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VOLUME 2

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

Indien

Mystik und Mysterium treffen das Innerste ÄGYPTEN // PERU // ST. PETERSBURG // TOSKANA // PATAGONIEN // SANSIBAR


weltweit individuell reisen – Ihr ganz persönlicher Luxus

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INHALT

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Inhalt HOTELS

Editorial ................................................................................... 12

«The Cambrian» .....................................................................40

SPECIAL DESTINATIONS

Mein zweites Zuhause ...

Indien ........................................................................................ 14

Golf around the world ......................................................... 44

Mystik und Mysterium treffen das Innerste

Die Top 3 der schönsten Golfhotels

Ägypten .................................................................................... 22

«The Peninsula» ..................................................................... 48

Abseits der Pyramiden und Pharaonen

Hongkongs Grandhotel mit Tradition

Peru ........................................................................................... 28

CITY & CULTURE

Auf den Spuren der Inka

Berlin ........................................................................................ 52

SHORT CUTS

Du bist verrückt mein Kind, geh nach Berlin

Travelnews .............................................................................. 38

St. Petersburg ........................................................................ 58

News & Shorties

Die Zarenstadt

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INHALT

52 64

74

92

FOOD LOUNGE

BOOKS & MORE

Vom Feinsten das Beste ...................................................... 64

Grossstadt-Dschungel und Raubkatzen .......................90

Toskana und Emilia-Romagna

Lesenswertes und Informatives

ADVENTURE & SPORT

Food News ............................................................................... 72 Kulinarische Neuigkeiten

Dominikanische Republik ................................................ 92

LOST & FOUND

Sinnbild des karibischen Urlaubstraumes

Saint-Tropez ........................................................................... 74

Tauchen .................................................................................... 96

Und immer lockt das Weib

Einzigartige Unterwasserwelt und Hot Spots

Places to see ............................................................................ 80

America's Cup ...................................................................... 104

Besonders sehenswert!

«There is no second»

AIR, ROAD & SEA

TRAVEL GADGETS

Autosommer ........................................................................... 84

Das will ich auch! ................................................................ 112

in Deutschland

Nützliches auf Reisen

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INHALT

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114

122

120

PURE LIFE

Ayurveda ................................................................................ 114 in Indien

Best Beauty ........................................................................... 120 Abtauchen, verweilen, geniessen

UNIQUE

Patagonien ............................................................................ 122 Eine Reise ans Ende der Welt

Sansibar ................................................................................. 132 Eine mystische Schรถnheit

Vorschau & Impressum ........................................................ 138

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lata P o t r e u P

A R C I BE L E D A T S E I F LA

Genießen Sie die schönsten Seiten der Karibik als wären Sie im Paradies. Es erwarten Sie 650 Kilometer unberührte Strände, herzliche Gastfreundschaft, hervorragende Gastronomie, Hotelanlagen auf höchstem Niveau, Golfplätze, Wassersport und Abenteuer, einzigartige Naturparks und lebendige Städte mit kolonialem Flair. Dominikanische Republik. Alles wovon Sie träumen.


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EDITORIAL

Die Reise geht weiter ... Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser Die Reise geht weiter, und wir hoffen, dass wir Ihnen in unserer letzten Ausgabe auf den Gusto exotischer Länder, wie auch unserer Nachbarstaaten gebracht haben. Eine schöne Destination muss ja nicht immer weit weg von unseren heimatlichen Gefilden liegen, denn auch um die Ecke verstecken sich wunderschöne Orte. In dieser Ausgabe werden wir weiterhin die Reise von Aki und Vérane verfolgen. Nach deren abenteuerlichen Reise zum Salar de Uyuni in Bolivien geht es weiter nach Peru zu den sagenhaften Ruinen von Machu Picchu. In eine ganz andere Richtung führt unser Weg nach Indien, wo zwei unsere Redaktorinnen mit bewegenden Eindrücken heimgekehrt sind. Indien, ein Subkontinent, der sowohl auf Ayurveda- wie auch Kulturinteressierte eine grosse Faszination ausübt. Und wer tagelang keinen Menschen, kein Auto, kein Haus sehen möchte, sondern nur Steppen, Berge, Meer und Eis, dem können wir Patagonien empfehlen, denn hier erlebt man, wie schön das grosse Nichts sein kann. Eine traurige Nachricht hat uns alle erreicht, als wir Anfang Mai erfahren haben, dass Gunter Sachs, der Prototyp des Lebemanns und Gentleman-Playboys der 60er und 70er Jahre, den Freitod gewählt hat. Als die blonde französische Göttin Brigitte Bardot den blonden Deutschen Gunter Sachs trifft, explodierten Leidenschaft und Lebenslust zu einer Supernova. Und wer heute noch an Saint-Tropez denkt, verbindet den Namen unweigerlich mit Brigitte Bardot und Gunter Sachs. Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein inspirierendes Lesevergnügen und stets daran denken: Die schönsten Reisen beginnen im Kopf!

Francesco J. Ciringione Verleger

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Lone Katrine Halvorsen Chefredaktorin


SPECIAL DESTINATIONS

Indien Mystik und Mysterium treffen das Innerste von Sabine Kwapik

Es ist ein Land, das viele Künstler und Sinnsuchende beflügelt. Ob Superstar Madonna oder die legendäre Pop-Band «The Beatles»: Indien übt eine mystische Anziehungskraft aus. Sie suchen, was ihnen Ruhm und Reichtum nicht geben können. Statt Prunk und Profit geht es um Einkehr und Erleuchtung. Dieser Subkontinent fasziniert aber nicht nur Prominente. Ob Yoga-Schüler, Techno-Freaks oder Kulturinteressierte, sie alle reisen in das Land der Vielfalt. Aber wenn Sie meinen, mit einem einzigen Besuch das multiethnische Land mit über 100 Sprachen und mehr als einer Milliarde Menschen zu kennen: Vergessen Sie es! IMAGINE stellt deshalb die Orte vor, für die der bevölkerungsreichste demokratische Staat der Erde weltbekannt ist: die quirlige Hauptstadt Delhi mit dem nahe gelegenen Taj Mahal, dem Zentrum der Spiritualität, die Yogastadt Rishikesh und das als Hippie-Hochburg berühmte Goa.

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SPECIAL DESTINATIONS

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SPECIAL DESTINATIONS

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SPECIAL DESTINATIONS

«SOWEIT ICH DAS BEURTEILEN KANN, WURDE NICHTS UNTERLASSEN – WEDER VOM MENSCHEN NOCH VON DER NATUR –, INDIEN ZUM AUSSERGEWÖHNLICHSTEN LAND UNTER DER SONNE ZU MACHEN. NICHTS SCHEINT VERGESSEN UND NICHTS ÜBERSEHEN WORDEN ZU SEIN.» Marc Twain

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Hinduisten, Buddhisten, Moslems, Christen – und unzählige religiöse Minderheiten. Verschiedene Glaubensrichtungen, die zumeist friedlich miteinander leben. Ein Vorkämpfer für diese Koexistenz der Religionen war Mahatma Gandhi. Er wies Indien auch den friedvollen Weg in die Unabhängigkeit von den Briten. Heute erinnert das Denkmal «Raj Ghat» im Herzen von Delhi an den mutigen Vordenker und Friedenslehrer, der durch Gewalt zu Tode kam. Nach seiner Ermordung wurde Gandhi eingeäschert, seine Asche im heiligen Fluss Ganges verstreut. Das «Raj Ghat» markiert die Stelle, an der Gandhis sterbliche Überreste verbrannt wurden. Eine schlichte schwarze Marmorplatte, auf der eine ewige Flamme brennt. In langen Schlangen warten die Menschen geduldig, bis sie ihre Blumen auf eben jener Platte ablegen können. Jeden Freitag werden Gebete für Gandhi gesprochen.

ie Worte von Mark Twain galten damals und gelten heute. Denn sucht man nach einem Wort, das die Hauptstadt Delhi beschreibt, kommt man schnell auf: unfassbar. In der lebendigen Metropole der Gegensätze existieren grosser Luxus, aber auch bitterste Armut nebeneinander. Märchenhafte Paläste und aus Wellblech zusammengezimmerte Hütten. Allein das Strassenbild ist für einen Mitteleuropäer reizüberflutend. Nur mit einem Lendenschurz bekleidete Asketen samt Dreizack bahnen sich ihren Weg durch das Gewusel. Darin auch Frauen mit kunstvoll gewebten Saris. In der Luft liegt der Duft von Lotosblumen, Sandelholz und Gewürzen. Und natürlich Kühe. Sind sie heilig und laufen frei herum. Niemand nimmt richtig Notiz von ihnen. In Delhi und dem Umland leben fast 20 Millionen Menschen – etwa so viele wie auf dem gesamten australischen Kontinent.

Das Raj Ghat erinnert heute an Mahatma Gandhi (2.10.1869 - 30.01.1948), der Indien den friedvollen Weg in die Unabhängigkeit wies

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Das «Rote Fort» in der nordindischen Stadt Agra diente im 16. und 17. Jahrhundert als Residenz der Moguln

© www.indien-reise.com

SPECIAL DESTINATIONS

wünscht. Der Markt ist leicht mit einer Motor-Rikscha zu erreichen. Zudem gehört eine Fahrt mit den offenen und wendigen Dreirädern einfach zu einem Besuch in Delhi. Wie ein Abstecher in das unweit gelegene Agra mit dem weltberühmten Taj Mahal.

Prägend für Indien waren auch die britische Kolonialzeit sowie die islamische und mongolische Herrschaft. Zeugnis von der Regentschaft der Mongolen legt das rote Fort im Herzen Delhis ab: Das monumentale Bauwerk mit dicken roten Sandsteinmauern, mit Türmen und Zinnen, ist von einem breiten, ausgetrockneten Burggraben umgeben. Übrigens: Gegen eben jene Mongolen führte Perserkönig Nadir Schah im frühen 18. Jahrhundert einen Feldzug. Seine Beute damals: der legendäre Pfauenthron, der nach der Überlieferung nach Persien gebracht wurde. Dieser mit Gold und Edelsteinen verzierte Thron gilt als verschollen, wurde aber als Replik erneut angefertigt. Zudem soll der berühmte Diamant «Koh-i-Noor» erbeutet worden sein, ein sagenumwobenes Unikat, das in einem über 5000 Jahre alten Sanskrit-Epos erwähnt wurde. Der «Berg des Lichts», wie der Name des Steins auf Persisch lautet, ist heute Teil der britischen Kronjuwelen. Doch zurück zum einstigen Machtzentrum der Mongolen in Delhi, dem roten Fort. Es gehört zum UNESCOWelterbe und ist ein Touristenmagnet der indischen Hauptstadt. Ein ähnlich buntes Gewirr an Menschen und Sprachen herrscht auch auf dem Kunsthandwerksmarkt «Dilli Haat» in Delhi. Edle Paschminas, erlesener Schmuck, wertvolle Antiquitäten. Dieser Markt bietet alles, was sich ein Indienurlauber als Andenken

Millionen kommen zum Palast für die Liebe «Eine Träne auf der Wange der Zeit» – so beschrieb der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Rabindranath Thakur das in Stein gemeisselte Liebesbekenntnis in einem Gedicht. Der Grossmogul Shah Jahan liess das Taj Mahal zum Gedenken an seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal erbauen – der Liebe seines Lebens. Das aus weissem Marmor gefertigte und mit unzähligen Edelsteinen verzierte Mausoleum wird auch von Einheimischen gerne besucht. Nur zur Information: Auch bei inländischen Touristen ist das Taj Mahal als Ausflugsort sehr beliebt. Sie bitten dabei gerne europäische Gäste auf ein Erinnerungsfoto, welches den Besuch des Monuments nicht in Vergessenheit geraten lassen soll. Ebenfalls unvergessen ist auch der Besuch des zauberhaften Mausoleums von Lady Diana. Als heutiges Bildmotiv ist eben jene Bank besonders begehrt, auf der die ehemalige Frau des britischen Thronfolgers vor dem Taj Mahal für ein Blitzlichtgewitter der Weltpresse posierte.

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SPECIAL DESTINATIONS

Kein seltenes Bild in Indien - Kühe an einem der paradiesischen Strände Goas

Prominente und Pilger treffen sich in der «Yogi-Stadt» Um die richtige Position geht es auch in Rishikesh am Ganges im Norden Indiens, rund 200 Kilometer von Delhi entfernt. Denn Rishikesh in den Ausläufern des Himalajas ist die Stadt der Yogis und Ashrams. Majestätische Hügel erheben sich über das Tal, in dem einst auch Popgrössen wie die «Fab Four» nach dem Sinn des Lebens suchten. «Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.» Unzählige Pilger versuchen in dem Pilgerzentrum diese Worte von Mahatma Gandhi zu beherzigen.

päer bietet ein Aufenthalt in dem von Conde Nast Traveller zum weltweit besten Spa gekürten «Ananda» viele ebenfalls leicht fallende Ansätze. Wofür? Um die schon lange gewünschte gesündere Lebensweise mal anzugehen. Etwa mit einer nach Analyse nach Ayurveda-Regeln. Bevorzugt man eher Süsses oder Saures? Liebt man Kälte oder Wärme? Eine Vielzahl von Punkten hakt ein Arzt bei einem Gespräch im Spa des Resorts ab. Zum Schluss bekommt man es schwarz auf weiss: die Antwort auf die Frage, ob man eher ein Feuer-, ein Luft- oder ein Wassertyp ist. Entsprechend dazu gibt es Ernährungstipps direkt aus der Küche oder gleich das extra angerichtete Menü.

Die Mittel dazu: Yoga, Meditation und die Besinnung auf alte Traditionen des Hinduismus und des Buddhismus in der «YogaHauptstadt» der Welt. Wie etwa im Luxus-Resort «Ananda in the Himalayas». Eindrucksvoll thront das Anwesen über dem Ganges-Tal – in einem alten Maharaja-Palast. Das satte Grün der Umgebung beruhigt das Auge, die ruhigen Anweisungen des Yoga-Lehrers die Seele. «Legen Sie ihre Hände auf die Knie und atmen Sie tief ein und aus!»Später wird er mit einer Leichtigkeit den Sonnengruss des Yogas vollführen. Einbeinig stehend, die Hände zusammengefaltet und gen Himmel gereckt. Doch auch für den üblicherweise etwas ungelenkigeren Mitteleuro-

Auf weitere Tuchfühlung geht es dann bei den Anwendungen. «Fusion» heisst die Wellness-Behandlung, mit der sich das «Ananda» absetzen will. Vorsichtig verteilt Paldon das Öl auf dem Rücken. Aus Tibet stammt sie. Wie viele der Therapeuten im Spa. Der Chef des Wellness-Tempels schwört darauf: Die Menschen aus Tibet haben einen besonderen Zugang zur Spiritualität, zur Energie. Er führt das auf die Lehren ihres geistigen Oberhaupts, des Dalai Lama, zurück. Doch bevor die heute geschätzte 23 Jahre alte Paldon in das Luxus-Resort kam, musste sie harte

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SPECIAL DESTINATIONS

Gottheiten um Erleuchtung angerufen. Eine bewegende Erfahrung. Als die Sonne untergeht, verebben die Gesänge der Jungmönche sanft.

Lebensprüfungen hinter sich bringen. Ein siebenjähriges Kind war sie, als sie mit einer Gruppe zu Fuss in Tibet aufbrach. Mönche, Ordensschwestern und vier weitere Kinder. 28 Tage lief sie. Rund 2000 Kilometer – fast ausschliesslich zu Fuss. Schritt für Schritt, tagaus, tagein, über Berge und Pässe. Immer in Gefahr. Bis nach Katmandu in Nepal, wo sie ein Flüchtlingscamp erreichte. Der Wunsch nach Freiheit habe sie angetrieben, sagt sie. Und die Aussicht auf eine bessere Zukunft, eine bessere Ausbildung in Indien, fern der Heimat.

In Goa treffen Alt-Hippies auf Winterflüchtlinge Anderenorts taucht die Sonne aus dem Meer empor. Fischer bringen ihre Boote an den Strand. Ihre Ausbeute: wild zappelnde Garnelen jeder Grösse. Willkommen in Goa – Hippie-Hochburg und Technomeile im Westen Indiens. Die Region war über Jahrhunderte portugiesische Kolonie. Spätestens die Revoluzzer der 68er Generation haben Goa auch in der Schweiz zu einem Begriff werden lassen. Ein Ort, jenseits der Konventionen, ein Platz für das hier und jetzt, so der Ruf seinerzeit wie auch heute. Denn längst reisen hier die nachfolgenden Generationen hin – vom Backpacker über Raver bis zum Rentner als Winterflüchtling. Ihr Ziel: ein sonniger Platz fernab des Mainstreams. Die feinen Sandstrände und die toleranten Einheimischen sind nur zwei Argumente für einen Besuch Goas. Denn Besucher kommen auch in Sachen Unterhaltung auf ihre Kosten. Noch heute trifft man junge Aussteiger und alte Hippies, die ihre Vision von einem paradiesischen Ort und der Andersartigkeit leben.

Letzteres hat sie dann aber in einer von «Ananda» geförderten Schule erhalten, die vom Dalai Lama gegründet wurde. Trotz dieser harten Erlebnisse besticht Paldon durch ihre Sanftmütigkeit. Wir sind alle Brüder und Schwestern, wie sie lächelnd sagt. Diesen Eindruck gewinnt man auch beim Lichterfest «Ganga Aarti», wenige Kilometer entfernt im Tal in Rishikesh. Ob weiss, ob farbig. Ob Europäer oder Asiat. Alle Menschen sitzen hier zusammen, um bei dem farbenfrohen Lichterfest die negativen Gedanken bei einer Zeremonie loszulassen. Blumen werden ins Feuer geworfen und Gewürze. Dazu ertönen Gebete der Mönche aus dem nahe gelegenen Ashram. Immer wieder werden die

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SPECIAL DESTINATIONS

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SPECIAL DESTINATIONS

Ägypten Abseits der Pyramiden und Pharaonen von Lilly Steffen

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Eine klassische Nilkreuzfahrt, schwimmen im Roten Meer oder ein Besuch Kairos und ihrer berühmten Pyramiden steht bei fast jedem Ägyptenreisenden ganz oben auf der Liste. Das Land hat aber auch abseits dieser ausgetretenen Pfade einiges zu bieten.

or über 200 Jahren befahl Alexander der Grosse am Nildelta den Bau einer Stadt. Schnell wurde diese zu einer berühmten Metropole, berühmt vor allem wegen ihrer Bibliothek. Die Hafenstadt Alexandria zeigt im Gegensatz zur orientalischen Hauptstadt Kairo ein mediterran geprägtes Gesicht. Zu Zeiten Kleopatras galt sie als schönste Stadt Ägyptens und als geistiger Mittelpunkt des Hellenismus. Heute ist Alexandria eine moderne Grossstadt mit über fünf Millionen Einwohnern. Kolonialarchitektur, breite Strassen und begrünte Plätze mit grossen Denkmälern bestimmen das Bild an der Uferfront. Noch immer erahnt man die einstige Schönheit Alexandrias, wenn man entlang der Corniche oder dem Rala-Platz flaniert. Einer der schönsten Orte Alexandrias ist garantiert die Corniche. Wunderschön geschwungen ist die halbkreisförmige Bucht, die den Osthafen von Alexandria bildet. Beherrschend ragt am westlichen Ende das mächtige Fort Qait Bey auf, am östlichen die moderne Bibliotheca Alexandria.

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SPECIAL DESTINATIONS

Die Bibliothek von Alexandria

Das Wissen der Menschheit Kommt man auf das antike Alexandria zu sprechen, so fällt den meisten auf Anhieb die berühmte Bibliothek der Stadt ein, die rund 600 000 Schriftrollen in ihrem Bestand hatte und damit das gesamte menschliche Wissen jener Epoche speicherte und – so heisst es – beim Einmarsch von Cäsars Truppen 40 vor Christus in Flammen aufging. Die alte Bibliothek wurde im Jahr 288 v. Chr. von Ptolemäus gegründet. Gelehrte, Intellektuelle, Wissenschaftler und Schüler fanden hier ein Umfeld, um über das damalige Wissen zu diskutieren und zu lernen. Die Bibliothek ist legendär, weil die Griechen in ihr zum ersten Mal versuchten, die gesamte Literatur ihrer Sprache zu sammeln. Das bedeutet jedoch auch, dass der Verlust der Bibliothek von Alexandria von der damaligen Welt auch als Verlust des «kollektiven Gedächtnisses» empfunden wurde. 1191 beschloss die ägyptische Regierung, eine neue, alle Aspekte des Lebens und der Wissenschaft umfassende Bibliothek zu gründen, um damit dem Ruf des Landes als «Wiege der Zivilisation» alle Ehre zu machen.

Für den Bau zeichnete sich das norwegische Architektenteam Snøhetta verantwortlich. Das schräg geneigte kreisrunde Gebäude symbolisiert die Sonnenscheibe und schafft damit Assoziationen zur pharaonischen Zeit. In der Aussenfassade der Bibliothek sind Buchstaben von jedem Alphabet dieser Welt eingelassen, um den kosmopolitischen Anspruch von Wissen der Menschheit zu symbolisieren. Vom Foyer aus werden täglich geführte Touren in englischer Sprache angeboten. Aber natürlich kann man das Gebäude auch völlig frei durchstreifen, etwa durch die Lesesäle, die eine Kaskade von verschiedenen Ebenen bilden und von Stahlsäulen getragen werden, die an jene der ägyptischen Tempel erinnern sollen. Acht Millionen Bücher kann die Bibliothek fassen, derzeit stehen jedoch noch viele Regale leer, da der Bestand momentan knapp 300 000 Bücher umfasst. Architektonisch gilt die Bibliothek aber heute schon als ein echtes Pilgerziel.

DER VERLUST DER BIBLIOTHEK VON ALEXANDRIA WURDE VON DER DAMALIGEN WELT AUCH ALS VERLUST DES «KOLLEKTIVEN GEDÄCHTNISSES» EMPFUNDEN.

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Auch heute gehören Kamelrennen noch zur ägyptischen Tradition

Das Treffen der Stämme Wer an Ägypten denkt, denkt an Gräber, Tempel, Moscheen und Pyramiden. Doch Ägypten bietet weit mehr. Bei dem jährlich stattfindenden Festival «Charakters of Egypt» im Fustat Wadu El General National Park haben Besucher die Möglichkeit, die verschiedenen Stämme Ägyptens kennen zu lernen. Die unterschiedlichen Menschen eines Landes zu besuchen und dabei auch ihre Traditionen hautnah mitzuerleben, ist eine fantastische Möglichkeit, mehr über ein Land und seine Kulturen zu erfahren. Auf dem Programm stehen Kamelrennen, Wettbewerbe unter den einzelnen Stämmen, Gesangs- und Tanzvorführungen sowie Vorträge über die verschiedenen Volksgruppen Ägyptens. Am Festival nehmen über zwanzig verschiedene Stämme teil. Und so ähnlich sie für Nordeuropäer auf den ersten Blick sein mögen, so unterschiedlich zeigen sie sich bei näherem Hinsehen in ihren Traditionen, Gesängen und im alltäglichen Leben.

