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AUSGABE 01 / 2018

GRÜNE INNOVATION DES GELBEN RIESEN ERFOLGREICHE IT-SICHERHEIT GEHT ALLE AN TERMIN-, KOSTEN- UND QUALITÄTSSICHERHEIT GEBÄUDEMANAGEMENT | MOBILITÄT | SICHERHEIT | UMWELT | WASSERWIRTSCHAFT


ELEKTROTECHNISCHE ELEKTROTECHNISCHE LÖSUNGEN LÖSUNGENAUS AUSEINER EINERHAND HAND ININHÖCHSTER HÖCHSTERQUALITÄT QUALITÄT SCHALTANLAGEN-SYSTEME SCHALTANLAGEN-SYSTEME MITTELMITTEL& NIEDERSPANNUNG & NIEDERSPANNUNG

MODULARE MODULAREUSV-ANLAGEN USV-ANLAGEN HOT-SWAP HOT-SWAP & EINSCHUBTECHNIK & EINSCHUBTECHNIK

NOTSTROM NOTSTROMUND UND NETZERSATZANLAGEN NETZERSATZANLAGEN MOBIL, MOBIL, STATIONÄR, STATIONÄR, DCC DCC


LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Wer Führungsarbeit in öffentlichen Behörden und Institutionen leistet, ist mit einer Vielfalt von Aufgabenstellungen konfrontiert. Die Bürgerinnen und Bürger entwickeln zunehmend steigende Ansprüche gegenüber staatlichen Leistungen. Die öffentliche Hand steht unter grösser werdendem Kundendruck, und die traditionelle Führungsmethoden der Verwaltung reichen nicht mehr in jedem Fall aus, um diesen Druck zu bewältigen. Aus diesem Grund greifen viele öffentliche Institutionen vermehrt zu Methoden und Instrumenten, die in der Privatwirtschaft angewandt werden. Die Berichterstattung der vorliegenden Fachzeitschrift basiert auf dem gleichen Prinzip. Die vermittelten Informationen, das Fachwissen und die Lösungsansätze stammen vorwiegend aus der Privatwirtschaft und umfassen neue stimulierende Inhalte und konkrete Lösungen, die ihre Anwendung im praktischen Umfeld des öffentlichen Lebens finden. In dieser Ausgabe erfahren Sie beispielweise zum Thema Gebäudemanagement, unter welchen Voraussetzungen die Gebäudeplaner sich gegen den Klimawandel wappnen. Erfolgreiche IT-Sicherheit geht alle an, wie aber auch die externe physische und digitale Archivierung der Dokumentenverwaltung. Erfahren Sie, wie sich Objekte dauerhaft und umweltgerecht schützen lassen. Ich hoffe, dass wir Ihnen mit dieser Ausgabe weiteres notwendiges Rüstzeug vermitteln können, um für ihre Aufgaben im öffentlichen Management gewappnet zu sein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Lesespass und alles Gute

Herzlichst Ihr Roland Baer und Team

Beschriften

Befestigen

Schrumpfen

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INHALT

EDITORIAL1

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GEMEINDELÖSUNGEN6 Durchgängigkeit für Ge­meinde­lösung der Zukunft

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GEBÄUDEMANAGEMENT8 Termin-, Kosten- und Qualitätssicherheit

8

Glas von der Rolle

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Gebäudeplaner wappnen sich gegen Klimawandel

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LOGISTIK21

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Genügsame Transporttalente für tatkräftige Zwecke

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Hinterlässt einen guten Eindruck

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MOBILITÄT26 Grüne Innovation des gelben Riesen

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Kosteneffiziente Strassenreinigung

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Einfach und effektiv

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Heliport Holziken

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IT-SICHERHEIT40 Cyber Resilience stärkt die Abwehrkräfte

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Erfolgreiche IT-Sicherheit geht alle an

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SICHERHEIT – NOTSTROM Schutz vor Stromunterbrüchen

SICHERHEIT – VERKEHRSTECHNIK Kein Koller mit Poller von Swiss Poller GmbH

SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ Arbeiten am Computer – darauf sollten Sie achten

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DOKUMENTENVERWALTUNG50 Physische und digitale Archivierung setzt sich durch

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Comet Photoshopping

Wir forschen für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle Besuchen Sie uns im Felslabor Mont Terri (JU); kostenlose Führungen für Gruppen ab zehn Personen Wir freuen uns auf Sie

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INHALT

UMWELT – ENERGIE52

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Schon heute an übermorgen denken

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Zukunftsmusik oder bereits Realität

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT Stauanlagen müssen standhalten

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SEMINARHOTEL62 Treffen, tagen, feiern und schlafen am Zürichsee

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VERPFLEGUNG64 Lunch-Check

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VORSCHAU66 glasstec 2018

Möglichkeiten für kommunale Einsätze und Werkhöfe

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www.rapid.ch

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Setzen Sie auf wassergebundenen oder befestigten Flächen auf eine einfache ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Pflege.

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GEMEINDELÖSUNGEN

DURCHGÄNGIGKEIT FÜR GE­MEINDE­ LÖSUNG DER ZUKUNFT EIN MUSS INFOMA NEWSYSTEM – DIE GESAMTLÖSUNG FÜR ÖFFENTLICHE VERWALTUNGEN Bei vielen Gemeinden machen in die Jahre gekommene Systeme Neubeschaffungen unumgänglich. Doch welche Anforderungen muss eine zukunftsgerichtete Gemeinde-Software erfüllen?

W

ie in der Privatwirtschaft auch, besteht bei Kommunen vielerorts Erneuerungsbedarf bei den Software-Systemen, haben doch viele Systeme das Ende des Lebenszyklus erreicht. IT-Verantwortliche bei Gemeinden und Städten sehen sich gezwungen, neue Lösungen zu evaluieren. Ist bei häufig benutzten E-Government-Services jedoch eine Datenübernahme aus dem Portal ohne Medienbrüche nicht realisierbar, entsteht – trotz gutem Willen zur Digitalisierung – zusätzlicher, administrativer Aufwand. Das Resultat: die Durchlauf- und Reaktionszeiten der Services werden unnötig verlangsamt anstatt optimiert.

SYSTEME OHNE ZUKUNFTS­ PERSPEKTIVE WERDEN ERSETZT Ein weiterer Grund, weshalb vielerorts Erneuerungsbedarf besteht, ist der grosse Wartungsaufwand, den die monolithartig gewucherten Software-Landschaften verursachen. Auch werden oft an mehreren Orten Daten gehalten, die keinen durchgängigen Zugriff aus allen Anwendungen und keine saubere Datenhaltung erlauben. Falsch adressierte Postsendungen und unnötiger Mehraufwand für die Pflege sind die Folge. Daten wie beispielsweise Adressinformationen müssen in einer einzigen Datenbank korrekt abgelegt und für die Anwendung aus allen Modulen immer in der richtigen Form und Ausprägung zur Verfügung gestellt werden. Es ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, Software-Systeme aufrechtzuerhalten, deren Unterhalt zu

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aufwendig geworden ist, deren Fortbestand infolge fehlender Zukunftsperspektive und mangelnder Innovation seitens Hersteller nicht gesichert ist und mit denen sich Verwaltungsprozesse nicht effizient «End-to-End» – also durchgängig – abbilden lassen. Beispielsweise ist bei vielen mittleren und grösseren Verwaltung bereits heute ein wichtiges Kriterium, dass durch Mitarbeitende geleistete Aufwände direkt aus der Arbeitszeitkontrolle in die Jahresrechnung übernommen werden können.

DURCHGÄNGIGE, UMFASSENDE GESAMTLÖSUNGEN IM TREND Der sich abzeichnende Trend geht dabei in die Richtung, dass zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben einer Verwaltung wenige, aber möglichst umfangreiche Systeme nachgefragt werden.

Meistens wird ein kompletter oder beinahe kompletter Systemwechsel auf eine neue, umfassende Lösung angestrebt. Die Drittanwendungen können auf ein Minimum reduziert werden. Es entfallen Schnittstellen und der Aufwand für die Schulung der Mitarbeitenden wird reduziert. Bei der Wahl eines Anbieters sollte also darauf geachtet werden, dass neben den Grundfunktionalitäten für Einwohnerkontrolle und Rechnungswesen möglichst viele integrierte und durchgängige Fachmodule zur Verfügung stehen – und zwar nicht nur für die aktuellen, sondern auch


GEMEINDELÖSUNGEN die möglichen zukünftigen Bedürfnisse. Beispielsweise sollte man daran denken, dass zu einem späteren Zeitpunkt neue Module etwa für Projektkosten- oder Projektauftragsmanagement, Personalund Lohnsysteme oder Analyse- und Steuerungslösungen eingesetzt werden müssen oder dass für das Scannen und Importieren von Belegen ein Dokumentenmanagement-System verwendet werden muss, um auf alle mögliche Arten von Dokumenten aus den jeweiligen Fach­

anwendungen direkt zugreifen zu können. Die Software sollte aber auch über einen umfassenden Schnittstellenbestand verfügen, kommt es doch auch vor, dass Drittsysteme integriert und bereits ge­tätigte Investitionen geschützt werden sollen. Weitere wichtige Kriterien sind auf der Kostenseite ein vernünftiges Preis-

Leistungsverhältnis sowie die Frage, ob mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen individuelle Finanzierungsmöglichkeiten bestehen. Bereits über 180 Gemeinden und sieben Kantonsverwaltungen arbeiten mit Infoma newystem und schätzen die Vorteile der durchgängigen Verwaltungslösung.

INFOMA NEWSYSTEM Infoma newsystem ist die Gesamtlösung für öffentliche Verwaltungen, basierend auf der zukunftsweisenden Technologie von Microsoft Dynamics NAV.

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Von der Einwohnerkontrolle über die Gebührenfakturierung bis zu einem funktional umfassenden Finanz- und Rechnungswesen inkl. Lohn- und Personaladministration erfüllt Infoma newsystem die Anforderungen an eine vollintegrierte und moderne Gesamtanwendung für kleinere, mittlere und grosse Städte- und Gemeindeverwaltungen sowie kantonale Finanzverwaltungen. Die Anforderungen an die Transparenz werden mit zahlreichen Reporting-, Analyse- und Berichtsmöglichkeiten erfüllt. Selbst für integrierte Anwendungen wie eGovernment, Kreditoren-Workflow oder «Gemeinde-Cockpit» bietet das Gesamtkonzept von Infoma newsystem passende Antworten.

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Das Projekt «mehr als wohnen» wurde von der Steiner AG in einem kosteneffizienten Design-to-Cost Modell realisiert, wodurch zahlreiche Optimierungen erzielt werden konnten.

TERMIN-, KOSTEN- UND QUALITÄTSSICHERHEIT Total- und Generalunternehmer können den Lebenszyklus von Immobilien ganz oder in Abschnitten begleiten – von der Entwicklung über die Realisierung bis zum Umbau und zur Sanierung. Sie reduzieren den Koordinationsaufwand des Auftraggebers erheblich und bieten zudem hohe Sicherheit in allen Risikobereichen.

B

auprojekte sind zeitliche wie finanzielle Investitionsvorhaben. Sie sind mit entsprechenden Risiken für den Bauherrn verbunden. Vor der Wahl der Projektorganisation sollten daher zeitliche und finanzielle Ressourcen genau festgestellt und die Risiken abgewogen werden. Insbesondere bei komplexen Projekten

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zeigt sich, dass das Modell des Total- oder Generalunternehmens (TU / GU) klare Vorteile bietet.

KOMPLEXE BAUPROJEKTE Im konventionellen Bauen ist das gängigste Modell der Projektorganisation noch immer die Einzelleistungsträger-Organisation.

Dabei kann der Bauherr alle Beteiligten selbst auswählen, direkt mit ihnen kommunizieren, sie koordinieren und Verträge aushandeln. Die Möglichkeit zur persönlichen Einwirkung und Kontrolle ist so am grössten, genauso sind es jedoch auch die Risiken und der persönliche zeitliche Aufwand. Bei überschaubaren wie bei-


GEBÄUDEMANAGEMENT Die dargelegte Vorgehensweise betrifft nicht nur Neubauten, sondern auch Sanierungen und Umbauten von Gebäuden oder Einheiten, deren Nutzung während des Prozesses nicht oder nur teilweise eingeschränkt werden kann: grössere Geschäftsund Privatliegenschaften, öffentliche Gebäude wie Bahnhöfe, Krankenhäuser, Schulen etc. Hier müssen Kostenüberschreitungen und terminliche Verzögerungen unbedingt vermieden werden. Daher ist es von grossem Vorteil, über ein TU oder GU mit erfahrenen Expertenteams und erprobten, eingespielten Subunternehmern zu arbeiten.

MODERNER BAUEN TU / GUs treiben mit Bauen 4.0 zudem die Zukunft voran und ermöglichen dank Building Information Modelling (BIM) bereits heute eine vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Dadurch werden die Prozesse bereits in der Projektierungsphase kanalisiert und die Fehlerquoten im weiteren Projektverlauf nochmals verringert.

spielsweise privaten Kleinprojekten ist diese Eigenleistung teils noch zu erbringen. Bei grossen, fachspezifischen und vielschichtigen Vorhaben ist es jedoch offensichtlich, dass eine versierte Planung und termingerechte Realisierung sowie die Koordination des Gesamtprojektes nur mit kompetenten und erfahrenen Partnern durchführbar ist.

KOMPETENTE UND SICHERE UMSETZUNG Mit einem TU oder GU wie der Steiner AG kann der Bauherr sämtliche Risiken hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität erheblich vermindern. Es lohnt sich dabei, den TU oder GU möglichst frühzeitig im Prozess miteinzubeziehen, damit die stufenweise Realisierung des Projekts in Echtkosten und nicht bloss mit Kostenschätzungen erfolgen kann. Zudem werden dadurch beim Bauherrn grössere zeitliche Kapazitäten frei, da das gesamte Projektmanagement vom TU oder GU übernommen wird.

Als Totalunternehmer prüft die Steiner AG bereits während der Entwicklungsphase die Machbarkeit von Projekten. Das betrifft Büro-, Verwaltungs-, Industrie-, Wohnund Hotelbauten, komplexe Vorhaben wie Universitäts-, Spital-, Forschungsoder Laborbauten und Sportarenen, aber auch ganze Stadtareale. Ihre Leistung umfasst das gesamte Paket von der Gewinnung von Investoren bis hin zur Vermarktung des Objekts. Um bautechnische Innovations- und Optimierungspotenziale voll auszuschöpfen, prüft Steiner auf Wunsch auch geeignete Unternehmervarianten. Alternativ kann man dem Unternehmen im Rahmen eines Generalunternehmervertrages auch ausschliesslich die bauliche Umsetzung von Projekten übertragen.

haus mit einer Bruttogeschossfläche von rund 50’000 m 2 finden bei laufendem Betrieb statt. Ein weiteres besonders innovatives Projekt ist die Überbauung «mehr als wohnen» in Zürich, die mit dem prestigeträchtigen UN-­World Habitat Award 2016 / 17 ausgezeichnet wurde. Ein Konzept, das dem Lebensstil der 2000-Watt-Gesellschaft entspricht und die Umsetzung von 369 Genossenschaftswohnungen, einem Hotel, zahlreichen Büro- und Gewerbeflächen nach modernsten und nachhaltigen Vorgaben beinhaltete. Die Steiner AG erhielt hier die Aufgabe, das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Projekt als Totalunternehmer in einem kosteneffizienten Design-to-Cost Modell zu realisieren. So konnten zahlreiche Optimierungen erzielt werden. Fazit: Je grösser und komplexer ein Bauprojekt ist, umso eher wird ein Bauherr eine Total- oder GeneralunternehmerKonstellation wählen. Dadurch kann er sich des erheblichen Koordinationsaufwands und -risikos entledigen und sicher sein, dass Qualität, Termine und Kosten dem vereinbarten Rahmen entsprechen.

ERFAHRUNG UND EXPERTISE Die Steiner AG realisiert schweizweit in den diversen Bereichen immer wieder erfolgreich grosse und prestigeträchtige Projekte. Dazu zählen neben diversen Klinik- und Schul- und Universitätsbauten, Gewerbeund Wohnprojekte wie zum Beispiel auch die Gesamtsanierung des Bureau International du Travail BIT in Genf. Der über 42-jährige Gebäudekomplex der UNO ist mittlerweile in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den zeitgemässen Anforderungen. Die gesamten Renovationsarbeiten im 11-stöckigen Bürohoch-

Karsten Hell ist seit 2013 Chief Operating Officer der Steiner AG und in dieser Funktion Mitglied der Geschäftsleitung.

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GEBÄUDEMANAGEMENT

GLAS VON DER ROLLE So dünn wie eine Rasierklinge oder ein menschliches Haar – das ist Dünnglas. Es schützt die Touchscreens von Smartphones ebenso zuverlässig wie empfindliche Filter oder Sensoren. Obwohl hauchdünn, überzeugt es durch seine extreme Widerstandsfähigkeit und Kratzfestigkeit. Seine Flexibilität und Biegsamkeit ermöglicht zudem ganz neue Anwendungen in der Architektur, der Mobilität und anderen Branchen. Dünnglas eröffnet neue Märkte und macht Visonen zu Realitäten. von Claudia Siegele

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GEBÄUDEMANAGEMENT

E

benso wie Smartphones, Tablets und eBook-Reader unsere Kommunikation und Wissensvermittlung verändert haben, brachten die kratzfesten Touch-Screens ganz neue Qualitäten in der Glasherstellung hervor und steigerten damit auch die Leistungsfähigkeit von Glas, das schon seit den ersten Hochkulturen die Entwicklungsgeschichte der Menschheit begleitet. Die hauchdünnen Schutzgläser muten indes eher wie eine Folie als eine Scheibe an und sind so biegsam und flexibel, dass sie von den Herstellern sogar auf Rollen gewickelt und ausgeliefert werden können (Abb. rechts oben). Inzwischen ermöglichen die speziellen Produktionsverfahren ultradünne Glasfolien, die mit 25 μm (0,025 mm) sogar dünner sind als ein menschliches Haar oder eine Rasierklinge.

HERSTELLUNGSVERFAHREN UND DEFINITION VON DÜNNGLAS Ausgangspunkt für die Herstellung ist geschmolzenes Glas, das über Walzen entweder im Up-Draw- oder im Down-DrawVerfahren (Abb. rechts unten) von unten nach oben bzw. von oben nach unten aus einer Wanne gezogen wird und so in beliebigen Dicken von 25 μm bis 10 mm als dünner Glasfilm auf einem Band auskühlt. Neben diesen beiden Verfahren, die übrigens älter als die Floatglasherstellung sind, gibt es für die Dünnglasherstellung noch weitere Spezifikationen wie zum Beispiel das Overflow- und Micro-Floatverfahren. Welches Verfahren man immer auch wählt: Entscheidend für die Eigenschaften des Dünnglases ist die Rezeptur der Glasschmelze – sie unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller und ist ein gut behütetes Betriebsgeheimnis. Dünngläser sind in verschiedenen Branchen für unterschiedliche Produkte gefragt und werden hinsichtlich ihrer Dicke ganz unterschiedlich eingestuft. Während im Bauwesen und in der Architektur bereits Scheiben unter 3 mm als zartes Dünnglas gelten und man für Glasdicken im Mikrometerbereich unter einem Millimeter kaum eine sinnvolle und praktikable Anwendung findet, zählen zum Beispiel 2 mm dicke Scheiben in der Medientechnologie schon zu den eher dicken Exemplaren – hier ist man hingegen Abmessungen im Mikrometerbereich gewohnt und versteht Dünnglas bis zu hauchdünnen 20 μm eher als eine Folie, das man auf der Rolle angeliefert bekommt. Dünngläser für den Baubereich lassen sich demnach durchaus noch im

Glas auf Rollen – Dünnglas macht’s möglich. Der Hersteller Schott hat mit dem Produkt AS 87 eco das weltweit dünnste Glas überhaupt hervorgebracht. Es ist mit 25 μm dünner als ein menschliches Haar.

Für extrem dünne Gläser zwischen 25 und

Beim Up-Draw-Verfahren wird die Glas-

210 μm kommt das viel schneller vor sich

schmelze nach oben gezogen – diese

gehende Down-Draw-Verfahren zum Zuge,

Herstellungsvariante eignet sich für die

bei dem das Glas aus der Schmelzwanne

etwas dickeren Architekturgläser von

nach unten gezogen wird.

1–10 mm Dicke.

herkömmlichen Floatverfahren herstellen, deren minimale Dicken in der Regel einen Millimeter messen.

scheiben. Durch chemisches Vorspannen lässt sich die Stabilität und Widerstands­ fähigkeit von Dünngläsern zusätzlich erhöhen, was insbesondere bei Displays und Schutzabdeckungen für Smartphones gefragt ist. Weitere Anwendungen sind Deckgläser für mikroskopische Unter­ suchungen und Nah-Infrarot-Filter für Smartphone-Kameras.

Die Vorteile von Dünngläsern liegen sowohl in ihren stofflichen und konstruktiven Eigenschaften als auch in der Gewichtsersparnis zum Beispiel in Kombination mit anderen Gläsern wie Mehrfach-Isolierglas-

Ausgabe 01 /2018 // Seite 11


GEBÄUDEMANAGEMENT

Dünnglas ist längst zum Massenprodukt avanciert – deutsche

Eine im Wortsinn faszinierend greifbare Vision: biegsame Smartphones

Hersteller wie Schott sind Vorreiter bei der Entwicklung

und Tablets. Die glasstec 2018 zeigt den aktuellen Stand und visionäre

ultradünner Gläser.

Trends solcher und anderer Anwendungen in der Glasbranche auf.

DÜNNGLAS IM BAUWESEN UND IN DER ARCHITEKTUR Auch im Bauwesen finden sich Dünngläser als Abdeckglas für verschiedenste Applikationen, bei denen Polymerlösungen an ihre Grenzen stossen (z. B. zum Einlaminieren von Solarpaneelen). Gegenüber Kunst-

stofffolien ist Glas weitaus hitzebeständiger, es behält seine Form, ist gasdicht und überzeugt durch seine herausragenden optischen Eigenschaften. Zunehmend etablieren sich Dünngläser als Mittelscheibe in Dreifach-Isolierver­

Auf der glasstec 2018 in Düsseldorf stellt der österreichische Hersteller Lisec zahlreiche Maschinen für die Bearbeitung von Dünngläsern vor.

