bundesRUNDSCHAU 02/2021

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AUSGABE 02 /2021

IMPULSE FÜR MITARBEITER IM STRASSENUNTERHALTSDIENST RUNTER VOM ÖL – DAVOS IM ABWÄRME-AUFWIND DIE NEUEN CEORA-MÄHROBOTER B I O M A S S E | E N E RG I E | M O B I L I TÄT | D I G I TA L I S I E R U N G | WA S S E R K R A F T



LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, STROM KÖNNTE BALD KNAPP WERDEN Findet die Schweiz keine Lösung mit der EU und vergrössert die eigene Stromproduktion, dann drohen Engpässe in der Versorgung. Seit Jahren ist die Schweiz im Winter auf Stromimporte angewiesen. Der Bund vertraute darauf, dass der grenzüberschreitende Markt die Problematik lösen könnte. Die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Importschwierigkeiten sind vorhersehbar. Ohne institutionelles Rahmenabkommen, will die EU kein Stromabkommen mit der Schweiz abschliessen. Die Gefahr droht, dass die Schweiz deutlich weniger Strom importieren kann, wenn es zwischen der Schweiz und der EU zu keiner Kooperation kommt, werden die Nachbarländer die 70 Prozent Klausel beibehalten. Im Normalfall wäre die Netz- und Versorgungssicherheit gewährleistet. Bei Szenarien wie bei Kraftwerkausfällen, würde der inländische Strombedarf nicht mehr gedeckt sein. Um auch in den kommenden Jahren eine sichere Stromversorgung zu haben, müssen zumindest die bestehenden Vereinbarungen mit unseren Nachbarländern weiterentwickelt werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die folgenden Festtage alles Gute, einen guten Rutsch und mollige Wärme.

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Ausgabe 02  / 2021 // Seite 1


INHALT

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EDITORIAL 1

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TITELSTORY 6 Impulse für Mitarbeiter im Strassenunterhaltsdienst

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BIOMASSE 8 Biomasse-Transporte sind kein Holzweg

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8

Mit erneuerbaren Energien umweltfreundlich Haushalten

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Der doppelte Nutzen von Biotreibstoffen

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ENERGIE 22

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Ortsnetzstationen einfach digitalisiert

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Runter vom Öl – Davos im Abwärme-Aufwind

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Dekarbonisierung verlangt Weiterentwicklung des Schweizer Gasmarkts

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Performance weiter verbessert

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Klimafreundlich Heizen? Mit heimischen Pellets!

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MOBILITÄT 34 Die Neuen CEORA-Mähroboter

34

Rapid URI – Der erste vollelektrische Einachsgeräteträger auf dem Markt

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ZAUGG-Schneefrässchleuder ZRR10000M räumt den Schnee auf schwedischen Gleisen

38

Synthetische Treibstoffe sauber verbrennen

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INHALT

44 48

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WASSERKRAFT 44 Herausforderung Energiewende

44

Clevere Lösungen für nachhaltiges Wohnen

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DIGITALISIERUNG 48 Aargau: Der Hub für Digitalisierungs-Events

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AUS- UND WEITERBILDUNG

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Post-COVID 51

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VORSCHAU 54 An der Swissbau 2022 wird es wieder persönlich

54

Vorschau / Impressum

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TITELSTORY

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U

nverzichtbarer Qualitätsvorsprung durch Weiterbildung: Darum bietet das CAMPUS SURSEE Bildungszentrum Bau, ein breites Angebot an unterschiedlichen, wiederkehrenden Ausbildun-

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Film «Staub und Stolz»: Er macht unsere Strassen sicher: Unterwegs mit Polier Valon Ajvazi

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© BFE-Schlussbericht/bearbeitet B. Vogel

BIOMASSE

BIOMASSE-TRANSPORTE SIND KEIN HOLZWEG Holz und andere Formen von Biomasse zählen zu den einheimischen Ressourcen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz leisten. Doch um diese Energieträger energetisch zu nutzen, sind Transporte notwendig, die bisher in der Regel von Traktoren und Lastkraftwagen durchgeführt werden, die selber fossile Treibstoffe verbrauchen und Treibhausgase wie CO2 ausstossen. Eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt nun, dass der transportbedingte Treibstoffverbrauch die Nutzung von Biomasse zur Erzeugung von Wärme und Strom nicht in Frage stellt. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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H

eute dient Waldnutzung in erheblichem Mass der Energiegewinnung, wie ein Blick in die Schweizer Forststatistik belegt: 4.6 Millionen Kubikmeter Holz wurden im Jahr 2019 geschlagen, davon 1.9 Millionen Kubikmeter für die energetische Nutzung. Vom Energieholz entfielen knapp zwei Drittel auf Hackschnitzel und gut ein Drittel auf Stückholz. Nicht nur die Forst-, auch die Landwirtschaft ist in die Energieproduktion involviert: 1.5 Millionen Rinder und 1.4 Millionen Schweine in der Schweiz produzieren erhebliche Mengen an Gülle und Mist. Ein kleiner Teil dieses Hofdüngers wird in Biogasanlagen in Wärme und Strom umgewandelt. «Bei Waldholz und vor allem beim Hofdünger liegt das grösste bisher ungenutzte Potenzial zur energetischen Nutzung von Biomasse brach», sagt Vanessa Burg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf (ZH). Die energetische Nutzung von Waldholz, aber auch von Hofdünger benötigt allerdings selber wieder Energie. Zum Beispiel für den Transport des Holzes vom Wald in die

© BFE-Schlussbericht

BIOMASSE

Energieaufwand unterschiedlicher Transportverfahren (gemessen in Megajoule / MJ pro Tonne Trockensubstanz (tTS).

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O p b r i d L a Ausgabe d e s y s02   t /e2021 m e// Seite 9


© BFE-Schlussbericht

TITELSTORY

CO2-Bilanz der zwölf untersuchten Transportverfahren: Die Säulen über der Null-Linie veranschaulichen die CO2-Emissionen durch den Transport, während der Lagerung des Hofdüngers (Manure MGMT) und der Gärprodukte sowie infolge von Produktionsverlusten. Unter der Null-Linie dargestellt sind die vermiedenen Treibhausgasemissionen dank der energetischen Nutzung von Biomasse (im Vergleich zu importiertem Strom und Fernwärme mit einem fossilen Anteil).

Sägerei oder die Überführung des Mists vom Hof in die Biogasanlage. Diese Transporte werden heute vorwiegend über die Strasse abgewickelt, mit Fahrzeugen, die Diesel oder Benzin verbrauchen. Ein Team aus WSL-Forscherinnen wollte nun mit Unterstützung der Universität Genf wissen, wie gross der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen dieser Transporte sind und stellte diese in Bezug zum Strom- und Wärmeertrag, der bei der energetischen Verwertung der Biomasse erzielt wird. Konkret wurden für zwölf verbreitete Transportverfahren (vgl. Textbox und Tabelle 01) die benötigte Energie, die CO2-Emissionen und auch die Kosten errechnet. Für die Länge der jeweiligen Transportstrecken stützten sich die Wissenschaftlerinnen auf Expertenschätzungen bzw. auf anonymisierte Daten des Bundesamts für Landwirtschaft. Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesamt für Energie unterstützt.

PROFESSIONELLE TRANSPORTE BRAUCHEN WENIGER ENERGIE

HINWEISE Der Schlussbericht zum Forschungsprojekt «Biomass transport for energy in Switzerland: Costs, energy and CO2 performance of main forest wood and manure transport chains» ist abrufbar unter: www.aramis.admin.ch/Texte/?ProjectID=44234 Auskünfte zum Projekt erteilt Dr. Sandra Hermle (sandra.hermle@bfe.admin.ch), Leiterin des BFE-Forschungsprogramms Bioenergie.

© WSL

Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Bioenergie finden Sie unter www.bfe.admin.ch/ec-bioenergie.

«Das gelegentlich geäusserte Vorurteil, die energetische Nutzung von Biomasse lohne sich nicht, weil der Transport sehr viel Energie verbraucht, wird durch die Untersuchung klar widerlegt», fasst WSL-Forscherin Vivienne Schnorf ein Hauptergebnis der Untersuchung zusammen. Der Energieaufwand für den Transport macht bei den in der Schweiz üblichen Transport-

Mulde mit einem Fassungsvermögen von 45 m3, wie sie von Forstunternehmern verwendet wird.

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© WSL © Holzenergie Schweiz

Hackschnitzel gelangen vom Hacker auf den Sattelschlepper.

Ein Polter mit Stückholzbündeln

RUBRIK distanzen tatsächlich nur einen geringen Teil der in der Biomasse enthaltenen Energie aus. Bei Waldholz (Stückholz und Hackschnitzel) beträgt der Energieaufwand für den Transport 0.3 bis 1.5 Prozent der im transportierten Holz enthaltenen Primärenergie. Bei Gülle liegt der Anteil höher, aber immer noch unter 5 Prozent. Mit Blick auf die vier untersuchten Formen von Biomasse kann man feststellen: Der Energieaufwand für den Transport ist bei Hackschnitzeln kleiner als bei Stückholz, und der Transport von Mist lässt sich mit weniger Energie bewältigen als jener von Gülle, es sei denn, der Transport der Gülle erfolgt über Rohrleitungen (vgl. Grafik 02). Nicht nur bei der Gülle ist der Energieaufwand für die untersuchten Transportverfahren unterschiedlich gross. Dasselbe Bild zeigt sich in mehr oder weniger ausgeprägtem Mass bei Mist, Hackschnitzeln und Stückholz. Durch Landwirte ausgeführte Transporte brauchen über alle vier Energieträger hinweg mehr Energie pro transportierte Einheit, als wenn professionalisierte Transportunternehmen diese Aufgabe übernehmen. Beim Transport

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© Vivienne Schnorf

RUBRIK

Lagerung von Mist und Rüstabfällen vor einer Biogasanlage.

von Stückholz schneiden Forstunternehmen (spezialisierte Dienstleister) besser ab als Forstbetriebe, die für Transporte in der Regel technisch weniger gut ausgestattet sind. Am wenigsten Energie brauchen Privatleute, die ihr CheminéeHolz im Wald selber abholen (Annahme: 10 Kilometer Transportweg für Hin- und Rückfahrt). Der Einsatz von Sattelschleppern beim Transport von Hackschnitzeln ist trotz grösserer Transportdistanzen

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von 10 bis 30 Kilometern ähnlich energieeffzient wie derjenige von konventionellen Lastkraftwagen bei Distanzen von 5 bis 10 Kilometern. Verantwortlich dafür ist die wesentlich höhere Ladekapazität der Sattelschlepper.

WEITE TRANSPORTE WERDEN UNRENTABEL Die Forscherinnen von WSL und Universität Genf untersuchten neben dem Energie-

aufwand die CO2-Emissionen des Transports und verglichen sie mit den CO2-­ Einsparungen, die sich dank Verwendung von Biomasse statt fossiler Energien bei der Energieerzeugung erzielen lassen (vgl. Grafik 03). Die Ergebnisse zeigen, dass der Transport die CO2-Bilanz der energetischen Nutzung von Waldholz nur geringfügig schmälern kann, nämlich in der Höhe von maximal 6 Prozent, wenn Landwirte Stückholz von Laubbäumen transportieren. Beim


© Holzenergie Schweiz

Energierundholz, das an einer Waldstrasse lagert.

energetisch seltener genutzten Nadelholz liegt der Maximalwert bei 9 Prozent. Auch bei Gülle und Mist führt die energetische Nutzung unter dem Strich zu einem geringeren CO2-Ausstoss, aber in einem weniger ausgeprägten Mass, da nicht nur beim Transport, sondern auch während der Biogasproduktion kleine Mengen Methan emittiert werden. Laut BFE-Schlussbericht spart die energetische Verwertung von Gülle und Mist immer noch dreimal mehr CO2 ein als der Transport verursacht. Weder der Energieaufwand noch die CO2-Emissionen des Transports, so das Fazit der Untersuchung, sprechen gegen eine energetische Nutzung von Waldholz und Hofdünger. Wenn es einen Punkt gibt, der die Nutzung einschränkt, dann sind es die Transportkosten (einschliesslich der Kosten für Be- und Entladung). Ab einer bestimmten Transportstrecke zum Endverbraucher übersteigen diese Kosten nämlich den Erlös aus dem Verkauf der Bioenergie. Im Bereich des Waldholzes ist dies beim Transportverfahren ‹Forstbetrieb› bereits bei einer Fahrstrecke von 43 Kilometern der Fall. Noch restriktiver ist das Kostenargument bei Gülle: Hier ist der Transport schon bei einem Transportweg von drei Kilometern nicht mehr rentabel. Die Autorinnen der WSL-Untersuchung empfehlen in ihrem Schlussbericht, auf eine Verkürzung der Transportwege und die Erhöhung der Transportmengen hinzuwirken: «Um Biomasse-Transporte weiter zu optimieren, muss man die Planung der Anlagenstandorte verbessern, die Strasseninfrastruktur muss auf Schwerlasttransporte ausgerichtet werden, um die Transportkapazitäten zu erhöhen, und schliesslich sollten kohlenstoffarme oder -freie Treibstoffe eingesetzt werden.»

ZWÖLF GÄNGIGE TRANSPORTVERFAHREN FÜR STÜCKHOLZ, HACKSCHNITZEL, GÜLLE UND MIST Die Forscherinnen von WSL und Universität Genf haben für ihre Studie Exponenten der Forst- und Landwirtschaft nach den Transportverfahren für Waldholz (Stückholz, Hackschnitzel) und Hofdünger (Gülle, Mist) befragt. Die Tabelle veranschaulicht die zwölf wichtigsten Transportverfahren mit den jeweiligen Transportprozessen und den zugrunde gelegten Fahrstrecken. Unter 2 ist das geläufigste Transportverfahren für Stückholz dargestellt, wie es oft von Forstbetrieben genutzt wird: Ein Traktor mit Anhänger fährt leer in den Wald und lädt dort gespaltenes Rundholz von ein Meter Länge mit dem integrierten Kran. Er bringt diese zum Forstbetrieb, wo sie abgeladen und zu ofengerechtem Stückholz zerkleinert werden. Das Stückholz (angenommene Menge: drei Ster) wird an den Kunden geliefert, schliesslich kehrt der Traktor mit leerem Anhänger zum Forst­ betrieb zurück. Das häufigste Transportverfahren für Hackschnitzel ist Nummer 6: Ein Lkw fährt vom Forstbetrieb leer in den Wald. Dort werden die vom Hacker zerkleinerten Hackschnitzel in den Container (angenommene Ladefläche: 40 Kubikmeter) gefüllt und in ein Holzheizwerk bzw. in eine Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlage gebracht. Nach der Entladung fährt der Lkw für eine weitere Lieferung leer in den Wald zurück. Unter 8 ist das verbreitetste Transportverfahren für Gülle dargestellt: Auf dem Bauernhof wird die Gülle mit der integrierten Pumpe in den Tank des Sattelaufliegers (Annahme: 27 Kubikmeter Volumen) befördert und von diesem zur Biogas­ anlage gebracht. Die Gülle wird entladen, stattdessen Gärgülle – das Abfallprodukt der Biogasanlage – geladen und anschliessend auf dem Feld ausgebracht. Anschliessend kehrt der Sattelauflieger zur Biogasanlage zurück, um weitere Mengen Gärgülle zu laden und auszubringen. Schliesslich das häufigste Transportverfahren für Mist (12): Ein Anhänger (Annahme: 15 Tonnen Ladegewicht) wird per Frontlader beladen. Der Mist gelangt zur Biogasanlage, Traktor und Anhänger kehren leer zum Hof zurück. In der zweiten Phase dieses Transportverfahrens holt der Bauer mit dem Güllefass die Gärgülle in der Biogas­anlage ab, bringt sie auf dem Feld aus und kehrt mit leerem Tank zum Hof zurück. Dieser Prozess kann sich – wie beim Gülleverfahren – mehrfach wiederholen. Die Spalte zwischen Verfahren 7 und 8 zeigt kein eigenes Transportverfahren, sondern steht für eine Option: Ein Teil des Energierundholzes wird auf einen Lagerplatz gebracht, der während des Winters zugänglich ist. Von dort aus kommen die drei ‹klassischen› Hackschnitzel-Transportverfahren zum Tragen. BV