Alam werden die Teilnehmer anreisen und damit die westliche, östliche und südliche Wüste sowie Nord- und Süd-Sinai und das Niltal abdecken. Die verschiedenen Stämme dieser Territorien präsentieren den Besuchern des Festivals diverse Aspekte ihres Lebens. Schon allein um die Gesänge der Nubier miterleben zu dürfen, lohnt sich die Anreise aus dem 45 Kilometer entfernten Marsa Alam. Die Nubier sind der einzige Stamm, der regelmässig seine Frauen mit ans Festival bringt und sie an den Vorführungen teilhaben lässt. Gäste können mit Shutteln zum Festival gefahren werden oder gar eine ganze Nacht in Gemeinschaft mit den Stämmen in der Wüste verbringen. Was ein lohnenswertes Ereignis darstellt, denn wer hat sonst schon die Möglichkeit, eine Nacht in der Wüste zu verbringen und dabei in Kontakt mit den verschiedenen Stämmen Ägyptens zu kommen. Von Kamelrennen bis Lesungen Die Stämme feiern Ägyptens Vielfalt in einem dreitägigen, unvergleichlichen Kulturfestival. Traditionelle Künste und Wissenschaften werden präsentiert, umweltfreundliche Wettrennen und traditionelle Spiele dargeboten und den Gästen wird ein unvergesslicher Eindruck des authentischen Lebens in den

Sieben Teams repräsentierten im letzten Jahr 21 Stämme aus elf Gebieten in sechs verschiedenen Wüstengebieten: Aus Siwa, Matrouh, Farafra, Assuan, Araish, Nubeia, St. Kathrin, Dahab, Sharm El Sheikh, den Bergen des Roten Meeres und Marsa

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SPECIAL DESTINATIONS

Diverse Stämme feiern drei Tage das unvergleichliche Kulturfestival «Characters Of Egypt»

NICE TO KNOW

Alexandria-Quartett Wer sich literarisch auf die Besichtigung Alexandrias einstimmen möchte, dem sei unbedingt die Lektüre «Das AlexandriaQuartett. Justine, Balthasar, Mountolive, Clea» von Lawrence Durrell empfohlen, in dem vier Liebesgeschichten aus dem Blick vier verschiedener Personen erzählt werden.

verschiedenen Gegenden Ägyptens weitreichender Wüsten vermittelt. Fustat Wadi El-Gemal wird wieder einmal das Forum eines vielseitigen Festes der Sinne mit Musik, Poesie, Tanz und Geschichtenerzählung. Gäste haben die Möglichkeit, Orientierung in der Wüste, Schattenlesen, Kamelreiten, Bergläufe, Hochseilspringen und hochdotierte Kamelrennen zu erleben, Wissen über Fauna und Flora der Wüste zu sammeln und Stammeskleidung und -schmuck sowie traditionelles Essen kennen zu lernen.

Diesem literarischen Ansatz folgt auch der ägyptische Nobelpreisträger Nagib Machfuschs in seinem Roman «Miramer» aus dem Jahre 1967.

Eine der wichtigsten Komponenten des Projektes ist der Aufbau eines Museums, das die Kultur und Lebensart der Stämme feiert. Schon letztes Jahr wurden erste Schritte eingeleitet, indem Ausstellungsstücke gesammelt und erstellt, sorgfältig dokumentiert und beschriftet wurden – von filigranem Schmuck, Gewändern sowie Exponaten zur Tier- und Pflanzenwelt der Wüste. Dieses Jahr wird ausserdem eine Foto-Ausstellung rund um die Wüste Ägyptens die besten Fotografien von Profi- und AmateurFotografen präsentieren. www.charactersofegypt.com

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SPECIAL DESTINATIONS

Peru Auf den Spuren der Inka von Aki Allahgholi & Vérane Loriot

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Nach unserer abenteuerlichen Reise zum Salar de Uyuni in Bolivien nehmen wir uns nun ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe zum Ziel: die sagenhaften Ruinen von Machu Picchu.

ie Entstehung der Ruinen des Machu Picchu geht auf die Zeit um 1450 zurück. Im tiefsten Dschungel von Peru gelegen, waren sie lange in Vergessenheit geraten. Erst 1911 wurden sie offiziell vom amerikanischen Historiker Hiram Bingham mit Hilfe von in der Region lebenden Indios wiederentdeckt. Die Stätte befindet sich weitab jeglicher Zivilisation auf einem über 2400 Meter hohen Berg, umgeben von tiefen Schluchten und reissenden Flüssen. Gespannt, welche Abenteuer uns diesmal erwarten, verlassen wir Bolivien im Grenzgebiet des Titicaca-Sees, dem höchsten Binnengewässer der Welt, in Richtung Peru. Peruanisches Hinterland und die Hauptstadt der Inka Wir schreiben den 24. Dezember. Die vergangenen Tage haben wir mit weiteren langen Fahrten in ratternden, alten Bussen verbracht, sind über La Paz in Bolivien, der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt, vorbei am Titicaca-See, wieder nach Peru gereist. In Puno, im Südosten Perus, besteigen wir den Zug nach Cusco. Noch gezeichnet von den Strapazen der vergangenen Tage, bieten die unerwartet luxuriösen und komfortablen Waggons der Peru Rail eine Reise im Stile des Orient-Express eine sehr willkommene Abwechslung. Vor uns liegen nun 450 Kilometer peruanisches Hinterland, eine karge Vegetation mit Herden von grasenden Lamas und Alpacas, winkenden Indios und einem Halt in La Raya in über 4300 Meter Höhe. Nach acht Stunden erreichen wir unser erstes Zwischenziel Cusco, die ehemalige Hauptstadt des Inka-Imperiums. Hektisch eilen Menschenscharen durch die Strassen und versuchen auch hier, in letzter Minute noch ein Weihnachtsgeschenk oder den traditionellen Weihnachtsschinken aufzutreiben.

Antikes, peruanisches Messer aus der Inka-Zeit

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Mit einem lokalen Tourenbetreiber besprechen wir die Weiterreise bis zum Machu Picchu. Eigentlich wollen wir unser Ziel über den berühmten Camino Inca, den historischen Inka-Pfad, erreichen. Es handelt sich hierbei um einen rund 80 Kilometer langen Weg, der damals schon benutzt wurde, um zur heiligen Stadt zu gelangen. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen und den immer wieder starken und anhaltenden Regenfällen wird uns von dem, je nach Route, zwei- bis viertägigen Marsch abgeraten. Früh am nächsten Morgen besteigen wir einen Minibus – zusammen mit zwei australischen und zwei kolumbianischen Studenten. Niemand ahnt zum jetzigen Zeitpunkt, welche schicksalhaften Erfahrungen uns alle noch verbinden werden. Die Fahrt selbst ist schon abenteuerlich genug. In leicht erhöhtem Tempo durchqueren wir die Hochebene, welche Cusco umgibt, in Richtung Westen. Nach etwa einer Stunde Fahrt mit Abkürzungen über holprige Nebenstrassen machen wir Halt in Ollantaytambo, um das Nötigste an Verpflegung einzukaufen. Auch bleibt noch etwas Zeit für einen lokalen, sehr köstlichen Kaffee, bevor die Fahrt mit unserem peruanischen Rallyefahrer weitergeht. Noch auf geteerter Strasse kommen wir relativ gut voran und passieren nach circa einer Stunde die erste Passhöhe, welche sich im Abra de Malaga Nationalpark befindet. In etwa 4300 Meter Höhe, bei dichtestem Nebel, spüren wir die Kälte und sind ziemlich froh, nicht zu Fuss unterwegs zu sein. Je mehr wir dann an Höhe verlieren, desto mehr verflüchtigt sich der Nebel und vor uns liegt ein tiefes, langes Tal, dessen Durchquerung weitere zwei Stunden in Anspruch nimmt. Durchgeschüttelt und langsam ungeduldig, sind wir dankbar, dass der stets mürrische Fahrer endlich Halt im Dorf Santa Rosa macht. In einem lokalen Restaurant erwartet uns das traditionelle südamerikanische Gericht «Arroz con Pollo» (Reis mit Huhn) und eine nicht alkoholische Version des in der Andenregion stark verbreiteten Getränks Chicha (gegorener Maissaft).

Der Rio Urubamba

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Die Strasse nach Aguas Calientes

Unterwegs auf holprigen Strassen Es heisst, dass es von hier aus nicht mehr weit sei. Doch liegt vor uns der anstrengendste und zugleich gefährlichste Teil der Strecke. Das Tal südlich von Santa Rosa ist gleichzeitig auch das Quellgebiet des Rio Urubamba. Dies bedeutet für uns, dass unsere Route immer wieder Bäche und Wasserfälle passiert und die holprige, sehr schmale Strasse sich einer Felswand entlang schlängelt. Engste Passagen, welche in beide Richtungen unter anderem auch von schweren Lastwagen befahren werden, bieten kaum Platz, geschweige denn Schutz vor dem meist über 100 Meter tiefen Abgrund. Anscheinend bewegt dies die Fahrer aber nicht dazu, ihren Fahrstil anzupassen, weshalb Unfälle keine Seltenheit sind.

ses letzte Stück zu Fuss zu gehen. Ein weiteres Mal wissen wir zu diesem Zeitpunkt nicht, wie wichtig diese Entscheidung noch sein wird. Voller Tatendrang und noch etwas steif von der langen Fahrt, marschieren wir zwei Stunden bis nach Aguas Calientes. Die Wanderung durch den dichten Regenwald, entlang den Zuggeleisen und dem reissenden Rio Urubamba, vorbei an Wasserfällen und über wackelige Brücken, lässt uns nur erahnen, wie anstrengend der Pfad für die Inka vor 500 Jahren gewesen sein musste. Müde, aber glücklich über die wundervollen Eindrücke, beziehen wir unser Zimmer in einer kleinen Herberge in Aguas Calientes. Touristen aus der ganzen Welt befinden sich an diesem speziellen und mystischen Ort; alle mit dem gleichen Ziel. Gespannt auf den morgigen Tag, wird das Licht an diesem Abend sehr früh gelöscht.

Nach weiteren zwei Stunden kommen wir ans Ende der Strasse und an den Anfang einer Eisenbahnstrecke. Dieser Ort wird Hidro genannt, in Anlehnung an das dortige Wasserkraftwerk, und ist mit der Bahn 20 Minuten von Aguas Calientes entfernt. Das Dorf Aguas Calientes liegt am Fusse des Machu Picchu und ist Ausgangspunkt für alle eintägigen Touren zur Inka-Stätte. Auch wir werden dort übernachten, um am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang unser Ziel zu erreichen. Doch anstatt den Zug zu nehmen, veranlasst uns das Bedürfnis nach Bewegung, die-

Tagwache ist um vier Uhr morgens. Unserem Vorhaben, den Gipfel des Machu Picchu zu Fuss und noch vor Sonnenaufgang zu erklimmen, machen die Regenfälle erneut einen Strich durch die Rechnung. Aus diesem Grund schliessen wir uns der Mehrheit der Touristen an, die mit Bussen und ohne jegliche Anstrengung direkt bis vor den Eingang gefahren werden. Nur noch wenige Meter trennen uns vom sagenumwobenen Kult-Ort der Inka. Hastig bringen wir die letzten Schritte hinter uns.

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«ZUM BESUCH VON MACHU PICCHU MUSS MAN INNERLICH BEREIT SEIN UND SEINE SINNE SCHÄRFEN» Zitat aus dem Buch «Machupicchu - Ein authentisches Erlebnis»

Machu Picchu

alle befällt, die nach den heiligen Schätzen trachten. Mit diesen Gedanken und einem daher etwas mulmigen Gefühl verabschieden wir uns am Mittag des 26. Dezember von diesem Ort und machen uns auf den Rückweg nach Cusco. Die Route ist dieselbe wie auf dem Hinweg. Nach der kurzen Fahrt mit dem Zug erwartet uns der mürrische Minibus-Fahrer in Hidro, um uns auf ähnlich rasante Art und Weise nach Cusco zurückzubringen.

Bis wir ihn endlich erblicken: Machu Picchu in seiner ganzen Pracht. Eine vor über 500 Jahren vollumfänglich funktionierende Stadt mit Tempelanlagen, Palästen, Handwerkervierteln, Wohnungen, terrassierten Feldern, einem Friedhof, einem Gefängnis und vielen weiteren Gebäuden, welche zur Hochblüte bis zu 1000 Personen beherbergte. Das ausgeklügelte Wassersystem, das sowohl die Menschen mit Wasser versorgte als auch die Äcker bewässerte, funktioniert zum heutigen Zeitpunkt nach wie vor einwandfrei. Es dauert einen Moment, um die ganze Mystik und Pracht fassen zu können. Verstärkt durch die vorbeiziehenden Nebelschwaden, die Lamas und die atemberaubende Aussicht, ist dies einer der eindrücklichsten Momente seit langem.

Dem Fluch der Inka trotzend In der Zwischenzeit haben sich die Regenfälle so verstärkt, dass wir nach vier Stunden Fahrt gezwungen sind anzuhalten. Ein Wasserfall ist vom vielen Regen so stark angeschwollen, dass der einzige Weg durch das Tal weggespült wurde. Auf beiden Seiten des nun reissenden Baches bildet sich ein langer Stau. Jedermann versucht anzupacken, um die Felsbrocken und den Schlamm aus dem Weg zu schaffen. Jedoch ohne Erfolg. Wir sitzen fest, hier irgendwo in Peru, zwischen Cusco und dem Machu Picchu. Die Lokalbevölkerung sagt uns, dass die Strasse kaum vor den nächsten vier Tagen repariert werde. Uns läuft es kalt den Rücken hinunter. Die Situation verschärft sich, da wir am nächsten Tag unseren Flug von Cusco nach Lima erreichen müssen.

Trotz dem zerstörerischen Eindringen der Konquistadoren sind die meisten Gebäude sehr gut erhalten, denn in ihrer blinden Gier trachteten die spanischen Eroberer hauptsächlich nach dem Gold der Inka. Gerüchten und Sagen zufolge besteht auch heute nach wie vor die Möglichkeit, dass sich Goldschätze mit unermesslichem Wert in den Tiefen des peruanischen Dschungels befinden. Gleichzeitig wird auch vom Fluch der Inka erzählt, der

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Rinnsale in reissende Flüsse verwandelt. Dennoch wissen wir: Es gibt keine Alternative, wir müssen weitermarschieren, wenn wir Cusco rechtzeitig erreichen wollen.

Auch die anderen unserer Gruppe haben die Weiterreise bereits geplant und möchten – wie wir – nur noch dieses Tal verlassen. Wir entscheiden uns umzukehren und erreichen kurz vor Mitternacht, völlig ermüdet, das nun verlassene Hidro. Natürlich fährt um diese Zeit kein Zug mehr. Die nächste Abfahrt ist erst am nächsten Morgen um 5.30 Uhr, dies aber ab Aguas Calientes.

Unser gestriger Tatendrang erweist sich als sehr hilfreich. Immer wieder können wir in der Dunkelheit Stellen erkennen, welche uns erahnen lassen, wo auf der Strecke wir uns in etwa befinden. Nach über drei Stunden Marsch durch den Dschungel von Peru erreichen wir vollkommen erschöpft und unterkühlt Aguas Calientes. Wir finden Unterschlupf in einer Pension, um schon zwei Stunden später, noch immer durchnässt, den Zug in Richtung Cusco zu besteigen. Den Flug verpassen wir, doch gemessen an den letzten 24 Stunden erscheint uns dies nicht mehr so wichtig. Am Ende unserer Kräfte, aber froh und glücklich, heil dem Inka-Fluch entronnen zu sein, lassen wir den Tränen der Erleichterung freien Lauf.

Wir schauen uns gegenseitig an und wissen genau, zu welchem Entschluss alle gekommen sind. Keiner wagt es auszusprechen, doch schliesslich marschiert unsere kleine Gruppe nach Mitternacht bei strömendem Regen entschlossen los, um die 13 Kilometer von Hidro nach Aguas Calientes zu Fuss zu bewältigen. Ausgestattet mit zwei kleinen Taschenlampen, ein paar Biskuits und ein wenig Wasser marschieren wir vorsichtig durch die Nacht. Es ist stockdunkel und nur der tosende Rio Urubamba ist zu hören. Anfänglich scherzt jeder noch ein wenig, doch sehr bald spricht niemand mehr ein Wort. Nach etwa einer Stunde knickt sich eine der australischen Studentinnen den Fuss um. Dank der Einnahme von Schmerzmitteln humpelt sie tapfer weiter, ihr Rucksack wird abwechselnd von jemand anderem getragen. Der Regen hat auch hier sämtliche

Somit endet ein weiterer Teil unserer Suche nach Wegen, welche noch wenig begangen wurden. Unser nächstes Ziel ist Kuba, die Insel, von welcher wir uns eine Reise in vergangene Zeiten versprechen.

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Travel News

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Aussergewöhnliche Unterkünfte im Vaucluse

Alles dreht sich um den «Kini»

Golf und Kulinarik in den Dolomiten

Es muss nicht immer das klassische Hotelzimmer sein! Auf dem Hausboot, im Zigeunerwagen, im Baumhaus oder in einer Holzhütte übernachten, hat einen besonderen Reiz und ist zugleich Abenteuer pur. In Avignon auf der RhoneInsel kann man auf dem Hausboot «Le Hasard» logieren. Die Kapitänskoje ist rund 22 Quadratmeter gross, mit Holz und Marmor ausgebaut und verfügt über eine luxuriöse Ausstattung. Bei Entraigues-sur-Sorgue kann man wie ein Zigeuner in der «Roulotte de Trévouse» mit vier bis fünf Personen übernachten. Es stehen ein Bad eine kleine Küche und sogar ein Swimming-Pool zur Verfügung. Wer hingegen lieber in Baumwipfeln übernachtet, ist im Luberon richtig. Die «Bastide du Bois Bréant» richtete in alten Eichenbäumen zwei Baumhütten ein, die den Ansprüchen einer Öko-Unterkunft gerecht werden. Von März bis November können hier jeweils zwei Personen die Nacht verbringen.

Im 125. Todesjahr des bayerischen Königs Ludwig II. beschäftigt man sich im Allgäuer Königswinkel zu Füssen von Schloss Neuschwanstein ausführlich mit dem Märchenkönig und seinem Mythos. Für Spätsommer 2011 steht die Eröffnung des «Museums der Wittelsbacher» in Hohenschwangau an. In dieser neuen Dauerausstellung wird die Biografie Ludwigs eingebettet in die Gesamtgeschichte der Dynastie von ihren Anfängen im Mittelalter bis zu den heutigen Nachfahren der bayerischen Könige. Der Nachbarort Füssen im Allgäu erinnert an das Nachleben Ludwigs als veritabler «Filmkönig» in einer erstaunlich grossen Zahl von Spielfilmen. Das Filmfestival «Der Traum von einem König – Ludwig II. im Kino» vom 30. Mai 2011 bis zum 9. Juni 2011 zeigt Werke vom Stummfilm bis zum Autorenfilm unserer Tage. Das Füssener Musikfestival vielsaitig vom 24. August bis 3. September nimmt mit dem Thema «Romantik» ebenfalls auf Ludwig Bezug.

Ein Spiel inmitten der Dolomiten-Berglandschaft, kulinarische Köstlichkeiten auf der Terrasse und entspannende Massagen im Spa-Bereich – das Südtiroler Vier-Sterne-Superior-Hotel Ganischgerhof Mountain Resort & Spa bietet Golfliebhabern einen genussvollen Aufenthalt. Auf dem Golf Club Karersee wurde Geschichte geschrieben: Bereits Kaiserin Sissi und der englische Premierminister Winston Churchill konnten sich der Faszination des imposanten RosengartenMassivs nicht entziehen. Der 9-LochGolfplatz befindet sich auf 1600 Meter und nur 10 Autominuten vom Hotel entfernt. 25 Minuten entfernt, eingebettet in die idyllische Landschaft, erstreckt sich auf 1250 Meter Höhe die 18-Loch-Golfanlage Petersberg. Hier wird den Spielern ein Naturschauspiel der Extraklasse geboten: ein atemberaubender Ausblick auf die Berge der Brenta-Gruppe. Für wahre Gaumenfreuden sorgt Küchenchef Arnold Paris mit seinen Kreationen.

www.provenceguide.com

www.stadt-fuessen.de

www.ganischgerhof.de

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Sprachkurs mit Kulturgenuss verbinden

Neuengland im Sommerrausch

Ocean-Killerwal in SeaWorld

Bei seinen Kulturgenuss-Programmen stellt LAL die Bedürfnisse von Reisenden mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren in den Mittelpunkt. An insgesamt zehn Standorten in sechs Ländern verbindet der Sprachreisenveranstalter einen Sprachkurs mit einem Aktivitäten- und Ausflugsprogramm mit dem Schwerpunkt Kultur, Kulinarik, Musik und Geschichte. Gemeinsam mit Gleichgesinnten im selben Alter lernt es sich am besten. Statt Geschäftssprache ist hier vor allem die Alltagssprache gefragt. Die Teilnehmer haben genug Ruhe und Zeit, um sich den Wunsch zu erfüllen, endlich eine Sprache zu lernen und anzuwenden. Englisch lernen können die Best Ager in Irland, Neuseeland sowie auf Malta. Ein besonderer Tipp ist auch ein Aufenthalt in Italien: Hier stehen Kurse in Rom, Florenz und Kalabrien zur Auswahl. Im Rahmen der Aktivitäten erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Kultur und die italienische Küche.

Der Nordosten der USA wartet mit einem vollen Veranstaltungskalender kultureller und künstlerischer Highlights auf! So wehen vom 3. bis 7. August 2011 im Staat Maine alle Fahnen auf Hummer – denn es ist wieder Zeit für das «Maine Lobster Festival» in Rockland! Zum maritimen Event der Extraklasse wird der weltbeste Hummerkoch erwartet. Auf der «Grossen Parade» mit erstklassiger Unterhaltung aus Bands, Kapellen und bunt geschmückten Wagen wird den Besuchern die neugekrönte «Meeresgöttin» präsentiert, die mit ihrem Gefolge für die nächsten 365 Tage über das Hummerland Maine wacht. Ganz im Zeichen des Wassers beim Festival ist das «Lobster Crate Race» – ein Holzkistenrennen, bei dem 50 aneinander folgende Lobster Crates zu überwinden sind. Sieger ist derjenige, der ohne ins Meer zu fallen die meisten Kisten schafft. Für das leibliche Wohl werden Pfannkuchen für jedermann und über 20 000 Pfund Hummer gereicht.

Im Meerestierpark SeaWorld Orlando, Florida, läuft jetzt «One Ocean». Im Mittelpunkt der neuen Attraktion stehen die Killerwale als majestätische Botschafter ihres Elementes und das Meer als wichtiger Lebensraum unseres Planeten. «One Ocean» schafft für die Zuschauer eine spannende und mitreissende Verbindung zu den Weltmeeren. Wichtigstes Anliegen ist die Botschaft von Fürsorge und Respekt für unseren Globus, den sich alle Lebewesen teilen. Dieses Thema der Show soll die Zuschauer ermutigen, mit ihren Handlungen im Alltag selbst etwas Positives zu bewirken. Die Show lässt den Zuschauer in die Farben und die Sensationen der Unterwasserwelt eintauchen. Zu sehen sind spektakuläre Verhaltensweisen der Killerwale, darunter auch energiegeladene Sprünge und Aktionen mehrerer Tiere gleichzeitig. Auf neue und spannende Art und Weise interagieren die Tiere mit den Trainern, dem Publikum und ihren Artgenossen.

www.lal.ch

www.mainelobsterfestival.com

www.seaworldorlando.com

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Mein zweites Zuhause ... «The Cambrian» von Lone K. Halvorsen

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Seien wir doch mal ehrlich: Wer wünscht sich nicht ein zweites Zuhause! Einen Ort, wo man hinfährt, um sich zu entspannen, sich verwöhnen und die Seele baumeln zu lassen, um wieder erholt nach Hause zu fahren zu den alltäglichen Pflichten. Das Hotel «The Cambrian» in Adelboden ist so ein Ort.

uf 1350 Höhenmetern am Fusse des Wildstrubels, in einem der schönsten Winkel des Berner Oberlandes und gleichzeitig im Zentrum einer attraktiven alpinen Sport- und Naturarena, inmitten des traditionellen Bergdorfes Adelboden finden wir das Hotel «The Cambrian». «Seitdem die Eigentümer das Hotel erwarben, wollten sie Mitglied der renommierten Vereinigung Design Hotels werden. Dieser Traum ist dank der Neupositionierung unter der Führung der West Paces Hotel Group wahr geworden», so Hoteldirektor Dirk Spindeldreher.

