Fokus Future of Finance

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Peter Wuffli

Der Ökonom und Philanthrop

im Interview von der transformativen Kraft des Impact Investing.

#CYBERSICHERHEIT FÜR ALLE Machen Sie den Check unter securitycheck.suissedigital.ch EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA April ’24
Future of Finance
erzählt
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Willkommen zu Fokus Future of Finance

Finanzwirtschaft als Teil der Lösung

Die Welt steht vor grossen Herausforderungen und zu deren Bewältigung sind kluge Initiativen gefragt. Damit aus solchen Initiativen konkrete Lösungen entstehen, braucht es nicht nur viel Engagement, Überzeugungskraft und die Kooperation mit den richtigen Partnern, sondern früher oder später auch Finanzmittel. «Geld bewegt die Welt», heisst es umgangssprachlich. Damit kommt der Finanzwirtschaft eine zentrale Rolle zu, wenn Einzelpersonen oder Unternehmen innovative Lösungen in die Praxis umsetzen wollen. Und immer öfter ist es die Finanzwirtschaft, die über ihren Wirkungskreis aktiv dazu beiträgt, dass ein positiver Wandel eingeleitet wird. Ein konkretes Beispiel dafür ist das Wachstum von grünen Obligationen. Per Mitte 2023 waren an der Schweizer Börse SIX 105 grüne Obligationen gelistet und bis dahin wurden über solche Instrumente insgesamt 19 Milliarden Franken für grüne Projekte oder Aktivitäten bereitgestellt. Dazu zählen unter anderem Gebäude mit Umweltzertifikat, Projekte zur Förderung der Energieeffizienz in der Industrie oder der Bau von Kraftwerken für erneuerbare Energie. Nebst grünen Obligationen finden sich auch solche, die Unternehmen belohnen, wenn sie sich bezüglich Umwelt- und Sozialzielen verbessern, oder solche, die spezifische soziale Ziele wie z. B. den gemeinnützigen Wohnungsbau finanzieren. Dies bringt uns zu einem nächsten Bereich, nämlich den grünen Hypotheken, die heute schon fast zum Standardangebot von Bankinstituten gehören. Wer für eine Immobilie ein Umweltzertifikat vorweisen kann, erhält von vielen Banken einen reduzierten Hypothekarzinssatz. Ein neueres Angebot sind spezifische Hypotheken für die energetische Sanierung von Altliegenschaften, die ebenfalls oft zu Vorzugskonditionen erhältlich sind. Dass dieses Thema an Bedeutung gewinnt, kommt nicht von ungefähr. Seit Anfang Jahr müssen alle Banken, die Mitglied der Schweizerischen Bankiervereinigung sind, in der Beratung zur Immobilienfinanzierung die langfristige Werterhaltung von Gebäuden – und damit auch die Energieeffizienz – thematisieren. Dadurch können die Kundinnen und Kunden für die Bedeutung energetischer Sanierungen sensibilisiert und gleichzeitig über erhältliche Fördermassnahmen für Gebäudesanierungen informiert werden. Auch das Anlagegeschäft ist aber ein wichtiger Hebel für positive Veränderungen. Nachhaltige Anlagen gibt es im Schweizer Markt schon seit über 30 Jahren und sie haben sich über die letzten Jahrzehnte rasant entwickelt. Per Ende 2022 wandten rund die Hälfte aller Anlagen einen oder mehrere nachhaltige Anlageansätze an, die vom Ausschluss von Umweltsündern über die Beeinflussung von Unternehmen durch Dialog und Stimmrechtsausübung bis hin zur Auswahl von besonders nachhaltigen Firmen reichen.

Immer

mehr Anlegerinnen und Anleger wollen auch wissen, ob ihre Anlagen eine konkrete Wirkung erzielen. Eine Technologie, die dabei

eine wichtige Rolle spielen kann, ist die Verwendung von Satellitendaten in Kombination mit BlockchainTechnologie.

– Sabine Döbeli

Die Anlegerinnen und Anleger interessieren sich immer mehr dafür, welche dieser Anlagen schon auf dem Kurs einer klimafreundlichen Wirtschaft sind. Um das messbar zu machen, hat der Bund 2022 die «Swiss Climate Scores» definiert – ein Set von Kennzahlen, das aufzeigt, wie gut eine Anlage auf globale Klimaziele ausgerichtet ist und auch zu deren Erreichung beiträgt. Die sechs Indikatoren illustrieren unter

anderem den heutigen Ausstoss an Treibhausgasen eines Portfolios; den Anteil an fossilen Energien, der noch im Portfolio enthalten ist; den Grad der Ausrichtung auf die Pariser Klimaziele sowie das Ausmass aktiver Einflussnahme auf Portfoliounternehmen mit dem Ziel, deren Leistung zu verbessern. Anleger können die Swiss Climate Scores zum direkten Vergleich verschiedener Investments heranziehen und so ihr Geld in klimaverträgliche Investments lenken. Die Zahl der Fondsanbieter, welche die entsprechenden Kennzahlen veröffentlichen, steigt laufend. Die Finanzdienstleistungen der Zukunft setzen aber auch stark auf neue Technologien. Diese können eine wichtige Rolle dabei spielen, die Nachhaltigkeit von Finanzinstrumenten messbar und transparent zu machen. So werden z. B. KI-Anwendungen in der Nachhaltigkeitsanalyse immer wichtiger. Mittels Algorithmen werden Publikationen und das gesamte Internet in verschiedenen Sprachen durchsucht, um zu erkennen, ob ein Unternehmen besondere Umweltoder Sozialrisiken aufweist. KI-Anwendungen unterstützen Firmen zudem dabei, ihre globalen Klimaemissionen verlässlich zu erfassen und zu aggregieren. So verbessert sich die Qualität von Umweltdaten laufend, womit Investoren verlässlichere Informationsgrundlagen für ihre Anlageentscheide haben. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger wollen auch wissen, ob ihre Anlagen eine konkrete Wirkung erzielen. Eine Technologie, die dabei eine wichtige Rolle spielen kann, ist die Verwendung von Satellitendaten in Kombination mit Blockchain-Technologie. So können Satellitendaten Sicherheit vermitteln, dass erneuerbare Energieanlagen tatsächlich gebaut oder dass Aufforstungsprojekte auch wirklich umgesetzt werden. Die Hinterlegung solcher Information auf einer Blockchain stellt sicher, dass entsprechende Informationen nicht nachträglich verändert und Projekte auch nicht mehrfach angerechnet werden. Nicht nur im herkömmlichen Finanzgeschäft spielen also innovative Technologien eine wesentliche Rolle dabei, Prozesse zu vereinfachen und sicherer zu gestalten. Insbesondere für nachhaltige Finanzen sind sie fast schon die Voraussetzung dafür, dass grosse Datenmengen effizient verarbeitet, Ratings verlässlich berechnet und Wirkungen konkret belegt werden können. Für die Schweiz ist das eine gute Nachricht: Nicht nur verfügt sie über viel Innovationskraft im Bereich Fintech, der Bundesrat hat sich auch zum Ziel gesetzt, sie zu einem führenden nachhaltigen Finanzplatz zu machen. Wenn the «Future of Finance» und «Finance for the Future» Hand in Hand gehen, stärkt dies die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes und trägt dazu bei, dass Kunden zukunftsfähige Finanzlösungen erhalten.

Text Sabine Döbeli, CEO Swiss Sustainable Finance

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04 Nachlassplanung

06 Vorsorge für Frauen

08 Asset-Management

10 Immobilien

12 Interview: Peter Wuffli

14 Energiespeicherlösungen

16 Kryptovermögenswerte

20 ESG

22 Low-Code

23 Wertanlagen

Fokus Future of Finance

Projektleitung

Cindy Petöcz

Country Manager

Pascal Buck

Produktionsleitung

Adriana Clemente

Layout Mathias Manner, Sara Davaz

Text

Cedric Keiser, Linda Carstensen, Nina

Schneider, SMA, Sybille Brütsch-Prévôt

Titelbild

Oliver Rust

Distributionskanal

Tages-Anzeiger

Druckerei

DZZ Druckzentrum AG

Smart Media Agency

Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch redaktion@smartmediaagency.ch fokus.swiss

Viel Spass beim Lesen!

Cindy Petöcz Project Manager

EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA fokus.swiss 2 Editorial

Investieren soll für alle zur Gewohnheit werden

Die Welt der Finanzen kann kompliziert sein, aber was wäre, wenn es einen einfachen Weg gäbe?

Eine Fintech-Plattform liefert das Rüstzeug, um eigenständig zu investieren – unabhängig vom Wissensstand.

Die Schweiz ist ein Land der Finanzindustrie, dennoch investieren viele Menschen nicht – auch solche, die über Anlagemittel verfügen. Gemäss verschiedenen Studien halten die Schweizerinnen und Schweizer insgesamt fast die Hälfte ihres Vermögens in Cash. Gründe dafür sind neben valablen Liquiditätsbedürfnissen mangelndes Fachwissen, aber auch fehlende Bereitschaft und Gewohnheit zu investieren. Die Schweizer Finanzplattform UMushroom möchte dies ändern und allen Personen – auch jenen mit geringen Mitteln, wenig Finanzwissen und ohne Anlageerfahrung – das Rüstzeug und die Möglichkeit geben, ihre finanziellen Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, eigenverantwortlich zu investieren und Vermögen aufzubauen.

Rüstzeug für selbstständige

Investitionsentscheide

UMushroom bietet den Nutzerinnen und Nutzern über eine Hightech-Plattform einfachen Zugang zu einem umfangreichen und klar strukturierten Anlageuniversum und stellt ihnen die Informationen und Instrumente zur Verfügung, die sie für unabhängige Anlageentscheide benötigen. Die Plattform verbindet eine leistungsstarke Suchmaschine mit einer innovativen Benutzeroberfläche, die auf den neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens basiert, um das Nutzererlebnis kontinuierlich zu verbessern. Die Infrastruktur zeichnet sich durch eine skalierbare Architektur und hoch entwickelte Datenbanktechnologien aus, die nicht nur schnelle Suchergebnisse liefern, sondern auch eine nahtlose Integration von Finanzdaten ermöglichen. Das Anlageuniversum umfasst 5000 globale Aktien, alle in Europa und in der Schweiz zum Vertrieb zugelassenen Fonds und ETF sowie die wichtigsten 200

Kryptowährungen. Die Finanzinformationen sind einfach und intuitiv aufbereitet und auf die schnelle Informationsaufnahme der modernen Gesellschaft ausgerichtet. Zusätzlich zu den herkömmlichen Finanzproduktinformationen liefert die Suchmaschine sorgfältig ausgewähltes Research und Einschätzungen von professionellen Finanzanalystinnen und -analysten. Ausbildung und Austausch mit der Community sind zentral Für eine Schweizer Finanzplattform einzigartig ist die Einbindung der UMushroom-Community und der sozialen Medien. Nutzende können die Anlageinstrumente und Anlagestrategien bewerten und kommentieren, ihre eigenen Portfolios aufbauen und ihr Wissen mit der UMushroom-Community teilen. Sie können die Portfolios anderer Personen verfolgen, von Gleichgesinnten und von professionellen Anlegern lernen, ihre eigene Follower-Community aufbauen oder einer bestehenden Interessengruppe beitreten. Dies schafft

eine beispiellose Konnektivität und einen transparenten Wissenstransfer zwischen den Investierenden. Ausbildung und Finanzwissen sind für UMushroom von zentraler Bedeutung, denn nur mit dem nötigen Basiswissen können Anlegerinnen und Anleger verantwortungsvolle Investitionsentscheide treffen. Das Finanzausbildungsprogramm «Grow» von UMushroom deckt die grundlegenden Aspekte des Investierens ab. Dazu gehören das «ABC» der Geldanlage, Geldpolitik und Funktionsmechanismen der Finanzmärkte ebenso wie das Verständnis der verschiedenen Anlageklassen und ihrer Rendite-Risiko-Profile. «Grow» bietet eine enge Begleitung, um das Investieren zur Gewohnheit zu machen und hilft, eine persönliche Anlagestrategie zu entwickeln und aufzubauen. Regelmässige Frage-Antwort-Sitzungen bieten kontinuierliche Unterstützung und Lernmöglichkeiten. So können die Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform Musterportfolios erstellen, um ihre Anlagestrategien in einem risikofreien Umfeld zu erproben, während sie gleichzeitig von der Community lernen und Einblicke in verschiedene Anlageperspektiven erhalten. Sie können auch herausfinden, welcher Anlegertyp sie sind, welche typischen Stärken und Schwächen ein bestimmtes Anlageverhalten mit sich bringt und wie sie sich weiterentwickeln können. Ein Ökosystem, das Zugang zur Anlagewelt schafft UMushroom fördert auch den direkten Austausch mit bereits bestehenden Finanzinstituten oder hilft bei der Suche nach einem passenden Broker oder einer Bank. Dieses Konzept spiegelt den Wandel, den Plattformen wie TripAdvisor im Bereich des individuellen Reisemanagements herbeigeführt haben, indem sie den

Investierenden die Werkzeuge zur Verwaltung ihrer persönlichen Portfolios in die Hand geben. Und nicht zuletzt gilt Nomen est omen: Der Name der Finanzplattform ist inspiriert vom Pilzreich, einem wesentlichen Bestandteil des Lebens auf der Erde. UMushroom symbolisiert ein Netzwerk von Verbindungen, Wachstum und gegenseitiger Unterstützung. Pilze sind untereinander verbunden, stehen in ständigem Austausch und haben die Fähigkeit, komplexe Ökosysteme zu bilden und zu erhalten. Sie wachsen gemeinsam und gehen Symbiosen mit anderen Pflanzen und Lebewesen ein, aus denen dann wiederum neue Ökosysteme entstehen. Sie dienen deshalb als Metapher für die Vision von UMushroom: ein Finanzökosystem zu schaffen, in dem Gleichberechtigung herrscht und alle die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft übernehmen kann.

Weitere Informationen finden Sie unter umushroom.com

UMushroom – Der Ort für alle Themen rund ums Geld und noch mehr.

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UMushroom • Brandreport 3 #fokusfutureoffinance www fintool ch/books/suche-nach-reichtum
Luba Schoenig & Tonia Zimmermann

Nach mir die Sintflut?

Es gibt amüsantere Themen, als sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Aber die eigene Endlichkeit ist nur ein Grund, weshalb Menschen ihre Nachlassplanung so stiefmütterlich behandeln. Der andere ist: Es ist kompliziert.

Geschwister, die nicht mehr miteinander reden, Stiefkinder, die kein gutes Haar am überlebenden Partner der Mutter lassen, Kämpfe um Häuser, Streit um Schmuck: Wenn übers Erben gesprochen wird, können fast alle mit einer Schauergeschichte aufwarten. Viele Menschen überlassen ihren Nachlass dem Gesetzgeber und verpassen oft, ihre wichtigsten Bezugspersonen genügend abzusichern. Umso wichtiger ist es, zu Lebzeiten den Nachlass so zu planen, dass später keine Konflikte drohen und die Erbteilung wirklich nach dem persönlichen Gutdünken erfolgt.

Rechtzeitig eine Expertin, einen Experten in Erbrecht hinzuzuziehen, macht Sinn. Sie zeigen einem einfach und verständlich auf, woraufs ankommt. Gerade bei Patchworkfamilien oder einem grösseren zu erwartenden Erbe mit Liegenschaften helfen Fachpersonen, dass alles so geregelt wird, wie man es möchte.

Ist eine Stiftung die Lösung?

Bei grossem Familienvermögen besteht oftmals das Bedürfnis, das Vermögen nachhaltig zu verwalten und mehreren Generationen zur Verfügung zu stellen. Es kann auch sein, dass vermögende Eltern davon ausgehen, dass ihre Kinder mit der Verwaltung des grossen Vermögens überfordert wären und sie diese gewissermassen vor sich selbst schützen wollen. Mit der Familienstiftung kann die dosierte Weitergabe des Familienvermögens an die Nachkommen ermöglicht werden. Das Schweizer Recht sieht die Familienstiftung vor, die vom Konzept her für solche Zwecke eigentlich geeignet wäre, doch lässt das geltende Recht bzw. die Rechtsprechung sie nur sehr restriktiv zu, nämlich zur Bestreitung der Kosten der Erziehung, Ausstattung

Brandreport • Portas Capital

oder Unterstützung von Familienangehörigen. In den meisten Fällen verfolgen die Eltern aber einen weitergehenden Zweck, das heisst, dass Ausschüttungen an die Kinder auch aus anderen Gründen oder sogar voraussetzungslos möglich sein sollen. Andere Jurisdiktionen wie zum Beispiel Liechtenstein oder die Offshore-Jurisdiktionen lassen solche Familienstiftungen und Trusts zu, die es ermöglichen, massgeschneiderte Strukturen für den Zweck der Nachlassplanung zu errichten. In diesen Fällen ist es unerlässlich, dass man sich steuerlich beraten lässt, denn die Besteuerung hängt von der Ausgestaltung der Struktur ab. Die eingereichte Motion von Thierry Burkart vom 15. Dezember 2022 («Die Schweizer Familienstiftung stärken. Verbot der Unterhaltsstiftung aufheben») will den Bundesrat beauftragen, dem Parlament eine Änderung von Artikel 335 ZGB vorzulegen, wonach das Verbot von Familienunterhaltsstiftungen aufgehoben wird. Es bleibt somit zu hoffen, dass am Stiftungsstandort Schweiz in Zukunft auch Schweizer Familienstiftungen zugelassen werden und nicht ins Ausland ausgewichen werden muss. Stiftungen von Profis begleiten lassen Das Ziel bei Stiftungen ist, dass eine Stiftungserrichtung im Rahmen der Nachlassplanung so ausgestaltet wird, dass diese möglichst zu keinen Steuerfolgen führt. Andernfalls kann es sein, dass das Steueramt dann beispielsweise geltend macht, dass der Nachlass der Stiftung vererbt wurde. Diese müsste dann die vollen Erbschaftssteuern zahlen (in Zürich kann der Steuersatz bis zu 36 Prozent betragen!). Das wäre dann das erste finanzielle Desaster. Das zweite finanzielle Desaster kann dann eintreten, wenn das Steueramt darüber hinaus die künftigen Ausschüttungen der Stiftung an die Kinder bei diesen noch

der Einkommenssteuer unterstellt. Dann zahlt man je nach dem nochmals rund 40 Prozent an Steuern. Notabene wäre ein direktes Vererben an die Kinder unter Umständen völlig steuerfrei möglich gewesen. Stiftungen können also funktionieren, sie müssen aber rechtlich und steuerlich eng begleitet werden.

Drei-Stufen-Plan schützt vor unangenehmen Überraschungen Doch wie vermeidet man solche Probleme? Expertinnen und Experten raten zu drei Dingen: Erstens muss die rechtliche Organisation der Stiftung gewisse steuerliche Kriterien erfüllen. Zweitens sollte man solche Pläne immer offen und proaktiv mit dem Steueramt vorbesprechen, um ein sogenanntes Ruling (= Vorbescheid) zu erhalten. Drittens sollte man die Pläne dann auch so umsetzen, wie man sie mit dem Steueramt besprochen hat. In solchen Fällen ist das Steueramt dann rechtlich an das Ruling gebunden und es darf später nicht mehr einfach so die Meinung ändern. Schweizer Erbrecht auch für Ausländer? Immer mehr Ausländerinnen und Ausländer oder Schweizer Doppelbürger wohnen in der Schweiz. Damit gilt: Wenn eine Person Wohnsitz in der Schweiz hat, untersteht der Nachlass dem Schweizer Erbrecht und folglich sind die Pflichtteilsansprüche des Ehegatten und der Kinder zu berücksichtigen. Ausländerinnen und Ausländer können jedoch in einer Verfügung von Todes wegen eine Rechtswahl treffen und damit den Nachlass ihrem Heimatrecht unterstellen. Unter geltendem Recht ist dem Schweizer Doppelbürger verwehrt, eine Rechtswahl zugunsten des ausländischen Heimatrechts zu treffen. Das Parlament hat am 22. Dezember 2023 die Revision des Schweizer Internationalen Privatrechtes

verabschiedet. Mit Inkraftsetzung des revidierten Rechts werden auch Schweizer Doppelbürgerinnen und Doppelbürger ihren Nachlass dem ausländischen Heimatrecht unterstellen können, allerdings wird das Schweizer Pflichtteilsrecht zwingend weiterhin Geltung haben.

Text Sybille Brütsch-Prévôt

Expertinnen und Experten raten:

rechtzeitig mit dem Steueramt reden Es ist in der Schweiz üblich und verbreitet, steuerlich relevante Fragen mit den Steuerbehörden vorzubesprechen. Anders als im Ausland ist der Zugang zu den Behörden in der Schweiz sehr direkt und unkompliziert. Üblicherweise ruft man dort zuerst an und schickt dann schriftlich eine Beschreibung der beabsichtigten Transaktion. Dabei kann es um alles Mögliche gehen (etwa Verkauf eines Unternehmens oder einer Liegenschaft, Umstrukturierung, Nachlassplanung, Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung, Zu- oder Wegzug etc.). Das Ziel ist dabei immer, dass das Steueramt die rechtliche Würdigung schon im Voraus vornimmt und sich dabei auch rechtsverbindlich festlegt. Die schweizerischen Steuerbehörden sind sehr erfahren im Beurteilen komplexer rechtlicher Fragestellungen, und sie sind auch bereit, sich in verbindlicher Weise dazu zu äussern. Das führt zu einem hohen Grad an Rechtssicherheit und Berechenbarkeit des schweizerischen Steuerrechts. Wichtig ist dabei aber immer, dass man mit dem Steueramt redet, bevor man Fakten geschaffen hat.

Unabhängige Vermögensverwaltung in Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung

Beat Kunz, wie können unabhängige Vermögensverwalter die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung meistern?

Rasant werden in der Bankenwelt Ablaufprozesse, die Vermögensverwaltung sowie die Kundenberatung automatisiert und digital unterstützt. Oft entstehen daraus eine einheitliche Anlagestrategie und Auswahl der Finanzinstrumente, die nicht jedem Kundenwunsch entsprechen. Als einziger Weg aus diesem Dilemma sehen wir eine individuelle Vermögensverwaltung, basierend auf einem transparenten und klaren Anlageprozess; aber mit Spielraum und Nuancen im Interesse der Kunden als Chance, eine Antwort auf den technologischen Wandel zu geben.

Verwalten nur noch «Computermodelle» die Vermögen der Kundschaft?

Ist ein sehr regelmässiger Dialog mit dem Kunden in der «digitalen» Welt noch erforderlich?

Ja, ein sehr reger Austausch mit der Klientel ist überhaupt die Voraussetzung, gemeinsam die Ziele zu erreichen. Nämlich in schwierigen Zeiten das Vermögen zu schützen. Und in guten Zeiten

Ein weiterer Trend in der Branche weltweit ist eine automatisierte Verwaltung der anvertrauten Kundenvermögen. Dies geschieht oft anhand von ähnlichen Prognosemodellen. Unsere Philosophie ist eine Kombination verschiedener Analysemethoden und ein stetig kritisches Hinterfragen dieser Erkenntnisse. Wir kombinieren die klassische Fundamentalanalyse mit mathematisch-quantitativen Modellen, der Analyse von Kapitalflüssen, der Beurteilung der Geopolitik sowie der technischen Marktanalyse. Mit diesem Ansatz bleibt der Vermögensverwalter oder Kundenberater agil, interessiert und kritisch.

Seit fast 20 Jahren wachsen wir, steigern die Erträge und setzen mehr Ressourcen zur Einhaltung der immer zahlreich werdenden Vorschriften ein.

– Beat Kunz

präsentable, risikoadjustierte Renditen zu erwirtschaften. Das Verständnis der Kundenbedürfnisse ist und bleibt die Basis für den Erfolg.

Was ist Ihres Erachtens die grösste Herausforderung für einen unabhängigen Vermögensverwalter?