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RUBRIK

MIT ERNEUERBAREN ENERGIEN UMWELTFREUNDLICH HAUSHALTEN Die Energieversorgung in der Schweiz setzt Zeichen. Die «neuen» erneuerbaren Energien, wie Sonne, Holz, Biomasse, Wind und Geothermie kommen immer stärker zum Zug. Aktuell stammen rund 60 Prozent der gesamten Schweizer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. 380 Elektrizitäts-versorgungsunternehmen bieten zertifizierte Stromprodukte aus erneuerbaren Energien an. Damit werden circa fünf Prozent an schweizerischer Stromnachfrage abgedeckt. von Max Raeb

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rneuerbare oder regenerative Energie stammt aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Massstäben unerschöpflich sind. Energie kann an und für sich weder verbraucht noch erneuert werden (Energieerhaltungssatz). Sie kann lediglich Systemen zugeführt und Systemen entnommen werden. Zum Beispiel das Holz. Holz in Form eines Rohstoffs steht im Wald oder liegt auf einem Scheiterhaufen. Zündet man es jedoch an und verwendet es als Brennstoff spielt es seit Beginn der Menschheit eine entscheidende Rolle. Wir Menschen nutzen unterschiedliche Energieströme, die aus verschiedenen Energiequellen entspringen. Zu diesen Quellen zählen die Strahlung aufgrund von Kernfusion in der Sonne, die vorhandene Wärme im Erdinnern und die Erdrotation mit den damit verbundenen Effekten (Gezeiten). Auf der Erde können diese Energiequellen in Form von Sonnenlicht- und wärme, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme genutzt werden. Energie wird genutzt und abgebaut. Unsere wichtigste Energiequelle ist die Sonne. Die

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darin ablaufende Kernfusion ist die Quelle der solaren und der vielen anderen regenerativen Energien. Für nahezu alle laufenden Prozesse in der irdischen Biosphäre ist die Sonne der ständige Energielieferant. Diese Prozesse bringen nachwachsende Rohstoffe hervor. Die forcierte Verbrennung (für Heiz- oder Antriebszwecke) tritt an die Stelle von natürlicher Verrottung. Ausschliesslich die Geothermie und die Gezeitenkraft stehen nicht im Zusammenhang mit der Sonne als Energiequelle. Energie wird nicht nur genutzt sondern auch abgebaut. Vor allem fossile Energiequellen wie Steinkohle oder Erdöl werden in der heutigen Zeit um einiges schneller verbraucht, als dass sie sich neu bilden können. Im Grunde genommen wären auch sie erneuerbar, aber leider nicht auf menschlichen Zeitskalen, da ihre Bildung mehrere hundert Millionen Jahre beanspruchen würde. Darum ist auch das Prinzip der Nachhaltigkeit entscheidend. Der Mensch darf eine Ressource nicht stärker beanspruchen, als diese sich regenerieren kann.


BIOMASSE

DIE SCHWEIZ PRESCHT VOR Um unser Land künftig mit mehr erneuerbaren Energien versorgen zu können, werden eifrig diverse Projekte lanciert. Auf dem Mont-Crosin im Jura steht beispielsweise die grösste Schweizer Windpark­ anlage. Dank der windexponierten Kuppenlage wird die Windkraft mit Hilfe von Rotoren auf die Turbinen umgelenkt und dient so der Stromgewinnung. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten wird die Windenergie in der Schweiz jedoch nie einen grossen Anteil zur Stromproduktion beitragen. Die eigentliche Basis der Stromversorgung hierzulande bildet die Wasserkraft. Rund 60 % des Strombedarfs werden durch sie abgedeckt. Die zahlreichen Gewässer sind optimale Voraussetzungen für die Stromerzeugung aus Wasserkraft.

IM BIOENERGIEDORF SPIELT BIOMASSE DIE ENTSCHEIDENDE ROLLE Es ist bekannt, dass in der Schweiz die Gletscher schmelzen. Anstatt die Eis­

massen einzutüten, sollten wir das Umweltproblem auf einem anderen Weg lösen. Ein gutes Projekt, welches sich zum Nachdenken lohnt, sind sogenannte Bioenergiedörfer. Die Ortschaft Jühnde in Niedersachsen, Deutschland, hat sich für ein Bioenergiedorf entschieden. In Zusammenarbeit mit einer Wissenschaftlergruppe wird die Wärme- und Stromversorgung auf den erneuerbaren Energieträger Biomasse umgestellt. Biomasse (Energiepflanzen, Gülle) als Energieträger ist CO 2 -neutral, da beim Verbrauch nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanzen in ihrer Wachstumsphase aufgenommen haben.

UMWELTAUSWIRKUNGEN TRETEN AUF Die Gewinnung von erneuerbaren Energien wirft leider auch Schattenseiten auf. Baut man beispielsweise Staumauern, sind massive Eingriffe in die Umwelt unumgänglich. Das beweist die Realisation des DreiSchluchten-Damms in China. Mehr als eine

Million Menschen mussten umgesiedelt werden. Bei Stauseeprojekten besteht die Gefahr von Veränderungen im Oekosystem, da riesige Flächen geflutet werden und in die saisonale Wasserstandschwankungen der Flüsse eingegriffen wird. Auch Windparks geraten in die Kritik einiger Landschaftsschützer. An gewissen Standorten stellen die Windmühlen eine Gefahr für Vögel und Fledermäuse dar. Bei der Verbrennung von Biomasse (Holz) entstehen Schadstoffe wie Stickoxide und Schwefeldioxid. Treten diese ungefiltert in die Luft, gelten sie als erhebliche Quelle für Feinstaub. Der neue Trend heisst Biodiesel. Biodiesel wird aus Palmöl gewonnen. Um möglichst viel Palmöl anzubauen, roden Landwirte tropische Regenwälder, in denen grosse Mengen CO2 gespeichert sind. So werden jährlich riesige Flächen Regenwald in Palmenplantagen umgewandelt. Wählt man die falsche Anbaumethode, verödet die Fläche für immer.

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RUBRIK

DER DOPPELTE NUTZEN VON BIOTREIBSTOFFEN Wer Diesel oder Benzin tankt, weiss mitunter gar nicht, dass darin Biotreibstoff enthalten ist. Denn geringe Beimischungen müssen nicht ausgewiesen werden. Biogene Treibstoffe machen in der Schweiz fast sieben Prozent (Diesel) bzw. annähernd drei Prozent (Benzin) des verkauften Treibstoffs aus. Sie könnten in den nächsten Jahren einen wachsenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen im Mobilitätssektor leisten. Dies dank ihrer biogenen Herkunft, aber auch dank Effizienzsteigerungen in angepassten Motoren. Das zeigt ein Team aus Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer neuen Studie. Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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BIOMASSE

D

as Netto-Null-Ziel des Bundesrats zur Treibhausgas-Reduktion bis ins Jahr 2050 ist nur zu erreichen, wenn der Mobilitätssektor einen massgeblichen Beitrag zur Dekarbonisierung leistet. Das bedeutet, die fossilen Energieträger Benzin und Diesel müssen durch andere Treibstoffe und Energiesysteme ersetzt werden. Dazu gehören unter anderem Treibstoffe biogenen Ursprungs. Nicht von ungefähr sind diese Treibstoffe Gegenstand der aktuellen Schweizer Verbrennungsforschung, die auf zukunftsfähige Technologien ausgerichtet ist. Wie solche Forschung aussehen kann, zeigt das Beispiel des ehemaligen ETH-Forschers Dr. Christophe Barro. Der ausgebildete Maschinenbauingenieur hat mit einem ETH-Kollegen das Start-up Vir2sense (Baar / ZG) gegründet. Das Jungunternehmen widmet sich der Modellierung des Verbrauchs und der Schadstoffemissionen von Grossmotoren. Denn anders als bei Personenwagen, wo mit dem Elektroantrieb eine ernsthafte Alternative verfügbar ist, sind fossile Motoren in der Schifffahrt oder bei Baumaschinen, aber auch beispielsweise bei

mobilen Stromaggregaten etwa für Open-­ Air-­ Konzerte oder die Notstromversorgung, weiterhin gefragt. «Die Technologie des Verbrennungsmotors wird uns auf absehbare Zeit weiter begleiten, wir müssen hier ökologisch und auch wirtschaftlich bestmögliche Lösungen finden», sagt Christophe Barro.

BIOTREIBSTOFFE WIE HVO UND OME In diese Richtung weist ein vom BFE unterstütztes Forschungsprojekt, das Barro

im Frühjahr 2021 an der ETH abgeschlossen hat. Darin untersuchte ein Team aus Forschenden von ETH und Empa den Einsatz von Biotreibstoffen. Diese Treibstoffe werden aus Biomasse hergestellt  – in der Schweiz sind das vorrangig biogene Abfälle und Produktionsrückstände, weltweit aber auch Öl-, Zucker- und Stärkepflanzen. Ihre Verbrennung produziert nur so viele Treibhausgase, wie beim Wachstum der Biomasse durch die Pflanzen aufgenommen wurde. Biotreibstoffe werden in der Schweiz Diesel und Benzin

VIER PROJEKTPARTNER Die Forschungsarbeiten zum Projekt ReVerDi beruhen unter anderem auf den Vorarbeiten des Projekts NextICE, in dem ebenfalls ein Forscherteam aus ETHZ und Empa den Einsatz von biogenen und mit regenerativem Strom synthetisch her­gestellten Treibstoffren (e-fuels) in Verbrennungsmotoren untersucht hatte (vgl.  BFE-­Fachartikel ‹Ein Motor gemacht für erneuerbare Treibstoffe›, abrufbar unter: https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/9725). Die Empa fokussierte im vorliegenden Projekt ihre Arbeiten auf den Bereich Abgasnach­b ehandlung, die Jungunternehmen Vir2sense und Combustion and Flow Solutions GmbH (Zürich) steuerten Modellierungen bei. Im Zuge von ReVerDi wurde unter anderem ein modulares Simulationssystem entwickelt, um die Optimierung von Motor und Abgasnachbehandlung mit unterschiedlicher Komponentenanordnung und verschiedenen Kraftstoffen zu ermöglichen. BV

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BIOMASSE

beigemischt, in gasbetriebenen Autos eingesetzt (Biomethan) und von Bauern in Traktoren verwendet (vor allem Rapsöl). Gemäss dem Verband Biofuels Schweiz machten 2019 biogene Treibstoffe 6.7 Prozent am landesweiten Dieselverbrauch aus, 2.6 Prozent am Benzinverbrauch. Wo Biotreibstoffe heute und in Zukunft zur Anwendung kommen, sollen sie mit bestmöglicher Effizienz eingesetzt werden. Zu diesem Zweck haben die Forschenden von ETH Zürich und Empa das Potenzial zur CO2-Minderung von zwei Biotreibstoffen für Dieselmotoren untersucht: Der eine besteht aus hydriertem Pflanzenöl und ist bekannt unter dem Kürzel HVO (für englisch «Hydrotreated Vegetable Oil»). HVO kann aus verschiedenen Ausgangsstoffen und mit unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden. Das Zürcher Forscherteam nutzte HVO des finnischen Unternehmens Neste Oil, das HVO fast ausschliesslich aus Pflanzenölen und fetthaltigen Abfall-

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Dr. Christophe Barro (rechts) zusammen mit Dr. Panagiotis Kyrtatos (links). Die beiden ehemaligen ETH-Forscher haben das Spin-off Vir2sense gegründet, das auf die Modellierung von Verbrauch und Schadstoffemissionen von Grossmotoren spezialisiert ist.

stoffen produziert. Der zweite untersuchte Treibstoff ist OME (kurz für: Polyoxymethylendimethylether). Wird OME aus Biomasse hergestellt, was eines von mehreren Herstellungsverfahren ist, handelt es sich ebenfalls um einen Biotreibstoff.

WENIGER RUSS, HÖHERE ANTRIEBSENERGIE Das Forscherteam hat diese zwei Biotreibstoffe in verschiedenen Treibstoffgemischen untersucht und dabei gezeigt, dass Biotreibstoffe die CO2-Bilanz um rund 90 Prozent verbessern (vgl. Grafik 01). Dass


BIOMASSE es nicht 100 Prozent sind, liegt daran, dass bei Produktion und Transport von HVO ebenfalls Treibhausgas-Emissionen entstehen. Nach Einschätzung von Christophe Barro hat besonders HVO das Potenzial, einen Beitrag zur Erreichung des Netto-Null-Ziels an Treibhausgasemissionen bis 2050 zu leisten. Auf HVO basiert der in der Schweiz erhältliche C.A.R.E.-Diesel. Skeptischer ist Barro bei OME, weil dieser Treibstoff bei der Herstellung relativ viel Energie braucht. Der Vorzug von OME ist seine hohe Dichte: OME kann mit HVO und einem Stabilisator zum Biotreibstoff R100 vermischt werden. Dieser genügt – anders als HVO für sich genommen – den gesetzlichen Anforderungen an die Dichte von Diesel.

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Die Forscherinnen und Forscher von ETHZ und Empa haben in ihrem Projekt auch untersucht, wie ein Maximum an Antriebsenergie aus den Biotreibstoffen herausgeholt werden kann, also wie sich mit ihnen maximale Effizienzgewinne erzielen lassen. Hintergrund dieses Forschungsansatzes ist der Umstand, dass mit Biotreibstoffen betriebene Dieselfahrzeuge weniger Energie für die Regeneration des Russpartikelfilters brauchen, da Biotreibstoffe weniger ringförmige Kohlenwasserstoff-Verbindungen enthalten als Dieselkraftstoff und somit weniger Russ produzieren. Wird die Software des Motors richtig eingestellt, kann man die Einsparungen beim Partikelfilter in zusätzliche Antriebsenergie ummünzen. Die so erzielten Effizienzgewinne betragen im günstigen Fall gut zwei Prozent (vgl. Grafik 02).

TREIBSTOFF OPTIMAL EINSETZEN Interessanterweise lässt sich dieser Effizienzgewinn nicht nur ernten, wenn ein Fahrzeug ausschliesslich mit Biotreibstoff befüllt wird, sondern auch, wenn der Biotreibstoff nur anteilig im Treibstoffgemisch enthalten ist. Der erzielbare Effizienzgewinn ist stark von der Motorkonfiguration abhängig (beispielsweise Hoch- oder Niederdruckabgasrückführung, Volumenstrom in der Abgasnachbehandlung). Da viele relevante Effekte

Wirtschaftlich wirksam, ökologisch effektiv: maßgeschneiderte Lösungen auf Basis exakter Temperaturtrennung und hydraulischer Entkopplung Individuelles Engineering für Ihr Projekt mit der Erfahrung aus über 5.800 ZortströmInstallationen Hochleistungsfähige, wertbeständige PräzisionsTechnologie - geprüft und zertifiziert durch: - Institut für Solartechnik SPF Rapperswil - Fraunhofer Institut Duisburg

Die Empa hat im Projekt ReVerDi den Aspekt der Abgasnachbehandlungerforscht. Im Bild: Versuchsanordnung zur Untersuchung der Regeneration des Dieselpartikelfilters.

Zortea Gebäudetechnik GmbH 6845 Hohenems, Austria Rudolf-von-Ems-Straße 32 T +43 5576 720 56 office@zortea.at

zortea.at

Ausgabe 02  / 2021 // Seite 19


BIOMASSE

Links: Blick auf den (inzwischen abgebauten) Motorenprüfstand in der Maschinenhalle der ETH Zürich. Hier wurden Untersuchungen für das Forschungsprojekt ReVerDi zur Effizienz von Biotreibstoffen durchgeführt. Rechts: Die Grundlage des ETHZ-Prüfstands ist ein Ein-Zylinder-Dieselmotor mit vier Liter Hubraum, wie er beispielsweise in Fähren zum Einsatz kommt.

nicht linear sind, machen sich die Vorteile von Biotreibstoffen in einigen Fällen schon bei einer geringen Beimischung bemerkbar. Die praktische Bedeutung dieses Ergebnisses beschreibt Christophe Barro so: «In gewissen Motorkonfigurationen erzielt man insgesamt einen höheren Effizienzgewinn, wenn man fünf Fahrzeuge mit einem Gemisch aus 80 Prozent Diesel und 20 Prozent HVO betankt, als wenn man ein Fahrzeug mit 100 Prozent HVO betankt und die anderen vier mit reinem Diesel. Mit der von uns entwickelten Simulationsplattform findet man sehr schnell heraus, wie man einen bestimmten Biotreibstoff optimal einsetzt.» Die Effizienzgewinne aufgrund der chemischen Zusammensetzung der Bio­ treibstoffe ermöglichen eine CO2-Min­ derung, denn aus einem Joule – der Energie­menge – Treibstoff resultiert eine grössere Fahrleistung als bei Diesel. Diese CO2-Minderung ist allerdings eher gering, wenn man sie in einen Vergleich setzt zur CO2-Minderung aufgrund der biogenen Herkunft des Treibstoffs (vgl. Grafik 03).

