Page 1

2021 NOVEMBER

NACH

BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL

DER N EU E FI LM VON

ÉRIC BESNARD

AB 25. NOVEMBER IM KINO ALC_schauburg_200x234_Titel.indd 1

06.10.21 14:10


AB 18. NOVEMBER IM KINO


TAXI DRIVER

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

SPUR DES FALKEN

Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, Ende November, genauer am Sonntag 31. 11., beginnt um 15 Uhr mit dem Film „Das Testament des Dr. Mabuse“ von Fritz Lang die nunmehr schon 21. Ausgabe unserer Filmreihe „Traumfabrik“, die wir zusammen mit dem ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, KIT und dem AWWK – Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung in der Schauburg durchführen. Die Filmreihe „Traumfabrik“ hat sich nach 20 (!) Veranstaltungsreihen seit ihrem Beginn im Jahre 2010 als eine beliebte und fest im Schauburg Programm verankerte Programmreihe erwiesen. Jeden Sonntag um 15.00 Uhr führt Wolfgang Petroll in den jeweiligen Film ein und leitet im Anschluss an die Filmvorführung die Publikumsdiskussion um das soeben gesehene. Auch dieses Jahr wird es ein die Filmreihe begleitendes Filmseminar des AWWK Karlsruhe geben, das im Seminarraum (1. Stock) der Schauburg stattfindet. Wir sind besonders stolz auf ein außergewöhnlich breit gefächertes Programm der aktuellen „Traumfabrik“ und freuen uns sehr, nicht nur digitale Fassungen, sondern auch digital restaurierte 4K Formate (Joel & Ethan Coen’s „BLOOD SIMPLE“), Filme in der Originalfassung mit Untertiteln („DIE SPUR DES FALKENS“ von 1941), Filme in der original analogen 35mm Filmkopie („FIGHT CLUB“) aber auch als 70mm Filmkopie („THE HATEFUL EIGHT“) zeigen zu können. Selten vorgeführte Filme wie „DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1933 oder der Detektivfilm „TOTE SCHLAFEN FEST“ (1941) aber auch große Klassiker wie Martin Scorseses „TAXI DRIVER“ oder Christopher Nolans „THE DARK NIGHT“ zeigen, wie vielfältig das Thema Film Noir/Neo Noir ist. Wir würden uns sehr freuen, Sie zu einer oder mehreren der „Traumfabrik“ Vorführungen in der Schauburg begrüßen zu dürfen.

TESTAMENT DES DR. MABUSE

NEUERSCHEINUNGEN IM NOVEMBER AB 4. NOVEMBER

DIE GESCHICHTE MEINER FRAU AMMONITE BERGMAN ISLAND AB 11. NOVEMBER BILLIE – LEGENDE DES JAZZ TICK, TICK... BOOM! LIEBER THOMAS GROSSE FREIHEIT AB 14. NOVEMBER THE HUMAN VOICE AB 18. NOVEMBER DAS LAND MEINES VATERS MEIN SOHN EIFFEL IN LOVE TAGUNDNACHTGLEICHE THE POWER OF THE DOG AB 25. NOVEMBER À LA CARTE! – FREIHEIT GEHT DURCH DEN MAGEN HOPE / HOFFNUNG HANNES IN DEN UFFIZIEN HOUSE OF GUCCI THE UNFORGIVABLE DAS SCHWARZE QUADRAT

04 06 07 08 09 09 10 10 12 13 14 16 21 22 24 25 25 26 27 27

Mit cineastischen Grüßen

IMPRESSUM AUSGABE #137

PROGRAMM: MIDNIGHT MOVIES 17 SPECIALS NOVEMBER UND DEZEMBER 2021 29 PROGRAMMVORSCHAU FÜR DEZEMBER 2021 34

Schauburg Kino HERAUSGEBER Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 born@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Marcus Vetter, Wolfram Hannemann GESTALTUNG Dušan Tomić – www.duto.studio

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters erscheint monatlich.


AB 4. NOVEMBER

DIE GESCHICHTE MEINER FRAU

›STORY OF MY WIFE‹ | DRAMA, ROMANZE | UNGARN, FRANKREICH, DEUTSCHLAND 2021 Die turbulente Ehe zwischen einem verschlossenen Kapitän und einer eigensinnigen Salondame. Beziehungsdrama, das einen vielschichtigen Blick auf Geschlechterverhältnisse und die ihnen zugrunde liegenden Macht- und Ohnmachtsfantasien wirft. Kapitän Jacob Störr (Gijs Naber) fährt zur See und transportiert Güter auf Containerfrachtern. Passagiere sind nicht seine Sache und selbst die eigene Crew beobachtet der stattliche Seemann lieber aus der Entfernung seines gehobenen Kajütendecks. Dass Störr Schwierigkeiten hat, sich auf die Welt und das Leben einzulassen, versteht sein Kantinenchef auch in einem weiteren Sinne. Er rät ihm dazu, sich eine Frau zu suchen und zu heiraten. Wieder an Land, rutscht Störr der Gedanke daran als Scherz heraus. Lachend wettet er, dass er die erste Frau ehelichen wird, die durch die Tür des feinen französischen Restaurants kommt, in dem sie sitzen. Keiner glaubt ernsthaft daran, aber als die charismatische Lizzy (Lea Seydoux) auftaucht und sich allein an einen Tisch setzt, lässt sich der Kapitän zu einer Kurzschlussreaktion hinreißen … Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte um den Kapitän, der sich spontan eine Frau erwählt, wie eine weitere zeitgenössische Kritik an Geschlechterverhältnissen und ihren Machtdynamiken. Das greift jedoch viel zu kurz, wie im Verlauf des Films schnell deutlich wird. Denn Lizzy ist keineswegs eine hilflose, unterwürfige Frau, und ihre Einwilligung in den spontanen Bund mit dem Kapitän hat vielschichtige Motive. Fokussiert auf die Dialoge verfolgt das Drama hauptsächlich in kammerspielartigen Szenen die Entwicklung der beiden Protagonisten, ihre Spielchen und ihre Angst sich aufeinander einzulassen. Besonders atmosphärisch sind dabei die Passagen gelungen, die in der Hamburger Speicherstadt gedreht und in herbstlich-goldenes Licht getaucht sind. Fast drei Stunden dauern Enyedis Szenen einer Ehe und es braucht auch seitens der Zuschauer eine gewisse Hingabe und ein Interesse an psychologischen Dynamiken, um dem Film gerne zu folgen. Dann wird man jedoch mit einer komplexen Geschichte belohnt, die über den Unterhaltungswert hinaus zum Nachdenken über Kontrollzwang und Machtlosigkeit anregt. PROGRAMMKINO.DE / SILVIA BAHL REGIE Ildikó Enyedi  BUCH Ildikó Enyedi, nach dem Roman von Milán Füst  DARSTELLER Léa Seydoux, Gijs Naber, Louis Garrel, Luna Wedler, Ulrich Matthes  LAUFZEIT 169 Minuten  FSK 12

04 NEU IM NOVEMBER



AB 4. NOVEMBER

AMMONITE

DRAMA, ROMANZE | GROSSBRITANNIEN 2020 Die Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts. Glaubhafte Figuren, eine exzellente Besetzung sowie atmosphärisch dichte Bilder bieten eine zauberhafte Liebesgeschichte der bewegenden Art. OSCAR-verdächtig! Mary (Kate Winslet) reagiert ruppig auf ihre neue Begleitung Charlotte (Saoirse Ronan). Tatsächlich hat deren wohlhabender Mann ein üppiges Honorar gezahlt, damit sich Mary für vier Wochen um seine gesundheitlich angeschlagene, junge Gattin kümmert und er ungehindert in den Urlaub reisen kann. Widerwillig hat Mary dem lukrativen Angebot zugestimmt, kann sie das Geld doch dringend brauchen. Der Verkauf von Fossilien an Touristen im kleinen Laden läuft mehr schlecht als recht. Der frostigen Ablehnung von Mary zu Beginn, folgt bald die zunehmende Annäherung. Als Charlotte nach einem Bad im kalten Meer erkrankt, wird sie im Haus von Mary gepflegt. „Bewusstlos wären Sie mir lieber“, wehrt die Hausherrin die neugierigen Fragen ihres Gastes ab. Doch schon in der Nacht werden die beiden ungleichen Frauen gemeinsam das einzige Bett teilen – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die sich zunehmend zur leidenschaftlichen Liebe entwickelt … „Das ist ein zutiefst persönlicher Film. Eine Betrachtung darüber, wie wir lernen, wieder zu lieben, nachdem wir verletzt wurden. Wie wir offen genug sein können, um zu lieben und geliebt zu werden. Wie wir etwas akzeptieren, vergeben und lernen können, durch die Kraft einer wahren, intimen Verbindung“, erläutert Regisseur und Autor Francis Lee sein Drama. Was pathetisch klingen mag, überzeugt auf der Leinwand durch großartige Wahrhaftigkeit, meilenweit von Kitsch entfernt. Die raue Klippen-Landschaft am Strand der „Jurassic Coast“ wirkt wie aus einem Gemälde von William Turner. Mit psychologischer Präzision sind die Figuren plausibel gezeichnet. Mit großer Glaubwürdigkeit werden sie gespielt. Gewidmet ist die Lovestory der echten Mary Anning (1799–1847) aus dem englischen Küstenort Lyme Regis in Dorset. Sie gilt historisch als eine der ersten Paläontologinnen weltweit. Ihr filmisches Denkmal dürfte mit einigen Oscars veredelt werden! PROGRAMMKINO.DE / DIETER OßWALD REGIE & DREHBUCH Francis Lee  DARSTELLER Kate Winslet, Saoirse Ronan, Gemma Jones, James McArdle  LAUFZEIT 117 Minuten  FSK 12

06 NEU IM NOVEMBER


DER NUMMER-1-HIT AUS FRANKREICH

AB 4. NOVEMBER

BERGMAN ISLAND

GUILLAUME

DRAMA, KOMÖDIE, FANTASY, ROMANZE | FRA, BEL, SWE, DEU, MEX 2021 Drama über ein Paar auf den Spuren von Ingmar Bergman, das einerseits Bergman-Hommage, vor allem aber ein verspielter Film über den Prozess des Filmemachens und – natürlich – auch ein Beziehungsfilm ist. Mit der kleinen Autofähre, die vom größeren Gotland auf das winzige Fårö führt, setzen sie über: Chris (Vicki Krieps) und Tony (Tim Roth), Filmemacher, Paar und Eltern einer Tochter, die bei den Großeltern geblieben ist. Denn die Eltern wollen auf Bergmans Insel den Spuren des legendären Regisseurs folgen, Inspiration finden und an neuen Projekten arbeiten. Während ihr Mann Inspiration spürt, fühlt sich Chris durch die Präsenz Bergmans eingeschüchtert. Während Tony problemlos schreibt und im Bergman-Museum seine Filme zeigt, stromert Chris ziellos über die Insel und denkt mehr über sich und ihre Beziehung nach, als über ihren Film. Doch ist das nicht dasselbe? Bald beginnt sie Tony von ihrem Projekt zu erzählen, der von der Filmemacherin Amy (Mia Wasikowska) handelt, die für eine Hochzeit nach Fårö kommt und dort ihre Jugendliebe Joseph (Anders Danielsen Lie) wieder trifft. Sie verbringen die Nacht miteinander, doch es gibt keine Zukunft für das Paar. Nicht zuletzt, weil Amy inzwischen ein Kind mit einem anderen Mann hat. 2007 starb Ingmar Bergman auf Fårö und ist auf dem kleinen Kirchhof der Insel begraben. Sein ehemaliges Wohnhaus bietet inzwischen Künstlern an, Zeit auf der Insel zu verbringen und an Projekten zu arbeiten. Hier verbrachten auch Mia Hansen-Løve und ihr langjähriger Lebensgefährte, der Regisseur Olivier Assayas Zeit, arbeiteten so wie die Figuren in „Bergman Island“ an Projekten. Unzweifelhaft ist Hansen-Løves Film also autobiographisch, so wie die meisten ihrer bisherigen Filme mehr oder weniger von Menschen aus ihrem nächsten Umfeld inspiriert waren. Wie sehr „Bergman Island“ autobiographisch ist, darüber lässt sich reichlich spekulieren. Vor allem aber ist Hansen-Løve ein wunderbar reicher Film über das Wesen einer (bzw. mehrerer) Künstlerinnen gelungen, die in einer oft nur scheinbar freien Welt nach sich selbst und ihrem Gleichgewicht suchen. Dass „Bergman Island“ zudem eine leichte, verspielte Hommage an einen der Säulenheiligen des Kinos ist, macht ihn nur noch vielschichtiger. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL MEYNS REGIE & BUCH Mia Hansen-Løve  DARSTELLE Vicky Krieps, Tim Roth, Mia Wasikowska, Anders Danielsen Lie, Melinda Kinnaman, Joel Spira LAUFZEIT 112 Minuten

