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AUSGABE 03 / 2017

DEN BLICK WEITEN ERNEUERUNG STATT ABRISS FÄSSLER + PARTNER AG

Sanierung von Altbauten

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Wer heute einen Blick auf unsere Städte wirft, dem fällt auf, wie eintönig die Neubauten aussehen. Etwas pointiert kann man folgende These wagen: Überall dominieren die gleichen Klötzchen in den Agglomerationen. Das Bauen im Bestand oder die Erneuerung von Altbauten ist eine Alternative, die aber kaum genutzt wird. Das hat reale Gründe. Ein Neubau ist für alle Beteiligten einfacher zu planen und zu realisieren. Trotzdem gibt es spannende Beispiele, die Leuchtturmcharakter bekommen könnten, wir präsentieren einige davon in dieser Ausgabe. So führten wir ein Interview mit dem Architekten Beat Kämpfen, der seit Jahren für eine energetische Erneuerung in dem geschilderten Zusammenhang agiert. Sein Stuttgarter Kollege Werner Sobek hat mit seinem Büro ein Zero-Konzept entwickelt, welches hier klare Richtungen vorgibt. Dieses Konzept besagt, dass ein Gebäude nicht mehr Energie verbrauchen sollte, als es selbst aus nachhaltigen Quellen gewinnt (zero fossile energy), dass es keinerlei für den Menschen oder die Umwelt schädliche Emissionen erzeugen sollte (zero emissions) und dass es vollständig in technische oder biologische Kreisläufe rückführbar sein soll (zero waste). Die letztgenannte Forderung mündet in dem Stichwort «cradle to cradle» («Von der Wiege bis zur Wiege»). Ein weiteres Thema der vorliegenden Ausgabe sind Hochhäuser. Auch in der Schweiz gibt es dazu eine kontroverse Debatte, inwieweit sie das Stadtbild beleben und den Flächenfrass vermindern können. Zudem sollten die Hochhäuser in ihre Umgebung eingebunden sein, was nicht immer der Fall ist. Wir präsentieren aber auch Hochhäuser im Ausland, die mit Schweizer Know-how realisiert wurden. Wir sehen uns in den nächsten Wochen an der Bauen & Modernisieren, der ineltec und der Bau + Energie Messe und haben dort die Gelegenheit, viele neue publizistische Projekte zu besprechen. Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit

Georg Lutz

Chefredaktor bauRUNDSCHAU g.lutz@rundschaumedien.ch www.baurundschau.ch


INHALT HOCHHÄUSER IN DER DEBATTE

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Hochhäuser sind ein zentraler Baustein der Versprechungen der Moderne. Die Skyline von New York, mit dem Empire State Building im Mittelpunkt, ist eine Bildikone. Es symbolisiert das Versprechen der Moderne: Es entwickelt sich immer höher und schneller. Auf der arabischen Halbinsel und in Teilen Asiens können wir dies beobachten. Ist das Hochhaus in der Schweiz die Antwort auf Wohnungsnot und Siedlungsbrei? Es gibt hier viele Zweifel. Trotzdem ist die Antwort auf die Frage in positiver Richtung zu beantworten.

ORTSBESTIMMUNG DER INNENARCHITEKTUR Die Vereinigung Schweizer Innenarchitekten/-architektinnen VSI.ASAI. feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Berufsverband 1942, um Innenarchitektur als eigenständigen Berufszweig zu etablieren. Es ging darum, Architektur nicht von aussen zu betrachten, sondern von innen heraus, aus der Sicht des Nutzers. Im Juni wurde der Innenarchitekt, Gestalter und Szenograf Remo Derungs zum neuen Präsidenten der VSI.ASAI. gewählt.

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LICHT AN IM GARTEN Früher hat kaum jemand einen Gedanken an die Aussen­ beleuchtung verschwendet, sie wurde eher als notwendiges Übel gesehen. Wegbeleuchtung, eine Lampe beim Hauseingang und eine weitere Lampe beim überdachten Sitzplatz – mehr wurde oft nicht geplant. Heute nehmen Bewohner Gärten oder Terrassen als zusätzliches Zimmer wahr und behandeln diese auch so.

ERNEUERUNG STATT ABRISS

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Als Eigentümer einer Liegenschaft, welche bereits einige Jahre, eventuell sogar Jahrzehnte in Gebrauch ist, steht man irgendwann und immer wieder vor der Fragestellung, wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden soll. Abriss und Neubau sind schnelle Lösungen. Erneuerung und energetische Sanierungen haben oft die spannenderen Potenziale.


INHALT NEUE DIMENSION DES DÄMMENS

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Der Einsatz von Aerogel-Hochleistungsdämmputz vermeidet aufwendige Arbeitsschritte und verkürzt die Bauzeit erheblich. Damit lassen sich trotz des höheren Materialpreises Kosten sparen. Die Bewohnerschaft profitiert ebenfalls, reduziert diese Lösung doch auch die Staubentwicklung und den Baulärm massiv. Wir stellen ein Beispiel der Fixit AG vor.

100 FRAUEN IN DER BAUBRANCHE Frauen in Bauberufen sind noch immer ein seltener Anblick. Für eine Zukunft mit mehr Frauen in der Branche braucht es nicht nur Selbstbewusstsein vonseiten der Frau, sondern auch gezielte Förderung ab der Schulzeit und gut funktionierende Netzwerke für Frauen.

WIR SIND VOR ORT Unter anderem sind wir in den nächsten Monaten an folgenden Messen und Veranstaltungen vor Ort. Gerne können Sie im Vorfeld mit uns Termine vereinbaren. Auf Wunsch schauen wir in Ihrem Unternehmen auch persönlich vorbei.

RUBRIKEN Editorial1 Architektur6 Innenarchitektur30 Garten60 Bauen70 Umwelt & Technik 108 Kolumnen 74, 84, 95, 104, 114 Impressum136

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Bau + Energiemesse, www.bau-energie.ch Bauarena Volketswil, www.bauarena.ch SWISS KITCHEN AWARD, www.swiss-kitchen-award.ch

IM WEB Wir halten Sie zwischen den Ausgaben mit aktuellen News, Fotostrecken, Kolumnen und Analysebeiträgen auf dem Laufenden. Sie sind gerne eingeladen, sich crossmedial zu beteiligen. Zum Beispiel mit News: 1 000 Zeichen, Bild und URL. Besuchen Sie www.baurundschau.ch


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DEN BLICK WEITEN DAS HOCHHAUS IM FOKUS von Georg Lutz

Die Aussicht von Hochhäusern ist atemberaubend. Es wird einem bewusst, wie schmal der eigene Tunnelblick in seinem normalen Alltag und wie klein die eigene Existenz ist. Gleichzeitig bekommen wir einen Überblick über die Stadt, wir erfassen, was Stadt ausmacht. Gleichzeitig stellen wir uns die Frage, in welcher Stadt wir wie leben wollen. Spielen dabei Hochhäuser eine Rolle? Ja, auch das ist ein Blick von einem Hochhaus. Der Blick schweift vom Prime Tower auf die Zürcher Innenstadt. Wir sehen die Verkehrsinfrastruktur des Bahnhofs. An den Rändern der Bahngleise ist noch Platz, auf alten Gewerbegebieten wird gebaut. Sonst sind die Flächen begrenzt. Zudem stellt der See eine natürliche Grenze dar. Bauen im Bestand ist eine Möglichkeit. Darin können Hochhäuser eine Rolle spielen. Sie sollten stadtplanerisch aber mit ihrer Umgebung kommunizieren. Ob und wie der Prime Tower dies tut, ist umstritten.

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Georg Lutz

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Der Prime Tower in Zürich ist ein Solitär in der Stadtlandschaft von Zürich.

DIE LUFT WIRD IMMER DÜNNER DER BAU VON HOCHHÄUSERN IN DER DEBATTE von Georg Lutz

Ist das Hochhaus die Antwort auf Wohnungsnot und Siedlungsbrei? Es gibt hier viele Zweifel. Trotzdem ist die Antwort auf die Frage in positiver Richtung zu beantworten. Allerdings gilt es, einige Einwände zu beachten.

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ochhäuser sind ein zentraler Baustein der Versprechungen der Moderne. Die Skyline von New York, mit dem Empire State Building im Mittelpunkt, ist eine Bildikone. Es symbolisiert das Versprechen der Moderne: Es geht immer höher und schneller weiter. Heute ist der Sehnsuchtsort Hochhaus nicht nur auf die USA beschränkt. Ob der Burj Khalifa in Dubai oder die Petronas Towers in Kuala Lumpur in Malaysia, es geht inzwischen noch höher hinaus. Man sucht hier ungebrochen das Glück im Himmel und in der Vertikalität. Natürlich leben wir inzwischen in der Postmoderne, und einige Grossprojekte wie das «Chicago Spire» wurden abgebrochen.

HIGHLIGHTS DER MODERNE Das gigantischste Projekt, ein Hochhaus zu realisieren, stammt aus Japan und datiert auf das Jahr 1980. «X-Seed 4000» ist der Name eines in Vulkankegel-Form vier Kilometer hoch aufragenden Wolkenkrat-

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zers. Eine Million Menschen sollen darin Platz finden. Sechs Kilometer breit wäre der Wohnkegel an der Basis. Geplant wurde das Bauwerk für eine künstliche Insel in der Bucht von Tokio. Der Gigantismus geht aber nicht nur in die Vertikalität, sondern auch in die Horizontalität. «Das Kontinuum» ist eine riesige Röhre, die um die Erde reicht. Der Architekt Günther L. Eckert stellte 1980 das Projekt vor. Eckerts Plan: eine 35 000 Kilometer lange, röhrenförmige Konstruktion mit einem Durchmesser von 250 Metern, die auf Pylonen ruhend zwischen dem 40. und 50. Breitengrad als eine Art Brückenbauwerk einmal um die komplette Erde herumgelegt wird. Es ist eine Art riesiges Habitat, eine Arche Noah für die Menschheit. Ausser­ halb kann sich dann die Natur von den Verwüstungen des Homo sapiens erholen. Beide Visionen lösen das weltweite Wohnungsproblem in einem ideologischen

Wurf. Heute sind sie aufgeladene Glaubensbekenntnisse in Worthülsen. Davon sind wir heute, man könnte sagen zum Glück, weit entfernt. Trotzdem bestehen die Herausforderungen weiter. Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum in den Zentren und Metropolregionen gehört im Zeitalter der Verstädterung samt ihrer Zwillingsschwester, der Mietpreisexplosion, zu den grossen Herausforderungen. Der einförmige und ausufernde urbane Siedlungsbrei ist ein weiterer Punkt, der für Hochhäuser spricht. Nur haben wir heute zum Glück die Erfahrungen der Moderne in unserem Rucksack. Trotzdem muss man fast alarmistisch einwenden, entscheidet sich die Zukunft an der Beantwortung dieser Herausforderungen. Auf den ersten Blick ist das Bauen in die Höhe eine super Sache: Wir brauchen schlicht weniger Fläche. Allerdings ist der


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Hochhausbau wegen des aufwendiger zu organisierenden Standschutzes und höherer, konstruktiv wirksamer Traglasten logischerweise teurer als das Bauen auf der Erde. Das Badezimmer in 300 Metern Höhe ist teurer als das Badezimmer in drei Metern Höhe. Man braucht schlicht mehr Energie. Auch der Brand in einem Hochhaus in London verdeutlicht, wie fatal es sein kann, billig in die Höhe zu bauen.

UNWIRTSCHAFTLICH UND UNSINNIG Jan Gehl ist dänischer Architekt und international gefragter Städteplaner. Hochhäuser sind für ihn ein Symbol für die ortlose Verallgemeinerung von Architektur. «Hochhäuser sind des faulen Architekten Antwort auf die Frage nach Dichte.» Auch von ökologischen Hochhäusern zu sprechen, ist für den Hochhausgegner bewusste Irreführung – etwa im Fall von Norman Fosters Commerzbank in Frankfurt. Die «Skygärten» sind bei der energetischen Erneuerung pures Greewashing. Bei über 50 Stockwerken ist nach seiner Sicht der Dinge das Verhältnis zwischen Nutzfläche und Aufzügen völlig

unwirtschaftlich, da Häuser mit mehr als 20 Geschossen nicht wirklich umweltfreundlich sein können. Auch die Problematik der Umgebung, im Rahmen der Stadtplanung, thematisiert er. Das Hochhaus kommuniziert aus seiner Sicht nicht mit der Umgebung. Es steht oft, wie der Prime Tower in Zürich, als einsamer Solitär da und nutzt der Stadt daher wenig. Das Übereinanderstapeln von Etagen ist für Gehl langweilig und nicht zielführend.

ES WÄCHST Trotz dieser Einwände, die gehört werden müssen, entstehen auch in der Schweiz immer mehr Hochhäuser. Der Schutz der historischen Stadtsilhouette, die bei jedem Solarpanel vom Denkmalschutz angeführt wird, scheint hier in den Hintergrund zu treten. Die ökonomischen Interessen sind wirkungsmächtig. Dazu zwei Beispiele aus Basel. Das geplante Hochhaus des Basler Universitätsspitals, ein Neubauprojekt mit einem 60-Meter-Turm, soll das veraltete Klinikum 2 von 1974 am Petersgraben ablösen – und dieses um rund 20 Meter überragen. Das Projekt der Zürcher Architekten giuliani.hönger hat den Vorteil, dass der Turm bei ausgelastetem Spitalbetrieb gebaut werden kann. Mit 205 Metern wird der zweite RocheTurm zum höchsten Gebäude der Stadt Basel. Der sogenannte Bau 2 wird zwar rund 27 Meter grösser als der 2015 eröffnete Bau 1, aber in der Grundrissfläche etwas kleiner. Das könnte sich in den nächsten Jahren zu einem ganzen Hochhausensemble entwickeln.

ERSTES FAZIT Ohne Frage wird das Bauen in die Höhe einerseits zwar teurer, insgesamt aber ist es ökonomischer und zugleich ökologischer, teure Grundstücke höher und dichter zu bebauen, allerdings gilt es, genau zu rechnen und abzuwägen. Städte waren ja schon immer Orte der Dichte, man denke nur an Paris oder Venedig. Wohnsuperlative der Moderne braucht aber niemand mehr. 

GEORG LUTZ Der Roche Tower in Basel bekommt eine Schwester und könnte dann Grundstein für ein Hochhausensemble werden.

ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.baurundschau.ch

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Der St Martin Tower in Frankfurt Main unweit der Messe prägt inzwischen das Gesicht des Viertels.

BÜRO UND SERVICE INNOVATIVER HOCHHAUSKOMPLEX von Kathrin Spohr

Der St Martin Tower am Katharinenkreisel in Frankfurt ist ein Beispiel für ein spannendes Hochhauskonzept. Das frühere Opel-Rondell wird jetzt durch eines der modernsten Hochhäuser in Frankfurt repräsentiert. Der 18-geschossige Bau mit Nachhaltigkeitszertifizierung beinhaltet ein umfassendes Servicekonzept, welches auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ausgerichtet ist. Realisiert hat das Projekt eine Schweizer Bauherrin: die Immo Hansa Beteiligungsgesellschaft, die ein Unternehmen der schweizerischen Hansa Aktiengesellschaft ist.

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ochhäuser sind heute nicht mehr langweilig und einseitig ausgerichtet. Von der KITA mit Spiel- und Lernplätzen über das hauseigene Gym, das Gastronomiekonzept mit Restaurant, Café und Büro-Catering bis hin zu den modernsten Konferenzräumlichkeiten und dem Concierge- und Empfangsservice. Full Service ist auch bei Bürogebäuden kein Fremdwort mehr. Georg von Opel, Verwaltungsratspräsident der Hansa Aktiengesellschaft, betont folgerichtig: «Mit dem St Martin Tower wurden moderne, nachhaltige Arbeitsplätze im Sinne der Corporate Social Responsibility

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geschaffen. Somit wird ein klarer Mehrwert für die künftigen Mieter und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht.»

SOCIAL RESPONSIBILITY IN DER PRAXIS Durch die Kombination von ausserordentlichem Design und umfassender Servicedienstleistung konnte eine Differenzierung geschaffen werden, welche dem St Martin Tower eine klare Identität gibt. Der St Martin Tower setzt die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Vordergrund und leistet einen wichtigen Beitrag zur Corporate Social Res­ponsibility, also der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung. Erwie-

senermassen arbeiten Mitarbeiter motivierter, effizienter und gesünder, wenn das entsprechende Arbeitsumfeld geschaffen wird. Der St Martin Tower verinnerlicht dieses Konzept exemplarisch: kulinarisch einladend mit einer modernen Gastro-Erlebniswelt und integrierter Cafébar auf über 600 m² sowie Büro-Catering. Kinderfreundlich mit Ganztags- oder Teilzeitbetreuung für bis zu 36 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren und entsprechenden Lern- und Spielflächen auf über 400 m². Sportlich ausgestattet mit modernster Infrastruktur für Sport und Fitness im hauseigenen Gym. Zudem bietet der St Martin Tower Conci-


FLEXIBEL NUTZEN Im St Martin Tower können je Geschoss bis zu drei separate Mieteinheiten mit einer Mietfläche von insgesamt knapp 1 000 m² angeordnet werden. Innerhalb der Mieteinheiten ist die Realisierung aller modernen Büroformen vom Zellenbüro über Kombi-, Gruppen- bis zu Grossraumbüros oder Businessclub-Konzepten möglich. Neben der reinen Mietfläche können auch ganzheitlich gestaltete Bürolayouts, zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse, erstellt und gemietet werden. Der sehr hohe Anteil tagesbelichteter Büroflächen garantiert in Frankfurt eine konkurrenzlose Flächeneffizienz und höchstmög­ liche Nutzungs- und Möblierungsflexibilität gleichermassen. Die Sonnen- und Dachterrassen sowie die grosszügige Plaza werden zu Treff- und Kommunikationspunkten und bieten zusätzliche Möglichkeiten für entsprechende Geschäftsanlässe.

deranfertigung der LED-Büroleuchte SEQUENCE, dazu können Module aus drei oder fünf Einheiten gezielt am Lichtkanal installiert werden. Das Konzept ermöglicht so nicht nur eine ideale Beleuchtung der Büros, sondern sorgt auch für die nötige Flexibilität: Ist eine Umgestaltung der Büroräume nötig, lässt sich die Lichtlösung mit SEQUENCE schnell anpassen. 

FAKTEN TOWER • 17 740 m² Mietfläche • 18 Stockwerke • Jeweils mit zwei Balkonen • 255 Mieter-Stellplätze • Hohe Flächeneffizienz mit enormem Einsparungspotenzial

• Flexible Bürolayouts mit Individual-, Kombi- oder Grossraumbüros

KATHRIN SPOHR ist eine Design- und Architekturjournalistin und arbeitet bei der Agentur GROSZ-HERZIG. ARCHITEKTURKOMMUNIKATION. www.stmartintower.de www.msm-architecture.com

FAKTEN WING

• 7 536 m² Mietfläche • Sieben Stockwerke • 113 Mieter-Stellplätze • Herausragende Flächeneffizienz • Alle Räume mit Tageslicht • Attraktive Dachterrasse • Flexible Bürolayouts mit Individual-, Kombi- oder Grossraumbüros

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erge- und Empfangsdienstleistungen sowie auch für externe Unternehmen buchbare Konferenzräumlichkeiten mit perfekter Infra­struktur für Seminare und Veranstaltungen, insbesondere auch während der grossen Messen in Frankfurt.

Filigrane Raster kennzeichnen die Fassadenstruktur.

DIE PASSENDE LICHTLÖSUNG In Zusammenarbeit mit den Architekten MSM Meyer Schmitz-Morkramer entwickelte Zumtobel für den St Martin Tower eine LED-Sonderlichtlösung, die auf die Office-Architektur des St Martin Tower zugeschnitten ist. Abgependelte Lichtkanäle mit Indirektanteil erstrecken sich gleichmässig über jedes Büro. Für die gezielte Arbeitsplatzbeleuchtung sorgt eine Son-

Eleganz, spannende Perspektiven und Ausblicke kennzeichnen den St Martin Tower.

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Neuer Platz für Frankfurt: Mit der Plaza schuf der St Martin Tower neue Kommunikationsflächen.

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China Eagle Group

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Die vertikal gegeneinander versetzten gläsernen Baukörper, die an den Kanten gefasst sind, bilden den zentralen Baustein der Hochhäuser.

VON ST. GALLEN NACH SHANGHAI «BLACK FOREST TOWERS» IN SHANGHAI von Helen Stacher und Gerald Brandstätter

Leben und wohnen wie im Schwarzwald – und das in Shanghai. Diesen Traum verwirklichte der chinesische Investor CEG mit den 94 Meter hohen «Black Forest Towers». Dank des einzigartigen Fassadensystems bleiben Lärm, Hitze, Smog und Regen draussen, während die raumhohe Verglasung uneingeschränkten Ausblick garantiert.

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it rund 23 Millionen Einwohnern und dem grössten Hafen der Welt ist Shanghai eine Stadt der Superlative. Die Bewohner profitieren vom Boom der Mega-Metropole, leiden aber gleichzeitig unter der hohen Bebauungsdichte, dem Smog und der Lärmbelastung. Wohnen im Grünen mit freiem Ausblick steht auch in Shanghai für puren Luxus. Die 25-geschossigen «Black Forest Towers» sind inmitten eines weitläufigen Parks im Stadtteil Putuo situiert und bieten exklusivstes Wohnerlebnis. Jedes der Hochhäuser besteht aus vertikal gegeneinander versetzten gläsernen Baukörpern, die an den Kanten gefasst sind von weissen Rahmenbügeln und von grossformatigen Winkeln, welche dynamisch ineinandergreifen. Sie geben dem Gebäude Form, weit sichtbare Geste und einen oberen Abschluss. Sie bilden dreidimensionale plastische Zeichen und sym-

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bolisieren Moderne, Fortschritt und Zukunft. Dabei stehen sie für heutige Technologie und zugleich für Tradition, indem sie an chinesische Schriftzeichen ebenso wie an Elemente chinesischer Pagoden erinnern.

eine besondere Herausforderung. Die 25-stöckigen Fassaden der Wohnhochhäuser – modernste Architektur aus Glas und weissem Aluminium – stellten höchste technische und ästhetische Ansprüche an das Produkt.

Individuelle Grundrisse, transparente Architektur mit umlaufend raumhoher Verglasung und hochwertige Ausstattungsdetails mit edlen Extras verdeutlichen die Qualität, erhöhen die Nachfrage und erfüllen die inzwischen auch sehr hohen chinesischen Ansprüche in diesem Segment. Das Licht, der offene Himmel und der Weitblick in den bewaldeten Parks sind hier wesentliche Elemente modernen Wohnens. Bei der Planung der «Black Forest Towers» mit Luxuseigentumswohnungen, die Flächen von 200 bis 500 Quadratmetern ausweisen, war die Fenster-Fassaden-Wahl deshalb

Die chinesischen Investoren sowie Dibelius Architekten aus Hamburg entschieden sich für das luftdichte Glasfassadensystem airlux. Beste bauphysikalische Werte haben die Bauherrschaft überzeugt. Die Schweizer Firma Krapf AG Metall- und Fassadenbau produziert das selbst entwickelte System, das boden- und deckenbündige Schiebefenster-Fassaden mit Fenstern bis zu 18 Quadratmeter Flügelgrösse erlaubt. Das einzigartige Dichtungskonzept funktioniert luftunterstützt: Im aufgeblasenen Zustand sind die Schiebefenster zu 100 Prozent dicht, während im entlüfteten Zustand


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das Schieben reibungslos und somit kinderleicht möglich ist. So können auch sehr grosse und schwere Fensterelemente problemlos manuell bewegt werden.

SCHWEIZER PRÄZISION BEI PLANUNG UND MONTAGE

Entstanden ist dabei der neu entwickelte «air-lux-Bausatz», der nun für alle internationalen Projekte zur Anwendung kommt. Der Bausatz zeichnet sich dadurch aus, das die – wie bei den «Black Forest Towers» in Shanghai – bis zu zehn Meter breiten und drei Meter hohen Elemente wirtschaftlich transportiert werden können. Zu diesem Zweck wurden die Profile vorgängig beschichtet, auf Mass zugeschnitten und mittels CNC gesteuerten Profil-Bearbeitungszentren mit sämtlichen Bohrungen und Fräsungen versehen. Alle Beschläge, Kleinteile sowie das gesamte Zubehör wurden ebenfalls bereits bei der Krapf AG in der Schweiz vormontiert und für den Endzusammenbau in Shanghai vorbereitet. 

China Eagle Group

Das luftdichte air-lux-Glasfassadensystem erfordert bei der Planung und Montage eine millimetergenaue Präzision. So mussten im Vorfeld hochpräzise Aufnahmen der Rohbauten erstellt werden. Zwei erfahrene Techniker und Bergsteiger flogen nach Shanghai, um die 25-stöckigen Hochhäuser millimetergenau zu vermessen. Sie erstellten Gebäudeaufnahmen von den Rohbauten und dokumentierten in Form von CAD-Daten alle Punkte, mit denen die Krapf AG die komplette Gebäudehülle planen konnte. Das Fixpunktnetz ermöglichte aktuelle Gebäudeaufnahmen sowie spätere Absteckungen mit höchster Präzision. So konnten die Bezugsachsen und -punkte für die Montageequipe der Krapf AG mittels Metallplaketten markiert und das Glasfassaden-System präzise und termingerecht eingebaut werden.

Die kompletten Bestandteile des Glasfassadensystems wurden in Engelburg SG gefertigt, in Transportkisten verpackt und anschliessend in Seecontainern nach Shanghai geliefert. Aufgrund des Fassadenvolumens und der Elementgrössen musste für dieses Objekt die Logistik neu durchdacht und optimiert werden.

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Der Faktor «Swiss Made» hat die anspruchsvolle Bauherrschaft überzeugt.

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China Eagle Group

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BAUTAFEL • Projekt: «Black Forest Towers» Shanghai, China

• Bauherr: CEG, China Eagle Group www.c-e-g.com.cn/en

• Architekt: Dibelius Architekten, Hamburg www.dibelius-architekten.de/

• Fenstersystem: Air-Lux Technik AG, Breitschachen­ strasse 52, CH-9032 Engelburg SG Projektleiter: Christian Löpfe www.air-lux.ch

• Produktion: Das einzigartige Dichtungskonzept der Schiebefenster funktioniert luftunterstützt.

Die vorgefertigten und vormontierten airlux-Elemente wurden anschliessend wie IKEA-Bausätze platzsparend verpackt, um die Transportcontainer effizient beladen zu können. Eine besondere Herausforderung war auch die Montage. Wie auf chinesischen Baustellen üblich, wurden die knapp 100 Meter hohen Türme komplett eingerüstet: Die Stahlrohrgerüste wurden mit Bambusmatten eingekleidet und mit Einbringöffnungen für die grossen Rahmenund Glaselemente versehen. Zum Einsatz kamen motorisierte Schiebeelemente von bis zu 4.3 x 2.85 Metern, teilweise mit integrierter Ganzglas-Absturzsicherung. Airlux entwickelte die gesamte Glasfassade der 94 Meter hohen Hochhäuser mit 24 Geschossen und einer darüber liegenden Terrasse. Die mehrgeschossigen Fassaden beim Projekt «Black Forest Towers» stellten höchste technische wie auch ästhetische Ansprüche an das Produkt. Es war deshalb neben der Dichtigkeit und den einzigartigen bauphysikalischen Werten auch der Faktor «Swiss Made», der die anspruchsvolle Bauherrschaft überzeugte.

GLOBAL BESTECHENDE TECHNIK Ob für eine markante Villa oder für das elegante Hochhaus, das air-lux-System resultiert aus langjährigem Know-how im

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Fassadenbau und besticht mit Spitzenleistungen insbesondere in Bezug auf Schalldämmung und Dichtigkeit. Air-lux von Krapf erzielt beste Prüfwerte auch bei Sicherheit und Energieeffizienz. Das FensterFassaden-System – wie es in den «Black Forest Towers» in Shanghai zur Anwendung gekommen ist – vereint Materialvielfalt, massgeschneiderte Sicherheitspakete und individuelle Konfigurationsmöglichkeiten mit architektonischer Freiheit. Die patentierte aufblasbare Dichtung und die statische Festigkeit gegen hohe Windlasten garantieren höchste Schlagregendichtheit der Klasse E 1500. Die Lösung lässt sich mit Systemprofilen kombinieren und ist durch die hundertprozentige Dichtigkeit für den Hochhausbau geradezu prädestiniert. Ein positiver Nebeneffekt der aufblasbaren Dichtung ist die Schalldämmung, während die Wärmedämmleistung unter 0.90 W/m2 K liegt. Bei der Entwicklung des Fassadensystems wurde der Fokus auch auf die erhöhte Einbruchsicherheit gelegt. Das Produkt erreicht die Widerstandsklasse RC3 und eine eindrückliche Widerstandsfähigkeit gegen Windlasten der Klasse C4/B4 1600 Pa, max. 2400 Pa. Die Luftdurchlässigkeit liegt bei Klasse 4. Das innovative Verglasungssystem garantiert uneingeschränkte Aussicht und maximalen Tageslichteinlass bei höchster Widerstandfähigkeit gegenüber extremsten

Krapf AG Metall- und Fassadenbau, Engelburg SG – Swiss Made www.krapfag.ch/home/

• Beschattung: Windstabiles Zip-System mit Reissverschluss

• Montage: Krapf AG, zusammen mit dem chinesischen Vertriebspartner Shanghai Orville Architecture Energy Saving & Technology Co.,Ltd.

Wetterbedingungen. Insgesamt sind bis heute über 4 500 air-lux-Schiebeflügel auf der ganzen Welt verbaut worden. Gerade im modernen Hochhausbau – bestes Beispiel sind die «Black Forest Towers» – bieten die grossflächigen air-lux-Fenster ganz neue Möglichkeiten, um das Exklusive am Wohnen im Hochhaus zu unterstreichen: die uneingeschränkte Rundumsicht. Das Grossprojekt «Black Forest Towers» wurde realisiert von air-lux und dem Vertriebspartner Shanghai Orville Architecture Energy Saving & Technology Co. 

HELEN STACHER UND GERALD BRANDSTÄTTER sind Mitarbeiter bei der CONZEPT-B GmbH Texte für Architektur und Design in Zürich.


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Typisch für die Schweiz steht der Prime Tower in Zürich als Solitär und überragt die umliegenden Häuser.

ZU HOCH HINAUS HOCHHÄUSER IN DER SCHWEIZ von Dr. Joelle Zimmerli

Siedlungsverdichtung ist ein grosses Thema in der Schweiz – Hochhäuser scheinen eine ideale Lösung. Doch kantonale Baugesetze stehen oft im Weg und eine Abstimmung scheitert oft an der Urne. Kann der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SBNS) Abhilfe schaffen?

