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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 04 • 2015 • HEFT 429 • 36. JAHRGANG • EURO 10,00

Berufsunfähigkeit

Eins, Zwei, X

Ingo Hofmann, Gothaer Versicherung

Biometrie ist kein Gießkannenartikel KommR Wolfgang K. Göltl, Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister

Mit Elan in die Zielgerade


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EDITORIAL

Studien Liebe Leserin, Lieber Leser! Endlich hat eine Studie ergeben, dass die Mehrheit der Griechen von Armut betroffen ist. Nein, wir werden keine Studienergebnisse veröffentlichen und auch keine politische Diskussion über Grexit vom Zaun brechen. Das wird sowieso von allen Medien getan und was wirklich hinter verschlossen Türen besprochen und verhandelt wird, wissen die wenigsten.

auch etwas bewirken, nur was, das ist die Frage. Bewirken Studien über einen doch recht einfach zu erkennenden Sachverhalt ein Umdenken der handelnden Personen, den Entscheidungsträgern oder dienen sie dazu den Erstellern der Studie einfach nur ihr Auskommen zu sichern? Ist der Auftraggeber ein privates Unternehmen, sein Geld sein Risiko.

Aber endlich gibt es eine Studie die besagt, dass wenn die griechische Regierung keine Gehälter und Pensionen mehr auszahlen kann, die Menschen in die Armut schlittern, sofern sie nicht ohnehin schon mitten drin sind, welch überraschende Erkenntnis. Wenn Personen sich tagelang damit beschäftigen, sich der Thematik anzunehmen, Menschen in Griechenland zu befragen und ihre Schlüsse daraus ziehen und eine Studie zu erstellen, die sogar in der hoch renommierten Zeitschrift die ZEIT veröffentlicht wird, stellt sich doch die Frage, wer hat die Kosten für diese Aktion übernommen? Und wozu?

Schlimmer wäre es, wenn die Dienstleistung, und Studien sind nun mal Dienstleistungen, aus irgendeinem Fördertopf bezahlt werden würde. Wie auch immer, Forscher müsste man sein, man kann sich mitten unter die Ärmsten stellen und diese erforschen und studieren und wieder zurück ins warme Nest gehen. Natürlich gibt es Argumente wie: „Nur wenn die Armut sichtbar gemacht wird, dann kann auch dagegen angekämpft werden.“ Stimmt, nur betrifft das nicht vielleicht eher Bereiche, wo man diese nicht vermutet, und nicht in einem Land wo der sogenannte Hausverstand auch schon zum Erkennen der Schreckenszenarien ausreicht.

Schon der Hausverstand sagt - no na net - wenn Pensionisten kein Geld bekommen, sind sie armutsgefährdet. Ist dann eine Studie ein Allheilmittel? In ordentlicher Form niedergeschrieben, klar und verständlich, damit es bitte ja auch wirklich alle verstehen. Sie wird auch wirklich überall veröffentlicht, denn nur dann kann sie

Ich wünsche mir, dass irgendwo irgendwer wieder beginnt, Hausverstand und Menschlichkeit zu leben und gelten zu lassen. Bitte. Ihre Doris Schachinger


4 INHALT

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S. 52: Berufsunfähigkeit - das unterschätzte Risiko

EDITORIAL

3 Studien

KARRIERE

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Versicherungsgeschichte Österreich: EASA-Mitgliedschaft UNIQA Group: Finanzbereich WKÖ: Spartenobmann Wiener Versicherungsmakler: Keine Änderung UNIQA Versicherung: Versicherungstechnik UNIQA Versicherung: Generalagentur in Nussdorf/Wien Wiener Finanzdienstleister: Wiederwahl Merkur Versicherung: Generaldirektor Zürcher Kantonalbank: Private Banking DONAU Versicherung: Generalsekretär

KURZNACHRICHTEN

10 D.A.S. Rechtsschutz AG: Auszeichnung 10 Irland: Investitionen 10 HDI Versicherung AG: Photovoltaik 11 ERGO Versicherung: VIP Service 11 R + V Versicherung: Tarifrechner 12 D.A.S Rechtsschutz AG: Erreichbarkeit 12 Wiener Städtische Versicherung: Online Vertrieb 12 WWK Versicherung: Auszeichnung 12 HDI Versicherung AG: Umsatzplus 12 Wiener Städtische Versicherung: Werbekampagne

KOMMENTAR

51 WWK Lebensversicherung a.G.: Berufsunfähigkeit - Das unterschätzte Risiko 55 Gothaer Versicherung: Konträr, oder sinnvolle Ergänzung? 56 Gemeinsam aufs Radar bringen

S. 60: Mit Elan in die Zielgerade

S. 30: Biometrie ist kein Gießkannenartikel

KOLUMNE

34 Reich oder Nichtreich, das ist die Frage 40 Mit wetterfesten Fondskonzepten auf der Gewinnerseite 42 Aus dem Archiv

VERSICHERUNG

18 Helvetia Lebensversicherung: Profitabel 18 Acredia: Schwieriges Jahr 19 Europäische Reiseversicherung: Hartes Umfeld 20 Zürich Versicherung: Außergewöhnlich 20 VVO: Web Relaunch 20 Niederösterreichische Versicherung: Gewerbeprodukt 22 Dialog Lebensversicherung: Neugeschäft 22 Niederösterreichische Versicherung: Gutes Jahr 22 VVO: Pedalritter 23 Vienna Insurance Group: Heta schmerzt 38 Wiener Städtische Versicherung: Humor im Hemd 58 Helvetia Versicherung: Sicherungskonto 58 Standard Life: Produktportfolio 62 VAV: KFZ-Versicherungen mit Zukunft

VERANSTALTUNG

14 Institut f. Versicherungswirtschaft/JKU: „Klassische Lebensversicherung, quo vadis?“ 14 UNIQA Versicherung: Versicherung trifft Kunst 15 Bundesministerium für Familien und Jugend: Unternehmen für Familien 15 HDI Versicherung: Sicher Motorradfahren 16 NÜRNBERGER Versicherung: Garantiepolizzen bleiben im Trend 16 s Versicherung: Soziales Engagement 26 Zürich Versicherung: Oscarreif 38 Wiener Städtische Versicherung: Humor im Hemd 57 UNIQA und TOGETHER Gewinnspiel reloaded


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INHALT S. 38: Humor im Hemd

S. 64: Von Hochkultur und Marathonopern

S. 44: Eins, Zwei, X

TITELGESCHICHTE

44 Eins, Zwei, X

FINANZEN

59 Fachverband Finanzdienstleister: Neue Skripten

INTERVIEW

14 EFM Systemzentrale - alle wieder unter einem Dach 30 Gothaer Versicherung: Biometrie ist kein Gießkannenartikel 52 Generali Versicherung: Berufsunfähigkeit - das unterschätzte Risiko 60 Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien: Mit Elan in die Zielgerade

MARKT

24 Studie: Investieren, aber wo? 24 Insolvenzstatistik: Quartalsziffern 25 Außer Spesen nichts gewesen? 25 Unglücke

S. 26: Oscarreif

S. 34: Reich oder Nichtreich, das ist die Frage

REISE

64 Von Hochkultur und Marathonopern

SCHLUSSPUNKT

74 Was folgt im Mai? 74 Buchvorstellung 74 Sudoku

Ausgabe-Nr.: 04 | risControl 04/2015 Heft-Nr.: 429 | 36. Jahrgang Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, CAS-Design, Layout Titelbild: Luka Culig. Weitere Bilder: UNIQA/R. Herrgott, Merkur/Manninger, N. Formanek, APA/ Hörmandinger, WGKK, UNIQA/Sabine Klimpt, Institut für Versicherungs-Wirtschaft, Sparkassen Versicherung AG, Dennis Skley, Wiener Städtische/Bubu Dujmic, Molden Verlag, Micky Klemsch, Armando Maynez, Wilke, Billie Ward, Luka Culig, Denise Chan, Schaller. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2015 / (ca)


KARRIERE

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VERSICHERUNGSGESCHICHTE ÖSTERREICH

EASA-Mitgliedschaft Univ.Prof. Dr. phil. Dr. habil. Wolfgang Rohrbach wurde als ordentliches Mitglied in das Collegium der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA) aufgenommen. Das EASA-Diplom wurde im Rahmen einer Festveranstaltung persönlich von Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer an Prof. Rohrbach übergeben. Die EASA-Mitgliedschaft gilt als eine der höchsten akademischen Auszeichnungen Europas und wird für hervorragende wissenschaftliche und/oder künstlerische Leistungen verliehen. Prof. Rohrbach erwarb sich in erster Linie als Herausgeber und Hauptautor des seit 1988 erscheinenden enzyklopädischen Sammelwerkes „Versicherungsgeschichte Österreichs“ internationales Ansehen. Seine versicherungswissenschaftliche Vortrags-, Lehr- und Forschungs- sowie Publikationstätigkeit führte Prof. Rohrbach seit den frühen 1980er Jahren, beginnend an der Universität Wien und an Wirtschaftsuniversität Wien, parallel zu seiner praktischen Arbeit als leitender Versicherungsangestellter der Bundesländerversicherung (heute UNIQA) durch. Nach dem EU-Beitritt Österreichs (1995) konzentrierte er seine Arbeit stufenweise

auf Ost-und Südosteuropa, wo er 2006 an der Westungarischen Universität Sopron habilitierte, und danach in Belgrad als Direktor eines versicherungswissenschaftlichen Consultingunternehmens und als Ordinarius an der MBS -Modern Business School-Privatuniversität Völker verbindende Pionierarbeit in Versicherungstheorie und -praxis leistete. Im risControl veröffentlichte Prof. Rohrbach zwischen 1984 und 2009 nicht weniger als 24 Fachartikel.

Im Band VIII der Versicherungsgeschichte Österreichs im Jahre 2004 ist ein Interview mit Karl Wrumen zum Thema „Von Risk Kontroll zu risControl“ zu finden. Heute ist Prof. Rohrbach in diversen inund ausländischen Expertenbeiräten und Vorständen, sowie als stv. Geschäftsführer von EUROPA NOSTRA AUSTRIA (Sitz Donau-Uni Krems) bzw. als Vizepräsident der ÖSG-Österreichisch-Serbischen Gesellschaft tätig.

Univ.Prof. Dr. phil. Dr. habil. Wolfgang Rohrbach mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

UNIQA GROUP

Finanzbereich Mit Anfang April kommt es im Ressort Finance & Risk in der UNIQA Insurance Group zu personellen Veränderungen. René Knapp (32) übernimmt die gesamten Risikomanagement-Funktionen der UNIQA Gruppe mit den Aufgabengebieten Group Actuarial, Risk Management und Group Financial Risk Management. Er hat direkt nach seinem Studium an der TU Wien seine Laufbahn im Unternehmen begonnen und war zuletzt mit der Leitung des Konzernaktuariats be-

traut. Erich Kruschitz (34) ist in Zukunft für die gesamte Group Finance-Funktion

René Knapp

verantwortlich. Das umfasst die Aufgabengebiete Accounting, Tax, Datamanagement, Group Controlling und Investment Administration. Er ist seit 2008 im Unternehmen und verantwortete bis vor kurzem den Bereich Group Financial Risk Management. Beide berichten an den Konzernvorstand Kurt Svoboda, Chief Financial and Risk Officer, der in seiner Ressortverantwortung die Themen rund um Finance und Riskmanagement zusamErich Kruschitz menführt.


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KARRIERE

WKÖ

Spartenobmann Ing. Martin Heimhilcher wurde zum Spartenobmann Information & Consulting gewählt. Martin Heimhilcher, geboren 1969 in Wien, startete seine selbstständige Tätigkeit im Ausland, wo er zwischen 1996 und 1998 tätig war. Nach seiner Rückkehr übernahm er 1999 das Familienunternehmen multi marking. Im Jahr 2002 gründete er mit Partnern die FHF Buch- und Spielvertriebs GmbH. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. „Gerade unsere vielfältige Sparte sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Egal ob es um die Frage des Werkver-

trages und der Rechtssicherheit geht, oder Ausschreibungsmodalitäten. Die Branchen stehen in Zeiten einer schwachen Konjunktur vor besonderen HeIng. Martin Heimhilcher rausforderungen und ich habe keine Scheu davor auch unangenehme Themen anzugehen.“

Absicherung mit Spaßfaktor.

WIENER VERSICHERUNGSMAKLER

Keine Änderung Bei den Wiener Versicherungsmakler und Berater gibt es nach der Wirtschaftskammerwahl keine Veränderung beim Obmann und seinen Stellvertretern. KR Helmut Mojscick wurde als Fachgruppenobmann bestätigt, ebenso Brigitte Kreuzer und Mag. Wilhelm Hemerka. Also steht einer weiteren 5-jährigen guten Zusammenarbeit der genannten Personen nichts im Wege.

UNIQA VERSICHERUNG

Versicherungstechnik Der Bereich Versicherungstechnik Industrie & Individual hat einen neuen Leiter.

Eduard Angerer

Eduard Angerer hat die Funktion von Wolfgang Fitsch übernommen der zu VERO gewechselt ist. Angerer ist seit 1986 im Unternehmen und berichtet in seiner Funktion an Robert Wasner Vorstandsmitglied Uniqa Österreich. „Eduard Angerer ist ein Fachmann aus unserem Haus, dessen Erfahrung uns sehr dabei helfen wird, die Uniqa 2.0 Ziele zu erreichen“, ist Wasner überzeugt. Angerer: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Mein Focus wird auf der erfolgreichen Weiterentwicklung des Industrie- und Individualgeschäftes liegen. Dieses liefert einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmensergebnis.“

Beste Leistungen, günstige Konditionen, umfangreiche Optionen – so muss eine optimale Ablebensversicherung aussehen. Auch wenn es in der Freizeit mit dem Motorrad quer durch die Lande geht, Surfen auf dem Neusiedler See oder Mountainbiken in den Alpen ansteht. Spaß gehört zum Leben und deshalb ist dieser bei allen unseren Tarifen mit dabei – ohne Zuschlag. Mehr Infos unter www.dialog-leben.at/rlv

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KARRIERE

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UNIQA VERSICHERUNG

Generalagentur in Nussdorf/Wien Zur Eröffnung der UNIQA Generalagentur in Nussdorf haben Viktor Ecker und sein Vater geladen. Nach dem Empfang übernahm Viktor Ecker die Begrüßung: „Ich freue mich, dass ich nun das Werk meines Vaters als Geschäftsführer unserer gemeinsamen Generalagentur weiterführen kann.“ In dem Büro, das rund 200 Quadratmeter groß ist, wird das Team rund um die zwei „Vikerls“ sieben Mitarbeiter umfassen. Davon vier Kundenbetreuer und drei Assistentinnen. Die Ecker & Ecker Generalagentur übernimmt einen Kundenstock mit knapp 12 Mio. Euro. Die geladenen Gäste feierten bis spät in die Nacht. Unter

den Freunden und Geschäftspartnern ebenfalls gesichtet: Walter Ruck (Wirtschaftskammer Wien), Andreas Brandstetter (UNIQA Holding), Peter Eichler, Robert Wasner, Eric Leyers (alle drei UNIQA Österreich) und Franz Stiglitz (UNIQA LD Wien), uvm.

WIENER FINANZDIENSTLEISTER

MERKUR VERSICHERUNG

Wiederwahl

Generaldirektor

teressant verändert. Sie KR Wolfgang K. Göltl lag im Jahr 2000 bei 39 ist wieder Fachgrup%, im Jahr 2005 bei 40,1 penobmann der Wie%, im Jahr 2010 - knapp ner Finanzdienstnach der ersten Finanzleister, obwohl die krise - bei nur mehr 34,5 Wirtschaftskammer % und heuer bei sagenWahl in Wien in diehaften 52,1 %. Auch die ser Fachgruppe nicht Entwicklung der Stimso besonders rosig, menzuordnung zu den bzw. schwärzlich auseinzelnen Fraktionen gefallen ist. Aber anhat sich stark verändert. scheinend hat der WirtSo hat im Jahr 2005 der schaftsbund den „Göltlösterreichische WirtBonus“ geltend gemacht KR Wolfgang K. Göltl schaftsbund noch 52,8 und trotz der verlorenen Mandate in Absprache mit den Sozialde- % der abgegebenen Stimmen erhalten, heumokraten, die die wirklichen Gewinner er nur mehr 29,1 %. Die Einsteiger UNOS im Wiener Gremium waren, ihm zu einer haben vom Start weg 10,3 % der Stimmen weiteren Funktionsübernahme überre- bekommen. Der sozialdemokratische den können. Wien ist eben anders. Oliver Wirtschaftsverband hat seit 2000 heuer die Walla, akademischer Finanzdienstleister meisten Stimmen mit über 31,4 % erhalVersicherungsagent und gewerblicher Ver- ten. Dieses gute Ergebnis hat es aber auch mögensberater, wird bis zum 1.12.2017 als bei anderen Fachgruppen gegeben. Sowohl Stellvertreter fungieren und dann wird der bei den Wiener Versicherungsmaklern als sozialdemokratische Wirtschaftsverband auch bei den Wiener Versicherungsagenten den Obmann stellen. Siegfried Prietl, bis- konnte der SWV sich vor den ÖWB setzen. heriger Fachgruppenobmann, hat sich einer Wie wichtig den Versicherungsmaklern Wiederwahl nicht mehr gestellt. Die Wahl- ihre Standesvertretung ist, zeigt auch dass, beteiligung bei den Finanzdienstleistern in es die höchste Wahlbeteiligung seit dem Wien hat sich bei den letzten Wahlen in- Jahr 1990, mit 67,5 % gegeben hat.

Mag. Gerold Kogler, wurde mit Wirkung zum 1. April 2015 zum Generaldirektor der Merkur Versicherung ernannt. Neben den Finanzen fallen die Bereiche Gesundheitsvorsorge, Lebensversicherung, Personal, Konzernmarketing, Recht und Auslandsbeteiligungen in seine Ressortverantwortung. Der studierte Handelswissenschaftler sammelte umfangreiche berufliche Erfahrung im In- und Ausland bei KPMG Wien, London und Berlin, IBM sowie Ernst & Young, bevor er zur Merkur Versicherung wechselte.

Mag. Gerold Kogler


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DONAU VERSICHERUNG

Private Banking

Generalsekretär

Silvia Richter ist ab sofort für das Private Banking der Zürcher Kantonalbank Österreich AG zuständig. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Vermögensberatung und- verwaltung, im Aufbau von Organisationen, der Mitarbeiterführung sowie der Strategiesteuerung von Vertriebseinheiten im Private Banking

Sektor in Österreich. Vor ihrem Wechsel zur Zürcher Kantonalbank Österreich AG war Richter u.a. als Vorstand bei Hottinger & Partner Wien AG, für die Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie. (Österreich) AG sowie für die Merrill Lynch International Bank tätig. Richter Silvia Richter ist Certified Financial Planner (CFP) sowie zertifizierter European Financial Advisor (EFA). Zusätzlich zu ihren Kompetenzen im Bankbereich verfügt Richter über Kenntnisse in der Organisations- und Personalentwicklung sowie im systemischen Coaching, welche sie über einen Master-Universitätslehrgang erwarb.

Dr. Philipp Bardas wurde zum Generalsekretär der DONAU Versicherung ernannt, er leitete diese Stabsstelle bereits Dr. Philipp Bardas seit Februar 2012. 2014 wurde diese Stelle dann in „Generalsekretariat“ umbenannt“. Der promovierte Jurist war nach Ablegung der Rechtsanwaltsprüfung ab 2008 in der Rechtsabteilung der Wiener Städtischen tätig, ehe er 2010 innerhalb des Konzerns Vienna Insurance Group zur Donau wechselte. Die Stabstelle Generalsekretariat ist direkt dem Gesamtvorstand unterstellt und zuständig für abteilungsübergreifende Projekte, die Koordination der Organsitzungen sowie Solvency II-Agenden. WIEN NORD

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KARRIERE

ZÜRCHER KANTONALBANK

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KURZNACHRICHTEN

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D.A.S. RECHTSSCHUTZ AG

Auszeichnung Die D.A.S. wurde neuerlich mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) von der Wiener Gebietskrankenkasse prämiert. Das Gütesiegel wird jeweils für drei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden damit Unternehmen, die sich in höchstem Maße für Mitarbeitergesundheit engagieren. „Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren jedes Unternehmens“, so Johannes Loinger. „Was 2008 gemeinsam mit der Belegschaft als Projekt gestartet wurde, ist heute ein gelebter Alltag im gesamten Unternehmen“, so Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Beide Vorstände sind

überzeugt: „Jede gesundheitsfördernde Maßnahme unterstützt dabei nicht nur

das Wohlbefinden der Mitarbeiter sondern auch das interne Teambuilding“.

D.A.S. Vorstand Mag. Ingo Kaufmann, Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser, Mag. Cristina Csabai (D.A.S.), Andrea Schwartz (D.A.S.), Gabriele Mayerhofer (D.A.S.), Obfrau Mag. Ingrid Reischl (WGKK), Karin Galetto (D.A.S.)

IRLAND

Investitionen Irland ist wieder im wirtschaftlichen Aufschwund, das Brutto Inlandsprodukt ist 2014 mit 4,8 % das höchste innerhalb der EU. Zu einem profitiert der Export von Gütern und Dienstleistungen von der positiven Entwicklung in den USA und dem UK, mit

denen Irland rund 40 % seines Außenhandels abwickelt. Zum anderen investierten die Unternehmen angesichts positiver Zukunftserwartungen wieder in Maschinen und Anlagen und stellten neue Mitarbeiter an. Von der sinkenden Arbeitslosigkeit profitierte der

private Konsum. Die gute Wirtschaftsentwicklung wirkt sich auch auf das Budget des Landes aus, für heuer sind Steuerkürzungen und Ausgabenerhöhungen geplant, dennoch wird das Land die Maastricht Kriterien für Irland 2015 nicht überschreiten.

tovoltaik Anlage am Dach der Unternehmenszentrale in Betrieb genommen. „Unser Standort und das Flachdach unseres Hauses sind geradezu prädestiniert für diese Art der EnergieGewinnung“, weiß Günther Weiß, HDI Vorstandsvorsitzender. Die „freie“ Lage in der Edelsinnstraße - aktuell

gibt es keine hohen Gebäude in der unmittelbaren Nachbarschaft – sowie ökologische und ökonomische Aspekte haben den Ausschlag für den Bau der Anlage gegeben. Rund 80.000,- Euro wurden investiert, mit einem ROI rechnet HDI innerhalb der nächsten 10 Jahre. Dieser ist, wie die tatsächliche Kilowatt-Leistung der Anlage, natürlich vom Wetter - insbesondere der Anzahl der Sonnenstunden - abhängig. „Nach dem ersten Betriebsjahr wissen wir, wie viel Energie wir tatsächlich gewinnen konnten“, so Ing. Thomas Lackner, HDI Vorstand. „Allerdings steht für uns der ökologische Gedanke und die Nachhaltigkeit unserer Energieversorgung im Vordergrund“, stimmen beide Vorstände überein.

