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TRAVEL & LIFESTYLE

VOLUME 31

SPITZBERGEN UNTERWEGS IN ARKTISCHEN GEWÄSSERN

INDISCHER OZEAN

Paradies auf Erden

ARABIEN

Inspiriert alle Sinne

MACAU

Das Zocker-Paradies

DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Im Rhythmus des Merengue

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Die kühle Küste

&

PARADIESISCHE INSELN

GESCHÄTZTE LESERINNEN, GESCHÄTZTE LESER In unserer hektischen Welt mit dem allgegenwärtigen Druck des Alltags und Zeitmangel für das Wesentliche – wer sehnt sich da nicht danach, aus diesem Hamsterrad auszubrechen? Wer träumt nicht manchmal davon, dem ganzen Alltagsstress zu entfliehen und sich auf eine tropische Insel zurückzuziehen, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint? Wie wäre es mit einem Abstecher in den Indischen Ozean? Es ist das kleinste der drei Weltmeere, bietet aber eine grosse Auswahl an Reisezielen mit den Malediven, Seychellen oder Mauritius. Die Malediven haben uns auf jeden Fall restlos begeistert. Ob Bilderbuchstrand, Sportaktivitäten, Wellnessangebot – jede der zahlreichen Inseln ist paradiesisch, und das nicht nur für Honeymooners. Immer mehr Menschen verreisen allein. Laut einer Reiseanalyse sind 12.5 Prozent aller Reisenden ohne Begleitung unterwegs. Auf Wellnessreisen ist deren Anteil besonders hoch. In diesem Jahr haben bis anhin bei diversen Spezialveranstaltern für Gesundheits- und Wellnessreisen rund 34 Prozent ihre Ferien alleine angetreten – Tendenz steigend. Alleine zu verreisen, ist heute also häufig der Normalfall. Wenn der Ferienaufenthalt einen sinnvollen Inhalt hat und man sich etwas Gutes tun kann, fühlt man sich als Reisender auch nicht unwohl. Besonders Reisen zur Steigerung der Gesundheit und des Wohlbefindens sind daher eine gern gewählte Ferienform. Vor allem Ayurveda- und Yoga-Reisen werden oftmals ohne Begleitung angetreten. Hier treffen sich zwangsläufig Gleichgesinnte. Auch auf Fasten- oder Detox-Reisen gehen Slimming-Freunde eher allein. In den Kurferien sind rund 26 Prozent ohne Reisepartner unterwegs. Gut zu wissen: Viele Hotels haben sich auf Alleinreisende eingestellt. Selbstverständlich geben wir noch vielen anderen Themen einen breiten redaktionellen Raum in der vorliegenden Ausgabe. IMAGINE wünscht Ihnen viel Spass beim Lesen und Geniessen.

Francesco J. Ciringione Verleger

Urs Huebscher Chefredaktor

EDITORIAL VOLUME 31 IMAGINE 1


48

Inhalt

1

© David Schwery

 Editorial

MOMENTS Spitzbergen Paradies für Naturfreunde und Forscher 6 Schnalstal Ein richtiger Tausendsassa 12 Aostatal Zwischenhalt & Ferienziel 14 Salzburger Bergwelten Aktivzeit im Ebner’s Waldhof 16 Türkei Das wandelnde Lexikon 18 Der SUV mit dem Dreizack Maserati 20

6 16

22

Keine Fahrt gleicht der anderen

24

Flusskreuzfahrten

SPECIAL DESTINATIONS Georgia

On my mind

26

Affenbrotbäume & Plastiktüten

30

Die Stadt, die das Glück verspricht

34

Schlangensuppe & Grasfrösche  Wie Hongkong aufs Wandern kam

38 40

Willkommen im Paradies

42

Das Tor zur Wüste

48

Königliches Erlebnis im «The Mulia»

50

Achterbahnfahrt, Gespensterjagd oder Regenwald

54

Geheimnisvoll, historisch und unentdeckt

56

Senegal

Macau

Hongkong

Dominikanische Republik

Eilat in Südisrael Bali

Dubai

Sharjah Qatar

Kulturelle Begegnungen 58 5-Sterne-Luxus über den Wolken mit Qatar Airways 60

Oman

Kulturschätze & üppige Natur

62

in den Vereinigten Arabischen Emiraten & Oman

64

Sportauto-Touren

INHALT 2 IMAGINE VOLUME 31

14

26 42

58

© Qatar Tourism Authority

Entschleunigt durch Böhmen

© Tourist Board Dominikanische Republik

Tschechien

© Enrico Romanzi

CRUISES

62


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104 Hot Winter Trends

Inhalt

Bademode

66

Schönheit zum Eintauchen

68

Paradies auf Erden

70

Mauritius

Seychellen

Malediven

Ferien ohne Schuhe im Milaidhoo Maldives Resort Exklusive Erlebnisse im Jumeirah Vittaveli Coco Bodu Hithi: Unterwasser-Märchen Luxuriöser Urlaub im Faarufushi Maldives

74 78 82 86

Trauminsel Reisen

90

Natur & Luxus auf sonnigen Inseln

70

RELA X Traumurlaub mit Kindern Qualitytime. Familytime.

92

Himmlisches San Luis Retreat Hotel & Lodges

94

Südtirol

SW ISSNESS Hotelbewertungen Der Gast als Hoteltester

96

Mit dem Bike durch atemberaubende Landschaft

98

Gästeservice grossgeschrieben

100

Verwöhnzeit im Seminar- und Wellnesshotel Stoos

102

2 132 Möglichkeiten über Meer

104

Der «Glücklichmacher»

106

Kulinarische Hochgenüsse Ort des Wohlbefindens

108 110

Laila Grillo

112

Altes Haus, junge Gastgeberin in der Kettenbrücke

116

Pulver gut

118

Westschweiz

St. Gallen Stoos

Pilatus

Schoggi

Tessin

Die Reisende im Augenblick

Aarau

Engelberg

NEWS & BOOKS Schiffstaufen Hotels for Insider Up in the Air & Fly Koralleninseln im Indischen Ozean Die schönsten Yoga-Hotels Travel gadgets you can’t resist Travel books Schön durch den Herbst

INHALT 4 IMAGINE VOLUME 31

23 33 57 91 95 111 115 119

94 102 110

118 68


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© David Schwery

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S

e b r z t g i e p

P NA ARA UN TUR DIES D F FR F OR EU ÜR SC ND HE E R

Nirgends lässt sich die Arktis bequemer erleben als auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen. Der Anblick wuchtiger Gletscher, magischer Polarlichter und majestätischer Eisbären lässt garantiert niemanden kalt. Die Inselgruppe besticht durch eine grossartige Natur und absolute Stille. Ursprünglich begehrt für den Kohleabbau, wird die Inselgruppe immer beliebter bei Touristen und Forschern aus der ganzen Welt. Und die sorgen dafür, dass das Paradies noch lange erhalten bleibt. Autor: Urs Huebscher

MOMENTS 6 IMAGINE VOLUME 31


© Stephanie Sonderegger

D

er Osten der Inselgruppe und das Packeis im Norden sind die Heimat der Eisbären: Von Spitzbergen kehrt kaum jemand zurück, ohne den König der Arktis gesehen zu haben. So eindrücklich diese Sichtungen auch sind, sie allein werden der Vielfalt Spitzbergens nicht gerecht. Denn die Inselgruppe gilt als ark­ tisches Tier- und Pflanzenparadies: 30 brütende Vogel­ arten, 10’000 wilde Rentiere, Polarfüchse, Schneehühner, verschiedene Walarten und rund 500 Walrosse machen Spitzbergen zum Ziel nördlicher Tiersafaris. >

MOMENTS VOLUME 31 IMAGINE 7


In der klassischen Tundra-Vegetation gedeihen weit über 100 Blütenpflanzen und Gräser. Und sogar einen «Baum» gibt es, die Zwergbirke. Diese kriecht allerdings mehr über den Boden, als dass sie in die Höhe wächst, und kann nur mit viel Fantasie als «Busch» bezeichnet werden. Auf geführten Landausflügen und Wanderungen können Aktive diese Naturschönheiten erleben. Ihren Namen verdankt die Inselgruppe ihrem mutmasslichen Entdecker, dem Niederländer Willem Barents, der sie auf der Suche nach einer Nordostpassage für die aufstrebende Kolonialmacht Holland erstmals 1596 sichtete. Barents fielen vor allem die spitzen Berge (Holländisch: «spitse bergen») an der Westküste auf. Und auf diesen hausen die Vögel. Allein von den Krabbentaucher-Vögeln gibt es auf Spitzbergen etwa eine Million Brutpaare.

Das Eisbären-Paradies

Entsprechend klein ist die Zahl der Landsäugerarten: Es gibt das Spitzbergen-Ren, den Polarfuchs und den Eisbären, der auf Spitzbergen immer gegenwärtig ist. So begleiten auf jeder Landtour kundige Führer die Besucher, die zur Sicherheit ein Gewehr auf sich tragen. Für den Fall, dass ein Bär angreifen sollte. Alle Menschen auf Spitzbergen gehen nur mit einem Gewehr aus dem Haus. Zum Glück kommen die Schiessgeräte praktisch nie zum Einsatz: In der Regel flieht der Eisbär, wenn er Leute sieht. Zudem steht er auf Spitzbergen seit 1973 ganzjährig unter Schutz. Auf der ArktisInsel leben mehr Bären als Menschen. 3 500 Exemplare sollen es sein – bei etwa 2 600  Einwohnern. Klar, dass jeder der jährlich rund 80’000 Touristen den König der Arktis vor die Kamera bekommen möchte. Dass die Eisbärenpopulation auf Spitzbergen wächst, ist dem Tourismus zu verdanken. 1974 wurde in Longyearbyen, der Hauptstadt der Inselgruppe, ein Flughafen eröffnet. Seither ist der Archipel das ganze Jahr hindurch und im Sommer  2 019 mit dem Kontiki-Direktflug der Edelweiss-Air nonstop in weniger als fünf Stunden ab Zürich erreichbar. Mit dem Flughafen kamen die Bewohner: Über 2 500 Menschen leben aktuell auf der Inselgruppe, obwohl es von Ende Oktober bis Mitte Februar im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu sehen gibt – denn in dieser Zeit bleibt es dunkel. Das Insel-Archipel Spitzbergen, das etwa eineinhalbmal grösser ist als die Schweiz, ist das nördlichste

MOMENTS 8 IMAGINE VOLUME 31

Gebiet der Welt, das noch bewohnt ist. Von hier sind es nur noch 1 000 Kilometer bis zum Nordpol. Die Inselhauptstadt Longyearbyen liegt auf dem 78. Breitengrad  – auf gleicher Höhe findet man andernorts auf der Erde nur Eis und Ödnis. Hier gibt es Hotels, Kneipen, eine Brauerei, eine Einkaufsstrasse, ja sogar eine Universität. Die Ortschaft mit rund 1 800 Einwohnern ist verzettelt, hat aber eine verblüffend gute Infrastruktur. So bequem wie hier kommt man sonst nirgends ins Nordpolargebiet.

Natur- & Wildtiertouren in Spitzbergen

Gletscher, Eisbären, Robben, Walrosse, Wale und Rentiere sind hier die grossen Touristenmagnete. Aber auch das russische Barentsburg gehört dazu. Das 400-Seelen-Nest «riecht» nach schwerer Arbeit und Einsamkeit – trotz der bunten Plattenbauten, die nicht so recht hierher passen wollen. Kyrillische Lettern preisen den Sozialismus, eine Lenin-Büste erinnert an vergangene Grösse. Wüsste man es nicht besser, man wähnte sich noch im Kalten Krieg. Eigentlich nennt sich das Archipel Svalbard, das bedeutet: kalte Küste. Nur die grösste Hauptinsel mit der Hauptstadt Longyearbyen heisst Spitzbergen. Es ist auch die einzige der Inseln am 80. Breitengrad, die dauerhaft bewohnt ist. Das Trinkwasser für die Stadt kommt von einer zehn Meter dicken Eisdecke, die wie ein immer gefrorenes Reservoir östlich der Siedlung liegt. Die 42 Kilometer Strassen der Insel sind nur im Sommer mit dem Auto befahrbar. Im Winter bringen 4 000 Schneemobile die Menschen überall hin. Im Sommer stehen die Fahrzeuge wie Dekorationen vor und hinter den Häusern im grellen Tageslicht. Da es nachts fast genauso hell ist wie tagsüber, sind die Bürger erfinderisch. Spitzbergengardinen nennen sich die Alu­ folien, die mit etwas Spülmittel besprüht auf den Fenstern haften und nachts kein Licht hineinlassen.

Russische Kolonie

Norwegen hat die Verwaltung von Spitzbergen 1920 in einem Vertrag geregelt, der in Versailles von 41 Nationen unterschrieben wurde. Er erlaubt allen beteiligten Nationen, auf Spitzbergen zu leben und zu arbeiten. Auch danach hielten sich viele Russen auf Spitzbergen auf, hauptsächlich in Barentsburg. Heute sind es noch ungefähr 500 Personen mit meist ukrainischen Wurzeln. Die Männer von Barentsburg arbeiten in unsicheren Kohlengruben, die schräg unter dem Fjord verlaufen und aus denen sie jährlich 120’000 Tonnen Steinkohle fördern. >


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MOMENTS © David Schwery

© David Schwery

© Stephanie Sonderegger


© David Schwery

© David Schwery

Gut betreut ins Eis mit «Schweizer» Schiffen

Garantie für eine perfekt organisierte, erlebnisreiche Reise in den hohen Norden ist die Begleitung von professionellen Reisebegleitern. Zwei Monate vor Abreise werden alle Gäste zu einem Informationsanlass eingeladen. Die Teilnehmer werden mit den besonderen Gegebenheiten auf Spitzbergen vertraut gemacht, und es werden alle offenen Fragen zu Klima, Kleidung und Ablauf der Reise beantwortet. Zugleich lernt man die Mitreisenden und Ihre Reisebegleiter kennen und startet so optimal vorbereitet und voller Vorfreude zu der Expedition. Kontiki hat im Juli  2019 die beiden Expeditionsschiffe MV Spitsbergen und MV Sea Spirit exklusiv reserviert. Der Klimatologe Stephan Bader von MeteoSchweiz begleitet die Reise vom 10.7. – 20.7. 2019 und der bekannte SRF-Meteorologe Christoph Siegrist die Reise vom 20.7. – 28. 7. 2019 als Fachreferent. Die beiden Schiffe

MOMENTS 10 IMAGINE VOLUME 31

MV  Sea Spirit und MV Spitsbergen sind im Juli  2019 komplett in Schweizer Hand und exklusiv für KontikiGäste reserviert. Es handelt sich um erstklassige Expeditionsschiffe, eisverstärkt und ideal für unsere grosse Fahrt in die Arktis. Die klassische MV Sea Spirit hat mit 100 Gästen eine angenehm kleine Grösse. Die Kabinen bieten viel Platz. Sie wurden im Mai  2017 komplett renoviert und neu eingerichtet. Die moderne MV Spitsbergen mit maximal 180  Gästen ist das neuste Schiff der norwegischen Reederei Hurtigruten. Sie bietet bequeme, schön gestaltete Kabinen und eine typisch ungezwungene Atmosphäre. Beide Schiffe zeichnen eine erstklassige Küche, ein elegantes Restaurant und eine Panoramalounge aus. Unvergessliche Begegnungen mit Eisbären, spannende Stunden im Packeis, geführte Wanderungen und Zodiac-Ausfahrten inmitten einer fantastischen Landschaft sind garantiert.

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TAUSENDSASSA Paul Grüner ist Hotelier und Hüttenwirt im Schnalstal. Der Südtiroler schätzt den Gletscher mehr als das feine Parkett in der Stadt und strotzt nur so von Ideen. Er ist Erfinder des Gastro-Konzepts «Ö wie Knödel» und Gründer der Kosmetiklinie «Glacisse». Autor: Walo Mühlheim

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E

ine schöne Aussicht: Das bietet die Südtiroler Schutzhütte «Schöne Aussicht» auf 2 846 Metern über Meer. Nicht weit von hier wurde Ötzi entdeckt. In dieser alpinen Gletscherlandschaft fühlt sich Paul Grüner wohl. Der Südtiroler ist seit rund 30 Jahren Hüttenwirt. Als junger Mann sei er zum Teil in die Höhe geflüchtet, um Spannungen im elterlichen Betrieb aus dem Weg zu gehen. «Nach vier bis fünf Jahren kam mein Vater aber zum Schluss, dass ich die Hütte gar nicht so schlecht führe. Und so durfte ich auch das Hotel zur Goldenen Rose übernehmen», erzählt Paul Grüner. Er hat den Gasthof im Schnalstal seither zu einem 4-Sterne-Hotel weiterentwickelt. Heute sorgt Grüners Frau Stefania dafür, dass jedes Detail stimmt. Er selber ist immer noch oft in der «Schönen Aussicht» anzutreffen: «Die Arbeit in der Schutzhütte braucht Improvisationstalent. Das mag ich.» Grüner fasziniert aber auch, dass in den Bergen die alltäglichen Sorgen in den Hintergrund rücken. «Früher war die Hütte ein Schutzhaus für Berggänger, heute ist sie ein Schutzhaus für alle, die Ruhe suchen.»