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ie Debatte um das Hochhaus als städtebauliches Mittel für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung nach innen läuft seit einigen Jahren. Sie baut auf der einfachen Überlegung auf, dass das Bauen in die Höhe das Bauen in die Breite eindämmen kann. Verschiedene Rahmenbedingungen führen allerdings dazu, dass diese Rechnung nicht so einfach aufgeht.

HOCHHAUS – NEIN, DANKE

die Höhe gebaut wird, muss auf dem Grundstück in die Breite freigelassen werden. Es resultiert ein Nullsummenspiel. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die maximale Beschattungszeit von nebenstehenden Gebäuden, womit es kaum mehr möglich ist, in innerstädtischen Bereichen Hochhäuser zu bauen. Zudem stellen vielgeschossige Gebäude erhöhte feuerpolizeiliche Anforderungen, was zu einer sehr aufwändigen, teuren und flächenintensiven Erschliessung führt.

Diverse kantonale Baugesetze verhindern, dass Hochhäuser real zur Verdichtung beitragen. Denn das Hochhaus soll nur als städtebauliches Zeichen dienen: Was in

Und letztlich muss der Bau von Hochhäusern diverse Hürden in der Bevölkerung überwinden: Ein hohes Gebäude gefährdet

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den Ausblick, was oft Eigentümer bis in weite Distanzen geltend machen. Zudem führen sie zu Widerstand, weil sie als Symbol für Ghettos stehen. Früher wurden Hochhäuser mit Sozialfällen gefüllt. Heute stehen sie für die Übermacht globaler Unternehmen oder für Superreiche, die aus ihren unbezahlbaren Wohnungen auf die Stadt hinunterschauen. Hochhäuser scheitern also oft an der Urne, wenn sich unheilige Allianzen gegen das Projekt verbünden und die Bauherrschaft der schweigenden Mehrheit keine überzeugenden Argumente liefern kann. Es scheint, das Hochhaus sei kein nachhaltiges Mittel für die städtebauliche Entwicklung der Schweiz.


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SNBS VERSION 2.0 Die private und öffentliche Hand entwickelten gemeinschaftlich den SNBS 2.0. Aktiv an seiner Entwicklung mitgewirkt und ihr Wissen und ihre Erfahrung eingebracht haben das Bundesamt für Energie (BFE) als Inhaber des Standards sowie Vertreter der wesentlichen Verbände, unter anderem der Schweizerische Ingenieurund Architektenverein (SIA), der Bund Schweizer Architekten (BSA), die usic-Stiftung, die Konferenz der Gebäudetechnik-Verbände (KGTV), die International Facility Management Association (IFMA) und Eco-Bau. Bei der Entwicklung des Standards bezogen sie alle wesentlichen normativen und regulativen Grundlagen in der Schweiz zum Thema Bauen und Nachhaltigkeit ein.

WAS DER SNBS BEWIRKT In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was ein Standard zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Tatsächlich kann der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS Version 2.0 die plane­ rischen Rahmenbedingungen nicht verändern. Mit dem SNBS erzielen Hochhäuser keinen nachhaltigeren Effekt in Bezug auf die Möglichkeiten zur baulichen Verdichtung oder auf eine bessere Wirtschaftlichkeit. Bauherren, die ein Hochhaus mit dem Standard planen, können ihr Projekt allerdings in Bezug auf die Nutzungen sowie die Einbettung in das Umfeld optimieren. Bauherren erhalten innerhalb des gesteckten Rahmens Anreize für eine stärkere Nutzungsmischung hinsichtlich Zielgruppen und Angebote. Zudem ermuntert der Standard dazu, das Hochhaus über gut zugängliche und attrak-

tive Freiräume sowie über Strassen- und Wegenetze in das Quartierumfeld einzubinden. Das soll die Bauherren motivieren, für eine diversifizierte Mobilität zu sorgen und gute Rahmenbedingungen für alternative Fortbewegungsmittel zum Auto zu schaffen. Ausserdem fordert der SNBS sie dazu auf, die Interessen der Quartierbevölkerung und Öffentlichkeit frühzeitig einzubinden, transparent zu informieren sowie Nutzerbedürfnisse in die Planung einzubeziehen. All diese Aspekte tragen dazu bei, dass sich die Akzeptanz vergrössert und dass das Hochhaus nicht als isolierter Solitär steht, sondern als ein Teil der Stadt und des Umfelds. Damit sich jedoch ebenfalls die plane­ rischen Rahmenbedingungen zugunsten nachhaltigerer Projekte verändern, müssen städtische und kantonale Planungsämter Initiative zeigen. 

Hoch, höher, am höchsten: Der Roche-Turm (Bau 1) ist mit 278 Metern das höchste Gebäude der Schweiz.

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Unterschiedliche Ebenen und Strukturen klarer definieren.

INTELLIGENT GLIEDERN KOMPLEXE ZEICHNUNGEN MANAGEN von Götz Schneider

Fast alle Planer und Architekten nutzen heutzutage eine CAD-Software zum Zeichnen und Bearbeiten von Plänen. Dabei gilt: Je grösser oder multifunktionaler zum Beispiel ein Gebäude ist, desto komplexer ist meist auch dessen Aufbau. Das spiegelt sich in der CAD-Zeichnung wider. Dasselbe gilt für Maschinenanlagen.

W

ie behält man in komplexen Zeichnungen den Überblick? Am ehesten mit einer guten Layerstruktur – also einem definierten Ver­ fahren zur Strukturierung der Zeichnungsdateien beziehungsweise CAD-Dateien. Hierbei werden die Zeichnungen in mehreren Ebenen beziehungsweise Layern aufgebaut. Diese Ebenen enthalten beispielweise die Kontur von Bauteilen, Objekten, Schraffuren oder Bemassungen. Dies ermöglicht es, durch ein einfaches Aus- und Einblenden der einzelnen Layer die grafische Darstellung auf den Verwendungszweck der Zeichnung zuzuschneiden. Die Layerstruktur ist die Grundlage

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jeder CAD-Zeichnung. Jeder, der mit einem CAD-Programm arbeitet, sollte sich eine gute, eigene Layerstruktur zu Nutzen machen. Eine Linie einem Layer zuzuweisen bedeutet, diese Linie intelligenter zu machen und sie mit Informationen zu füllen. So wird aus einer Linie beispielsweise eine tragende Wand, was durch die Benennung und die Layerfarbe sofort aus der Zeichnung ablesbar ist.

QUALITÄTSKRITERIEN EINER LAYERSTRUKTUR 1. D ie Struktur: In einer guten Layerstruktur werden die gewählten Muster einheitlich fortgeführt, und der Aufbau

dieser Struktur ist nachvollziehbar. Gewerke, Materialen, Bemassungen und Schraffuren zum Beispiel sollten auf einen Blick klar voneinander abgegrenzt sein. Eine differenzierte Aufteilung der Elemente in Kategorien wie zum Beispiel Architektur, Haustechnik und Bepflanzung ist nötig. 2. D ie Benennung: Auf Sonderzeichen, Umlaute, Leerzeichen sollte verzichtet werden, denn diese können eine Quelle für Fehlermeldungen sein. Die Bedeutung der darzustellenden Linie sollte im Namen erhalten sein: Um welches Bauteil, welches Material handelt


ARCHITEKTUR

es sich? Ist es ein geschnittenes Bauteil? Zeigt es Abbruch oder Bestand? Eine sinnvolle Benennung könnten zum Beispiel sein: «A_wand_24_mw_bestand». Das A steht hier für Architektur, wand für Wand, 24 für die Wanddicke und mw für Mauerwerk. Je kürzer und prägnanter der gewählte Layername ist, desto übersichtlich wird die ganze Struktur. 3. Farben und Strichstärken: Wichtig für die Unterscheidbarkeit der Objekte sind auch die Layerfarben und die Strichstärken/-optionen. So ist es zum Beispiel sinnvoll, für verdeckte Objekte die Layer gestrichelt darzustellen; dies ist auch für das Plotten, interessant, da hier die gewählten Einstellungen sichtbar werden.

DEN ARBEITSPROZESS VEREINFACHEN Die Steuerung der Eigenschaften, wie das Ein- und Ausschalten von Layern, ist beim Verwenden einer sinnvollen Layerstruktur im Arbeitsprozess sehr hilfreich und hat

den Vorteil, dass man den Überblick behält. Dabei sollte man jedoch stets im Hinterkopf behalten: es gibt nicht die eine optimale Layerstruktur für alle Nutzer und Anwender. Die Struktur sollte stets auf die Bedürfnisse und Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sein. Das Einführen und kontinuierliche Pflegen einer Layerstruktur sind zwar zeitintensiv, doch auf lange Sicht erleichtert dies die Arbeit. Zudem hilft es bei komplexen Projekten, den Überblick und Durchblick zu bewahren. 

GÖTZ SCHNEIDER ist Geschäftsinhaber des Ingenieurbüros für Digitalisierung einszueins ek, Darmstadt, das unter anderem auf das Digitalisieren und Vektorisieren von Papierplänen und -zeichnungen sowie das Konvertieren und Restrukturieren von CAD-Dateien spezialisiert ist. www.einszueins-digital.de

LANGLEBIGE, WARTUNGSARME INTELLIGENTE BELEUCHTUNG FÜR INDUSTRIE UND GEWERBE thorlux.de Artikel in Ausgabe 01/2017, S. 48/49 Thorlux in der Schweiz: kreiski gmbh Lichttechnik | 3264 Diessbach T: 032 558 44 58 | E: mail@kreiski.ch

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ARCHITEKTUR

Alle Projektbeteiligten arbeiten gemeinsam in einer Cloud und haben Einsicht in alle relevanten Bauwerksmodelle und Dokumente.

BESSER ZUSAMMEN GRUNDLAGEN FÜR DEN PROJEKTWEITEN EINSATZ VON BIM von OLMeRO

Building Information Modeling (BIM) setzt neue Massstäbe für die Planung, die Erstellung und den Betrieb von Bauwerken. Damit sich die Bauaufgaben transparent darstellen lassen, alle Projektbeteiligten integriert planen und die Projektinformationen durchgängig nutzen können, braucht es jedoch eine strukturierte und gemeinsame Datenumgebung. OLMeRO bietet eine Lösung.

D

ie Vorteile von BIM-Modellen sind bekannt: Detaillierte Planungs- und Controlling-Informationen lassen sich einheitlich strukturieren, und SoftwareWerkzeuge prüfen und werten diese automatisch aus. Das gibt zum einen Planungssicherheit und -qualität, zum anderen minimieren sich Risiken in der Bauausführung. Ausserdem erleichtern die in vielfältiger Form visualisierten, digitalen Bauwerksmodelle die Kommunikation mit Projektpartnern und verbessern die Projektzusammenarbeit. Soll heissen: Bei BIM sprechen alle Projektbeteiligten eine gemeinsame Sprache, um das Bauwerk, seine Erstellung und seinen Betrieb zu beschreiben.

BIM COLLABORATION Um jedoch die Potenziale von BIM voll auszuschöpfen, müssen alle Beteiligten in der

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Projektzusammenarbeit die Modellinformationen integriert nutzen. Informationen aus Bauwerksmodellen und Dokumenten müssen zu jeder Zeit in der richtigen Version, Qualität und Detaillierung einfach und zielgerichtet abrufbar sein. Und das über Grenzen von Organisationen, IT-Systemen und Projektphasen hinweg. Damit diese Zusammenarbeit funktioniert, liefert BIM Collaboration die passenden Werkzeuge: Das sind zum einen Managementsysteme, um die Erstellung, Verteilung und Nutzung von BIM-Informationen bei den Projektbeteiligten zu steuern, und zum anderen Informationssysteme, um die Verfügbarkeit und zielgerichtete Verwendung von BIM-Informationen bei allen Projektbeteiligten sicherzustellen.

Auch weiterhin gibt es in der Praxis vielfältige Modelle und Dokumente. Die Grundlage für das Informationsmanagement sind lnformationscontainer. Sie ermöglichen es den Nutzern, einzelne Modelle, Modellteile oder Modellkombinationen sowie herkömmliche Dokumente auszutauschen, Container-based Collaboration (Containerbasierte Zusammenarbeit) genannt.

INFORMATIONSMANAGEMENT FÜR BIM Gesetzliche Rahmenbedingungen, bestehende Verträge und Rahmenrichtlinien definieren Begriffe, Rollen und Prozesse für das projektweite Informationsmanagement mit BIM. Dazu gehören die englische PAS 1192 und der 2017 veröffentlichte Norm-Entwurf ISO 19650. Nur so lässt sich BIM gezielt einsetzen, und


ARCHITEKTUR

Effizient und transparent: Koordinationsmodelle, Teilmodelle und 3-D-Marker liegen in einem Programm.

Ziele, Anwendungen, Leistungen sowie technische und organisatorische Randbedingungen können im Projekt geplant, vertraglich vereinbart, umgesetzt und kontrolliert werden.

Damit die Container-basierte Zusammenarbeit mit BIM-Informationen funktioniert, müssen die Informationscontainer eindeutig adressiert sein. Die wichtigsten Informationscontainer sind:

Ausgangspunkt vieler Rahmenrichtlinien ist ein Referenzprozess über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes. Hierbei definieren die Auftraggeber-lnformationsanforderungen (AIA) die im Projekt zu erstellenden Planungs- und Controllingmodelle. Datenübergabepunkte legen die Lieferzeitpunkte der geforderten Planungs- und Controllingmodelle fest. Der BIM-Abwicklungsplan dokumentiert die Ziele, Anwendungen, Verantwortlichkeiten und Datenübergaben für BIM und legt die Prozesse und IT­Systeme für die Projektzusammenarbeit fest.

Teilmodelle (Fachmodelle): Diese Vielzahl an 3-D-Bauwerksmodellen bildet fachspezifische Aspekte des Bauwerks ab, um ein Bauwerk, seine Erstellung und seine Nutzung zu planen und zu dokumentieren.

GEMEINSAME DATENUMGEBUNG Die gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment, CDE) bietet die technische Infrastruktur für BIM Collaboration. Dazu gehören die zentrale Ablage, Verwaltung, Verteilung und Qualitätssicherung aller Projektinformationen. Ein CDE organisiert die BIM-Informationen in einzelne Informationscontainer und verwaltet und koordiniert diese strukturiert und versionssicher. Zudem plant, liefert, prüft und überarbeitet ein CDE die BIM-Informati­ onen und gibt diese frei. Ausserdem muss ein CDE den technischen Anforderungen an die IT-Systeme zur sicheren Verwaltung der Daten genügen.

Koordinationsmodell: bezeichnet ein Modell, das mehrere Teilmodelle, eine 3-D-Markierung und zugehörige Dokumente in einem Modell zusammenfasst. 3-D-Marker: sind Ergebnisse der Modellprüfung und -abstimmung. Sie enthalten Prüfanmerkungen, Kommentare oder ergänzenden Informationen zu einzelnen Elementen in Fach- oder Koordinationsmodellen. Dokumente: sind semi-strukturierte oder auch strukturierte Daten, die in Abhängigkeit zu den Bauwerksmodellen stehen. Weiter unterliegen die BIM-Informationen einem Kennzeichensystem: Metadaten kennzeichnen die BIM-Informationsressourcen, um diese besser erfassen, organisieren, auffinden und nutzen zu können. Dabei werden diese fachlich, örtlich und zeitlich geordnet. 

REFERENZEN Projekte: • OH, Neubau Hauptsitz Olympisches Komitee/Auftraggeber IOC • ZIPLO, Neubau Wohnüberbauung/ Auftraggeber Implenia • IlôtSud, Neubau Wohnüberbauung, Morges/Auftraggeber Implenia • A26, Neubau Wohnüberbauung/ Auftraggeber Implenia • Werk 1 Sulzer Areal, Neubau Wohnund Gewerbeflächen/Auftraggeber Implenia • GIBZ, Neu-/Umbau Bildungszentrum, Zug/Auftraggeber Implenia • Labitzke, Arealüberbauung, Zürich/ Auftraggeber Implenia Kunden (Auszug): Bauherren: • Internationales Olympisches Komitee seit 2016 • Schweizerische Bundesbahnen SBB seit 2010 • Kanton Zürich Baudirektion Hochbau seit 2013 • Bundesamt für Strassen ASTRA seit 2008 GU/TU: alle seit 2003 • Implenia Schweiz AG • Steiner AG • HRS Real Estate AG • Rhomberg AG seit 2011 Planer: • Theo Hotz Partner AG seit 2012 • Ernst Basler + Partner AG seit 2008 • dsp Ingenieure & Planer AG seit 2008

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ARCHITEKTUR

OLMeRO nutzt in jedem Projekt unterschiedliche Kennzeichnungs- und Klassifikationssysteme, um unterschiedliche lnformationsressourcen, wie Koordinationsmodelle, Teilmodelle, 3-D-Marker, Pläne und Dokumente, zu strukturieren. Grundlage dieser Vokabulare sind unter anderem die PAS-1192-2, die AIA Digital Practice Documents (AIA 2013), die Common BIM Requirements (COBIM 2012) oder individuelle Vorgaben von Bauherren. Für die formale Definition und Prüfung von Modellanforderungen entwickelt OLMeRO aktuell weitere Module zum Einsatz von Model View Definition (mvdXML).

BIM-PROZESSE Für eine effiziente, partnerschaftliche und reibungslose Zusammenarbeit sind erstens informationstechnische Lieferprozesse und zweitens allgemeine Kommunikationsregeln und automatisierte Work-­ flows zu betrachten. Um eine effiziente Informationsverwendung zu sichern, legen informationstechnische Lieferprozesse fest, welche Projektteilnehmer, wann, welche Informationen, von wem benötigen, erstellen und an wen weiterleiten müssen. Zudem schaffen BIM-Collaboration-Prozesse detaillierte Regeln für alle Projektteilnehmer in Bezug auf Kommunikationsund Informationspflichten, Zugriffs- und Bearbeitungsrechte, Versionserstellung und Revision, zur parallelen Bearbeitung

und Koordination, Prüfung und Freigabe sowie zur Archivierung. OLMeRO legt allgemeine Kommunikationsregeln und automatisierte Workflows in einer Projektkonfiguration fest. Je nach fachlicher, räumlicher und zeitlicher Kennzeichnung der einzelnen Informationsressourcen realisieren CORE-Funktionalitäten die festgelegten Zugriffs- und Bearbeitungsrechte und erzeugen automatisch Benachrichtigungen und Arbeitsaufgaben.

BIM COLLABORATION VON OLMERO OLMeRO bietet eine cloudbasierte Datenumgebung für die flexible Nutzung von BIM in der Projektzusammenarbeit als BIM-Collaboration-Lösung. Die sogenannte OLMeRO Collaboration Cloud verwaltet zentral und sicher alle Projekt­ informationen aus Modellen, Plänen, Dokumenten und anderen Informationsquellen. Um allen Projektteilnehmern die erforderlichen Informationen bereitzustellen, bieten die CORE-Funktionalitäten der Cloud mehrdimensionale Ablagestrukturen, flexible Kommunikationsmechanismen und ein intelligentes Rechte- und Workflow-Management. Mit dem BIM Collaboration Service sind die Bauwerksmodelle in der Cloud und ihre Inhalte für alle Projektteilnehmer direkt im Internet nutzbar. Zudem lassen

sich die Bauwerksmodelle zu Koordinationsmodellen kombinieren und durch 3-D-Marker mit anderen Projektdokumenten verlinken. Der BIM Collaboration Service ist die Basis für verschiedene OLMeRO-Module: BIM Exchange: verwaltet grosse BIM-Modelle versionssicher in der zentralen Projektdokumentation, organisiert digitale Bauwerksmodelle unterschiedlicher Projektteilnehmer übersichtlich und gestaltet die Prozesse für ihre Verteilung, Revision und Freigabe transparent. BIM Coordination: bietet vielfältige Möglichkeiten, die digitalen Bauwerksmodelle unterschiedlicher Projektteilnehmer zu kombinieren und gemeinsam mit zugehörigen 3-D-Markern und Projektdokumenten zu verwalten. BIM Review: ermöglicht Projektteilnehmern, die digitalen Bauwerksmodelle direkt im Webbrowser zu visualisieren, zu prüfen und weiter zu nutzen. BIM Ticket: versendet die im Koordinationsmodell erstellten Ansichtspunkte, Markierungen und Kommentare und unterstützt ihre gezielte Bearbeitung durch Workflows. 

Die OLMeRO Collaboration Cloud visualisiert die Bauwerke in 3-D.

OLMeRO AG | Europastrasse 30 | CH-8152 Glattbrugg | Tel. +41 (0) 848 65 63 76 | info@olmero.ch | www.olmero.ch

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ARCHITEKTUR

VEREINT IN DIE DIGITALE ZUKUNFT NETZWERK_DIGITAL von Nicolas Graf

Ende 2016 wurde der Verein netzwerk_digital offiziell gegründet. Seine Aufgabe besteht darin, die digitale Transformation im Planungs-, Bau- und Immobilienwesen vereint anzugehen. Konkret will das Netzwerk, dem neben SIA, CRB und Bauen digital Schweiz auch die Organisationen der öffentlichen und privaten, professionellen Bauherren angehören, die koordinierte Entwicklung der Digitalisierung unterstützen und vorantreiben.

D

ie Digitalisierung bringt der Baubranche Veränderungen, die von sämtlichen Marktteilnehmern ein hohes Mass an Flexibilität fordern. Die Bereitschaft, Bewährtes zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen oder neu zu definieren, spielt dabei eine zentrale Rolle. Weiter ist eine enge Zusammenarbeit in einem mit Know-how versehenen Netzwerk notwendig, um die digitalen Herausforderungen bewältigen zu können. Deshalb haben SIA, CRB, Bauen digital Schweiz, KBOB und IPB Mitte Dezember 2016 das netzwerk_digital gegründet und sich auf eine klare Aufgaben- und Rollenteilung geeinigt:

• Bauen digital Schweiz Best Practice

• SIA Regulierung

• CRB Standardisierung

• KBOB/IPB Besteller, öffentliche wie auch private, professionelle Bauherren Mit dem Ziel, jedes einzelne Mitglied im Kontext der digitalen Transformation zu stärken sowie die nötigen Entwicklungen inhaltlich abzustimmen und zu koordinieren, wurde eine Geschäftsstelle beauftragt, die dafür notwendigen operativen Aufgaben wahrzunehmen. Um der Komplexität der digitalen Transformation gerecht zu werden, hat der Vorstand des Vereins eine Koordinationskommission eingesetzt, die sich intensiv mit den Fachthemen auseinandersetzt. Die gebildeten Fachgruppen werden von dieser Kommission geleitet und fachlich unterstützt. An periodisch stattfindenden Sitzungen werden die Themencluster Prozess & Organisation, Analyse & Forschung,

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Recht, Bildung, Datenmanagement sowie Technologie, Software und Schnittstellen behandelt. Bereits im Februar 2017 wurden die ersten Fachgruppensitzungen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass alle Mitglieder mit grossem Engagement an diesen Themen arbeiten, inhaltliche Abstimmungen jedoch dringend nötig sind.

Tauglichkeit der Baukostenpläne erfordert neben einer engen Zusammenarbeit mit buildingSMART Chapter Schweiz auch erste Erfahrungen und Analysen im Sinne von «Best Practice». Weiter setzt sich der SIA bereits jetzt sowohl in bestehenden als auch in neu zu gründenden Kommissionen und Gremien mit den durch die Digitalisierung entstandenen Herausforderungen auseinander.

FACHGRUPPE PROZESS & ORGANISATION

FACHGRUPPE ANALYSE & FORSCHUNG

Mit der Entwicklung eines «BIM-Stufenplans», eines «BIM-Nutzungsplans» und eines «BIM-Workbook» werden von Bauen digital Schweiz wichtige und zukunftsweisende Grundlagen erarbeitet. Damit die ersten Ausgaben dieser Produkte, welche noch dieses Jahr zu erwarten sind, von «Practice» hin zur «Best Practice» entwickelt werden können, werden die Inhalte im Rahmen der Fachgruppe diskutiert und koordiniert. Der SIA beschäftigt sich neben der Einarbeitung der Rückmeldungen zur Vernehmlassung des Merkblatts 2051, mit der Erarbeitung einer mehrteiligen Dokumentation (D0256) zum Thema.

Aktuell werden in der Praxis zu den Themen «Digitalisierung und BIM» verschiedene Begriffe für mehrere Zwecke verwendet. Eine einheitliche Sprachregelung und Definition ist daher von höchster Wichtigkeit. Dieser Abgleich mit bereits existierenden Datenbeständen und Publikationen (Merkblatt SIA 2051, Bauterminologie, TERMDAT, diverse Glossare usw.) sowie dem von Bauen digital Schweiz entwickelten BIM-Wiki muss zeitnah erfolgen.

Auch die Entwicklung der «LOD-Definitionen» sowie des «BIM Property Set» erfordern eine enge Zusammenarbeit aller Mitglieder. Dabei wird die Abstimmung mit buildingSMART International gesucht. Hier geht es insbesondere um den Abgleich nationaler Standards mit offenen internationalen Standards (open BIM). Die bestehenden Gliederungsstrukturen wie die beiden Schweizer Normen «Baukostenplan Hochbau eBKP-H» und «Baukostenplan Tiefbau eBKP-T», aber auch die tech­ nischen SIA-Normen sollen in den aktuellen Entwicklungen berücksichtigt und nötige inhaltliche Anpassungen identifiziert werden. Die von CRB angestrebte BIM-

Die KBOB setzt sich in einer internen Arbeitsgruppe intensiv mit dem Thema «BIM und Digitalisierung» aus der Sicht der öffentlichen Bauherren auseinander. Im Vordergrund stehen dabei in einem ersten Schritt Analyse und Auswertung von Entscheidungsprozessen auf Bauherrenseite sowie deren Auswirkungen auf BIM-Projekte. Eine Zusammenarbeit mit building­ SMART, Forschungsinstituten, der ETH und weiteren Hochschulen wird begrüsst und soll im Rahmen des netzwerk_digital koordiniert werden.

FACHGRUPPE BILDUNG Nach einer ersten Sitzung hat die Fachgruppe beschlossen, sich in den nächsten Monaten intensiv mit Bildungsinstitutionen auseinanderzusetzen und die zu vermittelnden Inhalte aus Sicht der Mitglieder


ARCHITEKTUR

ten Fachgruppensitzungen sind bereits organisiert, denn der regelmässige Austausch und die Steuerung der notwendigen Abstimmungen ist eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle. Zusätzlich wird die Koordinationskommission mit der strategischen Unterstützung des Vorstands weitere offene Themen im Kontext der Digitalisierung identifizieren und inhaltlich priorisieren. Ziel ist die gemeinsame Präsentation der aktuellen Entwicklungen anlässlich der Swissbau 2018.

Der Verwirrung eine Struktur und Zuständigkeiten geben.

schweizweit abzustimmen. Hierfür bereitet der SIA unter anderem Tagungen vor. Die von buildingSMART International initiierte openBIM-Zertifizierung, welche sich unter anderem auch an Aus- und Weiterbildungsinstitutionen richtet und über das buildingSMART Chapter Schweiz für die Schweiz adaptiert wird, erfordert eine entsprechende inhaltliche

Prüfung und Abstimmung mit schweizerischen Anforderungen wie zum Beispiel dem sich in Überarbeitung befindenden Merkblatt SIA 2051.

KOORDINIEREN, ABSTIMMEN UND KOMMUNIZIEREN Das Jahr 2017 steht für das netzwerk_ digital unter dem Motto «koordinieren, abstimmen und kommunizieren». Die nächs-

Neuigkeiten zu den Fachgruppensitzungen und zum aktuellen Entwicklungsstand werden laufend über den neuen Webauftritt sowie über die Social-Media-Plattformen publiziert. 

NICOLAS GRAF ist Co-Leiter der Geschäftsstelle netzwerk_digital. www.netzwerk-digital.ch

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msm meyer schmitz-morkramer

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INNEN IST DAS NEUE AUSSEN LEARNING FROM CALIFORNIA Interview mit Caspar Schmitz-Morkramer von Inken Herzig The Reserve in Los Angeles, USA.

Es gibt ihn schon wieder, den neuen Bürotrend, so Architekt Caspar Schmitz-Morkramer, gerade zurück aus den USA. Spiessige Bürobauten werden «gehackt». Mit Terrassen, Treppen, Plateaus und verwunschen gestalteten Grünanlagen sind sie abenteuerlich statt prestigeträchtig. «Frisch, dynamisch und offen» markiert den Kerngedanken: Innen ist das neue Aussen, stellte der Architekt von msm meyer schmitz-morkramer fest.

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ie arbeitet und lebt die dot. com-Gesellschaft fragten Sie sich vor zwei Jahren und recherchierten bei einer Tour durch Silicon Valley. Worum ging es bei Ihrer neusten Reise? Nach dem Blick auf das Innere der Google-Welt ging es mir jetzt darum, sogenannte Multi-tenant-Häuser anzuschauen, sprich Häuser, die unterschiedlichste Mieter ansprechen, und deren Ziel es ist, nach dem Umbau in spektakulärgemischte Vermietungssituationen ein-

zusteigen1. Die Zahl der Revitalisierungen hat dabei deutlich gegenüber den Neubauten zugenommen. Der Charme, den Altbauten versprühen, wird in den USA sehr geschätzt. Die Typologien sind unterschiedlich – von alter Produktionshalle, Postdepot oder ehemaligem FlugHangar, in den Google zum Beispiel einziehen wird. Der Wunsch nach Patina ist gross, weil man den Office-Projekten etwas Besonderes mitgeben möchte. Refurbishment ist das grosse Thema in den USA 2.

Die letzte Reise liegt zwei Jahre zurück – dort fielen Ihnen micro-kitchens, wohnzimmergleiche Besprechungsräume, über Algorithmen definierte Wege in den Büros von Google, Apple und Facebook im Silicon Valley auf. Was hat sich jetzt sichtbar verändert? Als ich das erste Mal ins Silicon Valley gereist bin, waren dort die Magnaten mit Facebook und Google angekommen. Was in der Zwischenzeit entstanden ist, ist unglaublich. Der grosse Trend geht von der grünen Wiese hin zur Stadt. Dort

«Ich dachte immer, Modulbauten hätten keinen Schallschutz.»

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Schluss mit Vorurteilen: Wer denkt, Module seien schlecht schallisoliert, hat noch keine Modulbauten von ALHO gesehen. Dank des zweischaligen Wand- und Deckensystem in der Modulbauweise und der stetigen Weiterentwicklung unserer Modulstruktur erzielen wir überdurchschnittliche Resultate.