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glasungen, weil sich damit die Scheibendicke als auch deren Gewicht deutlich reduzieren lässt. Ein Scheibenaufbau aus äusserer Floatglasscheibe (d = 4 mm), einer teilvorgespannten Mittelscheibe (d = 2 mm) und einer weiteren Floatglasscheibe innen (d = 3 mm) reduziert das Gewicht gegenüber einer herkömmlichen Verglasung (4 / 12 / 4 / 12 / 4) von 30 auf 22,5 kg/m2. Die Vorteile leichter und dünner Verglasungen kommen insbesondere bei Gebäude­ sanierungen zum Tragen. Neben der Gewichtsreduktion überzeugen Dünngläser in der Architektur aber auch durch ihre Kombination aus Bruchsicherheit und hoher Flexibilität, was individuelle Anpassungen vor Ort ermöglicht. Zudem ergeben sich neue und variable Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Form und Design durch Auflaminieren von Dünn­ gläsern mit speziell behandelter Oberfläche (zum Beispiel Glasschleifen, Siebdruck) – allerdings sind derlei Anwendungen bislang eher Vision als alltäglich (siehe Einstiegsbild). Zukunftsgerichtet sind überdies integrierte funktionale Schichten wie zum Beispiel OPV (Organische Photovoltaik),


die Energie am Fenster ernten, oder schaltbare PDLC-Schichten (Polymer-­Dispersed-Liquid-Chrystal), die einen milchig-trüben Sichtschutz ermöglichen und erst beim Anlegen einer elektrischen Spannung durchsichtig werden. Ein Spezialist solcher Technologien ist der österreichische Hersteller LiSEC, dessen Vakuum Lamiantionsverfahren mit diffusionsdichter Randversiegelung die funktionalen Schichten zudem vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen schützt. Auf der glasstec 2018 wird LiSEC unter anderem entsprechende Maschinen zur Dünnglasverarbeitung vorstellen.

23 .– 26. OKTOBER 2018

Auch gebogene Gläser finden dank der Dünnglastechnologie in naher Zukunft womöglich verstärkt Eingang in die Architektur – vorgespanntes Dünnglas, das als Einzelglas oder Laminat vor Ort durch Kaltbiegen beziehungsweise Montagebiegen in die gewünschte Form gebracht wird, ist eine kostengünstige Alternative zum werk­ seitigen Warmbiegen. Zudem überzeugt kaltgebogenes Glas durch seine optischen Eigenschaften, da es weniger Verzerrungen aufweist.

DÜNNGLAS IN DER MEDIENTECHNOLOGIE UND IM AUTOMOBILBAU Dünngläser im Mikrometerbereich macht Glas besonders biegsam, und zwar gänzlich ohne Einbussen hinsichtlich Stabilität und Härte. Einer der Hersteller, der sich dank firmeneigener DownDraw-Technologie auf die Entwicklung und Produktion von Ultradünnstglas spezialisiert hat, ist das Unternehmen SCHOTT. Dessen Projekt «AS 87 eco» hat mit 25 μm das derzeit weltweit dünnste Glas überhaupt hervorgebracht (Abb. oben links), das inzwischen als Massenprodukt sensible Bereiche (Fingerprint) und optische Bauteile (Kamerafilter) in Smartphones zuverlässig schützt – der Markt hierfür ist enorm. Allein die Nachfrage nach Fingerprintsensoren und speziellen Lösungen zum Schutz dieser sensiblen Komponente steigt permanent: Während 2014 noch 316 Mio. Einheiten ausgeliefert wurden, waren es 2015 schon knapp 500 Mio., und für 2020 sind stolze 1,6 Milliarden prognostiziert. Das durch eine Feuerpolitur veredelte Schutzglas überzeugt durch seine exzellente Härte auch als Smartphone-Display und ist trotzdem so dünn wie eine Rasierklinge, was die Präzision bei der Herstellung umso bemerkenswerter macht: Mit einer Dickentoleranz von nur zehn Mikrometer oder weniger verspricht es eine verlässliche Sicherheit und hohe Qualität. Auch in der Automobilindustrie sind Dünngläser zunehmend begehrt – fürs Interieur und als frei geformte Windschutzscheibe ebenso wie fürs Cockpit. Denn auch hier hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Hier vermag das kratzfeste äusserst widerstandsfähige ultradünne Glas in Dicken unter 250 Mikrometern seine Vorteile insbesondere bei konvexen und konkaven Geometrien bestens auszuspielen. Glas altert nicht und macht es damit zum begehrten Werkstoff zur Auskleidung von FahrzeugInnenräumen. Waren solche Anwendungen aufgrund der Verletzungsgefahr bei Unfällen bislang undenkbar, eröffnen die hohe Festigkeit, die nahezu unbegrenzte Formbarkeit und die optischen Eigenschaften (Touch-Screens) von Dünngläsern ganz neue Wege im Automobilbau – Glas ist hier nämlich die Alternative zu Kunststoffen schlechthin. Es hat eine viel bessere optische Qualität und Homogenität, zudem können Feuchte, UV-Strahlung und hohe Temperaturen dem chemisch wie thermisch widerstandsfähigen Material nichts anhaben.

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GEBÄUDEMANAGEMENT

GEBÄUDEPLANER WAPPNEN SICH GEGEN KLIMAWANDEL Temperatur und andere Wetterdaten spielen bei der Gebäudeplanung eine wichtige Rolle. Die für die kommenden Jahrzehnte erwarteten Wetterveränderungen im Zuge des Klimawandels stellen somit eine Herausforderung für Gebäudeplaner dar. Eine Studie der Hochschule Luzern hat auf der Grundlage von drei realen Verwaltungsgebäuden simuliert, in welchem Mass Klimaänderungen die Auslegung von Kühlsystemen tangieren. Die Autoren empfehlen, angesichts der erwarteten Auswirkungen des Klimawandels bei der Planung neuer Gebäude Reservekapazitäten bereitzustellen. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Führt der Ausstoss von Treibhausgasen zu einem Klimawandel, müssen sich Gebäudeplaner auf die neuen Gegebenheiten einstellen.

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GEBÄUDEMANAGEMENT

D

ie Kündigung des Pariser Klimaabkommens durch die Vereinigten Staaten von Amerika wurde von der internationalen Staatengemeinschaft mit Unverständnis aufgenommen. Denn in Wissenschaft und Politik herrscht ein grosser Konsens, dass der Klimawandel unstrittig ist und seine Eindämmung einer gemeinsamen Anstrengung bedarf. Ein landesweiter Forschungsverbund unter der Federführung der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) Zürich und des nationalen Wetterdiensts MeteoSchweiz hat im Jahr 2011 die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Schweiz im Bericht «Szenarien zur Klimaänderung in der Schweiz CH2011» dargestellt. Im Begleitwort des Berichts schrieb Didier Burkhalter, der damalige Bundesrat und Vorsteher des Innendepartements: «Wir alle sind vom Klimawandel betroffen, dessen Auswirkungen wir jetzt schon spüren. Die Suche nach Lösungen und nach wissenschaftlichen Modellen, welche zukünftige Entwicklungen aufzeigen können, ist deshalb von grösster Bedeutung. Dieser Bericht liefert eine ausführliche Basis für die Diskussion und Reflexion in politischen und wirtschaftlichen Kreisen.»

Heizbedarf sinkt. Zudem stellen längere Hitze- bzw. Kälteperioden erhöhte Anforderungen an Kühl- bzw. Heizsysteme. Weil die Folgen des Klimawandels sich nur längerfristig und damit schleichend manifestieren, werde diese Thematik von Gebäudeplanern noch viel zu wenig wahrgenommen, sagt Axel Seerig, Professor für Bauklimatik und Gebäudesimulation am Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern (HSLU). «Gebäudetechniker stehen der Problematik des Klimawandels immer noch mit einer gewissen Ignoranz gegenüber», sagt Seerig, der sich seit 1992 als Planer, Berater und Dozent mit nach-

haltigen Gebäude- und Energiekonzepten im deutschsprachigen Raum befasst. «Zwar berücksichtigen Planer die Wetterdaten des jeweiligen Standorts, im Planungsklima bleiben bisher allerdings meistens die künftigen Veränderungen im Zuge des Klimawandels unbeachtet.» Vor seiner Berufung als HSLU-Dozent hatte Axel Seerig beim Baudienstleister Gruner AG in Basel gearbeitet. Seerig hat nun mit einem HSLU-Forscherteam in einer vom BFE finanzierten Studie die Auswirkungen des Klimawandels auf ausgewählte gebäudetechnische Anlagen

DREI REALE GEBÄUDE ALS GRUNDLAGE Ein Bereich, der auf den Klimawandel unmittelbar reagieren muss, ist die Gebäudetechnik. Ihre Aufgabe ist es schliesslich, das Raumklima innerhalb von Wohnungen und Büros in Abhängigkeit von der Wetterlage bedarfsgerecht zu regeln. Steigt die Temperatur, steigt der Kühlbedarf, und der

Die HSLU-Forscher mussten für ihre Untersuchung eine Festlegung treffen, welche Temperatur von Menschen als behaglich empfunden wird (graue Fläche). Die als behaglich empfundene Temperatur liegt tendenziell höher, wenn auch die Aussentemperatur höher ist. Liegt die empfundene Temperatur über dem grauen Bereich, liegt eine Überhitzungsstunde vor. Die in der Grafik dargestellte Festlegung stammt aus der SIA-Norm 382 / 1 (2014) für Wohn- und Büroräume mit mechanischer Lüftung. Die «empfundene Temperatur» ist nicht ein subjektiver Wert, sondern das Mittel zwischen der gemessenen Raumtemperatur und der gemessenen Temperatur der Wandflächen.

Die Forscher der Hochschule Luzern haben sich bei ihren Berechnungen an drei typischen Schweizer Bürogebäuden orientiert, wie sie hier stichwortartig beschrieben sind. Es handelt sich um einen Altbau, einen neueren Bau und einen Bau von 1980, der als Referenzbau fungiert. Die drei Bauten verfügen über ein für ihre Bauzeit typisches Kühlsystem. Für die Simulationen der Studie wurden die Gebäude gedanklich mit verschiedenen Kühlsystemen ausgerüstet.

Ausgabe 01 /2018 // Seite 15


GEBÄUDEMANAGEMENT quantifiziert. Die Wissenschaftler legten ihrer Untersuchung drei typische Schweizer Bürogebäude zugrunde und statteten sie gedanklich mit den heute gängigen Kühlsystemen (siehe unten) aus; anschliessend berechneten sie, ob bzw. wie die fraglichen Kühlanlagen in den nächsten 30 Jahren mit den Folgen des Klimawandels fertig werden. Die zwei Haupterkenntnisse: Zur Bereitstellung der erwünschten Raumtemperatur wird unter den Bedingungen der Klimaerwärmung mehr Energie benötigt werden als heute. Und: Die heute installierten Kühlsysteme wären an vielen Tagen nicht mehr in der Lage, das erwünschte Raumklima herzustellen. In anderen Worten: Die Zahl der Überhitzungsstunden würde aufgrund des Klimawandels stark zunehmen, wenn man die heutigen Kühlsysteme nicht durch leistungsfähigere Anlagen ersetzt.

UNTERSCHIEDLICHE KÜHL­SYSTEME, VERSCHIEDENE KLIMASZENARIEN Die Forscher betrachten in ihrer Unter­ suchung die drei verbreitetsten mechanischen Kühlsysteme: 1.) Zuführung von Kaltluft mittels Klimaanlage (Luftkühlung), 2.) von kaltem Wasser durchströmte Kühldecken und 3.) von warmem oder kaltem

Wasser durchströmte, in den Boden oder die Decke eingelegte Rohre (Betonkernaktivierung; bezeichnet auch als Thermoaktive Bauteilsysteme / TABS). Kühlen lässt sich bei entsprechender Aussentemperatur darüber hinaus aber auch «passiv», also ohne mechanisch betriebenes Kühlsystem, nämlich durch Öffnen der Fenster. Um die Folgen des Klimawandels auf die Gebäudetechnik simulieren zu können, legten die Wissenschaftler ihren Berechnungen ein Szenario mit weniger ausgeprägter Erwärmung («A1B lower»; Erhöhung der Jahresmitteltemperatur um 0.5 Grad bis 2035 im Vergleich zum Mittelwert der Periode 1980–2009) und ein Szenario mit ausgeprägter Erwärmung («A2 upper»; Erhöhung der Jahresmitteltemperatur um 1.7 Grad bis 2035 im Vergleich zum Mittelwert der Periode 1980–2009) zugrunde. Die beiden Szenarien entstammen dem eingangs erwähnten CH2011-Bericht und gehen von einem schwächeren bzw. einem stärkeren Anstieg der Treibhausgas-Emissionen aus.

UNTERSCHIEDE NACH GEBÄUDE Die Simulationen der Luzerner Wissenschaftler zeigen: Der Energiebedarf für den

ETH Zürich und MeteoSchweiz haben 2011 in ihrem Bericht «Szenarien zur Klimaänderung in der Schweiz CH2011» gemeinsam mit Partnern die Auswirkungen verschiedener Klimaszenarien auf die Schweiz untersucht, dies gestützt auf den Bericht des Weltklimarats (IPCC). Das Szenario «A1B» geht von einer Erhöhung der Jahresmitteltemperatur um 0.5 Grad bis 2035 im Vergleich zum Mittelwert der Periode 1980-2009 aus. Beim Szenario «A2» erhöht sich die Jahresmitteltemperatur entsprechend um 1.7 Grad bis 2035. RCP3PD zeigt zum Vergleich ein Szenario, bei dem die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um die Hälfte reduziert werden. Die HSLU-Forscher verwenden in ihrer Untersuchung für das Szenario «A1B» die Bezeichnung «A1B lower» und für das Szenario «A2» die Bezeichnung «A2 upper».

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Betrieb der Kühlsysteme nimmt aufgrund des Klimawandels für alle drei Gebäudetypen zu, allerdings nicht im selben Umfang. In den Grafiken 03, 04 und 05 ist die Zunahme für die zwei untersuchten Klima­s zenarien und die jeweils für den Ge­bäudetyp charakteristischen Kühl­ systeme dargestellt. Die geringste Zunahme des Energiebedarfs ist für den Altbau (Grafik 03) zu beobachten, während die Zunahme beim Referenzbau (Grafik 04) im mittleren Bereich liegt und beim Neubau (Grafik 05) am höchsten ausfällt. Nimmt man den Durchschnittswert aller betrachteten Kühlsysteme, beträgt die Zunahme des jährlichen Energiebedarfs für Kühlung beim Altbau 1.2 kWh / m2a (nämlich von 1.5 auf 2.7 kWh / m2a). Beim Referenzgebäude beträgt die Zunahme 3.4 kWh / m2a (von 7.9 auf 11.3 kWh / m2a), beim Neubau sogar 5.4 kWh / m2a (von 26.8 auf 32.2 kWh / m2a). Generell gilt: Altbauten haben heute aufgrund ihres geringen Wärmewiderstands und ihrer hohen Wärmekapazität einen geringeren Energiebedarf zum Kühlen als moderne Bürobauten (hoher Verglasungsanteil, hohe solare Lasten). Zu beachten im Zusammenhang mit dem Energiebedarf ist zudem, dass der Temperaturanstieg im Winter zu einer Reduktion des Heizenergiebedarfs führt. Ein näherer Blick lohnt sich auch auf die Ergebnisse bei der Zahl der Überhitzungsstunden. Auch hier zeigen sich wie beim Energieverbrauch erhebliche Unterschiede zwischen den drei untersuchten Gebäudetypen (vgl. Grafiken 06, 07 und 08): Die grösste Zunahme an Überhitzungsstunden für das Klimasenario «A2 upper» ist beim Referenzbau zu beobachten (ein Plus von durchschnittlich 166 Überhitzungsstunden über alle Kühlsysteme hinweg betrachtet). Geringer ist die Zunahme beim  Altbau (durchschnittlich ein Plus von 110 Überhitzungsstunden) und beim Neubau (durchschnittlich ein Plus von 99 Überhitzungsstunden). Werden im Neubau Kühlsysteme eingesetzt, sind diese in der Lage, die Zahl der Überhitzungsstunden zu begrenzen. Die Grafik zu den Überhitzungsstunden im Neubau macht auch deutlich, dass die Zahl der Überhitzungsstunden von der verwendeten Kühltechnologie abhängig ist: Da TABS relativ träge auf Erhöhungen der Aussentemperatur reagieren, ist die Zahl der Überhitzungsstunden höher als bei einer Klimaanlage mit Luftkühlung, die eine schnelle Kühlwirkung hat.


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GEBÄUDEMANAGEMENT

Grafik 03 Zunahme des jährlichen Energiebedarfs für Kühlung bei weniger ausgeprägter Klimaerwärmung («A1B lower») und bei ausgeprägter Klima­ erwärmung («A2 upper»). Die dargestellten Simulations­e rgebnisse beziehen sich auf folgende vier Varianten (v. l. n. r.): Altbau mit Lüftungs- und Klima­a nlage (S4), Altbau mit Klimaanlage und Lüften durch Fensteröffnen (S5), Altbau mit Kühldecke und Lüftungsanlage (S6), Altbau mit Kühldecke und Lüften durch Fensteröffnen (S7).

Grafik 04 Zunahme des jährlichen Energiebedarfs für Kühlung bei weniger ausgeprägter Klima­e r­wärmung («A1B lower») und bei ausgeprägter Klimaerwärmung («A2 upper»). Die dargestellten Simulations­e rgebnisse beziehen sich auf folgende fünf Varianten (v.l.n.r.): Referenzbau mit Lüftungs- und Klimaanlage (S4), Referenzbau mit Klimaanlage und Lüften durch Fensteröffnen (S5), Referenzbau mit Kühldecke und Lüftungsanlage (S6), Referenzbau mit Kühldecke und Lüften durch Fensteröffnen (S7), Referenzbau mit TABS und Lüftungsanlage.

Grafik 05 Zunahme des jährlichen Energiebedarfs für Kühlung bei weniger ausgeprägter Klimaerwärmung («A1B lower») und bei ausgeprägter Klimaerwärmung («A2 upper»). Die dargestellten Simulations­e rgebnisse beziehen sich auf folgende fünf Varianten (v. l. n. r.): Neubau mit Lüftungs- und Klimaanlage (S4), Neubau mit Klimaanlage und Lüften durch Fensteröffnen (S5), Neubau mit Kühldecke und Lüftungsanlage (S6), Neubau mit Kühldecke und Lüften durch Fensteröffnen (S7), Neubau mit TABS und Lüftungsanlage.

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GEBÄUDEMANAGEMENT

UNTERSCHIEDLICH ROBUST Die Luzerner Forscher haben die Ergebnisse der Studie dazu benutzt, um die verschiedenen Kühlsysteme nach ihrer Robustheit zu bewerten. Dabei wurde ein Kühlsystem als «robust» bewertet, wenn sich bei geänderten Randbedingungen die Überhitzungsstunden nicht oder nur minimal änderten. Die Forscher gelangen zu folgender Bewertung: «Da die Betonkernaktivierung ein träges S ystem ist, kann es nicht sofort den ­ Kühlbedarf decken. Um den gleichen Komfort in Bezug auf Überhitzungs­ stunden zu erreichen wie bei der Kühldecke und dem Luftkühlsystem, wird daher eine zusätzliche Vorkühlung benötigt. Aus energetischer Sicht sind diese Systeme daher ungünstig.» Die Ergebnisse der Studie können Planern künftig helfen, Kühlsysteme adäquat und energieeffizient zu planen, betont Axel Seerig. Mit Blick auf den sich abzeichnenden Klimawandel empfiehlt der Luzerner Gebäudeforscher, für HLKAnlagen bei der Planung Ausbaureserven vorzusehen, damit man die Sys-

Grafik 06

Sich informieren dauert nur eine Tasse lang. Erfahren Sie in wenigen Minuten mehr über Sicherheit und Gesundheit im Büro. Zum Beispiel über Stolperfallen und Sturzgefahren. prävention-im-büro.ch


GEBÄUDEMANAGEMENT teme zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf nachrüsten kann (was bei TABS allerdings kaum bzw. gar nicht möglich ist). Axel Seerig: «Wenn eine Anlage eine Zunahme der Überhitzungstage um 30 %

bewältigen muss, muss ihre Leistung gesteigert werden können, um diese Zusatzlast zu bewältigen.» Falsch wäre laut Seerig, Klimaanlagen wegen des erhöhten künftigen Leistungsbedarfs von Be-

ginn weg überzudimensionieren. Das hätte den ungewollten Effekt, dass die Anlagen in den Anfangsjahren in Teillast betrieben werden müssten, was energetisch ineffizient ist. Die Überdimensionierung von Anlagen führt erfahrungsgemäss dazu, dass der Energieverbrauch insgesamt ansteigt, weil die Anlagen nicht optimal betrieben werden und die Räume dann zu stark beheizt oder in diesem Falle gekühlt werden.

TEMPERATURSPITZEN SIND SCHON REALITÄT Die Studie der Hochschule Luzern macht deutlich, wie relevant der zu erwartende Anstieg der Durchschnittstemperatur im Zuge des sich abzeichnenden Klima­ wandels sein wird. Darüber darf aber nicht vergessen gehen, dass auch die Temperaturschwankungen, wie sie heute schon zwischen den einzelnen Jahren zu beobachten sind, die Klimaanlagen vor immense Herausforderungen stellen. «Im Hitze­sommer 2003 waren viele Kühlsysteme der Schweiz überfordert», sagt dazu Rolf Moser, Leiter des BFE-­ Forschungsprogramms Gebäude und Städte. «Die ­Systeme müssten eigentlich bereits heute in einem gewissen Masse robust sein, was aber zu einer Über­ dimensionierung und zu Mehrkosten führt. In Zukunft wird daher in noch grösserem Masse als bisher schon die Frage an Bedeutung gewinnen, wie oft die Nutzer eine Überschreitung der Normbedingungen zu tolerieren bereit sind.»

