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AUSGABE 04 / 2017

AUF DIE DETAILS ACHTEN DÄMMPHILOSOPHIEN IN DER PRAXIS

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Dach- und Fassadendämmung

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch. In Europa ist die Situation, was die Wachstumszahlen betrifft, gut, aber überschaubar. In der Schweiz gibt es noch mehr Luft nach oben. Vermutlich hat auch darum die Internationale Energie-­A gentur (IEA), mit Sitz in Paris, vor fünf Jahren folgende Prognose abgegeben: In den Jahren 2031 bis 2035 würden weltweit jährlich knapp 170  Gigawatt ans Netz gehen. Die Prognose war richtig, nur der Zeitpunkt war falsch. 2106 wurden diese Zahlen bereits erreicht. Das hat viel mit Märkten ausserhalb von Europa zu tun. In ihrer aktuellen Prognose lehnen sich die Experten nun etwas weiter aus dem Fenster. Bis 2022 werde die globale Kapazität erneuerbarer Energien um weitere 920  Gigawatt zunehmen, legt sich die IEA fest. Das Bild ist beeindruckend und beleuchtet den Beginn einer neuen Ära in der Energiepolitik. Da kann der US-Präsident ganz lautstark ideologisch auf Kohle setzen. Investiert wird in erneuerbare Energien. Der zentrale Treiber dieser Entwicklung sind die fallenden Kosten, beispielsweise für Solarmodule. Die Player der regenerativen Energien aus der Schweiz können hier mit ihrem Wissen und entsprechenden hochwertigen Produkten auf diesen Weltmarktzug aufspringen. Hier geht es aber nicht um die Basisprodukte, beispielsweise die klassischen Solarplatten auf den Dächern. Bei diesen Produktlinien sind europäische Wettbewerber von chinesischen Giganten aus den Märkten gekegelt worden. Gefragt sind Produkte wie fassadenintegrierte Modelle, die nicht nur schöner aussehen, sondern einen noch höheren Wirkungsgrad haben. Im Januar  2018 öffnet die wichtigste Baumesse der Schweiz – die Swissbau – ihre Türen. Neben der Digitalisierung der Baubranche werden sicher auch wieder die Effizienzsprünge, die regenative Energien erlauben, ein zentrales Thema sein. Das Team der bauRUNDSCHAU freut sich auf ein Treffen mit Ihnen an der Swissbau.

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INHALT

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DÄMMEN AUF DEM PRÜFSTAND Einen lückenlosen Dämmperimeter zu erreichen, grenzt an die Quadratur des Kreises. Dennoch lassen sich Dämmlücken vielmals durch kompetente Planung vermeiden. Unser Schwerpunkt zum Thema Dämmen beginnt mit einem Beitrag, der die Herausforderungen thematisiert. Er klärt auf, worauf es beim Dämmperimeter und dem Dämmkonzept ankommt, und beantwortet dabei auch die Frage, wie mit unvermeidbaren Wärmebrücken umgegangen werden kann.

INTELLIGENT WOHNEN

© Edgar Rodtmann

Immer mehr Anbieter von Smart-Home-Systemen kommen auf den Markt, und auch die Anzahl der ­weltweit vernetzten Geräte steigt stetig. Die smarte Technik revolutioniert die Gebäudetechnik – vom Einfamilien- bis zum Mehrfamilienhaus. Unser Schwerpunkt zum Thema zeigt, wie Smart Homes Komfortlösungen bringen und das Energiemanagement optimieren, aber beleuchtet auch Schwachstellen, was Einbrüche und Brände betrifft.

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FRAUEN IN DER ARCHITEKTUR

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Kaum wahrgenommen, aber dennoch da: Frauen prägen seit über 100 Jahren als Architektinnen die Moderne. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt widmet der weiblichen Geschichte der Architektur, unter dem Titel «Frau Architekt», eine Ausstellung. Sie verleiht dem Schaffen und den Werken der Frau mehr Sichtbarkeit und zeigt, wie sich 22 Architektinnen in ihrem Beruf etablierten. Folgender Artikel gewährt bereits einen kleinen Einblick.

KÜCHE ALS LEBENSRAUM Früher war eine Küche einfach nur ein Ort zum Kochen, meist in einem isolierten Raum. Es ging um Funktionalität statt um Ästhetik. Heute ist sie ein zusätzliches Zimmer für die Bewohner und als offene Küche in die Wohnlandschaft integriert. Dabei soll sie immer noch praktisch sein, aber eben auch stilvoll und formvollendet. Unser Schwerpunkt zum Thema zeigt die optischen Highlights moderner Küchen.

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INHALT

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NEUE SHOW AUF DER SWISSBAU Die Swissbau steht 2018 unter dem Motto «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?». Ohne Frage war Zusammenarbeit schon immer wichtig im Bau, infolge der Digitalisierung gewinnt sie jedoch an Notwendigkeit. Die Digitalisierung verändert die Baubranche und den Markt grundlegend, das bringt auch Herausforderungen mit sich. Deshalb präsentiert die Swissbau erstmalig neben der Ausstellung und Swissbau Focus auch die Sonderschau «Swissbau Innovation Lab». Was es damit auf sich hat, fragten wir Rudolf Pfander, CEO der Swissbau, in einem Interview.

SICHERHEIT IM HAUS In vielen Gebäuden hat die Sicherheitssituation noch viel Luft nach oben, und bei rund 125 Einbrüchen am Tag in der Schweiz ist konkreter Handlungsbedarf gefragt. Ein Diebstahl hat nicht nur einen rein materiellen Schaden, sondern auch ein verlorenes Sicherheitsgefühl bei den Betroffenen zur Folge. Mit verhältnismässig geringem Aufwand lassen sich Sicherheit und Schutz erzielen. Folgende Artikel zeigen mögliche Lösungen.

WIR SIND VOR ORT Unter anderem sind wir in den nächsten Monaten an folgenden Messen und Veranstaltungen vor Ort. Gerne können Sie im Vorfeld mit uns Termine vereinbaren. Auf Wunsch schauen wir in Ihrem Unternehmen auch persönlich vorbei. SWISSBAU Basel, www.swissbau.ch

RUBRIKEN Editorial1 Umwelt & Technik  10 Architektur  40 Innenarchitektur48 Garten  84 Bauen94 Kolumnen 46, 52, 126, 130 Impressum144

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IM WEB Wir halten Sie zwischen den Ausgaben mit aktuellen News, Fotostrecken, Kolumnen und Analysebeiträgen auf dem Laufenden. Sie sind gerne eingeladen, sich crossmedial zu beteiligen. Zum Beispiel mit News: 1 000 Zeichen, Bild und URL. Besuchen Sie www.baurundschau.ch


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DAS HAUS ANZIEHEN WÄRME- UND KÄLTEDÄMMUNG IN DER PRAXIS von Georg Lutz

Das Thema Dämmung von Häusern hat in der Schweiz in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Gebäudehüllen von Neubauten sind auf einem hohen Niveau. Kälte und Wärme können effizient abgeschirmt werden. Effizientes Bauen mit Dämmen ist ökologisch, schont den Gelbeutel und trägt zur Wertsteigerung bei. Das sind schlagende Argumente, die allerdings nicht für den Bestand gelten. Beim Altbau gibt es noch viel Luft nach oben. Pinselrenovierung ist immer noch an der Tagesordnung. Zudem stellt sich die Frage, welches Material und welche Technologie zum Gebäude passen. Auch Schwachstellen wie Wärmebrücken sind eine spezielle Herausforderung. Last but not least gibt es neben der Abschottungsstrategie herkömmlicher Dämmstoffe – von Steinwolle bis Schafwolle – auch ganz andere Dämmphilosophien. Der klassische Ziegel wählt hier einen anderen Weg.


UMWELT & TECHNIK

Sanierung des Einfamilienhauses in Bern, bei dem Innenraum und Dämmung optimiert wurden.

CHANCEN UND GRENZEN DER REALISIERUNG ANNÄHERUNG AN DEN LÜCKENLOSEN DÄMMPERIMETER von Michael Rom

Egal, mit welchem Material gedämmt wird, Wärmebrücken an der Gebäudehülle sind eine echte Herausforderung. Der Titel lässt es erahnen: Einen lückenlosen Dämmperimeter zu erreichen, ist wahrscheinlich illusorisch. Die Frage ist daher, wie können Dämmlücken vermieden werden, und wie geht man mit unvermeidbaren Wärmebrücken um. Seite 12 // bauRUNDSCHAU


UMWELT & TECHNIK

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pringen wir gleich in die Praxis. Zunächst gilt es, zwischen Neubau und Sanierung zu unterscheiden. Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) verlangen bei Neubauten neben der Einhaltung von Mindestdämmwerten (U-Werte) auch einen sogenannten Wärmebrückennachweis. Da Neubauten in aller Regel durch Architekten geplant und behördlich bewilligt werden müssen, sollten ein guter Wärme­ schutz und eine Gebäudehüllenkonstruktion ohne problematische Dämm­ lücken gewährleistet sein. Sanierungen sind diesbezüglich viel heikler. Nicht selten

werden Bauteile ersetzt, ohne Baufachleute miteinzubeziehen. Daher ist es wesentlich, auch und gerade bei der Instandhaltung von Gebäuden nach einem Gesamtkonzept vor zugehen und nicht jedes Bauteil isoliert zu betrachten. Anzahl und Qualität der Wärme­brücken werden im Wesentlichen durch drei Faktoren beeinflusst: den Dämmperimeter, das Dämmkonzept und die Detaillösung.

DÄMMPERIMETER IM DETAIL Wird ein Gebäude mit der Wärmedämmschicht ganz umschlossen (Abbildung links), kann die Anzahl Wärmebrücken stark reduziert werden. Dies ist aber nur

bei Neubauten möglich und wird primär dann angewendet, wenn ein sehr hoher Energiestandard erreicht werden soll. So zum Beispiel beim Passivhaus. In den meisten Fällen aber bildet der Dämmperimeter die Grenze zwischen beheizten und unbeheizten Räumen beziehungsweise dem Aussenraum. Der Vorteil liegt darin, dass auf diese Weise gezielt nur jene Räume beheizt werden können, bei welchen dies aufgrund ihrer Nutzung sinnvoll ist. Nachteil: Es entstehen Wärmebrücken, welche gelöst werden müssen (Abbildung rechts, eingekreist).

Schema Dämmperimeter: links = Gebäude ganz umschlossen / rechts = Dämmung umschliesst nur die aktiv beheizte Zone.

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UNTERSCHIEDLICHE DÄMMKONZEPTE

Im Neubaubereich, aber auch bei manchen Sanierungen, wird die Gebäudehülle von aussen gedämmt, die Dämmschicht also auf der «kalten» Seite angebracht und zum Schutz vor der Witterung verkleidet oder beschichtet (Abbildung links). Diese Bauweise ist vielfach erprobt und bauphys­ ikalisch günstig. Wo das bestehende Fassadenbild erhalten werden soll, etwa bei denkmalgeschützten Objekten, ist eine Aussenwärme­dämmung oftmals nicht möglich. In solchen Fällen muss die Dämmung auf der Innenseite angebracht werden, was zwangs­läufig zu einer Reihe von Wärmebrücken führt (Abbildung rechts). Hier sind intelligente Lösungen gefragt, und der Einbezug eines Bauphysikers ist unerlässlich.

DETAILLÖSUNG ERARBEITEN Probleme entstehen im Übergang zwischen den Bauteilen. Also dort, wo etwa

das Dach oder die Geschossdecke an die Fassade anschliesst, beim Übergang zwischen Fenster und Fassadenöffnung, bei Storenkästen, Türen oder Balkonen. Gute Detaillösungen verhindern oder reduzieren Wärmebrücken. Ein besonderes Augenmerk ist auf den Fensterersatz zu legen. Hier besteht ein hohes Fehler­risiko, welches Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbildung zur Folge haben kann. Neben der Qualität des Fensters ist daher besonders darauf zu achten, dass beim Einbau keine Dämmlücken entstehen. Im Idealfall wird der Fensterersatz im Rahmen einer Gesamt­ sanierung in Kombination mit der Fassaden­ dämmung realisiert. Ist dies nicht möglich, sollten die Details so gelöst werden, dass eine spätere Fassadendämmung sauber ans Fenster angeschlossen werden kann. Ähnliches gilt im Umgang mit alten Storen­ kasten, welche erhebliche Dämmlücken

Schema Dämmkonzept: links = Aussenwärmedämmung / rechts = Innenwärmedämmung.

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bilden können. Der Ersatz von Fenstern kann auch als Anlass dienen, den Innenraum zu optimieren, indem Fensteröffnungen vergrössert und die Tageslichtausbeute optimiert wird. Bei dem Beispiel des als Einstiegsbild abgebildeten Innenraums eines Einfamilien­hauses in Bern ist es zudem gelungen, die Nutzfläche des Wohnraumes durch eine Neupositionierung der Fensterfront deutlich zu erweitern. Der Einbezug kompetenter Fachpersonen kann sich also mehrfach lohnen.

MICHAEL ROM ist Architekt HTL SIA, Energieberater CAS, GEAK®-Experte und in der Geschäftsleitung von michael rom gmbh architektur | bau | energie. www.miromgmbh.com


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Die Strategie nur zu dämmen, kann im Zeichen des Klimawandels in Sackgassen führen.

DER ETWAS ANDERE BLICK SPEICHERN IST MEHR ALS DÄMMEN von Thomas Frank

Optimale Dämmung der Gebäudehülle ist das Mantra der letzten Jahre. Ziegeleien fahren hier eine etwas andere Philosophie. Die prognostizierte Klimaveränderung führt zu erhöhten wärmetechnischen Anforderungen an die Bauten. Nebst der Wärmedämmung rückt die Wärmespeicherfähigkeit in den Fokus, mit entscheidendem Einfluss auf den Heizwärmebedarf und den Komfort im Sommer. Und hier kommt die moderne Variante des klassischen Bachsteins zum Zug.

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er Klimawandel verändert beim Bauen die Randbedingungen, es müssen künftig extremere Wetter­ ereignisse mit einer erhöhten Dynamik berücksichtigt werden. Die eingeleitete Energiewende setzt sich zum Ziel, Niedrigstenergiegebäude NZEB (Nearly Zero Energy Building) bezüglich der Gesamtkosten (Erstellung, Betrieb und Unterhalt) zu optimieren. Dabei gewinnt die passive Solarnutzung sehr stark an Bedeutung, sie wird durch den guten Wärmeschutz der

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Gebäudehülle begünstigt, insbesondere durch neue Fenstertechnologien mit sehr tiefen Wärmedurchgangskoeffizienten und einem hohen solaren Gesamtenergiedurchlassgrad. Das Gebäude entwickelt sich damit zu einem bewohnbaren Kollektor, vorausgesetzt die Raumtemperaturen können in einem zulässigen Komfortbereich gehalten werden. Um dies erreichen zu können, ist eine hohe Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes erforderlich. Aus diesem Grund sind Anforderungen zu erfüllen, welche

nicht alleine auf das Wärmedämmniveau des Gebäudes abzielen, sondern auch eine optimale Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes verlangen.

DIE BEDEUTUNG DER WÄRMESPEICHERFÄHIGKEIT

Die Wärmespeicherfähigkeit gibt an, welche Wärmemenge bei einer Temperaturanregung pro  ° K gespeichert werden kann. Je nach Art der Anregung werden drei Fälle betrachtet, welche unterschied-


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Massivhäuser aus Mauerwerk ermöglichen ein klimabewusstes, energiesparendes und ökonomisches Bauen.

liche Speicherkennwerte aufweisen: • Statische Wärmekapazität bei einer einmaligen Anregung in Form eines Temperatursprungs (zum Beispiel Kälteeinbruch), anzuwenden bei Auskühlungs- oder Aufheizvorgängen. • Dynamische Wärmekapazität bei einer periodischen Anregung direkt an der Bauteiloberfläche, anzuwenden beim Energienachweis. • Dynamische Wärmekapazität bei einer periodischen Anregung über die Raumtemperatur, anzuwenden bei der Komfortbeurteilung.

Bei der einmaligen Anregung tragen alle Bauteilschichten zur Wärmespeicherung bei, bei einer periodischen Anregung hingegen dringt die Temperaturwelle nur teilweise in den Bauteil ein, abhängig von der Periodendauer T. Es kann somit nicht die ganze Bauteilmasse aktiviert werden. Bei einer Tagesschwankung T =  24 Stunden liegt die Eindringtiefe bei maximal zehn Zentimetern. Bei einem Mauerwerk ist deshalb für die Bestimmung der dynamischen Wärmekapazität eine Aufteilung in Schichten mit und ohne Lochanteil angezeigt.

HEIZWÄRMEBEDARF MINIMIEREN Damit ein Gebäude einen möglichst geringen Heizwärmebedarf aufweist, müssen die Wärmeverluste und die Wärmegewinne möglichst ausgeglichen sein. Mit einer hohen Wärmespeicherfähigkeit wird das Gebäude in die Lage versetzt, die solaren und internen Wärmegewinne optimal zu nutzen. Für Wohnbauten bedingt dies eine Wärmespeicherfähigkeit pro Energiebezugsfläche C / AE von mindestens 0.40 MJ / (m2K) im Klima Zürich beziehungsweise 0.50  MJ / (m2K) im Klima Lugano. Eine möglichst hohe


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Selbstversorgung des Gebäudes mit Wärmeenergie setzt zudem voraus, dass die Wärmegewinne im Gebäude über längere Zeiträume gespeichert werden können und für die Überbrückung von Schlechtwetterperioden zur Verfügung stehen.

KOMFORT IM SOMMER Dem sommerlichen Wärmeschutz muss im Hinblick auf die globale Klimaerwärmung eine erhöhte Beachtung zugemessen werden. Gemäss Klimaprognosen wird sich die Mitteltemperatur in den Frühlings- und Sommermonaten in der Schweiz bis zum Jahr  2050 um circa drei Grad °C erhöhen. Für Zürich SMA bedeutet dies das Erreichen der heutigen Temperaturverhältnisse von Lugano bis zu diesem Zeitpunkt. Die aktuellen Normen SIA 180 und SIA  382/1 verlangen für den sommerlichen Wärmeschutz eine wirksame, wetterfeste Sonnenschutzeinrichtung und die Möglichkeit zur effizienten Nachtlüftung des Gebäudes. Damit die Nachtlüftung eine Überwärmung am Tag verhindern kann, ist eine genügend grosse Wärmespeicherfähigkeit pro Nettogeschossfläche CR/ANGF erforderlich. Untersuchungen haben gezeigt, dass für Wohnbauten im Klima von Zürich SMA eine Wärmespeicherfähigkeit von CR/ANGF > 40 Wh / (m2K), im Klima von Lugano eine solche von CR/ANGF > 55 Wh / (m2K) erforderlich ist, damit die Anzahl Temperatur­ überschreitungen unterhalb von 100 KelvinStunden gehalten werden kann.

FAZIT Massivhäuser aus Mauerwerk ermöglichen ein klimabewusstes, energiesparendes und ökonomisches Bauen. Damit können die wärmetechnischen Anforderungen der nächsten 50 Jahre mit einem grossen Planungsspielraum erreicht werden. Bei der Weiterentwicklung der Mauerwerke liegt das Augenmerk sowohl bei der Optimierung der Wärmedämmeigenschaften als auch bei der Erhöhung der raumseitig wirksamen Wärmespeicherfähigkeit.

THOMAS FRANK hat im Auftrag des Prüf- und Forschungsinstituts Sursee einen Bericht zum Thema Energiebewusstes Bauen mit Mauerwerk erstellt. Bei der Weiterentwicklung der Mauerwerke liegt das Augenmerk sowohl bei der Optimierung der Wärme­ dämmeigenschaften als auch bei der Erhöhung der raumseitig wirksamen Wärmespeicherfähigkeit.

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MEHR PLATZ SCHAFFEN RAUMGEWINN DURCH DÜNNE DÄMMPLATTEN von Yves Ramseyer

Einen Altbau zu erweitern, ist nicht immer einfach. Häufig gibt es regulierende Bauvorschriften und kantonale Bestimmungen. Oft wird eine Lukarne angebaut, um den Wohnraum zu erweitern. Folgender Beitrag zeigt, wie sich durch eine platzsparende Vakutherm-Dämmung noch zusätzlich Raum gewinnen lässt.

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erade bei einem Altbau ist eine Gaube oder Lukarne eine beliebte und gute Möglichkeit, mehr Wohnraum zu schaffen. So ein Umbau erfordert jedoch auch die richtige Dämmung, schliesslich ist gerade das Dach ein Bereich des Hauses, wo es auf eine hohe Kälte- oder Wärmedämmung ankommt. Und dazu braucht es Spezialisten. Eine Lukarne verschafft ohnehin schon mehr Platz, wer aber zudem noch dünnschichtiges Dämmmaterial verwendet, profitiert gleich von einem doppelten Raumgewinn. Die Neofas AG setzt deswegen auf Vakutherm. Die Vakuumdämmplatten bieten

überall dort, wo Platz für eine herkömmliche Isolation fehlt, eine optimale Lösung.

0.12 kommen. Mit der Vakutherm-Dämmung ist das möglich.

PERFEKTE WERTE

NOCH MEHR RAUM

Bei der Sanierung eines Altersheims in Giffers (FR) stand die C + S Architekten AG genau vor dieser Herausforderung: mehr Platz schaffen. Der Architekt J. Cattilaz entschied sich für eine Lukarne, gedämmt mit VakuthermVE. Dieses Holz-Verbund­ element ermöglicht es, platzsparend und gleichzeitig nach den kantonalen Dämmvorschriften zu sanieren. Wer mit Öl heizt, muss im Kanton Freiburg unter einen Konstruktions-Dämmwert (U-Wert) von

Gleichzeitig führt das VE-Verbundelement mit seiner geringen Dämmstärke zu Lös­ ungen, die vorher technisch nicht möglich gewesen wären. Für das Altersheim bedeutet das Folgendes: Der platzsparende Aufbau bei einer Grundfläche von 25 Quadratmetern ergibt eine zusätzliche Vergrösserung der Wohnfläche von etwa drei Quadratmetern im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien, wie Steinwolle oder Glasfaser. Aber wie kann das möglich sein?

Echte Massarbeit: Die Stirnseite passt exakt in die vorgesehene Lücke.

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Die Wandkonstruktion besteht aussen aus 60-Millimeter-Mehrschichtplatten, den mittleren Kern bildet eine 40 Millimeter dicke Lage aus Vakutherm, zur Innenseite schliessen 35 Millimeter dicke 3-Schicht-Platten die Konstruktion ab. Das ergibt einen Wandaufbau von 135 Millimetern. Im Gegensatz dazu wäre eine konventionelle Isolation als Wandaufbau mit dem gleichen U-Wert auf 338 Millimeter gekommen.

Bei einer Lukarne dieser Grössenordnung erfolgt der komplette Zusammenbau erst vor Ort.

MODULARE ELEMENTE Ein weiterer Vorteil: Die Neofas AG fabriziert die Wände und das Dach der Lukarne bereits in der eigenen Werkstatt vor. So müssen die einzelnen Teile vor Ort nur noch eingepasst und eingebaut werden. Dabei ist die Decke der Lukarne bei einer Grundfläche von 25 Quadratmetern sogar stützenfrei konstruiert, was den Einbau ebenfalls erleichtert. Insgesamt dauert es mit drei Mann nur knapp fünf Stunden, bis die Lukarne auf dem Dach des Hauses komplett eingebaut ist.

Die vorgefertigte Seitenwand der Lukarne schwebt in der Luft und wird fachmännisch positioniert.

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Der Wassererwärmer Vesta 400 ES mit hoher Energieeffizienz und Energie­ Der Volta WOT 15 E sorgt selbst dort für warmes Wasser, wo die zentrale klasse B entspricht bereits den neuesten Normen. Anlage nicht hingelangt.

ENERGIEVERBRAUCH SENKEN EINE NEUE LINIE HOCH EFFIZIENTER WASSERERWÄRMER von Cyril Barthel

Seit dem Inkrafttreten des geänderten Beschlusses über die Kennzeichnung des Energieverbrauchs (ErP) vom 26. September 2017 muss auch in der Schweiz die aufgenommene Energie auf allen Geräten vermerkt sein. Das bedeutet eine grosse Veränderung für die Heiz- und Warmwasserbranche. Cipag reagierte darauf frühzeitig.

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as die neuen Normen betrifft, ist Cipag der Marktentwicklung um eine Länge voraus. Das Unter­n ehmen bietet bereits jetzt eine neue Produkt­palette von Wassererwärmern an, die sich die jüngsten Erkenntnisse der technischen Entwicklung zunutze machen und die neuen Normen einhalten. Dazu hat sich das Unternehmen mit Fachleuten zusammengeschlossen, die Pioniere auf dem Gebiet der Wassererwärmer mit hohem Wirkungsgrad in ganz Europa sind. Heraus kam eine neuartige, zertifizierte Produktlinie, die Wärmeverluste und Energieverbrauch drastisch reduziert. Und dank der in Puidoux (VD) durchgeführten Endmontage kann der Kunde wie gewohnt auf Schweizer Qualität vertrauen.

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND KOMFORT Durch den Ersatz eines elektrischen Boilers durch einen Wassererwärmer mit Wärmepumpe lassen sich bis zu 70 Prozent Strom sparen. Der Wassererwärmer PAC Aquanext Plus erzeugt bis zu 1 000 Liter pro Tag

und kann ausserdem mit einem Kessel für Heizöl, Gas oder Sonnenenergie gekoppelt werden. Die jüngste Entwicklung ist der Elektro-Wassererwärmer Volta W 100 E mit der Energieklasse C.

BETRIEBSBEREITE INSTALLATION Um die Eingriffe bei der Installation des Wassererwärmers auf ein Minimum zu reduzieren, passen die Cipag-Techniker die Heizleistung des Modells genau nach den Anforderungen des Kunden und entsprechend den Vorschriften des Stromlieferanten an. So liefert das Unternehmen das Gerät vollständig einsatzbereit zum Kunden.

EINE ADRESSE, EIN ANSPRECHPARTNER Damit ist Cipag einer der führenden Schweizer Hersteller für Heiz- und Warmwassersysteme und blickt auf 90 Jahre Erfahrung zurück. Praktisch: Die Kunden finden in dem Unternehmen alles unter einem Dach: Gas- oder Erdöl-Kondensationsheizkessel, Solarpaneele, Wärmepumpen und Wassererwärmer können zu einer kompletten Anlage kombiniert werden.

Dabei profitiert der Kunde von der Beratung durch einen einzigen Ansprechpartner. Darüber hinaus entwirft und fertigt das Unternehmen Behälter und thermische Geräte aus Edelstahl und aus schwarzem Stahl nach Mass. Sie sind an die speziellen Anforderungen des Marktes angepasst und eignen sich für alle Heizarten und Anwendungen im Bereich Wohnung und Industrie.

UNTERNEHMENSPORTRÄT 1930 brachten zwei Ingenieure den ersten Gas-Wassererwärmer auf den schweizerischen Markt. Seitdem hat sich Cipag dank kontinuierlicher Innovationen zum Schweizer Marktführer von Edelstahl-Wassererwärmern entwickelt. Im Sinne der Nachhaltigkeit hat das Unternehmen jüngst seine Palette um Komplettinstallationen für das Heizen und die Warmwassererzeugung erweitert.

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Das schlaue Heizsystem für kommerzielle Liegenschaften Sie brauchen nichts zu tun, um Energie zu sparen – NOL regelt alles selbst. Sparen Sie bis zu 28% der Energiekosten und erhöhen Sie gleichzeitig Ihren Wohnkomfort. NOL heisst unsere Produktlinie für innovative und professionelle Online-Energiesparlösungen für weniger CO2 und mehr Energieeffizienz in Liegenschaften mit kommerzieller Nutzung. Die Installation erfolgt ganz einfach über Ihre bestehende Heizungsanlage. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf www.neurobat.net.

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UMWELT & TECHNIK

EIN MATERIAL, ZWEI ARBEITSGÄNGE – DÄCHER UND FASSADEN FÜR JEDES WETTER DÄMMEN von Marco Polla

Viel Wärme geht über das Dach verloren – in dieser Hinsicht bringt eine Dämmung Vorteile. Jedoch fehlt es gerade bei Fassaden- und Dachsanierungen häufig an Platz für eine herkömmliche Dämmung. Dünne, mehrschichtige Dämmmatten sind eine Alternative. von 95 Prozent strahlt sie die Hitze permanent zurück, ohne eigene Wärmesättigung wie in den traditionellen Dämmungen. So bleiben Dachwohnungen auch während der Hitzeperiode angenehm kühl, und im Winter sorgen sie für eine wohlige Wärme.

FASSADEN- UND DACHANWENDUNGEN

«Skytech»-Matten unter Solarzellen verstärken die bestehende Dämmung bis zu 70 Prozent.

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er sich überlegt, sein Dach auszubauen oder eine Gaube anzubauen, muss sich auch über die richtige Dämmung Gedanken machen. Damit bei dichten Baustoffen keine Dauerfeuchte entsteht, braucht es eine Dämmung mit Dampfbremse, die diese Feuchte reguliert und offen für die Diffusion des Dampfes ist. Eine Möglichkeit ist es, mit den drei Grund­ typen mehrschichtiger Dämmmatten zu arbeiten: «Skytech», «Boost Hybrid» und «Triso Hybrid».Dächer und Fassaden lassen sich mit diesen mehrschichtigen, reflektierenden und dünnen Dämmmatten gegen die sommerliche Hitze schützen. Das Einzigartige: Bei einer GaubenDämmung hat sie denselben Hitzeschutz wie 100 Millimeter konventionelle Weichfaserplatte. So erreicht die nur 187 Millimeter dicke Wandkonstruktion einen Konstru­k tions-­Dämmwert (U-Wert) von

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0.146 W / m2.K. Zudem ist die Gaube dampfdiffusionsoffen: Die äussere Dämm­ matte besitzt einen Sd-Wert von 0.04 m, und die innere Dämm­m atte hat eine Dampfbremse mit einem Sd-Wert von 4 m. Mit ihrem mehrschichtigen Aufbau weist die Dämmmatte ausserdem eine besonders gute Winddichtigkeit auf. Die Montage geht leicht und schnell bei einem geringen Arbeitsaufwand. Das liegt auch daran, dass die Installationsebene in diesen Konstruktionen bereits automatisch integriert ist.

DREI GRUNDTYPEN – VIELE ANWENDUNGEN Die drei Grundtypen der mehrschichtigen Dämmmatten lassen sich gewinnbringend in diversen Zusammensetzungen an praktisch alle baulichen Begeben­heiten anpassen. Obwohl sie dünnschichtig sind, wirken sie einzigartig gegen sommerliche Hitzeperioden. Mit einer Rückspiegelung

Die nur 13 Millimeter dicke, vierlagige «Skytech»-Isolierung ist bis zu 800 Grad Celsius widerstandsfähig. Die äusserste Schicht ist eine Glasfaser-verstärkte, offen­p orige, reflektierende Aluminiumschicht. Als nächste Lage kommt eine diffusionsoffene Folie mit einem Sd-Wert von 0.04 m, die das wasserdichte Unterdach bildet. Die zehn Millimeter dicke Dämmschicht besteht aus Glasfaser TypE. Die vierte Schicht ist eine atmende, reflektierende Alu-Innenverkleidung mit einem Sd-Wert von 0.15 m.

STÄNDERBAU UND DACHANWENDUNGEN Die «Boost Hybrid» und «Triso Hybrid» erreichen mit nur 189 Millimetern Wandkonstruktion einen effektiven U-Wert 0.13 W / m2K im «Haus zu Haus 1 zu 1 Test». Die äusserste Schicht der «Boost Hybrid» ist wasserdicht und atmungsaktiv, bei einem Sd-Wert von 0.04 m. Im Inneren haben beide Typen bis zu 19 Lagen, bestehend aus reflektierenden Folien und wattierten Zwischenlagen. Die jeweils innere Decklage ist mit verstärkter, Alu­bedampfter Kunststofffolie auch atmungsaktiv: «Boost Hybrid» mit einem SdWert von 0.15 m und «Triso Hybrid» mit einem Sd-Wert von 1 – 4 m.

DER DÄMMSPEZIALIST Der Schweizer Generalimporteur 3-Dämmsystem aus Metten (TG) hat sich auf die


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reflektierenden Dämmmatten spezialisiert. Der Firmengründer blickt auf eine zehnjährige Erfahrung zurück und hat während dieser Zeit bereits über 120’000 Quadratmeter der vorteilhaften Dämmmatten verbaut und ausgeliefert. Sein Know-how wendet er nicht nur auf Neubauten an, sondern auch bei Sanierungen und denkmalgeschützten Objekten. Gerade bei Letzteren ist eine dünnschichtige Dämmmatte vorteilhaft, und es muss professionell gearbeitet werden, damit es nicht zu Wärmebrücken kommt. 

EINFACHSTE DACHDÄMMUNG • über den Sparren mit integrierter Unterdachfolie

• unter den Sparren mit integrierter Dampfbremse Bei einer Dachgauben-Dämmung ist die Wand­ Erstklassiges Zusammenspiel von «Boost Hybrid» konstruktion nur 187 Millimeter dick. und «Triso Hybrid» im Ständerbau.

• effektiver U-Wert von 0.13 W / m2K • SIA-zertifiziert

3-Dämmsystem GmbH | Weinfelderstrasse 1 | CH-9517 Mettlen | Tel. +41 (0) 71 630 05 05 info@3-daemmsystem.ch | www.3-daemmsystem.ch

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DAS GEBÄUDE IN DER CLOUD DIE DIGITALE TRANSFORMATION EINES GEBÄUDES von Lone K. Halvorsen

Das Internet der Dinge gibt den Anstoss zu einer Revolution in der Gebäudetechnik. Die digitale Vernetzung ist eine umfassende technologische Entwicklung, die in alle Lebensbereiche Einzug hält.

Das Internet der Dinge wird im Zweckgebäude und auch zu Hause Realität.

H

eute sind bereits 4.9 Milliarden Geräte weltweit vernetzt, und in den nächsten fünf Jahren soll sich diese Zahl verfünffachen. Das Internet der Dinge wird Realität – auch im Gebäude. Die Verschmelzung von Gebäudetechnologien mit den intelligenten Geräten des Alltagsgebrauchs erschliesst komplett neue Anwendungsmöglichkeiten, die den Umgang mit der Gebäudetechnik neu definieren. Voraussetzung hierfür ist die umfassende Vernetzungsfähigkeit von Geräten, Proto­ kollen und Systemen. Das Unternehmen

Seite 26 // bauRUNDSCHAU

mivune ermöglicht als offene Schnittstelle zwischen klassischen Systemen und der IoT-Welt bahnbrechende Geschäftsmodelle.

ZUKUNFTSWEISENDE PRODUKTENTWICKLUNGEN mivune führt die Gebäude-Automation mit IoT-Systemen zusammen und bietet ihnen die optimale Anbindung an eine integrale Cloud-Lösung. Als modulare und skalierbare Plattform gewährleistet das mivune-OS-Betriebssystem den Zugang zu verschiedenen IoT-Cloud-Diensten. mivune Operating System hingegen übernimmt als offenes

und plattformunabhängiges Betriebs­ system die Rolle des «Gateways» zur Kommunikation zwischen traditionellen Protokollen und IoT-Technologien. So werden zukunftsweisende Produktentwicklungen vorangetrieben, die den steigenden Bedürfnissen an Serviceleistungen, Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort gerecht werden können. Die Vision ist, die Segmente der Gebäudetechnik auf der technologischen Ebene zusammenzuführen. Die Systeme können somit einheitlich gesteuert werden, sodass der Endnutzer es nicht mehr getrennt wahrnimmt und bedient.