Knödel in allen Variationen

Der Genuss kommt dabei nicht zu kurz. Dafür sorgt Paul Grüner höchstpersönlich. Der begnadete Koch hat den Knödel, der traditionell zur Südtiroler Esskultur gehört, wieder salonfähig gemacht und mit dem Food-Konzept

«Ö wie Knödel» eine regionale Antwort auf eine globalisierte Küche gefunden. In seinem Knödel-DegustationsMenü zeigt Paul Grüner von der Vorspeise bis zum Dessert, wie vielfältig Knödel zubereitet werden können. Nach dem Motto «Geht nicht – gibt’s nicht» bietet Grüner auch Caterings an. Bis zu 400 Essen an einem Tag servierte das Team von «Ö wie Knödel» beispielsweise auf dem Schnalstaler Gletscher auf 3 200 Metern über Meer – während der Dreharbeiten zum Hollywoodfilm «Everest».

Schönheit aus dem Gletscher

Seit 2010 hat Paul Grüner zudem eine eigene Kosmetiklinie. Die Idee dazu kam ihm bei seinen Gletscherbeobachtungen. Bestärkt wurde er durch die Lektüre eines Buches aus dem Jahre 1864, in welchem ein Meraner Arzt die wohltuende Wirkung der Gletscher auf Körper und Geist beschrieb. «Ich dachte zunächst, man könne den Gletscherschliff in Cremes mischen und fertig sei das Ganze. Aber so einfach war es natürlich nicht.» Der TIS Innovation Park in Bozen vermittelte Experten und Prüflabors, bis es gelang, einen Extrakt aus verschiedenen Mineralien zu gewinnen, die sich im Gestein unterhalb des Schnalstaler Gletschers befinden. Sie bilden zusammen mit Gletscherwasser die Basis für die Pflegelinie namens «Glacisse». Und was kommt als Nächstes? «Eine Sache hätte ich da noch – aber das ist noch nicht spruchreif», hält Paul Grüner fest. Man darf gespannt sein.

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MOMENTS VOLUME 31 IMAGINE 13


© Enrico Romanzi

Zwischenhalt & Ferienziel Das Aostatal ist eine Tourismusregion erster Güte – im Sommer und im Winter. Zu erreichen ist die Region ganz im Norden Italiens durch den Mont-Blanc-Tunnel und den Tunnel des Grossen Sankt Bernhard. Eine Autobahn führt dann zu den Städten Turin und Mailand. Damit ist das Aostatal auch ein Transitkorridor für Lastwagen und den Individualverkehr. Eine besondere Situation für eine Region, die primär vom Tourismus lebt. Autor: Walo Mühlheim

MOMENTS 14 IMAGINE VOLUME 31


D

ie vier berühmten Bergriesen Mont Blanc, Matterhorn, Monte Rosa und Grand Paradiso, die hochalpine Landschaft, ein dichtes Wanderwegnetz, in den Wintermonaten eine SchneesportArena der Sonderklasse, beste Beherbergungsbetriebe, Gastfreundschaft und faszinierendes Brauchtum: vielversprechende Argumente für ein unvergessliches Ferien­ vergnügen im Aostatal. In der flächen- und bevölkerungsmässig kleinsten Region Italiens spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle, ausserdem ist sie ein bedeutendes Weinbaugebiet. Der wichtigste Wirtschaftszweig jedoch ist der Tourismus. Fakt bleibt allerdings: Das Aostatal ist eine beliebte und stark frequentierte Durchgangsroute auf der Nord-Süd-Achse durch Europa. Dass der Güterverkehr die herrliche Landschaft links liegenlassen muss, ist einigermassen nachvollziehbar. Allerdings rauscht auch der Individualverkehr oft ohne Halt durch eine Region, deren touristischen Sehenswürdigkeiten unvergleichlich sind.

Handelszentrum Aosta

«Diese Situation ist grundsätzlich geschichtlich begründet», erklärt Remo Chuc, Direktor der regionalen Tourismusbehörde. Bedingt durch die geografische Lage und mit den Passübergängen zu Frankreich und der Schweiz gelte die Region seit der Römerzeit als Zwischenstation nach einer beschwerlichen Alpenüberquerung. «Im Aosta­t al wurde immer Handel betrieben», führt Chuc weiter aus. «Das zeigt sich insbesondere im Hauptort Aosta.» Viele Plätze im historischen Zentrum seien einst eigentliche Marktplätze gewesen. Man habe Waren ge-

kauft oder verkauft und sei dann weitergezogen, Richtung Norden, über die Alpenkette, oder gegen Süden.

Die Strasse als Chance

Die Situation habe sich mit dem Ausbau der Passstrassen respektive nach Fertigstellung der beiden Strassentunnel nicht wesentlich verändert, ist Remo Chuc überzeugt. Natürlich habe der Verkehr zugenommen. Doch im Aostatal, zuweilen als «Kreuzung Europas» betitelt, werde nach wie vor ein Halt eingeschaltet. «Die Tunnel haben die Kommunikation oder das Verhältnis zwischen dem Aosta­ tal und den Nachbarn Schweiz und Frankreich in jeder Beziehung massiv optimiert.» Die Reisezeit sei natürlich viel kürzer – und dem Handel hätten sie auch nicht geschadet. Im Gegenteil. Das Tal sei tatsächlich ein Transitkorridor, man erachte die verkehrstechnisch gute Infrastruktur jedoch auch als Chance. Chuc bringt die Situation auf diesen Nenner: «Nach einer langen Fahrt über oder durch die Alpen macht man gerne in unserem wunderschönen Tal eine Pause. Wir sind ein ideales Etappenziel für Touristen, die auf dem Weg in den Süden sind – oder auf der Rückfahrt nach ihren Ferien am Meer.» Remo Chuc abschliessend: «Die Strasse hat viel gebracht; Lärm und Abgase, jedoch auch Gäste, die nun viel schneller bei uns sind und wunderbare, erholsame Ferien in unserer alpinen Umgebung verbringen wollen.» Auch das gebe es nämlich: echte Aostatal-Touristen, die nicht auf der Durchreise seien. Und der Trend zeige deutlich aufwärts.

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MOMENTS VOLUME 31 IMAGINE 15


Aktivzeit ist Waldhof-Zeit Salzburger Bergwelten, Sonnenstrahlen auf der Haut und die grandiose Kulisse des glasklaren Fuschlsees – die besten Voraussetzungen für Aktivferien mit unvergesslichen Relax-Momenten. Die meisten mögen bei Ferien am See an den Sommer denken, aber gerade in der farbenprächtigsten Jahreszeit, dem Herbst, bietet das Salzkammergut eine Vielfalt wie kaum eine andere Region Österreichs. Autor: Urs Huebscher

MOMENTS 16 IMAGINE VOLUME 31


A

m frühen Morgen im taubedeckten Gras auf den Hausberg, den Schober, wandern – belohnt mit dem herrlichen Ausblick auf den Fuschlsee  –, endlich Ferien! Durchatmen, den Tag geniessen und sich auf das freuen, was noch kommt. «Wir bieten unseren Gästen ganz individuelle Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer wertvollsten Zeit des Jahres – egal, ob Wandern, Biken, Tennis, Golf oder Laufen – die Angebote in unserer Region sind schier grenzenlos», erklärt Hotelier Thomas Ebner. Ein modern ausgestattetes Fitnessstudio im Hotel oder auch besondere Highlights wie stand up paddling werden angeboten. Ein hauseigener Fitnesscoach berät und betreut die Waldhof-Gäste bei ihren Plänen. Ein besonderer Geheimtipp ist der zwölf Kilometer lange Rundweg um den Fuschlsee, der teilweise direkt am Wasser angelegt ist.

Lust auf Golfen?

Einfach mal probeweise den Golfschläger schwingen? Warum eigentlich nicht, denn der Golfclub Waldhof bietet für Gäste des Hotels wöchentlich kostenlose Schnupperkurse an. Aber auch Könner finden ideale Bedingungen: Wer die Abwechslung beim Lesen des Greens braucht, der wird ganz sicher gefordert. Das Salzkammergut hat sich schliesslich als Golf-Eldorado etabliert, und so warten zwölf weitere Top-Plätze in unmittelbarer Nähe.

Relaxen mit allen Sinnen

«Tu deinem Körper Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.» Das Zitat von Teresa von Avila könnte passender nicht sein. Wellness vom Feinsten kombiniert mit feinster Geniesser-Kulinarik sind das perfekte Pendant für Sportler. Wie schön, dass beides selbstverständlich ist – hier im Ebner’s Waldhof am See. Der 4’000 Quadratmeter grosse Waldhof SPA lädt seine Gäste mit verschiedensten Saunen, Dampfbad und einer Gradiergrotte zum «Ankommen und Loslassen» ein. Düfte wie Lavendel oder Minze aus der hauseigenen Kräuterküche verstärken den Wohlfühleffekt. Alpine Wellness mit heimischen Zutaten und Gewürzen wird auch in der speziellen Vitalküche im Ebner’s Waldhof am See grossgeschrieben. «Gesundheit von innen ist der Gedanke an dieser besonders schonenden und feinen Art zu kochen», erklärt der Küchenchef, während er den fangfrischen Saibling mit duftenden Kräutern verfeinert. Ein bewegungsreicher Tag, erholsame Wellness und genussvolle Abende – unvergessliche Urlaubsmomente im Ebner’s Waldhof am See.

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Das

wandelnde     L exikon Er ist Akademiker und stammt aus Ürgüp, einer Stadt in der Region Kappadokien, im Herzen der Türkei. Indes, der promovierte Deutschlehrer Özkan Falay hat sich einer anderen Passion verschrieben. Er ist staatlich geprüfter, lizenzierter Reiseleiter in seinem Heimatland. Kultur- und Kulturwanderreisen sind seine Spezialitäten, die Region Kappadokien sein hauptsächliches «Einsatzgebiet». Das Porträt einer besonderen Persönlichkeit. Autor: Walo Mühlheim

M

it welch enormer Leidenschaft der 45-jährige Özkan Falay seinen Beruf ausübt, spürt man nach dem ersten Satz. Er ist Türke mit Leib und Seele, seine Heimat ist seine grosse – und im Moment einzige Liebe. «Ich bin immer unterwegs, da bleibt fürs Heiraten kaum Zeit», meint er lachend. Ganz ernst gemeint ist diese Aussage wohl nicht, trotzdem ist sie irgendwie symptomatisch. Falay brennt darauf, sein Wissen über das faszinierende Land weiterzugeben, die Gäste mit seinen herausragenden Geschichts- und Kulturkenntnissen zu begeistern. Nicht seine Person stellt er in den Vordergrund, sondern stets nur die Türkei. «Ich möchte so viel bewirken», gibt

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Özkan unumwunden zu Protokoll. «Ich möchte mithelfen, Vorurteile abzubauen und den Reiseteilnehmern ein ehrliches Bild meiner Heimat vermitteln.» Er sei überzeugt, auf diese Weise viel bewirken und bei seinen Gästen letztlich auch die Begeisterung wecken zu können, die er selber für das Land und insbesondere für die Region Kappadokien, in der er sehr viel unterwegs ist, verspürt.

Umfassende Eindrücke

Özkan Falay führt jeweils kleinere Gruppen durch Teile der Türkei. «Es sind Leute, die grundsätzlich daran interessiert sind, mehr über ein Land zu erfahren, als in den bunten


Reiseprospekten steht. Die Reiseteilnehmer wollen mit den Bewohnern in Kontakt kommen und brennen darauf, Informationen über Brauchtum, Gepflogenheiten, Kultur und Traditionen geradezu aufzusaugen.» Und wenn er spüre, diesen Ansprüchen auch gerecht zu werden, dann sei dies sein grosser Erfolg. «Es ist wie im Theater: Die Akteure werden am Schluss mit Applaus belohnt. Mein Lohn sind zufriedene Gäste, die mehr über die Türkei wissen, als es Badeferien am Meer vermitteln.» Özkan meint dies keineswegs despektierlich. Im Gegenteil. «Es gibt unzählige Möglichkeiten, seine Ferien zu verbringen und sich zu erholen. Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.» Ihm gehe es jedoch darum, einen umfassenden Eindruck der früheren und aktuellen Kulturen und Lebensweisen in dieser fantastischen Landschaft zu vermitteln, erklärt der Reiseleiter. Seit 25 Jahren arbeitet er in diesem Beruf, von seiner langjährigen Erfahrung können die Teilnehmenden immer profitieren. Das bestätigt auch Ursula Krebs, die vor Kurzem eine Kappadokienreise unter der Führung von Özkan Falay erleben durfte. Unvergessliche Tage habe sie verbracht, schildert die PR-Fachfrau aus der Schweiz. «Özkan ist ein wandelndes Lexikon. Er ermöglichte unserer Gruppe den Zugang zu versteckten und unbekannten Sehenswürdigkeiten, brachte uns in Kontakt mir der regionalen Bevölkerung, und zu allen Highlights wusste er die geschichtlichen Hintergründe.» Selten habe sie ein Land in dieser Tiefe kennengelernt, weiss die Vielreiserin zu berichten.

auch selbstkritisch. Wir Reiseleiter haben nämlich eine wichtige Aufgabe. Wir sind in einem gewissen Sinne Mediatoren und helfen mit, festgefahrene Meinungen zu lockern und zu ergänzen.» Seine Touren seien nicht immer einfach, oft würden lange Distanzen zurückgelegt, zu Fuss oder im Auto, auf dem Weg von einer Destination zur andern. «Das ist oft anstrengend. Wer solche Reisen bucht, nimmt dies aber sehr gerne in Kauf, ist wissbegierig und offen.» Ihm gehe es um die kleinen Feinheiten, um das Exklusive, um touristische Perlen eben, die man sonst kaum zu sehen bekomme.

Touristische Perlen

Özkan Falay führt Reisegruppen durch die Region Kappadokien, in der Zentraltürkei. Aber nicht nur. «Ich durfte Gäste durch die türkische Republik Nordzypern begleiten. Und im Moment bereite ich mich vor für Touren durch Armenien und Georgien.» Eine herrliche Herausforderung sei das, sagt Falay. «Die Geschichte und Kultur dieser Länder interessiert mich ebenfalls brennend. Und ich reise einfach gerne.»

Özkan selber beschreibt sein Arbeitscredo so: «Ich will spannende Informationen vermitteln, ehrlich sein und

Keine politischen Exkurse

Özkan ist staatlich geprüfter Reiseleiter  – obliegt er auch staatlichen Auflagen? «In keinster Weise», betont er. «Mir geht es um die – verborgenen – Schönheiten meiner Heimat, um meine Landsleute und um Brauchtum. Dieses Wissen will ich weitergeben – ohne politischen Exkurse. Natürlich habe man immer wieder Gelegenheit, über das gesellschaftliche Leben in der Türkei, über Religion und Politik zu reden. «Ich sehe es als meine Aufgabe, diesen Austausch zu ermöglichen und dabei auch Sachlagen zu erläutern. Nie aber will ich Meinungen beeinflussen. Das steht mir nicht zu. Ich bin glücklich, wenn ich ein vielleicht unvollkommenes Bild, das ein Gast von meinem Land hat, ein wenig schärfen kann.»

Wunderbare Heimat

Der selbstständige Reiseleiter bringt seine Zukunftspläne sehr pragmatisch auf einen einfachen Nenner: «Ich gehe diesen Weg weiter, vertiefe mein Wissen kontinuierlich und will so sicherstellen, dass meine Gäste ein herrliches, ehrliches und vielschichtiges Bild meiner wunderbaren Heimat mit nach Hause nehmen dürfen.»

