltung – man fühlt sich besser und strahlt dies auch aus! Partner der Swiss Ice Hockey Federation

Besonders für Sportlerinnen und Sportler ist Gesundheit das A und O – speziell für sie leisten Schuhe von GNL einen wichtigen Beitrag. So ist GNL beispielsweise offizieller Schuhpartner der Swiss Ice Hockey Federation. Die komplette Nationalmannschaft, Trainer und Offizielle tragen jetzt das feuerrote Modell – passend zu den Schweizer Nationalfarben. Das sieht nicht nur gut

aus, sondern steht auch gleichzeitig für Erholung, Leichtigkeit, Wohlbefinden und Gesundheit. Mit einer Neubesohlung der Umwelt Sorge tragen

Trägt man sie häufig, nutzen sie ab – bei Schuhen von GNL ist das nicht anders. Doch nach einer Neubesohlung sind sie wieder so gut wie neu! Sobald die Aussensohlen abgenutzt sind, können diese nämlich ganz einfach ersetzt werden. Indem man die Lebensdauer der Schuhe verlängert, geht man verantwortungsbewusst mit den verfügbaren Ressourcen um und trägt so zu einem essenziellen Teil der Umwelt Sorge. Weiterführende Informationen: gnlfootwear.com

TEXT LARS MEIER


«Seit ich besser höre, geht es mir insgesamt besser.»

Besser hören, heisst sorgloser leben Die Kommunikation mit unseren Mitmenschen in Beruf, Freizeit und Familie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer sich auf sein Gehör verlassen kann, nimmt unbeschwert am Leben teil und kann seinen Alltag sicher und mit hoher Lebensfreude gestalten. Aktuelle Studien zeigen, dass fast zwei Millionen Menschen in der Schweiz schlecht hören. Unser Gehör ist ein feines und filigranes Organ. Es kann nachlassen und das Hörvermögen verändert sich mit der Zeit - meistens geschieht dies langsam und fast unmerklich.

Das Ohr ist ein wichtiger Stimuli Geber für das Gehirn

Das BrainHearing Konzept des Hörgeräteherstellers Oticon zeigt die Zusammenhänge zwischen Hören und Sprache verstehen auf ganz einfache Art und Weise auf. Das Ohr ist ein wichtiger Stimuli Geber für das Gehirn, denn wir hören mit den Ohren und verstehen mit dem Kopf. Das Ohr ist 24 Stunden am Tag im Einsatz, ständig auf Empfang. Wir brauchen unsere Ohren, um das Gehirn mit lebenswichtigen Informationen aus der Umwelt zu versorgen. Denn unser Gehirn macht das Wahrnehmen von Klängen und das Verstehen von Sprache überhaupt erst möglich. Fehlen dem Gehirn die wichtigen Impulse, dann kann dies dazu führen, dass das Gehirn «das Hören» verlernt.

Wenn das Gehirn das Hören verlernt

Lässt das Gehör nach, wird das Hörzentrum weniger gereizt und gefordert. Neuronale Strukturen gehen verloren, wenn die für das Hören wichtigen Teile des Gehirns nur wenig oder sehr gleichförmig gefordert werden. So etwas geschieht zum Beispiel, wenn einzelne Tonlagen nicht mehr richtig gehört werden. Fehlen beispielsweise die hohen Töne über längere Zeit, so verlernt unser Gehirn die Verarbeitung dieser Tonlagen. Die Folge ist eine Verkümmerung des Hörzentrums für Hördetails, die lange Zeit nicht mehr angeboten wurden. Je länger diese Hörentwöhnung dauert, umso ausgeprägter sind ihre Auswirkungen. Und umso langwieriger gestaltet sich die Reaktivierung der brach liegenden Potenziale.

Hörgeräte ermöglichen nicht nur das Hören

Hörgeräte ermöglichen nicht nur das Hören, sondern eben auch das präzise, deutliche und natürliche Verstehen und das dies ohne Anstrengung erfolgen kann. Fokussiert sich die konventionelle HörgerätTechnologie nach wie vor auf Sprachverstehen, Geräuschunterdrückung und Kompression, gibt es heute einen weitaus besseren Weg einen Hörverlust zu behandeln. Nämlich, die neuesten Erkenntnisse aus der Gehirnforschung belegen es, dem Gehirn Zugang zur gesamten Klangumgebung zu geben. Diese ganze Perspektive des natürlichen Hörens

kann, es ist kaum zu glauben, nur ein Hörsystem auf der Welt bieten.

12 Millionen Hörsituationen aufgezeichnet

Im Forschungszentrum von Oticon in Dänemark arbeiteten über 700 Ingenieure an Algorithmen, um natürliches Hören zu ermöglichen und dadurch vollen Hörkomfort zu bieten. Mit dem neuesten Hörgerätmodell Oticon More ist es ihnen gelungen ganz neue Wege zu gehen. Sie haben 12 Mio. Hörsituationen analysiert und aus diesen Trainingsdatensätzen einen einzigartigen Algorithmus entwickelt. Durch den Einsatz eines neu entwickelten Polaris Mikrochips, dem Herzstück des neuen Hörsystems und direkt im Hörgerät untergebracht, ist es erstmalig möglich ein Deep Neural Network zu nutzen, um neuronale Codes ans Gehirn weiterzugeben, welche die natürliche Arbeitsweise des Gehirns unterstützen. Diese DNN-Technologie ermöglicht es dem Hörgerät auch, sich fortlaufend und automatisch auf jede sich verändernde Hörsituation sofort einzustellen, ohne jegliches Eingreifen des Nutzers. So erhält der Hörsystemnutzer nicht nur vollen Zugang zu allem, was um ihn herum geschieht, sondern auch einen gekonnt ausbalancierten angenehmen Klang, präzise, deutlich und viel natürlicher. Und dies unabhängig davon, aus welcher Richtung Gespräche und Klänge kommen und auch unabhängig davon, wie weit diese von dem Hörsystemnutzer entfernt sind.

«Je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto einfacher kann die Hörleistung wieder erhöht werden.»

Vorsorgen lohnt sich

Erfahrungsgemäss vergehen im Schnitt nach dem ersten Verdacht sieben bis zehn Jahre bis ein Hörtest gemacht wird. Damit geht wertvolle Zeit verloren, denn schnelles Handeln ist essenziell: Je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto einfacher kann die Hörleistung wieder erhöht werden. Als optimale Vorsorge reicht es vollkommen aus, einmal im Jahr einen Hörtest zu machen.

Kleiner Test mit grosser Wirkung.

In der Regel dauert ein solcher Hörtest nur maximal 30 Minuten. Man kann das Ergebnis gleich mit einem erfahrenen Hörsystemakustiker besprechen und

auch, welche Möglichkeiten es gibt, das Hörvermögen zu verbessern und so die Hörleistung einfach zu erhöhen. Hier finden Sie ein paar Fragen, mit denen Sie für sich leicht herausfinden können, ob ein Hörtest empfohlen ist: ¨ Finden Sie es in Gesellschaft manchmal anstrengend, einer Unterhaltung in einer lebhaften Umgebung zu folgen? ¨ Haben Sie manchmal das Gefühl, dass andere Menschen undeutlich sprechen? ¨ Gehen Sie wichtigen Beschäftigungen und Freizeitaktivitäten nicht mehr nach, weil Sie sich aufgrund vieler Geräusche nicht mehr wohl fühlen? ¨ Bekommen Sie manchmal den Hinweis, dass Ihr Radio oder Ihr Fernseher zu laut ist? ¨ Kommt es ab und zu vor, dass Sie die Haustüre oder das Telefon nicht läuten hören? ¨ Hören Sie im Strassenverkehr manchmal Fahrzeuge erst in letzter Sekunde? ¨ Fühlen Sie sich im Strassenverkehr manchmal gestresst? Wenn Sie mehr als zwei Fragen mit JA beantwortet haben, ist ein Hörtest ratsam. Vereinbaren Sie einfach unverbindlich einen Termin, um Klarheit zu gewinnen. Stellt der Audika Hörsystemakustiker einen Hörverlust fest, dann ist auch ein Probetragen von Hörgeräten möglich, kostenlos und ohne Kaufverpflichtung. Das unverbindliche Probetragen ermöglicht es Ihnen ein diskretes Hörgerät in Ihrem Alltag und in Ihrer gewohnten Umgebung zu testen und so vor dem Kauf mühelos herauszufinden, welches das beste Hörsystem für Sie sein kann. Audika – Ihr Spezialist für Hörberatungen, Hörtests, Probetragen von Hörgeräten, Hörgeräteanpassungen und viele weitere Dienstleistungen Termin vereinbaren unter Telefon 0800 22 11 22 oder per info@audika.ch Ein Audika Hörcenter in Ihrer Nähe finden: www.audika.ch


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SEXUALITÄT

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Sinnlichkeit im Alter geniessen «Ältere Menschen haben gar kein Bedürfnis mehr nach Sexualität, geschweige denn Sex», lautet eine weitverbreitete Meinung – die jedoch völlig falsch ist. Warum es dieses Bild zu enttabuisieren gilt und wie man auch noch im fortgeschrittenen Alter ein bereicherndes Sexualleben führen kann. TEXT LARS MEIER

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Verlangsamung im Alter kann für das sexuelle Genusserleben bewusst genutzt werden», so die Expertin. Denn durch körperliche Veränderungsprozesse im Alter, die den klassischen Geschlechtsverkehr erschweren können, gewinnen gemäss Simone Dudle angeeignete sinnliche Fähigkeiten an Bedeutung. «Durch die Wahrnehmung mit allen Sinnen, vielfältiger Berührungsqualität, Humor und erfinderische Verführungsstrategien wird Sexualität im Alter und trotz allfälligen Widrigkeiten zum genussvollen Erlebnis, ob alleine oder zu zweit.»

it zunehmendem Alter verändert sich auch die Sexualität. Als Grund dafür lassen sich mehrere Punkte nennen, wie Sexologin Simone Dudle anführt: «Einflüsse auf die Sexualität im Alter sind nebst der individuellen sexuellen Biographie auch die emotionale Qualität der Beziehung sowie Umwelteinflüsse, Gesundheit und natürliche, körperliche Veränderungen von Mann und Frau.» Der Mensch als sexuelles Wesen

Das Bild von alten Leuten, für die Sexualität gar keine Rolle mehr spielt, ist zwar weit verbreitet; die Praxis sieht hingegen anders aus. So begleitet Simone Dudle in ihrer Praxis auch Menschen im dritten Lebensabschnitt. «Sexualität ist weit mehr als Geschlechtsverkehr. Das Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Beziehung bleibt ein Leben lang bestehen», hält die Expertin fest. «Der Mensch ist bis zu seinem Tod ein sexuelles Wesen. Dabei hat die lebensgeschichtliche Bedeutung, die ein Mensch der Sexualität gibt, Einfluss auf sein Verhalten im Alter. Spielt Sexualität in jungen Jahren eine wichtige Rolle, ist das sexuelle Interesse auch in der zweiten Lebenshälfte grösser als bei Menschen, die ihr in jungen Jahren nur eine geringe Bedeutung zugemessen haben.» Unabhängig davon, wie alt man ist: Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und sehr individuell. Dies betont auch Simone Dudle: «Sexualität ist kein Zustand. Als Teil der Persönlichkeit verändert sie sich im Laufe des Lebens.» Sexualität im Alter als Tabuthema

Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten zwar enorm gewandelt und sich auch gegenüber der Sexualität geöffnet, doch nicht in allen Bereichen gleich stark. «Sexualität im Alter wird in unserer Gesellschaft noch oft tabuisiert, nicht ernst genommen oder verniedlicht dargestellt», kritisiert die Expertin. Dieses Bild bleibt nicht ohne Folgen: Frauen und Männer, die sich im dritten Lebensabschnitt verlieben oder ihrer Sexualität weiter wieder neuen Raum geben, sehen sich gemäss Simone Dudle häufig mit Unverständnis, Unmut oder Unwille von verschiedenen

Die Bedeutung der Vergangenheit

Seiten her konfrontiert. Sie behalten im Zuge dessen diesen Aspekt von Lebensqualität eher für sich und fühlen sich mit ihren Fragestellungen nicht selten alleine gelassen. Keine Frage des Alters

«Wie bei jüngeren Menschen auch, bleibt das Erleben von befriedigender Sexualität ein wichtiger Aspekt des körperlichen und psychischen Wohlbefindens. Der Wunsch nach Geborgenheit, nach wertschätzender Berührung, nach Anerkennung als Mann und Frau bleibt ein Leben lang, auch wenn tendenziell die drängende sexuelle Lust der Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit weicht», ergänzt Simone Dudle. «Liebe und Sexualität ist keine Frage des Alters, wohl aber eine Frage, wie unsere Gesellschaft mit dem Thema Sexualität im Alter umgeht. Es braucht die Sichtweise, dass Sexualität im Alter individuell, vielfältig und ‹normal› ist sowie glücklich machen kann. Sexualität kann, muss aber nicht, eine wertvolle Ressource im Alter sein. Es ist Zeit für einen gesellschaftlichen Wandel!»

«Sinnlichkeit und Erotik sind nicht an die Funktion gebunden»

Altern geht mit körperlichen Veränderungen einher, was auch die Sexualität beeinflusst. Sexualität einzig auf den funktionierenden Geschlechtsverkehr zu beschränken, macht Druck, gerade dann, wenn körperliche Beschwerden oder natürliche Alterungsprozesse ein Funktionieren wie in jungen Jahren erschweren», weiss Simone Dudle. Doch dies muss das sexuelle Genusserleben nicht einschränken. Die Expertin hat einen Tipp parat: «Es kann hilfreich sein, das Augenmerk auf die Wahrnehmung, die Erotisierung des ganzen Körpers zu lenken. Sinnlichkeit und Erotik sind nicht an die Funktion und oder die Genitalien gebunden.» Andere Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung

Eine Folge des alternden Körpers ist, dass er mehr Stimulation und mehr Zeit braucht, um Sinneseindrücke zu verarbeiten. In der Langsamkeit können Sinnesempfindungen jedoch besser wahrgenommen werden. «Die natürliche

Letzten Endes korreliere die Qualität von gelebter Sexualität im Alter auch mit der Qualität einer Partnerschaft und mit der Qualität des Sexuallebens in früheren Jahren. «Bereits in jungen Jahren mit dem eigenen sinnlichen Körper und seinen emotionalen und körperlichen Bedürfnissen, Sehnsüchten und Fantasien in Kontakt zu sein, ist die beste Voraussetzung für ein genussvolles Sexualleben im Alter», bekräftigt Simone Dudle. Ressourcen von anderen Lebensphasen werden so mit ins Alter genommen. Ein lebenslanger Begleiter

In jedem Fall brauche Sexualität lebenslange Anpassungen und den Mut, sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen. «Bedürfnisse ändern sich, das ist nicht nur in der Sexualität so», ergänzt Simone Dudle. «Wer Sexualität als Prozess versteht und sich nicht am gesellschaftlichen Bild von omnipotenter Sexualität orientiert, kann sein persönliches sexuelles Profil in jeder Lebensphase erforschen, Anpassungen machen und neugierig dazulernen. Das eröffnet Spielraum und Lebendigkeit bis ins hohe Alter. Denn Sinnlichkeit, Zuwendung, Zärtlichkeit und Sexualität begleiten uns ein Leben lang, wie Simone Dudle zum Abschluss noch einmal betont. Die folgende Aussage einer 75-jährigen frisch verliebten Frau unterstreicht dies noch einmal besonders, welche die Expertin folgendermassen zitiert: «Im Alter gibt man weder das Essen noch das Trinken, noch das Schlafen auf. Warum also sollte man den Sex aufgeben?»

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Chronische Schmerzen? Beeinträchtigen diese Ihre Lebensqualität oder Arbeitsfähigkeit? Für Menschen mit chronischen Schmerzen verfügt das Spital Affoltern mit der «Multimodalen Schmerztherapie» (MMST) über ein spezielles Angebot. Was ist MMST? MMST ist eine fachübergreifende, kombinierte Schmerzbehandlung unter Einbezug von akutsomatischen Ärzten, Schmerztherapeuten, Psychiatern und

Psychotherapeuten. Patienten werden hinsichtlich ihrer Schmerzen und des Umgangs damit geschult, körperlich aktiviert und es werden verhaltenstherapeutische Massnahmen eingeleitet.

Wer braucht MMST? • Patienten mit bestehender oder drohender Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit • Bei fehlgeschlagenen unimodalen Schmerztherapien (inkl. Schmerzoperationen und Schmerzmittel-Entzugstherapien) • Patienten mit bestehender Medikamentenabhängigkeit oder Überkonsum der Medikamente • Patienten mit schmerzunterhaltenden psychischen Begleiterkrankungen, aber auch mit gravierenden, somatischen und psychiatrischen Begleiterkrankungen

«Nach einem Autounfall musste ich mich mehreren Operationen unterziehen und den Verlust meines Beifahrers verarbeiten. Leider konnte ich danach trotz Einsatz hochdosierter Schmerzmedikamente und psychischer Unterstützung den Alltag aufgrund chronischer Schmerzen nicht mehr bestreiten und es kam zur sozialen und beruflichen Isolation. Die Multimodale Schmerztherapie im Spital Affoltern hat mir sehr geholfen und mir meine Lebensqualität zurückgegeben. Heute bin ich voll in den Arbeitsprozess integriert. Auch die Teilnahme am sozialen Leben gehört endlich wieder zu meinem Alltag.» Regula (56 Jahre)

Die MMST-Behandlung wird individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und umfasst verschiedene Therapien, die einzeln und in Gruppen erfolgen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Beitrag auf die geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet.

Behandlungsdaten 2021 24.01.2021 – 14.02.2021 07.03.2021 – 28.03.2021 11.04.2021 – 02.05.2021 30.05.2021 – 20.06.2021 27.06.2021 – 18.07.2021 22.08.2021 – 12.09.2021 19.09.2021 – 10.10.2021 07.11.2021 – 28.11.2021 Ihr Ansprechpartner Spital Affoltern AG Sekretariat Medizin Sonnenbergstrasse 27 8910 Affoltern a. A. Tel.: 044 714 27 27 sekretariat-medizin@spitalaffoltern.ch www.spitalaffoltern.ch


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ANGIOCLINIC VENENZENTRUM ZÜRICH BRANDREPORT

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Gesunde Venen, schöne Beine – auch im Alter! In der Schweiz leiden mehr als 1 Million Menschen an Krampfadern. Besonders betroffen sind die Altersgruppen über 50. Mithilfe neuester Verfahren können Experten nachhaltig Abhilfe schaffen – ohne Operation.