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KOMPETENTE PARTNER Die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung von Gebäudetechnik im Zweckbau und Smart Home ist eine grosse Herausforderung für viele Hersteller. Eigene Produkte und Lösungen müssen so weiterentwickelt werden, dass sie auch im Hinblick auf das gesamte Gebäude optimale Ergebnisse erzielen. Das bedingt eine hohe Anpassungsfähigkeit der Systeme und deren Interoperabilität mit anderen Systemen.

Die mivune AG öffnet traditionellen Systemen die Tür in neue Welten.

Herstellern der Beleuchtungs-, Beschattungs-, HLKS-, Automations-, Energie- oder Sicherheitstechnikbranche bietet das Unternehmen Software für die digitale Gebäude­ struktur. Massgeschneiderte Entwicklung für die Steuerung ist die Kernkompetenz des Unternehmens, und als fachkundiger OEM-Partner berät das Unternehmen Kunden bei der Umsetzung von Innovationsideen bis hin zur Markteinführung.

mivune AG | Brandstrasse 33 | CH-8952 Schlieren | Tel. +41 (0) 44 755 74 74 | www.mivune.ch

DER UNTERSCHIED IST OFFENSICHTLICH.

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SMART UND SICHER SCHUTZ UND STEUERUNG GEHÖREN ZUSAMMEN von ecomBETZ PR / Georg Lutz

Immer mehr Anbieter von Smart-Home-Systemen drängen auf den Markt. Sie versprechen mit ihrer smarten Technik nicht nur Komfortlösungen und Energiemanagement. Das Gebäude soll in diesem Zuge auch mit Sicherheitskomponenten vor Einbrechern, Brand und technischen Defekten geschützt werden. Doch genau hier droht eine Verbraucherfalle. Denn Smart-Home-Anlagen steuern zwar Licht und Heizung, sie sind aber ungeeignet für den zuverlässigen Schutz von Leib und Leben. zu allen Sicherheitskomponenten sind nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem gilt es, die sichere optische und akustische Alarmierung vor Ort wie auch die stille Alarmübertragung an Dritte via IP und GSM-Funkersatzweg im Auge zu behalten. Dies ist bei den einfachen Systemen bei Ausfall des Webrouters und bei Stromausfall nicht sichergestellt.

SICHERHEITSTECHNIK MUSS ANERKANNT SEIN

Die vielfältigen Herausforderungen miteinander denken.

D

er zentrale Grund für diese Lücke ist einfach. Smart-Home-Systeme und deren Komponenten sind in erster Linie für Komfortlösungen und Energiemanagement im Haus entwickelt. Wird ein Smart-Home-System jedoch um sicherheitsrelevante Komponenten wie Bewegungsmelder, Glasbruchsensoren, Türöffnungskontakte, Türzutrittskontrollleser, Alarmsignalgeber oder Rauchmelder ergänzt, sprechen wir von einer Alarmanlage. Damit verlässt das Smart-Home-System den Anwendungsbereich Komfort und Energiemanagement. Ab jetzt geht es um Sicherheit und daher um den Schutz von Menschen und den damit verbundenen Leib und Leben. Zudem geht es um den Schutz von Sachwerten sowie Gebäuden. Dies muss 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr über Jahre hinweg absolut zuverlässig und störungsfrei geschehen, um im ent-

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scheidenden Moment das lebens- und existenzrettende Signal abzugeben. Die hierfür eingesetzten Sicherheitskomponenten unterliegen ganz anderen Qualitätsanforderungen und Prüfszenarien als Smart-Home-Anwendungen. Vor diesem Hintergrund scheiden die derzeit angebotenen Smart-Home-Systeme, die das Thema Smart Home und Sicherheit verbinden, als Lösung oft aus, da die hohen Anforderungen für die Zulassung der Komponenten nicht erfüllt sind. Oft entsprechen weder die Smart-HomeSysteme noch die jeweiligen für den Bereich Sicherheit vorgesehenen Komponenten den Anforderungen, die für eine zuverlässige Detektion und damit für sichere Home Security notwendig sind. Themen wie die Sabotageüberwachung der Systemkomponenten vor mechanischer oder elektronischer Fremdbeeinflussung, die Leitungs- und Funkstreckenüberwachung

Eine neutrale Orientierungshilfe und Gradmesser für die zuverlässige Qualität eingesetzter sicherheitsrelevanter Komponenten und Alarmanlagen bietet in der Schweiz einzig und allein der SES. Der SES ist offizielles Organ für die Prüfung und für die Zulassung von Sicherheitsprodukten. Die dort geprüften Produkte sind von der Polizei und den Sachversicherern anerkannt und werden von diesen auch empfohlen. Wichtig ist dabei, dass jede einzelne Komponente wie Bewegungsmelder, Rauchmelder, Glasbruchsensor, Zutrittskontrollleser, Signalgeber und auch die Alarmanlagenzentrale jeweils über eine Anerkennung verfügen. Zudem muss das Zusammenspiel der einzelnen Sicherheitskomponenten durch eine Systemnummer geprüft sein.

ALTERNATIVEN FÜR DEN VERBRAUCHER Entweder kombiniert der Käufer zwei Systeme, ein Smart-Home-System für Komfort- und Energiemanagement und eine zertifizierte Alarmanlage für Sicherheitslösungen. Oder er setzt gleich auf eine zertifizierte Alarmanlage, die auch die Möglichkeit für Smart-Home-Funktionen bietet. Eine dieser Anlagen ist die mehrfach ausgezeichnete Alarmzentrale compact easy


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von Telenot. Sämtliche Sicherheitskomponenten dieses smarten Alarmsystems sind nach den speziell für Alarmanlagen geforderten Normen zertifiziert. Sie verfügen unter anderem über Notstromversorgung, redundante Übertragungswege via IP und GSM im Alarmfall, Sabotageschutz und Leitungs- und Funkstreckenüberwachung zu allen Sicherheitskomponenten.

SICHERER SCHUTZ UND SMARTE ANWENDUNGEN Die zertifizierte Alarmzentrale compact easy vereint, was immer mehr Gebäudebesitzern und Mietern wichtig ist: Als zentrale Steuereinheit kontrolliert und regelt sie Smart-Home-Funktionen, Einbruch- und Brandschutz sowie die Alarmierung etwa bei Wasser- oder Gasaustritt. Installiert werden kann sie per Kabel und Funk. Dadurch lässt sie sich selbst in Bestandsbauten schnell und mit geringem Aufwand nachrüsten. Gesteuert wird die compact easy über ein Touch- oder Funkbedienteil im Gebäude. Möglich ist dies auch per App «BuildSec»

überall und jederzeit vom Smartphone oder Tablet aus. Für die Verbindung nutzt Telenot eine hochsichere Verschlüsselung, die auch Banken zur Datenübertragung einsetzen. Bis zu 16 Smart-Home-Funktionen lassen sich über die compact easy ansteuern. Dass Smart Home im Trend liegt, zeigt nicht zuletzt eine aktuelle Umfrage des Statistik-Portals Statista. Die Befragten versprechen sich in erster Linie Energieeinsparungen, mehr Komfort im Alltag und höhere Sicherheit. Einen weiteren zentralen Kern der compact easy stellt der zuverlässige Schutz von Gebäuden vor Einbrüchen und Brandgefahren dar. Dazu werden Sicherheitskomponenten an die zentrale Steuereinheit angeschlossen wie Bewegungsmelder. Sie erkennen Eindringlinge mit höchster Genauigkeit. Auch wasserdichte Zutrittskontrollen, Rauchwarnmelder und weitere zertifizierte Komponenten gibt es. Zusätzliche Module wie Glasbruchsensoren und Magnet­ kontakte lassen sich mühelos nachträglich auf die Steuereinheit aufschalten. Ein leistungsstarker Akku versorgt die Zentrale und ihre Komponenten bei Stromausfall

mit ausreichend Energie. All das ist vom Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen (SES) mit einem Gütesiegel bestätigt und von Polizei und Sachversicherern anerkannt.

PLANUNG UND INSTALLATION Mit der Planung und Installation eines Alarmsystems sollte immer ein Fachbetrieb beauftragt werden. Dieser kennt die Schwachstellen und ist speziell auf die Beratung, Planung und Installation zuverlässiger und sinnvoller Alarmanlagen ausgebildet. Denn jedes Gebäude und jeder Haushalt stellt individuelle Anforderungen, sodass am Ende jede smarte Sicherheitslösung einem individuell geschneiderten Massanzug gleicht.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.wir-machen-die-Schweiz-sicher.ch www.telenot.com/ch/smart-home


Eine digitalisierte Küche sieht auf den ersten Blick normal aus − aber hat es in sich.

ZU HAUSE SEIN SMART HOME IN DER PRAXIS von Georg Lutz

Smart-Home-Plattformen haben einige Herausforderungen zu meistern. Sie sollen herstellerunabhängig analoge Technik, IP-Geräte, Audio- und Multimediaanwendungen, Gebäudetechnik sowie Sensoren untereinander oder mit dem Internet vernetzen. Im Vorfeld der Swissbau führten wir ein Hintergrundgespräch mit dem CEO der digitalSTROM AG.

S

ie präsentieren auf Messen wie im September 2017 auf der Inel­ tec oder im Januar 2018 auf der Swissbau eine Smart-Home-Plattform, die uns das Leben leichter und schöner macht. Es stellt sich aber die Frage, ob es nicht wie bei der E-Mobilität ist. Verschiedene renommierte Hersteller haben spannende Elektroautos auf dem Markt. Die Medien und die Politik trommeln für ein neues Zeitalter der Mobilität. Der Massenmarkt fährt aber noch nicht darauf ab. Ist es nicht bei dem Thema Smart Home ähnlich? Die Marktdurchdringung stellt sich sehr unterschiedlich dar. Beim Thema ConsumerElektronik sind wir schon sehr weit bei der Vernetzung. Bei den Haushaltsgeräten sind zwar die einzelnen Geräte digital ausgestattet, die Vernetzung beginnt aber erst jetzt.

Seite 30 // bauRUNDSCHAU

Das ist der Theorie-Praxis-Gap? Nein. Renommierte Hersteller wie V-Zug haben heute 30 Geräte auf dem Markt, die vernetzbar sind, bei Siemens sind es 50. Vor zwei Jahren konnte man diese noch mit einer Hand abzählen. Die Entwicklung hat Fahrt aufgenommen. Wie sieht es beim Thema Licht aus? LED spielt inzwischen die erste Geige. In der Gebäudetechnik haben wir schon einige Meilensteine in Richtung Digitalisierung passiert. Demgegenüber sind die meisten Wasserhähne noch nicht mal elektrisch gesteuert, geschweige denn vernetzt. Bislang agieren wir hier noch in einer komplett analogen Welt. Das hat auch mit Austauschzyklen zu tun. Daher sind Storen und Heizungen schon weiter. Sie sind meist bereits digital gesteuert,

aber noch nicht immer vernetzt. Lassen Sie es mich zusammenfassen: Es sind Mosaikteile, die digitalSTROM zu einem stimmigen Bild orchestriert. Aber man braucht eine technologi­ sche Grundlage. Grundsätzlich wichtig ist, dass die Digitalisierung an und in das Haus kommt. Der DSL-Anschluss (Digital Subscriber Line) ist dabei eine Voraussetzung. Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Auch auf den Messen haben wir beispielsweise eine LED-Lichtlösung, die digital vernetzt ist, im Angebot. In Teilen wird diese klassisch über einen Schalter bedient. Aber man kann auf dieser Grundlage mit kleinen Schritten viele Anwendungen realisieren, die dann beispielsweise mit Sprache gesteuert werden.


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Die technologische Grundlage ist da, und sie verbreitet sich auch immer mehr. Das Haus ist vernetzungsfähig? Wie geht digitalSTROM damit strategisch um? Stützen Sie sich auf einzelne luk­ rative Projekte − oder haben Sie eine ganze Bandbreite von Angeboten? Liegt unser Fokus im Wohnungsbereich. Dabei geht es sowohl um Einfamilienhäuser wie auch um mehrgeschossige Gebäude mit Wohnungen. Es geht folglich nicht nur um Wohneigentümer, sondern auch um Mieter und Vermieter. Gewisse Dinge, wie die Heizung, werden vom Vermieter zur Verfügung gestellt. Der Mieter bringt dann seine Amazon- und GoogleWelt mit. Wir können hier die produktiven Brücken schlagen. An welchem Punkt nehmen Kunden Ihre Angebote auf? Hier gibt es vier zentrale Situationen. Erstens: Wenn Sie heute einen Neubau realisieren, kommen Sie schon in der Planungsphase auf das Thema Smart Home. Zweitens kommen Kunden zu uns, wenn sie ihre Küche austauschen wollen. Es geht dabei in erster Linie um Funktionalitäten, die dem Kunden wichtig sind. Ob das digital oder nicht digital funktioniert, ist für ihn keine ideologische Auseinandersetzung. Es muss einfach funktionieren. Das trifft drittens auch auf das Bad zu. Dann kann es viertens um Wünsche gehen, die Einzelleistungen wie Garten­ beschattungen und Gartenbeleuchtungen betreffen. Das sind häufig die Einstiegspunkte für Kunden. Und wie sehen die Businesskanäle aus? Vertriebskanäle sind Elektriker oder Küchen­ anbieter. Es gibt zudem einen gewissen Retailbereich, beispielsweise für Küchengeräte oder das Badstudio für Hardware im Bad. Themenwechsel. Greifen wir noch das heikle Thema Sicherheit auf. Alles spricht über Bedrohungen. Im Unterneh­ mensalltag ist das dauernd ein Thema. Zu Küchen oder Bädern habe ich da bislang wenig gehört. Bei dem Thema Internet der Dinge wird es eher by the way abstrakt angesprochen. Allerdings entstehen hier Märkte mit Sicherheits­ lücken, in denen Anbieter dunkle Ge­ schäftsmodelle entwickeln werden. Wie beurteilen Sie diese Situation? Auch die analoge Welt ist immer mehr Gefährdungen ausgesetzt. Sie können heute

Martin Vesper ist CEO der digitalSTROM AG und leistet immer gerne Aufklärungsarbeit.

ein Schloss und Schlüssel mithilfe von 3-D-Druck-Technologien duplizieren. Im Rahmen der digitalen Entwicklung haben wir aber auch mit neuen Sicherheitsherausforderungen zu tun. Grundsätzlich gilt aber: Ein Smart Home ist sicherer als ein analoges Zuhause. Das tönt schon noch etwas nach Sci­ ence-Fiction? Von aussen ist man fast immer besser abgesichert. Es gilt vorbereitet zu sein. Dabei werden die Themen eher von innen kommen. Kunden kaufen sich Geräte, die eventuell ein Risiko schon mit an Bord haben. Dabei lauert die Bedrohung von innen. Es gibt hier aber schon Lösungen auf dem Markt, die darauf achten, dass Geräte nicht seltsame Dinge tun, sprich, ganz ungewöhnliche IP-Adressen ansprechen. Wir sind hier auch dabei, mit Part-

«Grundsätzlich wichtig ist, dass die Digitalisierung an und in das Haus kommt.»

nern Lösungen zu finden. Der zweite Ansatz heisst Content Filtering. Wir haben einige Audiolösungen in unserem Angebot, die über Sprachsteuerung funktionieren. So können und müssen wir gewissen Content im Auge haben. Zum Beispiel? Der Satz «Mach die Türe auf» darf nicht umstandslos sofort ausgeführt werden. Es geht hier ohne Frage darum, eine Reihe von Massnahmen erst aufgrund der Beantwortung von Sicherheitsfragen zu veranlassen. Der darf aber nicht als Ausrede dienen. Richtig. Aber in der digitalisierten Welt haben wir auch sehr viele Möglichkeiten, Sicherheitsniveaus zu erhöhen. Wir haben in Deutschland pro Jahr mehr als 800 Tote durch Rauchvergiftungen. Diese Zahl kann durch digitale und vernetzte Rauchmelder signifikant gesenkt werden. Wenn wir heute mit Partnern neue Lösungen entwickeln, geht ein Grossteil der Investitionen in die beiden Themen «Anwendungen» und «Sicherheit».

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.digitalstrom.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 31


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SMARTE GEBÄUDETECHNOLOGIE INTELLIGENTES WOHNEN IN MEHRFAMILIENHÄUSERN Interview mit Philipp Storrer von Freya Mohr

Bei Smart Home denken viele an eine Spielerei technikversierter Eigenheimbesitzer. Dabei können intelligente Technologien auch in Mehrfamilienhäusern effiziente und zuverlässige Lösungen bieten. Philipp Storrer von Belimo erklärt, wie sich so Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme optimieren lassen.

Der Plattenhof in Horgen (ZH) zeigt, wie sich intelligente Gebäudetechnik auch im Sozial- und Genossenschaftsbau anwenden lässt.

A

ktuell gibt es vielfältigste Steu­ erungstechnologien auf dem Markt, was unsere Häuser und Smart Homes betrifft. Besteht nicht die Gefahr, dass viele parallele Struk­ turen aufgebaut werden? Ich denke, es ist heute Fakt, und darüber ist man sich klar, dass der Benutzer schlussendlich seinen Wohnkomfort über nur eine App steuern will. Die Digitalisierung mit dem gesamten Smart-Home-System hat aber erst begonnen. Somit gibt es entsprechend viele Unternehmen, die sich da etablieren wollen. Es wird spannend sein, welche Technologien und Eco-Systeme sich durchsetzen werden.

Und was für einen Mehrwert bietet das System von Belimo? Der Investor hat als Investitionsschutz jeder Zeit die Transparenz über den Energie­ verbrauch, die Kosten und die Qualität der Realisierung. Für den Planer bietet es die Möglichkeit, die berechneten Parameter mit den tatsächlich eingestellten Werten zu vergleichen und zu verifizieren. Es ist somit möglich, das berechnete Energiekonzept mit der realen Performance direkt zu vergleichen. Der Installateur konfiguriert die Geräte hoch effizient, schnell und einfach per Smartphone und sichert die Qualität der Erstellung im ersten Schritt. Der

Was für Technologien werden das sein? Ich denke, es werden jene sein, die von der Planung über die Realisierung bis hin zu Betrieb und Nutzung allen Beteiligten einen Mehrwert bieten und die einfach in der Handhabe sind. Zudem müssen Unternehmen ihre neuen Technologien ohne wesentliche Mehrkosten an den Markt bringen.

«Wir reden hier bei Belimo von einem Technologiesprung.»

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Wartungsservice reduziert sich auf einen Besuch vor Ort. So kann das Facility Management defekte Geräte bereits im Voraus per Fernzugriff identifizieren, Ersatzmaterial bestellen und beim Einbau mit einem einfachen Mausklick die Konfiguration des alten Geräts übernehmen. Der Mieter hat mit dem Smartphone die individuelle Kontrolle über seinen Wohnkomfort und seinen Energiekonsum. Ist das HLK-System von Belimo mit anderen Plattformen kompatibel? Ja, das ist es. Wenn wir uns diese smarte Welt der Digitalisierung anschauen, ist die Interoperabilität zu anderen System und Dienstleistungen das A und O. Der wesentliche Unterschied wird sein, dass Schnittstellen nicht mehr von Gerät zu Gerät, sondern von Cloud zu Cloud zustande kommen werden. Die Systemlösung von Belimo wird mit einer entsprechenden API-Schnittstelle die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Plattformen oder Technologien zu verbinden.


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Wie ist das HLK-System von Belimo technologisch aufgebaut? Das System besteht im Wesentlichen aus drei Elementen: einem Netzwerk aus intelligenten und untereinander verbundenen Belimo-Geräten, der Belimo-Cloud und den Belimo-Smartphone-Apps. Alle drei Teilbereiche sind stets miteinander verbunden und tauschen permanent Daten aus. Wir verfolgen den Ansatz, die Geräte, die heute als einzelne Komponenten verfügbar sind, mit einer digitalen Stimme zu versehen, um sie so mit der Cloud zu verbinden. Ist das schon praktisch realisiert? Ja. Wir reden hier bei Belimo von einem Technologiesprung. Das kann man nicht von heute auf morgen realisieren. Wir sind seit einiger Zeit dabei, die Technologie zu entwickeln und verifizieren sie an realen Pilotprojekten. In Hamburg haben wir eine High-End-Lösung für ein intelligentes Mehrfamilienhaus gebaut. Und hier in der Schweiz haben wir bewiesen,

dass man die Technologie auch in Wohnbaugenossenschaften einfach und preiswert integrieren kann.

Mehrfamilienhausbebauungen – also grosse Objekte, wo keine hippe Technologie gefragt ist, sondern Zuverlässigkeit, Rentabilität und ein Mehrwert für alle unsere Partner.

Können interessierte Personen sich das vor Ort ansehen? Wir bieten jederzeit an, die Technologie, die Komponenten sowie auch das gesamte Gebäude erlebbar zu machen. Wenn man sieht, wie die Technologie real funktioniert, kann man es sich viel einfacher vorstellen. Was ist das Unterscheidungsmerkmal zu anderen Systemen und Herstellern? Im Bereich der Smart-Home-Technologie fokussieren sich die meisten Teilnehmer auf private Einfamilienhausbesitzer oder kleinere Objekte. Wir wollen jedoch die Technologie für die breite Bevölkerung zugänglich machen. Das heisst, wir leisten als Technologie-Anbieter einen Beitrag in diesem Eco-System zusammen mit Partnern und fokussieren uns auf

Philipp Storrer ist Ansprechperson für System Innovation bei der Belimo Automation AG.

Belimo Automation AG | Brunnenbachstrasse 1 | CH-8340 Hinwil | Tel. +41 (0) 43 843 61 11 | mfh-info@belimo.ch | www.belimoresidential.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 33


Das Design dieses Modells zeigt: Kachelöfen sind moderner denn je.

WOHLFÜHLPROGRAMM FÜR DIE SINNE PURISTISCHE MATERIALIEN UND WOHLIGE WÄRME von Georg Lutz / epr / HLC

Wir kennen den skandinavischen Stil von Klassikern wie des Finnen Alvar Aalto und des Dänen Arne Jacobsen. Auch der blau-gelbe Einrichtungsriese ist mit der skandinavischen Philosophie gross geworden. Jetzt ist ein Buch auf dem Markt, welches den Charme der skandinavischen Innenarchitektur auf den Punkt bringt.

© epr / Mandl & Bauer GmbH

© epr / Zehendner / Verband der Keramischen Industrie

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Die puristisch designten Öfen machen aus jedem Raum ein Highlight, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

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D

er Einrichtungstrend geht derzeit in Richtung Geradlinigkeit und Purismus, ohne den Wohlfühlfaktor zu vernachlässigen. Das spiegelt sich auch bei Kamin und Co. eindeutig wider. Schlichte wie gleichsam elegante und raffinierte Materialien wie Beton und Metall in geschmiedeter oder brünierter Form werden zunehmend beim Ofenbau verwendet. So wird eine unaufdringliche, aber dennoch auffallend formschöne Optik erzielt, die mühe­ los mit der Wohnlandschaft verschmilzt. Die Feuerstellen von Mandl & Bauer zum Beispiel können individuell an jede räumliche Situation angepasst werden – gestalterische Grenzen gibt es kaum. Dem Purismus treubleibend steht das Feuer im Vordergrund bei den Modellen des österreichischen Anbieters. Das bedeutet, dass die Rahmen der Öfen sehr minimalistisch daherkommen, um den Blick auf das beeindruckende Flammenspiel bestmöglich freizugeben. Bei manchen Modellen wurde


© epr / Kaufmann / Verband der Keramischen Industrie

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sogar auf Griffe verzichtet: Mandl & Bauer bietet zum Beispiel eine Variante an, bei der die rahmenlosen Glastüren per Fernbedienung geöffnet und wieder verschlossen werden können. Finger verbrennen ist somit Schnee von gestern! Für Komfortbewusste bieten sich weiterhin Gasfeuerstellen an. Und egal, ob Sommer oder Winter, ein edler Kamin im Wohnraum gilt fortwährend als Symbol für Luxus und zeitlosen Stil.

KACHELÖFEN ALS ERLEBNIS FÜR ALLE SINNE Ein Sonnenstrahl an einem Regentag oder ein heisses Bad, wenn man im Winter von draussen hereinkommt – das Gefühl von Wärme ist im richtigen Augenblick einfach Balsam für die Seele. Und dieses Wohlbefinden lässt sich noch steigern: Ein Kachelofen sorgt nicht nur für eine angenehme Zimmertemperatur, sondern auch dafür, dass wir die Wärme spüren und in vollen Zügen geniessen können – ein Erlebnis für alle Sinne. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die äussere Gestaltung des Kachelofens. Keramische Ofenkacheln

Das Design dieses Modells zeigt: Kachelöfen sind moderner denn je.

sollten in den Planungen für einen Kachelofen von Beginn an berücksichtigt werden, da sie die Wärme des Feuers aufnehmen, speichern und über viele Stunden an den Raum wieder abgeben. Die wohltuende Wärme, die über die Keramik spürbar wird, wirkt beruhigend auf Körper und Geist. Die angenehm warmen Ofenkacheln, verbunden mit einer keramischen Sitzbank, laden direkt am Kachelofen zum Entspannen ein. Moderne Kachelöfen werden in höchster Qualität hergestellt und sind in einem sehr grossen Design- und

Oberflächenspektrum erhältlich. Die glasierte Oberfläche gibt der Ofenkachel ihren hochwertigen Charakter und vereint zeitgemässes Design mit Schutz in der täglichen Benutzung.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.mandl-bauer.at www.keramverbaende.de


BUSINESS PORTRAIT

KONKRET HANDELN – BEI ENERGIE UND MOBILITÄT von Energie  360° AG

Die Planung von Energielösungen im Zeichen der Energiezukunft ist eine spannende Angelegenheit. Allerdings bietet die Praxis einige Herausforderungen. Um zu zielführenden Lösungen zu kommen, braucht es professionelle Begleiter. Wir stellen im folgenden Businessporträt einen wichtigen Dienstleiter in der Schweiz vor.

R

eden reicht nicht, wenn es um die Energiezukunft geht. Energie 360° ist überzeugt: Bei Energie und Mobilität zählt jetzt konkretes Handeln. Deshalb hat sich Energie 360° zusammen mit den Kundinnen und Kunden längst auf den Weg gemacht. Gemeinsam realisieren sie innovative und gleichzeitig pragmatische Lösungen, um die erneuerbaren Energien voranzubringen und die Energieeffizienz zu steigern. Denn worauf es ankommt, ist die Wirkung. Die zukunftsfähigen Technologien dafür sind längst vorhanden.

Die effiziente Heizzentrale im Breitenpark spart jährlich im Vergleich mit einer ölbetriebenen Anlage rund 160 Tonnen CO2 ein.

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Energie 360° ermöglicht Privatkunden, Firmen, Gemeinden und Energie­versorgern, sie zu nutzen – immer perfekt auf die individuelle Situation abgestimmt. Damit sich die gewählte Lösung bewährt, muss sie nicht nur ökologisch, sondern auch alltagstauglich und wirtschaftlich sein. Erst dann gelingt es dauerhaft, den Umgang


UMWELT & TECHNIK

An der Ladestation am Hauptsitz von Energie 360° tankt man Strom aus erneuerbaren Energien.

mit Energie zu optimieren und stärker auf erneuerbare Energien zu setzen.

INNOVATIVE WÄRMELÖSUNGEN

Energie 360° setzt innovative Ideen im Wärmebereich, zum Beispiel im aargauischen Rothrist um. Für die neue Überbauung «Breitenpark», die Wohnungen und Läden umfasst, fanden die Fachleute von Energie 360° mit einer reversiblen Luft-Wasser-Wärmepumpe eine massgeschneiderte Lösung: Im Winter produziert das System Heizwärme und Warmwasser, im Sommer Kälte zum Kühlen der Ladenflächen. Um die Effizienz zusätzlich zu steigern, nutzt die Anlage während der Sommermonate die Abwärme aus der Kälteerzeugung fürs Warmwasser. Im Vergleich mit einer ölbetriebenen Anlage spart die ausgeklügelte Heizzentrale jährlich etwa 160 Tonnen CO2 ein.

AUS STROM WIRD ERNEUERBARES GAS Je mehr der Anteil der erneuerbaren Energien steigt, desto wichtiger werden Energie­ speicher. Denn Sonne, Wind und Kleinwasserkraft liefern ihre Energie stochastisch, sprich, mit Schwankungen. Das Gasnetz dient dabei als Problemlöser. Mithilfe der Power-to-Gas-Technologie lassen sich überschüssiger Strom und CO2 in erneuerbares Gas umwandeln und so ins Gasnetz einspeisen. Energie 360° und das Paul Scherrer Institut wandten das Verfahren in einem gemeinsamen Projekt an. Das benötigte CO2 gewannen sie aus dem Roh-Biogas der Zürcher Biogas-Aufbereitungsanlage Werd­h ölzli. Dadurch kombinierten sie zwei Technologien mit grossem Potenzial. Das Ergebnis: Energie aus erneuerbarem Strom lässt sich speichern, CO2 wird in einen zusätzlichen Kreislauf eingebunden,

und es entsteht in der Schweiz erzeugtes, erneuerbares Gas. Das Projekt ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

KLIMAFREUNDLICH UNTERWEGS Erdgas / Biogas lässt sich heute schon unter anderem zum Autofahren verwenden. Energie 360° geht mit gutem Beispiel voran. 

UNTERNEHMENSPORTRÄT Energie 360° engagiert sich mit rund 220 Mitarbeitenden für den zukunfts­ orientierten Umgang mit Energie. Mit umweltfreundlichen Energieträgern, massgeschneiderten Energiedienst­ leistungen und smarten Innovationen realisiert das Unternehmen gemeinsam mit seinen Kundinnen und Kunden konkrete Schritte auf dem Weg in eine sinnvolle Energiezukunft.

Ausgabe 04/2017 // Seite 37


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Die Firmenflotte besteht vorwiegend aus Erdgas / Biogas-Autos, die dank 100 Prozent Biogas als Treibstoff CO2-neutral unterwegs sind. Mit einem frei wählbaren Biogas-Anteil – bequem im Online-Shop zu bestellen – macht es Energie 360° auch den Kundinnen und Kunden leicht, klima­freundlich Auto zu fahren. An bestimmten Erdgas / Biogas-Tankstellen von Energie 360° lässt sich der Biogas-Anteil sogar per Knopfdruck auf 50 oder 100 Prozent erhöhen. Durch Förderbeiträge, Flottenberatungen und Händlerschulungen trägt Energie 360° dazu bei, dass sich immer mehr Autofahrerinnen und -fahrer für ein Erdgas / Biogas-Auto entscheiden. Gleichzeitig   

engagiert sich Energie 360° für die Elektromobilität, weil sie genau wie Erdgas / Biogas als Treibstoff mit vielen Vorteilen punktet. Elektroautos erreichen durch ihre hohe Energieeffizienz eine hervorragende Ökobilanz – sofern sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Deshalb sorgt Energie 360° dafür, dass die Fahrer­ innen und Fahrer von Elektroautos an immer mehr Orten in der Schweiz zertifizierten Ökostrom tanken können. Auch 2018 wird das Unternehmen weitere öffentliche Ladestationen in Betrieb nehmen. Integriert sind sie ins offene Netzwerk von swisscharge.ch. Das Zugangsund Abrechnungssystem umfasst prakti-

sche Funktionen wie Echtzeitinfos zu den verfügbaren Stationen, Reservierung und Zahlung per App.

AUF NEUE BEDÜRFNISSE EINGEHEN

Weil Elektroautos immer langstreckentauglicher werden und sich vom Zweit- zum Erstauto entwickeln, steigt das Bedürfnis der Fahrerinnen und Fahrer nach Schnell­ ladestationen. Da ist es nur konsequent, dass Energie 360° Anfang 2017 die erste Schnellladestation auf einer Autobahnraststätte baute. Sie gehört zu den vielen Projekten, bei denen Energie 360° gemeinsam mit Kund­innen und Kunden Lösungen der Zukunft schon heute umsetzt. 

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Auch während des Betriebs der Power-to-Gas-Anlage entnahmen die Wissenschaftler dem Wirbelschichtreaktor Katalysatorteilchen und untersuchten diese.

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© Celia de Coca


AUF DIE BÜHNE! ARCHITEKTINNEN IN DAS RAMPENLICHT HOLEN von Georg Lutz

Viele Architektinnen sind, bis auf wenige Stars, selbst der Fachwelt kaum oder gar nicht bekannt, ganz zu schweigen von einer umfangreicheren Öffentlichkeit. «Frau Architekt» heisst die Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt. Sie möchte Frauen in der Architektur besser sichtbar machen, sie aus der Anonymität herausholen und ihnen Gesicht und Stimme geben. Die Rückblende in die Geschichte ist dabei gleichzeitig ein Instrument, auch die Gegenwart und die Zukunft mit geschärftem Blick in den Fokus zu nehmen. Dies verdient Beachtung. Hier sehen wir die Deutsche Schule in Madrid.


© Edgar Rodtmann

ARCHITEKTUR

Die Architektin Almut Grüntuch-Ernst von Grüntuch Ernst Architekten kämpft auch mit der Doppelbelastung.

FRAU ARCHITEKT DER BLICK AUF ARCHITEKTINNEN von Georg Lutz

Seit über hundert Jahren prägen Frauen als Architektinnen die Moderne. Nur wird dies, bis auf wenige Ausnahmen, kaum wahrgenommen. Das Deutsche Architekturmuseum widmet der weiblichen Geschichte der Architektur, unter dem Titel «Frau Architekt», eine Ausstellung. Seite 42 // bauRUNDSCHAU


ARCHITEKTUR

D

Die Geschichte der Architektur ist eine Geschichte von Baumeistern mit genialen Ideen. Diese Genialität war Männern vorbehalten. Frauen konnten dann zu Beginn der Moderne gerade noch Küchen entwerfen. Dort gehörten sie ja auch nach der weit verbreiteten Meinung hin. Hier gilt es, das Arbeiten, das Schaffen und

© André Rival

er Kampf um die Gleichberechtigung war und ist kein Zuckerschlecken. Eine Ärztin, eine Juristin und eben auch eine Architektin waren noch vor ein, zwei Generationen eher eine exotische Angelegenheit. Und auch heute gibt es immer wieder Szenen, die zeigen, wie fragil das Thema ist. Dazu nur eine Anekdote. Wir kennen den Deutschen Reichstag mit seiner Glaskuppel, in dem heute der Bundestag sitzt. Der britische Stararchitekt Norman Foster gewann den Wettbewerb. Den zweiten Platz belegte Gesine Weinmiller. Sie war in den Neunzigerjahren auch an der ETH Zürich und ist in Architekturkreisen eine bekannte Persönlichkeit. So baute sie das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Trotzdem wurde sie bei dem offiziellen Treffen, als die Preisträger für den Umbau des Reichstages bekannt gegeben wurden, zunächst vom Personal der Veranstaltung nicht erkannt. Man hielt sie für eine Assistentin des Preisträgers Norman Foster. Die Geschichte ist keine Ausnahme. Noch heute sind Architektinnen meist das Anhängsel in Form von Ehefrauen, Geliebten oder Mitarbeiterinnen.

Gesine Weinmiller von Weinmiller Architekten hätte fast den neuen Reichstag in Berlin gestaltet.

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© Porträtzeichnung: Lino Salini

ARCHITEKTUR

Margarete Schütte-Lihotzky: die erste Frankfurter Architektin auf dem Hochbauamt.

die Werke von Architektinnen wiederzuentdecken. Genau dies leistet die Ausstellung in Frankfurt.

