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SOMMER : : 2019

MOBILITÄT

FLOTTENMANAGEMENT DER ZUKUNFT

«ZANKAPFEL» 5G

HOHES POTENZIAL – EINIGE VORBEHALTE

UMWELTJOBS

WEITERBILDUNGEN MIT ZUKUNFTSPOTENZIAL

IDENTIFIKATION

GESCHÄFTSMODELL H & R GASTRO

INTERVIEW

TREND ZUM INTERIM MANAGEMENT

TALENTFÖRDERUNG ICT CAMPUS IN BERN

SPECIAL

INTERLAKEN: STARKE MARKEN, DYNAMISCHE FIRMEN, TOLLE EVENTS

BEAT HABEGGER

HAND UND FUSS EVENTS – KREATIVITÄT HAT KEINE GRENZEN


Gute Nachricht für die Geschäftsleitung. Mit SBB Businesstravel Zeit, Geld und Ärger sparen und die CO2-Bilanz des Unternehmens verbessern. Du bist meine SBB. Mehr erfahren: sbb.ch/business


LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER Was ist Exponentielle Innovation? Und was hat dies mit der Businesswelt der Zukunft zu tun? Eine ganze Menge, denn wer sich in der Geschäftswelt der Zukunft behaupten will, kommt in bestimmten Marktumfeldern und Branchen nicht um ein Thema herum: Disruption und Exponentielle Innovation. Dabei geht es unter anderem um den erstrebens­ werten Zustand der «Singularität». Was das alles zu bedeuten hat, erklären wir in dieser Ausgabe. Die Themenschwerpunkte im aktuellen «Geschäftsführer» heissen: das aufstrebende Un­ ternehmertum und aktuelle Business-Porträts im Berner Oberland (Regionen Thunersee und Interlaken) und das derzeit äusserst umstrittene 5G-Thema. Die Frage ist: Welche Auswirkungen und Wettbewerbsvorteile wird die 5G-Technologie für jene Unternehmen haben, die davon profitieren werden? Wir haben uns in der Region Bern umgehört und Expertenmeinungen eingeholt. Natürlich stellt der «Geschäftsführer» auch heuer wieder eine spannende Unternehmer­ persönlichkeit vor. Diesmal haben wir uns mit Beat Habegger, CEO von Hand und Fuss Events in Oberhofen am Thunersee, unterhalten. Der Event-Profi ist eine Ausnahmeerscheinung, wenn es um kreative Umsetzungen von Firmen- und Team-Events geht, die einen echten Mehrwert erzeugen. Dieses und weitere Themen, viele Veranstaltungstipps, weitere spannende Porträts aus Ihrer Region und vieles mehr erwartet Sie in der vorliegenden Ausgabe. Wir freuen uns, dass Sie uns weiterhin als Leserinnen und Leser die Treue halten. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen und nehmen mit Freude zur Kenntnis, dass unsere Publikation bei den Zielgruppen gut ankommt. Bis zur nächsten Ausgabe im Herbst

Ihr Joël Ch. Wüthrich Chefredaktor


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INHALT HIGHLIGHT HAND UND FUSS EVENTS OBERHOFEN / THUNERSEE «Beat it» – Kreativität in Reinkultur

INTERIM MANAGEMENT «Ein Führungsvakuum unbedingt verhindern»

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5G TECHNOLOGIE UND BUSINESS Wettbewerbsvorteile und Quantensprünge

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BUSINESS IN DER ZUKUNFT «Exponentielle Innovation» als Zukunftsmodell

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SOFACOMPANY IN BERN Eine wegweisende Geschäftsphilosophie

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TERTIANUM MANAGEMENT AG Selbstbestimmt und sicher leben

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ICT CAMPUS IN BERN Neuer Hotspot für ICT-Talente

INTERLAKEN, MATTEN UND UNTERSEEN 52 Mehr als «nur» ein Adventure-Hotspot CONGRESS CENTRE KURSAAL 54 INTERLAKEN Tradition und hoher Servicestandard

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AUS- & WEITERBILDUNG JFB BORNHORST GMBH Mehr Erfolg durch Leidenschaft

WEITERBILDUNG-TRENDS 46 Zehn Thesen zur Weiterbildung der Zukunft

BERNER OBERLAND

BERN-INSIDE

BAUEN & WOHNEN

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BUSINESS

DESIGNBÖDEN DER EXTRAKLASSE FÜR STILVOLLE RÄUMLICHKEITEN Alles andere als nullachtfünfzehn

SENEVITA AG Wohnen und leben im Alter

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#KLIMASTREIK 42 Junge sind heiss auf Umwelt-Jobs 26 BURKI BERATUNG & OUTPLACEMENT 44 Wiedereinstieg in den Job mit über 50

H & R GASTRO AG, INTERLAKEN «Dä vo hie» von «Die vo hie»

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HANSEN AG Gut in Form und Farbe

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Offizielle Sondermünze 2019

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80 90

INHALT BANK EKI GENOSSENSCHAFT 60 VERSICHERUNGEN Optimaler Versicherungsschutz dank Unabhängigkeit

GSTAAD MENUHIN FESTIVAL & ACADEMY Die Zauberformel wirkt

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VW T-CROSS Kompakte Crossover auch bei KMU beliebt

MYSTERYROOMS INTERLAKEN Der filmreife Team-Event

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BEAUTY & GESUNDHEIT

KOLUMNE

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FRÜHLINGSFRISCH 80 Trend Beauty

TOM KRISPER

THUNERSEESPIELE 2019 «Ich war noch niemals in …»

STYLE

KULINARIK 68

KREISLAUFWIRTSCHAFT IN DER MODEBRANCHE In die nächste Runde

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«WEIN UND SEIN» IN BERN «Mit Herzblut schafft man (fast) alles»

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MODEL UND INFLUENCERIN DINA ROSSI «Authentizität ist das Zauberwort»

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BEST OF SWISS GASTRO Genuss an der Sonne

SPORT & FREIZEIT SPORTSTADT BERN Historisches Ereignis mit nachhaltigen Folgen

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MOBILITÄT 74

MOBILITÄT: FLOTTEN UND FUHRPARKS 90 Flottenmanager werden zu Mobilitätsberatern

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9.–21. AUGUST 2019 Bern, Allmend

24.–27. OKTOBER 2019 Thun, Allmend

Giacobbo/Müller exklusiv im Abendprogramm Zirkusclowns im Nachmittagsprogramm


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HIGHLIGHT

«BEAT IT» – KREATIVITÄT IN REINKULTUR HAND UND FUSS EVENTS OBERHOFEN / THUNERSEE

BEAT HABEGGER IST EIN SELFMADE-UNTERNEHMER MIT EINEM BESONDEREN FLAIR FÜR SPANNENDE TEAM-EVENTS. IM OBERLAND GILT HABEGGER ALS EINER DER INNOVATIVSTEN EVENT-KONZEPTER, DESSEN GESCHÄFTSMODELL ES IST, KEINE «08 / 15-EVENTS» ANZUBIETEN. SEIN NEUESTER COUP: SEINE EVENT-AGENTUR «HAND UND FUSS EVENTS» HAT DIE LIZENZ ERHALTEN, UM SOGENANNTES CSI-TRAINING ALS TEAM-EVENT DURCHFÜHREN ZU KÖNNEN. VON JOËL CH. WÜTHRICH

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HIGHLIGHT

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eat Habegger ist ein «Original». In der Region Thunersee rufen ihn alle «Biiit». Der Vollblut-Unternehmer ist sehr gut vernetzt und kann sein Netzwerk optimal für seine Herzenstätigkeit – die Kreation und Umsetzung besonderer Team-Events und Caterings für Unternehmen und Private – einsetzen. Zwar hat er eine Eventhalle zur Verfügung, aber seine Leidenschaft gilt den herausfor­ dernden Geschichten: «Unsere Spezialität ist, dass wir die Umgebung, in welcher der Anlass stattfindet, jeweils einbinden. So entstehen sehr spannende Geschichten. Wichtig ist, dass die Teilnehmenden sich noch nachhaltig und lange an das Erlebnis erinnern.»

POSITIVE EMOTIONEN UND ERLEBNISSE PRÄGEN Die Wichtigkeit von Erlebnissen als Team – sei es bei einem Firmenanlass oder im privaten Umfeld – haben Unternehmen längst erkannt. Die Event-Branche boomt. Einst prägte der grosse Philosoph René Descartes im Zusammenhang mit dem Grundsatz des Zweifelns an der eigenen Erkenntnisfähigkeit den folgenden Satz: Cogito ergo sum (Lateinisch für «Ich denke, also bin ich»). Bei Team-Events gilt der Grundsatz: «Ich erlebe, also bin ich.» Denn über das Erleben positiver und einprägsamer Emotionen ist das sogenannte Teambuilding effizienter. Positive Emotionen und Erlebnisse prägen wir uns besonders ein, auch im Unterbewusstsein. Was besonders effizient ist, sind die Verknüpfungen, die man macht während anspruchsvollen Aufgaben. Auch erlebnispädagogische «Abenteuer» sind stark im Trend. In der digitalisierten Arbeitswelt 4.0 sind Erlebnisse noch wichtiger. Die Komplexität und der Abstraktionsgrad in der beruf­ lichen Tätigkeit steigt immer mehr. Speziell im Zeitalter der vierten in­ dustriellen Revolution mit der voranschreitenden Digitalisierung.

DIE «LIZENZ ZUM ERMITTELN» Für Beat Habegger sind diese Voraussetzungen ideal, um seine Erlebnis­ welten und Event-Ideen umzusetzen. Die Möglichkeiten in der Region und das Angebot sowie die Ideen des Hand und Fuss Teams fügen sich zusammen wie eine Zauberformel. Seiner Ideenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Denn er entwickelt auch zusammen mit den Interessierten neue Event­ welten. Ob nun ein Kugelbahn-Workshop organisiert wird, Seifen­kisten oder Drachenboote gebaut und gefahren werden, in einer Westernstadt gefeiert, man sich bei Highland Games misst, Eisskulpturen schnitzt oder ganz einfach ein Motto-Barbecue durchgeführt wird – alles scheint möglich. Habeggers neuer Coup ist eine Idee mit Alleinstellungs­merkmal: Er hat die Lizenz erworben, mit dem offiziellen Logo der berühmten US-Serie CSI ein nahezu professionelles Training für eine Tatort-Ermittlung durchzu­ führen. Mitsamt aller Utensilien. «In unseren Team-Events können wir in der ganzen Schweiz einen CSI-Krimi-Event für sechs bis 500 Personen anbieten. Dabei wird viel über Kriminaltechnik gezeigt, was wir mit einem hohen Unterhaltungswert verknüpfen», so Beat Habegger. Die TV-Serie Ermitteln und auswerten unter fachkundiger Leitung: Hier wird man zur CSI Agentin oder zum CSI Agenten CSI wurde zu Spitzenzeiten von über 20 Mio. Zuschauern weltweit angesehen und war damit international eine der erfolgreichsten TV-Serien überhaupt. Damit habe man, so Habegger, eine hohe Trefferquote an Fans, welche die Serie gesehen haben oder zumindest kennen. «Und unter uns gesprochen, den Unterhaltungswert und auf Spass. Die Teilnehmer erhalten auch fast jeder schlüpft gerne mal in eine coole Ermittlerrolle», schmunzelt der Team-Aufgaben und arbeiten gemeinsam an der Lösung eines Kriminal­ ewig jung­gebliebene Beat Habegger. Das Kon­ falls. Allerdings gehen wir anders als bei einem zept: Wie ein professioneller Tatort-Ermittler aus Teambuilding vor, wo der Fokus mehr auf «WICHTIG IST, DASS DIE dem Team der Crime Scene Investigation sucht TEILNEHMENDEN SICH NOCH Gruppenarbeiten gelegt ist. Das Zeitfenster für und sichert man Spuren und Beweise in einem NACHHALTIG UND LANGE AN Team-Events liegt zwischen drei bis vier Stun­ Mordfall und versucht so, Hinweise auf den den. Wir arbeiten mit der mobilen Variante – DAS ERLEBNIS ERINNERN.» Täter zu finden und diesen zu überführen. also auch mitten in der Stadt. Im Buchungs­ paket enthalten sind immer das komplette Tatort-Equipment, die ALLEINSTELLUNGSMERKMALE Ausstattung für alle Teilnehmer inklusive Schreibmaterial und Beklei­ Auf dieses neue Angebot mit der ganz speziellen USP (Unique Selling dung, zwei bis drei Guides vor Ort, die Zeugen für den Event und die Proposition) ist die Agentur Hand und Fuss Events in der Schweiz in Anreise. Und man kann auch noch elegant zwischen Deutsch und Englisch einer Pole Position. «In unseren Team-Events legen wir den Fokus auf als Event-Sprache auswählen.»

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HIGHLIGHT

Beeindruckend: Mit Chapiteau Zelten lässt sich eine besondere Atmosphäre kreieren.

MULTITASKER, MULTITALENT, ANPACKER …

titalent. Event-Kreation und -Umsetzung ist nur eines seiner Talente. Beat Habegger ist jedoch noch längst nicht mit seiner Ideensammlung Ursprünglich Schreiner und Absolvent als Holz-Betriebsingenieur FH am Ende: «Es ist mir natürlich wichtig, dass ich einzig­ (damals noch HTL) entdeckte er seine Affinität artige und innovativ-­k reative Angebote für Firmen­ und Begeisterung für das Kochen. «Kochen war anlässe oder private Gruppen kreieren darf. Genauso «ERLEBNISPÄDAGOGISCHE gewissermassen ein Selbst-Made-Studium. Im aktu­ ABENTEUER SIND STARK ellen Team haben wir gelernte Köche und gelerntes wichtig ist jedoch auch, dass das Erlebnis – also die IM TREND. ERST RECHT Personal aus der Gastro­nomie. Das passt ausge­ Emotional Selling Proposition (ESP), der emotionale IN DER DIGITALISIERTEN zeichnet», so Beat Habegger. Und so hat er jeweils Mehrwert – im Mittelpunkt steht. Dazu gehört ARBEITSWELT 4.0.» zum Ziel an den Anlässen idealerweise auch ein auch, dass wir auf Wunsch mit der Event-Kreation Erlebnis-­gastronomisches Setting etablieren: «Ob den kulinarischen Teil anbieten können.» Denn ein Barbecue am Wald­rand, ein Racletteplausch in der Waldhütte, ein was bleibt nicht in bester Erinnerung, wenn nicht ein Top-­Catering? Outdoor-Fondue vor der eigenen Firma, ein mongolisches Barbecue im Erlebnis­gastronomie und Catering? Beat Habegger ist nämlich ein Mul­

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HIGHLIGHT

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T R E N D A L S M OT I VAT I O N S - U N D FÜHRUNGSINSTRUMENT Viele Unternehmen haben besondere Vorstellungen von Mitarbeiter-Events und versuchen, beispielsweise interne Konflikte damit zu lösen. Das muss jedoch nicht sein. Interaktion ist fast immer erwünscht. Besonders in Fällen von Abteilungszusammenlegungen oder Change-Projekten. Team-Events haben eine zentrale Bedeutung in Unternehmen jeder Grösse. Teams funktionieren in aller Regel nicht von alleine, reibungslose und produktive Abläufe von Anfang an sind eher die Ausnahme. Mitglieder eines funktionie­ renden Teams sind motiviert und sorgen für ein positives Arbeitsumfeld. Hat ein Team Erfolg, fühlt sich jedes einzelne Teammitglied verantwortlich dafür. So sind zufriedene Mitarbeiter wesentlich leistungsfähiger und bereit, mehr in das Unternehmen zu investieren. Merke: Da jedes Team aus Individuen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht, ist es nicht immer einfach, ein Erlebnis aufzugleisen, das allen zusagt. Deshalb ist es ratsam, alle Beteiligten mit in die Planung einzubeziehen und die Teammitglieder über den Event mitabstimmen zu lassen.

Chapiteau-Zelt, ein Pizzaplausch in der Eventhalle oder ein Mehrgang­ Da Hand und Fuss Events die Locations oftmals gleich aufbaut und menü auf dem Schloss am Thunersee – alles ist möglich. Wenn wir bei­ viel Werkzeug und Catering-Utensilien vorhanden sind, vermietet spielsweise eine Western­s tadt bespielen, so ist die man diese auch weiter, damit der Realisation ei­ Verpf legung natürlich genau angepasst. Oft «ES IST EIN PRIVILEG, DASS nes eigenen Projektes nichts im Wege steht. Die wird in Kombination mit diversen Spielen und Bull-Riding-Anlage zum Beispiel ist ein Renner, ICH EINZIGARTIGE UND Aktivitäten serviert.» Für Beat Habegger sind ebenso das Chapiteau-Zelt. Auch beliebt sind die INNOVATIV-KREATIVE noch andere Dinge wichtig, wenn er einen Auftrag Flamm­ k uchen- und Pizzaofen (elektrisch oder ANGEBOTE FÜR FIRMENentgegennimmt, und er stellt sich und den Auftrag­ holzbefeuert), Lisa, die Kuh zum Melken, eine ANLÄSSE ODER PRIVATE gebenden folgende Fragen: Was ist das Ziel des GRUPPEN KREIEREN DARF.» Bierzapfanlage mit Durchlaufkühler, eine Hüpf­ Events? Soll die Bindung zwischen den Mitarbeiten­ burg, ein XXL-Töggelikasten, ein Schiessstand den gestärkt werden? Oder sollen die Gäste beziehungsweise Eingeladenen mit Luftgewehr und Armbrust, ein mobiles aufblasbares Iglu mit und Teilnehmenden ganz einfach eine schöne Zeit zusammen verbringen? Acryl-Icebar, eine Bungee-­Run-Anlage und vieles mehr.

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HIGHLIGHT

Für jene, die es stilvoll mögen: Event direkt am Seeufer

MIT HAND UND FUSS Bei Hand und Fuss Events ist die Namensgebung Programm. Beat Habegger: «Chillen und geniessen kann man bei unseren Events immer. Aber auch aktive Menschen kommen voll auf ihre Kosten. Die mitunter beliebtesten Events sind jene, bei welchen wir etwas herstellen, bauen oder kochen und nach getaner Arbeit mit dem eigenen Werk auch wirklich etwas anstellt. Sei es ein Rennen, ein Wettkampf oder eine Unternehmung.» Beste Beispiel hierfür: Der Drachenbootsbau (siehe Foto links) – Ganz nach dem Motto: «Bauen Sie Ihr eigenes Drachenboot und bestreiten Sie anschliessend mit dem selbst gebauten Boot ein Plauschrennen auf dem Wasser. Erleben Sie die Königsdisziplin der Teamevents.»

HAND UND FUSS EVENTS GMBH Untere Stadelstrasse 9 CH-3653 Oberhofen Telefon +41 (0) 33 243 62 34 Mobile +41 (0) 76 334 20 29 info@handundfussevents.ch Filiale Mittelland Hand und Fuss Events GmbH Stockhornweg 18 CH-3422 Kirchberg Adresse Hauptlager Industriestrasse 1 CH-3661 Uetendorf : : WWW.HANDUNDFUSSEVENTS.CH : : : : WWW.CSI-TRAINING.CH : :

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Maximum Wellbeing „Was bedeutet Luxus, wenn Sie keine Zeit haben, ihn zu geniessen?“ Maura Wasescha

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BUSINESS

Presented by GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

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15.–18. OPENAIR 8. 2019 GAMPEL 12


BUSINESS WER SICH IN DER GESCHÄFTSWELT DER ZUKUNFT BEHAUPTEN MUSS, KOMMT IN BESTIMMTEN MARKTUMFELDERN UND BRANCHEN NICHT UM EIN THEMA HERUM: DISRUPTION UND EXPONENTIELLE INNOVATION. DABEI GEHT ES UNTER ANDEREM UM DEN ERSTREBENSWERTEN ZUSTAND DER «SINGULARITÄT». WAS HAT DAS ABER ZU BEDEUTEN? VON JOËL CH. WÜTHRICH

U

m in Zukunft mithalten zu können, müssen in den meisten Branchen die Innovationen bald «exponentiell» werden. Das heisst, neue Technologien oder innovative Ideen könnten eine Grundidee so beschleunigen, dass diese zu einem so genannten Megatrend wird und die künftigen Arbeitswelten nachhaltig verändert. Manche sprechen dann auch von der Entwicklung disruptiver Ideen, die alles bisher dagewesene auf den Kopf stellen. Die Digitalisierung spielt hierbei selbstver­ ständlich die grösste Rolle in diesen Abläufen. Die Folge: Ein Abschied von so genannten linearen Geschäftskonzepten. Mehr dazu lesen Sie in dieser Rubrik.

Potenzial zu einer exponentiellen Innovation hat auch die Einführung des 5G-Netzes in der Schweiz. Noch weiss man nicht im Detail, wie stark diese Innovation sein wird und mit welchen Gegenströmungen zu rechnen sein wird. Die 5G Gegner machen mobil und es gibt noch einige Hürden zu überspringen, bis die Technologie flächendeckend für alle einen Mehrwert bringt. Wir haben schon mal vorrecherchiert, welche Nutzwerte beziehungsweise welche Wettbewerbsvorteile das 5G Netz in einigen Branchen haben werden. Und schliesslich sind wir einem Trend nachgegangen: Warum greifen immer mehr Unternehmen auf Interim Manager /innen zurück? Im Interview mit einem Fachmann erfahren wir mehr.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


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BUSINESS

INTERIM MANAGEMENT

«EIN FÜHRUNGSVAKUUM UNBEDINGT VERHINDERN» DIE NACHFRAGE NACH INTERIM MANAGERINNEN UND MANAGERN IST IN DEN LETZTEN JAHREN GESTIEGEN. BESONDERS DIE ÜBERBRÜCKUNG VON FÜHRUNGSVAKANZEN UND UNTERSTÜTZUNG IM AUFBAU NEUER GESCHÄFTSFELDER SIND GEFRAGT, ABER AUCH DIE EINBINDUNG VON FACHLEUTEN BEI VERÄNDERUNGSPROZESSEN ODER IM KLASSISCHEN PROJEKTMANAGEMENT. WIR HABEN DR. MATTHIAS SCHWEIZER, EINEM EXPERTEN AUF DIESEM GEBIET, ZU SEINEM BERUFSALLTAG ALS INTERIM MANAGER IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSWESEN BEFRAGT. INTERVIEW MIT DR. MATTHIAS SCHWEIZER VON JOËL CH. WÜTHRICH

E

s kann jedes Unternehmen treffen: Schlüsselpersonen an zentralen Schnittstellen im Betrieb fallen aus oder verlassen das Unternehmen. In solchen Situationen ist ein effektives Interim Management gefragt. Viele Unternehmen setzen proaktiv und präventiv eine oder einen Interim Manager / in ein, um beispielsweise Überbrückungen zu sichern, Projekte anzuschieben oder Betriebliches Mentoring zu gewährleisten.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Interim Management umfasst zeitlich befristete Einsätze zur Überbrü­ ckung von Führungsvakanzen, den Auf bau neuer Geschäftsfelder, Veränderungsprozesse oder klassisches Projektmanagement. Der interi­ mistische Einsatz von Führungskräften in Unternehmen hat sich in der Schweiz seit den 80er-Jahren zusehends verbreitet und wächst heute jährlich. Dass der Arbeitsmarkt einen diesbezüglichen Flexibilisie­ rungsprozess vollzieht, beweisen auch andere Länder, wie etwa die


BUSINESS

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Welche Risiken? Risiken entstehen durch ein unerwartetes Führungsvakuum, das Un­ sicherheit in der Belegschaft, Grabenkämpfe oder Kompetenzgerangel auslöst. Ferner, wenn die Last der Überbrückung ungerecht verteilt wird und die Mitarbeitenden durch Zusatzaufgaben überfordert werden. Dann häufen sich Pendenzen, der gesetzliche Auftrag wird mangelhaft oder gar nicht mehr umgesetzt, die Verbindlichkeiten werden nicht mehr eingehalten und externen (oder internen) Partnern fehlt eine entscheidungs- bzw. weisungsbefugte Ansprechperson. Ein weiterer Risikofaktor ist die Initialisierung neuer Projekte, der Aufbau einer neuen Geschäftseinheit oder eine Neuausrichtung der Organisa­ tion. Unter Zeitdruck fehlen die nötigen Management-Kompetenzen, die personellen Ressourcen, die erforderliche Infrastruktur oder das erforderliche Fachwissen. Uneinigkeit in der Ausrichtung, auch un­ verständliche Entscheide, führen zu schwindendem Rückhalt in der Belegschaft.

Der Sozialökonom mit Expertise im Sozial- und Gesundheitswesen und Interim Manager Dr. Matthias Schweizer

Niederlande, Grossbritannien oder die USA. Bis vor einigen Jahren wurde Interim Management stark mit dem Thema Sanierung assoziiert. Heute hingegen besetzt man nahezu alle Funktionsbereiche in Unter­ nehmen mit Interim Managern. Die Anforderungen an Effektivität und Führungskompetenz sind hoch. Man braucht neben Erfahrung gute Referenzen, Kontakte, Fachwissen und Methodenkompetenz. Meist werden denn auch Kaderleute als Interim Manager tätig, die bereits in verschiedenen Unternehmen als Führungskraft erfolgreich waren.

Und was sind die Konsequenzen? Dies kann zu Fehlentwicklungen wie Kostenüberschreitung und Nicht­ einhaltung der gesetzlichen Standards führen. Demzufolge steigt der Druck auf das Aufsichtsgremium. Entscheidungen müssen nachträglich korrigiert werden und die Gefahr eines Reputationsschadens wächst. Eine nachhaltige Sicherung der angestrebten Veränderung ist nicht möglich. Unter diesen Aspekten wirken sich personelle, fachliche und technische Engpässe unmittelbar und evtl. drastisch auf den Betrieb bzw. die Finanzen aus.

Und wie verhindern Sie das? Als erstes muss die Hierarchie-Lücke geschlossen werden, damit die interne und externe Kommunikation, gem. den jeweiligen Richtlinien, wieder fliesst. Prioritär werden je nach Ausgangslage das Tagesgeschäft bzw. der gesetzliche Auftrag sichergestellt sowie der Abbau von Pendenzen organisiert. Wenn nötig werden interne Regeln und Normen durchgesetzt, «Geschäftsführer»: Herr Schweizer, weldas Kader beraten, unterstützt und ge­ ches sind die zentralen Sorgen im Sozialstärkt. Nebst Personalmanagement und «INTERIM-EINSÄTZE BASIEREN AUF und Gesundheitswesen? Controlling-Aufgaben gehören auch VERTRAUEN UND ERFORDERN HOHE Dr. Matthias Schweizer: Das Sozial- und EINSATZBEREITSCHAFT UND FLEXIBILITÄT.» die Kontaktpflege mit auftraggebenden Gesundheitswesen steht seit Jahren vor bzw. zuweisenden Stellen sowie die zunehmenden Herausforderungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Finanzie­ Funktion als Sparring-Partner für das Aufsichtsgremium dazu. Je nach rung des steigenden Bedarfs an Versorgungs-, Betreuung- und Beratungs­ Schwerpunkt des Auftrags können Entscheidungsgrundlagen erarbeitet leistungen. Der Spagat zwischen Markt und kantonalen Bestimmungen, oder eine Nachfolgeperson rekrutiert sowie eine geordnete Übergabe insbesondere hinsichtlich der zunehmenden gesetzlichen Qualitätsanfor­ organisiert werden. Um die Nachhaltigkeit der Qualität sicherzustellen derungen, erschwert zusehends die Stabilität und Nachhaltigkeit der zu sind wiederkehrende Audits möglich. erbringenden Dienstleitungen. Infolgedessen verstärkt sich der Druck zur Effizienz-Steigerung der Betriebsabläufe, u. a. durch intensivierte Digita­ Wo und in welcher Funktion sind sie aktuell tätig? lisierung, zu einer stärkeren Kundenorientierung durch Personalentwick­ Aktuell begleite ich interimistisch eine Institution mit Menschen mit lung sowie zur unabdingbaren Abwägung von Nutzenpotential und tat­ Behinderung im Auftrag einer Stiftung, während der Abwesenheit der sächlichem Erfolg. Heimleiterin. Vordringlich geht es um die Stabilisierung der Personal­ situation sowie die Unterstützung des Stellvertreters im Sinne eines­ Warum werden Sie als Interim Manager engagiert? Mentorings. Es werden das Tagesgeschäfte sichergestellt sowie der Abbau Diskretion, Ehrlichkeit und Erfahrung ermöglichen langjährige ver­ von Pendenzen organisiert. Zudem gilt es, der Heimleiterin nach längerer trauensvolle Partnerschaften. Je grösser das Wissen über die Organisation Abwesenheit einen gestuften Wiedereinstieg zu ermöglich. und deren Entwicklung, desto effizienter ist der Einsatz. Der gemeinsame Nenner für die Arbeit mit Profit- und Nonprofit-Organisationen ist es, Welche persönlichen Erfahrungen kommen Ihnen da zugute? mit begrenztem Mitteleinsatz nach einer maximalen Wirkung zu streben. Man muss die Zusammenarbeit mit Menschen unter schwierigen Be­ Vor diesem Hintergrund können Ausfälle von Schlüsselpersonen bzw. dingungen mögen. Diesbezüglich kommt mir meine praktischen Füh­ kurzfristiger Bedarf an spezialisiertem Wissen in Bezug auf die Qualität, rungs- und Krisen-Erfahrungen auf verschiedenen Leitungsstufen zu­ Stabilität und Nachhaltigkeit ein Risiko darstellen. Eine Überbrückungs­ gute; Keine vorschnelle Beurteilung der Situation, schnell das Grosse lösung bei Betriebs-, Organisations- oder Führungs-Engpässen vermindert und Ganze erfassen, sich von Anbiedern, Skeptikern und Argwöhni­ Risiken im Betrieb und Kostenbereich und dient der Entwicklung schen nicht beindrucken lassen. Dank der Digitalisierung kommt alles, nachhaltiger Lösungen. was sich nicht durch Leistung rechtfertigt, unter Druck.

