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E i n e T h e m e n z e i t u n g v o n S m a r t Me d i a

studis

Das leben auf dem campus

märz 2013

Nebenjob

Das Karriere-Sprungbrett

Feste Feiern

Ausgang gehört dazu

E-Learning So geht's

Christa Rigozzi

Die Ex-Miss erzählt von ihrer Studienzeit

Fernstudium

Lernen von daheim

Stipendien

Diplom im Sack

So beantragen

Wie geht es weiter?

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E d it o ri a l

Ein Studium ist einfach super mega sexy – nicht wahr? Noch nie war es so spannend, sich in Gedanken über ein Studium zu verlieren. Bildung erweitert den persönlichen Horizont, öffnet berufliche Türen und bietet Zukunftsperspektiven. Let's go!

Nicht nur für die Abgänger der Berufsschulen und Gymnasien stellt sich die Frage, wie weiter. Lebenslanges Lernen ist vom Schlagwort zur gelebten Realität geworden. Und wo eine Nachfrage nach Bildung besteht, ist auch das entsprechende Angebot nicht weit. Die Universitäten und Fachhochschulen bieten in der Tat immer mehr neue spannende Studiengänge an – ergänzt von vielen attraktiven Bildungsangeboten privater Fachanbieter. Doch es ist wie mit den vielen Fernsehkanälen auf dem Satelliten, oder wie mit den unzähligen verschiedenen Handy-Abos: Mit der grossen Auswahl beginnt die Qual der Wahl. Wer bin ich?

Erik Streller-Shen, Geschäftsführer von Go! Uni-Werbung

Die zentralen Fragen, bevor man sich über die Angebote informiert, sind die Fragen

an sich selbst. Was interessiert mich? Was sind meine Stärken und Schwächen? Was sind meine persönlichen Ziele? Was kann ich wirklich gut? Kenne ich meine wirklichen Begabungen? Freunde und Eltern, Berufsberater und Lehrer und

den offiziellen Infotagen und auf Bildungsmessen kommt man effizient mit Personen in Kontakt, welche konkrete Fragen beantworten können. Sehr zu empfehlen sind die sehr professionell geführten akademischen Berufsberatungen.

» Es herrscht die

Mein liebster Tipp

Qual der Wahl. nahestehende Personen können das eigene Bild bestätigen und ergänzen. Je ehrlicher die Antworten auf diese Fragen, desto einfacher ist dann der nächste Schritt. Neben den Informationsangeboten der Hochschulen bieten verschiedene Internetseiten wie beispielsweise das Studentenportal scroggin.info erste Hilfe zur Studienwahl. An

Einfach 'mal vorbei schauen! Alle Hochschulen und Universitäten, Pädagogische Hochschulen und ETH sind öffentliche Einrichtungen und somit frei zugänglich wie ein Rathaus oder die Bahnhofshalle. Bevor man sich für eine Bildungseinrichtung definitiv entscheidet und sich rechtzeitig einschreibt, empfehle ich einen Tagesausflug unter der Woche. Eine spannende Vorlesung besuchen. Sich zu Studierenden in die Cafeteria setzen. Und einen echten Eindruck gewinnen.

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04 Ausgang – denn Feiern muss sein 05 Studium 2.0 06 Stipendien 08 Interview mit Christa Rigozzi 10 Fernstudium 11 Alternative Studiengänge 12 Studentenjobs 13 Diplom in der Tasche – was kommt nun? 14 Fachartikel: Prüfungsangst

studis

Über Smart Media

Projektleiterin: Rael Fiechter, rael.fiechter@smartmediapublishing.com Produktionsleiter: Matthias Mehl, matthias.mehl@smartmediapublishing.com Text: Robert Schütz, Matthias Mehl Foto Titelseite: zvg Produktion: Smart Media Publishing Gmbh Druck: Ringier Print Grafik und Lyout Benedikt Schmitt Veröffentlicht mit dem Blick im März 2013. Für mehr Informationen, Fragen oder Inserate, Charlotte von Knorring, charlotte.vk@smart­mediapublishing.com, Smart Media Publishing Schweiz GmbH, Tel. 044 258 86 00

Smart Media entwickelt, produziert und veröffentlicht themenspezifische Zeitungen, die gemeinsam mit führenden Medien auf dem jeweiligen Markt vertrieben werden. Dank unseren kreativen Medienlösungen helfen wir unseren Kunden, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Marken zu stärken und Interesse sowie Wissensstand über die Unternehmen in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich zu erhöhen. Unsere Veröffentli­ chungen zeichnen sich durch hohe Qualität und inspirierende redaktionelle Inhalte aus.

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Weil sich der Spezialist für Messtechnik und Automatisierungslösungen bei der Arbeit auf hervorragende Mitarbeitende verlässt, gehört das Unternehmen heute zu den weltweit führenden Anbietern.

DR. GERHARD JOST, Titel: Geschäftsführer Endress+Hauser Flowtec AG, Member

Executive Board der Endress+Hauser Gruppe Ausbildung: Elektrotechnikstudium, Doktorat Werdegang: seit Jan 2000 Geschäftsführer, seit Okt 2009 auch Mitglied Executive Board

»WENN KUNDEN UNS BEGEGNEN, SOLLEN SIE UNSERE WERTE SPÜREN« DR. GERHARD JOST, GESCHÄFTSFÜHRER, hat

viele Jahre für ein börsennotiertes Unternehmen gearbeitet. Umso mehr schätzt er die Arbeit für das Familienunternehmen Endress+Hauser, das Mitarbeitenden Nachhaltigkeit und Dynamik zugleich bietet.

Was fasziniert Sie persönlich am Unternehmen Endress+Hauser?

Unser Geschäftsfeld der Mess- und Automatisierungstechnik. Es ist hochinteressant – und heute als weltweiter Wachstumsmarkt von sehr vielen globalen Treibern wie Umweltschutz und Ressourcenverfügbarkeit beeinflusst. Des Weiteren fasziniert mich die Globalisierung von Endress+Hauser. Wir gehen damit verstärkt in die Nähe unserer Kunden und Absatzmärkte. Als ich vor 12 Jahren hier einstieg, bauten wir unsere indische Niederlassung auf. Mittlerweile sind – zu der bereits seit 1996 bestehenden Produktionsstätte in den USA - Standorte in China und Brasilien dazugekommen, die wir nach und nach erweitern. Faszinierend finde ich ausserdem die Arbeit in einem eigentümergeführten Unternehmen. Eine langfristige Denkweise nach dem Motto «Evolution statt Revolution», kombiniert mit extrem schnellen Entscheidungsprozessen, ermöglicht ein erfolgreiches Arbeiten in einer familiären Atmosphäre. Welche Nachwuchskräfte brauchen Sie – und was tun Sie dafür?

