Page 36

MENSCHEN IN UNTERNEHMEN

Kommunikation und Verständigung sind massgebend für erfolgreiche Teamarbeit.

ERFOLGREICH ALS TEAM FÜNF GOLDENE REGELN FÜR EIN FUNKTIONIERENDES MITEINANDER von Stefan Häseli

Teamarbeit ist heute ein wichtiger Teil der Wirtschaft und in vielen Unternehmen üblich, um Projekte abzuwickeln, Lösungen zu finden, Ziele zu erreichen, Kompetenzen zu bündeln. Doch können Teams nur so gut sein wie die eingebundenen Mitglieder und deren Identifikation mit der Gruppe. Folgender Beitrag gibt fünf Tipps für eine bessere Zusammenarbeit.

I

n der Teamarbeit spielt die interne Kommunikation, also die Verständigung der einzelnen Gruppenmitglieder untereinander eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Gesamtteams. Andererseits kann ein ausgeprägtes «Wir»-Gefühl die Integration von neuen Teammitgliedern verhindern. Ein Team ist keine statische Einheit. Es lebt aus der Kombination unterschiedlicher, sich ergänzender Mitglieder. Häufig zur Erreichung eines bestimmten Ziels gebildet, sind solche Arbeitsgruppen nicht automatisch auf Dauer angelegt, sondern ein Unternehmen gestaltet sie entsprechend seinen Belangen und Notwendigkeiten immer wieder neu. Damit ein neu zusammengestelltes Team erfolgreich aktiv werden kann, gilt es, folgende fünf goldene Regeln zu beachten: 1. Klare Zielsetzung: Die Zusammenführung verschiedener Fachkompetenzen erfordert Sensibilität. Bereits eine klar formulierte Zielsetzung sowohl hinsichtlich des erwarteten Ergebnisses als auch der Zusammenarbeit untereinander schafft die Basis für eine aktive Teamkultur.

Seite 34 // kmuRUNDSCHAU

2. Gemeinsame Werte und Kultur: Ein gutes Team entwickelt sich individuell. Es geht nicht darum, die Kultur eines vorherigen Teams zu werten oder zu übernehmen. Entscheidend ist, dass ein Team eine neue Art des Zusammenwirkens definiert und ein gemeinsames Verständnis für die neue Situation schafft. Übereinstimmende Wertvorstellungen, Grundsätze und Denkweisen beeinflussen und prägen das Verhalten innerhalb des Systems. 3. Loyale Zusammenarbeit: Indem jeder einzelne Teambeteiligte bereit ist, seine Loyalität in die neue Organisation einzubringen, kann ein neues Bewusstsein geschaffen und auch gelebt werden. Ein Team muss diese Motivation und das innere Engagement ständig pflegen. Erst dadurch wird eine Identifikation mit der Gruppe möglich. 4. Offene Kommunikation: Entscheidend für den Teamerfolg ist eine offene Kommunikation. Ein Team redet miteinander! Das heisst, dass die Mitglieder Ursachen ebenso miteinander klären wie Lösungsvorschläge gemeinsam finden. Sachliche Informa­ tionen über Hintergründe sind unerlässlich, um auch Emotionen richtig

einordnen und verstehen zu können. 5. Wertschätzender Umgang mit Konflikten: Trotzdem werden Konflikte nicht ausbleiben, die aus unterschiedlichen Zielvorstellungen der Beteiligten resultieren. Diese gilt es zu erkennen und zu analysieren. Da ein Konflikt nur selten ein plötzliches Ereignis ist, können die Teammitglieder durch Aufmerksamkeit und rechtzeitiges Feedback in den meisten Fällen eine Eskalation und schwerwiegende negative Auswirkungen vermeiden. 

STEFAN HÄSELI ist Comedian, Keynote Speaker, Autor und Trainer für Führungs- und Verkaufsthemen sowie Geschäftsführer bei Atelier Coaching & Training AG. www.stefan-haeseli.com www.atelier-ct.ch

kmuRUNDSCHAU 04/2017  
kmuRUNDSCHAU 04/2017