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TRAVEL & SAVOIR VIVRE

VOLUME 29

V IETNAM

DAS LAND DER GEGENSÄTZE

DENVER

Die Cowboys aus den Rocky Mountains

LAS VEGAS

Das Hochzeitsfieber steigt

AIX-EN-PROVENCE

Eine kulinarische Reise durch Südfrankreich

GUADELOUPE

Ein Paradies mit dunkler Vergangenheit

www.imaginemag.ch | CHF 4.90

01

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&

DER ZAUBER VIETNAMS

Zwischen Himmel und Meer GESCHÄTZTE LESERINNEN, GESCHÄTZTE LESER

Haben Sie gewusst, dass in den vergangenen Jahren die Anzahl der Luxusreisen im Vergleich zu allen anderen Auslandsreisen fast doppelt so stark angestiegen ist? Immer mehr Schweizer lassen sich die schönsten Wochen des Jahres etwas kosten. Nach dem kalten Winter ist es nun wieder an der Zeit, sich Gedanken zu machen, ob man dem Alltag nicht doch wieder den Rücken kehren und die nächsten Ferien planen sollte, auch wenn es nur übers Wochenende ist. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir uns wieder auf die Suche nach attraktiven und besonders reizvollen Ferienzielen gemacht und die eine oder andere ferne Destination aufgespürt. Zum Ausspannen und Abschalten empfehlen wir Reiseziele wie Vietnam – das Land der Gegensätze. Ob Kulturliebhaber, Trekkingbegeistere oder Gourmetfreunde, ein jeder findet hier sein ganz persönliches Reiseglück. Oder wie wär’s mit Sri Lanka – eine Insel für alles, wo auch der kulturelle Aspekt nicht uninteressant ist. Mystische Tempel, grünes Hochland, nostalgische Kolonialstädte, Safaris mit wilden Tieren, Traumstrände und Luxus pur. Virginia, Tür an Tür mit Amerikas Hauptstadt Washington D.C., Denver am Fusse der Rocky Mountains, New Yorks Szene-Stadtteil SoHo oder Las Vegas bieten sich für einen längeren Aufenthalt an. Aber auch Chaletferien sollte man jetzt buchen, damit man noch sein «Wunschhaus» bekommt. Und wer ans Mittelmeer möchte, kann schon mal gustieren: Die Delphina Hotels & Resorts auf Sardinien haben uns restlos begeistert. Die Hotels sind harmonisch eingebettet in die sardinische Natur und liegen ausnahmslos an wahren Logenplätzen. Oder doch lieber eine Kreuzfahrt? Erlebnis, Kulinarik und Traumdestinationen, die Auswahl ist ebenso vielfältig wie die der Kreuzfahrtschiffe. Die MSC  Seaside bietet den Passagieren eine einzigartige Nähe zum Meer und einen Spa-Bereich, der alle Sinne verwöhnt. Selbstverständlich geben wir den Themen Wellness und Kulinarik auch einen breiten redaktionellen Raum in der aktuellen Ausgabe. IMAGINE wünscht Ihnen viel Spass beim Lesen und Geniessen.

Francesco J. Ciringione Verleger

EDITORIAL 2 IMAGINE VOLUME 29

Urs Huebscher Chefredaktor


www.kandima.com


Editorial

2

SPECIAL DESTINATION

8

Inhalt

Vietnam Land der Gegensätze

Sri Lanka In the Mix

Virginia

Amerikas Schmuckschatulle

Sardinien

Ein Geheimtipp im Mittelmeer

Troja

Dem Geheimnis auf der Spur

8

16 20

24

24 26

AIR, ROAD & SEA Der Sonne entgegen MSC Seaside

Asien auf Schienen Eastern & Oriental Express

28 32

CITY & CULTURE Denver

Die Mile High City

New York

Eine Oase – Das NoMo SoHo

Las Vegas

Let’s get married

Erfurt

Erlebnis für alle Sinne in Thüringen

Berlin

Tierisch gute Kunst

Rom

by Thomas Biasotto

16

38 40

Entwicklung des Luxus-Tourismus

INHALT 4 IMAGINE VOLUME 29

44

42 44 46 50

ADVENTURE & SPORT Schweizer Alpen

32

56

46


BOUTIQUES GENEVE • LUZERN • ZURICH • ZERMATT

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Wanderhotels mit Frauenpower

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Gemütlichkeit, Design, Lifestyle & Genuss

Picture Postcard from … Tirol

60

64

Inhalt

64 66

86

FOOD LOUNGE Food Porn

Essen im Fokus

Die neue Z-Klasse

Kulinarische Entdeckungen in Zeeland

Essen wie Gott in New York

Very fishy

im Zürcher «Hato»

Ratatouille & Co Provence kulinarisch

70 74 78 82 86

90 94

LOST & FOUND Château Saint Martin & Spa Ein Ort der Stille

Guadeloupe

Ein Paradies mit dunkler Vergangenheit

Malediven

Upcyclen im Paradies

94

Tansania

Wo Stille laut ist …

90 94 100 104

NEWS & BOOKS Escape the Ordinary Gadgets for backpacker Der etwas andere Urlaub Healthy reasons to love spring Pink dreams Traveling around the world Travel News

37 62 68 77 81 99 103

INHALT

81

6 IMAGINE VOLUME 29

104


Toric Hémisphères Rétrograde

Welche, wenn nicht diese?

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© Vietnam Tourism Advisory Board

SPECIAL DESTINATIONS 8 IMAGINE VOLUME 29


Vietnam LAND DER GEGENSÄTZE

Die Vielfalt Vietnams ist beinahe schon sprichwörtlich. Besonders im Süden des Landes treffen Kokospalmen auf Reisfelder und schwimmende Märkte mit köstlichen Spezialitäten. Ob Kulturliebhaber, Trekkingbegeisterte oder Gourmetfreunde, ein jeder findet hier sein ganz persönliches Reiseglück. Autorin: Anna Karolina Stock

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Nice to know !!! Klima: Im tropischen Südvietnam herrschen drei Jahreszeiten: warm, sonnig und trocken von November bis Januar, hohe Luftfeuchtigkeit und heiss von Februar bis Mai, Regenzeit von Juni bis Oktober (häufig Wirbelstürme und schwere Regenfälle). Währung: 1 CHF = circa 24’000 Dong (VND), die Mitnahme von US-Dollar wird empfohlen. Anreise: Ab Mitte November fliegt Edelweiss Air zweimal wöchentlich nonstop von Zürich nach Ho-Chi-Minh-City (montags und donnerstags). > www.flyedelweiss.com

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© Vietnam Tourism Advisory Board © Vietnam Tourism Advisory Board

V

ietnam ist ein Land der Gegensätze. Kaum eine andere Nation der indochinesischen Halbinsel bietet eine derart facettenreiche Mischung aus Landschaften und Kulturen. Reisfelder, altehrwürdige Pagoden, pulsierende Städte und eine unfassbar aromatische Küche sorgen im Land der Drachen und Tempel für Abwechslung. In der südvietnamesischen Metropole Ho-Chi-Minh-City erfordert die Teilnahme am Strassenverkehr Mut und Geduld: Autos, Busse, Transporter, Fahrradrikschas und unzählige Mopeds bahnen sich ihren Weg durch die bereits überfüllten Strassen. Es grenzt an ein Wunder, dass es in der einwohnerreichsten Stadt Vietnams nicht fortwährend zu Kollisionen kommt. «Was wir schon alles erlebt haben», scherzt Reiseleiterin Do Minh Nhai. In der Tat ist das ehemalige Saigon – die einstige Hauptstadt Südvietnams – stark durch ihre Geschichte geprägt: Mit den aus Südchina geflohenen Chinesen kamen auch die grossen Märkte wie der Binh-Tay-Hallenmarkt in Cho Lon, Chinatown. Getreu seinem Namen ist Cho Lon – übersetzt «grosser Markt» – noch heute der Stadtbezirk mit der grössten geschäftlichen Aktivität. Als im 19. Jahrhundert die Franzosen folgten, setzten sie alles daran, Saigon in ein zweites Paris zu verwandeln. Grosse Boulevards und französisch-koloniale Bauwerke wie die Kathedrale Notre Dame, der Wiedervereinigungspalast, das Hotel de Ville und das Hauptpostamt prägen bis heute das Stadtbild. Direkt daneben die bunte «Pagode des Jadekaisers», das eindrücklichste Beispiel taoistischer Architektur im ganzen Land.

Das «echte» Saigon

Jedes Volk behauptet von sich, gerne zu essen und die exquisiteste Küche von allen zu haben, aber in Vietnam trifft es scheinbar wirklich zu. Statt «Wie geht es dir?» begrüsst man sich mit der Frage «Hast du schon gegessen?». Lässt man das touristische Stadtzentrum, den sogenannten District 1, hinter sich und taucht ein ins Gewusel, trifft man bald auf das echte Saigon und sein kulinarisches Erbe: die Garküchen. Ob dampfende Suppenschüssel, Tischgrill oder Moped mit Thermobox, die Vietnamesen haben «Streetfood» erfunden. Während Familien aus ländlichen Gegenden sogar ihre Fischsauce Nuoc Mam selbst herstellen, kocht in Ho-Chi-Minh-City kaum jemand. Gegessen wird am Strassenrand, wo sich mit leuchtenden Neonschriften versehene Imbisse an Strassen­küchen und Cafés >

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reihen. Das Angebot ist überwältigend: Zwischen vietnamesischer «National­nudel­suppe» Pho gibt es Schweinebauchsuppe Bun cha und die Delikatesse Balut, ein halbausgebrütetes, gekochtes Hühnerei. Gegen den kleinen Hunger hilft Banh Xeo, ein mit Garnelen und Schweinefleisch gefüllter Reismehlpfannkuchen, der in Chili und die allgegenwärtige Fischsauce Nuoc Mam gedippt wird. Dazu geniesst man einen Zuckerrohrsaft Nuoc Mia oder einen Eier-Kaffee Ca Phe Trung. Nicht nur die Kaffeekultur ist ein Erbe der französischen Besatzer, auch ein Gericht, das mittlerweile zu den besten Streetfoods der Welt gezählt wird, ist ihnen zu verdanken: das Banh Mi, ein aus Reis- und Weizenmehl gebackenes Baguette. Die Ur-Variante enthält Pâté (deutsch «Leberpastete»), Koriander und süsse Chilisauce, aber auch gegrilltes Gemüse, Schweinefleisch, Hähnchen, Tofu und Omelett sind ein gängiger Belag  – Hauptsache herzhaft und gut gewürzt. Fusion-Küche, wie sie leibt und lebt.

Auf den Spuren der Vietcong

Fährt man von Ho-Chi-Minh-City rund 65 Kilometer Richtung Norden, erreicht man das Freilicht-

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museum von Cu Chi, wo sich die unterirdischen Geheimgänge der Vietcong-Untergrundkämpfer befinden. Das insgesamt 200 Kilometer lange und auf drei Ebenen aufgeteilte Geheimlabyrinth leistete den Partisanen im Vietnamkrieg von 1960 bis 1975 gute Dienste, denn ihre Gegner – US-Truppen und ihre Verbündeten aus Südvietnam  – fanden meist nicht einmal den Eingang. Heute ist der Besuch in Cu Chi eine Mischung aus Entertainment und Geschichtsunterricht. In kleinen spartanischen Küchen wird den Besuchern Soldatenkost serviert. Gegen Bezahlung dürfen Touristen mit Kriegswaffen schiessen und sich damit fotografieren lassen.

Alles im Fluss

Die Vietnamesen vergleichen die Form ihres Landes mit einer Bambusstange, die an jedem Ende eine Reisschale trägt: Die beiden fruchtbaren, reisliefernden Flussdeltas im nördlichen und südlichen Teil des Landes machen intensive Landwirtschaft möglich, während das von Wald und Gebirge dominierte Verbindungsstück eher karg ist. In der südlichen «Reisschale» befindet sich das Mekong-Delta. Wegen seiner neun Mündungsarme wird es auch «Cuu Long» genannt, «neunköpfiger Drache». Der im tibetischen Hochland


Im Mekong-Delta, das mit 39’000 Quadratkilometern fast so gross ist wie die Schweiz (circa 41.000 Quadratkilometer), wird ein Grossteil der vietnamesischen Reisproduktion abgewickelt. Zu verdanken ist dies dem schlamm- und mineralreichen Wasser des Mekongs. Der Begriff «Lebensader» trifft es genau, der Fluss bestimmt alles: die Ernte, den Transport von Gütern und das Vorwärtskommen der Menschen. Ebenfalls auf dem Wasserweg erreicht man die malerische Kleinstadt Cai Be, deren schwimmender Markt lange als einer der grössten im Delta galt. Das Treiben vor der katholischen

© Vietnam Tourism Advisory Board

© Vietnam Tourism Advisory Board

entspringende Mekong-Fluss windet sich durch die fünf  L änder China, Myanmar, Laos, Thailand und Kambodscha, ehe er sich schliesslich in Vietnam ins Südchinesische Meer ergiesst. Mit einer Gesamtlänge von circa 4 500  K ilometern ist er einer der grössten und wasserreichsten Flüsse Asiens. Gleichzeitig zählt er zu den wichtigsten Biotopen der Welt. Neben Süsswasserrochen, die bis zu vier Meter Spannweite erreichen können, beheimatet der Mekong über 20’000 Pflanzen-, 850 Fisch-, 800 Reptilien- und mehr als 1 200 Vogelarten. Nur der Amazonas in Südamerika ist nach Angaben der Mekong River Commission noch artenreicher.

Kathedrale ist nicht mehr so hektisch wie früher, denn der Handel verlagert sich dank neuer Strassen und Brücken zunehmend aufs Land. Eines dieser modernen Werke ist die 1.5 Kilometer lange My-Thuan-Brücke – ein architektonisches Meisterwerk und Symbol für Fortschritt und den wirtschaftlichen Aufschwung des sozialistischen Vietnams. Im Gegensatz dazu plätschert das Leben auf den schmalen Seitenarmen des Mekongs wie schon vor Jahrzehnten einfach vor sich hin. So auch auf dem schwimmenden Markt von Cai Rang, wo um 5 Uhr morgens die geschäftigste Zeit des Tages beginnt. Randvoll sind die Ladeflächen der bunten Holzboote mit Ware befüllt. «Achtet auf die langen Holzstangen am Heck der Boote», bemerkt Do Minh Nhai. Die daran aufgespiessten Obstund Fischtrophäen geben Aufschluss über die jeweils angebotenen Waren. «Mekongische Verkaufsschilder», ergänzt die Vietnamesin lachend. Wer das quirlige Handelsleben hautnah erleben will, sollte auf einem Hausboot übernachten. Nur so könne man bereits am frühen Morgen in die kleineren Kanäle des Wasser­ labyrinths aufbrechen und am schwimmenden Markttreiben teilnehmen. >

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Nice to know !!! «Must Do» · Streetfood-Tour durch Ho-Chi-Minh-City · Binh-Tay-Hallenmarkt in Cho Lon · Jade-Pagode in Ho-Chi-Minh-City · Räucherstäbchen-Fabrik in My Tho · Schwimmende Märkte von Cai Be und Cai Rang · Vietcong-Geschichtsstunde in Cu Chi · Besuch der rund 140 Khmer-Pagoden bei Tra Vinh · Sam-Berg und die Fischfarmen bei Chau Doc · Sonnenbaden und Tauchen auf Phu Quoc · Bootsausflug auf dem Mekong

Buddha neben Allah

Schippert man von Ho-Chi-Minh-City auf einem der vielen Mekong-Ausläufer rund 250 Kilometer Richtung Westen, erreicht man Chau Doc. Bekannt ist die Stadt in erster Linie wegen des nahe gelegenen Sam-Berges, einem beliebten Ausflugs- und Pilgerziel. Von dem 230 Meter hohen Berg sieht man über weite Reisfelder und Kanäle. Ein Teil davon gehört bereits zum angrenzenden Kambodscha. Ein weit verbreitetes Klischee besagt, dass so gut wie alle Vietnamesen Buddhisten sind. Der Abstecher nach Chau Doc beweist das Gegenteil: Buddha-Pagoden, Cao-DaiTempel und Moscheen zeugen von der religiösen Vielfalt Vietnams. In Wahrheit gehören die meisten Vietnamesen gar keiner speziellen Religion an, was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie an nichts glauben. Denn von einem sind fast alle überzeugt: dem Revolutionär Ho Chi Minh. Mit seinem Einsatz für die Befreiung Vietnams wurde er zum Sinnbild des wehrhaften und nach Selbstbestimmung strebenden Vietnams. Jeder Vietnamese besucht mindestens einmal in seinem Leben das gigantische Ho-Chi-MinhMausoleum in Hanoi, um dem Nationalhelden die gebührende Ehre zu erweisen.

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Das Las Vegas Asiens

Vietnam ist ein Land mit Tausenden von Küstenkilometern, und dennoch kann man nur hier die Sonne im Meer versinken sehen: auf Phu Quoc. Die vor der Küste von Kambodscha im Golf von Thailand gelegene Insel ist bekannt für ihre weissen Sandstrände und Resorts, von denen die meisten an der von Palmen gesäumten Südwestküste liegen. Die Hälfte der Insel ist mit Bergen und dichtem Regenwald bedeckt und Teil des Phu-Quoc-Nationalparks. Zahlreiche Wildtiere und Wanderwege warten darauf, entdeckt zu werden. Auf Phu Quoc leben rund 80’000 Einwohner, die meisten arbeiten für die Fischsaucenfabriken. Die Nuoc Mam von Phu Quoc ist in Europa sogar als Edelmarke registriert. Aber nicht nur deswegen ist die kleine Insel eine Goldgrube. Die Vietnamesen haben Grosses mit ihr vor: eine Mischung aus Las Vegas und Disneyland. Bereits in ein paar Jahren soll der riesige Ferienpark eröffnen. Wer das «alte» Phu Quoc noch erleben möchte, bevor die Metamorphose vollzogen ist, sollte sich schleunigst einen Motorroller schnappen und die Inseltour starten. Ohne Moped läuft in Vietnam bekanntlich nichts. Sie waren und sind die wahren Motoren des Landes.


Freiheit ist, wenn Herz und Verstand sich einig sind

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In the Mix

SriLanka für Verwöhnte

Grünes Hochland, nostalgische Kolonialstädte, mystische Tempel, Traumstrände, Safaris mit wilden Tieren und Luxus pur – eine für alle(s)! Autorin: Tina Engler

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Nice to know !!! Unter dem Label «Signature Finest Selection» bietet Thomas Cook massgeschneiderte Luxus-Rundreisen mit deutschsprachiger Reiseleitung an. > www.thomascook.de/premium-reisen Die schönste Boutique in Galles Altstadt ist «Karma Collec­tion» – shop till you drop, von Fashion bis Inte­ rieur! Im ersten Stock liegt das coole Restaurant Crepeology, die Crèpes mit spicy Curry machen süchtig! > www.crepe-ology.lk/karma-collection Eine lässige Surfer-Gemeinde trifft sich in der ArugamBay. Den besten Kaffee trinkt man dort im Garten des «Hideaway Blu Cafe». > www.teardropsurf.de > www.hideawayarugambay.com

G

emächlich tuckert die Eisenbahn durch die Landschaft, die in ihrer Schönheit fast surreal anmutet, alle Sinne öffnet und staunen lässt. In jedem Moment ändert sich die Szenerie. Der Expresszug von Colombo nach Kandy rumpelt quietschend über die Schienen. Warum er «Express» heisst, weiss keiner. Die Zugreise von Sri Lankas Hauptstadt ins zentrale Berg­land hat zwar nur eine Länge von 118 Kilometern, aber der Zug braucht trotzdem drei Stunden. Die 1. Klasse besteht aus einem einzigen Waggon mit Panoramafenster. Sightseeing auf ceylonesische Art, einfach so, im Vorbeifahren. Unzählige Buddhastatuen, bunte Hindu­ tempeln und kleine Dörfer passierend, geht es ins Landesinnere. Wie in einem Film zieht der Alltag der Bewohner während der Fahrt vorbei. Kinder winken fröhlich am Wegesrand. Bauern arbeiten auf den Reisfeldern, Wasserbüffel erfrischen sich im Tümpel, und Affen spielen auf den Bäumen. Die anfangs noch flache Landschaft wird immer hügeliger. Der Zug wird noch langsamer und schraubt sich immer höher in die Bergwelt, bis in die ehemalige Hauptstadt Kandy, das Herz

Auch die Hauptstadt Colombo lohnt sich. Das edle Shangri-La Hotel liegt gegenüber der Strandpromenade – dem beliebtesten Ausflugsziel der Einheimischen für den Ausflug am Sonntagnachmittag. > www.shangri-la.com der Insel und die heiligste Stätte der Buddhisten. Schliesslich wird im Zahntempel eine Reliquie bewahrt, die für Ungläubige etwas irritierend wirkt: der heilige Eckzahn Buddhas! In Kandy steht die Zeit still, ein besonderer Zauber geht von diesem Ort aus, besonders nach Einbruch der Dämmerung am Kandy-See, wenn der Himmel in verschiedensten Purpurtönen zu brennen scheint.

Very british

Von Kandy schlängeln sich die Serpentinen immer weiter durch das Dickicht, bis man auf rund 2 000 Metern Höhe in Nuwara Eliya ankommt – und sich mitten im kolonialen englischen Königreich wähnt. Es ist überraschend frisch. Bei zwölf Grad braucht man schon ein kuscheliges Pashminatuch. Schon im 19. Jahrhundert diente die Region den Briten als Sommerfrische, um der tropischen Hitze zu entfliehen. Ein Hauch von Nostalgie ist geblieben. Die prächtigen Kolonialvillen sind Zeitzeugen vergangener Tage. Es ist, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet: Unendlich still ist es hier >

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© Pressestelle Thomas Cook

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oben in den Teeplantagen. Die Nebelschwaden schlucken jedes Geräusch. Tiefhängende Wolken kriechen lautlos durch die Teebüsche und verleihen dem Ort eine mystische Atmosphäre. Das Grün wächst in allen Schattierungen – 50 shades of green sozusagen. Alles wirkt verschlafen und friedlich. Am Kamin des «Heritance Tea Factory Hotel», einer ehemaligen Teefabrik, kann man sich bei einem Tee wieder aufwärmen. Das Boutiquehotel besitzt einen herrlich antiquierten Charme, der ist absolut gewollt und sehr charmant. Am liebsten würde man gleich Tage bleiben an diesem Ort, der so gar nicht zu einem tropischen Eiland zu passen scheint. Doch genau diese Kontraste sind es, die Sri Lanka so faszinierend machen.

Willkommen in Rüsselsheim

Mit knapp 66’000 km2 Fläche ist der Inselstaat noch nicht mal so gross wie Bayern, aber hat quasi die «Best of Asien» auf kleinstem Raum vereint. Asien für Einsteiger, mit kurzen Wegen, die zugegeben aufgrund des Verkehrs manchmal ganz schön lange dauern können, aber das gehört schliesslich zum Gesamterlebnis dazu. Wo sonst kann man früh morgens auf einem Game Drive Leoparden und Elefanten bestaunen, abends in wärmende Decken eingehüllt vor dem knisternden Kaminfeuer sitzen, um dann am nächsten Morgen im warmen Indischen Ozean zu baden, begleitet von den Mantra-Gesängen der Mönche des naheliegenden buddhistischen Klosters, um sich im Anschluss bei einer Ayurveda-­Massage vor Wonne in andere Sphären zu beamen? Eben! Sri Lanka bietet eine unglaubliche Vielfalt, die man in vergleichsweise kurzer Zeit entdecken kann: mysteriöse Tempelanlagen, fesselnde Berglandschaften, kilometerlange Strände – 1 300 km Küstenlinie  – und wilde Tiere. Allein rund 6 000 Elefanten sind auf Sri Lanka gezählt. Man begegnet ihnen überall. Am Strand, auf den Strassen, in den Tempeln. Kein Wunder, denn nirgendwo auf der Welt gibt es eine grössere Population als hier. Zudem leben 600 Leo­ parden auf der Insel, dazu Ceylon-Hutaffen, Lippen­ bären, Schakale, Sumpfkrokodile und Warane, von der artenreichen Meeres- und Vogelwelt ganz zu schweigen.