CANET VEERLE

BAETENS ANTHONY

DAS

BAJON RUFUS

LAND MEINES VATERS SAMIR

GUESMI

EIN FILM VON EDOUARD

BERGEON

JETZT IM KINO WWW.WELTKINO.DE

NEU IM NOVEMBER 07


AB 11. NOVEMBER

BILLIE – LEGENDE DES JAZZ DOKUMENTARFILM | GROSSBRITANNIEN 2019

James Erskines Film über Billie Holiday ist ein Kinoerlebnis für alle Sinne. Er zeigt die Tragik ihres Lebens ebenso wie Billie Holidays Kampf gegen den Rassismus und spannt den Bogen bis heute. Billie Holidays kurzes Leben ist von Anfang an ein erschreckendes Beispiel für die Verhältnisse in den USA zu einer Zeit, in der die schwarze Bevölkerung ganz offen unterdrückt und diskriminiert wird. Später kann sie kaum darüber sprechen. Aber sie kann singen – und wie! Einige ihrer Songs, die meisten werden im Film dankenswerterweise ausgespielt, werden nicht nur zu Hits, sondern zu unsterblichen Erinnerungen an eine Sängerin, die mit ihrem Sound und mit ihrer Stimme die Musiklandschaft der USA veränderte, aber auch das politische Leben mit beeinflusste. Billie Holiday, als Eleanora Fagan 1915 in Philadelphia geboren, wächst in einer Umgebung auf, die von Gewalt, Prostitution und Rassismus geprägt ist. Mit 13 geht sie mit ihrer Mutter nach New York und wird entdeckt, als sie in einem Club in Harlem singt. Sie wird die erste schwarze Frau, die mit einem weißen Orchester tourt – eine relativ kurze Episode, denn Billie Holiday wird in den Südstaaten mit rassistischen Beleidigungen konfrontiert, so dass sie die Tournee abbricht … Der Filmemacher James Erskine (u. a. „Battle of the Sexes“, 2013) hatte das Glück, mehr als 200 Stunden Tonmaterial für eine geplante Billie Holiday-Biografie verwenden zu können, das aus den 70er Jahren stammte. Erst nach beinahe 40 Jahren wurden die Kassetten und Tonbänder wiederentdeckt. Jazzgrößen wie Count Basie oder Bobby Tucker sprechen darauf über Billie Holiday, ihr Leben und ihre Musik. James Erskine schafft Verbindungen bei der Frage, warum Billie Holiday in allem extrem war – offenbar war sie eine Vollblutkünstlerin, die nicht nur in ihrer Musik auf der Suche nach radikalen Empfindungen war. Doch vor allem ist es die ungewöhnliche, unverkennbare Stimme von Billie Holiday und sind es ihre unsterblichen Songs, die den Film zu einem unvergleichlichen und sehr bewegenden Erlebnis machen. Ihr ehemaliger Band-Kollege Al Avola sagt im Film: „Ihrer schönen Seele konnte sie nur singend Ausdruck geben.“ Ein Satz, so wahr und so traurig wie ihre Musik. PROGRAMMKINO.DE / GABY SIKORSKI REGIE & BUCH James Erskine  MIT Billie Holiday, Linda Lipnack Kuehl, Count Basie, Tony Bennett, Jimmy Fletcher, Bobby Tucker, Jimmy Rowles, Sylvia Syms KAMERA Tim Cragg  MUSIK Billie Holiday  LAUFZEIT 97 Minuten  FSK 12

08 NEU IM NOVEMBER


AB 11. NOVEMBER

LIEBER THOMAS

BIOGRAFIE, DRAMA, HISTORIE | DEUTSCHLAND 2021 Wer war Thomas Brasch? Am Ende des biographischen Porträts weiß man dank der mitreißenden Darstellung zumindest eins: Brasch war ein faszinierender, vielschichtiger, ambivalenter Mann und eine geradezu exemplarische Künstlerfigur.

AB 11. NOVEMBER

TICK, TICK... BOOM! MUSIK, DRAMA, BIOGRAFIE | USA 2021

Kurz vor seinem 30. Geburtstag muss ein vielversprechender Theaterkomponist in New York City die Herausforderungen der Liebe, der Freundschaft und des Lebens meistern. Jon ist ein aufstrebender Musical-Komponist und lebt in SoHo, New York. Er steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag und sorgt sich über das Altern und seine bisherigen Leistungen und arbeitet notgedrungen als Kellner. Michael, Jons bester (homosexueller) Freund, gab die Schauspielerei für einen lukrativen Job in der Marktforschung auf. Seine Freundin Susan ist Tänzerin und unterrichtet „reiche und unbegabte Kinder“ in Ballet. Jon setzt sehr große Hoffnungen in sein neues Musical Superbia, dessen Workshop-Premiere unmittelbar bevorsteht. Während Susan mit Jon lieber aufs Land ziehen und eine Familie gründen möchte, ist für Jon klar, dass er es nur an den Broadway schaffen kann, wenn er in New York bleibt. Während Michael es durch seinen neuen Job zu einem gewissen Wohlstand gebracht hat, ist Jon bereit alle Entbehrungen auf sich zu nehmen, um an seinem großen Traum festhalten zu können. “Tick, Tick… BOOM!” ist ein Musical des amerikanischen Komponisten Jonathan Larson (bekannt durch Rent). Tick, Tick… Boom erzählt die Geschichte des aufstrebenden Komponisten Jon, der im Jahr 1990 in New York lebt. Die Geschichte ist autobiographisch, wie Larsons Vater im Booklet der Cast Recording schreibt. Larson begann das Stück als SoloArbeit im Jahre 1990. Nach seinem Tod 1996 wurde es von dem Dramatiker David Auburn als drei Personen-Stück überarbeitet und hatte seine Premiere 2001 am Off-Broadway. Seitdem gab es eine London Produktion, eine US-amerikanische Tournee und zahlreiche weitere Produktionen. QUELLE: WIKIPEDIA REGIE Lin-Manuel Miranda​  DARSTELLER Andrew Garfield, Vanessa Hudgens, Bradley Whitford​  LAUFZEIT 115 Minuten

Als Sohn eines hohen SED-Beamten wuchs der 1945 geborene Thomas Brasch (Albrecht Schuch) auf, durchaus privilegiert, aber nie ohne kritischen Blick auf seine Lebensumstände. Die Niederschlagung von Protestbewegungen in befreundeten sozialistischen Ländern empörte Brasch, Flugblätter wurden gedruckt, ein Gefängnisaufenthalt durch den Verrat des Vaters folgte. 1977 verließen er und seine damalige Freundin Katarina (Jella Haase) die DDR, offiziell freiwillig, vor allem aber, weil Brasch in seiner Heimat keine Texte veröffentlichen konnte. Ein Systemwechsel, der für die Künstlernatur Brasch nicht so groß war, wie es Außenstehende, gerade die Medien im westlichen Teil Deutschlands, gerne sehen wollten. Wie Brasch sich nun nicht instrumentalisieren, wie er sich nicht als Kritiker des DDR-Systems benutzen ließ, ist einer der interessantesten Aspekte seiner Biographie, die, so deutet es Kleinerts Film an, letztendlich zu seiner Isolation, der zunehmenden Flucht in Alkohol und Kokain führte. Bisweilen zwangsläufig etwas episodisch ist das genau recherchierte Buch von Thomas Wendrich, viele Ereignisse wollen behandelt werden, Zeitsprünge zerstückeln den Fluss, Kapitel teilen den Film, das Leben Braschs ein. Zusammengehalten wird der große Bogen vom einmal mehr außerordentlichen Albrecht Schuch. Mit größtem Elan wirft er sich in die Rolle des Künstlers und Lebemann, dem die Frauen zu Füßen lagen, der seine rebellische Natur auslebte, dabei aber nicht nur gegen einfache Gegner austeilte, sondern auch kritisch mit sich und seiner Rolle im System umging. Besser gesagt: In beiden Systemen, denn weder in seiner ersten Lebenshälfte in der DDR, noch später in der BRD passte Thomas Brasch wirklich dazu, sah klar die Missstände der jeweiligen Systeme, wollte sich weder hier noch da vereinnahmen lassen. Nicht nur ein Film über einen Künstler ist „Lieber Thomas“, sondern auch ein Film über deutsche Verhältnisse, vor allem aber auch ein Film über den schwierigen und manchmal zerstörerischen Versuch, sich selbst treu zu bleiben. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL MEYNS REGIE Andreas Kleinert  BUCH Thomas Wendrich  DARSTELLER Albrecht Schuch, Jella Haase, Ioana Iacob, Jörg Schütauff, Anja Schneider, Marlen Ulonska  LAUFZEIT 150 Minuten  FSK 16

NEU IM NOVEMBER 09


AB 11. NOVEMBER

GROSSE FREIHEIT

BIOGRAFIE, DRAMA, ROMANZE | DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH 2021 Der berüchtigte §175 kriminalisierte Homosexualität. Ausgehend von diesem Justizskandal erzählt Sebastian Meise von zwei Männern, die sich über Jahre immer wieder im Gefängnis begegnen – und sich nach Jahrzehnten verlieben. 1968. Zwei Jahre Zuchthaus bekommt Hans (Franz Rogowski) aufgebrummt, nachdem er beim Sex mit einem Mann auf einer öffentlichen Toilette gefilmt wurde. Nicht zum ersten Mal, denn Hans ist ein sturer Bock und will sich von Nichts und Niemandem sagen wie er zu leben und schon gar nicht wen er zu lieben hat. Im Bau begegnet er Viktor (Georg Friedrich), nicht zum ersten Mal wie sich bald zeigt. 1945 waren die beiden Männer bereits Zellengenossen, Viktor am Anfang einer langen Strafe wegen eines aus Eifersucht begangenen Totschlags und Hans weil er Männer liebt. So homophob sich Viktor anfangs gezeigt hatte: Das Hans direkt aus einem Konzentrationslager in ein Gefängnis der Alliierten überstellt wurde, das schockiert ihn doch. Eine erste Berührung, ein erster intimer Moment geschieht, als Viktor Hans dessen in den Arm gestochene Nummer mit einem Tattoo überdeckt … Ein wenig konstruiert mutet der lange Zeitraum der Geschichte zwar an, geboren aus dem Wunsch, den Übergang vom Dritten Reich zur Bundesrepublik ebenso zu erzählen, wie die Entkriminalisierung von Homosexualität im Jahre 1969. Aber das Konstrukt funktioniert, gerade auch weil Sebastian Meise in seinem zweiten Spielfilm die Mauern des Gefängnisses nur ganz am Ende verlässt. Auch die Kleidung der Gefangenen bleibt über die Jahre gleich und selbst Viktor und Hans altern zwar, doch fast unmerklich, der dezente Einsatz von der jeweiligen Zeit entsprechenden Haaren und Frisuren deutet auch hier einen Stillstand an, der am Ende tragisch wird. So sehr sind diese beiden Männer in ihren Rollen verharrt, Rollen, in die sie vom System gezwungen wurden, dass sie wirkliche Freiheit kaum ertragen können. In manchen Momenten erinnert das an Texte von Jean Genet, an große Gefängnis-Filme, in denen die ganz eigene Subkultur dieses Ortes lebendig wird. Nicht zuletzt dank des herausragenden Darstellerduos Franz Rogowski und Georg Friedrich, die in den beengten Zellen eine ganz besondere, sich über lange Jahre entwickelnde Liebesgeschichte zum Leben erwecken. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL MEYNS REGIE Sebastian Meise  BUCH Thomas Reider & Sebastian Meise DARSTELLER Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn  LAUFZEIT 116 Minuten  FSK 16

10 NEU IM NOVEMBER

AB 14. NOVEMBER

THE HUMAN VOICE

DRAMA, EXPERIMENTALFILM, KURZFILM | SPANIEN 2020 Pedro Almodóvars erster englischsprachiger Kurzfilm ist eine moralische Lektion über das Begehren. Als Bonus gibt es eine Video-Zuspielung des Regisseurs. Eine Frau beobachtet, wie die Zeit vergeht – neben den gepackten Koffern ihres Ex-Geliebten (der sie abholen soll, aber nie erscheint) und einem rastlosen Hund, der nicht versteht, dass sein Herrchen ihn verlassen hat. Zwei Lebewesen, konfrontiert mit dem Verlassenwerden. Es folgen drei Tage vergeblichen Wartens, in denen die Frau nur einmal das Haus verlässt, um eine Axt und einen Kanister Benzin zu kaufen. Ihre Stimmung schwingt von Hilflosigkeit über Verzweiflung bis zum Kontrollverlust. In einem Moment perfekt angezogen, als würde die nächste Party warten, überlegt sie kurz darauf, sich vom Balkon zu stürzen. Als ihr Ex-Geliebter endlich anruft, liegt sie nach einem Medikamentencocktail bewusstlos auf dem Bett. Der Hund leckt ihr das Gesicht, bis sie wieder aufwacht. Nach einer kalten Dusche, belebt durch einen Kaffee, der so schwarz ist wie ihr Gemütszustand, klingelt das Telefon erneut, und dieses Mal kann sie abheben. Pedro Almodóvars (“Parallele Mütter”, “Leid und Herrlichkeit”) 30-minütiger Kurzfilm “The Human Voice” basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Jean Cocteau und ist zugleich das erste englischsprachige Werk des Regisseurs. Hauptdarstellerin Tilda Swinton (“A Bigger Splash”, “Orlando”), beeindruckt in der Hauptrolle der namenlosen Frau, der "menschlichen Stimme", die mit einem eindringlichen Monolog ein Gefühl des Schmerzes, der Einsamkeit und der Leere vermittelt. Die Adaption gleicht einem Experiment, einer Symbiose des Filmischen, des Theatralischen und der dahinterliegenden materiellen Realität des Fiktiven – und Almodóvar beweist dabei einmal mehr sein großes Gespür für formelle und bildliche Kompositionen. REGIE Pedro Almodóvar​  DARSTELLER Tilda Swinton LAUFZEIT 30 Minuten FSK 12



