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TRAVEL & LIFESTYLE

VOLUME 36

SINGAPUR

GRÜNE OASE UND FESSELNDE METROPOLE

USA-ALASKA

Freiheit, Spass und Abenteuer

AUSTRALIEN

Springende Krokodile

Diamanten der Alpen

04

WINTERSPORT

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Winterferien sind immer auch Genussferien GESCHÄTZTE LESERINNEN, GESCHÄTZTE LESER Der Winter ist genauso, wie man sich Winter vorstellt: dicke Flocken, verschneite Täler, bestens präparierte Pisten und Carving-Hänge, urige Hütten, stille Wälder und Brauchtumsveranstaltungen. Es ist eine Bilderbuch-Idylle, die beim Skifahren oder Schneeschuhwandern, bei einer Pferdekutschenfahrt oder beim Rodeln in vollen Zügen genossen werden kann: Die Luft ist klar, kalt und erfrischend. Das Einkehren danach umso gemütlicher und kuscheliger. Der ganzheitliche Genuss steht bei einem Winterurlaub – sei es mit der Familie oder mit Freunden – im Vordergrund und garantiert alpinen Lifestyle vom Feinsten. Wer auch im Winter Sommer, Sonne und Strand sucht, hat früher oder später Thailand, Bali oder gar Australien und die Südsee auf dem Radar. Unsere Redaktion war für diese Ausgabe wiederum auf Reisen, um mit spannenden Geschichten, heissen Tipps und tollen Fotos heimzukehren. Redaktorin Lone Halvorsen entschied sich für einen Besuch auf der Kanarischen Insel Teneriffa. Unseren Reporter Remo Schatz schicken wir immer gerne los – weil er von seinen Reisen jeweils mit spannenden Geschichten heimkehrt. Vor allem dann, wenn er eine Destination so gut mag wie Australien. Er berichtet vom Northern Territory, eine der erfrischendsten Gegenden Australiens, und springenden Krokodilen. Meine Ferientipps? Singapur oder die USA! Singapur ist bekannt als multikulturelle Finanzmetropole, doch die Löwenstadt hat noch eine ganz andere Seite: Sie ist auch eine grüne Oase, die Mensch, Natur und Technologie verbindet. Wer wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen möchte, sollte nach Alaska reisen. Der US-Bundesstaat lockt mit einer atemberaubenden Natur, mächtigen Eiszeitgletschern und einer unglaublichen Vielfalt an Wildtieren. Überhaupt, die US-Staaten sind immer einen Besuch wert. Viel Spass mit IMAGINE!

Urs Huebscher Editor in Chief

EDITORIAL VOLUME 36 IMAGINE 7


Editorial

Inhalt

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SPECIAL DESTINATION Singapur Grüne Oase und fesselnde Metropole

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Thailand Südthailand – Einzigartig abseits des Mainstreams

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Bali Herzlichkeit und Gastfreundschaft

Australien

Ein Meisterwerk der Natur! Roadtrip zum grössten Felsen der Welt Uluru mal anders Springende Krokodile im Northern Territory

Neukaledonien

Mit den Ureinwohnern auf Tuchfühlung

Samoa

Schatzinseln des Südpazifiks

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Fiji Das tropische Inselparadies

USA

Destination USA Amerikas letzte Wildnis The City of Brotherly Love Nicht von dieser Welt The Grand Canyon State Saloons, Revolverhelden und Rodeo Museen, Missionen, Monumente

Teneriffa

Ein Stern am Kanaren-Himmel Ein Golfparadies auf der Insel des ewigen Frühlings

Korean Air

Neues Sicherheitsvideo

Malta

Geschichte, Kultur und gutes Essen in der Wintersonne

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MOM ENTS Deutschland

Nahes Trendziel Stadt der extremen Kontraste Hannover hat immer Saison Einfach himmlisch Welterbe, Weltraum und wohlige Genüsse Kulturreich. Die Städte Mecklenburg-Vorpommerns Inselzeit ist Thalasso-Zeit! Norderney. Die Thalasso-Insel Nr. 1 in Europa

INHALT 8 IMAGINE VOLUME 36

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DAS LEBEN NEU ERLEBEN visitcostarica.com


Frühlingswerwachen in der Friesischen Karibik Amrum. Kleine Insel, grosse Freiheit Einzigartige Naturlandschaften Den Herbst und Winter auf Wangerooge geniessen

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Inhalt

CRUISES Auf Flüssen durch Südfrankreich Von einem Ozean zum anderen

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RELAX Zeit nehmen und geniessen Diamant der Alpen 4-Sterne-S-Hotel der Alpen The Finest Art of Luxury Living Vom Nationalpark Hohe Tauern auf die Kitzbüheler Streif Jeder tankt anders auf Heisse Spur für coole Langlauf-Erlebnisse Die schönsten Winterwanderungen Diese schweizer Seen laden zum Schlittschulaufen ein Die schönsten Bahnreisen im Winter (Winter-)Ferien an der jungen Donau Winterfreuden im Schwarzwald Ein jüngerer, modernerer Schwarzwald Naturerlebnis in reinstem Weiss Winterwunderland Wellness der Extraklasse

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CITYBREAK Valencia

Zehn gute Gründe, um das Jahr in Valencia zu beginnen

München

Blick bis zu den Alpen

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SWISSNESS Ein Zuhause in den Alpen Herausragende Wellness und Kulinarik Die DNA der St. Galler Wirtschaft Zwischen Himmel und Hochzeit

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GADGETS Reisebegleiter Must-have Gadgets Nützliches für die eigenen vier Wände

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NEWS  Cruises-News Winter-News

INHALT 10 IMAGINE VOLUME 36

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HIGHLIGHT 12 IMAGINE SINGAPUR


Grüne Oase & FESSELNDE METROPOLE Singapur ist bekannt als multikulturelle Finanzmetropole, doch die Löwenstadt hat noch eine ganz andere Seite: Sie ist auch eine grüne Oase, die Mensch, Natur und Technologie verbindet. Ein Besuch in Singapur bedeutet, in einen urbanen Dschungel einzutauchen. Autor: Urs Huebscher

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ertikale Gärten und Schlingpflanzen ranken sich um Gebäudefassaden. Mit der Integration von Grünflächen in Städtebauten reagiert der Stadtstaat auf den rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen – bis 2030 sollen es bis zu sieben Millionen sein. Die grüne Architektur bietet nicht nur Raum für Artenvielfalt, sie trägt auch zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Singapur gilt als Vorreiter für nachhaltiges Bauen und ist auf dem besten Weg, die grünste Stadt der Welt zu werden. Eine der grössten und bekanntesten Attraktionen ist die Parklandschaft «Gardens by the Bay», die jährlich knapp zehn Millionen Besucher anlockt. Die Fläche bietet Raum für mehr als 1.5 Millionen Pflanzenarten und

18 stählerne Riesenbäume, die bis zu 50 Meter in die Höhe ragen. Im Bay South Garden, dem grössten der Gärten, befinden sich diese «Supertrees», die wahre Energielieferanten sind: Mit Solarzellen, Auffangbecken für Regenwasser und Thermostaten ausgestattet, regulieren sie wichtige Funktionen zur nachhaltigen Aufrechterhaltung des Parks. In einem der beiden grossen Gewächshäuser, dem «Cloud Forest», befindet sich ein 35 Meter hoher, mit tropischen Pflanzen bewachsener Berg mit einem der grössten IndoorWasserfälle der Welt – die Repräsentation eines Wolkenwaldes 2 000 Meter über dem Meeresspiegel. Eine beeindruckende Pflanzen- und Artenvielfalt vereint sich hier mit einem malerischen Blick auf die Skyline der Stadt. >

HIGHLIGHT SINGAPUR IMAGINE 13


Für Forscher und Entdecker, die wildere Gebiete erkunden möchten, bietet das Naturreservat «Sungei Buloh» im Nordwesten von Singapur das ideale Ausflugsziel. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden ist hier ein traumhafter Schauplatz für Tiersichtungen. Auf hölzernen Stegen, gesäumt von grünen Mangrovenhainen, kann man hier kostenlos den Dschungel erkunden. Dabei kreuzen nicht selten exotische Tiere wie Warane und Nashornvögel den Weg, umgeben von Tümpeln, Sümpfen und begleitet von Meeresrauschen. Diejenigen, die auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinkick sind, sollten unbedingt Sentosa Island einen Besuch abstatten. Die vorgelagerte Insel ist Singapurs grösster Vergnügungspark und bei Gross und Klein beliebt. Sentosa lädt nämlich nicht nur zum Sonnenbaden und Wasserrutschen ein, sondern bietet auch zahlreiche Aktivitäten für abenteuerlustige Besucher.

Ein Paradies für Geniesser

Singapur ist ein Ort wie kein anderer. Egal, wofür das Herz schlägt, hier kommt jeder auf seine Kosten. Lust auf Shopping in der Orchard Road? Oder eine kulturelle Entdeckungstour durch Little India und Chinatown? Auch nach Sonnenuntergang herrscht in der asiatischen

HIGHLIGHT 14 IMAGINE SINGAPUR

Metropole eine einzigartige Atmosphäre. Hier gilt es, die zahlreichen Bars, Clubs und Restaurants der Stadt zu erkunden. Das pulsierende Nachtleben in Singapur macht die Stadt zum idealen Treffpunkt für Socialiser. Wer gerne in netter Gesellschaft zusammensitzt, köstliches Essen und hervorragende Cocktails geniesst und in den Abend hineinlebt, ist hier genau am richtigen Ort. Denn die Vielfalt an Bars und Restaurants ist so gross, dass man wahrhaftig die Qual der Wahl hat! Nach einem vollgepackten Entdecker-Tag gibt es nichts Schöneres, als den Abend mit einem wohlverdienten Cocktail einzuläuten. Wem es nach Unterhaltung über den Dächern der Stadt ist, stehen Singapurs zahlreiche Rooftop-Bars zur Auswahl. Ein Must-Visit ist das Cé La Vi. Die Bar auf dem Dach des spektakulären Marina Bay Sands bietet einen atemberaubenden Panoramablick der erleuchteten Skyline. Wer wiederum einen Blick auf das legendäre Marina Bay Sands geniessen will, sollte die Lantern Bar auf dem Dach des Fullerton Bay Hotel aufsuchen. Allein zwölf der 50 besten Bars Asiens befinden sich in Singapur, und die Hawker Centres des Inselstaats sind weit über seine Grenzen hinaus bekannt und geschätzt. Praktisch überall in der Stadt befinden sich Hawker Centres – Ansammlungen von


Garküchen unter einem Dach –, die traditionelle und innovative Gerichte aus aller Welt zu sensationell günstigen Preisen anbieten. Der kunterbunte Mix der verschiedenen Kulturen betört alle Sinne: Exotische Düfte liegen in der Luft und die unterschiedlichsten Sprachen tönen durch die Strassen. Die kulturelle Diversität Singapurs lässt sich genüsslich beim Essen entdecken – eine Besonderheit dabei ist, dass Street Food strengen Vorschriften unterliegt und somit den Genuss stets frischer Lebensmittel garantiert. Sicherlich geht es bei dieser Vorschrift auch um die Frische der Zutaten, aber genauso um die hygienischen Zustände im Essensstand. Das spiegelt sich auch in den vielen Restaurants und sogar Garküchen (!) wider, die mit dem Michelin-Stern geehrt wurden. Gleich 29 Spitzen­ köche aus Singapur haben die heiss begehrten Sterne erhalten – darunter auch die Garküche des alteingesessenen Hawker Chan, der für sein legendäres Gericht «Soya Sauce Chicken and Rice» bekannt ist. Mit einem Michelin-Stern darf sich auch das Candlenut Restaurant schmücken. Hier können Gourmets traditionelle Peranakan-Gerichte entdecken – eine köstliche Liaison aus chinesischer, malaiischer und europäischer Küche. >

HIGHLIGHT SINGAPUR IMAGINE 15


Chefkoch Malcom Lee legt grossen Wert darauf, ursprüngliche Zubereitungsmethoden zu bewahren. Jede Woche entwirft er ein neues Menü – inspiriert von Rezepten seiner Grossmutter. Auch die Inder haben ihre Esskultur mit nach Singapur gebracht. Wer schon immer alle Gewürze für ein perfektes Chicken Tikka Masala besitzen wollte, sollte unbedingt den Märkten Little Indias einen Besuch abstatten.

«Passion Made Possible»

Wie Visionen zu Realität werden, zeigt das Singapore Tourism Board mithilfe der neuen «Brand Personalities»Markenbotschafter Singapurs. Der Michelin-SternHawker-Chan, der Peranakan Chef Malcolm Lee und der Boutique-Besitzer Edwin Low sind nur ein paar der zahlreichen «Brand Personalities», die Singapur zu der Stadt machen, die sie ist. Diese Menschen haben die unterschiedlichsten Interessen, doch alle teilen eine tiefe Leidenschaft für die Löwenstadt und das, was sie tun. Sie repräsentieren das moderne, leidenschaftliche und lebhafte Singapur, geben einen authentischen Einblick in die asiatische Metropole und zeigen, was Singapur zu bieten hat. Singapur und seine Menschen entwickeln sich ständig weiter. Die Stadt steht nie still, sondern erfindet sich immer neu. Diese Eigenschaft überträgt sich auch auf die Menschen – auch sie brennen dafür, stets neue Möglichkeiten zu erschaffen. Foodies, Entdecker, Sammler, ActionLiebhaber, Kulturliebhaber und Socialiser aus aller Welt treffen hier aufeinander und erschaffen gemeinsam Neues. In Singapur erwacht Leidenschaft zum Leben.

> www.visitsingapore.com > www.stb.gov.sg

HIGHLIGHT 16 IMAGINE VOLUME 36


Doha, zwischen Tradition und Moderne Machen Sie Qatar zu Ihrem nächsten Reizeziel und entdecken Sie eine blühende Stadt, in der dramatische Wolkenkratzer neben exquisiten traditionellen Märkten stehen. In Doha können Sie Fünf-Sterne-Küche geniessen, während Sie die beeindruckende Skyline bestaunen, durch die alten Gassen von Souq Waqif wandern oder das neu eröffnete Nationalmuseum erkunden. Die bildschönen Momente sind wirklich endlos. Besuchen Sie Qatar mit unglaublichen Tarifen ab CHF 509.* qatarairways.com *Es gelten die Allgemeinen Bedingungen.


EINZIGARTIG ABSEITS DES MAINSTREAMS

Feinsandige Strände und tropische Inseln lassen Träume wahr werden – die historischen Baudenkmäler von Phetchaburi, die hinduistischen Schreine, eine Vielfalt an buddhistischen Tempeln, Kirchen und Moscheen vermitteln vielfältige kulturelle Eindrücke. Autor: Bernie Bernhard

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n knapp zwölf Stunden ab Zürich nach Bangkok reist es sich etwa besonders komfortabel in der Royal First Class mit bequemer Liegemöglichkeit der Thai Airways International. Freundlicher, aufmerksamer Service, delikates Essen an Bord lassen bereits auf der Reise von künftigen Ferienfreuden im Land des Lächelns träumen. Die Golfküste Südthailands erstreckt sich über eine Länge von 750 Kilometern am Golf von Thailand, der Inbegriff und Traum eines tropischen Urlaubsparadieses. Eine Bahnstrecke folgt der Küstenlinie und führt nach Surat Thani, von wo die Reise weitergeht zum Archipel Ko Samui oder weiter in den tieferen Süden bis nach Malaysia.

SPECIAL DESTINATIONS 18 IMAGINE THAILAND

Sunset im Vogelreservat Thalay Noi

Um einen einzigartigen Sonnenaufgang und eine eindrückliche Bootsfahrt im Thale Noi zu erleben, lohnt es sich unbedingt, frühmorgens aufzustehen. Das Schutzgebiet Thale Noi, was «kleiner See» bedeutet, ist von sumpfigem Marschland geprägt, das Hunderten von Wasservogelarten als Brutgebiet dient. Zugvögel suchen hier zwischen Dezember und April ihre Rastplätze auf. Ab Phattalung besteigt man ein Longboot und lässt sich auf einer gut zweistündigen unvergesslichen Fahrt durch die surreal wirkende Seelandschaft treiben. Mächtige Wasserbüffel sind aus nächster Nähe zu bewundern, genauso wie auch traumhaft schöne Lotusblüten in ungeahnter Fülle, in elegantem Weiss und sattem Pink.