HDI VERSICHERUNG AG

Photovoltaik Die HDI Versicherung investiert in umweltfreundlicher Energie und hat ihre Pho-


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VIP Service

Tarifrechner

Die ERGO Versicherung hat die Testphase mäß unserem Motto‚ Versichern heißt verstehen‘ wollen wir vor allem im Notfall für für den VIP – Service abgeschlossen. In Kooperation mit KFZ-Pflaster wur- den Kunden da sein und unterstützend zur de 2014 die Aktion für Kunden mit einer Seite stehen“. Das spezial Service für KfzKaskoversicherung gestartet, nun wurde Kaskokunden gibt es für PKW und LKW der Test erfolgreich abgeschlossen. Das bis 3,5 t und ist für alle Kunden kostenlos, Service beinhaltet, Hol- und Bringservice ab sofort werden alle Kunden mit der neudes beschädigten Autos und zur Verfü- en Mobilitätskarte ausgestattet. gungstellung eines Leihautos nach einem Kfz-Unfall, Innen- und Außenreinigung. Zusätzlich wird auf die Kfz Mobilitäts - Service - Card Reparaturleistung zwei Jahre Garantie geboten Polizze Nummer: und ab einer Reparaturkostenhöhe von 660 für: Euro erhält der Kunde Kennzeichen: 100 Euro Rabatt auf den Selbstbehalt. Dr. gültig bis auf Widerruf In Kooperation mit: Johannes Hajek Vorstandsmitglied: „Ge-

Die R+V Versicherung hat die Funktionen ihres Onlinetarifrechners in Österreich ausgeweitet. Ab sofort können Versicherungsmakler Vermögensschadenhaftpflichtrisiken für die Zielgruppen Unternehmensberater und Werbeagenturen über die mobile Berechnungsplattform www.tarifrechner-ruv. at beantragen und abschließen. Die neue Applikation ermöglicht neben einer raschen Prämienberechnung die automatische Erstellung von Angeboten, die der Vermittler zum Kundengespräch mitnehmen kann. Nach erfolgreicher Online-Risikoprüfung kann er das gewünschte Risiko auch sofort in Deckung geben. Binnen weniger Sekunden erhält der Makler daraufhin per Email eine offizielle Deckungsbestätigung sowie eine Kopie des Antrags.So können Risiken bis zu einer Million Euro Versicherungssumme und einem Jahresumsatz bis zu 1,5 Millionen Euro sehr schnell und ohne aufwendiges Anfrageverfahren berechnet und gezeichnet werden.

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KURZNACHRICHTEN

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D.A.S. RECHTSSCHUTZ AG

Erreichbarkeit Die DAS Rechtsschutzversicherung hat sich zur Aufgabe gemacht, leicht und österreichweit kostenlos über Mobilfunknetze telefonisch erreichbar zu sein. Mit der sogenannten Sternnummer * samt der Buchstabenkommbination RECHT, ist es über Smartphones noch einfacher den Rechtsschutzspezialisten anzurufen. Alle Kunden, die ohne Sternnummer telefonieren möchten, erreichen das Unternehmen österreichweit kostenlos über die neue Service-Telefon-Nummer 0800/386 300.

Die zuständigen Ansprechpartner werden über diese zentrale Nummer direkt verbunden, egal ob es sich um Rechtsberatung, 24-Stunden-Notruf oder um allgemeine Kundenservice-Anfragen handelt.

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

WWK VERSICHERUNG

Online Vertrieb

Auszeichnung

Die Wiener Städtische Versicherung hat ihr Onlineangebot erweitert und neu gestaltet. Der Fokus liegt bei Produkten, die wenig Erklärung benötigen und auch kurzfristig abgeschlossen werden können. Den Auftakt machen Versicherungslösungen rund um das Thema Reise. „Das Internet hat noch viel Potenzial und wir möchten mit einfachen, leicht abschließbaren Produkten punkten und Nutzer alle Zugangsmöglichkeiten zur Wiener Städtischen zur Verfügung stellen. Kun-

den haben damit mehr Flexibilität und genau das wird gewünscht“, erklärt Wiener Städtische Vertriebsvorstand Dr. Ralph Müller.

HDI VERSICHERUNG

WIENER STÄDTISCHE

Umsatzplus

Werbekampagne

Die HDI Versicherung AG hat 2014 ihre Marktposition in Österreich behauptet und mit einem Umsatzplus von 1,05 % und einer Combined Ratio von 96,21 % abschließen können. Trotz der niedrigen Zinsen und einem schwierigen Marktunfeld erzielte das Unternehmen ein EGT von über 9 Mio. Euro. Die Rating Agentur Standard & Poor`s bewertet die Finanzkraft der HDI Versicherung aktuell mit „A“, Ausblick stabil. Ein Umsatzwachstum in Tschechien, Ungarn und in der Slowakei wurde ebenfalls vermeldet.

„Paul Pech“ ist das neue Werbegesicht der Wiener Städtischen Versicherung, als „sehr kreativ und humorvoll“ bezeichnet Generaldirektor Robert Lasshofer die von der Werbeagentur Demner, Merlicek & Bergmann entwickelte Kampagne. Den Auftakt der neuen Serie macht unter anderem ein TV Spot, der „Paul Pech“ ein Paradebeispiel eines liebenswürdigen Pechvogels, in wirklich besonders unangenehmen Situationen zeigt, der aber ob seines Versicherungspartners sich nicht um seine Zukunft sorgt.

Dr. Ralph Müller

Die WWK Versicherung ist in Deutschland in den „Club der Besten im geprüften Kundenservice“ aufgenommen worden. Initiator der jährlichen breit angelegten Kundenbefragung ist die Goethe Universität Frankfurt, die Beratungsgesellschaft Service Value GmbH sowie die Tageszeitung „Die Welt“. Die WWK wurde als einzige Versicherung aus den 1.519 beurteilten Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen ausgewählt.


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VERANSTALTUNG

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INSTITUT F. VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT/JKU

„Klassische Lebensversicherung, quo vadis?“ Historisch niedrige Zinsen am Kapitalmarkt und neue gesetzliche Regelungen, wie verschärfte Solvabilitätsvorschriften, zwingen Lebensversicherer dazu, ihr Geschäftsmodell zu überdenken und die Kosten nachhaltig zu senken. Neue, innovative Produkte sollen dabei helfen, die zu erwartende Krise in der Lebensversicherung zu bewältigen. Das Institut für Versicherungswirtschaft an der Johannes Kepler Universität Linz hat sich diesem zukunftsweisenden Thema in seiner diesjährigen Frühjahrsveranstaltung angenommen. Gemeinsam wurden Grundsatzüberlegungen für mögliche Modelle dieses „millionenfach bewährten Geschäftsmodells“ angestellt, um dieses Produkt, das es mittlerweile seit rund 70 Jahren in Österreich gibt, weiterhin attraktiv zu halten. Für 2015 gelten jedenfalls der Garantiezins von aktuell 1,5 Prozent bei den meisten Anbietern, Befreiung von der Kapitalertragssteuer (KEst) und die momentan noch gültige steuerliche Be-

im Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) stellte noch einmal den Erfolg dieses Produktes in die Auslage das seit 70 Jahren zu 100 Prozent funktioniert hat. Kein Anbieter sei je in Schieflage geraten, sämtliche Garantieversprechen wurden zu 100 Prozent eingehalten. Rapf betonte aber, dass angesichts aktueller Rahmenbedingungen (Niedrigzins, Solvency II, ...) auch die Versicherer ihre Hausaufgaben zu machen hätten. Einigkeit herrschte bei den Vortragenden, dass reduzierte Garantien besser als gar keine Garantien seien und dass vor allem die Absicherung biometrischer Risiken noch mehr in den Fokus gestellt werden muss. Hier herrsche noch viel zu wenig Problembewusstsein in der Bevölkerung. Die klassische Lebensversicherung ist als Kombinationsprodukt von Risikoabsicherung und Sparkomponente einzigartig und alternativlos und streng genommen nicht mit reinen Veranlagungsprodukten zu verJochen Ruß, Dr. Josef Stockinger, Ulrich Mündlein gleichen.

günstigung von Vorsorgeprodukten, die mit der Steuerreform - wie bereits kolportiert - wegfallen wird. Für Jochen Ruß, den Miterfinder des nach ihm benannten „RußProduktes“, der so genannten „kapitaleffizienten Klassik“ geht es vor allem darum, in Zukunft verstärkt lebenslanges Einkommen für das Alter zu erreichen („Sparen ist zu wenig“ - Stichwort „das Geld ist weg und ich bin immer noch da“) und mit der kapitaleffizienten Klassik ein in der Schweiz bereits eingeführtes Produkt als mögliche Variante für die Zukunft vorzustellen. Ulrich Mündlein stellte indes Vergleiche mit den Märkten, Produkten und Systemen in den USA und Japan an. Manfred Rapf, Sektionschef für die Lebensversicherung

UNIQA VERSICHERUNG

Versicherung trifft Kunst Unter dem Titel „fantastische Welten“ zeigt das Kunsthistorische Museum derzeit Kunst aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Als Hauptsponsor durfte UNIQA Österreich die insgesamt 149 Werke ausgewählten Gästen präsentieren. Im Rahmen der ArtCercle Veranstaltungen wurden Österreich rund 150 Gäste zur Kunst der Donauschule eingeladen.Die Begrüßung übernahm Petra Eibel, Leiterin der Kunstversicherung: „Für uns, als größten Kunstversicherer in Österreich, ist es wichtig, die Kunst auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Das ist einer der Hauptgründe, warum wir so eine intensive Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum eingegangen sind.“ Eine Ausstellung wie diese war zu-

letzt vor 50 Jahren in dieser Fülle an Wer- Gäste durch die Ausstellung leiteten. Für ken zu bewundern. Generaldirektorin des einen runden Abschluss sorgte am Ende KHM Sabine Haag: „Wir wollen mit die- der Veranstaltung ein köstliches Buffet, das ser Ausstellung Kunsterleben mit Freude in der Kuppelhalle kredenzt wurde. ermöglichen. Wenn Sie heute die fantastischen Welten besichtigen, lassen Sie sich auf ein Abenteuer ein. Mit Hilfe von UNIQA Österreich war es möglich die hohe Kunst des Nordens, die von einer Aufbruchsstimmung geprägt ist, nach Wien zu holen.“ Nach den Begrüßungen folgte eine Führung, bei Petra Eibel (UNIQA), Hannes Bogner (UNIQA), Sabine Haag (KHM) der Kunstexperten die


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Unternehmen für Familien keit schon heute ein WettDas Familienministerium bewerbsfaktor – Stichwort hat eine Initiative „Unter‚Wettbewerb um die benehmen für Familien“ gesten Köpfe’. Der Faktor startet um die VereinbarVereinbarkeit ist bei der keit von Familie und Beruf Jobauswahl bereits jetzt zur Selbstverständlichkeit der zweitwichtigste Aspekt zu machen. nach guter Bezahlung“, erGrundlage der Initiative ist klärt Bundesministerin ein gemeinsames BekenntDr. Sophie Karmasin. Folnis familienfreundlicher gende Unternehmen aus Unternehmen, SozialpartDr. Sophie Karmasin der Versicherungsbranner und Interessenvertretungen zu Familie und ihrem bedeutenden che sind dem Netzwerk beigetreten: Allianz Stellenwert für unsere Gesellschaft. Eben- Versicherung AG, Donau Versicherung AG, falls ist sie Ausdruck der Verantwortung Wiener Städtische Versicherung AG und die für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. Wüstenrot Gruppe (Quelle www.unternehFamilienfreundlichkeit ist so vielfältig wie men-fuer-familien.at). die Familien selbst. „Familienfreundlichkeit „Sich dem Netzwerk „Unternehmen für Faist der Kern für funktionierende Vereinbar- milien“ anzuschließen, bietet uns die Mögkeit. Sie ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die lichkeit, nicht nur mit internem, sondern Wir ts chaf t: auch mit externem Input neue Ideen umzumehr Moti- setzen und für andere Unternehmen wertvation, mehr volle Anregungen zu geben. Damit kann M i t a r b e i - der Mehrwert einer familienfreundlichen terbindung, Unternehmensführung aufgezeigt werden“, weniger Fluk- erklärt Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektuation, we- torin der DONAU Versicherung AG Vienna niger Kran- Insurance Group. Für die Vorstandsvorsitk e n s t ä n d e . zende sind motivierte und engagierte MitarEbenfalls ist beiterinnen und Mitarbeiter die Essenz für F a m i l i e n - den Erfolg eines Unternehmens: „EngageMag. Robert Lasshofer f reundlich- ment, Teamarbeit und Kommunikation sind

nur möglich, wenn das gesamte Umfeld stimmt. Dafür Rahmenbedingungen zu schaffen ist unsere Aufgabe. Deshalb versuchen wir durch gezielte Prof. Elisabeth Stadler Maß n a h m e n eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Wir betonen die individuelle Beratung beim Kunden, dann müssen wir dies als Vorbilder auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tun.“ „Für Unternehmen wird es in Zukunft immer wichtiger werden, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu halten – und dabei zählt der Faktor Familienfreundlichkeit immer mehr“, sagt Wiener Städtische Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer. „Motivierte Leute sind für jedes Unternehmen ein Gewinn und familienfreundliche Maßnahmen tragen zur Motivation bei, machen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufriedener und erzeugen mehr Arbeitsfreude: Über 90 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kehren nach der Karenz wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.“

HDI VERSICHERUNG

Sicher Motorradfahren Mit dem Beginn der Motorradsaison suchen ÖAMTC Fahrtechnik und HDI Versicherung „Österreichs sichersten Motorradfahrer“. Die Qualifizierung erfolgt österreichweit im Rahmen eines Motorrad Warm-up Trainings in einem der neun ÖAMTC Fahrtechnik Zentren. Wer bis 30. Juni ein Motorrad Warm-up absolviert, kann im Rahmen des Trainings an dem Bewerb teilnehmen und sich so für das Bundeslandfinale zu „Österreichs sicherster Motorradfahrer“ qualifizieren.

Das Training besteht aus vier Einheiten und kostet pro Person 89,-- Euro. Speziell für Motorradgruppen (10 Personen) gibt es den Sondertarif von 801 Euro. Infos und Anmeldemöglichkeit zu Bewerb und Training unter www.bestbiker.at Die Besten aus dem jeweiligen Bundesland nehmen Anfang Juli an einer regionalen Vorausscheidung teil. „Österreichs sicherster Motorradfahrer“ wird unter den 50 Besten am 29. August beim Finale im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saal-

felden/Brandlhof gekürt. Die Teilnahme am Bundesländerfinale und am Finale ist kostenlos. Der Sieger erhält eine Honda VFR800X Crossrunner. „Beim „sichersten Motorradfahrer“ geht es primär um die Beherrschung des eigenen Fahrzeugs, um Geschicklichkeit und nicht um Geschwindigkeit. Der Bewerb ist ein Anreiz für Motorradfahrer, sich mit einem Training auf die Saison vorzubereiten“, unterstreicht Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik, den Mehrwert.

VERANSTALTUNG

BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIEN UND JUGEND


VERANSTALTUNG

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NÜRNBERGER VERSICHERUNG

Garantiepolizzen bleiben im Trend Die Nürnberger Versicherung AG Österreich und C-Quadrat Kapitalanlage AG hat Berater und Vertriebsexperten zu einer Podiumsdiskussion nach Wien eingeladen. Thema: „Was bringen Garantieprodukte: Kosten? Sicherheit? Intransparenz oder Performance?“ Das Resümee der Veranstaltung: Garantiefonds können im Rahmen einer FLV durchaus Sinn machen – wesentlich ist jedoch, dass die Erwartungen des Kunden und die Möglichkeiten, die der jeweilige Garantiefonds bietet, in Einklang gebracht werden. Auch in einem weiteren Punkt waren sich Vortragende und Publikum einig: eine Garantie von 60% bis 80% dürfte das Maximum sein, das im derzeitigen Markt- und Zinsumfeld produkttechnisch sinnvoll umsetzbar ist. Wer eine 100%-Kapitalgarantie wünscht, der sei derzeit in der klassischen Lebensversicherung besser aufgehoben. Für den Vorstand Dr. Philip Steiner ist die fondsgebundene Lebensversicherung, ob mit oder ohne Garantiefonds, nach wie vor ein wirkungsvolles Instrument für die Kapitalanlage und den Vermögensaufbau: „Die FLV ist immer das, was man aus ihr macht. Sie ist so riskant oder so sicher, wie die Fonds, in die investiert wird. Das Unternehmen bietet ihren Kunden im Rahmen der FLV ein umfangreiches Fondsangebot

- dazu zählen auch Garantiefonds. Je nach Bedarf kann die Fondsveranlagung während der Laufzeit jederzeit an die persönlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Und: mit intelligenten Risikozusätzen, etwa für das Thema Berufsunfähigkeit oder Pflegevorsorge, lassen sich die Fondspolizzen zu modernen Vorsorgelösungen erweitern.“ C-QUADRAT-Vertriebschef Gunther Pahl erläuterte, warum traditionelle Garantieprodukte heute nicht mehr funktionieren. Während vor einigen Jahren in Garantieprodukten mit zehnjähriger Laufzeit bei einem risikolosen Zinssatz von acht Prozent noch rund 50 Prozent des investierten Kapitals in den Risikoteil fließen konnten, sind es heute bei einem risikolosen Zinssatz von 0,5 Prozent nur noch knapp fünf Prozent, die für das „riskyasset“ zur Verfügung stehen. Damit wird das Performancepotenzial extrem beschränkt und die Gefahr neben der Garantie keinen Ertrag zu bekommen steigt enorm. Sein Unternehmen habe sich daher dazu entschieden, mit dem C-QUADRAT ARTS Total Return Garant einen Investmentfonds aufzulegen, der nur 80 Prozent Höchststandsgarantie aufweist, um dadurch dennoch attraktive Ertragschancen für den Kunden zu generieren. Dr. Philip Steiner verwies darauf, dass der Fondsgebundenen Lebens-

Dr. Philip Steiner versicherung oft nachgesagt wurde, sie sei riskant, teuer und unflexibel. Die FLV habe sich aber über die letzten 20 Jahre laufend weiterentwickelt und könne daher mit Produkten aus den Anfangsjahren nicht verglichen werden. „Eine Fondspolizze ist ein zeitgemäßes Produkt, das vom Standpunkt der Flexibilität und der Kosten einen Vergleich mit dem Wertpapierdepot nicht zu scheuen braucht. Und obendrauf gibt’s noch den Steuervorteil“, so Steiner. Die Diskutanten, unter ihnen auch Josef Graf, Vorstandsmitglied der EFM Versicherungsmakler AG, waren sich einig, dass es ohne Garantieprodukte nicht geht, da Garantien für manche Kunden wichtig sind. Dabei müsse den Kunden aber bewusst sein, dass Garantien eben auch Geld kosten.

S VERSICHERUNG

Soziales Engagement Bereits seit 2012 überlässt die s Versicherung Hälfte der Arbeitsplätze besetzt das Unihre nicht mehr benötigte IT-Hardware der ternehmen durch Menschen mit Behinderung. Das AfB, ein geUnternehmen meinnütziges hat sich darauf Integrationsspezialisiert, unternehmen ausgemusterte mit über 180 IT-Hardware Mitarbeitern aufzubereiten, an 13 Standorerneut in Verten in Österwendung zu reich, Deutschbringen und land, FrankKurt Essler, Geschäftsführer AfB Österreich und Heinz Schuster, Vordamit Arreich und der standsvorsitzender Sparkassen Versicherung bei der Übergabe der Urkunde. beitsplätze zu Schweiz. Die

schaffen. Nachdem die Geräte durch AfB aufbereitet, getestet und alle vorhandenen Daten zertifiziert gelöscht sind, können die PCs, Notebooks, Drucker und Bildschirme günstig erworben werden. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat die s Versicherung der AfB, innerhalb der letzten drei Jahre, insgesamt 369 IT-Geräte zur Wiederaufbereitung und Weitervermarktung überlassen und damit geholfen, rund 35.000 kg Eisenäquivalente, 64.000 kWh Energie und 19.000 kg CO2-Äquivalente einzusparen. Für dieses soziale ökologische Engagement wurde der s Versicherung eine Urkunde überreicht.


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VERSICHERUNG

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HELVETIA VERSICHERUNG

Profitabel

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as Gesamtprämienaufkom- men um 22,6 % auf 192,8 Mio. Euro gestie- 2014 im Schaden-Unfall-Bereich auf 122,2 men der Helvetia Österreich gen. Thomas Neusiedler, Vorstand Schaden- Mio. Euro und stiegen damit auch mit (inkl. Transport) ist um 18 %, Unfall, verweist auf die erfolgreiche Balance dem Zukauf der Basler nur um 12,6 %t an damit erstmals auf über 300 zwischen Wachstum und Ertrag speziell im (2013: 108,5 Mio. Euro). Der SchadenverMillionen Euro gewachsen, es liegt bei KFZ-Geschäft: „Der Faktorentarif im KFZ- lauf wurde maßgeblich durch das Ausblei310,4 Mio. Euro. Begründet wird die Stei- Geschäft wurde vom Markt – speziell auch ben großer Naturereignisse geprägt. Der gerung u.a. mit der Übernahme der Basler vom Maklervertrieb – gut angenommen. Nettoschadensatz IFRS ging nochmals Versicherung und einer guten Geschäfts- Wir konnten daher auch hier 2014 Wachs- auf sehr erfreuliche 63,0 % (2013: 66,9 entwicklung. Da der Kauf erst Ende August tum und Ertrag gut in Einklang bringen. %) zurück, die Combined Ratio liegt bei des letzten Jahres abgeschlossen wurde, Eine Fokussierung auf gute Risiken bietet 96,9 %. Otmar Bodner, Vorstandsvorsitwerden im Geschäftsjahr 2014 nur 32 % des auch in einem umkämpften Markt noch zender der Helvetia Versicherung, zeigt Prämienvolumens der ehemaligen Basler in Wachstumsmöglichkeiten und diese wer- sich mit der Entwicklung des Jahres 2014 der Erfolgsrechnung der Helvetia Gruppe den wir auch in den folgenden Jahren sehr zufrieden: „Mit dem Wachstum und berücksichtigt. Die Lebensversicherungss- weiterhin konsequent nutzen. Auch der einem zugleich sehr profitablen operaparte konnte sich im Bereich Einmalerlag Bestand der Basler ist im Jahr 2014 trotz tiven Geschäft mit einer Combined Ratio und speziell das Produkt „Fondssparplan“ der Übernahme stark gewachsen und war deutlich unter 100 % sind die Voraussetsehr gut weiterentwickeln, insgesamt ist ebenfalls sehr ertragreich.“ Die erbrach- zungen für eine erfolgreiche Zukunft der die Sparte um 11,2 % auf 192,8 Mio. Euro ten Versicherungsleistungen beliefen sich Helvetia in Österreich gelegt. Der Fokus der kommenden Jahre gestiegen. „Unser Fowird auf dem Zusammenkus auf innovative Prowachsen der beiden Häudukte hat sich auch in ser Helvetia und Basler, 2014 wieder ausgezahlt. Innovationen und MarktGestärkt durch den zuorientierung und auf dem sätzlichen Vertriebsweg Verbessern der operativen der Agenturen werden Entwicklungen liegen. Es wir 2015 unsere erfolgstehen herausfordernde reich eingeschlagene Zeiten bevor, aber wir Vertriebsstrategie fortsind bestens gerüstet, um setzen“, so Vertriebsvorunseren Platz unter den stand Werner PanhauTop-10-Versicherungen ser. Im Schaden-Unfall Jürgen Horstmann (Ressort Leben), CEO Otmar Bodner, Thomas Neusiedler (Ressort SchaÖsterreichs zu festigen und Geschäft (inkl. KFZ) ist den-Unfall), Werner Panhauser (Ressort Vertrieb-Marketing), Josef Gutschik (Ressort Finanzen) weiter zu wachsen!“ das Geschäftsaufkom-

ACREDIA

Schwieriges Jahr

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ach der Fusion von Prisma Kreditversicherung und OeKB Versicherung zu Acredia liegt nun die Bilanz 2014 vor. Die neue Gesellschaft ist mit 54 % Marktanteil Marktführer, musste aber dennoch im letzten Jahr einen Umsatzrückgang auf 92 Mio. Euro verzeichnen. Die Schadensquote ist leicht von 43 % auf 46 % gestiegen. Der positive Kosteneffekt infolge der Fusion wurde durch erhöhte Personalrückstellungen, wegen der Niedrigzins-Situation, überkompensiert. Die Combined Ratio liegt bei

73 %. Der Rückgang des EGT von 13,8 Mio. schmieden, sind heiß“, so Helmut Altenauf 11,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf burger, Vorstand. Ebenso laufen die Vordie gesetzlich vorgeschriebene Dotierung bereitungen zum Regelwerk „Solvency II“ der Schwankungsrückstellung zurückzu- auf Hochtouren. Zu Beginn 2016 wird der Startschuss fallen. „Der führen. Dieser bilanzielle Aufwand, den wir hierfür Sondereffekt stellt eine leisten, ist immens. Denrein zukunftsbezogene noch sehe ich ganz klar Risikovorsorge dar. Der die Vorteile, die wir für Jahresgewinn beträgt undie Unternehmens- und verändert 9,6 Mio.Euro. Risikosteuerung daraus „Wir werden weiterhin gewinnen“, resümiert AlTrendsetter der Branche Helmut Altenburger tenburger. bleiben. Die Eisen, die wir


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Hartes Umfeld

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as vergangene Jahr war sicherlich kein einfaches für die Reisebranche. Die Reiselust ist in Österreich leicht gesunken, doch wenn Urlaub dann schon hochwertig. Luxusreisen oder Weltreisen über 15.000 Euro liegen im Trend, und hier sichern sich die Reisenden mit einer Reiseversicherung ab. Trotz des nicht so leichten Umfeldes hat die Europäische Reiseversicherung ihre Marktführerposition ausgebaut und die Prämieneinnahmen um 3,4 % auf 65,96 Mio. Euro steigern können. In den wichtigsten touristischen Geschäftsfeldern konnte eine Prämiensteigerung erzielt werden, die Jahres-Reiseversicherungen entwickelten sich sogar überproportional. Das EGT liegt bei 5,32 Mio. Euro, der Jahresüberschuss lag bei 3,73 Mio Euro und der Bilanzgewinn stieg auf 4,86 Mio. Euro. Das Wachstum des Unternehmens führt Vorstandsvorsitzender Mag. Wolfgang Lackner auf die verstärkte

die Niederlassung wurMarkdurchdringung de mit 1. Jänner 2015 zurück: „Die Krim-Kriinnerhalb des Generali se, Kriegshandlungen Konzerns an die Genein der Ostukraine und rali Slowakei veräußert. der IS-Terror im Nahen Auch in allen anderen Osten, gepaart mit einer Auslandsengagements schwachen wirtschaftwurden durchgängig lichen Entwicklung in Steigerungen im PrämiEuropa, führten nach enbereich verzeichnet. einem guten ersten In Österreich war die Halbjahr im OutgoingSumme für VersicheReisegeschäft zu Einrungsfälle mit 0,5 % brüchen in der zweiten Mag. Wolfgang Lackner geringer als 2013 und Jahreshälfte. Gleichzeitig verstärkten aber gerade diese Ereignisse lag bei 31,21 Mio. Euro, was insbesondere das Risikobewusstsein und die Tendenz, auf einen höheren Aufwand durch Großsich durch den Abschluss einer Reisever- schäden im Vorjahr zurückzuführen ist. Die sicherung - speziell bei hochpreisigen Ar- Verwaltungs- und Geschäftsaufbringungsrangements und Fernreisen - entsprechend kosten inkl. Provision erhöhten sich um 4 abzusichern.“ Die Niederlassung in der %. Die Aussichten auf das heurige Jahr sind Slowakei hat im letzten Jahr einen Prämi- nicht besonders rosig, dennoch blickt die enzuwachs von 19 % verzeichnen können, Europäische positiv ins Jahr.