Das ist eine gute Frage. Es ist für uns heute oft nicht einfach, geeignete Persönlichkeiten www.universumglobal.com

zu finden. Sie sollten einen technischen Hintergrund in Ingenieurwesen, Physik, IT, Werkstoffkunde oder Ähnlichem mitbringen. Doch gerade weil wir global aufgestellt sind und viele unserer Projekte eine länderübergreifende Zusammenarbeit erfordern, braucht es mehr als reines Fachwissen: Sozialkompetenz, interkulturelle Teamfähigkeit und die Bereitschaft, in andere Länder zu reisen. Um Zukunftsträger für unser Unternehmen zu finden, müssen wir in der Nachwuchsförderung aktiv sein – wir engagieren uns daher an verschiedenen Schulen und Hochschulen. Und wenn junge Talente bei uns einsteigen, fördern wir sie gezielt, beispielsweise mit unserem Entwicklungsprogramm für Mitarbeitende. «The Spirit of Endress+Hauser» – worin besteht dieser?

Als Endress+Hauser noch ein ganz kleines Unternehmen war, entwickelte unser Firmengründer «10 Grundsätze», die auch heute noch für uns absolut aktuell sind. Der Spirit umfasst alle wesentlichen Kulturthemen eines Unternehmens. Das Wichtigste davon ist, denke ich, unsere Kundenorientierung: Kunden sind die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit. Sie erwerben nicht einfach ein Gerät, sie kaufen Sicherheit. Sie kaufen bei einem Unternehmen, dem sie vertrauen. Ihre Werte sind «Commitment», «Excellence», «Sustainability» und «Friendliness». Wie leben Sie diese?

Wenn der Kunde uns begegnet, soll er diese Werte spüren: Wir treten im Alltag in allen unseren Handlungen kompetent, zuverlässig und kundenorientiert auf. Wir entwickeln herausragende Produkte und Lösungen, die Kunden absolut zufriedenstellen. Wir leben als zertifiziertes Unternehmen Nachhaltigkeit in unseren Prozessen. Und wir gehen untereinander freundlich, partnerschaftlich und mit Respekt um.•

ÜBER DAS UNTERNEHMEN www.karriere.endress.com Anzahl Angestellte: Endress+Hauser weltweit 9'500, Endress+Hauser Flowtec weltweit 1'450, Schweiz 900 Personalbedarf: Ingenieure mit Schwerpunkt Maschinenbau, Elektrotechnik o. ä. Wege in das Unternehmen: Das Unternehmen bietet Praktikumsplätze, Anstellungen für Bachelor- und Masterarbeiten sowie Direkteinstiege an. Hierhin schicken Sie Ihre Bewerbung: job@flowtec.endress.com ES WAR EINMAL ... Endress+Hauser wurde 1953 vom Schweizer Georg H. Endress und dem Deutschen Ludwig Hauser als Vertriebsbüro für Füllstandmessgeräte im süddeutschen Lörrach gegründet. Nach und nach entwickelte sich das Unternehmen zu einer weltweit tätigen Firmengruppe – seit 1975 im Alleinbesitz der Familie Endress.

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Fo kus

Fe i e r n

Die ganze Nacht im Club abtanzen – das macht zwar Spass, schlägt aber auch aufs Budget. Die Pizza-Party daheim ist da deutlich günstiger.

Der Ausgang gehört zum Studi-Leben einfach dazu Wer die Nase immer in Bücher steckt, muss auch mal auf den Putz hauen. Und wenn Studenten feiern, wird’s feuchtfröhlich. «STUDIS» befragte zwei Absolventinnen über ihr Party-Verhalten. text Matthias Mehl

Der Party-Tag für Luzerner Studenten ist der Donnerstag. Warum? Ganz einfach: «Dann gibt es im Roadhouse zwei Getränke zum Preis von einem» , erklärt Anik Schoch. Für die Luzerner Studenten ist das Roadhouse generell einer der beliebtesten Treffpunkte. «Da sind die meisten Studis anzutreffen», sagt die 22-Jährige. Ein wichtiger Entscheidungsfaktor, ob und wann man ausgeht, ist für viele

Studenten natürlich ihr Budget. Schoch bringt es auf den Punkt: «Studenten sind eher geizig.» Aus diesem Grund ist die Alternative zum Ausgang ebenfalls sehr geschätzt: das einfache Zusammen-sein mit Freunden. «Insbesondere gemeinsames Kochen ist beliebt, ganz einfach darum, weil ein Restaurantbesuch häufig finanziell nicht drin liegt», erklärt Schoch. Dazu frönt man der TV-Unterhaltung. Gerne darf es dabei auch ein eher seichtes Programm sein. «So etwas im Stil von Jersey Shore – man muss sich im Studi-Alltag ja sonst genug intelligente und komplexe Dinge ansehen und anhören.» Und wie sieht es mit einer spontanen Party in den eigenen vier Wänden aus? «Eher weniger», winkt Schoch ab. Der Lärm ruft die Nachbaren zu schnell auf den Plan.

Drinks dürfen nicht fehlen

Aus Fribourg und Luzern kann Anastasia Mamonava berichten. Die 26-Jährige studierte dort Medienund Kommunikation. «Natürlich wird an Studentenparties gefeiert.»

tenportals die beliebten students. ch-Partys. Dreimal pro Semester finden sie statt: Zu Semesterstart, Midsemester sowie zu Semesterende, und zwar in der ganzen Schweiz. Grosse nachfrage

» Feiern ist wichtig – aber eben auch teuer. Aber da geht es nicht anders zu und her als im wochenendlichen Nightlife. Oft gehören halt zum Feiern ein paar Drinks dazu. Wer sich bereits seit Jahren für das Nachleben der Studierenden einsetzt, ist students.ch. Seit zehn Jahren schon organisieren die Macher des Studen-

Daneben unterstützen die Macher von students.ch verschiedene studentische Feiern in der gesamten Schweiz, wie beispielsweise das Medizinerfest oder «Medifest» in Zürich und Bern sowie diverse Aktivitäten in der Romandie. Die Idee der Organisatoren: Feiern gehört zum Studenlebben einfach dazu, ist aber teuer. Deshalb sei eine der beliebtesten Rubriken auf der Website der Bereich «Nachtleben», wo monatlich über 300 Verlosungen zu Parties, Konzerten und Festivals angeboten werden.

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Di g i ta le r Campus

Fo kus

Studium 2.0 soll erleichtern, nicht ersetzen Studenten beklagen vermehrt überfüllte Hörsäle und die kürzere Studienzeiten. Können neue IT-Lösungen im Web 2.0 die Studienbedingungen revolutionieren? Oder droht den Studenten nun ein Rückzug in den Elfenbeinturm? text robert schütz

Immer mehr junge Leute drängen an die Schweizer Hochschulen und Fachhochschulen. Das effiziente Studium wird in den überfüllten Hörsälen immer schwieriger. Der direkte Austausch zwischen Dozent und Studenten ist nur noch selten möglich, obwohl die BolognaReform einen straffer organisierten Studienablauf, ähnlich wie in Schulen, verlangt. Zusätzlich sind die meisten Studenten darauf angewiesen, neben dem Studium zu arbeiten. Wie kann diese Quadratur des Kreises überhaupt gelingen? In Hochschulen nimmt daher die virtuelle Vermittlung und Verarbeitung von Wissen verstärkt zu. Längst macht auf dem Campus der Begriff «Studium 2.0» die Runde. Die Aufgabenstellung und die Einführung in eine beliebige Thematik kann über Podcast vermittelt werden. Weitere Ergän-

zungen, Details und Alternativen diskutieren die Kommilitonen und Dozenten heute schon in Blogs, Foren oder Videokonferenzen. Und die anfallende Hausarbeiten werden längst im Cloud-Review-Verfahren bewertet. Das alles ist Studium 2.0 pur. Hiervon profitieren übrigens Studenten und Hochschulen gleichermassen. Universitäten engagieren sich daher stark für die Entwicklung innovativer Lernformen, wie die Plattform «Innovedum» der ETH Zürich zeigt. Dr. Konrad Werner Osterwalder, Leiter Lehrentwicklung und -technologie ETH Zürich, geht sogar noch eine Schritt

weiter und behauptet: «Ohne einen leistungsstarken PC sowie mobile Endgerate wie TabletPCs und Smartphones, ist es