Bergiger Nationalpark Khao Luang

Der 570 Quadratkilometer grosse Khao-Luang-Nationalpark liegt entlang der südlichen Tenasserim-Hügelkette in der Provinz Nakhon Si Thammarat. Der Berg Khao Luang, nach dem der Nationalpark benannt ist, ist mit einer Höhe von 1 835 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Südthailands. Der Park ist bekannt für seine zahlreichen Wasserfälle, aber auch für seine über 300 Orchideenarten. Vogelliebhaber können sich an über 200 Vogelarten freuen. Obwohl die Sichtung von grösseren und beeindruckenderen Tieren recht selten ist, beherbergt der Khao-Luang-Nationalpark zahlreiche interessante Säugetiere.

Einzigartig: Rosa Delfine

Rosa Delfine sind das Wahrzeichen von Khanom. Sie gehören zu den Indiopazifischen Buckeldelfinen, die sich zwischen Südafrika, Nordaustralien und Südchina ausbreiten. Die Tiere kommen dunkelgrau gefärbt auf die Welt und verändern ihre Haut anschliessend von Weiss (Australien) über Rosa (Thailand) bis zu helleren Graustufen (Südafrika). Die Delfine sind heimatverbundene Einzelgänger, jagen immer in denselben Gewässern. In einem Mietboot fährt man zu diesen Plätzen, um diese aussergewöhnlichen Tiere zum Sonnenauf- oder -untergang zu bewundern. Neben dem Beobachten der rosa Delfine erwartet die Thailand-Gäste im Landkreis Khanom im Norden von Nahkon Si Thammarat wundervolle

Strände, heller Sand und saftig grüne Palmen – ein wahres Eldorado für entspannende Ferien- und Genusstage.

Kultur und religiöse Stätten

Nakhon Si Thammarat ist das religiöse und kulturelle Zentrum des Südens. Schreine, Tempel, Kirchen und Moscheen spiegeln in eindrücklicher Art die Geschichte der Stadt wider, die zeitweilig von indischen und arabischen Einflüssen geprägt wurde. Unbedingt sehenswert ist Wat Phra Mahathat, der wichtigste buddhistische Tempel dieser Stadt. Dieser im Lanna-Stil gehaltene Tempel gilt als eines der wichtigsten Kulturdenkmäler von Nakhon Si Thammarat. Das Schattenspiel «Nang Thalung» ist eine kulturelle Tradition Südthailands. Die lebensgrossen Figuren verkörpern Gestalten des Epos Ramakien. Im öffentlich zugänglichen Atelier des Suchart House kann man Subsin Suchart bei der Herstellung der Figuren, die aus Kuh- oder Büffelleder angefertigt werden, zuschauen. Zu seltenen Anlässen finden Aufführungen statt, wobei die Figuren, die alle einen eigenen Charakter haben, als Schatten auf eine Leinwand projiziert werden. Erst kürzlich wurde Master Watee Subsin die grosse Ehre erwiesen, seine jahrzehntelang erprobte Kunst vor dem neu gekrönten König Thailands, Maha Vajiralongkorn, zu präsentieren.

> www.thaiairways.com > www.tourismthailand.ch

SPECIAL DESTINATIONS THAILAND IMAGINE 19


Inter Continental Bali Resort

Herzlichkeit & Gastfreundschaft Eingebettet in 14 Hektar tropischer Landschaft, liegt das 5-Sterne-Resort mit seinen 417 Gästezimmern an der Südküste Balis, zwischen der privaten Enklave Nusa Dua und dem quirligen Ort Kuta. Ein optimaler Erholungsort und gleichzeitig perfekter Ausgangspunkt, um die Schönheit der Insel zu erkunden. Autor: Urs Huebscher

V

on hier eröffnet sich ein fantastischer Blick über das ruhige Meer der Jimbaran-Bucht und den endlos weiten Sandstrand, mit ca. 500 Metern, einer der längsten privaten Strände der Region. Am Abend ist hier ein einzigartiger Sonnenuntergang zu geniessen. Das Resort wurde mit Bedacht erbaut und 2019 liebevoll renoviert, es schliesst die Umgebung, die balinesische Kultur und hinduistische Merkmale eindrucksvoll mit ein. Einheimische Pflanzen, beruhigende Wasserstrassen und Steinstatuen spiegeln das Kulturerbe Balis wider. Kürzlich hat das von üppigen tropischen Gärten umgeben gelegene Resort eine weitere weltweite Auszeichnung von den Haute Grandeur Globel Hotel Awards 2019 als bestes Seebad auf globaler Ebene, bestes Familienresort in Indonesien und bestes umweltfreundliches Resort in Indonesien erhalten. In den 417 Gästezimmern, welche auf drei verschiedene Ebenen verteilt sind, sorgen balinesische Kunstwerke für eine authentische

SPECIAL DESTINATIONS 20 IMAGINE BALI

Atmosphäre. Diese sind in drei verschiedene Zimmerkategorien aufgeteilt: Jimbaran Deluxe, Singaraja Premium und Club InterContinental. Es gibt sechs Swimmingpools, ein Planet-Trekkers-Kinderresort, ein Fitnesscenter und zahlreiche Freizeitaktivitäten, die den ganzen Tag über für Gäste interessant sind. Das Spa Uluwatu ist eine moderne, luxuriöse Wellnessanlage, die einen asiatischen Ansatz für mehr persönliche Gesundheit und Schönheit verfolgt. Das ruhige Meer, das das Resort umgibt, untermalt die besinnliche Atmosphäre des Spa und inspirierte zu der Philosophie «Gesundheit durch Wasser». Diese Philosophie spiegelt sich in den ozeanisch geprägten Behandlungen wider. Verwendet werden natürliche Zutaten wie Meersalz, Algen, einheimische Kräuter, Gewürze, Blumen und andere Extrakte. Die Behandlungen werden auf traditionell balinesische Art vollzogen und sorgen so für eine Auszeit für Körper und Geist. Das Spa besteht aus unterschiedlichen Behandlungsorten, welche speziell dafür entwickelt wurden, auf


die gesonderten Schönheits- und Heilungsbedürfnisse jedes internationalen Gastes einzugehen.

Kulinarische Erlebnisse

Fünf ganz unterschiedliche Restaurants machen jede Mahlzeit zu einem kulinarischen Erlebnis. Da sind die Jimbaran-Gärten: ein Aussenbereich mit Blick auf den Pool und die Bucht, ein perfektes Ambiente für entspanntes Essen, den ganzen Tag. Das Menü ist spezialisiert auf frische Meeresfrüchte, Holzofen-Pizza und diverse balinesische Spezialitäten. Die Jimbaran-Gärten sind rund um die Uhr eine ideale Speisemöglichkeit, bei der die Umgebung den perfekten Ort abgibt, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Die Sunset Beach Bar & Grill bietet eine ungezwungene Atmosphäre, in der die Gäste mit den Füssen im Sand und mit Blick auf die sanften Gewässer des Jimbaran Bay frische Salate, Essen vom Grill und tropische Cocktails

geniessen und den Tag ausklingen lassen können.Das reichhaltige Frühstücksbuffet geniessen die Gäste im Taman Gita, entweder in den klimatisierten Räumen oder auf der Terrasse mit Blick auf die Lagune. Das preisgekrönte japanische Restaurant Ko, Teppanyaki und Cocktail Lounge nimmt die Gäste mit auf eine Reise von kulinarischem Genuss mit einer Auswahl an Konzepten wie das A-la-Carte-Gericht, einer Sushi-Bar und interaktiven Teppanyaki-Theken. Ein opulent gestaltetes Restaurant ist das Bella Cucina, das die Raffinesse von gutem Essen und sozialer Interaktion mit einem Menü von regionaler und italienischer Küche kombiniert. Das Bella-Cucina-Restaurant ist nur zum Abendessen geöffnet und verfügt über einen gut sortierten Keller mit internationalen Weinen.

Zahlreiche Freizeitmöglichkeiten

Neben sechs Pools lädt das Uluwatu-Spa mit Sauna, einem Massageservice und einem Schönheitssalon zum Entspannen ein. Das Fitnesscenter ist rund um die Uhr >

SPECIAL DESTINATIONS BALI IMAGINE 21


geöffnet, ein Tennisplatz steht zur Verfügung und es werden z. B. Yogakurse angeboten. Der Tempel Uluwatu und der Golfplatz New Kuta sind bequem vom Hotel aus zu erreichen, ebenso wie das Einkaufsparadies Kuta oder die Resort-Enklave Nusa Dua. Der Bali National Golf Club ist ein Muss für ein unvergessliches, luxuriöses Golferlebnis, egal ob für Anfänger, Profis oder Wochenendgolfer. Das Hotel bietet einen kostenlosen Transfer vom Hotel zum Club, eine Runde auf dem 18-LochGolfplatz mit 30 Bällen pro Spieltag, Greenfee, geteilter Golfwagen, Caddy (ein Caddy / Spieler) sowie kostenlose Erfrischungen. Der Platz befindet sich nur 20 Fahrminuten vom Intercontinental Bali Resort entfernt. Er verspricht jedem Sportler viel Abwechslung in absolut traumhafter Umgebung.

Strandbegegnung der besonderen Art

Ein morgendlicher Strandspaziergang birgt so manche Überraschung. Wer würde am längsten und goldenen Sandstrand von Jimbaran, direkt vor den Toren des 5-Sterne-Resorts, schon balinesische Kühe vermuten? Sie ziehen eine Art Schreitpflug, wie sie auf Balis Reisfeldern von Wasserbüffeln gezogen werden. Hier jedoch wurde der Pflug umfunktioniert und dient zum Glätten des Sandes und zum Reinigen des Strandes. Jeden Morgen um 6.00 Uhr, angeleitet von den Gärtnern des Resorts, dürfen die Kühe an den Strand, um diesen auf eine sehr ungewöhnliche und vor allem umweltschonende Art zu säubern. Das morgendliche Ritual der balinesischen Kühe ist eine Kooperation zwischen dem Resort und dem örtlichen Banjar-Dorfrat. Die Aktion ist besonders umweltfreundlich, da keine lauten motorisierten Maschinen zum Einsatz kommen und die Reinheit des Strandes trotzdem gewährleistet ist. Der Nachwuchs der Kuhherde wird an das Dorf Jimbaran gespendet, für die dortigen Bauern kann ein kleines Kalb schnell die Versorgung der Familie sichern und ist damit eine deutlich nachhaltigere Entwicklungshilfe als jegliche finanzielle Spenden. Umweltbewusstsein und ökologische Nachhaltigkeit sind Grundwerte, die die Firmen-Philosophie des InterContinental Bali Resort bestimmen. Jeder soll sich der Bedeutung einer sauberen und gesunden Umwelt bewusst sein, und dabei ist es natürlich auch wichtig, zum Erhalt der Sauberkeit des Strandes beizutragen. Den Strand­ besucher freut’s! > www.bali.intercontinental.com

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Australien

Ein Meisterwerk der Natur!

Seit über 30 Jahren hat sich Ozeania Reisen mit viel Herzblut dem fünften Kontinent verschrieben. Australien ist in den Augen des Schweizer Reiseexperten im wahrsten Sinne des Wortes ein Meisterwerk. Das Land ist ein gewaltiges Naturschauspiel und eine Reise nach Australien ein pures, wunderbares, berührendes und eindrückliches Erlebnis. Ein Abenteuer, das für immer in Erinnerung bleiben wird.

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m Land der Träume werden Träume wahr und sie lassen sich im Hier und Jetzt erfüllen. Träumen Sie, reisen Sie und erleben Sie das Traumland Australien, so wie es die ozeania Reise-Designer in diesem Jahr erlebt haben.

Expedition in die Wildnis der Kimberleys in Western Australia

Clare Walker, Geschäftsführerin Ozeania Reisen AG: Die Reise mit dem Expeditionsschiff «True North» hat mich so überwältigt, dass ich kaum aufhören kann, davon in den höchsten Tönen zu schwärmen. Die Eindrücke sind so grandios, dass sie fast unbeschreiblich sind: diese Weite, das sanfte Plätschern des Meeres, der Duft nach Seetang und Freiheit, das Salz in der Luft, das grossartige Farbenspektakel am Horizont bei einem Sonnenuntergang und der warme, weiche Wind auf der Haut. Das Schiff ist hervorragend ausgerüstet und bietet 36 Gästen alles, was das Herz begehrt. Mit ihrem niedrigen Tiefgang ist die «True North» perfekt gebaut, um in den engen Schluchten zu navigieren und direkt zu Wasserfällen zu gelangen. Diesem Umstand verdanke ich die Dusche meines Lebens: Plötzlich stand das Schiff direkt unter dem Wasserfall! Eine frischere Dusche habe ich noch nie erlebt. In diesem menschenleeren Gebiet, das sich über Tausende von Quadratkilometern erstreckt, auf Expedition zu gehen, ist einzigartig. Ich fühlte mich oft wie am

SPECIAL DESTINATIONS 24 IMAGINE AUSTRALIEN

Ende der Welt. Mit dem Heli konnten wir auch aussergewöhnliche Orte erkunden, die mit keinem anderen Verkehrsmittel erreichbar sind. Der atemberaubende Blick aus der Vogelperspektive ist unübertroffen. Die phänomenale Natur Australiens möchte ich so kontrastreich wie möglich erleben. Deshalb gehört für mich auch immer eine Fahrt auf vier Rädern dazu, um die grosse Freiheit zu geniessen. Auf der diesjährigen Reise besuchten wir wieder einige unserer persönlichen Highlights: Kalbarri-Nationalpark, Shark Bay, Dirk Hartog Island, Francois-Peron-Nationalpark, Cape-Range-Nationalpark, Karijini National Park, Hamersley Ranges und Cape Leveque. Der innovative 4 x 4 -Camper-Van unseres ozeania-Partners brachte uns zuverlässig und sicher der «Coral Coast» von Western Australia entlang und durch das Landesinnere. Wie die Farbpalette eines Malers: Die Farbtöne in der australischen Natur wechseln oft und sie sind so vielfältig, dass mir immer wieder die Luft wegblieb: das Rot, Pink, Gelb und Purpur der Felsen, das Wasser in allen Blau-, Grün- und Türkistönen und die Vegetation in Grün und Beige. Wow!

Unser Familienurlaub in Australien

Rebecca Wilson, Reise-Designer Ozeania Reisen AG: Die fünf Wochen Schulferien im Sommer haben wir genutzt und sind in den australischen Winter nach Broome gereist. Absolutes Highlight war für uns die Camping-Tour


in die Kimberleys und in den Purnululu-Nationalpark. Wir fuhren an Rinderfarmen vorbei, besuchten Wasserfälle und sahen unzählige Baobab-Bäume. Die Landschaften King Leopold Ranges, Bell Gorge, Tunnel Creek, Windjana Gorge, El Questro und die faszinierenden Bungle Bungles im Purnululu-Nationalpark hinterliessen tiefe Eindrücke von unendlicher Weite. Die Wanderungen, die wir beim Schwimmen in den wunderschönen Schluchten krönten, begeisterten die Teenager ebenso wie uns.

Der grüne und tropische Nordosten von Queensland

Die quirlige Tropenstadt Cairns ist das Tor zum einzigartigen Weltnaturerbe Great Barrier Reef. Die 2 900 zusammenhängenden Korallenriffe haben es uns ganz schön angetan, wir konnten fast nicht genug bekommen. Trotzdem verbrachten wir auch fast eine Woche in den nahen Atherton Tablelands, einer einfach wunderschönen Gegend. Übernachtet haben wir in einem Treehouse mit sagenhafter Aussicht über den Regenwald. Am Tarzali Lake konnten wir Schnabeltiere in der freien Wildbahn sehen. Es sind aussergewöhnliche eierlegende Säugetiere, die an Biber erinnern. Sie wirklich schwerfällig, sind aber sehr auf Zack. Man muss sich konzentrieren, um sie im Wasser zu finden. Das war vor allem für die Teenager spannend. In der «Nerada Tea Plantation» haben wir das «Lumholtz Tree Kangaroo» entdeckt. Kookaburras und Bush Turkeys haben wir am Schluss gar nicht mehr gezählt – es gab so viele. Und am Granite Gorge konnten wir drollige Rock Wallabies beobachten. Nach fünf Wochen Familienurlaub kann ich dieses Fazit ziehen: Die Kinder sind nun genauso grosse Australien-Fans wie ich.

