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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 08 • 2013 • HEFT 409 • 34. JAHRGANG • EURO 10,00

Michael Holzer Ziel - Nationalratsabgeordneter

Prof. Dr. Fred Wagner Produktekonferenz

Die unsichtbare

Gefahr

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

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Eingeborener ist, der konnte etwas ganz Neues erleben. Eine Begegnungszone. Man sagt auch Fußgängerzone dazu. Ist es aber nicht. Unter einer Begegnungszone muss man sich eine Fläche, vorzugsweise eine Straße,

vorstellen, in der - verkehrsmäßig gedacht - alles erlaubt ist. Das Motto lautet: alle miteinander und durcheinander. Das sei das Verkehrskonzept der Zukunft, heißt es. Wer dagegen ist, ist gestrig und Megaout. Mit etwas Humor kann einem das sogar gefallen: wenn man sieht, dass die ältere Generation durchaus noch zu kleinen Sprüngen oder zumindest zu Sidesteps bereit ist, wenn sie merkt, dass sie im Visier von Radlern ist. Die dürften zwar nur mit 20 km/h durch die Begegnungszone brausen. Tun sie aber nicht, weil brausen ist schneller. Eine Radarmessung würde es verraten: Kampfradler reisen mit mehr als 50 km/h. Schildbürgerlich vermeint man, eine Bus-Linie durch die neue Zone führen zu können. Die Strecke, auf der Straße rot eingepinselt, sollte nur für Bus und – richtig – die Radler befahrbar sein. Wer die Bildberichte gesehen hat, weis, das war ein Hoffen ohne Zukunft. Jetzt wird man die Bus-Linie teilen. Aber nur an Samstagen. Unter der Woche darf weiterhin begegnet werden. Ungeschützter Verkehr sozusagen. Es passt irgendwie in die derzeitige Euro-Zeit. Ein wenig geordnetes Chaos. Die Wiener und die Gäste der Stadt flanieren großteils dort, wo sie bisher flanierten. Auf den Gehsteigen. „Ich will ja Auslage schauen“, hört man als Argument. Es heißt, der Stadtverkehrsverweserin soll es gefallen. Vermehren sich die Begegnungszonen? Eines Tages vielleicht bis in den Wienerwald? Da könnte man – mit ein bisschen Glück – sogar einem Wildschwein begegnen. Mitten im Begegnungs-Chaos sieht man ein Plakat mit der Aufschrift: „Liebe

Begegnungen

er in den letzten Tagen Wien besuchte oder ohnedies

deinen Nächsten“. Aber das ist schon wieder eine andere Begegnung, weis, Ihre Doris Schachinger

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 08 | risControl 08/2013 Heft-Nr.: 409 | 34. Jahrgang

3 EDITORIAL Begegnungen Interview mit Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Dipl.-Kfm. Fred Wagner

6 KARRIERE 6 ROSAM CHANGE COMMUNICATIONS: Geschäftsführung 6 EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG: Experte im Juweliergeschäft 6 FMA: European Securities and Markets Authority (ESMA) 6 AXA WINTERTHUR SCHWEIZ: Neuer Chef 7 HELVETIA VERSICHERUNG: Unternehmenskommunikation 7 DONAU VERSICHERUNG: Maklervertrieb 7 UNIQA ÖSTERREICH: Neuer Vertriebsvorstand 7 HELVETIA VERSICHERUNG: Regionalleiter

8 KURZNACHRICHTEN 8 Jahrhundertereignis 8 Hervorragendes Ergebnis 8 Trübe Aussichten 8 Deutlicher Zuwachs 8 Gewinnsprung 8 Sommerfest 9 Sternenlauf 9 Verkauf 9 Lerbacher Runde 9 Nachhaltiger Erfolg 9 Firmenwert

Seite 10 Fachgruppenobmann der niederösterreichischen Finanzdienstleister Michael Holzer im Gespräch

Seite 12 E-smog, Das Risiko ist immer und überall - Teil 2

10 INTERVIEW 10 Wissenschaft erklärt Realität 12 Einer für Alle

Seite 16

14 KOMMENTAR Finanzieren leicht gemacht

16 WIRTSCHAFT 16 E-smog 26 Zur Gestaltung einer Hochwasserversicherung 30 Naturkatastrophen

Zur Gestaltung einer Hochwasserversicherung

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INHALT

31 FINANZEN 31 Kredit Indikator 32 Aufwärtstrend Allianz Versicherung, Aufwärtstrend

34 VERSICHERUNG

Seite 32 Valida Gruppe, Verlust halbiert

34 Ablebensversicherung 34 Europ Assistance Austria erhält ISO 9001 Zertifizierung 35 Ausgezeichnet 35 Grundabsicherung 36 Ausbau der Marktstellung 37 Wenn´s darauf ankommt 37 Verlust halbiert 38 TOGETHER on Tour - Gewinnspiel 40 Klassische Lebensversicherung 41 Neue Zukunftsvorsorge 42 Sonnenanbeter gesucht

45 VERANSTALTUNG

Seite 37

Profifußball PflegerIn mit Herz 2013

46 BUCHBESPRECHUNG Sammelband Welfare in an Idle Society? TOGETHER on Tour Gewinnspiel

Seite 38

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Abo

Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

PflegerIn mit Herz 2013

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, 123rf.de, fotolia.de, APA/EHM. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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ROSAM CHANGE COMMUNICATIONS

FMA Mag. Kla

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Dr. Pete

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um ag. Klaus Kumpfmüller, Vorstand der FMA, ist in das Management Board der ESMA gewählt worden. Er gehört somit dem ESMA-Verwaltungsrat für zweieinhalb Jahre an. Das Management Board hat zu gewährleisten, dass ESMA die ihr zugewiesenen Aufgaben erfüllt. Organisatorisch obliegt dem Board unter anderem die Verantwortung über Haushalt, Personal und Arbeitsprogramm. Dr. Peter Braumüller wurde erneut in das Management Board der „Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die Betriebliche Altersvorsorge gewählt. Er gehört dem EIOPA Verwaltungsrat somit für weitere zweieinhalb Jahre an.

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onika Schmied, MBA langjährige Kommunikationschefin der Valida Vorsorge Management wechselt zu Rosam Change Communications. Seit 1. Juli verstärkt sie als Geschäftsführerin und Senior Consultant die Kommunikationsagentur. Monika Schmied ist seit über 20 Jahren in der strategischen Kommunikation tätig, und leitete vor ihrem Wechsel in die Rosam Change Communications die Stabstelle Unternehmenskommunikation der Valida Vorsorge Management Unternehmensgruppe, ein Kompetenzzentrum der Raiffeisen Bankengruppe und UNIQA Versicherungen für betriebliche Vorsorge. Davor war sie von 2002 bis 2009 bei TSystems Austria GesmbH, als Unternehmenssprecherin und Public Affairs-Managerin in Österreich verantwortlich. „Ich freue mich sehr, meine langjährige Erfahrung auf der Unternehmenskommunikationsseite nun in die strategische Kommunikationsberatung einzubringen, und die Vision der klaren Wachstumsund Vorwärtsstrategie der Rosam Change Communications mitgestalten zu können“, sagt Monika Schmied über ihre neue Herausforderung.

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European Securities and Markets Authority (ESMA)

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Geschäftsführung

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EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG AXA WINTERTHUR SCHWEIZ

Experte im Juweliergeschäft

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eit Anfang April verstärkt Dr. Peter Kleisinger das Netzwerk der EFM Versicherungsmakler. Die EFM hat somit nicht nur das vierte Wiener Büro, sondern auch ein Maklerunternehmen das stark im Juwelierbereich tätig ist, gewonnen. Kleisinger ist promovierter Jurist, war jahrelang bei AON Jauch & Hübener und hat sich 2005 selbständig gemacht. Insgesamt kann er auf elf Jahre Erfahrung als Versicherungsmakler zurückblicken. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich von Versicherungslösungen und Sicherheitsmanagement für die Uhren- und Schmuckbranche. Kleisinger wird zukünftig sein Know-how auch den rund hundert EFM Versicherungsmaklern zur Verfügung stellen und eng mit der EFM Gewerbe- und Industrieversicherungsmakler GmbH zusammenarbeiten.

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Neuer Chef

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er Schweizer Versicherungskonzern bekommt ab Jänner 2014 einen neuen CEO. Der bisher für den Vertrieb zuständige Antimo Perretta soll Philippe Egger folgen. Egger geht Ende des Jahres in Pension. Perretta ist Doppelstaatsbürger der Schweiz und Italien und ist seit 2008 im Konzern. Zuvor war der 50-jährige bei Swiss Life tätig. Das Unternehmen hat in den letzten Monaten 6% im Prämienvolumen zugelegt, der Gewinn ist dagegen um 0,6% gesunken.

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Unternehmenskommunikation

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ianca Herzog, 27, verantwortet ab sofort die Kommunikations- und CR-Aktivitäten, sowie das Beschwerdemanagement von Helvetia Austria. Sie folgt damit Andrea Filoxenidis, welche das Unternehmen verlassen hat, um sich beruflich neu zu orientieren. Zuletzt war Bianca Herzog drei Jahre in der Siemens AG Österreich im Bereich Communications & Media Relations tätig. Davor sammelte sie mediale Berufserfahrungen u.a. in TV-Produktionsfirmen und bei privaten Rundfunkanstalten. Ihr Bachelorstudium Pädagogik absolvierte sie an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Weiteres studierte sie an der Universität Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit ausgezeichnetem Erfolg. In ihrer Magisterarbeit befasste sich Bianca Herzog mit der Bedeutung von Social Media Relations innerhalb einer integrierten Unternehmenskommunikation sowie deren Auswirkungen auf die Krisenkommunikation. Das Vernetzen der neuen und der traditionellen Kommunikationskanäle sieht die gebürtige Wienerin als einen der zukünftigen Schwerpunkte ihrer Tätigkeit bei Helvetia.

KARRIERE

HELVETIA VERSICHERUNG

UNIQA ÖSTERREICH

Neuer Vertriebsvorstand

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ranz Meingast, MBA wechselt von der Wüstenrot Gruppe zur UNIQA Österreich. Er übernimmt die Verantwortung für das Vertriebsmanagement. Der gebürtige Welser ist derzeit als Vorstand bei der Wüstenrot Gruppe für Vertrieb und Marketing sowie andere Vorstandsbereiche verantwortlich. Davor war er in leitenden Positionen für die Versicherungsunternehmen Generali und Wiener Städtische tätig. Er verfügt damit über ein umfassendes Know-how und viel Erfahrung in der heimischen Finanzbranche. Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender von UNIQA Österreich: „Ich freue mich, dass wir mit Franz Meingast einen erfahrenen Versicherungsmanager für unser Team gewonnen haben, der das Geschäft von der Pike auf gelernt hat. Franz Meingast wird uns dabei unterstützen, unser Strategieprogramm UNIQA 2.0 weiter konsequent umzusetzen.“

HELVETIA VERSICHERUNG

Regionalleiter

DONAU VERSICHERUNG

Maklervertrieb

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andesdirektor Norbert Zäsar, ist seit Anfang Juli nun auch für den Maklervertrieb in Niederösterreich verantwortlich. Dieser wurde bislang aus der Zentrale von Wien aus betreut. Damit setzt die Donau Versicherung den letzten Schritt in ihrer Regionalstrategie zur Umsetzung einer österreichweit einheitlichen Struktur. Alle neun Landesdirektoren leiten somit den Stammvertrieb und die Maklerpartnerbetreuung ihrer jeweiligen Region.

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hristian Klavzer ist ab sofort der neue Regionalleiter Süd im Partnervertrieb. Er bringt in seine neue Aufgabe 15 Jahre Erfahrung in der Finanz- und Versicherungsbranche mit. Zuletzt war er Leiter des Maklerservice Kärnten und Osttirol für die Zürich Versicherung. Eine umfangreiche fachliche- und führungstechnische Ausbildung runden sein Profil ab. Er hat den Universitätslehrgang „Financial Services and Planning“ an der Alpe Adria Universität in Klagenfurt und den akademischen Finanzdienstleister an der Donau Universität in Krems absolviert. Unterstützt wird Christian Klavzer von neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gemeinsam betreuen sie das Vertriebsgebiet Süd mit knapp 350 Vertriebspartnern, welches die Steiermark, Kärnten und Osttirol umfasst. „Die schlanke Organisationsstruktur der Helvetia und das kompetente Team ermöglichen es uns schnell und flexibel auf die Bedürfnisse vor Ort zu reagieren. Ich freue mich sehr, die Präsenz von Helvetia und unseren Vertriebspartner-Coaches in der Region weiter auszubauen“, so Klavzer.

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KURZNACHRICHTEN

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MUNICH RE

PRISMA KREDITVERSICHERUNG

Jahrhundertereignis

Trübe Aussichten

Das letzte Hochwasser hat wieder einmal den Namen „Jahrhunderthochwasser“ verdient, obwohl es sich lediglich 11 Jahre nach der letzten „Jahrhundertflut“ ereignet hat. Einer der größten Rückversicherer die Munich Re schätzt die Schadenssumme des Juni Hochwassers auf über 3 Milliarden Euro ein. Gesamt soll die Naturkatastrophe einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als 12 Milliarden Euro verursacht haben. Die Einschätzungen, dass die Ereignisse die Schadenssumme aus dem Jahr 2012 nicht übertreffen, sind wahrscheinlich zu korrigieren.

Heuer werden die Insolvenzen in der Eurozone um 21% steigen, das hat die aktuelle Insolvenzprognose von PRISMA und Euler Hermes ergeben. Erst nächstes Jahr sollen die Unternehmenspleiten wieder moderat zurückgehen. Österreichs Wirtschaft hat sich abgeschwächt und kann sich von den Problemen in den wichtigen Exportmärkten nicht abkoppeln. Ludwig Mertes, Vorstand: „Ein Rückgang des BIP Wachstums um 1% kann einen Insolvenzanstieg um bis zu 10% bedeuten.“

BAUSPAREN

Deutlicher Zuwachs

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Die sonst eher sehr zurückhaltende Allianz Versicherung Deutschland zeigt sich nach dem Ergebnis des 2. Quartals optimistischer für die Zukunft. Das erste Halbjahr brachte dem Konzern trotz

Rekordhochwasser und den anhaltenden niedrigen Zinsen einen operativen Gewinn von 5,2 Mrd. Euro, nach Steuern sind es 3,3 Mrd. Euro. CEO Michael Diekmann hält weiterhin am Jahresziel von bis zu 9,7 Mrd. Euro im operativen Ergebnis fest.

Sommerfest

Hervorragendes Ergebnis

Die Investment Plattform Ariconsult hat 2012 einen Jahresgewinn von knapp 800.000 Euro erzielen können. Mit einem Eigenkapital von über 2 Mio. Euro ist das Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Geschäftsführer Peter P. Breitenthaler ist mit dem bislang besten Geschäftsergebnis des Unternehmens sehr zufrieden. Verantwortlich dafür sieht er unteranderem die Integration der BCA Austria und das erfreulich hohe Neugeschäftsvolumen.

Gewinnsprung

HDI VERSICHERUNG

ARICONSULT

Geschäftsführer Peter P. Breitenthaler

ALLIANZ VERSICHERUNG DEUTSCHLAND

Dr. Susanne Riess, Vorsitzende des Arbeitsforums der österreichischen Bausparkassen, Gen.Dir. Wüstenrot Bausparkasse AG Das erste Halbjahr hat allen Bausparkassen einen Zuwachs im Neugeschäft in Höhe von 12,6% gebracht. Die Bauspareinlagen steigen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,8% und bleiben damit deutlich über der 20 Mrd. Euro Grenze. Der Ausleihungsbestand hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum nicht verändert. Die Finanzierungsnachfrage ist zwar gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 gedämpft, liegt aber immer noch bei 1,1 Mrd. Euro. Das 90 Jahre alte Produkt Bausparen erfreut sich gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten immer noch an großer Beliebtheit, so beträgt die Bauspardichte in Österreich 60,6%, das entspricht 5,1 Mio. Bausparverträge.