Grafik 07

HINWEIS Den Schlussbericht zum Projekt «Robustheitsbewertung von integrierten gebäudetechnischen Kühlkonzepten in Verwaltungsbauten hinsichtlich Klima und Nutzervariabilität» (ROGEK) finden Sie unter: www.aramis.admin.ch/Default. aspx?DocumentID=35211&Load=true Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Rolf Moser, moser@enerconom.ch Leiter des BFE-Forschungsprogramms Gebäude und Städte

Grafik 08 Grafik 06 bis 08: Die drei Grafiken zeigen die Zahl der Überhitzungsstunden für den Altbau (Grafik 06), den Referenzbau (Grafik 07) und den Neubau (Grafik 08), und dies jeweils für eine Auswahl von Kühltechniken, für die die HSLU-Forscher Simulationen erstellt haben. Betrachtet man die Zunahme an Überhitzungsstunden für das Klimasenario «A2 upper» und ermittelt den Durchschnittswert für die jeweils untersuchten Kühlsysteme, dann zeigt sich: Beim Referenzbau steigt die Zahl der Überhitzungsstunden um 166, beim Altbau um 110 und beim Neubau um 99.

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Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Gebäude und Städte finden Sie unter: www.bfe.admin.ch/CT/gebaeude


Nach Beauftragung und Lieferung nutzt Holenstein am Hauptsitz in Wil seit Oktober 2017 nun auch fünf Niederhubwagen EDP-P und einen Hochhubwagen EDD-P mit einer Hubhöhe von 1 800 mm für den Doppelstockeinsatz.

GENÜGSAME TRANSPORTTALENTE FÜR TATKRÄFTIGE ZWECKE STÖCKLIN LOGISTIK STOCKT STAPLER-FUHRPARK VON HOLENSTEIN AUF Die Schweizer Holenstein-Gruppe hat ihre Stapler-Flotte am Standort Wil bei St. Gallen um sechs mit Li-Ion-Technologie ausgerüstete Deichselgeräte der Marke Stöcklin Logistik aufgerüstet. Diese bewähren sich seit Oktober 2017 im harten Praxiseinsatz. Dank des integrierten Energiesystems sind die Batterien innerhalb von maximal zwei Stunden neu geladen. Im Vergleich zu Lösungen mit herkömmlichen Blei-Säure-Batterien konnte die Zahl der Batteriewechsel ebenso deutlich reduziert werden wie der Stromverbrauch insgesamt.

W

enngleich Digitalisierung und Automatisierung die öffentliche Diskussion dominieren, so sind traditionelle Flurförderzeuge doch vielerorts nach wie vor unverzichtbare «Lastesel», wenn es darum geht, einen reibungslosen Materialfluss im Bereich der Intralogistik sicherzustellen. Darauf setzt auch die Holenstein AG, deren Wurzeln bis in das Jahr 1898 zurückreichen. Zu jener Zeit wurden die Fuhrwerke noch mit ein bis vier Pferdestärken gezogen. Heute ist die Holenstein-Gruppe ein in der Ostschweiz führender und auch europaweit tätiger Full-Service-Logistik-Provider mit Standorten in Wil, Schwarzenbach, Schaffhausen und Konstanz.

Die Elektro-Geh-Gabelhubwagen sind jeweils mit einer herunterklappbaren FahrerstandPlattform ausgestattet, womit erhöhte Fahrgeschwindigkeiten beziehungsweise Umschlagleistungen möglich sind.

Das Leistungs­a ngebot des Familien­ unternehmens erstreckt sich von der Eingangskontrolle und Lagerung über die Kommissionierung, Montage, Konfektionierung, Etikettierung und Verpackung

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LOGISTIK kaufsleiter CH, Geschäftsbereich Flur­ förderzeuge der Stöcklin Logistik AG. In diesem Zeitraum wurden die Stapler unter Berücksichtigung der definierten Anforderungen im Live-Betrieb auf Herz und Nieren geprüft. Zu absolvieren waren neben den Rampenfahrten das Befahren und Bedienen verschiedener Umschlagzonen sowie Zubringer­fahrten, bei denen mitunter jeweils Distanzen bis 200 Meter zurückzulegen sind.

VARIABEL NUTZBAR UND HOCHGRADIG DREHFREUDIG

Vier der Niederhubwagen sind mit Gabeln bestückt, die eine Länge von 1150 mm aufweisen. Der fünfte im Bunde weist eine Gabellänge von 2 350 mm auf und kann zwei Paletten parallel aufnehmen und transportieren.

bis hin zum Transport zu den Endkunden. Auf Infrastrukturebenestehen mehr als 55’000 Paletten-Stellplätze und rund 40’000 m² konventionelle Lagerfläche zur Verfügung. In personeller Hinsicht sind es 300 Mitarbeitende, die eine zuverlässige und effiziente Abwicklung der Logistik-, Transport- und Verzollungsdienstleistungen sicherstellen. Im Kundenauftrag bevorratet werden vornehmlich Stahlwaren, Maschinen und Reifen – aber auch Sonnenschirme, Bauteile und einzelne Schrauben. Hinreichend Platz findet sich in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Ware wahlweise in einem der automatischen Hochregal­lager, in temperatur­geführten Räumen, im Gefahrgut- oder im einfachen Blocklager. Über das integrierte Lagerverwaltungs­system haben die Mandanten ihre Lagerbestände stets sicher im Blick. Deren Vertrauen und der anhaltende Erfolg von Holenstein sind Indiz dafür, dass sich Kostenbewusstsein in Verbindung mit einem ausgeprägten Qualitätsmanagement langfristig für alle Partner auszahlt.

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STRESSTEST IM PROBEBETRIEB BESTANDEN «Um konstant logistische Spitzenleistungen erbringen zu können, ist eine hohe Verfügbarkeit der im Einsatz befindlichen Stapler für uns eminent wichtig», sagt Peter Holenstein, Geschäftsführer und Leiter Logistik, der das Unternehmen neben seinen vier Geschwistern in 4. Generation führt. «Speziell dieser Aspekt kam zum Tragen, als wir eine Erweiterung des Fuhrparks in Erwägung gezogen haben. Dabei spielten auch ein einfaches Batterie-Handling sowie kurze Ladezeiten eine wichtige Rolle.» Gefragt waren zudem Geräte, die im Zuge der Lkw-Be- und Entladung auch herausfordernde Rampen­fahrten am Standort Wil auf Dauer ohne Leistungsverlust sicher absolvieren sollten. «Um den Kunden schlussendlich von unseren Deichselgeräten zu überzeugen, haben wir vor den Sommerferien in den Monaten Mai und Juni 2017 Demoeinsätze vor Ort initiiert», berichtet Reto Jenni, Ver-

Nach Beauftragung und Lieferung nutzt Holenstein am Hauptsitz in Wil seit Oktober 2017 nun auch fünf Niederhubwagen EDP-P und einen Hochhubwagen EDD-P mit einer Hubhöhe von 1800 mm für den Doppelstockeinsatz. Dabei können zwei Paletten parallel aufgenommen und transportiert werden. Vier der Niederhubwagen sind mit Gabeln bestückt, die eine Länge von 1150 mm aufweisen. Der fünfte im Bunde weist eine Gabellänge von 2 350 mm auf. Diese Elektro-Geh-Gabelhubwagen sind jeweils mit einer Fahrerstand-Plattform ausgestattet. Ist diese hochgeklappt, kann das Gerät als regulärer Deichsel­hubwagen genutzt werden. Bei erhöhten Anforderungen an das Tempo, etwa bei saisonalen Spitzen, lässt sich die Plattform herunterklappen, sodass erhöhte Fahr­geschwindigkeiten beziehungsweise Umschlagleistungen möglich sind. Der Seitenantrieb und eine seitliche Stützrolle zwecks Geländeausgleich sorgen für hohe Stabilität und eine optimale Traktion – auch im Gefälle. Die wartungsfreie Drehstrom-Antriebseinheit und die Räder sind im Chassis integriert und somit gegen etwaige Beschädigungen geschützt. Über die Doppellenkrolle sind eine hohe Robustheit und Drehfreudigkeit garantiert. «Kennzeichnend für beide Fahrzeug-­ Varianten aus dem Baukasten der bewährten ED-Reihe sind ferner eine kompakte Bauweise, aus der ein Höchstmass an Flexibilität auch bei beengten Platzverhältnissen resultiert, hohe Bedienerfreundlichkeit und optimale Fahreigenschaften auch bei veränderten Anforderungen», ergänzt Stapler­spezialist Reto Jenni.

SICHERHEIT UND WARTUNGSFREIHEIT GEFRAGT «Die besonderen Fahreigenschaften und das ausgereifte Bedienkonzept ist eine Seite der Medaille», ergänzt Peter Holenstein. «Besonders hervorzuheben ist aber auch


LOGISTIK die innovative Batterietechnik, die nicht nur in technischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht deutliche Vorteile mit sich bringt.» Das integrierte LithiumIonen-­Energiesystem von Stöcklin Logistik ersetzt herkömmliche Blei-Säure-Akkumulatoren und verzichtet im Vergleich zu anderweitig angebotenen Lithium-Batterien auf Schwermetallkombinationen. Dazu Reto Jenni: «Während andere Hersteller nicht ganz ungefährliche Lithium-KobaltZellen verwenden, nutzen wir bei Stöcklin Logistik Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen – kurz LiFePO4.» Infolge dessen sei höchste Sicherheit durchgängig gewährleistet. Ein weiteres Plus seien mögliche Energie­ einsparungen von mehr als 30 Prozent und eine um das 5-fache erhöhte Lebensdauer. Eingesparte Batteriewechsel sorgen für einen Zeitgewinn, der anderweitig für wirklich wertschöpfende Produktivtätigkeiten genutzt werden kann. Auch das Nachfüllen von Wasser entfällt. «Ausserdem werden mithilfe dieser klima- und ressourcen­schonenden Technologie schädliche Kohlendioxid-Emissionen gesenkt, sodass neben Wirtschaftlichkeitsaspekten

auch dem ungeheuer wichtigen Thema Nachhaltigkeit zum Schutz des Klimas und der Umwelt Rechnung getragen wird», so Reto Jenni weiter. Darüber hinaus sei der Strombedarf beim Laden gering und der Vorgang selbst beanspruche maximal zwei Stunden. Die Lebensdauer wird auf rund 5 000 Ladezyklen beziffert. Ein aktives Batterie-Management schützt die Batterie und überwacht diese. Dabei werden kontinuierlich Temperatur, Spannung, Strom und Ladezustand gemessen, um Überhitzung, Überladung und / oder Tiefentladung ausschliessen zu können.

stützen zudem die Maxime des Logistikund Transportunternehmens, stets flexibel auf veränderte Kundenanforderungen reagieren und auch kurzfristig angesetzte Termine zuverlässig nach Just-in-TimePrinzip einhalten zu können. Nicht minder wichtig sei der Umstand, nun auch im Bereich des Stapler-Managements kosten­ bewusster und zugleich umweltfreundlicher agieren zu können.

EFFIZIENZ UND NACHHALTIGKEIT IN DEN PROZESSEN «Hohe Verfügbarkeit, ein einfaches BatterieHandling, weniger Batteriewechsel, schnellere Ladezeiten, verringerter Stromverbrauch und Transparenz über den Status der Batterie, das waren unsere Anforderungen an den Nachwuchs innerhalb unserer Stapler-Flotte», fasst Peter Holenstein zusammen. «Die äusserst robust konzipierten Plattform-Geräte von Stöcklin Logistik mit integrierter Li-Ion-Technologie erfüllen genau diese Vorgaben.» Die Fahrzeuge unter-

KONTAKT Stöcklin Logistik AG Dornacherstrasse 197 CH-4147 Aesch Telefon +41 (0)61 705 81 11 info@stoecklin.com www.stoecklin.com

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Stöcklin Logistik GmbH Stöcklin Stöcklin Logistik Logistik GmbH GmbH DE-57250 Netphen DE-57250 DE-57250 Netphen Netphen +49 2713 17 93 0 +49 +49 2713 2713171793930 0 info-de@stoecklin.com info-de@stoecklin.com info-de@stoecklin.com

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LOGISTIK

HINTERLÄSST EINEN GUTEN EINDRUCK In der heutigen Zeit werden hohe Anforderungen an die Sicherheit und den Betrieb von technischen Anlagen gestellt. Trotz komplexen Abläufen, hohen Betriebsstunden und Mehrschichtenbetrieb werden bei Störungen seitens der Anlagenbetreiber kurze Interventionszeiten gefordert.

V

ollständige und übersichtliche Anlagedokumentationen sowie aber auch klare und dauerhafte Beschriftungen von einzelnen Bauteilen, Kabeln, Leitungen, Bedienungselementen helfen mit, die Ausfallzeit bei einer Störung wesentlich zu verringern. Auch das Risiko, dass Personen verletzt oder Sachen durch Fehlmanipulationen beschädigt werden, wird mit einer richtigen Kennzeichnung verringert. In der Praxis werden Anlagen aus der ganzen Welt angeliefert und weisen eine fixe Systemkennzeichnung auf. Bei einer

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allfälligen Ergänzung oder Erweiterung der Anlage muss nach einer gleichwertigen Kennzeichnung gesucht werden. Aber auch Umwelteinflüsse wie Wasser, Sonne oder chemische Substanzen können eine nicht auf den Einsatzort definierte Kennzeichnung nutzlos machen. Eine Kennzeichnung sollte für den Installateur einfach in der Herstellung, schnell in der Montage sowie vielseitig und dauerhaft in der Anwendung sein. In diesem breiten und spannenden Fachbereich bietet die Firma Netztech Handels AG

aus Baar seit 33 Jahren erfolgreich Kundenlösungen an. 1988 hat Netztech in der Schweiz mit der Einführung von Beschriftungsgeräten der Marken Brother und Dymo für die Kennzeichnung der allgemeinen elektrischen Hausinstallationen Pionierarbeit geleistet. Mit der Vertretung der Marken Panduit und Partex konnte auch der anspruchsvolle Industriesektor bedient werden. Eigene Entwicklungen ergänzen das Angebot. Die hohen Anforderungen bei den neuen Gesetzes-Normen zeigen, dass die Kennzeichnung von technischen Anlagen in jedem Betrieb einen hohen Stellenwert geniessen sollte.


LOGISTIK Die einfachen Beschriftungsgeräte von Brother und Dymo haben sich in den letzten 30 Jahren stets weiterentwickelt und decken folgende Anwendungen ab: • Etikettenbänder mit einer Bandbreite von 3.5 mm bis 54 mm in verschie­ denen Farbkombinationen und einem Kleber für einen fettfreien und geraden Untergrund • Etikettenbänder mit zusätzlicher erhöhter Klebekraft für porösen Untergrund und Etikettenbänder für Kabelkennzeichnungen auf einem Untergrund mit kleinen Radien. • Bedruckbare Schrumpfschläuche mit Schrumpfverhältnis 3:1 für Leiterdurchmesser 1.7 mm bis 34.3 mm • Kabelmarkierer aus transparenter Klebefolie mit weissem Beschriftungsfeld • Die Geräte besitzen in der Regel eine Tastatur und können aber zusätzlich auch mit einer Software via PC gestaltet oder direkt ab Datenfile gedruckt werden

• Kunststoff- und Edelstahlmarkie­

rungen für Kabel mit grösseren Durchmessern • Ringmarkierer für einen Durchmesser von 0.85 mm2 bis 75 mm2 Sämtliche Produkte werden ab dem ­L ager in Baar innert 24 Stunden geliefert.

Netztech verfügt in Baar über einen Reparatur- und Ersatzteildienst sowie einen Ausstellungsraum mit Produktepräsentationen. Für Fragen, Beratungen oder technischen Support steht Ihnen die Netztech gerne auch vor Ort zur Verfügung.

Die anspruchsvolleren Industrie Beschriftungssysteme für Industrie und Telematik von Panduit und Partex decken folgenden Anwendungen ab: • Eine Vielfalt von Kabelmarkierern in verschiedenen Grössen und Farben • Mechanisch robuste Polyester Markierplatten zur Kabelkennzeichnung • Sicherheitsetiketten welche beim Ent­­ fernen Gebrauchsspuren hinterlassen • Montage- und Typenschilder in einer hochwertigen Ausführung • Leitermarkierungen in verschie­ denen Ausführungen mit modularem Aufbau

KONTAKT Netztech Handels AG Sihlbruggstrasse 109, 6340 Baar Telefon +41 (0)41 768 05 05 info@netztech.ch, www.netztech.ch

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MOBILITÄT

GRÜNE INNOVATION DES GELBEN RIESEN Seit gut zehn Jahren ist das Zustellpersonal der Schweizerischen Post mit Elektrorollern unterwegs. Die ersten Fahrzeuge haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Akkus können allerdings noch weiter verwendet werden. Im Rahmen eines Pilotversuchs werden die Batteriezellen nun in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach (AG) und in einem Postgebäude in Neuenburg als stationäre Speicher für Solarstrom genutzt. Der Testlauf soll zeigen, ob der ökologisch bestechende Ansatz auch ökonomisch Sinn macht. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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© Schweizerische Post

MOBILITÄT


MOBILITÄT

ÖKOLOGISCH TOP

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«Unsere mit Ökostrom angetriebenen Elektroroller sind ökologisch top, und es wäre sehr schön, wenn wir die Akkus nachhaltig weiterverwenden könnten», sagt Brigitt Hausammann, Spezialistin für Klima und Energie in der Abteilung Corporate Responsibility der Schweizerischen Post. Aus diesem Grund testet die Post mit weiteren Partnern in

einem zweijährigen Projekt, ob sich Gebraucht-Akkus als stationäre Stromspeicher wiederverwenden lassen. Die GebrauchtAkkus sind für den zuverlässigen Einsatz auf den Zustelltouren nicht mehr leistungsfähig genug. Allerdings haben sie noch immer rund 80 % ihrer Speicherkapazität und können – zu grösseren Speichereinheiten verbunden – eingesetzt werden, um Solarstrom zwischenzuspeichern. Drei solcher Second-Life-Akkus hat die Post im Mai 2017 in einem ihrer Gebäude in Neuenburg in Betrieb genommen. Der Stromspeicher nimmt tagsüber den Strom aus der Photovoltaikanlage auf, damit er nachts unter anderem für das Laden der Elektroroller gebraucht werden kann. Ähnlich arbeitet ein baugleicher Speicher, der bereits seit Januar 2017 in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach in Betrieb ist und da im Rahmen einer Führung «Blick hinter die Kulissen» besichtigt werden kann. Eine Zweitnutzung von Akkus aus einer mobilen Anwendung in einem stationären Speicher ist bestechend. Mit den ausgemusterten Akkus der Postroller könnten jedes Jahr rund 200 stationäre Speicher mit einer Kapazität von je 10 kWh und einer erwarteten Lebensdauer von gut und gern 15 Jahren gebaut werden. Der Bedarf ist vorhanden: Viele Betreiber von Photovoltaikanlagen wollen den selbst produzierten Strom auch selber nutzen und so den Eigenverbrauch maximieren. Mit der Grösse von 10 kWh passt der Speicher ideal zu der typischen Photovoltaik-Anlage eines Einfamilienhauses. Eigentümer können dank ihm rund 70 % ihres Strombedarfs mit eigenem Solarstrom decken (gegenüber 20 bis 30 % ohne Speicher).

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ange scheint es her, seit die Pöstler vor dem Hauseingang ihr Benzintöffli aufbockten, bevor sie die Briefe aus einem Papierbündel kramten und in den Postschlitz steckten. Ab 2006 stieg das Zustellpersonal der Post erst auf zwei- und dann auf dreirädrige Elektroroller um – bequem, leise, abgasfrei. Rund 6 000 elektrische Zustellfahrzeuge der Marken Oxygen und Kyburz sind heute auf Schweizer Strassen unterwegs. Die Akkus der ersten Generation sind unterdessen in die Jahre gekommen. Durch die täglichen LadeEntlade-Zyklen haben sie einen Teil ihrer Speicherkapazität eingebüsst und müssen ersetzt werden. In den nächsten Jahren wird die Post jährlich Lithium-Akkus von gegen 1000 Elektrorollern ausmustern.

KONKURRENZ DURCH NEU-AKKUS

Second-Life-Speicher mit 10 kWh Speicherkapazität. Im Schrank haben maximal 4 x 8 Zellen Platz, die in Serie geschaltet werden.

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Ökologisch macht die Zweitnutzung der Akkuzellen Sinn: Die für die Herstellung aufgewendete «graue» Energie wird auf eine längere Lebensdauer verteilt und so die Ökobilanz der Batteriezellen verbessert. Offen ist, ob der Ansatz auch wirtschaftlich Sinn macht. Denn auch wenn die Speicher quasi aus einem Abfallprodukt gefertigt werden, sind sie keineswegs gratis. Ein ausgeklügeltes Batteriemanagementsystem (BMS) ist nötig, um den Second-LifeSpeicher langfristig zuverlässig zu betreiben. So wird jede der 25 bis 30 Batteriezellen während des Lade- und Entladevorgangs individuell gesteuert. Geht eine Zelle kaputt, wird sie vom BMS automatisch überbrückt. Bis zu 30 % der Gebrauchtzellen

Jede der 25 bis 30 Zellen des SecondLife-Akkus ist mit einer Steuerungseinheit («BMS-Print») ausgestattet. Der BMS-Print ist von Ökozentrum in Langenbruck eigens für das Pilot- und Demonstrationsprojekt zur Wiederverwendung der Elektroroller-Akkus entwickelt worden.

können ausfallen, ohne dass der Betrieb gefährdet ist. Mit dem BMS ist die Verwendung von Akkus mit gleicher Chemie aber unterschiedlicher Kapazität ohne Anpassungen der Hard- oder Software möglich.


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MOBILITÄT

Die Grafik veranschaulicht die Einbindung des Second-Life-Speichers in ein Post-Gebäude mit PV-Anlage und Elektroroller-Ladestation.

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SECOND-LIFE-SPEICHER AUS TWIKE-AKKUS SIND AM MARKT

Das Herzstück des Second-Life-Speichers: Jede Zelle des Second-Life-Akkus ist mit einer Steuerungseinheit («BMS-Print») ausgestattet, mit der sich die Zelle ein- und ausschalten und

Second-Life-Speicher werden seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Hersteller von Elektroautos wie BMW, Mercedes oder Nissan arbeiten an Konzepten und Testplattformen für die Weiternutzung von Gebraucht-Akkus, die künftig in grosser Zahl anfallen dürften. Bereits am Markt ist der Second-Life-Speicher in der Schweiz: Die Dreifels AG in Gelterkinden (BL) stellt aus den Gebraucht-Akkus von elektrisch motorisierten Liegerädern («Twikes») Second-Life-Batteriespeicher her. Den Anstoss gab 2015 ein Pilotprojekt der 2000-Watt-Pilot-Region Basel, das von Bundesamt für Energie unterstützt wurde. Unterdessen sind neun Second-Life-Speicher im Einsatz, zwei weitere sind geplant. Ende September 2017 sollte im Werkhof in Aarau der bisher leistungsfähigste Second-Life Batteriespeicher (100 kWh Speicherkapazität) in Betrieb genommen werden. Innerhalb der 200 kWp-Solaranlage wird hier das Speichermanagement nach anderen Regelkriterien erfolgen als beim autarkieoptimierten Privathaushalt.

den Ladestrom regeln lässt.