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BUSINESS

Kann die Institution vorbeugen, im Sinne eines Risikomanagements? verschiedenen Funktionen, Branchen und Hierarchie-Stufen. In den Die Institution kann die (Risiko-)Szenarien sowie das Ausmass der Fol­ letzten Jahren in der Leitung kleiner und mittlerer Organisationen, ins­ gen skizzieren. Zu berücksichtigen sind, nebst den Konsequenzen eines besondere als langjähriger Dienstleister für Kantone und Gemeinden. Führungsvakuums, auch der zunehmende Fachkräftemangel. Organi­ Der Wechsel zurück in die Unabhängigkeit erfolgte durch die bessere Vereinbarkeit zwischen anspruchsvoller Führungs-Tätigkeit und satorische Lösungen, wie beispielsweise Stellvertreterregelungen, funk­ Familien-Leben. tionieren in der Praxis oft ungenügend, da Wissen und Erfahrung un­ gleich verteilt sind. Je besser ein Interim Manager die Organisation Womit zeichnet sich ein Interim Manager aus? bereits vor einem Einsatz kennt, desto schneller ist er effizient. Eine Der Einsatz eines Interim Managers bietet Vorteile und Chance zu­ schwerpunktmässige Einarbeitung kann helfen, die Strukturen, Sys­ gleich, da er sich neutral, vorbehaltslos und unvoreingenommen auf den teme und Kultur der Organisation kennen zu lernen, um über die Jahre Auftrag konzentrieren kann. Das Wissen mit der Organisation mitzuwachsen. Auch der Einsitz in ein Führungsgremium ermög­ und die Erfahrung «von aussen» sowie «INTERIM MANAGEMENT IST EINE licht neue Impulse und Ideen sowie einen neue Impulse und Ideen ermöglichen ei­ ANIMATIONSAUFGABE, DIE MAN breiteren Blickwinkel, mit Wissen und Er­ NICHT EINFACH ABARBEITEN KANN.» nen breiteren Blickwinkel. Interim Ma­ fahrung «von aussen». nagement ist eine Animationsaufgabe, die man nicht einfach abarbeiten kann. Ein wichtiger Bestandteil ist, einen Wie sind Sie Interim Manager geworden? gewissen Schwung und eine signifikante Dynamik in der Organisation Mein organisatorisches Talent führten mich Anfang zwanzig für gut zu erzeugen. Weniger entscheidend ist, an welcher Stelle man zu mana­ zehn Jahre in die Selbständigkeit. Danach folgten Festanstellungen in gen beginnt, als dass eine Dynamik in der Organisation ausgelöst wird. Hilfreich ist ein breites praxisorientiertes und theoretisches Wissen aus möglichst vielen Branchen. Die Erfahrung in vergleichbaren Funk­ tionen hilft. Ein Interim Manager muss animieren, inspirieren – zeigen, dass er das Gesamte überblickt und sich trotzdem für das Wohl des Ein­ zelnen interessiert. Prägende Fähigkeiten sind Veränderungs- (Change) und Entwicklungskompetenz (Talent), die Motivation für Innovation und nachhaltige Leistung. Welche Erfahrungen möchten Sie noch machen? Einerseits stehen immer wieder Generationenwechsel in Leitungsfunk­ tionen an, was vielfältige IM-Einsatzmöglichkeiten schaffen kann. Andererseits interessieren mich auch spezifische Projekte wie der Aufbau neuer Geschäftseinheiten oder Reorganisationen. Das sind Bereiche, in denen ich bereits praktische Erfahrung sammeln konnte. Zudem würde ich mich gerne tiefer mit Spitex-, Alters- und Pflege-Thematiken befas­ sen und mich stärker mit den «Public Management»-Themen der Öf­ fentlichen Verwaltung auseinandersetzen.

ZUR PERSON

Schnell den Durchblick haben ist eine der Regeln im Interim Management. Ausserdem: Keine vorschnelle Beurteilung der Situation, dafür schnell das Grosse und Ganze erfassen und sich von Anbiedern und Skeptikern nicht beeindrucken lassen.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Matthias Schweizer, 49 Jahre, Dr. phil., ist verheiratet und hat zwei Kindern. Er ist als Interim Manager und Berater vorwiegend im Sozial- und Gesundheitswesen tätig. Mit seiner ausgeprägten Dienstleistungsorientierung sowie der Begeisterung für das Gestalten von Betrieben im Spannungs­feld Mensch-Ökonomie-Umwelt entwickelt und leitet er gemeinsam mit seinen Auftraggebenden Problemlösungen. Seine Erfahrungen beziehen sich auf die Leitung kleiner und mittlerer Organisationen, mit Schwerpunkt der Organisationsentwicklung, insbesondere als langjähriger Dienstleis­ter für Kantone und Gemeinden mit Expertise in Marketing, Personalwesen und Freiwilligenmanagement. Nebst Erfahrung in «digitaler Transformation», verfügt er ferner über Projekterfahrung in Qualitäts- und Risiko­m anagement. Durch die Erfahrungen als Dozent und Betreuer / Gutachter von Masterabsolventen der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, ist er gut vernetzt und kennt die aktuellen Lehrmeinungen bzw. Erkenntnisse betreffend Organisation und Prozesse im Sozial- und Gesundheitswesen. : : WWW.MONCRIER.CH : :


Fernost ganz nah

Unser diesjähriges Engagement geht an

Eintritt frei

23. bis 25. August 2019 BERNEXPO-Areal

Freitag 18 – 23 Uhr | Samstag 10 – 23 Uhr Sonntag 10 – 20 Uhr Märit, Kulinarisches aus Fernost, traditionelle Tänze, exotische Kampfkünste und vieles mehr.

www.asiafestival-bern.ch


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BUSINESS

WETTBEWERBSVORTEILE UND QUANTENSPRÜNGE 5G TECHNOLOGIE UND BUSINESS

DAS INTERNET DER DINGE UND DIE VERNETZUNG EINER NOCH GRÖSSEREN ANZAHL GERÄTE MITTELS MOBILFUNKNETZ IST JETZT SCHON MEHR REALITÄT ALS ZUKUNFTSMUSIK. DER 5G-STANDARD SEI DIE BASISINFRASTRUKTUR FÜR DIE DIGITALISIERUNG DER GESELLSCHAFT, SAGEN DIE FACHLEUTE. FÜR VIELE UNTERNEHMEN WÄRE DIES EIN GROSSER WETTBEWERBSVORTEIL UND EINIGE BRANCHEN KÖNNTEN DURCH 5G EINEN BEDEUTENDEN AUFSCHWUNG ERLEBEN. VON JOËL CH. WÜTHRICH

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ine bis 1 000-fach höhere Kapazität im Mobilfunknetz bedeutet, dass exponentiell mehr Leute gleichzeitig eine stabile Verbin­ dung haben. Und dies – in manchen Studien wird davon be­ richtet – bei 90 Prozent weniger Stromverbrauch. Mit 3G und 4G ist man heute in der Regel 100-mal langsamer. Bereits per Ende 2018 hatte Swisscom auf Basis von Test-Lizenzen erste Schweizer Städte punktuell mit 5G erschlossen.

ARGUMENTATIONSDUELLE RUND UM 5G Die Schweizer Wirtschaft drängt auf die Einführung des neuen 5G-Mobil­ funkstandards. 5G bringe für die Wirtschaft neue Möglichkeiten und biete die Basis für modulare Fabriken. Eine digitalisierte Wirtschaft benötigt hohe Datenkapazitäten, kurze Reaktionszeiten für kritische Geschäfts­ prozesse und maximale Flexibilität für die Bereitstellung und Platzierung von Datenkapazitäten. 5G kombiniere – so die Argumentation der Befür­

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worter – als einzige Technologie sämtliche Anforderungen in einem effi­ zienten Ausmass als internationalen Standard und biete damit der Schweizer Wirtschaft enormes Potential. Caroline Sauser von der Pressestelle des BAKOM sagt: «5G wird in vielen Branchen neue Applikationen ermöglichen. Die Verfügbarkeit der 5G Netze und die Nachfrage müssen sich aber erst entwickeln. Zum Beispiel wird die Technologie eine wichtige Rolle für die Entwicklung von verschiedenen ferngesteuerten Anwendungen spielen. Das gilt für die Steuerung von Robotern in der Industrie bis zu selbstfah­ renden Autos. Auch die Blaulichtorganisationen sind an 5G-Diensten interessiert, weil es ihre Anforderungen erfüllen könnte wie erhöhte Daten­ übertragungskapazitäten auch bei Mobilnetz-Überlastung und Stromaus­ fällen und bei der Ausfallsicherheit der Datenverbindungen. Im Gesundheits­ bereich gibt es schon Drohnen, die Blutproben von einem Labor ins andere transportieren. In Zukunft ist 5G eine Option für solche Fernsteuerungen.» Aber die Gegner sind mindestens so aktiv. Man befürchtet noch nicht


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Städten punktuell 5G auf Test-Lizenzen zu Testzwecken live geschaltet. Diese Schweizer Städte sind Genf, Lausanne, Bern, Burgdorf, Luzern, Zürich und Davos. Swisscom wird 5G live schalten, sobald die Lizenzen für die Nutzung der Frequenzen im März vorhanden sind. Bis Ende Jahr sollen dann 60 Schweizer Städte und Gemeinden punktuell mit 5G versorgt werden.» Der 5G Ausbau erfolge Schritt für Schritt, so Schädeli weiter, denn es brauche an manchen Mobilfunkstandorten neue Hardware. Der Ausbau werde zudem aufgrund der strengen Mobilfunk-Grenz­ werte in der Schweiz gebremst, da gerade in städtischen Gebieten viele Antennen wegen der strengen Umweltgesetze nicht mehr mit 5G ausge­ baut oder anderweitig verstärkt werden können.

90 PROZENT DER MOBILFUNKANTENNEN NICHT AUSBAUBAR Dass es allenfalls Probleme für die Etablierung von 5G in einer Stadt geben könnte hat einen guten Grund, wie Christian Grasser erklärt: «Zwei Drittel aller Mobilfunkstandorte in der Schweiz können mit der heutigen Gesetzgebung nicht weiter modernisiert werden. In städtischen Gebieten sind sogar 90 Prozent der bestehenden Anlagen ausgelastet. Der weitere Ausbau und die Einführung von 5G wären daher an zusätzli­ chen neuen Standorten nötig. Vereinfacht gesagt: neben fast jeder beste­ henden Anlage müsste mindestens eine zusätzliche neue erstellt werden. Diese neuen Anlagen sind jedoch wegen der bereits hohen Standort­ dichte nur schwer zu erschliessen, was zu einer zeitlichen Verzögerung bei der 5G-Versorgung führt und beim Fehlen von geeigneten Standor­ ten Versorgungslücken zur Folge hat.» Die Wirtschaft und die Telekommunikationsbranche plädieren deshalb dafür, die anstehende Einführung des neuen Mobilfunkstandards durch eine Anpassung der im internationalen Vergleich sehr strengen Schweizer Grenzwerte zu erleichtern. Dank dem technologischen Fort­ schritt könnte die 5G-Technologie an den bestehenden Standorten und auf den bestehenden Masten installiert werden. Die vorhandene Infra­ struktur kann wiederverwendet werden. Dies wird auch in den meisten europäischen Ländern so gehandhabt. In der Schweiz lassen jedoch die strengeren Umweltauflagen diesen Ausbau auf den bestehenden Anlagen nicht zu. Dies hat zur Folge, dass in Bern und anderen Städten gut 90 Prozent der bestehenden Mobilfunkantennen nicht mehr mit 5G ausgebaut werden können.

erforschte Kollateralschäden im gesundheitlichen Bereich und durch die Vermehrung der Antennen in städtischen Ballungsgebieten eine erhöhte Elektrosmog-Konzentration. Die Wirkung von 5G auf Menschen sei nach wie vor unbekannt, wird gewarnt. Es wird sogar eine Studie des National Toxicology Programm der USA aus dem Jahre 2018 zitiert, wonach 2 500 Ratten und Mäuse täglich neun Stunden lang einer etwa doppelten Handy-Strahlung ausgesetzt wurden. Man erhoffte sich eine QUANTENSPRÜNGE GARANTIERT Entwarnung, aber das Gegenteil sei eingetroffen. Verschiedene Krebs­ 5G wird für unsere Wirtschaft und für viele Unternehmen ein Quanten­ tumore traten vor allem bei männlichen Ratten erhöht auf. Paradox bei dieser ganzen Geschichte ist aber, dass Endgeräte die Nutzer wesentlich sprung. Dies bestätigt auch Grasser: «Smartphones gibt es seit etwas stärker als Mobilfunkanlagen bestrahlen, die Strahlungswerte von Handys mehr als zehn Jahren und wir nutzen heute viele Apps und Dienste, die bei schlechtem Empfang also deutlich an­ es vor zehn Jahren noch gar nicht gab. steigen. Im Umkehrschluss heisst dies: Diese Entwicklung geht weiter und 5G «DIE 5G TECHNOLOGIE BIETET DIE eine höhere Antennen-­ Dichte kann den stellt dazu die Basisinfrastruktur bereit BASIS FÜR MODULARE FABRIKEN.» Empfang verbessern, wodurch die Sende­ und hat ganz neue Eigenschaften.» 5G leistungen der Handys sinken. habe, so Grasser weiter, viel kürzere Reaktionszeiten – der Fachbegriff hierfür ist «Latenz» – was neue Anwendungen in der Mobilität erlaube GRÖSSERE HÜRDEN IN STÄDTISCHEN GEBIETEN sowie auch Echtzeit-Steuerungen in der Industrie. «Das sichert Arbeits­ In der ganzen Schweiz, auch in der Grossregion Bern, ist dennoch die plätze in der Schweiz. Die neue Technologie ist weniger empfindlich auf Grundsatzfrage gestellt worden: will man in Städten die Antennen­ hohe Geschwindigkeiten, was die Versorgung in Fahrzeugen und Zügen dichte massiv erhöhen und zudem noch das Stadtbild beeinträchtigen? verbessert. Wird in den Agglomerationen nun eine bessere Voraussetzung geschaffen für die Implementierung und Etablierung des 5G-Netzes? Und entstehen Die höheren Datenraten sind nicht nur für die Wirtschaft wichtig, son­ dadurch neue Wettbewerbsvorteile in gewissen Branchen und Regionen? dern ermöglichen beispielsweise auch Videoanwendungen für ältere Menschen oder in der Krankenpflege. Sensoren und künstliche Intelligenz Ein Gespräch mit Armin Schädeli, Mediensprecher der Swisscom und werden im Verkehrsmanagement oder in der Gebäudesteuerung dazu Christian Grasser vom Schweizerischen Verband der Telekommunikation beitragen, dass weniger Stau auf den Strassen herrscht oder dass der macht es deutlich. Schädeli sagt: «Swisscom hat in sieben Schweizer Energieverbrauch reduziert werden kann.» Zudem können in einem

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BUSINESS ERFAHRUNGSWERTE DANK PILOTPROJEKT

In der Region Bern hat das Unternehmen Ypsomed als eine der führenden innovativen Entwicklerinnen und Herstellerinnen von Injektions- und Infusionssystemen für die Selbstmedikation bereits einschlägige Erfah­ rungswerte mit 5G gesammelt. Thomas Kutt, Head of Investor Relations sagt: «Wir haben neue und vielversprechende Technologien immer schon früh adaptiert. Mit 5G können wir unser Produktionskonzept auf ein noch höheres Niveau heben und noch effizienter sein. 5G lässt sich gut in die laufende Produktion integrieren. Die Effizienzsteigerung zeigt uns, wie wir in Zukunft unsere Auftragslage noch besser bewältigen können.» Mit 5G will Ypsomed den Automatisierungsgrad der Planungsund Produktionsprozesse erhöhen mit dem Ziel, die vollautomatische Fabrik etablieren, also eine Produktionsumgebung ohne Störungen und ohne Ausschussware, mit minimalen Wartungen und durch die niedri­ geren Herstellkosten. «Die Anforderungen an Mitarbeitende verändern sich dadurch. Der Mensch wird aber nicht eliminiert, sondern anders 5G-Netz verschiedene «Zonen» mit unterschiedlichen Eigenschaften eingesetzt. Im Rahmen eines Pilot­projekts haben wir einen Teil unserer geschaffen werden. Ein Beispiel: ein hochverfügbares Netz wäre gewinn­ Produktionsprozesse für Injektionspens über die gesamte Wertschöp­ bringend für die Blaulichtorganisationen oder ein Netz mit speziellen fungskette hinweg digitalisiert. In konkreten Anwendungsfällen im Anforderungen an die Cyber-Security für kritische Infrastrukturen wie Rahmen des Pilotprojekts mit der Swisscom konnte die 5G-Technologie Energie, Verkehr oder Gesundheit. 5G sei also nicht einfach «ein» Quanten­ zur Digitalisierung des Warenbezugs, der Warenverfolgung durch den sprung, sondern ermögliche viele Innova­ gesamten Produktionsprozess, für die tionen in allen Lebensbereichen. Echtzeit-Auswertungen von Maschinen­ «5G WIRD NEUE APPLIKATIONEN UND daten, die Virtualisierung von Compu­ QUANTENSPRÜNGE SOWIE VIELE DER GESUNDHEITSASPEKT ter-Ressourcen sowie die Qualitätstests INNOVATIONEN IN ALLEN Das grosse kritische Thema in diesem Zu­ der einzelnen Bauteile getestet werden.» LEBENSBEREICHEN ERZEUGEN.» sammenhang ist der Gesundheitsaspekt. Die Prozesse werden, so Kutt weiter, nicht Kürzlich hat der Bund die neuen Funkfre­ nur einfacher, sicherer und effizienter, es quenzen für 5G in der Schweiz vergeben. Diese Frequenzen liegen in lassen sich auch Kosten einsparen. Dies unter anderem durch die papier­ ähnlichen Bereichen wie die heutigen Mobilfunktechnologien oder lose und automatisierte Dokumentation der Prozesse, weniger Unter­ brüchen in der Produktion, kürzeren Reaktionszeiten und vorausschauenden WLAN. Die bisherigen Erkenntnisse zu Mobilfunk und Gesundheit Wartungsdiagnosen. sind also weiterhin gültig. Christian Grasser ergänzt: «Bezüglich Ge­ sundheitsaspekten wurden in den letzten 20 Jahren Tausende von Stu­ Ypsomed hat somit als erste Industriepartnerin der Swisscom die neue dien und Untersuchungen durchgeführt. Der darauf basierende wissen­ Mobilfunkgeneration 5G in der laufenden Produktion getestet. Auch schaftliche Konsens lautet: es gibt keine Belege für eine Schädlichkeit für die Echtzeit-Auswertungen von Maschinendaten, die Virtualisierung von Mobilfunk-Sendeanlagen, wenn die Grenzwerte eingehalten sind.» von Computer-Ressourcen sowie die Qualitätstests der einzelnen Bauteile Die neue Technologie sei zudem einiges effizienter, denn um dieselbe gab es Erkenntnisse. Simon Michel, CEO von Ypsomed betont: «Die Zu­ Datenmenge zu übertragen, benötige 5G weniger Sendeleistung als die sammenarbeit mit Swisscom geht weiter und hat gezeigt, welches Potential Vorgängertechnologien. Neue Software, Computer und Antennentech­ uns der Einsatz von 5G bringt. Wir gehen davon aus, dass wir dank solcher nologien machen dies möglich. Aber: die Risikoeinschätzung erfolgt technischer Möglichkeiten weiterhin Arbeitsplätze in der Schweiz auf­ nicht aufgrund einzelner Studien. Internationale Organisationen und bauen können.» nationale Gesundheits­behörden analysieren eine Vielzahl von Studien und Untersuchungen und beurteilen danach das Risiko einer Technologie. Wie aber ist die Einstellung der Bevölkerung zu diesem Thema? Die Gegnerinnen und Gegner machten in den letzten Monaten mobil und bekamen auch aus der Bevölkerung breite Unterstützung. Etwas diffe­ renzierter nimmt dies Christian Grasser war: «Eine repräsentative Stu­ die von GfS Bern im Auftrag der asut zeigt, dass eine grosse Mehrheit der Bevölkerung einem Ausbau der Mobilfunknetze positiv gegenüber steht. Wie bei allen Infrastrukturbauten – sei es Strasse, Schiene, Ener­ gie, Entsorgung oder anderes – können Anwohnerinnen und Anwoh­ ner im Rahmen der Baubewilligungsverfahren Einsprache erheben. Dies geschieht auch beim Mobilfunk, was den Ausbau der Netze verzö­ gert. Dies kann die Versorgungsqualität beeinträchtigen, da sich die übertragenen Datenvolumen alle 12 Monate verdoppeln.» Ergo: hätte die Schweiz ähnliche Umweltauflagen wie Frankreich oder Deutsch­ land, dann könnte 5G auf den bestehenden Masten installiert werden und es wären weit weniger neue Anlagen notwendig. Bezüglich Ästhetik müssen zudem auch Mobilfunkanlagen alle Regelungen des Baurechtes oder des Ortsbild- und Denkmalschutzes einhalten.

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WA S I S T M I T 5 G KO N K R E T M Ö G L I C H ? Die spezifischen Eigenschaften von 5G könnten neue Geschäftsfelder eröffnen. So hat Sunrise mit der Technologie eine «Glasfaser durch die Luft» gelegt. Die Idee der Nummer zwei auf dem Schweizer Telekommarkt: in ländlichen Gebieten führt die echte Glasfaser vielerorts nur bis zur Anschluss­ zentrale im Dorf. Den restlichen Teil des Weges müssen die Datenpakete über das langsamere Kupferkabel zurücklegen. Sunrise umgeht diesen Flaschenhals via 5G, um Haushalten mit einer schlechten Anbindung ans Festnetz schnelles Internet über den Mobilfunk zu bringen. Ob zu Hause oder unterwegs: der neue Mobilfunkstandard bietet weit höhere Geschwindigkeiten als seine Vorgänger 3G bis 4G+. : : WWW.ASUT.CH : : : : WWW.SUNRISE.CH : :


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Künstliche Intelligenz und Roboter: Vieles ist möglich, aber im Arbeitsleben braucht es auch die so genannte emotionale Intelligenz. In dieser Kategorie wird der Mensch immer im Vorteil sein

BUSINESS IN DER ZUKUNFT

«EXPONENTIELLE INNOVATION» ALS ZUKUNFTSMODELL WER SICH IN DER GESCHÄFTSWELT DER ZUKUNFT BEHAUPTEN MUSS, KOMMT IN BESTIMMTEN MARKTUMFELDERN UND BRANCHEN NICHT UM EIN THEMA HERUM: DISRUPTION UND EXPONENTIELLE INNOVATION. DABEI GEHT ES UNTER ANDEREM UM DEN ERSTREBENSWERTEN ZUSTAND DER «SINGULARITÄT». WAS HAT DAS ALLES ZU BEDEUTEN? VON JOËL CH. WÜTHRICH

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ingularität und Exponentielle Innovation: diese Begriffe finden immer häufiger Verwendung in Konzepten, die Unternehmensund Marketingziele definieren. Der Begriff «Singularity» (oder Singularität) wird sehr oft in der Physik verwendet. Singu­larität hat aber auch für viele Wissenschaften eine eigene Bedeutung. Fachleute zitieren in diesem Zusammenhang gerne den israelischen Historiker Yuval Noah Harari aus «Eine kurze Geschichte der Menschheit». Diese sagt folgendes aus: «Die Physiker bezeichnen den Urknall als Singularität, als den Moment, an dem keines der bekannten Naturgesetze galt. Auch die Zeit existierte noch nicht. Es wäre also sinnlos, von einer Zeit vor dem Urknall zu sprechen.» In der Informatik und in den IT-Wissenschaften wird dieser Begriff ebenfalls verwendet: «Der exponentielle Wandel der technischen Möglich­ keiten fordert die Menschen. Man denke nur an Künstliche Intelligenz, Blockchain, Robotik, Bioinformatik, Nanotechnologie, virtuelle Realität, Big Data und so weiter», sagt beispielsweise Eric Sarasin, Verwaltungsrat der «Singularity Group», die in innovative Projekte mit Potenzial für Singularität investiert und diese unterstützt.

EXPONENTIELLE INNOVATION DURCH DISRUPTION Der von John von Neumann 1958 geprägte Begriff der Singularität beschreibt also die Hypothese, dass wissenschaftliche Entwicklungen,

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insbesondere in der Informatik, der Nanotechnologie und der Biologie, zur Entwicklung einer allgemeinen künstlichen Intelligenz führen könnten. Laut Forschenden auf diesem Gebiet wird die Singularität um 2045 erreicht. KI-Experten gehen sogar bereits von 2040 aus. Diese allgemeine künstliche Intelligenz wird sich fortlaufend selbst verbessern. Dabei wäre jedes neue Upgrade schneller und intelligenter als die vorherige Version. Dadurch wird eine immer schnellere, exponentiell wachsende Intelligenzexplosion ausgelöst. In der Folge entsteht eine Super­ intelligenz, welche die gesamte menschliche Intelligenz in den Schatten stellt. Diese Superintelligenz könnte ihre Fähigkeiten theoretisch bis zu einem endlichen Zeitpunkt steigern, an dem die schiere Grösse des Wissens sich in Unendlichkeit verwandelt (Singularität).

NACH SUPERINTELLIGENZ DIE TECHNOLOGISCHE EVOLUTION Bereits nach kurzer Zeit wären die Fähigkeiten dieser künstlichen Intelli­ genz der Innovationskraft des Menschen überlegen. Anhänger der Singularitäts-Theorie argumentieren deshalb, dass die Superintelligenz die letzte Innovation des Menschen sein werde. Danach sei von exponen­ tiellen Fortschritten in praktisch allen Bereichen auszugehen. Kurzweil bezeichnet die technologische Evolution gar als Auswuchs und Fortsetzung der biologischen Evolution (Quelle: Evonik).


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Bereits vor einigen Jahren hat die künstliche Intelligenz das Niveau eines entwicklung von IT-Netzwerken und Infrastrukturen hatte zunächst Insektes erreicht. Zurzeit decke die künstliche Intelligenz das Niveau keinerlei Verbindung zu diversen Technologien. Scheinbar nicht zusam­ einer Maus ab. «In etwa 20 bis 30 Jahren mengehörende Technologien können aber einander befruchten und Innovationen wird die Intelligenz eines Menschen erreicht «DIE ENTWICKLUNG sein und in etwa 30 bis 40 Jahren wird KI VERSCHIEDENSTER TECHNOLOGIEN beschleunigen und es kommt zu einer Explosion an völlig neuen, disruptiven die Intelligenz der gesamten Menschheit HAT EINEN GROSSEN ANTEIL Ideen, die alles bisher da gewesene auf übertreffen», schlussfolgerte Eric Sarasin AN DER BESCHLEUNIGUNG den Kopf stellen. Die Digitalisierung in einem Referat in Basel. Und dies sei der EINER GRUNDIDEE.» spielt in diesen Abläufen selbstverständlich Ansatz für Singularität. die grösste Rolle. Die Entwicklung digitaler Basistechnologien erzeugt zudem eine parallele Entwicklung der IT auf andere Geschäftsmodelle Auffällig sei, dass die Entwicklung verschiedenster Technologien einen und Produktinnovationen. grossen Anteil an der Beschleunigung einer Grundidee hat. Die Weiter­

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ABSCHIED VON «LINEAREN GESCHÄFTSKONZEPTEN»? Menschen entwickelten über die letzten hunderttausende von Jahren in einer Umgebung, welche man als lokal und linear bezeichnen könnte. Lange Zeit war alles, was ausserhalb der normalen Erreichbarkeit lag, nicht relevant und nicht interessant. Die heutige Welt sei exponential geworden. Disruption (bedeutet Erschütterung, Unterbrechung) ist deshalb wichtig im Geschäftsleben für Innovation und Entwicklung und somit ein angestrebter Zustand des exponentiellen Denkens und verspricht die Beherrschung ganzer Märkte und Marktsegmente. Beispiele von Disruption sind Uber, Airbnb und andere – mit einem gemeinsamen Merkmal: Sie bauen alle auf einem Plattform-Gedanken auf und verbinden unterschiedliche, meistens bereits vorhandene verti­ kale Lösungen. : : WWW.SINGULARITY-GROUP.CH : :

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Wie eine Bernerin eine andere Bernerin die Langsamkeit lehrte.

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BAUEN & WOHNEN WER IN DER GESTALTUNG SEINER GANZ PERSÖNLICHEN VIER WÄNDE FREIE HAND HAT, DEM OFFENBART SICH EINE UNENDLICHE AUSWAHL AN DESIGNS, MÖBELN, WANDFARBEN UND BODENBELÄGEN. ÜBER GESCHMACK LÄSST SICH SCHLIESSLICH STREITEN, UND SO FINDEN FRAU UND MANN IN DER WELT DER INNENEINRICHTUNG FÜR JEDEN DAS PASSENDE PRODUKT. WER ES UNKOMPLIZIERT MAG, DER ENTSCHEIDET SICH BEISPIELSWEISE FÜR HOCHWERTIGE DESIGNBÖDEN. TRENDSETTER HINGEGEN FASSEN BEISPIELSWEISE DEN SKANDINAVISCHEN EINRICHTUNGSSTIL INS AUGE. VON SWENJA WILLMS

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ine extravagante und heimelige Wohnung vom Keller bis zum Dachboden zu designen, hört sich für viele wie ein Wunsch­ traum an. Hierbei die richtigen Produkte zu finden, kann Mann oder Frau auch mal überfordern. Eine unkomplizierte Lösung ist der Designboden: ein simpler und dennoch auffallend edler Bodenbelag und wie gemacht für gesundes und schönes Wohnen. Mo­ derne Oberflächen treffen hier auf innovative Produktions­technologien. Diese Böden zeichnen sich durch eine hohe Strapazier­f ähigkeit aus, sind

äusserst pflegeleicht und perfekt im Design. Bei der Wahl der Einrich­ tungsgegenstände gilt es, in erster Linie ein Auge auf die Funktionalität zu werfen. Weil Möbel aber nicht nur funktional sein müssen, sondern auch originell und auf einem ästhetisch hohen Niveau, fertigt die Sofacompany in Dänemark ihre Stücke von Hand. Denn gutes Design bedeutet, sämtli­ che Aspekte und Materialien kohärent und mit viel Liebe zum Detail zu gestalten. Und wie der Name des Unternehmens es schon vermuten lässt, ist das Sofa hierbei das Herzstück eines jeden Zuhauses.

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Weltoffene Grundlage: Stilvolle Designböden sind authentisch und so individuell wie ihre Bewohner.

ALLES ANDERE ALS NULLACHTFÜNFZEHN DESIGNBÖDEN DER EXTRAKLASSE FÜR STILVOLLE RÄUMLICHKEITEN

STILE IN MODE, MUSIK UND EINRICHTUNG SIND STREITBAR. WICHTIG SIND DIE AUTHENTIZITÄT UND DIE ORIGINALITÄT. DENN STILVOLL HEISST AUCH BESONDERS. EIN SCHÖNER DESIGNBODEN BILDET BEISPIELSWEISE FÜR DEN AUFBAU EINER BESONDEREN WOHNUMGEBUNG DIE IDEALE GRUNDLAGE. NEBEN DEN BESTEHENDEN DEKOREN GIBT ES IMMER WIEDER BRANDNEUE PRODUKTE, BEISPIELSWEISE WIDERSTANDSFÄHIGE LANGDIELEN. VON SWENJA WILLMS / HLC

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eder Mensch hat seinen Stil, und über Stil lässt sich bekanntlich streiten. Seien es modische Akzente, die bereits vor Jahrzehnten im Trend waren und zwischendurch in der Versenkung verschwun­ den sind, Musik, die Klänge aus den 1920er-Jahren wieder aufleben lässt oder eine Einrichtung, die jedem Besucher ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Wichtig ist, dass es nicht nullachtfünfzehn ist und nicht von der Stange kommt. Stilvoll heisst auch besonders – und das möchten doch viele, von der Kleidung bis hin zur Ausstattung des Zuhauses. Und da geht der Fussboden als Grundlage voran.

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DAS OPTIMALE FUNDAMENT Dafür gibt es auch das Passende für das Darunter. Charakter- und design­ starke Edelharz-Modelle lassen einerseits Freiheit zur persönlichen Entfaltung und stellen andererseits einen Untergrund dar, auf den in allen Lebenslagen Verlass ist. Neben den bereits bestehenden Dekoren findet jeder aus den verschiedenen Looks und Maserungen sein passen­ des Pendant. Es gibt auch immer wieder neue Produkte, beispielsweise Langdielen, die Räume stilvoll erscheinen lassen. Dank patentiertem Präzisionsdruckverfahren, das den Laminat-Modellen eine dreidimen­


BAUEN  & WOHNEN

sional wirkende Oberflächenstruktur verleiht, und umlaufender V4Fuge haben die Böden ausserdem verblüffende Ähnlichkeit mit Echt­ holzdielen. Übrigens werden selbst Menschen, die der Meinung sind, sie hätten zwei linke Hände, überrascht sein, wie leicht sich der Boden in Eigenregie verlegen lässt: Ein spezielles Verfahren sorgt nämlich auch bei Laien für ein handwerkliches Erfolgserlebnis. Wer stylische Quali­ täts-Designböden wählt, entscheidet sich auch gleichzeitig für eine hohe Trittschalldämmung sowie für absolute Pflegeleichtigkeit. Denn auf­ grund einer Hochleistungsschicht mit einem Vierfachschutz haben we­ der Kratzer, Schmutz noch Abrieb eine Chance – das gilt auch für Wein, Nagellack und Öl. Die Lebenserwartung von widerstandsfähigem Bo­ denbelag ist dadurch besonders hoch.