Heia Safari

Die Südostküste der Insel ist der Sehnsuchtsort für Tierfans – und auch die Verwöhntesten unter ihnen werden von der Chena Huts by UGA

Escapes Lodge, mitten im 1 500 km2 grossen Yala-Nationalpark, begeistert sein. Das Hotel liegt in völliger Abgeschiedenheit direkt am Strand. Die 14 Luxushütten sind im edlen afrikanischen Stil designt und fügen sich wunderbar in die Landschaft ein. Purer Luxus inmitten unberührter Wildnis, mit eigenem Pool, Butlerservice und herzlichen Tourguides, die das Gebiet wie ihre Westentasche kennen. Die beste Zeit zu einem Game Drive aufzubrechen, ist noch vor Sonnenaufgang. Noch sind nur wenige Jeeps unterwegs, und innerhalb kürzester Zeit wird die erste Elefantenherde am See gesichtet. Liebevoll stehen sie eng aneinander, um ihren Morgendrink zu nehmen. Ein rührender Moment. Graukopfadler kreisen über der Hochlandsavanne. Ein Lippenbär nagt am trockenen Busch, und später kreuzt majestätisch schleichend ein imposanter Leopard den Weg. Die Lodge selbst ist von Affenfamilien bevölkert, die fröhlich in den Bäumen springen, doch schlau genug sind, sich nicht mit den Gästen anzulegen. Der Ruf der Wildnis ertönt in der Nacht, gepaart mit dem Rauschen der Wellen ist es das schönste Schlaflied, was man sich wünschen kann.

Edle Refugien und magische Plätze

Die exklusiven Hotels, das Anantara Peace Haven im südlichen Tarangalle und das Anantara Kalutara an der Westküste, sind edel und stylish und genau das Richtige, um sich nach der Rundreise dem süssen Nichtstun hinzugeben. Nicht nur Architekturfans werden sich im Anantara Kalutara, das sanft eingebettet zwischen dem Indischen Ozean und der Flussmündung des Kalu Ganges auf einer Landzunge liegt, im Paradies wähnen. Kein Geringerer als der Vater der modernen Architektur, Geoffrey Bawa, hat das luftige 5-Sterne-Haus entworfen. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahre 2003 auf der Insel und war ein Pionier des naturnahen Bauens, bei dem Haus und Garten quasi verschmelzen. Und so wähnt man sich auch in dem edlen Refugium irgendwie immer so, als sei man draussen in freier Natur. In unmittelbarer Nähe und leicht mit dem Tuk-Tuk, einer kleinen Motorrad-­R ikscha, zu erreichen, liegt der zauberhafte Garten Lunuganga, wo der Architekt auch lebte. Bawa kreierte sein Anwesen als eine Melange aus englischem Landschaftspark, italienischer Leichtigkeit und üppigem Tropendschungel. Es geht eine Magie von Lunuganga aus, der sich keiner entziehen kann. Er inspiriert und beseelt  – und macht einfach nur glücklich. Unvergleichlich und von entrückter Schönheit ist dieser Platz – wie so viele Orte auf dieser Insel, auf der man am liebsten nur bleiben möchte.

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Virginia

4 LOVERS

Amerikas Schmuckschatulle

Dort, wo die Gilmore Girls auf Harry Potter treffen und es sich anfühlt, als flaniere man durch die Winkelgasse und springe jeden Moment eine Elfe oder ein Zwerg aus einem der Büsche, beginnt die Reise in ein Märchenland. Eine Wundertüte mit Panoramen aus längst vergangenen Zeiten, in der die Moderne lebt und die jeden Besucher in Staunen versetzt. North Virginia. Tür an Tür mit Amerikas Hauptstadt Washington D.C. Autorin: Helena Ugrenovic

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K

eine andere als die englische Königin Elisabeth I. war die Namensvetterin desjenigen Bundesstaates der Vereinigten Staaten von Amerika, der 1788 nach 150 Jahren englisch-britischer Krone mit zwölf anderen Kolonien die Unabhängigkeit erlangte und als der zehnte Staat die Verfassung der USA ratifizierte. Als Walter Raleigh im Zuge seiner Expedition von 1584 die erste Siedlung auf Roanoke Island gründete und es sich dabei und seiner Meinung nach um die Besiedlung und Urbarmachung eines Landes handelte, wurde der Name zu Ehren der Königin gewählt, die als unverheiratetes gekröntes Haupt den Namen «Jungfräuliche Königin», «Virgin Queen», trug.

Amerikas Kleinod

Als eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten ist Virginia eine der wohlhabendsten Gegenden der USA. Durch die unmittelbare Nähe zur Hauptstadt Washington sind insbesondere Fairfax County und Loudoun County mit den herrlichen und beeindruckenden Anwesen Wohnsitz zahlreicher Senatoren und Politiker. Hier nahm auch die Geschichte der USPräsidenten ihren Lauf, als George Washington, der auf seinem Gut Mount Vernon lebte, 1789 zum ersten Präsidenten der USA gewählt wurde. Allein aus dem «alten Herrschaftsgebiet», «Old Dominion», das auch «Mother of the Presidents» genannt wird, stammen acht US-Präsidenten. Die Vielfältigkeit von North Virginia begeistert nicht nur durch ihre malerischen Kulissen, idyllischen Städtchen mit den schimmernden Pflastersteinen, die besonders im Herbst, bedeckt mit goldenen Blättern, äusserst bezaubernd sind, herzlichen, feierlustigen Menschen, sondern mit einem anziehenden Laissez-faire-CountrySide-Flair, kulinarischer Fülle und ausgezeichneten Restaurants. Es ist eine Gegend, in der eine gehobene Lebensqualität pulsiert und gleichzeitig auch die Batterien heruntergefahren werden. Endlose Wälder, deren sattes Grün oder buntes, rot-orangenes Laub sich wie ein Mantel über die Landschaft ergiesst, dicke Nebelschwaden, die morgens aus den Seen emporkriechen, bis die Sonnenstrahlen sie verschlucken, ein Besuch in Mount Vernon, dem ehemaligen Landsitz von George Washington oder die Erkundung der kulinarischen Hotspots und Austern essen, bietet North-­Virginia-Touristen eine aussergewöhnliche Vielfalt an Highlights. >

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Der Nationalfriedhof in Arlington ist ein Muss.

Bunte Fassaden in Alexandria haben Flair.

Alexandria

Die Geburtsstätte George Washingtons zählt zu den zehn meistbesuchten Hotspots der USA und ist unter die drei romantischsten Städte des nordamerikanischen Kontinentes gewählt worden. Die Hunde-freundliche City mit dem kosmopolitischen Flair, endlosen Flaniermeilen und einer bezaubernden «Wasserfront» wurde 1749 gegründet und trumpft mit 200  unabhängigen Restaurants sowie Boutiquen auf. Über die schier endlose «King Street», eine der «grossen Strassen» der USA, verteilen sich Shoppingmöglichkeiten und GourmetTempel in einer architektonischen Kulisse, die seit ihren Gründungszeiten und der Ära George Washingtons unverändert geblieben ist. Wer über die glatten Pflastersteine vorbei an Klinkerhäusern, bunten Fassaden, romantisch verspielten Dekorationen bummelt, wähnt sich eher in einem malerischen irischen oder schottischen Städtchen, als in den USA und wenige Kilometer entfernt vom Capitol.

Fairfax County

Endlose Wälder, üppiges Laub, schmucke Häuser und schlossartig anmutende Anwesen sind typisch für diesen Bezirk, der nach Loudoun County als eine der reichsten

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Loudoun County ist eine wahre Goldgrube an Kulinarik.

Counties der USA zählt. Zu den besonders beliebten Attraktionen gehören der Nationalpark, ein Besuch von George Washingtons Landsitz Mount Vernon, wo in den verschiedenen Gärten Blumen, Pflanzen, Gemüse und Kräuter wie zu Zeiten der Ära des ersten Präsidenten angepflanzt werden, der sich viel lieber auf seinem Landsitz als in Washington aufgehalten hat. Ein weiterer atemberaubender Ort ist Lake Anne Village Center in Reston, der eine einzigartige Gruppe unabhängiger Shops und Restaurants beherbergt. Lake Ann, das als nationales historisches Wahrzeichen im National Register of Historic Places aufgenommen wurde, entspringt der Vision von Robert E. Simon jr., der für die Bewohner eine sozial interaktive und architektonisch einzigartige Oase erschaffen wollte, in der nicht nur gewohnt und gearbeitet, sondern vor allem gelebt wird.

Arlington

«Just around the corner» und einen Hüpfer von Washington D.C. entfernt, eignet sich Arlington perfekt als Ausgangspunkt für einen City-Break in die Hauptstadt der USA. Speziell die nahe an Washingtons Highlights gelegene Gegend «Rosslyn» bietet mit einer sehr guten Metro-Verbindung und kurzen Fahrtzeiten einen


Rosslyn ist ein guter Ausgangspunkt für einen City-Break in die Hauptstadt der USA.

idealen Aufenthaltsort, günstigere Hotelpreise als beispielsweise Washington sowie eine Vielfalt an Restaurants. Der Besuch des Nationalfriedhofs Arlington, nur eine Haltestelle von Rosslyn entfernt, ist ein Muss. Uralte, knorrige Eichenbäume erstrecken sich über unzählige auf den Hügeln angeordnete Gräber verstorbener US-Bürger, die ihrem Land gedient haben. Es ist eine Oase des Friedens, verteilt auf 4 000 Quadratmeter und für die mindestens ein halber Tag eingeplant werden sollte.

Loudoun County

Knappe 40 Kilometer von Washington D.C. entfernt, befindet sich eine wahre Goldgrube an Kulinarik und ein Schlaraffenland für Weinliebhaber. Auf einer Fläche, die in etwa einem Drittel der Schweiz entspricht, laden prämierte Weingüter und 23 Bierbrauereien zu Wein- und Bierverkostung sowie idyllischem Farm-totable-Dining ein. Besiedelt wurde Loudoun County zwischen 1720 und 1730 von Quäkern, Iren, Schotten, Deutschen sowie Engländern und Sklaven aus den küstennahen Gebieten Virginias. Seit der Inbetriebnahme des Flug­ hafens Washington Dulles International Airport haben sich unzählige Unternehmen in Loudoun niedergelassen

und gehört dieser bis dahin ländliche Bezirk zu den Countys mit der am schnellsten wachsenden Bevölkerung der USA.

Donald’s Stadt

Nur durch eine Brücke von Arlington, Rosselyn, getrennt, ist Washington bei einem Besuch von North Virginia unumgänglich, oder umgekehrt. Die Hauptstadt ist eine edle, ästhetische Beauty mit den wahrscheinlich amerikaweit schönsten Metro-Stationen. Besonders empfehlenswert ist ein endloser und beeindruckender Spaziergang vom atemberaubenden Capitol in Washington bis zum Weissen Haus, der vor allem am frühen Abend inklusive Sonnenuntergang ein unvergessliches Erlebnis ist. Der Weg führt durch die National Mall, vorbei an der National Gallery of Art, dem Smithsonian National Air and Space Museum, Smithsonian Castle bis zum Washington Monument, um entweder von dort rechts abzubiegen und das Weisse Haus anzusteuern oder aber bis zum Lincoln Memorial zu schlendern und von dort per Taxi und in wenigen Fahrminuten zum Wohnsitz des Präsidenten zu fahren. Grossstadt-Metropole meets Edel-Country-Vergnügen mit winzigen, verträumten Orten.

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Geheimtipipm Mit elmeer ein

Mit kristallklaren, sauberen Buchten und den schönsten Stränden des Mittelmeers ist Sardinien für viele Reisende ein Geheimtipp. Die Vier- bis Fünf-Sterne-Domizile der renommierten sardischen Hotelgruppe Delphina Hotels & Resorts liegen ausnahmslos an wahren Logenplätzen der Gallura  – einer der reizvollsten Gegenden in ganz Sardinien. Die Hotels sind harmonisch eingebettet in die sardische Natur, mit Rücksicht auf Flora und Fauna. Zwischen der Costa Smeralda, dem Meeres-Nationalpark des La-Maddalena-Archipels und dem Golf von Asinara befinden sich die insgesamt zwölf Domizile mit jeweils nachhaltigen Grundsätzen und Strukturen, darunter auch die Baumaterialien, hauptsächlich aus der Region, ganz nach den «We are green®»-Grundsätzen. Autorin: Katharina Gering

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S

eit ihrer Gründung vor 25 Jahren setzt die nordsardische Hotelgruppe bereits auf lokale Produkte, investiert in Umweltschutzmassnahmen und hält enge Bande zu Firmen und Bewohnern der gesamten Mittelmeerinsel, dadurch unterstützen die Delphina Hotels & Resorts massgeblich die Wirtschaft Sardiniens. So stammt das Fleisch von Höfen in den Bergen der Gallura, fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte sind direkt aus dem Meer sowie Obst und Gemüse von lokalen Bauern. Auch Eigenproduktion ist eine Säule der nachhaltigen Geschäftsidee. Im Resort & SPA Le Dune befinden sich ein Gemüsegarten und eine kleine Farm mit freilaufenden Hühnern, Enten und Pfauen, die nicht nur kleinen Gästen etwas über Tierhaltung beibringt, sondern auch frische Eier und Gemüse liefert.

Authentisches Sardinien

Als Arbeitgeber in Nordsardinien und als ursprünglich sardische, familiengeführte Hotelgruppe in der Gallura haben es sich die Delphina Hotels & Resorts zur Aufgabe gemacht, die Traditionen und die Kultur dieser Region zu bewahren und zu pflegen. Ausflüge in den paradiesischen Meeres-Nationalpark des La-Maddalena-Archipels und den Süden Korsikas, in die nähere Landschaft und die klei-

nen Dörfer der Region bringen den Gästen die unberührte Schönheit Sardiniens sowie die reiche Kultur näher. Ob Keramik, Stoffe und Teppiche oder die berühmte Korkproduktion – Gäste lernen mit den Delphina Hotels & Resorts authentische Werkstätten und Traditionen kennen.

Aktiv entspannen

Paare fühlen sich in den Delphina Hotels & Resorts ebenso wohl wie Familien – ganz gleich ob für einen Aktiv- oder Wellnessurlaub. Dazu tragen die zahlreichen Freizeitangebote wie Bootsausflüge, verschiedene Wasser­ sportarten, Reitwanderungen, Trekking-Touren oder Ausflüge speziell für Kinder bei. Neben einem hochklassigen kulinarischen Angebot mit unverfälschten, sardischen Spezialitäten haben sich die Delphina Hotels & Resorts auch für ihr ausgezeichnetes Thalasso- & -SPA-Angebot weit über Sardinien hinaus einen Namen gemacht. Die geschmackvolle Architektur der Delphina Hotels & Resorts mit ihren hochkarätigen Thalasso-Spas, der sardischen Spitzenkulinarik und den Freizeitmöglichkeiten von Bootsausflügen über Golf bis Wandern und Reiten machen das Sardinien-Erlebnis perfekt.

> www.delphinahotels.de

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Dem Geheimnis von

TROJA

auf der Spur

Aufgrund des 20. Jahrestages der Aufnahme der Stadt Troja in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt die Türkei 2018 zum «Jahr von Troja». Autor: Michael Manz

R

und 300 Kilometer und vier Autostunden nördlich der türkischen Stadt Izmir liegt eine der bedeutendsten antiken Siedlungen der Welt: das sagenumwobene Troja. Die Stadt stammt aus der Zeit vor ca. 5000 Jahren. Nicht weniger als Spuren von neun verschiedenen Zivilisationen in zehn Schichten zeugen von der Geschichte der Stadt, um welche sich noch heute etliche Legenden und Geheimnisse ranken.

Aufgrund der Tatsache, dass die Stätte vor 20 Jahren in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, erklärte die Türkei das Jahr 2018 zum «Jahr Trojas». Im Laufe des Jahres sind daher zahlreiche Feiern sowie Kultur- und Kunstveranstaltungen geplant. Im Rahmen

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der Darbietungen, die im nahegelegenen Çanakkale stattfinden, werden das Türkische Staatstheater sowie die Staatsoper und das Ballett Theaterstücke und Musicals zum Thema «Troja» aufführen. Eröffnet werden soll ausserdem das nach zeitgenössischen Mustern erbaute Museum von Troja in Çanakkale. Auf einer Gesamtfläche von 10’000 Quadratmetern werden Exponate gezeigt, die ins Ausland gebracht und anschliessend wieder in die Türkei zurückgeführt wurden. Dazu gehören beispielsweise 24 Schmuckstücke aus Gold, die unter anderem auch aus dem Besitz von Helena von Troja stammen sollen.

> www.tuerkeitourismus.ch


Sprechen wir über Ihre Ferien . . . damit Sie auf alles vorbereitet sind.

Ihr Gesundheits-Coach.

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© MSC

DER

SONNE ENTGEGEN

Zwischen H i el &  Meer mm Die MSC Seaside kreuzt seit Ende Dezember durch die Karibik. Das neueste Flottenmitglied von MSC Kreuzfahrten bietet den Passagieren eine einzigartige Nähe zum Meer, Restaurants, die zu einer kulinarischen Entdeckungsreise einladen, und einen Spa-Bereich, der alle Sinne verwöhnt. Autorin: Franziska Heuer

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© MSC

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ie MSC Seaside ist etwas Besonderes: Das innovative Design fällt sofort ins Auge. Die einzigartige Gestaltung des Hecks wurde von der Skyline Miamis mit seinen modernen Strandbauten inspiriert und bietet den Gästen in den hier gelegenen Suiten einen atemberaubenden weiten Blick über das Meer. Weite ist auch das Stichwort für die grosszügigen Aussenflächen an Bord: Auf Deck 8 befindet sich eine weitläufige Aussenpromenade, die fast komplett um das Schiff verläuft. So nah am Wasser ist man auf Kreuzfahrtschiffen selten. Die über das Schiff hinausgehenden Glasbrücken vermitteln gar das Gefühl, als schwebe man auf dem Wasser. Für Nervenkitzel sorgt der Skywalk auf Deck 16  – aus 40  Meter Höhe kann man den Miami South Beach Pool quasi aus der Vogelperspektive geniessen.

Eine kulinarische Entdeckungsreise an Bord

Mit elf Restaurants und fast 20 Bars und Lounges bietet die MSC Seaside für jeden Geschmack und jeden Anlass das richtige Ambiente. Gleich zwei Buffetrestaurants  – eines an der Promenade mit Innen- und Aussenbereichen auf Deck  8 gelegen  – versorgen die Passagiere 20 Stunden am Tag mit frischen und gesunden Speisen, hausgemachter Pasta und original italienischer Pizza. Ausgefallene Kreationen und kulinarischen Hochgenuss bieten die Spezialitäten-Restaurants an Bord: USSpitzen­koch Roy Yamaguchi  – er steht für die moderne, panasiatische Fusionsküche  – hat drei unterschiedliche Restaurants an Bord gestaltet, die verschiedene asiatische Food-Richtungen neu interpretieren. Ein Highlight ist das Restaurant «Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi». Dafür kombiniert der japanisch-amerikanische Kulinarik-Visionär seine japanischen und hawaiianischen Wurzeln. Unterschiedlichste asiatische Aromen treffen auf hawaiianische und kalifornische Einflüsse, die mit Techniken der gehobenen Spitzengastronomie verarbeitet werden: edle Delikatessen mit zartem Hummer­fleisch, Shrimps oder Mehlklösse mit Krabben und Schweinefilet. Fleischliebhaber kommen vor allem im amerikanischen Steakhouse «Butcher’s Cut» auf ihre Kosten: Gäste wählen ihr bevorzugtes Steak aus dem Dry-Ager-Kühlschrank und können den Köchen bei der Zubereitung in der offenen Schauküche zusehen. Dazu werden beste amerikanische Weine oder trendige Craft­ biere serviert. Die Nähe zum Meer schmeckt man auf dem Schiff am besten im Seafood-Restaurant «Ocean Cay». Ob Steinkrabben, Venus­ muscheln oder Seebarsch  – alle Gerichte werden im amerikanischen Stil >

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und mediterranen Flair fangfrisch in modernem, stylischem Ambiente serviert. Und da wir wissen, dass für ein Dessert immer noch Platz ist: Handgefertigte Pralinen und eine ganze Schokoladenwand in der Venchi Cioccogelateria lassen das Herz jedes Schokoladenliebhabers höherschlagen!

Entspannung pur im balinesischen Spa

Das MSC Aurea Spa auf der MSC Seaside ist das grösste von allen MSC-Schiffen. Das Gym bietet neben modernsten Fitnessgeräten auch spezielle Räume für Spinning und Yoga. Wer es lieber entspannt mag, findet im Sauna- und Thermalbereich hochmoderne Saunen, einen Geysir, eine Eisgrotte, einen Salz-Ruheraum, Aroma-­ Duschen und einen Hammam. Das Angebot der Anwendungen reicht von balinesischen (Paar-) Massagen über Kosmetikbehandlungen, Nagelstudio, Friseur-Leistungen bis hin Anti-Aging Treatments mit Filler und Botox beim Spa-Doctor im Medi-Spa.

Der ganz besondere Luxus

Luxus, Exklusivität und Privatsphäre: Der MSC Yacht Club ist ein «Schiff-im-Schiff». 86 Superior Suiten mit edler Holzvertäfelung und Marmorbädern, 24-StundenButler-Service, ein eigenes Restaurant und Pooldeck  – Gäste des MSC Yacht Club finden hier das Flair einer Privatyacht mit dem vielfältigen Angebot eines grossen Kreuzfahrtschiffes.

Mit Vollgas voraus!

Absoluten Nervenkitzel an Bord der MSC Seaside verspricht die 105  Meter lange Seilrutsche. Adrenalinjunkies rasen mit Hochgeschwindigkeit bis zur Ziellinie am Heck des Schiffes. Und da vieles zu zweit noch mehr Spass macht, gibt es gleich zwei Seilrutschen nebeneinander.

Nice to know !!! Die MSC Seaside ist ganzjährig in Miami stationiert und steuert von hier verschiedene Routen in der Karibik an. • 8 Tage / 7 Nächte ab / bis Miami mit Puerto Rico, den Amerikanischen Jungferninseln, St. Maarten und den Bahamas • 14 Tage / 15 Nächte ab / bis Miami mit St. Maarten, Bahamas, Jamaika, Cayman Inseln und Mexiko > www.msckreuzfahrten.ch

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© MSC

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© Belmond

N N E E I N S E I A H C S F U A gang enzüber tadt r G m a pts tion nds Hau nds Sta a la il d a o h o T , W in xpress» trennen ua Lamphong ometer riental E ck H il  O f k o  & n h n e n r n h e ü ie st vom Ba eise zur 006 Sch ren «Ea Exakt 2 r nach Malaysia e des legendä enötigt. Eine R apu en b treck it. von Sing kok – Stamms g rund 51 Stund Vergangenhe g le u n z ia a s n B kolo er Luxu stasiens für die d in Südo s Hauer r. Thoma Au t or : D

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I

n einem ihrer grössten Leinwanderfolge, dem 1932 von Regie-Legende Josef von Sternberg inszenierten Spionagethriller «Shanghai Express», trifft Marlene Dietrich in der Rolle der geheimnisvollen Kurtisane Lily während einer schicksalhaften Zugreise durch das vom Bürgerkrieg zerrissene Reich der Mitte auf ihren Ex-Geliebten Harvey. Bis heute begeistert der aufwendig inszenierte Hollywoodstreifen neben dem stimmigen Plot vor allem mit seiner opulenten Ausstattung, die die goldene Ära des Eisenbahnzeitalters, jenes leichtfüssige «anything goes», das das Lebensgefühl vom Fin de Siècle bis zu den Roaring Twenties bestimmt hat, vor der exotischen Kulisse Südostasiens wie kaum ein zweiter Film der Epoche zum Leben erweckt. Kein Wunder, dass sich auch das Design-Team des «Eastern & Oriental Express», dessen in warmes Gold, dunkles Grün und nobles Beige gewandete Waggons seit 1993 den stolzen Löwenstaat am Südzipfel Malaysias mit der Stadt der Engel an den Ufern des Chao Phraya verbinden, bei der Restauration des Zuges von Sternbergs Filmset inspirieren liess. Und so könnten die eleganten, Kirschholz-­getäfelten Gesellschaftswagen des «E & O», ausstaffiert mit ausladenden Polstersesseln und edelsten Accessoires im Stile des Art nouveau einem Remake des Filmklassikers ebenso als Kulisse dienen wie die luxuriös ausgestatteten Passagierkabinen, geschmückt mit kostbaren malaysischen Edelholzintarsien und blank polierten Messing­applikationen.

