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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation NR. 11 • 2016 • HEFT 448 • 38. JAHRGANG • EURO 10

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

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Die Wüstenrot Versicherung und die Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten haben ihre Eiszeit überwunden.

Neue Wege ZUHÖREN IST WICHTIG Interview mit Mag. Birgit Eder Geschäftsführung ARAG SE Direktion Österreich

KRAFTVOLL UND ENERGIEGELADEN Interview mit Waltraud Martius Geschäftsführerin und Senior Consultant SYNCON International


EDITORIAL

Nicht schon wieder Angenommen, liebe Leserin, lieber Leser, Sie lesen wirklich immer unser Editorial. Dann werden Sie wahrscheinlich nach den ersten Zeilen dieser Story denken: Nicht schon wieder. So zu denken ist Ihr gutes Recht. Warum bringen wir dann immer wieder das Thema soziales Engagement? Weil wir insgeheim natürlich hoffen, damit einen Prozess des Umdenkens anzuregen: Sozusagen ein Update für´s Nachdenken. Einige unserer Redaktionsmitarbeiter sind (auch) ehrenamtlich tätig und können so manche Geschichte erzählen. Hier einige ihrer Erlebnisse aus erster Hand: Als Aushilfskraft in einem Einkaufsmarkt für sozial schwache Einkommensbezieher steht man den Vormittag über hinter der Brottheke. Jeder mit einer Berechtigungskarte kann seinem Familienstatus entsprechend allenfalls vorhandene Lebensmittel beziehen. Damit aber keiner vergisst aus welcher Bevölkerungsschicht er kommt, muss man sich in diesen Läden mit seinem Studentenausweis oder Einkommensnachweis (AMSBescheinigung, Lohnzettel, Pensionsnachweis, Sozial- oder Mobilpass), Meldezettel und einem Lichtbildausweis ausweisen, um eine Berechtigungskarte zu erhalten. Dies sei notwendig heißt es, um Unregelmäßigkeit von vorneherein auszuschließen. Mag ja sein, jedenfalls ist man stigmatisiert und das ist so manchem Menschen ins Gesicht geschrieben. Man darf - einmal pro Woche - um einen bestimmten Betrag (zwischen 30,00 bis 35,00 Euro) einkaufen. Für jedes weitere Familienmitglied wird der Etat um 5.- (in Worten: fünf ) Euro erhöht. Das ist für´s Sterben zu viel und für´s Leben zu wenig. In Bangladesch wäre man allerdings damit König. In Österreich gibt es an die 35 Sozialmärkte mit nahezu gleichen Bedingungen. Nur bei der Futterbox ist es anders. Dort gibt es – umgangssprachlich ausgedrückt – Futter für arme „Hunde“. Für viele ist allein schon das Betreten eines solchen Sozialmarktes gleichgesetzt mit dem öffentlichen Bekenntnis zum neuen Lumpenproletariat zu gehören. Das stimmt zwar so nicht ganz, doch jene die so denken und fühlen sind damit zum zweiten Mal Verlierer. Daneben gibt es andere, nicht selten auch Neuankömmlinge, die, ihrem Temperament geschuldet, sich vordrängen, nicht bitten, sondern unüberhörbar und leicht aggressiv einfordern was sie begehren. Oder sie nehmen sich einfach die Ware. Es sind Menschen der Art die hinter einem eine Drehtür betreten und als Erster herauskommen. Die Stillen und Leisen, zu scheu ihren Wunsch auszusprechen, reihen sich verzagt in die zweite Reihe und bescheiden sich mit dem restlichen Angebot. Sie sind auch oft nicht gut informiert. Das ist ihre Schuld. Dass sie sich schämen, das ist nicht ihre Schuld. Eines bekommen sie in diesen Märkten nicht: Hoffnung.

Daraus folgt: Nicht alle die auf den Straßen um Hilfe bitten sind organisierte Bettler. Nicht alle sind selbst schuld an ihrer Armut, ihrer Obdachlosigkeit. Natürlich ist es schwer den Unterschied zu erkennen. Und so wird der Gang auf der Kärntner Straße zum Spießrutenlauf. Für beide Seiten. Wer aber kurz innehält und sich noch ein Quäntchen Menschkenntnis bewahrt hat, spürt ob da ein Mensch vor einem steht, der wirklich Hilfe braucht. Darum bitten unsere ehrenamtlich tätigen Kollegen: Öffnet Euer Herz, denn das Schicksal ist manchmal hart. Sollten Sie also wieder einmal von einem Bettler angesprochen oder „belästigt“ werden, oder Ihnen ein Obdachloser auffallen, halten sie kurz inne, hören Sie auf Ihre innere Stimme und verlassen sie sich auf Ihre Intuition, auf Ihr Bauchgefühl, und geben Sie ein paar Münzen in die bittende Hand. Es ist schwer am Rande der Gesellschaft zu leben und nichts mehr zu haben. Auch keine Lobby mit großen, bunten Plakaten die auf Schicksale aufmerksam macht. Sie haben auch keine Beratungsstellen, die Landesfremden erklären wie man sich durchsetzt und auf welche Rechte man pochen kann. Unsere Mitarbeiter, die ehrenamtlich in sozialen Diensten arbeiten, sagen stellvertretend für die Schwachen und Stummen: „Danke für Ihre paar Münzen und Ihre Intuition.“ Und wir haben gerne diese Zeilen gespendet. Und Sie, liebe Leser, fragt Ihre Doris Schachinger

Urkunde risControl, Oberthern A16-07745 Magazin "risControl" 11/November 2016 - 4 52s. - PUR Diese Urkunde bestätigt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch zusätzliche Klimaschutzprojekte. CO2-Äquivalente

2.012 kg Unterstütztes Klimaschutzprojekt

Wasseraufbereitung West-Kenia Kenia ClimatePartner-ID

11293-1611-1002 Ausgestellt am

15.11.2016

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Über folgende URL erhalten Sie weitere Informationen über die Kompensation und das unterstützte Klimaschutzprojekt:


INHALT

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Inhalt November 2016

EDITORIAL 03 Nicht schon wieder

NEWS 06 Neue Imagekampagne | Generali Versicherung 06 Aktionäre | UNIQA Insurance Group 07 Sonnenstudie | AGA 09 Produktpalette erweitert | Standard Life 04 risControl 11/16

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KARRIERE 06 Versicherungstechnik | Allianz Gruppe Österreich 07 Neuer Regionalleiter für Salzburg | GrECo 07 Neuer Abteilungsleiter | VAV Versicherung 08 Landesdirektor | UNIQA 08 WKO Vertretung | Fachverband der Finanzdienstleister 08 Neue Marketingleitung | Wiener Städtische Versicherung 08 Neu im Team | Dialog Lebensversicherung AG 09 Doppelspitze | ARAG 09 Neuer Landesdirektor in Wien | Wiener Städtische Versicherung

INTERVIEW 10 Zuhören ist wichtig | ARAG SE Österreich 20 Kraftvoll und Energiegeladen | SYNCON International 48 Neue Wege

KOLUMNE 44 Insurance Distribution Directive (IDD) | Michael Holzer 50 Eine Ertragsstrategie gegen Nullzinsen | Michael Kordovsky


INHALT

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VERANSTALTUNG 14 20-jähriges Bestehen | SIVAG GesmbH 14 Aller guten Dinge sind drei | g&o Gruppe 24 Finessen der Haftpflicht- und D&O-Versicherung 26 60 Jahre D.A.S. | D.A.S Versicherung 26 Investmenttage | Helvetia Versicherung 27 Startschuss für Neuregelung des Vertriebs | Österreichische Gesellschaft für Versicherungsfachwissen 28 Laufen für junge Menschen | Allianz Versicherung 28 Leuchtende Kinderaugen | faircheck 29 Roadshow | Gothaer Lebensversicherung 30 Wir waren dabei | Trendtag 2016 42 Höhenflüge | Helvetia Versicherung 46 Feierliche Eröffnung | Gothaer Lebensversicherung 46 Neueröffnung | Wüstenrot Gruppe

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VERSICHERUNG 16 Reisetipps | Europäische Reiseversicherung 16 Sharing Economy? | VAV Versicherung 17 Digitaler Nachlass | Wiener Städtische Versicherung 17 Best Global Brands Ranking | Allianz Gruppe 18 Naturkatastrophen in Österreich | VVO 18 Reiseversicherung Update | Europäische Reiseversicherung 19 Sonderklasse Tarif | Wiener Städtische Versicherung 19 Business Portal | Europäische Reiseversicherung

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SCHLUSSPUNKT 54 Vorschau 54 Impressum Ausgabe-Nr.: 11 risControl 11/2016 Heft-Nr.: 448 38. Jahrgang risControl 11/16 05


KARRIERE / NEWS Generali Versicherung

UNIQA Insurance Group

Neue Imagekampagne

Aktionäre

Unter dem Motto „Lebenssituationen sind vielfältig. Unsere Lösungen auch“ hat die Generali Versicherung eine neue Imagekampagne gestartet. Arno Schuchter, Generali Vorstand für Vertrieb-Marketing: „Die neue Generali Kampagne weist noch stärker als in der Vergangenheit auf die Herausforderungen des Lebens hin, und stellt dabei die unterschiedlichen Sichtweisen in den Vordergrund. Kontraste wie ‚Sorgenkind – Wunderkind‘, ‚Zufall – Glücksfall‘ oder ‚Ende – Anfang‘ regen zum Nachdenken an, und lassen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen." In den neuen Sujets und Spots wurde der erfolgreiche Kampagnenslogan „Um zu verstehen, muss man zuhören“ aufgegriffen und weiterentwickelt. Die individuelle Gestaltung des Versicherungsschutzes – passend zu den Bedürfnissen und Lebenssituationen jedes Kunden – bildet die Grundlage dieser Kundenfokussierung. Die Imagekampagne wurde gemeinsam mit der Serviceplan- Grup-

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), Kernaktionär der UNIQA Insurance Group AG (UNIQA), hat die Absicht verlautbart, UNIQA Aktien im Ausmaß von 2,24 Prozent des Grundkapitals von UNIQA von der Raiffeisen-Holding NiederösterreichWien, der Raiffeisen-Landesbank Steiermark und der Raiffeisenlandesbank Kärnten zu erwerben. Mit dem Erwerb sollen die Anteile der Raiffeisen Bankengruppe an UNIQA in der RZB gebündelt werden. Bereits am 25. Juli 2016 hat UNIQA verlautbart, dass die RZB beabsichtigt, 54.494.195 UNIQA Aktien (entspricht 17,64 Prozent am Grundkapital von UNIQA) an UNIQA Versicherungsverein Privatstiftung zu verkaufen. Nach Durchführung der beiden Transaktionen, die beide noch im Jahr 2016 umgesetzt werden sollen, würde die RZB 10,87 Prozent an UNIQA halten. Der Erwerb steht unter der Bedingung einer positiven Beurteilung durch die Übernahmekommission.

pe umgesetzt, die ab sofort die neue Agentur von Generali in Österreich ist.

Allianz Gruppe Österreich

Versicherungstechnik Die Allianz Gruppe in Österreich hat die „Versicherungstechnik Schaden-Unfall“ neu strukturiert und in „Versicherungstechnik Industrie“ und „Versicherungstechnik Privat/ Gewerbe“ unterteilt. Michael Sturmlechner, MBA ist ab sofort für den Bereich „Versicherungstechnik Industrie“ verantwortlich. In seinen Händen liegen die Portfoliosteuerung in den Sparten Haftpflicht-, Transport-, Technik- und Sachversicherung sowie das operative Underwriting in diesem Geschäftsfeld, das bisher dem Ressort Service zugeordnet war. Sturmlechner startete seine Karriere bei der Allianz vor 30 Jahren und bekleidete verschiedene Führungsfunktionen, so die Leitung der Vertragsabteilung für Industrie- und Gewerbegeschäft, des Underwritings für Haftpflicht sowie des Maklervertriebes. Dem Bereich „Versicherungstechnik Privat/ Gewerbe“ obliegt das Portfoliomanagement in den Versicherungssparten Kfz-, Unfall-, Rechtsschutz- und Sachversicherung sowie 06 risControl 11/16

Michael Sturmlechner, MBA

Mag. Klaus Brandstetter

die Steuerung des operativen Underwritings für diese Sparten. Bereichsleiter ist Mag. Klaus Brandstetter (44), gelernter Jurist und seit mehr als 16 Jahren in der Allianz tätig. Seine Berufslaufbahn startete er als Produktentwickler für die Rechtsschutzversicherung. In

den darauffolgenden Jahren spezialisierte er sich im Firmen- und Gewerbesegment, wo er für das Underwriting in den Sparten Haftpflicht, Unfall und Rechtsschutz zuständig war. Zuletzt fungierte er als Abteilungsleiter für Firmenkunden im Market Management.


KARRIERE / NEWS AGA

GrECo

Sonnenstudie

Neuer Regionalleiter für Salzburg

Draußen regnet es und der Herbst hat Einzug gehalten. Damit es aber im Herzen schön sonnig bleibt, hat die Allianz Global Assistance die Sonnenstunden - Statistik rechtzeitig vorm Herbsturlaub veröffentlicht. Sollten Sie eine Reise in die Sonne planen, dann sollte es nach Südafrika gehen, denn dort scheint die meiste Sonne. Der sonnenreichste Ort der Welt ist in dieser Jahreszeit nämlich die kleine südafrikanische Stadt Upington, im Nordwesten des Landes nahe der namibischen Grenze. Dort scheint die Sonne im Dezember nicht weniger als 367 Stunden lang, also fast 12 Stunden pro Tag. Zum Vergleich: Den winterlichen Sonnen-Spitzenwert österreichischer Städte erreichte zuletzt Salzburg mit 165 Sonnenstunden im Weihnachtsmonat, während sich die Wiener im Dezember mit 84 Stunden, die Linzer gar mit 59 Stunden begnügen mussten. Dies ermittelte Allianz Global Assistance auf Basis einer internationalen UN-Statistik und aktueller ZAMG-Daten.

Mag. Gerald Hermüller (47) verstärkt ab sofort als Regionalleiter für die Region Salzburg und als Mitglied der Geschäftsleitung das Management der GrECo International AG. Hermüller hat Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Controlling und Wirtschaftsinformatik an der Leopold-FranzensUniversität Innsbruck studiert. Zuletzt war er bei der Nürnberger Versicherung AG Österreich als Leiter für den Vertrieb „Betriebliche Vorsorge“ tätig. Der gebürtige Linzer übernimmt als Regionalleiter die Führung des Mitarbeiterstamms sowie die Verantwortung über den Verkauf von GrECo JLT Dienstleistungen in Salzburg. „Mit Gerald Hermüller ist unser leistungsstarkes Team in der Region Salzburg bestens für die Zukunft gerüstet. Als eines der führenden Unternehmen Europas im Bereich Risiko- und Versicherungsmanagement setzen wir mit Herrn Hermüller auf eine engagierte Persönlichkeit, welche sich dem

Mag. Gerald Hermüller weiteren Ausbau unserer Kundenbeziehungen in Salzburg widmen wird“, freut sich Dr. Oliver Zenz, GrECo JLT Vorstand Marketing und Account Management. Gerald Hermüller ist verheiratet und hat drei Kinder.

VAV Versicherung

Neuer Abteilungsleiter Mag. Robert Kühberger hat mit September 2016 die Leitung des Bereiches Produktmanagement für Privatkunden der VAV Versicherungs-AG übernommen. Der studierte Jurist verfügt über langjährige Produktmanagement-Expertise in der österreichischen Versicherungsbranche. Die letzten 11 Jahre war er bei der Helvetia bzw. Basler Versicherungs-AG in Wien tätig. Zuletzt leitete der gebürtige Niederösterreicher den Bereich Vertragsservice Österreich und Produktmanagement Nicht Leben. Bei der VAV ist Kühberger für die Weiterentwicklung des Produkt-Portfolios in den Kfzund Sachversicherungssparten und für das gesamte Underwri-

Mag. Robert Kühberger ting im Privatkundengeschäft verantwortlich. „Wir freuen uns sehr, mit Robert Kühberger einen ausgewiesenen Experten im Versicherungsbereich gewonnen zu haben und damit einen weiteren Schritt in Richtung Produktführerschaft getan zu haben“, so Dr. Peter Loisel, Vorstandsmitglied der VAV.

Unsere Visionen sind ihr Erfolg! Vereinbaren Sie ein Kooperationsgespräch.

Versicherungs- und Finanzgruppe www.go-gruppe.at

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KARRIERE / NEWS Fachverband der Finanzdienstleister

WKO Vertretung Die starke Vertretung der WKO in Brüssel stellt sicher, dass der Fachverband über alle Entwicklungen im Finanzdienstleistungsbereich aktuell informiert ist. Die letzten drei Jahre hat Herwig Wutscher den Fachverband Finanzdienstleister (FV ) ausgezeichnet betreut. Er kehrt nun wieder in die

WKO in Wien zurück. Seine Nachfolgerin Sophie Windisch ist ab Anfang November neue Ansprechpartnerin – mit ihr hat FVGeschäftsführer Philipp H. Bohrn zur Fortführung der engen Zusammenarbeit bereits ein Gespräch zu den wichtigsten Anliegen der Finanzdienstleister geführt.

Wiener Städtische Versicherung

Neue Marketingleitung Hans Christian Schwarz

UNIQA

Landesdirektor Mit Jahresende übergibt Ernst Bamberger die Führung der Landesdirektion Oberösterreich an Hans Christian Schwarz. Bramberger hat die Landesdirektion seit 2002 geleitet und geht mit Ende des Jahres in den Ruhestand. Hans Christian Schwarz: „Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung und das super Team, das mich in Oberösterreich erwartet.“ Der gebürtige Oberösterreicher war zuletzt Vorstand der UNIQA International, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Ernst Bamberger zieht eine positive Bilanz über seine langjährige Tätigkeit für die UNIQA Landesdirektion Oberösterreich. „Wir haben sehr gute Arbeit geleistet. In den vergangenen 14 Jahren konnten wir die Anzahl unserer Kunden sowie unseren Prämienbestand nahezu verdoppeln.“ Ernst Bamberger übergibt eine Landesdirektion, die Ende 2015 rund 370.000 UNIQA Kunden betreute – bei einer Bestandsprämie von 354,5 Millionen Euro. „Mit Hans Christian Schwarz folgt mir ein erfahrener Versicherungsexperte, der nationales und internationales Knowhow mitbringt. Persönlich freue ich mich, dass ich mich mehr meiner Familie, speziell meinen drei Enkelkindern, widmen kann und Zeit für meine Hobbys – die Jagd und das Golfen – haben werde.“ 08 risControl 11/16

Karin Kafesie wird mit 1.1.2017 die Leitung der Marketingabteilung der Wiener Städtischen Versicherung übernehmen. Die gebürtige Waldviertlerin hat sich schon während ihres BWL-Studiums an der WU-Wien auf Versicherungen und Marketing spezialisiert und bringt über 15 Jahre Branchenerfahrung mit. U.a. leitete sie die Marketing- und Kommunikationsabteilungen mehrerer Versicherer und war auch im Vorstand des FinanzMarketing- Verbands Österreich tätig. Zuletzt war sie für Marketing und Kommunikation, bei der Österreich-Einheit eines führenden globalen Versicherungsmaklers verantwortlich. Karin Kafesie ist verheiratet und Mutter eines fünfjährigen Sohnes.