Weder die Finanzmärkte noch die Konkurrenz, auch nicht die manchmal seltsamen Entwicklungen der Politik sind für uns die grössten Herausforderungen. Es ist das regulatorische Umfeld, welches sich jedes Jahr teils wenig verständlich verschärft, ohne das eigentliche Ziel, nämlich den Anleger zu schützen, grenzenlos ausbreitet. Seit fast 20 Jahren wachsen wir, steigern die Erträge und setzen mehr Ressourcen zur Einhaltung der immer zahlreich werdenden Vorschriften ein. Diese Entwicklung bleibt auch in Zukunft. Mehr Informationen unter: portascapital.com

EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA fokus.swiss 4 Vorsorge & Nachlassplanung
Bild iStockphoto/Andrii Yalanskyi
Beat Kunz Präsident des Verwaltungsrats Portas Capital AG
«Bei der Nachlassplanung sollte man sich auch steuerliche Gedanken machen»

Wer sich mit dem eigenen Nachlass auseinandersetzt und diesen sauber planen möchte, ist nicht selten überfordert. Fachleute bringen hier Licht ins Dunkel und helfen, dass alles so aufgegleist wird, wie man es möchte. Robert Desax, Steueranwalt/Partner, und Kinga Weiss, Fachanwältin SAV Erbrecht/Partnerin, der Anwaltskanzlei Walder Wyss geben Antwort auf die brennendsten Fragen. Und erklären, was wichtig ist, damits nicht zum Streit kommt. Kinga

Frau Weiss, sind Sie als Fachperson der Meinung, dass Eltern ihre Kinder in die Nachlassplanung einbeziehen sollten?

Kinga Weiss: Es kommt stark auf die Familienkonstellation an. In einer funktionierenden Familie kann es Sinn machen, dass die Eltern ihre Kinder in die Nachlassplanung involvieren und vor allem erklären, weshalb gewisse Nachlassgegenstände einem und nicht dem anderen Kind zugewiesen werden. Einerseits ist es in der Regel einfacher, die Entscheidung der Eltern zu akzeptieren, wenn die Gründe offengelegt werden, und andererseits können die Kinder

angehört werden. Gleichzeitig gibt es auch Fälle, in denen die Eltern es vorziehen, «einseitig» vollendete Tatsachen zu schaffen. Auch das ist legitim. Wann ist dafür der richtige Zeitpunkt?

Kinga Weiss: Typischerweise, bevor die Kinder eigene Familien gründen und dann allenfalls dem Einfluss von Aussenstehenden ausgesetzt sind. Innerhalb der Kernfamilie sind Kinder oftmals (noch) bereit, den erblasserischen Willen der Eltern umzusetzen und allenfalls sogar einen bindenden Erbvertrag zu unterzeichnen. Letzteres ist insbesondere bezüglich Pflichtteile und lebzeitige Schenkungen ein geeignetes Instrument, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Herr Desax, sollten sich Familien bei der Nachlassplanung auch steuerliche Gedanken machen?

Robert Desax: Steuern sind zwar selten der eigentliche Treiber. Man sollte aber sicherstellen, dass die eigenen Pläne nicht zu Steuerproblemen führen. Steuern sind bei internationalen Konstellationen häufig ein zentrales Thema. Erbschafts- und Schenkungssteuern sind im Ausland einiges höher als bei uns und fallen damit viel stärker ins Gewicht. Gerade wenn ein Bezug zu den USA besteht oder nur schon, wenn Anteile an US-Gesellschaften im Nachlass sind, dann wird der steuerliche Beratungsbedarf schnell sehr gross.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Robert Desax: Ein wichtiges Thema sind Familienliegenschaften. Dabei geht es oft nicht nur um den wichtigsten Vermögenswert in der Familie, sondern die Liegenschaften stellen häufig auch einen wichtigen emotionalen

In einer Zeit, in der die digitale Transformation auch den Finanzsektor tiefgreifend verändert, stellt sich zunehmend die Frage, inwiefern digitale Geldanlagen den spezifischen Anforderungen und Bedürfnissen von Menschen ab 50 Jahren gerecht werden. Sind diese Angebote ohne vertiefte Finanzkenntnisse zugänglich, und welche Vorteile können sie der Generation 50+ bieten? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, führte «Fokus» ein Gespräch mit Alain Beyeler, dem CEO der Finpact AG. Alain Beyeler, was macht aus Ihrer Sicht eine gute Geldanlage aus und welche Aspekte halten Sie dabei für entscheidend?

Eine effektive Geldanlage basiert auf den persönlichen Zielen und Werten des Anlegers. Sie zeichnet sich durch das feine Zusammenspiel der individuellen Ausgangslage mit einer optimalen Risikobalance des Portfolios aus, um die finanziellen Ziele ohne unnötigen Stress zu erreichen. Die Minimierung der Gebühren ist dabei essenziell, denn niedrigere Kosten erhöhen langfristig die Rendite. Zudem muss das Portfolio transparent und verständlich sein. Ideale Geldanlagen sind einfach zugänglich, anpassungsfähig an Lebensveränderungen und bei Bedarf kurzfristig verfügbar. Nicht zuletzt ist der Zugang zu einem kompetenten Berater für komplexe Fragestellungen unverzichtbar. Warum ist eine personalisierte Geldanlage für alle Investierenden wichtig?

Finanzmärkte sind dynamisch, und Anleger erleben die Auswirkungen von Marktfluktuationen direkt im Wert ihres Vermögens, der auch sinken kann. Diese Schwankungen können zu starken Emotionen

führen. Eine auf die persönlichen Bedürfnisse und Werte zugeschnittene Geldanlage mindert das Risiko unerwarteter Schwankungen. Klare, verständliche Informationen sind entscheidend, um die Anlage und die verbundenen Risiken nachvollziehen zu können und um Vertrauen aufzubauen. Eine optimal angepasste Geldanlage berücksichtigt die individuellen Präferenzen und konzentriert sich auf die Aspekte, die für den Anleger wirklich von Bedeutung sind.

Eine effektive Geldanlage basiert auf den persönlichen Zielen und Werten des Anlegers.
– Alain Beyeler

Als jemand, der über 50 Jahre alt ist und keine Finanzkenntnisse besitzt, wie kann ich online meine Geldanlagen personalisieren?

Bei ihrer Pensionierung suchten unsere Eltern, typische Angehörige des Schweizer Mittelstands, vergeblich nach einer passenden Anlagelösung für Erbschaften, Vorsorgegelder und Kapitalien aus der Säule 3a. Die Angebote ihrer Hausbank, die wenig Personalisierung und hohe Kosten boten, überzeugten sie nicht, und der exklusive Service des Private Bankings war für sie unerreichbar. Ihre frustrierende Suche und unsere Gespräche führten zur Gründung von Finpact. Unser Ziel ist es, eine intuitive, massgeschneiderte Anlagelösung für den Schweizer Mittelstand zu schaffen. Mit Finpact, einem Spin-off der Universität St. Gallen, bieten wir den einfach zu verstehenden Anlagevorschlag, der online in wenigen Minuten

Faktor dar. Eltern können Liegenschaften beispielsweise als Erbvorbezug schon zu Lebzeiten übertragen, damit die Kinder diese gemeinsam als Erbvorbezugsgemeinschaft halten. Irgendwann werden die Kinder die erhaltenen Werte aber meist untereinander aufteilen wollen. In diesem Fall sollten vor allem allfällige Schenkungssteuern und die Grundstückgewinnsteuern bedacht werden.

Was gilt es bei Liegenschaften sonst noch zu beachten?

Kinga Weiss: Ein klassisches Planungsinstrument bei der lebzeitigen Übertragung von Liegenschaften ist die Nutzniessung. Dies bedeutet, dass der Nutzniessungsberechtigte die Liegenschaft benutzen darf und dem Eigentümer verbleibt das sogenannte nackte Eigentum. Wenn man später die Verhältnisse neu organisieren möchte, müssen aber beide Parteien mitwirken. Dies zum Beispiel, wenn die Nutzniessung vorzeitig abgelöst werden soll.

Robert Desax: Solche «Planänderungen» können zu unangenehmen Steuerfolgen führen. Dies sieht man heute zum Teil im Zusammenhang mit der Schenkungswelle, die Ende 2011 stattfand, als viele die Einführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer auf Bundesebene befürchteten. Die Steuer kam zwar nicht, aber die Übertragungen fanden statt. Heute müssen viele mit der damals geschaffenen Situation irgendwie umgehen.

Die Erbschaftssteuerinitiative der Juso liegt auf dem Tisch. Können Sie dazu etwas sagen?

Robert Desax: Die von der Juso lancierte Volksinitiative will eine 50-Prozent-Erbschaftssteuer auf

Vermögen über 50 Millionen erheben. Die Initiative wurde am 8. Februar 2024 bei der Bundeskanzlei eingereicht. Bis zur Volksabstimmung kann es gut nochmal zwei bis drei Jahre dauern. Die Initiative sieht eine Rückwirkung auf das Abstimmungsdatum vor, das heisst, Nachlässe oder Schenkungen über 50 Millionen Franken, die danach ausgerichtet werden, sollen rückwirkend besteuert werden.

Zu guter Letzt: Denkt man ans Erben, denkt man automatisch an Familienzwist und Streitereien, und man hat den Eindruck, es gehe kaum ohne. Stimmt das, oder was bestätigt Ihre Erfahrung in der Praxis?

Kinga Weiss: Nein, ich sehe auch sehr viele intakte Familien, die diese Themen mit einem grossen Sinn für Fairness und Ausgleich angehen. Aber dafür muss eine gewisse Grosszügigkeit und Vertrauensbasis da sein. Oftmals sind es Missgunst und zerrüttete Familienverhältnisse, die zu Streitigkeiten führen. In diesen Fällen sollte der Erblasser testieren.

Robert Desax: Mit klaren rechtlichen Lösungen erhöhen sich die Chancen für einen nachhaltigen Frieden innerhalb der Familie, weil die Spielregeln dann von Beginn weg allen klar sind.

Interview Sybille Brütsch-Prévôt www.walderwyss.com

Finpact AG • Brandreport

personalisiert werden kann. Die hochwertigen Portfolios zu optimalen Kosten werden vollumfänglich durch Finpact verwaltet und orientieren sich an den Standards von professionellen Investoren.

Könnte der personalisierte Anlagevorschlag nicht zu kompliziert sein und eher auf erfahrene Investoren abzielen? Traditionelle Anlagevorschläge können oft technisch und kompliziert erscheinen. Bei Finpact nutzen wir eine einfache Metapher: eine Wanderung durch die Schweizer Berge, um die Geldanlage greifbar zu machen. Unser Konzept gliedert sich in vier Phasen: Zielsetzung, Planung, Strategieentwicklung und Umsetzung – analog zu Zielbestimmung, Routenplanung, Ausrüstungswahl und Wanderung. Diesen Prozess nutzen wir, um Themen wie Aktien, Risiken, Portfoliostruktur und Kosten klar und verständlich aufzubereiten, sodass sie leicht nachvollziehbar sind. Für Interessierte, die tiefer

einsteigen möchten, bieten wir zudem historische Simulationen, detaillierte Statistiken und Portfolioanalysen, inklusive Monte-Carlo-Simulationen.

Wo kann ich meine persönlich zugeschnittene Geldanlage erstellen? Die Möglichkeit, die Geldanlage unverbindlich und bequem online auf www.finpact.ch zu personalisieren, steht rund um die Uhr zur Verfügung und dauert nur etwa fünf Minuten. Bei Fragen oder für die Besprechung eines Anlagevorschlags ist jederzeit ein Berater für Sie da – Sie sind in der digitalen Finanzwelt nicht auf sich allein gestellt.

Weitere Informationen unter finpact.ch

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Schweizer Bergen Alain Beyeler CEO, Finpact AG
ab 50: Wenn die Geldanlage
ist wie eine Wanderung in den
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Walder Wyss AG
Weiss Fachanwältin
Erbrecht & Partnerin Robert Desax Steueranwalt & Partner
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Wirtschaftliche Abhängigkeit der Frauen verringern

Das erklärte Ziel der Finanzplattform ellexx ist es, Frauen finanziell zu stärken. 56 Prozent der Frauen in der Deutschschweiz können sich finanziell nicht selbst über Wasser halten. ellexx hilft Frauen deshalb, ihre Geldlücken sinnvoll zu schliessen. Als grösste weibliche Finanz-Community der Schweiz konnte ellexx mittlerweile mehr als 50 000 Frauen finanziell aufrütteln, informieren und weiterbilden. ellexx fokussiert auf das «S» für Social innerhalb der ESG-Massnahmen, das für mehr Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion innerhalb unternehmerischen Strukturen steht. Das Unternehmen ist überzeugt, dass damit der soziale Wandel der Gesellschaft vorangetrieben wird. Sei es durch chancengerechte Finanzprodukte, Versicherungslösungen, Coachings oder eine unabhängige Vermögensberatung von Frauen für Frauen – ellexx stärkt aktiv das S von ESG.

Neben den frauenfreundlichen Produkten bietet ellexx auch eine Membership an. Members unterstützen damit die unabhängige Redaktion und Recherchen und erhalten Zugang zum gesamten ellexx-Universum mit monatlichen Coachings, Checklisten und Finanztools.

Mit dem Code: «ELLEXX20» erhält man bis zum 30. April 20 Prozent auf die Jahres Membership. www.ellexx.com

Gender Pension Gap: So geht finanzielle Unabhängigkeit

Frauen müssen im Alter im Schnitt mit 1666 Franken weniger pro Monat auskommen als Männer. Dieser Betrag entspricht etwa vier Krankenkassenprämien. Doch wieso ziehen Frauen auch im Ruhestand finanziell den Kürzeren? Und was können sie dagegen tun?

Fast jede dritte Person in Rente war im Jahr 2022 laut Pro Senectute arm oder konnte sich nur knapp alles Notwendige leisten, wie Wohnkosten, Lebensmittel und Krankenkasse. Und fast jede zweite Person davon war weiblich: Im Jahr erhalten Frauen durchschnittlich rund 20 000 Franken weniger Rente als Männer – und müssen deshalb häufig Ergänzungsleistungen in Anspruch nehmen. Doch wie kommt es dazu, dass Frauen im Alter mit mehr Existenzängsten kämpfen müssen als Männer? Die Gründe sind vielfältig:

Lücken in der ersten Säule

Häufig fehlt es Frauen an Geld in der ersten Säule (AHV/IV). Zu diesem Manko kommt es, wenn Beitragsjahre fehlen, also eine Person zum Beispiel für ein Jahr nicht erwerbstätig war. Erwerbslosigkeit kann wegen eines Studiums oder längerer Reisen eintreffen, doch auch viele kurze Arbeitseinsätze bei verschiedenen Arbeitgeber:innen können zu Lücken in der ersten Säule führen. Wenn es zu einer Scheidung bei Nichterwerbstätigen kommt und anschliessend vergessen geht, den Mindestbeitrag an die AHV zu zahlen, fehlt dort ebenfalls Geld.

Das Problem: Wenn Beitragslücken in der ersten Säule entstehen, wird die Altersrente gekürzt. Dann spricht man von einer Teilrente anstatt Vollrente. Wenn eine Person zum Beispiel ein Jahr lang nichts in die AHV einbezahlt hat, fällt die Rente um rund 2,3 Prozent tiefer aus.

Doch nicht nur die Frequenz der Beiträge, sondern auch ihre Höhe beeinflussen die erste Säule: So bedeuten Teilzeitarbeit und Mindereinkommen ebenfalls ein Risiko für eine ausreichende Rente.

Lücken in der zweiten Säule: Auch in der beruflichen Vorsorge haben Frauen generell einen schwierigen Stand. Sie können tendenziell weniger Beiträge in die zweite Säule einzahlen, oder sie sind sogar gar nicht versichert. Hierfür lässt sich ebenso eine Vielzahl an Gründen ausmachen:

Frauen leisten häufig Arbeit, die nicht bezahlt wird wie Haushalts- und Betreuungsarbeit. Laut Statista arbeiten 57,9 Prozent der Frauen Teilzeit, bei Männern sind es im Vergleich nur 18,7 Prozent. Teilzeitarbeit bedeutet weniger Einkommen, geringere Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. Zusätzlich dazu kommt es bei Frauen aufgrund von Mutterschaft zu längeren Auszeiten. Häufig ist der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt danach schwierig.

Ein weiteres Problem: Noch immer erhalten Frauen für die gleiche Arbeit nicht denselben Lohn wie Männer.

Im Jahr 2020 verdienten Frauen in der Schweiz im Schnitt 10,8 Prozent weniger als Männer (Vergleichsgrösse: monatlicher Bruttolohn). Dazu kommt, dass Frauen oft in schlechter bezahlten Branchen wie in der Pflege, Erziehung und Bildung arbeiten.

Diese Verteilung ist auf gesellschaftliche Stereotypen und Rollenbilder zurückzuführen, nicht etwa auf genetische oder körperliche Unterschiede zwischen Mann und Frau. Mädchen machen sich schon früh Gedanken über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und wählen im Berufswahlprozess dann eher einen «frauentypischen» Beruf.

Auch strukturelle Gegebenheiten führen zu Lücken in der zweiten Säule. Für die Pensionskasse braucht eine erwerbstätige Person ein Mindesteinkommen von 21 510 Franken pro Jahr (knapp 1800 Franken monatlich). Das heisst, Teilzeitarbeitende mit einem niedrigen Einkommen – häufig weiblich –sind nicht durch die zweite Säule abgesichert.

So können Lücken geschlossen werden

Im Idealfall werden in einer (Ehe-) oder Partner:innenschaft die Erwerbs-, Haushalts- und Betreuungsarbeit so aufgeteilt, dass Frauen mehr arbeiten können. Wenn das nicht möglich ist, muss eine Frau unbedingt in der dritten Säule vorsorgen – damit kann auch ein:e erwerbstätige:r Partner:in helfen.

So unromantisch es sein mag, (Ehe)Partner:innen müssen unbedingt über ihre Vorsorge sprechen und Abmachungen vertraglich festhalten. Patrizia Laeri von ellexx empfiehlt allen Paaren «Money Dates». «Die stärksten Beziehungen sind jene, in denen man über Geld sprechen kann», bekräftigt die Unternehmerin.

Beim Investieren zählt laut Laeri jeder Tag – bereits früh anfangen, empfiehlt sie. «Am besten würden alle schon mit dem ersten AHV-pflichtigen Lohn via dritte Säule investieren. Die beste Freundin der Anlegerin ist die Zeit.» Vor dem Investieren müssten allerdings gewisse To-dos abgehakt sein:

– einen Notgroschen von ungefähr drei Monatsgehältern auf der Seite haben

– Kreditkartenschulden abzahlen

– finanzielle Ziele kennen und den Betrag, der monatlich investiert werden kann (Investitionsquote)

Tipps: Wer sich unsicher fühlt, wie es um die finanzielle Vorsorge steht, kann kostenlos einen Auszug vom individuellen Konto (IK) bestellen. Dieses liegt bei den Ausgleichskassen und dient als Grundlage für die Berechnung der Rente.

Auf ellexx gibt es eine umfassende Wissenssammlung, Coachings und Tools rund um Geld und Gaps. «Viele tun sich schwer, sich exponentielles Wachstum vorzustellen und fühlen sich beim Thema Finanzen unsicher, Stichwort Gender Confidence», erklärt Laeri. «Deshalb nehmen wir Frauen in unseren Money-Hacks-Kursen vor allem auch die Angst vor dem Investieren.»

Frauen, die kurz vor der Pension stehen, rät Laeri, mehrere 3a-Konten zu errichten und diese gestaffelt aufzulösen. «Wir empfehlen, jeweils ab 40 000 Franken ein neues 3a-Konto zu eröffnen.» Je nach Kanton können bis zu fünf verschiedene 3a-Konten gehalten werden. «Den Aktienanteil sollte man zehn Jahre vor der Pension Schritt für Schritt ein wenig abbauen. Ansonsten läuft man Gefahr, alles zum dümmsten Zeitpunkt, sprich zu tiefen Kursen, auflösen zu müssen.»

Patrizia Laeri ist sich sicher: Die Schweiz braucht dringend Reformen. «Unser Rentensystem ist von Männern für Männer gemacht. In unserem Rentensystem von 1947 wurden Frauen nicht mitgedacht.» Und das muss sich ändern.

Text Linda Carstensen

So funktioniert die Pensionskasse (zweite Säule)

Alle unselbstständigen, erwerbstätigen Personen, die das Mindesteinkommen erhalten (21 510 Franken), sind versichert. Die Arbeitgeber:innen bezahlen mindestens die Hälfte der Beiträge. Diese Sparbeiträge werden von den Pensionskassen verzinst und häufen sich so zu einem Altersguthaben an. Bei der Pensionierung wird dieses Guthaben mithilfe des Umwandlungssatzes von 6,8 Prozent in die Rente umgewandelt, die Senior:innen lebenslänglich bekommen. Hat eine Rentnerin eine Million Franken angespart, erhält sie jährlich 68 000 Franken. Auch Sozialabgaben werden vom monatlichen Lohn abgezogen. Diese Versicherungsbeiträge sind eine Absicherung für Arbeitnehmer:innen und ihre Familien im Falle von Tod, Invalidität oder Krankheit.

« Sicherheit ist uns wicht
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6 Vorsorge für Frauen
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ig! » Wir sind stolz darauf, in der gewerblichen Vorsorge Mark t führerin zu sein p r o p a r i s . c h ANZEIGE

Frauen investieren erfolgreicher

Noch immer sind Frauen zurückhaltend, wenn es ums Geldanlegen und -investieren geht. Schade, denn sie sind gute Anlegerinnen. Was müssen Frauen – und natürlich auch Männer – beim Anlegen beachten? Welche Strategien und Produkte gibt es? Eine Übersicht, damit es mit dem Geldvermehren klappt.

Es ist paradox: Frauen investieren ihr Geld seltener in Anlageprodukte als Männer, aber wenn sie es tun, erzielen sie eine bessere Performance. Was hindert Frauen also daran, ihr Geld gewinnbringend anzulegen? Laut Melanie Rama von Baloise liegt es einerseits am fehlenden Mut und andererseits daran, dass Frauen noch immer weniger Geld zur Verfügung haben als Männer. Dabei spielen Gründe wie unbezahlte Care-Arbeit, mehr Teilzeitarbeit, aber auch die Lebensumstände wie beispielsweise das Alleinerziehen eine Rolle.

Auch mit kleineren Beträgen zum Ziel

Dabei gehen gerade Frauen oft von einer falschen Ausgangslage aus. «Frauen haben das Gefühl, es bräuchte zig Tausende von Franken, um anzulegen», sagt Melanie Rama. Ein grosses Investitionskapital zu Beginn sei zwar schön, aber auch mit kleineren Beträgen lasse sich eine gute Rendite erzielen. «Es kommt auf die Anlagestrategie an.»

Strategisch vorgehen

Die Anlagestrategie ist der Plan oder das Konzept, nach dem Geld investiert wird. Dabei spielen nicht nur die eigenen Ziele eine Rolle, sondern auch der Anlagezeitraum, das Alter und die eigene Risikobereitschaft eine wichtige Rolle. Als häufigstes Anlageziel wird der Vermögensaufbau genannt. Weitere Ziele sind Neuanschaffungen, die Altersvorsorge oder die langfristige Existenzsicherung. «Es ist wichtig, Anlageziele konkret zu formulieren», sagt Melanie Rama. Sie sollten zudem auch schriftlich festgehalten werden und messbar sein. Doch kann ein Anlageziel überhaupt über viele Jahre dasselbe bleiben? «Selbstverständlich verändert sich das Leben und damit unter Umständen auch das Anlageziel», erklärt die Expertin, «deshalb ist es sinnvoll, die Anlage einmal jährlich zu überprüfen.»

Rendite und Risiko sind voneinander abhängig

Es gilt: Rendite und Risiko sind eng miteinander verbunden. Je höher die angestrebte Rendite, desto grösser das Risiko. Doch so unterschiedlich Menschen sind, so verschieden ist ihr Anlageprofil. Statistiken zeigen, dass das Geschlecht dabei eine Rolle spielt. So investieren Männer ihr Geld eher in Aktien, während Frauen häufiger in Fonds investieren. Die Risikobereitschaft einer Person hängt jedoch nicht nur von ihrem Geschlecht ab. «Wir unterscheiden in Risikofähigkeit und Risikobereitschaft», erklärt Melanie Rama. «Beide Faktoren zusammen ergeben das Anlageprofil.» Die Risikofähigkeit zeigt auf, welche finanziellen Risiken eine Person tragen kann, ohne in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Wie gut können Verluste oder Wertschwankungen verkraftet werden? Dieser Parameter ist eine objektive Einschätzung. Im Gegensatz dazu ist die Risikobereitschaft rein subjektiv und bezieht sich darauf, wie viel Kursschwankungen oder Verluste die Anlegerin bereit ist, in Kauf zu nehmen. Wer also keine Verluste riskieren möchte, hat eine geringe Risikobereitschaft – unabhängig von der Risikofähigkeit. Was bedeuten die beiden Begriffe nun

für die Anlagestrategie? «Eine niedrige Risikofähigkeit und gleichzeitig eine hohe Risikobereitschaft führen zu einer vorsichtigeren Strategie. Dasselbe gilt für eine hohe Risikofähigkeit bei einer niedrigen Risikobereitschaft.»