Das «The Cambrian» ist eingebettet in die herrliche Natur der Region Adelboden

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HOTELS

Ein Blick in die Suite

Warum überhaupt das Zimmer verlassen? Das Designhotel «The Cambrian» verfügt über traumhaft schöne Zimmer und Suiten in schlichter moderner Eleganz. Mit stilvollen Möbeln von Knoll International, Porada sowie B&B Italia ist man geneigt, es eins zu eins für zuhause zu übernehmen. Die warmen Braun- und Beigetöne und das minimalistische Design sind nicht nur ein Genuss für das Auge, sie wirken auch sehr beruhigend. Zugegeben, die Redaktorin hat nicht nur ein Auge auf den Barcelona Chair von Charles Eames geworfen, nein, dort gab es einige stilvolle Möbel, die man gedanklich schon in der eigenen Wohnung eingerichtet hatte.

aus dem Allgäu stammende «Just Pure»-Konzept umgesetzt. «Wir haben uns für «Just Pure» entschieden, weil diese Pflegeserie mit ihren rein natürlichen Inhaltsstoffen und der innovativen Ausrichtung der Behandlungen auf die Mondphasen den Zeitgeist, der auch in unserer Philosophie fest verankert ist, widerspiegelt», erklärt Hoteldirektor Dirk Spindeldreher. Die im Allgäu hergestellte Spa-Linie «Just Pure» richtet sich nach dem Rhythmus des Mondes und ist je nach Mondphase speziell auf bestimmte Hauttypen und Programme ausgelegt. Die Produkte sind nur mit natürlichen, biologischen Rohstoffen hergestellt, und während der Behandlungen erlebt der Gast je nach Bedürfnis tiefe Entspannung, Reinigung, Entschlackung oder Regeneration.

Das Kaminfeuer in der Lobby, das umwerfende Alpenpanorama sowie die ausserordentlich aufmerksamen Mitarbeiter setzten zusätzlich das I-Tüpfelchen auf einen wunderschönen Aufenthalt. Obwohl man den Aufenthalt hier ohne weiteres im Zimmer verbringen könnte, wäre das jedoch schade, denn das Hotel hat noch viel mehr zu bieten.

... um dem Gaumen eine Freude zu bereiten Eine meine Lebensphilosophien lautet: «Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein und mittelmässiges Essen.» Es müssen nicht Kaviar und Austern sein, denn auch ein mit Liebe zubereitetes Cordon bleu kann mich glücklich stimmen. Es geht also nicht darum, was es ist, sondern wonach es schmeckt, und umso besser, wenn man eine Vielfalt an Geschmäckern entdeckt. Dementsprechend war ich sehr gespannt darauf, womit die Küche mich überzeugen konnte. Auf der Internet-Seite steht: «Unsere Küche macht keine Experimente.» Das gefiel mir schon sehr gut!

... vielleicht wegen dem Spa Auf 750 Quadratmetern erstreckt sich das luxuriöse Spa über zwei Ebenen. Das perfekte Refugium zum Entspannen und Geniessen – eine traditionelle finnische Sauna, eine Dampfsauna sowie Kneipp-Fussbäder nebst dem traumhaften Innenbecken mit einem Wasserfall, der kaskadenförmig in das Poolbecken rinnt, und der beheizte Aussenpool. «The Times» prämierte «The Cambrian» zu den Top 10 der Aussenpools mit der schönsten Aussicht weltweit. Ich bin zwar keine Aussenpool-Spezialistin, aber wage dennoch zu sagen: Ich stimme zu! Im Spa wird nunmehr das

Mit frischen Zutaten aus der Region – Milchprodukte und Fleisch aus dem Berner Oberland, frischer Fisch aus den nahe gelegenen Seen und Kräuter oder Beeren aus den Berner Alpen wird im Restaurant der authentische Bergklassiker neu und modern interpretiert. Ein professioneller Gastrokritiker würde sicherlich

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Alles ist gesetzter, normaler, ungezwungener. Die Gäste lieben die sprichwörtliche «Adelbodner Gemütlichkeit und Gelassenheit». Kaminfeuer in der Lobby

meinen laienhaften Kommentar belächeln, aber für mich war es nicht nur eine kulinarische Verführung der Sinne, es war auch ein Gefühl von wahrlich gesundem Essen. Ich habe täglich raffiniert und ausgezeichnet gegessen, ausnahmsweise habe ich nicht nachgewürzt und habe mich auf jeden Gang wahrhaftig gefreut! Der Bergklassiker gehört folglich definitiv nicht nur auf die Hütte! Angeregte Gespräche mit meiner Tischpartnerin über das wunderbare Essen und die Weinempfehlung des Sommeliers haben uns zum Wunsch verleiten lassen, noch weitere Tage hier bleiben zu dürfen.

über 30 000 Zuschauer ins Tal. 72 Transportanlagen bedienen ein Pistennetz, das mit seinen mehr als 210 Kilometern als eines der grössten und schönsten Skizentren der Schweizer Alpen gilt. Ebenso zauberhaftes Winterwandern auf der Adelbodner Sonnenterrasse. Langlaufloipen, Spazier- und Schlittenwege laden zur Entdeckung der alpinen Winterwelt ein – und zahlreiche Berggasthäuser und Alphütten zum gemütlichen Zwischenhalt. Doch Schickeria und Allüren kennt man hier nicht. Alles ist gesetzter, normaler, ungezwungener. Die Gäste lieben die sprichwörtliche «Adelbodner Gemütlichkeit und Gelassenheit».

... um Adelboden kennen zu lernen Die Region Adelboden ist vor allem aufgrund ihrer Ursprünglichkeit beliebt bei Feriengästen. Um dem Gast authentische Erlebnisse zu gewährleisten, arbeitet das Hotel «The Cambrian» eng mit den Einwohnern zusammen: Eine Wanderung zu einer der umliegenden Almen mit Käserkurs beim Senner, geführte Bergtouren vorbei an den 600 Meter hohen Engstlingen-Wasserfällen, ein Ausflug zur sagenumwobenen Cholerenschlucht, geführte Mountainbike- und Klettertouren oder die Überquerung der längsten Fussgänger-Hängebrücke Europas sorgen für nachhaltige Urlaubserinnerungen.

Auch der Sommer lockt einen nach Adelboden. Über 300 Kilometer bestens ausgebaute Spazier-, Wander- und Bergwege sowie unzählige Velo- und Mountainbike-Routen, die zu unvergesslichen Entdeckungen und Erlebnissen im einzigartigen Spannungsbogen zwischen Natur und Kulturlandschaft führen. Die Engstligen-Wasserfälle, die Cholerenschlucht, oder der Pochtenkessel, die Adelbodner Mineral- und Heilquelle sowie traditionelle Berglandwirtschaft mit Alphütten und Alpkäsereien. The End Bei meiner ersten Abreise hätte ich gerne ein paar Einrichtungsgegenstände mit in meine Zürcher Wohnung genommen, doch ich habe das Hotel bereits ein zweites Mal besucht und wieder ein wunderschönes Wochenende in diesem wirklich traumhaften Ambiente verbracht. Ein bisschen so, als wäre ich wieder nach Hause gekommen ...

Adelboden ist bisher vor allem als Winterort bekannt! Der Schnee verwandelt die Region Adelboden jedes Jahr in eine grandiose Winterarena: für sportliche Höhepunkte und Höchstleistungen wie die traditionellen FIS-Ski-Weltcuprennen. Der Riesenslalom und Slalom am Chuenisbärgli gehören zu den Klassikern unter den alpinen Skisportveranstaltungen und locken jedes Jahr

www.thecambrianadelboden.com

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HOTELS

Top 3 Golfhotels

«Beim

Golf zuschauen ist Spass.

Golfspielen ist Erholung. Daran zu arbeiten ist Golf.» Bob Hope

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HOTELS

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nweit der Strände der Côte d’Azur, mitten in den sanften Hügeln der Provence, liegt das Four Seasons Resort Provence at Terre Blanche, das die umfassendste Golfanlage Europas zu bieten hat. Mit modernen Trainingsanlagen und zwei 18-Loch-Golfplätzen kombiniert das ganzjährig geöffnete Golftrainingszentrum Albatros Golf Performance Center beste Trainingsmöglichkeiten und Innovation auf internationalem Niveau. Perfekt integriert in die zwei 18-Loch-Golfplätze des Resorts, Le Château und Le Riou, erlaubt das Center sowohl Anfängern als auch erfahrenen Golfern, unter optimalen Bedingungen ihre Technik zu verbessern, ihren Schwung zu optimieren und unter optimalen Voraussetzungen zu trainieren. Mit weltweit anerkannten, ergebnisorientierten Lehr- und Trainingsmethoden sowie Analysetechniken, Geräten und Schlägern, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, finden Gäste ideale Rahmenbedingungen vor. Das Hotel verfügt über einen grossen Spa-Bereich, mehrere Pools und beherbergt eine Kunstausstellung mit mehr als 100 Kunstwerken zeitgenössischer Künstler aus Europa und Amerika.

Four Seasons Resort Provence at Terre Blanche, Provence

www.fourseasons.com/Provence

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nterhalb des Luxusresorts direkt am Meer liegt der Bali Golf & Country Club, der zu Asiens «Top 5 Golfplätzen» zählt. Der 18-Loch-Championship-Platz wurde vom Architektenteam Robin Nelson und Rodney Wright gestaltet und hält drei ganz unterschiedliche SpielUmgebungen bereit. Das Setting der Löcher 1 bis 9 umfasst auch Bäche und Schluchten sowie eine üppige tropische Vegetation samt reicher Vogelwelt. Kleine Steinmauern terrassieren die Seiten von Fairways und Tees, um die typische Anordnung von Balis ländlichen Reisfeldern nachzuahmen. Das Setting für die Löcher 10 bis 16 führt den Golfer durch einen dichten Kokoshain. Das 17. Loch wird einer leichten Seebrise dem Indischen Ozean entgegen gespielt. Das 18. Loch führt weg vom Strand zum Clubhaus, neben dem sich ein grosser See erstreckt. Das «Amanusa» erfreut sich einer eindrucksvollen Lage auf einer Anhöhe in Süd-Bali. Der Ausblick reicht von der Küstenlinie des Indischen Ozeans bis hin zum heiligen Berg Agung, der den fernen Horizont an klaren Tagen dominiert. Das Resorthotel bietet seinen Gästen strohgedeckte Suiten, die hinter tropischem Laubwerk und moosbewachsenen Paras-Steinmauern vollkommene Privatsphäre sichern.

Amanusa, Bali

www.amanresorts.com

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ie Masseria Cimino ist ein befestigtes Gutsgehöft aus dem 17. Jahrhundert auf halbem Weg zwischen den Städten Bari und Brindisi in der schönen italienischen Region Apulien. 2001 wurde auf dem zur Masseria gehörenden Land der San Domenico Golf Club mit einem 18-Loch-Golfplatz gebaut. Die «Masseria» verfügt über 15 Zimmer, die teilweise im antiken Turm und anderen Gebäuden des alten Gutsgehöfts untergebracht sind. Die Zimmer sind geschmackvoll im schlichten mediterranen Stil gehalten, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Vor allem passionierte Golfer finden hier einen Ort der Ruhe mit angenehmem Klima, denn auch im Hochsommer weht an Italiens Ostküste eine angenehme Brise. Ob passionierter Golfer oder auch Anfänger, der San Domenico Golf Club ist für jedes Handicap die richtige Spielwiese. 18 Löcher, darunter zwei Executive-Löcher, fordern auch echte Golfprofis heraus. Die schöne Anlage mit historischem Clubhaus bietet von jedem Tee aus spektakuläre Ausblicke auf das Meer. Das Design der anspruchsvollen Anlage stammt aus der Feder renommierter Architekten der Gruppe «European Golf Design». Der 6300 Meter lange Kurs entspricht den höchsten Standards und stimmt mit der USGA-Norm überein.

Masseria Cimino, Apulien

www.masseriacimino.com

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«The Peninsula» Hongkongs Grandhotel mit Tradition von Lone K. Halvorsen

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The Peninsula Hong Kong ist eine ewig junge «Grand Lady». Das berühmte Hotel besticht durch seine lange, bewegte Geschichte ebenso wie durch den Charme der Gegenwart; es vereint traditionelle und moderne Elemente mit einer einzigartigen Aura unter seinem Dach. Gäste spüren im «Pen», wie seine Besucher es liebevoll nennen, den Atem der Jahrzehnte, die hier durchgegangen sind.

urück in die Vergangenheit: In den 1880er Jahren liessen sich zwei Brüder jüdisch-irakischer Herkunft, Ellis und Elly Kadoori, in Shanghai und Hongkong nieder und betrieben erfolgreich Geschäfte im grossen Stil. Zu ihren blühenden Unternehmen gehörte unter anderem die «Hong Kong Hotels Limited» mit luxuriösen Hotels wie etwa das «Repulse Bay» in Hongkong, das «Astor House», das «Palace Hotel» und das «Majestic» in Shanghai sowie das «Grand Hotel Wagon Lits» in Peking. «Hong Kong Hotels Limited» führte sie in den 1920er Jahren zu dem Plan, mit dem «Peninsula» das «finest hotel east of Suez» in Hongkong zu errichten. Das Hotel sollte auf der Halbinsel Kowloon gebaut werden – vormals idyllischer Sandstrand und heute eines der belebten, urbanen Zentren der pulsierenden Metropole. Mit der sensationellen Investitionssumme von mehr als drei Millionen US-Dollar wurde bereits 1922 mit dem Bau begonnen, doch die Unruhen in China und Hongkong brachten Mitte der 1920er Jahren Unruhen, Generalstreiks und Verzögerungen mit sich. Das «Peninsula» befand sich in seiner letzten Bauphase, als britische Truppen das Haus als Hauptquartier und Munitionslager besetzten. Im April 1928 verliess der letzte Soldat das «Peninsula», und so konnte schliesslich nach einer kompletten Renovierung das Juwel des Familienunternehmens am 11. Dezember 1928 mit aller Grandezza eröffnet werden. Noch heute ist das «Peninsula Hong Kong», das inzwischen Schwesterhäuser an weiteren Standorten Asiens und in den USA hat, im Besitz der Familie Kadoorie – nunmehr in dritter Generation. Gesellschaftlicher Treffpunkt Als das «Peninsula» 1928 eröffnet wurde, war die Reise mit der Eisenbahn durch Sibirien und China die schnellste Verbindung zwischen Europa und Südostasien. Die Endstation der «Hong Kong Canton Railways» befand sich gleich gegenüber

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Einer von zwei MINI Cooper S Clubman steht den Suitengästen kostenfrei zur Verfügung

Seit mehr als 35 Jahren bietet das «Peninsula» seinen Gästen einen speziellen Limousinenservice. Mit den vierzehn neuen Phantoms in der exklusiven Farbe «Peninsula Green» sowie einem Phantom II Oldtimer besitzt das «Pen» den grössten hoteleigenen Rolls-Royce-Fuhrpark der Welt. Sir Michael Kadoorie, Vorsitzender der The Hong Kong and Shanghai Hotels, Limited (Muttergesellschaft der The Peninsula Hotels), liess die Luxuslimousinen in der Rolls-Royce-Produktionsstätte in England massfertigen. Nun bereichern zwei MINI Cooper S Clubman den exklusiven Fuhrpark des The Peninsula Hong Kong. Die beiden Luxusflitzer stehen Suitengästen des Hauses mitsamt Chauffeur kostenfrei für Stadt-, Shopping- und Sightseeing-Touren durch Hongkong zur Verfügung.

dem Hotel. Ebenso der Passagierhafen Victoria Harbour, an dem die luxuriösen Luxus-Liner ihre Gäste in die Stadt brachten. Mit der Eröffnung des Grandhotels als neuem gesellschaftlichem Treffpunkt wurde aus dem verschlafenen Kowloon, bislang erst wenige Jahrzehnte durch britische und portugiesische Ansiedlungen geprägt, ein unwiderstehlicher Publikumsmagnet. Reisende aus aller Welt zeigten sich begeistert von der unvergleichlichen Grandezza des Hauses, seiner kultivierten Gastlichkeit, seinem sprichwörtlichen Service und seiner beispiellosen technischen Ausstattung. Hongkong und das «Peninsula» werden seit dieser Zeit in einem Atemzug genannt. Das Hotel wird zur einen Institution, die aus der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Wechselvolle Ereignisse sollten die Erfolgsgeschichte temporär aber entscheidend unterbrechen. Während des Zweiten Weltkriegs nahmen japanische Truppen die Stadt ein und besetzten das Hotel in der Weihnachtsnacht 1941 als Hauptquartier der Armee. Von 1941 bis 1945 lief es unter japanischer Kontrolle als Hotel «Toa». Als 1945 die japanische Besetzung Hongkongs endete, unterzeichneten die Japaner die Kapitulation ebenfalls im «Peninsula», und infolgedessen konnte es unter seinem ursprünglichen Namen wieder betrieben werden. Seitdem ist das Hotel der Superlative wieder unverkennbar – für das unvergleichliche Hongkong und für unvergleichlichen Luxus.

Aber nicht nur der exklusive Fuhrpark beeindruckt. Als 1994 der Turm eröffnet wurde, der unter anderem über zwei Helikopterlandeplätze und exklusive Suiten verfügt, wurde im obersten Stockwerk das von Philippe Starck eingerichtete Luxusrestaurant «Felix» eröffnet. Ein einmaliges Environment aus Holz, Metall und viel Glas und die über zwei Etagen reichenden Fenster erlauben berauschende Panoramablicke in alle Richtungen. Die Namensgebung des Restaurants ist eine Hommage an den ehemaligen Schweizer Geschäftsführer Felix Bieger.

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Das Restaurant «Felix»

© www.cscoia.com

«Felix» - American Bar

Die Grand Deluxe HV Suite

Ein Leben hinter der Bar Zahllose Berühmtheiten steigen im «Pen» ab – damals wie heute. In den 1930er Jahren logierten hier Filmstars wie Charlie Chaplin und Paulette Goddard, später folgten Elizabeth Taylor, Tennessee Williams, Richard Nixon, Prinzessin Margaret und viele weitere. Ob Filmprominenz, Staatsbesuche oder gekrönte Häupter – das «Peninsula» haben internationale VIPs zu ihrem «Home away from Home» erkoren. Senior Bartender Johnny Chung Kam Hung gehört mit mehr als 50 Jahren Betriebszugehörigkeit zu den dienstältesten «Peninsula»-Mitarbeitern. Sein Vater war bereits im Restaurant «The Lobby» für das «Peninsula Hong Kong» tätig, und so folgte Johnny Chung dem Beispiel zahlloser «Peninsula»-Mitarbeiter, die mit ihrem Einsatz für das Hotel eine Familientradition fortführen. Johnny kam im Jahr 1957 im Alter von 16 Jahren zum Hotel, wo er

zunächst als Laufbursche in der Catering-Abteilung arbeitete. Nach fast vier Jahren der Nachrichtenvermittlertätigkeit in ganz Hongkong wurde Johnny Chung zur Bedienungshilfe in der Lobby Cocktail Bar befördert. Seine berühmteste Begegnung machte Johnny Chung, als der Schauspieler Clark Gable (der während der Dreharbeiten zum Film «Soldier of Fortune» im «Peninsula» wohnte) die Bar betrat und einen Screwdriver bestellte. Johnny versetzte dies in Verlegenheit, da er noch nie etwas von einem solchen Drink in Hongkong gehört hatte. Er war im Begriff, die Technikabteilung des Hotels telefonisch um Hilfe zu bitten, als Clark Gable begann, ihm das Rezept mit seiner Kombination aus Wodka und Orangensaft zu erklären und auf diese Weise den Screwdriver nach Hongkong brachte. The Hongkong and Shanghai Hotels, Limited The Hongkong and Shanghai Hotels, Limited, 1866 gegründet und auch an der Hongkonger Börse kotiert, ist eine Holdinggesellschaft, deren Tochtergesellschaften und untergeordneten Unternehmen dem Besitz und Management von renommierten Hotels sowie Gewerbe- und Wohnimmobilien in Schlüsselstandorten Asiens, den USA und Europa verpflichtet sind. www.peninsula.com

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Berlin Du bist verrückt mein Kind, geh nach Berlin von Reto Liniger

I

Lange galt Berlin als das urbane Mekka. Alle pilgerten nach der Wende in die deutsche Hauptstadt, um ihren kreativen Beitrag am Weltruhm dieser Stadt zu leisten. Und heute? Was geht in Berlin? Wir waren dort und haben den Puls gefühlt.

m 19. Jahrhundert sang man: «Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin. Wo die Verrückten sind, da gehörst du hin». Und viele kamen nach Berlin, Migranten aus der ganzen Welt. Aber auch Zuzügler aus Stuttgart und Frankfurt. Alle ein bisschen verrückt und alle mit einer Idee im Kopf, die sie in Berlin umsetzen wollten. Was ist entstanden? Das Berlin, über das Kennedy stolz sagte: «Ich bin ein Berliner.» Eine Migrationsstadt, ein Moloch, der sprüht vor Kreativität und Leben: vital, ungehobelt, global und wunderschön hässlich. Eine Millionenstadt, die viel mehr Weltteil als Stadt ist. Der russische Architekt Sergei Tchoban kam 1992 nach Berlin – offensichtlich genug verrückt. Denn was er in der Stadt an der Spree erschaffen hat, ist verrückt: Ein Hotel, das es nur in New York, London, Tokio oder eben Berlin geben kann. Schräg, mit auffallendem Design und aussergewöhnlichem Konzept. Eines gleich vorweg: Lobt man ein Hotel oder eine Bar zu sehr, kann man schnell in den Verruf geraten, dort umsonst konsumiert zu haben. Ja, wir haben es getan. Nun liegen die Karten offen, so lobt es sich ungenierter. An der Spree – zwischen MTV und Universal In der Lobby empfängt uns der Hotelmanager: Alexander Dürr, 42. Er sieht aus wie Daniel Craig, ja der vom James Bond. Ein breites Lachen und kurze blonde Haare – an der Muskulatur könnte er noch arbeiten. Auch Dürr – genug verrückt, um nach Berlin zu kommen. Er kennt die schicken Bars und Restaurants ebenso gut wie die Afterhour-Parties am Sonntagmorgen. Neben uns dreht ein Fernsehteam von Pro7. Ex-Backstreet Boy Nick Carter hat gerade eingecheckt und will in Berlin seine neue CD promoten. Das Hotel liegt zwischen Universal und MTV am Berliner Osthafen an der Spree inmitten der kreativen Szene der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg.

Der Berliner Bär ist seit 1280 das Wappentier der Stadt Berlin

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© Nadine Gliesche

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Der Stadtteil Friedrichshain ist unterdessen zum Szeneviertel avanciert

Schmuck beginnt sofort zu erzählen. Wir trinken Pisco Sour (etwas, das ich bisher nur in Peru getrunken habe; auch das hat Berlin zu bieten). «Es gibt viel Leben und Kreativität hier, Alter», sagt Schmuck. An das Anhängsel «Alter» mussten wir uns gewöhnen; das geschah spätestens nach dem zweiten Pisco. Berlin sei schon immer die Stadt der Musik gewesen. Hier wurden Trends gesetzt. «Bis vor der Wende waren die Amerikaner hier, das machte Berlin reich. Da war was los, Alter. Und nach der Wende die Technozeit.»