Nach dem traditionellen Sommerfest in der Krieau und der 10 Jahresfeier in Salzburg wurde nun auch in Kärnten zum Sommerfest geladen. Mit Vertriebs-, Werkstättenpartnern und Partneranwälte feierte die Landesdirektion in Villach. In entspannter At mosphäre bei einem köstlichen Buffet, nutzen viele die Gelegenheit um zahlreiche Gespräche zu Landesdirektor führen, alte Mag. Michael Dick Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Dank des schönen Sommerwetters und der gut gelaunten Gäste war das Sommerfest auch dieses Jahr wieder eine rundum gelungene Veranstaltung mit über 200 Gästen.

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Sternenlauf

Unter dem Motto „Schule macht Bewegung – Bewegung macht Schule“ hat die ESM Mödling einen sogenannten Sternenlauf veranstaltet. Laufberechtigt waren alle Schüler und Schülerinnen der Mittelschule. Gelaufen wurde für einen karitativen Zweck. Der Erlös ging an das mobile Hospiz MOMO- welches medizinische und pflegerische Betreuung, sowie psychische Beratung und organisatorische Unterstützung anbietet. So können die jungen Patienten ihre verbleibende Zeit zuhause im Kreis ihrer Familien verbringen. Jede absolvierte Runde wurde von den Sponsoren finanziell abgegolten. Auch TOGETHER war als Sponsor tätig und unterstützte damit die Veranstaltung. Übrigens Simon Engel, Sohn eines TOGETHER Mitarbeiters, konnte die meisten Runden in der vorgegebenen Zeit zurücklegen.

VIENNA INSURANCE GROUP

Verkauf Die VIG AG hat ihre indirekte Beteiligung von mehr als 92% am bulgarischen Pensionsfonds Doverie an United Capital PLC abgeschlossen - vorbehaltlich behördlicher Genehmigung. Damit möchte sich die VIG laut Generaldirektor und CEO Peter Hagen auf ihr Kerngeschäft im Sach- und Lebensversicherungsbereich am bulgarischen Markt konzentrieren. Der Konzern ist mit dem Nichtlebensversicherer Bulstrad und dem Lebensversicherer Bulstrad Life Marktführer in Bulgarien.

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Lerbacher Runde Jährlich findet sich ein exklusiver Kreis von Bankiers und Vermögensverwalter im Schloss Lerbach nahe Köln ein, um die politische und wirtschaftliche Lage zu diskutieren und eine Strategie für erfolgreiche Vermögensveranlagung zu erarbeiten. Unter den Finanzexperten der Lerbacher Runde war heuer Hermann Wonnebauer, Vorstand der Zürcher Kantonalbank Österreich. „Im Mittelpunkt der zweitägigen Diskussionen stand der aktuell besonders schwierige Balanceakt zwischen Rendite und Risiko“, resümiert Wonnebauer, der sich mit seinen Branchenkollegen insgesamt durchaus optimistisch zeigt: „Das große Bild hat sich im letzten Jahr ein-

ÖBV ÖSTERREICHISCHE BEAMTENVERSICHERUNG

Nachhaltiger Erfolg

KURZNACHRICHTEN

TOGETHER

Das Jahr 2012 war für die ÖBV zufriedenstellend. Im Lebensversicherungsbereich konnte das Prämienvolumen gehalten werden, in der Unfallversicherung stieg das Volumen um 3,3%. Das EGT verdoppelte sich gegenüber dem Jahr 2011. Die Eigenmittelausstattung wurde Josef Trawöger, weiter ausgebaut. Vorstandsvorsitzende der ÖBV Und die Gesamtverzinsung im Lebensversicherungsbereich lag mit 3,7 5% im Spitzenfeld der heimischen Lebensversicherer. „In dieser schwierigen Marktsituation ist die positive Entwicklung der ÖBV in den vergangenen Jahren keine Selbstverständlichkeit“, meint der Vorstandsvorsitzende der ÖBV, Josef Trawöger. Und Trawöger weiter: „Das zeugt von nachhaltiger Stabilität und ungebrochenem Vertrauen unserer Kunden.“

VIG RUMÄNIEN deutig aufgehellt. Insbesondere ist es den Notenbanken tatsächlich gelungen, den Krisenmodus - zumindest vorerst - zu beenden. Der nächste Programmpunkt für Fed, EZB und Co lautet nun: Wachstum.“ Auch wenn viele Prognosen für das nächste Jahr gute Konjunkturdaten sehen, gibt es doch von mehreren Seiten wieder einige Schwächesignale. Deshalb würden auch die Leitzinsen noch sehr lange niedrig bleiben. Eine der wichtigsten Punkte der zusammenfassenden Liste von strategischen Ratschlägen lautet: Anleger müssen sich weiterhin auf hohe Volatilität einstellen und diese auch tolerieren. Wer langfristig Gewinne erzielen will, müsse auch Verlustquartale hinnehmen. Generell müssen Anleger heute noch mehr darauf schauen, flexibel zu bleiben und auf ein hohes Maß an Handelbarkeit ihrer Anlagen zu achten.

Firmenwert

Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage am rumänischen Versicherungsmarkt hat das Unternehmen eine Änderung des Firmenwertes beschlossen. Das Segment Rumänien Nicht-Leben wurde einer außerordentlichen unterjährigen Analyse unterzogen. Die Überprüfung hat das Management veranlasst, eine Firmenwertminderung in Höhe von 75 Mio. vorzunehmen.

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INTERVIEW

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IFVW INSTITUT FÜR VERSICHERUNGSWISSENSCHAFTEN E.V. AN DER UNIVERSITÄT LEIPZIG

Wissenschaft erklärt Realität

risControl: Die diesjährige Produktekonferenz behandelt unter anderem die Themen gesetzliche und private Krankenversicherung – Kooperation oder Wettbewerb, das Thema staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Wird die Thematik nur wissenschaftlich theoretisch behandelt oder wird auch auf einzelne Produkte eingegangen?

Bereits zum 4. Mal veranstaltet das Institut für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig eine Produktekonferenz. Das Thema der Veranstaltung am 18. September lautet: „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“ und findet in Köln statt. Wir haben mit dem Leiter des Institutes Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Dipl.-Kfm. Fred Wagner gesprochen.

Wagner: In dieser Konferenz werden wir insbesondere die Positionen der Vertreter der gesetzlichen Kassen und der privaten Versicherungen gegenüber stellen. Es geht weniger um konkrete Produkte sondern eher um die Konzepte zwischen staatlichen und privatwirtschaftlichen Lösungen.

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Wagner: Wir verstehen uns als Versicherungsbetriebslehre, und die Lehre von einem Betrieb kann sich nie nur mit Theorie, sondern muss sich auch mit der Realität beschäftigen. Wissenschaft versucht, Realität zu erklären, und Wissenschaft sollte auch immer Lösungsansätze für drängende Fragen in der Realität offerieren. Grundsätzlich haben Theorie und Wissenschaft immer den Vorteil, nach optimalen Lösungen suchen zu können (und zu sollen). Die Praxis kann sich umgekehrt aber nicht immer nur an „optimalen“ und damit richtigen Lösungen orientieren, sondern muss sich an das machbare halten. Wissenschaft und Praxis sollte sich gegenseitig befruchten können. risControl: Werden Lösungen aus der Diskussion bei der Konferenz auch in der Praxis umgesetzt werden können? Wagner: Zumindest sollte es substanzielle Gedankenanstöße geben können. Natürlich unter Berücksichtigung der Machbarkeit. Unsere Konferenzen sind so angelegt, dass die meisten Referenten aus der Versicherungswirtschaft kommen. Da ich die Veranstaltung moderiere, versuche ich kritische Beiträge rückzufragen und Diskussionspunkte zu setzen, damit es zu einem Austausch zwischen dem Vortragenden, der Wissenschaft und dem Plenum kommt. risControl: Die Veranstaltung findet in Köln statt, und es sind auch wieder Österreichische Teilnehmer dabei? Wagner: Ja, weil die Themen die wir behandeln, keine typisch deutschen Themen sind. Krankenversicherung im Zusammenspiel zwischen gesetzlicher und privater Lösung ist auch ein Thema in Österreich. Wir werden in der nächsten Konferenz das Pflegeversicherungsthema stärker fokussieren und diese Thematik beschäftigt alle europäischen Länder. Wir haben in Österreich und in Deutschland eine alternde Bevölkerung, die demografischen Entwicklungen laufen auf uns zu und wir werden sicher nicht nur einen finanziellen Versorgungsengpass in der Pflege bekommen, sondern vermutlich

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auch tatsächliche Versorgungsengpässe im Sinne von mangelnden Pflegeplätzen und nicht ausreichendem Pflegepersonal. Das ist ein Beispiel von Vielen, wo Fragen nicht an der Grenze halt machen.

„AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IM PRODUKTMANAGEMENT VON VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN“

risControl: Wie viele Konferenzen veranstaltet das Institut?

Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig (IfVW), veranstaltet unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Fred Wagner die vierte Produktkonferenz in Köln. Am 18. September 2013 sprechen renommierte Branchenexperten zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Assekuranz. Neben Kooperationen von PKV und GKV werden auch Themen wie PflegeBahr und e-Call aufgegriffen, sowie Trends und innovative Produkte in der Versicherungswirtschaft vorgestellt.

Wagner:. Wir beschränken uns jährlich auf drei Konferenzen und bemühen uns wirklich aktuelle Themen aufzugreifen. Wir laden immer renommierte und fachkundige Referenten ein, um die Themen ausreichend zwischen Theorie und Praxis beleuchten zu können. Wir hatten heuer bereits eine Vertriebskonferenz, die wir seit Jahren veranstalten. Dabei gibt es stets einen Themenblock für den Maklervertrieb, den Ausschließlichkeitsvertrieb, den Bankenvertrieb und z.B. für Systemvertriebe. Die Themen greifen konzeptionell ineinander. Im Herbst bieten wir eine eigene Veranstaltung zum Thema Lebensversicherung an. Hier wird es unteranderem auch um die Niedrigzinssituation und die Entwicklungen in der Regulierung der Lebensversicherungsgeschäfte gehen.

Produktkonferenz 18. September in Köln

risControl: Wir danken für das Gespräch.

Die Referenten: • Dr. Marco S. Arteaga, Mitglied der Vorstände, Zurich Gruppe Deutschland • Renko Dirksen, Vorstand, ARAG Lebensversicherungs-AG, ARAG Krankenversicherungs-AG • Hartwig Haas, Leiter Vertrieb/Marketing, Dialog Lebensversicherungs-AG • Marcus Hansen, Mitglied des Vorstands, Deutsche Assistance Versicherung AG • Dr. Wolfgang Havenith, Bereichsleiter Produktmanagement Krankenversicherung, SIGNAL IDUNA Gruppe • Rainer M. Jacobus, Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe • Rudolf Kayser, Direktor – Leiter Spartenmanagement Unfall, ERGO Versicherung AG • Gernot Kiefer, Vorstand, GKVSpitzenverband • Marc Neumann, Consultant, ConVista Consulting AG

Was das Institut für Versicherungswissenschaften an Aus- und Weiterbildung anbietet lesen sie in der nächsten Ausgabe von risControl. Weitere Informationen zur Produktkonferenz finden Sie unter www.ifvw.de.

Nähere Informationen und das Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Internetseite www.ifvw.de. Bei Fragen und für die Anmeldung senden Sie bitte eine E-Mail an produkt@ifvw.de.

risControl: Wie ist das Feedback der Teilnehmer? Wagner: Die Veranstaltungen werden sehr gut angenommen. Wir haben regelmäßig zwischen 60 und 80 Teilnehmer an den eintägigen Konferenzen, und zwischen 80 und 100 Teilnehmer an der zweitägigen Vertriebskonferenz, wobei die Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen der Versicherungskonzerne kommen. Unsere Vertriebskonferenz und die Produktekonferenz ist nicht auf eine bestimmte Sparte fokussiert, sondern geht auf aktuelle Themenfelder ein. Das Zusammenspiel Theorie und Praxis kommt bei den Teilnehmern ausgezeichnet an.

INTERVIEW

risControl: Wie passen Wissenschaft und Trends zusammen?

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INTERVIEW

Fachgruppenobmann der niederösterreichischen Finanzdienstleister Michael Holzer im Gespräch zum Thema, Berufsstand und Kandidatur zum Nationalrat. risControl: Wie geht es den niederösterreichischen Finanzdienstleister? Holzer: Seit 2008 haben wir bei Finanzdienstleistern in Niederösterreich einen Rückgang von 30 – 35%. Die rosigen Zeiten der Finanzdienstleistung sind vorbei, jetzt muss man wirklich etwas können. Die Geschäftslage ist viel schwieriger geworden, die Kunden begegnen uns mit einem gewissen Vorbehalt. Wir müssen nun noch mehr qualitativ nachhaltig beim Kunden arbeiten. Aber die Branche erholt sich, und

ne unabhängige Beratung mehr gibt, dann wird es nur mehr ein paar große Versicherungsunternehmen oder Banken geben, die Produkte verkaufen, aber keine individuelle Betreuung mehr von Konsumenten. risControl: Sie kandidieren als Newcomer für den Nationalrat, wie sind Ihre Pläne? Holzer: Ich habe mich entschlossen für den Nationalrat zu kandidieren, um mich im Falle einer nationalen Umsetzung von Richtlinien des EU-Parlaments für die Thematik voll einsetzen zu können. Wir brauchen im österreichischen Parlament jemanden, der die Anliegen der Versicherungsmakler, Finanzdienstleister und Vermögensberater versteht und somit professionell vertreten kann, weil er eben in dieser Thematik zu Hause ist. risControl: Sie meinen, diese drei Berufsgruppen sollten mit einer Stimme sprechen?

die Ziffern der letzten Umfrage haben ergeben, dass wir eine überproportionale Umsatzsteigerung haben dh. mit weniger Beratern mehr Umsatz. Kunden brauchen und wollen einen neutralen Berater, aber der muss eine entsprechende Ausbildung und den entsprechenden Auftritt haben. risControl: Es stehen der Branche neue Regularien bevor? Holzer: Grundsätzlich werden immer Veränderungen auf uns zukommen. Die, in Diskussion stehende, Veränderung im Bereich Provisionsentgelte, ist im Grund verständlich, geht aber an der Problematik aus meiner Sicht vorbei. Es soll verhindern, dass Kunden auf Grund von falscher Motivation Produkte verkauft werden. Aber wichtig ist es, dass Kunden weiterhin unabhängige, objektive und neutrale Berater haben, die sich um ihre wirklichen Finanzund Risikobedürfnisse kümmern, das wäre gelebter Konsumentenschutz. Wenn es kei-

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Holzer: Das würde ich mir auch wünschen, denn ich glaube, dass alle drei Berufsgruppen sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Vor allem wenn es darum geht sich gegenüber dem Gesetzgeber, den Produktpartnern aber auch den Konsumenten zu präsentieren. Es gibt sicherlich Unterscheidungen, die auch bestehen bleiben sollen, aber diese sollten klar für den Konsumenten ersichtlich sein. Der Konsument ist oft nicht genau informiert, dass sollte man besser herausarbeiten. Bei Branchenthemen allerdings sollten wieder alle an einem Tisch sitzen und mit gemeinsamer Kraft vorwärts marschieren. Im Moment arbeiten alle Berufsgruppen professionell und es ist sicherlich nichts daran auszusetzen, dennoch gemeinsam wäre sicher optimaler.

