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HERBST 2020

NEWS

BUSINESS BAUEN & WOHNEN MOBILITÄT AUS- & WEITERBILDUNG KOLUMNE SPORT & FREIZEIT

WINTERTHUR STELLT SICH VOR

VOM INDUSTRIE- ZUM INNOVATIONS-STANDORT

BUSINESS

DAS SIND DIE MARKETINGTRENDS 2021

SPECIAL: VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ

GEISTIGE FITNESS IM ARBEITSALLTAG TANKEN

BAUEN UND WOHNEN

LET’S GET DIGITAL!

INNOVATION UND DIGITALISIERUNG FOKUS SCHWEIZ – WELCHE BRANCHEN SIND TOP?

PASQUALE SABATINO & ALESSANDRA CHIASERA  SACH ARCHITEKTEN AG


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8810 Horgen, Tel. 044 727 40 40

8406 Winterthur, Tel. 052 208 32 00


LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER Innovativen Menschen hört man gerne zu. Innovative Ideen halten uns mental fit. Nicht umsonst wird Innovation als Katalysator und Motor unserer Wirtschaft bezeichnet. Innovation geht auch einher mit dem Digitalisierungsschub, der weltweit – unter anderem auch befeuert durch die Covid-19-Pandemie – um sich greift. Wir haben untersucht, welche Branchen in der Schweiz im Bereich Digitalisierung die besten Indexes vorweisen. Wir in der Schweiz können uns mit gutem Gewissen als innovativ bezeichnen, wenn es um den Businessbereich geht. Wir sind auch innovativer, als es viele (in der Schweiz) wahrhaben wollen. Man schaue nur auf den Innovationsplatz Zürich. Die Region Zürich ist hierzulande ein InnovationsHotspot. Innovation ist auch im Bereich Marketing gefragt. In dieser Ausgabe lesen Sie einen ausführlichen Beitrag zu den aktuellen Trends in dieser für alle Unternehmen wichtigen Kerndisziplin. Innovation ist im «Geschäftsführer Zürich» in jeder Rubrik allgegenwärtig: So stellen wir in jeder Ausgabe spannende Geschäftsleute vor, die auch interessante Ideen verwirklichen. Wir stellen Trends vor aus den verschiedenen Branchen, blicken hinter die Kulissen und zeigen auch, welche Lösungen die diversen Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Bereichen vorschlagen. Eine neue Rubrik wird Sie, liebe Leserinnen und Leser, ab jetzt im «Geschäftsführer Zürich» begleiten: In die Wirtschaftsregion Zürich ist auch Winterthur eingebettet. Und diese Stadt hat einiges zu bieten. Wir porträtieren die Arbeit des Vereins «House of Winterthur» und zeigen ausserdem in einem Artikel, warum Winterthur als «Smart City» bezeichnet wird und zu den fortschrittlichsten und smartesten Städten der Schweiz gehört. Auch heuer ist wieder der Umgang mit der Covid-19-Pandemie ein ständiges Thema, welches uns durch die Ausgaben 2020 begleitet. Wie gehen die Weiterbildungs- und die Bau- und Haustechnik-Branche damit um? Welche Massnahmen ergreifen die Tourismus-, Sport- und Eventbranche, um wieder auf die Beine zu kommen? Welche Marketingmassnahmen werden derzeit ergriffen, um das Geschäft anzukurbeln und welche Unternehmen aus welchen Branchen haben die letzten Monate sogar genutzt, um noch effizienter und innovativer zu werden? Ausserdem: Lesen Sie, wie man sich mit einer ausgewogenen Ernährung den Arbeitsalltag noch angenehmer gestaltet. Viele weitere Themen, Porträts und News aus der Region erwarten Sie in dieser Ausgabe. Das Wissen um die Tatsache, dass unsere Zielgruppen unser Content Management schätzen, treibt uns weiterhin an. Wir freuen uns, dass Sie zu unserer Leserschaft gehören.

Ihr Joël Ch. Wüthrich Chefredaktor


4 INHALT

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HIGHLIGHT SACH ARCHITEKTEN AG Ein starkes Architektenduo

WIRTSCHAFTSFAKTOR SILVER SOCIETY 32 «Goethe beendete Faust II mit 83 Jahren» 8

WINTERTHUR

BUSINESS DIGITALISIERUNG IN DER SCHWEIZ 16 Welche Branchen marschieren vorneweg?

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SMART CITY WINTERTHUR «Sulzer Town» ist längst passé …

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SV GROUP 50 Langweiliges Mittagessen war gestern

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SCHWEIZER LUNCH-CHECK Mitarbeiterverpflegung im Home Office

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MARKETING 2020 – 2021 Die digitale Revolution im Marketing

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HOUSE OF WINTERTHUR Standortförderung in einem ­Innovations-Hotspot

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VALIANT BANK AG 44 Einfache Lösungen im Bankengeschäft

GETRÄNKE AM ARBEITSPLATZ Nicht auf dem Trockenen sitzen

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VERMARKTUNG GREATER ZURICH AREA Die Herkulesaufgabe

FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG Kleines Format – Grosser Genuss

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VISIONAPARTMENTS 56 möblierte Apartments in der Innenstadt

30

SPECIAL VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ 48 (Gesunde) Ernährung am Arbeitsplatz

JURA VERTRIEB (SCHWEIZ) AG 58 Perfekter Kaffeegenuss am Arbeitsplatz

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INHALT 5

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6 INHALT

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BAUEN & WOHNEN

BAUMACKERSCHULE Die Berufslehre als Chance erkennen

FENSTERSANIERUNGEN Energieeffizienz und der Umwelt Gutes tun

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HERAUSFORDERUNG SOFTWARE-UMSTELLUNG «Letʼs get Digital»

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MOBILITÄT

BAUR WOHNFASZINATION GMBH 66 -Der Zauber steckt im Detail - Exklusive Wohnträume voller Persönlichkeit

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FORD SCHWEIZ Grosse Reichweite und auch noch emissionsfrei

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SONNE SEUZACH Eine Wohlfühloase bei Winterthur

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KOLUMNE

STYLE

Tobias Honold

SPORT & FREIZEIT SPORTWIRTSCHAFT 60 Prozent langfristig betroffen

BAGGERPLAUSCH.CH Gemeinsam Grosses bewegen

KULINARIK

BUSINESSMODE-WINTERTRENDS 2020 84 Keine Angst vor der eigenen Courage

AUS- & WEITERBILDUNG SCHLÜSSELFUNKTION BILDUNGSMANAGER So wird betriebliche Weiterbildung «rentabel»

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INHALT 7

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8 HIGHLIGHT

SACH ARCHITEKTEN AG

EIN STARKES ARCHITEKTENDUO NICHT IMMER HARMONIEREN PRIVAT VERNETZTE PERSONEN AUCH IM BUSINESSLEBEN. DIE ROMANTISCHE VORSTELLUNG, DASS PAARE ODER FREUNDE AUCH IM GESCHÄFTSLEBEN ALS TRAUMDUO FUNKTIONIEREN, ERWEIST SICH OFT ALS WUNSCHDENKEN. NICHT SO BEI ALESSANDRA CHIASERA UND PASQUALE SABATINO, DIE SEIT GRÜNDUNG IHRES GEMEINSAMEN ARCHITEKTURBÜROS ERFOLGREICH PROJEKTE KONZIPIEREN, UMSETZEN UND BEGLEITEN. DABEI VERTRAUEN SIE AUF ABSOLUTE SYNERGIE UND FOKUSSIEREN SICH JEWEILS AUF IHRE KERNKOMPETENZEN. INTERVIEW MIT ALESSANDRA CHIASERA UND PASQUALE SABATINO VON JOËL CH. WUETHRICH

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HIGHLIGHT 9 an kennt sie, die Traumduos im Bereich Architektur und Bauwesen: Jacques Herzog und Pierre DeMeuron hatten einst auch den Traum, als Freunde geschäftlich durchzustarten.

Das Rezept für den Erfolg ist jeweils die Kombination zwischen Trennung von Privatem vom Geschäftlichen und die genaue Kenntnis der eigenen Kernkompetenzen und jenen der Partnerin, beziehungsweise des Partners. Das bestätigen auch Alessandra Chiasera und Pasquale Sabatino von SACH Architekten in Zürich. «Wir starteten wie viele Startups auch mit einer guten Geschäftsidee und einem starken Elan. Als wir feststellen konnten, dass wir auch im Beruf gut harmonieren und unsere Kompetenzfelder wie auch unser Führungsstil sich jeweils ergänzen, konnten wir an den Synergien und Optimierungen arbeiten. Die Anfangszeit war deshalb sehr aufschlussreich und wichtig. Mittlerweile sind wir kein Startup mehr und konnten uns etablieren», sagt Alessandra Chiasera. Das ist, wie Pasquale Sabatino hinzufügt, bei Projekten so oder so elementar. Das Architektur-Traumduo hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich einen exzellenten Ruf erarbeitet und erzeugt nebst viel Vertrauen in die fachlichen Kompetenzen auch eine so genannte «ESP», was im Marketing-­ Fachjargon so viel bedeutet wie «Emotional Selling Proposition». Dies ist gleichbedeutend mit dem emotionalen Mehrwert eines Unternehmens oder von Personen und schliesst das «emotionale Alleinstellungsmerkmal» mit ein. Wir haben mit dem sympathischen Architektur-­Ehepaar ein Interview geführt und mehr über ihr Erfolgsrezept und ihre Ideen erfahren.

Pasquale Sabatino: Wir sind beide vom Studium bei renommierten Professoren an der ETH stark geprägt von der Konzipierung. Wir lernten sozusagen mit jedem Projekt, was es bedeutet, auch umzusetzen und lernten uns so auch besser kennen im beruflichen Kontext. Ich bin beispielsweise stark in der Kalkulation und Projektleitung, meine Partnerin ist hervorragend in der Konzeptphase und Projektentwicklung. Was aber immer auch garantiert ist: Jede und jeder weiss, wie der aktuelle Stand ist und kann jederzeit auch in einem anderen Kompetenzbereich einspringen. Sie hatten sich im letzten Studienjahr an der ETH kennengelernt. Eine Zürcherin und ein Heimwehbasler als Traumduo – das klingt schon mal spannend … Alessandra Chiasera: Nach dem Studium ist Pasquale erst mal wieder kurz nach Basel zurück und so haben wir nicht sofort die Idee mit dem gemeinsamen Unternehmen verwirklicht. Wir beide haben eine gute Anstellung gefunden. Aber wir hatten schon immer diesen Drang, eigene Projekte und unsere Visionen von Architektur und Unternehmensführung zu realisieren. Als dann einige Pitches in den Wettbewerben gut verliefen, reifte der Gedanke immer mehr, dass man diesen Schritt zusammen gehen werde. Eigentlich war der Plan, das eigene Unternehmen parallel zum Hauptjob laufen zu lassen. Als dann jedoch sich ein erster grosser Auftrag ergab, mussten wir eine Entscheidung treffen. >

«Der Geschäftsführer»: Alessandra Chiasera, Pasquale Sabatino, heute ist für jedes Unternehmen ein gutes Netzwerk wichtig. Wie ist Ihres entstanden? Alessandra Chiasera: Wir haben tatsächlich dank einer Empfehlung aus unserem Netzwerk unser erstes gemeinsames Projekt nach dem Studium an der ETH umgesetzt. Wir konnten so feststellen, dass wir gut zusammenarbeiten – auch unter Druck. Zunächst ging es ja auch darum, wie wir die Kompetenzen aufteilen.

SACH ARCHITEKTEN AG Alessandra Chiasera, dipl. Architektin ETH SIA 1975 in Zürich geboren, studierte Alessandra Chiasera Architektur von 1995 bis 2001 an der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich und an der Terza Università in Rom. 2001 diplomierte Sie bei der Professorin und Theoretikerin Flora Ruchat-Roncati. Von 2001 bis 2003 arbeitet Sie in einem Architekturbüro mit Sitz in Zürich und Genf. 2003 gründete Sie zusammen mit Pasquale Sabatino ihr eigenes Architekturbüro s. a. c. h architekten in Zürich. Von 2004 – 2007 war Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, am Lehrstuhl Gastprofessor Hermann Czech, an der ETH Zürich, tätig. Im Jahre 2014 wurde das gemeinsame Architekturbüro in SACH ARCHITEKTEN AG umgewandelt. Pasquale Sabatino, dipl. Architekt ETH SIA 1974 in Basel geboren, studierte Pasquale Sabatino von 1994 bis 2001 an der ETH Zürich Architektur. 2001 diplomierte er bei Professor Adrian Meyer. 1999 – 2000 war er Assistent bei Professor M.V. Lampugnani am Institut GTA an der ETH Zürich. Von 2001 bis 2003 arbeitete er in einem Architekturbüro in Basel. 2003 gründete er zusammen mit Alessandra Chiasera sein eigenes Architekturbüro s.a.c.h architekten in Zürich. Im Jahre 2014 wurde das gemeinsame Architekturbüro in SACH ARCHITEKTEN AG umgewandelt.

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10 HIGHLIGHT

In jeder Branche heisst es ja, dass Networking neben Fachkompetenz der wichtigste Aspekt ist für eine gute Auftragslage. Pasquale Sabatino: Das ist ganz sicher so. Ich würde da noch Glaubwürdigkeit und Vertrauen mit auf die Hitliste der wichtigsten Punkte in unserer Branche beifügen. Unsere Kunden bringen uns enormes Vertrauen entgegen und wir wollen diesem in jeder Hinsicht gerecht werden. Schliesslich ist ein Bauprojekt für viele eine Lebensentscheidung. Jedes Detail ist entscheidend und wir fühlen uns verpflichtet, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt wird. Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf? Pasquale Sabatino: Natürlich ist jedes Projekt beziehungsweise jedes Bauvorhaben spannend und einzigartig. Hinter jedem Projekt steht eine Geschichte, sind Emotionen und Träume involviert. Das ist eine grosse Befriedigung, wenn man mit einem solchen betraut wird. Was besonders erfrischend und wirklich schön ist, sind die emotionalen Bindungen, die zum Teil mit den Auftraggeberinnen und Auftraggebern entstehen. Es wird zu einem gemeinsamen Projekt, welches allen Beteiligten am Herzen liegt. Das erzeugt eine starke Motivation.

«Unsere Kunden bringen uns enormes Vertrauen ­entgegen und wir wollen diesem in jeder H ­ insicht ­gerecht werden.» Da wären wir bei der sogenannten ESP, also der Emotional Selling Proposition – dem emotionalen Mehrwert einer Firma. Diese braucht es genauso wie die USP, die Unique Selling Proposition – dem Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens. Alessandra Chiasera: Die emotionale Bindung zu einem Projekt ergibt sich aber nicht nur über die Auftrag gebende Partei. Auch in gewissen Projekten, wo die Befindlichkeiten und Bedürfnisse der Nachbarn, der

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Menschen im Quartier oder gar einer ganzen Ortschaft mit zu berücksichtigen sind, gilt es, diesen Aspekt zu beachten. Das sind dann auch sehr spannende Abläufe und Aufgaben, die auf uns zukommen. Die ganzen Vorabklärungen, Marktanalysen und Planungen, bis ein Konzept oder ein Bauvorhaben überhaupt zur Umsetzung kommen kann, sind ebenso interessant wie das Vorantreiben eines Projektes selbst. Alessandra Chiasera: Wenn uns die Bauherren tolle Rückmeldungen geben und sich nach vielen Jahren an ihrem Zuhause freuen, ist das eine enorme Befriedigung. Was will man mehr? Uns hat ein Kunde mal folgendes geschrieben: «Tiefe, Licht und Wärme: Diese für uns zentralen Punkte wurden von den SACH Architekten perfekt in Einklang gebracht. Sie haben es verstanden, unsere Wünsche zu perfektionieren und zwar so, dass wir uns auch nach Jahren wohl fühlen in unserem Zuhause.» SACH Architekten haben sich ja in einigen Projekten als sehr effizient und empathisch auch in diesem Bereich erwiesen … Pasquale Sabatino: Wir als Architekturbüro können die wichtigen Vorabklärungen und danach gleich die Konzeption und die Umsetzungen anbieten. Dies ist ein Vorteil und im Vergleich zu unserem Mitbewerbern einer der Alleinstellungsmerkmale.Unsere Flexibilität in beiden Bereichen – Konzeption und Umsetzung – ist ein Mehrwert. Zeigt sich die Flexibilität auch bei den unterschiedlichen Bauvorhaben? Alessandra Chiasera: Ja, absolut. Je nach Grundstück oder Gebäudeart müssen wir uns sehr intensiv informieren. Es gehört zu unserer Arbeit, genau die Bedürfnisse abzuklären und das Umfeld der Bauherrschaft beziehungsweise Auftraggeberinnen und Auftraggeber zu kennen. Ein Beispiel: Als wir für eine Arztpraxis konzipieren und umsetzen konnten, haben wir uns sehr genau informiert, welche Geräte wo genau zum Einsatz kommen und wie die Räume konzipiert werden sollten, damit die Arbeitsabläufe berücksichtigt werden können. Am Schluss kommt es immer auf den gleichen Nenner: Planung und Wissen sind der Grundstein für ein gelungenes Projekt. Schlussendlich geht es sogar schneller oder unkomplizierter in der Umsetzung, wenn man sich für die Vorbereitungen genug Zeit gelassen hat. Zum Beispiel für baurechtliche Belange, Bewilligungen, Investitionsrechnung und anderes. Dies gilt für jedes Projekt. Egal, ob es nun um Genossenschaftswohnungen geht oder ein Grundstück mit Haus an der Goldküste oder Bürogebäude und so weiter.


HIGHLIGHT 11

Die Wohnüberbauung Buchenrain in Herrliberg.

In Ihrer Branche ist das Thema «Digitalisierung und neue Arbeitswelten» ein wichtiges Thema. Viel wird debattiert über das Thema BIM, was für Building Information Modeling steht. Durch den Einsatz von BIM wird ja eine Optimierung der einzelnen Bauprozesse mithilfe eines digitalen, dreidimensionalen Gebäudemodells angestrebt. Wie stehen Sie dazu? Pasquale Sabatino: Von der Infrastruktur und bezüglich Arbeitssoftware und -organisation sind wir natürlich up to date. Als Homeoffice verordnet wurde in der COVID-Pandemie-Phase war dieser fliessende Prozess für uns kein Problem. Das war nicht bei allen Mitbewerbern so. BIM ist bei uns absolut ein Thema. Ein Beispiel: Wir arbeiten viel auch für öffentliche Bauträger, die komplett auf BIM umstellen werden. Aber die Umstellung auf BIM ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geschieht. Wir werden mit dem ganzen Entwicklungsprozess gehen.

«Jedes Bauvorhaben ist spannend und einzigartig. Hinter jedem Projekt stehen eine Geschichte, Emotionen und Träume.» Abschliessend noch eine Frage: Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz? Alessandra Chiasera: Das kann man so nicht unbedingt definieren. Denn jedes Projekt ist eine Herzensangelegenheit. Aber vielleicht waren die etwas komplizierteren Aufträge, die viele unterschiedliche Abklärungen erforderten bei welchen viele Parteien und Interessengruppen involviert waren, besonders spannend. Und die Ausführungen sind dann die Krönung des Ganzen. Da muss man dann das ganze Spektrum und die ganze Expertise bieten. Wenn man dann für alle die beste Lösung gefunden hat und es dann zur Umsetzung kommt, ist das eine grosse Befriedigung.

Das Mehrfamilienhaus an der Laurenzenvorstadt in Aarau.

SACH Architekten haben schon vielfach gezeigt, dass sie unterschiedliche Projekte konzipieren und umsetzen können. Sei es in Kommunen, für öffentliche Plätze und Gebäude oder bei Privataufträgen wie Privathäuser oder für Infrastrukturbauten und Bauten für institutionelle Bauträger.

NEUBAU WOHNÜBERBAUUNG BUCHENRAIN IN HERRLIBERG Herrliberg am unteren rechten Zürichseeufer. Die drei Mehrfamilienhäuser liegen am südöstlichen Dorfende, auf der höchsten der fünf Geländeterrassen. Die Bauparzelle grenzt an der Westseite an den «Schönhölzlibach», auf der Südseite an eine unverbaute Wiesen- und Waldlandschaft. Die Aufgabe bestand darin, auf dem Grundstück die Idee des verdichteten Bauens an exklusiver Lage umzusetzen. Nicht eine Villa auf einem grossen Grundstück, sondern das Schaffen eines Lebensraumes für Bewohner mit verschiedenen Lebensmodellen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Es sollen grosszügige Wohnungen entstehen mit viel Privatsphäre, auf höchstem Niveau. Es entstehen drei Gebäudevolumen die fast zufällig auf dem Grundstück verteilt zu liegen scheinen. In Wahrheit wurden die Gebäudekörper optimal bezüglich Besonnung, Lichteinfall, Aussicht, Ausund Einblick zueinander ausgerichtet und in die vorgefundene Umgebung eingebettet. Gegen die Strasse hin werden die Fassaden eher geschlossen gehalten, mit kleinen strukturellen Öffnungen. Die Tages- und Wohnräume werden über raumhohe Verglasungen mit Licht durchflutet und >

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12 HIGHLIGHT

Die Wohnsiedlung «Limmatblick» in Dietikon.

die Umgebung so direkt erlebbar gemacht. Innen und aussen gehen fliessend ineinander über, spannende Raumbeziehungen entstehen. Die Wahl der Materialien und der Farbkombinationen wurde bis ins letzte Detail aufeinander abgestimmt und konsequent umgesetzt. Die hochwertige Steinfassade unterstützt die Exklusivität der Gebäude und entfaltet ein immer wechselndes Fassadenbild und Lichtspiel, je nach Tageslicht, Sonneneinstrahlung und Jahreszeit.

NEUBAU GENOSSENSCHAFTLICHE WOHNSIEDLUNG «LIMMATBLICK» Das Gebiet Brunau, am Eingang der Stadt Dietikon, liegt zwischen dem linken Limmatufer und der SBB-Linie Zürich-Bern-Basel. Vier quer zur Limmat gerichtete Baukörper sind bahnseitig durch eine Gebäudeschicht miteinander verbunden und bilden die Grundstruktur der Wohnüberbauung. Mit dieser Anordnung wird sowohl auf den landschaftlich schönen und ruhigen Limmat-Raum als auch auf das mit Lärm belastete Grundstück der SBB reagiert. Die Gebäudeschicht, die als Pufferzone zur lärmorientierten Strasse hin dient, schützt die Überbauung und deren Aussenräume. Sie beinhaltet zudem unterschiedliche Funktionen: Abstellräume im Erdgeschoss, grosszügige Wohnräume und Loggien in den Obergeschossen. Die äussere Fluchtlinie des Gebäudekomplexes folgt südseitig mit angemessener Distanz der Hauptstrasse. An dieser Seite befinden sich die Zugänge in die Höfe und weiter die Eingänge in die privaten Bereiche der Überbauung. Die Landschaft scheint als öffentlicher Raum um und in die Wohnhöfe zu fliessen. In regelmässigen Abständen sind Verbindungen über kleine Treppen zum Limmatuferweg gewährleistet. Es entstehen 42 grosszügige Mietwohnungen und Ateliers, welche sowohl den Bedürfnissen von Familien, wie auch anderen Haushaltsformen gerecht werden. Das Projekt formuliert eine Wohnidee, die den Bewohnern in dieser urbanen Umgebung ein Maximum an Grün und Ruhe bietet.

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NEUBAU MEHRFAMILIENHAUS AN DER LAURENZENVORSTADT Die Laurenzenvorstadt in Aarau bildet den nördlichen Abschluss der Stadt Aarau. Hier entstand das Mehrfamilienhaus mit sieben grosszügigen Eigentumswohnungen, welches sich in die bestehende Altstadtstruktur einfügt. Der freistehende Neubau ist von Süden nach Norden orientiert und gestaltet sich als ein im Grundriss polygonaler, langgezogener Baukörper. Die Altstadtparzelle befindet sich sowohl in der dreigeschossigen Wohnzone, als auch in der viergeschossig Wohn- und Gewerbezone. Dies führte zur Staffelung in der Gebäudehöhe, viergeschossig im Süden und dreigeschossig gegen Norden. Durch das innenliegende Treppenhaus werden je zwei Wohnungen pro Geschoss erschlossen. Der obersten Wohnung ist eine grosszügige Dachterrasse vorgelagert. Das klare Volumen wird unterstützend durch die eingezogenen Balkone modelliert und bietet dadurch jeder Wohnung einen grosszügigen Aussenraum. Durch grossflächige Verglasungen und hohe Wohnräume wird eine optimale Besonnung und Belichtung erreicht. Die Raumhöhen von 2.60 Meter unterstützen zudem das im Grundriss offene und ineinander fliessende System der gemeinschaftlich genutzten Räume. Der gehobene, je Wohnung an die Käuferschaft individuell angepasste Ausbaustandard unter Verwendung erlesener Materialien, wird durch spezielle Konstruktionsdetails verfeinert. ■

SACH ARCHITEKTEN AG Stampfenbrunnenstrasse 1 CH-8048 Zürich Telefon +41 (0) 43 321 70 60 office@sach-arch.com WWW.SACH-ARCH.COM


HIGHLIGHT 13

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IN 3 MINUTEN ZUM KMU-KREDIT

«Dank Systemcredit konnte ich endlich mein zweites Restaurant eröffnen.» Silvia Hofstetter, 43, Zürich

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BUSINESS IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG UND DER ENTWICKLUNG VON BUSINESS 5.0 UND INDUSTRIE 4.0 VERÄNDERN SICH AUCH UNSERE ARBEITSWELTEN. DAS WIRD IN FAST ALLEN BEREICHEN DER GESCHÄFTSWELT WAHRGENOMMEN. WIR STELLEN AN DIESER STELLE REGELMÄSSIG MENSCHEN UND UNTERNEHMEN VOR, DIE NICHT NUR MIT DER ZUKUNFT GEHEN, SONDERN DIESE AUCH IN IHREN BUSINESS-APPROACHES ANTIZIPIEREN. VON CHARLES STAUBACH

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ie Zukunft bringt in der Geschäftswelt nicht nur neue Führungsmethoden, eine rasche Entwicklung zur Digitalisierung und eine voranschreitende Transformation des Business-­ Environments, sondern auch neue Workflow-Modelle.

Die digitale Technologie und Sharing Economy verändern die Schweizer Arbeitswelt. Die Studie «Der Arbeitsplatz der Zukunft: Wie digitale Technologie und Sharing Economy die Schweizer Arbeitswelt verändern» untersuchte die Trends in der Schweizer Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf den Arbeitsplatz der Zukunft. Für alle, die sich im Zuge des Digitalisierungswahns mit Prozessoptimierungen beschäftigen wollen, sei ein Zitat von Thorsten Dirks zu empfehlen: «Wenn man einen Scheissprozess digitalisiert, dann bekommt man einen scheiss digitalen Prozess.»

Die sogenannte Business Intelligence entwickelt sich auch zum grossen Trend. Mit der steigenden Relevanz von Big Data und Co. werden sich auch in Unternehmen die Notwendigkeit und der Wunsch verstärken, einen sicheren Umgang mit Daten und deren Analyse und Auswertung zu erlernen. Das Jahr 2020 steht somit ganz im Zeichen der Datenkompetenz stehen. Dadurch steigt die Relevanz der eigenen Datenkompetenz (Data Literacy) bei Geschäftsführern und Mitarbeitern Tag für Tag. Business Intelligence bedeutet aber auch den Einsatz von guten Mitarbeitenden. Hier wird seit einigen Jahren klar, wie wichtig die 50plus-Generation und die Seniorinnen und Senioren noch immer für den Arbeitsmarkt der Zukunft sind. Entgegen dem Trend setzen sich nämlich die Vertreter / innen der so genannten Silver Society nach wie vor dort durch, wo ganzheitliches, verknüpftes und strategisches Denken gefragt ist. Mehr dazu in dieser Ausgabe. ■

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16 BUSINESS

DIGITALISIERUNG IN DER SCHWEIZ

WELCHE BRANCHEN ­MARSCHIEREN VORNEWEG? DAS DIGITALISIERUNGS- UND INNOVATIONSFIEBER GRASSIERT IN (FAST) JEDER BRANCHE. WIE IST EIGENTLICH DER AKTUELLE STAND IN DER SCHWEIZ? DIE NEUSTEN ERHEBUNGEN UND STUDIEN DATIEREN AUS DEM JAHR 2019, ABER 2020 IST WEGEN DER COVID-PANDEMIE SO VIEL PASSIERT, DASS DIE DIGITALISIERUNG IN MANCHEN BRANCHEN EINEN GROSSEN SCHUB ERHIELT. VON JOËL CH. WUETHRICH

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gesetzt, die Anbieter / innen und Institute waren für den Paradigmenwechsel und für die neuen hybriden Unterrichtsformen bereit und technisch à jour. Da ging es insbesondere um Digital und Blended Learning und Unterricht mit neuen Lernsettings im virtuellen Raum.

Die (digitale) Bildung soll also als die wichtigste Grundlage der digitalen Wirtschaft gestärkt werden. Und so gehört die Aus- und Weiterbildungsbranche – dazu gehören speziell auch die Erwachsenenbildung, die Berufsschulen, die Höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen, aber auch Ausbildungen in Digitaler Kompetenz – sicherlich zu jenen Branchen, die 2020 wegen der Corona-Pandemie stark profitieren konnten. Voraus

DIGITALISIERUNG MIT WESENTLICHEM EINFLUSS AUF DEN STRUKTURWANDEL

ie Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und bietet Herausforderungen, aber vor allem auch Chancen. Auf Bundesebene hat man deshalb besonders zwei Ziele im Fokus: Erstens soll die Bildung und Digitale (Anwendungs-) Kompetenz auf allen Ebenen noch stärker auf die in der digitalen Wirtschaft benötigten Kompetenzen und Kenntnisse ausgerichtet werden. Zweitens muss der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin die für die Nutzung der digitalen Transformation notwendige Flexibilität aufweisen. Die hohe Erwerbsbeteiligung und gute Qualität der Arbeitsverhältnisse sind dabei zu bewahren.

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Auch andere Branchen haben zugelegt. Einige hatten sich schon lange vor der Covid-19-Krise dem Thema verschrieben. Im Zuge der SmartCity- und Smart-Government-Bestrebungen haben natürlich auch das Bauwesen, die Haustechnik und die Branchen, die für die Basisinfrastrukturen arbeiten, viel in die Digitalisierung investiert. Auch im Bereich der Industrie 4.0 und – selbstredend – auch in der ICT-Branche ist Digitalisierung Programm.