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MOMENTS VOLUME 31 IMAGINE 19


DER

MIT

DEM

SUV DREIZACK UNTER DER MARKE

Maserati steht für Eleganz, Stil, Sportlichkeit und Leistung verbunden mit einer langen und wunderbaren Tradition. 2017 konnte Maserati mit über 50’000 verkauften Autos weltweit das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte verzeichnen. Nicht unwesentlich zu diesem Erfolg beigetragen hat der im Jahr 2014 lancierte Maserati Levante, der ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens ist. Autor: Urs Huebscher

MOMENTS 20 IMAGINE VOLUME 31


E

nde 1914 gründeten die Brüder Maserati eine kleine Autowerkstatt in Bologna und legten damit den Grundstein für die Marke Maserati, welche in die Automobilgeschichte eingehen sollte. In den 1920erund 1930er-Jahren verkauften sie Rennwagen in die ganze Welt und fertigten zudem strassenzugelassene Fahrzeuge. Die Modelle zeichneten sich schon damals durch eine elegante Formsprache sowie die aus dem Motorsport übernommene Sportlichkeit aus.

Maserati Levante – Senkrechtstarter mit ganz viel Bodenhaftung

Die Einführung des ersten SUV in der über 100 Jahre langen Geschichte von Maserati stellt für die Marke mit dem Dreizack einen Wendepunkt dar. So überrascht es kaum, dass der Levante in vielfacher Hinsicht eine Sonderstellung in der Modellpalette von Maserati einnimmt. Denn er ist nicht nur der erste SUV der Marke, sondern gleichzeitig auch ein Erfolgsmodell, das sich seit seiner Markteinführung auf den internationalen Märkten zu einem Bestseller entwickelt hat. Der langen Tradition von Maserati folgend, ist auch der Levante nach einem Wind benannt: Levante ist ein warmer mediterraner Luftstrom, der von einem sanften Hauch unversehens zu einem starken Sturm anschwellen kann. Damit beschreibt der Name treffsicher die

Bandbreite der unterschiedlichen Fahrverhalten des SUV.Beim Bau des Levante setzt Maserati unter anderem auf den grosszügigen Einsatz von Leichtbaumaterialien, eine ideale Achslastverteilung im Verhältnis 50:50 und den niedrigsten Schwerpunkt in seiner Klasse. Damit begeistert der SUV von Maserati insbesondere auch Motorsportfreunde. Doch wie auch die anderen Modelle von Maserati, punktet der Levante trotz Rennsport-DNA und aggressivem Kühlergrill mit nobler Eleganz, Komfort und Understatement. Der Levante ist ein absoluter Allrounder: So eignet er sich für den Weg zur Arbeit, als Familienwagen, für Sport und Freizeit und nicht zuletzt offenbart der Levante echte Offroad-Skills und macht auch in unwegsamem Gelände viel Spass. Durch die zwei unterschiedlichen Ausstattungslinien GranLusso und GranSport lassen sich die beiden Seelen des Fahrzeugs besonders gut akzentuieren, und mittels zahlreicher weiterer Optionen und Ausstattungspakete gibt es fast unbegrenzte Möglichkeiten der Individualisierung. Mit dem Levante hat Maserati ein klares Statement für Individualität, vollendete italienische Designund Handwerkskunst gesetzt. Der Levante ist in der Schweiz ab CHF 83’350.– erhältlich.

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Entschleunigt durch

Böhmen

Wie unser Alltag, ist auch das Reisen in den letzten Jahren immer schnelllebiger geworden. Mit dem Flugzeug können unzählige Destinationen der Welt in nur wenigen Stunden erreicht werden  – dort angelangt, fehlt jedoch häufig die Zeit, um die vielen Eindrücke auch wirklich geniessen zu können. Eine Reise auf einem Flussschiff sorgt für Entschleunigung. Autor: Remo Schatz

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ie im Dezember 2001 von Hans Kaufmann gegründete Thurgau Travel AG entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einem der führenden Schweizer Anbieter für Flussfahrten. Mit seinem vielfältigen Angebot liegt das Unternehmen voll im Trend und schafft es immer wieder, von Flussschiffen bislang unbefahrene Strecken auf der ganzen Welt zu erschliessen. Dies gelang mit der Übernahme der «MS Thurgau Florentina» im Jahre 2012 und der kompletten Renovation dieses 80 Meter langen Mittelklasseschiffes auch in Böhmen. Die Passagiere, welche mit dem Bus nach Prag gelangen und dort die «MS Thurgau Florentina» borden, erwartet eine wunderbar entschleunigte, neuntägige Reise auf der Moldau und der Elbe. Neben den beliebten Städten Prag und der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten «Silberstadt» Kuttenberg führt die Flussfahrt Richtung Dresden, vorbei an Leitmeritz, Melnik und Podiebrad, welche den grossen Städten in ihrer Schönheit um nichts nachstehen. Die Fahrt durch die «Böhmische Pforte», bei der die Elbe durch das böhmische Mittelgebirge fliesst, bildet eines der vielen Highlights, und ein Tagesausflug über die deutsche Grenze in die sächsische Schweiz und nach Dresden runden die Reise ab. Die «MS Thurgau Florentina» bietet Platz für bis zu 86  Passagiere, welche dank der 46  k leinen, aber praktisch eingerichteten Doppelkabinen auf keinen Komfort verzichten müssen: Mit Badezimmer, Klimaanlage, Föhn und TV in jeder Kabine reist das ganze Hotel einfach mit. Die Fenster der Kabinen im Unterdeck und die französischen Balkone derer im Oberdeck bieten eine

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wunderschöne Aussicht, direkt aus dem Bett. Wie die Kabinen sind auch die öffentlichen Bereiche an Bord sehr gemütlich eingerichtet und laden zum Verweilen ein. Im Restaurant geniesst man hervorragende tschechische Gerichte, und auf den Liegen, auf dem Sonnendeck, lässt sich der Blick auf die vorbeiziehenden Landschaften perfekt mit einem Drink geniessen; dank des Panorama-Salons, im Bug des Schiffes, muss selbst bei schlechtem Wetter nicht auf eine tolle Aussicht verzichtet werden. Gesteuert wird die «MS Thurgau Florentina» von dem Ersten Kapitän, Jirj Mikota, Ehemann von Simone Kauffmann, der Tochter des Firmengründers. Das Ehepaar war von Anfang an massgeblich am Umbau des Schiffes beteiligt und sorgt, zusammen mit seiner Crew, für einen unglaublich zuvorkommenden und freundlichen Service an Bord; wer seinen Alltag oder seine Reisen entschleunigen möchte, ist auf der «MS Thurgau Florentina» sicherlich gut aufgehoben.

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Nice to know !!! Die «MS Thurgau Florentina» ist an diversen Abreisedaten auch mit Velo-Gästen von Prag nach Leitmeritz unterwegs. Wer neben der entschleunigten Flussfahrt auch gerne mal etwas schneller unterwegs ist, sollte sich dies nicht entgehen lassen.


Schiffstaufen

zwischen Aberglaube & Tradition Warum werden Schiffe eigentlich getauft, wieso vollziehen Frauen diese Taufen, welche No-Gos gelten für die Taufpatinnen, und welche kuriosen Bräuche gibt es dazu in anderen Ländern? Autor: Urs Huebscher

Omen, Namen und Rituale

Die Tradition geht bis ins vierte Jahrhundert vor Christus zurück. So sollten die Götter besänftigt werden, damit die Schiffe auf der Fahrt unversehrt bleiben und gegen unberechenbare Winde und Ungeheuer geschützt sind. Das beruhigte die Seefahrer. Noch heute ist die Taufe ein wichtiges Ritual, das dem Schiff und der Besatzung Glück und Wohlergehen mit auf den Weg geben soll. Ein Versäumnis gilt als böses Omen! Das abschreckendste Beispiel: die Titanic! Sie wurde nicht getauft und sank bekanntlich noch während ihrer Jungfernfahrt. Bei der Taufe selbst müssen einige Punkte beachtet werden. Der Freitag gilt als Unglückstag und wird als Tauftag gemieden. Zudem vollziehen in der Regel Frauen die Taufe, und auch die Namen der Schiffe sind weiblich. Woher das kommt, weiss Kreuzfahrt-Experte Dominik Bielas: «Früher galten Göttinnen und Figuren aus der Mythologie als Namensgeberinnen für Schiffe, da sie ein Sinnbild für Jugend, Schönheit und Schnelligkeit sind. Religiöse Namen sollten symbolisieren, dass das Schiff unter dem Schutz der Gottheit fährt und dadurch Gefahren abgewehrt werden». Männliche Taufpaten bringen angeblich Unglück, lediglich der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker sowie Sänger Pitbull waren bislang Taufpaten. Bei der Zeremonie hält zunächst die Taufpatin eine Rede, in welcher drei Schlüsselformulierungen auf keinen Fall fehlen dürfen: «Ich taufe dich auf den Namen», «ich wünsche der Besatzung allzeit gute Fahrt und dir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel» und «ich grüsse dich mit einem dreimaligen Hipp-Hipp-Hipp-Hurra». Dann folgt das Zerbersten einer Champagnerflasche am Rumpf. Der Champagner gilt als Opfergabe und repräsentiert das heilige Weihwasser. Aber

auch die Taufpatinnen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit sie eine Taufe vollziehen dürfen. «Sie dürfen keine grünen Kleider tragen und keine roten Haare haben, da der Schiffsgeist Klabautermann rote Haare und grüne Augen hatte. Ausserdem darf sie nicht schwanger sein», erklärt der Kreuzfahrt-Experte Dominik Bielas.

Und wie wird in anderen Ländern getauft?

Jedes Land hat seine eigenen Sitten bei Schiffstaufen. In Indien und asiatischen Ländern vollziert ein Hindu die Taufe. Er legt einen Blütenkranz aus Rosen und Nelken auf den Bug des Schiffes. Statt einer Champagner­ flasche kommt hier eine Kokosnuss zum Einsatz. Sie wird von der Taufpatin gegen den Bug geworfen. In Schottland wird – wie könnte es anders sein – eine Whiskeyflasche verwendet. Bei Polarschiffen sind es hingegen Eisblöcke, während es in Südamerika bunt wird: Hier kommen Konfettikanonen zum Einsatz!

Norwegian Cruise Line: Sechs Schiffe in Europa im Sommer 2019

In der kommenden Sommersaison erweitert die Reederei mit der Norwegian Pearl ihr Angebot für Europa. Das Schiff, das bisher in Alaska kreuzte, wird neue und abwechslungsreiche Reiserouten ab Amsterdam anbieten. Neben der guten Hafeninfrastruktur, der Nähe zur Innenstadt sowie der Beliebtheit der Destination spricht auch die gute Fluganbindung für Amsterdam. Weitere Mittelmeerabfahrten sind von Rom (Civitavecchia), Barcelona und Venedig möglich.

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Keine Fahrt

gleicht der anderen

Angefangen hat alles auf dem väterlichen Frachtschiff auf dem Rhein. Das war vor rund 50 Jahren. Dann kamen Jahre auf einem eigenen Transportschiff. 2006 verkaufte Cees van Eck den Frachter und heuerte als Kapitän bei der in Baar (ZG) ansässigen Reederei Scylla AG an. Autor: Walo Mühlheim

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eit 2013 steht der 63-jährige Holländer nun auf der Brücke der MS Edelweiss, einem Flusskreuzfahrtschiff, das für Thurgau Travel auf Europas schönsten Flüssen unterwegs ist.

IMAGINE: Kapitän ist für Jugendliche ein Traumberuf, ähnlich wie Pilot oder Lokomotivführer. Haben Sie sich auch einen Berufstraum erfüllt? CEES VAN ECK: Mir wurde der Traumberuf praktisch in die Wiege gelegt, da mein Vater bereits auf dem Rhein unterwegs und seine Familie bei vielen Touren mit an Bord war. So lag es fast auf der Hand, dass ich in die beruflichen Fussstapfen des Papas getreten bin. Dazu zwingen musste man mich aller-

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dings nicht; ich bin auf dem Wasser zuhause – obwohl ich in der Nähe von Arnheim (NL) auch einen festen Wohnsitz habe. Man wird nicht als Kapitän geboren. Es dauert seine Zeit, bis man ein Schiff befehligen kann. Und dabei muss noch unterschieden werden zwischen einer Ausbildung zum Hochseekapitän oder zum Binnenschiffer, wie ich einer bin, der sein Schiff über Seen, Flüsse und Kanäle steuern darf. Bei mir hat es sieben Jahre gedauert, bis ich die Kapitänsstreifen tragen durfte. Es war der klassische Weg, beginnend als Decksmann, mit schulischen und betrieblichen Ausbildungsinhalten. In allen Kategorien


tausch, das direkte Gespräch. Ich habe so die Gelegenheit, neben den touristischen Highlights auch das faszinierende Transportmittel «Schiff» näher zu beschreiben. Das «fahrende Hotel» bietet nicht nur unzählige Vorteile, sondern liefert auch Stoff für spannende Hintergrundinformationen. Stichwort Sehenswürdigkeiten. Sie haben jede Route schon zig Mal befahren. Nimmt man die landschaftlichen Reize überhaupt noch wahr? Ganz sicher. Und obwohl ich nun doch schon fast 50 Jahre auf den grossen Flüssen Europas unterwegs bin, wage ich zu behaupten, dass keine Fahrt der andern gleicht. Einmal spielt das Wetter eine Rolle, dann die Jahreszeit, zuweilen auch die persönliche Stimmung – aber ich entdecke täglich etwas Neues. Das macht meinen Beruf so interessant. Haben Sie bevorzugte Fahrten? Alle Flüsse sind schön, da habe ich keine Präferenzen. Auf dem Rhein fasziniert mich der zuweilen dichte Schiffsverkehr, auf der Mosel die Natur, auf Donaufahrten kann ich mich an den herrlichen Städten nicht sattsehen, überall begeistert die Flora und Fauna … Ganz ehrlich: Mir gefällt jede Strecke – immer wieder neu.

und auf allen Gewässern gilt es, ganz spezifische Gesetze und Regeln im Kopf zu haben. Seit rund zwölf Jahren befahren Sie mit Passagierschiffen touristische Routen u. a. auf dem Rhein, auf der Donau, auf Moldau und Mosel. Die Zahl der Gäste an Bord von Flussschiffen ist in der Regel überschaubar – anders als auf KreuzfahrtRiesen auf den Ozeanen dieser Welt. Wie nahe ist der Flusskreuzfahrt-Kapitän seinen Passagieren? Zum Glück sehr nahe. Ich schätze diese Kontakte sehr. Einerseits gehört es zu meinen Kernaufgaben, die Gäste über Sehenswürdigkeiten am Ufer zu informieren. Doch ich liebe auch den persönlichen Aus-

Seit fünf Jahren stehen Sie am Ruder der MS  E delweiss. Das Schiff ist in der Regel für Thurgau Travel unterwegs, einem der führenden Schweizer Anbieter von Flusskreuzfahrten. Welchen Bezug haben Sie zu dieser Organisation? Nun, angestellt bin ich bei der Reederei Scylla AG. Aber ich kenne Thurgau Travel natürlich sehr gut. Der Pioniergeist der Firma fasziniert mich, ebenso die Tatsache, dass stets neue Reisen ausgearbeitet werden. Ich fahre sehr gerne für das Ostschweizer Unternehmen. Eine Ergänzung noch zu Ihrer Frage: Ich stehe natürlich nicht allein am Steuer. An Bord stehen mir Kollgegen zur Seite. Wir teilen uns die Arbeiten auf, müssen Wasserstände beobachten und analysieren – gerade in diesem trockenen Sommer war das oft eine Herausforderung. Dann ist man als 1. Kapitän auch oberster Personalchef, Administrator und Sicherheitsspezialist in Personalunion. Langeweile kommt so nie auf. Wie angetönt – kein Tag gleicht dem andern.