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Einmal an Bord, wird diese stimmige Inszenierung kolonialer Grandeur, dieser nostalgische Mix aus Luxus, Romantik und Abenteuer binnen Minuten zur rollenden Zeitmaschine, die die Passagiere in eine Vergangenheit befördert, die es so zwar vermutlich nie gegeben hat, aber lässt man sich auf dieses Spiel ein, fühlt man sich mit ein wenig F ­ antasie bald wie eine Reinkarnation von Mata Hari auf geheimer Mission. Die asiatische Bilderbuchlandschaft, die der «E & O» dabei durchfährt, gerät dabei im angenehm klimatisierten Interieur fast zur Nebensache. Wirklich nahe kommen die Passagiere dem grünen Herzen des Kontinents erst auf dem offenen, mit Teakholz beplankten Obser­vation Deck ganz am Ende des Zuges. Während einem hier der seidige Fahrtwind das Haar zerzaust und an den kristallenen Champagnergläsern in der tropischen Hitze binnen Sekunden Kondenswasser hinabperlt, rauschen in fliegendem Wechsel labyrinthische Zuckerrohrfelder, undurchdringlicher >

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Regenwald, steil aufragende Karstkegel und palmengesäumte Reisfelder vorbei, in denen schneeweisse Ibisse wie Statuen aufgereiht stehen; werden auf dem Weg nach Norden aus von goldenen Kuppeln überspannten Moscheen und quietschbunten Hindutempeln nach und nach buddhistische Pagoden. Fast wie im Film, nur in Farbe. Doch der Reihe nach.

Die Reise beginnt

Nachdem die Check-in-Formalitäten erledigt sind, geht es von der Hotelikone dann per Bus in einer guten halben Stunde zur Woodlands Station, wo der «E & O» seine Gäste bereits erwartet. Noch ein paar Zoll- und Grenzformalitäten, schon schliessen sich die Türen, während sich der rund 300 Meter lange Schienenkoloss ächzend in Bewegung setzt. Untergebracht sind die Gäste, je nach Raumbedarf und Portemonnaie, in drei verschiedenen Kabinenkategorien: vom knapp 6 m² kleinen PullmanAbteil, über die immerhin rund 8 m² messenden State Cabins bis zur grosszügigen Presidential Suite mit etwa 12 m² – alle inklusive privatem Bad und WC. Tagsüber dienen die Betten als unverschämt bequeme Polstersofas und werden erst zur Nacht vom Kabinensteward in flauschige Kojen verwandelt. In den Pullman-Abteilen und State Cabins verbirgt sich das zweite Bett in der Wand und wird abends einfach heruntergeklappt. Frühstück und Afternoon Tea werden stilecht auf der Kabine serviert, die

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Ausgangspunkt des exklusiven Schienenabenteuers war lange Jahre S ­ ingapurs erste Hotel-Adresse – das legendäre «Raffles» an der Beach Road No. 1. Doch weil sich die eitle Grande Dame momentan einem Lifting unterzieht und ihre Fassade deshalb hinter einem unschönen Baugerüst versteckt, trifft sich die illustre Gästeschar in der Zwischenzeit im nicht minder exklusiven «Fullerton», das im früheren Postamt der einstigen Kronkolonie untergebracht ist. Allerdings wirkt dieses stolze Kulturdenkmal – ein Musterbeispiel britischer Kolonial­a rchitektur – trotz imposanter neoklassizistischer Fassade und exklusiver Lage direkt an der mondänen Waterfront im Schatten der steil aufragen-

den Skyline des benachbarten Finanzdistrikts und gegenüber dem hypermodernen Marina-Bay-Komplex mittlerweile fast ein wenig anachronistisch.

Ein Stopp an der geschichtsträchtigen River Kwai Bridge gehört zu den Hauptattraktionen der Klassik-Tour.

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mehrgängigen Gourmetlunches und Dinners in den mitreisenden Dining Cars in der Zugmitte zelebriert.

aktuell bereits alle Mahlzeiten und zwei Ausflüge entlang der Strecke, ebenfalls im Reisepreis eingeschlossen.

Luxus neu definiert

Street Art in Motion

Doch keine Angst: Der «E & O» ist kein rollendes Museum, die Stimmung an Bord alles andere als britisch steif. Im Gegenteil. Das Zugkonzept wurde in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt. Nicht zuletzt um das Angebot an die Bedürfnisse einer neuen Generation von wohlhabenden Globetrottern anzupassen, die offenbar völlig andere Vorstellungen von Reisen und Luxus hegt als noch ihre Eltern. So ist rund die Hälfte der 50 Passagiere, die diesmal an Bord sind, unter 50 Jahre alt. «Ein Grund für diesen Erfolg ist sicher auch, dass wir die bisher recht strengen Kleidervorschriften an Bord zuletzt deutlich gelockert haben», glaubt «E & O» General Manager Valentin Waldman. Statt Smoking und langem Abendkleid heisst die Devise heute «Tropical Elegance». Tagsüber ist auch lockere Freizeitbekleidung kein Problem. Ab 2018 gilt im Zug ausserdem eine All-inclusive-Politik – das heisst Getränke aus der Piano-Bar oder dem Observation Car sind dann, wie

Zur Frischzellenkur gehört aber auch ein Kunstprojekt. So hat Zugbetreiber Belmond unter dem Motto «Art in Motion» bei Rajesh Kumar, in Singapur ansässiger Street Artist und Absolvent des prestige­t rächtigen Londoner Goldsmith College, eine rollende Leinwand kommissioniert. Und Kumar hat geliefert – kurzerhand verwandelte er die stählerne Hülle zweier Waggons per Spraydose in einen Teich voll exotischer Koi-Karpfen. Der smarte Künstler, hin und wieder auch selbst im «E & O» unter­ wegs, ist auch diesmal zwischen Singapur und ­Malaysias Kapitale Kuala Lumpur mit an Bord und erklärt Gästen seine Arbeit: «Kois symbolisieren in der asiatischen Kultur Reichtum, Glück und Eleganz. Gleichzeitig strahlen sie, obwohl ständig in Bewegung, Ruhe und Gelassenheit aus – alles Dinge, die ich selbst mit der Reise in einem Luxus­zug assoziiere. Darüber hinaus hat jeder Koi ein einmaliges, unverwechselbares Muster gleich einem Fingerabdruck, so, wie auch alle Gäste des «E & O» ihre >

Nice to know !!!

Auf dem offenen Observationsdeck geniessen Passagiere Champagner.

Neben dem Klassiker Singapur–Bangkok bzw. Bangkok–Singapur bietet Belmond im «E & O» auch Sonderfahrten, z. B. in den Norden Thailands und nach Laos, an. Den Klassiktrip gibt es ab ca. 2600 U$ p. P. im Pullman-Doppel-Abteil. Asien-Spezialist Geoplan Privat­ reisen schnürt dazu rund um die Fahrt individuelle Voroder Anschlussprogramme mit privaten Guides. > www.geoplan-reisen.de.

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© Belmond

Das Pullman-Abteil: ultimativer Luxus auf 6 m²

unverwechselbare Geschichte mitbringen. Bindeglied ist das gemeinsame Reiseerlebnis», so Rajesh.

Im Mittelpunkt steht die persönliche Begegnung

Zur Neupositionierung des «E & O» gehört aber auch ein komplett überarbeitetes Exkursionsprogramm. Statt klassischer Sightseeing-Touren liegt der Schwerpunkt künftig auf persönlichen Begegnungen mit Menschen, die entlang der Bahnstrecke leben. Tatsächlich funktioniert dieser Spagat zwischen ultimativem Luxus und authentischem Reiseerlebnis erstaunlich gut. So stehen zum Beispiel Ausflüge in den malaysischen Dschungel auf dem Programm, bei denen Gäste mithilfe eines lokalen Guides hautnah die Flora und Fauna des Regenwaldes kennenlernen sollen, eine Radtour durch die Reisfelder im Hinterland des River Kwai inklusive Besuch eines Palmbauern oder eine Flossfahrt samt Thai-Kochkurs. Apropos Kochen: Auch in der gerade mal 12 m² grossen Kombüse des «E & O» weht ein neuer Wind. «Unsere Gäste sind heute deutlich mutiger als noch vor fünf oder zehn Jahren. Also bin ich relativ frei bei der Entwicklung der Menüs und lasse mich gerne von den kulinarischen Traditionen der Landstriche inspirieren, die der Zug durchquert – so wird eine Fahrt im «E & O» auch zu einer Reise durch Südost­

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asiens Küchen», erklärt Executive Chef Yannis Martineau sein Konzept. Der Franzose, der mit einer 8-köpfigen Mannschaft seit 2007 die kulinarischen Geschicke des «E & O» lenkt, war zuvor bereits als Souschef auf dem «Venice Simplon Orient-Express» unterwegs.

Rollendes Sternerestaurant

Am ersten Abend, als der Zug noch gemächlich Richtung Kuala Lumpur rollt, lässt Martineau getreu seiner Philosophie ein malaysisches Fischcurry auf Sterne­ niveau servieren, während am letzten Tag der Reise gedämpfter Kabeljau in K ­ okoscreme bereits auf den Zielbahnhof Bangkok einstimmt. Und der nähert sich schneller, als den meisten Passagieren lieb ist. Als der «green train», wie der «E & O» von den Einheimischen genannt wird, schliesslich am späten Nachmittag in die Hua Lamphong Station einrollt, will die Stimmung an Bord im ersten Moment so gar nicht zur Hektik der aufstrebenden Millionenmetropole passen. Ja, fast macht sich ein wenig Wehmut unter den Passagieren breit. Doch viel Zeit zum Abschied nehmen bleibt nicht. Auf dem Bahnsteig stehen schon die Pagen diverser Luxusherbergen bereit, und schon bald leert sich die Plattform, verblasst die Reise im «Eastern & Oriental» im Bangkoker Verkehrschaos zu einem Traum. Und die Kois schwimmen wieder ihrer eigenen Wege …


Schlafen im Knast & Schlemmen im Tresor

Das ehemalige Gefängnis in Offenburg hat sich zum Wohlfühltempel für Geniesser entwickelt und trägt den Namen «Hotel Liberty» ganz bewusst. Dicke Mauern, Zellentüren und Gitter vor den Fenstern lassen auf die Vergangenheit des 200-jährigen Backsteingebäudes schliessen. Eine Bestrafung ist der Aufenthalt im ehemaligen Knast heute keinesfalls mehr: Die bedrückende Gefängnisatmosphäre ist einem Designhotel mit hochwertiger Ausstattung gewichen und im Restaurant «Wasser & Brot» bietet Starkoch Jeremy Biasiol eine saisonale Gourmetküche. Anders beim «Jigger & Spoon» in Offenburg: Hier weist nur ein dezentes Klingelschild auf die Bar im Untergrund des Stuttgarter Hospitalviertels hin. Nach dem Einlass gelangt man mit dem Lift in den Keller und tritt durch eine tonnenschwere Tür in eine andere Welt: «Jigger & Spoon» ist eine Bar mit einem Hauch von Exklusivität in Räumen mit 80 cm dicken Wänden, die einst als Tresorraum einer Bank dienten. Die überregional bekannten Barmeister Eric Bergmann und Uwe Heine bieten erstklassige Spirituosen, hand-crafted Cocktails und edle Weine. > www.hotel-liberty.de | www.jiggerandspoon.de

AIDA Cruises - nächste Schiffgeneration mit Innovationen

2023 wird AIDA ein weiteres Schiff der neuesten Generation in Dienst stellen. AIDAnova, das erste Kreuzfahrtschiff dieser Schiffsklasse, geht bereits Anfang Dezember dieses Jahres auf Jungfernfahrt. Im Frühjahr 2021 und 2023 folgen die beiden Schwesterschiffe mit rund 2 700 Kabinen. Beginnend mit AIDAnova, wird die nächste Schiffsgeneration Innovationen und weiterentwickelte erfolgreiche Angebote der bestehenden Flotte vereinen. Über 40 verschiedene Restaurants und Bars werden die Gäste an Bord in ganz neue gastronomische Erlebniswelten entführen und kulinarische Trends setzen. Vielseitige Entertainmentangebote wie das weiterentwickelte Theatrium, ein eigenes TV-Studio oder neue Erlebnisrestaurants werden begeistern. Mehr als zwei verschiedene Kabinenvarianten stehen zur Auswahl: von der Penthouse Suite über großzügige Familienkabinen bis hin zu Einzelkabinen mit Balkon. > www.aida.ch

Myconian Collection – Familie, Tradition, Luxus

Die Myconian Collection ist eine Kollektion aus neun familiengeführten Luxushotels auf Mykonos. Jedes der Hotels besticht mit eigener Persönlichkeit, individuellem Design und Lifestyle sowie unterschiedlichsten Zimmer-, Suiten- und Villenkonzepten. Die Hotels befinden sich mit ihren individuellen Konzepten an drei Traumdestinationen auf Mykonos. Die Häuser mit je eigenem Charakter, Design und Architekturkonzept vereint der hohe Anspruch an Service-, Gastronomie- und SpaErlebnissen. Mit dem größten Luxusfuhrpark auf Mykonos sind die Häuser sowie Hotspots auf Mykonos komfortabel und einfach mit exklusiven Shuttles zu erreichen. > www.myconianambassador.gr

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DENVER DIE MILE HIGH CITY AM FUSSE DER ROCKY MOUNTAINS

Mit 300 Sonnentagen pro Jahr ist die «Mile High City» ein gutes Ferienziel für jede Jahreszeit. Hier werden Leidenschaft für die Natur mit ihrem urbanen Esprit und das reiche Wildwesterbe perfekt kombiniert. Im fussgängerfreundlichen Zentrum von Denver finden Besucher kochgeführte Restaurants, Brauerei-Pubs, Sportveranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten, Familienattraktionen, Kunst und Kultur. Die Einwohner sind für ihre entspannte und positive Einstellung und ihre offene und gastfreundliche Art bekannt. Denver ist das wichtigste Tor zu den besten Nationalparks der westlichen USA wie etwa Mesa Verde, einem der vier Nationalparks in Colorado, oder dem Yellowstone-Nationalpark in Wyoming und den Canyonlands in Utah. Autorin: Katharina Gering

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ie Rocky Mountains sind nur eine kurze Autofahrt von Denver entfernt und bieten Abenteuer in der Natur, Wildwestgeschichte und spektakuläre Schönheit. Der Red Rocks Park ist ein besonders beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, hier kann man zwischen den riesigen Felsen auf Wanderschaft gehen. Das nahe gelegene Amphitheatre bietet unvergessliche Konzerte unterm Sternenhimmel. Natürlich wird auch hier für Besucher gesorgt, Golden, nicht weit entfernt, ist Heimat der berühmten Brauerei Coors: Dort gibt es spezielle Führungen und Verkostungen für die Besucher. Gerade mal 114 km entfernt von Denver liegt der RockyMountain-Nationalpark. Der Park lockt mit einer beeindruckenden Tierwelt, tollen Wanderwegen und einem herausragenden Panorama. Zum 4 346 m hohen Gipfel schlängelt sich die höchste asphaltierte Strasse in Nordamerika, der Mount Evans Scenic Byway – 96 km von Denver – hinauf. Im Winter agiert Denver als das Tor zu einigen der besten Ski- und Wintersportgebiete der Welt. Im lebendigen und fussgängerfreundlichen Zentrum von Denver findet man Café-Terrassen, Brauerei-Pubs, Weinbars, Geschäfte, Sportstätten, Theater, Kinos und Museen. Mit dem Bike-Sharing-Programm der Stadt, dem Denver B-Cycle, können nahe gelegene Stadtviertel leicht erkundet werden, so beispielsweise der RiNo (River North Art District) oder auch die vielen Galerien des Art District of Sante Fe. Bei einem Besuch in der historischen LoDo  –  Lower Downtown  –  kann man auf dem Larimer Square shoppen oder essen, während einen die viktorianischen Ziegelbauten auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen. Im Denver Art und auf dem Denver Beer Trail kann man in die Craft-Bier-Kultur der Stadt eintauchen. Die restaurierte Union Station bietet neben einer Terminal Bar auch eine Cooper Lounge, perfekt, um sich zwischendurch eine Erfrischung zu gönnen. Auch ein Einkauf im historischen Rockmount

Ranch Wear, wo das Druckknopf-Cowboyhemd erfunden wurde, gehört natürlich dazu. Wer raus in die Natur und etwas Cowboyluft schnuppern möchte, sollte eine von den Dude Ranches besuchen. Diese Ranches bieten Gästen ein tolles Wildlife-Erlebnis. Neben einer Nacht auf der Ranch kann man hier tolle Reitausflüge machen und den Alltag der Cowboys hautnah miterleben. Wer lieber shoppen möchte, kommt im Cherry Creek Shoppingcenter voll auf seine Kosten. Mit mehr als 160 Geschäften und Restaurants ist es ein perfektes Ausflugsziel für die ganze Familie. Wer mehr auf Kunst und Kultur steht, sollte das Denver Art Museum mit seinen renommierten Sammlungen der Ureinwohner und westamerikanischer Kunst besuchen. Wer die Vergangenheit hautnah erleben möchte, kommt im Denver Museum of Nature & Science mit seinen ausgestellten Dinosauriern, der Space Odyssey, dem digitalen Planetarium und dem IMAX-Kino, den Denver Performing Arts Complex mit zehn Veranstaltungsorten für Theater-, Opern-, Orchester-, Ballett- und Broadway-Gastspiele und dem History Colorado Center, voll auf seine Kosten. In Denver ist für jeden etwas dabei! «Mile High City» wird die Stadt übrigens genannt, weil sie genau eine Mile, also 1609 Meter, über dem Meeresspiegel liegt.

Nice to know !! !

Edelweiss fliegt vom 4. Juni bis 27. September immer montags und freitags nonstop nach Denver. Für USA Fans hat Edelweiss zudem die Destinationen Las Vegas, San Diego, Orlando und Tampa Bay im Angebot. > www.flyedelweiss.com


NOMO SOHO

 EINE OASE IN

Schon der Weg zum Check-in-Bereich unterscheidet sich von anderen New Yorker Hotels. Insbesondere abends, wenn Hunderte kleiner LED-Lichter aus den Efeuranken, Pflanzen und Bäumen leuchten und es sich wie ein romantischer Spaziergang zum einem Rendez-vous anfühlt. Das NOMO SOHO von Preferred Hotels & Resorts ist die Top-Adresse und das 5-Sterne-Luxus-Zuhause im schicken New Yorker Szene-Stadtteil SoHo. Autorin: Helena Ugrenovic

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as NOMO SOHO, das zum renommierten Familienunternehmen «Preferred Hotels & Resorts» gehört, ist eine Kombination aus Nostalgie und Moderne und wurde im Stil aus Jean Cocteaus Film «Die Schöne und das Biest» nachempfunden. Ein atemberaubender Garten, der höchste Ausblick über die Nachbarschaft, unübertreffliche Eleganz, eine ausgezeichnete und vielfältige Küche sowie Servicequalität auf höchstem Niveau schaffen für Gäste und Besucher ein einzigartiges und erholsames Erlebnis in der Stadt, die niemals schläft. Unweit der Subway-Station Canal Street liegt das NOMO SOHO Preferred Hotels & Resorts an der 9  Crosby Street in geradezu perfekter Lage zwischen Uptown und Downtown New York, lediglich wenige Metrostationen vom Grand Central Terminal, Time Square oder Battery Parks entfernt.

So SoHo

Es ist die In-Gegend schlechthin, die zwischen Canal Street, West Broadway, Houston Street und Lafayette Street liegt, das wohl spritzigste Viertel und der sowohl als Drehort für zahlreiche Hollywood-Streifen, TVSendungen und Werbespots beliebte Hotspot. Im Künstlerviertel SoHo, das in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren zum Synonym für Mode, Design, Kunst und Kultur und

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als Inspirationsquelle für einige der launenhaftesten Trendsetter der Welt diente, befinden sich die ältesten Gebäude New Yorks und verleihen dem Viertel mit der Architektur des letzten Jahrhunderts einen unverkennbaren Charme. Heute ist SoHo eine Brutstätte kreativer Nachwuchstalente und beherbergt etablierte Marken, bekannte Künstler und kulturelle Ikonen. NoMo verbindet das Nostalgische mit dem Modernen und schafft ein einzigartiges und authentisches SoHo-Erlebnis.

Die Oase des stillen Glücks

Zwischen tiefroten Backsteingebäuden und den berühmten Feuertreppen, neben Galerien sowie Designergeschäften mit einzigartigen Ausstellungsstücken, im ästhetischen Ambiente freskenverzierter Häuser verleihen üppige Efeustauden zwischen den Gittern rostfarbener Rundbögen einen ungewöhnlichen, interessanten Unterbruch in der Kulisse der Strasse und gewähren Einlass in eine eigene und märchenhafte Hotelwelt. So führt der Eingang ins Foyer vorbei an ungewöhnlichen Skulpturen, Pflanzentöpfen und durch grün bewachsene Ranken mit einem «Dach» aus unzähligen Lichtern, und man erwartet, an der Rezeption von «Alice» und dem «Hutmacher» begrüsst zu werden. Es ist eine zauberhafte Oase im süd-


lichen Teil des Big Apple, weit weg vom typischen Lärm einer Mega-City, von Sirenengeheul, drängelnden Touristen, die sich Seite an Seite mit als Disney-Figuren kostümierten Schaustellern durch den dampfenden Times Square und den belebten Broadway schieben.

Über den Dächern SoHo’s

Versteckt inmitten des Gewühls kombiniert das NOMO SOHO von Preferred Hotels & Resorts Komfort mit Klasse und bietet luxuriöse Unterkünfte in stilvollem Ambiente. Mit einer schicken Farbpalette und drei Meter hohen Fenstern, die vom Fussboden bis zur Decke reichen, ist jedes Zimmer ein beeindruckendes SoHo-Heiligtum, verfügt über HD-Fernseher, Minibar, Molton-BrownPflegeprodukte, juwelengeschmückte Duschen und Bettgarnituren der Luxusmarke Frette 1860. Die Auswahl der stylischen Deluxe-Unterkünfte wie den ClassicQueen-, Classic-King-, Deluxe-King-, Premium-Queenund Premium-King-Zimmern oder den ausladenden Queen-, King-, Crosby-Suiten, die teilweise über weitläufige Balkone und gemütliche Lounges verfügen, auf denen so manche New Yorker Nacht nach einem ereignisreichen Tag ausgeklungen werden kann, gestaltet sich als kein einfaches Unterfangen. Jede der Unterkünfte zelebriert

Ästhetik auf höchstem Niveau und wird nur von der Pano­ ramic Penthouse Residence, einem 1 100  Quadratmeter «signature room», getoppt. Eine schicke und luxuriöse Unterkunft auf der 26. Etage des Hotels, von der aus sich ein einzigartiger – der höchste in SoHo – Ausblick auf das Viertel selbst, das Empire State Building und die unverwechselbare Häuserlandschaft New Yorks bietet.

Preferred Hotels & Resorts

Preferred Hotels & Resorts repräsentieren das feinste und vielfältigste globale Portfolio an unabhängigen Hotels und unabhängigen Hotelerlebnissen. Fünf unverwechselbare Kollektionen wie «Legend», «LVX», «Lifestyle», «Connect» und «Preferred Residences» ermöglichen es, während Reisen durch die Welt und auf der Suche nach unvergesslichen Momenten sowie neuen Möglichkeiten, eigene Inspirationen zu kreieren. Um die Kundenzufriedenheit auf höchstem Niveau sicherzustellen, muss jedes Mitgliedhotel mit dem Preferred Standards of Excellence™, dem anerkannten Qualitätsstandard, ausgezeichnet sein, die an jährlichen anonymen Vor-Ort-Inspektionen durch professionelle Drittanbieter-Experten durchgeführt werden.

> www.nomosoho.com | www.preferredhotels.com

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Let’s get married

AUF NACH LAS VEGAS

Ob spontan oder gut geplant, ob alleine oder mit Familie und Freunden, es gibt viele Wege, in Las Vegas zu heiraten. Autorin: Katharina Gering

L

as Vegas ist nicht nur die Nightlife- und Casino-Metropole, sondern auch die Stadt der Liebenden! Was kann man sich Besseres vorstellen, als sich in der Stadt des Glücks das Ja-Wort fürs eigene Glück zu geben? Ob im Auto, im Helikopter, vor Elvis oder im Grand Canyon, es gibt keinen Traum, den die Agentur Holiday Planet nicht erfüllen kann. Mit der richtigen Agentur an der Seite kann man sich in Vegas seinen eigenen kleinen Hochzeitstraum erfüllen. Holiday Planet plant und führt seit  1971 Zere­monien durch und hat so schon viele  Paare glücklich vermählt.