Anlagemöglichkeiten checken

Sich in den sozialen Netzwerken schlauzumachen, was geeignete Anlagen sind, ist keine gute Idee. Clevere Scharlatane versprechen hier mit viel Überzeugungskraft schnelles Geld. Ebenfalls ist es nicht ratsam, planlos Geld zu investieren.

Wer sich über seine Ziele und sein Anlageprofil im Klaren ist, geht einen Schritt weiter: Welche Anlagemöglichkeiten gibt es? Sie werden in Anlageklassen, auch Assets genannt, eingeteilt:

– Geldmarktinstrumente: Flüssige Anlagen wie Sparkonten, Tages-, Fest- und Callgelder. Vorteile: Geringes Risiko, schnelle Verfügbarkeit. Nachteile: Geringe Rendite.

– Wertpapiere: Aktien, Obligationen, Fonds. Vorteile: Einfach zugänglich, hohe Renditen möglich. Nachteile: Höheres Risiko als Geldmarktinstrumente

– Immobilien: direkte Investition (Kauf einer Liegenschaft) oder indirekte Investition (Immobilienfonds).

Vorteile: Bei einer direkten Investition ist es ein klarer Gegenstand, bei indirekter Investition sind Kauf und Verkauf einfach und einfacher zu diversifizieren in Bezug auf Regionen und Liegenschaften. Nachteile: Direkte Investition ist nicht schnell verfügbar.

– Rohstoffe: Rohöl, fossile Energieträger, Edelmetalle, Industriemetalle, Agrarprodukte.

Vorteile: Diversifikation. Nachteile: Wertentwicklung kann stark schwanken.

– Alternative Anlagen: Private Equity (direkte Investitionen in Unternehmen, die nicht an der Börse kotiert sind), Hedgefonds, Sammelgegenstände. Vorteile: Erhöhte Diversifikation. Nachteile: Hohes Risiko, nicht für Anfängerinnen und Anfänger geeignet.

Anlegerinnen haben die Möglichkeit, sich bloss für eine oder aber für mehrere Anlageklassen zu entscheiden. Um das Risiko zu senken, empfiehlt es sich, in verschiedene Anlageklassen, Branchen und geografische Bereiche zu investieren.

Ein Tipp der Expertin: «Investieren Sie nicht alles, was Sie gerade nicht brauchen.» Eine Geldreserve ist sehr wichtig. Sie sollte in der Höhe von drei bis sechs Monatsausgaben sein. Dieses Geld sollte kurzfristig verfügbar auf einem Konto parkiert werden.

Cool bleiben

Kurzfristige Ausschläge des Börsenkurses gehören beim Anlegen dazu. Tageskurse können stark

schwanken. Mittel- und vor allem langfristig glätten sich solche Schwankungen jedoch. Deshalb gilt der Rat der Expertin: einen kühlen Kopf bewahren!

Kurzfristige Erfüllung von Träumen

Wer in nächster Zukunft von einer Weltreise oder einer Luxusuhr träumt, sollte sein Geld nicht anlegen. Dafür ist ein Sparkonto noch immer die bessere Wahl. «Selbstverständlich können Anlagegewinne für die Erfüllung von Träumen verwendet werden, anstatt sie zu reinvestieren», sagt Melanie Rama. Allerdings wird dadurch die Chance auf ein positives Ergebnis reduziert, wenn beispielsweise die Aktienkurse wieder sinken.

An die Gebühren denken

Wenn der Wert der Anlagegelder steigt, freut sich das Anlegerinnenherz. Leider landet aber nicht jeder Plus-Franken auf dem Konto. Denn bei Investitionen in Wertpapiere fallen Gebühren an. Bei Aktien fallen Transaktionskosten an, bei Fonds Verwaltungskosten sowie Depotgebühren für das Konto, auf dem die Wertpapiere deponiert sind. Ausserdem fallen weitere Kosten an, sogenannte Total Expense Ratio (TER), also Gesamtkostenquote oder Fonds-Produktionskosten. Hinzu können zudem Wechselkurszuschläge kommen, wenn man in Fonds in einer Fremdwährung investiert.

Vor dem Anlegen lohnt es sich, die Gebühren genau unter die Lupe zu nehmen und verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen. Grundsätzlich gilt: nicht zu häufig zu kaufen oder verkaufen, da dies Kosten verursacht.

Head of Economic Research im Asset-Management der Baloise

Weshalb ist es so wichtig, dass Frauen ihre Geldangelegenheiten selbst in die Hand nehmen? Insbesondere im Hinblick auf die Vorsorge ist dies von zentraler Bedeutung, da Frauen häufiger Vorsorgelücken haben als Männer und somit stärker von finanziellen Engpässen im Alter bedroht sind. Insbesondere Frauen mit Kindern weisen fast doppelt so häufig Beitragslücken auf wie Männer. Daher lohnt es sich, die Finanzen selbst in die Hand zu nehmen, um den gewohnten Lebensstandard langfristig zu sichern. Wenn Frauen investieren: Auf welche Strategien setzen sie vermehrt? Obwohl es Hürden beim Investieren gibt, sind Frauen oft erfolgreich dabei. Eine Analyse des Anlageverhaltens von mehr als fünf Millionen

Kundinnen und Kunden des Finanzdienstleisters Fidelity ergab, dass Frauen im Schnitt höhere Renditen erzielen konnten als Männer. Das liegt daran, dass sie in der Regel weniger impulsiv handeln und ihr Geld länger und breiter anlegen.

Zu welchem Vorgehen raten Sie Frauen, die investieren und anlegen möchten?

Zunächst ist es ratsam, sich einen Überblick über die Grundlagen zu verschaffen. Dabei können Finanzblogs wie unser Finance4Women-Blog helfen. Anschliessend sollten die eigenen finanziellen Ziele, der Anlagehorizont und die Risikobereitschaft definiert werden. Denn jede Anlagelösung sollte auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein und zur persönlichen Lebenssituation passen. Ein Beratungsgespräch bei der Hausbank kann dabei helfen.

Und zu welchem Startkapital?

Man braucht nicht viel Startkapital. Wichtiger ist der Zeitpunkt. Hier gilt die Devise: Je früher, desto besser. Denn je länger man investiert, desto mehr profitiert man vom Zinseszinseffekt und man minimiert das Kursrisiko über die Zeit.

Text Sybille Brütsch-Prévôt

Baloise ist mehr als eine traditionelle Versicherung, das Unternehmen bietet mit smarten Finanz- und Versicherungslösungen ein ganzheitliches Dienstleistungserlebnis – ergänzt mit innovativen Services rund um Wohnen und Mobilität. Ziel des Unternehmens: seinen Kundinnen und Kunden in Finanzfragen den Rücken freizuhalten, damit sie mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben haben. Als europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Basel und Tochtergesellschaften in Belgien, Deutschland und Luxemburg wirkt Baloise seit rund 160 Jahren mit aktuell 8000 Mitarbeitenden. Der Baloise Finance4Women-Blog ist eine erstklassige Informationsquelle zur Förderung von Finanzwissen und Empowerment von Frauen. Tauchen Sie ein in eine Welt mit wertvollen Einblicken und praktischen Tipps für Ihre finanziellen Ziele – egal in welcher Lebenssituation Sie sich befinden.

www.baloise.ch/finance4women

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Baloise Group • Brandreport 7 #fokusfutureoffinance

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Wie kann ich mein Geld nachhaltig investieren?

1 – Wahrnehmung von Aktionärsrechten

Durch die Nutzung von Stimmrechten und der Dialogführung können Veränderungen in Unternehmen vorangetrieben werden. Bei der Wahl von Fonds oder ETFs darauf achten, dass die Asset-Manager mit ihrem Stewardship ambitionierte Nachhaltigkeitsziele verfolgen.

2 – Investieren in kleine Unternehmen Wir können eine Wirkung gewährleisten, indem wir direkt in junge Unternehmen oder kleine, nachhaltige Projekte investieren, die nicht leicht an Kapital gelangen. Dies ist auch mit kleineren Beträgen möglich, zum Beispiel durch «Crowdlending» oder «Crowdinvesting».

3 – Investieren in Energielösungen für Immobilien Immobilien spielen eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Investitionen in Wärmepumpen, Solarpanels oder die Isolierung leisten einen wichtigen Beitrag. Für Mieter:innen bieten sich Beitragsmöglichkeiten beispielsweise durch Solargenossenschaften.

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Dieser Text stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.

Brandreport • Greenpeace

VVermögen geschickt anlegen

Es gibt etliche Möglichkeiten das eigene Vermögen anzulegen. Daher ist es für Investmentneulinge anfänglich gar nicht so einfach, sich in der Welt der verschiedenen Anlageoptionen zurechtzufinden. Gemeinsam mit Sybille Wyss schafft «Fokus» einen Überblick der gängigsten Anlagen und fasst zusammen, welche Vermögensgegenstände für wen am besten geeignet sind.

orab braucht es ein allgemeines Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge. Informierte Entscheidungen trifft, wer sich mit den Finanzmärkten und den wichtigsten Investitionskonzepten auseinandersetzt. Dabei sollte man sich keineswegs für eine einzelne Anlageoption entscheiden. Besser ist, möglichst ausgeglichen in verschiedene Assets zu investieren, um das Risiko zu minimieren.

Die Anlagestrategie beginnt bei der Selbstreflexion

Vorab ist es wichtig, sich zu überlegen, wie die eigene finanzielle Situation liegt, um persönliche Investitionsziele zu definieren. Dabei verhalten sich Sicherheit, Rendite und Liquidität im Dreieck. Potenzielle Anleger:innen arbeiten aus, wie hoch ihre Risikobereitschaft ist, wie lange sie auf ihr Geld verzichten können und was ihre finanziellen Ziele sind. Eine lukrative Anlagestrategie richtet sich auf Langfristigkeit aus. Dennoch muss eine Anpassung regelmässig überprüft werden, da sich die persönliche Situation und der Finanzmarkt laufend verändern. Die Redewendung «Trage nicht alle Eier im gleichen Korb» beschreibt metaphorisch die Diversifikation. Im übertragenen Sinn ist es ratsam, in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Gold und Immobilien zu investieren. Ausserdem streuen Anleger:innen das Risiko vorzugsweise über verschiedene Wirtschaftssektoren und Regionen, um sich noch wirksamer abzusichern.

Aktien

Bevor Privatpersonen ihr Vermögen in Aktien investieren, empfiehlt die Vermögensverwalterin Sybille Wyss, sich Wissen über das Zusammenspiel von Risiko und Rendite im Zeitverlauf anzueignen. Aktien eignen sich grundsätzlich für langfristige Investitionen. Dem ist so, da sich Aktienmärkte von Rückschlägen erholen und sich dadurch das Risiko eines Kapitalverlusts mit zunehmender Zeit reduziert. Der Aktienmarkt, geprägt von kurzfristigen Schwankungen, ist demnach aus langfristiger Perspektive zu betrachten. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Unternehmen in Schwierigkeiten geraten können und im schlimmsten Fall sogar Konkurs gehen. Um einen Kapitalverlust infolgedessen zu minimieren, investieren Anleger:innen in verschiedene Unternehmen. Im

Vergleich zu Anleihen sind mit Aktien auf Dauer jedoch höhere Vermögenszuwächse möglich.

Private Equity

Das Gegenstück der klassischen Aktie nennt sich Private Equity. Dabei handelt es sich um Anteile an Unternehmen, die (noch) nicht an einer Börse kotiert sind. Die Investitionen erfolgen meist durch professionelle Beteiligungsgesellschaften, die sich als Kapitalgebende auf Private Equity spezialisiert haben.

Anleihen

Privatpersonen, die in Anleihen investieren, leihen ihr Geld den Herausgebenden des Wertpapiers (Emittent) und erhalten als Gegenleistung Zinsen. Im Vergleich zu Aktien sind Anleihen die sicherere Investitionsvariante und Anlegende profitieren von regelmässigen Einkünften. Wie hoch diese Einkünfte sind, lässt sich aus der Kennzahl Rendite auf Verfall ableiten. Sie beschreibt den Gesamtertrag einer Anleihe, die bis zum Verfall gehalten wird und setzt sich zusammen aus Zinsniveau, Kreditwürdigkeit des Emittenten und der Laufzeit. Doch auch Anleihen bergen einige Unsicherheiten, über die sich Anlegende bewusst sein sollten. Risiken entstehen, wenn das Zinsniveau ansteigt und die Anleihen dadurch an Wert verlieren. Zudem könnten Unternehmen zahlungsunfähig werden, was zu einem dauerhaften Kapitalverlust führen könnte. Auch hier gilt, je höher die Rendite (auf Verfall), desto mehr Risiko gehen Anlegende ein.

Zinseszinseffekt und erzielen eine höhere Rendite. Grundsätzlich bergen ETFs geringere Risiken aufgrund der Diversifikation, doch weil hoch bewertete Unternehmen und solche mit hohen Schulden in den ETFs tendenziell übervertreten sind, kann sich das wiederum negativ auf die Rendite auswirken.

Derivate

Termingeschäfte, auch Derivate genannt, weisen ein hohes Risiko auf und sind in der Handhabung eher komplex. Mit Termingeschäften spekulieren Anlegende auf eine spezifische Markterwartung. Es ist als Wette zu verstehen, bei der es darum geht, ob der Kurs künftig steigen oder sinken wird. Das bietet sich beispielsweise an, um Aktien vor einem möglichen Kursverfall zu schützen. Die Märkte sind jedoch oft unvorhersehbar und Kontrahenten kommen ihren Verpflichtungen nicht immer nach. Daher ist Privatpersonen, die nicht über das notwendige Wissen verfügen, das selbstständige Abschliessen von Termingeschäften abzuraten. Auch mit einer professionellen Anlageberatung ist es notwendig, die wichtigsten Funktionsweisen der Derivate und die damit einhergehenden Risiken zu verstehen. Richtig angelegt ist halb gewonnen Investitionen sind ein bewährter Weg, um langfristige finanzielle Ziele zu erreichen, Vermögen aufzubauen und finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Durch geschicktes

Potenzielle Anleger:innen arbeiten aus, wie hoch ihre Risikobereitschaft ist, wie lange sie auf ihr Geld verzichten können und was ihre finanziellen Ziele sind.

ETFs

ETF steht für «Exchange-Traded Fund» und beschreibt börsengehandelte Fonds, welche sich an einer Vielzahl an Aktien oder Anleihen orientieren. ETFs sind daher besonders interessant für Investor:innen, die wenig Geld diversifiziert investieren möchten. Dabei lassen sich ETFs in «ausschüttend» und «thesaurierend» unterteilen. Wer ein regelmässiges Einkommen generieren möchte, legt das Geld in ausschüttende ETFs an. Als langfristige Investition hingegen, eignen sich thesaurierende ETFs besser, da diese die Erträge automatisch reinvestieren. Anlegende profitieren dadurch vom

Anlegen können Anlegende von potenziellen Renditen und Zinsen profitieren, während sie sich gleichzeitig gegen Inflation und finanzielle Risiken absichern. Es gibt eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten, jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Daher ist es ratsam, sich gründlich zu informieren und die Beratung von Fachleuten in Anspruch zu nehmen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Fachexpert:innen können individuelle Bedürfnisse und Ziele berücksichtigen, eine umfassende Analyse durchführen und massgeschneiderte Anlagestrategien entwickeln, die den persönlichen Umständen gerecht werden.

Text Nina Schneider

Asset-Manager müssen Natur und Klima schützen

Asset-Manager konnten sich lange Zeit ausschliesslich auf die Rendite des von ihnen verwalteten Vermögens konzentrieren. Die Klima- und die Biodiversitätskrise bedrohen nun aber die natürlichen Grundlagen, auf denen unsere Wirtschaft und unser Leben beruhen. Der Finanzsektor muss sich reformieren und den langfristigen Wert unserer Vermögenswerte sicherstellen.

Wissenschaftler:innen schlagen in der Klima- und Biodiversitätskrise Alarm. Eine grundlegende und schnelle Veränderung in unserem Umgang mit natürlichen Ressourcen ist der einzige Weg, um diese Zwillingskrise zu bewältigen. Doch Finanzinstitute scheitern daran, ihre Arbeitsweise entsprechend zu verändern.

Eine von der Realität abgekoppelte Branche Asset-Manager treffen immer noch Entscheidungen, die komplett von der Realität abgekoppelt sind. So unterstützt die UBS die ungenügende Klimastrategie des Ölkonzerns TotalEnergies, die Finanzierung von Teersand-Projekten durch die Royal Bank of Canada sowie die Wiederwahl der Führungskräfte von ExxonMobil. Blackrock wiederum weigerte sich zuletzt, eine Aktionärsinitiative von Amazon zu unterstützen, die den Plastikverbrauch des Onlinehandelsriesen besser kontrollieren wollte.

Über die Ausübung von Aktionärsrechten besitzen Asset-Manager einen bedeutenden Hebel, um Einfluss auf Unternehmen der Realwirtschaft zu nehmen. Die Art und Weise, wie AssetManager die Aktionärsrechte ausüben und bei

Asset-Manager verwalten Tausende von Aktien und damit mehrere Tausend Stimmen bei den Generalversammlungen schädlicher Unternehmen. Sie tragen daher eine entscheidende Verantwortung bei der Entstehung einer nachhaltigen Wirtschaft.

Generalversammlungen investierter Unternehmen abstimmen, spielt daher eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Klima- und der Biodiversitätskrise.

Asset-Manager verwalten Tausende von Aktien und damit mehrere Tausend Stimmen bei den Generalversammlungen schädlicher Unternehmen. Sie

tragen daher eine entscheidende Verantwortung bei der Entstehung einer nachhaltigen Wirtschaft.

Asset-Manager können Unternehmen auf Klimakurs bringen

Asset-Manager können Führungskräfte, die keine nachhaltigen Strategien verfolgen, zur Rechenschaft ziehen

und sie können Aktionärsanträge unterstützen, die Ziele festlegen, die mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Schutz von Klima und Biodiversität übereinstimmen. Am wirksamsten ist, von Unternehmen zu fordern, dass sie einen verbindlichen CO2-Absenkpfad verfolgen, um das Netto-Null-Ziel in einer Zeitspanne zu erreichen, die mit dem Ziel der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C übereinstimmt. Die meisten Asset-Manager versprechen, investierte Unternehmen durch Active Ownership zu mehr nachhaltigem Handeln zu bewegen. Dieses Engagement spiegelt sich jedoch kaum in den Abstimmungen bei den Generalversammlungen wider. Asset-Manager müssen investierte Unternehmen dazu verpflichten, Strategien zu verfolgen, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens und der Internationalen Konvention zur biologischen Vielfalt übereinstimmen. Sodann muss ihr Abstimmungsverhalten konsistent mit den eigenen öffentlichen Bekenntnissen zu Nachhaltigkeitszielen sein und den langfristigen Wert von verwalteten Vermögenswerten schützen.

Text Niki Vischer, Expertin für eine nachhaltige Finanzwirtschaft bei Greenpeace Schweiz

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Niki Vischer Expertin für eine nachhaltige Finanzwirtschaft bei Greenpeace Schweiz Sybille Wyss CEO Tareno AG

Eine nachhaltige Zukunft der Mode

Die Mode ist ein bedeutender Faktor in der Gesellschaft und in der Weltwirtschaft. Allerdings steht die Branche vor mehreren sozialen und ökologischen Herausforderungen. Fokussierte Investments und gezieltes Engagement sind nötig, um die Nachhaltigkeit in der Modebranche zu fördern und gleichzeitig ihr Wachstumspotenzial zu nutzen.

Mode ist für Milliarden von Menschen eine Quelle der Freude und ein Mittel zur Selbstdarstellung und Ausdruck kultureller Identität. Doch bei allen positiven Effekten hat die Modebranche auch mit negativen Folgen zu kämpfen. Die Beschaffung, Herstellung und Verarbeitung von Materialien ist ressourcenintensiv und umweltbelastend. Die Modebranche verursacht bis zu 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen.1 Ausserdem entsteht bei der Herstellung viel Abfall. Von den 100 Milliarden Kleidungsstücken, die jedes Jahr produziert werden, bleiben 20 Prozent unverkauft2 und weniger als 1 Prozent werden für neue Kleidungsstücke recycelt.3

Unkonventioneller Ansatz

Die Modebranche ist ein Wirtschaftszweig mit mittlerweile 2,5 Billionen US-Dollar Volumen.4 Das globale Bevölkerungswachstum und steigende verfügbare Einkommen lassen eine starke Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten erwarten und erhöhen die ohnehin dringende Notwendigkeit, dass die gesamte Wertschöpfungskette dieser Branche nachhaltiger wird. Die neue Fashion-Engagement-Equity-Strategie von Robeco setzt genau hier an und investiert in die Zukunft der Mode. Anstatt der Konvention zu folgen, wonach das Engagement erst nach der Investition stattfindet, wird der Dialog mit den Unternehmen in der Fashion Engagement-Strategie von Anfang an integriert. Die intensivere Zusammenarbeit bei der Aktienauswahl und der Portfoliokonstruktion ist nur ein Merkmal des neuen Ansatzes;

das 100-prozentige Engagement im Portfolio ist ein weiteres. Während das traditionelle Engagement nur einen Bruchteil der Aktien in einem Portfolio abdeckt, strebt Robeco mit der Strategie an, sich mit jedem einzelnen Unternehmen auseinanderzusetzen. Gezielte und häufige Interaktionen mit der Unternehmensleitung und Nachhaltigkeitsexpert:innen sollen zu einem schnelleren Handeln bei den wichtigsten Nachhaltigkeitsherausforderungen führen, als dies bei einer allgemeineren aktiven Beteiligung möglich ist. Basis des Erfolgs Engagement ist ein entscheidender Teil des Mandats, aber wie bei Renditezielen gibt es letztlich für erfolgreiche Ergebnisse keine Garantie. Diese Realität hat die Gestaltung des Engagement-Prozesses geprägt, der sich durch solide Forschung, konsequente Anwendung und Anpassung auszeichnet. Es wurde ein Programm erstellt, welches ehrgeizige Ziele setzt; Ziele, die jedoch für die Unternehmen nicht unmöglich zu erreichen sind. Jeder Engagement-Fall basiert auf sektorspezifischer Nachhaltigkeitsforschung, detaillierten Unternehmensprofilen, einer umfangreichen Engagement-Historie sowie Robecos SDG-, Biodiversitäts- und Klima-Leistungskennzahlen. Dies hat dazu beigetragen, den Fokus des Engagements auf fünf zentrale Nachhaltigkeitsherausforderungen zu lenken: menschenwürdige Arbeit, verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen, Kreislaufmodelle, Stakeholder-Management

sowie Governance und Politik. Sie alle sind für eine nachhaltige Modezukunft entscheidend.

In der Praxis kann das bedeuten, dass der Einsatz von Süsswasser und Pestiziden für den Anbau von z. B. Baumwolle reduziert wird, die Hersteller zu fairen Löhnen und Arbeitnehmerrechten bewegt werden, Marken zu verbesserter Transparenz bezüglich Ausgangsmaterialien aufgefordert werden oder Einzelhändler zur Einführung zirkulärer Geschäftsmodelle angehalten werden, um den Abfall zu reduzieren. Obwohl die Elemente des Prozesses die gleichen sind, bedeutet dies nicht, dass die Unternehmen gleichbehandelt werden. Dies ist wichtig, weil die Unternehmen je nach geografischer Lage mit einer Vielzahl spezifischer Beschränkungen konfrontiert sind, inklusive des Zugangs zu finanziellen Ressourcen, Know-how und Technologie. Langfristige Umsetzung Engagements dauern in der Regel fünf Jahre und gelten dann als erfolgreich, wenn Unternehmen drei von fünf Nachhaltigkeitszielen erreichen. Nach einem erfolgreichen Abschluss werden aus diesen Unternehmen Kandidaten für den Übergang in eine strengere Engagementkategorie mit höheren Nachhaltigkeitszielen. Des Weiteren werden Zwischenziele festgelegt, um den Fortschritt auf Kurs zu halten und die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Ergebnisse zu erhöhen. Auch ein Desinvestitionsszenario wird in die

Strategie eingebaut. Diese Option wird aber nur dann als letztes Mittel eingesetzt, wenn Unternehmen sich dem Dialog entziehen und entsprechende Fortschritte unwahrscheinlich werden.