Das Leitmotiv liegt auf der Hand. «Wir haben uns mit dem Hotel wie ein Chamäleon an die Umgebung angepasst», sagt Dürr. Musik zieht sich wie ein roter Faden durch das extravagante Gebäude. Im Upper Tower befinden sich zwei professionelle Tonstudios. In den Liften ertönt, selbst gemischt, sphärische Musik. Auf den Toiletten und in der Dusche in jedem Zimmer hat es Mikrofoneingänge, damit, wer unter der Dusche singen will, davon gleich eine CD produzieren kann. Der US-Designer Karim Rashid – der Popstar der Designerwelt – hat das Interieur entworfen. Irgendwie erinnert es an Alice im Wunderland: popiges Pink, farbenfroh und runde Formen. «Wir sind bunt, laut und intelligent», lacht Dürr. Auffallend auch das Personal: Es muss von einem Filmschaffenden gecastet worden sein. Es trägt Kopfschmuck der Designerin Fiona Bennett und Outfits der Designerin Esther Perbandt. Wir setzen uns an die Hotelbar, neben uns sitzen einige kreischende Teenys; sie warten auf den Ex-Back Street Boy Carter. «In Berlin gibt es fast 500 Hotels. Wir wollten was Einzigartiges machen, um uns abheben zu können», sagt Dürr.

Freude mischte sich mit Fläche 1989 war ein Epochenjahr in Berlin: die Wende und kurz zuvor die erste Loveparade am Kurfürstendamm. Berlin bebte und sprühte vor Energie, faszinierte. Krethi und Plethi pilgerten an die Stadt an der Spree, wollten die Nächte durchtanzen, Musik auflegen, Mode machen und Extasy konsumieren. Berlin war innovativ, jung, trendy, mondän und frech. «Mit der Wende kam eine selbstgeborene Energie in die Stadt. Es entstanden viele neue Clubs. Freude mischte sich mit Fläche –man hatte viel Platz», sagt Schmuck.

Treffpunkt die Bar Tausend Über 70 Tonstudios gibt es in Berlin – nun hat es noch zwei mehr. Entworfen und geplant hat sie Daniel Schmuck, 40. Er kam nicht nach Berlin. Er ist ein Berliner Urgestein – aber nicht minder verrückt. Wir treffen ihn in Berlin Mitte an einem der angesagtesten Treffpunkte: die Bar Tausend. Berlin feiert sich selber. Viele schöne und gut gekleidete Menschen. Spezielles Ambiente, gute Cocktails und ständig verschlossene Toiletten.

Diese Freude spürte man auch in der Schweiz. Berlin hat in dieser Zeit gerade der elektronischen Musik in Europa Leben eingehaucht. Sie wie eine Mutter aufgezogen und gepflegt; und als grossen Exportschlager in die Welt geschickt. Künstler wie DJ Westbam, Marusha oder Dr. Motte legten in Berlin elektronische Musik auf, als in der Schweiz noch kaum jemand daran dachte. Noch am Dienstagmorgen standen vor der legendären Bar 25 in Friedrichshain die Leute Schlange. Internationale Feiertouristen, Hedonisten und die Berliner Partycrowd tanzten dort während des Sommers jeden Sonntag- bis Dienstagabend.

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ABARTH.CH

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Beherbergt zwei Tonstudios und eine Musiklounge 36 Meter Ăźber der Spree - Das Hotel Nhow Berlin

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Š Nhow Berlin

Die Torstrasse im Ortsteil Prenzlauer Berg


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Berlin – auf der Suche nach Identität Wir bestellen einen weiteren Pisco. «Und heute?», wollen wir wissen. «Geht noch was in Berlin?» Die Euphorie der Wende ist vorbei. Techno ist längst keine Subkultur mehr. Jedes Grosi tanzt heute an der Streetparade rund um den Zürisee. Mode wird auch überall gemacht; und irgendeine alternative Bar findet sich auch in Basel oder Zürich. «Berlin ist immer noch Berlin», sagt Schmuck. «Berlin ist verrückt, Alter.» Natürlich nicht mehr wie in den 90er Jahren. «Die Stadt hat ihr Image. Aber die Zeit ist schnelllebig geworden. Heute sind wir auf der Suche nach unserer neuen Identität.» Zurzeit entsteht rund um die Torstrasse in Berlin Mitte ein interessanter Bezirk. Viele neue Modelabels, Kneipen, Musikgeschäfte und Discos schiessen aus dem Boden. Weil die alte Industrie verschwunden ist und die einstige Fünf-Millionen-Stadt heute von weniger Menschen bewohnt wird, hat es Platz für Neues.

Es entsteht Neues in alten denkmalgeschützten Mauern. Zwischen Hundekot und Graffiti, überwachsenen Brücken und verlassenen Höfen entstehen hochwertige Mode und aussergewöhnliche Kunst. Jenseits der trivialen Touristenmagnete gibt es immer noch das feine, innovative Berlin. Und eine Sperrstunde kennen sie auch nicht. «Hat der DJ mal ordentlich Pillen geschmissen, dann geht hier die Party immer noch ab bis zum nächsten Mittag», sagt Schmuck. Wir bestellen noch einen weiteren Pisco. Unser Gesprächspartner hat sich unter die Leute gemischt und tanzt. Es ist drei Uhr morgens. Nur Alexander Dürr alias Daniel Craig sitzt neben uns und schlürft seinen Gin Tonic. Während unseres intensiven Gesprächs hat er sich beim Trinken seinen Trinkhalm ins linke Auge gestossen. Dieses ist nun empfindlich rot geworden. «Ein Grund, nach Hause zu gehen», sagt er lachend. «Entspann dich, Alter. Die Party geht noch lange. Die Leute sind verrückt hier.»

«ENTSPANN DICH, ALTER. DIE PARTY GEHT NOCH LANGE. DIE LEUTE SIND VERRÜCKT HIER.»

NICE TO KNOW

Zum Essen: An der Mulackstrasse in Berlin Mitte gibt es die finest baked potatoes. Riesige Kartoffeln gekocht in einem ebenso riesigen Ofen; Diese werden gefüllt mit leckeren Zutaten: Rind, Poulet oder Thunfisch. Für Vegis mit Joghurt-Sauce, Feta, Oliven und auch Artischocken. Zum Übernachten: Hotel Nhow Berlin ist ein besonderer Bau in besonders schöner Umgebung – direkt an der Spree. Ein Besuch mit Übernachtung ist auf jeden Fall lohnenswert. Die Zimmer gibts ab 170 Euro die Nacht. Ein Bier auf der wunderschönen Terrasse ist fast umsonst. Ausgang: Im hinteren Teil der Bar Tausend liegt ein Restaurant, welches ausserordentlich gutes mediterranes Essen zubereitet. Reservieren ist nötig. Im vorderen Bereich ist Musikzone mit einer reichhaltigen Bar. Der Türsteher kann den Einlass verwehren. Will man in die Bar Tausend, muss man sich sicher vorher informieren oder einen Tisch reservieren.

© Nhow Berlin

Die Lobby des Nhow Berlin

Shoppen: Entlang der Torstrasse gibt es zahlreiche nette Häuser und Shops. Um die Torstrasse 70 stehen viele denkmalgeschützte Häuser, die innovative Boutiquen, Shops und Bars beherbergen. Unbedingt vorbeischauen.

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St. Petersburg Die Zarenstadt von Lone K. Halvorsen

«Ich liebe Dich, Peters Schöpfung, liebe Deinen strengen, klaren Anblick, der Newa mächtigen Strom, ihre Ufer aus Granit», so rühmte der Dichter Alexander Puschkin die Zarenstadt.

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Die Spas Na Krovi Kathedrale gab Alexander III., der Sohn des ermordeten Zaren, zu Ehren seines Vaters in Auftrag

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aum eine Stadt hat ihren Namen so oft gewechselt wie die nördlichste Millionenmetropole St. Petersburg. Sie wurde von Sankt-Pieterburch und Petrograd zu Leningrad und schliesslich 1991 in St. Petersburg umbenannt. Mit über vier Millionen Einwohnern ist sie nach Moskau die zweitgrösste Stadt Russlands. St. Petersburg blickt auf eine vergleichsweise kurze Geschichte, aber einen umso erstaunlicheren Aufstieg zurück. Es war russische Hauptstadt, das Tor zum Westen schon im Zarenreich, Handelszentrum und auch die wichtigste Kulturstadt Russlands; Dostojewskij etwa wurde hier zu seinen Werken inspiriert. Nicht zuletzt die einzigartigen Palastvorstädte mit ihren weitläufigen Landschaftsparks zeugen von der grossen Vergangenheit. Westliche Einflüsse In St. Petersburg verbinden sich auf einzigartige Weise russische Kultur und westlicher Einfluss. Peter der Grosse sparte nicht an Kosten und Mühen, um diese Stadt zu etwas ganz Besonderem zu machen. Zum Beispiel wurden Architekten aus allen Ecken Europas verpflichtet. Selbst hatte er in den Niederlanden «inkognito» eine Bildungsreise gemacht. Er wusste, wie die Kunst und Architektur Westeuropas aussah, und eben genau diese sollte sich in St. Petersburgs Stadtbild widerspiegeln. Italienische und deutsche Architekten hinterliessen ihre Spuren. Die Vielzahl an Museen, Parks, Palästen und Brunnen, der Zauber der «weissen Nächte», erstklassige Opern- und Ballettaufführungen – das macht den Reichtum und die Besonderheit St. Petersburgs aus.

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prunkvolles wie auch schlüssiges Ensemble grosser Plätze und Paläste: Schlossplatz, Isaakplatz und Dekabristenplatz sind die Herzkammern des historischen Petersburg.

Daran ändert auch der an vielen Stellen sichtbare Verfall einst grossartiger Herrenhäuser nicht viel. Immerhin wurden in den vergangenen Jahren einige Bauten stilvoll restauriert, sind in Seitenstrassen des Newski-Prospekts, der pulsierenden Lebensader der Stadt, geruhsame Fussgängerzonen mit Strassencafés entstanden. St. Petersburg gilt als die eigentliche Kultur-Hauptstadt Russlands, so zumindest verstehen sich die Petersburger selbst. Das besondere Flair entsteht unter anderem durch die zahlreichen Kanäle, die sich durch die Stadt ziehen. In 42 Inseln ist die Stadt unterteilt–nicht umsonst wird St. Petersburg auch das Venedig des Nordens genannt.

Der prächtige Turm der Admiralität ist der wichtigste Orientierungspunkt der Stadt. Sternförmig laufen Strassen des NewskiProspekts und zwei weitere Hauptstrassen darauf zu. Um die Existenz der Stadt vor schwedischen Schiffsangriffen zu sichern, baute Peter der Grosse 1711 die Admiralität als befestigte Werft auf der anderen Seite der Newa gegenüber der Peter-und-PaulFestung. Hier liefen die ersten russischen Schiffe vom Stapel. Russland wurde endgültig zu einer Seemacht. Neben der Kathedrale der Peter-und-Paul-Festung strahlt die Admiralität ebenfalls enorme baukünstlerische Dominanz aus und gehört mit ihrer goldenen Nadel zum Wahrzeichen der Stadt. Das riesige imposante Admiralitätsgebäude in heutiger Form wurde vom Architekten Andrej Sacharow umgebaut, 1819 fertig gestellt und gilt als Meisterwerk des alexandrinischen Klassizismus. Besonders schön an dem Gebäude ist der klar gegliederte Anblick der Säulen und Skulpturen, hier erkennt man deutlich den Klassizismus aus der Zeit des Zaren Alexander I.

Ein architektonisches Gesamtkunstwerk Gottlob ist die Ära der Betonarchitektur an diesem als Weltkulturerbe anerkannten Stadtensemble fast spurlos vorübergegangen – auch die Schäden der Belagerung im Zweiten Weltkrieg wurden sorgfältig behoben. Über dieses Flächendenkmal verteilen sich hochkarätige Museen, Paläste, Kathedralen, Klöster und grossartige Plätze in enormer Anzahl. Doch nicht nur die Innenstadt ist besonders attraktiv – wenigstens eines der prächtigen Zarenschlösser vor der Stadt sollte bei jedem Petersburg Besuch dabei sein.

Nur 25 Kilometer von St. Petersburg entfernt befindet sich Zarskoje Selo mit dem Katharinenpalast und dem sagenumwobenen Bernsteinzimmer, ein Geschenk des Preussen-Königs Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter. Aufgrund seiner einzigartigen Schönheit wird es als das 8. Weltwunder bezeichnet.

Die Admiralitätsinsel zwischen Newa und dem Flussarm Moika ist das geistige und historische Zentrum der Stadt. Im Umfeld des Winterpalastes zelebrierte sich das Zarenreich in seiner ganzen Pracht. Baumeister von Weltrang errichteten hier ein ebenso

Die Admiralität

Der Catherine Palast

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Blick auf die hochgezogene Palace-Brücke und den Fluss Newa in einer der weissen Nächte

«RUSSLAND IST EIN RÄTSEL INNERHALB EINES GEHEIMNISSES, UMGEBEN VON EINEM MYSTERIUM.» Sir Winston Churchill

die Spekulationen um den Mythos Bernsteinzimmer auch jetzt nicht abreissen, vielleicht gelang es ja doch dieses einzigartige Meisterstück zu retten und es taucht eines Tages wieder auf, an einem Ort, wo es keiner vermutet.

Neben den rekonstruierten Wandvertäfelungen schmücken viele der kleineren Originalteile den Raum, der exakt wie 1701 aussieht. Kurioserweise tauchte gerade, als die russischen Künstler ihre Nachbildung abgeschlossen hatten, eines der vier Florentiner Mosaike in Deutschland wieder auf. Bei dem Bild im Bronzerahmen mit dem Titel «Tasten und Riechen» handelt es sich, wie Experten schnell belegen konnten, tatsächlich um ein originales Kunstwerk aus dem ursprünglichen Bernsteinzimmer. Um das echte Bernsteinzimmer ranken sich zahllose Legenden. Während des Zweiten Weltkriegs bauten deutsche Soldaten das Zimmer 1941 ab und brachten es in das damals deutsche Königsberg, das heutige Kaliningrad. Dort verlor sich seine Spur. Als die russische Armee 1945 in Königsberg einmarschierte, war das Kunstwerk von unschätzbarem Wert verschwunden. Das eigentliche Schicksal des Bernsteinzimmers ist bis heute ein Mysterium und Schatzsucher aus der ganzen Welt suchen nach dem grössten Schatz aller Zeiten, dem Bernsteinzimmer. Solche Funde wie der des verloren geglaubten Florentiner Mosaiks führen dazu, dass

Wenn es nachts nicht mehr richtig dunkel wird in der MillionenMetropole im Norden des russischen Reiches, dann beginnt ein besonderes Naturschauspiel – die berühmten Petersburger weissen Nächte. Zwei Sommermonate lang befinden sich Bewohner und Besucher der alten Zarenstadt dann in einer Art Ausnahmezustand. In diesen Wochen geht die Sonne nicht ganz unter und ein magisches Licht beherrscht die prachtvolle Grossstadt. Maler und Dichter haben diese besonderen Nächte zahlreich verewigt und noch heute sind viele Petersburger die ganze Nacht wach, um diese besondere Stimmung zu erleben und zu feiern. Besonderes Schauspiel in diesen Nächten ist das Hochziehen der NewaBrücken, um grosse Schiffe und Frachter durchzulassen. An den Ufern wird gefeiert, getanzt, gelacht und getrunken.

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Vom Feinsten das Beste Toskana und Emilia-Romagna von Sabine Kwapik

Für unzählige Menschen sind es verheissungsvolle Regionen: Inspirationsquelle für europäische Künstler und Schlaraffenland für Gourmets aus aller Welt. Die Toskana und die Emilia-Romagna in Italien. Massstab für Generationen von Bildhauern und Malern. Nicht von ungefähr. Denn schon Leonardo da Vinci, künstlerische Urgestalt und Generalgenie, wirkte hier. Wie auch Michelangelo oder der Komponist Puccini. Etwa in der künstlerischen Urzelle Pietrasanta, dem toskanischen Künstlerdorf am Tyrrhenischen Meer. Und auch Luxusoase. Denn die Region zieht die Reichen und Schönen Europas quasi magisch an. Sowie Gourmets aus aller Welt. Zu Recht. Denn in der Region um Pisa, Parma und Modena haben erlesenste Grundzutaten für eine exzellente Küche eine lange Tradition: feinstes Öl, wertvoller Balsamico-Essig und würziger Parmaschinken in einzigartiger Qualität – das Feinste vom Besten.

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«DIE ÖLBÄUME SIND SEHR CHARAKTERISTISCH, UND ICH GEBE MIR GROSSE MÜHE, DAS EINZUFANGEN. ES IST SILBER, DAS MAL INS BLAUE, MAL INS GRÜNE

E

ine Weite, die das Auge beruhigt und Erholung für die Seele bringt. Sanft schmiegen sich die Hügel hinunter zum Meer. Nach Versilia, dem Küstenabschnitt nahe Pisa. Vorbei an uralten Olivenhainen, malerischen Villen und sonnenverwöhnten Weinreben. Fest ist ihr Blick und auch liebevoll. Und dann kommt ein Lachen. Andrea Lehmann lacht. Aus dem Bauch, nein aus dem Herzen. Und dabei erzählt sie von ihren Olivenbäumen. Wie von einer Kinderschar. Jedes Individuum zählt. Mit seinen Eigenarten, Stärken und Schwächen. 1111 alte und 240 jüngst angepflanzte Bäume. Und wenn man ihr so zuhört, bekommt das Zitat des spanischen Gelehrten Johannes vom Kreuz eine neue Bedeutung. «Ein gepflegter und gehüteter Baum trägt durch die gute Sorge seines Besitzers seine Früchte zur rechten Zeit, wie man es von ihm erwartet.» So ist es hier in den Ausläufern des Apennin-Gebirgszuges. Denn für Andrea Lehmann ist ihr vier Hektar grosser Olivenhain in der Toskana nicht nur ein Wirtschaftsfaktor. Er ist Insel, Zufluchtsstätte und Lebenseinstellung. Rund 500 Jahre wachsen hier die Olivenbäume ihres Gutes Il Casone. Es sind mit die ältesten Bäume in der Region, sagt die aus dem süddeutschen Tuttlingen stammende 49-Jährige. Doch diese Bäume waren

über Jahrzehnte vernachlässigt, verwahrlost, vergessen. Ein Trauerspiel. Aber Andrea Lehmann hat dieses Kleinod in aufwändiger Kleinarbeit in den vergangenen 15 Jahren wiederbelebt. Initialzündung für ihr Umfeld. Andere Landbesitzer in der Nähe ihres Anwesens machen es der Deutschen nun nach und pressen aus den ovalen Früchten das grüne Gold: Das toskanische Olivenöl von Weltruf. Gourmetschatz grünes Gold «Von jedem Baum erhalten wir rund einen Liter Öl, also 1111 Liter», sagt die quirlige Frau mit dem kecken Kurzhaarschnitt. Wie edel ihre Ernte ist, zeigt sich etwa an einem ihrer exklusiven Kunden: Michael Hoffmann vom Berliner Gourmettempel «Margaux». Er verwendet das sattgrüne Öl für die letzte Würze seiner exquisiten Speisen. Tröpfchenweise, quasi als Aromatikum. Doch wer nun denkt, auf Il Casone drehe sich alles um irgendeinen extravaganten neumodischen Hokuspokus, der irrt. Und zwar gewaltig. Bestes Beispiel dafür ist Giorgio Bianchi. Der Italiener kümmert sich unter anderem um die Olivenbäume. Er wurde 1933 geboren. Und zwar in der heutigen Küche von Il Casone. So wie einige seiner acht Geschwister. Damals war das

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SPIELT, BRONZEFARBEN UND BEINAH WEISS AUF GELBEM, ROSA, VIOLETTEM ODER ORANGE BODEN, DER BIS ZUM STUMPFROTEN OCKER GEHT …» Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Brief 608

Köche Italiens ausgezeichnet. Oft schwingt er in der Küche des Anwesens den Kochlöffel und bringt Gästen die Zubereitung von Speisen bei. Denkbar ist auch eine Spa-Behandlung, die Andrea Lehmann vor Ort organisiert. Oder einfach nur im zum Gut gehörenden Swimmingpool aus schwarzem Granit liegen und die Seele zu Ruhe kommen lassen. Für Aktivere bieten sich Tagesausflüge zu den zahllosen Attraktionen der Umgebung an. Etwa zum zweitgrössten Karneval Italiens in Viareggio im März. Ist Venedig bekannt für Maskerade, für posierende Edelmänner und üppig drapierte Damen, so ist es Viareggio für die Grösse der Umzugswagen, die locker bis zu 20 Meter hoch sein können. Historisch Interessierte fahren nach Pisa, Lucca oder Florenz – Orte mit Weltruf zum Greifen nah. Für Geniesser aber ist die nördlich an die Toskana angrenzende Emilia-Romagna ein Muss. Ein Gebiet, rund um den Globus bekannt für Parmaschinken und Essig erster Güteklasse aus der Region Modena.

nun unter Denkmalschutz stehende Anwesen Unterkunft für drei Bauernfamilien, die im Dienst des Grundherrn standen. Erster Besitzer des Hauses, gebaut im Jahr 1729, war übrigens der damalige Baron von Parma. Doch zurück zu Gegenwart. In der bastelt Andrea Lehmann zusammen mit Sohn Alexander, Schwester Angelika und Schwager Cornelio auch noch an «io olio!», einem Kulturverein für die Region. Der Grund: In ihrem Haus gehen die Künstler der Region ein und aus. Und das sieht man auch an der Innenausstattung. Die wurde von der in Monaco wirkenden Innenarchitektin Patrizia Rossino gestaltet. Aber die liebevollen Details stammen aus den Händen ortsansässiger Künstler aus vielen Ländern. Eine kletternde Büste hier, ein detailliert bearbeiteter Stein dort. Il Casone ist ein Ort der Inspiration. Und das können auch Gäste geniessen. Denn in drei separaten Villen bietet Andrea Lehmann für maximal zehn Personen eine luxuriöse Herberge jenseits des Fünf-Sterne-Standards. Einen persönlicheren Service wird man selten finden. Etwa beim Besuch eines Kochkurses mit Andrea Mattei. Der 31-Jährige wurde vom italienischen Feinschmeckermagazin «Gambero Rosso» als einer der besten

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Der edle Balsamico reift teilweise bis zu 25 Jahre

DER RAUM WIRKT FAST WIE EINE EDLE PARFÜMERIE: IN FRAGILEN FLAKONS BRICHT SICH DAS DURCH DIE FENSTER STRAHLENDE LICHT.