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Eine Partie Billard in der Senevita Bernerrose, Zollikofen.

Auch der Aussenbereich lädt zum Verweilen ein, Senevita Wangenmatt, Bern.

Kulinarischer Genuss in der Senevita Multengut, Muri b. Bern.

WOHNEN UND LEBEN IM ALTER SENEVITA AG

DIE BEVÖLKERUNG WIRD IMMER ÄLTER. GEMÄSS BUNDESAMT FÜR STATISTIK WIRD BEREITS 2035 JEDE VIERTE PERSON ÜBER 65 JAHRE ALT SEIN. DIE SENEVITA BIETET FÜR DAS WOHNEN IM ALTER SCHON HEUTE VERSCHIEDENE INDIVIDUELLE MODELLE FÜR DIE PERFEKTE WOHNSITUATION MIT HOHER LEBENSQUALITÄT. VON MORENA NAPOLETANO

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in schönes Zuhause zu haben und sich wohlzufühlen, bedeutet für jeden etwas anderes. Die Senevita bietet deshalb für jedes Bedürfnis und jede Lebenssituation das passende Angebot. Sie legt den Fokus längst nicht mehr nur auf hindernisfreien Wohnraum, sondern auf ein in allen Belangen altersgerechtes Umfeld. Dazu gehören gut zugängliche Spazierwege, die Anbindung an den öffent­ lichen Verkehr und die Möglichkeit, wichtige Einrichtungen wie Post, Bank, Lebensmittelläden oder Apotheken einfach zu Fuss zu erreichen. Die Gestaltung der Räumlichkeiten ist ebenso wichtig: grosszügige Grundrisse und helle Zimmer schaffen ein angenehmes Wohngefühl, die Aufenthaltsräume bieten viel Platz und fördern den sozialen Austausch. Die Seniorenwohnungen sind unmöbliert – man darf sich nach den eigenen Vorstellungen einrichten.

UNABHÄNGIG, INDIVIDUELL UND SICHER Vielen Seniorinnen und Senioren ist es wichtig, weiterhin ein selbstbe­ stimmtes und aktives Leben zu führen. Bei der Senevita finden ältere Menschen ein Wohnumfeld vor, in dem sie ihren Alltag individuell gestalten und frei entscheiden, welche und wie viel Unterstützung sie in Anspruch nehmen: Frühstück und Abendessen bereiten sie in der Küche ihrer Wohnung selber zu, das Mittagessen wird ihnen täglich im hauseigenen, öffentlichen Restaurant serviert. Senevita-Mitarbeitende stehen nicht nur für pflegerische Unterstützung zur Verfügung, sondern kümmern sich bei Bedarf auch gerne um ein Taxi, Termine, Pakete und sonstige persönliche Anliegen. Putzen ist dank der wöchentlichen Reinigung kaum mehr nötig, Waschküchen stehen ebenfalls zur Verfügung. Bei

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gesundheitlichen Problemen steht die hausinterne Spitex Tag und Nacht bereit, Hilfe zu leisten: einmal auf den Knopf drücken genügt. Wer in der Senevita wohnt, hat die beruhigende Gewissheit, nie mehr umziehen zu müssen. Bei Bedarf ist die Pflege in der eigenen Wohnung oder im Pflegebereich möglich, man bleibt in seinem gewohnten Umfeld mit den Menschen, die man schon lange kennt und schätzt.

VIELFALT UND GENUSS IM ALLTAG Genuss und Abwechslung werden bei der Senevita grossgeschrieben. In den Restaurants setzen wir auf zuvorkommenden Service und saison­ gerechte Menüs aus marktfrischen Zutaten. Auf die Teller kommt das, was unseren Gästen guttut: Wir berücksichtigen sowohl Diät- oder Schonkost als auch andere individuelle Vorlieben. Ausserdem bietet ein breit gefächertes Angebot aus kulturellen Anlässen, Fitnessaktivitäten und Ausflügen Raum für neue Begegnungen, Unterhaltung und einen abwechslungsreichen Alltag.

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Neu an der Laupenstrasse 10 in Bern: Der grösste Showroom von sofacompany in der Schweiz.

SOFACOMPANY IN BERN

EINE WEGWEISENDE GESCHÄFTSPHILOSOPHIE DAS GESCHÄFTSMODELL DER SOFACOMPANY IST ZUGLEICH EINFACH WIE AUCH GENIAL: MAN KANN SICH SEIN EIGENES DESIGN-SOFA NACH INDIVIDUELLEN WÜNSCHEN KONFIGURIEREN UND OHNE ZWISCHENHANDEL DANK EINES DIREKTEN PRODUKTIONS-, VERKAUFS- UND VERTEILPROZESSES ZUSCHICKEN LASSEN. DAS KONZEPT KOMMT AUCH IM ZUGE DER ENTWICKLUNG RICHTUNG NEUER LOBBY- UND BÜROKONZEPTE BEI UNTERNEHMEN GUT AN. VON CHARLES STAUBACH

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ie Sofacompany hat im April ihren grossen Showroom in Bern eröffnet. Damit expandiert das Unternehmen. Die Gründung fusst auf einem persönlichen Traum der Grün­ der Cathrine und Christian Rudolph. Das Anliegen: die Möbelindustrie in Sachen Qualität und Preis herauszufordern und schöne, qualitativ hervorragende Designermöbel zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Ermöglicht wird dies durch das Geschäftsmodell von Sofacompany. Es ist darauf ausgelegt, die gesamten Produktions-, Verkaufs- und Verteilprozesse zu verschlanken und im eigenen Haus abzuwickeln. So werden keine Zwischenhändler eingespannt und keine

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Überbestände in Verteillagern generiert. Die Möbel werden also direkt von der eigenen dänischen Fabrik in Vietnam an den Kunden ausgeliefert, ohne kostspielige Zwischenschritte. Dabei spielt auch ein Charity-Gedanke eine wichtige Rolle: «Wohlfahrt und Gesundheit der Mitarbeiter und örtlichen Gemeinschaft ist der vietnamesischen Niederlassung von Sofacompany sehr wichtig. Wir investieren in ihre Ausbildung und machen regelmässig Spenden zum Nutzen der lokalen Bevölkerung, so zum Beispiel an Kinderheime. Unsere Spenden bestehen aus regelmässigen Geldsummen, aber auch aus Nahrungsmitteln, Bildungsgutscheinen und Schulmöbeln», sagt Tareq Fadai, General Manager D.A.CH.


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Fachliche Beratung ist garantiert im Berner Showroom: David Tabi Antwi (links) und Johannes Ouano.

DER SOFA-KONFIGURATOR ALS USP UND ESP Das Konzept der Konfiguration der eigenen Sofas ist ein Kernstück des Konzepts von Sofacompany. Es ist sowohl ein Alleinstellungsmerk­ mal (USP) wie auch eine sogenannte Emotional Selling Proposition (ESP). Mit einem eigens zusammengestellten Sofa werden mehr Emoti­ onen und Kundenbindung erzeugt. Die Idee mit dem individuell konfigurierbaren Sofa und die Philosophie des Unternehmens haben nicht nur im B2C-Segment (Einzelkundinnen und -kunden) eine breite Community erreicht. Auch im Business-­ Sektor bei den B2B-Kunden zeigt sich, dass das Geschäftsmodell an­ kommt: Die neuen Bürokonzepte sind so ausgerichtet, dass sowohl in den Eingangsbereichen, in Arbeitsnischen oder Meeting­räumen die Unternehmen gut darauf achten, welche Möbel platziert werden. So­ fas spielen hierbei eine besondere Rolle – nicht nur in Eingangs­ bereichen und Lobbys von grossen Unternehmen, Banken oder Ho­ tels. Die Arbeitsbereiche werden farbiger, vielfältiger und gemütlicher. Das Licht ist atmosphärischer. Und Sofas schmücken nicht mehr nur den Empfangsbereich. Bei sogenannten kollaborativen Boards, wenn Teams zusammenarbeiten, werden Möglichkeiten für kreativen Austausch benötigt. Bei der Anwen­ dung von Interaktions-Methoden wie «Kanban» oder «Scrum» teilt man den gemeinsamen Wissensstand oder bildet Thinktanks. Sofas bieten hierbei entspannende und förderliche Rückzugsorte und Kreativ-Lounges. Ein solches Konzept haben übrigens auch Staatsunternehmen wie die Post oder die SBB in ihren neuen Hauptsitzen umgesetzt. Tareq Fadai, General Manager D.A.CH: «Wir glauben, dass unser Konzept in der grossen und gleichsam konservativen Möbelindustrie Pionier­ charakter hat und für andere Unternehmen wegweisend sein wird. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass in Zukunft Produktion und Vertrieb näher zusammengeführt werden, wodurch sich die Distanz zwischen Produzent und Kunde deutlich reduziert. Dadurch schafft man als Unternehmen eine grössere Kundennähe, verringert die Reaktions­ zeit und reduziert Kosten. Eine Entwicklung, die bereits heute in der Modebranche zu beobachten ist. Sofacompany.com hat für dich einen grossen Sprung in die Zukunft gemacht – sowohl beim Design als auch beim Preis.» Zur Philosophie des Unternehmens gehört folglich, die

herkömmliche Möbel­industrie herauszufordern. Das Motto heisst: Jeder und jede soll in der Lage sein, gutes Möbeldesign und hohe Qualität zu einem fairen Preis zu bekommen. Davon können sich nunmehr auch Kundinnen und Kunden in der Region Bern überzeugen. Seit dem April 2019 steht der neue grosse Showroom an der Laupenstrasse 10.

AU T H E N T I Z I T Ä T U N D L E I D E N S C H A F T Das Designerteam bei Sofacompany – bestehend aus elf Kreativen mit jeweils sehr individuellen Ideen – bürgt für Authentizität, weil man hinter den Menschen im Unternehmen und hinter jedem Produkt stehe. Jeder bei sofacompany bürgt für die Produkte, die hergestellt und geliefert werden. Das Geschäftsmodell soll Transparenz gegenüber der Kundschaft vermitteln. Die Leidenschaft für Design sei ebenfalls Bestandteil der Unternehmensphilosophie, weil Möbel nicht nur funktional sein müssen, sondern auch originell und auf einem ästhetisch hohen Niveau. Gutes Design bedeutet, sämtliche Aspekte und Materialien kohärent und mit viel Liebe zum Detail zu gestalten.

ÖFFNUNGSZEITEN Montag bis Freitag 11:00 – 18:00 Uhr Samstag 10:00 – 17:00 Uhr

S O FAC O M PA N Y Laupenstrasse 10 CH-3008 Bern Telefon +41 (0) 43 508 61 03 schweiz@sofacompany.com : : WWW.CH.SOFACOMPANY.COM : :

GESCHÄFTSFÜHRER FRÜHLING : : 2019


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BAU E N   &   W O H N E N

Im Tertianum Fischermätteli führen die Gäste ein selbstbestimmtes Leben.

SELBSTBESTIMMT UND SICHER LEBEN TERTIANUM MANAGEMENT AG

AUCH IM ALTER EIN SELBSTBESTIMMTES UND SICHERES LEBEN ZU FÜHREN, IST DAS ZENTRALE ANLIEGEN VIELER MENSCHEN IM DRITTEN LEBENSABSCHNITT. IN DEN ERSCHWINGLICHEN ALTERSWOHNUNGEN DES WOHN- UND PFLEGEZENTRUMS TERTIANUM FISCHERMÄTTELI IN BERN KÖNNEN DIE GÄSTE IHR LEBEN UND IHREN ALLTAG NACH EIGENEN VORSTELLUNGEN GESTALTEN UND GENIESSEN. DIES IN DER BERUHIGENDEN GEWISSHEIT, SICH JEDERZEIT AUF EIN UMFASSENDES SICHERHEITSNETZ VERLASSEN ZU KÖNNEN. VON GRISELDIS SCHLICHTHÄRLE

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ebensqualität im Alter bedeutet für jede Person etwas anderes. «Wir möchten unseren Gästen den Alltag so angenehm und komfortabel wie möglich gestalten. Deshalb stehen ihnen zahlreiche individuell nutzbare Serviceleistungen sowie ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm zur Verfügung», erklärt Doris Jordi, Geschäftsführerin Tertianum Fischermätteli. Im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Fischermätteli sind die Bereitstellung der Sicher­ heitsinfrastruktur und das Aktivitäten­a ngebot bereits im Pensionspreis inbegriffen. Die übrigen Dienstleistungen können à la carte bezogen werden, was sich sehr vorteilhaft auf die Gesamtkosten auswirkt. Die Palette reicht von der internen Spitex über Reinigungs- und Wäsche­ services bis zum hochstehenden gastronomischen Angebot im hauseigenen Restaurant «C’est la vie». Für viele Senioren ist das Thema Sicherheit ein sehr zentrales und emo­ tionales Anliegen – klar, dass das Tertianum auch diesbezüglich keinerlei Kompromisse macht. So ist es möglich, über das 24-Stunden-Notrufsystem in den Wohnungen rund um die Uhr Hilfe zu rufen. Kompetentes und bestens ausgebildetes Pflegepersonal bietet individuelle Unterstützung, wo die Selbstständigkeit eingeschränkt ist. Pflege und Betreuung finden

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

in den eigenen vier Wänden statt. Daneben verfügt das Tertianum Fischermätteli auch über eine separate Pflegeabteilung mit komfortablen Pflegezimmern, welche mit eigenen Möbeln wohnlich eingerichtet werden können. Gäste in den Alterswohnungen haben bei Bedarf jeder­ zeit Anrecht auf einen Platz in der Pflegeabteilung. Sie können deshalb, wenn sich ihre persönliche Lebenssituation ändert, innerhalb der vertrauten Umgebung des Hauses umziehen. So verbinden sich die Annehmlichkeiten eines selbstbestimmten Lebens in einer modernen Wohnung mit der Möglichkeit der Betreuung und Pf lege bis ans Lebensende.

T E R T I A N U M M A N AG E M E N T AG Seminarstrasse 28 CH-8042 Zürich Telefon +41 (0)43 544 15 15 tertianum@tertianum.ch : : WWW.TERTIANUM.CH : :


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BERN-INSIDE

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GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


BERN INSIDE WER SIND DIE TAKTGEBER IN DER BUSINESSWELT DER GROSSREGION BERN UND WELCHE IDEEN UND KONZEPTE HABEN POTENZIAL ZUM NACHHALTIGEN DURCHBRUCH? WER WIRD SICH IN DEN ARBEITSWELTEN 4.0 DURCHSETZEN UND WAS TUT SICH IN DER BUNDESHAUPTSTADT HINTER DEN KULISSEN? VON CHARLES STAUBACH

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n unserer BernInside-Rubrik präsentieren wir interessante Projekte – wie beispielsweise den neuen ICT Campus Bern in der vorlie­ genden Ausgabe – und porträtieren spannende Personen, die es mit Unternehmergeist und Ideenreichtum weit gebracht haben oder es noch weit bringen können. Bern ist ein gutes Pflaster für Unternehmen. In internationalen Studien zur Standortqualität belegt der Wirtschaftsraum Bern die vordersten Ränge. Persönliche Sicherheit, der allgemein hohe Ausbildungsstand der Bevölkerung, die kulturelle Vielfalt, die politische Stabilität, die Wohnund Umweltqualität, das Freizeitangebot oder der Naherholungsraum sorgen für Lebensqualität. Diese Voraussetzungen sind Grundlage für

ein florierendes Gewerbe, einen gut funktionierenden Handel sowie für innovative und solid aufgestellte Firmengründungen für alle Gewerbe­ treibenden und KMU. Die einzigartige Stellung als «politisches Epizentrum» der Schweiz mit den vielen Interessengruppen macht die Region Bern noch interessanter. Die Hauptstadt Bern mit der als UNESCO-Welterbe geschützten Altstadt, der Aare und dem vielfältigen Natur- und Erholungs­ raum bietet zudem eine einmalige Atmosphäre zum Leben und Arbeiten. Wir stellen uns die Frage: Welche Persönlichkeiten und welche Ideen stehen aber hinter den Unternehmungen? Wer steckt hinter den Firmen­ logos und nackten Kennzahlen, wer sind die Menschen, welche mit ihrem Engagement, ihrer Überzeugung und auch mit ihrem Risikobewusstsein das lokale und regionale Wirtschaftsgeschehen prägen?

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


BERN-INSIDE zVg. ICT Campus

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NEUER HOTSPOT FÜR ICT-TALENTE ICT CAMPUS IN BERN

IN MUTTENZ BL STARTETE EINES DER SPANNENDSTEN PROJEKTE ZUR FÖRDERUNG VON JUNGEN ICT-TALENTEN. DIE VON ICT-SCOUTS GEFUNDENEN TALENTE TREFFEN SICH JEDEN ZWEITEN SAMSTAG, UM AN VERSCHIEDENSTEN PROJEKTEN ZU ARBEITEN. DER CAMPUS IST EIN GROSSER ERFOLG. IM JUNI 2019 ÖFFNETE NUN DER ICT CAMPUS BERN SEINE TORE. VON JOËL CH. WÜTHRICH UND DANIELE CIOCIOLA

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m ICT Campus geht es jeden zweiten Samstag hoch zu und her. Über 100 junge ICT-Interessierte – allesamt gescoutete ICT-Talente – bauen Roboter, entwickeln eigene Games, löten Platinen, erstellen Websites und sind kreativ. Alle verzichten freiwillig auf den freien Samstagmorgen, auf das Ausschlafen und auf andere Freizeitaktivi­ täten. Kein Wunder, denn es wird etwas geboten: Die Förderung von Kreativität und ICT-Fachwissen ist das eine. Wichtig ist auch, dass der ICT-Nachwuchs im Zeitalter der Digitalisierung und Transfor­ mierung der Arbeitswelten gut begleitet wird. Ab diesem Sommer ist dies auch in Bern möglich – bei der Technischen Fachschule an der Lorrainestrasse 3.

ÄHNLICHES MODELL WIE BEI DER NACHWUCHSFÖRDERUNG IM SPORT

Wer beim ICT Campus dabei ist, macht dies schulbegleitend während dreier Jahre. Die Plätze sind sehr begehrt. Ziel und Zweck ist im Endeffekt, den Jugendlichen die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten aufzu­ zeigen, Interessen individuell zu fördern und sie auf die Anforderungen der verschiedenen Berufsbilder realitätsnah einzustimmen und vorzu­ bereiten. Ganz spannend ist zudem: Der Campus vernetzt Firmen und höhere Schulen mit ihren zukünftigen Lernenden und Studenten. Die Teilnahme am ICT Campus ist übrigens gratis.

KEIN BILDUNGS-, SONDERN EIN FREIZEIT-FÖRDERPROGRAMM

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Dominik Strobel, Projektleiter Marketing & Kommunikation des ICT Campus’: «Was wir bei diesem Projekt tun, ist, eine neuartige, systema­ tische Informatik-Talentsuche an den Volksschulen durch ICT-Scouts mit anschliessender kontinuierlicher Förderung im Campus zu unter­ stützen oder zu betreiben. Nicht unwichtig ist die Vermittlung der Talente an die künftigen Lehrbetriebe und Ausbildungsinstitutionen.» Das Konzept lehne sich stark an das Modell der Nachwuchsförderung im Sport, wo Talente bereits in jungen Jahren gezielt gesichtet und danach gefördert werden. So beschrieb ICT-Campus-Initiant Rolf Schaub die Grundidee.

Das Projekt diene der Bewältigung eines Wohlstand-relevanten, gesell­ schaftlichen Problems im Bildungsbereich, fügt Strobel hinzu. Es sei an sich jedoch kein Bildungs-, sondern ein Freizeit-Förderprogramm. «Talente werden nach keinen anderen Kriterien als Eignung und Motivation aus­ gesucht.» Auch beim ICT Campus trägt man einem Trend Rechnung, wonach sich immer mehr Mädchen, Teenager und junge Frauen für das


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Selbstgesteuert alleine oder im Team an Projekten arbeiten – so entfalten die ICT Talente ihre Kreativität und Fähigkeiten am besten.

Thema ICT interessieren und sich eine berufliche Zukunft in diesem Branchenumfeld vorstellen können. Schon die Tatsache, dass der Anteil an jungen Gymnasiastinnen und Sekundarschülerinnen beim Wahlfach MINT in den Schulen steigt, macht diesen Trend deutlich. Dement­ sprechend sagt auch Dominik Strobel: «Ein Anteil von 50 Prozent Mädchen im ICT Campus ist bloss eines von mehreren Diversitätsmerkmalen.» Mit dieser Begründung von Jury und Publikum wurde der ICT Scouts / Campus am «Wunsch Schloss Ideen Wettbewerb 2018» zum Sieger erkoren, als die beste Lösung, damit «Digitalisierung für alle zur Chance wird».

«SELBSTGESTEUERT, ALLEIN ODER IN TEAMS AN PROJEKTEN ARBEITEN …» Die ICT-Scouts kümmern sich intensiv um ihre Talente. Sie besuchen alle Leistungszüge. Besonderes Merkmal und oft falsch verstanden werde, dass der Campus kein Schulbetrieb sei, so Strobel. Er habe keine Bildungsangebote, keinen Lehrplan oder Lernziele. «Es handelt sich um eine Art betreute Werkstatt, in welcher die Jugendlichen zwar betreut, aber ansonsten weitgehend selbstgesteuert, allein oder in kleinen Teams, an ihren eigenen Projekten arbeiten.» In einem dreijährigen Pilotprojekt konnte gezeigt werden, dass das Förder­ konzept ein dringendes Bedürfnis anspreche, dass die Umsetzung rea­ listisch und die Lösung greifbar sei, so Strobel weiter. «Mit Lösung ist hier eine flächendeckende Ausschöpfung des ICT / MINT-Potenzials der Schweiz gemeint. Das Förderkonzept ist schlüsselfertig, was so viel heisst wie, es ist nur eine Frage der Finanzierung, wie viele ICT-Campi wo und wie schnell eingerichtet werden können.» Im Klartext, der Förderver­ ein braucht Mitglieder, namentlich Lehrbetriebe, die von einer grösseren Auswahl an Informatik-Talenten auf höherem Niveau zu geringeren Kosten profitieren, aber auch Sponsoren, die sich mit dem «coolsten ICTFörderprogramm der Schweiz», so Rolf Schaub, Initiant des Programmes, assoziieren möchten. Das Förderprogramm wurde durch Unterstützungsbeiträge des SBFI, des Eidgenössischen Gleichstellungsbüros (EBG), der Kantone Bern und Baselland und diverser Stiftungen wie Gebert Rüf, Hasler, Ernst Göhner und Markant aufgebaut. Um seine wichtige Aufgabe weiterhin und nach­ haltig erfüllen zu können, ist es auf einen breit abgestützten Mix von Unterstützern aus allen gesellschaftlichen Bereichen angewiesen.

ICT-FACHKRÄFTEMANGEL – WEITERBILDUNGSINSTITUTE SIND GEFRAGT Der letzte Fachkräftemangel-Index des Stellenvermittlers Adecco in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich zeigte auf, in welchen Bereichen bereits heute besonders viele Fachkräfte fehlen. Auf Platz zwei der Rangliste befinden sich technische Berufe. Dies erstaunt, denn die Nachfrage nach Technikerinnen und Technikern ist enorm. Wo jedoch der Schuh drückt, zeigt sich an einem bestimmten Punkt. Es wird ganz gezielt nach Leuten gesucht, die «neues Wissen» haben und sehr praxisorientiert ausgebildet wurden. Davon gibt es noch nicht genug. Dies bestätigt auch Terry Tschumi von der TEKO Basel. Die Höhere Fachschule ist spezialisiert auf die Ausbildung von Technikern / -innen HF und hat einen ausgezeichneten Ruf bezüglich moderner, praxisorientierter Ausbildung: «Wer jetzt eine Ausbildung zur beziehungsweise zum Wirtschaftsinformatiker / in, Techniker / in – unter anderem auch im Fachbereich Energie und Umwelt –, zur oder zum Ingenieur / in oder sich für eine Karriere als Technische(r) Kauffrau / Kaufmann entscheidet, hat vorerst eine gute Wahl getroffen. Es ist jedoch wichtig, dass die Aus- und Weiterbildungsinstitute sich an den Bedürfnissen des Marktes ausrichten. Absolventinnen und Absolventen müssen heute zwingend vernetzt denken und handeln und aktualisiertes Wissen in die Praxis umsetzen können. Solchen Anforderungen muss man heute als Schule gerecht werden. Das tun wir natürlich auch in unserem Ausbildungsbereich Technik.» Ein Campus-Besuch lohnt sich. Was man unter selbst­g esteuerter Arbeit versteht, erkennt man erst richtig, wenn man die rund 100 Jugendlichen bei ihrer Arbeit erlebt hat.

: : WWW.TEKO.CH/DE/TOP/TECHNIK : : : : ICT-SCOUTS.CH : : : : WWW.WUNSCH-SCHLOSS.CH : :

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

zVg. ICT Campus

BERN-INSIDE


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AU S -   &  W E I T E R B I L D U N G

6. bis 10. September 2019

7. + 8. September 2019 karriereschritt.ch GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Veranstalterin


AUS- & WEITERBILDUNG DIE WAHL DER RICHTIGEN WEITERBILDUNGSSTRATEGIE IST HEUTE NICHT NUR AUFGRUND DER ENTWICKLUNG NEUER ARBEITSWELTEN IN DER NAHEN ZUKUNFT WICHTIG. ES GEHT VIELEN BILDUNGSMANAGERINNEN UND -MANAGERN AUCH UM DIE NACHHALTIGKEIT UND EFFIZIENZ EINER PRAXISNAHEN UND SCHNELL UMSETZBAREN AUS- ODER WEITERBILDUNG. DIE ANBIETER SIND GEFORDERT. VON JOËL CH. WÜTHRICH

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elche Bedeutung hat Exponentielle Innovation in der Weiterbildungsbranche? Wie impliziert man die von Swissfuture und den Zukunftsinstituten definierten Megatrends 2019 ins Arbeitsleben und welchen Einfluss haben sie auf die betriebliche Weiterbildung? Solche Fragen stellen sich aktuell Bildungsfachleute, die für die Zukunft planen. Man lernt nie aus. Dieser Satz ist wohl jeder und jedem geläufig. Jetzt, wo sich die Arbeitswelten 4.0 in einer nachhaltigen Transformation be­ finden, erst recht. Neues Wissen wird immer wichtiger und die Wahl einer Aus- beziehungsweise Weiterbildung eine strategische Angelegenheit. Denn auf die richtige Vision kommt es an.

Diese Aspekte kommen auch in unserem Dossier-Beitrag «Die zehn The­ sen der Weiterbildung der Zukunft» vor. Die brennenden Fragen heutzutage heissen ausserdem: Welche Berufe haben Zukunft und passen in die Arbeitswelten 4.0? Welcher Berufs­ zweig hat noch einen «goldenen Boden», und welche Weiterbildung wird mir helfen, einen Argumentations­vorsprung bei einer Bewerbung zu generieren? Denn die Arbeitswelt wird sich mit der Digitalisierung und Transformation stark verändern. Und da muss man sich dementspre­ chend das richtige Know-how aneignen. Neue Lehrgänge, Kurse, Seminare und Angebote sind nötig, um die Bedürfnisse der heranbrechenden New-Work-Ära zu stillen.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


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AU S -   &  W E I T E R B I L D U N G

Bei «Inner Chi Coaching»-Seminaren finden die Teilnehmer innere Klarheit.

MEHR ERFOLG DURCH LEIDENSCHAFT JFB BORNHORST GMBH

DIE EIGENEN ZIELE ERFOLGREICH UMSETZEN – WER MÖCHTE DAS NICHT? ABER IMMER WENN ES UM DIE EIGENE SELBSTSTÄNDIGKEIT ODER UM SELBSTVERWIRKLICHUNG GEHT, SPÜREN VIELE INNERE HINDERNISSE UND ÄNGSTE. DER «GESCHÄFTSFÜHRER» FÜHRTE DAZU EIN INTERVIEW MIT RAHO BORNHORST, COACH UND INHABER DER JFB BORNHORST GMBH. INTERVIEW MIT RAHO BORNHORST VON FREYA MOHR

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ach 28 Jahren Erfahrung im Profi-Coaching bezeichnet Raho Bornhorst als wichtigste Erkenntnis: Wer seine stär­ ksten Kräfte freisetzen und eine echte, starke Leidenschaft im Beruf nutzen will, muss sich selber auf den Grund ge­ hen. Mit «Inner Chi Coaching» zeigt Raho Bornhorst seinen Klienten den bestmöglichen Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben.

die Gemeinschaft leisten. Wenn beides zusammenkommt, entsteht Selbstverwirklichung und Erfüllung.

Wie kann Coaching zum persönlichen Durchbruch und Erfolg verhelfen? Ganz ohne Feedback oder Coaching ist ein Durchbruch fast unmöglich, da man immer nur mit den eigenen Gedanken arbeitet. Ein Coach hört «Geschäftsführer»: Menschen streben nach Glück und Selbstverwirkligut zu und stellt Fragen, deren Beantwortung den bestmöglichen Weg chung. Wann haben Menschen am meisten Glück und Erfolg im Leben? zeigen. «Inner Chi Coaching» baut auf meinem ABC-Prinzip auf und Raho Bornhorst: Ich glaube, dass Glück und Erfolg sehr vielfältige De­ klärt drei Fragen: A) Was hat einen bis hierher geführt – der Zu­ finitionen haben. Je nachdem, wie ein Mensch stand: B) Wo will der Klient hin – das Ziel: C) geprägt und konditioniert ist. Alle Menschen Welches Hindernis liegt dazwischen? «Inner Chi «DIE GRÖSSTE ENERGIE, streben irgendwie nach Glück. Nur ist die Ant­ DIE EIN MENSCH HAT, FÜHRT Coaching» nutzt die Kunst zu fragen, was der wort, ab wann jemand Erfolg und Glück fühlt, Klient im Innersten am meisten möchte oder ZUM GRÖSSTEN ERFOLG.» sehr unterschiedlich. Deswegen muss jeder für braucht, was also die Seele wirklich will. Die sich selbst herausfinden, was seine persönliche Erfüllung ist. Der Weg Klarheit über Status und Ziel zeigt dem Klienten neue Wege von A dahin ist herauszufinden, was man im Innersten, im Grunde seiner nach B. Relevante Hinweise mit dem Coach zu ref lektieren, eröffnet Seele will. Der zweite Punkt ist, dass die meisten Menschen nur dann dabei neue Ideen, zeigt Potenziale jenseits innerer Mauern und den erfolgreich und glücklich sind, wenn sie einen besonderen Beitrag an möglichen Durchbruch zum Erfolg.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


AUS-  & WEITERBILDUNG Können Sie das Inner-Chi-Coaching genauer erklären? Beim «Inner Chi Coaching» benutzt man den Tiefgang in den Fragen zur Klärung dessen, was im Alltagsleben des Klienten überhaupt Sinn macht. Es geht nicht darum, Entscheidungen abzunehmen, sondern Klarheit zu schaffen. Man erkennt, was einen im Innersten bewegt, welche Probleme man ignoriert und welche man unbedingt genau ansehen sollte. Es gilt zu filtern nach «echtes Hindernis» und «lenkt nur ab, verhindert aber nicht das Ziel». Man coacht am Ende nur jene Probleme, die wirklich innerliche Hin­ dernisse darstellen. «Inner Chi Coaching» arbeitet mit einfachen Fragen, geht aber in die Tiefe wie ein Buddha. Dabei hilft der Coach im Innersten aufzuräumen und innerlich völlig ruhig, sicher und klar zu werden. Wie finden diese Gespräche statt? Sowohl in persönlichen 1:1-Gesprächen wie auch mit mehreren Selbst­ ständigen gemeinsam, wenn wir einmal die Woche online im Video-­ Coaching-Call den regelmässigen Austausch haben. Auf Dauer betrachtet bringen die wöchentlichen Online-Coachings in der gemeinsamen Mas­ termind-Stunde oft noch viel mehr, weil man bei den Aha-Erlebnissen anderer Unternehmer mit dabei ist. So sind viel mehr Ideen vorhanden, von denen alle Beteiligten profitieren. Und das Lernfeld potenziert sich.