«Nach unseren Berechnungen und Prognosen wird der Second-Life-Stromspeicher nicht günstiger, sondern bestenfalls gleich teuer sein wie der günstigste Neu-Akku mit gleicher Leistung», sagt Michael

Nach Auskunft von Dreifels-Mitinhaber Ralph Schnyder laufen die Second-Life-Akkus seit drei Jahren zuverlässig und praktisch unterbruchsfrei. Die jährliche Ausfallrate der eingesetzten Zellen liegt bei lediglich rund 1%. Das einzige Problem bisher: Liegt auf einer Photovoltaikanlage längere Zeit Schnee, droht dem angeschlossenen Second-Life-Akku aufgrund des Standby-Verbrauchs eine Tiefentladung, was von Lithium-Akkus schlecht toleriert wird. Die Produktionsmenge an Dreifels-Akkus ist limitiert, weil nur relativ wenig Gebraucht-Akkus aus Twikes anfallen. BV

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MOBILITÄT

Die dreirädrigen Elektroroller der Firma Kyburz wurden von der Post ab 2009 in Betrieb genommen.

Sattler vom Ökzentrum in Langenbruck. Sattler hat mit einem Forscherteam das innovative BMS entwickelt und leitet zugleich das gesamte Projekt, das vom Bundesamt für Energie im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms mitfinanziert wird. Nach einer noch provisorischen Schätzung entfallen 30 % der

Herstellungskosten von voraussichtlich 5000 Fr. auf das BMS und 30 % auf den Wechselrichter, der die gespeicherte Energie in Wechselstrom für die Anwendung umwandelt. Je 20 % der Kosten werden für Anschaffung der GebrauchtAkkus und eine sichere Paketierung (inkl. Brandschutz) veranschlagt.

VORKEHREN, DAMIT’S NICHT BRENZLIG WIRD Lithium-Akkus können sich überhitzen. Grund dafür kann ein Fehler im elektrischen System sein oder – seltener – ein interner Kurzschluss. Die Überhitzungsgefahr besteht bei Neu- und Gebraucht-Akkus, ist bei letzteren aber vermutlich noch etwas höher. Bei einer Überhitzung gast die Zelle in der Regel aus, das heisst, über das Ventil tritt giftiger Rauch aus. Wenn sich dieser entzündet, kommt es zu einem Brand. Der vom Ökozentrum in Langenbruck mit Partnern entwickelte Second-Life-Akku sieht verschiedene Massnahmen zum Brandschutz vor: Geht eine Zelle «thermisch durch», wird sie durch redundant ausgeführte Sicherheitsschaltkreise sofort abgeschaltet. Zementfaserplatten verhindern, dass eine allfällige Ausgasung auf die Nachbarzelle übergreifen kann. Um die Brandschutzmassnahmen auf ihre Tauglichkeit zu testen, werden an der Empa Brandversuche durchgeführt. BV

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HÄRTETEST AN DER EMPA Ob der Second-Life-Akku bezüglich Kosten auch in ein, zwei Jahren noch mit Neuspeichern mithalten kann, ist offen. Durch den Einstieg von Grossfirmen ins Speichergeschäft sind die Preise für Batteriespeicher stark unter Druck geraten. So besteht die Gefahr, dass der Second-Life-Speicher trotz seiner ökologischen Vorzüge ins Hintertreffen gerät. Dann könnte es attraktiver sein, die Elektroroller ausserhalb der Post für Zwecke zu nutzen, für die auch eine verminderte Akkukapazität ausreicht. Oder die Gebraucht-Akkus könnten recycelt und die verbauten Rohstoffe wiederverwertet werden. Im Sommer 2018 wird man zuverlässiger einschätzen können, ob die Rechnung für den Second-Life-Akku aufgeht. Bis dahin sollen die Monitoringdaten für die vier Stromspeicher im Postgebäude Neuenburg und in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach vorliegen. Dann wird fest-


MOBILITÄT stehen, ob der klug gesteuerte Verbund von Gebraucht-Akkus funktioniert, wie hoch die Ausfallrate der Akkuzellen ist bzw. wie stark deren Speicherkapazität schwindet. Um die Alterung (Degra­ dation) der Zellen zu beurteilen, sind zwölf Monate eigentlich zu kurz, denn ihr «zweites Leben» soll ja nicht nur ein, sondern idealerweise 15 und mehr Jahre dauern. Um das Verhalten für längere Zeiträume zumindest abschätzen zu können, wird eine Anzahl Gebraucht-Akkus bei der Empa in Dübendorf einem Härtetest mit der dreifachen Zahl von LadeEntlade-Zyklen unterzogen. Dank dieses Tricks wird man bereits in einem Jahr das Verhalten in einer mehrjährigen Betriebszeit beurteilen können.

ZÜGIGER MARKTEINTRITT DENKBAR Auf der Grundlage der gewonnenen Daten wollen die Projektpartner entscheiden, ob der Second-Life-Batteriespeicher in Serie produziert werden kann. Ein Entscheidungskriterium wird sein, ob die Second-Life-Speicher in Bezug auf Funktion, Lebensdauer und Preis mit neuen

BFE UNTERSTÜTZT PILOT-, DEMONSTRATIONSUND LEUCHTTURM-PROJEKTE Die Entwicklung von Second-Life-Akkus mit dem zugehörigen Testprogramm gehört zu den Pilot- und Deomnstrationsprojekten, mit denen das Bundesamt für Energie (BFE) die Entwicklung von sparsamen und rationellen Energietechnologien fördert und die Nutzung erneuerbarer Energien vorantreibt. Das BFE fördert Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte mit 40 % der anrechenbaren Kosten. Gesuche können jederzeit eingereicht werden. www.bfe.admin.ch/pilotdemonstration www.bfe.admin.ch/leuchtturmprogramm

Speichern mithalten können, eine garantierte Laufzeit von mindestens zehn Jahren vorausgesetzt. Bei positiver Beurteilung könnte die grüne Innovation des Gelben Riesen bereits in ein bis zwei Jahren am Markt sein, ist das Projektteam überzeugt. Mit Helion Solar, einem führenden Anbieter von Photovoltaiksystemen mit Stromspeichern, und der Batteriewerk Schweiz AG sind nämlich Tech­ no­ l ogie­ p artner mit im Boot, die eine kommerzielle Produktion von SecondLife-Akkus stemmen könnten.

HINWEIS Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Dr. Men Wirz men.wirz@bfe.admin.ch BFE-Sektion Cleantech Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Elektrizität finden Sie unter www.bfe.admin.ch/CT/strom.

www.citycat2020ev.com

CityCat 2020ev Tradition meets innovation Die CityCat 2020ev ist das weltweit erste vollelektrische Kompaktkehrfahrzeug der 2-m³-Klasse. Sie setzt Massstäbe in Bezug auf Lärmreduktion, Emissionsfreiheit und Effizienz, ohne Kompromisse bei der Performance einzugehen. Weder Zuladung, Saug- oder Kehrleistung wurden im Rahmen der Elektrifizierung eingeschränkt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie gelegt. Somit ist die CityCat 2020ev deutlich leiser, völlig abgasfrei und auf lange Sicht kostengünstiger als Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor.

Bucher Municipal AG · Murzlenstrasse 80 · 8166 Niederweningen Telefon 044 857 22 11 · Fax 044 857 22 49 www.buchermunicipal.com/sweepers · sweepers.ch@buchermunicipal.com

Dank dem Entfall von fossilen Treibstoffen, den niedrigeren Wartungs-, Service- und Reparaturkosten, fallen die Betriebskosten rund 75% tiefer als bei herkömmlichen Dieselfahrzeugen aus. Ein einziges Kehrfahrzeug kann jährlich etwa 26 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.


MOBILITÄT

LEISETRETER SORGT FÜR KOSTENEFFIZIENTE STRASSENREINIGUNG «Morgenstund hat Gold im Mund» sagt ein altes Sprichwort, in dem definitiv viel Wahres steckt. Etwa, wenn es um die Schonung des kommunalen Budgets geht. Denn Gemeinden können bei der Strassenreinigung beim frühmorgentlichen Einsatz Zeit und damit Geld sparen. Die Kehrmaschine CityCat 2020ev von Bucher Municipal ist dank Elektroantrieb so leise, dass sie bereits um vier Uhr früh betrieben werden kann – statt des üblichen Beginns um sechs Uhr. Da um diese Uhrzeit kaum Verkehr auf den Strassen herrscht, ist die Reinigung rascher erledigt. Dabei werden nicht nur Kosten und Lärmbelastung reduziert, dank des umweltfreundlichen Elektroantriebs fährt die Kehrmaschine völlig emissionsfrei.

Die CityCat 2020ev ist das weltweit erste vollelektrische Kompaktkehrfahrzeug der 2-m 3-Klasse. Es setzt Massstäbe in Bezug auf Lärmreduktion, Emissionsfreiheit und Effizienz, ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen.

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MOBILITÄT

B

isher beschränkte sich das Angebot von Bucher Municipal auf verschiedene Kompakt- und Grosskehrfahrzeuge, die allesamt bereits der Euro 6-Abgasnorm entsprechen. Doch auf dem Weg hin zum emissionsfreien Kehrfahrzeug geht das Schweizer Unternehmen einen Schritt weiter und präsentiert erstmals ein rein elektrisch angetriebenes Kompaktkehrfahrzeug in der gefragten 2-m3-Klasse. Zwei Faktoren standen bei der Entwicklung dieses Fahrzeuges im Mittelpunkt: Zum einen die gleichbleibende Performance und Funktionalität gegenüber einer Maschine mit Dieselantrieb und zum anderen die weitere Reduktion der Lärmbelastung beim Einsatz in Wohngebieten und anderen besonders sensiblen Bereichen, die durch den rein elektrischen Antrieb realisiert werden kann. «Mit der bedeutenden Reduzierung der Lärm­ emissionen ist der Einsatz der CityCat 2020ev bereits in frühen Morgenstunden und zu späten Abend- und Nachtzeiten möglich. Mehrschichteinsätze können neu und flexibler gestaltet werden», resümiert Ulf Oehlmann, Export Verkaufsleiter der Bucher Municipal AG. So kann in vielen Gemeinden statt des bei Dieselfahrzeugen vorgegebenen frühesten Einsatzbeginns um sechs Uhr früh, bereits um vier Uhr gestartet werden. Kommunen können so dank des geräuscharmen Elektro­fahrzeugs bares Geld sparen: Denn um diese Uhrzeit ist weniger Verkehr auf der Strasse, der Einsatz ist schneller durchführbar. Mit der CityCat 2020ev ermöglicht Bucher gemessen an den bereits extrem effizienten Diesel­modellen der neuesten Generation eine Lärmreduktion um 75 Prozent, um den gleichen Wert sinken zudem die Betriebskosten, da die Dieselkosten entfallen. Der Lärmwert des Elektrofahrzeugs liegt bei gerade einmal 97 dB(A). Damit ist ihr Lärmpegel rund 10 dB(A) – also um ein Vielfaches – geringer als der Mittelwert der Konkurrenz mit konventionellem Diesel­ antrieb. Zur Erklärung: Das menschliche Gehör empfindet eine Lärmzunahme von drei dB(A) als doppelt so laut. Weitere besonders erwähnenswerte Vorteile sind die nochmals reduzierten Vibrationen, eine 85 prozentige Effizienzsteigerung und ein weiter reduziertes Risiko für Öl-Leckagen.

0 % EMISSION, 100 % LEISTUNG Trotz dieser klaren Marschrichtung war von Beginn der Entwicklung an klar, dass Kunden keinerlei Einschränkung bei Leistung und Funktionalität hinnehmen würden. Keinerlei Unterschiede zwischen den Diesel­

Mittels 22 kW starkem On-Board-Ladegerät können die Batterien innerhalb von zwei bis drei Stunden an jeder beliebigen öffentlichen Pkw-Ladestation aufgeladen werden.

modellen und der Elektrovariante gibt es also bei Kehr- und Saugleistung sowie bei der Wendigkeit und der Zuladung von 1 450 kg. Identisch ist auch die Situation bei den Service- und Verschleissteilen. Hinsichtlich der Nutzung ermöglicht die CityCat 2020ev acht Stunden Kehrbetrieb, anschliessend ist eine Ladezeit von zwei bis drei Stunden einzuplanen. Der flüssigkeitsgekühlte 56 kWh Akku ist absolut wartungsfrei und für rund 3 000 Ladezyklen ausgelegt. Optional bietet Bucher zudem die notwendige Ladeinfrastruktur an. Die Elektro­ kehrmaschine ermöglicht es, pro Jahr bis zu 26 Tonnen CO2 einzusparen und ihren Mehrpreis gegenüber dem Diesel­modell durch extrem niedrige Treibstoffkosten,

den Wegfall von Motorservicekosten und den Entfall einzelner Bauteile wie beispielsweise der Abgasanlage grossteils zu kompensieren.

KONTAKT Bucher Municipal AG Murzlenstrasse 80 CH-8166 Niederweningen Telefon +41 (0)44 857 22 11 Fax +41 (0)44 857 22 49 www.buchermunicipal.com

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UNSERE

ENERGIE

VERBINDET

www.energierundschau.ch


MOBILITÄT

Mit dem Wegepflegegerät erreicht man einen massiv geringeren Arbeitsaufwand und eine hohe Effizienzsteigerung.

EINFACH UND EFFEKTIV DIE MECHANISCHE UNKRAUTENTFERNUNG Ob auf Waldwegen oder auf kleinen Pflastersteinwegen – Unkraut vermittelt einen ungepflegten Eindruck und musste bis anhin mit zusehends eher umstrittenen Methoden bekämpft werden. Unterschiedliche Technologien sind auf dem Markt vorhanden. Aus dem Hause Rapid werden mit unterschiedlichen Wildkrautentfernern (Bürsten) Flächen mechanisch von Wildkraut befreit. Dies im Bereich der handgeführten Einachsgeräte, aber auch im Bereich der Traktoren.

W

ildkrautbeseitigung liegt im Aufgabenbereich von Werkhöfen und Kommunen. Der Einsatz von Herbiziden wird zunehmend eingeschränkt und ist auf befestigten Flächen und im nicht landwirtschaftlichen Bereich zum Teil verboten. Die mechanischen Verfahren sind ökologisch zu bevorzugen. Einachsige Träger­ fahrzeuge eignen sich sehr für die Wildkrautbeseitigung, da sie flexibel, wendig und universell sind und dank hydrostati-

schen Fahrantrieben stufenlos optimale Arbeitsgeschwindigkeiten bieten.

DIE ERFOLGSFAKTOREN DES WILDKRAUTENTFERNERS: Mit dem Wildkrautentferner werden bei Bordsteinkanten und Rinnsteinen die Entwässerungsfunktionen erhalten sowie die Ansammlung von Sedimenten vermieden. Das Verfahren zieht das Unkraut mittels mechanischer Einwirkung in verschiedene Richtungen und legt es auf der Oberfläche ab. Befestigte Flächen, wie zum Beispiel

gepflasterte oder asphaltierte Wege und Plätze sowie Verbundstein-Oberflächen werden grossflächig von Wildkraut befreit. Die Sauberkeit, Sicherheit und der Schutz von Bauwerken werden damit aufrechterhalten. Ist der Bewuchs auf der Fläche stark etabliert, ist eine Massnahme mit dem Wildkrautentferner besonders wirksam. Die Pflanzen werden durch eine Anwendung in diesem Wachstumsstadium stark geschwächt und der Wiederaufwuchs gehemmt.

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MOBILITÄT

Vorher

Nachher Mit dem Wegepflegegerät werden wassergebundene Flächen schnell und ökologisch gepflegt sowie ökonomisch sinnvoll gepflegt.

Neben den standardmässig eingesetzten Tellerbürsten für den allgemeinen Einsatz stehen für gröbere, weniger empfindliche Oberflächen oder stärkeren Bewuchs sowie Erstanwendungen aggressivere Zopfbürsten optional zur Verfügung.

DIE ERFOLGSFAKTOREN DES WEGEPFLEGEGERÄTES: Mit dem Wegepflegegerät werden wassergebundene Flächen, wie zum Beispiel Schotter-, Splitt- und Kieswege / -plätze einfach, schnell und ökologisch wie ökonomisch sinnvoll gepflegt. Pflanzen werden mittels mechanischer Bewegungen entwurzelt und auf der Oberfläche abgelegt, wo sie einfach entfernt werden können. Dank der

variablen Arbeits­höheneinstellung bleibt die Bodenschichtstruktur unbeschädigt. Bearbeitete Flächen erstrahlen so ohne Einsatz von chemischen Stoffen in einem sauberen, gepflegten Bild.   Die Gemeinde Seltisberg hat das Unkraut bis anhin abgebrannt. Mit dieser Methode der Unkrautbekämpfung werden jedoch nur die oberirdischen Pflanzenteile zerstört. Durch die langjährige positive Erfahrung mit Rapid, hat sich Florian Stohler, Werkhofmitarbeiter der Gemeinde Seltisberg, für die künftigen Tätigkeiten in der Gemeinde für den Einachsgeräteträger entschieden. Die Qualität, die Langlebigkeit, die Multifunktionalität sowie die einfache

ÜBER RAPID Die Rapid Gruppe mit Sitz in Dietikon / ZH beschäftigt rund 130 Mitar­ beitende. Zur Gruppe gehören Rapid Technic AG (Geschäftsbereiche Landund Kommunaltechnik sowie Engineering), Rapid M + F Services AG und Logotherm AG (Geschäftsbereich Immobilien). Die Aktien der Rapid Holding AG werden ausserbörslich gehandelt (Valoren-Nr. 3 033 336). Für allgemeine Fragen über die Rapid Gruppe kontaktieren Sie Frau Edith Fey, Leiterin Administration, Telefon +41 (0)44 743 15 06, edith.fey@rapid.ch. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.rapid.ch.

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Bedienbarkeit der Produkte begeistern ihn und bereiten ihm Freude bei der Arbeit. Im Vergleich zu früher erzielt Florian Stohler mit dem Wegepflegegerät einen massiv geringeren Arbeitsaufwand und eine hohe Effizienzsteigerung. Florian Stohler dazu: «Mit dem herkömmlichen Abbrennen des Unkrauts hatte ich einen zeitlichen Mehraufwand von zwei Stunden. Mit dem Rapid Mondo und dem Wegepflegegerät kann ich Zeit sparen und gleichzeitig meinen Arbeitskomfort erhöhen». Die Rapid Einachsgeräte sind multifunktionale Maschinen, die während allen vier Jahreszeiten eingesetzt werden können. Auch das Sortiment im Bereich der Wildkrautbeseitigung ist vielseitig aufgestellt und bringt für unterschiedliche Trägerfahrzeuge Möglichkeiten.

WEITERE INFORMATIONEN Jasmin Peterhans Marketing Telefon +41 (0)44 743 13 29 jasmin.peterhans@rapid.ch www.rapid.ch


MOBILITÄT

Vorher

Nachher Mit dem Wildkrautentferner werden bei Bordsteinkanten und Rinnsteinen die Entwässerungsfunktionen erhalten.

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HELIPORT HOLZIKEN DER «HARLEY DAVIDSON» UNTER DEN AN- ABFLUGORTEN EUROPAWEIT! Der Heliport Holziken (LSXH), gelegen an idyllischer Lage zwischen Aarau und Zofingen, erfüllt den Traum, den Reinhard May besingt: «Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein».

U

nd dies in verschiedenster Hinsicht und Richtung, betrieben durch die Rose copter AG: • Gewerbliche Flüge (AIR OPS) • Private Rundflüge, VIP-Flüge • Helikopter-Ausbildung: Umschulung, Gebirgs, -Privat, – wie Berufs­ pilotenausbildung

Zwischen Holziken und Uerkheim (fünf Minuten von der Autobahnausfahrt AarauWest) liegt der Weiler Bändli, romantisch versteckt zwischen Hügel und Wald. Eine Schafherde grast friedlich, ein Bienenhaus gibt erste Anhaltspunkte, dass vielleicht noch andere «Brummer» für Überraschun-

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gen sorgen. Der Eingang zum Landhaus ist gut gesichert, Thuja-Hecken verhindern vorerst weitere Einblicke. Doch als Lukas Fischer, Inhaber und Flugplatzleiter von LSXH, wie CEO und Inhaber der Rose Helicopter AG, das grosse Schiebetor bewegt, ist das «Aha Erlebnis» perfekt. Der Besucher blickt auf den wohl schönsten Heliport der Schweiz, wohl gar Europa, das Areal liegt mitten im Grünen und vermittelt mit Swimmingpool und Palmen Ferienflair à la St. Tropez. Die zwei HeliLandplätze lassen die Pilotenherzen schneller schlagen, wie auch der Hangar, der mit 130 qm Platz für zwei Helikopter bietet. Der Blick fällt auf den fünfplätzigen Eurocopter

EC 120 B (HB-ZGY) – der zweite Heli, ein Enstrom 280FX (HB-ZIQ), auch ein Dreiblatthelikopter, gegenüber Zweiblättrigen sicherer - beide würden auch für die Flugschule betrieben, erklärt Lukas Fischer.

DIE «ROSE» AIRLEBEN Dazu gehören atemberaubende Alpenrundflüge, Alpenüberquerungen, die Erfüllung individueller Wünsche und Bergträume inklusive Zwischenlandung mit kleinem Imbiss und Umtrunk oder Liebeserklärungen, luftige Überraschungen der besonderen Art, Geburtstagsflüge, oder einfach nur die Vogelperspektive erleben.


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So richtig zur Entfaltung kommt die «Rose», wenn sie Hochzeitsgäste verwöhnen darf! Unvergessliche einzigartige Bilder erinnern jedes mal an den schönsten Tag: z. B.,die Rose vor der «Rose»! Das Roseheli-Team freut sich auf Ihre Anfrage: «AIRleben» Sie Rosiges, Unvergessliches!