AB 18. NOVEMBER

DAS LAND MEINES VATERS DRAMA | FRANKREICH, BELGIEN 2019

Die wahre Geschichte einer Familie auf dem französischen Land – konsequent ehrlich, berührend und wahrhaftig. Pierre ist 25 Jahre alt, als er aus Wyoming zurückkehrt, um mit seiner Verlobten Claire den Hof seines Vaters in der französischen Heimat zu übernehmen. Der junge Landwirt strotzt nur so vor neuen Ideen und Tatendrang, wohingegen sein Vater Jacques nur schwer loslassen kann. Zwanzig Jahre später ist der Betrieb gewachsen und mit ihm die Familie. Doch die glücklichen Tage der gemeinsamen Hingabe für Hof und Land gehören bald der Vergangenheit an. Denn trotz aufopfer­ ungsvoller harter Arbeit bis hin zur Erschöpfung und der tatkräftigen Unterstützung von Claire und den beiden Kindern wachsen die Schulden – und mit ihnen Pierres Verzweiflung. Inspiriert vom Leben seines Vaters erzählt Regisseur Edouard Bergeon mit seinem Nummer-1-Hit aus Frankreich eine universelle Geschichte der Generationen zwischen Lebensträumen und Existenzsorgen. In großen Landschaftsbildern wirft das bewegende wie hochaktuelle Spielfilmdebüt mit einem überragenden Guillaume Canet in der Hauptrolle einen zutiefst menschlichen Blick auf die dramatischen Arbeitsbedingungen der Landwirte und den Preis unserer Nahrung. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) hat den Kinofilm mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet und schreibt in der Jury-Begründung: „Bemerkenswert ist die Vielschichtigkeit der Emotionen, die sorgsame Balance zwischen Momenten voller Freude und Episoden der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. “Das Land meines Vaters” ist ein Film, der zum Diskutieren und Nachdenken anregt.“ REGIE Edouard Bergeon​  DARSTELLER Guillaume Canet, Veerle Baetens, Anthony Bajon  LAUFZEIT 104 Minuten  FSK 12

12 NEU IM NOVEMBER


ROMAIN

DURIS

EMMA

MACKEY

AB 18. NOVEMBER

MEIN SOHN

DRAMA, KOMÖDIE | DEUTSCHLAND 2021 Leises Roadmovie über eine komplexe Mutter-Sohn-Beziehung, in dem Anke Engelke neben Shootingstar Jonas Dassler ein neues Spektrum ihres Könnens zeigt. Der schwere Skateboard-Unfall ihres draufgängerischen Sohns Jason (Jonas Dassler) ist eine Zäsur im Leben der Fotografin Marlene (Anke Engelke). Als klar wird, wie schwerwiegend Jasons Verletzungen sind, kann nur eine spezielle Reha in der Schweiz helfen. Marlene entschließt sich, ihren Sohn selbst von Berlin quer durch Deutschland dorthin zu fahren. Während Marlene eine klare Route im Kopf hat, setzt Jason alles daran, seine Mutter davon zu überzeugen, dass sich das Leben vor allem auf Umwegen abspielt. Mutter und Sohn ringen um Nähe und Distanz, reiben sich an ihren unterschiedlichen Vorstellungen, enttäuschen ihre jeweiligen Erwartungen und landen unweigerlich in alten Konflikten. Marlene fällt es schwer, ihre Angst um Jason zu kontrollieren, während der sich offensichtlich vor nichts zu fürchten scheint. Der Gegensatz könnte nicht größer sein. Schleichend bricht sich etwas aus der Vergangenheit Bahn. Und mit jedem Kilometer, den sie fahren, nimmt dieses Unausgesprochene mehr und mehr Raum ein. Mit genauem Gespür für leise Zwischentöne, feinen Humor und die unerträgliche Leichtigkeit des Seins legt Lena Stahl mit “Mein Sohn” ihr Kino-Spielfilmdebüt vor. Das fesselnde Roadmovie erzählt vom Prozess des Loslassens in einer ebenso liebevollen wie spannungsgeladenen MutterSohn-Beziehung. Anke Engelke zeigt in einer dramatischen Kinohauptrolle ein neues Spektrum ihres Könnens und sich selbst als erstklassige Schauspielerin, an ihrer Seite eines der profiliertesten jungen Talente, Shootingstar Jonas Dassler. Mit treffsicheren Dialogen und so präzise wie liebevoll gezeichneten Figuren greift dieses Arthouse-Drama ein universelles Thema auf und beleuchtet, wie Eltern und erwachsene Kinder sich im Laufe des Lebens immer wieder neu begegnen und ihre Beziehung neu definieren müssen. Mein Sohn ist ergreifendes, oft lustiges und mitreißend gespieltes Unterhaltungskino! REGIE Lena Stahl​  DARSTELLER Anke Engelke, Jonas Dassler, Hannah Herzsprung​  LAUFZEIT 94 Minuten  FSK 12

NEU IM NOVEMBER 13

AB 18.11. IM KINO


AB 18. NOVEMBER

EIFFEL IN LOVE

›EIFFEL‹ | DRAMA, BIOGRAFIE, KOMÖDIE | FRANKREICH 2021 Die Geschichte vom Bau des Eiffelturms. Eine Geschichte über gesellschaftliche Etikette, verbotene Gefühle und eine unerfüllte Sehnsucht. Opulent ausgestattet, mit liebevollen Details und beeindruckenden Aufnahmen. Erst sträubt sich Gustave Eiffel (Romain Duris), einen mehrere Hundert Meter hohen Turm in Paris zu bauen, dann – ganz plötzlich – ändert er seine Meinung und riskiert für den Bau sogar sein eigenes Vermögen. Angetrieben wird er dabei von der Liebe – zum Bau eines Monuments für die Menschheit, aber auch zu Adrienne (Emma Mackey), die er vor mehr als 20 Jahren traf, die er heiraten wollte und die dann verschwand. Nun ist sie als Angetraute eines anderen wieder in Eiffels Leben getreten – und er muss sich entscheiden: für die Liebe oder für sein größtes Werk. Der deutsche Titel ergibt sich wohl aus „Shakespeare in Love“, Gemeinsamkeiten, die darüber hinausgehen, dass es um eine Romanze einer historischen Person geht, sind aber nicht vorhanden. Denn „Eiffel in Love“ ist deutlich mondäner gestaltet, weniger verspielt, immer etwas entrückt. Für die Geschichte nahm man sich Freiheiten. Dass Eiffel und Adrienne heiraten wollten, als er 28 und sie 18 war, ist ein Fakt, dass es nicht dazu kam auch. Es ist auch bekannt, dass beide sich später wieder sahen, aber sehr viel später, als der Film propagiert. Der Film stellt jedoch die Frage, was gewesen wäre, wenn sich beide vor dem Bau des Eiffelturms wiedergesehen hätten. Mehr noch: Was, wenn dieser Turm der immense Ausdruck für Gustaves Liebe gewesen wäre? PROGRAMMKINO.DE / PETER OSTERIED REGIE Martin Bourboulon  BUCH Caroline Bongrand  DARSTELLER Romain Duris, Emma Mackey, Pierre Deladonchamps  LAUFZEIT 108 Minuten  FSK 6

14 NEU IM NOVEMBER


Alle Filme im englischen Original Donnerstags jeweils 2100 Uhr

RETROSPECTIVE

Wes

Anderson

23.9.

30.9. 7.10.

RUSHMORE THE ROYAL TENENBAUMS

14.10.

THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU

21.10.

THE FRENCH DISPATCH

28.10.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

BOTTLE ROCKET

THE DARJEELING LIMITED

4.11.

FANTASTIC MR. FOX

11.11.

MOONRISE KINGDOM

18.11.

THE GRAND BUDAPEST HOTEL

25.11.

ISLE OF DOGS


PREMIERE

mit Regisseurin Lena Knauss Montag, 22. November 18:00 Uhr AB 18. NOVEMBER

TAGUNDNACHTGLEICHE DRAMA, ROMANZE | DEUTSCHLAND 2020

Ungewöhnlicher, atmosphärisch starker Film über einen Mann, der sich in der Sehnsucht nach seiner verlorenen Liebe aufzugeben droht. Gelungenes, sowohl von Kitsch als auch von Ironie befreites Kinodebüt Alexander lebt allein, er hat gelegentliche Techtelmechtel mit einer Kneipenwirtin, und er repariert hauptberuflich Fahrräder. Gegenüber wohnt eine junge Frau, die er eines Tages trifft, als er aus dem Haus kommt. Er geht ihr nach und stellt fest, dass sie in einem Haus verschwindet – offenbar in einem Varieté-Theater mit dem Namen „Tagundnachtgleiche“. Sie verzaubert Alexander mit ihrem Auftritt, so dass er sie nach der Vorstellung unbedingt wiedersehen will. Gemeinsam mit anderen Künstlern feiern die beiden eine wilde Party, die schließlich im Bett endet. So weit, so gut, so üblich. Doch damit endet schon alles, was in der Kategorie Liebesfilm zum Standard gehört. Ab jetzt wird es ungewöhnlich, denn die Varietékünstlerin Paula stirbt bei einem Unfall nach der Liebesnacht … Mit sehr wenig Dialogen und einem ausgeklügelten visuellen Konzept findet Lena Knauss nicht nur zu Bildern einer ungewöhnlichen Liebe, sondern auch zu einem eindringlichen eigenen Stil, in dem sie die Lebensphilosophie der Thirtysomethings relativ schonungslos entlarvt. Alexander mischt in der Erinnerung immer mehr Wirklichkeit und Fantasie, er träumt sich seine Liebe zurecht – hier wird die romantische Vorstellung von einer Beziehung zwischen Mann und Frau gleichzeitig persifliert und konterkariert. Lena Knauss spielt dafür mit Traumsequenzen und Rückblenden, die manchmal erfunden, manchmal tatsächlich passiert sind. So schafft sie eine eigenartige, beinahe dekonstruktivistische Stimmung zwischen Fantasie und Wirklichkeit, die umso stärker wirkt, weil die Hauptfigur ein Mann ist. Thomas Niehaus spielt diesen Mann auf der Suche nach Identität, der großen Liebe und dem Sinn des Lebens mit feiner, leiser Melancholie. Die wunderbar ausgewählte Musik (Komposition: Moritz Schmittat) und die fantastische Kameraarbeit von Eva Katharina Bühler übernehmen wichtige dramaturgische Aufgaben und sorgen mit für eine eigenwillige, aber irgendwie faszinierende Atmosphäre, die zusammen mit einem ausgeklügelten Drehbuch und einer gekonnten Inszenierung den Film zu einem sehr sehenswerten Erlebnis macht. PROGRAMMKINO.DE / GABY SIKORSKI

REGIE Lena Knauss  DARSTELLER Thomas Niehaus, Sarah Hostettler, Aenne Schwarz, Godehard Giese, Ines Marie Westernströer   LAUFZEIT 110 Minuten  FSK 16

16 NEU IM NOVEMBER


ART

OR

ARSE

Sa 30.10. 2300 Uhr

HALLOWEEN SPECIAL: NIGHT OF THE LIVING DEAD (OmU)

Sa 06.11. 2300 Uhr

AUGEN OHNE GESICHT – DAS SCHRECKENSHAUS DES DR. RASANOFF (OmU)

Sa 13.11. 2300 Uhr

PACO – KAMPFMASCHINE DES TODES (dF/35mm)

Sa 20.11. 2300 Uhr

GASPAR NOÉ: LUX ÆTERNA (OmU – nur 6 €) DIE NACKTEN VAMPIRE (dF) DOUBLE BILL: NIGHTMARE ON ELM STREET 3 + 4 (dF/35mm – nur 10 €)

Sa 27.11. 2300 Uhr Sa 04.12. 2230 Uhr Sa 11.12. 2300 Uhr

TEXAS – DOC SNYDER HÄLT DIE WELT IN ATEM (dF/35mm)

Sa 18.12. 2300 Uhr Sa 25.12. 2300 Uhr Sa 01.01. 2300 Uhr Sa 08.01. 2300 Uhr Sa 15.01. 2300 Uhr Sa 22.01. 2300 Uhr Sa 29.01. 2300 Uhr Sa 05.02. 2300 Uhr Sa 12.02. 2300 Uhr