Schwimmen mit den Walhaien – den grössten Fischen der Welt

Fabio Merki, stellv. Geschäftsführer Ozeania Reisen AG: Ein Paradies zum Schnorcheln und Tauchen sind die unberührten Korallenbänke im UNESCO-Weltnaturerbe Ningaloo Reef im Westen von Australien. Mein Ziel war es, im ca. 250 Kilometer langen und faszinierenden Reef dem grössten Fisch der Welt, dem Walhai, zu begegnen. Jedes Jahr begeben sich die Walhaie zwischen März und August auf der Suche nach Nahrung in die friedlichen Gewässer vor der Küste von Exmouth. Die Nervosität in mir stieg, je näher ich im Boot vor Exmouth meinem Ziel kam. Im Moment der Begegnung stockte für einen Moment der Atem und mein Herz pochte wie wild. Wie gross diese Haie waren, war mir nicht bewusst. Sie schienen

immens zu sein. Walhaie können beeindruckende 15 Meter lang werden. Trotz ihrem fast 1.5 Meter breiten Maul stellen sie keine Gefahr für den Menschen dar, da sie sich ausschliesslich von Plankton ernähren. Die Ruhe im Wasser, ihre Grösse und die unglaubliche Eleganz dieser Tiere haben mich sehr beeindruckt.

Outback pur in Südaustralien

Die Gawler Ranges, 600 Kilometer nordwestlich von Adelaide auf der Eyre Peninsula gelegen, zeigen das australische Outback von seiner schönsten Seite. Im Frühling – sofern es Wasser hat – erblühen in der Wüste unzählige Wildblumen, und riesige Blütenteppiche leuchten in diversen Farben. Über 100 verschiedene Vogelarten und grosse Populationen von roten Kängurus, Emus und Wombats bevölkern diesen sehenswerten Teil von Australien. Im Geländewagen erforschte ich in einer Kleingruppe während vier Tagen diese unberührte Region mit ihren leuchtend weissen Salzseen. Übernachtet haben wir im wunderschönen Safari Camp «in the middle of nowhere». Frühmorgens wurden wir von den vielen unterschiedlichen Rufen und Geräuschen der Tiere geweckt. Und beim Frühstück führte uns eine Emu-Familie ihre Jungen vor. Ein wirklich einmaliges Erlebnis. > www.ozeania.ch

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Die wenigsten wissen es. Der grösste Felsen der Welt ist nicht etwa der Uluru im Zentrum Australiens, sondern der westaustralische Mount Augustus etwa 1 000 Kilometer nördlich von Perth. Auf einem Roadtrip zu diesem Geheimtipp in Down Under erlebt man Naturparadiese in entlegenen Nationalparks, uralte Felsmalereien und kulturell bedeutsame Stätten der Aborigines, die «kleine Schwester des Uluru», urige Outback-Pubs, Geisterstädte, Wildblumen und echte Gastfreundschaft auf einer Outback-Farm. Autor: Urs Huebscher SPECIAL DESTINATIONS 26 IMAGINE AUSTRALIEN


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it 1 105 Metern über dem Meeresspiegel ist er der zweithöchste Berg Westaustraliens. Der Mount Augustus oder Burringurrah, wie er in der Sprache der hier ansässigen Wadjari Aboriginals heisst, gilt als grösster «Felsen» der Welt und ist selbst vielen Australiern völlig unbekannt. Ein Grund mehr, ihn auf die persönliche Bucket-List für die nächste Australienreise zu setzen.

Genau genommen handelt es sich bei dem grösstenteils aus orange-braunem Sandstein bestehenden Felsen um die grösste Monoklinalfalte der Welt. Der Mount Augustus ist etwa acht Kilometer lang und erstreckt sich über ein 4,8 Hektar grosses Gebiet im gleichnamigen Nationalpark in der Gascoyne-Murchison-Region. Mit dieser Grösse und einem geschätzten Alter von 1,7 Millionen Jahren ist er damit nicht nur zweimal so gross wie der Uluru, sondern auch deutlich älter.

Ein Roadtrip zum grössten Felsen der Welt führt in neun Tagen von Perth über Mount Magnet und Cue bis in den Mount-Augustus-Nationalpark, anschliessend über Gascoyne Junction, Wooleen Station und den Coalseam-Nationalpark zurück in die westaustralische Hauptstadt. Besonders schön ist diese Selbstfahrertour im australischen Frühling (September bis November), wenn bunte Wildblumen-Teppiche, die in den schönsten Gelb-, Weiss-, Pink- und Rottönen leuchten, die Landschaft am Wegesrand überziehen. Auf den ersten zwei Etappen erleben Reisende typische Outback-Städtchen mit Art-Deco-Fassaden, die von einer glorreichen Vergangenheit zeugen, urige Pubs und das Geisterstädtchen Big Bell, das 1935 für die Arbeiter der gleichnamigen, heute geschlossenen Goldmine gebaut wurde. Auf der Fahrt in den Mount-Augustus-Nationalpark reicht die Szenerie, die am Fenster vorbeizieht, dann von kalkweisser Erde über olivfarbenes Buschland bis hin zu tiefroten, mondähnlichen Landschaften. Der 49 Kilometer lange «Loop Drive» am Fusse des Mount Augustus bietet Touristen immer neue Perspektiven auf den Felsen und führt sie zu den sehenswertesten Orten im Park. Wanderbegeisterte und erfahrene Besucher erreichen über den «Summit Trail» – zwölf Kilometer, sechs Stunden hin und zurück – den Gipfel des Inselbergs, wo sie mit einem 360-Grad-Panoramablick auf die umliegende Ebene belohnt werden. Im Gegensatz zum Uluru ist es erlaubt, den Mount Augustus zu besteigen. Besonders spektakulär sind die Farben des Mount Augustus bei Sonnenauf- und untergang, z.B. am Emu Hill Lookout, wenn sie von blassem Pink bis hin zu leuchtendem Orange und Rot changieren. Auf dem Rückweg nach Perth ist der weitgehend unbekannte Kennedy-Range-Nationalpark ein weiteres Etappenziel, das einen Stopp lohnt. Den krönenden Abschluss des Roadtrips bildet schliesslich ein sogenannter Station Stay auf Wooleen Station, bevor es über den Coalseam-Nationalpark zurück nach Perth geht. > www.australiasgoldenoutback.com

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uf ihn zu klettern wird als kulturell unsensibel angesehen – zudem ist es gar nicht nötig, denn es gibt inzwischen über 100 attraktive Angebote und Touren rund um den Uluru, die nichts mit der Besteigung zu tun haben und ein viel tieferes Reise­ erlebnis bieten.

Harley- und Segwaytouren, Mountainbiken und Spaziergänge mit Aborigines

Wer sich dem 348 Meter hohen Uluru nähert, verstummt fast in Ehrfurcht. Der riesige Monolith erhebt sich majestätisch aus dem roten Sand im Herzen Australiens und ist höher als die Sydney Harbor Bridge, der Eiffelturm oder die Freiheitsstatue. Um ihn in seiner vollen Pracht zu erfassen, empfiehlt es sich,

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ihn zu umrunden – zu Fuss oder auf Rädern. Ein Besuch des australischen Wahrzeichens lässt sich perfekt mit einer Fahrt auf einem der kultigsten Fortbewegungsmittel verbinden: eine Runde auf einer echten Harley-Davidson. Bei einer Tour durch den Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark kommen Motorradfahrer entlang der sehr gut ausgebauten Strassen vorbei an den beiden wichtigen Sehenswürdigkeiten. Mit weniger PS, aber ebenfalls viel Spass geht es auf dem Segway rund um den Uluru. Bei der umweltfreundlichen Tour führt ein kundiger Guide die Besucher zu den interessantesten Stellen des Felsens. Für Aktive bietet sich eine Mountainbike-Tour im Sonnenuntergang an. Der Uluru erstrahlt in wechselnden Farbtönen, während die Radfahrer sich nähern. Wer tief in die Geschichte und Bedeutung des Monolithen eintau-


ULURU

mal anders

Besucher können den heiligen Berg seit Oktober offiziell nicht mehr erklimmen. Seit Jahren gab die Besteigung des Uluru Anlass zu vielen Diskussionen, da der über 600 Millionen Jahre alte Felsen eine signifikante spirituelle Bedeutung für die traditionellen Landbesitzer, die Anangu, hat. Autor: Urs Huebscher

chen möchte, unternimmt eine Wanderung auf dem «Mala Walk» am Fusse des Uluru, geführt von einem Aborigine. Er erklärt die Malereien am Felsen und dessen Bedeutung für die Kultur der Ureinwohner des Northern Territory.

Helikopter, Skydiving und Rundflüge

Schon allein der Landeanflug auf den Flughafen am Uluru ist spektakulär: Wer einen Fenstersitz ergattert hat, kann bereits einen Blick auf den imposanten Monolithen erhaschen. Noch exklusiver sind Helikopterflüge oder Panoramatouren mit einem Kleinflugzeug. Dabei sehen die Passagiere sowohl den Uluru als auch die nicht weniger beeindruckenden Kuppeln Kata-Tjuta. > www.tourismnt.com.au

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Australien ist so ziemlich das heisseste Land, was man sich auch nur vorstellen kann, oder? Also muss doch auch das Northern Territory unerträglich heiss sein? Falsch! Egal ob im tropischen Norden, im roten Zentrum oder irgendwo dazwischen: Das Northern Territory ist in Wirklichkeit einer der erfrischendsten Orte Australiens. Autoren: Remo Schatz und Urs Huebscher

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as Northern Territory ist nicht nur der Ayers Rock. Klar muss der ikonische Monolith gerade zum Sonnenuntergang bestaunt werden, um ihn wirklich begreifen zu können. Doch auch Katherine, Tennant Creek, Alice Springs und natürlich Darwin haben wahre Schätze zu bieten, die man mit eigenen Augen gesehen haben sollte.

Darwin ist berühmt für seine Wasserstellen und die Lagunen, die sich zum Baden anbieten. Viele dieser Wasserlöcher befinden sich direkt in der Stadt, zumindest aber in der direkten Umgebung. Die Wave Lagoon ist ein ganzjähriges, natürliches Schwimmbecken, wohingegen der Leanyer Swimming Pool mit seinen Wasserrutschen besonders bei Familien für Begeisterung sorgt. Es gibt im gesamten Northern Territory unzählige Wasserstellen, in denen man sich eine Abkühlung gönnen kann. Im Top End sind der Gunlom Plunge Pool oder die Jim Jim Falls im Kakadu-Nationalpark zu empfehlen. Idealer Ausgangspunkt für Erkundungen ist die Hauptstadt des Northern Territory, Darwin. Dank des internationalen Flughafens bequem zu erreichen. >

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Rustikal und urig

Das Northern Territory hat einen gewissen Ruf und gilt als rustikale und urige Region im Norden Australiens. Wer also nach einer Art Crocodile Dundee sucht, ist hier mit Sicherheit nicht falsch. Für viele Touristen ist das sogar einer der wichtigsten Gründe überhaupt, diese Gegend zu bereisen. Doch das muss ja nicht automatisch heissen, dass die gesamte Reise zu einem wilden Abenteuer in der Wildnis werden muss. Klar ist das möglich – egal ob in der Stadt oder in der puren Natur. Doch gerade in den letzten Jahren sind Luxus-Unterkünfte im ganzen Territory entstanden. Im roten Zentrum können Gäste in luxuriösen Dream­ time Escarpment Tents in der Nähe des Kings Canyon «glampen». Oder sich im Longitude 131 am Ayers Rock oder in der stilvollen Squeaky Windmill in Alice Springs entspannen. Ein Dinner der besonderen Art mitten unter dem australischen Sternenhimmel kann bei Tali Wiru am Uluru erlebt werden. In Katherine ist die von Aborigines geführte 5-Sterne-Cicada-Lodge besonders beliebt. Diese liegt an der Katherine Gorge im Nitmiluk-­ Nationalpark. Nur zwei Fahrstunden östlich von Darwin und quasi direkt am Kakadu-Nationalpark befindet sich die Wildman Wilderness Lodge – ein wirkliches Erlebnis inmitten der Natur, bei dem auf keinerlei Komfort verzichtet werden muss. Westlich des Kakadu-Nationalparks an den Ufern des Mary Rivers ist die Bamurru Plains Lodge – ein beeindruckender Rückzugsort, der sowohl mit viel Natur als auch Luxus trumpft.

Litchfield-Nationalpark

Tropische Temperaturen, Regenwald, erfrischende Süsswasserpools und springende Krokodile. Der LitchfieldNationalpark lockt jährlich über 260’000 Touristen aus aller Welt – bleibende Erinnerungen und wunderschöne Fotos sind garantiert. Er ist einer der vielen verschiedenen Ausflüge ab Darwin, eine Reise, welche sich niemand entgehen lassen sollte. Ob in einer geführten Gruppe, auf eigene Faust im Allradfahrzeug oder mit dem Helikopter, die Möglichkeiten für einen unvergesslichen Abenteuerausflug in das 1986 zum Nationalpark ernannte Paradies sind beinahe uneingeschränkt. Einmal angekommen erwartet die Besucher ein Erlebnis, an welches sie sich noch lange erinnern werden.

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auf den Schildern beachten. Besonders auch, da die zwar deutlich weniger gefährlichen Süsswasserkrokodile nicht eingefangen werden und hier weit verbreitet sind. Wem der Gedanke an Krokodile allein zu wenig Nervenkitzel bereitet, den erwartet nach weiteren wunderschönen Bademöglichkeiten und drei weiteren Wasserfällen dann das absolute Highlight des Litchfield-Nationalparks – eine Bootstour auf dem Adelaide River. Dieser Fluss muss der Ursprung für die scherzhafte Aussage «In Australien will dich alles töten» sein, denn auf jedem Kilometer Flussabschnitt leben hier durchschnittlich fünf «salties» zusammen mit Bullenhaien und Süsswasserkrokodilen. Verschiedene Unternehmen bieten «jumping crocodile cruises» an, bei denen die Boote ganz dicht an die Krokodile heranfahren und diese mit Fleisch anlocken. Der Trick dabei ist, dass das Fleisch an einem Stock über dem Wasser hängt und die Tiere senkrecht daraus herausschiessen müssen, um es zu erreichen. Selbst ein Hobbyfotograf erhält hier spektakuläre Aufnahmen! Nach dieser eindrücklichen Begegnung mit prähistorischen Reptilien mag sich der eine oder andere Besucher nach etwas Kuscheligerem und Ungefährlichem sehnen. Perfekte Abhilfe dafür schaffen die Schmetterlingsfarm und der Streichelzoo in der Ortschaft Bachelor, auf dem Weg zurück nach Darwin. Das «Butterfly»-Restaurant bei der Schmetterlingsfarm eignet sich zudem auch wunderbar für eine Stärkung vor der Rückreise. > www.northernterritory.com/de Eine der ersten Sehenswürdigkeiten, die sie im Park erwarten, sind die unzähligen magnetischen Termitenhügel, welche ganze Felder bedecken und durch ihre identische Ausrichtung stark an Grabsteine auf einem riesigen Friedhof erinnern. Der grösste Hügel, der «Cathedral Termite Mound», ist gute sechs Meter hoch und über einen kleinen Wanderweg sehr gut erreichbar. Von den Termitenhügeln geht die Reise weiter durch die von Eukalyptuswäldern geprägte Landschaft bis zu den ersten Wasserfällen und somit auch zum ersten Nervenkitzel. Die «Florence Falls» bieten nämlich zugleich auch die erste Bademöglichkeit, und obwohl die gefürchteten Salzwasserkrokodile «salties» nur selten gesichtet und wenn, dann sofort eingefangen werden, sollten Schwimmer dennoch immer vorsichtig sein und die Warnhinweise

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Mit den

Ureinwohnern auf

Tuchfühlung

Neukaledoniens Bevölkerung ist vor allem eins: multikulturell. Kanak, Europäer, Asiaten, Polynesier, Reunionesen und Melanesier machen aus dem Archipel ein Schmelztiegel der Kulturen. Ein Besuch bei einem Stamm der Kanak oder auf einer Cowboy-Ranch zeigen einzigartige Erlebnisse auf, die nur selten mit dem Archipel in der Südsee assoziiert werden. Autor: Urs Huebscher

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usserhalb der Hauptstadt Nouméa – auf der Hauptinsel Grande Terre – beginnt das neukaledonische Hinterland «La Brousse». Urlaubern eröffnet sich eine Welt voller Traditionen, uralten Bräuchen und Erfahrungen, die den Facettenreichtum der zu Frankreich gehörenden Insel zeigen.