Süsssaure Sensation mit samtenem Geschmack Der Raum wirkt fast wie eine edle Parfümerie: In fragilen Flakons bricht sich das durch die Fenster strahlende Licht. Es sind Kostbarkeiten für den Gaumen eines Feinschmeckers. Die Manufaktur «il borgo del Balsamico» ist ein Insidertipp für Liebhaber von bestem Essig. Mehr als 40 Jahre gehen hier in Reggio Emilia Kunst und Handwerk eine Symbiose ein. «Das Echte und Unverfälschte ist unsere Passion», sagt Cristina Crotti. Sie führt zusammen mit ihrer Schwester Silvia und fünf Angestellten das kleine und feine Unternehmen. Hervorgegangen ist es aus einem Hobby ihres Vaters. Rund 330 Liter des traditionellen Balsamico-Essigs aus Reggio Emilia und Modena werden hier pro Jahr produziert. Nicht viel, aber schon einige Tropfen der bisweilen sirupartigen Flüssigkeit haben es in sich. Süsslicher Duft, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, empfängt den Besucher im Flur der Produktion in der malerischen Villa der Essig-Experten. Dann steht Treppensteigen an. Denn der edle Balsamico braucht Kälte wie auch Wärme. Im Winter geht es runter bis zu minus zehn Grad, im Sommer hoch bis auf plus 40 Grad, wie Cristina Crotti weiss. Diese Temperaturen werden

auf dem Dachboden des Hauses in Norditalien erreicht. Und deshalb lagern die zum Teil nur fünf Liter fassenden Holzfässer unter den Schindeln des Manufakturhauses. Ein Unterfangen, das in der Vergangenheit jede Familie in Reggio Emilia betrieb. «Jedes Fass war vorher für andere Getränke im Gebrauch, etwa für Wein oder für Bier», sagt Cristina Crotti. Dazu durchläuft der hier hergestellte Essig Fässer aus sieben verschiedenen Holzarten, zum Teil mehr als 100 Jahre alt. «Hier liegt das weltweit am besten bekannte Herstellungsgebiet für Essig.» Doch: Die Bezeichnung für den traditionellen Balsamico-Essig ist heute nicht richtig geschützt, wie die 44-Jährige weiss. Auch gibt es verwirrende und oft nicht hilfreiche Vorschriften der einzelnen landwirtschaftlichen Vereinigungen und Kooperationen. «Wir wussten, wir können nur überleben, wenn wir reinen und in traditioneller Weise hergestellten Essig produzieren», sagt Cristina Crotti. Ihre Produkte sind bis zu 25 Jahre lang gereift und umfassen verschiedene Verwendungsmöglichkeiten – vom säuerlichen Dressing für einen Salat bis hin zum gekonnten Abschluss eines Desserts durch einige Tropfen des jahrealten süsssauren Saftes.

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Prosciutto di Parma, der luftgetrocknete Schinken aus der Provinz Parma nordwestlich von Bologna

Saftiger Schinken durch perfekte Präzision Nach Öl und Essig geht es schmackhaft wie auch pikant weiter. Saftige Schinken werden noch per Hand in der Produktion von Ruliano in Riano di Langhirano nahe Parma gesalzen. Stück für Stück, mit Bedacht und Augenmass. Bis zu 80 000 Schinken verlassen hier pro Jahr die Manufaktur. Rund 20 Angestellte arbeiten in dem Unternehmen, das 1949 gegründet wurde. Mittlerweile wird es in dritter Generation geführt. «In Sachen Parmaschinken sind wir die Besten der Besten», sagt Daniele Montali. Der Grund: die reine Luft vom Meer und die richtige Feuchtigkeit, so der Firmeneigentümer. Er ist einer der wenigen, der sehr genau weiss, welche Art von Reifeprozess der Parmaschinken made by Ruliano durchlaufen muss, um das edle Gütesiegel zu erreichen. Dabei wird der Schinken sogar durch eine Maschine massiert, um zarter zu werden.

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Den Ritterschlag erhält die Schweinekeule durch insgesamt drei Brandzeichen, sukzessive erteilt in den verschiedenen Stationen des «Parmaschinken-Werdens» nach einer Vielzahl von Prüfungen. Ein reines Naturprodukt, wie der 48-jährige Eigentümer stolz erzählt. Die älteste Methode, Lebensmittel haltbar zu machen, und Teil der Kultur dieser Region. Über Jahrtausende hinweg hat die Menschheit auf diese Art konserviert. Mit Geduld und Expertise. 16 bis 24 Monate braucht ein Schinken, um das letzte und massgebliche Brandzeichen von Ruliano zu bekommen, sagt Montali. Und ein Tipp von ihm für alle Fleischliebhaber: «Je älter der Schinken ist, umso intensiver ist der Geschmack.»

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INTENSIVER IST DER GESCHMACK.»


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Food News

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Ramón Freixas Restaurant Ávalon in Barcelonas Grand Hotel Central

Wiedereröffnung des Restaurants «L’Horizon»

Mauritischer Kochkurs mit Chef de Cuisine Didier Jacob

Neben seinem Gourmetrestaurant in Madrid betreibt der mit nun bereits zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Ramón Freixa das trendige «Ávalon» in Barcelona. Nach einem umfangreichen Facelifting präsentiert sich das Restaurant des Grand Hotel Central noch attraktiver als zuvor: Holzdielen, Lampen im Industrie-Design und grossflächige Fenster schaffen eine loftartige Atmosphäre. Die Abendkarte im «Ávalon» trägt unverkennbar Ramón Freixas Handschrift. Er gehört zur Garde innovationsfreudiger Top-Köche, die der spanischen Küche während der letzten Jahre zu Weltgeltung verholfen haben. Der Katalane serviert eine moderne Version der Küche seiner Heimat, verfeinert und um mediterrane Einflüsse bereichert. Längst zum «Ávalon»-Klassiker avanciert sind Freixas Cannelloni, der Käsekuchen mit Erdbeeren und die stilechte Crema Catalana.

Siebter Stock – siebter Himmel – das Rooftop-Restaurant «L’Horizon» im siebten Stock des Fairmont Monte Carlo öffnet nach der Winterpause endlich wieder seine Türen. Die Terrasse lädt zu einem 360°-Blick über das Fürstentum Monaco ein: Vom Fürstenpalast über das Opernhaus bis hin zum Casino sind sämtliche Highlights von Monaco zu sehen – und natürlich jede Menge Meer und die traumhaft malerische Küstenlandschaft. Mit einer neuen Speisekarte nach dem Konzept «Chic & Ethic» verfolgt Küchenchef Maryan Gandon das «Green Cuisine»-Programm des «Fairmonts». So baut das Fairmont Monte Carlo sein eigenes Obst und Gemüse in einem nahe gelegenen Garten an und Händler sowie Zulieferer werden zur Nachhaltigkeit verpflichtet. Unter beratender Unterstützung des Ozeanographischen Museums werden hier zudem ausschliesslich Fischarten aus nicht bedrohten Beständen serviert.

Im Maradiva Villas Resort & Spa lernen die Gäste Mauritius von der kulinarischen Seite kennen: Küchenchef Didier Jacob nimmt Gourmets und solche, die es werden wollen, bei Kochkursen in der «Maradiva»-Open-Air-Küche mit auf eine kulinarische Reise durch die Insel. Der vierstündige Kurs, bei dem traditionelle Gerichte wie Palmherzensalat, Krebssuppe oder Dholl Pourri gezaubert werden, endet mit einem Lunch am Strand und vielen Ideen fürs exotische Kochen zu Hause. Gleich nach Sonnenaufgang treffen sich die Hobbyköche mit Jacob im «Karo» und ernten Kürbisse, Melonen, Chilischoten, Zimt, Safran, Curryblätter und Koriander. Während der Kochsession erfahren sie, wie die unterschiedlichen Kulturen und Religionen die regionale Küche beeinflussen, wie Rezepte entstehen, welche Mythen und Legenden sich um Gewürze und Kräuter ranken und warum ein gutes mauritisches Curry niemals scharf sein darf.

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FOOD LOUNGE

«Essen ist ein Bedürfnis, geniessen ist eine Kunst.» La Rochefoucauld

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René Redzepis nordische Regionalküche

Das Food & Wine-Festival in Hawaii

Philipp Labbé offeriert französische Küche vom Feinsten

Die kleine Sensation ist perfekt, das Restaurant «NOMA» in Kopenhagen hat es geschafft: zum zweiten Mal in Folge wurde das Restaurant von René Redzepi zum besten Restaurant der Welt gekürt. Seit zehn Jahren wird die San-PellegrinoListe der 50 besten Restaurants der Welt von der britischen Zeitschrift «Restaurant Magazine» herausgegeben. Diese Rangliste ergibt sich aus den Bewertungen von 800 Kulinarik-Experten aus aller Welt. Küchenchef René Redzepi ist durch seine kreative nordische Küche zum Star geworden. Das «NOMA», ein umgebautes Schiffslagerhaus aus dem 18. Jahrhundert, serviert vornehmlich nordische Spezialitäten. Redzepi verwendet fast ausschliesslich Produkte aus Skandinavien und bietet raffinierte Gemüse- und Getreidekreationen an. In Zukunft dürfte es somit noch schwieriger werden, einen Platz im beliebten «NOMA» zu ergattern. Bereits jetzt ist das Restaurant «NOMA» drei Monate im Voraus ausgebucht.

Von 29. September bis 1. Oktober 2011 findet auf O‘ahu zum ersten Mal das Food & Wine-Festival mit Fokus auf regionale Spezialitäten der Insel statt. Der Start des Events fällt auf das 20-jährige Jubiläum der «Hawaiian Regional Cuisine»Bewegung, deren erklärtes Ziel es ist, die Verwendung lokaler Produkte zu fördern. Während der Veranstaltung werden zwei preisgekrönte Köche aus Hawaii, Roy Yamaguchi und Alan Wong, unter den Augen der Zuschauer Speisen mit lokalen Zutaten zubereiten. Inspiriert von der hawaiianischen Tradition «Ahupua’a», die den Anbau, die Ernte und den Tausch aller Produkte beinhaltet, die zum Überleben notwendig sind, liegt der Fokus des Food & Wine-Festivals auf der Nachhaltigkeit von Hawaiis Ökosystem in den Bereichen Landwirtschaft und Umwelt. Alan Wong betont die Besonderheit des kulinarischen Angebots: «Das spezielle Klima Hawaiis bringt Produkte hervor, die es in dieser Qualität ausserhalb der Insel nicht gibt.»

Seit März 2011 lockt das französische Gourmetrestaurant «L’Abeille» im exklusiven Shangri-La Hotel in Paris, Feinschmecker auf den Hügel von Chaillot. Im eleganten 16. Bezirk, nur wenige Schritte von den Champs-Élysées entfernt, kredenzt der Michelin-Stern-gekrönte Küchenchef Philipp Labbé französische Haute Cuisine. Geniesser finden saisonale Produkte wie derzeit Lachs aus dem Fluss Adour, Forelle und Milchlamm auf der Karte. Auch blauer Hummer, knusprig gebratene Wachteln, iberisches Spanferkel und zweierlei Foie Gras in Schokolade lassen die Geschmacksnerven jubeln. Ein besonderes Highlight ist das exklusiv für das Shangri-La Hotel zubereitete Brot mit korsischem MaquisHonig und getrockneten Aprikosen. Für den süssen Abschluss eines jeden Menüs zeichnet Patissier François Perret verantwortlich. Sommelier Cédric Maupoint steht den Gästen bei der Auswahl der 650 verschiedenen Weine zur Seite.

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LOST & FOUND

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LOST & FOUND

Saint-Tropez Und immer lockt das Weib von Helena Ugrenovic

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Er war der Prototyp des Lebemanns und GentlemanPlayboys der 60er und 70er Jahre. Aus einer Deutschen Unternehmerdynastie, reich, kreativ, gesegnet mit Stil und Niveau, vielseitig interessiert und begabt. Sie war eine der betörendsten Frauen der damaligen Zeit. Verführerisch, eine Lolita mit Klasse und Kussmund, sinnlich und erotisch. Eine Mensch gewordene Venus. In den 1950er Jahren wird das kleine ehemalige Fischerdorf Saint-Tropez zum Wallfahrtsort der Oberen Zehntausend. Jedoch erlangt der Ort erst durch den Film «Und immer lockt das Weib» mit Brigitte Bardot Weltberühmtheit. Als die blonde französische Göttin den blonden Deutschen Lebemann Gunter Sachs trifft, explodierten Leidenschaft und Lebenslust zu einer Supernova.

is ins 20. Jahrhundert ist Saint-Tropez, benannt nach dem Heiligen Torpes, ein einfaches Fischerdörfchen im Süden Frankreichs an der Côte d'Azur. Benannt nach dem Heiligen Torpes, der ein Beamter Kaiser Neros und christlicher Märtyrer war. Die «blaue Küste» mit ihrem angenehmen Klima und der lockerer Lebenskunst des französischen Savoir Vivre reizen schon seit dem 19. JahrhundertKünstler, Literaten und Komponisten. Intellektuelle aus allen Ecken der Welt ergeben sich hier in dem kleinen authentischen Fischerdörfchen der Inspiration. Muschel im Meer Der französische Schriftsteller Guy de Maupassant beschreibt das Saint-Tropez des 19. Jahrhunderts als «...eines jener guten, kleinen, bescheidenen Städtchen, die wie eine Muschel ins Meer getaucht sind, ernährt vom Fisch und der Meeresluft.» Bald sind es nicht mehr die Fischer und Fangnetze, die Saint-Tropez ernähren, sondern der Jet Set, der sich auf knapp 12 Quadratkilometern ein Stelldichein liefert. Der französische Maler und leidenschaftliche Segler Paul Signac erklärt sich zum Entdecker des damals noch unberührten paradiesischen Fleckens Erde. 1893 beschliesst er, sich in Saint-Tropez niederzulassen und zieht Maler wie Henri Matisse, August Renoir, Henri Matisse und Pierre Bonnard an. Es ist das besondere Licht, das die Landschaft verzaubert, das sie alle suchen, einfangen und in Öl auf Leinwand verewigen wollen.

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«WIR HABEN ETWAS BEWEGT, WENIGSTENS NACHTS» Gunter Sachs

Saint-Tropez

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In the Heat of The Night Wo noch ein blanker Busen als absoluter Skandal gilt, will sich der Jet-Set in den 50ern von Zwängen und Regelnd befreien. Die Schickeria strömt ins malerische Hafenstädtchen, das nicht nur die europäischen Aristokraten magisch anzieht, sondern auch Schauspieler, schillernde Persönlichkeiten und schräge Vögel. Wer heute an Saint-Tropez denkt, verbindet den Namen unweigerlich mit Brigitte Bardot, Gunter Sachs, Roger Vadim, Audrey Hepburn oder Jeanne Moreau. Das erste Mal begegnen sich La Bardot und der Gentleman-Playboy im Nachtclub L'Esquinade in Saint Tropez. Sachs ist eher ein schüchterner und sentimentaler junger Mann, Brigitte strotzt vor Wildheit und Sexappeal. Auf den Tag ihres Kennenlernens genau zehn Jahre später besiegeln La Bardot und Sachs ihre Liebe mit einer glamourösen Hochzeit. Der Mythos Saint-Tropez ist geboren und Sachs erlebt an der Seite des französischen Filmstars einen plötzlichen Bekanntheitsgrad. Wie leidenschaftlich und fast schon anstrengend das dreijährige Eheleben ist, lässt ein Satz erahnen, den Sachs Jahre später preisgibt. Auch Jahrzehnte nach der Scheidung halten sie einen losen Kontakt und schreiben sich gelegentlich. Bei so losem Kontakt könne man sich nicht streiten, meint Sachs.

Brigitte Bardot & Gunter Sachs

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Das Paar in L.A.

Brigitte Bardot

BB Mit «Und immer lockt das Weib» hat BB den Durchbruch geschafft, mit Filmen wie «Die Wahrheit», «Die Verachtung» und «Viva Maria» schreibt sie Filmgeschichte und zeitweise überstiegen ihre Auslandseinnahmen ihrer Filme die Exporterlöse der Renaut-Werke. Als sie mit 15 Jahren eine Karriere als Hut-Model startet, wird sie innerhalb kurzer Zeit zu einem der meistgefragtesten Mannequins von Paris. Ihre sinnliche Schönheit gepaart mit kindlicher Unschuld fallen auch dem Regisseur Marc Allégret auf. Doch mit Allégret verbindet sie nur eine geschäftliche Beziehung. Viel mehr interessiert sie Roger Vadim, der Mitarbeiter Allégrets und Sohn eines russischen Aristokraten, mit dem sie eine Liebesaffäre beginnt. Als Brigitte volljährig wird, heiraten sie und Brigitte avanciert zu Vadims Protegée, während er ihre Karriere vorantreibt. In der Schönheit mimt dem fast schon unerträglichen Sexappeal stecken mehr Talente, als ihr Eros verbirgt. BB ist mit einer Komik gesegnet, die im Widerspruch zu ihrem provokativen Körper steht, bewegt sich so geschmeidig wie eine Katze und hat eine tänzerische Begabung.

und sie gibt ihnen die Mitschuld an ihren drei gescheiterten Ehen, dass ihr Sohn bei seinem Vater aufwächst und dass ihre Liebhaber immer jünger werden. Mit 40 Jahren entschliesst sie sich, keine Filme mehr zu drehen und sich stattdessen dem Tierschutz zu verschreiben. Unermüdlich kämpft sie seit über dreissig Jahren gegen Tiertransporte und den Walfang. Der erste Deutsche Playboy Es scheint, als hätte das Leben Gunter Sachs von seiner Geburt im Jahr 1932 an dazu eingeladen, sich nicht nur auf der Sonnenseite zu bewegen, sondern mit den Strahlen zu tanzen. Er ist der jüngere Sohn des deutschen Industriellen Willy Sachs, der Alleininhaber des Sachs-Konzerns ist und Enkel des Geheimrats Ernst Sachs, dem Erfinder des Fahrrad-Freilaufs und Mitgründer des Unternehmens. Der Grossvater mütterlicherseits ist Wilhelm von Opel, der Sohn des Opel-Gründers Adam Opel. Den grössten Teil seiner Schulzeit und Studienjahre verbringt Sachs in der Schweiz und studiert Mathematik und Wirtschaft in Lausanne, erwirbt ein Dolmetscherdiplom und macht eine Lehre als Bankkaufmann. Seiner Frohnatur verdankt er seit den 60er Jahren sein Image als Lebemann und Playboy, doch er selber wertet dies nie als Beleidigung. Sachs verstand darunter wohlwollende, junge Männer, die wissen, wie man Feste feiert und mit schönen Frauen parliert.

Die naiv verführerische Kindfrau, die scheinbar das gleissende Licht der Scheinwerfer und die Blitzlichter der Papparazzi wie die Luft zum Atmen braucht, hasst jedoch ihre Star-Rolle und die Fotografen. Nichts bleibt der Öffentlichkeit verborgen

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La Bardot

«Muschel» von Gunter Sachs

Leben für die Kunst Trotz der Unternehmerdynastie, in die Sachs hineingeboren wird, interessieren ihn Kunst und Fotografie und in einem Interview antwortet er auf die Frage, was für ihn Luxus darstellt, dass ihm genau das den Luxus beschert, Dinge zu tun, die er gerne macht, denn oft scheitern Künstler an Geldmangel. Er verfügt über mehr als genug davon, um seine Talente zu entfalten und was er macht, ist immer von Erfolg gekrönt. 1959 wird er Junioren-Europameister im Zweierbob, produziert in den 60er und 70er Jahren sechs Dokumentarfilme, für die er mehrfach ausgezeichnet wird und macht sich als Kunstsammler einen Namen. Er kauft Werke von damals noch unbekannten Künstlern wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein auf, um sie später mit Millionengewinn zu verkaufen. Zu seinem Freundeskreis gehören Romy Schneider, Jean-Paul Belmondo, Twiggy und Alain Delon. Geschmackvoll, mit Stil und Niveau, versammelt der Paradiesvogel des Internationalen-Jetsets die schönsten Frauen um sich. Als er und Brigitte Bardot heiraten, gelten sie als Traumpaar dieser Zeit und verleiht Brigitte ihm genau die Unsterblichkeit, die auch SaintTropez mit dem berühmten Liebespaar erhält.

Am 7. Mai 2011 wählt Gunter Sachs den Freitod. In seinem Abschiedsbrief erklärt er seinen letzten Schritt «...habe ich erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken. Jene Bedrohung galt mir schon immer als einziges Kriterium, meinem Leben ein Ende zu setzen. Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben, wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten.»

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Places to see

Sagrada Familia

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as Werk, das Antoni Gaudí sein Leben lang begleitete, in dem sich intellektuelle Triebfedern mit dem Ethos einer Religiosität verbanden, die mit der Zeit immer mystischer wurde, ist die berühmte Kirche der Sagrada Familia, die den äussersten Punkt der Interpretation des Gotischen durch den Jugendstil darstellt. Von der 1882 nach einem neugotischen Entwurf des Architekten Del Villar begonnenen, noch heute letztlich unvollendeten Kirche stand 1893 nur die Zone der Apsis. Viele verschiedene Stile sind in die Kirche eingeflossen. So findet man kubistische Anleihen, Jugendstil, Modernismen und Moderne sowie neukatalanische und neugotische Bauweisen. Vor allem aber der sehr eigene Stil Gaudís, der seine Inspiration vorwiegend aus der Natur zog, zieht

den Betrachter in seinen Bann, auch wenn man durchaus die Einflüsse anderer Architekten, die nach Gaudís Tod an dem Bau gearbeitet haben, erkennen kann. Von Anfang an haben sich an der Sagrada Família die Meinungen geteilt. Gaudí verkörperte zu seiner Zeit eine revolutionäre Ästhetik und war zudem tiefgläubiger Katholik. Kritiker der Sagrada Família weisen gerne auf den symbolüberladenen Zuckerbäckerstil nach aussen hin. Wenn man jedoch das Innere betritt, fällt es schwer, nicht überwältigt zu sein von der lichten, nach oben strebenden Leichtigkeit dieser Konstruktion, die eine Art moderne, an den Formen von Gräsern und Bäumen orientierte Gotik darstellt. Die Fertigstellung der Sagrada Familia wird für das Jahr 2026, ein Jahrhundert nach dem Tod von Gaudi, angestrebt.

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Niagarafälle

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ie Niagarafälle gehören wohl unangefochten zu den sehenswertesten Wasserfällen der Welt. Man kann sie sogar von zwei Staaten aus in Augenschein nehmen. Sie bestehen aus zwei durch Goat Island (Ziegeninsel) voneinander getrennten Kaskaden. Der östliche Teil ist amerikanisch, und als Horseshoe wird der westliche, kanadische Teil bezeichnet. Unbestritten ist, welcher der beiden Fälle der Star ist, denn der kanadische Teil der Niagarafälle ist deutlich imposanter als der US-amerikanische. Die Breite der Niagarafälle auf der kanadischen Seite beträgt 792 Meter mit einer Falltiefe von 52 Metern Der US-amerikanische Teil der Wasserfälle ist zwar kleiner, aber dennoch nicht unbeträchtlich. Denn die Niagarafälle auf der US-amerikanischen Seite weisen immerhin noch eine Breite von 363 Metern und

eine Höhe von 21 Metern auf. Diese Zahlen für sich sind keine Superlative; ihre Attraktion verdanken die Fälle in erster Linie den enormen über die Klippen stürzenden Wassermassen. 7000 Tonnen Wasser, die pro Sekunde über das Grundgestein fliessen, sorgen für kontinuierliche Erosion und verschieben die Wasserfallkante jährlich um circa einen Meter. Und dies trotz der hohen Reduktion der Wassermenge von 75 Prozent seit den Fünfziger Jahren. Das aus dem Eriesee stammende Wasser verwandelt sich nach ruhigen 35 Kilometern in Wildwasser, das in den Niagarafällen endet und danach weiter in den Ontariosee fliesst.

Place to see

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Komodo

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twa 483 Kilometer östlich von Bali liegt die Insel Komodo. Bewohnt wird sie hauptsächlich von 2500 Komodowaranen – auch Komododrachen genannt. Die Insel wurde 1980 zum Nationalpark erklärt und gehört seit 1992 zum Weltnaturerbe. Der amerikanische Forscher Douglas Burden begab sich 1926 auf die Suche nach den berühmten Drachen und bemerkte, als er auf die Insel zusegelte: «Diese phantastische Silhouette: Palmen, die den Strand bewachen, nackte Vulkanschlote, die sich den Sternen entgegenrecken – das war die passende Wohnstätte der grossen Echsen, für die wir so weit her gekommen waren.» Die heisse und karge Urlandschaft beherbergt eine erstaunlich vielfältige Tierwelt. Bunte Vögel fliegen in Massen umher, eine grosse Zahl von Giftschlangen, Hirsche, Wildschweine,

die flugunfähigen Freycinet-Grossfusshühner, massige Wasserbüffel und nicht zu vergessen die wilden Komodowarane die grössten Echsen der Welt, die bis zu drei Meter lang werden können, aber dennoch recht schnell sind, können Bäume erklettern und auch gut schwimmen. Warane sind zwar kräftige Raubtiere, die durchaus Wildschweine und Hirsche erbeuten können, fressen aber eigentlich lieber Aas und jagen nur, wenn sie kein totes Fleisch finden. Der Komodowaran steht seit 1915 unter Schutz, und die Grösse der Population ist seither relativ stabil geblieben. Die rund 20 000 ausländischen Besucher, welche jährlich den Komodo-Nationalpark besuchen, tragen mit ihren Devisen hier nicht unerheblich zu ganz «materiellen» Gründen bei, diese Tiere auch in Zukunft zu schützen.