Karin Kafesie

Dialog Lebensversicherung AG

Neu im Team Gerfried Weißegger verstärkt das Team der Dialog Lebensversicherung seit Mitte Oktober, er ist schwerpunktmäßig im Vertrieb im Süden und in der Mitte Österreichs tätig. Weißegger ist akademischer Versicherungskaufmann und kann auf eine fast dreißigjährige Karriere in der Banken- und Versicherungswirtschaft zurückblicken. Er bekleidete u.a. Positionen im Vorstand, in der Geschäftsführung sowie als Hauptbevollmächtigter und war verantwortlich für den Aufbau und die Umstrukturierung von Vertriebsorganisationen. In diese Zeit fielen auch erfolgreiche Auslandsaktivitäten

Gerfried Weißegger in Italien, Slowenien und Kroatien. Mag. Willi Bors freut sich, einen ausgewiesenen Fachmann aus der Versicherungsbranche mit Management-Erfahrung für die Dialog gewonnen zu haben.


KARRIERE / NEWS ARAG

Doppelspitze Die Leitung der Schadenabteilung des Rechtsschutzspezialisten ARAG wird ab sofort von einer Doppelspitze geführt. Der Bereich „klassische Rechtsschutzschäden“ wird von Christian Hutter (31) geleitet. Ihm zur Seite steht Stellvertreterin Martina Horvath. Der Bereich „Großschäden und Kumulereignisse“ wird von Johannes Pillwein (40) verantwortet. Unterstützt wird er von Stellvertreter Helmut Idinger. Mag. Christian Hutter hat, direkt im Anschluss an das Jurastudium und Gerichtspraktikum in Wien, 2011 seine berufliche Laufbahn beim Spezialversicherer begonnen und seitdem steile Karriere gemacht. 2012 erfolgte die Beförderung zum SeniorReferenten und 2014 zum Teamleiter. Mag.

Mag. Johannes Pillwein und Mag. Christian Hutter Johannes Pillwein hat sein Rechtsstudium und das Rechtspraktikum in Innsbruck absolviert. Anschließend, von 2005 an, hat er Erfahrung in der Rechtsschutzbranche gesammelt, bevor er 2012 zu ARAG wechselte und kurz darauf das Team „Kumulereignisse“ leitete. Die beiden

Stellvertreter zeichnen sich beide durch lange Firmenzugehörigkeit bei ARAG aus und verfügen daher über entsprechend tiefgreifende Erfahrung und Fachkenntnis. Helmut Idinger ist seit über 34 Jahren im Hause ARAG und Martina Horvath seit 29 Jahren.

Wiener Städtische Versicherung

Neuer Landesdirektor in Wien

Gerhard Hopfgartner, MBA

Gerhard Hopfgartner, MBA (43) übernimmt mit 1.1.2017 die Leitung der Landesdirektion Wien und folgt damit Dipl. Ing. Doris Wendler. „Gerhard Hopfgartner bringt die besten Voraussetzungen für die Funktion als Landesdirektor für Wien mit. Langjährige Erfahrung im Versicherungsgeschäft, gepaart mit Innovationsfreude und Zielstrebigkeit, zeichnen ihn aus. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Wiener Städtische in der Bundeshauptstadt unter

seiner Führung weiter erfolgreich entwickeln wird“, so Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer. Gerhard Hopfgartner ist noch bis Jahresende Marketingleiter der Wiener Städtischen. Zuvor war er Vorstandsmitglied der Skandia Austria Holding AG. Der geprüfte Vermögensberater ist seit mehr als 17 Jahren im Versicherungsbereich tätig und hat seinen „Master of Business Administration“ an der Alpen-Adria-Universität erlangt. Hopfgartner ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Standard Life

Produktpalette erweitert Standard Life hat das Fondsangebot in seinen fondsgebundenen Rentenversicherungen Maxxellence Invest und ParkAllee um drei MultiAsset-Produkte erweitert: Die von Standard Life Investments (SLI) gemanagten Fonds Enhanced Diversification Multi-Asset Fund (EDMA), Absolute Return Global Bond Strategies Fund (ARGBS) und Global Focused Strategies Fund (GFS) sind ab sofort Bestandteile in den Policen. Die Fonds berücksichtigen unterschiedliche Volatilitätserwartungen an den Märkten und bieten damit für Kunden

unterschiedlichster Risikoneigung eine passende Lösung. Verantwortlich für das aktive Management der Fonds ist das 55-köpfige Multi-Asset-Investing-Team bei SLI, das auch für den Global Absolute Return Strategies Fund (GARS) zuständig ist, einen der meistverkauften Absolute-Return-Fonds in Europa. Für seine Expertise in diesem Feld hat es bereits einige Preise gewonnen, etwa bei den „Financial News 2015 Awards for Excellence“, wo SLI zum „Multi Asset Manager of the Year“ ernannt wurde. „Kunden haben meistens ein

sehr klares Ertragsziel vor Augen. Mit den beiden neuen Absolute-Return-Fonds haben wir für verschiedene Anlegertypen das passende Angebot. Von defensiv über ausgewogen bis zu offensiv ist nun fast alles möglich“, betont Mag. Bernhard Fasching, Sales Manager Austria. „Der EDMA stellt für den österreichischen Markt eine innovative Alternative dar, mit der die Anleger die attraktive Langfristrendite der globalen Aktienmärkte erwirtschaften können und dabei ein gutes Stück weniger Schwankung im Portfolio haben.“ risControl 11/16 09


ARAG SE ÖSTERREICH

Zuhören ist wichtig Mag. Birgit Eder ist seit 1. Oktober in der Geschäftsführung der ARAG SE Direktion Österreich, sie hat bereits einige erfolgreiche Positionen im Unternehmen bekleidet. Begonnen hat die studierte Juristin ihre Karriere bei einem österreichischen Mitbewerber in der Schadenabteilung. Wir haben mit Ihr über Karriere, Ziele und das Thema Frau in der Versicherungswirtschaft gesprochen. Sie haben seit Kurzem eine neue Funktion in der ARAG, wie sind Ihre Ziele? Eder: Es ist eine neue tolle Aufgabe, in die ich in den letzten Monaten hineingewachsen bin. Die Versicherungstechnik liegt mir besonders am Herzen. Ich wurde sehr von Dr. Effinger unterstützt und gefördert um mich in dieser Position wohlzufühlen. Unsere Kunden und Versicherungsnehmer sollen die Möglichkeit haben, sofort eine juristische Auskunft und Hilfestellung zu erhalten. Damit sind wir beim Thema Frauen in der Versicherungswirtschaft, war „Frau“ sein jemals für Sie ein Thema in der Branche? Eder: Ich fühle mich als Frau sehr wohl in meiner Position und bin jederzeit in der

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ARAG von den verschiedensten Seiten unterstützt worden. Das Unternehmen ist ein weltoffener Konzern, auch in Deutschland gibt es viele weibliche Führungskräfte, bei uns kommt es insbesondere auf die Qualifikation und nicht auf das Geschlecht an. Es sind mir auf meinem Karriereweg nie Steine in den Weg gelegt worden. mein Fokus lag früher nicht unbedingt im Bereich Karriere, sondern es stand meine Familie im Vordergrund. Es liegt in erster Linie an einem selbst, ob man einen Schritt weiter gehen möchte oder nicht. Nach dem meine Kinder immer selbstständiger werden, sehe ich meinen Weg darin, mich Aufgaben zu widmen, die mich ausfüllen, interessant sind und wo man etwas bewegen kann. Da war die Aufgabe des Aufbaues des Partnernetzwerkes genau das richtige für Sie? Eder: Auf alle Fälle, ich habe zum einen das Rechtsanwaltsnetzwerk mit unseren externen Partnern neu organisiert und gleichzeitig unser „Inhouse“ Juristenteam aufgebaut. Es war bereits ein kleines Team von Juristen im Haus vorhanden, die hatten aber nur wenig direkte Kommunikation mit unseren Versicherungsnehmern. Und genau das wollten wir ändern. Unsere Kunden und Versicherungsnehmer sollen die Möglichkeit haben, sofort eine juristische Auskunft und Hilfestellung zu erhalten. Der Anfang war sehr schwierig, weil nicht nur die Mitarbeiter entsprechend motiviert und geschult, sondern auch die Kunden von diesem neuen Weg der Dienstleistung überzeugt werden mussten. Die Schadenbearbeitung oder besser der direkte Kundenservice wurde bis dahin so noch nicht praktiziert. Es gab auch Überzeugungsarbeit bei unseren Ver-

triebspartnern, den Versicherungsmaklern zu leisten. Warum waren die Versicherungsmakler anfangs skeptisch? Eder: Weil der Versicherungsmakler gewohnt war den Kunden direkt zum Rechtsanwalt zu schicken und nicht zum Versicherer. Das hat so auch jahrelang gut funktioniert. Allerdings hat sich unsere Gesellschaft gewandelt - unsere Kunden haben heutzutage gesteigerte Erwartungen in eine Rechtsschutzversicherung. Es war daher an der Zeit, etwas zu ändern. Wir wollten als Rechtsschutzversicherer mehr sein als nur ein reiner Kostenzahler, und als juristischer Dienstleister positionieren. Wir wollten als Rechtsschutzversicherer mehr sein als nur ein reiner Kostenzahler, und als juristischer Dienstleister positionieren. Wie ist die Akzeptanz heute? Eder: Ausgezeichnet, der Bereich hat sich enorm erweitert und wir nehmen gerade in diesen Monaten wiederum Juristen auf. Die Mitarbeiter im Inhouse Bereich müssen neben Ihren ausgezeichneten juristischen Fähigkeiten besonders geschult werden, sei es in der Kommunikation und der Konfliktlösung. Kunden haben einen besonderen Anspruch und brauchen jemanden, der ihnen bei ihren Problemen zuhört. Die Kommunikation in diesem Bereich hat einen sehr hohen Stellenwert bei uns im Unternehmen. Wir haben viel positives Feedback seitens unserer Vertriebspartner und unse-


INTERVIEW

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INTERVIEW ren Kunden erhalten. Die Beratungszahlen steigen von Jahr zu Jahr und wir sehen hier noch viele weitere Möglichkeiten Dienstleistungen anzubieten. Kunden erwarten Kundenund Serviceorientierung und diese Erwartung muss man zur Zufriedenheit des Kunden erfüllen. Gibt es eine Streitwertgrenze für „Inhouse“ Juristen? Eder: Im Rechtsschutz sind Streitigkeiten im Kleinschadenbereich bis zu einem Streitwert von 5.000,- vorrangig. In diesem Bereich spielt sich auch vorwiegend die Inhouse Bearbeitung unserer Juristen ab. Oft reicht schon eine Aktion eines unserer Juristen, ein Brief, ein Telefonat mit der Gegenseite, um den Fall außergerichtlich zu klären. Wenn die Parteien nicht verhandlungsbereit sind, sprechen wir eine Empfehlung für einen Rechtsanwalt aus. Bei hohen Streitwerten oder komplexen juristischen Themen leitet unser Inhouse Jurist den Fall gleich zu einem spezialisierten Rechtsanwalt weiter und gibt keinerlei telefonische Auskunft. Eine Untergrenze gibt es für unsere Juristen nicht, wir hatten schon Fälle wo es um 20 Euro Streitwert gegangen ist. Hier möchten wir unseren Kunden zeigen, dass wir für sie da sind und auch bei kleinen Problemen helfen. Das dient auch der Reputation unseres Hauses. Helfen, zuhören und agieren. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Zuhören muss gelernt sein. Sehen die Anwälte des Netzwerkes das Service als Konkurrenz? Eder: Nein, unsere Netzwerkanwälte befürworten unsere Vorgehensweise. Die Kleinstreitigkeiten sind in der Regel sehr zeitintensiv, jedoch aufgrund des Anwaltstarifgesetzes nicht sehr attraktiv honoriert. Wir wollen unseren Partneranwälten, die oft nicht so erstrebenswerten kleinen Fälle abnehmen. Unsere Partneranwälte können sich so auf die großen Causen konzentrieren. Es ist eine Win Win Situation für beide Seiten, unsere Juristen gehen mit unseren Kunden sozusagen die ersten Schritte, eine anwaltli12 risControl 11/16

che Vertretung vor Gericht wird aber dann von unseren Partneranwälten übernommen. Hat sich der Zugang der Versicherungsnehmer zur Rechtsschutzversicherung in den letzten Jahren verändert? Eder: Er hat sich sehr stark verändert. Kunden wollen von der Versicherung profitieren, sie nehmen die Versicherungsleistungen immer früher in Anspruch. Kunden erwarten Kunden-und Serviceorientierung und diese Erwartung muss man zur Zufriedenheit des Kunden erfüllen. Dies ist bei komplexen Versicherungsprodukten nicht immer einfach. Kunden brauchen aber oft auch nur jemanden der ihnen in juristischen Belangen zuhört und auch dafür sind wir da. Zurück zum Thema Frauen in der Branche, gibt es ihrer Meinung nach noch gelebte Unterschiede zwischen Frauen und Männer bei der Besetzung der Positionen usw.? Eder: Männer präsentieren sich besser und sind selbstbewusster als Frauen, dadurch werden Frauen oft unterschätzt. Frauen müssen erst lernen sich präsenter zu machen und sich mehr zutrauen. Man muss sich etwas trauen, hinausgehen und tun. Die Kommunikationsweise von Frauen und Männern ist unterschiedlich. Frauen fällt es oft schwer, sich Gehör zu verschaffen und so ihre Ide-

en einzubringen. Ich kann mich recht gut durchsetzen, sehe aber bei vielen meiner Mitarbeiterinnen hier noch ein wirkliches Defizit und hier sind wir Frauen in Führungspositionen gefordert Mitarbeiterinnen besonders zu unterstützen und zu fördern und falls notwendig auch ein bisschen anzuschubsen – im positiven Sinne motivierend zu wirken. Was wollen Sie bei der ARAG noch erreichen? Eder: Ich möchte die Position der ARAG in Österreich als Spezialversicherer noch weiter verbessern und unseren Kundenservice stetig optimieren. Ein Top Unternehmen wo Kunden und Makler zufrieden sind und Mitarbeiter gerne zur Arbeit gehen. Wo holen Sie sich die Kraft für den Alltag? Eder: Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die zwar hin und wieder anstrengend sind, mich aber rasch aus dem beruflichen Stress herunter holen. Nach dem Heimkommen gibt es keine Arbeit mehr, sondern nur mehr die Familie und hier sind andere Sachen wichtig. Diese beiden Welten zu verbinden macht mir Spass und gibt mir volle Energie für beide Bereiche. Wir danken für das Gespräch.


Zwei Millionen Mal Danke!

Zwei Millionen Mal gemeinsam elektronisch abgewickelt - dafür sagen wir „Danke!“ und verlosen insgesamt 45 exklusive Nespresso © Kaffeemaschinen. Denn was gibt es Besseres, als den Arbeitsalltag mit einem guten Kaffee zu versüßen. Derzeit wird viel über die digitalen Prozesse der Zukunft diskutiert. Dabei nutzen bereits heute viele Versicherungsmakler und –agenten die elektronische Geschäftsfallabwicklung in der täglichen Arbeit. Bidirektionale Prozesse sind damit keine Zukunftsvision, sondern gelebte Realität. Die Vereinfachung der Abläufe und Prozesse ist in der digitalen Welt notwendig, um sich auf das Kerngeschäft, die Beratung und Betreuung der Kunden zu konzentrieren. Und bei einem guten Kaffee lässt es sich gleich viel besser arbeiten, deswegen nutzen Sie bis Ende November noch die Chance und

Warum nutzen wir die elektronische GF-Abwicklung über TOGETHER? • Polizzenqualität steigt, weil WIR den Antrag polizzieren, Abschreibfehler fallen weg • raschere Polizze, weil die Bearbeitung durch eine weitere Person wegfällt • weil immer mit dem AKTUELLEN Tarifrechner gerechnet wird • weil ich immer nachschauen kann, was "seinerzeit" von uns gemacht wurde • weil ONLINE und bei einem Datencrash (hin und wieder sterben PC`s) nichts verloren geht • weil WIR dadurch ENTSPANNTER arbeiten können, weil so gut wie keine Reklamationen • weil wir dadurch Zeit sparen - Versicherungsmakler Johann Spiegl gewinnen Sie eine der begehrten Nespresso © Kaffeemaschinen. Die ersten glücklichen Gewinner stehen fest: Maierhofer LML Versicherungsmakler u. Berater GmbH, Versicherungs Consulting/Beratungs GmbH, Niederl Christian, Spiegel Johann, Integra Versicherungsdienst GmbH, Ruzicka Ingrid,

Integra Versicherungsdienst GmbH

CEBCO Versicherungsmakler GmbH

VD Spar Versicherungsdienst GmbH Marchtrenk, O & O Versicherungsmakler und Finanzberatung GmbH, Ratzböck und Partner Versicherungsmakler GmbH, b&o Beratungs- und Optimierungs KG, CEBECO Versicherungsmakler GmbH, Freihand GmbH, Spiesberger & Sterer Vers.makler GmbH & Co OG, EFM Neunkirchen

EFM Neunkirchen

Freihand GmbH

Versicherungs Consulting/Beratungs GmbH risControl 11/16 13


VERANSTALTUNG SIVAG GesmbH

20-jähriges Bestehen Die SIVAG GesmbH (SIVAG steht für Sicherheit in Versicherungsangelegenheiten) feierte ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest. Rund 200 Gäste waren dem Ruf zur „Familienfeier“ ins Kavalierhaus nach Salzburg gefolgt. Das 1996 von Georg Eisenzopf gegründete Versicherungsmaklerunternehmen wuchs innerhalb der vergangenen 20 Jahre kontinuierlich. Die Mitarbeiter und Maklerpartner sind das Herz des Unternehmens, so sein Credo. In einem kurzen Rückblick ging Georg Eisenzopf auf die Gründung, die Gründungspartner sowie die wichtigsten Stationen der vergangenen 20 Jahre ein. Nicht immer verlief alles reibungslos. Explizit wird auf die konstruktiven Dialoge zwischen SIVAG und der Versicherungsindustrie verwiesen, welche immer auf Augenhöhe geführt werden. „Der Druck auf den Markt und somit auf jeden Vermittler wird massiv steigen. Versicherer und Vermittler müssen sich diesen Herausforderungen stellen und können den Weg nur gemeinsam bestreiten“, so Georg Eisenzopf. Durch den Abend führte der bekannte Moderator und Entertainer Max Mayerhofer. Neben einem Rückblick auf 20 Jahre SIVAG

fanden Podiumsgespräche mit Vertretern der Versicherungswirtschaft zu Themen wie der Versicherungsvermittlung in der Zukunft, welche Produktneuerungen geplant sind, der Einschätzung des Onlinegeschäftes in der Zukunft und vor allem was sie sich vom Maklerpartner SIVAG in der Zukunft wünschen.