Kandidaten und die Person mit den meisten Vorzugsstimmen wird in den Nationalrat einziehen. Wenn alle Mitglieder der Berufsgruppen in den Wahlbezirken mir ihre Stimme geben, besteht eine reale Möglichkeit. Es muss jedem/jeder in der Branche wichtig sein, im Nationalrat eine Person zu haben, welche die Materie kennt und lebt und sich dafür einsetzen kann, egal welcher Partei man sich zugehörig fühlt. Denn eines sollte man nicht vergessen, die unabhängigen Vermittler, egal welche Berufsgruppe, haben keine Vertretung im Parlament, die Versicherungsunternehmen und die Banken hingegen sind schon lange vertreten. risControl: Was ist Erfolg für Sie? Holzer: Erfolg ist, wenn man sich bemüht die Ziele die man sich steckt auch annähernd umzusetzen, nachhaltig sein und an einer Sache dran bleiben. risControl: Wir danken für das Gespräch.

risControl: Wie hoch sind Ihre Chancen in den Nationalrat einzuziehen? Holzer: Meine Chancen sind schwer einzuschätzen, ich trete im Wahlbezirk WienUmgebung und Mödling an. Es gibt zwölf

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KOMMENTAR

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MIT MODERNER BERATERSOFTWARE BLEIBT FINANZIERUNGSGESCHÄFT EIN LUKRATIVES STANDBEIN

Finanzieren leicht gemacht Wer weiß, wo es für den einzelnen Kunden den passenden Kredit gibt, dabei noch die Vergaberegeln der einzelnen Institute berücksichtigt und in ein Expertennetzwerk eingebunden ist, verfügt immer über einen vollen Terminkalender. Eines der Erfolgsgeheimnisse sind dabei benutzerfreundliche Beratungstools, die dem Berater effiziente Unterstützung und höchste Professionalität verleihen.

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ie Hypothekarkreditvermittlung ist für Versicherungsmakler- und Agenten aber auch für Immobilienmakler ein potenzielles Zusatzgeschäft, das bei Bedarf nebenbei mitläuft. Häufig besteht dabei lediglich eine Kooperation mit einer sehr kleinen Anzahl an Kreditinstituten, die eine geringe(Tippgeber)Provision bezahlen. Die Eckdaten der Kunden werden meist „hemdsärmelig“ erfasst und dann „auf gut Glück“ an das Partnerkreditinstitut weitergeleitet. Passt jedoch ein Kunde aufgrund geänderter Vergaberichtlinien nicht mehr ins Konzept der Bank, ist der Berater häufig mit seinem Latein am Ende. Mit der Suche nach Finanzierungsalternativen wird dann keinerlei Zeit mehr aufgewandt, da die Dienstleistung „Finanzierungsberatung“ auch nicht die Kernkompetenz des Beraters darstellt. Verloren gehen dadurch aber nicht nur die mit der Finanzierung im unmittelbaren Zusammenhang stehenden Provisionen sondern häufig auch Zusatzgeschäfte bei Ablebens- und Sachversicherungen. Aber nicht nur das, in solchen Fällen kann auch die wertvolle Kundenbeziehung in Mitleidenschaft gezogen werden. Und gerade dies, wollen professionelle Berater jedenfalls vermeiden, da ihre Kunden für sie das größte Firmenasset darstellen! Auf der anderen Seite wird seitens der Versicherungsvermittler (Makler, Agenten oder Vermögensberater)gerade im teils

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aufwendigen Versicherungsgeschäft der zunehmenden Bürokratie seit vielen Jahren mit standardisierten EDV-Tools wie Tarifrechnern oder Tarifvergleichs-Tools entgegnet. Schnell und übersichtlich werden Kunden Produkt- Leistungsvergleiche aufgezeigt. Das gilt als normaler Arbeitsstandard.

Ein MUSS – effiziente Tools für die Kreditberatung und Abwicklung Die eben beschriebene Standardisierung ist mittlerweile auch im Kreditgeschäft nicht nur möglich sondern ein Muss. Unabhängigkeit und Marktüberblick können von Finanzdienstleistern aus allen Bereichen gelebt werden, sofern sie Zugang zu einem professionellen Kredit-Expertennetzwerk haben oder Teil desselben sind. Die Vorteile liegen in Zugang zu allen wichtigen Großund Regionalbanken, Bausparkassen und Leasinggesellschaften sowie Informationen über die aktuellen Annahme- und Kreditvergaberichtlinien (Belehnungsgrenzen, Haushaltsrechnung, Blankoanteile,...). Hinzukommen noch von Praktikern entwickelte Beratungs-Software-Lösungen, wie beispielsweise PROFIN vom Expertennetzwerk INFINA, die laufend den neuesten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. PROFIN ist eine webbasierende Softwarelösung, die den gesamten Beratungsprozess von vorvertraglichen Informationen bis hin zur Einreichung von

Michael Kordovsky, INFINA Credit Broker GmbH, Head of Research Finanzierungsanträgen bei Kreditinstituten unterstützt. PROFIN bietet dabei eine Reihe von Highlights für Berater und Kunden. Unter anderem kann vor Antragstellung mittels Quickchecks eine Vorentscheidung bezüglich der grundsätzlichen Machbarkeit der Finanzierung getroffen werden. Darüber hinaus werden - nicht zuletzt unter Haftungsaspekten - eine Reihe vorvertraglicher Beratungsinformationen aufgezeigt. Darunter fallen standardisierte Berechnungen zur zukünftigen Gesamtbelastung über die Laufzeit auf Basis aktueller Zinssätze(inkl. unterschiedlicher Aufschläge) und Szenarien, sowie eine Reihe ermittelter Kennzahlen wie zum Beispiel der Durchschnittsrate sowie der höchsten und niedrigsten Kreditrate der vergangenen zehn Jahre (abhängig von Indikator u. Aufschlag). Gleichzeitig wird die Gesamtbelastung über unterschiedliche Laufzeiten verglichen. Auch besteht die Möglichkeit eines übersichtlichen Finanzierungsmodell- und Angebotsvergleichs auf Effektivzinsbasis gemäß Verbraucherkreditgesetz. Die Antragseinreichung bei Banken und Bausparkassen inklusive sämtlicher Antragsunterlagen erfolgt beraterfreundlich und barrierefrei auf dem elektronischen Weg.

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Teil 2 Willkommen, smarte Leserinnen und schöne Leser. Um gleich mit der ganzen Wahrheit herauszurücken: Pierluigi Spanozzo mag sie nicht. Eigentlich mag er gar niemanden. Er grantelt wegen der ständig auf ihn einprasselnden Elektrostrahlung. Und besonders deswegen, weil man das Thema nicht ausreichend ernst nimmt. Dabei verspüre er die Strahlung schon seit Kinderbettchens Zeiten, sagt er. Was Pierluigi Spanozzo quält kennt man heutzutage unter dem Begriff Elektrosmog. Luigi sagt: „Das Risiko ist immer und überall“.

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Mutmaßliche Gefahren Viele ahnen es, manche wissen es: Elektrosmoggefahren lauern nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs im Auto, im Lastwagen oder im Wohnmobil. Die Konzentrationsfähigkeit von Fahrer und Insassen kann durch elektromagnetische Strahlung beeinträchtigt werden. Deshalb versucht man sich mit sogenannten Elektrosmog-Abschirmgeräten zu schützen. Diese E-Smog-Abwehr soll einen Schutzschirm erzeugen, indem die umgebende Atmosphäre mit wechselnder Polarität ionisiert wird. Elektrosmog und Erdstrahlen sollen damit fast vollständig neutralisiert werden Die „Contras“ sind überzeugt, dass die herrschende elektromagnetische Strahlung schädlich auf den menschlichen Organismus einwirkt. Auch wenn Pegel gering und thermische Wirkungen angesichts der geringen Energien vernachlässigbar sind. Man argumentiert, bei vielen Technologien und Substanzen wurde auch erst zu einem späteren Zeitpunkt ihre Schädlichkeit festgestellt. Daher sei auch bei elektromagnetischen Feldern Vorsicht geboten. Als Bei-

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spiele werden ionisierende Strahlungen wie Röntgenstrahlen, Radioaktivität oder bestimmte chemische Substanzen wie Asbest oder Contergan genannt. Natürlich hat die Industrie die Unsicherheit der Menschen erkannt und bietet eine Vielzahl von Hilfsmitteln an, mit welchen man die Einwirkung von E-Smog abhalten kann. Zumindest größtenteils. Dazu gehören Folien zum Abkleben von Handys oder Fenstern, graphithaltige Farben oder auch Kupferdächer und dicke Steinwände. Um den Schlafplatz nahezu frei von Elektrosmog zu halten, sollten Baldachine über dem Bett angebracht werden, in dessen Gewebe Silberfäden eingewebt wurden. Minimaler Nachteil: Nichts ist endgültig bewiesen. Bis zum heutigen Tag ist weder der wissenschaftliche Nachweis über eine Unschädlichkeit von elektromagnetischen Feldern, noch der eindeutige Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Krankheiten erbracht worden. Da Elektrosmog auch unter Verdacht steht, Burnout-Symptome hervorzurufen und Selbstheilungskräfte zu reduzieren, werden Schutzmaßnahmen im Berufsalltag gefordert. Die „Contras“ sagen: Das menschliche Immunsystem kann die notwendigen Lebensinformationen aus der natürlichen Umwelt, die zur Selbsterhaltung unseres Körpers unerlässlich sind, nicht mehr störungsfrei aufnehmen. Relativ neu ist die von einem Experten, Reiner Gebbensleben, vorgebrachte Meinung, wonach Elektrosmog mit Hyperschall zu bezeichnet ist. Seiner Meinung zufolge sind E-Smogstrahlungen mechanische Schwingungen im Tetrahertzbereich, deren Frequenzen oberhalb des Ultraschallbereiches liegen. Seine Conclusio: Der Grund, warum die Physik diese Erkenntnis bisher nicht gewonnen hat liege darin, dass die Erforschung des Impulsaustauschs zwischen Elektronen und

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gleichbaren Bedingungen, auch in einem Blumenkasten, der allerdings weiter entfernt vom Router stand.

Ich will der Mast weg! • Blog (Originaltext): Wo man Mobilfunk gar keinen Einfluss mehr dagegen ist, können Personen noch erheblich körperlich Beschwerden erfahren durch ganz winzige, kitzekleine elektrische- oder magnetische Felder. Deshalb will ich der Mast weg. • Ich will nicht, dass meine Kinder krank werden. Wir kämpfen für unsere Familien. Wenn nötig, werden wir uns an jeden Strommast ketten, der hier aufgestellt werden soll.

Bis zum heutigen Tag ist weder der wissenschaftliche Nachweis über eine Unschädlichkeit von elektromagnetischen Feldern, noch der eindeutige Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Krankheiten erbracht worden.

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Atomen mit der Untersuchung der dabei abgestrahlten elektromagnetischen Felder ende. Und damit es für den Laien noch vertrackter wird, beschreibt der Experte Elektrosmog als aus synchronen, atomaren longitudinalen Eigenschwingungen im Tetrahertzbereich bestehend, der dem kurzwelligen Infrarotbereich zuzuordnen ist. Er erklärt dazu, die Wahrnehmung von Elektrosmog und seiner Informationen erfolge im menschlichen Gehirn zumeist unbewusst, und nur vereinzelt werden bewusste Wahrnehmungen ausgelöst. Na ja, ob das ausreicht um den Menschen die Ängste zu nehmen? Schon, denn abschließend gibt der Autor Entwarnung mit der Aufklärung, dass Hyperschall neutralisierbar sei. Moskauer Biologen haben den Nachweis dafür erbracht, dass Bakterien imstande sind, die schädliche Einwirkung von schwachen elektromagnetischen Strahlungen einschätzen zu helfen. Wissenschaftler der biologischen Fakultät der staatlichen Moskauer Lomonossow-Universität haben festgestellt, dass selbst eine einmalige Einwirkung elektromagnetischer HandyStrahlung auf die Escherichia, die Bakterie E. Coli, zu einer Störung der biologischen Lumineszenz dieser Zelle führt. Und: Nach einer Studie haben Mehlwürmer, die in der Nähe eines WLAN-Routers lebten, eine 19 Prozent höhere Sterblichkeit. Die Vergleichsgruppe lebte unter ver-

Ein besonders schwerwiegendes Argument bringen die „Contras“ in die Diskussion ein mit der Kunde, wonach der Oberste Gerichtshof eines westlichen Landes zum ersten Male festgestellt habe, dass die Verwendung von Handys und schnurlosen Telefonen direkt mit der Erkrankung an Gehirntumoren zusammenhänge. Quelle Reuters „Italy court ruling links mobile phone use to tumor„ Oct 19, 2012

PRO: Entwarnung PRO. Das sind die Befürworter der These: Elektrosmog ist unschädlich. Sie argumentieren, dass es nicht ausreiche, auf statistisch signifikante Studien hinzuweisen die eine Schädigung belegen sollen. Aussagekräftig seien nur unabhängig reproduzierbar signifikante Studien. Studien, die eine schädigende Wirkung feststellten, hätten jedoch bisher nicht reproduziert werden können oder es seien methodische oder systematische Fehler gemacht worden. Und wenn manche dem Elektrosmog mit Wünschelruten oder anderen unwissenschaftlichen Methoden auf die Spur kommen wollen, sollten Sie doch lieber nach wissenschaftlichen Methoden vorgehen, denn die Felder sind physikalisch messbar. Zwar gebe es zum Teil konkrete Hinweise, aber der wissenschaftliche Beweis stehe aus. Psychiater, Professor Dr. Niedermeier aus München, erklärt: „Alle Formen der

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Versicherung: Phantomrisiken Derzeit stoßen schwache elektromagnetische Felder (EMF: Schwache elektromagnetische Felder) und andere vergleichbare Phänomene auf großes Interesse. Die EMFForschung weiß schon zu viel um denkbare Gesundheitsrisiken noch ignorieren zu können. Das vorhandene Wissen reicht allerdings – noch - nicht aus, um sie zu bemessen. Es sind denkbare, jedoch nicht beweisbare Risiken. Deshalb nennt man sie Phantomrisiken. Und obwohl man gar nicht weiß, ob es diese Risiken tatsächlich gibt, sind sie doch real, weil sie in den Köpfen der Menschen existieren und damit eine Wirkung haben. Und sei es nur die, Unsicherheit und Besorgnis zu erregen. Denn vor nichts hat der Mensch mehr Angst als vor einer ungewissen Gefahr – auch wenn es sie vielleicht gar nicht gibt. (Quelle: Elektrosmog – ein Phantomrisiko. Schweizer Rückversicherung. Wahrscheinlich die beste Studie die derzeit am Wissensmarkt nachzulesen ist.)

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Angst haben etwas gemeinsam: Sie führen zu einem Vermeidungsverhalten.“ Und damit wird die Situation zu einem echten Problem „Vermeidung ist sinnvoll, wenn es um hochgefährliche Reize geht, wie giftige Skorpione in der Sahara. Aber wenn wir anfangen, Aufzüge zu vermeiden, U-Bahnen zu vermeiden, dann weiß man, dass Vermeidungsverhalten expansiv ist: Das bedeutet, man beginnt mit der U-Bahn, dann überlegt das Gehirn, ein Aufzug ist so was Ähnliches, dann vermeidet man irgendwann das Aufzug fahren, dann ist der nächste Schritt, dass das Gehirn sagt: Aber aus dem Kino komme ich auch nicht raus, und dann sagt‘s: Und die Oper ist noch viel schlimmer! Und dadurch wird die Angsterkrankung viel, viel schlimmer.“ Auf den Punkt bringt es ein „PRO“-Anhänger mit seinem Blog: Ich lebe schon seit fast 50 Jahren neben einer Hochspannungsleitung und -Masten und es hat mich bislang noch nicht krank gemacht. Solange du nicht hinauf kletterst, geht meiner Meinung nach davon keine Gefahr aus.

zu begünstigen. Die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass Elektroindustrie und Elektrizitätswirtschaft jedoch nur dann haftbar gemacht werden könnten, wenn der bislang fehlende naturwissenschaftliche Kausalbeweis für eine gesundheitsschädigende Wirkung schwacher elektromagnetischer Felder erbracht würde.