«Die Digitalisierung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Strukturwandel und das Wirtschaftswachstum. Gerade für ein ressourcenarmes


BUSINESS 17

Die Branchen, die sich mit Basisinfrastrukturen auseinandersetzen, zum Beispiel Mobilfunk, stehen ganz oben im Ranking beim Digitalisierungsindex.

Land wie die Schweiz ist es wichtig, die Chancen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, bestmöglich zu nutzen. Um Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern, muss die Schweizer Volkswirtschaft gut für die bestehenden und kommenden Herausforderungen positioniert sein», schreibt das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft). Folglich sei die Digitalisierung ein zentrales Thema des SECO. Die wirtschaftspolitisch wichtigsten Themenfelder der Digitalisierung: Arbeitsmarkt, Forschung und Entwicklung, Sharing-Economy, Digital Finance und Wettbewerbspolitik. Das SECO hat dementsprechend im Auftrag des Bundesrates eine Umfrage durchgeführt, um zu prüfen, wo die bestehende wirtschaftspolitisch relevante Gesetzgebung die Digitalisierung unnötig behindert oder wo sie durch die digitale Entwicklung redundant wird. Für die Umfrage wurden Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, diverse Unternehmen sowie Konsumentenschutzorganisationen befragt. Die Umfrage war zudem via Internet auch weiteren interessierten Kreisen zugänglich. Die Rückmeldungen zur Umfrage zeigten, dass die digitale Wirtschaft in der Schweiz gute Rahmenbedingungen vorfinde, so das SECO in der ersten Stellungnahme. Bezüglich der Datenpolitik, der Revision des Datenschutzgesetzes oder des Fernmelderechts habe man bereits viel Vorarbeit seitens der Politik festgestellt. Aufgrund der Umfrage-Rückmeldungen hatte danach der Bundesrat beschlossen, Massnahmen zur Verminderung der Hindernisse bei den gesetzlichen Formvorschriften vertieft zu prüfen. Damit sollen die Hürden für digitale Geschäftsmodelle weiter abgebaut und die Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft verbessert werden. Das Ziel ist zudem, dass innovative Geschäftsmodelle ermöglicht werden können und somit auch die Entstehung von neuen Erwerbschancen und flexibleren Arbeitsbedingungen. Hinsichtlich der Entwicklung atypischer und atypisch-prekärer Arbeitsverhältnisse seien gemäss SECO aktuell zwar keine Trends sichtbar. Es sei davon auszugehen, dass die Digitalisierung – wie der bisherige tech-

nologische Fortschritt – zu neuen Beschäftigungsmöglichkeiten und einem gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsanstieg führen wird.

AUSSAGEKRÄFTIGER «DIGITAL.SWISS INDEX» ICTswitzerland – der Dachverband der ICT-Wirtschaft – lancierte bereits 2016 den ersten Index zum Monitoring der Digitalisierung in der Schweiz, der den Fortschritt der Digitalisierung in der Schweiz auf den Punkt bringen soll. Dieser ist in Zusammenarbeit mit 100 Experten entstanden. Anhand von über 60 Indikatoren wird der Stand der Digitalisierung in 15 Themenbereichen analysiert und in einer Scorecard zusammengefasst. Die daraus entstandene Plattform soll für Menschen mit aktuellen Projekten und Anlässen dazu inspirieren und aktivieren, die Digitalisierung der Schweiz voranzutreiben. Der Gedanke dahinter ist der gleiche wie bei allen anderen Aktivierungs- und Unterstützungsprogrammen in dieser Domäne: Die Digitalisierung wird immer stärker zur treibenden Kraft für Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Chancen dieser Transformation proaktiv zu ergreifen, ist wesentlich, um die Schweiz auch zukünftig als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort zu positionieren. ICTswitzerland hat in Kooperation mit Accenture zusätzlich noch eine interaktive Plattform geschaffen, die über den aktuellen Status und Fortschritt der Digitalisierung in der Schweiz informiert, aber auch das Potenzial für zukünftige Handlungsinitiativen aufdeckt. Mit den besten Indexwerten für die Jahre 2018 und 2019 glänzen folgende Branchen (Indexwerte in Klammern, wir nennen die Top-12-Branchen): Basisinfrastrukturen (Indexwert 93 – inkl. Fest- und Mobilfunknetze sowie Datacenter), Branchen zur Unterstützung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (77), die ICT Wirtschaft (67), Branchen zu Support und Errichtung der Digitalen Identität (55), Industrie 4.0, Mobilität, Öffentliche Hand und E-Government (alle 46), das Gesundheitswesen und die Energiewirtschaft (44), Forschung und Innovation, Sicherheit und Bildung (alle 41). >

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18 BUSINESS

In der Forschung und den Branchen, die Umwelt und Energie sowie Nachhaltigkeit betreffen, ist der Digitalisierungsindex relativ hoch.

DIGITALISIERUNGS-HYPE SCHON VOR DEM «COVID-EFFEKT» Man kann die Tendenzen anhand verschiedener Branchen gut beobachten. Die Weiterbildungsbranche hatten wir in den letzten Ausgaben schon einige Male thematisiert. So wie auch die Industrie 4.0. In den letzten Jahren besonders ausgeprägt ist die Tendenz auch in der Baubranche. Unabhängig vom «Covid-Effekt» im Jahre 2020. Das erstaunt nicht, wenn man bedenkt, wie viel Geld und Zeit wert ist in dieser Branche und wie wichtig Effizienzsteigerung und das Minimieren von Fehlplanungen und Leerläufen sind. Und in dieser Branche setzt man immer mehr auf «Mixed Reality». In der Haustechnik- und Baubranche drängen neue Technologien, digitale Planungsmethoden und intelligente Baumaschinen die Unternehmen zum Handeln. Das Thema «Digitales Bauen» ist allgegenwärtig. Die Branche steht zwar für Qualität und Beständigkeit, doch etablierte Prozesse werden immer öfter infrage gestellt. Die Zukunft gehört interdisziplinären Teams, die gewohnte Pfade verlassen und so die besten Lösungen finden.

DER TRAUM VON DER OPTIMALEN KONNEKTIVITÄT Pablo Gudenrath Co-Geschäftsleiter der OF-Software AG aus Birsfelden BL sagt zum Beispiel: «Die Planer und Installateure, Spengler, Bauunternehmen, Gebäudetechniker sind auf der Suche nach einer Optimierung ihrer Planungssoftware. Neuerungen wie BIM, die den Zugriff auf detaillierte Produktdaten der Lieferanten ermöglichen, sind sehr interessant.» BIM bedeutet «Building Information Modeling» und ermöglicht es Designund Konstruktionsteams, Bauherren oder Software-Entwickler über ein System zu kommunizieren und Informationen über verschiedene Ebenen hinweg zu koordinieren, die bisher noch nie gesehen wurden: vom ersten Entwurf über den Bau bis hin zur Wartung durch den Einsatz digitaler Systeme. Alle Informationen bleiben während der gesamten Lebensdauer des Projekts erhalten, bevor mit dem Bau begonnen wird. Gudenrath weiter: «Der Schwerpunkt-Trend ist die Vernetzung des kompletten Unternehmens mit einer Softwarelösung aus einem Haus. Die Idee ist, dass mit der gleichen Betriebssoftware die Büromitarbeiter verschiedener Funktionen sowie die Monteure mit den benötigten Tools ausgestattet werden. Diese Vernetzung schafft eine gemeinsame Plattform und bringt einen grossen Zeitgewinn. Da alles aus einer Hand kommt, schafft es für die

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führende Ebene auch eine einfache Übersicht auf sämtliche Daten, Termine und wichtigen Kennzahlen.»

UMSETZBARE MIXED REALITY IM VORMARSCH? Des Weiteren gehe es in der Baubranche noch explizit um globale digitale Beschaffungsnetzwerke, um Augmented und Virtual Reality (auch für Schulungszwecke oder in der Planungsphase eines Gebäudes), Simulationssoftware für Datacenter, intelligente Baustellenlogistik, Drohnen, 3-D-Laser und Bauroboter sowie 360° Building Analyzer. Immer mehr in den Vordergrund drängt in diesem Zusammenhang auch die Mixed Reality. Diese bewegt sich hauptsächlich auf einer zweidimensionalen, optischen Ebene. Die Vermischung von virtuellen und digitalen Inhalten gleicht dem bekannten Blick auf eine Projektionswand, einen Computerbildschirm oder das Display eines Smartphones. Nur bewegt sich die Bildgebung zum Beispiel bei Datenbrillen mit dem Kopf mit. Daraus ergeben sich einige Vorteile gegenüber altbewährten und auch zukünftigen Technologien: Handfreies Arbeiten wird möglich wie auch dauerhafter Zugriff auf die Informationen, die für die Arbeit wichtig sind. Man kann Darstellungen in eine Umwelt einbetten und voraus planen, wie beispielsweise ein Gebäude oder ein Gegenstand sich in die unmittelbare Umwelt einfügt oder einfügen wird. Hologramme und Digitale Zwillinge helfen Unternehmen schon heute dabei, bestehende Tätigkeiten effizienter auszuführen oder gänzlich neue Wege einzuschlagen. Der grosse Unterschied zur Virtual Reality: Mixed Reality bildet das gesamte Spektrum zwischen der physischen Welt, in der wir leben, bis hin zur vollständig digitalen Welt ab. Das Spektrum reicht dabei von Virtual Reality (VR) bis hin zu Augmented Reality (AR), der erweiterten Realität. Virtual Reality ist eine gänzlich virtuelle Realität, in der Elemente der physischen Welt miteinbezogen werden können – beispielsweise Handbewegungen mithilfe von Controllern. In der Augmented Reality werden digitale Elemente in die physische Welt eingeblendet. Für die Umsetzung brauche es – so sagen die Expertinnen und Experten – ­sogenannte Digital Leader, um neue Prozesse und Denkkonzepte anzustossen und das Digitalisierungspotenzial maximal auszuschöpfen. ■

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Innovation aus Tradition Auch wenn wir stets auf Modernisierung und Innovationen gesetzt haben, bleiben wir unserem Streben nach Exzellenz treu. Elite hat die Geheimnisse für guten Schlaf gelüftet und fertigt weiterhin Bettsysteme an, die sich durch langjähriges Know-how und unvergleichlichen Schweizer Finish auszeichnen. Wir sind stolz auf dieses Erbe und verpflichten uns, authentisch zu bleiben, an dieser Geschichte weiterzuschreiben und unsere über 100 Jahre alte Tradition zu bewahren.

Guter Schlaf muss kein Traum bleiben

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Bei Elite verging die Zeit wie im Fluge. Wir sind im 2020 angekommen und feiern bereits unser 125-jähriges Bestehen. Seit 1895 stellen wir handgefertigte Betten und Matratzen auf traditionelle Weise her. Was traditionelle Schweizer Handwerkskunst mit maximaler Sorgfalt und viel Liebe zum Detail erschafft, sind durchdachte Kreationen, die weit über die reine Funktion hinausgehen : Elite-Betten gelten als Inbegriff für luxuriöses Schlafen. Sie überzeugen nicht nur durch maximalen Komfort, sondern auch durch ihren einzigartigen Charakter und eine lebenslange Garantie.

Von Haus aus erstklassig komfortabel Jede Matratze unserer Kollektion wird von Hand gefertigt, gepolstert und genäht, damit sie den gewünschten Komfort mitbringt – unabhängig von Körpertyp oder persönlichen Vorlieben. So verstehen wir die Zertifizierung mit dem Europäischen Ecolabel als unser Versprechen, den Planeten, seine Ressourcen und unsere Kunden zu schützen.

Edles braucht Zeit, um zu reifen

Am Ufer des Genfersees werden die Matratzen, Boxsprings und Kopfteile von Hand gefertigt.

Die Welt dreht sich immer schneller, unsere Tage werden voller und die Nächte kürzer. In diesem endlosen Wettlauf mit der Zeit bleibt immer öfter die Ruhe auf der Strecke. Nicht so bei Elite : Wir setzen auf die Kunst des Reifenlassens und halten uns an die Worte Arthur Schopenhauers, da «...ja alles Vorzügliche langsam heranreift.» Das gilt auch für die Qualität unserer Betten : Ihr guter Schlaf hängt eben auch davon ab, wie viel Zeit unsere Handwerker in ein Bett investieren.

Vertrauen Sie auf die Kompetenz von Elite rund um guten Schlaf. Gerne nehmen sich unsere Spezialisten und Schlafberater Zeit, um Ihre Fragen zu beantworten und Sie bei der Wahl eines auf Sie zugeschnittenen Bettensystems zu unterstützen – unabhängig von Ihrem Gewicht, Ihren persönlichen Bedürfnissen oder Ihrem Budget. Elite hat in jedem Fall die passende Lösung für Sie.

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20 BUSINESS MARKETING 2020 – 2021

DIE DIGITALE REVOLUTION IM MARKETING ES GEHÖRT ZUR DAUERAUFGABE FÜR MARKETINGFACHLEUTE UND MARKT- BEZIEHUNGSWEISE MARKETINGFORSCHER / INNEN: DIE SUCHE NACH DEN GEEIGNETEN MARKETINGMASSNAHMEN UND -INSTRUMENTEN, WELCHE DIE ZIELGRUPPE(N) SO GENAU UND DIREKT WIE MÖGLICH ERREICHEN. WELCHE TRENDS – SPEZIELL IM B2B-BEREICH – HABEN SICH IN DEN LETZTEN MONATEN ETABLIERT UND WELCHE WERDEN SICH IN DER NAHEN ZUKUNFT DURCHSETZEN? VON JOËL CH. WUETHRICH

D

ie Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 in vielen Brachen einige Trends im Bereich Digitalisierung und Marketing forciert. Im Marketingsektor hat die Digitalisierung einen grossen Einfluss auf die Wahl der Marketingmassnahmen zur Generierung von Zielgruppengenauigkeit, auf die Reichweite und auf die Erhöhung des Affinitätsquotienten bei den erwünschten Zielgruppen. In der letzten Ausgabe berichteten wir bereits über das Revival des Storytelling («Social Closeness in Zeiten von Social Distancing»). In diesem Beitrag fassen wir zusammen, welche Marketingtrends 2020 und 2021 sich wohl durchsetzen werden.

GESCHÄFTSFÜHRER HERBST 2020

Natürlich sind im Zuge der forcierten Digitalisierung die Digital-Marketing-Trends aktuell en vogue. Dennoch bleiben die Cross- und Transmedia-Strategien nach wie vor im Fokus, denn eine optimale Synergie zwischen «Alten Medien» und «Neuen Medien» ist noch immer aufgrund der demografischen und psychografischen Zusammensetzung der meisten Zielgruppen erwünscht und nach wie vor effizient. Nur haben sich in den letzten Jahren viele neue «Microkosmen» gebildet, und die diversen Zielgruppen sind viel spezifischer und heterogener als früher. Auch das Mediennutzungsverhalten ist diverser, komplizierter und individueller geworden. Eine Markt- und Zielgruppendefinition – beziehungsweise Marktsegmentierung – erweist sich als die neue grosse Herausforderung.


BUSINESS 21 Die Marketingtrends werden sich in den kommenden Jahren zudem auch ausgesprochen stark dem demografischen Wandel anpassen: In vielen Bereichen übernehmen die jüngeren Generationen Y und X das Zepter beziehungsweise werden zur interessantesten Kaufkraftklasse, die man mit Marketing erreichen kann. Im Geschäftsleben entsteht der Generationen- und somit auch ein Paradigmenwechsel. Im Auge haben viele Marketingprofis natürlich die Generation Z. Damit sind diejenigen gemeint, die kurz nach der Jahrtausendwende geboren wurden und nun in den Arbeitsmarkt drängen. Die Generation Z wird in den nächsten Jahren bis zu 45 Prozent aller Konsumenten ausmachen. Die Folge: Marketing für Generation Z bedeutet neue Wege beim Wording und der Gestaltung des marketingrelevanten Contents. Wichtig hierbei sind folgende Werte: Authentizität, Datensicherheit und Diversität. In Anbetracht all dieser Vorgänge und Entwicklungen (auch und vor allem bezüglich der Technologien im Bereich Kommunikation) sind natürlich Massnahmen wie Big Data Management, «agiles Marketing» und der Einsatz der KI voll im Trend. Die folgende Auflistung ist umfassend, aber nicht vollständig und erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

TREND EINS – AGILES MARKETING Das Ziel des agilen Marketings ist, die eigene Zielgruppe in kurzer Zeit mit den für sie relevanten Inhalten zu informieren. Da geht es in erster Linie um gutes Content Management mit hoher inhaltlicher Affinität, passend zu einem aktuellen Thema. Auch die Thematik Filterblase spielt beim Agilen Marketing eine Rolle. Der Hintergrund: Informationen und Nachrichten werden in Sekundenschnelle veröffentlicht und geteilt. Auf diese Schnelllebigkeit gilt es zu reagieren und die Zielgruppe zu alimentieren. Agiles Marketing bedeutet demnach, Marketingkommu-

nikation anzuwenden, das schnell und flexibel auf Ereignisse in der Welt reagiert. Es liefert der Zielgruppe relevanten Content, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort und erzielt ohne zu grossen Aufwand Aufmerksamkeit und Reichweite.

TREND ZWEI – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI) KI schafft neue Trends, die auch für die Business-to-Business-Branche (B2B) interessant ist. Mit einer KI könnten unter anderem Chatbots verbessert werden, um noch qualitativer auf Kundenanfragen und -bedürfnisse eingehen zu können. Dies ist natürlich auch im Businessto-Costumer-­Bereich (B2C) gut umsetzbar. Chatbots und die dadurch automatisierte Kommunikation ermöglichen einen 24 / 7-Service zu bieten und jederzeit auf Fragen reagieren zu können.

TREND DREI – CONTENT MARKETING Content Marketing ist seit Jahren ein Dauerbrenner in der Branche. Es ist relevant, um aus der Vielzahl von Informationen der Mitbewerber und den Websites herauszustechen. Es braucht also neben einer gut durchdachten Online-Präsenz auch für den Kunden relevanten Content auf den eigenen Kommunikationsplattformen. Für Content Manager ist es nun wichtiger denn je, hochwertigen Content zu kreieren, der Themen gründlich und doch klar behandelt und sowohl gut strukturiert als auch leicht verständlich ist. Man muss für Menschen und Suchmaschinen gleichermassen schreiben. Immer mehr versuchen sich Marketingagenturen im Einsatz mit Textrobotern. Diese sind in einigen Einsatzbereichen und für einige Inhalte nützlich, ersetzen aber nie die menschliche, emotionale und stilistische Komponente in der Botschaftsgestaltung.

TREND VIER – BIG DATA MANAGEMENT Das weltweite Datenvolumen steigt exponentiell, und einige Fachleute schätzen, dass 2025 schon 175 Zettabytes im Umlauf sein werden. Durch die optimale Auswertung der für die einzelnen Marketingziele relevanten Daten können Unternehmen ihre Zielgruppen besser verstehen, Prognosen für zukünftiges Mediennutzungs- und Kaufverhalten erstellen und Trends frühzeitig erkennen.

TREND FÜNF – NETZWERK-MARKETING Das ist kein neuen Trend, aber einer, der sich ständig weiterentwickelt. So hat sich besonders 2020 und 2021 wird es noch akzentuierter feststellbar sein – das Business-Networking Marketing (LinkedIn, XING, Meetup und so weiter) professionalisiert und etabliert. Dies, weil insbesondere in den diversen Gruppen auf LinkedIn und Co. die einzelnen Marketingbotschaften aufgrund hoher inhaltlicher Affinität eine gute Aufmerksamkeit erreichen.

TREND SECHS – MARKETING-AUTOMATION Die Generationen Y und X konsumieren und informieren sich immer mehr über das Mobile.

Ein spannendes Feld im Marketing ist das Thema «Automation». Es bietet Vermarktern und Unternehmen eine weitreichende und vielfältige >

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22 BUSINESS mässig niedrige Anzahl an Followern, dafür aber ein sehr hohes Engagement. Micro-Influencer sind Meinungsmacher, die eine sehr spezifische Gruppe an Menschen erreichen. Aufgrund ihres Expertenstatus und der Verbundenheit zu ihren Anhängern sind Micro-Influencer begehrt. Mehrere Micro-Influencer erzeugen den gleichen Effekt wie ein Macro-Influencer. Es hat sich gezeigt, dass sie eine höhere Like-Rate haben als Influencer mit höheren Follower-Zahlen. Die Like-Rate und der «Trust Factor» nehmen mit steigender Zahl der Follower rapide ab.

TREND NEUN – SPRACHSUCHE BEI SEO / SEM Mit der zu erwartenden Zunahme der Nutzung digitaler Assistenten wie Alexa oder Siri wird beim Suchmaschinenmarketing (SEM) und der Suchmaschinenoptimierung (SEO) mehr Wert auf Sprachsuchen mit Stichwörtern gelegt, die darauf basieren, wie Menschen reden und weniger wie sie schreiben. Bei der Keyword-Eingabe sollte man als Marketingfachperson auch auf die Featured Snippets achten. Immer mehr Suchanfragen enthalten Featured Snippets und diese generieren in der Regel mehr Klicks.

TREND ZEHN – SOCIAL COMMERCE UND MESSAGING APPS

Das ist heute gefragt: Eine moderne, angepasste crossmediale Strategie und die Wahl der richtigen Kanäle gemäss erforschtem Mediennutzungsverhalten pro Zielgruppe.

Möglichkeit der personalisierten Kommunikation mit der Zielgruppe. Marketing Automation ist die Verbindung verschiedener Systeme, die eine automatisierte und persönlich gehaltene Kommunikation, basierend auf dem Online-Verhalten der Zielgruppe, ermöglicht. Beispiele hierfür sind «Welcome- und Reminder-Mails». Wichtig ist, dass diese personalisiert sind und mit den Kontakt ermöglichen und den Rezipienten der Kommunikation das Gefühl vermitteln, bei Problemen oder Fragen stets zur Stelle zu sein.

TREND SIEBEN – VIDEO UND LIVE-STREAMING Mit Streaming werden Emotionen geweckt und somit eine stärkere Bindung mit der Zielgruppe. Durch Live-Streams haben Unternehmen die Möglichkeit, in die direkte Kommunikation mit ihren Kunden zu treten. Immer beliebter sind die Vlogs.

TREND ACHT – MICRO-INFLUENCER UND STORYTELLING: Auch dieser Trend ist nicht neu, entwickelt sich aber immer weiter und ist schon lange kein Begriff mehr, der vornehmlich im B2C-Bereich relevant ist. Auch die B2B-Branche nutzt die Strahlkraft eigener Geschäftsführer, Mitarbeiter oder Referenzkunden. Influencer / innen, die auf sozialen Kanälen wie YouTube oder Instagram ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben, sind mittlerweile fest im Marketing-Mix der meisten Unternehmen verankert. Verbunden mit geschicktem Storytelling auf den für die Zielgruppen relevanten Medienkanälen erweist sich Influencer Marketing als besonders effizient. Immer mehr ist die Rede von Micro-Influencerinnen und -Influencern. Diese haben eine verhältnis-

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Produkte direkt durch Social-Media-Posts oder Anzeigen zu kaufen, liegt im Trend. Man muss dazu die Seite oder App nicht verlassen. Diese Shoppable Posts in den sozialen Netzwerken sind nicht direkt neu, doch seit dem Start von Instagram Checkout 2019 erhalten sie immer mehr Aufmerksamkeit. Durch Messaging Apps wie WhatsApp, Viber und Facebook Messenger oder durch private Nachrichten in den Sozialen Medien wie Twitter oder Instagram wie auch Business-Networks wie LinkedIn und Xing und Co. bauen Marken eine stärkere Bindung zur Zielgruppe auf. Diese Foren bieten die Vorzüge schriftlicher Kommunikation und die Direktheit eines Telefonats, und das alles in einer Umgebung, mit der der Nutzer bereits durch Gespräche mit Freunden vertraut ist. Direktnachrichten tragen zur Verbesserung der Zielgruppen-Beziehungen bei. Natürlich gibt es noch viele andere erwähnenswerte Marketingtrends wie beispielsweise Sentiment-Analysen, auch Social Listening genannt. Dies betrifft die Analyse auf Nutzerreaktionen auf ein Produkt oder einen Service, der in der Regel in den Sozialen Medien oder im Internet stattfindet. Das ist zwar kein neuer Marketingtrend, aber durch neue Technologien wird dieser viel ausgefeilter. Fortschritte bei der Verarbeitung der natürlichen Sprache lässt Computer die Bedeutung hinter dem verstehen, was Menschen im Internet sagen, einschliesslich Slang und Emojis. Tools zur Sentiment-Analyse wie Critical Mention, Repustate oder Lexalytics verraten, was die Menschen wirklich über eine Marke denken. Alternativ- und Nischenkanäle in den Sozialen Medien und in den Business-Netzwerken stehen ebenfalls hoch im Kurs. Diese erfahren bereits neues Interesse und zeigen vielversprechende Wachstumszahlen. Eine frühe Präsenz auf diesen «sekundären» Kanälen bedeutet, proaktiv auf die Neuesten Medien zu setzen. In der Werbebranche wird viel über Programmatic Advertising geredet. Künstliche Intelligenz und Machine-Learning-Algorithmen wurden dafür entwickelt, Online-Werbekampagnen zu optimieren. Werbeplatzierung, Media-Einkauf, Performance Tracking und Customer Targeting können mithilfe von Software gehandhabt werden. Software wie Adobe Marketing Cloud oder SmartAds kümmern sich um die Welt der Online-Werbung. ■

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BUSINESS 23

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24 KOLUMNE

SCHNELLER BESSERE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN von Tobias Honold

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iele Geschäftsführer haben folgende Situation in den letzten Wochen und Monaten erlebt: Sie durften endlich ihren Laden oder ihr Restaurant wiedereröffnen, da die Covid-19-Fallzahlen rückläufig waren. Nun standen viele vor schwierigen Fragen: Werden viele meiner Kunden wiederkommen? Welche Produkte sind gefragt? Soll ich zusätzliches Personal aufbieten, um den neuen Kunden-Ansturm zu bewältigen, oder ist mein Geschäft am Ende trotz Eröffnung genauso leer wie vor dem Lockdown, weil die Leute Angst vor einer Ansteckung haben und zu Hause bleiben? Sind meine Produkte in einer Pandemie besonders gefragt? Auch hier gab es beispielsweise mit Toilettenpapier komische Entwicklungen. Soll ich zusätzliche Bestellungen auslösen und die Lager aufstocken? Oder besser möglichst wenig Lager aufbauen, um flüssige Mittel zur Hand zu haben? Die Antworten auf solche Fragen im Vornhinein zu wissen, ist wohl fast unmöglich. Viele lagen falsch. Auch Personen, welche mit der Absicht einen Ort aufsuchten, dort einmal die Einzigen zu sein. Aber was sicher möglich ist, ist früher als in der Vergangenheit laufend die vorhandenen Daten auszuwerten und schnell zu reagieren. Dies nimmt Unternehmern die Unsicherheit, vielleicht lange das Falsche zu tun. Ob am Anfang extra Angestellte mobilisiert werden sollen oder besser möglichst wenig Personal aufgeboten werden sollte, ist gar nicht so relevant, solange Sie schnell reagieren können, sobald es die Situation erfordert. Unsicherheit gibt es immer und es gehört zum Unternehmertum, sich dieser Unsicherheit zu stellen und einen optimalen Umgang damit zu finden. Wo früher monatliche Reporting-Prozesse periodische Entscheidungsgrundlagen vorbereiteten, können heute Live-Dashboards viel mehr und schneller die nötige Sicherheit schaffen, die es in der neuen Realität mit der SARS-COV-02 Pandemie braucht. Niemand konnte erahnen, dass uns genau in diesem Moment eine solche Pandemie erreichen würde. Wenige von uns haben überhaupt damit gerechnet, geschweige denn sich entsprechend mit genügend Schutzmaterial ausgerüstet – selbst viele Spitäler nicht.

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Immer wieder wurde in den letzten Jahrzehnten gebetsmühlenartig betont, die Welt drehe sich immer schneller. Ich wagte das zuweilen zu bezweifeln, aber über die letzten Monate war dies tatsächlich so – und zwar nicht in unwichtigen Kleinigkeiten, sondern in fundamentalen Dingen. Von einem Tag auf den anderen waren je nach Land die Grenzen zu, die Wirtschafts- und Bewegungsfreiheit wurde eingeschränkt, indem Läden geschlossen wurden, und in vielen Ländern wurden sogar generelle Ausgangssperren respektive -beschränkungen beschlossen. Sowohl als Privatpersonen mussten wir flexibel sein – Eltern wurden spontan zu Teilzeitlehrkräften –, aber auch in unseren Berufen war sehr viel Flexibilität gefragt. Für viele bedeutete Corona nämlich erst auch einmal Mehrarbeit, um Kunden, Lieferanten und die Kollegen zu organisieren. Fast genauso plötzlich wurden dann die Massnahmen wieder gelockert und Entscheidungsfreiräume vergrössert. In einer solchen Krise war und ist Flexibilität eine sehr zentrale Eigenschaft. Optimal ist auch, wenn wir uns vorab auf verschiedene Optionen einstellen und zum Beispiel höhere Lagerbestände für wichtige Komponenten schaffen können. Jeder Unternehmer hat es in der Hand, neuste Technologien zu nutzen, um die in seinem Unternehmen verfügbaren wichtigen Informationen zeitnah zur Hand zu haben. Und das ist ja genau das, was wir in diesen Zeiten tun müssen, um unsere Unternehmen durch diese schwierige Phase zu führen: schneller bessere Entscheidungen treffen. ■

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26 BUSINESS VERMARKTUNG GREATER ZURICH AREA

DIE HERKULESAUFGABE DIE COVID-19-PANDEMIE IST UND BLEIBT FÜR DAS STANDORTMARKETING DES WIRTSCHAFTSRAUMS ZÜRICH EINE HERKULESAUFGABE. INSBESONDERE FÜR EINE REGION BEZIEHUNGSWEISE EINEN WIRTSCHAFTSRAUM WIE ZÜRICH, WO VIEL IMAGE UND WERTSCHÖPFUNG DANK DER EVENT-DICHTE UND DER GESELLSCHAFTLICHEN, SPORTLICHEN UND KULTURELLEN ANGEBOTE GENERIERT WIRD. INTERVIEW MIT BALZ HÖSLY VON JOËL CH. WUETHRICH UND DANIELE CIOCIOLA

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reater Zurich Area quoe vadis? Wie stark wird der Wirtschaftsraum wegen der Covid-Pandemie kurz- oder mittelfristig leiden? Gehen aktuell nicht zu viele sogenannte USP (Unique Selling Propositions – Alleinstellungsmerkmale) verloren? Wie meistert das Team um Balz Hösly, Präsident des Verwaltungsrats Greater Zurich Area AG (GZA), die Lage?