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ieser Winter 2020/2021 wird den Venen besonders schaden: Die Coronapandemie schränkt Einkaufs- und Arbeitswege und viele Freizeitaktivitäten ein. Es fehlt die körperliche Bewegung, die für gesunde Venen so wichtig ist. Ohne Bewegung staut sich das Blut in den Venen. Es kommt zu Schäden, die von Jahr zu Jahr schlimmer werden – bei manchen Menschen langsam, bei anderen schnell. Soll man nun warten, bis Beschwerden auftreten oder «schlimm» werden? Was soll man tun, wenn man «schwere Beine» und geschwollene Knöchel schon lange kennt, sich bisher aber nicht zum Arzt getraut hat, weil man sich vor Operationen und Kompressionsstrümpfen fürchtet? Selbst die Ärzteschaft war in der Vergangenheit oft unschlüssig, welche Formen des Venenleidens ein wichtiges medizinisches Problem darstellen, und welche nur ein «Schönheitsfehler» sind. Es gibt jetzt gute Nachrichten: Die Ursachen der Venenschwäche konnten mittlerweile gut erforscht werden und die besten Behandlungen funktionieren schmerzfrei und ganz ohne Operation. Es ist eine ideale Zeit, sich jetzt während der Wintermonate einmal gründlich um seine Venen zu kümmern! Die Wahrheit über Venenschwäche und Krampfadern

Das Blut im Venensystem der Beine wird nicht durch den Herzschlag bewegt, sondern durch die Betätigung der Beinmuskulatur, besonders der Wadenmuskel. Für eine perfekte Venenpflege

müsste man alle 20 Minuten wenigstens 20 Schritte gehen. Ohne Bewegung kommt das Venenblut zum Stillstand, es fehlt an Sauerstoff. Die Venenklappen werden durch Stauungen überdehnt und durch Entzündungen regelrecht zerfressen. In Spätstadien kann es zu Wassereinlagerungen, Hautschäden und Thrombosen sowie den gefürchteten Lungenembolien kommen – dies gilt es unbedingt zu vermeiden. Personen mit Sitz- und Stehberufen sind deutlich gefährdeter. Die neue Erkenntnis der Wissenschaft ist nun, dass Venenschäden schleichend über Jahrzehnte zunehmen, bevor man etwas von aussen sehen oder spüren kann. Mit anderen Worten, jeder Mensch mit hervortretenden, gekrümmten oder farblich veränderten Venen hat ganz sicher ein venöses Problem, das ihn zum Arzt führen sollte. Dies gilt erst recht, wenn es schon ausgeprägte Krampfadern gibt. Sich behandeln lassen – ein Muss für alle über 50!

Mit jedem Jahr der Vernachlässigung steigt das Risiko einer chronischen Venenschwäche. Krampfadern fallen nicht nur ästhetisch auf und stören das Hautbild, sie sind vielmehr der Beweis einer oft gefährlichen und fortschreitenden Erkrankung, die eigentlich einfach zu stoppen wäre. Es kann leichtsinnig und gar lebensgefährlich sein, mit Beinbeschwerden nicht zum Arzt zu gehen. Das gilt ganz besonders auch jetzt, während der Coronakrise. Schlüssel zum optimalen Erfolg einer Behandlung ist die Ultraschallanalyse. Wurde früher

nur zwischen «kranken» und «gesunden» Venen unterschieden, so kann heute für jede einzelne Venenklappe die individuelle Ursache des Problems bestimmt und gezielt behandelt werden. Die moderne Therapie von Krampfadern kommt stets völlig ohne herkömmliche Operation, Schnitte und Narkosen aus. Es sind heute kleine, ambulant auszuführende Kathetereingriffe oder kleine Injektionen, die von Experten völlig schmerzfrei ausgeführt werden können. In der Therapie werden geschwächte Venen gestärkt, Klappenfehler korrigiert und unwiederbringlich geschädigte Venen wie z.B. grosse Krampfadern sanft verschlossen. Dabei werden Laserlicht, Wärme oder auch patentierte Verödungsschäume und medizinische Kleber eingesetzt. Erfahrene Experten haben stets einen grossen «Werkzeugkasten» und wählen für jede anatomische Situation, jede Venengrösse und jede Empfindlichkeit genau das passende Tool. In jedem Fall kann der Patient sofort nach der Behandlung beliebige Tätigkeiten wieder ausführen, er ist im Alltag nicht eingeschränkt. Zuverlässige Diagnosen und erfolgreiche Ergebnisse

Die Experten im angioclinic Venenzentrum Zürich erkennen dank internationaler Schulung und eigener preisgekrönter Forschung die Ursachen des Venenleidens besonders genau. Ob es sich um angeborene Defekte, Bewegungsmangel oder Überlastung handelt, ist für Behandlung und künftige Vorsorge ausserordentlich bedeutsam. So wird nicht nur für jeden Patienten, sondern für

jede Vene die richtige Strategie ermittelt, um den Körper gesund zu erhalten und ihn auch gesund aussehen zu lassen. Eine erste Abklärung für eine Venenbehandlung kann man bequem von zu Hause per Videosprechstunde erledigen. Die entscheidende Analyse ist jedoch der Venenultraschall, idealerweise bei den Experten in einem angioclinic Venenzentrum. Buchen Sie jetzt Ihren Sprechstunden-Termin online oder telefonisch für eine Zukunft ohne Krampfadern!

Mehr Informationen zum angioclinic Venenzentrum Zürich, den Behandlungsmöglichkeiten und der Terminbuchung unter: www.angioclinic.ch

WIRBELSÄULEN-UND-SCHMERZ-CLINIC-ZÜRICH BRANDREPORT

Die Spinalkanalstenose – oft verkannte Verengung des Wirbelkanals Rücken- und Beinschmerzen können Symptome von vielen Krankheitsbildern sein. Mit zunehmendem Alter handelt es sich oft um Symptome einer Spinalkanalstenose. «Fokus» hat mit dem Wirbelspezialisten Dr. med. Markus Rühli über die häufige und doch relativ wenig bekannte Erkrankung gesprochen. Hautschnitt mit dem sogenannten interlaminären Zugang, wo man zwischen den Wirbelbögen in den Kanal hineingeht, ohne diese vollständig zu eliminieren und als Hauptschritt dann die Entlastung der Nerven im Kanal mithilfe des Operationsmikroskopes (mikrotechnische Dekompression). Andere Varianten, zum Beispiel die endoskopische Methode durch Kanülen, haben sich in den letzten Jahren nicht etabliert.

Bandscheibe, kann aber prinzipiell an allen Stellen der Wirbelsäule auftreten, insbesondere auch an der Halswirbelsäule. Mit welchen Symptomen äussert sich eine spinale Stenose? Gibt es Unterschiede zwischen den Symptomen verschiedener betroffener Bereiche? Dr. med Markus Rühli FMH orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulen-Chirurgie an der Klinik Hirslanden

Dr. Markus Rühli, was versteht man unter einer Spinalkanalstenose?

Unter Spinalstenose versteht man die Einengung des Wirbelkanals. Dies geschieht im Laufe des Lebens durch Arthrose, Ablagerungen und leichten Wirbelverschiebungen. Dadurch werden die Nerven oder das Rückenmark im Wirbelkanal eingeengt und das führt zu Beschwerden. Wie verbreitet ist die Spinalkanalstenose? Wie viele Menschen sind in der Schweiz betroffen?

Da die Spinalkanalstenose in der Regel eine Folge der Abnützung über viele Jahre ist, sind primär Personen im der zweiten Lebenshälfte betroffen. Da jeder Mensch einem Alterungsprozess unterliegt, entwickelt sich bei vielen Leuten eine Spinalkanalstenose. Dieses Krankheitsbild ist daher sehr häufig und mit zunehmendem Anteil älterer Leute in der Bevölkerung ist dieses Krankheitsbild mittlerweile der häufigste Grund für eine Operation an der Wirbelsäule. An welchen Bereichen der Wirbelsäule kann diese auftreten?

Eine Einengung des Wirbelkanals ist am häufigsten im Bereich der zweit- und drittuntersten

Die Beschwerden können sehr verschieden sein. Häufig haben die Betroffenen beim Gehen oder Stehen zunehmend Schmerzen im Bereich der unteren Wirbelsäule mit Ausstrahlungen in die Beine und eventuell auch zunehmendem Schwächegefühl in den Beinen. Dies kann auch beim Stehen ab einer gewissen Zeit auftreten. Am ehesten sind Betroffene in ihrer Gehstrecke und Stehdauer beeinträchtigt. Wenn sie dann innehalten, sich nach vorne beugen oder sich setzen, bessern die Beschwerden in der Regel rasch. Typischerweise bestehen im Sitzen kaum Beschwerden. Wenn die Einengung im Bereich der Halswirbelsäule besteht, dann können auch Ausstrahlungen und Schwächegefühl sowohl in den Armen wie in den Beinen auftreten. Immer wieder sehen wir auch Betroffene, die nur Ausstrahlungen in die Beine ohne zusätzlichen Rückenschmerz haben. Wie kann eine Stenose diagnostiziert werden?

Eine sichere Diagnose kann letztlich nur mit dem MRI oder allenfalls CT gemacht werden. Lediglich normale Röntgenbilder, die Untersuchung oder auch Befragung genügen nicht. Da die Symptome unspezifisch sind, ist bei der Diagnose die Erfahrung des Arztes mit dem Krankheitsbild besonders wichtig. Welche Behandlungsmethoden stehen zur Wahl?

In milden Fällen beginnen wir mit Physiotherapiebehandlungen, bei etwas fortgeschrittenen

Beschwerden können auch Infiltrationen, das heisst unter Röntgenkontrolle durchgeführte CortisonSpritzen in den Wirbelkanal, vorübergehend gut helfen. Da es sich um ein mechanisches Problem handelt, nämlich um eine Einengung des Wirbelkanals, kann in fortgeschrittenen Fällen letztlich nur die Operation helfen, sprich die operativ mechanische Entlastung der eingeklemmten Nerven. Unter welchen Umständen wird eine operative Behandlung empfohlen?

Wir empfehlen die Operation, wenn die nichtoperativen Massnahmen ungenügend helfen. In seltenen Fällen, wie bei gewissen Lähmungen und Schwächezuständen, muss unter Umständen rasch operiert werden. Ein wirklich dringender Notfall liegt vor, wenn Blasen- oder Darmstörungen in Folge Einklemmung der Nerven vorliegen, was aber selten ist. Gibt es mehrere Möglichkeiten operativer Eingriffe? Welche?

Grundsätzlich hat sich bei der Spinalkanalstenose ein bestimmter Operationstyp durchgesetzt, nämlich die Kombination von minimal offenem

Oft sind mit der Einengung des Wirbelkanals auch zusätzlich noch schwere Abnützungen, Wirbelverschiebungen oder Instabilitäten verbunden. In einer solchen Situation müssen unter Umständen zusätzlich zur Entlastung der Nerven noch die betroffenen Wirbel fixiert werden (Spondylodese). Wichtig ist eine grosse Erfahrung des Wirbelsäulenchirurgen, sodass er für jeden Patienten die richtige Operation auswählt und technisch sauber durchführt. Was sind die Ursachen einer Spinalkanalstenose? Kann einer spinalen Stenose vorgebeugt werden?

Wie bei der Arthrose allgemein, ist die Ursache der Spinalstenose wahrscheinlich primär eine Veranlagung, also vor allem eine genetische Komponente. Deshalb kann das Auftreten und Fortschreiten einer Spinalkanalstenose durch die Betroffenen nur wenig beeinflusst oder vorgebeugt werden, sodass der Lebenswandel und auch die Ernährung wahrscheinlich für die Entwicklung einer Spinalkanalstenose relativ wenig Bedeutung haben. Weiterführende Informationen: wirbelschmerz.ch


Schnell, smart und swiss made Mikronährstoffe in OLIQ Sprays stärken das Immunsystem Halsschmerzen und Husten? Im Moment sind diese Erkältungssymptome besonders unangenehm. Nahrungsergänzungsmittel können unserem Körper helfen, gesund zu bleiben. Besonders effizient sind die fettlöslichen Vitamine in den Sprays von OLIQ. OLIQ – das sind sechs verschiedene Sprays, die den Körper schnell und gezielt mit Nährstoffen versorgen. Durch die einmalige Kombination von unterschiedlichen Vitaminen, natürlichen Extrakten und ätherischen Ölen unterstützen sie Körper und Geist: Die Sprays spenden je nach Zusammensetzung Energie, sorgen für innere Balance, höchste Konzentrationsfähigkeit, gepflegte Haut oder unterstützen Kinder beim Wachsen. In diesem Winter besonders wichtig: eine funktionierende Körperabwehr. Das Spray Immune Support hilft dem Körper dabei, starke Abwehrkräfte aufzubauen. Denn niemand möchte momentan krank sein – und sei es auch nur ein harmloser Schnupfen. Plus: Wer sicher ist, dass sein Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist, kommt auch mental entspannter durch die nächsten Monate. Und weniger Stress bedeutet, dass die Immunabwehr besser arbeitet. Vitamin-D3-Speicher auffüllen OLIQ Immune Support enthält die Vitamine D3 und B12, natürliche Extrakte aus Betacarotin und Ingwer und ist mit Zitronenöl aromatisiert. Vitamin B12 und D3 helfen bei der Bildung von T-Zellen, welche Eindringlinge wie Viren finden und unschädlich machen.

Es kann also nicht schaden, die Speicher präventiv aufzufüllen – zumal unser Körper in unseren Breitengraden zwischen Oktober und März kein Vitamin D produzieren kann. Die für die Immunabwehr so wichtigen T-Zellen bilden wir in der Thymusdrüse, die hinter dem Brustbein liegt. Bis zur Pubertät ist sie sehr aktiv und bildet sich dann immer weiter zurück. Unsere Immunzellen reichen etwa bis zu unserem 60. Lebensjahr. Danach wird unser Immunsystem signifikant schwächer. Antioxidantien können den Abbau der Thymusdrüse jedoch verlangsamen. Deshalb enthält OLIQ Immune Support Betacarotin, ein sehr starkes Antioxidans. Ausserdem kann unser Körper Betacarotin in Vitamin A umwandeln, das wir ebenfalls benötigen, um genügend T-Zellen reifen zu lassen. Kälte macht uns anfälliger für Krankheiten Wissenschaftler wissen natürlich längst, warum wir uns in der kälteren Jahreszeit schneller mit Viren anstecken. Kälte und Heizungsluft trocknen unsere Schleimhäute aus. Dann haben Viren leichtes Spiel: Sammeln wir einen Virus mit der Hand auf und fassen uns an Nase oder Mund, gelangt der Virus auf die Schleimhäute, wo er leicht aktiv werden kann. Genau deswegen waschen wir uns momentan so oft die Hände. Generell ist unser Körper bei kälteren Temperaturen schlechter durchblutet. Doch die Antikörper benötigen feuchte und gut durchblutete Schleimhäute, um schnell agieren zu können. Ein weiterer Nachteil des kühleren Wetters: In trockener Luft liegen Viren länger in der Luft – zum Beispiel, wenn jemand geniest hat. So atmen wir die Viren eher ein, als wenn die Luft feucht ist. Dann nämlich sinken sie zusammen mit den Tröpfchen zu Boden. Auch Stress und schlechte

Stimmung durch fehlendes Licht sind nicht zu unterschätzen: Wir produzieren weniger Immunzellen, sind anfälliger für Krankheiten und erholen uns langsamer. Die typischen Erkältungssymptome kommen dabei übrigens nicht von den Viren selbst. Sie sind eine Reaktion unseres Körpers. So entstehen Halsschmerzen dadurch, dass die Schleimhäute im Hals stärker durchblutet werden, um möglichst viele Abwehrzellen an die richtigen Stellen zu bringen. Bei Schnupfen und Husten funktioniert es ganz ähnlich: Die Schleimhäute produzieren mehr Sekret, damit sich die Immunzellen schneller in der Flüssigkeit zu den befallenen Zellen bewegen können. Mikronährstoffe gelangen sofort ins System Wenn wir Viren begegnen, leistet unser Körper Höchstarbeit. Die Sprays von OLIQ unterstützen ihn bei dieser Arbeit. Und zwar viel effizienter, als wenn die Nahrungsergänzungsmittel in Tabletten stecken würden. Denn die fettlöslichen Mikronährstoffe aus den OLIQ Sprays nimmt der Körper direkt über die Mundschleimhaut auf, statt sie erst im Magen-DarmTrakt verarbeiten zu müssen. Das Geheimnis hinter den Sprays sind Microdrops, die dem menschlichen Verdauungssystem nachempfunden sind. Mit den in der Schweiz entwickelten und produzierten Sprays ist es gelungen, fettlösliche Vitamine und natürliche Extrakte hochkonzentriert und stabil in sehr feine Tröpfchen zu verwandeln. Mit einem Sprühstoss gelangen somit bis zu 30 Billionen Tröpfchen direkt ins System – wo sie unserem Körper sofort zur Verfügung stehen. Vier Sprühstösse pro Tag sind völlig ausreichend – und dabei kommen die Sprays von OLIQ sogar noch ohne Zucker, Gluten, Laktose oder unnötige Zusatzstoffe aus.

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GEOPATHOLOGIE SCHWEIZ AG BRANDREPORT

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Schlafplatzanalyse – Homeoffice – 5G – Stress – Covid-19 Trotz der Coronapandemie werden in der Firma Geopathologie Schweiz AG monatlich an die 100 neue geopathologische Haus- und Wohnungsausmessungen gebucht. Was damit erreicht werden kann und ob Covid-19 und 5G dabei eine Rolle spielen, erklären Petra Schneider, Expertin für biologische Medizin und Luis Schneider, Geopathologe mit über 20-jähriger Erfahrung, Architekt und Baubiologe.

Aufgrund der angespannten Lage und der hohen Fallzahlen werden in der ganzen Schweiz laufend Veranstaltungen und Termine abgesagt. Bei Ihnen ist das nicht der Fall. Warum?

Luis Schneider: Die Pandemie zwingt viele Menschen, zu Hause zu bleiben. Da Funktechnologien heutzutage rege genutzt werden, steigen die Strahlenbelastungen in den Haushaltungen massiv an. Viele Menschen werden in ihren eigenen vier Wänden durch WLAN, Bluetooth, Funktelefone und durch Mobilfunkstrahlung von aussen rund um die Uhr belastet. Oft kommen auch noch Wasseradern oder Störungen im Erdmagnetfeld dazu. Aufgrund akuter Symptome werden deshalb täglich Ausmessungstermine bei uns gebucht. Petra Schneider: Infolge des technologischen Fortschritts sind die Menschen zu Hause einem immer breiteren Spektrum elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt, was sich in Zeiten von Homeoffice noch intensiviert. Betroffene kommen nicht mehr zur Ruhe. Die Vielzahl an negativen Strahleneinflüssen führt zu Stress im Organismus. Elektromagnetische Strahlen können je nach Intensität und Dauer unter anderem zu einer veränderten Gehirnaktivität, oxidativem Stress und zu einer erhöhten Konzentration von Stresshormonen führen. Zudem sind viele Haushaltungen in der Schweiz zusätzlich durch Wasseradern belastet. Die Menschen, die uns kontaktieren, klagen über erhebliche Störungen des Wohlbefindens. Sie leiden an Unruhe und Nervosität, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Burnout-Symptomen, Müdigkeit- und Erschöpfungssituationen und kontaktieren uns, weil sie spüren, dass die Symptome zu Hause sehr ausgeprägt vorhanden sind.

Wie kann den Betroffenen geholfen werden?