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MESSUNGEN AM ETHZ-PRÜFSTAND Die Motorenversuche und Treibstofftests fanden unter anderem an einem Prüfstand der ETH Zürich statt. Diesem liegt ein Ein-Zylinder-Dieselmotor mit vier Liter Hubraum zugrunde, also ein leistungsstarker Heavy-Duty-Motor, wie er typischerweise in einer Fähre mit sechs bis 16 Zylindern zum Einsatz kommt. Die Messungen wurden ergänzt durch Simulationen eines Motors mit 12 Liter Hubraum, wie er etwa in einem Lkw oder einer Baumaschine verbaut ist. Die Ergebnisse des ReVerDi-Projekts sind von grundlegender Bedeutung für die Dekarbonisierung des Mobilitätssektors, wie Dr. Luca Castiglioni, verantwortlich für das BFE-Forschungsprogramm Mobilität, sagt: «Biogene Treibstoffe wie OME oder HVO können zu einem viel grösseren Prozentsatz Benzin und Diesel zugemischt werden, als dies heute der Fall ist, und dies ohne Einbussen bei der Leistung und mit einer deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen. Da solche

Mischungen auch bei konventionellen Pkw- und Lkw-Motoren eingesetzt werden können, erlauben sie auch schnelle CO2-Minderungen im aktuellen Fahrzeugpark.»

HINWEISE Den Schlussbericht (in Englisch) zum BFE-Forschungsprojekt ‹Platform to reduce fuel consumption and CO2 emissions of diesel power units using optimized operation and alternative fuels› (ReVerDi) finden Sie unter: www.aramis.admin.ch/ Grunddaten/?ProjectID=41489 Auskünfte zu dem Projekt erteilt Dr. Luca Castiglioni (luca.castiglioni@bfe.admin.ch), Leiter des BFE-Forschungsprogramms Mobilität. Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Mobilität finden Sie online auf der Internetseite des BFE unter www.bfe.admin.ch/ec-mobilitaet.


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ENERGIE

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ENERGIE

ORTSNETZSTATIONEN EINFACH DIGITALISIERT GRID GATEWAY Die dezentrale Einspeisung Erneuerbarer Energien sorgt für enorme Schwankungen in Ortsnetzstationen. Damit diese Störungen nicht zu einem unnötigen Ausbau des Verteilnetzes führen, hat Wago die Monitoringlösung Grid Gateway entwickelt. Diese gestattet ohne Programmieraufwand eine sichere Fernanalyse und schafft damit die Voraussetzung für Netzoptimierungen. von Stéphane Rey, Produktmanager Smart Grid

Der PFC200-Controller als Herzstück der Kleinfernwirktechnik erfasst und übermittelt die Messwerte von zwei Trafostationen mit bis zu jeweils 15 Abgängen.

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ie Monitoringlösung Grid Gateway hilft mittels digitaler Ortsnetz­ stationen dabei, die Leistungsfähigkeit von Spannungsnetzen zu beurteilen und so die Netzführung und den Netzbetrieb zu verbessern. Grid Gateway ersetzt hierbei ungenaue Annahmen und Abschätzungen in den Netz­e benen  6 / 7 durch reale und genaue Messwerte und hilft damit Betreibern von Energiever­ teilnetzen, diese nachhaltig zu optimieren. Das Ergebnis sind unter anderem bessere Netzzustandsbewertungen, die

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Möglichkeit zur ressourcenschonenden Netzkoordination und ein effizienter Netzausbau. Die Monitoringlösung eignet sich hierbei für die Digitalisierung bestehender sowie neuer Ortnetzstationen und ermittelt auf bis zu 80 Kanälen die Zustandsdaten, die adressatengerecht aufbereitet sowie sicher und sekundengenau übermittelt und aus der Ferne überwacht werden können. Neben der Beurteilung der Netzqualität in Echtzeit ergeben sich

weitere Vorteile für deren Betreiber. So kann beispielsweise der Asset-Manager durch Zugriff auf die gespeicherten Messwerte und einen digitalen Schleppzeiger die Wartungszyklen der Ortsnetzstation sehr viel präziser planen. Netzmeister werden indes schon aus der Ferne bei Wartungen und Fehlern im Netz auf die Situation vor Ort vorbereitet. Durch die Fähigkeit eines Fern-Updates von Softwaremodulen und Erweiterungen entfallen ausserdem zeitaufwendige Fahrzeiten.


ENERGIE

Grid Gateway hilft dabei, die Netzebenen 6 / 7 zu stabilisieren, die durch die Einspeisung Erneuerbarer Energien zusehend ins Schwanken geraten.

VERSCHIEDENE MÖGLICHKEITEN DES DATENTRANSFERS Die Digitalisierung der Ortsnetzstationen bedarf keines sonderlichen Aufwands. Die hierfür erforderliche Messtechnik wird einfach am Transformator sowie den einzelnen Niederspannungsabgängen nachgerüstet. Dazu müssen lediglich 3- oder 4-LeiterMesskarten integriert werden, die einfach und modular an die Kleinfernwirktechnik von Wago angereiht werden. Herzstück der Kleinfernwirktechnik ist ein PFC200-­ Controller. Diese speicherprogrammierbare

Steuerung speichert, übermittelt und visualisiert die Messdaten dezentral direkt aus der Ortsnetzstation. Im maximalen Ausbau erfasst diese die Messwerte von insgesamt zwei Trafostationen mit jeweils 15 Nieder­ spannungsabgängen. Die Messwerte der Mittel- und Niederspannungsabgänge, des Transformators, der Stellungsmeldungen und Temperaturen können vor Ort in Form von CSV-Dateien gesammelt oder mittels IEC 60870-5-104 oder dem sicheren Telemetrie-­Protokoll

Stéphane Rey

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ENERGIE

DIE VIELSEITIGKEIT VON GRID GATEWAY Die Anwendungsmöglichkeiten des Grid Gateway sind vielfältig, die Nutzergruppen ebenso. Warum sich der Einsatz lohnt, zeigen folgende Anwendungsmöglichkeiten: > Der Asset-Manager kann durch den Zugriff auf die gespeicherten Messwerte und den digitalen Schleppzeiger die Wartungszyklen der Ortsnetzstation präziser planen. > Netzmeister werden schon aus der Ferne bei Wartungen und Fehlern im Netz auf die Situation vor Ort gezielt vorbereitet. > Aufwendige Fahrzeiten entfallen, da Softwaremodule aus der Ferne aktualisiert werden können.

MQTTS an die Netzleittechnik übermittelt werden. Befehle und Sollwerte lassen sich ebenfalls empfangen und verarbeiten. Die Daten externer Messtechnik, wie zum Beispiel Kurzschluss- / Erdschlussrichtungsanzeiger oder Leistungsmessgeräte, lassen sich einfach über Modbus RTU auslesen.

INTUITIVE GRAFISCHE PROGRAMMIERUNG Die Applikationssoftware Grid Gateway ist in der Handhabung denkbar einfach. Es muss kein aufwendiger Code geschrieben werden, da sich die Funktionen mittels intuitiver grafischer Programmierung definieren lassen. Ausserdem stellt die Applikationssoftware eine komfortable HTML5-­Web­visualisierung bereit, welche die in den Ortsnetzstationen erhobenen Daten für ver­schiedene Nutzergruppen übersichtlich aufbereitet. Die gesamte Parametrierung kann übersichtlich abgespeichert und bei Bedarf auf weitere Ortsnetzstationen aufgespielt werden. Dies erleichtert deren Inbetriebnahme und schafft zudem die Möglichkeit, bereits die Auslegung und Leistungsfähigkeit auf der Netzleittechnik zu simulieren, ohne dass die Feldseite angeschlossen ist.

KONTAKT Wago Contact SA Stéphane Rey Tel. +41 (0) 26 676 74 07 Die erfassten Messwerte werden übersichtlich dargestellt und bieten damit eine gute Entscheidungsgrundlage für Optimierungsmassnahmen.

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Stephane.Rey@wago.com www.wago.com


RUBRIK

RUNTER VOM ÖL – DAVOS IM ABWÄRME-AUFWIND ZORTSTRÖM OPTIMIERT VERSORGUNG IM SCHWEIZER KONGRESSZENTRUM Über viele Jahrzehnte unbeachtet und verschenkt, bringt sich die Abwärme in Position für ihren Einsatz im globalen Transformationsprozess. Als weltweit bedeutendste ungenutzte Energiequelle hat sie neben Solar, Geo und Bio das Zeug zum ganz grossen Durchbruch in der Wärmewende – speziell in industriellen Hochtemperaturumgebungen. Dass durchdachte Rückgewinnungskonzepte aber auch in vielen anderen Einsatzfeldern Wirkung zeigen können, demonstriert der Umstieg des bekannten Davoser Kongresszentrums auf eine bivalente Versorgungslösung. 36 Prozent weniger Heizöl verzeichnet seitdem dessen Verbrauchsbilanz. von Zortea Gebäudetechnik GmbH

Die Welt schaut nach Davos. Jährlich lädt der beschauliche Ort zu international renommierten Veranstaltungen in sein Kongresszentrum.

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avos ist eine Reise wert – unter Skifahrern, Wanderern und Naturliebhabern ist man sich einig. Gleichzeitig ist der eigentlich so beschauliche Ort im Kanton Graubünden ein lang etablierter Schauplatz für Wissenschafts- und Wirtschaftsexperten aus aller Welt. Eines der bekanntesten baulichen Aushängeschilder von Davos ist das Kongresszentrum «Davos Congress», in welchem sich zu vorpandemischen Zeiten international bekannte Persönlich-

keiten die Klinke in die Hand gaben – etwa während des jährlich stattfindenden Weltwirtschaftsforums. Das Alpenstädtchen gibt sich seit jeher offen, gastfreundlich und bereits seit Längerem: ambitioniert nachhaltig. «Wir möchten in unserem Ort den Klimaschutz mit Nachdruck vorantreiben und sehen speziell im Gebäudesektor weit­ reichende Potenziale für Effizienzoptimierung und Ressourcenschonung, die sich

für Mensch und Umwelt bezahlt machen,» erklärt Cornelia Deragisch, Leiterin des Hochbauamtes in Davos. «Im Zuge von Objekt-Neuplanungen aber auch bei Gebäude-Sanierungen versuchen wir, alle Anforderungen, die sich uns als Gastgeber für Touristen, Geschäftsleute oder Wissenschaftsvertreter stellen, auf möglichst umweltentlastende Weise in Einklang zu bringen und damit die Energiewende vor unserer Haustür in die richtigen Bahnen zu lenken.»

Ausgabe 02  / 2021 // Seite 25


ENERGIE

ABWÄRMENUTZUNG VON DER EISHALLE BIS ZUM KÜHLSCHRANK Beispielgebend für die umweltorientierte Anpassung im Bestand ist das energetische Optimierungsprojekt des Kongresszentrums und seines angegliederten Wellness- und Erlebnisbades «Eau-là-là». Vielfach ist der 1969 entstandene Gebäudekomplex in den vergangenen Jahren bereits um- und ausgebaut worden, auch die Wärmeversorgung wurde kürzlich einer technischen Revision unterzogen. Allein der zu beheizende Seminar- und Tagungsbereich umfasst heute drei autonom nutzbare Gebäude mit 34 Räumen auf einer Fläche von insgesamt 12’000 m². Hinzu kommen die Bedarfsgrössen an Raumwärme und Trinkwarmwasser für den Bad-Betrieb. In Summe lag der Pirmärenergieverbrauch vor der Projektumsetzung bei 500’000 Liter Heizöl jährlich. Diverse Eingriffe im und am Gebäude sollten einen zukünftigen Energiesparkurs unterstützen. Die effektivste Massnahme bestand darin, die monovalente fossile Wärmeversorgung auf Bivalenz umzustellen. Dabei sah die Planung des Ingenieurbüros Amstein + Walthert (Chur) vor, eine Energiequelle zu nutzen, die grundsätzlich schon immer zur Verfügung stand, technologisch jedoch bis dahin noch nicht nutzbringend erschlossen werden konnte: die Abwärme aus dem Gebäudekomplex und aus der Kälteproduktion in der benachbarten Eissporthalle. Die nutzbaren thermischen Leistungen liegen bei 365 kW Hochtemperaturabwärme aus der Eishalle sowie 150 kW Niedertemperaturabwärme aus dem Kongressgebäude.

Die 5-stufige Zortström-Lösung aus Hohenems ermöglicht eine effiziente Nutzung aller (Abwärme-)Niedertemperaturen aus der Eis- und Kälteproduktion vor Ort.

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«Der Alpentourismus insgesamt sieht sich massiv mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert», berichtet Andri Schorro, Leiter Sportanlagen bei der Gemeinde Davos. «Gleichzeitig sind wir natürlich bestrebt, unseren Gästen ganzjährig attraktive Sportund Freizeitaktivitäten anzubieten. Viele davon sind hoch energie­intensiv und fordern von uns entsprechend neue umweltgerechte Lösungen, die möglichst umgehend realisiert werden können. Die Integration des Wärmerückgewinnungsverfahrens in den thermischen Versorgungsprozess hat hier eine beachtliche Hebelwirkung gezeigt; möglich war sie allerdings überhaupt erst auf Grundlage eines hydraulisch sauberen Verteilprozesses.»

stufen zwischen 45 und 75 Grad Celsius und exakter Temperaturtrennung. Angeschlossen sind sämtliche Wärmeerzeuger / Wärmequellen und Verbraucherkreise des Wärmenetzes. Sogar kleine AbwärmeLieferanten wie etwa Kühlschränke werden über den Zortström Multi in die energetische Infrastruktur integriert. Durch eine komplette hydraulische Entkopplung aller ankommenden und abgehenden Volumenströme können diese vollständig unabhängig voneinander, ohne wechselseitige Beeinflussung und in allen Betriebszuständen gleichbleibend stabil bewegt werden, auch bei hohen Druck-

NEUE ÖKOBILANZ Ein System, das diese Anforderungen heute auf praktikable und hocheffektive Weise erfüllt, entwarfen und fertigten die Energieexperten von Zortea aus dem österreichischen Hohenems (siehe Infokasten). Die Integration der Hydraulik-Zentrale Zortström Multi schuf erstmals die Voraussetzungen dafür, Abwärme-Temperaturen aus dem gesamten Gebäudekomplex und aus der Kälteerzeugung der angegliederten Eishalle hocheffizient in das Wärmenetz des Standorts einzuspeisen und damit sowohl das Kongresszentrum selbst als auch das angegliederte Wellness- und Erlebnisbad «Eau-là-là» thermisch zu versorgen. Die in Davos verbaute Anlage verbindet die Funktionen einer hydraulischen Weiche und eines Verteilers mit fünf Temperatur-

Ing. Christian Zortea-Soshko, Geschäftsführung / Leitung Technik, CEO

Anlagenschema: Durch die heute mögliche Einbindung der Abwärme in die thermische Versorgungsstruktur vor Ort kann eine Primärenergieeinsparung von 180’000 Litern Heizöl pro Jahr erzielt werden.


oder Temperaturdifferenzen. Sowohl die Erzeuger- als auch die Verbraucherseite lassen sich durch die präzise Temperaturvorhaltung mit der jeweils optimalen Arbeitstemperatur bzw. den gewünschten Soll-Vorlauftemperaturen ansteuern; die Energie der Rückläufe kann wiederum aktiv durch Einbindung in eine niedrigere Temperaturstufe genutzt werden. Auf diese Weise ist eine Zuschaltung der zwei Ölkessel-Anlagen mit jeweils ein Mega­ watt Leistung nur noch zur Abdeckung von Spitzenlasten und für Hochtemperatur-­ Abfragen erforderlich. Die Effektivität des neuen Versorgungskonzepts spiegelt sich in der Verbrauchsbilanz des fossilen Energie­ trägers: 180’000 von ehemals 500’000 Liter Heizöl spart der Gebäudebetreib jährlich ein. Dies entspricht 36 Prozent und einer CO2Reduktion von 478.8 Tonnen.