«Geschäftsführer»: Balz Hösly, welche Auswirkungen hatte, beziehungsweise, hat Corona auf Ihr Tagesgeschäft? Balz Hösly: Das Tagesgeschäft in der Form, wie wir es bisher gekannt haben, ist fast komplett zum Erliegen gekommen. Keine physischen Meetings mehr, keine Events und Messen, keine Business-DevelopmentReisen im Ausland, keine Besuche ausländischer Delegationen. Die

Die Event- und Gastroszene war eine der Covid-Hauptbetroffenen . Von Seiten GZA-Marketing wie auch bei den Betreibern ist viel Flexibilität gefordert, in Abetracht der sich laufend ändernden Entwicklung.

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BUSINESS 27 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen in den neuen Kantonen der Greater Zurich Area sind im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurückgegangen. Das heisst allerdings nicht, dass wir nichts zu tun haben – im Gegenteil: Viele Unternehmen sind ernsthaft daran, sich Gedanken über eine Expansion in den Wirtschaftsraum Zürich zu machen. Sie haben jetzt Zeit, sich um solche strategischen Projekte zu kümmern, die in der Hektik des Vor-Corona-­ Tagesgeschäftes «zu kurz» gekommen sind.

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 Zürich Tourismus Bildarchiv

Welche Themen und Aktionen stehen derzeit und in den nächsten Monaten – vorausgesetzt es kommt keine allzu grosse zweite Covid-Welle auf uns zu – bei Ihnen im Marketing und bei der Imagepflege beziehungsweise beim Branding des Wirtschaftsraumes im Fokus? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zürich und im Ausland bearbeiten mit grossem Engagement die bestehende «Projekt-Pipeline». Das Beantworten von zahlreichen Fragen und das Pflegen von Beziehungen per Telefon und in virtuellen Meetings ist bei Kunden und Partnern breit akzeptiert. Trotz der vielen Einschränkungen und der Unsicherheit ist es der GZA und den Standortförderungen der Kantone gelungen, neue Unternehmen anzusiedeln. Was das Gewinnen neuer Investitionsprojekte

Stand und steht betreffend des Stadtmarketings noch immer vor einer Herkulesaufgabe: Balz Hösly

angeht, haben wir unsere digitalen Marketingaktivitäten stark ausgebaut. Dazu gehören zum Beispiel Webinare, Kampagnen zur Lead-Generierung in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, virtuelle Events und Kundenmeetings. Diese Instrumente haben wir zwar schon vor Corona benutzt, sie haben jetzt aber einen echten Boom erlebt. Dazu haben wir an bestehenden und neuen strategischen Initiativen gearbeitet, etwa in den Bereichen Customer-Relation-Management, Innovation und Marke.

«Es ist mit einer gewissen Zurückhaltung bei E ­ xpansionen und ­Ansiedlungen zu rechnen. » Worauf sind Sie besonders stolz bezüglich des Umgangs während dieser für ein Stadtmarketing schwierigen Zeit? … dass es uns zusammen mit unseren Partnern in den Mitgliederkantonen gelungen ist, trotz der Einschränkungen und der Unsicherheit neue Firmen von den Vorzügen des Wirtschaftsraums Zürich zu überzeugen und hier anzusiedeln. Als GZA-Team haben wir auch aus dem Homeoffice sehr gut funktioniert und konnten stärker als zuvor Länder – und bereichsübergreifende Projekte realisieren. Sowohl gegenüber Kunden als auch unseren öffentlichen und privaten Partnern konnten wir in der ganzen Zeit eine verlässliche und schnell reagierende Institution bleiben. Schliesslich hat der Zürcher Kantonsrat im Mai den Zürcher Beitrag zur Finanzierung der GZA (rund CHF 2.1 Millionen Franken im Jahr) um vier Jahre verlängert. Er anerkennt damit den grossen Mehrwert, den das Standortmarketing für den gesamten Wirtschaftsraum und für den Kanton Zürich schafft.

Es fehlen die Einkaufstouristen und die Ansiedlungen ausländischer ­Unternehmen in der Greater Zurich Area.

Gab es auch Fälle, bei welchen Ihre Massnahmen nicht fruchteten und warum sind diese gescheitert? «Richtige» Misserfolge gab es eigentlich nicht – aber es ist natürlich ärgerlich, wenn ansiedlungswillige Unternehmen, die wir bis zur Entscheidungsreife begleitet haben, nicht einen Augenschein vor Ort nehmen und einen definitiven Entscheid fällen können wegen der >

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28 BUSINESS

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 Zürich Tourismus Bildarchiv

Reiseeinschränkungen. Wir hoffen, dass diese Projekte natürlich nur «aufgeschoben» und nicht «aufgehoben» sind. Tatsache ist allerdings, dass Corona den Kostendruck auf international tätige Firmen weiter erhöht hat und eine internationale Expansion immer auch ein finanzielles Risiko darstellt. Was sind Ihre grössten Herausforderungen, um die von Ihnen in diesem Spätsommer 2020 gewählten Massnahmen optimal umzusetzen beziehungsweise in Gang zu bringen? Ganz klar der weggebrochene Markt und der Trend «gegen Europa». Der Markt für ausländische Direktinvestitionen, abgekürzt FDI, in Europa ist schon vor der Corona-Krise rückläufig gewesen. Jetzt rechnet die OECD mit einem Einbruch um 30 Prozent gegenüber 2019. Weil die Krise unseren Hauptmarkt USA besonders stark trifft, rechnen wir mit einem bedeutend stärkeren Rückgang. Das Halbjahresergebnis scheint unsere Befürchtungen zu bestätigen. Welche Auswirkungen hatte Corona in Bezug auf die gesamte Problematik mit der aktuellen nicht so positiven Entwicklung des Messestandorts Zürich und was bedeutet das für den Wirtschaftsraum und für Ihr Stadtmarketing? Wie alle grösseren Veranstaltungen waren durch die Corona-Restriktionen auch die Messen betroffen, die nicht mehr stattfinden konnten. Zürich ist an sich ein guter Messestandort für fokussierte, lokal-relevante Fachmessen. Oft sind Messen ein erster Kontakt eines ausländischen Unternehmens mit einem möglichen neuen Standort. Diese Möglichkeit zum «Schnuppern» am Standort Zürich ist leider – wie auch bei allen anderen Messezentren – weggefallen. Zürich nutzt aber die Zeit, um sich vor allem in Zürich Nord international als attraktiver Standort für Grossveranstaltungen, die eine Mischung zwischen Messen und Konferenzen sind (sogenannten «Confex-Events»), zu positionieren.

Zurückhaltung bei Expansionen und Ansiedlungen führen. Auch dürfte es in der Schweiz und im Raum Zürich trotz der Unterstützung durch Bund und Kantone zu Unternehmenszusammenbrüchen und zu einem gewissen Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen. Trotzdem bleiben wir optimistisch: Der wichtigste Wirtschaftsstandort der Schweiz, die Greater Zurich Area, dürfte die Krise dank ihrer Resilienz, der gesunden Staatsfinanzen, des guten Gesundheits- und Bildungssystems und ihrer Vernetztheit im Vergleich zu vielen anderen internationalen Metropolitanregionen besser überstehen. Auch die hier vorhandenen Ökosysteme von globaler Bedeutung, zum Beispiel mobile Robotik und Drohnen, Life Science, Fintech und Krypto oder Biotech, werden das Ihre dazu beitragen, dass der Wirtschaftsraum Zürich ein international attraktiver, relativ krisensicherer und damit nachhaltiger Standort für innovative Unternehmen bleiben wird. ■

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 Zürich Tourismus Bildarchiv

Welche sonstigen negativen Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die GZA? Wird das ein Problem darstellen für Ihr Stadtmarketing? Wie treten Sie dem entgegen? Corona ist ein globales Phänomen mit gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Diese werden kurz- bis mittelfristig zu einer grösseren Vorsicht und zu einem höheren Risikobewusstsein von international tätigen Unternehmen und damit zu einer gewissen

Quo vadis Greater Zurich Area? Wie stark wird der Wirtschaftsraum wegen der Covid-Pandemie kurz- oder mittelfristig leiden?

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30 BUSINESS

Zentral gelegen in der Innenstadt mit Blick auf die Schweizer Alpen.

VISIONAPARTMENTS

56 MÖBLIERTE APARTMENTS IN DER INNENSTADT NACH DER ERFOLGREICHEN ERÖFFNUNG VON VISIONAPARTMENTS LUZERN IM JANUAR 2020 WURDE DIE IMMOBILIE VOM SWISS CENTRAL CITY REAL ESTATE FUND IM WERT VON 18.2 MILLIONEN FRANKEN AUFGEKAUFT. DURCH EINEN MIETVERTRAG VON ZEHN JAHREN BLEIBT VISIONAPARTMENTS WEITERHIN DIE BETREIBERIN DER 56 STILVOLL EINGERICHTETEN APARTMENTS. VON URS HUEBSCHER

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ISIONAPARTMENTS verkaufte seine Apartment-Immobilie an der Neustadtstrasse 16 in Luzern an den Swiss Central City Real Estate Fund, Teil der Fondsgesellschaft Nova Property Management AG. Die Zentralität der Liegenschaft, gute Erreichbarkeit sowie auch der stabile Cashflow überzeugten den Real Estate Fund. Das Gebäude umfasst 56 komplett möblierte Apartments, Büro- und Gewerbeflächen sowie einen Wellnessbereich und ist somit die ideale Wahl für Geschäftsreisende und Touristen.

Stilvoll eingerichtete Apartments für Lang- und Kurzzeitaufenthalte in Luzern.

UNTERNEHMENSPROFIL VISIONAPARTMENTS ist Experte für die Vermietung stilvoller möblierter Serviced Apartments rund um den Globus. Das im Jahr 1999 in der Schweiz gegründete Unternehmen entwickelte sich schnell von einem Start-up zum Schweizer Marktführer mit globaler Präsenz. Heute bietet VISIONAPARTMENTS massgeschneiderte temporäre Wohnlösungen an über 850 Business-Standorten weltweit.

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Die Eigentumsübertragung der Liegenschaft hat Ende Juni 2020 stattgefunden. Durch einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren bleibt VISIONAPARTMENTS jedoch die Betreiberin und Kunden profitieren weiterhin von den Angeboten für Lang- sowie auch Kurzzeitaufenthalte. Die monatliche Miete für Gäste reicht von 1 090 bis 1 790 Franken (exklusiv Mehrwertsteuer), wobei ebenfalls Kurzzeitraten vermarktet werden. Dienstleistungen wie die Nebenkosten und die Gebühren für Wi-Fi, Digitalfernsehen und die wöchentliche Zimmerreinigung sind im Mietpreis inbegriffen. ■

VISIONAPARTMENTS

VISION Luzern AG Neustadtstrasse 16 CH-6003 Luzern Telefon +41 (0) 41 508 70 98 lucerne@visionapartments.com WWW.VISIONAPARTMENTS.COM


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32 BUSINESS WIRTSCHAFTSFAKTOR SILVER SOCIETY

«GOETHE BEENDETE FAUST II MIT 83 JAHREN» DER CEO VON NOVARTIS LEHRT SEINEN MITARBEITENDEN DIE BEDEUTUNG VON «UNBOSSED», ALSO UNTERNEHMERISCH DENKEN, UNTERNEHMERISCH HANDELN UND ZEITNAH ZU ENTSCHEIDEN. SOLCHE TENDENZEN SIND SPÜRBAR – AUCH IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSWESEN. DAS SAGT DER PROMOVIERTE SOZIALÖKONOM MATTHIAS SCHWEIZER VOM BERATUNGSBÜRO MONCRIER: «DIE ERKENNTNIS, DASS DER EINZELNE MIT SEINEM SPEZIALWISSEN FÜR DEN TEAM-ERFOLG WESENTLICH IST, SETZT SICH ZUNEHMEND DURCH.» INTERVIEW MIT DR. MATTHIAS SCHWEIZER VON JOËL CH. WUETHRICH

Der Mehrwert bei älteren Managertypen ist unbestritten – speziell wenn es um Teambildung geht.

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m Gegensatz zur autoritären Leitung führen gemäss einer Studie der Universität St. Gallen falsch interpretierte Laissez-faire-Modelle bei Mitarbeitenden zu Unzufriedenheit, geringerem Engagement bis hin zu Erschöpfungszuständen. Ferner sind nicht alle Führungskräfte bereit, auf Mikromanagement zu verzichten. In fast jeder zweiten der von der HSG befragten Organisation werden Mitarbeitende nicht befähigt, Verantwortung zu übernehmen. Früher war das Militär die Schule der Nation, deren Nutzen in der praktischen Führungserfahrung und einer krisenfesten Arbeitstechnik für Aktionsplanung und Lageverfolgung lag. Von der Förderung der Stärken Einzelner hing oft der Erfolg ab. Dies hatte mit dem Prinzip mili-

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tärischer Führung zu tun, der Auftragstaktik. Diese bezweckte gemäss den Reglementen der Schweizer Armee, Unterstellten im Rahmen der Absicht des Vorgesetzten ein Maximum an Handlungsfreiheit zur Auftragserfüllung zu belassen. Der Vorgesetzte musste seine Unterstellten deshalb kennen und entsprechend ausbilden.

«Geschäftsführer»: Dr. Matthias Schweizer, was bewegt die Geschäftsleitungen und Aufsichtsorgane derzeit? Dr. Matthias Schweizer: Aus meiner Erfahrung als Interimsmanager und Berater sozialer Organisationen sind es auf geschäftsleitender Ebene die eigene Arbeitsplatzsicherheit sowie die Digitalisierung im


BUSINESS 33 Betrieb, die Unsicherheiten auslöst. Auf der Ebene der Aufsichtsgremien herrscht die Angst vor falschen (strategischen) Entscheiden, insbesondere Unsicherheiten bei der Bewerberauswahl für Führungsfunktionen, die im schlechtesten Fall erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Bei ihren Interimseinsätzen sind Sie oft Teil des Rekrutierungsprozesses. Was machen Sie dabei für Erfahrungen? Im Auswahlverfahren von Führungskräften klaffen Anspruch und Realität oft auseinander. Das liegt an bereits gemachten Erfahrungen. Beispielsweise haben Fehlentscheide unter Zeitdruck oder mangels Alternativen ein- oder mehrmals zu unangenehmen Konsequenzen geführt. Auch Kompromiss-Lösungen befriedigen selten. Zu diskutieren gibt, nebst dem Bildungs- und Erfahrungsanspruch, auch das Alter oder das Geschlecht der Bewerbenden. Ein übertriebener Fokus auf diese beiden Faktoren lässt wenig Raum für positive Überraschungen. Meine Aufgabe ist es dann, diesen Prozess im Sinne einer nachhaltigen Lösung zu begleiten. Die geordnete Vorbereitung und Übergabe an die nachfolgende Leitungsperson, gehören ebenfalls zu meinen Aufgaben. Stehen ältere Arbeitnehmende aussen vor? Vor allem älteren Führungspersonen bereitet die Digitalisierung sorgen. Algorithmen, Robotik und selbstlernende Systeme dringen in alle Bereiche vor, nehmen Entscheidungen ab und können menschliche Arbeitskraft ersetzen. Digitalisierung muss jedoch nicht zwingend mit Arbeitsplatzabbau verbunden sein, denn mit jedem Strukturwandel entstehen auch neue Einsatzfelder. Die «Innovationspotenziale» aller Mitarbeitenden zu erkennen und zu nutzen, lohnt sich in der Regel doppelt: Zum einen tragen gute Ideen dazu bei, die Kosten zu senken und die Qualität von Dienstleistungen zu steigern. Zum anderen führt eine gut entwickelte Innovationskultur meist zu einer höheren Motivation und Zufriedenheit unter den Mitarbeitenden.

«Ältere Arbeitnehmende ­t reffen intuitiv weitsichtige Entscheidungen… » Was zeichnet ältere Mitarbeitende aus? Man attestiert Menschen ab dem mittleren Alter neue Stärken wie die Fähigkeit, Gesetzmässigkeiten zu erkennen und scheinbar Zusammenhangloses zu verknüpfen. Nicht das schnelle Aufnehmen neuer Informationen, sondern das Einordnen in bereits vorhandenes Wissen, lässt ältere Arbeitnehmende intuitiv weitsichtige Entscheidungen treffen. Diese Fähigkeiten helfen, komplexe Themen zu bearbeiten und zu eleganten, effizienten Lösungen zu gelangen. Diese Gelassenheit ist eine Facette jener Fähigkeiten, die vor allem Menschen jenseits der Lebensmitte zugesprochen wird: der Weisheit, einer Kombination aus Klugheit und Erfahrung, Urteilsvermögen und Bildung. Händel, Kant und Goethe beendeten grundlegende Werke im (fort-)gesetzten Alter. Wie arbeiten Sie eine neue Führungsperson ein? Während der Einführungszeit muss eine Führungskraft vielen Erwartungen gerecht werden, objektiv handeln und das grosse Ganze berücksichtigen. Der Anspruch des Aufsichtsgremiums, der Kader, der Mitarbeitenden, der Klienten und der Partner ist gross. Es gilt, viele Entscheidungen zu treffen und Massnahmen einzuleiten, immer mit konkreten Auswirkungen. Infolgedessen können Widersprüche und Ungleichgewichte in der Ausrichtung der Strategie, Struktur und Kultur sowie in der

Dr. Matthias Schweizer – Der Sozialökonom mit Expertise im Gesundheits- und Sozialwesen ist ein Beobachter der Arbeitswelt und spezialisiert auf Interim Management

Führung der Organisation entstehen. Ich unterstütze diese Führungskräfte durch theoretische und praktische Impulse in den Entscheidungsprozessen. Und wenn Fehler passieren? Die Forderung nach einer «guten» Fehlerkultur ist allgegenwärtig. Trotzdem ist die Angst vor Fehlern bzw. deren Auswirkungen enorm. Die Intention – Lieber nichts tun als das Verkehrte – kann schnell zum Boomerang werden. Da ist es ein Vorteil, sich gelegentlich oder regelmässig mit einem betriebswirtschaftlich erfahrenen «Mentor» auszutauschen, um den eingeschlagenen Weg zu diskutieren und reflektieren. Warum gibt es das in Branchen wie dem Sozialwesen weniger oft? Das Sozial- und Gesundheitswesen befinden sich seit Jahren stark unter Professionalisierungs-Druck. Die Verbesserung von betrieblichen Abläufen und organisatorischen Strukturen sowie die Personalentwicklung stellen hohe Anforderungen an die Führungskräfte. Dieser überzogene Druck kann womöglich Scham erzeugen, das eigene Wirken zu reflektieren, strategische Fehler einzugestehen oder Probleme in der Organisation offenzulegen. Die Angst der Führungspersonen, als inkompetent zu gelten, ist gross, auch dann, wenn der langjährige Leistungsausweis ansprechend ist. Hier stehen die Aufsichtsorgane in der Pflicht, ihren Führungskräften (ohne Gesichtsverlust) entsprechende Unterstützung zu ermöglichen. Warum werden Sie engagiert? Man muss die Zusammenarbeit mit Menschen unter schwierigen Bedingungen mögen und sich selbst nicht zu wichtig nehmen. Diskretion, Ehrlichkeit und Erfahrung ermöglichen langjährige vertrauensvolle Partnerschaften. Je grösser das Wissen über eine Organisation und deren Entwicklung, desto effizienter ist der Einsatz. Diesbezüglich kommen mir meine praktischen Führungs- und Krisen-Erfahrungen auf verschiedenen Leitungsstufen zugute. ■

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WINTERTHUR IN UNSERER NEUEN RUBRIK WIDMEN WIR UNS DEM WIRTSCHAFTSSTANDORT WINTERTHUR. DIE EINSTIGE INDUSTRIESTADT HAT SICH GEMAUSERT UND ENTWICKELTE SICH SCHRITT FÜR SCHRITT ZU EINEM DER EFFIZIENTESTEN SCHWEIZER INNOVATIONS- UND HIGH TECH-HOTSPOT. VON CHARLES STAUBACH

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er hätte das in den Rezessionsjahren vor drei Jahrzehnten gedacht: Nach dem wirtschaftlichen Einbruch der Maschinenindustrie war Winterthur der Inbegriff einer Problemstadt. Tausende von Arbeitsplätzen verschwanden, und die Produktionsstätten von Sulzer an der Zürcherstrasse und in Oberwinterthur wurden zu Geisterstädten.

In der heutigen Ausgabe geben wir einen Einblick in die Arbeit der Standortförderung des Vereins «House of Winterthur», wo sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer für den Wirtschaftsstandort Winterthur einsetzen und ein effizientes Netzwerk aufbauten. Das Ziel ist, mittels Synergien und Ideen einen Informationsvorsprung zu schaffen und tolle Projekte voran zu treiben.

Aber dann begann die Mutation mit dem Fokus auf die zukunftsrelevanten Branchen und deren Förderung. Viele Anreizsysteme und – programme wurden eingeführt und umgesetzt. Demzufolge steht Winterthur heute viel mehr für Innovation und moderne Technologie. Sulzer-Town, das war einmal.

Ausserdem portraitieren wir den Wirtschaftsstandort Winterthur und zeigen auf, welche Branchenstrukturen vorherrschen, warum der Technopark und die ZHAW so wichtig sind für Winterthur und was diese Stadt und die unmittelbare Region für die erweiterte Wirtschaftsregion Zürich leistet. ■

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SMART CITY WINTERTHUR

«SULZER TOWN» IST LÄNGST PASSÉ … WINTERTHUR – EINST EINE ZÜRCHER UNTERTANENSTADT – GALT LANGE ALS TYPISCHE INDUSTRIESTADT. MAN SPRACH HIERBEI OFT VON «SULZER TOWN», WEIL DER KONZERN DIE REGION WINTERTHUR PRÄGTE. DOCH SEIT VIELEN JAHREN HAT «WINTI» EINEN GANZ ANDEREN RUF – UND ZWAR EINEN ALS VORBILDLICHE SMART CITY. VON CHARLES STAUBACH

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eute denkt man im Zusammenhang mit Winterthur an den Technopark oder an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Stadt und Region stehen für Innovation und Smartifikation. Das war nicht immer so. Im Mittelalter (1467) wurde Winterthur sogar an Zürich verpfändet und blieb in der Folge während Jahrhunderten Untertanenstadt der Zürcher. Diese behinderten die wirtschaftliche Entwicklung Winterthurs und wachten darüber, dass ihnen durch die Nachbarstadt keine Konkurrenz erwuchs.

DER WANDEL ZU EINEM TECHNOLOGIESTANDORT Aber auch in der jüngeren Vergangenheit hatte Winterthur mit verschiedenen Problemen zu kämpfen: In den 1980er-Jahren erlebte Winterthur nämlich einen markanten Einbruch der Maschinenindustrie. Tausende von Arbeitsplätzen verschwanden, und die Produktionsstätten von Sulzer an der Zürcherstrasse und in Oberwinterthur wurden zu Geisterstädten. Mit einer neuen diversifizierteren Wirtschaftsstruktur wurde danach der Wandel vom Industrie- zum Technologiestandort mit hoher Wertschöpfung eingeleitet. Schwung in die Stadt brachte auch der Zuzug der angesehenen Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit unterdessen rund 7 000 Studierenden. Und es werden immer mehr. Und Winterthur boomt auch als Wohnstadt und kümmert sich seit vielen Jahren um Nachhaltigkeitsthemen und muss über die Grenzen des Wachstums nachdenken. Um diese neue hohe Lebensqualität zu sichern, sind Themen wie Digitalisierung, Urbanisierung, Klimawandel und der Umbau der Infrastruktursysteme im Energie- und Mobilitätsbereich vorrangig geworden. Diese Herausforderungen sind nur mit «smarten Lösungswegen» und somit mit einem Weg zur Smart City umsetzbar. Die Smart City Winterthur soll diese im Sinne eines ganzheitlichen

WINTERTHUR 37 Entwicklungsansatzes ressortübergreifend, vernetzt mit Partnern und mit Unterstützung von digitalen Technologien angehen. Das Smart-CityKonzept geht weit über verwaltungsinterne E-Government- und Digitalstrategien hinaus. Die übergeordneten Ziele einer Smart City sind eine effiziente und ressourcenschonende Stadtentwicklung sowie die Erhöhung der Lebensqualität und Standortattraktivität. Dafür sollen die Chancen der Digitalisierung und aufstrebender Technologien genutzt und neue Ansätze zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen eingesetzt werden. Insgesamt soll ein innovatives urbanes Umfeld entstehen, das die Bevölkerung und die Wirtschaft einbezieht und neue Gestaltungsmöglichkeiten zulässt. Auch Mike Vogt, der wohl bekannteste Schweizer Experte im Bereich Smartifikation der urbanen Gegenden (Gründer der Fachmesse SmartSuisse), betont regelmässig: «Städte wie St. Gallen und in den letzten Jahren besonders auch Winterthur sind bezüglich der sogenannten Smartifizierung führend.»

SMARTE PROJEKTE FÜR DIE SMART CITY Winterthur präsentierte kürzlich in diesem Zusammenhang vier Smart-­ City-Projekte für das Jahr 2020. Bei diesen Pilotprojekten geht es unter anderem um Massnahmen gegen Hitzeinseln im neuen Stadtteil Lokstadt und die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs. Für das Pilotgebiet im neuen Stadtteil Lokstadt auf dem Sulzerareal werden Klimasimulationen durchgeführt. Dabei werden städtebauliche Erkenntnisse gegen Hitze­ entwicklung in Städten ortsspezifisch überprüft. Mit besser geeigneten Bodenbelägen, der Begrünung von Fassaden oder ausgleichenden Luftströmen sollen Hitzeinseln abgekühlt werden. Die Ergebnisse der Simulationen fliessen dann in die noch offenen Entwicklungsetappen der Lokstadt ein. Zudem stehen sie danach auch für künftige Baugebiete zur Verfügung. Mit dem Projekt «Förderung von Fuss- und Veloverkehr >

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Das Technorama – einer der Anziehungspunkte in Winterthur

DIE WINTERTHUR ALLEINSTELLUNGSMERKMALE Sechs gute Alleinstellungsmerkmale kann Winterthur bieten:

§ Erreichbarkeit In 12 Minuten am Flughafen in Zürich, in 30 Minuten am Rheinfall und in 90 Minuten auf 1650 Meter über Meer. § Kurze Wege Lokalitäten, Unterkünfte und Erlebnisse im Naherholungsgebiet – alles ist in Kürze erreichbar. § Eine Bildungsregion Winterthur ist das Zentrum für praxisorientierte Bildung und gehört zu den Top-Bildungsstätten der Schweiz. § Velo- und Gartenstadt Mit einem Radwegnetz von 175 Kilometern wurde Winterthur als velofreundlichste Grossstadt der Schweiz ausgezeichnet. Und 40 Prozent des Stadtgebiets sind Grünflächen. Winterthur wird als Stadt mit hoher Lebensqualität ausgezeichnet. § Kulturstadt 19 Museen von Weltformat, aber auch grossartige Kleinkunst-, Theater- und Kulturveranstaltungen präsentieren ein vielfältiges Angebot. § Pulsierende Altstadt Winterthur ist mit 16 Bierbrauereien die Bierhauptstadt der Schweiz. Die lokalen Biere bereichern die gemütlichen Cafés, Restaurants und Bars im Stadtkern.

mittels Big Data» will die Stadt den emissionsfreien Verkehr fördern. Mittels einer App von Pro Velo Schweiz wird visualisiert, wie intensiv Wege genutzt werden und wo Optimierungsbedarf herrscht. Ausserdem sucht die Stadt Winterthur gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nach den nachhaltigsten Batterielösungen für ihre elektrischen Fahrzeuge zur Kehrichtentsorgung. Und schliesslich setzt das Naturmuseum die Digitalisierung seines Naturfundbüros um. So können die kostbaren Fundstücke von Interessierten auch online und interaktiv begutachtet werden.

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BAUBOOM UND NACHHALTIGKEIT Die Stadt Winterthur – aktuell mit über 115’000 Einwohnerinnen und Einwohner die sechstgrösste Stadt der Schweiz – ist kontinuierlich gewachsen. Die kulturelle Vielfalt, der im Vergleich zu Zürich preiswerte Wohnraum, das breite Ausbildungsangebot und nicht zuletzt der persönliche Charakter und Charme einer kleinen Grossstadt spielen ihr dabei zu. Der aktuelle Bauboom ist nicht neu für die Stadt. Die Hochkonjunktur nach dem Zweiten Weltkrieg brachte auch Winterthur einen gewaltigen Schub diesbezüglich. Aber da begann auch das sogenannte Betonzeitalter: In der Ebene entstanden gross dimensionierte Wohn-Überbauungen, die Hänge wurden mit Einfamilienhäusern überzogen. Selbst die geschützten Dorfkerne wurden überbaut. In der Altstadt ging zwischen 1950 und 1980 viel wertvolle alte Bausubstanz verloren. Die Bevölkerungszahl stieg bis in die 60er-Jahre, es verzehnfachte sich die Zahl der Motofahrzeuge und das Strassennetz musste laufend ausgebaut werden. Die Rezession in den 1970er-Jahren brachte ein Umdenken, und der Umweltschutzgedanke stellte sich mehr ein.

BRANCHENSTRUKTUR: VIEL HIGHTECH UND INDUSTRIELLE TRADITION Die industrielle Tradition widerspiegelt sich heute noch in der starken Vertretung der Hightech-Industrie und des Engineerings (Maschinenbau und Baugewerbe). Der Anteil an wissens- und technologieintensiven Branchen ist hoch. Im Dienstleistungsbereich sind Versicherungen sowie das Gesundheits- und Bildungswesen überproportional vertreten, und Branchen verfügen über ein grosses Wachstumspotenzial. Eine besondere Rolle spielen dabei der Technopark und die ZHAW. Der Technopark Winterthur bietet das optimale Umfeld für innovative Menschen. Start-ups und Spin-offs arbeiten mit ZHAW-Forschungsinstituten sowie mit etablierten Unternehmen, die Transfer-Dienstleistungen anbieten, zusammen unter einem Dach. Sie tauschen Ideen und Erfahrungen aus, nutzen den direkten Draht untereinander und zu wichtigen Akteuren im Innovationssystem. Die physische Nähe fördert hierbei Synergien in


WINTERTHUR 39 der Region. Die Unternehmen können zudem Förderpakete beantragen. Der grösste und bekannteste Anlass im Technopark ist die Startup Night – organisiert durch den Entrepreneur Club Winterthur. Der Technopark Winterthur liegt mitten im neu aufstrebenden Lokstadt-Areal in Zentrumsnähe. 10’000 Quadratmeter Mietfläche stehen zur Verfügung. Auch die ZHAW betreibt hier einen ihren Campus mit der Hauptbibliothek.