» Das Präsenzstudium stirbt nicht aus. heute kaum noch möglich, eine Studium an der ETH effizient und erfolgreich zu absolvieren.» Studieren heisst lernen und leben

«Dennoch wird die Präsenzuniversität nicht aussterben»,

Die Lerninhalte sind online jederzeit abrufbar.

betont der Leiter der Akademischen Dienste an der Hochschule Luzern, Dr. Wolfgang Schatz. Didaktisch ist das rein virtuelle Studieren nämlich nicht in allen Fällen sinnvoll: Die Rhetorikkompetenz bei der Juristenausbildung lässt sich nur schlecht ohne echtes Publikum trainieren. Ganz klar begrenzt sind die Möglichkeiten beim Studium der Medizin. Die klinische Arbeit mit Menschen muss hier ein ganz wichtiger Teil der Ausbildung bleiben. Studieren, das bedeutet mehr als nur Wissen anhäufen. Akademiker müssen auch zu Persönlichkeiten mit der nötigen Sozialkompetenz reifen. Befragt man diejenigen Hochschulabsolventen, die längst im Berufsleben stehen, so schwärmen sie rückblickend über ihre Studienzeit als eine wunderbare Erfahrung. Zu einem richtigen Studentenleben gehören auch das gemeinsame Essen in der Mensa, die Teilnahme am Hochspulsport und – nicht zu vergessen – die Partys. Das Studium 2.0 darf somit nicht im abgeschotteten Kämmerchen enden. Das würde dann sicherlich einen Rückzug in den viel verschmähten akademischen Elfenbeinturm bedeuten. Doch wer will das denn schon?

ETH fördert Lehrprojekte mit eigenem Fond. Onlineprojekte, die das Lernen und Studieren vereinfachen, werden von Universitäten immer mehr gefördert. Die ETH-Zürich hat zu diesem Zweck bereits vor zehn Jahren eigens die ProjektPlattform «Innovedum» online gestellt (innovedum.ethz.ch). Die Dozenten können auf dieser Onlinedatenbank neue und innovative Lernprojekte vorstellen und kommentieren. Für die Finanzierung wurde vom Rektor der ETH-Zürich eigenes den «Fonds Innovedum» bereitgestellt. Mehr als hundert erfolgreiche Projekte konnten auf diesem Weg bereits realisiert werden. Wie erfolgreich ein Projekt tatsächlich ist, darüber entscheiden letztendlich auch die Akzeptanz und der Erfolg der Studenten.

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Le it fa den

S t i pen d i e n

Ein Studium kostet Geld. Wer sich das nicht leisten kann, muss sich um einen Zustupf bemühen – vom Staat oder Stiftungen.

Geld fürs Studium zusammenkratzen – so geht's Die Kantone sind eher zurückhaltend beim Ausschütten von Stipendien. Wer leer ausgeht, kann bei Stiftungen und Fonds anfragen. text Andrea Söldi

Grundsätzlich sind die Studierenden selber sowie die Eltern für die Finanzierung einer Ausbildung zuständig. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann beim Kanton einen Zuschuss beantragen. Die offiziellen Stipendien werden je nach Kanton unterschiedlich bemessen. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat vor einem

guten Jahr eine Initiative eingereicht, die schweizweit gleiche Bedingungen anstrebt. Zudem sollen die Stipendien soweit erhöht werden, dass die Finanzierung eines bescheidenen Lebensstandards möglich wird. Der Verband geht von rund 24 000 Franken im Jahr aus; die Hälfte sollen Studierende selber verdienen.

Beiträge haben in den letzten Jahren abgenommen», weiss Gaudenz Henzi von der Sozialberatung an der Uni-

» Bei Pensen über 30 Prozent leidet das Studium.

Beiträge sind geschrumpft

Davon sind die heutigen Beträge aber ziemlich weit entfernt. Während ein durchschnittliches Stipendium im Kanton Waadt rund 5400 Franken pro Semester beträgt, sind es im Wallis lediglich 1600 Franken. «Die

versität Basel. Immer mehr Studierende würden einem Nebenerwerb nachgehen. Dass sie so bereits Arbeitspraxis erwerben, sei zwar positiv, findet Henzi. Doch bei Pensen über 30 Prozent leide meist das Studium darunter.

Stiftungen abklappern

Wer bei den staatlichen Stipendien leer ausgeht, hat die Möglichkeit, sein Glück bei anderen Geldgebern zu versuchen. Zahlreiche Stiftungen und Fonds greifen Studierenden von Hochschulen und Fachhochschulen unter die Arme. Die Kriterien für eine Berücksichtigung sind je nach Organisation sehr unterschiedlich definiert. So wenden sich einige darunter ausschliesslich an Waisen, andere an ausländische Personen, ältere Studierende, Behinderte oder Frauen mit Erziehungspflichten. Ausserdem werden Studierende

spezifischer Fachrichtungen gefördert, Doktoranden sowie spezielle Forschungsprojekte. Neben diesen privaten Körperschaften vergeben auch zahlreiche Gemeinden Beiträge für Ausbildungen. Bei der Wohngemeinde anzuklopfen, könnte sich also lohnen. Ein Verzeichnis der Stiftungen, die Studierende unterstützen, findet sich unter berufsberatung. ch. Über eine umfassende Datenbank verfügt auch der gebührenpflichtige Dienst stipendiensuche.ch. Einen anderen Weg mit verzinsten Darlehen beschreitet der Verein studienaktie.org.