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LOST & FOUND

Walk of Fame

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m Jahr 1958 wurde der Hollywood Walk of Fame ins Leben gerufen, um den Hollywood-Grössen ein bleibendes Denkmal zu setzen. Der erste Stern wurde am 9. Februar 1960 für die Schauspielerin Joanne Woodward in das Strassenpflaster eingelassen. Auf dem knapp vier Kilometer langen Hollywood Boulevard werden die Namen der Entertainment-Prominenz seit 50 Jahren verewigt, und rund zehn Millionen Schaulustige aus aller Welt flanieren jedes Jahr über den Sternen-Boulevard. Sie laufen über schwarze Terrazzo-Platten, in die rosafarbene fünfzackige Sterne mit Verzierung und Namen in glänzendem Messing eingelassen sind. Mehr als dreihundert Sterne sind noch namenlos und werden in den kommenden Jahren einen «Eigentümer» erhalten. Seit über 20 Jahren stellt das «Stargirl» die

Verleihzeremonien auf die Beine. Alljährlich im Juni wählt ein fünfköpfiges Komitee aus etwa dreihundert Vorschlägen rund zwei Dutzend Sternempfänger für das kommende Jahr aus. Jedermann kann seinen Wunschkandidaten nominieren, aber meistens sind es Fans oder Filmstudios, die einen Namen vorschlagen. Bedingung ist allerdings, dass der oder die Auserwählte einwilligt und dass 25 000 Dollar auf das Konto der Verleiher eingezahlt werden. Die Plakettenverleiher wählen gerne einen passenden Standort für ihre Stars, doch die Rechnung geht nicht immer auf. Die für ihre blonde Lockenmähne berühmte Schauspielerin Farrah Fawcett nahm ihren Stern 1995 vor einem schicken Frisiersalon in Empfang, doch das Geschäft machte schnell dicht.

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Autosommer in Deutschland

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von Lone K. Halvorsen

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Vor 125 Jahren wurde im deutschen Bundesland Baden-Württemberg der motorisierte Kraftwagen erfunden. Grund genug, das Automobil zu feiern!

n Deutschland werden nicht nur seit 125 Jahren renommierte Autos hergestellt, Deutschland bietet auch perfekte Bedingungen, sie zu nutzen. Das deutsche Strassennetz gehört zu den dichtesten der Welt und die deutschen Autobahnen umfasseneine Gesamtlänge von über 12 700 Kilometer. Und wer liebt es nicht, auf den Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung das Gaspedal etwas fester zu drücken. Aber es muss ja nicht immer rasant vorwärts gehen, denn bei einer Fahrt durch die wunderschönen kleinen Orte kann man auch das Land authentisch erleben. Diesen Sommer wird das Automobil gebührend gefeiert, und wer eine Affinität zum Thema Auto hat, wird seine wahre Freude haben an den zahlreichen Events, touristischen Angeboten und Ausstellungen, die im Zeichen des Automobils stehen.

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AIR, ROAD & SEA

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AIR, ROAD & SEA

Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart

Noble Karossen und Weinreben Stuttgart beeindruckt bereits auf den ersten Blick durch seine wunderschöne topographische Lage. Gelegen zwischen Wald und Reben, findet man hier nicht nur Porsche und Mercedes, sondern auch Weinwanderwege, Kultur und exquisite Shoppingmöglichkeiten. Untrennbar ist diese Region mit den Automobilen verbunden. Hier wurde der motorisierte Kraftwagen erfunden, und hier stehen die bedeutendsten Automobilmuseen und -produktionsstätten der Welt. Als einziges Museum der Welt stellt das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart die 125-jährige Geschichte der Automobilindustrie vom ersten Tag an lückenlos dar. Ein Aufzug führt zur obersten Ebene des Museums und lädt zur Zeitreise ein. Angekommen im Jahr 1886, beginnt der Mythos mit der bahnbrechenden Erfindung von Gottlieb Daimler und Karl Benz. Chronologisch folgt ein Mythos dem nächsten in einem Rundgang durch sieben Ebenen und 125 Jahre Automobilgeschichte. Das Gebäude ist architektonisch einmalig, und höchst beeindruckend ragt das Museum mit seiner faszinierenden Doppelhelix-Struktur direkt neben der Mercedes-Benz Arena in die Höhe.

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AIR, ROAD & SEA

© TMBW/Dick

Das Porsche Museum

Rennwagen in einer Ausstellung präsentiert, die ohne jegliches Beiwerk die Exponate in den Vordergrund stellt und hervorhebt. Klassiker wie der 911, der 917 oder der 356 finden hier ebenso Anerkennung wie das berühmte «Pink Pig», das 1971 die 24 Stunden von Le Mans bestritt. Auch der erste Käfer, entworfen von Ferdinand Porsche höchstpersönlich, hat seinen Ehrenplatz in diesem faszinierenden Museum. Ein Forum der Fahrkultur für alle, für die Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge mehr sind als nur praktische Fortbewegungsmittel bietet das Meilenwerk. Es führt Spezialisten, Technikbegeisterte, Ästheten und Nostalgiker rund um das rostigste Hobby der Welt unter einem Dach zusammen. Im Meilenwerk können Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge bei professionellen Anbietern ge- und verkauft, restauriert und gewartet werden. Die Werkstätten sind die Keimzelle automobiler Begeisterung. Sie wurden an Spezialisten für Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge vergeben, die sich dauerhaft einen guten Ruf erarbeitet haben. Darüber hinaus bieten Dienstleister und Einzelhändler alles, was für das Hobby benötigt wird oder es bereichert.

Kid-Event im Porsche Museum, im Hintergrund «Pink Pig»

Das Porsche Museum mit seinem monolithischen Körper, der über den Boden zu schweben scheint, beeindruckt nicht nur von aussen. Hier werden die besten und berühmtesten Strassen- und

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AIR, ROAD & SEA

«DAS ERSTE AUTO IM LEBEN VERGISST MAN EBENSOWENIG WIE DIE ERSTE FRAU.»

© www.dorotheum.com

Stirling Moss, brit. Rennfahrer

«CAR CULTURE & Medien der Mobilität» im ZKM Karlsruhe unter anderem mit Werken von Erwin Wurm. Hier zu sehen: Fat Car, 2001

Auto und Kultur Die zahlreichen Veranstaltungen zum Automobilsommer 2011 werden durch ein abwechslungsreiches Programm der Karlsruher Museen und Institute ergänzt. So präsentiert etwa das Medienmuseum «ZKM Karlsruhe» eine Ausstellung, die weltweit erstmals an die fünfzig Autoskulpturen von Künstlern wie Gottfried Bechtold, Olafur Eliasson, Gabriel Orozco, Damián Ortega, Tobias Rehberger, Erwin Wurm, Leo Schatzl, Wolf Vostell, Andy Warhol und anderen zeigt.

Der Tag der offenen Tür des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die ehemalige Universität Karlsruhe und das frühere Forschungszentrum stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen des Automobilsommers 2011. Dabei wird der KIT-Standort Mackensen im Stadtteil Rintheim erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dieser wird sich in Zukunft als ein wichtiger Standort der Mobilitätsforschung etablieren, mit ausreichend Raum für Fahrversuche. Alles dreht sich um die Mobilität von morgen: Wie sehen die Transportmittel der Zukunft aus? Gibt es in Zukunft noch Benzinmotoren? Wie wird Mobilität mit den Themen Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Lebensqualität vereinbart? Verschiedene Institute sind an dem Standort seit einigen Jahren aktiv und forschen an Elektromotoren, Hybridantrieben und Verbrennungsmotoren. Am Tag der offenen Tür stellen die Einrichtungen und Partner des KIT ihre Inhalte in anschaulichen Vorträgen vor, und wissenschaftliche Themen werden zum Entdecken und Mitmachen präsentiert.

Das Rezept für die Herstellung eines typischen Automobils ist einfach: Man nehme Eisen, Aluminium, Glas, Kupfer, Blei, Zink, Keramik, Edelmetalle... Aber halt! Woher kommen all diese mineralischen Rohstoffe? Und wie sind sie entstanden? Antworten auf diese Fragen geben die interaktiven Führungen «Mineralien in Fahrt» in der Dauerausstellung «Im Reich der Mineralien» im Staatlichen Naturkundemuseum Karlsruhe. In unmittelbarer Nähe der hier ausgestellten Automobilhälfte wird deutlich vor Augen geführt, was das Automobil ohne Mineralien wäre – schlicht nicht möglich!

www.automobilsommer2011.de

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BOOKS & MORE

Grossstadt-Dschungel ...

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Coole Tipps für New York Als «Hauptstadt der Welt» bestimmt New York die Trends in Kultur und Lifestyle. Mit diesem topaktuellen Guide zu allen angesagten Adressen werden Sie spüren, wie die Megacity am Hudson schwingt.

Die besten Fotografen zeigen Berlin In keiner anderen Metropole der Welt verbindet sich das Neue mit dem Alten derart spannend wie im Berlin der Gegenwart. Nirgendwo sonst treffen so viele unterschiedliche Kulturen und Lebensstile aufeinander. Das Verschwinden von Mauer und Todesstreifen vor 20 Jahren hat eine Internationalisierung in Gang gesetzt, wie sie in so kurzer Zeit noch keine andere Stadt erlebt hat. Dagmar von Taube gibt diesem Berlin ein Gesicht. Sie versammelt dazu die Persönlichkeiten aus Kunst, Film, Mode, Medien, Politik und Wirtschaft, die das Bild der Stadt prägen. Das Ergebnis ist ein grossartiger Bildband und faszinierendes Panorama, exklusiv eingefangen von international bekannten Fotografen.

Testen Sie die coolen Alternativen auf den bekannten Pfaden und auch abseits davon. Einzelne Kapitel in Cool Guide New Yorkstellen die In-Locations zum Ausgehen, Essen und ebenfalls Sightseeing vor – und natürlich eine exklusive Auswahl ausgefallener Einkaufsmöglichkeiten!

Cool Guide New York, TeNeues Verlag

Berlin Now, TeNeues Verlag

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BOOKS & MORE

www.mountainfilm.com

... und Raubkatzen

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Das Buch zum Film Die Serengeti – eine grossartige, unberührte Landschaft – erstreckt sich viele hundert Kilometer vom Kraterhochland Tansanias bis an die nördlichen Ausläufer des Schutzgebietes in Kenia. Sie ist die Bühne, auf der sich seit Jahrtausenden ein dramatisches Naturschauspiel ereignet: die Great Migration, die grosse Wanderung der Gnus. Der renommierte Tierfilmer und Zoologe Reinhard Radke hat einen eindrucksvollen Film gedreht, der im Herbst in die Kinos kommt. Während der Film durch die Kraft der Bilder den Zuschauer in seinen Bann zieht, bietet das Buch zusätzlich zu den schönsten Aufnahmen eine faszinierende Schilderung der biologischen und ökologischen Zusammenhänge und zeichnet ein mitreissendes Porträt des Nationalparks und seiner Bewohner.

Leben mit den Nuba Als Leni Riefenstahl (1902–2003) schon Anfang sechzig war, begann sie den afrikanischen Kontinent, den sie bereits seit Jahrzehnten durch verschiedene Filmprojekte und fotografische Arbeiten kennengelernt hatte, häufiger zu bereisen.

Serengeti, Knesebeck Verlag

Africa, Taschen Verlag

Ihr bevorzugtes Reiseziel war der Zentral-Sudan, wo sie den Stamm der Nuba entdeckte. Sie fotografierte die Nuba, lebte mit ihnen und erlernte deren Sprache. Die liebevollen, friedfertigen Nuba begegneten Leni Riefenstahl, als gehöre sie zu ihnen. Dieser monumentale Band vereint ihre Fotos der Nuba, Dinka, Shilluk, Masai und weiteren Stämme.

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ADVENTURE & SPORT

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ADVENTURE & SPORT

Dominikanische Republik Sinnbild des karibischen Urlaubstraumes von Boris Jaeggi

Die Dominikanische Republik zeigt auf vielfältigste Art und Weise ihre schönsten Seiten: Feinsandige, endlos lange Traumstrände stehen hier im harmonischen Einklang mit imposanten grünen Landschaften – 255 Sonnentage und Durchschnittstemperaturen von 27 Grad Celsius inklusive. Exzellente Voraussetzungen also, die den sonnenverwöhnten Karibik-Staat weltweit zu einer der beliebtesten Urlaubsoasen machen.

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Casa de Campo Golfplatz

Altos de Chavón

Bayahibe

Casa de Campo Marina Plaza

NIRGENDWO SONST FINDET MAN DIESE MISCHUNG AUS EUROPÄISCHEN, AFRIKANISCHEN UND DER EINHEIMISCHEN KULTUR DER TAÍNO-INDIANER.

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vom Zuckerrohranbau geprägt. La Romana, die drittgrösste Stadt der Republik, gilt seit der Gründung der Zuckerrohrfabrik Anfang des 20. Jahrhunderts als Zuckermetropole des Landes. Wenige Kilometer vor den Toren von La Romana befindet sich eine der grössten und exklusivsten Hotelanlagen der Karibik: Casa de Campo.

ie Dominikanische Republik nimmt etwas mehr als zwei Drittel der Fläche der Karibik-Insel Hispaniola ein, das übrige Drittel entfällt auf den NachbarStaat Haiti. Hispaniola ist die zweitgrösste Insel der Grossen Antillen, eines submarinen Gebirgszugs, der Nordund Südamerika miteinander verbindet. Im Landesinneren prägen dichte Wälder und landwirtschaftliche Nutzung – Tabak, Zuckerrohr, Reis, Obst- und Gemüseanbau – das Bild. Die Küsten, im Norden und Osten am Atlantik, im Süden und Südwesten am Karibischen Meer gelegen, sind berühmt für ihre feinsandigen, weissen Traumstrände mit kristallklarem Wasser und bei Urlaubern aus aller Welt beliebt.

Auf einem weitläufigen Gelände verteilen sich luxuriöse Villen, Jachthafen, Tennis- und Poloplätze, ein Amphitheater mit 5.000 Plätzen und das Künstlerdorf Altos de Chavón, in dem Touristen nicht nur Kunst kaufen, sondern auch bei professionellen Künstlern Malunterricht nehmen können. Es ist im mediterranen Stil angelegt und einzigartig in der Karibik. Auf dem nahe gelegenen Fluss Rio de Chavón verkehren Mississippi-Dampfer als Ausflugsattraktion. Freunde des «Grünen Sports» kommen hier ebenfalls voll auf ihre Kosten: Das Resort verfügt über vier international berühmte und spektakuläre Golfplätze.

Traumstrände für Familienurlaub und die besten Golfplätze der Welt Die Ostküste der Dominikanischen Republik ist touristisch sehr gut erschlossen und auch landschaftlich

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Amphitheater von Casa de Campo

AN EINEM EINZIGEN TAG KANN MAN SOWOHL ALTE ALS AUCH MODERNE KULTUREN DER GANZEN WELT ERLEBEN.

Golf-Paradies in der Karibik Kein Wunder also, dass die Dominikanische Republik als die beste Golf-Destination der Karibik und Lateinamerikas gilt. Über 30 erstklassige und abwechslungsreiche Golfanlagen – von den besten Golfplatz-Designern der Welt wie etwa Nick Faldo, Robert Trent Jones und Pete Dye gestaltet – stehen den Gästen zur Verfügung. Karibische Temperaturen, üppige Vegetation, Golf Courses mit Blick aufs Meer oder nahe am tropischen Urwald machen Golf in der Dominikanischen Republik zu einem besonderen Erlebnis. Die Sportart hat hier ausserdem «Promi»Status: Hollywood-Stars und ehemalige US-Präsidenten zieht es jährlich auf die Plätze der Insel.

halbe Stunde nach Verlassen des Flugzeugs können die Gäste im Meer schwimmen gehen. Das umfassende All-Inclusive-Angebot ist einzigartig und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, zu dem Karibik-Träume in Erfüllung gehen können. Die Ausstattung mit hochwertigen Standards, grosszügige Swimmingpool-Anlagen, Wassersport-Angeboten, Golf- und Tennisplätzen, Reiten und professioneller Animation für Kinder und Erwachsene lassen keine Wünsche offen. Wer Ausflüge in die Natur unternehmen möchte, findet in der traumhaften Bucht des ehemaligen Fischerdorfs Bayahibe ein kleines Paradies. Von hier aus starten täglich Ausflugsboote zur küstennahen Insel Isla Saona, die Teil des über 300 Quadratkilometer grossen Nationalparks Parque Nacional del Este ist.

Punta Cana Nur wenige Kilometer vom drittgrössten Flughafen der Dominikanischen Republik entfernt bietet die Region um Punta Cana eine Vielzahl hochwertiger Hotelanlagen mit nur allen erdenklichen Sport- und Vergnügungs-Einrichtungen. Bereits eine

www.godominicanrepublic.com

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ADVENTURE & SPORT

Tauchen Schweben über dem Grund oder an Steilwänden entlang, über Wracks oder Korallenbänke. Die grosse Faszination und die Spannung, unbekannte Unterwasserwelten zu entdecken. Wenn der Taucher in die Welt unter Wasser eindringt, so erforscht er ein dreidimensionales Universum. Die erste Entdeckung, die er dabei macht, ist die der Schwerelosigkeit. Der Mensch wird zu einem Fisch und schwebt im Wasser. Dieses Vergnügen macht zusammen mit der Entdeckung einer völlig neuen Welt und ihrer ungewöhnlichen Formen und Farben die Faszination des Tauchens aus.

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ADVENTURE & SPORT

Hot Spots Tauchen

Rotfeuerfisch

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as Rote Meer ist ein wahres Tauchparadies mit unbeschreiblich schönen Unterwasserwelten. Egal ob in Sharm el Sheikh, Hurgada oder in der Region rund um Marsa Alam – entlang der Küste folgt ein prachtvolles Korallenriff dem nächsten. Wer nicht genug von den prächtigen Farbspielen des Unterwasserparadieses bekommen kann und Lust auf noch tiefere Einblicke hat, dem empfiehlt sich das Wracktauchen. Für Tauchfreaks ist das Wrack der «Carnatic» besonders beliebt, denn es ist mit seinen 150 Jahren das älteste Wrack und daher besonders prachtvoll mit Korallen bewachsen und von bunten Fischarten bewohnt. Auch ein sehr schönes und überaus sehenswertes Wrack des Roten Meeres ist jenes der «Rosalie Möller». Seitdem das Schiff Anfang der 40er Jahre von deutschen Flugzeugen beschossen wurde, ruht es in 50 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Schon von weitem sind bei einem Tauchgang die beiden Lademasten, die sich 18 Meter unter der Wasseroberfläche befinden, zu sehen. Zu einem der zehn beliebtesten Wracks weltweit gehört das britische Frachtschiff «Thistlegorm», das in der Nähe der SinaiHalbinsel im Roten Meer liegt und ebenfalls im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Bomber versenkt wurde. Das Spannende hier ist die aussergewöhnliche Fracht des Schiffes: In diesem Wrack stösst man bei seinem Tauchgang auf Lastwagen und Motorräder, die im Inneren des Schiffs beim Tauchen bestaunt werden können.

Das Rote Meer, Ägypten

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Sipadan, Borneo

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eitdem der berühmte Jacques Cousteau über die Artenvielfalt der Insel Sipadan geschwärmt hat, ist dieses Mekka für Taucher mit Bestimmtheit das bekannteste und beliebteste Tauchreiseziel Malaysias. Die Insel liegt vor der Ostküste von Borneo, und ist Teil des malaysisches Bundesstaates Sabah. Das Tauchparadies Sipadan ist wohl jedem Taucher ein Begriff, und alle, die gerne die besten Tauchplätze der Welt besuchen möchten, haben diese kleine Insel mit Sicherheit ganz weit oben auf ihrer Wunschliste. Die Insel Sipadan stand bei Rodale’s Scuba Diving Magazine Gold List für «The Top Dive Destination in the World» an der Spitze der weltweit besten Tauchplätze. Die Liste der Attraktionen ist recht atemberaubend, denn hier findet man noch Grossfisch, den man leider in Asien nicht mehr sehr oft antrifft. Am Barracuda Point trifft man immer auf einen riesigen Schwarm von kreisenden Barrakudas, der manchmal so gross ist, dass er die Sonne verdunkelt. Am South Point trifft man immer auf Riffhaie in grosser Zahl, Schwärme von Makrelen und Gruppen von Büffelkopfpapageienfischen. Wenn man in Sipadan tauchen geht, gehören Schildkröten zum Alltag. Man kann sie jederzeit an jedem Ort antreffen. Wer sich etwas Zeit nimmt, einen genaueren Blick auf die Steilwand zu werfen, wird schnell den enormen Reichtum der Makrowelt bemerken, was häufig übersehen wird bei all den anderen Höhepunkten, die man hier vorfindet.

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Ari Atoll, Malediven

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ie Malediven sind ein Traum für alle, die tauchen lernen oder einfach mal nur traumhaft schöne Inseln und Wasser sehen möchten. Auch Tauchprofis können hier Top-Tauchspots für sich entdecken. Vielleicht ist ja sogar ein Walhai um die Ecke – neben Delphinen, anderen Walarten und zahlreichen tropischen Fischen. Einmal einem Walhai zu begegnen, ist der grösste Traum vieler Taucher. Die sanften Riesen scheinen aber nicht nur die grössten und geheimnisvollsten Fische der Ozeane zu sein, sondern auch noch Humor zu haben: Mit Vorliebe zeigen sich die Giganten auf den Malediven nämlich oft gar nicht den Tauchern tief unter Wasser an den Riffen, sondern Schnorchlern und Bootsausflüglern. Wie der Name andeutet, der Walhai ähnelt und verhält sich eher wie ein Wal als ein Hai. Der magische Anblick dieser freundlichen, weiss-gefleckten Giganten, wie sie durch das Wasser gleiten, ist ein absoluter Nervenkitzel für jeden Tauch-Enthusiast. Obwohl es viele Tauchplätze um die Malediven-Inseln gibt, an denen man Hochseefische und grosse Schulen von Fischen sehen kann, bietet das Ari Atoll die grösste Wahrscheinlichkeit dafür. Vorbeiziehende Hochseefische wie Walhaie, Hammerhaie und Adlerrochen werden häufig gesehen wie auch grosse einheimische Fische wie Napoleonfisch, Grauer Riffhai und Schwarzspitzenhai und ausserdem grosse Schulen von Barrakudas und Fledermausfischen.

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Manta Rochen

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America’s Cup «There is no second» von Lone K. Halvorsen

«Es gibt keinen Zweiten», so lautet bis zum heutigen Tag die Maxime des America’s Cup.