Traditionell in einer Hochzeitskapelle

Nur wenige Paare reisen nach Las Vegas, um dort ganz klassisch zu heiraten. Viele reizt das Abenteuer, die Originalität und die verrückten Möglichkeiten zu heiraten. In Las Vegas ist einfach nichts unmöglich. Alles, was man bezahlen kann, bekommt man. Wenn Sie bereits verheiratet sind, können Sie Ihr Eheversprechen auch einfach in Las Vegas erneuern.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Trauung in den Wolken? Eine Hochzeit im Helikopter ist für Las Vegas nichts Aussergewöhnliches, aber eine unglaubliche Erinnerung für das Brautpaar. Über den Strip fliegen, sich von einem Standesbeamten zu Mann und Frau vermählen lassen und in unzähligen Metern Höhe mit einem Glas Champagner anstossen. In den meisten

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Wer den schönsten Tag im Leben traditionell und romantisch verbringen will, kann in einer der berühmten Hochzeitskapellen heiraten. Holiday Planet bietet komplette Arrangements mit Fotograf, Musik, Blumen, Limousine usw. an. Die Trauung wird von Ministern (Reverends) entweder traditionell oder in einer kirchlich-religiösen Zeremonie (überkonfessionell) vollzogen. Das Tolle daran: Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten oder geschieden sind, können Sie in Las Vegas trotzdem in einer Kapelle (auch in Weiss) heiraten.

Heiraten im Helikopter


Heli­koptern können bis zu drei Personen mitfliegen und an der Zeremonie teilnehmen. Mit einem Blick auf die luxuriösesten Häuser fliegt man nach der Vermählung wieder in Richtung Hotel, wo dann die Feier so richtig beginnen kann.

der Schönheit der Natur. Ein absoluter Höhepunkt zum Abschluss der Zeremonie sind die tanzenden Fontänen vor dem Bellagio, die «nur» für Sie, mit einem vom Brautpaar ausgesuchten Song, tanzen. Das macht den Brautkuss perfekt und sorgt garantiert für Gänsehaut!

Hochzeit im Valley of Fire oder Red Rock Canyon

Damit die Ehe im Heimatland anerkannt wird, wird eine beglaubigte Kopie des registrierten Trauscheins und eine Apostille, die die Echtheit der Heiratsurkunde bestätigt, benötigt. Alles Weitere kann im Informationsblatt für Eheschliessung von Schweizer Touristen nachgelesen werden.

Keine Kapelle, aber fester Boden unter den Füssen während der Trauung? Dafür bieten sich das Valley of Fire und der Red Rock Canyon an. Inmitten einer atemberaubenden Kulisse kann man sich unter freiem Himmel das Ja-Wort geben. Auch hier bietet Holiday Planet verschiedene Arrangements an mit Hochzeitstorte und Blumenschmuck.

Haben Sie Lust auf eine extravagante, traditionelle oder verrückte Hochzeit in Las Vegas bekommen?

> www.heiraten-in-vegas.de

Traumhochzeit im Bellagio

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© heiraten-in-vegas.de

Nonstop von Zürich nach Las Vegas mit Edelweiss! Bis zu viermal wöchentlich fliegt die Schweizer Airline Sie nach Las Vegas. Den Flugplan finden Sie hier: > www.flyedelweiss.com

© heiraten-in-vegas.de

© heiraten-in-vegas.de

Sie wollen eine unvergessliche Hochzeit im schönsten und romantischsten Hotel in Las Vegas? Dann ist eine Hochzeit im Bellagio genau das Richtige. Die Agentur bietet ein professionelles Team, das Ihre Traumhochzeit von Anfang bis Ende plant und Ihnen so einen unvergesslichen Tag bereitet. Geniessen Sie die Trauung unter freiem Himmel auf der «Terrasse der Träume» inmitten

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© Thüringer Tourismus GmbH, Foto: Marco Fischer

© Thüringer Tourismus GmbH, Foto: Marco Fischer

Auf der Krämerbrücke in Erfurt

Blick auf die Krämerbrücke, Erfurt

#deinThüringen Das Lebensgefühl der Menschen, die auf der Krämerbrücke in Erfurt wohnen und arbeiten, ist anders als anderswo. Wie einst die Kaufleute auf der Via Regia, drängen sich die Läden hier eng aneinander. Der Betrachter gerät ins Staunen über die Kuriositäten auf der längsten bebauten und bewohnten Brücke Europas. Autor: Barbara Ermrich

D

ie mehr als 1 250 Jahre alte Landeshauptstadt des deutschen Freistaates Thüringen fasziniert seine Besucher mit lebendiger Historie gleich einer kulturellen Schatzkiste. Ausgehend vom weiten Domplatz mit Sicht auf das imposante Domberg­ ensemble winden sich schmale Gassen entlang zahlreicher Kirchen und mittelalterlichem Fachwerk durch die Stadt. Und ohne dass man es so recht bemerkt, steht man bereits mitten auf einer Brücke – der Krämerbrücke.

Das Lebensgefühl in diesem liebenswerten Mikrokosmos ist einzigartig. 32 Fachwerkhäuser, 32 kleine Welten und Platz genug für ungewöhnliche Geschäftsideen, Kunsthandwerker und Kreative: Schmuckdesign, Galerie, Keramik, Antiquitäten, Buchladen, Feinkost, SchokoladenManufaktur, Thüringer Spezialitätenmarkt – hier bastelt man an einem geglückten Lebensentwurf. Etwa 50 Menschen leben auf der Krämerbrücke, und jeder kennt jeden  – ein Gefühl, das sich auch auf den Besucher überträgt, der sich hier auf eine Zeitreise begibt.

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Da gibt es den Puppenbauer Martin Gobsch, dem man in seiner Werkstatt über die Schulter schauen kann. Nebenan hat «Erfurter Blau» seinen Sitz, eine Boutique, die nach traditioneller Art u.a. Waid-gefärbte Tücher verkauft. Im Haus Nr. 19 werden Thüringer Spezialitäten verkauft und schräg gegenüber lockt Chocolatier Alex Kühn mit Brückentrüffeln und handgeschöpften Schokoladentafeln. Dass Thüringen auch eine süsse kulinarische Seite hat, beweist seine Schokoladenmanufaktur. Im Sommer stehen Thüringer und Besucher Schlange. Dann sperrt bei Goldhelm wieder der Eiskrämer auf, der ausgefallene Eiskreationen kredenzt. Im Gespräch mit den Bewohnern der Erfurter Krämerbrücke erfährt man so manches über holprige Steine, die auf der Brücke und die in der Entwicklung zur Verwirklichung ihres Traums. Der Weg lohnt sich, für die Bewohner und auch für die Besucher dieses liebenswerten Mikrokosmos. 

> www.thueringen-entdecken.de > www.germany.travel/culinary-germany-de


L’Avenue

www.century.com


© Steve Herod

Tierisch gute Kunst

Das «Stue» ist Berlins erstes Luxus-Boutique-Hotel. Es liegt mitten im Botschaftsviertel im Zentrum der Stadt. Herrschaftliche Zimmer verfügen über einen gigantischen Blick direkt ins Gehege des Berliner Zoos. Für eine Auszeit im «Stue» verbinden sich Kunst und Geschichte in perfekter Harmonie und geben dem Gast ein wohnliches Ambiente zum Verweilen. Autorin: Nike Schröder

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W

oher der Name kommt? Super Tolles Uebernachtungs Erlebnis mitten in Berlin? Nein, er ist dänisch, wird «Schtuhe» ausgesprochen und bedeutet «Wohnzimmer». Das zollt der Geschichte des kleinen Luxus-Boutique-Hotels Tribut, welches zwar Mitglied der «Design-Hotels» ist, aber von privater Hand geführt wird. Zuletzt war in dem klassizistischen Gebäude aus den 1930er Jahren, welches von dem KaDeWe-Architekten Johann Emil Schaudt errichtet worden war, die Königlich Dänische Gesandtschaft untergebracht. Was würde sich da nicht ­besser eignen, als den Zimmern und den Gesellschafträumen einen skandinavischen Touch zu geben, indem man sie mit landestypischen Sesseln ausstattet und dieses einzigartige Wohnzimmer­flair kreiert?

Urlaubsfeeling inklusive

Das «Stue» befindet sich mitten in Berlin im attraktiven Botschaftsviertel in unmittelbarer Nachbarschaft des Tiergartens und des Zoos mit herrlichem Blick über Berlins westliche und östliche Skyline. Es lockt besonders anspruchsvolle Individual­rei­sende mit einem extra­ vaganten Geschmack an. Mit nur 78 Zimmern und Suiten gehört es eher zu den kleineren Boutique-Hotels, sein 5-Sterne-­Niveau besetzt in Berlin aber eine Nische! Kaum ein Zimmer gleicht dem anderen – ungewöhnlich hohe Zimmer mit riesigen Fenstern im Hoch­parterre bil-

den zum Beispiel einen unglaublichen Kontrast zu den kleineren unter dem Dach, wo pfiffige Lösungen mit Oberlichtern gefunden wurden. Alle Zimmer aber ähneln sich durch die dezente und moderne Handschrift des spanischen Architekturbüros LVG Arquitectura. In jedem Zimmer gibt es aber ein ganz besonderes Highlight wie zum Beispiel Nachttische von Hay oder einzigartige Einrichtungsgegenstände wie eine gemütliche Chaiselongue. Wenn es Schnitt und Grösse eines Raumes ermöglichten, wurden extragrosse, frei stehende Badewannen eingebaut.

Designerin des Jahres

Die spanische Innenarchitektin Patricia Urquiola ist bereits mehrfach als Designerin des Jahres ausgezeichnet worden. Sie hat das Design der öffentlichen Räume konzipiert und schafft mit natürlichen Holzmaterialien, gedeckten Farben und Kupfer eine warme und freundliche Atmosphäre, die die historische Fassade perfekt mit dem modernen Interieur zu verbinden weiss. Ein Blickfang ist das historische Treppenhaus, dessen Verzierungen die lange Historie des Hauses aufnehmen: Elegante Parkettböden, französische Türen und eine Helligkeit erzeugen einen Kontrast, der den Gast sofort fasziniert. So entstand sogar eine dreistöckige Bibliothek mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, die zum Schmökern einlädt! >

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Kunst im Hotel

Das historische Gebäude in Verbindung mit dem modernen Anbau und der Innenausstattung spiegelt das Ziel der Investoren wider: das «Stue» in einem modernen Rahmen neu zu interpretieren. Hervorzuheben ist die Fotobetonwand des Neubaus. Durch ein spezielles Verfahren wird durch verschiedene Körnungsgrade des Betons ein einzigartiges Raster erschaffen, welches den Effekt eines Motivs einer alten englischen Tapete inszeniert. Auch sonst ist die im Hotel zu bestaunende Kunst beeindruckend: Zahlreiche SchwarzWeiss-­Fotografien und Porträts bekannter Fotografen zieren hier die Wände, teilweise sogar aus der privaten Sammlung der Hotelinhaber zur Verfügung gestellt! Die Nähe des «Stue» zum Tierpark spiegelt sich in Skulpturen und Gemälden wider, welche den Gesamteindruck des Hotels beherrschen. So entsteht ein ungewöhnlicher Mix von historisch bis skurril. Schon beim Betreten der Eingangshalle treffen die Gäste auf ein riesiges Krokodil des Pariser Künstlers Quentin Garel. Oder aber die überdimensionale Giraffe oder die Gorillas der Mailänder Künstlerin Benedetta Mori. Über-

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all erinnern Kissen oder andere Dekogegenstände an die unmittelbare Nähe zu den «echten» Tieren.

Spanien ist überall – España esta en todas partes

Sogar wenn man sich abends gemütlich in der Bar niederlässt, begleitet einen der atemberaubende Blick auf den Tierpark Berlins. Hier kann man bei einem ausgesuchten Whiskey, Cognac oder einem erstklassigen Rotwein gemütlich zurückgelehnt die einzigartige Atmosphäre des nächtlichen Zoos aufnehmen und dabei den Tag Revue passieren lassen. Natürlich bietet das «Stue» auch kulinarische Hochgenüsse: Die Leitung der Restaurants liegt bei dem renommierten 2-Sterne-Koch Paco Pérez. Im Nobelrestaurant «5 (Cinco)» verzaubert er die Gäste mit seinen mediterran-avantgardistischen Kreationen. Aber auch das All-Day-Restaurant «The Casual» verwöhnt die Gäste mit hochwertigen Produkten und ehrlicher Handwerkskunst – vornehmlich durch diverse Tapas-Variationen in Anlehnung an das Gesamtkonzept. Das «Stue» ist ein Geheimtipp für einen Urlaub um die Ecke!


Meer Glück. Meer Villa.

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© Thomas Biasotto

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ROM by Thomas Biasotto

Seinem Auge entgeht nichts: Thomas Biasotto. Der Schweizer Fotograf ist nicht nur selber leidenschaftlicher Streetfotograf, sondern gibt auch Workshops in Städten wie London, New York, Paris, Zürich und Rom. Nach seinen Bildbändern «New York in 40 Days» und «London in 40 Days» widmet er sein neuestes Buch einer geschichtsträchtigen Stadt: Rom. Autorin: Anka Refghi

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I

MAGINE: Streetfotografie – Schnappschuss oder Milieufotografie? THOMAS BIASOTTO: Das kann man nicht vergleichen (lacht). Das Wort Milieu ­beschreibt schlussendlich die Umwelt, in der man sich wohlfühlt, oder beschreibt Orte, die einen prägen. Und schlussendlich macht ein Street­fotograf in vielen Fällen Bilder an Orten, an denen er sich wohlfühlt. In der Streetfotografie geht es zwar um Schnappschüsse, aber um solche, die technisch und gestalterisch geplant sind. Warum Streetfotografie? Was mich so unglaublich daran fasziniert, ist, dass jeder Moment, den ich mit meiner Kamera festhalte, nicht reproduziert werden kann. Es geht darum, Stimmungen und Momente festzuhalten, die in der Öffentlichkeit g ­ eschehen. Dies können lustige – vielleicht auch mal «peinliche» – Momente sein, Alltags-

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momente oder auch traurige und nachdenkliche Momente. Das Schöne an dieser Art Fotografie ist auch, dass man e ­ igentlich alles fotografieren kann, um eine Geschichte zu erzählen. Streetfotografie ist ein Genre, das nicht definiert werden kann, und gerade das finde ich spannend. Sie haben einmal gesagt, dass man ein Bild nicht «knipst», sondern komponiert …? Unter knipsen verstehe ich, dass ein Fotograf einfach durch die Stadt läuft und drauflosfotografiert. Mit einer manuell gesteuerten Kamera geht das nicht, da muss man komponieren. Das bedeutet, die Entscheidung im Vorfeld zu fällen: Wie gross ist die Schärfentiefe, welchen Schärfepunkt peile ich an, und was möchte ich für einen Bild­ausschnitt. All diese Komponenten müssen teilweise in Sekunden entschieden werden, und da liegt meist die Schwierigkeit an dieser Art Fotografie. >


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Sie sind gerade für Ihr neuestes Buch in Rom gewesen. Nun haben Städte verschiedene Potentiale für Streetfotografie. Worin lag der Reiz in Rom? Ich wollte in einer Stadt arbeiten, die einen grossen Kulturreichtum besitzt. Ein wei­terer Entscheidungspunkt war der Vatikan. Durch gute Beziehungen hatte ich die Möglichkeit, im Staat Vatikan zu fotografieren, was natürlich sehr interessant ge­wesen ist. Beschreiben Sie Rom in drei Worten. Impulsiv, kulinarisch, kulturreich. Welche waren Ihre liebsten Plätze? Zum einen das Innere des Vatikans und zum andern die verschiedenen Plätze wie beispielsweise die Piazza Navona. Natürlich nicht zu verachten ist auch die imposante und geschichtsträchtige Architektur.

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Fotograf Thomas Biasotto


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Die Schweizer

ALPEN-SCHATULLE Flächentechnisch betrachtet liegt sie auf Platz 133. Sie ist zwar eher klein, aber dennoch «oho», und was den Alpen-Tourismus betrifft, ist sie die unschlagbare Nummer eins. Denn hier, in den Schweizer Alpen, zwischen 6125 Bergen ab 2000 Meter Höhe, entwickelte sich der erste Luxus-Tourismus. Um genau zu sein vor 230 Jahren. Autorin: Helena Ugrenovic

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E

s sind Faktoren wie Freiheit und Demokratie, Frieden und Eintracht, Glück und Einfachheit, die in der Luft flirren und von denen man glaubt, die Alpen verkörperten sie am schönsten. Werte in einer Gegend, die eine magische Anziehung ausübt. Spürbare Stille, umflutet von mächtigen, schneebedeckten Gipfeln einer kraftvollen Natur; verschobenes und getürmtes graues Granitgestein, schroffe Felsen, steil abfallende Wände, schwindelerregende Höhe. Sattgrüne Wiesen tiefgelegener Täler, die zwischen den Bergen ruhen, die allen Witterungen trotzen und beständig sind, Stärke vermitteln. Und so ewig wie die majestätischen Wächter der Natur wird die Eidgenossenschaft zum Sinnbild für wahre und ewige Werte. Neugier, Pioniergeist sowie der im Menschen schlummernde Drang, die Natur zu bezwingen, stellen die Weichen für ein «Projekt», das vor dem Ersten Weltkrieg seine Glanzzeit feiert, und die Annahme, der Tourismus der Schweizer Alpen gründe auf Schnee und Skifahren, Lügen straft.

Der Verschmähte

300 Jahre dauert es, bis dem Genfer Schriftsteller, Philosophen, Pädagogen, Naturforscher, Komponisten der Aufklärung und Wegbereiter der Französischen Revolution, Jean-Jacques Rousseau, am 28. Juni 2012 die offizielle Anerkennung der Schweiz gezollt wird. Ein bewegtes, künstlerisch und politisch intensives Leben prägt Rousseau, der sein Umfeld genauso beeinflusst. Er ist nicht nach jedermanns Geschmack, und obwohl auch durch die Schweiz schikaniert, spielt er hinsichtlich des Images der Schweiz im 18. Jahrhundert, das er in ganz Europa und vor allem mit seinem Bestseller «Julie oder Die neue Héloïse» popularisiert, eine entscheidende Rolle. Es ist ein Buch in Briefform, das 1761 erscheint und in dem er ein idyllisches Bild der Walliser Bergbevölkerung zeichnet. In einem späteren Briefwechsel mit Charles François de Montmorency, einem seiner Beschützer, beschreibt er ihm seine Vision der Schweiz: «Die Schweiz ist wie eine grosse Stadt, aufgeteilt in dreizehn Quartiere, von denen die einen in Tälern sind, andere auf Anhöhen und noch andere auf Bergen. Man glaubt nicht mehr, Einöden zu durchqueren, wenn man Kirchtürme zwischen den Tannen findet, Viehherden auf den Felsen, Fabriken in den Abgründen, Werkstätten auf den Bächen.» Was Rousseau ironisiert verfasst, verstärkt die Schwärmerei, die in Europa für die Schweiz entstanden ist. >

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Grand Tour

Nebst den Erzählungen Rousseaus sind es Reise­ berichte, Reiseführer, Ro­mane, Gemälde, Stiche und Skizzen, die mit ihrer vielfältigen Verbreitung den Lockruf in die Schweizer Berglandschaft verstärken. Während der Bildungsreise «Grand Tour», auf der junge aristokratische Engländer Frankreichs Städte, Italien, Deutschland und die Niederlande entdecken, ist die Schweiz zu Beginn lediglich eine obligatorische Etappe auf der Reise nach Italien. Doch die starre Struktur der Reiseroute lockert sich, junge Leute aus gutbürgerlichen Häusern brechen zur Tour auf, und die Schweiz wird Ende des 18. Jahrhunderts mit ihrer pittoresken Natur, der Erhabenheit und Schönheit der Berge selbst zum Reiseziel. Gelehrte wie Horace-Bénédict de Saussure, Jean-André Deluc und Déodat de Dolomieu erforschen die Alpen, und inspiriert von Johann Wolfgang von Goethe und Lord Byron reisen die ersten Touristen in die Schweiz. Zwischen 1780 bis 1840 bricht eine

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regelrechte Sucht aus, als Schriftsteller, Maler, Adlige und neureiche Bürgerliche in die Schweiz strömen.

Alpenzauber

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sich die touristische Infrastruktur, werden geeignete Verkehrsmittel wie Bergbahnen in Betrieb genommen und an landschaftlich reizvollen Plätzen wahre Hotelpaläste erbaut. Die Erkundung der Alpen und das Bezwingen ihrer Gipfel werden mit kulturellen und sportlichen Aktivitäten ergänzt, und Casinos, Kursäle, Restaurants, Boutiquen und Theater sorgen für Vergnügen und Zerstreuung. Kurhäuser und medizinische Einrichtungen, Sanatorien und Bäder für Erholungs- und Pflegebedürftige werden eröffnet. Die antike Badekultur der Schweiz reicht Jahrhunderte zurück und umfasst zahlreiche Thermen von Baden, Lostorf, Yverdon-­ les-Bains, die Mineralquelle von St. Moritz, Leukerbad, Gurnigelbad oder Schinznach Bad. Die grosse Blütezeit der Bäder sowie des Alpentourismus dauert bis zum


Ersten Weltkrieg 1914, danach hemmen zahlreiche Faktoren, wie die schlechte Wirtschaftslage, sinkende Einkommen, Wechselkurse und Hürden bei der Einreise, den Tourismus. Mit der Verbesserung der Konjunktur in den 20er Jahren bereisen unternehmungslustige in- und ausländische Touristen aber wieder vermehrt die Schweiz, die als Sommer- und auch Winterziel immer beliebter wird.

Schweizer Alpen-Club

Gegründet wird der Verein, der heute 152 Berghütten betreibt, 1863 von Rudolf Theodor Simler im Bahnhofbüffet in Olten. Der Zürcher ist Dozent für Chemie und Geologie an der Universität von Bern und will die boomende Eroberung der Alpen nicht den Ausländern allein überlassen, sondern die Förderung des Bergsteigens und die Erforschung des Alpenraums sicherstellen. Der Verein, der sich im 19. Jahrhundert als Verein der bürger­ lichen Elite versteht, baut noch im Gründungsjahr die Grünhornhütte in den Glarner Alpen.

Kronjuwelen und Pelze

Glanz und Glamour prägen auch heute noch hochkarätige Orte wie Gstaad oder St. Moritz, wo 1856 das erste Luxushotel gebaut wird, 1878 das erste elektrische Licht der Schweiz flackert, 1882 die erste Eislauf-Europameisterschaft, 1907 das weltweit erste Pferderennen und 1985 das erste europäische Poloturnier auf einem gefrorenen See stattfindet. Wie zu den Anfängen des alpinen Tourismus, als der europäische Adel die Gipfel erklimmt und das heilende Wasser der Thermalbäder geniesst, zieht es seit jeher berühmte Persönlichkeiten wie auch Filmstars, Rock­ legenden, weltberühmte Sänger und gekrönte Häupter in die Schweizer Bergwelt. Unter ihnen einst auch Aga Khan, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn, Aristoteles Onassis, Elizabeth Taylor oder Alfred Hitchcock – ein Stelldichein einer Elite aus Schauspielern, Künstlern und kosmopolitischem Geldadel mit schweren Pelzen und funkelnden Juwelen. Eine Elite, die nicht einem Trend der Neuzeit entspringt, sondern eine jahrhundertealte Tradition ist.

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bei den Wander­hotels best alpine

FRAUEN POWER

Diese Hotelchefinnen stehen nicht nur am Empfang! Sie haben als Wanderführerinnen, Mountainbike­ guides, Hunde-Flüsterinnen, Künstlerinnen, Brot-Bäckerinnen oder Kräuterhexen ausgefallene Urlaubsideen für ihre Gäste.