STARSHIP TROOPERS (dF/35mm) BABY BLOOD (OmU)

Sa 19.02. 2300 Uhr Sa 26.02. 2300 Uhr Mo 28.02. 2100 Uhr Sa 05.03. 2300 Uhr

LEOS CARAX: HOLY MOTORS (OmU) DIE WEIBCHEN (dF) DIE STADT DER VERLORENEN KINDER (dF/35mm) RAUMKREUZER HYDRA (dF/35mm) SOHN DER WEISSEN STUTE (OmU) BRANDED TO KILL (OmU) DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE (dF) PIETA (OmU) NAPOLEON DYNAMITE (engl.) THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW (engl.) KEN RUSSELL: DIE TEUFEL (dF/35mm)

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der

Georg Fricker Stiftung

Motiv: Augen ohne Gesicht

(dF = deutsche Fassung / OmU = Original mit Untertiteln)


Sa 6. November 2021 – 2300 Uhr AUGEN OHNE GESICHT (franz. OmU)

Frankreich, Italien 1959 - Regie: Georges Franju - Darsteller: Pierre Brasseur, Alida Valli, Juliette Mayniel - 90 Minuten - ab 18 Jahren

ART

OR

ARSE

Völliger Quark oder verkannte Perle? Für fast jeden Film unserer nunmehr sechsten Midnight Movies-Staffel würden sich für beide Richtungen Stimmen finden. Gerade die polarisierenden Filme sind oft am gehaltvollsten - für den eigenen Kopf oder die künstlerische Analyse. Zu sehen gibt es Italo-Trash erster Güte mit „Raumkreuzer Hydra“ oder dem Terminator-Rip-Off „Paco-Kampfmaschine des Todes“ (beide in analoger Präsentation), Klassiker von George A. Romero und Alejandro Jodorowsky und auch ganz neue Produktionen, zum Beispiel Gaspar Noés „Lux Æterna“. Wir zeigen den Debütfilm der Goldenen Palme Gewinnerin 2021 („Raw“), sowie zum Start des neuen Leos Carax‘ Film „Annette“ sein Opus Magnum „Holy Motors“. Jüngste Restaurationen von älteren Filmen in bestechender digitaler Bildqualität sind ebenfalls an Bord: „Augen ohne Gesicht“ erstmals in vollständiger Fassung oder „Sohn der weißen Stute“ in hochauflösender 4K-Projektion. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit Freddy Krüger, Uschi Glas und Helge Schneider. Ja, kein Scherz! Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Vote for Pedro!

Ein echter Horrorklassiker um einen plastischen Chirurgen, der eine perfide Methode entwickelt, die das nach einem Unfall entstellte Gesicht seiner einst wunderhübschen Tochter wiederherstellen soll. Creepy! In Zusammenarbeit mit Wicked Vision Distribution präsentieren wir erstmals die ungekürzte Fassung dieser Genreperle auf der großen Leinwand. Vor der Vorstellung verlosen wir zudem DVDs und Blu Rays.

Sa 13. November 2021 – 2300 Uhr PACO – KAMPFMASCHINE DES TODES (dF/35mm) Italien 1985 - Regie: Sergio Martino - Darsteller: Daniel Greene, Janet Agren, Claudio Cassinelli - 93 Minuten - ab 18 Jahren

70% Roboter, 30% Mensch: Cyborg Paco erinnert sich während eines Mordauftrags seiner menschlichen Emotionen. Zu gefährlich für die Killerorganisation – Paco muss beseitigt werden. Dieses Fest für Cineasten sehen sie erstmals ungekürzt auf einer deutschen Kinoleinwand. Haarsträubender Plot, grausige Darsteller, lausige Effekte, billige Sprüche – und dann noch ganze Szenen budgetfrei bei „Terminator 1“ abgekupfert. Wir ordnen gerne für Sie ein: Arse.

Sa 20. November 2021 – 2300 Uhr GASPAR NOÉ: LUX ÆTERNA (OmU – nur 6 €)

Frankreich 2019 - Regie: Gaspar Noé - Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Béatrice Dalle, Abbey Lee - 51 Minuten - ab 16 Jahren

Die Schauspielgrößen Béatrice Dalle und Charlotte Gainsbourg reiben sich an einem Filmset auf. Überall lauern Fallen, alles geht schief, Stalker nerven am Set und die Mitarbeiter spinnen Intrigen gegeneinander. Höllywood extrem: Gaspar Noé serviert nach „Enter the Void“ und „Climax“ wieder ein Cocktail für ganz Unerschrockene. Epileptiker seien gewarnt!

Sa 27. November 2021 – 2300 Uhr DIE NACKTEN VAMPIRE (dF)

Frankreich 1969 - Regie: Jean Rollin - Darsteller: Olivier Martin, Maurice Lemaître, Caroline Cartier - 85 Minuten - ab 16 Jahren

Sa 30. Oktober 2021 – 2300 Uhr HALLOWEEN SPECIAL: NIGHT OF THE LIVING DEAD (OmU)

USA 1968 - Regie: George A. Romero - Darsteller: Judith O‘Dea, Russell Steiner, Duane Jones - 93 Minuten - ab 18 Jahren

„Die Nacht der lebenden Toten“ gilt als Urknall des Terror- und Zombiefilms: Tote steigen aus den Gräbern und greifen an, eine heterogene Mischung Menschen verschanzt sich in einem abgelegenen Haus. Zuerst als Schund verkannt, erlangte der Film später einen festen Platz im New Yorker Museum of Modern Art. Romero gelingt es Vietnam Allegorien zu verankern und zeichnet eine punktgenaue Charakterstudie um menschlichen Existenzialismus.

Pierre beobachtet eine junge Frau, die von einer Gruppe Gestalten mit bizarren Tiermasken verfolgt und getötet wird. Die Tote wird auf das herrschaftliche Anwesen von Pierres Vater gebracht. Geschockt versucht er der dort treibenden Sekte auf die Spur zu kommen. Poetisch und formidabel gefilmter Debut-Kunstschocker von Genre-Veteran Jean Rollin.


Sa 4. Dezember 2021 – 2230 Uhr DOUBLE BILL: NIGHTMARE ON ELM STREET 3 + 4 (dF/35mm – nur 10 €) USA 1987 - Regie: Charles „Chuck“ Russell - Darsteller: Heather Langenkamp, Patricia Arquette, Craig Wasson - 95 Minuten - ab 16 Jahren

Sa 1. Januar 2022 – 2300 Uhr LEOS CARAX: HOLY MOTORS (OmU)

Frankreich/Deutschland 2012 - Regie: Leos Carax – Darsteller: Denis Lavant, Edith Scob, Eva Mendes – 116 Minuten – ab 16 Jahren Herr Oscar ist wandelbar. Er wird zum Bettler, zum Wahnsinnigen, zum Liebhaber, zum Familienvater, zum Mörder und zum vereinsamten Greis. Ein verrückter Kosmos mit Sogwirkung entsteht. Der Film entzieht sich jeder Kategorisierung: Wir sehen Musicaleinlagen mit Kylie Minogue, Fantasy, Thriller, Komödie, Drama und Horrofilmanklänge – und eigentlich auch wieder nicht. Der Film erschafft eine sehr eigene und spezielle Filmästhetik.

USA 1988 - Regie: Renny Harlin - Darsteller: Robert Englund, Rodney Eastman, Danny Hassell - 93 Minuten - ab 18 Jahren Vor vier Jahren zeigten wir die ersten beiden Teile des Horror-Franchise. In dieser Runde sehen Sie die „besten“ Fortsetzungen im Freddy Krüger-Universum. Teil 3 wartet mit der Heldin aus dem Original auf und gilt unter Kennern als gelungenste Fortsetzung. Teil 4 (Regie: Renny Harlin - Cliffhanger, Stirb langsam 2) war wiederum der erfolgreichste und vielleicht poppigste Teil der Horror-Sage. In beiden Filmen legen sich wieder Teenager mit Kindermeuchler Krüger an, der einfach nicht tot zu kriegen ist. Surreale Traumsequenzen treffen auf schwärzesten Humor. 1,2 Freddy kommt vorbei...

Sa 11. Dezember 2021 – 2300 Uhr TEXAS – DOC SNYDER HÄLT DIE WELT IN ATEM (dF/35mm)

Deutschland 1993 - Regie: Ralf Huettner, Helge Schneider - Darsteller: Helge Schneider, Peter Thoms, Buddy Casino - 89 Minuten - ab 6 Jahren Doc Snyder reitet nach langer Reise ins heimatliche Westernnest (weil er schmutzige Wäsche für Mama hat) und wird Zeuge, wie der geliebte Bruder den Heldentod stirbt. Er macht Jagd auf den Nasenmann, bis er gegen Ende auf Gott trifft. „Scheiss ihm in die Stiefel! Scheiss ihn randvoll kaputt! Hol alles aus Deinen Schläuchen, lass alles fahren!“ Dada-Schneider ist unfassbar: Die Impro-Bombe ist mit Soul und Witz zusammengeschluderte Filmkunst!

Sa 18. Dezember 2021 – 2300 Uhr STARSHIP TROOPERS (dF/35mm)

USA 1997 - Regie: Paul Verhoeven - Darsteller: Casper Van Dien, Dina Meyer, Denise Richards - 129 Minuten - ab 18 Jahren Die Rieseninsekten „Bugs“ könnten die Erde und ihre Bewohner bedrohen. Es werden Truppen losgeschickt, um die Parasiten unschädlich zu machen und das Gemetzel beginnt. Ironisches Science-Fiction Spektakel von Skandalregisseur Paul Verhoeven („Robocop“, „Total Recall“), der nicht nur gegen blinden Nationalismus, sondern auch gegen instrumentalisierte Medien wettert. Unappetitlich heftig, aber mit Hollywood Budget!

Sa 25. Dezember 2021 – 2300 Uhr BABY BLOOD (OmU / 4K Restaurierung)

Frankreich 1989 - Regie: Alain Robak - Darsteller: Emmanuelle Escourrou, Jean-François Gallotte, Christian Sinniger – 88 Minuten – ab 18 Jahren Arthaus-Splatter: Ein Parasit nistet sich in Zirkusfrau Yanka ein. Erst hört die Dompteurgehilfin eine Stimme, die nach Blut verlangt und plötzlich fängt ihr Bauch an zu wachsen. Ein ziemlich seltsamer Vorreiter der New French Extremity-Bewegung: Stylisch, schwarzhumorig, surreal, ziemlich makaber, schräg und blutig. Tipp!

Sa 8. Januar 2022 – 2300 Uhr DIE WEIBCHEN (dF)

BRD/Frankreich 1970 – Regie: Zbynek Brynych - Darsteller: Uschi Glas, Irina Demick, Françoise Fabian – 90 Minuten – ab 18 Jahren Auf Anraten ihres Arztes fährt die angespannte Eve auf eine Kur. Die wenigen männlichen Patienten werden dort vom Klinikpersonal für Sexabenteuer benutzt und verschwinden oft nach kurzer Zeit. Als die Nouvelle Vague durch die Tschechei rauschte und in die BRD einbrach: Kreisende Kameras, Jump-Cuts, Fischaugenoptik und eine hinreißende Uschi Glas machen dieses Panoptikum zu einem unbedingt sehenswerten Geheimtipp!

Sa 15. Januar 2022 – 2300 Uhr DIE STADT DER VERLORENEN KINDER (dF/35mm) Frankreich/Spanien 1995 – Regie: Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro - Darsteller: Ron Perlman, Daniel Emilfork, Judith Vittet – 111 Minuten – ab 12 Jahren

In einer dystopischen Zukunft herrschen einäugige Zyklopen, die Kinder entführen, um Ihre Tränen und Träume zu stehlen. Eines dieser Kinder, Miette, bietet Paroli und zieht mit einem befreundeten Zirkusmann in den Kampf. Zwischen „Delicatessen“ und „Die fabelhafte Welt der Amélie“ schuf Visionär Jean-Pierre Jeunet ein überbordendes, surreal-überschäumendes, visuell-anspruchsvolles Meisterwerk!

Sa 22. Januar 2022 – 2300 Uhr RAUMKREUZER HYDRA (dF/35mm)

Italien 1965 - Regie Pietro Francisci – Darsteller: Leonora Ruffo, Anthony Freeman, Roland Lesaffre – 84 Minuten – ab 12 Jahren Als ein Erdbeben einen Krater in den Boden reißt, wird ein Raumschiff sichtbar, das zwei Jahre zuvor von einem Planeten namens Hydra gekommen ist, aber wegen eines Schadens liegen blieb. Ein Geophysiker wird von der außerirdischen Besatzung gefangen genommen – er soll das Schiff startklar machen. Die simple Geschichte, die charmante Hauptdarstellerin und das geringe Budget passen gut zusammen. Italo-Si-Fi-Genreperle mit unfreiwilligen Komikeinlagen!


Sa 29. Januar 2022 – 2300 Uhr SOHN DER WEISSEN STUTE (OmU / 4K Restaurierung)

Sa 26. Februar 2022 – 2300 Uhr NAPOLEON DYNAMITE (engl.)