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VERSICHERUNG

EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG


VERSICHERUNG

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ZÜRICH VERSICHERUNG

Außergewöhnlich

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ls ein außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr, bezeichnet Vorstandsvorsitzender Gerhard Matschnig das vergangene Jahr 2014. Die Bruttoprämien im Schaden/Unfall Bereich sind um 3,4 % auf 461 Mio. Euro gestiegen. Damit ist es Zurich erneut und nunmehr zum 11. Mal in Folge gelungen, über dem Branchenschnitt (+2,8 %) zu wachsen. Zurückzuführen ist dieses Wachstum gleichermaßen auf das Kfz- und Nicht-Kfz-Geschäft. In

der Lebensversicherung konnten die Prämien sogar um 18,2 % auf 180 Mio. Euro gesteigert werden. Wachstumstreiber war die Fondsgebundene Lebensversicherung und der Anstieg der Einmalerlagsprämien. Der Gesamtschadenaufwand netto sank im Jahr 2014 vor allem aufgrund einer geringeren Belastung aus Großschäden und Unwetterereignissen um 9,4 Mio. Euro oder 6,3 % auf 141 Mio. Euro. Daraus resultierte eine Verbesserung des Netto-Schadensatzes von 73,6 % auf 66,5

%. Trotz Erhöhungen im Zusammenhang mit Personalkosten und -rückstellungen blieb die Kostensteigerung aufgrund kostensenkender Maßnahmen im Bereich der Sachaufwendungen und höheren RVAbgabeprovisionen unter dem Niveau der Prämienerhöhung. Der Netto-Kostensatz im Bereich Schaden/Unfall verbesserte sich damit von 27,4 % auf 27,1 %. Die Combined Ratio liegt bei 93,6 %. Das EGT konnte mit 28,2 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.

VVO

Web Relaunch

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er österreichische Versicherungsverband hat seinen Webauftritt relauncht. Der neue Webauftritt setzt auf ein umfassendes Informations- und Serviceangebot, aktuelles Design und eine anwenderfreundliche Navigation. Die Mitgliedsunternehmen des VVOs, wie auch Kunden, werden mit der überarbeiteten Onlinepräsenz gleichermaßen individuell angesprochen und finden auf den übersichtlich gestalteten Seiten ihre jeweiligen relevanten (Fach-) Informationen sowie ein

umfassendes Serviceangebot. Auf der Startseite gelangt man direkt über Quicklinks u.a. auf die Kfz-Zulassungsstellenauskunft, auf das Mitgliederverzeichnis des VVOs sowie auf den Jahresbericht des VVOs mit den Kennzahlen der österreichischen Versicherungswirtschaft. Im neu eingerichteten Shop-Bereich findet man das umfangreiche Angebot an VVO-Publikationen.

NIEDERÖSTERREICHISCHE VERSICHERUNG

Gewerbeprodukt

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ine Betriebsversicherung als umfassendes und praxisbewährtes Leistungspaket, das auf die individuellen Anforderungen des Unternehmers eingeht und exakt darauf zugeschnitten wird. Mit dem Versicherungspaket Gewerbeplus wurde ein Produkt mit Leistungs- und Deckungsumfang geschaffen, das allen modernen Ansprüchen an eine zeitgemäße Gewerbeversicherung gerecht wird. Für einzelne Branchen  gibt es vordefinierte Risikopakete bzw. Bausteine, die sich an den Bedürfnissen des einzelnen Gewerbetreibenden orientieren und eine umfassende Existenzsicherung

gewährleisten. Die professionelle Versicherungssummenfindung ist dabei ein wichtiges Element, das sowohl für den Kunden wie auch für den Versicherungsberater Sicherheit und Komfort in der optimalen Gestaltung des Deckungsumfangs bietet. Im Konkreten bedeutet das, dass jedes Betriebsgebäude von Experten zwar einzeln bewertet wird, sie dann aber im Gesamten versichert sind – nach dem einzigartigen Prinzip der Höchsthaftungssumme. Die Gesamt-Höchsthaftungssumme für alle Gebäude steht immer auch zur Deckung eines Schadens an einem einzelnen Gebäude zur Verfügung. Und das zum Neuwert. Nach dem Prinzip der Höchsthaftungssumme wird

übrigens auch die gesamte kaufmännische und technische Betriebseinrichtung und das Warenlager – sowie sonstige individuelle Zusatzrisiken versichert. Eine innovative Lösung für alle Betriebe: egal ob Dienstleistung, Handel oder Produktionsunternehmen. Neben den klassischen Versicherungssparten  wie z.B. Feuer, Betriebsunterbrechung, Haftpflicht oder Sturm werden auch verschiedene Techniksparten, Transportversicherung und ganz besonders die EC-Versicherung für Betriebe angeboten. Gewerbeplus – der optimale Versicherungsschutz für jeden Gewerbebetrieb angeboten.


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VERSICHERUNG

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DIALOG LEBENSVERSICHERUNG

Neugeschäft

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um dritten Mal in Folge hat die Dialog Lebensversicherung eine Steigerung ihrer Ergebnisse erzielen können. Das Neugeschäft ist um 5,9 % auf 26,5 Mio Euro, die Bruttobeiträge um 4,9 % auf 255,6 Mio Euro und das Jahresergebnis ist auf 15 Mio. Euro gestiegen. Der Kapitalbestand vergrößerte sich um 2,7 %

auf 565,3 Mio. Euro. Die Abschlusskostenquote verbesserte sich auf 3,5 % die Verwaltungskostenquote auf 2,6 %. Oliver Brüß, Sprecher des Vorstands, nennt die Gründe für den geschäftlichen Erfolg: „Als reiner Maklerversicherer und als Spezialversicherer für biometrische Risiken verfügen wir in unseren Märkten Deutschland

und Österreich über ein scharfes Profil. In der Risikolebensversicherung sind wir im Maklermarkt eindeutiger Marktführer. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind biometrische Produkte in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Immer mehr Makler schätzen die Vielfalt und Flexibilität unseres Angebots und unseren innovativen Service, mit dessen Hilfe sie schnell zum Antrag kommen. In Zeiten wachsenden regulatorischen Drucks drehen wir nicht zum Nachteil unserer Vertriebspartner an der Provisionsschraube. Wir bekennen uns klar zum Vertriebskanal Makler.“

übrigen Sparten rückläufig war. Dadurch sank die Schadenquote von 55,2 % auf 54,5 %. In der Lebensversicherung erhöhten sich die Auszahlungen an Kunden von 35 Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro. Die Kapitalanlagen stiegen von 1.163,4 Mio. Euro auf 1.189,4 Mio. Euro. Das Veranlagungsergebnis ermöglichte in der Lebensversicherung eine Gewinnbeteiligung von 3,5 %. Der Kostensatz konnte von 23,0 % auf 22,6 % weiter reduziert werden. Dies gelang trotz des Ausbaus des Mitarbeiterstandes im Verkauf, sowie hoher Investitionen bei den Kundenbüros und in der Digitalisierung. Die Combined Ratio liegt deutlich unter 90 %, und damit weiterhin im Spit-

zenfeld der Branche. Für heuer werden wiederum Prämiensteigerungen erwartet.

Oliver Brüß

NIEDERÖSTERREICHISCHE VERSICHERUNG

Gutes Jahr

D

as Jahr 2014 war für die Niederösterreichische Versicherung mit einem soliden Prämienwachstum und einer weiteren Stärkung der Kapitalbasis zufriedenstellend. Die Prämien stiegen insgesamt um 4,25 auf 291,5 Mio. Euro. In der Schaden/Unfall wurde eine Steigerung von 3,6 %, in der Lebensversicherung eine Steigerung von 7,0 % (von 48,0 Mio. auf 51,3 Mio. Euro) erzielt. Die Schäden erhöhten sich im Schaden/Unfall Segment um 2 Mio. Euro auf 130,9 Mio. Euro. Vor allem in den Haftpflichtsparten war ein deutlicher Anstieg der Schadenbelastung zu verzeichnen, wogegen diese bei den

VVO

Pedalritter

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eine Sicherheit für´s Rad gibt’s in Österreich, es ist und bleibt ein begehrtes Diebesgut. Zum Jahr 2013 stiegen die Fahrraddiebstähle sogar um 6,1 % auf 28.274 angezeigte Fälle. Dennoch werden die beliebten Drahteseln nicht aussreichend oder oft gar nicht gesichert abgestellt. Eine aktuelle Erhebung des VVO zeigt, dass 80 % der Befragten sofort bei der Polizei

Anzeige erstatten. Im Falle des Falles können aber gerade einmal ein Drittel Fragen nach Rahmen oder Seriennummer beantworten. Unzureichende Information macht daher Ermittlungen schwer bis unmöglich. Es wird daher auch heuer wieder empfohlen sich einen Fahrradpass zuzulegen, wo die wichtigsten Informationen eingetragen werden und daher gleich zur Hand sind.

Gen.Dir. Dr. Hubert Schultes


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VERSICHERUNG

VIENNA INSURANCE GROUP

Heta schmerzt

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ie Abschreibungen durch Heta und Hypo und die ersten Effekte des aktuellen niedrigen Zinsumfeldes belasten das Finanzergebnis der VIG für das letzte Jahr (1,1 Mrd. Euro). Die konsolidierten Prämien in der Gruppe sind wieder gestiegen und liegen bei 9,1 Mrd. Euro. Die Combined Ratio wurde wiederum verbessert und beträgt nur mehr 96,7 %. Der Gewinn vor Steuern steigt im Konzern um 46 % auf 518,4 Mio. Euro. Die Kapitalanlagen beliefen sich mit Ende 2014 auf 31,1 Mrd. Euro ein Plus von 4,5 %. Die verrechneten Prämien erreichten in Österreich rd. 4,1 Mrd. Euro. In den Sachsparten wurde – bereinigt um das Italiengeschäft der Donau Versicherung – ein Plus von 3,6 % erwirtschaftet. Besonders erfolgreich und vertriebsstark zeigte sich die Wiener Städtische Versicherung in der Lebensversicherung wo

sie ein Plus von 5,3 % erzielte und auch in den Sachsparten die Prämien um 3,8 % steigerte. Peter Hagen CEO, befürchtet bei bleibenden niedrigen Zinsumfeld heuer einen Rückgang des Finanzergebnisses, welches durch die angestrebten Verbesserungen bei den versicherungstechnischen Ergebnissen nicht wettgemacht werden könnte. Dennoch kommt für den Konzern auch in Zukunft keine höheren Risiken in der Veranlagung in Frage. Erstmals seit 2011 lieferten alle Geschäftsbereiche und Regionen wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Tschechien hat konzernweit den höchsten Gewinn zu verzeichnen und ein Combined Ratio von 86,2 %. Rumänien ist wieder in der Gewinnzone, in der Slowakei stieg der Gewinn vor Steuern um 7,6 %. In Polen setzt man heuer auf ein verstärktes Engagement im KMU Bereich, die übrigen Märkte haben ein zweistelliges Prämienplus erwirtschaftet. Mit einem A+

Peter Hagen Rating mit stabilem Ausblick von Standard & Poor‘s verfügt die VIG weiterhin über das beste Rating aller Unternehmen im ATX.

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MARKT

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STUDIE

Investieren, aber wo? Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen in vielen europäischen Ländern für klassische Anlageprodukte, wie Sparbuch oder Bausparvertrag, sind viele Investoren um die Suche nach alternativen Anlageformen wie Immobilien, Gold oder Aktien bemüht. Je nach Herkunftsland sind die verschiedenen Finanzdienstleistungen unterschiedlich bewertet. Auch im Jahr 2014 hat GfK die privaten Finanzentscheider in Österreich, Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen befragt. Auch wenn die klassischen Sparprodukte, wie Bausparvertrag und Sparbuch, seit 2011 in Österreich kontinuierlich an Beliebtheit verlieren, bleiben diese beiden Sparprodukte für die Österreicher auch 2014 die interessantesten Anlageformen. Anders sieht es in Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA aus, wo die Finanzentscheider Ihr Geld am ehesten in Immobilien anlegen würden. Im Immobilienbereich liegen wir mit dem Interesse an einer Eigentumswohnung oder beim Eigenheim nur mehr bei 31 % der Befragten. Bei der Bewertung der privaten Zusatzpension gibt es große Unterschiede

Unser globales Stimmungsbarometer 2014 80

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Spanien

Großbritannien

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* In Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den USA – Fondsgebundene Lebensversicherung

Abgesehen davon wie Sie selbst gerade sparen oder Geld anlegen, welche dieser Möglichkeiten, Geld zu sparen oder anzulegen, halten Sie derzeit für besonders interessant? © GfK 2015 | Internationales Stimmungsbarometer | März 2015

zwischen den einzelnen Ländern. In Großbritannien sind 43 % an dieser Investitionsmöglichkeit interessiert, Deutschland 28 % Spanien 26 %, wir in Österreich stehen dieser Anlage skeptisch gegenüber und so ist nur jeder Achter mit dabei. Auch die betriebliche Altersvorsorge punktet außerhalb von Österreich. Die Lebensversicherung kommt nur für 19 % der Befragten bei uns im Land als Möglichkeit in Betracht. Auch Gold als Alternative bewerten Österreicher kritischer als Privatanleger aus

INSOLVENZSTATISTIK

Quartalsziffern Eine Hochrechnung des KSV 1870 ergibt, dass die Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraumes um 13,4 % zurückgegangen sind. Ein Rückgang ist auch bei Verfahren, die mangels vorhandenem Vermögen, nicht eröffnet wurden zu bemerken (Rückgang 16 %). Die Zahl der betroffenen Dienstnehmer sank um 27 %, auch die Schulden der insolventen Unternehmen sind um ca. 38 % gesunken. Im privaten Bereich sind die In-

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solvenzen leicht gestiegen, wobei ein starker Unterschied in den Bundesländer zu sehen ist, so verzeichnet zum Beispiel Wien einen Rückgang von 2 % und Salzburg ein sattes Plus von 23 %. Insgesamt muss man für heuer wieder mit einem Zuwachs rechnen.

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anderen Ländern. Aber unabhängig vom Land entscheiden sich immer mehr Anleger auf jegliche Art von Rendite zu verzichten und das Geld lieber zu Hause zu sparen. In Österreich bleibt das Interesse für Aktien über die letzten vier Jahre eher unverändert: Fast jeder zehnte Österreicher ist bereit in Aktien zu investieren. Zur Studie werden jährlich in Österreich 18.000 Personen hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung- befragt.


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MARKT

Außer Spesen nichts gewesen? Mit den Sorgen und Ängsten der Menschen Geld zu verdienen, ist moralisch nicht wirklich in Ordnung, kommt aber immer wieder vor. Die Firma Boniflex hat mit einer groß angelegten Werbekampagne ihre Dienstleistung einem breiten Publikum vorgestellt, nämlich die Löschung von ungerechtfertigten Einträgen bei diversen Kreditschutzverbänden. Innerhalb der letzten 2 Jahre sollen es – laut eigenen Angaben - bereits mehr

als 2.000 Personen gewesen sein, welche ihre Dienstleistungen in Anspruch genommen haben. Diese ist aber etwas mehr als umstritten, denn nur die einfache Auskunft und Recherche über die Eintragungen kostet bereits 49,90. Damit wird lediglich der Status des Kunden erhoben. Die Auskunft über die eigene Bonitätslage kann man z. B. über den KSV einmal pro Jahr kostenlos erfragen und auch bei anderen Kreditschutzverbänden ist das möglich. Auch die ARGE Daten ist hier behilflich und stellt sogar Musterformulare zur Ve r f ü g u n g . Aber Boniflex bietet noch viel mehr, sie hilft um einen weiteren Obulus von knapp 300 Euro und

pro Löschung um nochmals 10 Euro, die nicht zu Recht bestehenden Einträge aus der Bonitätsliste entfernen zu lassen. Im Portfolio gibt es unterschiedliche Pakete bei der Bereinigung der Bonitätseinträge, z. B. das Bankenpaket um nur 149,90 oder ein Basispaket wo die Eintragungen von allen anderen Unternehmen beleuchtet werden. Auf Nachfrage musste man aber natürlich bestätigen, dass man auf die sogenannten „Schwarzen Listen“ der Banken und Mobilfunkanbieter selbstverständlich nicht heran kommt. In Wahrheit besteht nur die Möglichkeit Löschungen zu veranlassen, welche nicht zu Recht bestehen. Also eine sogenannte „No na“-Dienstleistung, wobei wenn man sich die Arbeit nicht selbst machen möchte oder die Hoffnung hat Löschungen von Einträgen zu erreichen, die nicht Recht bestehen, ist es eine gute Wertanlage, oder? Es funktioniert nämlich auch kostenlos, z. B. mittels der schon vorher erwähnten ARGE Daten und man hat auch ein Recht darauf. Manchmal können groß angelegte Werbekampagnen auch nach hinten losgehen.

im Schwarzen Meer zu finden, die kompletten Schiffsverluste sind um ein Drittel zurückgegangen, obwohl es weiterhin die häufigste Unfallursache ist. Bei Passagierschiffen ist die Sicherheit oft durch Pers on a l m an gel nicht ausreichend ge wä hrleistet. 2014 sind sieben Schiffe untergegangen. Als ein neues Risikopotenzial sehen die AGCS Spe-

zialisten die immer größer werdenden Megaschiffe und bei den auch immer größer werdenden Hafenanlagen die Möglichkeit von Cyberangriffen.

Unglücke Die Schifffahrtsbranche kann aufatmen, die Unglücksfälle sind auf einem Zehnjahrestief. Die Unglücke in der Luftfahrt nehmen zwar auch ab, aber die Zahl der Opfer nimmt auf Grund der immer größer werdenden Flugzeuge zu. Waren es zwischen 2009 und 2013 im Schnitt pro Jahr durchschnittlich 550 Opfer, sind es 2014 bereits 641, bei dieser Zahl sind jedoch die 298 Opfer der Malysian Airline nicht berücksichtigt, da es ja kein Unglück sondern ein Gewaltakt war, auch so können Statistiken beeinflusst werden. Aber zurück zu den weltweiten Schiffsverlusten. Die Allianz Global hat in ihrer jährlichen Studie die gemeldeten Schäden bei Schiffen – berücksichtigt wurden nur Schiffe über 100 Bruttoregistertonnen analysiert, im Jahr 2014 waren es weltweit 2.772 Unglücksfälle. Die Unfallhotspots bei Frachtschiffen sind im östlichen Mittelmeer und


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ZURICH VERSICHERUNG

Oscarreif

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ie Roadshow der Zurich Versicherung durch ganz Österreich war „oscarreif “. Das Infotainment spannte den Bogen von Information über die Erweiterung des Lebensversicherungsportfolios, den Informationen zur Berufsunfähigkeit- und der neuen Grundfähigkeitsabsicherung bis hin zur Unterhaltung mit einer oscarprämierten Hollywoodproduktion. Wir haben mit einigen Vertriebspartnern auf den verschiedensten Stationen der Österreichtour gesprochen:

Eine österreichweite Roadshow mit den neuen Produkten der Zurich Versicherung, wie hat Ihnen dieses Roadshowformat gefallen? Mag. Christoph Kleemann, Landesdirektor Burgenland und Niederösterreich: Mir gefällt es ausgesprochen gut. Ich finde, es steht für das, was wir nach außen repräsentieren wollen, nämlich, dass wir Maßstäbe setzen. Und daher freue ich mich, dass WIR diese Maßstäbe setzen und nicht andere. Es war kurzweilig und sehr informativ. Was ist Ihnen das Wichtigste in der Kommunikation mit den Vertriebspartnern? Kleemann: Die persönliche Beziehung zu unseren VertriebspartnerInnen ist mir das Wichtigste. Wir pflegen diese wirklich und wir arbeiten laufend daran. Es ist mir ein Anliegen, dass, wann immer wir in Kontakt mit unseren VertriebspartnerInnen treten, wir einen Mehrwert schaffen. Heute ist es uns gelungen, trockene Themen mit einem Mehrwert anzureichern. Es ist doch schön während der Arbeitszeit ohne ein schlechtes Gewissen im Kino zu sitzen. Meine Philosophie in Bezug auf VertriebspartnerInnen ist: Alle Anbieter am Markt haben mehr oder weniger vergleichbare Produkte und Preise. Darüber kann man sich nicht signifikant unterscheiden. Eine Unterscheidung, die ich lebe, ist, ich investiere mich als ganzer Mensch immer in den ganzen Menschen. Ich biete Partnerschaft an, die über das reine Geschäft hinausgeht. Ich sehe in unseren VertriebspartnerInnen mehr „LebensabschnittspartnerInnen“ und keine Produktionsfaktoren. Was nehmen Sie sich persönlich von dem Nachmittag mit? Kleemann: Ich war durch die Filmvorstellung emotional berührt und denke, dass sich gerade durch die emotionale Verknüpfung unserer Themen mit dem Kinoerlebnis eine entsprechende Nachhaltigkeit bei unseren VertriebspartnerInnen einstellen wird.


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Monika Kern, Leiterin VKB Versicherungsservice: Es hat mir sehr gut gefallen, etwas komplett anderes als die klassischen Produktveranstaltungen. Man kann Emotionen und Anregungen mitnehmen. Der Vorabfilm über den Patienten war emotional sehr ansprechend und zum Nachdenken gedacht. Mit Emotionen und Bildern Informationen zu transportieren, gefällt mir sehr gut. Oberösterreich hat eine der schwierigsten Marktsituationen, was Lebensversicherung betrifft, wie gehen Sie damit um? Kern: Aufgrund meiner längeren Berufstätigkeit habe ich schon einige Zyklen in diesem Bereich erlebt, das Hoch der klassischen Lebensversicherung, den Beginn der fondsgebundenen Lebensversicherung. Es hat immer wieder schwierige Phasen gegeben, auf Grund meiner Erfahrung glaube ich, dass ich die Bedürfnisse unserer Kunden einschätzen kann, wobei manche Wünsche nicht realistisch sind. Das Produkt Flex Invest ist aber eine gute Möglichkeit, Wünsche und Bedürfnisse, sowie Sicherheit kombiniert mit Ertrag miteinander zu verbinden, da viele Kombinationen möglich sind.