Seit der Gründung unterstützt SIVAG die Salzburger Kinderkrebshilfe. Dem Aufruf zur Donation folgten die zahlreichen Festgäste gerne. Spontan wurde der gesammelte Betrag verdoppelt und noch am Abend an die Obfrau der Salzburger Kinderkrebshilfe Heide Janik übergeben.

Franz Eidenhammer, GF Sivag, Heide Janik, Obfrau Kinderkrebshilfe Sbg., Georg Eisenzopf GF Sivag

g&o Gruppe

Aller guten Dinge sind drei Die g&o Gruppe organisierte heuer zum dritten Mal ein Treffen für alle Mitgliedsunternehmen, diesmal im Hotel Königgut in Wals bei Salzburg. Über 60 Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Themen und der Qualität der Vorträge. Die neuesten g&o Produkte, wie der Gemeinde-Rechtsschutz und im Bereich D&O die Managerhaftpflicht, wurden von den Spartenverantwortlichen der Maklergruppe präsentiert, ist es doch auch hier wieder gelungen bestmögliche Deckungsumfänge im Schadensfall zu erhalten. Zusätzlich konnte die g&o Gruppe dieses Mal zwei hochkarätige Vortragende für wichtige Versicherungsthemen gewinnen. Herr Dr. Wolfgang Reisinger, Leitung Spezialschaden bei der 14 risControl 11/16

Wiener Städtischen Versicherung AG sowie Seminarvortragender, Fachautor und Herausgeber einer versicherungsrechtlichen Entscheidungssammlung und Lehrbeauftragter der Donau-Universität Krems, sprach über die neuesten Trends im Versicherungsrecht und präsentierte juristisch hoch komplexe Themen und Schadensfälle aus der Praxis in seiner gewohnt kurzweiligen Art und Weise. Auch Herr Dr. Josef Traxler, allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Transportversicherung und Verkehrshaftung, berichtete über einen Schadenfall, der sein Publikum zum Nachdenken brachte und schlussendlich gemeinsam gelöst werden konnte. All sein Wissen und die Erfahrung im Bereich Transport- und Verkehrshaftungs-

versicherung kam durch diesen Praxisfall zum Ausdruck. Natürlich gab es auch den Status quo-Bericht zur Digitalisierung innerhalb der Gruppe, ein wichtiges und sehr aktuelles Thema, an dem gearbeitet wird. Schon bald wird es nicht nur „g&o Online“ und einen g&o Rechner geben, sondern auch eine eigene Kunden-App, die dem Kunden Einsicht in seine Verträge ermöglicht, Änderungen selbst durchführen lässt sowie die üblichen Notwendigkeiten wie Schadenserfassung und -meldung u.v.m. zulassen wird. Besonderen Wert wird hier auf die strenge Einhaltung des Datenschutzes gelegt. Auch eine gemeinsame Telefonanlage wird in Kürze installiert, um Urlaubsvertretungen und Krankheitsfälle in der Gruppe abzufangen.


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VERSICHERUNG Europäische Reiseversicherung

Reisetipps Beim alljährlich stattfindenden Reise-Sicherheitsgipfel der Europäischen Reiseversicherung im Wiener Parkhotel Schönbrunn berieten deshalb Reisemediziner, Touristiker, Behördenvertreter und Sicherheitsspezialisten die richtigen Vorsorgemaßnahmen für sorgenfreie Reisen in ferne Länder. Sich sorgfältig und aus seriösen Quellen über das Reiseland informieren, rechtzeitig Gesundheitsvorsorgen treffen, sich auf der Website des österreichischen Außenamtes über Reisewarnungen und potentielle Gefahren informieren, bei seriösen Veranstaltern und Reiseanbietern buchen, dabei auf die Reiseversicherung nicht vergessen und sich vor Reiseantritt für den Fall des Falles auf www.reiseregistrierung.at registrieren – das sind die wichtigsten Sicherheitstipps des Österreichischen Reise-Sicherheitsgipfels der Europäischen Reiseversicherung. Denn wer sich auf der Website des österreichischen

Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch vom Zentrum für Reisemedizin Wien, Gesandte Mag. DDr. Petra Schneebauer, Abteilungsleiterin des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres, Mag. Wolfgang Lackner Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung AG, und Dr. Josef Peterleithner, Präsident des Österreichischen Reiseverbandes Außenamtes registriert, wird im Ernstfall vom örtlichen Konsulat via SMS verständigt und bekommt auch rasche Hilfe von den österreichischen Behörden. Die Registrie-

rung erfolgt unter strenger Einhaltung des Datenschutzes, primär werden die Reisenden selbst informiert. Nach Rückkehr werden die Daten komplett gelöscht.

VAV Versicherung

Sharing Economy? Ein Großteil dessen, was wir besitzen, wird oft nicht gebraucht. Durch Unternehmen wie Airbnb ist das Teilen von Leerstand mittlerweile längst in der Gesellschaft angekommen. Dass dieses Phänomen der Sharing Economy auch vor freien Flächen wie Kellerabteilen, Souterrainflächen und Garagenplätzen nicht haltmacht, zeigt die neu gegründete Lagerplattform store.me. Unkompliziert können

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darüber Vermieter potentielle Mieter für ihren Stauraum ausfindig machen und ungenützte Flächen durch intelligentes Teilen verwerten. Damit die eingelagerten Gegenstände auch entsprechend versichert sind und sowohl Vermieter als auch Mieter weiter sorgenfrei schlafen können, kooperiert die VAV Versicherung mit store.me und bietet den store.me-Kunden exklusiv die entsprechende

Versicherungslösung für ihre Lieblingsstücke an. Diese reicht von einer Basis-Lösung für die Einlagerung von Hausrat oder Sportartikel, zur Absicherung gegen Einbruch, Vandalismus, Brand oder Naturgefahren bis hin zu der Garagen-Kasko für eingelagerte PKW und Motorräder oder einer optionalen Rechtschutzversicherung für Streitigkeiten aus dem Mietverhältnis. Sämtliche Versicherungslösungen für die angebotenen Lagerflächen können direkt bei Vertragsabschluss auf dem Portal store. me abgeschlossen werden und gelten für das übernommene Mietobjekt über die gesamte Mietlaufzeit. Dr. Peter Loisel, Vorstandsmitglied der VAV: „Als Österreichs kompletter Online-Anbieter im Versicherungsbereich freuen wir uns besonders, unsere innovativen Versicherungslösungen nun auch gemeinsam mit einem der innovativsten Start-up Unternehmen des Landes anzubieten. So können ab sofort auch store.me Kunden von den smarten Versicherungsprodukten der VAV profitieren.“


VERSICHERUNG Wiener Städtische Versicherung

Digitaler Nachlass Erstmals in Österreich kann beim Abschluss einer Bestattungsvorsorge der Baustein des „Digitalen Nachlass Service“ abgeschlossen werden.Dieser kostet je nach Alter und Vertragsdauer € 1,40 bis 1,90 pro Monat. Es besteht auch die Möglichkeit das Service direkt bei einer Beerdigung um 205,-- netto beim Wiener Verein abzuschließen. Initiiert hat den „Digitalen Nachlass Service“ der Wiener Verein, eine Tochtergesellschaft der Wiener Städtischen. Der Service wird von den Bestattungsunternehmern abgewickelt und fungiert als Drehscheibe für alle To-dos rund um den Todesfall. Im ersten Schritt werden alle Abmeldeformalitäten bei Behörden, Organisationen und Unternehmen vom Bestatter erfasst und online erledigt. Die Anzahl der Abmeldungen ist während der vereinbarten Leistungsdau-

er – 12 oder 36 Monate – unbeschränkt. Im zweiten Schritt werden im Auftrag der Erben Internet-Verträge, Nutzungskonten und Mitgliedschaften des Verstorbenen bei (derzeit) 150 Online-Anbietern recherchiert und gekündigt, deaktiviert oder auf Wunsch auf die Hinterbliebenen übertragen. Individuelle Einzelanfragen können zusätzlich durchgeführt werden. Die Erben erfahren zeitnah, ob Verbindlichkeiten oder Guthaben bestehen und können sich vor vermeidbaren Kosten schützen. Ein besonderer Vorteil: Die Erben müssen weder wissen, bei welchen Anbietern der Verstorbene Kunde war, noch müssen sie Zugangsdaten oder Passwörter kennen. Ohne professionelle Hilfe stellt diese Situation Betroffene vor eine kaum lösbare Aufgabe. Profile in sozialen Netzwerken sind

für Angehörige oft von hoher emotionaler Bedeutung und daher auch Teil der Lösungen rund um den digitalen Nachlass. Über das neue Portal kann mit wenigen Mausklicks beantragt werden, ein Konto in den so genannten „Gedenkzustand“ zu versetzen oder es gänzlich zu löschen. Alle Recherche- und Abmeldeergebnisse werden laufend online aktualisiert und dokumentiert. Sie werden entweder per Mail an die Erben übermittelt oder können über ein passwortgeschütztes Kunden-Login direkt beim Wiener Verein-Portal eingesehen werden. Zusätzlich kann der Bestatter den Erben kostenfrei einen direkten Zugang zum Portal freischalten. Damit kann man bequem von zu Hause aus Recherche-Ergebnisse und Abmeldungen einsehen und selbstständig weitere Erledigungen durchführen.

Mag. Robert Lasshofer und Mag. Jürgen Sild

Allianz Gruppe

Best Global Brands Ranking Die Allianz konnte ihre Position im diesjährigen Interbrand-Ranking der weltweit 100 wertvollsten Marken erneut verbessern. Laut dem jüngst von Interbrand veröffentlichten “Best Global Brands” Ranking für das Jahr 2016 kletterte die Marke Allianz um 3 Plätze auf Rang 51, wobei der globale Markenwert um 12 Prozent auf 9,5 Milliarden USD anstieg.In der aktuellen Bewertung hob Interbrand die exzellenten Finanzergebnisse

der Allianz für das Geschäftsjahr 2015 und den Kundenfokus in der Gruppenstrategie ebenso hervor, wie den konsequenten digitalen Ansatz des Unternehmens sowie die klare Verpflichtung zu einer nachhaltigen Entwicklung. “Auf die Markenentwicklung der Allianz sind wir sehr stolz. Das zweistellige Wachstum des Markenwerts ist dabei für uns noch wichtiger als die Platzierung im Ranking insgesamt“, so

Jean-Marc Pailhol, Global Head of Market Management & Distribution bei der Allianz. “Einer der wesentlichen Einflussfaktoren auf den Erfolg der Marke ist der noch deutlich stärkere Fokus unseres Unternehmens auf den Kunden. Die Allianz hat zudem mit „dare to, we’re with you“ ein neues Markenversprechen eingeführt, weil wir möchten, dass unsere Kunden die Möglichkeiten des Lebens in vollen Zügen nutzen.” risControl 11/16 17


VERSICHERUNG VVO

Naturkatastrophen in Österreich Die österreichische Bevölkerung muss sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf immer häufiger auftretende Wetterextreme einstellen. „Die Wucht der Natur haben schon viele Regionen in den vergangenen Jahren, in Form von Hochwasser, Starkregenereignissen, Hagelschauern, massivem Schneefall und Stürmen, zu spüren bekommen. Durch die Topografie in Österreich gilt jedes Bundesland als Risikogebiet für Naturkatastrophen. Leider unterschätzen immer noch viele Menschen dieses Risiko“, erläutert VVO-Präsident Generaldirektor KR Mag. Dr. Othmar Ederer. Weltweit kann man klar einen steigenden Trend bei den Schäden durch Naturkatastrophen erkennen. In Österreich kann man neben den vielen regionalen Schäden ca. alle drei Jahre mit einer Naturkatastrophe in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro versicherten Schäden rechnen. Ähnlich wie in den Jahren zuvor, glaubten auch 2015 viele der Befragten nicht, dass sie selbst einmal Opfer einer Naturkatastrophe in ihrem Wohnort werden könnten. Die meisten fühlen

sich jedoch durch Unwetter (80 % Gefährdung) und Stürme (71 %) sowie durch Blitzschlag, Hitze und Schneechaos (jeweils rund 65 %) bedroht. Immerhin rund die Hälfte der Befragten nimmt auch eine Gefährdung durch Hochwasser wahr.„In Österreich gibt es keine Region, die nicht von Extremwetterereignissen betroffen ist. Risiken und Risikozonen sind den Menschen zu wenig bekannt. Unsere Studien zeigen deutlich, dass die Menschen die Gefahren, die von Extremwetterereignissen ausgehen, stärker unterschätzen als bislang angenommen“ erläutert KFV-Direktor Dr. Othmar Thann.Trotz einiger Hochwasserereignisse in den letzten Jahren, wissen derzeit nur 40 Prozent der Befragten, dass sich ihr Wohnort in einer Gefährdungszone befindet. Diverse Faktoren, wie etwa Erinnerungen an konkrete Naturkatastrophen und die mediale Präsenz stehen in direktem Zusammenhang mit der Risiko-Wahrnehmung. „Unsere Studien bestätigen, dass kleinere regionale Extremwetterereignisse zu keinem nachhaltigen Umdenken der Bevölkerung in

Sachen Prävention führen. Trotz einer persönlichen Betroffenheit haben nur 6 Prozent der Bevölkerung bauliche Schutzmaßnahmen getroffen“, so Thann. Nachdem der Sommer 2015 noch MillionenSchäden durch Trockenheit brachte, so war er 2016 durch intensive kleinräumige Unwetter geprägt. „Österreich ist sehr unterschiedlichen Wettergefahren ausgesetzt, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark ausgeprägt sind. In jedem Jahr kommt es in nahezu jeder Jahreszeit zu markanten Schäden durch extremes Wetter. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass extreme Wetterereignisse in den nächsten Jahren häufiger werden. In den letzten 100 Jahren war außerdem die Klimaerwärmung im Alpenraum mit knapp 2 °C doppelt so stark wie die weltweite Erwärmung “, so Dr. Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Die ZAMG arbeitet daher mit ihren Partnern in zwei Richtungen. Zum einen geht es um maßgeschneiderte Warnungen für die jeweiligen Nutzer, zum anderen um langfristige Maßnahmen zum Schutz.

Europäische Reiseversicherung

Reiseversicherung Update Die Europäische Reiseversicherung hat mit der „MEINE URLAUBERIA-App“ ein neues, modernes und umfassendes Zusatztool zu ihren bewährten Reiseversicherungsprodukten auf den Markt gebracht. Es enthält wichtige Informationen zu Sicherheit und Gesundheit auf Reisen, ortet Reisende im Notfall und überträgt die GPS-Daten in die Einsatzzentrale, auch offline ohne Datenroaming im Ausland! Gleichzeitig können in ihr sämtliche individuelle Reiseunterlagen in einem persönlichen Reisebegleiter gespeichert werden, das wie ein Reisetagebuch genutzt werden kann. Bilder, Texte, Sprachnotizen und Videos können während der Reise in die App abgelegt werden. Selbstverständlich bleiben alle gespeicherten Daten ausschließlich am Handy des Kunden und sind in keiner anderen Datenbank gespeichert. Mit der Ortung im Notfall und der Übertragung der GPS-Daten in die Einsatzzentrale kann 18 risControl 11/16

in Not geratenen Reisenden rascher geholfen und ein Problemfall effizienter gemanagt werden. Die Einsatzzentrale der Europäischen Reiseversicherung – die Telefonverbindung entsteht mittels weniger Klicks innerhalb der App und die Notrufnummer muss nicht separat eingetippt werden – steht Kunden mit gültigem Reiseversicherungsvertrag rund um die Uhr zur Verfügung. Reiseversicherte Kunden sind damit noch besser geschützt. In der App sind viele wichtige Informationen für die Sicherheit und Gesundheit der Kunden gespeichert, zum Beispiel Kontaktadressen, Reisewarnungen, Kreditkartensperre, Handysperre, internationale Notrufnummern, Erkrankungen vorbeugen, Infos zu: Was ist im Schadenfall zu tun, u.v.m. Die MEINE URLAUBERIA-App ist gratis für Android und iOS auf www.europaeische. at erhältlich. Hersteller der App ist das BernerGrazer Startup Unternehmen AIONAV –

www.appyourpassion.com – von Prof. Dr. Ulrich Walder, dessen App-Entwicklungen bereits im Silicon Valley begeistert haben. Seit 7. November gibt es das Storno-Reiseprodukt für Bus/Bahn/Auto+Schutz auch als Plus Variante mit erweiterten Stornogründen, höheren Versicherungssummen und einer Neuwertdeckung im Reisegepäck, das den Reisenden in Europa zur Verfügung steht. Es sind auch zwei zusätzliche Storno- bzw. Abbruchgründe gedeckt. Die unerwartete Zuteilung oder Verlegung eines Operationstermines oder eines stationären Aufenthaltes in einer Klinik für Rehabilitation und gesondert gebuchte Leistungspakete und Teilleistungen einer Reise, die während der Reise nicht zur Gänze konsumiert werden können (Stornogründe), werden ersetzt. Darunter fallen beispielsweise Ausflüge bei Kreuzfahrten oder Tickets für Veranstaltungen.