Luis Schneider: Mit einer geopathologischen und elektrobiologischen Haus- oder Wohnungsausmessung zeigen wir unseren Kunden auf, wie man vorhandene Strahlung vermeiden, minimieren oder abschirmen kann. Petra Schneider: Unsere zertifizierten Geopathologen erklären den Kunden, wie ihre Situation mit oft einfachen Massnahmen verbessert werden kann, sodass sie sich wieder wohl fühlen, leistungsfähiger werden, erholsam schlafen und sich in der Nacht regenerieren können. In letzter Zeit wurde in verschiedenen Kreisen gerätselt, ob Covid-19 in einem Zusammenhang steht mit 5G. Gibt es da eine Verbindung?

Luis Schneider: Nein, da gibt es absolut keine Verbindung. Bei Covid-19 handelt es sich um ein Virus, bei 5G um einen neuen Mobilfunkstandard mit hochfrequenter Strahlung. Petra Schneider: Aus medizinischer Sicht gibt es ein indirektes, gemeinsames Thema – das Immunsystem. Um Covid-19 gut zu überstehen, braucht es ein intaktes Immunsystem, ein Immunsystem, welches in der Lage ist, adäquat zu reagieren. 5G-Strahlung, beziehungsweise generell hochfrequente Strahlung, kann das Immunsystem schwächen. Dadurch wird der Organismus anfällig für Infektionen und Krankheiten. Unter Umständen kann auch der Verlauf einer Erkrankung oder einer Infektion negativ beeinflusst werden. Die Bevölkerung macht sich Gedanken über die Schädlichkeit von 5G. Ist das berechtigt?

Luis Schneider: Ja, Hochfrequenzstrahlung einer Mobilfunkantenne ist nicht zu unterschätzen, insbesondere die von 5G. Viele Menschen wissen aber nicht, dass auch WLAN-Systeme, Funktelefone, Natels, Tablets usw. eine hochfrequente Strahlung verursachen. Bei unseren täglichen Ausmessungen bei Menschen zu Hause stellt sich in 95 Prozent der Fälle heraus, dass sie einer enorm hohen «selbst verursachten» Strahlung oder einer Einstrahlung der Nachbarschaft ausgesetzt sind. Nur bei lediglich 5 Prozent unserer Untersuchungen wird die Belastung durch eine Mobilfunkantenne verursacht. Diese Menschen sind dann sehr oft massiv betroffen. Petra Schneider: Hunderte wissenschaftliche Arbeiten zeigen auf, dass Mobilfunkstrahlung ganz generell eine gesundheitsschädigende Wirkung hat. Die Werte im Bereich der Hochfrequenz-Strahlung in den verschiedenen Frequenzbereichen, die bei einer geopathologischen Untersuchung jeweils gemessen werden, sind besorgniserregend.

5G ist nun noch eine weitere Strahlenquelle, die dazukommt und aus medizinischer Sicht durchaus Potenzial hat, das Fass zum Überlaufen zu bringen. Das Hauptproblem ist meist nicht eine einzelne Strahlenquelle, sondern die Kumulation verschiedener Strahlen, der enorme Frequenz-Mix. Durch diese ständige Reizüberflutung kommt der Mensch nicht mehr zur Ruhe. Das Nervensystem des Menschen benötigt zumindest in der Nacht eine Auszeit für die Erholung und Regeneration. Deshalb lohnt sich eine Schlafplatzanalyse. Ist elektrosmogfreies Wohnen, vor allem in Mehrfamilienhäusern, überhaupt noch möglich?

Luis Schneider: Ja, absolut. 50 Prozent unserer Kunden sind Mieter. Bei einer geopathologischen Ausmessung zeigen wir auf, wie Strahlung im Innenbereich vermieden oder auf ein verträgliches Mass reduziert werden kann. Zudem ist es möglich, Erdstrahlen wie Wasseradern, sowie Mobilfunkstrahlung von aussen effizient abzuschirmen. Die Schutzmaterialien, welche wir zur Strahlenabschirmung einsetzen, sind portabel und können nach einem Umzug in eine andere Wohnung wiederverwendet werden. Raten Sie ihren Kunden auf Natel, Tablets usw. zu verzichten?

Petra Schneider: Nein, unsere Geopathologen erklären den Kunden den cleveren und bewussten Umgang mit diesen Technologien. WLAN-Systeme, Funktelefone, Natels, Tablets usw. sind aus dem Privatleben und dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken, obwohl bekannt ist, dass die Strahlenbelastungen nicht unbedenklich sind. Mit vielen kleinen Tricks und einem breiten Wissen im Bereich Funktechnologie kann aber ein grosser Teil der Strahlung vermieden werden. Seit kurzem gibt es ein neues InformationsPortal Ihrer Firma zum Thema Wasseradern. Warum?

Luis Schneider: Das Portal ist in Zusammenarbeit mit einem Naturwissenschaftler entstanden und steht für Prävention und Aufklärung. Menschen, die an Symptomen leiden oder allgemein Interessierte finden hier neueste Erkenntnisse und detaillierte Informationen zu Wasseradern und deren Auswirkungen, sowie mögliche Massnahmen, die getroffen werden können. www.wasserader.ch Was sind typische Auswirkungen, wenn man von einer Wasserader betroffen ist?

Petra Schneider: Durch die Strahlung einer Wasserader können sich die menschlichen Zellen, bei einer langfristigen Exposition, krankhaft verändern. Fast alle Menschen, die Nacht für Nacht auf einer Wasserader liegen, leiden unter identischen Symptomen wie Ein- und Durchschlafstörungen

und oberflächlichem Schlaf. Zudem klagen sie über Beschwerden im Bewegungsapparat wie Nacken-, Hüft- und Rückenschmerzen, welche in der Nacht oder nach dem Aufstehen ausgeprägt sind. Wie muss man sich eine geopathologische Ausmessung vorstellen?

Luis Schneider: Bei einer geopathologischen Ausmessung werden Erdstrahlen wie Wasseradern, Erdverwerfungen und Doppelzonen ermittelt und das natürliche statische Erdmagnetfeld, sowie die Elektrosmog-Situation vollumfänglich gemessen. Insgesamt werden 27 verschiedene Komponenten geprüft. Wir Geopathologen analysieren die Messergebnisse und unterbreiten der Kundschaft Lösungsvorschläge zur Verminderung oder Abschirmung der vorhandenen Strahlen. Was fasziniert Sie besonders an Ihrer Tätigkeit?

Petra Schneider: Nach einer geopathologischen Untersuchung wird die Strahlung vor Ort reduziert und ein Fundament geschaffen, mit welchem gesund werden wieder möglich wird. Mich fasziniert, wenn sich die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden zum Positiven verändert. Das zeigt sich dann, wenn Menschen wieder schlafen können, Kunden mit Kopfschmerzen morgens schmerzfrei aufwachen oder Burnout-Symptome abnehmen und diese Menschen physisch und psychisch wieder an Stabilität gewinnen. Solche positiven Rückmeldungen freuen mich und mein Team auch nach so vielen Jahren immer noch sehr.

GEOPATHOLOGIE SCHWEIZ

Die Geopathologie Schweiz AG Die Geopathologie Schweiz AG verfügt über ein Erfahrungspotential von über 17 000 durchgeführten geopathologischen Untersuchungen in den letzten zwanzig Jahren. Dank dem täglichen Einsatz bei den Kunden verfügen die Geopathologen über eine unvergleichbar grosse Erfahrung in der Messtechnik, in der Interpretation der Daten und in der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen. Zudem halten sie laufend Vorträge und Seminare an Kongressen und in Architektenkreisen, unterrichten an der Fachschule für Naturheilkunde und arbeiten eng mit namhaften Kliniken zusammen. www.geopathologie.ch


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BRANDREPORT PRIVATKLINIK AADORF

Wenn eine Pandemie nicht nur die physische Gesundheit gefährdet Extremsituationen wie eine Pandemie gefährden keinesfalls nur die körperliche Gesundheit: Auch das psychische Befinden leidet bis hin zur Entwicklung einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung.

E

ingeschränkte Kontakte, Unsicherheit durch eine, teils widersprüchliche, Informationsflut und soziale Isolation stellen zurzeit die menschliche Psyche auf eine Belastungsprobe. Zusätzlich fallen geregelte Alltagsstrukturen – deren positiven Effekte auf die Psyche oft unterschätzt werden – weg. Nicht zu vergessen sind auch die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie: finanzielle Unsicherheiten, Angst vor einem Jobverlust, Existenzängste. All dies kann zu grossen, seelischen Problemen führen. Auch bis anhin psychisch Gesunde können betroffen sein

Coronapandemie zu einer Zunahme dieser Patientengruppe kommen wird»; erklärt Beatrice Geml, Leitende Ärztin und Psychosomatikerin an der Privatklinik Aadorf. Verstärkungen von bestehenden psychischen Störungen

Für Menschen, bei denen bereits eine Depression oder eine Angststörung diagnostiziert wurde, kann die Coronakrise mit ihren Auswirkungen zu einer Verschlechterung ihres psychischen Zustandes führen. Bei einer Zwangsstörung ist das

Risiko von negativen Folgen gross – zum Beispiel können sich Menschen, die unter einem Waschzwang leiden, von der aktuellen Situation bestätigt fühlen. Dies verstärkt das Zwangsverhalten zusätzlich. Doch auch Betroffene von Essstörungen haben unter den coronabedingten Einschränkungen zu kämpfen: «Die Isolation kann das krankhafte Essverhalten zusätzlich verstärken; der Wegfall gewohnter Strukturen und Beschäftigung führt dazu, dass mehr Zeit zur Verfügung steht, um sich mit Essen und Nichtessen zu befassen», führt Trier aus.

Stephan Trier, Klinik- und Ärztlicher Direktor der Privatklinik Aadorf, erklärt: «Von seelischen Folgen der Coronakrise betroffen sein können auch Menschen, die sich psychisch gesund fühlen. Zuvor wirksame Bewältigungsstrategien genügen nicht mehr, Verarbeitungsmechanismen brechen zusammen, was zur Entwicklung von Angststörungen, Depressionen oder einem Burnout-Syndrom führen kann.» Speziell hervorzuheben ist eine starke Zunahme von körperlichen Beschwerden, welche Stress verursachen und zu Belastungen werden: «Hausärzte werden teilweise überrannt von Menschen mit körperlichen Beschwerden, aber auch Ängsten vor schwerer Erkrankung. Für diese Patienten entwickeln wir derzeit ein fokussiertes Therapieprogramm. Wir gehen davon aus, dass es bei andauernder

Privatklinik Aadorf Die Privatklinik Aadorf ist eine ärztlich geleitete Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung von Angst, Depressionen, Burnout und Essstörungen sowie Adipositas bei begleitenden psychischen Erkrankungen. Die Angebote bauen auf fokussiertem Wissen und breitem Erfahrungsschatz der Mitarbeitenden sowie zielgerichteten Therapiekonzepten und einem ganzheitlichen Verständnis der Materie auf. Auch Menschlichkeit und Empathie, eine vertrauensvolle und zwanglose Atmosphäre und ein diskretes und sicheres Umfeld haben einen positiven Einfluss auf den Genesungsverlauf. Neben der spezialisierten Kompetenz sind gerade in der Coronazeit auch weitere Vorzüge der Privatklinik Aadorf von besonderem Wert – z.B. die dezentral organisierte Klinikstruktur mit kleineren Stationen à 10 bis 18 Betten, die Rückzugsmöglichkeiten in den Gartenanlagen und der nahen Natur, sowie die überschaubare Anzahl an MitpatientInnen. Die Privatklinik Aadorf ist auf der Spitalliste des Kantons Thurgau aufgeführt und kann PatientInnen aller Versicherungsklassen aus der ganzen Schweiz aufnehmen.

Nebst fachlicher Kompetenz überzeugt die Privatklinik Aardorf mit vertrauensvoller und zwangloser Atmosphäre, einem diskreten und sicheren Umfeld und unmittelbarer Nähe zur Natur.

Für weitere Fragen von Betroffenen oder Angehörigen steht das Team der Privatklinik Aadorf gerne zur Verfügung. www.klinik-aadorf.ch

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Wenn das Augenlicht schwächer wird Rund 377‘000 Schweizerinnen und Schweizer sind sehbehindert, also in ihrem Sehen eingeschränkt. Im Alter ist die Altersbedingte Makula-Degeneration AMD die häufigste Sehbehinderung. Wird eine AMD diagnostiziert, ist es ratsam, eine Beratungsstelle für sehbehinderte Menschen aufzusuchen. Die dortigen Fachpersonen können mit einer Fülle an kostenlosen Dienstleistungen und Hilfsmitteln dazu beitragen, die Selbständigkeit von Betroffenen zu erhalten bzw. merklich zu erhöhen. Für viele Menschen ist die Vorstellung, ihre Sehkraft zu verlieren, sehr beängstigend. Und tatsächlich gehen mit einer Sehbehinderung oft einschneidende Lebensveränderungen einher. Doch mit den richtigen Anpassungen im Alltag können blinde und sehbehinderte Menschen nach wie vor ein unabhängiges Leben führen. Sehbeeinträchtigung AMD Bei der Altersbedingten Makula-Degeneration AMD ist die zentrale Stelle des scharfen Sehens betroffen. Das bedeutet, dass man genau dasjenige nicht sehen kann, was man anschauen möchte – z.B. ein Gesicht, eine Uhr oder einen Text. Die Umgebung ist dabei jedoch kaum beeinträchtigt. Kostenlose Fachberatung In regionalen Beratungsstellen können Betroffene das gesamte Angebot an fachspezifischen Dienstleistungen kostenlos in Anspruch nehmen. Bei einer Low Vision-Beratung klären speziell ausgebildete Fachpersonen das verbliebene Sehvermögen ab und helfen bei

dessen optimaler Nutzung mit Hilfsmitteln wie z.B. Filtergläsern oder Kaltlichtlampen. Für den häuslichen Alltag werden in Lebenspraktischen Fähigkeiten im eigenen Zuhause Methoden für gefahrloses Kochen, Waschen etc. geschult. Das sichere Fortbewegen in Gebäuden oder im Freien, oft mit dem weissen Stock, unterrichten Lehrpersonen für „Orientierung & Mobilität“. Und für Fragen zur Sozialversicherung, für Behördliches oder auch den Arbeitsplatzerhalt engagieren sich Fachpersonen für Soziale Arbeit und Inklusion. Selbständigkeit im Alltag Eine Beratung bei einer unserer Fachstellen ermöglicht auch einen Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Das wirkt nicht nur drohender Isolation und destruktivem Selbstmitleid entgegen. Sondern es hilft auch dabei, alltagstaugliche Tricks für den Umgang mit der Krankheit zu lernen. Die Beratung und Begleitung durch Fachkräfte wiederum sorgt dafür, dass oftmals eine erstaunliche Selbständigkeit im Alltag bewahrt werden kann.

Das untere Bild simuliert eine AMD.

GEMEINSAM NACH VORNE SEHEN.

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15.01.2021 10:42:02


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GLAUKOM AUGENKLINIK ZÜRICH BRANDREPORT

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«Je früher die Diagnose, desto erfolgversprechender die Behandlung» Menschen ab 50 Jahren wird empfohlen, sich regelmässig prophylaktisch auf verschiedene Krankheitsbilder untersuchen zu lassen. Doch gerade Augenkrankheiten werden dabei oft vergessen. Das kann sich rächen, denn viele Augenerkrankungen werden schlimmer oder gar irreparabel, wenn man zu lange zuwartet. Die gute Nachricht: Da die Augenmedizin grosse Fortschritte gemacht hat, haben auch Betroffene reelle Chancen auf ein gutes Sehvermögen im Alter – wenn die Diagnose rechtzeitig erfolgt. Interview mit Prof. Dr. med. Milko Iliev, Augenchirurg, Glaukomspezialist und Klinikleiter der Glaukom Augenklinik Zürich

Prof. Milko Iliev

Prof. Iliev, was sind die häufigsten Krankheitsbilder, mit denen Sie und Ihr Team an der Glaukom Augenklinik Zürich am meisten konfrontiert werden?

Als Team von Augenärzten beraten wir viele Brillenträger, Kinder mit Augenproblemen, Patienten mit Allergien sowie mit Augenentzündungen. Als spezialisierte Augenklinik sehen wir sehr viele Patientinnen und Patienten mit Glaukom, sprich dem Grünen Star. Das chronische Offenwinkel-Glaukom ist die weitaus häufigste Form des Grünen Stars: Es beginnt meistens unauffällig und langsam und wird klassischerweise zufällig bei einem Augencheck entdeckt. Dem Augenarzt fallen dann entweder ein erhöhter Augeninnendruck oder bereits aufgetretene Veränderungen am Sehnerv auf. Beide Veränderungen werden von Betroffenen im Alltag nicht bemerkt. Diese Glaukom-Form kann meistens über längere Zeit nur mit Augentropfen unter Kontrolle gehalten werden. Es gibt natürlich auch spezielle Formen dieser Augenerkrankung. Dazu gehören Glaukome im jüngeren Alter, fortgeschrittene Fälle sowie hartnäckige Krankheitsabläufe, die eine Operation oder Laser-Behandlung notwendig machen oder sonst einer Anpassung des Betreuungskonzepts bedürfen. Entsprechende Patientinnen und Patienten werden uns oft zur Übernahme, Beratung sowie für das Einholen einer Zweitmeinung zugewiesen. Ich verbringe viel Zeit mit der Beratung solcher Problemfälle. Diese Fokus-Ausgabe trägt den Titel «50 Plus». Mit welchen Veränderungen zum Thema «Sehen» muss man in diesem Alter rechnen – und welche Erkrankungen nehmen ab dann zu?

Unser Team deckt neben dem erhöhten Augendruck und dem Glaukom, die typisch ab 40

gehäuft auftreten, auch die vielen anderen Augenkrankheiten und Sehstörungen ab. Ab 50 gibt es die «gewöhnlichen» Probleme bei Naharbeit (die sich z.B. beim Lesen, Arbeiten am Computer oder der Benutzung des Handys zeigen), aber auch trockene oder zu viel tränende Augen, schwankende Sehleistung bei Müdigkeit, bei Dämmerung oder beim Autofahren treten auf. Manchmal kommt es zu störenden Punkten, «Wölkchen» oder «Fliegen» vor den Augen. In vielen dieser Fälle reichen eine individualisierte Beratung, eine korrekt angepasste Brille oder unterstützende Augentropfen aus. Mit dem Alter häufen sich allerdings auch die Katarakt (grauer Star) und die Makula-Degeneration. Diese bedürfen dann einer genauen Abklärung: Verschiedene Formen müssen auseinandergehalten und eine Prognose und ein Behandlungsplan erstellt werden. Manchmal ist auch eine Operation unvermeidlich. Patientinnen und Patienten mit Diabetes brauchen ebenfalls regelmässige Augenkontrollen. Diabetes, Glaukom, Katarakt und Makuladegeneration sind die häufigsten Ursachen für Sehbehinderung weltweit. Wie behandeln Sie diese diversen Erkrankungen?