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GEORGIA on my mind

Georgia, im Südosten der USA, ist einer der ältesten Staaten Amerikas. Die historische Bedeutung, in Kombination mit der Grossstadt Atlanta und den eindrücklichen Landschaften der Küstenregion, macht es zum idealen Reiseziel für USA-Kenner und solche, die es werden wollen. Autor: Remo Schatz

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ur wenige US-Bundesstaaten können auf eine so lange und bewegte Geschichte zurück­blicken wie Georgia: Die ehemalige Kolonie, welche im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Herrschaft kämpfte, trat 1788 als vierter Bundesstaat den vereinigten Staaten von Amerika bei. Vor allem wegen der vielen Plantagen war Sklaverei hier lange verbreitet, und selbst nach der Sklaverei wurde die weisse und die afroamerikanische Bevölkerung noch weiterhin strikt getrennt. Die daraus resultierende Bürger­ rechtsbewegung, welche in den 1960er-Jahren unter dem aus Atlanta stammenden Martin Luther King junior ihren Höhepunkt erreichte, gilt bis heute als eine der bedeutendsten und erfolgreichsten sozialen Bewegungen des modernen Amerikas. Neben den vielen historisch bedeutenden Orten und Denkmälern, welche interessierte Touristen aus der ganzen Welt anziehen, kann in Georgia aber auch die wilde Seite des amerikanischen Südens erlebt werden. Wunderschöne Nationalparks mit vielfältiger Flora und Fauna laden zum Entdecken ein. Die schier unendlichen Wasserwege durch die Sumpflandschaften entlang der Küste, zusammen mit den weissen Sandstränden der Barrier Islands, vereinen Natur und Geschichte mit dem Luxus des Südens und machen Georgia zu einem Muss für Geniesser und Abenteurer zugleich. Atlanta, die Hauptstadt, die als Avantgarde des neuen Südens gilt, verfügt über ein schier unendliches Angebot an Kultur und Freizeitaktivitäten und bildet die ideale Ausgangslage für eine Erlebnisreise durch Georgia.

Die Stadt des Südens

Mit dem Hartsfield Jackson International Airport kann Atlanta mit sehr guten Verbindungen erreicht werden.

Die Metropole des Südens ist die grösste Stadt in Georgia und wird von drei unterschiedlichen Skylines geprägt. Alleine schon die darunterliegenden Stadtteile Downtown, Midtown und Buckhead können mit ihrer Grösse mit jeder anderen Stadt im Süden konkurrieren und dennoch: Atlanta fühlt sich nicht nach einer Grossstadt an: Dank der in die Hügel eingebetteten Lage und den vielen Parks wirkt hier alles sehr entspannt. Viele der Sehenswürdigkeiten sind problemlos zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, und in Downtown lassen sich gleich mehrere beliebte Attraktionen innerhalb von nur zwei Häuserblocks finden. Um den Olympic-Park, der an die hier ausgetragenen Olympischen Sommerspiele von 1996 erinnert, befinden sich neben dem grössten Aquarium der USA, dem Georgia Aquarium, auch der Hauptsitz von Coca-Cola und der des Fernsehsenders CNN, welche Besuchern einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Das Centre for Civil and Human Rights, das sich wie das Aquarium und CocaCola auf dem Pemberton-Place befindet, wurde von der «New York Times» 2014 als Hauptgrund für einen Besuch in Atlanta genannt und liefert spannende Einblicke in die amerikanische Geschichte und Weltanschauung. Für diejenigen, die noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchten, empfiehlt sich danach ein Ausflug in den historischen Stadtteil Sweet Auburn, wo neben dem Geburtshaus von Martin Luther King junior auch ein Museum zu Ehren des inspirieren Baptistenpastors sowie dessen letzte Ruhestätte besucht werden können. Um einen erlebnisreichen Tag erfolgreich ausklingen zu lassen, bieten sich viele Bars und Cafés in der ganzen Stadt an; und auch das Nachtleben von Atlanta hat einiges zu bieten – vor allem Fans von Hip-Hop- und Jazzmusik kommen hier voll auf ihre Kosten. >

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Georgias Wildnis

© VisitSavannah

Atlanta bietet die perfekte Ausgangslage für eine Rundreise durch Georgia. Wer es lieber etwas ruhiger mag, der fährt einfach in die ländlicheren Gegenden der Küste. Auf dem Weg dahin sollte unbedingt ein Zwischenstopp in Savannah eingeplant werden, welches mit seinen historischen Gebäuden und vielen kleinen Parks und Cafés der perfekte Ort für eine Pause ist. Die Barrier Islands, entlang der Küste, können von hier aus problemlos erreicht werden und sind ein Muss für alle Abenteurer und Naturfreunde. Die Barrier Islands und die dazugehörenden Golden Isles weiter im Süden eignen sich das ganze Jahr über für einen Ausflug und verfügen dank ihrer Lage über ein ganz besonderes Ökosystem: Hier kann eine Vielzahl an Vögeln, Reptilien und Säugetieren in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Die Inseln, von denen manche nur per Flugzeug oder Boot erreicht werden können, sind von Wäldern, Flüssen und Sandstränden geprägt und können sowohl in geführten Gruppen als auch auf eigene Faust erkundet werden. Auf einem der angebotenen «Dolphin-Cruises» gibt es Delfine hautnah zu erleben, und Mutige kommen an den vielen Teichen auf den Inseln ganz nahe an Alligatoren heran. Verschiedene Zentren, wie beispielsweise das Zentrum für Meeresschildkröten auf Jekill Island, liefern spannende Einblicke in die Tierwelt über und unter dem Wasser. Wer sich lieber sportlich betätigen möchte, dem wird von Wasserski bis Kayak- und Fahrradtouren eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten. Am Abend sorgt ein Spaziergang oder ein Picknick an einem der weissen Sandstrände der Barrier Islands dafür, dass Sie sich, ganz nach der Hymne von Hoagy Carmichael, noch lange an Georgia erinnern werden – Georgia on your mind.

Nice to know !!! Wer in Atlanta gleich mehrere Attraktionen besuchen möchte, kann von dem Atlanta CityPASS profitieren, der Einlass zu fünf Attraktionen innerhalb von neun Tagen nach der ersten Nutzung zu einem stark reduzierten Preis gewährt. Die inbegriffenen Attraktionen sind: Georgia Aquarium, World of Coca-Cola, CNN Studio Tour und entweder High Museum of Art oder Fernbank Museum of Natural History und Zoo Atlanta oder Atlanta History Center.

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Wenn Luxus keine Grenzen kennt

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Levante. The Maserati of SUVs. Ab CHF 83’350.–*

Maserati Levante Diesel: Normverbrauch kombiniert: 7,2 l/100 km Benzinäquivalent 8,2 l/100 km – CO2-Emission: 189 g/km** – Effizienzklasse G CO2-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 32 g/km.

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Abgebildetes Modell: Maserati Levante Diesel GranLusso (CHF 94’050.–), Perleffekt-Lackierung, Dreischichtlack (CHF 3’000.–), Fahrassistenz-Paket Plus (CHF 3’500.–). Preis total: CHF 100’550.– inkl. MwSt. Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Listenpreise und Angebote: vorbehältlich Widerruf. Barkauf- und Leasingkonditionen bei Ihrem Maserati Vertragspartner. CO2 ist das für die Erderwärmung hauptverantwortliche Treibhausgas; Die mittlere CO2-Emission aller (markenübergreifend) angebotenen Fahrzeugtypen in der Schweiz beträgt 133 g/km.


Affenbrotbäume Plastiktüten

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Eine Rundreise durch den Senegal lebt von den Dingen, die nicht im Programm stehen.

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ie Panne kommt gerade zur rechten Zeit. Allmählich war die Fahrt ein bisschen langweilig geworden. Nun stehe ich im Staub der Piste irgendwo zwischen Thiadiaye und Lompoul. Während der Fahrer sich an dem platten Reifen zu schaffen macht, begibt sich unsere kleine Reisegruppe in den Schatten eines mächtigen Baobabs. Ein halbes Dutzend Kinder kommt aus den nahegelegenen Hütten herübergerannt, ein schüchterner junger Mann mit Wollmütze gesellt sich dazu und führt uns in den von Matten umzäunten Hof seiner Familie. Hühner gackern, die Kinder schreien vor Aufregung. Nur das Pferd steht seelenruhig neben

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Autor: Gero Günther

den runden Hirsespeichern und lässt das Geschehen ungerührt über sich ergehen. Ibrahims Mutter, seit Jahren verwitwet, ist das Oberhaupt des vielköpfigen Clans. Die alte Dame hält ein neugeborenes Lamm in den Händen und spricht zum Abschied ein Gebet. Sie bittet um eine sichere Reise für die Fremden und lächelt uns dabei so freundlich an, dass uns ganz warm wird ums Herz. Ungeplante Begegnungen wie diese machen den Reiz einer Senegal-Reise aus. So schön das Salzabbaugebiet am Lac Rose oder das Bandia-Naturreservat samt Nashörnern, Giraffen und Büffeln auch sind, die angekündigten Programmpunkte können selten mit dem Zufall mit-


halten. Kein Wunder, schliesslich spielt sich der Alltag zum grössten Teil auf der Strasse ab, auf den Feldern oder am Strand. Und so kann man den Fischern dabei zuschauen, wie sie ihre Netze flicken, die Boote mit selbst gemachtem Leim aus geschmolzenen Styroporresten abdichten oder ihren Fang an die Frauen verteilen. Auch die Schneider mit ihren alten Singer-Maschinen arbeiten in aller Öffentlichkeit, und das Obst und die Gemüse werden sowieso auf der Strasse ausgebreitet. Aus zerbeulten Peugeots quillen mehr Menschen, als bei uns in einem Grossraumabteil Platz haben. Überall wimmelt und wuselt das Leben.

Ein Dorf aus Muscheln

Natürlich gibt es auch im Senegal einige Orte, die man gesehen haben sollte: die Sklaveninsel Gorée etwa, und Joal, den Geburtsort des Dichters und Staatsgründers Léopold Senghor. Über einen Holzsteg gelangt man in das Nachbardorf Fadiouth, dessen Fundament komplett aus Muschelschalen besteht. Weiss wie Zahnpasta ragt es aus der Mangrovenlandschaft heraus. Daneben eine zweite Muschelinsel mit einem Friedhof, auf dem Christen und Moslems in Eintracht nebeneinander liegen. Aber trotz dieser Ausnahmen: Wer Sehenswürdigkeiten sucht, ist im Senegal falsch. Dies gilt für die Städte genauso wie >

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Strassen des Fischerviertels konkurrieren hupende Minibusse und schrottreife Autos mit Eseln und Pferden. Ziegen und Schafe knabbern an der Vegetation, und sogar ein Pelikan stolziert im allgemeinen Chaos herum.

Drittgrösstes Vogelreservat der Erde

für das Gelände. Die Savanne kommt ohne Spektakel aus. Ohne nennenswerte Erhebungen oder Schluchten. Sie braucht keine Höhepunkte. Eine Landschaft Ton in Ton, zurückhaltend und wunderschön. Stundenlang fahren wir an Baobabs und Akazien vorbei, dornigen Sträuchern und rotbrauner Erde. Dazwischen Dörfer und Städte aus schmucklosen Häusern, leider oft umgeben von einem Morast aus Plastik und Müll. Zum Glück sind die Frauen so bunt gekleidet, ideenreich frisiert und gewagt geschminkt, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt. Und zum Glück bewegen sich die Menschen mit einer Eleganz, die immer wieder vergessen lässt, wie viele Plastiktüten sich in den Kakteen verfangen haben. Ständig bringt der Senegal mich aus dem Takt. Man kommt hier nicht weit mit seinen Regeln und Massstäben. Eigentlich sind mir Kutschfahrten peinlich. Zu touristisch, zu exponiert. Eine Besichtigung vom hohen Ross herab. Nicht so in Saint Louis. Sich herumkutschieren zu lassen, gehört in der einstigen Hauptstadt Französisch-­ West­afrikas zum ganz normalen Alltag. In den verstopften

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Das Durcheinander wirkt euphorisierend. Und plötzlich lässt man sich eine knallige Hose schneidern, kauft man eine rote Pudelmütze oder folgt man dem Klang einer Trommel. Mitten in der Nacht machen wir uns auf. Weit kann das Fest nicht sein. Als wir vor dem Innenhof angekommen sind, aus dem die Tamtams gerade noch deutlich zu hören waren, werden die Instrumente gerade herausgetragen. The party is over. Eine Frau klärt uns über den Grund der nächtlichen Feierlichkeiten auf: der Geburtstag ihres fünfjährigen Sohnes. Dutzende Freunde und Verwandte waren gekommen. Nun sind die grossen Schüsseln leer. «Aber kommt herein, trinkt eine Tasse mit uns. Bienvenue.» Der Kaffee ist stark. Er schmeckt nach Gewürzen, und für einen Schwatz ist es sowieso nie zu spät. Wir würden so gerne noch bleiben in dieser wahnsinnigen Stadt mit ihren Marabouts, Künstlern und armen Schluckern und dem Jungen, der einen hand­b emalten Kopfhörer auf den Ohren trägt. Nicht um Musik zu hören, sondern als modisches Accessoire. Aber wir müssen jetzt los, unser Schiff legt um sieben Uhr ab. Die Bou el Mougdad ist 65 Jahre alt, ein schneeweisser Dampfer mit roten Schornsteinen, Aussichtsdecks und getäfelten Kabinen. Er wird uns den Grenzfluss hinaufbringen, weit weg vom lärmenden Saint Louis. Die Dieselmaschine stampft, sonst ist es still. So still wie nirgendwo sonst im Senegal. Backbords liegt Mauretanien. Schilfgürtel säumen den Strom, dahinter eine struppige Landschaft wie ein Fuss­abstreifer. In den Nebenarmen des Sénégal-Flusses tummeln sich im drittgrössten Vogelreservat der Erde Pelikane, Reiher, Kormorane und Seeadler. Wir beobachten sie von den Beibooten aus. Fotografieren. Staunen. So steht es im Programm. Nicht im Programm steht der Markt in Potou. Ein zufälliger Stopp. Die Strasse ist verstopft mit Eselskarren, Sammeltaxis und Fussgängern. Hier türmen sich Auberginen, dort getrocknete Hibiskusblüten. Übermütige Jungs steuern ihre Eselskarren auf der Ladefläche stehend. Es wird gefeilscht und gelacht. Wer braucht schon Sehenswürdigkeiten, wenn jede Dorfstrasse ein Highlight ist?!

> www.letsgo.ch


HOTELS

FORInsider

Erstes Haus im Big Apple der AC Hotels by Marriott

Mit der Eröffnung des neuen AC Hotel New York Times Square feiert die Design-Marke von Marriott International ihr Debüt in New York. Der neueste Hotspot in Midtown Manhattan verfügt über 29 Zimmer und bietet eine Rooftop Lounge mit Blick auf das Empire State Building. Nur einen kurzen Fussweg vom Times Square und dem Garment District entfernt hat das neue AC Hotel eine ideale Lage. Die Zimmer sind Ruheoasen inmitten des Trubels und eröffnen mit bodentiefen Fenstern und Balkonen einen einmaligen Blick über die Stadt.

> www.achotels.marriott.com

Erstes CO2-neutrales Hotel in Europa

Immer mehr Vielreisende legen Wert auf Ressourcen-schonende Angebote. Jetzt präsentiert sich das 4-Sterne-Superior-Boutique-Designhotel The Albus mitten in Amsterdam als erstes vollständig CO2-neutrales Hotel in Europa. Das vor 15 Jahren gegründete Hotel zieht mit seiner Verbindung von Komfort, Design und Nachhaltigkeit Gäste aus aller Welt an. In den letzten Jahren wurde das Hotel komplett überarbeitet und ein exklusives Restaurant mit kreativer Küche eröffnet. Going Green stand auf der Prioritätenliste. Als weitere Zukunftsinvestition wurde der gesamte Komplex mit modernster Technologie ausgestattet.

> www.thealbus.com

Mehr Luxus in Hongkong

Hongkong hat ein weiteres Hotel der Top-Klasse. The Murray liegt mitten im Geschäftsviertel auf Hongkong Island, gleich neben der Talstation des Peak-Trams. Das Spezielle daran: Wo heute Gäste übernachten, verkehrten vor einigen Jahren noch Beamte. Das britische Architekturbüro Foster und Partner hat aus dem ehemaligen Regierungsgebäude ein Hotel geschaffen: fünf Sterne, fünf Restaurants, eine Rooftop-Bar, 336 Luxuszimmer. Die auffällig versetzten Fenster sind eine Antwort auf das Klima in Hongkong.

> www.niccolohotels.com

Wiedereröffnung Le Sereno St. Barth

Das Le Sereno St. Barth wird am 1. Dezember 2018 neu eröffnen. Nachdem das Luxusresort durch den Hurrikan «Irma» im September 2017 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, hatte sich die Eigentümerfamilie entschieden: Mehr als die Hälfte der Zimmer sowie sämtliche öffentliche Bereiche sollten komplett neu errichtet werden. Klar war auch, dass der unverwechselbare Stil des Hauses beibehalten werden sollte. Die Kombination von grandioser Lage, zeitgemässem Design und luxuriösem «understated» Service war für anspruchsvolle Reisende stets ein Grund, ihren Urlaub in dem am Privatstrand von Grand Cul de Sac gelegenen Le Sereno zu verbringen.