VERSICHERUNG Wiener Städtische Versicherung

Sonderklasse Tarif Der Sonderklassetarif der Wiener Städtischen Versicherung kann mit neuen zusätzlichen wertvollen Vorteilen aufwarten. Es gibt einheitliche Prämien für alle Bundesländer und eine generelle Österreichdeckung. Der

Dr. Ralph Müller

MEDplus Sonderklasse-Tarif wird in drei Varianten angeboten: BASIC flex, CLASSIC fix und PREMIUM. Selbstbehalt gibt es bei den ersten beiden Varianten, der PREMIUM ist selbsthaltfrei. Zwischen den Tarifen gibt es alle 5 Jahre zwischen dem 25. Und 45. Geburtstag die Möglichkeit, ohne Gesundheitsprüfung und mit Anrechnung der Vorversicherungszeiten, umzusteigen. Für junge Leute bis zum 35. Geburtstag steht mit MEDplus OPTION noch eine zusätzliche und günstige Variante zur Auswahl, die u.a. die Möglichkeit bietet, jährlich bis zum 40. Geburtstag auf die anderen drei MEDplus Tarife umzusteigen. Weitere Features sind bei Dread Disease und Akuterkrankungen max. Selbstbehalt des Wohnsitzbundeslandes, halber Selbstbehalt bis zum 20. Geburtstag, Gesundheitscheck alle zwei Jahre im Grundtarif inkludiert. „Speziell für Frauen gibt es bei der neuen Gesundheitsvorsorge, eine höhere Entbindungspauschale und der Selbstbehalt bei Entbindungen entfällt“, so Dr. Ralph Müller. Bei Abschluss einer MEDplus Sonderklasse wird Frauen für die erste Geburt eine SonderklasseJahresprämie gutgeschrieben, diese Aktion gilt bis 31.12. 2016.

Europäische Reiseversicherung

Business Portal Das Business Portal ist ein einfaches, übersichtliches und praktisches Tool für den Versicherungsabschluss und für Partner der Europäischen Reiseversicherung kostenlos nutzbar. Einige der Kernfunktionen des Portals sind Vertragssuche nach Polizzennummer, Voroder Nachname, Datum und Reisezentraum. Gruppen-Upload-Funktion: Namen der Reisenden können aus Listen unterschiedlicher Formate mit einem Klick ins Business Portal übertragen werden aber auch Schadensmeldung und Schadensuche und vieles mehr. Neu ist der Linkversand, das bedeutet, dass ein Betreuer seinem Kunden mit wenigen Klicks direkt aus dem Business Portal einen

Reiseversicherungs-Abschlusslink zusenden kann (mit automatisch hinterlegter Agenturnummer). Der Kunde klickt auf diesen Link und schließt die Reiseversicherung ab. Volle Provision bei weniger Arbeit. Ideal also, wenn der Kunde telefonisch beraten wird oder (noch) nicht abschließen möchte bzw. wenn ein Angebot elektronisch übermittelt wird. Natürlich gibt es noch einige weitere nützliche Features, z. B. können Versicherungsbestätigungen als Visumsbestätigung für Visa nach Russland und Kuba jetzt selbst ausgedruckt werden. Alle Produkte stehen im Portal im Expert Mode zur Verfügung und ein Abschluss einer Versicherungspolizze sollte nicht länger als eine Minute dauern.

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INTERVIEW

Kraftvoll und Energiegeladen Als Franchiseberaterin in ganz Europa tätig, Buchautorin, Mentorin und geniale Netzwerkerin, das alles und noch vieles mehr zeichnet Waltraud Martius aus. Sie ist Geschäftsführerin und Senior Consultant von SYNCON International, Mitbegründerin des Österreichischen Franchise Verbandes, Dozentin an Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum und hat unzählige Vorträge in Europa wie auch in den USA, Indien und China gehalten. Wir haben mit Ihr unter anderem über Franchise in der Versicherungsbranche und Gleichberechtigung gesprochen.

Wie bewährt sich Franchise in der Versicherungsberatungsbranche? Martius: Franchising funktioniert Branchen-übergreifend. D.h. hat ein Unternehmer ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt und über einen längeren Zeitraum erprobt, so kann dieses auch im Franchising multipliziert werden. Ich bin seit vielen Jahren im Aufsichtsrat des Franchise-Systems der EFM Versicherungsmakler AG tätig und somit ganz nah an der Versicherungsberatungsbranche dran: Franchising bedeutet Know-how-Transfer vom Franchise-Geber auf den Franchise-Partner. Gerade in der Versicherungsbranche sieht man sehr schön, wie die Arbeitsteilung zwischen der Franchise-Zentrale (Recherche und Zusammenstellung des Versicherungs-Portfolios, Best Advice, Netzwerken und Verhandeln mit den Versicherungsanbietern) und den Franchise-Partnern (Vertrieb und Betreuung der Kunden vor Ort) Hand in Hand greifen und beide Seiten erfolgreich machen. Voraussetzung, damit ein Franchise-System entwickelt werden kann und erfolgreich funktioniert ist allerdings, dass das Geschäftsmodell bereits erfolgreich am Markt funktioniert. Lässt sich ein Franchise Modell auf alle Branchen übertragen? Martius: Ja, Franchising ist lediglich der Multiplikator. Voraussetzung, damit ein Franchise-System entwickelt werden kann

Franchising bedeutet Know-howTransfer vom Franchise-Geber auf den Franchise-Partner. und erfolgreich funktioniert ist allerdings, dass das Geschäftsmodell bereits erfolgreich am Markt funktioniert. D.h. der Unternehmer und zukünftige Franchise-Geber hat die Pflicht sein Geschäftsmodell auszutesten, auszuprobieren und zu optimieren, bevor es in die Multiplikation geht. Dabei ist zuerst einmal das Know-how soweit zu standardisieren, dass es sich auf jeden zukünftigen Franchise-Partner übertragen lässt. Dies wird erreicht, durch das Erfassen des vorhandenen Know-hows im FranchiseHandbuch – der sogenannten Know-howDokumentation. Mittlerweile sollte diese Know-how-Dokumentation idealerweise gleich digital erfasst werden - unsere Kunden arbeiten mit der Software goalcampus, die mit der integrierten Know-howDokumentation und den Funktionen eines Intranets, gekoppelt mit einer Facebookähnlichen Benutzeroberfläche, die Kommunikation, das Lernen und den Erfahrungsaustausch zwischen Franchise-Geber und Franchise-Partner optimal unterstützt, so auch z.B. bei der EFM. Wie ist die Entwicklung in der Franchise Branche allgemein? Martius: Franchising entwickelt sich parallel zur Gesamt-Wirtschaft. D.h. die Trends von Service, Dienstleistung und immer stärker sozial motivierten Aktivitäten zeichnen sich auch stark in der Franchise-Branche

ab. Dass die Digitalisierung längst Einzug gehalten hat ist uns allen bewusst – Smartphone, Tablet und allzeit vernetzt zu sein sind integrale Bestandteile unsere Alltagsund Arbeitsrealität. Was wir Franchiser gerade lernen ist, dass es auch die Digitalisierung der internen Abläufe innerhalb des Franchise-Systems braucht, um in Zukunft weiterhin erfolgreich zu sein. Einen OnlineShop für den Verkauf der Produkte bzw. Dienstleistungen im Franchise-System zu haben ist für viele heute selbstverständlich. Aber nur wenige innovative FranchiseSysteme bieten ihren Franchise-Partnern digital unterstützten Know-how-Transfer, Trainings-Tools und Prozessbeschreibungen für die Umsetzung und den Erfolg im Tagesgeschäft an. Dass die Digitalisierung längst Einzug gehalten hat ist uns allen bewusst – Smartphone, Tablet und allzeit vernetzt zu sein sind integrale Bestandteile unsere Alltags- und Arbeitsrealität. Sie sind seit Jahren eine sehr erfolgreiche Unternehmerin, wie sehen Sie das Thema Gleichberechtigung? Martius: Mein Unternehmen gibt es mittlerweile seit über 25 Jahren und neben meinem Mann, der mich immer wieder mal bei Projekten unterstützt, besteht mein Team aus Frauen. Das war zwar nicht geplant, spiegelt aber meinen Wunsch wieder als soziale Unternehmerin Frauen ein Familien- und Berufsleben zu ermöglichen risControl 11/16 21


INTERVIEW und nicht zwischen dem einen oder anderen wählen zu müssen. Meine Mitarbeiterinnen sind in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und ich bemühe mich im Einklang mit den Unternehmenszielen der Individualität einer jeden Frau – mich eingeschlossen – gerecht zu werden. Gleichberechtigung fängt bei jedem von uns selbst an. Gleichzeitig braucht es politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, die eine Balance zwischen Berufs- und Familienleben für Frauen wie für Männer begünstigen. Gleichberechtigung fängt bei jedem von uns selbst an. Gleichzeitig braucht es politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, die eine Balance zwischen Berufs- und Familienleben für Frauen wie für Männer begünstigen. Was empfehlen Sie Frauen um sich als Unternehmerinnen zu positionieren? Martius: Victor Hugo hat gesagt „Erfolg braucht Konzept und Beharrlichkeit“ – das richtige Konzept für das eigene Unternehmen zu erarbeiten braucht fachliche Kompetenz, die notwendige Beharrlichkeit, Resilienz und Selbstbewusstsein sind Per-

sönlichkeitsfaktoren, die eine erfolgreiche Unternehmerin auszeichnen. Was Frauen von Männern in der Wirtschaft lernen können, ist das Vernetzen („Seilschaften bilden“) miteinander. Nicht Einzelkämpferin zu sein, sondern Kontakte suchen, pflegen und bieten. Und sich nicht selbst klein zu machen – d.h. nicht überheblich oder autoritär aufzutreten, sondern den Raum einzunehmen und mit der eigenen Persönlichkeit zu erfüllen, der einen selbst stärkt und bei

anderen als kompetent wahrgenommen wird. Was Frauen von Männern in der Wirtschaft lernen können, ist das Vernetzen („Seilschaften bilden“) miteinander. Wo holen Sie sich Ihre Energie für den Alltag? Martius: Ich arbeite für mein Leben gerne! Viel Arbeit macht nicht krank, sondern manches Mal vielleicht einfach müde. Als Ausgleich zu der vielen spannenden Kopfarbeit meditiere ich regelmäßig und mache Yoga. Ich habe eine starke persönliche Verbindung zu Indien und den Menschen dort und mein Geist und mein Körper profitieren von Meditation und Yoga-Übungen. Ich engagiere mich für den Verein Little Flower, der in Indien ein Lepradorf unterstützt und durch die Produktion von Seidenschals und Spenden den erkrankten Menschen und ihren Familien Unterkunft, Ausbildung und Arbeit ermöglicht. Eine ganz wesentliche Energietankstelle ist mein Mann, der es immer wieder schafft mich regelmäßig mit in unsere „Mikrourlaube“ zu nehmen und wenn es nur ein Sonnenuntergang auf unserem Schiff am Wallersee ist. Wir danken für das Gespräch.

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VERANSTALTUNG

Finessen der Haftpflicht- und D&O-Versicherung Das Zweite Kremser Versicherungsforum, veranstaltet vom Department für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration der Donau-Universität Krems, bot mehr als 120 Vertretern namhafter Versicherungsmakler und –gesellschaften sowie Juristen aus ganz Österreich Einblick in aktuelle Entwicklungen zu den Themen Haftpflicht und Directors-and-Officers-Versicherungen, kurz D&O. Das Forum fand in Kooperation mit dem Fachverband für Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten der Wirtschaftskammer Österreich statt. „Die gestiegene Teilnehmerzahl des zweiten Kremser Versicherungsforums zeigt, dass wir mit der Veranstaltung den Bedarf der BranchenexpertInnen nach fachlich fundiertem Austausch zu aktuellen Entwicklungen im Versicherungsrecht getroffen haben“, sagt Dr. Arlinda Be-

risha, Organisatorin des Forums und Leiterin der versicherungsrechtlichen Lehrgänge am Department für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. DDr.Thomas Ratka, LL.M. Das Forum, so Berisha, erweise sich als gute Diskussionsplattforum und damit Ergänzung zu den derzeit vier versicherungsrechtlichen Universitätslehrgängen an der Kremser Universität für Weiterbildung.

Aktuelle Rechtsprechung, Herzschrittmacher und Compliance Der Leiter der Abteilung Spezialschaden der Wiener Städtischen Versicherung, Dr. Wolfgang Reisinger, führte anhand der aktuellen Rechtsprechung des OGH zu Privat-, Betriebsund Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen richtungsgebende Entscheidungen des Höchstgerichts für die Versicherungspraxis aus.

Dr. Klaus Koban, Geschäftsführer der Koban Südvers Group GmbH, Mag. Christoph Schertler, Rechtsanwalt, Dr. Arlinda Berisha, Donau-Universität Krems, Organisatorin des Forums, Mag. Friedrich Faulhammer, Rektor der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. DDr. Thomas Ratka, LL.M. Donau-Universität Krems, Leiter des Departments für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration, Prof. Dr. Robert Koch, LL.M., Universität Hamburg. Adrian von Borcke, Howden, Dr. Karin Hartjes, Ziegler Betriebsberatung, Dr. Georg Aichinger, Koban solDORA GmbH, Dr. Wolfgang Reisinger, Wiener Städtische Versicherung, Mag. Erwin Gisch, Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten 24 risControl 11/16


VERANSTALTUNG Besonders relevant, so Reisinger, auch Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems, sei die zu Lasten der Versicherungsnehmer verschärfte Judikatur der „Gefahr des täglichen Lebens“ in der Privat-Haftpflichtversicherung sowie die Notwendigkeit der Mitversicherung von „reinen“ Vermögensschäden in der Betriebs-Haftpflichtversicherung. Wer die Kosten bei potenziell schadhaften Produkten zu tragen habe, diese Frage referierte Dr. Karin Hartjes, Gesellschafterin der Ziegler Betriebsberatung, am Beispiel eines Herzschrittmachers aus. Hartjes präsentierte die versicherungsrechtlichen Grundlagen und die Entscheidungsdeterminanten von EUGH und BGH eines konkreten Falles zum Austausch des medizinischen Gerätes. Als vielfältige Mind-Map mit zahlreichen Verästelungen, so stellt sich das Thema Compliance für VersicherungsmaklerInnen dar. Mag. Christoph Schertler, Rechtsanwalt, zeigte in seinem Vortrag die Tücken von Compliance für Versicherungsmakler auf. Er sensibilisierte die Teilnehmer zum Thema Compliance und zeigte auch auf, welche möglichen Sanktionen

von Compliance-Verstößen ausgehen. Tenor: „Compliance ist längst auch bei Versicherungsmakler angekommen und sollte erkannt und ernst genommen werden!“ Schwerpunkt D&O Directors-and-Officers-Versicherungen, kurz D&O nahmen auch heuer breiten Raum beim Kremser Versicherungsforum ein. Drei Vorträge beleuchteten zentrale Aspekte zu den Haftpflichtversicherungen für Manager: Prof. Dr. Robert Koch, LL.M., Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Versicherungswissenschaft der Universität Hamburg, gab Einblick in die Kostenanrechnung und Verteilung nicht ausreichender Versicherungssummen in der D&O-Versicherung, im Fokus dabei die Wirkung von Kostenanrechnungsklauseln. Fazit: Die Kostenanrechnungsklausen sind wirksam und die Verteilung nicht ausreichender Versicherungssummern auf die Organmitglieder erfolgt nach dem Proportionalitätsprinzip.Einen Überblick zu Kostenersatzklauseln verschaffte den über 120 Teilnehmer Dr. Georg Aichin-

ger, Koban solDORA GmbH und ebenfalls Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems. Die Schadenbearbeitung in der Praxis der D&O-Versicherungen, vorgetragen durch Adrian von Borcke vom deutschen InsuranceBroker Howden (vormals Hendricks) bildete den Abschlussvortrag des Kremser Versicherungsforums. Von Borcke verwies dabei auf die zunehmende Schadenbelastung der Risikoträger mit der Folge restriktiven Regulierungsverhaltens und darauf, dass insbesondere die im Versicherungsfall aufbrechenden Interessengegensätze der Beteiligten erhebliches Koordinierungsgeschick und Spezialwissen des Maklers erforderten. Der Rektor der DonauUniversität Krems, Mag. Friedrich Faulhammer nahm die Eröffnung der Veranstaltung vor. Moderiert wurde das Kremser Versicherungsforum durch Dr. Klaus Koban, Geschäftsführer der Koban Südvers Group GmbH sowie Mag. Erwin Gisch, Geschäftsführer des Fachverbands der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. Die dritte Auflage des Kremser Versicherungsforums ist für Herbst 2017 geplant.

DER NEUE RECHTSSCHUTZ-KOMMENTAR ZU DEN MUSTER-ARB 2015 ERLÄUTERUNGEN ZU DEN MUSTERBEDINGUNGEN FÜR DIE RECHTSSCHUTZ-VERSICHERUNG Im Auftrag der Sektion für Rechtsschutz-Versicherung herausgegeben von Mag. Natascha Garo/Dr. Walter Kath/ Dr. Franz Kronsteiner ISBN 978-3-200-01293-6 Preis: 49 Euro Die ARB 2015 können beim VVO bei Frau Angelika Egger per Mail unter angelika.egger@vvo.at, telefonisch unter 01/711 56-266 oder über die VVO-Homepage www.vvo.at bestellt werden.

www.vvo.at

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VERANSTALTUNG D.A.S Versicherung

60 Jahre D.A.S. Die D.A.S. feierte mit allen Mitarbeitern ihr 60-jähriges Bestehen. „60 Jahre als führender Rechtsschutzspezialist sind ein guter und sehr schöner Grund, zu feiern“, begrüßte Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender, die rund 350 Gäste in der Eventlocation am Wiener Rennweg. „Unsere Mitarbeiter sind das Herz des seit Jahren erfolgreichen Unternehmens“, so Loinger, der sich bei der kompletten Mannschaft für die außergewöhnliche Leistung bedankte. Als tragende Säulen des Erfolgs betonte er die gute Zusammenarbeit mit Führungskräften und Belegschaftsvertretern der Unternehmung und die wichtige Unterstützung der Eigentümervertreter. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Tögel bedankte sich danach bei der seit vielen Jahren erfolgreichen und stabilen österreichischen Tochtergesellschaft und meinte launig „Was sollen sich Eltern von einer Tochter noch wünschen, die so wohlgeraten ist? Mir fällt hierzu Nichts ein! Sie soll einfach so bleiben, wie sie ist.“ Beinahe die gesamte Crew sowie ehemals langjährig tätige Mitarbeiter, die Leiterinnen der tschechischen und slowakischen Zweigniederlassungen der D.A.S. Österreich und Vertreter der Muttergesellschaft ERGO Group nahmen an der 60 Jahresfeier teil.