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schaffen die Unternehmen mehr Aufenthaltsqualität. Viele von ihnen stammen aus der dot.com-Szene. Sie möchten eine gute Verbindung zu ihren Geschäftspartnern haben, Lifestyle und ein positives Lebensgefühl vermitteln. Natürlich geht es auch darum, die eigenen Mitarbeiter zu begeistern. Wie wird das Büro selbst derzeit in Amerika verstanden? Die Leute wollen sich am Arbeitsplatz genauso wohlfühlen wie zu Hause. Es soll Lockerheit suggeriert werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Eames-LoungeChair im Büro steht. Dazu gibt es den neuen Trend: das Wechselspiel zwischen Innen und Aussen. Die Themen Öffnen und Grünflächen sind sehr stark; ebenso das Gebäude zu «hacken».

msm meyer schmitz-morkramer Projekt Hammerwerk in Stuttgart

«Der grosse Trend geht von der grünen Wiese hin zur Stadt.» lassen sich die jüngeren Firmen wie Airbnb und Pinterest in alten Warehouses nieder. Auf dem Highway No. 10, haben sich die Verkehrsströme völlig gedreht. Die Wege führen mittlerweile raus aus der City nach Santa Monica. Entsprechend reicher ist dort das Immobilienangebot

geworden. In der Entwicklung der Büroarchitektur hat ein Umdenken stattgefunden. Keiner möchte mehr in «my father’s office» arbeiten. Das ist zu 100 Prozent bei amerikanischen Entwicklern angekommen, deshalb konzipieren sie die Projekte jünger, zeigen weniger Prestigebauten, dafür mehr Offenheit und Lebensqualität. Früher hiessen die Vorreiter-Konzerne Google und Facebook und waren eher abgeschottet – ist das aktuell noch so? Gerade in San Francisco gibt es den Trend, dass die Häuser geöffnet werden. Zu bestimmten Zeiten kann man in die «Public Open Spaces», trinkt einen Kaffee oder loggt sich in das offene WLAN ein. Es ist gewünscht, dass die Häuser von aussen belegt werden. Deshalb

Hacken – den Begriff kennen wir aus einem anderen Zusammenhang. Was ist damit gemeint? In erster Linie geht es bei «Hackability» um die Nutzbarkeit des Gebäudes und das Zusammenspiel von Innen und Aussen. Für Überraschung zu sorgen, zum Beispiel durch die Verbindung von Etagen oder Freitreppen, die mehrere Geschosse zusammenfügen. Oder durch verwunschene Gärten, die mit hochwertiger Aussenmöblierung angelegt sind. Wir reden nicht über Startups, sondern über Firmen, die sich schon durchgesetzt haben. Was mir in Los Angeles imponiert hat, war, mit wie viel Liebe diese Aussenanlagen gestaltet worden sind. Überraschend zum Beispiel das Projekt Water Garden in Santa Monica. Ein protziger Bürokomplex aus den 90er-Jahren, der im «Denver-Clan» beheimatet gewesen sein könnte. Er hat es geschafft, durch extreme Gestaltung der Aussenanlagen mit Wasserflächen, Cafés und Street-Art völlig überraschende Aufenthaltsqualitäten zu schaffen. 

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ARCHITEKTUR

Lässt sich das Thema «Hackability» auch in Bürogebäuden von msm meyer schmitz-morkramer finden? Ja, das Hammerwerk in Stuttgart ist ein 100-prozentiges Hackability-Beispiel. Eigentlich eine unattraktive Lage, aber mit enormem Angebot. Ein begrünter Hof mit Anbau, alter Villa, Restaurant, Ateliers, Cafés, Shops. Das Projekt würde eins zu eins auch in Amerika funktionieren. Ebenso die Macherei in München oder das Carlswerk in Köln. Der Trend des «Hackens» ist in Deutschland deutlich ablesbar.

Lassen sich die zwei grossen Themen – Öffnung und Grünraum – leichter auf Deutschland übertragen, oder braucht man dafür das kalifornische Klima? Am Wetter sollte es nicht scheitern. Unser Büro setzt sich seit Jahren systematisch mit den gesellschaftlichen und architekto nischen Entwicklungen auseinander. Den in Kalifornien sichtbaren Trend der Öffnung und des Grünraums haben wir bei msm meyer schmitz-morkramer sehr früh in unsere Entwürfe aufgenommen. Eines unserer Gebäude ist La Tête in Düsseldorf. Ein Medienhaus, in das die Verlagsgruppe Han-

Aurelis/Konzept 3D, Entwurf: msm meyer schmitz-morkramer

In den USA ködert man die «Millennials» mit Designmöbeln und Rundumversorgung an den Arbeitsplätzen – wie ködert man in Deutschland Talente? Die Ansprüche, die an den Arbeitsplatz gestellt werden, sind in Berlin und Köln nicht anders als in L.A. oder London. Wir sind in Deutschland konservativer als die Amerikaner und haben nicht die junge Struktur. Themen wie bikeshop, daycare, healthcare – die Rundum-sorglos-Pakete existieren hier kaum. Es gibt bei uns nicht die gleiche Offenheit wie in Amerika. Zum

Beispiel keine Kanzleien, in denen die Anwälte wie selbstverständlich im Grossraum sitzen. Wir tun uns schwer, Veränderungen mitzugehen. Hier wird das Mitspracherecht eher zur Bremse, weil die Menschen den Status quo beschwören, bevor sie sich auf Neues einlassen. Doch die Veränderung der Arbeitswelt ist auch in Deutschland und der Schweiz angekommen. Die Menschen legen mehr Wert auf die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit, aber auch auf die Qualität ihres Arbeitsplatzes.

delsblatt einziehen wird. Die Barcode-Fassade mit integriertem Megascreen zeigt, welche Medieninhalte innen produziert werden. Es gibt einen offenen Hof und eine grosse Town Hall für die Öffentlichkeit. Auch der St Martin Tower in Frankfurt, der mit dem German Design Award 2017 ausgezeichnet wurde, beweist, wie die Gedanken von Nachhaltigkeit, Service und offener Kommunikation mit moderner Architektur vereinbar sind, unter anderem mit eigener Kita, Gym, Aussenbereich und Restaurant. Eines unserer neusten Projekte sind die Treptowers im angesagten Büroviertel Mediaspree von Berlin. Auch dort werden wir das Gebäude öffnen, die Aussenanlagen einbeziehen. Der Bauherr der Treptowers begleitete die Recherche-Tour durch Kalifornien. Unser nächstes Ziel ist, gemeinsam mit Architekten aus den USA in einem Workshop aufzuzeigen, wie man die Treptowers «hacken» kann. Es gehört bei unseren Projekten immer dazu, dass der Innenund Aussenraum miteinander verschmelzen. So wie wir städtebaulich denken, planen wir auch das Aussen, denn ein Gebäude hört ja nicht an der Fassade auf. 

Caspar Schmitz-Morkramer

ANMERKUNGEN 1) Als «Multi-tenant» wird eine Gebäudestruktur bezeichnet, bei der eine Immobilie an mehrere Mieter vermietet ist und mehrere Mieter vergleichbarer Grösse auftreten. Im Gegensatz dazu werden Immobilien mit einem einzigen Mieter oder einem grossen Hauptmieter als Single-TenantImmobilien bezeichnet. 2) Refurbishing bezeichnet die qualitätsgesicherte Über­ holung und Instandsetzung von Produkten zum Zweck der Wiederverwendung und -vermarktung.

CASPAR SCHMITZ-MORKRAMER ist Gründer und Inhaber von msm meyer schmitz-morkramer. msm meyer schmitz-morkramer Projekt La Tête in Düsseldorf

Seite 28 // bauRUNDSCHAU

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INNENARCHITEKTUR

Seite 30 // bauRUNDSCHAU


INNENARCHITEKTUR

VON INNEN NACH AUSSEN UND ZURÜCK DIE KOMMUNIKATION ZWISCHEN AUSSEN- UND INNENARCHITEKTUR von Georg Lutz

Der Blick auf dieses Szenario verdeutlicht die Existenz von mehreren Kommunikationsebenen. Der Raum war früher ein Funktionsraum in einem Stall, nach der Erneuerung repräsentiert er ein Wohnhaus in Scharans. Die alte Struktur, Bauweise und Materialien sind nicht verschwunden, sondern sichtbar und spürbar. Sie agieren mit den neuen Materialien und Bestandteilen. Dabei hat sich das Alte nach aussen entwickelt. Die neue Gestaltung wirkt wie im Rahmen einer russischen Puppe. Es ist kreativ-verschachtelt. Dazwischen, als Brecher der Strukturen, fliesst das Licht. Wobei es auch hier um Kommunikation geht, um das Gespräch zwischen Tages- und Kunstlicht. Nicht umsonst heisst das Projekt: Das «Dazwischen», es repräsentiert das Bewusstsein über die Wirkung von Material, Licht und Raum. Die Freude an der Gestaltung von Räumen. Wissen und Bewusstsein über Wirkung und Auswirkung von Material, Licht und Raum verbindet die Innen- mit der Aussenarchitektur. Ausgabe 03/2017 // Seite 31


INNENARCHITEKTUR

Die Innenperspektive nach aussen tragen. ORIGEN Wintertheater Riom – der grosse Saal.

DAS INNEN-NACH-AUSSENDENKEN ORTSBESTIMMUNG DER INNENARCHITEKTUR Interview mit Remo Derungs von Gerald Brandstätter und Georg Lutz

Die Vereinigung Schweizer Innenarchitekten/-architektinnen VSI.ASAI. feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Berufsverband 1942, um Innenarchitektur als eigenständigen Berufszweig zu etablieren. Es ging darum, Architektur nicht von aussen zu betrachten, sondern von innen heraus, aus Sicht des Nutzers. Im Juni wurde der Innenarchitekt, Gestalter und Szenograf Remo Derungs zum neuen Präsidenten der VSI.ASAI. gewählt.

R

emo Derungs, Sie sind im 75. Jahr des Bestehens der VSI. ASAI. zum neuen Präsidenten gewählt worden. Was ist Ihre Mission als neuer VSI.ASAI.-Präsident? Meine Aufmerksamkeit gilt einerseits der weiteren Stärkung der Berufsidentität und der damit verbundenen Verankerung unseres Berufsstandes mit all seinen Facetten in der Gesellschaft. Ein weiteres Anliegen ist mir die Attraktivitätsförderung unserer Vereinigung bei unseren Mitgliedern, vor allem auch für Jungmitglieder. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Zukunft.

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Der Beruf der Innenarchitekten hat sich seit der Gründung der VSI.ASAI. vor 75 Jahren stark verändert. Die frühen Pioniere wie Hans Eichenberger oder Robert Haussmann waren auch Möbeldesigner. Wie ist das Berufsbild heute, welche Disziplinen umfasst der Beruf des Innenarchitekten? Unsere Aufgaben sind heutzutage komplexer und vielschichtiger denn je. Bauen im Allgemeinen ist komplexer geworden. Innenarchitekten sind oft in Grossprojekten als Teil eines Fachplanerteams involviert und tätig. Die Diszi-

plinen sind dementsprechend vielfältig. Innenarchitekten sind heute die Generalisten für die Fragen der architekto­ nischen Raumgestaltung. Und wo liegen, von der grundsätzlichen Definition her, die Unterschiede zwischen der Architektur und der Innenarchitektur? Oftmals liegt der Unterschied im Massstab. Als Innenarchitekten setzen wir den Benutzer ins Zentrum unseres Wirkens. Wir gehen vom Menschen und seinen Bedürfnissen aus.


INNENARCHITEKTUR

Architekten und Innenarchitekten teilen sich zum Teil das Feld der Innenarchitektur. Sanierungen und Umnutzungen bestehender Gebäude gewinnen für beide an Bedeutung. Sind Architekten und Innenarchitekten auch im Wettstreit? Wo sind die Überschneidungen, wo ergänzen sich die beiden Disziplinen? Die Innenarchitektur kann teilweise durchaus als Fachbereich der Architektur betrachtet werden. Innenarchitektur deckt unter anderem die Spezialbereiche der Einrichtung, Lichtplanung, Szenografie und Markenarchitektur ab. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Innenarchitektur? Wie in jeden Berufszweig ist die Digitalisierung ein Zeitzeugnis der Entwicklung und ermöglicht zum Teil ganz neue Arbeitsmethoden. Wichtig erscheint mir ein Gleichgewicht der unterschiedlichsten Medien zum Beispiel im Entwurfsprozess. Welchen Herausforderungen müssen sich Innenarchitekten/-innen zukünftig stellen?

«Innenarchitekten sind heute die Generalisten.» Auch in Zukunft geht es um den sorgfältigen Umgang mit dem Raum. Es gilt, Ressourcen vernünftig einzuteilen und angenehme Lebensräume zu gestalten. Ziel ist es, dass sich Benutzer der Räume wohlfühlen, sei es bei der Arbeit, zuhause oder in einem öffentlichen Innenraum. Wie wird man Innenarchitekt? Wie sieht ein klassischer Werdegang aus? In der Schweiz können Sie heute an vier Fachhochschulen Innenarchitektur studieren und den Bachelor in Innenarchitektur absolvieren (FH). In Genf, Lugano, Basel und Luzern. Ein Master-Studiengang ist in Planung. Als berufsbegleitende Weiterbildung gibt es heute in mehreren Gewerbeschulen Höhere Fachschulen für Innen­ architektur (HF). 

VERBANDSPORTRÄT Gegründet wurde die VSI.ASAI. 1942 in Zürich von einer Gruppe von Kunstgewerbeschülern. Ihr Lehrer, Wilhelm Kienzle, bestärkte sie in ihrer Absicht, Innenarchitektur als einen eigenständigen Berufszweig zu etablieren. Es ging darum, Architektur nicht mehr nur von aussen, sondern von innen heraus zu betrachten – aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer. Zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung gehörten Gestalter-Persönlichkeiten wie Otto Glaus, Willy Guhl und Oskar Burri. Mit 450 Aktivmitgliedern, Jung- und Fördermitgliedern ist die VSI.ASAI. heute der ausgewiesene Berufsverband für Innenarchitektur in der Schweiz. Als Kompetenzzentrum für Innenarchitektur fördert die Vereinigung die hohe Qualität von Ausbildung und Berufsausübung. Sie bietet unterstützende Dienstleistungen an und untermauert den kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb des Berufsfeldes.

Massiv bauen mit Holz Unser Vorbild ist die Natur. Deswegen fällen wir für die trendigen Massiv-Holz-Mauern keine Bäume, sondern verwenden hochwertige Nebenprodukte der Schweizer Sägewerkindustrie. Geniessen Sie das gesunde Wohnklima von Holz und das gute Gefühl, umweltbewusst zu bauen. Infos unter www.haudenschild.ch

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Ausgabe 03/2017 // Seite 33

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Auch Arbeitsplätze brauchen eine Kommunikation zwischen den Welten. Hier die Arbeitsplätze der Zentralbibliothek Zürich.

Remo Derungs ist diplomierter Innenarchitekt, Gestalter und Szenograf und seit Juni 2017 Präsident der VSI.ASAI.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Fähigkeiten, die ein Innenarchitekt, eine Innenarchitektin mitbringen muss, um erfolgreich zu sein? Leidenschaft! Freude an der Gestaltung von Räumen. Wissen und Bewusstsein über Wirkung und Auswirkung von Material, Licht und Raum. Wie ist die Vernetzung Ihres Verbands? Arbeitet die VSI.ASAI. mit anderen Architekten-Berufsverbänden, wie zum Beispiel dem SIA oder BSA, zusammen?

hung zwischen Mensch und Raum gestaltet und deren Qualitätsverbesserung zum Ziele hat. 

Die VSI ist dazumal in freundschaftlicher Kooperation mit dem SWB und dem BSA entstanden. 2007 erfolgte die Aufnahme der VSI als Fachverband in den SIA. Die Vernetzung mit Partnerverbänden war und ist für die VSI sehr wichtig und wertvoll. Weiter ist die VSI international vernetzt und anerkannt. Herr Remo Derungs, wie sehen Sie die Zukunft Ihres Berufsstandes? Der Innenarchitektur gehört die Zukunft, da sie massgebend die Bezie-

REMO DERUNGS ist Präsident von VSI.ASAI. VEREINIGUNG SCHWEIZER INNENARCHITEKTEN/ -ARCHITEKTINNNEN. www.vsi-asai.ch/de/

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BAD GESTALTEN BELASTBARE UND FLEXIBLE WÄNDE IM BAD von Georg Lutz/epr

Saint-Gobain Rigips

Saint-Gobain Rigips

Das heimische Badezimmer empfinden die meisten Menschen als Inbegriff von Erholung und Entspannung. Damit sich diese wohlig-behagliche Atmosphäre auch tatsächlich einstellt, wünschen sich Bewohner vor allem zweierlei: eine individuelle Einrichtung und Gestaltung, die Gemütlichkeit ausstrahlt, und grösstmögliche Ruhe. Störende Geräusche von ausserhalb sollen genau dort bleiben und das Bad zur «stillen Oase» werden lassen. Dazu braucht es Wände, die ihre praktischen Herausforderungen meistern.

Flexible Lösungen lassen sich schnell realisieren.

B

äder sind heute oft relativ offen in die sie umgebenden Wohnraumlandschaften integriert. So kommuniziert heute das Badezimmer innovativ mit dem Schlafzimmer. Gleichzeitig wollen wir im Bad auch unsere Ruhe. Zudem soll die Wand auch etwas aushalten und Möglichkeiten für die Aufbewahrung bieten. Speziell für den Einsatz in Badezimmern hat Trockenbaupionier Rigips daher eine imprägnierte Variante seiner innovativen Wohnbauplatte Rigips Habito entwickelt. Sie ist wirksam gegen Feuchtigkeit geschützt, sodass ihr die in häuslichen Badezimmern übliche Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser nichts anhaben können. Der «Clou»: An einer mit Rigips Habito imprägniert beplankten Trockenbauwand können selbst schwere Lasten ohne Dübel mit handelsüblichen Schrauben sicher befestigt werden. Bis zu 60 Kilogramm Ge-

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An Wänden, die – wie in Feuchträumen üblich doppelt – mit der massiven Wohnbauplatte Rigips imprägniert beplankt sind, können viel aushalten.

wicht werden von nur einer Schraube bei einer zweilagigen Beplankung getragen. Auch grosse Badezimmerschränke, schwere Spiegel oder andere Einrichtungsgegenstände können somit einfach, sicher und an jeder Stelle der mit Rigips Habito imprägniert ausgeführten Badezimmerwand montiert werden. Die Oberflächen der Platte sind zudem äusserst robust und

widerstandsfähig gegenüber mechanischen Beanspruchungen. Stösse etwa durch Türklinken, die Türe einer Duschabtrennung oder eines Möbels können daher auch gefliesten Wandoberflächen wenig anhaben. Und dank des massiven, hoch schalldämmenden Charakters dieser Rigips-Innovation wird das eigene Bad wirklich zu einer «Oase der Ruhe»:


Saint-Gobain Rigips

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Eine nur zehn Zentimeter schlanke Trennwand weist bereits ein SchalldämmMass RW von 57 Dezibel auf. Mit einer Wand aus herkömmlichen Baumaterialien wie Ziegel oder Porenbeton lässt sich diese hohe Schalldämmung nicht realisieren.

VORTEILE AUS DEM TROCKENBAU Die mit Rigips Habito beplankten Wände übersteigen die Leistungswerte von Massivwänden etwa in puncto Oberflächenhärte und Schallschutz und bieten gleichzeitig die entscheidenden Vorteile des klassischen Trockenbaus: Wände und Grundrisse lassen sich flexibel und schnell anpassen, wochenlange Austrocknungszeiten, wie sie bei gemauerten Wänden nötig wären, entfallen komplett. 

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.rigips-habito.de

Die Oberflächen sind äusserst robust und widerstandsfähig. Stösse etwa durch Türklinken oder die Türe einer Duschabtrennung können den Wandoberflächen entsprechend wenig anhaben.

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ESCURA – setzt auf hochwertigen Stil.

MELIA – grosszügige Walk-in-Lösungen der Extraklasse.

AUF BESTEM WEG ZUR WUNSCHDUSCHE INDIVIDUELLE DUSCHLÖSUNGEN NACH MASS VON SANSWISS von Alexander Rech

Duschlösungen in heutigen Badelandschaften müssen einige Anforderungshürden überwinden. Qualität, Funktionalität und zeitgemässes Design sind da nur die fast schon selbstverständlichen Grundlagen. Andere Herausforderungen wie das Bad, welches uns auch durch unser Alter begleitet, kommen hinzu. Bei der Badplanung legen Architekten und Bauherren immer häufiger Wert auf eine individuelle Raumlösung mit einem grossräumigen Duschbereich. SanSwiss Walk-in-Duschabtrennungen sind hierbei der In­begriff für grosszügige und komfortable Duschlösungen. Breite, offene Zugänge bieten viel Platz für entspannte Duschfreuden. Grosse transparente Glasflächen dominieren die Architektur des Raumes und schaffen eine unvergleichliche Klarheit. Die Dusche wird zum Mittelpunkt des Bades. Die Walk-in-Duschen von SanSwiss können in einer Ecke, frei im Raum oder – bei einer Renovierung als Ersatz für die Badewanne – in einer Nische platziert werden. Je nach Grundriss oder Anordnung im Raum kann die Walk-in-Duschabtrennung mit einer festen Seitenwand oder einem beweglichen Flügel kombiniert werden. Die Aufstellung erfolgt bodeneben auf flacher Duschwanne oder direkt auf gefliestem Boden. Dem ungehinderten Zugang für entspanntes Duschvergnügen steht so nichts mehr im Wege. Für die unterschiedlichen Ansprüche und Wünsche bietet SanSwiss ein breites

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Spektrum attraktiver Walk-in-Lösungen: Von der einfachen Trennwand aus der Serie TOP-LINE, dem variablen Konzept der Serie FUN bis zur anspruchsvollen Ausführung mit den Modellen der Serie MELIA lässt sich für jeden Geschmack und jede Raumsituation eine passende Walk-inTrennwand finden.

LITY, SWING-LINE F und PURE LIGHT S. Diese punkten mit flachen Einstiegen, breiten Türöffnungen und Zugängen ohne Hindernisse. Alle Modelle der qualitativ hochwertigen Profil- und Beschlaglösungen sind mit einem Sechs-Millimeter-ESG-Sicherheitsglas ausgestattet.

BARRIEREFREIE DUSCHLÖSUNGEN

Die Walk-in-Modelle der Serie PUR beeindrucken durch eine klare, reduzierte Linien­führung und ausdrucksstarke, nicht alltägliche Design-Lösungen. Sie sind standardmässig in 2000 mm Höhe lieferbar, einige Modelle auf Wunsch sogar bis zu einer Sonderhöhe von 2200 mm. Je nach Modell sind PUR-Walk-in-Duschen in bis zu neun unterschiedlichen Glasvarianten erhältlich. Die neuen Chrom-Dekorgläser beim Modell PDT4P verleihen der Dusche einen Hauch von Modern Art und geben dem Bad einen individuellen Stil. Zur Auswahl stehen vier unterschiedliche Designs sowie eine Version mit Spiegeleffekt.

Die Gestaltung von barrierefreien Badräumen trägt entscheidend zu einem selbstbestimmten Wohnen bis ins hohe Alter bei. Dabei passen sich barrierefreie Duschsysteme optimal auf eine individuelle Nutzung an. Zugleich sind diese Multitalente äusserst praktische Helfer. Sie erleichtern die Kinderbetreuung sowie Pflege von Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Hilfsbedürftigen. Und darüber hinaus wird allen, die sich mit körperlichen und altersbedingten Einschränkungen arrangieren müssen, viel Platz für die notwendige Bewegungsfreiheit geboten. Für die Einrichtung von Generationsbädern hat SanSwiss eine Vielfalt von Dusch abtrennungen konzipiert. Zum Programm gehören die variantenreichen Serien MOBI-

EIN HAUCH VON MODERN ART

DUSCHVERGNÜGEN OHNE KOMPROMISSE Die Walk-in-Modelle der Serie MELIA ermöglichen grosszügige Duschbereiche,


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durch seine klare Linienführung und ein Höchstmass an Transparenz. Als ein-, zwei- oder dreiteilige Walk-in-Dusche, eingepasst in eine Raumecke oder als solitäre Lösung, mit verspiegelten Glasflächen oder sinnvoller Zusatzausstattung wie Handtuchhalter und Glasablage wird eine MELIA-Dusche zum bewunderten Mittelpunkt des Bades.

GEHOBENES AMBIENTE Modern, inspirierend, dynamisch. Das ist ESCURA, die neue rahmenlose Dusch­ wandserie von SanSwiss. Entwickelt für Menschen, die auch bei der Badgestaltung auf ansprechendes Design und eine klare Formensprache nicht verzichten wollen. PUR – die neuen Chromdekor-Gläser bieten einen Hauch von Modern-Art-Atmosphäre im Bad.

Die markante und leicht geschwungene Griff-Form und die klare und gelungene Gestaltung des wertigen Türscharniers sind die optisch hervortretenden Merkmale einer Serie, die bereits auf den ersten Blick gefällt. Dem Hersteller ist es gelungen, eine

die keine Wünsche offenlassen. Sie bieten anspruchsvolle Lösungen für individuelle Bäder. Das markante Design beeindruckt

rahmenlose Duschwand-Serie mit einer optischen Leichtigkeit zu kre­ieren, die für eine Badgestaltung im modernen Stil geradezu prädestiniert ist. Edle Griffe im markanten, leicht geschwungenen Design unterstreichen die formschöne Linie. Die elegante Gestaltung der hochwertigen Türscharniere verleiht der Dusche eine besondere Ästhetik. Reduzierte Formen und eine hohe Transparenz sind weitere auffallende Merkmale dieser Duschwand-Serie für ein gehobenes Wohn­ambiente.

INDIVIDUELLE MASSLÖSUNGEN Neben einem umfangreichen Angebot an Standard-Duschabtrennungen in unterschiedlichen Profil- und Glasvarianten ist SanSwiss auch als Spezialist für indivi­ duelle Masslösungen bekannt. Schrägschnitte, Ausschnitte, Sonderbreiten oder -höhen sind bei SanSwiss kein Problem und für den Kunden die Gewähr, dass er seiner Wunschdusche mit SanSwiss einen grossen Schritt näherkommt. 

SanSwiss Schweiz AG | Lerchenbühl 3| CH-4624 Härkingen | Tel. +41 (0) 62 389 01 40 | info@sanswiss.ch | www.sanswiss.ch/

KOCHEN IN FRISCHER LUFT BEI FREIER SICHT Das neue BORA Professional 2.0

automatisch an die Kochfeldleistung an.

ist ein Meilenstein in der Entwicklung

Die Drehregler mit intuitiver Bedienung ergeben

intelligenter Dunstabzugssysteme.

höchsten Bedienkomfort. Die vielen Vorteile

Wird der Abzug eingeschaltet, öffnet sich die

der BORA-Systeme bleiben auch bei dieser Innova-

Klappe automatisch. Bei eingestellter Koch-

tion erhalten: Leichte Reinigung, Effektivität,

automatik passt sich die Leistung des Dunstabzugs

beste Materialien und völlige Planungsfreiheit.

Ausgabe 03/2017 // Seite 39

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DER NEUE HOTSPOT IN DER KÜCHE KOCHENDES WASSER AUF KNOPFDRUCK von GROHE

Die Wünsche rund um den Wassergenuss sind vielseitig. Das Wassersystem GROHE Blue liefert auf Knopfdruck kühles, gefiltertes Wasser in den Varianten still, medium und sprudelnd. Kochend heisses Wasser zur schnellen Zubereitung von Heissgetränken und Speisen bietet GROHE Red. Jetzt bringt GROHE sein Heisswassersystem als neues und noch smarteres Modell auf den Markt, das den vielfältigen Bedürfnissen der Nutzer weltweit gerecht wird.

Die Küche als Erlebnisraum braucht smarte technische Lösungen.

M

it der neuen w Red steht jederzeit 100 Grad Celsius heisses Wasser zur Verfügung, um sich einen Tee zu machen, die Garzeit beim Kochen zu verkürzen oder verschmutzte Töpfe gründlich einzuweichen. Die Bedienung ist dank des neuen, smarten Griffs mit zwei selbsterklärenden Icons denkbar einfach und aufgrund der intelligenten Kindersicherung auch vollkommen sicher. Selbst der Auslauf kann gefahrlos berührt werden, da er perfekt isoliert ist und sich

VORTEILE AUF EINEN BLICK • Elektronische Kindersicherung für gefahrlose Benutzung

• Geringe Energiekosten dank herausragender Isolierung und Holiday-Modus • Keine Wasserverschwendung durch überfüllte Wasserkocher

nicht unangenehm erhitzt. Das ist sicher, smart und effizient. Das Küchensystem, das die Energieeffizienzklasse A erreicht, ist das einzige System mit einem Urlaubsmodus. Damit lässt sich die maximale Temperatur des Wassers im Boiler auf 60 Grad begrenzen, wodurch auch die Energiekosten sinken. Hier zeigt GROHE einmal mehr seine herausragende Kompetenz im Bereich der Nachhaltigkeit, die bei dem Sanitärunternehmen höchste Priorität hat.

FÜR JEDEN DIE PASSENDE LÖSUNG Da GROHE Red in zahlreichen Varianten erhältlich ist, findet garantiert jeder das Modell, das die eigenen Ansprüche erfüllt. Die Boilergrösse in M-Size mit einem Inhalt von vier Litern eignet sich perfekt für kleine Familien und findet selbst in kleinsten Unterschränken Platz. Die L-Size ist genau auf die Bedürfnisse in

Büroküchen oder von grösseren Familien ausgerichtet. Beide Boiler sind extrem widerstandsfähig gegen Korrosion, da der Wassertank aus hochwertigem Titan besteht. Jedem GROHE-Red-Starterset liegt ein Filter bei, der das System vor Kalk und Verunreinigung schützt sowie den Geschmack des Wassers verbessert. Die Filter werden in fünf Varianten angeboten, immer genau passend zu den Bedingungen vor Ort. Mit ihrem einzigartig filigranen Design in verschiedenen Variationen passt die neue GROHE Red in nahezu jedes Küchenambiente. Neben den Duo-Armaturen, an denen sich auch kaltes und warmes Wasser wie an jeder Spültisch-Armatur zapfen lässt, gibt es zwei Mono-Varianten, die ausschliesslich über die Kochendwasserfunktion verfügen. Damit eignen sie sich optimal zur Ergänzung von GROHE Blue Home oder anderen bereits vorhandenen Küchen-Armaturen. 

GROHE Switzerland SA | Industriestrasse 18 | CH-8604 Volketswil | Tel. +41 (0) 44 877 73 00 | info@grohe.ch | www.grohe.ch

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SMART MACHT MOBIL DAS INTELLIGENTE ZUHAUSE ÜBER DAS SMARTPHONE STEUERN von Georg Lutz/epr

epr/Jung.de

Lichtstimmung, Wohlfühltemperatur, Sonnenschutz, Multimedia: intelligent vernetzt, übersichtlich dargestellt, einfach zu regeln. Ein Fingertipp auf das Smartphone und die Wohlfühlszene steht. Das ist genau die intelligente Art von Wohnkomfort, die ein Zuhause zum Smart Home macht. Das ist heute keine Science Fiction mehr, sondern hilft uns im Alltag. Wir stellen ein Beispiel vor.