> www.serenohotels.com

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DIE STADT, die das Glück verspricht

Macau ist ein Zocker-Paradies. In den Casinos in der chinesischen Sonderverwaltungszone werden heute fünf Mal höhere Umsätze gemacht als in Las Vegas. Macau ist aber mehr als nur Casino. Die ehemalige portugiesische Kolonie ist ein mediterraner Farbtuper im Reich der Mitte. Die meisten Besucher interessiert das portugiesische Herz der Stadt freilich nicht. Sie verfolgen ein Ziel in Macau: Sie wollen reich werden. Autor: Reto Liniger


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ie kolonialen Bauten im Stadtzentrum interessieren ihn nicht. Vielleicht das Wahrzeichen von Macau: Die riesige Granitfassade der Pauluskirche? Kopfschütteln. Sein Blick ist auf die Rouletteschüssel geheftet. Erich Hu steht im Grand Casino Lisboa und hat ein Ziel: Er will das Glück überlisten. Die Kugel dreht in der Rouletteschüssel und setzt sich: Rot. Erich Hu notiert das Resultat in seinem vollgekritzelten Papierheft. «Ich glaube, Glück hat etwas Berechenbares», sagt er mit Blick auf seine Notizen. Neue Runde. Die Spieler platzieren ihre Jetons. Wieder hüpft die Kugel auf Rot. Jetzt ist der Moment: Er platziert zwei Jetons auf Rot. Die Kugel dreht in der Rouletteschüssel und setzt sich erneut auf Rot. Kein Jubel, kein Geschrei. Wer gewinnen wolle, müsse mit dem Strom schwimmen, sagt der 44-Jährige aus Hongkong mit der Ernsthaftigkeit eines Nachrichtensprechers und notiert das Ergebnis in sein Heft. Eine Kellnerin serviert Milchtee im Glas und Kaffee in Pappbechern. Erich Hu steckt in Dreiviertelhosen, Lederschuhen mit weissen Socken und einem Nike-Shirt – über ihm glitzert der Kronleuchter, um ihn blinken die Slot-Maschinen. Er schnappt sich ein Teeglas vom Tablett der Kellnerin und sagt: «Die Chinesen trinken nie Alkohol beim Spielen.» Macau ist eben nicht Las Vegas. Es fliesst kein Champagner, niemand trägt Abendgarderobe, kein Geschrei und kein Jubel. In Macau wird nicht gespielt, um sich zu amüsieren. Und trotzdem reisen die Chinesen in Scharen an. Über 30 Millionen Touristen reisen jährlich nach Macau  – davon 95 Prozent Chinesen. Was macht diese Stadt aus? Aus chinesischer Sicht ist die Antwort simpel: die über 30 Casinos. Ihr Zauber zieht die Chinesen in Massen an. Die Chinesen sind eine Nation von Spielern und alle mit demselben Traum: Reichtum. Schon die Hälfte aller chinesischen Provinzen erlaubt ihren Bürgern die Reise in die ehemalige portugiesische Kolonie. Und die schwärmen herbei, auf den einzigen Boden, der das Glücksspiel in China duldet. Macau ist die Stadt, die das Glück verspricht.

Der Schweizer im Zocker-Paradies

Der auffälligste Bau in der Skyline von Macau ist das Grand Casino Lisboa. In Form einer riesigen Lotusblüte mit goldener Fassade ragt das Casino in den Himmel von Macau. Das Lisboa ist das Flaggschiff des GlücksspielKaisers Stanley Ho, Stolz der Stadt, Fotomotiv für jeden Macau-Touristen. Davor plätschert eine opulente Brunnenanlage, Schriftzüge beleuchten die Fassade, Luxusboutiquen säumen die Strasse. Fast 40 Jahre – bis 2002  – hatte Stanley Ho das Glücksspielmonopol in Macau. Als sein

Monopol fiel, zog das Zocker-Paradies die US-Casino-­ Giganten an. Seither explodieren die Umsätze. Heute werden in den Casions von Macau fünf Mal höhere Umsätze gemacht als in Las Vegas. In diesen Stile werde es weitergehen, sagt Jonas Schürmann, 55. Seit drei Jahren wohnt und arbeitet der Schweizer in Macau. Sieben Jahre war er General Manager im Mandarin Oriental Hotel in Hongkong, nun arbeitet er für das Imperium von Stanley Ho. «Sechs Prozent der Chinesen waren bisher in Macau, 94 Prozent werden noch kommen.» Der Hongkonger Stanley Ho engagierte Schürmann für sein Riesenprojekt auf der aufgeschütteten Insel Cotai: das Lisboa Palace. Es ist eine Mischung aus mittelalterlicher Burg und orientalischem Palast. Investitionsvolumen: über vier Milliarden US-­Dollar. Ende 2018 ist die Eröffnung geplant: drei Hotels mit 2 000 Zimmern, 30 Restaurants, ein grosses Casino, drei Fitnesscenter, sechs Pools sowie mehrere Einkaufs­ läden. Prunkstück des Lisboa Palace soll das «KarlLagerfeld-Hotel» werden. Der deutsche Modeschöpfer habe das Haus selbst konzipiert, sagt Schürmann. >

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Macau verspricht mediterranes Flair

Macau war schon immer die Stadt des Glücks und der Glücksritter. Im 16. Jahrhundert fand Portugal in Macau einen Stützpunkt für ihren Handel zwischen dem indischen Goa und Japan. Macau wurde reich und zu einem Zentrum der westlichen Kultur in Asien. Mit Macau ging es erst bergab, als die Engländer 1842 in Hongkong einen Tiefwasserhafen aushoben und damit die letzten Handelsschiffe aus Macau weglockten. Fürs Überleben verlegte sich die portugiesische Kolonie auf das Anrüchige: Zuerst betrieb die Stadt Sklavenhandel und ab 1850 lizenziertes Glücksspiel. Noch heute verbirgt sich hinter den glitzernden Fassaden der Casinos eine Stadt, deren Geschichte lebendig ist. Das Stadtzentrum ist ein mediterraner Farbtupfer im Reich der Mitte. Fast 450 Jahre lang haben die Portugiesen ihre Spuren hinterlassen. Kleine Gassen, grössere Plätze, elegante Händlervillen. Vor dem Senatsgebäude liegt der schönste Platz der ganzen Stadt: der Largo Senado. Dort schlägt das portugiesische Herz der Stadt. Der Platz ist mit Calçado-Mosaiksteinen gepflastert, in der Mitte steht ein Springbrunnen, an den Platz grenzen koloniale Gebäude mit Arkadenbögen. Nicht weit des Largo Senado steht das Wahrzeichen von Macau: die Pauluskirche. Ein Brand zerstörte vor knapp 200 Jahren die einst prächtigste Kirche in Fernost. Heute steht nur noch die Granitfassade im Herzen der Stadt. Erich Hu, den das koloniale Erbe der Stadt nicht interessiert, steht vor dem Roulette-Tisch und beobachtet das Spielgeschehen, ernsthaft und konzentriert. Kritzelt weiter Notizen in

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sein Papierheft. Die Chinesen glauben, man könne das Glück mit Willenskraft und Schläue beeinflussen. Deshalb nehmen die Chinesen im Casino nie den Haupteingang, der könnte verhext sein. Es ist drei Uhr nachts, das Zeitgefühl hat Erich Hu längst verloren. Im Casino gibt es weder Fenster noch Uhren. Nur das ewige Wechselspiel von Schwarz und Rot in den Rouletteschüsseln. Um sieben Uhr morgens müsse er die Fähre zurück nach Hongkong erwischen. Er steht vor dem Ausgang des Lisboa – müde, aber zuversichtlich. Glück habe ihm diese Nacht nicht gebracht. In einem Monat werde er wieder das Wochenende in Macau verbringen, das sei sicher. «Wir Chinesen schauen immer nach vorne», sagt er, und schon verschwindet er in die Nacht von Macau.

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Schlangen suppe  Gras   frösche

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Wollen Sie höher hüpfen können? Dann sollten Sie unbedingt Frösche essen. Oder schneller rennen? Dann helfen Hühnerbeine. Schlangensuppe wärmt von innen, und Mangostan ist gut für schöne Haut. Auf einer Food-Tour durch das «alte» Hongkong kann man so einiges lernen. Autorin: Vanessa Bay

I

ch liebe das Getümmel auf Märkten in fremden Ländern. Entsprechend begeistert war ich, als ich anlässlich einer Reise nach Hongkong den Programmpunkt «Street Food & typische Märkte» entdeckte. Auch wenn ich tendenziell lieber auf eigene Faust losziehe: Wer mit dem Reisebuch und der Strassenkarte in der Hand durch die Sieben-Millionen-Metropole streift, wird die vielfältigen Genüsse der kantonesischen Küche nicht unbedingt entdecken, die die Hungrigen in vielen Seitenstrassen und Hinterhöfen erwarten. Zu gross ist die vor allem als Banken-, Business- und Shoppingdestination bekannte MegaStadt.Aus diesem Grund hat der Asien-Spezialist Tour­ asia, einen halbtägigen kulinarischen Rundgang kreiert. Begleitet wird man von Einheimischen, die auch ihre Lieblingsorte einbauen und Einblicke in ihr privates Leben geben. Diese Einblicke tragen einiges dazu bei, vieles, was man auf den Märkten sieht und hört, verstehen zu können. Es wird einem beispielsweise bewusst, dass nicht alle Vorurteile gegenüber der chinesischen Küche und der Tierhaltung im Land gerechtfertigt sind.

Mido Café – Kulisse für TV-Serien

Aber zurück zur Tour. Zoé, so heisst unsere Begleiterin, empfängt uns mit einem Milch-Tee-Kaffee-Gemisch im Mido in Kowloon an der Temple Street. Das Café, eines der ältesten der Stadt; es existiert seit 1950 und scheint seit-

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her nie mehr umgebaut worden zu sein. Entsprechend cool ist sein Interieur. Viele Chinesen kennen das Café als Kulisse für Szenen in lokalen Filmen und TV-Serien. «Wir trinken den Kaffee nicht pur, das ist für viele Chinesen zu stark», erklärt sie uns. Zu den Spezialitäten gehört auch der French Toast, das heisst Toast mit Eiern, Kondensmilch und Butter. Wer nicht gerade auf Diät ist, sollte unbedingt zubeissen (und alle anderen auch). Zu Fuss und per ÖV gelangen wir zum Früchte- und Gemüse-Grossmarkt an der Reclamation Street, ebenfalls in Kowloon. Wir zücken unsere Kameras, denn die exotischen Früchte und Gemüse sorgen für eine unvergleichliche Farborgie. Von Mangostanen, denen Heilkräfte zugeschrieben werden, weil sie reich an Antioxidantien sind, über Orangen bis hin zu exotischen Früchten, von denen wir noch nie gehört haben – hier gibt es alles. Einheimische feilschen daneben lautstark um Preise. Getrocknete Mandarinenschalen stehen korbweise herum; sie sollen gut für die Körperbalance sein.

Schlangensuppe für kalte Tage

Langsam nähern wir uns dem Mongkok-Markt, bei dem es auch mal eher blutig statt fruchtig-blumig zugeht. Hier an der Nelson Street gehen die Hausfrauen von sieben in der Früh bis halb acht Uhr abends einkaufen, jeden Tag. Man erfährt, was in Hongkong so alles auf den Tellern landet: Grasfrösche zum Beispiel. Auf dem Markt hüpfen sie in


ihren Käfigen auf und ab; sie isst man, wenn man besser hüpfen möchte, wohingegen Hühnerbeine helfen sollen, schneller zu laufen. Ein Frosch kostet 24 Hongkong Dollar oder gut drei Franken. In Aquarien schwimmen Fische, auf der Theke zappelt Meeresgetier. Was gekauft wird, wird von Hand gleich getötet. Auch Schildkröten warten darauf, in der Suppe zu landen. In der Suppe landen auch Schlangen. Und die wollen wir uns nicht entgehen lassen. Zoé kennt eine gute Adresse und führt uns ins SchlangenRestaurant Sher Wong Yip, das von Gibson Cheung in dritter Generation geführt wird. Gibson redet perfekt Englisch und erklärt, er sei ein Aktivist für Tierrechte, was mit seinem Job, wie er zugibt, nicht so recht zusammenpasst. Das Restaurant, vom Neonlicht ausgeleuchtet, erinnert an ein Fast-Food-Lokal. Schlange soll gut sein für die Stärkung des Immunsystems; sie zu essen, wärmt innerlich, weshalb sie ein typisches Wintergericht ist. Alle möglichen Schlangen landen im Kochtopf: Kobras, Wasserschlangen. Besonders beliebt sind Ottern, obwohl sie giftig sind: Die Tatsache, dass sie mit ihrem eigenen Gift leben müssten, mache sie besonders stark, wird im Volksmund behauptet. Und wie schmeckt diese Schlangensuppe, die 42 Hongkong Dollar oder 5.50 Franken kostet? Sie ist etwas schleimig und erinnert an Pilzsuppe, was weiter nicht erstaunt, denn mit der Schlange, die wenig Eigengeschmack hat, sind Pilze mitgekocht worden.

Street Food in Reinkultur

Nach dem «Schlangenfrass» gehen wir im Restaurant Siu Choi Wong an der Fook Wing Street «richtig» essen  – und zwar auf der Strasse. Wir sitzen zwischen offenen Küchen; in den Woks und in den Pfannen brutzelt, dampft und blubbert es; aus den Feuerstellen steigt Rauch. Emsiges Treiben herrscht: An der einen Station wird der Fisch aus dem Aquarium gefischt und erschlagen, an der nächsten das Gemüse dazu geschnetzelt und eine Station weiter wird das Ganze zubereitet. Auf den Tischen türmen sich die Essenreste; es sieht aus wie nach einem Hurrikan. Wir haben «stir-fried clams on black bean sauce» bestellt: Muscheln an einer Sauce mit viel Knoblauch, dazu Gemüse. Wer sich hinsetzt, wäscht die Tassen mit dem Tee auf dem Tisch selber aus. «Man weiss ja nicht, wie lange die schon dastehen», erklärt Zoé. Wir sehen kaum Touristen und sind froh um unsere Begleiterin, denn ohne sie wären wir verloren: Kaum jemand spricht auch nur ein Wort Englisch, und das Angebot an Speisen scheint fast unendlich. Von Essen und schönen und weniger schönen Eindrücken gesättigt verabschieden wir uns von Zoé und sind uns einig: Das war richtig gut.

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HONG KONG

Wer Hongkong sagt, meint Wolkenkratzer und Shopping-Malls. Doch Hongkong ist grün, sehr grün. So grün, dass Hongkong seit zehn Jahren einen Wander-Boom erlebt. Mitten drin ist eine Schweizerin. Autor: Reto Liniger SPECIAL DESTINATIONS 40 IMAGINE VOLUME 31


H

ongkong, das sind futuristische Bürogebäude. Da gibt es Dim Sum, Shopping-Malls und Wolkenkratzer. Teure Hotels und Hongkong-Chinesen. Hongkong ist das kapitalistische Paradies im sozialistischen China. Doch wer hätte es gedacht: Hongkong, das sind auch sandige Strände, idyllische Buchten oder riesige Naturparks. Die bebaute Fläche Hongkongs ist nämlich im Vergleich zu ihrer Grünfläche gering: Lediglich 25 Prozent sind bebaut, der Rest besteht aus Wald, Grünflächen, Stränden oder Berglandschaften. Hongkong ist grün, sehr grün. Und das soll so bleiben. In den Country Parks dürfen per Gesetz keine weiteren Strassen und Häuser gebaut werden. Jahrelang blieb dieses grüne Reservoir nahezu unbeachtet. Doch heute reisen Touristen aus Thailand, Korea oder Japan extra nach Hongkong, um zu wandern. Hongkong erlebt einen Wander-­Boom und mitten drin ist eine Schweizerin: die 49-jährige Gabi Baumgartner.

Erlebnisse. In den letzten zehn Jahren sind die Hongkonger endgültig auf den Geschmack gekommen: Wandern oder Joggen im Freien gehören nun mit zum urbanen Lebensstil. «Ein Gesundheitstrend hat die Bewohner der Sonderverwaltungszone gepackt.» Mit diesem Trend haben sie das Wanderparadies vor ihrer Haustür endgültig entdeckt. Und die Schweizerin bewies eine gute Nase. Sie war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort: Im Jahre 2010 begann sie für eine Agentur zu arbeiten, die Wandertouren anbot. Als die Besitzer absprangen, übernahm sie 2012 die Agentur «Walk Hong Kong». Heute ist sie in der Wandersaison zwischen Oktober und Mai fast täglich mit Touristen auf einer Tour. «Natürlich besuchen die meisten Leute Hongkong nicht wegen seiner Grünflächen», sagt Baumgartner. Hongkong hat aber mehr zu bieten als Shopping-­ Malls und Wolkenkratzer. «Wandern bietet die Möglichkeit, eine ganz andere Seite der Stadt kennenzulernen.» 