NEUE ENTWICKLUNGEN UND ALTE HERAUSFORDERUNGEN Frauen machten sich in die Moderne auf, indem sie ihnen verschlossene Berufe eroberten, sich politisch engagierten, manchmal in extremen Positionen, und neue Geschlechterverhältnisse erprobten. Die Ausstellung zeigt, wie 22 Frauen den vielfältigen Umbrüchen begegneten, indem sie die gewohnten Standards von Weiblichkeit infrage stellten und sich im

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Architektenberuf etablierten. Man frägt sich, warum es eigentlich erst jetzt solch eine Ausstellung gibt. Ein Grund könnte sein, dass seit geraumer Zeit deutlich mehr Frauen als Männer Architektur studieren – mit anhaltend steigender Tendenz. Allerdings: Längst nicht alle kommen auch tatsächlich im Beruf an, sie steigen entweder erst gar nicht ein oder brechen nach kurzer Zeit wieder ab. Die «missing group», die Diskrepanz zwischen der Anzahl der weiblichen Studierenden und der Frauen, die als Architektinnen bei den Architektenkammern als Mitglieder geführt werden, beträgt rund 20 Prozent.

Von denen, die bleiben, schaffen es nur wenige in die erste Reihe. Dort ist Architektur immer noch Männersache. So ist die grosse Frage: Warum kehren so viele

AUSSTELLUNG Frau Architekt Seit mehr als hundert Jahren Frauen im Architektenberuf 30. September 2017 bis 8. März  2018 Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt


© DAM

ARCHITEKTUR

SIE SIND UNTERSCHIEDLICH Der Bogen wird von den Anfängen quer über die deutsche Geschichte seit 1900 gespannt, durch Kaiserreich, Diktatur und Republik, durch die deutsche Teilung über die Wiedervereinigung hinweg ins 21. Jahrhundert. Analog zu der von Brüchen geprägten Geschichte präsentiert Frau Architekt ein breites Spektrum bedeutender Architektinnen, die nicht nur aus verschiedenen sozialen Milieus stammen, sondern auch konträren Gender-­ Positionen und entgegengesetzten Lagern in der Architektur und in der Politik zuzuordnen waren. So sind die von der Moderne beseelten Pionierinnen ebenso dabei wie die Frauen­ bewegten und überzeugten Feministinnen, wie Adel und Bürgertum, Linke und Rechte, die Sozialistin und die Unternehmerin, die ins Exil gezwungenen Jüdinnen und last but not least eine prominente Nationalsozialistin. Die Pionierinnen waren nicht immer nur unter der Fahne des demokratischen Fortschritts zu finden. Die Frage, ob es eine weibliche Architektur gibt, ist nach dem Besuch dieser Ausstellung negativ zu beantworten.

St. Nikolauskirche, Langeoog (BRD), 1960-1961 von Lucy Hillebrand.

Frauen, die häufig erstklassige Abschlüsse gemacht haben, der Architektur wieder den Rücken? Ein zweiter Grund liegt schlicht in der mangelnden Quantität. Eine verstörende Zahl ergab sich im Rückblick auf die eigenen 22 Porträts von Architektinnen von 1900

bis jetzt. Frau Architekt präsentiert 22 Frauen in Deutschland, die die Architektur seit 1900 massgeblich beeinflusst haben oder bis in die heutige Zeit prägen. Genau genommen sind es etwas mehr als hundert Jahre, denn die Geschichte beginnt mit Emilie Winkelmann, die 1907 in Berlin ihr eigenes Architekturbüro gründete.

Es gibt nicht den anderen weiblichen Blick. Trotzdem entdeckt man immer wieder neue Dimensionen des kreativen Schaffens von Architektinnen, die alleine durch ihren Nischenstatus immer besser sein müssen, wie ihre männlichen Kollegen.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.dam-online.de

AUF DEN

PUNKT GEBRACHT www.kmurundschau.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 45


KOLUMNE

NEBEN EFFIZIENZ MEHR KONSISTENZ UND SUFFIZIENZ von Daniel Gilgen

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ach 35 Jahren in der Baubranche stelle ich fest, dass sich ausser bei der Wärmedämmung im Bereich nachhaltiges Bauen erstaunlich wenig verändert hat. Es ist richtig, während meiner Lehrzeit waren acht Zentimeter Dämmung das Mass der Dinge, nach dem Studium waren es schon zwölf Zentimeter, mittlerweile sind wir bei 20 bis 30 Zentimetern. Die Fenster wurden deutlich besser, und die Heizsysteme belasten die Umwelt immer weniger. Wir sind vom Daniel Gilgen Zwölf-Liter-Haus auf drei Liter Öläquivalent heruntergekommen. Aber es ist wie bei den Autos, ein Teil dieser Gewinne wird bei der grauen Energie mit doch mehr Masse, grösseren Gebäuden, mehr Wohnfläche, längeren Anfahrtswegen vernichtet. In aktuellen Bauten, zum Beispiel nach Standard Minergie-P-Eco, stecken auf 40 Jahre gesehen zwei Mal so viel Energie in den Baumaterialen, als dass für Heizung, Warmwasser und Lüftung gebraucht werden. Anfang der 90er-Jahre war ich Mitautor an der SIA Dokumentation D0123, in welcher erstmals Ökobilanzen für den Gebäudebereich dargestellt wurden. Ich hielt damals Unterricht bei Bauleitern zum Thema Bauökologie, und ich gab jeweils zwei Teams die Aufgabe, auf Basis der Dokumentation die schlimmst- und die bestmöglichen Kombinationen zusammenzustellen. Dazwischen lag ungefähr der Faktor 2 bei der Umweltbelastung. Die Bauleiter stellen erstaunt fest, dass sie eigentlich in der Praxis immer mit der unvorteilhaftesten Konstruktion bauen. 25 Jahre danach sind wir noch nicht weiter, die Betondecken sind dank grösserer Spannweite und viel eingelegter Haustechnik unterdessen 26 bis 28 Zentimeter dick, die Untergeschosse noch voluminöser. Die graue Energie nahm pro Quadratmeter Energiebezugsfläche abermals zu; wenn pro Bewohner gerechnet wird,

Seite 46 // bauRUNDSCHAU

sieht es dank mehr Wohnfläche und dickeren Wänden noch schlechter aus. Weiter fällt auf, dass gedanklich sehr wenig in Recycling und Downcycling investiert wird. Die Klebstoff- und Kunststoffindustrie freut sich, ich zweifle allerdings an der Langzeitbeständigkeit und Reparatur­ fähigkeit vieler Konstruktionen, welche über unsere Tische gehen. Mit Flüssigkunststoff lässt sich heute fast jedes unreife Detail lösen. Warum verändert sich so wenig? Die Schweiz hat Geld, kreative Architekten, fähige Planer und sorgfältige Handwerker. Für mich wäre ein kultureller Wandel im Baubereich wünschenswert, und dazu gehören: • Bauherrschaften, denen Suffizienz mehr bedeutet als «mehr ist besser» • Architekten, welche zu Planungsbeginn auch schon das Ende des Gebäudes und die Lebensdauer mitdenken • Bauingenieure, welche ihre Kreativität in schlanke Konstruktion mit wenig grauer Energie investieren • Haustechnikplaner, welche die Systeme beherrschen und die Architekten mit sauberen Konzepten unterstützen • Bauphysiker, welche optimieren und nicht auf 105 Prozent Sicherheit gehen • Gebäude- und Energielabels, welche nicht nur die Energiebezugsfläche, sondern auch die Anzahl Nutzer als Bezugsgrösse zählen. Nachhaltiges Bauen ist Teamarbeit, ich vertraue in die Schöpfungskraft unserer Planer.

DANIEL GILGEN ist Geschäftsführer von Raumanzug GmbH. www.raumanzug.eu


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OPTIMALE LÖSUNGEN DER ERLEBNISRAUM KÜCHE von Georg Lutz

Alle zwei Jahre wird der nationale «Swiss Kitchen Award» vergeben. Von den rund 80 eingegangenen Projekten wählte eine Fachjury acht aus. Die nominierten Küchen spiegeln die Leistungsfähigkeit der Schweizer Küchenbauer wider. bauRundschau gibt auf den folgenden Seiten einen ersten kleinen Einblick. In der ersten Ausgabe im nächsten Jahr greifen wir die Inhalte des 9. Kongress der Küchenbranche & Verleihung der Swiss Kitchen Award am 14. November 2017 in der TRAFOHALLE Baden auf. Dazu kommen die Kücheneindrücke der Swissbau in Basel. Das Hintergrundbild stammt von der nominierten «Flex-House-Kitchen» der aim innenausbau gmbh in Lachen. Nominiert ist sie in der Kategorie «Schönste Küche». Der Bauherr, ein Architekt, mit dem die Firma aim innenausbau oft zusammenarbeitet, fasst die Philosophie wie folgt zusammen: «Die Küche ist auch eine Raumskulptur, welche die Architektur wunderbar aufnimmt. Geschwungen, leicht und formschön präsentiert sich die freistehende Kochinsel, welche schwebend-elegant aus der Küchenwand herauswächst.»


INNENARCHITEKTUR

MEHR SEIN VORBILDLICHE KÜCHEN von Georg Lutz

Der Branchenverband küche schweiz zeichnet mit dem nationalen Wettbewerb «SWISS KITCHEN AWARD» alle zwei Jahre hervorragende Leistungen im Schweizer Küchenbau aus. Das Leben braucht Veränderung. Warum gerade in der Küche? Die Küche hat sich zum zentralen Wohnraum im Haus entwickelt. Die Gespräche, der Genuss und das Zusammensein stehen im Mittelpunkt der modernen Küche. Wir stellen einige nominierte Küchen vor.

BLACKWOOD besticht durch das schlichte und klare Erscheinungsbild, hinter dem aber hochwertige Materialien stehen.

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chlicht in der Erscheinung und hochwertig in der Ausführung – das sind die herausstechenden Attribute von BLACKWOOD aus dem Hause der Vogel Design AG. Die Schlichtheit wird ergänzt mit verschiedenen Highlights, die nicht auf den ersten Blick wahrgenommen werden: Die «Café-Nische» gerät in geöffnetem Zustand in den Fokus; die Korpusse, welche in Asteiche ausgeführt sind, oder die hochwertigen Schubladen in Oriongrau mit Einsätzen in Eiche. Der 100-jäh-

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rige Eichenbalken hat schon einiges erlebt und dient nun als Barelement. Jene Elemente machen die Blackwood zu einer einzigartigen, unverwechselbaren Küche, die als Unikat hergestellt wurde und an Individualität und Hochwertigkeit kaum zu überbieten ist.

SPANNENDES KOCHVERGNÜGEN Schwingt Mann den Kochlöffel, geht’s vielfach ums Probieren, Geniessen oder Verführen. Entsprechend wurde von der

Kaufmann Oberholzer AG eine Küche entwickelt, die Männerherzen höherschlagen lässt und gleichzeitig den Bedürfnissen des Alltag Rechnung trägt. Die maskuline Farbgestaltung, kombiniert mit einer auserlesenen Materialwahl und hochwertiger Verarbeitung, vereinen Lifestyle und zeitlose Eleganz. Ein eingebauter Grill, ein grosszügiger Weinkühler, ein HightechDampfabzug und ein Geschirrspüler mit Knock-to-open-Funktion ermöglichen Mann, kreativ und wetterunabhängig seine


INNENARCHITEKTUR

Die schwebende Küche ist in ein Raumkonzept eingebettet.

Leidenschaft am Feuer ausleben zu dürfen. Möbeloberflächen aus Kunstharz in Metalloptik und Supermatt-Antifingerprint, eine massive Stahlabdeckung, elegante Glasarbeitsflächen und ein veredeltes Eichenholz ergeben das perfekte Zusammenspiel. Kurze kompakte Arbeitswege, ausgeklügelte Details und genügend Arbeits- und Rüstflächen garantieren ein spannendes Kochvergnügen. Das Statement zur Küche: alltagstauglich, aber nicht

alltäglich. Ohne Kompromisse. Und das gefällt auch Frauen. Das ist eine Einladung, den Gender Gap zu überspringen.

SYMBIOSEN ERLEBEN

ihrer Übergrösse erzielt sie eine bessere Auffangwirkung zum Absaugen, und die Haube konnte höher aufgehängt werden. Die Küche ist perfekt auf die Lebensweise im Flexhouse abgestimmt. Sie ist Raum­ skulptur, welche die Architektur wunderbar aufnimmt und repräsentiert. Die Koch­ insel wächst schwebend elegant aus der Küchen­wand heraus. Diese selbst ist Teil des Raumkonzepts. Sie findet ihre Fortsetzung als Aufbewahrungsschicht auf der anderen Seite der Treppe und mündet mit geschlossenen und offenen Flächen in die Rundung der Fassade. Die einzigartige Küche ist das Herz des Hauses und lädt zum Kochen alleine oder zu zweit ein.

GEORG LUTZ

Die Flex-Küche der AIM Innenausbau  GmbH ist die perfekte Symbiose von Architektur und Design. Sie verfügt über eine unvergleichliche Praktikabilität. Die Abzugshaube ist rundgeschwungen in Weiss und gibt der Kochinsel ihren Halt. Aufgrund

ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.vogeldesign.ch www.kaufmann-oberholzer.ch www.aimgmbh.ch

Gualtieri AG Loostrasse 9 CH-8803 Rüschlikon / Zürich Telefon 044 709 26 70 www.küche-bad-design.ch


KOLUMNE

SMARTE KÜCHE: UMFASSENDE DATEN-KRAKE ODER STÜTZE von Rainer Klein

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ie «Vernetzung» der Nationalstaaten und Märkte – so die Idee des Franzosen Jean Monnet in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts – sollte die Wohlstandsentwicklung in Europa sichern. Smart Home, die «Vernetzung» von Haustechnik, Haushaltsgeräten, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik hat den Anspruch, den Komfort im privaten Wohnraum markant zu erhöhen. Für EigenheimBesitzer ist weniger die Frage, ob sie Smart-Home-Technologie einsetzen, als vielmehr in welchem Umfang sie diese anwenden. Zugunsten der Anwendung von Smart Home sprechen Energieeinsparungen, mehr Komfort im Alltag, Einbruchsicherheit und eine allfällige Wertsteigerung der Immobilie. Smarte Technologie unterstützt unseren Alltag und erhöht den Wohnkomfort. Ältere Menschen können länger in ihrem vertrauten Wohnraum leben, behinderte Menschen erlangen den Freiraum, unabhängig zu wohnen dank vielfältiger technischer Unterstützung. Die Anzahl Apps auf unseren Smartphones verringert sich dank vereinfachter Steuerung der verRainer Klein netzten Geräte. Lernfähige Haushaltsgeräte in der Küche wie Lichtsysteme oder Sicherheitsanlagen nehmen unsere Gewohnheiten wahr und passen ihre Funktionsweise entsprechend an. Adaptive Systeme mit Antizipationsvermögen, die uns mit Ratschlägen Optimierungsvorschläge geben oder diese gar unaufgefordert selbst ausführen, könnten auch im privaten Heim schon bald Realität sein. Die Vernetzung von Geräten ist aber keine Einbahnstrasse. Alle Geräte benötigen Unterhalt, Updates und physischen Service. Um diese Arbeiten zu erleichtern, sind sie über WLAN oder Strom / TV-Kabel mit den Herstellerfirmen oder Providern verbunden.

Seite 52 // bauRUNDSCHAU

Nutzer- und Bewegungsdaten werden nicht länger nur im öffentlichen Raum, sondern auch in der Privatsphäre erfasst und können von Dritten genutzt werden. Wir werden gläsern und durchschaubar für Wirtschaft und Staat. Strom ist die gemeinsame Ressource, damit alle Geräte und zentrale Steuereinheiten überhaupt funktionieren. Die Verfügbarkeit von Strom setzen wir als Selbstverständlichkeit voraus. Ist dem so? Die Delegation von Aufgaben an Dritte, Menschen oder Maschinen, erhöht unsere Abhängigkeit. Systeme können durch die Vernetzung zunehmend komplexere Aufgaben bewältigen. Aber über die Anfälligkeit von Smart-Home-Technologie ist wenig zu lesen, und die Anbieter üben sich in Zurückhaltung, was Risiken und Datenschutz betrifft. Haftungsfragen im Schadensfalle sind unübersichtlich und unklar. Stichworte wie dezentral, unabhängig, autonom und privat erhalten im genannten Zusammenhang eine andere Couleur. Die Zeit, als «my home is my castle» galt, ist vorbei, wenn sich Eigenheim-Besitzer nicht bewusst mit der Thematik auseinandersetzen, wenn eine Entscheidung zum Einsatz von Smart-Home-Technologie ansteht. Anbieter von Smart-HomeTechnologie sind zur Transparenz und Klarheit gegenüber den Konsumenten verpflichtet.

RAINER KLEIN ist Geschäftsleiter von Küche Schweiz – Der Branchenverband. www.küche-schweiz.ch


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INNENARCHITEKTUR

KOCHEN WIE BEI BOCUSE DIE ETWAS ANDERE KÜCHE von Lone K. Halvorsen

Der Name Gualtieri garantiert seit über 25 Jahren für schönes, wertiges Design, hohe Verarbeitungsqualität sowie Verlässlichkeit.

Der Partner für modernes, italienisches Küchendesign: «Doimo cucine» und «Pedini cucine».

D

ie Leidenschaft für «Schönes Wohnen» ist es – zusammen mit dem steten Streben nach neuen, besseren oder funktionelleren Lösungen –, was das Unternehmen Gualtieri in seinem Schaffen immer wieder neu begeistert und zu Glanzleistungen anspornt.

tionelle Küchen, grosse Küchen, Designer­ küchen, runde Küchen oder extravagante Küchen – hier werden keine Wünsche offengelassen. Hinzu kommen Reparaturen im Küchenbereich wie neue Küchenabdeckungen, Apparate-Austausch oder ein paar neue Schubladen.

MÖBEL AUF MASS

Nur eines haben alle Küchen bei Gualtieri gemeinsam: Jede geplante und realisierte Küche garantiert hohen FertigungsQualitätsstandard – und dieser beginnt bereits bei der Beratung. Die Ansprüche

Individuelle Ideen und Wünsche zu planen und umzusetzen, gehören zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Ob Neubau, Umbau oder Renovation; ob kleine, funk-

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an eine neue Küche, ein Bad oder an einen neuen Einbauschrank sind persönlich und individuell – und so sollte diese Individualität, den persönlichen Stil und Geschmack eindrücklich, gar einzigartig, widerspiegeln und betonen können.

NACHHALTIGE FREUDE AM OBJEKT Ob als Planer, Möbelschreiner, Designer, Bad- und Küchenbauer sowie Innenarchitekten, bei Gualtieri wird die Arbeit mit Begeisterung ausgeführt. Für den


Sich von den Gualtieri-Küchen begeistern lassen.

Kunden konzipieren und gestalten die hauseigenen Spezialisten mit Elan und Kompetenz vorzüglich gefertigte, funktionelle sowie einzigartig designte Möbel und Einrichtungen, an denen man jahrelang Freude haben wird. Doch hier werden

nicht nur Küchenträume wahr, sondern auch Traumbäder, Türen, Einbauschränke oder grossformatige Keramikplatten als Wand- und Bodenplatten mit Massen bis zu 320 x 160 x 0.6 cm offeriert. Die Mission ist, für den Kunden eine massgeschneiLuminaire

Sensor

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Luminaire

Unknown

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derte Lösung zu finden – und dies gelingt seit vielen Jahren bis über die Landesgrenzen hinaus. Für eine persönliche Beratung oder einen Besuch in den Ausstellungsräumen wird um eine telefonische Voranmeldung gebeten. Track Light

Controller

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INNENARCHITEKTUR

TRANSPARENZ UND PRIVATSPHÄRE KÜCHE IM MITTELPUNKT von Georg Lutz

© Patrick Säly

Ein Bungalow in Göfis in Österreich integriert eine Küche als zentralen Drehpunkt zwischen repräsentativen und privaten Räumen.

Eine grosszügige Glasfront unterstützt die offene Architektursprache des eingeschossigen Bungalows.

W

eite und Transparenz mit viel Privatsphäre, das ist der bleibende Eindruck des in Göfis in Vorarlberg gelegenen Bungalows. Zum Garten öffnet sich das lichtdurchflutete Haus mit bodentiefen Fenstern und gibt den Blick auf Streuobstwiese und Baumgruppen frei. Der markante Einschnitt in die rückwärtige, zum Garten ausgerichtete Fassade lässt viel Raum für einen grosszügigen Freisitz. Dieser wird von dem seitlich auskragenden Dach schützend überfangen. Die Bereiche Wohnen, Kochen und Essen gehen ineinander über und sind um die Terrasse angeordnet. Zwei Kücheninseln bestimmen den Grundriss der mit LEICHT geplanten Küche:

Seite 56 // bauRUNDSCHAU


Die auskragende Arbeitsplatte der LEICHT-Kücheninsel bietet Platz, um eine Mahlzeit einzunehmen oder sich zum kommunikativen Miteinander zu treffen.

Parallel angeordnet nehmen sie die gradlinige Architektursprache des Hauses auf. Ein raumhoher, schlicht weisser Schrank schafft Stauraum und integriert bündig einen zweitürigen Kühlschrank sowie die Geräte. Aufgrund ihrer Farbgebung in einem erfrischenden Petrol bilden die beiden Inseln einen lebendigen Kontrast zur hellen Möblierung und dem natürlichen Charakter der Eichendielen. Charakteristisch für LEICHT ist die durchgängige Gestaltung von Oberflächen und grifflosen Fronten der Gestaltungslinie Avance. Auch die aus Glas

gefertigten Arbeitsplatten sind stimmig in das Farbkonzept eingebunden und in Petrol gehalten. Das unterhalb der Arbeitsplatte verlaufende LED-Lichtband stellt eine Sonderlösung dar, die eine dezente und stimmungsvolle Beleuchtung schafft.

INTENSIVE VERBINDUNG Die Bereiche Kochen und Wohnen legen sich im Winkel um den Freisitz, sodass eine intensive Verbindung von Innen und Aussen entsteht. Auch im offenen Raumgefüge spielen die Planer mit raffinierten

Details, die sanfte Übergänge schaffen. Eine der Inseln erweitert sich mit auskragender Platte zum kommunikativen Tresen und schlägt subtil die Brücke zwischen Kochen und Wohnen.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.leicht.de

Ausgabe 04/2017 // Seite 57


INNENARCHITEKTUR

KUPFER UND ZINK VERSCHMELZEN MESSING IN DER KÜCHE von Ernst Oberli

Heutzutage fungiert die Küche nicht mehr nur zum Kochen. Sie ist für manche zu einer Art Statussymbol geworden. Mit Einbauküchen ist das nur schwer zu realisieren. Die Zbären-Manufaktur aus Saanenmöser  (BE) spezialisiert sich deswegen auf handgefertigte Designerküchen.

Die Kochinsel verschmilzt durch die Spiegelungen des historischen Eichenparketts förmlich mit dem Raum.

S

eitdem sich die Küche immer mehr zum Wohnraum wandelt, sind die Kundenwünsche individueller und anspruchsvoller geworden. Heute soll die Küche mit dem restlichen Interieur harmonieren, ästhetisch aussehen und trotzdem funktional sein. Sie soll die Persönlichkeit des Besitzers ausstrahlen. Darauf müssen die Küchenausstatter reagieren. Aus diesem Grund hat sich die Zbären-Manufaktur auf handgefertigte Küchen aus auserlesenen Materialien spezialisiert. Das Familienunternehmen setzt Kundenwünsche auch im Innern der Küche kompromisslos um. Dabei kommen in den Küchenelementen raffinierte Mechanismen zum Einsatz, die mit höchster Präzision funktionieren. Komponenten aus Holz, wie massive Eiche im Innern der Besteckschubladen, zeigen die Liebe zum Detail sowie ihren Stolz zum Handwerk und ihre Tradition

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als Schreinerei. Moderne, professionelle Küchengeräte diskret integriert, vervollständigen die Küche zum Gesamtkunstwerk.

JEDE KÜCHE EIN UNIKAT Wie die Zbären-Manufaktur individuelle Kundenwünsche und hochwertige Materialien kombiniert, zeigt das Beispiel der edlen Küche in einem Berner Altstadt-Anwesen. Hier steht die grosse Kochinsel im Zentrum. In einfachen und klaren Linien gestaltet, strahlt sie eine zeitlose, klassische Ruhe aus. Das Besondere: Das alte Eichenparkett spiegelt sich in den umlaufenden Messingfronten und verschmilzt so mit der Kochinsel in ein räumliches Ganzes. Die grosszügige, aus einem Stück gefertigte Quarzit-Arbeitsfläche wählte der Kunde persönlich in Verona aus.

kleinen Bergschreinerei zum weltweit renommierten Küchenbauer, dessen Küchen-Unikate nicht nur schweizweit, sondern auch auf der ganzen Welt anzutreffen sind. Der Erfolg gründet auf der permanenten Weiterentwicklung durch neue Ideen und dem Experimentieren mit neuen Materialien. Stetig motiviert durch anspruchsvolle Kunden, die das handwerkliche und künstlerische Potenzial der Firma entdecken und auf positive Art und Weise herausfordern. Das Resultat sind eindrückliche, exklusive Küchen-­ Kunstwerke.

ERNST OBERLI

TRADITION & HANDWERKSKUNST

ist freier Texter.

Über drei Generationen entwickelte sich die Zbären Kreativküchen AG von einer

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© Alexander Gempeler / Architekt: umbra architektur

INNENARCHITEKTUR

EINE PRISE LEIDENSCHAFT INDIVIDUELLE KÜCHEN AUS SCHWEIZER WERTARBEIT von Freya Mohr

Die moderne Küche ist ästhetisch und elegant. Gleichzeitig muss sie professionell und funktional sein. Sie ist ein Ort, an dem die Bewohner kochen, kommunizieren und wohnen – ein Lebensmittelpunkt. Diese neue Aufgabe der Küche beeinflusst das Design und den Innenausbau.

Offene Küchen wirken leicht und vermitteln Platz.

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ie Küche ist schon längst nicht mehr einfach eine isolierte Kochstelle, in der nur das Essen zubereitet wird. Sie gehört heutzutage zur Wohnlandschaft dazu. Offene Küchen – meist mit Kochinsel – liegen im Trend und verbinden Kochen, Essen und Wohnen miteinander. Das bringt neue Herausforderungen: Eine offene Raumgestaltung braucht eine ansprechende Optik, und es entsteht ein neuer Anspruch für Ästhetik. Die Küche soll behaglich und einladend wirken und zum Stil der restlichen Einrichtung passen. Gefragt sind ein edles Aussehen und hochwertige Materialien, individuell angepasst. Damit die Küche den Wünschen entspricht, braucht es eine kompetente Beratung und Planung. Die Oesch Innenausbau AG arbeitet aus diesem Grund mit Architekten zusammen oder plant die neue Küche direkt selbst für den Kunden. Es entstehen kreative Küchen, massgeschneidert nach Kundenwunsch. Nach

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der Planung mit einem 3D-Zeichnungsprogramm können dem Kunden bereits vorab die fotorealistischen Entwürfe präsentiert werden.

EINZIGARTIGE KÜCHEN Oesch Innenausbau fertigt die Küchen in Schweizer Wertarbeit selbst. Das ermöglicht eine auftragsbezogene und flexible Fertigung, und es lassen sich ganz persönliche Details umsetzen. So wird die Küche zu einem Lebensraum, welcher den eigenen Vorstellungen der Kunden entspricht und sich optimal in den gegebenen Platz integriert. Individuell zugeschnitten, passt sich die Küche jedem Raum an – egal, ob Neubau oder Sanierungsobjekt. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig; Oesch Innenausbau hilft dabei, aus Ästhetik und Funktionalität ein Ganzes zu erschaffen. Dazu wählen die Mitarbeiter fachgerechte und bedürfnisorientierte Produkte und nutzen qualitativ hochwertige Oberflächenmaterialien. In einem

Altbau beispielsweise leitet eine helle, klare Küche mit ihrer Einfachheit den Blick zu den Stuckaturen und originalen Fliesen­ böden. Hingegen kann die schlichte Eleganz in einem Neubau genauso gut als Eye-­ Catcher wirken und mit dem modernen Interieur harmonieren.

VERLÄSSLICHER PARTNER Damit die Kunden zu ihrer Wunschküche kommen, bietet der Innenausbauer eine kompetente und individuelle Beratung von Planung über Produktion und Montage bis zu Unterhalt der Küche. Denn eine gut geplante, neue Küche bedeutet ein Stück Lebensqualität. Oesch Innenausbau hat die Rezepte für massgeschneiderte Küchen. Die einzelnen Zutaten wählt das Unternehmen mit einem Blick für das Ganze und legt dabei in die Beratung eine Prise mehr Leidenschaft. Das Resultat: Küchen mit viel Geschmack und einer Extraportion Persönlichkeit, mit einer harmonischen Einbindung in ein umfassendes Wohnkonzept.


© Caro Piasecki / Architekt brügger architekten ag

INNENARCHITEKTUR

Die Kochinsel wird zum Zentrum der Wohnlandschaft.

UNTERNEHMENSPORTRÄT Das 1981 gegründete Unternehmen produziert exklusive Wertarbeit in d ­ er eigenen Produktion in Steffisburg (BE). Dazu zählen Möbel und der Innenausbau im Bereich Küche, ­ Bad, Wohnen, Büro, Praxen und Gastronomie. Zum Team der Oesch Innenausbau AG zählen, neben dem Geschäftsführer Urs Schmid, 21 Mitarbeiter: Projektleiter, Zeichner, Monteure, Möbelschreiner, Maschinisten, CNC-Fertigungs- sowie Ober ­flächen­­spezialisten. Zusätzlich beschäftigt das Unternehmen sieben Lernende. Die Innenausbaufirma ist mit dem Swiss Made Label aus­ge­zeichnet, welches für Schweiz­ erische Qualitäts­p rodukte und Dienstleistungen steht, und ist nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 zertifiziert.

Oesch Innenausbau AG | Astrastrasse 23 | CH-3612 Steffisburg | Tel. +41 (0) 33 439 70 00 | info@oesch.ch | www.oesch.ch


EINRICHTUNGEN NACH MASS VOM HOME OFFICE BIS ZUR EINBAUKÜCHE von Lienhard Tribelhorn

Form und Funktion als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Ob Home Office, Schrankeinbauten, Regale, Einrichtungen, Einbauküchen oder Badezimmereinrichtungen – man kann alles individuell nach seinen Bedürfnissen planen und gestalten lassen.

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ollen Sie Ihr Büro optimal gestalten und einrichten? Oder träumen Sie von einem neuen Einbauschrank, einer Ankleide, Einbauküche, Wohnmöbel oder Badeinrichtung mit Glasdusche? Die Einrichtungsspezialisten der Inform Möbelsysteme AG können weiterhelfen. Sie planen und liefern Einrichtungen nach Mass und das Ganze auch noch kostengünstig.

DER EIGENE STIL ZU VERNÜNFTIGEN PREISEN Massgefertigte Einrichtungen müssen nicht sehr teuer sein. Inform Einrichtungen sind individuell gefertigte Möbel in bester Qualität. Der Kundenstamm reicht von Privatkunden über Architekten bis hin zu Geschäftskunden.

Ob komplette Büroeinrichtungen, Schulungsräume oder Konferenzzimmer, Bürostühle, Besuchersessel oder Schulungsbestuhlungen – das breite Angebot erfüllt jeden Kundenwunsch. Auch individuelle Ladeneinrichtungen, Arztpraxen und Archiveinrichtungen gehören zum Angebot.

CLEVERE MÖBELSYSTEME Die Inform Möbelsysteme AG verfügt über eigene Einrichtungsprogramme die sich für massgeschneiderte und individuell geplante Möbel eignen. Im Wohnbereich bieten sie Lösungen für Wandschränke mit Flügel- oder Schiebetüren, Ankleiden, Garderoben, Vitrinen, Regale, Büros zu Hause sowie Einbauküchen und Badezimmermöbel. Vielseitige Materialien lassen für die Gestaltung keine Wünsche offen.

Inform Möbelsysteme AG  |  Brunnmattweg 2  |  CH-4410 Liestal  |  Tel. +41 (0) 61 926 77 00  |  info@inform-ag.ch  |  www.inform-einrichtungen.ch


BIM

Bauen 16. – 20. Januar 2018

Besuchen Sie die grösste Baumesse der Schweiz. Mehr auf swissbau.ch

Themenpartner Swissbau

Leading Partner Swissbau Focus

Main Partner Swissbau Innovation Lab


INNENARCHITEKTUR

WASSER VERSCHWINDET UNBEMERKT EINFACHE UND INTELLIGENTE SANITÄRTECHNIK von Julia Bauer-Wolf

Geschmackvoll und optisch ansprechend sollen Badezimmer heutzutage gestaltet sein. Daneben möchten Kunden nicht auf Komfort und innovative Technik verzichten. Wie eine elegante und zugleich barrierefreie Duschlösung technisch umsetzbar ist, zeigt folgender Beitrag.

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er Anspruch der Verbraucher an Vielfalt, Qualität und Design in Bade­ zimmern wächst seit Jahren. Zu Recht. Aus der praktischen Nasszelle der Vergangenheit ist eine Oase zum Entspannen und Wohlfühlen geworden. Damit sind auch die Anforderungen an die Sanitär­ technik gestiegen. Aus diesem Grund bietet poresta systems genauso einfache wie intelligente Systemlösungen, die Kunden überzeugen. Zum Beispiel bodenebene Duschsysteme mit extrem flacher Einbauweise oder solche, bei denen das Wasser fast unbemerkt verschwindet. Die gestalterischen Möglichkeiten sind vielfältig, dazu kommen der praktische Nutzen und die technischen Vorteile.

EINZIGARTIGE SCHATTEN­ FUGENENTWÄSSERUNG Die Poresta ® Slot S ist ein bodenebener Duschplatz, der ideal zu den edel und puristisch gestalteten Badezimmern der Zeit passt. Die Funktionalität dieses Duschplatzes bestimmt als zentraler Bestandteil das barrierefreie Badezimmer. Die Entwässerung, bei diesem mehrfach mit Designpreisen prämierten Produkt, verläuft kaum sichtbar entlang der Wand durch eine schmale Fuge. Der Duschplatz lässt sich mit unterschiedlichen Fliesen belegen, bei gleicher Gestaltung wie der angrenzende Bodenbelag sorgt das für eine grosszügige Anmutung des gesamten Badezimmers. Dank umfangreicher Flexibilität bietet die Poresta ® Slot S dem Fachhandwerker die Möglichkeit, auf individuelle Kundenwünsche bei der Badplanung einzugehen. «In der De-luxe-Variante nimmt der Duschplatz mit grosszügigen 2.00 x 1.20 Metern und fugenarmen, grossformatigen Belägen einen gestalterischen Mittelpunkt im Bad

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Elegant und innovativ: Das Duschwasser verschwindet unsichtbar ohne erkennbaren Ablauf.

ein und lässt sich sogar auf beeindruckende 2.00 x 1.80 Meter erweitern», erklärt Dr. Karl Iglhaut, Leiter der Produkt­e nt­ wicklung bei poresta systems in Bad Wildungen. Die Poresta® Slot S ist mit einer Aufbauhöhe von 65 Millimetern bei senkrechtem Ablauf auch für die Renovierung ideal geeignet. Unter dem Belag befindet sich ein Entwässerungskanal, der das Dusch­wasser sicher in den Ablauf abführt. Durch eine Revisionsfliese lässt sich der Ablauf inklusive Haarsieb mit herkömmlichen Mitteln schnell und einfach reinigen.

Die Basis des bodenebenen Duschsystems, der Werkstoff Poresta®, ist ein expandierter Polystyrol-Hartschaum, den poresta systems in einem speziellen Verfahren herstellt.

BARRIEREFREI UND SCHALLISOLIERT Die Poresta® Slot S ist «barrierefrei geprüft» nach DIN CERTCO und als befliester Duschplatz rollstuhlbefahrbar. Für die Abdichtung im System gibt es eine Europäisch Technische Zulassung und Bewertung. Mit optionalem Schallschutzzubehör lassen sich die


erhöhten Anforderungen der Norm SIA 181 Schallschutz im Hochbau erreichen.