Zukunft der Mode

Die Bedeutung und der Einfluss von Mode werden voraussichtlich in demselben Mass zunehmen, wie die verfügbaren Einkommen und der Lebensstandard steigen. Doch moderne Mode erfordert ein Umdenken hin zu nachhaltigen Praktiken und zirkulären Prozessen, die fair gegenüber Arbeitnehmer:innen und Umwelt sind. Für die Robeco Fashion-Engagement-Strategie ist Nachhaltigkeit ein Trend, der nie aus der Mode kommt.

1 UN 2 Ellen MacArthur Foundation

3 Ibid. 4 Euromonitor, Verkaufserlöse insgesamt (in US-Dollar), 2022

iAccess Partners • Brandreport

Privatmärkte – Neue Wege für Privatinvestor:innen

Privatmärkte bieten diversifizierte Anlagemöglichkeiten, welche historisch hohe Renditen erwirtschaftet haben. Für einen Grossteil der Privatanleger:innen blieben traditionelle

Privatmarkt-Fonds jedoch unerschlossen. iAccess Partners erschliesst diesen Markt für Finanzinstitutionen und Privatanlegende, indem es einen digitalen Zugang zu erstklassigen Privatmarkt-Fonds mit niedrigen Einstiegsschwellen und einem bankfähigen Wertpapier (CH-ISIN) ermöglicht.

Welche Chancen ermöglichen Privatmärkte?

Privatmärkte bieten Investor:innen die Möglichkeit, in Unternehmen (Private Equity), Darlehen (Private Debt), Immobilien (Private Real Estate) oder Infrastrukturprojekte (Private Infrastructure) zu investieren, die nicht öffentlich gehandelt werden.

Führende Privatmarkt-Fonds haben in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich bewiesen, dass sie deutlich höhere Renditen im Vergleich zu öffentlichen Märkten erzielen. Laut einer Langzeitanalyse der Finanzberatung Mercer sind signifikante Überrenditen von ca. 2,5 bis 5 Prozentpunkten entlang aller Anlageklassen über die letzten zehn Jahre ersichtlich. Haupttreiber hierfür sind eine äusserst rigorose Investitionsselektion, ein langfristigerer Investitionshorizont sowie ein unternehmerischer Fokus auf operative Wertschöpfung. Auch in der Schweiz finden sich immer häufiger Erfolgsgeschichten zu operativer Wertschöpfung in Privatmärkten – beispielsweise bei der strategischen Neuausrichtung der Kuoni-Gruppe sowie der Wachstumsstrategie des Uhrenherstellers Breitling.

Neben der höheren Renditeerwartung ermöglichen Privatmärkte eine stärkere Diversifikation eines typischen Finanzportfolios. Laut dem World Economic Forum ist die zusätzliche Diversifizierung ein Schlüsselargument für Investor:innen bei der Entscheidung, einen Teil des Portfolios in Privatmärkten anzulegen.

Weshalb waren Privatmärkte traditionell unzugänglich? Privatmarkt-Fonds zeichnen sich durch hohe Mindestinvestitionssummen (oftmals in höheren Millionenbeträgen) sowie komplexe Strukturierungen zur Ein- und Auszahlung des zugesprochenen Kapitals aus. Zudem benötigen Investierende hohe Fachkenntnisse und ein breites Netzwerk, um Zugang zu führenden Fonds-Managern zu bekommen. Aufgrund dessen besteht die Mehrheit der Privatmarktinvestierenden aus institutionellen Anlegern wie Pensionskassen oder Versicherungen – Privatanleger:innen blieb die Anlageklasse grösstenteils verschlossen.

Dies zeigt sich auch in einer Portfolioanalyse des Finanzdatenanbieters Preqin: Während ein institutionelles Finanzportfolio aus knapp 20 Prozent Privatmarktanlagen besteht, weisen Portfolios von Privatanlegenden lediglich 0 bis 5 Prozent Privatmarktanlagen auf.

Das Schweizer Fintech-Start-up iAccess Partners reduziert ebendiese Eintrittsbarrieren der Privatmärkte durch tiefere Mindestinvestitionssummen, einfach zugängliche Informationsunterlagen sowie direktem Draht zu selektiv ausgewählten Fonds-Managern.

Quelle: Preqin

Welche Rolle spielt iAccess Partners? iAccess Partners bietet Finanzinstitutionen (Vermögensverwaltern, Banken u. Ä.) und deren Kund:innen sowie individuellen Privatanlegenden digitalen Zugang zu führenden Privatmarkt-Fonds ab einem Mindestinvestment von CHF 25 000. Dabei wird die gesamte Bandbreite an Anlageklassen abgedeckt; von Private Equity, Private Debt, Private Real Estate, bis hin zu Private Infrastructure.

Der Investitionsprozess wird über die proprietäre digitale Plattform von iAccess Partners abgewickelt, wodurch Anlegende ihre Investitionen auf einfache und transparente Weise tätigen sowie verwalten können. Dementsprechend können Investor:innen über die Plattform jederzeit ein detailliertes Reporting zu ihren Investitionen abrufen.

Die Investition erfolgt schlussendlich über eine Schweizer ISIN. Diese ermöglicht es, die Privatmarktanlage in jedes Schweizer Wertschriftendepot aufzunehmen – analog zu öffentlichen Anlageprodukten wie handelbare Aktien oder ETFs. Während die Plattform direkt von individuellen Privatanlegenden genutzt werden kann, fokussiert sich iAccess Partners auf Partnerschaften mit unabhängigen Schweizer Vermögensverwaltern sowie Schweizer Banken.

Welche Vorteile entstehen für Vermögensverwalter und Banken?

iAccess Partners legt Wert auf langfristige Partnerschaften mit Finanzinstituten, um Kund:innen umfassender zu erreichen sowie massgeschneiderte Anlagelösungen im Bereich der Privatmärkte anzubieten. Kundenverantwortliche können über die

Plattform der iAccess Partners innerhalb weniger Minuten zusammen mit den Kund:innen aus einem Spektrum von Privatmarkt-Fonds auswählen – und somit das Anlageprodukt bestimmen, welches das kundenspezifische Portfolio ideal ergänzt. Zudem kann die Plattform von iAccess Partners den Bedürfnissen der Vermögensverwalter und Banken flexibel angepasst werden; sei dies ein direkter, standardisierter Plattformzugang oder ein vollständiges «White-Labeling» der Plattform im Design des Partners. In allen Fällen deckt iAccess Partners den gesamten Kundenprozess ab – von der Tätigung der Investition bis hin zum detaillierten Reporting der Performance. Dies ermöglicht es Finanzinstituten, langfristige Kundenbeziehungen im Privatmarktsegment aufzubauen. Was bedeutet dies langfristig für die Investor:innen?

Die Demokratisierung der Privatmärkte durch Unternehmen wie iAccess Partners markiert einen Wendepunkt für Privatanlegende und Vermögensverwalter/Banken gleichermassen. Durch die Senkung finanzieller Einstiegsbarrieren sowie die Bereitstellung einfacher Investitionsplattformen wird eine breitere Partizipation an den Renditen und Diversifikationspotenzialen von PrivatmarktFonds ermöglicht. Zugleich ermöglicht ein einfach zugängliches, digitales Reporting zusätzliche Transparenz für Investierende. Dies ebnet den Weg für eine resilientere Anlagestrategie, die das Portfolio gegen Marktschwankungen besser absichert und einen langfristigen Anlageerfolg generiert.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich gerne an info@iaccesspartners.com

EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA
• Brandreport 9 #fokusfutureoffinance
Robeco
Quelle: Mercer, World Economic Forum
Bild iStockphoto/Eoneren

Ferienwohnung als

Kapitalanlage –oder neues

Zuhause?

Eine junge Frau sitzt Kaffee schlürfend auf ihrer Terrasse mit traumhaftem Blick auf die Schweizer Alpen. Sie schliesst die Augen und geniesst die Sonnenstrahlen, die ihr ins Gesicht fallen. Plötzlich wird sie aus ihrem Halbschlaf gerissen. Ihr Handy klingelt – ups! Fertig «gsünnelet», zurück an die Arbeit. Es ist die Chefin: Hat sich der Kunde schon bei dir gemeldet? «Ja, wir haben gerade telefoniert», antwortet die Frau im Homeoffice. Nach dem zweiminütigen Gespräch schlendert sie zurück in den Raum neben ihrem Schlafzimmer, den sie sich als Büro eingerichtet hat. Sie fährt ihr Pult hoch, damit sie stehend weiterarbeiten kann. Der Kaffee hat sie ganz zappelig gemacht. Eine klassische Szene, die viele Arbeitnehmer:innen kennen dürften. Seit dem Homeoffice-Trend, der durch die Coronapandemie befeuert wurde, wird die Ferienwohnung zunehmend auch als Dauerwohnsitz genutzt. Wieso nur am Wochenende in die Berge fahren, wenn man unter der Woche sowieso nicht ins Büro muss?

Weniger

Stress

Die malerische Landschaft der Schweiz erstreckt sich von idyllischen Seen bis hin zu beeindruckenden Bergpanoramen. Sie bietet einen idealen Rückzugsort vom hektischen Stadtleben. Ferienwohnungen in Regionen wie dem Wallis, Graubünden oder dem Berner Oberland, die als beliebte Feriendestinationen bekannt sind, werden mittlerweile von vielen als dauerhafter Wohnsitz genutzt. Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung von Ferienwohnungen als Hauptwohnsitz liegt in der

Zweitwohnungen in der Schweiz sind nicht nur hinsichtlich der Lebensqualität attraktiv, sondern auch aus finanzieller Sicht.

Flexibilität und der Work-Life-Balance. Wenn Bewohner:innen ihre Arbeitszeiten selbst gestalten können, wartet eine natürliche und ruhige Umgebung zum Geniessen auf sie. Dies trägt nicht nur zu einem geringeren Stresslevel bei, sondern fördert auch die Kreativität und Produktivität.

Allerdings führt die steigende Nachfrage nach Wohnraum in den Ferienwohnungen zu steigenden Immobilienpreisen und Mieten. Für die einheimische Bevölkerung wird es zusehends schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Neben dieser sozioökonomischen Folge machen sich Freund:innen

der Natur Sorgen um die ökologischen Auswirkungen, wenn immer mehr Menschen in bisher primär touristisch genutzte Gebiete ziehen.

Bund beschränkt Zweitwohnungsanteil Die Schweizer Gemeinden führten deshalb regulierende Massnahmen ein. So hat der Bund die Umwandlung von Ferienwohnungen in dauerhafte Wohnsitze beschränkt. Übersteigt der Zweitwohnungsanteil 20 Prozent, dürfen Gemeinden grundsätzlich keine neuen Zweitwohnungen mehr bewilligen, heisst es vom Bundesamt für Raumentwicklung ARE. Der Bau von touristisch bewirtschafteten Zweitwohnungen ist jedoch erlaubt.

Das Bundesgesetz über Zweitwohnungen (ZWG) verpflichtet alle Schweizer Gemeinden dazu, jährlich ein Wohnungsinventar zu erstellen. Darin müssen sie mindestens die Gesamtzahl der Wohnungen sowie die Erstwohnungen aufführen. Das ARE wertet das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) jeweils per 31. Dezember aus. Ende März veröffentlicht es dann die Wohnungsinventare der Gemeinden. Unter- oder überschreitet der Zweitwohnungsanteil einer Gemeinde die Grenze von 20 Prozent, wird ein Verfahren zur Überprüfung des Zweitwohnungsanteils eingeleitet. Ende Oktober entscheidet das ARE, ob eine Gemeinde weiterhin dem ZWG untersteht oder nicht. Das Bundesamt ist ab der Publikation der Wohnungsinventare in Kontakt mit den betroffenen Gemeinden und kantonalen Auftragsbehörden. Einige Gemeinden haben auch eine spezielle Steuer für Zweitwohnsitze eingeführt. Investition lohnt sich Zweitwohnungen in der Schweiz sind nicht nur hinsichtlich der Lebensqualität attraktiv, sondern auch aus finanzieller Sicht. Grundsätzlich bietet die Schweiz mit ihrer starken Wirtschaft, niedrigen Inflationsrate und politischen Stabilität ein sicheres Investitionsumfeld. Eigentümer:innen von Zweitwohnungen können unter bestimmten Umständen von steuerlichen Vorteilen profitieren, wie etwa der Absetzung von Hypothekarzinsen und Instandhaltungskosten von den Steuern. Die Regelungen variieren von Kanton zu Kanton, bieten aber häufig Anreize für Investitionen in Immobilien.

Zudem haben Immobilien in der Schweiz historisch gesehen ein solides Wertsteigerungspotenzial – insbesondere in gefragten Lagen wie in der Nähe von Skigebieten, Seen oder in städtischen Gebieten. Investor:innen können die Immobilie selbst nutzen, sie langfristig vermieten oder als Ferienwohnung anbieten. Durch diese vielfältigen Möglichkeiten kann optimal auf Marktveränderungen und persönliche Bedürfnisse reagiert werden. Neben den finanziellen Vorzügen bietet eine Zweitwohnung in der Schweiz auch einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Eigentümer:innen können die Schönheit der Natur sowie die Sicherheit und Sauberkeit der Schweiz geniessen – sei es in den eigenen Ferien oder als Rückzugsort vom Alltagsstress. Harmonisches Zusammenwirken angestrebt Ziel ist, dass die betroffenen Regionen einen ausgewogenen Ansatz finden, der sowohl die Bedürfnisse der Investor:innen als auch die der lokalen Gemeinschaft berücksichtigt. Dabei soll die natürliche Umgebung so gut wie möglich geschützt und erhalten werden. Ferienwohnungen sind eine attraktive Option für Menschen, die sich einen flexiblen und naturverbundenen Lebensstil wünschen sowie eine begehrte Investitionsmöglichkeit für Anleger:innen. Mit dem richtigen Mass an Umsicht und der Bereitschaft, sich auf neue Wohnkonzepte einzulassen, eröffnen sich Horizonte, die weit über die atemberaubende Aussicht von einer Terrasse auf die Schweizer Alpen hinausgehen.

Text Linda Carstensen

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Alpine Luxusvillen in Engelberg

Im Herzen der Schweizer Alpen erheben sich die Falcon Villas – ein Projekt, das mit Leidenschaft und Perfektion von Romano & Christen entwickelt wurde. Die vier exquisiten Luxusvillen werden von der Nobilis Estate AG vermarktet und sind aussergewöhnliche Liegenschaften, die von einer Baukunst zeugen, bei der Qualität an erster Stelle steht.

Engelberg ist ein idyllischer Rückzugsort mit alpinem Charme. Das Bergdorf befindet sich nur eine halbe Stunde südlich von Luzern und 1,5 Autostunden vom Flughafen Zürich entfernt. Engelberg liegt auf 1000 Metern Höhe in einem Hochtal und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Schweizer Alpenlandschaft. Der 2606 Meter hohe Hahnen gilt als Hausberg. Gegenüber erhebt sich der majestätische Titlis – das 3238 Meter hohe Bergmassiv ist meist schneebedeckt.

Auf dem Titlis entsteht derzeit eine spektakuläre neue Gipfelstation. Der Funkturm wird in ein Aussichtsrestaurant mit Bar und Ausstellungsfläche verwandelt. Die international renommierten Architekten Herzog & de Meuron haben das Konzept für die Bergstation und den Turm erarbeitet. Bis 2029 soll auf dem Titlis Weltklasse-Architektur für kommende Generationen entstehen, heisst es auf der Website.

Die günstigen Steuern machen Engelberg zu einer beliebten Alpendestination mit charmanten Dorfläden, mehreren Supermärkten und stilvollen Bars, Cafés und Restaurants. Im Sommer locken 360 km Wanderwege und Klettersteige. Auch Gleitschirmflieger:innen kommen auf ihre Kosten: Mehrstündige Höhen- und Thermikflüge sind möglich. Wenn das Wetter einen Ausflug in die Natur verhindert, gibt es vielfältige Freizeitangebote, wie ein Kino, Wellness und Fitness im «Kempinski Palace Hotel», ein Schwimmbad mit 50 m-Aussenbecken sowie den Sporting Park Engelberg mit Eis- und Tennishalle, Kletterwand, Curlinghalle sowie weiteren Fitness-Angeboten.

Im Winter bietet Engelberg 82 Pistenkilometer. Auf der Sonnenseite liegt ein ideales Skigebiet für Anfänger:innen, Familien und Gruppen. Auch Langlaufen, Schlitteln und Wandern sind möglich. Gegenüber der Sonnenseite liegt die Skiarena Titlis mit über zwei Dutzend Pisten inklusive Gletscherabfahrt. Auf dem Gipfel befinden sich das Panoramarestaurant, eine Gletschergrotte und die höchst gelegene Hängebrücke Europas.

Behaglicher Luxus: Falcon Villas Engelberg

Die Falcon Villas von Romano & Christen sind ein Meisterwerk der Architektur und des Designs. Die Wände aus Naturstein fügen sich nahtlos in die umgebende Landschaft ein. Ausgestattet mit

Die Kombination aus Lage, Schönheit der Natur, luxuriösestem Wohnraum und sehr tiefen Steuern ist hier einmalig.
– David Hauptmann, CEO Nobilis Estate AG

Sie konzentriert sich darauf, «Räume der Kraft» zu schaffen. Diese Räume beeindrucken nicht nur durch ihre architektonische Schönheit, sondern fördern auch eine tiefere Verbindung zwischen ihren Bewohner:innen und der umgebenden Natur.

edlem Eichenparkett und massgefertigten Holzeinbauten strahlen die Innenräume eine unvergleichliche Atmosphäre von Komfort und Luxus aus.

In jeder Villa befindet sich im mittleren Geschoss eine lichtdurchflutete Wohnhalle mit elegantem Cheminée – der Mittelpunkt für familiäre Zusammenkünfte oder entspannte Abende. Die angrenzende luxuriöse Küche lädt zum gemeinsamen Kochen und Geniessen ein. Von der grosszügigen Aussichtsterrasse eröffnet sich ein traumhafter Blick auf die Alpen, ein Panorama, das zu jeder Tageszeit fasziniert.

Im oberen Geschoss befindet sich die opulente Mastersuite mit Cheminée, Balkon und Ensuite-Bad. Auf der Hangseite befinden sich ein Ankleidebereich, Hauswirtschaftsräume und ein weiteres Bad. Im unteren Geschoss können drei Kinder- oder Gästesuiten eingerichtet werden. Für die Freizeitgestaltung bietet ein grosszügiger Nebenraum genügend Platz für einen Weinkeller, einen Fitnessoder Wellnessbereich oder sogar ein Heimkino.

Die Falcon Villas sind für alle, die das Aussergewöhnliche suchen. Engelberg bildet mit seiner steigenden Attraktivität, auch über die Kantonsgrenzen hinaus, den idealen Rahmen für diese exklusiven und einzigartigen Villen. Sie sind ein persönlicher Rückzugsort, sei es in den Ferien oder als ständiges Zuhause, das Natürlichkeit, Wohlbefinden und Luxus in sich vereint.

Mit Herz entwickelt: Romano & Christen Das Architekturbüro Romano & Christen hat die Villen entwickelt. Herausragende Qualität stand bei der Planung im Vordergrund. Für die perfekte Bauweise und perfekte Materialien wurden keine Kosten gescheut. Die Philosophie der kreativen Architekt:innen geht über das traditionelle Bauwesen hinaus.

Die ausgewählten Standorte für ihre Immobilien wie Engelberg zeichnen sich durch wunderschöne Natur, Lebensqualität und Erholungswert aus. Mit dem Projekt Falcon Villas möchten sie Wohnträume verwirklichen, die Aktivität und Geborgenheit verbinden.

Investition in Lebensqualität:

Nobilis Estate AG

Die Vermarktung dieser exklusiven Liegenschaften liegt in den erfahrenen Händen der Nobilis Estate AG. Ihr eingespieltes Team bietet einen persönlichen Service an. Es verfügt über langjährige Berufserfahrung auf dem Immobilienmarkt und über fundiertes Fachwissen im Verkauf, in der Vermietung, Bewirtschaftung und Beratung. Mit grossem Engagement und viel Herz vermarktet es nationale und internationale Immobilienprojekte.

Die Firma ist Mitglied bei Leading Real Estate Companies of the World und spezialisiert auf aussergewöhnliche Luxusliegenschaften, denkmalgeschützte Architektenhäuser und tolle Wohnungen an der Goldküste. Auch ausländische Nationen wie Norwegen, Grossbritannien und die Nachbarländer der Schweiz gehören zu den Zielgruppen der Nobilis Estate AG. Mit ihrer Expertise und ihrem unermüdlichen Einsatz erfüllen sie die Bedürfnisse jedes niveauvollen Kunden.

Text Linda Carstensen

Liebhaber:innen von Luxusimmobilien finden hier detaillierte Informationen:

EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA #fokusfutureoffinance Romano & Christen • Brandreport 11

Peter Wuffli

«Wenn man Glück hat und wie ich in der Schweiz geboren ist, gehört man zu den Gewinnern der Globalisierung»

Peter Wuffli ist Ökonom und durchlief während seiner beruflichen Karriere zahlreiche Stationen in der Finanzwelt. 2006 entschied er sich zusammen mit seiner Frau, die Stiftung «elea» zu gründen und mit Impact Investing die globale Armut zu bekämpfen. Im Interview erzählt er, was ihn dazu bewegt hat und um was es sich bei diesem philanthropischen Ansatz handelt.

Herr Wuffli, worum handelt es sich bei Impact Investing?

Impact Investing ist eine Form von Investieren, die mittlerweile knapp zwanzig Jahre alt ist. Neben finanzieller Rendite werden auch messbare soziale und ökologische Ziele bewusst verfolgt. Solche Impact Investitionen erfolgen zusätzlich und damit additiv zur kommerziellen Investitionstätigkeit.

Wie lassen sich diese Erfolge denn messen?

Bei ökologischen Zielen sind zum Beispiel eingesparte CO₂-Tonnen wichtige Messgrössen. In unserem Gebiet, der Bekämpfung absoluter Armut, verwenden wir eine Impact-Messmethode, die wir selber entwickelt haben, und die erfasst, wie viele Menschen direkt und indirekt durch Investments in einer gewissen Weise positiv beeinflusst werden. So messen wir zum Beispiel, wie viele Jugendliche, die in Armut leben, jährlich durch unsere Unterstützung einen Job erhalten oder wie viele Kleinbäuer:innen an Weiterbildungen teilnehmen, bessere Absatzkanäle nutzen und dadurch höhere Einkommen erzielen.

Ist Impact Investing rentabel?

Finanzielle Rentabilität ist essenziell für Impact Investments, da Impact ohne Rentabilität nicht nachhaltig ist. Aber es gibt grosse Unterschiede je nach Sektor: Bereiche wie etwa Klimainvestitionen oder Mikrokredite sind oftmals so rentabel wie traditionelle Investments. elea ist mit ihrem Fokus auf Kleinbäuer:innen, Mikro-Retail oder berufliche Fähigkeitenentwicklung in unterdurchschnittlich rentablen Bereichen mit hohen Risiken tätig. Wir streben danach, das eingesetzte Investitionskapital zurückzuerhalten, um es in neue Impact-Unternehmen zu investieren. Gleichzeitig akzeptieren wir, dass sich unser substanzieller Betreuungsaufwand, der zum Beispiel durch Einsitznahme in Verwaltungsräten und oft intensive und mehrjährige Zusammenarbeit mit den Unternehmen entsteht, insgesamt nicht rentabilisieren lässt. Das ist einer der Gründe, weshalb wir eine nicht gewinnorientierte Stiftung und keine kommerzielle Organisation sind. Wie können ethische und nachhaltige Ziele durch Geldanlagen erreicht werden und somit Positives bewirken?