Wie gefällt Ihnen dieses Format einer Roadshow? Christian Hassler, Geschäftsführender Gesellschafter Sekuranza Versicherungsmakler: Es war eine interessante Kombination, ein richtiges Infotainment. Die Informationen waren kurz und prägnant. Für mich hätte es mehr Infos geben können. Der Film als Entertainment war das absolute Highlight. Welches der Themen, die vorgestellt wurden, hat Sie - im Sinne Ihrer Kunden - am meisten interessiert? Christian Hassler: Die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Grundfähigkeitsversicherung sind für uns interessant, da diese Themen für unser Büro relativ neu sind und wir uns darauf konzentrieren wollen. Was nehmen Sie persönlich von dem Nachmittag mit? Christian Hassler: Ich nehme mit, dass man diese Themen wirklich ansprechen muss und der Vorabfilm hat schon gezeigt, wie wichtig das Thema Berufsunfähigkeit ist.

Wie gefällt Ihnen dieses Format einer Roadshow? Anton Bagl: Sehr schön und gut aufbereitet mit einem Film, der einen motiviert, sich mit der Thematik Berufsunfähigkeit noch mehr auseinander zu setzen. Das neue Produkt Flex Invest ist ein interessantes Produkt und kommt bei den Kunden sehr gut an, da es Garantien beinhaltet. Klassische Lebensversicherungen sind am Markt immer noch sehr begehrt, weil die Skepsis bei fondsgebundenen Lebensversicherungen immer noch vorhanden ist. Sicherheit ist Sicherheit, gerade in Zeiten, wo alles unsicher ist. Sie merken die Verunsicherungen am Markt? Bagl: Sehr stark natürlich, weil die Medien jeden Tag darüber berichten. Das auszugleichen, ist die Aufgabe von uns Versicherungsberatern. Was nehmen Sie sich von der Veranstaltung mit? Bagl: Eine positive Einstimmung für ein wichtiges Thema.

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Wie hat Ihnen dieses Roadshowformat gefallen?

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Wie hat Ihnen das Format der Roadshow gefallen? Thomas Jokic, Geschäftsführer/Bereichsleiter Versicherung der Avados Gruppe: Normalerweise zeichnen sich solche Veranstaltungen durch eine Flut an Informationen aus, wovon oft wenig hängen bleibt. Hier aber waren die Kürze, Prägnanz und Klarheit der vermittelten Inhalte eine willkommene Abwechslung. Grundfähigkeitsversicherung, ein neues Produkt bei Zurich in Österreich, wie stehen Sie zu diesem Thema bzw. wie sehen Ihre Kunden diese Thematik? Jokic: Ich glaube, es ist ein sehr heißes Thema, welches leider viel zu wenig Beachtung in Österreich findet. Ich begrüße den Versuch der Versicherungsgesellschaften, solche Produkte auf den Markt zu bringen, da mit einem derartigen Tarif eine weitere Versorgungslücke geschlossen wird. Gerade im Segment Handwerker bzw. schwer versicherbare Berufe sollten solche Lösungen den Kunden aktiv angeboten werden. Was nehmen Sie von dem heutigen Nachmittag mit? Jokic: Ich nehme ein neues, attraktives Produkt mit und die Bestätigung, dass die Beobachtung und Kenntnis des Markts die entscheidenden Erfolgsfaktoren unserer Branche sind.

Wie gefällt Ihnen dieses Format einer Roadshow? Christian Sandig, Sandig & Weintraud: Mir gefällt das sehr gut, etwas Erfrischendes, eine Abwechslung, weil man das Fachliche mit etwas Kulturellem verbindet. Der Film war ausgezeichnet. Das Format hat mir sehr gut gefallen. Berufsunfähigkeit, ein Thema bei Ihren Kunden? Christian Sandig: Auf alle Fälle, wir sind einer der Ersten gewesen und beschäftigen uns seit über 20 Jahren mit dem Thema Berufsunfähigkeit. Es ist ein wesentlicher Punkt in der Beratung. Wir sind Pioniere und haben schon viel Erfahrung und es ist nach wie vor extrem schwierig, bei den Endkunden zu platzieren, weil sie sich einfach noch viel zu sehr in trügerischer Sicherheit wiegen, dass der Staat sie vor dem absoluten sozialen Absturz auffängt. Das absolute Leid passiert immer den Anderen und wir machen leider die Erfahrung, dass Menschen, die eine BU haben wollen, oft vor unüberbrückbaren Hindernissen stehen, meist eine Vorerkrankung haben, die sie erstmalig an dieses Thema denken lässt, jedoch die Annahme dann meist problematisch ist. Bei jungen Menschen ist die Thematik, berufsunfähig zu werden, viel zu weit entfernt in ihrer Vorstellungskraft. Was nehmen Sie sich von der Veranstaltung mit? Christian Sandig: Was mich sehr beeindruckt hat, war der Vorabfilm, der die Geschichte eines Krebspatienten glücklicherweise mit Berufsunfähigkeitsversicherung gezeigt hat. Es hat mich sehr berührt, denn erst wenn man direkt damit konfrontiert wird, kann man sich in die Lage versetzen und sich vielleicht etwas vorstellen, wie das Gefühl sein muss. Sehr aufrüttelnd und emotional, aber auch motivierend, unseren Kunden die Thematik noch mehr zu vermitteln.


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Die EFM wächst und wächst. Immer mehr Büros betreuen über 70.000 Kunden an Standorten in ganz Österreich. Das erfordert enge Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Aus diesem Grund hat sich die EFM dazu entschieden den Standort Graz Hauptbahnhof auszubauen und alle Mitarbeiter der Systemzentrale wieder unter einem Dach zu vereinen. Wir haben mit EFM Vorstand Josef Graf und Ewald Maitz, Prokurist sowie Leiter der Fachabteilung, über die Veränderungen gesprochen. Herr Graf, derzeit befindet sich die Systemzentrale der EFM am Grazer Hauptbahnhof und die Fachabteilung ist in Raaba zu finden. Was wird sich in nächster Zeit ändern? Josef Graf: In der EFM wird nun ein ganz großer Schritt gesetzt. Derzeit ist die Systemzentrale an zwei Standorten tätig – zentral in Graz und am Stadtrand in Raaba. Da aber zwischen den Abteilungen viele Schnittstellen bestehen und eng zusammengearbeitet wird, haben wir uns dazu entschlossen die Zusammenarbeit nun auch räumlich zu optimieren. Deshalb haben wir an unserem zentralen Standort am Grazer Hauptbahnhof nun ein Stockwerk zusätzlich zu unserem bestehenden gemietet und beide umfassend saniert. Warum sind Sie diesen Schritt gegangen? Ewald Maitz: Wie schon erwähnt arbeiten wir alle eng zusammen. Die Grenzen zwischen unseren Abteilungen sind fließend und um die Qualität unserer Arbeit noch mehr zu optimieren, wollen wir nun auch räumliche Grenzen aus dem Weg räumen. Auch wenn EMail und Telefon eine Kommunikation gut ermöglichen, ist es oft doch am besten persönlich mit den Kollegen zu sprechen und an Lösungen zu arbeiten. Außerdem freuen wir uns als Fachabteilung auch sehr darüber, unsere Kollegen nun wieder täglich zu sehen. Josef Graf: Zusätzlichen platzen unsere Räumlichkeiten nun wirklich aus allen Nähten. Die gesamte Zentrale umfasst mittlerweile fast 40 Mitarbeiter. Eine Lösung musste also dringend gefunden werden. In diesem Zuge wollten wir die Zentrale auch wieder als Ganzes vereinen.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen den Standort in Graz auszubauen und renovieren zu lassen und sich nicht für ein neues Bürogebäude entschieden? Josef Graf: Wir haben lange überlegt und viele Szenarien durchgespielt. Im Endeffekt sind es aber unsere Mitarbeiter, die täglich ins Büro kommen und die haben sich einheitlich für den Standort Graz Hauptbahnhof entschieden. Viele reisen mit dem Zug oder öffentlichen Verkehrsmitteln an und dafür ist die Lage ideal. Außerdem ist es mir persönlich auch ein Anliegen unsere Umwelt zu schützen, weshalb die EFM sämtliche Kosten für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für die Mitarbeiter übernimmt. Es gibt ja auch ein EFM Büro in Raaba. Hat der Umzug für dieses auch Auswirkungen? Ewald Maitz: Das EFM Büro in Raaba bleibt nach wie vor am selben Standort. Der Umzug der Systemzentrale hat darauf keine Auswirkungen. Vielen Dank für das informative Gespräch! Wir wünschen noch viel Erfolg für den Endspurt beim Umbau und Umzug und viel Erfolg am ausgebauten Standort!

INTERVIEW

EFM Systemzentrale – alle wieder unter einem Dach


INTERVIEW

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Biometrie ist kein GieĂ&#x;kannenartikel

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Wie geht’s der Gothaer in Österreich? Hofmann: Danke sehr gut, wir haben in den letzten eineinhalb Jahren sehr viel dafür getan, die Aufmerksamkeit wieder vermehrt auf unser Haus zu lenken und ein Gefühl dafür zu vermitteln, was wir anbieten und wie wir arbeiten und wie die Prozesse bei uns ablaufen. Unser Qualitätsfokus liegt auf wenigen guten Produkten mit raschen Prozessabläufen. Wir haben ein kleines und überaus motiviertes und qualifiziertes Team im Innendienst und in der Vermittlerbetreuung. Wir können und wollen nicht jeden Vermittler am Markt erreichen, und haben heute einen Stand von rund 350 Vertriebspartner mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten und vice versa auch z.B. in die Produktentwicklung einbinden. Es ist bilateral geworden, ein wirklicher Dialog der uns optimistisch stimmt, auch die nächsten Jahre positiv gestalten zu können. Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner und wie wichtig ist die IT? Hofmann: Wir sind österreichweit regional wieder sehr gut aufgestellt und unterstützen unsere Vertriebspartner mit unserer Kompetenz. Unsere Mitarbeiter sind nicht nur fachlich hoch qualifiziert sondern auch unternehmerisch gut ausgebildet. Wir verteilen nicht nur Prospekte, sondern wir verstehen uns ein stückweit als Unternehmensberater und Lösungsanbieter. Thema IT: Im Fußball würde man sagen, das ist der zwölfte Mann am Platz, so kann man die Bedeutung von IT in unserer Branche erklären, finde ich. Die besten Leute im Vertrieb und die besten Prozesse können nur funktionieren, wenn die IT unterstützt. Das ist für uns heuer auch ein sehr wichtiges Thema, wir werden unseren Internetauftritt neu gestalten und aus unserer Homepage ein echtes Vermittlerportal, ein Dienstleistungsportal machen.

der Politik und der Medien, keine besondere Berichterstattung und keine Erklärung seitens der Politik. Hier in Österreich ist das gelebte Gefühl, dass der Staat sich um alles kümmern wird noch stärker. Egal wie man es sieht, es ist eine Chance für uns als Hofmann: Eine Grundabsicherung ist Branche dieses Risiko, das der Gesellschaft droht, gemeinwichtig, egal in sam zu lösen. welchem Staat ob DeutschEine Grundabsicherung ist wich- Aber das Wort Berufsunfähigland oder Östig, egal in welchem Staat. keit ist nur ein terreich, die Stichwort unter Thematik ist in Deutschland bereits länger bekannt, weil den man das Thema betrachten kann. Die sich die Gesetzgebung bereits 2001, für die Branche, auch wir als Gothaer Versichenach 1961 geborenen, von der staatlichen rung haben sehr viele unterschiedliche Berufsunfähigkeitspension verabschiedet Möglichkeiten dem Thema zu begegnen, hat. In Österreich ist die Thematik erst letz- denn nicht immer geht es nur um die Untes Jahr präsent geworden. Was beide Län- fähigkeit den Beruf auszuüben, sondern der gemeinsam haben, ist das Schweigen auch um schwere Krankheiten, Unser Hauptthema in dieser Ausgabe ist Berufsunfähigkeit, Sie kennen die Thematik mit der Veränderung in der Gesetzgebung schon etwas länger aus Deutschland, wie stehen Sie dazu?

INTERVIEW

Ingo Hofmann ist seit 2009 für die Gothaer Versicherung tätig. Er war u.a. Leiter der Maklerdirektion in Frankfurt und ist seit September 2013 Niederlassungsleiter in Österreich. Wir haben mit ihm über das Stichwort Berufsunfähigkeit, die gesellschaftliche Verantwortung der Versicherungsbranche und die Gothaer Versicherung gesprochen.


INTERVIEW

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Erwerbsunfähigkeit oder überhaupt um Zusammenhänge erklären und über Pro- rater zu suchen, die sich mit der Materie den Verlust von Leistungsfähigkeit. Auch zessabläufe informieren. Risikoprüfung auseinandersetzen wollen und denen all die Zielgruppen haben andere Bedürfnis- muss transparent dargestellt werden, das die zur Verfügung stehende Unterstützung se und eine andere Auffassung von Verlust ist für mich der Weiterbildungsauftrag anzubieten. der Arbeitsfähigkeit oder dem Thema Inva- Richtung Vertrieb. Wir bieten Workshops lidität oder Pflege. Es ist ein zartes Pflänz- österreichweit, wollen Expertenrunden Was ist Erfolg für Sie? chen, Absicherung von biometrischen bilden und sind dabei BerufsunfähigkeitRisiken, aber es wird sicherlich groß und bzw. Biometrie Zertifikate für den Berater Hofmann: Erfolg für mich ist, Menschen von Ideen zu begeistern und neue Perspekstark. Ich würde mir Brancheninitativen im Sinne der Gothaer umzusetzen. tiven aufzuzeigen. Erfolg wird irgendwünschen Lobbyarbeit und Aktionen, um wann in Zahlen messbar, für mich ist mit vorhandenen Vorurteilen aufzues eine Ideologie weiterzutragen und räumen. Der Vermittler muss erst ein Ich würde mir Brancheninitati- Menschen einen Mehrwert zu geben, Gefühl für diese komplexen Produkte ven wünschen Lobbyarbeit und damit ihr eigenes Leben einfacher, bekommen, denn es ist schon ein umAktionen, um mit vorhandenen leichter, erfolgreicher, schneller und fangreicher Weg von der Unterschrift Vorurteilen aufzuräumen. angenehmer wird. des Kunden, über Gesundheitsfragen, prüfungsrelevanten Unterlagen bis hin Wenn Sie zwei Monate Zeit hätten, zur Polizzierung. Wir sind gefordert wo würde die Reise hingehen? den Vertrieb zu unterstützen und qualitati- Sehen Sie Interesse am Markt? ve Produkte und schlanke Prozesse zu bieten. Sicherlich haben wir auch einen Wei- Hofmann: Ja und Nein, wir haben sehr Hofmann: Aktuell nach Asien. Mich würgute qualifizierte und interessierte, teils den die unterschiedlichen Traditionen und terbildungs- und Qualifizierungsauftrag. junge Berater, mit hohem Interesse, weil Kulturen in einem Land wie China interesSchweigen vermittelt Sicherheit, oder es es die Thematik dieser Generation ist und sieren, auf der einen Seite traditionelle alte sein wird. Natürlich gibt es Generationen Hierarchien und Denkweise andererseits wird schon irgendwie gehen? die sich mit dieser Thematik nicht im sel- westliche aufgeklärtes Business. Meine ReiHofmann: Es wird in der Öffentlichkeit ben Kontext auseinandersetzen, möchten, se würde mich sicher auch nach Japan fühnicht mit Offenheit und Ehrlichkeit über weil sie von der Thematik altersbedingt ren, um zu sehen, wie eine Gesellschaft mit die Problematik gesprochen. Spätestens auch nicht mehr in dem Ausmaß betroffen dem Thema Fukoshima umgeht. wenn ich auf die Pflegesituation in einigen sein werden. Biometrie ist kein GießkanJahren schaue, ist zu erkennen, dass unser nenartikel, es ist auch unser Part sich Be- Wir danken für das Gespräch. System einmal kollabieren wird. Wir als Branche stehen leider unter dem Generalverdacht, dass wir nur das Geld der Konsumenten möchten. Das ist natürlich nicht richtig, aber das kann nur als Branche gelöst werden und nicht als einzelne Gesellschaft. Für mich ist es ein gesellschaftlicher Auftrag und eine gesellschaftliche Verantwortung, die die Branche hier trägt. Es muss unserer Beratung anderer Stellenwert eingeräumt und von allen Seiten und Stellen darauf hingewiesen werden, dass massiver Handlungsbedarf entstanden ist.

Sie haben von Weiterbildung und Qualifizierung gesprochen, was meinen Sie? Hofmann: Wir verabschieden uns immer mehr von der Thematik Produktschulungen, sondern wir versuchen unser Wissen, was wir uns in 195 Jahren Unternehmensgeschichte und mehr als 100 Jahren im Bereich der Biometrie angeeignet haben, in Workshops umzusetzen. Wir wollen


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Reich oder Nichtreich, das ist die Frage

von Mario Passini

Wenn ich so sitz und denk an nix, da überfällt mich immer wieder ein Problem. Und ich habe ein großes Problem: Ich bin reich. Sehr reich, stinkreich sogar. Dreistellig im Millionenbereich. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Niemand darf es wissen! Es gibt nämlich, na, lassen wir das. Doch was gibt einem Reichtum, wenn man ihn nicht protzig, öffentlich zur Schau stellen kann? Da stellt sich die große Frage: Macht Geld allein glücklich? Wer für sich dieser Frage zustimmt, muss allerdings auch der Geldhymne zustimmen. „Money, Money, Money“. Die Hymne besingt, dass materieller Reichtum global das Gleiche bedeutet: „A mark, a yen, a buck or a pound – that clinking, clanking, clunking sound is all that makes the world go’ round“. Locker übersetzt: „Eine Mark, ein Yen, ein Dollar oder ein Pfund: Dieses Geklimper treibt die Welt an“. Übrigens, Liza Minneli präsentierte diesen berühmten Song. Bei dieser Philosophie bleibt ausgeklammert, dass es natürlich auf die Menge des Geldes ankommt. Mit zehn Euro ist man sicher nicht reich, aber doch vielleicht glücklich? Nein, sagt Dr. Tassilo Wallentin, Beststellerautor, Anwalt und Weisheitsguru der größten Zeitung des Landes, vom Format abgesehen. Geld – Wallentin meint den Euro – sei nur noch bunt bedrucktes Papier. Und es sei bald das Papier nicht mehr wert, auf dem es gedruckt wird. Also stimmt es doch? Wer keine Euros hat, ist glücklich? Unbestritten ist, wenn das Geldsystem nicht funktioniert, ist die Wirtschaft am Ende. Kehren wir zum Tauschhandel zurück? So paradox kann die Welt des Geldes sein. Oder anders ausgedrückt: Die Beziehung zwischen Geld und Glück ist kaum zu definieren. Dennoch sicher ist, allen ist Geld wichtig. Doch wie wichtig es ist, das hängt nicht zuletzt mit dem kulturellen Hintergrund zusammen und ist rund um die Erde verschieden. Die Frage, ob Geld glücklich macht, beantwortet die Generation von morgen anders

als ihre Eltern, sagt Carlos A. Primo Braga, Professor für internationale Wirtschaftspolitik, IMD Lausanne, in seiner Studie, veröffentlicht von Credit Suisse. Zweifelsfrei hat Geld einen hohen Stellenwert, doch es gibt sehr verschiedene Auffassungen darüber, welche Rolle es im Alltagsleben spielt, und genauso, ob man es öffentlich zeigt: Für einen Amerikaner ist es normal seinen Wohlstand zur Schau zu stellen. Und in London rufen sich die Broker im Pub über den Tisch zu, wieviel sie heute verdient haben. Ein Vorgang der in der Schweiz als ordinär gilt und in Bhutan sogar als töricht gilt – von Österreich ganz zu schweigen. Beim Geld als Statussymbol ihm zeigt sich auch die Kluft zwischen den Generationen: Für die Jungen, den sogenannten „Digital Natives“ ist materieller Reichtum bei Weitem nicht mehr so wichtig wie für ihre Eltern aus der Nachkriegsgeneration. Viele Junge wollen gar kein Auto mehr. Während die Nachkriegsgeneration von der BMWIsetta über das Gogomobil bis zum ersten VW-Golf unersättlich jede Automode mitmachte. Und wieder steht die Frage im Raum: Macht Geld überhaupt glücklich? Glücklicher mit weniger Geld? Der Zusammenhang zwischen Geld und Glück ist nicht überall auf der Welt gleich. Vor kurzem gab es einige wissenschaftliche Versuche, Glück zu messen. Der „World Happiness Report“, oder die „Guidelines on Measuring Subjective Well-being“ der OECD versuchten sich am Objekt der Begierde. Und im Jahr 2011 rief die Uno die Staaten dazu auf, das Glück ihrer Bevölkerung zu messen, damit sie die entsprechenden politischen Maßnahmen ergreifen können. Vergleichende Studien zeigen allerdings, dass Glück nicht allein durch das Pro-Kopf-Bruttoinlandprodukt bestimmt wird. Auch wenn reiche Länder wie etwa Dänemark, Norwegen, die


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Geld, ein Glücksbringer?

sie Millionäre sind, fahren im Zug im Abteil zweiter Klasse und geben sich gegen außen hin sehr bescheiden. Als Beobachter, so Braga, hat man manchmal das Gefühl, ihnen sei der Wohlstand fast unangenehm. In anderen Kulturen - etwa im Orient - gilt Feilschen als Zeichen von Sparsamkeit, während es in anderen Ländern - etwa in Frankreich - keinen guten Ruf genießt. Diese unterschiedliche Einstellung zum Geld zeigt sich auch als Stadt-Land-Unterschied in Ländern wie Brasilien, wo in Großstädten wie São Paulo eine quasi amerikanische Einstellung zu Reichtum und seiner Zurschaustellung üblich ist, während die Leute in einer dörflichen Umgebung eher reserviert sind. In Südeuropa wächst die Unzufriedenheit

Diese Auffälligkeiten, erklärt Professor Braga, entstehen dadurch, dass andere Faktoren, die sich auf das Glücksempfinden auswirken - wie Lebenserwartung, soziale Beziehungen, familiärer Rückhalt, Großzügigkeit, Wahlmöglichkeiten und Freiheit von Korruption nicht immer eindeutig mit dem Pro-Kopf-Einkommen korrelieren (Korrelation - Wechselbeziehung. d. Red). Das heißt, nicht, dass Geld keine Rolle spielt. Viele Studien belegen zwar, dass ab einem bestimmten Einkommen, so ab rund 70.000 U$-Dollar im Fall der USA, mehr Geld nicht unbedingt zu mehr Glück führt. Aber das spiegelt vielleicht nur die wenig ausgeprägte Beziehung zwischen wahrgenommenem Glück und Wohlbefinden. Man müsse auch beachten, dass der „Sättigungspunkt“ nach wie vor ein heftig debattiertes Thema in der Fachliteratur ist. Österreich: Über Geld spricht man nicht Die kulturellen Aspekte der Frage, wie Geld und Glück in unterschiedlichen Gesellschaften wahrgenommen werden, sind ebenfalls interessant. In den USA - wo das Streben nach Glück ausdrücklich in der Unabhängigkeitserklärung verankert ist - hat Glück eine völlig andere Bedeutung als in Asien, wo die Menschen sehr viel zurückhaltender in ihren Glücksbekundungen sind. Es ist nun einmal so: In manchen Ländern sprechen die Menschen sehr viel bereitwilliger über ihre Erfolge und setzen diese auffälliger mit Geld in Beziehung als anderswo. Im calvinistischen Genf, beispielsweise, würde eine so offensive Haltung als Charakterschwäche betrachtet, meint Braga.