Auf den Hund gekommen – Marilena Pinzger vom Vinschgerhof in Schlanders

«Nein, Hundeflüsterin bin ich keine», sagt Marilena Pinzger und lacht. «Eher wissbegierige Schülerin. Der Lou ist Hundeflüsterer, den kennt hier in Südtirol jeder Hundebesitzer!» Südtirols bekanntester Hundetrainer steht gerne Hund und Herrchen mit Rat und Tat zur Seite. Auch Marilena und ihrem Lenny, einem Power-Team auf Bergen und im Tal. Überhaupt sind der Vinschgerhof und Marilena voll auf Vierbeiner eingestellt: Hotelhund Lenny  – ein junger wuscheliger Australian Shepherd – gibt seinen neuen Kumpels gleich nach der Begrüssung die ersten Wander- und Gassigehtipps. Von Frauchen Marilena bekommen vierbeinige Gäste einen Korb mit Leckerli und den wichtigsten Dingen für einen wunderbaren Aufenthalt auf vier Pfoten. Gerne geht sie auch mit ihren Gästen auf Hundewanderung. Wer auf eigene Faust die Schönheit Südtirols erwandern will, dem gibt die Juniorchefin vom Vinschgerhof wertvolle Tipps für hundefreundliche Touren  – wo z. B. die besten Wasserstellen warten, welche Wege hundefreundlich sind und was zu tun ist, wenn die Fellnase auf eine Kuhherde trifft  – denn das Power-Team Marilena und Lenny hat schon fast jeden Gipfel im Vinschgau bestiegen und die Wanderwege gemeinsam unter die Füsse genommen … Bei grösseren Erziehungsfragen hilft Lou, der flüstert während der «Hundeflüster­wochen» jedem Vierbeiner so manchen Geheimtipp ins Schlappohr  – ausser im Hochsommer, wenn er mit seinen Hütehunden auf der Alp in der Schweiz ist! > www.vinschgerhof.com

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Abseits der Pfade unterwegs –  Tanja Miksch vom Glemmtalerhof

Tanja Miksch ist ein höchst kreativer Mensch. Über Klosterschule, Schneiderlehre, höhere Lehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik und Studium in Design- & Produktmanagement kam sie nach Jahren der (beruflichen) Wanderschaft wieder in das 4-Sterne-Superior-Hotel im Pinzgau, das ihrer Tante Christine Schnell gehört. Hier arbeitet sie heute in der Geschäftsführung – und bringt als «Fachfremde» völlig neue Denkansätze mit. Wer will schon in ein langweiliges Hotel? Tanja sicher nicht! Sie liebt es, abstrakte Bilder zu gestalten und sich vom Ergebnis überraschen zu lassen. Zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, lädt sie die Vorarlberger Künstlerin Anita Grabher für einen einwöchigen Malkurs in den Glemmtalerhof ein. Eine der vielen kreativen Idee von Tanja Miksch! Die beiden Malwochen beinhalten sieben Übernachtungen mit HP, Kennernlern-Willkommensabend, 6-Tages-Malkurs inklusive Farben, Abschluss-Vernissage, Weinverkostung, Atelierjause und viele kleine kreative Überraschungen. > www.glemmtalerhof.com

Die Strudlköniginnen – Lisbeth, Susi und Laura vom Landhotel Schafhuber

Das Motto von Lisbeth Schafhubers Oma: «Heiratsreif bist, wenn du den Strudelteig so dünn ausziehen kannst, dass du darunter den Liebesbrief deines Liebsten lesen kannst.» 1971 eröffnete sie ihr «Cafe» in Maria Alm am Hochkönig. Ihre Spezialität: die Neuinterpretation von Omas Apfel- und Topfenstrudel. Im Nu war ihr «Cafe» bekannt als «Strudelstube». Viel reine Butter, wenig Teig, viel Obst – das sind nur drei  ihrer Strudelgeheimnisse … Heute geniessen Gäste der Strudelstube im Landhotel Schafhuber neben den Klassikern Apfel- und Topfenstrudel auch Zwetschgen-, Heidelbeer-, Marillen-, Rhabarber-, Erdbeer-, Früchte,- Beeren, Birnen-, Weintrauben­ strudel  – und auch pikanten Eierschwammerlstrudel. Auch Tochter Susi (45) kredenzt neben köstlichen Strudelkreationen auch selbstgemachte Naturlimonaden. Wie das geht? Das verrät sie im Kräuterworkshop «Kraft der Kräuter». > www.landhotel-schafhuber.at

Doppelpack – die Schwestern vom Dolomitenhotel Pfösl backen selbst Brot

Eva und Brigitte Zelger schüren den 300 Jahre alten Steinbackofen vor dem Haus ein, danach schieben sie bedächtig die Brotfladen hinein. Dann der Moment, wenn das frische Brot aus dem Ofen kommt und sich der Duft überall ausbreitet … Gäste des Wanderhotels Pfösl  am Fusse der Dolomiten, kommen beim nachmittäg­ lichen Brotbackkurs der Zelger-Schwestern in den Genuss verschiedener Sorten: Da gibt es Chilibrot, Trüffelbrot, Nussbrot, Sauerteigbrot, Speck-Kartoffelbrot und und und … Zur Marende, der typischen Südtiroler Brotzeit, reichen die Wirtsleute zum duftenden Brot Speck, Käse, Wurst und verschiedene Aufstriche. Und auch das anschliessende Menü ist geprägt von frischen Zutaten aus der Natur: Jeder Gang wird gekrönt von einem Kraut aus dem Hotelgarten. Brigitte und Eva Zelger sind aber nicht nur Brotbäckermeisterinnen, sondern auch echte Wald- und Bergmeisterinnen. Als ausgebildete Wanderführerinnen und Mountainbike-Guides bringen die Schwestern einmal wöchentlich persönlich ihren Gästen die Schönheit ihrer Heimat näher. > www.pfoesl.it Weitere Naturerlebnisse unter: > www.wanderhotels.com


GADGETS FOR BACKPACKER Columbia OutDry Ex Featherweight Shell

Diese Titanium Regenshell von Columbia ist federleicht und komplett wasserdicht, dank der OutDry Technologie. Sie fühlen sich leicht, aber geschützt vor Wind und Regen durch die äußeren Nahtbänder, der geschweißten Blende, dem Saum und den Bündchen. Die Kapuze lässt sich an der Außenseite einstellen, was besonders gut ist, wenn es auf die Sicht ankommt. Das Unterarm- und Brustentlüftungssystem hält Sie nicht nur kühl, sondern auch geschützt. Sie ist Rucksack-­ kompatibel mit verstellbaren Ärmelbündchen. Ideal für kurze Wanderungen oder ausgedehnte Camping-Ausflüge.

Titan Peak Men’s Pant & Titan Trail Pant

Die Columbia Titanium Wanderhose für Männer bietet perfekten Schutz, für lange wie auch kurze Wandertrips und garantiert zugleich optimale Bewegungsfreiheit. Sie ist aus wasser- und fleckenfestem Material gefertigt, sodass Ihnen ein leichter Regenschauer nichts anhaben kann. Zudem verfügt sie über den UV-Schutzfaktor  40. Das 4-lagige Komfort-Stretchgewebe, der vorgeformte Kniebereich und ein teilweise elastischer Bund sorgen für zusätzliche Bewegungsfreiheit. Praktische Eigenschaften wie Sicherheits- und Eingrifftaschen mit Reißverschluss zum sicheren Aufbewahren Ihrer Wertsachen runden das Modell ab. Frauen haben mit der Columbia Titanium Titan Trail Hose ins Schwarze getroffen, wenn Sie auf der Suche nach einer nachhaltigen, flexiblen und atmungsaktiven Hose sind. Der Stoff besteht aus 8 %  Elasthan, für mehr Bewegungsfreiheit. Dank des integrierten UV-Schutzfaktors  50 können Sie auch an den heißesten Tagen problemlos wandern. Der integrierte, abnehmbare Gürtel mit elastischem Bund sorgt dabei für Tragekomfort. In den Reißverschlusstaschen können Sie Ihre Wertsachen sicher verstauen.

CONSPIRACY V OUTDRY

Diese Sportschuhe von Columbia bieten leistungsstarke Unterstützung für den Multi-Sport und Ihre Outdoorabenteuer. Dank der wasserdichten und atmungsaktiven OutDry-Konstruktion bleiben Ihre Füße trocken und frisch. Die Mesh-Konstruktion überzeugt durch leichten Tragekomfort, während die Zwischensohle für Dämpfung und Unterstützung am Boden sorgt, damit Sie den ganzen Tag unbeschwert unterwegs sein können. Stabilität wird mit den Traktionssohlen garantiert. > www.columbiasportswear.ch

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MOHR life resort

Gemü tlich keit verbunden mit n, innovativem Desig Lifestyle  & Genuss

Der Name ist Programm. Das kann man beim MOHR life resort zu hundert Prozent unterschreiben. Denn das mit herrlichem Panoramablick auf die Zugspitze gelegene Design- und Wellnesshotel trägt nicht umsonst den Zusatz «life». Die Bezeichnung für Leben, Vitalität, aber auch für das intensive Spüren und Erleben spiegelt die Philosophie des Hauses perfekt wider. Autor: Urs Huebscher

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anz nach dem Credo «Im Kontrast der Elemente. Für ein intensives Lebensgefühl» verbringen Gäste, inmitten von unberührter Natur und den beeindruckenden Bergen der Tiroler Zugspitz Arena, Urlaubstage voller Genuss und Erholung. Das Haus selbst liegt in Lermoos, im Tiroler Ausserfern, etwa zwei Autostunden von der Schweizer Grenze und knapp 260 Kilometer von Zürich entfernt. Hier öffnen sich Tor und Türen zu exklusivem Lifestyle. Das vor über 200 Jahren erbaute und unter Denkmalschutz stehende Haus wurde 2006 um einen modernen Anbau erweitert. Kraftvoll und erdverbunden kombiniert seine einzigartige Architektur Tradition mit modernem Zeitgeist auf beeindruckende Weise. Innovatives Design, natürliche Materialien wie Holz, Naturstein und grosse Glasflächen ziehen sich durch das gesamte Haus. Seine hochwertig und extravagant ausgestatteten Zimmer und Lifestyle-Suiten sorgen für ein gemütliches Wohngefühl. Dieses setzt sich auch in dem 2 500 m 2 grossen Wellnessbereich fort. Besonders beliebt, und nicht selten Hauptmotiv für das Haus, ist der Indoorpool. Riesige Panoramafenster geben den Blick frei auf das majestätische Zugspitzmassiv, welches auch Kulisse für die Beauty­ kabinen, die individuell gestalteten Ruhebereiche und die exklusive Outdoorsauna ist. Passend zum Ambiente bieten die Aussenbereiche mit Outdoorpool und Terrasse Orte zum Abschalten, Loslassen, vielleicht aber auch den passenden Rahmen für kulinarische Höhepunkte. Und auch wenn in dem Vier-Sterne-Superiorhaus Wellness, Entspannung und schönes Wohnen ganz oben ste-

hen, so ist für viele Aktivurlauber das vielseitige Freizeitangebot des MOHR life resort ein grosses Highlight. Neben all den Möglichkeiten, die die Zugspitz Arena ohnehin Sommer wie Winter bietet, sind einige Freizeit­ aktivitäten MOHR-Gästen exklusiv vorbehalten. Nicht nur der eigene mehrfach ausgezeichnete Westernreit­stall Jacpoint Quarters gehört zum Hotel, auch sind drei Privat­ gewässer seit Jahren im Familienbesitz: das Fliegen­ fischerrevier Loisach, welches sich ideal zum Fischen eignet, sowie zwei Bergseen. Der Mittersee als Familienbadesee und der Blindsee als «der Sportliche» laden beide zur Abkühlung an warmen Frühlings- und Sommertagen ein. Der Blindsee ist als Naturjuwel bekannt und dank einer Sicht in bis zu 30 Metern Tiefe vor allem bei Tauchern beliebt. Aber auch Schwimmen, Stand-up-Paddeling und Bootfahren versprechen unvergessliche Momente in der alpinen Natur. Ein schöner Platz für ein romantisches Picknick ist das neue Bootshaus mit Blick in die Berge. Möchte man gerne ein paar Bälle auf dem Green abschlagen, findet man, nur wenige Meter vom Hotel entfernt, die 9-Loch-Golfanlage Tiroler Zugspitze. Die Region selbst erkundet man zu Fuss oder für mehr Fahrtwind am besten auf zwei oder vier Rädern. Gäste haben die Wahl zwischen den spritzigen Ducati-­Rädern, Scootern, den Segways oder einem Tesla Model S, welcher direkt am Haus mit dem Supercharger geladen wird. Ein Urlaub im MOHR life resort – aufregend, abwechslungsreich und ebenso entspannt. Für ein intensives Lebensgefühl.

> www.mohr-life-resort.at

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POST CARD FROM …

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enkirch

© Posthotel Achenkirch

© Posthotel Achenkirch

© Posthotel Ach

n e g r e B r le o ir T n e d Wellness in

del n des Karwen ser: Inmit te as nt W er d tf un en en n Berg m Achensee n Umgeben vo e Minuten vo einzigar tige d nur wenig un t mit seinem es is rg Es bi ess- und h. Ge ln irc el nk W he im Ac t l hote en Angebo liegt das Post eitgefächert Restaurants d seinem br rschiedenen ve . ht ac it Ambiente un m – ab 14 Jahren e ch ei st er Gä r mie-B lfühloase fü oh d im Gastrono W un e n iv te us in 150 Sui – eine exkl hsene bietet und Stuben d jeden tel für Erwac en Luxus un ho ig ne nn er si st in nf fe e, m Wasserar Das Fü n Ch lle r le vo ilvollen Tiro Mit fantasie t. te ar w tisch er ys Zimmern st laub l und dem m n man im Ur se Yin Yang-Poo os n Komfort, de gr ue m ne  q m en wie de hlt die 7 000 Inszenierung en und Tempel», zä st n ig ne lt ke fä el un vi rs n ER « Ve it hotels zu de anmutenden INE LE S G die Gäste m A elt des Post n aw M de I er un w : Sa A N d SP A Wasser- un . Im ATRIUM rwöhnt. Das in Österreich endungen ve nw im exklusivsten -A le ty ea au Ar nlichen Be TFACH en Wellnessen aussergewöh s der grösst SSE: POS E m hoteleigen R de ügt über eine f D rf au ve A l en te m ho Post er te kom nge, den Spor tbegeist it Driving-Ra Alpenraum. Golfplatz m ch shcour t auf Lo ua 9Sq m m , de zen sowie de ät Reitergestüt Z pl is nn Jahr den Te OutdoorS C H W EI feiert dieses Indoor- und nehotel für l Achenkirch er te st ho nf st Fü Po s s Da henkt da ihre Kosten. biläum besc ature Suiten tag. Zum Ju it neuen Sign m leue st 100. Geb ur ts Gä e in se ehen Entsch d st un r ie sich sbereich. H es Erwachsene tn Fi n he ! zusätzlic er Stelle otel.at nuss an erst sowie einem > www.posth nnung und Ge pa ts En , ng nigu

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Der etwas andere

Urlaub Am Polarkreis drehen Sie vor Freude durch!

© jochen-schwei

zer.de / Janina

Bienkowski

Bei dieser Lappland-Reise bringen Sie Ihren Puls auf Hochtouren. Denn auf Ihrem Urlaubsprogramm steht ein ganz besonders cooles Highlight: Drift-Training im Golf R! Zwei Tage lang geben Sie an der Seite eines erfahrenen Instruktors Gas und schleudern über die zugefrorenen Seen und eisigen Flächen der zauberhaften Winterlandschaft. On top freuen Sie sich auf eine PolarlichterSchneemobiltour, eine Schneeschuhwanderung sowie auf traditionelle Speisen und wohltuende Saunagänge.

Entspannung in Südtirol mit einem Hauch aus 1001 Nacht …

© jochen-schweizer.de

/ Garberhof

In Südtirol genießen Sie drei Tage voller Entspannung! Im größten Hotel-Hamam Italiens kommen Sie in den Genuss eines türkischen Reinigungsrituals, nach welchem Sie sich wie neugeboren fühlen. Zurück aus Ihrer orientalischen Reise erwarten Sie Beauty und Wellness auf rund 1 500 m². Von der Saunalandschaft über das Hallenbad bis hin zu verschiedenen Kursangeboten finden Sie hier alles zum Abschalten. Und neben den stets gefüllten Obsttellern, sorgen ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und ein köstliches 5-Gänge-Menü am Abend für Ihr leibliches Wohl.

Stillvolles Ambiente, zuvorkommender Service und vor allem kulinarischer Hochgenuss! Geniessen Sie sinnliche Gaumenfreuden bei einem exquisiten Dinner in mehreren Gängen. Die Erlebnis-Box «Kurzurkaub für 2» ist das perfekte Geschenk für alle Geniesser. Sie enthält einen Gutschein für ein sinnliches Menü in romantischem Ambiente. Ausserdem haben Sie freie Wahl aus einem von über 40 Restaurants in der Schweiz. Der Gutschein der Box ist drei Jahre ab Ende des Kaufjahres gültig und beinhaltet einen Erlebnis-­ Katalog mit vielen Infos zu den Restaurants. > www.jochen-schweizer.de

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© jochen-schweizer.ch

Bei dieser köstlichen Liebeserklärung ist Ihr Partner Feuer und Flamme!


© Foto Aleksandra Kingo / Styling Lucy-Ruth Hathaway / Art Direction Gem Fletcher


© Foto / Styling Sarah Illenberger

FOOD

PORN

Noch nie standen Essen und Kochen derart im Fokus wie in den letzten Jahren. Getriggert von Instagram, Facebook und Konsorten sind verführerisch angerichtete Speisen omnipräsent. Ein Blick auf die Geschichte, die die Präsentation von Nahrungsmitteln vom Muss zur stilistischen Kunst erhob. Autorin: Anka Refghi

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und um die Uhr flimmern sie über den Bildschirm. Tagsüber in Schlachten am Herd, Wettkampf-Kochen am Vorabend und abendfüllende Kochunterhaltung jeglicher Couleur. Kaum ein Gericht, das nicht bemüht wird, unzählige Tipps, Tricks und Kniffe von Profis an heissblütige Amateure am Herd. «Food Porn» eben. Kochbücher werden in riesigen Auflagen gedruckt und verkauft, und es gibt kaum Köstlichkeiten auf dem Teller, die nicht in die Linse eines Smartphones blicken, um danach ihre virtuelle Reise um die Welt anzutreten.

Von Händen und ganzen Fasanen

Die Macht der Bilder erkannte man bereits in den 1920er Jahren, als die Fotografie in Kochbüchern das erste Mal zum Einsatz kam. Eine Dekade später sollte die Schweizerin Frieda Nietlispach von sich reden machen. Als Herausgeberin zahlreicher Kochbücher in den 30er Jahren bildete sie nicht nur Schwarz-Weiss-Fotografien, sondern auch Farbfotos ab. Inspiration, A ­ nregung und Motivation lautete ihr Credo, das damit den Beginn einer neuen Ära einläutete, in der Kochen erstmals von der reinen Pflichterfüllung zur lust- und anspruchsvollen >

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© Foto / Styling / Art Direction Aaron M Conway

Disziplin erhoben wurde. So schrieb treffend dazu eine ihrer Leserinnen: «Diese Kochbücher wollen nicht nur das ­vernunftmässige Kochen lehren, sondern sie werden auch Freude an der Speisezubereitung bei allen jungen Mädchen wecken und werden so mithelfen, dass das Kochen nicht als Qual und Last empfunden und die Hausfrauenarbeit mehr als bisher gewürdigt wird.»

Die gefüllte Erdbeere

Die Art und Weise, wie Speisen in Büchern dargestellt wurden, veränderte sich im Laufe der Zeit immer wieder. Waren bei Nietlispach auf den Bildern oft Hände bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln zu sehen, lag

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in der weiteren Entwicklung auch schon einmal ein ungerupfter Fasan auf der Speiseplatte oder der gerade geschossene Hase, kunstvoll – und gleich den Stillleben grosser Meister – zwischen Kürbis und Trauben drapiert. Einen Meilenstein in Sachen Kreativität markierte allerdings eine Kochsendung, die 1953 über die Bildschirme flimmerte. Darin zu sehen war Clemens Wilmenrod, seines Zeichens erster Fernsehkoch Deutschlands und Erfinder des Toast Hawaii, der «Die gefüllte Erdbeere» präsentierte. So war ihm der unschöne Hohlraum aufgefallen, der nach dem Entfernen des kleinen grünen Stiels in der Frucht entstanden war. Tagelang, so erzählte er in seiner Sendung, war er mit


© Foto Roberto Badin / Styling / Paper Art Ollanski / Art Direction Tania Parovic

dem Gedanken schwanger gegangen, wie der besagte Hohlraum gefüllt werden könne, bevor ihn die Muse küsste. Seine Idee? Ein Mandelkern in der Erdbeere. Mit dem Messer an der stolz geschwellten Brust forderte er die Zuschauer auf, ihm mitzuteilen, sollte er nicht der Erste auf der ganzen Welt sein, der diesen grandiosen Einfall hatte.

Styling 2.0

Doch bis zur heutigen Königsdisziplin des kreativen Schaffens sollten noch einige Dekaden vergehen. Vereinten Kochbücher lange Zeit Vorspeise, Hauptgang und Dessert, so begannen sie sich in den 1980er Jahre zu spe-

zialisieren. Ein riesiger Markt war geboren und damit auch die Basis für ein immer kunstvolleres Styling. Hinzu kam die Tatsache, dass sich immer mehr auch die Herren der Schöpfung an die privaten Kochtöpfe wagten und den Wettbewerb um das aussergewöhnlichste, exklusivste Resultat und die schönste Präsentation immer weiter anheizten. Ohne Foodstyling geht heute gar nichts mehr, so viel steht fest. Foodstyling ist die Kür, die Krone der hohen Kunst des Kochens. Denn alleine Speisen appetitlich anzurichten, reicht schon lange nicht mehr aus. Und so werden heute immer kreativere Wege gesucht, um Speisen zu inszenieren und Lebensmittel zur Kunst zu stilisieren.

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DIE NEUE Z-KLASSE Kulinarische Entdeckungen in Zeeland Jedes Jahr am letzten Donnerstag im März verwandelt sich das kleine Städtchen Zierikzee auf der windzerzausten Insel Schouwen-Duiveland in ein Tollhaus – zumindest für einen Tag. Autor: Dr. Thomas Hauer

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chon am frühen Morgen umschwirren Helikopter mit Kamerateams in der angrenzenden Oosterschelde Bucht ein paar unscheinbare, Wimpel geschmückte Bojen, als stünde dort unten jede Sekunde das Auftauchen von Poseidon bevor. Wenig später folgt der Luftaufklärung eine ganze Armada von bis auf den letzten Platz besetzten Muschelkuttern, Schlauchbooten und Ausflugsschiffen. Sogar der Repräsentant des Königs aus Den Haag ist angereist. Das niederländi-

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sche Frühstücksfernsehen sendet live. In der Provinz Zeeland hat die Hummersaison begonnen.

Hummer aus Skandinavien

Tatsächlich war Zierikzee während des Goldenen Zeit­ alters einer der wichtigsten Umschlagplätze für die edlen Krustentiere. Da es an der Oosterschelde früher aber weder felsige Küsten noch steinigen Meeresboden gab, in dessen Spalten und Hohlräumen die Hummer hätten


Schutz finden können, wurden sie damals für den Handel noch ausschliesslich aus Skandinavien importiert. Umso erstaunter waren lokale Fischer als ihnen 1883 der erste Oosterschelde-Hummer ins Netz ging. Aber wo kamen die Tiere plötzlich her? Eine Legende erzählt, ihre Vorfahren stammten von einem im 18. Jahrhundert vor der zeeländischen Küste mitsamt seiner quicklebendigen Fracht gesunkenen norwegischen Schoner ab. In Wahrheit war die Sache aber wohl weitaus weniger romantisch: Vor rund 150 Jahren begann man, den zeeländischen Küstenabschnitt systematisch mit Deichbauten zu verstärken. Dazu wurden riesige Mengen Stein und Geröll ins Wasser gekippt. Ideale Voraussetzungen also für die Ansiedlung von gepanzerten Einwanderern auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Da von der Strömung immer wieder Hummerlarven aus der Nordsee in die Oosterschelde gespült wurden, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie unter den veränderten Umweltbedingungen schliesslich heimisch werden konnten. Dabei half auch, dass der Salzgehalt der Bucht durch die zeitgleiche Abschottung vom Süsswasserzufluss der Schelde stark angestiegen war. Da nach dem Bau der Flutsperren zwischen Oosterschelde und Nordsee nur noch ein geringer Wasseraustausch stattfand, entwickelten die Neu­ankömmlinge in den nächsten Jahrzehnten ein ­eigenständiges DNA-Profil, das es so nur beim Oosterschelde-Hummer gibt. Da in kalten Wintern bis heute ein Grossteil der Tiere eingeht, wurde der Genpool immer wieder neu aus den kräftigsten und stärksten Exemplaren aufgebaut. Das sieht und schmeckt man.

Hummer satt

Traditionell werden die ersten aus dem Wasser gehievten Exemplare alljährlich einem besonderen Ehrengast überreicht – quasi als offizieller Startschuss der Saison. In diesem Jahr hat man dazu den deutschen Promi-Koch Alfons Schuhbeck aus München eingeflogen. Und als der feierliche A ­ ugenblick endlich gekommen ist und gleich drei leibhaftige niederländische Botschafter in schreiend gelbem Ölzeug die ersten Hummer vom Fischerboot MS3 über die Reling reichen, bricht ein Blitzlichtgewitter los, das jede Oscar-Verleihung in den Schatten stellt. Gestandene Herren, geschmückt mit silbernen Amtsketten und bunten Reversspangen, die sie als Träger königlicher Orden ausweisen, posieren mit stolz geschwellter Brust für die Kameras  – die prächtigen Gliederfüssler in den Händen –, als hätten sie sie höchstpersönlich aus dem Wasser gefischt. Der Ehrengast ist nur noch Nebensache. Manchem Anwesenden stehen Tränen der Rührung in den Augen.