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Die grösste Energie, die ein Mensch hat, führt zum grössten Erfolg. Sobald ein Mensch bei sich selber ankommt und seiner natürlichen Leidenschaft nachgeht, ist er im Kern seines Wesens hoch motiviert und hat die grösstmögliche Energie. Mit dieser Kraft setzt ein Mensch sich sehr viel effektiver und begeisterter dafür ein, etwas Neues zu er­ schaffen – aus reiner Lebensfreude. Es schafft mehr Raum für Innova­ tionen und bringt die grössten Umsätze und die besten Ergebnisse.

SEMINARE 20. und 21. Juli: «Feuer-Bewusstsein» – Berufung klären und Hindernisse auflösen 28. und 29. September: «Coaching-Basis» – Jederzeit richtig coachen, beraten und führen 18. bis 20. Oktober: «Coaching-Erfolgs-Profi» – Erfolgreich Beraten und Verkaufen 29. November bis 1. Dezember: «Online Business» – Automatisierung für neue Kundenkontakte

Am Ende muss man das theoretisch Gelernte aber auch in die Praxis umsetzen. Wie funktioniert das bei Ihren Seminaren? Richtig. Während das Coaching einen Prozess für Veränderung und Durchbruch startet und über viele Wochen oder Monate begleitet, öff­ nen Seminare das Herz der Unternehmer durch unzählige kleine Er­ fahrungen mit anderen Menschen. Sie trainieren die Umsetzung einer Idee in der Praxis und integrieren diese sofort durch viele kleine Übungsschritte. Am schnellsten wirken innere Einsichten dann, wenn man sie sofort anwendet. Bei mir lernen Selbstständige zum Beispiel am Wochenende, wie ideale Coaching-Gespräche oder Verkaufsge­ spräche funktionieren. Am Montag können sie sofort Kollegen und Mitarbeiter zu besseren Ergebnissen führen oder mehr Umsatz durch besseres Verkaufen erreichen. Das Coaching in meinen Online-LiveCalls reflektiert danach die neuen Erfahrungen. Oft reden im Unternehmen Vorgesetzte und Mitarbeiter oder auch Berater und Kunden aneinander vorbei. Das wirkt sich negativ auf Arbeitsklima, Effizienz und Erfolg aus. Wie lässt sich das vermeiden? Der grösste Wachstumssprung für Menschen entsteht, wenn man Wachs­ tumssprünge im Miteinander mit anderen Menschen auslösen kann. Wer in seinem Leben Hindernisse bemerkt, muss bei sich selber schauen. Denn die grösste Macht gewinnt man im eigenen Sein und durch innere Klarheit. Auf die eigenen Gefühle, Gedanken, Verhaltensweisen und Reaktionen be­ kommt man durch «Inner Chi Coaching» bis zu 100 Prozent Zugriff. Wer sich innerlich selbst Klarheit holt, kann damit in jedem Gespräch andere Menschen so führen und begleiten, dass auch diese Klarheit gewinnen – und mehr erreichen. Der typische Ballast durch Reibung fällt einfach weg. Beim Coaching geht es also darum, das Gegenüber besser einzuschätzen? Genau, man muss ja dem Gegenüber helfen, weiser zu werden, als man selber ist. Ein guter Coach muss nicht alles wissen, was der Klient weiss. Er muss ihn aber dahin bringen, dass dieser über sich hinauswachsen kann. Der Coach ist der Profi, der schnell erfassen kann, was einen Men­ schen zu einem Durchbruch führt. Ein guter Coach lernt, wirklich alle Facetten eines Menschen zu bemerken, und kann helfen, über die inneren Hindernisse und Mauern hinwegzuspringen. Deshalb ist das «Inner Chi Coaching» eine so effektive Durchbruch-Technik. Sie selber sind durch Coaching erfolgreich geworden. Was können Sie unseren Lesern als Erfolgsrezept mit auf den Weg geben?

Raho Bornhorst ist seit 28 Jahren Coach.

JFB BORNHORST GMBH Böcklerstr. 7 D-79110 Freiburg Telefon +49 (0) 761 21 43 96 83 bornhorst@bornhorst.de : : WWW.BORNHORST.DE : : : : WWW.JETZTDURCHSTARTEN.CH : :

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AU S -   &  W E I T E R B I L D U N G

JUNGE SIND HEISS AUF UMWELT-JOBS #KLIMASTREIK

DIE 16-JÄHRIGE SCHWEDISCHE UMWELTAKTIVISTIN GRETA THUNBERG HAT WELTWEITE BEKANNTHEIT ERLANGT ALS UMWELTAKTIVISTIN UND EINE RIESIGE JUNGE FANGEMEINSCHAFT GEWONNEN. AUCH IN DER REGION BERN ZEIGTE DER «GRETA-THUNBERG-EFFEKT» WIRKUNG. EINE BEGLEITERSCHEINUNG DIESES PHÄNOMENS: DIE JUGENDLICHEN WOLLEN NICHT MEHR NUR DEMONSTRIEREN, SONDERN AUCH AKTIV ETWAS BEWIRKEN. UND SO BEGINNEN SIE SICH EXPONENTIELL MEHR FÜR AUSBILDUNGEN IM BEREICH ENERGIE UND UMWELT ZU INTERESSIEREN. VON JOËL CH. WÜTHRICH

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n ganz Europa haben Schülerinnen und Schüler dem #Klimastreik Richtung etwas erlernen wollen, sehr spannend. Und man weiss, dass Folge geleistet. Auch in Bern. Der «Greta-Thunberg-Effekt» ist diese zu den Berufen der Zukunft gehören. Fachleute bestätigen zudem: zwar in der Zwischenzeit wieder et­ Der Bereich Cleantech soll jährlich um was abgeklungen und nimmt in den 6,3 Prozent wachsen – das ist doppelt so «VIELE BERUFE IM BEREICH Medien weniger Raum ein, aber die Folgen stark wie die Gesamtwirtschaft! Bis 2020 ENERGIE UND UMWELT BEDIENEN der #Klimastreik-­Bewegung sind in einigen schätzen die Fachleute einen Zuwachs von DIE WÜNSCHE NACH Bereichen eindeutig spürbar. nahezu 60 000 neuen Umweltjobs in der JOBSICHERHEIT UND SINNSTIFTUNG.» Schweiz. Allein für den Wachstumsmarkt Mit der beschlossenen Umsetzung der erneuerbare Energie hatte das Beratungsun­ Energiewende und der erhöhten Sensibilisierung für Umweltschutz so­ ternehmen McKinsey bis zu 16 000 neue Arbeitsplätze veranschlagt. Der Maschinenbau soll dabei mit insgesamt einer Viertelmillion Ar­ wie der Transformation der Arbeitswelt (Digitalisierung und Technik) beitsplätzen in einem Wachstumsmarkt grossartige Perspektiven werden Jobs wie beispielsweise Supervisor Künstliche Intelligenz, Fort­ bieten. Dies, obwohl das klassische Marktumfeld eigentlich in einer pflanzungsberater / in, Biofilm-Installateur / in, Klimatologe, Umweltin­ Krise steckt, aber dank der neuen Technologien dennoch eine Markt­ genieur, Entwässerungstechnologe, Abfalldesigner  /  in oder Recyc­ attraktivität bietet. list / in – um nur einige zu nennen – für Jugendliche, die in diese

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


AUS-  & WEITERBILDUNG

VIELE JUGENDLICHE WOLLEN JOBS IM BEREICH ENERGIE UND UMWELT

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tion geschädigter Ökosysteme und den Schutz der Umwelt ein. Der Be­ ruf ist lösungsorientiert und gleichzeitig höchst innovativ und vielseitig.

Ausserdem betonen Trendscouts, dass künftig Mitteleuropa eine Oase SINNSTIFTENDE» BERUFE für grüne Technologie sein wird. Die Investitionen in erneuerbare New-Work-Arbeitsforscher bestätigen zudem einen weiteren Trend, der Energien steigen exponentiell. Der Berufsmarkt wird sich dement­ in der Arbeitswelt der Zukunft nicht abklingen, ja sogar sich akzentuie­ sprechend anpassen. Somit haben beispielsweise die Techniker/innen ren wird: Wichtig ist vielen Jugendlichen in der heutigen Zeit, dass sie in HF in Energie und Umwelt in den kommenden Jahren besonders gute Zukunft einen Beruf ausüben, der Spass und vor allem «Sinn macht», Aussichten auf einen der begehrten Jobs. Die Ausbildungen in diesem aber auch bei welchem der sogenannte emotionale Aspekt stimmt. Man Bereich profitieren zudem noch von der Förderung durch Bund und spricht da oft von der «Emotional Selling Proposition» (ESP). Viele Be­ Kantone. Es werden also zunehmend spezifisch geschulte Fachperso­ rufe im Bereich Energie und Umwelt bedienen diese Wünsche nach Job­ nen gebraucht, und die Höheren Fachschulen spielen eine Schlüssel­ sicherheit und Sinnstiftung. rolle. Ein Beispiel: Die TEKO Basel (in verschiedenen Städten ansässig – so auch in Bern) als Anbieterin von Ausbildungen im Bereich Technik, Bleibt die Frage, welche Fähigkeiten man sich mit so einem eidgenössisch Energie und Umwelt sowie Cleantech können den Studierenden mit anerkannten Diplom Techniker/in HF Energie und Umwelt aneignet: finanzieller Unterstützung durch den Bund einen vorteilhaften Preis Man projektiert zum Beispiel Energieanlagen im Bereich Energie und für einen inhaltlich wie auch vom Berufsstatus her wertvollen HF-Ab­ Umwelt und berechnet deren Wirtschaft­ schluss bieten. «Die Ausbildungen wurden lichkeit. Spannend ist, dass unterschiedliche von uns entwickelt, weil die Nachfrage «DIE FOLGEN DER Anspruchsgruppen zu Energie- und Um­ schon jetzt stetig zunimmt und in Zukunft #KLIMASTREIK-BEWEGUNG SIND FÜR weltfragen beraten und bestehende Anlagen erst recht gross sein wird. Dies gilt besonders EINIGE WEITERBILDUNGSANBIETER in Bezug auf Energieeffizienz und Nachhal­ für die Techniker/innen HF Energie und DEUTLICH SPÜRBAR.» tigkeit untersucht werden können. Im Zei­ Umwelt», sagt TEKO-Basel-­ Schulleiterin chen der Energiewende werden Projekte zur Terry Tschumi. Man kann auch während Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenlicht, Erdwärme, der Berufszeit das Handwerk von der Pike auf lernen. «Eine solche Wind, Wasser und Biomasse wichtig, und da können sich die HF Techni­ Ausbildung ist spannend und nicht alltäglich. Als Bewerberin oder Be­ ker in Energie und Umwelt profilieren. Ebenfalls spannend: die Beratung werber auf dem Arbeitsmarkt hat man bei einer noch eher kleinen Kon­ von Unternehmen, Organisationen und Verbänden, öffentlichen Institu­ kurrenz mit dieser fundierten Ausbildung einen klaren Wettbewerbs­ tionen und staatlichen Einrichtungen im Energie- und Umweltmanage­ vorsprung.» Terry Tschumi bestätigt zudem, dass beispielsweise auf ment in den Bereichen Wasser, Abfall, Energie, Verkehr, Beschaffung, einmal immer häufiger von Jugendlichen Informationen zum HF Lehr­ Baumassnahmen und Sanierungen. Die Kenntnisse in Energieerzeugung, gang Techniker/in Energie und Umwelt angefordert und auch die Klas­ -umwandlung, -transport und -speicherung, Energie­effizienz, erneuer­ sen immer voller werden. Das habe ganz bestimmt nicht nur mit dem bare Energien, Luft, Gewässer, Boden, Abfallentsorgung und Recycling, Ruf der TEKO Basel und der anderen Standorte (natürlich auch jener in Nachhaltigkeit, Elektrosmog, Biodiversität und Landschaft werden eine Bern) als traditionell in der Ausbildung für Technik-Berufe arrivierte starke Nachfrage erleben. Höhere Fachschule zu tun. Die Jobmöglichkeiten mit dieser Ausbildung seien eben sehr gut. Auf technischer und technologischer Seite setzen : : WWW.TEKO.CH : : sich Umwelttechniker oder Umweltschutztechniker für die Regenera­

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AU S -   &  W E I T E R B I L D U N G

WIEDEREINSTIEG IN DEN JOB MIT ÜBER 50 BURKI BERATUNG & OUTPLACEMENT GMBH

EINE ENTLASSUNG IM REIFEN ALTER ODER EIN SCHWERES BURN-OUT SCHWÄCHT DAS SELBSTVERTRAUEN UND WIRFT EINEN AUS DER BAHN. ALS KONSEQUENZ GESTALTET SICH DER WIEDEREINSTIEG IN DIE ARBEITSWELT OFT ALS SCHWIERIG. WIE EIN OUTPLACEMENT- UND BURN-OUT-COACH HIER WEITERHELFEN KANN, BELEUCHTET FOLGENDER BEITRAG. VON FREYA MOHR

Ursula Burki analysiert die Ist-Situation der Klienten am Flipchart.

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it über 50 nochmals einen neuen Job finden? Eine Ent­ lassung in diesem Alter ist für viele eine Horrorvorstellung. Genauso unvorstellbar für viele ist ein erneuter Einstieg in die Arbeitswelt nach einem schweren Burn-out. Oft zu Unrecht. Denn wer Betroffene fragt, hört oft folgende Sätze: «Zum Glück ist mir dieser aufgezwungene Break passiert» oder «Ohne diese ungewollte Trennung wäre ich heute nicht da, wo ich nun glücklicher­ weise stehe.»

Punkt ist die aktive Bearbeitung des verdeckten Arbeitsmarkts mittels professionellem Networking. «Sätze wie: «Ich habe kein grosses Netz­ werk» oder «Ich will mich nicht anbiedern …» höre ich hier immer wie­ der», zitiert Ursula Burki. Diese Haltung ist jedoch fehl am Platz. Das Netzwerk muss sorgfältig gepflegt werden, allerdings darf das Vorgehen dabei nicht plump sein. Gerade hier ist eine sehr professionelle Vorgehens­ weise angebracht – und ist von viel grösserem Erfolg gekrönt als der stei­ nige und langatmige Weg auf dem offenen Arbeitsmarkt.

Eine Neuanstellung und der passende Traumjob kommen jedoch nicht von selbst. Für eine erfolgreiche Bewerbung und eine anschliessende Anstellung braucht es ein paar Voraussetzungen: Sowohl der schriftliche wie der mündliche Auftritt müssen hoch professionell sein. Dies setzt auch eine gute Auftrittskompetenz und überzeugende Argumentation seiner Passung voraus. Zudem muss der Kandidat sich bewusst machen, was er zusätzlich bieten kann, um der jüngeren Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Hier setzt Ursula Burki ihre spezifischen Erfahrungen als ehemalige Head Hunterin ein. Ein weiterer strategisch wichtiger

SELBSTBEWUSSTSEIN STEIGERN

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

An diesen Punkten setzt die Outplacement-Beratung an. Die Burki Beratung & Outplacement GmbH unterstützt ihre Kunden mit ihrer Firmenphilosophie, die sie Kopf-Herz-Bauch nennt. Eine ganzheitliche Betrachtung ist zentral, um sich nicht in einer Richtung festzubeissen, die in die falsche Bahn führt. Nach einer Entlassung oder einem Burnout sinken oft das Selbstbewusstsein und der Glaube an sich selbst. Deshalb geht es bei der Beratung in einer ersten Phase darum, die Klienten «in ihren Kompetenzen zu bestärken und an ihre Chancen zu glauben, wie­


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Stress-Situationen sind ihm Gelassenheit im Alltag und eine entspannte Grundhaltung in der täglichen Arbeit besonders wichtig. Deswegen arbeitet er mit den Klienten genau auf diese Ziele hin. Diese Zusammenarbeit ist sowohl für den Klienten wie für den Arbeitgeber ein grosser Gewinn, denn sie finden unter einem Firmendach gleich zwei Fachexperten.

VORTEILE VON OUTPLACEMENT Die Vorteile einer Outplacement-Beratung für die Klienten sind einleuch­ tend: Mut und Zuversicht fassen, Selbstvertrauen finden, sich auf ihre Ziele fokussieren, professionell in schriftlicher und persönlicher Form am Arbeitsmarkt auftreten. Das erhöht in hohem Masse die Chancen auf dem offenen und dem verdeckten Arbeitsmarkt. Laut Burki dauert die Suchphase bis zum Zuschlag des passenden Jobs von sechs Monaten bis zu einem Jahr. Ausserdem profitieren die Kunden von einer professionellen Begleitung und Sparringpartnerschaft in einer schwierigen beruflichen Situation, die sie nicht immer nur im Familien- und Freundeskreis diskutieren möchte. Aber was gewinnt der Arbeitgeber mit dem Auftrag eines Outplacements für seine Mitarbeitenden? Eine Outplacement-Beratung kann den Trennungsschock abfedern und begleitet und unterstützt die Kündigung in schwierigen Situationen. Ausserdem sendet der Arbeitgeber eine Botschaft der Wertschätzung in den scheidenden Mitarbeitenden.

FAZIT: ENTSCHEIDENDE ERFOLGSFAKTOREN

Im Gespräch neue Zuversicht finden und das Selbstvertrauen stärken.

Schlussendlich liegt der Schlüssel zum Erfolg in folgenden drei Fakten: erstens den Glauben an sich selbst wiederfinden, zweitens ein hoch pro­ fessioneller Auftritt sowohl im Dossier als auch im persönlichen Gespräch und drittens in einer authentischen, glaubwürdigen und überzeugenden Argumentation der Passung.

UNTERNEHMENSPROFIL der Fuss zu fassen», erklärt Ursula Burki. Denn sich für ein Vorstellungs­ gespräch sicher zu fühlen, beginnt im Kopf. Und lässt sich mittels Rol­ lenspiel trainieren. Um das verlorene Selbstvertrauen wiederaufzubauen, muss der Klient als Erstes wieder an seine Fähigkeiten glauben und Ziele vor Augen ha­ ben. Dazu führt das Beratungsunternehmen eine eingehende Standort­ bestimmung durch, um die berufliche und persönliche Situation zu klären. Eventuell durchläuft der Klient diesen Prozess zum ersten Mal in seinem Leben und entdeckt so ganz neue Seiten an sich selber. Hierbei gilt es, Talente, Fähigkeiten und Kompetenzen auszuloten und solche zu entdecken, die bisher unbekannt waren.

DIE PASSENDE VAKANZ FINDEN In einem nächsten Schritt geht es darum, neue Ziele zu suchen, zum Beispiel mit der sogenannten Walt-Disney-Methode. Diese beginnt bei früheren Berufs-Träumen ohne Zensur und lässt die Fantasie spielen. In einem anschliessenden Realitätscheck wird kritisch analysiert, wo das Optimum zwischen Wunsch und Machbarkeit liegt. Vielfach braucht es dann zusätzliche Weiterbildungen, um die entsprechende Arbeits­ markt-Fitness und Passung vorweisen zu können. Solche Methoden zeigen, dass Coaching immer häufiger zu spezifischen Fragestellungen im Bereich der Sozialpsychologie führt. Um diesen Bereich im Rahmen des Outplacements und Management-Coachings professionell abzudecken, arbeitet Ursula Burki mit ihrem Geschäftspartner Dr. phil. Heinz Bolliger-Salzmann zusammen. Als Experte in Burn-outProphylaxe, Ressourcen-Management, Self-Care sowie Umgang mit

Die Burki Beratung & Outplacement GmbH ist seit 15 Jahren als Beratungsunternehmen tätig. Die Firmengründerin und Inhaberin lic. rer. pol. Ursula Burki-Salzmann führt das Unternehmen, ihr Geschäftspartner, Dr. phil. Heinz Bolliger-Salzmann, unterstützt sie dabei in sozialpsychologischen Themen. Ihr Wissen schöpfen beide aus langjähriger Berufs- und Führungs­ erfahrung sowie ihrer Tätigkeit als Dozenten an verschiedenen Schweizer Fachhochschulen. Zu ihrem Angebot gehören Management Coaching, Outplacement, Arbeitsmarkt-Coaching, Self-Management, Self Care und Burn-out-Prophylaxe. Das Beratungsunternehmen hebt sich dadurch hervor, dass es Unterstützung und Begleitung sowohl in beruflichen wie auch in sozialpsychologischen Fragestellungen mit erfahrenen Experten in Theorie und Praxis unter einem Firmendach bietet. Dabei arbeiten sie mit situativen Methoden und auf den einzelnen Klienten zugeschnittenen Lösungen, egal ob Akademiker oder Fachangestellter.

BURKI BERATUNG & OUTPLACEMENT GMBH Thunstrasse 17 / Marktgasse 61 CH-3000 Bern / Kirchenfeld Telefon +41 (0) 31 318 68 89 burki@burki-beratung.ch : : WWW.BURKI-BERATUNG.CH : :

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AU S -   &  W E I T E R B I L D U N G

WEITERBILDUNG-TRENDS

ZEHN THESEN ZUR WEITERBILDUNG DER ZUKUNFT WAS GILT ES ZU BEACHTEN, WENN MAN SICH HEUTE WEITERBILDEN LÄSST? WARUM IST DIE WAHL EINER WEITERBILDUNGSRICHTUNG HEUTE ENTSCHEIDEND DAFÜR, OB MAN IN ZUKUNFT IN DER NEW WORK ÄRA EINEN DER BEGEHRTEN «JOBS 4.0» ERGATTERT? VON DANIEL HERZOG UND JOËL CH. WÜTHRICH

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AUS-  & WEITERBILDUNG

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These 2: Das Standardseminar weicht der massgeschneiderten Weiterbildung Die betriebliche Aus- und Weiterbildung ist in einem äusserst nachhalti­ gen Wandel. Neue Anforderungen wachsen und neue Jobprofile («Jobs 4.0») entstehen. Die Arbeitswelt geht einher mit der Digitalisierung und wir befinden uns in einem Prozess, den man wohl als «4. Industrielle Revo­ lution» bezeichnen könnte. Das hat grossen Einfluss auf die Weiterbil­ dungsbranche. Das Standardseminar weicht der massgeschneiderten Weiterbildung und den modularen Angeboten. These 3: Die Wahl der Weiterbildung muss strategisch erfolgen Wer heute in der Arbeitswelt – wo immer mehr Leute spezialisierte Fähig­ keiten und ein Alleinstellungsmerkmal in die Waagschale werfen – einen Wettbewerbsvorteil haben möchte, muss öfter als noch vor Jahren die genau passende Aus- oder Weiterbildung vorweisen. Ausserdem soll die Weiterbildung auch nachhaltig sein und mithelfen, dass man einen Weg wählt, der den Zugang zu einem der begehrten «Jobs der Zukunft» ebnet. Ein Beispiel ist die Lernwerkstatt Olten. Hier wird konsequent der Ar­ beitsmarkt gescannt und das Kursangebot den aktuellen, aber auch künftigen Bedürfnissen der Zielgruppen angepasst. These 4: Weiterbildung muss «rentieren» Wie verknüpfe ich die betriebswirtschaftlichen Ansprüche meiner Orga­ nisation mit den drängendsten (Weiter-)Bildungsfragen des Personals? Wie erkenne ich, welche Weiterbildung nutzvoll für meine Leute ist und welches neu angehäufte Know-how dem Unternehmen einen Mehrwert bringt? Das steigende Kostenbewusstsein in Profit-, aber auch in Nonprofit-­ Organisationen rückt den Aspekt der Wirkung und der Wirkungsüber­ prüfung von Weiterbildung in den Mittelpunkt. Weiterbildung muss nachweislich einen Mehrwert erzeugen. Während noch vor zwanzig Jahren in erster Linie Praxistransfer und Nachhaltigkeit von Bildungs­ massnahmen im Zentrum standen, muss heute immer mehr die Renta­ bilität ausgewiesen werden. Und rasch ändernde Unternehmensziele erschweren die Kontinuität in Ausbildungsprogrammen. Diese Heraus­ forderungen verlangen von den betrieblichen Bildungsfachleuten einen erweiterten Werkzeugkoffer und neue Kompetenzen: Bildungsprofis müssen den Zusammenhang zwischen Bildung, Bildungs­erfolg und Unter­ nehmenserfolg verstehen und im Rahmen eines strategischen Bildungs­ controllings Instrumente zur Planung, Gestaltung und Steuerung der betrieblichen Weiterbildung anwenden können. Da kommen die Bildungs­ manager/innen ins Spiel: Die Lernwerkstatt Olten feiert nicht ohne Grund mit dem DAS Bildungsmanagement einen grossen Erfolg.

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hese 1: Die Wahl der Weiterbildung muss «Sinn» ergeben Der Wunsch nach einem sinnstiftenden Job ist mehr denn je im Trend. Sinn und das damit verbundene Glückserleben entstehen, wenn befähigte Mitarbeitende konkrete Aufga­ ben erledigen, bei denen sie sich als wesentlich erleben. In der Zeit des digitalen Wandels in der Arbeitswelt sucht man nach einer nachhaltigen Beschäftigung, die in naher Zukunft nicht nur Sicherheit im Job ver­ spricht, sondern auch «Sinn macht». Viele interessieren sich jetzt für «Umweltjobs». Viele entdecken zudem ihre Leidenschaft für das Coa­ ching und sehen immer häufiger die Möglichkeit, als «Betriebliche Mentorinnen/Mentoren» ihre Tätigkeit zur Berufung zu machen. Diese Weiterbildungen öffnen Türen und sind oft auch Grundlage für neue Geschäftsmodelle oder den erfolgreichen Wissenstransfer. Besonders die «Betrieblichen Mentoren» werden immer gefragter.

These 5: Anerkannte Abschlüsse gewinnen noch mehr an Bedeutung Das Bildungssystem der Schweiz ist hervorragend, dies zeigt sich beispiels­ weise auch in einer rekordtiefen Jugendarbeitslosigkeit. Es verfügt über eine hohe Durchlässigkeit, grosser Vielfalt an Angeboten und es ist stark auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet. Der Nachteil ist: Das System ist selbst für Fachpersonen kaum mehr in allen Belangen über­ blickbar. Sowohl Bildungsteilnehmer, als auch HR-Fachleute setzen somit auf bekannte und anerkannte Abschlüsse. So sind heute in der Erwachsenen­ bildung beispielsweise die SVEB-Abschlüsse ein Muss. Das letzte Jahr wurde das 50 , 000ste SVEB-Zertifikat abgegeben. Der Trend nach einem anerkannten Abschluss wird sich weiter fortsetzen. Dank Bundesbeiträgen an Lehrgänge der Höheren Berufsbildung werden auch diese Abschlüsse weiter an Attraktivität gewinnen. These 6: Frontalunterricht ist passé Zahlreiche Studien untermauern die Tatsache, dass Langeweile im Unter­ richt – unabhängig vom Lehrstoff – in erster Linie mit der Unterrichts­ gestaltung zusammenhängt. Fehlende Aufgaben und Tätigkeiten, lange

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Referate, mangelnde Interaktion, fehlende Herausforderungen, Monotonie, Einsamkeit und Warten während den Lektionen werden bei der Mehr­ zahl der Studien als Auslöser für Langeweile aufgeführt. Gamification ist eine innovative Lösung für ein aufgewecktes, motiviertes und lehr­ freudiges Publikum im Klassen­z immer. Wendet man Spielelemente im Unterricht an wird der Lern­prozess nachweislich gefördert. These 7: Die «Megatrends» beeinflussen unsere Weiterbildung Zwölf Mega-Trends für 2019 hat das Zukunftsinstitut und Swissfuture – die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung – definiert; New Work, Digitalisierung, Gesundheit, Mobilität, Wissenskultur, Urbani­ sierung, Konnektivität, Neo-Ökologie (Ressourcenverknappung und Ökologisierung), Globalisierung und Individualisierung, Beschleunigung durch Innovation und Technologie, Sicherheit, die «Silver Society» (auch «Aging Society») und «Gender Shift» (Wandel durch Aufbrechen von Geschlechterstereotypen und Rollenmustern). Die Megatrends sind sozusagen «Lawinen in Zeitlupen», wie es in den Studien beschrieben ist. Was diese Trends auszeichnet: sie verändern nachhaltig ganze Branchen und durchdringen alle Lebensbereiche. Anders als Trends, die nur einige Jahre wirken, haben Megatrends eine Wirkdauer von mehreren Jahr­ zehnten. Besonders die Digitalisierung – sei dies in den Arbeitswelten oder in allen anderen Lebensbereichen – hat einen grossen mittel- und langfristigen Wirkungsgrad. Jeder Megatrend ist prägend für Gesell­ schaft und Wirtschaft. Ergo: neue Lehrgänge, Kurse, Seminare und An­ gebote sind nötig, um die Bedürfnisse dieser heranbrechenden «New Work»-Ära zu stillen. These 8: Digitalisierung verändert die Weiterbildung Handys, Tablets und Laptops öffnen den Zugang zu einer neuen Welt voller Lernsoftware und -Apps. E-Learning ergänzt den traditionellen Unterricht. Die Präsenzzeit bei Weiterbildungen wird kürzer werden

und die Menschen werden lernen, wenn es in ihrem Zeit- und Lebens­ plan Platz hat. Ein E-Learning über das Smartphone oder Tablet wäh­ rend der Bahnfahrt, der Austausch in der Gruppe mit anderen Kursteil­ nehmenden über eine Applikation, eine Frage an den Kursleitenden über den Klassenchat – dies sind nur einige Beispiele, die dieses neue Lernen beschreiben. Die Bildung muss sich hier flexibel und kunden­ orientiert weiterentwickeln. Lehrpersonen stehen vor der Herausforderung, sich für die neue Realität fit zu machen . These 9: Das Bedürfnis nach Erlebnissen steigt Die Digitalisierung in allen Bereichen unseres Lebens wird das Bedürf­ nis der Menschen nach Erlebnissen und Emotionen steigern. Wer möchte schon den ganzen Tag nur mit Maschinen kommunizieren? Die Weiterbildungsanbieter werden also auch vermehrt erlebnispädagogische Elemente einbauen. Denn über das Erleben positiver und einprägsamer Emotionen lässt sich nicht nur effizient unterrichten, sondern auch einen grossen Lernerfolg erzielen. These 10: Wer nicht profitiert ist selber schuld … Seit dem 1. Januar 2018 beträgt die finanzielle Unterstützung 50 Prozent auf Stufe Höhere Berufsbildung für Absolvierende von Kursen, die auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten. Eine berufsbegleitende absol­ vierte Aus- oder Weiterbildung ist in der heutigen Zeit fast ein «Muss» im Lebenslauf, um an die guten Jobs der Zukunft zu gelangen. Eine absolvierte berufsbegleitende Weiterbildung sagt viel über die Person aus und wird von den Personalverantwortlichen registriert. Bei der Finanzierung ver­ schiedener Lehrgänge gibt es auch Unterstützung. Dies ist eine grosse Erleichterung auf dem Weg zu noch besseren Fachleuten bei der beruflichen Weiterbildung. Damit ist eine Weiterbildung in Berufen, die voll im Trend sind und in welchen Leute gesucht werden, erst recht attraktiv. Ein Beispiel dafür ist die Weiterbildung zum Ausbilder / zur Ausbilderin

Digitalisierung und Technologie verändert nachhaltig die (Weiter-)Bildungslandschaft – Webinare und Unterricht mit virtueller Realität sind schwer im Trend.