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eim America’s Cup handelt es sich um die bekannteste und älteste heute noch ausgetragene Segelregatta der Welt. Der Cup, wie wir ihn heute kennen, geht auf eine Regatta aus dem Jahr 1851 rund um die Isle of Wight zurück. Zu dieser Zeit fand in London die erste Weltausstellung mit Namen «Prince Albert’s Great Exhibition» statt. Im Rahmen dieser Weltausstellung hatten die Briten zu einer Segelregatta eingeladen. Ein amerikanischer Yachtclub nahm die Herausforderung an und gab sogleich einen schnellen Schoner in Auftrag, die legendäre «America»! Die «America» gehörte einer amerikanischen Eignergemeinschaft um den Reeder John Cox Stevens. Der segelte mit dem Schoner über den Atlantik nach England, um das Schiff an der Londoner Weltausstellung

zu präsentieren. Es sollte die hohe Qualität des amerikanischen Schiffbaus unter Beweis stellen. Zudem platzierte die Eignergemeinschaft Sportwetten und war sich ihrer Sache so sicher, dass sie die gesamte britische Segelelite herausforderte. Diese lehnte jedoch dankend ab. Grund dafür war ein eher zufälliges Match der «America» mit der englischen, nicht gerade als langsam geltenden, «Lavrock». Während der Anfahrt zur Isle of Wight trafen die Schiffe aufeinander und die Amerikaner segelten mühelos vorbei. Das sprach sich nun wie ein Lauffeuer herum. So blieb Stevens nichts anderes übrig, als sich für eine offizielle Regatta, das «Hundred Guinea Cup Race» am 22. August 1851, zu melden. Es sollte rund um die Isle of Wight gehen, dem Sieger winkte ein Preisgeld von 100 Guinea und der «Hundred Guinea Cup».

Der America’s Cup war geboren! Die «America» war auf dem Kurs um die Insel circa zwanzig Minuten schneller als ihre Mitstreiter und segelte allen Yachten davon. Ein Schock für die Briten, die bis dahin auch beim Segeln die Herrscher der Meere waren. Die Frage von Queen Victoria, wer Zweiter war, soll mit «There is no second» beantwortet worden sein. Der America’s Cup war somit geboren! 
Die Sieger der ersten Stunde übergaben den Pokal dem New York Yacht Club, mit der Auflage, dass er von anderen Yachtclubs, die aus anderen Nationen stammen müssen, herausgefordert werden kann. Dies wurde in einer Stiftungsurkunde festgehalten – dem so genannten «Dead of Gift». Grob zusammengefasst bestimmt jene Urkunde, dass der Herausforderer den Yachttyp und der Verteidiger das Segelrevier festlegen kann. Es dauerte 132 Jahre und 26 Herausforderungen, bis ein Schiff dem verteidigenden New York Yacht Club den Cup wieder entreissen konnte. Erst die «Australia II» von Alan Bond mit Skipper John Bertrand been-

dete die längste Erfolgsserie der Sportgeschichte. Jeder möchte den Cup sein Eigen nennen, denn der America’s Cup ist ein Symbol für absolute Überlegenheit im Segelsport. Der Cup selbst war 1848 von Garrards of London hergestellt worden, welche zu jener Zeit königliche Hofjuweliere waren. Der Cup war einer von mehreren identischen Pokalen zu dieser Zeit. Während mehrerer Jahre schmachtete er unverkauft bei Garrards vor sich hin, bis er schliesslich von der Royal Yacht «Squadron» als Pokal für ein spezielles Rennen zu Ehren der Weltausstellung von 1851 in London erstanden wurde. Heute ist er ein unbezahlbares Juwel im Segelsport. Alinghi holte den Cup nach Europa 
 Spätestens seit im Jahre 2003 der Cup, dank des Schweizer Teams «Alinghi», nach 151 Jahren erstmals wieder nach Europa ging, wo die Schweizer ihn 2007 vor Valencia verteidigten, sind auch die Eidgenossen vom America’s Cup-Fieber ergriffen.

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«ON THE EDGE»

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«SAILING FROM THE INSIDE OUT»

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«WER AUF DEM MEER GEWESEN IST, SCHEUT SICH NICHT VOR PFÜTZEN.» Russisches Sprichwort

Mit dem Wechsel von Coutts und einigen der besten neuseeländischen Segler zu Ernesto Bertarellis Schweizer Team Alinghi wurde der Niedergang der «Kiwis» im Jahr 2000 eingeläutet. «Alinghi» kam, sah und besiegte Neuseeland im 31. Match um den Cup 5:0. Die Schweizer brachten die begehrteste Trophäe des Segelsports erstmals seit 1851 nach Europa zurück. Mangels eines passenden Segelreviers in der Schweiz fiel die Wahl nach internationaler Ausschreibung auf Valencia als Austragungsort. 2010 musste Alinghi beim America’s Cup den Titel des Cupholders abgeben. Das Schweizer Team unterlag vor Valencia seinem amerikanischen Erzrivalen BMW Oracle deutlich, nachdem es bezüglich der Modalitäten einen langen Rechtsstreit gegeben hatte. Der Golden Gate Yacht Club, der seither das Sagen hat, will nun beispielsweise neue Bootsmodelle, einen veränderten Rennmodus und eine internationale Jury einführen. Dadurch soll die Trophy für Zuschauer, Öffentlichkeit und Sponsoren wieder attraktiver und für die Teams kostengünstiger werden. Match Race Eigentlich ist ein Match Race die verständlichste Sache der Welt. Zwei Yachten segeln um die Wette, wer zuerst im Ziel ist, gewinnt. Schwierig wird es, wenn man verstehen will, warum der eine schneller als der andere ist. Worauf kommt es an? Wann und wo spielen sich die entscheidenden Szenen des Rennens ab? Am wichtigsten ist die Vorstartphase. Fünf Minuten lang beharken sich die Duellanten im Kampf um die beste Ausgangsposition. Denn wer den Start gewinnt, hat ausgezeichnete Chancen, das Rennen letztendlich auch für sich zu entscheiden. In etwa 75 Prozent der Fälle ist der Gewinner des Starts identisch mit dem Wettfahrtsieger. Bei den endlosen Umkreisungen und taktischen Manövern gibt es in der Regel zwei Optionen: Entweder beim Start des Rennens als erstes Schiff über die Startlinie zu fahren und so die Bewegungen des Gegners kontrollieren zu können, beziehungsweise sich die Seite des Kurses zu sichern,

die man als die vorteilhafte erachtet. Zweitens kann man versuchen, den Gegner dazu zu bringen, vor dem Start die Linie zu überfahren oder einen anderen Regelverstoss zu begehen – mit der Konsequenz für den Gegner, nach dem Start ein Strafmanöver ausführen zu müssen und so viel Zeit zu verlieren. Die Geschichte geht weiter «Langeweile auf dem Wasser» warfen Kritiker diesem 33. America’s Cup vor, und nach jahrelangem Gerangel um den Modus der Austragung sowie zerstrittene Teams werden Fragen nach der Zukunft des Rennens gestellt. Derweil steht der America’s Cup vorerst wieder in dem Land, wo er die längste Zeit seiner Geschichte verbracht hat. Der America’s Cup kehrtnach langer Zeit wieder heim. Die berühmteste Segelregatta der Welt wird 2013 in den USA ausgetragen. Der Schauplatz der 34. Austragung des America's Cup ist die Bucht vor San Francisco zwischen der Golden Gate Bridge und der bekannten, ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz.

NICE TO KNOW

Segeln und Teebeutel Unternimmt man einen Streifzug durch die Ahnengalerie des America's Cups, wiederholt sich in den Anfangsjahren vor allem der Name Thomas Lipton. Der Gründer der Teemarke Lipton forderte den Cup zwischen 1899 und 1930 insgesamt fünfmal heraus. Doch es war auch ihm nicht vergönnt, den Cup zurück nach England zu holen. Um sein nicht abreissendes Engagement für den Cup zu würdigen, schuf man für ihn sogar einen Pokal für den «Besten aller Verlierer».

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Bodum Picknickgrill Die grosse Beliebtheit des Grillens hat dazu geführt, dass es mittlerweile eine Unmenge an «Spielzeugen» für den begeisterten Grillmeister gibt. Doch häufig ist eines der Probleme bereits, wie man den Grill überhaupt an den gewünschten Ort transportieren soll. Entweder ist er zu sperrig fürs Fahrrad oder zu dreckig fürs Auto. Der Picknickgrill FYRKAT macht jetzt Schluss damit. Mit seinen verhältnismässig kleinen Massen passt er perfekt auf Terrassen oder Balkone und kann auch problemlos auf der Rückbank eines kleinen Autos transportiert werden. Die hochwertigen Materialien und auch das Design in Zusammenspiel mit den erhältlichen Farben machen aus FYRKAT einen hochwertigen Grill, der es Wert ist, dass er nach Gebrauch gereinigt wird.

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Marbert Sun So sehr wir die Sonne auch lieben, für unsere Haut ist jedes Sonnenbad eine echte Herausforderung. Sie verliert Feuchtigkeit, muss sich gegen freie Radikale wehren und wird durch UVStrahlen und Wärmeeinwirkung schnell gereizt. Was die Haut nach dem Sonnenbaden braucht, erhält sie durch die neue Feuchtigkeitsspende After Sun Lotion aus der Marbert Sun Line. Allantoin und Aminosäuren beruhigen die Haut wirksam, während wertvolles Babassuöl sie mit wichtiger Feuchtigkeit versorgt und vor dem Austrocknen schützt. Der natürliche Regenerationsprozess der Haut wird angeregt und Rötungen gelindert. Die After Sun Lotion ist ohne Schimmeroder Glanzpartikel und eignet sich somit hervorragend für Frauen und Männer.

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Bang & Olufsen Earphones Die federleichten Kopfhörer von B&0 passen sich individuell den Konturen und Rundungen jedes Ohres an. Sie sind aus eloxiertem Aluminium und Hartgummi gefertigt und daher besonders robust. Dank der ergonomischen Passform sitzen sie sicher und bieten auch während sportlicher Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren erstklassigen Klanggenuss. Mit einer Auswahl an fünf kräftigen Farben und ihrer Flexibilität sind die Kopfhörer ideal für Menschen, die oft unterwegs sind Die Earphones von Bang & Olufsen wurden bereits im «MacWorld Magazine» ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurden dabei die klangliche Detailtreue und das herausragende Design, welches dem Kopfhörer eine hohe Attraktivität und hervorragenden Komfort verleiht.


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FALKE Support Mit seiner neuen Produktlinie Support bietet Falke jetzt luxuriöse Strümpfe in wunderschönen Farben, die mit ihrer vitalisierenden Wirkung gleichzeitig das eigene Wohlbefinden fördern. Sie unterstützen die Blutzirkulation und beugen Ermüdungserscheinungen von belasteten Beine aktiv vor. Ob nun auf dem Langstreckenflug, tagsüber im Beruf oder abends in der Freizeit. Die handgekettelte, druckfreie Spitze sorgt für einen angenehmen Tragekomfort. Das elegante Maschenbild verdankt der Strumpf der weichen mercerisierten Baumwolle und lässt sich so zum Businessoutfit kombinieren. Die Eigenschaften des FALKE Support light werden beim FALKE Support strong durch einen stärkeren Druckverlauf der Stützklasse 3 noch verstärkt. Dem Ermüden der Beine wird so auch bei längeren Reisen oder vermehrter Tätigkeit im Stehen vorgebeugt.

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iPad 2 Dank zwei Kameras für FaceTime und HD-Videoaufnahme mit zwei leistungsstarken Prozessorkernen in einem A5Chip kann das iPad doppelt so viel erledigen. Alles in einem dünneren, leichteren Design. Das iPad ist jetzt noch fantastischer. Wenn man ein iPad 2 in die Hand nimmt, wirst man es so schnell nicht wieder weglegen wollen. Surfen oder Mails checken, Filme ansehen, Bücher lesen. Das iPad Smart Cover passt perfekt und schützt dabei das iPad Display – das ganz ohne das dünne Design zu beeinträchtigen. Wenn man das Smart Cover öffnest, ist das iPad gleich an. Schliesst du es, geht es automatisch aus. Und noch etwas ist smart: Es lässt sich auch zu einem praktischen Ständer für Filme, Spiele und fürs Surfen im Web falten. Trotz des neuen dünneren und leichteren Designs hat das iPad immer noch eine fantastische Batterielaufzeit von zehn Stunden.

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Alpine Hearing Protection Allzu starke Alltagsbelastung wie Verkehrslärm, hoher Geräuschpegel bei der Arbeit oder andere intensive Einflüsse wirken sich nicht nur auf das Gehör, sondern generell auf die Gesundheit aus. Zur Gegenwehr gibt es eine neue Gehörschutzlinie von Alpine Hearing Protection. Dank Spezialfiltern werden die Ohren nicht einfach zugepappt, sondern können gewisse Frequenzen trotzdem wahrnehmen. Die Stöpsel aus thermoplastischem Material passen sich durch Körperwärme dem Gehörgang an und können in der Länge wenn nötig passend zugeschnitten werden. Das Modell SleepSoft eignet sich zum Dämpfen von Umgebungslärm. FlyFit optimiert die Regulierung von Druckunterschieden auf Flugreisen oder reduziert unangenehmen Fahrtlärm in Flugzeug, Auto oder Zug. Des Weiteren gibt es die Modelle WorkSafe, SwimSafe und PartyPlug.


PURE LIFE

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PURE LIFE

Ayurveda in Indien von Lilly Steffen

Ayurveda ist die weltweit älteste bekannte Lebensund Gesundheitslehre und entstammt der vedischen Hochkultur Altindiens.

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yurveda ist die älteste Form einer ganzheitlichen Heilkunde. Oberstes Ziel dieses alten Wissens ist es, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele, Verhalten und Umwelt bildet die Grundlage des Ayurveda. Alte Heilkunst Das Wissen der indischen Heilkunst entstammt der vedischen Hochkultur Altindiens. «Ayus» heisst «Leben», «veda» bedeutet «Wissen, Wissenschaft», Ayurveda ist somit kurz gesagt die Wissenschaft vom langen, gesunden Leben. Deshalb wird Ayurveda auch als «Mutter der Medizin» bezeichnet. Sie hatte bedeutenden Einfluss auf die chinesische Medizin und die Medizin des alten Ägyptens. Sogar bei Hippokrates finden sich ayurvedische Elemente. Zum Stillstand kam der Ayurveda erst durch den Import westlicher Technologien während der Kolonialzeit. Heutzutage wird Ayurveda auch in unseren Breitengraden wieder gefördert, auch westliche Ärzte fahren nach Indien, um diese alte Wissenschaft zu erlernen. Auch immer mehr Hotels und Resorts setzen auf Ayurveda und unterweisen die Gäste in die Gesundheitslehre. Die Basis von Ayurveda bilden die so genannten drei Doshas. Wörtlich übersetzt bedeutet Dosha: den Körper beeinflussender Faktor. Die Doshas sind die Grundlage für das Verständnis von Ayurveda. Man übersetzt sie zur Vereinfachung häufig auch mit dem Begriff «Funktions- und Energieprinzipien». Die drei Doshas sind: das Vata (Bewegungsprinzip), das Pitta (das Feuerprinzip) und das Kapha (Strukturprinzip). Alle drei Prinzipien sind für das Überleben notwendig, und ihr Zusammenwirken findet sich überall in der Natur wieder. Die Eigenschaften der Doshas finden sich auch im menschlichen Körper und übernehmen dort verschiedene Eigenschaften.

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PURE LIFE

«WER RICHTIG ISST, BRAUCHT KEINE MEDIZIN, WER FALSCH ISST, DEM NÜTZT KEINE MEDIZIN.» Indisches Sprichwort

NICE TO KNOW

Vata ist zum Beispiel zuständig für die Beweglichkeit, sowohl körperlich, als auch geistig, ist verantwortlich für die Trennung von Nähr- und Abfallstoffen, für die Ausscheidung und die Atmung. Pitta, das Feuerprinzip, regelt unter anderem die Verdauung, die Wärmeproduktion, Hunger - und Durstgefühl, aber auch die Sehkraft, ausserdem ist es verantwortlich für den Intellekt und die Elastizität des Körpers, insbesondere die der Gelenke. Kapha als Strukturprinzip gibt Stabilität, Kraft und Potenz und ist gleichzeitig Basis für die Eigenschaften Grosszügigkeit, Mut und der Nachsicht. Die Ernährung Diese drei Doshas prägen mit ihren Eigenschaften und Funktionen die körperlichen und geistigen Eigenschaften eines Menschen: den Charakter und die Persönlichkeit, das äussere Erscheinungsbild und die Krankheitsposition. Sie sind bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Diese unterschiedlichen Dominanzen formen den «Konstitutionstyp». Zuerst unterscheidet man die «reinen» Vata-, Pita- oder Kapha-Typen, die allerdings nicht häufig vorkommen. In der Regel gibt es die sogenannten Mischtypen mit zwei dominanten Doshas. Sehr selten findet man den Drei-Dosha-Typ, bei dem die Dominanzen gleich verteilt sind. Genetische und entwicklungsgeschichtliche Faktoren bestimmen die Konstitution. Dabei gibt es keine guten oder schlechten Konstitutionstypen. Jeder Mensch hat sein individuelles Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht ist nichts Statisches, sondern es entwickelt sich in jedem Augenblick neu. Gleichgewicht bedeutet Gesundheit. Ein Ungleichgewicht, das auf Dauer besteht, stört die Funktionen, die die Doshas im Körper übernehmen, und daraus entstehen unterschiedliche Krankheitsbilder. Ein Ungleichgewicht kann unter anderem durch geistige und körperliche Überanstrengung, Alkohol und Nikotin, heisse, scharfe, saure oder auch salzige Nahrungsmittel, zu wenig Bewegung, aber auch zuviel Ruhe und Schlaf oder einen unregelmässigen Tagesrhythmus entstehen.

Ayurvedische Küche Die ayurvedische Küche schreibt den unterschiedlichen Nahrungsmitteln nicht nur geschmackliche Eigenschaften zu, sondern ordnet sie auch den Doshas zu. Vata Für Vata-Menschen wirken warme, feuchte, nährende Speisen ausgleichend. Warme, salzige Suppen und Brühen, eingeweichtes Trockenobst, Nüsse, frisch zubereitete, warme und leicht verdauliche Speisen wie zum Beispiel Fenchel. Insbesondere sollten Milch und Gewürze wie Nelke, Ingwer, Zimt, Safran täglich auf dem Speiseplan erscheinen. Vermieden werden sollten: zuviel Rohkost, bitteres Gemüse, trockene Nahrungsmittel. Pitta Für den Pitta-Typ wirken kalte, bittere und süsse Speisen ausgleichend. Besonders sollte darauf geachtet werden, dass die Hauptmahlzeit mittags erfolgt, Gewürze wie Kurkuma, Kardamom und Koriander sollten täglich auf dem Speiseplan erscheinen. Vermieden werden sollten: Zitrusfrüchte, Tomaten, Milchprodukte, Fleisch, Alkohol. Kapha Ausgleichend wirken scharfe, leichte, trockene, heisse und bittere Speisen. Aromatisch gewürzte Gemüse, leichte, gekochte Speisen und herbe Kräuter. Besonders sollten Chili, Mungbohnen und Gerste auf dem Speiseplan berücksichtigt werden. Vermieden werden sollten: fettige oder frittierte Speisen sowie Süsses und Salziges. Für die Mischtypen wie VataPitta, Vata-Kapha, PittaKapha oder auch den Tridosha-Typ Vata-Pitta-Kapha, gelten ebenfalls die entsprechenden Regeln.

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Das «Ananda in the Himalayas», traumhaft gelegen am Fusse des Himalaya

Die Doshas Vata-Pitta-Kapha prägen jeden Menschen ganz individuell und die gesamte Natur, zwischen allem herrscht ein Wechselspiel der Energien. Nahrungsaufnahme ist Energieaufnahme, und deshalb kommt im Ayurveda der Ernährung eine wichtige Bedeutung zu. Der Ayurveda unterscheidet sechs verschiedene Geschmacksrichtungen (Rasas): süss, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Diese Rasas haben unterschiedliche Einflüsse auf die Doshas. Süss zum Beispiel verringert Vata und Pitta, erhöht aber Kapha. Allgemein gilt, dass «süss» vitalisiert und gute Laune macht. Der Ayurveda empfehlt ein ausgewogenes Essen im Hinblick auf die sechs Rasas. Dies gilt allerdings nur, solange keine Störung eines Doshas vorliegt. Bei einer typischen Pitta-Störung (wie Sodbrennen) sollte man Nahrung meiden, die Pitta noch erhöht (sauer, salzig, scharf), stattdessen mehr süss, bitter und herb essen. Über gezielte Nahrungsaufnahme kann man also die eigenen Doshas beeinflussen. Vorlieben und Abneigungen sind oftmals Signale des Körpers, weshalb individuelle Unverträglichkeiten meist kein Zufall sind. Die gesunde Körperintelligenz strebt immer das individuelle Gleichgewicht an.

Ein Hort für Ayurveda-Anhänger Wer einmal im Urlaub in die Kunst des Ayurveda eintauchen möchte, dem sei das «Ananda in the Himalayas» empfohlen. Ein Hort der Ruhe, Gelassenheit und Entspannung. Auf spirituellem Boden gelangen Erholungssuchende hier zu vollkommenem Wohlbefinden. Dabei spielen Massagen und Reinigungstechniken ebenso eine Rolle wie Ernährung, Meditation und Pflanzenheilkunde. Die im «Ananda» angebotenen AyurvedaTherapien pflegen den Körper, beleben das Nervensystem, erfrischen den Geist und steigern die Abwehrkräfte. Wie strikt die Lehre des Ayurveda angewendet werden soll, kann jeder Gast selbst bestimmen. Wer sich nur erholen und dabei Ayurveda kennenlernen möchte, ist ebenso willkommen wie alle, die ihren Aufenthalt komplett danach ausrichten. Zu Beginn jeden Aufenthalts erstellt ein Ayurveda-Arzt zusammen mit dem Gast einen individuellen Behandlungsplan, der auf die Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt ist. Durch Pulsmessen, Augendiagnostik und einem Fragebogen, in dem Charaktereigenschaften, Krankheitsgeschichte und Lebenssituation zusammengefasst werden, ermittelt der Arzt das jeweilige Dosha des Gastes.

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PURE LIFE

Das «Ananda in the Himalayas» liegt ganz in der Nähe der nordindischen Stadt Rishikesh, dem Zentrum der Ashrams und des Yogas

Kulinarisches, Spa und Yoga Im «Ananda» stehen eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Diät im Mittelpunkt. Das Hauptrestaurant «Dining Room» lockt mit leichten Gerichten. Hierfür verwendet das Hotel ausschliesslich frische Produkte sowie Kräuter und Gemüse aus eigenem Anbau. Langweilig ist das Essen trotzdem nicht. Mit einer Kombination der orientalischen und kalifornischen Küche setzt Küchenchef Subhrajit Bardhan ungewöhnliche Akzente. Wer sich für eine konsequente Kur entscheidet, kommt in den Genuss ayurvedischer Speisen. Mit traditionellen indischen «thali»-Gerichten verwöhnt der «Winter Garden» im Palast seine Gäste. Der schönste Ort zu speisen ist jedoch die Terrasse «Tree Top», welche zu Gaumenfreuden unter dem Sternenhimmel mit Blick auf den Himalaya einlädt. Da die ayurvedische Küche kein Dogma kennt, sondern immer vom ganz persönlichen Wohlbefinden des Einzelnen ausgeht, gibt es keine Regeln, die für alle gelten müssen. So stimmen die Köche des «Ananda», auf Wunsch, genau auf die persönliche und individuelle Verfassung der Gäste ab. Die Gäste des «Ananda» werden nicht nur kulinarisch verwöhnt, auf einem 2000 Quadratmeter mit 24 Behandlungsräumen grossen Spa bieten vielfältige Entgiftungs-,

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Verjüngungs- und Entspannungstherapien ayurvedischen Ursprungs, kombiniert mit Therapien aus Europa und Thailand alles, was der Körper begehrt. Dazu gehören Ganzkörperwickel, Aromatherapien, Körper-Peeling, Thai-Massagen, Reflexzonenmassagen und vieles mehr. Neue Energie verleiht die traditionelle Ayurveda-Massage «Abhyangam», bei der Kräuteröle die Muskeln lockern und die Blutzirkulation anregen. Neben den Massagen und Reinigungstechniken bilden Yoga und die Meditation eine weitere Säule im ganzheitlichen Hotelkonzept. Das Angebot richtet sich sowohl an Anfänger wie an Fortgeschrittene und findet in speziellen Räumlichkeiten und auch in der freien Natur statt. Gelehrt werden individuelle Übungen, die Hingabe und Disziplin vereinen, mit dem Ziel, innere Zufriedenheit und das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele zu erreichen. Wer seinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringen möchte, gleichzeitig aber neue kulturelle Einflüsse erleben will und dies noch in einer atemberaubenden Umgebung, der ist im «Ananda in the Himalayas» genau richtig. www.anandaspa.com


PURE LIFE

Best Beauty Abtauchen, verweilen, geniessen. von Waltraud Kässer // Fotos: aquabasilea

So heisst das Motto im aquabasilea Spa in Pratteln. Freundinnen, Business-Frauen, Mamis und Paare gönnen sich in der Wasserwelt gern eine Auszeit zu zweit. Die Kleinen toben sich so lange beim Rutschen im Erlebnisbad aus. In exklusiven Wellness-Stunden verwöhnt das SpaTeam in entspannter Atmosphäre. Den Alltag lassen die Gäste hinter sich, sobald sie an der Spa-Rezeption ihre flauschigen Bademäntel, Badetücher und Slippers in Empfang genommen haben.