Zwar liess bereits in den 70er-Jahren der englische Gouverneur Sir Murray MacLehose erste Wanderwege signalisieren. Als aber Gabi Baumgartner vor 22 Jahren mit ihrem Ehemann aus der Schweiz nach Hongkong auswanderte, war die Grünfläche vor Hongkongs Hintertür aber noch Niemandsland. Der Schweizerin blieb diese grüne Lunge nicht verborgen. 2002 schlug sie dem Hong Kong Tourism Board vor, Wandertouren anzubieten. Die Reaktion: kollektives Nasenrümpfen. Dann kam SARS. Die Infektionskrankheit drang 2003 nach Hongkong und mit ihr die Angst vor einer Epidemie. Aus Sorge vor Ansteckung mussten die Einwohner plötzlich auf Shopping und Kinobesuche verzichten. Die Regierung habe den Anwohnern geraten, mehr Zeit in den Grünflächen zu verbringen, sagt Baumgartner. Und so schnürten die ersten Hongkonger ihre Wanderschuhe.

> www.wandern-hongkong.com > www.walkhongkong.com

Früher suchten die Hong­konger in ihrer Freizeit keine Outdoor-­

Wanderparadies Der berühmteste Wanderweg ist der nach dem einstigen Gouverneur benannte MacLehose-Trail: Die ganze Strecke ist 100 Kilometer lang und in zehn Abschnitte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden unterteilt. Ein Teil davon ist hügelig; die höchste Erhebung ist mit 957 Metern der Tai Mo Shan. Ebenso prominent sind aber flache Wege mit Sicht auf karibische Strände. Gesamthaft warten in den Grünflächen Hongkongs über 1 000 Kilometer Wanderwege durch unbebaute Gebiete. Ausgangsort für Wanderungen, Bootstouren oder Badeausflüge ist meist das Städtchen Sai Kung. Es ist mit dem Bus in lediglich 30 Minuten vom Zentrum Hongkongs erreichbar.

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© Tourist Board Dominikanische Republik

W I L L KOMM E N

im Paradies

Die Dominikanische Republik steht für Genuss und den karibischen Traum schlechthin. Mit seinen rund 1300 Kilometern Küstenlinie ist der Karibikstaat eine Destination, die Vielseitigkeit, Luxus wie auch Erholung pur verspricht und das auch hält. Autorin: Anka Refghi

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en Alltag hinter sich lassen und einfach geniessen – kaum woanders gelingt das so gut wie in der Dominikanischen Republik. Der Karibikstaat auf der Insel Hispaniola ist lebendig, bunt und mit üppiger Natur bewachsen. Ob Badeferien, Kultur oder sportliche Aktivitäten von Golf bis Surfen – die Dominikanische Republik und ihre verschiedenen Regionen bieten alles, was das anspruchsvolle Herz begehrt.

Hauptstadt Santo Domingo

Wer das lebendige Treiben liebt, dem empfiehlt sich ein Besuch der Hauptstadt Santo Domingo – mit ihrer zum UNESCO-Welterbe zählenden kolonialen Altstadt und den zahlreichen Shoppingangeboten. Die dominikanische Kultur ist vor allem auf der «Calle de las Damas» zu bewundern: Die «Strasse der Damen» zählt mit der berühmten «Plaza España», dem Nationalpantheon, dem Haus «Casa de Francia» und dem Museum «Casas Reales» zu den meistbesuchten Orten dieser lebensfrohen Stadt. Neben Restaurants und kulturellen Events bietet die Stadt eine Vielzahl aussergewöhnlicher und exklusiver Hotels wie das «Casa Sánchez», das «Billini Hotel Santo Domingo» und das «Hotel Casas del XVI.». Letzteres besteht aus vier unterschiedlichen, prächtigen «Casas» aus dem 16. Jahrhundert, die auf luxuriöse Weise Tradition und Moderne verbinden und über die ganze Stadt verteilt sind. Unter ihnen die früher von Aristokraten hoch geschätzte «Casa de Árbol» oder die «Casa de los Mapas» mit traumhaftem Innenhof und eigenem Pool. Für den sorgenfreien Genuss steht in jeder der Casas ein Butler zur Verfügung, der seinen Gästen jeden Wunsch von den Augen abliest. Wer sich für Santo Domingo entscheidet, muss jedoch keineswegs auf Strand verzichten. Nur 30 Kilometer östlich liegt der berühmte «Hausstrand der Hauptstadt» «Boca Chica». Berühmt für seinen feinen, weissen Sand ist er geradezu perfekt für die Erholung nach einem kulturellen City-Trip.

Golf-Eldorado im Südosten

Wer sich dem Golfsport verschrieben hat, ist im Südosten des Landes, in den Regionen «Punta Cana» und «La Romana», mit 17 von insgesamt 30 Golfplätzen in der Dominikanischen Republik genau richtig. Hier befindet sich eines der Resorts, das sich mit dem Titel «Bestes Golfresort der Welt» schmücken darf und seit mehr als 40 Jahren als beliebter Rückzugsort für Persönlichkeiten wie Julio Iglesias, Shakira und Beyoncé gilt: das >

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© Tourist Board Dominikanische Republik

Paradiesisch und direkt am Strand gelegen: das «Tortuga Bay Hotel»

Santo Domingo

Der historische Stadtkern der ersten Stadt des amerikanischen Kontinents zählt seit 1990 zum UNESCOWelterbe. Die 300 Gebäude aus der Kolonialzeit – von denen 160 erst kürzlich saniert wurden – sorgen für unver­gessliche Eindrücke. Zur Kultur der Dominikanischen Republik gehören ebenso die typische Merengue-­ Musik und der Merengue-Tanz, die Ende 2016 von der UNESCO zum imma­teriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt wurden.

Eldorado für Golfer: der berühmte Golfplatz «Teeth of the Dog», «Casa de Campo Resort & Villas»

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«Secrets Cap Cana Resort & Spa»

«Casa de Campo Resort & Villas». Ein Eldorado für Golfer, das seinesgleichen sucht. So wurde der 18-Loch-Golfplatz mit Namen «Teeth of the Dog» von keinem Geringeren als dem legendären Golfplatzdesigner Pete Dye entworfen. Direkt am Meer gelegen, entzückt er die Golfer mit grossflächigen Bunkeranlagen, kleinen Teichen und Wellen­täler. Nicht weniger begeistern der 18-Loch-Golfplatz «The Links» und der 27-Loch-Platz «Dye Fore» des Resorts. Neben Golf-Paradiesen, Traumstränden und luxuriösen Hotels bietet diese Region im Süden des Landes noch viel mehr. So beispielsweise das Künstlerdorf «Altos de Chavón», das auf dem riesigen Areal des «Casa de Campo Resort & Villas» im Stil eines Mittelmeerdorfes aus dem 16. Jahrhundert nachgebaut wurde und einen traumhaften Blick auf den Fluss «Chavón» und das Meer bietet. Für einen unvergesslichen Tag sollte man den Besuch der atemberaubend schönen, zum Naturpark «Parque Nacional del Este» gehörenden Insel «Saona», mit Schildkröten, Delfinen und 112 Vogelarten, nicht versäumen. In der Dominikanischen Republik erfreuen sich, wie vielerorts auf der Welt, Resorts mit ausschliesslich erwachsenem Publikum immer grösserer Beliebtheit. «Adults Only» heisst das Konzept, das in der Region

«La Romana» von dem Fünf-Sterne-Hotel «Catalonia Royal La Romana» angeboten wird. Absolutes Highlight sind hier die elf 55 Quadratmeter grossen Duplex-Suiten über zwei Etagen, mit grosszügiger Terrasse und eigenem Pool und Liegestühlen.

Der Stoff, aus dem die Träume sind

An der östlichsten Spitze der Dominikanischen Republik liegt die Region «Punta Cana», die sowohl an das Karibische Meer als auch den Atlantik grenzt. Das klare Wasser und die rund 32 Kilometer Strand sind der Stoff, aus dem die Träume sind. Stilvoll residieren lässt sich hier vor allem im eleganten und luxuriösen Fünf-SterneBoutique-Hotel «Eden Roc» mit seinen 26 «Ocean Front»Suiten, die von den Mailänder Designern Carlos Belgir und Marina Nova gestaltet wurden. Ein eben­solches Highlight ist das zum «Punta Cana Beach Resort & Club» gehörende «Tortuga Bay Hotel», das einzige Resort auf der Karibikinsel mit «AAA Five Diamond»-Klassifizierung. Das exklusive Interior-­Design trägt die Handschrift des weltberühmten dominikanischen Designers Oscar de la Renta. Zu den weiteren Hotel-Neuigkeiten mit eleganten Unterkünften im Luxussektor in Punta Cana zählen das >

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«Secrets Cap Cana Resorts & Spa» am Strand «Juanillo» mit 457 Suiten, World-Class-Spa und Gourmet-Verköstigung sowie das «Blue Beach Punta Cana Luxury Resort», ein wahrer Hotspot für Luxus, Wellness und Kulinarik.

Puerto Plata im Norden

© Tourist Board Dominikanische Republik

Das exzellente Tourismusangebot wird im Norden der Dominikanischen Republik weiterhin stark ausgebaut. Schon längst gilt diese Region als Eldorado für Abenteurer und Sportler. Allen voran zählt der Strand von «Cabarete», in den sich Abenteuer­suchende aus aller Welt verlieben, mittlerweile zu den fünf Top-Reisezielen der Welt für Windsurfer, Kitesurfer und Wellenreiter. Ein Hotel-Highlight ist auch das zur Luxushotel-

gruppe «Aman» gehörende Luxus-­­­Resort «Amanera». Es liegt an einem er­habenen Ort, über dem halbmondförmigen Playa Grande Beach, umrahmt von saftiggrünem Dschungel und dem atemberaubenden Gebirge «Cordillera Septentrional». Auch die «Freunde des grünen Sports» sind hier bestens aufgehoben, denn das weitläufige Resort ist der erste golfintegrierte Aman, direkt am berühmten und kürzlich renovierten «Playa Grande Golf Course». Er gilt als Golfplatz mit der grössten Anzahl an Löchern mit Meerblick in der westlichen Hemisphäre und wird daher als «Pebble Beach der Karibik» bezeichnet. Kurz und gut: Die Dominikanische Republik empfiehlt sich sehr für die perfekten Ferien.

Lebensfroh und lebendig: die Hauptstadt Santo Domingo

Christoph Kolumbus

Ihren Namen verdankt die dominikanische Hauptstadt dem Seefahrer Christoph Kolumbus. Als er im Jahre 1492, nach fast zweieinhalb Monaten auf See, an einem «Heiligen Sonntag», einem «Santo Domingo», auf dieses unbekannte Land stiess.

Der Strand von «Cabarete»: Paradies für Windsurfer, Kitesurfer und Wellenreiter

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Eilat in Südisrael

wird zum Tor zur Wüste

Eilat, die Stadt am Roten Meer und zugleich Israels beliebtester Ferienort, lockt jedes Jahr etwa 2.8 Millionen Besucher an die Strände des atemberaubenden Roten Meeres und der Sommersonne, die das ganze Jahr über scheint. Die Kombination aus Strand, Gebirge und Wüste macht sie zu einem Ferienziel für Abenteurer und Aktivreisende. Autor: Urs Huebscher

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anz gleich, ob mit der Familie, als Paar oder ganz allein, hier kann man eine Menge sehen und unternehmen. Unterkünfte finden sich von 5-Sterne-Luxushotels bis hin zu gemütlichen Privatunterkünften. Mit seinen 360 Sonnentagen im Jahr ist Eilat extrem populär bei Touristen, die aus ihrem kalten Winterklima flüchten. Eine einmalige Attraktion an sich ist Eilats fantastisches Meer und seine zehn Kilometer lange Küste, die den Mittelpunkt und die Hauptattraktion darstellen. Viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen warten an den Stränden von Eilat auf, ein perfekter Ort zum Sonnen­ baden und Entspannen. Extremsportliebhaber werden die Wassersport-Clubs entlang der Süd- und Nordküste von Eilat lieben mit ihren Angeboten wie Jetskifahren, Bananenboot, Kayak- und Schlauchfahren und vieles mehr. Die Bucht ist aufgrund der schönen Strände, des modernen Wassersports sowie einer der besten Tauchgegenden der Welt Hauptanziehungspunkt für Besucher. Im Süden der Stadt befindet sich ein Korallenriff, zwischen dessen Winkeln und Höhlen unzählige Arten farbenprächtiger exotischer Fische leben. Innerhalb dieses Naturschutzgebietes steht eine Unterwasserwarte, die auch ein Meeresmuseum beherbergt, das eine ausgesprochen interessante Sammlung von Meereslebewesen zeigt. Nicht weit hiervon entfernt befindet sich das Delphin Riff, in dem eine Delphin-Gruppe lebt.

Wüstenabenteuer

Nördlich der Stadt liegt die südliche Arava, eine Region mit atemberaubenden Ausblicken auf die Wüste und ein Ort, der absolut zu empfehlen ist. Hier spürt man die endlose Weite, kann steilen Klippen und Bächen folgen sowie durch Täler wandern und vieles mehr. Die AravaSenke ist Teil des grossen afrikanischen Grabenbruchs und liegt nördlich der Stadt. Die Edom-Berge umgeben sie im Norden und Westen. Man befindet sich hier zwar in einem trockenen Wüstengebiet, doch inmitten der kahlen Berge befinden sich unzählige Naturschutz­gebiete, wundervolle Ausblicke sowie archäologische Ausgrabungsstätten. Eilat ist daher auch der Ausgangspunkt für besondere Ausflüge, vorzugsweise mit dem Jeep.

sich lohnt, zu Fuss, mit dem Fahrrad, Auto oder dem Kamel zu erkunden. Extremsportler können sogar klettern oder sich an atemberaubenden Berghängen abseilen.

Atmosphäre

Am Abend geht die heisse Wüstensonne in Eilat unter, und die Pools und Strände schliessen. Genau die Zeit, sich für das fantastische Nachtleben in der Stadt fertig zu machen. Eilat hält einen einzigartigen Rekord: die Stadt mit den meisten Clubs, Bars und Veranstaltungsorten pro Kopf in Israel. Es mangelt also nicht an Auswahlmöglichkeiten für einen vergnüglichen Abend. In der Stadt warten zahlreiche Restaurants mit einem ausgezeichneten kulinarischen Angebot, Clubs und exotische Geschäfte auf. Daneben gibt es viele Anreize für junge Leute und Familien, wie etwa die neue «Stadt der Könige» – ein Abenteuerpark für die ganze Familie, ausgestattet mit modernen Technologien und auf Geschichten aus der Bibel basierenden fantasievollen und fesselnden Attraktionen –, oder das Imax-Kino, ein dreidimensionales Erlebnis der besonderen Art. Dank neuer Flugroute in den Süden Israels erreichen Sonnenhungrige die vielfältige Region am Roten Meer künftig nonstop von der Schweiz aus. Edelweiss steuert ab 28. Oktober 2018 bis 24. März 2019 jeden Sonntag nonstop den Badeort an. Interessant sind auch Kombinationsmöglichkeiten mit einem Besuch von Tel Aviv (Anreise mit SWISS) und Rückflug mit Edelweiss ab Eilat. Flüge sind auf flyedelweiss.com und allen üblichen Verkaufskanälen buchbar.

> www.flyedelweiss.com

Die farbenprächtige und einzigartige Bergwelt bietet nicht nur einen atemberaubenden Ausblick, sondern vor allem Naturliebhabern ein unvergessliches Erlebnis. Es gibt zahlreiche Routen und Stätten zu besichtigen, die es

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THE 

MULIA BALI

ein königliches Erlebnis auf der Insel des Glücks

«Mulia», dieses Wort bedeutet auf Malay «erhaben» und «verehrt». Für das Ferien-Refugium am berühmten Nusa Dua Beach auf Bali, der «Insel des Glücks», ist dieser Name Programm. Denn: «The Mulia» ist kein typisches Luxusresort. Autor: Urs Huebscher

N

atürlich findet der anspruchsvolle Gast hier allen Komfort und jede Extravaganz, um rundum glücklich zu sein: vom 24-Stunden-ButlerService über neun Restaurants und Bars bis hin zu einem opulenten Spa, einem Traumstrand mit WassersportCenter und vielem mehr. Aber vor allem besticht das Resort «The Mulia Bali», inmitten tropischer Gärten und auf einer Halbinsel an der Ostküste Balis gelegen, mit 111 exklusiven Suiten und den angeschlossenen Mulia Villas, einem Komplex mit 108 Luxus-Villen mit bis zu 3 000 Quadratmeter. Das gesamte Areal umfasst 30 Hektar.