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AUS-  & WEITERBILDUNG

mit eidg. Fachausweis und zum Betrieblichen Mentor / zur Betrieblichen Mentorin mit eidg. Fachausweis wird mit 50 Prozent finanziell unter­ stützt. Der Subventionsbeitrag beträgt beispielsweise bei Lehrgängen der Lernwerkstatt Olten rund 7 000 Franken. Und auch die Ausbil­ dungsleiter / innen mit eidg. Diplom kommen in den Genuss eines Subventionsbeitrages von 7 400 Franken. Daniel Herzog, Geschäfts­ führer der Lernwerkstatt Olten, die als Branchenführende diese Weiter­

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bildungen anbieten, sagt: «Für viele Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer ist eine finanzielle Entlastung eine grosse Hilfe und ein Top-Argument, um diese nachhaltigen Aus- und Weiterbildungslehr­ gänge zu besuchen.» : : WWW.LERNWERKSTATT.CH : : : : WWW.BILDUNGSBLOG.CH : :

BILDUNG AM PULS DER ZUKUNFT

Digitale Tran sformation un d Leadership: B uchen Sie individue lle Seminare

Die digitale Transformation fordert in der Führung und Weiterbildung von Mitarbeitenden neue Ansätze. IFA – Die Höhere Fachschule der Digitalen Wirtschaft unterstützt Unternehmen und Organisationen mit abgestimmten Weiterbildungsprogrammen dabei, die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu meistern. Seminare und Zertifizierungslehrgänge für Firmen und Einzelpersonen: ▪ Agile Management ▪ Digital Leadership ▪ Digitale Transformation ▪ Talent Management ▪ Hermes und IPMA Firmenkurse ▪ Elektronischer Zahlungsverkehr ISO 20022 ▪ Design Thinking ▪ Business Etikette ▪ Blockchain Grundlagen für Manager und CIOs

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BERNER OBERLAND

Jetzt neu auch als Kapseln für Ihre Nespresso®-Maschine.

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Erhältlich in ausgewählten -Verkaufsstellen im Berner Oberland. GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

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BERNER OBERLAND DAS BERNER OBERLAND UND DIE REGION RUND UM DEN THUNERSEE SIND PRÄDESTINIERT FÜR DIE HOHE IDENTIFIKATION DER UNTERNEHMEN MIT IHRER GEOSTRATEGISCHEN ZIELGRUPPE UND HELFEN MIT, EINE OPTIMALE POSITIONIERUNG ZU ERWIRKEN UND EINE AFFINITÄT MIT DEN ANSPRUCHSGRUPPEN ZU ERZIELEN. ABER NICHT ETWA NUR DIE MENSCHEN DER UNMITTELBAREN REGION WERDEN ANGESPROCHEN. VON CHARLES STAUBACH

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’Oberland ja, z’Oberland, z’Berner Oberland isch schön … und das nicht nur für die Einheimischen. Unternehmerinnen und Unternehmer, Event-Agenturen, die Tourismus-Branche und so weiter leben unter anderem auch vom Standortvorteil und der hohen Wertschöpfung, die auch auswärtige Investoren, Gäste oder Mandatnehmer/innen generieren. Dabei ist die klare Positionierung zur Marke Oberland und den Wertevorstellungen der Region in jeder Hinsicht hilfreich. Dies bestätigen nicht nur führende Unternehmen und KMU, sondern auch die populären Sportclubs wie Wacker Thun (Handball Meister 2018) und FC Thun (Fussball Super League). Aber auch viele andere Unternehmen identifizieren sich mit der Marke

Berner Oberland wie beispielsweise das in dieser Ausgabe portraitierte Unternehmen H & R Gastro aus Interlaken in unserem Interlaken Special. Der Tourismus stellt zwar den wichtigsten Wirtschaftszweig für die Region dar. Die Thunersee Festspiele, das Menuhin Festival, die Eventagenturen und viele mehr profitieren davon. Die Gegend, wo viele ihre Ferien verbringen, inspiriert aber auch Industrie und Gewerbe. Die Region hat sich zu einem dynamischen Wirtschaftsraum entwickelt. Zahlreiche indus­ triell tätige Firmen sind im Berner Oberland angesiedelt, und innovative Gewerbetreibende schätzen neben der besonderen Landschaft auch die gut funktionierende Infrastruktur.

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BERNER OBERLAND

MEHR ALS «NUR» EIN ADVENTURE-HOTSPOT INTERLAKEN, MATTEN UND UNTERSEEN

BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN LIESSEN ES SICH NICHT NEHMEN, IN DER REGION INTERLAKEN UND DEN DREI «BÖDELI»-GEMEINDEN EINEN AUFENTHALT ZU GENIESSEN. SEI ES, UM SICH IN DER UMGEBUNG ZU ERHOLEN ODER NACH INSPIRATION ZU SUCHEN. DAS IST HEUTE NOCH SO – ABER DIE REGION HAT NOCH WEIT MEHR ZU BIETEN. VON DANIELE CIOCIOLA

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nterlaken ist zwar vor allem als Kongress-, Tourismus- und Adventure-Hotspot bekannt, aber auch das Unternehmertum hat in der unmittelbaren Region in den letzten Jahren einen grossen Aufschwung erlebt. Nicht nur die Jungfraubahn Holding AG, die Hotelketten oder das Unternehmen H & R Gastro – um nur wenige zu nennen – tragen einen grossen Anteil an der Wertschöpfung. Auch die vielen KMU und Gewerbebetriebe der Region zeigen sich sehr innovativ und dynamisch. Natürlich ist Interlaken als Kongress- und Veranstaltungs-Hotspot über die Grenzen der Schweiz und Europa bekannt. Das Congress Centre Kursaal Interlaken präsentiert sich als ein geschichtsträchtiger und dennoch mit modernster Infrastruktur versehener Gebäudekomplex, umgeben von einem wunderschönen Park. Hier findet jeweils das weltweit beachtete Swiss Economic Forum statt. Auch darf man die Region mit gutem Gewissen als «European Capital of Adventure» bezeichnen mit Angeboten wie River Rafting, Ski- / Snowboard­ touren, Bungy Jumping, Paragliding, Seilpark, Tandemflug, Skydiving, Canyon Swing, Canyoning, Mountainbike-Touren, Alpen-Rundflüge, Jetboat-Fahren, Stand-up-Paddeling, Tandem-Rafting, Deltasegeln, Kayak­ touren, Heliskiing und vieles mehr.

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Interessant und vielsagend ist auch jenes Detail: Keine andere Ortschaft ist auf den Schweizer Autobahnen so früh ausgeschildert. Das Jungfrau­ joch ist eines der beliebtesten Reiseziele der Schweiz und zieht alljährlich Millionen Besucher an, die mit der wirklich spektakulären Jungfraubahn auf das Jungfraujoch – mit 3 454 m ü. M. die höchstgelegene Bahnstation Europas – fahren und von dort aus die extrem beeindruckende Aussicht auf das UNESCO-Welterbe-Gebiet rund um den Aletschgletscher geniessen. Der in seiner Heimat berühmte indische Regisseur Yash Chopra hat Szenen für zehn seiner Filme vor der hiesigen Bergkulisse gedreht – und etablierte Interlaken so als beliebte Tourismusdestination im indischen Subkontinent. Interlaken Tourismus und die Jungfraubahnen ehren den 2012 verstorbenen «König der Romanzen» nun mit einer lebensgrossen Bronze-Statue im Kursaal-Garten. Er hat im Jahr 2011 von der Gemeinde Interlaken als Erster den Titel als «Ambassador of Interlaken» erhalten. Das Bödeli, wie es von den Einheimischen genannt wird, besteht aus drei Politischen Gemeinden: Interlaken, Matten und Unterseen. Der Blick auf das weltberühmte Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau ist eines der weltweit am meisten gesuchten Motive. Interlaken (Einwoh­ nerzahl ca. 5 805, Stand: 31.12.2018) ist mit Auto, Zug und Bus einfach erreichbar. Es verkehren auch Linienschiffe von Thun und Brienz nach Interlaken.


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I N T E R L A K E N - FAC T S §§ Anzahl Betten in Interlaken, Matten und Unterseen: 4 231 (398 Betten in Ferienwohnungen) §§ 6 Campingplätze §§ 1 133 Betten in Gruppenunterkünften §§ Logiernächte Hotels: total ca. 900 000 Logiernächte / Jahr §§ Herkunft der Gäste: Hauptsächlich aus der Schweiz, den Golfstaaten, China und Hongkong, Korea, Indien, den USA, Grossbritannien, Deutschland, Thailand, Japan §§ Die Botschafter von Interlaken: Yash Chopra, Bollywoodregisseur, Adolf Ogi, alt Bundesrat, Prof. Zakhar Bron, Musikpädagoge und Gründer der Zakhar Bron Musikakademie in Interlaken. §§ Bekannteste Hotels: Victoria Jungfrau Grand Hotel, Hotel Bellevue

B E R Ü H M T E GÄ S T E ( AU S WA H L ) : §§ Johann Wolfgang Goethe Der berühmteste Gast des Oberlandes war im 18. Jahrhundert zweifellos der Dichterfürst. §§ Lord Byron Der grösste englische Dichter unternahm ab 1816 manch ausgedehnte Reise ins Oberland. §§ Felix Mendelssohn Der grosse Musiker kam bereits als Knabe nach Interlaken, das letzte Mal 1847. Bekannt ist auch, dass er mehrmals auf der Orgel der Burgkirche in Ringgenberg spielte. Er verhalf dem Namen Interlaken in seinem Kulturkreis zu einem guten Ruf. Seine Nachkommen besitzen noch heute das Anwesen Ried oberhalb Wilderswil. §§ Thomas Cook Thomas Cook organisierte 1855 die erste Europa-­ Rundreise für britische Touristen. §§ Lev Nikolajewitsch, Graf Tolstoj Während seiner ersten Auslandreise besuchte der Schriftsteller Tolstoi 1857 auch die Schweiz. Am 30. Mai dieses Jahres weiss man, dass er Bönigen besucht hat. §§ Mark Twain Der amerikanische Schriftsteller wusste 1878 den Komfort des damaligen Hotels Victoria zu schätzen. : : WWW.INTERLAKEN.CH : :

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Die reichen Verzierungen und Stuckaturen geben jedem Anlass ein ganz besonderes Feeling.

TRADITION UND HOHER SERVICESTANDARD CONGRESS CENTRE KURSAAL INTERLAKEN

IM CONGRESS CENTRE KURSAAL INTERLAKEN IST DIE KOMBINATION ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE SO DEUTLICH WIE NIRGENDWO SONST ZU SPÜREN. GESCHICHTSTRÄCHTIGE RÄUME STEHEN EINEM ZUKUNFTSWEISENDEN AUDITORIUM GEGENÜBER. IM EHEMALIGEN MOLKE-KURBETRIEB WERDEN HEUTE BEDEUTENDE VERANSTALTUNGEN, SEMINARE UND TAGUNGEN DURCHGEFÜHRT. VON LIVIA CHIESA UND MELANIE SPORI

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ingebettet zwischen dem Thuner- und Brienzersee und zu Füssen des imposanten Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau liegt Interlaken verkehrstechnisch gut erschlossen. Zwischen allen grösseren Städten sowie den Flughäfen der Schweiz verkehren stündlich gute Verbindungen mit der Bahn. In Interlaken an­ gekommen ist alles gut zu Fuss erreichbar.

Als 1898 der Betrieb der Molkekuren aufgrund neuster medizinischer Erkenntnisse geschlossen wurde, erfolgte die Einrichtung des Kursaals als Veranstaltungslokalität. Da die Räumlichkeiten bei festlichen Anlässen längst zu eng geworden sind, standen mehrere grosse Um­ bauten bevor. 1910 erfolgte dann die Eröffnung des grossen Konzertund Theatersaals.

HISTORISCH UND MODERN

Interlaken entwickelte sich immer weiter zur Destination für Kongresse und internationale Tagungen. Den ersten grossen internationalen Kongress führte der Kursaal im Jahr 1969 durch – das war der europäische Bier­ brauerkongress mit einem Bankett für 1 200 Personen. Daraufhin passten die Betreiber den Name auf «Kongresshaus Interlaken AG» an. Die noch mangelnde Infrastruktur bauten sie nach und nach dazu. Somit wurde im Jahr 1980 der historische Kursaal umfassend saniert und das neue Kongressgebäude eingeweiht.

Bereits 1858 erwarben 33 Privatpersonen das Grundstück des ehemali­ gen mittelalterlichen Augustinerklosters «inter lacus» und eröffneten ein Jahr später den Molke-Kurbetrieb mit Kursaal, Lokalen für Lektüre, Spiel, Konversation sowie Musik und Bällen. Der Spielspass verging jedoch schnell, als einen Monat später das Verbot für die Spiele erlassen worden war. Die Betreiber mussten das Kurhaus somit wieder schliessen. Lediglich den Betrieb der Molke-Kuranstalt konnten sie weiterführen.

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«Apéro riche» – das Personal bereitet die Speisen mit hohem Anspruch und mit erlesenen Produkten zu. Wer es ursprünglicher mag, sollte das Restaurant Spycher im Congress Centre Interlaken erleben. Das Restaurant ist bei Einheimischen sehr beliebt und setzt auf bodenständige Gemütlichkeit. Jeden Abend gibt es gratis eine Folkloreshow zum Mitmachen. Diese nimmt die Gäste mit Jodel- und Alphornklängen auf eine Reise durch die Schweiz mit. Der historische Kursaal und das moderne Auditorium liegen in malerischer Kulisse.

ERFAHRUNG UND HOHER SERVICE-STANDARD Zudem unterstützen und beraten erfahrene Veranstaltungstechniker die Kunden bei der Planung und Durchführung. Jeder Anlass soll reibungs­ los über die Bühne gehen. Mit den technischen Anforderungen wird jeweils eine individuelle Offerte erstellt. Für noch mehr Leistung bietet das Kongresszentrum spezielle Business- und Sponsoring-Packages an.

Alexander Hänsel ist Managing Director des Congress Centre Kursaal Interlaken.

Für den Managing Director Alexander Hänsel steht Gastfreundschaft und Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Ihm liegt der persönliche Kontakt zu den Gästen und Veranstaltern am Herzen, damit seine Mitarbeitenden auf die individuellen Bedürfnisse und Empfindungen gezielt eingehen können. Sein Team stellt sich jeden Tag neuen Herausforderungen, damit es Ver­ besserungen und Änderungen entsprechend realisieren kann.

HOTELBUCHUNGEN MIT RAHMENPROGRAMM Heute präsentiert sich das Congress Centre Kursaal Interlaken als ein geschichtsträchtiger und dennoch mit modernster Infrastruktur verse­ hener Gebäudekomplex, umgeben von einem wunderschönen Park. In den historischen Räumen und in den legendären Grand Hotels fanden bereist viele bedeutende Tagungen statt und hochkarätige Bankette wurden zelebriert wie beispielsweise das jährlich stattfindende Swiss Economic Forum.

VIELSEITIG NUTZBAR Das stilvolle Ambiente in den historischen Sälen des Kursaals in Verbin­ dung mit dem modernen Auditorium, welches 2010 eröffnet wurde, macht die Lokalität zu einem attraktiven Veranstaltungsort. Die Säle sind vielfältig nutzbar für jede Art von Anlass, mit einer gesamten Eventfläche von 5 000 Quadratmetern und einer Kapazität von über 1 500 Personen. Jährlich zählt das Congress Centre rund 35᾽000 Gäste und führt durch­ schnittlich 100 Veranstaltungen durch, insbesondere Medizinkongresse kehren in den Kursaal ein. Obwohl das Kerngeschäft auf Kongressen liegt, zeigt sich die Angebotspalette vielfältig. Von Autopräsentationen, Konzerten, Generalversammlungen oder Firmenanlässen findet jedes Ereignis seinen Platz.

HEIRATEN IM KURSAAL Immer häufiger finden auch Hochzeitspaare ihre Traumlocation in den geschichtsträchtigen Sälen. Ganz gleich ob herzergreifend romantisch, stimmungsvoll, bodenständig oder lieber wild und verwegen – der Kur­ saal Interlaken bietet genau den Rahmen, der vielseitigen Gestaltungs­ wünschen Raum lässt. Der Kursaal-Park mit Blick auf die Jungfrau lädt zum Apéro und Shooting für die perfekten Hochzeitsbilder ein.

HAUSEIGENES CATERING Für Gaumenfreuden sorgt das kreative Team vom Chefkoch bis zum Servicepersonal. Der Kursaal verfügt über ein hauseigenes Catering, welches mit Hingabe und Inspiration in der Küche ans Werk geht. Ob Businesslunch, mehrgängige Menus, ein herzhafter Brunch oder ein

Unter dem Dach des Congress Centre Kursaal Interlaken befindet sich ebenfalls die Interlaken Congress & Events AG, welche die Aufgabe eines Convention Bureaus in der Region einnimmt – dazu gehören die Desti­ nation Interlaken und die Region Thun / Thunersee. Somit kann das Kongresszentrum die Kunden bei der Organisation diverser Hotelkon­ tingente unterstützen. Durch das Online-Buchungssystem kann sich der Teilnehmer direkt für den Kongress anmelden und dazu bequem sein Wunschhotel in Interlaken buchen. Anlässe lassen sich perfekt mit einem unvergesslichen Ausflug in der Region ergänzen. Interlaken bietet eine einzigartige, abwechslungsreiche und überwältigende Kulisse für unvergessliche Momente. Die faszinierende Berg- und Naturwelt mit dem Thuner- & Brienzersee bietet Geniessern, Naturliebhabern, Wasserratten, Gipfelstürmern, Abenteurern, Action­ begeisterten, Höhlenforschern, Träumern, und noch vielen mehr das passende Rahmenprogramm – an 365 Tagen im Jahr. Wer in Interlaken ein Event durchführt, setzt sich auch für Nachhaltigkeit ein. Als Mitglied von Alpine Pearls und ausgezeichnet mit dem Energiestadt-­ Label steht Interlaken für umweltfreundliche und bewusste Erholung. Naturnahe und nachhaltige Tourismusangebote werden gezielt gestärkt. Eine attraktive und umweltfreundliche Fortbewegung ermöglichen Elektro-Bikes und Elektro-Autos sowie seit 2012 drei neue Hybridbusse, welche auf dem Streckennetz der Gemeinde im Einsatz sind. Mit der Gästekarte Interlaken profitieren auch die Veranstaltungsteilnehmer von kostenlosen Bus- und Zugfahrten.

CONGRESS CENTRE KURSAAL I N T E R L A K E N AG Strandbadstrasse 44 CH-3800 Interlaken Telefon +41 (0) 33 827 61 00 reception@congress-interlaken.ch : : WWW.CONGRESS-INTERLAKEN.CH : :

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«DÄ VO HIE» VON «DIE VO HIE» H & R GASTRO AG, INTERLAKEN

H & R GASTRO INVESTIERTE MILLIONEN FRANKEN IN EIN NEUES KÜHLHAUS UND IN DIE NEUE KAFFEERÖSTEREIANLAGE. DIESE INVESTITIONEN SIND EIN BEKENNTNIS FÜR DIE ZUKUNFT DES TRADITIONSUNTERNEHMENS AM STANDORT IN INTERLAKEN. SCHLIESSLICH WILL MAN DER VERANTWORTUNG ALS TIEF IN DER REGION VERWURZELTES UNTERNEHMEN AUCH ZUKÜNFTIG GERECHT WERDEN. VON JOËL CH. WÜTHRICH

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n den letzten Jahren wurde in vielen Unternehmen, Betrieben und in Vereinen und (Sport-)Clubs der Region Thun / Interlaken die Identifikation mit der «Marke Berner Oberland» als Marketing­ instrument erfolgreich und effizient eingesetzt. Dieser Approach ist jedoch nicht neu. H & R Gastro steht schon seit Jahrzehnten für das Motto «Alles vo hie für die vo hie». Die H & R Gastro AG ist in Interlaken zu Hause. Die Firma, deren Wurzeln ins Jahr 1847 zurückreichen, positioniert sich seit Jahren als Einkäufer für die Gastronomie im Berner Oberland. Sie fördert Qualitätsprodukte regionaler Produzenten mit dem Label «Hergestellt im Berner Oberland». Auch verarbeitet und vermarktet H & R mit grossem Erfolg das Label BEObeef, Bio-Rindfleisch aus der Region von einheimischen Jungrindern sowie auch den hochwertigen H & R-Kaffee «dä vo hie», der in der eigenen Rösterei einen unverwechselbaren «Oberland-Charakter» entwickelt. Die Produkte und Dienstleistungen werden zu marktgerechten Preisen angeboten. Mit diesen Angeboten leistet das Unternehmen seinen Beitrag an die regionale Wertschöpfung. Die Geschäftsphilosophie ist das Leitbild der Firma H & R Gastro, nicht einfach nur ein «Claim» , ein Slogan. «Wir würden uns selber schaden, sollten wir nicht zu hundert Prozent nach unserem Motto wirtschaften und handeln. Die Menschen hier erkennen sofort, wenn etwas aufgesetzt ist und nicht vollumfänglich authentisch », sagt Daniel Zimmermann, Leiter Aussendienst und Ansprechperson für die Kommunikation im Unternehmen. Glaubwürdigkeit und Authentizität ist allerdings nicht nur wichtig in den internen und externen Prozessen, sondern vor allem im B2B-Business, mit den Lieferanten und den internationalen Partnern beim Kaffeehandel.

ERFOLGSGESCHICHTE KAFFEERÖSTEREI Der Kaffee ist und bleibt einer der starken Erfolgsgeschichten der Firma. Was bei der Firmengründung 1847 begann, wird noch heute als zentraler Identifikationspunkt gepflegt. Die Produktion des H+R-Kaffees war bisher nicht elektronisch gesteuert, sondern erfolgte von Hand. Drei Kaffeeröster sorgten für die richtige Note «vo hie». Vier Mischungen «vom hellen Kaffee crème bis zum dunklen Espresso» (Wiener, Mocca, Orient und Rustico) werden zwischen 13 und 15 Minuten geröstet.

Die Geschäftsleitung von H & R Gastro

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Für H & R Gastro kauft ein langjähriger externer Partner fünf verschiedene hochwertige Rohkaffees in Brasilien, Indien und Guatemala ein. Gekauft werden kann der Kaffee – «Dä vo hie» – in den Coop-Filialen im Berner Oberland, in der Landi Jungfrau und in diversen Bäckereien.


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WACHSENDES B2B-GESCHÄFT Mit der neuen Röstmaschine, die bei H & R Gastro im Einsatz steht, hat man einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung und Optimierung der Prozesse sowie die Sicherstellung und Verfeinerung der Qualität getä­ tigt. Das wird in der Region geschätzt, aber auch zunehmend ausserhalb des Berner Oberlandes, wo das Label Berner Oberland einen starken und authentischen Ruf geniesst. «Unsere Gastro Kunden im B2B-Bereich sind uns treu. Was wir aber auch merken, ist ein Anstieg des Interesses bei den B2B-Geschäftskunden wie KMU und auch grösseren Unternehmen. Da setzt man sowohl auf den eigenen Charakter unserer Mischungen wie auch auf den emotionalen Wert der Produkte aus unserem Angebot», sagt Daniel Zimmermann. Die heute in der Produktepositionierung auf dem Markt und in den Zielgruppen so wichtige «Emotional Selling Proposi­ tion» (ESP) hat also gegriffen und bleibt das Erfolgsrezept von H & R Gastro.

Die Investitionen in die neue Kaffee­ röstmaschine haben sich gelohnt.

VERANTWORTLICH GEGENÜBER DER REGION Aktuell zählt die H & R Gastro AG rund 800 Gastrobetriebe zum Kunden­ stamm. Die Kunden haben Zugriff auf die komplette Produktepalette mit über 5 000 Lagerartikeln der Hauptgruppen Lebensmittel, Frisch­ produkte, Tiefkühlprodukte und Verbrauchsmaterial sowie auf verschie­ dene Service- und Dienstleistungen. Was die Kunden online, per Telefon oder Bestellliste anfordern, wird unter strenger Einhaltung der Kühl­ kette mit acht modernen Lastwagen ausgeliefert. Alle Fahrzeige erfüllen hier mindestens die EURO 6 Norm. Auch hier will man sich gegenüber der Region verantwortlich zeigen und Nachhaltigkeit vorleben.

MEHRWERTE FÜR GASTRONOMIEKUNDEN Für Gastronomiekunden die selber vor Ort einkaufen wollen, ist der Abhol­ markt von H & R montags bis samstags offen. Das Ziel sei, sich mit sinn­ vollen Investitionen laufend weiter zu entwickeln, wird im Unternehmen betont. Immer mit dem Anliegen, den Gastronomie-Kunden im Berner Oberland ein möglichst optimales und aktuelles Angebot zu bieten: «Unsere Dienstleistungen sind auf die Bedürfnisse unserer GastronomieKunden im Berner Oberland angepasst. So wird die Zusammenarbeit einfach: Wir kümmern uns um den Einkauf, sie konzentrieren sich auf die Vermarktung. Man kann uns auch als persönlichen Einkäufer nutzen. Wir vergleichen die verschiedenen Angebote, wählen das für die Bedürf­ nisse genau richtige Produkt aus und verhandeln für unsere Kunden mit dem Lieferanten.»

Der Ursprung der H & R Gastro liegt im Jahre 1847. Im Jahr 1968 haben sich die Firmen Häsler AG und Räuber AG zusammengeschlossen und die Firma Häsler & Räuber AG gegründet. 1992 wurde der Firmenname in H & R Gastro AG umgewandelt. Von einem kleinen Geschäft mit Kolonialwaren, Tabak und Tuch in Interlaken entwickelte sich das Unternehmen zu einer modernen und zukunftsorientierten Firma mit umfassendem Waren- und Dienstleistungsangebot für Gastronomie und Hotellerie im Berner Oberland. Die Ansprüche an Qualität, Sicherheit und Effizienz sind dementsprechend hoch. Die Branchenexperten zertifizieren seit 2008 H & R Gastro mit dem ISO-9001 Label.

: : WWW.HR-GASTRO.CH : : : : WWW.HR-KAFFEE.CH : :

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


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GUT IN FORM UND FARBE HANSEN AG

DER LEITSATZ DER FIRMA HANSEN AG LAUTET «GUT IN FORM UND FARBE – SEIT 1910». DAS UMSCHREIBT EINERSEITS DIE BEIDEN KERNKOMPETENZEN DER FIRMA – NÄMLICH DIE «FORMGEBENDE» TÄTIGKEIT DES GIPSENS WIE AUCH DIE «FARBGEBENDE» DES MALENS. ANDERERSEITS STEHT DER LEITSATZ FÜR DEN QUALITÄTSANSPRUCH, DEN DAS UNTERNEHMEN AN NACHHALTIGKEIT UND HOCHSTEHENDE LEISTUNG STELLT. UND DAS BEREITS SEIT ÜBER 100 JAHREN. VON SWENJA WILLMS

Aber auch Stuckaturen gehören in das Portfolio des Unternehmens. Seit Jahrhunderten ist Stuck eine wichtige Technik für die Gestaltung von Innenräumen und Fassaden. Unter Stuck versteht man nicht nur die opulenten plastischen Formen des Barock und Rokoko, sondern auch konventionelle plastische Wand- und Deckengestaltungen aus Gips. Die Firma Hansen ist eine der letzten im Berner Oberland, welche Stuckelemente –­ wie Stuckstäbe und Rosetten – bei Bedarf noch komplett selber anfertigen und versetzen kann.

DAS SPIEL MIT FARBE UND MATERIALIEN

Stuckarbeiten zählen zu den Kernkompetenzen der Hansen AG.

Gibt es etwas Schöneres, als Oberflächen einen neuen Glanz zu verleihen? Neben klassischen Malerarbeiten im Innen- und Aussenbereich bietet die Hansen AG umfassende Tätigkeiten aus diversen Spezialgebieten der Malerei. Dazu gehört die effiziente Schimmelbekämpfung. Schimmel ist heute der Feind Nummer eins in jedem Haushalt. Dank langjähriger Erfahrung und dem exklusiven Einsatz von Anti-Schimmel-Produkten ist die Hansen AG in der Lage, den Schimmel nachhaltig aus Räumen zu entfernen, sei dies in privaten Gebäuden oder in gewerblich genutzten Liegenschaften. Ein weiteres Spezialgebiet der Hansen AG ist die Behandlung von Natur­ holz. Das Berner Oberland und auch der Raum Interlaken sind architek­ tonisch geprägt von unzähligen Bauwerken aus Holz. Der Chalet-­Baustil ist zwar sehr anmutig und heimelig, stellt im Bereich der Oberflächen­ konservierung aber ganz spezielle Anforderungen. Um Wasser, Umwelt­ belastung und UV-Strahlung von den Fassaden fernzuhalten, braucht es eine ganz besondere Erfahrung im Umgang mit speziellen Materialien.

DAMIT ERHALTEN BLEIBT, WAS KOSTBAR IST

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b bei Neubau, Umbau oder Renovation: am Gipser führt heute kaum mehr ein Weg vorbei. Mittels anspruchsvoller neuer Arbeitstechniken werden Räume und Oberflächen neu gestaltet und isoliert. Fast alle Mitarbeiter des Unter­ nehmens sind in der Schweiz ausgebildet worden. Derzeit sind vier Meister festangestellt, zwei Gipser- und zwei Malermeister. Neben den klassischen Gipserarbeiten im Innen- und Aussenbereich bietet die Firma Hansen schon seit 1979 – und damit als einer der ersten Betriebe im Berner Oberland – auch den Leicht- und Trockenbau sowie das Formfräsen an.

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Die Hansen AG zählt zu den wenigen Unternehmen der Schweiz, die nachhaltig an denkmalgeschützten Objekten arbeiten dürfen. Dies ist aufgrund der ausgebildeten Mitarbeiter möglich, die sich auf das Hand­ werk in der Denkmalpflege spezialisierten. Dank der Gründung im Jahr 1910 kann die Firma auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Dies ist gerade bei alter Handwerkskunst und bei der Arbeit mit denkmalgeschützten Gebäuden essenziell.

H A N S E N AG Rothornstrasse 29 CH-3800 Interlaken Telefon +41 (0) 33 828 14 44 info@hansenag.ch : : WWW.HANSENAG.CH : :


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Prisca Oechslin begrüsst die Kunden im Beratungszentrum in Interlaken. Im Hintergrund die einzelnen Gesellschaften, mit welchen die Bank EKI Zusammenarbeitsverträge abgeschlossen hat.