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Int ervi ew

«Niemand hat mich anders behandelt» Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi überzeugte nicht nur auf dem Laufsteg, sondern auch im Hörsaal. An der Uni Fribourg studierte sie Kommunikationswissenschaften sowie Kriminologie in Bern. «STUDIS» erzählt die Tessinerin, was ihr am Studentenleben gefiel. Und was nicht. text Matthias Mehl

Christa Rigozzi, im Jahr 2006 wurden Sie Miss Schweiz. Da waren Sie mitten in Ihrem Studium. Warum haben Sie kandidiert? Ehrlich gesagt hatte mich die Routine des Studentenalltags ein wenig gelangweilt. Ich studierte zu der Zeit an der Uni Fribourg Medien- und Kommunikationswissenschaften. Und nach vier Jahren wollte ich einfach mal wieder etwas anderes machen. Darum meldete ich mich für die Miss Schweiz-Wahl an. Es war meine letzte Chance, denn ich war 23 und hätte später nicht mehr mitmachen können. Und ihr Plan ging auf, Sie gewannen die Wahl. Das muss sehr aufregend gewesen sein. Das stimmt. Aber es führte auch dazu, dass ich mein Studium für ein ganzes Jahr unterbrechen musste. 2007 nahm ich den Ball dann wieder auf und kehrte an die Uni zurück. Gleichzeitig arbeitete ich aber weiter. Ich hatte also am Tag Vorlesungen und am Abend Shootings und Moderations-Jobs. Das klingt ziemlich anstrengend. Das war es auch. Meine Diplomarbeit schrieb ich zum Beispiel im Flugzeug. Aber ich finde, dass man nach der Missen-Karriere dranbleiben muss, ich wollte die Chancen, die der Titel mir eröffnet hatte, nutzen. Anzeige

War für Sie schon immer klar gewesen, dass Sie Ihr Studium beenden würden? Sie hätten auch voll auf eine Model-Karriere setzen können. Das stimmt, aber ich wollte unbedingt meinen Master machen. Mir war klar, dass das hart werden würde, aber ich bin halt ein Stier – wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe

» Ich wollte unbedingt meinen Master machen. ich es durch. Ein andere Grund waren meine Eltern. Die hatten schliesslich gutes Geld in meine Ausbildung investiert und da wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, ein Jahr vor Abschluss einfach abzubrechen. Wie haben Sie diese Doppelbelastung konkret gemeistert? Haben Sie ein Geheimrezept? Eigentlich nicht (lacht). Es ist wohl einfach eine Frage der Einstellung. Ich verfüge von Natur aus über viel Energie und habe einen starken Willen. Man könnte auch einfach sagen, dass ich sehr ehrgeizig bin, im positiven Sinne. Deshalb kann ich mich auch immer wieder motivieren. Ich liebe das Moderieren und das

Fernsehen, aber gleichzeitig habe ich mir immer gesagt: Du hast nur noch ein Jahr, dann bist du fertig. Also bring es zu Ende. Hatten Sie nicht Angst, dass Ihre Mitstudenten komisch reagieren würden? Plötzlich taucht da eine Miss im Hörsaal auf... Es war schon ein bisschen komisch am Anfang. Ich dachte: Oh Gott, jetzt komme ich zurück an die Uni, alle meine Freunde sind weg. Die hatten schon abgeschlossen, ich kannte gar niemanden. Ich fragte mich vor allem, wie die Professoren und Professorinnen reagieren würden. Zum Glück gab es da nie ein Problem, man behandelte mich wegen dem Titel nicht anders. Wirklich kein bisschen? Nun, das einzige was anders war, war das Interesse gewisser Profs. Denn schliesslich studierte ich Medienwissenschaften und erlebte die Medienmaschinerie gleichzeitig am eigenen Leib. Da wollten die Leute natürlich wissen, welche Erfahrungen ich gerade machte. Davon abgesehen gab es keine Sonderbehandlung für mich. Ich schaffte es, eine gute Diplomarbeit abzulegen. Und manche Professoren sagten mir danach, dass sie es schätzten, dass ich mein Studium nicht aufgegeben habe. Mit einigen habe ich immer noch Kontakt.

Ex-Miss Christa Rigozzi erinnert sich gerne


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Int e r v iew

Wenn Sie heute zurückblicken auf Ihre Studienzeit, was hat Ihnen da am besten gefallen? Feierten Sie viel? Nun, ich geniesse und genoss definitiv das Leben. Schliesslich bin ich Südländerin und liebe das Dolce Vita. Ich gehe gerne in den Ausgang mit Freunden und feiere bis fünf Uhr morgens. Ich bin bekannt dafür, die erste zu sein, die an die Party kommt und die letzte, die wieder geht. Und das war in der Studentenzeit natürlich nicht anders. In Bern fing es an, da war ich 19 Jahre alt. Ich genoss das Leben in der grossen Stadt in vollen Zügen: Die Eltern waren weit weg und es gab viele Studentenpartys. Aber, und das muss ich betonen, ich habe immer nur gefeiert, wenn ich Zeit dafür hatte. Denn niemand kann morgens um fünf ins Bett und dann drei Stunden später eine gute Prüfung schreiben. Sie hatten also die nötige Selbstdisziplin. Ja. Man muss sich das richtig einteilen. Die wilde Zeit ist wichtig und gehört zum Studi-Leben dazu. Wenn man lernen muss, muss man lernen. Und wenn man danach feiert, dann dafür richtig!

an ihre Studienzeit.

Bisher haben wir nur über die guten Sachen gesprochen. Lief irgendwas nicht so rund? Ich hatte grossen Respekt vor dem Fach «Statistik». Denn ich liebe Sprachen, bin in Mathe aber eine

» Ich genoss das Leben in der Stadt in vollen Zügen. totale Null. Deswegen hegte ich die schlimmsten Befürchtungen und hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde. Zudem hatte der Professor den Ruf, sehr streng zu sein, was mich zusätzlich einschüchterte. Und hat es am Ende geklappt? Ja, und zwar überraschend gut! Ich musste mich natürlich anstrengen, aber dann funktioniere es. Und der Professor war ebenfalls sehr nett und hilfsbereit. Zum Glück, denn Statistik war für meine Diplomarbeit sehr wichtig. Worum ging es denn in der Arbeit? Ich verglich die Berichterstattungen von verschiedenen Sonntagszeitungen zu einem nationalen Thema – über die Sprachgrenzen hinweg, was sehr anspruchsvoll war. Doch dank meiner Zeit in Bern und Fribourg hatte ich nicht nur die jeweiligen Sprachen gelernt, sondern kannte auch die verschiedenen Medien. Jetzt haben wir die ganz Zeit zurück geschaut. Schauen wir nach vorne: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Oh, ich habe ganz viele Projekte an denen ich derzeit dran bin oder die ich noch angehen möchte. Mir liegt

besonders der «Swiss Talent Award» am Herzen, den ich präsentiere. Wir suchen dabei das grösste Nachwuchstalent des Landes. Das ist sehr spannend, denn ich weiss, dass es in der Schweiz sehr viele wahnsinnig talentierte Menschen gibt. Denen bieten wir eine Plattform, junge Menschen sollen ihre Träume realisieren können. Daneben möchte ich mich im Entertainment-Bereich weiterentwickeln. Mein Ziel ist natürlich eine eigene Sendung (lacht). Ich möchte definitiv in der Medienbranche aktiv bleiben, nur einfach in Zukunft vielleicht mehr hinter als vor den Kulissen.

Smart Facts Christa Rigozzi (29) studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften in Fribourg sowie Strafrecht und Kriminologie in Bern. Die Tessinerin wurde landesweit bekannt als sie 2006 zur Miss Schweiz gekürt wurde. Das brachte ihr nicht nur Werbeverträge ein, sondern markierte auch den Beginn einer Karriere als Moderatorin. So war sei bei «Bauer, ledig, sucht» dabei und sass mit DJ Bobo und Roman Kilchsperger in der Jury von «Die grössten Schweizer Talente». Seit 2010 ist Christa Rigozzi mit ihrem langjährigen Freund Giovanni Marchese verheiratet.