FLUGSCHULE UND FANCLUB Die eigene Flugschule bietet den lernenden Piloten mit den zwei Heli-Plätzen eine hervorragende Infrastruktur. Für viele werden Jugendträume wahr. Das Team besteht aus mehreren Fluglehrern (mit dabei ein sehr erfahrener REGA-Pilot), diverse Berufs­piloten und Flughelfer. Nach einem Schnupperflug am Steuer und bestandener medizinischer Untersuchung steht einer Pilotenausbildung auf dem Enstrom 280FX «Rösli» oder auf dem Eurocopter EC120 «Rose» (leisester Heli weltweit), nichts mehr im Wege. Take off zum ersehnten Pilotentraum, sei es als Privat (PPL (H) – oder Berufspilot CPL (H), ATPL (H). Die Begeisterung wie das Interesse rund um die «Rose» und den so schön gelege-

nen Heliport ist so nachhaltig und gross, dass eigens dafür ein Club, der Roseheli Fanclub seine Gründung fand. Alle Mitglieder geniessen das rosige Airleben, jedesmal ein Stück Unvergesslichkeit, im Rahmen des Clubs zum Spezialtarif.

KONTAKT Heliport Holziken Bändlistrasse 6 CH-5043 Holziken Telefon +41 (0)62 721 44 44 Mobil +41 (0)79 402 19 71 info@roseheli.ch, www.roseheli.ch

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CYBER RESILIENCE STÄRKT DIE ABWEHRKRÄFTE 2017 ging als «Das Jahr der DDoS-Angriffe» in die Annalen der Cyber Security-Geschichte ein. Erst vor ein paar Tagen sorgte ein gigantischer Denial-of-Service-Angriff wieder für mächtig Gesprächsstoff. Und so müssen Behörden und Unternehmen in der Lage sein, sich mittels Cyber Resilience kontinuierlich den Herausforderungen neuer Cyberattacken zu stellen. Denn die Anzahl der Cyber-Angriffsversuche steigt täglich. Dabei gerät auch immer mehr die Schweiz in den Fokus von Angreifern. von Franco Cerminara

N

och erinnern wir uns nur zu gut daran, wie vor knapp zwei Jahren zahlreiche Schweizer Webshops lahmgelegt wurden. Der Grund dafür war simpel, aber effektiv: Hinterhältige DDoSAngriffe, welche die Verfügbarkeit der Online-Services stunden-, ja sogar tagelang ausfallen liessen. Wer jetzt denkt, alles sei inzwischen unter Kontrolle, der irrt sich. Erst vor ein paar Tagen sorgte ein gigantischer Denial-of-Service-Angriff wieder für mächtig Gesprächsstoff. Dies zeigt eindrücklich, dass das Internet zu einem digitalen Schlachtfeld geworden ist. Ein Schlachtfeld, auf dem immer professioneller Daten gestohlen werden. Inzwischen entstehen täglich fast 400’000 neue Schadprogramme in teilweise geringer Variation – das sind beinahe fünf pro Sekunde! Und so gilt es, die eigenen Abwehrkräfte gegen Cyberattacken gezielt zu stärken.

STÄRKEN SIE IHRE ABWEHR GEGEN CYBERATTACKEN Cyber Resilience bedeutet aber nicht, Risiken gänzlich auszuschliessen. Das ist heute unmöglich. Auch gesundheitlich

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kann man nur schwer verhindern, sich keine Grippeviren einzufangen, aber man kann das Ausmass der Grippe eindämmen. So ist auch der Auf- und Ausbau zielgerichteter Massnahmen zur Stärkung der Widerstandskraft gegen Cyberattacken (Cyber Resilience) unabdingbar. Den Fokus nur auf präventive Massnahmen zu legen, wäre zu kurz gegriffen. Ein systematischer Sicherheitsansatz, der sowohl das Risikomanagement, den Schutz der Informationen, die Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorkommnisse sowie die Wiederherstellung und Optimierung berücksichtigt, ist heute das A und O einer erfolgreichen Cyber Security. Behörden und Unternehmen sind gut beraten, sich konsequent mit aktuellen und neuen Risiken auseinander zu setzen und der Informationssicherheit das nötige Gewicht beizumessen. Die Cyber Security-Strategie bildet dabei den bereichsübergreifenden, strategischen Rahmen. Internationale Standards wie ISO 27001 oder das NIST Cyber Security Framework bieten dazu ein anerkanntes Modell für die Errichtung, Umsetzung, Überprüfung

und kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Cyber Security. Gleichzeitig werden die drei Dimensionen Technologie, Prozesse und nicht zuletzt der Mensch beleuchtet. Es hat sich gezeigt, dass gerade das systematische Vorgehen einen erheblichen Mehrwert bietet. Dazu zählen u.a. ein gezieltes Risikomanagement, der Aufbau eines angemessenen Sicherheitskonzeptes und einer geeigneten Sicherheitsarchitektur. Ausserdem noch die Definition von Sicherheitsrichtlinien und -prozessen sowie der Aufbau einer Notfallplanung und die Sicherheitssensibilisierung der Mitarbeitenden.

(ICT-)SICHERHEITSMAUERN REICHEN NICHT AUS Unternehmen können und müssen sich auf Cyberattacken vorbereiten – dies gilt aber auch für Behörden auf nationaler, kantonaler oder kommunaler Ebene. Der Schutz von Netzwerken und Unternehmenswerten wird aber immer schwieriger; insbesondere vor anspruchsvollen Attacken, die durch herkömmliche Sicherheitssysteme nicht mehr erkannt werden. Daher muss man heutzutage davon ausgehen,


IT-SICHERHEIT dass die eigenen Systeme bereits infiltriert sind – oder dass man nächstens Opfer einer Attacke werden wird. Es braucht ein Umdenken in der Cyber Security. Man darf sich nicht mehr nur auf (immer) höhere ICT-Sicherheitsmauern verlassen. Der Architektur des Unternehmensnetzwerks kommt dabei eine enorme Bedeutung zu. Einer der wichtigsten Aspekte neben der System-­R edundanz stellt dabei die optimale ­S egmentierung der Netzwerke, Betriebsfunktionen, Einzelelemente und Überwachung der so geschaffenen Zonenübergänge dar, welche die Business-Prozesse optimal abdeckt und unterstützt. Zudem geht der Trend klar in Richtung einer intensiveren Überwachung von Sicherheitssystemen und der Erkennung von Vorfällen, wie es auch das NIST Cyber Security Framework empfiehlt. Ein simulierter Cyberangriff kann dabei wertvolle Erkenntnisse liefern. Es braucht aber auch neue Sicherheitsansätze, bei welchen die Detektion im Vordergrund steht und die Reaktion auf Angriffe ein wesentlicher Bestandteil der IT-Prozesse ist. Dazu braucht es ein Cyber Defence Center

(CDC). So lässt sich die Prävention zielgerichtet und kontinuierlich verbessern.

CYBER DEFENCE CENTER ALS DREH- UND ANGELPUNKT In einem solchen Center laufen alle Fäden zur Erkennung, Analyse und Abwehr von Cyberangriffen zusammen. Cyber Defence ist eine anspruchsvolle Arbeit – und geht weit über Netzwerk-Monitoring hinaus. Da Attacken rund um die Uhr erfolgen, muss ein CDC sieben Tage, während 24 Stunden, funktionieren. Selbstlernende Systeme und Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz entlasten die Spezialisten bei der Erkennung von Angriffen. Diese gilt es zu nutzen – gerade weil in diesem Bereich auch weitere Fortschritte zu erwarten sind, die ein CDC noch effizienter machen. Die Risikosituation und Bedrohungslage ändert sich aber stetig. Aus diesem Grund sind regelmässige Überprüfungen des Sicherheitsdispositivs nach neuen Bedrohungen und Schwachstellen unerlässlich. Zur Kontrolle sollten daher regelmässig System Audits, Penetration Tests und Vulnerability Scans durchgeführt werden. Nur so kann die Sicherheit an die aktuelle Risikosituation angepasst und optimiert werden.

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WEITERE INFORMATIONEN Franco Cerminara Chief Consulting Officer InfoGuard AG Lindenstrasse 10 CH-6340 Baar


IT-SICHERHEIT

ERFOLGREICHE IT-SICHERHEIT GEHT ALLE AN Egal welche Informationssicherheitsstudie gelesen wird, immer wird der Mensch als schwächstes Glied der Schutzkette bezeichnet. Je nach Studie sind bis zu 90 % der Vorfälle die eigenen Mitarbeitenden. Oft steckt gar keine Absicht dahinter, sondern Unwissenheit oder einfach nur Bequemlichkeit. Eine regelmässige Awareness hilft, mögliche erfolgreiche Angriffe zu reduzieren. Von Andreas Wisler

W

ährend heutige Technik nur zwischen Schwarz und Weiss entscheiden kann, erkennt der Mensch auch die Zwischenfarben. Antiviren-, Antispam- und Firewallsysteme versuchen anhand von Mustern oder Abweichungen zu erkennen, ob es sich um einen Angriff handelt oder nicht. Doch die Hacker auf der anderen Seite schlafen nicht und versuchen immer wieder über neue Wege durch die Barrieren zu gelangen. So gelangen E-Mails und Webseiten durch die Filter bei den Mitarbeitenden. Diese müssen nun entscheiden, klicke ich oder klicke ich nicht.

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Viele Angriffe werden mittels E-Mail durchgeführt. Mit so genannten PhishingE-Mails wird versucht, die Person in Sicherheit zu wiegen und sie zu verleiten, auf den Link oder das Attachment zu klicken. Entweder der Virus versteckt sich bereits in der E-Mail oder in der aufzurufenden Webseite. Auch kann es sein, dass der Link zu einer Seite führt, wo ein Login abgefragt wird. Unbedarft werden dann die Zugangsdaten eingegeben, sieht ja so aus, wie bei uns in der Firma oder bei Facebook, und schon sind persönliche Daten in fremden Händen.

Awareness-Massnahmen helfen, die Angriffsfläche zu reduzieren. Doch dies ist gar keine einfache Aufgabe. Laut einer NIST-Studie von Oktober 2016 sind 63 % der befragten Personen Security-Müde. Als Gründe dafür werden zu viele Informationen, falsches Niveau, zu wenig konkrete Handlungsanweisungen oder Hilflosigkeit genannt. Dies zeigt, wie diffizil eine erfolgreiche Awareness-Kampagne ist. Wie können nun IT-Sicherheitsbeauftragte reagieren? Nichts tun? Regelmässig E-Mails ver-


IT-SICHERHEIT schicken? Angst oder Vorwürfe machen? Oder alle zwei Jahre eine Schulung durchführen? Vermutlich wird nichts davon zum Ziel führen, die Informationssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Wichtig ist, die verschiedenen Menschen und Lerntypen (nach Vester) zu motivieren, so dass die visuellen, auditiven, kognitiven und haptischen Sinne angesprochen werden. Folgende Möglichkeiten stehen dabei als Möglichkeiten zur Verfügung: • Social Engineering-Angriffe Per Phishing-E-Mails, Telefon oder persönlich vor Ort wird versucht, an Informationen zu kommen. Selber das Gefühl zu spüren, «Mist, ich bin reingefallen», hilft auch gut gefälschte E-Mails in Zukunft zu erkennen. Wichtig ist aber, nie den Menschen persönlich bloss zu stellen. Daher sollte die Auswertung anonym erfolgen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein persönlicher Angriff die Psyche eines Menschen negativ beeinflussen kann. • Präsentationen Der interne Spezialist hat es hier oft schwer. Fremden Propheten wird viel eher vertraut. Gut geschulte Referenten können die Mitarbeitenden auf allen

Ebenen ansprechen. Live Demos zeigen, wie Hacker vorgehen, welche Tools sie einsetzen und die Wirkung bleibt oft lange im Hinterkopf bestehen. • E-Mails E-Mails sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Die Mitarbeitenden versinken heute in einer Flut von E-Mails, da werden solche «unwichtigen» Nachrichten gerne auf später verschoben. Bei wichtigen und akuten Ereignissen ist es jedoch die schnellste Möglichkeit, alle zu informieren. • Videos Der Mensch reagiert viel intensiver auf bewegte Bilder. Die Videos können bestimmte Situationen eindrücklich zeigen. Gut gemachte Videos helfen, Wissen effektiv zu vermitteln. Aber auch hier sollten nicht zu viele Videos auf einmal gezeigt werden. • E-Learning Der Vorteil von E-Learning-Plattformen ist, dass sich alle Mitarbeitenden dann weiterbilden können, wenn sie Zeit dafür haben. E-Learning-Plattformen sind oft eine Kombination aus Texten, Situationen, Videos und Audio-Dateien. Gleichzeitig kann eine Lernkontrolle anhand Tests erfolgen.

• Gadgets

Wer hat nicht gerne ein «Spielzeug»? Security-Gadgets erinnern immer wieder an das Gelernte. • Plakate Auch Plakate sind eine gute Möglichkeit, auf bestimmte Punkte aufmerksam zu machen. Zum Beispiel, wie sichere Passwörter erstellt werden oder wie die internen Weisungen aussehen. Auch hier gilt, zurückhaltend verwenden. Ein Werkzeug alleine kann die Infor­ mationssicherheit bereits erhöhen. Doch dies klingt schnell wieder ab. Der Alltagsstress lässt das Gelernte wieder in Vergessenheit geraten. Regelmässige Awareness bringt oft mehr, als eine e­inzelne Schulung. Getreu dem Motto «steter Tropfen höhlt den Stein», sollten in geplanten Abständen verschiedene Aktionen durchgeführt werden. Die M ­ itarbeitenden sollen spüren, dass sie eine wichtige Rolle in der Informationssicherheit haben. Wenn alle am gleichen Strick – und vor allem auf der gleichen Seite – ziehen, kann die Angriffsfläche für erfolgreiche Angriffe massiv reduziert werden.

WEITERE INFORMATIONEN www.goAware.ch Andreas Wisler Inhaber und Senior Security Auditor der goSecurity GmbH www.goSecurity.ch Link zur Studie: nist.gov/news-events/news/2016/10/ security-fatigue-can-cause-computerusers-feel-hopeless-and-act-recklessly

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SICHERHEIT – NOTSTROM

SCHUTZ VOR STROMUNTERBRÜCHEN SCHÜTZEN SIE IHRE MITARBEITER BEI SERVICEARBEITEN UND IHRE INFRASTRUKTUR VOR STROMUNTERBRÜCHEN!

Notstromsysteme: Netzersatzanlagen, USV Systeme, Schaltanlagen, Steuerungen, Montage, Inbetriebsetzungen, Service

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ie Energiestrategie 2050 und der absehbare Ausstieg aus der Kernenergie sorgen für einen schnellen Wandel am Schweizer Energiemarkt. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit, aber auch die Unabhängigkeit der Energieversorgung fallen zunehmend in den Verantwortungsbereich der Verbraucher. Zudem muss das sichere und berührungsfreie Arbeiten an stromführenden Gerätschaften gewährleistet sein. Dies für Wartungsarbeiten wie auch für Systemerweiterungen. Mit dem Einsatz modularer Einschubtechnik erlangt der Betreiber Schnelligkeit und Unabhängigkeit. Die Anlage bleibt für den Kunden weiter im Betrieb, während am isolierten Modul die nötigen Arbeiten durchgeführt werden können. Am 23. März 2018 stellte die AKSA Würenlos AG einem breiten Publikum ihr umfangreiches Portfolio von sicheren und inno-

vativen Energielösungen vor. Fachplaner, EVUs und Kunden aus verschiedenen Sparten der Industrie, Spitäler, Feuerwehr und Data Center konnten an fünf Stationen mobile und stationäre Notstromersatz-Anlagen, USV-Anlagen sowie modulare Mittelund Niederspannungsschaltanlagen im Betrieb erleben. Es wurden verschiedenste Schaltvorgänge durchgeführt und die Sicherheit und die Einfachheit der Bedienung präsentiert. Beeindruckend war die Vorführung eines 1700 kVA Dieselgenerators von Cummins. Das hauseigene Prüffeld verfügt über eine Nennleistung von 4 MVA und eine Spannung von bis zu 11 kV. Ergänzend zu den technischen Aspekten, erklärte Franz R. Dürr die vom Uptime Institut entwickelte Klassifizierung des DCCRatings (Data Center Continuous). Die vom Uptime Institut zertifizierten Generatoren setzen neue Massstäbe für Tier-III und

Tier-IV Rechenzentrumssysteme mit durchschnittlichen variablen Lastfaktoren. Der Umweltschutz und die Zuverlässigkeit im Non-Stopp Betrieb ist gegenüber weiteren Energiekonzepten weiterentwickelt. So reduzieren die mit DCC-Rating zertifizierten Dieselgeneratoren die TCO eines Data Centers nachhaltig. Da in den heutigen Fertigungs- und Dienstleistungsbetrieben sowie Rechenzentren hohe und komplexe Anforderungen an die Verfügbarkeit gestellt werden, sind USV Anlagen eine gute Lösung, da sie sie flexibel einsetzbar sind. Die USV-Anlagen von AKSA sind für die Anforderungen der sicheren Energieversorgung optimal konzipiert. Sie setzen neue Massstäbe in Qualität und Innovation. Sie bieten eine einfach integrierbare und vollständige Lösung in unternehmensweiten Netzwerken, Data Centren und industriellen Fertigungsprozessen.

MODULARE USV-ANLAGEN IN HOTSWAP-EINSCHUBTECHNIK Die online Doppelwandler USV-Anlagen entsprechen der IEC 62040-3, VFI-SS-111 und sind mit der 3-Level IGBT Technologie ausgerüstet. Die grünen USV-Systeme verfügen über einen hohen Eingangs-PF, kleinen THDI, eine hohe Effizienz, Stabilität und Zuverlässigkeit. Einzelne Module lassen sich im OnlineBetrieb ausbauen, was die Wartungsar-

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SICHERHEIT – NOTSTROM beiten vereinfacht. Das Modul ist von der Anlage isoliert, während diese weiter die Kundenlast schützt. STS-, Monitor- und Powermodule lassen sich so im laufenden Betrieb warten oder ggf. erweitern. Zusammengefasst liefert die trafolose USV die beste Kombination aus Gleichrichter, Filter, Ladegerät, Wechselrichter und intelligenter Stromversorgung. Die dadurch erzielte hohe Effizienz und verbesserte Qualität der Ausgangsleistung führen zu Energiekosteneinsparungen und damit zu einer beträchtlichen Verringerung der Gesamt-Betriebskosten (TCO – Total Cost of Ownership). Doch auch mit den standardmässigen Funktionen des «MLL» (Main Load Limit) und der «MSSR» (Main Slow Start Rate) können die TCO optimieret werden. Die Funktionen liegen darin, dass zusätzlich benötigte Energie aus den Batterien bezogen und parallel zum Netz zur Verfügung gestellt wird. Sei es um Spitzenlasten abzufedern, oder im Inselbetrieb die Last allmählich dem Diesel Generator zu übergeben. Das Highlight für Feuerwehr, EVUs und städtische Werke ist das mobile Diesel­ aggregat. Ein schneller und einfacher Einsatz der auf Anhänger oder LKW gebauten Anlagen ist garantiert. Der Umwelt wird Rechnung getragen, denn die Gehäuse sind schallisoliert und erfüllen die strengen Luftreinhaltevorschriften. Ältere Anlagen können nach den neuesten Vorschriften nachgerüstet und mit einem Partikelfilter ausgestattet werden.

VORTEIL NATUS – MITTEL­ SPANNUNGS- UND NIEDERSPANNUNGSSCHALTANLAGEN Höchster Personenschutz, beste Verfügbarkeit und niedrige Life-Cycle-Kosten – garantiert durch Spitzentechnologie. Der Bereich Schaltanlagen-Systeme bietet fachgerechte Lösungen für Mittelspannungs- und Niederspannungs-Energieverteilungen. NATUS Systeme zeichnen sich aus durch hohe Personen- und Betriebssicherheit. Die robuste und umfassende Technik, die einfache Bedienung und die hohe Wirtschaftlichkeit garantieren niedrige Life-Cycle-Kosten. Metallschottung der einzelnen Funktionsräume, robuste und patentierte Continous Latch Verriegelungen garantieren hohe Bediensicherheit. Dieses innovative Verschlusssystem setzt weltweit Massstäbe

Die Data Center Continuous (DCC) ist ein vom Uptime Institut spezifizierter Standard über das Rating von Diesel Notstromaggregaten in Rechenzentren. Die DCC ergänzt die Standards der in der ISO 8528-1 definierten Betriebsarten COP, PRP und ESP (Dauerbetrieb, Prime und Notstrom). Definiert wird die maximale Leistungsabgabe, welche ein Generator-Set für eine konstante oder variable Last für unlimitierte Zeitdauer abgeben kann. Der daraus entstehende Kundennutzen ist erheblich. Durch das genaue Auslegen der Stromversorgung kann die Anzahl der Gensets reduziert werden, was sich positiv auf den ROI auswirkt. Aber auch die Betriebs- und Wartungskosten werden langfristig tief gehalten. Mit der richtigen Dimensionierung erreichen die Aggregate eine höhere Aus­lastung und somit eine genügend hohe Abgastemperatur, um die Abgaspartikel zu verbrennen (Dieselpartikelfilter). Bei niedriger Belastung wäre die Verbrennung unvollständig und hätte einen erhöhten Ventilverschleiss und eine übermässige Abnützung der Turbolader zur Folge.

in Sicherheit und Bedienkomfort durch einfache und leichte Einhandbedienung bei optimalem Personenschutz. Alle Bedienvorgänge finden bei geschlossener Türe statt. Bei offener Türe und ausgebautem Modul garantiert der ARC-Safe Sicherheit. Alle spannungsführenden Teile sind durch den «Automatic Shutter» abgedeckt. Zudem bietet das System höchste Störlichtbogensicherheit durch die vollständige Kapselung und Trennung der Phasen voneinander. Elektrische Bauteile, zum Beispiel Motorstarter, werden auf dem DTS (Double Transfer System) montiert und anschliessend im ARC-Safe eingeführt. Das DTS verfügt über einen patentierten Kontaktmechanismus. Steuerungs- und Leistungskreis können unabhängig voneinander geschaltet und geprüft werden. Die typengeprüften Schaltanlagen werden fabrikfertig geliefert. Schaltgeräte-Fabrikate sind nach Kundenwunsch möglich und durch den modularen Aufbau problemlos erweiterbar. NATUS Schaltanlagen bieten eine hohe Flexibilität, da sie zu 100 % aus eigener Fertigung stammen. Es werden

Standard-Bauteile verwendet. Die kompakte Bauweise kommt mit minimalen Isolierstoffeinsatz aus. Des Weiteren werden die Anlagen zukunftssicher mit schadstofffreien, luftisolierten Schaltern gebaut. Hand in Hand, aufeinander abgestimmt und selektiv fügen sich bei AKSA die Kompetenzen der sicheren Energieversorgung ineinander. AKSA wird an den Powertagen vom 5. bis 7. Juni 2018 in Zürich präsent sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand und stehen Ihnen für Fragen oder Anregungen gerne zur Verfügung.