Dort, wo alles begann

Neukaledonien zählt über 340 Stämme von Ureinwohnern, die den Namen Kanak tragen (dt. Mensch). Besucher können während eines Besuchs in das traditionelle Leben eintauchen, in Strohhütten übernachten, sich im Flechten von Schraubenbaum- und Kokosblättern üben und gemeinsam eine Bougna zubereiten. Das typische Gericht der melanesischen Bevölkerung Neukaledoniens besteht aus Fleisch oder Fisch sowie in Kokosmilch geschmorten Knollen und wird in einem Loch in der Erde, bedeckt mit heissen Steinen, gegart.

Imposantes Melanesien

Renzo Piano – der auch als Architekt für das Centre Pompidou verantwortlich zeichnet – hatte ebenso beim Kulturzentrum Tjibaou seine Finger im Spiel. Gemeinsam mit dem Ethnologen Alban Bensa schuf er ein

Gebäude, das den Geist der Kanak verkörpert. Mit den zehn aufrechtstehenden und zum Landesinneren gebogenen schalenförmigen Gebilden aus Holzleisten stellt das Schafferduo die traditionellen Wohnhütten der Kanak nach. Die Anlage gliedert sich in drei Einheiten und erinnert an ein kanakisches Dorf. Das Kulturzentrum Tjibaou südlich der Hauptstadt Nouméa gilt als eines der ausgefallensten Werke des italienischen Architekten.

Wilder Westen im Fernen Osten

Savannen und Graslandschaften prägen die Westküste der Hauptinsel Grande Terre. Sie sind die Heimat der «Broussards», der neukaledonischen Cowboys. Nach amerikanischem Vorbild wird hier Vieh gezüchtet – natürlich mit Stetson auf dem Kopf und Cowboystiefeln an den Füssen –, Wild gejagt und den Tag beschliesst ein Barbecue auf einer der zahlreichen Ranches wie der Ferme de Néméara oder der Ferme Auberge de Pierrat. Jene heissen Besucher herzlich willkommen und vermitteln einen authentischen Eindruck des Alltags der «Stockmen» im Outback Neukaledoniens. > de.newcaledonia.travel

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Schatzinseln des SÜDPAZIFIKS Nur fünf Stunden von der Ostküste Australiens entfernt liegen die Inseln Samoas – sie sind das wahre Herz Polynesiens. Bestehend aus zehn Inseln, von denen nur vier bewohnt sind, wurden die Samoaner gesegnet mit über 3 000 Jahre alten atemberaubenden Insel- und Wasserlandschaften. Es ist die letzte Bastion polynesischer Kultur. Autor: Urs Huebscher

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ie Hauptinseln sind Upolu, mit der Hauptstadt Apia, und die wildere Schwester­insel Savaii. Der Hafen von Apia ist ein malerischer Ausgangspunkt mit historischen Sehenswürdigkeiten. Nebst einem lokalen Markt findet man hier das Vailima-Museum, das Zuhause des Schriftstellers Stevenson, der seine letzten Lebensjahre in Samoa verbrachte und Autor des Klassikers «Die Schatzinsel» ist. Der Sonnenuntergang lockt Einheimische und Touristen gleichermassen in den Hafen, und Apia verwandelt sich in eine aktive Stadt mit einer Vielzahl an einladenden Bars und Restaurants. Südlich im Landesinnern ist Upolu mit farbenfrohen Dörfer versehen, wo sich barfüssige Einheimische in ihre Fales zurückziehen, um der Nachmittagssonne zu entfliehen. Saftige grüne und hügelige Regenwälder im Landesinnern bieten perfekte Ausgangslagen für Wanderungen, Fahrradtouren oder Jungle Treks. An der Südküste befinden sich puderweiche Sandstrände und unvergleichliche Schnorchelmöglichkeiten in Korallenriffen, belebt von über 900 Pflanzen und Fischarten. Neben den türkisfarbenen Riffen bieten die Wellen des Pazifiks einen der besten Surfspots der Welt. Eine 60-minütige Fahrt mit der

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Fähre bringt den Reisenden zur Schwesterinsel Savaii, mit altertümlichen Pyramidenhügeln, Lavakanälen, beeindruckenden Blowholes, Vulkankratern und donnernden Wasserfällen und Lagunen zum Abkühlen.

The Samoan Way – Fa’a Samoa

Fa’a Samoa ist eine traditionelle Lebensweise, in der die Familie alles ist und bedingungslose Liebe sich durch das kulturelle Gefüge webt. Dies ist eine Richtlinie jedes Samoaners, wie er sein Leben führen, traditionelle Werte und Kultur leben und Besucher feiern und umarmen soll. Gastfreundschaft wird gross geschrieben. Samoaner werden auch als die glücklichsten Menschen der Erde bezeichnet. Die Samoa-Inseln wurden 1899 nach einem jahre­langen Bürgerkrieg geteilt: Die Deutschen übernahmen die Kontrolle der westlichen Inseln (heute Samoa), die Amerikaner die östlichen Inseln (heute American Samoa genannt). Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat Neuseeland die Verwaltungskontrolle Samoas von den Deutschen im Auftrag der Vereinten Nationen von 1914 bis zum Unabhängigkeitstag am 1. Januar 1962 übernommen. Das Paradies erlebt einen rasanten Besucherzuwachs aus europäischen Ländern. Zu dieser Leistung hat auch die Einführung


von Samoa Airways beigetragen. Die neue Airline ermöglicht es Reisenden, Samoa auf einfache Weise aus Australien und Neuseeland zu erreichen. Samoa ist ein kurzer Flug von Auckland oder Sydney mit Air New Zealand oder Virgin Australia entfernt, was Samoa zu einem idealen Südpazifik Zusatz für eine Australien- oder Neuseelandreise macht. Upolu und Savaii bieten eine breite Auswahl an preiswerten Unterkünften, von traditionellen Fales bis zu Luxus Boutique Resorts. Warum nicht in einem Fale übernachten, um eine einzigartige samoanische Erfahrung zu erleben? Direkt am Wasser gelegen bieten Fale eine kostengünstige Möglichkeit und den besten Weg, um Samoa wie ein Einheimischer kennenzulernen.

Kleine Insel mit sehr grossem Stolz

Ursula Erne, Ozeania Reisen AG: Ich habe Western Samoa entdeckt: Auf der Hauptinsel Upolu und auf Savaiʻi, «Big Island» genannt, gibt es alles, was das Herz begehrt. Neben schönen Hotelanlagen, die einen guten bis sehr guten Standard aufweisen, hat mich vor allem die Vielfältigkeit beeindruckt. Samoa bietet neben herrlichen Sandstränden und Wassersportmöglichkeiten viele weitere

Highlights. Landschaftlich sind die Inseln abwechslungsreich. Wir haben weite grüne Täler und kaskadenartige Wasserfälle, wunderbare tropische Vegetation mit einer farbenprächtigen Blumenvielfalt, steile Felswände und spektakuläre Wasserfontänen entdeckt. Kultur und Tradition sind den Bewohnerinnen und Bewohnern von Samoa sehr wichtig, und sie sorgen dafür, dass diese auch erhalten bleiben. Immer wieder gab es Gelegenheiten, um Land und Leute kennenzulernen. Die Menschen sind sehr nett und offen – sie gaben uns das Gefühl, als Gäste willkommen zu sein. Der Einblick in ihren Alltag war faszinierend. Sie zeigten uns beispielsweise die vielseitige Verwendung von Kokosnüssen und wie man traditionell kocht. Die temperamentvollen und ausdrucksstarken Tänze und allen voran der explosive Feuertanz, den sie mit grosser Freude und Begeisterung vorführten, begeisterten uns sehr. So sehr, dass ich bereits den nächsten Besuch auf Samoa plane. Dann werde ich die Inseln mit dem Velo entdecken, um den Einheimischen noch näherzukommen.

> www.ozeania.ch > www.samoa.travel

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Fiji, das tropische

INSELPARADIES

Fiji, das sind über 300 Inseln, die durch ihre Vielfalt und atemberaubenden Landschaften faszinieren: Regenwälder, schäumende Wasserfälle, schroffe Gebirge, eindrucksvolle Höhlen und von Palmen gesäumte Strände. Die unglaubliche Farbenvielfalt, das Licht, die Blütenpracht der Natur und die Düfte lassen mein Herz höher springen. Aber was mich am meisten fasziniert, ist die ausgelassene Fröhlichkeit und die unglaubliche Herzlichkeit der Einheimischen: Überall werde ich mit einem breiten «Bula» begrüsst. Autorin: Hanny Geiser

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Meine Reise ging nach Taveuni, auf die Garten­insel von Fiji, wo der Rhythmus des Lebens noch etwas ruhiger ist. Als Frau alleine auf Fiji zu reisen, ist überhaupt kein Problem. Überall werde ich sehr offen begrüsst, aber auch mit Fragen bestürmt: Woher bist du? Warum alleine? Wo ist dein Mann und wo sind deine Kinder? Die natürliche Neugierde berührt vom ersten Moment an. Auf Taveuni gibt es unglaublich viel zu sehen: Mich hat die Wanderung auf dem «Lavena Coastal Walk» – auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite der Regenwald mit dem schroffen Gebirge besonders beeindruckt. Oder der Aufstieg zu den Bouma Waterfalls, der nicht zu unterschätzen ist. Nach dem schweiss­ treibenden Marsch hatte ich dafür einen wunderbaren Fernblick auf das Meer, die Palmen und den Regenwald. Der 180. Meridian, die Datumsgrenze, geht durch die Insel. Es ist faszinierend, dass ich mit einem Fuss

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auf dem Heute und mit dem anderen auf dem Gestern stehen kann. Und für Geburtstagsliebhaber bietet sich hier die Gelegenheit, 48 Stunden lang zu feiern. Am Sonntag ist Kirchentag. Ich besuchte die Kirche in einem kleinen Ort. Kirche ist vielleicht zu viel gesagt: Es war eher eine Hütte, die aber mit viel Liebe ausgeschmückt war. Am Ende der Predigt wurde ich gebeten, der Dorfgemeinde etwas über mich und meine Heimat zu erzählen. Am Ende hat die ganze Kirche für mich gesungen – dies war einer der berührendsten Momente dieser Reise. In der Zwischenzeit habe ich Fiji auch mit meiner Familie bereist. Auf dieser Reise waren wir auf noch entlegeneren Inseln, die wir mit dem Schiff anfuhren. In Levuka auf Ovalau der Hafenpromenade entlangzuschlendern und dabei den Anblick der Häuser im typischen Architekturstil aus der Kolonialzeit zu geniessen, war einmalig. Auch der Tag auf Makogai Island, einer ehemaligen Leprakolo-


Trotz dieser grossen Naturvielfalt sind es aber vor allem die Menschen, die mit ihrer einzigartigen Gastfreundschaft und Herzlichkeit nachhaltig beeindrucken.

Vielseitige Übernachtungsmöglichkeiten

Von einfachen Unterkünften auf kleinen Inseln bis zum Fünf-Sterne-Luxus-Resort. Von Kreuzfahrten der besonderen Art wo ursprüngliche Inseln, einsame Sandstrände und intakte Dorfgemeinschaften besucht werden – die Reisenden haben die Wahl. Ein besonderes Erlebnis ist das Herz von Fiji zu Fuss zu erforschen. Auf dieser Tour wird bei Einheimischen übernachtet und man erhält die einmalige Chance, in das Leben der Fijianer einzutauchen. Sie lernen den Alltag in einem kleinen Dorf kennen und werden ein Teil der Gemeinschaft. Da darf die traditionelle Kava-Zeremonie natürlich nicht fehlen: Mit dem aus einer Pfefferpflanze, leicht erdig-würzigen Getränk heissen die Fijianer ihre Gäste willkommen und bringen ihnen Wertschätzung entgegen. > www.ozeania.ch > www.fiji.travel

nie, wird unvergesslich bleiben. Den ganzen Tag haben wir mit den Dorfbewohnern verbracht, zusammen gespielt, gegessen, gesungen und die Zeit einfach vergessen. Was mich auf beiden Reisen berührte, waren die unvergesslichen Begegnungen in den Dörfern und auf den Inseln, wo die Menschen ein geruhsames Leben führen und ihre jahrhundertealte Kultur noch sehr lebendig ist.

Fiji liegt näher bei Europa, als man denkt. Ein Besuch lohnt sich nicht nur als Zwischenstopp von Australien oder Neuseeland aus. Dank besten Anbindungen aus Hubs wie, Singapur oder Los Angeles ist die Anreise auch für Europäer attraktiv. Mit Singapore Airlines beispielsweise geht es via Singapore direkt nach Nadi. Eine ideale Flugverbindung, die ich wirklich empfehlen kann.

Air e r o p a Sing

lines

Inmitten der Weiten des Südwestpazifiks und nur einen Umstieg von Europa entfernt liegt die Inselgruppe Fiji. Die insgesamt 333 Inseln bezaubern Abenteurer, Romantiker und Kulturentdecker mit dem wahr gewordenen Südseetraum: egal, ob weisser Sandstrand à la Postkarten-­ Motiv, tiefschwarzes Vulkangestein, unberührte, sattgrüne Regenwälder oder artenreiche Unterwasserwelten aus bunten Korallen und schillernden Fischschwärmen. Dabei fasziniert jede der Inseln mit ihrer eigenen Persönlichkeit, ihrem Charme und ihren ganz speziellen Ecken.

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Dest ination

USA

Nirgendwo spürt man das besser als bei einem Roadtrip in den USA. Mit einer Grösse von fast 10’000’000 Quadratkilometern und knapp 319 Millionen Einwohnern sind die USA sowohl gemessen an der Fläche als auch hinsichtlich der Bevölkerung das drittgrösste Land der Welt. Im Westen grenzen die USA an den Pazifik, im Osten an den Atlantik, im Norden an Kanada und im Süden an Mexiko. Autor: Urs Huebscher

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anz gleich, ob man mehr auf Luxushotels oder eine rustikale Übernachtung im Zelt steht – in den USA findet jeder die passende Unterkunft für jeden Geldbeutel und Geschmack. Das Angebot reicht von einfachen Hostels in den Nationalparks bis zu Luxushotels, die als nationale historische Wahrzeichen gelten. In den USA gibt es unzählige Freizeitmöglichkeiten und viele wunderschöne Orte, an denen es sich optimal ausspannen lässt. Die schiere Grösse und Vielfalt der USA kann bei der Reiseplanung schnell dazu führen, dass man sich etwas überfordert fühlt. Wer sich einmal zu einer Reise in die Vereinigten Staaten entschlossen hat, kann vielleicht ein paar Ratschläge und Empfehlungen zu den besten Reisezielen und Unternehmungen gebrauchen. Auf den folgenden Seiten haben wir einige Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, damit der Besuch in den USA zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Da wäre Arizona, vor allem als Wüstenstaat bekannt. Doch der Bundesstaat im Südwesten der USA hat weit mehr zu bieten als vier Wüsten: Neben Höhenlagen zwischen 21 Meter und 3 844 Metern gibt es über 100 Seen und Stauseen mit einer Uferlinie von 3 219 Kilometern und 194 benannte Bergketten zu entdecken. Diese geografische Vielfalt spiegelt sich auch im Freizeitangebot wider. Nördlich vom Flughafen Phoenix Sky Harbor erstrecken sich grüne National Forests. Gleich dahinter:

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der atemberaubende Grand-Canyon-Nationalpark. Die pulsierenden Metropolen wie New York City, Philadelphia und Boston wechseln sich ab mit verschlafenen Kleinstädten in grünen Tälern. Bei einem epischen Roadtrip auf dem Highway 1 erlebt der Reisende alle Highlights im «Goldenen Bundesstaat» – von den schroffen Granitklippen im Yosemite-Nationalpark über die uralten Josua-­ Palmlilien im Joshua-Tree-Nationalpark und die höchsten Bäume der Erde im Redwoods-Nationalpark bis zur Metropole Los Angeles mit ihren exklusiven Boutiquen am Rodeo Drive und den Sternen der Lieblingsstars am Hollywood Walk of Fame. Der «Sonnenstaat» Florida punktet mit berühmten Themenparks und fantastischen Nationalparks. Gleich westlich der Glamour-Metropole Miami liegt der Everglades-Nationalpark, in dem Alligatoren, Krokodile und unzählige Wasservögel leben. Die legendäre U. S. Route 1 zieht sich über die Florida Keys bis hinunter ins tropische Key West. Im Nordwesten des Bundesstaats erstreckt sich die unberührte Küste der Gulf Islands National Seashore. Floridas Golfküste macht Strandträume wahr: Die Region St. Pete / Clearwater begeistert mit gleissendem Sonnenlicht, schneeweissem Sand, erfrischenden Brisen und Outdoor-Aktivitäten rund um die Uhr.