Anschliessend heisst es: Hummer satt. Allein auf unserem Schiff, der Frisia, werden innerhalb einer Stunde mehr als 200 der prachtvollen Tiere verputzt und mit einem gut gekühlten Glas Moet oder einer Flasche eigens abgefülltem Hummerweins hinuntergespült.

Im Frühsommer ist Fangzeit

Frei nach Asterix und Obelix könnte man ob dieser Szenen vermuten: die spinnen, diese Zee­länder. So viel Aufhebens wegen ein bisschen Hummer? Allerdings halten nicht wenige Krustentierfans den Osterscheldekreeft seinem engsten Anverwandten, dem Hommarus Gammarus mit seinem charakteristischen blau bis violett-schwarzen Kleid, tatsächlich für geschmacklich überlegen. Und auch wenn die orangefarbenen Applikationen auf dem Panzer des Niederländers im ersten Moment eher an einen ordinären Maine Lobster denken lassen, besticht der Osterschelde-Hummer tatsächlich mit einem besonders milden, leicht süsslichen Geschmack, der uns fast ein wenig an edle Scampi erinnert. Doch wer diese marine Delikatesse kosten möchte, hat nicht viel Zeit – gefangen werden dürfen die bis zu vier Kilogramm schweren Tiere nämlich nur zwischen dem 1. April und dem 15. Juli. Was danach noch auf der Karte steht, sind Rest­bestände aus Bassins oder TK-Ware aus Übersee. Jetzt, im Frühsommer, sind die Reusen, in denen die Tiere, von Köderfischen angelockt, gefangen werden, aber jeden Tag gut gefüllt. Der milde Winter hat die Population geradezu explodieren lassen. Eier tragende Weibchen und kleine Exemplare unter einem Kilo werden wieder ins Wasser zurückgesetzt, um den Bestand nicht zu gefährden. Trotzdem holen die rund zwanzig Hummerfischer der Region pro Tag und Boot bis zu 150 Exemplare aus dem Wasser. Aber das reicht nicht einmal aus, um die heimische Nachfrage zu decken. Ausserhalb Zeelands gibt es den Osterscheldekreeft deshalb auch nur in einer Handvoll Restaurants. Wer diese lokale Delikatesse also kosten will, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst auf nach Zeeland zu machen  – doch diese Reise lohnt nicht nur wegen des Hummers.

Seafood de luxe

In der Region gibt es eine ganze Reihe hervorragender Meeresspezialitäten. Abgesehen von den berühmten Miesmuscheln – neben dem Oosterscheldekreeft als neuer Z-Klasse am Krustentierhimmel, sozusagen der Beetle >

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Nice to know !!! Im Zeeland gibt es eine Stiftung, die sich um den Erhalt und die Vermarktung des Oosterschelde-Hummers kümmert, während sich im Kring van de Oosterscheldekreeft 10 Spitzenrestaurants zusammengeschlossen haben, die während der Saison ein dreigängiges Krustentiermenü zum Festpreis von rund 75 CHF anbieten. > www.oosterscheldekreeft.de

unter den Meeresbewohnern – hat Zeeland auch hervorragende Austern zu bieten. Ausserdem feine Herzmuscheln und kleine, salzige Strandschnecken, die man hier in Meerwasser gekocht mit süssem Rosinenbrot verspeist. Aber maritime Spezialitäten gedeihen nicht nur im Wasser. Mehrere Bauern haben sich auf die Zucht von Lamsoor (Standaster) und Zeekraal (Queller) spezialisiert. Diese salzigen Meeresgemüse wachsen am besten in der Nähe zu Brackwasser und nehmen aktiv Meersalz auf, was ihnen einen intensiven Eigengeschmack verleiht. Während viele den Queller, der an eine Mischung aus Schachtelhalm und filigranem Kaktus ohne Stacheln erinnert, von der heimischen Fischtheke kennen, ist das Lamsoor eine echte zeeländische Spezialität. Sieben von acht in den Niederlanden aktiven Lamsoorbauern findet man in dieser Provinz. Essen kann man die fleischigen Blätter frisch gepflückt und roh als Salat oder kurz mit Schalotten und Butter in der Pfanne geschwenkt. Dann schmeckt das Gemüse ein wenig wie Blattspinat, nur wesentlich subtiler, und behält immer einen knackigen Biss.

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Seit Neustem werden an der Küste aber auch essbare Algen gezüchtet. Die Mineralien reichen Böden Zeelands sind ideal für den Gemüseanbau, zum Beispiel auf dem Bio-Hof Welgelegen von Ard van de Kreeke, der sich augenzwinkernd einen Google-Farmer nennt, hatte er bis vor wenigen Jahren doch keine Ahnung von der Landwirtschaft, sondern war Topmanager eines Unternehmens für erneuerbare Energien, das mehr als 500 Millionen Franken im Jahr umsetzt. Heute baut er mit seiner Frau und rund 20 Mit­arbeitern mehrere Dutzend Sorten Kräuter, Gemüse und essbare Blüten an. Zu seinen Kunden ge­ hören alle Sternerestaurants der Umgebung. Van de Kreekes Erfolgsgeheimnis: Er liefert das, was die Starchefs wollen. Geht nicht kommt in seinem Wortschatz nicht vor. Mehrmals im Monat ver­wandelt sich seine historische Scheune aus dem 17. Jahrhundert, in der auch ein Hof­ laden unter­gebracht ist, in ein rustikales Feinschmeckerrestaurant. Dann wird an einer mehrere Meter langen Tafel ein Vier-Gang-Menü aus lokalen Produkten auf Sterneniveau serviert.


Minimale Kalorien, maximale Sättigung

Die 5:2-Diät hat sich als einfache, erfolgreiche und besonders alltagstaugliche Methode zum Abnehmen etabliert und viele begeisterte Anhängerinnen und Anhänger gefunden. Um an den Fastentagen dem Hunger ein Schnippchen zu schlagen, gibt es ein Erfolgsgeheimnis: Rezepte, die mit minimalen Kalorien maximal sättigen. Von Ideen für Frühstück, Mittag- und Abendessen bis zu Snacks und Süssem. Von trendigen Poke Bowls und Nori Wraps über Cannellinibohnen-Eintopf mit Chorizo oder bunten Quinoasalat mit Kürbis bis zu verführerischem Bananen-Kardamom-Eis. Jedes Rezept ist mit genauer Kalorienangabe versehen.

Das Low-Calorie-Kochbuch Laura Herring | AT Verlag

Stärkung, Reinigung und inneres Gleichgewicht

Die Ernährung im Einklang mit den Jahreszeiten ist nach der Chinesischen Heilkunde entscheidend für Gesundheit, Vitalität, Wohlbefinden und ein starkes Immunsystem. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Übergangsphasen zwischen den Jahreszeiten, die Dojozeit von viermal achtzehn Tagen als fünfte Jahreszeit. Spezielle Kuren mit Heiltees und einfachen Gerichten wirken dann reinigend, entlastend und vorbeugend, sie geben Kraft, stärken das Immunsystem und erleichtern die Umstellung. 140 einfache, bekömmliche und rundum stärkende Rezepte für ein kraftvolles, gesundes Jahr. Mit vielen praktischen Tipps und Anregungen für Gesundheit, Ausgeglichenheit und innere Harmonie.

Kraftzeiten nach der Chinesischen Heilkunde Karola Bettina Schneider | AT Verlag

80 Love Storys

Vegane Küche ist in den letzten Jahren zu einem weltweiten Trend in der Ernährung geworden. Veganes Essen begeistert heute vor allem auch die jüngere Generation. Hiltl, das moderne und gleichzeitig älteste vegetarische Restaurant der Welt und tibits, das junge und vitale Familienunternehmen, gegründet von den Gebrüdern Christian, Daniel und Reto Frei und Rolf Hiltl, stehen für Kompetenz in innovativer vegetarischer und seit Jahren auch veganer Küche. Die beiden erfolgreichen Partner legen für dieses Buch ihre ganze Kompetenz in die Waagschale und geben 80 ihrer beliebtesten veganen Rezepte preis, teilweise lange gehütete Geheimrezepturen. Eine kulinarische Liebesgeschichte für mehr Genuss in der veganen Küche. Dieses Buch ist ein Muss für alle Freunde der genussvollen veganen Küche!

Vegan Love Story Christian Seiler | AT Verlag

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© Gary He

Essen wie Gott in

NEW YORK

Mit Blick auf den Madison Square Garden befindet sich am Fusse eines historischen Art-déco-Gebäudes an der Ecke 24th Street und Madison Avenue das «Eleven Madison Park». Seit 2011 im Besitz des Küchenchefs Daniel Humm und des Restaurateurs Will Guidara, haben sie das «Madison» zu einer der ersten Adressen für Feinschmecker gemacht. Autorin: Nike Schröder

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er 1976 geborene Daniel Humm stammt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Schweiz. Seine Laufbahn begann bereits früh. Mit seiner Mutter stand er schon als kleiner Junge in der Küche und flog in der achten Klasse mangels ausreichender Leistungen von der Schule. So begann er im Alter von 14 Jahren eine Lehre im renommierten Hotel «Baur au Lac» am Zürichsee. Hier lernt Humm die klassische französische Küche kennen, die bis heute die Basis seiner Arbeit bildet. Humm war schon als kleiner Junge von den aus seiner Sicht himmelweit entfernten Grossstädten Amerikas mit ihrer so gar nicht ins Schweizer Idyll passenden Architektur angetan. Aber er wäre nie auf den Gedanken gekommen, ­Amerika mit Kulinarik zu verknüpfen.

Kochen liegt im Blut

2003 führte ihn sein Weg tatsächlich nach San Francisco, und er wurde Chef de Cuisine im «Campton Place». 2006 wechselte Daniel Humm nach New York ins «Eleven Madison Park», dessen damaliger Besitzer noch Danny Meyer war. Kaum zu glauben, aber Daniel Humms Geschichte ist wie die eines Tellerwäschers zum Millionär: Mit nur zwei Koffern und ein paar Dollars in der Tasche lebt er seinen American Dream. Auch wenn er bis 2009 einige Niederlagen einstecken musste, so ging sein Stern mit einem Artikel in der «New York Times» auf, die sein Restaurant in höchsten Tönen lobte. Die ruhigen Zeiten sind passé. Die Stars und die High Society geben sich die Klinke in die Hand, es ist fast unmöglich, einen Tisch zu bekommen. 2011 wird er stolzer Besitzer von drei Guide-Michelin-Sternen.

Das Geheimnis seines Erfolges

Nice to know !!! Besser geht’s nicht! 2017 kam er auf Platz 1 der Rangliste «The World’s 50 Best Restaurants». Und das an einem Ort, wo Sterne so schnell aufsteigen, wie sie fallen. Humm wird aber weiter sein Ziel ver­folgen und mit neuen Restaurants und Hotels die Nummer 1 der kulinarischen Welt werden. Dabei bleibt er aber immer mit beiden Füssen auf dem Boden und wird nicht überheblich. So liebt er sogar den klassischen «Hot Dog», die absolute Spezialität New Yorks. Und wo isst man den am besten? Natürlich in einem seiner Restaurants – dem «NoMad»!

Konsequent zu sein, war immer Humms oberstes Gebot. So steht er jeden Morgen ganz früh auf, und um «seinen Kopf zu klären», joggt er im Central Park oder fährt eine Runde Rad. Sport war schon immer ein Lebenselixier für ihn, er entspannt und i­ nspiriert ihn. Ab halb elf dann steht er in der Küche – bis Mitternacht. Gegen Nachmittag schaut er dann in seinem anderen Restaurant in Man­ hattan, dem «NoMad» vorbei, das ebenfalls mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist. Die K ­ üche des «Eleven Madison Park» basiert auf der französischen Küche, für die Humm bekannt ist. Klassische Aromen-Kombinationen sowie eine Mischung aus klassischen und modernen Tech­niken werden auf den Tisch gezaubert. In der Küche ist Humm ein absoluter Perfektionist. Ein vierköpfiges Kreativteam ist nur damit beschäftigt, >

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© Jake Chessum

Kreatives Dreamteam in New York: Will Guidara und Daniel Humm

Gerichte mit ihm zu entwickeln, was manchmal Jahre dauert. Aber seine Überzeugung ist, das Gute im Einfachen zu suchen, jenseits der Moden. Bevor die New Nordic Kitchen «in» wurde, bezieht er nur von Produzenten in und um New York, so wie schon die Mutter direkt beim Bauern eingekauft hatte. Extrem inspirierend findet er auch die Stadt an sich: Als Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Kochtraditionen studiert er alte Aufzeichnungen und verbindet deren Rezepte in neuen, ungewöhnlichen und aufregenden Kompositionen. Luxus ist für Humm «kein Synonym für Hummer, sondern für die beste Karotte weit und breit». Mit wenigen Zutaten das Maximum ­herauszuholen, das kitzelt den Ehrgeiz des lustvollen Puristen.

Humm für alle

Und so ist dann auch die Brücke geschlagen zu einem ganz speziellen Humm-Restaurant, das auf den ersten Eindruck so rein gar nichts mit dem Meisterkoch zu tun haben kann: das «Made Nice» – ein ganz «normales» Fast-Food- und Take-away-­Lokal. Warum tut Humm so etwas? Ganz einfach: Er findet es schade, das sein Wissen nur Leuten mit viel Geld und Zeit vorbehalten sein soll. So überlegt er schon seit Längerem, wie er sein Know-how auch einem breiten Publikum zur Verfügung stellen kann. Wichtig dabei war, dass das Essen schnell auf dem Tisch ist und nicht zu viel kostet. Die Rezepte mussten so gewählt werden, dass die Kunden ihr Essen

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mitnehmen können, ohne zu viel an Geschmack und Qualität während des Weges einzubüssen. Wahnsinn! Humm und sein Team haben es hinbekommen, sogar einige Rezepte seiner «Nobelrestaurants» für die schnelle Küche 1 zu 1 zu übernehmen. Gelingen konnte das, weil in den neun Gerichten, die im «Made Nice» zur Auswahl stehen, die Frage nach den Produkten nicht im Vordergrund stand; deren Qualität ist für Humm selbstverständlich. Nein, es war die Idee, die hinter den Rezepten steht, nämlich den hungrigen New Yorkern ein anständiges Mittagessen zu zaubern. Damit sich das Schnellrestaurant rechnet, muss Humm 1000 Gerichte täglich unter die New Yorker bringen.

Nice to know !!! Austern gehören für Humm zu New York wie der Topf auf den Deckel. Schon die Indianer und die Holländer assen sie, sie wurden von Booten, auf der Strasse von fahrenden Händlern oder auch in «Austernkellern» verkauft. Egal ob roh oder gegart, sie sind immer köstlich, und bei ihrer Zubereitung können allerlei neue Kreationen ausprobiert werden. Humm schwört auf die Austern der «Widow’s Hole Oyster Company» in Greenport auf Long Island.


Pink

1 | Purple Yams

Dreams 1

Lila Yams, auch Yam oder Yamswurzel genannt, ist ein Knollenwurzel­gemüse mit seinen Ursprüngen in den asiatischen Tropen. Die Schale der Yamswurzelknolle ist braun bis dunkelbraun, innen ist sie lavendelfarben, kann aber bis ins tiefe Lila tendieren. Vom Geschmack her erinnert die Wurzelknolle des Yams an Kartoffeln oder auch Esskastanien. Man beschreibt das Geschmacksfeld als eher süsslich. Auf keinen Fall sollte man die Yams roh verzehren, da sie eine toxische Wirkung besitzt. Als besondere Delikatesse gelten Eintöpfe aller Art. Yams kann zudem frittiert oder im Ofen gebacken werden. Auch als Snack, ähnlich wie Chips, schmeckt die Wurzel in dünn gebackenen Scheiben prima. In den Philippinen wird Yams auch oft als eine süsse Marmelade namens «ube halayá» verwendet.

2 | Ruby Rosa

Darauf hat die Welt gewartet: Kaum zu glauben, aber die gewohnte Farbpalette unserer Scho­koladen ist erweitert worden: Rosa! Anfang September präsentierte der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut der Welt die neue Sorte «Ruby» in Shanghai. Die rosafarbene Schokolade wird aus der Ruby-Kakaobohne gewonnen. Sie hat einen intensiven Geschmack und eine charakteristische rötliche Farbe. Somit kann auf Farbstoffe aller Art sowie Beerenaromen bei der Produktion komplett verzichtet werden – die Farbe und der Geschmack seien somit vollkommen natürlich. Wann auch wir sie testen können, steht leider noch nicht fest.

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3 | Pink Pineapple

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Eine neue Ananas wurde auf Plantagen von Dole und Del Monte in Hawaii und Costa Rica angebaut und nun in den Vereinigten Staaten zum Verzehr zugelassen. Um die rosa Färbung und die Süsse zu erhalten, wurde die Ananas genetisch verändert. Junge Früchte produzieren in grosser Menge ein Pigment namens Lycopen. Lycopen gehört zur Klasse der Carotinoide und besitzt eine rote Farbe, welche zum Beispiel auch den Tomaten ihre charakteristische Färbung verleiht. Es ist als Lebensmittelfarbstoff in der EU zugelassen. Beim normalen Reifeprozess wird dieses Pigment in der Ananas in gelbe Carotinoide umgewandelt, wodurch die Ananas die gelbe Farbe, die wir gewohnt sind, bekommt. Durch ein spezielles Verfahren konnte nun die Wirkung fast voll­ständig gehemmt werden, sodass die Färbung des Lycopen während des Wachstums erhalten bleibt. Die rosa Ananas ist geboren.

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© Simon Zangger

VERY FISHY SINCE

2015

Noch vor drei Jahren war der gleiche Ort ein Treff für Fleischhungrige, die auf der Suche nach dem perfekten Steak waren. Doch nun hat sich seit 2015 Inhaber Sébastien Le Page mit dem Zürcher «Hato» einen Namen für das asiatisch-kulinarische Erlebnisdinner gemacht. Autorin: Nike Schröder

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e Page serviert seinen Gästen die «Fine Asian Cuisine» mit besten Zutaten. Beliebt ist das «Hato» vor allem für ausgefallene Sushi-Kreationen, frischen Fisch und perfektes Fleisch, das zart im japanischen Grillofen gegart wurde. Küchenchef Nathan Dallimore setzt fantasievolle, kreative Akzente auf jedem Teller, und der g­ eschickte Mixologist Alexandros Nicolaides zaubert erlesene Drinks direkt ins Cocktailglas. Kein anderer Bartender würde sich trauen, Zutaten in dieser Art zu kombinieren. Die Manifestation ist zum Beispiel der Cocktail mit e­ chtem Wal-Ambra.

Goldener Luxus

Im goldenen Interieur speist es sich exklusiv. Für 80 Personen ist Platz im «Hato». Der geräumige Restaurantteil besteht aus einem öffentlichen Raum und zwei intimen Sitzecken, die sich mittels eines halbtransparenten Vorhangs vom Raum abtrennen lassen. Eyecatcher ist der integrierte Fischmarkt mit unvergleichlichem Angebot in der Auslage. Mit Blick in die offene Show-Küche, auf den Josper-Grillofen oder die Sushi-Station kann man die Vollendung der ausgewählten Speise live miterleben. Exklusiv kann man mit einer überschaubaren Gruppe im Nebenraum in höchst luxuriösem Ambiente speisen. Hier wartet ein «Private Dining Room» für behagliche Dinner. Der 90’000 Franken teure Kronleuchter ist der Star im Lalique-Interieur mit begehbarer «Minibar». >

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Imposanter Fresh-Market im Herzen des Hato

Frische Früchte und beste Zutaten sind die Basis im Hato

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Moderne asiatische Küche in luxuriösem Interieur


Das «Hato» zeigt sich in Zürich auffallend mit exquisitem Luxus, wie man ihn aus Weltstädten wie London, Paris oder New York kennt. Damit hat der Executive Chef Nathan Dallimore die Restaurant­szene in Zürich völlig neu poliert. Der Neuseeländer sammelte seine Erfahrung in London im renommierten Restaurant «Novikov». Das aussergewöhnliche «Hato»-Trio – der Chef Le Page mit seinem hochbegabten Dim Sum Chef Dallimore und dem Mixologisten Nicolaides – hat das Potenzial, das Restaurant mit seinen innovativen Kreationen in eine für Zürich bisher unbekannte Sphäre zu kochen.

Das Gericht ist ein Gedicht

Die raffinierte Speisekarte überzeugt mit Asiens kulinarischen Bestsellern: schmackhaftes Dim Sum, feinste exotische Salate, köstliches Sushi und Sashimi, leckeres Korean BBQ mit Kimchi, Miso Baby Chicken, und vom sogenannten Josper-Grill gibt es saftiges Steak und aro-

matischen Fisch. Mittags sind die Gerichte aus der gedrittelten Bento-­ Box sehr beliebt: Edamame, grilled Chicken oder Fisch auf Reis und Dim Sum. Als Vorspeise empfiehlt sich eine solide Miso-Suppe. Dann ein «Hamachi Yuzu Truffle», ein Gericht, das an ­«Ceviche» erinnert – eine göttliche Kombination von Fisch, Säure und Trüffelgout. Die Präsentation der Vorspeisen Tuna und Scallop Sashimi ist gelungen und auch geschmacklich ein Erlebnis. Ein absoluter Traum ist der «Signature Dish», der «Crispy Aromatic Duck Salad» – ein absoluter Überflieger, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf. Verschiedene Kressesorten und Gra­ nat­ apfel-Kerne geben diesem Gericht ein unver­wechselbares Finish. Die Bestseller Dim Sum mit ihren ungewöhnlichen Füllungen Squid Ink Dump­lings mit Fischrogen sind echte Klassiker. Mit Almond Crunch, Chocolate Delice oder Citrus Fruits rundet man ein gelungenes Dinner im «Hato» ab. Sayōnara!

Nice to know !!! Ambra, eine graue, wachsartige Substanz, entsteht bei der Nahrungsaufnahme von Pottwalen. Die unverdaulichen Teile wie Schnäbel oder Hornkiefer von Tintenfischen und Kraken werden in Ambra eingebettet. Über die genaue Ursache der Entstehung besteht Unklarheit. Möglicherweise liegt eine Stoffwechselkrankheit des Pottwals vor, wenn er Ambra bildet. Einer anderen Theorie zufolge dient der Stoff dem antibiotischen Wundverschluss bei Ver­letzungen der Darmwand. Ins Meer gelangt die Substanz durch Erbrechen, als Kotsteine oder durch den natürlichen Tod der Tiere.

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Ratatouille  & Co Provence kulinarisch Fangfrischer Fisch, zartes Sisteron-Lamm, roter Reis aus der Camargue, knackiges Gemüse und Wein aus dem südlichen Rhone-Tal, aromatische Wildkräuter, Trüffel aus der Vaucluse und feinherbes Olivenöl – die Küche der Provence zeigt, wie aus Einfachheit wahrer Luxus entsteht. Autor: Dr. Thomas Hauer

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Spezialität von Aix-en-Provence: Leckere Calissons

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ie «klassische» Provence im Hinterland der mondänen Code d’Azur lockt Reisende wie kaum ein zweiter Landstrich Frankreichs magisch an, glänzt der sonnenverwöhnte Südosten doch mit einer unerreichten Fülle geschichtsträchtiger Städte und verwunschener Dörfer, dem Wechselspiel imposanter Gebirgszüge und blühender Lavendelfelder sowie hervorragend erhaltenen Zeugnissen der Antike. Doch auch für Feinschmecker ist das historische Herzland der einstigen Grafschaft Provence rund um die historische Kapitale Aix bis hinauf nach Avignon und die stille Vaucluse ein lohnendes Ziel, schliesslich ist die traditionelle Cuisine provençale eine der beliebtesten – und gesündesten  – Regionalküchen der Welt, in der vor allem Gemüse eine grosse Rolle spielt, so etwa in Form des legendären Ratatouille, jenes deftigen Eintopfs mit viel Knoblauch und Olivenöl, der, wie viele Spezialitäten der Region – etwa die Bouillabaisse, die entfernt verwandte Bourride oder die Soupe au Pistou – ursprünglich aus der weitgehend fleischfreien Arme-Leute-Küche entstand. Ebenso unverzichtbar ist die Aïoli, würzige Knoblauch-Mayonnaise, die schon der Dichter Frédéric Mistral einst als kulinarischen Inbegriff dieses Landstrichs besang, weil sie in ihrem Wesen die Hitze, Stärke und Liebenswürdigkeit der Provence vereine – und ausserdem bestens geeignet sei, Fliegen zu vertreiben. Es war schliesslich Roger Vergé – neben Paul Bocuse Mitbegründer der Nouvelle Cuisine –, der diese einfache «Bauernküche» in den 1970er-Jahren in seiner Moulin de Mougins auch auf internationalem Parkett hoffähig gemacht hat, war er doch einer der ersten Spitzenköche, der es wagte, vermeintlich simple Zutaten in den Mittelpunkt seiner Teller zu rücken – wenn auch in verfeinerter Form. In seinem Kochbuch Ma Cuisine du soleil definierte der 2015 verstorbene 3-Sterne-Koch die provenzalische Küche denn auch als Cuisine heureuse, eine Küche des Glücks, deren Kreativität und Ideenreichtum er mit einem Bukett frischer Wildblumen verglich und als Antithese zum aufwendigen Schaukochen der französischen Klassik mit ihren schweren und prätentiösen Luxuszutaten verstand. Sein erfolgreichster Schüler war übrigens Kochlegende Alain Ducasse.