Das Verhältnis zwischen Geld und Glück wird auch vom makroökonomischen Kontext beeinflusst. Jüngere Studien, wie die des Pew Research Center vom Oktober, zeigen, gegenüber einer Studie von 2007, eine signifikante Konvergenz (Analogie. d.Red.) zwischen Industrie- und Schwellenländern im Hinblick auf die durchschnittliche Zufriedenheit - die für Glück stehen könnte. Diese Konvergenz dürfte vor allem mit der relativ besseren wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern zu erklären sein. Aber auch die Auswirkungen der globalen Finanzkrise, von der Südeuropa besonders stark betroffen wurde, haben diese Ergebnisse beeinflusst. Jüngste Analysen lassen den Schluss zu, dass negatives Wachstum die Lebenszufriedenheit sehr viel stärker beeinflusst als positives Wachstum. Kein Wunder also, dass in Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien ein erheblicher Rückgang der allgemeinen Zufriedenheit festzustellen ist.

Schweizer Millionäre fahren zweite Klasse Das heißt, nicht, dass die Schweizer dem Geld keine Bedeutung beimessen. Im Gegenteil, manch einer würde sogar sagen, dass sie ein sehr inniges Verhältnis zum Geld pflegen. Aber viele Schweizer, selbst wenn

In Costa Rica ist man auch mit weniger Geld glücklich.

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Schweiz, die Niederlande und Schweden üblicherweise Spitzenplätze bei diesen Umfragen einnehmen, kann man viele auffällige Ergebnisse finden, resümiert Professor Carlos A. Primo Braga. So rangiere Costa Rica auf einem ähnlich hohen Glücksniveau wie Neuseeland, Mexiko kann sich mit den USA vergleichen, und Brasilien rangiert sogar noch vor Frankreich und Deutschland (Daten von 2010/2012, die Ergebnisse der Fußballweltmeisterschaft 2014 sind darin also nicht berücksichtigt), während China hinter Sambia folgt. Andererseits, so Braga, finden sich arme Länder wie Ruanda, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, Benin und Togo bei diesen Studien regelmäßig auf den letzten Plätzen wieder.


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Hauptsache, reicher als der Nachbar Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zunehmende Ungleichheit. Es wird argumentiert, dass sie in Industrieländern dem sogenannten Easterlin-Paradox zusätzliches Gewicht verleiht. Der amerikanische Ökonomen Richard Easterlin formulierte in den 1970ern seine Theorie, wonach höhere Einkommen mit Glück korrelieren, in internationalen Vergleichen Glück aber nicht mit ProKopf-Einkommen korreliert. Was uns glücklich macht, ist also nicht das absolute EinkommensDas gute Leben wünscht sich wohl niveau, sondern ein höherer sozialer Status – mit jeder, aber nicht um jeden Preis. anderen Worten: Dass man sich reicher fühlt als der Nachbar, so Professort Braga weltgewandt. In Gesellschaften, Ethik und Tugend haben Zukunft in denen die Ungleichheit deutlich zugenommen und die soziale Mobilität abgenommen hat wie in den USA, wird der Konkurrenz- Geld ist ein soziales Konstrukt. Letztlich entscheiden Überzeugungen und Vertrauen darüber, welche Rolle das Geld in den kampf allerdings noch absurder. verschiedenen Gesellschaften spielt. Die Debatte über die Frage, was ein „gutes Leben“ - und damit auch Glück ausmacht, wurde Die jungen Digital Natives: Geld ist nicht alles nicht zuletzt von Ökonomen geprägt, indem sie auf die materielUnd welche Rolle spielt das Alter? Einstellungen zu Geld und len Grundlagen der nützlichen Funktionen des Geldes verweisen. Glück sind, jenseits aller kulturellen Unterschiede, stark vom Al- Geld und seine verschiedenen Konsumoptionen wurden der Mitter abhängig. Die Studienklasse, die ich unterrichte, so Professor telpunkt dessen, was als Erfolg angesehen wird. Braga, ist für mich quasi ein Laboratorium zum Studium dieser Zwar läuft im Hintergrund immer noch Liza Minnellis Song, aber Unterschiede. Die Anzahl der Studenten ist überschaubar, aber sie die nächste Generation orientiert sich in ihren Lebensentscheikommen aus ganz verschiedenen Ländern. Ihre Haltungen zu Geld dungen an Buddhismus, Aristoteles und Thomas von Aquin. Es und Reichtum, zur Rolle der Globalisierung in der Weltwirtschaft, wird faszinierend zu beobachten sein, wie ihre Wahrnehmungen ihre Karriereziele und Glücksvorstellungen sind aufschlussreich. und Ansichten über die Rolle des Geldes breit akzeptiert werden Die Studenten sind typische Vertreter der „Digital Natives“ – eine und Verdrängungs-Technologien wie Bitcoins alte Monopole unAltersgruppe also, die im Zeitalter des Internets herangewachsen tergraben. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, der ist und in ihrem Alltag sehr viel mehr Wert auf „Transparenz“ legt. globalen Finanzkrise und neuer Technologien gelten Ethik und Es ist für diese jungen Leute selbstverständlich, dass Informatio- Tugend wieder als zentrale Faktoren bei der Definition von Glück. nen über Personen, Unternehmen und Länder leicht zugänglich Ähnliches sagte Aristoteles, dessen Grundsätze der Philosophie sind und dass diese Informationen nicht nur im Hinblick auf Kar- heute noch wesentliche Bedeutung haben: „Was es (doch) alles rierechancen genutzt werden, sondern auch ethische Erkenntnisse gibt, was ich nicht brauche.“ Oder wie Georg Bernhard Shaw meinliefern sollen. Nicht wenige der „Digital Natives“ nutzen schon Bit- te: Es stimmt, dass Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen. Und Josef Hopfinger, ein Mann coins – aber das ist schon wieder ein anderes Thema. aus der Mitte des Volkes, und gerade bei den Vorbereitungen für eine Nordlandreise, sagte auf die Frage ob Geld allein glücklich Das gute Leben mache, mit tiefer Überzeugung und ganz langsam: „ooooh Jaaaa“. Auf die Frage, was sie unter einem „guten Leben“ verstehen, wird meist nicht Geld als ausschlaggebender Faktor genannt. Viele Stu- Epilog denten sagen, dass sie in ihrer Heimat etwas verändern wollen, besonders, wenn sie aus einem Entwicklungsland kommen. Und Kleine Geldkunde: In wenigen Ländern der Welt gibt es so viele fast alle erklären, dass sie sich bei ihrer Karriereentscheidung vom Geld-Synonyme wie in England. Ein Beispiel: Im Londoner Cockethischen Verhalten potenzieller Arbeitgeber beeinflussen lassen. ney-Dialekt, der oft auf Reime zurückgreift, wird „lady“ mit „five Vielleicht ist die Betonung von Transparenz und ethischen Fakto- pounds“ gleichgesetzt, denn die adelige „Lady Godiva“ reimt sich ren - aufgrund der Auswirkungen der globalen Finanzkrise - nur mit etwas Fantasie auf „fiver“. 15 Pfund entsprechen also drei „laein Zufall. Aber meiner Ansicht nach erleben wir einen Transfor- dies“ (3 × 5). Und von der US-Band Commodores stammt der Hit mationsprozess, der großen Einfluss darauf hat, wie die nächsten „Three Times a Lady“. 15 Pfund sind also ein Commodore. Das Generationen Geld wahrnehmen und verwenden werden, meint Pfund gilt als älteste Währung der Welt, die noch in Gebrauch ist – es ist über 1200 Jahre alt. der Professor. Quelle: Studie der Credit Suisse: „Reden wir übers Geld“, Wikipedia, Kronenzeitung, Westword, Bitcoin, The POORWORKER


generali.at/partner

Ein paar Monate ohne Job komme ich schon über die Runden. Aber länger?

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ali Die Gener higkeits-Vorsorge. Berufsunfä

Um zu verstehen, muss man zuhören. Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, leisten kann es sich langfristig keiner. Die finanziellen Mittel, die Betroffene vom Staat erhalten, reichen in den meisten Fällen nicht aus. Unsere Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung hilft, Ihren Lebensstandard auch im Krankheitsfall halten zu können. Und für den Fall der Fälle ist eine individuelle Ablebensversicherung inkludiert.

Unter den Flügeln des Löwen.


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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Humor im Hemd

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er Höhepunkt der österreichweiten Roadshow der Wiener Städtischen Versicherung fand in der Wiener Hofburg statt. Wie schon im letzten Jahr wurden die Vertriebspartner in den Zeremoniensaal der ehrwürdigen Hofburg geladen, auch Generaldirektor Stellvertreterin Dr. Judith Havasi und Vorstandsdirektor Erich Leiß waren unter den Gästen. Mehr als 200 Freunde und Partner des Unternehmens folgten der Einladung und genossen die Anleitung von Dr. Roman Szeliga, wie man sein Leben mit einem Lachen verlängern kann. Denn die eine Minute, die Sie 20 Minuten länger leben lässt, sollte doch noch wo zu finden sein. Der Abend hat nach längerem Überlegen den 200 Gästen sicherlich eine enorme Lebensverlängerung eingebracht. Aber

nicht nur in Wien freute sich KR Gerhard Heine als Leiter der unabhängigen Vertriebe und Vorstandsdirektor Dr. Ralph Müller über den regen Zustrom. In Kärnten wurde im Casino Velden am Wörtersee von Landesdirektor Erich Obertautsch zur humorigen Abendveranstaltung geladen. KommR Ida Wander genoss mit ihren Mitarbeitern der Landesdirektion Tirol und den geladenen Gästen in Innsbruck den Vortrag von CliniClowns Mitbegründer Dr. Szeliga. Auch die Landesdirektion Salzburg, deren Mitarbeiter und Landesdirektor Dr. Martin Panosch luden die Vertriebspartner ein. Im Kavalierhaus wurde nach der Anleitung „Schluss mit Lustig jetzt wird’s Ernst“ noch bis spät in die Nacht gelacht und sich an den Delikatessen, die angeboten wurden, degustiert.

Vertriebspartnerchef KR Gerhard Heine: Um es frei nach dem Vortragenden, Dr. Szeliga zu sagen, der uns während der gesamten Roadshow begleitet und bestens unterhalten hat: Humor ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch ein Vertrauensbildner. Ein Gewerbe wie das Versicherungsgewerbe beruht zu einem hohen Prozentsatz auf Vertrauen. Vertrauen zwischen Kunden und Vermittler, aber auch Vertrauen zwischen Versicherungsunternehmen und Vertriebspartner. Veranstaltungen wie unsere Roadshow bieten den besten Rahmen, um im persönlichen Kontakt mit unseren Vertriebspartnern zu pflegen und das gegenseitige Vertrauen zu festigen.


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VERANSTALTUNG

Vertriebsvorstand Dr. Ralph Müller: Die große Zahl der Gäste und die positive Geschäftsentwicklung zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht haben. Unser Erfolg ist jedoch kein Anlass, sich zurückzulehnen, sondern vielmehr ein Auftrag, auch in den nächsten Jahren in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen. Der Erfolg der Wiener Städtischen ist eng mit dem Erfolg unserer Vertriebspartner verknüpft. Unsere - mittlerweile schon traditionelle - Roadshow ist ein kleines Dankeschön an sie.


KOLUMNE

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Mit wetterfesten Fondskonzepten auf der Gewinnerseite

von Michael Kordovsky

Die Bondmärkte sind überteuert und die bedeutendsten Aktienmärkte sind mittlerweile heiß gelaufen und reif für die nächste Korrektur. Auf der anderen Seite muss man das Geld faktisch unverzinst parken. Der Ausweg liegt in am Gesamtertrag ausgerichteten Fondskonzepten, mit denen sich marktunabhängig Geld verdienen lässt.

D

ie Zusammensetzung der meisten Fonds ist grundsätzlich vorgegeben. Sie sind mehr oder weniger stark an bestimmte Indizes als Benchmark gebunden. Es geht hier darum, nicht unangenehm aufzufallen. Je niedriger mögliche negative Abweichungen von Vergleichs-Indizes sind, desto besser ist das für die Fondsmanager. So lange Aktienund Anleihenmärkte gemeinsam nach oben gehen, geht hier die Rechnung auf und genau daraus resultieren die in jüngster Zeit teils sehr beachtlichen Wertzuwächse, insbesondere bei dynamischeren Fondsprodukten. Vergessen sind dabei die kritischen Jahre der Finanzkrise, nämlich 2008 und 2009 oder die „EurozonePeripherieländer-Turbulenzen“ des Jahres 2011. Und das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass beispielsweise (per.10.4.2015) der S&P 500, der DAX und NASDAQ-100-Index in den vergangenen 5 Jahren um jeweils 76, 98 bzw. 122 Prozent anstieg. Seit dem Tief im März 2009 ist der S&P 500 sogar 215 % im Plus. Gleichzeitig stieg der Bund-Future (synthetische deutsche Bundesanleihe mit 6 % Kupon und 10 Jahre Laufzeit) auf neue Höchststände, denn die Rendite 10jähriger deutscher Bundesanleihen ist auf ein historisches Tief von 0,16% gesunken. Um hier unter dem Aspekt der Gesamterträge in jeder Marktsituation die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten Berater und deren Kunden bei der Auswahl wetterfester Fonds wie folgt vorgehen: 1.) Qualitätscheck: Hier wirft man zuerst einen Blick auf die Sharpe-Ratio, also das Verhältnis zwischen dem um den risikolosen Ertrag verminderten Wertzuwachs und der Volatilität. Diese Kennzahl ist ein Maßstab für das Chancen/Risiko-Verhältnis und umso besser je höher sie ausfällt. Doch diese Kennzahl sagt noch nichts über den Worst-Case aus. Vorsichtige Anleger stellen sich nämlich immer wieder die Frage: „Was ist das Schlimmste, das in den vergangenen Jahren passiert ist?“ Die Antwort darauf liegt im Maximum Drawdown (maximalen Verlust) der vergangenen 3 oder 5 Jahre und – falls Daten vorhanden – seit Auflage. Bei Fonds mit einer etwas längeren Historie kann auch ein Blick darauf geworfen werden, wie sie sich in den Krisenjahren 2008 und 2009 entwickelten. War hier die Performance positiv, dann hat der Total-Return-Ansatz zumindest schon einmal eine echte Feuerprobe bestanden. 2.) Performance-Check: Hier wird ein Blick auf das aktuelle Momentum, also die jüngste Dynamik der Wertentwicklung

geworfen. Verluste in den vergangenen 12 Monaten sind ein „Drop-Out-Krtiterium“ und je besser und stabiler die Aufwärtsdynamik in diesem Zeitraum desto besser. Am Idealsten wären 12 positive Monate, hintereinander. 3.) Strategie-Check: „Was steckt hinter den Zahlen?“ lautet hier die entscheidende Frage. Defensive Multi-Asset-Fonds sind beispielsweise sicherer als gehebelte Managed Futures-Produkte und das Gesamtportfolio soll auf mehreren strategischen Säulen wie zum Beispiel (Multi-Asset)-Vermögensverwaltungsfonds, Managed Futures Funds (Trendfolger), DevisentradingFonds und marktneutrale Aktienstrategien aufgebaut sein. Das glättet Schwankungen und sorgt für mehr Ertragskontinuität. Eine Kombination interessanter Produkte für wohlhabendere Anleger, die ihr Geld für sich marktunabhängig arbeiten lassen möchten, stellt beispielsweise folgende Selektion dar: Superfund Blue SPC Class A (ISIN: KYG858641098) - Marktneutral in Aktien Superfund Blue ist eine Aktienstrategie mit Absicherungssystem gegen fallende Märkte. Investiert wird in ausgewählte Einzelaktien, die ein höheres Ertragspotenzial erwarten lassen als der Gesamtmarkt bei gleichzeitiger Absicherung gegen Verluste mit dem jeweiligen Aktienindex Future. Die vollautomatische Superfund Blue Handelsstrategie investiert an den größten Aktienbörsen weltweit, vor allem in Europa, den USA und Asien, und kann über den Einsatz von Derivaten einen Hebel (Leverage) bis zum 4Fachen des Fondsvolumens einsetzen. In den Jahren 2008 und 2009 lag das Plus bei jeweils 19,07 bzw. 3,30 %. Weniger erfreulich verliefen hingegen die Jahre 2011 und 2012 mit jeweils -2,89 bzw. -5,95%. Dafür war 2013 mit +12,88% umso besser und im laufenden Jahr (bis Ende März) liegt der Fonds 4,35% im Plus. Der Fonds wurde bereits vor 10 Jahren aufgelegt und die langjährige Performance liegt seither bei 4,21% p.a.. Der große Vorteil des Fonds liegt somit weniger in spektakulären Renditen sondern vielmehr darin, dass er sich aufgrund der marginal negativen Korrelation zu Aktien (S&P 500, Hang Seng und Euro Stoxx 50) und Managed Futures (CISDM CTA Equal Weighted Index) als Beimischung in ausgeklügelten Portfolios hervorragend eignet. Zusätzlich positiv: Eine modizifizierte Sharpe-Ratio (risikofreier Zins 0%) von 0,47 und ein maximaler Wertverlust von -14,63%, der somit weit unter jenem von Aktien liegt.


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Trendfolgende Managed Futures von FTC und smn Quantitative Systeme der Trendfolge funktionieren bei AktienIndex- und Anleihen-Futures aber auch bei Devisen und RohstoffFutures. Damit kann man ein breites Spektrum an Märkten abdecken. Sobald das System einen Trend erkennt, setzt der Fonds eine bestimmte Positionsgröße auf diese Entwicklung und sichert sich mit Stopps ab, falls ein ungünstiger Verlauf einsetzt. Trends können auf kurz-, mittel-, und längerfristige Zeiträume wahrgenommen werden. Dabei kann man sowohl an steigenden als auch fallenden Kursen profitieren. So investiert z.B. der FTC Futures Fund Classic nach rein systematischen Kriterien in ein breit gestreutes Portfolio aus börsengehandelten Futureskontrakten aller Asset-Klassen (Aktienindizes, Geldmarktzinsen, Anleihen, Währungen, Rohstoffe). Das Handelsmodell besteht aus einem Multistrategie-Ansatz, in dem trendfolgende Systeme unterschiedlicher Fristigkeiten den Schwerpunkt bilden. Weitere Systeme (darunter etwa kurzfristige Trading-Modelle oder Arbitrage-Strategien) bieten zusätzliche Diversifikation. Gewichtungen von Systemen und Märkten sind ebenso regelbasiert wie Entries, Limits, Stops und Positionsgrößen. Die Performance-Historie der Classic-Strategie geht bis Anfang 1995 zurück. Die Stammklasse EUR B (ISIN: LU0082076828) gibt es seit 1.5.1998. Der annualisierte Ertrag seit Anfang 1995 liegt bei 8,63 % p.a. (per 31.03.2015) und das bei einer Sharpe-Ratio von 0,39. Eine Korrelation zum Welt-Aktienindex (MSCI World) ist mit -0,04 nicht gegeben und jene zu deutschen Anleihen (REX Gesamtperformance Index) ist mit 0,19 nur minimal, weshalb der Fonds eine ideale Beimischung in ausgewogene Portfolios darstellt. In den Krisenjahren 2008 und 2009 lag die Performance bei jeweils 41,95 bzw. -7,36% und in den vergangenen 12 Monaten beeindruckt der Fonds mit einem explosionsartigen Anstieg um 54,12% (per 31.03.2015). Das Momentum stimmt! Hervorragend entwickelte sich auch der smn Diversified Futures Fund (LU0070804173) und zwar mit +57,3% im Jahr 2014 und weiteren 9,97% im laufenden Jahr (bis März). Seit Auflage (No-

vember 1996) steht ein durchschnittlicher Ertrag von 8,98% p.a. einer annualisierten Volatilität von 19,29% gegenüber, während der maximale Verlust mit -37,72% in einer relativ überschaubaren Größe liegt. In den Jahren 2008 und 2009 lag die Performance bei jeweils 58,52 bzw. -15,88%. Sämtliche Handelsmodelle von smn beruhen auf mittel- bis langfristiger Trendfolge. Dabei wird versucht, mittels voneinander unabhängiger, quantitativer Systeme, Trends in verschiedenen Märkten zu identifizieren und in gewinnbringende Trades umzusetzen. Das Investmentuniversum des Fonds umfasst aktuell über 200 verschiedene Märkte aus den Sektoren Währungen, Zinsen (kurz- und langfristig), Aktienindizes, Agrargüter, Energie, Fleisch, Soft Commodities und synthetische Märkte. Ein striktes Risikomanagement spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Ergebnis: Eine Modified Sharpe Ratio von 0,47. C-QUADRAT ARTS Total-Return Balanced (ISIN: AT0000634704) – Gelungenes Timing mit Aktien und Anleihen Die Stärke des Vermögensverwaltungsproduktes liegt in den flexiblen Anlagerichtlinien. So kann bis zu 50 % des Volumens in Aktienfonds aber bei Bedarf auch bis zu 100% in Anleihen und Geldmarktfonds bzw. geldmarktnahe Fonds investiert werden. Auch besteht die Möglichkeit teilweise in Einzelaktien zu investieren. Die Investmententscheidungen werden auf Basis eines technischen Handelssystems mit einer kurz- bis mittelfristigen trendfolgenden Ausrichtung getroffen. Jene Fonds, die ein kurz- bis mittelfristig positives Trendverhalten zeigen, werden im Portfolio am stärksten gewichtet. Seit Auflage (24.11.2003) liegt per 10.04.2015 die Performance bei 7,03 % p.a.. und dies bei einer niedrigen Volatilität von 5,40% und einem maximalen Verlust von nur -11,27%! Die Modified Sharpe-Ratio beträgt 1,35. Auch das Momentum der vergangenen 12 Monate stimmt, nämlich ein Plus von 19,36 Prozent. In den vergangenen 15 Monaten gab es lediglich 2 negative monatliche Wertentwicklungen und im laufenden Jahr ist der Fonds bereits 11,35% im Plus. Obwohl der Fonds zuletzt die Anlageklassen Aktien und Anleihen in etwa je zur Hälfte gewichtete, kann man ein gewisses Vertrauen haben, dass das Management – so wie 2008 und 2009 - erneut rasch handeln wird, sollte sich das aktuelle Marktumfeld eintrüben. 2008 ging das Fondsmanagement rasch aus dem Aktienmarkt heraus (massive Untergewichtung) und gewichtete dann Anleihen und Geldmarktveranlagungen stärker. Dadurch hielt sich 2008 das Minus mit -5,84% in engen Grenzen, während 2009 eine rasche Reaktion ein Plus von 20,75% ermöglichte. Angesichts dieser Tatsachen kann der Fonds als Basisinvestment übergewichtet werden. Fazit Die Kombination dieses Fondsportfolios mit dividendenstarken Aktien-Dauerbrennern wäre derzeit eine ideale Mischung, wobei das Fondsportfolio mit 70 bis 75% und lukrative Dividendentitel wie Procter&Gamble, Coca Cola, McDonald´s, BASF, Royal Dutch Shell und Allianz mit 20 bis 25 % gewichtet werden sollten. Letztere sollten jedoch unbedingt mit Stopps abgesichert werden. Darüber hinaus sollte man noch 5 bis 10% Cashreserven für Sondersituation am Aktienmarkt bereithalten, denn die nächste Korrektur kommt bestimmt.

KOLUMNE

3 Banken Währungsfonds T (ISIN: AT0000A08AA8) – Mit Devisen erfolgreich Es gibt nur wenige Fondsmanager, die Devisenstrategien mit Anleihen und Derivaten auf Dauer erfolgreich umsetzen können. Zu den wenigen Glücklichen zählen u.a. die Manager des 3-Banken Währungsfonds. Von Anfang März 2008 (Fondsbeginn) bis Ende 2009 lag das Plus bei 12,25%. Insgesamt liegt seit Fondsbeginn der Wertzuwachs bei 4,37% p.a. (Stichtag: 10.04.2015) und in den vergangenen 12 Monaten bei 11,78%. Der Fonds investiert in Fremdwährungsanleihen mit kurzen Laufzeiten. Die Durchschnittsrestlaufzeit liegt bei 1,63 Jahren. Mit jeweils 12,5 % am stärksten gewichtet sind die Dänische Krone und der US-Dollar. 5,75 % fallen auf den Südafrikanischen Rand und jeweils 5,16% auf NeuseelandDollar und Brasilianischen Real. Jeweils zwischen 4 und 5 % gewichtet sind die Indische Rupie, der Australische Dollar und die Türkische Lira. Die jüngste Euroschwäche infolge der expansiven Geldpolitik der EZB ist Treibsatz des aktuellen Momentums.