> www.visittheusa.de


Verlockende Aussichten 17.–19. Januar 2020 in St.Gallen


Alaska ist einzigartig. Der Bundesstaat lockt mit einer atemberaubenden Natur, mächtigen Eiszeitgletschern und einer unglaublichen Vielfalt an Wildtieren. Ob Entspannung oder Nervenkitzel pur – Alaska bietet für jeden Geschmack die passende Freizeitaktivität. Autor: Urs Huebscher

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er wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen möchte, sollte nach Alaska reisen. Weisskopfseeadler tummeln sich in Scharen, Elche sorgen für Verkehrsstaus und Millionen Lachse laichen in den Flüssen. Bei einer geführten Tour durch einen Nationalpark oder ein Wildtierreservat können Elche und Karibus beobachtet werden, und bei einer Bootstour sieht man mit etwas Glück Otter, Wale und Tümmler. Überall warten sehenswerte Tiere in freier Wildbahn.

Roadtrip des Lebens

Eine Autofahrt durch Alaska ist ein unvergessliches Erlebnis. Atemberaubende Ausblicke, unberührte Seen und majestätische Berge begleiten einen bei der Fahrt durch den nördlichsten Bundesstaat der USA. Bereit für ein Abenteuer? Dann lohnt sich ein Flug nach Alaska und eine Autooder eine Wohnmobil-Miete. Drei Routen wurden als

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National Scenic Byway ausgewiesen: der Glenn Highway und der Seward Highway, die direkten Zugang zu Gletschern bieten, sowie der Alaska Marine Highway, eine einzigartige Fährstrecke, die Wasserwege mit einer Gesamtlänge von 5.633 Kilometern umfasst.

Unterwegs im grössten Nationalpark des Landes

Alaska verfügt über 17 Nationalparks. Das entspricht zwei Dritteln der gesamten Nationalparkfläche. Von Bergketten und Vulkanen bis hin zu tosenden Flüssen und einer weiten Tundra bieten die Nationalparks Alaskas unendlich viele Möglichkeiten zur Erholung und zum Sightseeing. Wrangell-St. Elias ist der grösste Nationalpark des Landes. Hier gibt es unter anderem eine hervorragend erhaltene Bergbausiedlung aus dem 20. Jahrhundert zu besichtigen, in der einst Kupfer abgebaut wurde.


Der höchste Berg in Nordamerika

Zum Denali-Nationalpark reisen die meisten Besucher, um den 6 200 Meter hohen Mount McKinley zu besichtigen, doch dieser Nationalpark hat viel mehr zu bieten. Der Nationalpark hat seinen Namen vom höchsten Gipfel Nordamerikas, der bei den Einheimischen als Denali bekannt ist, was in den athabaskischen Sprachen der amerikanischalaskischen Urbevölkerung so viel bedeutet wie «der Grosse». Dieser Nationalpark nördlich von Anchorage in Alaska ist der grösste in den USA. Er umfasst über 2.4 Millionen Hektar an Tundra, Bergen und Gletschern, die im Kontrast zu den weiten Feuchtgebieten und grünen Fichtenwäldern der Gegend stehen. Die wärmeren Monate sind günstig für das Wandern, Radfahren, Angeln und Campen, während die kälteren Monate den benötigten Schnee zum Skifahren, Schneeschuhlaufen und Hundeschlittenfahren bringen. Im Sommer laden die felsgesäumten Bergpfade zum Wandern ein. Ausserdem hat man in Denali die seltene Gelegenheit, Tiere wie Grizzlybären, Weisskopfseeadler, Wölfe und Elche zu bestaunen.

Erlebnis Fairbanks

Im «Land der Mitternachtssonne», wie dieses Wunderland seit Langem genannt wird, ist es das ganze Jahr über kühl. Hier, an der letzten Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis, warten nicht nur die Polarlichter darauf, entdeckt zu werden. Gold hat die Geschichte von Fairbanks entscheidend geprägt. So wurde die Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund des stetigen Zustroms von Menschen während des Goldrausches gegründet. Noch heute gehört das Goldwaschen zu beliebten Freizeitaktivitäten bei Touristen. Wer selbst einmal erleben möchte, wie sich die ersten Menschen gefühlt haben müssen, die in dieser wundervollen Wildnis auf Gold stiessen, kann hier unter kompetenter Anleitung sein Glück versuchen. Für die meisten jedoch stehen die Polarlichter bei ihrer Reiseplanung ganz oben auf der Liste. Allerdings gibt es keine Garantien dafür, das Lichtspektakel auch tatsächlich zu erleben. Doch Fairbanks, das sich im Nordlichtgürtel im Landesinneren Alaskas befindet, gehört zu den wenigen Orten auf der Welt, an denen die Chancen so gut stehen, dass man etwas Geld darauf verwetten kann. Mit der Kamera kann so die Schönheit der Natur und die Tierwelt Alaskas in Bildern festgehalten werden – und mit etwas Glück auch das Phänomen der Aurora borealis. Schliesslich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Neben atemberaubend schöner Natur lockt Fairbanks auch mit indige-

ner Kultur, einer lebhaften Kunstszene und einem hübschen Zentrum. Wer schon immer das Ende der Welt erkunden wollte, ist hier am richtigen Ort.

Bewegte Geschichte und einzigartige Kultur

Alaska ist geprägt von der kulturellen Vielfalt der Einheimischen. In jeder Region leben einzigartige Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Bräuchen. Von traditionellen Musik- und Tanzvorführungen bis hin zu authentischer Kunst: Alaska bietet Besuchern viele Möglichkeiten, in die Kultur und Geschichte der Einheimischen einzutauchen.

> www.visittheusa.de > www.travelalaska.com > www.travelhouse.ch

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THE CITY

of Brotherly Love

Die zweitgrösste Stadt an der Ostküste der USA und grösste Stadt im Staat Pennsylvania liegt direkt am Delaware River. Sie verfügt über vier ausgeprägte Jahreszeiten und ist damit ein ganzjähriges Reiseziel. Günstig gelegen im Nordosten der Vereinigten Staaten ist die fünft-bevölkerungsreichste Stadt der Nation mit dem Zug nur 90 Minuten von New York City und zwei Stunden von Washington D.C. entfernt. Autor: Urs Huebscher

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hiladelphia ist vor allem bekannt als die Stadt, in der die Vereinigten Staaten gegründet wurden! Daher ist keine andere Stadt der USA so eng mit der Geschichte und der Entstehung des Landes verbunden wie Philadelphia. Hier befindet sich der historische Independence National Historical Park, den die Philadelphians augenzwinkernd die geschichtsträchtigste Quadratmeile Amerikas nennen. Denn es war hier, wo am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen wurde, wo Thomas Jefferson die Verfassung formulierte, wo für zehn Jahre Parlament und Regierung der USA ihren Sitz hatten und wo bis heute noch die berühmte Freiheits­ glocke aufbewahrt wird. Besucher können sogar die restlich erhaltenen Mauern des President’s House, welches sowohl George Washington als auch John Adams beherbergte, besuchen. Und all diese historischen Stätten befinden sich inmitten der Innenstadt. Philadelphias bedeutungsvolle Vergangenheit für die Geschichte Amerikas führte dazu, dass die Stadt im November 2015 zur ersten World Heritage City der USA ernannt wurde. Trotz ihrer allgegenwärtigen historischen Vergangenheit präsentiert sich Philadelphia zugleich jedoch als eine moderne, liebenswerte Grossstadt mit hohen Wolkenkratzern, grosszügig angelegten Einkaufszentren und exklusiven Boutiquen, zahlreichen Museen und Galerien von Weltniveau, vielen gemütlichen Bars und einigen der besten Restaurants Nordamerikas.

Unzählige Grünflächen und Parkanlagen runden das Stadtbild ab. Nicht umsonst wird «Philly» immer wieder gerne der Superlativ als «grünste Stadt der USA» verliehen, und sie ist zudem eine ausgesprochen Fussgänger-freundliche Stadt. Breite Gehwege und kurze Entfernungen zwischen den einzelnen Attraktionen lassen ein Auto überflüssig werden und animieren stattdessen zu ausgiebigen Spaziergängen. Philadelphia – The City of Brotherly Love, «die Stadt der brüderlichen Liebe», ist somit zugleich Wiege der Nation sowie moderne Metropole und verbindet das Flair einer Grossstadt mit dem Charme einer geschichtsträchtigen Kleinstadt. Aber auch das Umland hat einiges zu bieten und ist immer einen Ausflug wert! Sanft rollende Hügel, Wälder und Wiesen sowie kleine Ortschaften prägen das Landschaftsbild. Zudem findet man hier Künstlerateliers, Antiquitätenläden, prächtige Gartenanlagen, kleine erlesene Weingüter sowie Sesame Place, den offziellen Vergnügungspark der Sesam­ strasse mit vielen Attraktionen für die ganze Familie.

Steuerfrei einkaufen

In Pennsylvania werden keine Steuern auf Schuhe und Bekleidung erhoben, und das macht Philadelphia zu einem wahren Einkaufsparadies. Die Innenstadt von Philadelphia bietet eine Vielzahl an Boutiquen und Shops. Die Antique Row lockt mit Fachgeschäften, exklusiven Läden und weiteren tollen Angeboten.

> www.visitphilly.com

SPECIAL DESTINATIONS USA IMAGINE 45


Nicht von dieser

Welt

In der Ebene westlich der Rocky Mountains, am Colorado Plateau, erreicht man Mesa Verde – den kulturhistorisch bedeutsamsten Nationalpark der USA. Die geheimnisvollen Felsenwohnungen unterhalb des Hochplateaus sind eine architektonische Meisterleistung. Autor: Urs Huebscher

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esa Verde (spanisch für «grüne Tafel») liegt auf einer dicht bewaldeten, grünen Hochfläche, die dem Park zu seinem Namen verhalf. Der Tafelberg erhebt sich bis zu 600 Meter hoch über die umliegende Landschaft und erreicht an seinen höchsten Punkten eine Höhe von fast 2 600 Metern über dem Meeresspiegel. Hoch über den Köpfen kreisen die Adler, während die Besucher des Mesa-Verde-Nationalparks über senkrecht aufragende Holzleitern an Felswänden hochklettern, um zu den ehemaligen Wohnbauten der Ureinwohner zu gelangen. Wer nicht schwindelfrei ist, wird sich an manchen Stellen vielleicht ein wenig überwinden müssen, doch die Mühe lohnt sich, denn einige der einmaligen Felsenwohnungen der «Ancestral Puebloans» im Südwesten von Colorado lassen sich nur über Holzleitern erreichen. Steinerne Städte voller Geheimnisse, spektakulär in die Felswände eines Bergmassivs hineingebaut, erwarten den Besucher im 1906 gegründeten

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grössten archäologischen Schutzgebiet der Vereinigten Staaten. Mesa Verde besitzt über 4 000 bekannte archäologische Stätten, darunter etwa 600 Felsenwohnungen, und ist der bislang einzige Nationalpark in den USA, in dem kein Naturwunder, sondern menschliches Kulturerbe geschützt wird. Unbestrittener Star des Parks und mit etwa 150 Räumen und 23 Kivas die grösste Felswohnung Nordamerikas ist allerdings der berühmte und äusserst eindrucksvolle Cliff Palace. Hier lebten einst über 200 Menschen in über 200 Räumen, mit zahlreichen Kivas und einem runden und einem quadratischen Turm. Es liegt in einer riesigen Felsenhöhle unter einem Felsüberhang und ist die meistfotografierte Sehenswürdigkeit im Park. Vom Hauptplatz führen Leitern in kreisrunde Kivas. An den Mauern sind hier und da noch verblasste Zeichnungen zu erkennen. Die recht-


Architektur immer weiter bis hin zu grossen Siedlungen mit mehrstöckigen Lehm- und Steinbauten, den Pueblos. Im 12. Jahrhundert errichteten sie in iahrzehntelanger Bauzeit unter überhängenden Felswänden, den natürlich entstandenen Alkoven, ihre imposanten und einzigartigen Wohnkomplexe. Wahrscheinlich aufgrund einer Dürreperiode verliessen sie diese aufwändig gebauten Städte schon nach erstaunlich kurzer Zeit am Ende des 13. Jahrhunderts wieder, da sie auf der Suche nach Wasser weiter in den Norden von New Mexico zogen. Wiederentdeckt wurden die verlassenen und jahrhundertelang vergessenen Höhlenwohnungen erst 1888, als zwei Cowboys nach verirrten Rindern suchten.

> www.visitmesaverde.com

eckigen Wohnräume und die für Zeremonien genutzten, kreisrunden Kivas sind mit grosser handwerklicher Fertigkeit aus Steinen unter der überhängenden Felswand hochgemauert worden.

Die Ancestral Puebloans und Mesa Verde

Der bewaldete und zerklüftete Mesa Verde überragt die ihn umgebende Landschaft um etwas mehr als 600 Meter. Besiedelt wurde er von den Ancestral Puebloans bereits im 6. Jahrhundert. Die Vorfahren der heute in den USA lebenden Stämme nannte man bis vor Kurzem noch «Anasazi», da dies aber in der Sprache der Navajo «Alter Feind» bedeutet, ist man zum politisch korrekten «Ancestral Puebloan», also den «Pueblo Vorfahren» übergegangen. Zunächst lebten diese innerhalb kleiner Gemeinschaften in einfachen Bauten, deren Überreste man an der Mesa Loop Road besichtigen kann. Im Lauf der nächsten Jahrhunderte entwickelte sich ihre

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The Grand Canyon State

Arizona ist weltweit einzigartig. Es ist das Land der atemberaubenden Canyons, üppigen Wüstentäler, kristallklaren Seen und schroffen Berggipfel. Die Einwohner Arizonas tragen die Sonne im Herzen. Die Geschichte der hier beheimateten indianischen Stämme reicht Tausende von Jahren zurück. Auch wer nach echter Western-Umgebung sucht, findet sie in Arizona. Autor: Urs Huebscher

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ls eines der grössten und schönsten Wunder dieser Welt ist der Grand Canyon ein Ziel, das jeder Besucher Arizonas gesehen haben sollte. An den Steilhängen geht es bis zu 1 600 Meter in die Tiefe, und das auf einer Länge von 446 Kilometern. Es ist kein Wunder, dass der Grand Canyon National Park einer der zehn meistbesuchten Nationalparks der USA ist.

Wer den Canyon hautnah erleben möchte, folgt einem der vielen Pfade, die zu wunderschönen Aussichtspunkten führen und auf denen Wanderer zur Talsohle laufen. Am besten lässt man sich von einem fachkundigen Wanderführer begleiten, mietet sich ein Fahrrad oder reserviert sich einen Platz bei einer motorisierten Tour durch den Canyon.

Der Südrand des Grand Canyon ist das ganze Jahr über rund um die Uhr geöffnet. Wegen seiner Nähe zu Flagstaff und Williams reisen die meisten zum South Rim. Hier findet man im Grand Canyon Village die Zentrale des Parks, Unterkünfte und viele Einrichtungen. Selbiges gilt für das nahegelegene Tusayan. Der Südrand liegt 129 Kilometer nördlich von Flagstaff. Wer von Phoenix anreist, muss eine vierstündige Fahrt über 372 Kilometer einplanen. Wegen seiner Höhe fällt am Nordrand des Grand Canyon in den Wintermonaten viel Schnee. Er ist deshalb auch nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Während der Sommermonate kann man hier auf Campingplätzen und in einer traditionellen Lodge übernachten.

Der Canyon de Chelly National Monument ist ein weiterer atemberaubender Park, der von bis zu 335 Meter aufragenden Sandsteinwänden begrenzt wird. Am Lake Powell, dem zweitgrössten künstlichen See der USA, werden – umgeben von einer Landschaft aus Sandstein, die aus einer anderen Welt zu sein scheint – weitere Freizeitvergnügen angeboten: Boot, Wasserski oder Kajak fahren oder einfach nur den Strand geniessen. Die Canyons des Sees lassen sich auch prima zu Fuss erkunden.

Wegen der Abgeschiedenheit sieht man hier nicht die Menschenmassen wie am Südrand, der Nordrand ist eine exzellente Möglichkeit, die Stille des Canyons zu geniessen. Die Entfernung vom Südrand bis zum Nordrand beträgt ca. 322 Kilometer, eine Fahrt dauert ca. viereinhalb Stunden.

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Rätselhafte Landschaft

In Flagstaff wartet das überraschende Arizona-Erlebnis. Der Ort ist sehr hoch gelegen, wodurch die Sommer mild sind und es im Winter schneit. Das berühmte Museum of Northern Arizona in diesem Ort ist der Schönheit und Vielseitigkeit des Colorado Plateau gewidmet. Zu den jährlich stattfindenden Indianerfeierlichkeiten kommen Tausende von Besuchern.