BANK EKI GENOSSENSCHAFT VERSICHERUNGEN

OPTIMALER VERSICHERUNGSSCHUTZ DANK UNABHÄNGIGKEIT DIE VERSICHERUNGSEXPERTEN DER BANK EKI GENOSSENSCHAFT BERATEN UNTERNEHMEN IN ALLEN VERSICHERUNGSFRAGEN NEUTRAL UND KOMPETENT. IHRE UNABHÄNGIGKEIT ERMÖGLICHT DER BANK ZUSAMMENARBEITSVERTRÄGE MIT ALLEN RELEVANTEN VERSICHERUNGSGESELLSCHAFTEN. DIE KUNDEN DER BANK PROFITIEREN DADURCH VON DEN BESTEN ANGEBOTEN AUF DEM MARKT.

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VON ADRIAN ESCHMANN

er sein Unternehmen umfassend und lückenlos gegen alle Eventualitäten absichern will, investiert meist viel Zeit und Geld. Die Suche nach der optimalen Versi­ cherungslösung kann dabei leicht zu einem Grosspro­ jekt werden. Bei den zahlreichen Angeboten auf dem Schweizer Markt lohnt sich ein Vergleich aber auf jeden Fall. Armin Häsler, Leiter Versi­ cherungen bei der Bank EKI, stellt im Beratungsgespräch immer wieder

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

fest, dass viele Firmen unter- beziehungsweise überversichert sind oder sogar Versicherungslücken bestehen. Gemeinsam mit seinem Team aus zwei erfahrenen Mandatsleitern berät er seit Jahren KMU, Gemeinden und Institutionen neutral und kompetent in allen Versicherungs­f ragen. Mit dem Brokermandat übernimmt die Bank alle Aufgaben rund um die Versicherungsabwicklung und entlastet damit ihre zufriedenen Kunden.


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Um eine höchstmögliche und konstante Beratungskompetenz zu gewähr­leisten, sind alle Mandatsleiter der Bank mit dem offiziellen «Cicero»-Gütesiegel ausgezeichnet. Versicherungsberater mit die­ sem Gütesiegel bringen eine fundierte Qualifikation mit und halten ihr Fachwissen auf dem neuesten Stand. Damit profitieren die Kun­ den von stetig aktuellem Wissen für einen bedarfsgerechten Schutz.

KOMPETENTE, PERSÖNLICHE BETREUUNG Bei einem persönlichen Gespräch im Beratungszentrum in Interlaken können sich die Kunden von dieser Fachkompetenz überzeugen. Für die Experten der Bank ist es aber auch an der Tagesordnung, ihre Kunden direkt in ihren Unternehmen vor Ort zu besuchen und in einem Beratungs­ gespräch gemeinsam die passende Lösung zu finden. Die Experten der Bank kümmern sich nach dem Ersttermin und der Unterzeichnung des Brokermandates um alle Versicherungsangelegen­ heiten ihrer Kunden. Sie analysieren die aktuelle Versicherungsdeckung und machen auf Stärken und Schwächen aufmerksam. Bei Bedarf holen sie für ihre Kunden mehrere Offerten ein und erstellen einen struktu­ rierten und transparenten Vergleich. Nebst den Prämienunterschieden werden dabei vor allem auch die Differenzen in den einzelnen Leistungen aufgezeigt. Weiter übernehmen die Experten die Administration des Versicherungsportefeuilles und helfen bei Schadenereignissen. Dank regelmässigem Kontakt und Austausch zwischen den einzelnen Partnern ist der Versicherungsschutz immer auf dem aktuellsten Stand. Diesen Vorsprung im Fachwissen gibt die Bank EKI an ihre Kunden weiter. Kurz nachdem zahlreiche Versicherungsgesellschaften Produkte und Lösungen gegen die Schäden von Cyberattacken auf den Markt gebracht hatten, veranstaltete die Bank einen Informationsanlass, an welchem Experten in Kurzvorträgen aufzeigten, wie sich KMU am besten schützen und gegen Cyberrisiken absichern. Doch auch bei den traditi­ onellen Versicherungssparten (Leben und Nichtleben) sind die Experten der Bank EKI die richtigen Ansprechpartner.

EIN BROKERMANDAT SPART ZEIT UND GELD

NEUTRALE BEURTEILUNG UND FACHKOMPETENZ Als ungebundene Vermittlerin hat die Bank mit allen wesentlichen Ge­ sellschaften Zusammenarbeitsverträge abgeschlossen. Dies ermöglicht den Vergleich von Offerten verschiedener Anbieter. Die eigenen Man­ datsleiter stehen unter keinem Verkaufsdruck und empfehlen das für den Kunden optimale Produkt. Eine neutrale und auf die Kundenbe­ dürfnisse ausgerichtete Beratung ist somit garantiert.

Zahlreiche KMU, Gemeinden und weitere Institutionen profitieren bereits vom Angebot der Bank EKI. Sie haben erkannt, dass sie durch eine unabhängige und kompetente Beratung jährlich unzählige Arbeits­ stunden einsparen und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Auch finanziell lohnt sich eine Zusammenarbeit mit der Regional­ bank. Das Brokermandat und die damit verbundenen Dienstleistungen sind für den Kunden kostenlos. Seit 1852 ist die Bank EKI Genossenschaft fest in Interlaken und Umgebung verankert. Als unabhängige und kundennahe Regionalbank bietet sie in allen finanziellen Fragen Lösungen an. Dafür steht sie mit einem einzigar­ tigen Leistungsversprechen ein: «Wir wollen unseren Kunden im Vergleich zu anderen Mitbewerbern den grössten Gesamtnutzen in den Bereichen Sparen, Zahlen, Anlegen, Finanzieren und Versicherungen bringen».

BA N K E K I G E N O S S E N S C H A F T VERSICHERUNGEN

Armin Häsler und sein Versicherungsteam – Prisca Oechslin, Arno Baumann und Michael Reinle – betreuen zahlreiche zufriedene Kunden aus der ganzen Schweiz (v. l. n. r.).

Rosenstrasse 3 CH-3800 Interlaken Telefon +41 (0) 33 826 17 71 versicherungen@bankeki.ch : : WWW.BANKEKI.CH/VERSICHERUNGEN : :

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


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Beim gemeinsamen Rätsel lösen neue Kompetenzen der Arbeitskollegen entdecken.

MYSTERYROOMS INTERLAKEN

DER FILMREIFE TEAM-EVENT EIN GUT FUNKTIONIERENDES TEAM IST WICHTIG FÜR DEN ERFOLG EINES UNTERNEHMENS. DAZU MÜSSEN TALENTE UND STÄRKEN DER EINZELNEN MITARBEITER RICHTIG EINGESETZT UND ERKANNT WERDEN. WIE TEAMBUILDINGMASSNAHMEN ARBEITSKOLLEGEN NÄHER ZUSAMMENBRINGEN, ZU HÖCHSTLEISTUNGEN MOTIVIEREN UND VERSTECKTE STÄRKEN AUFDECKEN, ZEIGT FOLGENDER ERFAHRUNGSBERICHT. VON FREYA MOHR

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or Kurzem durften wir einen Team-Event bei Mystery­ Rooms Interlaken verbringen. Erst waren wir skeptisch. Wir hatten zwar schon davon gehört, dass Escape Games sich ideal für eine Teambuilding-Massnahme eignen sol­ len, konnten uns jedoch nichts darunter vorstellen. Wir wussten nur, wir würden eine Stunde in einem Raum verbringen und dort gemein­ sam eine Mission erfüllen. Unsere Skepsis wandelte sich schnell in freudige Neugier, als die Spiel­ leiterin von MysteryRooms uns herzlich in Empfang nahm. Sie erklärte uns die Spielregeln und wies uns in die Geschichte ein. Wir hatten eine Stunde Zeit, um das Geheimnis des Captains zu lösen und seinen Schatz zu finden, den er in seinen Räumlichkeiten versteckt hat.

RÄTSEL LÖSEN IM TEAM Die Räumlichkeiten des Captains zogen uns sofort in ihren Bann. Ein robuster Schreibtisch, eine historische Schreibmaschine, feste See­ mannsknoten und alte Bilder an den Wänden. Die nautische Atmos­ phäre passte perfekt zu der Story. Im ersten Moment waren wir etwas

A N G E B OT U N D K A PA Z I TÄT

überfordert und wussten gar nicht recht, wo wir anfangen sollten. Es gab jede Menge Schlösser, Truhen und Gegenstände zu entdecken. Je genauer wir uns umschauten, desto mehr Hinweise erschlossen sich uns. Je besser wir miteinander kommunizierten, desto schneller konn­ ten wir die Hinweise richtig deuten und gemeinsam die entsprechenden Lösungen finden. Logisches Denken, Kommunikation und Teamgeist waren im Spiel also unerlässlich. Auch die Spielleiterin bewies ihre Kommunikationsstärke und brachte uns mit hilfreichen Tipps wieder auf die richtige Fährte, wenn unser Spiel einmal stockte.

NEUE SEITEN ENTDECKEN Nach 58 Minuten knackten wir das entscheidende Schloss und wurden mit dem Schatz belohnt. Dank des gemeinsamen Erfolgserlebnisses ver­ liessen wir den Event als gestärkte Einheit mit grosser Euphorie und ei­ nem enormen Wir-Gefühl. Unser Fazit: Der Besuch bei MysteryRooms hat uns als Team näher zusammengebracht, und wir haben völlig neue Stärken an unseren Kollegen und Kolleginnen kennengelernt. So einen spannenden Team-Event machen wir gerne jederzeit wieder.

MYSTERYROOMS INTERLAKEN MysteryRooms Winter & Co

MysteryRooms: §§ Das Geheimnis des Captains, für 2 bis 12 Personen §§ MindGames, für 2 bis 6 Personen

MysteryCity: §§ Auf den Spuren des Captains, für 2 bis 14 Personen

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Bernastrasse 33 CH-3800 Interlaken Telefon +41 (0) 33 821 14 18 info@mystery-rooms.com : : WWW.MYSTERY-ROOMS.COM/INTERLAKEN : :


HOTEL METROPOLE**** INTERLAKEN BERNER OBERLAND

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EIN ORT FÜR NEUE IDEEN UND AUSSICHTSREICHE TAGUNGEN

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«ICH WAR NOCH NIEMALS IN …» THUNERSEESPIELE 2019

VOM 10. JULI BIS 24. AUGUST 2019 PRÄSENTIEREN DIE THUNERSEESPIELE DAS MUSICAL «ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK» MIT DEN HITS VON UDO JÜRGENS. ES IST DAS NEUSTE WERK, DAS AN DEN THUNERSEESPIELEN AUF EINER DER SCHÖNSTEN UND GRÖSSTEN SEEBÜHNEN EUROPAS GEBOTEN WIRD. VON CHARLES STAUBACH

«Ich war noch niemals in New York» – Ein flottes Musical, nicht nur für Udo-Fans

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


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ie Region Thunersee ist prädestiniert für Outdoor-Festivals und -Vorführungen. Der Thunersee, das Panorama mit den Bergketten – das inspiriert. Und es bringt eine hohe Wertschöpfung für die Region.

und anderen Organisationen der Stadt Thun durch Einladungen an Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine gute Gelegenheit zur Beziehungspflege in einem angenehmen und repräsentablen Umfeld.

Ein Beispiel für die Bedeutung der hohen Wertschöpfung von Festi­ vals in der Region Thunersee sind die Thunerseespiele. So heisst es treffend in einem Bericht der Stadt Thun: «Unter den zahlreichen Veranstaltungen, die das Thuner Kulturleben bereichern, erreichen nur wenige andere Anlässe beziehungsweise Organisationen in Thun die Bedeutung der Thunerseespiele. Sie stellen mit ihren professio­ nellen Produktionen einen schweizweit wahrgenommenen Leucht­ turm dar.»

Diese Lage am Fusse der UNESCO-geschützten Bergwelt von Eiger, Mönch und Jungfrau ist ein signifikantes Beispiel für den strategischen Wert der «Location» bei Festivals. Seit 17 Jahren präsentieren die Thuner­ seespiele jeden Sommer Musicals aus aller Welt und Eigenproduktionen. Bis heute reiste über eine Million Besucher an den Thunersee, um faszi­ nierende Spektakel höchster Qualität zu geniessen. Man spricht auch stolz von der schönsten Seebühne Europas.

DIE WERTSCHÖPFUNG DER MUSICALS IST BETRÄCHTLICH Der Besuch Zehntausender Zuschauerinnen und Zuschauer jährlich stärke das Image der Stadt Thun als attraktiven und lebendigen Kultur­ standort und hinterlasse, so weiter im Bericht, bei den Gästen schöne Erinnerungen an die Stadt am See. «Die Wertschöpfung der Musicals ist mit Hotelübernachtungen und Gastronomie sowie Folgebesuchen in Thun beträchtlich», heisst es zudem weiter. Eine Studie der Thunersee­ spiele im Jahr 2009 zeigte auf, dass das Musical einen veranstaltungs­ bedingten Umsatz von rund 22 Millionen Franken im Espace Mittel­ land generieren konnte. Die Musicals bieten den offiziellen Behörden

VO R F R E U D E AU F 2 0 2 0 Auch 2020 wird auf der Seebühne ein unterhaltsames Stück zu sehen sein: Es handelt sich um «Io senza te». Die Produktion mit den Liedern von Peter, Sue & Marc kam bereits 2015/16 in Zürich zur Aufführung. Damals wollten über 120 000 Menschen das Musical erleben. Die Thunersee­ spiele zeigen das Werk der Autoren Domenico Blass und Stefan Huber erstmals unter freiem Himmel. Huber, der Regie führen wird, ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt in der Branche. Er betreute während vier Jahren für die Seebühne Walenstadt die Welturaufführungen von «Heidi – Das Musical» als künstlerischer Berater, Regisseur und Übersetzer. Als Stückentwickler und Bearbeiter prägte er zudem die Schweizer Musical-Uraufführungen «Die Schweizermacher» in der Maag-Halle in Zürich und «Gotthelf» auf der Thuner Seebühne.

DIE SCHÖNSTE SEEBÜHNE EUROPAS

I C H WA R N O C H N I E M A L S I N N E W YO R K Vom 10. Juli bis 24. August 2019 präsentieren die Thunersee­ spiele das Musical «Ich war noch niemals in New York» mit den Hits von Udo Jürgens. Geniessen Sie das Erfolgs­ musical mit Ohrwürmern wie «Aber bitte mit Sahne», «Mit 66 Jahren» und «Vielen Dank für die Blumen» am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau. Die Geschichte des Musicals: hübsch, erfolgreich, single. Das ist die Powerfrau Lisa Wartberg, eine gefeierte TV-Moderatorin, die in diesem Jahr auf ihren ersten Fernsehpreis hoffen darf. Im geschäftigen Alltag bleibt wenig Zeit für Besuche bei ihrer Mutter Maria im Altenwohnheim. Diese findet nur Trost bei Mitbewohner Otto Staudach. Gemeinsam beschliessen die beiden Rentner, aus der Tristesse auszubrechen und sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen: eine Überfahrt nach New York. Als die Heimleitung das Verschwinden der beiden Senioren bemerkt, alarmiert sie nicht nur Marias Tochter Lisa, sondern auch Ottos Sohn Axel. Lisa und Axel können sich zwar anfangs gar nicht ausstehen, machen sich dann aber doch zusammen auf die Jagd nach ihren abenteuerlustigen Eltern. Spätestens als alle zusammen auf dem Kreuzfahrtschiff landen, nimmt die Komödie so richtig Fahrt auf. Das Musical mit den legendären Songs von Udo Jürgens hat nicht nur hohen Unterhaltungswert und die Udo-Fans als Zielgruppe, sondern auch Tiefgang bezüglich der Botschaft. : : WWW.THUNERSEESPIELE.CH : :

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KULINARIK

Alp erleben Unter www.schweizeralpkaese.ch/alp-erleben haben wir eine interaktive Karte aufgeschaltet. Alp-Fans finden hier aktualisierte Informationen zu den Schweizer Alpen – ihre genaue Lage, welche Alpprodukte angeboten und Dienstleistungen erbracht werden. Reisen Sie virtuell durch die Schweiz, lernen Sie die Herkunft unserer nachhaltig produzierten Tradition- und Genusskäse kennen und planen Sie im Sommer einen Besuch auf einer der vielen Alpen.

schweizeralpkaese.ch/ alp-erleben schweizeralpkaese.ch/ alpgeschichten

Dachmarke Schweizer Alpkäse Weststrasse 10, 3000 Bern

schweizeralpkaese.ch

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KULINARIK IN DEN STÄDTEN DER SCHWEIZ WIMMELT ES VON SCHICKEN RESTAURANTS, BARS MIT FLAIR UND URBANEN BISTROS. UM SICH VON DIESEM BREITEN ANGEBOT AN GASTRONOMIE ZU UNTERSCHEIDEN, BRAUCHT ES SPANNENDE UND AUSSERGEWÖHNLICHE KONZEPTE – UND ABER VOR ALLEM LEIDENSCHAFT. VON SWENJA WILLMS

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in gutes Restaurant zeichnet sich durch mehr aus als nur mit einer ausgefallenen Speisekarte. Ebenso wichtig ist ein stimmungs­ volles Ambiente. Der Location im Gastrogewerbe wird immer mehr Gewicht verliehen. Das auswärts Essen soll zum Erlebnis werden. Dies hat sich das Lokal «Wein und Sein» zu Herzen genommen. Neben kulinarischen Höhepunkten erhalten die Gäste hier ein einzigartiges Gesamterlebnis, was das Lokal zum echten Geheimtipp macht.

Mit einer anderen Form des kulinarischen Genusses kennt sich Tom Krisper aus – Teil des Trendshops «Fourtwenty». Wie der Name es ver­ muten lässt, kommen hier Konsumenten von CBD auf ihre Kosten. «Fourtwenty» setzt Wert auf Professionalität, Qualität und Innovation. Stets auf der Suche nach den Neuheiten in Sachen Hanfprodukte und der effektivsten Methode der Kultivierung. Denn auch hier zeigt sich: Ein ganzheitliches Konzept zahlt sich aus.

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KULINARIK

Daniela Jaun: Stolz auf den mutigen Schritt mit der Übernahme des Lokals

«MIT HERZBLUT SCHAFFT MAN (FAST) ALLES» «WEIN UND SEIN» IN BERN

HERZBLUT FÜR EIN PROJEKT UND DIE GELEGENHEIT, EINEN TRAUM ZU REALISIEREN. DAS WAREN DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DANIELA JAUN, UM SICH INS GASTRONOMIE-ABENTEUER ZU STÜRZEN. GANZ SO «ABENTEUERLICH» WAR ES ABER DANN DOCH NICHT, IST DIE 26-JÄHRIGE DOCH IM BEREICH KULINARIK ZIEMLICH «VORBELASTET» – UND ZWAR MIT FACHWISSEN UND AUSZEICHNUNGEN. NUN HAT SIE IN DER BERNER ALTSTADT MIT DEM GEHEIMTIPP-LOKAL «WEIN UND SEIN» EINEN COUP GELANDET. DAS KONZEPT KOMMT AN BEI DEN ANVISIERTEN ZIELGRUPPEN. VON CHARLES STAUBACH

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aniela Jaun hatte schon immer davon geträumt, ein eigenes Lokal mit Stil und einer besonderen Atmosphäre zu führen. Mit 25 machte sie diesen Traum wahr: Wer seit Sommer 2018 an der Münstergasse 50 in Bern in die heimeligen, aber stilvoll eingerichteten Katakomben bei «Wein und Sein» hinab­ steigt, erlebt kulinarische Highlights. Der südeuropäische Tavernen-Stil hilft, die Hektik des Alltags zu verdrängen.

durch hochwertige Qualität in der Zusammenstellung der Menüs und des dazu passenden Weinangebotes. Es ist das Gesamterlebnis, was das Lokal zum Geheimtipp macht.

«QUALITÄT FIRST» IN JEDEM BEREICH

Im Lokal mit 34 Sitzplätzen innen und gleich vielen im Aussenbereich wird auf die Wünsche der Gäste eingegangen. «Wir können uns voll und ganz auf die Kunden einlassen, weil das Konzept es auch so TAVERNEN-STIL MIT DEM «WIR KÖNNEN UNS VOLL UND vorsieht. Besonders auch beim Wein achten wir auf GEWISSEN ETWAS jedes Detail», so Daniela Jaun. Die Weine hat die GANZ AUF DIE KUNDEN Es gibt ja einige aktuelle Megatrends in der Gas­ EINLASSEN, WEIL DAS KONZEPT Restaurationsfachfrau zum Teil von ihren Vorgän­ tronomie. Nachhaltigkeit ist einer, aber auch der gern Dominik Tobler und Silvia Glöckner über­ ES AUCH SO VORSIEHT.» Trend zur höheren Bedeutung der Location und nommen, die neu dazugekommenen Tropfen in des Erlebnisses wird immer deutlicher. Im Marketing nennt man diesen Zusammenarbeit mit Niklaus Wittwer von der Weinhandlung Vennerhus Aspekt Costumer Journey. Dieser Aspekt ist definitiv gegeben bei «Wein in Grosshöchstetten und Jürg Rufener von «La passion du vin» zusammen­ und Sein». Denn Daniela Jaun punktet mit ihrem Konzept nicht nur gestellt. Alle angebotenen Weine stammen aus Europa.

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KULINARIK

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Heimelig und angenehm «tavernen-like» ist die Atmosphäre bei Wein und Sein. Mit Simon Sommer (ganz unten) steht zudem ein Gault-Millau Koch in der Küche.

Auch bei den Speisen weiss sie ganz genau, was sie will: «Wir bieten wie vorher jeweils abends ein Siebengang-Menue an. Aber wir arbeiten aus­ schliesslich mit Produkten aus der Schweiz.» Natürlich kommt dem Personal hierbei eine Schlüsselrolle zu: Daniela Jaun weiss nämlich, worauf es ankommt, um ihre Zielgruppe zu erreichen: Nach ihrer Lehre zur Restaurationsfachfrau im Hotel-Restaurant Land­ haus Liebefeld BE arbeitete sie unter anderem im «Chesery» in Gstaad BE und absolvierte ein Praktikum im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn (Deutschland). Danach stieg sie als Kaderperson und Ausbilderin wieder in ihrem Lehrbetrieb ein. Familiär ist sie auch «vorbelastet» – ist doch die Dorfmezg Jaun ihrer Eltern in Neuenegg eine absolute Top-Adresse für Fleischwaren in der Grossregion Bern. Ausserdem wurde sie Service­ meisterin 2012 – mit 18 Jahren. Danach wurde sie Jurorin und in der Wett­ bewerbskommission WEKO tätig. Natürlich ist man auch in der Küche mit einer Top-Besetzung dabei: Dank eines Tipps wurde Daniela Jaun auf Simon Sommer aufmerksam. Der junge Koch arbeitete vorher als Küchenchef im Restaurant Schöngrün in Bern. Seine Kreationen brachten ihm 16 Gault-Millau-Punkte ein. Na bitte – Jackpot.

ÖFFNUNGSZEITEN §§ Bar: Dienstag bis Samstag ab 17.00 Uhr §§ Restaurant: Dienstag bis Samstag ab 18.00 Uhr

WEIN UND SEIN Münstergasse 50 CH-3011 Bern Telefon +41 (0) 31 311 98 44 info@weinundsein.ch : : WWW.WEINUNDSEIN.CH : :

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KULINARIK

GENUSS AN DER SONNE BEST OF SWISS GASTRO

FÜR EINEN GENIALEN SOMMER BRAUCHT ES NICHT VIEL: DIE RESTAURANTS UND CAFÉS DER BUNDESHAUPTSTADT BIETEN REGIONALE MENÜS, FRUCHTIGEN EISTEE, HAUSGEMACHTES GLACE UND SONNIGE AUSBLICKE ÜBER DIE AARE. SO LÄSST SICH IN DER WARMEN JAHRESZEIT DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS IN BERN UND UMGEBUNG GENIESSEN. VON MANUEL GAMMA

EINSTEIN AU JARDIN, 3011 BERN Die Lage des Einstein au Jardin auf der Münsterterrasse mit Ausblick auf die Aare inmitten der UNESCO-geschützten Altstadt von Bern ist wahr­ lich einzigartig. Für Kaffeeliebhaber auf Stippvisite in der Bundesstadt ist der Besuch beim «Genie im Garten» quasi Pflicht. Der lebensfreudige Albert hätte das eine oder andere Bierchen in unkomplizierter und freundlicher Umgebung bestimmt auch zu schätzen gewusst. Mit einem hausgemachten Eistee oder erfrischendem Getränk vom Sirupier de Berne hätte er wohl noch früher unser physikalisches Weltbild verändert. : : BOSG.CH/B6410 : :

RESTAURANT KREUZ BELP, 3123 BELP Im Restaurant Kreuz Belp steht der Gast im Mittelpunkt. Ehrliches, gutes Essen zu fairen Preisen über Mittag und auch abends. Das Belper «Mürggel Cordon bleu» ist definitiv einzigartig. Für alle Nicht-Berner: Ein Schnitzel aus Schweizer Premium-Fleisch wird mit Blau- und Weiss­ schimmelkäse vom lokalen «Chäser» sowie Honig-Rotwein-Zwiebeln ge­ füllt. Probieren sollte der hungrige und durstige Gast auch unbedingt den «Huus-T», selbst gemachten Eistee, und die Fischgerichte. Diese stammen frisch aus der nachhaltigen Zucht Rubigenhof im Nachbardorf. : : BOSG.CH/B6354 : :

RESTAURANT LOKAL, 3014 BERN Das Restaurant Lokal beweist, dass gute Gastronomie nicht etepetete sein muss. Das klingt im Selbstbeschrieb der urbanen Quartierbeiz so: Wir betreiben einfache, unkomplizierte und ehrliche Gastronomie mit lokalen Produkten zu fairen Preisen. Der Gast kann ein 3-Gang-Menü geniessen oder auch nur entspannt ein Bierchen trinken. Alle drei Wo­ chen wird die Karte komplett neu angepasst. Regelmässig finden kultu­ relle Veranstaltungen statt, jeweils in Kombination mit einem guten Abendessen. Ein Treffpunkt über alle Generationen hinweg. : : BOSG.CH/B6059 : :

EISWERKSTATT, 3006 BERN In der wohl schönsten Werkstatt der Schweiz wird auch eines der schönsten heimischen Produkte hergestellt: Glace. Die Eiswerkstatt gleich neben dem Berner Bärengraben im Restaurant Altes Tramdepot ist eine Augen­ weide für Design-Liebhaber und ein Paradies für coole Schleckmäuler. Nur die besten Rohstoffe werden verwendet, um die hausgemachten, saisonalen Premium-Eissorten herzustellen. Die Geschmacksrichtungen Safran und weisse Schokolade, Crema Bologna und Salted Caramel sind ein absolutes Muss für experimentierfreudige Hedonisten. : : BOSG.CH/B6395 : :

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KOLUMNE

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WAS IST CANNABIDIOL? VON TOM KRISPER

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uch 5 000 Jahre nach der Entdeckung von Cannabis, wird der Hanfpflanze immer noch grosses Potenzial im medizinischen Bereich nachgesagt. Neben den bekannten Bestandteilen wie THC, THC-Delta9, THC-Delta8, CBD, CBN, CBG, CBD-A konnten noch weitere 482 Bestandteile der Hanfpflanze bestimmt werden. Bislang konnten 70 Phytocannabinoide in der Hanfpflanze nachgewiesen werden und neben Terpenen und Flavonoiden erfreuen sich die Phytocannabinoide eines besonders hohen Interesses. Die bekanntesten sind die Tetrahydrocannabinole (THC), Cannabidiole (CBD), Cannabinole (CBN) und Canna­ bigrole (CBG). Der berauschende (psychoaktive) Bestandteil einer Cannabispflanze ist das THC, dies bindet zur Aktivitätsentfaltung an das Edocannabinioidsystem (CB-1 oder CB-2-Rezeptor). Das Cannabidiol (der nicht-psychaktive Inhaltsstoff) bindet an verschiedene Rezeptorsysteme. CBD, auch die sichere Komponente der Hanfpflanze genannt, gilt daher als effektiv und gut verträglich und ist für den medizinischen Anwendungsbereich äusserst interessant und erfreut sich aufgrund der positiven Erfahrungsberichte einer zunehmenden Beliebtheit. CBD-Hanf darf aufgrund des niedrigen THC-Gehaltes (weniger als ein Prozent) legal im Innenbereich angebaut werden. CBD kommt dabei in erhöhter Konzentration in den Blüten vor. Nach der Ernte kann der CBD Hanf ganz normal geraucht, in einem Vaporizer verdampft werden oder man kann die Pflanzenteile auch extrahieren, wie zum Beispiel eine Butan-­Extraktion oder CO2 Extraktion. Durch diese beiden Extraktions­ verfahren bleibt das komplette Pflanzenstoffspektrum sowie auch alle Pyhotcannabinoide, natürlich ausgenommen THC, enthalten. Produkte mit CBD liegen bei uns in der Schweiz voll im Trend. Denn CBD untersteht im Gegensatz zu THC nicht dem Schweizerischen Betäubungsmittelgesetz (BetmG, SR 812.121), weil es doch keine vergleichbare psychoaktive Wirkung hat. Was wiederum nicht bedeutet, dass CBD nach Belieben irgendwelchen Präparaten beigegeben oder willkürlich beworben werden kann. Denn damit ein Produkt legal und öffentlich vermarktet werden darf und kann, muss es der schweizerischen Gesetzgebung entsprechen, gemäss welcher es in Verkehr gebracht wird. Immer mehr Verkäufer,

Händler, Growshops, Trendshops, Kioske und weitere Anbieter versuchen die Kundennachfrage mit einer breiten CBDProdukte-­Palette zu befriedigen. Das Angebot verteilt sich auf verschiedene Kategorien, die in den meisten Fällen über das Internet zum Verkauf angeboten werden. Meistens handelt sich um Grow- oder Trendshops, die bereits Hanfprodukte anbieten und nun das Sortiment um die CBD Produkte erweitern. Die beliebtesten CBD-Produkte im Verkauf sind die rauchbaren Blüten, welche bei uns in der Schweiz als offizieller Tabakersatz mit den herkömmlichen Tabaksteuern angeboten werden. Mittlerweile gibt es über 200 verschiedene CBD Sorten auf dem Markt und das Fourtwenty in Bern kann sich zu dem Grosshändler mit dem grössten CBD-Blüten Sortiment zählen. Mittlerweile gibt es unzählige CBD-Produzenten in der Schweiz, welche neben dem Tabak­ersatz noch weitere Produkte auf der Basis von CBD herstellen. Dazu zählen CBD-Öle, E-Liquids, Vape-­ Pens mit CBD Kartuschen, CBD Kosmetik und auch Lebensmittel, welche nach schweizerischen Lebensmittel-Standard zertifiziert wurden. Die Möglichkeiten CBD-Produkte zu konsumieren, sind mittlerweile vielfältig geworden. Einerseits kann man die Blüten rauchen oder vaporisieren. Die gesündere Art ist natürlich das Vaporisieren, dabei werden die Blüten nicht verbrannt, sondern nur erhitzt (160  Grad Celsius – 180 Grad Celsius). Man kann sagen, bis zu 200 Grad Celsius sind «sicher», das heisst, es besteht keine Gefahr der Verbrennung und es ist gewährleistet, dass nur Dampf und kein Rauch inhaliert werden. Natürlich ist es auch möglich CBD zu rauchen, pur, vermischt mit Tabak oder anderem Tabakersatz.