„Fast am Höllentor stand eine Eiche, die hatte 77 Wurzeln und 77 Äste. Auf den 77 Wurzeln standen 77 Drachen. Auf den 77 Ästen saßen 77 Raben... Hör lieber zu, mein Sohn“, sprach die Weiße Stute, „auf dass die Drachen dir nicht die Seele stehlen und dir die Raben nicht die Augen aushacken! Sie missachteten die Warnungen des Königs, die Kette des Drachen zerbrach und über uns brach die Hölle herein.“ Das psychedelische Erwachsenenmärchen entfacht ein wahres Feuerwerk an Farben, Formen und Geräuschen.

Napoleon Dynamite ist eine beliebte Zielscheibe für grobe Scherze seines kompletten Umfelds. Man könnte ihn als melancholischen Loser umschreiben, vom Scheitel bis zur Sohle. Als Debbie in sein Leben tritt könnte sich für ihn alles ändern. Völlig skurrile Verliererballade um einen Außenseiter, der nicht aus seiner Rolle schlüpfen kann. Der Film bricht mit gängigen Sehgewohnheiten und bezaubert mit extrem absurdem Humor!

Sa 5. Februar 2022 – 2300 Uhr BRANDED TO KILL (OmU)

Mo 28. Februar 2022 – 2100 Uhr THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW (engl.)

Ungarn 1981 - Regie: Marcell Jankovics - 81 Minuten - ab 12 Jahren

Japan 1967 - Regie: Seijun Suzuki - Darsteller: Joe Shishido - 94 Minuten - ab 16 Jahren Hanada ist der drittbeste Killer einer japanischen Yakuza-Familie. Mit dem Auftauchen einer mysteriösen Frau verlässt ihn sein Glück und er wird bald selbst zur Zielscheibe. Großartig überdrehter Gangsterkultfilm von Tarantino-Vorbild Seijun Suzuki, der uns mit stylischer Lässigkeit die blutrünstigen Aktionen des tragischen Helden vorführt.

Sa 12. Februar 2022 – 2300 Uhr DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE (dF)

USA 1981 - Frank de Felitta - Darsteller: Charles Durning, Robert F. Lyons, Claude Earl Jones – 96 Minuten – ab 18 Jahren In einer abgelegenen Landgemeinde wird das kleine Mädchen Mary Lee grausam verletzt aufgefunden. Der geistig zurückgebliebene Bubba wird verdächtigt. Er flieht in Panik und versteckt sich als Vogelscheuche und das Meucheln geht weiter. Spannender Slasher, der keine Geiseln nimmt. Wegbereiter des „Scarecrow“Horrorgenres.

Sa 19. Februar 2022 – 2300 Uhr PIETA (OmU)

Südkorea 2012 – Regie: Kim Ki-duk – Darsteller: Lee Jeong-jin, Jo Min-Su, Woo Gi-hong – 107 Minuten – ab 16 Jahren Kang-do ist ein gefühlskalter Geldeintreiber, der arme Handwerker mit perfiden Methoden zu Krüppeln macht, damit sie über die Versicherungssumme ihre Schulden bei seinem Boss begleichen können. Plötzlich tritt eine geheimnisvolle Frau in sein Leben, die behauptet seine Mutter zu sein. Sie lässt sich nicht abschütteln. Diese Vorstellung ist ein Kniefall vor Kim Ki-duk, der Ende letzten Jahres überraschend frühzeitig verstarb. Er galt in seiner Kompromisslosigkeit und Bitterkeit zurecht als koreanischer „Lars von Trier“. PIETA gewann 2012 den Goldenen Löwen in Venedig.

USA 2003 – Regie: Jared Hess - Darsteller: Jon Heder, Jon Gries, Aaron Ruell – 95 Minuten – ab 6 Jahren

Großbritannien 1975 - Regie: Jim Sharman - Darsteller: Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick – 94 Minuten – ab 12 Jahren

Als Mainstream-Flopp wurde diese Produktion mehr oder weniger ungewollt zum Midnight Movies-Hit. Erst nachdem New Yorker Kinobetreiber den Streifen in Ihren Mitternachtsschienen platzierten ging der Siegeszug um Rocky, Brad und Janet so richtig los. Mit der Zeit etablierten sich feste Rituale, die jede Vorstellung begleiteten: Ausrufe, das Werfen von Reis und Konfetti, wildes Tanzen und Klatschen. Auch Jahrzehnte danach pilgern die Rocky-Horror Fans alljährlich zum Rosenmontag in die Schauburg, um diese Party fortleben zu lassen. Wegen einer Reifenpanne müssen die Frischvermählten Janet und Brad in einem abgelegenen Schloss Unterschlupf suchen. Dort will der Transvestit Frank-N-Furter gerade seine neueste Schöpfung, den blonden, muskelbepackten Rocky Horror, seinen Freunden präsentieren.

Sa 5. März 2022 – 2300 Uhr KEN RUSSELL: DIE TEUFEL (dF/35mm)

Großbritannien 1971 – Regie: Ken Russell - Darsteller: Vanessa Redgrave, Oliver Reed, Dudley Sutton – 111 Minuten – ab 16 Jahren Frankreich 1634: Pater Grandier akzeptiert das katholische Zölibat nicht und pflegt ein erfülltes Sexualleben. Seine Nonnen tun es ihm gleich – Begründer des Nunsploitationfilms! Satirisch überspitzter Historienfilm nach Aldous Huxley, der es in ungekürzter Fassung noch nicht auf DVD oder Blu Ray geschafft hat. Wir zeigen eine unzensierte, sehr seltene 35mm-Technicolorkopie als würdigen Abschlussakt unserer Reihe.

ART

OR

ARSE


NOVEMBER

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 6€ inkl. 1 Glas Sekt

AB 18. NOVEMBER

03.11.

10.11.

17.11.

24.11.

THE POWER OF THE DOG WESTERN, DRAMA |AUSTRALIEN, USA U.A. 2021

Die Brüder Phil und George Burbank besitzen in den 1920er Jahren gemeinsam eine große Ranch in Montana. Als George heimlich die Witwe Rose heiratet, führt ein wütender Phil einen unerbittlichen Krieg, um sie zu vernichten, indem er ihren Sohn Peter als Schachfigur benutzt. Der Film basiert auf dem Roman “The Power of the Dog” von Thomas Savage aus dem Jahr 1967. In Psalm 22, dem Bibelvers, von dem Savages Buch seinen Titel erhielt, heißt es: „Entreiß mein Leben dem Schwert, aus der Gewalt der Hunde mein einziges Gut! Rette mich vor dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern der Büffel! – Du hast mir Antwort gegeben. Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Versammlung dich loben.“ Benedict Cumberbatch und Jesse Plemons spielen in den Hauptrolle die Brüder Phil und George Burbank, Kirsten Dunst, Plemons' Verlobte, übernahm die Rolle von Rose. In weiteren Rollen sind Kodi Smit-McPhee als Rose Sohn Peter und Thomasin McKenzie in der Rolle von Lola zu sehen. Keith Carradine und Alison Bruce spielen Governor Edward und seine Frau. Die Dreharbeiten fanden ab Anfang 2020 in der Otago Region auf der Südinsel Neuseelands statt, unter anderem in der Stadt Dunedin und in der Maniototo Plain. Als Kamerafrau fungierte Ari Wegner. Die Filmmusik wurde von Jonny Greenwood, einem Mitglied der Rockband Radiohead, komponiert. QUELLE: WIKIPEDIA

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

Zwei Brüder teilen sich vierzig Jahre lang ein Zimmer, bis die Entscheidung des einen, eine Witwe zu heiraten, ihre traute Zweisamkeit beendet und zu einem unerbittlichen Bruderkrieg führt.

REGIE Jane Campion​  DARSTELLER Thomasin McKenzie, Benedict Cumberbatch, Kirsten Dunst​  LAUFZEIT 126 Minuten

NEU IM NOVEMBER 21

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


AB 25. NOVEMBER

À LA CARTE! – FREIHEIT GEHT DURCH DEN MAGEN ›DÉLICIEUX‹ | KOMÖDIE, HISTORIE |FRANKREICH 2021

Die (fiktive) Erfindung des Restaurants als Ort der genussvollen Begegnung von Arm und Reich – eine Fabel über Liberté, Égalité und Fraternité kurz vor der französischen Revolution. Appetitlicher Gute-Laune-Film, leicht und fluffig wie ein Soufflé, aber immer mit ein bisschen Biss. 1789, einige Wochen vor der Französischen Revolution. Die Adeligen mit ihren gepuderten Gesichtern und toupierten Perücken halten Hof und versuchen, ihre Langweile zu vertreiben und sich gegenseitig zu imponieren. Da trifft es sich gut für den Herzog von Chamfort, dass er mit seinem überaus talentierten Koch prahlen kann, der die ach so feine Gesellschaft mit immer neuen kulinarischen Genüssen versorgt. Doch eines Tages wagt es dieser, eine kleine neue Köstlichkeit zu präsentieren – aus Kartoffeln! Kartoffeln, die doch nur Schweine fressen – will er etwa die feine Gesellschaft brüskieren? Und so findet sich der große Koch Manceron auf einmal auf seinem kleinen elterlichen Hof wieder und muss dünne Maronensuppe löffeln. Bis eines Tages Louise vor der Tür steht, eine Frau, die seine Rezepte kennt und unbedingt bei ihm das Kochen lernen will. Sie hat so einige neue Ideen im Kopf, etwa dass nicht nur die Hochwohlgeborenen, sondern ein jeder Mann und eine jede Frau das Recht hat, in einem Restaurant mit gutem Essen und Trinken bewirtet zu werden. Aber sie hütet auch ein Geheimnis, das für den Herzog, aber auch für Manceron gefährlich werden könnte … Schon bei „Birnenkuchen mit Lavendel“ wusste Regisseur Èric Besnard, wie man mit schönen Wendungen und einem liebevollen, warmherzigen Blick auf die Protagonisten das Publikum bezaubern kann. Das zeichnet auch „À la carte!“ aus, der mit prachtvollen Bildern beginnt und immer wieder Tableaus von Speisen und gedeckten Tischen anrichtet wie Stilleben großer alter Meister. Und so sinnlich die Zubereitungen zelebriert werden, so charmant und durchaus auch humorvoll entwickelt sich die Geschichte, bei der man am Ende gelernt hat, dass in ein Restaurant zu gehen einstmals ein geradezu demokratischer Akt war. So ist der Film nicht nur eine kurzweilige, charmante Geschichtsstunde, sondern auch eine genussvolle Einladung an alle, die gerne essen – und natürlich noch mehr an die, die gerne kochen. Liberté, égalité, délicieux. PROGRAMMKINO.DE / HERMANN THIEKEN REGIE Éric Besnard  DARSTELLER Grégory Gadebois, Isabelle Carré, Benjamin Lavernhe, Christian Bouillette  LAUFZEIT 112 Minuten  FSK 0

22 NEU IM NOVEMBER


MET OPERA LIVE IM KINO 2021/2022 09. Oktober

BORIS GODUNOW Modest Mussorgski

23. Oktober

FIRE SHUT UP IN MY BONES Terence Blanchard

04. Dezember

EURYDICE

Matthew Aucoin

01. Januar

CINDERELLA Jules Massenet

29. Januar

RIGOLETTO Giuseppe Verdi

12. März

ARIADNE AUF NAXOS Richard Strauss

26. März

DON CARLOS Giuseppe Verdi

07. Mai

TURANDOT 21. Mai

LUCIA DI LAMMERMOOR Gaetano Donizetti

04. Juni

HAMLET Brett Dean

Änderungen vorbehalten

/METimKino

www.metimkino.de

/METimKino

PHOTO: MARTY SOHL / METROPOLITAN OPERA

Giacomo Puccini


AB 25. NOVEMBER

HOPE / HOFFNUNG

HÅP |  DRAMA, ROMANZE | NORWEGEN, SCHWEDEN 2019 Drama über einen unterkühlten Künstler, dessen Partnerin die fatale Diagnose bekommt: Hirntumor. Weniger gängige Krankheitsgeschichte, vielmehr wird der Krebs zum Katalysator, sich über verdrängte Probleme der langjährigen Beziehung Gedanken zu machen. Einen Tag vor Weihnachten bekommt Anja völlig überraschend die schreckliche Diagnose: Gehirntumor, der unheilbar ist. Den Lungenkrebs hatte die Künstlerin im Jahr zuvor besiegt geglaubt, nun sorgen Metastasen für den neuen Schicksalsschlag. „Ich habe es immer gefühlt“, sagt sie ihrem Partner, der so schockiert ist, das er nicht mehr weiß, wo er vor dem Krankenhaus geparkt hat. Den Kindern will die Mutter die schrecklichen Neuigkeiten verschweigen, schließlich ist Weihnachten. „Du musst mich nicht lieben, weil ich sterbe. Aber ich muss wissen, ob du mir hilfst“, fordert sie von Tomas. Dies ist erst der Anfang einer ebenso langen wie unerbittlichen Reflektion über die langjährige Beziehung des Paares, bei der vieles offenkundig verdrängt und verschwiegen wurde. Regisseurin Maria Sødahl weiß, wovon sie erzählt. Schließlich handelt es ich um ihre eigene Geschichte, diese Wahrhaftigkeit ist in jeder Szene und jedem Dialog spürbar und sie verleiht dem Drama eine ganz besondere Komponente. Formal setzt sie bei der Inszenierung auf bewusste Schlichtheit, fast fühlt man sich wie in einem „Dogma 95“-Film: Keine Ausleuchtung. Keine Kulissen. Kein Soundtrack, der auf die Tränendrüsen drückt. Stattdessen die klare Reduktion auf das Wesentliche. Sei es bei den rigorosen Reflektionen des Paares über ihre langjährige Beziehung. Oder bei jener Professionalität des medizinischen Betriebs, bei dessen Räderwerk bisweilen die Empathie für die Patienten verloren geht. Mit der Norwegerin Andrea Bræin Hovig und dem Schweden Stellan Skarsgård gerät die Besetzung zum Glücksfall. Beide Figuren sind nicht unbedingt die ganz großen Sympathieträger. Die chronische Gereiztheit, die vielfachen Vorwürfen, die melancholische Grundstimmung machen den Zugang nicht gerade einfach. Doch dem Schauspiel-Duo gelingt es mit meisterhaftem Facettenreichtum und großer Glaubwürdigkeit, das Publikum auf dieser existenziellen Reise mitzunehmen. Gewiss kein Feelgood-Movie, aber ein ambitioniertes Arthaus-Drama der nachhaltigen Art, das sich lohnt – nicht nur wegen Stellan Skarsgård. PROGRAMMKINO.DE / DIETER OßWALD REGIE Maria Sødahl  DARSTELLER Andrea Bræin Hovig, Stellan Skarsgård, Elli Müller Osborne  FILMLÄNGE 123 Minute