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inspi ra ti o n

fer n stu d i u m

» Wer das nötige

Rüstzeug nicht mitbringt, sollte sich weiterbilden. Daniel Beeli

Wer einen neuen Weg einschlagen will, hat dazu beste Möglichkeiten. Ein Fernstudium macht es möglich, Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen.

Es ist nie zu spät, um auf den Zug aufzuspringen Studenten sind um die 20 Jahre alt und verbringen eine Grossteil ihre Zeit am Campus. Das trifft aber längst nicht auf alle zu. Viele Leute studieren heute von daheim. text Matthias Mehl

Auf einmal scheint der Zug abgefahren. Plötzlich hat man Familie. Eine Wohnung. Verantwortung. Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr, nochmal die Schulbank zu drücken. So denken viele. Dabei wäre das gar nicht nötig. Denn das Angebot an Weiterbildungen und Nachdiplomstudiengängen ist riesig.

Fachhochschulen und Universitäten bieten zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Und in vielen Fällen ist es kaum mehr nötig, einen Hörsaal zu besuchen. Man lernt einfach von daheim. Doch für wen ist diese Art des Studierens geeignet? «STUDIS» hat sich bei Fern-Studenten erkundigt. Ihr Fazit: Man muss vor allem viel Selbstdisziplin aufbringen. Denn schliesslich hat man weder Kommilitonen, die einen durch ihre Leistung antreiben, noch Dozenten, die einen zum Lernen motivieren. «Die Motivation muss man sich selber schaffen», heisst

es unisono. Die Gründe für das Fernstudium sind dann auch sehr vielfältig.

forderungen steigen stetig, auf technische Branchen trifft das insbesondere zu.

» Die Motivation

Für ein Fernstudium ist

muss man sich selber schaffen. Es geht darum, den eigenen Horizont zu erweitern neue Erfahrungen zu machen. Andere wollen dringend einen Jobwechsel vollziehen und schaffen sich das nötige Rüstzeug dafür an. Wieder andere wollen sich marktfitter machen. Denn: Die An-

Selbstdisziplin nötig

Das weiss auch Daniel Beeli, Partner beim Zürcher Jobvermittler Manexperts, die auf die Vermittlung von IT-Profis spezialisiert ist. «Wir empfehlen Kunden, die nicht alle nötigen Voraussetzungen mitbringen, sich weiterzubilden.» Es ist die ideale Möglichkeit, altes Wissen aufzufrischen, neues dazuzugewinnen und dadurch den eigenen Marktwert zu steigern. Welche Art des Fern-

studiums für einen geeignet ist, müssen Interessierte natürlich selber herausfinden. Eine erste und schnelle Orientierung bieten die Homepages verschiedener Bildungsinstitutionen. In einem weitern Schritt können Berufsberater angefragt werden. Gerade diese betonen, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld einer Studienwahl eingängig Gedanken darüber zu machen, was man sich vom Fernstudium eigentlich erhofft. Wer dann eine konkretere Vorstellung gewonnen hat, kann sich anschliessend für einen Informationsabend der jeweiligen Schule anmelden.

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S tu di u m m a l a nders

ch a ncen

Studieren abseits des überfüllten Hörsaals Viele Studenten an Fachhochschulen oder Universitäten belegen die gleichen Kurse. Doch es gibt auch un-typische Studiengänge. Ein Blick über den Tellerrand. text Matthias Mehl

Ihr Arbeitsort ist nicht das Labor. Oder der Operationssaal. Sie arbeiten im Wald. Vorher haben sie im Vorlesungssaal einer Uni oder einer Hochschule gelernt, worauf es dabei ankommt. Wie gestaltet man eine Forst? Welche Umweltgedanken sind zu berücksichtigen? Diesen und andere Fragestellungen mussten sie sich stellen. Leute mit derartigem Know-how werden gesucht. In der Forstbranche sowie bei den schweizerischen und kantonalen Wald- und Umweltbehörden ist man offen für die gutausgebildeten Fachleute. «Die freien Stellen sind da und wollen mit kompetenten Leuten besetzt werden», erklärt etwa der stellvertretende Kantonsforstingenieur von Zürich, Dr. Hans-Peter Stutz.

seien durchmischt. «Und im Vorstellungsgespräch ermitteln wir genau, ob die Person für unsere Zwecke geeignet ist.» Stutz hat damals selber Forstwirtschaft studiert. Eine erfahrungsreiche Zeit, die ihn vom Vorlesungssaal sogar ins Ausland geführt hat, in die Wälder von Brasilien und Polen.

Design lernen

Ein anderer Studienbereich, den nicht jeder macht – oder machen kann – ist Design und Gestaltung. «An den Studiengängen der verschiedenen Hochschulen werden viele wertvolle Grundlagen vermittelt», sagt Rolf Widmer, Geschäftsinhaber der Designstudios GmbH. Diese sind

strenge selektion

Eine gute Ausbildung allein garantiere aber natürlich keine Anstellung, die Teams

Vom Hörsaal in den Wald – ein Studium macht das möglich.

grundsätzlich sehr wichtig, da sowohl die Technik, die Herstellungsverfahren, die

» Fachleute sind gesucht. eingesetzten Materialien, das Kommunikationsverhalten und das Konsumverhalten zunehmend komplexer werden. «Die solide Ausbildung gibt den Abgängern die nötige Fachkompetenz und befähigt sie zu einem guten Start ins Berufsleben.» Zwar gebe es sie durchaus, die Genies und Ausnahmetalente, die auch ohne Ausbildung eine steile Karriere machen und viele Preise abräumen. Diese bringen das ebenso wichtige, kaum vermittelbare Gefühl für das «Gute», «Trendige» und «Wesentliche» mit. «Diese Autodidakten tun sich in der zunehmend interdisziplinären Zusammenarbeit und mit vielen Schnittstellen aber oft etwas schwer und bezahlen nicht selten Lehrgeld, das den Studierten erspart bleibt.» Übrigens: Gestaltung kann man auch alsBerufslehre erlernen.

Mal abschalten – in Baumwipfeln Wer den ganzen Tag lernt und Vorlesungen besucht, braucht zwingend mal eine Pause. Abschalten lässt es sich in den Baumwipfeln um Kloten. Warum? Weil es dort seit einem Jahr einen Seilpark gibt, ein Erlebnis-Parcours in luftiger Höhe. «Gerade die junge Zielgruppe schätzt das Abenteuer», sagt Susanne Knoblauch-Meyer, Inhaberin des Seil- und Adventurparks Zürich. Zehn Routen, nach Schwierigkeit abgestuft, erwarten die Besucher. «Für jeden ist etwas dabei.» Das Feedback ist positiv. Im Gründungsjahr kamen über 12 000 Gäste. «Das freut uns, in Zukunft wollen wir diesen Erfolg ausbauen», erklärt Knoblauch. Infos unter seilparkzuerich-kloten.ch.

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Berner Fachhochschule Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften

Für helle Köpfe Studium mit nachhaltigem Effekt: Agronomie, Forstwirtschaft, Food Science & Management Infoabende Food Science & Management: 27.3. und 21.5. Infoabend Agronomie: 9.4. Infoabend Forstwirtschaft: 18.4. an der HAFL, Zollikofen

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C h a ncen

Nebe n j o b

Der Oskar für studentische Projekte

Wer sich die Mühe macht und einen Nebenjob sucht, der zum Studium passt, profitiert später doppelt.