Man muss zwischen chronischen Zuständen und chronischen Krankheiten unterscheiden sowie zwischen kurierbaren und stabilisierbaren Formen. Die Presbyopie (Schwierigkeiten beim Sehen in der Nähe) ist keine Krankheit, sondern eine normale Erscheinung im erwachsenen Leben. Obwohl es viele Versuche gibt, neue Operationstechniken und «Tricks» zu entwickeln, löst man in 99 Prozent der Fälle das Problem mit einer Lese-, Computer- oder Gleitsichtbrille. Die störenden beweglichen Punkte und Härchen vor den Augen (Trübungen im Glaskörper des Auges, Mouches volantes) muss man akzeptieren und zu ignorieren lernen (nachdem eine begleitende Netzhaut-Erkrankung / NetzhautAblösung ausgeschlossen wurde). Den Grauen Star – die Katarakt – kann man zwar behandeln, aber nur mit einer Operation. Der Grüne Star – das Glaukom – ist eine chronische, potenziell blindmachende Krankheit. Sie lässt sich nicht endgültig kurieren, aber in 80 Prozent der Fälle

mit Augentropfen und in den restlichen 20 Prozent mit einer Operation stabilisieren – und damit über Jahre und Jahrzehnte hinaus in Schach halten. Die trockene Makuladegeneration kann man noch nicht behandeln, die feuchte Makuladegeneration hingegen lässt sich mit Spritzen ins Auge gut unter Kontrolle halten. Kann es bei manchen dieser Augenerkrankungen durch zu langes Warten zu irreparablen Schädigungen kommen?

Leider ja. Bei vielen der im Alter auftretenden Augenerkrankungen ist das zu lange Warten unser grösster «Feind»: Beim Glaukom wird langsam aber fortschreitend der Sehnerv geschädigt. Diesen kann man nicht reparieren. Die einzige Lösung besteht darin, frühzeitig zu behandeln beziehungsweise zu stabilisieren, damit es zu keiner relevanten Schädigung kommt. Die Katarakt (Trübung der Augenlinse) kann man zwar jederzeit operieren, wenn jedoch diese sehr fortgeschritten ist, gestaltet sich die Operation wesentlich schwieriger und es kommt gehäuft zu Komplikationen, welche dann andere Folgen haben könnten. Die feuchte Makuladegeneration kann bei zu langem Bestehen «verhärten» – und dann wirken die Spritzen nicht mehr. Generell kann man mit Überzeugung sagen: Je früher die Diagnose, desto effizienter und erfolgsversprechender kann man den richtigen Zeitpunkt für eine Behandlung wählen. Welches sind Ihres Erachtens die wichtigsten Innovationen in der Augenmedizin der letzten Jahre?

Es gibt viele davon, und es wird ständig geforscht. Die neuen Technologien eröffnen potenziell sehr beeindruckende Möglichkeiten. Dennoch muss man zwischen «potenziell in Zukunft bei Spezialfällen möglich» und «im Alltag und routinemässig einsetzbar» unterscheiden. Beim fortgeschrittenen Glaukom und bei der trockenen Makuladegeneration höre ich beispielsweise immer wieder die Frage «Hat man denn nicht etwas Neues entwickelt?» Diese Frage stellen vor allem Betroffene, die auf eine Besserung hoffen. Ihnen muss ich leider immer mit «nein» oder mit «noch nicht» antworten. Und wie sieht es bei den anderen Krankheitsbildern aus?

Ganz generell hat die Augenmedizin in den letzten 15 Jahren enorme Fortschritte erzielt: Die neuen Medikamente, die man sowohl bei der feuchten Makuladegeneration als auch bei Diabetes-Komplikationen wiederholt ins Auge spritzt, ermöglichen es Betroffenen für mehrere Jahre zu lesen, zu Reisen und ihren Hobbys nachzugehen. Die Glaukom-Operationen wiederum sind mit der Mikrochirurgie viel schonender geworden, ernsthafte Komplikationen treten wesentlich seltener auf. Das OCT (Optische Kohärenz Tomographie, Laser Scanning Bildgebung) hat uns neue Welten eröffnet: Wir sehen das Innere des Auges, die Netzhaut, den Sehnerv fast wie in Gewebeschnitten unter dem Mikroskop. So können wir Krankheiten viel früher und viel genauer diagnostizieren. Der Laser hilft uns jetzt auch bei der Graustar-Chirurgie und macht sie sicherer. Die Hornhaut-Transplantation ist ebenfalls viel effizienter und sicherer geworden, dank dem Verfahren, nur die inneren Hornhautschichten zu ersetzen. Das 21. Jahrhundert unterscheidet sich in Sachen Augenmedizin also wesentlich vom 20.!

Können gewisse Krankheitsbilder durch die persönliche Lebensführung ausgelöst werden? Und sind Frauen und Männer ab 50 gleichermassen gefährdet?

Es gibt kaum Augenkrankheiten, die auf den persönlichen Lebensstil zurückzuführen wären. Das Auge ist ein faszinierendes, in sich geschlossenes System, das Unglaubliches leistet und wenig von der Umwelt oder von der Ernährung (im normalen europäischen Leben) beeinflusst wird. Meistens sind es Auswirkungen von genetischen Defekten, von angeborenen anatomischen Besonderheiten oder von begleitenden allgemeinen Krankheiten. Die Kurzsichtigkeit nimmt wegen dem immer länger werdenden Verweilen in geschlossenen Räumen sowie der Zunahme visueller Beschäftigungen weltweit zu. Aber das ist keine richtige Krankheit und die Prävention ist relevant im Kindesalter. Aber auch wenn die Augenleiden nicht direkt durch unsere Lebensführung ausgelöst werden, gäbe es trotzdem Verhaltensregeln, die das Wohlbefinden der Augen beeinflussen und eine gute Sehleistung bis ins fortgeschrittene Alter positiv unterstützen. Welche wären das konkret?

Man sollte starkes Sonnenlicht meiden, besonders Menschen ab 50. Sonnenbrille und Hut sind zu empfehlen. Wenn man stundenlang ununterbrochen am Computer oder am Tablet arbeitet, ist das ebenfalls suboptimal. Regelmässige Pausen im Freien (z.B. auf dem Balkon) und mit Blick in die Ferne (nicht aufs Handy!) sind daher wichtig. Und dann ist grundsätzlich alles, was sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem und auf das Nervensystem auswirkt, auch gut für die Augen. Denn diese Systeme sind eng miteinander verbunden: Man sollte also auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung mit vielen ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen achten. Regelmässige körperliche Bewegung, die Vermeidung von Übergewicht sowie der Verzicht aufs Rauchen sind ebenfalls empfehlenswert. Stress sollte möglichst minimiert und auf einen ausreichenden und vollwertigen Schlaf geachtet werden (Schlafapnoe behandeln). Patienten mit Glaukom empfehle ich, Tätigkeiten und Übungen zu vermeiden, die den Druck in den Augen erhöhen, wie z.B. Kopfstand- oder Kopfund-Schulter-tiefer-als-die-Füsse Übungen, Blasinstrument-Spielen, heftiges Augenreiben, etc. Und ganz zentral: Prophylaktische augenärztliche Untersuchungen stellen eine wichtige Massnahme in diesem Kontext dar. Denn fast alle Krankheiten sind leichter zu behandeln (für Arzt und Patient), wenn sie im Frühstadium entdeckt werden. So wie man es für verständlich hält, den Körper ab 50 auf Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostata- und Herz-Erkrankungen zu kontrollieren, so sollte man es auch mit den Augenkontrollen handhaben. Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zur Terminvereinbarung unter www.glaukom-augenklinik.ch


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ANDROPAUSE

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Ist die Andropause des Mannes Menopause? Andropause, Klimakterium Virile, ADAM (Androgen Decline in the Aging Man) oder Androgen Defizit Syndrom: Viele Namen trägt das Phänomen, welches in Fachkreisen teilweise umstritten ist. Ähnlich wie die Wechseljahre bei den Frauen wird es durch hormonelle Veränderungen ausgelöst. Aber viel weiter gehen die Gemeinsamkeiten nicht. TEXT PATRIK BIBERSTEIN

H

itzewallungen, Schlafprobleme und Gewichtszunahme sind bei Weitem nicht nur Symptome einer Menopause. Auch Männer über 40 können an diesen Beschwerden leiden, welche unter anderem symptomatisch für eine sogenannte Andropause sein können. «Die Herausforderung dabei besteht allerdings darin, dass die Symptome nicht pathognomonisch sind. Das heisst, sie sind nicht exklusiv dem Testosteronmangel zuschreibbar, sondern können auch durch andere Begleitumstände hervorgerufen werden», weiss PD Dr. med. Alexander Müller, Chefarzt an der Klinik für Urologie des Spitals Limmattal. Er fügt an, dass sich ein möglicher Testosteronmangel durch drei wesentliche Symptomkategorien bemerkbar machen könnte: psychische, körperliche und besonders sexuelle Symptome. Bei den psychischen Symptomen können vor allem höhere Reizbarkeit, Depression, Gedächtnisund Konzentrationsschwäche und Antriebslosigkeit führend sein. Hinzukommen können auch körperliche Veränderungen wie Hitzewallungen und Schweissausbrüche, Schlafstörungen und Müdigkeit sowie fortschreitende Osteoporose. «Besonders ausgeprägt können sexuelle Veränderungen sein wie Libidoverlust und Erektionsstörungen», führt Dr. Müller weiter aus. Was hinter der Andropause steckt

Schuld daran ist der Rückgang des männlichen Sexualhormons Testosteron, welcher normalerweise zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr eines jeden Mannes einsetzt. Dies gehört aber zum natürlichen Alterungsprozess dazu und ist normalerweise nicht weiter schlimm, da man in der Regel auf einem relativ hohen Testosteron-Niveau startet. Anders als bei den Frauen ist diese hormonelle Veränderung jedoch eine schleichende, und keine abrupte: Jährlich geht der Testosterongehalt um rund ein Prozent zurück, dieser Anteil kann aber aufgrund anderer Faktoren – wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes oder chronischen Erkrankungen wie

COPD oder Arthritis – höher ausfallen. Weitere Risikofaktoren, welche ein Testosteron-Defizit begünstigen, sind ein überhöhter Blutfettgehalt, Rauchen und Alkoholkonsum. Einer der grössten ist allerdings Übergewicht, denn grundsätzlich wird in Fettzellen Testosteron zu Östrogenen metabolisiert. Trotzdem, «ein kleines Wohlstandsbäuchlein ist typisch fürs Alter. Kritisch wird es aber, wenn der Hüftumfang über 102 cm liegt», meint der Experte. Was Mann dagegen tun kann

Da den Symptomen der Andropause der natürliche Altersprozess, beziehungsweise der damit einhergehende sinkende Testosterongehalt, zugrunde liegt, kann nicht direkt vorgebeugt werden. Allerdings kann dafür gesorgt werden, dass der Hormonverlust nicht übermässig ausfällt.

Beispielsweise, indem darauf geachtet wird möglichst kein Übergewicht anzusetzen und sich regelmässig zu bewegen. Weiter ist es wichtig, Risikofaktoren wie die Blutfette, den Blutzucker oder Bluthochdruck frühzeitig erkennen und behandeln. Sollte trotz Vorbeugen ein symptomatischer Testosteronmangel (Symptome und deutlich erniedrigter Testosteronspiegel im Blut), vorliegen, muss – wenn möglich – gehandelt werden. Denn: «Dann ist unsere Sterblichkeitsrate um 30 Prozent höher. Echter Testosteronmangel ist durchaus lebensbedrohlich», wie Dr. Müller erklärt. Dann kommt eine Testosteronersatztherapie zum Zug, was heutzutage relativ unproblematisch ist. Es gilt aber sowohl von Patientenseite als auch aus Sicht des behandelnden Arztes gewisse Dinge zu beachten. Der Chef-Urologe erklärt: «Die Ersatztherapie unterdrückt die körpereigene Produktion. Das

heisst, wenn man das anwendet, ist dies eine Entscheidung, diese Testosteronersatztherapie höchstwahrscheinlich für den Rest des Lebens begleitend einzunehmen.» Und als behandelnder Arzt gilt es Risiken und Nutzen mit dem Patienten individuell abzuwägen. Denn obwohl der Aberglaube, dass eine Testosteronersatztherapie Prostatakrebs in der Entstehung fördere, widerlegt worden ist, gibt es einige Risiken zu beachten: Bei Grunderkrankungen, wie beispielsweise einer ausgeprägten Herzinsuffizienz, aber auch bei einer stark vergrösserten Prostata, ist Vorsicht geboten. Ausserdem erläutert der Experte, könne die Bildung von Blutkörperchen (Erythrozyten) stark zunehmen, was zu dickem Blut mit veränderter Fliesseigenschaft oder einem höheren Thromboserisiko führen könne. Die Wissenschaft ist sich uneinig

Dass sich am Phänomen Andropause nach wie vor die Geister scheiden, hat diverse Ursachen. Einerseits ist da das Fehlen eines treffenden Begriffes. Der für diesen Artikel befragte Experte meint dazu, dass die Begrifflichkeit «Andropause» – angelehnt an die Menopause der Frauen – sehr unglücklich sei, da die beiden Themen zu verschieden seien. Weiter erläutert Dr. Müller: «Nicht nur die Begrifflichkeit ist umstritten. Was auch umstritten ist, sind Grenzwerte, die festlegen, wann das Testosteron im Blut wirklich zu tief ist. Da sind sich die Fachgesellschaften über den unteren Schwellenwert gar nicht einig. Wenn die Experten einen Blutwert schon nicht ganz einheitlich definieren können, dann macht es das schwierig.». Ein anderer Grund für die noch immer herrschende Uneinigkeit betreffend der männlichen «Wechseljahre» liegt darin begründet, dass die weiblichen Sexualhormone weitaus besser erforscht sind als die männlichen. Dies ist damit zu erklären, dass Männer weder unter monatlichen Hormonumstellungen zu leiden haben noch schwanger werden können oder mittels einer Hormonpille verhüten. Sprich, für die Forschung sind sie in diesem Aspekt schlicht die uninteressantere Zielgruppe.


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UROVIVA BRANDREPORT

Prostatakrebs wird ohne Vorsorge oft zu spät entdeckt! In der Schweiz sind jedes Jahr 6100 Patienten von Prostatakrebs betroffen – er ist die häufigste Krebsart bei Männern. Wird die Erkrankung früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Nur: Dazu müssen sich Männer vorsorglich untersuchen lassen.

I

mmer mehr Männer erhalten die Diagnose Prostatakrebs. Dies ist ein Schock für die ganze Familie. Von den rund 6 100 Betroffenen pro Jahr sterben in der Schweiz ungefähr 1 300 an der Krankheit. Dass die Diagnose immer häufiger gestellt wird, hat verschiedene Gründe: «Heute wird die Bevölkerung älter und je älter ein Mann ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakrebserkrankung», so Christian von Bodman, Facharzt für Urologie und stellvertretender CMO beim Ärztenetzwerk für Urologie Uroviva. «Ausserdem werden Prostatakarzinome jetzt häufiger früh entdeckt.» Das wiederum – in Kombination mit verbesserten Therapiemöglichkeiten – trägt dazu bei, dass verhältnismässig wenig Männer daran sterben. Risikofaktoren und Prävention

Die Ursachen sind weitgehend ungeklärt. Als grösste Risikofaktoren gelten das Alter und Prostatakrebserkrankungen in der Familie, vor allem bei Vater oder Bruder. Alter und Vorbelastung lassen sich bekanntlich nicht beeinflussen. Faktoren wie Vorsorge, Lebensstil und Ernährung dagegen schon. Am allerwichtigsten ist die regelmässige Vorsorgeuntersuchung ab einem Alter von 45-50 Jahren. Daneben scheint die Ernährung eine Rolle zu spielen: «Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit an einem Prostatakarzinom zu erkranken bei Asiaten steigt, die von Asien in die USA ausgewandert sind. Das weist darauf hin, dass Umweltfaktoren, am

wahrscheinlichsten die Ernährung, einen Einfluss auf die Entstehung des Krebses haben. Die asiatische Kost mit viel Gemüse, Reis und Fisch scheint ausschlaggebend bei der Vorsorge zu sein», so Facharzt Christian von Bodman. Allerdings gebe es zu wenig eindeutige Studienergebnisse, daher könne man auch keine gezielte Diät zur Vermeidung eines Prostatakarzinoms empfehlen. Wer sich bewegt, lebt länger. Dieser Grundsatz scheint wieder einmal bestätigt zu werden: Studienergebnisse sprechen dafür, dass Bewegung das Krebsrisiko senken kann. Übergewicht hingegen scheint einen negativen Einfluss zu haben. Wie wird Prostatakrebs erkannt?

Bei Prostatakrebs treten leider erst spät Symptome auf: «Die meisten Patienten haben lange keine Beschwerden», so der Facharzt. «Das Karzinom wird meist im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.» Insbesondere durch den PSA-Wert im Blut, ein prostataspezifisches Antigen, können Karzinome in einem frühen Stadium erkannt werden. Fortgeschrittenere Tumorstadien verursachen unterschiedliche Beschwerden: Probleme beim Wasserlassen, Nierenstauung, Knochenschmerzen, Inkontinenz, Blut im Urin und andere. Diese Beschwerden treten aber erst spät auf. Deshalb sollten Männer über 50 den Besuch beim Urologen auf keinen Fall hinauszögern. Männer mit Prostatakrebs in der Familie sollten noch vorsichtiger sein und sich spätestens ab dem 45.

Lebensjahr durchchecken lassen, da das Risiko in diesem Fall höher ist. Die Frau als Vorbild

Anders als bei der Frau, bei der es völlig normal ist, sich einmal pro Jahr gynäkologisch untersuchen zu lassen, war das Thema Männergesundheit lange schambehaftet. Das ändert sich jedoch: «Ich mache die Erfahrung, dass Scham rund um die Prostata abnimmt. Zum Glück kommen immer mehr Männer zur Vorsorge und lassen sich beraten», so von Bodman. «Ich denke, dass eine Untersuchung wie die gynäkologische Vorsorge bei Frauen oder die vorsorgliche Konsultation eines Zahnarztes auch beim Mann eher zur Regel werden wird.» In der Praxis wird dabei in einem persönlichen Gespräch sorgfältig informiert und eine mögliche Angst vor der Untersuchung genommen. Um den PSA-Wert zu ermitteln, wird Blut abgenommen. In einer kurzen Untersuchung wird die Prostata dann abgetastet und auf Auffälligkeiten untersucht. Wenn nötig, wird sich der Arzt noch zusätzlich mit Ultraschall ein klareres Bild verschaffen. Diagnose Prostatakrebs – was nun?

Bis heute besteht keine Möglichkeit, einen lebensbedrohlichen Prostatakrebs von einem nicht-lebensbedrohlichen Prostatakrebs zu unterscheiden. Die Einschätzung muss dem erfahrenen Urologen überlassen und das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet werden. «OperationsTechniken oder Bestrahlungstechniken – die Therapiemöglichkeiten haben sich in den letzten 25

Jahren massiv verbessert. Die Ergebnisse konnten optimiert und Nebenwirkungen reduziert werden», weiss der Facharzt von Uroviva. «Sogar bei metastasierter Erkrankung ist oft eine erfolgreiche Behandlung über Jahre möglich. Insbesondere geht es dann darum, das Tumorwachstum zu bremsen und gleichzeitig die Lebensqualität des Patienten zu erhalten.» «Solange das Karzinom früh genug entdeckt wird und noch auf die Prostata begrenzt ist, sind die Heilungschancen sehr gut», beruhigt Christian von Bodman. «Darum ist die Vorsorge das A und O.»