24 NEU IM NOVEMBER


AB 25. NOVEMBER

IN DEN UFFIZIEN AB 25. NOVEMBER

HANNES

DRAMA | DEUTSCHLAND 2020 Als sein bester Freund im Koma liegt, beschließt Moritz dessen Leben weiterzuführen. Berührende Verfilmung von Rita Falks bislang persönlichtem Buch.

DOKUMENTATION | DEUTSCHLAND 2021

Sie gilt als Vorbild aller Kunstsammlungen: die Uffizien in Florenz. In ihrem Dokumentarfilm gehen Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch ihrem Geheimnis auf die Spur.

Seit ihrer Geburt sind Moritz (Leonard Scheicher) und Hannes (Johannes Nussbaum) unzertrennliche Freunde, auch wenn die beiden 19-jährigen unterschiedlicher nicht sein könnten. Der lebenslustige Hannes, der sein Leben voll und ganz im Griff hat und Moritz der Träumer, der immer in irgendwelchen Schwierigkeiten steckt. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Bei einem gemeinsamem Motorradausflug wird Hannes schwer verletzt und niemand weiß, ob er je wieder aus dem Koma erwachen wird. Doch Moritz glaubt fest daran, dass er es schafft und beschließt, das Leben des besten Freundes an seiner Stelle weiterzuleben. Zwischen Hoffen und dem Gefühl eines großen Verlusts, verspürt Moritz einen unbändigen Hunger nach Leben, Liebe und tiefer Freundschaft … Rita Falks Roman "Hannes" erschien im April 2012 bei dtv. Er erzählt eine ganz besondere Geschichte über das Leben, die Kraft der Hoffnung, über Treue und Verrat. Vor allem aber über eine unsterbliche Freundschaft. Tiefgründig und berührend erzählt Bestseller-Autorin Rita Falk ihre vielleicht wichtigste Geschichte. Die Dreharbeiten fanden in Bayern, Italien und Spanien statt. „Hannes ist einfach mein persönlichstes Buch“, so SPIEGEL-Bestseller-Autorin Rita Falk. Seit 2012 erobert ihr „Hannes“ die Herzen der Leser – und nun auch die große Leinwand! Die Geschichte einer unsterblichen Freundschaft ist zugleich auch eine Erzählung über Verlust und Abschied, Abenteuer und Lebenslust und wurde von Regisseur Hans Steinbichler („Das Boot“, „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Eine unerhörte Frau“) inszeniert.

„Ich habe fast alles gesehen, was Florenz an Kunstsachen enthält. Man könnte wohl mit großem Nutzen einige Zeit hier verweilen“, notierte schon Goethe über die Kunstsammlung der Medici in Florenz: die Uffizien. Seit 2015 wird die weltweit bedeutendste Sammlung an Renaissancekunst, eine Ikone der italienischen Kultur, von einem deutschen Museumsdirektor geleitet. Eike Schmidt wirbt um Sponsoren, gestaltet Räume neu und hat, mit der ihm eigenen Mischung aus Autorität, Aufmerksamkeit und Humor ein eingeschworenes Team um sich geschart. „In den Uffizien” zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Museums und die Arbeit hinter den Kulissen als eine kollektive Anstrengung, eine nie endende, passionierte Sorge um die Erhaltung jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Neuerung. Alles atmet in diesen Sälen und Fluren Geschichte, jede Handlung wird zum Ritual. Während des Aufbaus einer Ausstellung mit zeitgenössischen Skulpturen des Britischen Künstlers Antony Gormley erleben wir, wie sensibel und konfliktgeladen solche Versuche sind. Es geht um jeden Zentimeter - europäische Zusammenarbeit ‘en miniature’. Und immer wieder löst sich die Kamera aus dem Alltagsgeschehen und taucht in die Bildwelten an den Wänden ein. Leonardo da Vincis “Anbetung der Könige”, Botticellis “Frühling”, Tizians „Venus von Urbino“, Artemisia Gentileschis “Judith und Holofernes”. Die fallenden Körper im “Engelssturz” von Andrea Commodi erinnern uns schmerzhaft an unsere eigene Hybris und Verletzlichkeit. Wir begegnen einem ungeheuren Überfluss an Schönheit, der politische Machtwechsel, zwei Weltkriege und Seuchen überstand. Die Zeiten waren selten friedlich aber - und darin liegt die eigentliche Hoffnung des Films - am Ende hat nicht Mars, sondern Venus und mit ihr die Liebe zur Kunst das letzte Wort.

REGIE Hans Steinbichler​  DARSTELLER Leonard Scheicher, Johannes Nussbaum, Lisa Vicari​  LAUFZEIT 91 Minuten  FSK 12

REGIE Corinna Belz, Enrique Sánchez Lansch  LAUFZEIT 100 Minuten FSK 0

NEU IM NOVEMBER 25


AB 25. NOVEMBER

HOUSE OF GUCCI BIOGRAFIE, DRAMA | USA 2021

Die Marke ist weltbekannt – die Geschichte dahinter noch nicht. Meisterregisseur Ridley Scott entführt uns in seinem Thriller in die ebenso glamouröse wie abgründige Modewelt. Beginnend im Jahr 1970 folgt der Film den düsteren Geheimnissen und tödlichen Intrigen hinter den glamourösen Kulissen der berühmten Modedynastie. Im Mittelpunkt steht die vielschichtige Patrizia Reggiani (Lady Gaga), die Maurizio Gucci (Adam Driver) heiratet, einen der Erben des ikonischen Modehauses. Immer wieder konkurriert sie mit den Schlüsselfiguren des Familienunternehmens um Kontrolle und Macht, unter anderem mit ihrem Ehemann, dessen geschäftstüchtigem Onkel Aldo (Al Pacino), seinem risikofreudigen Cousin Paolo (Jared Leto) sowie seinem traditionsbewussten Vater Rodolfo (Jeremy Irons). Meisterregisseur Ridley Scott präsentiert mit “House of Gucci” ein Kinoerlebnis der besonderen Art: eine hochkarätige Starbesetzung, ein auf wahren Ereignissen beruhendes Drama des ikonischen Modeimperiums und einen fesselnden Thriller über Familien-geheimnisse, Verrat und einen schockierenden Mord. Vor der Kamera versammelt sich ein einzigartiger TopCast, angeführt von der Oscar-Gewinnerin Lady Gaga (“A Star Is Born”) und u. a. bestehend aus dem zweifach Oscar-Nominierten Adam Driver (“Marriage Story”, “BlacKkKlansman”), Filmlegende und Oscar-Preisträger Al Pacino (“Scarface”), Oscar-Gewinner Jared Leto (“Dallas Buyers Club”) und der Oscar-Nominierten Salma Hayek (“Frida”). Der preisgekrönte Meisterregisseur Ridley Scott (“Der Marsianer – Rettet Mark Watney”, “Gladiator”, “Blade Runner”, “Alien”) hat “House of Gucci” so opulent wie fesselnd inszeniert und entführt das Publikum in die gleichzeitig strahlende und doch abgründig düstere Modewelt der 70er-, 80er- und 90er-Jahre. Die Marke ist weltbekannt – die Geschichte dahinter noch nicht. REGIE Ridley Scott​  DARSTELLER Lady GaGa, Adam Driver, Al Pacino

26 NEU IM NOVEMBER


AB 25. NOVEMBER

DAS SCHWARZE QUADRAT KOMÖDIE, KRIMI | DEUTSCHLAND 2021

Leicht fällt es, sich über manche Absurdität des Kunstbetriebs lustig zu machen, der sich oft allzu ernst nimmt. Genau darum geht es in Autor und Regisseur Peter Meisters Regiedebüt.

AB 25. NOVEMBER

THE UNFORGIVABLE

DRAMA, THRILLER | GROSSBRITANNIEN, DEUTSCHLAND U.A. 2021 Ruth Slater tritt nach dem Absitzen ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft ein. Diese weigert sich, ihr und ihrer Vergangenheit zu vergeben.

Ruth Slater (Sandra Bullock), die für den Mord an zwei Polizisten zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde, versucht nach dem Absitzen ihrer Strafe, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch kaum ist sie aus dem Gefängnis entlassen, beginnen die Verwandten der beiden getöteten Polizisten sie zu bedrohen und ihr das Leben zur Hölle zu machen. Auch sonst heißt man sie in ihrer ehemaligen Heimat nicht mehr willkommen. Ein Ausweg scheint verbaut, doch die Hassattacken nehmen immer weiter zu. Nun bleibt Ruth auf der Suche nach einem Weg zurück in die Gesellschaft nur noch ein Ausweg: Die Suche nach ihrer jüngeren Schwester, die sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren hat, soll ihre letzte Rettung sein. Allerdings gestaltet sich die Suche nach dem verlorenen Familienmitglied schwieriger als erwartet nach den vielen Jahren in Haft. Nach ihrem fulminanten Langfilmdebüt “Systemsprenger” meldet sich Regisseurin Nora Fingscheidt mit der Spielfilmadaptation der dreiteiligen BBC-Serie “Unforgiven” auf der Leinwand zurück. Das Drehbuch wurde gemeinsam von Peter Craig, Hillary Seitz und Courtney Miles geschrieben und ist mit Sandra Bullock in der Hauptrolle besetzt. REGIE Nora Fingscheidt​  DARSTELLER Sandra Bullock, Jon Bernthal, Vincent D'Onofrio​  LAUFZEIT 112 Minuten

Den zwei Kunstdieben Vincent (Bernhard Schütz) und Nils (Jacob Matschenz) ist der große Coup gelungen: Sie haben Kasimir Malewitschs legendäres futuristisches Gemälde Schwarzes Quadrat gestohlen. Der Verkauf der Stilikone des 20. Jahrhunderts soll nun ausgerechnet auf einem Kreuzfahrtschiff erfolgen. Doch der Komplize mit den Tickets taucht nicht auf und so fällt das Duo eine folgenschwere Entscheidung: Sie überfallen zwei Männer und stehlen deren Tickets, Koffer – und Jobs. Als Doppelgänger von Elvis Presley und David Bowie sollen sie das Vergnügungswillige Publikum bespaßen, doch da Vincent und Nils weder aussehen wie die Vorbilder, noch singen können, ist die Irritation groß. Besonders die Bordpianistin Mia (Pheline Roggan) schöpft schnell verdacht und stößt bald auf das versteckte Gemälde. Kurzerhand malt Vincent eine neue Version, ein schwarzes Quadrat zu malen kann schließlich jedes Kind, doch auch diese zweite Version verschwindet bald und so entsteht eine dritte. Ob sich Martha (Sandra Hüller), die Komplizin der russischen Auftraggeber jedoch von so einer plumpen Fälschung täuschen lässt, ist eine offene Frage. „Ist das Kunst oder ist das weg?“ wird auf dem Plakat von Peter Meisters Debütfilm „Das Schwarze Quadrat“ gefragt, in Abwandlung der beliebt-ironischen Frage: „Ist das Kunst oder kann das weg?“, die andeuten soll, dass manche Kunst angeblich nicht als Kunst wahr zu nehmen oder gar ernst zu nehmen ist. Ein Kreuzfahrtschiff als Mikrokosmos, wo unterschiedliche Charaktere notgedrungen auf relativ beengtem Raum ein paar Tage gemeinsam verbringen und angesichts des gleichmäßigen Wellengangs zunehmend nach ein bisschen Abwechslung und wenn möglich Spannung lechzen. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL MEYNS REGIE & BUCH Peter Meister  DARSTELLER Bernhard Schütz, Jacob Matschenz, Sandra Hüller, Victoria Trauttmansdorff, Pheline Roggan LAUFZEIT 105 Minuten

NEU IM NOVEMBER 27


Täglich Täglich 15.00 15.00 UhrUhr

KINDERKINO KINDERKINO IMIMNOVEMBER NOVEMBER 44 F

F

ein

ein

roß & roß & ür G ür G Kl Kl

nurnur € €

HALLOWEEN-SPECIAL: HALLOWEEN-SPECIAL: ZUTRITTZUTRITT AB 6 JAHREN, AB 6 JAHREN, IN BEGLEITUNG IN BEGLEITUNG EINES EINES ERZIEHUNGSBERECHTIGTEN! ERZIEHUNGSBERECHTIGTEN!