Mit dem Smart Visu Server von Jung können die Funktionen in einem KNX-Smart Home clever miteinander vernetzt und intuitiv mit dem eigenen Smartphone gesteuert werden.

M

it dem Smart Visu Server von Jung lassen sich die Funktionen in einem KNX-Smart Home besonders schnell und kostengünstig realisieren. KNX ist der einzige weltweit einheitliche Systemstandard für die Gebäudetechnik und damit die intelligenteste Möglichkeit, mit der ein Haus smart wird. Und zwar abseits von

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irgendwelchen Do-it-yourself-Lösungen. KNX wird professionell vom Fachmann installiert und in Betrieb genommen – denn sicher ist smarter. Dabei werden nicht nur die einzelnen Funktionen im Haus clever miteinander vernetzt, sondern über den Jung Smart Visu Server auch übersichtlich auf dem eigenen Smartphone visualisiert.

Natürlich kann der Anwender dabei auch eigene Einstellungen vornehmen, wie beispielsweise Zeitsteuerungen. Diese sogenannten «Aktionen» werden dann auf Wunsch zu Gruppen zusammengefasst, was für noch mehr Bedienkomfort sorgt: Unter dem Begriff «Urlaub» können Hausbewohner Funktionen wie «Rollläden rauf»,


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KNX IN DER SCHWEIZ Das Ziel von KNX Swiss ist es, die Marke KNX als DAS standardisierte System für den Zweckbau und das Intelligente Wohnen zu positionieren. Deshalb unterstützen die Verantwortlichen Systemintegratoren, Planer, Hersteller, Schulungsstätten, Handelsfirmen und Grosshändler dabei, sich untereinander gezielt zu vernetzen. Und sie engagieren sich in der Grund- und Weiterbildung sowie der Förderung und Weiterentwicklung von KNX als führendes Gebäudeund Hausautomationssystem.

Kompakte Hardware für den Schaltschrank, klare Darstellung auf dem Smartphone: der Jung Smart Visu Server für das intelligente Zuhause.

«Lampen Wohnzimmer auf 100 Prozent dimmen» und «Wegbeleuchtung einschalten» zusammen regeln und so die eigene Anwesenheit simulieren. Ist der Urlaub beendet, lässt sich die Gruppe über den entsprechenden Button auf der Benutzeroberfläche wieder deaktivieren. Zudem verfügt der Smart Visu Server über eine Anbindung an das bekannte Farblichtsystem Philips Hue, das bereits in vielen Smart Homes für die Wunschbeleuchtung sorgt.

Der Server selbst ist übrigens trotz seiner Leistungsfähigkeit eher unscheinbar. Mit seinen kompakten Massen von 124 x 72 x 31 Millimetern passt er in jeden Schaltschrank und erfüllt seine Aufgabe im Verborgenen. Und zur Bedienung reicht ja sowieso das Smartphone. Wer sich zu der intelligenten Jung Lösung beraten lassen will, der wendet sich am besten an einen KNX-Spezialisten in der Umgebung. 

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.jung.de www.knx.ch

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Individuell programmierbare und einfach konfigurierbare Systeme. Die Bedürfnisse des Nutzers stehen im Vordergrund – nicht die der Technik. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist relevant .

INTELLIGENTE SYSTEME EINSETZEN MEDIALE WOHNWELTEN IN DER PRAXIS von Thomas Rüetschi

Stichworte wie «Smart Homes», «Intelligentes Wohnen» oder «Vernetztes Wohnen» tauchen immer wieder auf. Die Systeme werden von verschiedenen Anbietern entwickelt, welche eine unterschiedliche Herkunft in der erweiterten Elektro-/Elektronikbranche aufweisen. Die Vielfalt der Gewerke, welche in einem modernen Haushalt aufeinandertreffen, ist enorm und meistens auf den ersten Blick gar nicht erkennbar. Deshalb werden Systeme in den meisten Fällen nicht vollständig an die «Intelligenz» angeschlossen, meist auch aus Kostengründen.

D

as Aufwendige an einer intelligenten Hausautomatisation ist nicht nur zwingend die Installation und Hardware, sondern auch die Programmierung solcher Systeme. Für vollintegrierte Systeme gibt es keine Standardsoftware-Pakete, die einfach zu programmieren sind. Hierzu braucht es individuell programmierbare und konfigurierbare Systeme. Sämtliche Geräte, die in diese Welt mit eingebunden werden sollen, benötigen eine steuerbare Schnittstelle – zum Beispiel TCP/IP-Lösungen. Über eine solche Schnittstelle wird das Gerät ferngesteuert oder werden Statusabfragen und Fehlermeldungen übermittelt. Geräte wie Waschmaschine und Küchengeräte verfügen heute über solche Schnittstellen, die als Zusatzmodule angeschafft und im Gerät installiert werden können.

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Die Vielzahl der Systeme in einem modernen Eigenheim ist heutzutage kaum mehr zu überblicken. So geht es um MultimediaGeräte wie TV, Set-top-Box, Multi-RoomBeschallung mit zentralem Musikserver, um Beleuchtungslösungen, die steuerbar sind, um steuerbare Vorhänge und Storen oder Bodenheizungen, eine Komfortlüftung oder Alarmanlage. Die Beispiele können ausgeweitet und vertieft werden. Alle diese Gewerke müssen über eine frei programmierbare Steuerung untereinander kommunizieren können. Nur dann ist eine vollumfängliche Automation mit intelligenter Funktionalität möglich. Die Firma CRESTRON, beheimatet in den USA, hat ihren Ursprung vor 45 Jahren in der Medientechnik und hat das Produktportfolio in den letzten 20 Jahren stetig im

Bereich der Home-Automatisation ausgebaut. Dies auch daher, da dieses Marktsegment in den USA enormes Wachstum verzeichnete. Durch stetig wachsende Nachfrage auf dem europäischen Markt, war es für CRESTRON relativ einfach, auch Komponenten, welche den europäischen Elektro­standards entsprechen, zu produzieren. Somit konnte der Kreis hin zur nahtlosen Vernetzung mit Medientechnik geschlossen werden. Eine vollständige Produktepalette für die Integration und Vernetzung von Audio und Video waren ohnehin bereits vorhanden.

DIE PROGRAMMIERUNG ALS HERAUSFORDERUNG Üblicherweise werden solche Systeme nach den Möglichkeiten der Anbieter umgesetzt. Da diese meist für den Massenmarkt aus-


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gelegt sind oder auch dahingehend angepriesen werden, dass der «Endkunde dies selbst programmieren kann», sind die Möglichkeiten mit komplexen Verknüpfungen und Abläufen nicht machbar. Bei der Umsetzung einer umfangreichen CRESTRON-Programmierung, wie es die Firma mediaSYS ag anbietet, stehen verschiedene Arbeitsschritte im Mittelpunkt. Dabei steht der Nutzer im Vordergrund, nicht die Technik. In den meisten Fällen kennt sich der Bauherr gar nicht oder nur oberflächlich mit der komplexen Technik aus. Zunächst analysieren die Experten im ersten Arbeitsschritt den «Typ» Bauherr. Wer wohnt in diesem Haus? Wer will was häufig nutzen und was weniger? Wie bewegt man sich in diesem Haus? Dabei wird ersichtlich, dass die meisten Bewohner nur wenige Funktionen im täglichen Umgang benötigen und alle anderen Funktionen automatisiert im Hintergrund ablaufen müssen. Die Bedienung soll also nach Möglichkeit so ausgelegt werden, dass mit wenigen Tasten die wichtigsten Funktionen direkt abrufbar sind. Eine umständliche MenüNavigation ist zu vermeiden. Um dies zu ermöglichen, stehen technisch raffinierte Hilfsmittel zur Verfügung. Bewegungsmelder oder Näherungssensoren sind in CRESTRON-Bediengeräten integriert. Über dessen Informationen können Szenen, welche Beleuchtung oder Beschattung beeinflussen, abgerufen werden. Neuste Produkte haben bereits einen «Beacon» integriert, was bei CRESTRON über den Begriff «PinPoint» läuft. Ein solcher PinPoint kommuniziert über BlueTooth mit einem Smartphone und übermittelt dem Steuersystem, welches Smartphone in unmittelbarer Reichweite welches PinPoint ist.

Mit dieser Information können personenbezogene Funktionen in diesem Raum ausgelöst werden. Beispielsweise wird automatisch der favorisierte Radiosender des Vaters aufgerufen, wenn dieser den Fitnessraum betritt. Die Möglichkeiten hierzu sind fast uneingeschränkt umsetzbar. Sowohl drahtgebundene wie auch viele funkgestützte Bedienstellen sind verfügbar. Auf Touchpanels können auch Videostreams dargestellt oder eine Gegensprechanlage über das eingebaute Mikrofon und Lautsprecher angebunden werden. Anderweitige Bedienstellen von anderen Herstellern sind dadurch nicht mehr nötig.

STRATEGISCHE PLANUNG Entscheidet ein Bauherr eine Investition in eine intelligente Haussteuerung, muss diese bereits vor Baubeginn fachmännisch geplant werden. Die Verlegung der Leerrohre und die Elektroverteilung sind grundsätzlich anders auszulegen als bei einer herkömmlichen Elektroinstallation. Da man ja auch mit einer solchen Installation den Energieverbrauch optimieren will, sind dementsprechend geschaltete Steckdosen anzubringen. Über diese werden sämtliche Verbraucher, welche beim Verlassen des Hauses nicht aktiv sein sollen, vollständig vom Stromnetz getrennt. Dadurch wird auch unnötiger Standby-Verbrauch minimiert. Ebenso muss die Wahl der Beleuchtungskörper, wie Einbauspots oder Spiegelkasten, genau definiert werden. Da heutzutage praktisch alle Leuchtenhersteller nur noch LED als Leuchtmittel verwenden, sind grosse Unterschiede in deren Vorschaltgeräten in Bezug auf dessen Dimmungseigenschaften auszumachen. Viele Produkte lassen sich überhaupt nicht dimmen und andere verfügen über eine instabile Dimmungskurve.

WICHTIGE ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGE Die Überlegungen des Bauherrn, in ein solches System zu investieren, sind vielschichtig. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis steht im Vordergrund, auch aus dem Grund, da andere Anschaffungen während der Bauphase durch Änderungswünsche plötzlich teurer werden, aber man auf diese auch nicht verzichten möchte. Es ist wichtig, für ein solches System einen Fachspezialisten beizuziehen, der Erfahrung hat und Referenzen vorweisen kann. Diese Aufgabe kann in den meisten Fällen nicht auf den bereits im Bauprojekt beteiligten Elektroplaner übertragen werden, da ihm für dieses Fachgebiet teilweise das Wissen fehlt. Ebenso muss der Architekt von der Umsetzung einer Hausautomatisation überzeugt sein. Vor Beginn der Umsetzung sollte der Bauherr mit dem planenden/ausführenden Unternehmer die Details definieren und sich den Funktionsumfang protokollarisch festhalten lassen. Ebenso sind die Verantwortungsbereiche der Schnittstellen zu Fremdsystemen festzulegen.

ÜBERSCHAUBARE UMSETZUNG Durch den nahtlosen Einsatz von CRESTRON-Produkten liegt die Verantwortung einer erfolgreichen Umsetzung auch bei einem Lieferanten und ist nicht über mehrere Hersteller verteilt, die sich im Problem­fall gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Auch in einem späteren Servicefall ist für den Bauherrn klar, wen er aufzubieten hat, wodurch Folgekosten eingespart werden können. Der Programmieraufwand ist überschaubar, da der Hersteller CRESTRON bereits eine nahtlose Datenbank für die Integration der eigenen Produktepalette mitliefert. Es sind daher erprobte und oft verwendete Bausteine im Einsatz und keine Prototypen oder einmalig entwickelte Gerätetreiber. 

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DIE BEWOHNER IM MITTELPUNKT SMART HOME UND WOHNPROZESSE – WIESO EINE GRÜNDLICHE ANALYSE WICHTIG IST von Andrea Hintermüller

Smart-Home-Technik ist im Trend, und die Auswahl an innovativen und vielseitigen Lösungen nimmt stetig zu. Doch die Auswahl des geeigneten Systems ist nur das eine. Genauso wichtig ist es, sich einen erfahrenen Smart-Home-Integrator an Bord zu holen. Die Smart-Home-Spezialisten von casalia befassen sich nicht nur mit Technik und Programmierung, sondern genauso engagiert auch mit den Bedürfnissen der Bewohner und den Wohn- und Lebensabläufen im smarten Zuhause.

B

ei Neubau und Renovation kommt immer öfter die Frage auf, ob man auch gleich intelligente Haustechnik verbaut. Doch was bringt ein Smart Home wirklich? Ist es einfach eine Technikspielerei? Bevormundet ein Smart Home den, der im technischen Umgang nicht besonders versiert ist oder sich einfach gar nicht damit beschäftigen möchte? Gibt einem ein Smart Home wirklich ein tolleres Wohngefühl? «Viele dieser Fragen hören wir regelmässig», berichtet Lukas Renold, der Projektleiter und Geschäftsführer von casalia. «Wir sehen es als eine unserer zentralen Aufgaben, in einem Smart Home für maximalen Komfort und Wohlbefinden zu sorgen. Und darunter versteht nun mal jeder Kunde etwas anderes.» Das Verhalten der Bewohner, ihre wichtigsten Bedürfnisse und die Abläufe im Zusammenleben analysiert der Smart-Home-Integrator möglichst genau. Lukas Renold ist auch in der Unternehmensberatung tätig und hilft Firmen, Abläufe zu optimieren und zu automatisieren. «Viele Ansätze und Methoden, die wir im geschäftlichen Umfeld anwenden, passen sehr gut auch ins private Leben und Wohnen. Schlussendlich spielt an beiden Orten der Mensch eine zentrale Rolle», erklärt

Renold und fügt augenzwinkernd an: «Ein Smart Home kann sogar für mehr Ordnung im Haus und weniger Missverständnisse unter den Bewohnern sorgen.» Ein intelligent automatisiertes Gebäude soll den Bewohnern bis zu 90 Prozent Bedienaufwand abnehmen. Studien haben ergeben, dass jeder Mensch jährlich bis zu 50.000 Interaktionen mit seinem Zuhause hat. Sei dies, um Licht ein- und auszuschalten, die Jalousien zu fahren, die Heizung zu regulieren oder die Türen und Fenster zu schliessen. Wenn solche Abläufe automatisiert stattfinden, müssen sie exakt zum Zeitpunkt und der Wohnphase der Bewohner passen. «Es ist sehr unangenehm, wenn das Haus Dinge tut, die man nicht will», meint Renold. Eine zentrale Herausforderung ist es, die aktuelle Wohnsituation exakt zu erkennen. Dafür sind möglichst viele Informationen nötig. Technisch helfen dafür Präsenzmelder, Verbrauchsmelder oder das intelligente Schlüsselbrett. Mit diesen Informationen lassen sich die gewünschten Abläufe im Haus sehr präzise anstossen. Beinahe in jeder Hosentasche steckt heute ein Smartphone. Dennoch kann es zielfüh-

Ein Smart Home automatisiert viele alltägliche Abläufe.

Lukas Renold präsentiert die Dashboard-Visualisierung und das intelligente Schlüsselbrett. Sogar das Licht kann ein Smart Home auto­ matisch steuern und so die Anwesenheit der Bewohner simulieren.

rend sein, eine fix installierte Visualisierung zu verwenden. Denn diese kann ablauf- und standortbezogene Informationen anzeigen, ohne dass die Bewohner diese spezifisch aufrufen müssen. «Häufig installieren wir eine Visualisierung bei der Eingangstüre», sagt Renold. In Form eines Dashboards erstellt casalia als Erweiterung zu den verfügbaren Hersteller-Apps eine exakt auf die Bedürfnisse zugeschnittene Infozentrale. «Wir versuchen damit, den Bewohnern nicht nur den Zustand ihres Gebäudes ideal aufzuzeigen, sondern ihnen auch die wichtigen Informationen im Leben und aus der Umwelt mitzugeben», erklärt Renold. So kann zum Beispiel ein «Familienkalender» eingeblendet werden. Darauf erkennt jeder auf einen Blick, wer wo ist und welche Aktivitäten in nächster Zeit anstehen. Auch in der digitalisierten und automatisierten Wohnwelt der Zukunft bleibt alles auf die Bedürfnisse des «analogen» Menschen ausgerichtet. 

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Wettingen Plättliausstellung Landstrasse 176 5430 Wettingen T +41 56 437 88 00 F +41 56 437 88 08

Volketswil Bad- & Plättliausstellung Brunnenstrasse 1 8604 Volketswil T +41 44 905 94 94 F +41 44 905 94 95

Ausgabe 03/2017 // Seite 47


INNENARCHITEKTUR

WENN DIE HEIZUNG SCHON MAL VORWÄRMT MIT SMART-HOME-LÖSUNGEN DIE HAUSTECHNIK STEUERN von Freya Mohr

Längst kein Nischenprodukt mehr, finden Smart-Home-Systeme zunehmend Beliebtheit. Wer bedenkt, was sich mittlerweile alles in einem intelligenten Zuhause automatisieren lässt, der kann nur staunen. Und dabei ist die Bedienung der Gebäudeautomation denkbar einfach, wie das Unternehmen Antcas aus Oberoenz (BE) zeigt.

W

as für eine Vorstellung: Nach einem anstrengenden Tag kommt man nach Hause, die Wohnung ist frisch gelüftet, aus der Stereoanlage tönt bereits der Lieblingssound und das heisse Bad ist auch schon eingelassen. Zukunftsmusik? Ganz und gar nicht. Gebäudeautomation, Smart Home, intelligentes Wohnen sind die Schlüsselwörter. Die Steuerung von Haushaltsgeräten und Haustechnik ist schon längst keine Technikspielerei mehr, sondern im Mainstream angekommen.

INTELLIGENT WOHNEN Da gibt es einmal die ganzen Funktionen, die das alltägliche Leben ein bisschen einfacher und komfortabler machen. Schon gemütlich aufs Sofa gesetzt und vergessen, in der Küche das Licht auszumachen? Im intelligenten Zuhause kein Problem, denn hier lässt sich das Licht gezielt steuern. Beispielsweise vom Smartphone aus lassen sich Lampen dimmen, ein- und ausschalten. Oder noch besser: Sensoren im Raum erkennen, dass sich niemand im Raum befindet, und schalten das Licht ganz automatisch aus. Genauso steuert die Gebäude­automation auch Jalousien, Poolabdeckungen und die Gartenbewässerung. Wenn die Smart-Home-Technik mit einer eigenen Wetterstation verbunden ist, fährt sie beispielsweise bei Wind und Hagel die Jalousien und Markisen zum Schutz hoch. Ebenso weiss das System, wann der nächste Regen bevorsteht und wässert den Rasen nur, wenn es wirklich notwendig ist. Auch was die Sicherheit des Eigenheims betrifft, bietet die Gebäudeautomation interessante Features. Bekannt ist sicherlich die Anwesenheitssimulation: Obwohl die

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Im Smart Home lässt sich die Beleuchtung per Smartphone von überall aus steuern.

Bewohner nicht zu Hause sind, geht das Licht an und aus, die Jalousien werden aufgezogen und der Fernseher eingeschaltet. Bei einem Einbruch schaltet das Smart Home die Alarmanlage an und macht auf die Einbrecher aufmerksam – wie, das entscheidet jeder Eigenheimbesitzer selbst: zum Beispiel die Musik laut aufdrehen oder das Licht blinken lassen. Zwar nicht wünschenswert, aber falls es doch mal brennt, kommt der Brandschutz-Mechanismus zum Einsatz: Die Jalousien gehen hoch und das Licht schaltet sich automatisch ein. Das erleichtert nicht nur die Flucht, sondern auch das Löschen. Wer energiebewusst leben möchte, dem ist ein Smart Home eine grosse Hilfe. Durch die automatisierte Steuerung lassen sich nicht nur Wasser und Licht sparen, sondern auch Heizkosten. Bei Abwesenheit senkt sich

die Heiztemperatur von alleine, und das Energiemanagement überwacht und vergleicht den Energieverbrauch und führt selbstständig Anpassungen durch.

SMART HOME IM ALTER Wer denkt, Gebäudeautomation sei nur was für junge Leute, der irrt. Gerade im Alter kann ein Smart Home eine Erleichterung sein. Nicht nur für die Senioren selber, sondern auch für die gesamte Verwandtschaft. Denn diese muss sich um Alterspflege nicht mehr ganz so viele Sorgen machen, und die Senioren bekommen ein bisschen Eigenständigkeit zurück. So überwacht beispielsweise das intelligente Heim die Medikamenteneinnahme. Und falls doch etwas sein sollte, steuert die Hilfe­ruffunktion die Türen, um den Helfern den Zutritt zu erleichtern.


INNENARCHITEKTUR

Auf einen Blick: Der Grundrissplan von Antcas visualisiert die intelligenten, programmierten Geräte.

KLARE UND VERSTÄNDLICHE VISUALISIERUNG Bedienen und nutzen lässt sich das Ganze über Computer, Smartphones oder andere mobile Geräte. Antcas nutzt zur Visualisierung HTML5, somit läuft das Programm auf den gebräuchlichen Geräten wie Windows, Mac, Tablets und Smartphones. Das webbasierte System visualisiert das Smart-Home-Projekt sowohl in einer herkömmlichen Listenansicht als auch im Grundrissplan. Das macht die Menüführung besonders verständlich und es ist intuitiv bedienbar. Im Grundriss sieht der Nutzer detailliert jedes ans System angeschlossene Gerät sowie jede automatisierte Haustechnik und kann von hier aus die Bedienung und Planung vornehmen. Zudem ist die Visualisierung in Echtzeit, was das Ganze noch einfacher macht. Berechtigungen zum Bedienen der einzelnen Elemente, wie Lichtschalter und Jalousien, können individuell vergeben werden. Das verhindert die Manipulation von wichtigen Einstellungen in der Visualisierung. Mit der Gebäudeautomation von Antcas lassen sich nicht nur Einfamilienhäuser, Eigentumsoder Mietwohnungen visualisieren, sondern auch komplexe Bauten von Büround Industriegebäuden über Hotels und Krankenhäusern bis hin zu Stadien.

DAS SYSTEM PROGRAMMIEREN Für das Einrichten des Antcas-Servers ist keine zusätzliche Software notwendig, es lässt sich einfach über den Webbrowser programmieren. Für eine einfache Bedienung wird die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) im Live-View angezeigt, und fertige Bausteine helfen bei der schnellen Inbetriebsetzung. Der Nutzer kann alle Objekte in der Visualisierung individuell anpassen und seine bevorzugte Hierarchie anlegen, um einen Überblick zu behalten. Bei sich wiederholenden Objekten, wie beispielsweise Hotelzimmern, helfen Bereichsvorlagen, so muss der Nutzer den Raum nur einmal programmieren und

kann dann die Duplikate den entsprechenden Schnittstellen zuordnen. Damit die Verbraucher, wie Elektrogeräte, Lampen und Fensteröffner, die Steuerungsbefehle von den Sensoren oder dem Computer erhalten, sind sie zur Datenübertragung über das Feldbussystem KNX angeschlossen. Dafür importiert der Server die Schnittstellen des KNX komplett mit der Topologie und Gebäudestruktur. Weitere, vom Server unterstützte Systeme, sind beispielsweise der Funkbus EnOcean oder eine direkt integrierte WAGO-SPS, bei der kein Programmieren der SPS selbst mehr notwendig ist. 

Bei heissen Tagen springt im automatisierten Garten die Bewässerungsanlage von alleine an.

Antcas GmbH | Sandackerweg 10 | CH-3363 Oberoenz | Tel. +41 (0) 62 961 50 00 | info@antcas.com | www.antcas.com

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epr/Tile of Spain/Roca

INNENARCHITEKTUR

Die Insel in der Küche setzt sich in Szene und ist eine Kommunikationsplattform.

OFFEN, FUNKTIONAL UND EDEL WOHNKÜCHEN MIT AUSSTRAHLUNG UND PRAXISTAUGLICHKEIT von Georg Lutz/epr

Wohnküchen sind behaglich und schaffen eine kommunikative Atmosphäre. Wer neu baut oder eine ältere Gebrauchtimmobilie erworben hat, nutzt zumeist die Gelegenheit, eine offene Bauweise zu verwirklichen. Zudem stellt sich die Frage nach der Materialwahl bei den Arbeitsplatten. Wir stellen eine Lösung mit Keramik vor.

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ür die im Mittelpunkt gelegene Kücheninsel empfehlen sich besonders Einzelbecken. Die eleganten Spülen ohne Tropffläche wirken zeitlos elegant und fügen sich mit ihrer symmetrischen Form harmonisch in das gesamte Raumbild ein. In Kombination mit einer auf Becken und Küche abgestimmten Design-Armatur wird der am meisten genutzte Bereich in der Küche zum wahren Eyecatcher.

Seite 50 // bauRUNDSCHAU

Einzelbecken gibt es in Edelstahl, Silgranit PuraDur und Keramik. Verschiedene Edelstahl-Oberflächen sowie zahlreiche Silgranit- und Keramikfarben stehen für alle Unterschrankbreiten und alle Einbauarten zur Verfügung und ermöglichen eine punktgenaue Planung. Besonders schön zu Arbeitsplatten aus dunklem Holz oder Stein passt etwa «Blanco Zerox 700-IF» aus Edelstahl im markanten NullRadius-Design. Der flache, nur ein Milli-

meter hohe Einbaurand, wirkt optisch flächenbündig und setzt das grosszügig dimensionierte Becken dezent in Szene. Und wer mit Farbe Akzente setzen möchte, kann bei Silgranit und Keramik aus insgesamt 17 zeitgemässen Farbtönen wählen, die alle sorgsam auf langfristige Küchen- und Möbeltrends abgestimmt sind. Ein ausgewogenes Spektrum an Designs bietet ästhetische, ansprechende Lösungen für jeden Küchenstil –


INNENARCHITEKTUR

von Landhaus bis Loft. Das vielseitige Blanco-Armaturenprogramm umfasst neben metallischen Oberflächen auch zahlreiche farbige Modelle, analog zu den Silgranit- und Keramikbecken. Praktisches und formschönes Zubehör wie Schneidbretter, Multifunktionsschalen zum Einhängen oder eine andockbare Abtropffläche erweitern den Komfort am Becken. Alle Zutaten lassen sich somit bequem abbrausen, zubereiten und portionieren.

DIE KERAMIKLÖSUNG Für eine hochwertige Küchenarbeitsfläche setzte man lange Zeit auf Naturstein. Mit den Neuerungen in der Herstellung keramischer Platten im Grossformat gibt es endlich eine Alternative. Nachdem es den spanischen Fliesenherstellern gelungen ist, extrem dünne und ebenso starke Platten von bis zu drei Metern Kantenlänge herzustellen, erobern diese Produkte auch die moderne Küche mit einer ganzen Reihe von Vorteilen: Hier spielt zunächst einmal die Härte und Kratzbeständigkeit eine grosse Rolle, die bei Naturstein oder Quarzkomposit nicht in diesem Masse gegeben ist. Auf den Arbeitsflächen aus Feinsteinzeug lassen sich sogar Gemüse und Fleisch schneiden, und das ohne Spuren zu hinterlassen. Ebenso ist das Material gegen Hitze resistent. Heisse Töpfe können bedenkenlos auf der Fläche abgestellt werden – bei Holz- oder Kunststoffplatten undenkbar. Ob Fett oder Säure: Flecken lassen sich rückstandslos entfernen. Das ist auch ideal für die Wandverkleidung im Grossformat. Hier gibt es keine Fugen, in denen sich Schmutz festsetzen kann. Die Platten sind absolut hygienisch, kinderleicht zu reinigen und benötigen keine zusätzliche Pflege. Aber auch das Design überzeugt auf ganzer Linie. Denn hier sind der Vorstellung keine Grenzen gesetzt: Von authentischen Naturstein- oder Holzimitationen über die Optik von weissem und schwarzem Mar-

Weiss wie Porzellan und hart wie Stein: Keramische Küchenarbeitsflächen verbinden das Praktische mit dem Schönen.

mor bis hin zu trendstarken Beton- und Terrazzo-Ausführungen ist dank modernster Ink-Jet-Drucktechniken alles möglich. Die spanische Firma Inalco hat beispielsweise mit ihrer Serie iTOPKer ein System entwickelt, das es ermöglicht, Böden, Wände, Arbeitsplatten, Becken sowie Küchenmöbel und Tische mit den keramischen Grossformaten auszustatten – für einen homogenen und eleganten Look. Auch andere spanische Hersteller, darunter Todagres, TAU, Roca, Grespania,

Neolith und Levantina, bieten die neuen Arbeitsplatten für die Gestaltung stilvoller Küchen an. 

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.blanco-germany.com/de_ch www.tileofspain.de

es ist angerichtet... Stellen Sie sich vor, Sie könnten einfach Ihre Skizze zeigen und der Waschtisch würde nach Ihren Vorstellungen gebaut werden. UNVORSTELLBAR? Wir bieten massgefertigte Lösungen. VARICOR®-Vertrieb Schweiz: • Tafelmaterial, Becken und Formteile • Fertig verarbeitete Waschtische, Abdeckungen

Ausgabe 03/2017 // Seite 51 Meyer AG • 6373 Ennetbürgen • www.meyer-systeme.ch Telefon: 041 620 16 57 • eMail: info@meyer-systeme.ch


INNENARCHITEKTUR

Von aussen präsentiert sich S55 kompakt mit einem Profilquerschnitt von 55 auf 90 Millimeter.

TUNABLE WHITE LICHT PERFEKT AUF DIE BEDÜRFNISSE DES MENSCHEN ANGEPASST von Jurij Kuchshaus

Vom Gehirn kontrolliert läuft in unserem Körper jeden Tag das gleiche Programm ab. Die innere Uhr steuert unsere Schlaf- und Wachphasen, aber auch Herzfrequenz, Blutdruck und Stimmung. Normalerweise lenkt das Sonnenlicht den Biorhythmus; im Innenraum ist das schwierig. Eine Lösung: Human Centric Lighting Lichtkonzepte, beispielsweise mit der Pendelleuchte S55 von Schmitz.

W

erden die Tage im Frühjahr länger, fühlen wir uns aktiver, sind besser gelaunt und meist auch konzentrierter als in den dunklen Wintermonaten. Hieran ist sichtbar, dass der Mensch Licht nicht nur braucht, um gut sehen zu können. In der modernen Industriegesellschaft bewegt der Mensch sich nur noch wenig im Freien, sondern hält sich vorwiegend in Innenräumen mit künstlicher Beleuchtung auf. Hier fehlen in der Regel die Dynamik und die biologische Wirkung des Tageslichts. Das hat Folgen für die Leistungskraft und die Gesundheit. Zahlreiche Studien belegen die Vorteile einer dynamischen Beleuchtung, die sich an den natürlichen Tagesverlauf mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken und

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Lichtfarben orientiert. Denn jede Zelle und jedes Organ hat einen eigenen biologischen Rhythmus, der regelmässig mit der Aussenwelt synchronisiert werden muss. Der Mensch orientiert sich dazu vor allem an der Helligkeit des Tages und der Dunkelheit der Nacht.