Der Studi-Job ist auch ein Karrierebaustein Die Mehrzahl der Studenten muss neben dem Studium arbeiten. Besonders clever ist, wer sich einen Job sucht, der das Einkommen aufbessert und die Karriere fördert. Die Chancen stehen dafür gut. text Robert Schütz

Die meisten Studenten, die nebenher arbeiten, sehen darin ein lästiges und zeitraubendes Übel. Man kann aber das Nötige auch mit dem Sinnvollen verbinden. Mit anderen Worten: zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das gelingt dann, wenn die Arbeit auch noch

in einem direkten Bezug zur universitären Ausbildung steht. Nimmt man zum Beispiel das Ökonomiestudium: Wer bereits über einige theoretische Grundkenntnisse verfügt, sollte versuchen, in einer Bank oder einem Industrieunternehmen erste praktische Erfahrungen als Werkstudent zu sammeln. Um auf diesem frühen Schritt der Karriereleiter erfolgreich zu sein, muss man vieles beachten. Die Stellenbeschreibung sollte möglichst zu den Studieninhalten passen. Gut ist, wenn man sich schon für einen Studienschwerpunkt entschieden und ein festes Ziel vor Augen hat.

Wissenshunger und Erfolg im Studium

Die Personalentscheider erkennen sehr schnell, wer nur einen Job sucht oder wer ein starkes

» Interesse am Job ist entscheidend. Interesse an einem Beruf und Unternehmen besitzt. Für sie muss der langfristige Nutzen erkennbar sein. Nur dann stehen beim Karrierepartner viele Türen offen. Der Autohersteller BMW wirbt um engagierte junge Werkstudenten auf seiner Internet Seite etwa mit

folgendem Satz: «Durch Einbindung in laufende Projekte wird dafür Sorge getragen, dass Sie wertvolles Fachwissen und auch praktische Projekterfahrung sammeln können.» Grössere KMU und Konzerne vergeben sehr gern praxisrelevante Themen für Seminararbeiten und später auch für die Bachelor- oder Masterarbeit. Und das Beste kommt oft zum Schluss, beziehungsweise nach dem Abschluss: Nicht selten ist eine gute Einstiegsposition im Unternehmen danach schon gesichert. Denn die Firmen möchten selbstverständlich auch in Zukunft von ihrer Investition in den Nachwuchs profitieren.

Mit Hilfe der Wissenstransferstelle WTT-FHS der FHS St. Gallen stellen sich Studenten bereits im Studium den realen Wettbewerbsbedingungen der Wirtschaft. Die besten Unternehmensanalysen, Marktforschungen und Managementkonzepte, die von der Wirtschaft umgesetzt wurden, werden mit dem «WTT Young Leader Award» geehrt. Am 23. September ist es dann jeweils soweit: Vor einem Publikum von rund 500 Menschen, werden in der neobarocken Tonhalle in St. Gallen die besten Studententeams in den entsprechenden Kategorien ausgezeichnet. Diese Veranstaltung gilt seit langem als das Forum für Wirtschaft, Politik sowie Lehre und Forschung.

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Wie bringt man seine Soft Skills im Bewerbungsverfahren am besten zum Ausdruck? Neben fachlichen Qualifikationen sind vor allem persönliche Kompetenzen im Bewerbungsverfahren ausschlaggebend, wenn es darum geht, den geeigneten Kandidaten für eine vakante Position im Unternehmen zu finden.

sportliche Aktivitäten in Vereinen. Uns ist bei Ihrer Bewerbung besonders wichtig, neben Ihrer fachlichen Qualifikation auch Ihre Persönlichkeit kennenzulernen. Was uns dabei überzeugt: Authentizität!

schon einmal durch ein Auslandspraktikum auf sich allein gestellt oder Sie engagieren sich in anderen sozialen Projekten. Erzählen Sie uns davon und überzeugen Sie uns von Ihren Fähigkeiten, die Sie dadurch erworben haben.

Vor allem Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Zielstrebigkeit, Flexibilität oder Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten sind bei Ernst & Young gefragte Soft Skills, die jeder Absolvent in seinem Gepäck haben sollte.

Ihre Soft Skills untermauern Sie im Bewerbungsgespräch am besten, indem Sie uns von Situationen und Tätigkeiten berichten, in denen Sie diese Fähigkeiten ausbauen oder unter Beweis stellen konnten. Schildern Sie uns, warum gerade diese Soft Skills besonders hilfreich waren und wie Sie diese weiter brachten. Möglicherweise sind Sie in Ihrer Freizeit oder an der Universität ehrenamtlich tätig, waren

Mein Tipp für Sie: Überlassen Sie Ihre Karriere nicht dem Zufall. Es ist Ihre Zeit, machen Sie das Beste daraus!

Erwerben und ausbauen kann man diese Soft Skills sowohl in zahlreichen Seminaren an der Hochschule oder durch soziales Engagement sowie

Marcus K. Reif Leiter Employer Branding & Recruitment GSA (Germany, Switzerland, Austria)


E i n e T h e m e n z e i t u n g v o n S m a r t Me d i a

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beru fsei nst i eg

Ch a llenges

Studium erfolgreich beendet – und nun? Endlich. Das Diplom ist in der Tasche und der Schritt in die Arbeitswelt steht kurz bevor. Doch viele Studenten wissen gar nicht, was sie später eigentlich mal arbeiten möchten. text Matthias Mehl

Manche Studenten haben einen Plan. Und diesen verfolgen sie ihr ganzes Studium hindurch. «Wer sich beispielsweise für Medizin eingeschrieben hat, weiss sicherlich, wo die eigene Karriere hinführen soll», sagt Markus Dieth, Fachpsychologe für Laufbahn- und Personalpsychologie. Doch es gibt auch Absolventen, die nicht so recht wissen, wie sie den Schritt von der akademischen in die berufliche Karriere machen sollen. Wie kommt es eigentlich dazu? «Manche Studiengänge sind einfach weniger berufsorientiert als andere», erklärt Markus Dieth. Wer beispielsweise seinen Abschluss in Politikwissenschaften, Germanistik oder Philosophie macht, hat zwar einen grossen Wissens-Rucksack. «Doch dieses Wissen müssten sie für einen Job viel

mehr fokussieren können.» Das sieht auch Brigitte Böhni so. Die Berufs- und Laufbahnberaterin erlebt es ebenfalls regelmässig, dass Studenten sie um Orientierung bitten. Der Grund dafür sieht Böhni vor allem in der Art und Weise, wie die universitäre Ausbildung strukturiert ist. «Mit einem Bachelor hat man vor allem das

wissenschaftliche Arbeiten gelernt und weiss, wie man Wissen erarbeitet und nutzt.» Eine Fach-Spezialisierung erfolge in vielen Studiengängen dagegen erst während der Master-Ausbildung. Herausfinden, wer man selber ist

Wie können Berufsberater Studenten konkret helfen,

Orientierungslos nach dem Studium? Experten helfen.

eine passende Arbeit zu finden? «Ein entscheidender Schritt ist die Selbsterkenntnis durch die Studienabsolventen selbst», sagt

» Ohne Selbstanalyse geht es nicht. Dieth. Sie müssten sich wichtige Fragen stellen. Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? «Ohne diese Selbstanalyse geht es nicht.» Böhni verfolgt den gleichen Ansatz. «Man muss den jungen Leuten helfen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen – wir schälen quasi das detaillierte Profil heraus.» Ist dies getan, geht es darum, bestehende Möglichkeiten aufzuzeigen. Jobs, Praktika und andere Alternativen. Das kann auch eine Auszeit sein: Manche Studenten nehmen sich zum Beispiel nach ihrem Abschluss ein Jahr lang frei, reisen um die Welt, arbeiten an verschiedenen Orten und in verschiedenen Jobs. «Das kann für die Selbstfindung sehr förderlich sein», betont Markus Dieth.