KONTAKT Marco Maggetti Beratung und Verkauf bei AKSA Würenlos AG, mit langjähriger Erfahrung in USV und Energiesystemen. marco.maggetti@aksa.ch

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SICHERHEIT – VERKEHRSTECHNIK

KEIN KOLLER MIT POLLER VON SWISS POLLER GMBH

AUTOFREIE ZONEN / TERRORSCHUTZ DANK POLLERAUTOMATEN VON SWISS POLLER GMBH Das Pollerkonzept zu 100 % von Swiss Poller GmbH überzeugte seit nun 18 Jahren ohne wenn und aber! Dies beweisen sämtliche bisherigen Installationen in der ganzen Schweiz. Noch nie liess ein automatischer Poller von Swiss Poller GmbH seine Kunden im Stich oder war schuld an einem Unfall. So meisterte die hauseigene, individuell anpassbare Software, jede bisherig aufgetretene Situation mühelos und korrekt. Das eigene Design ist zeitlos und passt sich vom Oberflächenschliff her perfekt an jede Umgebung an. Die Beleuchtung ist revolutionär, reflektiert diese schon äusserliche geringste Leuchtstärken – zudem wird der kratzsicher nach hinten versetzte Kranz von innen her zusätzlich kräftig noch ausgeleuchtet.

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UNSERE QUALITÄT – 10 JAHRE GARANTIE IM VORAUS Unsere Poller, vollständig aus Edelstahl gebaut (auch alle unterirdischen, nicht einsehbaren Komponenten) sind eigentlich keiner Lebensdauerbeschränkung unterworfen. Auf Wunsch minimieren wir als GU ihre diversen Schnittstellen aufgrund unserer Vielschichtigkeit auf eine Einzige. Bei Unfällen stehen dank eigenem Know How, Produktion und Lager innert 24 h immer mit Ersatz zur Verfügung!

EIN ECHTES SCHWEIZER PRODUKT MIT SCHWEIZER QUALITÄTEN! • nur eine Schnittstelle:

Als GU übernehmen wir die Verantwortung für Tiefbau, Elektrik und Pollereinbau • sämtliche Teile stammen aus eigenem Hause und stehen ab Lager immer zur Verfügung

• Swiss Poller GmbH erfüllt was auch

immer auch ihre individuellen Wünsche • 10 Jahre Garantie: Zuverlässige, dauerlanglebige Qualität in Edelstahl

UEBERLEGENE TECHNIK MIT PNEUMATIKANTRIEB: DIE UNANFÄLLIGST, WIE ROBUSTESTE ALLER ANTRIEBSARTEN! • fast reibungsloser, somit sehr

unanfälliger Antrieb • wartungsfreier Antrieb für höchste Hubfrequenzen • individuell angepasste Zentralen mit unbeschränkten Ansteuer­möglichkeiten • kontinuierlicher geräuschloser Hub-und Absenkvorgang mit einstellbaren Laufzeiten • volle Winter- und Sommertauglichkeit des ganzen Pollersystems (-40– +80° C) • ebene Ausführung des Pollers erleichtern das Ueberfahren und die Schneeräumung


SICHERHEIT – VERKEHRSTECHNIK

Poller Hypi Lenzburg

• geringer Wartungsaufwand, bis

Wartungsfreiheit • überlegen, bewährte eigne Software für ihr Sicherheitsdispositiv • Salzwasser, Staub, Steinchen – kein Problem, da schmutzunempfindliche Konstruktion • keine Geräuschentwicklung beim Hoch-oder Runterfahren (keine Anschlagsgeräusche) • eigene Software: frei programmierbar mit ind. Zusätzen nach ihren Wünschen • eigene, stossunempfindliche Sensortechnik (keine verschiebbaren Sensoren) • durchdachte Mechanik mit Sollbruchstellen –> Kostenvorteil bei Unfall • schnelle Ersatzteillieferung da eigenes Lager und Know How • Konzept, Planung, Projektierung, Realisation: Alles mittels Swiss Poller GmbH problemlos realisierbar!

DAS SPEZIELLE, VIELFACHST BEWÄHRTE «FIXE- POLLERKONZEPT» VON SWISS POLLER GMBH: • individuelle Höhen erhältlich, Montage in

Sekundenschnelle, mittels Einrasten in Bodenhülse • kein Fundament für Bodenhülse nötig; Hülsenversetzung mittels Kernborung direkt in Stein oder Asphalt • somit keine bauseitige Vorbereitung vorausgesetzt (erhebliche bauseitige Kosteneinsparung, wie Flexibilität)

effekt» der beiden Poller voll zum Tragen: Eine Verkehrsberuhigung ist in grossem Masse seit der Installation der Pollerautomaten eingetreten, was ohne diese, welche in der Begegnungszone den Individualverkehr fernhalten, nie möglich gewesen wäre!

18 JAHRE ERFAHRUNG – IM DIENSTE DER SICHERHEIT! Z. B. in Lenzburg: Mehr als 850’000 – fach bewährt! Über 850’000 Senkbefehle, ausgelöst durch den Bus, haben beide Poller inzwischen ausgeführt und dies ohne technischen Ausfall – rekordverdächtig!

Swiss Poller GmbH Telefon +41 (0)56 670 15 55 Mobil +41 (0)79 402 19 71

Laut zuständigem Leiter Tiefbau der Stadt Lenzburg Herr Brenner kommt der «Filter-

info@swiss-poller.ch www.swiss-poller.ch

KONTAKT

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SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ

ARBEITEN AM COMPUTER – DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN Haben Sie schon einmal gezählt, wie viele Stunden in der Woche Sie in einen Bildschirm schauen? Im Büro beansprucht die Bildschirmarbeit unsere Augen täglich. Daher lohnt es sich, wenige Minuten zu investieren, um den eigenen Arbeitsplatz unter die Lupe zu nehmen: Denn sind Bildschirmhelligkeit und Büroleuchte gut eingestellt, können sie gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen. von Urs Hof

W

enn die Augen während der Arbeit am Bildschirm brennen, gerötet oder trocken sind, ist schon vieles nicht optimal gelaufen. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen sind die weiteren Beschwerden. Die Arbeit am Bildschirm belastet ihre Augen stärker als Sie denken. In der Hektik des Büroalltags vergisst man gerne, dass eine kurze Pause, ein Blick aus dem Fenster Wunder wirken können. Schon bei der Büroplanung und beim Einrichten ist es hilfreich, zwei wichtige Eigenschaften des Auges zu kennen: Die Funktion der Pupille sowie die Fokussierung, oder wie der Fotograf sagen würde, die Steuerung der Helligkeit und der Tiefenschärfe.

UNSERE PUPILLE – DIE FOTOBLENDE Die Pupille funktioniert wie die Blende beim Fotoapparat. Bei wenig Licht weitet sie sich, damit mehr Licht ins Auge dringt. Bei viel Licht verkleinert sie sich und es dringt weniger Licht ein. Und wie beim Fotoapparat, je kleiner die Blende desto besser die Tiefenschärfe. Bei der Büroeinrichtung gilt es zu beachten, dass die nahe Umgebung nicht mehr als dreimal heller oder dunkler sein sollte als der Bildschirm. Diese Helligkeit, die Leuchtdichte, wird mit einem speziellen Gerät gemessen und wird in Candela pro m2 ausgewiesen, was dem reflektierten Licht entspricht. So sind beispielsweise strahlend weisse Tische zu hell für einen Bildschirmarbeitsplatz, während schwarze zu dunkel sind. Spiegelnde Oberflächen sind unbedingt zu vermeiden, da sie unweiger­ lich zu störenden Blendungen führen. Bei der weiteren Umgebung sollte das Kontrastverhältnis 1:10 nicht überschreiten. Das heisst, blickt man vom Bildschirm

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In den Arbeitsräumen sollte Tageslicht vorhanden sein, sowie eine künstliche Beleuchtung.

auf und schaut in den Raum oder aus dem Fenster, sollte diese Umgebung nicht zehnmal heller sein als der Bildschirm. Bei grossen Helligkeitsunterschieden stellt sich unsere Fotoblende – die Pupille – auf abblenden. Sind für uns wichtige Informationen im dunkleren Bereich, so müssen wir die Pupille bewusst öffnen und werden so von den hellen Stellen geblendet. Die weissen, senkrechten Vorhanglamellen, die man häufig in Büros antrifft, sind daher nur bedingt für Bild-

schirmarbeitsplätze geeignet. Denn bei Lichteinfall von aussen, strahlen sie stark.

FOKUSSIERUNG UND BLICKWINKEL Blickt man vom Bildschirm auf und schaut aus dem Fenster, kommt die zweite wichtige Funktion des Auges zum Zug: Die Fokussierung. Diese gelingt dank der Linse, die hinter der Pupille liegt. Sie ist elastisch und kann entweder gestreckt oder gestaucht werden. So wird das Licht


SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ unterschiedlich gebrochen und macht den Wechsel von Fern- zu Nahsicht möglich. Die Elastizität der Linse nimmt mit dem Alter ab, was dazu führt, dass wir im Nahbereich zunehmend schlechter sehen. Je älter wir werden, desto schwerer fällt uns also das Fokussieren. Auch Träger von Gleitsichtbrillen kennen das Problem: Da sich der Nahsichtbereich am unteren Rand der Brille befindet, müssen sie beim Arbeiten am Bildschirm den Kopf nach hinten neigen, um besser zu sehen. Nacken-, Rücken-, Kopfschmerzen und Verspannungen sind die Folge. Abhilfe schaffen speziell für den Bildschirmarbeitsplatz gefertigte Brillen. Der Optiker stimmt sie auf die individuellen Bedürfnisse ab. Die richtige Einstellung des Bildschirms beeinflusst unserer Nacken- und Rückenmuskulatur stärker als wir denken. Was viele nicht wissen: Die natürliche Blickrichtung ist nicht geradeaus, das heisst, auf Augenhöhe horizontal gerichtet, sondern leicht nach unten geneigt. In dieser Haltung sind die Nackenmuskeln wenig belastet und entspannt. Um geradeaus oder nach oben zu blicken müssen sich die Nackenmuskeln zusammenziehen. Ein dauerndes Zusammenziehen führt zur Verspannung. Ein leicht gesenkter Blick beugt also Nacken- und Schulterverspannungen vor. Ein Blick auf den eigenen Bildschirm verrät sofort, ob sich dieser in einer akzeptablen Position befindet: Rund eine Armlänge vom Kopf entfernt sollte er sein. Der obere Rand des Bildschirms sollte eine Handbreit unterhalb der Augen liegen.

BÜROARBEITSPLÄTZE FÜR INDIVIDUELLE BEDÜRFNISSE EINRICHTEN Im Büroalltag arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten körperlichen Eigenschaften. Mit Mobiliar, das durch verschiedene Einstellmöglichkeiten an unterschiedliche Körpermasse angepasst werden kann, fördern Sie eine gesunde Arbeitshaltung. Gerade der Lichtbedarf ist sehr individuell. Ab ungefähr 45 Jahren benötigt man mehr Licht als noch in jungen Jahren. In altersgemischten Büros kann dies zu Konflikten führen. Für die Jüngeren ist es zu hell, für die Älteren zu dunkel. Grundsätzlich sollten Arbeitsräume durch Tageslicht beleuchtet sein und bei Bedarf mit einer künstlichen Beleuchtung ergänzt werden. Mit individuell einstellbaren Büroleuchten pro Arbeitsplatz wird auf die persönlichen Bedürfnisse eingegangen.

Worauf bei der Büroplanung, Einrichtung des Arbeitsplatzes und weiteren Themen rund um die Sicherheit und Gesundheit im Büro geachtet werden soll, zeigt die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS in verschiedenen Online-Tools und Broschüren. Alles kostenlos zu finden auf: www.präventionim-büro.ch.

ARBEITSMITTEL OPTIMAL PLATZIEREN – BEISPIELE FÜR TIPPS ZU ERGONOMISCHEM ARBEITEN Bildschirm: Stellen Sie den Bildschirm gerade vor sich hin, damit Sie Ihren Kopf nicht seitlich abdrehen müssen. Die Höhe sollte so eingestellt sein, dass der obere Bildschirmrand eine Handbreit unter Ihrer Augenhöhe ist. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte mindestens eine Armlänge betragen, bei grösseren Monitoren etwas mehr. Stellen Sie den Bildschirm nicht näher, wenn Sie Texte am Bildschirm nicht gut lesen können. Erhöhen Sie stattdessen die Schriftgrösse in Ihrer Applikation.

URS HOF

Tastatur und Maus: Die Tastatur sollte gerade vor Ihnen liegen. Der Abstand zur Tischkante sollte 10 bis 15 Zentimeter betragen, damit Sie Ihre Handballen locker auf dem Tisch abstützen können. Halten Sie zudem die Maus so nahe wie möglich bei der Tastatur.

Mitglied der Begleitgruppe der Aktion «Prävention im Büro» der Eidge­ nössischen Koordinationskommission für Arbeits ­sicherheit EKAS

Arbeitsdokumente: Achten Sie darauf, dass Arbeitsdokumente nicht zwischen Ihnen und Tastatur, sondern zwischen Tastatur und Bildschirm liegen. Tastatur, Dokumente und Bildschirm sollten, wenn möglich, auf einer Achse liegen.

Arbeitshygieniker SGAH / SSHT, Europa Ergonom CREE, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Ressort Grundlagen Arbeit + Gesundheit, Bern

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DOKUMENTENVERWALTUNG

DIE EXTERNE PHYSISCHE UND DIGITALE ARCHIVIERUNG SETZT SICH DURCH Oft platzen Archive aus allen Nähten oder die Aktenberge werden unübersichtlich und unter suboptimalen Bedingungen in zu teuren Räumlichkeiten gelagert. In solchen Fällen ist es an der Zeit, über eine externe Archivierungslösung nachzudenken. Denn mit einem Outsourcing kann der Platz besser genutzt werden. Zudem garantieren professionelle Archivdienstleister mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen den Schutz vor Verlust und unbefugtem Zugriff. Auch die Einhaltung der verschärften gesetzlichen Vorschriften ist so sichergestellt.

W

ird die physische mit der elektronischen Archivierung kombiniert, lässt sich die digitale Transformation konsequent vorantreiben. Dank der einzigartigen semantischen Volltextsuche des Archivierungsspezialisten Biella SimplyFind wird das Wiederfinden der Dokumente extrem einfach. Dieser Anbieter garantiert zudem, dass sämtliche

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Daten nur in der Schweiz gespeichert werden. Dies schafft die optimale Voraussetzung für eine sichere, zukunftsgerichtete Arbeitsweise.

ES GIBT VIELE GRÜNDE FÜR EINE EXTERNE ARCHIVIERUNG Zugegeben, Archivfragen stehen meist nicht zuoberst auf der Prioritätenliste einer

Geschäftsleitung. Doch akute Situationen können plötzlich auftreten und der latente Zeitverlust durch unnötige Sucherei ist schleichend. Daher sollten sich Unternehmen frühzeitig mit dieser Thematik auseinandersetzen und die Archivierung optimal in die Prozessabläufe einbauen. Dies spart Zeit und viel Geld. Nehmen wir das typische Beispiel eines mittleren Un-


DOKUMENTENVERWALTUNG ternehmens, das seine Akten in den Büroräumlichkeiten lagert. Da kommen während der 10-jährigen Aufbewahrungspflicht locker einige hundert Ordner zusammen, die den Raumbedarf von mehreren Arbeitsplätzen besetzen. Hier drängt sich eine externe Archivierung schon aus Kostengründen auf. Zudem ist die Sicherheit von herkömmlichen firmeneigenen Papier­ archiven schwierig zu gewährleisten. Wie ist der Schutz vor Elementarschäden? Haben wirklich nur die berechtigten Personen Zugriff auf Verträge, Belege und Mitarbeiterdaten? Auch wenn Firmen aufgelöst werden, muss die gesetzliche Aufbewahrungspflicht trotz fehlendem Domizil weiterhin erfüllt werden.

LANGE TRADITION IM VERWALTEN VON DOKUMENTEN Die Biella SimplyFind AG gehört zur Biella Group mit Sitz im schweizerischen Brügg bei Biel. Seit der Gründung im Jahre 1900 hat sich der Erfinder des Bundesordners® zu einem dynamischen Unternehmen im Verwalten und Finden von Dokumenten entwickelt. Innovative Lösungen schaffen Ordnung im digitalen Informations- und Dokumentenuniversum. Hybride Produkte verbinden den physischen mit dem digitalen Dokumentenkreislauf. Biella SimplyFind ist der Spezialist im Bereich der gesetzeskonformen Archivierung und hochsicheren Datenspeicherung.

semantischer Suche lässt alle Dokumente ganz einfach finden. Ohne neue teure Software anzuschaffen, können Kunden damit jederzeit auf ihre physischen und digitalen Dokumente zugreifen.

DIE DIGITALE TRANSFORMATION BEGINNT BEIM ARCHIV

OPTIMALE SICHERHEIT DURCH 100 % SCHWEIZERISCHE LÖSUNG

Heute sind viele Dokumente bereits elektronisch vorhanden. Sie können somit ohne grosse Umwege in unveränderbare PDF / A umgewandelt und so direkt archiviert werden. Zudem ist es ratsam, dass Unternehmen die Digitalisierung ihrer Prozesse vorantreiben – am besten gleich mit dem Archiv anfangen! Zur Effizienzsteigerung sollten nämlich auch Papierbelege zurückliegender Geschäftsjahre gescannt und ebenfalls im elektronischen Archiv abgelegt werden. Mit Zugriffsberechtigungen können Nutzer die Dokumente von jedem Gerät aus jederzeit und ortsunabhängig abrufen. Eine clevere Onlineverwaltung und Indexierung helfen beim schnellen Finden. Der Nutzen eines digitalen Archivs leuchtet somit sofort ein.

Biella SimplyFind ist der einzige Archivdienstleister, der als rundum helvetisches Unternehmen die ganze Dienstleistungskette an analogen und digitalen Archivierungslösungen anbietet und so eine Brücke zwischen beiden Welten schafft. Neben der Aufbewahrung der Ordner im sicheren Archiv in Brügg bei Biel, setzen sie auch mit

innovativen digitalen Lösungen Massstäbe. Die Daten des E Archivs sind mehrfach verschlüsselt auf hoch­sicheren Schweizer Servern in den Alpen gespeichert.

KONTAKT Biella SimplyFind AG Erlenstrasse 44 2555 Brügg Telefon +41 (0)32 552 19 00 info@simplyfind.com www.simplyfind.com

FÜR OPTIMALE ARCHIVIERUNGS­ LÖSUNGEN AM BESTEN ZUM SPEZIALISTEN! Bekannt für ihre flexiblen und umfassenden Dienstleistungen ist das Schweizer Unternehmen Biella SimplyFind. Seit der Erfindung ihres legendären Bundesordners® vor über 100 Jahren gilt die Biella Gruppe als der Schweizer Archivierungsspezialist schlechthin. Die Experten von Biella Simply­F ind haben bereits unzählige Firmen – vom Kleinbetrieb bis zum Konzern – sowie zahlreiche Branchenverbände und öffentliche Verwaltungen beim Aufbau eines externen physischen oder digitalen Archivs unterstützt. Biella SimplyFind deckt alles ab, was Unternehmen heute für die effiziente Kombination der physischen und digitalen Archivierung benötigen und begleitet die Kunden durch den zum jeweiligen Bedürfnis passenden Archivierungsprozess. Ein übersichtliches Online-Verwaltungstool mit

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Foto: COMET Photoshopping

Im internationalen Felslabor Mont Terri bei St-Ursanne (Kanton Jura) forschen 16 Organisationen aus 8 Ländern für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle.

SCHON HEUTE AN ÜBERMORGEN DENKEN Die moderne Welt ist schnelllebig. Viele Menschen betrachten heute Zeiteinheiten in Sekunden und Minuten. Vor diesem Hintergrund ist ungewöhnlich, was die Mitarbeitenden der Nagra beruflich tun: Sie betrachten Zeiträume in Hunderttausenden von Jahren.

Ü

Umweltschutzaufgabe, die erfordert, in langen Zeiträumen zu denken, denn die Abfälle müssen sehr lange vom menschlichen Lebensraum isoliert werden. «Mit dem Gegensatz zwischen menschlichem

Foto: COMET Photoshopping

ber 100 Frauen und Männer der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) bereiten die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle vor. Eine spezielle

Das rund 175 Millionen Jahre alte Gestein Opalinuston ist praktisch undurchlässig und schliesst sehr gut ein.

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Zeithorizont und den Dimensionen, die wir bei der Entsorgung betrachten müssen, umzugehen, ist eine grosse Herausforderung», erklärt Heinz Sager, Leiter des Ressorts «Besucherwesen und Events» bei der Nagra. Dazu muss man eine spezielle Perspektive einnehmen. Denn an der Erdoberfläche wandeln sich die Dinge schnell, tief im Untergrund aber steht die Zeit praktisch still. Bei der geologischen Tiefenlagerung werden die Abfälle in einem dichten, undurchlässigen Gestein in mehreren Hundert Metern Tiefe eingeschlossen. Gewähr für die langfristige Sicherheit bietet nicht der Mensch, sondern die Geologie – im Falle der Schweiz der sogenannte Opalinuston. Um die Machbarkeit von geologischen Tiefenlagern in der Schweiz zu erarbeiten, forscht die Nagra zusammen mit 10 Nationen in zwei Schweizer Felslabors.