Doch zurück nach Aix-en-Provence, im Schatten der Montagne St. Victoire, Ausgangspunkt unserer Reise und mit knapp  150’000 Einwohnern nach Marseille zweitgrösste Stadt der Region. Dank mehrerer hochkarätiger

Museen wie dem Caumont Centre d’Art, der Fondation Vasarely oder dem Musée Granet ist die Geburtsstadt Paul Cézannes nicht nur kulturelles Zentrum, sondern wartet auch mit zahlreichen kulinarischen Top-Adressen auf. Berühmteste Spezialität der Stadt sind die Calissons, ein Konfekt in Form eines Weberschiffchens aus Mandeln, kandierten Melonen und Orangen, das der Legende nach für die Hochzeit des Herzogs René von Anjou im Jahre 1473 kreiert wurde und bereits seit dem 16. Jahrhundert als Spezialität von Aix gilt. Die Rezepte der diversen Manufakturen unterscheiden sich nur im Detail. Trotzdem hat jeder Bewohner der Stadt seinen persönlichen Lieblingszuckerbäcker. Unsere Favoriten gibt es bei Leonard Parli in der Avenue Victor Hugo. Foodies sollten ausserdem nicht versäumen, über die Rue d’Italie zu bummeln. Hier reihen sich Dutzende erstklassiger Lebensmittelgeschäfte nahtlos aneinander. Eines der schönsten: die kleine Fromagerie von Benoit Lemarie. Liebhaber von Macarons müssen dagegen unbedingt einen Stopp bei Les Macarons de Caroline in der Avenue de la Croix d’Or einplanen. Nicht weit entfernt liegt ausserdem das kleine Sternerestaurant von Mickaël Féval – perfekt für eine erholsame Mittagspause. Das gastronomische Aushängeschild von Aix liegt allerdings etwa 15 Kilometer ausserhalb der Stadt in Le Tholonet. Dort serviert der sympathische Mathias Dandine im Le Saint Estève (1*) verfeinerte provenzalische Küche auf Top-Niveau. So probieren wir dort u.a. ein fantastisches Jakobsmuschel-Tatar mit Lauch und Languste im Briocheteig. Am nächsten Morgen geht es dann schon weiter in Richtung Vaucluse. Zuvor steht aber noch ein Abstecher ins Weingut Château La Coste bei Le Puy-Sainte-Réparade auf dem Programm, das nicht nur mit hochkarätiger zeitgenössischer Kunst und Architektur, sondern auch einem der exklusivsten Hotels Frankreichs – der Villa La Coste – aufwarten kann. Im Hotelrestaurant Louison (1*) unter Patronage von Gérald Passédat, der in Marseille das 3*-Restaurant Le Petit Nice führt, serviert das Küchenteam hier mit Blick in die Weinberge hervorragende Regionalküche – z. B. Suprême de volaille provençale mit schwarzem Trüffel und geschmorten Zwiebeln. Apropos: Nur wenigen Feinschmeckern ist bewusst, dass rund 80 Prozent aller französischen Trüffeln aus dem Departement Vaucluse stammen. Die geläufige Bezeichnung Périgord-Trüffeln ist nämlich nicht regional zu verstehen, sondern meint schlicht den echten schwarzen Wintertrüffel (Tuber melanosporum). >

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Nice to know !!!

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Eines der schönsten Dörfer der Vaucluse: Le Barroux

Einer der schönsten Trüffelmärkte der Vaucluse findet in der Saison zwischen November und März samstags von 9 bis 13 Uhr in Richerenches statt. Am Cours du Mistral verkaufen die Profibroker an Gastronomen und Wiederverkäufer, in der benachbarten Avenue de la Rabasse können auch Privatleute an kleinen Verkaufsständen ein paar Gramm der schwarzen Diamanten erwerben – allerdings zu rund 30 Prozent höheren Preisen. An einem guten Markttag wechseln so bis zu 700 kg Trüffeln den Besitzer – bei Tagespreisen zwischen 600 und 1 2 00 Euro pro Kilo. Kein Wunder, dass sich die Profis nur ungern über die Schulter schauen lassen, geht

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Anreise: Mit dem TGV in fünf Stunden über Basel nach Aix-en-Provence oder Avignon, oder ab April mit der Swiss dreimal wöchentlich nonstop von Zürich nach Marseille. Übernachten: Aix-en-Provence: Hotel Pigonnet, 5*-Herberge in einem provenzalischen Landhaus aus dem 18. Jahrhundert, am Rande der Altstadt. > www.hotelpigonnet.com Le Puy-Sainte-Réparade: Villa La Coste, eines der schönsten Hotels Frankreichs, Teil des Anwesens Chateau La Coste. > www.villalacoste.com La Roque-Alric: Mas de Carabelle, privat geführtes Gästehaus in einem winzigen Bergdorf in den Dentelles de Montmirail. > www.mas-carabelle.com Avignon: Au Coer d’Avignon, verstecktes, exklusives Gästehaus im Stadtzentrum. > www.aucoeurdavignon.com

es doch um eine Menge Geld, zumal die edle Ware stets Cash bezahlt wird. Das auffällig unauffällige Geschäftsgebaren erinnert deshalb teilweise an eine Szene aus einem Agententhriller. Doch man kann in Richerenches nicht nur Trüffeln kaufen, sondern auch verspeisen, etwa im L’Escapade, wo Küchenchef Nicolas Pailhes seine Gäste mit exquisiten Trüffelmenüs verwöhnt. Für eine regelrechte Trüffelorgie fährt man rund 40 Minuten weiter nach Le Barroux in den Dentelles de Montmirail, am Fusse des Mont Ventoux, wo im Restaurant La Gajulea regelmässig Trüffelgalas stattfinden. Für 160 Euro gibt es dann ein wechselndes 7-Gang-


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Trüffeln gehören zu den größten Schätzen provenzalischer Küche.

Menü rund um die edlen Knollen inklusive Wein­ begleitung. Herrlich. Zum Abschluss unserer kleinen Provence-Reise besuchen wir die einstige Papststadt Avignon und ihre wunderschönen Markthallen im mittelalterlichen Stadtkern. Dort treffen wir Küchenchef Pascal Barnouin vom La Maison de la Tour. Nach dem gemeinsamen Einkauf geht es wahlweise per Tuk-Tuk oder 2CV auf eine kleine Stadtrundfahrt, die im Schatten der imposanten Stadtmauer bei Pascals Restaurant endet. Dort weiht er uns dann bei der Zubereitung eines mehrgängigen Menüs in die Geheimnisse der Cuisine provençale ein. Auf dem Programm stehen u.a. frische

Avignon - Paradies für Geniesser.

Seeigel, Langustinen mit Mangold und eine schmackhafte Rotbarbe. Schöner kann man einen entspannten Sonntagvormittag kaum gestalten. Nur einen Katzensprung von Avignon entfernt liegt übrigens auch die kleine Gemeinde Châteauneuf-Du-Pape, wo der gleichnamige König unter den Weinen der südlichen Rhone gedeiht. Neben einem sehenswerten Weinmuseum laden zahlreichen Domänen und Châteaus zum Verkosten ein. Unser Geheimtipp: die Domaine Mas Saint Louis, vor allem deren sensationelle ChâteauneufDu-Pape Reserve.

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CHÂTEAU SAINT MARTIN & SPA Die Côte d’Azur präsentiert sich quirlig und mondän. Sehen und gesehen werden, ist die Devise. Wenige Kilometer landeinwärts befindet sich ein Fünf-SterneDomizil, das Luxus leise lebt. Eine Unterkunft für Menschen, die Ruhe suchen und dabei auf keine Annehmlichkeit verzichten möchten. Autorin: Valeska Jansen

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n einem Hang mit Blick auf die Côte d’Azur befindet sich auf 34 Hektar eine Oase der Ruhe und des Luxus. Das Château Saint Martin & Spa, unweit des romantischen Ortes Vence, ist der perfekte Rückzugsort, nicht nur für Besucher der naheliegenden Küstenorte wie Nizza, Cannes, Antibes oder Monaco. Das romantische Gebäude war einst eine Templer-RitterKomturei aus dem 12. Jahrhundert. Restauriert von dem renommierten zeitgenössischen Architekten Luc Svetchine und von der Besitzerin Maja Oetker, im Stil eines Schlosses, mit Louis-XV- und Louis-XVI-Möbeln, Wand­teppichen von Aubusson und Gobelins aus dem 18. Jahrhundert dekoriert. Antike Uhren und persische und türkische Teppiche runden das historische Bild ab.

Prädestinierte Lage

Die Kombination aus Meerblick und Aussicht auf die Berge bietet eine schöne Abwechslung für jeden Geschmack. Gepflegte Gärten strahlen eine friedliche

Ruhe aus, und ihr südländischer Duft lädt zu Erkundungsspaziergängen der Region ein. Manchmal kann dabei auch ein einsamer Jogger beobachtet werden, der gezielt auf das Hotel zusteuert. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Jean-Luc Lefrançois, den Chefkoch des Hauses. So absolviert er sein tägliches Fitnessprogramm. «Ich jogge jeden Morgen und jeden Abend von meinem Haus hierher und zurück. Die beste Art, sich fit zu halten», erzählt Lefrançois.

Gesunde Kost

Auch seine Küche passt zur gesunden Lebenseinstellung. Hauptsächlich regionale und saisonale Produkte verarbeitet er in den beiden Restaurants zu einer raffinierten, aber leichten, oft mediterranen, Kost. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Le Saint Martin bietet mit seiner besonderen Lage einen Panoramablick bis zum funkelnden Mittelmeer. Gerichte wie «L’Oeuf», ein weich gekochtes Ei in einem Brioche-«Nest», >

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angerichtet mit Gemüse der Saison, beweisen, dass die Raffinesse meist in den einfachen Zutaten liegt. Im Sommerrestaurant L’Oliveraie geht es rustikaler zu. Im Schatten eines alten Olivenhains werden mediterrane Gerichte serviert. Besonderes Highlight ist hier der eigene Holzofen, aus dem aromatische Pizza kredenzt wird.

Eigener Honig und Olivenöl

In einem 14 Hektar grossen Park liefern 180 alte Olivenbäume Öl höchster Qualität. Vier Bienenstöcke sorgen für den hoteleigenen Honig, der dem Gast auch zum Frühstück serviert wird. 15 Nistkästen und ein Insektenhotel werden von Experten betreut. Zum fünften Mal in Folge zeichnete letztes Jahr der französische Vogelschutzverband «L.P.O.» das Château mit einem Biodiversitätszertifikat aus.

Romantik pur

Eine kleine historische Kapelle, befindet sich gleich neben dem Haupteingang, auf der linken Seite. Hier können intime Hochzeiten mit bis zu 20 Gästen zelebriert werden. Grössere Gesellschaften finden im Hotelpark Platz. Die Unterbringung in 52 Zimmern und Suiten des Château entführt in eine frühere Zeit. Alle Junior-Suiten, Suiten und privaten Villen strahlen eine warme und gemütliche Atmosphäre aus und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse mit freiem Blick auf das Mittelmeer. Im Park bieten sechs Villen den Gästen absolute Privatsphäre. Mit 200 Quadratmetern Wohnfläche, einem bis drei Schlafzimmern, Salons und Esszimmern und drei Bädern eröffnen sie selbst dem anspruchsvollsten Gast eine Wohlfühloase.

La Prairie und Bamford

Bei den World Luxury Spa Awards als bestes LuxusSpa-Reiseziel in Europa ausgezeichnet, verwöhnt das Spa in vier elegant eingerichteten Behandlungsräumen. Treatments mit Produkten von La Prairie oder dem englischen Label Bamford bieten für jeden Geschmack das Passende. Highlight im Spa-Menü ist das «Champagne on the terrace, Spa in the garden gazebo». Hier werden Anwendungen unter einem Glyzinien-Pavillon im Freien angeboten. Zusammen mit einem Glas Champagner und dem Panoramablick bis zur Küste ein besonderes Verwöhnerlebnis. > www.oetkercollection.com

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© Anna Karolina Stock

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e p u o l e G uad angenheit g r e V r e l k n u d t i m s e i Ein Parad

Auf Guadeloupe mischt sich karibische Gelassenheit mit französischer Lebensart und wild wuchernder Natur zu einem gehaltvollen Urlaubscocktail. Wer dazu noch einen Blick unter Wasser wagt, gerät wie einst Jacques-Yves Cousteau ins Staunen.

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Autor: Anna Karolina Stock

Herzlich willkommen auf Guadeloupe», be­ grüsst Claire Galand ihre Gäste in fliessendem Deutsch – eine überraschende Seltenheit in Frankreichs Departement Nummer 971. Wie im Mutter­ land sind auch auf Guadeloupe Französischkenntnisse von Vorteil, denn Englisch spricht kaum jemand. Neben der Amtssprache haben sich die Insulaner vor allem das «Savoir Vivre» ihrer ehemaligen Kolonial­herren zu eigen gemacht: feine Speisen, schmackhafte Weine, dazu einen Hauch von karibischer Leichtigkeit. Neben den französischen Klassikern wie Boudin Noir (Blutwurst), knusprigem Baguette und dem morgendlichen Café au Lait (Milchkaffee), zieren karibisches Colombo-Huhn, Kürbis­püree, Kochbanane und Accras die Speisekarten. Letzteres sind frittierte Bällchen aus Fisch, Zwiebeln, Schnittlauch und Ingwer und so beliebt, dass sie in fast jedem Restaurant als Vorspeise serviert werden. >

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Davor, dazu und danach geniessen die Einheimischen einen «Ti Punch» (französische Abkürzung für: «Petit Punch», übersetzt «kleiner Punsch»), das inoffizielle Nationalgetränk, das aus drei einfachen Zutaten besteht: zwei Esslöffel Rohrzucker, fünf Zentiliter weisser Rum und ein paar Spritzer Limettensaft. So einfach das Rezept, so besonders der Inhalt, denn der Rum ist natürlich kein billiger Fusel, sondern der eigens auf Guadeloupe hergestellte «Rhum Agricole». Seine Besonderheit ist, dass er aus frisch gepresstem Zuckerrohrsaft hergestellt wird. Der industriell hergestellte Rum entsteht hingegen aus Melasse, das heisst aus bereits ausgekochtem Zuckerohrsaft, der als Beiprodukt in der Zuckergewinnung übrigbleibt. «Im Geschmack ist der Rhum Agricole natürlich die Crème de la Crème», erklärt Claire ihren Gästen, während ihr Mann Laurent einen hausgemachten TiPunch serviert. Zusammen führen sie das Hotel Le Jardin Malanga in Trois-Rivières, einem kleinen Städtchen im Süden von Basse-Terre. Nur noch das weitläufige, dicht bewachsene Grundstück und das stattliche Kolonialhaus erinnert an die ehemalige Bananenplantage.

Die beflügelte Insel

Heutzutage kann man nur noch erahnen, was sich Christoph Kolumbus gedacht haben muss, als er mit seiner Flotte am 3. November 1493 das Archipel erreichte und den Inseln – inspiriert vom spanischen Kloster Santa Maria de Guadeloupe – ihre heutigen Namen verlieh: die runde Marie-Galante, die kleine Désirade, die Îles de Saintes und die schmetterlingsförmige Hauptinsel Guadeloupe mit ihren zwei so unterschiedlichen Flügelhälften. Während das westliche Basse-Terre mit wildem Dschungel überwuchert und dort neun vulkanisch aktive Berge in die Höhe ragen, verläuft das östliche GrandeTerre flacher und ist weitestgehend mit Zuckerrohrfeldern bedeckt. Der bis heute fauchende Vulkan La Soufrière ist mit seinen 1467 Metern der höchste Berg der Kleinen Antillen und Teil des insgesamt 173 Quadratkilometer grossen Nationalparks auf Basse-Terre. Rund 300 Wanderkilometer laden zu ausgiebigen Dschungelexkursionen ein. Nicht nur Aloe Vera, meterhoher Bambus und prächtig blühende Orchideen und Bougainvilleas wollen bestaunt werden, auch die tosenden Geräusche des Urwaldes warten auf Zuhörer: schnatternde Frösche und Geckos im Dickicht, prasselndes Wasser von den Baumkronen, ein Guadeloupe-Specht trommelt in der

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Einen Ti-Punch gefällig?

Ferne. Noch sportlicher geht es beim Canyoning zu, wenn rutschige Felsen, tiefe Schluchten, Flüsse und Steilwände bezwungen werden müssen. Fest steht, langweilig wird es Naturliebhabern auf Guadeloupe nicht.

Die Spuren der Sklaverei

Eine Insel so ursprünglich und vielseitig, dass sie aus dem Bilderbuch entsprungen sein könnte. – Könnte! Denn das karibische Paradies war bis vor 170 Jahren noch Schauplatz von Sklaverei und Unterdrückung. Nachdem die ersten Siedler aus der Bretagne und der Normandie dem Dschungel nur mit Mühe genügend Kaffee, Zuckerrohr und Kakao abgewannen, um davon leben zu können, holte man ab Mitte des 17. Jahrhunderts schwarze Sklaven aus Afrika auf die Insel. Bis 1848 waren es rund 300’000, die den weissen Kolonialherren unter elenden Bedingungen zu Wohlstand verhalfen. An ihr Schicksal erinnern heutzutage zahlreiche Gedenkstätten, unter anderem die «Marches des Esclaves» (übersetzt «Stufen der Sklaven») in Petit Canal. Mit Sicht auf die Anlegestellen im Hafen wurden auf den 54 Stufen der Steintreppe die neu eingetroffenen Sklaven an weisse Plantagebesitzer verkauft. Darüber hinaus erzählt seit Juli 2015 das «Mémorial ACTe» die Geschichte der Sklaverei. Das «Karibische Zentrum der Erinnerung an Menschenhandel und Sklaverei» wurde


von dem einheimischen Architekten Pascal Berthelo entworfen und auf dem Gelände des ehemals grössten Sklavenbetriebes am Hafen der Hauptstadt Pointe-à-Pitre errichtet: der Zuckerfabrik Darboussier, benannt nach dem Händler Jean Darboussier aus Montpellier.

Die Welt der Stille

Trotz der dunklen Vergangenheit ist und bleibt Guadeloupe, wie die restliche Karibik auch, ein anziehender Ort voller Lebenslust und Urlaubsfeeling. Dass die 7000 Inseln zwischen Florida im Norden und Venezuela im Süden allen voran magische Sehnsuchtsorte sind, fiel bereits dem französischen Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau (1910 - 1997) auf, als er mit seinem Schiff Calypso die sieben Weltmeere bereiste. Caloucaéra (auf Kreolisch «Karukera», Insel der schönen Wasser), wie Guadeloupe einst genannt wurde, hatte es dem Tauchpionier besonders angetan. Die Gewässer um die kleine Insel Îlet Pigeon westlich von Basse-Terre erklärte er sogar zu einem der zehn schönsten Tauchgebiete der Welt und präsentierte sie 1955 in seinem Film «Le Monde du Silence» («Die Welt der Stille»), welcher mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar in Hollywood prämiert wurde. Nachdem Cousteau die Unterwasserwelt Guadeloupes vor Millionenpublikum gezeigt und die Regierung von ihrer Schönheit >

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überzeugt hatte, erklärte Letztere die mehr als 400 Hektar grosse Fläche zum Meeresschutzgebiet und nannte sie dem Forscher zu Ehren «Réserve Cousteau». Seitdem ist das Reservat mit Tauchspots namens Korallengarten, Aquarium und Schwimmband (Piscine) für die Schifffahrt gänzlich geschlossen und der Fischfang stark eingeschränkt. Ein Sprung ins angenehm warme Nass erklärt alles: Fächerkorallen und Gorgonien schillern bunt um die Wette, Tubenund Vasenschwämme ragen vom Meeresboden Richtung Sonne, schlafende Langusten und Tintenfische verstecken sich in Unterwasserhöhlen, und hunderte verschiedener Fischarten tummeln sich an den Steilwänden der Tiefsee­ canyons. Um die Insel Marie-Galante sind häufig Schildkröten anzutreffen, und in den Monaten Januar und Februar erklingt mit etwas Glück sogar der geheimnisvolle Gesang der Buckelwale. Kein Wunder, dass der legendäre «Commandant» Jacques-Yves Cousteau bis heute über sein Unterwasserreich wacht. Zwar nur als Statue am Meeresgrund, aber dafür unverkennbar mit hagerem Gesicht, seiner Charakternase und Strickmütze auf dem Kopf.

Nice to know !!! Anreise Air France fliegt ab Genf via Paris (Vorsicht: Flughafenwechsel) in etwa acht Stunden direkt nach Guadeloupe. Vor Ort einen Mietwagen nehmen. > www.airfrance.ch Reisezeit Das Klima ist tropisch bis subtropisch bei durchschnittlich 25 °C. Zwischen Dezember und April regnet es am wenigsten, deutlich ruhiger ist das Inselleben in der Nebensaison, etwa im Mai. Die Hurrikan-Saison von Juni bis November sollte unbedingt beachtet werden. Wassertemperatur zwischen 25 und 28 °C. > www.guadeloupe-inseln.com > www.lesilesdeguadeloupe.com > www.guadeloupe-parcnational.fr

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Die Recherchereise für diesen Beitrag wurde unterstützt vom Fremdenverkehrsbüro Guadeloupe, GoPro Deutschland und Canon Deutschland.

Aktivitäten Guadeloupe hat den grössten Nationalpark der Karibik und bietet optimale Voraussetzungen für Outdoor-­ Aktivitäten: Vulkanbesteigung mit Vert Intense in SaintClaude, Canyoning mit Canopée Forest Adventure, Walbeobachtung mit Evasion Tropicale in Bouillante, Tauchen mit Centre de Plongée des Îlets in Bouillante. > www.vert-intense.com > www.canopeeguadeloupe.com > www.evasiontropicale.org > www.plongee-guadeloupe.fr Unterkunft Das familiengeführte Hotel Le Jardin Malanga in TroisRivières bietet besten Service, hervorragendes Essen, Ruhe und Dschungelfeeling. Die Ecolodge Les Bananes Vertes in Saint-Claude ist der optimale Ausgangspunkt für eine Vulkanbesteigung. > www.jardinmalanga.com > www.vert-intense.com Essen Kreolische Spezialitäten gibt es bei La Case à Fernand in Anse Bertrand. Die beste Adresse für einen Sundowner am Strand ist das La Touna in PigeonGalets bei Bouillante. > www.la-case-a-fernand.coconews.com > www.la-touna.com

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TRAVELING around the world SANI  –  A Naturally Dazzling Resort

Ein opulenter Bildband über das naturnahe Fünf-Sterne-Resort Sani im griechischen Chalkidiki, welches sich über mehr als 400 Hektar Grund erstreckt und neben fünf inspirierenden Hotels auch einen atemberaubenden Yachthafen umfasst. Es fällt nicht schwer, sich vom puren Vergnügen Sanis mitreißen zu lassen. Mit seinen endlosen Sandstränden, gesäumt vom kristallklaren Wasser der Ägäis und den duftenden Pinienwäldern der Halbinsel Kassandra, liegt Sani zurückgezogen in einem unberührten Naturschutzgebiet von überwältigender Schönheit. Die Gäste werden mit ultimativem Luxus verwöhnt: Privatstrände und Pool-Landschaften, exquisite Wellnessbehandlungen, unzählige Sport- und Fitnessangebote sowie umweltschonende Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen für die ganze Familie lassen keine Wünsche offen.