BETRIEBSSICHERHEIT UND PRÄZISION SPEZIELL IN KOMPLEXEN UMGEBUNGEN Bivalente Energielösungen können eine sinnvolle Interimslösung im Transformationsprozess darstellen und dort hohe Effizienzverbesserungen erzielen, wo der Einsatz konventioneller Primärenergien noch nicht vollständig durch erneuerbare Energien abgelöst werden kann. Darüber hinaus gewährleisten sie ein Höchstmass an Betriebssicherheit und thermischer Präzision, was in vielen Einsatzfeldern – wie etwa dem Gesundheitswesen, der Fertigungsindustrie und auch in öffentlichen Einrichtungen mit entsprechender Verkehrssicherungspflicht – unbedingt vorausgesetzt wird. Ähnlich wie das Energieoptimierungsprojekt Davos gibt eine Vielzahl erfolgreich umgesetzter Zortström-Lösungen ein Beispiel dafür, dass solche Anforderungen auch in komplexen Versorgungsumgebungen (bezogen auf Grösse, Alter, Objekt­ eigenschaften sowie die Art und Anzahl der Erzeuger und Abnehmer) unkompliziert und gewinnbringend erfüllt werden können.

KONTAKT Zortea Gebäudetechnik GmbH Ing. Christian Zortea-Soshko Rudolf-von-Emsstraße 32 A-6845 Hohenems Telefon +43 (0) 55767 2056 13 office@zortea.at www.zortea.at

TECHNOLOGIE-LÖSUNG FÜR EIN BEKANNTES HYDRAULISCHES GRUNDSATZPROBLEM Vor mehr als 30 Jahren entstand in dem Vorarlberger Familienbetrieb Zortea die energietechnologische Antwort auf das immer wiederkehrende Problem einer unzureichenden Systemhydraulik. Das Zortström-Prinzip erwies sich als so einfach und effektiv, dass früh die ersten nationalen und internationalen Umwelt- und Innovationspreise folgten: Heute ist die 26-fach patentierte Technologie wirtschaftlichkeitssteigernder Teil von über 5.800 Energielösungen in ganz Europa. In den vergangenen Jahrzehnten hat Zortea die Zortström-Technologie in nahezu allen Anwendungskontexten eingesetzt – im Gesundheitswesen und Gewerbe ebenso wie in Industrie, in Verwaltungskomplexen, in Freizeiteinrichtungen oder in Schulgebäuden. Die erzeugerseitigen Kombinationsmöglichkeiten der Zortström-Technologie sind dabei unbegrenzt: Biomassekessel, Wärmepumpen, Solarthermieanlagen oder Abwärmekapazitäten lassen sich hocheffizient in eine energetische Versorgungsstruktur integrieren und durch frei wählbare Spitzenlastsysteme bzw. Fernwärmeanschluss ergänzen. Für Grossprojekte plant und fertigt Zortea die Anlagen grundsätzlich als Individuallösung, aber auch Objekte mit einer geringeren Grundlast – kleinere Gebäude oder Einfamilienhäuser etwa – können mit entsprechenden Kompaktausführungen ausgerüstet werden. Diese bieten insbesondere Monteuren den Vorteil einer sehr unkomplizierten Installation und Inbetriebnahme bei gleichzeitig geringen Wartungsaufwänden für den Betreiber oder Bauherren. Die funktionale, ökologische und ökonomische Wirksamkeit der ZortströmTechnologie wurde in den vergangenen Jahren vielfach im Rahmen wissenschaftlicher Studien und durch zahlreiche Betriebsbilanzen aus der Praxis untermauert. Sie zählt damit zu den effektivsten Instrumenten eines nachhaltigen und zugleich besonders wirtschaftlichen Energiemangangents.

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ENERGIE

Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen (Sachsen, Deutschland)

DEKARBONISIERUNG VERLANGT WEITERENTWICKLUNG DES SCHWEIZER GASMARKTS Bis 2030 sollen in der Schweiz die CO2-Emissionen um 30 % gesenkt werden. Das Ziel ist klar. Doch der Einsatz der unterschiedlichen Instrumente, mit denen man den Markt grüner stellen kann, bedarf der Justierung. Ein Baustein ist die Weiterentwicklung des Gasmarktes: Die Schweizer Gasindustrie will bis 2030 einen 30%igen Anteil des auf dem Schweizer Wärmemarkt eingesetzten Erdgases durch «grüne Gase», wie Bioerdgas und Wasserstoff, ersetzen.

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ENERGIE

U

niper ist in Deutschland Vorreiter in Sachen Power-to-Gas-Technologie und kennt schon heute die Wasserstoff-Wertschöpfungskette aus der praktischen Anwendung. Doch die bisher errichteten Elektrolyseanlagen sind nur ein Anfang. Weitere Projekte werden vorangetrieben und bahnen den Weg für die Zukunft. So kooperiert Uniper etwa mit dem Hafenbetrieb Rotterdam bei der Produktion grünen Wasserstoffs und baut in Wilhelmshaven an der deutschen Nordseeküste einen zentralen Hub für klima­freundlichen Wasserstoff. Wie ernst es Uniper mit dem Vorantreiben der Entwicklung von grün erzeugtem Wasserstoff als Energieträger ist, zeigen auch die Pläne des Unternehmens bis 2025 ein  Gigawatt an Solar- und Windenergie aufzubauen und weitere drei Gigawatt in den dann folgenden Jahren. Damit legt Uniper unter anderem die Basis, um auch beim grünen Wasserstoff zu wachsen und diesen perspektivisch ihren Kunden zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Dabei strebt Uniper auch Koope-

rationen mit Schweizer Partnern in Sachen Wasserstoffproduktion an: Gemeinsame Projekte werden initiiert, durch die sich zum einen die Verfügbarkeit von Wasserstoff erhöht und durch die zum anderen die Projektpartner an Original-Produktionspreisen partizipieren können.

BIOERDGAS EIN BAUSTEIN ZUR UMSETZUNG DER SCHWEIZER ENERGIESTRATEGIE Bereits heute ist Bioerdgas eine Möglichkeit mit viel Potenzial für die Grünstellung der Gasversorgung in der Schweiz. Als erneuerbarer und CO2-armer Energie­ träger liegen seine grossen Stärken vor allem in den Synergien mit anderen Bereichen, wie der Landwirtschaft oder der Abfallverwertung. Letztere rückt als Grundstoff immer stärker in den Fokus: Denn anstatt Abfälle zu verbrennen, könnte man diese in Biogas und weiter veredelt in Bioerdgas umwandeln. Weitere Pluspunkte von Bioerdgas sind sein im Vergleich zum herkömmlichen

Erdgas über die gesamte Produktionsund Verbrauchskette deutlich geringerer Emissionswert sowie seine Flexibilität bei der Bereitstellung. So kann Bioerdgas nicht nur einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele, sondern auch zur Versorgungssicherheit der Schweiz leisten.

EUROPÄISCHE BIOERDGASZERTIFIKATE EINE PRAKTISCHE LÖSUNG Auch wenn die Produktion von Bioerdgas in der Schweiz in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, so ist das Potenzial doch beschränkt. Es wird auf eine Kapazität von maximal 5.7 TWh / a geschätzt. Der heutige Erdgasverbrauch der Schweiz wird daher nicht vollständig mit einheimischem Bioerdgas gedeckt werden können. Um dennoch den Einsatz von Erdgas zunehmend durch «grüne Gase» zu ersetzen, bietet es sich an, auf den Import ausländischer Bioerdgaszertifikate zurückzugreifen. Diese müssen allerdings den strengen Schweizer Standards und Regularien entsprechen. Dies kann Uniper gewährleisten: Bereits heute stammen 25 Prozent der Schweizer Importe deutscher Bioerdgaszertifikate von Uniper. Und Tendenz steigend. Das Unternehmen arbeitet dabei eng mit ihren Schweizer Partnern zusammen. Ziel ist es, gemeinsame Dekarbonisierungspläne zu entwickeln und umzusetzen sowie eine zunehmende Versorgung mit «grünen Gasen», wie etwa aus biogenen Abfällen gewonnenem Bioerdgas aus deutschen und anderen europäischen Produktionsanlagen, zu ermöglichen. Bioerdgas und Wasserstoff – zwei Gase deren Bedeutung in den nächsten Jahren weiterwachsen wird. Und auch wenn der flächendeckende Einsatz teilweise noch Zukunftsmusik ist, so werden die Weichen doch bereits heute gestellt.

KONTAKT Uniper Energy Sales Holzstrasse 6 D-40221 Düsseldorf Tel. +49 (0) 211 97 2690 25 solution@uniper.energy www.uniper.energy

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ENERGIE

Der hohe Systemwirkungsgrad führt zu einer rascheren Amortisation des Systems.

PERFORMANCE WEITER VERBESSERT ERNEUT TOP-ERGEBNIS BEI STROMSPEICHER-INSPEKTION ERZIELT Fronius erreichte bei der jährlichen Stromspeicher-Inspektion der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW)-Berlin zum wiederholten Mal Bestplätze. Platz 1 gab es in dem Referenzfall fünf Kilowatt-Peak für den Primo GEN24 6.0. Plus. Auf Rang zwei findet sich der Symo GEN24 10.0 Plus im Referenzfall zehn Kilowatt-Peak. Als einziger Wechselrichterhersteller schaffte es Fronius zudem mit beiden Produkten in die Energieeffizienzklasse A.

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ie Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin ist eine Studie, bei der jährlich, durch unabhängige Institute, ein branchenweiter Vergleich von Photovoltaik (PV)-Speichersystemen für Privathaushalte durchgeführt wird. In diesem Jahr traten 20, mit dem System Performance Index (SPI) bewerteten, Stromspeichersysteme von 15 Herstellern gegeneinander an. «Wir freuen uns, über das wiederholt herausragende Ergebnis bei der Stromspeicher-Inspektion. Für Installateure und Endkunden bietet diese unabhängige

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Bewertung eine gute Quelle für energieeffiziente Speicherlösungen. Uns zeigt es, dass die laufende Optimierung unserer Produkte Früchte trägt und bestärkt uns darin, diesen Weg weiter zu verfolgen», sagt Martin Hackl, Global Director der Business Unit Solar Energy, Fronius International GmbH. «Der hohe Systemwirkungsgrad bedeutet einen geringeren Energieverlust und das wiederum führt zu höheren Erträgen und somit zu einer rascheren Amortisation des Systems», erklärt Martin Hackl weiter. Den höchsten SPI im Referenzfall 5 kWp erreichte der Primo GEN24 6.0 Plus ge-

meinsam mit der BYD Battery-Box Premium HVS 7.7. Mit 92.2 Prozent liegt der Hybridwechselrichter um einen ganzen Prozentpunkt vor dem Zweitplatzierten. Im Referenzfall zehn Kilowatt-Peak verbesserte sich der Symo GEN24 10.0 Plus mit der BYD Battery-Box Premium HVS 10.2 im Vergleich zum letzten Jahr sogar um 0.6 Prozent auf einen SPI von 94.6 Prozent. «Wir haben uns – trotz Erstplatzierung im letzten Jahr – die Optimierungspotenziale zu Herzen genommen und sind direkt in die Umsetzung gegangen. Das erneute Top-Ergebnis und die Verbesserung der


RUBRIK Performance sind eine Folge davon. Das liegt einer­seits an dem hohen Umwandlungswirkungsgrad, der dank dem Einsatz von Siliziumcarbid (SiC) möglich ist und andererseits an der guten Zusammen­ arbeit mit BYD», erklärt Produktmanagerin Susanne Lampl.

ERFOLGSFAKTOREN: MULTI FLOW TECHNOLOGY, SILIZIUMCARBID UND STARKE PARTNER Der Erfolgsfaktor Multi Flow Technology, das intelligente Management der Energieflüsse 1, erlaubt nicht nur simultane Energieflüsse in alle Richtungen, sondern auch die AC- und DC-Kopplung des Batteriespeichers. Die Basis dafür bildet die Leistungselektronik. Durch den Einsatz von Leistungshalbleitern auf Siliziumcarbid-Basis können sehr hohe Umwandlungswirkungsgrade, sogar bei kleiner Auslastung von wenigen hundert Watt, erzielt werden. Dadurch haben sich Fronius Wechselrichter nachhaltig verändert. Seit mehr als vier Jahren bilden Fronius und das chinesische High-Tech Unternehmen BYD eine strategische Partnerschaft. «Durch unsere gute Zusammenarbeit können wir schnell und effektiv auf Marktanforderungen

Fronius erzielt erneut Top-Ergebnis bei Stromspeicher-Inspektion

antworten und qualitativ hochwertige Lösungskombinationen anbieten», sind sich Julia Chen, Global Director, BYD BatteryBox und Martin Hackl einig.

Anmerkung 1) Fronius Wechselrichter mit Multi Flow Technology können die verschiedensten Energieflüsse parallel steuern, und das in alle Richtungen.

KONTAKT Fronius Schweiz AG Oberglatterstrasse 11 CH-8153 Rümlang Telefon 0848 FRONIUS (3766487) pv-sales-swiss@fronius.com www.fronius.ch

/ Perfect Welding / Solar Energy / Perfect Charging

FRONIUS GEN24 PLUS

EINZIGARTIG VIELSEITIG.

Fronius GEN24 Plus ist die Lösung der solaren Energieversorgung. Ob Photovoltaik, Speicher, Notstrom, Wärme oder E-Mobilität, der Fronius GEN24 Plus bietet eine einzigartige Lösungsvielfalt und wird so zum Meilenstein der Energiewende im Eigenheim. www.fronius.ch/gen24plus

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ENERGIE

KLIMAFREUNDLICH HEIZEN? MIT HEIMISCHEN PELLETS! Grosse Schritte Richtung Nachhaltigkeit gehen Sie mit der Umstellung Ihrer Heiztechnik auf eine Pellet-Heizung. Mit Pellets aus heimischem Hölzern lösen Sie diese Herausforderung elegant und wirtschaftlich. Mit dem kundennahen Serviceangebot der AGROLA klappt der Einstieg zügig und unkompliziert.

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bgleich bei der Verbrennung von Pellets CO2 entsteht, klappt das Heizen klimafreundlich. Denn es gibt einen echten Kreislauf: Es entsteht nur so viel CO2, wie im Holz gespeichert

war und somit nie mehr, als in nachwachsenden Bäumen erneut gespeichert wird. Das setzt eine nachhaltige Waldbewirtschaftung voraus und deshalb arbeitet AGROLA für ihre Pellets zu

AGROLA AG – IHRE ANSPRECHPARTNERIN RUND UM DIE NACHHALTIGE PELLETS-HEIZUNG Wir unterstützen Sie bei gewerblichen und privaten Bauprojekten mit unserer Expertise rund um die Lagerung und Lieferung von Holz-Pellets für eine Pellets-­Heizung, ganz gleich, ob Sie neu planen oder sanieren. Die Pellet-­Profis von AGROLA stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Kontaktieren Sie uns noch heute unter pellets@agrola.ch, Telefon 0800 300 000, www.agrola.ch/holz-pellets

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100 Prozent mit verantwortungsbewussten Schweizer Partnern zusammen.

NACHWACHSENDER UND ERNEUERBARER ROHSTOFF Holz-Pellets sind ein Naturprodukt, für das ausschliesslich unbehandelte Holzreste aus Säge- oder Hobelwerken eingesetzt werden. Die Herstellung funktioniert unter hohem Druck, der chemische Zusätze unnötig macht. Dieser Naturbrennstoff, auch Energieholz genannt, liefert so einen perfekten Ersatz für fossile Wärmeenergien. Zusätzlich punkten Pellets dank lokaler Produktion mit kurzen Versorgungswegen und verbessern die Ökobilanz Ihrer


ENERGIE

Heizungsanlage. Der Energieaufwand der Pellets-Herstellung benötigt übrigens nicht einmal drei Prozent des Energiegehalts.