FARBDYNAMIK NAHE AM TAGESLICHT In Büro-, Bildungs- und Pflegeeinrichtungen lassen sich mithilfe von Tunable White die unterschiedlichen Qualitäten des Tageslichts perfekt nachbilden. Beispielsweise mit der S55-Pendelleuchtenfamilie vom deutschen Unternehmen SchmitzLeuchten. Mit der Tunable-White-Ausführung lässt sich die Lichtfarbe über die

DALI-Schnittstelle stufenlos von 2 700 Kelvin bis 6 500 Kelvin regulieren, um jede Lichtstimmung im Tages- und Jahresverlauf nachbilden zu können. Der stufenlose Wechsel von entspannendem Warmweiss bis zu aktivierendem Kaltweiss stabilisiert die innere biologische Uhr des Menschen und fördert das Wohlbefinden. Biologisch gesehen wirkt Tageslicht-ähnliches Licht mit hohen Blauanteilen sehr viel aktivierender auf die Leistungsfähigkeit des Menschen als warmes Licht mit mehr Rotanteilen. In Kombination mit hohen Beleuchtungsstärken ist dieses kühlblaue Tageslichtweiss anregend und konzentrationsfördernd.


Vernetzte Lichtlösungen

Mit Licht in eine vernetzte Zukunft SYSTEM S55 Was bringt IoT für Gebäude?

Mit Licht in ei Mit Licht in ei Was Was bringt bringt IoT IoT

IMMER IM PERFEKTEN LICHT

Unknown

nt Light inaire

Track Light

High Bay Light Sensor

p Tape Washers

Sign Recessed Spotlight

ce Sensor + Projection ghts

midity SurfaceSensor

Motion Sensor Security Light

ghting - Traffic Maintenance

anagement

Wall Surfaced Controller Mounted Light

Ceiling Surfaced Unknown Mounted Light

Floor Lamp Pendant Light

TableBay Lamp High Light

Gyroscope Sensor Presence Sensor

Luminaire Recessed Down Light

Track Light

Controller

Unknown Recessed Spotlight Controller

Pendant Light Mirrored + Projection Sensor Recessed Spotlight Lights

Unknown

Track Light Pendant Light Unknown

High Bay Light Controller Light Pendant Security Light

Track Light

Recessed Down Light High Bay Light Track Light

Wall Surfaced Unknown Strip Tape High Bay Light Mounted Light

Recessed Down Light

WallLight Surfaced Recessed Down Mounted Light

Ceiling Surfaced Track Light Sign Wall Surfaced Mounted Light Mounted Light

Ceiling Surfaced Mounted Light

Recessed Down Floor LampLight Ceiling Surfaced Mounted Light

JURIJ KUCHSHAUS

Table Lamp

Luminaire

Luminaire

ist Marketing Manager bei Schmitz-Leuchten GmbH & Co. KG. Light Surface StripRecessed Tape Security Light Spotlight

Security Light Wall Washers Mirrored + Projection Lights

Light Surface Switch

Daylight Sensor

Sensor

Controller SensorWall Washers

Recessed Spotlight Luminaire Wall Washers

Mirrored + Projection Table Lamp Lights

Floor Lamp

Noise Sensor Motion Sensor

Sensor Luminaire

Wall Washers Ceiling Surfaced Mounted Light

Wall Surfaced Mounted Light

Switch Sign

Light SignSpecialty Pendant Light Strip Tape

Presence Sensor Floor Lamp SignHigh Bay Light

Motion Sensor Table Lamp Wall Surfaced Floor Lamp Mounted Light

Daylight Sensor Ceiling Surfaced Table Lamp Mounted Light

www.schmitz-leuchten.de

Specialty Light LightMirrored Surface + Projection Lights

Presence Sensor Door/Window Sensor Specialty Light Light Security

Motion Sensor Temperature Sensor Presence Sensor Strip Tape

Daylight Sensor Relative Humidity Sensor Motion Sensor Sign

Switch Sensor DaylightPressure Sensor Floor Lamp

Relative Humidity Sensor

Pressure Sensor People Tracking

Door/Window Sensor Noise Sensor

Gyroscope Sensor

Temperature Sensor Light Surface Door/Window Sensor

Relative Humidity Sensor PressurePresence Sensor Sensor Specialty Light Relative Temperature Sensor Humidity Predictive Maintenance RemoteSensor Monitoring

GyroscopeMotion SensorSensor Pressure Sensor Asset Tracking

Controller

Unknown

Track Light

Recessed Down Light

Sensor

Controller

Unknown

Track Light

Recessed Down Light

Wall Washers

Recessed Spotlight

Pendant Light Luminaire

High Bay Light Sensor

Wall Surfaced Controller Mounted Light

Ceiling Surfaced Unknown Mounted Light

Track Light

Lumin Recessed Down Lig

Wall Washers

Recessed Spotlight

Pendant Light Luminaire

High Bay Light Sensor

Wall Surfaced Controller Mounted Light

Ceiling Surfaced Unknown Mounted Light

Track Light

Lumin Recessed Down Lig

Gyroscope Sensor Switch Table Lamp

Noise Sensor Sensor GyroscopeDaylight Sensor

Sensor

Switch

Noise Sensor

Mirrored + Projection Lights

Security Light

Strip Tape Wall Washers

Sign Recessed Spotlight

Floor Lamp Pendant Light

TableBay Lamp High Light

Wall Surfaced Mounted Light

Wall Wa Ceiling Surfaced Mounted Light

Mirrored + Projection Lights

Security Light

Strip Tape Wall Washers

Sign Recessed Spotlight

Floor Lamp Pendant Light

TableBay Lamp High Light

Wall Surfaced Mounted Light

Wall Wa Ceiling Surfaced Mounted Light

Mit Licht in eine vernetzte Zukunft Vernetzte Lichtlösungen Was bringt IoT für Gebäude?

Temperature Sensor

Noise SensorSwitch

People Tracking

Light Surface

Specialty Light

Presence Sensor Mirrored + Projection Lights

Motion Sensor Security Light

Daylight Sensor Strip Tape

Switch Sign

Floor Lamp

Mirrored + Table Lamp Ligh

Light Surface

Specialty Light

Presence Sensor Mirrored + Projection Lights

Motion Sensor Security Light

Daylight Sensor Strip Tape

Switch Sign

Floor Lamp

Mirrored + Table Lamp Ligh

Mit Licht in eine vernetzte Zukunft Was bringt IoT für Gebäude?

Dynamic lighting - Wether Remote Monitoring

Advanced parking

Indoor navigation Asset Tracking

Dynamic lighting - Traffic

Predictive Maintenance People Tracking

Dynamic lighting - Wether

Space management

Indoor navigation

Space management Sensor RemoteDoor/Window Monitoring Sensor AssetTemperature Tracking Predictive Maintenance Remote Monitoring

Advanced parking Relative Humidity Sensor Asset Tracking

Dynamic lighting - Traffic Dynamic lighting - Wether Pressure Sensor PeopleGyroscope Tracking Sensor

Advanced parking Dynamic lighting - Traffic Dynamic lighting - Wether Indoor navigation Space management Advanced parking Dynamic lighting - Traffic Dynamic lighting - Wether Predictive Maintenance Remote Monitoring Asset Tracking

Indoor navigation

People

Indoor Noise navigation Sensor Tracking

Door/Window Sensor

Temperature Sensor

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Pressure SpecialtySensor Light

Gyroscope Sensor Presence Sensor

Noise Sensor Motion Sensor

Daylight Sensor

Light Su Switch

Door/Window Sensor

Temperature Sensor

Relative Humidity Light SurfaceSensor

Pressure SpecialtySensor Light

Gyroscope Sensor Presence Sensor

Noise Sensor Motion Sensor

Daylight Sensor

Light Su Switch

Remote Monitoring

Door/Window Sensor Asset Tracking

Temperature Sensor

Relative Humidity Sensor

Pressure Sensor People Tracking

Gyroscope Sensor

Door/Windo Noise Sensor

Pressure Sensor People Tracking

Gyroscope Sensor

Door/Windo Noise Sensor

People Tracking

Predictive Maintenance

Vernetzte Stadt Dynamische Beleuchtung - Optimierte Straßenbeleuchtung je nach Verkehrsund Wetterlage. Modernes parken - Die Beleuchtungsinfrastruktur wird verwendet, um Fahrer zu freien Parkplätzen zu leiten. Luminaire

Sensor

Wall Surfaced Controller Mounted Light

Ceiling Surfaced Unknown Mounted Light

Mirrored + Projection Lights

Security Light

Strip Tape Wall Washers

Sign Recessed Spotlight

Floor Lamp Pendant Light

TableBay Lamp High Light

Specialty Light

Presence Sensor Mirrored + Projection Lights

Track Light

Temperature Sensor

High Bay Light Sensor

Relative Humidity Light SurfaceSensor

Remote Monitoring

Sign Recessed Spotlight Space management

Relative Humidity Light SurfaceSensor

Wall Surfaced Controller Mounted Light

Predictive Maintenance

Presence Sensor Mirrored + Projection Lights

Door/Window Sensor Asset Tracking

Space management

High Bay Light Sensor

Unknown

Motion Sensor Security Light

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Temperature Sensor

Pressure SpecialtySensor Light

Temperature Sensor

TableBay Lamp High Light

Dynamic lighting - Traffic Predictive Maintenance

Dynamic lighting - Wether Remote Monitoring

Space management

Advanced parking

Daylight Sensor Strip Tape

Gyroscope Sensor Presence Sensor

Relative Humidity Sensor

Daylight Sensor Strip Tape

Track Light

Wall Surfaced Mounted Light

Switch Sign

Switch Sign

Gyroscope Sensor Presence Sensor

Floor Lamp

Noise Sensor Motion Sensor

Luminaire Recessed Down Light

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Wall Washers Ceiling Surfaced Mounted Light

Track Light

Wall Surfaced

Dynamic lighting - Traffic

Gyroscope Sensor

Wall Washers Ceiling Surfaced Mounted Light

Dynamic lighting - Wether

Floor Lamp

Door/Window Sensor Noise Sensor

Noise Sensor Motion Sensor

Pressure Sensor People Tracking

Daylight Sensor

Gyroscope Sensor

Light Surface Switch

Door/Window Sensor Noise Sensor

Presence Sensor Door/Window Sensor Specialty Light Light Security

High Bay Light Controller Light Pendant Security Light

Light SignSpecialty Pendant Light Strip Tape

Motion Sensor Temperature Sensor Presence Sensor Strip Tape

GyroscopeMotion SensorSensor Pressure Sensor Asset Tracking

Light Surface StripRecessed Tape Security Light Spotlight

Indoor navigation

Presence Sensor Floor Lamp SignHigh Bay Light

Vernetzte Gebäude Remote monitoring - Funktionsüberwachung der Beleuchtungsinfrastruktur. Raummanagement - Bewegungs- und Anwesenheitsmuster von Menschen in Gebäuden beobachten. Space management

Specialty Light LightMirrored Surface + Projection Lights

Temperature Sensor Light Surface Door/Window Sensor

Advanced parking

Presence Sensor Door/Window Sensor Specialty Light Light Security

Dynamic lighting - Traffic

Motion Sensor Temperature Sensor Presence Sensor Strip Tape

Relative Humidity Sensor PressurePresence Sensor Sensor Specialty Light Relative Temperature Sensor Humidity Predictive Maintenance RemoteSensor Monitoring

Dynamic lighting - Wether

Daylight Sensor Relative Humidity Sensor Motion Sensor Sign

GyroscopeMotion SensorSensor Pressure Sensor Asset Tracking

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Relative Humidity Sensor

Space management

Advanced parking

Dynamic lighting - Traffic Predictive Maintenance

Dynamic lighting - Wether Remote Monitoring

Indoor navigation Asset Tracking

Predictive Ma People Trackin

Space management

Advanced parking

Dynamic lighting - Traffic Predictive Maintenance

Dynamic lighting - Wether Remote Monitoring

Indoor navigation Asset Tracking

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Space management

Advanced parking

Dynamic lighting - Traffic

Dynamic lighting - Wether

Indoor navigation

Space management

Advanced parking

Dynamic lighting - Traffic

Dynamic lighting - Wether

Indoor navigation

Ceiling Surfaced Mounted Light

Switch

Track Light

Recessed Down Light

Noise Sensor

Ceiling Surfaced Mounted Light

People Tracking

Recessed Down Floor LampLight Ceiling Surfaced Mounted Light

Table Lamp

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Vernetzte Stadt Dynamische Beleuchtung - Optimierte Vernetzte Stadt Straßenbeleuchtung je nach- VerkehrsDynamische Beleuchtung Optimierte und Wetterlage. Straßen beleuchtung je nach VerkehrsModernes parken - Die Beleuchtungsund Wetterlage. infrastruktur wird verwendet, um Fahrer Modernes parken - Die BeleuchtungszuWas freien Parkplätzen zu leiten. infra struktur wird verwendet, um Fahrer bringt IoT zu freien für Sie?Parkplätzen zu leiten.

People Tracking

Motion Sensor Table Lamp Wall Surfaced Floor Lamp Mounted Light

Daylight Sensor Ceiling Surfaced Table Lamp Mounted Light

Switch

Vernetzter Handel Indoor navigation - Anwender werden auf einfache Weise über ihr Mobiltelefon in den gewählten Bereich geleitet. Personentracking - Verfolgen Sie Einkaufsverhalten und Anwesenheit der Kunden im Laden.

Indoor navigation

Switch Sensor DaylightPressure Sensor Floor Lamp

Noise Sensor Sensor GyroscopeDaylight Sensor

Space man

Table Lamp

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Light SignSpecialty Pendant Light Strip Tape

Gyroscope Sensor Switch Table Lamp

Recessed Down Light High Bay Light Track Light

Wall Surfaced Unknown Strip Tape High Bay Light Mounted Light

Advanced parking Relative Humidity Sensor Asset Tracking

Daylight Sensor Ceiling Surfaced Table Lamp Mounted Light

Unknown

Noise Sensor Sensor GyroscopeDaylight Sensor

Advanced parking Dynamic lighting - Traffic Dynamic lighting - Wether Indoor navigation Space management Advanced parking Dynamic lighting - Traffic Dynamic lighting - Wether Predictive Maintenance Remote Monitoring Asset Tracking

Security Light Wall Washers Mirrored + Projection Lights

WallLight Surfaced Recessed Down Mounted Light

Switch Sensor DaylightPressure Sensor Floor Lamp

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Door/Window Sensor Asset Tracking

Recessed Down Light

Recessed Down Floor LampLight Ceiling Surfaced Mounted Light

Motion Sensor Table Lamp Wall Surfaced Floor Lamp Mounted Light

Daylight Sensor Relative Humidity Sensor Motion Sensor Sign

High Bay Light Controller Light Pendant Security Light

Track Light

Ceiling Surfaced Track Light Sign Wall Surfaced Mounted Light Mounted Light

Controller

Remote Monitoring

Indoor navigation

Recessed Down Light High Bay Light Track Light

Presence Sensor Floor Lamp SignHigh Bay Light

Relative Humidity Sensor PressurePresence Sensor Sensor Specialty Light Relative Temperature Sensor Humidity Predictive Maintenance RemoteSensor Monitoring

Pendant Light Mirrored + Projection Sensor Recessed Spotlight Lights

Predictive Maintenance

Unknown

Wall Surfaced Unknown Strip Tape High Bay Light Mounted Light

Unknown Recessed Spotlight Controller

Space management Sensor RemoteDoor/Window Monitoring Sensor AssetTemperature Tracking Predictive Maintenance Remote Monitoring

Space management

Track Light Pendant Light Unknown

Sensor

Controller SensorWall Washers

Recessed Spotlight Luminaire Wall Washers Predictive Maintenance People Tracking

Vernetzte Stadt Dynamische Beleuchtung - Optimierte Straßenbeleuchtung je nach Verkehrsund Wetterlage. Modernes parken - Die Beleuchtungsinfrastruktur wird verwendet, um Fahrer zu freien Parkplätzen zu leiten.

Light Surface StripRecessed Tape Security Light Spotlight

Temperature Sensor Light Surface Door/Window Sensor

Controller

Unknown Recessed Spotlight Controller

Luminaire

Vernetzter Handel Indoor navigation - Anwender werden auf einfache Weise über ihr Mobiltelefon in den gewählten Bereich geleitet. Personentracking - Verfolgen Sie Einkaufsverhalten und Anwesenheit der Kunden im Laden.

Dynamic lighting - Wether

Sensor

Pendant Light Mirrored + Projection Sensor Recessed Spotlight Lights

Specialty Light LightMirrored Surface + Projection Lights

Sensor Luminaire

Indoor navigation

Mirrored + Projection Table Lamp Lights

Security Light Wall Washers Mirrored + Projection Lights

Light Surface Switch

Daylight Sensor

Pressure Sensor People Tracking

IndoorMounted navigation Light Asset Tracking

Dynamic lighting - Traffic

Controller SensorWall Washers

Recessed Spotlight Luminaire Wall Washers

Mirrored + Projection Table Lamp Lights

Luminaire Recessed Down Light

Relative Humidity Sensor

Advanced parking

Luminaire

Recessed Down Light

Ceiling Surfaced Unknown Mounted Light

Door/Window Sensor Asset Tracking

Floor Lamp Pendant Light Advanced parking

Motion Sensor Security Light

Vernetzte Gebäude Remote monitoring - Funktionsüberwachung der Beleuchtungsinfrastruktur. Raummanagement - Bewegungs- und Anwesenheitsmuster von Menschen in Gebäuden beobachten.

Recessed Down Light

Pendant Light Luminaire

Door/Window Sensor

Strip Tape Wall Washers

Track Light

Recessed Spotlight

www.tridonic.de Pendant Light Luminaire

Unknown

Wall Washers

Light Surface

Controller

Controller

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Luminaire

Nicht nur die Helligkeit, sondern vor allem auch die Farbtemperatur einer Leuchte bestimmt die Licht- und Wahrnehmungsqualität. Was der Veränderung des natürlichen Lichtmilieus zu eigen ist, lässt sich nun auch mit effizientem LED-Licht realisieren. In diesem Sinne eröffnet das S55-System mit Tunable White neue Möglichkeiten, wenn es um passgenaue Beleuchtung bei wechselnden Anforderungen geht. Von Warmweiss über Neutral- bis Kaltweiss kann die Farbtemperatur sowie die Lichtstärke einer Leuchte variabel eingestellt Daylight Sensor Strip Tape

Pressure SpecialtySensor Light

werden: warmes gedimmtes Licht abends zum Essen oder eine kühlere Helligkeit zur Konferenz. Ein anderes Beispiel sind Verkaufsräume: Mit Tunable White sind wechselnde Waren, wie z. B. saisonale Produkte, immer optimal beleuchtet. 

Recessed Down Light

Vernetzte Lichtlösungen

dow Sensor Tracking

or

Das S55-System von Schmitz gibt es als Einbauleuchte sowie als direkt oder indirekt strahlende Pendelleuchte. Durch den indirekten Anteil erfolgt die Ausleuchtung der Nutzfläche homogen. Die spezielle Office-Optik überzeugt mit einem Blendungswert (UGR) <19 für eine normgerechte Beleuchtung an Bildschirmarbeitsplätzen. Modernste LED-Technik liefert eine Performance von mehr als 4 600 lm/m bei bis zu 137 lm/W, gepaart mit einer Lebensdauer von mindestens 50 000 Stunden (L70). In den Standardlängen bis 2 800 Millimeter erhellt die Leuchte optimal Tische oder einzelne Bereiche. Aufgrund der hohen Lichtleistung und der optimierten Lichtverteilung ist es möglich, mit einer S55-Leuchte zwei Arbeitsplätze normgerecht auszuleuchten. Dies schont die Ressourcen nachhaltig bei der Montage und im Betrieb und ist wichtig bei einer eventuellen Zertifizierung des Projekts.

Vernetzte Lichtlösungen Vernetzte Lichtlösungen

roller

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INNENARCHITEKTUR

Gyroscope Sensor Switch Table Lamp

Noise SensorSwitch

www.tridonic.de www.tridonic.de

Noise Sensor

People Tracking

Ausgabe 03/2017 // Seite 53

13.07.2017 12:29:16

Space man


INNENARCHITEKTUR

TEAMPLAYER KÜCHEN MIT STIL – PARTNER IN DER KÜCHE von Georg Lutz

Eine Küche, die auf der Höhe der Zeit ist, hat einige Herausforderungen zu meistern. Sie ist schon lange kein reiner Funktionsraum mehr. Sowohl die unterschiedlichen technischen Lösungen wie auch die optischen Eindrücke sollten auf höchstem Niveau interagieren. Schliesslich kochen, kommunizieren und arbeiten wir in der Küche. Dazu braucht es auch unterschiedliche Player, die ihre jeweiligen Stärken einbringen. Auf den folgenden Seiten stellen wir einige Unternehmenspartner von Quooker vor, die deren Lösungen in ihre Produktewelten integrieren.

Seite 54 // bauRUNDSCHAU


INNENARCHITEKTUR

D

as grosse Thema bei Quooker lautet: kochendes Wasser. In der Küche braucht man es in unterschiedlichen Mengen und zu unterschiedlichen Zeiten. Im Rahmen von klassischen Lösungen muss man auf heisses Wasser lange warten und zweitens verbraucht man viel Was-

ser und Energie. Mit einer Quooker-Lösung gehört dies der Vergangenheit an. Auch das Thema Sicherheit ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Herausforderung. An einem Wasserkocher oder einem Kessel kann man sich schnell verbrühen. Bei einem QuookerStrahl, der zudem mit Luft angereichert ist,

kann man sich nicht die Haut verbrennen. Die sichere Doppel-Drück-Dreh-Bedienung für das Kochend-Wasser verunmöglicht einen Verbrennungsfall. Super funktionell und hochwertiges Design gehen heute Hand in Hand.

Quooker Schweiz AG | Kasernenstrasse 1 | CH-8184 Bachenbülach | Tel. +41 (0)43 4112030 | info@quooker.ch | www.quooker.ch

1. WO DAS LEBEN SPIELT

1.

Das Schweizer Familienunternehmen Veriset ist mit rund 18 000 jährlich produzierten Küchen der führende Schweizer Küchenhersteller. Am Standort Root im Kanton Luzern werden mittels innovativer Produktionstechnologie moderne Küchen für den privaten Nutzungsbereich produziert. Das Sortiment von Veriset ist bezüglich Design und Technik auf dem neuesten Stand und deckt von der Mietwohnungsküche bis hin zur anspruchsvollen HochglanzlackKüche sämtliche Kundenwünsche ab. Veriset Küchen sind so bunt, facettenreich und individuell wie das Leben. Mit über 100 verschiedenen Frontausführungen und individuell anpassbaren Möbelmassen lässt sich jeder Kundenwunsch individuell verwirklichen. Dabei sind sowohl pflegeleichte Kunstharzfronten in trendigen Farben als auch optisch und haptisch authentische Holzdekore erhältlich. Mit dem neuesten Modell «bellino» lassen sich supermatte oder hochglänzende Fronten in zehn attraktiven Farben realisieren. Highlight: Dank der speziellen Oberfläche gehören fettige Fingerabdrücke auf der Front der Vergangenheit an.

2.

Veriset ist bei über 100 kompetenten Fachhandelspartnern in der ganzen Schweiz erhältlich. Daneben ist Veriset an drei eigenen Niederlassungen in Root (LU), Wettingen(AG) und Rolle (VD) präsent. Mit der Übernahme der ISP Küchen AG sind fünf weitere Standorte in Zofingen (AG), Opfikon (ZH), Muttenz (BL), Gümligen (BE) und Camorino (TI) dazugekommen, welche Veriset ab Januar 2018 als eigene Standorte führen wird. 

Veriset Küchen AG | Oberfeld 8 | CH-6037 Root | info@veriset.ch |www.veriset.ch

Ausgabe 03/2017 // Seite 55


INNENARCHITEKTUR

3. 2. PRIMO – IDYLLISCHES REFUGIUM Urbanes Wohnen und Leben bringt uns die Natur wieder stärker ins Haus. Wir sehnen uns nach Gemütlichkeit und Idylle und schmücken unsere Fenstersimse mit Zimmerpalmen und lassen Farne und Efeu in hübschen Töpfen von der Decke hängen. Zu diesem Lifestyle passt die neue Piatti Küche in sanften, harmonischen Grüntönen – trendy, nostalgisch, aber mit viel «Urban Coolness». Die Primo-Fronten aus pflegeleichtem und praktischem Kunstharz in den neuen, frischen Farben Fjord- und Mintgrün passen gut zum modernen, aber gemütlichem Wohnstil. Dekoratives Grün nimmt der Küche die Strenge, sodass aus der Kochwerkstatt ein idyllisches Refugium entsteht. Die grossen, von Sonnenlicht

durchfluteten Fenster des ehemaligen Gärtnereigebäudes am Stadtrand geben die Sicht frei auf die Natur. Der originale Werkstattboden und das von der Geschichte gezeichnete Mauerwerk unterstreichen den Charakter des Raumes und motivieren zum Hantieren in der Küche. Hier wird Brot gebacken, Gemüse gehackt und Tomatensauce gekocht ohne Angst vor Flecken und Spritzern. Zum Gesamtkonzept passt der helle, einladende Tisch mit bequemen Stühlen. Dort setzen sich die beiden Kinder auch gerne zum Aufgabenmachen hin, während die Dame des Hauses und Hobbygärtnerin schon mal die Gemüsesuppe aus selbst gezogenen Karotten und Stangensellerie aufsetzt. Bei der Abdeckung aus Keramik und der Rückwand aus dem gleichen Material

wurde bewusst darauf geachtet, dass sie einfach zu reinigen und robust sind. Das schlichte Grau des Steins mit feinen, weissen Maserungen passt sich dezent dem Gesamtkonzept an und akzentuiert den natürlichen, frischen Look der Kochstube. Die Hängeschränke bieten viel Platz für Teller und Gläser und wirken durch ihre asymmetrische Aufteilung sehr apart. Besonders gefallen die hübschen Regale im gleichen Farbton wie die Hängeschränke. Sie bieten Platz für Basilikum, Peterli und allerlei Trouvaillen vom Flohmarkt. Die kleine helle Bank von Hay unter dem Fenster ist mit selbst genähten Kissen in Himmelblau und Lila dekoriert. Praktisch: Bei Bedarf kann sie an den Tisch geschoben werden und bietet Platz für die eingeladenen Gäste, die sich immer wieder gerne im kleinen, grünen Küchenparadies bekochen lassen.

AFP Küchen AG | Piatti Küchen | Riedmühlestrasse 16 | CH-8305 Dietlikon | Tel. +41 (0) 44 835 51 11 piatti-kuechen@afpk.ch | www.piatti.ch

3. CHARAKTERSTARKE INSELKÜCHE MIT PRÄZISEN DETAILS Der Monolith – stark, imposant und robust ist er ein seltenes, dafür umso kostbareres Element der Schweizer Berge. Orea 2 basiert auf dieser Grundidee und stellt die Kücheninsel als monolithischen Block in den Mittelpunkt. Arbeitsplatte und Küchenfronten sind in derselben Farbe ausgeführt und auf Gehrung verarbeitet, sodass die Insel wie aus einem Stück gefertigt wirkt. Sie überzeugt durch die äusserliche Reduktion und

schafft so eine schlichte Eleganz, die den gesamten Raum prägt. Sowohl rustikale oder edle und hochwertige Echtholzfronten als auch lackierte Fronten in diversen Farben und Oberflächen sind erhältlich. Ein einfaches Antippen der Fronten reicht aus, um die Auszüge oder Türen zu öffnen. Selbstverständlich sind alle Auszüge gedämpft und schliessen sanft und geräuschlos. Übrigens: Die Schubladen und Auszüge lassen sich auch im Falle eines Stromunterbruchs problemlos manuell öffnen.

Die Wohnmöbel nehmen die charakteristischen Gestaltungsmerkmale auf und verschmelzen Küche und Wohnraum. Robust und stark wie die Insel wirkt auch der Esstisch aus massiver Eiche. Dieser ist in diversen Oberflächen und Holzarten erhältlich. Dank individueller Fertigung sind jegliche Masse erhältlich, und vom Esstisch bis hin zum Bartisch ist alles möglich. Sie können auf Wunsch sogar vor Ort in der Fabrikation Ihren Stamm auswählen und bestimmen selbst, ob Sie eine robuste Optik mit vielen Astlöchern oder eher eine schlichte Holzstruktur bevorzugen.

Orea AG | Oberfeld 3| CH-6037 Root | Tel. +41 (0) 41 455 46 06 | info@orea-kuechen.ch | www.orea-kuechen.ch

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INNENARCHITEKTUR

4. 4. GRIFFLOS UND DESIGNORIENTIERT Klarheit auf ganzer Linie, so präsentiert sich die Y-line-Küche von Eisenring. Eine gute Gestaltung spricht unsere Sinne und Emotionen an. Die Schränke mit innen liegenden Griffprofilen wirken wie aus einem Guss – geradlinig und ästhetisch. Die grifflosen Schrankoberflächen betonen die architektonisch anspruchsvolle Formensprache. Die Schranktüren aus Echtholz bestechen mit klarer Optik und maximaler Grosszügigkeit. In Verbindung mit Mattglas strahlt diese Materialkombination viel Wärme und ein Gefühl von Geborgenheit aus. Bildschön: der weisse Dekton, dessen Marmorierung perfekt mit dem Holz und den schwarzen Fronten harmoniert. Klare Strukturen und Ordnung mit System garantieren eine vollendete Symmetrie im

5.

Innen- und Aussenbereich. Ob in den Schubladen, Tür- oder Nischenregalen – alles kommt wohlorganisiert unter Dach und Fach. Optional und dafür perfekt passend: der neue Quooker Fusion Black. Seine matt-schwarze Erscheinung würde sich perfekt in diese Küche integrieren. Die Hans Eisenring AG ist seit mehr als 29 Jahren ein inhabergeführtes Schweizer Familienunternehmen mit über 200 Mitar-

beitenden. An den drei Standorten mit jeweils 1 200 m² Ausstellungsfläche werden in Sirnach (TG), Volketswil (ZH) und Oensingen (SO) mit den beiden starken Marken Eisenring und Poggenpohl hochwertige Küchen in allen Preislagen präsentiert. Zudem warten bestechende Grundrissideen, eine grosse Material- und Geräteauswahl, trendige Farb- und Lichtkonzepte sowie eine beeindruckende Kunst- und Natursteinkollektion auf die Kunden.