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Eins, Zwei, X

Nicht unentschieden wie beim TOTO sondern es wird Andere treffen - nur mich nicht. So oder so ähnlich müssen die Überlegungen von Frau und Herrn Österreicher sein, wenn es um die Thematik Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder den Verlust einer Grundfähigkeit geht. Die Argumente die gegen eine Absicherung angeführt werden, sind oft weit hergeholt bzw. entbehren sie jeder Informationsgrundlage, denn die staatliche Leistung reicht oft nicht aus für ein – soweit noch möglich – angenehmes Leben.

Nach Rückfragen bei einigen Versicherungsmaklern haben wir festgestellt, dass diese sehr wohl die Thematik bei vielen Beratungsgesprächen ansprechen, die Kunden aber erst dann die Thematik in ihre Überlegung miteinbeziehen, wenn es zu einem Fall in der näheren Umgebung bzw. in der Familie gekommen ist. Wie auch bei der Pflegevorsorge. Wir haben Versicherungsunternehmen dazu befragt, wie sie Ihre Vertriebspartner in diesem Bereich unterstützen und wo sie die größten Herausforderungen in diesem Bereich sehen.


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Berufsunfähigkeit – Erwerbsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Themen die nicht wirklich erfreulich sind, wie sensibilisiert man Kunden? Christian Brandstätter, Geschäftsführer: Die beste Sensibilisierung ist der persönliche Auszug der jeweiligen Sozialversicherung. Hier sieht der Kunde schwarz auf weiß was im Falle einer Berufsunfähigkeit, einer Erwerbsunfähigkeit bzw. einer Invaliditätspension zur Auszahlungen kommen würde. Wie findet man die beste Absicherung, bzw. was ist noch leistbar, welche Alternativen gibt es? Brandstätter: Es gibt meiner Meinung nach keine beste Absicherung, sondern nur die Passendste. Es gibt bereits ein Dutzend Anbieter am österreichischen Markt die Produkte für das Segmet anbieten. Hier ist der Versicherungsmakler gefragt, dass passendste und beste Angebot für den Kunden auszuwählen. Es muss das Gesamtpaket stimmen und auf die Bedürfnisse der Kunden geachtet werden, nur die Prämie zu vergleichen ist zu wenig. Entscheidend in der Auswahl sind sicherlich auch Annahmerichtlinien, Service, Polizzierung und etwaige Erfahrungen mit dem Produktgeber. Wenn man sich die bis zu 10 Berufsgruppen einzeln ansieht, dann beantwortet sich die Frage nach der Leistbarkeit sehr schnell. In erster Linie werden die Berufe mit einem geringeren Risiko derzeit auch von fast allen Anbietern forciert. Auf der Strecke bleiben die Berufe mit höherem Risiko (z.B. Handwerker ect.) die sich die Prämien kaum noch leisten können. Hier wird die große Herausforderung der Anbieter sein, dass sie durchschnittliche Prämien kalkulieren, die für alle Berufsgruppen leistbar sind. Derzeit ist das Preisgefälle zwischen Berufsgruppe 1 und 10 teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Alternativ zur Berufsunfähigkeit sind die Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise die Grundfähigkeitsversicherung. Alle anderen Produkte und Lösungen würde ich derzeit nicht als Alternativen bezeichnen, wenn es um das Thema Absicherung der Arbeitskraft – sprich Existenzsicherung geht. Meine klare Reihenfolge ist – BU vor EU oder Grundfähigkeit. Was muss besonders beachtet werden und wo sind die Stolpersteine? Brandstätter: Es gibt zahlreiche Punkte, die bei der Beratung berücksichtigt werden mussen. Zwei davon möchte ich besonders hervorheben: Berufsgruppeneinstufung und Beantwortung der Gesundheitsfragen. Bei der Berufsgruppeneinstufung reicht es mittlerweile nicht mehr aus, nur den Beruf zu nennen. Sondern

Ausbildung und genaue Tätigkeitsbeschreibung sind unbedingt notwendig, um die richtige Berufsgruppeneinstufung zu finden. Hier empfiehlt sich auch, im Vorfeld bereits mit dem Anbieter die genaue Einstufung abzuklären – man spart sich Zeit und Nerven. Die Beantwortung der Gesundheitsfragen ist mitunter das wichtigste bei der Beratung. Der Kunde sollte unbedingt die Gesundheitsfragen selbst ausfüllen, jede Frage muss ausführlich besprochen werden, damit Erinnerungslücken bei der Beantwortung der medizinischen Fragen vermieden wird. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert im Leistungsfall eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung – bis hin zur Anfechtung des Vertrages. Nicht nur, dass kein Versicherungsschutz im Leistungsfall vorhanden sein kann, auch die bis dahin einbezahlten Prämien sind für den Kunden verloren. Wie sehr hat sich dieser Bereich in den letzten Jahren verändert? Brandstätter: Grundsätzlich sehr positiv. Die Anzahl der Anbieter hat sich verdreifacht – damit steht den Maklern mittlerweile eine größere Auswahl an Produkten zur Verfügung und das Know How ist spürbar auf beiden Seiten auf einem hohen Level. Die Produkte sind flexibler geworden und mit zahlreichen Zusatzbausteinen, insbesonders den Pflegebausteinen, versehen worden. Prämienmäßig hat sich eine kleine Berufsgruppenzahl starkt verbilligt, Schattenseite die kaum mehr leistbaren Prämien in höheren Risikogruppen. Wo ich noch Handlungsbedarf sehe, ist z. B. in der Schnelligkeit der Bearbeitung bei der Beantragung einer BU. Gründlichere Datenaufnahme von Seiten der Makler und schnellere und effizientere Bearbeitung von Seiten der VU um unnötige Rückfragen zu sparen und schnell zur Polizze zu gelangen. Gefühlt ist natürlich der Leistungsfall aus der Sicht der Makler und Kunden der größte Stolperstein. Ablehnungen sind aus Sicht der Versicherungsunternehmen manchmal notwendig, für den betroffenen Kunden selten nachvollziehbar. Das größte Potenzial für Verbesserungen sehe ich in der Bearbeitung bei einem Leistungsfall sowohl auf Seiten der Versicherungsunternehmen als auch beim Versicherungsberater. Makler und Kunden sollten vollständige Unterlagen zur Verfügung stellen und auf notwendige Rückfragen der Versicherung zeitnah reagieren. Aber auch die Versicherungsunternehmen sollten eine schnellere und professionellere Abwicklung an den Tag legen und vor allem unnötige oftmals wiederholte Anforderungen von bereits gelieferten Unterlagen unterlassen. Wir danken für das Gespräch.

TITELGESCHICHTE

Courtage Control Consulting GmbH


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UNIQA Österreich Peter Eichler, Vorstand: Was passiert, wenn plötzlich eine Herzerkrankung oder eine Depression das Arbeiten unmöglich machen? Wer kümmert sich um die finanzielle Sicherheit? Der Staat werden nun viele denken. Das ist auch richtig, aber reicht das? Wer kommt mit 1.000 Euro im Monat – so hoch ist in Österreich eine durchschnittliche Invaliditätspension - aus? Wer seine finanzielle Freiheit nicht von Vater Staat abhängig machen möchte, kann sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) schützen. Die Deutschen sind sich dieses Problems längst bewusst. In unserem Nachbarland haben 61 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen, die berufstätig sind, vorgesorgt. Doch in Österreich führt das Produkt immer noch ein Schattendasein. Gerade einmal 15 Prozent der erwerbstätigen Österreicher sind im

worst case abgesichert. Als Versicherer fragt man sich, wie man das ändern könnte? Wir denken, dass transparente Produkte ohne Stolpersteine im Kleingedruckten helfen, das Bewusstsein zu schärfen. So verzichten wir etwa auf die abstrakte Verweisung, das bedeutet, dass wir BU-Versicherte, die die Leistung in Anspruch nehmen müssen, nicht auf einen anderen Beruf verweisen werden können. Maßgebend für die Beurteilung der Berufsunfähigkeit ist der zuletzt ausgeübte Beruf – das hat den Vorteil, dass man bei Berufswechsel immer den adäquaten Versicherungsschutz genießt. Und wir bieten eine Nachversicherungsgarantie, damit die Polizze anpassungsfähig bleibt und auch zu einem späteren Zeitpunkt aufgestockt werden kann, ohne neuerliche Gesundheitsprüfung.

ERGO Versicherung AG Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit? Mag. Josef Adelmann, Vorstandsvorsitzender: Die Arbeitskraft ist das größte Vermögen, das wir besitzen. Der mögliche Verlust der Arbeitskraft ist ein Thema, mit dem sich niemand gerne beschäftigt. Und solange es einem gut geht, wird es vielfach verdrängt. Genau hier besteht die Herausforderung: Ein risikogerechtes Bewusstsein über die Notwendigkeit einer privaten Absicherung beim Kunden zu schaffen. Zum Beispiel junge Menschen, die aufgrund einer akademischen Ausbildung später ins Arbeitsleben starten, haben im Falle einer Berufsunfähigkeit keinen sofortigen Anspruch auf staatliche Pensionsleistung. Aber auch im Falle einer sozialversicherungsrechtlichen Anerkennung der Pensionsleistung müssen die Betroffenen mit einem Einkommensausfall von rund 40% rechnen. Die staatliche Pension reicht also nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die ERGO Berufsunfähigkeits-Vorsorge bietet die finanzielle Absicherung der Arbeitskraft. Bei Verdienstausfall durch Berufsunfähigkeit erhält die versicherte Person die vereinbarte Rente monatlich

ausbezahlt und kann somit die entstandene Versorgungslücke schließen. Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie besonderes an? Adelmann: Ein besonderes Angebot an unsere Vertriebspartner und/oder deren Mitarbeiter ist unsere ERGO Vorsorgeakademie. In Seminaren erläutern Experten einfach und leicht verständliche die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Berufsunfähigkeitspension. Fachliche Produktinfos stehen im sinnvollen Wechsel zu praxisrelevanten Themen. So können die Teilnehmenden ihre Fachkompetenz weiter ausbauen. Ergänzend zum bereits bestehen Pensionsrechner bietet ERGO kostenfrei einen „Pensionsrechner Berufsunfähigkeit“ an. Basierend auf dem Ergebnis bzw. einer folgenden Risikoanalyse kann über das ERGO Portal die entsprechend notwendige Angebotsberechnung bzw. Antragsstellung erfolgen. Neben den Leistungsmerkmalen vom Produkt ist die Einzelfallbearbeitung entscheidend. Die langjährige Erfahrung in der Risikoprüfung der Lebensversicherung - und somit die bereits bestehende individuelle Entscheidungskompetenz - sichert dem Vermittler eine lösungsorientierte Einzelfallentscheidung.


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Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich der BU/EU? Christian Wagner, Produktmanager, Direktion für Österreich: Berufsunfähigkeit ist in Österreich nach wie vor ein sehr stark unterschätztes Risiko und in der Wahrnehmung der Menschen ein Risiko, das vor allem die „anderen“ trifft. Daher findet auch der Einkommensschutz über eine Berufsunfähigkeits- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung hierzulande noch immer zu wenig Beachtung. Die Menschen vertrauen noch immer darauf, dass der Staat im Ernstfall für sie sorgt. Österreich hat zwar ein hervorragendes Sozialsystem, aber der Zugang wird immer schwieriger und die Betroffenen sind im Ernstfall meist mit massiven finanziellen Einbußen konfrontiert. Es fehlt hier das notwendige Wissen oder die entsprechende Information

durch einen verantwortungsvollen Berater. Der Pensionskontoauszug wird als Informationsquelle nach wie vor zu wenig genützt, die Neuregelungen in der gesetzlichen BU sind kaum bekannt. Wie unterstützen sie den Vertrieb? Wagner: Wir bieten unseren Vertriebspartnern ein umfangreiches Serviceund modulares Weiterbildungsangebot, damit diese ihre Kunden im Beratungsgespräch nicht nur mit dem Wissen über die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen sondern auch mit qualifizierten Argumenten überzeugen können. Ein Schwerpunkt liegt hier nicht zuletzt auf einer professionellen Zielgruppenansprache, einer Sensibilisierung hinsichtlich Risikoprüfung und Leistungsregulierung aber auch einer effizienten Gesprächsführung im Beratungsgespräch.

Swiss Life Select Österreich GmbH Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit? Christoph Obererlacher MBA, Vorsitzender der Geschäftsführung: Das Bewusstsein zur Berufsunfähigkeit in der Bevölkerung ist eher gering, wir werten es als unterschätztes Risiko in Österreich. Viele meinen, dass mit einer Unfallversicherung das Risiko abgesichert ist. Tatsache ist jedoch, dass in 97% der Fälle die Berufsunfähigkeit durch Krankheit verursacht wird und nicht durch Unfall. Die Swiss Life Select Berater und Beraterinnen sind deshalb um Aufklärung bemüht und möchten zu diesem Thema die Kunden sensibilisieren. Wir erkennen, dass eher geringe Erfahrungen mit BU bei klassisch österreichi-

schen Versicherungen gegeben sind, hier sind uns deutsche Anbieter voraus (Continentale, Dialog, Nürnberger, HDI Leben). Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie besonderes an? Obererlacher: Wir veranstalten spezielle BU-Fachtage für unsere Berater und setzen Schwerpunktaktivitäten im Bereich „biometrische Risiken“. Außerdem stellen wir aktuelle Informationen im Intranet zur Verfügung und bieten Kurse in unserer hauseigenen Beraterakademie an. Im Produktmanagement treffen wir gemäß unserer Qualitätsstandards Vorselektionen zu BU-Tarifen und mit unseren Berechnungstools für die Berater schließen wir eine Lücke zwischen den Anbietern und Kunden.

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HDI Lebensversicherung AG


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WWK Lebensversicherung a. G Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit?   Thomas Pollmer, Leiter des Produktmanagements: Viele Menschen verbinden mit Invalidität oder Berufsunfähigkeit die Vorstellung: „Das kommt nur in besonders gefährlichen oder körperlich anstrengenden Berufen vor. Und meistens sind es Unfälle, die zu einem Verlust der Arbeitskraft führen.“ Das ist beides nicht richtig. Statistiken beweisen, dass Berufsunfähigkeit über alle Berufe hinweg eintreten kann. Unfälle spielen dabei sogar eine eher untergeordnete Rolle, sondern zumeist entsteht Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Erkrankungen. Diese Fakten in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken ist aktuell immer noch die größte Herausforderung in der Kundenberatung. Wichtig ist natürlich auch die Frage nach dem passenden Versicherungsschutz. Die WWK bietet in Österreich mit der Produktlinie WWK BioRisk zwei attraktive Versicherungstarife gegen die finanziellen Risiken bei Verlust der Arbeitskraft an. Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der WWK sichern sich Kunden bestens gegen den finanziellen Verlust für den Fall der Berufsunfähigkeit ab. Der Top-Schutz ist sehr leistungsfähig und extrem kundeno-

rientiert gestaltet. Mit der Grundfähigkeitsversicherung der WWK können Kunden die finanziellen Risiken bei Verlust von bestimmten definierten Grundfähigkeiten wie Sehen, Sprechen oder Gehen auffangen. Die Versicherung ist damit eine kostengünstige Grundvorsorge, die auch für Personen mit Vorerkrankungen geeignet ist.     Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie besonderes an?   Pollmer: Bei der Vertriebsbetreuung setzt die WWK in erster Linie auf eine starke Präsenz vor Ort. Derzeit sorgen die vier Vertriebsdirektionen Wien, Graz, Salzburg und Linz regional für eine zuverlässige und kompetente Betreuung der Geschäftspartner. Zudem unternimmt die WWK große Anstrengungen, um ihren von der Hauptdirektion in München angebotenen Service für Vertriebspartner und Kunden stetig zu verbessern. Eine Untersuchung des renommierten Marktforschungsinstituts YouGov bestätigt dies: So wurde die WWK mit dem Service-Innovationspreis 2014 in der Kategorie „Betreuen und Helfen“ ausgezeichnet. Die hochkarätig besetzte Jury hob hervor, dass der WWK-Echtzeitservice extrem Kundenorientiert und eine Besonderheit im  Lebensversicherungsmarkt ist.

Dialog Lebensversicherungs-AG Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit, Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit? Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie Besonderes an? Direktor Helmut Karner, MAS: Die Einschnitte in die gesetzlichen Regelungen zum 1. Jänner 2014 machen eine private Absicherung wichtiger denn je. Oft aber stellt der hohe Preis für einige Berufszweige einen Hemmschuh dar. Die Dialog hat deswegen ein integrales Beratungskonzept für ihre Vertriebspartner entwickelt, das für jeden Bedarf und für jeden Geldbeutel eine Lösung bietet. Dazu wurde die Erwerbsunfähigkeits-

versicherung (EU) mit besten Bedingungen optimiert und mit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zum ganzheitlichen Angebot der Arbeitskraftsicherung vereint. Die BU-Versicherung bietet einen hochwertigen Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft, die EU einen preisgünstigen, aber soliden Schutz vor allem für handwerklich oder künstlerisch tätige Personen – also solche, die sich eine BU nicht leisten können oder in ihr nicht versicherbar sind. Mit ihrer App-basierten digitalen Vertriebsunterstützung liefert die Dialog ihren Vertriebspartnern wertvolle und zeitsparende Hilfe für die Bereiche Kundengespräch, Bedarfsermittlung und Tarifberechnung, um schnell zum Antrag kommen.


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Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin: Österreich hat hier leider noch den Status eines Entwicklungslandes, vor allem im Vergleich zu unseren deutschsprachigen Nachbarländern. Das hängt wohl ein wenig mit unserem verbreiteten Mentalitätsdenken „mir passiert das schon nicht“ zusammen und mit einer deutlichen Unterschätzung des Risikos. Es ist gerade bei Kleinunternehmern wichtig, hier das Bewusstsein zu schaffen, was im Fall einer Berufsunfähigkeit auf dem Spiel steht. Die durchschnittliche staatliche Berufsunfähigkeitspension liegt bei 1.093 Euro im Monat. Das reicht nicht zur Erhaltung des Lebensstandards. Nur etwas mehr als ein Drittel erfüllt die sehr strengen, verschärften Voraussetzungen für eine staatliche Pension. Wir verzeichnen jedoch seit dem letzten Jahr gestiegenes Interesse unserer Vertriebspartner für die Berufsunfähigkeitsvorsorge (BU). Die Donau bietet in Form der Meisterklasse

spezielle Veranstaltungen zum Thema Berufsunfähigkeit für Vertriebspartner. Inhalt der Meisterklasse sind neben Bedarf und Deckungsumfang der BU auch Informationen zu Risikoprüfungsund Leistungsfragen. Das BU- Produkt der DONAU Versicherung punktet unter anderem mit dem Verzicht auf abstrakte Verweisung, ein etwaiger Berufswechsel nicht angeben werden muss, auch bei Pflegebedürftigkeit geleistet wird und man eine Lebensberatung im Ausmaß von 500 Euro in Anspruch nehmen kann. Außerdem profitieren die Kunden von freier Arztwahl beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit. Durch die Nachversicherungsgarantie kann die BU-Pension bei definierten Ereignissen nachträglich ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden. Je früher sich Kunden für die Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden umso günstiger ist die Prämie für die gesamte Vertragsdauer, denn es erfolgt keine Prämienanpassung an das Alter.

Zürich Versicherungs-AG Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit? Christian Hösch, Leiter Marktsegment Privatkunden Lebensversicherung: Eine der größten Herausforderungen ist immer noch die niedrige Marktdurchdringung – weniger als 5% verfügt über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Laut diverser Studien beschäftigen sich die Österreicher zwar mit Themen wie Krankheit oder Unfall und der damit verbundenen Berufsunfähigkeit, treffen jedoch seltener die entsprechenden Vorkehrungen. Vielen ist zudem nicht bewusst, dass heute primär psychische und nicht physische Krankheiten zu einer Berufsunfähigkeit führen. Wir betrachten es als unsere soziale Verantwortung, unsere Kundinnen und Kunden umfassend aufzuklären. Dazu gehört, ihnen bewusst zu machen, dass sie sich nicht auf staatliche Unterstützung verlassen sollten, sondern dass die private

Vorsorge in diesem Bereich immer essenzieller wird. Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie besonderes an? Hösch: Neben unserem vielfach ausgezeichneten BU-Produkt bieten wir seit heuer den Grundfähigkeitsschutzbrief, der besonders interessant für Handwerker, Berufseinsteiger, Kinder und all jene ist, für die eine Berufsunfähigkeit nicht in Frage kommt. Das Produkt bietet einen Basisschutz zu einem erschwinglichen Preis und komplettiert damit unser Produktportfolio zur Risikovorsorge. Weiters profitiert der Vertrieb ab sofort von unserem neuen Kalkulationstool „WebLife“, mit dem die Grundfähigkeitsvorsorge sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung schnell und einfach beantragbar sind. Das Highlight des Tools ist die Online-Risikoprüfung „RiZiko-Check“, mit der der Vermittler auf Knopfdruck eine Risikoeinschätzung direkt beim Kunden erhält.

TITELGESCHICHTE

DONAU Versicherung AG


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NÜRNBERGER Versicherung AG Bei der Unterstützung unserer Vertriebspartner setzten wir stark auf das Thema Ausbildung. So gibt es Schulungen zu unseren BU-Produkten oder zur Sozialversicherung. Sehr bewährt haben sich auch Workshops, wo es im Speziellen um das Thema Leistung geht. Für die Bedarfsweckung im Beratungsgespräch haben wir ein eigenes Internet-Tool entwickelt, das man über die Internetseite „www.vorsorge-app. at“ nutzen kann. Mit diesem OnlineRechner lassen sich die individuellen Pensions-, Berufsunfähigkeitsund Pflegelücken berechnen und darüber hinaus die Prämienhöhen zur Schließung dieser Lücken ermitteln.

Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender: Die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit besteht nach wie vor in der Schaffung des Bewusstseins für die private Vorsorge. Obwohl in den letzten Jahren von Seite der Versicherer und der Medien viel getan wurde, ist das Thema noch immer nicht bei der Bevölkerung angekommen. Aus Umfragen wissen wir, dass sich die Menschen zu sehr auf den Staat verlassen und dass ihnen nicht bekannt ist, welche finanzielle Lücke sich im Anlassfall auftut. Vielen fällt es auch schwer, verschiedene Versicherungsprodukte wie Unfall-, Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung von einander zu unterscheiden.

WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Wo sehen Sie die größte Herausforderung im Bereich Berufsunfähigkeit – Grundfähigkeitsverlust, Erwerbsunfähigkeit ? Dr. Ralph Müller, Vorstandsdirektor: Zuerst muss dazu festgehalten werden, dass es sich bei den genannten Bereichen - unabhängig von den tw. unterschiedlichen Leistungsarten daraus - um durchaus verschiedene Deckungen handelt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet als einziges Produkt echten Berufsschutz auf Basis der zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit und verdient somit auch nur alleine diese Bezeichnung. Das ist auch der Grund, warum wir nur diese -  weil einzig wirklich umfassende - Deckung unseren Kunden anbieten. Bei uns in der klassischen Version: Sobald die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen für mindestens 6 Monate zu mindestens 50% außerstande ist, ihre berufliche Tätigkeit weiter auszuüben. Es erfolgt keine Verweisung auf andere mögliche Berufe. Eine Versicherung gegen den Verlust einzelner Grundfähigkeiten leistet nur dann, wenn bestimmte, genau umschriebene Fähigkeiten in einem exakt definierten Ausmaß (worst case) verloren gegangen sind. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet nur

dann, wenn aus gesundheitlichen Gründen - voraussichtlich auf Dauer -  keine Erwerbstätigkeit irgendeiner Art mehr möglich ist (worst case).    Die Herausforderung ist, dass in der österreichischen Bevölkerung  die möglicherweise existenzbedrohende Gefahr durch den Verlust der Arbeitskraft nicht wahrgenommen wird. Deshalb ist es besonders wichtig, Kunden und Vermittler für dieses Thema zu sensibilisieren – nur wenn Verständnis dafür da ist, dass und warum man bei Berufsunfähigkeit aus der Sozialversicherung kaum Leistungen erhält, wird der Kunde aktiv nachfragen und der Vermittler aktiv anbieten. Wie unterstützen Sie den Vertrieb, was bieten Sie besonderes an? Müller: Fach- und Verkaufsschulungen zum Produkt, Hintergrundinformationen zu Regelungen in der Sozialversicherung, schriftliche Verkaufsunterlagen, Ansprachekonzepte, Pensionslückenrechner der Wiener Städtischen auf www.wienerstaedtische. at, mit dem auch die BU-Lücke errechnet werden kann.  Weiters bieten wir elektronische Unterstützung mit unserem Tarifrechner auf der Maklerplattform „together“.