REIBUNGSLOSER HEIZUNGS­ BETRIEB DURCH HÖCHSTE PELLETS-QUALITÄT Unsere Schweizer Hersteller produzieren HSH-zertifizierte Holz-Pellets nach dem europäischen Qualitätssiegel ENplus-A1, auf das alle Heizkessel abgestimmt sind. So garantiert AGROLA mit ihren Pellets eine wartungsarme, kosteneffiziente und langjährige Funktionalität. Die Heizungsanlagen arbeiten automatisch und die benötigte Energie ist einfach und genau zu dosieren.

Ganz egal, ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Industrie­betrieb.

UNSER BERATUNGSSERVICE PLANT FÜR SIE Die Planung einer nachhaltigen Pellets-­ Heizung gelingt unkompliziert mit der umfangreichen Unterstützung der AGROLA. Wir helfen Ihnen bei der Ausstattung von Neubauten und beraten bei Sanierungsprojekten. Unsere Experten in Ihrer Nähe helfen bereits bei den Planungsgrundlagen für den Silo­ raum und die Lagerkapazitäten. In Kooperation mit Ihrem Heizungsfachmann kümmern wir uns um Details wie die Schlauch­führung bei der Anlieferung und gewährleisten so,

dass die volle Qualität der Pellets beim Einblasen in den Silo erhalten bleibt. Sie erhalten Ihre Heizungsanlage komfortabel als Komplettpaket und profitieren erst noch von der AGROLA Umweltprämie.

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Gebaut für die autonome Pflege von Grossflächen: CEORATM Mähroboter von Husqvarna.

DIE NEUEN CEORA-MÄHROBOTER HUSQVARNA LÄUTET NEUE ÄRA DER KOMMERZIELLEN RASENPFLEGE EIN Der Kostendruck für das kommerzielle Rasenpflegemanagement nimmt zu, während zeitgleich die Qualitätsansprüche steigen. Gefragt ist effizientes, flexibel planbares Mähen. Mit CEORATM präsentiert Husqvarna eine zukunftsweisende Lösung, die autonomes Mähen auf einer Fläche von bis zu acht Fussballfeldern ermöglicht. Langfristig eröffnet sich durch verschiedenes Zubehör die Möglichkeit, weitere Unterhaltsmassnahmen wie das Düngen oder das automatische Aufsammeln von Golfbällen zu unterstützen.

ÜBER HUSQVARNA Husqvarna ist eine Marke der Husqvarna Group. Seit 1689 am Markt, fertigt das Unternehmen heute hochwertige Garten- und Forstprodukte und führte bahnbrechende Innovationen wie die Vibrationsdämpfung und automatische Kettenbremse bei Kettensägen sowie den weltweit ersten kommerziellen Mähroboter, den Automower ®, auf dem Markt ein. Husqvarna bietet eine breite Palette leistungsstarker Outdoor-Power-­ Produkte für Parks, Wald und Garten und steht für Technologieführerschaft in branchenrelevanten Bereichen wie Kettensägen, Trimmer, Rider-­ Aufsitzmäher und Mähroboter. Husqvarna-­Produkte werden in mehr als 100 Ländern hauptsächlich über Servicehändler verkauft.

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CEORATM besteht aus Antriebseinheit und Mähwerk.


MOBILITÄT

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or über 25 Jahren führte Husqvarna den weltweit ersten Automower auf dem Markt ein. Seitdem haben Millionen von Hausbesitzerinnen und -besitzern mit Husqvarna Mährobotern auf die automatische Rasenpflege umgestellt. Nun führt das schwedische Unternehmen mit CEORATM die kommerzielle Rasenpflege in die nächste Ära: Die neue Roboterlösung, die auf die Pflege von Grossflächen ausgelegt ist, sorgt dank einzigartiger Schnitttechnik in Verbindung mit der häufigen Mähfrequenz für einen grünen und dichten Rasen. CEORATM mäht Flächen bis zu 50’000 Quadratmeter, sei es auf Fussballplätzen, Golfanlagen, in Parks oder auf Firmenarealen. Neben der hohen Rasenqualität profitieren Kommunen und Betriebe von einer Senkung der Kosten um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen, kommerziellen Mähmaschinen*. Greenkeeper und Landschaftsgärtner können bequem per Smartphone steuern wie, wann und wo CEORATM mäht. Auf Wunsch lassen sich jederzeit individuelle Bereiche mit unterschiedlichen Zeitplänen und Höheneinstellungen definieren. Dank der «Spur für Spur»-Technik mäht CEORATM effizient und systematisch. «CEORA revolutioniert die kommerzielle Rasenpflege» sagt Armin Kummer, Grünflächenberater bei Husqvarna Schweiz. «Mit dem Mähroboter kommt ein neues Teammitglied auf den Platz, welches die Arbeit der Grünflächenpfleger erleichtert und ihnen Zeit für andere Aufgaben frei-

spielt.» CEORATM kann zukünftig durch geplantes Zubehör noch stärker an die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Anwendergruppen angepasst werden. Dazu gehören beispielsweise Anbaugeräte zum Anlegen von Rasenstreifen, ein Linienmarkierungssystem oder ein Fairway-Deck für Golfplätze. Sicherheit, Robustheit und Benutzerfreundlichkeit standen beim Designprozess im Fokus. Die Wartung während der Saison beschränkt sich auf den Messerwechsel und die Reinigung. Praktische Features wie eine spezielle Wartungsposition des Mähwerks erleichtern die Arbeit.

Ein spezieller Fokus bei der Entwicklung lag auf dem Umgang mit Hindernissen auf Rasenflächen. CEORATM besitzt ein «Ultraschall-Remote-Objek tvermeidungssystem», welches den Mäher abbremst und dafür sorgt, dass er seine Richtung ändert, sobald er ein sich näherndes Objekt erkennt. Dank AkkuEinsatz reduzieren sich die Emissionen während des Betriebs auf Null. Dies hilft Fussballvereinen, Golfclubs und der öffentlichen Hand ebenso wie gewerblichen Anwendern bei der Senkung ihres CO2-Fussabdrucks.

FLEXIBLER EINSATZ, ERHÖHTE KONTROLLE UND SICHERHEIT

STARTKLAR FÜR DIE RASENSAISON 2022

Dank des modernen Husqvarna-EPOSSatellitennavigationssystems arbeitet der Mähroboter innerhalb eines kabellos definierten Gebiets mit einer Genauigkeit von zwei bis drei Zentimetern autonom. Anwender profitieren dank dieser Technologie von grosser Flexibilität. Pflegearbeiten wie das Aerifizieren und Vertikutieren sind einfach durchzuführen, da es keinerlei störende Kabel im Boden gibt. Dank der Husqvarna Fleet Services App erhalten die Anwender Echtzeit-Informationen über alle Geräte in ihrem Maschinenpark.

Mit Husqvarna CEORATM 544 EPOS und Husqvarna CEORATM 546 EPOS sind voraussichtlich ab dem ersten Quartal  2022 zwei Modelle des Mähroboters bei ausgewählten Husqvarna-Partnern erhältlich.

Anmerkung * Die Kosten wurden von Husqvarna unter Verwendung der geschätzten durchschnittlichen Gesamtbetriebskosten von CEORATM im Vergleich zu einem konventionellen Aufsitzmäher über einen Zeitraum von fünf Jahren kalkuliert. Die Gesamtbetriebskosten umfassen die für Europa durchschnittlichen Aufwände für Installation, Personal, Energieverbrauch, Service, Wartung und Reparaturen.

DAS SIND DIE PRODUKTDATEN VON HUSQVARNA CEORATM 544 / CEORATM 546 EPOS: > Masse: 124 x 108 x 44 cm > Gewicht: 70 kg > Schnittleistung CEORATM 544 / CEORATM 546: 20’000 Quadratmeter / 25’000 Quadratmeter bei täglichem Mäh-Einsatz 40’000 Quadratmeter / 50’000 Quadratmeter bei Mäh-Einsatz im 2-Tages-Rhythmus 60’000 Quadratmeter/75’000 Quadratmeter bei Mäh-Einsatz im 3-Tages-Rhythmus > Schnitthöhe: 20 bis 70 mm > Schnittmuster: Systematisch; Mähen Spur für Spur > Schutzklasse: IPX5-Standard > Flächenmanagement: Bis zu 20 verschiedene Flächen > Referenzstation: Bis zu 500 m Entfernung

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MOBILITÄT

RAPID URI – DER ERSTE VOLLELEKTRISCHE EINACHSGERÄTETRÄGER AUF DEM MARKT Mit dem Rapid URI E041 wird ein Einachsgeräteträger mit vollelektrischem Antriebskonzept ins Produktsortiment aufgenommen, mit welchem eine grosse Auswahl an Anbaugeräten betrieben werden kann.

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ir haben uns bewusst für einen Geräteträger für einen universalen und vielseitigen Einsatz entschieden, in diesen Bereichen ist die Nachfrage nach elektrischen Antriebskonzepten sehr gross. Die Positionierung des Rapid URI im Leistungssegment vier Kilowatt bildet die Eigenschaften eines Gerätes mit Verbrennungsmotor im Bereich von 9-10 PS ab, somit können sämtliche Anbaugeräte mit Anbaustutzen 52 / 54 Millimeterangebaut und betrieben werden. Hinsichtlich Betrieb, Bedienung und Handling während der Anwendung setzt Rapid wie gewohnt auf intuitive Konzepte und durchdachte Finessen um dem Anwender den Einstieg in diese Technologie leicht zu machen.

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Rapid setzt mit dieser Produktneuheit beziehungweise mit dieser Antriebstechnologie einen weiteren Meilenstein und wir sind stolz in Zukunft einen vollelektrisch angetriebenen Einachsgeräteträger als Serienprodukt auf dem Markt anbieten zu können! Erfolgsfaktoren in der Übersicht: • Keine Abgase am Ort der Anwendung durch elektrische Antriebstechnologie, ermöglicht auch eine Verwendung der Maschine in Innenräumen • Sehr geringe Lärmbelastung • Breites Anbaugerätesortiment vorhanden durch Rapid-Schnellwechselsystem • Intuitive Bedienung durch Überarbeitung der Bedienelemente und Display-­Anzeigen

• Sicherheit durch zwei vollwertige

Totmanneinrichtungen und automatische Feststellbremse • Sehr geringe Transportmasse durch zusätzlich abklappbaren hinteren Teil des Bedienholms • Geringe Betriebskosten für Betreiber

DIE RAPID PRODUKTE, DAS SCHWEIZER SACKMESSER UNTER DEN EINACHSGERÄTEN Die Rapid Technic AG ist weit bekannt. Die Firma, welche immer noch in der Schweiz produziert, nimmt man für ihre technischen Lösungen in der alpinen Berglandwirtschaft wahr. Die Schweizer Firma mit Sitz in Killwangen bietet aber noch vieles mehr als nur Anwendungen der alpinen Landwirt-


Wildkrautentferner

Kehrmaschine

schaft. Mit unserem Motto «Sie haben ein Bedürfnis, wir die Lösung» bieten wir für jeden Kunden die richtige Anwendung. Dort wo die Handarbeit zu mühsam ist und sich grössere Maschinen zum Beispiel aus Kosten- oder Platzgründen nicht eignen, sind moderne Einachsgeräte perfekt um den Winterdienst, das Kehren im Frühjahr sowie die Rasenpflege im Sommer und die Laubbeseitigung im Herbst professionell, einfach und sicher zu bewerkstelligen. Im Bereich Kommunal bietet sich als Beispiel die mechanische Unkrautbeseitigung, die Reinigung sowie der Winterdienst bestens an. Um etwas konkreter zu werden, hier die Anbaugeräte im Überblick:

MECHANISCHE WILDKRAUT­ BESEITIGUNG WILDKRAUTENTFERNER Mit der Wildkrautbürste werden Ränder, Kanten und befestigte Flächen von Wildkraut befreit. Die Sauberkeit, Sicherheit und der Schutz von Bauwerken werden damit aufrechterhalten. Bei Bordsteinkanten und Rinnsteinen werden die Entwässerungsfunktionen erhalten sowie die Ansammlung von Sedimenten vermieden. Das Verfahren zieht das Unkraut mittels mechanischer Einwirkung in verschiedene Richtungen und legt es auf der Oberfläche ab.

WEGEPFLEGEGERÄT Mit dem Wegepflegegerät werden wassergebundene Flächen, wie zum Beispiel Schotter-, Splitt- und Kieswege / -plätze einfach, schnell und ökologisch wie ökonomisch sinnvoll gepflegt. Pflanzen werden mittels mechanischer Bewegungen entwurzelt und auf der Oberfläche abgelegt, wo sie einfach entfernt werden können. Dank der variablen Arbeitshöheneinstellung bleibt die Bodenschichtstruktur unbeschädigt. Bearbeitete Flächen er-

Winterdienst Räumschild

strahlen so ohne Einsatz von chemischen Stoffen in einem sauberen, gepflegten Bild.

REINIGUNG KEHRMASCHINE

Die leistungsfähigen Rapid Geräte zum Kehren lassen sich flexibel und ganzjährig einsetzen. Im Sommer werden Staub und Schmutz beseitigt, während im Winter frisch verschneite Beläge schwarz gekehrt werden. Es besteht die Möglichkeit in Fahrtrichtung oder seitlich wegzukehren. Wird der Schmutzsammelbehälter montiert, lässt sich im selben Arbeitsgang der Schmutz sauber aufnehmen. Kommt der Seitenbesen zum Einsatz, wird Sauberkeit bis an Hindernisse wie zum Beispiel Randsteine spielend einfach erreicht.

WINTERDIENST RÄUMSCHILD Rapid Räumschilde zeichnen sich durch ihre Vielseitigkeit, Sicherheit und einfa che Bedienung aus. Mit dem vom Holm aus bequem bedienbaren Schwenkmechanismus wird Schnee effizient in die gewünschte Richtung weggeschoben. Dank werkzeuglos montierbaren Seitenblechen ist rückstandsloses Räumen von grösseren Flächen möglich.

SCHNEEFRÄSE Rapid Schneefräsen zeichnen sich durch ihre einfache und sichere Bedienung aus.

Wegepflegegerät

Sie sind robust konstruiert und innert weniger Augenblicke zum Einsatz bereit. Schnee wird effizient gefräst und präzise an den Bestimmungsort hingeschleudert. Wege und Plätze sind für Benutzer rasch frei und sicher passierbar.

KOMBI-STREUER Mit dem Kombi-Streuer wird Streugut – in der Regel Sand, Salz oder Splitt – fein dosiert und gleichmässig ausgebracht. Durch die kompakten Abmessungen und die grosse Streuweite ist der Kombi-Streuer ideal geeignet auch für schwer zugängliche Stellen und wird hauptsächlich zur Glättebekämpfung eingesetzt.

KONTAKT Rapid Technic AG Industriestrasse 7 8956 Killwangen Tel. +41 44 743 11 11 www.rapid.ch

FÜR NÄHERE AUSKUNFT KONTAKTIEREN SIE: Philip Schwendener, Leiter Marketing Telefon 044 743 14 13 philip.schwendener@rapid.ch

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RUBRIK

ZAUGG-SCHNEEFRÄSSCHLEUDER ZRR10000M RÄUMT DEN SCHNEE AUF SCHWEDISCHEN GLEISEN Der Bahnbetrieb muss auch in den Wintermonaten gewährleistet sein, deshalb kommt im hohen Norden von Schweden eine Schneefräse der ZAUGG AG EGGIWIL zum Einsatz. Die Firma hat den Auftrag bekommen, zwei zusätzliche Schneefrässchleudern zu konstruieren und zu liefern. Diese verfügen an der Front über zwei unabhängige Schneefrässchleuder-Einheiten. Für einen gezielten Schneeauswurf ist jede davon mit einem verstellbaren Auswurfkamin versehen. Sie werden künftig für schneefreie und sichere Gleise sorgen.