Beim D.A.S. Quiz, aufgebaut wie die „Millionen Show“, wurden tischweise 19 knifflige Fragen rund um das Unternehmen gestellt. Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste mit den weiteren Vorständen Ingo Kaufmann, Arkadiusz Gil und Pedro Schwarz, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DAS und Vorstand der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen Franz Kronsteiner, sowie den Aufsichtsräten Christian Sipöcz und Silvia Galgoci, den Regional Manager der D.A.S. München Rüdiger Bauer, Regina Spieler, Peter Stöckl und Hubert Schaedl, den ehemaligen

Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf de Coster und Peter Wiegand und vielen weiteren bei Musik und Tanz unterhalten. Bei speziellen Stationen wie einer Erinnerungsfotowand oder der 360-Grad-Video Station wurde über die Vergangenheit und Zukunft des Unternehmens gesprochen. Letztere Station fand besonderen Anklang, da man mittels Virtual Reality Brille hautnah und actionreich Rechtsschutzfälle erleben konnte. Dadurch sollen speziell auch jüngere Zielgruppen auf das Thema Rechtsschutzversicherung aufmerksam gemacht werden.

Weingut Grafinger in Priel und im Hotel Ibis Styles in Linz statt.„Der regelmäßige Austausch mit unseren Vertriebspartnern und die transparente Diskussion von Markteinschätzungen und Marktentwicklungen sind uns bei Helvetia extrem wichtig. Denn nur so können wir auch unseren Kunden die beste Beratung garantieren“, erklärt Alexander Neubauer, Leitung Helvetia Partnervertrieb. In der Unterstützung der Vertriebspartner durch Weiterbildungsveranstaltungen sieht Alexander Neubauer zudem den Kern einer guten und serviceorientierten Zusammenarbeit. „Das ist das A und O jedes guten Dienstleisters“, so Neubauer. Manfred Ebner, Vertriebspartner-Coach Finanzdienstleister von Helvetia Österreich, freut sich über

die positiven Rückmeldungen der Helvetia Vertriebspartner zu den Investmenttagen: „Vor allem geschätzt wird, dass die Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre mit den Referenten einzelner Fondsgesellschaften persönlich in Kontakt treten und ohne Zeitdruck Fragen stellen können. Um im Finanzdienstleistungsbereich am Ball zu bleiben, ist Weiterbildung und der Austausch mit Experten unerlässlich.“ Die Veranstaltungen sind größtenteils bereits für die CFP-Ausbildung anerkannt und werden auch aus diesem Grund sehr gut angenommen. Unter den Referenten waren u.a.: Harald Fuchs, C-QUADRAT Kapitalanlage AG, Markus Sevcik, J.P. Morgan Asset Management, Dieter Wimmer, Comgest Deutschland GmbH.

Helvetia Versicherung

Investmenttage Bereits zum vierten Mal lud Helvetia Österreich ihre Vertriebspartner zu den Helvetia Investmenttagen. Rund 150 Vertriebspartner folgten der Einladung zu einer der insgesamt sechs Veranstaltungen. Ziel der österreichweit stattfindenden Veranstaltungsreihe: Die Vertriebspartner über aktuelle Trends am Finanzmarkt zu informieren und für zukünftige Marktentwicklungen fit zu machen. Die Veranstaltungen werden auch für die Certified Financial Planner (CFP) Ausbildung anerkannt. Im kleinen Rahmen wurden anschließend jeweils Überlegungen seitens der Fondsgesellschaften diskutiert und Markteinschätzungen hinterfragt. Die Helvetia Investmenttage fanden heuer im Schloss Leopoldskron in Salzburg, am 26 risControl 11/16


VERANSTALTUNG Österreichische Gesellschaft für Versicherungsfachwissen

Startschuss für Neuregelung des Vertriebs Die EU hat heuer im Februar mit der Veröffentlichung der Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD) eine grundlegende Neuregelung in Gang gesetzt. Bis Ende Februar 2018 muss diese „Insurance Distribution Directive“ in nationales Recht umgesetzt werden. Damit ist auch in Österreich die Diskussion über die Detailregelungen voll in Gang gekommen. Das Interesse der Branche ist enorm, wie diese Woche ein von der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (GVFW) organisiertes Symposion gezeigt hat: „Wir haben mit unserer Veranstaltung den Startschuss für eine intensive Diskussionsphase unter Einbindung prominenter Vertreter aller beteiligten Gruppen – Versicherungsunternehmen, Makler, Agenten, Finanzministerium, Finanzmarktaufsicht, Konsumentenschützer und Universitätsprofessoren – gegeben“, betont GVFW-Geschäftsführerin Mag. Katharina Trampisch. Die 160 Teilnehmer bekamen einen Einblick in den Stand der Vorberei-

tungen auf die Umsetzung der EU-Richtlinie sowie die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen. Einhelliger Tenor aller Referenten und Diskussionsteilnehmer: Grundsätzlich ist die Neuregelung zu begrüßen, im Detail bringen die Bestimmungen aber eine ausufernde Bürokratie. Dies zeigt schon ein Vergleich: Die neue EU-Richtlinie kennt

79 statt bisher 24 „Erwägungsgründe“, sie hat acht statt bisher vier Kapitel und umfasst 41 statt bisher acht Seiten. Die Gesetzgebung ist stark prinzipienorientiert und verwendet eine Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe. Ein abschließendes Urteil über die IDD wird aber erst möglich sein, wenn die Richtlinie in österreichisches Recht umgesetzt ist.

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VERANSTALTUNG Allianz Versicherung

Laufen für junge Menschen Immer mehr Kinder und Jugendliche wählen in Österreich die Notruf-Hotline „Rat auf Draht“- 250-mal pro Tag, Tendenz steigend. Neben dem Telefonieren gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit der Online- und Chat-Kommunikation. Betrieben wird die Notruf-Hotline vom SOS Kinderdorf, bei der Finanzierung spielen private Institutionen eine immer größere Rolle. Ein besonderes Engagement zeigte hier wieder einmal die Allianz Versicherung. Im Rahmen des Wettbewerbs „Allianz World Run“ liefen allein in Österreich über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in drei Monaten rund 24.000 Kilometer. Dafür gab es eine mit 50.000 Euro dotierte Spende an „Rat auf Draht“. „Eine jahrzehntelange Tradition in unserem Haus ist lebendiger denn je. Unsere nunmehr weltweite Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf begann vor über 60 Jahren in Österreich. Mit der Unterstützung von

1vli Birgit Satke (Geschäftsführerin von Rat auf Draht), 4vli Dr. Wolfram Littich (Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich), 5vli Mag. Christian Moser (Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf) gemeinsam mit Allianz MitarbeiterInnen, die für den guten Zweck in die Laufschuhe schlüpften. 'Rat auf Draht' haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagte Dr. Wolfram Littich,

Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, stolz bei der Scheckübergabe.

faircheck

Leuchtende Kinderaugen Wieder einmal konnte faircheck Anfang Oktober die Weitergabe von einwandfreier Ware aus einem Schadenfall anregen und organisieren. 60 Paar neuwertige orthopädische Kinderschuhe wurden an die Sozialmärkte in Ober- und Niederösterreich weitergegeben. Zugute kommt die Ware finanzschwachen Familien vor Ort. Spenderin der guten Tat ist

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die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft. Nach einem Schadenfall bei der Firma Orthopädie Geyrecker aus Ybbs an der Donau überließ der zuständige Versicherer, Zurich, SOMA Österreich & Partner 60 Paar orthopädische Schuhe für Kinder. Daniel Bilgeri, Schadenregulierer der faircheck Schadenservice GmbH und zuständiger Scha-

densbegutachter, konnte die Weiterverwertung der einwandfreien Schuhe initiieren. Das Dienstleistungsunternehmen organisierte die Übergabe der Ware zur karitativen Weiterverwertung. Richard Fabsits, Leiter der Leistungsabteilung: „Wir freuen uns, dass wir im Zuge dieses Schadenfalls die noch einwandfreie Ware einem guten Zweck zugutekommen lassen konnten. Unser unternehmerisches Engagement in sozialen Belangen fokussiert auf die Unterstützung der Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Ausgangsbedingungen und ist als Ausdruck unserer Unternehmenskultur in unsere Geschäftsstrategie integriert." Die wertvolle Spende teilten sich der SOMA Hagenberg vom Roten Kreuz und der SOMA Mostviertel mobil von SAM NÖ. Mag. Gerhard Steiner, Präsident von SOMA Österreich: „Wir sind faircheck, Zurich und der Firma Geyrecker sehr dankbar für diese besondere Unterstützung. So werden Kinderaugen zum Leuchten gebracht.“


VERANSTALTUNG Gothaer Lebensversicherung

Roadshow Die Roadshow der Gothaer Lebensversicherung AG 2016 stand ganz im Zeichen der neuen Risikolebensversicherungen und der eigenständigen Berufsunfähigkeitsversicherung SBU Premium, die Vertriebspartnern aus ganz Österreich präsentiert wurden. Nach Stationen in Hall/Tirol, Linz und Graz ging die Finalveranstaltung in der Bundeshauptstadt im Hilton Garden Inn am Wienerberg über die Bühne. „Für mich gibt es nach Abschluss der Roadshow zwei sehr positive Erkenntnisse: Die extrem hohe Kompetenz unserer Vertriebspartner und das gute Gefühl, mit unseren biometrischen Produkten auf dem richtigen Weg zu sein“, zieht Gothaer Direktor Helmut Karner zufriedene Roadshow-Bilanz. Die Produktpräsentation durch Vertriebsdirektor Mario Woltsche entwickelte sich zum jeweils rund zweistündigen intensiven Dialog mit den Vertriebspartnern. Diese nützten sehr intensiv die Möglichkeit, sich direkt über die Vorteile der neuen RISK Premium und RISK

Premium Kreditschutz zu informieren. Es blieb keine Frage offen, wozu auch die drei Gothaer Expertinnen beitrugen, die in Deutschland die besonders zügige Abwicklung der Anträge verantworten. Sehr gut angekommen sind die Reduktion auf nur zwei Gesundheitsfragen (RISK Premium

Kreditschutz) und die daraus resultierende sofortige Polizzierung. Ebenfalls als sehr attraktiv empfunden wurde der Verzicht auf Fragebögen zu Freizeitrisiken (z. B. Motorradrisiko automatisch inkludiert) und dass keine Nachmeldepflicht besteht, wenn man vom Nichtraucher zum Raucher wird.

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risControl 11/16 29


TRENDTAG 2016

Wir waren dabei Nach unserer langjährigen Erfahrung mit Veranstaltungen und Messen - haben wir doch in den 90er Jahren die erste Versicherungsmaklermesse in Kooperation mit der VJV Versicherung unter Generaldirektor Dr. Axel Philipp veranstaltet - waren wir erstmals beim Trendtag mit einem eigenen Stand vertreten. Neben der ersten Ausgabe von risControl aus dem Jahre 1970 präsentierten wir unseren Besuchern auch einige andere historisch interessante Ausgaben. So mancher fand sich in den alten Ausgaben in längst vergessenen

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Veranstaltungen – und um einiges jünger –wieder. Aber nicht nur geduldiges Papier war vertreten, auch der Gründer von risControl und ÖVMPionier Karl Wrumen tauschte mit so manchen

„Altgedienten“ Erinnerungen aus. Auch unser (ungewolltes) Geschicklichkeitsspiel (wie stecke ich einen Strohhalm in eine Caprisonne) weckten bei einigen Erinnerungen an vergangene Zeiten.


ALLIANZ ELEMENTAR VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT

Auszeichnungsreigen für die Allianz Die Allianz gehört zu den großen Gewinnern beim AssCompact Trendtag. Gleich sechsmal räumte sie bei den AssCompact-Awards ab: Platz 1 in der Betrieblichen Altersvorsorge, jeweils Platz 2 bei der Kfz-, Gewerbe- und Technischen Versicherung sowie den dritten Stockerlplatz bei der Gewerblichen Rechtsschutzversicherung und dem Online-Service für Vermittler. Die neue Bereichsleiterin für den Maklervertrieb, Claudia Schlosser, zeigte sich hocherfreut und sehr stolz auf die Auszeichnungen, „denn damit geben uns die Makler das Signal: ‚Ihr seid auf dem richtigen Weg.‘ Wir haben genau hingehört und Produkte, Dienstleistungen und Prozesse an die Maklerbedürfnisse angepasst.“ Auf die Anliegen der Makler hatte sich die Allianz auch in der heißten Pyramide vorbereitet: Am Stand, der übrigens auch ein Modell des neuen Allianz Stadions zeigte, konnte man sich bei delikatem Eis vom Schwedenplatz abkühlen. Auf persönliches Service und kompetente Ansprechpartner legt die Allianz großen Wert, wie Schlosser betont. Beim Trendtag waren daher auch Maklerbetreuer aus allen Bundesländern vor Ort. Ein Makler verriet uns im risControl-Interview, dass ihn die zahlreichen Awards zum Allianz Stand geführt hätten: „An diesem großen Erfolg möchte ich auch teilhaben, ich habe mich daher gleich bei der Messe über eine Courtagevereinbarung beraten lassen.“ Auf die

Frage, wie die Allianz zum Generalthema des Trendtages „Einfach – sicher – digital“ steht, sagte Claudia Schlosser: „Die Frage ist nicht ‚persönlich versus digital‘. Vielmehr geht es darum, diese beiden Welten zu ver-

binden: Also einfach sein in den Prozessen – zum Beispiel durch digitale Werkzeuge. Und gleichzeitig persönliche Ansprechpartner, wenn es ums Beziehungsmanagement geht. Das ist unser Erfolgsmodell.“

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CLASSIC AND SPORTS CAR ASSEKURADEUR GMBH

Produktinnovation Auch in diesem Jahr präsentiert CASCAR eine Produktinnovation für den österreichischen Versicherungsmarkt – als Kompetenzzentrum BELMOT®Austria wird eine Allgefahrendeckung für Oldtimer vorgestellt.

Weitere Spezialitäten unserer Kooperationspartner sind z.B.

Werner Widauer, Elisabeth Zihlarz, Michael Kodim, Elisabeth Tomasich, Heinz Swoboda Symbolisch für diese besondere Versicherungslösung war ein schöner Klassiker zu sehen – ein FIAT OSCA 1500 Spider BJ 1961. Daneben parkierte ein BMW Z3 M Roadster BJ 1997 welcher in die Nische der Youngtimer und Sportwagen zielt. Dazugehörig wurde von den Spezialisten von CASCAR zu den auf Oldtimer, Youngtimer und Sportwagen maßgeschneiderten Kaskoprodukten informiert. CASCAR bietet speziell auf die Bedürfnisse der Fahrzeuge und der Fahrer – vom Sportwagen bis zum „klassischen Schätzchen“ – abgestimmte Kaskoprodukte. Als starke Partner fungieren CHUBB, VAV und nun neu die Mannheimer Versicherung mit dem 32 risControl 11/16

Klassikerprodukt „BELMOT“. CASCAR stellt als Kompetenzzentrum BELMOT®Austria den Ansprech- und Abwicklungspartner für Klassiker am österreichischen Markt nun auch für die Mannheimer Versicherung. Grunddeckung oder Allgefahren-Deckung? Was ist das Richtige für mich und mein Fahrzeug? In der Grunddeckung und in der Allgefahren-Deckung sind automatisch enthalten: 20 % Vorsorgeversicherung bei Wertsteigerungen, wenn das Wertgutachten im Versicherungsfall nicht älter als zwei Jahre ist. Im Zuge der Allgefahrendeckung sind Motor- und Betriebsschäden ebenso wie

i

• die erweitere Grunddeckung (im Vergleich zur herkömmlichen Teilkasko-Versicherung) • die umfassende AllgefahrenDeckung inkl. Schäden, die nicht bei einem Unfall entstehen, wie Motorschaden, Bruchschaden, Getriebeschaden • erweiterte Wiederherstellungskosten nach Teilschaden • erweiterter Wiederbeschaffungswert nach Totalschaden • spezielle Angebote – konzipiert für Zweit- oder Drittfahrzeuge – oder auch Sammlungen • Agreed Value – vertraglich fixierter Versicherungswert im Schadenfall – jederzeit transparent nachvollziehbar • Fahren auf Rennstrecken • Wertminderung im Zuge eines Kaskoschadens u.v.m.

Bruchschäden und auch Mottenfraß versichert – mit Beweisumkehr zu Lasten des Versicherers! Als mögliche Erweiterungen stehen die Restaurierungsversicherung, die Wechselkennzeichenregelung sowie auch Fuhrparkregelung für Fahrzeugsammlungen im Produktportfolio von CASCAR. Für die beiden Letztgenannten wird für die Berechnung das prämienstärkste Fahrzeug herangezogen. Das bewegte Fahrzeug ist in Folge immer Vollkasko versichert und alle anderen Teilkasko. Diese Regelung hat auch den Vorteil, dass all ihre Fahrzeuge - ob zugelassen oder nicht - versichert werden können, fahrzeugübergreifend und in einem einzigen Vertrag.


DIE MAKLERGRUPPE VERSICHERUNGSMAKLER GMBH

Rundum zufrieden Die Maklergruppe punktete am Trendtag mit einigen Neuheiten.