TO M K R I S P E R Online-Shop, Grafik und Verkauf bei der Fourtwenty GmbH Kramgasse 3 CH-3011 Bern Telefon +41 (0) 31 371 03 07 sales@fourtwenty.ch : : WWW.FOURTWENTY.CH : :

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SPORT & FREIZEIT

Ihre SAISONKARTE 19/20 AB CHF 317.FCTHUN.CH/SAISONKARTE

FC THUN BERNER OBERLAND

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SPORT & FREIZEIT IST BERN NUN AUF JAHRE HINAUS DIE SPORTHAUPTSTADT UND IST DIE GESAMTE REGION IM SPORT AUF HÖCHSTER EBENE DAS EPIZENTRUM DER SCHWEIZ? AKTUELL IST DAS SO. DAS MOTIVIERT NATÜRLICH DIE MENSCHEN DER REGION, NICHT NUR SPORT VERMEHRT ZU KONSUMIEREN, SONDERN AUCH DIE WERTSCHÖPFUNG BEI ALLEN TÄTIGKEITEN RUND UM DEN SPORT ZU STEIGERN. VON CHARLES STAUBACH

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B enteilt der Konkurrenz und wird zum SC Bern des Fussballs. Der SC Bern ist ebenfalls Meister geworden und die Stadt kam in den Genuss zweier grosser Meisterfeiern innerhalb nur weniger Wochen.

auch wirtschaftlich eine erhebliche Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Ob aktiv betrieben oder passiv als Zuschauer verfolgt: Sport hat sich zu einem bedeutenden Wirtschafts­ faktor entwickelt.

Bern wird als Sporthauptstadt der Schweiz die beiden wichtigsten Mannschaftsportarten – Fussball und Eishockey – auf Jahre hinaus sportlich und wirtschaftlich prägen. Mit Wacker Thun im Handball und weiteren Topklubs populärer Sportarten aus dem gesamten Grossraum Bern und dem Emmental (SCL Tigers), dem Oberland sowie dem Seeland (EHC Biel) wird dieser Umstand noch zunehmend untermalt.

Die Sportwirtschaft macht in der Schweiz einen Umsatz von über 21 Milliarden Franken (Tendenz stark steigend) und hat ein Beschäfti­ gungsvolumen von nahezu 100᾿000 vollzeitäquivalenten Stellen.

Sport ist aber nicht nur YB, SCB, FC Thun, Wacker Thun, SCL Tigers & Co. Es ist eine beliebte Freizeitaktivität und hat zunehmend

Die Wertschöpfung über den Sport und die Sportevents ist überdies im Steigflug. Und in einer Sport- und Event-Stadt wie Bern kann einiges generiert werden. Ob nun ein Grossereignis wie der Formel E-Prix statt­ findet, der BSC Young Boys in der Champions- oder Europa League spielt oder der SC Bern seine vielen Fans mobilisiert.

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SPORT & FREIZEIT © Thomas Hiller

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Die Stadt Bern in Feierlaune – Die SCB-Cracks im Bad der Menge.

SPORTSTADT BERN

HISTORISCHES EREIGNIS MIT NACHHALTIGEN FOLGEN ZWEI MEISTERFEIERN IN DER STADT BERN INNERHALB DES ZEITRAHMENS EINES MONATS – DAS GAB ES ZULETZT IM JAHR 1959. EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DIE DIREKTION FÜR SICHERHEIT, UMWELT UND ENERGIE UND ALLE BETEILIGTEN. VON CHARLES STAUBACH UND DANIELE CIOCIOLA

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ie Stadt bewilligt jährlich gegen 1 300 Anlässe jeglicher Art in Bern, bestätigt die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie. Sebastian Meier vom Informationsdienst der Stadt Bern: «Die Stadtverwaltung ist im Umgang mit Grossveranstaltungen entsprechend versiert, das Zusammenspiel zwi­ schen Blaulichtorganisationen, Veranstaltungsmanagement und Strassen­ reinigung und vielen anderen ist eingespielt.» Bern habe sich schon immer als Sport-Stadt gesehen, was nun durch diesen «Doppel-Sieg» wieder

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bestätigt werde, sagt auch Jonas von Rotz (Kommunikation Bern Welcome). Dieser Umstand würde jetzt aber nicht speziell für das Stadtmarketing verwendet. Jonas von Rotz: «Es ist so, dass wir immer mal wieder den BSC Young Boys oder den SC Bern in aktuelle Themen einbeziehen – wie aktuell bei Bern.com/Bier. Die doppelte Feier ändert daran aber nichts.» Es treffe auf jeden Fall zu, dass die Gastronomie diese Doppel­ feier spüre. Alleine dadurch, dass mehr Leute in der Stadt unterwegs seien. Die Betriebe hätten sich aber allgemein nicht speziell darauf eingestellt.


© Thomas Hiller

Der SC Bern ist sich Meisterfeiern gewohnt. Mittlerweile gehört es – gemäss SCB – schon zu einer «schönen Routine».

75 © Europapark Rust

SPORT & FREIZEIT

Die YB-Stars im Europapark: So durchgeschüttelt wie hier im Silver Star wurden sie jedoch während der Meisterschaft selten.

MOTIVATION UND INSPIRATION FÜR ALLE IN DER REGION Einprägsam ist die erste Doppelfeier seit 1959 auch für Stadtpräsident Alec von Graffenried. So sagte er zum Geschäftsführer Bern: «Der doppelte Meistertitel unserer Stadtklubs ist ein historisches Ereignis und wurde in der Sportwelt über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen. Auch national konnte sich die Stadt Bern als Sporthauptstadt mit hervor­ ragenden sportlichen Leistungen und einer mitreissenden Atmosphäre in den Stadien präsentieren. Die eindrücklichen Bilder der beiden Meister­feiern in der Berner Altstadt werden ihr übriges tun, damit die Stadt Bern als dynamische, lebensfreudige und sympathische Stadt wahrgenommen wird. Schliesslich bin ich auch überzeugt, dass die Erfolge von SCB und YB viele junge Sportlerinnen und Sportler inspirieren werden – die positive Energie, die wir jetzt spüren dürfen, ist für mich also durch­ aus auch ein Versprechen für die Zukunft.»

SCB UND YB – TOTAL SIEBEN FEIERN IN ZEHN JAHREN Involviert in die Planungen sind jeweils auch die Clubs. Christian Dick vom SC Bern: «Ein Meisterumzug durch die Stadt mit anschliessender Feier auf dem Bundesplatz ist jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis für alle Beteiligten. Da der SCB in den vergangenen zehn Jahren fünf Mal das grosse Vergnügen hatte, einen Meistertitel zu feiern, ist die Organi­ sation dieses Grossanlasses zum überwiegenden Teil sehr schöne Rou­ tine. Die Verantwortlichen des SCB wissen, worauf bei der Planung und Durchführung zu achten ist und tun dies in bester Zusammenarbeit mit der Stadt und den Behörden.»

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SPORT & FREIZEIT GSTAAD MENUHIN FESTIVAL & ACADEMY

DIE ZAUBERFORMEL WIRKT DIE SYMBIOSE UND ERFOLGSGESCHICHTE DES MITTLERWEILE WELTWEIT HOCH BEACHTETEN GSTAAD MENUHIN FESTIVAL &  ACADEMY HAT IHREN URSPRUNG MITTE DER 1950ER. DER BERÜHMTE YEHUDI MENUHIN UND SEINE FAMILIE ENTDECKTEN DAS SAANENLAND UND GSTAAD. UND ER LIESS SICH HIER NIEDER. AUF DEN SPAZIERGÄNGEN IN DEN BERGEN WIRD SEINE INSPIRATION ANGEREGT UND ES ENTSTEHT EINE SPONTANE IDEE, DIE ZU EINEM GROSSEN KULTURELLEN EREIGNIS MIT BESONDEREM ALLEINSTELLUNGSMERKMAL UND EINER «ZAUBERFORMEL» MUTIERT.

© zVg. Gstaad Menuhin Festival

VON CHARLES STAUBACH

Fortan tragen die Sommerkonzerte im Saanenland den Titel «Yehudi-­ Menuhin-Musiksommer». Aus zwei werden neun Veranstaltungen, vorwiegend Kammermusikkonzerte und Konzerte mit Kammerorchestern. Das Festival ist von Beginn weg stark von Menuhins intensiver Beziehung und Interaktion mit der ländlichen Idylle im Berner Oberland inspiriert. Heute ist das Festival weltweit bekannt, beheimatet mehrere Genres und lockt eine Schar von Musik- und Kulturinteressierte in die Region. Einige besondere Highlights hat es neben den legendären Sinfoniekonzerten auf der Grossen Bühne zudem auch zu bieten. Beispielsweise die Konzerte im «Festival – Zelt Gstaad», wo die Klänge der sanften Musik bis hinauf zu den Bergspitzen der Region ragen. «Die Konzerte erfüllen die Gäste mit Begeisterung und die Akustik trägt reine Töne. Das Ambiente im Festival-Zelt inspiriert», sagt die Kommunikationsbeauftrage Christine von Siebenthal. Musiker und Gäste aus aller Welt zeigen ihre Begeisterung an diesem Konzept. Der Klang zieht aber auch Unternehmen an, Seminare, Konferenzen, Veranstaltungen und Zusammenkünfte in der harmoni­ schen Umgebung durchzuführen. Intendant Christoph Müller gibt die Marchrichtung an: «Das Gstaad Menuhin Festival möchte für jeden Musikgeschmack etwas Spannendes anbieten können.» Wir haben mit ihm ein kurzes Interview geführt. «Geschäftsführer:» Die Zusammenstellung des Programms eines Festivals ist der Schlüssel zum Erfolg Haben Sie, Christoph Müller, hierbei eine Art «Zauberformel»? Christoph Müller: Die Zauberformel lautet: möglichst breites Angebot, möglichst viele verschiedene Genres und Gattungen, eine gesunde Mischung von Stars, etablierten Musikern und interessanten Neuentdeckungen und, was immer wichtiger wird, Eigenproduktionen, die dem Anlass ein Profil und ein Gesicht verleihen …

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staad und das Saanenland hat viel zu bieten. Das Zusammen­ treffen von Westschweiz, deutschsprachiger Kultur sowie der nahe gelegene Süden mit der Italianità zum Beispiel. Yehudi Menuhin hat dies sehr geschätzt und war nicht nur bezüglich der Landschaft und Atmosphäre fasziniert von der Region. Dieser „état d’esprit“ beflügelte seine Schaffenskraft.

Als im Jahr 1956 der damalige Kurdirektor Paul Valentin Yehudi Menuhin anfragt, ob er bereit wäre, die Sommersaison mit Konzerten zu bereichern, nimmt Menuhin die Idee auf, und bereits ein Jahr später schlägt die Geburts­ stunde des Gstaad Menuhin Festival in der Mauritius Kirche Saanen.

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Das Festival hat eine breite Zielgruppe, mehrere Anspruchsgruppen. Wie haben Sie es geschafft alle Zielgruppen so gut zu erreichen? Das Gstaad Menuhin Festival möchte für jeden Musikgeschmack etwas Spannendes anbieten können: für die Kenner und «Gourmet» die hoch­ karätige Kammermusik in der intimen Atmosphäre der Kirchen des Saa­ nenlandes, für die Opernfreaks eine konzertante Oper in Starbesetzung im Festival-Zelt, für die Liebhaber von Sinfonik grosse Sinfoniekonzerte mit Spitzenorchestern und für die Neugierigen einige Konzerte im Cross­ over-Bereich sowie zahlreiche Konzerte mit Nachwuchsstars, die zum Teil ihr Debüt feiern. Damit erreichen wir ein breites Publikum und wir sind bewusst kein Spezialisten, sondern eher ein Generalisten-Festival. Wenn Sie einen Ausblick zu den Festivals 2019 und 2020 wagen: Gibt es bereits Tendenzen wie das Festival sich in naher Zukunft entwickeln könnte?


SPORT & FREIZEIT

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Mit unserem im Juni 2017 lancierten Projekt Gstaad Digital Festival haben wir ein Zeichen gesetzt, indem wir auf einer eigenen Streaming­plattform Inhalte präsentieren und durch digitale Kommunikation die Türen in die digitale Welt öffnen; dieses Publikum bauen wir Schritt für Schritt auf und gehen davon aus, dass künftig ein Teil des Festivalpublikums auch dank der digitalen Präsenz gewonnen werden konnte. Im Bereich der Gstaad Academy werden wir unsere digitale Präsenz ebenfalls markant verstärken durch Livestreams, Interaktionen rund um pädagogische Themen und so weiter. Am Ende aber zählt das Live-Erlebnis und dieses ist unersetzlich. Aber durch den Aufbau eines digitalen Umfeldes kann es gelingen, auf emotionale Weise einen neuen Zugang zu schaffen, indem die Schönheit unserer Produkte – und das sind die Konzerte – durch unsere Videos greifbar wird!

Sonntag 25.8., 18.00 Uhr, Festival-Zelt Gstaad La Valse – Lahav Shani & Vilde Frang Vilde Frang, Violine; Philharmonisches Orchester Rotterdam; Lahav Shani, Leitung §§ Strawinsky: «Petruschka», Orchestersuite aus der Ballettmusik; §§ Bruch: Violinkonzert Nr. 1; Ravel: «La Valse», choreografische Dichtung für Orchester

KONZERTE IM FESTIVAL-ZELT GSTAAD 2019

Sonntag 1.9., 18.00 Uhr, Festival-Zelt Gstaad De Wagner à Ravel – Classique France-Allemagne Klaus Florian Vogt, Tenor; Orchestre National de Lyon; Gergely Madaras, Leitung §§ Wagner: Ouvertüren und Arien aus den Opern «Tannhäuser», «Parsifal», «Lohengrin» und «Die Walküre»; §§ Murail: «Reflections / Reflets IV» für Orchester (Auftragswerk Gstaad Menuhin Festival 2019); §§ Gershwin: «An American in Paris»; §§ Ravel: «Boléro»

Freitag 16.8., 19.30 Uhr, Festival-Zelt Gstaad Khatia! – Recital Khatia Buniatishvili Khatia Buniatishvili, Klavier §§ Schubert: 4 Impromptus D 899, «Ständchen», «Gretchen am Spinnrad», «Erlkönig»; §§ Liszt: «Mazeppa», Ungarische Rhapsodie Nr. 6; §§ Strawinsky: «Petruschka» Samstag 17.8., 19.30 Uhr, Festival-Zelt Gstaad Pathétique – Manfred Honeck & Seong-Jin Cho Seong-Jin Cho, Klavier; Gstaad Festival Orchestra; Manfred Honeck, Leitung; §§ Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 «Emperor»; §§ Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 «Pathétique» Samstag 24.8., 19.30 Uhr, Festival-Zelt Gstaad «Carmen» Gaëlle Arquez, Mezzosopran (Carmen); Marcelo Alvarez, Tenor; (Don José); Julie Fuchs, Sopran (Micaëla); Luca Pisaroni, Bariton (Escamillo); Philharmonischer Chor Brno (Brünn); Orchester der Oper Zürich – Philharmonia Zürich; Marco Armiliato, Leitung §§ Bizet: «Carmen», Oper in 4 Akten – halbszenische Aufführung

Samstag 31.8., 19.30 Uhr, Festival-Zelt Gstaad Symphonie fantastique Gautier Capuçon, Violoncello; Orchestre philharmonique de Radio-France (Paris); Mikko Franck, Leitung §§ Berlioz: Ouvertüre zur Oper «Béatrice et Bénédicte»; §§ Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1; Berlioz: «Symphonie fantastique»

Freitag 6.9 19.30 Uhr, Festival-Zelt Gstaad «Rach 3» Yuja Wang, Klavier; Staatskapelle Dresden; Myung-Whun Chung, Leitung §§ Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3; §§ Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4

GSTAAD MENUHIN FESTIVAL & ACADEMY AG Dorfstrasse 60 CH-3792 Saanen Telefon +41 (0) 33 748 83 38 Fax +41 (0) 33 748 83 39 info@gstaadmenuhinfestival.ch

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BEAUTY & GESUNDHEIT JEDE NEUE SAISON ZIEHT NEUE FARBEN, NEUE LOOKS UND NEUE TRENDS MIT SICH. TRADITIONELL ÜBERWIEGEN IM FRÜHLING UND SOMMER PASTELLFARBEN UND VIEL GLITZER. DIE HAUT SOLL STRAHLEN. DOCH DANEBEN EXISTIERT EINE WEITERE TRENDWELLE, DIE GENAU IN DIE ENTGEGENGESETZTE RICHTUNG STEUERT.

VON SWENJA WILLMS

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obald die ersten warmen Sonnenstrahlen uns wieder erfreuen, werden Highlighter, Glitzerlidschatten und alles, was sonst noch funkelt, aus dem Kosmetiktäschchen gekramt, um das Gesicht zum Strahlen zu bringen. Einen Kontrast dazu setzt der matte Make-up-Look, der zurzeit hoch im Kurs steht. Dabei werden Produkte verwendet, die keinen Schimmer oder Glitzer enthalten. Egal ob Lidschatten, Blush oder Lippenstifte: als Reaktion auf die Trendwelle

gibt es fast jedes Kosmetikprodukt in einer matten Version. So wird ein natürlicher Look erzielt. Perfekt für Fotoshootings und für ölige Haut. Der Look besticht durch leichte Optik und legt den Fokus auf einen ma­ kellosen Teint. Eine auf die Haut perfekt abgestimmte Pflege bietet hier­ bei die ideale Grundlage. Mit der richtigen Foundation und Utensilien, lässt sich der Make-up Look ganz einfach herzaubern. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie der Laufsteg-taugliche Look nachzuschminken ist.

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B E AU T Y   &  G E S U N D H E I T

TREND BEAUTY FRÜHLINGSFRISCH

ÜBER WIEDERENTDECKTE GEFÜHLE, INSPIRATIONEN UND DEN NEUSTEN MAKE-UP-LOOK: DEN MATT-LOOK. WIR ZEIGEN, WO ER ÜBERALL AUFTAUCHT, WIE ER AUSSIEHT, WEM ER STEHT UND WIE MAN IHN NACHMACHT. VON BEATRICE SCHÖNHAUS

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arzissen, Tulpen und Hyazinthen: pastellfarbene Frühlings­ blumen, die uns ein frisches Lebensgefühl vermitteln. Sowohl ihr Duft wie ihre Optik inspirieren uns. Genauso wie ein neues romantisches Flatterkleid mit pastellfar­ benen Blumenblüten (z. B. vom australischen Label Zimmermann) oder ein raffinierter floraler Duft. Was uns aber am meisten beflügelt im Früh­ ling, ist ein neuer Make-up-Look! Mit individuell abgestimmter Pflege, zarter Foundation und pastelligen Farben in spannenden Texturen. Weil wir dann ein neues Ich entdecken können, uns anders und up to date fühlen und die bestehende Garderobe gleich wie neu definiert aus­ sieht. Reloaded, sozusagen.

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Neben dem viel gepriesenen Glow (den ich selber auch sehr mag!) tauchte an den Prêt-à-porter-Shows in New York, London, Milano und Paris ein überraschendes Phänomen auf: der matte Look. Gesehen bei der ultimativen Show für Frühling / Sommer 2019 bei Fendi (etwa an It-Girl Gigi Hadid), bei Burberry, Michael Kors und Dior. Die Models wirkten frisch, jung und so herrlich unschuldig. Und die neuen Silhouetten und Schnitte kamen so perfekt zur Geltung. Der matte Make-up-Look besticht durch leichte Optik, viel Transpa­ renz und einen wichtigen Schwerpunkt auf Pf lege. So, als hätten die Make-up-Artisten die Frühlingsfrische neu erfunden. Es geht dabei


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nicht mehr darum, die Haut und eventuelle Unregelmässigkeiten ab­ zudecken, sondern die Schönheit des Teints hervorzuheben. «Viel zu wenig dekorativ für mich», werden manche sagen. Darunter vermutlich auch einige Instagram-Girls. Sie arbeiten ja oft mit viel Farbe, künst­ lichen Wimpern und andern Hilfsmitteln. Stimmt nicht! Will nur rich­ tig gemacht sein. Denn der matte Make-up-Look funktioniert nur, wenn die Basis stimmt. Will heissen: Der Teint und seine Anmutung müssen absolut ebenmässig erscheinen. Wie eine perfekte Leinwand bei einem Gemälde eben.

SCHRITT 1 Ein sanftes Peeling, Feuchtigkeitspflege, viel und regelmässig Wasser oder Tee trinken, Unreinheiten beheben.

SCHRITT 2 Die richtige Foundation! Hier lässt man sich am besten vom Fach­ mann am Kosmetik-Counter oder in der Parfumerie beraten. Im Zweifelsfall lieber einen Hautton heller als dunkler wählen.

SCHRITT 3 Der eigentliche Look. Die matte Foundation sorgfältig (am besten mit Schwämmchen) auftragen, dunkle Stellen mit Concealer abdecken, das Augenlid etwas abpudern, die Augenbrauen mit Stift betonen und Mascara auftragen. Die Lippen mit einem Balsam pflegen und dann abpudern. Die Haare zu diesem Look: glänzend, frisch gewaschen und natürlich gestylt. Wem steht dieser Look denn wirklich, werden Skeptikerinnen fragen. Die Antwort lautet: allen, wenn er sorgfältig gemacht wird. Am besten lässt man ihn sich am Counter (z. B. bei Jelmoli) von einer Fachperson zeigen. So kann man ihn dann zuhause perfekt nachmachen.

Okay, liebe Instagram-Girls: Wenn Euch das alles viel zu nah bei der Natur und nicht optimal fürs Bild ist, dürft Ihr eine der neuen korall­ roten (matten!) Lippenfarben auftragen. Wem dies zu laut ist: Ein feiner Cat-Eye-Lidstrich geht auch. Denn beides sind ebenfalls sehr angesagte Frühlingstrends. Und sie machen Spass!

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Dina Rossi Influencer & Model

piacere_dina dina.rossi@prime-models.ch GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019


STYLE IN ZEITEN DER NACHHALTIGKEIT GEHT AUCH DIE MODEBRANCHE NEUE WEGE. KREISLAUFWIRTSCHAFT IST EIN THEMA, DAS VERMEHRT GROSSE WIE AUCH KLEINE BEKLEIDUNGSMARKEN AUFGREIFEN. DER «GESCHÄFTSFÜHRER BERN» NIMMT DEN BEGRIFF GENAUER UNTER DIE LUPE. VON FREYA MOHR

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kologie und Nachhaltigkeit sind im Trend. Viele ver­ zichten in der Stadt auf ein Auto, kaufen auf dem BioMarkt Produkte aus der Region und achten auf ihren ökologischen Fuss­abdruck. Auch in der Modebranche kommt dieser Trend immer mehr zum Tragen. Prekäre Arbeitsbedin­ gungen in den Kleider­fabriken machen immer wieder Schlagzeilen und auch der CO2-Ausstoss und der Rohstoff-Verbrauch sind alarmie­

rend. Konsumenten achten vermehrt darauf, wo ihre Kleidung herkommt und wie es um die Nachhaltigkeit steht. Einige Unternehmen setzen deswegen heute auf die Kreislaufwirtschaft – das Wiederverwerten von Materialien. So lassen sich von Kleidern beispielsweise die Baum­ wollfasern recyceln und zu neuer Kleidung verarbeiten. Der «Geschäfts­ führer Bern» hat nach einem innovativen, nachhaltigen Label Aus­ schau gehalten.

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MUD Jeans sind eine Antwort auf Wegwerfkleidung und Fast Fashion.

IN DIE NÄCHSTE RUNDE KREISLAUFWIRTSCHAFT IN DER MODEBRANCHE

NOCH IMMER LANDET EIN GROSSTEIL DER AUSGETRAGENEN KLEIDUNG IN DER TONNE. VIELE SEHEN DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT ALS NEUE LÖSUNG FÜR DIE UMWELTPROBLEME UNSERER WEGWERFGESELLSCHAFT. ABER RECYCLING ALLEINE REICHT NICHT AUS. DER «GESCHÄFTSFÜHRER» BERN STELLT INNOVATIVE UND NACHHALTIGE GESCHÄFTSMODELLE FÜR DIE MODEBRANCHE VOR. VON FREYA MOHR

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achhaltigkeit ist ein Buzzword, das sich immer mehr in allen Bereichen des Lebens ausbreitet. Einst galt man als Öko, wenn man im Reformhaus einkaufte, heute ist es hip, regionales Gemüse beim Bio-Bauern auf dem Markt zu kaufen und auf Elektro-Autos umzusteigen. Vielen ist es bewusst, dass unser ökologischer Fussabdruck immer grösser wird und möchten etwas dagegen unternehmen. Sei das der Verzicht auf Fleisch, das Reisen mit Bus und Bahn statt mit dem Flugzeug oder das Kaufen von regionalen, saisonalen Lebensmitteln. Aber nicht nur aus Konsumentensicht ist das Bewusstsein gestiegen, auch einige Produzenten achten vermehrt auf einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur – oder es entstehen ganz neue Geschäftsideen.

NACHHALTIGE MODE So kommt beispielsweise auch die Modebranche nicht mehr um das Thema Nachhaltigkeit herum. Viele Verbraucherinnen und Verbrau­ cher fordern verstärkt nach einer nachhaltigen Textilproduktion: das fängt bei den Arbeitsbedingungen an und geht über das Verwenden von

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ökologischen Materialien bis hin zum Recycling von Kleidungsstücken. Allerdings besteht in diesen Bereichen noch viel Luft nach oben. Was den letzten Punkt betrifft, landen heute acht von zehn Kleidungsstücken nach dem ersten Gebrauchszyklus im Müll. Das Gute: die Modebranche hat diese Verschwendung von Ressourcen bereits bemerkt und beschreitet neue Wege. Kreislaufwirtschaft ist kein neues Phänomen – wir kennen es beispiels­ weise aus dem Recycling von Glas, Weissblech und PET-Getränkefla­ schen. Auch in der Modebranche setzen Unternehmen nun vermehrt auf Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet, nachhaltige Ressourcen so lange wie möglich wiederzuverwerten. Bei Kleidungsstücken sind das bei­ spielsweise Polyester- oder Baumwollfasern. Bekannte Marken wie auch kleinere Unternehmen verfolgen bereits diesen Lösungsansatz, der aller­ dings auch teilweise in der Kritik steht. So bemängelt Greenpeace, dass vor allem grosse Marken hier falsche Prioritäten setzen: Die Abfall­ hierarchie sieht vor, dass die Vermeidung von Abfall und die Wieder­ verwendung vorranging behandelt werden sollten. Erst anschliessend


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sollte es um das Recycling alter Kleider gehen. Die Organisation sieht das Problem vor allem in der Fast-Fashion-Industrie und der Nachfrage nach billiger Wegwerfkleidung.

AUS ALT MACH NEU Erst reparieren und dann recyceln ist der Schlüssel zu einem nachhaltigeren Konsum. Kleinere Brands verfolgen deswegen bereits einen anderen Ansatz und setzen auf haltbare und zeitlose Kleidungsstücke. Dass die perfekte Jeans nicht zwingend ein textiler Umweltsünder sein muss, beweisen zum Beispiel MUD Jeans. Bestrebt, einen neuen Weg zu gehen, setzt das niederländische Label seit Beginn auf die Kreislaufwirtschaft: Ausgetragene Jeans werden geschreddert, mit Biobaumwolle gemischt und so zu neuem Jeansgarn gesponnen. Zu rund einem Viertel bis 40 Prozent bestehen MUD Jeans aus recycelten Baumwollfasern, was sowohl den Wasserverbrauch als auch den CO2-Ausstoss erheblich ver­ ringert. Damit das einwandfrei funktioniert, setzt das Unternehmen bereits beim Design der Jeans auf Wiederverwendbarkeit und verzichtet beispielsweise auf Lederlabels. Aber Kreislaufwirtschaft und eine sozial­ verträgliche Produktion sind längst nicht alles, worauf das Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit setzt. Bert van Son, Gründer von MUD Jeans, hat erkannt, dass zu einer nach­ haltigen Abfallwirtschaft nicht nur die Kreislaufwirtschaft gehört, sondern auch Reparieren und innovative Geschäftsmodelle. Im Schnitt behalten wir ein Kleidungsstück für rund ein Jahr in unserem Kleiderschrak bevor wir es wieder wegwerfen. Deshalb müssen Kunden eine MUD Jeans nicht unbedingt kaufen, sondern können diese auch einfach leasen – für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Anschliessend bekommt der Kunde eine neue Jeans. Die alte geht zurück an das Unternehmen, um die Materialien zu recycelt. Aber was, wenn die Jeans innerhalb der Leasing-­Periode reisst oder eine Naht aufgeht? Zumindest in den Niederlan­ den, Deutschland und Belgien gibt es einen kostenlosen Reparatur-Service.

EINE NEUE WELT DER MODE Eine Jeansmarke und ein Konzept, das auch Fabia Mosimann und Oli Gillmann überzeugt haben. Seit 2016 setzen sie in ihrer Boutique STOOR in der Berner Altstadt auf nachhaltige Mode, faire Arbeits­ bedingungen und modische Individualität. Nachhaltigkeit verstehen sie nicht als Trend, sondern als ein Besinnen auf essentielle Werte, das Menschen, Ressourcen und Umwelt gleichermassen einschliesst. Auf drei Etagen vereint STOOR alles, worüber sich eine Garderobe gemeinhin freut: feines fürs Büro, Nonchalantes für die Freizeit und Elegantes für festliche Anlässe – und eben auch nachhaltige Jeans. Wer hier seine alte Jeans an der Ladentheke vorbreibringt, bekommt eine Gutschrift auf die nächste MUD Jeans. Und nicht nur das: um den gebeutelten Lieblingsjeans der Kundschaft zu einem zweiten Frühling zu verhelfen, führt STOOR regelmässig Jeans Repair Days durch. So ver­ langsamt sich nicht nur der Stoffstrom, sondern es schliesst sich auch der Kreislauf der Mode. Die Möglichkeit, die eigene Jeans zu reparieren, ruft zum längeren Tragen auf. Die Rücknahme-Initiative schafft den Anreiz, Kleidungsstücke zurückzubringen. Da­ durch kommt die Jeans wieder in den Kreis­ lauf und lässt sich zu einer neuen Hose recyceln. Der Kreis schliesst sich: Baumwollfasern lassen sich für die nächste Jeans recyceln.

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«AUTHENTIZITÄT IST DAS ZAUBERWORT» MODEL UND INFLUENCERIN DINA ROSSI

DINA ROSSI IST MODEL UND INFLUENCERIN. DIE MISS-BERN-KANDIDATIN IST ABER AUCH EINE BUSINESSFRAU MIT KLAREN VORSTELLUNGEN UND EINEM GESCHÄFTSMODELL, DAS SICH VON DER MASSE UNTERSCHEIDET. VON DANIELE CIOCIOLA

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uthentizität ist eines der Zauberwörter der letzten Jahre, wenn es um Promotion und das Vertreten von Geschäfts­ modellen geht. In allen Branchen bemühen sich Unterneh­ merinnen und Unternehmer um Authentizität. Auch beim aktuellen Trend-Beruf Influencer / in ist das nicht anders. «Mein Geschäfts­ modell zeichnet sich durch Authentizität aus. Dadurch kann sich meine Community mit mir identifizieren, was wiederum sehr interessant ist für diverse Kunden. Je näher man an das einzelne Individuum kommt, desto glaubhafter kann man auch Produkte oder Lebenseinstellungen vertreten», sagt Model und Influencerin Dina Rossi. «Die grösste Heraus­ forderung, um auf diesem Gebiet erfolgreich zu sein, ist und bleibt Indivi­ dualität und Einzigartigkeit, da sich die Masse dem Standard-Trend anpasst», fügt sie hinzu. Die Neugewinnung von Kunden sei immer wieder herausfordernd und da helfe ein klar identifizierbares Alleinstellungs­ merkmal. Der «Geschäftsführer» hat sich mit Dina Rossi über ihre Arbeit im Influence- und Model-Business unterhalten.