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Berufsunfähigkeit

Das unterschätzte Risiko Jeder vierte Angestellte und jeder dritte Arbeiter scheidet aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Nicht nur ältere Menschen sind betroffen: Im Durchschnitt erhalten Männer im Alter von 50 Jahren und Frauen bereits im Alter von 49 Jahren erstmals eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Mit Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit verbinden viele Menschen die Vorstellung: „Das kommt nur in bestimmten, besonders gefährlichen oder anstrengenden Berufen vor. Und meistens sind es Unfälle, die zu einem Verlust der Arbeitskraft führen.“ Beides ist nicht richtig. Statistiken beweisen, dass Berufs- und Erwerbsunfähigkeit vor allem durch Krankheiten, die nicht berufsspezifisch sind verursacht wird. Unfälle spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle. Es lässt sich ebenfalls belegen, dass nicht nur körperlich anstrengende oder belastende Berufe in Industrie und Handwerk häufig von diesem Risiko betroffen sind, sondern ebenso Büroberufe. Berufs- und Erwerbsunfähigkeit kann also jederzeit jeden treffen. WWK – Der Biometrie-Profi für Makler Die WWK Lebensversicherung a. G. bietet in Österreich mit der Produktlinie WWK BioRisk seit dem Jahr 2013 zwei attraktive Versicherungstarife gegen die finanziellen Risiken bei Verlust der Arbeitskraft an. Kunden erhalten damit die Möglichkeit, wertvollen Versicherungsschutz nach individuellem Bedarf mit entsprechend abgestuften Prämien zu wählen. Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der WWK sichern sich Kunden bestens gegen den finanziellen Verlust für den Fall der Berufsunfähigkeit ab. Der Top-Schutz ist sehr leistungsfähig und extrem kundenorientiert gestaltet. Durch den Verzicht auf die sogenannte abstrakte Verweisung ist er für alle Kunden geeignet, die ihr Einkommen nur in dem ausgeübten Beruf erzielen können oder möchten. Mit der Grundfähigkeitsversicherung der WWK können Kunden die finanziellen Risiken bei Verlust von bestimmten definierten Grundfähigkeiten wie Sehen, Sprechen oder Gehen auffangen. Die Versicherung ist damit eine kostengünstige Grundvorsorge, die auch für Perso-nen mit Vorerkrankungen geeignet ist. Die Produktlinie WWK BioRisk ist sowohl beim Top-Schutz als auch beim Basisschutz sehr prämienattraktiv am Markt positioniert. Dies gilt insbesondere für akademische Berufe aber auch für eine Vielzahl von Personen mit überwiegender Bürotätigkeit, die Personalverantwortung haben oder bestimmte Gehaltsgrenzen überschreiten.

Thomas Heß, Organisationsdirektor WWK Partnervertrieb Ablebensversicherung und Fondspolizze weiter attraktiv Neben den BioRisk-Tarifen bietet die WWK in Österreich seit einigen Jahren auch die Ablebensversicherung WWK PremiumRisk und die Fondspolizze WWK PremiumFonds Rente an. Die Ablebensversicherung ist äußert prämienattraktiv kalkuliert und wird von den Vertriebspartnern aufgrund ihres Preis-/Leistungsverhältnisses hoch geschätzt. Die Fondspolizze überzeugt im Marktvergleich neben einer hohen Tarifflexibilität mit einer der höchsten Ablaufleistungen aller Serviceversicherer in Österreich. Zudem glänzt der Tarif durch einen 100%ig garantierten Rentenfaktor und einer äußerst breiten Fondspalette mit vielen Top-Fonds von renommierten Fondsgesellschaften. Diese wird laufend um aussichtsreiche Anlagealternativen erweitert. Kompetenter Vertriebsservice vor Ort Bei der Vertriebsbetreuung setzt die WWK in erster Linie auf eine starke Präsenz vor Ort. Derzeit sorgen vier Vertriebsdirektionen an den Standorten Wien, Graz, Salzburg und Linz regional für eine zuverlässige und kompetente Betreuung der Geschäftspartner.

KOMMENTAR

WWK Lebensversicherung a. G.


INTERVIEW

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GENERALI VERSICHERUNG

Berufsunf채higkeit - das untersch채tzte Risiko


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zur staatlichen Berufsunfähigkeitspension erschwert. Für diese Personen treten an Stelle einer möglichen befristeten Berufsunfähigkeitspension Rehabilitationsmaßnahmen Bayer: Das Risiko einer Berufsunfähigkeit im medizinischen und beruflichen Bereich, wird in Österreich nach wie vor unterschätzt. mit dem Ziel, diese Menschen wieder einer Unfälle verschiedenster Art stehen in der Erwerbstätigkeit zuzuführen. Für eine PensionsRegel im Zentrum leistung aus der derartiger ÜberleB e r u f su n f ä h i g gungen. Tatsächlich Das Risiko einer Berufsun- keitsvorsorge der führen Unfälle nur fähigkeit wird in Österreich Generali ist hingein ausgesprochen nach wie vor unterschätzt. gen maßgeblich, ob wenigen Fällen zu jener Beruf, dem einer Berufsunman in den letzten fähigkeit. Gerade einmal 1 % aller Pensionen aufgrund 12 Monaten vor Eintritt der Berufsunfähigkeit geminderter Erwerbsfähigkeit beruht auf nachgegangen ist, aufgrund der konkreten Unfallfolgen. Vielmehr sind Krankheiten Beeinträchtigung noch ausgeübt werden Auslöser für berufliche Einschränkungen. kann. Dies ist unabhängig davon, ob eine Dabei stehen Erkrankungen von Muskeln und Skelett neben psychischen Erkrankungen an vorderster Front. Entsprechend dieser Einschätzung wird auch der Absicherung gegen finanzielle Folgen einer Berufsunfähigkeit ein untergeordneter Stellenwert eingeräumt. Und das, obwohl rund 9 % aller staatlichen Pensionen aufgrund geminderter Erwerbsfähigkeit ausbezahlt werden. Hr. Mag. Bayer, wie sehen Sie den Stellenwert der Berufsunfähigkeitsvorsorge in Österreich?

staatliche Pension aufgrund geminderter Erwerbsfähigkeit gewährt wird oder nicht. Eine andere Tätigkeit, die nach Wiederherstellung der Gesundheit ausgeübt wird, muss der bisherigen Lebensstellung entsprechen, um einen Wegfall der Leistung auszulösen. Das bedeutet, dass die Generali ausschließlich eine konkrete Verweisbarkeit mit ihren Kunden vereinbart. Das gibt zusätzliche Sicherheit und ergänzt das staatliche System hervorragend. Welche Besonderheiten bietet die Berufsunfähigkeitsvorsorge der Generali? Bayer: Die Berufsunfähigkeitsvorsorge der Generali zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus und kann damit an die individuellen Bedürfnisse der Kunden perfekt angepasst werden. Es stehen hier zwei Mög-

Wie schätzen Sie die private Berufsunfähigkeitsvorsorge im Vergleich zur staatlichen Absicherung ein? Bayer: Viele Österreicher glauben, dass das soziale Netz eine ausreichende staatliche Absicherung gegen dieses Risiko bietet. Tatsächlich ist die staatliche Absicherung ein Basisbaustein der finanziellen Absicherung. Doch spätestens seit der gesetzlichen Änderung Anfang 2014 ist es gerade für junge Menschen besonders wichtig, zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsvorsorge abzuschließen. Denn seit dem 1.1.2014 wird Personen, die zu diesem Stichtag das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, der Zugang

Thomas Bayer sieht großen Handlungsbedarf in der BU.

INTERVIEW

Die Risikovorsorge im Bereich der Lebensversicherung spielte in den letzten Jahren eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger ist es, den Paradigmenwechsel von einem ertragsorientierten Spar- und Veranlagungsansatz wieder zurück zu den Wurzeln, der Absicherung biometrischer Risiken, vorzunehmen. Hier steht aufgrund der vor kurzem erfolgten rechtlichen Änderungen neben dem Ablebensschutz die Berufsunfähigkeit im Fokus.


INTERVIEW

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lichkeiten zur Verfügung. Einerseits kann im Rahmen einer Kapital- oder Pensionsversicherung ein Zusatzbaustein eingefügt werden, der bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit eine Prämienbefreiung bewirkt und die Sicherstellung des ursprünglichen Sparzieles garantiert. Andererseits ist der Abschluss einer eigenständigen Berufsunfähigkeitsversicherung, die unabhängig von einem Basisvertrag geführt wird, möglich. Für junge Menschen, die noch in Ausbildung sind oder diese gerade beendet haben, sowie für Studenten wurde die Generali Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Verlängerungsoption entwickelt. Diese sogenannte „Start-BU“ bietet nach einer anfänglichen fünfjährigen Vorsorgeperiode die Möglichkeit, den Vertrag ohne neuerliche Gesundheitsprüfung auf das gewünschte Pensionsantrittsalter zu verlängern. Für jene Personen, die bereits fest im Berufsleben verankert sind, kann die Absicherung mit einer im Vergleich zur Vertragslaufzeit längeren Leistungsdauer individuell gestaltet werden. Auch wenn die Vertragslaufzeit z.B. mit 60 Jahren endet, wird eine allfällige Leistung über diesen Zeitpunkt hinaus, z.B. bis 65, erbracht, sofern die Berufsunfähigkeit vor Ende der Vertragslaufzeit eingetreten ist und bis zu diesem Zeitpunkt andauert.

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Besonders hinweisen möchte ich auf die Möglichkeit von Erhöhungen des Versicherungsschutzes bei bestimmten Ereignissen wie z.B. der Hochzeit oder der Geburt eines Kindes. In diesem Fall ist eine Erhöhung des Versicherungsschutzes ohne neuerliche Gesundheitsprüfung möglich. Auch bei finanziellen Engpässen steht die Generali ihren Kunden zur Seite, indem eine Vertragshilfe in Anspruch genommen werden kann. Diese Vertragshilfe ermöglicht die befristete Reduktion des Versicherungsschutzes für bis zu 24 Monate mit anschließender Erhöhung auf das vor der Vertragshilfe gültige Ausmaß – selbstverständlich ebenfalls ohne neuerliche Gesundheitsprüfung. Welche Unterstützungsmaßnahmen bieten Sie Ihren Kunden im Fall der Fälle? Bayer: Wir haben unseren Kunden sehr genau zugehört und festgestellt, dass für viele Menschen ein aktives, selbstbestimmtes Leben ein hohes Ziel darstellt. Das gilt für und vor allem auch in Bezug auf eine sinnvolle und ansprechende berufliche Aufgabe. Deshalb bietet die Generali in der Berufsunfähigkeitsvorsorge Assistanceleistungen im Falle einer drohenden oder eingetretenen Berufsunfähigkeit an. Diese Services reichen von

Informations- und Organisationsleistungen im medizinisch/therapeutischen Bereich bis hin zu einem JobCoaching, das spezielle Beratungen und Hilfestellungen im Zusammenhang mit beruflichen Themen vorsieht.

Nehmen Sie die Berufsunfähigkeitsvorsorge in Ihr Beratungsgespräch auf und sprechen Sie es aktiv an.

Die Berufsunfähigkeitsvorsorge hat den Ruf, sehr teuer zu sein. Wie sehen Sie das? Bayer: Die Prämienhöhe hängt neben der gewünschten Pensionshöhe vom Alter bei Vertragsabschluss und dem Beruf sowie der gewünschten Vertragsdauer ab. Es gilt wie bei allen Lebensversicherungsprodukten, dass man möglichst früh mit der Vorsorge beginnen sollte, um die altersbedingten Vorteile zu nutzen. Darüber hinaus ist gerade bei jungen Menschen, aber auch bei gut verdienenden Personen, das abzusichernde zukünftige Lebenseinkommen entsprechend hoch und die finanziellen Folgen bei einer Einkommensminderung deutlich spürbar. Die Versicherungsprämie sollte man daher immer im Verhältnis zur Einkommenslücke im Falle einer Berufsunfähigkeit sehen, die mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung geschlossen werden kann. Welche Tipps möchten Sie unseren Lesern mitgeben? Bayer: Nehmen Sie die Berufsunfähigkeitsvorsorge in Ihr Beratungsgespräch auf und sprechen Sie es aktiv an. Nur so sensibilisieren Sie die Kunden für dieses Thema. Hören Sie Ihren Kunden zu, so wie wir unseren Vertriebspartnern zuhören und versuchen Sie, die Bedürfnisse bestmöglich abzudecken. Die Generali steht Ihnen mit innovativen Lösungen und persönlichem Serviceangebot durch die UAV-Betreuer sehr gerne zur Verfügung. Die Generali ist seit Jahren ein verlässlicher Partner für ihre Vertriebspartner und wir möchten diese Tradition einer erfolgreichen Zusammenarbeit auch im Bereich der Berufsunfähigkeit weiter fortführen.

Thomas Bayer: Eine Sensibilisierung des Themas ist wichtig.

Vielen Dank für das Gespräch.


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Konträr, oder sinnvolle Ergänzung? Kann eine Schwere-Krankheiten-Versicherung die Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt ersetzen?

von Thomas Cimbal (Regionaldirektor für Oberösterreich und Salzburg) und Rena Hackl (Medienberichterstattung)

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ennen Sie jemanden, der wegen einer schweren Krankheit den Job aufgeben musste oder zumindest eine längere Ausfallzeit hatte? Das Thema ist allgegenwärtig und die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als das Instrument bei der Absicherung des Lebensstandards in Form einer Rente. Parallel dazu gibt es die Schwere-Krankheiten-Versicherung, für die es branchenweit keinen einheitlichen Standard gibt, die aber immer bei folgenscheren Erkrankungen, darunter Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs, die vereinbarte Kapitalleistung erbringt. Die Gothaer hat für diesen Bedarf die Perikon entwickelt. Der Tarif bestimmt das Leistungsspektrum und Achtung! - oft haben nur kleine Unterschiede in den Bedingungen große Auswirkungen. Vor Vertragsabschluss sollte daher geklärt werden, ob der Leistungsumfang den Ansprüchen genügt. Zwei konträre Konzepte also – einerseits die BU, die den Lebensstandard als Rente absichert und andererseits die Versicherung, die bei Diagnose einer vorher definierten schweren Krankheit die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt, unabhängig davon, ob die Arbeitskraft beeinflusst wird. Klingt verlockend. Was ist nun aber sinnvoller? Beide Varianten haben ihre Berechtigung und es ist wichtig genau zu hinterfragen. Besteht hohes Kapitalrisiko? In welcher Zielgruppe wird sofort Kapital gebraucht, um im Ausfall der versicherten Person über die Runden zu kommen?

Rena Hackl

Die Frage, ob die Versicherung für schwere Krankheiten eine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen kann, muss mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Der Ver-

sicherungsfall einer BU mit seinen Voraussetzungen und Leistungsbegrenzungen unterscheidet sich deutlich von denen einer klassischen Schwere-Krankheiten-Versicherung. Keiner kann Ereignisse oder Krankheiten vorhersehen und daher muss das passende Produkt individuell ausfindig gemacht werden. Während die BU einen wesentlich größeren Bereich absichert, sind die Leistungen der Perikon klarer und schärfer definiert.

Thomas Cimbal

Es ist natürlich denkbar, sowohl eine BU- als auch eine SchwerKrankheiten-Versicherung abzuschließen. Varianten dafür gibt es viele. Die Perikon kann eine BU sinnvoll ergänzen, ein Ersatz dafür sollte sie nicht sei. Trotzdem wird die Frage nach einer Alternative zur BU oft gestellt und es kann für Interessenten, denen der Abschluss einer Berufsunfähigkeits-versicherung aufgrund Annahmerichtlinien verwehrt wird, ein spannendes Thema sein. Auch sind die zunehmend gefährlicher werdenden Hobbies oft Ausschlusskriterien für eine BU. Entscheidende Unterschiede gibt es auch bei der Kalkulation und Beitragsgestaltung der beiden Produkte. Während die Berechnung bei der klassischen BU vom Beruf abhängig ist, spielt die ausübende Tätigkeit bei der Schwere-Krankheiten-Versicherung keine Rolle. Dieses Faktum führt zu einer deutlichen Entlastung und stellt einen weiteren Vorteil der Gothaer Perikon dar. Kompetente Berater können durch gekonnte Fragestellung leicht erkennen, welches Biometerie-Produkt im Einzelfall sinnvoller sein könnte.

KOMMENTAR

Gothaer Versicherung


KOMMENTAR

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Gemeinsam aufs Radar bringen Als wahrscheinlich wichtigste Versicherung überhaupt kämpft die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) trotzdem darum, in der Beratung angesprochen zu werden. Dabei bietet die Allianz mit der Körperkasko eine für alle leistbare Variante. Das Thema Berufsunfähigkeit ist ein Paradebeispiel für gelungene Verdrängung. Dieses Risiko wird vorrangig bei anderen gesehen, und da wieder vor allem bei älteren Menschen. Dabei entfällt ein Fünftel aller Pensionszahlungen in Österreich auf die BU-Pension und ist jeder dritte BU-Neuzugang jünger als 50 Jahre. „Als Allianz machen wir seit Jahren ganz gezielt auf dieses existenzbedrohende Risiko aufmerksam – und die Durchdringungsquote von zehn Prozent der Kunden ist trotzdem noch ein Zielwert“, fasst Michael Sturmlechner, Leiter des Ungebundenen Vertriebs bei der Allianz, den aktuellen Status zusammen. Zielgruppe: Alle! „Die BU ist eine Versicherung in des Wortes wahrstem Sinne. Und so gesehen ist es wirklich verwunderlich, dass Auto und Haushalt praktisch flächendeckend versichert sind, die eigene Arbeitskraft als Basis für Existenz- und Vermögensaufbau dagegen nicht“, so Sturmlechner. Daran hat auch kaum etwas geändert, dass seit Jahresanfang 2014 für alle unter 50 anstelle einer befristeten Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension ein Rehabilitationsgeld bzw. ein Umschulungsgeld ausbezahlt und diese Regelung etappenweise auch auf über 50-Jährige ausgeweitet wird. Gleichzeitig wurde der bisherige Berufsschutz deutlich aufgeweicht und wird nur mehr die Qualifizierung berücksichtigt. Für Makler bedeutet das eine nochmals gestiegene Verantwortung, ihre Kunden darauf aufmerksam zu machen und entsprechend einzudecken. Das genaue Studium der Bedingungen zahlt sich da aus, damit im Ernstfall dann auch wirklich die gewünschte BU-Leistung zur Verfügung steht. Kaum woanders unterscheiden sich die am Markt angebotenen Lösungen so dermaßen deutlich in Preis und Leistung. Bedarf vs. Bedürfnis Eine gute Versicherungsdeckung muss sich ein Kunde aber auch leisten können. „Als Familienvater könnte ich es mir zum Beispiel nicht leisten, auf eine BU-Versicherung zu verzichten“, sieht Sturmlechner dies auch als eine Frage der Verantwortung und der Priori-

tätensetzung. In der seriösen Beratung sollte deshalb angesprochen werden, ob der kurzfristige Konsum im Fokus steht oder nicht doch die Absicherung des Erreichten. Schon alleine durch die richtige Wahl von Versicherungs- und Leistungsdauer lässt sich die Prämie deutlich reduzieren, nochmals günstiger wird es durch eine Karenzzeit, wenn also die Leistung erst nach einer bestimmten Dauer der Berufsunfähigkeit einsetzt. „Dafür ist es aber besonders wichtig, den tatsächlichen Bedarf des Kunden genau zu erfragen. Außerdem haben wir als Allianz mit der „Körperkasko“ auch für körperlich arbeitende Menschen eine leistbare Absicherungsmöglichkeit geschaffen“, erklärt Sturmlechner. Leistbare Absicherung für alle Da speziell in dieser Kundengruppe das BU-Risiko hoch und das Einkommen erfahrungsgemäß eher niedrig sind, hat die Allianz bei der Körperkasko das Prinzip der BU abgewandelt. Leistungsauslöser dabei ist nicht die Berufsunfähigkeit, sondern der Verlust oder die Beeinträchtigung einer körperlichen oder geistigen Fähigkeit bzw. der Eintritt einer schweren Erkrankung.


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Aufgrund des großen Erfolges veranstalten UNIQA und TOGETHER auch 2015 das Manner SCHNITT-OMATen Gewinnspiel. Sammeln Sie fleißig Punkte und gewinnen Sie einen der begehrten Manner SCHNITTO-MATen oder eine Monatspackung Mannerschnitten! Wie das genau funktioniert, verrät uns Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von TOGETHER. Was muss ich tun, um mitzuspielen? Das Mitspielen ist ganz einfach. Als erstes melden Sie sich über den Servicebereich für das Gewinnspiel an. Anschließend müssen Sie nichts weiter tun als Ihre UNIQA Anträge und Schadenmeldungen über TOGETHER abzuwickeln. Welche Geschäftsfälle zählen mit? Es zählen alle Anträge und Schadenmeldungen aus dem gesamten Büro. Für die Teilnahme genügt die Anmeldung eines Mitarbeiters. Unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zählen alle Anträge und Schadenmeldungen aus dem aktuellen Monat. Wie wird gezählt? Pro Antrag sammeln Sie 3 Punkte und pro Schadenmeldung 1 Punkt. Am Ende des Monats werden die Punkte zusammengerechnet. Ab 10 Punkten sind Sie bei der Verlosung dabei, ab 30

Punkten verdoppeln sich Ihre Gewinnchancen und ab 60 Punkten ist Ihnen ein Gewinn sicher! Und das Beste daran – Sie können jeden Monat gewinnen. Wie lange dauert das Gewinnspiel? Das Gewinnspiel hat am 01. April 2015 begonnen und läuft noch bis 30. September 2015. Sie können sich jederzeit zum Gewinnspiel anmelden – es zählen die gesamten Geschäftsfälle des aktuellen Monats. Wann erfolgt die Gewinnziehung und was kann ich gewinnen? Wir ziehen jeden Monat die Gewinner und verständigen diese telefonisch oder per Email. Pro Büro kann nur ein Manner SCHNITT-O-MAT gewonnen werden. Falls ein Büro bereits einen Automaten gewonnen hat, spielt dieses Büro um eine Monatspackung Manner Schnitten mit. Manner Nachfüllpackungen kann man mehrmals gewinnen. Was muss ich tun, wenn ich bereits letztes Jahr mitgespielt habe? Wenn Sie 2014 beim UNIQA und TOGETHER Gewinnspiel mitgemacht haben, dann müssen Sie sich kein zweites Mal anmelden. Ihre Geschäftsfälle zählen automatisch wieder mit. Sie brauchen nichts weiter zu tun als fleißig Punkte zu sammeln.