Die Maklergruppe punktete am Trendtag mit einigen Neuheiten. Die Vorstellung ihrer Onlineplattform „schlau versichern“, welche sowohl für den Endkunden als auch dem Maklergruppenpartner ein ausgezeichnetes Informations- und Arbeitstool sein soll. Auf der Plattform wird dem Kunden zahlreiche Onlinerechner mit persönlicher Beratung, ein Kundenportal, einen digitalen Versicherungsordner mittels APP und eine umfangreiche Expertensuche aus dem Kreis der Maklergruppenpartner für die Region und jede Betriebsart angeboten. Vkfm. Rainer Vogelmann und Vkfm. Matthias Lindenhofer, die Gründer der Maklergruppierung, hatten aber noch einiges mehr zu bieten. So wurde der Rahmen der Veranstaltung unter Anderem dazu genutzt, die neuesten Partner zu begrüßen. Die Firmengründer von sigmasicher, dem Traditionsbetrieb in Wien, begründeten den Schritt in die Partnerschaft mit der Maklergruppe unteranderem so: „Die Angebote der anderen bereits bestehenden Maklervereinigungen konnten uns nicht wirklich überzeugen, dagegen wussten wir bereits nach dem ersten Gespräch mit Herrn Lindenhofer und

Herrn Vogelmann: Wir sind angekommen! Denn Qualität, Beständigkeit, Bodenständigkeit und Partnerschaft auf Augenhöhe sind seit über 20 Jahren die Eckpfeiler unserer Unternehmensphilosophie. Mit dem Einstieg unserer Tochter in das Familienunternehmen ist der Fortbestand dieser Werte für unsere Kunden für viele weitere Jahre gesichert. Gleichzeitig sind wir dadurch aber

auch gefordert, uns ‚zukunftsfit‘ zu machen, neue Technologien einzusetzen und unsere Arbeitsabläufe zu optimieren. Die zahlreichen geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen durch diverse EU-Richtlinien sind zusätzliche Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Schnell war uns klar, dass wir das alleine nicht mehr bewältigen können, ohne unseren eigenen Qualitätsanspruch aufzugeben“. Versicherungskontor – Versicherungsmakler GmbH ist ein weiterer neuer Maklergruppenpartner aus Wien. Die beiden Versicherungsprofis Dr. Christian Spera und Mag. Rainer Weber haben langjährige Erfahrung in der Versicherungsbranche und begründen Ihre neue Partnerschaft unteranderem so: „Wir wollen vor allem Synergieeffekte sowie die gemeinsamen Stärken der Gruppe nutzen und sehen in der Zugehörigkeit zu dieser großen Vereinigung eine Chance den eigenen Marktauftritt zu verbessern. Außerdem sehen wir mit der neuen Online-Plattform eine Chance ein guten Schritt Richtung Digitalisierung in der Versicherungsbranche zu gehen. Zu guter Letzt schätzen wir auch die Kompetenz der beiden MaklergruppenGeschäftsführer.“

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DONAU VERSICHERUNG AG

Auf der DONAU Erfolgswelle Die Donau Versicherung AG Vienna Insurance Group setzt weiterhin auf rot-weiß-rot und wird ihre Vor-OrtPräsenz und regionale Betreuungskompetenz weiter stärken. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen, dass die Donau mit ihren Produkten und Serviceleistungen klar auf Kurs ist. Regionale Prägung in rot-weiß-rot Die Donau Versicherung ist sehr stark regional verankert. Persönlicher Kontakt sowie intensiver Austausch mit Partnern und Kunden sind wesentliche Qualitäten der Donau. Regionale Vertriebsmanager kennen die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Vertriebspartner. Zusätzlich verfügt jede Landesdirektion über zertifizierte Gewerbekoordinatoren, die in diesem Bereich über umfassendes Expertenwissen verfügen. Im Fokus steht eine rasche Entscheidungsfindung. Ausgezeichnet: Produkte und Service Bereits Anfang des Jahres erhielt die Donau Versicherung den österreichischen Fondspreis für ihre Servicequalität. Im Vergleich mit 39 Versicherungen schnitt die Donau mit „herausragender" Service-Qualität ab. Darüber hinaus wurde der Donau beim Assekuranz Award Austria das Zertifikat „Sehr gut“ für ihre Haushalt- und Eigenheimversicherung verliehen. Erstmals wurde heuer im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach der Einsatz des Österrei-

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chischen Makler Datensatzes bei Versicherungsunternehmen mit dem OMDS Award ausgezeichnet. Als Sieger wurde im Zuge einer Umfrage abermals die Donau ermittelt. Zusätzlich schnitt die Donau bei den AssCompact Awards so gut ab, dass sie sich in der Gesamtwertung verbesserte und unter die Top-5 Versicherer aufgerückt ist. „Die Auszeichnungen, die wir heuer erhalten haben, bestätigen unsere Strategie durch Serviceorientierung und fachliche

Kompetenz bei unseren Vertriebspartnern zu punkten,“ freut sich Mag. Alastair McEwen, Geschäftsführer Donau Brokerline, über die vielen Auszeichnungen. Ideale Absicherung für KMUs „Klein- und Mittelbetriebe gehören zu einer zentralen Zielgruppe für uns. Wir haben in diesem Segment mit rund 10 % einen deutlich höheren Marktanteil als bei den Privatkunden. Wir legen großen Wert, unsere Marktkompetenz im Bereich der Gewerbeversicherungen weiter zu steigern,“ bestätigt Mag. Alaistar McEwen. Mit der neuadaptierte BGV Vario sind Klein- und Mittelbetriebe ideal abgesichert. Neu ist die größere Individualität bei der Preisgestaltung durch subjektiven Risikonachlass. Außerdem überzeugt das neue Produkt mit einem flexibleren Selbstbehalt in sämtlichen Sparten und verbesserten Deckungen in den Bausteinen. In den Bausteinen wiederum gibt es höhere Sublimits, die auch individuell angepasst sind. Neue Deckungen wie der Technik BU-Baustein und All-InklusiveBaustein runden diese Highlights ab.


BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE

GEWERBEVERSICHERUNG

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

1. Platz

Gesamtwertung

2. Platz

Gesamtwertung

KRAFTFAHRZEUGVERSICHERUNG

GEWERBETECHNISCHE VERSICHERUNG

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

2. Platz

Gesamtwertung

2. Platz

Gesamtwertung

GEWERBERECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

BESTER ONLINE-SERVICE FÜR VERMITTLER

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

3. Platz

Gesamtwertung

3. Platz

Gesamtwertung

DANKE für Ihr Vertrauen! Diese Anerkennung ist für uns Motivation, für Sie noch schneller, einfacher und transparenter zu werden! Ihr Team Allianz Österreich

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ERGO VERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT

Service für Versicherungsmakler und Agenturen im Fokus Bereits zum 5. Mal war ERGO beim AssCompact Trendtag dabei. Im Fokus stand die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Vertriebspartnern. Hohe Produktqualität, gutes Preis-Leistungsverhältnis und umfassendes Partner-Service bilden die Grundpfeiler.

In der Strategie von ERGO Österreich ist der Ausbau des Makler- und Agenturvertriebs vorgesehen. Ein wesentliches Anliegen ist es daher, die Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklern und Agenturen zu intensivieren und Serviceleistungen entsprechend anzupassen und weiter zu verbessern. In den letzten Monaten hat ERGO das Maklerportal weiter auf die Bedürfnisse der Vertriebspartner ausgerichtet. Die Digitalisierung wird entsprechend vorangetrieben. Seit Jahresbeginn ermöglicht das „ERGO Portal light“ einen schnellen Einstieg sowie eine einfache Berechnung, eine papierlose Beantragung und elektronische Antragsübermittlung in den Sachsparten. Polizzenkopien als auch Provisionsnoten stehen elektronisch als PDF für die Vertriebspartner zur Verfügung. Das Service für externe Vermittler wird noch weiter verbessert. ERGO liefert seit April dieses Jahres OMDS Bestandsdaten. Versicherungsmakler und Versicherungsagenturen mit einer ERGO Vereinbarung können

Christian Sipöcz, Mitglied des Vorstands, ERGO Versicherung AG und Klaus Kretz, Leiter Makler- und Agenturvertrieb. OMDS-Provisions-, Schadens- und Vertragsdaten über TOGETHER Internet Services GmbH abrufen und weiterverarbeiten. Die OMDS-Vertragsauskunft und Vertragsaktualisierung zu ERGO Verträgen sind

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auch bereits über Courtage Control abrufbar. Die ERGO Produkte LV Risikoversicherung und Berufsunfähigkeits-Vorsorge sind an den Vorsorgerechner VARIAS angebunden und stehen dort im Portal den Usern zur Verfügung. Über die ERGO Maklerund Agenturbetreuer können ERGO Vertriebspartner bis 31.12.2016 eine kostenlose Anbindung an VARIAS erhalten. ERGO hat heuer mit „ERGO fürs Leben“ eine Kombination aus einer klassischen und einer fondsgebundenen Lebensversicherung auf den Markt gebracht. Versicherungsmakler und Agenturen mit einer ERGO Vereinbarung bieten ihren Kunden von 24.10. bis 31.12. eine besondere Aktion an: Bei einem Neuabschluss von ERGO fürs Leben ab einer monatlichen Prämie von mindestens 50 Euro und ab einer Einmalprämie von 15.000 Euro gibt es eine PKW-Jahresvignette für 2017 gratis dazu.


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GENERALI VERSICHERUNG AG

Top-Awards für Generali Die österreichischen Versicherungsmakler wählten die Generali Versicherung erneut zu einem der besten Versicherer am heimischen Markt. Mit Top-Platzierungen bestätigte die Generali Versicherung AG auch heuer wieder ihre führende Stellung als Qualitätsversicherung am österreichischen Versicherungsmarkt. Die Versicherungsmakler kürten die Generali zum wiederholten Mal mit den begehrten Awards, die anlässlich des AssCompact Trendtages 2016 in Vösendorf bei Wien vergeben wurden. Als Zweitplatzierte in der Kategorie Betriebliche Altersvorsorge schließt die Generali an den Erfolg der letzten Jahre an. Bereits zum fünften Mal Silber bestätigt auf eindrucksvolle Art, dass die Generali als Qualitäts- und Serviceversicherer wahrgenommen wird und als solider und verlässlicher Partner gilt. Auch in der Gewerbe- und Betriebsrechtsschutz-Versicherung ist die Generali wieder ganz vorne mit dabei: Unter den Top 3 nicht nur im Gesamtranking, auch in den Unterkategorien Gewerbebündel, Gewerbehaftpflicht und technische Versicherung schaffte es die Generali aufs Stockerl. „Ich freue mich, dass unsere innovativen,

Die Repräsentanten der Generali mit den Awards. flexiblen und modular aufgebauten Produkte unsere Vertriebspartner überzeugt haben. Der Einsatz moderner Technologien und die professionellen Services machen die Generali zu dem Qualitätsversicherer in

Das Team um Arno Schuchter (r.), Vorstand für Vertrieb und Marketing, Thomas Bayer (l.), Leiter Unabhängige Vertriebe und Gerhard Schmidt (Mitte), Leiter Unabhängige Vertriebe Division Niederösterreich stand Interessierten am Generali Stand Rede und Antwort. 38 risControl 11/16

Österreich", so Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing. In seinem am AssCompact Trendtag 2016 gehaltenen Vortrag „Entwicklung in der Privatversicherung – ‚nur‘ versichern war gestern“ unterstrich Christoph Zauner, Leiter Kundensegment Privat- und Firmenkunden, die Rolle der Generali als führender Sachversicherer in Österreich. Im Vorfeld zur Auszeichnung der besten Versicherungen wurden die besten Jungmakler gekürt. Mit der Wahl zum Jungmakler des Jahres hat AssCompact ein deutliches Zeichen für den Branchennachwuchs gesetzt. Die Generali unterstützte auch diesmal wieder diese Initiative. Thomas Bayer, Leiter Unabhängige Vertriebe, gratulierte den verdienten Siegern und übergab Preise an die drei Top-Platzierten. Auch der Stand der Generali am Trendtag 2016 war wieder sehr gut besucht. Makler, Maklerbetreuer und Repräsentanten der Regionaldirektionen und GD nutzten die Gelegenheit zu Expertengesprächen und ungezwungenem Gedankenaustausch.


WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG

Besucherrekord Nicht nur der Trendtag 2016 verzeichnete einen neuerlichen Besucherrekord, sondern auch der Messestand der Wiener Städtischen. Der weitläufige und großzügig gestaltete Messestand der Wiener Städtischen erfreute sich auch heuer wieder großer Beliebtheit. Trotz des vielfältigen Angebots an interessanten Vorträgen fanden zahlreiche Kongressbesucher den Weg zur Wiener Städtischen. In einer Umfrage unter den Messeteilnehmern wurde er zum schönsten Ausstellerstand des jährlichen Branchengroßereignisses gewählt. Als kulinarischen Höhepunkt kredenzte Hans Bauer aus Pöttelsdorf im Burgenland seinen bereits legendären Wulka Prosciutto. 360°-Rundumschutz Unter der Dachmarke BUSINESS360° wurde 2016 das komplette Angebot der Wiener Städtischen für Klein- und Mittelbetriebe zu einem Rundumschutz gebündelt. Interessenten konnten sich am Trendtag ausführlich über diese Kampagne informieren. Passend zum Schwerpunktthema wurden sechs ferngesteuerte„360°“ Hubschrauber an die Teilnehmer eines Gewinnspiels verlost.

Manuela Bauer

Gerhard Heine, DI Doris Wendler, MMag. Kathrin Höttinger, Mag. Hermann Fried, Dr. Gerhard Kantusch Neue Vorsorgeprodukte Die Besucher der Wiener Städtischen hatten auch Gelegenheit die brandneuen Lebensversicherungs-Produkte "Performance Plan" und "Balance Invest" sowie die neue Sonderklasseversicherung mit Selbstbehalt kennen zu lernen. Auch Vertriebsvorstand Mag. Hermann Fried, die Wiener Landes-

direktorin DI Doris Wendler und der steirische Landesdirektor Dr. Gerald Krainer zeigten sich von der großartigen Atmosphäre beeindruckt. „Man denkt, dass die jeweils letzte Veranstaltung nicht zu übertreffen sei, wird aber jedes Mal wieder eines Besseren belehrt.“ So ein sichtlich zufriedener Gerhard Heine, Vertriebspartnerchef der Wiener Städtischen.

Dr.Gerald Krainer, Dr.Klaus Koban Mag.Hermann Fried

Mag. Gerald Moritz, Gerhard Heine risControl 11/16 39


INTERVIEW

Zurich Unfallversicherung neu: zeitgemäßer Versicherungsschutz Kurt Möller, Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Bereich Schaden-Unfall bei der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft, erläutert im Interview die Vorteile der neu aufgelegten Unfallversicherung sowie die mehrfach ausgezeichneten Serviceangebote. tionen in den digitalen Ausbau unserer Services Früchte tragen, beweist der neuerliche Award einmal mehr.

Herr Möller, soeben haben Sie Ihre Unfallversicherung neu lanciert. Durch welche Vorteile zeichnet sich das Produkt besonders aus? Kurt Möller: Wir haben die Unfallversicherung einem kompletten Relaunch unterzogen und uns sehr genau im Vorfeld damit beschäftigt, welche Bedürfnisse heute gefragt sind. In allen Lebenslagen geht der Trend zu Individualisierung, so auch bei Versicherungsprodukten. Daher bieten wir im Rahmen unserer neuen Unfallversicherung drei Pakete, die unterschiedliche Leistungen bei den Unfallkosten umfassen. Menschen wollen heutzutage selbst wählen, welche Medizin sie bevorzugen und das haben wir im Tarif berücksichtigt. Je nach Variante sind demzufolge innovative Leistungen, wie die Übernahme von alternativmedizinischer Betreuung inkludiert. Auch die Renten- und Kapitalauszahlungen haben wir verbessert und bieten nun Deckungen, wie sie am Markt sonst schwer zu finden sind. Erwähnen möchte ich auch, dass wir für risikoarme Berufsgruppen die Gefahrenklasse 0 eingeführt haben und somit besonders günstige Prämien anbieten können, z.B. für Angestellte in Friseurbetrieben, im Hotel- und Gastgewerbe oder Krankenpflegepersonal. Aber auch Familien profitieren von der Zurich Unfallversicherung: Bei uns ist nur ein Kind prämienpflichtig, alle weiteren Kinder sind prämienfrei mitversichert. Überdies bieten wir nun attraktive Versicherungspakete für Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren. Wie messen Sie den Erfolg derartiger Produkt-Optimierungen? Möller: Ein guter Maßstab zur Erfolgsmessung unserer Produktgestaltung sind die kontinuier40 risControl 11/16

Sie haben die Auszeichnung für Services angesprochen: Was macht Zurich anders als die anderen?

„Die neue Gefahrenklasse 0 bietet besonders günstige Prämien, z.B. für Angestellte in Friseurbetrieben, im Hotel- und Gastgewerbe oder Krankenpflegepersonal“, so Kurt Möller. lichen Auszeichnungen, die wir Jahr für Jahr auf Basis des Feedbacks unserer Vertriebspartner, der Kundinnen und Kunden aber auch unabhängiger Verbraucherorganisationen erhalten. Erst kürzlich wurde unser Online-Service mit Abstand auf Platz 1 gewählt. Die Maklerinnen und Makler stellen unserem bereits seit 2002 bestehenden Maklernetz damit ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Damals haben wir als erster Versicherer eine Online-Maklerplattform lanciert und es seither stetigen Optimierungen unterzogen, um die Ansprüche der Anwenderinnen und Anwender auf hohem Niveau zu erfüllen. Dass unsere kontinuierlichen Investi-

Möller: Heutzutage fokussieren wir nicht mehr nur auf die Produktgestaltung, sondern auch auf den Ausbau unserer Online-Services. Dass unsere Vertriebspartner das Maklernetz und die darin enthaltenden Features sehr schätzen, beweist die bereits angesprochene Auszeichnung. Aber auch die Kundinnen und Kunden legen immer größeren Wert darauf, rund um die Uhr Kontakt mit uns aufnehmen zu können und Einsicht in ihre Versicherungsunterlagen zu erhalten. Mit unserem Online-Portal und der Smartphone-Applikation „zApp“ können wir dem sehr gut entsprechen. Sowohl das Portal als auch die App inkludieren ein Schadentracking, mittels welchem man die Schadenerledigung rund um die Uhr mitverfolgen kann. Bei der Anmeldung eines Gebrauchtwagens bieten wir überdies eine Online-Vorschadenbesichtigung, die bequem per App erledigt wird und so die Fahrt zu einer Besichtigungsstelle erspart. Im Bereich der Sachversicherung stellen wir die App „Zurich Live“ bereit, mit der man bei vielen Sachschadenfällen eine Videobesichtigung – soweit möglich –selbst durchführen kann. Dabei wird der Schaden mit der App gefilmt und gleichzeitig ein Gespräch mit den jeweiligen Expertinnen und Experten geführt. Das Feedback aus dem Markt zeigt, dass Services wie die genannten einen echten Mehrwert darstellen, weil sie Abläufe rund um Versicherungsangelegenheiten vereinfachen bzw. verkürzen.


Der neue Weg zum Diplomversicherungskaufmann Erstmals wird es in Österreich möglich sein, via Fernstudium eine akademische Ausbildung für Versicherungsmakler zu genießen, die mit dem Diplomversicherungskaufmann abgeschlossen wird.