Gefährliches Änderungsrisiko Entscheidend ist deshalb nicht die Frage zu welchen Ergebnissen die EMF-Forschung in Zukunft kommen wird, sondern, wie die Gesellschaft solche Vermutungen künftig bewertet. Erscheint es einerseits ungerecht, einem Opfer nur deshalb keinen Schadenersatz zuzusprechen, weil die Ursachen seiner Erkrankung nicht zweifelsfrei zu klären sind, so wäre es anderseits ebenso ungerecht, jemanden nur schon deshalb haftbar zu machen, weil er den Schaden verursacht haben könnte. Aus dieser Pattsituation ergibt sich für die Versicherungswirtschaft ein äußerst gefährliches Änderungsrisiko, das aus zwei Komponenten besteht: Dem klassischen Entwicklungsrisiko, also der Möglichkeit, dass sich elektromagnetische Felder aufgrund neuer Forschungsergebnisse als gefährlicher erweisen, als bisher angenom-

Elektrosmog ist unschädlich!

Hier ein kurzer Auszug. Elektrosmog steht im Verdacht, Krebs und andere Krankheiten zu verursachen, oder

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Elektrosmog steht im Verdacht, Krebs und andere Krankheiten zu verursachen, oder zu begünstigen.

Die Bewältigung von Phantomrisiken ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

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men. Und dem gesellschaftspolitischen Änderungsrisiko, also der Tatsache, dass gleiche wissenschaftliche Erkenntnisse aufgrund veränderter gesellschaftlicher Werte anders bewertet werden als bisher. Der allmähliche Übergang des Haftungsrechts von der ursprünglichen Verschuldenshaftung über die Gefährdungshaftung zur teilweise bereits praktizierten reinen Vermutungs- oder Verdachtshaftung skizziert die Richtung dieses Wandels. Das Rechtsinstrument Haftpflicht wird zunehmend als Mittel der Daseinsbewältigung ge- oder sogar missbraucht. Sei es, um politische Ziele im Kampf gegen eine als zunehmend bedrohlich empfundene Technisierung unserer Umwelt zu erreichen oder zum profanen Zweck der Bereicherung.

Existenzbedrohende Ausmaße Das Änderungsrisiko ist also nicht deshalb außerordentlich brisant, weil sich schwache elektromagnetische Felder wider Erwarten doch als gefährlich erweisen könnten, wie sich vor vielen Jahren Asbestfasern nach und nach als gesundheitsschädlich herausstellten. Sondern, das Änderungsrisiko ist deshalb so gefährlich, weil ein großes politisches und finanzielles Interesse breiter Kreise daran zu erkennen ist, dass Elektrosmog von der Gesellschaft als gefährlich angesehen wird. Das „EMF-Risiko des Versicherers“ zeigt, dass das Gesundheitsrisiko versicherungstechnisch betrachtet keine

ungewöhnliche Aufgabe darstellt, dagegen das Haftpflichtrisiko unter bestimmten Bedingungen für den Versicherer existenzbedrohende Ausmaße annehmen kann. Wäre es jedoch gewiss, dass schwache elektromagnetische Felder gefährlich sind, wäre das öffentliche Interesse weitaus geringer. Es gibt genügend bekannte Gesundheitsgefahren, denen sich der Mensch sogar freiwillig aussetzt. Wegen ihrer Phantomhaftigkeit ist die EMF-Problematik jedoch geradezu ideal für Haftpflichtklagen geeignet, die auf Bereicherung oder politische Effekte abzielen. Zumal die Materie so komplex und kompliziert ist, dass Laien sehr leicht zu falschen Schlussfolgerungen verleitet werden können. Es gibt ein großes politisches und finanzielles Interesse daran, das die Gesellschaft den Elektrosmog als gesundheitsgefährlich ansieht. Daraus resultiert ein großer gesellschaftspolitischer Druck auf Gesetzgeber und Rechtsprechung. Wird ihm nachgegeben, könnten alle Hersteller und Betreiber elektrotechnischer und elektronischer Anlagen mehr oder weniger erfolgreich geklagt werden. Und auf die Versicherungswirtschaft kämen schlimmstenfalls Forderungen von -zig Milliarden Dollar zu. Noch gibt es keine ausreichende kalkulatorische Grundlage für EMF-Haftpflichtdeckungen. Könnten, beispielsweise, schlagartig alle Mitglieder der jeweiligen Gefahrengemeinschaft gleichzeitig Schaden erleiden. Wären mangels „Nichtgeschädigter“ diese Schäden nicht mehr transferierbar und das Versicherungssystem – die Solidargemeinschaft – würde zusammenbrechen. Die Haftpflichtversicherer in ihrer Existenz bedroht. Und das ist kein Phantomrisiko. Die aktuelle Rechtsprechung, beispielsweise in den USA, hat längst bewiesen, dass solche Bedrohungsszenarien Wirklichkeit werden können. Zwar muss es nicht so schlimm kommen; im günstigsten Fall aber werden zumindest immense Abwehrkosten entstehen. Die Bewältigung von Phantomrisiken ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die letztlich sogar eine Weiterentwicklung der demokratischen Entscheidungsfindung und eine teilweise Neuordnung der Gesellschaft verlangt. Die entscheidende Frage lautet: Wie viele Menschen dürfen innerhalb eines bestimmten Zeitraums

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Vermutungshaftung Damit erweist sich die Frage nach zu erwartenden Gerichtsentscheiden in künftigen EMF-Haftpflichtprozessen als unbeantwortbar. Wenn die Gesellschaft in schwachen elektromagnetischen Feldern eine Krankheitsursache sehen will, werden sie als Krankheitsursache gelten und es lässt sich nicht ausschließen, dass Gerichte entsprechend entscheiden werden. Diese Entwicklung ist nicht nur möglich, sondern in einigen Rechtsgebieten ist die Vermutungshaftung bereits Praxis. Wie weit sich dieser Trend fortsetzt, ist unabsehbar. Das Haftungsrisiko ist somit nicht mehr kalkulierbar. Im Gegensatz zu den EMFGesundheitsrisiken ist es jedoch angesichts des denkbaren Schadenausmaßes nicht unkalkulierbar gering, sondern unkalkulierbar groß. Dabei gibt es bis jetzt keinen Beweis eines kausalen Zusammenhanges, zwischen schwachen EMF-Phänomenen und Krankheiten wie zum Beispiel Krebs, Alzheimer und Parkinson. Mehr noch, bis vor wenigen Jahren wurde so ein Zusammenhang nicht einmal vermutet. Bisher wurden Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit elektrischen Geräten nur als Folge von Unfällen und Konstruktions- oder Herstellungsfehlern beobachtet. Unter dem Begriff des Änderungsrisikos ist also zu verstehen, dass die alltägliche, bestimmungsgemäße, dem Stand der Technik entsprechende und lange Zeit als harmlos erachtete Nutzung elektrischer Geräte und Anlagen plötzlich als gesundheitsschädigend eingestuft würde.

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durch eine technische Nutzanwendung maximal geschädigt werden? Falls diese Frage mit „keine“ beantwortet wird, muss auf jede Technik verzichtet werden.

das eine Extrem dieser Skala reserviert. Er grenzte das Sichere von der riesigen und unerforschten Bandbreite des Möglichen ab. Heute aber beginnt der Begriff Ursache am untersten Ende der Skala: Ursache ist all das, für das sich nicht beweisen lässt, dass es nicht Ursache sein kann.

Haftungsrisiken Nüchtern und rein finanztechnisch betrachtet ist es gleichgültig, warum ein Mensch an Krebs erkrankt. Entscheidend ist, dass die mögliche medizinische Behandlung nicht an den Kosten scheitert. Dies ist Aufgabe des Krankenversicherers. Im Gegensatz zum Haftpflichtversicherer: Dessen Risiko ergibt sich daraus, ob und unter welchen Bedingungen hypothetische Zusammenhänge zwischen schwachen elektromagnetischen Feldern und verschiedenen Krankheiten als ursächlich angesehen werden. Unter dem Aspekt des Haftungsrisikos geht die Gefahr vom Kläger aus. Sie besteht in einer Schadenersatzforderung, die das Vermögen des Beklagten bedroht. Die Haftungsrisiken ergeben sich folglich nicht aus den Gesundheitsrisiken. Sie werden vielmehr davon bestimmt, aus welchen Gründen und wie oft Klage geführt wird – und wie die Gerichte entscheiden werden. Um absolute Sicherheit zu erzielen, müsste jedes Risiko eliminiert werden. Das hieße, auf jede Technik zu verzichten, durch die der Organismus auch nur im entferntesten

Das Haftungsrisiko ist nicht mehr kalkulierbar. Es gibt ein großes politisches und finanzielles Interesse daran, das die Gesellschaft den Elektrosmog als gesundheitsgefährlich ansieht.

Der Verlust der Gewissheit über das Sichere als auch über das Unmögliche Jetzt herrscht zudem Ungewissheit darüber, ob auch das als Ursache anzusehen ist, was die Wirkung zwar nicht ganz sicher nie, aber praktisch so gut wie nie hervorbringt. Zur bekannten Abgrenzungsschwierigkeit zwischen „sicher“ und „möglich“ kommt jene zwischen „möglich und „unmöglich“ hinzu. Mit einem elementaren Unterschied: Früher war der Ursachenbegriff für

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Nüchtern und rein finanztechnisch betrachtet ist es gleichgültig, warum ein Mensch an Krebs erkrankt.

Jetzt herrscht Ungewissheit !

künstlich erzeugten elektromagnetischen Phänomenen ausgesetzt wird. In letzter Konsequenz hieße das, alle irgendwie elektrifizierten Geräte und Anlagen wie elektrisches Licht, Radio und Telefon, Flugzeuge, U-Bahnen oder Computer und Armbanduhren abzuschaffen. Selbst das Radfahren müsste aufgegeben werden. Epidemiologische Studien können zwar belegen, dass Menschen unter bestimmten Expositionsbedingungen häufiger erkranken. Aus solchen Statistiken lässt sich aber grundsätzlich nie auf den Einzelfall schließen. Solange die Ursachen von Krebs und anderen Krankheiten nicht zweifelsfrei geklärt sind, lassen sich Zusammenhänge bestenfalls vermuten. Unter den gegebenen Bedingungen sind der Versicherungswirtschaft enge versicherungstechnische Grenzen gesetzt, weil sich die Rechtssysteme in einem allmählichen Umbruch mit ungewissem Ausgang befinden. Die Versicherungswirtschaft hat die Verantwortung, diesen Wandel mitzugestalten. Aber sie darf sich nicht als Financier dieses gesellschaftlichen Prozesses missbrauchen lassen.

Abgesang Das Phänomen E-Smog ist ein todernstes Thema. Häme wäre unangebracht. Auch wenn manche Begebenheiten an Karl Valentin erinnern. Oder an Molieres der ein-

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gebildete Kranke. Allzu oft führen heute noch die Geschäftemacher die Regie. Ein objektives Urteil abzugeben ist bei diesem Thema nicht möglich. Es entwickelt sich so etwas wie eine Art Religion. Wer Stellung bezieht, wird unweigerlich als Evangelist vereinnahmt. Entweder von der einen oder anderen Seite. Hier ein millionenfacher Chor der die Risiken des E-Smogs aufzeigt, der bald für jedwede Krankheit verantwortlich ist. Von allen Arten von Krebs, bis zu Alzheimer, das neuerdings als Diabetes des Gehirns bezeichnet wird. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Die E-Smog-Bekämpfer sagen: Schlaflosigkeit, Zerschlagenheit und Antriebsarmut traten an die Stelle von Lebensqualität und Vitalität. Das seien Fakten, die sich nicht darum scheren, was man von ihnen hält oder ob die Wissenschaft schon fähig ist, sie schlüssig zu erklären. Dort nicht weniger Stimmen die meinen, von E-Smog gehe keine echte Gefahr aus. Wenn man die Geschäftemacherei überschaut, könnte man meinen so gefährlich geht es doch nicht zu. Da capo: Bis jetzt ist noch nichts bewiesen. Dass aber ununterbrochenes, stundenlanges Telefonieren mit dem Handy Folgen haben kann, können auch die seriösen PROs nicht mehr in Abrede stellen. Konsequenz: Leben ist immer lebensgefährlich. Und der E-Smog macht’s nicht ungefährlicher.

EPILOG Befragt nach seiner Lebensphilosophie rezitiert Pierluigi Spanozzo die ersten Takte des Refrains aus einem anno 1972 überlieferten Kultsong. Damals vorgetragen von Kurt Sowinetz. Musik nach Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie. 4. Satz, Ode an die Freude. Luigi schmettert mit Inbrunst: „Alle Menschen samma zwider, i mechts in die Goschn haun.“ Leute, seid ihm nicht böse. Er meint es ja nicht so – es ist sein Elektrosmog-Endzeitszenario. Und wohl Ausdruck seiner Wut und Verzweiflung über den Elektrosmog. Und der Schmerzen, die er ihm zufügt. Doch, ist das überhaupt möglich? Flunkert Luigi oder ist er gar ein Hypochonder? Was meinen Sie, verehrte Leser? Zum Elektrosmog, natürlich!

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Ach, zwei Wünsche wünscht’ ich immer Leider immer noch vergebens. Und doch sind’s die innig-frömmsten, Schönsten meines ganzen Lebens! Dass ich alle, alle Menschen Könnt’ mit gleicher Lieb’ umfassen, Und dass Ein’ ge ich von ihnen Morgen dürfte hängen lassen. Aktuelle Hinzufügung: Pierluigi ist am Ende. Lost Generation und so. Noch mehr ruiniert ihn aber, dass er die ERPEU nicht bestanden hat. (ERPEU: Elektrosmog Ruinprobe der Europäischen Einigungsverwaltung). Hätte ´ne wahnsinnige Rente gebracht. Povero Luigi. Quellenhinweis: Pressejournal, Elektrosmog-Technologie, Unzählige Blogs, WELT, presserelations, turboinhalt, adool.de, Neue Rottweiler Zeitung, Wiener Zeitung, Kurier, Presseschleuder, Cinefacts, Basler Zeitung, FAZ, Gesundheitszentrum, Baubiologie Maes, Sue Kovach: “The Hidden Dangers of Cell Phone Radiation„, Shopping News, Computerbild, Elektrosmog: Studie der Schweizer Rück, Gesundheit & Wellness, weetlogs.scilogs.be, Wikipedia, forumelektrosmog, Umweltinstitut, geopathologie, Andras Varga: Grundlage des Elektrosmogs in Bildern. Messung, Berechnung, biologische Auswertung, Umwelt und Medizin, NCR-Report, Elektrosmog Forum, Reuters: „Italy court ruling links mobile phone use to tumor„ Oct 19, 2012

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Über der Bettstatt von Pierluigi hängt ein gerahmtes Gedicht – das seine Lebenseinstellung ziemlich exakt wiedergibt. Pierluigi widmet dieses den geneigten Lesern. Zwei Wünsche von Adolf Glaßbrenner (1810-1876):

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Das Phänomen E-Smog ist ein todernstes Thema. Ein objektives Urteil abzugeben ist bei diesem Thema nicht möglich. Es entwickelt sich so etwas wie eine Art Religion. Wer Stellung bezieht, wird unweigerlich als Evangelist vereinnahmt.