UMWELT – ENERGIE

Foto: COMET Photoshopping

Die Nagra hat mit dem Entsorgungsnachweis im Jahr 2006 gezeigt, dass in der Schweiz sichere geologische Tiefenlager realisiert werden können. Die Frage, wo ein geologisches Tiefenlager gebaut werden soll, ist aber noch offen. Denn gegenwärtig läuft unter der Leitung des Bundes das Auswahlverfahren für mögliche Lagerstandorte. Zur Zeit sind die Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost für weitere Untersuchungen vorgeschlagen.

DER AUFTRAG DER NAGRA IST VON ZENTRALER GESELLSCHAFTLICHER BEDEUTUNG Radioaktive Abfälle entstehen im Zusammenhang mit Technologien und Diensten, die von uns allen täglich genutzt werden – beim Verbrauch von Strom aus Kernkraftwerken und bei verschiedenen Anwendungen in Medizin, Industrie und Forschung. Um all diese Abfälle zu entsorgen, gründeten die Betreiber der Kernkraftwerke und der Bund 1972 die Nagra. Deren Mitarbeiter kommen aus unterschiedlichen Disziplinen, vorwiegend aus den Naturwissenschaften. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Abfälle, die heute

Übersicht möglicher Standortgebiete für geologische Tiefenlager (orange-grün); die grauen Flächen wurden von der Nagra zurückgestellt.

produziert werden, unsere Nachkommen in ihrem Handlungsspielraum nicht einengen und für sehr lange Zeit sicher eingeschlossen werden können. Dazu braucht es ausdauerndes Engagement aller Mitarbeitenden der Nagra, Knowhow und interdisziplinäres Arbeiten in Projektteams – mit einem Ziel: Sicherheit von Mensch und Umwelt haben oberste Priorität

WEITERE INFORMATIONEN Mehr Informationen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Schweiz sowie Anmeldung für einen kostenlosen Besuch des Felslabors unter: www.nagra.ch

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FLEXIBLES ANLAGENDESIGN IST MÖGLICH. WEIL WIR MIT DEM FRONIUS POWER PACKAGE LÖSUNGEN FÜR ALLE PV-PROJEKTE LIEFERN. Bestehend aus den Wechselrichtern Fronius Symo bzw. Fronius Eco, dem Fronius AC Combiner und den vorkonfektionierten Kabeln ist das Fronius Power Package für kleine und grosse PV-Projekte die Systemlösung aus einer Hand. Interessiert? Besuchen Sie www.fronius.ch

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Foto: Fronius International GmbH

Jedes Projekt ist einzigartig und es liegt an dem jeweiligen Wechselrichter-Hersteller, einzigartige, flexible Lösungen anzubieten.

ZUKUNFTSMUSIK ODER BEREITS REALITÄT ANFORDERUNGEN AN WECHSELRICHTER IN PHOTOVOLTAIK-GROSSANLAGEN Jedes Grossprojekt besteht – genau wie Anlagen im Residential Bereich – im Wesentlichen aus Modulen, Kabeln und Wechselrichtern. Was macht diese Projekte so speziell? Worin liegen die Herausforderungen und die Komplexität? Unterschiedlichste regulative Anforderungen erhöhen den Aufwand für das Projektmanagement. Auf alle Fälle kann folgendes gleich zu Anfang festgehalten werden: Jedes Projekt ist einzigartig. Insbesondere die Wechselrichter-Hersteller müssen für diese Vielfalt an verschiedensten Lösungswegen gerüstet sein. von Jürgen Huerner

J

edes Projekt ist einzigartig. Ein Gerät zu entwickeln, welches alle Anforderungen abdeckt, ist aufgrund der Preisstruktur nicht mehr zielführend. Produktvarianten müssen gebildet werden. Geht es beispielsweise um Projekte mit grosser Flexibilität im Eingangsspannungsbereich, gibt es besondere Anforderungen an die Software. Des Weiteren ist es erforderlich, einen besonderen Fokus auf die Servicierbarkeit zu legen. Die Möglichkeiten sind vielzählig. Das macht es notwendig, jedes Projekt individuell zu bewerten.

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DER INDIVIDUELLE KUNDENNUTZEN STEHT IM FOKUS Der individuelle Kundennutzen ist in den Mittelpunkt gerückt. Die Fronius Symound Fronius Eco-Plattform bieten die bereits beschriebene, notwendige Flexibilität. Beide Produkte verfolgen dasselbe Installations-, Datenkommunikations- sowie Servicekonzept. Fronius Symo steht mit seinem weiten Eingangsspannungsbereich und zwei MPPT (Maximum Power Point Trackern) für Flexibilität. Fronius Eco hingegen steht mit seinem hohen Wirkungs-

grad für eine kosteneffiziente Lösung. Eine Kombination aus den Vorteilen der beiden Geräte stellt die ideale Lösung für die unterschiedlichsten Anforderungen dar.

HOHE ANSPRÜCHE AN DIE DATENKOMMUNIKATION Die Ansprüche an die Datenkommunikation werden immer vielschichtiger. Steuer- und regelungstechnische Anforderungen sind bereits heute in den meisten Verteilnetzbzw. Übertragungsnetzgebieten Grundvoraussetzung für den Netzanschluss.


UMWELT – ENERGIE

Offene Schnittstellen anzubieten, wie zum Beispiel zu Solarlog oder Meteo Control, ist auch für die Visualisierung der Anlagendaten ein wichtiger Punkt. Viele Anlagenbetreiber nutzen bereits diese, im Markt etablierten Anbieter oder eine eigene Visualisierungssoftware. Mit dem FTP-Push Service von Fronius können Anlagendaten problemlos in diese eingebunden werden.

Foto: Fronius International GmbH

Softwaretechnisch ist dies eine grosse Herausforderung. Diese führt unter anderem dazu, dass zukünftig verstärkt mit sogenannten Third-Party-Komponenten gearbeitet wird. Wichtig ist, die entsprechenden offenen Schnittstellen anzubieten und für Kompatibilität zu sorgen.

Die Systemlösung Fronius Power Package kombiniert die Wechselrichter mit einem perfekt abgestimmten AC-Combiner.

Foto: Fronius International GmbH

DAS GESAMTSYSTEM IM BLICK HABEN Die unterschiedlichen Normenlandschaften und die verschiedenen Installationsbedingungen der einzelnen Märkte haben vor allem Auswirkungen auf die Software. Aufgrund der Einzigartigkeit der Projekte und Märkte ist es unabdinglich, nicht mehr nur den Wechselrichter, sondern das Gesamtsystem und die vorherrschenden Rahmenbedingungen zu betrachten. Für die Anforderung NEC 2014 hat Fronius eine eigene Rapid Shutdown Box entwickelt,

Grundsätzlich wird es für WechselrichterHersteller in Zukunft noch wichtiger sein, die verschiedenen Anwendungen und deren Anforderungen zu kennen und spezifische Lösungen am Markt anzubieten. Fronius hat diesen Trend erkannt und brachte im Zuge seiner 24 Stunden Sonne Kampagne mit dem Fronius Energy Package die erste individuelle Speicherlösung auf den Markt. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass zukünftig auch WechselrichterHersteller ihren Fokus auf Produktdiversifizierungen und individuelle Lösungen richten müssen. Es müssen Produkte angeboten

eine Abschalteinrichtung in der Nähe des Modulfeldes, wodurch im Brandfall der ganze Strang spannungsfrei geschalten wird.

werden, welche die unterschiedlichsten Anforderungen an die Datenkommunikation abbilden können, kompatibel mit Third Party Anbietern sind und auch die unterschiedlichen Installationsanforderungen der verschiedenen Märkte abdecken. Das Thema Speicher wird zukünftig ebenfalls eine entscheidende Rolle bei Grossprojekten spielen. Jedes Projekt ist einzigartig und es liegt an dem jeweiligen Wechselrichter-Hersteller einzigartige, flexible Lösungen anzubieten.

ÜBER DIE FRONIUS SCHWEIZ AG Die Fronius Schweiz AG mit Sitz in Rümlang ist eine Tochtergesellschaft der Fronius International. Fronius International ist ein österreichisches Unternehmen mit Firmensitz in Pettenbach und weiteren Standorten in Wels, Thalheim, Steinhaus und Sattledt. Das Unternehmen mit global 3 817 Mitarbeitern ist in den Bereichen Schweisstechnik, Photovoltaik und Batterieladetechnik tätig. Der Exportanteil mit rund 89 Prozent wird mit 28 internationalen Fronius Gesellschaften und Vertriebspartnern / Repräsentanten in mehr als 60  Ländern erreicht. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie 1 242 erteilten Patenten ist Fronius Innovationsführer am Weltmarkt.

Jürgen Hürner ist Produktmanager bei Fronius International, Sparte Solar Energy.

WEITERE INFORMATIONEN Fronius Schweiz AG Patrick Gauss Oberglatterstrasse 11 CH-8153 Rümlang Telefon +41 (0)44 817 99 48 gauss.patrick@fronius.com www.fronius.ch

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT

STAUANLAGEN MÜSSEN EXTREMEN HOCHWASSERN STANDHALTEN Die Schweiz zählt 162 grosse Talsperren mit einer Höhe von über 15 Metern. Damit diese Anlagen sicher betrieben werden können, müssen sie für alle denkbaren Belastungen ausgelegt sein. Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören Bauwerke zur Hochwasserentlastung, die bei extremen Regenfällen ein unkontrolliertes Überlaufen eines Stausees verhindern. Ein Forschungsprojekt der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich die Gefahren durch ausserordentliche, sehr seltene Hochwasserereignisse abschätzen lassen. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Die Contra-Staumauer im Tessiner Verzasca-Tal wurde in den frühen 1960er Jahren erbaut und ist mit 220 m die vierthöchste Staumauer der Schweiz. Auf beiden Seiten der Mauer sind die zwei Hochwasserentlastungen mit jeweils sechs Schussrinnen erkennbar. Die Hochwasserentlastungen ermöglichen ein Entweichen des Wassers aus dem See, wenn dessen Kapazität ausgeschöpft ist.

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT

W

enn es um die Erforschung von Wasserkraftwerken und anderen hydraulischen Bauwerken geht, geniesst das Wasserbaulabor der ETH Lausanne (EPFL) einen erstklassigen Ruf. Wissenschaftler untersuchen hier die Verlässlichkeit von Talsperren, die Zweckmässigkeit von hydraulischen Bauwerken von Wasserkraftanlagen oder den Sedimenteintrag in Stauseen, aber auch Fragestellungen rund um den Hochwasserschutz und die Gewässerrevitalisierung. In der grossen Versuchshalle werden neben den Forschungsexperimenten mehrere praktische Fragestellungen zu Projekten im In- und Ausland untersucht wie Massnahmen gegen Erosionen am Fusse der Staumauer Kariba am Zambesi-Fluss in Afrika, Erosionsschutz mit grossen Betonprismen beim Flusskraftwerk ChancyPougny an der Rhone unterhalb von Genf, Fischaufstieg an einem Rheinkraftwerk unterhalb von Basel und ein Wirbelfallschacht zur Abführung von Abwasser in Cossonay (VD).

starken Regens im Einzugsgebiet eines Stausees niedergeht – und welche Auswirkungen der Niederschlag auf den Füllstand des Stausees hat. Der Luxemburger Wissenschaftler entwickelte eine Methode, um die Auswirkungen extremer Niederschlagsereignisse zu bestimmen. Die Arbeit leiste einen Beitrag zur Sicherheit von Talsperren, sagt Prof. Anton Schleiss, der an der EPFL das Laboratoire de constructions hydrauliques (LCH) leitet und der die Dissertation betreut hat: «Die Talsperren in der Schweiz werden alle fünf Jahre einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Die vorliegende Arbeit stellt die wissenschaftlichen Grundlagen bereit, um das Gefährdungspotenzial von

extremen Niederschlägen in den Schweizer Alpen in Zukunft noch besser abschätzen und in die Sicherheitsüberprüfungen einbeziehen zu können.»

EXTREME HOCHWASSER VORAUSSEHEN Grundsätzlich gilt: Wenn es stark regnet, sind Staumauern und Dämme erst einmal ein Segen, denn sie fangen die Wassermassen, die über dem Einzugsgebiet des Stausees niedergehen, auf und verhindern so ein abruptes Anschwellen der Flüsse. Allerdings ist das Fassungsvermögen jedes Stausees begrenzt. Damit das Wasser aus dem vollen See kontrolliert abfliessen

HOCHWASSER GEFÄHRDET STAUDAMM Das Thema Sicherheit zieht sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Forschungsprojekte. Die Schweizer Bevölkerung hat Vertrauen in die Verlässlichkeit der einheimischen Talsperren. Doch die Sicherheit von Staumauern und Staudämmen bleibt eine ständige Aufgabe. Was im Schadensfall passiert, hat die Bevölkerung unterhalb des Oroville-Staudamms im nördlichen Kalifornien im Frühjahr 2017 leidvoll erfahren. Damals drohte eine Seitenmauer beim Notüberlauf abseits des 200 m hohen Erddammes nach wochenlangen Regenfällen zu brechen. Der Staudamm hat zwar einen Überlauf – Hochwasserentlastung genannt –, welcher verhindert, dass das Wasser unkontrolliert über den Staudamm fliesst. Doch nach einem Schaden konnte der Hauptüberlauf nicht mehr benutzt werden. Das Wasser floss über den Notüberlauf und drohte diesen zu unterspülen. Aus Sicherheitsgründen wurden vorsorglich 160’000 Personen evakuiert. Die Seitenmauer und der Damm hielten den Wassermassen jedoch stand. Es ist ein Zufall, dass kurz vor dieser spektakulären Panne in Kalifornien ein Forschungsprojekt an der EPFL abgeschlossen wurde, das sich der Sicherheit von Talsperren bei Hochwassern widmet. Fränz Zeimetz hat in seiner Doktorarbeit untersucht, welche Wassermenge während eines

Die PMP-Karte zeigt die maximale 24-Stunden-Regenmenge, wie sie in der Schweiz erwartet wird. In gewissen Alpenregionen können demnach bis zu 750 mm Regen niedergehen. Das ist deutlich mehr als die 150 mm, die beim Alpenhochwasser 2005 gemessen wurden. Zum Vergleich: Der Jahresniederschlag in der Schweiz beträgt durchschnittlich 1500 mm.

Im Rahmen der EPFL-Studie wurde das neu entwickelte Verfahren zur Berechnung von extremen Hochwassern auf drei Stauanlagen angewendet.

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT kann, verfügt jeder Stausee über ein Bauwerk zur Hochwasserentlastung. Dazu dienen Überläufe oder Öffnungen in der Talsperren – Fachleute sprechen von «Überfallen» und «Durchlässen». Damit die Hochwasserentlastungen robust genug gebaut werden können, müssen

die Betreiber der Stauanlagen wissen, mit welchen Hochwassern sie im extremsten Fall zu rechnen haben (vgl. Textbox). Seit ab dem frühen 20. Jahrhundert und dann nach 1945 im grossen Stil Talsperren in den Schweizer Alpen errichtet wurden, um die Wasserkraft für die Stromproduktion zu nutzen, wurde ver-

sucht, schlimmstmögliche Hochwasserereignisse vorauszusehen. Grundlage dieser Abschätzungen waren lange Zeit hauptsächlich beobachtete Hochwasser. Aus den historischen Aufzeichnungen und gemessenen Hochwassern versuchten Wissenschaftler mit statistischen Methoden abzuleiten, mit welchen Hoch-

Auswirkungen eines extremen Starkregens auf den Stausee Mattmark: Die Kurve «Inflow» veranschaulicht die Wassermenge, die in den Stausee strömt. Ca. 14 Stunden nach Beginn des Starkregens erreicht der Zufluss den Maximalwert von rund 450 m3/s. Die Kurve «Outflow» zeigt an, wie viel Wasser durch den Überfall (Überlauf) aus dem Stausee entweicht. Da zeitweilig mehr Wasser in den Stausee strömt als durch den Überfall (maximale Abflussmenge: 230 m3/s) abfliessen kann, steigt der Wasserspiegel des Stausees kontinuierlich an, insgesamt um ca. 5 m von 2197 auf 2202 m. Der höchste Wasserspiegel ist 16 Stunden nach Beginn des Starkregens erreicht, der Wasserspiegel des Stausees liegt jetzt nur noch zwei Meter unter der Krone des Staudammes (2204 m). Unterdessen ist der Starkregen aber wieder abgeklungen, daher entspannt sich die Lage, der Wasserspiegel des Stausees sinkt. Der Überfall ist also gross genug dimensioniert, um einen extremen Starkregen auszuhalten. Zum Vergleich: Hätte der Staudamm keinen Überfall, würde der Wasserspiegel während des extremen Starkregens um 10 m ansteigen und damit den Damm 3 m überströmen, was den Bruch zur Folge haben könnte.

Die Karte zeigt den Stausee Mattmark (dunkelblau) und das 35,6 km2 grosse Haupteinzugsgebiet mit Gletschern (hellblau). Damit für den Stausee genügend Wasser zur Verfügung steht, wird

Das direkte Einzugsgebiet des Stausees

das Wasser von vier benachbarten Talschaften in zusätzlichen Wasserfassungen gesammelt

Mattmark, dargestellt mit einer vertikalen

(rote Punkte) und über Stollen in den Stausee gebracht. Das gesamte Einzugsgebiet des Stausees

Auflösung von 300 Metern. Die Gletscher sind

beträgt damit 83,2 km2.

türkisfarben eingezeichnet.

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT wassern für die Zukunft im schlimmsten Fall mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist.

NEUES VORHERSAGEMODELL Dieser Ansatz führt indessen für sich alleine häufig nicht zu verlässlichen Ergebnissen bei extremen Hochwassern. Daher gehen Forscher seit ca. 20 Jahren auch einen neuen Weg, bei dem sie bestimmen, welche Regenmenge über einem Landstrich maximal niedergehen kann. Diesen Berechnungen legen sie eine maximale Wolkendichte mit maximaler Sättigung an Feuchtigkeit zugrunde. Die Ergebnisse werden in sogenannten PMP-Karten zusammengefasst, die für jeden geografischen Ort den maximal möglichen Niederschlag («probable maximum precipitation» / PMP) ausweisen. Doch auch dieses Vorgehen hat seine Schwächen: Die ausgewiesenen Regenmengen sind tendenziell zu hoch, weil ein Regen über einem bestimmten Gebiet nicht flächendeckend über einen längeren Zeitraum mit maximaler Stärke niedergeht.

WENN HOCHWASSER «EXTREME» AUSMASSE ANNEHMEN Regen ist nicht gleich Regen: Wenn es im Amazonas-Gebiet regnet, kommt im selben Zeitraum gut und gern die doppelte Menge Wasser vom Himmel, als wenn sich die Wolken über der Schweiz entleeren. Der Hauptgrund: Die Luft in Südamerika ist wärmer und die Wolken können entsprechend mehr Feuchtigkeit speichern. Doch auch in der Schweiz kommen bei Starkregen erkleckliche Mengen zusammen. Beim verheerenden Alpenhochwasser im August 2005 waren es rund 150 mm Niederschlag in 24 Stunden. Das Unwetter von 2005 war gewaltig. Aber es könnte noch schlimmer kommen. Die Aufsichtsbehörden fordern von den Betreibern von Talsperren, sich für ein aussergewöhnliches Hochwasser zu wappnen. «Aussergewöhnlich» bedeutet in diesem Zusammenhang ein Hochwasser von der Stärke, wie es alle Tausend Jahre nur einmal zu erwarten ist. Staudämme müssen so robust gebaut sein, dass sie ein solches tausendjähriges Hochwasser ohne Schäden bewältigen. Selbst einem extremen Hochwasser, welches noch deutlich seltener zu erwarten ist, muss eine Talsperre – ggf. mit Schäden – standhalten. Wie viel Wasser bei einem tausendjährigen oder gar einem extremen Hochwasser in einen Stausee strömt, lässt sich nicht aus Erfahrung sagen, weil entsprechende Hochwasser noch nicht gemessen wurden. Deshalb versuchen Wissenschaftler, solche Hochwasser in Ausmass und Dauer möglichst genau zu berechnen. Diese Berechnungen dienen als Grundlage beim Bau bzw. der regelmässigen Sicherheitsüberprüfung von Staumauern und Staudämmen. BV

Die Mattmark-Talsperre im Wallis ist der grösste Erddamm Europas. Die Talsperre ist mit einem Überfall (am linken Ende des Damms; auf dem Foto nicht sichtbar) ausgestattet, durch den maximal 230 m3 / s Wasser entweichen können. Der Stausee hat eine Oberfläche von 1,76 km2 und ein Fassungsvermögen von 100 Mio. m3.

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UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT Fränk Zeimetz hat in seiner Doktorarbeit nun eine Methode entwickelt, die von Maximalwerten der PMP-Karten ausgeht, dann aber auch die gemessenen Hochwasserereignisse mit einbezieht und auf dem Weg zu einer aussagekräftigeren Vorhersage extremer Hochwasserereignisse gelangt. Diese Methode bezieht verschiedene Faktoren mit ein, welche die Grösse eines Hochwassers in der Realität massgeblich mitbestimmt haben. Dazu gehören neben der Temperaturverteilung in der Atmosphäre auch Umstände, die die Auswirkungen eines Hochwassers tendenziell dämpfen oder vergrössern: Wenn der Boden beispielsweise aus Erdreich und nicht aus Fels besteht und daher Wasser speichern kann. Oder wenn der Regen auf eine Schneedecke fällt und diese schmilzt, was den Abfluss erhöht.

KLIMAWANDEL AUSGEKLAMMERT In der breiten Öffentlichkeit ist heute die Annahme verbreitet, mit dem Klimawandel

werde Zahl und Heftigkeit von Hochwassern in Zukunft zunehmen. Vor diesem Hintergrund mag es erstaunen, dass die EPFLStudie den Klimawandel bewusst nicht mit einbezogen hat. Prof. Schleiss sieht darin keinen Mangel: «Der Klimawandel wird die Häufigkeit von Hochwassern zwar beeinflussen, doch die Regenmenge wird dadurch kaum erhöht, da wir in unseren Modellen ja bereits von den maximal möglichen Mengen ausgehen, die Wolken überhaupt aufnehmen können.» Ausserdem werden die grössten Talsperren alle fünf Jahre einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen und wenn nötig die Anforderungen an die Hochwassersicherheit angepasst; bei den übrigen Talsperren werden die Annahmen zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit alle zehn Jahre überprüft. Anton Schleiss betont gleichzeitig, dass die Auswirkungen des Klimawandels längerfristig die Berechnung extremer Hochwasser beeinflussen können. So könnte eine Erhöhung der Nullgradgrenze die Regenmenge im

Die Bogenstaumauer Limmernboden im Kanton Glarus wurde 1963 fertiggestellt.