INNOVATIVE DUSCHPLATZLÖSUNGEN Mit insgesamt zehn verschiedenen Poresta®­ bodenebenen Duschplatzlösungen für Neubau und Renovierung überzeugt poresta systems mit innovativen Produkten, die gleichermassen zentrale und anwendungstechnische Themen umfassend lösen. poresta systems ist einer der führenden Anbieter für bodenebene Duschplatzlösungen und Wannenmontagesysteme. Die Poresta® bodenebenen Duschplätze verfügen über einen hohen, industriellen Vorfertigungsstandard und sind damit besonders einfach und standardisiert zu installieren. Neben vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in Neu­bau und Sanierung sowie unterschiedlichen Designmerkmalen werden insbesondere die anwendungstechnischen Frage­ stellungen wie Abdichtung, Schallschutz und Barrierefreiheit umfassend gelöst.

Poresta® bodenebene Duschsysteme stehen seit mehr als 15 Jahren für Qualität und Innovation.

poresta systems GmbH | Bachmattring 14 | CH-4614 Hägendorf | Tel. +41 (0) 62 216 40 44 | info-ch@poresta.com | www.poresta.com

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© epr / Trendbad24

INNENARCHITEKTUR

Holz versprüht ein natürliches Flair und kreiert Atmosphäre im Badezimmer.

BEZAUBERNDES UND GESUNDES BADEZIMMER WIE AUS EINEM FUNKTIONSRAUM EIN DESIGNTEMPEL WIRD von Georg Lutz

© epr / Trendbad24

Das Bad war in früheren Jahrhunderten ein Privileg der Wohlhabenden. Dann entwickelte er sich zu einem Funktionsraum, der fester Bestandteil jeder Wohnung war. Heute ist das Bad eine kleine Wellnessoase. Wir präsentieren zwei Lösungen.

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esonders am Morgen rückt das Bad in den Fokus, ist es doch der erste Raum, den wir betreten. Um den Start in den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten, ist ein gewisses Flair unabdingbar. Auch wenn ein eigenes Badezimmer längst zum Standard gehört und nicht mehr als reiner Funktionsraum wahrgenommen wird, so gibt es doch grosse Unterschiede bei der Ausstattung. Das Unternehmen Trendbad24 steht für exklusive Produkte rund ums Badezimmer, die durch eine einfache Installation punkten, und verbindet mit seiner neuen Möbelserie «Gently» den Wunsch nach ausreichend Stauraum und ansprechendem Design. Die Spiegelschränke punkten zusätzlich durch eine spezielle LED-Beleuchtung aus verchromtem Aluminium. Diese sieht nicht nur gut aus, sie sorgt auch für die perfekte Sicht – und das zu jeder Tageszeit.

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DUSCHERLEBNIS MIT SPA-EFFEKT Moderne Badkultur ist von Design, Luxus und Technik geprägt. Das Duschritual als besonderen Verwöhnmoment des Tages zu schätzen und neben der Reinheit auch Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern, ist Teil dieser Kultur. Das japanische Unternehmen TOTO hat Duschsysteme entwickelt, die ein Wohlgefühl ganz nach Wahl ermöglichen. Denn je nach Bedürfnis kann eine regenerierende, beruhigende oder belebende Wirkung erzielt werden. Ein Highlight ist «Warm Spa», ein umhüllender Wasserstrahl, der Körper und Geist sanft beruhigt – die erste Dusche mit Wannenentspannung.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.trendbad24.de


naturaDur: Die Parkett-Oberfläche, bei der man keine Kompromisse eingehen muss Schön und matt wie eine Naturöloberfläche, pflegeleicht und strapazierfähig wie eine Versiegelung

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Räume entwickeln sich zu Wohlfühloasen.

FUGENLOS – PFLEGELEICHT – ANGENEHM PERFEKTE BÄDER GESTALTEN von Bruno Kiser

Gerade im Badumbau- und Renovationsbereich sind flexible Lösungen immer wichtiger. Mit Varicor ® lassen sich schnell und einfach perfekte Lösungen fertigen, die dem Bauherrn garantiert Freude machen.

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ank der einzigartigen Kombination aus Varicor® -Platten und gegossenen Varicor® –Becken können jede Raumsituation und der jeweilige Bedarf individuell angepasst werden. Die Produkte, welche in über 40 Standard­ dekoren erhältlich sind, und die Vielzahl an Beckenmodellen setzen optisch herausragende Akzente. Das Ergebnis sind kompakte Anlagen, die den planerischen Vorgaben nach ansprechendem Design, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit voll­ ends gerecht werden.

Waschtisch in reinster Form.

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Diese Anlagen werden massgenau auf Länge, Tiefe und Lage der Becken in vorhandene Nischen eingepasst. Mit der durchgehenden Waschtischablage wird


INNENARCHITEKTUR

die Nutzfläche optimiert, und auch Funktionselemente wie Papierabwurf, Handtuchhalter oder Papierspender können integriert werden. Der fugenlose Übergang von der Ablage in die Becken, zum Wandanschluss und zur Frontblende erleichtert die Reinigung und sorgt für ein Höchstmass an Hygiene. Selbstverständlich entsprechen die gegossenen Becken in vollem Umfang den Anforderungen der im Sanitärbereich geltenden DIN EN 14688.

DIE REALISIERUNG VON IDEEN

Stets im Vordergrund, Funktionalität, Design und Ergonomie.

Fugenlose Rückwände, auf Wunsch mit angepassten Nischen, reduzieren Pflege und Reinigung auf ein Minimum. Auch für Standorte, wo viel Publikumsverkehr ist, kann eine Vielzahl an Variationen angeboten werden. Reihenwaschtischanlagen, exakt auf den Bedarf und die vorhandenen Räumlichkeiten angepasst, ermöglichen zweckorientierte Lösungen, ohne den gestalterischen Spielraum einzugrenzen. Gerade bei Objekten mit hoher Beanspruchung

erweisen sich die spezifischen Eigenschaften der renommierten Marke als besonders vorteilhaft. Das robuste Material gewährleistet Langlebigkeit bei gleichbleibender Materialqualität und Optik.

PRAXISERPROBTE FUNKTIONALITÄT Die Verbindung des mineralischen Füllstoffs Aluminium-Trihydrat, kurz ATH, und einer hochwertigen Harzmischung ergibt ein Produkt mit hervorragenden Materialeigenschaften: den einzigartigen Mineralwerkstoff Varicor®. Damit lassen sich alle individuellen Ideen realisieren. Die Marke bietet beste Voraussetzungen für praxis­ erprobte Funktionalität und höchste Material­ sicherheit. Dieser Werkstoff ist absolut porenfrei und voll durchgefärbt. In der Summe der Materialeigenschaften bietet er eine Reihe von Vorteilen – sowohl bei den Formteilen in vielen Standard- und Sonderausführungen als auch bei Tafeln für Arbeitsflächen und Wandverkleidungen.

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© Kaldewei

INNENARCHITEKTUR

Das Design von Cayonoplan und Cayono Duo ist harmonisch aufeinander abgestimmt.

MODERNE BADEZIMMERWELTEN DIE DESIGN- UND PREISBEWUSSTE CAYONO-MODELLFAMILIE von Kaldewei Schweiz GmbH

Viele sehen das Badezimmer nicht mehr als rein funktionalen Nutzraum, sondern als ästhetischen Lebensraum. Daran muss sich auch das Design der Badezimmerausstattung anpassen – jedoch ohne dabei an Komfort und Funktionalität einzubüssen. Wie das geht, zeigt Kaldewei mit einer neuen Modellfamilie.

UNTERNEHMENSPORTRÄT 1918 gegründet, ist Kaldewei welt­weiter Partner für hochwertige Badlösungen aus kostbarem StahlEmail. Mit dem Portfolio aus über 600 Duschflächen, Waschtischen und Badewannen bietet der Premiumhersteller perfekt aufeinander abgestimmte Lösungen für das Projekt­ geschäft und private Bauherren – in einheitlicher Materialität und harmonischer Designsprache. Produkte aus Kaldewei-Stahl-Email haben sich über Jahrzehnte durch ihre klaren Materialvorteile im Bad bewährt.

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H

eutzutage muss ein modernes Bad vielfältige Aufgaben meistern. Dazu gehören eine zeitgemässe Gestaltung genauso wie Qualität und funktionale Eigenschaften. Hinzu kommt, dass Bäder möglichst bis ins hohe Alter barrierefrei nutzbar sein sollen. Die Modellfamilie Cayono von Kaldewei ist die Lösung für alle, die bei der Gestaltung ihres Badezimmers hohen Wert auf Design legen, aber ihr Budget nicht übermässig belasten möchten. Ebenso in der Wohnungswirtschaft und bei der Planung von Hotels bieten die Badewanne Cayono Duo und die bodenebene Duschfläche Cayonoplan von Kaldewei eine besonders wirtschaftliche Option in der Badgestaltung für Investoren

und Betreiber. Und das bei kompromissloser Qualität und einem äusserst attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

CAYONO DUO: STANDARDWANNE FÜR ZWEI Die neue Kaldewei-Badewanne Cayono Duo mit zwei bequemen Rückenschrägen, grosszügig gestaltetem Innenraum und mittig platziertem Ab- und Überlauf garantiert viel Platz zur Entspannung – allein oder zu zweit. Dieser zusätzliche Komfort sorgt für eine attraktive Aufwertung des Bades. Für Sicherheit beim Einund Ausstieg sind auf Wunsch praktische Haltegriffe erhältlich. Die Cayono Duo liegt im Preis nur geringfügig über dem


© Kaldewei

einer Standardwanne, bietet aber durch ihre Funktionalität und das beständige Material einen enormen Mehrwert, der sich rechnet.

CAYONOPLAN: FLEXIBILITÄT BEI DER ALTBAUSANIERUNG Die emaillierte Duschfläche Cayonoplan aus Kaldewei-Stahl-Email ist in 19 Abmessungen erhältlich. Bei ausreichender Gesamtaufbauhöhe des Badezimmerbodens kann sie schwellenfrei eingebaut werden. Doch gerade in Altbauten gibt die Badsituation dies oft nicht her. In diesem Fall ist die Installation der emaillierten Duschfläche auch direkt auf den Bodenfliesen mit geringer Aufbauhöhe möglich – zum Beispiel für eine altengerechte Modernisierung. Die Cayonoplan lässt sich auch einfach und kostengünstig anstelle einer ausgedienten Badewanne installieren, denn dank der Ablaufposition ist kein aufwendiges Versetzen des vorhandenen

Viel Platz zur Entspannung – allein oder zu zweit – bietet die Cayono Duo.

Abwasserrohres im Bad erforderlich. Ein grosser Vorteil bei der Modernisierung von Bestandsbädern.

SICHERHEIT FÜR NUTZER UND INVESTOREN Die Cayonoplan ist auch in ausgewählten Mattfarben der Coordinated Colours Collection erhältlich. Optional lässt sich die Duschfläche mit der nahezu unsichtbaren

rutschhemmenden Oberflächenvergütung Kaldewei Secure Plus veredeln. Das Design der Dusche Cayonoplan und der Badewanne Cayono Duo ist harmonisch abgestimmt. Passend dazu lassen sich die Kaldewei-­Waschtische der Serie Puro kombinieren. Planer und Investoren erhalten so eine zeitlos ästhetische Badlösung zum Einstiegspreis und in bewährter Kaldewei-­ Qualität – mit 30 Jahren Garantie.

Kaldewei Schweiz GmbH, Ahlen | Zweigniederlassung Aarau | Rohrerstrasse 100 | CH-5000 Aarau Tel. +41 (0) 62 205 21 00 | info.schweiz@kaldewei.com | www.kaldewei.ch

Waschtisch MIENA by Anke Salomon

Besuchen Sie uns an der Swissbau in Basel vom 16.–20.1.2018, «Trendwelt Bad»: Halle 2.2, Stand A14

Ausgabe 04/2017 // Seite 71 kaldewei.ch


INNENARCHITEKTUR

LICHT AN RAUM UND LICHTGESTALTUNG Interview mit Prof. Hannelore Deubzer von Georg Lutz

Licht und Lichtplanung sind für Stadt- und Gebäudeplanung von wesentlicher Bedeutung. Es geht darum, welche neuen Möglichkeiten das Kunstlicht bietet und warum es dennoch in klar definiertem Umfang eingesetzt werden sollte. Wir führten ein Interview mit Prof. Hannelore Deubzer, die den Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Technischen Universität innehat.

W

elchen Einfluss hat Licht auf unsere Wahrnehmung? Wenn Sie im Restaurant sitzen und ein schönes Glas Rotwein auf dem Tisch stehen haben, ist es das Licht, das es so wirken lässt. Eine Theke im Supermarkt wird speziell ausgeleuchtet, damit die Ware frisch wirkt. Es wäre naiv zu glauben, dass es an der Wursttheke aufhört. Die Werbung nutzt natürlich genauso Lichteffekte. Wie wird Licht in der Architektur genutzt? Zuallererst geht es um die Wirkung des Tageslichts. Weil es das Licht ist, das wir alle brauchen. Ich kann nicht irgendwo bauen und anderen das Licht wegnehmen. Da gibt es Verabredungen in der Gesellschaft, wie weit der Abstand sein soll, um die Qualität des Objektes und der Räume im Objekt zu sichern. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich mit künstlichem Licht jedoch noch eine zusätzliche Dimension eröffnet. Durch die neuen Leuchtmittel sind enorme Möglichkeiten entstanden, gerade durch LED-Leuchtmittel. Woran denken Sie dabei? Es gibt zum Beispiel die organischen Leuchtdioden. In einem dunklen Raum könnten Sie mit dieser Technik Fenster simulieren und den Tageslichtverlauf nachstellen. Daran sehen Sie, dass wir uns in Extremen bewegen. Es ist viel möglich. Aber was nützt

«Die Stadt wird zur Bühne und Häuser werden zu Leinwänden.» uns das? Wohin führt uns das? Ist das ein Fortschritt? Die Stadt wird so langsam zur Bühne und Häuser werden zu Leinwänden. Als die Elbphilharmonie von Herzog & de Meuron in Hamburg eröffnet wurde, war sie fast zur Karikatur verfälscht, durch diese wahnsinnigen Lichter. Das war zu viel. Es geht heutzutage oft nicht mehr um das bewusste Erfahren, sondern um das Erlebnis. Was ist der Unterschied zwischen Er­ fahren und Erleben? Ein Erlebnis ist für mich etwas, was einen kurzzeitigen Halt bedeutet, eine Ablenkung, einen Zeitvertreib. Erfahrung ist das Gegenteil. Das ist etwas, wodurch jemand eine Erkenntnis gewinnt – ein sehr viel anstrengender, bewusster, konstruktiver Prozess. Wenn die Balance zwischen beiden nicht stimmt, wird es kritisch.

Wenn wir die Allianzarena in München nehmen, zählt diese eher zu einem Erlebnis? Wenn Sie so wollen, ist sie ein Jahrmarkt. Da gibt es einen Riesenunterschied zum Olympiastadion in Berlin, das eine ganz andere Aussage trägt. Die Allianzarena ist visuell kaum verbunden mit dem Ort. Sie ist wie ein grosser Zirkus, wo Zelte hingestellt werden, in denen die Aufführungen stattfinden und das Ensemble dann weiterzieht. Diese Stimmung ist spürbar. Deshalb ist Architektur so spannend: Sie ist Ausdruck von etwas. Die Allianzarena ist ein erstaunliches Objekt, weil sie genau diese Stimmung einer unterhaltsamen Nebensache ausdrückt. Sie hatten das Olympiastadion als Bei­ spiel für eine Erfahrung erwähnt. Was ist dort so besonders? Das Olympiastadion ist eingebettet in eine grosse Landschaftserzählung, in diese wunderbare Landschaft, wie von Tierpapst Grzimek gezeichnet. Das Stadion begleitet diesen grossen Atem der Landschaft. Aus diesem Grund ist es mit dem natürlichen Licht verbunden. So wie das Licht während des Tages über diese schöne Parklandschaft zieht, so begleitet es auch diese bauliche Massnahme, die unter anderem ein offenes Dach hat. Das prägt sich ein, mit einem extrem hohen Erinnerungswert. Diese grossartigen

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Prof. Dipl.-Ing. Hannelore Deubzer mit Architekturmodell in der Lichtkuppel.

Eindrücke zu vermitteln, das ist Aufgabe der Architektur. Wenn ein Architekt etwas plant, muss er also zunächst überlegen, welche Wirkung er erzielen will, und dann be­ denken, welches Licht dazu passt? Genau. Der Prozess ist extrem langwierig. Ein Künstler ist nur sich selbst verpflichtet, kann provozieren, machen, was er will – bei uns ist es anders. Was wir machen, muss brauchbar sein, muss genutzt werden können, das ist das Allererste, zu dem wir uns verpflichten. Wichtig ist auch, wer der Bauherr ist, woher kommt die Initiative, was steht für eine Absicht dahinter, in welchem Zusammenhang wird eine zusätzliche Nutzung gefordert. Diese analytische Leistung, die ganz am Beginn jedes Entwurfsprozesses steht, ist ausserordentlich

wichtig, denn darauf gründet dann die Empfehlung, die wir geben hinsichtlich der räumlichen Umsetzung eines Programms. Bei jedem Satz, den ich spreche, bei jedem Musikstück gibt es ein Thema, gibt es einen Rhythmus und eine Struktur. Erst wenn diese steht, fangen wir an, über die baulichen Mittel nachzudenken, die wir einsetzen, um eine ganz bestimmte Aussage zu erzielen. Licht ist eines der wesentlichen Ausdrucksmittel, ohne Licht keine Architektur. Wohin entwickelt sich die Baukultur momentan? Bei den Gebäuden, die im 19. Jahrhundert entstanden sind, gab es Bauherren, deren eigene Biografie in die Bauprojekte eingeflossen ist. Das ist heute anders. Es gibt im Städtebau vor allem grosse Investoren.

Dadurch entsteht eine Art Gebrauchs­ architektur. Vieles, was uns umgibt, ist nicht mehr spezifisch, sondern Sie finden es überall. Ich denke, das hat viel mit unserer Gesellschaft zu tun. Wir leben ja nicht mehr in eng begrenzten Lebensräumen. Ich konnte mir vor Jahren nicht vorstellen, warum eine Hotelkette an jedem Flughafen das gleiche Hotel baut. Die Leute, die um die Welt reisen, wollen immer im gleichen Zimmer aufwachen. Mit Architektur im eigentlichen Sinn hat das aber nichts mehr zu tun.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.lrl.ar.tum.de


INNENARCHITEKTUR

Dieses Schlafzimmer liegt drei Meter unterirdisch und wird mit Tageslicht geflutet.

DAYLIGHT ENGINEERING WIE TAGESLICHT IN DIE ARCHITEKTUR INTEGRIERT WERDEN KANN Interview mit Miroslav Fabian von Georg Lutz

Unsere Fenster werden immer grösser, und wir geniessen das Mehr an Tageslicht. Keller oder Räumlichkeiten, die nach innen gerichtet sind, haben aber noch nie Tageslicht gesehen. Das muss nicht sein. Wir unterhielten uns mit einem Experten vom Unternehmen Heliobus, dessen Produkte Licht transportieren können.

L

icht in der Architektur war schon immer ein wichtiges Thema. Nur durch Licht bekommen Räume Konturen und füllen sich mit Leben. Früher gab es aber keine grossen Glasflächen. Gab es schon damals Techniken, um dem Tageslicht in den Räumen besser Geltung zu verschaffen? Die Architektur reflektiert immer die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Zeit, das steht im Zusammenhang mit der Lebens- und Arbeitsumgebung der Menschen. Schon die alten Ägypter haben erste Lichtleiter entwickelt, auf Basis vergoldeter Schachtwände. Lichtlenkung und Lichttransport ist ein sehr altes Thema. Warum ist das Thema Licht heute so wichtig? Forschungsstudien zeigen, dass wir heute 80 bis 90 Prozent der Zeit des Tages in Innenräumen verbringen. Das ist eine relativ neue Situation und beeinflusst Architektur und die Anforderungen von Investoren. Der Wunsch des Menschen nach Tageslicht wird schon alleine durch die Betrachtung der Entwicklung des Anteils der transparenten Flächen in der Haus- oder

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Gebäudehülle sichtbar. Früher gab es kleine Öffnungen in den Wänden, die Tageslicht in die aussen liegenden Räume liessen. Heute prägen geschosshohe Verglasungen die Bauten, um Räume, die direkt nach aussen orientiert sind, mit Tageslicht zu fluten. Wo kommen da Sie zum Zug? Heliobus kümmert sich vor allem um Räume, die nicht direkt nach aussen orientiert sind, sondern entweder in die Tiefe gehen oder in das Innere eines Gebäudes. Wir bei Heliobus haben Möglichkeiten und Fähigkeiten, Tageslicht ganz gezielt dorthin zu bringen, wo es den grösstmöglichen Nutzen hat. Dafür verwenden wir modernste Software, die uns auch eine bestmögliche Vorhersage gestattet. So habe ich in meinem Haus mehr und bessere Raumnutzungsmöglichkeiten? Exakt. Zu Beginn eines Projektes finden wir Räume vor, die fast kein Tageslicht besitzen. Am Ende unserer Arbeit erleben wir einen zufriedenen Kunden mit einem von Tageslicht gefluteten Raum. Aus bisher dunklen Räumen entwickeln sich Arbeitsräume, Kinderzimmer, Hobbyräume oder Wohlfühloasen.

Ihr Kernbegriff heisst dabei «Daylight engineering». Was verbirgt sich dahinter? Daylight engineering ist für Heliobus das freie Engineering mit Tageslicht. Dazu gehört eine komplexe Ingenieurplanung mit einer der instabilsten natürlichen Ressourcen der Welt – dem Tageslicht. Tageslicht ist natürlich und verändert sich im Laufe des Tages ständig. Das ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Daher ist es zentral, im Idealfall schon in der frühen Planung oder Sanierung eines Gebäudes, zusammen mit der Architektur, Bauphysik und anderen Fachplanern, mit am Tisch zu sitzen. Oft ist den Verantwortlichen am Bau nicht bekannt, über welche Möglichkeiten Heliobus verfügt. Mit welchen Techniken und Materialien arbeitet Ihr Haus dabei? Wir arbeiten ausschliesslich mit HohlleiterKonstruktionen. Das heisst, wir verwenden keine Medien, wie beispielsweise Glasfaser, die zur Veränderung des Lichtes führen und teils hohe Verluste der Lichtmenge mit sich bringen. Wir entwickeln – jeweils individuell – die optimale Struktur für eine Anwendung. Diese wird dann mit hochreflektierenden Materialien unterschiedlicher


INNENARCHITEKTUR

ist 1999 gegründet worden und hat seitdem über 10‘000 Installationen ausgeführt, viele in der Schweiz, aber auch weit darüber hinaus. Zum Beispiel gibt es Lichtröhren, die am Potsdamer Platz in Berlin helfen, das Tageslicht zur Ausleuchtung der tiefliegenden U-Bahn-Station zu nutzen.

Am Potsdamer Platz in Berlin beleuchten Lightpipes die U-Bahn-Station mit Tageslicht.

Miroslav Fabian, Ph. D. in Tageslichtforschung, arbeitet bei Heliobus in der Forschung & Entwicklung.

Art und optischen Eigenschaften ausgekleidet. Daneben kommen, je nach gewünschtem Effekt, auch verschiedene diffuse und klare Gläser zur Anwendung. Nun hat sich ja das Kunstlicht weiter­ entwickelt. Heute gibt es Lichtlösungen, die den Verlauf des Tageslichts simulie­ ren können. Warum ist das Original aus Ihrer Sicht immer noch besser? Das Tageslicht deckt das gesamte Spektrum des Sonnenlichtes ab, sprich von Ultraviolett bis Infrarot. Es gibt bis heute keine Kunstlichtquelle, die das komplette Spektrum abdecken kann – daher ist nur das natürliche Tageslicht in der Lage, das Bedürfnis der Menschen nach Licht vollumfänglich zu erfüllen. Wo liegen die Unterschiede zwischen öffentlichen Räumen, privaten Woh­ n­ungen und Büros? Gibt es hier andere Herausforderungen? Der Wunsch und die Anforderung vonseiten der Nutzer sind eigentlich immer gleich. Es soll so viel Tageslicht wie möglich

eingebracht werden. Die Art der Ausleitung und Verbreitung kann aber je nach Nutzung unterschiedlich sein. So gibt es zum Beispiel Arbeitsräume, die einen sehr konzentrierten Lichtspot benötigen. Andere Räume sollen eher diffus und ganzheitlich mit Tageslicht geflutet werden. Inwieweit ist der Schweizer Markt schon auf Ihren Zug aufgesprungen? In der Schweiz sind wir insbesondere durch unser Produkt «daylight shaft» seit Jahren bekannt und das Synonym für Tageslichtnutzung in Gebäuden. Heliobus

«Aus bisher dunklen Räumen entwickeln sich … Wohlfühloasen.»

Da gibt es aber noch Luft nach oben? Luft nach oben sollte es immer geben und gibt es auch. Durch den Wunsch des Menschen nach Tageslicht und die immer dichter werdende Bebauung ist eine Sättigung nicht zu erwarten. Aufgrund des immer teurer werdenden Baulandes, gerade in Städten und Ballungszentren, entstehen bei gleicher Grundfläche Gebäude, die sowohl in die Höhe, aber auch in die Tiefe gebaut werden. Zudem nimmt die Verdichtung zu. Der Einfall von Tageslicht ist in der Folge oft nicht mehr gegeben. Leider hinken die gesetzlichen Vorschriften dem technischen Fortschritt und den Innovationen oft hinterher. Visionäre dürfen aber hier nicht scheitern. Wenn die beteiligten Parteien den Nutzen und die Möglichkeiten erkennen, sind bisher einzigartige und überzeugende Ergebnisse entstanden. Gibt es andere Länder, die schon wei­ ter sind? Einzelne Länder, wie zum Beispiel Deutschland, England, Slowakei oder Tschechien haben bereits Normen und Regelwerke für Anforderungen an die minimale Tageslichtmenge zur Nutzung eines Raumes oder einer Wohnung. Das Minimum richtet sich dabei immer nach der Art der Nutzung. Aktuell erarbeiten Experten europäische Standards für Tageslicht, sodass die Anforderungen, auch in Abhängigkeit der geografischen Lage eines Landes oder einer Region, vereinheitlicht werden. Das hilft uns natürlich. Sie können hier sicher mit einem Serviceund Dienstleistungsangebot helfen? Ich bin in zwei Arbeitsgruppen für Tageslicht-Standards, CEN / TC 169 / WG 11 – «Daylighting in buildings» und die Revision des Regelwerkes CIE 16-1970: «Daylight» tätig. Wir bringen hier unsere Erfahrung und Expertise ein, damit eine einheitliche Bewertungsgrundlage geschaffen werden kann. Dies wird sicherlich auch zum weiteren Aufschwung und der Nutzung von Tageslicht in Gebäuden führen.

Heliobus AG | Sittertalstrasse 34 | CH-9014 St. Gallen | Tel. +41 (0) 71 544 66 88 | www.heliobus.ch | www.glassfloor.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 75


© Messe Frankfurt Exhibition GmbH – Pietro Sutera

INNENARCHITEKTUR

DIE STADT DER ZUKUNFT LÖSUNGEN AN DER LIGHT + BUILDING 2018 von Maria Hasselman

Fast schon selbstverständlich erfreuen wir uns an unterschiedlichen Lichtlösungen, die uns das Leben erleichtern und angenehmer gestalten lassen. Nur stellt sich die Frage, welche Technik dahintersteht. Die Lichtmesse LIGHT + BUILDING im März 2018 in Frankfurt / Main gibt darauf Antworten. Wir geben einen kleinen Vorgeschmack.

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© Messe Frankfurt Exhibition GmbH – Pietro Sutera

INNENARCHITEKTUR

Wer und was steuert die vielen Lichter in unserem Alltag?

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ie aktuellen und künftigen Herausforderungen im Zusammenhang mit steigendem Energiebedarf und den Klimaschutzzielen lassen sich nur mit intelligenten Lösungen für Infrastrukturen und Gebäude bewältigen. Im Vordergrund stehen hierbei die Senkung der CO2-Emissionen und die Steigerung der Effizienz. Die fortschreitende Digitalisierung bietet gerade in Gebäuden hervorragende Voraussetzungen für die Umsetzung dieser Ziele, wobei sich Planung, Bau und Nutzung von Smart Buildings grundlegend verändern werden.

Um sicherzustellen, dass die Technik eines Smart Building auch zukünftig funktioniert, ist eine vorausschauende Planung notwendig. Nur so ist die Integration moderner, sich schnell und stetig verändernder Gebäudetechnik zu jeder Zeit gewährleistet. Mit traditionellen Planungs- und Errichtungsprozessen ist dies nicht umsetzbar. Eine zukunftsorientierte Planung wird mit der «Building Information Modeling (BIM)»-Methode erreicht. Hierbei kommt es zur Zusammenführung von Architektur- und Ingenieurwesen, Haus- und Gebäudetechnik

und Facility-Management in einem Computermodell. Das gesamte Gebäude mit allen Gewerken wird parallel geplant und im virtuellen Digitalmodell simuliert, getestet und bei Bedarf in der Software korrigiert. Eine aufwendige Änderung auf der Baustelle entfällt. Alle an der Planung und am Bau beteiligten Akteure müssen bei Anwendung der BIM-Methode eng kooperieren. Des Weiteren ist es erforderlich, dass alle am Bauprozess Beteiligten mit 3-D-CADTools mit BIM-konformen Datenmodellen arbeiten. Diese Informationen werden 

Die intelligent gesteuerte LED-Strassenleuchte mit der „Licht nach Bedarf“ Technologie reduziert den Energiebedarf um bis zu 90% Mit der ASELight Street erhalten Kunden und Betreiber eine universelle LED-Leuchte sowohl für den städtischen wie auch den ländlichen Raum, die allen Ansprüchen einer modernen, effizienten und wartungsarmen Leuchte entsprechen. » » » »

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Ausgabe 04/2017 // Seite 77


INNENARCHITEKTUR

© Messe Frankfurt Exhibition GmbH – Jean-Luc Valentin

IoT. Was für beide Bereiche gilt: Die Lösungen für intelligente Gebäudetechnik werden zunehmend von Software bestimmt. Daher ähneln sich auch immer mehr die MenschMaschine-Schnittstellen für kommerzielle Lösungen und für Privatanwendungen. Smart Living – die Digitalisierung und Vernetzung der verschiedenen Lebensbereiche – ist ein weiteres Rädchen im System der intelligenten Stadt der Zukunft. Erst im März auf der internationalen Leitmesse ISH für Sanitär, Heizung und Klima in Frankfurt am Main gründete der ZVEI gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie zahlreichen Unternehmen und Verbänden die «Initiative Smart Living». Ziel der unabhängigen Plattform ist es, Deutschland zu einem Leitmarkt für Smart-Living-Technologien zu machen.

Smart Living muss getestet werden.

SMARTIFIZIERUNG STEHT VOR DER TÜR dann zentral in einer Datenbank hinterlegt. Dadurch können teure Fehler in der Ausführung bereits frühzeitig minimiert werden.

LÖSUNGEN ZUR URBANISIERUNG Neben BIM gibt es noch ein weiteres Thema, welches nicht nur die Branche, sondern die gesamte Gesellschaft bewegt: Immer mehr Menschen treibt es in die Städte. Dieser Trend zwingt die Kommunen dazu, trotz schmaler Budgets grosse Energieeinsparungen zu erzielen, ohne dabei die Leistung zu verringern. Die Smart City – die vernetzte und intelligente Stadt  – ist eine Lösung für die Probleme der Urbanisierung. Die Städte werden durch den Einsatz digitaler Technologien intelligenter, sicherer, effizienter und nachhaltiger. Infrastrukturen, Gebäude und Dienstleistungen müssen mit Lösungen für das Internet of Things (IoT) modernisiert werden. Das IoT liefert konstante schnell variierende Daten-

ströme von Sensoren und Geräten. Der Umlauf dieser Daten und deren Interoperabilität bilden die Basis für Kostenoptimierungen. Eine Stadt umfasst zahlreiche Datenerzeuger. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmen, Schulen, Museen, Stadtverwaltungen, Medien und Verbände. Die Kunst besteht darin, nutzbares Wissen aus diesen Daten zu generieren. IoT-Lösungen durchdringen alle Branchen und lassen sich in verschiedene Bereiche unterteilen. Ein Teilbereich ist das Vernetzen von Geräten und Systemen von Gebäuden. Dadurch ist eine effizientere Gestaltung von Massnahmen und Kontrolle für Eigentümer, Betreiber und Bewohner möglich. Somit sind Smart Home (Digitalisierung und Vernetzung im privaten Wohnraum) und Smart Building (Automation und zentrale Bedienung der technischen Ausstattung von Zweckgebäuden) wichtige Bestandteile des

Auch auf der LIGHT + BUILDING  2018 wird der Besucher eine Vielfalt an SmartLiving-­Lösungen auf den Ständen finden. Neben den Präsentationen der Aussteller steht auch das E-Haus (100 Quadratmeter grosses, begehbares Haus des ZVEH) ganz unter dem Motto dieses Themas. Smart Living ist nicht nur für die jüngere Generation interessant. Gerade in Anbetracht des demografischen Wandels und der Zunahme von Single-Haushalten gewinnt der Aspekt auch für ältere Menschen immer mehr an Bedeutung. So können sie mit smarter Technik länger unabhängig bleiben. Ob Smart Home, Smart Building, Smart Living oder Smart Cities: Die Smartifizierung ist ein permanenter Prozess, der sämtliche Lebensbereiche verändert. «Smart Solutions» sorgen dafür, dass Gebäude zum integralen Bestandteil des Internets der Dinge werden. Die LIGHT + BUILDING  2018 steht ganz im Zeichen von «Smart Solutions». Weltweit führende Anbieter aus den Bereichen Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation zeigen vom 18. bis 23. März  2018 in Frankfurt am Main marktreife intelligente Lösungen für eine smartere Welt.

MARIA HASSELMAN ist Leiterin Brandmanagement ­ bei der LIGHT + BUILDING. www.light-building.com

Seite 78 // bauRUNDSCHAU


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INNENARCHITEKTUR

ES KOMMT BUNT SCHÄTTI LEUCHTEN ERSTRAHLEN IN BREITER FARBENPALETTE von Freya Mohr

Die richtige Beleuchtung im Innenraum gewinnt immer mehr an Bedeutung: Lampen sollen mit ihrem Licht ein heimeliges Gefühl schaffen. Aber letztendlich kommt es nicht nur auf die Lichtverhältnisse an – die Leuchten sollen zudem noch gut aussehen. Schätti Leuchten schaffen diesen Spagat und erweitert zudem neu ihr Sortiment mit farblichen Leuchten.

Moderner Arbeitsplatz: Die Stehleuchte CIRCULAR ist zeitlos.

U

m eine angenehme Stimmung zu schaffen, braucht es die richtigen Lichtverhältnisse – das gilt fürs Wohnzimmer genauso wie fürs Büro. Indirektes Licht bringt Gemütlichkeit in den Raum, perfekt, um gemütlich im Sessel zu entspannen. Direktes Licht hingegen steigert die Produktivität. Heutzutage sollen Leuchten aber nicht nur das beste Licht erzeugen, sondern auch den Designansprüchen der Käufer genügen. Aber muss man sich immer für eines von beidem entscheiden? Praktisch ist, wenn eine

Seite 80 // bauRUNDSCHAU

Leuchte gute Lichtverhältnisse und ansprechendes Design vereint. Schätti Leuchten schaffen durch die Kombination aus direktem und indirektem Licht eine behagliche Atmosphäre für den Innenbereich. Sie verleihen Wohn- und Arbeitsräumen eine neue Lichtqualität und erfüllen dabei die hohen formalen und lichttechnischen Ansprüche der heutigen Zeit. Die einfach zu bedienenden Leuchten sind auf dem modernsten Stand und mit hoch effizienten LED ausgestattet. Sie zeichnen

sich durch eine sehr gute Entblendung und Farbwiederausgabe aus. Gleichzeitig sind die Leuchten schlicht und verleihen mit ihrem Design Innenräumen eine ästhetische Nuance – egal, ob die eigenen vier Wände oder das Büro.