Ich kann Ihnen zwei Beispiele aus dem elea-Portfolio nennen: Das argentinische Unternehmen Arbusta, das IT-Dienstleistungen anbietet, macht rund fünf Millionen Dollar Umsatz pro Jahr und ist knapp profitabel. Es identifiziert Jugendliche, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, keine Ausbildung haben und oft arbeitslos sind. Durch die Tätigkeit von Arbusta werden jährlich knapp 1000 Jugendliche ausgebildet und erhalten so eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

In Simbabwe verwertet das Unternehmen B’Ayoba Früchte des Affenbrotbaums, auch Baobabbaum genannt, die in Pulverform zur Nahrungsergänzung sehr gefragt sind und als Superfoods gelten. Einst fielen die Früchte von den Bäumen und blieben ungenutzt liegen. Dank B’Ayoba können sich arme Bäuer:innen, die jährlich ein Einkommen von nur rund 100 US-Dollar erzielen, etwas dazuverdienen. Sie sammeln die Früchte und bringen diese zur Fabrik, wo sie von B’Ayoba zu Pulver verarbeitet und an Nahrungsmittelkonzerne weltweit exportiert werden. Mit dem Zusatzverdienst von rund 50 US-Dollar jährlich können die Bäuer:innen ihre Kinder in die Schule schicken und ihnen so eine Ausbildung ermöglichen.

Welchen Einfluss werden die jüngeren Generationen auf die Entwicklung von Impact Investing haben?

Die jüngere Generation ist stark sensibilisiert auf diese Themen. Das zeigt sich bei uns gleich dreifach: Es sind meistens junge Leute, welche die Impact-Unternehmen vor Ort gründen und aufbauen, in die wir investieren. Zweitens zählen zu unserem Kreis an philanthropischen Investor:innen zum Beispiel private

Seit es uns gibt, haben wir schätzungsweise rund 30 Millionen Menschen zu besseren Lebensverhältnissen verholfen.

Wir

wollen unseren Impact bis 2030 verdreifachen und mindestens 100 Millionen Menschen erreichen.

Krieg geprägt. Armut wurde oft als Schicksal angesehen. Mittlerweile gibt es relevante Expertise und praktische Erfahrungen, wie man Armut aktiv bekämpfen kann. Das Poverty Lab am MIT in Boston, das kürzlich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat viel zum Verständnis von Armut und deren wirksamen Bekämpfung beigetragen. Und weltweite Bewegungen wie Social Entrepreneurship, Microfinance und Impact Investing haben ein bedeutendes Wachstumsmomentum entwickelt.

In welchen Bereichen ist elea tätig?

Der erste Bereich betrifft die Landwirtschaft, denn das Einkommen von bis zu siebzig Prozent der Bevölkerung in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen hängt vom Agrarsektor ab. Wir unterstützen Unternehmen, die Kleinbäuer:innen in landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten einbinden und so ihre Produktivität und ihr Einkommen steigern. Ein anderes Thema ist der Bereich Mikro-Retail und die Versorgung der letzten Meile: Da engagieren wir uns zum Beispiel bei Unternehmen, welche die Produktivität von Kleinhändler:innen in städtischen oder ländlichen Gebieten steigern und dafür sorgen, dass von Armut betroffene Menschen lebensnotwendige Produkte und Dienstleistungen zu fairen Preisen und in verlässlicher Qualität erwerben können. Eine der grössten Herausforderungen bei der Armutsbekämpfung besteht darin, jungen Menschen die Kompetenzen zu vermitteln, nach ihrer Grundausbildung ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Daher investieren wir in Unternehmen, die Jugendliche in beschäftigungsrelevanten Kompetenzen ausbilden und ihnen damit Zugang zu Jobs und Einkommen ermöglichen. Der vierte Bereich ist Klima und Lebensgrundlagen: Menschen, die in absoluter Armut leben, sind besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Daher investieren wir in Unternehmen, die sich dem Kampf gegen die Klimakrise in Verbindung mit Armutsminderung verschrieben haben. Dazu zwei Beispiele: In Afrika, Teilen von Asien und Lateinamerika wird noch häufig mit Holz oder Kohle gekocht, was sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit stark belastet. So kann man mit kleinen elektrischen Herdplatten, die unser PortfolioUnternehmen ATEC in Bangladesch und Kambodscha anbietet, bessere Kochgewohnheiten fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Ein anderes Investment ist Oorja, eine Firma, die in Indien solarbetriebene Pumpen für die Bewässerung von Feldern anbietet und damit teure und umweltschädliche dieselbetriebene Pumpen ablöst. Was bewirken Sie mit elea?

Seit es uns gibt, haben wir schätzungsweise rund 30 Millionen Menschen zu besseren Lebensverhältnissen verholfen. Wir wollen unseren Impact bis 2030 verdreifachen und mindestens 100 Millionen Menschen erreichen. Das wären fünf Prozent der weltweit zwei Milliarden Menschen, die in Armut leben. Wir möchten eine Art Leuchtturm für unternehmerische Philanthropie sein und so für andere Stiftungen, Family Offices und vermögende Privatpersonen einen alternativen Weg zur herkömmlichen karitativen Entwicklungszusammenarbeit aufzeigen. Schliesslich möchten wir Perspektiven für einen Kapitalismus zeigen, der positive soziale und ökonomische Rendite fördert. Wie sieht Ihre Vision für die Weltwirtschaft aus?

Vermögensverwaltungsgesellschaften, auch Family Offices genannt. Dort sehen wir eine neue Generation, die sich für Impact Investing mit sozialer und ökologischer Rendite interessiert und nicht auf reine Profitmaximierung setzt. Schliesslich sind wir ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von unter 35 Jahren. Unser zweijähriges elea Talent Program richtet sich an talentierte Universitätsabsolvent:innen, die eine Karriere im Impact Investing verfolgen, und ist äusserst erfolgreich. Vor einem Jahr erhielten wir fast 150 qualifizierte Bewerbungen für vier offene Stellen. Was bewegte Sie dazu, die Stiftung elea zu gründen?

Mich beschäftigen Fragen zu Armut, Ethik und

Globalisierung seit meiner Jugend. Ich studierte in St. Gallen Entwicklungsökonomie und schrieb meine Dissertation in Mexiko zum Thema Direktinvestitionen. Ich nahm die Globalisierung von jeher als eine starke positive Kraft wahr, deren Chancen jedoch ungleich verteilt sind. Wenn man Glück hat und wie ich in der Schweiz geboren ist, gehört man zu den Gewinnern der Globalisierung. Aus dieser Erfahrung leiteten meine Frau und ich eine Verantwortung ab, uns für Menschen einzusetzen, die in absoluter Armut ohne Zugang zu diesen Vorteilen leben. Als ich in den 1970er-Jahren die Uni besuchte, gab es keine empirische Forschung zum Thema Armut. Die Debatte war stark ideologisiert und vom kalten

Vision ist ein anspruchsvoller Begriff, den ich hauptsächlich für elea benütze, da wir konkret Einfluss nehmen können. Für die Welt habe ich einfach die Hoffnung, dass der aktuelle Umbruch von einer USA-geprägten Nachkriegsordnung in ein polyzentrisches System wiederum zu einer Art Ordnung führt und nicht in Chaos und Gewalt mündet. Vor allem von Europa und von der Schweiz wünsche ich mir ein beherztes Einstehen für die Werte, die unseren Erfolg begründeten: Offene Märkte, liberale Ordnungspolitik, Schutz der Menschenwürde und demokratische politische Prozesse. Eine Weiterentwicklung der Globalisierung ist auch für die Menschen im globalen Süden und für die Armutsbekämpfung essenziell.

EINE PUBLIKATION VON SMART MEDIA fokus.swiss 12 Interview • Peter Wuffli
Bild Oliver
Interview Cedric Keiser
Rust

Opportunitäten erkennen, sobald sie am Horizont erscheinen

Würde man PostFinance mit einem geschützten Hafen vergleichen, dann wäre VNTR ein Schiff voller Entdeckerinnen und Entdecker, die auf den stürmischen Weiten des FinanzMeeres Ausschau nach neuen Chancen halten. Dies bewährt sich seit mehr als zehn Jahren, insbesondere durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung und der konsequenten Integration und der Verknüpfung mit allen Innovationsaktivitäten und –teams bei PostFinance.

Herr Strazza, die Post ist eines der traditionellsten Unternehmen der Schweiz und auch mit der Tochter PostFinance verbindet man hierzulande eher Beständigkeit und Sicherheit. Was macht VNTR by PostFinance anders?

Aus meiner Sicht hat PostFinance im Vergleich zum Markt einen anderen Umgang mit Innovationen –ohne aber essenzielle Kernwerte wie die angesprochene Sicherheit ausser Acht zu lassen. Bei VNTR, was für die Kurzform von «Venture» steht, handelt es sich um die Innovations- und Venturing-Unit von PostFinance. Wir stellen sicher, dass keine relevanten Themen verpasst werden. Dabei spüren wir uns unbekannte Themen und Opportunitäten auf und validieren diese. Zudem suchen wir den Schulterschluss mit passenden Partnern und investieren in vielversprechende Startups. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass PostFinance am Puls der relevanten Entwicklungen bleibt und neue Technologien sowie neuartige Ansätze für ihre Kundinnen und Kunden nutzbar machen kann.

Wie kam es zur Gründung von VNTR und wo stehen Sie heute mit Ihrer Mission?

Wir haben letztes Jahr unser zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Damals wurde ein dedizierter Innovationsprozess für die Mitarbeitenden von PostFinance eingeführt. Dessen Prämisse war ebenso genial wie einfach: Wer eine zündende Idee hatte, die in keine der bestehenden Abteilungen oder Gefässe des Unternehmens passte, konnte diese in den Prozess einbringen. Ich selbst stiess 2015 zu VNTR und empfand das Arbeiten dort von Anfang an als enorm bereichernd. Später haben wir den Innovationsprozess auch nach aussen geöffnet, unter anderem für Start-ups oder Universitäten. 2018 erzielten wir hinsichtlich der Innovationsförderung bei PostFinance einen neuen Meilenstein, indem wir das Drei-Horizonte-Modell einführten. Dieses hat sich seither sehr bewährt.

Drei-Horizonte-Modell?

Genau. Dieses hilft uns dabei, Themen ganzheitlich zu sehen und alle möglichen Innovationsarten, die sich in der Finanzwelt oder in peripheren Branchen abzeichnen, frühzeitig zu registrieren und als PostFinance bearbeiten zu können. Um dies zu schaffen, mussten wir uns intern fragen, welche Innovationsarten wir bei PostFinance haben und wer eigentlich für welche Innovationsthemen und -aspekte zuständig ist. Einerseits haben wir das Kernbusiness mit den

entsprechenden Kompetenzen. Die dortigen Teams nehmen sich Themen an, die eine hohe Relevanz für unser Kernbusiness und damit für die heutigen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden aufweisen. Ein Beispiel hierfür lieferte die neue Generation der PostFinance Card, die unter anderem das internationale Zahlen ermöglicht. Angrenzend haben wir Themen, die den Kern verändern. Die Horizont-2-Teams kümmern sich um Themen, die noch nicht ins Kerngeschäft integriert werden können. Ein Beispiel einer Innovation, die an diese Kernthemen angrenzt, wäre etwa «Bankident» von PostFinance: Anstatt Finanztransaktionen geht es hierbei um Identifikationstransaktionen. Wenn diese Lösung integriert wird, kann ein Kunde, sofern er dies will, seine Identifikation in anderen Geschäftsprozessen nutzen. Der dritte Horizont wiederum steht für alle Themen, die uns als PostFinance noch unbekannt sind und sich erst noch manifestieren müssen. Das heisst nicht unbedingt, dass diese Themen neu für die Welt sind – aber neu für uns. Es muss sich daher noch zeigen, ob diese relevant für uns sind und ob sie für unsere Kundschaft einen Mehrwert bieten könnten.

im Unternehmen bereits mit der Technologie vertraut war und welches Know-how wir extern beiziehen mussten. Schnell wurde klar, dass PostFinance das Thema unter der Marke VNTR vorantreiben würde.

Warum liess man das Thema nicht offiziell unter PostFinance laufen? Hätte dies nicht das Vertrauen gefördert?

Mit einem damals so frühen und disruptiven Thema wie der Blockchain hätten wir die Leute verwirrt, wenn wir dies unter der gelben Flagge lanciert hätten. Zudem wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, welche konkreten Anwendungsfälle für uns und unsere Kundschaft interessant sein würden. Mit VNTR by PostFinance konnten wir jedoch über den «Innovationsweg» kommunizieren und den Leuten aufzeigen, dass dieses Thema von einem Teil des Unternehmens behandelt wird – jedoch ohne bereits Erwartungen zu wecken. Somit starteten wir mit der Blockchain-Technologie über die Validierungen von Piloten am Markt bis zum konkreten Anwendungsfall, der uns schliesslich als weitere Entscheidungsgrundlage diente. Und just in

Der Austausch mit den Studierenden ist enorm bereichernd und stösst auch bei uns immer wieder neue Denkansätze an.

Was zeichnet sich derzeit am dritten Horizont ab? Sprich, welche Trends könnten in den nächsten Jahren durch VNTR zu neuen PostFinance-Anwendungen führen?

Uns beschäftigt die Web-3.0-Thematik sehr, also die nächste Generation an webbasierten Dienstleistungen. Stablecoin ist ein anschauliches Beispiel hierfür, doch Web 3.0 reicht noch weit darüber hinaus. Welche konkreten Anwendungsfälle und Opportunitäten sich daraus entwickeln werden, wird sich zeigen. Selbstverständlich ist auch die Nachhaltigkeitsthematik sehr wichtig für uns, da spüren wir am Horizont drei viel Dynamik. «Regenerative Finance» zum Beispiel steht für die Kombination von Nachhaltigkeitsthemen mit Technologie. Hier arbeiten wir auch mit Universitäten zusammen.

Worum handelt es sich bei dieser Zusammenarbeit mit Universitäten?

Die Universitäten gehören zu unseren bewährten Partnern für das Bearbeiten von Themen in früher Phase. Zudem wollen wir die Ausbildungslandschaft auch an unserem Innovationswissen teilhaben lassen. Wir werden darum regelmässig dazu eingeladen, ganze Unterrichtslektionen zu übernehmen oder Referate zu halten. Der Austausch mit den Studierenden ist enorm bereichernd und stösst auch bei uns immer wieder neue Denkansätze an. Wir sind auch sehr transparent, wenn es um unsere Misserfolge geht. Und dies im Übrigen nicht nur den Studierenden gegenüber: Unseren neuen Mitarbeitenden händigen wir jeweils unser «Failbook» aus. Darin ist festgehalten, was in der Vergangenheit nicht funktioniert hat – und was wir daraus gelernt haben. Dies hat sich bewährt, und glücklicherweise durften wir später auch einen Nachfolger, das «Successbook», verfassen (lacht). Dieses sammelt inspirierende Erfolgsgeschichten und fragt nach, was erfolgreiche Vorhaben ausmacht und welchen Mythen und Missverständnissen über Innovation wir gerne aufsitzen.

Demnach operiert VNTR im dritten Horizont? Ganz genau, denn wir kümmern uns um Ideen und Themen, die noch nirgends hineinzupassen scheinen, sowie um Innovation, die ausserhalb von PostFinance entstehen. Wir stellen sicher, dass PostFinance keine Chancen verpasst, die sich erst weit weg am (dritten) Horizont abzeichnen. Haben wir eine solche Chance ausgemacht, verfolgen wir sie mit den entsprechenden Fachleuten und Partnern weiter, investieren, wenn wir dies als sinnvoll erachten, und verwandeln die Chance im Idealfall letztlich in eine spannende Business Opportunity. Dank dieser drei Horizonte bleibt PostFinance hinsichtlich Innovation stets am Ball. Natürlich ist hierfür auch ein reger Austausch «zwischen den Horizonten» unerlässlich, damit wir sämtliche Stakeholder berücksichtigen können. Zudem ist zu beachten, dass diese Horizonte nicht als strikte «Schubladen» zu sehen sind. Die Magie liegt in einer ganzheitlichen Nutzung.

Können Sie ein Beispiel für eine Chance aus dem dritten Horizont nennen?

Dies lässt sich gut anhand der Blockchain-Technologie aufzeigen. Bereits 2013 hatten wir im oben beschriebenen Innovationsprozess einen BitcoinAnwendungsfall zur Prüfung. 2015 nahm das Thema schnell Fahrt auf – zu einem Zeitpunkt, als viele noch nicht recht wussten, wie man mit der neuen Technologie verfahren konnte und sollte. Wir konnten, zusammen mit unserer IT, schnell die notwendige Expertise bilden und führten zum Beispiel «Blockchain Brunches» durch, um den internen Austausch zum Thema zu vertiefen. So konnten wir eruieren, wer

diesem Jahr haben wir nun unser neues Kryptoangebot gelauncht, das unter anderem auf diese Bemühungen zurückzuführen ist (mehr dazu auf Seite 17). Dies ist ein gutes Beispiel, wie bei VNTR ein Trend erkannt und vorangetrieben wird. Anschliessend wurde das Thema in den Geschäftsbereich übergeben und erfolgreich umgesetzt. Derzeit arbeiten wir zudem daran, Kundinnen und Kunden künftig die Welt der Stablecoins zu eröffnen. Diese kryptobasierten Zahlungswährungen bieten völlig neue Möglichkeiten. Wir werden daher in diesem Jahr einen digitalen Schweizer Franken im Ökosystem cardossier pilotieren, welcher die Automotive-Prozesse der Schweiz digitalisiert (siehe auch www.cardossier.ch). Man kann derzeit nicht von digitaler Technologie sprechen, ohne das Thema KI anzuschneiden. Ja, die Diskussion um künstliche Intelligenz ist derzeit in der Tat dominant. Natürlich haben wir das Thema unsererseits auf spannende Potenziale hin durchleuchtet. Konkret haben wir untersucht, inwiefern generative KI uns in unseren Prozessen unterstützen kann. Das KI-Thema stand auch im Zentrum einer spannenden Start-up-Förderung von uns: Damals kamen vier Experten aus dem Betreibungswesen auf uns zu. Diese wollten die Betreibungsdienstleistungen als eine KI-gestützte Software-asa-Service anbieten. Und obschon das Thema nicht zu unseren Kerngebieten als Bank gehört, erkannten wir die Chance und beteiligten uns an der Neugründung der Tilbago AG. Und da der Service gerade für KMU enorm nützlich ist, haben wir ihn stark in der «gelben Welt» von PostFinance und Post verankert.

Weitere Informationen unter www.vntr.ch

Über VNTR

VNTR repräsentiert die Innovations- und Venturing-Initiativen von PostFinance, deren Aktivitäten über die aktuelle Strategieperiode hinausreichen. Während sich PostFinance dem Kerngeschäft (Horizont 1) und der Veränderung des Kerns (Horizont 2) widmet, beschäftigt sich VNTR mit Zukunftsthemen, Technologien und Geschäftsmodellen, die bei PostFinance noch nicht adressiert sind (Innovationshorizont 3). Dabei identifiziert, baut und investiert VNTR auch in neue Geschäftsmodelle, die zu skalierbaren und nachhaltigen Geschäften für PostFinance werden können. Insbesondere stellt VNTR jedoch sicher, dass keine relevanten Themen verpasst werden.

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Mathias Strazza
#fokusfutureoffinance VNTR by PostFinance • Brandreport 13
Head VNTR by PostFinance

Warum es sich lohnt, in Netzstabilität zu investieren

Der Wechsel auf erneuerbare Energien erhöht die Anforderungen an das bestehende Stromnetz. Vor allem die Gewährleistung der Netzstabilität stellt eine Herausforderung dar. Daher ist die Nutzung innovativer und pragmatischer Lösungen gefragt – wie etwa grossangelegte Batteriespeicher. Diese sind zudem nicht nur aus technischer Sicht spannend, sondern bieten auch attraktive Anlagechancen.

Die Sonne ist der beinahe perfekte Stromlieferant: Dank moderner Photovoltaiktechnologie sind wir in der Lage, ihre kostenlos verfügbare Energie effektiv umzuwandeln und nachhaltigen Storm aus dieser unerschöpflichen Quelle zu gewinnen. Doch die Schattenseite ist offensichtlich: Nur wenn die Sonne scheint, wird Energie generiert. Dieses Mass an Unplanbarkeit zeichnet auch die meisten anderen erneuerbaren Energien aus wie Wasser- und Windkraft, da sowohl Sonnen- als auch Windprognosen nie zu 100 Prozent verlässlich sind. Dies führt in der Praxis oft zur Situation der Über- oder Unterversorgung, was in der Folge die Netzstabilität gefährdet.

Aus diesem Grund rückt die Bedeutung von Energiespeicherlösungen immer stärker in den Fokus. Insbesondere grossangelegte, industrielle Batteriespeicher bieten sich hier als Schlüsseltechnologie zur Sicherung der Netzstabilität an – und sie eröffnen gleichzeitig attraktive Investmentmöglichkeiten. Doch bevor wir auf die Renditechancen der Technologie näher eingehen, müssen wir die Frage klären, worum es sich bei dieser Art von Batteriespeichern genau handelt und welche konkreten Benefits sie für das Stromnetz von heute und morgen bringen.

Schnell wieder in Balance

Wie gesagt, wird die Netzstabilität durch die zunehmende Nutzung von erneuerbaren Energien strapaziert. Batteriespeicher können genau hier in die Bresche springen, denn sie sind das schnellste reaktive Medium im Stromnetz, mit dem sich Schwankungen kurzfristig ausgleichen lassen. Denn wie Fachleute

Brandreport • MW Storage Fund

Das Potenzial ist enorm, da aktuell eine Unterdeckung in der Bereitstellung von Netzstabilität besteht.

erklären, handelt es sich bei Batteriespeichern nicht um Langzeitspeicherlösungen; vielmehr dienen sie als kurzzeitige «Puffer», um der Volatilität (abwechselnde Über- und Unterversorgung mit Strom) im Netz entgegenzuwirken. Man kann sich dies wie ein Blatt Papier vorstellen, das senkrecht auf einer Tischplatte steht und von allen Seiten gleichmässigen Druck benötigt, um aufrechtzubleiben. Dieser diffizile Balanceakt benötigt schnellste Reaktion und Anpassung von allen Seiten. In diesem Sinne fungiert der Batteriespeicher als eine Art Versicherung für die Netzstabilität.

Investmentpotenzial von Batteriespeichern

Der finanzielle Anreiz beim Bau von Batteriespeichern ergibt sich aus deren Fähigkeit, am Strommarkt teilzunehmen und durch die Bereitstellung von netzstabilisierenden Dienstleistungen (wie etwa Regelenergieleistung) Einnahmen zu generieren.

Speicherbetreiber können beispielsweise Speicherkapazität bei sich vorhalten und diese Dienstleistung zu einem Premiumtarif anbieten. Die Teilnahme am Strommarkt, etwa am Day-Continuous-Market in Deutschland, ermöglicht es, Angebote für Viertelstundenblöcken zu platzieren und so aus einem dynamischen Geschäftsmodell Profit zu generieren.

Die Umstellung des europäischen Stromnetzes auf erneuerbare Energien schafft eine grosse Nachfrage nach stabilisierenden Massnahmen, die durch Batteriespeicher erbracht werden können. Davon können Investorinnen und Investoren profitieren. Legen sie ihr Geld in entsprechende Fonds an, die ausschliesslich in Batteriespeicher investieren, dürfen sie derzeit eine Durchschnittsrendite von 10 bis 14 Prozent erwarten. Der Vergleich mit anderen Infrastrukturinvestitionen zeigt zudem, dass Batteriespeicher

ein relativ niedriges Risikoprofil aufweisen, für das Stromnetz keine Blackout-Gefahr bergen und gleichzeitig die Energiewende unterstützen. Herausforderungen und Zukunftsaussichten Die Auswahl des Standortes ist entscheidend für den Erfolg eines Batteriespeicherprojekts. Denn so wie etwa eine Autobahnraststätte einen leichten Ab- und Zufluss von Fahrzeugen gewährleisten muss, sollte auch die Speicherlösung geografisch so platziert werden, dass diese einen unmittelbaren Zugang zu den Hochvolt-Übertragungsnetzen haben. Die besten Locations sind dementsprechend gefragt und liegen an den Knotenpunkten des Stromnetzes. In den kommenden Jahren wird der Fokus auf dem Ausbau dieser Premiumlagen liegen, bevor auch Standorte weiter ausserhalb erschlossen werden, sind sich Fachleute und Marktkenner:innen sicher.