Hans Eisenring AG Küchenbau | Pumpwerkstrasse 4 | CH-8370 Sirnach | Tel. +41 (0) 71 969 19 19 info@eisenring-kuechenbau.ch | www.küchenhauptstadt.ch

5. TRAUMKÜCHEN, DIE ZUM VERWEILEN EINLADEN Laufend werden die neuesten Materialien in unseren hauseigenen Werkstätten zu modernen Küchen verarbeitet. Bei Brunner Küchen findet der Bauherr Küchenplaner, die sich genauestens mit seinen Wünschen, Bedürfnissen und Gewohnheiten auseinandersetzen. Gemeinsam werden Ideen entwickelt, wie sich der zur Verfügung stehende Platz am besten nutzen lässt, damit alles am richtigen Ort ist und jeder Handgriff sitzt.

Brunner Küchen kennt für den Wohn- und Küchenraum vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die aus Funktion und Ästhetik eine harmonische Einheit entstehen lassen. Seit 40 Jahren bauen wir bei Brunner Küchen qualitativ hochwertige, massgefertigte Kücheneinrichtungen. Zufriedene Kunden in der ganzen Schweiz sind für uns der beste Beweis, dass wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen auf dem richtigen Weg sind. Auf diesem Weg begleiten uns kompetente Partner wie die Quooker Schweiz AG.

In Bettwil kann die wohl vielseitigste und kreativste Küchenausstellung der Schweiz besichtigt werden. Auf 1 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren wir 30 komplett eingerichtete Küchen mit unzähligen Designvarianten. Wir gestalten Lebensräume, die über den Küchenbereich hinausgehen. Wertige Materialien und Details prägen diese einzigartige und wohnliche Traumküche. Neuste Geräte der führenden Hersteller und die Technologie von Quooker Fusion kommen dazu. In diesem Fall: kaltes und warmes sowie kochendes Wasser aus einer Armatur. 

Brunner Küchen AG | Hauptstrasse 17 | CH-5618 Bettwil | Tel. +41 (0) 56676 7070 | info@brunner-küchen.ch | www.brunner-kuechen.ch

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INNENARCHITEKTUR

Junge Berufseinsteiger und erfahrene Mitarbeiter arbeiten im Team zusammen.

STELLE FREI GEZIELT NACH JUNGEN FACHKRÄFTEN SUCHEN von Freya Mohr

Jedes Unternehmen steht immer wieder vor der Aufgabe, eine offene Stelle neu zu besetzen. Auch junge Fachkräfte spielen dabei eine wichtige Rolle, aber oftmals ist es schwierig, diese gezielt anzusprechen. Wie kann ein Unternehmen also effektiv junge und qualifizierte Fachkräfte rekrutieren?

DIE VORTEILE VON PROFESSIONAL.CH: 1. Unternehmen können auf der Plattform schnell und effizient eine junge Zielgruppe erreichen. 2. Durch die Suche mit dem Berufsabschluss reduziert die Plattform unqualifizierte Bewerbungen für die Unternehmen, die junge Fachkräfte suchen. 3. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich auf die Art zu präsentieren, die bei der jungen Zielgruppe auch wirklich ankommt. 4. Für Unternehmen entsteht kein Mehraufwand bei einer Präsenz auf der Plattform. 5. Unternehmen reduzieren interne Prozesskosten.

D

er Fachkräftemangel in der Schweiz nimmt immer weiter zu. Besonders die Branchen Bau, Informatik, Ingenieurstechnik, Technik und Management sind betroffen. Dem gegenüber steht die Zahl der Lehrabgänger in der Schweiz, von denen rund 80 Prozent nach ihrer Ausbildung eine neue Stelle oder eine Weiterbildung suchen. Für die jungen Fachkräfte ist es nicht immer einfach, nach der Lehre eine neue Anstellung zu finden. Bei der Fülle der Job­ angeboten auf den verschiedenen Portalen ist es für sie schwierig, das Passende zu finden. Dabei gibt es viele Unternehmen, die genau nach diesen jungen Fachkräften suchen. Hier setzt das Jobportal professional.ch an und hilft beiden Parteien zusammen zu finden.

JUNG UND KOMPETENT Viele Unternehmen haben das Potenzial junger Fachkräfte bereits erkannt. Sie sind motiviert und lassen sich leicht in das Unternehmen und seine Kultur integrieren.

Die Co-Gründerin des Jobportals professional.ch, Natascha Alibrandi, findet: «Die Integration von jungen Fachkräften in ein Unternehmen hat nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern sehr oft positive Effekte auf die Innovationskraft, die Prozesse und die Firmenkultur.» Junge Berufseinsteiger bringen frische und unbefangene Ideen mit und ihr Wissen ist auf dem neusten Stand. Zusammen mit dem wertvollen Know-how der erfahrenen Mitarbeiter lässt sich so der Unternehmenserfolg nachhaltig sichern. Jedoch stehen die Unternehmen häufig vor dem Problem, unqualifizierte Bewerbungen ohne passenden Berufsabschluss zu erhalten, und sie müssen sich durch eine hohe Anzahl an Bewerbungen arbeiten. Für das Personalmanagement ist das ein enormer Aufwand, um eine qualifizierte Fachkraft zu finden. Die Plattform professional.ch bringt Klarheit in diese Situation: Sie listet ausschliesslich offene Stellen für Berufsanfänger mit EFZ und bringt so junge Absolventen und Unternehmen zusammen. 

professional.ch by Yousty AG | Hardstrasse 301 | CH-8005 Zürich | Tel. +41 (0) 44 512 97 00 | www.professional.ch

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GARTEN

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GARTEN

WOHNZIMMER IM FREIEN DIE NEUEN TRENDS IN DER GARTENGESTALTUNG von Carmen Schoder

Früher hat kaum jemand einen Gedanken an die Aussenbeleuchtung verschwendet, es wurde eher als notwendiges Übel gesehen. Wegbeleuchtung, eine Lampe beim Hauseingang und eine weitere Lampe beim überdachten Sitzplatz – mehr wurde oft nicht geplant. Heute nehmen Bewohner Gärten oder Terrassen als zusätzliches Zimmer wahr und behandeln diese auch so. Gartenbeleuchtung ist ein mittlerweile etablierter Trend, der sich stetig in Richtung ganzheitliches Konzept weiterentwickelt. In Privatgärten planen Gartenarchitekten bei Beleuchtungskonzepten verschiedene Beleuchtungsgruppen, das schafft unterschiedliche Lichtszenarien und damit abwechslungsreiche Stimmungen. Beispielsweise lassen sich die Gehölze oder das Wasser anstrahlen, um den Blick vom Wohnzimmer zu erweitern. Wasser ist das lebendigste Element im Garten: Wird es beleuchtet, zieht es auch in der Dunkelheit alle Blicke auf sich und bleibt das Zentrum der Gestaltung. Oder aber es entsteht, dank neuer Beleuchtungstechnologien, mehr Licht für abendliche Dinner und andere Aktivitäten.

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GARTEN

LICHT AN! MEHR WEITE MIT DER RICHTIGEN GARTENBELEUCHTUNG von Carmen Schoder

Die Beleuchtungsansprüche für Umgebungen von Neuanlagen sind hoch: Wegführung, Sicherheit und Privatsphäre müssen beachtet und unterstützt werden. Auch in Privatgärten zählt ein Beleuchtungskonzept heute zum Standard: Der Garten ist ein Aussenwohnzimmer, das die Hauseigentümer möglichst oft und lange nutzen möchten.

LICHTKONZEPTE FÜR PRIVATGÄRTEN Ein Beleuchtungskonzept hebt einzelne Elemente im Garten hervor oder schafft Sicherheit auf Wegen oder bei Haus­ eingängen. Ein wohnlicher Vorteil: Vom Hausinnern betrachtet bleibt die Sichtbeziehung zum beleuchteten Garten auch bei Dämmerung und Dunkelheit bestehen. «Das Wohnzimmer wird so optisch erweitert, und die Bauherrschaft kann ihren Garten oder ihre Terrasse länger genie­ ssen», erklärt Gartenarchitekt Simon Rüegg von PARC’S Gartengestaltung.

Länger hell: Richtig beleuchtet lässt es sich auch abends am Gartentisch speisen.

G

ärten und Terrassen sehen seit ein paar Jahren immer wohnlicher aus. Nicht mehr nur Pflanzgefässe und Gartenmöbel statten eine Gartengestaltung aus, sondern auch Bewässerung,

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Rasenroboter, Textilien oder Lichtquellen sind Teil der Planung. Insbesondere Beleuchtungskonzepte machen einen Garten abends nicht nur gemütlicher, sondern auch länger nutzbar.

Beliebt sind indirekte Beleuchtungen. Ein unterhalb der Mauer angelegter Lichtstreifen lässt beispielsweise das Licht den Steinen entlang hochschimmern und zeichnet die starken Strukturen nach. Punktuell angeleuchtete Solitärgehölze mit ihren ästhetischen Stämmen und Kronen schaffen auch abends Gartenräume und lassen die Gehölze nicht wie grosse schwarze Knäuel aussehen. Brunnen, Zierbecken und Pools eignen sich ebenfalls für eine Beleuchtung.


GARTEN

LICHTPLANUNG Fünf Tipps von Simon Rüegg: 1. Beleuchtungskonzept zusammen mit der Umgebungs- oder Gartengestaltung planen. 2. Zusammenarbeit zwischen Gartengestalter/Landschaftsarchitekt und Elektroplaner, um ästhetische und technische Aspekte miteinzubeziehen. Stimmungsvoll in Szene gesetzt wird ein besonderer Baum zum Hingucker.

3. Weniger ist mehr: keine unnötige Lichtverschmutzung verursachen.

Unterwasserleuchten leiten das Licht sanft durch das Becken und lassen Wasser zart leuchten.

4. Standort und Zweck beachten für die richtige Wahl der Lampen.

Wohnzimmeratmosphäre im Garten schaffen auch Solarlampen, Lichterketten oder Lampions. Diese gehören aber nicht zum architektonischen Beleuchtungskonzept, sondern Hausbesitzer verwenden sie nach ihrem persönlichen Geschmack.

GRÖSSERE ANLAGEN IM BESTEN LICHT Wohnüberbauungen, Mehrfamilienhäuser oder Geschäftsanlagen haben andere Ansprüche als Privatgärten. Vor allem die Wegführung ist bei Umgebungsgestaltungen zentral. Der Klassiker hierfür sind Pollerleuchten, die den Lichtkegel gegen unten und in die Breite verteilen. Als indirekte Beleuchtungen eignen sich halbrunde, bodennahe Leuchtpilze. Laternen oder andere hohe Leuchten finden Einsatz auf grossflächigen Plätzen. Auch eine punktu-

elle Beleuchtung von Bäumen oder Skulpturen ist möglich. Rüegg fasst zusammen: «Grundsätzlich ist eine zurückhaltende Lichtplanung empfehlenswert. Sowohl Grossanlagen als auch Privatgärten sollen nicht überbeleuchtet und künstliche Lichtverschmutzung vermieden werden.»

EVOLUTION DER AUSSENBELEUCHTUNG Innert weniger Jahre hat sich die Technologie für die Aussenbeleuchtung stark weiterentwickelt. Anstatt Halogen wird heute hauptsächlich LED verwendet. Das ist äusserst energieeffizient, langlebig, zuverlässig und darüber hinaus auch sicherer, da die Lampen nicht aufheizen. Auch die mittlerweile warme Lichtfarbe von LED kann optisch locker mit Halogenlampen mithalten. Zudem gewichten Bauherren und Architekten die Gestaltung des Aussenraums stärker und behandeln die Beleuchtung nicht mehr stiefmütterlich, sondern planen diese zusammen mit der Gartengestaltung

5. Experten hinzuziehen für spezielle Anforderungen wie Beleuchtungen im öffentlichen Raum.

von Beginn an mit. So lassen sich Stromanschlüsse und -zugänge an den richtigen Stellen anbringen und die Beleuchtung einfacher installieren. 

CARMEN SCHODER ist zuständig für Kommunikation und Medienarbeit bei PARC’S Gartengestaltung GmbH. www.gartengestaltung.ch www.parcs-landschaftsarchitektur.ch

Terrassenpflege & Terrassenberatungen tf Terrassenpflege Mürtschenstrasse 7 8638 Goldingen +41(0)79 704 50 09 www.tf-terrassenpflege.ch

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GARTEN

BELÜFTUNG FÜR JEDE FASSADE DRÄNAGERINNE FÜR TROCKENEN WANDANSCHLUSS von Daniel Kraus

Richard Brink GmbH & Co. KG

Im Anschlussbereich vom Bodenbelag zur Gebäudefassade entsteht durch grosse Niederschlagsmengen oftmals Staunässe. Daraus resultierende Feuchteschäden beeinträchtigen vor allem Putz und Aussendämmung. Um dies zu verhindern, hat die Firma Richard Brink die Fassadenrinne Stabile Air entwickelt. Sie zeichnet sich durch grossflächige Öffnungen an der Wandseite aus, die den jeweiligen Abschnitt ausreichend belüften. So entstehen weder Staunässe noch Kapillarwirkungen. Sonderanfertigungen passen sich flexibel jeder Hausfassade an und gewährleisten individuellen Schutz. Dank einfacher und schneller Montage ist zudem die nachträgliche Ausstattung mit der Stabile Air innerhalb kürzester Zeit möglich.

Die Fassadenrinne Stabile Air der Richard Brink GmbH & Co. KG zeichnet sich durch einen gut durchlüfteten Wandanschluss aus.

W

enn vor Fassaden grosse Niederschlagsmengen anfallen, ist eine zuverlässige Entwässerung gefragt. Nur dann sind die Aussenwände sicher vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Die Firma Richard Brink hat dafür die Dränagerinne Stabile Air entwickelt. Sie ist komplett aus Edelstahl oder feuerverzinktem Stahl gefertigt. Die an der Fassade anliegende Seite der Rinne besitzt grossflächige Öffnungen. So wird der jeweilige Abschnitt ausreichend belüftet. Nach aussen gekantete Rostauflagen sowie die Auskragung des

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In Kombination mit Abdeckrosten der Firma Richard Brink verleiht die Stabile Air Fassaden eine hochwertige Optik.

Rinnenbodens an der Seite bewahren 15 Millimeter Abstand zwischen Dränagesystem und Wand. Dadurch steigt kein Regenwasser auf, das Dämmung und Putz beschädigen könnte. Staunässe und Kapillarbildung werden somit zuverlässig verhindert.

BELIEBIG ERWEITERBAR Der Metallwarenhersteller fertigt die Stabile Air standardmässig in einer Länge von 1 000 Millimetern an, einteilige Rinnen können bis zu 3 000 Milllimeter lang sein. Da sich die Produkte ohne Verbinder aneinan-

UNTERNEHMENSPORTRÄT Die Produktpalette des 1976 gegründeten Familienunternehmens reicht von Entwässerungs- und Dränagesystemen, Kiesfangleisten, Beeteinfassungen sowie Rasenkanten über Kantprofile und Mauerabdeckungen bis zu Pflanzkästen, Solarunterkonstruktionen, Schornsteinabdeckungen und Wetterfahnen. Das Schwesterunternehmen Brink Systembau GmbH hat sich auf den Messe- und Ausstellungsbetrieb spezialisiert und vertreibt flexible Modulbausysteme, die von der Richard Brink GmbH & Co. KG produziert werden und beispielsweise als Messewände zum Einsatz kommen. Sie eignen sich auch für andere Bereiche, zum Beispiel für Maschineneinhausungen, Lärmschutz, Trennwände oder Vitrinen. Darüber hinaus gehören grossflächige LED-Plakate zum Produktportfolio. Sie ziehen als Eyecatcher die Aufmerksamkeit schon von weitem auf sich.

derstecken lassen, ist das System beliebig erweiterbar. Dieses hat in der Regel eine Höhe von 170 Millimetern. Die Standardeinlaufbreiten betragen wahlweise 140 oder 200 Millimeter. Auf Kundenwunsch produziert die Richard Brink GmbH & Co. KG die Dränagerinne auch in Sondermassen. So wurden für einzelne Bauprojekte bereits hunderte Meter an Fassadenrinnen massgefertigt, die eine Höhe von bis zu 470 Millimetern haben. Sie gewährleisten einen grossflächigen Feuchtigkeitsschutz, der bis zum Sockelpunkt der Fassade reicht.


GARTEN

Die Stabile Air ist mit allen Rosten aus dem Unternehmens-Sortiment kombinierbar. In Verbindung mit den eleganten Design-Rosten der Firma Richard Brink geht die Entwässerungstechnik über ihre Funktion hinaus und setzt optische Akzente an Fassaden.

SCHNELLES NACHRÜSTEN Bei einem nachträglichen Einbau der Fassadenrinne, zum Beispiel bei der Sanierung des Gebäudesockels, werden im ersten Arbeitsschritt die an das Mauerwerk angrenzenden Pflastersteine aufgenommen. Nach der Höhenanpassung und der Nivellierung der Splittschicht als Untergrund lassen sich die Rinnen sowohl an der Fassade als auch an der Bodenhöhe ausrichten. Die Roste schliessen bündig mit der Fassade ab. Im letzten Arbeitsschritt füllen die Handwerker den noch zu pflasternden Bodenbereich passgenau mit Kies auf, bevor sie diesen mit Steinen belegen und schliessen.

Die an der Fassade anliegende Seite der Rinne Stabile Air besitzt grossflächige Öffnungen, die eine ausreichende Lüftung des jeweiligen Wandabschnitts gewährleisten.

Als Hersteller arbeitet die Richard Brink GmbH & Co. KG eng mit den verarbeitenden Gewerken wie Garten- und Landschaftsbauer oder Pflasterer zusammen. So lassen sich bereits in der Planungsphase wichtige Fragen klären. Entscheidend ist zum einen die Höhe des vorhandenen Schüttguts, zum anderen wie weit die Dämmung in den Untergrund hineinreicht. Die intensive Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten bildet die Basis für eine bestmögliche Entwässerung im Bereich der Fassade. 

Auf Kundenwunsch kann die Firma Richard Brink kurzfristig Sonderanfertigungen der Stabile Air produzieren. So sind unter anderem auch deutlich höhere Ausführungen möglich.

Nach Höhenanpassung und Nivellierung lassen sich die Rinnen sowohl am Boden als auch an der Fassade anpassen. Die Roste schliessen dann bündig mit der Fassade ab.

Richard Brink GmbH & Co. KG | Görlitzer Straße 1 | D-33758 Schloß Holte-Stukenbrock | Tel. +49 (0) 5207 9504-0 stefan.brink@richard-brink.de | www.richard-brink.de

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GARTEN

GUT GESCHÜTZT GENIESSEN TERRASSENDÄCHER, LAMELLENDÄCHER ODER WINTERGÄRTEN SCHÜTZEN VOR WETTERKAPRIOLEN von Georg Lutz/epr

Morgens in der Sonne frühstücken, mittags einen knackigen Salat verspeisen und abends mit Freunden grillen – das Leben auf der Terrasse und in Wintergärten lässt sich vortrefflich geniessen. Auch in der Übergangszeit findet man noch Schutz.

E

lebige, stabile Konstruktionen ermöglichen variantenreiche Dachkonstruktionen rund ums Haus – nutzbar auch als Carport, Unterstellplatz oder Hofüberdachung.

LAMELLENDÄCHER MIT HOHER LICHTAUSBEUTE Bei professionellen Shootings greifen Fotografen auf sogenannte Softboxen zurück, um die perfekte Lichtstimmung zu erzeugen. Zur idealen Reflexion sind diese lichtundurchlässig und innen in der Regel silber. Das Ergebnis: Bilder erhalten eine optimale Ausleuchtung, und Schatten wird nahezu vollständig vermieden.

Hochwertige Lamellendächer, die auf der Terrasse und im Wintergarten vor direktem Sonneneinfall schützen und diese zu einer Wohlfühloase werden lassen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. So ist beispielsweise die FLEDMEX®De-Luxe-Reihe mit den Modellen De Luxe, De Luxe Profi und Colour Feeling von Allwetterdach ESCO® auf einem Drei-Säulen-Prinzip aufgebaut, das dem einer Softbox gleicht. Auf eine extra dafür gefertigte, beidseitig vergütete Hohlklammerplatte von 16 Millimetern mit beidseitig geschlossenen Kammern folgt eine weisse Unterlamelle aus hoch

epr/fledmex.com

in Haus oder eine Wohnung mit Terrasse oder Wintergarten ist für viele Menschen ein echter Glücksgriff. Schliesslich lässt sich mit diesem Draussen-Wohnzimmer das eigentliche Heim wunderbar erweitern. Gerade in den warmen Monaten spielt sich möglichst viel vom Alltag im Grünen ab. Damit das auch an nassen Nachmittagen oder heissen Mittagsstunden noch Spass macht, beschirmt man seine Terrasse idealerweise mit einem Dach. Hochwertige Terrassendächer schützen zuverlässig vor Sonne oder Regen und sehen dank der schmalen Profilquerschnitte auch schick aus. Lang-

Die Lexan-Exell-Platten des FLEDMEX® De Luxe Profi lassen sich verschieben und erzeugen so eine individuelle Beschattung.

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GARTEN

schlagfestem Polycarbonat in zwei Millimetern, die das Licht bricht. Dazwischen wird, zur besseren Isolation, ein Hohlraum belassen. Die leicht zu öffnenden, drehbar gelagerten Lamellen sorgen dafür, dass die Luft zirkulieren kann und kein Hitzestau entsteht. Alle drei Modelle der Serie erlauben einen hohen Lichteinfall, der jedoch nicht blendet: Sie schützen effektiv vor Einstrahlung, ohne die Sonne komplett auszusperren und erzeugen Schatten auch bei geöffnetem Dach. Die Profi-Variante kann mit einem weiteren Highlight aufwarten, denn ihre Lexan-Exell-Platten lassen sich nach Bedarf verschieben – auf diese Weise kann die Beschattung noch individueller gestaltet werden. Colour Feeling taucht die Wohlfühloase dagegen in ein anderes Licht und überzeugt durch ihr anspruchsvolles Farb-Design. Die Unterlamelle aus satiniertem Acrylglas kreiert farbige Schatten, die für Atmosphäre sorgen. Alle FLEDMEX®-Modelle vereinen eine anspruchsvolle Optik sowie eine optimale Isolierung in sich und halten auch starken Unwettern stand. Übrigens:

Mit Lamellendächern wird die Terrasse zum Wohnzimmerersatz. Colour Feeling in Arctic Blue erzeugt Urlaubsatmosphäre und sorgt auch in geschlossenem Zustand für einen hohen Lichteinfall.

Auch herausfordernde Projekte stellen die Experten von Allwetterdach ESCO® vor kein Problem. Das erfahrene Handwerksunternehmen findet eine Lösung für jede vorhandene Situation und ist in der Lage, persönliche Wünsche zu berücksichtigen. 

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. www.gutta.com www.fledmex.com

«MADE IN AESCH» Seit nunmehr über 14 Jahren ist Glas ist die Leidenschaft der Firma Glasworld und sie lebt sie täglich aufs Neue. Ob Arbeits- oder Lebensraum - es gibt kaum einen Innenraum dessen Gestaltung ohne den Werkstoff Glas denkbar wäre. Küche, Bad oder Wohnraum, Terrasse oder Dach, überall findet Glas seine innovative, funktionelle und zeitgemässe Verwendung. «Made in Aesch» ist das Credo der Firma Glasworld – Alles unter einem Dach. Ein vollumfänglicher Produktionsbetrieb mit einem hoch aufgerüsteten Maschinenpark. Von der super modernen CNC-Glasbearbeitung über die eigene Lackiererei mit Profilackierer und einem vollumfänglichen Glaslager wurde zur Krönung diesen Mai 2017 die eigene Sicherheitsglas Anlage in Betrieb genommen. Somit ist die Fa. Glasworld nicht nur absolut autark, vom Zuschnitt bis zum Endprodukt und praktisch unschlagbar in den Liefer- und Ausführungszeiten, sondern auch der einzige Härtebetrieb auf Platz Basel / Baselland. Dank der grossen Erfahrung und der uneingeschränkten Professionalität von Metin Avcik, vertrauen viele Investorengruppen und Generalunternehmer ihm die komplexesten und aufwendigsten Projekte an. Damit jeder sich einen Eindruck über die Arbeit der Glasworld GmbH machen kann und für sein Projekt fachmännische und innovative Fachberatung bekommt, steht das Unternehmen seinen Kunden und Projektpartnern jederzeit in seinem Betrieb in Aesch zur Verfügung. Seine Kunden immer noch besser und eindrücklicher beraten zu können ist das Bedürfnis des Unternehmens. Aus diesem Grund eröffnet die Glasworld GmbH im August 2017 in Aesch auf 350 m 2 einen Showroom mit eigenem Bistro. Der direkte Autobahnanschluss erleichtert die Anfahrt der Kunden aus der ganzen Schweiz und aus dem nahen Ausland REFERENZEN: – Bürgenstock Grand Résidence – Motel One Basel und Zürich – CERES Tower Pratteln – Spreitenbach Kreuzäcker / Überbauung Hotel und Wohnungen – Suva Basel

GLASWORLD GMBH | ANDLAURING 69 | CH-4147 AESCH TEL. +41 (0) 61 733 00 20 | INFO@GLASWORLD.CH | WWW.GLASWORLD.CH

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GARTEN

DER SOMMER KANN KOMMEN PERGOLA AUF DER HÖHE DER ZEIT Interview mit Manuel Rolli von Georg Lutz

Schon der Firmenname OUTTEC deutet auf die aktuellen Lösungen bei der Verbindung von Innen und Aussen hin. Es geht um Überdachungssysteme wie Pergolen und Terrassenüberdachungen. Mit dem Geschäftsführer unterhielten wir uns über die zentralen Herausforderungen.

M

it dem Stichwort Pergola verbinde ich immer noch die klassische Holzpergola mit verwittertem Holz und den bunten Rosen­stauden und rankenden Weinreben. Es ist gemütlich, aber wenn es regnet, hört der Spass auf. Was ist neu an den aktuellen Pergolen auch aus Ihrem Hause? Heute sind Pergolen keine einfachen Holzkonstruktionen, sondern überzeugen durch technische Innovationen. Das fängt schon beim Material an. Aluminium ist leicht, belastbar, rostet nicht und ist sehr langlebig. Es schützt im Alltag vor Wetter­ kapriolen. Und das Dach sieht auch ganz anders aus … Ja, hier kommen aktuelle Lamellen­ lösungen zum Zug. Hier sind unsere Kunden sehr flexibel aufgestellt. Zum Beispiel kann man dadurch auch an heissen Sommertagen eine Durchlüftung garantieren. Umgekehrt, wenn es regnet, schliessen sich die Lamellen. Sie sind viel geschützter wie früher und haben viel­ fache Optionen.

Die Lamellen sind sehr flexibel einsetzbar.

Manuel Rolli ist Geschäftsführer von OUTTEC.

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Wenn wir schon beim Thema Regen sind: Wie läuft das Wasser ab? Das war ja früher oft auch eine Herausforderung? Die Lamellen haben selbst eine kleine Neigung. Dabei bleibt aber das Dach selbst gerade. Das Wasser läuft an allen vier Seiten durch integrierte Rinnen ab. Diese befinden sich innerhalb der Stützen. Und was passiert, wenn eine Windböe unter das Dach fährt? Die Lamellen kann ich immer etwas öffnen, sodass der Wind weniger Angriffsfläche hat. Zudem kann man optional einen integrierten Windsensor einbauen. Der Kunde kann dann individuell einstel-

NEUE FAKTEN Die Pergola ist eine neuartige Terrassen­überdachung mit einem Lamellendach, die mithilfe von windfesten ZIP-Screens, GanzglasSchiebesystemen oder einer Kombination daraus an den Seiten geschlossen werden kann. Das Dach besteht aus stranggepressten Aluminium­ lamellen, die drehbar sind und damit eine bedarfsgerechte Steuerung von Sonnenschutz und Lüftung ermöglichen. Über integrierte Wasserablauf­ kanäle wird das Wasser bei Niederschlägen in Trägerrichtung abgeführt. Diese Wasserabfuhr funktioniert auch beim Öffnen der Lamellen nach einem Regenschauer, sodass die Möbel auf der Terrasse weiterhin geschützt sind. Natürlich gibt es unsere Pergola auch in Glasdach, PVC- und Stoffdach. Die Vorteile: • Hohe Schneelast bei geschlossenen Lamellen min. 110 kg / m2 • Lamellen können über den Winter offen bleiben • Wasserdicht bei geschlossen Lamellen und beim Öffnen • Die Helligkeit in den Wohnräumen ist weiterhin gegeben • Lamellen über die eigene Achse drehbar • Extrem viel Zubehör und Optionen möglich, zum Beispiel beim Thema Licht • Zubehör und Optionen können nachträglich eingebaut werden • Hohe Belastbarkeit, starke Komplett-Aluminiumkonstruktion • Kein Rosten • Mit Regen- und Windsensor


GARTEN

Eine einladende Atmosphäre mit Pergolarahmen.

len, bei welcher Windgeschwindigkeit sich die Lamellen in welchem Gradwinkel öffnen. Im Übrigen ist das auch bei anderen Produkten, wie Markisen möglich. Zudem garantieren wir einen Windschutz bis 180 km / h. Sie bringen das Aussen nach innen und das Innenleben nach aussen. Früher war man ja entweder im Aussenoder Innenraum. Heute verschmelzen die Grenzen. Kann man so Ihre Philosophie zusammenfassen? Genau. So verlängert man die Sommertage in den Herbst hinein, und die warme Frühlingszeit kann man früher geniessen. Da sind viele gemütliche Szenarien denkbar. Zudem gibt es optional auch Heiz­ lösungen bei uns im Angebot. Da gibt es dann fliessende Übergänge und einen Wiedererkennungswert. Können wir das beispielsweise beim Thema Licht verdeutlichen? Es gibt LED-Spots und LED-Lichtstreifen, die man in die Pergola integrieren kann. Das sind Designelemente, die auch im Innenraum verwendet werden können. Sie begleiten uns dann aus dem Wohnzimmer in die Pergola.

Eine Pergola hat somit eine ganz andere Qualität wie früher. Trennen Sie Wintergarten und Pergola noch? Definitiv ja. Eine Pergola ist immer noch ein Sommerprodukt. Eine Pergola ist nicht thermisch getrennt oder isoliert. In einem Wintergarten können Sie auch im Winter im T-Shirt sitzen. Das sollten Sie in einer Pergola nicht tun. Auch wenn Sie mit Seitenwänden arbeiten, kommt in winterlichen Tagen zu viel Luft in den Raum. Die Pergola spielt ihre Reize noch immer am ehesten im Sommer aus.

Der Showroom ist für uns sehr wichtig. Wir hatten bislang nicht den Platz, alle unsere Modelle auszustellen. Wir wollen alle Modelle aus dem Outdoor-Bereich zeigen können. Nur so kann man Realität wirklich fassen, einschätzen und eine passende Lösung finden. Zudem ist jetzt die Verkehrsanbindung besser. 