BUNT IST TREND Bisher waren Schätti Leuchten in einfachem Weiss gehalten. Nun bekommen die Leuchten jedoch einen bunten Anstrich. Denn farbliche Akzente können annehmliche Emotionen erzielen: Wohlige, ruhige


INNENARCHITEKTUR

Pastellfarben in Weiss, Grau, und Sand sowie kräftige Erdtöne treffen den Nerv von Design und den Anspruch unserer Zeit. Die dunkleren Farben können auch in kleineren Räumen Tiefe und Eleganz vermitteln. Die Gestaltung stammt bei allen Modellen vom Designer Jörg Boner. Zum neuen Farbkonzept sagt er: «Die neuen Farben folgen dem Prinzip einer kohärenten Kollektion. Sie gelten weniger der einzelnen Leuchte, als vielmehr dem Ensemble im Raum. Dadurch wird die Farbe zu einem Instrument in der Planung, Architektur und Innenarchitektur. So lassen sich Atmos­ phäre und Stimmung eines Raumes aufnehmen, unterstützen und verstärken. Die

Farbkollektion der Schätti Leuchten dient dem Raum und trägt zur Integration der Leuchten in der Architektur bei.»

SCHLICHT UND WOHLGEFORMT Bei der Schätti-Leuchten-Kollektion geht es nicht darum, die Leuchte neu zu erfinden. Im Gegenteil: Die Herausforderung ist es, innerhalb der Typologien zu bleiben, die es schon vor dem LED-Zeitalter gab. Charakteristisch für die Kollektion ist das durchlaufende, meist konisch geformte Metallband. Bei ihrer Produktion setzt das Unternehmen auf eine hohe Qualität und entwickelt und produziert die Leuchten in der hauseigenen Metallwarenfabrik in Glarus Süd.

Holz und die schlichte Wandleuchte ANDAR ergänzen sich gegenseitig.

Der Schweizer Designer Jörg Boner arbeitet von Beginn an mit Schätti Leuchten zusammen.

PENDAR in dunkler Farbe wirkt elegant und ist ein Blickfang in dem hellen Raum.

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Ausgabe 04/2017 // Seite 81


INNENARCHITEKTUR

Der ursprünglichen Architektursprache mit modernen LED-Lösungen wieder Raum verschaffen.

GELUNGENE REVITALISIERUNG EINE LED-LICHTDECKE MIT TUNABLE WHITE von Tridonic GmbH & Co KG

40 Jahre musste die Schalterhalle der Valiant Bank in Bern ohne Lichtdecke auskommen. Im Zuge des Umbaus wurde dieses originale Architekturelement nun wiederbelebt. Doch statt Tageslicht hinterleuchtet jetzt LED-Technik die grossformatigen Deckenfelder. Die Lösung greift mit ihrer Tunable-WhiteFunktionalität die Dynamik des natürlichen Lichts auf und ermöglicht variable Lichtfarben von Warm- über Neutral- bis zu Kaltweiss.

E

ine lichtdurchflutete Schalterhalle begrüsst die Kunden des ValiantBankhauses am Bahnhofplatz in Bern. Die am meisten frequentierte Filiale der Bank erstrahlt nach achtmonatigen Umbauten in neuem Glanz. Behutsam und einfallsreich hat das Büro Rykart Architekten AG sowohl die originale, teils denkmalgeschützte Substanz als auch baulichen Veränderungen aus den 1970er-Jahren in ihr Modernisierungskonzept integriert. Entstanden sind attraktive Räumlichkeiten, die heutige Kunden­anforderungen erfüllen und den Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen bieten. Nun sind 100 Jahre Baugeschichte fit für die Zukunft.

zu gewinnen, war diese in den 1970er-Jahren geschlossen worden – der Charakter des Raumes änderte sich grundlegend. Im Zuge des jetzt erfolgten Umbaus ist eine beeindruckende Wiederbelebung der ursprünglichen Architektur geglückt. Zwar war ein Rückbau zur Tageslichtdecke nicht möglich, aber der Blick nach oben fällt wieder auf 36 leuchtende Kassetten mit 90 x 90 cm Abmessung. Die effiziente LEDLichttechnik, die heute für die Hinterleuchtung der Deckenfelder sorgt, greift einen wesentlichen Aspekt der historischen Lösung auf: Sie nimmt sich die Natur zum Vorbild und bildet den Tagesverlauf des natürlichen Lichts nach.

DIE WIEDERKEHR DER LICHTDECKE

«Die Idee des Architekten war, die ursprüngliche Situation mit dem Lichthof und dem Tageslicht wieder aufleben zu lassen. Da lag es auf der Hand, die Decke mit LED-Technik zu hinterleuchten,

Etwa 60 Jahre hatte eine Tageslichtdecke die Schalterhalle der Bank im ersten Obergeschoss überspannt. Um mehr Büro­fläche

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die die Tunable-White-Funktionalität bietet. Umgesetzt haben wir das mit einer Systemlösung von Tridonic, denn damit können wir die Lichtfarbe zwischen 3 000 und 6 000 Kelvin stufenlos variieren und einen Tageslichtverlauf simulieren», erklärt David Breil, Geschäftsleiter bei Licht+Raum. Sein Unternehmen hat das Licht für die Schalterhalle geplant und umgesetzt.

EINFACHE INTEGRATION VON LED-TECHNIK & ANSTEUERUNG In die Deckenkassetten hat Licht + Raum seine flachen, quadratischen Leuchten ZETA eingesetzt. Deren Leuchtengehäuse aus Aluminium wird raumseitig von einer Abdeckung aus satiniertem Acrylglas abgeschlossen. Werden die Leuchten mit LED-Modulen bestückt, löst das Material einzelne LED-Lichtpunkte zuverlässig auf und erscheint selbst homogen leuchtend. Bei diesem Projekt sitzen hinter der


INNENARCHITEKTUR

Die baulichen Veränderungen aus unterschiedlichen Epochen mit einbeziehen. Stufenlos einstellbare Farbtemperaturen bei konstantem Lichtstrom realisieren.

Licht­austrittsfläche LED Light Engines aus Tridonics Modul-Familie QLE PREMIUM Tunable White. Die Module bieten stufenlos einstellbare Farbtemperaturen bei konstantem Lichtstrom, können aber auch zwischen zehn und 100 Prozent gedimmt werden, ohne dass es zu Farbverschiebungen kommt. Lichtplanern und Leuchtenentwicklern bietet Tridonic Komplettpakete aus LED-Engine, LED-Betriebsgerät und den passenden Lichtsteuerkomponenten an. Diese Systeme aus aufeinander abgestimmter Technik machen die projektspezifische Umsetzung von Tunable White besonders einfach. Der Kunde erhält ein Komplettpaket, massgeschneidert für sein Vorhaben. Zur Sicherstellung der Lichtqualität und Farbkonsistenz ist das System ab Werk exakt kalibriert.

AUTOMATISCH ODER

INDIVIDUELL

Die dazugehörenden LED-Treiber bieten digitale Schnittstellen zu verschiedenen Lichtsteuerprotokollen – DALI DT8, DSI,

switchDIM und colourSWITCH. In der Schalterhalle des Valiant-Bankhauses erfolgt die Ansteuerung des Lichts über das DALI x / e-touchPANEL 02. Mit seinem 7’’ Farbtouchscreen dient es als Inbetriebnahme-, Steuerungs- und Bediengerät. In einer anwenderfreundlichen Software lassen sich Szenen programmieren und zeitgesteuert oder manuell abrufen. Ein Programm für Tunable White ist werkseitig bereits hinterlegt und muss nur mit dem gewünschten Zeitplan verknüpft werden. In der Schalterhalle durchläuft das Licht einen allmählichen Wechsel der Farbtemperatur von Warmweiss am Morgen über Neutralweiss am Mittag zu Warmweiss am Abend. Abweichend davon sind für nicht alltägliche Nutzungen verschiedene Lichtszenen hinterlegt. Jederzeit lässt sich das Licht über das Touchpanel manuell schalten und dimmen.

jetzt so freundliche, offene Räumlichkeiten bietet», resümiert Marc Andrey, Mediensprecher der Valiant Bank AG. «Alt bewährt und doch modern – die neue Geschäftsstelle verbindet die beiden Attribute bestens, und die Revitalisierung der Lichtdecke ist dafür ein beeindruckendes Beispiel.» Als traditionelles Architekturelement des Hauses ist die Lichtdecke mit moderner Technik in die Schalterhalle zurückgekehrt und verleiht ihr mit dynamischem Licht eine ganz besondere Qualität.

SYNERGIE AUS TRADITION UND HIGHTECH

• Lichtplanung / Leuchtenentwick­

«Wir sind stolz, dass unsere geschichtsträchtige Liegenschaft aus dem Jahr 1913

• LED Light Engines, Lichtsteuerung:

OBJEKTBESCHREIBUNG • Projekt: Schalterhalle Valiant Bank Bahnhofplatz, Bern

• Bauherr: Valiant Bank AG, Bern • Architektur: Rykart Architekten AG, Bern lung: Licht+Raum AG, Ittigen Tridonic

Tridonic GmbH & Co KG | Obere Allmeind 2 | CH-8755 Ennenda | Tel. +41 (0) 55 645  47 47 vertrieb.schweiz@tridonic.com | www.tridonic.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 83


DIE STRUKTUR ZEIGT SICH WINTER IM GARTEN von Georg Lutz

Nach der grossen Laubaufräumaktion, dem Zurückschneiden einiger Pflanzen und dem Verfrachten der Zitruspflanzen in die Innenräume legt sich auf den ersten Blick Ruhe über den Garten. Ein gut geplanter Garten kann aber auch im Winter seine Reize ausspielen. Gerade die Details, die in den Sommermonaten meist verdeckt sind, zeigen sich nun deutlicher. Die Wuchsform der Pflanzen und die Strukturen der Steingärten zeigen sich nun viel deutlicher. Die feinen Gespinste um die entblätterten Zweige entfalten eine eigentümliche Faszination. Man muss es aber nicht bei diesen fast schon esoterischen Betrachtungen belassen. Wie wäre es mit einer kleinen Winterparty im Garten? LED-Lampen weisen den Weg, und ein Gartenfeuer heizt von aussen und ein Glühwein von innen ein.


GARTEN

DAS BESONDERE KNISTERN FEUER UND FLAMME IM GARTEN von Georg Lutz

Ein Feuer ruft Erinnerungen an die Kindheit wach, sorgt für Kommunikation, Gemütlichkeit, kulinarische Genüsse und manchmal sogar Romantik. Das hat sich seit der Steinzeit nicht verändert. Heute hat man aber viele Möglichkeiten, ein Feuer im Garten zu realisieren. Baustämme dienen als Sitzgelegenheit und Haselnussstangen als Spiesse für die Grillwürste. Das ist die einfachste und rustikalste Form des Feuermachens.

BLICKFANG EINSETZEN

J

etzt kreischen im Wald wieder die Sägen, und das Holzlager im Garten bekommt Nachschub. Es ist Zeit, das gut abgelagerte Holz in der Feuerstelle zum Entflammen zu bringen. Nur, in welchem Rahmen züngelt das Feuer? Es gibt viele Möglichkeiten, den Garten, die Terrasse oder den Balkon attraktiv zu gestalten. Ein besonderes Highlight ist immer noch ein echtes Feuer, das mit lebendigen

Flammen für ein stimmungsvolles Licht sorgt und mit angenehmer Wärme mehr Gemütlichkeit in den Garten­raum bringt.

SCHLICHT URIG Die einfachste Form, einen Platz für Feuer im Garten zu schaffen, ist ein Steinkreis, der vor dem Überspringen des Feuers schützt und schon echte Lagerfeuerromantik verspricht. Alternativ bietet sich eine Mulde an.

Der nächste Schritt sind Feuerschalen und andere Objekte. Sie können auch als atmosphärische Stilelemente eingesetzt werden. Elegante Feuerschalen in Blütenform oder auf formschönen Säulen wirken anziehend und können als Blickfang die Gartengestaltung bereichern. Besonders faszinierend ist dabei auch die Verbindung zwischen Feuer und Wasser – zwei Elemente, die eigentlich als Pole sich gegenüberstehen und trotzdem zusammen ein faszinierendes Paar bilden. Eine Feuerschale auf einem kleinen Teich oder am Pool sorgt daher für knisternde Stimmung und anheimelnde Atmosphäre. Zudem kann man auch mit Fackeln und Öllampen für knisternde Stimmung im Garten sorgen.

SEHR ELEGANT Heutige Technik bietet neben klassischen Feuerstellen auch andere Möglichkeiten.

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Es geht aber auch ganz in der Luxusvariante.

Es sind gasbetriebene Feuertische oder Ethanol-Feuerstellen an­zu­führen. Lästiger Funkenflug, Rauch, Russ oder Asche fallen hier weitgehend weg. Auch das aufwendige Anfeuern, wie man es von klassischen Holzfeuern kennt, entfällt bei den zertifizierten und mit handelsüblichem Propangas betriebenen Feuerstellen. Es gibt aber noch viele «Gefässe», in denen Feuer zur Geltung kommt. An dieser Stelle sind noch Gartenkamine aufgeführt. Sie können heute auch praktisch bewegt werden. Ein rollbarer Terrassenkamin ist der ideale Gartenkamin – bevorzugt aus Edelstahl.

DAS RICHTIGE HOLZ Bevor man von einem eigenen Feuerplatz im Garten träumt und ihn dann auch realisiert, gilt es, sich über die örtlichen Vorschriften zu informieren. Regelungen über offenes Feuer im Garten findet man in der jeweiligen Gemeindeverordnung. Auch das Holz selbst muss Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich sollte man für ein Feuer nur naturbelassenes Holz verwenden. Zudem sollte es trocken sein, um möglichst wenig Rauch zu verursachen.

Die urige Form der Feuerschale spricht an.

Es gilt, möglichst wenig Rauch zu erzeugen und diesen nicht in die Fenster des Nachbarn wehen zu lassen. Das könnte einen Kommunikationskrieg bedeuten. So sollte man sich nicht die gute Feuerstimmung kaputt machen lassen.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.baurundschau.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 87


© epr / AKA Klinker

GARTEN

Pflasterklinker eignen sich auch ideal als Belag für stark frequentierte Flächen wie Kirchenvorplätze und Co.

IN FEUER GEBRANNT PFLASTERKLINKER MIT VULKANFLAIR von Georg Lutz / HLC

Vulkane faszinieren die Menschheit seit Anbeginn der Zeit. Steil aufragende dunkle Berge, in denen eine orange-goldene Flammenglut lodert, stellen einen imposanten Anblick dar. Das wohl bekannteste Exemplar ist am Golf von Neapel beheimatet: Der Vesuv ist heute 1.218 Meter hoch und noch immer aktiv. Hier geht es um die Frage, wie man die Faszination der Vulkane in seinen eignen Garten holen kann. Warm- über Neutral- bis zu Kaltweiss.


GARTEN

D

a der Name Vesuv auf indio-euro­ päische Wurzeln zurückgeht und so viel bedeutet wie «scheinen» oder «brennen», eignet er sich ideal als Bezeichnung für Pflasterklinker: Diese werden bei hohen Temperaturen von über 1 000 Grad gebrannt und sind unter anderem in einem dem Feuer ähnlichen Farbenspiel verfügbar. Zum Beispiel rotblau-bunt geflammt überzeugen sie als Garagenzufahrt, Terrassenbelag oder Gartenweg und verleihen dem Ambiente eine individuelle Note.

nahezu mediterranes Flair – getreu dem italienischen Original. Dieser unverwechselbare Baustoff steht in mehreren Formaten zur Auswahl, sodass sich verschiedene Verlegemuster realisieren lassen.

Die Klinker sind absolut UV-beständig und bleichen auch nach Jahren nicht aus. Selbst die Reinigung erfolgt denkbar einfach, diese übernimmt nämlich der Regen. Die ansprechenden Pflasterklinker lassen dauerhaft Urlaubsfeeling in heimische Gefilde einziehen und überzeugen als treuer Begleiter im Aussenbereich.

Die unbestreitbaren Vorteile von Pflaster­ klinkern: Das Material ist langlebig und absolut pflegeleicht. Ob Sonne oder Hagel – das Naturprodukt zeigt sich resistent gegenüber jeglicher Witterung und überdauert Jahrhunderte. Auch Frost und Säure können ihm nichts anhaben. Da die geflammten Nuancen beim Brenn­prozess entstehen und nicht künstlich hergestellt werden, ist zudem Farbechtheit garantiert:

ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.akaklinker.de

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Ob Einfahrt, Gartenweg oder Terrasse – Klinker machen überall eine gute Figur –, das pflegeleichte Naturprodukt ist ein echtes Multitalent.

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Gezielter Lichteinfall betont die Details markanter Skulpturen.

Mit professioneller Beleuchtung erstrahlt der Garten auch in der dunklen Jahreszeit.

LICHT INS DUNKLE BRINGEN MIT DER GARTENBELEUCHTUNG AKZENTE SETZEN von Josef Hager

Licht ist mehr als nur Helligkeit. Denn wo Licht ist, entsteht auch Schatten – ein Zusammenspiel, das die Gartenbaukunst prägt. Stimmungsvoll gesetzte Lichtpunkte werten den Garten optisch auf, was gerade in den Wintermonaten ein wohliges Gefühl erzeugt. Aber für ein passendes Lichtkonzept braucht es professionelle Hilfe.

L

ichtakzente erweitern die Sicht. Viele möchten sich nicht nur während der sommerlichen Sonnenstunden an ihren Gärten und Parks erfreuen, sondern Aussenbereiche sollen vielmehr den Wohnraum ergänzen und zur Entspannung beitragen. Mit einem richtigen Lichtdesign lässt sich bis weit in die Nacht hinein die zauberhafte Atmosphäre geniessen. Und gerade in den düsteren Wintermonaten können ausdrucksvoll angeleuchtete Gehölze oder Skulpturen eine malerische Stimmung schaffen. So erstreckt sich abends vor einem nicht nur ein dunkles Loch, sondern Lichtpunkte hellen den Garten auf, an denen sich das Auge fixieren kann.

Ins richtige Licht gesetzt, lassen sich Wege, Büsche, Bäume und Skulpturen sowie architektonische Akzente effektvoll betonen. Gezieltes Lichtdesign lässt Konturen und Grenzen verschwimmen und macht jeden Garten optisch noch grosszügiger und räumlich füllender. So präsentiert sich der Garten als ein einzigartiges Gesamtkunstwerk aus einem Spiel von Licht und Schatten im Einklang mit der Natur. Und genau darum geht es bei der professionellen Lichtgestaltung. Diese Verbindung von Licht und Schatten nutzt die LUCE Elektro AG bei jedem Beleuchtungskonzept aufs Neue, um das Wohlempfinden der Menschen in ihrem

Garten positiv zu beeinflussen. So entstehen individuelle, auf den Kunden abgestimmte Lichtinszenierungen. In der operativen Arbeitsphase richtet das Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die visuellen und funktionalen Aspekte. Dabei sind Probebeleuchtungen im Vorfeld ein wichtiger Baustein. Nach und nach entsteht so, im Dialog zwischen Natur und Technik, die geplante Gartenbeleuchtung. Dabei profitiert die LUCE Elektro AG von ihrer langjährigen Erfahrung aus vielen anspruchsvollen Gartenbeleuchtungsprojekten. Am Ende ergibt sich ein überzeugendes Gesamt-Lichtdesign für Gärten, Wege, Innenhöfe oder Dachterrassen.

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© Pro Naturstein

GARTEN

Sichtschutzmauer aus Bündner Gneis.

NATÜRLICH STATT KÜNSTLICH NATURSTEIN-TRENDS IM GARTEN von Robert Stadler

Natursteine zählen im Garten- und Landschaftsbau zweifellos zu den beliebtesten Gestaltungsmaterialien. Obwohl es sich um zeitlose Naturprodukte handelt, sind sie in der Anwendung genauso Moden und Trends unterworfen wie andere Bau- und Werkstoffe auch.

S

eit jeher ist Naturstein für die Gestaltung von Gärten ein zentrales Element. Seine natürliche Optik, Haptik und Ausstrahlung fügt sich organisch in die Umgebung ein und setzt einen Kontrapunkt zum grünen Bewuchs. Natursteine in dezenten Grautönen oder in einer Nuance hin zum Beigen oder Bräunlichen eignen sich besonders gut für die Gartengestaltung und lassen sich mit anderen Materialien wie etwa Holz, Glas oder Stahl effektvoll kombinieren. Natursteine haben zudem einen natürlichen Bezug zum Wasser – man denke an steindurchsetzte Gebirgsflüsse – sodass

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sie sich vorzüglich als Brunnen, Wasserspiel, Schwimmteich oder Swimmingpool eignen. Aktuell besonders beliebte Steinanwendungen im Garten- und Landschaftsbau sind Stützmauern und Sichtschutzmauern. Sie fügen sich nicht nur hervorragend in die Landschaft ein, sondern bieten, wenn als Trockenmauerwerk errichtet, auch willkommenen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Weitere massive Steinanwendungen im Freien sind unter anderem Blockstufen, Palisaden, Pergolen, Cheminées, Eingangstore, Sitzbänke und Tische.

Dank moderner Verarbeitungstechniken lassen sich solche Möblierungen heute wesentlich wirtschaftlicher herstellen als noch zu Zeiten, als in den Steinbrüchen und Steinwerken die Handarbeit dominierte. Bezüglich Steinart lässt sich zurzeit ein gewisser Trend zu weicheren Gesteinen wie Sandsteinen und Kalksteinen beobachten. Nach wie vor ihren festen Platz haben Gneise und Granite, insbesondere solche aus dem Tessin und dem Bündnerland. Überhaupt zeigt sich in den letzten Jahren eine ausgeprägte Nachfrage nach einheimischen Steinen mit möglichst regionalem


© Pro Naturstein

GARTEN

Massiver Sandstein-Rundbrunnen, Naturstein-Pflästerung, Platzbelag aus wildförmigen Natursteinplatten.

Bezug. Das allzu Exotische spielt im heutigen Gartenbau eine geringere Rolle als auch schon. Gartendesigner bevorzugen zudem vermehrt Steinqualitäten mit «wilderen», will heissen: unregelmässigeren Strukturen, die noch vor wenigen Jahren auf dem Markt kaum eine Chance gehabt hätten.

Die von Natur aus gegebenen Unregelmässigkeiten werden inzwischen von vielen nicht nur akzeptiert, sondern geradezu gesucht. Man darf – ja soll – durchaus sehen, dass es sich beim Stein um ein natürliches und eben nicht um ein künstlich hergestelltes Material handelt.

ALLES FÜR & ÜBER DEN STEIN Die Schweizerische Arbeits­gemein­schaft Pro Naturstein mit Sitz in Bern fördert das allgemeine Interesse und den fach­gerechten Einsatz des Natursteins in allen Anwendungs­bereichen. Es gehören ihr die meisten massgeblichen Natursteinbetriebe der Schweiz, deren wichtigste Partner sowie mehrere einschlägige Branchenverbände an. Pro Naturstein stellt Planern und Bauherren kostenlos firmenneutrales Informationsmaterial zur Verfügung und berät in allen Fragen rund um Granit, Gneis, Marmor, Sandstein, Kalkstein und andere natürliche Steinarten.

ROBERT STADLER ist freischaffender Fachjournalist mit den Schwerpunkten Bau und Naturstein. www.pronaturstein.ch

AUS DER NATUR – INS DESIGN BESUCHEN SIE UNSER NATURSTEIN–CENTER Das Natursteincenter in Hinwil bietet eine kompetente Beratung des gesamten Sortiments, welches auch Granit, Marmor, Kalkstein und den Bollinger Sandstein einschliesst. Widerstandsfähig, klassisch und gut kombinierbar bietet der Stein viele Gestaltungsmöglichkeiten. Erschaffen für die Ewigkeit – Müller Naturstein

Müller Naturstein-Center, Zürichstrasse 46, CH-8340 Hinwil T 044 938 15 14, F 044 938 15 41, info@naturstein-center.ch, www.naturstein-center.ch


PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN DIE LEISTUNGSSCHAU SWISSBAU von Georg Lutz

Vom 16. bis 20. Januar findet in Basel die Swissbau 2018 statt. Zum ersten Mal überhaupt steht sie unter einem übergeordneten Motto. So heisst es im Januar «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?». Im Zentrum steht die Digitalisierung mit all ihren Facetten und Herausforderungen für die Baubranche. Auf den folgenden Seiten geben wir einige Aus- und Einblicke. Zudem sind einige Auftritte von Unternehmen in dieser Ausgabe, die an der Swissbau vertreten sind. Wir bitten um Beachtung.


BAUEN

An der Swissbau findet man, im Rahmen der Farbe Rot, Beispiele für den digitalen Transformationsprozess.

DURCHSTARTEN ERLAUBT MIT DER SWISSBAU AUF DEN ZUG DER DIGITALISIERUNG AUFSPRINGEN von Georg Lutz

Rot ist die Farbe der Emotion, Rot ist die Farbe eines italienischen Rennstalls, und Rot ist die Farbe der Swissbau. Geschwindigkeit ist das Thema der Swissbau. Man kann hier an dieser Inspirationsquelle der Branche auftanken und dann durchstarten. Aber in welche Richtung geht der Rennkurs? In Richtung Digitalisierung. Welche neuen Angebote hat hier die Swissbau zu bieten?

O

hne Frage war Zusammenarbeit war schon immer ein wichtiger Meilenstein Richtung Erfolg – gerade auf dem Bau. Heute tritt deren Notwendigkeit aufgrund der Digitalisierung über die bisherigen Grenzen hinaus. Die Digitalisierung verändert Branchen, Geschäftsmodelle und Märkte grundlegend. Fast alles wird vom Kopf auf die Füsse gestellt. Schneller als erwartet sehen sich viele Unternehmen mit neuen Technologien und bislang unbekannten Wettbewerbern konfrontiert. Eine Auseinandersetzung mit den bisherigen Formen der Zusammenarbeit wird zwingend notwendig, wenn die digitale Transformation als Chance und nicht als Risiko wahrge-

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nommen werden soll. Messeveranstalter haben in diesem Rahmen nur eine Chance, wenn sie konsequent diese Veränderungsprozesse in anschaulicher Form zur Geltung bringen. Dafür gilt es, auf Messen hybride Formate zu entwickeln. Was heisst dies für die Swissbau? In den Ausstellungsbereichen, dem Veranstaltungs- und Netzwerkformat Swissbau Focus und vor allem der neuen Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» erhalten die Besucher einen Einblick, wie die Zusammenarbeit in der Schweizer Baubranche künftig aussehen könnte. «Wir sind stolz darauf, die Swissbau auf ein neues Level zu hieven und die Digitalisierung in einen zukunftsweisenden und pra-

xisorientierten Dialog zwischen Akteuren der Branche zu bringen. Ausserdem bringt die Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» einen noch nie dagewesenen Einblick in die digitale Transformation und wird so greifbar wie noch nie», betont Rudolf Pfander, Exhibition Director der Swissbau.

RÄUME ERLEBEN Die Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» besteht aus zwei zentralen Elementen: dem Innovation Village und dem iRoom. Im Innovation Village präsentieren Hersteller, Opinion Leader, Planer und Forscher ihre neuesten Produkte und Lösungen rund um das Thema «Digitales Bauen». Die Besu-


© MCH Messe Schweiz (Basel) AG

BAUEN

cher erhalten so erstmals live einen kompakten Überblick der aktuellen Technologien und Prozesse. Im iRoom – der eigens für die Sonderschau konzipiert wurde – tauchen die Messebesucher in die digitale Erlebniswelt ein und erfahren hautnah, wie Gebäude in naher Zukunft geplant, gebaut, genutzt und betrieben werden. Die Teilnehmer werden durch den iRoom geführt und lösen mithilfe von Virtual und Augmented Realitytools eine konkrete Aufgabe eines Bauprojektes. Im Mittelpunkt steht der Lebenszyklus einer Immobilie, der in verschiedene Phasen und dazu passende digitale Anwendungsbeispiele – sogenannte Digital Use Cases – unterteilt wird.

RUHE UND GESCHWINDIGKEIT Im iRoom werden die Besucher auf eine Zeitreise in die Zukunft mitgenommen. Im Zentrum der Inszenierung stehen die Folgen disruptiver Geschäftsmodelle und Anwendungsbeispiele, welche die Besucher gemeinsam bearbeiten. Sie sollen so das zukünftige Potenzial der neuen Baumethoden erkennen und die Veränderungen der Wertschöpfungskette von der Planung bis

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Gilgen Door Systems ist Schweizer Marktleader für Antriebs- und Gesamtlösungen von Tür-, Tor- und Wandsystemen. Dabei setzen wir auf starke Werte wie Komfort, Hygiene, Sicherheit und Barrierefreiheit. gilgendoorsystems.ch

zum Betrieb am konkreten Beispiel verstehen. Das Innovation Village hingegen bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Lösungen aus dem Bereich der digitalen Transformation. Insgesamt sind 50 Partner vor Ort – von etablierten Unternehmen über Start-ups bis zu Forschungsinstituten. Bei aller Notwendigkeit, Fahrt aufzunehmen, um den Zug der Digitalisierung nicht zu verpassen, gilt es gleichzeitig auch, die Ruhe zu bewahren. Bei neuen Technologien, das lehren die historischen Erfahrungen, sind auch viele Sackgassen dabei. Manchmal ist das alte Hase-und-Igel-Rennen immer noch hilfreich, um Ruhe und Geschwindigkeit zusammenzudenken. Projektleiter Jürg Luchsinger fasst dies wie folgt zusammen: «Früh ankommen und nicht schnell losrennen.»

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.swissbau.ch/innovationlab


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Der Weg in die Digitalisierung ist vorgezeichnet.

DIGITALISIERUNG HAT VORFAHRT DIE SWISSBAU POSITIONIERT SICH Interview mit Rudolf Pfander von Georg Lutz

Die Swissbau steht 2018 unter einem übergeordneten Motto. «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?» heisst der Leitsatz im Januar in Basel. Im Zentrum steht die Digitalisierung mit all ihren Facetten und Herausforderungen für die Baubranche. Im Gegensatz zu anderen Branchen steht der Bau ja noch grösstenteils vor ihren zentralen Umwälzungen. Folglich präsentieren die Verantwortlichen der Messe neben den beiden bekannten Formaten Ausstellung und Swissbau Focus erstmals die Sonderschau «Swissbau Innovation Lab». Wir führten dazu ein Interview mit Rudolf Pfander, dem CEO der Swissbau. Seite 98 // bauRUNDSCHAU


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heisst daher das Schlagwort. Erfolgreich sind jene, die das Zusammenspiel von Planung, Bau und Nutzung als Ganzes sehen, es auf die baukulturellen, ökologischen und ökonomischen Faktoren hin analysieren und entsprechend handeln. Die Swissbau soll auf ein neues «Level» geho­ ben werden. Was kann man sich darunter vor­ stellen? Die Digitalisierung ist auch an der Swissbau angekommen – dies auf Aussteller- wie auch auf Besucherebene. In der Ausstellung wird erstmalig ein neues Format «Swissbau Innovation Lab» vorgestellt, in dem rund 50 Partner ihre Innovationen im digitalen Bereich vorstellen. Auf der Besucherebene führen wir neu eine Vollregistrierung ein und erfassen alle Besucher. Wir schaffen damit Transparenz für alle Teilnehmer. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine wirkungsvolle B2B-Plattform wie die Swissbau, wo es primär um Marktübersicht und Networking geht.

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Die Kommunikation wird vereinfacht und ist zielgenauer? Richtig. Der Nutzen für die Besucher liegt in einer themenspezifischeren Ansprache durch die Aussteller, Partner und die Swissbau. Weiter können sich Besucher künftig, dank ihres Social-MediaProfils via Swissbau App ganz einfach mit anderen Besuchern vernetzen. Das wird langfristig den Community-Gedanken der Branche stärken – auch ausserhalb der fünf Messetage. Zudem kann man sich durch die Bekanntgabe der Daten die Unterlagen der Unternehmen bequem ins Büro senden lassen oder digital konsumieren.

D

ie Swissbau steht laut Medien­ mittelung 2018 erstmalig unter einem gesamten Messemotto «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?». Was ist der Hinter­ grund dafür? Die Schweizer Bauwirtschaft besteht aus einem grossen Gefüge von Akteuren, die sich gegenseitig brauchen. Doch die Zusammenarbeit ist umso herausfordernder, je komplexer die Prozesse und je höher die Ansprüche sind. Man arbeitet Hand in Hand – selbst dann, wenn man in Konkurrenz zueinander steht. «Collaboration»

Wir kommen darauf zurück. Lassen Sie mich das Thema Messe zunächst etwas umfassen­ der anschauen. Eine Messe ist heute kein Selbstläufer mehr. Viele Messen klagen über schwindende Besucherzahlen. Ich kann ja heute fast alle Infos aus dem Netz holen. Wo liegt der Kern des Erfolgs der Swissbau? Grundsätzlich würde ich behaupten, dass Messen, die in erster Linie Endkonsumenten ansprechen, es schwierig haben. Messen, die sich an Businessverantwortliche richten, haben, wenn sie das richtige Begleitprogramm präsentieren,

«Das wird langfristig den Community-­ Gedanken der Branche stärken.»

Matthias Glarner, Schwingerkönig 2016

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Ausgabe 04/2017 // Seite 99


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weniger Schwierigkeiten. In den letzten Editionen hatten wir immer rund 100'000 Besucher. Wir rechnen für die nächsten Jahre mit ähnlichen Zahlen. Der Erfolg der Swissbau liegt an ihrer Kontinuität, sich zeitgemässen Themen zu stellen.

Ein zentrales neues Modul auf der Swissbau ist ein «Innovation Lab». Was für eine Idee steckt dahinter? Mit der Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» machen wir die digitale Transformation in der Bauwirtschaft erleb- und

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Welche Themen hierzu greifen Sie auf? Wir erhöhen kontinuierlich die Relevanz für die Entscheidungsträger, die nach Basel kommen. Mit Swissbau Focus haben wir dazu die relevante Informations- und Netzwerkplattform geschaffen, welche die Swissbau gemeinsam mit Branchenverbänden, Organisationen, Hochschulen und Medien organisiert. Persönlichkeiten aus der Bauwirtschaft referieren und diskutieren über die Themen Energie, Bildung, Raumplanung, Digitalisierung und den Lebenszyklus von Immobilien. Sie sehen, bei uns geht es um interdisziplinären Austausch.

Die vielen Angebote bedeuten aber auch höhere Kosten. Sind dadurch nicht die Standmieten für kleinere Player viel zu hoch? Unsere Preise sind in den letzten Jahren nicht relevant gestiegen. Wir versuchen den Kostendruck auf unterschiedliche Art und Weise zu entschärfen. Veranstaltungen wie Swissbau Focus generieren ohne Frage hohe Kosten. Die Finanzierung läuft hier aber über die erwähnten Partner und Branchenverbände und nicht über die Aussteller. Für den Besucher ist dies ein zusätzlich kostenloses Angebot und damit ein Mehrwert.