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Zur Gestaltung einer Hochwasserversicherung ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien

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n den vorangegangenen zwei Beiträgen „Hochwasserversicherung – Irrtümer und Missverständnisse“ (risControl 06/2013, S. 22-24) und „Hochwasser-Risiken: Keine Umverteilung unter dem Deckmantel der Versicherung!“ (risControl 07/2013, S. 24-27) wurden schwerwiegende Probleme im Zusammenhang mit Vorschlägen zu Pflicht-/Zwangsversicherungsmodellen kritisch aufgezeigt. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, der Autor dieser Beiträge sei generell gegen jegliche Form der Versicherung von Naturgefahren/-katastrophen. Das ist aber nicht der Fall. Es ging nur prinzipiell gegen eine Pflicht-/Zwangsversicherung mit nicht risikogerechten (nicht individuellrisikoäquivalenten) (Nettorisiko-) Prämien, was eben zu ungerechten und in der Individualversicherung systemwidrigen Umverteilungseffekten führt. Ob und wie eine Versicherung gegen bestimmte Naturkatastrophen konzipiert und eingeführt werden kann oder soll, ist gesondert zu prüfen.

Im vorliegenden Beitrag sollen nun einige Überlegungen zur Gestaltung einer Deckung von Hochwasser-Risiken im Rahmen der Privat-/Individualversicherung angestellt werden, ohne dass der Anspruch erhoben wird, dass hier ein umfassendes und voll entwickeltes Modell vorgestellt wird. Es geht hier eher auch darum, einen Analyse- und Systematisierungsrahmen als Ansatz für weiterführende Überlegungen und Diskussionen anzubieten.

Grundsätzliches; risikopolitischer Bezugsrahmen Vorweg zu ist zu sagen, dass es nicht unbedingt eine Versicherung von Hochwasserrisiken geben muss, wenn entsprechend schwerwiegende Gründe dagegen sprechen, etwa von Seiten der potentiellen Nachfrager (Gefährdeten) – z. B. risikogerechte Prämien werden nicht akzeptiert - und/oder von Seiten der Anbieter (Versicherer) – z. B. zu großes versicherungstech-

nisches Risiko oder Unwirtschaftlichkeit - und/oder von sonstiger Seite - z. B. vermehrte Besiedelung in gefährdeten Gebieten bei verfügbarem Versicherungsschutz; systemwidrige, ungerechte Umverteilungseffekte im Falle nicht risikogerechter Prämien Versicherung stellt vor dem Hintergrund eines umfassenden risikopolitischen Bezugsrahmens1 nur ein risikopolitisches Instrument unter anderen dar. Erst in der Zusammenschau auch mit allen anderen möglichen Maßnahmen und unter Berücksichtigung von Wirkungskonstellationen (z. B. substitutive Beziehungen zwischen Versicherungsleistungen und Leistungen aus dem staatlichen Katastrophenfonds) und unter Beachtung der jeweiligen Zielsetzung kann geklärt werden, ob überhaupt und gegebenenfalls in welchem Ausmaß versicherungsmäßiger Risikotransfer zum Einsatz kommen kann und soll. Als risikopolitische Handlungsträger kommen verschiedene Akteure in Betracht,

1 Vgl. hierzu auch Eszler, E.: Versicherbarkeit und Versicherungsmodelle, insbesondere für katastrophenartige Elementarrisken - ein Bezugs- und Analyserahmen. Reihe Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien 1992.

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1. die Gefährdeten selbst als risikopolitischer Akteure mit den Maßnahmen a) „Vermeiden“ (z. B. kein Erwerb und keine Nutzung von Liegenschaften in gefährdetem Gebiet; Absiedelung); b) „Vermindern“ (z. B. bauliche Maßnahmen an gefährdeten Objekten); c) „Überwälzen“ (z. B. Versicherung); d)„Vorsorge für den Schadensfall“ (z. B. finanzielle Reserven; Möglichkeit der kurzfristigen Verlagerung der Produktion); 2. der Staat als risikopolitischer Akteur mit den Maßnahmen (für andere) a) „Vermeiden“ (z. B. Bauverbote in gefährdetem Gebiet; Evakuierung); b) „Vermindern“ (z. B. Hochwasserschutzmaßnahmen); c) „Überwälzen“ (z. B. Prämienförderungen für Versicherungen) d) „Vorsorge für den Schadensfall“ (z. B. Vorrätigkeit von Finanzmitteln im staatlichen Katastrophenfonds); 3. die Versicherungsunternehmen als spezielle risikopolitische Akteure mit den Maßnahmen

a) „Vermeiden“ (z. B. Nicht-Betrieb der Hochwasserversicherung als Sparte; Ablehnung der Versicherung bestimmter Einzelrisiken); b) „Vermindern“ (z. B. Marktschadenlimits; Franchisen); c) „Überwälzung“ (z. B. Rückversicherung); d)„Vorsorge für den Schadensfall“ (z. B. Schwankungsrückstellung). Für die Analyse von komplexen Entscheidungsproblemen hat sich auch allgemein die Strukturierung in • Zielvariable, • Situationsvariable und • Instrumentalvariable als hilfreich erwiesen.3

Zielsetzungen für eine Hochwasserversicherung Formalziel eines Versicherungsunternehmens (Aktiengesellschaft) ist es, die Rendite auf das eingesetzte Kapital zu optimieren (wobei zu fordern ist, dass dies unter Beachtung ethischer Normen zu erfolgen hat). Wenn daher der Betrieb einer Hochwasserversicherung für ein Versicherungsunternehmen unwirtschaftlich erscheint, dann sollte das von den Vertretern des Unter-

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aus deren Perspektive heraus die jeweiligen risikopolitischen Maßnahmen (z. B. „Vermeiden“ „Vermindern“, „Überwälzen“, „Vorsorge für den Schadensfall/Selbsttragung“)2 zu sehen sind, vor allem

nehmens klar gesagt werden und es sollten nicht Scheinargumente bzw. sachlich vollkommen unhaltbare Begründungen (Fehlen einer „Risikogemeinschaft“4) vorgeschützt oder für die Individual-/Privatversicherung vollkommen systemwidrige Pflicht-/Zwangsversicherungsmodelle mit ungerechten Vermögensumverteilungseffekten zwischen den Versicherungsnehmern propagiert werden. Andererseits sollten auch von der Öffentlichkeit nicht unangemessene Forderungen an die private Versicherungswirtschaft herangetragen werden und es sollte nicht gleichsam ein moralischer Druck nach Verfügbarkeit von Versicherungen für Hochwasserrisiken erzeugt werden. Hinsichtlich des Sachzieles von Versicherungsunternehmen kann es Aufgabe der Privatversicherungswirtschaft allenfalls nur sein, im Zuge einer Bedarfsdeckung für Gefährdete Versicherungsschutz für Hochwasserrisiken auf freiwilliger Basis und ohne Effekte der Umverteilung zwischen den Versicherungsnehmern bereitzustellen. Das bedeutet (a) keine Pflicht-/ Zwangsversicherung, (b) risikogerechte, individuellrisikoäquivalente Nettorisikoprämien für alle gedeckten Hochwasserrisiken.

Technische Versicherbarkeit Ein Risiko ist versicherbar, wenn die Kriterien der Versicherbarkeit5 in hinreichendem Ausmaß erfüllt sind. Diese Versicherbarkeitskriterien sind großteils nicht dichotomisch (erfüllt oder nicht erfüllt), sondern dimensional (mehr oder weniger erfüllt)6, was übrigens auch die Heranziehdung von Aspekten unscharfer Logik (Fuzzy Logic) ermöglicht7. Kriterium der Zufälligkeit: Hinsichtlich des Zufälligkeitsaspektes der Unvorher-

2 In Anlehnung an Haller, M.: Sicherheit durch Versicherung?, St. Gallen (1975), S. 43 ff.; vgl. auch Haller, M.: Risiko-Management und Versicherung, in: Müller-Lutz, H.-L./Schmidt, R. (Hrsg.): Versicherungswirtschaftliches Studienwerk, Wiesbaden 1984, S. 532 und 536 ff. 3 Vgl. Eszler, E.: Versicherbarkeit und Versicherungsmodelle, insbesondere für katastrophenartige Elementarrisken - ein Bezugs- und Analyserahmen. Reihe Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien 1992, S. 47 ff. 4 Vgl. hierzu ausführlich Eszler, E.: Hochwasserversicherung - Irrtümer und Missverständnisse, in: risControl 06/2013, S. 22-24 5 Es gibt verschiedene Kriterienkataloge. Der hier verwendete ist angelehnt an Karten, W.: Zum Problem der Versicherbarkeit und zur Risikopolitik des Versicherungsunternehmens - betriebswirtschaftliche Aspekte, in: ZVersWiss 1972, S. 279-299. – Allgemein zur Versicherbarkeit vgl. z. B. Eszler, E.: Versicherbarkeit und ihre Grenzen / Analyse und Systematisierung auf erkenntnistheoretisch-ontologischer Basis. Karlsruhe 1999; Eszler, E.: Versicherbarkeit und ihre Grenzen: Logik - Realität - Konstruktion. Zeitschrift für die gesamte Versiche-rungswissenschaft, 89. Jg. (2000), Heft 2/3, S. 285-300. Speziell zur Hochwasserversicherung auch Eszler, E.: Versicherung von Überschwemmungsrisiken unter besonderer Berücksichtigung landwirtschaftlicher Kulturen. Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien, 1989; Eszler, E.: Zur Versicherbarkeit des Überschwemmungs-risikos, in: Österreichische Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (Hrsg.): Die Versicherungsrundschau, 44. Jg. (1989), Nr. 4, S. 111-116; weiters auch Eszler, E.: Versicherbarkeit und Versicherungsmodelle, insbesondere für katastrophenartige Elementarrisken - ein Bezugs- und Analyserahmen. Reihe Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien 1992. 6 Vgl. Vgl. Mugler, J.: Risikopolitische Strategien im Grenzbereich des Versicherbaren, in: ZVersWiss 1980, S. 71-87 7 Vgl. Eszler, E.: Versicherbarkeit und Fuzzy-Konzepte, in: Versicherungswirtschaft, 49. Jg. (1994), Heft 3, S. 176-181

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sehbarkeit stellen sich Hochwasserrisiken als versicherbare Risiken dar, da davon ausgegangen werden kann, dass – selbst bei hoher Hochwasserhäufigkeit – es sich um zufällige (wahrscheinlichkeitsverteile) Ereignisse hinsichtlich Schadenseintritt und Schadensausmaß handelt. Hinsichtlich des Zufälligkeitsaspektes der Unbeeinflussbarkeit mag es zwar gewisse Probleme hinsichtlich des moralischen Risikos (Inventar!) geben, doch lassen sich diese wohl über geeignete Maßnahmen (Selbstbehalte) in den Griff bekommen. Kriterium der Eindeutigkeit: Dass ein versicherter Hochwasserschaden eingetreten ist, wird sich in aller Regel klar feststellen lassen (gewisse Probleme der Leistungsabgrenzung können allerdings unter Umständen bei kurz hintereinander auftretenden Hochwasserereignissen/-schäden entstehen); hinsichtlich der Schadenshöhe wird die Ermittlung in manchen Fällen leichter sein (z. B. bei privaten Wohnhäusern), in anderen schwieriger (z. B. Zerstörung von landwirtschaftlichen Flächen mit Ernteausfällen über lange Zeiträume). Ein prinzipielles Versicherbarkeitshindernis stellt das aber wohl nicht dar. Kriterium der Schätzbarkeit: Für die Berechnung der risikogerechter Nettorisikoprämien (theoretisch: Erwartungswert der Versicherungsleistungen; praktisch „Schadenbedarf “) kann man hinsichtlich der Häufigkeiten auf Gefahrenzonenpläne bzw. Hochwasseranschlagslinien (xjährliche Hochwässer, z. B. HQ100, HQ50 etc.) zurückgreifen (vgl. auch HORAHochwasserzonierung), und für die diesen Hochwasserereignissen entsprechenden möglichen Schäden auf z. B. bautechnische oder agrarwirtschaftliche Analysen. Kriterium der Unabhängigkeit: Der Risikoausgleich im Kollektiv eines Versicherers setzt eine hinreichende Unabhängigkeit der versicherten Risiken voneinander voraus. Gerade aber Hochwasserrisiken können stark korreliert sein, sodass durch ein Hochwasserereignis viele bei einem Versicherer gedeckte Risiken zugleich von einem Schaden betroffen sind (sog. Kumulrisiko). Hier kann nun auf zwei Ebenen

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angesetzt werden: (1) Zeichnungspolitik, indem besonders problematische Risiken nicht versichert werden und indem auf eine räumliche Streuung der Risiken unter Berücksichtigung meteorologischer, hydrologischer etc. Aspekte geachtet wird, und (2) Rückversicherungspolitik, wo bekannte Instrumente zum Einsatz kommen wie Kumulschadenexzedentrückversicherung, Jahresüberschadenrückversicherung (Stop-Loss-Rückversicherung) oder Reziprozitätsgeschäft über große räumliche Distanzen hinweg (partieller Austausch von Risikobeständen im Wege von Rückversicherungsverträgen, z. B. indem ein österreichischer Versicherer von seinem gesamten Bestand an in Österreich versicherten Hochwasserrisiken über eine hohe Quotenrückversicherung eine Teil jedes Risikos an einen amerikanischen Versicherer abgibt und im Gegenzug von diesem auf die gleiche Weise Hochwasserrisiken – es könnte aber auch eine andere Risikoart, z. B. Sturmrisiken, sein – erhält. Auch eine Risikoüberwälzung auf den Kapitalmarkt wäre zu prüfen, z. B. Terminkontrakte auf Schadenindizes8. Versicherungstechnisches Änderungsrisiko: Diese Komponente des versicherungstechnischen Risikos9 besteht darin, dass der kollektive Effektivschaden von kollektiven Erwartungsschaden abweicht, weil sich zwischen dem Zeitpunkt der Kalkulation

und der betrachteten Versicherungsperiode die Risikosituation geändert hat, was dann problematisch ist, wenn der Versicherer die Änderungen nicht wahrnehmen kann und er nicht darauf mit Anpassungen reagieren kann. Bei Hochwasserrisiken sind Änderungen der Risikosituation für mehr oder weniger große Teile des Bestandes etwa durch klimatische Änderungen (Änderung von Niederschlagshäufigkeit und -mengen, Änderungen bei den Schneeschmelzereignissen etc.), durch Bodenversiegelung, Flussverbauungen (Veränderung der Risikosituation in flussabwärts gelegenen Gebieten) usw. vorstellbar. Einen besonderen Aspekt dürften hier auch mobile Hochwasserschutzwände darstellen, die einerseits das Überflutungsrisiko vermindern sollen, andererseits aber möglicherweise bei einem Bruch/Nichtstandhalten wohl zu einer plötzlichen, gewaltigen Überflutung führen könnten. Risikoausgleich im Kollektiv: Entgegen einem weiterverbreiteten Irrglauben ist für das zentrale Funktionsprinzip des Versicherns, den Risikoausgleich im Kollektiv, eine große Anzahl gleichartiger Risiken nicht erforderlich, worauf erst kürzlich wieder hingewiesen wurde.10 Selbst ein einziges Hochwasserrisiko (als Zufallsvariable mit der Möglichkeit individueller Überund Unterschäden) kann mit allen anderen verschiedenen Risiken im Kollektiv eines

8 Vgl. hierzu auch Eszler, E.: Insurance Futures aus produktionstheoretischer Perspektive, in: Versicherungswirtschaft, 50. Jg. (1995), Heft 19, S. 1341-1346. 9 Vgl hierzu allgemein und umfassend Farny, D.: Versicherungsbetriebslehre, 5. Aufl., Karlsruhe 2011, S. 78 ff. 10 Vgl. Eszler, E. 2013: Hochwasserversicherung - Irrtümer und Missverständnisse. risControl 06/2013, S. 22-24. Vgl auch schon Eszler, E.: Risikoausgleich und Versicherung: Analyse und Systematisierung divergenter Auffas-sungen, in: Zeitschrift für Versicherungswesen, 45. Jg. (1994), Heft 6, S. 152-156.