Sie eröffnen in diesem Frühjahr einen neuen Showroom und haben eine aktualisierte Verkaufsplattform. Was für Überlegungen stehen dahinter, und was soll erreicht werden?

OUTTEC bietet eine neuartige Terrassenüberdachung: ein Lamellendach, das zurückgefahren werden kann. So kommt bei den Gästen ein regelrechtes Cabrio-Feeling auf. Dank des ausgeklügelten Systems können die Lamellen des B-600 sowohl gedreht als auch komplett aufgeschoben werden. Die beiden Funktionen sind separat anwendbar und sorgen für optimalen Schatten auf der Terrasse. Wenn das Dach ganz geöffnet ist, nimmt es nur 13 Prozent der Dach­ fläche ein. Die stilvollen, s-förmigen Lamellen geben dem Dach eine luftige Optik, sind gleichzeitig aber sehr stabil.

«Sie sind viel geschützter wie früher und haben vielfache Optionen.»

EINE NEUHEIT

OUTTEC GmbH  |  Hochstrasse 137  |  CH-8330 Pfäffikon ZH  |  Tel. +41 (0)  44 941 77 77  |  info@outtec.ch  |  www.outec.ch

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BAUEN

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BAUEN

STATT ABRISS TOTALSANIERUNG ERNEUERUNG MIT HÖCHSTEM MINERGIE-STANDARD von Georg Lutz

Abreissen und neu bauen ist Standard. Erneuerung ist eher noch die Ausnahme. Da gibt es noch Luft nach oben. Dabei muss Sanierung nicht teurer sein. Nur von der Planung ist der Aufwand oft aufwendiger. Dafür ergeben sich innovative Möglichkeiten, Alt und Neu zu kombinieren, und auch, was Energiefragen betrifft, qualitativ weiterzukommen. Auf den folgenden Seiten präsentieren wir einige spannende Beispiele. Hier ist das erste. Der zu sanierende Bau der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf war ein nüchterner Zweckbau mit gestalterischen und konstruktiven Merkmalen aus den 1950er-Jahren. Er genügte den heutigen Bedürfnissen nicht mehr. Nach einer umfassenden Totalsanierung erfüllt die Anlage heute den Minergie-Standard-AECO und -P-ECO. Da die Sanierungen bei laufendem Betrieb durchgeführt wurden – Wissenschaftler, Forscher und Studenten der Eidgenössischen Forschungsanstalt durften durch den Umbau in ihrem Arbeitsumfeld nicht beeinträchtigt werden – verlangte dies eine höchst effiziente Planung der Arbeitsabläufe vom Zürcher Architekturbüro Schwarz Architekten, das den Umbau auch begleitete. Aus dem Altbau wurde ein ökologisches und energetisches Vorzeigeobjekt.

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Die Digitalisierung der Branche nimmt Fahrt auf.

SICHERUNG DER ZUKUNFT RADIKALES UMDENKEN BEIM BRANDSCHUTZ von Peter Ohmberger

«Brandschutz 4.0 oder das sichere Gebäude der Zukunft» lautete der Impulsvortrag des HekatronGeschäftsführers Peter Ohmberger als Keynote-Speaker auf dem Feuertrutz-Brandschutzkongress in Deutschland in diesem Jahr. Er forderte die Sicherheitsbranche zum radikalen Umdenken auf. Es geht um die Chancen und die Herausforderungen, die die rasant voranschreitende Digitalisierung für die Branche mit sich bringt. Wir dokumentieren den Vortrag in leicht bearbeiteter Form.

W

enn wir heute über die Digitalisierung und darüber sprechen, wie die Arbeits- und Lebenswelten in zehn Jahren aussehen werden, muss uns klar sein, dass wir uns schon mitten im digitalen Transformationsprozess befinden und dass dieser mit jedem Tag immer schneller voranschreitet. Mehr und mehr werden unsere Smart­phones zu intelligenten Assistenten, Systeme werden zunehmend die besseren Verkäufer, die

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dem menschlichen Verkäufer überlegen sind. Und ganz zwangsläufig wird sich mit diesem schnell drehenden Wandel auch die Welt in den Gebäuden verändern.

DAS GEBÄUDE DER ZUKUNFT Es gilt aber zu bedenken, dass in weiten Bereichen des anlagentechnischen Brandschutzes noch wie schon 25 Jahre zuvor gearbeitet wird. Denken Sie nur an die jährliche Melderprüfung vor Ort – oder

auch die Tatsache, dass direkt nebeneinander innerhalb eines Gebäudes oft technisch verwandte Brandschutzgewerke wie Rauch-Wärme-Abzugsanlagen, Feststellanlagen und Brandmeldeanlagen existieren, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten. Ich glaube definitiv nicht, dass solche ineffizienten Prozesse in einer technologischen und vernetzten Welt der Zukunft akzeptiert werden. Um zu analysieren, wie wir an-


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gesichts solcher Herausforderungen vorgehen müssen – nicht erst in fünf oder zehn Jahren, sondern jetzt sofort –, haben wir in Kooperation mit dem renommierten Zukunftsforschungsinstitut 2b AHEAD Think-Tank und dem Berliner Sicherheitsfacherrichter Schlentzek & Kühn die Trendstudie «Das sichere Gebäude der Zukunft» erarbeitet. Aus dieser Studie resultieren sieben Sicherheitsversprechen des Gebäudes der Zukunft: Es wehrt Gefahren ab, wird einfach, steigert den Komfort, wird flexibel, effizient, fördert die Gesundheit und wird – als siebtes und gleichzeitig umfassendstes Sicherheitsversprechen – integraler Bestandteil des Lebens. Es schafft einen Mehrwert für den Nutzer, indem es zielgenau und individuell auf seine Bedürfnisse reagiert. Letztendlich wird jedes Bauteil in einem Gebäude – sprich wirklich jedes einzelne Teil – zur Sicherheit der Nutzer und des Gebäudes beitragen. Wie wir diese sieben Leistungsversprechen in einer analogen und digitalen Welt realisieren, das

ist für mich das eigentliche Thema. Vor dem Hintergrund des sich exponentiell entwickelnden technologischen Wandels wird es möglich, Rechnerleistung in praktisch jedes Bauteil eines Gebäudes zu integrieren, es mit einer Vielzahl von Aktoren und Sensoren auszurüsten und alle Gewerke über interoperable Netzwerke miteinander zu verbinden. In diesem Umfeld werden ganz neue Geschäftsmodelle entstehen, bei denen das Produkt Mittel zum Zweck wird, und daraus resultierend werden ganze Wertschöpfungsketten und Wertschöpfungscluster einfach verschwinden. Bei der Entwicklung neuer Modelle geht es um nicht weniger als um die Sicherung unserer Zukunft und der unserer Partner.

DREI HAUPTBOTSCHAFTEN FÜR DEN ERFOLG Im Kontext von Sicherheit 4.0 und Brandschutz 4.0 gibt es folgende Merkpunkte: Erstens: Denken Sie Brandschutz und Sicherheit neu! Wir dürfen

«DAS SICHERE GEBÄUDE DER ZUKUNFT» Michael Carl, Maria Lübcke

nicht bei der Funktion der Gefahrenabwehr stehenbleiben – wir müssen unseren Kunden «security as a service» bieten und Schnittstellen zu anderen Lebensbereichen wie Finanzen, Energieeffizienz, Entertainment und Gesundheit schaffen. Meine zweite Kernbotschaft lautet: Werden Sie zum Brandschutzund Sicherheitsmanager Ihrer Kunden! Wer in der Sicherheitsbranche im Spiel bleiben will, muss sich zum Anbieter von Komplettlösungen, Dienstleistungen und Wissensverkauf entwickeln. Drittens gilt es, das Thema Kooperation und Kollaboration neu zu denken: Wir müssen uns einerseits spezialisieren und andererseits kooperieren. Wir müssen uns insbesondere gegenüber den Anbietern – beispielsweise von Gas, Wasser, Strom und Medien  – öffnen, die schon Zutritt ins Gebäude besitzen. Die Welt der Kooperationen und Kollaborationen ist bunt und vielfältig – innerhalb und gerade auch ausserhalb unserer Branche. Darin liegt unsere grosse Chance! 

PETER OHMBERGER ist Geschäftsführer bei Hekatron in Sulzburg im Südschwarzwald. Hekatron-Geschäftsführer Peter Ohmberger fordert, angesichts der rasant voranschreitenden Digitalisierung, zum radikalen Umdenken auf.

www.hekatron.de

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KOLUMNE

FASZINATION UND BEDROHUNG DURCH FEUER von Marco Perfetti

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eit jeher waren Menschen vom Feuer fasziniert. Die Nutzung des Feuers war der Zivilisationsdurchbruch für den Homo sapiens. Und noch heute strahlt ein Kaminfeuer wohlige Atmosphäre aus. Gleichzeitig stellte Feuer aber auch immer eine Bedrohung dar. Durch verheerende Feuersbrünste wurden ganze Weltstädte in Schutt und Asche gelegt. Aktuell haben sich die Bilder des Brandes und die schwarze Ruine des Londoner Grenfell Tower in unser Gedächtnis eingenistet. Viele stellen sich die Frage: Kann dies bei uns auch passieren? Beim ausgebrannten Grenfell Tower handelt es sich um ein Hochhaus aus den 1970er-Jahren. Es wurde allerdings erst vor gut einem Jahr für eine Millionensumme saniert – einschliesslich der Fassade. Trotzdem soll innerhalb von 15 Minuten das Haus in Flammen gestanden haben. Da ist es verständlich, wenn man nach klaren Antworten und Verantwortlichkeiten sucht.

feuerfesten Fassade bestanden. Es ging ja um billige Sozialwohnungen, könnte man zynisch anmerken. Gerade nach solchen Katastrophen sollte die Wichtigkeit eines kompromisslosen angewandten baulichen Brandschutzes jedem ins Bewusstsein, im wahrsten Sinne des Wortes, «eingebrannt» werden. Wie sieht es nun in der Schweiz aus? Im Jahre 1903 wurde in der Schweiz die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) gegründet. 1933 hat die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen die ersten Brandschutzvorschriften ausgearbeitet, und mittlerweile sind diese in allen 26 Kantonen rechtlich verbindlich. Sie sorgen dafür, dass die Schweiz weltweit zu den Ländern mit den wenigsten Brandtoten zählt. Auf diesem positiven Befund darf man sich aber nicht ausruhen. Um die brandschutztechnisch korrekte Umsetzung der verschiedenen baulichen Brandschutzsysteme bis ins Detail zu gewährleisten, setzt unsere Firma ALLSEAL GmbH auf Qualität, Eigenverantwortung und Ausbildung der Mitarbeiter.

Schauen wir uns das Beispiel Wärmedämmung hier genauer an. Wärmedämmung als solche ist wichtig – die grosse Frage ist aber, welche Materialien man hierfür verwendet und in Für uns hat ein effektiver und komwelcher Form diese Materialien unterMarco Perfetti ist Geschäftsleiter der ALLSEAL GmbH. promisslos applizierter baulicher einander und mit dem Gebäude verBrandschutz absolute Priorität. bunden sind. Die Dämmung der Fassade in London bestand aus Sandwich-Styropor-Elementen, Wir schützen Menschen, Umwelt und Sachwerte, was ein hohes Aluminiumblechen mit einem – für sich genommen, brennbaren – Mass an Zuverlässigkeit erfordert. Kern aus Polyethylen (PE). Werden die Paneele zwischen den Stockwerken nicht professionell durch Brandriegel aus nicht Dabei sind wir uns dieser grossen Verantwortung stets bewusst.  brennbarem Material abgeschottet, kann die Dämmung das Feuer über die gesamte Fassade hinweg verteilen. Ein weiterer Brandbeschleuniger ist die hinterlüftete Fassade. Bei solch einem Grossfeuer entsteht ein Kamineffekt, der die Ausbreitung beschleunigt. MARCO PERFETTI Mit Steinwolle als Dämmmaterial hättet das so nicht passieren können. Nur ist Steinwolle teurer. Und hier sind wir am Kernpunkt. Offenbar hatte der Hauseigentümer auf einer weniger

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ist Geschäftsleiter der ALLSEAL GmbH. www.allseal.ch


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Es gilt, mit unterschiedlichen Materialien zu dämmen.

RUHE SCHAFFEN SCHALLSCHUTZ AUF DER HÖHE DER ZEIT von Roland Deuber

Millionen Menschen auf der ganzen Welt leiden unter Lärm, der das Wohlbefinden beeinträchtigt und Stress verursacht. Die Mobilität der modernen Gesellschaft führt zu immer mehr Lärmbelästigung. Folglich ist der Handlungsbedarf da. Jetzt gibt es Lösungen, die nicht nur nachhaltig dämmen, sondern auch noch gut aussehen.

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ie schweizerischen Behörden haben bereits 1986 reagiert und auf Bundesebene eine Lärmschutzverordnung LSV in Kraft gesetzt. Die vorgeschriebenen Minimalwerte müssen ab Ende März 2018 eingehalten werden. Ein sportliches Ziel. Es gibt noch viel zu tun.

DÄMMEN UND GESTALTEN Handlungsbedarf gibt es bei den verursachenden Quellen wie auch den Betroffenen. Die SONOTEC Schallschutz AG, mit Sitz in Root, konzentriert sich seit 1990 auf schützende Wandelemente mit situationsgerechten Dämmwerten an Verkehrswegen. Dabei unterscheidet man nationale, kantonale und private Bauherrschaften. Zum eigentlichen Dämmen kommt der Ästhetik immer mehr Bedeutung zu. Einerseits gibt es eine Fülle verschiedener Materialien, andererseits lassen sich damit unendlich viele gestalterische Wünsche kombinieren. Eine Symbiose.

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Immer mehr werden die Wandelemente so konzipiert, dass sie Teil der ganz­ heitlichen Architektur sind. Bei der SONOTEC Schallschutz AG erlauben modernste Fertigungsmethoden eine stetige Optimierung des Preis-Leistungs-Verhältnisses.

WAHL DER KOMBINATION Bei der Projektierung gilt es, regionale Wünsche einfliessen zu lassen. Dies primär bei der Materialwahl (Metall, Glas, Holz). Dabei ist es wichtig, in der Planung möglichst früh erfahrene Anbieter im Boot zu haben. Die SONOTEC Schallschutz AG kann die Bauherrschaft auf entscheidende Faktoren bezüglich Schalldämmwerten respektive -absorption, Statik und Materialkombinationen unterstützen. Mit der Wahl von Holz als Material entscheidet man sich für einen erneuerbaren einheimischen Rohstoff. Dabei werden die Vorgaben der EN-Normen und der Lignum vollumfänglich eingehalten. Wandelemente können die Kundenbedürfnisse in diversen Materialkombinationen erfüllen. Sie müssen nicht zwingend eine optische Trennung bedeuten. Die Konstruktionsvarianten lassen Dämmelemente in deren Form und in Kombination mit transparenten Materialien als Wände mit «Durchblick» entstehen. So lassen sich

Holz kann seinen Charme auch beim Thema Schallschutz ausstrahlen.

Fassaden, Garten, Aussicht und vieles mehr in die Gestaltung der Wandelemente aufnehmen. Dabei behalten sie ihre exzellenten Dämmwerte bei und bleiben höchst absorbierend.

Die Schallschutzlösungen der Firma SONOTEC Schallschutz AG leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Ruhe. Sie können aus Metall (Aluminium), Holz oder Glas bestehen. 

SONOTEC Schallschutz AG | Längenbold 10 | CH-6037 Root | Tel. +41 (0) 56 611 02 88 info@sonotec-schallschutz.ch | www.sonotec-schallschutz.ch

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Das mit Holz verkleidete Einfamilienhaus passt perfekt in die Schweizer Landschaft. Ein Holzfussboden bringt Gemütlichkeit in den Innenraum.

EIN BIJOU MIT MINERGIE-A-ZERTIFIKAT VORBILDLICHER UMBAU EINES EINFAMILIENHAUSES von Markus Kessler

Auf der Sonnenterrasse über dem Sihlsee entsteht auf dem Fundament eines alten Einfamilienhauses ein ästhetischer und energetischer Ersatzbau. Der Betrieb Artho Holz- und Elementbau AG aus St. Gallenkappel (SG) war für die Generalplanung, die Bauleitung und den Holzbau verantwortlich.

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ie Aufgabe ist schwierig: Die Bauherren möchten das Einfamilienhaus aus der Mitte des letzten Jahrhunderts umfassend sanieren und energetisch aufwerten. Schnell zeigt sich, dass es die beste Lösung ist, das alte Haus bis auf das Kellergeschoss abzubrechen und darauf ein komplett neues Gebäude zu errichten. Eine zusätzliche Auskragung vergrössert die Wohnfläche, ohne dass zusätzliche Arbeiten am Fundament nötig sind. Der zweistöckige Gebäudeaufbau mit Holzelementbau sorgt für ein geringes Gewicht, welches das bestehende Fundament gut tragen kann.

zu decken. Ein weiteres Augenmerk liegt jedoch auf der Beleuchtung im Haus. Da gelten strikte Vorgaben in Sachen thermischer Abstrahlung der Leuchtelemente und deren Stromverbrauch. Aus diesem Grund kommen vor allem LED-Lichtquellen zum Einsatz.

ABSOLUT DICHT UND SCHÖN GESTALTET

DIE ELEKTRISCHE HERAUSFORDERUNG

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Gebäudehülle. Sie soll absolut dicht sein und über eine hervorragende Wärmedämmung verfügen. Der Nachweis der Dichte ist über einen Blower-Door-Test sichergestellt, das Differenzdruck-Messverfahren spürt eventuelle Lecks in der Gebäudehülle auf. Zudem sorgt eine Komfortlüftung für ausreichend wohltemperierte Frischluft.

Seit die neuen Richtlinien für Minergie A gelten, sind der Stromverbrauch respektive die Stromerzeugung stärker gewichtet. Das bringt auch in diesem Einfamilienhaus einige Herausforderungen mit sich. Die grosse Dachfläche ist mit Fotovoltaik-Elementen ausgerüstet und produziert im Jahresverlauf genug Strom, um den gesamten Energieverbrauch des Gebäudes

Besonders in Wohngebäuden ist auch die Ästhetik ein wichtiges Kriterium. Die Fassade dieses Einfamilienhauses ist mit vorvergrauter Fichte und Tanne verkleidet. Neben den Fenstern sorgen Dekorelemente aus dunklerem Eternit für einen angenehmen Kontrast und lassen das Gebäude leichter wirken.

WOHNKOMFORT MIT GUTEM GEWISSEN Wenn die Familie im Wohnzimmer sitzt und aus den grossen Fenstern über den Sihlsee blickt, kann sie die Natur unbeschwert geniessen. Nicht nur, weil sie eine spektakuläre Aussicht hat, sie kann diese auch mit einem guten Gewissen betrachten. Obwohl die Berücksichtigung der grauen Energie in der neuen Minergie-A-Richtlinie nicht mehr verlangt ist, hat sie diese bei der Planung und beim Bau ihres neuen Einfamilienhauses beachtet. Und das Beste daran: Die Familie muss auf nichts verzichten. Das Gebäude erfüllt sämtliche Ansprüche an modernen Wohnkomfort. Der Innenausbau bietet einen Hauch von Luxus und ein gemütliches Ambiente, die grosse gedeckte Terrasse gibt ein FreiluftGefühl durch den Schattenplatz und den direkten Anschluss ans Grüne. Damit gehört die Artho Holz- und Elementbau AG zu den Fachunternehmen für das Leben in Holz, und mit der Erfahrung in energiesparenden Holzbauten ist das Unternehmen in diesem Bereich ein kompetenter Partner. 

Artho Holz- und Elementbau AG | Rickenstrasse 15 | CH-8735 St. Gallenkappel | Tel. +41 (0) 55 284 63 63 info@artho-ag.ch | www.artho-ag.ch

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Telefon ++41 56 611 02 88 Telefax ++41 56 621 02 83 info@sonotec-schallschutz.ch www.sonotec-schallschutz.ch Ausgabe 03/2017 // Seite 79


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Die Sockelleistenheizung hat einen hohen Strahlungsanteil und erwärmt die Aussenwand. Diese wurde mit einer Innendämmung (10 cm Mineralschaum) isoliert.

ANDERS GEDACHT ENERGETISCHE SANIERUNG VON ALTBAUTEN von Heiko Anken

Als Eigentümer einer Liegenschaft, welche bereits einige Jahre, eventuell sogar Jahrzehnte in Gebrauch ist, steht man irgendwann und immer wieder vor der Fragestellung, wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden soll und wie sich die Unterhaltskosten entwickeln werden. So unterschiedlich wie die Menschen, die ein Gebäude nutzen, sind auch die Renovationszyklen und der Gesamtzustand der Immobilie. Somit sollte zu Beginn jeder Investitionsentscheidung die sorgfältige Bestandsaufnahme und Analyse der zukünftigen Bedürfnisse stehen.

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er Bauboom der vergangenen 20 Jahre hat zu einer Abrisskultur und in der Folge zu einer Uniformierung vieler heutiger Mehrfamilien- und Terrassenhäuser und sogar Siedlungen geführt, die Entseelung ganzer Orts- und Stadtkerne ist die Folge davon. Stadtgeschichten und damit auch Heimatgefühle gehen verloren, nachhaltige, soziale Stadtplanung wird nur am Rande betrachtet. Aus lebendigen Nachbarschaften werden Schlafquartiere, die Rendite

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des Einzelnen hat leider ein höheres Gewicht als unsere Kultur und unsere Herkunft. Dabei bieten gerade Altbauten das Potenzial, durch geschickte Planung und Optimierung (Anbau, Dachausbau, Ausbau Tenn oder Stall, Neuorganisation des Grundrisses) mit vergleichsweise niedrigen Investitionskosten den heutigen Wohnbedürfnissen angepasst zu werden. Zudem setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass Altbauten weit besser sind als ihr Ruf: Der Zustand der vor 1920 ge-

bauten Häuser ist im Vergleich zu den rasch aufgezogenen Renditebauten der Gegenwart oft besser. Die Motivation zur Sanierung von Bestandgebäuden sollte folglich vorhanden sein.

WAHL DES RICHTIGEN PARTNERS Mit welchem Partner geht man eine solche Analyse am besten an? Für eine neutrale, unbelastete Herangehensweise an die Aufgabenstellung bietet sich der Kon-


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takt mit einem auf Altbauten spezialisierten Architekten an. Dieser weiss um die Qualität der verwendeten Materialien, kennt sich mit den verschiedenen Konstruktionen der vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte bestens aus, respektiert alte Bautechniken und wird vorhandene Bausubstanz, soweit vertretbar, in ein gutes, stimmiges Gesamtkonzept einbinden.

BAUSÜNDEN ERKENNEN UND BEHEBEN

Die Aussenfassade des Bauernhauses von 1775 wurde belassen. Die Gebäudehülle entspricht den Anforderungen an Neubauten.

Viele Baumaterialien, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten verarbeitet und in Gebäude eingebaut wurden, erweisen sich zunehmend als gesundheitlich schädlich. Als gängigste Beispiele seien hier, neben einer Vielzahl von weiteren Problemstoffen, Asbest oder diverse Holzschutzmittel genannt. Auch in vielen Farben und Klebern finden sich Stoffe, welche die Gesundheit der Bewohner langfristig schädigen können. Hinzu können noch weitere Belastungen kommen, beispielsweise durch elek­trische und elektromagnetische Felder wie Hochfrequenzstrahlung – allgemein unter dem Stichwort «Elektrosmog» bekannt. Diese Themen betreffen nicht nur sehr alte Gebäude, sondern gerade und umso mehr Gebäude seit den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts bis hin zu heutigen Neubauten. Für dieses weite Themenfeld empfiehlt sich der Kontakt mit einem versierten, ausgebildeten Baubiologen. Im Idealfall arbeitet der Architekt mit dem Baubiologen intensiv zusammen oder hat selbst eine fundierte Ausbildung absolviert.

ALTERNATIVEN DENKEN UND EINSETZEN Die grösste Motivation für eine Bauinvestition ist in den meisten Fällen neben der Anpassung des Gebäudes an moderne Wohnbedürfnisse die Energieeinsparung, sei dies aus finanziellen oder ökologischen Gründen. Ein sensibler Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz bedeutet hier eine fundierte Analyse der vorhandenen energetischen Schwachstellen und ein kreativer Umgang mit den vorgeschriebenen Nachweisverfahren. So zeigt sich oftmals, dass eine Wärmeisolation zum Keller oder im Dach weitaus zielführender ist als eine Komplettsanierung mit einer Aussenisolation. Die Behaglichkeit im Raum kann durch die Behebung von Undichtigkeiten, wie Fugen oder Fensteranschlüsse, deutlich gesteigert werden. Oftmals können bestehende, charakterbildende Fenster mit einfachen Massnahmen auf einen zeitgemässen Standard ertüchtigt werden. Kommen noch ein physiognomisch optimiertes Heizsystem mit einem hohen Wärmestrahlungsanteil und natürliche, lebensfördende Baustoffe hinzu, ergibt sich ein Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Hier ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln, erfordert zwar einen höheren Projek­tierungsaufwand, ein sehr breites Wissen und die Kreativität des Planers, spart der Bauherrschaft aber oftmals hohe Investitionen in zweifelhafte, über das Ziel hinausschiessende und den Gebäudecharakter zerstörende DämmMassnahmen. 

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NATUR ALS VORBILD

Der Kachelofen ist von der Küche her beheizt, die Sitzbank wird über die Zentralheizung (Holzpellets) temperiert.

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Massstab einer baubiologischen, sanften Altbausanierung ist der Mensch in seinem natürlichen Umfeld. Während gross­ industriell, überwiegend unter Einsatz von Erdölprodukten hergestellte Baustoffe meist auf einen bauphysikalischen Aspekt hin entwickelt und optimiert werden – beispielsweise ingenieurstechnisch berechnete Wärmedämmung im winterlichen Einsatz –, zeigt uns die Natur, wie es besser geht. So weisen natürliche Wärmedämmstoffe aufgrund ihrer hohen Masse und ihrer Offenporigkeit neben einer sehr guten winterlichen Wärmeisolation auch einen sehr guten sommerlichen Wärmeschutz auf und schützen so die Bewohner vor unangenehm heissen


Nächten unter ausgebauten Dächern. Eine sinnvoll abgestimmte Gesamtkonstruktion reguliert den Wärmeausgleich von Tag zu Nacht und trägt zu einer ausgeglichenen Raumluftfeuchte im Sommer und im Winter bei. Dies betrifft jedes einzelne Bauteil, die Gebäudetechnik und vor allem das Zusammenspiel derselben im Gesamtgebäude. Es gibt Alternativen zur industriellen Dämmung als Energieeinsparung im Winter und zur reinen technischen Klimaanlage im Sommer.

DER MENSCH IN EINER WOHNMASCHINE Der sensible Umgang mit Altbauten als Teil unserer Tradition und Kultur erfordert eine andere Denkweise des Architekten als bei Neubauten. Eine rein technisch geprägte, zahlengläubige energetische Altbausanierung zerstört oftmals den Charakter und die Geschichte des Gebäudes und macht dieses zu einem reinen Wohnobjekt, dem sich der Bewohner unterzuordnen hat. Die sanfte Altbaurenovation respektiert das Gebäude als Zeuge alter Bauwerkskunst,

Kalkputz, unbehandelte und geölte Holzoberflächen – die originale Bausubstanz war Jahrzehnte versteckt und präsentiert sich in einem hervorragenden Zustand. Nicht mehr funktionstüchtige Bauteile wurden ersetzt.

nimmt Bestehendes auf und optimiert dort, wo es sinnvoll und passend ist. Dies geht meist einfacher und besser, als man meint. Das Ergebnis ist sodann ein charaktervoller Lebensraum, gerüstet, den Bewohnern Heimat für die kommenden Jahre sein zu dürfen. 

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KOLUMNE

ALTBAUTEN OPTIMAL SANIEREN von Peter und Stefan Fässler

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eginnt ein neues Projekt mit einem Altbau, möglicherweise noch einem Denkmalschutzobjekt, glaubt man aus langjähriger Erfahrung genau zu wissen, was zu tun ist. Andererseits ist jeder Altbau ein «Neubau» im Sinne eines neuen Projekts mit seinen spezifischen Eigenheiten und seiner eigenen Geschichte.

schrieben, mit Dreifachverglasung genügen diese jedoch kaum den ästhetischen Ansprüchen. Eine Innendämmung, welche schon aus bauphysikalischen Gründen nicht optimal ist, erschwert sich möglicherweise durch eine schöne Wandtäfelung oder Malereien. Und auch die Aussenfassade lässt sich normalerweise nur schwer dämmen: Sämtliche Anschlüsse an Fenstergewänden oder Dachuntersichten stimmen nach einer Dämmung nicht mehr überein. Oder Fassadenverzierungen (Ornamente) oder Erker verunmöglichen diese gänzlich. Eine, wenn auch teure, Variante der Aussendämmung ist die Verwendung von Wärmedämmputz, welcher nur etwa vier Zentimeter aufträgt und dem Gebäude so sein Gesicht belässt.

Bevor wir also loslegen, gilt es die Geschichte des Hauses zu erforschen. Wer hat darin gewohnt? Welche baulichen Veränderungen wurden im Laufe der Zeit vorgenommen? Und zuletzt: Wo soll die Reise hingehen? Viele Massnahmen zur Erhaltung der Bausubstanz müssen umgesetzt werden. Weitere Massnahmen sind abhängig von den Wünschen und Bedürfnissen der Bauherrschaft. Oft sind den Wünschen durch die Behörden und durch das Gebäude selber Grenzen gesetzt, was eine besondere Herausforderung darstellt. Grenzen Peter und Stefan Fässler (v. l. n. r.) Bei Altbauten gilt es, eine umfassind jedoch auch dazu da, im Einsende Bestandsaufnahme zu machen vernehmen mit allen Beteiligten ausund alle Optionen abzuklären. Archigelotet und manchmal im Sinne eines Kompromisses übertekten müssen für den Bauherrn eine optimale Lösung finden, schritten zu werden. Diese spannende Aufgabe gilt es immer welche aber auch den denkmalpflegerischen und energetischen wieder anzupacken und zu lösen. Anliegen Rechnung trägt. Grossangelegte, energetische Massnahmen stehen bei der Sanierung von Altbauten in der Regel nicht an erster Stelle. Was nicht heissen soll, dass energetischen Fragen keine Beachtung geschenkt werden muss. Energie lässt sich bei einem Altbau an einfachsten sparen, indem die Bauherren Fenster ersetzen, Dach und Keller dämmen sowie eine moderne Heizung einbauen lassen. Allerdings sind auch beim Fensterersatz Grenzen gesetzt. An historischen Gebäuden sind Sprossenfenster vorge-

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PETER UND STEFAN FÄSSLER sind als Vater und Sohn Partner im Architekturbüro Fässler + Partner AG. www.faessler-architekt.ch


Die Baumesse. Wo man schaut, bevor man baut.