28. OKTOBER 28. OKTOBER – 03.– NOVEMBER 03. NOVEMBER

04. –04. 10.– NOVEMBER 10. NOVEMBER

11. –11. 17.– NOVEMBER 17. NOVEMBER

FRANKENWEENIE FRANKENWEENIE

WICKIE WICKIE UNDUND DIE DIE STARKEN STARKEN MÄNNER MÄNNER

YAKARI YAKARI – DER – DER KINOFILM KINOFILM

Victor Victor Frankensteins Frankensteins HundHund Sparky Sparky wird wird von von Der kleine Der kleine Wicki, Wicki, der die derdummen die dummen Erwachse­ Erwachse­ Yakari, Yakari, ein Indianerjunge ein Indianerjunge vom vom Stamm Stamm der Sioux, der Sioux, einem einem AutoAuto überfahren. überfahren. Der technisch Der technisch begabte begabtenen immer nen immer aus der ausPat dersche Patsche hauen hauen muss, muss, eignet eignetfolgtfolgt der Spur der Spur des Mustangs des Mustangs Kleiner Kleiner Donner. Donner. Junge Junge bringt bringt den Hund den Hund wieder wieder ins Leben ins Leben zu­ zu­ sich hervorragend sich hervorragend als Identifikations als Identifikations figur.figur. Während Während seines seines Abenteuers Abenteuers erhält erhält er eine er eine Adler­ Adler­ rück.rück. Regie: Regie: Tim Burton. Tim Burton. feder,feder, die ihm die eine ihm eine besondere besondere Fähigkeit Fähigkeit verleiht: verleiht: JAHR: /1973 / LÄNGE: 80/ MIN. JAHR: 1973 LÄNGE: 80 MIN. FSK: 0/ FSK: 0 Er kann Er kann von nun von an nunmit anTieren mit Tieren sprechen. sprechen. JAHR: /2012 / LÄNGE: MIN 12 / FSK: 12 JAHR: 2012 LÄNGE: 90 MIN90/ FSK: JAHR: 2020 JAHR: /2020 LÄNGE: / LÄNGE: 81 MIN. 81/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

18. –18. 24.– NOVEMBER 24. NOVEMBER

25. NOVEMBER 25. NOVEMBER – 01.– DEZEMBER 01. DEZEMBER

LINDGREN: LINDGREN: PETTERSSON PETTERSSON UNDUND FINDUS: FINDUS: KLEINER KLEINER ASTRIDASTRID QUÄLGEIST QUÄLGEIST – GROSSE – GROSSE FREUNDSCHAFT FREUNDSCHAFT MICHEL MICHEL MUSS MUSS MEHR MEHR MÄNNCHEN MÄNNCHEN MACHEN MACHEN Erster Erster Spielfilm Spielfilm nachnach der populären der populären Kinder­ Kinder­ buchreihe buchreihe des Autors des Autors SvenSven Nordqvist. Nordqvist. JAHR: 2014 JAHR: /2014 LÄNGE: / LÄNGE: 78 MIN. 78/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

D ER INSK IN!D ER ! SKAG AGST EBSTU RT G UGRT AC H TU ACNHGTUGNEB Ihrbt Ihr g ha stabt rtsta bugrtha remEuGe rembuGe An EuAn

RITTRTITT FREFIERinsENKiIEinndEsNerKiINkindEnoTerIN !kino!

02. –02. 08.– DEZEMBER 08. DEZEMBER STUDIO STUDIO GHIBLI: GHIBLI:

MEINMEIN NACHBAR NACHBAR TOTORO TOTORO

Weil Weil die Nachbarn die Nachbarn der Svenssons der Svenssons genug genug von von dem dem Lausebengel Lausebengel haben, haben, wollen wollen sie ihn sienach ihn nach Amerika Amerika abschieben. abschieben. Dabei Dabei hat Michel hat Michel ganzganz andere andere Probleme... Probleme...

Aufregend, Aufregend, so ein soUmzug! ein Umzug! Überall Überall gibt es gibt etwas es etwas zu entdecken. zu entdecken. AberAber die tollste die tollste Entdeckung Entdeckung macht macht die kleine die kleine Mei, Mei, als sie alszwei sie zwei putzigen putzigen Wesen Wesen ins Gebüsch ins Gebüsch folgtfolgt und den und freundlichen den freundlichen Waldgeist Waldgeist Totoro Totoro trifft.trifft.

JAHR: 1972 JAHR: /1972 LÄNGE: / LÄNGE: 94 MIN. 94/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

JAHR: 1988 JAHR: /1988 LÄNGE: / LÄNGE: 87 MIN. 87/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

GEBURTSTAGSFEIER GEBURTSTAGSFEIERIMIMKINO?? KINO??

Es istEsganz ist ganz einfach einfach und und viel günstiger viel günstiger als Sie alsvielleicht Sie vielleicht denken. denken. Wenn Wenn gewünscht gewünscht inklusive inklusive FeierFeier mit Pizza, mit Pizza, Chicken Chicken Nuggets Nuggets oderoder Kuchen Kuchen und und Kakao. Kakao. EineEine Führung Führung hinter hinter die Kulissen die Kulissen der Schauburg der Schauburg ist möglich. ist möglich. Sprechen Sprechen Sie uns Sie einfach uns einfach an ...an ... Telefon Telefon 07210721 35000 35000 15 / ­17 15 //­17 ­18/(Büro) ­18 (Büro) / info@schauburg.de / info@schauburg.de

Der Beauftragte Der Beauftragte der Bundesregierung der Bundesregierung für Kultur für Kultur und Medien und Medien hat die hat SCHAUBURG die SCHAUBURG von 1976 von bis 1976 2018 bis jährlich 2018 jährlich für einfür hervorragendes ein hervorragendes KinderKinderund Jugendfilmprogramm und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet. ausgezeichnet.


SPECIALS NOVEMBER UND DEZEMBER

TULLAS TRAUM – WIE DER RHEIN SEINEN FLUCH VERLOR FREITAG, 12. NOVEMBER UM 18.00 UHR SONDERVORSTELLUNG IN ANWESENHEIT DER DARSTELLER & DES REGISSEUTR 200 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten zur Rheinbegradigung erschließt das Dokudrama das Lebenswerk des badischen Ingenieurs Johann Gottfried Tulla. Seine Vision bescherte Millionen Menschen am Rhein Sicherheit und Wohlstand. Die Dreharbeiten fanden in der Region Karlsruhe statt. Wir begrüßen zu dieser Sondervorstellung die Filmemacher und Darsteller.

MATTHEW AUCOIN EURYDICE

SAMSTAG, 04. DEZEMBER UM 19.00 UHR  LIVE-ÜBERTRAGUNGEN AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK Der altgriechische Mythos des Orpheus, der versucht, mithilfe der Macht der Musik seine geliebte Eurydike aus der Unterwelt zu retten, inspiriert Komponisten seit jeher. Der aufstrebende amerikanische Komponist Matthew Aucoin trägt diese Tradition nun mit einer faszinierenden neuen Version ins 21. Jahrhundert.

SPARTAKUS SONNTAG, 07. NOVEMBER UM 16.00 UHR LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM BOLSHOI THEATRE OF RUSSIA, MOSKAU Spartakus ist ein spektakuläres Ballett von epischem Ausmaß zu Aram Chatschaturians großartiger Musik. Grigorowitschs Spartakus wurde 1968 am Bolschoi erstmalig inszeniert und gehört seitdem zu den Vorzeigestücken des Bolschoi-Balletts - bei uns zur Sichtung auf der großen Cinerama Leinwand!

FIREBIRD

MITTWOCH, 24. NOVEMBER UM 21:00 UHR  QUEERFILMNACHT|ENGLISCHES ORIGINAL MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN Estland in den 1970ern, auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs. Der junge Soldat Sergey und seine Jugendfreundin Luisa dienen auf einem Luftwaffenstützpunkt der UdSSR. Als Roman auf die Basis versetzt wird, verfallen beide dem Charme des kühnen Kampfpiloten. Der mitreißende Liebesthriller basiert auf einer wahren Geschichte.


WES ANDERSON RETROSPECTIVE DONNERSTAGS UM 21.00 UHR IN OV

Er ist einer der wenigen unverkennbaren US-Regisseure der Gegenwart und seine Filme erkennt man sofort und meist anhand einer einzigen Szene: Wes Andersons geometrische Bildsprache, die prächtig satte Farbästhetik und der eigenartigskurriler Humor verbinden sich zu einer unvergleichlichen Handschrift. Um den Start seines neusten Filmes „The French Dispatch“ feiern wir den Regisseur mit einer vollständigen Retrospektive.

04. NOVEMBER | FANTASTIC MR. FOX | 2009 Roals Dahls Geschichte um einen schlauen Fuchs im Maßanzug auf Gerechtigkeitsmission ist von Anderson zauberhaft umgesetzt: In wunderschöner Stop-Motion-Technik haucht er in gewohnter Schrulligkeit den Puppen die Seelen ein. Bill Murray, Willem Dafoe und George Clooney leihen die Stimmen dazu.

11. NOVEMBER | MOONRISE KINGDOM | 2012 Neuengland, 1965: Als zwei Teenager verschwinden, gerät das Leben einer beschaulichen Inselgemeinde durch deren Suchaktion aus den Fugen. Die beiden Lovebirds erleben derweil Abenteuer. Absurde Coming-of-Age Komödie.

18. NOVEMBER | GRAND BUDAPEST HOTEL | 2013

KARLSRUHE ALS FILMKULISSE

In der fiktiven Republik Zubrowka steht das renommierte „Grand Budapest Hotel“, Schauplatz abenteuerlicher Episoden. Erzählt wird die Geschichte von Gustave H., dem legendären Concierge und seines neuen Lobby-Boys Zero Moustafa. Zusammen sind beide ein mehr als ungewöhnliches LehrerSchüler-Gespann, das Hals über Kopf in einen mysteriösen Kriminalfall stolpert und fortan von den Behörden argwöhnisch beobachtet wird.

SONNTAG, 05. DEZEMBER UM 18.30 UHR BUCHPRÄSENTATION IN ANWESENHEIT DES AUTOREN-TEAMS „Karlsruhe ist doch Provinz, da wird doch nichts gedreht und erst recht nicht mit Profis!“ das dem nicht so ist, beweisen zahlreiche Beispiele in diesem Buch, das passend zu Weihnachten erscheint. Es herrscht nicht selten Erstaunen darüber, dass Karlsruhe tatsächlich eine echte Filmstadt ist. Nadine Knobloch und Dr. Oliver Langewitz geben in einem Kurzvortrag Einblicke in sieben Jahrzehnte Filmstadt Karlsruhe, Grußworte sprechen Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein, Verleger Jeff S. Klotz und Sparkassen-Vorstand Marc Sesemann. Das Buch kann vor Ort am Ende der Veranstaltung erworben werden (29,80 Euro). Anmeldungen nur über www.filminkarlsruhe.de 30 SPECIALS

25. NOVEMBER | ISLE OF DOGS – ATARIS REISE | 2018 Stop-Motion, die Zweite: Ein japanischer Diktator lässt Hunde aus seinem Reich verbannen. Die Geschichte der verstoßenen Hunde thematisiert Flüchtende, Diskriminierung, Nationalismus und Machtmissbrauch, natürlich alles im Kontext des Wes Anderson-Kosmos. Also leicht verdaulich, mit dem Geodreieck abgemessen und trotzdem leicht angeschrägt.


MIDNIGHT MOVIES – ART OR ARSE Völliger Quark oder verkannte Perle? Für fast jeden Film unserer nunmehr sechsten Midnight Movies-Staffel würden sich für beide Richtungen Stimmen finden. Es gibt ein Wiedersehen mit Freddy Krüger, Uschi Glas und Helge Schneider. Kein Scherz! Immer samstags, kurz vor der Geistestunde.