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m grosszügigen, lichtdurchfluteten aquabasilea Spa hat sich ein Team aus innovativen Kosmetikerinnen und Therapeuten ganz auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche eingestellt. Während sich die einen nach Entspannung für die Seele und Schönheit von innen sehnen, möchten andere den Spa-Bereich mit einem frischen, attraktiven, gepflegten Äusseren verlassen. Zwei Freundinnen, die zusammen gekommen sind, entscheiden sich für unterschiedliche Angebote: Das Spa-Package «Ruhe und Gelöstheit», inklusive Dampfbad und Thai-Massage, ist das Verwöhnprogramm für die Seele. Die Kombination «Starkes Doppel» plus «Effektives Multitalent» sorgt für das perfekte Aussehen. In den Behandlungsräumen dominieren warme Farben, die eine angenehme Atmosphäre schaffen. Beim Package «Ruhe und Gelöstheit» bittet das Team zu Reinigung und Peeling ins Dampfbad. In kreisförmigen Bewegungen trägt der Spa-Mitarbeiter eine Kombination aus Aromaöl und gehaltvollem Mineralsalz auf die Haut auf. Entspannung pur bietet ein 20- bis 25-minütiger Aufenthalt im «private» Dampfbad. Bei der Behandlung lösen sich kleinste Hautschüppchen und Hautunreinheiten werden beseitigt. Die Haut fühlt sich jetzt frisch, zart und rein an. Teil zwei des Verwöhnprogramms, ein traditionelles Thai Ritual kann beginnen. Der Masseur arbeitet – anders als bei der klassischen Massage – an Druckpunkten und massiert entlang der

Energielinien und Energiefeldern. Dehnungs- und Streckungstechniken am Muskelapparat wirken lockernd und befreiend. Zeitgleich hat in der Kosmetikkabine die Behandlung der Freundin begonnen. Los geht das Treatment mit dem «Starken Doppel», Maniküre und Pediküre. Die Behandlung dauert eine Stunde. Dann schliesst sich die intensive Gesichtsbehandlung «Effektives Multitalent» an. Sie besteht aus Reinigung, Peeling und Tiefenreinigung. Die Gesichtshaut ist wie kein anderes Organ Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Kosmetikerin entscheidet sich je nach Bedürfnis der Haut für eine Maske mit Vitamin E und Mexiko-Honig, die Fältchen beseitigt und Feuchtigkeitsdepots auffüllt, oder sie schlägt eine Behandlung mit Nachtkerzenund Macadamianussöl vor, die die Haut rosig frisch erstrahlen lässt. Das aquabasilea setzt dabei auf hochwertige Produkte der Marke Babor. Als Höhepunkt der Behandlung empfindet die Kundin die wohltuende Massage von Gesicht und Nacken. Zwei Stunden, nachdem sich die Freundinnen getrennt und sich von ihren Therapeuten in die Behandlungsräume haben führen lassen, treffen sie sich vollkommen entspannt in der grosszügigen Lounge wieder, in der bequeme Liegen und Strandmuscheln zum Ruhen und Verweilen einladen. Wasser, Säfte, Eistee und frische Früchte stehen in der Chilloutzone kostenlos bereit. www.aquabasilea.ch

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Patagonien Eine Reise ans Ende der Welt von Lilly Steffen

Tagelang keine Menschen, keine Autos, keine Häuser. Kilometerweit nur Steppe, Berge, Meer und Eis. Nur in Patagonien erlebt man wie schön das grosse Nichts sein kann.

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atagonien – das malerisch schöne Land am Ende der Welt, das seit Anfang dieses Jahrhunderts politisch zwischen Chile und Argentinien aufgeteilt ist. Schon Bruce Chatwin hat auf einer langen Reise dieses wilde Land erkundet. Seine Neugier und seine behutsame Art, auf die Einheimischen wie auf die Eingewanderten zuzugehen oder den Schicksalen Verschollener nachzuforschen, waren der Schlüssel zu den abenteuerlichsten Entdeckungen. Und auch heute noch lohnt sich eine Reise in dieses wilde Land am Ende der Welt. Auf den Spuren von Bruce Chatwin und Charles Darwin Patagonien beginnt südlich des Rio Colorado und erstreckt sich über fast 2000 Kilometer Richtung Süden bis zur Magellanstrasse Es ist von der Ausdehnung grössser als Frankreich und das bei einer Bevölkerungsdichte von nur einem Menschen je zwei Quadratkilometer. Zwischen den einzelnen Orten liegen oft mehrere Flugstunden. Kaum ein anderes Reiseziel verbindet sich so sehr mit der Sehnsucht nach Abenteuer und Abgeschiedenheit wie Patagonien.

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Perito Moreno Gletscher

Südlich der Magelanstrasse verliert sich Südamerika im Inselgewirr Feuerlands. Sturm umtost den Granitfelsen Kap Horn, eisbedeckte Berge wachsen direkt aus dem Meer und beschatten den Beagle-Kanal und die Magelanstrasse, in den tiefen Fjorden Südchiles und der Cordillera Darwins herrscht eine atemberaubende Stille, die nur durch das Krachen der kalbenden Gletscher durchbrochen wird. Der westliche Teil gehört zu Chile, der östliche wird von Argentinien regiert. Reisen und Verkehr sind seit einem 1985 geschlossenen Abkommen zwischen den beiden Staaten problemlos möglich. Im Jahre 1520 entdeckte der Seefahrer Hernando de Magelanes die Passage vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean, die später seinen Namen tragen sollte: Magellanstrasse. An seinem Südufer sah er zahlreiche Rauchsäulen von den Feuern der Ureinwohner, und so nannte er diese unbekannten Gefilde «Tierra del Fuego», Feuerland. Das Inselreich am Ende der Welt hat von jeher die Phantasien von Abenteurern angefacht. Über weite Steppen fegt der patagonische Westwind immer neue Wolkenformationen, während in den Tälern der Darwin-Kordillere eine üppige Vegetation dem rauen Klima trotzt. Auf den Gipfeln leuchtet ewiges

Eis, in einsamen Fjorden stossen gewaltige Gletscher vor, in den Kanälen springen Wale und Delfine. Hier lebt kaum ein Mensch, dafür um so mehr Pinguine, Komorane und See-Elefanten. Im Bann der Gletscher Einer der schönsten Eisgiganten befindet sich in der Pia-Bucht. Nach einer kurzen Wanderung auf steinigem Weg kann man einen fantastischen Ausblick auf den Gletscher geniessen. Es ist ein fast majestätischer Ausblick auf die Bergketten, wo der Gletscher entspringt und sich gewaltig ins Meer hinab schiebt. Grosse Blöcke, die sich aus der hellblau strahlenden Masse des Pia-Gletschers lösen, donnern ins Meer. Sie lösen grosse Wellen aus, die Minuten später an den gegenüberliegenden Strand der Pia-Bucht schwappen. Gletscher sterben einen schönen Tod! Einen faszinierenden Anblick bietet auch die «Allee der Gletscher», die man auf einer Fahrt durch den Nordwestarm des Beagle-Kanals bewundern kann. In Gedanken an ihre alte Heimat hatten Auswanderer, die hier vor 100 Jahren eine Besiedelung wagten, diesen Eisriesen die Namen ihrer europäischen Heimatländer gegeben.

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Doch die Siedler am Ende der Welt gaben schnell wieder auf und zogen davon. Vorher vernichteten sie in wenigen Jahren die hier lebenden Indianervölker – die sich als Überlebenskünstler in einer eigentlich lebensfeindlichen Umwelt eingerichtet hatten. Was blieb, sind nur die Namen der Gletscher: Spanien, Romanche, Deutschland, Italien, Frankreich und Holland. Sie entspringen alle in der Darwin-Kordillere, mit 2500 Metern das höchste Gebirge Feuerlands. Heute sind jedoch auch diese Gletscher aufgrund des Klimawandels in ihrer Existenz bedroht, doch das sieht man dem Gletscher «Francia» beim besten Willen nicht an. Das legendäre Kap Horn und die Wulaia-Bucht Die geografische Lage zwischen zwei Ozeanen und die Intensität der sogenannten atmosphärischen Phänomene machen das Kap Horn zu einem einzigartigen Erlebnis. Nicht immer lässt es das Wetter zu, mit dem Zodiac an Land zu gehen, um den Nationalpark Cabo de Hornos zu besuchen. Doch wenn Petrus milde gestimmt ist, kann man nach dem Erklimmen von 160 Stufen das am 5. Dezember 1992 eingeweihte Kap-Horn-Denkmal besichtigen. Im Jahre 2005 wurde der Nationalpark Kap Horn zum Welt-Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Das Kap Horn ist ein 425 Meter hoher, fast senkrechter Felsabbruch, hinter dem der Pazifische und der Atlantische Ozean aufeinander treffen. An diesem sagenumwobenen Ort ist die Welt zu Ende, der Landgang ist kein Anrecht, sondern ein Privileg. Trotzdem ist man ein wenig verwundert, dass dieser windige Felsen tatsächlich bewohnt ist. Der Leuchtturmwärter mit seiner Familie muss es jeweils für ein Jahr aushalten, Kontakt mit der Aussenwelt hat er nur über die Versorgungsschiffe der Marine. Ab und zu ein paar Touristen, die sich die «Fin del Mundo»-Erfahrung per Stempel offiziell im Reisepass bestätigen lassen.

Einer der beeindruckenden Eisberge, der in einem der Fjorde treibt

Magelan Pinguin

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HIER LEBT KAUM EIN MENSCH, DAFÜR UM SO MEHR PINGUINE, KOMORANE UND SEE-ELEFANTEN.

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Unweit des Kap Horn liegt die Wulaia-Bucht, ein historischer wie legendärer Ort. Hier kam es zum Kontakt zwischen dem englischen Kapitän Fitz Roy und dem Naturkundler Charles Darwin und den Yamana-Indianern. Hier befand sich eine der grössten Indianersiedlungen der Region. Dieser Ort bietet mit seiner aussergewöhnlich schönen Pflanzenwelt und Landschaft ein grandioses Naturschauspiel, Magelanischer Urwald mit Lega-, Coihue- und Canel-Bäumen sowie zahlreiche Farne begrünen die Insel. Eine fast liebliche Landschaft mit unerwarteten Eindrücken in einer Gegend, in der Eisberge normal sind. In der Bucht von Wulaia stösst man auf ein grosses Haus. Hier lebt schon lange niemand mehr. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Funkstation, später versuchten sich kroatische Auswanderer als Farmer, scheiterten aber an der Einsamkeit. Heute hat man das Gebäude notdürftig renoviert und ein Museum daraus gemacht, welches auf die Geschichte der Indianer eingeht.

Hier spürt man ganz deutlich, dass Patagonien vielleicht einer der letzten abenteuerlichen Orte der Welt ist. Ein Stück Natur, das einem den Atem verschlägt. Noch ist Feuerland weitgehend «ein unbeschriebener Fleck» auf den Karten der TourismusScouts. Den wenigen Besuchern präsentiert sich die Südspitze des südamerikanischen Kontinents in der Hauptreisezeit von September bis April wie im Tiefschlaf. Doch die Schönheit läuft Gefahr, wachgeküsst zu werden. Mächtige Kreuzfahrtschiffe skandinavischer Reedereien steuern inzwischen regelmässig das eisige Ende der Welt an. Damit ihre oft mehr als 1000 Passagiere einen Blick auf die unberührte Landschaft geniessen können, werden die schwimmenden Riesen durch verwinkelte Kanäle manövriert. Noch müssen die Passagiere an Bord bleiben, was dem fragilen Ökosystem eine Galgenfrist beschert. Wie lange das noch so sein wird, ist jedoch fraglich, daher sollte man Patagonien und sein Feuerland so schnell wie möglich besuchen, um sich an seiner Schönheit erfreuen zu können.

Ein grandioses Naturschauspiel - die legendäre Wulaia-Bucht

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«ICH DACHTE: NIRGENDWO IST AUCH EIN ORT.» Bruce Chatwin

NICE TO KNOW

Tiere des Ozeans Die Magelan Pinguine kommen von Dezember bis Februar nach Peninsula Valdés, die See-Elefanten von September bis November. Mehrere Tausend tummeln sich in der Bucht, gebären Junge und zeugen weiteren Nachwuchs. Weil es jedoch so nah an Land kaum Nahrung gibt, müssen sie schon bald wieder weiterziehen. Es ist faszinierend, den riesigen Tieren so nahe zu kommen. Mit kleinen Schlauchbooten fährt man ab Puerto Pirámides hinaus, bis knapp vor der Küste eine Wahlkuh ihr Kleines säugt. Etwas weiter springen Wal-Pärchen meterhoch in die Luft und lassen ihre zwölf Meter langen und bis zu 30 Tonnen schweren Leiber ins Wasser klatschen. www.puertopiriamides.gov.ar www.ecocentro.org.ar

Bruce Chatwins Kultbuch über eine urwüchsige argentinische Landschaft Bruce Chatwin (1940–1989) wurde schon zu Lebzeiten als Reiseautor zur Legende. Der «ewig Ruhelose» schuf sich mit seiner Literatur eine grosse Fangemeinde. In seinem ersten Buch «In Patagonien» legte Chatwin den Grundstein für seinen Ruhm und prägte ein neues Genre der Reiseerzählung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen, die in der rauen Landschaft Patagoniens eine Heimat gefunden haben. «In Patagonien» von Bruce Chatwin, Rowohlt Taschenbuch

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Sansibar Eine mystische Schönheit von Helena Ugrenovic

An der Ostküste Afrikas liegt eine Inselgruppe, deren Name auf der Zunge wie eine Edelpraline zergeht und nach Verheissung und Märchen klingt. Sansibar verspricht Mystik, Zauber, weckt die Erinnerung an vergangene Zeiten prunkvoller Feste in üppigen Palästen, Spaziergänge in duftenden Gärten voller exotischer Blüten und sinnlicher Gerüche... im schimmernden Licht der Mondsichel, wenn Magie sich wie eine federleichte Seidendecke über die Insel legt und jeden umhüllt, der im Paradies gestrandet ist.

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«Stone Town» - die meisten der gemauerten Häuser wurden etwa vor 150 Jahren aus Korallengestein gebaut

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ilometerlange, palmengesäumte, schneeweisse Sandstrände reichen meterweit ins türkisfarbene Wasser, dessen schaumig kräuselnde Wellen glitzernde Muscheln an Land spülen und mit jeder Muschel eine weitere Geschichte erzählen. Von längst vergangenen Zeiten, welche die Insel immer noch umwehen. Der Saum der Inseln lässt ahnen, was den Besucher im Landesinneren erwartet. Als arabische Seefahrer vor rund 1000 Jahren die Inseln vor der Ostküste Afrikas entdeckten, riefen sie «schönes Land!». Sowohl die Inseln als auch viele der Häuser, die darauf erbaut wurden, bestehen aus Korallen, was einen einzigartigen Effekt erzeugt und einen aussergewöhnlichen Charme versprüht. Im Indischen Ozean gelegen, ist Sansibar der Schmelztiegel verschiedenster Kulturen, die in der feuchtheissen Luft ihr eigenes Paradies erschufen. Moscheen, Kirchen, Hindu-Tempel, Kolonialbauten und europäische Handelshäuser, afrikanische Märkte, ein omanisches Fort oder die Architektur der Altstadt von Stone Town reflektieren bis heute die Synthese aus arabischen, indischen und afrikanischen Einflüssen. Ein multikultureller Flecken Erde in einer nicht immer so multikulturellen Welt.

Sklaven, Zimt und Geheimnisse Wie kaum ein anderer Ort ist Sansibar von Legenden und Geheimnissen umwoben. Lange Zeit waren die Inseln das Ausfalltor nach Afrika und auch ein Tummelplatz für Glücksritter, Entdecker, Eroberer und Forscher. Als erste Bewohner besiedelten Schwarzafrikaner Sansibar, doch schon im 8. Jahrhundert gesellten sich Shirazi, Perser und Araber auf die Inselgruppe und islamisierten sie im Laufe der Zeit. Die Einwanderer vermischten sich mit den Afrikanern und es entstand nicht nur eine neue Kultur in Sansibar und an der afrikanischen Ostküste, sondern entwickelte sich auch eine neue Sprache, das Kiswahili, das heute in ganz Ostafrika eine bedeutende Rolle spielt. Mit den indischen Händlern und Europäern, die als Missionare und Beauftragte der Kolonialmacht nach Sansibar reisten, gesellten sich zwei weitere Volksgruppen zu den Swahili und Arabern und hinterliessen ihre Spuren. Verschiedenste Bauten, die Sprache und Kultur oder die kulinarischen Genüsse sind Zeugen eines bunt gemischten Einflusses, der aus jeder Pore der Insel atmet, die schon lange vor dem technischen und digitalisierten Zeitalter, wie wir es heute kennen, kosmopolitisch war.

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IM JAHR 1850 WAR SANSIBAR WELTWEIT DER GRÖSSTE PRODUZENT VON GEWÜRZNELKEN UND DER GRÖSSTE SKLAVENUMSCHLAGPLATZ.

Berühmt wurde Sansibar durch Nelken, Zimt, Vanille und Kardamom; berüchtigt war es als grausiger Umschlagplatz für Sklaven. Jahr für Jahr brachten arabische Sklavenhändler bis zu 60 000 Schwarzafrikaner vom Festland nach Sansibar, wo sie, auf grosse Schiffe gepfercht, nach Arabien, Persien und Indien verfrachtet wurden. Die omanischen Sultane, die Ende des 17. Jahrhunderts die Insel eroberten, kassierten für jeden verkauften Sklaven Steuern. Die Inseln erreichten mit Sklavenhandel und Gewürzanbau fantastischen Wohlstand und waren damals eines der grössten wirtschaftlichen Zentren Ostafrikas. Im Jahr 1850 befand sich Sansibar in seinem Blütestadium – die Inseln waren weltweit der grösste Produzent von Gewürznelken und der grösste Sklavenumschlagplatz. Die geografische Lage mit den Passat-Winden, die im Sommer von Südosten wehen und sich im Winter wenden, nutzten die Schiffe, um mit Teppichen aus Persien, Seide aus Indien und Porzellan aus China nach Sansibar zurückzukehren. Ewige Wächter Orientalische Paläste mit prunkvoll geschnitzten Türen und Balkonen lassen heute nur erahnen, über welchen Reichtum die Altstadt Stone Town von Sansibar-Stadt damals verfügte. Stone Town ist ein Labyrinth enger und verwinkelter Gassen, doch viele der Häuser zerfallen langsam, da die Einwohner heute kein Geld haben, um die historischen Bauten zu renovieren. Auch heute noch hat Sansibar mit seinen jahrhundertealten Bauten nichts von seinem Charme verloren. Die alten Gewürzplantagen, die seinerzeit von arabischen Prinzen und Kaufleuten angelegt wurden und deren Gerüche von Chili, Nelken, Muskatnuss, Ingwer, Pfeffer oder Safran bei einem Besuch betören, sind beliebte Ausflugsziele. Die Korallengärten von Chumbe Mit nur einem Kilometer Länge ist Chumbe zwar klitzeklein, doch ist sie eine weltberühmte Naturschutzinsel mit dem ersten privaten Unterwasserpark der Welt und einem der schönsten Korallengärten Ostafrikas. 40 Minuten Bootsfahrt trennen Stone Town von Chumbe, das an der windgeschützten Westseite von Sansibar liegt. 200 Steinkorallen und zirka 370 verschiedene Fischarten machen aus dem Riff ein Juwel, das immer noch in vollständig ursprünglichem Zustand ist. Seit 1994 ist das Riff als «Chumbe Reef Sanctuary» geschützt und bei der UNO als Unterwasserpark registriert.

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Blick auf «Stone Town», im Hintergrund das «House of Wonders»

Einer der Puderzucker-Strände Sansibars

HIER WERDEN TRÄUME GELEBT UND DIE PHANTASIE BELEBT.

House of Wonders Ein vierstöckiges Gebäude sollte es sein, mit Treppen aus Marmor, mit Balkonen und im kunstvoll geschnitzten Holztor sollte eine Inschrift des Korans zu lesen sein. 1883 baute Sultan Sayyid Bargash seinen weissen Traumpalast Beit el-Ajaib (House of Wonders), der lange Zeit Zeit als Hauptquartier der Regierungspartei Charma Cha Mapinduzi diente und mit seinen klassizistischen weissen Säulen auf den Stockwerken und durch seinen hohen, schmalen Turm schon von weitem zu sehen ist. Das House of Wonders war das erste Haus auf der Insel, das mit elektrischem Strom versorgt war und noch eine Vielzahl weiterer technischer Möglichkeiten zu bieten hatte.

malige Sklavengefängnis erhielt, das jedoch nie genutzt wurde. Die Insel ist mit 800 Meter Länge und 400 Meter Breite kaum grösser als ein Fussballfeld. 1919 erhielt die englische Kolonialregierung sechs Schildkröten vom Adlabra-Atoll auf den Seychellen geschenkt, deren Dasein sich friedlich in einem Garten des Regierungssitzes abspielen sollte. Nachdem jedoch aber immer wieder mal eine der Schildkröten gemächlich, jedoch spurlos aus dem Garten verschwand, siedelte man die Tiere nach Prison (Chunguu) Island um. Die Schildkröten fühlten sich wohl, vermehrten sich prächtig und heute leben dort über 200 Exemplare der Riesenschildkröten, die sich von Touristen mit Spinat füttern lassen.

Chunguu Island Abgeschieden vom Rest der Welt vor den Toren Sansibars, liegt Chunguu oder Prison Island, das seinen Namen durch das ehe-

Sansibar schwebt zwischen Realität und Imagination, hier verschmelzen Altes und Neues, treffen Moderne und Vergangenes aufeinander. Werden Träume gelebt und die Phantasie belebt.

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VORSCHAU & IMPRESSUM

VORSCHAU VOLUME 3

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Beirut

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Die Vereinigten Arabischen Emirate Ein Staat oder sieben? Wo hört ein Emirat auf, wo beginnt das Nachbarland und was sind die Besonderheiten?

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Kuba Die Reise von Aki & Vérane geht weiter ...

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