Tanz studiert Psychologe, Soziologe, Physiker – wer studiert, kann sich in vielen Fachrichtungen spezialisieren. Einen anderen Weg ging Philipp Hägeli. Der 33-Jährige hat in Wien studiert und sich dort zum Tänzer und Sänger ausbilden lassen. «Dabei habe ich erst mit 16 zu Tanzen begonnen», erzählt Hägeli. Doch ihm wurde bald klar, dass dies seine Berufung war und so setzte er alles daran, den Traum zu verwirklichen. Auch wenn es hart war. Die Studienzeit zahlte sich aus: Hägeli spielt im Erfolgsmusical «Ich war noch niemals in New York», mit Songs von Udo Jürgens, das in Zürich im Theater 11 noch bis 2. Juni läuft. Studenten kommen an manchen Tagen zum halben Preis rein. Infos gibt musical.ch.

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f a ch a rt i kel

Pr ü f u n ge n

Wer unter Stress vor Prüfungen leidet, sollte möglichst schnell Hilfe annehmen. Besonders schwierig wird es, wenn Drogen im Spiel sind.

Prüfungsangst vorbeugen und abbauen Herzrasen, zittrige Hände und Beine, Schweissausbrüche, Bauchschmerzen, schlaflose Nächte und ein leerer Kopf: Lernende, die unter Prüfungsangst leiden, haben Angstzustände. Sie fürchten den Blackout genauso sehr wie das Gefühl – mal wieder – versagt zu haben. text Maria Windler, Lernexpertin und Inahberin Neue Lernhilfe Zürich

Misserfolge in Prüfungssituationen verursachen negative Gedanken und führen zu Angstgefühlen und verstärken Lernblockaden. Je nach Stärke des «Blackouts» kann es bis zum vollständigen Versagen kommen, das ungünstige Körpersymptome und Verhaltensweisen verursacht.

Doch Prüfungsängste können frühzeitig erkannt werden, denn sie werden durch Verhaltensauffälligkeiten sichtbar. Diese treten nicht nur unmittelbar vor, während oder nach der Prüfung auf, sondern schon lange vorher. Der Lernende bekommt z. B. Bauchschmerzen und weigert sich, zum Unterricht zu gehen. Wenn sich für die kommende Prüfung eine Erwartungshaltung entwickelt, diese auch nicht zu bestehen, beginnt er sein Selbstbewusstsein zu verlieren, und entwickelt daher noch mehr Angst. Es bildet sich ein echter Teufelskreis, aus dem der Betroffene kaum herauskommt. Signale erkennen

Eltern und das Umfeld sollen lernen, auf erste Symptome der Prüfungsangst angemessen zu reagieren. Oft sind es eben die Eltern, die durch ihre unbedachte Reakti-

on und unbewusste Erwartungsstellung zur Entwicklung übersteigerter Ängste des Nachwuchses führen. Das beginnt schon früh: Mindestens 20 Prozent der Kinder im Grundschulalter haben Schlafprobleme, die oft mit Schulproblemen, Hyperaktivität und Konzentrationsschwä-

» Jeder Zweite nimmt vor Prüfungen Medikamente. che assoziiert sind. Die Kinder klagen z. B. über Kopf- und Bauchschmerzen und sich weigern, in die Schule zu gehen. Bei Studenten wird noch ein anderes Thema aktuell: Drogen. Untersuchungen zeigen, dass fünf Prozent der Studenten ihr Gehirn dopen. Und jeder Zweite nimmt

verschreibungspflichtige Medikamente zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Fast genauso viele verwenden sie jedoch auch bei generellem Stress. Für sie sind Eigenschaften wie Nervosität, Anspannung, Unsicherheit sowie eine stärkere Reaktion auf Stress kennzeichnend. Bei ersten Anzeichen der Prüfungsangst soll professionelle Hilfe beansprucht werden. In der Neuen Lernhilfe Zürich wird im Lerncoaching an der Vorbeugung und am Abbau der Prüfungsängste bearbeitet. Dies kann von drei Monaten bis über ein Jahr dauern. Es werden Gründe für die Prüfungsängste ermittelt und zielgerechte Methoden eingesetzt. Der Glaube an eigene Lernfähigkeiten und das Anzeichen des Erfolgs stärken das Selbstwertgefühl. Mehr zum Thema «Frei von Prüfungsangst» gibt es auf http://nlz-hbdi.com/blog.

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Praxistransfer zwischen Bildung – Wirtschaft - IT

In der Konsequenz bestimmen nicht die Ausbildungsinstitute was gelehrt wird, sondern ein ständiger konstruktiver Dialog zwischen Arbeitgebern und Schule führt zu aktuellen Ausbildungsinhalten. Lehrpläne sind im Gegensatz zum Marktgeschehen eher statisch und stark reglementiert, was eine hohe Flexibilität bei allen Beteiligten erfordert, um sinnvolle Lehrgänge entstehen zu lassen. Das Institut für Wirtschaftsinformatik (IfWI) und die Wirtschaftsinformatikschule Schweiz (WISS) sind stetig daran, die unterschiedlichen Ansprüche so zu vereinen, dass Lehrinhalten mit hohem Transferreifegrad entstehen. FH & HF: Praxistransfer zwischen Wirtschaft und IT Der Wissenserwerb – die Forschung – ist eine Kernaufgabe der Universitäten und der ETH. Im Gegensatz dazu widmen sich die Fachhochschulen (FH) und höheren Fachschulen (HF) der praktischen Anwendung des Wissens – dem Wissenstransfer. Dies kann durchaus mit wissenschaftlichen Methoden geschehen, ist aber immer mit einer Praxisanwendung verbunden. Diesen Anspruch setzen viele Fachhochschulen um, indem sie ein Praxisjahr während des Studiums einschieben oder die praktische Umsetzung gänzlich auf die Zeit nach dem Studium verlagern. Dieses System hat jedoch den Nachteil, dass Wissenserwerb und der Transfer in die Praxis zeitlich versetzt stattfindet, und daher wenig effizient ist. Berufsbegleitende Lehrinstitute (FH und HF) weisen dagegen einen besonders hohen Transferreifegrad auf, da während des Studiums das angeeignete Wissen dauernd im angestammten Beruf überprüft wird. Hoher Transferreifegrad als Leistungsausweis Da jeder Mensch eine eigene Lernbiografie vorweist und unterschiedliche Vorkenntnis mitbringt, ist es wenig zweckdienlich jedem Studierenden das gleiche «Menü vorzusetzen». Vielmehr sollen Stärken gefördert und Schwächen gezielt ausgemerzt werden. Um das zu erreichen, wird den Studierenden gleich zu Anfang aufgezeigt, wo ihr Verbesserungspotential liegt. In einem eintägigen SelfAssessment lernen sie zu erkennen, in welchem der drei Bereiche Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Umsetzungskompetenz sie bereits ein gutes Niveau erreicht haben und wo sie Potential für Verbesserungen haben. Soll der Unterricht praxisnah sein, muss genügend Raum für Anwendungsbeispiele und Diskussionen über das richtige Umsetzen geschaffen werden. Der Wissenserwerb wird daher wo möglich aus dem Präsenzunterricht ausgelagert, so dass im Klassenverband genügend Zeit für aktuelle Fallstudien und Praxisanwendung bleiben. Der Unterricht lässt es so zu, dass Fälle aus dem Berufsalltag der Studiereden integriert werden können. Diese Methode wird durch geeignete Massnahmen und geschulte Dozierende begleitet, damit gezielt gelernt, erprobt und nicht «Wissen auf Vorrat» angeeignet wird.