Die Investition in Batteriespeicher wird als attraktives Geschäftsmodell für die nächsten 15 bis 20 Jahre angesehen. Das Potenzial ist enorm, da aktuell eine Unterdeckung in der Verfügbarkeit von Speicherkapazitäten zur Sicherung der Netzstabilität besteht. Für Investorinnen und Investoren bietet der Bau von grossen Energiespeichern somit eine renditestarke Möglichkeit, Teil der Energiewende zu werden und gleichzeitig zum Ausbau einer zuverlässigen und nachhaltigen Energieinfrastruktur beizutragen. Ohne Batteriespeicher ist eine Energiewende schlichtweg nicht möglich.

Text SMA

Nachhaltig Rendite mit der Energiewende erzielen

Die Nutzung von erneuerbaren Energien ist ein Schlüsselelement der Energiewende. Allerdings sind damit auch technische Herausforderungen verbunden, die eine sichere Netzstabilität beeinträchtigen können. In diesem Zusammenhang spielen Energiepeicheranlagen eine unverzichtbare Rolle. Der MW Storage Fund bietet nun die Möglichkeit, in diese spannende und zukunftsweisende Technologie zu investieren und somit von einer Win-Win-Situation zu profitieren.

Was aus der Ferne zuerst wie eine Ansammlung weisser Frachtcontainer aussieht, entpuppt sich bei genauerer Inspektion als grossangelegte Batteriespeicheranlage. Bei diesem von der MW Storage AG betriebenen Projekt handelt es sich um die grösste BESS-Anlage (Battery Energy Storage Systems) der Schweiz. In Ingenbohl wurde die Finanzierung dieser ersten Megabatterie eigenständig und unabhängig von staatlicher Unterstützung sowie Subventionen realisiert. Dies wurde durch die Anlagestiftung Valyou zusammen mit Schweizer Pensionskassen ermöglicht. Valyou bietet nachhaltige Anlagelösungen für Vorsorgeeinrichtungen an und investiert gezielt in Infrastrukturprojekte im Energiesektor mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und die Schweiz. Seit dem zweiten Betriebsjahr läuft die Anlage gewinnbringend. Zudem sind die Initiatoren auch in europäischen Ländern aktiv, unter anderem in Finnland und Deutschland. Der «MW Storage Fund» bietet professionellen Anlegern nun die Chance, von den attraktiven Renditechancen dieser Anlagen zu profitieren und damit aktiv die Energiezukunft mitzugestalten. Diese Gelegenheit wird bereits von zahlreichen

institutionellen Investoren genutzt. Kein Wunder: Der Fonds wird von einem sehr erfahrenen Investment Management Team betreut, das über eine herausragende Erfolgsbilanz in den Bereichen Energiespeicher und Infrastruktur verfügt. Das Team hat bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich die jeweils

grössten Speicheranlagen in der Schweiz und in Finnland geplant, errichtet und betrieben. Der Megabau in Nordbayern, genauer gesagt in Wunsiedel, Deutschland, schreitet gemäss Planung voran. Hier entsteht eines der grössten Energiespeicherprojekte Europas mit einer Kapazität von 200 MWh, in Zusammenarbeit

mit Reichmuth & Co. Es wird erwartet, dass das Projekt wie geplant Anfang 2025 in Betrieb genommen wird. Des Weiteren verfügt die MW Storage über eine Projekt-Pipeline mit einer Kapazität von zusätzlichen 400 Megawatt, welche Anlagen sowohl in der Schweiz als auch in ganz Europa umfasst.

Die einzelnen BESS werden hierfür als eigenständige Gesellschaften strukturiert und operieren unabhängig voneinander in den jeweilen Standort-Ländern.

Weitere Informationen zum Fonds unter mwstoragefund.com und valyou.ch

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14 Energiespeicherlösungen
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Schweizer Energieversorgerin fördert Energiewende auf einer neuen Ebene

Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Seit Jahrzehnten setzt sich die Energieversorgerin EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) für deren Förderung ein. Dafür stellt sie auch Investitionsvehikel für Dritte zur Verfügung, für Dritte, die das Anlegen in erneuerbare Energien ermöglichen. In diesem Jahr konnte die EBL mit der EBL X Invest nun erstmals einen eigenen SFDR Art. 9-Fonds zeichnen – und damit in ihrer Mission einen weiteren Entwicklungsschritt vollziehen. Herr Andrist, die EBL hat vor Kurzem ihren ersten eigenen Fonds, die «EBL X Invest», lanciert. Das stellt einen bemerkenswerten Wandel im Vergleich zu Ihrer bisherigen Strategie dar. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Es stimmt, dass das Aufsetzen eines eigenen Fonds sowohl einen Meilenstein als auch einen Paradigmenwechsel in unserer Tätigkeit darstellt. Wir feiern dieses Jahr unser 125-jähriges Jubiläum. In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben wir uns auf den Aufbau von Investitionsvehikel in der Form von Aktiengesellschaften konzentriert, die es verschiedenen Akteuren ermöglichen, in Energieinfrastrukturen zu investieren. Mit dem Fonds betreten wir diesbezüglich Neuland – und schaffen gleichzeitig aufregende neue Chancen und Potenziale.

Wie gelangte man zur Idee, einen eigenen Energieinfrastruktur-Fonds zu lancieren?

Die Vision dafür beruht auf unserer langjährigen Erfahrung sowie auf dem Wunsch, unsere Investitionsmöglichkeiten auch Investoren aus der Finanzwirtschaft anzubieten. Denn wir haben erkannt, dass wir, um noch signifikantere Beiträge zur Energiewende und damit zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten zu können, unsere Kräfte bündeln und unsere strategischen Kompetenzen mit der Kapitalkraft institutioneller Investoren kombinieren müssen.

Dies haben Sie bereits in der Vergangenheit mit der Gründung von Unternehmen als Investitionsvehikel erfolgreich getan. Welche Vorteile bietet demgegenüber der Fonds?

Es ist richtig, dass wir in der Vergangenheit schon erfolgreiche Investitionsvehikel wie die EBL Fernwärme AG sowie die EBL Wind Invest AG lancieren konnten. Zu den Zielgruppen dieser Lösungen gehören institutionelle Anleger, wie etwa Schweizer Pensionskassen und Family Offices, die diese Chance auch rege nutzten. Die EBL X Invest ist von ihrer Rechtsform her ganz auf die Zielgruppe der institutionellen

Wir sind der Ansicht, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer glaubwürdigen und transparenten Zusammenarbeit mit unseren Investoren liegt. Wir investieren immer selbst in unsere Investitionsgefässe und übernehmen die Verantwortung für diese. Unser Tun ist dabei konsequent auf langfristigen Erfolg ausgerichtet.

Die EBL hat eine lange Tradition darin, Herausforderungen als Chancen zu sehen. Gleichzeitig stellen wir fest, basierend auf unseren gemachten Erfahrungen, dass immer mehr Akteure die Relevanz des Themas «Nachhaltigkeit» verstehen. Wenn es nun gelingt, hierzu auch attraktive Renditechancen zu eröffnen, sind wir auf einem guten Weg. Mit der EBL X Invest sowie unserer Strategie, nachhaltige Energieinfrastrukturen zu unterstützen, tun wir genau das. Wir sind der Ansicht, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer glaubwürdigen und transparenten Zusammenarbeit mit unseren Investoren liegt. Wir investieren immer selbst in unsere Investitionsgefässe und übernehmen die Verantwortung für diese. Unser Tun ist dabei konsequent auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Die Zukunft der Energie ist nachhaltig und wir bei der EBL sind stolz darauf, unseren Teil zum Wandel beizutragen – und zwar in Form einer echten Win-win-Situation. Weitere Informationen unter www.ebl.ch

Anleger und deren Bedürfnisse ausgerichtet. EBL X-Invest ermöglicht es, direkt in erneuerbare Energieinfrastrukturen zu investieren, insbesondere in den Bereichen Photovoltaik, aber auch Wind, Fernwärme und Energie-Speicherlösungen. Um dieses Investmentvehikel anbieten zu können, mussten wir uns auch selbst neu aufstellen: Die FINMA-Akkreditierung im Jahr 2023 als Schweizer Verwalterin von Kollektivvermögen stellte uns zwar vor vollkommen neue Herausforderungen, doch angesichts der Opportunitäten, die sich daraus ergeben, haben wir die «Challenge» angenommen. Und letztlich mit der eigens hierfür gegründeten Tochtergesellschaft und dem Portfolio Manager, EBL Infrastruktur Management AG, gemeistert. Was macht die EBL X Invest attraktiv für Investoren?

Vor allem ihre Kombination aus Nachhaltigkeit und Vielfalt sowie das Portfolio bereits gesicherter, baureifer Projekte: Der Fonds legt den Fokus ausschliesslich auf erneuerbare Energieinfrastrukturen in Ländern wie Deutschland, Spanien, der Schweiz und Italien. Dies reduziert nicht nur das Risiko für die Investoren, sondern bietet auch ein breiteres Portfolio an Möglichkeiten. Hinzu kommt, dass unsere langjährige Erfahrung sowie unser Engagement für Nachhaltigkeit eine solide Grundlage für den Fonds darstellen: Wir sind seit mehr als 30 Jahren im Feld der erneuerbaren Energien tätig und bieten seit 2012 Investitionsvehikel in diesem Bereich für Dritte an. Natürlich stehen wir mit voller Überzeugung hinter unserem neuesten Produkt und haben daher auch selbst wesentlich «Skin in the Game»: Die EBL ist als Initiatorin ihrerseits mit einem Anteil von zehn bis 20 Prozent am ZielEigenkapital von 250 Millionen Euro bis maximal 500 Millionen Euro beteiligt. Durch die Konzentration auf nachhaltige Technologien erfüllt unser Energieinfrastrukturfonds die Anforderungen der EU-Offenlegungsverordnung zu nachhaltigen Finanzierungen und leistet als «dunkelgrünes» Finanzprodukt somit einen wertvollen Beitrag zum Ziel des Pariser Abkommens

der UN-Klimakonferenz, die globale Erwärmung zu begrenzen. Insgesamt positioniert sich der Fonds damit mit einem sehr attraktiven Risiko-Return Profil. Wie reagiert der Markt auf dieses neue Angebot?

Äusserst positiv: Beim ersten Closing des Fonds wurden bereits Zusagen von Ankerinvestoren in Höhe von über 100 Millionen Euro verzeichnet. Diese Mittel werden umgehend durch unseren Fonds Manager EBL Infrastruktur Management AG in entsprechende Investitionen umgesetzt. Zudem gehen wir seit dem Jahr 2019 weiter in Vorleistung und investieren als Gruppe weitere 110 Millionen Euro in eine speziell dem Fonds gewidmete Entwicklungspipeline. Diese hat bis dato eine Grösse von einem Gigawatt an gesicherten Projekten erreicht. Beim zweiten Closing, welches in diesem Jahr stattfinden soll, werden wir weitere 50 bis 100 Millionen Euro annehmen, weswegen wir qualifizierte Investoren herzlich einladen, Teil dieser wegweisenden Initiative zu werden. Wie können interessierte Investorinnen und Investoren in den Fonds anlegen?

Der Prozess ist bewusst einfach gehalten: Interessierte Parteien wie Pensionskassen, Family Offices sowie institutionelle und qualifizierte Investoren aller Art können direkt Kontakt mit uns aufnehmen. Wir besprechen dann die spezifischen Bedürfnisse und klären, ob die Interessenten bereit für ein Engagement sind. Denn es ist uns ein zentrales Anliegen, ein gegenseitiges Verständnis, höchste Transparenz sowie ein Gefühl des Commitments zu schaffen, um den Erfolg des Fonds sicherzustellen.

Die Energiewende und die damit verbundene Finanzierung von erneuerbaren Energien stellen eine enorme Herausforderung dar und setzen auch in der Finanzwelt ein Umdenken voraus. Welche künftigen Entwicklungen sehen Sie in diesem Feld?

EBL – aus Tradition im Wandel

Die EBL als Baselbieter privatrechtliche, unabhängige Genossenschaft steht seit 1898 für Versorgungssicherheit und setzt sich seit über drei Jahrzehnten entschieden für eine ökologische Energiegewinnung ein. Neben der Energieversorgung im Baselbiet und anderen Kantonen, betreibt die EBL aus erneuerbaren Energiequellen Kraftwerke im Kanton, in der Schweiz und im europäischen Ausland. Mit dem Bau eines CSP-Kraftwerks in Spanien und in Italien investiert die EBL zusammen mit weiteren qualifizierten Schweizer Investoren seit 2010 in erneuerbare Energien. Die im Jahr 2012 gegründete EBL Fernwärme AG etwa hat in fünf Schweizer Fernwärmesysteme investiert und dabei 49 Millionen Schweizer Franken eingeworben. Die EBL Wind InvestAG hat 117 Millionen EUR von sechs weiteren Schweizer Investoren eingeworben und diese in 14 Onshore-Windparks mit 150 MW in Deutschland investiert. Das von der EBL für Dritte verwaltete Vermögen beläuft sich aktuell auf 576 Millionen Euro. Diese grosse Erfahrung im Portfolio-Management hat die EBL dazu veranlasst, weiter zu denken und die EBL-Tochter EBL Infrastruktur Management AG anfangs 2023 als Verwalterin von Kollektivvermögen von der FINMA bewilligen zu lassen.

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Der Kryptomarkt erfordert von Anlegenden ein tiefgreifendes Verständnis von dessen Funktionsweise und Stolperfallen. Die Kurse sind geprägt von rechtlichen Unsicherheiten, politischem Geplänkel und Influencer:innen, was sich in den täglichen Kursschwankungen widerspiegelt. Angesichts dieser Komplexität ist es für Kryptoinvestierende und für alle, die es werden wollen, essenziell, sich ein grundlegendes Verständnis dafür anzueignen. Herausforderungen des Kryptomarktes Anfänglich waren es Schneeballsysteme oder Ausstiegsbetrügereien, die zu unmittelbaren Auswirkungen auf den Kurs führten. Auch wurden Kryptowerte in der Vergangenheit mit Schwarzgeldzahlungen in Verbindung gebracht. Wobei bei genauerem Hinschauen ersichtlich ist, dass sich die Blockchain für unrechtmässige Geschäfte gar nicht eignet, da jede Transaktion unwiderruflich festgehalten wird und einsehbar ist. Unterdessen kommen die Kursschwankungen insbesondere von grösseren Anleger:innen. Seit der Genehmigung von ETFs durch die amerikanische Börsenaufsicht im Januar 2024 flossen bereits zusätzliche Milliarden von US-Dollar in Kryptowerte. Zudem sind Kryptowerte meist dezentral, was bedeutet, dass es keine zentrale Kontrollinstanz gibt.

Auch bei Rechtsfragen treten Unsicherheiten auf, da Kryptowerte in vielen Rechtsgebieten und Ländern noch nicht abschliessend reguliert sind und auch Behörden das technische Verständnis noch erarbeiten müssen. Insofern bestehen derzeit nebst interessanten Anlagemöglichkeiten auch einige Risiken.

Kryptowerte sicher handhaben

Komplexe kryptografische Techniken gewährleisten sichere Transaktionen und schützen die Identität und das Netzwerk vor Angriffen. Einige Sicherheitsvorkehrungen sollten jedoch eigenverantwortlich getroffen werden:

Auf Kurs im Kryptomarkt

Auch wurden Kryptowerte in der Vergangenheit mit Schwarzgeldzahlungen in Verbindung gebracht.

1. Auswahl der Handelsplattform

Es stehen zahlreiche Handelsplattformen zur Verfügung, die den Handel mit Kryptowerten ermöglichen. Obwohl Erfahrungsberichte nicht immer zuverlässig sind, ist es ratsam, diese zu konsultieren, um einen Überblick über die ausgewählte Handelsplattform zu erhalten. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, sich an Expert:innen zu wenden und sich beraten zu lassen. Es wird jedoch empfohlen, auch diese zuvor auf ihre Seriosität hin zu überprüfen.

2. Verwendung von Bookmarks

Um nicht auf ein Plagiat der eigentlichen Handelsplattformen hereinzufallen, empfiehlt es sich, Bookmarks zu erstellen. Das klingt zwar simpel, jedoch gibt es in der Praxis viele Kopien von Zielseiten, welche betrügerische Datenkraken sind, vor denen man sich hüten muss. Sie sammeln Daten und betrügen Webseitenbesuchende, daher ist Vorsicht geboten.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung Es gibt verschiedene Methoden der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dies ist eine grundlegende Sicherheitsmassnahme, die unbedingt ergriffen werden sollte. Mit einem SMS-Code, einer Authentifizierungsapp oder einem physischen Sicherheitstoken schützen sich Anleger:innen umfänglich.

Brandreport • Swiss CryptoTax GmbH

VSeiten, die dies nicht anbieten, sollten vermieden oder mit Vorsicht betrachtet werden.

4. Regelmässige Updates

Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es unerlässlich, regelmässige Software-Updates auf dem Computer durchzuführen. Diese schliessen allfällige Sicherheitslücken und schützen besser vor möglichen Hackerangriffen.

5. Hardware-Wallet

Für Anlegende/Anleger:innen ist es empfehlenswert, Krypto-Bestände nach dem Kauf auf selbstverwaltete Krypto-Wallets zu transferieren. Eine Hardware-Wallet ist verglichen zur Software-Wallet schwerer zugänglich für Hacker und schützt die Kryptowerte auch vor Onlineangriffen.

Krypto als Zahlungsmittel

Die Nutzung von Kryptowerten als Zahlungsmittel ist in der Schweiz (noch) nicht finanzmarktrechtlich reguliert. Es besteht keine besondere Genehmigungspflicht. Risiken wie hohe Preisschwankungen und Cybersicherheit sollten Händler:innen daher vorgängig abwägen.

Besteuerung – Grundsätze Kryptowerte müssen vollständig als Vermögen in

der Steuererklärung deklariert werden. Schweizer Krypto-Anbieter:innen und Handelsplattformen wie Bitcoin Suisse, Maerki Baumann oder Relai stellen dafür einen Steuernachweis aus. Bei ausländischen Anbieter:innen, die keinen Steuernachweis bereitstellen, sollte am 31. Dezember ein Printscreen des Portfolios gemacht werden. Der Wert zum Jahreswechsel von rund 50 Kryptowerten lässt sich anhand der Kursliste der ESTV Eidgenössischen Steuerverwaltung ermitteln. Die übrigen Kurswerte müssen auf alternativen Plattformen abgefragt werden. Im Gegensatz zu Kapitalgewinnen (Kursgewinne aus An- und Verkauf von Kryptowerten), welche in der Schweiz in der Regel steuerfrei sind, müssen Erträge aus Vermögenswerten – ähnlich wie Zinsen auf dem Bankkonto – als Einkünfte versteuert werden. Das gilt beispielsweise auch für Erträge aus Staking, selbst wenn sie nicht realisiert oder in Schweizer Franken umgetauscht werden. Herausforderungen der Steuerbehörden und Steuerberatung Steuerbehörden stehen vor grossen Herausforderungen im Umgang mit Kryptowerten. Die teils enorme Datenmenge und die technologische Komplexität erfordern ein entsprechendes Verständnis, um Kryptowerte korrekt einordnen zu können. Im Vergleich zu klassischen Wertpapieren fehlt es an langjähriger Erfahrung und an ausreichend Fallbeispielen. Personen, die einen wesentlichen Teil ihres Vermögens in Krypto halten oder ein hohes Einkommen aus Krypto generieren, sollten eine auf Krypto spezialisierte Steuerberatung in Betracht ziehen. Das kann sich auch präventiv lohnen, insbesondere bei extensivem Handel mit Kryptowerten oder der Finanzierung des Lebensunterhaltes.

Text Nina Schneider

Von der Blockchain in die Steuererklärung

on volatilen Kursen bis hin zur Verwaltung komplexer Transaktionshistorien und verschiedener Wallets – die steuerliche Behandlung von Kryptowerten erfordert ein hohes Mass an Fachkenntnis und Interesse.

Herr Lenherr, wie bewältigt CryptoTax die Datenmenge und technische Komplexität bei der Besteuerung von Kryptowerten?

Wir haben Anfragen von Kunden mit Transaktionen in fünf- oder sechsstelliger Höhe. Bei Privatpersonen ist es daher oft unumgänglich, dass verschiedene Wallets mit einer Software zusammengefasst, aufbereitet und analysiert werden. Es gibt wenige Software-Anbieter und leider noch nicht die perfekte Lösung für die Schweiz. Unternehmen sind buchführungspflichtig und müssen alle Transaktionen buchhalterisch erfassen. Dazu verwenden wir verschiedene Softwares und Analyse-Tools.

Weiter verfügt CryptoTax über ein grosses Netzwerk an Steuer- und Krypto-Expert:innen, die wir bei komplexen Themen hinzuziehen können, um auch bei «exotischen» Spezialthemen kompetent beraten zu können.

Welche Kriterien unterscheiden den Handel mit Kryptowerten privater und gewerblicher Tätigkeit?

Die Steuerverwaltungen unterscheiden zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerbsmässigem Wertschriftenhandel anhand festgelegter Kriterien. Dabei handelt es sich unter anderem um die Mindesthaltedauer von sechs Monaten, Kriterien zum Transaktionsvolumen, zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten sowie zur Fremdfinanzierung und Absicherung.

Kapitalgewinne aus dem Handel mit Privatvermögen sind grundsätzlich steuerfrei. Personen hingegen, die gewerbsmässig handeln, könnten steuerlich als Selbstständige eingestuft werden. In diesem Fall gehen die Kryptowerte ins Geschäftsvermögen über, alle Gewinne werden besteuert und zusätzlich werden Sozialabgaben abgerechnet. Allerdings können auch Kapitalverluste steuerlich abgesetzt werden, was bei privater Vermögensverwaltung nicht möglich ist. Welche Möglichkeiten haben Personen, die dem Steueramt bislang keine

Angaben zu ihren Krypto-Erträgen oder -Vermögenswerten gemacht haben?

Nicht deklariertes Einkommen und Vermögen kann man der Steuerbehörde im Rahmen einer Selbstanzeige nachmelden. Die Bedingungen dafür sind u.a. dass die Hinterziehung den Steuerbehörden bisher unbekannt ist. Bei einer erstmaligen Selbstanzeige wird die Nachsteuer inklusive Verzugszinses belastet, jedoch fällt keine Geldbusse an. Bei jeder weiteren Selbstanzeige wird die Busse – unter genannten Voraussetzungen –auf 20 Prozent der hinterzogenen Steuer ermässigt. Wir empfehlen Kund:innen, alle Daten, Transaktionen und Vermögensnachweise jährlich zusammenzutragen und mindestens so lange aufzubewahren, bis die jeweilige Steuerperiode definitiv eingeschätzt ist.

Können Sie einen Einblick geben, welche Dienstleistungen die CryptoTax anbietet?

Für Privatpersonen bieten wir Steuerberatung an und erstellen die Steuererklärungen, wobei wir uns auch, aber nicht ausschliesslich, auf die Fragen rund um die Besteuerung von Kryptowerten spezialisiert haben. Ausserdem beraten wir Personen, die Vermögen mit Kryptowerten aufgebaut haben und in der Abklärung zur Gewerbsmässigkeit sind oder eine Selbstanzeige in Betracht ziehen. Unternehmen unterstützen wir umfassend von der Gründungsberatung über die Buchführung und Treuhand bis hin zur individuellen Steuerberatung.

Wie werden Kund:innen durch den Prozess der Dienstleistungserbringung bei CryptoTax geleitet? Gibt es einen festgelegten Ablauf?

Auf unserer Homepage sind verschiedene BlogBeiträge, Artikel und ein Podcast verfügbar, welche die grundlegenden Steuerthemen abdecken.

Wir bieten Beratung vor Ort, online oder telefonisch an und stehen auch für Analysen der OnlineSteuer-Tools zur Verfügung. Bei spezifischen Fragen empfehlen wir einen Beratungstermin mit uns zu vereinbaren, wo wir die Situation erfassen und massgeschneiderte Lösungen erarbeiten können.