Uroviva ist ein Ärztenetzwerk, das sich auf das Fachgebiet der Urologie und Andrologie spezialisiert hat. Darin sind elf Praxen, eine Permanence, ein Andrologiezentrum und eine Spezialklinik für Urologie im Zürcher Unterland und rund um den Zürichsee vereint. Neben modernster medizinischer Technologie profitieren die Patienten von Spezialisten, die sich besonders viel Zeit für Aufklärung und Beratung nehmen. Weiterführende Informationen: uroviva.ch

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INTERVIEW HALLE BERRY

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«In meinem Alter steht man schnell vor der letzten Chance» Halle Berry ist seit über 30 Jahren als Schauspielerin erfolgreich. Jetzt, mit 54 Jahren, wagt sie erstmals den Schritt hinter die Kamera. «Bruised» heisst der Film, handelt von einer Mixed-Martial-Arts-Kämpferin und wird 2021 auf Netflix zu sehen sein. Die Oscar-Preisträgerin über das Betreten von Neuland und das Überwinden der eigenen Zweifel. INTERVIEW MARLÈNE VON ARX

BILD HFPA

Halle Berry, Sie sind seit über dreissig Jahren im Filmgeschäft. Mit 54 haben Sie nun Ihren ersten Film als Regisseurin gedreht. Wie kam es dazu?

Vor dreissig Jahren haben Sie in Spike Lees Film «Jungle Fever» dann zudem bewiesen, dass Sie mehr als ein schauspielerndes Model sind. Wie schwierig war es damals, den Übergang zu schaffen?

Wie vieles in meinem Leben: Ich habe es nicht so geplant, es hat sich so ergeben. Ich habe eine Möglichkeit erkannt und bin furchtlos auf sie zugegangen.

Ich wusste schon als Model, dass ich meine physische Hülle abstreifen musste, wenn ich als Schauspielerin ernst genommen werden wollte. Ich sollte für die Rolle der schönen Ehefrau in «Jungle Fever» vorsprechen, und ich war auch sehr geehrt, dass ich Spike Lee treffen durfte.

Können Sie das etwas genauer erklären?

Das Drehbuch «Bruised» über eine MMAKämpferin war ursprünglich für ein 22-jähriges irisch-katholisches Mädchen geschrieben. Mir schien eine Protagonistin in meinem Alter interessanter: Wenn man mit 22 Jahren Mist baut, nimmt man halt einen zweiten Anlauf. In meinem Alter steht man hingegen schnell vor der letzten Chance. Ich wollte diese Rolle spielen und den Schauplatz in die Bronx verlegen. Die Produzenten willigten ein und beauftragten mich, einen geeigneten Regisseur zu finden.

Aber die Rolle der Crack-Hure hatte mich mehr angesprochen, weil sie mir erlaubte, diese äussere Hülle abzustreifen, die mich damals definierte. Ich kann nicht sagen, dass Spike Lee sofort sah, was ich zu bieten hatte, aber ich bin ihm ewig dankbar, dass er mir schliesslich die Rolle gab. Wie wegweisend war die Rolle für Ihre Karriere?

Nicht, dass ich nachher keine körper-betonten Rollen mehr gespielt hätte, aber von da an sah man in mir mehr als ein hübsches Gesicht. Trotzdem musste ich auch bei «Monster’s Ball» wieder kämpfen. Der Produzent Lee Daniels, den ich sehr gerne mag, sagte damals, ich passe nicht zur Rolle. Marc Forster hat sehr für mich gekämpft, denn wer kann schon wirklich sagen, wie jemand auszusehen hat, der leidet?

Und da kamen Sie sofort auf sich selbst?

Nein, ich habe mich mit vielen potenziellen Regisseuren und Regisseurinnen getroffen – erfahrene, junge – die ganze Bandbreite. Aber niemand sah diese Underdog-Geschichte so wie ich. Schliesslich kam dann mein Name als Regisseurin ins Spiel. Aber selbst dann hatte ich noch Zweifel. Hatten Sie denn vor «Bruised» nie Regie-Ambitionen?

Doch schon. Ich schrieb damals auch einen Kurzfilm, den ich inszenieren wollte. Aber ein Spielfilm, in dem ich auch noch die Hauptrolle spielen würde, war mir eine Nummer zu gross.

Wie erwähnt, gewannen Sie für «Monster’s Ball» den Oscar. Wie haben Sie diesen Moment in Erinnerung?

Es war eine dieser Erfahrungen, bei denen ich mich nicht mehr selber wahrnahm. Alles, was ich über diesen Moment weiss, kommt vom Anschauen des TV-Replays. Ich hatte den Golden Globe im Vorfeld nicht gewonnen, so dachte ich, es wird auch mit dem Oscar nichts. Ich hatte keine Rede vorbereitet. Mein Unterbewusstsein hat dann das Ruder übernommen.

Wie sind Sie über diese Zweifel hinweggekommen?

Meine gute Freundin Elaine Goldsmith-Thomas [Produktionspartnerin von Jennifer Lopez, Anm. d. Red] hat mich angespornt. Ich hielt es für verrückt, als Erstling so ein grosses Projekt zu verantworten. Aber sie meinte: «Natürlich kannst du das. Niemand versteht den Stoff so gut wie du. Niemand liebt das Buch so sehr wie du.» Ich habe dann eine Nacht darüber geschlafen und kam am nächsten Morgen dann auch zum Schluss: Ja, ich kann das. Die Unterstützung des Umfelds ist also sehr wichtig, wenn man Neues plant?

Ja. Freunde, die einem sagen, dass man höher hinaus kann, sind wichtig. Die einem sagen, dass man an sich glauben soll und für die es selbstverständlich ist, dass man es kann. Wir reden uns manchmal selber unsere Fähigkeiten aus. Oder wir übernehmen die Ängste anderer, nicht mal unsere eigenen. Ich wusste, dass ich an der Rolle härter arbeiten würde als an jeder Rolle zuvor. Ich wollte nicht, dass die Geschichte in die Hände von jemandem fällt, dessen Visionen sich nicht mit meinen decken. Das wäre für mich ein Desaster und ein Versagen gewesen. War die Angst des Versagens weg, als Sie hinter der Kamera standen?

Nein, natürlich hatte ich die Hosen voll! Jeder Regisseur hat Angst am Anfang. Wer etwas anderes behauptet, sagt nicht die Wahrheit. Alle Regisseure, mit denen ich gearbeitet habe, haben mir gesagt, Angst und Sorgen sind gesund, denn wer sich nicht sorgt, dem ist egal, was herauskommt und der bemüht sich auch nicht, sein Bestes zu geben. Als Schauspielerin hatte ich diese Einstellung ebenfalls. Immerhin war es hilfreich, auf

über dreissig Jahre Filmset-Erfahrung zurückgreifen zu können. Das Einfachste war deshalb auch, mit den Schauspielern zu arbeiten. Sie haben unter der Regie des Schweizers Marc Forster 2002 für «Monster’s Ball» einen Oscar gewonnen. Haben Sie sich bei ihm Tipps geholt?

Ja, er ist ein Freund, auf dessen Hilfe ich zählen kann. Warren Beatty, mit dem ich «Bulworth» gedreht habe, steht auch immer zur Verfügung, wenn ich eine Frage habe. Von ihnen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, die richtigen Leute zu engagieren, die ihre Arbeit und meine Vision verstehen und sie dann walten zu lassen. Ich habe auch gerne mit Susanne Bier gearbeitet, die die Industrie aus der weiblichen Perspektive kennt, sie überlebte und gute Ratschläge hat. Ihre Arbeit vor der Kamera in «Bruised» ist körperlich sehr anspruchsvoll. Sie spielen eine Mixed-Martial-Arts-Kämpferin – war das mit 54 eine zusätzliche Herausforderung?

Ach diese Zahl! Ist mein Beitrag zu «John Wick 3» nicht Statement zu diesem Thema genug? Ich weiss, ich habe ein gewisses Alter erreicht. Aber es ist wirklich an der Zeit, dass wir Frauen dieser Altersdiskriminierung mal eins in die Fresse hauen. Ich bin es leid, über die Zahl in meiner Geburtsurkunde definiert zu werden.

Niemand zweifelt an Ihrer Fitness…

Ich bin auch fitter als je zuvor. Aber ich musste mein Workout umstellen. Wenn früher 20 Minuten pro Tag reichten, brauche ich heute 40 Minuten für das gleiche Resultat. Ich würde indes niemandem anraten, mir auf der Strasse meine Handtasche entwenden zu wollen, denn ich hätte da sicher eine Überraschung parat. Das erste Gesetz von Martial Arts ist allerdings, dass man seine Fähigkeiten erst einsetzt, wenn es nicht mehr anders geht. Die Kämpfer, die ich für den Film kennengelernt habe, sind die sanftmütigsten und nettesten Leute. Es ist nicht das erste Mal, dass Sie das Fach wechseln. Sie waren ursprünglich Model und kamen später zur Schauspielerei. Was suchten Sie in der Schauspielerei, das Sie beim Modeln nicht fanden?

Ich suchte einen Ort, an dem man meine Stimme hören würde, wo ich ausdrücken konnte, was ich zu sagen hatte. Ich wollte aber eigentlich gar nicht Schauspielerin werden, sondern Journalistin. Ich dachte, ich würde die Welt bereisen und für die Nachrichten Reportagen machen. Dann entschied das Universum anders und ich liess es auch zu – so wie jetzt mit dem Regie-Debüt. Ich folge nicht immer dem Weg, den ich mir zurecht gedacht habe, sondern manchmal folge ich einfach dem Weg, der sich vor mir auftut. Und damit bin ich in all den Jahren gar nicht schlecht gefahren.

Sie waren die erste schwarze Schauspielerin, die in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» einen Oscar gewann. Was bedeutet Ihnen das?

Ich wusste, dass das ein bedeutungsvoller Augenblick war. Über die Jahre haben mir Menschen immer wieder gesagt, wie dieser Moment etwas in ihren Gedanken veränderte, welche Möglichkeiten es für sie gab und was sie erreichen konnten. Das Traurige ist, dass ich auch zwanzig Jahre später die einzige geblieben bin. Ich hatte wirklich gehofft, dass inzwischen weitere schwarze Schauspielerinnen in dieser Kategorie ausgezeichnet worden wären. Gibt es im Jahr 2021 mehr Grund zur Hoffnung für schwarze Schauspielerinnen?

Die Zeiten ändern sich nun schon. Vor 20 Jahren war es ganz klar schwieriger, Rollen zu finden. Heute gibt es auch tolle Rollen fürs Fernsehen. Ich bin dieser Auszeichnung dankbar. Sie hat mein Leben auf viele Arten verändert, aber ich wollte mich nie dadurch definieren lassen. Wie meinen Sie das?

Ich habe weiter versucht, als Schauspielerin Risiken einzugehen, so wie «Monster’s Ball» auch ein Risiko war. Meine Rollenwahl haben nicht immer alle verstanden und ich musste für sie geradestehen – was nicht immer einfach ist, wenn man mal den höchsten Preis in unserer Industrie gewonnen hat.


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SENSAI SCHWEIZ BRANDREPORT

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«Sich selbst etwas Gutes tun, tut der Seele gut» Daniela Acconcia ist General Manager von Sensai Schweiz und vertritt die luxuriöse japanische Kosmetikmarke Sensai in ihrer Heimat. Eine Annäherung. Was genau verstehen Sie unter ganzheitlicher Schönheit?

Daniela Acconcia

Frau Daniela Acconcia, war die Kosmetikwelt schon immer Ihr Traum?

Ja, schon als Mädchen hat mich diese Welt fasziniert und ich hatte schon in jungen Jahren eine besondere Affinität zur Kosmetik. Als Teenager entdeckte ich dann meine Faszination für die dekorative Kosmetik und schnell war klar, dass der Wunsch und Traum für meine berufliche Laufbahn in der Beauty-Branche liegt. Inzwischen bin ich seit bald 20 Jahren fest in dieser Branche etabliert. Warum träumen so viele Menschen beziehungsweise Frauen von einer makellosen Haut?

Gute Frage. Makellose Haut ist zweifellos ein Schönheitsideal weltweit. Eine schöne Haut widerspiegelt Reinheit und Gesundheit und wird sicherlich in jeder Kultur geschätzt und angestrebt. Beeindruckend für mich ist insbesondere die asiatische Haut. Sie ist meist faltenlos, seidigfein und wirkt ewig jugendlich. Meiner Meinung nach ist makellose Haut aber nicht nur mit einem jungen Hautbild zu vergleichen. Imperfektionen gehören ebenso dazu und verleihen Charakter: Eine schöne Haut soll vom Leben gekennzeichnet sein und dank der richtigen Pflege in ihrer vollen Persönlichkeit erstrahlen. Was tun Menschen asiatischer Herkunft anders für Ihre Schönheit?

In asiatischen Ländern wird das Pflegeritual mit Achtsamkeit, durchdachter Reihenfolge, Ruhe und eigener Aufmerksamkeit für Geist (Shin), Haut (Ki) und Körper (Tai) gelebt. Diese drei Elemente stehen im Idealfall im Gleichgewicht zueinander: alles im Bewusstsein, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge. Eine Philosophie, die Sensai auch in all seinen Produkten und Anwendungen widerspiegelt. Die Sensai-Pflegephilosphie Saho ist durch die japanische Teezeremonie inspiriert, in der ganz bestimmte Prinzipien für den Ablauf vorgegeben sind. Mit der Doppel-Reinigung, Doppel-Befeuchtung und Doppel-Anwendung sorgen wir bei Sensai für eine makellos-seidige Haut. Sie haben Japan schon mehrmals bereist. Welchen Einfluss hat die japanische Kultur auf Sensai Schweiz?

Ich habe dieses wunderbare Land sowohl geschäftlich als auch privat bereits mehrmals besuchen können und bin von der japanischen Kultur, Schönheit und Gastfreundschaft («Omotenashi») begeistert. Deshalb freut es mich besonders, dass alle diese wunderbaren Werte auch bei Sensai Schweiz täglich im Arbeitsumfeld gelebt werden.

Für mich gehört zur ganzheitlichen Schönheit nicht nur eine gepflegte Haut, sondern auch der Ausdruck des inneren Leuchtens, der Lebensfreude, Lebendigkeit, Zufriedenheit und Dankbarkeit eines Menschen. Denn die Ausstrahlung sowie die Seele widerspiegeln die innere Schönheit. Sich so anzunehmen, wie man ist, ist das Rezept ganzheitlich schön zu sein. Die Kunst der Kosmetik liegt darin, die Schönheit zu unterstreichen und den Alterungsprozess zu entschleunigen. Wie ist Sensai zum führenden Luxus-Brand geworden?

Die Marke Sensai besticht seit 1979 nicht nur durch ihre beispiellose Qualität, sondern auch durch ihre Kontinuität. So finden unsere Wissenschafter immer wieder neue Wege, um den Schlüssel zu vollendeter Schönheit mit bahnbrechenden Innovationen zu finden. Wir betreiben eine intensive Forschung und Entwicklung, um die Produktqualität und Wirksamkeit langfristig und nachhaltig zu steigern. In der aktuellen Coronakrise werden die Haut und insbesondere auch die Hände überstrapaziert. Was kann Sensai hier bewirken? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Sensai ist Pionier im Bereich der Hautpflege und bietet mit luxuriösen und einzigartigen Inhaltsstoffen eine maximale Pflege für die Haut. Um strapazierte Hände optimal zu pflegen, lege ich allen die Anwendung unseres Intensive Hand Treatment ans Herz. Diese besonders pflegende Anti-Aging-Handcreme hüllt die Hände in seidig-zarte Geschmeidigkeit und schützt sie effektiv vor Trockenheit und Rauheit. Seit Corona trage ich ergänzend die innovativen keramikbeschichteten Sensai Hand Treatment Gloves. Und zwar abends vor dem Schlafengehen zur Intensivierung der Wirkung.

3 Must-Haves für Wellness-Momente zu Hause Empfehlung von Daniela Acconcia, General Manager Kanebo Cosmetics Switzerland Cellular Performance Intensive Hand Treatment & Cellular Performance Treatment Gloves Diese Anti-Aging Hand- und Nagelpflege hüllt die Hände in seidig-zarte Geschmeidigkeit und schützt empfindliche Haut wirksam vor Trockenheit und Rauheit. Mit einem entspannenden orientalischen Aroma.

Was ist Ihre persönliche Produkteempfehlung? Was für ein Prozess läuft dabei genau ab, sodass man sich jünger fühlt?

Mein absoluter Favorit ist unsere Absolute Silk Linie. Insbesondere das Micro Mousse Treatment, welches als erster Schritt der Doppelbefeuchtung aufgetragen wird. Dieses wirkt nicht nur wie Champagner auf der Haut, sondern auch als Türöffner für alle weiteren Produktanwendungen im zweiten Schritt der Pflege, sodass Folgeprodukte ein Maximum an Wirkung erzielen. Sie sind seit über zwölf Jahren im Konzern tätig. Was war Ihre schönste Erfahrung bei Sensai?

Ich kriege immer wieder sehr viele schöne Feedbacks. Vor allem von langjährigen Kunden, die seit Jahrzehnten nicht mehr auf Sensai verzichten wollen. Aber auch von Neuanwenderinnen, die ganz begeistert und fasziniert von der Wirkung unserer Produkte sind. Unsere Kunden sind sehr pflegeund qualitätsbewusst. Sie legen viel Wert auf exklusivste Inhaltsstoffe. Zudem richten sich unsere Produkte an alle, die ihrer Haut etwas Gutes tun

Cellular Performance Extra Intensive Mask Die verwöhnende Textur mit einem pflanzlichen Ölkomplex schmilzt auf der Haut bei Körpertemperatur. Diese Intensiv-Maske revitalisiert die Haut sofort und spendet ihr reichlich Energie für ein seidig-zartes, vitales Aussehen.

und sich den Wunsch makellos seidiger Haut erfüllen möchten. Ausserdem schätze ich die Sensai-Firmenkultur, die fortlaufenden Innovationen und den Wert von Sensai. Hervorheben möchte ich auch den unermüdlichen Einsatz jedes einzelnen Mitarbeitenden in dieser herausfordernden Coronazeit. Wir vertrauen uns gegenseitig und pflegen einen familiären Zusammenhalt. Wie wichtig sind Blogger und Influencer für einen Brand wie Sensai?

Blogger und Influencer sind zweifellos wichtige Botschafter. Wie die ganze digitale Welt sind Influencer ein sehr wichtiger Bestandteil in der heutigen Kommunikation von Sensai und nicht mehr wegzudenken. Nichtsdestotrotz sind wir nach wie vor auch auf klassischen Kanälen vertreten, um auch unsere «offline» Zielgruppen zu erreichen. Wo sind die Sensai-Produkte erhältlich?

Die Produkte von Sensai sind in der Schweiz bei Jelmoli in Zürich, bei Globus sowie in ausgewählten Fachgeschäften erhältlich – demnächst auch im eigenen Onlineshop.

Viele Menschen leiden psychisch unter der aktuellen Coronapandemie. Kann hier ein Pflegeprodukt wie Sensai vom Alltag ablenken?