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ie vierachsige, selbstfahrende Schnee­frässchleuder ZRR10000M (ZRR steht für «ZAUGG Rolba Railway», M für «MATISA») wird von zwei Caterpillar-Dieselmotoren C18. Stage V, mit je 470 kW Leistung angetrieben, die auf drei der vier Radsätze wirken. Zum Wechseln der Arbeitsrichtung lässt sich innerhalb von zwei Minuten der Ober­ wagen auf dem Drehkranz um 180° schwenken. Die beiden Frässchleuderwerke lassen sich sowohl in der Höhe wie auch horizontal verschieben. Auch die Auswurfkamine können bezüglich Richtung und Wurfweite einzeln verstellt werden. Für Überführungsfahrten werden die Frässchleuderwerke ganz zusammengefahren und knapp über der

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Schienenoberkante positioniert, so dass sie das schwedische Lichtraumprofil einhalten. Diverse Stellungen der Fräswerke lassen sich über programmierbare Drucktasten direkt aufrufen. Im Vergleich zu fest installierten Frässchleuderwerken mit ausfahrbaren Leitblechen, lässt sich mit verstellbaren Frässchleuderwerken die Strecke schneller und mit weniger Antriebskraft räumen. Am hinteren Teil des Oberwagens ist ein hydraulisch verstellbarer Spurpflug montiert. Dieser lässt sich aus dem Führerstand in der Höhe verstellen, in der Räumrichtung nach links und rechts schwenken oder keilförmig nach vorne ausrichten. Zum Gewichtsausgleich befinden sich die beiden Motoren zuhinterst im Oberwagen

und der Dieseltank in der Fahrzeugmitte. Ein zusätzlicher Hilfsdieselmotor, oder wahlweise eine stationäre Energieversorgung, lassen den Betrieb der Neben­ aggregate sowie das Abtauen und Aufheizen der Schneefräse zu. Die Führerkabine mit den Elektronikschränken ist gefedert und gedämpft auf dem Oberwagen gelagert, wodurch es in der Kabine auch während des Fräsens erstaunlich ruhig bleibt. Zwei übersichtliche, identisch ausgerüstete Arbeitsplätze bieten eine gute Sicht nach vorne. In der Regel ist der eine Bediener für das Fahren, der andere für das Fräsen zuständig, wobei die Rollen jederzeit gewechselt werden können. Um die ZAUGG-Schnee-


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frässchleuder fahren zu können, muss einer der Fahrzeugführer vor der Abfahrt in einen elektronischen Alkoholtester blasen. Für mehr Personalkomfort sorgen zudem ein Tisch mit zwei an der Seitenwand befestigten Klappsitzen, ein Kühlschrank, ein Mikrowellenofen und eine Kaffeemaschine. Die Bahn-Schneefrässchleuder auf der Erzbahn hat sich nach der Inbetriebnahme bewährt, so dass das schwedische Verkehrsamt eine zweite Maschine bestellt hat. Im Januar 2019 bekam die Firma ZAUGG AG EGGIWIL den Auftrag, eine weitere, selbstfahrende Schneefrässchleuder für Trafikveket in Schweden zu bauen. Dieses Projekt benötigte diverse Anpassungen zur ersten Maschine, die in 2016 vom Kunden übernommen wurde. In der Zwischenzeit gab zahlreiche zusätzlichen

Anforderungen aufgrund neuer und aktualisierter Normen, sowie erforderliche Verbesserungen in Bezug auf die erste Maschine. Die Techniker bei ZAUGG AG EGGIWIL begannen mit der Konstruktion im Mai 2019 und leisteten bis Ende September circa 3 000 Stunden Arbeit. Die Maschine kam im Oktober 2020 in Mittelschweden an und wird in Duved, westlich von Åre, auf der Mittbanan stationiert. Diese Maschine wurde mit neuer Software, neuen Sicherheitssystemen und vor allem mit ETCS-Ausrüstung (European Train Control System) ausgerüstet, damit sie mit dem Signalisierungssystem ERTMS (European Rail Traffic Management System) verwendet werden kann. Eine weitere Optimierung ist, dass die Schneefräsen zum Schneiden von überhängendem Schnee heruntergeklappt werden können.

Auch die zweite Bahn-Schneefräs­ schleuder überzeugte vollumfänglich, worauf das schwedische Verkehrsamt im Juni  2020 eine dritte Maschine bestellt hat. Diese sollte ab der Winter­ saison  2021 / 22 zum Einsatz kommen. Die Maschinen wird im Dezember 2021 nach Schweden geliefert und 200 Stunden auf Herz und Nieren getestet, bis sie danach zusammen mit den Vorgängermodellen für schneefreie und sichere Gleise sorgen wird.

TECHNISCHE DATEN Drehzapfenabstand: 7 790 mm Drehgestellachsstand: 1 800 mm Länge über alles: 16’470 mm Betriebsgewicht 71 t Gewicht Oberwagen: 47 t Gewicht Unterwagen: 20 t Dieselöltank: 3000 l Minimaler Kurvenradius: 90 m Schneeräumleistung: 7500 t/h Höchstgeschwindigkeit: • selbstfahrend: 80 km / h • Fräsbetrieb: 20 km / h • geschleppt: 100 km / h Einsatztemperatur: - 40 °C bis + 35°C Spurweite: 1 435 mm

KONTAKT ZAUGG AG EGGIWIL CH-3537 Eggiwil Telefon +41 (0) 34 491 81 11 www.zaugg.swiss info@zaugg.swiss

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MOBILITÄT

Prof. Nicolas Noiray leitet an der ETH Zürich das «Labor für Verbrennung und Akustik für Energiesysteme» (engl. Combustion and Acoustics for Power and Propulsion Systems, kurz CAPS Lab). Bevor der geborene Franzose 2014 an die ETH kam, war er am Alstom-Standort Baden (AG) in der Gasturbinen-Forschung tätig.

SYNTHETISCHE TREIBSTOFFE SAUBER VERBRENNEN Automobile mit Verbrennungsmotor stehen unter Druck. Die politischen Entscheide zielen darauf ab, Diesel- und Benzinmotoren zur Eindämmung des Klimawandels durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu ersetzen. Doch selbst wenn Benziner und Dieselautos der Vergangenheit angehören sollten: Die Energieumwandlung mittels Verbrennung wird auch in der künftigen Energieversorgung ihren Platz haben, vor allem mit Wasserstoff und anderen synthetischen Brenn- und Treibstoffen aus nachhaltiger Produktion. Wie die entsprechenden Verbrennungsprozesse schadstoffarm und effizient ausgestaltet werden können und wo die geeigneten Einsatzgebiete sind, haben Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Industrie bei einer Fachtagung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich diskutiert. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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ie Diskussion zur Elektrifizierung des Verkehrs ist allgegenwärtig. So gegenwärtig, dass sich der eine oder die andere fragen mag, warum an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) überhaupt noch Verbren-

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nungstechnologien erforscht werden. Prof. Nicolas Noiray, der an der ETHZ das «Labor für Verbrennung und Akustik für Energiesysteme» leitet, ist um eine Antwort nicht verlegen: «Die Verbrennung ist bei der laufenden Umstellung der Energieversor-

gung nicht das Problem, sondern Teil der Lösung», sagt Noiray. Heute würden weltweit noch immer 70 Prozent des Stroms aus fossilen Brennstoffen gewonnen, nachhaltige Lösungen müssten gefunden werden. «Ein Schlüssel dazu ist die Umwandlung


MOBILITÄT erneuerbaren Stroms in lagerfähige synthetische Brennstoffe. Diese können bei Bedarf in Brennstoffzellen oder Gasturbinen eingesetzt werden, um erneuerbaren Strom zu erzeugen und das Stromnetz zu stabilisieren. Die sichere Verbrennung synthetischer Brennstoffe wie Wasserstoff ohne Schadstoffemissionen ist eine Herausforderung. Wir brauchen eine intensive wissenschaftliche Forschung zu Verbrennungstechnologien für diese nachhaltigen Kraftstoffe, die künftig im Bereich der Stromerzeugung eingesetzt werden, aber auch im Langstreckenflugverkehr und der Schifffahrt, die auf absehbare Zeit nicht elektrifiziert werden können.»

GEFRAGTE ETHZ-EXPERTISE RUND UM VERBRENNUNG Vor diesem Hintergrund bleibt die Erforschung von Verbrennungsprozessen also eine Notwendigkeit. Die ETHZ verfügt in diesem Forschungsbereich über eine ausgeprägte Expertise. Prof. Nicolas Noiray wird von einer Gruppe von rund 20 Personen unterstützt, darunter Doktoranden und Postdocs, aber auch Ingenieure und administratives Personal. Es ist denn auch kein Zufall, dass an der ETHZ alle zwei Jahre eine Tagung stattfindet, an der Verbrennungsforscher und -forscherinnen ihre neusten Ergebnisse vorstellen und in einen Dialog mit Fachleuten aus der Industrie treten. Bei der jüngsten Konferenz kamen Mitte September 150 Personen zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen und zu diskutieren. Das einführende Keynote-Referat hielt der renommierte Verbrennungsforscher Kons-

tantinos Boulouchos, der im Januar 2021 als ETH-Professor emeritiert wurde. Boulouchos skizzierte die Herkulesaufgabe, welche die Abkehr von fossilen Energieträgern mit sich bringt. Eine Herausforderung besteht darin, die Dekarbonisierung in den nächsten 30 Jahren zu meistern. Das ist eine sehr kurze Zeit, wenn man bedenkt, dass Strassenfahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe mitunter über eine Lebensdauer von 30, 40  und mehr Jahren verfügen. Es sei unabdingbar, so Boulouchos, dekarbonisierte Antriebe schon in bestehende Fortbewegungsmittel einzubauen. Eine zweite Herausforderung liegt bei den aktuell noch hohen Preisen für synthetische, CO2-frei bzw. CO2-neutrale Treibstoffe: Diese liessen sich zwar mit erneuerbarem Strom herstellen, kosteten aber noch drei- bis fünfmal so viel wie fossile Treibstoffe. Ziel müsse sein, die Herstellung synthetischer Treibstoffe zu vergünstigen – und fossile Treibstoffe über CO2-Bepreisung zu verteuern. Um synthetische Treibstoffe bei den aktuellen Herstellungskosten konkurrenzfähig zu machen, müsste der CO2-Preis pro Tonne emittiertem CO2 von aktuell 50 EUR auf 600 EUR angehoben werden, rechnete Boulouchos vor und wies darauf hin, dass dieser Preis künftig dank günstigerer Verfahren und Skaleneffekten deutlich sinken dürfte.

FORSCHUNG VOR EINER HERKULESAUFGABE Der Energieexperte machte in seinem Einführungsreferat eine Rechnung auf, die er selber als «Provokation» bezeichnete: Die Elektrifizierung aller Strassenfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU27) bräuchte jähr-

Die Kamera ermöglicht Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit bis zu 20’000 Bildern pro Sekunde von der Flamme, die links in der Versuchseinrichtung in blau-roter Färbung zu erkennen ist.

lich rund 4 500 TWh Strom – das ist rund 1.36  mal soviel, wie die gesamte EU27 im Jahr 2017 an erneuerbaren und nicht erneuerbarem Strom verbrauchte (3 300 TWh). Boulouchos verwies auf einen weiteren Problempunkt: Die Produktion von europäischem Windstrom lag im ersten Halbjahr 2021 wetterbedingt um 21 Prozent tiefer als im ersten Halbjahr 2020. Die Folge: Die Kohleverstromung stieg markant an (+ 38 Prozent), weil Gaskraftwerke die Einbusse nicht ausgleichen konnten. Die «Konferenz zu Verbrennungsforschung in der Schweiz» zeigte eine Reihe von Forschungsansätzen, die in Zukunft dazu beitragen könnten, den Umbau des Energiesystems in Richtung Nachhaltigkeit voranzubringen. Wissenschaftler von ETHZ, FPT Motorenforschung AG, Vir2sense GmbH, Fachhochschule Nordwestschweiz und Paul Scherrer Institut stellten die Ergebnisse ihrer theoretischen, experimentellen und numerischen Untersuchungen vor. Ein Fokus lag auf Gasturbinen, wie sie heute in Gas- bzw. Gaskombikraftwerken zur Erzeugung von Strom und teilweise auch von Wärme eingesetzt werden, die aber auch die Grundlage für den Antrieb von Düsenjets bilden. Weil Gaskraftwerke einen flexiblen Betrieb erlauben, können sie herangezogen werden, um Zeiten mit wenig Solar- und Windstrom zu überbrücken.

GASTURBINEN MIT WASSERSTOFF Herkömmlicherweise nutzen Gasturbinen Erdgas (Methan). Dank technischer Innovationen werden diese künftig mit einem Gemisch aus Erdgas und Wasserstoff oder

Nicolas Noiray betreut an der ETH ein Dutzend Nachwuchsforschende, darunter Postdoc-Wissenschaftlerin Khushboo Pandey (hinten) und Doktorandin Audrey Blondé (vorne). Ein Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung von thermoakustischen Instabilitäten in der Brennkammer.

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Darstellung eines Flammenrückschlags in der Brennkammer einer mit einem Methan-Wasserstoff-Gemisch oder reinem Wasserstoff betriebenen Gasturbine, wie sie Dr. Alex Novoselov in einem BFE-unterstützen Projekt untersucht.

ETH-Wissenschaftler Dr. Sergey Shcherbanev erforscht, ob die Verankerung der Flamme durch den Einsatz eines Plasmas gestärkt werden kann. Im Bild: Momentaufnahme der Verbrennungsflamme ohne und mit Plasma.

CAPS-Forscher Abel Faure Beaulieu untersucht thermoakustische Instabilitäten in Verbrennungsprozessen. Im Bild: Modelle der Schallausbreitung in einem Ringbrenner.

mit reinem (und idealerweise nachhaltig hergestelltem) Wasserstoff betrieben werden können. Damit dies gelingt, ist die Forschung gefordert. Denn Wasserstoff ist reaktiver als Methan, und es ist anspruchsvoll, Wasserstoff ohne Stickoxid-Emissionen zu verbrennen. ETH-Forscher Dr. Alex Novoselov untersucht in einem BFE-unterstützen Projekt, wie sich in Gasturbinen, die mit Wasserstoff-Methan-Gemischen oder reinem Wasserstoff betrieben werden, Flashbacks verhindern lassen, also gefährliche Rückschläge der Flamme von der Brennkammer in die Brennstoffzufuhr. Ein anderer Forschungsansatz zielt darauf ab, Verbrennungsprozesse über die Beimischung eines Plasmas (Gemisch aus freien Ladungsträgern wie Ionen und Elektronen) in die gewünschte Richtung zu beeinflussen (zum Beispiel weniger Stickoxidemissionen bei der Verbrennung von Wasserstoff). Zu dem Thema forscht der ETH-Wissenschaftler Dr. Sergey Shcherbanev. Sein Kollege Abel Faure Beaulieu wiederum befasst sich mit thermoakustischen Instabilitäten, die Verbrennungssysteme mittels Vibrationen beschädigen können, wovon emissionsarme Systeme besonders betroffen sind. Zwei Industrievertreter gewährten an der Verbrennungstagung in Zürich Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ihrer Unternehmen. Eines dieser Referate bezog sich auf Gasturbinen neuster Bauweise mit zwei Brennkammern. Die gestufte Verbrennung mit zwei Flammen ermöglicht eine höhere Energieausbeute und tiefere Schadstoffemisssionen. Dr. Andrea Ciani, Projektmanager bei der Firma Ansaldo Energia, die 2016 Teile der Alstom-Forschung in Baden übernommen hat, stellte die neuste Generation ihres Brennerdesigns vor. Der «Center Body Burner» (CBB) besteht aus einem Einsatz für die zweite Brennerstufe und kann bei der Verbrennung von Methan-WasserstoffGemischen oder reinem Wasserstoff eingesetzt werden. Bei einer 1:1-Hochdrucktest-Serie im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln konnte vor kurzem nachgewiesen werden, dass mit dem CBB der Stickoxid-Ausstoss bei der Verbrennung von Wasserstoff wesentlich reduziert werden kann.

DIGITALE ZWILLINGE UNTERSTÜTZEN NACHHALTIGKEIT Die «Konferenz zur Verbrennungsforschung in der Schweiz» bot Raum für informelle Gespräche zwischen Industrie und Forschung.