Inhaltliche Formate wie die Focus-Veranstaltungen bringen echten Mehrwert.

greifbar. Ziel ist es, die Vernetzung aller Marktteilnehmer zu fördern und alle am Bauprozess Beteiligten zusammenzubringen. Das «Swissbau Innovation Lab» besteht aus zwei zentralen Elementen: dem Innovation Village und dem iRoom. Im Innovation Village präsentieren Hersteller, Opinion Leader, Planer und Forscher ihre neuesten Produkte und Lösungen rund um das Thema «Digitales Bauen». Wie habe ich mir das in der Praxis vor­ zustellen? Begebe ich mich als Messe­ besucher auf einen Rundgang, auf dem ich an unterschiedlichen Stationen die Zukunft der Baubranche erleben kann? Im iRoom können Besucher ein der Realität nachempfundenes Bauprojekt aktiv mitgestalten. Dabei kommen Virtual- und Augmented-Reality-Tools zum Einsatz. Messebesucher erhalten so zum ersten Mal einen kompakten Überblick der aktuellen Technologien – die Zukunft der Bauwirtschaft wird damit anfassbar gemacht. Das Aufzeigen der Digitalisierung betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, und der Besucher erfährt hautnah, wie Gebäude in naher Zukunft geplant, gebaut und genutzt werden. Die Gefahr bei solchen Innovations­ hows besteht aus meiner Sicht darin, dass man in der SF-Nische stecken bleibt und die Andockmöglichkeiten für Businesswelten nicht sichtbar sind. Wie vermeiden Sie solche Lücken? Es gibt gerade heute, da haben Sie recht, viele neue Technologien und auch schon Produkte, die keine Anwendung finden. Für mich ist aber zunächst wichtig, dass wir mit den 50 Ausstellern und Partnern im Innovation Village einen Über- und Einblick geben können. Durch die Zusammenarbeit mit Plattformen wie «Bauen Digital Schweiz» können wir sehr konkret aufzeigen, was sich in den nächsten Jahren realistisch umsetzen lässt und auch

«Ich dachte immer, Module seien schlecht isoliert.» Schluss mit Vorurteilen: Wer denkt, Module seien schlecht isoliert, der hat noch keine Modulgebäude von ALHO gesehen. Ob Minergie oder Minergie-P – wenn es um Energieeffizienz geht, ist mit ALHO Modulen alles machbar. Ob Schule, Kindertagesstätte, Bürogebäude oder Wohngebäude.

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Rudolf Pfander trägt seit 2006 die Gesamtverantwortung für die Swissbau, die Leitmesse der Bauwirtschaft in der Schweiz.

Anbieter und Käufer findet. Wir bleiben nicht in Visionen und Utopien stecken. Es gibt da sehr praktischen und wertvollen Input auf der Swissbau. Die zweite Gefahr aus meiner Sicht be­ steht darin, dass das Innovation Lab eine Veranstaltung wird, die parallel zur klassischen Messe läuft und nicht ein­ gebunden ist. Unsere Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» ist räumlich zentral eingebunden und findet in der Halle 1.1 im Bereich «Gebäudetechnik» statt. Wir legen grossen Wert darauf, dass das Thema «Digitale Transformation» keine Parallelwelt darstellt, sondern mitten in die Ausstellung eingebettet ist. Auch partizipieren zahlreiche Aussteller von einer zweiten Präsenz im Innovation Lab.

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Das heisst auch mehr Interaktion und mehr Kommunikation? Ja, im Innovation Lab können Besucher zum Aussteller mutieren und umgekehrt. Im Mittelpunkt steht aber der interdisziplinäre Austausch zum digitalen Planen, Bauen, Nutzen und Betreiben. Jetzt müssen diese vielen neuen digi­ talen Lösungen ja auch von Menschen erforscht und produziert werden. Auf der letzten Swissbau gab es von der Politik, aber auch von den Dachverbän­ den dazu einige vollmundige Verspre­ chungen, die die Ausbildung und Wei­ terbildung betreffen. Da ist bislang wenig eingetreten. Wie lautet Ihr Kom­ mentar dazu? Wir verstehen uns als Plattformgeber und nicht als Treiber von solchen Umsetzun-

gen. Die Swissbau ist die grösste Baumesse der Schweiz mit rund 1 000 Ausstellern, die eine umfassende Marktübersicht gibt. Druck auf Themen wie BIM (Building Information Modeling) bauen sich von aussen auf die Branche auf. Die Swissbau  2018 als Networking-Plattform lädt mit ihrem Motto «Collaboration» alle Akteure der Bauwirtschaft dazu ein, sich gemeinsam über aufdrängende Marktveränderungen und neue Technologien auszutauschen.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.swissbau.ch


Dank moderner Technik ist das Rammen und Bohren von Pfählen auch im Wohngebiet kein Problem mehr.

NICHT AUF SAND GEBAUT BIRCHMEIER SPEZIALTIEFBAU FINDET LÖSUNGEN FÜR JEDEN BODEN von Freya Mohr

Festen Untergrund, auf dem man bauen kann, gibt es eigentlich überall. Nur manchmal müssen Tiefbauexperten Pfähle etwas tiefer in den Boden rammen, um tragfähige Bodenschichten zu erreichen. Und genau darauf hat sich eines der Tochterunternehmen der Birchmeier Holding spezialisiert.

S

ie sehen aus wie riesige Transformers aus dem gleichnamigen Hollywoodfilm. Dabei sind es die Maschinen der Birchmeier Spezialtiefbau AG: Rammgeräte, Bohrgeräte und Spritzbetonroboter. Die mechanischen Riesen transformieren also nicht sich selbst, sondern das Erdreich und den Untergrund. So sichern beispielsweise wasserdichte, tief in der Erde verankerte Spundwände die Baugrube, und in den Boden gerammte oder gebohrte Pfähle dienen als Pfahlgründung. Denn wer hoch hinauswill, braucht ein tiefes, fest verankertes Fundament. Spezialisten, welche die Herausforderungen von schlammigen Böden und Wasser im Untergrund lieben, bedienen die Geräte.

LAUTLOSE, FLEXIBLE BAUMASCHINEN Die grossen Maschinen vibrieren, rammen oder pressen die Spundbohlen oder Pfähle in den Boden. Die Birchmeier Spezial­ tiefbau AG investierte viel in modernste Technik, wodurch sie in der Lage ist, weitestgehend geräuscharm und erschüt-

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terungsfrei zu arbeiten. Ein weiterer technischer Fortschritt: ein einziges Gerät, das beides kann – bohren und rammen. Das erhöht die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit erheblich. Für die Spezialtiefbauer von Birchmeier bedeutet dies, dass sie auf unterschiedliche Begebenheiten im Boden sofort reagieren können, ohne die Maschine zu wechseln. Daniel Kunz, Geschäftsführer und Mit­inhaber der Birchmeier Spezialtiefbau AG, sagt dazu: «Das ist unser grosser Wettbewerbsvorteil, denn damit sind wir flexibel und sparen der Bauherrschaft und uns Zeit und Geld!»

in allen Teilen der Schweiz an. Das Angebots­ spektrum umfasst Spundwände, Rühlwände, Pfahlwände, Pfahlfundationen, Spritzbeton, Verankerungen und Wasserbau. Dazu gehört auch eine umfassende Beratung: «Wir stellen gerne schon in der Konzeptionsphase unser Wissen zur Verfügung. Damit können wir zusammen mit den Planern massgeschneiderte Baugrubensicherungen oder Tiefenfundationen projektieren, die technisch und wirtschaftlich optimiert sind», erklärt Markus Birchmeier, geschäftsführender Inhaber der Birchmeier Holding.

SPEZIALTIEFBAU

PRÄMIERTES FAMILIENUNTERNEHMEN

Die Spezialtiefbau AG ist das jüngste Tochter­unternehmen der Birchmeier Holding aus Döttingen (AG). Was nicht heisst, dass das Einbringen von Pfählen oder Spund­wänden neu für das Bauunternehmen ist. Gruppenintern ist Birchmeier schon länger im Spezialtiefbau für ihre eigenen Baustellen tätig. Seit zwei Jahren jedoch bietet das Unternehmen diese Dienstleistung auch aussenstehenden Auftraggebern

Die Gründung der Spezialtiefbau AG ist nur ein Beispiel für das zukunftsorientierte Handeln des Bauunternehmens. Im April 2017 gewann das Tochterunternehmen Birchmeier Bau AG den Aargauer Unternehmenspreis in der Kategorie «Industrieund Produktionsunternehmen bis maximal 250 Mitarbeitende». Der Aargauische Gewerbeverband und die Aargauische


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Kantonalbank verleihen den Preis jedes Jahr an KMU, die durch ihre unternehmerischen und zukunftsorientierten Leistungen das Aargauer Wirtschaftsumfeld stärken. Ausschlaggebend für den Sieg der Birchmeier Bau AG waren unter anderem ihr langfristiges Denken, ihre familiäre Firmenkultur und ihr Mut zur Veränderung.

Die Birchmeier Bau AG belegte den 1. Rang beim Aargauer Unternehmenspreis im April 2017 (v. l. n. r. Bundesrat Schneider-Ammann und Markus Birchmeier).

Mit Blick nach vorne hat das Familien­ unternehmen, das in der gesamten Gruppe rund 350 Mitarbeitende beschäftigt, in den letzten zwei Jahren die Firma umstrukturiert und neun Tochterfirmen unter der Dachorganisation der Birchmeier Holding AG vereint. Das brachte ein grosses Wachstum und maximale Unabhängigkeit, bedeutete aber auch eine intensive Zeit für das Birchmeier-Kader. «Der Sieg ist somit ein schönes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und ein grosses Dankeschön an alle Mitarbeiter!», findet Markus Birchmeier.

Birchmeier Gruppe | Gewerbestrasse 21 | CH-5312 Döttingen | Tel. +41 (0) 56 269 21 21 info@birchmeier-gruppe.ch | www.birchmeier-gruppe.ch

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BLICKFANG GARANTIERT GEBÄUDEHÜLLE AUS GLAS von Christa Rechnitzer

Die Glas-Sandwich-Fassade verbindet komplexe Retail-Anforderungen und Ästhetik der Architektur in jeder Dimension. Das Ergebnis ist ein Supermarkt, der glänzt.

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cheinbar über der Topografie schwebend, entmaterialisiert die Spiegelung der Glasflächen das Volumen beim Eurospar Kaufpark Kufstein und gibt zugleich Eindrücke aus der nahen Umgebung und des Bergpanoramas wieder.

und zugleich den wirtschaftlichen Einsatz im Bereich Retail. Die Integration der Pfosten-­ Riegel-Fassade durch Adapterprofile, die verdeckt liegende Attika oder die Ausführung ohne sichtbare mechanische Sicherung sind bereits im System enthalten.

Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft ÖGNI. Auch dank der hervorragenden bauphysikalischen Werte der GSP®-Elemente wurde dem Eurospar in Kufstein das Zertifikat in Platin zuerkannt.

Die horizontal verlegten GSP ® -Elemente mit Längen von bis zu 14.72 Metern umschliessen die Verkaufs- und Lagerflächen und verstärken den schlichten, klaren Gesamteindruck des Baukörpers. Das bedruckte Weissglas, im keramischen Walzendruck im Farbton superweiss veredelt, unterstreicht die ästhetische Qualität der Architektur.

Dank eines iconic skin Supervisors vor Ort und eines versierten Montageteams betrug die Montagezeit für die 640 Quadratmeter der GSP® -Elemente nur drei Wochen. Die Fassadenplanung sowie die Montage der Elemente übernahm Brucha.

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KOMPLEXITÄT UND EINFACHHEIT Das Projekt in Kufstein steht beispielhaft für die Innovation des Bauproduktes GSP ®

Es ist kein Zufall, dass Österreichs modernster, Platin-zertifizierter Supermarkt im September 2016 in Kufstein eröffnet wurde. Der Neubau orientiert sich in puncto Baustandards und Energieeinsparungs-Massnahmen an den Vorgaben der

Das österreichische Familienunternehmen BRUCHA mit Produktions­ standort in Niederösterreich bietet vielfältige Wahlmöglichkeiten durch Einsatz unterschiedlichster Oberflächen, die Eleganz und Einzigartigkeit in die Fassade bringen. BRUCHA ist Vertriebspartner von iconic skin und Lieferant des Basis-Paneels von GSP®.

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Unterschiedliche Perspektiven des Eurospar Kaufparks in Kufstein. Die Glas-Sandwich-Fassade kombiniert opake Anteile mit einer Pfosten-Riegel-Fassade.

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STANDFESTE BAUTEN DIE BODENSPEZIALISTEN LIEFERN DIE GRUNDLAGE von Georg Lutz

Einen festen Boden unter den Füssen zu haben, ist für uns im Alltag eine Selbstverständlichkeit. Wenn es aber gilt, Bauten zu erstellen, die schwer sind, auf schwierigen Bodenverhältnissen stehen sollen und/oder in die Tiefe gehen, braucht es Spezialisten, die Garanten für die geforderte Stabilität sind.

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er das grosse Unternehmensareal der Marti Gründungstechnik AG in Moosseedorf bei Bern betritt, ist von den Dimensionen der Gerätschaften und Fahrzeuge überrascht. Klar, in den USA, wo fast jeder Gebrauchsgegenstand überdimensioniert ist, sind die Maschinen und Fahrzeuge so riesig. Aber hier in der Schweiz? Für was braucht man die grossen Kräne, Rohre, Bohrköpfe, Förderbänder und Maschinen? Das Erstaunen klärt sich auf, wenn die Besucherin oder der Besucher erfährt, um was es hier geht. Es geht um das Einbringen von Pfählen in das Erdreich. Sie sorgen in erster Linie für Stabilität. Die Pfähle können für die Gründung verschiedenster Bauwerke wie Brücken, Hafenmauern und Gebäude wie Hochregallager oder Hochhäuser eingesetzt werden, die etwas aushalten müssen. Oft ist ein Baugrund wenig oder schlecht tragfähig. Manchmal ist eine ausreichende Tragfähigkeit erst in grösserer Tiefe unter der Geländeoberfläche zu erreichen. Hier kommt die Gerätschaft der Marti Gründungstechnik zum Tragen.

MODERNSTE TECHNOLOGIE Und wie sieht die Praxis des Arbeitens aus? Früher erschütterten manchmal das maschinelle Rammen ganze Stadtviertel. Daniel Leuenberger, Geschäftsführer der Marti Gründungstechnik AG, stellt hier aber schnell klar: «In städtischen Umgebungen ist Rammen heute wegen des Lärms und der Erschütterungen kaum respektive nicht mehr möglich. Ortbetonrammpfähle erstellen wir heute eigentlich lediglich noch in Industriegebieten, in ausreichender Distanz zu Nachbargebäuden und zu bewohnten Gebieten.» Und wie sieht die heutige Praxis aus? «Erschütterungsfreies und lärmarmes Pfählen ist heute gefragt und gefordert. Ein wichtiger Grund, dass diese Wende überhaupt re-

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UNTERNEHMENSPORTRÄT Gründungsjahr: 1980 Anzahl Mitarbeitende: 42 Kernkompetenzen: Spezialtiefbau, Fundationskonzepte, Ausführung von Ramm- und Verdrängungsbohrpfählen, Ausführung von Energiepfählen, Ausführung statischer und dynamischer Pfahlprüfungen. Produkte-Innovationen: Vollver­ drängungsbohrpfahl FUNDEX, Voll­ verdrängungsbohrpfahl sMARTEX, Ortbetonrammpfahl VIBREX, Energiepfähle, vorfabrizierte Rammpfähle, Maschinenpark.

alisiert werden konnte, ist ganz sicher der enorme Fortschritt, der in der Bohrgeräte­ entwicklung stattgefunden hat. Heutzutage sind die Bohrgeräte viel stärker gebaut, und dank Hydraulik und modernsten Steuerungen ist die Leistungsfähigkeit auf einem ganz anderen Stand als vor zwei Jahrzehnten.» Hier kann das Vorurteil widerlegt werden, es gäbe in der Baubranche kaum Innovationen.

UMGANG MIT SCHWIERIGEN SITUATIONEN Das Unternehmen wurde 1980 zwecks Ausführung von Verdrängungspfählen gegründet. Als erfahrene Spezialisten bringen die Verantwortlichen der Marti Gründungstechnik AG Know-how überall dort ein, wo Rammpfähle oder Verdrängungsbohrpfähle eine tragende Rolle spielen, intelligente Konzepte gefragt sind und die Ausführung auf lange Sicht ein Höchstmass an Sicherheit bieten muss. Die Spezialisten beherrschen mit modernster Technik schwierigste geologische und hydrologische Verhältnisse. Für komplexe Baugrubenabschlüsse, optimierte Pfahlgründungssysteme und Bodenstabilisierungstechniken bieten die Bohrexperten den Bauherren die für ihre Probleme optimalen Lösungen bezüglich Preis, Qualität und Termin an. Dazu braucht es im Vorfeld aber immer genaue Kenntnisse des Untergrunds. Daniel Leuenberger betont dazu: «Aus diesem Grund werden eigentlich immer Baugrundsondierungen vorgenommen. Eine geotechnische Analyse oder eben Top-

Mit jeder Umdrehung das zukünftige Bauwerk sicherer machen.

Kenntnisse über den anstehenden Baugrund sind für die Abschätzung von allfällig anzutreffenden Schwierigkeiten und somit für die Berechnung des Pfahl-Angebotspreises von grösster Wichtigkeit.» Gut, wenn man als Bauverantwortlicher, der komplizierte Bauten auf kompliziertem Untergrund realisieren will, sich auf solche Erfahrung stützen kann, denn während des mehr als 30-jährigen Bestehens des Unternehmens haben die Experten weit über drei Millionen Lauf­meter Pfähle ausgeführt. Es ist kein Zufall, dass die Verantwortlichen – nebst dem herkömmlichen VIBREX-Ortbetonrammpfahl  – Rammtiefe bis 30 Meter  – als einzige Firma zwei hundertprozentige Vollverdrängungsbohrpfähle anbieten und die dementsprechenden Arbeiten ausführen.Das sMartex- und das FUNDEX-Vollverdrängungsbohrpfahlsystem überzeugen durch technisch starke Resultate  – Bohrtiefe 40 Meter – und hohe Umweltverträglichkeit. Denn sMartex und FUNDEX beruhen auf einem lärmarmen und erschütterungsfreien Pfählungsprinzip. Das lässt die Verantwortlichen im Städtebau aufhorchen und die Anwohner aufatmen.

GEHT NICHT – GIBT’S NICHT Ob sich die Profis der Marti Gründungstechnik AG als «Pfahlbauern» für einen Bootshafen aus Holzpfählen oder als Mitprojektierende für eine Brückenfundation engagieren, es ist kein Problem zu klein und keine Herausforderung zu gross, um ihre Kompetenz fundamental unter Beweis zu stellen.

Der Umgang mit schwierigem Untergrund ist Alltag.

Marti Gründungstechnik AG  |  Lochackerweg 2  |  CH-3302 Moosseedorf  |  Tel. +41 (0) 31 858 44 80  |  www.martiag.ch/gruendungstechnik

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MENSCH UND WARE SCHÜTZEN NEUES ASSISTENZSYSTEM FÜR HOCHHUBWAGEN AUF DEM MARKT von Matthias Kluckert

Mit dem Linde Safety Pilot brachte Hersteller und Lösungsanbieter Linde Material Handling vor zwei Jahren ein intelligentes Fahrerassistenzsystem für Stapler auf den Markt. Jetzt gibt es ein vergleichbares System auch für Hochhubwagen. Das Linde Load Management zeigt dem Bediener alle wichtigen Traglastdaten auf einem Display an und greift bei sicherheitskritischen Bedienfehlern korrigierend ein. Auf diese Weise werden Unfälle mit Verletzungen sowie Beschädigungen an Waren und Einrichtung vermieden und der innerbetriebliche Materialfluss noch sicherer und effizienter.

Die Traglast-Informationen hat der Bediener auf dem grossen, farbigen Display jederzeit im Blick.

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uf über fünf Meter hebt der Mast der Hochhubwagen-Baureihe Linde L14 bis L20 mit 1.4 bis 2.0 Tonnen Tragfähigkeit die Waren. Verschätzt sich der Bediener bei der Berechnung der

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Resttragfähigkeit, kann dies schnell zum Sicherheitsrisiko für ihn oder andere Mitarbeiter im Lager werden. Denn insbesondere, wenn im Betrieb viele grosse, schwere und lange Güter mit unterschied-

lichen Abmessungen bewegt werden, können die Mitarbeiter kaum auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Dann haben sie über das Traglastdiagramm mühsam zu errechnen, bis zu welcher Höhe sie die


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Waren anheben dürfen. Tun sie dies nicht, sondern verlassen sich stattdessen auf ihr Gefühl, kann das Gerät im schlimmsten Fall umkippen. Die gleiche Gefahr besteht, wenn es beim Transportieren oder Rangieren der Last zu Bedienfehlern kommt. Beispielsweise, weil der Bediener mit angehobener Last fährt oder die Deichsel zu stark einschlägt.

KLARE REGELUNG Wertvolle Hilfestellung leistet dem Bediener das Linde Load Management. Auf einem grossen, farbigen Display liest er die relevanten Traglast-Informationen ab: zum einen das tatsächliche Gewicht auf den Lastarmen, zum anderen die aktuelle und maximal erlaubte Hubhöhe. Darüber hinaus warnt ihn das Assistenzsystem, wenn er den Hubmast in die Nähe der Traglastgrenze bewegt. In diesem Fall erscheint ein gelbes Warnsymbol im Display, gleichzeitig fordert ein akustisches Warnsignal erhöhte Aufmerksamkeit. Hebt der

Bediener den Mast trotzdem weiter an, wird die Hubfunktion abgeschaltet und damit eine sicherheitskritische Situation verhindert. Im Display erscheint ein entsprechender Warnhinweis, dass die Traglastgrenze überschritten wurde. Der Bediener kann den Hubmast nun nicht weiter anheben, sondern nur noch absenken. Um aber Fälle auszuschliessen, in denen der Hubmast beispielsweise in mehreren Metern Höhe mit Last im Regal feststeckt, besteht die Möglichkeit, die Sperre aufzuheben und die Last doch weiter anzuheben. Dazu muss der Bediener vorher allerdings den Warnhinweis explizit bestätigen. Gleichzeitig wird er über ein jetzt rotes Warnsymbol am Display und einen wiederholten Warnton kontinuierlich daran erinnert, dass er sich oberhalb der Traglastgrenze bewegt.

SICHERE ALLROUND-LÖSUNG Doch das ist noch nicht alles. Die genauen Informationen zu Lastgewicht und

Hubhöhe bilden nicht nur die Grundlage für eine fortlaufende Kalkulation der Resttragfähigkeit, sondern dienen auch dazu, die Beschleunigung und Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Lenkwinkel, Lastgewicht und Hubhöhe anzupassen. Damit wird der Bediener davor geschützt, die Deichsel bei erhöhter Geschwindigkeit zu stark einzuschlagen oder mit angehobener Last zu stark zu beschleunigen und damit das Gerät in eine instabile Lage zu bringen. Die Hochhubwagen Linde L14 bis L20 sind als Allround-Fahrzeuge für Lager und Rampe sehr beliebt und gehören zu den meistverkauften Lagertechnikgeräten des Herstellers. Als besondere Vorzüge der Baureihe gelten die kompakten Abmasse des Chassis, die lange, tief und mittig angelenkte Deichsel mit ergonomisch angeordneten Bedienelementen sowie der starke Hubantrieb und die hohe Resttragfähigkeit der Fahrzeuge.

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Für noch mehr Präzision an der Werkzeugmaschine: die CNC-gesteuerte Einstellung des Schnittwinkels.

MEHR ALS EINE SÄGE DIE HALBAUTOMATISCHE UNIVERSAL-GEHRUNGSKREISSÄGE KKS 450 H von Kaltenbach GmbH + Co. KG

Auf den richtigen Winkel kommt es an. Denn die Gehrung muss später perfekt sitzen. Was bei Gehrungsmaschinen früher noch mit Hand eingestellt werden musste, geht heute weitestgehend automatisch. Die Vorteile einer halbautomatischen Universal-Gehrungskreissäge zeigt folgender Beitrag. Seite 110 // bauRUNDSCHAU


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erschiedenste Profilarten, Vollmaterialien und Stahlsorten – es gilt, diese Werkstoffe präzise zu verarbeiten. Dazu braucht es jedoch die richtigen Lösungen. Bestens für alle Anwendungen geeignet sind beispielsweise die halbautomatischen KALTENBACH Universal-Gehrungskreissägen. Zuverlässig und sicher sind sie für Einzelschnitte und die Verarbeitung von Serien geeignet. Um ein Höchstmass an präzisen Schnitten zu gewährleisten, sind sie mit einer stabilen Anlagefläche ausgestattet und bieten dem Bediener somit einen Werkstückanschlag beidseitig vom Sägeblatt. Im Vordergrund bei den Neuentwicklungen der Maschinen stehen beim Säge­m asch­ inen­­hersteller immer die einfache Bedienbarkeit und Programmierung sowie die platzsparende Aufstellungsmöglichkeit der Anlage. Zudem wurde grösster Wert auf die gute Zugänglichkeit beim Sägeblattwechsel und Wartungsarbeiten gelegt. Ein weiterer Vorteil für die Bediener sind die einfache, elektronische Steuerung direkt an der Maschine und die automatische Zyklussteuerung. Mit nur einem Tastendruck erfolgt Materialspannung, Sägen, Blattrücklauf und Entspannung.

BAUKASTENSYSTEM Neben dem Portfolio an Universal Gehrungskreissägen gehören auch geeignete

Längenmesseinrichtungen mit Abfuhrrollen­ bahnen zu den Lösungen für die Baustelle. Die ausgereifte KALTENBACH Baukastensystematik ermöglicht die Abstimmung der Maschine auf die kundenspezifischen Anforderungen. Der Tisch lässt sich für Gehrungsschnitte auf jeden beliebigen Winkel im Bereich von 180° drehen. In Kombination mit dem Material­nach­schub­ greifer M 45 NC laufen die Gehrungskreissägen auch im automatischen Sägebetrieb.

VORTEILE DER KKS 450 H Die halbautomatische Universal-Gehrungskreissäge KKS 450 H verfügt über einen Langhub-Spannzylinder. Damit entfallen die manuellen Voreinstellungen der vertikalen Spanneinrichtung, und der Maschinenbediener erzielt somit klare Vorteile bei häufigem Wechsel der zu sägenden Materialabmessungen. Zudem reduzieren sich die Taktzeiten durch die erhöhte Förderleistung des Hydraulikaggregates, das einen schnelleren Sägeblatt-Rücklauf ermöglicht. Eine weitere kluge Lösung: die CNC-Steuerung. Als besonders beliebtes Feature bei den Kunden ist die Kreissäge KKS 450 H mit einem elektronischen Verfahren für die Einstellung des Schnittwinkels ausgestattet. Über ein Eingabe- und Diagnosepanel erfolgt somit die Bedienung und Programmierung auch per Knopfdruck und steigert so massgeblich den Bedienkomfort und die Produktivität in der Fertigung.

DIE ZUVERLÄSSIGE KOMPLETTLÖSUNG Damit ist die halbautomische UniversalGehrungskreissäge KKS 450 H eine der beliebtesten Maschinen aus der KALTENBACH-Baureihe KKS. Wie alle halbautomatischen Kreissägen der Baureihe KKS sowie die Vollautomaten der Baureihe KKS NA ist sie eine echte Universalsäge. Egal, ob Massivmaterial, Rohre oder Profile, alle Materialien werden mit derselben Leistung gesägt. Das bedeutet mehr Leistung bei hohem Bedienkomfort. So bietet der weltweit tätige Anbieter für System­ lösungen für die Stahlbranche seinen Kunden eine Komplettlösung inklusive zuverlässiger Systemberatung.

TECHNISCHE DATEN DER KKS 450 H • Sägeblatt: 450 mm • Vorschub: 0-1.000 mm / min • Eilrücklauf: 3.500 mm / min • Gewicht: 1.050 kg • Gehrungsbereich: 0° / 90° / 0° • Schwenkbereich für Gehrungsschnitte: 180°

• Arbeitsbereiche: (90° / 40°) Rundmaterial: 150 mm / 150 mm Vierkantmaterial: 140 mm / 130 mm Flachmaterial: 330 x 40 / 250 x 40 mm

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EINFACHE LÖSUNGEN FINDEN EIN ONLINE-PORTAL FÜR BAUPROFIS UND INTERESSIERTE Interview mit Sven Kulmer von Freya Mohr

Unternehmer und Produkte in der Baubranche sind oft nicht einfach zu finden. Die Online-Plattform Web-Plan integriert Architekten, Unternehmen am Bau, Hersteller, Vertrieb und Produkte auf einem einzigen Portal. Wer beispielsweise nach Leuchten sucht, findet nicht nur einen Hersteller, sondern auch den passenden Installateur in seiner Nähe dazu. Wir fragten den Gründer Sven Kulmer, wie das genau funktioniert.

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s gibt viele und gute Unterneh­ mungen für Lösungen am Bau. Nur ist es oft nicht einfach, den richtigen Partner zu finden. Was ist Ihre Lösung? Die Auswahl des geeigneten Unternehmens hängt von vielen Kriterien ab. Unternehmer am Bau sollen eine Lösung bieten, welche nachhaltig und funktionsübergreifend das hält, was sie verspricht: Qualität, Lebens­ dauer der eingesetzten Produkte und Preis. Die Auswahl des passenden Unternehmens geschieht meist über Referenzen bestehender Arbeiten. Das Online-Portal www.webplan.com erleichtert es, das Netz­werk der Unternehmung sowie Ref­erenz­projekte unabhängig einzusehen. Dazu haben wir unter anderem das Tool «Finder» geschaffen. Welchen Mehrwert haben die Nutzer von dem Portal? Der Besucher kann im «Finder» nach Projekten, Unternehmen und Produkten suchen. So lernt er diese kennen, kann sich schnell und übersichtlich Referenzen beschaffen und findet neue Lösungen. Wie genau funktioniert der «Finder»? Dies ist sehr einfach aufgebaut. Jede Bauwerksgattung hat einen eigenen Bereich, in dem Architekten ihre Projekte integrieren können und Hersteller ihre Produkte. Alle Einträge lassen sich miteinander verknüpfen, somit erhält der Besucher einen schnellen Überblick. Mit dem Suchfeld ist es auch möglich, eine Ortschaft einzugeben. Das ist ideal, wenn man am Projektort nur wenige Unternehmer kennt, aber ortsansässige Firmen sucht. Wie ist es mit den Produkten, welche in der Baubranche verwendet werden? Das basiert auf dem gleichen Prinzip wie bei den Unternehmen. Über den «Finder» kann der Nutzer sämtliche Produkte nach

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Auf Web-Plan erhalten die Portal-Nutzer Referenzen zu Unternehmern und Produkten aus der Baubranche.

Anwendung und Einsatzort filtern und sich so über Hersteller, Vertriebe und SalesPartner informieren. Bei jedem Produkt werden dessen Produktefamilie angezeigt. Der Hersteller kann Produktinformationen, Mediadaten, Identifikationen, Labels, Awards, technische Daten und Downloads zur Verfügung stellen. Können Sie das genauer erklären? Sucht der Nutzer zum Beispiel ein Produkt im Bereich Lichtschalter, so gibt er dies im Suchfeld ein. Dann werden ihm die im «Finder» integrierten Hersteller und deren Produkte auf einer einzigen Seite angezeigt. Das macht eine Auswahl nach bestimmten Designanforderungen besonders einfach,

«Die Digitalisierung in der Baubranche ist sehr aktuell.»

und man findet auch Produkte, die man bislang nicht im Portfolio hatte. Dies ersetzt sozusagen gedruckte Kataloge? Die Digitalisierung in der Baubranche ist sehr aktuell. Hersteller sind gefordert, dem Interessierten ihre Produkte in guter Qualität und in digitaler Form bereitzustellen. Um Ihre Frage zu beantworten: ja. Kann der Nutzer seine gefundenen Pro­ dukte im Web-Plan auch speichern? Im Login-Bereich kann der Nutzer eine Sammelmappe erstellen und die Produkte sowie auch Unternehmen mit einem Klick integrieren. Anschliessend kann er die Sammelmappe per PDF personalisieren und beispielsweise als Musterkoffer dem Investor oder dem Bauherrn zur Verfügung stellen. Was kostet der Beitritt zu dem Portal für Unternehmer? Die Nutzung des Portals ist für jeden Besucher kostenlos. Zudem verzichten wir auf Werbungen. Ein Unternehmer mit einer eingetragenen Firma kann sich zunächst mit


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einem kostenlosen Abo einloggen und einen Eintrag über sein Unternehmen erstellen. Für weitere Features sind drei Bezahlmodelle integriert. Diese sind auch für einen Kleinunternehmer bezahlbar, damit jede Unternehmung sich auf dem Bauportal zeigen kann. Wie sieht es mit dem Datenschutz aus – gibt der Nutzer nicht zu viele Informa­ tionen preis? Der Datenschutz liegt uns in dieser Zeit der Generation «Digital Natives» am Herzen. Jeder Unternehmer bestimmt selber, was er in seinem Eintrag zeigen möchte. Wichtig ist hierzu, dass die Bild- und Textrechte seitens des Unternehmens vorhanden sind. Die Einträge lassen sich jederzeit im LoginBereich ändern oder löschen, denn die Datenhoheit obliegt der jeweiligen Firma. Sind noch weitere Funktionen auf dem Portal geplant? Wir haben sehr viele Ideen, die der Baubranche helfen, Projektabläufe zu vereinfachen.

Web-Plan ONE – Der sichere Ort für die Speicherung und das Teilen von Baudaten.

Zwei weitere haben wir bereits realisiert: das Tool «Config» und das Werkzeug «One». Der Gebäudekonfigurator «Config» stellt Raumbeschriebe und die dazugehörigen Kosten für die Elektroinstallation in Ein- und Mehrfamilienhäuser zusammen.

«One» funktioniert wie eine Dropbox speziell für Baudaten. Diese können gesichert, auf einen externen Server übermittelt und geteilt werden. Wir optimieren laufend die bestehenden Werkzeuge. Freuen Sie sich, es wird spannend.

Web-Plan | Gotthardstrasse 1 | CH-6045 Meggen | Tel. +41 (0) 41 3780666 | info@web-plan.com | www.web-plan.com


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Olympiastadion Berlin: Schlanke Stützen aus hochfestem Stahl tragen das Dach des umgebauten Stadions. Architekten: gmp von Gerkan, Marg + Partners.

NISCHE ODER GRÖSSE DIE FASZINATION VON STAHL IN SCHWIERIGEM UMFELD von Georg Lutz

Die europäische Stahlbranche hat nicht wenige Herausforderungen zu bewältigen. Steigende Energiepreise und der unfaire Wettbewerb mit China sind nur zwei zentrale Stichworte. In der Schweiz kam in den letzten Jahren noch der Frankenschock dazu. Da gilt es, wetterfeste Nischen zu erhalten und auszubauen. Trotzdem hat Stahl weiter viele Potenziale, wie die unterschiedlichen Beispiele hier zeigen.

E

s kann dem hiesigen Stahlhandel und der Baubranche insgesamt nicht gleichgültig sein, was in der Weltwirtschaft vor sich geht. Da machen sich Entwicklungen breit, die mit einem fairen Welthandel nichts mehr gemein haben. China, der Treiber der wirtschaftlichen globalen Entwicklungen, subventioniert seine Stahlproduktion massiv. Mit den hohen staatlichen Subventionen werden Über­ kapazitäten aufgebaut. Diese werden zu Schleuderpreisen auf den Weltmarkt geworfen. Angesichts der Dumpingangebote muss man sich in Europa und den USA schon warm anziehen. Selbst der Nischenplayer Schweiz ist hier betroffen.

Fussbodensystem aus Stahl

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Ähnlich wie in der Solarbranche will man in China globale Marktmacht erreichen. Europäische Wirtschafts- und Aussenpolitiker oder Lobbyverbände sprechen dann

gerne von einem bösen «Foul». Das ist richtig. Allerdings verfährt die europäische Wirtschaft in anderen Bereichen genauso. So überschwemmen hoch subventionierte Agrarprodukte aus Europa afrikanische Märkte und zwingen einheimische Anbieter in die Knie. Das Klagen ist aus diesem Grund nicht ganz glaubwürdig.