NEUHEGI: EIN NEUES QUARTIER ENTSTEHT Neuhegi ist bereits heute ein vielfältiger Stadtteil, in dem international tätige Hightech-Firmen angesiedelt sind und die schweizweit erste NullEnergie-Wohnüberbauung realisiert wurde. Mit dem Eulachpark entstand in den letzten Jahren der grösste Winterthurer Park. Darüber hinaus hat Neuhegi ein grosses Entwicklungspotenzial, da an unterschiedlichen Standorten Flächen für Industrie / Gewerbe, Dienstleistungen, Wohnen, Versorgung usw. vorhanden sind. Bei einem Vollausbau bietet Neuhegi theo­retisch Platz für etwa 4 000 Einwohner / innen und etwa 8 000 Arbeitsplätze. Eine herausragende Bedeutung bei der weiteren Entwicklung soll den Bahnstationen Grüze, Oberwinterthur und Hegi zukommen. Deren Umfelder werden zu Eingangspforten in den neuen Stadtteil aufgewertet. ■

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Die Altstadt bietet ein reichhaltiges Angebot für alle Zielgruppen.

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House of Winterthur ©

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HOUSE OF WINTERTHUR

STANDORTFÖRDERUNG IN EINEM INNOVATIONS-HOTSPOT WINTERTHUR HAT – WIE NUR WENIGE ANDERE STÄDTE IN DER SCHWEIZ – EINE ERSTAUNLICHE WANDLUNG HINTER SICH. DIE EINSTIGE INDUSTRIESTADT, DIE VON REZESSION GEPLAGT WURDE, ABER AUCH EINE UNGLAUBLICHE PROSPERITÄT ERLEBTE, HAT SICH ZUR «SMART CITY» UND ZU EINEM INNOVATIVEN TECHNOLOGIE-HOTSPOT ENTWICKELT. DAMIT DIE ENTWICKLUNG SICH SO FORTSETZT, HAT SICH DAS FÜR DAS STANDORTMARKETING ZUSTÄNDIGE TEAM BEI «HOUSE OF WINTERTHUR» ZUM ZIEL GESETZT, DAS POTENZIAL DER STADT UND REGION NOCH WEITER ZU OPTIMIEREN. VON FABIENNE RÜEGG UND CHARLES STAUBACH

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as Bild der Stadt Winterthur will so gar nicht in die Vorstellung der idyllischen Schweiz passen: rauchende Kamine statt grüne Wälder, ölverschmierte Betonböden statt auf saftigen Weiden grasende Kühe und Bienenschwarmähnliche Menschentrauben, die in die Fabriken strömen statt in Trachten gekleidete Kinder, die vor herrlicher Bergkulisse ein Stück feinster Schweizer Schokolade geniessen. Die Industriestadt Winterthur ist in vielen Köpfen bis heute eine graue und triste Stadt. Natürlich sind diese Vorurteile längst überholt. Ebenso, wie nicht alle Schweizer in einem idyllischen Bergdorf wohnen, schuften nicht alle Winterthurer in verschmutzten Fabriken. Nur 20 Minuten von der pulsierenden Metropole Zürich entfernt, überzeugt die einstige Industriestadt und heute urbane und trotzdem persönliche Grossstadt Winterthur mit

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ihrem eigenen Charme. Die gemütliche Altstadt mit der grössten zusammenhängenden Fussgängerzone der Schweiz und ihren kleinen Gassen sowie farbigen Häuserfassaden lädt zum Flanieren ein. Von überall in der Stadt ist man innert 15 Gehminuten im Grünen, wodurch Winterthur auch gerne als Gartenstadt betitelt wird.

STANDORTVORTEILE LOCKEN INNOVATIVE MENSCHEN Die hohe Lebensqualität zieht viele gut ausgebildete Mitarbeitende aus dem In- und Ausland an, Areale kosten weniger als im nahen Zürich, die Steuern sind im europäischen Vergleich tief und der Flughafen Zürich-Kloten ist nur eine Viertelstunde entfernt. Noch heute arbeiten viele Menschen für renommierte Firmen wie Sulzer, Rieter, AXA, Zimmer Biomet oder SWICA, welche Winterthur rund um den Globus bekannt gemacht haben.


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Dazu kommen immer mehr innovative Unternehmen aus Branchen wie Hightech-Engineering, Medizinaltechnik, Energieeffizienz oder Gesundheitsökonomie, die zukunftsorientierte Arbeitsplätze schaffen. In Winterthur fühlen sich multinationale Konzerne genauso wohl wie kleine oder mittlere Unternehmen. Die industrielle Tradition und das wirtschaftsfreundliche Klima sind der Nährboden für Unternehmer und Pio­ niere, die innovative Technologien oder Dienstleistungen entwickeln. Dank der Nähe zur Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und anderen praxisorientierten Ausbildungsstätten funktioniert der Know-how-Transfer in beide Richtungen. Winterthur ist also heute noch der perfekte Ort für Menschen, die mit viel Engagement und Enthusiasmus die Zukunft mitgestalten und dazu beitragen wollen, die Stadt weiterzuentwickeln.

Judith Maag ist Geschäftsführerin der Maag Recycling AG.

MODERNE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG UND STANDORTPROMOTION Das Ziel Winterthur weiterzuentwickeln und sich für die Stärken der Stadt und Region einzusetzen, verfolgt auch das Team von «House of Winterthur». Der Verein ist ein Zusammenschluss der Standortförderung Region Winterthur und Winterthur Tourismus und betreibt Standortpromotion, Wirtschaftsförderung und Tourismusmarketing aus einem Guss. Gemeinsam mit Partnern, Mitgliedern und zahlreichen Institutionen setzt sich «House of Winterthur» für die Positionierung und Weiterentwicklung der Region Winterthur als dynamischer Wirtschaftsstandort, attraktive Freizeit- und Tourismusdestination, lebendiger Kulturplatz und vielfältige Bildungsregion ein und bezweckt letztendlich die nachhaltig positive Entwicklung der Wertschöpfung in der ganzen Region Winterthur. Es ist aber vor allem ein effizientes Netzwerk: «Die Mitglieder von ‹House of Winterthur› profitieren unter anderem von einer Vielzahl an Dienstleistungen in den Bereichen Marketing & Kommunikation, Wirtschaft und Destination, von einem Informationsvorsprung durch Partner- und Mitgliederkommunikation sowie vom breiten Netzwerk», sagt Samuel Roth, Direktor des «House of Winterthur». Eine der Personen, die sich für Winterthur stark engagieren, ist Judith Maag, Geschäftsführerin der Maag Recycling AG. Mit ihr haben wir uns über ihren Eindruck zum Potenzial Winterthurs unterhalten. «Geschäftsführer»: Frau Maag, in Ihrem Geschäftsfeld haben Sie viele Berührungspunkte mit dem Thema «Smart City». Winterthur ist eine Stadt, die in der Schweiz als eine der fortschrittlichsten diesbezüglich gilt. Wie merken Sie es im Tagesgeschäft, dass «Winti» eine «Smart City» ist? Judith Maag: Die Berührungspunkte mit der Winterthurer «Smart City» zeigen sich in der Logistik, der Entsorgung und den allgemeinen Anliegen

(Baubewilligungen, Kommunikation). Winterthur ist tatsächlich fortschrittlich in der Planung. Die Umsetzung ist häufig erst auf Papier zu erkennen. Wir sind aber gespannt auf die städtischen Entwicklungen und hoffen, dass Bereiche wie Logistik, Ver- und Entsorgung sowie eine funktionierende Infrastruktur und genügend Platz für Gewerbe und Industrie im ganzen Digitalisierungsbereich nicht verloren gehen. Wie würden Sie die Unique Selling Proposition von Winterthur als Wirtschaftsraum beschreiben? Judith Maag: Winterthur ist nicht unique, nicht einzigartig. Aber Winterthur bietet sehr vieles, und das zu sehr guten Konditionen. Winterthur ist genügend gross, um jedes Bedürfnis von Bürgerinnen und Bürgern zu befriedigen und trotzdem noch persönlich. Winterthur ist genügend bekannt für eine florierende Kunst- und Kulturszene und trotzdem bodenständig und realistisch. Winterthur hat zwar keinen See, aber von jeder Ecke der Stadt ist man in 15 Minuten im Wald. Für Unternehmen im Dienstleistungsbereich bietet Winterthur gute Ansiedlungsbedingungen. Aber es gibt auch unbefriedigende Aspekte. Industrie und Gewerbe finden nicht immer die benötigte Unterstützung. Welches sind die grössten Herausforderungen und Vorteile für das hiesige Gewerbe und die KMU? Judith Maag: Für flächenintensive Branchen ist die fehlende Industrieund Logistikfläche die grösste Herausforderung sowie die teilweise sehr schwierigen Verkehrskonzepte (sehr ÖV- und Velo-fokussiert). Güterverkehr geht manchmal beinahe vergessen. Sehr positiv sind hingegen die Kommunikation und die Zusammenarbeit auch bei komplexen Themen. Winterthurer setzen sich für Winterthurer ein, das ist nicht in jeder Stadt selbstverständlich. >

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Wieso hat sich das Fotomuseum zusammen mit der Fotostiftung ausgerechnet Winterthur als ihren Standort ausgesucht? Nadine Wietlisbach: Bei der Gründung des Fotomuseum Winterthur wurden unterschiedliche Konzepte und Standorte diskutiert. Das Gründerteam war voller Energie und wollte die Institution lieber heute als morgen eröffnen. Die jetzigen Räumlichkeiten des Fotomuseum Winterthur liessen sich sofort beziehen, wenige Zeit später konnten erste Ausstellungen gezeigt werden. Grenzenlose Begeisterung für die Fotografie, Elan und Tatendrang spielten also eine grosse Rolle in der Standortwahl. Rund zehn Jahre später zog die Fotostiftung Schweiz von Zürich nach Winterthur und es entstand mit dem Fotozentrum eine Kompetenzstelle für Fotografie in ihrer breiten Vielfalt. Wie verläuft die Zusammenarbeit mit «House of Winterthur»? Nadine Wietlisbach: «House of Winterthur» ist ein wichtiger Partner für das Fotomuseum Winterthur, das den Kopf zwar draussen in der Welt hat, das Herz aber ganz klar hier in Winterthur. Gemeinsam mit

Nadine Wietlisbach ist Direktorin des Fotomuseums in Winterthur.

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Warum wird Winterthur oft als Kulturstadt bezeichnet? Und was zeichnet sie aus Ihrer Sicht speziell im Vergleich mit anderen Schweizer Kulturstädten aus? Nadine Wietlisbach: Die Winterthurer Kulturszene ist wahnsinnig vielfältig und divers: vom traditionsreichen Orchester des Musikkollegium Winterthur zu den Bühnen der Winterthurer Musikfestwochen, vom durch Nachwuchskuratorinnen und Nachwuchskuratoren entwickelten Programm der Coalmine zu den Sammlungsausstellungen der Fotostiftung Schweiz, von den Klassikern im Kunst Museum Winterthur über erschwingliche Trouvaillen an der Jungkunst bis hin zu Neuentdeckungen in den neuen Räumen des Oxyd. Zudem ist die Atmosphäre offen. Im Gegensatz zu anderen Kulturstädten ist in Winterthur vieles möglich, ausprobieren erwünscht und scheitern erlaubt. Ein Nährboden für überraschende und erfrischende Projekte.

«House of Winterthur» und den anderen Institutionen, der vielfältigen Gastroszene und den unzähligen Freizeitangeboten begeistern wir ein lokales, überregionales und auch internationales Publikum für die Stadt mit den vielen Gesichtern und den Tausenden spannenden Geschichten, die sie zu erzählen hat.

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Dass Winterthur auch als Kulturperle der Schweiz angesehen wird, weiss Nadine Wietlisbach als Direktorin des Fotomuseums Winterthur ganz genau.


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Melanie Holdener ist General Managerin des Sorell Hotel Krone in Winterthur und des Sorell Hotel Sonnental in Dübendorf.

Winterthur ist aber auch eine Tourismusdestination. Wie sieht Melanie Holdener, General Managerin des Sorell Hotel Krone in Winterthur und des Sorell Hotel Sonnental in Dübendorf und neues Vorstandsmitglied der Organisation «House of Winterthur» das Potenzial in Ihrer Branche?

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 House of Winterthur

Was macht für Sie Winterthur als Tourismusdestination aus? Melanie Holdener: Winterthur präsentiert sich als Kulturstadt und lebt das auch nach aussen, es vereint für mich Stadtleben und Natur. Ich schätze sehr das familiäre Miteinander das speziell in der Altstadt gelebt wird, es ist ein spezieller Flair der in Winterthur herrscht und es zu etwas ganz Besonderem macht. Wie wurden Sie General Managerin von zwei Hotels? Melanie Holdener: Vermutlich wäre das eine Frage für meinen Arbeitgeber. Man hat mir nach der Wiedereröffnung unseres wunderschönen Boutique Hotel Krone die Möglichkeit gegeben meine Erfahrung in einen zweiten Betrieb einzubringen. Ich liebe meinen Beruf und die Hotels die ich führe behandle ich als seien sie meine eigenen. Welche Erfahrungen haben Sie bisher als Frau in dieser Position gesammelt? Melanie Holdener: Durchweg positive, ich sehe für mich persönlich keinen Unterschied im Berufsleben zwischen Mann und Frau. Ich durfte auf meinem bisherigen beruflichen Weg Menschen kennenlernen die an mich geglaubt und mich auch gefördert haben und dies unabhängig vom Geschlecht. Was hat Sie motiviert sich im Vorstand von «House of Winterthur» zu engagieren? Melanie Holdener: Es ist für mich eine Ehre und auch ein Vertrauensbeweis Teil des Vorstands zu sein. Als Hotellière ist es für mich ein Anliegen mich im Speziellen für die Hotelbelange und die Zukunft der Tourismusregion einzubringen. Was möchten Sie als Vorstandsmitglied beitragen / ändern? Melanie Holdener: Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen, um die Tourismusregion zu unterstützen und zu stärken. ■

HOUSE OF WINTERTHUR Technikumstrasse 83 CH-8401 Winterthur Telefon +41 (0) 52 208 01 00 office@houseofwinterthur.ch

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Christian Friedrich ist Leiter Unternehmenskunden für die Region Zürich / Ostschweiz, in Winterthur.

VALIANT BANK AG

EINFACHE LÖSUNGEN IM BANKENGESCHÄFT DIE VALIANT BANK BIETET IHREN UNTERNEHMENSKUNDEN EINEN UMFASSENDEN SERVICE UND SETZT GLEICHZEITIG AUF MÖGLICHST EINFACHE LÖSUNGEN. DIE SEIT EINEM JAHR IM BANANA CITY IN WINTERTHUR BEHEIMATETE BANK OFFERIERT FÜR UNTERNEHMEN UNKOMPLIZIERTE DIENSTLEISTUNGEN, DIE DEN KUNDENBEDÜRFNISSEN ENTSPRECHEN. EFFIZIENZ UND SICHERHEIT HABEN DABEI PRIORITÄT, DIE PERSÖNLICHE BERATUNG IST GENAUSO WICHTIG. VON CHRISTIAN FRIEDRICH

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ie Valiant Bank hat grosse Erfahrung in der Finanzierung von Immobilien und unterstützt ihre Kunden bei Wohnbauund Gewerbeliegenschaften. Sie bietet einfache Lösungen, sei es für bestehende Objekte oder für Bauvorhaben. Die Spezialisten von Valiant bieten auch Unterstützung bei der Absicherung von Währungsrisiken und bei Finanzierungs- und Zahlungsbedürfnissen für internationale Geschäfte. Dabei profitieren die Firmen sowohl bei Import- als auch bei Exportgeschäften vom Know-how der Trade-­ finance-Spezialisten. Für die Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs bietet das Finanzunternehmen effiziente Lösungen, die einfach zu handhaben sind. Als eine der ersten Schweizer Banken überhaupt bietet Valiant zudem seit November 2019 die Multibanking-Lösung an: Verschiedene Bankverbindungen können gleichzeitig im E-Banking eingesehen und

CHRISTIAN FRIEDRICH Christian Friedrich ist Leiter Unternehmenskunden der Region Zürich / Ostschweiz. Er bringt langjährige Erfahrung im Bankwesen mit. Bevor Christian Friedrich mit Valiant in der Eulachstadt den Startschuss gab, sammelte er zehn Jahre Erfahrung im Unternehmenskundengeschäft einer Grossbank; zuletzt betreute er während rund sechs Jahren verschiedene Unternehmen in und um Winterthur. Er ist spezialisiert auf Immobilien und KMUFinanzierungen und hat ein MBA Rochester Bern.

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bearbeitet werden. Das mehrfache Einloggen auf verschiedenen Bankenportalen entfällt, der Überblick über die Liquidität gelingt dadurch einfacher und schneller. ■

UNTERNEHMENSPROFIL Valiant ist ein unabhängiger Schweizer Finanzdienstleister. Das Unternehmen ist ausschliesslich in der Schweiz tätig und bietet Privatpersonen und KMU ein umfassendes, einfach verständliches Angebot in allen Finanzfragen. Valiant hat eine Bilanzsumme von 31.9 Milliarden Franken und beschäftigt über 1 000 Mitarbeitende – davon 70 Auszubildende.

VALIANT BANK AG

Christian Friedrich Regionenleiter Unternehmenskunden Brunngasse 6 CH-8400 Winterthur Telefon +41 (0) 52 304 44 41 christian.friedrich@valiant.ch WWW.VALIANT.CH


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SPECIAL JEDE / R WEISS ES, ABER DENNOCH WIRD DEM THEMA IM HEKTISCHEN ARBEITSALLTAG NICHT GENÜGEND AUFMERKSAMKEIT GESCHENKT: MIT EINER AUSGEWOGENEN ERNÄHRUNG UND VIEL ZUFUHR VON FLÜSSIGKEIT WIRD DEM ORGANISMUS UND SPEZIELL DEM GEHIRN GEHOLFEN, DEN ARBEITSTAG GUT ZU MEISTERN. VON CHARLES STAUBACH

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rnährung und Arbeit – das ist ein ganz spezielles Thema. Viele reduzieren es auf das Mittagsessen – oder vielmehr den Mittagslunch. Aber es gibt bei diesem Thema noch mehr zu beachten.

Zum Beispiel ist das Trinkverhalten enorm wichtig: Wasserflasche öffnen, an den Mund setzen, Wasser trinken. Das Prinzip ist so einfach. Dennoch trinken viele Menschen gerade im Arbeitsalltag zu wenig. Gründe dafür gibt es viele. Einer der wichtigsten davon ist Stress. Wer beruflich oder auch privat unter Druck steht, vergisst häufiger mal den Griff zum Wasserglas. So kommt es, dass die wenigsten die empfohlene

Tagesmenge von eineinhalb bis zwei Litern zu sich nehmen. Folgen sind Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, trockene Augen bis hin zu Müdigkeit. In dieser Rubrik geben wir Ihnen Tipps zu den besten Trink- und Essgewohnheiten. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf den nicht mehr ganz so neuen, aber immer stärker auftretenden Trend zu den Auswirkungen einer ökologischen und nachhaltigen Lebensweise auf die Art unserer Ernährung im Arbeitsalltag. Denn theoretisch wissen wir, wie man sich gesund ernährt. Dennoch finden wir bei der Arbeit nur selten Gelegenheit, uns an die guten Vorsätze zu halten. ■

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Die gemeinsame Mittagspause ist eine tolle Möglichkeit das interne Netzwerk und die Teamchemie zu intensivieren.

VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ

(GESUNDE) ERNÄHRUNG AM ARBEITSPLATZ WIR VERBRINGEN DEN GROSSTEIL DER WOCHE AM ARBEITSPLATZ. DA IST ES NUR NATÜRLICH, DASS GERADE DAS MITTAGESSEN ZUM ARBEITSTAG GEHÖRT. GLEICHZEITIG LIEGT EINE ÖKOLOGISCHE UND NACHHALTIGE LEBENSWEISE IM TREND UND WIRKT SICH AUCH AUF DIE ERNÄHRUNG AUS. THEORETISCH WISSEN WIR, WIE MAN SICH GESUND ERNÄHRT: DENNOCH FINDEN WIR BEI DER ARBEIT NUR SELTEN GELEGENHEIT, UNS AN DIE GUTEN VORSÄTZE ZU HALTEN. STATTDESSEN IST FAST FOOD IN DIE BÜROS EINGEZOGEN UND DROHT, SICH IM ALLTAG EINZUNISTEN. VON ELISA BECK

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ur grosse Arbeitgeber verfügen über eine Kantine und sind damit eher die Ausnahme in der Schweiz: Immer öfter bringen die Mitarbeiter Essen mit oder essen in der Mittagspause auswärts. Dabei birgt die zweite Option auch Risiken. Ein schnelles Sandwich zwischen zwei Besprechungen oder der Gang zur Schnellimbissbude um die Ecke haben kaum Vorteile ausser den paar Schritten, die dabei gemacht werden. Diese können aber auf keinen Fall die eingenommenen Kalorien und den Mangel an Vitaminen und Nährstoffen ausgleichen. Es scheint die beste Lösung, selbst etwas zur Arbeit mitzubringen. Vorgekochtes vom Vortag, ein gesundes Sandwich mit Vollkornbrot und in jedem Fall mehrere Portionen Obst und Gemüse. Das setzt Eigeninitiative, Können und Zeit voraus, die viele Arbeitnehmer nicht haben. Entgegen den verlockenden Versprechungen

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von Kochshows und Foodblogs ist gesunde Ernährung noch immer mit einem Aufwand verbunden, der oftmals den Zeitrahmen und die Fertigkeiten des Publikums übersteigt. Statt selbst zubereiteten Gerichten wird dann doch schnell eine Tüte vorgewaschener Salat geöffnet und mit einem Fertigdressing garniert. Salat ist schliesslich gesund, oder? Diese Situation fordert auch Angebote der Arbeitgeber, denn das Wohlbefinden der Angestellten trägt massgeblich zur Effizienz am Arbeitsplatz bei. Wer mittags so fettig isst, dass der Döner ihm schwer im Magen liegt, ist kaum noch leistungsfähig. Die herkömmliche Kantine ist da eine bequeme Variante. Wer hier bei den Beilagen auf Pommes oder Kroketten verzichtet und häufiger zum Salat mit Essig-Öl Dressing greift, kann sich ohne viel Aufwand ein gesundes Mittagessen zusammenstellen. Auch


SPECIAL 49 willkommene Seelentröster. Zusätzlich lassen sie sich einfach in der Schreibtischschublade lagern und sind immer schnell zur Hand. Wer besonders in Stresssituationen zu Süssigkeiten greift, kann mit etwas Kreativität auf andere Rituale ausweichen: Ein kurzer Spaziergang, eine Hand voll Nüsse oder eine kurze Meditationseinheit können genauso entspannend wirken. Doch um eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, muss der Arbeitgeber nicht unbedingt auf externe Anbieter zurückgreifen: Oft hilft es bereits, einen Kühlschrank, eine Mikrowelle oder im besten Fall eine kleine Küchenecke mit Herd bereitzustellen, die das Mitbringen sowie Zubereiten von Speisen ermöglichen. Auch diese Variante kann für den Zusammenhalt der Mitarbeiter förderlich sein: Wer nicht jeden Abend vorkochen mag, kann sich zum Beispiel mit Kollegen zu einer Koch-Gruppe zusammentun. Dabei kocht eine Person gleich für mehrere andere mit. Im besten Fall muss der Einzelne auf diese Weise nur einmal die Woche für ein gesundes Essen sorgen, die Gruppe bekommt jedoch jeden Tag ein frisches, ausgewogenes Mittagessen. Supermärkte und Lieferdienste haben in diesem Zustand eine Marktlücke mit Verkaufspotenzial entdeckt. Bei Migros bequem online bestellen und die gewünschten Produkte nach Hause oder in die Firma liefern lassen ist kein Problem mehr. Lieferdienste wie Lieferando bringen fertige Gerichte direkt ins Büro. Auch hier ist es möglich, gesunde Optionen zu finden: Reis mit Gemüse, Vollkornsandwiches oder Obstsalate. Doch die Entscheidung fällt schwer, wenn Burger, Schnitzel und Co. ebenfalls zur Auswahl stehen und dabei noch so gut aussehen.

das Fleisch kann ein- bis zweimal pro Woche durch Fisch ersetzt werden. Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über eine eigene Kantine. Gerade kleinere Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter anderweitig versorgen. Ein einfaches Angebot ist der klassische Obstkorb, an dem sich die Kollegen bedienen können. Fünf Portionen Obst oder Gemüse werden als Tagesmenge empfohlen. Egal ob von einem externen Anbieter geliefert oder selbst organisiert, gilt hier: Jeder ist seines Glückes Schmied. Ein Obstkorb ist eine gute Ergänzung zur Ernährung und kann zu einer bewussteren Verpflegung anregen. Zugreifen muss der Mitarbeiter noch selbst. Dieses Prinzip hat unter Anderem das Unternehmen Felfel ausgebaut: Am Arbeitsplatz wird ein Kühlschrank installiert, der von Felfel-Mitarbeitern täglich mit frischen, abwechslungsreichen Speisen aufgefüllt wird. Dabei kann auf verschiedene Ernährungskonzepte eingegangen werden, egal ob vegetarisch, vegan oder traditionell. Auch Snacks und Desserts stehen im Kühlschrank bereit. Es ergibt sich damit eine Mischung zwischen den Möglichkeiten, das Mittagessen selbst mitzubringen und dem Essen in der Kantine: Zwar muss nicht selbst gekocht werden, doch die Auswahl findet individuell statt. Die in recycelbaren Behältern verpackten Speisen regen zum Zusammensitzen an. Gesichert ist der Kühlschrank mit einem Schloss, das sich per Chip öffnen lässt. Dieser Chip ist gleichzeitig das Bezahlmittel, von dem die Kosten für das jeweilige Gericht abgebucht werden. Felfel setzt im Sinne der heutigen Zeit auf regionale Produktion in Familienbetrieben und Nachhaltigkeit, kann also bei vielen Abnehmern punkten. Snacks und Süssspeisen sind gerade im Büroalltag gefährliche Verführungen. Ein Stück Schokolade zur Belohnung nach einem anstrengenden Meeting oder ein paar Guetzli gegen den kleinen Hunger sind

Am Ende des Tages ist gesunde Ernährung eine individuelle Angelegenheit. Sich an aktuellen Trends zu orientieren ist nicht für jeden das Richtige, ein Quinoasalat oder eine Poke Bowl führen nicht auf magische Weise zum Erfolg. Denn was für den einen Körper passt, muss nicht unbedingt gut für den anderen Körper sein. Es gilt, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und die eigenen Gewohnheiten zu beobachten. Mit etwas Eigeninitiative ist es möglich, sich so zu organisieren, dass die Ernährung über den ganzen Tag ausgewogen ist. Vom Unternehmen muss dieser Aufwand ermöglicht werden. Übrigens: Eine ausgewogene Ernährung bedeutet keinesfalls strenge Regeln und Verzicht. Ab und an ein Stück Schokolade oder ein Stückchen Kuchen heben nicht nur den Zuckerspiegel, sondern auch die Laune. ■

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Auch gesunde Snacks für Zwischendurch gehören zu einem guten Lunch-Paket.

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50 SPECIAL SV GROUP

LANGWEILIGES MITTAGESSEN WAR GESTERN GESUNDE UND ZUFRIEDENE MITARBEITENDE SIND DAS KERNSTÜCK JEDES UNTERNEHMENS. DABEI SPIELT DIE VERPFLEGUNG EINE WICHTIGE ROLLE. EMIL FRÖHLICH BRINGT GENUSSVOLLES UND QUALITATIV HOCHWERTIGES ESSEN DIREKT ZU DEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN INS BÜRO. OB FÜR KMU ODER GROSSUNTERNEHMEN – DER INTELLIGENTE KÜHLSCHRANK EIGNET SICH FÜR JEDES BUDGET UND JEDE UNTERNEHMENSGRÖSSE. VON ELISA BECK

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s ist kein Geheimnis, dass eine gute Bürokultur die besten Arbeitskräfte anzieht. Die Möglichkeit, sich vor Ort frisch und ausgewogen ernähren zu können, ist für viele Angestellte ein wichtiger Benefit. So wird ein sinnstiftender Job durch ein attraktives Essensangebot optimal ergänzt. Tatsächlich wünschen sich Mitarbeitende, dass ihr Unternehmen auch in Sachen Ernährung nachhaltig handelt. Damit führt das Thema Essen zu einem willkommenen Effekt: mehr zufriedene Mitarbeitende, weniger Fluktuation und damit geringere Kosten. Was aber kann man als Arbeitgeber tun, wenn kein eigenes Mitarbeiterrestaurant besteht oder umsetzbar ist, die Mitarbeitenden aber dennoch eine frische und gesunde Verpflegung geniessen sollen?

TÄGLICH FRISCH, GESUND UND FEIN Es gibt sie, die einfache und schnelle Lösung – EMIL Fröhlich. Der digitale Kühlschrank präsentiert eine vielseitige Auswahl an köstlichem

Essen. «Unser Angebot ist abwechslungsreich, fein und gesund. Zudem ist das Handling höchst einfach», sagt Tobias Lang, Marketingleiter von EMIL Fröhlich. Das kulinarische Angebot reicht vom veganen, proteinreichen Birchermüesli über erfrischende Salate bis zu Sandwiches. Und von währschaften Klassikern bis zu würzigen Currys und den trendig-kreativen Bowls. Klar, dass da auch die verführerischen Desserts von eigenen Patissiers gemacht werden.

FÜR MENSCH UND UMWELT Das Essen kommt aus der hauseigenen Manufaktur in Wallisellen und wird von erfahrenen Köchinnen und Köchen täglich frisch zubereitet. «Unsere Speisen entstehen aus hochwertigen und regionalen Zutaten. Nachhaltigkeit hat dabei einen hohen Stellenwert, das zeigt sich auch in unserer Partnerschaft mit dem WWF Schweiz. So stammt das Fleisch zu 100 Prozent aus der Schweiz, der Fisch ist MSC / ASC-zertifiziert und

Gemeinsam die Mittagspause geniessen war noch nie so einfach.