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Betriebswirtschaftliche Aspekte Das Problem der Versicherbarkeit von Hochwasserrisiken liegt also gar nicht so sehr im versicherungstechnischen Bereich, sondern darin, dass bei einer geringen Anzahl von Vertragsabschlüssen in der Hochwasserversicherung (z. B. aufgrund geringer Nachfrage wegen der Prämienhöhen in stärker gefährdeten Zonen oder aufgrund einer entsprechenden Zeichnungspolitik zur Begrenzung des Kumulrisikos) der Versicherer nicht genügend Deckungsbeiträge erwirtschaftet, um die spartenfixen Betriebs- und Verwaltungskosten zu decken, etwa die Kosten für die Einführung der Sparte (Produktentwicklung, Tariferstellung, Programmierung der EDV, Schulung von Mitarbeitern, organisatorische Maßnahmen etc.) sowie die Fixkosten für den laufenden Betrieb der Sparte. Es geht also darum, (1) die spartenfixen Kosten zu minimieren bzw. (2) spartenfixe

Kosten in vertragszahlenabhängige (variable) Kosten umzuwandeln. Spartenfixe Kosten für den einzelnen Versicherer könnten unter Umständen (wenn dem nicht Wettbewerbsaspekte entgegenstehen) z. B. durch eine gemeinsame Produktentwicklung mehrere Versicherer (oder sogar auf Verbandsebene) reduziert werden. Die Umwandlung spartenfixer Kosten in vertragszahlenabhängige variable Kosten könnte etwa geschehen, indem für die einzelne Risikoeinschätzung wie auch für die Schadensbegutachtung leistungsabhängig entlohnte Sachverständige herangezogen werden und nicht im Versicherungsunternehmen hierfür zeitabhängig entlohnte Angestellte.

Produktgestaltung Stellt man die Kunden und deren Bedarf in den Mittelpunkt, dann ergibt sich für eine Hochwasserversicherung: 1. Im Sinne der höchstmöglichen Transparenz sollte die Hochwasserversicherung als selbständige Versicherung betrieben werden, also keine Bündelung mit anderen Gefahren. Damit ist auch für die Kunden höchstmögliche Flexibilität gewährleistet. Sie können je nach Wunsch gezielt bestimmte, einzelne Naturgefahren decken. 2. Ebenfalls im Sinne einer höchstmöglichen Flexibilität sollte den Kunden eine Bandbreite von einer Volldeckung bis hin

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Versicherers (ebenso Zufallsvariable mit der Möglichkeit individueller Über- und Unterschäden) zum Risikoausgleich im Kollektiv zusammengefasst und produziert werden. Daher ist es versicherungstechnisch überhaupt kein Problem, wenn ein Versicherer nur wenige Hochwasserrisiken in seinem Bestand hat und etwa durch entsprechende Zeichnungspolitik sein Kumulrisiko in tragbaren Grenzen hält.

zu sehr hohen Selbstbehalten angeboten werden, wobei dann die Prämie jeweils streng risikoäquivalent zu reduzieren ist. Es sollten also den Kunden Tabellen mit verschiedenen Selbstbehalten und den entsprechenden Prämien zur freien Auswahl vorgelegt werden können. Bei einer streng risikogerechten/-äquivalenten Tarifierung (durch unabhängige Sachverständige, s. o.) wird wohl auch das Problem der Antiselektion (adversen Risikoauslese) nicht zu stark auftreten. – Aus Sicht einer rationalen Versicherungspolitik wären übrigens generell in allen Risikobereichen hohe Selbstbehalte vorzusehen, sodass nur sehr große bzw. existenzbedrohende Schadenswirkungen versichert sind, was dem Prinzip der sog. „Wirkungsversicherung“ (im Gegensatz zur problematischen „Ursachenversicherung“) nach M. Haller (St. Gallen) entsprechen würde. 3. Auf Marktschadenlimits o. ä. (zur Bewältigung des Kumulrisikos) sollte im Sinne der Sicherheit der Kunden verzichtet werden und auf die oben angeführten Instrumente zurückgegriffen werden. Die Nettorisikoprämien sind streng risikogerecht (risikoäquivalent) nach dem Erwartungswert der versicherten Schäden zur berechnen. Das gilt auch für die entsprechenden Prämienreduktionen bei Selbstbehalten, sodass auch hier darauf geachtet wird, dass Umverteilungseffekte vermieden werden. Sicherheitszuschläge11, Betriebs-/Verwaltungskostenzuschläge etc. sind – trotz aller Zurechnungsprobleme - möglichst verursachungsgerecht zu berechnen, sodass es nicht über die „Hintertür“ der Zuschläge doch zu Quersubventionierungen (auch etwa zwischen Versicherungssparten) und damit zu ungerechten Umverteilungen kommt. Im Sinne der obigen Zielsetzungen eines privaten Versicherungsunternehmens hat die Prämiengestaltung so zu erfolgen, dass eine langfristige, nachhaltige positive Gewinnerwartung besteht. Allerdings kann sich ein Versicherer unter Umständen auch nur mit einer Kostendeckung in dieser Sparte zufrieden geben, wenn es darum

11 Vgl. hierzu auch etwa Eszler, E.: Gibt es den umverteilungsfreien Sicherheitszuschlag im Versicherungsentgelt?, in: Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft Jg. 99 (2010), Nr. 1, S. 65-82.

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geht, Konkurrenzeinbrüche zu vermeiden, oder falls die Hochwasserversicherung als „Türöffnergeschäft“ eingesetzt werden sollte.

Gestaltung von Rahmenbedingungen Eine solche Deckung von Hochwasserrisiken im Rahmen der Individualversicherung könnte durch entsprechende Rahmendbedingungen gestützt werden. So stellt es sich etwa als problematisch dar, wenn Leistungen aus dem staatlichen Katastrophenfonds im Einzelfall gekürzt werden, wenn Entschädigungen aus einer privaten Hochwassersicherung erfolgen. Eine staatliche Prämienförderung/-unterstützung ist zwar an sich problematisch, da hier wiederum die zwei grundverschiedenen Prozesse „Versichern“ und „Subventionieren“/“Umverteilen“ (hier allerdings nun von allen Steuerzahlen hin zu den gefährdeten Versicherungsnehmern) in ein Naheverhältnis kommen, erscheint aber überlegenswert unter den Voraussetzungen, dass (1) für die Versicherungsnehmer klar ausgewiesen wird, was die vom jeweilige Risiko abhängige Versicherungsprämie ausmacht und wie viel andererseits die staatliche Förderung dabei beträgt, (2) diese Prämienförderungen in höchstem Ausmaß politisch transparent und nachvollziehbar

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erfolgen und einer demokratischen und rechnungsmäßigen Kontrolle bzw. einem Rechtfertigungserfordernis unterliegen, und (3) es nicht zu problematischen Wirkungen wie der Ansiedelung in Gefährdungszonen bei verfügbarem und aufgrund der Förderung für die Gefährdeten nun günstigerem Versicherungsschutz kommt. Es könnte bei den Förderungen auch etwa differenziert werden, ob es sich z. B. um eine Versicherung für ein Haus handelt, dass bereits seit langem besteht und erst durch Änderungen in der äußeren Risikosituation (Klimaänderung, Flussverbauungsmaßnahmen mit geänderten Hochwasserverläufen/-wellen etc.) gefährdet ist (Förderung), oder aber ob z. B. ein Haus bewusst in eine bekannte Risikozone gebaut wurde oder z. B. eine Liegenschaft dort erworben wurde (keine Förderung), sodass also nicht jemand, der vielleicht aufgrund der Gefährdung einen niedrigeren Kaufpreis entrichten musste (aber eine entsprechend höhere Versicherungsprämie zu zahlen hätte), nun gleichsam indirekt diesen Minderwert durch eine staatliche Prämienförderung von der Gesamtheit der Steuerzahler mehr oder weniger kompensiert bekommt. (Wenn im gewerblichen Bereich Versicherungsprämien als Aufwand steuerlich geltend gemacht werden, dann würde das allerdings dort der Fall sein.)

Das Verhältnis der drei Größen • Versicherungsleistung im Schadenfall • Zahlung aus dem staatlichen Katastrophenfonds im Schadenfall • staatliche Prämienförderung der Versicherung wäre zu gestalten, wobei insbesondere das quantitative Verhältnis zwischen den ersten beiden Größen und den letzten beiden Größen zu klären wäre: • Erfolgen im Einzelfall trotz Versicherungsleistung Zahlungen aus dem Katastrophenfonds? (Das wäre bei entsprechenden Selbstbehalten denkbar. Was ist aber bei Volldeckung? Die Summe aus Versicherungsleistung und Zahlung aus dem Katastrophenfonds wird – analog dem Bereicherungsverbot in der Vertragsversicherung – wohl nicht höher als der eingetretene Schaden sein dürfen. Wären dann aber nicht diejenigen, die eine Volldeckung bzw. nur niedrige Selbstbehalte haben und entsprechend höhere Prämien zahlen denjenigen gegenüber schlechter gestellt, die höhere Selbstbehalte mit niedrigeren Prämien oder aber gar keine Versicherung haben und eine ungekürzte Zahlung aus dem staatlichen Katastrophenfonds erhalten?) • Bekommen diejenigen, die eine staatliche Prämienförderung für ihre Versicherung erhalten haben, im Schadensfall dann keine oder nur gekürzte Zahlungen aus dem Katastrophenfonds?

VVO ÖSTERREICH

Naturkatastrophen

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ie Themen Hochwasser und Naturkatastrophen sind noch immer aktuell. Die Schadensbilanz der niederösterreichischen Privathaushalte liegt nach dem Hochwasser im Juni weit unter der Schadensbilanz aus dem Jahr 2002. Durch Hochwasserschutzmaßnahmen, wurde z. B. die Stadt Ybbs an der Donau heuer fast komplett von den Wassermassen verschont. Die Wogen zwischen Befürworter von Pflichtversicherung gegen Naturkata-

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strophen und Gegner gehen in so machen Foren hoch. Eine Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt, dass trotz der vielen Naturkatastrophen in Österreich, statistisch betrachtet alle zwei bis drei Jahre, Österreicher die Gefahr von Naturkatastrophen noch immer unterschätzen. Auch dass, rund 63% der befragten Österreicher ein Ereignis in ihrem Wohnort für eher oder gänzlich unwahrscheinlich halten. Sogar 93% fühlen sich nur gering oder gar nicht persönlich gefährdet. Also wie

immer, Katastrophen erleiden immer nur die anderen. Die Umfrage hat auch viele Defizite beim Informationsgrad zu Evakuierungsplänen und Ansprechpersonen bei Behörden ergeben. Nur bei der Haushaltsausstattung im Bezug auf eine Naturkatastrophe ist die Bevorratung und Vorsorge mit den wichtigsten Medikamenten, Batterien usw. halbwegs gut gesichert. Eines ist aber sicher, und das hat die Umfrage auch ergeben, Präventionsmaßnahmen zahlen sich aus.

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Kredit Indikator

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inheitsaufschläge der Kreditinstitute auf den 3-Monats-Euribor gibt es bereits lange nicht mehr. Der österreichische Kreditmarkt wird zunehmend komplexer – und die Konditionen der einzelnen Kreditinstitute ändern sich ständig. Banken befinden sich im Spannungsfeld zwischen steigenden Refinanzierungskosten und dem Mitbewerb. Laien fehlt hier schon längst der Überblick. Als Orientierungshilfe für aktuelle Konditionstrends am Markt für Wohnkredite stellen nun die Experten von Österreichs größtem Kreditmakler, INFINA, einen neuen Kreditindikator vor, der die Entwicklung der durchschnittlichen Kreditzinssätze und Monatsraten übersichtlich zeigt. Die Werte des INFINA Kredit-Indikators (IKI) entsprechen dem Durchschnitt der Konditionen von 12 überregionalen sowie regional tätigen Kreditinstituten. Die ein-

zelnen Konditionen ergeben sich entweder aus tatsächlich abgewickelten Fällen oder aufgrund konkreter Anfragen bei den betreffenden Instituten. Aus der vorgenommenen Marktstichprobe resultiert eine gute Nachricht für alle neuen Häuselbauer und Immobilienkäufer: Seit Anfang April wurden Hypothekarkredite tendenziell günstiger. Die durchschnittliche Monatsrate für einen voll besicherten, variabel verzinsten Wohnkredit in Höhe von 100.000 Euro (Laufzeit 25 Jahre) verbilligte sich bis Anfang Juli auf 418,17 Euro, nachdem der durchschnittliche Aufschlag (Marge) auf den 3-Monats-Euribor von 1,538 auf 1,463 Prozentpunkte zurückging. 8 Institute drehten dabei an der Zinsschraube: 7 Margensenkungen standen einer Erhöhung gegenüber und die Nominalzinsdifferenz zwischen der günstigsten und teuersten Bank

lag bei 0,75 Prozentpunkten. Bei einem Pauschalraten-Kredit in Höhe von 100.000 Euro bedeutet diese Differenz auf eine Laufzeit von 25 Jahren einen Unterschied in Höhe von 10.571 Euro. Immobilienkäufer, die auf der Suche nach dem besten Kredit die professionelle Hilfe eines marktkundigen Kreditmaklers in Anspruch nehmen, können sich in diesem Marktumfeld mit der passenden Finanzierung langfristig enorme Summen ersparen. Das gilt aktuell insbesondere bei Wohnkrediten mit 10jähriger Fixzinsbindung, deren effektive Monatsrate sich laut IKI seit Jahresanfang um 5,99 Euro auf 498,11 Euro verbilligte. Zwischen dem günstigsten und teuersten Fixzinsangebot beträgt die Nominalzinsdifferenz 1,125 Prozentpunkten p.a.. Allerdings droht aufgrund steigender Zinsen am langen Ende eine Verteuerung in den kommenden Monaten, weshalb die aktuell günstigen Fixzinskonditionen noch rechtzeitig in Anspruch genommen werden sollten. Die „Billig“ Angebote bei den Fixzinskrediten sind bereits teurer geworden.

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ALLIANZ VERSICHERUNG

Aufwärtstrend Wirtschaft stagnier, Wirtschaft erholt sich, Finanzkrise kommt in stärkerer Form retour, so und noch viel mehr an unterschiedlichen Nachrichten ist in letzter Zeit lesbar. Der Chefvolkswirt der Allianz Prof. Dr. Michael Heise meint, dass sich die konjunkturelle Lage im Euroraum langsam wieder aufhellt.

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ach vielen Jahren einer starken Abwärtstendenz sind seit Anfang 2013 erste Hinweise auf eine Stabilisierung auch in den südlichen Krisenländern Europas zu sehen. Im zweiten Quartal zeichnet sich erstmals seit sieben Quartalen ein BIP-Zuwachs im Euroraum ab. Zuversichtlich stimmt die Tatsache, dass weitreichende realwirtschaftliche Anpassungen stattgefunden haben und manche Ungleichgewichte schon beseitigt werden konnten. Ermutigend ist auch, dass sich die Finanzmärkte seit der historischen Rede von Mario Draghi im Juli 2012 eindrucksvoll verbessert haben. Auch das Zinsniveau befindet sich in den „Problemländern“ auf eher niedrigem Niveau, ganz zu schweigen vom ultraniedrigen Zinsniveau in Deutschland und Österreich. Im Gesamtjahr 2013 wird zwar die EWUWirtschaft im Durchschnitt voraussichtlich um 0,3 Prozent schrumpfen. „Unsere BIPWachstumsprognose 2014 von 1,5 Prozent macht aber die Aufwärtstendenz sichtbarer“, erklärte Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, vor Journalisten. Die EZB hat zugesagt, die unlimitierte Liquiditätsversorgung bis Mitte 2014 beizubehalten. Angesichts der voraussichtlich nur langsamen EWU-Konjunkturbelebung und der sich nur allmählich schließenden Kapazitätsauslastungslücke, zusammen mit einer Infla-

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tionsrate, die voraussichtlich weiter deutlich unter dem EZB-Ziel von Preisstabilität liegen wird, dürfte auch der Leitzins von derzeit 0,5 Prozent mindestens ebenso lange unverändert bleiben. Heise: „Der jüngste Anstieg der Renditen wird sich angesichts der Geldpolitik nicht unbegrenzt fortsetzen. Eine Übertreibung der Märkte wäre ein Risiko sowohl für die Konjunktur als auch für die Sanierung der Staatsfinanzen.“

darauf an, die finanzpolitischen und makroökonomischen Regeln institutionell zu verankern. Eine solche sinnvolle europäische Integration setzt allerdings voraus, dass die Menschen in Europa den demokratischen Entscheidungsprozessen und den Institutionen auf europäischer Ebene wieder mehr Vertrauen schenken. Es ist daher eine Reform der politischen Architektur Europas erforderlich, die in einer öffentlichen Debatte zu bestimmen ist.