Sensai kann nicht die Psyche heilen. Aber sich selbst etwas Gutes tun, tut der Seele gut. Es führt zu Entspannung und Achtsamkeit. Als General Manager war ich stets auf der Überholspur. Das ist nicht gesund. Corona hat geholfen, die Dinge im Leben anders zu betrachten und einen neuen Fokus zu setzen. Dabei geht es darum, seine Gedanken zu sortieren und ein neues Bewusstsein zu erlangen. Um sich vom aktuellen Alltag ein wenig abzulenken, oder sich auch einen Wellness- und Wohlfühl-Moment zu Hause gönnen zu können, eignen sich diverse Produkte von Sensai. Nehmen Sie etwa nach einem Bad einige Tropfen der Sensai Dual Essence und massieren Sie diese aufmerksam auf Hals und Dekolleté auf oder erleben Sie ein seidig-zartes Hautgefühl nach der Anwendung unserer Body Firming Emulsion. Auch unsere pflegenden und wohltuenden Beauty-Masken eigenen sich hervorragend, um die Haut zwei bis drei Mal pro Woche noch intensiver zu pflegen, gerade bei häufiger Anwendung von Schutzmasken.

Gepflegte Haut durch edle Seide aus Japan In der japanischen Geschichte war die luxuriöse Koishimaru Seide hoch angesehen als aussergewöhnlich leichte und strahlende Seide, die einst nur der Kaiserfamilie vorbehalten war. Bis heute ist sie eine der kostbarsten Seidenarten der Welt und bildet das Herzstück jedes Sensai Produkts.

In zwei Schritten zu seidig glatter Haut Mittels doppelter Reinigung und doppelter Befeuchtung sorgt die Sensai Pflegephilosophie Saho seit jeher für makellose Haut. Ganz wichtig: Zur Zielerreichung kommt es auf die richtige Reihenfolge der einzelnen Schritte an, da sie durch die japanische Teezeremonie inspiriert ist. Schritt 1: Micro Mousse Treatment Das Absolute Silk Micro Mousse Treatment ist eine Pflege-Lotion in Schaumform basierend auf der neuartigen Micro Bubble Technologie. Inspiriert von japanischen mineralhaltigen Quellen erfrischt und regeneriert diese Anti-Aging Lotion die Haut. Die veredelte Koishimaru Seide RoyalTM macht jeden Hauttyp geschmeidig, glatt, sanft und widerstandsfähig. Dabei verschmilzt der Schaum auf der Haut und versorgt sie mit einer erfrischenden, prickelnden Textur (Micro Bubble). Nach diesem ersten Pflegeerlebnis folgt der 2. Schritt (Cream oder Fluid). Schritt 2: Cream oder Fluid Absolute Silk Cream oder Fluid verwandelt die Haut auf aussergewöhnliche Weise. So wird sie mit intensiver Feuchtigkeit versorgt und ist sicher gegen Umweltbelastungen geschützt – für eine wunderbar geschmeidige, glatte und widerstandsfähige Haut wie Seide.


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INTERVIEW ARIANE LÜTHI

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«Viele Menschen unterschätzen, was sie im Alltag alles leisten» Als Spitzensportlerin erbringt Ariane Lüthi auf dem Mountainbike Höchstleistungen. So hat sie beispielsweise unter anderem an der Weltmeisterschaft 2018 die Bronzemedaille geholt. Wie genau schafft sie das? «Fokus» sprach mit der mehrfachen Schweizer Meisterin über den Stellenwert von Gesundheit in ihrem Leben und welche besondere Rolle dabei das Immunsystem spielt.

Frau Ariane Lüthi, Sie begannen Ihre Sportlerkarriere mit Schwimmen, wechselten zum Triathlon und kamen erst mit 26 Jahren zum Mountainbike – wann wussten Sie, dass Sie in der «richtigen» Sportart angekommen sind?

Ich war lange Zeit Schwimmerin und habe dann ein paar Triathlonrennen gemacht. Zur Vorbereitung auf einen Wettkampf habe ich eine Woche im Engadin verbracht. Da dieser Triathlon eigentlich ein Quadrathlon war und Mountainbike eine dieser vier Disziplinen, habe ich auch auf den breiten Reifen trainiert. In dieser Zeit habe ich mich in diesen Sport verliebt. Es war einfach so wunderschön, auf dem Rad in den Bergen unterwegs zu sein, fernab vom Verkehr. Mir gefällt auch die technische Herausforderung, mit dem Bike etwas zu spielen. Da ist wirklich etwas aufgegangen in mir. Und ich habe die Erfahrung gemacht: «Oh, das macht echt Spass!» Was bedeutet Gesundheit für Sie?

Für mich ist Gesundheit wirklich mehr als körperliche Gesundheit. Früher hätte ich auf diese Frage geantwortet: Dass ich nicht krank werde, dass ich nie einen Schnupfen habe. Heute ist es mir ganz wichtig, das ganzheitlich zu sehen. Es ist mein Lebensziel, mental gesund bleiben zu dürfen – und nicht mehr in dieses Loch hineinzufallen (Ariane Lüthi litt lange Zeit unter einer Depression, Anm. d. Red.). Das hängt wiederum sehr eng zusammen mit meiner körperlichen Gesundheit. Das lässt sich nicht trennen. Körper, Geist und Seele hängen zusammen. Im Kopf gesund sein und in allen anderen Bereichen auch.

Immunsystem. In anderen Sportarten mögen es vielleicht eher die Knochen und Gelenke sein. Ich denke da ans Laufen. Mein Spezialgebiet ist das Etappenfahren – das Immunsystem entscheidet, wie stark wir uns pushen können, «survival of the fittest». Wer am Ende der Woche gesund ist, sich nicht erkältet hat, einen gesunden Darm hat, der wird auch ganz vorne mitmischen können. Deshalb ist für mich das Immunsystem wirklich ein zentrales Thema. Was sind Ihre persönlichen Tipps für ein gesundes Immunsystem?

Das ist ganz einfach: Genügend Schlaf ist das A und O. Der Schlaf ist absolut das Wichtigste. Ich merke das immer bei mir: Habe ich ein bisschen zu wenig geschlafen, dann gerät das Immunsystem ins Wanken. Und dann natürlich die Ernährung. Ich bin Veganerin – aus ethischen und ökologischen Gründen, weniger aus gesundheitlichen. Ich lege Wert darauf, mich von biologischem Gemüse zu ernähren, das noch möglichst

viele Nährstoffe enthält und in einer gesunden Umwelt angebaut wurde. Ich ernähre mich saisonal und regional, also von Produkten aus der Gegend, wo immer ich mich gerade befinde. Welche Rolle spielen Mikronährstoffe, wenn es um ein gesundes Immunsystem geht?

Bestehen Defizite oder gar Mängel in der Versorgung mit Mikronährstoffen, dann kann der Körper nicht reibungslos funktionieren. Gerade wenn man sich sehr stark belastet, ist der Bedarf an diesen Substanzen grösser. In diesem Fall ist es nicht immer einfach, die optimale Versorgung nur über die Ernährung sicherzustellen, zum Beispiel mit Gemüse. Da kommt der Körper schnell mal an den Anschlag. Insbesondere bei solch einem Etappenrennen, wo es zudem auch sehr schwierig ist, rohes Gemüse zu verdauen. Bei einer sehr hohen Belastung ist es für den Körper definitiv viel einfacher, alle wichtigen Nährstoffe über solch eine individualisierte Mikronährstoffmischung zu sich zu nehmen.

Als erfolgreiche Profisportlerin gehen Sie an Ihre Grenzen – im Training und im Wettkampf. Welchen Stellenwert spielt dabei das Immunsystem?

Man kann immer stürzen und sich dabei Verletzungen zuziehen. Da war ich bislang Gott sei Dank immer auf der sicheren Seite unterwegs. Gerade in meiner Sportart können wir uns grundsätzlich sehr, sehr stark belasten. Der eigentlich limitierende Faktor, wie weit wir im Training gehen können, ist in der Regel das

Welche Erfahrungen haben Sie mit Mikronährstoffen gemacht?

Lange war ich kritisch, überhaupt ein Supplement einzunehmen. Im Radsport ist Doping ein vielbeachtetes Thema – wo fängt das an, wo ist der Graubereich? Um mich da auf der absolut sicheren Seite zu wähnen, habe ich mich lange dagegen gewehrt, etwas einzunehmen. Ich habe dann aber doch festgestellt, dass es ohne nicht optimal geht – beispielsweise, um einem Eisenmangel wirksam vorzubeugen. Sie sprechen aus der Optik einer Profisportlerin. Welche Relevanz hat das Thema Immunsystem für die breite Bevölkerung?

Viele Menschen unterschätzen, was sie im Alltag alles leisten. Für mich als Profisportlerin ist es das Training auf dem Rad, das sehr anstrengend und ermüdend ist. Wir alle sind sehr grossen Stressoren ausgesetzt, die täglich auf den Körper einwirken. Als Sportler sind wir uns das vielleicht etwas mehr bewusst, als andere Menschen. Unser Körper ist wirklich unser Kapital und deshalb tragen wir sehr grosse Sorge für ihn. Menschen, die im Büro arbeiten, sollten das genauso tun. Jede und jeder wird früher oder später merken, dass der Körper ein sehr wichtiges Kapital ist. Eine Investition in die eigene Gesundheit ist langfristig das Wertvollste, was man tun kann. Wie gut jemand Sorge für sich getragen hat, wird sich dann im Pensionsalter zeigen. Deshalb empfehle ich gerade jetzt in Zeiten einer Pandemie wirklich jedem, etwas für das Immunsystem zu tun. Das ist absolut entscheidend. Würde man das ganze Gesundheitssystem auf den Kopf stellen und in die Gesundheitsprävention investieren, dann würde die Situation heute etwas anders aussehen. Denn unser Gesundheitssystem basiert auf dem Immunsystem der Menschen. Würden alle mehr in ihr Immunsystem investieren, dann wäre das Gesundheitssystem wohl weniger überlastet. Das Immunsystem ist ein extrem wichtiges Thema für jede und jeden. INTERVIEW SMA BILD VALENTIN LUTHIGER

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Wir machen keine Diät, sondern eine Stoffwechseltherapie Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die Grundlage für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels.Im Problemfall werden Substanzen nicht mehr abgebaut und ausgeschieden. Wenn sie sich anreichern, können sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome sind vielfältig: ein nicht funktionierendes Immunsystem, Schlafstörungen, zu hohe Zucker-, Fettund Leberwerte, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie und Ihre offenen Fragen.

Tiefgreifend entgiften – Immunsystem stärken Um Ihre Gesundheit zu erhalten, hilft es sehr, Ihrem Körper eine Auszeit zu gönnen. Mit unserem EPD®-Ernährungsprogramm regen Sie Ihren Stoffwechsel an und entgiften tiefgreifend. Dazu ermitteln wir Ihren individuellen Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballast- und Aufbaustoffen. Parallel gleichen wir Defizite mit unseren massgeschneiderten HCK®-Mikronährstoffrezepturen gezielt aus. So bekommt Ihr Körper exakt, was er braucht. Schon nach kurzer Zeit spüren Sie die positive Wirkung und stärken sukzessive Ihr Immunsystem.

Eine starke Immunabwehr ist der beste Schutz Unsere Immunabwehr ist ein fein abgestimmtes, hoch leistungsfähiges biologisches System mit einer unvorstellbar grossen Zahl von Zellen. Alle Zellen patrouillieren ständig im Körper, werden erneuert, lernen dazu und stellen sich täglich neuen Herausforderungen. Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem und Ernährung stehen miteinander in enger Wechselbeziehung. Deshalb

Dr. med. Padia Rasch Leitende Ärztin Fachkurhaus Seeblick sind eine gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr nicht nur Voraussetzung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für ein funktions- und leistungsfähiges Immunsystem.

«Mein Fettstoffwechsel funktioniert wieder» Eva Symhoven, Denkingen: «Nach der Diagnose 'Diabetes-Typ-2' war die Woche im 'Seeblick' für mich die Initialzündung, um meine Lebensweise umzustellen und den Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen – u.a. mit dem EPD®-Ernährungsprogramm. Ohne Diät habe ich in 6 Monaten 16 Kilogramm abgenommen. Mein Fettstoffwechsel, der daniederlag, funktioniert also wieder. Mein Blutzuckerlangzeitwert HbA1c ist von 7,6 auf 5,8 gesunken. Das gilt als geheilt. Ja, ich fühle mich gesund!»

«Diese Kur war das Beste, was ich seit langem gemacht habe» Caroline Keller, St. Margarethen: «Heute fühle ich mich so gut, wie seit Jahren nicht mehr. Ich habe eine viel höhere Lebensqualität gewonnen. Der Aufenthalt im 'Seeblick' hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Dadurch konnte ich in meinem Leben etliches zum Positiven verändern. Dafür bin ich sehr dankbar. Mit EPD® habe ich es geschafft, mein Gewicht innerhalb von drei Monaten von 80 auf 65 Kilogramm zu reduzieren. 15 Kilo weniger! Ich konnte es kaum glauben. Bereits am vierten Tag waren die ersten Veränderungen spürbar. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, als ich nach dem Aufstehen vor dem Spiegel stand. Ich fühlte mich ganz anders. Heute geht es mir super! Und meine Jeans, die ich auch am Ankunftstag anhatte, war mir auf einmal zu weit. Geschätzt 3 bis 4 Zentimeter weniger Bauchumfang. Ich konnte das kaum glauben.» Sie lernen bei unseren Fachvorträgen, wie Sie Ihre Ernährung soweit optimieren, dass Sie langfristige und nachhaltige Erfolge erzielen.

Ziele des Aufenthaltes im Fachkurhaus Seeblick • Tiefgreifend entgiften • Rasch und gesund Depotfett abbauen • Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren • Körperfunktionen regenerieren und vitalisieren • Immunsystem gezielt stärken

«Wir machen keine Diät, sondern eine Stoffwechseltherapie!» Andreas Hefel, Direktor des Fachkurhauses Seeblick

«Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel abnehme» Ellen Tobler, Bellikon: «Im 'Seeblick' nehme ich mir schon seit vielen Jahren regelmässig eine totale Auszeit, z.B. um mich einfach wieder leichter zu fühlen. Die stündliche Einnahme der EPD®-Mahlzeiten hat auch zuhause super geklappt. Fachlich begleitet durch einen 'Medical Wellness Coach' habe ich mit EPD® und einem auf mich persönlich abgestimmten Ernährungs- und Bewegungsprogramm in drei Monaten zehn Kilogramm Gewicht verloren – ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel abnehme.»

«Positive Effekte auf meine Gesundheit und meine Lebensqualität» Kai Seebacher, Schondorf am Ammersee: «Vor meinem ersten 'Seeblick'-Aufenthalt im Jahr 2014 hätte ich nie damit gerechnet, dass die Effekte auf meine Gesundheit und auf meine Lebensqualität so positiv sein sollten. Innerhalb von drei Monaten konnte ich mein Gewicht u.a. mit dem EPD®-Ernährungsprogramm von 100 auf 87 Kilo reduzieren, ohne Jo-Jo-Effekt. Die Behandlungserfolge, die sich bei mir einstellten, waren für mich so überzeugend, dass ich mich 2017 und Anfang 2019 erneut zu diesem 'Reset' entschloss.»

Spezialangebot: 1 Woche im Doppelzimmer pro Person

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Im Preis inbegriffen sind: 6 Übernachtungen (Sa – Fr), Kurse und Vorträge, komplette Verpflegung (EPD®-Ernährungsprogramm) inkl. Getränke, Benutzung Whirlpool und Tepidarium, Morgengymnastik, Fitness-Center Kronenhof.

 Ich interessiere mich für eine Intensiv-Kur(s)woche

□ Sa. 30.01. – Fr. 05.02.2021 □ Sa. 06.02. – Fr. 12.02.2021 □ Sa. 13.02. – Fr. 19.02.2021 □ Sa. 20.02. – Fr. 26.02.2021 □ Sa. 27.02. – Fr. 05.03.2021 □ Sa. 06.03. – Fr. 12.03.2021 □ Wunschtermin □ Bitte senden Sie mir kostenlos und unverbindlich Unterlagen zu:

Name Adresse Telefon E-Mail

Ernährungsmedizin Medical Wellness Wieslistrasse 34 • Postfach 35 Ernährungsmedizin 8267 Berlingen Medical Wellness

Telefon +41 (0)52 762 00 70 Fax +41 (0)52 762 00 71 info@seeblick-berlingen.ch

www.seeblick-berlingen.ch www.facebook.com/ seeblickberlingen

TA 21.01.2021

Das Fachkurhaus in Berlingen ist ein spezialisierter Erholungsort für komplementäre Medizin. Als Schwerpunkte wirken Ernährungs- und Stoffwechseltherapie. Die ganzheitliche Philosophie, moderne Behandlungs- und Schulungsmethoden sowie die idyllische Lage am Bodensee bieten perfekte Voraussetzungen für einen nachhaltigen Therapieerfolg. Ob bei Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterin, Darmproblemen, Stress oder einem angeschlagenen Immunsystem – seit mehr als 25 Jahren profitieren Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen von IntensivKur(s)wochen im «Seeblick».


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

016

BRANDREPORT HERZ & RHYTHMUS ZENTRUM

Hybrid – Operation bei Vorhofflimmern Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt. Von dieser supraventrikulären Rhythmusstörung ist rund ein Prozent der Bevölkerung betroffen. Innerhalb der nächsten 50 Jahre wird mit einer Verdoppelung der Prävalenz gerechnet.