SANI – A Naturally Dazzling Resort Marina Vernicos | teNeues Verlag

VEGGIE HOTELS – Vegetarisch-Vegan Reisen mit Genuss

Eine einmalige Sammlung von über 60 vegetarischen, veganen und vegan-freundlichen Hotels und Pensionen aus aller Welt, angereichert mit leckeren Rezepten. Was nützen die schönsten Zimmer und der lockende Pool, wenn man im Restaurant auf die Beilagen verwiesen wird? Für Vegetarier und Veganer kann ein Urlaub im Hotel immer noch zu einer Herausforderung werden. Dabei gibt es hervorragende Alternativen - man muss sie nur finden. Die Reisejournalisten Karen Klein, Thomas Klein und Peter Haunert gründeten deshalb mit Veggie­Hotels® die weltweit erste Kooperation rein vegetarisch-veganer Hotels und Gästehäuser, die heute weit über 500 Häuser rund um den Globus umfasst. Das perfekte Geschenk für alle, denen gesunde Ernährung und nachhaltiges Reisen am Herzen liegen

VEGGIE HOTELS – Vegetarisch-Vegan Reisen mit Genuss Karen Klein, Thomas Klein und Peter Haunert | teNeues Verlag

VENICE – Eine Ode an Venedig in seiner ganzen Vielfalt

Von berühmten Touristenattraktionen bis zu Orten abseits der ausgetretenen Pfade zeichnet dieser Band ein vollständiges Bild von der italienischen Lagunenstadt. Mit seinen überwältigenden Kathedralen und marmornen Palazzi, seinem Labyrinth aus azurblauen Kanälen und seiner fantastischen, allerorts spürbaren Energie ist Venedig ein wahres Fest für die Sinne – und vor allem fürs Auge. Ob mit dem iPhone geknipst oder von Kameraprofis festgehalten, gehört die norditalienische Stadt ohne Frage zu den meistfotografierten Orten der Welt. Doch so wie hier hat man sie noch nie gesehen. Von ihren unzähligen Reizen inspiriert und ihrem unleugbaren Zauber erlegen, hat der französische Fotograf Serge Ramelli mit dem ihm eigenen dramatischen Flair die sagenumwobene Lagunenstadt eingefangen.

VENICE Serge Ramelli | teNeues Verlag

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UPCYCLEN imParadies Schneeweisser Pudersand umsäumt von hellblauem kristallklaren Wasser, das Inselinnere leuchtet im satten Grün der tropischen Vegetation – die Malediven. Doch das Paradies ist mehr Schein als Sein. Unterhalb des Wasserspiegels schwimmen bunte Fische durch einen riesigen Friedhof. Autorin: Valeska Jansen

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ie 1196 Inseln der Malediven sind verteilt auf 26 Atolle mit Korallenriffen. Nur rund 200 der Eilande sind bewohnt, wobei diese nochmals zwischen Einheimischen- und Touristeninseln unterschieden werden. Für Urlauber ist das Schnorcheln und Tauchen hier Freizeitaktivität Nummer eins. Die vorgelagerten Hausriffe sind bequem und schnell erreichbar, und zwischen den Steinkorallen wimmeln um die 700 verschiedene Arten Fische. Anemonenfische, wie aus «Findet Nemo», farbenprächtige Doktorfische, dicklippige Drückerfische bis zu schlanken Riffhaien mit ihren weissen oder schwarzen Spitzen tummeln sich zwischen den weissen bis grauen Korallenzweigen. Doch eigentlich wären diese mindestens genau so bunt wie die leuchtenden Fische. Viele von ihnen sind tot.

Globale Erwärmung

Eine Naturkatastrophe unabsehbaren Ausmasses. Die sogenannte Korallenbleiche beherrscht heute nicht nur den Indischen Ozean, sondern die Weltmeere. Obwohl Riffe weniger als 0.1 Prozent des Meeresbodens der Erde

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ausmachen, tragen sie dazu bei, ungefähr 25 Prozent aller Meeresarten zu unterstützen. Verantwortlich für das Korallensterben ist die Erwärmung der Ozeane. Im Indischen Ozean, in dem die Malediven liegen, wird seit 1998 «El Niño», eine sporadische, durchschnittlich alle vier Jahre auftretende stark erwärmte Strömung, für die Korallenbleiche verantwortlich gemacht.

Kampf gegen Windmühlen

Nicht nur die globale Erwärmung macht den Malediven zu schaffen. Auch die riesigen Müllmengen sorgen für Probleme. Auf der grössten Müllinsel der Welt, Thila­fushi, nur knapp sieben Kilometer von der Hauptinsel Malé entfernt, wird der grösste Teil des Mülls einfach verdichtet und verfüllt. So wächst die Insel täglich um rund  1 m² am Tag. Heute handelt es sich hauptsächlich um industriellen Abfall, meist Bauschutt, oft mit Asbest belastet. Batterien und Elektronikschrott werden ebenfalls hier abgeladen, als Sondermüll. Dieser wird verbrannt und verschmutzt die Luft. Quecksilber, Blei und giftiges Cadmium werden im Meerwasser ausgewaschen und


gelangen so in den Nahrungskreislauf über die Fische zurück zum Menschen. Der normale Hausmüll wird von den meisten Einheimischen einfach vor der Haustüre ins Meer geworfen. Vor allem die Urlauber-Resorts auf den Inseln bemühen sich, den Schaden zu kompensieren.

barten Inseln Guraidhoo und Maafushi sogenannte Einheimischeninseln, und viele Bewohner entsorgen ihren Müll einfach im Meer», erzählt Dr. Anand Peethambar, Yoga und Wellness Consultant auf Cocoa Island.

Cocoa Island

Jedes Ferienresort auf den Malediven ist wie ein kleiner eigenständiger Staat. Meist haben sie eigene Entsalzungsanlagen für das Wasser und eigene Generatoren für den Strom. Auf Cocoa Island wird, wie in allen Como Resorts, ganz besonders auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit geachtet. Seit 2016 ist Sherene Tan als Marine-­ Biologin auf Cocoa Island tätig. Sie ist als Umweltaktivistin bereits seit vielen Jahren im Bereich Naturschutz tätig. Nach ihrem Umweltbiologiestudium an der National University in Singapore hat sie unter anderem bei der Produktion von Dokumentationen über Wildtiere für National Geographic Wild und Channel News Asia mitgeholfen. Auf der kleinen Insel sensibilisiert Tan die Gäste des Resorts und die lokale Bevölkerung rund um alle Umweltbelange. Aktuell leitet sie ein Projekt zur >

Auf der Insel Makunufushi befindet sich das zur ComoHotelkette gehörende Resort Cocoa Island. Einen 40-minütigen Speedboat-Transfer von der Hauptinsel Malé mit dem Velana International Airport entfernt liegt die kleine Insel von 350 auf 85 Meter, inmitten der Korallenatolle von South-Malé. Ein besonderes Highlight ist eine ein Kilo­meter lange Sandbank, die direkt von der Insel aus in den Indischen Ozean reicht. Bei einem Spaziergang auf dem schmalen Sandstreifen fallen, neben rechts und links im klaren Wasser schwebenden Rochen und patrouillierenden Babyhaien, leider auch angeschwemmte Plastiktüten und Plastikflaschen ins Auge. «Eigentlich bringt jeder Gast von seinem Sandbank-Spaziergang angeschwemmten Müll mit zurück zu uns. Leider sind die zwei benach-

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

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Wiederherstellung lokaler Riffe unter Verwendung moderner Konservierungstechniken.

Eigene Korallenzucht

Ein sogenannter «Coral Garden» soll ebenfalls dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und dem Korallen­ sterben entgegenzuwirken. Hier können Gäste einen Holzrahmen in diversen Formen erwerben. Dieser wird mit jungen Korallen bepflanzt und im seichten Wasser, geschützt, angebracht. Alle sechs Monate erhält der Gast dann zu Hause ein Update zu seinem ganz persönlichen kleinen Korallengarten.

Upcycling auf Soneva Fushi

Auch auf der Insel Kunfunadhoo im Baa Atoll, eine der grössten Malediven-Inseln, wird Umweltschutz gross­ geschrieben. Hier befindet sich das Resort Soneva Fushi. Ein besonderes Resort-Projekt ist das «Upcyclen». Auf die Herausforderung «Wohin mit all den Wein-, Bier-, Spirituosen- und Wasserflaschen aus Glas?» reagierte das Unternehmen mit einer überraschenden Lösung: Anstatt alles Glas für Recyclingfirmen zu sammeln, wurde in einen hochmodernen Glasofen investiert. Das Glas wird seitdem zermahlen, im Ofen geschmolzen und zu Designund Gebrauchsobjekten geblasen oder gegossen. Unter der Leitung eines Glaskunst-Kurators entwickelt und kreiert ein qualifiziertes Team von Glasspezialisten einzigartige Kollektionen aus Tellern, Schalen, Gläsern usw. Jedes der vier Restaurants und die Bars Soneva Fushis sind mit diesen Kreationen ausgestattet. Die Küchenchefs können zusammen mit dem Glaskurator ihre eigenen Designs, entsprechend ihrer kulinarischen Visionen, entwickeln.

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Gäste haben die Möglichkeit, einen Glasblaskurs zu absolvieren oder können in einer eigenen Boutique, neben dem Areal des Hauptrestaurants Mihiree Mitha, die besondere Soneva-Fushi-Glaskunst erwerben.

Schutz der Riffe und Plastikkunst

Auf Soneva Fushi gibt es wie auf Cocoa Island eine eigene Meeresbiologin. Die Italienerin Federica Siena erstellt eine jährliche Riffstudie, die jegliche Veränderungen am vorgelagerten Hausriff detailliert dokumentiert. Gemäss dem Studienergebnis werden Naturschutz- und Managementpolitiken zum Schutz des Riffs und des Meeres­ ökosystems eingeleitet. Das jüngste Umweltschutzprojekt startete Ende letzten Jahres auf der Insel: Unter dem Namen «Soneva-Maker» widmet sich das Unternehmen nun auch dem Recycling von Plastik. Mittels kostengünstig aus lokalen Materialien hergestellten Open-Source-­ Maschinen soll ab sofort Plastik aus der gesamten Region verarbeitet werden. Ziel dabei ist es, aus allem anfallenden Plastikmüll nützliche oder künstlerisch wertvolle Objekte herzustellen. Das «Soneva-Maker»-Programm bringt dabei Gästen und Mitarbeitern das Prinzip des Recyclings näher. Die Themen Umweltschutz und globale Meereserwärmung werden auf den Malediven, zumindest von den Touristen-Resorts, sehr ernst genommen. Beinahe jede Ferieneinrichtung trägt hier ihr Mögliches bei. Das Bewusstsein der einheimischen Bevölkerung wird immer stärker geschärft. Urlauber werden gebeten, ihren Müll wie Sonnenschutzflaschen oder Ähnliches wieder mitzunehmen. Nur ein kleiner Tropfen, aber ein wichtiger, um dazu beizutragen, dass dieses einmalige Inselparadies noch lange in all seiner Schönheit erhalten bleibt.


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Die Fasziniation Süsswasser

Im Oktober  2017 wurde mit Aquatis, das grösste Süsswasser-Aquarium Europas in Lausanne eröffnet. Die Erlebniswelt erlaubt Einblicke in unsere völlig überraschende Unterwasserwelt. Auf rund 3 500 m2  Ausstellungsfläche erwarten die Besucher Reptilien, Amphibien, Pflanzen und über 10’000 Fische. Die meisten der Fische stammen aus heimischen Gewässern und erlauben einen immensen Lerneffekt über unsere eigene faszinierende Unterwasserwelt. > www.aquatis.ch

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Malerische Landschaften bequem und in Ruhe vom Schiff aus entdecken: Die Freunde von Flusskreuzfahrten kommen auch 2018 bei Thurgau Travel, dem führenden Schweizer Anbieter voll auf ihre Kosten. Obwohl auf mehreren Kontinenten tätig, sind vor allem die beliebten Fahrten auf europäischen Gewässern ein Fixpunkt im abwechslungsreichen Programm. Nach wie vor sind die äusserst beliebten Reisen auf Moldau und Elbe oder auf Rhein, Main und Donau die unbestrittenen Klassiker der Flusskreuzfahrten in Europa. Seien es die «Böhmische Rhapsodie», eine musikalische Schnupperfahrt, die Glanzlichter der Donau oder eine luxuriöse Tulpenfahrt nach Amsterdam. Nicht weniger als sechs Schiffe, alle im Vier- und Fünfsterne-Bereich, laden zu den malerischen Reisen ein. > www.thurgautravel.ch

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Die Flüsse Europas mit dem Schiff erkunden

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Immer mehr Urlauber weltweit entscheiden sich während der «schönsten Zeit des Jahres» für eine Reise in die Dominikanische Republik. Die Ferndestination zeichnet sich insbesondere durch ihre Vielfältigkeit aus: ob Luxusaufenthalte, kulturelle Erlebnisse oder unvergessliche Naturspektakel, für jeden ist das Richtige dabei. Vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz stösst das reichhaltige Angebot der Karibikinsel auf rege Nachfrage. > www.godominicanrepublic.com

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Mehr Gäste in der Dominikanische Republik

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© One Nature Hotels & Resorts

Wo Stille laut ist … Das One Nature Nyaruswiga Safari Camp verbindet puren Luxus mit authentischen Naturerlebnissen und Nachhaltigkeit – und ist der schönste Platz, um den Big 5 in der Serengeti von Tansania ganzjährig auf Augenhöhe zu begegnen. Autorin: Tina Engler

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er sandige Boden vibriert, Hufe klappern. Eine Herde von ungefähr hundert Büffeln galoppiert hinter den Zelten vorbei. Aus der Ferne ertönt das hysterische Gelächter der Hyänen, und eine Herde Impalas labt sich, neugierig auf das Zelt schauend, am Savannengras. Die Luft ist noch frisch, es ist still – doch Stille kann hier in der Einsamkeit der Serengeti, die sich über ein Gebiet von 30’000 km 2 vom Norden Tansanias bis zum Süden Kenias in Ostafrika erstreckt, manchmal ganz schön laut sein. So wie jetzt, wenn die Tiere im Morgengrauen erwachen und der exotische Sound der Wildnis die friedliche Ruhe der sternenklaren Nacht vertreibt.

© One Nature Hotels & Resorts

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Home away from home

Während man entspannt auf der eigenen Terrasse an seinem Morgentee nippt und köstliche Gebäckteilchen verzehrt, macht die Büffelherde schon fleissig ihr Morgenjogging. Ein paar eher faul eingestellte Zebras dösen im Licht der aufgehenden Sonne. Die surreal anmutende Szenerie ist in den Farbtönen Lila, Rosé und Orange illuminiert. Das spektakuläre Farbspiel am Himmel verändert sich jede Sekunde. Gemütlich im Hier und Jetzt im edel designten, aber superbequemen Leder-Safarisessel sitzen und jeden Moment mit allen Sinnen aufnehmen. Nichts tun, einfach nur sein. Eins mit der Natur. Der Erde und dem Himmel ganz nah. Tierdokus anschauen, die an diesem unwirklich schönen Platz jedoch live sind. Wer braucht da schon einen Fernseher? Den gibt es nämlich in den 13 luxuriös ausgestatteten rund 65 m2 grossen Zelten nicht, dafür aber alles andere, was selbst anspruchsvollste verwöhnte Gäste in Verzückung geraten lässt: eine freistehende geklöppelte Kupferbadewanne, einen Kamin, Teakholzwände, Bettwäsche aus ägyptischen Leinen, edelste Ledermöbel. Wohlfühlambiente nebst einem diskreten, aber herzlichen Butler, der einem jeden Wunsch von den Augen abliest und schon früh morgens gut gelaunt mit dem auf einem Silbertablett servierten Frühstück auftaucht und mit einem fröhlichen «Karibu» grüsst.

Out of Africa

Das lässig-luxuriöse One Nature Nyaruswiga Safari Camp liegt eingebettet in der weiten und atemberaubenden Natur der Serengeti, fernab jeglicher Zivilisation. Rund herum nichts als nur wilde Tiere und unendliches Land, so pur und unverfälscht, als wäre es ein Stück Schöpfungsgeschichte. Irgendwie beschleicht einen das wunderbare Gefühl, inmitten des Filmsets eines AfrikaKlassikers gelandet zu sein. «Out of Africa», ein bisschen >

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aus der Zeit gefallen und mit modernsten technischen Annehmlichkeiten, wie Wi-Fi und Bang & Olufsen Soundsystem ergänzt. Das Camp wurde von seinen Inhabern Pam und Hani Saliba mit dem Anspruch entwickelt, das Beste der Welt zu sein. Gemeinsam mit seiner Frau hat Hani Saliba sich den Traum von einer nachhaltigen Luxus-Lodge inmitten der Wildnis verwirklicht. Bei ihren vielen privaten Safari-Reisen durch Afrika fanden sie nie ein Hotel, das ihren Vorstellungen entsprach, also bauten sie kurzerhand eine eigene Lodge mit Pool und Panorama-Jacuzzi. Weltweit sind noch weitere Projekte geplant. Ihre Vision ist, Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit purem Luxus zu verbinden. Das ist für sie absolut kein Widerspruch. Fernab der Zivilisation kann der Energiebedarf des Camps weitestgehend mit Solarenergie gedeckt werden, das Trinkwasser stammt aus einem nahen Wasserloch und wird mit einer eigenen Filteranlage sorgfältig aufbereitet, und die Zahnbürsten sind aus Bambus. Für den Bau und die Einrichtung der

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Zelte wurden nur feinste Materialien verwendet. An nichts wurde gespart. Vollkommen integriert in die Landschaft scheint dieser besondere Platz beinahe mit der Wildnis zu verschmelzen, so harmonisch, als wäre das Camp schon immer dort gewesen.

Endloses Land

Die einheimischen Massai gaben diesem Fleckchen Erde den Namen «Siringitu», endloses Land. Rund drei  Millionen Tiere leben im Serengeti Nationalpark in freier Wildbahn – ohne Zäune. Auch die Big 5 tummeln sich hier: Löwen, Leoparden, Büffel, Elefanten und Nilpferde. Näher kann man der vielfältigen Tierwelt in Afrika kaum sein. Place to be für viele Tiere ist der Seronera River, der sie das ganze Jahr über mit Wasser versorgt und sich durch ein Tal der Nyaruswiga Hills schlängelt, Hier wirkt die Zentral-Serengeti wie von Künstlerhand mit Pinselstri-


Nice to know !!! Die beste Zeit, um die grosse Wanderung der rund 2.5 Millionen Tiere vor Ort mitzuerleben, ist von März bis Mai. Die Lodge liegt perfekt, um von dort die Herden zu beobachten. Ganzjährig werden Ballon- und Walking-Safaris angeboten  – spektakulär! Um einzigartige Momente festzuhalten, kann man sich dort auch eine professionelle Fotoausrüstung ausleihen. Für vier  Personen bietet sich das 100 m2 grosse Familienzelt an. How to get there: Turkish Airlines fliegt von allen grösseren Städten der Schweiz über Istanbul zum Kilimanjaro Airport. Von dort geht es mit dem Buschflugzeug zum Seronera Airstrip. > www.onenaturehotels.com > www.turkishairlines.com

chen weich gezeichnet. Die Tierherden fügen sich malerisch in das Bild. Bei allem Luxus sollte man nämlich den wahren Grund für die Reise in den grössten Nationalpark Afrikas nie aus den Augen verlieren: die Begegnungen mit den Bewohnern der Wildnis. Die schönste Zeit für Game Drives ist früh morgens, der Weckruf kommt mit Tee um 5 Uhr – oder am späten Nachmittag, um den Sonnenuntergang mit einem klassischen Sun­ downer inmitten der Wildnis zu erleben.

Begegnungen auf Augenhöhe: Nur wenige Meter entfernt ernten Giraffen Blätter vom Baum. Zebraherden kreuzen die Piste, und Affen suchen Schatten unter einer Akazie. Ein Stachelschwein richtet zur Begrüssung seine Irokesenfrisur auf, und eine Elefantenherde stoppt das Fahrzeug. Roadblock – nichts geht mehr! Die Natur hat Vorrang und ihre ganz eigenen Gesetze. Mit etwas Glück sieht man auch Löwen, Leoparden und Nilpferde, die sich in den Tümpeln erfrischen und fröhlich vor sich hingrunzen.

WLAN im Jeep

Nacht unterm Himmelszelt

In den offenen, äusserst luxuriös ausgestatteten OneNature-Jeeps sind Game Drives schon per se ein Genuss. Von den champagnerfarbenen hellen Ledersesseln hat man den besten Blick. Dank der freundlichen und erfahrenen Guides lernt man so ganz nebenbei viel über das Leben der Tiere im Einklang mit der Natur. Fotomotive offenbaren sich überall, und die können dank Wi-Fi im Jeep auch direkt verschickt werden.

Bei Rückkehr am Abend ist das Camp in ein romantisches Licht gehüllt. Laternen weisen den Weg zu den Zelten. Diniert wird draussen unter dem gigantischen Himmelszelt. Die Milchstrasse scheint hier, fernab jeglicher Zivilisation, zum Greifen nah. Dieser Moment, er macht still und glücklich – während der Ruf der Wildnis den schönsten Soundtrack liefert, den man sich wünschen kann.

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Vorschau Die Great River Road entlang des Mississippi River

Lange noch bevor Amerika sich im Westen bis zur Küste des Ozeans erstreckte, waren es die zerklüfteten Ufer des Flusses Mississippi, die die Grenze des Landes im Westen darstellten. Dieses damals noch ungebändigte Grenzland namens Mississippi River Country zog Stämme der amerikanischen Ureinwohner, Pelzhändler, französische Entdecker und auch Flusspiraten gleichermassen an. Die alte Welt trifft hier auf die neue Welt – entlang der Great River Road auf dem Illinois National Scenic Byway.

Cascais in Portugal

Pittoreske Seebäder und malerische Dörfer, weitläufige Sandstrände und raue Steilklippen: Die Costa do Sol, unweit von Lissabon, gehört zu den schönsten Regionen an der portugiesischen Westküste. Mitten im üppig bewachsenen Naturpark Sintra-Cascais ist eine Reihe von Luxus-Ferien­ objekten angesiedelt. 23  höchst individuelle Schmuckstücke, die unter dem Namen Victor’s Portugal Malveira-Guincho anspruchsvollen Gästen die Freiheit und den Raum gewähren, eigene Ferienträume wahr werden zu lassen.

Tirol-Ferien im Herzen der Alpen

Wer nach Tirol kommt, erlebt ein Land, dessen majestätische Bergwelt einen sofort verzaubert. Weil sie die Seele berührt, unzählige Aktivitäten ermöglicht und weil sie sich in den Menschen spiegelt, die hier leben, und die Erholungssuchenden willkommen heisst.

Freuen Sie sich mit uns auf die im Juli erscheinende Ausgabe mit vielen spannenden Themen und Geschichten rund um den Globus. Publisher Francesco J. Ciringione, rundschauMEDIEN AG, St. Jakob-Strasse 110, CH-4132 Muttenz, T +41 (0) 61 335 60 80, F +41 (0) 61 335 60 88, info@rundschaumedien.ch, www.rundschaumedien.ch | Member of the Board Boris Jaeggi / b.jaeggi@rundschaumedien.ch | Publishing Director, Sales & Marketing Serhat Tok / s.tok@rundschaumedien.ch | Publishing Director, Administration & Production Hasan Dursun / h.dursun@rundschaumedien.ch Editor in Chief Urs Huebscher / u.huebscher@rundschaumedien.ch | Head of Production & Art Director Sandra Schneider / s.schneider@rundschaumedien.ch Graphic Design Lorena Saum, Marco Pendt | Sales & Marketing Katharina Gering / k.gering@rundschaumedien.ch | Editors Tina Engler, Barbara Ermrich, Katharina Gering, Dr. Thomas Hauer, Franziska Heuer, Urs Huebscher, Valeska Jansen, Michael Manz, Anka Refghi, Sandra Schneider, Nike Schröder, Anna Karolina Stock, Helena Ugrenovic | Corrector Brigitte Battaglia | News Boris Jaeggi, Katharina Gering, Urs Huebscher | Cover Picture shutterstock | Photographs Aquatis, Belmond, Thomas Biasotto, Jake Chessum, Aaron M Conway, Dominican Republic Ministry of Tourism, Marco Fischer, Thomas Hauer, Gary He, heiraten-in-vegas.de, Steve Herod, Alain Hocquel / ADT Vaucluse Tourism, Sarah Illenberger, Aleksandra Kingo, MSC, One Nature Hotels & Resorts, Ollanski, Posthotel Achenkirch, Pressestelle Thomas Cook, jochen-schweizer / Janina Bienkowski / Garberhof, Anna Karolina Stock, Thurgau Travel, Vietnam Tourism Advisory Board, Simon Zangger, shutterstock, Bilddatenbanken. Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt, mit Genehmigung des Urhebers. | Admin, Coordination &  Subscriptions Serpil Dursun / s.dursun@rundschaumedien.ch | Price Issue CHF 4.90 / Year CHF 19.– IT  Support  Dejan Djokic / deki@rundschaumedien.ch Web Services websiteria GmbH / info@websiteria.ch | Internet imaginemag.ch | Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt.

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