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Einen ganz anderen Forschungsansatz präsentierte Dr. Markus Wenig von der Winterthurer Schiffsmotoren-Entwicklerin WinGD. Gemeinsam mit der Fachhoch-


MOBILITÄT schule Nordwestschweiz entwirft WinGD digitale Zwillinge («digital twins») der Schiffsmotoren. Verbrennungsmodelle fliessen in diese digitalen Repräsentationen der echten Maschinen ein. Mit digitalen Zwillingen lassen sich Motoren testen, bevor teure Investitionen getätigt werden («testing-before-investing»). Eine andere Anwendung betrifft die virtuelle Systemintegration zum Beispiel von Hybridsystemen. «In Zukunft werden uns die digitalen Zwillinge auch dabei unterstützen, die Profitabilität von Ersatzmassnahmen in Richtung Nachhaltigkeit aufzuzeigen», betonte Industrieforscher Wenig. Für Stephan Renz, Leiter des BFE-Forschungsprogramms Verbrennungsbasierte Energiesysteme und Co-Organisator der Tagung, hat der Anlass die Bedeutung von synthetischen Brenn- und Treibstoffen für die Energieversorgung deutlich hervorgehoben: «Die Schweizer Verbrennungsforscher aus dem Hochschulbereich und von Entwicklungszentren international agierender Unternehmen beschäftigen sich fast ausschliesslich mit CO2-reduzierten chemischen Energieträgern.»

Rund 150 Personen aus Industrie und Forschung beteiligten sich Mitte September 2021 in Präsenz oder online an der traditionellen Verbrennungstagung an der ETH Zürich.

HINWEISE Auskünfte zur «Konferenz zur Verbrennungsforschung in der Schweiz» – organisiert von ETHZ, Paul Scherrer Institut und Bundesamt für Energie – erteilt Stephan Renz (info@renzconsulting.ch), externer Leiter des BFE-Forschungsprogramms Verbrennungsbasierte Energiesysteme. Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturm­projekte im Bereich Verbrennung finden Sie unter www.bfe.admin.ch/ec-verbrennung

AquaPower

Zu 100 % klimaneutral Uniper ist einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken in Europa. Mit AquaPower bietet Uniper Schweizer Stadtwerken sowie Industriekunden grüne und garantiert CO2-freie Stromlieferungen.

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WASSERKRAFT

HERAUSFORDERUNG ENERGIEWENDE EUROPÄISCHE WASSERKRAFT GEGEN DIE STROMLÜCKE DER SCHWEIZ Die Umsetzung der Schweizer Energiestrategie stellt alle Akteure vor eine grosse Herausforderung und setzt Fragezeichen hinsichtlich der Versorgungssicherheit und der Stromlücke im Winter. Bereits jetzt ist die Schweiz ein grosser Strom-Netto-Importeur von ungefähr vier TWh. Das sind rund zehn Prozent ihres Stromendverbrauch; im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist dies viel. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr die Verhandlungen zum Strom-Rahmenabkommen mit der EU abgebrochen wurden.

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n diesem Umfeld legt die Schweizer Energiestrategie fest, dass die Bedeutung der Wasserkraft in der Schweiz weiter zunehmen muss. Ist sie bereits heute mit einem Anteil von fast 60 Prozent bei Weitem die

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wichtigste Quelle von erneuerbarem Strom, soll sie bis 2050 weiter signifikant ausgebaut werden – auch, um den fehlenden Strom aus den perspektivisch abzuschaltenden Schweizer Kernkraftwerken zu ersetzen. Die

Schweiz wird also noch stärker auf Wasserkraft setzen müssen. Aber hier gibt es aufgrund der Topografie auch Grenzen. Der Klimawandel tut sein Übriges, was die Verfügbarkeit von Wassermengen angeht.


WASSERKRAFT

WOHER ALSO KANN DIE ZUSÄTZLICHE WASSERKRAFT KOMMEN?

HERKUNFTSNACHWEISE GARANTIEREN CO2-FREIE ERZEUGUNG

Der Druck auf die Schweizer Stromversorger ist gross. Eine Möglichkeit, dieser Herausforderung zu begegnen, ist fehlende inländische Wasserkraft aus angrenzenden Nachbarländern hinzuzukaufen. Leider noch immer wenig bekannt in der Schweiz ist, dass Uniper einer der grössten Wasserkraftwerksbetreiber Europas ist, auch wenn Uniper die Schweiz als traditionell sehr wichtigen Markt für sich bezeichnet, in dem es seit vielen Jahrzehnten gute Geschäftsbeziehungen pflegt. Doch durch häufige Namenswechsel ist die Marke Uniper in der Öffentlichkeit trotz dieser guten Verdrahtung in der Schweizer Energiewirtschaft wenig bekannt. Ursprünglich basierten die gemeinsamen Verbindungen vornehmlich auf Geschäften im Gasbereich. Doch das ändert sich aktuell, denn in der Schweiz nimmt das Thema Strom immer mehr an Bedeutung zu. Eine Commodity, die Uniper liefern kann: Allein in Deutschland betreibt das Unternehmen mehr als 100 Wasserkraftwerke, die entlang der Flüsse Lech, Isar, Donau, Main und einiger Seen emissionsfrei Energie produzieren. Mit insgesamt zwei Gigawatt installierter Leistung ist Uniper damit einer der grössten Betreiber von Wasserkraftwerken in Deutschland. Auf Europa bezogen, verfügt Uniper sogar über circa vier Gigawatt installierter Leistungen an Wasserkraft. Denn mit 76 Wasserkraftanlangen in Schweden ist es auch einer der grössten Wasserkraftsbetreiber in Skandinavien.

Über das Uniper-Portfolio können Schweizer Energieversorger ihren Anteil CO2-frei erzeugter Energie aus Wasserkraft erhöhen. Uniper überträgt im Rahmen der grünen Stromversorgung Herkunftsnachweise aus Wasserkraft an die Energieversorger. So können sie Strom beziehen, bei dessen Erzeugung nicht auch nur ein Gramm CO2 pro Kilowattstunde anfällt. Denn: Beim Betrieb der Anlagen kommt es weder zu CO2Ausstoss noch zu Lärm oder Abgasen und durch ihre Herkunftsnachweise weist Uniper transparent nach, dass der gelieferte Strom tatsächlich aus ihrer deutschen, österreichischen oder schwedischen Wasserkraft stammt. Zusätzlich wird durch Festpreise Preissicherheit für die benötigten Strommengen garantiert.

Der Zukauf von Wasserkraft über Herkunftsnachweise gibt dem Schweizer Energiemarkt Planungssicherheit und Preisstabilität und bietet Versorgungssicherheit auch bei einem weiter steigenden Anteil erneuerbaren Energien am Strommix. Und auch im Winter! So leistet Uniper einen signifikanten Beitrag dazu, mögliche Stromlücken in der Schweiz zu schliessen.

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RUBRIK

CLEVERE LÖSUNGEN FÜR NACHHALTIGES WOHNEN Wer Hand in Hand arbeitet, schafft mitunter besonders überzeugende Ergebnisse. Etwa wenn scheinbar unabhängige Probleme nicht isoliert, sondern kombiniert betrachtet werden. Der neue Wärmeverbund in Meilen ist ein starkes Beispiel für eine kluge Zusammenarbeit.

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as Ziel ist klar: möglichst nachhaltig leben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Oft stolpern wir über die eigene Bequemlichkeit, etwa wenn es heisst, mit dem Velo den Berg hinauf und durch den Regen zu radeln. Oder wir müssten verzichten, worauf wir nicht verzichten möchten. Zum Beispiel weniger Fleisch essen, weniger mit dem Flugzeug verreisen, weniger Kleider kaufen  – die Liste liesse sich unendlich fortsetzen. Denn wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist weniger immer mehr. Die Aus-

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nahme: mehr um die Ecke denken, stärker zusammenarbeiten, intensiver nach gemeinsamen Lösungen suchen.

HEIZEN MIT ZUKUNFT Was dann möglich ist, lässt sich in Meilen schön beobachten. «Besonders beim Heizen ist das Potenzial sehr gross», so Haaike Peeters, Energiebeauftragte der Gemeinde. Gemäss Bundesamt für Statistik ver­ ursachte der Gebäudesektor 2019 rund 24 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz. 1 Noch immer werden hierzu-

lande fast zwei Drittel aller Gebäude mit fossilen Energieträgern geheizt. 2 Sogar die als «Energiestadt Gold» ausgezeichnete Gemeinde Meilen ist da keine Ausnahme. Um eine Öl- oder Gasheizung zu ersetzen, braucht es Alternativen wie einen Energieverbund. Ein paar engagierte Bürgerinnen und Bürger allein reichen jedoch nicht für ein solches Projekt, hier ist die Energieplanung der Gemeinde gefordert. Und meist braucht es einen Grossverbraucher als Auslöser.


WASSERKRAFT In Meilen war dies die Delica AG, die eine neue Lösung für ihre Kühlsysteme suchte. Nach langjähriger Planung kommt die Kälte, um Glace zu gefrieren und Backwaren zu kühlen, heute direkt aus dem Zürichsee. Drei Pumpen befördern das sechs Grad kühle Seewasser zur ehemaligen Midor-Fabrik. So lassen sich pro Jahr rund 20 Millionen Liter Trinkwasser einsparen, die früher zur Kühlung verdunstet wurden. Auch der Strombedarf ist gemäss Markus Müller, Energiemanager der Delica AG, signifikant gesunken.

AUS KALT WIRD WARM Das ist gut, aber noch nicht gut genug. Deshalb wird ab Herbst 2022 auch die Abwärme aus der Fabrik genutzt. Sie wird in einen Energieverbund von Energie 360° eingespeist, mit dem sich nicht nur die Räumlichkeiten der Delica AG heizen lassen, sondern auch an die hundert Liegenschaften in ihrer Umgebung. «Der Verbund bietet zu mindestens 90 Prozent erneuerbare Heizenergie», so Tobias Schneebeli, Projektentwickler bei Energie 360°. Damit wird der CO2-Ausstoss um voraussichtlich 3 000 Tonnen pro Jahr gesenkt. Der Energieverbund ist eine Lösung, die gerade deshalb besticht, weil sie nicht einfach ist, sondern verschiedene Strukturen und Akteure verbindet und grössere Zusammenhänge berücksichtigt. Haaike Peeters betont, dass dafür alle am gleichen Strick ziehen müssen: «Es braucht den politischen Willen, einen grossen Abnehmer wie die Delica AG und die Expertise von Energieanbietern wie Energie 360°.» Dann ist es eine Win-win-Situation für alle. Informationen zum Energieverbund Meilen finden Sie unter www.e360.ag/meilen

Anmerkung 1 www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/ zustand/daten/treibhausgasinventar/gebaeude.html 2 www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/ bau-wohnungswesen/gebaeude/energiebereich.html

KONTAKT Energie 360° AG Telefon +41 (0) 43 317 22 22 info@energie360.ch www.energie360.ch

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DIGITALISIERUNG

AARGAU: DER HUB FÜR DIGITALISIERUNGS-EVENTS HIGHTECH ZENTRUM AARGAU PROMOTOR VON INNOVATIONS-FOREN «citelligent 2021: Lösungen für die Stadt von morgen»: Smart-City-Projekte standen im Zentrum dieser Fachtagung, die zum zweiten Mal in Lenzburg durchgeführt wurde, erstmals nicht nur virtuell, sondern real auf Schloss Lenzburg und erneut mit dem Hightech Zentrum Aargau als Co-Organisator, gemeinsam mit der Stadt Lenzburg und dem Beratungsunternehmen savisio AG.

© Abwasserverband Region Lenzburg

von Peter Morf und Ruedi Mäder

Aufschlussreiche App entwickelt: Teil der Kläranlage des Abwasserverbandes Lenzburg.

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ie Unterstützung von KMU-Innovationsprojekten ist die zentrale Mission der Hightech Zentrum Aargau AG (HTZ) in Brugg. Der HTZSchwerpunkt Energietechnologien und Ressourceneffizienz unter Leitung von

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Dr. Peter Morf engagiert sich auch 2021 – zusätzlich zum Kerngeschäft der Innovationsförderung von KMU – bei einer Reihe von Digitalisierungs-Foren (siehe Box). Bei der citelligent 2021 war das HTZ von Beginn an in die Organisation und Durchführung

involviert. Während Monaten haben Arbeitsgruppen aus Forschung und Industrie Lösungen für Problemstellungen von Städten und Gemeinden entwickelt. Die nun präsentierten Lösungsansätze betreffen fünf Themenblöcke: Energie und Umwelt, Be-


DIGITALISIERUNG zahlsysteme, Infrastruktur, Gesellschaftspolitik sowie Gesundheitswesen. Nachfolgend ein Überblick über sechs Projekte aus dem grössten Bereich, Energie und Umwelt, der von Peter Morf geleitet wird.

NETTO-NULL-SZENARIEN FÜR DIE SCHWEIZ Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Dr. Gianfranco Guidati vom Energy Science Center der ETH Zürich war Leiter des Programms JASM (Joint Activity Scenarios and Modelling). Dort flossen die Resultate der Simulationen und Modelle bezüglich des Energiesystems der Schweiz ein. Guidati gab einen Überblick, wie die Dekarbonisierung und der Umbau des Energiesystems erreicht werden können. Erforderlich und realisierbar sind Aktionen auf allen Ebenen. Privatpersonen können sich beim Zubau von Photovoltaik und dem Wechsel der Heizungssysteme engagieren. Übergeordnet müssten Gemeinden, Kantone und der Bund aktiv werden und unter anderem den gesetzlichen Rahmen anpassen – beispielsweise wenn es darum geht, auf Bundesebene den Preis für CO2 festzulegen. Auch der Ausbau der Speicherseen muss national koordiniert werden. Die Geothermie muss auf kantonaler oder Gemeindeebene vorangetrieben werden.

Mitorganisator: Dr. Peter Morf, Leiter des Schwerpunkts Energietechnologien und Ressourceneffizient, Hightech Zentrum Aargau.

ABFALLBEWIRTSCHAFTUNG MORGEN WiSort ist ein Startup der ETH Zürich mit Beteiligung von Absolventen des Politecnico di Milano. Dr. Ermes Zamboni, CEO des Jungunternehmens, brachte auch gleich den Prototypen der von WiSort entwickelten Abfallsortiermaschine mit. Das Ziel ist es, mit dieser Maschine Stoffe dezentral zu trennen, um sie danach einer gesonderten Nutzung zuzuführen. Zusätzlich könnten Daten zur Entstehung der Abfallströme zu vorgelagerten Effizienzmassnahmen führen. Bis 2023 will WiSort eine marktreife Maschine entwickelt haben. Parallel dazu wollen Zamboni und sein Team ihr WasteManagement-System weiterentwickeln.

ZEV ALS CHANCE FÜR EVU Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ist eine schweizerische Konstruktion, um Solarstrom in einem Nutzerkreis direkt zu konsumieren. Damit in einem ZEV untersucht werden kann, welche Kosten resultieren und welche Einsparungen möglich sind, müssen die jeweiligen Stromverbräuche für Intervalle von jeweils 15 Minuten ermittelt werden. Dann kann der

Mitorganisator: Dr. Dominik Grögler, Partner der savisio AG, Zürich.

AARGAUER DIGITALISIERUNGS-EVENTS Digitalisierung und Energie gehören zu jenen Themen, die im Mittelpunkt von Schwerpunktprojekten stehen, welche das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) allein oder gemeinsam mit Partnerorganisationen durchführt. Auch Corona-bedingt kam es im laufenden Jahr im Spätsommer zu einer Ballung von Events: Anfang September gingen die Open Farming Hackdays im Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg in Gränichen über die Bühne. Digitale Lösungen für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft standen im Zentrum jener zweitägigen Veranstaltung. Die Open Farming Hackdays – eine nationale Veranstaltung – werden auch 2022 wieder auf dem Programm stehen. Auf die Fachtagung «citelligent 2021» im Schloss Lenzburg folgten Ende September 2021 die Energy Data Hackdays. Dieser zweitägige «Hackathon» wurde vom HTZ bereits zum dritten Mal – und wiederum erfolgreich – am HTZ-Sitz in Brugg durchgeführt. Links: www.hightechzentrum.ch | citelligent.ch

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DIGITALISIERUNG mögliche Solarertrag je nach Dachfläche und -geometrie auf den Verbrauch abgestimmt werden. An der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW wurde unter der Leitung von Prof. Stefan Roth, Dozent für Erneuerbare Energien am Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz, gemeinsam mit der SWL Energie AG Lenzburg ein Tool entwickelt. Damit lassen sich Energieflüsse und Kosten erheben. Auch kann zum Beispiel der Einsatz einer Batterie getestet werden. Für viele Energieversorgungsunternehmen (EVU) könnte ein solches Werkzeug interessant sein, um ihre Angebote im Bereich ZEV zu optimieren.