Krypto-Steuern Schweiz: der Praxis-Guide Das Merkblatt für Interessierte mit weitergehenden Fragen: cryptotax.ch/krypto-steuern-schweiz

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16 Kryptovermögenswerte und Steuerfragen
Gilbert
Lenherr Gründer Swiss CryptoTax GmbH
«Es ist nur fair und richtig, das Potenzial von Kryptowährungen allen Menschen in der Schweiz zu erschliessen»

Kryptowährungen krempeln seit einiger Zeit den Finanzmarkt um. Bisher taten sich aber viele Menschen in der Schweiz schwer, in diesen neuen Markt zu investieren. PostFinance lancierte im Februar dieses Jahres ein umfassendes Kryptoangebot, welches den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen im regulierten Bankenumfeld ermöglicht. Doch dies ist bei Weitem nicht der einzige Vorteil des Services.

Herr Thoma, PostFinance hat ein brandneues Kryptoangebot lanciert. Wie kam es dazu und nach welchen Gesichtspunkten haben Sie das Angebot zusammengestellt?

Um die Vision hinter unserem Kryptoangebot zu verstehen, muss man einen kurzen Blick auf die spannende Entstehungsgeschichte der Kryptowährungen werfen. Diese wurden komplett ausserhalb der Bankenwelt entwickelt. Mit der Zeit nahmen immer mehr Menschen Kryptowährungen als eine attraktive Investmentchance wahr. Die besondere Historie der kryptobasierten Vermögenswerte führte allerdings dazu, dass dieses Business komplett an den Banken vorbeiging und die Vermögenswerte bisher primär über sogenannte Kryptobörsen gehandelt wurden. Für viele Interessierte stellt beispielsweise das Eröffnen eines Kontos bei einer solchen Kryptobörse eine enorm hohe Hürde dar, weil sie sich nur ungern ausserhalb ihres gewohnten und sicheren Bankenumfelds bewegen wollen. Auch die Tatsache, dass sie sich um die Verwahrung des eigenen privaten Zugangscodes kümmern müssen, schreckt viele ab. Denn wer diesen einzigartigen Zugangscode verliert, verliert seine gesamten Kryptovermögenswerte. Für viele Personen ist die korrekte Aufbewahrung dieses Zugangscodes darum zu kompliziert und zu aufwendig. Aufgrund der hohen Kundennachfrage nach einer einfachen und sichereren Handelsmöglichkeit und Aufbewahrung entschieden wir uns dafür, ein eigenes Kryptoangebot zu lancieren, um unsere Kundinnen und Kunden an der Technologie teilhaben zu lassen. Wie schafft PostFinance demnach Abhilfe? Wir wollten den Handel mit Kryptowährungen in der gewohnten PostFinance Umgebung, im E-Finance, so einfach und komfortabel gestalten, wie etwa das Handeln von Aktien oder anderen traditionellen Finanzprodukten. Wie Kundenfeedbacks heute zeigen, ist uns die Handhabung unserer Krypto-Dienstleistungen gelungen. Allerdings reicht es nicht, nur ein praktisches Handling anzubieten, um Kundinnen und Kunden

zu überzeugen. Auch inhaltlich mussten wir ein erstklassiges Angebotspaket schnüren. Darum bieten wir aktuell elf Kryptowährungen an, weitere werden wir laufend aufschalten. Unsere Kundinnen und Kunde können bei uns während sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr handeln. Ausserdem sind unsere Konditionen sehr attraktiv und gehören schweizweit zu den kostengünstigsten unter den Retailbanken.

PostFinance hat mehrfach das Bedürfnis der Kundinnen und Kunden nach vertrauenswürdigen und regulierten Anbietern für Kryptogeschäfte betont. Warum ist das gerade jetzt so wichtig?

Weil es nur fair und richtig ist, allen Menschen in der Schweiz einen einfachen und sicheren Zugang zum Kryptohandel zu bieten und ihnen damit diesen spannenden, neuen Markt zu eröffnen. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass diese Art der Anlage für alle geeignet ist. So bieten wir ausschliesslich das selbstständige Handeln an. Das heisst, wir beraten unsere Kundinnen und Kunden nicht, welche Coins sie wann kaufen oder verkaufen sollen. Wir richten uns mit unserem Service also an Menschen, die mit Kryptowährungen handeln möchten und dies bisher nicht taten, weil sie es nicht in ihrem gewohnten Bankenumfeld ausführen konnten. Für diese Anlegerinnen und Anleger haben wir spannende und einfache Lösungen parat. Besonders hervorzuheben ist zum Beispiel der Krypto-Sparplan. Dieser macht es möglich, wie bei einem Dauerauftrag, monatlich oder wöchentlich einen fixen Betrag in eine Kryptowährung zu investieren. Versteckte Umrechnungsgebühren gibt es bei uns nicht.

Mit der Zeit nahmen immer mehr Menschen Kryptowährungen als eine attraktive Investmentchance wahr.
– Dr. Alexander Thoma, Leiter Digital Assets bei PostFinance

Was wären denn versteckte Umrechnungsgebühren?

Die Liquidität im Kryptomarkt wird in der Regel in US-Dollar angegeben, das heisst, am Schluss des Tages wird der Handel gegen US-Dollar abgewickelt. Wir ermöglichen es unseren Kundinnen und Kunden, ihre Käufe und Verkäufe in jeder Währung abzuwickeln. Im Falle eines Trades per US-Dollar-Konto entfallen die US-Dollar-Wechselgebühren. Der Preis, den die Kundin oder der Kunde sieht, ist aber stets in US-Dollar und so hat die Kundin oder der Kunde das wahre Bild. Wir erachten dies als fairer als versteckte Wechselkurse, die oft in den Marktpreis eingerechnet werden, wenn dieser nicht US-Dollar-basiert ist.

Die Sicherheit von Anlagen ist ein zentrales Anliegen, gerade wenn es um Kryptowährungen geht. Wie gewährleistet PostFinance die Sicherheit und Regulierung im Handel und der Verwahrung von Kryptowährungen?

Bei PostFinance stehen Sicherheit und Regulierung an erster Stelle, insbesondere im Bereich der Kryptowährungen. Als systemrelevante Bank haben wir sehr hohe Sicherheitsstandards zu erfüllen, die sowohl interne als auch externe Anforderungen umfassen. Unser Kryptoangebot ist vollständig in diese strengen Sicherheitsrichtlinien eingebettet. Die Sicherheit der Vermögenswerte unserer Kundinnen und Kunden steht immer an erster Stelle.

An wen richtet sich Ihr neues Kryptoangebot?

Grundsätzlich sprechen wir momentan Privatkundinnen und -kunden an, die in der Schweiz ansässig sind. Wir richten uns an ein breites Publikum, junge Erwachsene bis hin zu älteren Menschen, die bisher kein Vertrauen in Kryptobörsen hatten. Die Tatsache, dass dieses Angebot nun von einer Bank bereitgestellt wird, stellt die Möglichkeiten für Kryptoanleger auf den Kopf. Das zeigt auch der enorme Anklang, den unser Angebot findet.

Inwiefern unterscheidet sich das Kryptoangebot von PostFinance von dem anderer Anbieter?

Nebst dem bereits erwähnten Sparplan, der ein starkes Instrument für unsere Kundinnen und Kunden darstellt, sind sicherlich unsere Handelsgebühren attraktiv: Mit nur 0,95 Prozent für niedrige Beträge fallen diese äusserst wettbewerbsfähig aus. Ausserdem findet der Handel von unseren insgesamt elf Kryptowährungen bei uns rund um die Uhr statt und Kundinnen und Kunden können auch Limitorders erfassen. Mit einem Limitorder wird der Kaufauftrag beispielsweise erst ausgeführt, wenn der Kurs einen bestimmten Schwellenwert unterschritten hat. Wie sehen Sie die Zukunft von Kryptowährungen im Allgemeinen und die Rolle von PostFinance in diesem sich schnell entwickelnden Markt?

Wir beobachten, dass der Kryptowährungsmarkt zunehmend professioneller und reifer wird. Darum sind wir bei PostFinance stolz darauf, die erste grosse Bank zu sein, die ein so umfangreiches Angebot in diesem Bereich lanciert. Wir glauben fest daran, dass wir nicht die letzte sein werden, da der Markt weiterhin valide Angebote hervorbringen wird, die den neuen Kundenbedürfnissen entsprechen. Mit zunehmendem Interesse, auch seitens institutioneller Anleger, dürfte der Markt weiterwachsen und sich noch mehr etablieren. Als einer der Ersten in diesem Markt haben wir nun die Chance, uns signifikante Marktanteile zu erarbeiten und ein starkes Standbein zu etablieren. Welche persönlichen Erfahrungen und Einsichten bringen Sie als Leiter Digital Assets in die Entwicklung und Umsetzung dieses neuen Angebots ein?

Meine Reise im Bereich Blockchain und Kryptowährungen begann im Jahr 2017, als ich ein Startup im Bereich der Tokenisierung gründete. Diese Erfahrung war unglaublich wertvoll und lehrreich für

mich. Anfang 2020 bot sich mir die Gelegenheit, bei PostFinance die Verantwortung für das Thema Digital Assets zu übernehmen. Diese Chance habe ich genutzt, um eine Strategie zu entwickeln, die darauf abzielt, zum einen ein wichtiges, neues Kundenbedürfnis mit Kryptowährungen zu adressieren und zum anderen als Learning Journey für das gesamte Unternehmen zu dienen, damit wir «fit» für die Zukunft sind. Wir sind überzeugt, dass Blockchain-Technologie die Zukunft von Zahlungsinstituten massgeblich beeinflussen wird. Mit einem engagierten Team, das mit vollem Einsatz bei der Sache ist, streben wir danach, führend in diesem Bereich zu sein und das Wissen über Blockchain unternehmensweit zu vertiefen. Wir wollen bei dieser Entwicklung nicht an der Seitenlinie stehen – sondern das Feld anführen. Weitere Informationen unter postfinance.ch/krypto

Über PostFinance

PostFinance ist eine diversifizierte, innovationsgetriebene Finanzdienstleisterin. Ihren Kundinnen und Kunden bietet sie frische Lösungen und smarte Innovationen rund ums Geld. Dabei setzt das Unternehmen auf zukunftsweisende Tools und Technologien, die speziell für den Schweizer Markt entwickelt oder adaptiert werden. Mit ihren Ressourcen und Investitionen geht PostFinance verantwortungsbewusst, sorgfältig und nachhaltig um.

Zur Person

Dr. Alexander Thoma ist seit 2020 bei PostFinance tätig und fungiert derzeit als Leiter Digital Assets. In dieser Funktion ist er für alle Produkte und Initiativen im Bereich digitaler Vermögenswerte verantwortlich und vertritt PostFinance sowohl intern als auch extern in diesem Bereich. Er hat einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Zürich und ist zertifizierter DigitalAssets-Analyst (CDAA). Bevor er zur PostFinance kam, war Alexander Thoma Mitbegründer von Alethena, einem Vorreiter in der Tokenisierung in der Schweiz. Thoma ist in der Expertengruppe der Swiss Blockchain Federation (SBF), der Schweizer Bankiervereinigung (SBVg) and der Asset Management Association Switzerland (AMAS). Ausserdem ist er ein Gründungsmitglied von Digital Assets Switzerland.

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Dr.
Alexander Thoma, Leiter Digital Assets bei PostFinance

Assetization: Die nächste Investment-Revolution

Die Welt der alternativen Anlagen und nicht bankfähiger Vermögenswerte stellt eine Investmentchance von mehreren Billionen Dollar dar. Doch bis vor Kurzem hatten nur grosse Institutionen und sehr vermögende Privatpersonen Zugang. Die gute Nachricht ist, dass sich dies wandelt. Willkommen in der Welt der Assetization.

Philippe, kannst du die Grundzüge der Assetization kurz erklären? Assetization ist ein neuer, flexibler und optimierter Ansatz für das, was in der Finanzdienstleistungsbranche als Verbriefung bekannt ist. Es bietet Vermögensverwaltern und anderen Finanzdienstleistern die Möglichkeit, nahezu alles, was einen Wert hat, in ein bankfähiges, handelbares und für Investoren leicht zugängliches Finanzprodukt umzuwandeln. Dies eröffnet ein neues Anlageuniversum für diejenigen, die diversifizieren und Erträge erzielen möchten, während sie in Vermögenswerte investieren, an die sie glauben. Und es bietet Asset-Managern die Möglichkeit, neue, innovative Produkte zu kreieren, die dem Bedürfnis der Kunden nach individuelleren Anlagemöglichkeiten entsprechen.

Warum war dies nicht schon früher möglich?

In den 1970er-Jahren demokratisierte die Verbriefung den Zugang zu bestimmten Formen alternativer und nicht bankfähiger Vermögenswerte. Doch 50 Jahre später sind es noch immer ausschliesslich spezialisierte Institutionen wie Banken und grosse Asset-Manager, die über die Ressourcen verfügen,

Brandreport • SwissFinTechLadies

die Werte nicht herkömmlicher Anlagen zu akti vieren. Als wir GenTwo gründeten, war es unsere Mission, dieses Problem anzugehen, indem wir die Reibungsverluste des Verbriefungsprozesses reduzie ren und den Bereich einem breiteren Spektrum von Asset-Managern zugänglich machen. Mit der Zeit erkannten wir die tiefer gehenden Implikationen die ses Prozesses – und so wurde Assetization geboren.

Wie gross ist die Opportunität?

Sehr gross. Laut einem Report von Accenture aus 2021* stellen nicht traditionelle Anlagen weltweit einen Pool von rund 78 Billionen US-Dollar an ungenutz ten Werten dar. Die Spannweite reicht von direkten Beteiligungen an Privatunternehmen über Investitio nen aus Überzeugung in Sozial- oder Umweltprojekte bis hin zu sogenannten «Passion Assets» wie Kunst, Oldtimer und andere Sammlerstücke. Das Problem ist, dass es schwierig ist, den Wert solcher Anlagen zu realisieren, wenn die konventionellen Verbrie fungsmethoden so viele Hürden aufweisen. Assetiza tion bietet hier eine einfache und elegante Lösung. Wie sieht diese Lösung aus?

Man kann Assetization mit der Revolution der Spe ditionsbranche des letzten Jahrhunderts vergleichen. Die ausgedehnte Verwendung von Containern simpli fizierte den gesamten Prozess und reduzierte Kosten und Transportzeiten enorm. Assetization funktioniert in ähnlicher Weise innerhalb des Verbriefungsprozes ses. Der Gebrauch von Standard-«Verpackungen» für Finanzprodukte vereinfacht, beschleunigt und ver günstigt die Schaffung von bankfähigen Anlagen. Ein mal in einem Standardprodukt untergebracht, sind die Vermögenswerte für alle Investoren zugänglich – gross oder klein – in Form eines Standardwertpapiers (in unserem Falle mit einer Schweizer ISIN-Nummer), das auf einem Bankkonto hinterlegt werden kann.

Der Begriff «Assetization» kombiniert die Worte «Asset» und «Democratization». Wie demokratisiert es die Finanzwelt?

Das Schöne an diesem neuen Ansatz ist, dass es

Barrieren abbaut und von fast allen für beinahe alles verwendet werden kann. Kunstschaffende können ein Portfolio ihrer neuen Werke «assetisieren». Bekannte Grössen der Sport- oder Musikindustrie können es mit ihrer zukünftigen Karriere gleichtun.

Umweltschützer können Anlageformen zur Unterstützung kleiner Farmen und Communitys kreieren, die nachhaltige, umweltfreundliche Ansätze verfolgen. Unternehmen jeder Grösse können Kapital für das Wachstum ihres Betriebes beschaffen, indem sie Teile ihres zukünftigen Cashflows «assetisieren». Das Konzept der Assetization steckt noch in Kinderschuhen. Wie sieht die Zukunft aus? Assetization kann eine Welle von Finanzinnovationen lostreten, indem die Kapitalmärkte für eine grössere Menge an potenziellen Investoren als heute zugänglich gemacht werden. Sie hat das Potenzial, eine tektonische Verschiebung in der globalen Investitionstätigkeit zu bewirken, indem sie Menschen dazu befähigt, darin zu investieren, woran sie glauben. So entsteht eine Finanzlandschaft, in der sinnstiftende Vorhaben aller Art Unterstützung erhalten.

Mehr über Assetization findet man im neuen Buch der GenTwo-Co-Gründer Patrick Loepfe und Philippe A. Naegeli.

Weitere Informationen über GenTwo gentwo.com

* «A $78 trillion growth opportunity for wealth managers» auf capitalmarketsblog.accenture. com, 7. Januar, 2021

Pioniere bei der Schliessung der Vermögenslücke für Frauen durch Innovation und KI

Schliessen der Vermögenslücke bei

Frauen durch den Beitritt zum SwissFinTechLadies Female Angel Club und die Nutzung von KI-Lösungen.

Der SwissFinTechLadies Female Angel Club widmet sich der Verringerung der Vermögens- und Unternehmertumslücken bei Frauen. Trotz erheblicher Fortschritte im Arbeitsumfeld sind Frauen als Investorinnen nach wie vor unterrepräsentiert. Die Realität lässt sich nicht umgehen: Wenn sie nicht direkt investieren, wird ihr Geld auf der Bank in ihrem Namen von anderen investiert. Investieren geht über das blosse Sparen hinaus, doch viele Frauen haben trotz Sparbemühungen kein Anlagekonto. Alarmierend ist, dass über 70 Prozent der Frauen kein zweites Einkommen aus Investitionen haben. Die Herausforderungen des Zeitmanagements für berufstätige Mütter und weibliche Führungskräfte, zusammen mit der wahrgenommenen Komplexität von Investitionen, halten oft Frauen von der Teilnahme ab. Die Diskrepanz ist im Bereich der digitalen Vermögenswerte am auffälligsten, wo Frauen nur 1 Prozent der Vermögenswerte halten.

Finanzielle Ermächtigung für Frauen

Der SwissFinTechLadies Female Business Angel Club zielt darauf ab, diese Erzählung zu ändern. Mit einer vielfältigen Mitgliedschaft, die von weiblichen Vermögensverwaltern und Family Offices bis hin zu Neulingen reicht, die sich in finanzieller Bildung oder AngelInvestment-Training engagieren, stellt der Club sicher, dass Mitglieder immer Rat von erfahreneren Frauen im Finanzsektor suchen können. Diese Initiative ist besonders ansprechend für Frauen, die an nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten interessiert sind. Der Club fördert eine Umgebung, in der erfahrene Investoren-Anfängerinnen als Mentorinnen fungieren können, mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, familienorientierten Investitionen und langfristiger Planung. Diese vielfältige Investitionsgemeinschaft erhöht den Wert des Angel-Netzwerks und fördert Einheit und Stärke bei der Verfolgung finanzieller Ermächtigung. Die kritische Erkenntnis ist die Notwendigkeit für Frauen zu investieren, um eine weitere Vergrösserung der Vermögenslücke zu verhindern, mit einem Fokus

auf Langlebigkeit, Familie und globales Wohlergehen. Wenn man noch nicht mit dem Investieren begonnen haben, ist jetzt der Zeitpunkt, dem Club beizutreten, indem man den QR-Code am Ende des Artikels scannt.

Ausgangspunkte für Investitionen

Während der SwissFinTechLadies Angel Club keine Anlageberatung bietet, betont er die Bedeutung der Beratung durch vertrauenswürdige, von der FINMA

lizenzierte Partner und der Teilnahme an Programmen zur finanziellen Bildung. Der Club befürwortet einen strukturierten Ansatz zur Investition, frei von persönlichen Vorurteilen, erleichtert durch KI, um massgeschneiderte Lösungen für Frauen in allen Stadien der finanziellen Bildung zu bieten. SwissFinTechLadies hat sich mit professionellen Beratern, einschliesslich Colivar Gestion AG, zusammengetan, um diese Mission zu unterstützen.

Alarmierend ist, dass über 70 Prozent der Frauen kein zweites Einkommen aus Investitionen haben.

Colivar: Pionierarbeit im Wealthmanagement, zugeschnitten auf Frauen

In der sich entwickelnden Landschaft der Finanzdienstleistungen sticht Colivar mit seinem revolutionären, frauenspezifischen Ansatz zum Vermögensmanagement hervor. Unterstützt durch Colivar Gestion AG, setzt sich diese Plattform für finanzielle Gleichheit und personalisierte Anlagestrategien ein. Mit fortschrittlicher KI erstellt Colivar dynamische, massgeschneiderte Anlagepläne, die sich an Lebensveränderungen anpassen und einen ganzheitlichen Ansatz gewährleisten, der finanzielle Ziele mit persönlichen Bestrebungen in Einklang bringt.

Ermächtigung von finanziellen Reisen mit Spitzentechnologie

Mit fortschrittlicher KI entwirft Colivar dynamische, massgeschneiderte Anlagepläne. Diese Innovation stellt sicher, dass Strategien sich nahtlos an Lebensveränderungen anpassen und einen ganzheitlichen Ansatz zum Vermögensmanagement verkörpern, der persönliche Bestrebungen neben finanziellen Zielen wertschätzt.

Vertrauen, Expertise und eine ganzheitliche Vision Reguliert durch die FINMA, verbindet Colivar Vertrauen mit beispiellosem Marktverständnis. Sein Hybridmodell kombiniert die Präzision der Technologie mit menschlicher Einsicht und bietet Vermögensverwaltungslösungen, die sowohl effektiv als auch einfühlsam sind.

Ein Engagement für inklusives Wachstum Colivar geht über traditionelles Vermögensmanagement hinaus und positioniert sich als ein beständiger Verbündeter bei der finanziellen Ermächtigung von Frauen. Diese Partnerschaft signalisiert eine Bewegung hin zu einer inklusiven finanziellen Zukunft, die Investorinnen zu einer Reise des Wachstums, der Unabhängigkeit und der persönlichen Betreuung einlädt, die die Standards des Vermögensmanagements neu definiert. Dieser Beta-Community beitreten und Teil dieser finanziellen Revolution sein kann man, indem man sich auf der Webseite www.colivar.ai anmeldet.

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Co-Founder
und CEO von GenTwo
18 Brandreport • GenTwo #fokusfutureoffinance

Die Bank, die anderen Banken auf die Sprünge hilft

Die Anforderungen an Schweizer Banken und Fintech-Unternehmen sind hoch; sowohl von regulatorischer als auch von Kundenseite. InCore Bank agiert in diesem anspruchsvollen Umfeld nicht nur als FINMA-reguliertes Finanzinstitut, sondern unterstützt überdies andere Branchenakteure mit fachlichem Know-how und digitalen Lösungen. Aus dieser Doppelrolle ergeben sich diverse Vorteile – für alle Beteiligten. Herr Dambacher, seit 2015 sind Sie CEO der 2007 gegründeten InCore Bank mit Sitz in Schlieren ZH. Können Sie uns einen Einblick in die Aktivitäten und das Leistungsspektrum Ihres Unternehmens geben?

Man könnte sagen, dass wir als die Bank «im Hintergrund» angefangen haben. Denn ursprünglich konzentrierten wir uns mit InCore Bank darauf, als Bank für Banken tätig zu sein. Das bedeutet, dass wir sämtliche Core-Banking-Dienstleistungen im Auftrag Dritter übernahmen. Dies war und ist insbesondere für kleinere und mittelgrosse Banken von enormem Vorteil, die nicht alle Dienstleistungen selbst aufbauen und implementieren wollten. Hier kam InCore Bank als Starthelferin ins Spiel, die heute eine Vielzahl von Dienstleistungen anbietet – darunter Zahlungsverkehr, Brokerage and Global Custody Services, Paying Agent Services und vieles mehr. Im Laufe der Zeit haben wir unseren Kundenstamm kontinuierlich erweitert und bedienen heute eine Vielzahl innovativer Finanzakteure, sowohl in der traditionellen als auch in der digitalen Welt.

Diese Rolle als «Bank für Banken» setzt eine enorme fachliche und technologische Expertise voraus. Wie stellt InCore Bank diese sicher?

Hier kommt uns unsere Zugehörigkeit zur Sobaco Gruppe zugute, von der wir ein Tochterunternehmen sind. Die Gruppe feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Als Sobaco-Tochter arbeiten wir eng mit unserer Schwesterfirma, der Sobaco Solutions AG, zusammen. Diese entwickelt «Plug-and-Bank-Technologien» und Plattformen, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kundschaft zugeschnitten sind. Dadurch können wir nicht nur Bankdienstleistungen wie Outsourcing und White-Labeling anbieten – sondern auch massgeschneiderte technologische Lösungen entwickeln, die direkt in die Systeme unserer Kundenunternehmen integriert werden. Wir sind also nicht nur eine von der FINMA regulierte Schweizer Bank, sondern

auch ein agiles und innovatives Technologieunternehmen, das sich aktiv darum bemüht, kundenorientierte Lösungen in dynamischen Ökosystemen zu entwickeln.