«Geschäftsführer»: Frau Rossi, Sie sind zwar ein Ein-Frau-Unternehmen, aber arbeiten eng mit spezialisierten Agenturen zusammen wie Prime Models oder Huber Events. Wie kann man sich dieses Zusammenspiel vorstellen? Dina Rossi: Für mich ist die Zusammenarbeit mit den Agenturen sehr wichtig. Nicht nur, um neue Jobs zu erhalten, sondern primär um neue

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Kontakte zu schliessen. Das A und O ist es, mit Menschen zu kommuni­ zieren und auch immer wieder neue Feedbacks zu bekommen und so auf ihre individuellen Wünsche eingehen zu können. Wie definieren Sie Ihre Unique Selling Proposition, also Ihr Alleinstellungsmerkmal? Im Gegensatz zu vielen anderen in meinem Beruf zeige ich mich auch gerne mal in gewissem Sinne «unvorteilhaft» und nicht bis ins Detail gestylt, um Authentizität nicht nur zu promoten, sondern auch zu doku­ mentieren. Dadurch bleibe ich mir selber treu und belüge meine Kunden und meine Community nicht. Ich vertrete nur, was ich auch selber leben und repräsentieren kann. Für mein Alter habe ich schon sehr viel erlebt. Ich fand mich am Boden wieder und realisierte, wie viel es heutzutage bedeutet, ein echter Mensch unter so vielen falschen Gesichtern zu sein. Dadurch kann ich bewusst die Echtheit und die Qualität eines eventuell zukünftigen Partners in Sachen Werbung oder Promotion einschätzen. Diese Mentalität haben nicht viele in meinem Alter, da es ihnen meist mehr um die Oberf läche geht. Ich schaue bei jedem Produkt ins Herz, um es würdig präsentieren zu können. Und genau das macht den Unterschied. Welche Anspruchs- und Zielgruppe(n) in welchem Marktumfeld wollen Sie aktuell und in Zukunft erreichen?


STYLE

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Ich bin ein Mensch, der sich für vieles begeistern kann, und da meine Zielgruppe zwischen 18 und 40 Jahre alt ist, habe ich auch sehr viel Spiel­ raum. Meine Schwerpunkte liegen sowohl heute als auch in Zukunft auf den Bereichen Fashion, Lifestyle, Family, Beauty und Modeling. Welche Kommunikationsmittel nutzen Sie am intensivsten und welche sind am wirkungsvollsten für Ihre Kommunikationsziele? Welches Mediennutzungsverhalten haben Ihre Fans beziehungsweise Ihre Zielgruppen? Am meisten nutze ich den Social-Media-Kanal Instagram. Da habe ich schnell sehr viele positive Feedbacks erhalten. Instagram bietet sehr viele Möglichkeiten als Werbeträger. Instagram & Co. ist das bevorzugte Mediennutzungsverhalten meiner Community. Dieses Kommunikations­ mittel erlaubt es mir, die Nähe zu meiner Community zu pflegen und viel Interaktion zu bieten. Geht es beispielsweise um Mode, empfehle ich Shops und Styles, aber natürlich gebe ich auch immer wieder mal Tipps, wie man mit gewissen Alltagssituationen umgehen kann. In der Zielgruppe, in der ich mich bewege, sind alle sehr aktiv. So wie ich selber auch. Man lässt sich heutzutage auch sehr gerne inspirieren. Welche Auswirkungen haben Social Media aus Ihrer Sicht als Profi und wie sind Ihre positiven und negativen Erfahrungen? Sehr positiv an Social Media sind die weltweite Vernetzung und die Möglichkeit einer fast unerschöpflichen Inspirationsquelle. Man muss sich bewusst sein, dass Social Media aber teilweise auch realitätsfern ist durch die Bearbeitungsmöglichkeiten bei Content und Bildern. Viele Menschen leben schnell in einer Parallelwelt oder eifern einem Trend nach oder streben nach einem realitätsfremden Vorbild. Erzählen Sie uns von Ihrem «Lebensrezept»? Ich habe mir angeeignet, vieles mit Humor zu nehmen – auch wenn es mal anders kommt als geplant. Vieles braucht Geduld, deswegen ist mein grösstes Rezept das Vertrauen in meine eigene Person und das Leben. Aus eigener Erfahrung weiss ich: Wenn man seine Überzeugungen nie aufgibt, kommt man an das Ziel, das für einen bestimmt ist. Wie wichtig ist Disziplin in Ihrem Beruf? Ich denke, dass Disziplin in jedem Tätigkeitsfeld wichtig ist, um weiter­ zukommen. Das ist bei uns nicht anders. Im Bereich Modelling und Influencing ist Selbstdisziplin sogar entscheidend für den Erfolg. Orga­ nisation ist das halbe Leben, sagt man. So ist es auch bei mir: Ich plane, organisiere und entscheide selbst, wann ich welche Posts mache und mit welchen Kunden ich zusammenarbeite. Sie werden als Miss Bern kandidieren. Was erhofft man sich von einer Teilnahme an einem solchen Wettbewerb? Das Ziel der Teilnahme ist es natürlich, Bern repräsentieren zu dürfen, Menschen zu inspirieren und neue Menschen kennenzulernen. Welche positiven flankierenden Begleiterscheinungen, Mehrwerte, USP's, ESP’s und so weiter werden durch eine Teilnahme wirksam und welche erhoffen Sie sich? Postitive Begleiterscheinungen sind sicher eine noch grössere Promo-­ Reichweite und dass man das Gesicht neuer Kampagnen werden kann, wenn man hart daran arbeitet. Nicht zu unterschätzen ist natürlich das Networking. Und besondere Herausforderungen prägen auch die Persönlichkeit. Als Miss Schweiz darf man nicht kandidieren, wenn man wie Sie selbst bereits Mutter ist. In unserer emanzipierten Gesellschaft arbeiten Frauen mit Familien sehr hart, um auf dem Arbeitsmarkt nicht unterzugehen, bevor ihre

Kinder erwachsen sind. Eine Frau ist fähig, die Kinder zu erziehen, den Haushalt zu schmeissen, zu arbeiten und ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Dies erfordert mentale und körperliche Stärke und ist eine Frage der Lebenseinstellung. Ich finde es diskriminierend, dass die Mutterschaft als Argumentation verwendet wird, um eine mögliche Miss-Schweiz-­ Kandidatur auszuschliessen. Die Schweiz ist so ein starkes Land, wieso also wird das Muttersein als Schwäche ausgelegt? Sie kennen sicherlich die Situation: Oft sieht man ein Profil, eine Person, ein Verhalten und macht sich direkt ein Bild … Wenn man aber genauer hinschaut ist man oft erstaunt, so auch bei mir. Wer mich kennenlernt, ist meist überrascht von meiner Art. Ich bin nicht das typische Instagram Girl. Bei mir dreht sich nicht alles um Posts und Mode oder Style. Ich liebe die Natur und habe auch lange Zeit in Zürich im Tierspital auf der Nutztier-Abteilung gearbeitet oder einige Zeit in Irland auf der Horse Riding Ranch in White Gate. Mein Motto ist: Humor ist, wenn man auch über sich selbst lachen kann. Ich esse auch dann und wann «ungesund». Familie, Freunde und Partner sind bei mir enorm wichtig und meine kleine Tochter Valentina (3 Jahre) hat mir das gewisse Etwas verliehen. Was hat Sie in den letzten zwei Jahren besonders geprägt als Model und Influencerin? Dank all der positiven Ereignisse in meinem Leben, besonders der Geburt meiner Tochter, dank meines Lebensgefährten Jeremias Ganzoni, meiner Familie, meiner Community und meines Erfolgs als Model und Influencerin habe ich sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen, viel Neues gelernt und kann mich so lieben und mit Stolz so präsentieren, wie ich bin. Ich denke, die Persönlichkeitsentwicklung ist mein grösster persönlicher Gewinn.

DINA ROSSI piacere_dina dina.rossi@prime-models.ch

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MOBILITÄT MOBILITÄT IST IN DER HEUTIGEN GLOBALISIERTEN WELT EINER DER WICHTIGSTEN KOMPONENTEN. MOBILITÄT BEDEUTET SELBSTSTÄNDIGKEIT UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT. DIE ART, WIE MOBIL MAN SICH GIBT, IST ZUDEM AUCH AUSDRUCK DER PERSÖNLICHKEIT. GENAUSO WIE DIE WAHL DES VEHIKELS, WELCHES UNS VON A NACH B BRINGT. VON CHARLES STAUBACH

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as ist eigentlich Mobilität? Rein definitionsgemäss bedeutet es Folgendes: Potenzielle Mobilität ist die Beweglichkeit von Personen, allgemein und als Mög­ lichkeit. Realisierte Mobilität ist die Befriedigung von Bedürfnissen durch Raumveränderung, wobei der Verkehr das Instrument ist, das man dann für die konkrete Umsetzung der Mobilität benötigt. Dafür braucht es Fahrzeuge, Infrastrukturen und Verkehrsregeln. Wenn man über die Zukunft auf unseren Strassen, Schienen, Wasserwegen oder in der Luft nachdenken und Lösungen entwickeln will, ist Nach­ haltigkeit ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der seit einigen Jahren zum Vokabular der Mobilitätsforscher/innen gehört. Mobilität ist aber auch eine ganz persönliche Angelegenheit. Über die Fahrzeuge und Bewegungs­ mittel definieren wir uns selbst. Unser aktuelles Dossier: Flottenmanagement. Wohin geht der Trend zur «Mobilitätsberatung 4.0» bei Flotten- sowie Grosskundenbetreuung?

Ein optimal zusammen gestellter Fuhrpark für KMU oder Grossunter­ nehmen werde – so sagen Fachleute auf diesem Gebiet - nicht nur nach ökonomischen, effizienzorientierten und logistischen Bedürfnissen zusammengestellt. Bei der Effizienzbeurteilung einer bestehenden oder künftigen Fahrzeugflotte sind Interaktion, viel Netzwerkarbeit und vor allen Dingen das Erkennen der Bedürfnislage der Kundschaft ebenso wichtig wie die klassischen Themen wie das Eruieren des Einsatzgebietes, die Analysen bezüglich Branchenspezifika, die Budgets und die Grösse der Auftrag gebenden Unternehmen. Folgende Fragen werden gestellt: Soll die Energieeffizienz massgebend sein oder müssen die Fahrzeuge zu einem bestimmten Image passen? Gelten Mitarbeiterzufriedenheit oder eher Zweckmässigkeit als oberste Prämisse? Sollen wirtschaftliche Aspekte wie die Kilometereffizienz besonders im Vordergrund stehen oder muss allenfalls das Image der Firma oder ein Branding unterstützt werden? Was braucht es, damit ein funktionierender Fuhrpark zum erfolgreichen Tagesgeschäft führt?

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MOBILITÄT: FLOTTEN UND FUHRPARKS

FLOTTENMANAGER WERDEN ZU MOBILITÄTSBERATERN «DIE HERAUSFORDERUNGEN FÜR FAHRZEUG-FLOTTENBESITZER SIND VIELFÄLTIGER DENN JE», SAGT PATRICK BÜNZLI, PRÄSIDENT DES SCHWEIZER MOBILITÄTSVERBANDES SFFV. THEMEN WIE DIE ETABLIERUNG NEUER ANTRIEBSSYSTEME FÜR FUHRPARKS, DER UMGANG MIT UMWELTEMISSIONEN, TECHNOLOGIETRENDS, GESETZE UND VORSCHRIFTEN, KOSTEN, WEITERBILDUNG VON FAHRZEUGFLOTTEN-VERANTWORTLICHEN ODER OPTIMIERUNG IN DER MOBILITÄT WERDEN IMMER KOMPLEXER. UND DIE BRANCHE BEFINDET SICH IN EINER UMBRUCHPHASE. VON CHARLES STAUBACH UND DANIELE CIOCIOLA

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er Trend geht zur «Mobilitätsberatung 4.0» – darin sind sich alle Flotten- sowie Grosskundenbetreuer und -betreuerinnen einig. Ein optimal zusammen gestellter Fuhrpark für KMU oder Grossunternehmen werde – so sagen Fachleute auf diesem Gebiet – nicht nur nach ökonomischen, effizienz­ orientierten und logistischen Bedürfnissen zusammengestellt. Es fallen noch einige weitere Parameter an, die zu berücksichtigen seien. Fach­ wissen, Kenntnisse der Bedürfnisse der Kundschaft und natürlich auch ein ausgeprägtes gegenseitiges Vertrauensverhältnis sind die Basis für das «Projekt Fuhrpark». Und deshalb verstehen sich viele aus der Branche, die sich mit Flottenmanagement auseinander setzen, als Mobilitätsberater und -beraterinnen.

gestellt: soll die Energieeffizienz massgebend sein oder müssen die Fahr­ zeuge zu einem bestimmten Image passen? Gelten Mitarbeiterzufrie­ denheit oder eher Zweckmässigkeit als oberste Prämisse? Sollen wirt­ schaftliche Aspekte wie die Kilometereffizienz besonders im Vordergrund stehen oder muss allenfalls das Image der Firma oder ein Branding unter­ stützt werden? Planungssicherheit ist und bleibt derweil einer der wich­ tigsten Aspekte: da geht es um Konditionen auf die Fuhrparkgrösse, um geplante mittelfristige Abnahmemengen, um langfristig kalkulierbare Fuhrparkkosten und um individuell auf die Anforderungen eingestellte Lösungen. Da ein funktionierender Fuhrpark elementar für ein erfolg­ reiches Tagesgeschäft ist, werden bei der Fuhrparkverwaltung auch die Arbeitsaufwände optimiert und stabilisierte Prozesse erzeugt.

Bei der Effizienzbeurteilung einer bestehenden oder künftigen Fahrzeug­ flotte sind Interaktion, viel Netzwerkarbeit und vor allen Dingen das Erkennen der Bedürfnislage der Kundschaft ebenso wichtig wie die klassischen Themen. Diese wären: das Eruieren des Einsatzgebietes, die Analysen bezüglich Branchenspezifika, die Budgets und die Grösse der Auftrag gebenden Unternehmen. Folgende Fragen werden ausserdem

Diese Aufgaben bei der Zusammenstellung eines Fuhrparks beziehungs­ weise einer Flotte geht einher mit einem sich vielleicht bald etablierenden Flottenmanagement-Paradigmenwechsel in der Branche: hatte der «Dieselskandal» eine Signalwirkung auf die Denkweise der Flotten­ manager? Werden Flottenbesitzer allenfalls eine ganze Dieselflotte durch Hybridfahrzeuge ersetzen? Ein Wechsel der Flotten-Strategie ist

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Die Post und das Flottenmanagement – eine gut durchdachte Strategie

jedoch immer mit finanziellen Ressourcen behaftet. Gleichzeitig ist der Trend zum E-Mobility-Flottenmanagement etwas abgeflacht. Die nötige Infrastruktur ist noch nicht so ausgebaut, damit gewisse Abläufe ge­ währleistet sind. Dazu kommt, dass das unternehmerische Handeln von kleinen und mittelständischen Firmen oft von den Faktoren Kostenreduktion und Freisetzung von gebundenem Kapital bestimmt wird. Ein eigener Fuhr­ park kann die Einschränkung von Handlungsfreiheit bedeuten. So gilt die Regel: Ein eigener Fuhrpark lohnt sich erst ab einer Auslastung von rund 75 bis 80 Prozent. Ist dies nicht gewährleistet, wird als Alternative oft die Nutzung von Mietfahrzeugen oder Carsharing-Systemen gewählt. Doch welche Trends werden sich konkret im Flottenmanagement durchsetzen?

TREND: NACHHALTIGKEIT

Auch bei Scania ein Thema: Vernetzung bei intelligenter Infrastruktur. Das Betreiben einer Fahrzeugflotte ist eine Wissenschaft für sich.

Mit dem Einsatz einer professionellen Fuhrparkmanagement-Lösung schafft man nicht nur bezüglich der Wahl der Antriebssysteme Nach­ haltigkeit, sondern man kann auch bei der Disposition von Fahrern und Fahrzeugen effizienter werden, die Auslastung erhöhen und Leerfahrten vermeiden. Zunehmend gefragt sind künftig auch Technologien, die das Fahrverhalten aufzeichnen und der Fahrerin oder dem Fahrer in Echtzeit Feedback zum Fahrstil, Spritverbrauch und CO2-Ausstoss geben.

schaft lassen sich moderne Fuhrparkmanagement-Lösungen integrie­ ren. Das sorgt für die reibungslose Erfassung und Disposition der eingehenden Aufträge. Ebenso im Aussendienst ist der mobile Zugriff auf Daten sinnvoll.

TREND: GESUNDHEIT UND SICHERHEIT

TREND: LÖSUNGEN FÜR KLEINERE FUHRPARKS

Das Thema Fahrergesundheit spielt eine zentrale Rolle. Gefragt sind heute technische Lösungen, mit welchen Fahrer und Fahrerinnen für Gefahren im Strassenverkehr gewappnet sind. Aktuelle Informationen, die im Fahrzeug angezeigt werden, tragen dazu bei, dass Verkehrs­ behinderungen rechtzeitig erkannt und Unfälle vermieden werden.

Klassisches Carsharing als stationäres Carsharing ist im Trend. Der Vorteil dieser Variante sind die geringen Kosten pro Stunde. Zusätzlich fällt in der Regel eine Kilometerpauschale an. Das flexible Carsharing (Free-Floating-Carsharing) ist in den Städten beliebt. Die Autos «verteilen sich durch die Fahrten der Kunden von selbst» und eine Reservierung ist nicht immer notwendig. Der Vorteil dieser Variante ist die sehr hohe Flexibilität. Der Nachteil die hohen Kosten bei längeren Fahrten, denn es wird pro Minute oder Kilometer abgerechnet. Vor allem die Auto­ hersteller setzen mit ihren Carsharing-Angeboten auf dieses relativ neue Modell. Immer mehr Anbieter ermöglichen zudem eine Kombination aus stationärem und flexiblem Carsharing.

TREND: VERNETZUNG UND MOBILE ANWENDUNGEN Vernetzte Systeme sind aus der heutigen Logistik und bei Flottenfahr­ zeugen nicht mehr wegzudenken. Daten werden an das installierte Fahrzeugortungsgerät übertragen und automatisch an die Zentrale weiter­ geleitet, die entsprechend disponieren kann. Auch in die Warenwirt­

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Im Nutzfahrzeugbereich heissen die Trends im Flottenmanagement unter anderem: Effiziente Antriebstechnologien, Aerodynamik und Leichtbau sowie intelligente Infrastrukturen.

TREND: STEUERVORTEILE NUTZEN In der Schweiz herrschen klare Regeln, wie Firmenwagen steuerlich zu behandeln sind. Arbeitgeber können die Kosten rund um ihre Fahr­ zeuge bis auf die Mehrwertsteuer voll absetzen. Mitarbeiter versteuern die private Nutzung von Firmenwagen pauschal mit monatlich 0,8 Pro­ zent vom Netto-Anschaffungspreis. Die Firmen können grundsätzlich alle Kosten, die mit dem Betrieb von Firmenwagen verbunden sind, als Personalaufwand von der Steuer absetzen. Zu beachten ist allerdings, dass über den durch den geldwerten Vorteil beim Mitarbeiter entstehenden Privatgebrauch Mehrwertsteuer von zurzeit acht Prozent als Eigen­ verbrauch abgerechnet werden muss. Wenn Unternehmen die Firmen­ fahrzeuge erwerben, können sie grundsätzlich zwischen zwei Abschreibungs­ methoden wählen: entweder können die Unternehmen Abschreibungen vom Buchwert vornehmen, wobei in der Regel ein Abschreibungssatz von 40 Prozent pro Jahr akzeptiert wird. Alternativ können die Unter­ nehmen stets vom Anschaffungswert abschreiben. In diesem Fall ist die jährliche Abschreibung auf grundsätzlich 20 Prozent limitiert. Firmen­ wagen sind in der Schweiz eine interessante Option, die Mitarbeiter zu entlohnen und zusätzliche Leistungsanreize zu schaffen. Für viele Unter­ nehmen ist der Fuhrpark daher ein Motivationsinstrument, das gezielt eingesetzt wird.

IM NUTZFAHRZEUGBEREICH SIND FOLGENDE TRENDS AUSZUMACHEN 1. Wachsendes Transportaufkommen Zusätzliche Dynamik erfährt der Güterverkehr aus dem wachsenden Online-Handel mit der Zunahme von kostenlosen Lieferungen und Rücksendungen, was die Zahl der Retouren deutlich erhöhen dürfte. Der Strassengüterverkehr wird bis 2050 um mehr als das Doppelte wachsen. Mit dem steigenden Verkehrsaufkommen erhöhen sich zu­ gleich die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. 2. Effizientere Antriebstechnologien Während elektrische und hybride Antriebstechnologien in den nächsten 20 Jahren zunehmend im städtischen Lieferverkehr eingesetzt werden, wird sich im Bereich der schweren Lkw mittel- bis langfristig keine Alter­

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native zum Verbrennungsmotor durchsetzen. Das Potenzial der Energie­ effizienzoptimierung bei Dieselmotoren ist noch nicht ausgereizt. Den Verbesserungen bei der Kraftstoffeffizienz steht allerdings ein weiter­ wachsender Güterkraftverkehr gegenüber. Langfristig könnten Brenn­ stoffzellenantrieb und Wasserstoff als Kraftstoff Nutzfahrzeuge ermög­ lichen, die keine Emissionen mehr ausstossen. 3. Aerodynamik und Leichtbau Ein wesentlicher Teil des Kraftstoffverbrauchs wird im Lkw-Verkehr durch den Luftwiderstand verursacht. Fachleute sagen, dass sich Tech­ nologien für eine verbesserte Aerodynamik und Material-Innovationen für den Leichtbau zu Zukunftsmärkten entwickeln. Weitere Treibstoff­ einsparungen werden durch den Leichtbau ermöglicht, der zu den zentralen Trends im Automobilbau allgemein gehört. Der Logistik-Bereich profitiert davon, dass Nutzfahrzeuge mit einem niedrigeren Leergewicht mehr Fracht transportieren können. Realisierbar sind partielle Gewichts­ einsparungen von 20 bis 30 Prozent. 4. Urbanisierung Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens werden neue Lösungen für urbane Mobilität an Bedeutung gewinnen. Auch hier gewinnen grüne Konzepte an Bedeutung, denn immer mehr Städte werden strenge Reglementierungen bis hin zu Null-EmissionsVorschriften erlassen, die entsprechende Fahrzeugkonzepte (hybrid, vollelektrisch etc.) erfordern. Kleinste Elektrofahrzeuge könnten in Zukunft zum Transport von Waren und Paketen eingesetzt werden. 5. Intelligente Infrastrukturen Nutzfahrzeuge werden zunehmend in smarte Infrastrukturen integ­ riert werden. Nutzfahrzeuge werden in Zukunft nahtlos in smarte Infrastrukturen (vehicle-to-vehicle und vehicle-to-roadside) integ­ riert sein. : : WWW.SFFV.CH : : : : WWW.POST.CH : : : : WWW.SCANIA.COM : :


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KOMPAKTE CROSSOVER AUCH BEI KMU BELIEBT VW T-CROSS

IMMER MEHR KMU ODER KLEINBETRIEBE UNTERHALTEN KEINE AUTO-FLOTTE, SONDERN BEVORZUGEN EINE HYBRID-LÖSUNG BEI DEN GESCHÄFTSAUTOS: SO SOLLEN DIE BETRIEBSFAHRZEUGE NICHT NUR FÜR GESCHÄFTLICHE EINSÄTZE GENUTZT WERDEN KÖNNEN. HIER KOMMEN DIE PRAKTISCHEN CROSSOVER INS SPIEL. VON CHARLES STAUBACH

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leine SUV – also (auch) Crossover – sind nicht nur auf dem B2C-Markt (Business to Costumer) auf dem Vormarsch und generieren einen relativ hohen Marktanteil. Auch im B2B-Sektor (Business to Business) beziehungsweise als Bestandteil einer Fahrzeugflotte erfreuen sich die Kompakt-SUV im­ mer grösserer Beliebtheit. Insgesamt wurde in den letzten zwei Jahren ein Rekord-Marktanteil der Crossover-Modelle in Mitteleuropa registriert. Schon 2017 war jeder vierte zugelassene Neuwagen ein SUV. Laut einer Prognose des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen wird in den kommenden Jahren allein in Deutschland und wohl auch in der Schweiz ein Anteil von 25 Prozent an allen Neuzulassungen erwartet. Damit hat sich der Marktanteil in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Auch Volkswagen forciert mit dem neuen T-Cross seine weltweite SUV-Produktoffensive mit einem Crossover Kompakt SUV. Gestartet wurde die Strategie 2016 mit dem aktuellen Tiguan. 2017 folgten der bis zu siebensitzige Tiguan Allspace und der kompaktere T-Roc. Der Blick in die weitere Zukunft liefert ebenfalls sehr konkrete Fakten: 2020 wird der erste vollelektrische SUV von Volkswagen auf den Markt kommen: der I.D. CROZZ. Mit dem Spektrum vom T-Cross bis zum I.D. CROZZ wird Volkswagen eines der weltweit grössten SUV-Programme anbieten und nahezu jedes Segment abdecken.

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Nun aber ist der T-Cross aktuell, und dieser punktet mit seinem eigenstän­ digen Design, einem wandelbaren Innenraum und mit reichhaltiger Aus­ stattung. Seit April steht der neue T-Cross bei allen VW-Händlern in der Schweiz. Preislich liegt das Einstiegsmodell des T-Cross bei CHF 20 850.–.

DIGITAL UNTERWEGS UND IM HANDUMDREHEN DIE MUTATION ZUM KLEINTRANSPORTER Ganz wichtig bei einem Geschäftsauto: Der T-Cross ist auch digital auf hohem Niveau unterwegs. Für optimale Vernetzung und ausreichend Energie der Smartphones sorgen bis zu vier USB-Anschlüsse und das induktive Wireless Charging. Das optionale, schlüssellose Schliess- und Startsystem Keyless ­Access macht den Zugang zum T-Cross komfortabler. Der ebenfalls auf Wunsch erhältliche Fernlichtassistent Light Assist blendet das Fernlicht selbst­ tätig an und wieder ab, sobald Gegenverkehr naht. Ein Highlight ist auch das optionale Soundsystem der renommierten US-Marke Beats mit 300 Watt ­starkem 8-Kanal-Verstärker sowie einem separaten Subwoofer im Kofferraum. Auch der Einstieg durch vier grosse Türen ist optimal für die diversen Einsätze. Hier zeigt sich ein wesentlicher Vorteil des modularen Quer­ baukastens, der die Platzierung der angetriebenen Vorderachse weit vorne ermöglicht. Der lange Radstand von 2,55 Metern ermöglicht ei­ nen grosszügigen Innenraum mit Platz für bis zu fünf Personen. Der Kofferraum fasst zwischen 385 und 455 Liter. Im Handumdrehen wird aus dem T-Cross – mittels umklappbarer Rückbank – ein Klein-Trans­ porter mit ebener Ladefläche und bis zu 1 281 Liter Stauvolumen.


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Immer mehr Firmen wollen in ihren Fuhrparks nun auch die vielseitig einsetzbaren und wendig-praktischen Kompakt-Crossover wie den T-Cross integrieren.

MODERNSTE ASSISTENZSYSTEME Natürlich interessiert die Motorisierung und Ausstattung: Zur Auswahl stehen eine Diesel- und zwei Benzinmotorisierungen. Die beiden 1.0-TSI-Dreizylinder-Benziner mit Otto-Partikelfilter leisten 70 kW / 95 PS bzw. 85 kW / 115 PS. Der 1.6 TDI verfügt über 70 kW / 95 PS. Ende 2019 folgt noch ein stärkerer Benziner mit 110 kW / 150 PS. Alle Benzinmotoren wie auch der Dieselmotor erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Dank der erhöhten Sitzposition – Fahrer und Beifahrer sitzen 597 mm über der Fahrbahn, die Fondpassagiere 652 mm – hat der Fahrer eine gute Rundumsicht. Der Innenraum ist grosszügig geschnitten und vermittelt das Gefühl, in einem grösseren Fahrzeug zu sitzen. Zudem lässt er sich höchst f lexibel, blitzschnell und denkbar einfach an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Das beginnt mit einer um 14 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank, die je nach Wunsch den Fussraum für die Passagiere der zweiten Reihe oder das Gepäck­ volumen vergrössert. Die Flexibilität wird fortgesetzt mit einer

Rücksitzlehne, die im Verhältnis 60 : 40 geteilt und entweder teil­ weise oder komplett umgeklappt werden kann, und endet mit einer optional umklappbaren Beifahrersitzlehne, wodurch in Kombina­ tion mit der teilbaren Rückbank auch sehr lange Gegenstände trans­ portiert werden können. Für eine jederzeit komfortable und sichere Fahrt stehen modernste As­ sistenzsysteme zur Verfügung: Der kleinste Volkswagen-SUV ist um­ fassend mit Sicherheitstechniken ausgerüstet, die bisher höheren Fahr­ zeugklassen vorbehalten waren, und avanciert damit zu einem der sichersten SUV seines Segments. Immer serienmässig dabei sind das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist samt Fussgängererkennung und City-Notbremsfunktion, der Spurhalteassistent Lane Assist, der Berganfahrassistent sowie der Spurwechselassistent Blind Spot Detec­ tion und der damit kombinierte Ausparkassistent. : : WWW.VOLKSWAGEN.CH : :

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VO R S C H AU   &   I M P R E S S U M

VORSCHAU DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT IM SEPTEMBER 2019

GOLF SPECIAL BUSINESSMENSCHEN ENTSPANNEN GERNE BEIM GOLFEN UND PFLEGEN AUF DER «GRÜNEN KONTAKTBÖRSE» GERNE IHR NETZWERK. WIR STELLEN DIE INTERESSANTESTEN GOLFPLÄTZE DER REGION VOR.

Herausgeber rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 84 CH-4132 Muttenz / Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 Fax +41 (0) 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch

Freya Mohr f.mohr@rundschaumedien.ch

Verleger Francesco J. Ciringione

Korrektorat / Lektorat Brigitte Battaglia

Mitglied der Geschäftsleitung Boris Jaeggi Hasan Dursun

Aboservice info@rundschaumedien.ch

Projektleitung Franco D'Elia f.delia@rundschaumedien.ch Chefredaktion Joël Ch. Wüthrich j.wuethrich@rundschaumedien.ch Redaktion Georg Lutz g.lutz@rundschaumedien.ch

GESCHÄFTSFÜHRER SOMMER : : 2019

Swenja Willms s.willms@rundschaumedien.ch Leitung Produktion & Grafik Druckerei Schiemenz GmbH

Autoren Livia Chiesa Daniele Ciociola Adrian Eschmann Manuel Gamma Daniel Herzog Tom Krisper Morena Napoletano Griseldis Schlichthärle Beatrice Schönhaus Melanie Spori Charles Staubach

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STOOR SWISSBAU Swisscom Tertianum Management AG Thomas Hiller Thunerseespiele Volkswagen AG Wein und Sein Ypsomed ZEISS Bei allen übrigen Bildern liegen die Bild­rechte bei den jeweiligen Inserenten. Jahresabo Vier Ausgaben CHF 19.– Einzelpreis CHF 6.– info@rundschaumedien.ch First Consulenza GmbH ISSN 2624-6457 Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten erfolgt nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und dem Verlag jede Haftung abgelehnt.


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Geschäftsführer Bern 02/2019  

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