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Gemüse und Früchte sind wenn immer möglich aus der Region», führt Tobias Lang weiter aus. Apropos Fleisch: Das entspricht zu einem Grossteil dem BTS- und RAUSProgramm («Besonders tierfreundliche Stallhaltung» und «Regelmässiger Auslauf im Freien»). Zudem ist auch Fairtrade ein Thema. Vor allem bei Produkten, die in grossen Mengen eingekauft werden, wie etwa Reis, Bananen und Zucker. Das alles für Klima, Mensch und Tier.

EINFACH PER APP BESTELLEN EMIL Fröhlich setzt auf intelligente Technologie: Das Angebot wird durch Algorithmen auf die Vorlieben der Mitarbeitenden abgestimmt. Jedem EMIL-Kühlschrank können die Gerichte unkompliziert per Smartphone-App entnommen und digital bezahlt werden. «Sobald wir wissen, wie viel von welchem Produkt gekauft wird, beliefern wir unsere Kunden ganz nach Bedarf. Damit reduzieren wir auch den Foodwaste.» Die Montage von EMIL Fröhlich ist denkbar einfach. «Alles, was es braucht, ist eine Steckdose», sagt Lang. «Wir liefern den EMIL direkt ins Büro, bestücken ihn mit einem Basisangebot und laden das ganze Mitarbeiter-Team zum Degustations-Apéro ein.»

FOOD-TEAM ENTWICKELT NEUE REZEPTUREN Das hauseigene Food-Team kümmert sich um die stete Weiterentwicklung der Menüs und Rezepturen. Im FOODlab der SV Group werden neueste kulinarische Trends und spannende Zutaten getestet, zum Beispiel Fleischalter­n ativen wie Planted oder Beyond Meat. Besonders angesagt sind zurzeit die Bowls. Die Idee ist, dass für jeden etwas drin ist, und

zwar zu bezahlbaren Preisen: Ob Allergiker, Veganer oder Fleischliebhaber, bei EMIL finden alle etwas. Auch für Caterings oder Zwischenverpflegungen ist EMIL Fröhlich ideal: Dank des attraktiven Angebots an Snacks und Brainfood können Teams vor Ort schnell eine gesunde Pausenverpflegung für ein Meeting zusammenstellen oder einen spontanen Apéro organisieren. So sorgt EMIL im Handumdrehen für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz. ■

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Wallisellenstrasse 57 Postfach CH-8600 Dübendorf 1 Telefon +41 (0) 43 814 11 11 info@sv-group.ch WWW.SV-GROUP.CH

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52 SPECIAL SCHWEIZER LUNCH-CHECK

MITARBEITERVERPFLEGUNG IM HOME OFFICE UNBESTRITTEN FÜHRTE DIE CORONA-PANDEMIE ZU EINEM PERMANENTEN AUFSCHWUNG DES HOME OFFICE. FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE HEISST ES NUN, DEN MITARBEITENDEN DEN WEG IN EINE GESÜNDERE UND NACHHALTIGERE ARBEITSUMGEBUNG AUFZUZEIGEN. VON MANUELA GEHRIG

Viele Menschen brauchen Strukturen, daher sind Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit essenziell – zum Beispiel mit klaren Anfangs- und Schlusszeiten, einer gesunden und erholsamen Mittagspause oder auch mit regelmässiger Bewegung. Gerade wenn man das Arbeiten zu Hause nicht gewohnt ist, kann sich das Essen vor dem Bildschirm in Kombination mit weniger Bewegung negativ auswirken. Ein Spaziergang ins nahe gelegene lokale Restaurant vereint Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit gleichzeitiger Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Die Pause von den eigenen vier Wänden hilft ausserdem, sich von der Arbeit abzugrenzen und trägt zu einer aktiven Erholung bei. Somit können die Mitarbeitenden am Nachmittag mit frischer Energie wieder konzentriert und produktiv loslegen.

EINHEITLICHE VERPFLEGUNG MIT SPARPOTENZIAL Während Angestellte am Hauptsitz oftmals von Kantinen oder Verpflegungs-Kühlschränken profitieren, gehen Mitarbeitende im Home Office oder an Aussenstellen meist leer aus. Mit Lunch-Check-Beiträgen werden für alle Mitarbeitenden dieselben Voraussetzungen geschaffen: Die Mitarbeitenden am Hauptsitz können die Verpflegungsbeiträge auch ausserhalb des Firmenareals nutzen, die Angestellten an Aussenstellen sind nicht auf eine Betriebskantine angewiesen und Beschäftigte im Home Office können das lokale Verpflegungsangebot nutzen.

Auch im Home Office müssen Mitarbeitende nicht auf das Verpflegungsangebot verzichten.

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ährend des Lockdowns ist die Zahl der Schweizer Beschäftigten, die von zu Hause arbeiten, von 25 Prozent auf 50 Prozent angestiegen. Experten erwarten, dass sich dieser Wert nach der Krise bei ungefähr 34 Prozent einpendeln wird. Weitere Umfragen zeigten, dass die Arbeitsproduktivität zu Hause nicht abgenommen hat und viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden zukünftig flexiblere und ortsunabhängigere Arbeits­ modelle anbieten möchten. Doch auch das Arbeiten in den eigenen vier Wänden hat seine Schattenseiten: Die fehlende persönliche Interaktion mit Kollegen und Kunden ist einer der grössten Nachteile des Home Office. Einige sehen sogar ihr mentales Wohlbefinden gefährdet, fühlen sie sich im Home Office doch oft isoliert.

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Mit 8 000 angeschlossenen Restaurants ist für eine vielfältige Verpflegung gesorgt und ein Angebot für jeden Geschmack sichergestellt. Zudem können hohe Fixkosten für den Betrieb und die Unterhaltung des Personalrestaurants eingespart werden. Die Auslastung der betriebseigenen Kantine ist nicht mehr länger Aufgabe des Arbeitgebers und ermöglicht es, sich wieder gezielter auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Nebst der Einsparung der Kosten für das Personalrestaurant sind die Verpflegungsbeiträge für Arbeitgeber und Mitarbeitende bis 180 Franken pro Monat von sämtlichen Sozialversicherungen befreit und müssen nicht als steuerbarer Lohn ausgewiesen werden. ■

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54 SPECIAL GETRÄNKE AM ARBEITSPLATZ

NICHT AUF DEM TROCKENEN SITZEN JEDER WEISS, WIE WICHTIG ES IST, DOCH DIE WENIGSTEN SCHAFFEN ES: GERADE BEI DER ARBEIT VERGESSEN VIELE BESCHÄFTIGTE, GENUG WASSER ZU TRINKEN. WICHTIG IST VOR ALLEM, REGELMÄSSIG ÜBER DEN TAG VERTEILT ZU TRINKEN, DAMIT DIE KONZENTRATION NICHT LEIDET ODER KOPFSCHMERZEN ENTSTEHEN. DOCH NICHT JEDES GETRÄNK IST FÜR EINEN AUSGEWOGENEN FLÜSSIGKEITSHAUSHALT GEEIGNET. VON ELISA BECK

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asserflasche öffnen, an den Mund setzen, Wasser trinken: Das Prinzip ist so einfach. Dennoch trinken viele Menschen gerade auf der Arbeit zu wenig. Gründe dafür gibt es viele. Einer der wichtigsten davon ist Stress. Wer beruflich oder auch privat unter Druck steht, vergisst häufiger mal den Griff zum Wasserglas. So kommt es, dass die wenigsten die empfohlene Tagesmenge von eineinhalb bis zwei Litern zu sich nehmen. Folgen sind Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, trockene Augen bis hin zu Müdigkeit. Mineral- oder Leitungswasser sollte die Grundlage bilden, mit welcher der Durst gelöscht und der Wasserhaushalt ausgeglichen wird. Das prinzipiell allgemeingültige richtige Trinkverhalten im Büro gibt es allerdings nicht. Jede Sekretärin, jeder Assistent, jede Officekraft hat unterschiedliche Bedürfnisse und Präferenzen bezüglich der Getränke sowie ein individuelles Trinkverhalten. So bleibt es jedem selbst überlassen, was und wie viel er trinken möchte. Neben Wasser zählt Kaffee zu den beliebtesten Getränken am Schreibtisch. Viele Personen brauchen morgens erst einmal einen Kaffee, um in den Tag zu starten. Kaffee bewirkt die Besetzung bestimmter Rezeptoren im Gehirn, die Müdigkeit schwindet als Folge, der Arbeitstag kann beginnen. Zusätzlich steigt mit der Aufnahme von Koffein die Konzentration, die bei geistiger Arbeit im Büro unverzichtbar ist. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Grosse Mengen an Kaffee führen zu innerer Unruhe und Nervosität. Doch Heissgetränke wie Kaffee oder Tee sind aus vielerlei Hinsicht wichtig im Arbeitsalltag. Neben der belebenden Wirkung nehmen die Wärme des Kaffees oder Tees Einfluss auf unsere Stimmung: Sie vermitteln Gemütlichkeit und Entschleunigung, die beide im Arbeitstag zu kurz kommen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Getränke für seine Mitarbeiter bereitzustellen. Kaffeeautomaten, an denen Mitarbeiter für einen kleinen Betrag das gewünschte Heissgetränk erhalten, sind allerdings weit verbreitet. Oftmals fungieren sie darüber hinaus als sozialer Treffpunkt, der zu kurzen Pausen einlädt. Dabei wird das Miteinander gefördert. Eine kurze Pause, ein Kaffee mit den Kollegen, ein paar Minuten weg vom Bildschirm tragen zur Entspannung bei, damit anschliessend wieder fokussiert gearbeitet werden kann.

Wasser erfrischt und belebt.

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In manchen Betrieben gibt es zusätzliche Wasserspender, welche die Angestellten mit stillem oder kohlensäurehaltigem Wasser versorgen. Bei diesen Spendern wie auch den Automaten ist ein wenig Einsatz des Arbeitgebers gefragt: Ohne regelmässige Wartung und Reinigung


SPECIAL 55

Beim Gang zur Kaffeemaschine lässt sich gut plaudern.

werden diese kleinen Helfer schnell zu regelrechten Bakterienherden. Eine schöne Ergänzung ist frisches Obst am Arbeitsplatz, egal, ob vom Arbeitgeber gestellt oder selbst mitgebracht. Früchte wie Orangen, Melonen oder Äpfel enthalten besonders viel Flüssigkeit und tragen so zur Grundversorgung bei. Zusätzlich eignen sie sich wunderbar, um in Scheiben geschnitten das Glas Wasser optisch wie auch geschmacklich aufzuwerten. Wem Wasser immer noch zu langweilig ist, der greift zu Kräuter- oder Früchtetees. Wichtig ist in diesem Fall, das Getränk ungezuckert zu geniessen. Ein wenig Zucker ist natürlich kein Vergehen, allerdings kommen bei mehreren Gläsern schnell grössere Zuckermengen zusammen, als man denkt. Dasselbe gilt für Saftschorlen, die möglichst im Verhältnis ein Teil Saft und drei Teile Wasser gemischt werden sollten. In beiden Fällen ist man am besten beraten, sich selbst um die Zubereitung zu kümmern. Fertige Schorlen und auch Tees aus dem Supermarkt enthalten

oft unnötige Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker und sind noch dazu um einiges teurer. Auch Fruchtsäfte oder Eistees erscheinen nur auf den ersten Blick als gesunde Alternative: Oft kommen schon auf ein einzelnes Glas mehrere Zuckerwürfel. Dafür liegt der Fruchtgehalt bei einem Grossteil der Getränke weit unter 50 Prozent, erschreckend häufig fällt er sogar noch niedriger aus. Auch Smoothies vermitteln den Eindruck, in der Flasche stecke eine geballte Ladung Frucht. Doch hier ist ebenfalls Vorsicht geboten: Neben den grossen Mengen natürlichen Fruchtzuckers, der in moderatem Ausmass durchaus vertretbar wäre, versteckt sich auch hier zusätzlicher Zucker. Im Laufe des Tages rückt das Trinken häufig in den Hintergrund. Um trotzdem den Bedarf zu decken, helfen kleine Gedankenstützen. Ein grosses Glas Wasser gleich nach dem Aufstehen, bei der Ankunft im Büro und in der Pause. Am besten steht die Wasserflasche immer im Blickfeld und erinnert so daran, häufiger mal zuzugreifen. Wenn es darum geht, am Arbeitsplatz ausreichend zu trinken, gilt trotzdem keinesfalls das Motto «Viel hilft viel». Wasser steht an erster Stelle und sollte den grössten Teil des Bedarfs decken. Wer sich mehr Geschmack wünscht, gibt etwas Zitrone oder Minze hinzu oder wählt die selbst gemachte Schorle. Auch Kaffee als Konzentrationshilfe ist nicht verkehrt – in Massen und zur rechten Zeit. So lässt sich die Getränkeauswahl abwechslungsreich gestalten und bleibt gleichzeitig kalorienarm: Auf diese Weise fällt es leicht, genug Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dass sich unnötige Zusätze einschleichen. ■

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56 SPECIAL FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG

KLEINES FORMAT – GROSSER GENUSS FÜR VIELE MENSCHEN BEGINNT DER TAG ERST RICHTIG MIT EINER GUTEN TASSE KAFFEE, DESSEN DUFT SICH LANGSAM IM RAUM AUSBREITET. DAS IST BEREITS MIT EINEM EINFACHEN KNOPFDRUCK MÖGLICH: DIE FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG AUS AARBURG ERWEITERT NUN IHR PORTFOLIO. MIT DREI BASIS-MODELLEN UND IHREM MODULAREN AUFBAU IST DIE NEUE A300 EIN OPTIMALER EINSTIEG IN DIE WELT DER PROFESSIONELLEN KAFFEE-VOLLAUTOMATEN. VON ELISA BECK

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Getränkequalität – Tasse für Tasse. Dabei ist jede Tasse ein neues Geschmackserlebnis. Mit der FoamMasterTM-Option steht ein in der Einstiegsklasse einmaliges, professionelles Milchsystem zur Verfügung, mit dem warme Milch sowie Milchschaum mit einer individuell einstellbaren Konsistenz produziert werden können. So gibt es je nach Laune

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 Franke

enig Platz, aber hohe Ansprüche an die Kaffeequalität? Mit der neuen A300 präsentiert Franke einen kompakten Vollautomaten, der sich im professionellen Segment vor den grös­seren Modellen nicht verstecken muss. Wie die übrigen Modelle der A-Linie steht auch die A300 für exzellente

Kleiner Automat mit grosser Auswahl.

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SPECIAL 57 und Getränk immer die passende Milchschaumhaube. Auch für die Sauberkeit ist gesorgt: Das integrierte Reinigungssystem EasyClean sorgt für perfekte Hygiene mit nur wenigen Handgriffen.

INTERAKTIV UND INDIVIDUELL Auf einem interaktiven 8-Zoll-Touchscreen wird der Endkunde mit fotorealistischen Getränkebildern ganz einfach durch das Getränkemenü geführt. Mit dem Quick-Select-Bedienmodus können sechs bis zwanzig Getränke je Seite abgebildet werden. Die Optionen sind vielfältig: Grösse, Aromastärke und Bohnenauswahl lassen sich auf die Vorwahltasten programmieren und erleichtern damit die Getränkeauswahl zusätzlich. Mit bis zu 100 verschiedenen Getränkespezialitäten bietet die A300 eine enorme Auswahl für jeden Anspruch – alle in altbewährter Franke-Qualität. Dank des patentierten Heizsystems lassen sich zum Beispiel unterschiedliche Brühtemperaturen für verschiedene Getränke einstellen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

EIN ECHTES ALLROUNDTALENT Zahlreiche Ausstattungsoptionen und Konfigurationsmöglichkeiten machen die A300 zu einem Anpassungskünstler. Ob Festwasseranschluss oder Wassertank-Version, ein oder zwei Bohnenbehälter oder noch eine zusätzliche Bohnenbehälter-Erweiterung – die A300 bleibt jederzeit kompakt und flexibel. Wahlweise kann die Maschine mit oder ohne Pulverbehälter ausgestattet werden – so lässt sich die Maschine optimal für den Einsatz an den verschiedensten Standorten anpassen. Mit optionalen Beistellgeräten wie einer Kühleinheit oder einem Abrechnungssystem für den Selbstbedienungsbetrieb wird aus der kompakten Maschine ein überall einsetzbarer Verwandlungskünstler.

Dank ihrer Anpassungsfähigkeit kann die A300 problemlos in eine Kaffeemaschinenflotte integriert werden. Werksseitig ist sie bereits für Frankes IoTLösung – ­Digital Services – vorbereitet. Damit erhält der Betreiber volle Kontrolle und einen klaren Überblick über alle Getränkeverkäufe und Maschinendaten der A300. Software- und Konfigurations-Updates per Fernwartung ersparen kosten- und zeitintensive Vorort-Einsätze. Ob in der Mitarbeiterversorgung, der Bäckerei, dem Café oder in kleineren Restaurants – die A300 macht dank Schweizer Spitzentechnologie, optimaler Zubereitung und einfacher Bedienung in jeder Lage die gewünschte Tasse Kaffee. ■

FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG Franke-Strasse 9 CH-4663 Aarburg Telefon +41 (0) 62 787 34 00 info@franke.com WWW.FRANKE.COM


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Kaffeegenuss für jede Bürogrösse und jeden Geschmack. JURA VERTRIEB (SCHWEIZ) AG

PERFEKTER KAFFEEGENUSS AM ARBEITSPLATZ EIN ESPRESSO FÜR DEN KUNDENTERMIN, EIN CAPPUCCINO FÜR DAS MEETING ODER EIN LUNGO NACH DER MITTAGSPAUSE – EINE KAFFEEMASCHINE IN EINEM UNTERNEHMEN MUSS VIEL AUSHALTEN. UND GLEICHZEITIG DIE UNTERSCHIEDLICHSTEN KAFFEEWÜNSCHE ERFÜLLEN. DIE WAHL FÜR DIE RICHTIGE MASCHINE HÄNGT GANZ VON DER GEWÜNSCHTEN TASSENLEISTUNG UND DEN VORLIEBEN AB. VON MICHÈLE ACKERMANN

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affee – kaum ein anderes Getränk ist derart weltumspannend, vielfältig und beliebt. Auch aus dem Geschäftsleben ist es kaum mehr wegzudenken. Im Gegenteil: Rasant wächst die Anzahl jener Firmen, die sich mit Komplettlösungen ausrüsten, um Mitarbeitende, Kunden und Gäste mit Spezialitäten auf dem Niveau einer Kaffeebar zu verwöhnen. Und dies mit gutem Grund, denn guter Kaffee ist der Schlüssel zu inspirierenden Brainstormings, entspannenden Sitzungen und erfolgreichen Verhand-

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lungen. Ganz egal, ob im kleinen Büro, im Handwerksbetrieb, bei Dienstleistern aller Art, im Ladengeschäft oder bei Grossbetrieben in der Kaffeeecke beziehungsweise im Personalverpflegungsbereich –, am Arbeitsplatz wird Kaffee getrunken. Adrian Kühne, Geschäftsführer von JURA Vertrieb (Schweiz) AG, kennt die Ansprüche genau, die moderne Kaffeevollautomaten für den Einsatz im professionellen Umfeld erfüllen müssen: «Gefragt sind kompromisslose


SPECIAL 59 Qualität, eine breite Palette von Spezialitäten, intuitive Bedienung, Hygiene auf Knopfdruck, flexible Abrechnungssysteme, ein attraktiver Preis pro Tasse sowie Top-Service.» Überall dort, wo Kapazitäten zwischen zehn und 200 Tassen pro Tag gefragt sind, sind die professionellen Kaffeevollautomaten von JURA deshalb die ideale Wahl.

BESTE KAFFEEQUALITÄT BEI RIESIGER SPEZIALITÄTENVIELFALT Die Vollautomaten von JURA sind ab Werk auf Kaffeegenuss eingestellt. Viele Programmiermöglichkeiten erlauben es, diesen Genuss zu variieren und ganz auf die persönlichen Lieblingskaffeebohnen und Vorlieben abzustimmen. JURA bietet auf Knopfdruck eine grosse Auswahl an Kaffee- und Milchkaffeespezialitäten, von Ristretto bis Cappuccino. Dabei sorgen innovative Technologien für einen perfekten Kaffeegenuss zu jeder Zeit – stets frisch gemahlen, nicht gekapselt.

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Ein intuitives Bedienkonzept sowie grosse Kapazitäten und TÜV-zertifizierte Hygiene garantieren minimalen Arbeitsaufwand. Für einwandfreie Hygiene auf Knopfdruck und stets perfekte Kaffeeresultate sorgen integrierte Spül- und Reinigungsprogramme.

ANGEPASST AN DAS EINSATZGEBIET Dank Peripheriegeräten und Zubehör können die Vollautomaten von JURA anlass- und kundenspezifisch individuell zu einer Kaffee-Komplettlösung zusammengestellt werden. Ob in Shops, Büros, Frühstücks­ pensionen oder im Catering- und Seminarbereich, abhängig von der Produktlinie lässt sich das Angebot an Kaffeespezialitäten individuell an das Einsatzgebiet anpassen. Intuitive Programmier- und Sperrfunktionen sorgen dafür. ■

PROFESSIONAL-LINIEN VON JURA § Höchstleistung: GIGA X-Linie Die geballte Potenz von bis zu zwei Mahlwerken, zwei Pumpen und zwei parallelen Fluidsystemen, gepaart mit ­Bedienerfreundlichkeit und höchster Qualität, führt zu ­einzigartiger Performance. Mit der GIGA-X-Linie erfährt der Begriff Kaffeegenuss eine neue Definition. Die empfohlene Tageshöchstleistung liegt bei bis zu 200 Tassen. § Robuster Allrounder: X-Linie Stilvoll, robust, praktisch und zuverlässig präsentiert sich die für Grossraumbüros, Selbstbedienungszonen oder Cateringbereiche entwickelte, professionelle X-Linie von JURA. Flexibilität, Einfachheit und hohe Kapazität ­charakterisieren sie genauso wie ein sicheres, intuitives ­Handling. In Kombination mit Peripheriegeräten ist die X-Linie flexibel skalierbar und bildet somit die ideale Basis für individuelle Kaffee-Komplettlösungen. Bis zu 80 Tassen beträgt die empfohlene Tageshöchstleistung. § Für Spezialitäten-Liebhaber: WE-Linie Kaffee beflügelt die Kreativität, fördert die Kommunikation und steigert den Wohlfühlfaktor. Deshalb schuf JURA die «plug and enjoy»-Geräte für stilvollen Kaffeegenuss am ­Arbeitsplatz. Flexibilität, Ästhetik, Einfachheit und erhöhte K ­ apazität von Bohnenbehälter, Wassertank sowie Kaffeesatzbehälter sind ihre grossen Stärken. Die empfohlene Tageshöchstleistung beträgt bis zu 30 Tassen.

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BAUEN & WOHNEN BRANCHENÜBERGREIFEND WAREN DER INNOVATIONSSCHUB UND DIE DIGITALISIERUNG IN DEN LETZTEN MONATEN GREIFBAR UND OFFENSICHTLICH. IN DER HEIMTECHNIK- UND BAUBRANCHE HAT DER DIGITALISIERUNGS- UND INNOVATIONSTREND SCHON FRÜH EINGESETZT. IM FOKUS STEHEN NEUENTWICKLUNGEN UND INNOVATIVE IDEEN, ABER AUCH AUSGEFEILTE, INTELLIGENTE SOFTWARE-LÖSUNGEN. DIE HERAUSFORDERUNG FÜR VIELE UNTERNEHMEN DER BRANCHE IST EINE UNKOMPLIZIERTE IMPLEMENTIERUNG EINER NEUEN SOFTWARE. VON CHARLES STAUBACH

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iele Unternehmer/innen träumen von einem unkomplizierten Wechsel zu einer neuen, modernen, effizienten und zugleich auch intelligenten Arbeitssoftware, die zudem auch noch nachhaltig Prozesse exponentiell optimiert, selbsterklärend und einfach zu bedienen ist. In der Bau- und Heimtechnik-­ Branche sind die Erwartungen an die Softwarelösungen besonders hoch, da viele komplizierte Verknüpfungen zu bedienen sind. Es kann also passieren, dass Software-Projekte nicht zufriedenstellend abgeschlossen werden oder scheitern. Selbst bei kleinen Unternehmen kann eine Softwareeinführung eine äusserst komplexe und anspruchsvolle Aufgabenstellung sein, die oft unterschätzt wird. Wir haben mit Spezialisten auf diesem Gebiet gesprochen und Tipps zusammengestellt. Auch ein Thema in dieser Rubrik: Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt für die Sanierung der Fenster? Der Winter naht und viele machen sich aktuell Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Heizen. Da spielt natürlich der Zustand der Fenster und deren Isolierung eine grosse Rolle. Denn die richtigen Fenster sorgen

für Behaglichkeit, senken den Energieverbrauch und können sogar besser vor Einbrechern schützen. Ein Projekt zur Sanierung der Fenster kann von der Reparatur über eine Modernisierung oder Nachrüstung bis hin zum Austausch des kompletten Fensters oder einzelner Bauteile wie Glas, Rahmen oder Bauanschluss reichen. Des Weiteren: Alles redet von der so genannten Unique selling Proposition – abgekürzt USP. In der Bau-, Haushaltstechnik- und Immobilienbranche. Wir stellen in dieser Ausgabe genau jene Unternehmen vor, die sich gerade dadurch auszeichnen, ein solches Alleinstellungsmerkmal zu besitzen. Dabei portraitieren wir nicht nur spannende Persönlichkeiten mit einem besonderen Approach, sondern auch Unternehmen mit sehr guten Ideen. Die folgenden Seiten geben Inspiration. Wir stellen auch interessante Konzepte vor bezüglich Arbeits- und Wohnwelten. Im Zeitalter der Digitalisierung ändert sich nicht nur unsere Arbeitsweise, sondern auch die Infrastruktur und generell die Arbeitsplätze. ■

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62 BAUEN  & WOHNEN FENSTERSANIERUNGEN

ENERGIEEFFIZIENZ UND DER UMWELT GUTES TUN DER WINTER NAHT. GUT ISOLIERTE UND SANIERTE FENSTER HELFEN, HEIZKOSTEN ZU SPAREN UND DIE ENERGIEEFFIZIENZ ZU STEIGERN. VIELE SPIELEN DESHALB MIT DEM GEDANKEN, IM FRÜH- ODER SPÄTHERBST DIE FENSTER ZU SANIEREN. IM FOLGENDEN BEITRAG HABEN WIR AUF DIE BRENNENDSTEN FRAGEN DIE ANTWORTEN AUS DIVERSEN FACHQUELLEN ZUSAMMENGETRAGEN. VON CHARLES STAUBACH

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er alte, einfach verglaste Fenster oder Isolierglas-Fenster gegen eine moderne Wärmeschutz-Verglasung austauscht, muss zwar mit nicht zu vernachlässigenden Anschaffungskosten rechnen, aber kann dadurch mehrere Hundert Franken pro Jahr an Heizkosten sparen, Energieeffizienz erzeugen und noch zusätzlich der Umwelt Gutes tun. Die beste Energiebilanz erzielt man mit dem Einbau moderner dreifacher Wärmeschutz-­Fenster: Sie liegen mit ihrem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) unter der von der üblichen Obergrenze von 1.1 Watt pro Quadratmeter Kelvin für

Fensterverglasung. Manche der Klimaschutz-Fenster kommen sogar auf Werte von weit unter 0.8 Watt pro Quadratmeter Kelvin (PassivhausStandard). Hausbesitzer / innen, die es noch optimaler wollen, kontaktieren hierbei oft auch Energieberater / innen. Diese messen die Temperatur an Fenster-Innen- und Aussenseiten sowie am Rahmen und errechnen die Wärme, die eine ein Quadratmeter grosse Fensterfläche bei einer Temperaturdifferenz von einem Kelvin pro Stunde abgibt. Auf ähnliche Weise werden übrigens auch die U-Werte der Rollläden und Fensterläden ermittelt.

Gut isolierte und sanierte Fenster helfen, Heizkosten zu sparen und die Energieeffizienz zu steigern.

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BAUEN & WOHNEN 63 FENSTER SANIEREN ODER KOMPLETT AUSTAUSCHEN?

DIE ENERGIEETIKETTE

Antwort aus der Fachliteratur: Das hängt vor allem von der Verglasung, dem Alter und dem Zustand des Fensters ab. Sind die Fenster alt und einfach verglast, ist ein Austausch in der Regel wirtschaftlicher als die Modernisierung. Die Investition in neue Fenster zahlt sich auch über die niedrigere Heizungsrechnung aus. Darüber hinaus wäre zu prüfen, ob die Rahmen ausreichend stabil sind, um mit zwei oder drei Glasscheiben bestückt zu werden. Bei zwei- oder dreifachverglasten Fenstern ist die Modernisierung oftmals die sinnvollere Lösung. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ist bei diesen Modellen meist gut, auch wenn die Fenster schon einige Zeit im Einsatz sind. Kleine Schäden oder Undichtigkeiten können mit relativ geringem finanziellen und handwerklichen Aufwand ausbessert werden. Sind die Schäden grossflächig oder gar flächendeckend, ist ein Austausch der betroffenen Stellen oder ein Rahmentausch denkbar.

Bei neuen Fenstern – sei es beim Neubau oder bei Renovierungen – zählen nicht nur die Investitionskosten. Denn gute Fenster, über die im Winter wenig Wärme verloren geht oder gar Wärme gewonnen wird, tragen viel dazu bei, den Energieverbrauch zu senken, die Heizkosten zu minimieren und den Komfort spürbar zu erhöhen. Seit dem 1. Januar 2015 gibt es in der Schweiz die Energieetikette für Fenster. Sie wird getragen vom Schweizerischen Fachverband Fensterund Fassadenbranche (FFF) und von der Schweizerischen Zentrale Fenster und Fassaden (SZFF). Die Energieetikette für Fenster beurteilt die energetische Qualität (Effizienz) des Fensters im Winterfall. Für die Bewertung der Energieeffizienz eines Fensters dient der energieäquivalente U-Wert für ein Referenzfenster mit einer Fläche von 1.55 m mal 1.15 m (Rahmen und Glas). Die Bewertung bezieht sich auf Fensterkonstruktionen, die mehrheitlich bei Einfamilienhäusern eingesetzt werden. Der energieäquivalente U-Wert berücksichtigt nebst den Heizwärmeverlusten auch die solaren, nutzbaren Energiegewinne, das heisst, die Erwärmung des Raumes durch Sonneneinstrahlung.