Weitere Infos +43 1 907 4111 77 service@tis-cca.com

VERANSTALTUNG

UNIQA und TOGETHER Gewinnspiel reloaded


VERSICHERUNG

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HELVETIA VERSICHERUNG

Sicherungskonto

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ei der letzten Roadshow wurde eine innovative Neuerung im Portfolio der Helvetia Versicherung angekündigt und vorgestellt. Das Sicherungskonto ist eine Veranlagungsmöglichkeit innerhalb der fondsgebundenen Lebensversicherung. Es kann als flexibler Sicherheitsbaustein in den Produkten CleVesto Platinum, Fondssparplan und CleVestino ausgewählt werden. Dabei wird den Kunden eine Investition im Helvetia Deckungsstock mit gestaffelter Gewinnbeteiligung ab dem ersten Monat – bei gleichzeitiger Flexibilität eines Fonds angeboten. Die Kunden müssen sich nicht bei Vertragsbeginn entscheiden, ob sie klassisch oder fondsgebunden vorsorgen möchten. Während der gesamten Laufzeit besteht die Möglichkeit, ihre Veranlagung an individuelle Vorsorgebedürfnisse anzupassen – einmal risikoreicher mit höherem Fondsanteil, dann wieder sicherer mit höherem Anteil am Deckungsstock

(bis zu 100 % möglich). Es können insgesamt 10 Fonds (inkl. dem Sicherungskonto) gleichzeitig bespart werden. Shiften und Switchen kann der Kunde dabei beliebig oft, bis zu vier Mal im Jahr ist das gratis möglich. „Das Helvetia Sicherungskonto ist sozusagen ein bewachter Parkplatz für das Geld“, erklärt Werner Panhauser, Vertriebsvorstand. Die Wertentwicklung des Sicherungskontos hängt unter anderem von der Gewinnbeteiligung ab, die grundsätzlich einmal jährlich festgelegt wird und sich an den Erträgen des gebundenen Vermögens orientiert. Der garantierte Rechnungszinssatz beträgt 0 % p.a., die Gewinnbeteiligung ist auf die ersten 5 Jahre steigend ausgelegt, sodass die Wertentwick-

lung des Sicherungskontos nur positiv werden kann. Panhauser: „Das Sicherungskonto kann somit sehr gut eingesetzt werden, um Gewinne abzusichern oder Zuzahlungen zwischenzuparken und gleichzeitig vor Kursverlusten zu schützen. Das Helvetia Sicherungskonto ist damit ein attraktiver Geldmarktfondsersatz.“ Alexander Neubauer, Leiter Partnervertrieb: „Mit dem Sicherungskonto führen wir unseren Innovationskurs in der fondsgebundenen Lebensversicherung fort. Das Helvetia Sicherungskonto eröffnet den Maklern und Vermögensberatern neue Möglichkeiten, während der gesamten Laufzeit die Veranlagung individuell den Wünschen ihrer Kunden anzupassen. Dass es in der Praxis gelungen ist, die Flexibilität eines Fonds bei gleichzeitiger Sicherheit des Deckungsstocks zu verbinden, hat viele Vertriebspartner positiv überrascht. Die Rückmeldungen vom Markt sind sehr erfreulich.“

STANDARD LIFE

Produktportfolio

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er britische Versicherer wird in Österreich keine Garantieprodukte mehr anbieten, das hat die Standard Life Mitte April beschlossen. Man wird sich künftig auf fondsgebundene Vorsorgeprodukte ohne Garantien konzentrieren. Das betrifft konkret die With Profits Produkte „Freelax“, für Bestandskunden wird diese Änderung jedoch keine Auswirkungen auf ihre bereits abgeschlossenen Verträge haben. Zu den Gründen für diese strategische Entscheidung erklärt Dr. Claus Mischler, Head of Customer Solutions bei Standard Life Deutschland: „Kunden wollen hinsichtlich

ihrer Altersvorsorge doppelte Sicherheit, zum einen die Sicherheit, ihr Sparziel zu erreichen, zum anderen die Sicherheit, ihre Kaufkraft auch in Zukunft zu erhalten. In der Vergangenheit konnten ihnen Produkte mit Garantien eine zufriedenstellende Lösung bieten. Doch unter den veränderten Kapitalmarktbedingungen ist dies weder heute noch künftig möglich.“ Aus Sicht von Standard Life sei der Wunsch nach einer finanziell abgesicherten Zukunft viel besser durch intelligente, renditestarke Investments zu erreichen, die ohne Garantien arbeiten. „Wir halten, auch im Sinne unserer Kunden, aktiv gemanagte Fondspolizzen

mit geringen Schwankungsbreiten und stabiler Performance für den richtigen Weg. Mit unseren fondsgebundenen Dr. Claus Mischler Produkten „Maxxellence Invest“ und „ParkAllee“ haben wir bereits hervorragende Lösungen, die wir in den kommenden Monaten noch ausbauen werden“, sagt Mischler.


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FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER

Neue Skripten

Das aktualisierte Skriptum „Gewerblicher Vermögensberatung und Wertpapiervermittler“ ist ab sofort erhältlich. Die Aktualisierung betreffen unter anderem die Kapitel „Wertpapierwissen“, „Sonstige Sachanlagen“ sowie die statistischen Werte. Ebenso sind die GmbH Reform und die Steuerreform 2014 eingearbeitet. Die Ausgabe 2015 inklusive Zugang zur digitalen Version bzw. Zugang zur digitalen Lern- und Wissensplattform (DLW) kann im Webshop der WKÖ auf http://webshop.wko.at bezogen werden. Die 1.554 Seiten des Skriptums erklären umfassend alles, was es für die Befähigungsprüfung zur gewerblichen Vermögensberatung zu wissen und zu können gilt. Darüber hinaus bietet die digitale Plattform die Möglichkeit, auch online in das Skriptum einzusehen und Beispiele zu üben. Weiters finden sich auch die Fragen und Antworten entweder – wie bisher - im gedruckten Fragen- und Antwortenkatalog, sind aber ebenso über die neuen Fragetools in der DLW verfügbar. Bezieher des Skriptums 2014 oder 2013 erhalten die Ausgabe 2015 zum Vorzugspreis von 100 Euro. Für Wirtschaftskammer-Mitglieder kostet die Kombination aus Skriptum und Zugangsmöglichkeit zum Online-Angebot beim erstmaligen Erwerb 140 Euro. Neu für alle Berufsangehörigen der gewerblichen Vermögensberatung und Wertpapiervermittler ist die Möglichkeit, über den Zugang zur digitalen Lern- und Wissensplattform alle drei Jahre ein Weiterbildungs-Zeugnis - die Rezertifizierung - zu erhalten. Das ist vor allem für die Trägerinnen und Träger des Gütesiegels des Fachverbands Finanzdienstleister interessant, denn mit diesem Zeugnis werden 16 Stunden der erhöhten Weiterbildungspflicht von 60 Stunden innerhalb von drei Jahren angerechnet. Doch auch für alle anderen Berufsangehörigen ist das Zertifikat ein Nachweis dafür, dass man sich regelmäßig weiterbildet, um den aktuellen Herausforderungen des Berufsstands gewachsen zu sein. Das Rezertifizierungspaket bietet Zugang zur DLW für drei Jahre und ist zum Preis von 198 Euro im Webshop erhältlich.

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INTERVIEW

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FACHGRUPPE FINANZDIENSTLEISTER DER WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN

Mit Elan in die Zielgerade


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Sie wurden zum Fachgruppenobmann der Wiener Finanzdienstleister gewählt, nach dem Wahlergebnis doch ein überraschender Ausgang, wie kam es dazu? Göltl: Überraschend ja und nein, der sozialdemokratische Wirtschaftsverband als auch der österreichische Wirtschaftsbund sind beinahe gleich stark aus der Wiener Wahl herausgegangen. Gemeinsam repräsentieren sie eine Zweidrittelmehrheit, daher war die Zusammenarbeit für beide Fraktionen naheliegend. Wesentlich dabei ist, dass die handelnden Personen sowohl auf persönlicher als auch auf sachpolitischer Ebene gut miteinander arbeiten können. Dass diese Zusammenarbeit bestens funktioniert, haben wir bereits in den letzten Jahren bewiesen. Aufgrund des guten Arbeits- und Gesprächsklimas wurde daher auch eine Aufteilung der Funktionsperiode vereinbart. Ich werde mich mit Ende November 2017 aus meinen Funktionen ganz zurückziehen und die Führung der Wiener Finanzdienstleister an den sozialdemokratischen Wirtschaftsverband übergeben. Derzeit stehen essenzielle Entscheidungen für den Berufsstand an. Aufgrund meiner Erfahrung für die noch zu erwartenden Verhandlungen wurde mir deshalb die volle Unterstützung für diese erste halbe Funktionsperiode zugesichert.

Wir sind stets um die Imageverbesserung des Berufsstandes bemüht.

Es werden noch große Herausforderungen auf die Branche zukommen, wie sehen Sie das? Göltl: Mitte des Jahres wird auf europäischer Ebene der Beschluss der ebenso für Versicherungsmakler und -agenten relevanten Versicherungsvermittlerrichtl inie (Anmerkg.: IMD II) erwartet. Damit beginnt dann die Umsetzung in nationales Recht. Das wird für uns sicherlich noch

eine Herausforderung sein, hier werden wir noch viel Arbeit investieren müssen. Wo sehen Sie die zu erwartenden Stolpersteine bzw. was ist das Wichtigste? Göltl: Das Wichtigste für unsere Mitglieder sowie die Versicherungsmakler und -agenten, ist, dass das Provisionsverbot theoretisch vom Tisch ist. Denn die Mehrheit lebt nach wie vor von Provisionen und nicht von Honorarabrechnungen. Allerdings ist noch nicht absehbar, inwieweit eine Offenlegung kommen wird. Mein Ziel ist es, wie auch bereits in der Vergangenheit, mich für praxistaugliche Regularien einzusetzen. Schon 2001 haben wir erkannt, dass es zu einer Diskussion über Provisionen kommen wird. Daher haben wir damals gemeinsam mit der Bundeswettbehörde Kalkulations-und Honorarrichtlinien für Finanzdienstleister erarbeitet. Dies galt als äußerst visionär und dennoch wollten bereits damals einige Mitglieder ihr Geschäftsmodell auf Honorarbasis umstellen. Ich kann die Intention der Konsumentenschützer grundsätzlich nachvollziehen. Dennoch bin ich der Meinung, man muss die Kirche im Dorf lassen und einen Konsens finden, indem der Kunde selbst entscheiden sollte, auf welche Art und Weise, ob direkt oder indirekt, er die Tätigkeit der Finanzdienstleistung entlohnen möchte. In diesem Zusammenhang erachte ich es als wichtig, dass wir innerhalb der Branche im Zuge unserer Diskussionen den allgemein negativ besetzten Begriff „Provision“ durch den Begriff „ENTGELT“ ersetzen. Dies bringt die Thematik besser auf den Punkt und würde a la longue auch in der Öffentlichkeit zu einem Umdenken führen; nämlich, dass für eine in Anspruch genommene Dienstleistung in der Finanzdienstleistungbranche im selben Ausmaß wie es heute in anderen Branchen bereits außer Frage steht, auch zu bezahlen ist. Was wird noch auf Ihre Mitglieder zu kommen?

Göltl: Wir sind stets um die Imageverbesserung des Berufsstandes bemüht und setzen dazu verschiedene Maßnahmen. Neu ist die Möglichkeit der Rezertifizierung, die bereits sehr gut als Ergänzung zu den Standesregeln und der Ehrenschiedsgerichtsordnung angenommen wird. Weiters steht z. B. die Umsetzung der Hypothekarkreditvermittlungsrichtlinie in nationales Recht bevor. Der Wahlkampf für die Wirtschaftskammerwahl ist noch nicht so lange her, diesmal mit besonders harten Bandagen, wie können Sie mit Kritik umgehen? Göltl: Solange Kritik sachlich bleibt, habe ich damit kein Problem. Es ist natürlich, dass es immer wieder zu unterschiedlichen Meinungen und zu Diskussionen kommt. Diese sollten aber auf sachlicher und nicht auf einer emotionalen, persönlichen Ebene geführt werden. Dies stellt für mich ein Grundprinzip dar, an das ich mich in meiner gesamten Laufbahn stets gehalten habe. Jeder Mensch verdient Respekt bzw. Achtung. Die Meinungen und Ideen der Gegenparteien, aber auch die gemeinsamen Spielregeln verdienen Respekt. Es sind bei diesem Wahlkampf leider sehr oft Grenzen überschritten worden. Wo holen Sie sich die Energie für den Berufsalltag? Göltl: Ich bin ein sehr gläubiger Mensch. In meiner Jugend konnte ich als Dekanatsführer der Erzdiözese Wien vom damaligen Kardinal König sehr viel lernen. Das gibt mir heute noch viel Kraft. Energie hole ich mir auch in der Natur und bei meiner Familie, die mir sehr wichtig ist. Was ist Erfolg für Sie? Göltl: Erfolg ist für mich, die mir selbst gesteckten Ziele auch zu erreichen. Wir danken für das Gespräch.

INTERVIEW

KommR Wolfgang K. Göltl ist zum Obmann der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister gewählt worden. Wir haben mit ihm über den vergangenen Wahlkampf, die bevorstehenden Herausforderungen für die Finanzdienstleistungsbranche und über seine Person gesprochen.


VERSICHERUNG

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VAV: KFZ-Versicherungen mit Zukunft E-Auto oder Benzinkutsche? Kilometermacher oder Freizeitfahrer? Familiengefährt oder Single-Flitzer? Moderne Mobilität ist vielfältig. Die VAV, welche vom Wochenmagazin FORMAT und ÖGVS -Gesellschaft für Verbraucherstudien 2014 zum „besten KFZ-Versicherer“ des Landes ernannt wurde, reagiert auf die Veränderungen im KFZMarkt: Der neue Tarif ist noch flexibler und passt sich dem modernen Mobilitätsverhalten der Österreicher an. Gerade im urbanen Bereich setzen besonders junge Menschen auf einen Mix verschiedener Fortbewegungsmittel – Experten sprechen hier vom Multi-Modal-Split. Öffis, Fahrrad oder Auto werden je nach Bedarf genutzt. Der Österreicher entwickelt sich zum Freizeitfahrer, wobei der Umweltgedanke nicht unwesentlich ist. So zeigt die Zulassungsstatistik 2014 ein Plus von 96 % bei E-Autos. „Für uns als innovativer KFZ-Versicherer sind die Entwicklungen in der Automobilbranche sehr wichtig. Das VAV Mobilitäts-Barometer, eine repräsentative und in regelmäßigen Abständen durchgeführte Studie, hilft uns dabei, die Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Österreicher genau

zu beobachten. Daraufhin wird unser Tarif entsprechend angepasst“, erklärt Dr. Peter Loisel, Vorstand Vertrieb und Marketing der VAV Versicherungs-AG. TYPTOP-Tarif 2015: Die Highlights „Nach intensiver Auseinandersetzung mit den neuen Verkehrstrends haben wir unseren einzigartigen Typenklassen-Tarif durch gezielte Risikoselektion weiterentwickelt. Das Ergebnis – ein KFZ-Tarif, der die moderne Mobilität widerspiegelt“, so Loisel. Die VAV bietet beispielsweise sehr attraktive Prämien für Freizeitfahrer in den Städten. Aber nicht nur Wenigfahrer, sondern auch Fahranfänger profitieren von der VAV: Die Prämien in der Einsteiger-Stufe 9 wurden beispielsweise um 10 Prozent gesenkt.

Dr. Peter Loisel: „Moderne Mobilität verlangt moderne Versicherungsprodukte. Der neue TYPTOP-Tarif der VAV bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, Bonus-Provision und vieles mehr.“

Produktinnovation: E-Auto-Paket Der Umweltgedanke entwickelt sich zu einem Megatrend, der auch im neuen KFZ-Tarif der VAV Berücksichtigung findet. „Die Anzahl der E-Autos hat sich im letzten Jahr verdoppelt. E-Autos werden zunehmend auch für Private leistbar und haben den Vorteil, dass keine motorbezogene Versicherungssteuer anfällt. Daher stellen sie, besonders im städtischen Verkehr, eine interessante wie auch zukunftsorientierte Alternative dar“, weiß Loisel. Das E-Auto-Paket in der Kaskoversicherung bietet umfassenden Versicherungsschutz für Akkus

und Ladekabel von E-Autos und ElektroHybrid-Fahrzeugen. „Damit sind wir wieder einmal Vorreiter in der Branche. Denn wir versichern diese durchaus teure Ausstattung bei Überspannungsschäden – die in der Kasko nicht gedeckt sind – wie auch Bedienungsfehlern“, so Loisel. Die Prämie für 10.000 Euro Versicherungssumme beträgt 70 Euro pro Jahr. Modern und effizient: Der neue KFZ-Rechner Der Tarifrechner auf VAV PRO erstrahlt in neuem Design und ist jetzt noch komfortabler. Geachtet wurde auf frische Optik und übersichtliche Menüführung. Die VAV setzt dabei auf responsives Webdesign: Die Darstellung der Rechner passt sich so optimal mobilen Endgeräten an. „Es ist uns wichtig, unseren Vertriebspartnern moderneste Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Deshalb wurde nicht nur der Tarif, sondern auch der Tarifrechner verbessert“, betont Loisel. Bonus-Provision: Der VAV-Klassiker in der KFZ-Versicherung „2010 haben wir die Bonus-Provision eingeführt. Sie gilt für alle Makler und MehrfachAgenten und verdoppelt die Provision für gut verlaufende Fahrzeuge, die sogenannten TOPTYP-Modelle, wenn die Anträge elektronisch bei uns eingereicht werden. Die Bonus-Provision gilt ab dem ersten Vertrag und das über die gesamte Laufzeit. Das Besondere daran: Neun von zehn der meist zugelassenen Fahrzeuge in Österreich sind TOPTYP-Modelle“, verrät Loisel. „Bereits das sechste Jahr in Folge beteiligen wir unsere Vertriebspartner am Erfolg der KFZVersicherung der VAV. Wir honorieren damit auch den gestiegenen Arbeitsaufwand, den die unabhängigen Vermittler im KFZ-Geschäft aufgrund der vielfältigeren Angebote haben.“

Weitere Informationen zum neuen KFZ-Tarif der VAV und der Bonus-Provision finden Sie unter www.VAVPRO.at und zu den Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Österreicher unter www.mobilitäts-barometer.at.


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Von Hochkultur und Marathonopern Was uns Österreichern die Salzburger Festspiele, das haben die Deutschen mit den sommerlichen Festspielen in Bayreuth: Vier Wochen im Zeichen von Richard Wagner. von Micky Klemsch

Eigentlich hätte ich Ihnen die oberfränkische Metropole schon im vorletzten Jahr vorstellen wollen. 2013 galt ja als das Wagner-Jahr. Die Kulturwelt feierte den 200. Geburtstag von Richard Wagner und im selben Jahr auch seinen 130.Todestag. Nichts und niemand anderer wird mit Bayreuth so stark in Verbindung gebracht wie der Komponist von Weltruhm und die von ihm begründeten Festspiele. Allerdings war genau im Jubiläumsjahr eines der zentralen Monumente und Sehenswürdigkeiten nicht zugänglich: Die Villa Wahnfried, deren Renovierung 2013 bereits abgeschlossen sein sollte, konnte auf Grund finanziell bedingter Bauverzögerungen und Streitigkeiten der Erben vorletztes Jahr nicht besichtigt werden und glich einer Riesenbaustelle. Diesen Sommer soll das ehemalige Wohnhaus Wagners als Museum und Gedenkstätte nun fertig renoviert sein, der Ort über den Richard Wagner selber sagte: „Hier

wo mein Wähnen Frieden fand – Wahnfried – sei dieses Haus von mir benannt.“ Im Park hinter der Villa Wahnfried sind die Grabstätten von Richard und seiner Frau Cosima Wagner eingebettet. Eine Stadt im Zeichen des Komponisten Klarerweise liegt die Villa in der Richard Wagner Straße. So wie viele andere Straßennamen in der Regierungsstadt Oberfrankens, die den Namen von Familienmitgliedern oder Werken Wagners tragen. Neben der Nibelungen-, der Parsifal- oder der Wotanstraße, tragen natürlich auch Hotels, Restaurants oder Unternehmen die Namen von Wagners Werken: Das weltbekannte Porzellan der Stadt wird als Walküre vermarktet, erholen kann man sich in der Lohengrin-Therme und besonders schön wohnen kann man im Hotel Rheingold.


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REISE

Vor allem um das Festspielhaus, etwas außerhalb des Stadtzentrums am grünen Hügel, ist die Konzentration Wagnerischer Nomenklatur besonders hoch. Kein Wunder, ist das eindrucksvolle Gebäude ja das Zentrum des Interesses der Festspielgäste und Wagner-Liebhaber. Sie reisen aus der ganzen Welt an und warteten oft schon viele Jahre, um an Tickets für eine der begehrten Vorstellungen zu kommen. Wenn man nicht gerade deutsche Bundeskanzlerin, hoher Politiker im Freistaat Bayern oder als jahrzehntelanger Mäzen der Festspiele gilt, ist es nicht so einfach, in das Allerheiligste der Wagnerianer vorzudringen. Für die insgesamt 30 Vorstellungen sind die frei verfügbaren Karten im Nu ausverkauft, der Schwarzmarkt mit Kartenpreisen mit bis zu 700fachen Aufschlag blüht nach wie vor. In den vier Wochen von Ende Juli bis Ende August tummelt es sich aber heftig um den Grünen Hügel. Den Rest des Jahres wird das Festspielhaus, in dem beinahe 2000 Zuhörer Platz finden, nicht bespielt. Ganzjährig werden aber Führungen durch das imposante Haus angeboten. Wenn am 25.Juli 2015 die diesjährigen Festspiele mit Tristan und Isolde eröffnet werden, dann flanieren die herausgeputzten Gäste wieder die Prunkstraße auf den Grünen Hügel hinauf zum Festspielhaus. Stehen champagnerschlürfend auf den Wiesen im Park und warten auf die Turmbläser, die den Beginn der mehrstündigen Vorstellungen laut

verkünden. Bei den großen Opern, die alle schon um 16 Uhr beginnen, gibt es jeweils zwei einstündige Pausen, die man im Hochsommer in der unklimatisierten Opernarena auch benötigt. Die Gäste strömen dann in die umliegenden Restaurationen und Biergärten bis die Fanfaren der Bläser wieder das Ende der Pause verkünden. Markgräfliches Bayreuth abseits der Festspiele Natürlich ist eine Reise nach Oberfranken auch abseits der Festspielwochen sehr interessant, die Markgrafen haben mit ihren zahlreichen Prunkbauten in der Stadt eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Prächtige Parkanlagen um das neue Schloss, das markgräfliche Opernhaus oder die Eremitage mit ihren Grünanlagen und Wasserspielen sind das ganze Jahr einen Besuch wert. Bekanntlich ist Oberfranken aber auch für die zahlreichen Brauereien und seine deftige Kulinarik bekannt. Maisel’s Weißbier ist omnipräsent und in kleinen Haubrauereien wird tolles regionales Bier gebraut. Der Faszination des fränkischen Bieres soll übrigens auch das Festspielhaus seine unbeschadete Existenz nach dem zweiten Weltkrieg verdanken. Als nämlich die Alliierten Bayreuth bombardiert hatten, verschonte man das dominante Festspielhaus am grünen Hügel. Aus der Luft war man der festen Ansicht, dass es sich dabei nur um eine Brauerei handeln könnte.


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BUCHVORSTELLUNG

In besten Händen Beim Buchprojekt mit dem Titel „In besten Händen“ waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflege- und Gesundheitsberufen eingeladen, über lustige, traurige und emotionale Begebenheiten aus ihrem Arbeitsleben zu berichten. Die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV) unterstützt das Buchprojekt, das in Kooperation mit dem Molden-Verlag entstanden ist. In 42 ausgewählten, sehr persönlichen Texten berichten die Autorinnen und Autoren von oft tragischen menschlichen Schicksalen, aber auch von

berührenden Begegnungen und schönen Erlebnissen im menschlichen Miteinander. „Menschen in Gesundheits-, Heil- und Pflegeberufen sind wichtige Stützen unseres Gesundheits- und Sozialsystems. Kaum ein anderer Beruf erfordert mehr Verantwortung, Empathie und Menschlichkeit. Wir bieten den Beschäftigten mit diesem Projekt eine Plattform, um über ihren spannenden Arbeitsalltag zu sprechen“, erklärt Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV. (ISBN: 978-3-85485-338-1; Preis: € 22.99; Seiten: 176)

WAS FOLGT IM MAI? KFZ-Markt im Wandel der letzten zehn Jahre. Im Gespräch mit Prof. Elisabeth Stadler (Donau Versicherung AG)

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