Route 66

Einmal die Route 66 zu fahren, einst die Hauptstrasse Amerikas, ist für viele ein Traum. In Arizona befindet


sich der längste Abschnitt dieser legendären Strasse, und sie wird von den Einheimischen liebevoll bewahrt. Holbrook, in früheren Zeiten eine wilde Stadt an der Grenze, feiert jetzt seine Lage an der originalen Route 66. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt, um den Petrified Forest zu erkunden. Im Monument Valley können die Felsformationen Mitten Buttes und Totem Pole besichtigt werden, ausserdem Dutzende anderer unglaublicher Monolithe aus rotem Sandstein. Dieses Gebiet ist 12ʼ000 Hektar gross und gehört den Navajo-Indianern.

Hot-Spot Phoenix

Eurowings wird ab April 2020 Reisende an fünf Tagen in der Woche von Frankfurt mit dem Airbus A330-200 in die Hauptstadt Arizonas fliegen. Auch Condor bietet seit Mai 2018 regelmässige Saisonflüge von Frankfurt nach Phoenix an. In unmittelbarer Nähe vom Airport befindet sich das urbane Zentrum der Westen-Metropole. Historische Viertel, wie Roosevelt Row und Grand Avenue überraschen mit moderner Architektur wie dem CityScape oder Phoenix Convention Center. Kulinarik und Kunst zeichnen die Innenstadt besonders aus: Das Heard Museum erzählt die Geschichten indianischer Künstler und lädt zu spannenden Ausstellungen ein. Auch eine stetig wachsende Craft-Beer-Szene etabliert sich seit einigen Jahren in Arizona und stillt den Durst probierfreudiger Besucher.

Ein Paradies entsteht

In der Stadt Paradise Valley, nicht weit von Downtown Phoenix entfernt, eröffnet im Sommer 2020 das neue Ritz-Carlton. Den Gästen wird auf über acht Hektar reinster Luxus geboten. Die Lobby, die sich erhaben über dem Rest des Hotels befindet, gewährt einen atemberaubenden Ausblick auf den Camelback Mountain. Eines der Highlights des neuen Resorts wird die Pool-Landschaft sein. Der Hauptpool wird mit über 120 Metern einer der längsten Resort-Pools Nordamerikas sein.

> www.visitarizona.com

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Das Pferd gesattelt, die Stiefel an und beide Sporen poliert – wer wollte als Kind nicht ein Westernheld sein? Der Lone Star State Texas – die Heimat der Kuhhirten, Lassowerfer und Rodeoreiter – lässt seine Besucher hautnah in die Cowboykultur eintauchen, die noch heute vor Ort deutlich spürbar ist. Autor: Urs Huebscher

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b ein Abstecher in den Saloon, ein Ausflug hoch zu Ross oder der Besuch einer Viehauktion – rund um die Cowboy-Hochburgen Bandera, Fort Worth und Austin sind die Möglichkeiten vielfältig und lassen jedes Herz höherschlagen. Bandera, die Welthauptstadt der Cowboys liegt circa eine Autostunde westlich von San Antonio im zentralen Süden von Texas. Wo einst Apachen, Comanchen

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und spanische Konquistadoren aufeinandertrafen, passierten später die letzten grossen Viehtriebe auf dem Weg gen Norden das Gebiet. Noch heute ist das Leben der Einwohner geprägt von Rodeos, Viehtrieben und der täglichen Arbeit auf der Ranch. Die Dixie Dude Ranch ist die älteste des Gebiets und hat schon im Jahr 1937 vorbeiziehende Viehtreiber angezogen – heutzutage können Besucher dort übernachten und Reitausflüge unternehmen.


Die glorreichen zwei

Das 40 Kilometer östlich von Dallas gelegene Fort Worth wurde ursprünglich als Militärposten errichtet und liegt am historischen Chisholm Trail – ein Herdenweg für das Vieh, welches einst aus dem Süden in das etwa 800 Kilometer nördlich gelegene Abilene in Kansas getrieben wurde. So vergnügten sich die Cowboys damals beim Spiel, bevor sie die Tiere in den Norden trieben. Wer heutzutage ein kühles Bier in einem der alten Saloons geniesst, fühlt sich wahr-

haftig wie ein Pionier – vor allem, wenn zweimal täglich das Vieh durch die Strassen getrieben wird. So wundert es nicht, dass Fort Worth den Titel «City of Cowboys und Culture» trägt. Mit der Southwestern Exposition and Livestock Show findet zudem seit 1896 jährlich von Mitte Januar bis Anfang Februar die grösste Viehauktion und das grösste Rodeo des Landes statt – ein Muss für jeden Texas-Besucher.

Cowboystiefel in Austin kaufen

Das beste Souvenir aus Texas liegt auf der Hand: ein Paar echte Cowboystiefel. Eine beliebte Adresse dafür ist Allens Boots in Austin. Das Geschäft ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für die immense Auswahl an Stiefeln, Hütten, Gürteln und vielem mehr im Western-Style.

> www.traveltexas.de

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Museen,Missionen, Monumente Zuwachs für die UNESCO-Familie in den USA: Im Juli 2019 hat das UNESCO-Welterbekomitee die Architektur des 20. Jahrhunderts von Frank Lloyd Wright in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Mittlerweile gibt es 24 UNESCO-Weltkulturerbe in den USA, verteilt in 20 verschiedenen Staaten und zwei Territorien. IMAGINE empfiehlt einige der beliebtesten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Natur. Autor: Urs Huebscher

Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Die konisch-weisse Spirale des Guggenheim-Museums in New York wurde im Oktober 1959, nur sechs Monate nach Frank Lloyd Wrights Tod, fertiggestellt und ist ebenso berühmt wie die in ihr verborgenen Kunstwerke. Von einigen kritisiert, von anderen gefeiert: Das Guggenheim hat seinen Status als eines der berühmtesten Bauwerke der Welt über die Jahre manifestiert und verhalf Wright zu seinem späten Ruhm. Heute, fast 60 Jahre nach ihrem Bau, ist die spiralförmige Rampe, die zu einem Kuppeldachfenster führt, mit einigen der bekanntesten Kunstwerke der Welt gesäumt und lockt Besucher mit wechselnden Ausstellungen.

San Antonio Missions, Texas – Teil des UNESCO-Welterbes seit 2015

Im Jahr 2015 wurden die San Antonio Missions die ersten UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten in Texas. Zu den Missionsstätten gehören unter anderem das Alamo in

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San Antonio und vier historische katholische Missionen entlang des sogenannten Mission Trail. Das Alamo wurde 1744 als Kirche der Mission San Antonio de Valero erbaut. Es ist heute eine Touristenattraktion, ein Wallfahrtsort und eine der beliebtesten Attraktionen in Texas.

Freiheitsstatue, New York – Teil des UNESCO-Welterbes seit 1984

Die von Frédéric Bartholdi in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Gustave Eiffel entworfene, 93 Meter hohe Freiheitsstatue war ein Geschenk Frankreichs zum hundertsten Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit 1876. Obwohl sie in Frankreich entworfen und hergestellt wurde, fand sie ihren Bestimmungsort in New York City, wo sie noch heute am Eingang des New York Harbour thront. Sie ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Amerikas und wird als eine der grössten Kunst- und Ingenieurleistungen des 19. Jahrhunderts


angesehen. Somit verwundert es nicht, dass sie 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erkoren wurde.

Yellowstone Nationalpark, Wyoming – Teil des UNESCO-Welterbes seit 1978

Er war Amerikas erster Nationalpark und wurde gleichzeitig das erste UNESCO-Weltkulturerbe der Vereinigten Staaten seit 1978: der Yellowstone-Nationalpark mit ursprünglicher und wilder Natur in Reinform. Elche, Bison, Grizzlybären und Wölfe nennen den Park ihr Zuhause. Zudem befinden sich innerhalb des Parks 300 Geysire, was 60 Prozent des Gesamtvorkommens auf dem Planeten entspricht. Diese natürlichen heissen Quellen speien regelmässig Dampf und kochend-heisses Wasser, sie und Schlammpools zählen zu den geothermischen Besonderheiten des Parks.

> www.visittheusa.de

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Ein Stern am Kanaren-Himmel Teneriffa, eine Insel, die über die Hälfte ein Naturschutzgebiet ist, kann nur als ein Paradies definiert werden. Die Costa Adeje im Südwesten hat sich als solches einen Namen gemacht und verzeichnet zudem 300 Sonnentage im Jahr. An genau diesem wunderbaren Ort am Strand liegt das Royal Hideaway Corales Beach. Autorin: Lone K. Halvorsen SPECIAL DESTINATIONS 54 IMAGINE TENERIFFA


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or knapp zwei Jahren entstand 50 Meter vom Strand entfernt das neue Flaggschiff der Barceló Hotel Group. Unterteilt ist das Fünf-SterneResort in zwei Bereiche – Corales Beach für Erwachsene und Corales Suites für Familien. Im Gegensatz zu vielen traditionellen Luxushotels der Kanareninsel besticht das Resort mit frischem Design. Bereits mehrfach wurde es für seine innovative Architektur und das eindrucksvolle Innendesign ausgezeichnet.

Das architektonische Schiff an Land

Inspiriert vom Meer und der Landschaft der Kanarischen Insel hat der aus Teneriffa stammende Architekt Leonardo Omar einen grandiosen Entwurf in Form eines Schiffes erschaffen. Geometrische Formen verleihen den zwei Gebäudekomplexen, welche mit einer durchgehenden Dachkonstruktion verbunden sind, eine dynamische Optik. Der Architekt integriert seine Projekte in die Landschaft, ohne den Bauten die Rolle des Protagonisten zu erteilen, als einen Teil des Ganzen.

Kulinarischer Hotspot

Feinschmecker haben ein neues Zuhause auf Teneriffa erhalten. Die Gäste – und nicht ausschliesslich Hotelgäste – können zwischen fünf Restaurants und Bars sowie einer Gelateria auswählen. Darunter das vom kanarischen Sternekoch Juan Carlos Padrón und seinem Bruder Jonathan entwickelte Rooftop-Restaurant Maresía by Hermanos Padrón. Die Brüder verwenden bewusst Produkte regionaler Erzeuger, um die heimische Küche den Gästen näherzubringen. Ein weiteres kulinarisches Highlight für Gourmets ist das Restaurant San Hô mit einer Kombination aus japanischer und peruanischer Küche.

Tailormade Experiences

Ob einen individuellen Helikopterflug über die Insel und den Nationalpark Teide, eine Spa-Behandlung in der eigenen Suite – mit einzigartigen Konzepten geniessen die Gäste hier eine Vielzahl an Möglichkeiten. Dazu gehören auch die vom Hotel organisierten Walbeobachtungen. Teneriffa gilt als einer der weltweit besten Orte, um Wale zu beobachten – und das ganzjährig! An Bord einer Luxusyacht wird die Walbeobachtung zu einem speziellen Erlebnis weit ab vom Massentourismus. Die am häufigsten anzutreffende Walart ist der Grindwal. Bereits nach kurzer Zeit haben wir die ersten Wale entdeckt. Eine gewisse Aufregung machte sich bemerkbar, und man wusste gar nicht, wo man hinschauen sollte – ob nach links oder rechts. Die

Wale tauchten plötzlich überall auf. Viele der Tiere sind neugierig, weshalb sie zum Teil auch den Booten sehr nah kommen. Der Anblick der Tiere und deren Atem hautnah spüren zu können, ist wahrlich majestätisch.

> www. barcelo.com

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auf der Insel des ewigen Frühlings

Nur wenige Flugstunden von der Schweiz befindet sich das bestgehütete Geheimnis Europas: das Abama Resort. Es liegt abgelegen im Süden Teneriffas. Die Insel ist eines der wahren Paradiese Europas, wo man noch grossartige Immobilien findet.

SPECIAL DESTINATIONS 56 IMAGINE TENERIFFA

© Los Jardines de Abama

Ein Golfparadies


© Los Jardines de Abama

Los Jardines de Abama

Die Appartements haben zwischen 62 und 143 Quadratmetern mit Terrassen zwischen 22 und 128 Quadratmetern. Sie sind komplett möbliert und mit Top-Marken ausgestattet. Jedes Appartement verfügt über einen Parkplatz. Eigentümer werden automatisch Mitglied im Abama Prestige Owners Club und eines Austauschprogrammes, das zusammen mit The Registry Collection angeboten wird. Die Mitgliedsbeiträge der ersten zwei Jahre übernimmt Abama. Mit dem Programm können Eigentümer Aufenthalte in Abama gegen Aufenthalte in 240 anderen Luxus-Resorts weltweit eintauschen.

© Los Jardines de Abama

Die Appartements liegen an der Frontseite des von Dave Thomas gestalteten Golfplatzes und bieten einen direkten Blick auf den Atlantik. Die Ferienwohnungen werden mit einem, zwei oder drei Schlafzimmern und in verschiedenen Grundrissen angeboten. Von Appartements mit Zugang zum Garten bis hin zu Duplex-Wohnungen im 1. oder 2. Stock mit grosszügig geschnittenen Terrassen und Meerausrichtung findet jeder, was er sucht.

Besuchen Sie das Abama Resort und verschaffen Sie sich Ihren persönlichen Eindruck.

© Los Jardines de Abama

> www.abamahotelresort.com/de

SPECIAL DESTINATIONS TENERIFFA IMAGINE 57


neues

Sicherheitsvideo

Korean Air lancierte ein neues Sicherheitsvideo mit der K-Pop-Gruppe SuperM. Die Airline möchte mit dem neuen Sicherheitsvideo bei den Passagieren mehr Aufmerksamkeit für die grundlegenden Sicherheitsinformationen generieren und diese damit effektiver präsentieren. Autor: Urs Huebscher

S

icherheitsvideos sind erforderlich, um notwendige Informationen zur Sicherheit während des Fluges zu vermitteln, darunter Informationen zur Gepäckaufbewahrung, zu verbotenen Gegenständen, zur eingeschränkten Nutzung von elektronischen Geräten, zur Nichtraucherregelung, zu Sicherheitsschildern, Notausgängen, Massnahmen bei steigendem Kabinendruck und zum Anlegen der Rettungsweste.

Aufmerksamkeit durch Entertainment

Das neue Sicherheitsvideo ist unkonventionell, innovativ und unterhaltsam. So wurde dafür der Song «Let’s go everywhere» geschrieben, für den auch ein Musikvideo gedreht wurde. Durch die Integration von Sicherheitsregeln in das Musikvideo ist ein Sicherheitsvideo entstanden, das es so bisher noch nicht gegeben hat. Ein Mix aus fünf Musikrichtungen: Hip-Hop, R & B, Elektronik, Deep House und Synthie-Pop. Durch die Mischung der verschiedenen Genres in einem Song zielt das Video darauf ab, die Aufmerksamkeit eines breiten Spektrums von Passagieren auf sich zu ziehen. Das Video von Korean Air ist das erste Sicherheitsvideo in Musikvideoform mit einflussreichen K-Pop-Künstlern. Die Besetzung des neuen Sicherheitsvideos mit der Gruppe SuperM ist sehr glamourös. Sie besteht aus sieben K-Pop-Stars, die

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aus anderen Boy Groups des Labels SM stammen. Das einzigartige Video basiert auf der Popularität von K-Pop und der koreanischen Kultur. Von der Zusammenarbeit von Korean Air mit SuperM erwarten die Partner grosse Synergien beim Ausbau der Präsenz und des Netzwerks weltweit. Weiter plant Korean Air, aktiv zur Verbreitung von K-Pop und koreanischer Popkultur in der ganzen Welt beizutragen.

> www.koreanair.com

Nice to know… Korean Air wurde 1969 gegründet und gehört heute weltweit zu den Top-20-Fluggesellschaften. Mit einer Flotte von 169 Flugzeugen, darunter zehn vom Typ Airbus A380, betreibt Korean Air pro Tag über 460 Passagierflüge zu 126 Städten in 44 Ländern auf sechs Kontinenten. Mit ihrer Unternehmensvision setzt sich die koreanische Fluggesellschaft zum Ziel, ein anerkannter Marktführer in der Luftfahrtbranche zu werden. Der Slogan lautet «Excellence in Flight».