Eine Innovation der Ausbildungsmöglichkeiten für Versicherungsmakler in Österreich steht bevor. In Kooperation mit der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen am Wallersee (Salzburg) wurde ein neuer Bildungsweg für Versicherungsvermittler von der EFM Versicherungsmakler AG ins Leben gerufen. Diese Ausbildung ist jedoch nicht nur exklusiv für EFM Versicherungsmakler möglich, sondern steht der gesamten Versicherungsbranche zur Verfügung. „Wir arbeiteten schon lange an einer derartigen Lösung, weil es in Österreich noch zu wenige Ausbildungsmöglichkeiten mit akademischem Abschluss für Versicherungsvermittler gibt!“, so Josef Graf, Vorstand der EFM Versicherungsmakler AG. Die Möglichkeit des Fernstudiums ist für viele Versicherungsvermittler wichtig, um sich wirklich optimal auch während der Arbeit auf das Studium konzentrieren zu können. Zusätzlich zum Fernstudium gibt es noch eine weitere, einzigartige Eigenschaft dieses Studiums. „In diesem Studiengang ist die Maklerprüfung für die Erlangung des Gewerbescheines für Versicherungsmakler integriert. Ein Fernstudium mit Konzession also!“, so Josef Graf weiter. Ebenfalls beinhaltet das Studium die Unternehmerprüfung, für den Weg in die Selbstständigkeit und die Lehrlingsausbildungsberechtigung. Für diesen Studiengang wurden die bestqualifiziertesten Vortragenden der Privatuniversität Schloss Seeburg und aus der Versicherungswirtschaft engagiert. Der Grundgedanke bei der Auswahl der Vortragenden und bei der Erstellung des Curriculums war es, den Studierenden nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch großen Wert auf praxisrelevante Themen, als ausgezeichnete

Vorbereitung für den zukünftigen Berufsweg, zu legen. Somit soll auch eine individuelle Lerngeschwindigkeit für jeden Studierenden möglich sein. Der Abschluss des Studiums erfolgt durch zusammengefasste Prüfungen aus den verschiedenen Bereichen des Studiums sowie der Erstellung einer Diplomarbeit.

Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen am Wallersee (Salzburg) Ein weiteres Zuckerl für die Studierenden ist die Förderung des Studiengangs. Wer das Angebot gleich bei der ersten Gelegenheit nutzen möchte, sollte sich schnellstmöglich bei der Privatuniversität Schloss Seeburg dafür anmelden. risControl 11/16 41


HELVETIA ÖSTERREICH

HÖHENFLÜGE

Und weiter geht’s in der jährlichen Partner Cercle-Veranstaltungsreihe. In Steyrermühl, Oberösterreich (a bissl Land, a bissl Stadt), trafen sich die geladenen Gäste in der ehemaligen Papierfabrik auf der Halbinsel in der romatischen Traun. Jetzt ist hier - im Österreichischen Papiermacher-, Druckereiund Feuerwehrmuseum - das Museums- und Veranstaltungszentrum untergebracht. In der Papierfabrik Steyrermühl wurde bereits ab 1868 Papier und Zellstoff erzeugt. Weiter ging die Reise zum Salzburger PartnerCercle ins Kavalierhaus in Klessheim. Auch hier zahlreicher Besuch, sozusagen volles Haus. 42 risControl 11/16

Die Teilnehmer wurden vom Vorstandsvorsitzender Othmar Bodner, Vorstandsdirektor Werner Panhauser und Alexander Neubauer, Leiter des Partnervertriebes der Helvetia Versicherung, mit launigen Worten begrüßt. Information inklusive. Das Kavalierhaus diente im Zweiten Weltkrieg es als repräsentatives Gästehaus der deutschen Wehrmacht. Ein zusätzliches Kellergeschoss wurde als Bunker verwendet und ein U-Boot Dieselaggregat für die Energieversorgung installiert. Das Aggregat steht noch immer im Keller. Heute ist das Kavalierhaus eine Location, die zum Verweilen einlädt. Seine Historie geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Es wurde als Winterhaus zum

imposanten Schloß Klessheim errichtet. Doch in Salzburg war noch lange nicht Schluß. Der Weg des Helvetia-Partner Cercle führte weiter nach Tirol, ins Schloss

Tratzberg. Dessen Geschichte ist ungemein interessant. Urkundlich erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, wurde die ursprüngliche Wehrburg durch einen Brand im späten 15. Jahrhundert vollständig zerstört.


VERANSTALTUNG

Auf der Ruine errichtete der reiche Silberbergwerksbesitzer Tänzel ein ungewöhnlich prunkvolles Schoß im spätgotischen Stil. Nach vielen Jahren des Umbaues und Wechsels der Besitzer erwarb Graf Enzen-

berg 1847 das Schloss. Es ist auch heute noch Wohnsitz der gräflichen Familie. Mit großem Einsatz wurde aus dem Schloss ein bedeutendes Kunst- und Kulturdenkmal des Landes geschaffen. Dazu passte

das heurige Motto der Veranstaltungsreihe: „Vom Großen Ganzen zum ganz Großen - so entstehen Höhenflüge.“ Beeindruckender als die prachtvollen Location war nur der Vortrag von Alexander Pointner.

Wie in einer 60 Meter langen Location, mitten in Wien, gefeiert wurde und wie Spielberg als Veranstaltungsort die Teilnehmer beeindruckte, das lesen Sie in der Dezember Ausgabe von risControl. risControl 11/16 43


KOLUMNE

Insurance Distribution Directive (IDD) von Michael Holzer | Vorstand SAFE7 Bei der RL 2016/97/EU bzw Versicherungsvertriebsrichtlinie oder Insurance Distribution Directive (IDD) handelt es sich um die vormalige Insurance Mediation Directive (IMD) II Versicherungsvermittlerrichtlinie. Aufgrund des geänderten sachlichen Anwendungsbereiches wurde diese Richtlinie umbenannt.

Mit Inkrafttreten der nationalen Bestimmungen wird die Versicherungsvermittlerrichtlinie aus 2002 (RL 2002/92/EG) aufgehoben. Bis 23.2.2018 ist die IDD in nationales Recht umzusetzen, wobei voraussichtlich kein eigenes Gesetz erlassen wird, sondern eine Änderung bzw Novellierung der bestehenden Materiengesetze (GewO, MaklerG, VersVG, BWG, etc) zu erwarten ist. Grundsätzlich legt die IDD bloß einen Mindeststandard fest. Daher ist es möglich, dass der nationale Gesetzgeber strengere Vorschriften, als die Richtlinie vorsieht, erlässt. Im Wesentlichen findet man neue Regelungen zu Interessenkonflikten, Produktregulierungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Vorschriften für Versicherungsanlageprodukte sowie insbesondere die Ausweitung der Anwendung auf den gesamten Versicherungsvertrieb. Wer ist davon betroffen bzw. wenn umfasst die IDD? Die IDD umfasst nicht nur wie bisher die Versicherungsvermittler [Agenten(VA) und Makler (VM) - und Vermögensberater (VB) in der Ausprägung als Makler oder Agent], sondern auch den Direktvertrieb des Versicherungsunternehmens und dessen Angestellte (auch Außendienst). Die IDD gilt daher für jede Form des Vertriebs von Versicherungs- und Rückversicherungsprodukten. Neu eingeführt wird eine Weiterbildungspflicht für • alle Vermittler von Versicherungs- und Rückversicherungsprodukten 44 risControl 11/16

• Angestellte von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen • Angestellte von Versicherungsvermittlern. Die Weiterbildungspflicht umfasst 15 Stunden pro Jahr. Grundsätzlich soll damit die Professionalität und Kompetenz der Vermittler sichergestellt werden. Die beruflichen Kenntnisse der Vermittler sollen der Komplexität der Tätigkeit entsprechen. Daher wird eine laufende Schulung bzw die Weiterbildungspflicht eingeführt. Diese kann in verschiedenen Formen erfolgen: Kurse, E-Learning oder Mentoring. Details sollen auf nationaler Ebene festgelegt werden. Umsetzung – Weiterbildungskongress für alle VA,VM und VB Genau da müssen wir bei der Umsetzung aufpassen, dass dies auch praxisnah, wirtschaftlich vertretbar auch für den Einzelmakler, -agenten und Vermögensberater, und in ausreichender Form dann auch angeboten wird. Dazu wäre es klug, eine Art gemeinsamen „Weiterbildungskongress“ ins Leben zu rufen. Mittlerweile gibt es in vielen Bereichen eine Weiterbildungsverpflichtung, begonnen hat dies mit der MiFID für die Wertpapiervermittler, aber nun auch für Finanzierungsberater und eben dann ab 2018 für Versicherungsvermittler. Aus unserer Sicht wäre es daher ratsam, gemeinsam österreichweit über die Berufsgruppen, einen „Weiterbildungskongress“ anzustreben, mit Fachvorträgen von Fachleuten aus den Universitäten, Fachhochschulen und evt. auch Ministerien. Diese könnten dann als anerkannte Stunden gleich

für die Verpflichtung genützt werden, die Produktindustrie kann dort auch anwesend sein, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Ein erstes Testimonial gibt es jetzt von der Fachgruppe Finanzdienstleister im Jänner 2017, wo nur für die VB in der WKO einer veranstaltet wird, wo bereits eine Auslastung von 95% gegeben ist. Darauf kann man denke ich im Sinne aller Branchenteilnehmer aufbauen. IDD- Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln Der allgemeine Grundsatz ist nahezu ident zur MiFID II: Versicherungsvertreiber haben danach ihren Kunden gegenüber stets ehrlich, redlich und professionell in deren bestmöglichem Interesse zu handeln. Die Auskunftspflichten stellen einen Mindeststandard dar. Dh, national können die Informationspflichten im Rahmen des Unionsrechts strenger ausgeprägt sein bzw beibehalten werden. Informationen sind kostenlos zu erteilen. Der Versicherungsvermittler hat darüber hinaus offen zu legen, in welchem Register er eingetragen ist, und ob er als Makler oder Agent tätig wird. Vergütung – Provision ? Die IDD regelt, dass ein Versicherungsvertreiber einerseits keine Vergütungen annehmen darf, die mit seiner Interessenswahrungspflicht kollidieren. Andererseits bestehen bestimmte Offenlegungspflichten hinsichtlich der Vergütung.


KOLUMNE

i

Achtung: Den Mitgliedstaaten bleibt es überlassen, strengere Vorschriften hinsichtlich der Vergütungsmaßnahmen zu erlassen. Dh, dass national gesehen die Annahme einer Vergütung, gleich welcher Form, eingeschränkt oder sogar komplett untersagt werden kann (Provisionsverbot). Als Vergütung wird grundsätzlich jede mögliche Form der Entlohnung verstanden. Darunter fallen also alle Arten von Provisionen, Gebühren, Entgelte oder sonstige Zahlungen, einschließlich wirtschaftlicher Vorteile jeglicher Art, oder finanzielle oder nichtfinanzielle Vorteile oder Anreize, die in Bezug auf Versicherungsvertriebstätigkeiten angeboten oder gewährt werden. Nach der IDD jedenfalls verboten ist jedoch eine Vergütung (Anreiz, Verkaufsziel, etc), wodurch ein Interessenkonflikt entstehen könnte, der bewirkt, dass ein bestimmtes Versicherungsprodukt empfohlen wird, obwohl ein anderes Versicherungsprodukt dem Kunden besser entsprechen würde. Provisionsoffenlegung Rechtzeitig vor Abschluss eines Versicherungsvertrages ist der Versicherungsvertrei-

ber verpflichtet, anzugeben, wie sich seine Vergütung im Zusammenhang mit dem Versicherungsprodukt zusammensetzt. Achtung: Die Höhe der Vergütung muss tatsächlich nur angegeben werden, wenn die Vergütung direkt vom Kunden erfolgt. Ist die Angabe der Höhe nicht möglich, so ist die Art der Berechnung anzugeben. Erhält der Versicherungsvermittler daher seine Vergütung in Form einer Provision, ist nach der Richtlinie keine Offenlegung der Höhe notwendig. Um das jetzt besser zu verstehen, – unten stehend der Auszug aus der zugrundeliegenden RL mit den Passagen, die die Provision betreffen (IDD Artikel 19). Aus diesem Artikel lese ich heraus, dass wir über die Art der Vergütung Auskunft erteilen müssen und ob wir eine Gebühr vom Kunden verlangen oder eine Provision erhalten. Aus IDD Artikel 17 lese ich raus, dass das Vergütungssystem keinen Anreiz für eine Fehlberatung liefern darf. Dadurch sollen allfällige Interessenkonflikte vermieden werden. Worin genau aber diese Anreize bestehen könnten bzw. worin konkret ein verbotenes Vergütungssystem besteht, regelt die Richtlinie nicht. D.h. umgekehrt, wenn es uns gelingt Pro-

IDD Artikel 17 - Allgemeiner Grundsatz (Auszug aus der Richtlinie)

i

(3) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Versicherungsvertreiber nicht in einer Weise vergütet werden oder die Leistung ihrer Angestellten nicht in einer Weise vergüten oder bewerten, die mit ihrer Pflicht, im bestmöglichen Interesse ihrer Kunden zu handeln, kollidiert. Insbesondere trifft ein Versicherungsvertreiber keine Vorkehrungen durch Vergütung, Verkaufsziele oder in anderer Weise, durch die Anreize für ihn selbst oder seine Angestellten geschaffen werden könnten, einem Kunden ein bestimmtes Versicherungsprodukt zu empfehlen, obwohl der Versicherungsvertreiber ein anderes, den Bedürfnissen des Kunden besser entsprechendes Versicherungsprodukt anbieten könnte.

IDD Artikel 19 - Interessenkonflikte und Transparenz (Auszug aus der Richtlinie)

i

(1) Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass rechtzeitig vor Abschluss eines Versicherungsvertrags der Versicherungsvermittler dem Kunden zumindest Folgendes mitteilt: d) die Art der im Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag erhaltenen Vergütung; e) ob er im Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag i) auf Basis einer Gebühr arbeitet, die Vergütung also direkt vom Kunden bezahlt wird, ii) auf Basis einer Provision arbeitet, die Vergütung also in der Versicherungsprämie enthalten ist,

dukte zu gestalten, die es schaffen, dass Sie das Bedürfnis des Kunden für seine Situation das beste Versicherungsprodukt zu bekommen erfüllen, dann sind Vergütungen erlaubt. Es muss nur sichergestellt werden, dass im bestmöglichen Interesse des Kunden gehandelt wird. Genau da denke ich wird es auch in der nationalen Umsetzung noch einiges an Diskussion geben. Was jedenfalls nicht passieren soll, ist das wir hier im vorauseilenden Gehorsam Regelungen bekommen, die uns dann im täglichen Geschäft massiv behindern. Daher wäre es hier notwendig, gemeinsam eine Sprache zu finden, um diese Artikel 17 im Sinne der Richtlinie, aber auch im Sinne der Versicherungsvermittler in Ö umzusetzen. Nach meinem Wissensstand ist es ja mittlerweile, und das ist klug, endlich so weit, dass die Fachverbände der Makler, Agenten u. Vermögensberater in dieser konkreten, wahrscheinlich zukunftsweisenden Umsetzung der IDD zusammenarbeiten. Nach meinem Einblick in die Aktivitäten, kann ich wirklich auch betonen, dass hier gute Arbeit geleistet wurde, und jetzt noch der letzte Schliff bis zur Umsetzung in nationales Recht getan werden muss. Ich bin zuversichtlich und werde sicherlich meine Meinung zu diesem Thema in den Gremien einbringen. Für den Markt – für den Versicherungsvermittler Egal wie es kommt, es wird jedenfalls mehr zum Protokollieren sein, aber nicht um viel mehr. Also fürchten müssen wir uns nicht, und aufgrund der bisherigen Leistungen der Fachgruppen sind schlimmere Dinge – wie das Provisionsverbot – ja ohnehin, und das war klug, verhindert worden. Sowohl für den Konsumenten als auch für den Vermittler, den eine Zweiklassengesellschaft in der Abdeckung von Risken wäre wohl nicht im Sinne unserer Kunden. Oder das ein Kunde bei jeder kleinen Auskunft dann ein Beratungshonorar hätte bezahlen müssen, wenn das Verbot gekommen wäre. Man kann nur dranbleiben, das solche – eigentlich dummen Ideen – nie wiederaufkommen bzw. wenn dann im Keim erstickt werden müssen. risControl 11/16 45


VERANSTALTUNG Gothaer Lebensversicherung

Feierliche Eröffnung Die Gothaer Lebensversicherung AG in Österreich hat nun auch offiziell einen neuen Firmensitz: Nachdem bereits im Sommer die Niederlassung von Wien nach Wolfsberg/ Kärnten verlegt worden war, erfolgte nun die feierliche Eröffnung. Zahlreiche Gäste aus dem Versicherungs- und Finanzsektor sowie aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung von Gothaer Österreich-Direktor Helmut Karner. „Wir sind gekommen um zu bleiben und hier von Wolfsberg aus eine Erfolgsgeschichte zu schreiben“, sagte der aus Köln angereiste für Österreich zuständige Vorstand des Gothaer Konzerns, Oliver Brüß. Helmut Karner als Gastgeber betonte, die Etablierung im historischen Zentrum von Wolfsberg sei der letzte Meilenstein einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase, in der die Neuausrichtung der Gothaer in Österreich gestaltet wurde. Nun sei die Basis gelegt, als Spezialversicherer für biometrische Risiken mit schlanken Strukturen und persönlicher Betreuung der

Vertriebspartner zu reüssieren. Das neue Team umfasst mit Reinhard Heissenberger, Mag. Werner Preindl, Helmut Karner, MAS, Mag. Felix Speiss und Vertriebsdirektor Mario Woltsche Top-Experten der Biometrie. Wolfs-

bergs Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz betonte, es sei eine enorme Bereicherung, dass einer der größten deutschen Versicherungskonzerne seine Österreich-Niederlassung in Wolfsberg ansiedle.

Schneeberger sowie Wüstenrot Generaldirektorin Dr. Susanne Riess, Wüstenrot Vorstandsdirektor Mag. Erwin Mollnhuber, Probst Karl

Pichelbauer und zahlreicher Mitarbeiter die neue Landesdirektion in Wiener Neustadt. Die Neugestaltung wurde von Markenexperten Franz Riebenbauer für die Wüstenrot entwickelt, besonderen Wert wurde bei der Neugestaltung auf helle und wohnliche Atmosphäre mit natürlichen und bodenständigen Materialien gelegt. Ab 1.1.2017 werden im Rahmen der neuen Vertriebsstruktur die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland als Regionaldirektion OST zusammengelegt und von Tobias Kohl geleitet. Tobias Kohl habe in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit seinem jungen Team top Ergebnisse erwirtschaftet, und zwar in allen Produktsparten der Bausparkasse und der Versicherung.