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Zwei separate, weitläufige Pools stehen – zusätzlich zu den vier Pools der Hotelanlage – exklusiv den Gästen von «The Mulia» und «The Mulia Villas» zur Verfügung. Highlight ist der Oasis-Pool, der dem Badegast mit einem Infinity-Becken, gesäumt von riesigen balinesischen Frauen-Statuen, suggeriert, dass das Süsswasser direkt mit dem Indischen Ozean verschmilzt. Das aussergewöhnliche Angebot an Suiten und Villen garantiert Luxusurlaub in absoluter Privatsphäre. Gerade deshalb ist «The Mulia Bali» auch bei prominenten Gästen beliebt.


Sessions. Tennisplätze, ein Wassersportcenter und ein exklusiver 18-Loch-Golfplatz in unmittelbarer Nähe ergänzen das Angebot. Gourmets und Geniessern bieten gleich neun Restaurants und Bars kulinarische Vielfalt: ob mediterran und mit Meerblick im Restaurant «Soleil», japanisch im «Edogin» oder chinesisch mit fernöstlicher Atmosphäre im «Table8». Für die romantische Zeit zu zweit serviert das Hotel ein privates Dinner in der Suite, auf der Veranda oder sogar am Strand. Für ein geselliges Abendprogramm locken die «Cascade Bar», um unter freiem Himmel in Lounge-­ Atmosphäre einen Cocktail zu geniessen, oder die «ZJ’s Bar», um bis zum Morgengrauen abzutanzen. «Verehrung», dieses Wort, das «The Mulia Bali» bezeichnet, gilt allerdings nicht nur für das Hotel selbst. Denn Komfort, Luxus, Individualität und Aufmerksamkeit schaffen hier eine Atmosphäre, in der sich jeder Gast wahrlich fühlt wie ein König.

Ein Resort, drei Optionen: The Mulia, Mulia Villas und Mulia Resort

Ein weiteres Highlight des Resorts ist «The Mulia Spa». Die Gäste haben die Qual der Wahl zwischen westlichen, balinesischen oder auch vietnamesischen Körper- und Gesichtsbehandlungen, ausgeklügelten Wellness-Retreats oder den neuesten Kältebehandlungen im einzigen Ice Room Asiens, der von einem mehrfach ausgezeichneten Spa-Designer eigens für das Resort entworfen wurde. Sportlichen Gästen bietet das Hotel vielfältige Optionen: Das Fitness-Center lockt mit Kursen von Yoga, Pilates, Zumba, Meditation bis hin zu Boot Camps und Combat

The Mulia: Das All-Suite-Hotel gilt als die High-EndMarke von «The Mulia». Modernes Design wurde mit viel Fingerspitzengefühl durch authentische Materialien und ausgewählte Details wie balinesische Kunstwerke und Antiquitäten ergänzt. Jede der 111 exklusiven Suiten ab 105 m² verfügt über ein separates Wohnzimmer. Die Schlafzimmer sind mit Luxusbetten ausgestattet und die luxuriösen Bäder mit Doppelwaschtisch, Badewanne und separater Dusche. Ein Outdoor-Jacuzzi sorgt für ganz private Entspannung mit freier Sicht auf den tropischen Garten oder den Indischen Ozean. Zwei exklusive Pools stehen zusätzlich nur den Gästen von «The Mulia» und «Mulia Villas» offen. Gekrönt wird das umfassende Angebot durch einen persönlichen 24-Stunden-Butlerservice. Mulia Villas: Zu den 108 exklusiven Villen des Refugiums führen idyllische Fusswege durch die tropischen Gärten. Die Dimensionen der Villen erstrecken sich von der kleinsten für zwei Erwachsene und ein Kind mit 505 m² über Familien-Villen und Zwei-Zimmer-Villen für jeweils vier Erwachsene bis hin zur zweistöckigen Präsidenten-Villa (mit drei Schlafzimmern) und der imposanten Mulia Mansion mit 3 000 m² und nicht weniger als sechs Schlafzimmern. Damit sind die Villen die grössten ihrer Art auf der Insel. Zur exklusiven Ausstattung >

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gehören nicht nur erlesene Kunstwerke, balinesische Antiquitäten und moderne Designer-Möbel, sondern auch ein luxuriöses Bad mit Jacuzzi, Indoor- und Outdoor-Duschen sowie ein privater Outdoor-Bereich mit HydrotherapieSwimmingpool, Lounge Chairs, Day Beds und Pavillon. Den Gästen der «Villas» steht für die Erfüllung individueller Wünsche ein 24-Stunden-Butlerservice zur Verfügung, genauso wie der Zugang zu exklusiven Lounge-Bereichen wie dem «Living Room» und der «Lounge». Mulia Resort: Das «Mulia Resort» ist ein klassischer Hotelkomplex mit 526 Zimmern, exklusiven Suiten und Lagunen-­Suiten. Das Interieur zeichnet sich durch sein puristisches Design aus. Grosszügige Terrassen und Balkone sorgen für das gewisse Etwas – wahlweise mit Blick aufs Meer, die Lagune oder den Garten. Zur Ausstattung der Zimmer (ab 57 m²) gehören ausserdem ein edler Marmorboden, ein 46“ Smart-TV, ein komfortables Bad, ein begehbarer Kleiderschrank sowie Luxusbetten mit Komfortmatratze und feinster 400-Faden-Baumwollbett­ wäsche. In den Suiten (ab 83 m²) sorgen King-Size-­Betten, ein grosszügiges Wohnzimmer mit Couch und Kaffeetisch und Meerblick für noch mehr Komfort.

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Gleich neun Restaurants und Bars bieten kulinarische Vielfalt

Soleil: Mehrfach als eines der edelsten Restaurants der Welt ausgezeichnet, offeriert das «Soleil» ein elegantes Ambiente, geprägt von dezenten Sandtönen mit goldenen Akzenten. Die Gäste sitzen in der schattigen GartenLounge oder unter Palmen mit Blick auf das Meer und die monumentalen Statuen des Oasis-Pools. Table8: In der traditionellen Mystik Chinas gilt die 8 als Zahl für Glück und Reichtum. Im «Table8» wird man glücklich – auch wenn man nicht an Tisch Nummer 8 sitzt oder die Ente mit acht Kostbarkeiten bestellt. Das elegante Restaurant wartet mit unzähligen Köstlichkeiten der kantonesischen Küche und Spezialitäten aus der Provinz Szechuan auf. In dem mit Porzellanpagoden, chinesischen Kunstwerken und Palisandermöbeln ausgestatteten Restaurant speist man wie in einem modernen chinesischen Palast. The Café: Ist bekannt für seine Kaffeespezialitäten, ein opulentes Frühstück und seine exquisiten Buffets. Inzwischen ist das Restaurant mit seinem zeitgenössischen


Design und entspanntem Wohnzimmer-Flair eines der gefragtesten seiner Art auf Bali, denn die Gäste finden hier die komplette kulinarische Bandbreite des asiatischen Kontinents. Edogin: Für Liebhaber der feinen japanischen Küche hat «The Mulia» das «Edogin» kreiert. Ausgestattet mit traditionellen Shoji, den typischen, mit Papier bespannten Raumteilern, und geschmückt mit stilisierten Kirschblütenzweigen ist hier zu jeder Jahreszeit Hanami. Die Auswahl an japanischen Spezialitäten könnte auch in Kyoto nicht grösser und erlesener sein. Cascade Lounge: Die ebenso gemütliche wie elegante Lounge mit ihrer spektakulären Dachterrasse scheint über allem zu schweben und lädt dazu ein, bei einem Kaffee in einem Buch zu schmökern, zum Plausch beim AfternoonTee in ein frisches Gurken-Sandwich zu beissen oder bei einem gepflegten Sundowner auf der Lounge-Terrasse den Panorama-Blick auf den Indischen Ozean zu geniessen. Mulia Deli: Das «Mulia Deli» setzt der kulinarischen Torte des «Mulia» wahrlich die Kirsche auf. Denn Gäste finden hier ein süsses Paradies, dessen Auslagen schlicht zum Naschen verführen. Die Pâtissiers und Confiseure von «The Mulia» lassen sich dafür täglich neue Kreationen einfallen. The Bar: Die ebenso entspannte wie elegante Bar direkt am Strand lockt zum High Tea in der klassischen oder

balinesischen Variante. Dazu werden kleine Naschereien und Desserts aus dem «Cafe» serviert. Auch für die Cocktailstunde nach dem Dinner ist der helle Lounge-Bereich mit kuscheligen Polstermöbeln unter imposanten Kronleuchtern der ideale Anlaufpunkt. Sky Bar: Die spektakuläre Dachterrasse der «Sky Bar» bietet einen herrlichen Blick über Pool, Strand und Meer und ist damit eine wunderbare Chillout-Location. Perfekt, um den eindrucksvollen Sonnenuntergang mit einer erlesenen Auswahl an edlen Aperitifs, Cocktails, Longdrinks, Weinen und Spirituosen, hausgemachten Tapas und musikalischer Untermalung zu geniessen. ZJ’s Bar: Der elegante Nachtclub ist am Wochenende eine der populärsten Party-Locations auf der Insel, denn hier tummeln sich Models, Promis, Sternchen und auch junge Trendsetter, um vor der traumhaften Kulisse die Nacht zum Tag zu machen.

Kinder & Familie

Mit seinem Club «Mulia Kidz» für Kinder von drei bis acht Jahren ist das Fünf-Sterne-Resort bestens auf die kleinen Gäste eingestellt. Los geht der Spass schon mit einem Extra-Check-in für die Kleinen zum «Mulia Kidz»Club über eine separate Kinder-Rezeption mit einer Eiscreme als Willkommensgruss.

> www.themulia.com/de

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GESPENSTERJAGD ODER REGENWALD

© TM & SonyPictures Entertainment. Inc.

ACHTERBAHNFAHRT,

Bei einem Langstreckenflug steht häufig Dubai als Zwischenziel auf der Route. Kein Wunder: Das Arabische Emirat hat nicht nur den geschäftigsten Flughafen der Welt, sondern ist dank seiner Lage als Stopover-Ziel bei Urlaubern besonders beliebt. Dubai Parks and Resorts stellen fünf Aktivitäten in und um Dubai vor, die die Herzen der Kleinen höher schlagen und Erwachsene wieder Kind sein lassen. Autor: Urs Huebscher

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uf Tuchfühlung mit Shrek, Tanzen wie im Bollywood-Film und Gänsehaut bei der Achterbahnfahrt: Die Dubai Parks and Resorts sind für Familien, die auf Action, Spass und Spannung stehen, eine absolute Reise wert. Die grösste, zusammenhängende Freizeitparkanlage der Region ist das neue «Must-See» für Gross und Klein im Dubai-Urlaub. Drei aufregende Freizeitparks und ein Wasserpark bilden auf 25 Quadratkilometern eine einzigartige Welt voller Abenteuer. Im MOTIONGATE™ Dubai erleben Besucher 13 der erfolgreichsten Hollywood-Blockbusters der Filmstudios DreamWorks Animation, Columbia Pictures und Lionsgate. In den weltweit einzigartigen BOLLYWOOD PARKS™ Dubai stürzen sich Gross und Klein in interaktiven Fahrgeschäften in authentische Bollywood-Film-Abenteuer. Im Indoor Miniland des LEGOLAND ® Dubai bestaunen Kinder berühmte Sehenswürdigkeiten aus Dubai, die originalgetreu aus LEGO-Steinen nachgebaut sind. Mehr als 20 Wasserrutschen und Attraktionen garantieren im LEGOLAND® Water Park Badespass für Familien.

Auf virtueller Geisterjagd

In der Virtual Reality-Spielehalle «The Void» schlüpfen Besucher ab zehn Jahren in die Rolle der GhostbustersStars und jagen gespenstische Kreaturen im futuristischen Ghostbusters-Universum. Durch Vibrationswesten und eine reale, spürbare Umgebung verschmilzt die virtuelle Welt mit der echten Umgebung und wirkt so realistisch wie nie zuvor. Das Virtual-Reality-Erlebnis «The Void» befindet sich direkt in der beliebten Fuss-

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gängerzone City Walk und lässt sich ganz einfach mit einem Shopping-Bummel verbinden.

Hier erwachen Spiele zum Leben

«HUB Zero» ist das erste interaktive Gaming-Erlebnis der Region. Die 18’000 Quadratmeter grosse Indoor-Spielhalle bietet 18 innovative Attraktionen für Gross und Klein. Besucher liefern sich aufregende Lasertag-Gefechte mit gefrässigen Zombies oder stürzen sich wagemutig in ein Laser-­Labyrinth, um den Hauptserver von Hub Zero vor Hackern zu beschützen. Beim Rutschen auf dem Spielplatz «Crazy Dave’s Garden» oder beim Kartfahren im «Tiny Track Racers» kommen auch die Kleinsten auf ihre Kosten. Fahrsimulator, Kletterpark, Seilparcours, 4-D-Theater, Softballkanonen und Spieleautomaten runden den Besuch ab.

Tierisches Erlebnis

Tropischer Regenwald mitten in der Wüste? Das geht! Das geschlossene Ökosystem «Green Planet» besteht insgesamt aus vier Etagen – unterteilt in die Ebenen des Regenwaldes. Die oberste Schicht bildet ein atemberaubendes Sonnendach, das 30 bis 45 Meter über dem Boden schwebt. Im Mittelpunkt steht der grösste von Menschen gepflanzte lebenserhaltende Indoor-Baum der Welt. Die gemeinsame Dschungel-Expedition durch die immergrüne Oase ist eine Erfahrung der besonderen Art für die ganze Familie. Wer keine Angst vor Nähe hat, erlebt mehr als 3 000 Tiere und Pflanzen hautnah.

> www.dubaiparksandresorts.com


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Secret SHARJAH

Geheimnisvoll, historisch und unentdeckt: Sharjah gilt als Geheimtipp unter den Reisezielen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es ist das drittgrösste der sieben Vereinigten Arabischen Emirate und das einzige, das an zwei Meeren liegt  – am Persischen Golf und am Golf von Oman. Autor: Urs Huebscher

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u Sharjah gehören die drei Enklaven Dibba Al Hisn, Khor Fakkan und Kalba an der Ostküste sowie die Stadt von Al Dhaid im Zentrum des Emirats. Sharja ist ein Emirat voller Gegensätze. Reisende können sonnenverwöhnte Ferientage geniessen, traditionelle arabische Märkte (Souks) erkunden oder in modernsten Shopping-Malls einkaufen. Highlight sind die vielen Kulturstätten und Museen, die majestätischen Moscheen sowie die landschaftliche Vielfalt mit Lagunen, Wüstengebieten, Gebirgen und Traumküsten. Als Besucher der Region tauchen Reisende ein in eine Welt von Kultur und Geschichte, die nicht nur Tradition und Historie zu bieten hat, sondern auch mit verwegenen Abenteuern und Adrenalinkicks aufwartet.

Hoch zu Kamel

Drahtesel oder Pferdestärke kann jeder – in Sharjah heisst es: Höcker gut, alles gut! Beim Kamel-Trekking durch die Wüste erhalten Naturliebhaber aus nächster

Nähe einen Einblick in die Vegetation und Vielfalt der Wüste – ganz entspannt vom Rücken der Tiere aus.

Jäger der Lüfte

Eine weitere besondere Aktivität, ist die Falknerei. Diese traditionelle Sportart wird seit mehr als 2 000 Jahren praktiziert. Hier ist Geduld gefragt, denn Falkner und Falke müssen gut zusammenarbeiten – Fähigkeiten, die hier von Generation zu Generation weitergegeben werden. Bei einem Falknerei-Kurs erhalten Reisende einen Einblick in die historischen Praktiken und den richtigen Umgang mit den stolzen Vögeln.