Geschichte, Kultur und gutes Essen in der Wintersonne

Auf den ersten Blick werden die maltesischen Inseln möglicherweise nicht als typische Winterdestination wahrgenommen. Aber immer mehr Menschen entdecken, dass das Land so viel mehr zu bieten hat als nur Sonne und Meer (obwohl das natürlich auch im Winter reichlich vorhanden ist). Autor: David Baker

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er USP ist jedoch die 7 000 Jahre alte Geschichte. Maltas Hauptstadt Valletta ist UNESCO-Weltkulturerbe, und das Land hat eine grössere Dichte an historischen Sehenswürdigkeiten als jeder andere Staat. Kunstliebhaber können Kultur im Nationalmuseum für bildende Kunst geniessen, im nationalen Kriegsmuseum oder aber im Palastzeughaus des majestätischen Grossmeisterpalasts sowie im nationalen archäologischen Museum.

Wanderungen

Fahren Sie mit dem ausgezeichneten Verkehrssystem ins Grüne. Die schöne Landschaft wird durch die milden, trockenen Wintermonate bereichert. Trekking in Gozo oder auf Malta ist eine fantastische Möglichkeit, eine verlockende Mischung aus naturbelassenen Häfen, hübschen Fischerdörfern, felsigen Buchten und gewaltigen Klippen kennenzulernen.

Göttliches Essen

Falls Wandern nicht Ihr Ding sein sollte, können Sie anstelle dessen fantastisches Essen geniessen. Die mediterrane Ernährung ist bekannt dafür, dass sie gesund, frisch und lecker ist. Die maltesische Küche wird diesem Anspruch gerecht.

SPECIAL DESTINATIONS 60 IMAGINE MALTA

Es ist Fasnachtszeit

Bringen Sie Farbe in Ihr Leben und geniessen Sie das Schauspiel des Il-Karinval ta’Malta, dessen Ursprünge auf fünf Jahrhunderte zurückgehen, sowie die Johanniter, die die Insel besetzten. Auf der ganzen Insel finden Feste statt, bei welchen auf den Strassen durch die – meist satirischen – Wagen interessante Fantasiewelten entstehen.

Verbindungen ab der Schweiz

Mit täglichen Flügen ab der Schweiz in diesem Winter bietet keine andere Airline einen so umfangreichen und bequemen Flugplan auf die maltesischen Inseln. Das ganze Jahr über Direktflüge ab Zürich und saisonal im Sommer bis zu zweimal wöchentlich ab Genf. Geniessen Sie ein authentisches maltesisches Erlebnis, sobald Sie an Bord gehen. Das grosse Wissen und die Begeisterung unserer Crew über die schönen Inseln wird durch kürzlich verbesserte Dienstleistungen an Bord ergänzt, sowohl in der Economy als auch in der Business Class, wo handgemachte, frisch zubereitete gastronomische Köstlichkeiten mit Produkten aus der Region angeboten werden. Mit einer Flugzeit von ungefähr zweieinhalb Stunden ist Malta die perfekte Destination auch für einen kurzen Trip. Erleben Sie selbst, wie viel herrliche Vielfalt in dieser kleinen Inselgruppe steckt.

> www.airmalta.com


Neulich in Norwegen ...

… die Aussicht genossen «Die imposante Ausblicke auf die majestätischen Berge und malerischen Fischerdörfer auf den Lofoten faszinieren mich immer wieder aufs Neue.» Erleben Sie wie Kontiki-Mitarbeiterin Salome Lerch die Lofoten, zum Beispiel auf der Reise «Lappland und Lofoten auf einen Blick»

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Urlaub beim grossen Nachbarn Deutschland wird als Reiseziel immer beliebter. Der Tourismus ist auf dem Weg zum nächsten Rekordjahr in Folge. Touristen aus der Schweiz sind massgeblich am Boom beteiligt. Als Nachbarland mit guter Erreichbarkeit ist Deutschland für Schweizer Gäste zwischenzeitlich ein absolutes Trendziel. Autor: Urs Huebscher

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iele Orte und Regionen bieten sich für Ferien in Deutschland an. Bekanntere Reiseziele sind natürlich die Grossstädte Berlin, Hamburg, München oder Bremen, die viele Besucher und Touristen anziehen. Das Bremer Rathaus und der Roland wie auch die Bremer Stadtmusikanten sind wohl jedem ein Begriff. Seit 2004 belegen Rathaus und Roland einen Platz auf der Welterbeliste der UNESCO als Kulturdenkmäler. Aber auch die etwas kleineren Städte wie Heidelberg, Hannover, Leipzig oder Nürnberg besuchen viele in Deutschland.

schönsten Nordseeinseln gehört Föhr, die Nachbarinsel von Amrum. Dank ihrer Lage – geschützt durch Sylt und Amrum – ist es auf Föhr weniger windig als auf anderen deutschen Nordseeinseln. Der Windschatten der anderen Inseln hat auch dafür gesorgt, dass sich auf Föhr deutlich mehr Vegetation ansiedeln konnte als auf den anderen Inseln. Die vielen herrlichen Sandstrände der Nordseeinsel Norderney fallen besonders flach ins Meer ab und eignen sich deswegen perfekt für Familien mit kleinen Kindern.

Wer etwas mehr Natur und Ruhe sucht, wandert durch die Sächsische Schweiz, entdeckt die schöne Eifel oder besucht die Mecklenburgische Seenplatte. Facettenreich ist Franken mit seinen 16 Reisezielen. Im Norden Spessart-Mainland und Rhön, Hassberge, ObermainJura und Coburg, Rennsteig, Frankenwald und Fichtelgebirge. Im Süden der Region liegen die Gebiete Liebliches Taubertal, Romantisches Franken, Fränkisches Seenland und der Naturpark Altmühltal. Und dazwischen warten das Fränkische Weinland, der Steigerwald, die Fränkische Schweiz, das Nürnberger Land sowie die Städteregion Nürnberg. Die Nord- und Ostseeküste inklusive der Inseln gehören natürlich mit zu den beliebtesten Ferienregionen. Die Inseln bieten alles, was es für perfekte Ferien am Meer braucht. Zu den

Die Ostfriesische Insel Borkum liegt vor der niedersächsischen Küste, gegenüber der Emsmündung. Teile der Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Sie liegt von allen Ostfriesischen Inseln am weitesten vom Festland entfernt, was auch ihr Klima beeinflusst. Das Hochseeklima sorgt dafür, dass auch Allergiker hier befreit durchatmen können. Die zweitkleinste der Ostfriesischen Inseln, Wangeroge, ist nur rund acht Quadratkilometer gross und ist Teil des friesischen Jeverlandes. Schon am Schiffsanleger findet man das Motto der Insel: «Gott schuf Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.» Vom Wattenmeer im Süden bis zum Strand im Norden sind es zu Fuss gerade einmal zehn Minuten.

MOMENTS 62 IMAGINE DEUTSCHLAND

> www.germany.travel/de


tadt

S der extremen

Kontraste

Auf 116 Hektaren entsteht in Heidelberg (Baden-Württemberg) ein futuristisch anmutendes Quartier. Die Bahnstadt ist das weltweit grösste Passivhaus-Projekt mit Wohnraum für 6 800 Menschen und 6 000 neuen Arbeitsplätzen. Der Kontrast zwischen Alt und Topmodern macht den Besuch der Stadt am Neckar spannender denn je. Autorin: Ursula Burgherr

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a steht man im einen Moment noch auf der Carl-Theodor-Brücke in Heidelberg und weidet sich am Blick, der von Fluss und Bergen eingerahmten mittelalterlichen Stadt, über der das Schloss thront. Und befindet sich innerhalb von 20 Minuten in einer anderen Welt. Heidelberg zeigt neben dem romantischen und viel besungenen Ambiente ein völlig neues Gesicht: Auf dem Gelände des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs wächst seit einem Jahrzehnt die grösste Passivhaus-Siedlung der Welt. Bereits 4 300 vorwiegend junge Menschen leben in dem urbanen Ambiente der Bahnstadt. Nach deren Fertigstellung werden es 6 800 sein. «Der Stadtteil ist insbesondere für Familien enorm attraktiv. Alle vier Tage kommt ein neuer Bahnstädter auf die Welt», erzählt Christian Beister vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Heidelberg, auf dem Rundgang durch den neuen Stadtteil.

Nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung

Teichanlagen ziehen sich durch eine Allee von noch jungwüchsigen Bäumen. Links und rechts erstrecken sich Wohn- und Arbeitsgebäude und bieten eine riesige Palette futuristischer Architektur mit raffinierten Details. Die Bahnstadt ist der Stadtteil kurzer Wege. Wohnen,

Arbeiten, Freizeit und Shopping – alles ist an einem Ort und fussläufig oder mit dem Fahrrad erreichbar. Drei grosse Plätze mit Cafés sowie die Promenade mit thematischen Spielplätzen sind zentrale Begegnungszonen für Bewohnerinnen und Bewohner. Heidelberg ist bekannt für seine exzellenten Hochschulen – deshalb sind im neuen Stadtteil auch viele Unterkunftsmöglichkeiten für Studenten entstanden. Der Zollhofgarten erstreckt sich als öffentlicher Park über 7 600 Quadratmeter und ist das grüne Herz der Bahnstadt, die mit 100 Prozent nachhaltiger Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien absoluten Vorbildcharakter hat. Das weltweit erste Passivhaus-Kino bietet 15 Säle. Die Bahnstadt schlägt als weltweit grösstes Stadtentwicklungsprojekt im Passivhaus-Baustandard hohe Wellen. Diese Gratwanderung zwischen Alt und Neu, ohne sich gegenseitig den Platz streitig zu machen, ist ein Paradebeispiel für die Stadtentwicklung der Zukunft. > www.heidelberg-bahnstadt.de > www.heidelberg-marketing.de > www.bahnstadtpfad.heidelberg.de > www.tourismus-bw.de

MOMENTS HEIDELBERG IMAGINE 63


© Patrick Graf © Hans Zaglitsch

Authentisch, unverfälscht, entspannt – Hannover bietet den idealen Mix für Besucher! Die Fussgängerzone ist ein wahres Shopping-Paradies und in der Altstadt spazieren Sie durch mittelalterliche Gassen oder entspannen in einem der zahlreichen Cafés. Gartenkunst in Vollendung erleben Sie in den Herrenhäuser-Gärten. Mit seinen aufwendig gestalteten Tierwelten ist der Erlebnis-Zoo Hannover einer von Deutschlands spektakulärsten Tierparks. Quirlig und charmant präsentieren sich die verschiedenen Stadtteile: vom Kultviertel Linden über Studentenflair in der Nordstadt bis zur schickeren List mit ihren Jugendstilhäusern. Autoren: Lars Kompa und Petra Sievers MOMENTS 64 IMAGINE HANNOVER


© Hans Zaglitsch

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vent-Highlights ziehen alljährlich zahllose Gäste nach Hannover: Der Internationale Feuerwerkswettbewerb lässt den Himmel farbenfroh erstrahlen, das maritime Maschseefest startet Ende Juli und Ende Jahr illuminieren die Weihnachtsmärkte die gesamte Innenstadt. Zahlreiche Weltstars versprechen zudem ein Konzertjahr der Superklasse. Kunst und Kultur auf höchstem Niveau bieten zahlreiche Bühnen und Museen.

• Internationaler Feuerwerkswettbewerb Zum 30. Jubiläum des Wettbewerbs treten im barocken Garten der Herrenhäuser-Gärten erstmal Teams von fünf Kontinenten gegeneinander an. An fünf Samstagen bieten sie all ihr Können auf, um Besucher und Jury zu begeistern. Bereits am frühen Abend erwartet die Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm. Termine: 23. Mai: Australien, 6. Juni: Asien, 22. August: Europa, 5. September: Afrika 19. September: Amerika

© Lars Gerhardts

Highlights 2020

• Schützenfest Das grösste Schützenfest der Welt ist an zehn Tagen im Jahr nicht nur für Schützen die erste Adresse. Partys, Livemusik, Karussells – hier darf es auch ruhig eine Lüttje-Lage mehr sein. Termin: 3. bis 12. Juli 2020

© Christoh Maier Pyrophotos

• Weitere Veranstaltungen in den Herren­häuser-Gärten Das ganze Jahr über bilden die Gärten die prachtvolle Kulisse für Konzerte, Theater, Kleinkunst und Tanz. In den Sommermonaten bezaubern faszinierende Illuminationen. Ein besonderer Höhepunkt sind die renommierten KunstFestSpiele im Mai.

• Maschseefest Das maritime Sommerfest rund um den Maschsee bietet Konzert-Highlights, kulinarische Köstlichkeiten, stimmungsvolle Sommerabende, Tanzen unter freiem Himmel und Aktionen auf dem Wasser. Termin: 29. Juli bis 16. August 2020 > www.visit-hannover.com

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himmlisch Einzigartige Kulturerlebnisse, architektonische Besonderheiten, Genussmomente für Gourmets, lebendige Geschichte und vielfältige Veranstaltungshöhepunkte: 15 unterschiedliche Stadtpersönlichkeiten laden in Franken zum Besuch ein. Autor: Michael Maier

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© FrankenTourismus / Holger Leue

abei hat jede Stadt ihre ganz eigene Persönlichkeit und ihre eigene bewegte Geschichte. Zum Glück haben Stadtentdecker es von einer zur anderen nicht weit. Nürnberg, Fürth und Erlangen bilden ein erlebnisreiches Städtedreieck. Am Main entlang reihen sich die Stadtpersönlichkeiten Aschaffenburg, Schweinfurt und Kulmbach sowie die UNESCO-Welterbestädte Würzburg, Bamberg und Bayreuth wie Perlen an der Schnur.

MOMENTS 66 IMAGINE FRANKEN

Ansbach und Coburg zeigen sich ganz von ihrer fürstlichen Seite, während in Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl das Mittelalter oder Forchheim als Genussort lebendig wird. In der Bischofsstadt Eichstätt hinterliessen, ebenso wie in Würzburg, Bamberg und Aschaffenburg, die kirchlichen Fürsten ihre prachtvollen Spuren. > www.die-fraenkischen-staedte.de

Hohenzollernresidenz Ansbach

Als ehemalige Residenz der Markgrafen von BrandenburgAnsbach hat das Adelsgeschlecht der Hohenzollern der Stadt Ansbach beeindruckende Baudenkmäler wie die Hofkanzlei, die Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus, die Markgräfliche Residenz und die prächtige Orangerie im Hofgarten hinterlassen. Die bunte Vielzahl von Adelsund Bürgerbauten, die Geschlossenheit des historischen Stadtbildes und die Qualität der markgräflichen Prunkräume in der Residenz trugen Ansbach das Prädikat «Stadt des fränkischen Rokoko» ein. > www.ansbach.de

© FrankenTourismus / Holger Leue

EINFACH


© Aschaffenburg / FrankenTourismus

Erlebnisreiches «Bayerisches Nizza»

Bayreuth – der Ewigkeit ganz nah …

© FrankenTourismus / OMT

Als Zentrum der Musikkultur ist Bayreuth weithin bekannt. Auch die Schätze der Markgräfin Wilhelmine sind unbedingt sehenswert: Die Eremitage, das Neue Schloss sowie das UNESCO-Welterbe Markgräfliches Opernhaus sind Perlen aus der Zeit des Barocks. Ein echter Geheimtipp ist jedoch, dass in und um Bayreuth über 50 Mark­ grafenkirchen von grossem kunsthistorischen Wert besucht werden können. Gehen Sie mit uns auf spirituelle Entdeckungsreise und kommen Sie der Ewigkeit ganz nah. > www.bayreuth-tourismus.de

Bamberg – Faszination Weltkulturerbe

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise! Erleben Sie eine Stadt voller Geschichte und Kultur, lebendig und quirlig, romantisch und erhaben! Die Bamberger Altstadt ist UNESCOWeltkulturerbe und stellt einen der grössten unversehrt erhaltenen Altstadtkerne Europas dar. Das Kulturleben ist geprägt von den Bamberger Symphonikern und dem ETA Hoffmann Theater sowie einer vielfältigen und bunten Kleinkunstszene. Die Bamberger Bierwelten sind legendär. > www.bamberg.info

© Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH / Björn Vollmuth

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Ob im Frühling zur berühmten Magnolienblüte, im Sommer ins weltweit einzigartige Pompejanum, im Herbst in den ältesten englischen Landschaftspark Bayerns, im Winter zu Cranach, Grünewald, Kirchner & Schad: Auf kurzen Wegen kann man Aschaffenburgs verschiedene «Seiten» entdecken. Die vielen grossen und kleinen Bühnen sowie traditionsreiche und moderne Events sorgen ganzjährig für abwechslungsreiche Unterhaltung. Das milde, fast mediterrane Klima gab der Stadt am Main den Namen «Bayerisches Nizza». > www.info-aschaffenburg.de