Klares Regelwerk und Sparen als notwendige Medizin

„In vielen Bereichen reichen die bisherigen Vereinbarungen nicht aus, um den Euro wirklich zukunftsfest zu machen. Über den neuen Stabilitäts- und Wachstumspakt hinaus muss unbedingt ein stringentes fiskalWege aus der Krise politisches Regelwerk eingeführt werden, das es ermöglicht, falls nötig, in die nationale In seinem neuen Buch „Emerging from Budgethoheit einzugreifen. Für Länder, die the Euro Debt Crisis – Making the Single ihren Verpflichtungen in der Währungsunion Currency Work“ analysiert Michael Heise nicht nachkommen, müssen klare Austrittsdie Lösungsmöglichkeiten, um aus der Kri- regeln ausgearbeitet und festgelegt werden. se zu kommen und den Euro langfristig zum Insgesamt müssen die EntscheidungsbefugErfolg zu machen. In der Schuldenkrise war nisse der EU-Institutionen gestärkt werden. die Strategie richtig, mit Und die beim letzten GipMitteln der EZB und der fel erzielten Schritte hin zu Rettungsschirme Zeit zu einer echten Bankenunion kaufen und gleichzeitig gehen nicht weit genug“, strukturelle und wachsso Heise. tumsfördernde Reformen Zum begonnenen Reund Konsolidierungsform- und Konsolidieschritte voranzutreiben. rungskurs gibt es keine Obwohl nach wie vor Alternative. „Sparen ist noch viel zu tun ist, zeigen eine bittere Medizin, die aber schon die bisherigen ein Land nehmen muss, Prof. Dr. Michael Heise, Schritte jetzt eine gewisse wenn der Kapitalkreislauf Chefvolkswirt der Allianz Wirkung. „Die Kritik am gestört ist. Natürlich ist es Krisenmanagement der letzten Jahre schießt wichtig, keine Überdosis zu verordnen, aber vielfach übers Ziel hinaus. Die Staatsschul- davon kann keine Rede sein, vor allem weil denproblematik traf Politik und Märkte der zeitliche Rahmen mehrfach gestreckt gleichermaßen unvorbereitet – angesichts wurde“, sagte Heise. Wichtig ist es, beim Spader mangelnden Erfahrung mit einer Krise ren nicht auf kurzfristige Ad hoc-Maßnahdieser Dimension war ein Trial-and-Error- men, sondern auf ein mittelfristiges Konzept Verfahren wahrscheinlich unvermeidbar“, so zu setzen. Vor allem muss auf der AusgabenHeise. seite angesetzt werden und der StaatshausTrotz der starken Entspannung an den Eu- halt nicht allein durch Steuererhöhungen ro-Finanzmärkten in den letzten Monaten saniert werden. Wenn der Sparkurs mit einer und der Fortschritte bei der Beseitigung von wachstumsorientierten Reformpolitik komUngleichgewichten in den einzelnen Län- biniert wird, wirkt dies, wie viele Beispiele dern, steht Europa noch immer vor größten zeigen, nicht als Konjunkturbremse, sondern Herausforderungen. Um den langfristigen stärkt im Gegenteil die Wettbewerbsfähigkeit Erfolg des Euro zu sichern, kommt es jetzt und führt zurück auf Wachstumskurs.

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ie Helvetia Versicherung hat ihre Produktpalette um eine neue Ablebensversicherung erweitert. Die „Clever Protect“ kann bereits ab einer jährlichen Prämie von 40,-- Euro abgeschlossen werden und ist steuerlich absetzbar. Besonderes Highlight ist eine Nachversicherungsgarantie und ein Ablebensschutz für Familien sowie Lebens- und Geschäftspartnerschaften. Versicherungssumme (max. 90.000,--) und Laufzeit sind frei wählbar.Zur Prämien-

berechnung wird Alter, Laufzeit und Versicherungssumme herangezogen, bei der Nachversicherung entfällt die neuerliche Gesundheitsüberprüfung. Auch bei bestehenden Geschäftspartnerschaften ist eine Absicherung möglich. Als idealer Rückhalt für berufliche Partnerschaften, wird der Geschäftspartner in den Versicherungsvertrag eingeschlossen. Im Falle eines gemeinschaftlich abgeschlossenen Kredites ist die Darlehensrückzahlung gesichert. Damit ist die weitere, unternehmerische Existenz in

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ach der Allianz und der Nürnberger geht nun auch die UNIQA mit einer Grundabsicherung an den Start, mit „Leben & Vorsehen“ wurde ein neues Vorsorgeprodukt geschaffen. Versichert sind Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen, Pflegebedürftigkeit und Gebrauch der oberen und unteren Extremitäten. Je nach Schwere des Verlustes eines der ange-

gebenen Grundfähigkeiten wird entweder 50 oder 100% der vereinbarten Pension monatlich ausbezahlt. Bei Verlust des Augenlichtes wird z. B. 100% der vereinbarten Versicherungssumme ausbezahlt, wenn die versicherte Person nicht mehr zwölf Stiegen hinauf oder hinunter steigen kann 50%. Die Auszahlung der Pension endet nach der vereinbarten Leistungsdauer, spätestens jedoch mit dem 67. Lebensjahr. Im Gegensatz zur klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung können damit auch Studenten, Lehrlinge, Hausfrauen oder Selbstständige, wie etwa Künstler oder Musiker privat vorsorgen. Das neue Produkt kann bis zum 33. Lebensjahr ohne neuerliche Gesundheitsprüfung in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt werden, sofern der Beruf dann versicherbar ist. Im Rahmen eines Steuerausgleiches kann die Prämie als Sonderausgabe geltend

gemacht werden. Peter Eichler, Personenversicherungsvorstand UNIQA Österreich: „Mit Leben & Vorsehen kann sich jetzt jeder zumindest finanziell absichern, egal ob man einem Beruf nachgeht oder nicht. Prämienbeispiele: Eine 21jährige Studentin zahlt eine monatliche Prämie von 20,83 Euro, wenn sie nach Verlust von Grundfähigkeiten eine Pension von 1.000 Euro bekommen möchte. Für die gleiche Pensionsleistung zahlt eine 30jährige Mutter, die keinem Beruf nachgeht, eine monatliche Prämie von 24,59 Euro. Eine 25jährige Köchin zahlt eine monatliche Prämie von 18,34 Euro, wenn sie nach Verlust von Grundfähigkeiten eine Pension von 1.000 Euro bekommen möchte. Für die gleiche Pensionsleistung zahlt eine 30jährige eine monatliche Prämie von 20,17 Euro und eine 35jährige eine Prämie von 22,58 Euro.

HDI VERSICHERUNG

Ausgezeichnet Bereits zum 4. mal hat der HDI Geschäftsbericht beim internationalen LACP Vision Awards eine Auszeichnung erhalten.

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ber 6.000 Einreichungen aus mehr als 25 Ländern zählte die Jury bei den diesjährigen LACP Vision Awards. Mit 97 von 100 möglichen Punkten holte der HDI Geschäftsbericht 2012 Silber in der Kategorie „Versicherungen“. Die Jury gratulierte zu diesem Erfolg: „Der HDI Geschäftsbericht 2012 besticht durch außerordentliche Kreativität und die klare Kommunikation der Schlüsselbotschaften.“ Wolfgang Kaiser, Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb, ist stolz auf die wieder-

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holte Auszeichnung beim Vision Award: „Es ist uns zusammen mit unserem Werbepartner CIDCOM erneut gelungen unsere Leistungen als verlässlicher Versicherer auch in unserem Geschäftsbericht darzustellen. Dieser ist nicht nur ein Abbild des vergangenen Jahres, sondern auch ein wichtiges Kommunikationsmittel. Wir machen Dinge gerne besser – und das zeigen wir.“ Die Wiener Kreativagentur CIDCOM war für das gesamte gestalterische Konzept und die Ausführung verantwortlich.

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VERSICHERUNG

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ÖSTERREICHISCHE LÄNDERVERSICHERER

Ausbau der Marktstellung Die Länderversicherer blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück.

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er Prämienzuwachs betrug 2,22%, die Zuwächse aus Kapitalanlagen 3,76% und die Eigenmittel erhöhten sich um 7,29%. Sowohl die Anzahl der Verträge als auch der KundInnen konnten deutlich gesteigert werden. Derzeit liegen die Länderversicherer auf Platz 5 des österreichi-

schen Versicherungsrankings. Dr. Othmar Ederer, Vorsitzender der VÖL und Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung: „ Die einzelnen Mitgliedsunternehmen der VÖL verfügen über eine bis zu 200-jährige Erfahrung im Versicherungsbereich. Das macht die Länderversicherer zu zuverlässigen und vertrauenswürdigen

Partner“. Erfolg durch Synergien, zeigt sich in den Kooperationen bei Aus- und Weiterbildungsmaßnamen, ebenso wie in der gemeinsamen Abwicklung von Projekten. Darüber hinaus arbeiten die Unternehmen in weiteren wichtigen Bereichen wie beispielsweise Veranlagung, Rückversicherung oder EDV zusammen.

v.l.n.r.: Vorstandsdirektor Dr. Josef Stockinger, Oberösterreichische Versicherung AG, Generaldirektor Dr. Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG, Generaldirektor Dr. Othmar Ederer, Grazer Wechselseitige Versicherung AG, Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Schieferer, Tiroler Versicherung V.a.G., Vorstandsdirektor Robert Sturn, Vorarlberger Landes-Versicherung, Vorstandsdirektor Mag. Robert Laßnig, Kärntner Landesversicherung

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VERSICHERUNG

VALIDA GRUPPE

Verlust halbiert Mag. Andreas Zakostelsky, Vorsitzender des Vorstandes der Valida Vorsorge Management

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ie zum Raiffeisensektor zählende und auf Vorsorgelösungen spezialisierte ValidaGruppe hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresverlust von 466.000 Euro abgeschlossen. 2011 betrug das Minus noch 886.000 Euro. Dies geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Das gesamte verwaltete Vermögen der Gruppe ist im Vor-

jahr um knapp 32 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro gestiegen. Die Zahl der Begünstigten erhöhte sich insgesamt um 11,8 Prozent auf 1,9 Millionen. Wie die Valida bereits Ende Februar berichtete, hat zum Anstieg des verwalteten Vermögens auch die Übernahme der Siemens Pensionskasse und Mitarbeitervorsorgekasse beigetragen. Die nunmehr als

Valida Industriepensionskasse AG und Valida MVK Plus AG firmierenden Gesellschaften verwalteten per Jahresende 723 bzw. 139 Mio. Euro. Der größte Teil des verwalteten Vermögens fiel mit 4,08 Mrd. Euro jedoch auf die Valida Pensions AG (inklusive BAV Pensionskassen AG). Die Valida Plus AG verwaltete 1,23 Mrd. Euro. (APA)

ZURICH VERSICHERUNG

Wenn´s darauf ankommt

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er für einen da ist und auf welche Art und Weise, das war das Hauptthema einer Online Umfrage der Zurich Versicherung. Überraschender Weise hat die Umfrage ergeben, dass sich die ÖsterreicherInnen am meisten auf den Ehe-bzw. LebenspartnerIn verlassen, gefolgt von „Muttern“, aber dass der Versicherungsberater noch vor der Nachbarschaftshilfe liegt. Besonders im Falle eines Autounfalles sind diese die erste Anlaufstelle. Auch ergibt die Studie, wie wichtig eine persönliche Kontaktmöglichkeit ist, denn 67% wollen ihre/ihren BeraterIn lieber direkt erreichen, statt online gehen oder eine Hotline anrufen zu müssen. Für mehr als zwei Drittel der ÖsterreicherInnen ist der emotionale Beistand die wertvollste Art der

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Unterstützung, gefolgt von der praktischen Hilfe in Form von Zeit oder Arbeitskraft (56%). Weitaus weniger wichtig erachtet man hingegen den finanziellen Support (28%). Und auch körperliche Nähe bietet nur wenigen Trost: lediglich einer/m von fünf Befragten hilft bei Problemen eine Umarmung. Nähe gegen digitale Welt - 68% der Befragten ziehen den direkten Kontakt dem Handy, Social Media oder Skypen vor. Doch immerhin ist für ein Drittel, die digitale Welt mindestens genauso wichtig wie das persönliche Miteinander. Die neue Markenkampagne der Zurich Versicherung setzt auf die Ergebnisse der Umfrage. „Da sein, wenn es darauf ankommt“ ist das Motto der neuen Kampagne und gibt unter anderem den KundenInnen die Möglichkeit auf der Facebook Seite des Unterneh-

Hans-Peter Ganz, Chief Marketing Officer Zurich Österreich

mens noch bis Ende Juli ihre ganz persönlichen Video- Foto- oder Text Beiträge zu veröffentlichen um sich bei den wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu bedanken. So Hans-Peter Ganz, Chief Marketing Officer Zurich Österreich.

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TOGETHER on Tour -

Gewinnspiel E

ndlich ist es wieder soweit! Vom 15. Oktober bis 13. November ist das Team von TOGETHER in ganz Österreich für Sie unterwegs. Im Rahmen dieser Tour haben Sie die Möglichkeit sich über Neuigkeiten zu informieren, mit Kollegen und Repräsentanten aus der Versicherungswirtschaft gute Gespräche zu führen oder ein Training in Ihrem Bundesland zu besuchen. Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist natürlich kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Für das leibliche Wohl sorgen regionale Schmankerl. Das Team freut sich bereits auf viele Besucher und eine schöne gemeinsame Zeit! Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen, wurde in Zusammenarbeit mit UNIQA das Qualitätsoffensive – Gewinnspiel gestartet. Sammeln Sie vom 01.08 bis 30.09.2013 Geschäftsfälle und erhalten Sie für jeweils 3 Anträge beziehungsweise für 5 Schadenmeldungen oder weitere Geschäftsprozesse ein Gewinnlos. Dieses nimmt automatisch an der Verlosung Anfang Oktober teil. Je mehr Gewinnlose Sie sammeln, desto höher ist Ihre Chance, zu gewinnen! Insgesamt werden 13 Gewinner gezogen.

Termine und Veranstaltungsorte 15. Okt.

Bregenz / Vorarlberg

16. Okt.

Absam / Tirol

17. Okt.

Seewalchen / OÖ & Salzburg

5. Nov.

Klagenfurt / Kärnten

6. Nov.

Graz / Steiermark

7. Nov.

Jois / Burgenland

12. Nov.

St. Pölten / NÖ

13. Nov.

MQ / Wien

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VVO ÖSTERREICH

DI Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherung im österreichischen Versicherungsverband VVO

Klassische Lebensversicherung In ungewohnt deutlicher Wortwahl hat sich der Versicherungsverband Österreich der „unsachlichen Kritik“ an der klassischen Lebensversicherung zur Wehr gesetzt.