WELCHES MATERIAL IST EMPFEHLENSWERT? Auf diese Fragen gibt es zwei Antworten: zum einen eine wirtschaftlich sinnvolle, zum anderen eine unter ästhetischen Gesichtspunkten. Im Idealfall sind beide deckungsgleich. Die im Markt erhältlichen Fenstermaterialien haben alle Vor- und Nachteile. Holzfenster etwa bestehen aus einem natürlichen und somit ökologischen Rohstoff, und sie haben gute Dämmungseigenschaften. Dafür verlangen sie nach intensiverer Pflege. Aluminiumfenster dagegen sind in der Herstellung sehr energie­i ntensiv und unterliegen bei Temperaturschwankungen recht grossen Veränderungen. Dafür sind sie andererseits sehr pflegeleicht. Fenster aus Kunststoff schliesslich sind preislich meist am attraktivsten, ausserdem dämmen sie die Wärme recht gut. Negativ schlägt zu Buche, dass sie zu dauerhafter Verformung neigen und die Entsorgung ökologisch fragwürdig ist.

Damit zeigt die Energieetikette, welche Fenster geringe und welche hohe Wärmeverluste aufweisen. Oder ob mit einem Fenster über die Heizperiode betrachtet unter dem Strich sogar Wärmegewinne erzielt werden können. So können verschiedene Fenstersysteme verglichen und auch das Potenzial von Fenstersanierungen konkret aufgezeigt werden.

WANN IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT? Für Arbeiten am Fenster empfehlen sich vor allem der Sommer sowie die wärmeren Monate im Frühling oder Herbst. Werden die Arbeiten von Fachleuten oder erfahrenen Heimwerkern ausgeführt, sind die Zeiten, während denen kein Fenster vorhanden ist, gering. Für einen Fensteraustausch werden in der Regel maximal zwei bis vier Stunden angesetzt. In der kalten Jahreszeit steigt aber zum einen das Witterungsrisiko, zum anderen können manche Materialien bei sehr kalten Temperaturen nicht mehr optimal oder gar nicht mehr verarbeitet werden.

WIE LANGE HÄLT EIN FENSTER? In der Regel circa 50 Jahre. Vor allem in den vergangenen 20 Jahren haben sich die Fenstertechnologie sowie das Wissen über Energieeffizienz und Wohnklima jedoch rasant weiterentwickelt. Daher sollte schon vor Ablauf der 50 Jahre geprüft werden, ob die Fenster noch dicht sind und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Eine Rolle spielt auch die Wertsteigerung des Gebäudes durch neue Fenster.

WAS IST NACH DER SANIERUNG ZU BEACHTEN? Das Lüftungsverhalten muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Vor allem, wenn besonders alte oder beschädigte Exemplare durch moderne und gut dämmende Fenster ersetzt worden sind, wirkt sich das erheblich auf das Raumklima aus. Das kann zu erhöhter Luftfeuchtigkeit in den Räumen und somit langfristig zu Schimmelbildung führen. Gut querlüften und Durchzug schaffen ist effizienter, als die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. ■

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Für Arbeiten am Fenster empfehlen sich vor allem der Sommer sowie die wärmeren Monate im Frühling oder Herbst.

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64 BAUEN  & WOHNEN

Eine Software-Implementierung gehört zum Change Management und ist Teamarbeit.

HERAUSFORDERUNG SOFTWARE-UMSTELLUNG

«LETʼS GET DIGITAL» PROZESSE MIT EINER IT-LÖSUNG ZU OPTIMIEREN, DAS WOLLEN ALLE UNTERNEHMEN IN DEN HAUSTECHNIK-, SANITÄR-, HEIZUNGSTECHNIK UND BAUBRANCHEN. DER RESPEKT VOR EINER SOFTWARE-IMPLEMENTIERUNG IST ABER NOCH IMMER GROSS, DENN SCHLIESSLICH WERDEN WORKFLOW-PROZESSE NEU DEFINIERT. ABER ES GEHT AUCH GANZ EINFACH UND UNKOMPLIZIERT. VON CHARLES STAUBACH UND DANIELE CIOCIOLA

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iele Unternehmer / innen träumen von einem unkomplizierten Wechsel zu einer neuen, modernen, effizienten und zugleich auch intelligenten Arbeitssoftware, die zudem auch noch nachhaltig Prozesse exponentiell optimiert, selbsterklärend und einfach zu bedienen ist. Die meisten Software-Projekte werden jedoch nicht zufriedenstellend abgeschlossen oder scheitern. Selbst bei kleinen Unternehmen kann eine Softwareeinführung eine äusserst komplexe und anspruchsvolle Aufgabenstellung sein, die oft unterschätzt wird. So gehen die meisten KMU folgendermassen vor: «Sag mir, wie Dein Projekt startet und ich sage Dir, wie es endet.» Die Projektvorbereitungsphase bildet das Fundament der Softwareeinführung. Es ist diesbezüglich unerheblich, wie gross

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das Unternehmen ist beziehungsweise wie viele Mitarbeitende von der Software-Implementierung betroffen sind. So braucht jedes Projekt eine Leitung. Eine Softwareeinführung bedeutet nämlich nicht nur eine technische Angelegenheit, sondern hat viel mit Change Management zu tun. Menschen müssen sich allenfalls umgewöhnen oder überzeugt werden von der neuen Effizienz beziehungsweise vom Mehrwert. Dies kann zu Widerständen führen. Um dies zu vermeiden, müssen unterschiedlichste Bedürfnisse erkannt und respektiert werden und die relevanten Personen sollten in den verschiedenen Phasen der Softwareeinführung involviert werden. Die anschliessende Grobkonzeption bildet dann die Grundlage für die Softwareentwicklung. Viele Software-Projekte scheitern aufgrund der Ziele und Anforderungen. So sollten folgende Aspekte beachtet werden: Was ist der fachliche Kontext? Welche Geschäftsabläufe und


BAUEN & WOHNEN 65 Prozesse werden vom Change Management erfasst? Welche funktionalen Anforderungen an die zukünftige Software sind bindend? Welche technischen Anforderungen an zukünftige Software müssen gegeben sein?

HOHE ANSPRÜCHE AN DIE SOFTWARE BRANCHENLÖSUNG In der Haustechnik-, Sanitär-, Heizungstechnik- und in der Baubranche die Branchen-Software gestellt: Es müssen Adressen, Bauobjekte und Rapporte erfasst, Mitarbeiter und Montagegruppen auf Monate hinaus disponiert, Dispositionslücken auf einen Blick erkannt, übersichtlich und schnell Devis und Offerten erstellt, individuell und abteilungsbezogen kalkuliert, Mitarbeiterstunden verwaltet, ausgeführte Arbeiten abgerechnet werden. Und dies am besten in einem Mobile-System. Eine Branchenlösung mit all diesen Anforderungen, die zudem noch einfach zu bedienen ist und unkompliziert implementiert werden kann, ist OF-4 000 – von der OF Software AG in Birsfelden entwickelt und seit Jahren ein Geheimtipp bei den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, bei den administrativen Mitarbeitenden und bei Monteuren. Eine Software wie OF-4 000 ist modular aufgebaut. Die Basisversion

Eine Implementierung einer neuen Arbeitssoftware und einer ITBranchenlösung ist kein Hexenwerk – vorausgesetzt man lässt die Profis ran.

enthält neben der Bauobjekt- und Adressverwaltung die Module für die Erstellung von Offerten und Rechnungen. Diese Version eignet sich für kleinste Betriebe mit ein bis zwei Mitarbeitern. OF-4 000-Lite und OF4000-NPK sind Programmversionen mit zusätzlichen Möglichkeiten wie eine vollständige Auftragsbearbeitung und bei der NPK-Version die Möglichkeit der Erstellung von NPK-Leistungsverzeichnissen, die über die Schnittstelle SIA-451 ein- und ausgelesen werden können. Spezielle Versionen für Planer, Netzwerkversionen und Erweiterungsmodule für die Terminplanung, Stundenerfassung, Anlagenverwaltung runden die OF-4 000-Palette ab. Die einzelnen Module greifen reibungslos ineinander. Und der Clou ist: OF-4 000 tauscht zwischen den einzelnen Modulen die Informationen automatisch aus.

«DIE SOFTWARE SCHLOSS ALLE LÜCKEN IM BETRIEB» Ian Schaad, Geschäftsführer der Schaad AG in Luterbach: «Eine gute Software wie OF-4000 schliesst alle Lücken im Betrieb und wird somit zum wichtigsten Tool im Arbeitsalltag. Als Jungunternehmer bin ich interessiert an einer zeitgemässen und modernen Infrastruktur. Unser Betrieb hat vor allem im Bereich der Administration enormen Nutzen durch die Software. Das Handling und die Vernetzung aller Module erspart in allen geschäftlichen Bereich extrem viel Zeit.» Ein Beispiel: Ian Schaad könne ohne Probleme bei Abwesenheit einer Arbeitskraft jederzeit auf alle nötigen Unterlagen zugreifen. Ferienvertretungen würden so effektiv zu einer einfachen Angelegenheit. Arbeitsabläufe wie auch Aufträge seien dank der Software klar strukturiert, es gingen keine Daten verloren und sämtliche Daten sind von der Offerte – Auftrag – Rechnung – Serviceaufträgen – bis hin zur Nachkalkulation alle miteinander vernetzt. «Kostenersparnis, Zeitgewinn und auch die Mobilität sind unfassbar gut.» Sehr geschätzt würden die mobilen Lösungen, da jeder Monteur den direkten Zugriff auf seine Stundenverwaltung, Aufgabenzuteilungen und auf die Dateiverwaltung habe. Was Ian Schaad ebenfalls betont, sind der Kundenservice und die Schulungen: «Die OF-Software AG ist stets interessiert an Verbesserungen, die Leute sind motiviert und helfen bei jeder Angelegenheit. Ebenfalls sind die Schulungen immer wieder interessant und man merkt, dass die Angestellten selbst Freude an der Software haben.» ■

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BAUR WOHNFASZINATION GMBH

DER ZAUBER STECKT IM DETAIL EINZIGARTIGE WOHLFÜHLRÄUME VEREINEN MEHR ALS NUR FUNKTIONALITÄT MIT AUTHENTISCHEM DESIGN. DAS BESTMÖGLICHE ERGEBNIS WIRD DANN ERREICHT, WENN DIE INDIVIDUELLEN WÜNSCHE VON EINEM KOMPETENTEN ANSPRECHPARTNER UMGESETZT WERDEN. DIE BAUR WOHNFASZINATION GMBH STEHT ALS DIESER SEINER EXKLUSIVEN KLIENTEL MIT RAT UND TAT ZUR SEITE – VOM KONZEPT BIS HIN ZUM FERTIGEN PRODUKT, DEM EINZIGARTIGEN WOHNPROJEKT.

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INTERVIEW MIT PAMELA BAUR UND NORBERT WASSMER VON GEORG LUTZ

Geschäftsführer»: Frau Baur und Herr Wassmer, die Küche ist heute kein reiner Funktionsraum mehr, sondern viel mehr ein Kommunikations- und Repräsentationsraum. Dazu kommt, gerade bei Ihnen, die Verarbeitung von sehr edlen Materialien. Was macht für Sie eine gute Küche aus? Norbert Wassmer: Der Zauber steckt immer im Detail. Eine gute Küche zeichnet sich durch die Verwendung von verbauten Geräten aus, die verschiedenen Materialien, die technischen Raffinessen, die Beleuchtung, der Boden, die Wand, die Decke, die Einrichtung und die Dekoration. Das Detail ist nicht das Detail, sondern das Produkt. In unserer Designabteilung kreieren wir gesamtheitliche Küchenkonzepte, welche die Kundenbedürfnisse vollumfänglich berücksichtigen, individuell und massgeschneidert, nicht von der Stange. Pamela Baur: Qualität ist gerade in der Küche wichtig. Dazu gehört die Verwendung von hochwertigen Materialien und Beschlägen wie Massivholz oder Naturstein und hochwertige Küchengeräte. Das macht eine Küche langlebig und für den täglichen Gebrauch geeignet. Heute kommuniziert die Küche auch mit den angrenzenden Räumen und umgekehrt. Wie tut sie das genau? Norbert Wassmer: Die Küche als reiner Ort der Essenszubereitung ist schon längst passé. Die Küche ist zu einem Treffpunkt oder einer Begegnungsstätte mutiert. Durch die meist offene Gestaltung verschmilzt sie regelrecht mit dem Ess- und Wohnraum. Das wiederum erhöht die Lebensqualität. Pamela Baur: Umso wichtiger ist folglich eine harmonische Gestaltung der Küche, also ein durchgängiges Konzept mit repräsentativem Charakter.

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Können Sie hier ein Beispiel aus Ihrem Hause verraten? Norbert Wassmer: Auf Wunsch unserer Kunden sind wir bei vielen Projekten vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet. Einige Beispiele finden Sie aber auf unserer neu gestalteten Homepage. Verschiedene Stilideen und eine riesige Vielfalt an Inspirationen finden Sie ausserdem in unserer Ausstellung mit über 3 000 Quadratmetern. Pamela Baur: Gerade bei unserer exklusiven Klientel begegnet uns das Thema Komplettrenovierungen sehr oft. Da ist bei einem Umbau von Anfang an ein ganzheitliches und stimmiges Konzept sehr wichtig, da oft Massnahmen in der Bausubstanz erforderlich sind. Da sind wir gefordert, mit dem Kunden passende und massgeschneiderte Lösungen zu finden. Sie arbeiten, das wird schnell klar, wenn man sich hier umsieht, viel mit Holz. Was macht dieses sehr alte Bau- und Designmaterial auch heute noch oder wieder so attraktiv? Norbert Wassmer: Wir legen sehr viel Wert auf die Verarbeitung von natürlichen Produkten. Holz hat sicher einen grossen Anteil und ist ein Naturprodukt, das nachhaltiger nicht sein kann. In der Natur finden wir alles, was ein gutes Interior-Design prägt. Formen, Farben, Vielfalt, Einfachheit, Schönheit, Strukturen, Materialien, Dichte, Weite, Licht oder Poesie. Der unendliche Einfallsreichtum der Natur fasziniert uns und andere. Somit werden Produkte, die einen direkten Bezug zur Natur haben, immer attraktiv bleiben. Pamela Baur: Die Verbundenheit und Liebe zum Holz begleitet uns seit der Gründung unseres Unternehmens durch meinen Urgrossvater im Jahr 1882 hier in Bernau im Schwarzwald. Holz ist robust, langlebig und nachhaltig und überzeugt durch die einzigartige Haptik der natürlichen Ober-


BAUEN & WOHNEN 67 fläche. Holz erzählt Geschichten, wird im Gegensatz zu anderen Materialien mit dem Alter immer schöner und ist authentisch und emotional. Dazu kommt dann aber neuste Technik, von der Küchenplanung am Computer bis hin zu Smart-Home-Lösungen im Alltag. Da braucht es sehr viele Kompetenzen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie halten Sie diese auf dem neusten Stand beziehungsweise wie kommen Sie an die passenden Fachkräfte? Pamela Baur: Im gesamten Unternehmen beschäftigen wir mittlerweile über 120 Mitarbeiter, darunter viele langjährige und erfahrene Kollegen. Diese geben ihr Können und ihre Erfahrungen gerne an neue Mitarbeiter weiter. Norbert Wassmer: So besteht bei BAUR die Möglichkeit, verschiedenste Berufe zu erlernen. Wir bilden zum Beispiel Schreiner, Bürokaufleute und Bachelor-Studenten der Holztechnik aus. Dadurch haben wir einen engen Kontakt zu diversen Berufs- und Hochschulen. Das wiederum fordert uns, in verschiedensten Bereichen aktuell und interessant zu sein, um den wechselnden Ansprüchen der Auszubildenden auch gerecht zu werden. Somit stellen wir auch sicher, dass Fachkräfte nachwachsen und uns mittelfristig zur Verfügung stehen. Des Weiteren präsentiert sich BAUR bei diversen Ausbildungsveranstaltungen, um einen Einblick in die verschiedensten Berufe zu geben. Wer Ihre Räume betritt, fühlt den Schwarzwald. Das Image des Schwarzwalds hatte aber auch einen konservativen Ruf. Auch bei Ihnen gibt es den Landhausstil. In den letzten Jahren haben aber viele jüngere Designer den alten Trend aufgenommen und ihn neu interpretiert. Wie sehen Sie hier die Situation? Norbert Wassmer: Der Schwarzwald ist Ausdruck für Tradition und Handwerkskunst. Dazu kommen die Geschichten, die sich um unseren Ort oder unser Haus ranken, die wiederum unsere Entwürfe in bestimmte Richtungen lenken. Gute Geschichten muss man nicht neu erfinden, sondern weitererzählen, weiterspinnen. Unser Interior-Design schafft Räume, die hoffentlich ein Geheimnis in sich bergen und einen Zauber entfalten, der über das Sagbare hinausgeht und unmittelbar die Sinne berührt. Pamela Baur: Der Stil unserer Inneneinrichtungen war vor einigen Jahren noch sehr traditionell. Inspiriert durch verschiedene Entwicklungen und Trends bedienen wir mittlerweile mit unseren hochwertigen Inneneinrichtungen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Stilrichtungen – vom modernen Naturholzstil, dem trendigen Alpinstyle über den zeitlosen Shakerstil bis hin zum exklusiven Landhausstil. Von Höchenschwand, der südlichsten Ecke des Schwarzwalds, und Ihrem Unternehmenssitz hat man aus den Räumlichkeiten Ihres Hauses einen beeindruckenden Blick in die Schweiz. Warum schätzen Sie Kunden aus der Schweiz? Norbert Wassmer: Unsere Erfahrung zeigt, dass Kunden aus der Schweiz detailverliebter sind und somit eine höhere Wertschätzung der Handwerkskunst entgegenbringen. Unser gesamtheitlicher Ansatz der Raumgestaltung findet hier mehrheitlich Anwendung. Und was schätzen diese an Ihrem Haus? Norbert Wassmer: Wir hören immer wieder, dass Kunden wohl lange auf der Suche waren, bis sie uns gefunden haben. Unsere Kunden schätzen vermutlich die kompetente Beratung und die individuellen Lösungen, welche auf den Kunden zugeschnitten werden. Wir nehmen uns sehr viel Zeit, um im Gespräch herauszufinden, welche Bedürfnisse oder Ansprüche der Raum erfüllen soll und setzen diese konsequent um. Da kann kein Möbelhaus mithalten.

Die Geschäftsleitung der BAUR WohnFaszination GmbH v.l.n.r : Heinrich Birk, Pamela Baur und Norbert Wassmer.

Pamela Baur: Wir setzen jeden Tag unsere langjährige Erfahrung, unser Herzblut und unsere Kreativität ein, um die Wünsche unserer Kunden von der individuellen Planung bis hin zur Fertigung in den eigenen Werkstätten zu realisieren. Dabei schaffen wir mit einem authentischen Design stimmige Gesamtkonzepte – von der individuell geplanten Massivholzküche bis hin zum kompletten Villenausbau.

«Der Schwarzwald ist ­Ausdruck für Tradition und Handwerkskunst. » Sie haben die Klippe Nachfolgeregelung in Ihrem Unternehmen erfolgreich umschifft. Welche neuen Duftmarken wird die neue Generation setzen? Norbert Wassmer: In erster Linie gilt es, die Tradition fortzuführen und gerade in der aktuellen sehr herausfordernden Zeit die Arbeitsplätze zu sichern. Wir werden unsere bestehende Ausstellung mit modern interpretierten Konzepten ergänzen, um eine breitere Kundenklientel in Zukunft ansprechen zu können. Pamela Baur: Ausserdem ist das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde. Auch in diesem Bereich möchten wir unsere schon vorhandene Kompetenz weiter ausbauen und uns in Bezug auf die Produktionsart, den Einsatz natürlicher und langlebiger Materialien, die Energieerzeugung und den Energieverbrauch weiter verbessern. Norbert Wassmer: Eine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke «BAUR WohnFaszination» in der DACH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) wird zudem durch Digitalmarketing vorangetrieben. ■

BAUR WOHNFASZINATION GMBH Gewerbegebiet Tiefenhäusern 2 D-79862 Höchenschwand Telefon +49 (0) 7755 93930 info@baur-bwf.de WWW.BAUR-BWF.DE

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68 BAUEN  & WOHNEN BAUR WOHNFASZINATION GMBH

EXKLUSIVE WOHNTRÄUME VOLLER PERSÖNLICHKEIT INNENARCHITEKTUR, QUALITÄTSFERTIGUNG, INNENAUSBAU UND EINRICHTUNGSDESIGN AUS EINER HAND. BAUR WOHNFASZINATION ERSCHAFFT IHREN WOHNTRÄUMEN EIN ZUHAUSE. AUS MASSIVHOLZ, KLASSISCH UND ELEGANT, EDEL, MODERN ODER DE LUXE – FÜR EIN WOHNAMBIENTE EXAKT NACH IHREN PERSÖNLICHEN VORSTELLUNGEN. VON HOLGER PALM

A

ls Familienunternehmen aus dem Schwarzwald vereint BAUR WohnFaszination seit über 135 Jahren Massivholz mit individuellem Design. Denn Orte zu erschaffen, an denen sich die Menschen wohlfühlen, ist seit vier Generationen Antrieb des exklusiven Einrichters. Das Familienunternehmen zeichnet sich unter anderem durch ideenreiche Innenarchitekten, Planer, Schreiner und Dekorateure aus, die sehr individuelle oder auch ganz speziell angefertigte Einrichtungslösungen für Sie erarbeiten. «Es ist die Liebe zum Holz, die unser Schaffen seit vier Generationen prägt. Und diese Leidenschaft ist es auch, die es ermöglichte, dass wir uns vom kleinen Familienunternehmen hin zum Experten für elegante Wohnkultur entwickelten», sagt Pamela Baur, Geschäftsführerin der BAUR WohnFaszination GmbH. Ob ein Ort mit Liebe und Empathie gestaltet wurde, ist auch nach vielen Jahren noch auf den ersten Blick und mit jeder Berührung spürbar. Wo gelebt wird, gelten hohe Anforderungen an die Belastbarkeit der Materialien und deren Verarbeitung. Für BAUR WohnFaszination bedeutet das, nach höchster Qualität zu streben. Von der Konzeption im hauseigenen Planungsbüro und Beratung bis hin zur Materialqualität und Verarbeitung in der hauseigenen Schreinerei im Schwarzwald. Eben echte Wertarbeit seit 1882.

MASSGESCHNEIDERT UND EINMALIG Kundenwünsche werden einzigartig und authentisch im Raum realisiert. Nur so können Gestaltungskonzepte entwickelt werden, die genau auf die Bedürfnisse der Kundschaft zugeschnitten sind – im privaten Bereich des exklusiven Wohnens sowie in der Hotellerie und Gastronomie. Auch hier gilt das Unternehmen seit Jahrzehnten als gefragter Spezialist und Kompletteinrichter für die authentische Inszenierung von anspruchsvollen Hotel- und Gastronomieprojekten. Der begeisterte Kundenstamm des Unternehmens ist in vielen Ländern zu Hause: in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und darüber hinaus. Von der Beratung bei Ihnen vor Ort oder im Einrichtungshaus am Firmensitz über die Planung bis hin zur Fertigung und Montage begleitet Sie BAUR WohnFaszination und entwickelt mit Ihnen Ihren individuellen Wohn(t)raum. Ihre besonderen Wünsche, Visionen und Inspirationen bilden hierfür den Grundbaustein bei der Planung.

SHOWROOM Für den Gastronomie-, Hotel- und privaten Wohnbereich bietet das Unternehmen eine umfangreiche Auswahl an Gestaltungsideen. Jeder dieser Bereiche wird in der 3 000 Quadratmeter grossen Ausstellung stimmungsvoll in Szene gesetzt.

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Alles ist möglich: Küchen, Ess- und Wohnzimmereinrichtungen bis hin zu Badeinrichtungen, dem persönlich gestalteten Weinkeller und vielem mehr. Gastronomie-Einrichtungen oder die herausragende Hotelwelt – Sie finden wunderschöne Einrichtungen in den unterschiedlichsten Stilen. Ganz gleich, ob ganz modern, klassisch, elegant oder urig rustikal: Einrichtungen von BAUR WohnFaszination gibt es in vielen Facetten. Das Besondere bei diesem exklusiven Einrichter ist, dass hier der Fokus darauf liegt, den ganz individuellen Stil des Kunden gemeinsam neu zu erfinden und zu gestalten. Hier werden Sie mitgenommen auf eine kreative Reise durch verschiedene Trends und Designs, die Sie auf dem Weg zu Ihrem perfekten Zuhause inspirieren sollen. Experten beraten Sie vor Ort, realisieren Ihre Wohnträume und schaffen gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Wohlfühlatmosphäre für Ihr Eigenheim. ■

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LEBENSRÄUME NACH FEIERABEND

Daniel Feierabend berät Sie persönlich und individuell, denn schöne und hochwertige Polst ermöbel müssen nicht ausgewechselt werden, nur weil das Desgin oder die Farbe aus der Mode gekommen sind. Auch wenn die Sitzfläche und Kanten abgewetzt sind, erstrahlen sämtliche Möbel nach einer fachgerechten Aufpolsterung wieder in neuem Glanz. Vorhänge und Rollos dienen nicht nur als Sonnen- und Sichtschutz. Vor allem verleihen sie jeder Räumlichkeit ein individuelles Gesicht. Mit Liebe zum Detail fertigt unsere Näherin nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen Vorhänge an.

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Bel Interieur Innendekorationen und Innenausbau GmbH Regensbergstrasse 200 | 8050 Zürich Telefon +41 (0) 44 310 39 79 info@bel-interieur.ch | www.bel-interieur.ch

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KOMPETENZ SCHAFFT VERTRAUEN Was wird von einem Total- und Generalunternehmen erwartet? Kompetenz und Verbindlichkeit. Die eins+eins mit Sitz in Wallisellen, ist ein eigenständiges, schweizweit tätiges Bauunternehmen und steht Ihnen bei allen Themen rund ums Bauen gerne zur Seite. Sei es beim Landkauf, der Planung oder auch der Realisierung Ihres Bauprojektes, beim Bau eines eigenen Hauses, einer Renovation oder bei der Erstellung einer grösseren Liegenschaft. Wir sind Ihr Partner für Total- und Generalunternehmung, Projekt- und Bauleitung, Käuferberatung und Bauherrenberatung. «Know-how, Erfahrung und Innovationsgeist zeichnen uns aus. Diese Attribute haben wir aber nicht gepachtet» Individuelle Vorstellungen und Wünsche werden in jedem Bauprojekt perfekt und effizient realisiert – das ist unser höchstes Ziel. Sie profitieren von unserer langjährigen Erfahrung und unserem grosszügigen Wissensschatz. eins+eins | Die Baumanagement AG | www.einsundeinsag.ch Neue Winterthurerstrasse 28 | 8304 Wallisellen | +41 (0) 43 501 52 52 GESCHÄFTSFÜHRER HERBST 2020


AUS- & WEITERBILDUNG VIELE UNTERNEHMEN LEGEN GROSSEN WERT AUF DIE BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG UND LASSEN SICH DIESE GERNE ETWAS KOSTEN. ABER ES MUSS SICH RENTIEREN. UND SO WERDEN IMMER MEHR BILDUNGSMANAGER / INNEN BEAUFTRAGT. VON CHARLES STAUBACH

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an lernt nie aus. Dieser Satz ist wohl jeder und jedem geläufig. Jetzt, wo sich die Arbeitswelten in einer nachhaltigen Transformation befinden, erst recht. Neues Wissen wird immer wichtiger und die Wahl einer Ausbeziehungsweise Weiterbildung eine strategische Angelegenheit. Der Entscheid für eine Aus- oder Weiterbildung oder auch für ein Seminar wird immer mehr zu einer strategischen Angelegenheit. Die brennenden Fragen heutzutage heissen: Welche Berufe haben Zukunft und passen in die Arbeitswelten 4.0? Welcher Berufszweig hat noch einen «goldenen Boden», und welche Weiterbildung wird mir helfen, einen Argumentationsvorsprung bei einer Bewerbung zu generieren? Denn die Arbeitswelt wird sich mit der Digitalisierung und Transformation stark verändern. Und da muss man sich dementsprechend das richtige Know-how aneignen.

Aber es geht nicht nur um Inhalte, Horizonterweiterung, Anwendungskompetenzen und Mehrwerte, sondern auch um die pure Rentabilität der für die Mitarbeitenden gewählten Weiterbildung. Und so kommt der Aufgabe der Bildungsmanager / innen eine wichtige Rolle zu. Denn sie haben eine strategische und oft unterschätzte Funktion im Unternehmen. Sie unterstützen als interne oder externe Fachpersonen die Geschäftsleitung oder Führungspersonen im Human Resources Management. Betriebswirtschaftliches Handeln, Organisationsentwicklung, Bildungsberatung, Qualitätsmanagement und Marketing gehören dabei zu ihren Hauptaufgaben. Diese Bildungsstrategen übernehmen im Bildungsbereich von Firmen, Schulen, oder auch in der Verwaltung Führungsfunktionen und vernetzen ihre Kenntnisse in Erwachsenenbildung und Management gewinnbringend. Mehr dazu und noch weitere spannende Themen in dieser Rubrik. ■

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72 AUS- & WEITERBILDUNG SCHLÜSSELFUNKTION BILDUNGSMANAGER

SO WIRD BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG «RENTABEL» WIE VERKNÜPFE ICH DIE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN ANSPRÜCHE MEINER ORGANISATION MIT DEN DRÄNGENDSTEN (WEITER-)BILDUNGSFRAGEN DES PERSONALS? WIE ERKENNE ICH, WELCHE WEITERBILDUNG NÜTZLICH FÜR MEINE LEUTE IST UND WELCHES NEU ANGEHÄUFTE KNOW-HOW DEM UNTERNEHMEN EINEN MEHRWERT BRINGT? BEI SOLCHEN FRAGEN KOMMEN DIE BILDUNGSMANAGER / INNEN INS SPIEL. IN VIELEN BETRIEBEN BEKLEIDEN SIE EINE SCHLÜSSELFUNKTION. VON JOËL CH. WUETHRICH UND DANIEL HERZOG

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ie Aufgabe der Bildungsmanager/innen ist eine strategische und oft unterschätzte Funktion. Sie unterstützen als interne oder externe Fachpersonen die Geschäftsleitung oder die Führungspersonen im Human Resources Management. Betriebswirtschaftliches Handeln, Organisationsentwicklung, Bildungsberatung, Qualitätsmanagement und Marketing gehören dabei zu ihren Hauptaufgaben. Diese Bildungsstrategen übernehmen im Bildungsbereich von Firmen, Schulen, Verwaltung und so weiter Führungsfunktionen und vernetzen ihre Kenntnisse in Erwachsenenbildung und Management gewinnbringend.