Grösstes Denkmalschutzprojekt

Inmitten der Altstadt von Sharjah wird ein ganzes Viertel zu neuem Leben erweckt. Mitten darin befindet sich Al Bait Sharjah, eine Oase für Designfreunde: Klare Linien, Creme- und Beigetöne harmonieren mit arabischen Ornamenten, mit Metallobjekten aus Gold und Silber. 53 luxuriöse Zimmer und Suiten warten hier auf Reisende – errichtet auf den Grundmauern alter Häuser im Stil der traditionellen Architektur, immer im Einklang mit den historischen Gebäuden der Umgebung. Die Anlage ist eine Kombination aus Alt und Neu, aus über einhundert Jahre alten Bauten und neuer zeitgenössischer Architektur. Insgesamt verfügt das Resort über zehn Gebäude mit 17 Eingängen, sodass die Anlage fast nahtlos in den anliegenden Souq Al Arsah übergeht. Als Gast fühlt man sich wie Aladdin persönlich.

> www.sharjahtourism.ae > www.albaitsharjah.com

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© AIR BUS GmbH,

Lan 2013, by Bengt

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Up in the ailry F

Zehn Jahre A380: Emirates-Flaggschiff feiert Jubiläum

Seit dem Erstflug von Dubai nach New York am 1. August 2008 hat die Emirates-­ A380-Flotte mehr als 105 Millionen Passagiere  – darunter über 1.9 Millionen aus der Schweiz – befördert und über 1.5 Milliarden Kilometer auf 115’000 Flügen zurückgelegt. Das entspricht in etwa 39’000 Erdumrundungen. Emirates ist mit 104 Jets der mit Abstand grösste A380-Betreiber der Welt und bietet mit seiner A380-Flotte Flüge zu 49 Destinationen auf sechs Kontinenten an. Mehr als 80 Mal pro Tag hebt ein Jet des Typs vom Drehkreuz am Dubai International Airport ab. Emirates bietet neben der kürzesten A380-Verbindung der Welt, von Dubai nach Kuwait, auch die weltweit längste Nonstop-Verbindung an, von Dubai nach Auckland. Seit 2008 haben bereits fünf Millionen Passagiere an der beliebten Bar einen Drink bestellt. Über alle Klassen hinweg wurden seit 2008 über 120 Millionen Mahlzeiten an Bord der A380 serviert. In der First Class wurden 2.7 Millionen Dosen Kaviar verzehrt, und mehr als 3.5 Millionen frische Blumen wurden auf A380-Flügen verteilt.

KLM fliegt neu nach Boston

Ab März 2019 zum 17. Nordatlantik-Ziel: Mit Beginn des Sommerflugplans 2019 nimmt KLM Royal Dutch Airline Boston in ihren Flugplan auf. Dreimal pro Woche fliegt ein Airbus A330-300 mit Platz für 292 Passagiere von Amsterdam-Schiphol aus in die Metropole an der US-Ostküste.

easyJet: Ab Basel und Genf nach Warschau

Zusätzlich zu den bereits angekündigten neuen Winterrouten ab Basel–Berlin-Tegel und die Kanaren-Insel La Palma – schaltet easyJet ab sofort ganzjährige Flüge von Basel in die polnische Hauptstadt Warschau auf, die als geschichtsträchtiger und hipper Geheimtipp gilt. Warschau ist nicht nur ab Basel neu, sondern gesamteuropäisch eine neue easyJet-Destination, mit Verbindungen nach Genf, Berlin-Tegel und LondonGatwick. Ab Basel fliegt easyJet in Polen bereits nach Krakau.

Vietnam Airlines erweitert Getränkekarte

Neue Signature Cocktails: Bisher wurden auf den Flügen in der Business Class Hello Vietnam, Red River und Saigon Sunlight serviert. Passagiere können die neuen Signature Drinks auf den Flugrouten zwischen Vietnam und Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Russland, Japan, Korea und Australien geniessen: darunter Vietnam Sky, Blue Ocean, Red Sand, Night Light, Shining Field, Rose Garden oder The Scent of Mekong Delta.

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© Qatar Tourism Authority

 KULTURELLE Begegnungen   IN

Qatar

Ob Qatars Weltkulturerbe, ein Segeltörn mit einem traditionellen Boot entlang der eindrucksvollen Skyline oder ein Kamelrennen mit Robotern – Besucher treffen im Staat auf der Arabischen Halbinsel auf ein reiches kulturelles Erbe. Sowohl während eines Stopovers als auch Kurztrips nach Qatar gehören folgende Erlebnisse auf die Liste der «Must-Dos». Autor: Urs Huebscher

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esonders zum Sonnenuntergang empfiehlt sich eine Fahrt mit einer Dhau, dem traditionellen hölzernen Segelschiff, auf den ruhigen Gewässern des Arabischen Golfs, um das Panorama der erleuchteten Skyline zu bestaunen. Die Boote, die ein langer dünner Rumpf kennzeichnet, spielten eine wichtige Rolle in der Handelshistorie von Qatar und wurden früher hauptsächlich zum Warentransport genutzt. Heutzutage sind die Dhauen mit Lichterketten dekoriert und geleiten Besucher entlang der Skyline von Doha, während an Bord meist ein Barbecue serviert wird.

Den Kataris über die Schulter geschaut

Embrace Doha wurde von Einheimischen ins Leben gerufen, die Besuchern die katarische Geschichte und Kultur sowie typische Gepflogenheiten näherbringen möchten. Interessierte haben die Möglichkeit, aus ver-

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schiedenen Workshops zu den Themen Business-­Etikette, Kultur, Familie oder Ramadan auszuwählen. Die Einführungen dauern zwei bis vier Stunden und umfassen mitunter auch ein authentisches katarisches Buffet, eine Kostprobe des arabischen Kaffees «Gahwa» sowie das Verzieren der Hände mit Henna in einem traditionellen, «Majlis» genannten, Sitzbereich.

Über Falken, die einen eigenen Pass besitzen

Die Falknerei ist über 5 000  Jahre alt und wurde von Beduinenstämmen nach Qatar gebracht, die die Vögel zur Jagd nutzten. Auch heute noch erfreut sich der Sport grosser Beliebtheit. Im Souq Waqif in der Hauptstadt befindet sich nicht nur ein Falkenkrankenhaus, sondern auch ein Falkenbasar, in dem die prachtvollen Tiere erworben werden können. Ein Falke mit besonderer Farbgebung kann schnell bis zu einer Million QAR (etwa 270’000  C HF)


© Qatar Tourism Authority

kosten. Aussergewöhnliche Vögel haben sogar einen eigenen Pass, um sicherzustellen, dass sie nicht gestohlen oder ausser Landes gebracht werden.

Ein Besuch im Kulturdorf Katara

Zwischen Dohas Stadtteilen West Bay und The Pearl gelegen, vereint das Kulturdorf Katara Theater, Moscheen, Kunstgalerien und ein Amphitheater, in dem bis zu 5 000  Personen Platz finden und das seine besondere Akustik der klassischen griechischen Bauweise verdankt. Weiterhin gehören ein öffentlicher Strand mit diversen Wassersportangeboten und eine Auswahl an Restaurants zum Angebot des Kulturdorfs.

Ein Tag auf der Kamelrennbahn

Professionelle Kamelrennen zählen zu den Lieblingssportarten der Scheichs. Auf der Al-Shahaniya-Kamelrennbahn, etwa eine Autostunde nördlich von Doha, finden jeden Freitag von Oktober bis April Kamelrennen statt. Während der namhaftesten Wettbewerbe im Frühjahr wartet das begehrte «Goldene Schwert» auf den Gewinner. Die Kamele werden von ferngesteuerten Roboterjockeys geritten – somit vereint das Spektakel eine jahrhundertealte Tradition mit moderner Technologie.

Fort Zubarah entdecken

Al Zubarah war einst eine blühende Küstenstadt am Arabischen Golf, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert als Zentrum des Perlenhandels fungierte, bevor sie 1811 zerstreut und verlassen wurde. Heute gehört das Gebiet zu einem der umfassendsten und am besten erhaltenen Beispiele von Siedlungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert in der Region. Die aufwendig renovierte Festung der Stadt erklärte die UNESCO 2013 als ersten Ort in Qatar zum Weltkulturerbe. Heute ist die Stätte ein Besucherzentrum und Museum, das Einblicke in die Geschichte der Golfregion vor der Entdeckung von Öl und Gas gibt.

Einreise leicht gemacht

Seit August letzten Jahres können Reisende aus insgesamt 80 Ländern ohne Visum nach Qatar einreisen. Die nationale Fluggesellschaft Qatar Airways fliegt Doha täglich von Zürich und Genf an. Reisen nach Qatar sind beispielsweise buchbar bei Hotelplan.

> www.visitqatar.qa / www.qatarairways.com > www.hotelplan.ch/katar.destination

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s uxu e-L ern St 5über den Wolken Die Business Class von Qatar Airways vereint moderne Technologie in den Sitzen mit grosszügigem Komfort, preisgekröntem Service von einer der weltbesten Kabinen-Crews und exklusiven Speisen und Getränken. In der Business Class werden ein kulinarisches Angebot auf 5-Sterne-Niveau sowie individueller Service und Dining on Demand geboten. Autor: Urs Huebscher

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in A-la-carte-Erlebnis geniessen mit exklusiven Menükreationen von prämierten Küchenchefs. Der Komfort auf höchstem Niveau in der prämierten Business Class zeigt sich ebenfalls in den bequemen Sitzen, die sich in 180°-flache Betten umwandeln lassen. Der unverkennbare 5-Sterne-Service an Bord macht somit bereits den Beginn der Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis über den Wolken.

Exquisite Verpflegung und preisgekrönter Service an Bord

Als internationale Airline serviert Qatar Airways an Bord exquisite Speisen aus aller Welt, ausgerichtet am jeweiligen Zielgebiet. Jedes Menü umfasst ausserdem verschiedene internationale Weine, Biere, Spirituosen und Champagner. Für Fluggäste mit speziellen Ernährungsanforderungen wird ebenfalls eine abwechslungsreiche Auswahl an Speisen und Getränken bereitgestellt. Die mehrsprachige, internationale Crew wurde bereits vielfach für ihren exzellenten Service ausgezeichnet und verwöhnt Sie an Bord mit katarischer Gastfreundschaft.

Individuelles und vielfältiges Entertainment-Angebot an Bord

Für Unterhaltung an Bord sorgt das hochmoderne OryxEntertainment-System mit bis zu 4 000 Unterhaltungsoptionen wie Filme, Musik und Videospiele, die über den persönlichen Bildschirm individuell abgerufen werden können. Zudem kann der Sitz auch bequem und schnell als Arbeitsplatz umfunktioniert werden. Eine Steckdose für Laptops sowie ein Telefon sind in den Sitz

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integriert. Dank der Qatar Airways «OnAir» Telekommunikations-Technologie können Sie an Bord ausgewählter Flugzeuge SMS und MMS-Mitteilungen versenden und empfangen und mit einem internetfähigen Mobiltelefon, Smartphone oder Tablet im Internet surfen. Die ersten 15 Minuten nutzen Sie das Internet sogar kostenlos.

Neu: 2x täglich Zürich–Doha

Seit dem 17. September fliegt Qatar Airways neu zweimal täglich von Zürich nach Doha. Mit Flug QR94 geht es jeweils um 9.25 Uhr und mit der QR96 um 18 Uhr von Zürich nach Doha. Bis anhin bediente die Airline die Strecke am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils nur vormittags.

Special Offer

Leserinnen und Leser des «IMAGINE» erhalten bei Buchung bis Ende Februar 2019 und Reisezeit bis Ende Dezember 2019 (21. – 27.12.18; 19. – 23.4.19; 21. – 27.12.19 aus­geschlossen) einen Sonderrabatt von bis zu 10 Prozent auf einen Flug mit Qatar Airways. Buchen Sie online und nutzen Sie den Promocode QRDREAM.

> www.qatarairways.com


© Orascom Hotel Management

Kulturschätze üppige Natur Viel mehr als Strand und Sonne: Mit warmen Temperaturen das ganze Jahr über hat sich der Oman innerhalb kurzer Zeit zum Trendziel entwickelt — mit tollen Stränden nur wenige Flugstunden entfernt. Wer sich für die Ferienoase Hawana Salalah entscheidet und dann im Liegestuhl bleibt, verpasst allerdings die vielen Highlights, mit der die Region sonst noch glänzt. Denn der Süden des Omans hat auch für Freunde von Kultur und Outdoor-Abenteuern eine Menge zu bieten. Autor: Urs Huebscher

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ie Omani mit ihrer sprichwörtlichen orientalischen Gastfreundschaft machen es Touristen leicht, sich in ihrem Land wohlzufühlen. Hilfsbereit und meist angenehm zurückhaltend begrüssen sie ihre Gäste und freuen sich über alle, die Interesse an ihrer Kultur zeigen. Im Osten der Stadt Salalah liegt der antike Weihrauchhafen Al-Baleed, dessen Ausgrabungsstätte zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Ganz in der Nähe informiert das «Weihrauchland-Museum» (Museum of the Frankincense Land) über die Geschichte des Oman, der Region Dhofar und des Weihrauchhandels. Nur eine knappe Viertelstunde ist es von Hawana Salalah bis zum Städtchen Taqa. Die Wehranlage des alten Forts wurde vor ein paar Jahren für Besucher restauriert und eröffnet einen herrlichen Blick über die Küste des Indischen Ozeans. Zehn Kilometer weiter östlich kann man in Khor Rori auf historischen Pfaden wandeln: Die antike Stadt, auch Sumhuram genannt, war einst ein blühendes Handelszentrum an der Weihrauchstrasse und zählt heute ebenfalls zum Welterbe der UNESCO. Neben den Ruinen und Ausgrabungen kann man ein kleines Museum mit archäologischen Funden besuchen.

Tropenparadies in der Wüste

Aufgrund der tropischen Natur zu Füssen des DhofarGebirges — mit Quellen, Bächen und palmengesäumten Sandstränden — gilt die Region um Hawana Salalah auch als «Karibik des Orients». Etwa 30 Kilometer nordöstlich von Hawana Salalah eröffnet sich im Hinterland von Khor Rori der Wadi Darbat — einer der herausragenden Naturschätze des Oman mit einer grossen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Während der Regenzeit im Sommer gleicht das Tal einer tropischen Oase mit spektakulärem Wasserfall, der über eine Klippe fast 100 Meter zu Tal stürzt. Die Gegend, in der auch Dromedare und Rinder grasen, ist ein wunderbares Ziel für Wanderungen.

Architektur und Gipfelglück

Auf der Küstenstrasse weiter Richtung Osten erreicht man 50 Kilometer von Hawana Salalah die Stadt Mirbat mit ihrem Fort und den traditionellen Lehmziegelhäusern. Die einstige Hochburg der Pferdezucht ist im südjemenitischen Stil auf einer Halbinsel gebaut. Am Rande der Stadt erhebt sich aus der graubraunen Felslandschaft das schneeweisse Mausoleum von Scheich Muhammad bin Ali al-Alawi, der hier 1161 verstarb. Das Grabmal mit seinen zwei spitzen Kuppeln darf nur von Muslimen betreten werden. Mirbat ist Ausgangspunkt für Touren auf den Jebel Samhan, dem mit 1 821 Metern höchsten Berg des Dhofar-Gebirges. Mit dem Auto kann man zwar bis hoch aufs Gipfelplateau fahren, aber wirklich hautnah erlebt man die bizarre Karstlandschaft bei einer Wanderung. In dem Naturschutzgebiet sollen sogar noch einige Exemplare des vom Aussterben bedrohten Arabischen Leoparden leben. Oben angekommen belohnt der Berg mit traumhaftem Blick über Mirbat und den Indischen Ozean.

Perfekte Infrastruktur

Natürlich hat auch Hawana Salalah selbst eine Menge zu bieten. Nur 35 Kilometer vom internationalen Flughafen Salalah entfernt glänzt die Ferienoase mit Top-Hotels, sieben Kilometern Strand sowie einer modernen Infrastruktur samt Yachthafen. Der erst Ende 2017 eröffnete Hawana Aqua Park bietet mit Wellenbad, Wasserrutschen und mehreren Pools jede Menge Spass für kleine und grosse Wasserratten. Unter den vier Hotels — von luxuriösen Holzhäuschen im Beduinen-Stil bis zum weitläufigen Resort unter Palmen — findet wirklich jeder sein Traumdomizil. Seit dem vergangenen Jahr darf sich neben dem Salalah Rotana Resort nun auch das Hotel Fanar mit fünf Sternen schmücken — mehr Luxus geht nicht.

> www.hawanasalalah.com > www.experienceoman.om

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