UNTERSCHIEDLICHE STRATEGIEN Zurück zum Stahl. Wie sehen die Reaktionen aus? Die eine Antwort lässt sich unter dem Stichwort Grösse zusammenfassen. Ein Beispiel ist die Elefantenhochzeit von zwei Stahlriesen. ThyssenKrupp aus Deutschland und der Konkurrent Tata Stee aus Indien haben eine Absichtserklärung für ein Joint Venture unterzeichnet. Nur so könne man der chinesischen Power noch etwas entgegensetzen.


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Lech-Brücke in Schongau (D): Eisenbahnbrücken aus Stahl-Verbundfertigteilen sind nicht nur schlank und spannen weit, sondern können auch in kurzer Bauzeit montiert werden.

Die Verantwortlichen der Schweizer Stahlbranche wie der Schweizerische Stahlund Haustechnikhandelsverband SSHV und das Stahlbau Zentrum Schweiz tun gut daran, ihre Kräfte zu bündeln. Aber nicht um in neuen Oligopolen auf dem Weltmarkt unterzugehen, sondern um

qualitativ hochwertige Nischen auszubauen, in denen Schweizer Stahlprodukte zukunftsfähig sind.

Rippenstreckmetall im Treppenbau: kreativ einge­ setzt: Rippenstreckmetall als tragendes Bauteil.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU.

Derweil freuen wir uns am Anblick von spannenden Stahllösungen, die hier vorgestellt werden.

www.www.sshv.ch www.szs.ch

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Der ausdrucksstarke Auftritt von Stahl überzeugt.

VON BRÜCKEN, PLATTFORMEN UND HALLEN DIE ELEGANZ VON STAHL von Fridolin Jakober

Planung, Genehmigung und Fundierung sind die grossen Zeitfresser. Doch sobald die Tieflader mit den Trägern und Wandelementen und der Pneukran auffahren, geht es ruckzuck und die Industriehalle steht. Das demonstrierte die Toscano Stahlbau AG in Cazis eindrücklich beim Bau ihrer eigenen Hallen.

G

raubünden, das ist ein Land der Schluchten, aber auch ein Land der Stahlbrücken, die über diese Schluchten die Dörfer verbinden – als Fussgänger- oder Strassenbrücken, Passerellen oder Eisenbahnbauwerke. Findige Ingenieure und familiäre Stahlbauunternehmen haben aus diesem Grund im Gebirgskanton Tradition – und sie lassen sich auch von engen Zeitplänen und schwieriger Logistik nicht abschrecken. Wird eine Stahlbrücke ins Schienennetz der Rhätischen Bahn eingebaut, so fertigt man grosse Teile vor, damit es zu keinen Unterbrüchen im Betrieb kommt. Auch die neue Bogenbrücke aus Stahl, das Wahrzeichen des Örtchens Zignau, wurde im

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Domleschg zusammengefügt und in einem Stück in die Surselva hinaufgeführt.

DIE RICHTIGE HALLE HABEN Doch dazu braucht es Industriehallen wie die, welche Andreas Kubli, Firmeninhaber und Bauleiter des mittelgrossen Familienunternehmens Toscano Stahlbau AG, im September 2009 in der Industriezone Unterrealta plante und bereits am 9. August 2010 beziehen konnte. Ihre Spannweite beträgt 32 Meter, sie ist 14.5 Meter hoch und 90 Meter lang. Und sie ist vergleichsweise leicht. Aus gerade mal 275 Tonnen Stahl entstand eine Bruttogeschossfläche von 3380 Quadratmetern, darin bewegen 10-tLaufkrane die teilweise riesigen Bauteile aus Stahl. Die rekordverdächtige Bauzeit

von sechs Monaten verdanken Doris und Andreas Kubli auch der Tatsache, dass sie selbst Bauherrschaft, Bauingenieure und Unternehmer waren. Doch damit nicht genug. «Wir brauchten zusätzliche Produktionsmöglichkeiten für die Projekte, die anstehen», sagt Andreas Kubli. In Beton kaum denkbar, in Stahlbau aber die beste Option: eine zweite Halle gleich neben der ersten. Der Terminplan für die zweite Halle war ebenso ambitioniert: Am 25. November 2016 setzten Andreas und Doris Kubli den Spaten an – acht Monate später wird hier bereits gearbeitet. 64 Tonnen können die zwei neuen Laufkräne in der 25 Meter breiten und 60 Meter langen Erweiterungshalle bewegen. Das ist auch nötig, gerade jetzt werden hier die schweren Teile der Stahlkasten-


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Tragkonstruktion geschweisst und verarbeitet, welche schon bald die neue Brücke «Sora Giuvna» der RhB zwischen Reichenau und Bonaduz bilden werden.

TRAGFÄHIGE LÖSUNGEN Ist er richtig gegen Korrosion geschützt, überzeugt Stahl durch hohe Tragfähigkeit bei schlanker Konstruktion – ob Eiffelturm oder Golden Gate Bridge, sie verdanken ihre Eleganz dem formbaren Metall und prägen das Bild der Moderne. Aber auch in der Öko-Bilanz schneidet Stahl gut ab, denn er ist praktisch unendlich rezyklierbar. Zudem lassen sich Stahlbauten in Rekordzeit rückbauen oder durch einen Umbau für eine neue Nutzung anpassen, was ihn zum idealen Material für den Anlagenbau macht. Ob die Aussichtsplattform «Il Spir» hoch über der Ruinaulta oder der Nachläufer einer Tunnelbohrmaschine, ob Bierlager oder Kieswerk – in Stahl wird es elegant, stabil und leicht.

Stahl ist tragfähig und für flexible Aufgaben geeignet.

Toscano Stahlbau AG | Industriezone Unterrealta | CH-7408 Cazis | Tel: +41 (0) 81 650 05 80 info@toscano-stahl.ch | www.toscano-stahl.ch

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BAUEN

DER STEIN DER WEISEN UNTERNEHMENSPORTRÄT DER BAUSTOFFPROFIS Interview mit Roland Bühler von Lone K. Halvorsen

Die im Jahre 1946 gegründete Firma Hug Baustoffe AG bleibt stets ihren Visionen treu: Zielstrebigkeit, Flexibilität, Präzision, Sicherheit und Transparenz.

Die Ausstellung der Hug Baustoffe AG fächert die gesamte Bandbreite des Angebots im Innenbereich auf.

H

eute ist das Unternehmen, mit Hauptsitz in Nänikon-Uster, der Experte für Baustoffe und Bautechnik. Seit über 70 Jahren arbeitet das Unternehmen mit den unterschiedlichsten Materialien, Gesteinen und Mineralien, ob als Rohstoffe oder als Bestandteil eines Fabrikats. Das Angebot, die umfassende Beratung sowie Serviceleistung hat das Unternehmen durch die Jahre zu dem regionalen Marktführer gemacht. Mit Fokus auf individuelle und qualitätsorientierte Fachberatung erfährt man hier die starke lokale Verwurzelung und unternehmerische Nähe. Bei der Gestaltung von Innenräumen sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Damit die Wünsche und Träume verwirklicht werden können und

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«Wir sind unglaublich vielseitig aufgestellt.» lösungsorientierte Ansätze mit den richtigen Produkten erfolgen, empfiehlt sich ein Besuch in einer der vier Ausstellungen des Unternehmens. Auf rund 4.700 Quadratmetern, in Hinwil, Volketswil, Wettingen und Zürich, werden Architekten, Unternehmer oder Bauherren kreativ, kompetent und zuverlässig durch

die Planung und Gestaltung von Neuoder Umbauten begleitet. Was sind die Kernkompetenzen der Hug Baustoffe AG? Wir sind unglaublich vielseitig aufgestellt. Das Sortiment reicht von der eher klassischen Baustoffhandlung mit alleine bereits Zigtausenden Produkten. Geht über zu Werkzeugshops mit allerlei Geräten und Arbeitskleidung, Baumaschinenvermietung hin zum Bereich Innenausbau mit Sanitär­ grosshandel und Keramik und den angesprochenen Ausstellungen. Neuerdings mit der Übernahme der Pfaff AG werden wir auch vermehrt im Bereich Schrauben / Befestigungstechnik und hydraulische Schläuche tätig. Diese enorme Vielseitigkeit, gepaart mit Flexibilität und dem Nutzen für


Träume lassen sich in die Praxis umsetzen.

den Kunden «Alles aus einer Hand» ist unsere grösste Kernkompetenz.

im Showroom auf keramische Wandund Bodenbeläge.

Welche Produkte werden in den Aus­ stellungsräumen präsentiert? In Nänikon betreiben wir eine grosse Aussen­­fläche mit Produkten rund um die Gartengestaltung. In den Ausstellungsräumen in Hinwil, Volketswil und Zürich geht es vorwiegend um Ideen und Inspiration für die Gestaltung im Innenbereich. In Wettingen konzentrieren wir uns

Welche Beratungen werden hier an­ geboten? Jeder Kunde ist einzigartig. Deshalb nehmen wir uns Zeit um seine Bedürfnisse und Ziele zu erfahren. Dementsprechend machen wir ein Angebot. Sei dies mit Ideen, Vorschlägen, Präsentationen von Highlights und Neuheiten. Wir helfen mit unserer langjährigen Erfahrung unseren Kunden bei der

Entscheidungsfindung. Durch den Besuch von internationalen Fachmessen wissen unsere Fachberater genau, was momentan im Trend liegt, welche Träume überhaupt machbar sind, und sie kennen die zeitlosen Produkte, welche Beständigkeit vermitteln. Kann ich mich als Endkunde auch hier beraten lassen? Auf jeden Fall! Schlussendlich dürfen Sie als Endkunde ihre individuelle, persönliche Wohlfühloase am meisten geniessen.

© fotolia/sdecoret

Hug Baustoffe AG | Grossrietstrasse 12 | CH-8606 Nänikon-Uster | Tel. +41 (0) 44 905 97 00 | www.hug-baustoffe.ch

WIR TUN ALLES FÜR MEHR SICHERHEIT. Linde Zero Accident. Menschliches Versagen ist die Ursache für 95 % aller Arbeitsunfälle. Deshalb bietet Linde innovative Lösungen, um den Fahrer aktiv zu unterstützen und Arbeitsabläufe nachhaltig zu verbessern. Ihre Vorgaben zur Prozessoptimierung binden wir dabei gern ein. Unsere Vision: eine Logistik, bei der Unfälle zu 100 % ausgeschlossen sind. Linde Material Handling Schweiz AG

www.linde-mh.ch


Glasfronten bringen viel Licht, verlangen aber auch nach mehr Sicherheit vor Eindringlingen.

NACHHALTIG TRANSPARENT EIN REGIONALER FENSTERBAUER SETZT AUF QUALITÄT von Christian Wenger

Fenster sind die Augen eines Gebäudes. Es gilt, unterschiedlichste Wünsche zu erfüllen: Innen- und Aussenraum treffen hier konstruktiv aufeinander, die Flächen nehmen zu, Energie und Effizienz kennen sich gut, und bei dem Thema Einbruchschutz braucht es überzeugende Lösungen. Deshalb ist im Idealfall der Fensterbauer ein Partner, der vor Ort mit Schweizer Qualität gezielt auf individuelle Anforderungen eingehen kann und dabei nachhaltig handelt. Billiganbieter können das nicht.

A

ls Spezialisten für Entwicklung und Verkauf von Fenstersystemen und -komponenten haben die Verantwortlichen der ESCHBAL AG den «richtigen Durchblick» beim Thema Fenster – und zwar schweizweit: Die Anbieterin stellt sich als Systementwicklerin auf, und die zwei anderen Mitglieder der Gruppe sind als Produzenten und Verkaufsorganisationen überall vor Ort, wo es in der Schweiz einen kompetenten Partner braucht.

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Die Angebote der Fensterexperten sind umfassend. Es geht um verschiedene Holzund Holzmetallfenster-Systemvarianten sowie Schiebetüren bis hin zu Denkmalpflege-Lösungen. Eine der Stärken der ESCHBAL AG liegt in der Vielfalt der auf Holzfenster basierenden Lösungen für die Kunden. Das Unternehmen bietet Fenstersysteme für den Neubau, aber vor allem für den riesigen Bedarf an Sanierungsfenstern aller Art an. Und gerade beim

Thema Sanierung hat es ja in der Schweiz noch einige Luft nach oben. Die Fachkräfte entwickeln individuelle und kundenspezifische Lösungen aus Holz und Holzmetall. Von den ästhetischen Anforderungen in der Profilgestaltung bis hin zum Abdecken der Wünsche der Denkmalpflege reicht der Dienstleistungsbogen. Dabei bringen Kundenwünsche immer wieder neue Herausforderungen für das


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Entwicklungsteam mit sich. Ausserdem sorgt das Team dafür, dass das SiriusFenstersystem bauphysikalisch stets auf dem neuesten Stand ist. So lassen sich eine effizientere Wärmedämmung oder Verbesserungen beim Einbruchschutz schnell integrieren und laufend aktualisieren.

FLÄCHEN AUS GLAS Je schlanker das Rahmenprofil ist, umso grösser wird die Glasfläche. Dadurch flutet deutlich mehr gesundes Tageslicht in die Räume, was sich positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirkt. Darüber hinaus lässt sich mit dem Einsatz von entsprechendem Glas leicht ein Minergie- oder Minergie-P-Standard erreichen. Wärmeverluste über die Fenster werden minimiert und gleichzeitig die wohltuende und energiereiche Sonnenstrahlung eingelassen. Das spart gleich doppelt Energie, nämlich bei der Beleuchtung und beim Heizen. Jahr für Jahr.

Rahmen darum stellt ein System dar, welches darauf ausgelegt ist, dass individuelle Kundenwünsche längerfristig abgedeckt sind. Hier spielen auch die Serviceleistung und Garantie eine wichtige Rolle. Denn Fenster benötigen einen periodischen Unterhalt, und um diesen zu gewährleisten, ist der ESCHBAL AG ein kompetenter und zeitnaher Service wichtig. Durch die lokale Nähe zum Kunden ist genau das einfach und günstig gegeben. Und falls doch mal Mängel auftreten sollten, ist ein Sirius-Verarbeiter nicht weit entfernt. Anders als ausländische Anbieter hat dieser eine kurze Anfahrt, um die Mängel rasch zu beheben.

Ausserdem ist das Erhalten von Schweizer Arbeitsplätzen in der Produktion und Ausbildung dem Fensterbauer ein persönliches Anliegen. Einige bekannte Fensterproduzenten, leider auch in der Schweiz, verlagern ihre Produktion ins Ausland oder beziehen nur noch die fertigen Fenster direkt aus dem Ausland. Diese sind in den meisten Fällen jedoch nicht für die spezifischen Anforder­ ungen in der Schweiz entwickelt worden. Damit die Kunden von diesen Vorteilen auch in Zukunft profitieren können, investiert die ESCHBAL AG laufend in die Modernisierung der Produktion und in die Ausbildung von Fachkräften.

KOMFORT UND SICHERHEIT Die besonderen positiven Eigenschaften von möglichst grossen Glasfronten erfordern allein schon wegen des hohen Gewichts Schiebefenster. Hier setzen SiriusFenster Massstäbe in Sachen Komfort und Sicherheit. Auch grosse, schwere Schiebefenster gleiten sanft und leise zur Seite. Es sei denn, ein Eindringling versucht sich von aussen Zugang zu verschaffen. Dann sorgt die besondere Konstruktion der Sirius-Schiebefenster dafür, dass sie nicht ausgehebelt werden können und sicher verschlossen bleiben. Zu Recht tragen Sirius­­­-Fenster den Namen des hellsten Sterns am Nachthimmel.

IN DER SCHWEIZ AUFGESTELLT Viele grosse Anbieter von Fenstersystemen verlagern aus Kostengründen ihre Produktion ins Ausland. Die ESCHBAL AG wählt bewusst einen anderen Weg. Die Verantwortlichen setzen auf die Nähe zum Fensterbauer in der Schweiz. Diese Nähe ist ihr grosser Vorteil: Auf Veränderungen kann sofort reagiert werden, Innovationen und Kundenwünsche sind schnell umgesetzt und dank der dezentralen Organisation rascher beim Kunden. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist die gelebte Nachhaltigkeit. Kernpunkte dabei sind Qualität, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und dezentrale Strukturen. Der

Grosszügige Fenster holen die Natur ins Wohnzimmer.

ESCHBAL AG | Aspstrasse 9 | CH-8472 Ober-Ohringen | Tel. +41 (0) 52 320 08 08 | info@sirius-fenster.ch | www.sirius-fenster.ch

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© Werner Sobek

BAUEN

Den Ressourcenverbrauch in verdichteten urbanen Zentren signifikant verringern.

NEULAND BETRETEN NACHHALTIGES BAUEN BRAUCHT PROFESSIONELLEN MUT von Georg Lutz

Interaktive Räume und anpassungsfähige Hüllen – neuer Sonderforschungsbereich widmet sich dem ressourcenschonenden Bauen von morgen.

E

in neu gegründeter Sonderforschungsbereich der Universität Stuttgart (SFB 1244) befasst sich mit dem nachhaltigen und ressourcensparenden Bauen von morgen. «Es entstehen völlig neue Gebäudetypen – und die Forschung betritt in vielen Bereichen absolutes Neuland», so der renommierte Architekt und Ingenieur Werner Sobek. Das Ziel: Auf Basis der erarbeiteten Grundlagen soll der Ressourcenverbrauch im Bauwesen bereits in wenigen Jahren schrittweise signifikant reduziert werden. Mehr bauen – mit weniger Ressourcen: Werner Sobek steht mit seiner international ausgerichteten Firmengruppe und als Leiter des

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Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart für ressourcenschonendes Bauen. Er hat das «Triple-Zero»-Konzept entwickelt, eine prägnante Beschreibung der Eigenschaften, die nachhaltige Gebäude erfüllen müssen. Als Sprecher des von ihm initiierten Sonderforschungsbereichs der Universität Stuttgart geht er davon aus, dass der Ressourcenverbrauch im Bauwesen bereits in wenigen Jahren signifikant reduziert werden kann – vor allem im Hochhausund Brückenbau. Im Zentrum der Forschung stehen anpassungsfähige Systeme, die mit ihren Bewohnern und ihrer Umwelt gezielt «interagieren».

DYNAMISCHES BAUEN «Die gebaute Umwelt von morgen wird sich mit ihren interaktiven Räumen und anpassungsfähigen Hüllen erheblich von der heutigen starren und passiven Bauweise unterscheiden», lautet eine der zentralen Aussagen von Werner Sobek. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ressourcenschonenden Bauen ist die Gründung des Sonderforschungsbereichs der Universität Stuttgart, der von sechs Fakultäten und 15 Instituten getragen wird. Die interdisziplinären Forschungsarbeiten sind auf rund zwölf Jahre angelegt. Ein signifikantes Beispiel für ressourcenschonendes und dabei leistungsstärkeres


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NEUE WOHNHÄUSER ENTSTEHEN

weiterwachsenden Weltbevölkerung sowie der absehbaren Ressourcenverknappung benötigen wir dringend neue Ansätze, die es erlauben, mehr mit weniger zu bauen – und mit deren Hilfe das verbaute Material auch wieder voll in natürliche oder technische Stoffkreisläufe zurückgeführt werden kann. Dies ist der grundlegende Anspruch, der dem Sonderforschungsbereich zugrunde liegt.» Auf dem Institutsgelände wird ein «Demonstrator» entwickelt – ein zehngeschossiges Hochhaus, mithilfe dessen adaptive Fassaden und Tragwerke auf ihre praktische Anwendbarkeit überprüft werden sollen.

Als Prototyp für das Bauen von morgen gilt das von Werner Sobek entworfene Aktivhaus B10, das im Jahr 2014 unter grossem internationalen Aufsehen auf dem Stuttgarter Killesberg auf dem Gelände der Weissenhofsiedlung eröffnet wurde und als das Erste seiner Art gilt – bis heute dient das in jeder Hinsicht zukunftsorientierte Gebäude als «Innovation Lab» und gibt der Öffentlichkeit Impulse für das energieautarke, nachhaltige und mit E-Mobilität vernetzte Wohnen der Zukunft.

Das Aktivhauskonzept ist ein Beispiel dafür, wie sich Adaptivität in die gebaute Umwelt integrieren lässt – auch in hoch verdichteten Ballungsräumen ist es denkbar, Baulücken zu nutzen, um an dieser Stelle ein mehrgeschossiges, in modularer Bauweise gefertigtes Gebäude zu errichten.

MEHR MIT WENIGEM BAUEN «B10 ist ein Prototyp, der zeigen soll, wie sich das Prinzip eines Aktivhauses auf den verdichteten Wohnungsbau in Grossstädten übertragen lässt», erläutert der Architekt und resümiert: «Angesichts der

© Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart.

Auch eine stärkere Vernetzung zwischen den Menschen und ihren Wohn- und Arbeitsstätten wird die gebaute Umwelt

zukünftig prägen – mit dem Ziel, eine allgemeine Steigerung des Nutzerkomforts und der Funktionalität zu erreichen.

© A.T. Schaefer, Stuttgart

Bauen ist die «Stuttgart SmartShell», die im Jahr 2012 am Stuttgarter ILEK entwickelt wurde und für das neue Forschungsvorhaben wegweisend ist. Dabei handelt es sich um das erste grossmassstäbliche adaptive Schalentragwerk weltweit: Eine extrem dünnwandige Holzschale von nur vier Millimetern Stärke überspannt eine Fläche von 100 Quadratmetern. Das anpassungsfähige Tragwerk kann dank einer speziellen Steuerung innerhalb von Millisekunden auf eine Änderung im Belastungszustand reagieren. Vor allem bei Hochhäusern, weit spannenden Fassaden, Brücken oder Stadiendächern kann mithilfe dieser adaptiven Struktur wirkungsvoll einer Materialermüdung vorgebeugt und die Leistungsfähigkeit tragender Konstruktionen deutlich erhöht werden.

Architekt und Ingenieur Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek fördert nachhaltiges Bauen.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. Ein zehngeschossiges Testhochhaus mit adaptiven Fassaden und Tragwerk dient als Prüfstand.

www.uni-stuttgart.de/ilek


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MASSIV AUS HOLZ BAUEN MIT DIAGONALDÜBELHOLZ® von Christian Milz

Bauen mit Holz ist im Trend. Der Baustoff ist robust und ökologisch. Zudem sind der architektonischen Kreativität keine Grenzen gesetzt, sowohl technisch als auch optisch. Eine bekannte Bauweise ist Brettstapel- beziehungsweise Dübelholz, hierzu kommt die Sohm AG mit einer Verbesserung.

Der imposante Bau des Kindergartens Mitteldorf in Diepoldsau setzt auf DiagonalDübelholz® in Wänden, Decke und Dach.

H

olz ist ein alter Baustoff, den die Zimmer­leute schon seit Jahrhunderten nutzen. Im Hausbau war Holz zwar lange durch Stahl und Beton verdrängt, aber erlebt jetzt im 21. Jahr­ hundert eine Renaissance. Das hat verschiedene Gründe, beispielsweise ist heimisches Holz nachhaltig und als Baustoff stabil, wärme­d ämmend und gut mit anderen Materialien kombinierbar.

EINZIGARTIGES DÜBELHOLZ Eine massive und umweltschonende Bauweise ermöglicht zum Beispiel das Diagonal­ Dübelholz® – eine Sohm-Eigenentwicklung für flächige Massivholzelemente mit hochwertigen Sichtoberflächen. Die patentierte und preisgekrönte Technik bewährt sich seit 2001. Das Besondere: Keilgezinkte Holz­ lamellen werden, anders als bei üblichem Brettstapel- beziehungsweise Dübelholz,

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nicht durch parallel, sondern durch diagonal eingepresste Hartholzdübel zu dem DiagonalDübelholz®-Element verbunden. Dies und eine Wellenprofilierung zwischen den Lamellen machen das Dübelholz noch formstabiler und es entsteht eine plane und ruhige Oberfläche. Für die Herstellung der Elemente bedarf es keiner metallischen Verbindungsmittel. Mit lediglich 0.05 Prozent Leimanteil beinhaltet dieses Dübelholz weniger als ein Zehntel des Leimanteils von Brettsperrholz. So bleibt es ein besonders natürliches und ökologisches Holzprodukt.

MODERNE HOLZBAUTEN Das DiagonalDübelholz® eignet sich für Wand, Decke und Dach und ist im Wohnbau ebenso anwendbar wie im öffentlichenund im Gewerbebau. Dank der schlanken

und kompakten Konstruktion kann auf anspruchsvollste Wünsche eingegangen werden, und es lassen sich Massivholzbauten jeder Art, Form und Grösse realisieren. Das zeigt sich beispielsweise am eindrücklichen Gebäude des Kindergartens Mitteldorf in Diepoldsau, geplant von den Ventira Architekten. Der obere Teil des Hauses scheint in der Luft zu schweben. In dieser Auskragung des ersten Obergeschosses in Längsund in Querrichtung bestand die statische Herausforderung. Ermöglichen tut dies eine in den Aussenwänden integrierte Stahlabspannung. Diese Aussenwände sowie diverse Trennwände bestehen aus DiagonalDübelholz ® Tanne Auslese. Wie das DiagonalDübelholz ® mit der Oberfläche Tanne Auslese in Wohnräumen wirkt, zeigt auch das Einfamilienhaus Bosshart in


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Der offene Wohnraum des Einfamilienhauses wirkt dank dem Holz rustikal und modern zugleich.

Altenrhein vom Architekturbüro Göldi + Eggenberger AG. Im Innenbereich zieht sich eine Kombination aus Weisstannen- und Eichenholz zusammen mit schwarzen und weissen Oberflächen durch das gesamte Wohnhaus. Im offen gestalteten Wohnraum ergibt sich mit dem Einsatz von DiagonalDübelholz ® mit Glattkantprofil eine ruhige Atmosphäre.

weise des DiagonalDübelholz ® gibt das Unternehmen an der Swissbau in Halle 1.1 an Stand A172.

SCHLÜSSELFERTIGER PROJEKTBAU

• Oberflächenprofile: Glattkant, 2 mm

Die Sohm AG setzt DiagonalDübelholz ® in eigenen Projekten ein und vertreibt es aus­serdem in Form von einzelnen Massiv­ holzelementen oder vorgefertigten Wandund Deckenelementen. Das 2011 gegründete Unternehmen aus Widnau (SG) weist Erfahrung in der Errichtung von Massivholzbauten jeglicher Art und Grösse auf und übernimmt als Generalunternehmer die gesamte Koordinierung und Verantwortung für die Errichtung des Bauwerks. Einen genauen Einblick in die Funktions-

DIAGONALDÜBELHOLZ ® • Oberflächen: Tanne Auslese, Fichte Sicht, Industrie Sicht, Nicht Sicht Schattennut, 4 mm Schattennut, Akustikprofil • Oberflächenbehandlung: Gehobelt, Bandsägeschnitt bei Tanne Auslese Glattkant möglich • Stärke: 8 – 24 cm • Elementbreite: 60 cm • Elementlänge: Bis 15 m • Lamellenverbund: Diagonal eingepresste Buchenholzdübel & Wellenprofil • Zertifizierung & Zulassung: Europäische Technische Bewertung (ETA) • Brandwiderstandsklasse REI 60

Sohm AG Schweiz | Parkweg 4 | CH-9443 Widnau | Tel. +41 (0) 71 7201 306 | office@sohm-holzbau.ch | www.sohm-holzbau.ch

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UNSERE KOMPETENZ IST IHR ERFOLG


KOLUMNE

SOLARENERGIE – EINE ARCHITEKTONISCHE WENDE? von David Stickelberger

A

uf den geeigneten Dächern und Fassaden der Schweiz könnte mit Fotovoltaikmodulen rund die Hälfte des heutigen Strombedarfs der Schweiz in der Jahresbilanz produziert werden. Es gibt gute Gründe, wenigstens einen Teil dieses Potenzials zu nutzen. Produktionsseitig fallen in absehbarer Zeit nicht nur die einheimischen AKW, sondern auch jene in Deutschland und auch viele in Frankreich weg. Auch die deutschen Kohlekraftwerke, bisher ein Tabu bei unseren Nachbarn, werden irgendwann dem Klimaschutz weichen müssen. Sonst können die verpflichtend internationalen Ziele nicht eingehalten werden. Verbrauchsseitig kommen neue Stromverbraucher hinzu, namentlich in der Mobilität sowie für den Ersatz fossiler Heizungen. Die Vorstellung, unseren Gebäude­park grossflächig mit Solarmodulen einzudecken, löste bisher Skepsis aus, namentlich bei Architekten. Die meisten von ihnen stellen sich blau schillernde Platten in einheitlicher Grösse vor, die jeglichen Gestaltungsspielraum zunichte machen. Basierend auf diesen Vorurteilen wollen die meisten Architekten keine Solaranlagen installieren, und wenn der Bauherr eine solche unbedingt will, dann versteckt man sie halt gut auf dem Dach. Sie gehört in dieser Sichtweise in den Bereich Technik und damit in den Verantwortungsbereich des Haustechnik-Ingenieurs. Davon ausgenommen sind einige wenige Architekten, die seit Jahren wegweisende Neu- und David Stickelberger Umbauten erstellen, die dank Solarenergie zu Plusenergiehäusern werden und erst noch gut aussehen. Dies blieb meist unbemerkt oder allenfalls belächelt von den Mainstream-Berufskollegen. Doch nun kommt gleich von mehreren Seiten Bewegung in die Sache. Im Frühling 2017 wurde erstmals an der Architekturabteilung der ETH Zürich ein Entwurfssemester durchgeführt, bei dem von den Studierenden explizit der Einsatz von Fotovoltaik an der Fassade verlangt wurde. Die Ergebnisse sind teils faszinierend – es wurde verstanden, dass Solarenergie zu einem neuen Gestaltungselement wird. Das wird unterstützt durch neue Entwicklungen seitens der Hersteller. Das mit den blau schillernden Platten

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ist nun wirklich passé – es gibt inzwischen eine breite Palette bezüglich Farbgebung, Oberflächenstruktur und Grösse der Module. Einige kürzlich fertiggestellte Projekte zeigen, was bereits möglich ist. Am weitesten gegangen ist das energie­autarke Mehrfamilienhaus in Brütten ZH von René Schmid Architekten mit Modulen auf dem Dach und an der Fassade und einem Wasserstoffspeicher für die Versorgung im Winter. Das sanierte Mehrfamilienhaus in Zürich von Viridén Partner zeigt, wie aus einer Energieschleuder ein Haus mit Energieüberschuss wird. Die ganze Fassade ist mit graugrünen matten Elementen ausgestattet, denen man nicht ansieht, dass sie Solarmodule sind. Der Neubau Solaris von Huggenbergerfries in Zürich-Wollishofen besticht mit rotbraunen geriffelten PV-Fassadenelementen, die in der Architekten­szene für Aufsehen sorgen. Und Beat Kämpfen sanierte ein 40-jähriges Haus in Zürich-Schwamendingen, wobei dort thermische Kollektoren in dezentem Bronzeton an der Fassade das prägende Element sind. Erst in Bau ist das Gebäude des Baselstädter Amts für Umwelt und Energie von Jessenvollenweider mit bedruckten PV-Elementen auf der gesamten Fassade. Die Beispiele zeigen, dass Solar­ energie als architektonisch wertvolle Dach- und Fassaden­ elemente vor dem Durchbruch stehen. Immer mehr «unverdächtige» Architekten experimentieren damit. Dabei hilft auch, dass die Technik bezüglich Montage und Verschaltung der Module grosse Fortschritte gemacht hat und keinen Anlass für Sorgen geben sollte. Wir sind auf gutem Weg zur Nutzung des Solarpotenzials auf unseren Gebäuden – manche davon sehen nachher besser aus als zuvor!

DAVID STICKELBERGER ist Geschäftsleiter von Swissolar in Zürich. www.swissolar.ch


Bunte Vielfalt beflügelt die Vorstellungskraft. Intelligente Technik lässt neue Freiräume entstehen. Verlegung neu interpretiert. Auswahl neu definiert.

PRODUKT HIGHLIGHTS Multiflexibler Einsatz, optimal zurechtgeschnitten auf die Anforderungen des heutigen Baugeschehens: + 5 unterschiedliche Ausführungen in der Dielenlänge 1200 / 1800 / 2200 / 2400 / 2200 3-Stab + WELTNEUHEIT Französisches Fischgrät im NOVOLOC® 5G Klicksystem für eine saubere, einfache und zeitsparende Verlegung + Verlegemuster für außergewöhnliche Bodeneffekte + nur 9,8 mm Aufbauhöhe + mehrfach renovierbar durch 3,6 mm Nutzschicht + Stirnkante hydrophob imprägniert + einfacher, barrierefreier Anschluss an andere Bodenbeläge + optimal geeignet für Fußbodenheizungen

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© fit & wellness concept gmbh

BAUEN

Modernste Fitnessgeräte auf HARO Schiffsboden Merbau.

ONE TRAINING CENTER SCHWEIZ TRAINING UND WELLNESS AUF HARO PARKETT von Christine Schweiger

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as Konzept der inzwischen zwölf ONE Training Center überzeugt: individuelle Unterstützung beim Training durch bestens geschulte Fitnessberater, Kinderbetreuung und ein Wellnessbereich zum Entspannen. Dies alles findet der Kunde in modern gestalteten Räumen mit dem gewissen Wohlfühlfaktor. Mit der Umsetzung des Gestaltungskonzepts wurde die fit & wellness concept GmbH betraut. Der führende Anbieter von Ideen und Ausführungen für Wellness-

Seite 128 // bauRUNDSCHAU

© fit & wellness concept gmbh

Seit 20 Jahren gibt es die ONE Training Center in der Schweiz. An zwei neuen Standorten, in Malters und Stans, wurden in enger Kooperation mit der fit & wellness concept GmbH Trainingsräume mit strapazierfähigem HARO Parkett ausgestattet. Das ist persönliche und individuelle Betreuung: ONE to one.


© fit & wellness concept gmbh

BAUEN

An der Bar können sich die Kunden kostenlos mit isotonischen Getränken bedienen.

OBJEKTINFORMATIONEN Name: ONE Training Center Orte: Malters, Stans, Schweiz Produkt: Schiffsboden Merbau strukturiert naturaLin Plus Menge: 600 m² Produkt: Sports Floor Fitness Helsinki ECO TOP 2 Merbau Menge: 105 m²

und Fitnessanlagen überzeugte vor allem durch den Einsatz von hochwertigsten Materialien und dem engen Kontakt mit den Herstellern.

ausschlaggebende Kriterien. Der HARO Schiffsboden Merbau strukturiert mit naturaLin-Plus-Oberfläche wurde den hohen Anforderungen gerecht.

QUALITÄTSPRODUKTE IM FITNESSBEREICH

Die Group-Fitness-Lektionen finden auf dem flächenelastischen HARO Sport­ boden Helsinki Eco Top 2 statt. Dank seiner gleichmässigen Konstruktion besitzt der Boden ausgezeichnete sportphysiologische Eigenschaften.

Der Einsatz der HARO-Markenböden in den Fitnesscentern lag somit auf der Hand. Höchste Qualität Made in Germany und Flexibilität bei der Produktion waren

© fit & wellness concept gmbh

Hamberger Flooring GmbH & Co. KG | Postfach 10 03 53 | D-83003 Rosenheim Tel. +49 (0) 8031 700 714 | info@haro.com | www.haro.com

Grosszügig und hell: Hier trainiert man gerne.