WEITERBILDUNG SOLL HELFEN, UNTERNEHMENSZIELE ZU ERREICHEN Aktuell zeigt sich, dass Betriebswirtschaft, Management und Leader­ ship sehr gefragte Schwerpunkte sind, wenn es um die betriebliche Ausund Weiterbildung geht. Es werden hierbei beachtliche Mittel investiert, denn dies soll helfen, die Unternehmensziele zu erreichen. Das haben auch die Weiterbildungsanbieter erkannt. Das Ressourcenmanagement und das steigende Kostenbewusstsein in Profit-, aber auch in Non-Profit-Organisationen, in Unternehmen aller Branchen, Bildungsorganisationen und Verbänden gewinnt an Bedeutung. Personalentwicklungsabteilungen und Bildungsunternehmen wollen dabei professionell geführt werden. Dabei rückt vor allem den Aspekt der Wirkung und der Wirkungsüberprüfung von Weiterbildung in den Mittelpunkt. Weiterbildung muss nachweislich einen Mehrwert erzeugen. Am besten nicht nur mittel- oder langfristig, sondern auch unmittelbar.

«ERFOLGSKONTROLLE» FÜR WEITERBILDUNGSMASSNAHMEN Während noch vor 20 Jahren in erster Linie Praxistransfer und Nachhaltigkeit von Bildungsmassnahmen im Zentrum standen, muss heute immer mehr die Rentabilität ausgewiesen werden. Viele Massnahmen der betrieblichen Weiterbildung zeigen aber vielfach erst mittelfristig Erfolge. Den Nutzen und den Mehrwert in Franken oder Prozenten auszudrücken, ist fast unmöglich. Dazu kommt noch folgender Aspekt: Rasch ändernde Unternehmensziele erschweren die Kontinuität in Ausbildungsprogrammen. Diese Herausforderungen verlangen von den betrieblichen Bildungsfachleuten einen erweiterten Werkzeugkoffer. Neue Kompetenzen sind nötig. Bildungsprofis müssen die Bildungsarbeit unter Erwachsenenbildungs-gerechten wie auch ökonomischen Gesichtspunkten betrachten. Sie müssen den Zusammenhang zwischen Bildung, Bildungserfolg und Unternehmenserfolg verstehen und im Rahmen eines strategischen

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AUS- & WEITERBILDUNG 73 Bildungscontrollings Instrumente zur Planung, Gestaltung und Steuerung der betrieblichen Weiterbildung anwenden können. Die Erfolge sollten auch sichtbar gemacht und breit kommuniziert werden.

QUALITÄT UND EFFEKTIVITÄT VON BILDUNGSMASSNAHMEN Der Weg zur / zum Bildungsmanager/in geht in der Regel über das dreistufige AdA-Baukastensystem (Ausbildung der Ausbildenden). Dieses umfasst die Stufen SVEB-Zertifikat, eidgenössischer Fachausweis Ausbilder / in und eidgenössischen Diplom Ausbildungsleiter / in. Die erforderlichen Kompetenzen werden besonders im Lehrgang zur / zum Ausbildungsleiter/in mit eidgenössischen Diplom gelehrt. Neben dem AdA-Baukastensystem haben sich auf Hochschulstufe auch Angebote etabliert, welche die Vernetzung bereits erworbener fundierter Kenntnisse in der Erwachsenenbildung mit umfassenden Managementkompetenzen zum Ziel gesetzt haben. Ein Beispiel: Im Diploma of Advanced Studies DAS Bildungsmanagement, einem gemeinsamen Angebot der Lernwerkstatt Olten und der Fachhochschule Nordwestschweiz, werden Betriebswirtschaft- und Leadership-Kompetenzen vor dem Hintergrund der Bildung vermittelt. Die Lernwerkstatt Olten versucht so, den gestiegenen Anforderungen an das ökonomische und strategische Denken der Bildungsfachleute in Leitungsfunktionen mit ihren Angeboten gerecht zu werden. Durch eine Fokussierung auf Lehrgänge mit eidgenössischen Abschlüssen für Bildungsfachleute ist der Anbieter stets am Puls der Themen und betätigt sich in verschiedenen Gremien, welche die Berufsbilder aktiv gestalten.

Erwachsenen in einer Führungsfunktion tätig und leiten eine Organisationseinheit oder einen Angebotsbereich. Planung, Organisation, Entwicklung, Qualitätsmanagement, Marketing und Akquisition sowie Personalführung gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Ein weiterer Mehrwert: Im Lehrgang treffen sich Führungspersonen der inner- und ausserbetrieblichen Aus- und Weiterbildung, Geschäftsleitende von Institutionen der Weiterbildung und Führungskräfte von Bildungsanbietern. Absolvierenden beider Weiterbildungsgänge steht bei Erfüllung der Zulassungsbedingungen an der Fachhochschule Nordwestschweiz ein Anschlussprogramm zum Master of Advanced Studies Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement offen. ■

WWW.LERNWERKSTATT.CH/DAS WWW.LERNWERKSTATT.CH/AUSBILDUNGSLEITER

Ein anerkannter Abschluss in der Bildungsbranche ist also gefragt und für viele eine lohnenswerte Option, um das erworbene Know-how weiterzuvermitteln. Über 54’000 Personen verfügen aktuell über das SVEB-­ Zertifikat und rund 12’000 Bildungsfachleute schmücken sich mit dem eidgenössischen Fachausweis Ausbilder / in. Besonders gefragt – wie oben schon erwähnt – sind Bildungsfachleute, die sich weiterqualifiziert haben mit dem DAS Bildungsmanagement und dem eidgenössischen Diplom Ausbildungsleiter / in bis hin zum MAS Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement.

ERWACHSENENBILDUNG MIT MANAGEMENTKOMPETENZEN VERNETZEN Aber auch als Ausbildungsleiter/innen mit eidgenössischem Diplom ist man voll dabei: Ausbildungsleitende sind in der Bildungsarbeit mit

Betriebliche Weiterbildung und betriebliches Mentoring: Der Aufwand lohnt sich, aber wie weiss man, ob die Investition mittelfristig rentabel ist?


74 AUS- & WEITERBILDUNG

Schüler und Schülerinnen lernen in kleinen Klassen.

BAUMACKERSCHULE

DIE BERUFSLEHRE ALS CHANCE ERKENNEN ERST DER GYMNASIALE ABSCHLUSS, DANN DAS STUDIUM – DAVON VERSPRECHEN SICH VIELE DIE BESTEN CHANCEN IM BERUFSLEBEN. DABEI SIND DIE MÖGLICHKEITEN HEUTZUTAGE VIEL DIFFERENZIERTER. DIE BAUMACKERSCHULE BEISPIELSWEISE VERFOLGT EINE ANDERE HERANGEHENSWEISE. VON THOMAS BACK

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er Trend zu einer gymnasialen Ausbildung steigt seit den 1980er-Jahren unaufhaltsam an. Bereits 2016 entschieden sich laut Bundesamt für Statistik (BFS) bereits rund 26 Prozent aller Schulabgänger für eine Ausbildung auf dem gymnasialen Weg. Dadurch versprechen sich die Jugendlichen, und nicht selten auch deren Eltern, eine bessere Ausgangslage auf dem Weg in ein aussichtsreiches Berufsleben. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise die Baumackerschule in Zürich Oerlikon: Hier werden die Schüler zwar auch auf den Eintritt in eine Mittelschule oder Berufsmaturitätsschule (BMS) vorbereitet, aber nicht um jeden Preis auf Gymnasium getrimmt – sondern konsequent auf ihre Wunsch-Berufslehre vorbereitet.

INDIVIDUELLES BILDUNGSSYSTEM Die Frage, ob die Berufslehre oder das Gymnasium die besseren Voraussetzungen für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben schafft, ist

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nicht neu. Ihre Beantwortung jedoch muss in regelmässigen Abständen parallel zu den Veränderungen im Bildungswesen angepasst werden. Heutzutage gilt die Annahme, dass sich ein gewünschtes Berufsziel nur auf einem einzigen Weg erreichen lässt, als veraltet. Denn sie lässt die Durchlässigkeit des Schweizer Bildungssystems ausser Acht: So gibt es auch nach der gymnasialen Maturität die Möglichkeit, eine Berufslehre zu absolvieren. Und wer sich für die Berufslehre entscheidet, dem stehen auch später noch viele Wege zu einem Studium offen. Besser lassen sich umfassende Ausbildung und praktische Berufserfahrung fast nicht kombinieren. Zudem ist es möglich, dass für den einen die Entscheidung für eine konkrete Berufslehre zu früh kommt. Und der andere bringt vielleicht nicht die Voraussetzungen mit, um von einer akademischen Ausbildung im vollen Umfang profitieren zu können. Und genau diese Personen holt die


Lernen für die Zukunft in Zürich Oerlikon.

leiterin Karin Suter-Zünd. Sie führt weiter aus: «Deshalb legt die Baumackerschule den Fokus ganz klar auf das Heranführen der Schülerinnen und Schüler an ihre Wunsch-Lehre, ohne jedoch diejenigen Jugendlichen zu benachteiligen, die sich dann eben doch für den Gang ans Gymi umentscheiden.»

Baumackerschule in Zürich Oerlikon mit ihrem Versprechen, «wir begleiten Ihr Kind in die Wunsch-Berufslehre», ab. Die staatlich anerkannte Privatschule bietet Klassen für die Sekundarschulen A + B an sowie ein «Fokus»-Schuljahr in der 7. Klasse als Reifungs- und Orientierungsjahr.

PERSÖNLICHKEITEN FÖRDERN Die nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Oerlikon gelegene Baumackerschule hat ihr schulisches Angebot auf einem Fundament aus Respekt, Vertrauen und Fairness aufgebaut. Damit bietet sie ideale Bedingungen für eine persönliche sowie schulische Entwicklung. Klassengrössen bis maximal 18 Schüler/innen fördern ein positives Lernklima, die Top-Infrastruktur bietet ein inspirierendes Lernumfeld und das Klassenlehrersystem klare Strukturen und einen persönlichen Bezug. Die familiäre Tagesschule mit schulinterner Mensa gewichtet intellektuelle, handwerkliche und künstlerische Fächer sowie Sport gleichwertig. Zentral ist dabei stets die Vorbereitung auf den Eintritt in eine Berufslehre. Wie wird ein Lebenslauf gegliedert? Oder wie ist das Vorgehen, um eine Schnupperlehre absolvieren zu können? In einer zusätzlichen Berufswahlstunde pro Woche fokussiert sich die Baumackerschule auf die Beantwortung dieser konkreten Fragen und bildet somit die Kernkompetenz für einen erfolgreichen Übertritt in die Berufswelt aus. Zudem werden Schüler/innen, die trotzdem den Übertritt an eine Mittelschule oder die BMS anstreben, in den 3.-Sek-A-Klassen mit sogenannten Plusfächern unterstützt. In diesen Zusatzstunden werden Lerninhalte erweitert und vertieft.

Dass das «System Baumackerschule» funktioniert, zeigt auch ein Überblick über die Lehrstellen und weiterführenden Schulen, in welche die Schulabgänger 2018 / 19 eintreten konnten. Aus den Klassen der 3. Sek A und B absolvieren zwei Schülerinnen das 10. Schuljahr. Alle anderen haben Lehrstellen als kaufmännische Angestellte, Sanitär, Zimmermann, Speditionskaufmann, Zeichner Lüftungsplanung, Koch, Landschaftsgärtner, Lebensmitteltechnologe, Schreiner oder Fachfrau Gesundheit angetreten.

DER RICHTIGE AUSBILDUNGSWEG Das Gymnasium ist für viele Jugendliche die richtige Wahl. Andere sind besser in einer Berufslehre aufgehoben und können ihre Fähigkeiten beispielsweise in einem handwerklichen Umfeld besser einbringen. Im Zentrum sollten bei der Wahl des passenden Ausbildungsweges jedoch immer die individuellen Ziele und Fähigkeiten der Jugendlichen selber stehen. An regelmässig stattfindenden Infoabenden lädt die Baumackerschule deshalb dazu ein, sich ein eigenes Bild des Schulbetriebes zu machen. Darüber hinaus können Interessenten auch jederzeit ein Kennenlern-Gespräch mit Schulleiterin, Karin Suter-Zünd, vereinbaren. Bei diesem lassen sich die individuelle Situation und die Berufswünsche der Jugendlichen genau eruieren und gemeinsam nach der optimalen Lösung suchen. Denn nicht nur das Gymnasium, sondern viele Wege führen nach Rom! ■

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MOBILITÄT MOBILITÄT IST IN DER HEUTIGEN GLOBALISIERTEN WELT EINE ENORM WICHTIGE KOMPONENTE. EIN BESONDERES AUGENMERK GILT SEIT VIELEN JAHREN DEN HYBRIDFAHRZEUGEN – AUCH IM FIRMENWAGENBEREICH. VON CHARLES STAUBACH

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iner Frage gehen wir in dieser Rubrik regelmässig nach: Was ist eigentlich Mobilität? Rein definitionsgemäss bedeutet potenzielle Mobilität die Beweglichkeit von Personen, allgemein und als Möglichkeit. Realisierte Mobilität ist die Befriedigung von Bedürfnissen durch Raumveränderung, wobei der Verkehr das Instrument ist, das man dann für die konkrete Umsetzung der Mobilität benötigt. Dafür braucht es Fahrzeuge, Infrastrukturen und Verkehrsregeln. Wenn man über die Zukunft auf unseren Strassen, Schienen, Wasserwegen oder in der Luft nachdenken und Lösungen entwickeln will, ist Nachhaltigkeit ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der seit einigen Jahren zum Vokabular der Mobilitätsforscher / innen gehört.

Im Bereich der Energieeffizienz und Kostenoptimierung punkten nach wie vor die Plug-in-Hybridfahrzeuge. Auch im Nutzfahrzeugbereich hat die Plug-in-Hybrid-Technologie nun Einzug erhalten und wird sich mit Sicherheit mittelfristig etablieren. Mehr dazu in dieser Ausgabe. Mobilität ist aber auch eine ganz persönliche Angelegenheit, und über die Fahrzeuge und Bewegungsmittel generell definieren wir uns selbst. Wie das Frauchen so der Wauwau, wie das Auto so der Fahrer, hiess es dann und wann im Volksmund. Studien aus aller Welt lassen aber tatsächlich den Rückschluss zu, dass sich die Persönlichkeit in der Automarke widerspiegelt. ■

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FORD SCHWEIZ

GROSSE REICHWEITE UND AUCH NOCH EMISSIONSFREI DIE PLUG-IN-HYBRID-WELLE HAT NUN AUCH DIE NUTZFAHRZEUGBRANCHE ERFOLGREICH ERFASST – DANK FORD. DER AUTOBAUER HAT MIT DEM TRANSIT CUSTOM UND DEM TOURNEO ALS PLUG-IN-HYBRID EINEN VOLLTREFFER GELANDET. DAS MOTTO HEISST «EMISSIONSFREIER ELEKTROANTRIEB UND GROSSE REICHWEITE». VON DOMINIC ROSSIER UND CHARLES STAUBACH

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ls erste Plug-in-Hybrid-Modelle ihres Segments sollen der Transit Custom PHEV und Tourneo Custom PHEV mit einer lokal emissionsfreien E-Reichweite von über 50 Kilometern überzeugen. In Kombination mit dem 1.0 Liter grossen Ford EcoBoost-Turbobenziner als Range Extender steigt die Reichweite auf rund 500 Kilometer. Die Plug-in-Hybrid-Architektur mit einer 13.6 Kilowattstunde grossen Batterie gehört technologisch in die Champions League. Man kann an einer Haushalts-Steckdose in kaum mehr als vier Stunden vollständig aufladen. Mit einem handelsüblichen Typ-2-Ladestecker für Wechselstrom (AC) verkürzt sich diese Zeitspanne auf 2.7 Stunden. Zudem gewinnt der Transit Custom PHEV beim Bremsen mittels Rekuperation Energie zurück. Der Transit Custom Plug-in-Hybrid überzeugt dank der mit Unterflurbauweise installierten Batterie mit einer Zuladung von 1 100 Kilogramm und einem Laderaum-Volumen von 6.0 Quadratmeter. Ein Highlight ist zudem das Geofencing-Modul, verfügbar seit Frühjahr 2020. Es aktiviert den Elektroantrieb bei der Einfahrt in eine Null-Emissions-Umweltzone. Der Tourneo Custom Plug-in-Hybrid seinerseits ist eine achtsitzige Grossraum-Limousine und vereint rein elektrischen Antrieb mit grosszügigem Platzangebot und Konferenzbestuhlung. Ford bietet acht Jahre / 160ʼ000 Kilometer Garantie auf die Hybrid-Batterie. Ab sofort können diese Modelle bestellt werden.

INNOVATIV IN DER EIN-TONNEN-NUTZLASTKLASSE Als erster Automobilhersteller überhaupt bietet Ford mit dem neuen Transit Custom Plug-in-Hybrid einen Transporter in der Ein-Tonnen-­ Nutzlastklasse, der über einen innovativen Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) verfügt. Damit setzt das Unternehmen einmal mehr Massstäbe in diesem Segment und leistet einen wichtigen Beitrag für saubere und lebenswerte Innenstädte. Der Transit Custom PHEV fährt bis zu 56 Kilometer rein elektrisch – damit ermöglicht er zum Beispiel im Stadtverkehr lokal emissionsfreies Fahren und ist zu-

dem von etwaigen Zufahrtsbeschränkungen in städtische Umweltzonen befreit. Mit sechs Kubikmetern verfügt der Ford Transit Custom PHEV über das gleiche Laderaum-Volumen wie die Modelle mit konventionellem Verbrennungsmotor. Dank der Kombination aus Elektroantrieb und dem 1.0 Liter grossen Ford EcoBoost-Turbobenziner, der als Range Extender dient, überzeugt die Plug-in-Hybrid-Version mit einer alltagstauglichen Reichweite von rund 500 Kilometern. Die Vorderräder des neuen Transit Custom Plug-in-Hybrid werden ausschliesslich von einem Elektromotor angetrieben. Dieser mobilisiert eine Leistung von 92.9 Kilowatt und bezieht seine Energie aus einer flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 13.6 Kilowattstunde. Der mehrfach preisgekrönte 1.0 Liter grosse Ford EcoBoost-­ Benzinmotor dient dabei als Range Extender. Das heisst: Ist die Kapazität der Akkus erschöpft, produziert er den Strom für den Elektromotor an Bord. So kann der Transit Custom PHEV mühelos auch längere Strecken absolvieren, ohne dass hierzu ein Stopp zum Aufladen der Batterien erforderlich wäre. Der Fahrer kann zudem den Grad der Energierückgewinnung und der Bremsunterstützung des regenerativen Ladesystems >

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beeinflussen. Hierzu wechselt er am Schalthebel zwischen dem «Drive»und dem «Low»-Modus. Im «Low»-Programm rekuperiert das System stärker, sobald der Fahrer den Fuss vom Gaspedal nimmt – dies ermöglicht eine grössere Reichweite im elektrischen Fahrbetrieb. Um nachfolgende Verkehrsteilnehmer auf die stärkere Verzögerungsleistung hinzuweisen, aktiviert das Fahrzeug automatisch die Bremsleuchten. Der Ford Transit Custom Plug-in-Hybrid bietet sich besonders für Unternehmen an, die einen Transporter vor allem für den Auslieferverkehr in innerstädtischen Umweltzonen benötigen – ohne dabei Nachteile in puncto Reichweite und Laderaum-Volumen akzeptieren zu müssen.

VIER UNTERSCHIEDLICHE EV-FAHRPROGRAMME Darüber hinaus stehen vier unterschiedliche EV-Fahrprogramme (Electric Vehicle) zur Wahl. Sie entscheiden darüber, wie und wann die verfügbare Akku-Ladung genutzt wird. Der Energiespeicher ist zudem platzsparend in Unterflurbauweise unterhalb des Fahrzeugbodens positioniert. Das Resultat: Der Transit Custom PHEV bietet eine grosszügige Netto-Nutzlast von rund 1 100 Kilogramm – das Laderaum-Volumen ist mit sechs Kubikmetern genauso üppig wie bei den Versionen mit konventionellem Antrieb. Weiterer Vorteil für Gewerbetreibende und Unternehmen: Ford gibt auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren / 160ʼ000 Kilometer. «Das Interesse unserer Kunden an Elektrofahrzeugen ist gross. Aber wir wissen auch, dass es noch Bedenken bezüglich der Ladeinfrastruktur und der Reichweite gibt. Der Transit Custom Plug-in-Hybrid hingegen glänzt ohne Kompromisse mit der gewohnten Alltagstauglichkeit. Er kombiniert die Vorteile des emissionsfreien Elektroantriebs mit der Freiheit, mühelos auch längere Fahrten absolvieren zu können», betont Nicolas Pizzuto, Leiter Nutzfahrzeuge von Ford Schweiz.

BESTENS AUSGESTATTET FÜR DEN GEWERBLICHEN EINSATZ Ford bietet den Transit Custom Plug-in-Hybrid als Kastenwagen und als Kombi jeweils in der Version mit kurzem L1-Radstand (2.933 Milimeter) und flachem H1-Dach an. Der Kastenwagen steht in der Schweiz in den Ausstattungslinien «Ambiente» und «Trend» sowie in der exklusiven «Limited»- Ausführung zur Wahl, der Kombi in der Ausstattungslinie «Trend».

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Eine Klimaanlage für die Kabine sowie eine beheizbare Windschutzscheibe sind stets ab Werk an Bord. Auch das sprachsteuerbare Entertainment- und Kommunikationssystem Ford SYNC 3 steht zur Verfügung. Es zeichnet sich durch einen acht Zoll grossen Touchscreen aus, der Wisch- und Ziehbewegungen der Finger akzeptiert. Zu den Assistenzsystemen des Transit Custom PHEV zählen unter anderem der Einpark-Assistent und der Fahrspur-Assistent. Beide profitieren von der elektro-mechanischen EPAS-Servolenkung (Electric Power Assisted Steering), die zur Serienausstattung zählt und auch im dichten Stadtverkehr besonders leichtfüssiges Manövrieren ermöglicht.

FORDPASS-CONNECT-MODEM SERIENMÄSSIG AN BORD Serienmässig ist das FordPass-Connect-Modem an Bord. Es gewährt Firmenkunden den Zugang zu Fuhrpark-Managementsystemen wie Ford Telematics und Ford Data Service. Diese feiern noch in diesem Jahr ihr Marktdebüt und helfen, die Betriebs- und Einsatzkosten zu senken. Bereits im Apple App Store sowie auf Google Play herunterladbar ist die App «FordPass Pro», die insbesondere kleineren Firmen und selbst fahrenden Transit-Custom-Besitzern einen hohen Nutzwert bietet. Seit dem Frühjahr 2020 kann mithilfe dieser App auch der Batterie-Ladezustand für bis zu fünf elektrifizierte Ford-Fahrzeuge gecheckt werden.


MOBILITÄT 81 EIN TECHNISCHES HIGHLIGHT: DAS GEOFENCING-MODUL Ein interessantes Feature, das den Nutzern des Transit Custom Plug-in-Hybrid ebenfalls wichtige Vorteile bietet, folgt gleichfalls im Herbst 2020: Ab dann sorgt ein sogenanntes Geofencing-Modul dafür, dass der PHEV-Transporter in Umweltzonen und in individuell definierbaren Bereichen automatisch in den «EV Jetzt»-Modus wechselt, also auf reinen Elektroantrieb umschaltet. Diese Funktion wird über eine App gesteuert und zeichnet verschlüsselt Daten auf, die den Einsatz des Elektroantriebs bestätigen. Vorteil: Gegenüber zuständigen Behörden dienen diese Informationen als sicherer Beweis, dass das betreffende Fahrzeug nicht versehentlich mit aktiviertem Range Extender in eine Null-Emissions-­ Umweltzone eingefahren ist – und beugt damit saftigen Geldbussen vor.

TOURNEO: GEEIGNET ALS BUSINESS SHUTTLE ODER FÜR MEETINGS Mit dem neuen Tourneo Custom Plug-in-Hybrid präsentiert Ford darüber hinaus eine weitere Modellneuheit: Die vielseitige Grossraum-Limousine bietet acht Sitzplätze und verfügt über den gleichen innovativen Hybrid-­ Antriebsstrang wie der Transit Custom Plug-in-Hybrid – und erzielt damit eine lokal emissionsfreie Elektroreichweite von ebenfalls über 50 Kilometern. Auch hier gewährt Ford auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren pro 160ʼ000 Kilometer. Die PHEV-Version des Tourneo Custom zeichnet sich durch ein geräumiges Gepäckabteil sowie einen überaus flexibel nutzbaren Innenraum aus. Als einziges Fahrzeug dieses Segments bietet der Tourneo Custom PHEV die Möglichkeit, die Sitze der zweiten und dritten Reihe auch im Konferenzformat anzuordnen – dann sitzen sich die Passagiere der zweiten und dritten Reihe gegenüber. Der Tourneo Custom Plug-in-Hybrid eignet sich unter anderem als Business-Shuttle für Unternehmen, die häufig in Umweltzonen wie zum Beispiel in Innenstädten unterwegs sind. Er steht in der Schweiz exklusiv in der hochwertigen Ausstattungsvariante «Titanium» zur Verfügung. «Der neue Tourneo Custom Plug-in-Hybrid ist ein sehr innovatives und vielseitiges Fahrzeug, mit dem die Nutzer problemlos auch in innerstädtische Umweltzonen einfahren können», erklärt Nicolas Pizzuto. «Ganz gleich, ob als Business-Shuttle oder als Familientransporter: Der Tourneo Custom Plug-in-Hybrid überzeugt mit hohem Komfort und vielen cleveren Detail-­L ösungen. Darüber hinaus trägt er in verkehrsreichen Stadtteilen zur Verbesserung der Luftqualität bei.» In einem einjährigen Feldversuch mit dem Transit Custom Plug-in-Hybrid hat Ford unter realen Bedingungen in London gezeigt: Für Unternehmen und Gewerbetreibende, die mit ihrem Fuhrpark die strengen AbgasVorgaben in urbanen Umweltzonen erfüllen müssen, stellen elektrifizierte Nutzfahrzeuge die beste und praktikabelste Lösung dar. In London legten Kunden mit einer Flotte von insgesamt 20 Transit Custom Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen mehr als 250ʼ000 Kilometer unter realen Alltagsbedingungen zurück. Ford erhielt auf diese Weise Erfahrungswerte aus erster Hand – darunter Antworten auf die Frage, ob beziehungsweise wie häufig bei typischen Transportaufgaben wie dem innerstädtischen Zustellverkehr der lokal emissionsfreie Elektroantrieb genutzt wurde. Dabei kam heraus: 75 Prozent der Distanzen, die die Testfahrzeuge in der City von London zurückgelegt haben, sowie 49 Prozent der Strecken im erweiterten Londoner Grossraum fuhren die Plug-in-Modelle rein elektrisch. Sie konnten dadurch die Abgasbelastung deutlich reduzieren, ohne dass es hierfür auf eine etablierte Ladesäulen-Infrastruktur angekommen wäre. Bei Bedarf stellten auch grössere Distanzen für die Versuchsflotte dank des als Range Extender arbeitenden Benzinmotors kein Problem dar.

ELEKTRIFIZIERUNG BEI FORD Ford investiert bis 2022 mehr als 11.5 Milliarden US-Dollar in Elektrofahrzeuge und will in jeder PW-Produktlinie mindestens eine elektrifizierte Version in Europa anbieten. So will der Hersteller sein Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen bis Ende 2021 auf 18 Modelle erhöhen, einschliesslich Mildhybrid-, Vollhybrid-, Plug-In-Hybrid- und voll­ elektrischen Fahrzeugen. ■

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GESCHÄFTSFÜHRER HERBST 2020


STYLE IN DER BUSINESSWELT SIND MANCHMAL DETAILS ENTSCHEIDEND, OB FRAU ODER MAN(N) SOUVERÄNITÄT UND KOMPETENZ AUSSTRAHLT. NIEMALS ZU UNTERSCHÄTZEN IST ABER AUCH DAS GEWÄHLTE STYLING, PASSEND ZU DEN JEWEILIGEN SITUATIONEN UND ZUR PERSON. UND AUFGEPASST – NICHT IN ALLEN BRANCHEN WIRD AKZEPTIERT, WENN MAN DEN TRENDS FOLGT. VON CHARLES STAUBACH

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arl Lagerfeld, einer der grossen Meinungsmacher der Modewelt, und leidenschaftlicher Anzugträger sagte einst: Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Deshalb sollte man immer stilsicher angezogen sein. Ganz so genau muss man(n) sich diese Sätze nicht zu Herzen nehmen, aber im Businessumfeld ist der erste und auch oft der zweite Eindruck mit entscheidend wie man wahrgenommen wird. Deshalb wird der Wahl der Garderobe in der Geschäftswelt eine hohe Beachtung geschenkt. Woher kommt der Sinn für guten Stil? Und was motiviert uns letztendlich zum Kauf neuer Produkte? Inspirationen bekommen wir durch FashionMagazine, Lifestyle-Blogs und Instagram-Posts. Aber auch die Marken selber setzen ihre Produkte immer mehr in Szene. Kunden kaufen heut-

zutage nicht mehr einfach Produkte, sondern Emotionen. Das Costumer Journey-Einkaufserlebnis ist mitentscheidend. Stil zu verkörpern heisst aber auch, dass man sich nicht nur gut und der Situation angemessen kleidet, sondern auch die richtigen und passenden Umgangsformen pflegt sowie die so genannten No-Goʼs kennt, welche in den jeweiligen Branchen und Interessengruppen herrschen. Interessant ist, in welchen Branchen welcher Stil-Code gepflegt wird und die Frage, wann es angemessen ist, allenfalls im Vergleich zu den anderen Mitarbeitenden overdressed oder underdressed zu wirken. Mehr dazu in dieser Rubrik inklusive einem kleinen Trendradar für den Herbst / Winter / Frühling 2020 / 21. ■

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BUSINESSMODE-WINTERTRENDS 2020

KEINE ANGST VOR DER EIGENEN COURAGE DIE FARBEN-, STIL- UND STOFFTRENDS DES WINTERS 2020 ZEIGEN: ES SCHLÄGT DIE STUNDE DER MUTIGEN. SOWOHL FRAUEN WIE AUCH MÄNNER NUTZEN DEN GRÖSSEREN SPIELRAUM, DER NUNMEHR IN DER BUSINESSMODE ERLAUBT IST. DAS MOTTO HEISST: «KEINE ANGST VOR EXPERIMENTEN – ABER IM BUSINESSUMFELD DENNOCH IN MASSEN.» HIER IST UNSER TRENDBAROMETER. VON CHARLES STAUBACH

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om klassischen Schwarz geht auch in diesem Winter der Trend zu anderen gedeckten Farbtönen wie Navy, Grau, Cognac oder Dunkelbraun. Es sind die sogenannten Mood-Farben – also Farben, die eine bestimmte Stimmung wiedergeben sollen. Aber in diesem Winter wird es um einiges farbiger und «disruptiver» als in den letzten Jahren: So kommen die Farben Blau und Feuerrot stark auf und die Check-Muster feiern ein grandioses Comeback: Glencheck, Fensterkaro, Vichy oder Tartan sind jetzt wieder im Trend. Beim Styling gibt es hier verschiedene Möglichkeiten: Sakkos und Pea-Coats in minimalistischen Mustern sollen der Renner werden. Die Farbe Rot benötigt aber etwas mehr Fingerspitzengefühl beim Styling. Besonders wenn diese Farbe Einsatz im Männer-­ Businesslook findet.