STROMMARKTÖFFNUNG – UND DANACH? Das Aarauer Unternehmen Virtual Global Trading AG erstellt zusammen mit der SWL Energie AG eine Plattform, welche den Stromhandel von morgen realisieren soll. Diese Plattform soll es den Nachbarn einer grossen Solaranlage ermöglichen, direkt von dieser Anlage Strom zu beziehen, falls Überschüsse anfallen. Zusätzlich möchte die Virtual Global Trading auf dieser Plattform für die jeweiligen Kunden des EVU zusätzliche Dienstleistungen anbieten, welche derzeit noch entwickelt werden.

Innovatives Waste Management: Ermes Zamboni (links) und Nikhil Prakash vom Startup WiSort.

LÄSTIGE GERÜCHE Als Betriebsleiter des Abwasserverbandes Lenzburg ist Roman M. Bieri auch mit der Klärung der kommunalen Abwässer betraut. Das Gesetz schreibt vor, auch «lästige» Geruchseinflüsse von der Bevölkerung fernzuhalten. Was heisst «lästig»? Zur Beantwortung dieser Frage wählte der Abwasserverband einen innovativen Ansatz. Damit die Bevölkerung sehen kann, dass die Kläranlage permanent läuft und nicht nur dann, wenn sie Geruchsemissionen ausströmt, wurden Geruchssensoren installiert. Solche sind im Bereich der

WC-Automation üblich. Das Prinzip: Sprühen, wenn Gerüche auftreten. Diese Daten werden konstant erhoben und werden der Bevölkerung via Web-Applikation zur Verfügung gestellt. Dieses Instrument könnte zur Einsicht beitragen, dass die Kläranlage die meiste Zeit funktioniert, ohne dass «lästige» Gerüche verbreitet werden.

GEOTHERMIE-POTENTIALE IN DER REGION Gemeinsam mit dem Kanton Aargau hat die SWL Lenzburg eine Studie in Auftrag

CITELLIGENT 2022 BEREITS GESETZT Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Hand, von Forschungsinstituten und der Privatwirtschaft nahmen an der citelligent 2021 teil. Die Organisatoren zeigten sich mit der ersten physischen citelligent zufrieden. «Durch die heterogene und interdisziplinäre Teilnehmerschaft sind wir unserem Ziel, Städten und Gemeinden auf ihrem Weg zur Smart City konkrete Hilfestellungen anzubieten, ein weiteres Stück nähergekommen», sagt Dr. Dominik Grögler, Partner der savisio AG. Das Format sei auf Anklang gestossen. Die thematische Breite sei bereichernd, aber auch herausfordernd gewesen. «Für die citelligent 2022 am 15. September 2022 werden wir uns jedoch auf weniger Projekte fokussieren, damit diese mehr Raum erhalten», ergänzt Grögler. Eine strengere Selektion werde mit dazu beitragen, das Niveau der Projektqualität und der Präsentationen noch anzuheben.

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gegeben, welche erste Erkenntnisse zur geothermischen Nutzung des Untergrundes im Raum Lenzburg geliefert hatte. In der Folge hat das Unternehmen Geneva Earth Resources mit vorliegenden Daten zum Untergrund, bezogen von Nagra, Swisstopo und anderen, eine 3D-Karte zur Abschätzung der Geothermiepotentiale erstellt. Diese Potentiale wurden mit dem möglichen Verbrauch an der Oberfläche verglichen. Laut Dirk Friedmann, Leiter Vertrieb der SWL, könnte es in Lenzburg interessantes Geothermie-Nutzungspotential geben. In einer nächsten Phase sollen konkrete Umsetzungspläne angefertigt werden.

WIE WEITER MIT DEN PROJEKTEN? Es gehört zu den citelligent-Grundsätzen, dass die anvisierten Lösungen umsetzbar und auf andere Städte oder Gemeinden übertragbar sind. Zudem sollen die Ergebnisse nach dem «Open Source»-Prinzip frei verfügbar sein. Einige der Projekte werden von den involvierten Unternehmen weiterentwickelt. Bei anderen Vorhaben will die savisio AG selber eine treibende Kraft für die Weiterentwicklung sein.


AUS- UND WEITERBILDUNG

POST-COVID LEBEN UND ARBEITEN IN EINER NEUEN ZUKUNFT Noch sind wir mittendrin in der aktuellen Pandemie, ein Blick über den eigenen Tellerrand tut jedoch not, um unsere Vorstellung einer neuen Zukunft in aktives Handeln umzuwandeln. Denn zukünftig wird vieles anders.

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trategische, technische, organisatorische wie auch soziale Veränderungen waren schon immer ein fester Bestandteil des täglichen Berufslebens. Die Frage die sich nun jedoch stellt, ist wie die neue Normalität nach COVID-19 aussieht. Neue und innovative Geschäfts­ modelle, optimierte Wertschöpfungsprozesse wie auch agile Strukturen und digitale Transformationen sind mehr denn je gefordert. Den veränderten Kunden­

bedürfnissen sowie den neuen Anforderungen des Marktes muss Rechnung getragen werden. Nur wer sich einer neuen Normalität stellt, wird in komplexen Märkten bestehen. Transformation hat somit einen zentralen Stellenwert erhalten, und ist zwingend notwendig um die Weichen für die Zukunft – die Post-COVID-Phase – eines Unternehmens zu stellen. Unternehmen sämtlicher Branchen und Grössen müssen sich jedoch bewusst sein, dass Verände-

rungsprozesse nur dann erfolgreich sind, wenn sie von allen getragen werden. Mitarbeitende mussten während Phasen des Lockdowns ihre Komfortzone verlassen, hier gilt es nun die passenden Formen der Zusammenarbeit zu finden, sei dies virtuell im Home Office oder vor Ort in den Geschäftsräumen (Stichwort: New Work). Die Mitarbeitenden müssen, unabhängig von Ihrem Arbeitsort oder -pensum mit ins Boot geholt und in sämtliche Prozesse mit

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einbezogen werden. Im Zentrum jedes unternehmerischen Wandels steht somit der Mensch. Führungskräfte sind mehr denn je gefordert, Klarheit für ihre Mitarbeitenden zu schaffen und in Umbruchzeiten den Lead zu übernehmen (Stichwort: PostCovid-Leadership). Es ist von zentraler Wichtigkeit, dass Teams (virtuell wie real) optimal miteinander harmonieren und Rollen sowie Aufgaben entsprechend definiert und weiterentwickelt werden. Dies setzt

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eine Unternehmenskultur voraus, welche die notwendigen Instrumente und kreativen Freiräume zur Verfügung stellt, um die Stärken jedes einzelnen optimal einzusetzen. Basierend auf Konzepten und Ergebnissen der aktuellen Forschung wissen wir, dass Transformationsprozesse nur Früchte tragen, wenn alle Beteiligten ihren Teil zur erfolgreichen Umsetzung beitragen. Das setzt den Willen und die Fähigkeit der Be-

teiligten voraus, sich weiterzuentwickeln. Dabei gilt es nicht nur eine kundenorientierte Haltung einzunehmen oder in Wertschöpfungsdenken zu agieren, sondern jeglicher Veränderung mit Motivation, Kreativität und dem nötigen Wissen zu begegnen. Jede Transformation ist geprägt von Anpassungen an Anforderungsprofile der Mitarbeitenden. Diese müssen sich fortlaufend neue Kompetenzen aneignen, um wirtschaftliche Veränderungen und


AUS- UND WEITERBILDUNG Teilnehmenden gleichermassen fundiertes Wissen und praktische Erfahrungen zu vermitteln und einen qualitativ hochwertigen Wissenstransfer zu gewährleisten, arbeitet das iimt eng mit Partnern und Experten aus der Industrie und international renommierten Hochschulen, Firmen und Verbänden zusammen. Studierende haben somit die Gelegenheit sich mit Business Experten weltweit zu vernetzen, und das persönliche internationale Netzwerk an wichtigen Kontakten zu erweitern.

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Zusammenhänge zu erkennen und akute Herausforderungen zeitlich und qualitativ optimal zu meistern. Entscheidend ist Erfahrung, theoretisches und praktisches Wissen aber auch Sozialkompetenz zum richtigen Zeitpunkt adäquat einzusetzen, um den Erfolg einer Veränderung zu garantieren. Fehlen diese Voraussetzungen, müssen die entsprechenden Lücken schleunigst geschlossen werden. Eine Weiterbildung, welche massgeschneidert auf die jeweiligen persönlichen Bedürfnisse eingeht, ist unumgänglich. Mitarbeitende können mit einer persönlichen Fortbildung jedoch nicht nur aktuelle Veränderungsprozesse vorantreiben und mitgestalten, sondern investieren zeitgleich in ihren zukünftigen Karrierefahrplan.

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Wie wasserfest ist verdichteter Städtebau? Ob Raumentwicklung oder andere Themen der Bau- und Immobilienwirtschaft: Alle, die mehr wissen wollen, finden Antworten live an der Swissbau 2022. www.swissbau.ch

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VORSCHAU

AN DER SWISSBAU 2022 WIRD ES WIEDER PERSÖNLICH In wenigen Tagen öffnet in Basel die Swissbau 2022 als erste grosse Fachmesse seit Coronabeginn ihre Pforten. An der beliebten Mehrbranchenveranstaltung erwartet die Besucherinnen und Besucher mit dem Swissbau Focus, dem Swissbau Innovation Lab und den Ausstellern mit ihren Produkten und Dienstleistungen erneut eine geballte Ladung Innovationskraft aus der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Die Swissbau findet vom 18. bis 21. Januar 2022 in Basel statt.

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ie neuste Besucherumfrage von August 2021 zeigt es deutlich: Von mehr als 4 300 Teilnehmenden freuen sich fast 90 Prozent auf die kommende Swissbau vom 18. bis 22. Januar 2022 in der Messe Basel. Das Bedürfnis, sich

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live zu treffen und auszutauschen, ist präsenter denn je. Dafür bietet die Swissbau als Mehrbranchenmesse mit ihrem breiten Angebot die ideale Plattform. Und dies – dank der Zertifikatspflicht – ganz ohne Masken.

KOMPAKTE MESSE – GROSSES KINO Seit jeher gilt die Swissbau als beliebter Treffpunkt für Entscheidungsträger und Fachpublikum aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland. Der persönliche


VORSCHAU Austausch und Know-how Transfer, auch über die Branche hinweg, standen auch in den vergangenen Jahren im Zentrum. Dass dies im kommenden Jahr wieder möglich ist, freut den Swissbau Director, Rudolf Pfander: «Auch 2022 wartet die Swissbau, trotz weniger Aussteller, wiederum mit tollen Auftritten verschiedenster Top Brands auf. Es ist grossartig, dass wir die Messe trotz aller Hindernisse durchführen können.» Mit dabei sind erneut Branchenleader aus den unterschiedlichsten Themenbereichen. Ein Höhepunkt ist wiederum die Trendwelt Bad, die mit ihrem einzigartigen Ambiente für ein unvergessliches Besuchererlebnis sorgt. Ein weiteres Highlight: Holzbau Schweiz präsentiert zusammen mit Studenten der Berner Fachhochschule ein bahnbrechendes Konzept für ein Holzhochhaus.

DANK DER SWISSBAU CITY ZU EINEM FOKUSSIERTEN ERLEBNIS

den die Inhalte entwickelt. Interessierte können hier hautnah erleben, welche digitalen Lösungen heute schon Realität sind und welche neuen Technologien und Anwendungen die Zukunft der Branche prägen werden. Themenfokus 2022 ist die Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft im Kontext der Digitalisierung. Dabei steht die Collaboration im Zentrum und die Partner zeigen an praktischen Beispielen auf, wie sie gemeinsam das High Performance Building der Zukunft bauen. Im iRoom, dem 270 Grad Kino, werden diese neuen Ideen in einem 20-minütigen Film präsentiert. Über 80 Partner, von grossen Herstellern bis zu «jungen Wilden», zeigen live ihre innovativen Lösungen.

ABENDÖFFNUNG AM DONNERSTAG BIS 20 UHR Das ganze bunte Programm der Swissbau 2022 lässt sich vom 18. bis zum 21. Januar

2022 in der Messe Basel live erleben. Neu ist, dass die Messe ihre Türen am Donnerstag bis 20.00 Uhr offenhält. Das bietet Besucherinnen und Besuchern ein zusätzliches Zeitfenster für einen Messebesuch. Alle Veranstaltungen der Swissbau sind ab sofort auch im Veranstaltungskalender zu finden.

KONTAKT Swissbau Christine Kern Marketing & Communication MCH Messe Schweiz (Basel) AG CH-4005 Basel Telefon +41 (0) 58 206 52 15 Mobil +41 (0) 79 341 00 56 christine.kern@messe.ch www.swissbau.ch

Das neue Messekonzept Swissbau City bietet dank neu gestalteter Bühnen für die Besucher ein rundes Gesamterlebnis. Thematisch angeordnete Quartiere ermöglichen es den Ausstellern sich neu im Kontext zu Mitbewerbern und Marktbegleitern zu präsentieren. Dazu gehören auch Marktplätze in den vier wichtigsten Themenhallen, auf welchen sich die Communities treffen und austauschen können – gemütliche Bistrots inklusive. Interessierten wird zudem im Speakers Corner praktisches Wissen mittels kurzer Präsentationen und Innovation-Pitches vermittelt. Ebenso finden sich hier auf dem Marktplatz smarte Angebote von spannenden Unternehmen. Doch auch im Swissbau Focus, der interdisziplinären Veranstaltungs- und Netzwerkplattform der Swissbau, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein volles Programm mit spannenden Inhalten. In über 80 Veranstaltungen werden aktuelle Themen und zukünftige Trends diskutiert. Der Swissbau Focus vernetzt Experten und Meinungsführer und ist der etablierte Treffpunkt für alle Akteure der Bau- und Immobilienbranche. Main Partner ist der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA. Das Swissbau Innovation Lab ist die Plattform für die digitale Transformation in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Gemeinsam mit Bauen digital Schweiz / BuildingSMART Switzerland und dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA wur-

SWISSBAU 2022 – DIE FÜHRENDE PLATTFORM DER BAU- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT IN DER SCHWEIZ Veranstalter MCH Messe Schweiz (Basel) AG, Swissbau, CH-4005 Basel Messedauer, Öffnungszeiten Dienstag, 18., bis Freitag, 21. Januar 2022 Dienstag bis Freitag 9 bis 18 Uhr Donnerstag Abendöffnung bis 20 Uhr Eintrittsticket Ticket kaufen oder Gutschein einlösen unter www.swissbau.ch/ticket Alles auf einen Klick Informationen zur Swissbau Community Plattform Swissbau Innovation Lab Veranstaltungskalender Aussteller- und Produkteverzeichnis Medienmitteilungen zur Swissbau Bilder der Swissbau

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VORSCHAU & IMPRESSUM

VORSCHAU

DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT IM MAI 2022 Folgende Schwerpunkte stehen auf unserer Agenda:

Biogas

Sicherheit

Wasserkraft

Energiemanagement

Mitglied der Geschäftsleitung Jan Tanner j.tanner@editorial.ag

Herausgeber Editorial AG Ceres Tower Hohenrainstrasse 24 CH-4133 Pratteln Telefon +41 61 551 39 40 Telefax +41 61 551 39 49

Projektleitung & Chefredaktion Roland Baer baer@editorial.ag Leitung Produktion & Grafik Sandra Schneider s.schneider@editorial.ag

info@editorial.ag www.editorial.ag Geschäftsleitung Peter Levetzow p.levetzow@editorial.ag Verlagsleitung Hasan Dursun h.dursun@editorial.ag

Grafik Melanie Moret Nadesh Meyer Aboservice info@editorial.ag

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Autoren Dr. Benedict Vogel Roland Baer Max Raeb Peter Morf Ruedi Mäder Christian Zortea-Soshko Stéphane Rey Titelbild CAMPUS SURSEE Bildungszentrum Bau Bilder ETHZ Empa Abwasserverband Region Lenzburg

S. Renz Dr. Benedict Vogel Shutterstock Grafiken Schlussbericht ReVerDi Dr. Benedict Vogel CAPS / ETHZ Jahresabo Zwei Ausgaben CHF 19.– Einzelpreis CHF 10.– info@editorial.ag ISSN 2296-7559 A PRODUCT OF PRESTIGE MEDIA GROUP Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und dem Verlag jede Haftung abgelehnt.


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