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I Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherung im österreichischen Versicherungsverband VVO: „ Ich bin betroffen und halte es darüber hinaus für verantwortungslos, dass gerade Konsumentenschützer derart unsachliche und irreführende Antiwerbung für ein Produkt verbreiten, das wie kein anderes dem aktuellen Bedürfnis nach Sicherheit und Vorsorge gerecht werden kann.“ Die klassische Lebensversicherung beinhalte nicht nur die (oftmals alleinig zitierte) Sparkomponente, sondern dient vor allem auch der Vorsorge gegenüber Schicksalsschlägen. Gerade für junge Familien kann diese Absicherung von Risiken, die das Leben bringen kann, existenzsichernd sein. Bei welchem ande-

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ren Produkt erhalten die Hinterbliebenen im Falle des Todes bereits nach Einzahlung auch nur eines einzigen Beitrages die gleiche Summe wie nach einem jahrelangen Ansparprozess? Es ist ein wesentliches Merkmal der klassischen Lebensversicherung, Sicherheit und Verlässlichkeit in Form von Garantien wichtiger einzustufen, als die Maximierung des Ertrages. Die klassische Lebensversicherung ist nichts für Zocker, wohl aber – und das bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich – der sichere Hafen für verantwortungsvolle Vorsorger. Dass bei historisch tiefem Zinsniveau auch die Höhe der garantierten Leistungen geringer ausfällt als bei hohen Zinsen ist eine Binsenweisheit und noch dazu von der Aufsichtsbehörde

vorgeschrieben. Aktuell erhalten Kunden bei Neuabschluss eines klassischen Lebensversicherungsvertrages einen maximalen Garantiezins von 1,75% (von der Aufsichtsbehörde limitiert) sowie eine unternehmensindividuelle Gewinnbeteiligung. Diese liegt im Durchschnitt bei etwa 1,5 % und variiert anbieterabhängig. Somit lässt sich im Branchenschnitt ein Zinsertrag von 3,25 % erzielen. Bei welchem anderen Produkt lässt sich durchschnittlich dieser Zinsertrag erzielen, wenn gleichzeitig eine Garantie für eine Versicherungssumme zugesagt wird? Die klassische Lebensversicherung ist daher gerade in heutiger Zeit unverzichtbar und durch kein anderes Produkt ersetzbar, sowohl zur Absicherung von Risiken, wie auch als Instrument der privaten Altersvorsorge.

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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Neue Zukunftsvorsorge N achdem die Reform der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge mit 1. August in Kraft tritt, hat als erste Versicherung die Wiener Städtische Versicherung ihr Produkt überarbeitet und vorgestellt. Die neue Prämienpension bietet bestehenden und neuen Kunden drei Veranlagungsvarianten und eine Senkung der Mindestaktienquote. Im Rahmen der neuen Prämienpension werden 60% der Aktien an der Wiener oder einer anderen europäischen Börse veranlagt, die restlichen 40% auf einer weltweiten Börse. Bis zum 50. Lebensjahr darf die Aktienquote zwischen 15 und 60%, ab dem 51. Lebensjahr zwischen 5 und 50% betragen. Die Aktienkomponente wird mit dem neu aufgelegten „RT Vorsorgeinvest Aktienfonds“ abgebildet, der durch die Ringturm KAG gemanagt wird. Der je nach gewählter Veranlagungsvariante verbleibende Rest wird im klassischen Deckungsstock angelegt. Zur Aus-

wahl stehen sicherheits-, wachstums- oder risikoorientierte Veranlagungen. Zwischen den Veranlagungsvarianten kann man

DREI VERANLAGUNGSVARIANTEN Sicherheitsorientiert: bis zum 50. Lebensjahr: 15% Aktien / 85% Deckungsstock ab dem 51. Lebensjahr: 5% Aktien / 95% Deckungsstock

Wachstumsorientiert: bis zum 50. Lebensjahr: 30% Aktien / 70% Deckungsstock ab dem 51. Lebensjahr: 10% Aktien / 90% Deckungsstock

Risikoorientiert: bis zum 50. Lebensjahr: 45% Aktien / 55% Deckungsstock ab dem 51. Lebensjahr: 15% Aktien / 85% Deckungsstock

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zweimal im Jahr kostenfrei wechseln. Für bestehende Kunden ist ein Umstieg auf die neue Prämienpension kostenlos nach dem zehnten Vertragsjahr möglich. Bei dem Deckungsstock-Veranlagungsmodell wird an dem begrenztem Risiko an der Börseentwicklung partizipiert und gleichzeitig ist man gegen einen Kapitalverlust abgesichert. Eine „Ausstoppung“ beim dem Modell ist nicht möglich. Die Flexibilität bietet bessere Ertragschancen, bei positiver Entwicklung der Aktienmärkte profitiert man mit der Wahl einer höheren Aktienquote verstärkt an Aufwärtstrend, bei negativer Entwicklung kann man durch einen Wechsel in das sicherheitsorientierte Modell das Verlustpotenzial minimiert werden.

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VAV

Sonnenanbeter gesucht Joachim Klepp, Abteilungsleitung Maklervertrieb, VAV: „Mein Tipp: Versichert werden können auch Anlagen, die ganz oder teilweise in Eigenregie des Versicherungsnehmers montiert wurden – besonders interessant für Private!“

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aut der Branchen-Website solarwaerme.at wurden im Jahr 2012 in Österreich 206.389 Quadratmeter Flach- und Vakuumkollektoren installiert. In drei Bundesländern stieg die installierte Kollektorfläche deutlich: Kärnten + 19%, Vorarlberg + 14% und Oberösterreich + 7%. Die Bundesländer förderten die Installation mit insgesamt 38 Millionen Euro, die Kommunalkredit vergab 0,7 Millionen Euro (plus 3,5 Millionen Euro für solare Großanlagen).

Photovoltaik-Versicherung vom Bau-Profi Bereits vor vier Jahren lancierte die VAV eine Versicherung für PhotovoltaikAnlagen. Ganz typisch für die VAV als Partner für die Bauwirtschaft wurden in das Produkt „Solarprotect“ zahlreiche Deckungen integriert, die üblicherweise nicht Teil einer Standard-Deckung sind. So werden im Schadensfall neben den Einzelkomponenten, die zur Stromerzeugung benötigt werden, auch Ertragsausfälle ersetzt sowie Folgeschäden an Gebäuden und Dächern (s. Detailaufstellung in der Infobox).

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Schon die alten Ägypter verehrten die Sonne. Der Sonnengott Ra, auch Re genannt, war der mächtigste aller Götter, der das Leben auf Erden steuerte. In der jüngeren Menschheitsgeschichte macht man sich die Sonnenkraft auch als Energielieferant zunutze – Photovoltaikanlagen boomen seit Jahren.

Speziell für Privatbetreiber und KMU entwickelt

DECKUNGEN, DIE WEIT ÜBER DEN STANDARD HINAUSGEHEN (AUSZUG):

„Solarprotect“ ist besonders für Private und Kleinunternehmen interessant, da Versicherungsschutz auch für solche Anlagen gewährt wird, die in Eigenregie errichtet werden. Schon vor der Montagefertigstellung können Schäden an der Anlage eintreten, beispielsweise durch Einbruchdiebstahl von noch nicht montierten Teilen, einfachen Diebstahl von bereits montierten Teilen oder durch Elementarereignisse. Auch in diesem Fall ersetzt die VAV den entstandenen Schaden. Dass die Anlage im laufenden Betrieb voll versichert ist, versteht sich von selbst. Nicht selbstverständlich sind hingegen die günstigen Prämien: Bereits ab einer Jahresprämie von 70 Euro kann eine Polizze gelöst werden.

• Sämtliche zur Photovoltaikanlage (Stromerzeugung) gehörende Teile, wie folgende Einzelkomponenten: - Montageset, wie z.B. Anschluss-, Befestigungs- und Verbindungssets - Einspeise- und Erzeugungszähler, Gleich- und Wechselstromverkabelungen, Wechselrichter, Trafos, Blitzschutz - Photovoltaikmodule - Hausverteilerkästen (nur in Verbindung mit einem Schaden an der versicherten Photovoltaikanlage) - Modultragkonstruktionen • Überwachungsgeräte für die versicherte Anlage • Automatisch inkludiert: ErtragsausfallVersicherung • Zusätzlich bis zu 10.000 Euro versichert: - De- und Remontagekosten bei Sachschaden am Gebäude (unabhängig davon, ob an der Anlage ein Schaden vorliegt) - Schadenbedingte Arbeiten an Dächern und Fassaden • Schadensuchkosten

Alle Informationen rund um die „Solarprotect“ und weitere Infos finden Sie unter www.vavpro.at. Konkrete Angebote erhalten Sie direkt bei der VAV Versicherung. Ein Online-Tarifrechner ist bereits in Entwicklung, welcher im Herbst 2013 zur Verfügung gestellt wird.

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VERSICHERUNG

„MEINE LEISTUNG SOLL AUF DER POLIZZE TRANSPARENT SEIN“ „Was ich von einem Versicherungspartner erwarte? Die Debatte rund um die Provisionsoffenlegung betrifft uns als Makler ganz besonders. Ich erwarte von meinen Versicherungspartnern, dass sie den Berufsstand dabei aktiv unterstützen. Beispielsweise durch Andruck des Gütesiegels der Versicherungsmakler auf der Polizze. Denn dadurch wird meine Leistung dem Kunden gegenüber sichtbar gemacht.” Christoph Berghammer, MAS WKO-Fachgruppenobmann der Salzburger Versicherungsmakler

www.was-wir-wollen.at

Das VAV-Versprechen: WKO-Gütesiegel auf jeder Maklerpolizze. Das neue WKO-Gütesiegel des Verbandes der Versicherungsmakler bestätigt dem Versicherungsnehmer, dass ein Experte seinen Vertrag vermittelt hat und somit den hohen Anforderungen der österreichischen Versicherungsmaklern entspricht. Die VAV schätzt die Leistungen, die Sie tagtäglich für Ihre Kunden erbringen und druckt auf jeder Maklerpolizze das neue Gütesiegel an.

Was Sie sonst noch von uns erwarten können? Informationen dazu hat Ihr zuständiger Regionalleiter, Ihr Service Team oder steigen Sie ein auf www.VAVPRO.at

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MARKT

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VERANSTALTUNG

D.A.S. RECHTSCHUTZ AG

Profifußball Im Rahmen eines Vertriebs-Wettbewerbs lud die D.A.S. zu einem Fußballnachmittag mit Toni Polster nach Wien ein.

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este Wetterverhältnisse, ausgelassene Stimmung und einer der erfolgreichsten und populärsten Fußballspieler Österreichs als Highlight: Beim Abschlussevent des diesjährigen Vertriebspartner-Wettbewerbs hatten zehn Vertriebspartner Gelegenheit, sich über Fußballtechnik

und Geschicklichkeit mit Toni Polster auszutauschen. „Nach unserem SkiTraining mit Olympiasieger Fritz Strobl letztes Jahr in Kitzbühel freut es uns besonders, auch heuer wieder eine Sportlegende aus Österreich für unseren Vertriebsevent gewonnen zu haben“, so Klaus Pointner, Leiter des Partnervertriebs.

Die motivierten Gäste genossen das faire Fußballmatch und die gute Stimmung in vollen Zügen. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir uns für das Engagement und die gute Zusammenarbeit bei unseren Vertriebspartnern bedanken“, betont Vorstand Ingo Kaufmann, der selbst mitkickte.

PFLEGEKAMPAGNE 2013

PflegerIn mit Herz 2013

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ereits zum zweiten Mal startet die Kampagne „Österreich sucht die/ den beste(n) und beliebteste(n) PflegerIn“. Initiator der Kampagne sind der Wiener Städtischen Versicherungsverein und die Wiener Städtische Versicherung, mit Unterstützung der Erste Bank, Wirtschaftsministerium und Sozialministerium. Das Ziel ist allen Menschen die einer Pflege bedürfen eine Stimme zu geben und somit die Möglichkeit ihrem/ihrer PflegerIn gebührend „Danke“ zu sagen. Österreich verfügt über ein sehr gutes Gesundheits- und Pflegewesen, in dem das Pflegegeld früh greift. Was viele aber nicht wissen: Durchschnittlich verweilt ein Mensch in Österreich rund sieben Jahre lang in der Pflege. Damit dieser Lebensabschnitt so positiv wie möglich gelebt werden kann, gibt es hierzulande 100.000 professionelle PflegerInnen, die rund 440.000 pflegebedürftige Menschen fachlich versiert betreuen. Der größte Teil der pflegebedürftigen Personen wird vielfach

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von Angehörigen gepflegt. Vor der Situation, Pflege in Anspruch nehmen zu müssen, ist niemand gefeit. Für viele Menschen – ob jung oder alt, ob chronisch krank oder akut

– sind PflegerInnen eine unentbehrliche Stütze. Das Thema Pflege wird von der Gesellschaft oft noch als Tabuthema wahrgenommen. Das Leben von vielen Menschen wäre jedoch ungleich schwerer, würde es die professionelle Arbeit und Hilfeleistung der Pflegerinnen und Pfleger nicht geben. „Die mobile Pflege ist mein Traumjob. Ich freue mich, wenn Pflege in den Köpfen der Menschen auch als lebenswerter und positiver Teil des Lebens gesehen wird“, so Ma-

rina Auer, Dipl. Gesundheits- und Krankenschwester bzw. Hauskrankenpflegerin beim Hilfswerk und „Pflegerin mit Herz 2012“ aus Salzburg. Gesucht werden mit der Initiative „PflegerIn mit Herz“ die besten Pflegerinnen und Pfleger des Landes. Die ganze Bevölkerung soll wählen. Nominierungen können auf der Website www.pflegerInmit-herz.at oder auf dem Postweg (Postfach 2500o/1011 Wien, Kennwort: „PflegerIn mit Herz“) eingereicht werden. Die Nominierungsfolder liegen in allen Filialen der Wiener Städtischen Versicherung, der Erste Bank und Sparkassen, sowie bei den NGOs Hilfswerk, Volkshilfe, Diakonie, Rotes Kreuz und Caritas auf. Nominiert werden kann jeder, der im Pflegebereich tätig ist: Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger aller Sparten, Pflegehelfer/in, Altenfachbetreuer/in, Heimhelfer/in, 24h Pfleger/in und Betreuer/in oder pflegende/r Angehörige/r. Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2013.

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BUCHBESPRECHUNG

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GISCH / KRONSTEINER / RIEDLSPERGER

Sammelband

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er Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten hat einen Sammelband über die Versicherungsvermittlung in Österreich herausgebracht. Inhalt sind aktuelle rechtliche und wirtschaftliche Beiträge unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Versicherungsmaklers. Mag. Erwin Gisch, Geschäftsführer des Fachverbandes der Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dr. Franz Kronsteiner, Präsident der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen, und Akad.

Vkfm. Gunther Riedlsperger, Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler, sind die Herausgeber des neuen Sammelbandes „Versicherungsvermittlung in Österreich“, der anlässlich des traditionellen internationalen Symposions für Versicherungsmakler und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen in Velden veröffentlicht wird. Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger, Obmann Fachverband Versicherungsmakler: „Wir hoffen, dass die Publikation der Beiträge auf großes Interesse stoßen wird und zu konstruktiven Diskussionen anregt.“

NWV Verlag 216 Seiten, broschiert Preis: EUR 38,80 ISBN: 978-3-7083-0926-2

BERND MARIN

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as neue Buch von Bernd Marin „Welfare in an Idle Society?“ adressiert die theoretisch wie praktisch-politische Kernfrage, wie man moderne Wohlfahrtsgesell-

schaften nachhaltig macht, indem man soziale Sicherheit in eine dauerhafte Humaninstitution und selbsttragende, nachhaltige zivilisatorische Errungenschaft weiter entwickelt.

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