N

ach den aktuellen Leitlinien wird zwischen paroxysmalem Vorhofflimmern, welches innerhalb von sieben Tagen von selbst endet, und persistierendem Vorhofflimmern unterschieden. Hier dauert die Episode mehr als sieben Tage. Dieses Vorhofflimmern kann entweder medikamentös oder durch eine elektrische Kardioversion beendet werden. Als lang-anhaltend persistierend wird Vorhofflimmern bezeichnet, wenn es bereits ein Jahr oder länger bestanden hat, bevor eine Entscheidung zur rhythmuserhaltenden Therapie gefallen ist. Von einem permanenten Vorhofflimmern wird gesprochen, sobald die Herzrhythmusstörung von Arzt und Patient akzeptiert wird und keine rhythmuserhaltende Therapie mehr vorgenommen wird. Aus diversen Untersuchungen ist hervorgegangen, dass paroxysmales Vorhofflimmern eine progressive Erkrankung ist: schätzungsweise 15 bis 30 Prozent der Patienten mit paroxysmalem VHF entwickeln über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren persistierendes VHF. Basis für die Entwicklung von Vorhofflimmern sind in den meisten Fällen Veränderung der muskulären Architektur insbesondere des linken Vorhofs, die durch Alterungsprozesse begünstigt und durch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzklappenveränderungen, koronare Herzerkrankung und Diabetes beschleunigt werden können. Ausgelöst wird Vorhofflimmern meist durch Extraschläge, die zu mehr als 95 Prozent aus versprengten Herzmuskelzellen in den Lungenvenen kommen. Der resultierende unregelmässige und oft auch schnelle Herzschlag erzeugt Symptome wie Herzstolpern, Herzrasen, Atemnot und Angst. Bei der Behandlung vom Vorhofflimmern geht es um drei Dinge: Verhinderung eines Schlaganfalls, Vermeidung von Langzeitschäden an Herz, Blutgefässen und Hirn und um die Verbesserung der Lebensqualität. Die Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern erfolgt entweder medikamentös oder invasiv

In der Tat, «hybrid» beinhaltet die Kombination verschiedener Techniken und Gedankenansätze. In der klinischen Situation von Patienten mit komplexem Formen von Vorhofflimmern kombiniert der Hybridgedanke das Beste aus Chirurgie und Kardiologie. Im Herz und Rhythmus Zentrum besteht dies aus bis zu zwei Eingriffen. Ob zuerst chirurgisch oder nicht-chirurgisch interveniert wird, hängt von der individuellen Situation ab. Oft sind die ursprünglich geplanten zweiten Eingriffe nicht mehr nötig. Teamphoto aus dem Operationssaal: Dr. med. T. Zerm, Prof. S. Salzberg, Dr. W. Van Boven (PhD)

über eine Katheterablation oder eine Operation. Vielen symptomatischen Patienten wird die elektrophysiologische Katheterablation als effektivste rhythmusstabilisierende Therapie-Option empfohlen. Somit ist – je nach Situation – eine invasive Strategie eventuell schon vor Initiierung der Medikamente möglich, wenn sie in einem erfahrenen Ablationszentrum angeboten wird. Generell zeigen alle Studien, dass die Katheterablation effektiver als die medikamentöse Rezidivprophylaxe in der rhythmusstabilisierenden Therapie von VHF ist. Die Zusammenarbeit von Elektrophysiologen (Kardiologen mit einem Schwerpunkt in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen und der Rhythmuschirurgie (eine herzchirurgische Spezialisierung)) offeriert eine signifikante Erweiterung des Behandlungsspektrums insbesondere für Patienten mit komplexem Vorhofflimmern. Diese neue und innovative Zusammenarbeit nennt man «HeartTeam» und basiert auf einem therapeutischen Hybridansatz. Auf Wikipedia findet man zum Wort «Hybrid» folgendes: «aus Verschiedenartigem zusammengesetzt, von zweierlei Herkunft; gemischt; zwitterhaft».

Der Chirurg führt eine Operation aus, welche sich streng an anatomischen Strukturen ausrichtet. Er versucht die störenden Impulse, welche das Vorhofflimmern im linken Vorhof auslösen, durch spezielle Blockaden zu isolieren. Dies geschieht mittels gezielter Verödung im linken Vorhof (Box mit Lungenvenenisolation). Zusätzlich kann durch das Abtrennen des Vorhofohrs in der gleichen Prozedur die wichtigste Quelle für Blutgerinnsel, die zum Schlaganfall führen können, effektiv und gefahrlos ausgeschaltet werden. Beide Massnahmen sind elementare Bestandteile des Konzeptes der Vorhofflimmertherapie und führen in bis zu 90 Prozent zur Freiheit von Vorhofflimmern nach einem Jahr1. Der Kardiologe, d.h. insbesondere der Elektrophysiologe, wird in den seltenen Fällen, in denen eine Herzrhythmusstörung nach einem rhythmuschirurgischen Eingriff erneut auftritt, mit dem Katheter im Herzinneren die Situation neu analysieren (mit einem 3D-Mapping) und ggf. mit einer umschriebenen Energieabgabe «nachbehandeln». Neueste Studien zeigen, dass die Kombination beider Verfahren die Ergebnisse bei der interventionellen Behandlung von Vorhofflimmern deutlich verbessern kann.

Das Hybrid-Verfahren ist besonders geeignet bei Patienten mit bereits lange bestehendem Vorhofflimmern, deutlich vergrössertem linken Vorhof und mehrfacher erfolgloser Katheterbehandlung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Hybrid-Eingriff durchzuführen. Das Herz Rhythmus Zentrum ist ein Verfechter des sogenannten «Staged Hybrid»-Konzepts. Das bedeutet, dass elektrophysiologische und rhythmuschirurgische Interventionen zeitlich getrennt und nur bei Bedarf durchgeführt werden. Das führt zu einer Vermeidung überflüssiger Ablationen und erhöht damit auch langfristig die Sicherheit für den Patienten, ohne die Effektivität dieses Konzepts zu vermindern. Im Mittelpunkt steht dabei, den Patienten so effektiv wie nötig und so schonend wie möglich zu behandeln. 1 (Harlaar N, Verberkmoes NJ, van der Voort PH, Trines SA, Verstraeten SE, Mertens BJA, Klautz RJM, Braun J, van Brakel TJ. Clamping versus nonclamping thoracoscopic box ablation in long-standing persistent atrial fibrillation. J Thorac Cardiovasc Surg. 2020 Aug;160(2):399-405. doi: 10.1016/j.jtcvs.2019.07.104. Epub 2019 Aug 28. PMID: 31585753).

Kontakt: Herz & Rhythmus Zentrum AG Bellariastrasse 38 8038 Zürich Tel. +41 (0)44 209 25 48 Email: info@swiss-ablation.com Webseite: www.swiss-ablation.com Team: Prof. Dr. med. S. Salzberg & Dr. med. W. van Boven (PhD) Herzchirurgie Dr. med. T. Zerm Kardiologie & Elektrophysiologie

Vorhofflimmern mit einer Operation beseitigen? Bei Vorhofflimmern bringt die chirurgische Ablation ausgezeichnete Langzeitergebnisse und ermöglicht das Absetzen von Blutverdünnern. Der ehemalige Patient Hugo Eisenbart berichtet über seine Erfahrungen. Herr Hugo Eisenbart, bei Ihnen wurde 2015 eine «chirurgische Ablation» vorgenommen. Sie sind heute 64 Jahre alt und arbeiten immer noch bei den SBB. Trotz der strengen Arbeit bei der Bahn waren Sie immer recht gesund. Wie haben Sie erkannt, dass Sie an Vorhofflimmern leiden? Wie ich später erfahren habe, hatte ich die typischen Vorhofflimmern-Beschwerden: Herzstolpern, oft Schwindel und später zunehmend Kurzatmigkeit. Die Beschwerden wurden über wenige Monate immer stärker. Meine Frau schickte mich dann zum Hausarzt. Er erkannte schnell, dass da etwas mit dem Herzen und insbesondere dem Puls nicht gut sein konnte und überwies mich an den Kardiologen. Wie hat Sie der Kardiologe untersucht und was war der Befund? Der Kardiologe machte ein Elektrokardiogramm, eine

Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg und Hugo Eisenbart

Echokardiographie und ein Langzeit-EKG über 48 Stunden. Dann sagte er mir, ich hätte Vorhofflimmern. Ich war nicht begeistert! Welche Therapie hat er Ihnen dann verordnet? Ich solle mit einem Betablocker beginnen, um den Rhythmus zu stabilisieren. Das habe ich versucht, jedoch hatte ich starke Nebenwirkungen, mir war ständig schwindlig und ich war sehr müde. Es war zunehmend eine Belastung. Ich habe mich dann nach weiteren Optionen erkundigt. Welche Therapie-Optionen wurden Ihnen von Ihren Ärzten vorgeschlagen? Die Katheter-Ablation, also der Eingriff über die Leiste, und dann durch das Herz, um das Gewebe zu veröden. Jedoch gaben mir die Kardiologen eine Erfolgsprognose von nur 50 Prozent mit einem Eingriff, weil mein Herz schon vergrössert war. Das war mir zu wenig. Das hätte bedeutet, dass ich vielleicht zwei- bis dreimal hätte mit dem Katheter operiert werden müssen. Das war noch nicht die optimale Lösung für mich. Wie sind Sie dann auf die chirurgische Ablation gestossen? Ein Bekannter aus meinem Umfeld war bei einem Publikumsvortrag von Prof. Salzberg und war begeistert. Am nächsten Tag habe ich dann bei ihm angerufen. Er konnte mir schon am Telefon sehr gut erläutern, wer für die Operation infrage kommt, wie der Ablauf ist und was die Vorteile sind. Dann wurde ich ein paar Tage später bei ihm vorstellig.

Was war für Sie ausschlaggebend, die Ablation chirurgisch vorzunehmen? Die Methode, also dass es nur einen einmaligen Eingriff von circa 90 Minuten braucht, dass es von aussen her, also über kleine Eingänge am Brustkorb passiert, hat mich interessiert. Nach den Voruntersuchungen hat mich die mit Prof. Salzberg besprochene Erfolgschance überzeugt. Was mir auch gefiel, war, dass bei einem Rückfall das gleiche Team für mich zuständig ist. Wie ist die Operation verlaufen? Hatten Sie Zweifel? Es war Sommer 2015, der Eingriff verlief gut und ohne Komplikationen. Ich war optimal vorbereitet und hatte vollstes Vertrauen in Prof. Salzberg und das Team. Angst hatte ich keine. Nach vier Tagen im Spital war ich eine Woche zu Hause und anschliessend wieder bei der Arbeit.

Chrirurgen am OP-Tisch: Es wird in Vollnarkose eine Lungen-Venen-Isolation durchgeführt und ein Clipping (Verschluss) des linken Herzohrs. Der Zugang erfolgt mittels Thoraskopie von beiden Seiten. Der Eingriff wird am schlagenden Herzen durchgeführt.

Wann haben Sie die Medikamente abgesetzt? Etwa sechs Wochen nach der Operation. Dann habe ich die Medikamente nicht mehr gebraucht. Seither nehme ich nichts mehr. Das ist eine grosse Erleichterung. Wie geht es Ihnen heute, über fünf Jahre nach dem Eingriff? Mir geht es heute sehr gut. Ich fühle mich gesund, mache viel Sport und wandere so oft wie ich kann. Leben Sie heute ohne Einschränkungen? Ja, alle Beschwerden sind weg. Ich lebe ein ganz normales Leben, ohne Blutverdünner oder sonstige Medikamente.

Nie mehr Vorhofflimmern? Ich weiss gar nicht mehr, wie das war. Ich fühle mich rundum gesund. Keinerlei Rhythmusstörungen. Mein Herz ist gesund. Mein Kardiologe ist auch zufrieden mit mir, ich gehe einmal im Jahr zur Kontrolle zu ihm. Würden Sie die Operation wieder machen? Ja, ich würde die Operation wieder machen. Ich habe die Operation meinem Bruder empfohlen – den hat Prof. Salzberg dann drei Monate später auch mit Erfolg operiert. Ihm geht es gleich gut wie mir heute! Unsere Lebensqualität ist tiptop. Vielen Dank!


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PRÄVENTION UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG KANTON ZÜRICH BRANDREPORT

017

Zu Hause trainieren Regelmässige Bewegung fördert die Gesundheit und die Lebensqualität beim Älterwerden. Beweglichkeit, Gleichgewicht und Kraft können auch zu Hause wirkungsvoll trainiert werden –wie zum Beispiel mit «Bliib fit – mach mit!», der Fitnesssendung auf TeleZüri.

W

ie viel sollte ich mich bewegen, um fit und selbstständig zu bleiben? Das fragen sich viele Menschen beim Älterwerden. Empfohlen wird eine körperliche Aktivität von mindestens fünf mal dreissig Minuten pro Woche über verschiedene Tage verteilt. Doch was tun, wenn alle Fitnesszentren geschlossen sind und keine Kurse stattfinden? Trainings für zu Hause sind bequem und bewähren sich gerade jetzt in der Coronapandemie. Einige davon richten sich speziell an Menschen 65+. «Bliib fit – mach mit!»

Trainings für zu Hause sind bequem und bewähren sich gerade jetzt.

ist ein Training für zu Hause. Das Bewegungsprogramm wird bis am 18. März jeden Dienstag und Donnerstag um 9.30 Uhr auf TeleZüri ausgestrahlt und von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich unterstützt. In der Sendung leitet eine Bewegungstherapeutin während rund zwanzig Minuten Übungen zum Mitmachen an. Die Übungen können in der eigenen Stube im Sitzen oder Stehen ausgeführt werden. Kostenloses Krafttraining für daheim

Gezieltes Krafttraining in den eigenen vier Wänden bietet Homex. Homex wurde von Fachpersonen der Universität Zürich entwickelt. Der Name Homex leitet sich von «Home Exercise» ab – zu Deutsch Heimtraining. Auf der Website www.myhomex.ch sind Videos mit Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden für jeden Tag zu finden. Die Übungen werden von einer Physiotherapeutin angeleitet. Kurze Dauer, grosse Wirkung

Das tägliche Homex-Training dauert je nach selbstgewählter Anzahl Kraftübungen zwischen 20 und ungefähr 40 Minuten. Der Ablauf ist genau festgelegt: Auf ein Aufwärmen folgen Kraftübungen. Den Abschluss des Trainings bilden entspannende Dehnübungen. Was es fürs Trainieren braucht

Für die Übungen werden ein Computer, ein Stuhl und ein Trainingsband benötigt. Wer im Kanton Zürich lebt, kann das

Trainingsband kostenlos bestellen unter dem Link gesundheitsfoerderung-zh.ch/theraband. Trainieren und sich motivieren

Gezieltes Krafttraining fördert die Gesundheit und ist bis ins hohe Alter möglich. Doch für die meisten Menschen gibt es Tage oder gar Phasen, in denen sie sich nicht für Kraftübungen motivieren können. Auch diesem Aspekt trägt Homex Rechnung. Auf der Website gibt es Tipps und Ermunterungen, die zum Weitertrainieren motivieren. Wer sich zu einem regelmässigen Training entschliesst, wird bald eine Wirkung sehen: Bereits nach drei Wochen werden erste Trainingserfolge spürbar. Einen tatsächlichen Kraftzuwachs darf man wiederum nach rund sechs Wochen regelmässigem Üben erwarten. Mit einer Fachperson trainieren

Für Menschen, die sich nach einem Unfall oder einer Kur körperlich unsicher fühlen, bietet «DomiGym» ein individuelles Trainingsprogramm. Ein Bewegungscoach zeigt den Teilnehmenden zu Hause während zwölf Lektionen Übungen, welche die Kraft, das Gleichgewicht und die Beweglichkeit fördern. Das verbessert nicht nur die Mobilität, sondern mindert auch die Gefahr zu stürzen. Weitere Informationen gibt es bei Pro Senectute Kanton Zürich. Gut erklärte Übungen

Die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» unterstützt Menschen ab 65 Jahren. Auf der Website

www.sichergehen.ch finden Interessierte ein kostenloses Übungsprogramm. Die gut erklärten Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden haben zum Ziel, die Kraft, das Gleichgewicht und die mentale Fitness zu trainieren. Einige Übungen können auch als Video angesehen werden. Auf dieser Website gibt es neu einen Bewegungstest, um das richtige Trainingsprogramm zu finden.

Das Wohlbefinden stärken Die vorgestellten Trainings für zu Hause sind auf der Website www.gesund-zh.ch zu finden. Die Website von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich richtet sich an Menschen ab 65 Jahren. www.gesund-zh.ch listet Angebote auf, die das Wohlbefinden stärken. Die Angebote ermöglichen es, Neues zu lernen, Kontakt zu knüpfen sowie Hilfe anzunehmen oder anzubieten. So finden Interessierte zum Beispiel Ideen, wie man daheim am Computer Kontakte auffrischen oder knüpfen kann, wo man spannende Podcasts hören oder wie man Dankbarkeit üben kann oder wo man bei Sorgen und Ängsten Unterstützung findet. Auch Publikationen wie zum Beispiel «Tipps für den Alltag in Zeiten von Corona» können Menschen aus dem Kanton Zürich auf der Website kostenlos bestellen.

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018

VORSORGE

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Vorfreude dank Vorsorge Das volkstümliche Sprichwort «Gut geplant ist halb gewonnen» scheint dem Thema Vorsorge wie auf den Leib geschneidert. Im Alter zahlen sich die richtigen Pläne bezüglich Geldanlagen, Erbe und Co. wortwörtlich aus. «Fokus» zu wichtigen Fragen rund um das Thema Geld im Alter. TEXT SMA

S

obald man das Pensionsalter erreicht, erhält man eine AHV – so weit so gut. Dennoch kann man mit dieser Überlegung seine Vorsorgeplanung nicht einfach abhaken. «In den meisten Fällen ist es so, dass die Leistungen der AHV und Pensionskasse nur noch zwischen 45 und 55 Prozent des bisherigen Lohns ausmachen», berichtet Vorsorgeexperte Karl Flubacher. «Wer also beispielsweise nur noch die Hälfte des bisherigen Lohns als Renteneinkommen erhält, sieht sich folglich gezwungen, den Rest anderweitig zu kompensieren.» Eine korrekte Anlagestrategie ist im Zuge dessen das A und O. Karl Flubacher erläutert: «Die optimale Anlagestrategie basiert auf der Balance zwischen der individuellen Risikofähigkeit sowie -bereitschaft.» Konkret hilft es, sich folgende Fragen zu stellen: Welche Risiken kann ich mir leisten, einzugehen und welche möchte ich überhaupt eingehen? Geld anlegen – aber wie?

Es existiert eine ganze Bandbreite von Anlagemöglichkeiten, die sowohl klassische als auch neuere Optionen abdeckt. Der Experte führt aus: «Man kann sein Geld beispielsweise ganz traditionell auf einem Konto anlegen. Der grösste Vorteil dabei ist, dass es sich um eine sichere Anlageform handelt, die in der Regel auch relativ kurzfristig zur Verfügung steht.» Andererseits gelte es hierzu sowohl Steuern als auch eine potenzielle Inflation in Kauf zu nehmen. «Langfristig büsst man an

Kaufkraft ein, wenn das Geld ‹nur› auf dem Konto liegt», konstatiert Karl Flubacher. Eine weitere Anlagemöglichkeit stellen Aktien dar. Gemäss dem Experten liegt der entscheidende Vorteil hierbei darin, dass es sich langfristig um die höchste Renditeerwartung handelt. «Nachteile sind, dass es bei Aktien zu enormen Schwankungen kommen kann, wie es etwa die Coronakrise gezeigt hat», räumt Karl Flubacher ein. Wer kurz vor der Pensionierung stehe und somit demnächst auf Geld angewiesen ist, handle eher fahrlässig, wenn er jetzt in Aktien investiere. In Immobilien investieren?

Immobilien stellen ebenfalls eine beliebte Investitionsform dar. Gemäss dem Experten ist es hierbei wichtig, zwischen Immobilienfonds und der Immobilie an sich zu differenzieren. «Es klingt einfach: Man kauft sich eine Wohnung, vermietet diese und lebt von den Mieteinnahmen. Leider vernachlässigt man in der Praxis einige zentrale Aspekte», hält Karl Flubacher fest. So sind die Liegenschaftspreise in den letzten zehn Jahren sehr stark gestiegen – auch als Folge der tiefen Zinsen. «Zudem handelt es sich hier um eine sehr kapitalintensive Anlage», führt der Experte aus. Wer eine Wohnung kaufe und diese vermiete, müsse über mehr Eigenkapital verfügen, als wenn man sich ein Haus kaufe und selber darin wohne. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Kosten, die zusätzlich aufkommen: Man muss immer

wieder renovieren und zudem Neben- und Unterhaltskosten stemmen. In diesem Punkt haben Aktien wiederum die Nase vorn, da diese zusätzlichen Kosten gar nicht erst aufkommen.