Eine problemzentrierte Lösungssuche ist bei Arbeitnehmern der häufigste gewählte Ansatz um den Herausforderungen am Arbeitsplatz zu begegnen. Es ist daher sinnvoll dieses «problembasierende Lernen» in den Unterricht einzubauen und durch geeignete Ergänzungen zu einem ganzheitlichen Lernerlebnis zu verbinden. Dadurch wird nicht einseitig die Fachsondern auch die Sozial- und Umsetzungskompetenz gefördert und die Studierenden lernen dabei, wie sie auf künftige Probleme angemessen reagieren können. Die drei erwähnten Kompetenzen sind je nach Fach oder Modul unterschiedlich ausgeprägt. Es ist daher wichtig, dass sich die einzelnen Studien- und Fachmodule gezielt nach Kompetenzausprägungen einordnen lassen. Damit kann den Studierenden aufgezeigt werden, welche Kompetenz sie sich zurzeit erarbeiten. Lerne dich einzuschätzen und fördere dich gezielt Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Umsetzungskompetenz sind weitgehend unabhängig von der Studienrichtung und der Ausbildungsstufe. Die Studierenden können daher von der Grundbildung über die Berufsprüfung (Fachausweis) oder höhere Fachschule bis zum Bachelorabschluss mit gezielten Kompetenzvertiefungen ihre Transferfähigkeit festigen und weiter ausbauen. Selbst nach einem Studienabschluss können mit Weiterbildungs- oder Vertiefungsstudien in einem NDS (Nachdiplomstudium), einem MAS (Master of Advanced Studies) oder einem modularen CAS (Certificate) diese Kompetenzen weiter ausgebaut werden. z

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der zeitlichen Belastung schafft. Studierende können situativ auf die Belastung im Studienverlauf Einfluss nehmen oder sich bestimmte Kompetenzen durch ergänzende Seminare vertieft aneignen.

Wirtschaft

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Die erwähnte Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden für die Lösungsfindung in einem beruflichen Umfeld umzusetzen, stellt einen erheblichen Mehrwert für die künftige Karriere dar. Daher stehen die praxisorientierten Instrumentarien nicht nur Studierenden zur Verfügung, sondern auch weiteren involvierten Anspruchsgruppen, wie Arbeitsgebern und Dozierenden. Das Konzept berücksichtigt, dass alle Beteiligten beruflich aktiv sind und ein Interesse haben, praxisorientierte Projekte am Ausbildungsinstitut umzusetzen. Das IfWI und die WISS werden so zu einem Begegnungsraum für umsetzungsstarke Fachexperten, die sich erfolgreich in der Wirtschaft behaupten. Ein seit 30 Jahren erfolgreich gelebter Ansatz, der gewährleistet, dass die Lehrinhalte sich an der Weiterentwicklung der Wirtschaft anpassen. In einer Zeit, in der Informationen zwar jederzeit, aber in unübersichtlicher Vielfalt zur Verfügung stehen, ist ein fundiertes Studium, das die alltäglichen Herausforderungen der Arbeitswelt berücksichtigt eine unabdingbare Voraussetzung. Da sich der Innovationszyklus stetig beschleunigt, bevorzugen Arbeitgeber Mitarbeiter, die ihr erworbenes Wissen kompetent und zeitnah umsetzen können. Die richtige Wahl der Ausbildungsmethode spielt dabei eine herausragende Rolle.

Sozialkompetenz

Bildungschance oder Ausbildungslandschaft auf dem Prüfstand Verglichen mit Europa, haben wir sehr wenige Erwerbslose. Dies ist nicht zuletzt auf das bewährte duale System zurückzuführen, welches die berufliche Weiterbildung mit ihrem hohen Praxisanteil auszeichnet. In diesem System kann die Wirtschaft mitbestimmen, ob wir mehr Akademiker brauchen oder nicht. Am wichtigsten aber ist, dass die Arbeitgeber mitbestimmen, welche Kompetenzen ihre künftigen Mitarbeiter aufweisen sollen. Dadurch werden Arbeitsplätze in der Schweiz gesichert und die Innovationskraft des Schweizer Werkplatz bleibt erhalten.

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Fachkompe

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Abbildung 1: Ansatz des Kompetenz-Cubes (Persönliche Ausrichtung des Studierenden) Der Transferpunkt Ein Studium an der FH oder HF wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen, bei der eine umfassende Arbeit der wesentliche Anteil liefert. Eine solche Diplomoder Abschlussarbeit stellt dabei eine Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem Arbeiten und der methodischen Umsetzung von Aufgaben aus dem Berufsumfeld dar. Die Frage, ob sich wissenschaftliche Methoden zur praxisnahen Umsetzung von Aufgaben in der Wirtschaft eignen, wird immer wieder diskutiert. Nach unserem Ermessen stellt dies jedoch keinen Wiederspruch dar, sofern methodisch gearbeitet wird. Dabei sollen Studierende von Anfang an lernen, durch wissenschaftlich geprägtes aber praktisch ausgerichtetes Arbeiten, eigene Lösungsansätze zu finden. Die dabei gemachten Erfahrungen, helfen die angewandten Methoden nachhaltig im Alltag zu verankern, was die Umsetzungskompetenz erheblich verbessert. Berufliche Belastung und Studium im Einklang Die beschrieben Ausbildungsmethoden sind so angelegt, dass sie für Studierende wie auch für deren Umfeld eine individuelle Lösung für die Intensität

Dr. Georg Balmer Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik

Thomas Fahrni Leiter Produktmanagement & Prüfungswesen

IfWI Institut für Wirtschaftsinformatik der Kalaidos Fachhochschule Schweiz ifwi@kalaidos-fh.ch www.kalaidos-fh.ch/ifwi Hohlstrasse 535 CH-8048 Zürich +41 58 404 42 50

Wirtschaftsinformatikschule Schweiz WISS zuerich@wiss.ch www.wiss.ch Hohlstrasse 535 CH-8048 Zürich +41 58 404 42 01

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