Wüstenrot Gruppe

Neueröffnung Landesdirektor Tobias Kohl eröffnete am 9.11.2016 in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Klaus

Bürgermeister Klaus Schneeberger, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Generaldirektorin Dr. Susanne Riess und Landesdirektor Tobias Kohl 46 risControl 11/16


Auch bei Unfall kann man „vorsichern“ Die Merkur Versicherung hat diesen Herbst das Leistungsspektrum in ihrer Unfall- und Sachversicherung um einige Bausteine erweitert. Wir haben mit Ing. Erich Kiedl, MSc, Leiter des Bereichs Sach- und Unfallversicherung in der Merkur, über die Highlights der jüngsten ProduktInnovationen gesprochen. Die Merkur tritt seit dem Marken-Relaunch im heurigen Frühjahr explizit als die „Vorsicherung“ auf, die nicht nur an den Versicherungsfall, sondern schon ans Vorher denkt – mit klarem Mehrwert für Kunden. Wie präsentiert sich dieser Zugang in der Unfallversicherung?

Unfälle erst gar nicht passieren. Dazu gehören zum Beispiel Schutzbekleidung im Sport wie etwa Skihelme, Fahrsicherheitstrainings für Autofahrer oder Mountainbiker, Fahrradchecks, Ski-Service, Laufanalysen, spezielle Schutzmaßnahmen für Kleinkinder und vieles mehr.

Kiedl: Unfälle können einfach jedem passieren. Die Frage ist nur, ob man sich vorher schon rundum abgesichert hat. Deshalb haben wir den Gedanken der Merkur-Vorsorgeprogramme, den wir in der Gesundheitsversicherung seit Jahrzehnten leben, auf die Unfallversicherung ausgedehnt.

Welche Neuerungen gibt es außerdem?

Auf welche Weise? Kiedl: Unser neues Vorsorgeprogramm fit4action ist in der Merkur-Unfallversicherung "Rundum sicher" automatisch inkludiert. Über diesen Baustein deckt die Merkur einen bestimmten Betrag der Kosten für vorbeugende Maßnahmen, damit

Kiedl: Wir haben „Rundum sicher“ vor allem hinsichtlich der Leistung weiterentwickelt und adaptiert. Mit unserem Top-Leistungsmodell haben wir eine ausgesprochen gute und leicht verständliche Progression am Markt. Unsere Haupttarife leisten bereits ab dem kleinsten Invaliditätsgrad von 0,1% und zahlen bei einer Dauerinvalidität über 90% die volle 6-fache Versicherungssumme aus. Gleichzeitig passt sich die Merkur Unfallversicherung flexibel an die individuellen Bedürfnisse an. So haben wird den Unfallbegriff um unfallbedingte Infektionen für bestimmte Berufsgruppen erweitert. Der

Ing. Erich Kiedl, MSc Sport-Aktiv-Baustein wiederum inkludiert Unfallkosten inkl. Hubschrauberbergungen für besondere Sportarten wie Klettern, Kitesurfen oder Paragleiten. Ein besonderer Tarif für Familien hat, unabhängig von der Zahl der Kinder, dieselbe Prämie. Was gibt es aus der Merkur Sachversicherung zu berichten? Kiedl: Sowohl in der Haushalts- als auch in der Eigenheim-Versicherung erfolgt eine Deckungserweiterung durch den jeweiligen „Mehrleistungsbaustein“, welche unter anderem grobe Fahrlässigkeit bis zu 100% der Versicherungssumme versicherbar macht. Dazu kommen weitere zusätzliche prämienfreie Vorteile, unter anderem die bedingungsmäßige Deckung der Privathaftpflichtversicherung für sämtliche in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen inklusive verbesserter „Kinderregelung“. risControl 11/16 47


INTERVIEW

Neue Wege Die Wüstenrot Versicherung und die Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten haben Ende letzten Jahres eine Eiszeit erlebt. Eine Störung, die die Geschäftsbeziehung zwischen dem Versicherer und den Versicherungsmakler in große Bedrängnis brachte. Emotionale Briefe und Schreiben wurden getauscht und veröffentlicht. So manches Gespräch blieb in den Anfängen stecken und konnte nicht einmal zu Ende geführt werden. Aber wie so oft im Leben, wenn man will dann geht es auch. Unter diesem Motto haben sich Vorstandsdirektor Erwin Mollnhuber, Kommerzialrat Rudolf Mittendorfer und der jetzige Fachverbandsobmann Christoph Berghammer MAS, ab Sommer dieses Jahres nochmals an einen Tisch gesetzt und die Thematik der Courtagevereinbarungen mit den Versicherungsmaklern diskutiert. Das Ergebnis und was die beiden federführenden Verhandler dazu sagen, lesen Sie hier.

Herr Vorstandsdirektor Erwin Mollnhuber, Herr Fachverbandsobmann Berghammer wie waren die Gespräche?

hung zwischen der Wüstenrot und unseren Mitgliedern kommen kann. Wie sind die Ergebnisse?

Mollnhuber: Es hat mehrere Gesprächsrunden gegeben und dank der Gesprächspartner KR Rudolf Mittendorfer und Christoph Berghammer konnten die Gespräche auf eine sachliche Ebene zurückgeführt werden. Die anfangs unterschiedlichen Standpunkte wurden gemeinsam abgearbeitet und einer guten Lösung zugeführt. Berghammer: Es war uns wichtig die Anliegen unserer Mitglieder zu vertreten und die Unstimmigkeiten auszuräumen, damit es wieder zu einer guten Geschäftsbezie-

Mollnhuber: Die Wüstenrot Gruppe wird sich künftig als reiner Retail Anbieter aufstellen damit ist es uns möglich die Provisionen im Bereich Eigenheim/Haushalt auf das Niveau vor dem 1.1.2016 zurückzuführen. Alle anderen Bereiche, insbesondere in den Sparten Landwirtschaft und Gewerbe, bleiben unverändert, da diese im Neugeschäft nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen würden. Aus meiner Sicht ist dieses Gesamtpaket für die Courtagevereinbarung ab 1.1.2017 eine sehr gute Basis und die kla-

re Botschaft an unsere Maklerpartner, um die kurzfristige Störung der Geschäftsbeziehung zwischen Maklern und Wüstenrot schnell vergessen zu lassen. Berghammer: Die Einigung zwischen der Wüstenrot und den Versicherungsmaklern ist sehr zufriedenstellend erfolgt. Wir haben uns auf etliche Änderungen in der Formulierung der Courtagevereinbarung geeinigt, welche dem Versicherungsmakler mehr Klarheit und Rechtssicherheit bietet. Die strittigen Provisionen wurden wieder auf das Niveau 2016 zurückgeführt. Mag. Erwin Mollnhuber hat viel versprochen und alles gehalten. Das heißt einer guten Geschäftsbeziehung steht nichts mehr im Weg? Molllnhuber: Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit und ich möchte mich ausdrücklich bei Christoph Berghammer und seinem Team für die konstruktiven Gespräche bedanken. Berghammer: Aus der Sicht der Versicherungsmakler steht nichts mehr im Weg, sich bei der Wüstenrot mit Neugeschäft zu bedanken. Die Gespräche waren sehr gelungen und ich möchte mich ebenfalls dafür bedanken. Wir danken für das Gespräch.

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INTERVIEW

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KOLUMNE

Eine Ertragsstrategie gegen Nullzinsen von Michael Kordovsky Wo die Notenbanken nun aufhören, setzen die Staaten die Konjunkturstimulation via Infrastrukturprogramme fort. Diese Entwicklung ist bereits in Japan beobachtbar, sie zeichnet sich in den USA ab und erscheint auch für Europa plausibel. Eine Reihe von Aktien könnte davon profitieren. Aber auch am Bondmarkt gibt es noch Ertragschancen. Zwar ist von einem gewissen Renditeanstieg am langen Ende auszugehen, doch bevor die Zinsen durch die Decke gehen, intervenieren die Notenbanken wieder. Somit erscheinen Hochzinswährungsanleihen als geeignete Portfolio-Komponente zur Erzielung laufender Erträge. In diesem Beitrag wird eine einfache Anlagestrategie vorgestellt, die auch im aktuellen Nullzinsumfeld noch ausreichende Erträge generieren könnte. Strategische Ausrichtung Bei dieser Strategie sollte maximal bis zur Hälfte in Infrastrukturfonds investiert werden, wobei die Positionen über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu 2 Jahren in mehreren Schritten aufgebaut werden sollten. Der andere Teil kann zeitweise in günstige Hochzinswährungsanleihen investiert werden. Welche Zinsunterschiede in den einzelnen Währungsräumen bestehen, zeigt schon alleine ein Vergleich der wichtigsten Leitzinsen der Notenbanken. Richtiges Timing vorausgesetzt, kann dies hohe Erträge ermöglichen. Warum Infrastruktur? Laut einer vom World Economic Forum 2014 in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group erstellten Publikation belaufen sich die jährlichen globalen Infrastruktur-Bauausgaben auf 2,7 Billionen Dollar. Das sind jährlich ca. 1000 Milliarden bzw. eine Billion Dollar zu wenig. Während in den Schwellenländern Bevölkerung und Wirtschaft wachsen, ist in Europa und den USA die Infrastruktur bereits überaltert. Vor allem die Stromnetze, Brücken und Strassen in den USA sind in schlechtem Zustand und auch in Europa muss einiges getan werden. 50 risControl 11/16

US-Wahlgeschenke? Der Zustand der US-Infrastruktur gleicht einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Jede 3. Autobahn und Schnellstrasse in den USA weist laut American Society of Civil Engineers (ASCE), dem Dachverband amerikanischer Zivilingenieure, strukturelle Defekte auf. Mehr als 70.000 Brücken sind dermassen desolat, dass sie der ehemalige Verkehrsminister Ray LaHood als „gefährlich“ für Nutzer einstufte. Bereits Ende 2013 bezifferte die ASCE das Investitionsvolumen, das notwendig wäre, um Brücken, Strassen, Flughäfen, Seehäfen und die Stromversorgung auf einen adäquaten Stand zu bringen mit 3,6 Billionen Dollar! Hillary Clinton plant zusätzlich 275 Mrd. USD in die Infrastruktur zu investieren, sollte sie die Wahl gewinnen. Ihren Infrastrukturplan will sie bereits die ersten 100 Tage dem Kongress vorlegen. Ihr Fokus liegt auf Autobahnen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Flughäfen. Der Aufbau grüner Stromversorgung und Erneuerung des Stromnetzes sind weitere Themen. Auch für Donald Trump ist Infrastruktur ein wichtiges Thema. In ein breites Spektrum an Infrastrukturaktien investiert man über einschlägige Fonds. Neben Baufirmen, deren Zulieferern sowie diversen Anlagenbauunternehmen sollten auch Betreiber von Infrastruktureinrichtungen wie Mautstrassen, Flughäfen, Seehäfen, PipelineNetze, Kraftwerke und Stromnetze im Gesamtportfolio enthalten sein. Diese kassieren immer wiederkehrende Erträge und schütten

teils saftige Diviidenden aus, während die (Anlagen)Bau-Wertschöpfungskette an staatlichen Infrastrukturprogrammen profitiert. Infrastruktur-Aktienfonds, die man haben sollte Diese beiden Fonds sollten miteinander kombiniert werden. Einer investiert in ertragreiche Infrastruktureinrichtungen, der andere setzt auf die gesamte Wertschöpfungskette: Der erste Spitzenfonds ist dabei der Morgan Stanley Global Infrastructure Z USD (ISIN: LU0384383872 ), der per 04.11. in den vergangenen 5 Jahren 63,4% Performance erzielte und heuer YTD 14,6% im Plus liegt. Ein Drittel ist im derzeit günstigen Öl&Gas-Sektor, sprich Pipelines und Speicher, investiert, weitere 13% im Bereich Telekommunikation und 12% in Mautstrassen. Benchmark des Fonds ist der Mehr als 70.000 Brücken in den USA sind deutlich desolater als die Golden Gate Bridge.


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KOLUMNE Dow Jones Brookfield Global Infrastructure Index. Über ein profundes Know How im Infrastruktur Investmentbereich verfügen auch die Experten der Credit Suisse. Deren CS (Lux) Infrastructure Equity Fund B USD (ISIN LU0246496953) investiert weltweit in die gesamte Wertschöpfungskette im Infrastrukturbereich und umfasst Unternehmen, die Einrichtungen und Dienstleistungen für den Unterhalt und die Entwicklung moderner Infrastrukturen bereitstellen, sowie Lieferanten von Infrastrukturprodukten und –dienstleistungen. Dabei wird versucht, attraktiv bewertete Unternehmen ausfindig zu machen. Zu den Basisinvestments zählen u.a. der US-Pipelinenetzbetreiber Kinder Morgan, das Handymasten-Unternehmen American Tower und der Wasserversorger American Water Works. 57% des Volumens fallen auf die USA, der Rest ist international breit gestreut. Auch die Performance kann sich sehen lassen: 6,3% im laufenden Jahr und 30,5% auf 5 Jahre (Stichtag 03.11.). Beide Fonds in Kombination machen eine gute Mischung aus. Hochzinswährungsanleihen – Richtig eingesetzt zweistellige Erträge Um mit Hochzinswährungen via Anleiheninvestments gut abzuschneiden, sollte man folgende Punkte beachten: Umgang mit Emittentenrisiken: Zwar weisen die Schwellenländer im Schnitt nur einen Bruchteil der Staatsverschuldung entwickelter Volkswirtschaften auf, doch massive Kapitalabflüsse begleitet von Zinsschocks können im Extremfall immer wieder zu Zahlungsausfällen und Umschuldungen führen. Entweder man investiert breit gestreut in Lokalwährungs-EM-Anleihen-Fonds oder man schaltet die Emittentenrisiken faktisch aus indem man in Emissionen supranationaler Organisationen wie zum Beispiel der EIB, der Asian Developement Bank oder der Weltbank (IBRD) investiert für deren Begleichung mehrere Mitgliedsstaaten gerade stehen. Im Falle der Weltbank sind dies 189. Trotzdem sind noch solide Erträge drinnen: Gemäß der Renditeberechnung nach ISMA weist beispielsweise die IBRD-Anleihe mit der ISIN: XS1223393601 bei einem Kurs von 52 risControl 11/16

Leitzinsen im Vergleich: Euroraum: 0% USA: 0,25 bis 0,50% England: 0,25% Japan: -0,10% Schweiz: -1,25 bis -0,25% Brasilien: 14% Russland: 10% Türkei: 7,50% Südafrika: 7,00% Indien: 6,25% Indonesien: 4,75% Mexiko: 4,75% Australien: 1,50%

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96,85 eine Rendite von 11,23% auf. Sie ist in Brasilianische Real denominiert, hat einen Kupon von 8,75% und eine Restlaufzeit bis 08.06.2018. Währungsrisiken/Währungschancen: Der Real hat sich binnen weniger Jahren bis Januar 2016 infolge sinkender Öl- und Rohstoffpreise gegenüber dem Euro im Wert fast halbiert ehe eine massive Gegenbewegung einsetzte. In den vergangenen 12 Monaten liegt der Real zum Euro ca. 12% im Plus (per 07.11.). Diese Erholung könnte sich bis 2018 weiter fortsetzen. Damit könnte – je nach Anstieg des Real - die erzielbare Performance von 11,23% p.a. durchaus auf bis zu 18 % p.a. steigen. Umgekehrt kann sie infolge von Währungsverlusten aber auf 4% p.a. und weniger dahinschmelzen. Bei einer Volatilität von 17,8% (EUR/BRL) muss man hier auf einiges gefasst sein. Im schlimmsten Fall drohen sogar per Saldo Verluste. Rechnet man Spesen und KESt mit ein, dann ist das gar nicht so abwegig. Somit sollte die Vermeidung von Verlusten Priorität haben. Die gleiche Kalkulation und Betrachtung sollte auch bei anderen Hochzinswährungen angestellt werden. Im Währungspaar EUR/ZAR (Euro/ Rand) liegt die Volatilität sogar bei 19,7% und EUR/RUB (Euro/Rubel) weist sogar 20,7% auf. Indessen mit nur 9% relativ ruhig ist die Indonesische Rupiah (IDR). Allerdings kann hier die Suche nach attraktiven liquiden Papieren ein große Herausforderung werden. Internationale Kapitalflüsse: Die Identifikation von Währungsschwankungen ist

die rudimentäre Basis. Doch es ist wichtig, zumindest einen Grundmechanismus der internationalen Kapitalflüsse im Kopf zu haben. Dazu folgende Basics: Steigende Zinsen in den entwickelten Volkswirtschaften können massive Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern auslösen. Das gilt vor allem dann, wenn die Renditen von US-Staatsanleihen ansteigen. Als 2013 in den USA über eine Drosselung der Anleihenkäufe der Fed spekuliert wurde und die Renditen 10jähriger US-Treasuries von 1,7 auf rund 3% nach oben kletterten löste dies in diversen Schwellenländern Kapitalmarktturbulenzen aus. Gelder wurden von Landeswährungen in US-Dollar getauscht. Es floss viel ab in die entwickelten Volkswirtschaften Europas und die USA. In der Folge gerieten die betreffenden Währungen unter Druck, wie zum Beispiel die Indonesische Rupiah oder der Südafrikanische Rand. Ein weiterer Faktor sind politische Krisen, wie Rücktritt von Ministern oder Regierungen, Putschversuche, Handelssanktionen oder bürgerkriegsähnliche Zustände. Aus diesem Grund sollte man vor und während eines Hochzinswährungs-Investments über die politischen Entwicklungen der betreffenden Länder im Bilde sein. In der Türkischen Lira hätten gute politische Analysen dazu beigetragen, Verluste zu minimieren. Darüber hinaus sollte man einen Blick auf die Exportwirtschaft werfen. Läuft die Exportwirtschaft schlecht, erscheint eine Währungsabwertung als plausible Antwort (Beispiel China im August 2015). Ist ein Land ein großer Exporteur von Rohöl und/oder diversen Rohstoffen, dann wirken sich niedrige Öl- und/oder Rohstoffpreise ebenfalls negativ auf dessen Währung aus. In der Langzeitbetrachtung gesellen sich noch andere Faktoren wie Realzinsdifferenzen, Inflationsdifferenzen und die Entwicklung der Produktivität in der Industrie hinzu. Wer Geduld hat und die richtigen Momente abwartet, kann mit Hochzinswährungsanleihen jährliche zweistellige Erträge erwirtschaften. Dies setzt aber ein spezifisches Know How voraus, über das nur Wenige verfügen. Deshalb sollte man sich an eine Vertrauensperson wenden, die über genau dieses Know How verfügt, um mit ihr über die einzelnen HochzinswährungsInvestment-Vorhaben zu sprechen. Davon kann man reichlich profitieren, vorausgesetzt man hat tatsächlich einen seriösen und erfahrenen Ansprechpartner gefunden.


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SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

Interview mit Werner Holzhauser, CEO FinanceFox

Interview mit Dipl. Ing. Andrea Wellner, CEO Courtage Control Consulting GmbH

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