Ausgabe 04/2017 // Seite 129


KOLUMNE

THINK GLOBAL – ACT LOCAL! von Markus Barmettler

Wie viele Bäume gibt es aus einem Apfelkern? Diese simple Frage hält uns den Spiegel vor. Wie visionär sind wir? Nun, die Antwort ist klar. Der Apfelkern hat das Potenzial, sich unendlich zu vermehren. So viel Kraft liegt im Kleinen! Deshalb sollten wir den Bäumen mit Respekt, Staunen und Begeisterung begegnen. Keep it simple! Bäume wachsen ohne unser Zutun. Sie führen ihr eigenes Leben, eingebettet in die Erde und dem Licht zustrebend. Ihre Nachbarn suchen sie sich nicht aus – sie arrangieren sich mit ihnen. Die Bäume haben ebenso ihren Lebenshorizont wie wir Menschen. Es gibt Baumarten, die nicht alt, und andere, die mehr als tausendjährig werden. Für Furniere benötigen wir Bäume, die ihr Potenzial ausgeschöpft haben. Das Geniale am Furnier ist die umfassende Nutzung: Bei Bollinger Furniere produzieren wir bis zu 1 0 00 Quadratmeter Furnier aus einem Kubikmeter Holz. Aus qualitativ geringem Holz werden Holzwerkstoffplatten wie Spanplatten hergestellt. Beide zusammen ergeben ein einzigartiges Bauteil. Die Energie für die Furnier-Produktion Markus Barmettler gewinnen wir aus deren Abfällen – ein rundum umfassender Ansatz. Deshalb ist EchtholzFurnier auch die radikalste Form, Holz zu nutzen. Aber woher kommt das Holz? Think global – act local. Der moderne Mensch fühlt sich heute auf der ganzen Erde zu Hause. Wir reisen an die entlegensten Orte der Welt, gehen im Libanon wandern oder beobachten Eisberge in Grönland. Das Global Village ist Realität. Geht es aber um Holz, sieht die Sache anders aus: Seit einigen Jahren beobachten wir bei unserer Kundschaft den Wunsch nach einheimischem Holz. Holz aus der unmittelbaren Umgebung befeuert unsere Leidenschaft und stillt den Wunsch nach Heimat. Deshalb fokussieren wir uns seit Längerem auf heimische Hölzer und haben das Label Bollinger Origins ins Leben gerufen.

Seite 130 // bauRUNDSCHAU

Bollinger Origin: Echtholz-Furniere weisen einen genauen Ernteort aus. Sie sind fair gehandelt, nachhaltig, zertifiziert und sorgfältig produziert. Der Verkäufer und wir als Käufer vereinbaren die Bedingungen. Sind beide Parteien einverstanden, besiegeln wir den Kauf per Handschlag – ein fairer Handel. Das Holz der Furniere lässt sich genau lokalisieren, denn der Förster, Waldbesitzer oder Eigentümer teilt uns den Standort des Baumes mit. Wir beurkunden diesen Ort auf dem Bollinger Origin Zertifikat. Zudem stammen diese Furniere aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, denn in der Schweiz wächst mehr Holz, als geerntet wird. Hinzu kommt der ökologische Aspekt: Die weltweiten Wälder binden das CO2 – verarbeitetes Holz enthält dieses CO2 und setzt es erst bei der Verbrennung wieder frei. Jedes Stück verarbeitetes Holz trägt so zum Klimaschutz bei. Ausserdem sind Bollinger Origin Stämme zertifiziert, in der Regel mit den Labels FSC, PEFC und  / oder HSH (Herkunftszeichen Schweizer Holz). Diese weisen auf eine umweltund sozialverträgliche Forstwirtschaft hin. Think global – act local eben. Holländer nennen das Furnier «Hout». Eine sehr passende Metapher, denn wie unser grösstes Sinnesorgan ist Furnier hauchdünn, lebendig und kostbar. Mit seiner Zartheit spricht es all unsere Sinne an. Wir riechen die Arve, die Libanon Zeder. Wir tasten die Holzoberfläche einer Eiche mit unseren Fingerkuppen. Wir sehen die wunderschöne Textur eines Palisander-Holzes und hören die mit Riegelahorn gebaute Stradivari-­ Geige. Furnier ist sinnstiftend und einzigartig simpel.

MARKUS BARMETTLER ist Geschäftsführer der Bollinger Furniere AG. www.bollinger.ch


Bad & Plättli Ausstellung www.hug-baustoffe.ch

Hinwil Bad & Plättliausstellung Wässeristrasse 16 Industriegebiet 8340 Hinwil T +41 44 938 83 80 F +41 44 938 83 81

Zürich Bad- & Plättliausstellung Räffelstrasse 24 8045 Zürich T +41 44 421 44 70 F +41 44 421 44 77

Wettingen Plättliausstellung Landstrasse 176 5430 Wettingen T +41 56 437 88 00 F +41 56 437 88 08

Volketswil Bad- & Plättliausstellung Brunnenstrasse 1 8604 Volketswil T +41 44 905 94 94 F +41 44 905 94 95


AUFSTOCKUNG AUS HOLZ NEUES WOHNRAUMPOTENZIAL FÜR GROSSSTÄDTE von Georg Lutz

Aufgrund der voranschreitenden Verstädterung herrscht in urbanen Zentren akuter Wohnraummangel. Verdichtungslösungen sind gefragt. Eine attraktive Lösung zur Schaffung von neuem Wohnraum ist die Aufstockung bestehender Gebäude mit Holzlösungen.

© Metsä Wood

© Metsä Wood

BAUEN

In einer Welt, in der wir verantwortungsbewusst handeln, gewinnt Holz an Bedeutung – auch auf dem Dach.

Seite 132 // bauRUNDSCHAU

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m Fokus des von Metsä Wood ins Leben gerufenen Designwettbewerb «City above the City» stand die Frage, wie Holz die Probleme der Urbanisierung lösen kann. Weltweit wurden Studenten und Architekten dazu aufgerufen, ein zentral gelegenes Gebäude in einer Metropole auszuwählen und dafür eine innovative Holzaufstockung zu entwerfen, die für mehr Wohnraum sorgt. Eine zentrale Anforderung der Arbeit war der Einsatz von Kerto-Furnierschichtholz von Metsä Wood als Hauptmaterial. Denn dank seiner vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten, des geringen Gewichts sowie der kurzen Bauzeit ist Kerto-Furnier­ schichtholz der ideale Baustoff für diese Herausforderung. Insgesamt entwarfen Architekten aus 40 Ländern Konzepte für weltweit 69 Metropolen. Neben Entwürfen für New York, Shanghai und Tampere wurde auch das Berliner Konzept «Dachkiez» prämiert. Der Begriff Kiez steht in Berlin für den Begriff Stadtteil.


© Metsä Wood

Das Architekturbüro Sigurd Larsen Design & Architecture entwarf eine Holzaufstockung für einen 270 Meter langen Wohnkomplex in der Heinrich-Heine-Strasse in Berlin Mitte. Charakteristisch für das HeineViertel ist die Plattenbauweise der Sechzigerjahre, die optisch einer grauen Betonwüste gleicht. Daher sah Sigurd Larsen Design & Architecture hier grosses Potenzial für eine Holzauf­stockung mit KertoFurnierschichtholzbau, die nicht nur den Wohnraum des Gebäudes vergrössert, sondern darüber hinaus auch einen optischen Akzent setzt. «Holz ist ein leichtes, konstruktiv starkes und gleichzeitig gut dämmendes Baumaterial, das sich einfach verarbeiten lässt. Die Leichtbauweise mit Holz eignet sich daher erstklassig für die Idee des «Dachkiez». Statt beliebte Freiflächen zu bebauen, können auf den leerstehenden Dächern in einer wachsenden Stadt neue Wohnflächen entstehen», betont Sigurd Larsen von Sigurd Larsen Design & Architecture.

MODULE FLEXIBEL ZUSAMMENSETZEN Das Konzept «Dachkiez» setzt sich aus zwei Schichten zusammen: Auf dem bisherigen Dach wird ein grüner Park in voller Gebäudelänge errichtet, der als Naherholungsort für alle Hausbewohner barrierefrei zugänglich ist. Darauf befinden sich die neuen Holz-Wohnelemente wie ein lang gestrecktes Dorf auf der kompletten Hauslänge von 270 Metern. Sie bestehen komplett aus Kerto-Funier­ schicht­holz und basieren auf einem Modul­ system, das sich je nach Wohnraumbedarf aus bis zu drei Elementen zu­s am­m en­ setzt: Das Standardmodul besteht aus Gemeinschafts-, Schlaf- und Badezimmer und eignet sich für Singles und Paare. Ergänzende Plug-in Module ermöglichen zusätzlichen Wohnraum für Familien und Wohngemeinschaften. Das Konzept «Dachkiez» ist ein Beleg dafür, dass die Integration von Holzaufstockungen

in bereits bestehende Gebäude eine bedeutende Lösung für den zunehmenden Wohnraum­mangel in Ballungs­zentren sein können. In Zukunft sollte dieser Ansatz mehr Berücksichtigung finden, da er nicht nur das Ziel hat, schnell mehr Wohnraum zu schaffen, sondern Städte nachhaltig und lebenswert zu machen. Metsä Wood ruft alle Architekten und Techniker dazu auf, ihre Innovationen im Bereich Holzbau zu veröffentlichen. Das Ziel ist, Wissen über vorgefertigte Elemente zu teilen und den Einsatz von Holz im Bau zu verbreiten.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.opensourcewood.com www.metsawood.de


BAUEN

Optik und Technik kommen in dem neuen Schulbau in Nottwil optimal zusammen.

NACHHALTIGER NEUBAU FÜR DIE ZUKUNFT

DIE VORTEILE VON HOLZBAU BEI ÖFFENTLICHEN BAUTEN von Fabienne Egli

Aus Holz werden längst nicht mehr nur Wohnräume und eingeschossige Blockhäuser realisiert, sondern auch moderne Grossbauten. Die Vorteile von Holz sind einfach unschlagbar und machen es zum perfekten Baustoff, auch für mehrgeschossige Bauten. Dies erkannte auch die Gemeinde Nottwil im Kanton Luzern, welche die bestehende Dorfschulanlage im Sommer 2017 mit einem modernen Neubau in Holzbauweise ergänzt hat. ­ Es handelt sich um einen Holzmontagebau der Firma Kost Holzbau AG aus Küssnacht am Rigi.

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ie Erweiterung umfasst neun Räume für die Primarschule und zwei Kinder­ gärten. Auf einer Gesamtfläche von 50 Metern Länge, 15 Metern Breite und 14 Met­­ern Höhe wurden im Innen- wie auch im Aussenbereich insgesamt 280 Quadrat­ meter heimisches Holz verbaut. Auch dort, wo bei anderen Bauten oft Beton zum Einsatz kommt, wurde der widerstandsfähige Werkstoff Holz eingesetzt. Einem Gebäude aus Holz sind aus architektonischer Sicht kaum Grenzen gesetzt. Die zweifach behandelte Schalung aus Weiss­tannen-Holz verleiht dem Schul­haus­ge­bäude mit den sichtbar hervorstehenden Lisenen eine besonders elegante Optik. Die belüftete Fassade sorgt für eine natürliche Luftzirkulation und verhindert Feuchtigkeitsbildung. Dank der vorgehängten Fassade ist eine optimale Wärme­dämmung gewährleistet. Der an der Hanglage etwas herabgesetzte vierstöckige Neubau ist durch zwei Zugangsstege aus Lärchenholz mit dem bestehenden Schul­ haus­areal verbunden.

ANGENEHME RAUMAKUSTIK Brandschutz ist heute für Holz keine Hürde mehr.

Seite 134 // bauRUNDSCHAU

Der Linoleum-Bodenbelag mit darunterliegenden Vollholzelementen ist besonders

robust. Die Innenwand-Beplankung aus Fichten- und Tannenholz-Dreischicht­platten, sowie die Decke aus Lignatur-­Elementen, sorgen für eine angenehme Raumakustik. Des Weiteren sorgen zeitgemässe Holzbauten auch mit dem Erfüllen der aktuellen Schallschutznorm für eine angenehme Lernumgebung. Sie schüt­zen Schüler effizient vor unerwünschten Lärmeinwirkungen und schaffen damit beste Voraussetzungen für eine ruhige Lernatmosphäre.

UNTERNEHMENSPORTRÄT Kost Holzbau und Gesamtbau ­ in Küssnacht am Rigi pflegt seit 1880 Holz­baukunst auf höchstem Niveau. Mit über 70 Mit­ arbeitenden erstellen wir moderne Holzbauten und schlüsselfertige Gebäude nach individueller Archit­ ektur. Wir schaffen mit über­ zeugenden Aufstockungen und Anbauten neuen Raum. Ausserdem renovieren wir Häuser und denk­ malge­schützte Zeitzeugen.


BAUEN

BRANDSCHUTZ HAT VORFAHRT Heutzutage können Gebäude mittlerer Höhe (Gesamthöhe von 30 Meter) in Holzbau realisiert werden. Selbst bei Hoch­ häusern ist die Anwendung von tragenden und brand­­abschnittsbildenden Bauteilen mit Holzanteilen unter bestimmten Rahmenbedingungen bis zu 100 Meter Höhe möglich.

ÖKOLOGISCHE UND GESUNDE UMGEBUNG Holz ist ein Baustoff mit hervorragenden Eigenschaften. Holz stabilisiert und reguliert die Luftfeuchtigkeit. Sie nimmt diese auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Dadurch entsteht ein gesundes Raumklima mit einer guten Raumlufthygiene. Dank der positiven Wärmedämmeigenschaften von Holz kann die winterliche Kälte mit geringem Energieaufwand ausgeglichen und die sommerliche Wärme abgewehrt werden. Insbesondere beim Bau von gewerblichen und öffentlichen Bauten setzt man mit der Wahl von Holz auch ein deutliches Zeichen nach aussen:

Denn eine nachhaltige, ökologische und gesunde Umgebung und die Verwendung heimischer Rohstoffe wirken sich nicht nur auf die Schüler positiv aus. In der Schweiz wächst jährlich doppelt so viel Holz nach, wie geerntet wird, was zu einer Überalterung der Waldbestände führt. Die Verwendung von Holz trägt somit zu einem natürlichen Gleichgewicht zwischen Mensch, Umwelt und Gesellschaft bei.

DER HOLZSYSTEMBAU – EINE KLUGE HOLZBAUWEISE Die Vorfertigung der einzelnen Bauteile im Werk garantiert eine hohe Qualität in der Verarbeitung und eine deutliche Verkürzung der Erstellungszeit. Wände, Fassadenteile oder Decken werden im modernen Holzsystembau erst am Computer konstruiert und dann im Werk als komplette Elemente fertig erstellt, samt allen Vorinstallationen für Türen, Fenster und Gebäudetechnik. Höchste Präzision ist bei dieser Bauweise der Schlüssel zum Erfolg. So wird mitunter

die Reihenfolge für den Transport und die Montage zum Voraus festgelegt. Das ermöglicht eine effiziente Abwicklung auf der Baustelle und eine Reduktion der Bauzeit um bis zu 25 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Bauweise.

ECKDATEN ZUR SCHULHAUS­ ERWEITERUNG NOTTWIL LU Baujahr: 2016 - 2017 Ort: Nottwil LU Architektur: Graber & Steiger Architekten, Luzern Bauherrschaft: Gemeinde Nottwil Im Auftrag enthalten: komplettes Holzgebäude, Tragwerk mit Brettschichtholz, Böden aus Lignatur­ elementen, Fassadenschalung, innere Beplankung aus sichtbaren Fichten- und Tannenholzplatten sowie ein Zugangssteg.

Kost Holzbau AG  |  Kost AG Gesamtbau  |  Alte Zugerstrasse 5  |  CH-6403 Küssnacht am Rigi info@kost.ch  |  Tel. +41 (0) 41 854 35 43 | www.kost.ch

Holzbau und Gesamtbau

Bewusst ein Zeichen setzen mit heimischem Rohstoff.

www.kost.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 135


© Karin Gauch und Fabien Schwartz

BAUEN

Die Produktlinie Cristallo in der Variante EI30 / 60 komplett ohne Rahmenverbund bei Türe und Wand   

FÜR JEDEN KUNDEN DIE RICHTIGEN SPEZIALTÜREN BRANDSCHUTZPRODUKTE von Lone K. Halvorsen

Das Familienunternehmen Jegen AG mit Sitz in Effretikon, Zürich, ist seit über 60 Jahren am Markt. Die Kernkompetenzen des Unternehmens sind das durchgängige Projektmanagement und die Produktentwicklung im kommerziellen Innenausbau – von der ersten Idee über die Produktion und Beschaffung bis hin zur fertigen Montage.

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b Premiumtüren, Premiumtore oder Premiumwände in Holz, Glas und Metall (Brandschutzabsch­ lüsse EI30 und Brandschutzsystemwände EI30 / 60 / 90 mit Prüfung nach EN-Norm 1634-1 und 1364-1 sowie mit VKF-Zulassung), die Jegen AG gehört zu den führenden Schweizer Anbietern. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und montiert Spezial-Brandschutzlösungen massgeschneidert für jedes Projekt. Unter dem Label «jegenbrandschutz» werden Produkte auch über ein ausgesuchtes Netzwerk von Drittfirmen aus dem Schreiner­ handwerk angeboten. Die Produktpalette unterteilt sich in die drei wesentlichen Gruppen «Fenstertüren,

Seite 136 // bauRUNDSCHAU

Ganzglastüren und Wände», «Brandabschnitt-Tore» (Drehtore und Schiebe- / Faltschiebetore) sowie «Historische Türen» für Anwendungsfelder in der Gebäudesanierung mit denkmalpflegerischem Anspruch. Als Nebenprodukte baut Jegen auch nach EN-Norm geprüfte, EI30-RF1 VKF-zertifizierte Steigschachtfronten und EI30-Türlösungen in Metall sowie einfachere Vollblatttüren in Holz. Den Produkten von Jegen gemeinsam ist, dass es sich um hochwertige Lösungen handelt, die einerseits beim nötigen Brand­a b­ schnitt viel Lichteinfall und höchste Trans­ parenz bieten (Lösungen mit hohem Glas­ anteil) – und andererseits wie bei den Gross­format-Toren erst überhaupt im Brandfall schliessen. Gerade bei öffentlichen

Gebäuden mit grossen Besucherströmen oder architektonischem Anspruch lassen sich mit diesen Produkten Lösungen mit hohem ästhetischem Wert und Praxis­ nutzen errichten.

BRANDSCHUTZLÖSUNGEN MIT VKF-ZERTIFIKAT Grosse Dimensionen: Tore der Produkt­ gruppe Jegen-Grandissimo-Glisse können als 2-flügelige Konstruktion mit Teleskop automatisch schliessend einen Brandschutzabschluss mit einer maximalen Breite von 33 Metern bilden (bei einer maximalen Höhe von fast 4.5 Metern beziehungsweise einem maximal zulässigen Flächenmass von fast 100 Quadratmetern im lichten Durchgang).


Maximale Transparenz beim Brand­ abschnitt: Mit Cristallo rahmenlos bietet Jegen die einzigartige Lösung, einen Brand­ abschnitt EI60 komplett in Brandschutzglas ohne Rahmensystem und mit randverbundlosen Gläsern zu bauen. Für die maximale Transparenz besteht die Möglichkeit einer darin verbauten 1-flügeligen Tür EI30, ebenfalls ganz aus Glas und ebenfalls ohne Randverbund. Das System Cristallo rahmenlos eignet sich darum auch für einen minimalen Eingriff in eine historische Bausubstanz, die neueren Auflagen und Normen gerecht werden muss. Denkmalpflege und höchste Sicher­ heit bei historischen Türen: Im Bereich gestemmte Türen 1- und 2-flügelig bietet Jegen mit der Produktgruppe Stil und Stil-RS eine grosse Bandbreite an Lösungen VKF-zertifiziert in EI30. Varianten sind möglich mit / ohne Glas, mit Sprossen, mit / ohne Seitenteil und/oder Oberlicht. Da das System Jegen-Stil in Fichte geprüft wurde, können folglich alle Hölzer gleicher und höherer Rohdichte, also fast 100 Prozent aller im historischen Türenbau verwendeten Hölzer für originalgetreue Nachbauten eingesetzt werden. Neben dem System Stil zum Nachbau von historischen Türen in der originalen Ästhetik bietet Jegen neu das System Stil-RS. Bei diesem System werden mit einer SpezialBrandschutz-Mittellage historische Türen unter Erhalt der originalen Bausubstanz VKF-zertifiziert EI30 ertüchtigt.

GESELLSCHAFTLICHE UND  ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT Die Jegen AG legt grossen Wert auf Qualität und Fairness wie auch auf die gesellschaft-

Die innere Spezialverglasung EI30 / EI60 Jegen System Diamant-Lux im Betagtenzentrum Emmenfeld

© Stephan Widmeier

Grosse Bauhöhen und Spezialmasse: Das flächenbündige Glasverbundsystem Jegen-Diamant-Lux kann bis fünf Meter Höhe gebaut werden, das Pfosten-RiegelSystem Jegen-Cristallo bis sechs Meter. Das System Diamant-Lux lässt sich darüber hinaus beispielsweise mit der grössten am Schweizer Markt erhältlichen automatischen Schiebetüre mit Swing-out-Funktion kombinieren – grösser auch als alle gängigen Lösungen mit Metallbau-Profilen. Das System Cristallo bietet mit der Türe Cristallo XL 2-flügelig eine Maximalbreite von 3.4 Metern oder alternativ eine Maximalhöhe von 4.5 Metern.

© Stephan Widmeier

BAUEN

Brandabschnitt-Schiebetore an der Europaallee in Zürich

liche und ökologische Nachhaltigkeit. Hier werden Lehrlinge in drei Fachrichtungen ausgebildet und der Firmensitz CO2-neutral mit Reststoffen aus der Produktion geheizt. Alle verbauten Holz­produkte sind FSC-zertifiziert erhältlich und das Qualitätsmanagement ist zertifiziert nach Norm ISO 9001 sowie das Umweltmanagement nach Norm ISO 14001. Ferner hat Jegen 2016 das Nachhaltigkeitsprogramm «NaturaSwiss» ins Leben gerufen. «NaturaSwiss» steht für

ein massgeschneidertes Programm zur freiwilligen Verwendung von Schweizer Holz beim Bau von Spezial-Brandschutzelementen – und es lässt sich ausweiten auf das gesamte Projektmanagementund Kundenprojektgeschäft der Jegen AG im Rahmen von objektbezogenen Rahmenverpflichtungen. Neben Lösungen für Brandschutz und Innenausbau bietet Jegen darüber hinaus Komplettlösungen für den Laden- und Gastronomieausbau.

Jegen AG | Moosburgstrasse 5 | CH-8307 Illnau-Effretikon | Tel. +41 (0) 52 354 52 52 | www.jegen.ch

Ausgabe 04/2017 // Seite 137


BAUEN

SCHUTZ ZAHLT SICH AUS DIE RICHTIGEN SICHERHEITSLÖSUNGEN WÄHLEN von Georg Lutz / erp

© epr / Unilux

In vielen Gebäuden hat die Sicherheitssituation noch viel Luft nach oben. Erfreulicherweise kann mit verhältnismässig geringem Aufwand viel an Sicherheit und Schutz bewirkt werden. Wir stellen im folgenden Text zwei Lösungskomplexe vor.

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inen Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen grossen Schock. Dabei macht den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Folglich sind praktische Handlungsstile gefragt. Der Einbau und Gebrauch von Sicherheitstechnik steht bei Prävention an vorderster Stelle. Denn bevorzugte Angriffsstellen sind ebenerdig gelegene Türen und Fenster, wobei das Aufhebeln mit 70 Prozent die häufigste Einbruchsweise darstellt. In über 40 Prozent der Fälle scheitern die Einbrecher an vorhandenen Sicherungseinrichtungen und geben auf, weil sie nicht schnell genug einsteigen können. Das Gros der Täterschaft bricht die Tatausführung ab, wenn sie nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten in das Gebäude kommt. Die mechanische Sicherungstechnik ist für den Einbrecher der physische und somit zeitliche Widerstand, während Alarm- und Videoüberwachungsanlagen die Tat zusätzlich melden oder dokumentieren.

Einbrüche können auch passieren, wenn man zu Hause ist. Mit einbruchhemmenden Fenstern und Türen ist man dann auf der sicheren Seite.

So spannend wie unser Job als neutraler und unabhängiger Partner rund um Aufzüge und Fahrtreppen. PS: Wie es im ganzen Aufzug aussieht, verraten wir Ihnen gerne persönlich.

Seite 138 // bauRUNDSCHAU

Entscheidend ist, bedarfsgerecht und mit Blick auf die Schwachstellen vorzugehen.

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Unser Wissen ist Ihr Gewinn


© epr / elero

Schnell fertig machen – gleich gehen alle aus dem Haus. Steuerungen mit Zeitfunktion bewegen die Rollläden auch bei Abwesenheit. Das Haus wirkt bewohnt.

hemmende P4A-Sicherheitsglas verfügt über eine spezialentwickelte, hoch reissfeste PVB-Folie im Scheibenzwischenraum. Selbst wenn das Glas springt, bleibt das Element verschlossen.

RICHTIG SCHLIESSEN

LÖSUNGEN FÜR STOREN

Moderne Schliesstechnik ist dabei ein wichtiger Baustein. Mit den SAFE-Paketen von UNILUX kann der Einbruchschutz der Bauelemente an das individuelle Sicherheitsbedürfnis der Bewohner angepasst werden. Bereits im Standard verfügen die Fenster und Fenstertüren über eine sichere Pilzzapfen-Verriegelung. Im Paket SAFE+ wird die Sicherheitsverriegelung um beidseitig hintergreifende Sicherheitsschliessbleche sowie um einen Griff inklusive Sperrtaste ergänzt. Ein Anbohrschutz für das Getriebe ist im Paket SAFE++ enthalten. SAFE+++ bietet die höchste Sicherheitsausstattung und verfügt neben der Pilzzapfen-Verriegelung inklusive Anbohrschutz sowie den beidseitig hintergreifenden Sicherheitsschliessblechen über einen absperrbaren Griff. Dieser Beschlag wird auch bei Elementen der Klasse RC2 eingesetzt. Die optional erhältliche Glasverklebung schützt das Fenster vor dem Herausdrücken der Glasscheibe. Das durchwurf-

ALGENPROFI.CH

Ebenso wie Jalousien und Screens können auch Storen nachträglich motorisiert und mit intelligenten Steuerungen und Sensoren versehen werden. So automatisiert sorgen sie nicht nur für komfortables Wohnen, sie tragen auch massgeblich zur Sicherheit bei. Denn mit ihnen lässt sich Anwesenheit clever simulieren. Etwa, wenn pünktlich zum Sonnenuntergang zeitversetzt ein Rollladen nach dem anderen runterfährt. Beobachter könnten meinen, man ginge von Raum zu Raum und bediene die Anlagen – das schreckt Langfinger von vornherein ab. Diese Astro- beziehungsweise Urlaubsfunktion gibt es beispielsweise bei elero, dem Anbieter für intelligente Haussteuerung. Darüber hinaus ist ein eleroAntrieb mit festen Wellenverbindern auch ein mechanischer Schutz, denn er erschwert das Hochschieben des Rollladens erheblich. Eine smarte Steuerung ist gerade im Alltag eine Erleichterung, denkt man an die Zeit

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Wir sind die Fassaden Profis

Biochemie & Reinigungstechnik Heidenbüelstrasse 3 8352 Elsau

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zurück, als man die Verdunkelung noch per Hand bedienen musste. Heutzutage nehmen moderne Antriebe diese lästige Arbeit ab. Sie bewegen den Sicht- und Sonnenschutz ganz ohne Kraftaufwand und lassen sich auch bequem mit einem Funkhandsender bedienen, die über eine Astro-, Zeit- und Urlaubsfunktion verfügen. Für den Rundum-sorglos-Schutz empfehlen sich die Funkzeitschaltuhr AstroTec 868 und die zentrale Hausautomatisierung Centero. Dank der dazugehörigen CenteroApp bedient man Rollläden, Jalousien und mehr per Smartphone oder Tablet. Nicht nur im Neubau kommen die komfortablen Lösungen zum Einsatz, gerade bei einer Modernisierung sind sie die perfekte Ergänzung. Praktisch: Durch die Funklösungen müssen keine zusätzlichen Leitungen verlegt werden.

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.unilux.de www.elero.de

Fassadenreinigung mit Garantie!

So macht es einen Unterschied, ob sich die Wohnung im Erd- oder im Obergeschoss befindet. Es gilt, alle ohne Hilfsmittel erreichbaren Öffnungen abzusichern.


BAUEN

PRÄVENTIV HANDELN ERSTKLASSIGE SICHERHEITSDIENSTLEISTUNGEN von Lone K. Halvorsen

Wo gebaut wird, lauern Gefahren. Wer sein Objekt Tag und Nacht sorgenfrei wissen möchte, sollte auf die bewährten Kompetenzen von Swiss Security Service vertrauen.

Das Areal einer Baustelle ist unter Sicherheitsaspekten eine echte Herausforderung.

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eit über zehn Jahren widmet sich das Schweizer Traditionsunternehmen «Swiss Security Service» Sicherheitsdienstleistungen auf höchstem Niveau. Die angebotenen Dienstleistungen erstrecken sich über drei Dimensionen: Land, Wasser und Luft. Botschaftsschutz, sowie Objektund Konferenzschutz bilden die Kernbereiche des Unternehmens, das sowohl für Firmen als auch für Organisationen und Einzelpersonen im In- und Ausland tätig ist.

EINE SICHERE BAUSTELLE Zeitdruck, äussere Einflüsse, hart geführte Konkurrenzkämpfe sowie Interessenkon-

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flikte und Geldeinsätze in schwindelerregender Höhe setzen den Verantwortlichen der Baubranche zu. Hinzu kommen Diebstahl, Vandalismus, Sabotage und auch Spionage. Die Beteiligten des Bauwesens stehen somit permanent unter einem wachsenden Leistungsdruck, in dessen Rahmen materielle Verluste oder Schäden existenzbedrohende Auswirkungen mit sich führen können. Ein effizientes und effektives Sicherheitskonzept, mit individuell angepassten präventiven und operativen Schutzmassnahmen, minimiert die Risiken und sorgt darüber hinaus für einen reibungslosen Ablauf. Ausgeführt

von erfahrenen Fachkräften, mit modernster Sicherheitstechnik, ist dies die beste Prävention und Gefahrenabwehr für das Objekt – Tag und Nacht!

GRÜNES LICHT FÜR SICHERHEIT UND ORDNUNG Öffentliche und gewerbliche Gebäude sowie Areale stellen die Verantwortlichen in der Regel vor die knifflige Aufgabe, befugten Personen schnell, unproblematisch und unbürokratisch den Zutritt ins Büro oder auf das jeweilige Gelände zu gewährleisten. Frequentierte Zugänge laden durch offenbleibende Türen auch


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häufig ungebetene Gäste ein. Wie sieht es mit den Zugangs- und Fluchtwegen aus? Eine Vielzahl an Faktoren muss berücksichtigt werden, um ein reibungsloses und diskretes Sicherheitskonzept gewährleisten zu können. Darüber hinaus soll der Kunde, Gast oder Mitarbeiter trotz Sicherheitsmassnahmen sich willkommen fühlen und zugleich ungehindert seinen Aufgaben nachgehen können. Wachsam und aufmerksam, diskret und zuverlässig, im Anzug oder in Uniform und bei Bedarf mit einem Hund an der Seite. Swiss Security Service entwickelt mit seinen Kunden stets gemeinsam ein passendes Schutzkonzept, mit den optimalen Massnahmen für alle Bereiche der Objektüberwachung bis hin zu umfassendem Objektschutz. Bauverantwortliche können ihren Feierabend geniessen, Swiss Security Service übernimmt den Dienst!

Die Verantwortlichen entwickeln gemeinsam passende Sicherheitslösungen.

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BAUEN

AUF DIE HANDLUNGSAGENDA SICHERHEITSLÖSUNGEN BEI TÜREN UND FENSTERN von Roger Möschler

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Konkreter Handlungsbedarf ist ohne Frage vorhanden: Täglich gibt es 125 Einbrüche in der Schweiz. Dabei ist die Dunkelziffer hoch und die Aufklärungsquote niedrig. Es stellt sich die Frage nach den Handlungsoptionen.

Diebe, die nicht schnell in ein Haus eindringen können, brechen ihr Vorhaben ab. Priorität auf die Nachrüstung von Fenstern und Türen setzen.

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ie nüchternen Fakten beweisen, dass wirksamer Einbruchschutz unverzichtbar ist. Obwohl die Zahl der Einbruch- und Einschleichdiebstähle in der Schweiz laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2016 auf rund 46‘500 Fälle sank, geben Experten keineswegs Entwarnung. Im Gegenteil: Tag für Tag gehen Diebe mehr als 125 Mal überwiegend in privaten Wohnungen und Häusern erfolgreich auf Beutezug. Ausserdem schliessen Fachleute eine beträchtliche Dunkelziffer nicht aus. «Bei Einbruchversuchen besteht die Möglichkeit, dass Meldungen an die Polizei ausbleiben», befürchtet etwa Markus Stauffer. Für den Projektleiter «Sicheres Wohnen Schweiz» der Schweizerischen Kriminalprävention beeinträchtigt das die Ermittlungsarbeit spürbar, fehle es dadurch doch an wichtigen Informationen bei der Täteranalyse. Das wiegt mit Blick auf die ohnehin eher ernüchternde Aufklärungsquote umso schwerer: Je nach Art des Deliktes lag sie 2016 nur zwischen 15 und 17 Prozent. Es gilt, Menschen und Werte zu schützen.

JEDER EINBRUCH IST EINER ZU VIEL «Neben den materiellen Schäden leiden die Betroffenen unter den psychischen Auswirkungen häufig noch stärker», betont Roger Möschler. Nach Meinung des Geschäftsführers von Roto Frank Schweiz verursacht das gewaltsame Eindringen in die Privatsphäre bei den Bürgerinnen und Bürgern oft dauerhafte Ängste und Belastungen. Er rät daher zu mehr Wachsamkeit und aktiver Selbsthilfe.

MECHANISCHER VIERFACHVERBUND UND EIN WEGWEISER Die gute Nachricht: Diebe sind stets unter Zeitdruck und brechen ihr kriminelles Treiben erfahrungsgemäss rasch ab, wenn es nicht innert weniger Minuten zum Erfolg führt. Sie steigen, wie Möschler erläutert, in über 90 Prozent der Fälle über Fenster sowie Eingangs-, Terrassen- oder Balkontüren ein. Daher gelte es, vor allem diese grössten Schwachstellen zu beseitigen. Das gelinge zum Beispiel mit einbruchhemmender Beschlagtechnik. Einen nachhaltigen Rundumschutz biete etwa das spezielle «Quadro

Safe»-Paket. Dahinter verberge sich die «effiziente Kombination» von vier mechanischen Komponenten. Im Einzelnen nennt der Roto-Experte einen abschliessbaren Griff, einen unsichtbaren Anbohrschutz, umlaufende Pilzkopf-Sicherheitsschliesszapfen sowie stabile, mehrfach verschraubte Sicher­heitsschliessstücke. Mechanische Beschlag­lösungen bewahren Menschen vor materiellen und psychischen Schäden.

INFORMATIONSPLATTFORM NUTZEN Was diese und weitere Praxislösungen genau bedeuten und wie sie funktionieren, beschreiben ein umfassender Einbruchschutz-Ratgeber sowie eine kompakte Informationsbroschüre, die Interessenten unter www.quadro-safe.com downloaden können. Auf der Website finden Bauherren und Eigenheimbesitzer den Angaben zufolge ferner die Adressen versierter schweiz­ erischer Fachbetriebe mit einem «umfassenden Kompetenzspektrum» von individueller Beratung bis zu qualifizierter Montage. Ihr gemeinsames Motto: «Widerstand ist nicht zwecklos.»

Roto Frank (Schweiz) GmbH | Bernstrasse 390 | CH-8953 Dietikon | Tel. +41 (0) 44 745 85 50 info.ch@roto-frank.com | www.quadro-safe.com

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AUSGABE 04 / 2017

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bauRUNDSCHAU 04/2017  
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