Bank kommen – es gibt insbesondere als Rentner keine Garantie, das Geld wieder zurückzuerhalten», warnt der Vorsorgeexperte.

«Wichtig ist auch, dass man Lust mitbringt, sich auch um die Immobilie zu kümmern», betont der Vorsorgeexperte. «Ruft der Mieter beispielsweise am Sonntagabend an, weil der Geschirrspüler kaputt ist, muss ich mich als Vermieter darum kümmern. Leider ist in der Praxis oft zu beobachten, dass dieser Einsatzwille auf der Strecke bleibt.»

Wenn man sich frühzeitig mit der Vorsorgeplanung befasst und diese gut aufgleist, braucht man sich im Alter nicht ums Geld zu sorgen – vielmehr kann sich dann, gerade einer alleinstehenden Person oder einem kinderlosen Paar, die Frage stellen, was nach dem Ableben mit dem Angesparten geschehen soll. Doch auch hier kann man «investieren»: zum Beispiel in die Zukunft anderer oder des Planeten. Die Rede ist natürlich von gemeinnützigen Projekten und Stiftungen, welche man im Nachlass – oder auch schon zu Lebzeiten – bedenken und unterstützen kann. Denn die Redewendung «man kann’s nicht mit ins Grab nehmen», wenngleich makaber, stimmt.

Hypothekarschulden auf der Immobilie abbezahlen

Apropos Immobilien: Bei der Verwirklichung des Traums eines Eigenheims in jüngeren Jahren kommt in vielen Fällen das Aufnehmen einer Hypothek ins Spiel. Eine Entscheidung, die aber auch Schulden nach sich zieht. Da viele Menschen möglichst rasch schuldenfrei sein möchten, ziehen sie im Zuge dessen die Abzahlung der Hypothekarschulden auf der Immobilie in Betracht. Karl Flubacher rät von dieser Option ab: «Zurzeit sind die Hypothekarzinsen extrem tief, somit ist eher davon abzuraten, Hypothekarschulden auf der Immobilie abzuzahlen.» Hat man beispielsweise Geld in die Immobilie gesteckt und ist plötzlich wieder auf das Geld angewiesen, kann es ein schwieriges Unterfangen darstellen, die Hypothek wieder aufzustocken. «Es könnte somit auch zu einem Konflikt mit der

Wer hat, der kann auch geben

Warum also nicht etwas Gutes tun damit? Unter den über 13 000 in der Schweiz oder zumindest den schätzungsweise sechs Millionen gemeinnützigen Organisationen weltweit, findet man bestimmt die eine oder andere, welche sich für etwas einsetzt, das einem am Herzen liegt. Dies finanziell zu unterstützen, muss nicht einmal ganz uneigennützig geschehen. Denn was die Bibel schon seit langem predigt, haben auch Psychologen in diversen Studien bestätigen können: Geben macht glücklicher als nehmen. In diesem Sinne: Wer sich selbst und anderen was Gutes tun möchte, «investiert» in eine bessere Zukunft!

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WORLD VISION SCHWEIZ BRANDREPORT

019

Das Erbe: Was liegt mir am Herzen? Wo wird es gebraucht? Ohne Testament regelt das Gesetz, wer erbt. Anderweitige Absichten zur Vererbung, die man zu Lebzeiten gehegt hat, können dann nicht mehr umgesetzt werden. Was braucht es also, damit der Nachlass auch tatsächlich jenen zugutekommt, für die er vorgesehen ist? «Fokus» weiss, was ein rechtlich gültiges Testament alles beinhalten muss und zeigt auf, wo der Nachlass sinnvoll eingesetzt werden könnte.

«W

arum soll ich überhaupt ein Testament verfassen?» Ganz einfach: Mit einem Testament hat man selber in der Hand, was nach dem Tod mit dem Nachlass geschieht. Andernfalls greifen bestimmte Gesetze, die mit den persönlichen Wünschen zu Lebzeiten unter Umständen nicht übereinstimmen. Gibt es keine Erben, erbt beispielsweise der Staat. Damit ein Testament jedoch rechtskräftig ist, gilt es einige zentrale Punkte zu beachten (siehe Infobox).

Den Nachlass dort einsetzen, wo er gebraucht wird

Mit dem Aufsetzen eines Testaments kommt die Frage auf, was mit dem Nachlass geschehen und wem er genau zugutekommen soll. Was liegt mir am Herzen? Wer soll von meinem Besitz profitieren? Wo wird er gebraucht? Diese und ähnliche Fragen können bei der Entscheidung helfen. Fest steht: Eine sinnvolle Investition in die Zukunft ist das A und O – World Vision Schweiz macht genau dies möglich! Ein holistischer Ansatz, der sich auszahlt

Gesundheit und Ernährung sowie nachhaltigem Umgang mit der Natur und Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. In ihren langfristigen Entwicklungsprojekten trägt die Stiftung während 10 bis 15 Jahren zur nachhaltigen Entwicklung einer Region bei und übergibt danach die Projekte der Bevölkerung. Mit Erfolg: Allein im letzten Jahr konnte World Vision Schweiz die Lebensumstände von 2,7 Millionen Menschen verbessern.

sinnvoll, nachhaltig und effizient hinterlassen kann, trifft mit der Berücksichtigung von World Vision Schweiz eine sehr gute Wahl.

Die Herausforderungen der Coronapandemie

• Das Testament vollständig von Hand verfassen • Eine eindeutige Überschrift setzen: «Testament»

Nichtsdestotrotz kommen immer wieder neue Herausforderungen auf, die in vielen Ländern grossen Schaden anrichten. So hebelt beispielsweise die Coronapandemie viele der bereits erreichten Fortschritte bei der Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit aus. Mühsam erkämpfte Kinderrechte auf Bildung, Schutz vor Gewalt und Selbstbestimmung gelten nicht mehr, wenn die Familien ums Überleben kämpfen. Menschen in weniger privilegierten Regionen haben keinerlei Reserven, weder an Nahrung noch an Geld – was den Kreis wiederum schliesst: Wer sich noch überlegt, wie er seinen Nachlass

worldvision.ch

TEXT LARS MEIER

Testament schreiben – diese Punkte müssen beachtet werden

oder «Mein letzter Wille»

• Eigenhändig mit dem vollen Vor- und Nachnamen unterschreiben

• Den genauen Ort und das genaue Datum ange-

ben – nur dann ist das Testament rechtskräftig einem Nachtrag gehören Ort, Datum und Unterschrift ebenfalls immer dazu • Wer bereits zuvor ein Testament verfasst, vermerkt im neuen, dass alle bisherigen Testamente somit aufgehoben sind • Genau auflisten, wen man als Erben einsetzen und wie viel Geld oder Sachwerte man als Legate (s.o.) zuwenden möchte

• Bei

Die unabhängige Schweizer Stiftung verfolgt das Ziel, weltweit den Lebensraum und das Wohlergehen der Kinder, ihrer Familien und ihres gesamten Umfelds positiv zu verändern. World Vision Schweiz verfolgt dabei einen holistischen Ansatz, der die zentralen Bereiche abdeckt und die Sicherung der Lebensgrundlage zum Ziel hat. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf den Bereichen Kinderrechte und Bildung, Wasser und Hygiene,

Pablo Canora Senior Manager Philanthropy www.worldvision.ch T +41 44 510 1430 pablo.canora@worldvision.ch

World Vision Schweiz ist eine unabhängige Schweizer Stiftung, deren Ziel es ist, Kindern auf der ganzen Welt ein Leben ohne Hunger und Armut, in Sicherheit und ohne Gewalt, dafür mit der Chance auf Bildung und einer Perspektive auf eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Als unabhängiger Partner des internationalen christlichen Kinderhilfswerks World Vision führt die Stiftung eigene Entwicklungsprojekte durch und finanziert diese mit Spendengeldern aus der Schweiz. Mit gezielter Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt World Vision Schweiz in langfristigen Entwicklungsprojekten Kinder, Familien und deren Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit – unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion, Nationalität und Geschlecht. Gemeinsam mit dem globalen World Vision-Netzwerk leistet die Stiftung auch Not- und Katastrophenhilfe in Krisenregionen und setzt sich weltweit aktiv für die Kinderrechte ein. Gut zu wissen: Da World Vision Schweiz als gemeinnützige Organisation anerkannt ist, gilt sie gemäss den kantonalen Bestimmungen als steuerbefreit. So kommt der Nachlass garantiert dort an, wo er dringend benötigt wird: bei den Kindern und Familien in den ärmsten Regionen der Welt.

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Anti-Beschlag Masken für Brillenträger Dass das Tragen von Masken einen nicht mehr wegzudiskutierenden Schutz vor Covid-19-Viren bieten, ist mittlerweile jedem Schweizer klar geworden. Wichtig ist jedoch dabei, dass man zertifizierte Masken verwendet, die einen genügend starken Schutzfilter haben und bei Swissmedic registriert sind. aufsteigende Atemluft die Augen überdurchschnittlich stark austrocknen und es öfters zu Reizungen kommt. • Die Atemdurchlässigkeit: Herkömmliche Masken erschweren einem das Atmen, was besonders mühsam ist, wenn man die Masken über Stunden tragen muss. • Der Sitz der Maske: Herkömmliche Masken schliessen an der Seite oft schlecht und schützen damit mangelhaft. • Die Hautverträglichkeit der Materialien: Viele handelsübliche Hygienemasken können die Haut bei längerem Tragen irritieren.

L

eider kann man sich nach wie vor nicht immer auf die Qualität der im Handel angebotenen Masken verlassen, wie zahlreiche Rückrufaktionen beweisen. Zudem bringt das häufige Tragen von Masken verschiedene Einschränkungen mit sich, welche ein Schweizer Unternehmen weitgehend gelöst hat.

• Das lästige Beschlagen der Brillengläser: Besonders jetzt, in der kalten Jahreszeit kann es gefährlich sein, wenn man plötzlich nichts mehr sieht, stolpert und stürzt. • Das Austrocknen der Augen: Der österreichische Optikerverband hat festgestellt, dass durch die

Während der ersten Corona-Welle haben sich Suisse Laboratories AG, ein Unternehmen, das auf persönliche Schutzausrüstung spezialisiert ist und ein Schweizer Ärzteteam daran gemacht, eine qualitativ hochwertige und innovative medizinische Gesichtsmaske zu entwickeln, welche die auftretenden Probleme bei täglichem Tragen der Maske löst. Im Fokus stand dabei:

Die grosse Erfahrung des Teams von Suisse Laboratories bei der Entwicklung von Schutzbekleidung für die Armee, eines UV-Schutzes für die SUVA und das Know-how des Ärzteteams führten zu einer innovativen Chirurgischen Gesichtsmaske nach EN 14683:2019 Typ IIR, die höchste Sicherheitsstandards erfüllt und sich vor allem durch folgende verbesserte Funktionen auszeichnet, die bereits zum Patent angemeldet wurden: • Anti-Fog-Beschichtung, damit die Brille nicht beschlägt, was gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sehr angenehm ist und einem eine permanent gute Sicht garantiert. Diese Applikation verhindert auch bei nicht-Brillenträgern, dass die Augen durch die aufsteigende Atemluft austrocknen.

• Doppelt so gute Atemdurchlässigkeit dank einer optimierten Druckdifferenz zwischen Innenund Aussenseite der Maske ist ein unschätzbarer Vorteil, wenn man die Masken über Stunden – wie z.B. neu im Büro gefordert – tragen muss. Zudem wird die Maske weniger schnell feucht. Je feuchter die Maske, desto geringer die Schutzwirkung. • Höchste bakterielle Filterleistung (BFE ≥ 99,8%) • Guter Halt und verbesserter Sitz dank seitlicher Lamellen, was wiederum die Schutzwirkung erhöht • Optimale Hautverträglichkeit verbessert den Tragkomfort Da die Maske sowohl von Nelson Lab zertifiziert wurde und als Medizinprodukt in TÜV zertifizierten Produktionsanlagen im Ausland hergestellt wird, setzt sie eine der grössten PrivatklinikGruppen der Schweiz bei sich in den Spitälern ein. Aber auch verschiedene Polizeikorps oder die Staatsbahnen vertrauen auf die Maske der Suisse Laboratories, weil sie höchsten Schutz mit Tragkomfort verbinden. Mit den Gesichtsmasken von Suisse Laboratories wird Schutz zum angenehmen Begleiter. Die Masken sind unter www.asmin.ch erhältlich. Kontakt: Tel. 061 511 89 99

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len, die oxidativen Stress verursachen. Lycopin unterstützt okuläre Zellen, die kognitiven Fähigkeiten und das Gedächtnis. Zeaxanthin und Lutein sammeln sich in der Netzhaut und filtern einen Teil des blauen und ultravioletten Lichts. Sie schützen das Auge vor intensivem Licht und eliminieren freie Radikale. Sie unterstützen das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und das Denkvermögen.

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022

SOCIAL MEDIA

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Influencerinnen 50 Plus erobern die sozialen Medien Auf Social Media wird eine besondere Gruppe immer lauter: Die Influencerinnen 50 Plus. TEXT FATIMA DI PANE

komplett unbekannt und folgten erst einige Jahre später. Ich verwende ihn übrigens nach wie vor nicht.»Annette Höldrich erhielt von Anfang an positiven Zuspruch und tolles Feedback von Frauen, die sich mit ihr identifizieren konnten. Sichtbar werden Annette Höldrich Modebloggerin, @theladyofstyle

W

enn der Begriff «Influencer» fällt, denkt man spontan an schöne Menschen, die sich leicht bekleidet an den Stränden der Welt räkeln, dubiose Produkte bewerben und viel über sich selbst sprechen. Etwas haben diese Vorstellungen gemeinsam: Sie sind voller junger Menschen. Das Bild der jungen Social-Media-Präsenz stimmt so jedoch nicht mehr. Denn immer mehr Menschen jenseits der 50 machen sich auf den Netzwerken bemerkbar. Das wohl berühmteste Beispiel ist die Amerikanerin Baddie Winkle, die in ihrer Instagram-Bio stolz verkündet, uns schon seit 1928 die Männer auszuspannen. Lady of Style

Auch im deutschen Sprachraum gewinnen Influencer 50 plus an Gehör. Die 58-jährige Modebloggerin Annette Höldrich inspiriert seit mittlerweile acht Jahren auf Instagram als @theladyofstyle sowie ihrem Blog «Lady of Style». «Ich war damals Teil der ersten Handvoll 50-PlusBloggerinnen in Deutschland», erzählt Höldrich. «Instagram und auch der Begriff Influencer waren

Auf den sozialen Netzwerken könnte man schnell vergessen, dass Menschen über 50 überhaupt existieren. Selbst Fashionmarken, deren Zielgruppe älter ist, setzen oftmals auf junge Models. Auch Anti-Aging-Produkte werden oft von blutjungen Gesichtern beworben. Völlig absurd. Annette Höldrich findet dazu bestimmte Worte: «Ich arbeite zusammen mit meinen Bloggerkolleginnen intensiv daran, dieses unzeitgemässe Schönheitsbild endlich zu verändern! Welche Frau meines Alters kann und möchte sich mit einer gertenschlanken 20-Jährigen identifizieren? Es muss Platz für alle Frauentypen geben – bunt wie unsere Gesellschaft!» Altern, ein Privileg

Wir alle werden älter. Genau betrachtet, ist das Altern ein Privileg, ein grosses Glück. Und doch wird das Altern fast als Tabuthema behandelt. Annette Höldrich geht derweil offen mit ihrem Alter um: «Zu meinem Alter zu stehen, bedeutet nicht, dass ich alles toll finde: Meine Wangen werden schlaffer, der Hals faltiger, ich brauche mehr Schlaf und springe morgens nicht unbedingt energiegeladen aus dem Bett», sagt die Bayerin. «Darüber zu sprechen, sich mit anderen Frauen offen auszutauschen, hilft mir persönlich

aber am meisten!» In der Community sei man auch bezüglich der individuellen Stile und Kleidergrössen toleranter, findet die Modebloggerin. Stilikonen jeder Altersgruppe

Social-Media-Persönlichkeiten jenseits der 50 sind derweil so vielfältig wie jede andere Altersgruppe. Das Klischee vom Heimchen am Herd ist schon längst komplett veraltet. Von MakeupTipps zu Fitnessjunkies und Style-Ikonen sind alle geläufigen Influencer-Sparten vertreten. Annette Höldrich hat sich derweil auf Fashion für Frauen über 50 spezialisiert. «Mein Stil ist klassisch und elegant, aber nicht ladylike, sondern gerne im Stilmix», sagt sie selbstsicher. Die Frau über 50 wird im Modezyklus gerne vernachlässigt. Neueste Trends zielen auf die Jugend ab. Influencerinnen wie Annette Höldrich füllen diese Nische. Fest im Leben stehen

Lebenserfahrung kann man nicht kaufen. Man erwirbt sie durch Zeit und Mut. Und genau dies haben ältere Frauen jüngeren Generationen voraus. So können Influencerinnen über 50 nicht nur Identifikationsfigur für Gleichaltrige, sondern auch ein Vorbild für jüngere Frauen sein. Dank dem Fokus der Medien auf jüngere Semester sucht man diese im Mainstream leider oftmals vergebens. Doch eine Frau wie Baddie Winkle zeigt, dass man auch mit 93 noch neonpinke Minikleidchen tragen kann. Lyn Slater von Accidental Icon zeigt eine Frau voller Lebensfreude, Wissen und Neugier. Nebenbei ist ihr Style in

Sachen Coolness kaum zu überbieten. «Meine Leserinnen schätzen meine natürliche Ausstrahlung und meine Glaubwürdigkeit als unabhängige Frau, die mitten im Leben steht», erzählt Annette Höldrich. «Meine langjährige Tätigkeit in repräsentativer Funktion im internationalen Umfeld bei der NATO hat sicher entscheidend zu meinem Selbstbewusstsein beigetragen.» Das Altern feiern

Es ist Zeit, das Altern zu akzeptieren und schätzen zu lernen. Gewisse Veränderungen bringt das Altern mit sich; das streitet niemand ab. «Auch ich versuche selbstverständlich das Beste aus mir zu machen, pflege mich mit hochwertigen Cremes und färbe meine Haare noch, aber aufgespritzte Lippen und allzu pralle Bäckchen bei einer Frau meines Alters lassen uns leider oftmals eher lächerlich und unnatürlich aussehen», erzählt Annette Höldrich. Krampfhaft den Zeichen der Zeit entgegenzuwirken ist anstrengend und manchmal schlicht absurd. Noch immer wird der Ausdruck AntiAging gerade in der Beautybranche verwendet, doch was nützt es, krampfhaft gegen das Altern zu arbeiten? «Damit wird das Älterwerden in eine Ecke gestellt», sagt Höldrich. Verschiedene Lebensphasen bringen eine unterschiedliche Art von Schönheit mit sich. Statt sich an die eine zu klammern, ist es sinnvoller, die neu gewonnene zu umarmen. Die erhöhte Sichtbarkeit von Frauen über 50 auf Social Media kann dies vereinfachen und dazu beitragen, die eigene Schönheit zu finden und anzuerkennen.

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