20. NOVEMBER | 23.00 UHR | OmU | nur 6€ | GASPAR NOÉ: LUX ÆTERNA

30. OKTOBER | 23.00 UHR | OmU | HALLOWEEN SPECIAL: NIGHT OF THE LIVING DEAD

Die Schauspielgrößen Béatrice Dalle und Charlotte Gainsbourg reiben sich an einem Filmset auf. Überall lauern Fallen, alles geht schief, Stalker nerven am Set und die Mitarbeiter spinnen Intrigen gegeneinander. Höllywood extrem: Gaspar Noé serviert nach "Enter the Void" und "Climax" wieder ein Cocktail für ganz Unerschrockene. Epileptiker seien gewarnt!

„Die Nacht der lebenden Toten“ gilt als Urknall des Terror- und Zombiefilms. Zuerst als Schund verkannt, erlangte der Film später einen festen Platz im New Yorker Museum of Modern Art. Romero gelingt es Vietnam Allegorien zu verankern und zeichnet eine punktgenaue Charakterstudie um menschlichen Existenzialismus.

27. NOVEMBER | 23.00 UHR | dF | DIE NACKTEN VAMPIRE

06. NOVEMBER | 23.00 UHR | OmU | AUGEN OHNE GESICHT / DAS SCHRECKENSHAUS DES DR. RASANOFF

Pierre beobachtet eine junge Frau, die von einer Gruppe Gestalten mit bizarren Tiermasken verfolgt und getötet wird. Die Tote wird auf das herrschaftliche Anwesen seines Vaters gebracht. Geschockt versucht er der dort treibenden Sekte auf die Spur zu kommen. Poetisch und formidabel gefilmter DebutKunstschocker von Genre-Veteran Jean Rollin.

Ein echter Horrorklassiker um einen plastischen Chirurgen, der eine perfide Methode entwickelt, die das nach einem Unfall entstellte Gesicht seiner einst wunderhübschen Tochter wiederherstellen kann. Creepy! Vor der Vorstellung verlosen wir DVDs und Blu Rays!

04. DEZEMBER | 23.00 UHR | dF in analoger 35mm Projektion | nur 10€ | DOUBLE BILL: NIGHTMARE ON ELM STREET 3+4 13. NOVEMBER | 23.00 UHR | dF in 35mm Projektion | PACO – KAMPFMASCHINE DES TODES Ein echter Horrorklassiker um einen plastischen Chirurgen, der eine perfide Methode entwickelt, die das nach einem Unfall entstellte Gesicht seiner einst wunderhübschen Tochter wiederherstellen kann. Creepy! Vor der Vorstellung verlosen wir DVDs und Blu Rays!

Vor vier Jahren zeigten wir die ersten beiden Teile des HorrorFranchise. In dieser Runde sehen Sie die "besten" Fortsetzungen im Freddy Krüger-Universum. Teil 3 wartet mit der Heldin aus dem Original auf und gilt unter Kennern als gelungenste Fortsetzung. Teil 4 (Regie: Renny Harlin – Cliffhanger, Stirb langsam 2) war wiederum der erfolgreichste und vielleicht poppigste Teil der Horror-Sage. Surreale Traumsequenzen treffen auf schwärzesten Humor. 1,2 Freddy kommt vorbei … SPECIALS 31


TRAUMFABRIK #21

SCHÖN SCHWARZ: FILM NOIR + NEO NOIR AB DEM 31. OKTOBER IMMER SONNTAGS UM 15.00 UHR

Schwarz wie die Nacht, wie das Weltall: Film Noir und Neo Noir sind leicht zu erkennen, an ihrem ausgeprägten Stil, den dunklen Bildern und dem Spiel mit Licht und Schatten (ein Erbe des deutschen Filmexpressionismus). In Zusammenarbeit mit dem ZAK und dem AWWK versuchen wir die Bandbreite dieser schattigen Filme im Wandel der Zeit abzubilden.

HOWARD HAWKS: THE BIG SLEEP / TOTE SCHLAFEN FEST (DF) Der zweite Hawks-Film (nach „Haben und Nichthaben“) mit Hollywoods coolem Traumpaar Bogart-Bacall, hier getrennt durch Standesunterschiede, wurde zum vielzitierten Los-Angeles-Heimatfilm, berühmt für seinen komplexen Plot.

21. NOVEMBER

CHARLES VIDOR: GILDA (OMU) Der zweite Hawks-Film (nach „Haben und Nichthaben“) mit Hollywoods coolem Traumpaar Bogart-Bacall, hier getrennt durch Standesunterschiede, wurde zum vielzitierten Los-Angeles-Heimatfilm, berühmt für seinen komplexen Plot.

31. OKTOBER

FRITZ LANG: DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE Psychiatrieprofessor Baum ist von seinem Patienten Dr. Mabuse fasziniert. Doch dieser schreibt manisch in seiner Einzelzelle ein Drehbuch für die Herrschaft des Terrors, während sich ein kriminelles Netzwerk über die Stadt ausbreitet. – Nach dem Verbot seines Films, einer Metapher auf die Machtergreifungsstrategien der Nazis, emigrierte Regisseur Fritz Lang in die USA, wo er ein Hauptvertreter des Film Noir wurde.

28. NOVEMBER

CAROL REED: THE THIRD MAN / DER DRITTE MANN (OMU)

07. NOVEMBER

JOHN HUSTON: THE MALTESE FALCON / DIE SPUR DES FALKEN (OMU)

Auf der Suche nach seinem Freund Harry Lime gerät Westernautor Holly Martins auf die Spur finsterer Schwarzmarktgeschäfte im kriegszerstörten, demoralisierten, von den Alliierten besetzten Wien nach dem 2. Weltkrieg. Auf dem Riesenrad im Prater erklärt Orson Welles die Philosophie der Kriegsgewinner.

Die Jagd nach Reichtum wird zum Krieg aller gegen alle. Privatdetektiv Sam Spade riskiert, als Ich-AG zwischen die Fronten von gewissenlosen Glücksrittern und Gesetzeshütern zu geraten. – Das Regiedebüt von John Huston nach dem Hardboiled-Krimi von Dashiell Hammett gilt als idealtypischer Film Noir, mit dem Humphrey Bogart sein Star-Image prägte.

05. DEZEMBER

ORSON WELLES: TOUCH OF EVIL / IM ZEICHEN DES BÖSEN (DF)

14. NOVEMBER

32 SPECIALS

Auf der Suche nach seinem Freund Harry Lime gerät Westernautor Holly Martins auf die Spur finsterer Schwarzmarktgeschäfte im kriegszerstörten, demoralisierten, von den Alliierten besetzten Wien nach dem 2. Weltkrieg. Auf dem Riesenrad im Prater erklärt Orson Welles die Philosophie der Kriegsgewinner.


+ TRAUMFABRIK 2021/22 | #21

SCHÖN SCHWARZ:

FILM NOIR NEO NOIR LICHT- UND SCHAT TENWELTEN IM WANDEL DER ZEIT

STUDIO 1: (NACH-)KLASSISCHER FILM NOIR

31.10.21 7.11.21

14.11.21 21.11.21

28.11.21 5.12.21

DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE. FRITZ LANG | D 1933 THE MALTESE FALCON / DIE SPUR DES FALKEN. JOHN HUSTON | USA 1941 THE BIG SLEEP / TOTE SCHLAFEN FEST. HOWARD HAWKS | USA 1946 GILDA. CHARLES VIDOR | USA 1946 THE THIRD MAN / DER DRITTE MANN. CAROL REED | GB 1949 TOUCH OF EVIL / IM ZEICHEN DES BÖSEN. ORSON WELLES | USA 1958 STUDIO 2: POSTMODERNER NEO NOIR

12.12.21 19.12.21 16.1.22 23.1.22 30.1.22 6.2.22 13.2.22

ALPHAVILLE / LEMMY CAUTION GEGEN ALPHA 60. JEAN-LUC GODARD | F 1965 TAXI DRIVER. MARTIN SCORSESE | USA 1976 COUP DE TORCHON / DER SAUSTALL. BERTRAND TAVERNIER | F 1981 BLOOD SIMPLE. JOEL & ETHAN COEN | DIRECTOR’S CUT | USA 1984 FIGHT CLUB. DAVID FINCHER | USA 1999 THE DARK KNIGHT. CHRISTOPHER NOLAN | USA/GB 2008 THE HATEFUL EIGHT. QUENTIN TARANTINO | USA 2015

Gestaltung: kummerdesign

IMMER SONNTAGS 15:00 UHR IN DER SCHAUBURG

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll (Traumfabrik), Herbert Born (Schauburg) und Jens Görisch (ZAK). Eintritt: 9€ / Studierende/ermäßigt 7,50€ /Seminarteilnehmer 6€

Mit freundlicher Unterstützung der


FILMVORSCHAU

DEZEMBER 2021

2. DEZEMBER 2021

2. DEZEMBER 2021

BENEDETTA

Italien im 17. Jahrhundert: Hinter den Mauern des Klosters von Pescia versetzt eine Novizin die Oberhäupter der katholischen Kirche in Aufregung, als die Wundmale Christi an ihrem Körper auftreten. Der weibliche Körper - Heiligtum und Instrument – ein Objekt der Begierde, das manipulieren und manipuliert werden kann. Paul Verhoevens neues Meisterwerk ist ein so sinnliches wie abgründiges Drama über die absolute Wahrheit in einer trügerischen Welt.

Aretha Franklin – international gefeierter Superstar, geniale Songschreiberin und Sängerin aber auch Bürgerrechtsaktivistin – ist und bleibt die unvergessene „Queen of Soul“. Nun kommt ihr bewegtes Leben auf die große Leinwand – von den bescheidenen Anfängen im Kirchenchor ihres Vaters bis zu ihrem Aufstieg zur Ikone des Soul.

REGIE Paul Verhoeven  DARSTELLER Virginie Efira, Daphne Patakia, Charlotte Ramplingw

REGIE Liesl Tommy  DARSTELLER Jennifer Hudson, Forest Whitaker, Audra McDonald

2. DEZEMBER 2021

RESPECT

PLÖTZLICH AUFS LAND – EINE TIERÄRZTIN IM BURGUND In Frankreich debütierte der Film bereits im Jahr 2019, nun kommt die sympathische unaufgeregte Komödie auch nach Deutschland. Man könnte das Ganze als französische Version von „Der Doktor und das liebe Vieh“ sehen, geht es doch um eine junge Tierärztin, die in einem Dorf Fuß fassen muss – obwohl sie das eigentlich gar nicht will. REGIE Julie Manoukian  DARSTELLER Clovis Cornillac, Noémie Schmidt, Carole Franck

16. DEZEMBER 2021

WUNDERSCHÖN 9. DEZEMBER 2021

WEST SIDE STORY Nach einem Drehbuch des Pulitzer Preis- und Tony Award®-Gewinners Tony Kushner erzählt die Neuverfilm­ ung von Leonard Bernsteins weltberühmtem Musical eine klassische Geschichte aus New York im Jahr 1957 über erbitterte Rivalität und junge Liebe: voll großer Gefühle, mit einzigartigen Songs und mitreißenden Tanzeinlagen. REGIE Steven Spielberg  DARSTELLER Ansel Elgort, Rachel Zegler, Ariana DeBose

34

VORSCHAU

16. DEZEMBER 2021

ANNETTE

Ein mehr als ungewöhnlicher Film zum Auftakt der Filmfestspiele von Cannes: Ein Musical zwar, aber weniger ein euphorisch, lustvolles, als ein düsteres, oft fast depressives. Leos Carax „Annette“ irritiert, aber fasziniert auch durch seinen unverhohlen künstlerischen Ansatz und seinen Mut zur Radikalität. REGIE Leos Carax  DARSTELLER Adam Driver, Marion Cotillard, Michelle Williams

Die neue Regiearbeit von Schauspielerin Karoline Herfurth erzählt mit einem stargespickten Ensemble eine leichtfüßige Tragikomödie um Frauen und auch Männer verschiedenen Alters, die mit Schönheits- und Lebensidealen hadern. Herfurth umgab sich mit u.a. Martina Gedeck, Emilia Schüle und Maximilian Brückner sowie ihren Kolleg*innen aus ihrem Langfilmdebüt „SMS für dich“ Nora Tschirner und Friedrich Mücke für ihren Film über das Leben und die Liebe von heute. REGIE Karoline Herfurth  DARSTELLER Nora Tschirner, Martina Gedeck, Emilia Schüle


01.01.2022 NEUJAHRS MATINEE

2001: REGIE

STANLEY KUBRICK

a space odyssey NEUE 70mm Kopie SAMSTAG, 1. JANUAR 2022 | 12 UHR DEUTSCHE SPRACHFASSUNG INKL. PROGRAMMHEFT UND 1 GLAS SEKT IN DER PAUSE

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


2021 NOVEMBER

LÉA SEYDOUX

GIJS NABER

LOUIS GARREL

DIE GESCHICHTE MEINER FRAU „Ein Meisterwerk. Léa Seydoux ist pures Feuer.“

„Die epische, sinnliche und herzzerreißende Geschichte einer Ehe.“

LE FIGARO

LE MONDE

Ein Film von

ILDIKÓ ENYEDI „KÖRPER UND SEELE“

AB 4.11. IM KINO