Ehemalige Residenzstadt & Designhochburg

Wiege des europäischen Hochadels, Schlösser und Burgen wie Perlen an einer Kette, Hochburg des Designs, europäische Glaskunst und die ältesten Kutschen der Welt – das finden Besucher in der einstigen Residenzstadt Coburg. Hier reihen sich Renaissancebauten an neugotische Schlösserfassaden, mittelalterliche Fachwerkhäuser oder Jugendstil-Villen. > www.coburg-tourist.de

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© Dinkelsbühl / FrankenTourismus

Geheimtipp und Zeitreiseziel

© FrankenTourismus / Andreas Hub

Die Stadt atmet den Geist der Jahrhunderte und versprüht doch lebendigen Charme. So kürte ein Wochen­ magazin die Dinkelsbühler Altstadt zur schönsten überhaupt im Lande. Ein Geheimtipp und «Zeitreiseziel» lautet die Empfehlung. Dinkelsbühl ist zu jeder Jahres­ zeit ein Erlebnis: in Blütenwolken gehüllt im Frühjahr, sommerfarben bunt zur Kinderzeche im Juli, nostalgisch schwelgend zum Stadtfest im September, leuchtend golden zur Fisch-Erntewoche im Herbst und zur Advents- und Weihnachtszeit. > www.tourismus-dinkelsbühl.de

Forchheim – Genussreiche Königsstadt

© Eichstätt / Klipp

Als eine der ältesten Städte Frankens hat sich Forchheim mit seinen vielen Fachwerkhäusern und der Festungsanlage ein historisches Erscheinungsbild vom Mittelalter bis zum Barock bewahrt. Wer in den Kopfstein gepflasterten Gassen auf den Spuren der alten Könige wandelt, kann die mehr als 1 200 Jahre alte Geschichte der Stadt hautnah erleben. Forchheim ist in der Genussregion Oberfranken zu Hause – dort, wo es die meisten Bäcker und Konditoreien, die meisten Metzgereien und die meisten Brauereien der Welt gibt. Bei drei Weltrekorden in puncto Genuss verwundert es nicht, dass sich die Königsstadt seit 2018 selbst bayerischer Genussort nennen darf. > www.forchheim-erleben.de

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Barockstadt und Zentrum des Altmühltals

Die 740 erstmals urkundlich erwähnte Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt beeindruckt durch ihr vollständig erhaltenes barockes Stadtbild und zahlreiche prächtige Kirchen und Klöster. Hoch über der im Herzen des Naturpark Altmühltal gelegenen Stadt thront die mächtige Willibaldsburg. Aussergewöhnliche Museen wie das JuraMuseum mit seinen weltberühmten Fossilien, traumhafte Gärten, ein Steinbruch für Fossiliensammler und viele Rad- und Wanderwege ermöglichen das besondere Kulturund Naturerlebnis. > www.eichstaett.de


© FrankenTourismus / Holger Leue

Die Stadt mit Kleeblatt im Wappen hat viele Facetten: über 2 000 Baudenkmäler, mehr als 1 000 Jahre Geschichte, grüne Oasen, idyllische Altstadtwinkel, eine lebendige Kunst- und Kulturszene und Menschen mit typisch fränkischer Gelassenheit. Fürth ist so wechselvoll wie seine Geschichte, von der das Stadtmuseum, das Jüdische Museum Franken und das Rundfunkmuseum erzählen. Die Altstadt bietet eine einzigartige Mischung aus urigen Wirtshäusern, kreativen Werkstätten und individuellen Läden. > www.tourismus-fuerth.de

© FrankenTourismus / Holger Leue

Fürth – Historisch. Authentisch. Lebendig.

Köstlich. Historisch. Liebenswert.

Nürnberg – Eine Stadt zum Wohlfühlen

Über 950 Jahre alt und kein bisschen müde präsentiert sich Nürnberg: interessante Geschäfte, gemütliche Kneipen, einladende Biergärten und dazwischen immer wieder reizvolle Plätze mit geschichtsträchtigen Häusern. Christkindlesmarkt und Albrecht Dürer sind nur zwei von vielen «Markenzeichen». Kaiserburg, grosse Sakralbauten und Handwerkerhof gehören zum «Besucher-Muss» genauso wie die reichhaltige Museums­ landschaft oder das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. > tourismus.nuernberg.de

© CTZ Nürnberg / Niklas

Die Stadt am Ursprung des Mains ist vor allem bekannt für Biere von Weltruf, eine der prächtigsten Burganlagen Deutschlands und nicht zuletzt als die Stadt, in der der Entertainer Thomas Gottschalk aufgewachsen ist. Kulmbach ist zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Reiseziel: für Bierliebhaber genauso wie für alle Kunst- und Kulturinteressierten (schöne Altstadt und reiche Museenlandschaft) und für naturverbundene Entdecker (ausgezeichneter Main-Radweg und zertifizierte Wanderregion). > www.kulmbach.de

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© ETM / Ismaier

Erlangen – Barocke Planstadt mit Charme

Modern und fränkisch sympathisch

© FrankenTourismus / Leue

Auf beeindruckende Weise verbindet Schweinfurt Industrie & Kunst, Tradition & Moderne. Überzeugen Sie sich selbst von der Geburtsstadt Rückerts und entdecken Sie die liebevoll sanierten Ecken und Winkel der Altstadt, das imposante Rathaus, hochkarätige Kunstsammlungen und fränkische Köstlichkeiten. Kunst, Kultur, bemerkenswerte Architektur, Wissenschaft und Tradition – so präsentiert sich die am Main gelegene unterfränkische Stadt. Ein echter Geheimtipp. > www.schweinfurt360.de

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Das romantische Original

Mächtige Stadtmauern mit Wehranlagen, verwinkelte Gassen und herrschaftliche Patrizierhäuser, Türmchen, Erker und prächtige Renaissancefassaden. Sobald man eines der historischen Stadttore von Rothenburg passiert, taucht man ein in die ganze Pracht einer völlig intakten mittelalterlichen Altstadt. Die Stadt bietet alleinstellende Sehenswürdigkeiten, darunter das Mittelalterliche Kriminalmuseum, Europas grösstes Museum zur Rechtskunde, das ganzjährige Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt sowie eines der beeindruckendsten Rathausensembles Deutschlands. > www.rothenburg-tourismus.de

© Schweinfurt 360° / F. Trykowski

© Rothenburg / FrankenTourismus / Pfitzinger

Bekannt ist Erlangen nicht nur für seine Bergkirchweih – das älteste Bierfest der Welt. Als Bier- und Kulturstadt mit renommierten Festivals reizt die Hugenottenstadt das ganze Jahr mit Vielfältigkeit. Die Weihnachtszeit gehört mit vier Märkten, einer illuminierten Eislauffläche und stimmungsvoller Strassenbeleuchtung zu den schönsten Zeiten. > www.erlangen.info

Hauptstadt des Fränkischen Weinlands

Würzburg begeistert Kulturfreunde und Genussmenschen gleichermassen: die Festung Marienberg, der romanische Dom St. Kilian und das Falkenhaus setzen glanzvolle Akzente. Höhepunkt ist die Residenz, seit 1981 UNESCOWeltkulturerbe. Top-Events wie das Mozartfest, das Africa Festival oder der Hafensommer, preisgekrönte Museen und Theater, stimmungsvolle Weinfeste, hervorragende Restaurants und ein lebendiges Nachtleben – Würzburg verführt alle Sinne! > www.wuerzburg.de


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Die norddeutsche Hansestadt überrascht mit ungewöhnlichen Gegensätzen. Autorin: Meike Gerster

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© Jonas Ginter / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

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er wohl meistgesprochene Satz von Touristen ist wohl «Das hätte ich ja nicht gedacht!», die erstmals die norddeutsche Metropole Bremen besuchen. Traditionell ist sie die historische Handelsstadt, märchenhaft und weltoffen. Doch Bremen ist auch die elftgrösste Stadt Deutschlands, europäisches Zentrum der Luft- und Raumfahrt, Stadt der Wissenschaft und Standort von einem der grössten europäischen Städtebauprojekte, der Überseestadt. Bremen, die Stadt, die ihre Besucher zum Staunen bringt – und das mit voller Absicht. 1 200 Jahre Tradition und Weltoffenheit prägen Bremen, die Hansestadt an der Weser. Unverwechselbar bleiben das prächtige Rathaus im Stil der Weser-Renaissance und die ehrwürdige Figur des Roland auf dem historischen Marktplatz. Sie verkörpern seit 1404 den Bürgerwillen nach Unabhängigkeit. Rathaus und Roland stehen als einzigartiges Welterbe der Menschheit unter dem Schutz der UNESCO, doch auch der Schnoor – Bremens ältestes Stadtviertel –, die ungewöhnliche Architektur der traditionsreichen Böttcherstrasse oder der Bremer Dom suchen ihresgleichen. Und natürlich sind da die weltweit bekannten Figuren der Bremer Stadtmusikanten aus Grimm’s Märchen.

Verwöhnmomente an der Weser

Genuss wird an der Weser grossgeschrieben. Feine Schokoladen, erlesene Weine, vollmundiger Kaffee, erfrischendes Bier oder Fisch und Meeresdelikatessen – eine Vielzahl von Restaurants, Kneipen, Cafés und Manufakturen >

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© Jonas Ginter / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

ladet zum Verkosten ein. An der Weserpromenade Schlachte mit internationaler Küche, Gastronomie­schiffen, Cafés und Bars sowie über 2 000 Sitzplätzen in den Bierund Sommergärten ist das gastronomische Angebot vielfältig: edel hanseatisch oder gutbürgerlich – von Knipp über Labskaus bis zu Hering und Matjes findet sich hier eine Vielfalt an Bremer Spezialitäten. Mitten in der Stadt liegt auch das Schnoorviertel. Hier können Bremer und ihre Gäste in vielen idyllischen Restaurants und Gaststätten gut essen und trinken. Wie Perlen auf einer Schnur sind die kleinen Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert in Bremens ältestem Viertel dicht aneinandergereiht. In verwinkelten Gassen und an winzigen Plätzen arbeiten Künstler, Goldschmiede und Galeristen. Kleine Cafés und Restaurants verwöhnen auch den anspruchsvollsten Gaumen. Eine besonders lange Tradition hat Genuss im ehrwürdigen Ratskeller. Hier gibt es nicht nur typisch bremische Gerichte zu verkosten, sondern hier schenkte bereits im Jahr 1409 der Kellermeister die ersten edlen Tropfen aus. Heute können sich Gäste des Hauses auf über 70 Seiten der Weinkarte – von Kennern als wahre

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Wein-Enzyklopädie gepriesen – zwischen 650 verschiedenen, klangvollen Sorten entscheiden. Dass Bremen heute in aller Munde ist, ist weitsichtigen wie entdeckungsfreudigen Kaufleuten zu verdanken. Handel, Hanse und Seefahrt legten den Grundstein für Bremens Stärke in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. In Bremen findet man sie dicht an dicht, die hochwertigen Marken wie Beck’s Bier, Jacob’s Kaffee, Milka Schokolade oder Philadelphia Frischkäse. Doch wie bei einem überzeugenden Rezept macht der Erfolg in Bremen die ausgewogene Mischung: Hier agieren sowohl internationale Markenartikelhersteller als auch traditionsreiche Familienunternehmen. So entstehen auch in kleinen Manufakturen Köstlichkeiten von höchster Qualität und mit viel Liebe und Herzblut gemacht. Die Erzeugnisse aus diesen Manufakturen sind nicht nur hervorragende Mitbringsel für Touristen. In Führungen und bei Besichtigungen können Besucher hinter die Kulissen schauen, ihr eigenes Bier brauen und den Delikatessen beim Entstehen zusehen.

Innovation aus Tradition

In der Hansestadt wird Geschichte gelebt und Zukunft gestaltet. 2005 wurde die historische Hansestadt Bremen >


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MOMENTS

© Ingrid Krause / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

© Ingo Wagner / WFB Wirtschaftsförderung Bremen

© Jonas Ginter / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

© Jens Hagens / BTZ Bremer, Touristik-Zentrale


sogar zur ersten deutschen Stadt der Wissenschaft gekürt. Tradition, Historie, Hightech, Wissenschaft und Raumfahrt vereinen sich zu einem neuen, innovativen Gesamtbild.

© Jonas Ginter / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Die ausserordentliche Verzahnung zwischen der Wissenschaft und dem Stadtleben ist überall zu spüren. Das Themenjahr 2020 «PHÄNOMENAL 2020 – Bremen entdecken. Wissen erleben» steht daher ganz im Lichte der Wissenschaft! Aufregende Erlebniswelten und Science Center, Einblicke in die Hochschulen und zukunftsweisende Technologien – Bremen beweist mit zahlreichen Projekten, dass Wissenschaft nicht trocken und verstaubt sein muss. Ist es ein silberner Wal oder doch eine Muschel? Schon das Gebäude des Science Center macht neugierig. Bei der Eröffnung im September 2000 bestand das Universum Bremen nur aus diesem Gebäude, inzwischen ist es Teil eines grossen Entdeckergeländes. Allein das Science Center verfügt über 250 Exponate zum Anfassen, Mitmachen und Experimentieren. Der Aussenbereich, Deutschlands erstes Freiluft-Gelände dieser Art, mit seinen Stationen zum Thema Bewegung begeistert besonders die kleinen Besucher. Sie können

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an der Wasserschraube die Schwerkraft überlisten oder ausprobieren, wie sich ein Jo-Jo wohlfühlen muss. Im Science Center tauchen Jung und Alt in die Themenwelten Kosmos, Erde und Mensch ein. Seit über 100 Jahren überzeugt Bremen als Wissenschaftsstandort und kann sich mit Fug und Recht Stadt der Luftund Raumfahrt nennen. Vom Schiffbau über den Flugzeugbau bis hin zum Bau von Weltraumlaboren und Raketenstufen reicht das Spektrum höchster technischer Erfolge in der Freien Hansestadt. Bei Airbus in Bremen erhalten Raumfahrtbegeisterte einen Einblick in Forschung und Entwicklung rund ums Weltall. Hier werden vor den Augen der Besucher Teile der Ariane-5-Rakete und des Transportfrachters ATV zusammengebaut. Bei der Raumfahrt-Führung der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) schauen die Teilnehmer den Wissenschaftlern über die Schulter und erleben vor Ort, wie die Fachleute am Boden mit den Kollegen im Weltall Kontakt halten.

Aufsehenerregendes in Kunst und Kultur

Köln schunkelt im Karneval, München zelebriert das Oktoberfest. Und in Bremen wird das ganze Jahr über gefeiert.


Mit ihrer Ausstellung «Ikonen» feiert die Kunsthalle Bremen noch bis zum 1. März 2020 eine Premiere: Erstmals werden alle Räume des Hauses mit einer grossen Ausstellung bespielt. Pro Raum präsentiert die Schau jeweils nur ein Meisterwerk – von der russischen Ikone bis zu Andy Warhol. Mit 60 Stars in 60 Räumen geht die Schau der Frage nach, wie sich auch heute noch mit dem Begriff der Ikone kultische Verehrung und die Idee des Übersinnlichen verbinden.

> www.bremen.de/tourismus

© Jonas Ginter / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Tradition geht in Bremen Hand in Hand mit Innovation, Erfahrung bändelt mit kreativen Ideen an und grosse Marken liebäugeln mit kleinen Schätzen. Bremen ist die

elfgrösste Stadt Deutschlands und strahlt dennoch eine behagliche Ruhe aus. Kurze Wege in der Stadt und überraschend kurze Anreisezeiten locken Gäste aus der ganzen Welt. Von Zürich aus fliegen Swiss International Airlines übrigens mindestens dreimal wöchentlich. Und – wer hätte das gedacht – der Airport Bremen liegt nur zehn Strassenbahnminuten von der Innenstadt entfernt.

© BTZ Bremer Touristik-Zentrale, (www.bremen-tourismus.de)

Hier findet jeder seine Bühne: mutige Artisten, anmutige Tänzerinnen, populäre Popstars, wissbegierige Wissenschaftler. Deutschlands ältestes Volksfest – der Freimarkt, das Musikfest, das Festival Maritim, Europas grösstes Sechs-Tage-Rennen, Musical- und Theaterhighlights, bedeutende Kunstausstellungen, der traditionelle Weihnachtsmarkt mit Schlachte-Zauber an der Weserpromenade … die Hansestadt an der Weser steckt voller Leben und Erlebnisse.

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IMAGINE 04/19 Volume 36 Auszug  

IMAGINE 04/19 Volume 36 Auszug