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SOFTWARE & HARDWARE

anders gesagt, das Sammeln und Auswerten von Geschäftsdaten sind der Ausgangspunkt für die digitale Transformation einer Unternehmung. Bevor also KMU in umfang­ reiche Strategieberatungen investieren, empfiehlt es sich, zuallererst den Fokus auf die Geschäftsdaten zu richten. Data Science heisst die Methodik, die das Zusammenspiel von wissenschaftlichen Methoden aus Mathematik und Statistik mit innovativen Technologien in den Bereichen Software Engineering, Informationsverarbeitung und Datenmanagement bezeichnet. Mit der systematischen Datenanalyse eröffnen sich unzählige Potenziale in den Bereichen Kundenkenntnisse, Effizienzsteigerung und Entwicklungsprognosen.

DER KUNDE STEHT IM MITTELPUNKT

D

aten sind der Treibstoff im digitalen Zeitalter. Sie beherbergen essenzielle Informationen, mit denen sich Potenziale für Optimierungen und für neue Geschäftsfelder aufspüren lassen. Oder

Erfolgreiche Unternehmen stellen den Kunden ins Zentrum. Und folglich die Kunden­daten. Menschen denken nicht Multi-Channel wie Marketing Manager. Sie entscheiden immer aus dem Kontext ihrer Erlebnisse heraus. Die Stichworte lauten Customer Centricity und Customer Experience, die vielerorts vernachlässigt werden. Davon zeugen unzählige Beispiele von Kunden­prozessen, die in die Jahre gekommen sind. Gleichwohl die Funktion einer Website als Visitenkarte eines Unternehmens, die definitiv ausgedient hat. Gefragt ist Interaktion, ein häufiges Bedürfnis der Kunden und gleichwohl Ansatzpunkt zur Datengenerierung und -sammlung. Plattformen, die mit Applikationen im Kunden­prozess verknüpft sind und Interaktionen mit den Anspruchsgruppen zulassen, entwickeln sich zum indirekten oder direkten Absatzkanal. Um die Customer Experience laufend zu optimieren, sind genau diese Daten die wertvollsten. Denn sie widerspiegeln einerseits die Wahrnehmung der Kunden zur Marke und zu den Produkten und andererseits zeigen sie auf, welche Touchpoints im Kunden-

prozess Wünsche erfüllen und Erlebnisse maximieren – oder eben nicht.

DEN FOKUS RICHTIG SETZEN Das häufige Scheitern von Big-DataProzessen liegt oft am falschen Fokus: Nicht IT-Prozesse sind tonangebend, sondern die Geschäftsprozesse. Bevor mit der Sammlung und Analyse von Daten begonnen werden sollte, sind die Geschäftsziele und Key Performance Indicators (KPI) zu definieren. Ein weiterer kritischer Punkt stellen oft Schnittstellen zwischen alten und neuen IT-Infrastrukturen dar. Zur Bewältigung der digitalen Transformation ist eine moderne Infrastruktur essenziell. Denn auf dem Weg zum Smart Enterprise kommen auf die Unternehmen grosse Mengen an Daten zu, beispielsweise aus den intensivierten Kundeninteraktionen über verschiedene Devices, Computerüberwachten Geschäftsprozessen, Geschäftsapplikationen wie ERP und aus den sozialen Netzwerken. Weitere zentrale Elemente sind Datensicherheit und Datenschutz, die ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht werden sollten. Der Anfang für die digitale Transformation kann darin bestehen, die Customer Experience zu optimieren. Dazu kommt, dass es für Entscheider ratsam ist, internes Bewusstsein für die Wichtigkeit und Notwendigkeit einer kontinuierlichen Messung der Kundenzufriedenheit und der Erhebung von Kundenbedürfnissen zu schaffen. Erste Datenanalysen zeigen dann rasch auf, wo Optimierungspotenziale vorhanden sind, die eben auch Inspiration für die Entwicklung von neuen Prozessen und Geschäftsmodellen bereithalten.

WIRKUNGSVOLL DATEN GENERIEREN Das Sammeln von Daten wird durch viele moderne Software-Lösungen erleichtert. Vor dem Einsatz von solchen Lösungen 

juraLAB – Coworking Space

Lernen – Arbeiten – Brücken bauen Die stille Schafferin, der zeitsensible Reisende, das kreative Kollektiv. Im juraLAB finden sie ein Arbeitsumfeld, das anregt. Falls gewollt, treffen Macherinnen und Macher zusammen: Zentral und in Bahnhofsnähe.

www.juralab.ch Belchenstrasse 7 4600 Olten Ausgabe 4/ 2017 // Seite 61 T +41 62 511 28 46

kmuRUNDSCHAU 04/2017  
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