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Hochgebirge erhöhen, weil dann weniger Niederschlag in Form von Schnee fällt. Zudem könnten sich die Bodeneigenschaften und deren Nutzung ändern. Um solche Effekte heute schon einzubeziehen sei es allerdings noch zu früh, sagt der EPFL-Forscher, der das massgebliche internationale Expertengremium – die Internationale Kommission für grosse Talsperren – präsidiert. Die Ergebnisse des Lausanner Forschungsprojekts werden in Zukunft dabei helfen, Staumauern und -dämme für extreme Hochwasserereignisse auszulegen. Von 1900 bis 1970 gab es in Europa vergleichsweise wenig grosse Hochwasser, daher wurde beim Bau der Talsperren die Hochwassergefahr eher zu tief angesetzt, da man sich auf beobachtete Hochwasserereignisse bezog. Dieses Defizit sei unterdessen wo nötig aber durch Sanierungen kompensiert worden, sagt Anton Schleiss. Gleichwohl sei denkbar, dass auf Grundlage des neuen Forschungsprojekts ein-


UMWELT – WASSERWIRTSCHAFT zelne Hochwasserentlastungen vergrössert werden müssten. Alternativ könne bei Stauseen auch ein grösseres «Freibord» – das ist der Abstand zwischen maximal zulässigem Füllstand und Mauerkrone – festgesetzt werden.

HINWEIS Den Schlussbericht, die PMP-Karten wie auch die im Rahmen des Projektes entwickelten Berechnungsprogramme finden Sie unter https://cruex.crealp.ch Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Dr. Markus Schwager markus.schwager@bfe.admin.ch Leiter des BFE-Forschungsprogramms Talsperren

Die Karte zeigt den Stausee Limmernboden (dunkelblau) und das Einzugsgebiet (schwarz aus­g ezogen) mit Gletschern (hellblau). Damit für den Stausee genügend

Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrationsund Leuchtturmprojekte im Bereich Talsperren finden Sie unter www.bfe.admin.ch/CT/hydro

Wasser zur Verfügung steht, wird das Wasser von benachbarten Tälern in zusätzlichen Wasserfassungen gesammelt (rote Punkte) und über einen Stollen in den Stausee gebracht. Bei der Berechnung extremer Hochwasser wird die Kapazität dieser Stollen mit einbezogen, weil man mit dem worst case rechnet, dass die Wasserfassungen nicht geschlossen werden könnten.

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SEMINARHOTEL

TREFFEN, TAGEN, FEIERN UND SCHLAFEN GANZ OBEN AM ZÜRICHSEE Das Hotel SEEDAMM PLAZA in Pfäffikon Schwyz ist bekannt als atmosphärischer Business- und Eventtreffpunkt im Dreikantonseck am Zürichsee.

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eit für ein Fest der Sinne oder den Event mit dem gewissen Etwas: Weihnachtsessen, Bankett zum Jahresende, Hochzeit, Jubiläum, Kongress oder Tagung – Sie wissen, was Sie sich wünschen? Oder darf das Hotel SEEDAMM PLAZA Sie mit Erfahrung inspirieren? Festliche Anlässe sind Programm. Einfach genial soll es sein, mit möglichst wenig

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Aufwand für Sie im Vorfeld und viel Erlebnis am Event. Das Team ist spezialisiert, Ihren Eventwunsch zu erfüllen.

TRADITIONELLES NEU INTER­ PRETIERT – DAS SCHMECKT! «Swissness» und Regionalität anerkennt das Hotel SEEDAMM PLAZA als Chancen. Dies gilt für Umbauten und Renovationen,

bei denen möglichst regionale Handwerker berücksichtigt werden, und genauso für die Küche. Traditionelle und neu interpretierte Gerichte aus dem Kanton Schwyz entfalten sich unter dem Label «ächt Schwyz» zu einem genussreichen Erfolgsrezept. Wichtige Grundpfeiler von «ächt Schwyz» sind die regionalen Lieferanten. Gerade sie sollen möglichst für


SEMINARHOTEL die feinen Schwyzer Genüsse berücksichtigt werden. Unterschiedliche Swissness-Engagements finden Sie fast im ganzen Haus.

DREI VERSCHIEDENE RESTAURANTS, EVENT HALL, BAR & LOUNGE Bei der «Tischete» werden 150 bis 300 Gäste in der Plaza Event Hall zu typischen Schwyzer Spezialitäten begrüsst. Kleinere Gruppen von 10 bis 48 Personen fühlen sich im urchigen «Schwyzer Stübli» wohl. Die «ächt Schwyz»-Angebote in den Restaurants PUR und PUNTO wechseln regelmässig. Die drei Restaurants mit gehobener, mediter­raner oder japanischer Küche verwöhnen vielseitig. Getränkekarte und Atmosphäre der PULS-Bar & Lounge laden zum lockeren Fachsimpeln oder gemütlichen Ausklingen ein.

AUS- UND WEITERBILDUNG GEHÖREN ZUR FIRMEN­ PHILOSOPHIE Hier beginnt für viele junge Menschen die Karriere. Das Hotel SEEDAMM PLAZA gehört zu den grössten «Produzenten» junger Hoteliers. Aus- und Weiterbildungen werden engagiert gefördert und sind in der Unternehmensphilosophie verankert. Wer beispielsweise im Rahmen der Hotelfachschule sein Praktikum absolviert, wird nicht zum monatelangen Silberputzen verdonnert, sondern wird voll in den Arbeitsalltag integriert. Das praktische

Lernen mitten im Hotelalltag ist wertvoll und bringt Mitarbeitende und das Unternehmen vorwärts. Aus der Karriere­schmiede kam ein Kochweltmeister und ein Barman des Jahres hervor. Zwei Kadermitar­ beiter gewannen die Auszeichnung als «Junger Zürcher Hotelier des Jahres» und mehrere Mitarbeitende erkämpften als Team Goldmedaillen. Das Motto des Hauses gefällt Gästen und Mitarbeitenden gleichermassen: «gut drauf» – willkommen im Hotel SEEDAMM PLAZA, ganz oben am Zürichsee!

IDEAL GELEGEN FÜR ENTSPANNTES BUSINESS &  UNVERGESSLICHE FEIERN Der Spagat zwischen Business und beschaulichem Abstand zum Alltag ist im Hotel SEEDAMM PLAZA leicht zu schaffen. Die Natur mit artenreichem Schutzgebiet, See und Spazierweg liegen direkt vor dem Haus, die Sonnenuntergänge auf der Terrasse sind legendär. Das Hotel ist mit 25 Fahrminuten von Zürich oder 10 Gehminuten vom Bahnhof Pfäffikon SZ entfernt perfekt gelegen. Genügend Parkplätze sind selbstverständlich. Genussreiche Rahmenprogramme runden Tagungen oder Kongresse stimmig ab. Filmreifer Nervenkitzel am Spieltisch und geselliges Essen mit «Fondue Chinoise & Casino», Magisches mit dem Meister Peter Marvey, eine kulinarisch-kulturelle Rundreise am Asian Food and Culture Festival oder feines Regionales im urchigen «Schwyzer Stübli» – diese und weitere Packages sind im Hotel SEEDAMM PLAZA einzigartig.

TAGUNGS- UND EVENTRÄUME IM NEUEN GLANZ 13 Seminar- und Kongressräume erhielten diesen Sommer ein neues Gewand: hell, geräumig, optisch ansprechend und äusserst funktional. Alle Beteiligten sollen sich wohlfühlen, Unternehmens- und Eventmanagement möchten vorfinden, was es für ein erfolgreiches Business braucht. Die sanften Renovationen haben sich gelohnt, die Räume strahlen eine angenehme, ruhige Atmosphäre aus und regen dennoch zum Diskurs an, sind praktisch und technisch bestens ausgestattet.

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VERPFLEGUNG

LUNCH-CHECK EIN MENÜ, DAS ALLEN SCHMECKT Zwar heisst es immer, das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit am Tag – aber das Mittagessen ist mindestens genauso bedeutsam. Die tägliche Mitarbeiterverpflegung stellt Arbeitgeber jedoch immer wieder vor Herausforderungen. Schweizer Lunch-Check hat eine günstige Lösung.

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ahlreiche Studien beweisen es: Für die Arbeitnehmenden ist es gesünder und erholsamer, den Arbeitsplatz während der Mittagspause zu verlassen. Im Beruf kommt es auf Konzentration und Arbeitsleistung an. Mit leerem Magen fällt das oft schwer. Das wissen auch die Arbeitgeber, nur stehen besonders KMU häufig vor der Frage, wie sie ihre Mitarbeiter am besten verpflegen. Kantinen oder Personalrestaurants sind da oft zu aufwändig. Schweizer Lunch-Check stellt seit über 55 Jahren eine Alternative bereit: das bargeldlose Verpflegungssystem für private und öffentliche Unternehmen.

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Über 700 Arbeitgeber in der ganzen Schweiz schätzen die günstige Alternative zu Personalrestaurants und die Befreiung von Sozialabgaben bis zum gesetzlich festgelegten Maximalbetrag. So können die Mitarbeiter an fast 8000 Gastronomiebetrieben in der Schweiz mit Lunch-Check bezahlen. Dies sorgt in der heutigen hektischen Zeit für Entschleunigung. Davon profitieren dann wiederum die Arbeitgeber, welche einerseits am Nachmittag auf erholte und produktive Arbeitnehmende zählen können und andererseits direkt den Teamspirit sowie den informellen Gedankenaustausch fördern.

VORTEILE FÜR ARBEITGEBER Neben der Tatsache, dass sinnvolle Lohnbestandteile die Attraktivität eines jeden Arbeitgebers erhöhen und seine Position bei der Rekrutierung guter Mitarbeitenden stärkt, bedeutet das vor allem einen wirtschaftlichen Vorteil: der Arbeitgeber bezahlt bis zu einem Unterstützungsbeitrag von CHF 180.- pro Mitarbeitenden und Monat keine Sozialleistungen, dies im Gegensatz zu Barentschädigungen. Zudem ist es eine günstige Alternative zu Kantinen oder Personalrestaurants, weil die Kosten für betriebsinterne Verpflegungsinfrastrukturen entfallen. Das faire System bietet eine einheitliche Verpflegungs-möglichkeit für


VERPFLEGUNG Schweizer Lunch-Check unterstützt mit ihrem einfachen, auf einer Prepaid-Karte basierenden System diese moderne Art der Mitarbeiterverpflegung. Die Karte ist für sämtliche Mitarbeitende kostenlos und Jahresgebühren werden nicht erhoben. Sehr einfach und effizient ist ausserdem die online Verwaltung über die Guthaben.

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alle Mitarbeitende im Unternehmen, unabhängig von verschiedenen Filialstandorten oder dem Beschäftigungsgrad. Zudem sind die Lunch-Check Guthaben zweckgebunden: Mitarbeiter können es ausschliesslich für die Verpflegung verwenden.

Ob Beförderung eines Mitarbeitenden, Geburtstag von einem Familienmitglied oder Jubiläum eines Arbeitskollegen – mit diesem Geschenk sind Sie in Sachen Geschmack auf der sicheren Seite. Verschenken Sie ein tolles Essen und überlassen Sie der beschenkten Person die Wahl, wo der Betrag eingelöst wird:

beim Lieblingsitaliener, lieber Sushi oder doch ein Gourmet-Menü? Die Geschenkkarte kann in über 8000 Gastronomiebetrieben eingelöst werden. So kann die beschenkte Person auswählen, wann und wo sie essen gehen will. Und für die Entscheidung kann sie sich Zeit lassen – denn im Gegensatz zu einem Gutschein hat die Lunch-Check Karte kein Verfallsdatum. Über so viel Entscheidungsfreiheit freuen sich alle beschenkten Personen.

KONTAKT Genossenschaft Schweizer Lunch-Check Gotthardstrasse 55 CH-8027 Zürich Telefon +41 (0)44 202 02 08 info@lunch-check.ch www.lunch-check.ch

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GLASSTEC 2018 DIE GLASWELT FEIERT DIE 25. AUSGABE IN DÜSSELDORF Vom 23. bis 26. Oktober 2018 trifft sich in Düsseldorf die Glaswelt zum wichtigsten Grossevent der Branche. Die glasstec 2018 feiert in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum und präsentiert wieder in umfassender Bandbreite alle Neuheiten, Trends und Lösungen, kombiniert mit einem fachlich fundierten Rahmenprogramm aus Praxis und Wissenschaft.

«

Die glasstec setzt auch mit der 25. Ausgabe den Massstab, wenn es um die Zukunft der Glasbranche geht. Aussteller aus aller Welt präsentieren den Fachbesuchern ihre Neuheiten und das breit gefächerte Rahmenprogramm bietet exklusive Einblicke in alle Bereiche der Branche. Dies erlaubt den Teilnehmern der glasstec den entscheidenden Schritt voraus zu sein. Darum ist und bleibt die glasstec die Weltleitmesse zum Thema Glas», so Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Die glasstec 2016 war mit mehr als 1230 Ausstellern aus über 50 Ländern erneut die grösste und bedeutendste Fachschau der Branche. Mehr als 40’100 Besucher (aus 121 Ländern) nutzten die Angebote aus den Bereichen Glasherstellung, -bearbeitung und -veredelung, Handwerk,

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Architektur / Bau, Fenster / Fassade sowie die Angebote aus dem breit gefächerten Konferenzprogramm. Die hohe internationale Beteiligung an Fachleuten ist mit 77 % ein in der Glasbranche bisher weltweit unerreichter Wert. Zudem gaben 86 % der Besucher an, direkt an Entscheidungsprozessen in ihrem Unternehmen beteiligt zu sein.

Technologie, Produktion und Glasanwendung. Gezeigt werden Lösungen aus den Bereichen:

SONDERSCHAU «GLASS TECHNOLOGY LIVE»

Weitere Informationen zur glass technology live finden Sie hier: www.glasstec.de/1530 und hier www.glasstec-online.com/2530

Im Mittelpunkt des Rahmenprogramms steht die Sonderschau «glass technology live», in Halle 11. Sie wird in 2018 neu von einem Hochschulnetzwerk organisiert. Die TU Darmstadt, TU Delft, TU Dresden und TU Dortmund präsentieren «the hub @ glasstec». Das Themenspektrum ist branchenübergreifend und zeigt zukunftsweisende Exponate aus den Bereichen

• Interaktive Fassaden und Display Glas • Energie und Performance • Konstruktives Glas: Massives Glas

und Dünnglas • Neue Technologien.

GLASSTEC CONFERENCE: ALLE KONFERENZEN UNTER EINEM DACH Die «glasstec conference» in Halle 10 bündelt hochkarätige Vorträge, vertieft das Hintergrundwissen zu den Exponaten der Sonderschau «glass technology live» und


VORSCHAU bringt so Theorie und Praxis noch näher zusammen. Die Technologiekonferenz «function meets glass» (im CCD Ost) macht den Auftakt am Montag vor Messebeginn. Die Themen Glasproduktion und Märkte präsentieren am Dienstag die Partner HVGDGG (Hüttentechnischen Vereinigung der deutschen Glasindustrie e.V. und Deutsche Glastechnische Gesellschaft e.V. (DGG) und der Bundesverband Glasindustrie e.V. (BV Glas). Neue und zukünftige Verarbeitungstechnologien bilden den thematischen Schwerpunkt am Mittwoch, präsentiert durch den Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer e. V. (VDMA). Zum ersten Mal findet am Mittwoch die neue Veranstaltung «Daylight by EuroWindoor» statt. Inhaltlich geht es um Neuigkeiten zu Grundlagen und Planung der Tageslichtnutzung in Gebäuden. Auf dem internationalen Architekturkongress (im CCD Ost) präsentieren am Donnerstagvormittag Referenten aus renommierten Architekturbüros ihre Projekte und Realisationen mit Glas. Der internationale Architekturkongress steht unter Leitung der Architektenkammer NRW. Der Architekturkongress ist als Fortbildung offiziell anerkannt (AKNW – 4 Unterrichtsstunden für die Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur, IKBau NRW – 4 Zeiteinheiten). Die Teilnahmegebühr beträgt 49 Euro und beinhaltet den Messeeintritt für zwei Tage. Bis zum Ende der glasstec steht das Konferenzprogramm mit der wissenschaftlichen Konferenz engineered transparency ganz im Zeichen der Forschung. Internationale Wissenschaftler diskutieren am Donnerstag und Freitag die Entwicklungen im Bereich des konstruktiven Glasbaus. Informationen zur glasstec conference finden Sie hier: www.glasstec.de/konferenz und hier www.glasstec-online.com/ conference

DIE JUNGEN WILDEN AUF DER GLASSTEC: START-UP ZONE UND BMWI FÖDERUNG Junge, internationale Unternehmen haben in Halle 10 die Möglichkeit, ihre Ideen dem hochkarätigen Fachpublikum zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen, Netzwerke aufzubauen und eine hohe Anzahl an Entscheidern (86 % der 40’105 Besucher in 2016) zu treffen. Eines der Markenzeichen der glasstec ist die ausgezeichnete Investitionsbereitschaft unter den Teilnehmern. Weitere Infos zur Start-up-Zone gibt es unter: www.glasstec.de/startup und www.glasstec-online.com/start-up

Die Chance, sich dem nationalen und internationalen Publikum auf der glasstec 2018 zu präsentieren, wird auch jungen deutschen Unternehmen, durch die Teilnahme am BMWi-Gemeinschaftsstand bewerben ermöglicht. Wie viele andere Veranstaltungen der Messe Düsseldorf GmbH, wird auch die glasstec vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als internationale Leitmesse gelistet. Die Listung ermöglicht es jungen innovativen Unternehmen im Rahmen eines Förderungsprogramms des BMWi bis zu 60 Prozent ihrer Messeausstellerkosten erstattet zu bekommen.

HANDWERK LIVE: MITMACHEN UND NEUES ENTDECKEN Das «Zentrum Handwerk» lädt die Besucher zum Mitmachen und ausprobieren ein. Der Stand des Bundesinnungsverbandes des Glaserhandwerks in Halle 9 bildet dabei den zentralen Anlaufpunkt. Ebenfalls in dieser Halle präsentiert die Sonderschau Handwerk LIVE das Thema «Bearbeitung von Glas: Vom Lager bis zum Endprodukt». An verschiedenen praktisch ausgerichteten Stationen, die die gesamte Prozesskette veranschaulichen, erfahren die Besucher aus dem glasverarbeitenden Handwerk, welche Voraussetzungen, Abläufe und Produkte die Bearbeitung und den Transport von Glas erleichtern. Hier ist das glasverarbeitende Handwerk eingeladen, selbst Hand an Werkzeug und Material zu legen. Komplettiert wird das Zentrum Handwerk durch die Sonderausstellung «glass art», die Kunstobjekte aus Glas zeigt. Das Spektrum der ausstellenden Künstler international renom-

mierter Galerien, reicht von Glasgefässen über skulpturale Objekte bis hin zu Glasmalerei.

NEUER WETTBEWERB FÜR JUNGE GLASVERARBEITER: DIE «GLASSTEC CHALLENGE» Auszubildende aus dem 3. Lehrjahr werden während der Messe unter Wettbewerbsbedingungen gegeneinander antreten und an Mitmachstationen verschiedene Exponate herstellen. Bewertet werden neben der Qualität der Exponate auch die zeitliche Umsetzung, die Vorbereitung und der Einsatz von Schutzausrüstung und Arbeitskleidung. Auf die Gewinner warten attraktive Preise wie Weiterbildungsgutscheine und kostenlose Seminarteilnahmen.

EINFACHE MESSEVORBEREITUNG Zu den weiteren Serviceangeboten gehören beispielsweise Hotel- und Anreiseinformationen, personalisierbare Hallenpläne oder auch Tipps für den Stadtbesuch in Düsseldorf. Ausserdem können unter www.glasstec.de Eintrittskarten zu vergünstigten Vorverkaufskonditionen erworben werden. Die eTickets kosten von 38 Euro (Ta­ges­ ticket, vor Ort 53 Euro) über 58 Euro (2-Tagesticket, vor Ort 76 Euro) bis 90 Euro (Dauerkarte, vor Ort 110 Euro) und gelten zur An- und Abreise als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Für den mobilen Zugriff stehen unsere glasstec Seite im responsiven Design sowie eine App für iOS, und Android bereit.


IMPRESSUM Herausgeber rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 110 CH-4132 Muttenz / Basel Telefon  + 41 (0) 61 335 60 80 Telefax + 41 (0) 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch Verleger Francesco J. Ciringione cf@rundschaumedien.ch Mitglied der Geschäftsleitung Boris Jaeggi b.jaeggi@rundschaumedien.ch Verlagsleitung Verkauf & Marketing Serhat Tok s.tok@rundschaumedien.ch Verlagsleitung Administration & Produktion Hasan Dursun h.dursun@rundschaumedien.ch Projektleitung &  Chefredaktion Roland Baer baer@rundschaumedien.ch Leitung Produktion & Grafik Sandra Rizzi s.rizzi@rundschaumedien.ch Grafik Lorena Saum l.saum@rundschaumedien.ch

Die nächste Ausgabe erscheint im September 2018 Einzelpreis CHF 10.– Kontaktieren Sie uns gerne: info@rundschaumedien.ch

AUSGABE 01 / 2018

GRÜNE INNOVATION DES GELBEN RIESEN ERFOLGREICHE IT-SICHERHEIT GEHT ALLE AN TERMIN-, KOSTEN- UND QUALITÄTSSICHERHEIT GEBÄUDEMANAGEMENT | MOBILITÄT | SICHERHEIT | UMWELT | WASSERWIRTSCHAFT

Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und dem Verlag jede Haftung abgelehnt.

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Autoren Roland Baer Franco Cerminara Urs Hof Max Räb Claudia Siegele Benedikt Vogel Andreas Wisler

Fotos & Grafiken Benedikt Vogel CH2011 Dissertation Zeimetz Hertig and Fallot Langenbruck Lisec Austria GmbH Oekozentrum Timon Peters ROGEK Schott AG Schweizerische Post Shutterstock Swiss COD, 2011


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