Sie sprechen das Thema Ökosysteme an. Wie darf man sich dies im Falle von InCore Bank vorstellen?

Ein gut funktionierendes Business-Ökosystem besteht aus einem Beziehungsgefüge zwischen einzelnen Akteuren, das erst durch deren Wechselbeziehungen seine volle Wirkung entfaltet. In unserem Fall kommt dies gleich mehrfach zum Tragen: Einerseits gehen unsere Fachexpertinnen und -experten proaktiv auf unsere Kunden zu, etwa wenn eine neue Regulation wie das FIDLEG in Kraft getreten ist. Wir erarbeiten dann in enger Kooperation passende Lösungen und implementieren diese direkt ins Ökosystem der Kundenunternehmen. Andererseits stellt das Konstrukt InCore Bank und Sobaco seinerseits ein Ökosystem dar, welches Banking-Anwendungen und Technologie-Innovation in sich vereint. In dieses Ökosystem integrieren wir zudem bedarfsgerecht Technologien anderer Anbieter.

Unternehmen: Durch unsere Begleitung stellen wir sicher, dass sie über die optimalen Mittel verfügen, um ihre Flughöhe zu halten und allfällige aufkommende Branchen-Turbulenzen erfolgreich zu meistern.

Innovation ist zwar unser Antrieb, doch Sicherheit ist unser Fundament. Daran werden wir nicht rütteln.
– Mark Dambacher, CEO, InCore Bank

Welche konkreten Vorteile ergeben sich durch diesen Ökosystem-Ansatz? Er eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Innovation und bildet damit einen zentralen Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Indem wir ein offenes, flexibles und kooperatives Umfeld schaffen, können wir die sich ständig verändernden Anforderungen und Herausforderungen des Finanzmarktes effektiv bewältigen und unseren Kunden kontinuierlich hochwertige Dienstleistungen und Lösungen bieten. Dank dieses Vorgehens sind wir in der Lage, für andere Finanzhäuser und FintechBetriebe als Innovations-Starthelfer zu agieren. Und auch nach dem Start bleiben wir an der Seite dieser

InCore Bank hat 2020 als erste Transaktionsbank die FINMA-Genehmigung für Bankdienstleistungen mit digitalen Vermögenswerten erhalten. Wie hat sich der Bereich der digitalen Vermögenswerte inzwischen entwickelt? Der regulierte Kryptomarkt in der Schweiz hat noch viel ungenutztes Potenzial: Aus einer FINMA-Studie geht hervor, dass die Anzahl FINMA-beaufsichtigter Banken und Wertpapierhäuser, die Krypto-Dienstleistungen anbieten, von 30 auf 34 zugenommen hat. Insgesamt gibt es in der Schweiz 278 solcher Institute. Erst 12.2 Prozent der Finanzhäuser sind also positioniert. Gleichzeitig bieten immer mehr Banken Kryptowährungen an. Ein grosser Anteil dieser Banken macht dies mit der Unterstützung von InCore Bank: Wir stellen die grundlegende Infrastruktur und damit die Möglichkeiten für alle Schweizer Fintech-Unternehmen, Neobanken und ähnliche Finanzakteure zur Verfügung. Wie stellen Sie den Austausch mit Ihren Kundenbanken sicher, um stets die passenden Lösungen und Dienstleistungen anbieten zu können? Wir können uns hierfür auf ein eingespieltes Team von Banking- und Compliance Expertinnen und -Experten verlassen, das in der Lage ist, beide Welten – die traditionellen und die digitalen Vermögensklassen – zu bedienen und unserer Kundschaft die gesamte Dienstleistungspalette aus einer Hand anzubieten. Da Kryptowährungen, Stablecoins und Tokens dabei vollständig im Kernbankensystem integriert sind, profitieren die Endkundinnen und Endkunden vom E-Banking bis zum Vermögensausweis von einem Nutzererlebnis, wie sie es von der traditionellen Banking-Welt gewohnt ist. Dabei ist der Handel auch an Wochenenden und Feiertagen während 24 Stunden jederzeit möglich. Die Verwahrung der digitalen Vermögenswerte erfolgt in einer hochsicheren Lösung in der Schweiz und ist dank der modernen Blockchain-Gesetzgebung in der Schweiz auch im Konkursfall gesichert. Mit dieser Bereitstellung von Technologie und Anwendungen schaffen wir gleiche Bedingungen für alle Akteure und fördern sowohl Wettbewerb als auch Innovation im Schweizer Finanzmarkt. Apropos Schweizer Finanzmarkt: Welche Entwicklungen werden aus Ihrer Sicht die kommenden Jahre prägen und wie integrieren Sie diese in die eigene Strategie? «Embedded Finance» stellt zweifellos eine der entscheidenden Entwicklungen für die Zukunft des Finanzwesens dar, auch in der Schweiz. Es beschreibt die nahtlose Integration von Finanzdienstleistungen in die Produkte und Services

anderer Branchen, was eine noch tiefere Verflechtung von Finanz- und Alltagsgeschäften ermöglicht. Dieser Trend birgt immense Chancen für innovative Geschäftsmodelle sowie die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten. Wir sehen darin enormes Potenzial – nicht zuletzt, da das Einbetten von Services und Technologien in andere Ökosysteme ja seit jeher Teil unserer Unternehmens-DNA ist. Die zunehmenden Anforderungen der Regulation und Compliance, kombiniert mit steigendem Wettbewerbsdruck und einem anhaltenden Fachkräftemangel, bevorteilen oft grosse ausländische Unternehmen, die von globalen Skaleneffekten profitieren. Wo sehen Sie Wettbewerbsvorteile und Wachstumschancen für InCore Bank? Richtig ist, dass ausländische Unternehmen und Banken aus den genannten Gründen nicht selten als interessanter wahrgenommen werden. Nur wird dabei oftmals die Thematik «Sicherheit» ausser Betracht gelassen. InCore Bank ist aber, als privat gehaltene Zürcher Bank, sicherer aufgestellt als ein international tätiges Finanzinstitut. Und Sicherheit stellt für uns einen absoluten Kernwert dar, bei dem wir keinerlei Kompromisse eingehen. Innovation ist zwar unser Antrieb, doch Sicherheit ist unser Fundament. Daran werden wir nicht rütteln.

Weitere Informationen unter www.incorebank.ch

Über InCore Bank

InCore Bank ist eine Schweizer B2B-Transaktionsbank für Banken, Wertpapierhäuser, institutionelle Anleger und Fintech-Unternehmen. Das Unternehmen unterstützt seine Kundschaft mit klassischem Banking, Digital Assets, Outsourcing, White-Label-Anlageprodukten und weiteren Dienstleistungen. InCore Bank ist ein Tochterunternehmen der Sobaco-Gruppe, welche in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

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Mark Dambacher CEO InCore Bank InCore Bank AG • Brandreport 19 #fokusfutureoffinance
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Die Erfüllung der ESG-Kriterien ist längst kein «Nice to have» mehr

Unternehmen sämtlicher Sektoren müssen sich verstärkt mit den ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) auseinandersetzen. Dafür gibt es gute Gründe: Nicht nur wird deren Einhaltung von der heutigen Gesellschaft sowie dem Gesetzgeber vermehrt eingefordert, sie dienen darüber hinaus auch als essenzielle Richtlinien für einen sicheren und zukunftsträchtigen Betrieb.

LFachleute betonen, dass sich Unternehmen anpassen, transparente Berichterstattungssysteme einführen sowie oft in neue Technologien investieren müssen.

ange Zeit wurden Begriffe wie «Langfristigkeit» und «Nachhaltigkeit» vorwiegend in der Umweltdebatte verwendet. Dementsprechend ging es dabei meist um die Rolle der Industrie, des Verkehrssektors oder der Immobilienbranche im Kontext des Klimawandels. Doch heute ist die Nachhaltigkeitsthematik deutlich breiter verankert, sowohl regulatorisch als auch gesellschaftlich. Die Folgen dieser Entwicklung zeigen sich im Finanzsektor ebenso wie in der Realwirtschaft. Der Drang der Finanzanbieter zu nachhaltigeren Produkten wird unter anderem von einer starken Zunahme der Nachfrage befeuert: Marktbeobachter:innen betonen, dass eine neue Generation von Anlegerinnen und Anlegern in den Markt eingetreten ist. Diese Akteure wollen ihr Investment nicht allein in Form hoher Renditen zurückerhalten, sondern darüber hinaus mit ihrem Geld einen positiven Impact erzielen – oder zumindest negative Auswirkungen vermeiden. Wer nun, überspitzt gesagt, nur Wertpapiere von Ölbohrunternehmen im Portfolio hat, wird dementsprechend Schwierigkeiten haben, diese neue Anlegerschaft für sich zu gewinnen.

ESG-Kriterien: Drei Buchstaben für eine bewusste Anlage Im Zuge der Nachhaltigkeitstransformation hat sich in der Finanzbranche das Kürzel «ESG» etabliert. Grundsätzlich steht dieses für die Berücksichtigung von Umweltaspekten (Environmental) und sozialen Faktoren (Social) sowie die verantwortungsvolle Führung von Unternehmen und Organisationen (Governance). Mittlerweile führen die meisten Institutionen Finanzprodukte, die den ESG-Kriterien genügen. Dabei kann es sich beispielsweise um InvestmentPortfolios handeln, die nur in Branchen investieren, die einen geringen CO2-Ausstoss verzeichnen. Doch nicht nur für den Finanzsektor sind die ESGKriterien heute von grösster Relevanz, sondern auch für Unternehmen per se. Denn diese dienen nicht nur als Leitfaden für nachhaltiges Wirtschaften, sondern sind auch entscheidend für die Reputation sowie das Markenimage. Ein gutes ESG-Rating kann Firmen unter anderem den Zugang zu Kapital erleichtern und die Kundenbindung stärken. Zudem führt die Beachtung von ESG-Kriterien oft zu effizienteren und innovativeren Geschäftspraktiken, die langfristig zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

beitragen. Darüber hinaus schaffen ESG-Kriterien auch Awareness hinsichtlich potenzieller externer Risikofaktoren wie etwa Hochwassergefahren oder das Auftreten von Versorgungsengpässen.

So sinnvoll und notwendig die Implementierung von ESG-Kriterien für Unternehmen aller Grössen und Branchen auch ist, so anspruchsvoll kann sich die praktische Umsetzung gestalten: Fachleute betonen, dass sich Unternehmen anpassen, transparente Berichterstattungssysteme einführen sowie oft in neue Technologien investieren müssen. Gleichzeitig ergeben sich daraus aber auch enorme potenzielle Chancen, da die Einhaltung der ESG-Kriterien neue Märkte eröffnen, Innovationen fördern und dazu beitragen können, langfristige Risiken zu mindern.

Text SMA

Die ESG-Kriterien auf einen Blick

Umwelt (Environmental): Die Umweltkriterien bewerten, wie ein Unternehmen mit der natürlichen Umwelt umgeht. Dies beinhaltet Aspekte wie etwa die Emissionsreduktion, die nachhaltige Ressourcennutzung sowie das Steigern der Energieeffizienz.

Soziales (Social): Die sozialen Kriterien konzentrieren sich auf die Beziehungen des Unternehmens zu Mitarbeitenden, Lieferanten, Kundinnen und Kunden sowie der Gemeinschaft. Dazu gehören etwa das Sicherstellen fairer Arbeitsbedingungen und Diversität, Produktsicherheit sowie Gemeinschaftsengagement.

Unternehmensführung (Governance): Diese Kriterien beziehen sich darauf, wie ein Unternehmen geführt wird. Dazu zählen unter anderem Transparenz in der Berichterstattung oder die Bekämpfung von Korruption und Interessenkonflikten.

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Low-Code – ein Quantensprung in der Entwicklung digitaler Lösungen?

Ausgerechnet in Zeiten zunehmender Digitalisierung haben Unternehmen mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen, der insbesondere im IT-Sektor eklatant ist. Low-Code-Anwendungen könnten zu einer Entspannung der Situation beitragen: Denn sie ermöglichen die Entwicklung von Anwendungen und Apps mit deutlich geringerem Coding-Aufwand. Das schafft auch für Fintech neue Potenziale.

Eine Software von Grund auf neu zu codieren, ist aufwendig, zeitintensiv und setzt ein äusserst spezifisches Know-how voraus. Und gerade Letzteres wird immer mehr zur Mangelware: Gemäss Berechnungen von ICT-Berufsbildung Schweiz, dem Ausbildungsverband der IT- und Kommunikationsbranche, werden hierzulande bis 2028 über 35 000 IT-Spezialist:innen fehlen. Besonders hoch ist der Bedarf an Softwareentwickler:innen und Cyber-Security-Expert:innen. Wer also eine eigene Plattform, eine individuelle App oder ein neues User-Interface für die eigenen Dienstleistungen entwickeln möchte, wird die dafür benötigten Talente aus einem zunehmend härter umkämpften Markt rekrutieren müssen. Das dürfte sich auch für die aufstrebende Fintech-Branche als Hemmschuh erweisen.

Hier könnten sogenannte Low-Code-Entwicklungsplattformen und -Tools Entlastung bringen: Diese stellen Entwicklerinnen und Entwicklern einen standardisierten Modul-Baukasten zur Verfügung. Der Clou dabei: Die Ziel-Applikation kann über eine grafische Benutzeroberfläche zusammengestellt werden, sozusagen im «Drag-and-Drop-Verfahren». Auf diese Weise steigert Low-Code die

Low-Code ist eher eine konsequente Weiterentwicklung des «Do-it-yourself-Ansatzes.

Geschwindigkeit der Softwareentwicklung und reduziert gleichzeitig deren Kosten. Darüber hinaus soll es Low-Code möglich machen, dass Entwicklungsaufgaben teilweise auch von Nicht-IT-Fachleuten durchgeführt werden können. Dies würde den Bedarf an Softwareentwicklungsprofis reduzieren.

Dieser Ansatz ist an sich nicht neu: Bereits seit Jahren gibt es Digitalisierungslösungen, die zum Beispiel das Erstellen einer Website oder von Printmaterialien im Baukastensystem erlauben. Low-Code ist damit eher eine konsequente Weiterentwicklung dieses «Do-it-yourself-Ansatzes», der neu auch komplexere

Applikationen einfacher umsetzbar macht. Fachleute betonen aber, dass Low-Code-Plattformen das Coding zwar enorm vereinfachen können, eine gewisse Lernkurve aber dennoch bestehen bleibt.

Die Nachfrage nach Low-Code steigt Low-Tech-Tools könnten aber nicht nur als Innovationsbeschleuniger für Techunternehmen dienen – der Markt birgt ebenfalls ein spannendes Investitionspotenzial. Denn wie das Research- und Beratungsunternehmens Gartner in einem aktuellen Bericht festhält, werden immer mehr Unternehmen auf Hyperautomatisierung sowie «Composable-Business-Initiativen» setzen. Diese werden gemäss den Analyst:innen von Gartner bis 2026 die beiden Haupttreiber für die flächendeckende Nutzung von Low-Code-Technologien darstellen. «Unternehmen werden zunehmend auf Low-Code-Entwicklungstechnologien setzen, damit sie die ansteigenden Anforderungen ihrer Kundschaft an eine schnelle Anwendungsbereitstellung sowie hochgradig individualisierte Automatisierungsworkflows erfüllen können», betont Varsha Mehta, Senior Market Research Specialist bei Gartner. Indem sowohl professionelle IT-Entwickler:innen als auch Nicht-IT-Personen mit LowCode-Tools ausgestattet werden, können Unternehmen ihre digitale Kompetenz und damit ihre Agilität enorm erhöhen. Und genau dies werde im heutigen und künftigen Marktumfeld von Betrieben aller Grösse und Branchen immer stärker gefordert.

Gemäss Gartner werden Low-Code-Anwendungsplattformen (LCAP) voraussichtlich die grösste Komponente des Marktes für Low-Code-Entwicklungstechnologien ausmachen: Doch während LCAP zwar das grösste Marktsegment bilden, werden die sogenannten «Citizen Automation Development Platforms» (CADP) das schnellste Wachstum erzielen. CADP dienen dazu, Inhalte über mehrere Software-as-a-Service-Anwendungen hinweg verfügbar zu machen sowie Reportings und Datenvisualisierungen zu erstellen. Dank der intuitiven, flexiblen sowie immer leistungsfähigeren Funktionen von Low-Code-Entwicklungstools werden Business Technologists und Citizen Technologists künftig neue agile Lösungen kreieren, die der Nachfrage der Unternehmen nach verbesserter Produktivität und Effizienz nachkommen. Gartner prognostiziert, dass Entwickler:innen ausserhalb der heutigen «klassischen» IT-Abteilungen bis 2026 mindestens 80 Prozent der Userbase für Low-Code-Entwicklungstools ausmachen werden, gegenüber 60 Prozent im Jahr 2021. Was bedeutet dies nun konkret für die Finanzbranche? Einerseits natürlich, dass Low-Code-Anwendungen die Entwicklung neuer Lösungen im Bereich Fintech erleichtern könnten. Der Personalbedarf in der Softwareentwicklung wird verringert, während gleichzeitig Nicht-IT-Fachpersonen mit der entsprechenden Einarbeitung ebenfalls dazu in der Lage sind, kundennahe, neue Ansätze zu realisieren. Gleichzeitig ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um sich über Investitionsmöglichkeiten in diesem Wachstumsmarkt zu informieren. Die Digitalisierung ist eine laufend fortschreitende Entwicklung, was die Relevanz von Low-Code-Anwendungen (und den Firmen, die sie zur Verfügung stellen), nur noch erhöhen wird. Text SMA

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Das eigene Geld «outside the box» in Gütern anlegen

Fonds, Obligationen und Co. stellen klassische Anlagevehikel, die mal mehr, mal weniger Erfolg garantieren. In diesem Beitrag soll es darum gehen, in welche alternativen Bereiche oder Güter man anlegen kann, um das eigene Vermögen zu mehren – oder zumindest zu diversifizieren.

In einer sich ständig wandelnden Wirtschaftswelt suchen Investorinnen und Investoren kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten, um ihr Geld anzulegen. Während Aktien, Anleihen und Sparbücher zu den bekanntesten Anlageformen zählen, gibt es eine Vielzahl anderer spannender Optionen. Doch zugegeben: Die erste Möglichkeit, mit der man das eigene Vermögen sicher und gewinnbringend anlegen kann, ist kein Paradebeispiel für eine kreative Investmentstrategie. Dennoch muss sie angesichts ihrer hohen Relevanz für Anlegerinnen und Anleger erwähnt werden: die Anlage in Immobilien. Die Vorteile sind bekannt, immerhin zählen Immobilien nach wie vor zu den stabilsten und zuverlässigsten Anlageformen überhaupt. Ob ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück – das Investieren in Immobilien verspricht oft eine stabile Wertsteigerung über Jahre hinweg. Ausserdem bieten Mieterträge einen kontinuierlichen Cashflow. Im Gegensatz zur Immobilienanlage ist das Investment in die zweite Kategorie deutlich ausgefallener und glamouröser: die Geldanlage in Schmuck. Denn Schmuck, insbesondere solcher, der aus Edelmetallen gefertigt oder mit seltenen Edelsteinen versehen ist, kann nicht nur eine ästhetische Freude bereiten, sondern auch eine attraktive Rendite bringen. Schliesslich steigen Preise für Gold, Platin und seltene Edelsteine im Laufe der Zeit tendenziell an und gut erhaltene Stücke können erhebliche Sammlerpreise erzielen. In diesem Segment erfreuen sich auch hochwertige Uhren grosser Beliebtheit. Dass vor allem die erlesenen, mechanischen Stücke aus Schweizer Manufaktur als besonders wertvoll gelten, muss nicht näher ausgeführt werden. Ein Stück Zeitgeschichte auf Rädern Wie wäre es mit einer Wertanlage, die nicht nur an Wert gewinnt, sondern auch der heimischen Garage Glanz verleiht – und darüber hinaus in hohem Masse Nostalgie versprüht? Genau diese Vorzüge bieten Oldtimer. Für Autoliebhaber:innen gibt es kaum eine schönere Wertanlage als die eleganten Fahrzeuge vergangener Zeiten. Modelle von berühmten Marken, die sich in gutem Zustand befinden, können im Laufe der Jahre erheblich

an Wert gewinnen. Allerdings sind Wartung und Pflege dieser Klassiker oft kostspielig und setzen sehr spezifische Fachkenntnisse voraus. Ebenfalls über einen gewissen Grad an Expertise sollte man verfügen, wenn man erlesene Weine als Anlageobjekt ins Auge fasst. Wer sich auskennt, kann aber durchaus Rendite einfahren, denn schliesslich gewinnen Weine mit der Zeit sowohl an Reife als auch an Wert. Besonders gefragt sind seltene Jahrgänge sowie Erzeugnisse aus berühmten Anbaugebieten. Um ein etwas extremes Beispiel zu nennen: 2021 bezahlte der Unternehmer Don Steiner für eine Jeroboam-Flasche eines Cabernets von The Setting Wines aus dem Napa Valley eine Million US-Dollar. Dies ist der höchste Betrag, für den jemals eine einzelne Flasche Wein den Besitzer gewechselt hat – Weltrekord. Diese grosse Sechs-Liter-Abfüllung existiert nur ein einziges Mal auf der Welt, was sie zu einem wertvollen Unikat macht.

Künstlerischer oder monetärer Wert?

Ob Gemälde, Skulpturen oder Fotografien – Kunst hat das Potenzial, erhebliche Wertsteigerungen zu erleben. Der Kunstmarkt kann allerdings äusserst volatil sein, weswegen es ratsam ist, sich vor einem Kauf ausführlich zu informieren und beraten zu lassen. Dass die Welt des Kunsthandels verschiedene extravagante Superlative bereithält, beweist unter anderem das Beispiel des Gemäldes «Salvator Mundi». Dieses beeindruckende Ölgemälde, dessen Name «Erlöser der Welt» bedeutet, wurde von Leonardo da Vinci auf die Leinwand gebannt und hält den Rekord als kostbarstes Gemälde weltweit. Im Jahr 2017 wechselte es für unglaubliche 450,3 Millionen US Dollar im Auktionshaus Christie’s in den Besitz von Mohammed bin Salman. Keine schlechte Wertsteigerung für ein Gemälde, das 1958 bei Sotheby’s London für gerade einmal 45 Britische Pfund unter den Hammer kam.

Ein anderes interessante Beispiel für die Irrungen und Wirrungen des Kunstmarktes liefert der StreetArt-Künstler Banksy. Im Herbst 2018 verblüffte er die Kunstwelt, indem er sein Bild «Girl with Balloon» während einer Sotheby‘s Auktion per Fernsteuerung schredderte. Diese kontroverse Aktion rückte das

Die Vorteile sind bekannt, immerhin zählen Immobilien nach wie vor zu den stabilsten und zuverlässigsten Anlageformen überhaupt.

Werk erneut ins Rampenlicht. 2021 wurde das zerschnittene Kunststück unter dem Namen «Love is in the Bin» (Die Liebe ist im Eimer) für beeindruckende 18,5 Millionen Pfund versteigert, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem ursprünglichen Wert von 1,1 Millionen Pfund. Das Tragisch-Komische an der ganzen Sache: Die Schredder-Aktion war ursprünglich als Kritik an der Kunstindustrie geplant, führte paradoxerweise aber zum Wertanstieg des Bildes.

Auch kleine Sammlerstücke erzeugen Wert Von Briefmarken über Münzen bis hin zu seltenen Büchern – fast alles kann zum Sammlerstück werden. Der Wert solcher Objekte ist allerdings oft

schwer vorherzusagen und hängt stark von Trends sowie der aktuellen Nachfrage ab. Zu den wertvollsten beziehungsweise teuersten Büchern aller Zeiten gehört etwa die Gutenberg-Bibel, welche für fast fünf Millionen Dollar verkauft wurde. An der Spitze dieser Liste finden wir erneut Da Vinci: Sein «Codex Leicester» gilt als das teuerste Buch aller Zeiten. Dieses Tagebuch des Universalgenies erzielte 1994 einen Verkaufspreis von 30,8 Millionen Dollar und befindet sich im Besitz von Microsoft-Übervater Bill Gates. Heute wird das Werk bei Forbes auf knapp 50 Millionen Dollar geschätzt. Text SMA

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