LEDER UND CORD VOLL IM TREND Ein weiterer wichtiger Trend in diesem Winter ist Leder. Besonders angesagt: der Head-to-Toe-Look. Das geht entweder mit einem Anzug oder Ledermantel – bei Businessfrauen oftmals passend zu einer Lederhose. Ein grosses Comeback feiert der Cord-Stoff. Richtig kombiniert –

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allenfalls auch im Vintage-Stil mit cooler Kopfbedeckung – wirkt man nicht wie ein «Bünzli». Ganz im Gegenteil.

HOCHWERTIGE, NATÜRLICHE MATERIALIEN Hochwertige, natürliche Qualitäten geben generell diesen Winter den Ton an. Kurz- und langhaarige Wollen (Alpakas, Mohair, Flanell, Doubleface) gehören bei der Frauen-Businessmode dazu. Klassische Muster (Karos, Streifen und Glenchecks) wirken mit Lurex-Beimischungen und Überdrucktem neu. Im Mix mit Breitcord und Samt sind diese Materialien für Damen-, Herren- und alle genderneutralen Kollektionen gleichermassen relevant. Es gibt aber auch Innovationen aus alternativen Fasern wie Brennessel, Bambus und Bakterien auf dem Markt. Die Outdoor-Stoffe, hoch glänzende, technische Materialien, werden immer stärker mit natürlichen und Vintage-Stoffen oder grober Baumwolle kombiniert.

OVERSIZED TAILORING AUCH IM BUSINESSUMFELD? Oversize-Schnitte waren im Herbst / Winter 2019 DER Modetrend schlechthin und bleiben uns auch in der Winter-Saison 2020 erhalten. Doch in


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dieser Saison nimmt Oversize neue Dimensionen an. Denn Jacken, Mäntel und Pullis werden nicht XL, sondern XXXL getragen. Ausserdem weiterhin angesagt: Layering. Ein weiterer Männermode-Trend für Herbst und Winter ist der XXL-Pullover – aber Achtung: Nicht in jeder Berufsbranche ist dieser Look akzeptiert. Bei den Anzugschnitten wird das Oversized Tailoring tatsächlich Einzug halten. Hier gilt: auf keinen Fall eine Nummer grösser kaufen, sondern auf die Länge und Weite achten. Während Schulter und Brust weiterhin leicht anliegen, ist weiter abwärts der Schnitt etwas entspannter. Eine weitere Möglichkeit sind leichte Überlängen beim Sakko. Und dann noch zwei wichtige Themen: die Schuhe und die Hemden. Auf die Schuhe sollten Entscheider oder Angehörige entsprechender Branchen dabei besonders Wert legen. Monks, Doppelmonks oder Semibrogues aus Leder sind zu empfehlen. Hemden können beim Business Casual auch in frischen Farben getragen werden. Nach dem Revival der Revershemden kommen diesen Winter die Seidenhemden als trendy. Zu diesem Look sollte man idealerweise dunkle, schlichte Hosen kombinieren.

AUFWEICHEN DER DRESSCODES? Das Aufweichen der Dresscodes in der Businesswelt – zum Beispiel in Richtung Casual Chic – wird immer offensichtlicher. Dies zeigt sich branchenübergreifend. Was aber wohl immer gefragt sein wird, ist ein Kleidungsstück, welches die Persönlichkeit unterstreicht und jemanden gut wirken lässt, sagt beispielsweise Sunita Kunsanthia von Sunita Suits in Zürich. Und das kann bei einem Mann nichts so gut wie ein guter Anzug, der sitzt und Ausdruck von Souveränität, Stil und Lebensgefühl vermittelt. Im Bereich der Stilrichtungen und Schnitte geht es natürlich in Richtung Casual Chic und Slim Fit. Vor vielen Jahren war die Meinung vorherrschend, dass vor allem Leute aus dem oberen Kader oder Männer aus dem Banken- und Versicherungsbereich – meist auch mittleren Alters – die Hauptkundschaft für Massanzüge sei. Das habe sich, so Sunita Kunsanthia, stark verändert. Die Zielgruppe kommt aus allen Branchen und ist viel breiter und vielfältiger. Auch junge Männer begeistern sich dafür. Die Ansprüche an Massanzüge seien ohnehin gestiegen. Jeder, der sich in der Businesswelt bewege, egal in welcher Branche, gehöre zur Zielgruppe. Männermode werde immer individueller, und je nach Personality sind die Bedürfnisse auch ziemlich unterschiedlich. ■

WELCHER BUSINESS-KNIGGE FÜR WELCHE BRANCHE? In einigen Branchen ist Business Casual Usus – ein Kompromiss zwischen offiziellem und informellem Auftritt. Eine gewisse Lässigkeit ist erlaubt, sollte jedoch möglichst nicht in den Freizeitlook übergehen. Damen tragen beim Business Casual Baumwollhosen oder Röcke in Kombination mir Pullover oder modischen Blusen. In der Kreativ- und IT-Branche ist ein Stilbruch oder eine sehr individuelle Kleiderordnung kein Nachteil und wird als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit gesehen. Sind äussere Merkmale wie Tattoos oder Piercings dominant sichtbar, kommt es auf die Arbeitgeber oder die Kundschaft an, ob diese akzeptiert sind oder nicht. Es gibt aber absolute No-Gos: Bei Männern sind dies offene Schuhe und sportlich wirkende Shorts, bei Frauen schulter- oder bauchfreie Tops, ebenso wie Mini-Röcke, durchsichtige Elemente in der Kleidung oder tief ausgeschnittene Dekolletees. Auch sollten Frauen in der Regel bei klassischer Kleidung und beim Business-Casual-Stil stets Strumpfhosen tragen.

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SPORT & FREIZEIT DER BEREICH SPORT UND FREIZEIT GEWINNT IMMER MEHR AN BEDEUTUNG – AUCH IM BUSINESS-UMFELD. SPORT WIRD NICHT NUR BETRIEBEN UND KONSUMIERT – AUCH DIE WERTSCHÖPFUNG BEI ALLEN TÄTIGKEITEN RUND UM DEN SPORT STEIGERT SICH EXPONENTIELL. UMSO MEHR WAR ES FÜR DIE BRANCHE EIN SUPER-GAU, ALS DIE CORONAVIRUS-PANDEMIE ÜBER SIE HEREINBRACH. ABER ES GAB EINIGE NISCHEN, DIE AN POPULARITÄT GEWANNEN VON CHARLES STAUBACH

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port und Freizeitaktivitäten generell haben zunehmend auch wirtschaftlich eine erhebliche Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Ob aktiv betrieben oder passiv als Zuschauer verfolgt: Sport hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Sportwirtschaft macht in der Schweiz einen Umsatz von über 21 Milliarden Franken (Tendenz stark steigend) und hat ein Beschäftigungsvolumen von nahezu 100’000 vollzeitäquivalenten Stellen. Die Wertschöpfung über den Sport und die Sportevents sind überdies im Steigflug. Und in einer Sport- und Event-Stadt wie Zürich kann einiges generiert werden. Ob nun ein Grossereignis stattfindet oder ein Sportclub viele Fans mobilisiert: Potenzial für eine Wertschöpfungssteigerung ist immer vorhanden, wie alle Tourismusdirektoren in der Schweiz bestätigen. Und dann kam der März 2020!

Das Herz aller Sportfans blutete. Speziell jenes der Eishockey-Community. Denn das grosse WM-Fest in Zürich und Lausanne musste abgesagt werden. Im Eishockey- und Fussball-Business geht nach wie vor für viele – trotz der Corona-Finanzhilfeleistungen des Bundes – die Existenzangst um. Und dies nicht nur bei den grossen Clubs, sondern vor allem bei den weniger finanzstarken. Viele Sportarten haben durch das Fehlen der Zuschauer und der Vermarktungsausfälle ihre wichtigsten Einkommensquellen verloren. Aber es gab auch Nischenprodukte im Sport, die profitieren konnten – so beispielsweise der Frauenfussball, der nicht so stark vom Zuschaueraufmarsch abhängig ist. Erstmals in seiner Geschichte hat der Fussballverband einen grossen Sponsor (AXA) gefunden. Das Schweizer Fernsehen zeigt(e) neun Spiele live. Bis zu 148’000 Zuschauer gleichzeitig und durchschnittlich 63ʼ000 Interessierte haben den Auftakt der Women’s Super League verfolgt. Das sind Meilensteine für den Frauenfussball. ■

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88 SPORT & FREIZEIT SPORTWIRTSCHAFT

60 PROZENT LANGFRISTIG BETROFFEN VIELE BRANCHEN WURDEN DURCH DIE COVID-PANDEMIE MASSIV GETROFFEN. BEI KAUM EINER BRANCHE WURDE ES DER BEVÖLKERUNG OFFENSICHTLICHER VOR AUGEN GEFÜHRT WIE BEI DER SPORT-, FREIZEIT-, EVENT- UND TOURISTIKBRANCHE. DABEI IST DIE WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG DES SPORTS UND DER FREIZEITBRANCHE IN DER KOMPAKTEN SCHWEIZ BESONDERS GROSS. SO AUCH IN ZÜRICH ALS EVENT- UND SPORTREGION MIT EINER HOHEN DICHTE AN FREIZEITAKTIVITÄTEN. DIE WERTSCHÖPFUNG LEIDET DEMENTSPRECHEND – AUCH NACH DEN HILFSPAKETEN UND SUPPORTMASSNAHMEN DES BUNDES. VON CHARLES STAUBACH

Die Sportanlässe tragen den grössten Anteil zur Bruttowertschöpfung in der Branche bei.

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ie wirtschaftliche Bedeutung des Sports in der Schweiz ist, verglichen mit anderen Ländern in Europa, besonders gross. Der Bereich Sport schafft laut einer neuen Studie knapp 100ʼ000 Stellen. Die Wertschöpfung beträgt jährlich über elf Milliarden Franken bei einem Umsatz von über 22 Milliarden Franken. Die Sportwirtschaft steuerte bereits 2017 rund 1.7 Prozent zum Bruttoinlandprodukt (BIP) und 2.4 Prozent zur Gesamtbeschäftigung bei, wie eine neue Studie im Auftrag des Bundesamtes für Sport (BASPO) beschreibt. Damit trage der Sport ähnlich viel zum BIP bei wie der Maschinenbau.

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Gleichzeitig ist die Wertschöpfung mehr als doppelt so hoch wie die der Land- und Forstwirtschaft. Das sind beeindruckende Zahlen. Wenn man bedenkt, dass flankierend dazu die Event- und Freizeitbranche enorm von der Sportwirtschaft profitiert und man diese Branchen in einen Bereich «Sport und Freizeit» zusammenfügt, würden die Zahlen noch bedeutend höher liegen. In Kantonen, wo die Sport- und Freizeitaktivitäten sowie die Events eine hohe Dichte haben und effiziente Wertschöpfungsketten mit Einbezug aller direkt und indirekt beteiligten An-


SPORT & FREIZEIT 89 bietern und Branchen erzeugen, ist diese noch höher und wichtiger. So auch in der Grossregion Zürich. Aktuelles Zahlenmaterial nur für die Region ist zwar noch nicht publiziert worden, aber Schätzungen und Expertenaussagen gehen in diese Richtung.

UMSATZ UM ÜBER 30 PROZENT GESTIEGEN Die Sportwirtschaft Schweiz erwirtschaftete also vor dem Ausbruch der Covid-Pandemie mit einem geschätzten Umsatz von 22.2 Milliarden Franken eine Bruttowertschöpfung von 11.4 Milliarden pro Jahr. Dadurch wird ein Beschäftigungsvolumen von insgesamt 97’900 vollzeitäquivalenten Stellen generiert. So heisst es in der aktuellsten BASPO-Studie. Experten gehen nun aber davon aus, dass die Wirtschaft in der Schweiz durch die Corona-Pandemie um rund sechs Prozent schrumpft. Dies auf den Sport bezogen wäre eine Minderung der Wertschöpfung von 700 Millionen. Und den Verlust von 6 000 Arbeitsstellen. Die Sportwirtschaft Schweiz ist seit der ersten Untersuchung im Jahr 2005 stark gewachsen. Der Umsatz ist in diesem Zeitraum um 31 Prozent gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von rund fünf Milliarden Franken. Wie das BASPO und Swissinfo berichten, habe sich auch die durch den Sport ausgelöste Beschäftigung erhöht. Jedoch nicht so stark exponentiell, da in derselben Periode gleichzeitig die Arbeitsproduktivität gestiegen ist: 2017 gab es im Sport im Vergleich zu 2005 11’000 vollzeitäquivalente Stellen mehr. Das entspricht einer Zunahme von 13 Prozent. Die Wertschöpfung der Sportwirtschaft (27 Prozent) ist dagegen zwischen 2005 und 2017 weniger stark gewachsen als jene der Gesamtwirtschaft (32 Prozent).

DIE WICHTIGKEIT DER SPORTGROSSANLÄSSE Die Sportwirtschaft ist eine sogenannte Querschnittsbranche, die sich aus vielen klassischen Wirtschaftszweigen zusammensetzt. So wurden in der Studie neun unterschiedliche Sportbereiche der Sportwirtschaft festgelegt. Mit 23 Prozent tragen die Sportanlagen und -Stadien mit ihren Anlässen den grössten Anteil zur Bruttowertschöpfung bei. Danach folgen die Sportvereine und -verbände (19Prozent) und der Sporttourismus (18 Prozent). Im Bereich Sportdienstleistungen belief sich die Bruttowertschöpfung auf elf Prozent der gesamten Sportwirtschaft (2005 noch acht Prozent). In diesem Jahr hätte – ohne Covid-Pandemie – dieser Bereich mit unter anderem der Eishockey-Weltmeisterschaft sowie den Rad-WM weiter an Bedeutung gewinnen können. Weiter folgen die Sportunfälle (neun Prozent), öffentliche Verwaltung, Sportunterricht und -ausbildung, Forschung und Entwicklung /F&E (acht Prozent) und der Sporthandel (acht Prozent). Mit je zwei Prozent und einem kleineren Anteil folgen die Bereiche Produktion von Sportgeräten, Sportartikeln und Sportbekleidung sowie die Sportmedien.

WAS WIRD DIE «STRATEGIE SPORTWIRTSCHAFT 5.0» BEWIRKEN? Dann kam die Pandemie und der Sport wird an den Folgen langfristig zu leiden haben. Nun arbeiten Interessenvertreter mit dem Projekt «Strategie Sportwirtschaft 5.0» an einer Krisenstrategie. Mit dem koordinierten Vorgehen sollen die finanziellen Einbussen aufgefangen und die Vielfalt des Schweizer Sports langfristig erhalten werden, wie Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport mitteilten. Das Stabilisierungspaket von 500 Millionen Franken, das der Bundesrat Mitte Mai gesprochen hat, werde – so heisst es in einer offiziellen Mitteilung des BASPO – substanziell dazu beitragen, die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Krise aufzufangen. Weil die Erfahrungen zeigten, dass der Sport bei einer Krise stärker und länger betroffen sei als andere Teile der Wirtschaft, brauche es zusätzliche Massnahmen. Erste Erkenntnisse von Swiss Olympic und dem BASPO brachten zutage, dass mehr als 60 Prozent der Sportwirt-

schaft langfristig von der Krise betroffen sein werden. Bedroht seien mit den lokalen Vereinen, den Veranstaltern und den Profiklubs die «tragenden Säulen» des Sportsystems. Es drohen Mindereinnahmen wegen abgesagter Anlässe und Einbussen im Bereich Sponsoring. Zudem könnte auch die öffentliche Hand wegen Steuerausfällen zu Sparmassnahmen greifen. Diese Auswirkungen träfen den Sport erst in zwei bis drei Jahren. An einem ersten von mehreren geplanten Workshops erarbeiteten im Stade de Suisse in Bern Vertreter von rund 50 Sportverbänden sowie Bund und Kantonen vorerst die Grundlagen. Die Teilnehmer diskutierten zudem mögliche Massnahmen und Lösungsansätze für das Projekt, als dessen Leiter Ralph Stöckli (Chef de Mission von Swiss Olympic) und Olympiasieger Hippolyt Kempf (Sportökonom BASPO) eingesetzt wurden. Bundesrätin Viola Amherd, die als Gastrednerin auftrat, nahm den Sport auch in die Pflicht. «Die notwendige Neuorientierung wird durch die Massnahmen des Bundes begleitet. Damit verbunden sind aber klare Erwartungen», so die Sportministerin. Sie nannte unter anderen die Stärkung des Breitensports, des Behindertensports sowie der Mädchen- und Frauenförderung als Kriterien. «Swiss Olympic muss das riesige Potenzial nutzen, um sich als Dachorganisation und nationaler Förderer zu positionieren», so Amherd. Sie forderte den Dachverband des Schweizer Sports und die angeschlossenen Verbände auf, sich entsprechend zu öffnen. ■

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90 SPORT & FREIZEIT

Erste Versuche an ferngesteuerten Baggern und Kippladern.

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GEMEINSAM GROSSES ­BEWEGEN EINMAL IN DER FÜHRERKABINE EINES MONSTRÖSEN BAGGERS SITZEN UND MIT DER SCHAUFEL EIN LOCH IN DEN ERDBODEN GRABEN. WAS FÜR VIELE EIN KINDHEITSTRAUM IST, WIRD IM THURGAU ZUR REALITÄT. IN EINEM EIGENS EINGERICHTETEN FUN-PARK WIRD JEDER FÜR KURZE ZEIT ZUM BAGGERFAHRER. VON FREYA MOHR

V

om Bürotisch aus ist das Beobachten einer Baustelle spannender als die eigentliche Arbeit? Im Garten hat der Landschaftsgärtner einen Teich ausgehoben? Beim morgendlichen Vorbeifahren an einer Baggervermietung strotzen die schweren Maschinen vor Energie? Wo auch immer die Lust am Baggerfahren herkommt, bei Baggerplausch.ch lässt sie sich ausleben.

GESCHÄFTSFÜHRER HERBST 2020

RIESIGE SANDKISTE Die rechte Hand stösst nach vorne und schon ist das Wummern und die Vibration der monströsen Maschine zu spüren. Langsam gräbt sich die grosse Schaufel in die Erde hinein. Den Hebel richtig bedient schliesst die Schaufel und der Arm des Baggers hebt sich wieder an – schon bewegt sich eine Tonne Erde. Es fühlt sich so schwer an, wie eine Feder


SPORT & FREIZEIT 91

Geschicklichkeitsspiele mit dem Bagger – das braucht ein ruhiges Händchen.

aufzuheben. Jetzt sind Millimeterarbeit und Fingerspitzengefühl gefragt: Ziel ist es, die Erde in den Lastwagen zu füllen, ohne diesen zu beschädigen oder die Erde daneben fallen zu lassen. Das kann selbst den kühnsten Kopf herausfordern. Baggerplausch.ch ist eine aufstrebende Eventfirma aus dem Thurgau. Umgeben von grünen Hügeln bietet das Unternehmen Bagger-Events für Firmen und private Anlässe an sowie freies Baggern an jedem ersten und dritten Samstag im Monat. An der alten Landstrasse bei Frauenfeld (TG) und an der Bremgartenstrasse in Fischbach-Göslikon (AG) dürfen Hobby-­ Baggerfahrer in der Erde baggern, Löcher ausheben und Sand schaufeln. Das kleine, familiäre Team sorgt für kompetente Instruktionen – so wird jeder für ein paar Stunden zum Baggerfahrer.

TEAMBILDUNG AM BAGGER Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Team-Event ist, nach einer Möglichkeit für eine einzigartige Teambildungs-Erfahrung sucht oder den nächsten Betriebsausflug plant, ist bei Baggerplausch.ch genau richtig. Die Team-Events beinhalten je nach Programm Geschicklichkeitsspiele, eine Baggerplausch-Challenge oder die Möglichkeit, mit ferngesteuerten

Baggern zu spielen. Auch grössere Teams sind gut unterhalten, da die Eventfirma eine Bagger-Grossfamilie vor Ort hat. So kann sowohl mit den richtigen Baggern gegraben und gespielt als auch mit ferngesteuerten Fahrzeugen die Geschicklichkeit erprobt werden. Und genau das ist es, was ein Baggerplausch-Event zu einem vielfältigen und einzigartigen Erlebnis macht. Das Unternehmen hat bereits verschiedene Geschäfts-Events durchgeführt und blickt auf einen grossen Erfahrungsschatz zurück. Ob abenteuerliche Teamausflüge, unvergessliche Jubiläumsfeiern oder unterhaltsame Vereins-­ Events, Baggerplausch.ch stellt ein spannendes Programm zusammen. ■

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Im Rohr 25 CH-8532 Warth Telefon +41 (0) 78 945 25 75 info@baggerplausch.ch WWW.BAGGERPLAUSCH.CH

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KULINARIK IN ENTSPANNTER ATMOSPHÄRE GESCHÄFTLICHE THEMEN BESPRECHEN – SO STELLT MAN SICH EIN ERFOLGREICHES BUSINESS-DINNER VOR. OFT FÜHLEN SICH KLIENT / INNEN UND GESCHÄFTSPARTNER/INNEN WOHLER, WENN MEETINGS NICHT IMMER NUR IN STERILEN BÜRORÄUMEN STATTFINDEN. UND WENN DOCH, DANN GIBT ES IMMER EINEN WEG, DIESEN TERMIN ANGENEHM ZU GESTALTEN. ZUM BEISPIEL AUCH IN EINEM HOTEL.

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 Sonne Seuzach

VON CHARLES STAUBACH

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mmer mehr Geschäftsleute lassen sich ihr Essen ins Büro oder generell an den Arbeitsplatz bringen. Essen online zu bestellen ist ein weltweiter Trend, der auch in der Schweiz stattfindet. Auch die Post liefert online bestellte Lebensmittel – sogenannten E-Food. Dennoch ist der klassische Businesslunch nach wie vor ein beliebtes, unschlagbares Networking-Instrument. Ein gepflegtes Restaurant oder eine Bar sind neutrale Orte, die Gespräche auf Augenhöhe ermöglichen, weil niemand einen «Heimvorteil» hat. Trotzdem sollte man wenn möglich bei einem Geschäftsessen wenig dem

Zufall überlassen. Denn auch wenn es sich beim Essen und Trinken leichter verhandelt, so geht es immer noch ums Geschäft und nicht darum, lediglich Nettigkeiten auszutauschen. Auch mit einem kleinen Glas Rum oder Wein lässt sich beim Networking gut Smalltalk betreiben. Es gibt ausserdem jede Menge anderer Geheimtipps und Trouvaillen für ein Businesstreffen oder erholsame Wochenendaufenthalte. Besonders beliebt sind Hotels, die mit kreativen kulinarischen Spezialitäten und einer generell herausragenden Küche glänzen. Einen Geheimtipp stellen wir Ihnen auf den kommenden Seiten vor. ■

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SONNE SEUZACH

EINE WOHLFÜHLOASE BEI WINTERTHUR ES GIBT JEDE MENGE GEHEIMTIPPS UND TROUVAILLEN FÜR ERHOLSAME WOCHENENDAUFENTHALTE IN DER REGION WINTERTHUR. BESONDERS BELIEBT SIND HOTELS, DIE MIT KREATIVEN KULINARISCHEN SPEZIALITÄTEN UND EINER GENERELL HERAUSRAGENDEN KÜCHE GLÄNZEN. EINES DER ERFOLGSREZEPTE DER BESITZERFAMILIE: «WIR HABEN UNS ÜBERLEGT, WO WIR UNS SELBST AM WOHLSTEN FÜHLEN UND SO HABEN WIR UNSERE SONNE KONZIPIERT.» VON BRIGITTE ZEMP

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eit November 2017 erstrahlt die Sonne in Seuzach in neuem Glanz: Modern eingerichtete Hotelzimmer, ein edles Restaurant mit kreativer, saisonaler Küche, ein Raritätenkeller mit wunderbaren Trouvaillen sowie die moderne Bar wirken einladend. Viele Zigarrenliebhaber/innen werden zudem noch mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass eine gemütliche Zigarrenlounge zur Verfügung steht. Heutzutage eine Seltenheit, aber nach wie vor sehr beliebt.

Die Liebe zum Detail und die Herzlichkeit spürt man bereits wenn man den ersten Schritt in die Sonne macht. Das modern eingerichtete Restaurant verwöhnt seine Gäste mit einer frischen und kreativen Küche. Küchenchef Michael Embacher und sein Team legen grossen Wert auf regionale und frische Produkte. Neben Grillspezialitäten aus dem Beefer geniesst der Gast eine saisonale Schweizer Küche, immer mit der gewissen Extra-Raffinesse.

LIEBE ZUM DETAIL UND HERZLICHKEIT SOLL VERMITTELT WERDEN

In den warmen Sommermonaten lassen zudem Gourmets die Seele auf der Terrasse unter der schattigen Platane baumeln. Die Weinkarte bietet für jede Budgetvorstellung eine passende Weinbegleitung. Das wahre Highlight befindet sich jedoch im Untergeschoss: Der Weinkeller mit Raritäten hauptsächlich aus dem Bordeaux-Gebiet und Kalifornien sucht in der Schweiz seinesgleichen. Der Hauptteil

Ein Wohlfühlort, an dem die Gäste gerne verweilen und noch lieber zurückkehren – Das soll die Sonne in Seuzach gemäss der Besitzerfamilie Monika und Stephan Jäger sein: «Wir haben uns überlegt, wo wir uns selbst am wohlsten fühlen und so haben wir unsere Sonne konzipiert».

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KULINARIK 95

In unserer Cigar Lounge fühlen sich sogar Nichtrauchende wohl.

der Weine stammt aus Stephan Jägers Privatkeller: «Wein ist meine Passion, und es gibt ja bekanntlich nichts Schöneres, als seine Passion mit Gleichgesinnten zu teilen. Unsere Kollektion wird von bekannten Namen und Weinen grosser Jahrgänge geprägt. Wir haben zurzeit rund 6 500 Flaschen, die zum Teil bis 1928 zurückgehen. Unsere Preise orientieren sich an aktuellen Auktionspreisen und werden nicht mit der üblichen Gastromarge berechnet. Weinkenner haben demnach eine gute Chance, echte Trouvaillen zu Toppreisen auf unserer Karte zu finden.»

DAS LOUNGE-AMBIENTE IST NACH WIE VOR BELIEBT Direkt neben dem Weinkeller befindet sich die gemütliche Zigarrenlounge, in welcher Zigarren oder ein guter Whisky genossen werden können. Ausgestattet mit dem langen Tisch und einem Screen eignet sich dieser Raum auch ausgezeichnet für Meetings und Seminare bis zwölf Personen. Das Wohlfühlambiente strahlt weiter in das kleine, aber feine Boutique-­ Hotel in den beiden oberen Etagen. Fünfzehn schön ausgebaute und geschmackvoll eingerichtete Zimmer bieten sowohl für Geschäfts- wie auch Ferienreisende eine Oase der Ruhe an. Jeweils samstags sorgen verschiedene Live-Bands aus der Region für Unterhaltung. Die gute Stimmung ist dabei vorprogrammiert. Und wenn man Glück hat, singt sogar der Eigentümer höchstpersönlich. Die weitreichenden Kontakte des Sonne-Teams im Entertainment-Bereich kommen einem auch als Veranstalter von Firmenessen oder anderen Banketten zu Gute. So kann ohne Probleme eine Unterhaltung dazu gebucht werden. Platz im Restaurant finden bis zu 120 Personen.

Die operative Führung haben Monika und Stephan Jäger Anfang Jahr weitergegeben an Brigitte Zemp. Die junge Gastronomin führt den gesamten Betrieb mit viel Schwung und Leidenschaft. «Das oberste Ziel ist es, dass nicht nur alle unsere Gäste, sondern auch alle unserer rund 20 Mitarbeitenden am Abend mit dem Sonne-Wohlgefühl im Herzen nach Hause gehen. Wir wollen bei der Arbeit Spass haben und diese Freude mit unseren Gästen teilen.» ■

SONNE SEUZACH

Ohringerstrasse 2 CH-8472 Seuzach Telefon +41 (0) 52 338 08 08 welcome@sonne-seuzach.ch WWW.SONNE-SEUZACH.CH

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96 VORSCHAU UND IMPRESSUM

VORSCHAU

DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT IM WINTER 2020

ARBEITSWELT 50+

DIE GENERATION 50+ HAT IN DER ARBEITSWELT DER ZUKUNFT NOCH SEHR VIEL ZU BIETEN UND IST NACH WIE VOR EINE SEHR INTERESSANTE KAUFKRAFTKLASSE. LESEN SIE MEHR ÜBER IHRE ZUKUNFTSCHANCEN UND USP IN DER NÄCHSTEN AUSGABE.

Herausgeber

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rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 84 CH-4132 Muttenz / Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 Fax +41 (0) 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch

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Autoren Thomas Back Elisa Beck Daniele Ciociola Christian Friedrich Manuela Gehrig Daniel Herzog Tobias Honold Urs Hübscher Anette Janosch Georg Lutz Freya Mohr Holger Palm

Dominic Rossier Fabienne Rüegg Charles Staubach Brigitte Zemp

Interview Pamela Baur Alessandra Chiasera Melanie Holdener Balz Hösly Judith Maag Pasquale Sabatino Dr. Matthias Schweizer Norbert Wassmer Nadine Wietlisbach

Titelbild Helen Ree

Hotel Krone House of Winterthur Jura Vertrieb (Schweiz) AG PEXELS SACH Architeckten Zürich Schweizer Lunch Check Shutterstock Sonne Seuzach Valiant Bank AG VISIONAPARTMENTS Zürich Tourismus Bildarchiv Bei allen übrigen Bildern liegen die Bild­rechte bei den jeweiligen Inserenten.

Jahresabo Vier Ausgaben CHF 19.– Einzelpreis CHF 6.– info@rundschaumedien.ch

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ISSN 2624-9588

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