Quelle: renggli-haus.ch

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Patronat

Halle 6


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GEGEN HITZE, KÄLTE UND SCHALL DIE LEISTUNGSFÄHIGE, DÜNNSCHICHTIGE DÄMMUNG von Marco Polla

Wer einen Altbau energetisch sanieren möchte, steht bei der Dämmung oft vor einem Raumproblem, denn Dämmmatten sind in der Regel dick und benötigen Platz. Ein spezieller Dämmstoff aus der Weltraumtechnik löst dieses Problem.

A

CTIS ist eine mehrschichtige, reflektierende Dämmmatte, bestehend aus alubedampften Kunststofflagen mit wattierten Zwischenlagen. Da sie einzigik …Hitze und Kälte wirkt, findet sie echngegen tartig m u a r lt We ickeltin der Weltraumtechnik ihren twJahren ren60 Aus der us weiteseit Ha Einsatz. Zudem ist sie seit über 30 Jahren für das im europäischen Häuserbau bekannt, und bereits 90 Millionen Quadratmeter der Dämmmatte wurden erfolgreich eingebaut.

REFLEKTIEREND UND SUPER DÜNN Was ist so einzigartig an dieser ACTISDämmmatte? Konventionelle Dämmungen lassen nach einer Sättigungszeit von etwa drei Hitzetagen die Wärme voll durch. Dies führt besonders in Dachwohnungen zum Einsatz von Klimaanlagen. Diese benötigen im Sommer 400 Prozent mehr Energie Hitze im zum Kühlen als im WinterGegen zum Erwärmen. ACTIS strahlt die Hitze permanent – also ohne Sättigungszeit – zu 95 Prozent zurück. Damit bleibt es im Sommer kühler und im Winter wärmer.

U = 0, 1 6

m² K

Somm

Kanton Bern: Anforderung

Erstaunlich: Die Dämmmatte ist extrem dünn im Vergleich zu konventionellen Produkten. Mit nur 160 Millimetern Konstruktionsdicke ist die «Super 12 Boost R»-Dämmmatte nur halb so dick wie eine konventionelle Dämmung. Und das bei gleicher Leistung.

29 29

51

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Super 12 Boost

Montage der «Super 12 Boost»-Dämmmatten auf dem Aussendach.

effektiver Dämmwert, laut Haus zu Haus 1 zu 1 Test: U = 0,13 W/m2K (bewiesen an diversen Objekten)

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Dach-D

W/

Braucht sechs Arbeitsgänge.

3-Dämm

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Braucht zwei Arbeitsgänge.

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WEITERE ANWENDUNGEN:

… mtechnik Weltrau rentwickelt r e d s u A ite Haus we für das Kälte · Hitze · Schall

• Im Ständerbau, beispielsweise als fertige Wandkonstruktion von nur 285 Millimetern (U=0,11 W/m2K). • Fassadensanierungen mit nur 95 Millimetern Dämmungseinbau inklusive der Hinterlüftungsebene (U=0,2 W/m2K). • Beispielsweise an Decken, im Estrich oder im Keller; auf einen 30 Millimeter dicken Rost getackert. Allenfalls kann die silberne ACTISDämmmatte sichtbar bleiben, da sie optisch ansprechend und reissfest ist. • Zum Anbringen unter Fotovoltaik­ anlagen gibt es eine spezielle, nur 13 Millimeter dicke Dämmung inklusive der Unterdachfolie, die bis 800° Celsius resistent ist.

INNENDÄMMUNG Besonders bei energetischen Sanierungen von Altbauten ist die dünnschichtige Dämmung ein Vorteil, denn es bedeutet eine grosse Volumeneinsparung. Die Dämmung wird zwischen zwei nur 30 Millimeter dicke Lattenroste montiert. Mit nur 65 Millimetern Einbaumass lässt sich so ein Wert von U=0,2 W/m2K erreichen. Darin sind ausserdem die Installationsebene und die Dampfbremse (sd 4 m) enthalten und zudem ist Winddichte garantiert.

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Montage der ACTIS-Dämmmatte über den Dachlatten.

SCHNELL UND EINFACH MONTIERT Die Dämmmatte lässt sich direkt über die alten Dachlatten spannen und wird winddicht angetackert. Anschliessend kommen Konterlatten darüber und schon ist das Dach bereit zum Eindecken. Mit dieser diffusionsoffenen Dämmmatte kann später problemlos eine zusätzliche Steinwolldämmung darunter angebracht werden. Zusammenfassend sind mit ACTIS viele Dämmvariationen möglich, beispielsweise Kombinationen mit Steinwolle oder Weichfaserplatten als Unterdach.

DER ACTIS-SPEZIALIST Das Unternehmen 3 Dämmsystem aus Mettlen (TG) ist der Generalimporteur für die Schweiz und hat sich auf ACTISDämmmatten spezialisiert. Der Firmengründer blickt auf eine zehnjährige Erfahrung zurück und hat während dieser Zeit bereits über 120 000 Quadratmeter der Dämmmatten verbaut und ausgeliefert. 

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ES MUSS NICHT GLEICH EINE DÄMMUNG SEIN ENERGETISCHE SANIERUNG VON ALTBAUTEN von Stefan Fässler

Um energiesparsam zu leben, reichen oft kleine Massnahmen aus. Es muss nicht gleich das teure Bauprojekt mit einer Wärmedämmung sein. Wer sich doch für eine Dämmung entscheidet, sollte eine fachkundige Beratung heranziehen.

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eim Thema «Energetische Sanierungen» denken die meisten zuerst an Wärmedämmungen. Jedoch sollten diese aus wirtschaftlichen Gründen erst an letzter Stelle kommen. Grundvoraussetzung bei jeder Sanierung ist folgende: Die Bewohner sollen in Altbauten ähnlich komfortabel wohnen und arbeiten können wie in einem Neubau. Und dabei sollen sie möglichst trotzdem Energie einsparen können. Aber wie ist das möglich?

RAUMTEMPERATUR FESTLEGEN Die Wahl der gewünschten Zimmertemperatur ist massgebend für den Energieverbrauch. Die optimale Temperatur unterscheidet sich zwischen Räumen zum Leben und Räumen zum Schlafen. So beträgt die empfohlene Raumtemperatur im Wohnzimmer zwischen 21° und 23° Celsius, im Schlafzimmer hingegen nur rund 18° Celsius, weil es am Tag kaum genutzt wird. Hier liegt ein wesentliches Einsparpotenzial: Tagsüber tiefere Temperaturen im Schlafzimmer einzustellen und über Nacht die gesamte Heizung abzustellen oder den Nachtmodus auszuwählen, verursacht keine weiteren Kosten und hilft bereits bei der Energieeinsparung.

HEIZTEMPERATUR GANZ EINFACH STEUERN Eine äusserst wirtschaftliche Massnahme zur Energieeinsparung ist die Heizungssteuerung. Denn Wohnungen, Büros und Ferienhäuser nur dann zu beheizen, wenn sie genutzt werden, beinhaltet ein grosses Potenzial zum Energiesparen. Dazu gibt es auf dem Markt eine grosse Zahl von Steuerungsmöglichkeiten.

Bei dieser historischen Fassade ist eine Wärmedämmung nicht möglich.

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Zur Regelung der Raumtemperatur können bei älteren Radiatorenheizungen einfache


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Eine Wärmedämmung aus Wärmedämmputz bietet sich für diese Fassade an.

Heizungsthermostatventile montiert werden. Sie verhindern eine Überhitzung des Raumes und schalten den Radiator beim Fensterlüften ab. Heute gibt es bereits Ventile, die leicht über das Smartphone steuerbar sind. Der Benutzer kann verschiedene Temperaturen und Funktionen für den Heizkörper voreinstellen: Wer beispielsweise ausser Haus ist, bei dem stellt der Radiator sich so automatisch ab. Umgekehrt schaltet sich der Radiator beim NachHause-Kommen von selbst wieder ein. Ähnliche Steuerungen sind auch bei Bodenheizungen möglich. Allerdings benötigt eine Bodenheizung aufgrund ihrer Trägheit

eine längere Aufheiz- und Absenkzeit. Dementsprechend ist hier die Energieeinsparung geringer als bei einer rascher anspringenden Radiatorenheizung. Und die Technik geht noch einen Schritt weiter. Moderne Steuerungen können nicht nur automatisch die Anwesenheit von Personen, sondern auch die zukünftigen Temperaturschwankungen gemäss Wetterprognosen miteinberechnen. So regulieren sie optimal und vorausschauend die benötigte Heizleistung. Geradezu unerlässlich sind solche Heizungssteuerungen bei Ferienhäusern und -wohnungen. Diese sollten nur beheizt werden, sobald jemand sie bewohnt. Eine automatische Steuerung kann das optimal regulieren und sogar schon vor der Ankunft die Räume einheizen. Allerdings ist bei Ferienhäusern zudem eine eingebaute Frostwächterschaltung sinnvoll. Diese verhindert das Einfrieren von Siphons und Wasserleitungen während einer heizfreien Periode in den Wintermonaten.

DIE RICHTIGE DÄMMUNG

Verschwärzungen an den Wänden entstehen durch falsches Lüften und eine nicht vorhandene Heizungssteuerung.

Dämmungen sind eine relativ teure Massnahme und erfordern eine fachkundige Beratung. Jegliche Dämmung nützt nichts, wenn die Gebäudehülle nicht dicht ist. Deshalb ist zu beachten, zuerst Fenster und Türen abzudichten und dann erst an Dämmungen zu denken. Allerdings kön-

nen eine luftdichte Gebäudehülle und eine fehlende oder unzureichende Wärmedämmung zu Kondensatschäden führen. Deshalb ist sinnvollerweise für die Planung ein Architekt oder Bauphysiker beizuziehen. Kostengünstig sind Dämmungen an der Kellerdecke. Jedoch ist diese nicht sehr effektiv, da die Temperaturdifferenz zwischen beheizten Nutzräumen und unbeheizten Kellerräumen nicht sehr hoch ist. Wirtschaftlich sinnvoll sind Dämmungen im Bereich des Schrägdachs. Dafür muss die Dachkonstruktion ein Unterdach aufweisen, damit eine Hinterlüftung eingebaut werden kann. Wenn möglich, sollte ebenfalls ein sommerlicher Wärmeschutz eingebaut werden, um eine Überhitzung der Dachräume während der warmen Jahreszeit zu vermeiden. Im Bereich der Fassade sind Dämmungen nicht immer unproblematisch. Es gilt, baugesetzliche und denkmalpflegerische Auflagen zu berücksichtigen und einzuhalten. Zudem ist der bestehende Fassadenaufbau zu sondieren, damit kein Kondensat im Mauerwerk entsteht. Für Aussenwärmedämmungen an Fassaden ist beim Bauamt der Gemeinde eine Baubewilligung einzuholen. Bei Denkmalschutzoder Inventarobjekten ist auch bei einer Innendämmung und bei Fensterersatz eine Baueingabe einzureichen. 

Fässler + Partner AG | Resedastr. 25 | CH-8008 Zürich | Tel. +41 (0) 43 499 10 99 | www.faessler-architekt.ch

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Das Dach muss professionell vorbereitet werden.

DIE LÖSUNG FÜR OBEN UND UNTEN DÄMMEN AUF DER HÖHE DER ZEIT von Yves Ramseyer

In Gebäuden besteht, gerade ganz oben und ganz unten Dämmbedarf. In Kühlräumen, den Kellerböden oder bei den Dachgauben herrscht besonderer Handlungsbedarf. Überall, wo es auf extrem hohe Kälte- oder Wärmedämmungen ankommt oder der Platz für eine herkömmliche Isolation fehlt, bietet VAKUTHERM die perfekte Lösung. VAKUTHERM ist sehr dünn (15–45 mm) und dämmt rund fünfmal effizienter als herkömmliche Isolationsmaterialien. Wir präsentieren im folgenden Beitrag das Referenzbeispiel einer Dachsanierung.

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ie Firma Neofas AG in Tagelswangen hat sich auf mehrere, einzigartige Wärmedämmungssysteme spezialisiert. Dank der guten Dämmeigenschaft der Vakutherm und dem platzsparenden Einbau kommt die Konstruktionsart VAKUTHERM VE gerade bei der Erneuerung von Altbauten vermehrt zum Einsatz.

DAS PROJEKT Das Steildach eines im Jahr 1918 erbauten Gebäudes in Zürich wird zurzeit renoviert. Um die strikten Bauvorschriften – die Auflagen des Heimatschutzes – einzuhalten und doch eine optimale Wärmedämmung zu erreichen, wird auf die Hightech-Materialien der Firma Neofas AG gesetzt.

Der Anflug der Lukarne verlangt Massarbeit.

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Der Arbeitsauftrag besteht darin, fünf Dachgauben, ein einseitig an die Brandschutzmauer angebauter Dachausstieg sowie vier Dachfenster zu renovieren. Um im Innenraum keine zusätzliche Wohnfläche oder Raumhöhe zu verlieren, wird die Dachisolation aussen angebracht. Die


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Die Lukarne wird richtig positioniert und befestigt.

Dachtraufe und die Brandschutzmauer zum angebauten Nachbargebäude dürfen nicht überdeckt werden, somit scheidet konventionelle Wärmedämmung aus.

DER AUFBAU Der Dachaufbau setzt sich aus folgenden Schichten zusammen: Bestehende Dachsparren, Gipsfaserplatte als Brandschutz, OSB-Holzfaserplatte (trittfest), weisses Vlies, VAKUTHER-Platte 30mm, Holzfaserplatte 40mm, Unterdachfolie, Konterlattung, Dachlattung und Biberschwanzziegel. Der Konstruktions-Dämmwert (U-Wert) beträgt 0.198. Somit konnte Dachhaut und Gaube wärmebrückenfrei ausgeführt werden.

Blick innen nach aussen, Lukarne gesetzt.

DIE DACHGAUBEN Die komplett vorgefertigten Dachgauben sind innen isoliert. Im Gegensatz zu konventionellen Wärmedämmungen kann dank dem VAKUTHERM-VE-System zwischen 20 und 30 Zentimeter in der Breite und über 10 Zentimeter in der Höhe gewonnen werden. Somit sind grössere Fenster und dadurch mehr Lichteinfall möglich. Die Kosten im Vergleich zu anderen Wärmedämmungssystemen sind nur leicht höher. Verwendete VAKUTHERM-VE-Elemente: 42/30/27 mm, Konstruktions-Dämmwert (U-Wert) 0.199. 

FRAGEN AN DEN BAUHERRN Warum setzen Sie VAKUTHERMDämmung ein? Sieben zentrale Argumente kann ich anführen: • Gute Wärmedämmung und dünner als konventionelle Wärmedämmungssysteme • Grössere Raumfläche (bis 30 Zentimeter mehr Raumfläche gegenüber konventionellen Dämmungen) • Mehr Lichteinfall • Flexibel in der Anwendung • Bestehende Optik wird beibehalten (Heimatschutz) • Knappe Platzverhältnisse sind kein Problem • Sehr kurze Lieferfristen (1–2 Tage) Wo können VAKUTHERM-Dämmungen eingesetzt werden? • Überall dort, wo zu wenig Platz für konventionelle Dämmungen vorhanden ist: Innen- und Aussenwände, Decken, Dächer, Dachgauben (Lukarnen). Wie fanden Sie den Service der Firma Neofas AG? Vier Punkte sind mir wichtig: • Beratung/Ideen/Planung sehr gut • Lassen grosses Fachwissen einfliessen • Kompetentes Fachpersonal vor Ort • Gute Betreuung durchs Projekt Was kann die Neofas AG verbessern? Die Vorbereitungsarbeiten zwischen den einzelnen Handwerkfirmen müssen gut abgesprochen werden. Hier gibt es fast immer noch Luft nach oben.

Neofas AG | Ringstrasse 24 | CH-8317 Tagelswangen | Tel. +41 (0) 52 354 51 00 | info@neofas.ch | www.neofas.ch

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ES IST SEHR VIEL MEHR MÖGLICH ERNEUERN STATT ABRISS Interview mit Beat Kämpfen von Georg Lutz

Ein 70er-Jahre Haus mit all seinen architektonischen Ecken und Kanten wird normalerweise abgerissen, wenn sich für den Neubau ein Investor findet. Beat Kämpfen geht aber einen anderen Weg. Aus dem sanierungsbedürftigen, energetisch veralteten Mehrfamilienhaus realisierte er eine Minergie-A-Erneuerung. Heute hat das Haus eine Plus-Heizenergie-Bilanz dank solarer Architektur.

In Zürich-Schwamendingen gibt es die schweizweit erste Minergie-A-Erneuerung.

I

m Neubau ist in der Schweiz Energie und Effizienz eine Selbstverständlichkeit. Warum gibt es beim Thema Sanierung hier noch so viel Luft nach oben? Es ist, im Rahmen der Renovation, unvergleichlich schwieriger, einen guten Standard zu erreichen.

Das ist heute eine eingespielte Geschichte. Bei der Erneuerung war der Standard zunächst sehr viel schlechter. Alles muss genauer angeschaut werden. Zudem sind die Schwachstellen, wie Wärmebrücken an Türen und Fenstern, schwieriger zu bearbeiten. Hier braucht es, beispielsweise bei dem Thema Wärmebrücken, mehr Know-how.

Ist es auch teurer? Nein, der Preis macht nicht den Unterschied. Es geht um eine schwierigere und komplexere Planung, baurechtlich und technisch. Der Neubau ist heute auch juristisch klarer definiert. Von der gesetzlichen Seite her ist alles geregelt. Inzwischen schreibt das Gesetz ja fast Minergie-Werte vor. Die Bauindustrie liefert dazu die passenden Produkte.

Wo können Hürden abgebaut werden? Fehlt es bei der Erneuerung an Anreizen oder Aufklärung? Beim Thema Anreiz standen wir sogar schon besser dar. Es fehlt eindeutig an staatlichen Anreizen, aber an ebenso privatwirtschaftlichen Initiativen. Heute setzen viele Akteure auf die Lösung Abriss mit anschliessendem Neubau.

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Das ist ja ihre zentrale Botschaft. Sie würden gerne sehr viel weniger abreissen und dafür mehr auf Erneuern setzen. Können Sie hier die zentralen Gründe benennen? Ich argumentiere eher von einem raumplanerischen und städtebaulichen Aspekt her als von einem energetischen. Eine Stadt hat immer eine Geschichte, die ja auch ihre individuelle Erscheinung prägt. Aktuell droht die massive Neubautätigkeit die Stadtgeschichte zu verdrängen. Es droht in einigen Jahrzehnten ein Szenario, in dem Zürich eher Los Angeles gleicht? Ja, das kann so kommen. Eine gigantische Gleichförmigkeitswelle rollt auf uns zu.


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Wenn ich aber Gebäude von 1950, 1970 oder aus dem Jahr 2000 erhalte, kann ich Unterschiede benennen und auch mit ihnen arbeiten. Es droht aber ein Szenario, wo kaum mehr Gebäude von 1930 oder 1950 übrig bleiben. Da Material bis vor wenigen Jahrzehnten wertvoll war, wurden Gebäude seit Menschengedenken umgebaut und erweitert, statt abgerissen und ersetzt.

«Das Projekt hat klar eine Vorbild­ funktion.»

Kommen wir aus aktuellem Anlass zum Thema Dämmen. Es ist durch den Hochhausbrand in London ins Gerede gekommen. Wie sieht Ihre Positionierung hier aus? Es braucht heute gute Wärmedämmung, aber auch gute Gebäudetechnik. Es gibt einerseits die «Dämmfraktion», die mit Dämmen jede Herausforderung beim Thema Energie und Effizienz lösen will. Das Ergebnis ist das Passivhaus. Andererseits gibt es die Technokraten, die beispielweise auf hoch effiziente Wärmepumpen setzen und sich an den neusten Modellen und ihren Möglichkeiten berauschen. Beide Sichtweisen beinhalten nur die Hälfte der Wahrheit. Mit der Technik alleine habe ich die Kom-

fortherausforderungen noch nicht gelöst. Die klimatische Trägheit eines Gebäudes gilt es immer im Auge zu haben. Und die Wärmedämmung hat immer ein gestalterisches Problem. Ich plädiere hier für einen Kompromiss. Es geht nicht um das Entweder-oder, sondern um das sowohl-als-auch! Es gilt immer beide Ansichten jeweils passend für die Situation zusammenzubringen. Heute gibt es aber aktuelle Trends, die uns weiter voranbringen. Nehmen Sie die neuen Materialien beim Thema Wärmedämmung. Das aktuelle Stichwort heisst hier Aerogel. Das müssen Sie kurz erläutern. Es handelt sich um hochporöse Festkörper aus amorphem Siliciumdioxid. Die da-

rin befindlichen Poren sind lediglich einige Nanometer gross. Die Energieübertragung, welche über die Bewegung der Luftmoleküle stattfindet, wird extrem verringert. Das macht Aerogele zu einem sehr effizienten Dämmstoff. Die Wärmedämmung wird leichter, besser und dünner werden. Das sind doch gute Botschaften … Der Hochhausbrand in London ist ein typisches Beispiel für eine falsche und zu billige Produktwahl. Styropor, auch noch falsch montiert und verklebt, brennt viel schneller als Steinwolle. In Zürich-Schwamendingen haben Sie die schweizweit erste Minergie-A-Erneuerung eines Mehrfamilienhauses realisiert. Die Architektur aus dem Jahre 1970 wurde ins Heute transformiert – nur eben besser. Der einstige Energieverbrauch von 30  000 Liter Heizöl pro Jahr liess sich in einen Energieüberschuss verwandeln. Wie sieht die energetische Situation heute aus? Wir sind heute bei einer Plus-Energie­ bilanz … 

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Das ist für ein Gebäude aus den 70erJahren ungewöhnlich. Wie hat dies funktioniert? Erstens mit Wärmedämmung und neuen Fenstern sowie mit Solarkollektoren an den Fassanden. Diese funktionieren in Kombination mit einem 18 000 Liter fassenden Wassertank. Er fand in einem ehemaligen Lüftungsschacht Platz. Dazu kommt dann noch eine Erdsondenwärmepumpe. Das ist der thermische Teil. Auf dem Dach gibt es zusätzlich Fotovoltaik. Warum ist der Tank so gross? Der Tank erlaubt Wärme von sonnigen Tagen für die Warmwasserbereitung bei schlechtem Wetter zu speichern. Da in dem Gebäude rund 60 Personen wohnen, ist der Wasserverbrauch relativ hoch. Können Sie uns weitere Gründe aufzählen, die gegen den Abriss sprachen? Warum ein Gebäude nicht abgerissen wird, kann verschiedene Gründe haben. Hier sind es Eigentumsgründe. Die Untergeschosse gehören einer anderen Bauherrschaft. Da haben Sie rechtliche Hürden vor sich. Bei einem Neubau wäre das Gebäude

zudem kleiner geworden, da die Ausnutzungsziffer heute geringer als 1970 ist. Last but not least ist der Betonanteil des Gebäudes sehr hoch, die Rückbaukosten und die ökologische Bilanz der grauen Energie wären entsprechend hoch. Die Substanz des Rohbaus war jedoch noch gut. Jetzt bekommen Sie sicher folgende Frage zu hören: Ist das nicht nur ein Nischenprojekt für ökologisch bewusste Menschen mit dickem Geldbeutel? Für Sie hat es vermutlich sogar eine Vorbildfunktion. Klären Sie uns auf. Das Projekt hat klar eine Vorbildfunktion. Es zeigt, dass die Solarthermie an die Fassade gehört. Dort haben Sie Platz, und der Ertrag ist im Winter höher und im Sommer kleiner, was genau dem entspricht, was man braucht. Ohne Frage haben wir an diesem Projekt in Zürich viele Postulate des ökologischen Bauens realisiert. Man ist sehr weit gegangen, aber nicht zu weit. Der fertige Umbau hat Neubauqualität, aber nur etwa zwei Drittel eines Neubaus gekostet. Und natürlich müssen Nachahmer auch nicht 100 Prozent mitgehen. Schon 70 Prozent bringen einen wichtigen Fortschritt. 

BEAT KÄMPFEN ist Architekt, dipl. arch. eth sia m.arch. uc-berkeley, Geschäftsleiter des Büros kämpfen für architektur und Präsident der SIA Kommission 2047 Energetische Gebäudeerneuerung. www.kaempfen.com

PERIMETERDÄMMUNG

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KOLUMNE

QUALITÄT KOMMT ZUERST von Andreas Meyer Primavesi

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auen in die Fläche ist in der Schweiz nur noch beschränkt möglich. Dazu herrscht gesellschaftlicher Konsens. Entsprechende, wichtige Volksabstimmungen zu Raumplanung und Energiestrategie wurden angenommen. Gleichzeitig wachsen seit Jahren sowohl Bevölkerung als auch Wohnfläche pro Person. Insbesondere in Ballungsgebieten können die gesellschaftlichen Ansprüche somit nur noch mittels verdichtetem Bauen erfüllt werden. Parallel dazu steigen die Anforderungen und Bedürfnisse ans Bauen konstant. Gebäude müssen hindernisfrei sein, erdbebensicher, energieeffizient, grosszügig, lichtdurchflutet, rollstuhlgängig und komfortabel. Dies setzt den heutigen Gebäudebestand stark unter Druck. Nur wenige der über 20 Jahre alten Gebäude können die heutigen Ansprüche noch erfüllen, so dass sich nach Ablauf ihres ersten Lebens­ zyklus die Frage nach Erneuerung oder Ersatzneubau stellt. Der Gebäudebestand in Stadt- und Dorfkernen ist aber häufig geschützt und kann daher nur noch modernisiert werden. Gleichzeitig stehen gerade in den Ballungszentren Zehntausende in den letzten 50 Jahren erstellte Bauten, deren ästhetische und funktionale Qualität nicht mehr heutigen Ansprüchen genügt, auch wenn damit günstiger Wohnraum geboten wird. Andreas Meyer Primavesi

Ob ein Ersatzneubau oder eine Modernisierung ökonomisch und ökologisch mehr Sinn macht, muss im Einzelfall beurteilt werden. Aus energetischer Sicht lohnt sich der Erhalt von Bausubstanz dann, wenn das Haus nach Minergie saniert wird und sich dadurch effizienter beheizen lässt, da im bestehenden Gebäude graue Energie vorhanden ist. Diese wurde zur Herstellung der Materialien und des Gebäudes eingesetzt. Ist die energetische Ertüchtigung aber sehr aufwändig und zum Beispiel weiterhin eine Ölheizung nötig, macht der Ersatzneubau mehr Sinn. Neubauten im Baustandard Minergie-A decken heute ihren gesamten Energiebedarf beispielsweise selbst. Für Bauherren oder Investoren empfiehlt sich für diese komplexen und inter­ disziplinären Interessenabwägungen frühzeitig ausgewiesene

Experten/-innen beizuziehen. Die damit verbundenen Honorarkosten wiegen allfällige Fehlinvestitionen bei Weitem auf. Der aktuelle Trend hin zum Ersatzneubau scheint dabei vorwiegend ökonomisch begründet. Die Verfügbarkeit von Kapital im Immobiliensektor ist hoch und wird von steuerlichen Anreizsystemen und Förderprogrammen unterstützt. Die Ansprüche der zahlungskräftigen Mieter und Käufer sind auch mit aufwändigen Erneuerungen und Erweiterungen kaum zu erfüllen. Die Klimaschutzziele können zudem mit einer Sanierungsstrategie kaum oder zumindest nicht rechtzeitig erreicht werden. Ob die daraus resultierenden, teils fast schon flächigen Eingriffe in gewachsene, kleinräumig strukturierte Quartiere von kommenden Generationen positiv gesehen oder bedauert werden, wird sich weisen. Ohne Frage stehen Erneuern oder Abriss im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie. Egal, wie die Entscheidung aber ausfällt: Im Vordergrund steht die Qualität. Hochwertige, auf flexible Nutzungen ausgelegte Bauten sind langlebiger als reine Renditebauten. Oder anders formuliert: Eine Lebenszyklusbetrachtung ist höchst sinnvoll. Der Abriss eines Gebäudes, das seine technische Lebenserwartung noch nicht erreicht hat, ist ökologisch und ökonomisch ein Jammer. Dies gilt sowohl beim Ersatzneubau als auch bei einer Gesamtsanierung: Nur ein durch­ dachtes Konzept in hochwertiger Ausführung, bei dem alle Beteiligte an Bord sind bietet einigermassen Gewähr, dass sich die Frage Abriss oder Sanierung nicht schon bald wieder stellt. 

ANDREAS MEYER PRIMAVESI ist Forstingenieur ETH Zürich und ist seit Januar 2016 Geschäftsleiter von Minergie Schweiz. www.minergie.ch

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KOSTEN UND BAUZEIT GESPART DIE VORTEILE VON HOCHLEISTUNGSDÄMMPUTZ von Martin Grether

Der Einsatz von Aerogel-Hochleistungsdämmputz vermeidet aufwendige Arbeitsschritte und verkürzt die Bauzeit erheblich. Damit lassen sich trotz des höheren Materialpreises Kosten sparen. Die Bewohnerschaft profitiert ebenfalls, reduziert diese Lösung doch auch die Staubentwicklung und den Baulärm massiv. Wir stellen eine Lösung der FIXIT AG vor.

Obwohl die Fassade der Wohnhäuser frisch saniert ist, bleibt ihr ursprüngliches Aussehen erhalten.

E

ine kleinere Baugenossenschaft in Riehen bei Basel stand vor der Aufgabe, für ihre acht Wohnhäuser mit 48 Wohnungen die Weichen für die Zukunft zu stellen. Unter dem Projekttitel «Revitalisierung» untersuchte sie die Bewohnerstruktur mit ihren Bedürfnissen und prüfte, welche Massnahmen sich für die 1948 erstellten Wohnbauten im Sinne einer längerfristigen Lösung eigneten. In baulicher Hinsicht ins Auge fasste die Genossenschaft einen Ausbau der Dachgeschosse, die Zusammenlegung von Wohnungen oder die Vergrösserung der Balkone. Zudem strebte sie verschiedene energetische Verbesserungen an und prüfte diese. Gegen den Ausbau der Dachgeschosse sprachen statische Gründe – Riehen liegt in einer erd-

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bebengefährdeten Zone – sowie die neue VKF-Richtlinie, die zusätzliche Brandschutzmassnahmen bedingt hätte. Da die Bewohnerstruktur nicht für grössere Wohnungen sprach, beschloss die Bauherrschaft letztlich, nur die Balkone zu erweitern, die Fassade energetisch zu sanieren und die Gasheizung durch einen Anschluss an das Fernwärmenetz zu ersetzen.

SCHNELLER, GÜNSTIGER UND EINFACHER Die Fenster der für die Bauzeit typischen Lochfassaden waren erst 1998 ersetzt worden und sollten bestehen bleiben, auch wenn sie für heutige Verhältnisse wenig Licht einlassen. Damit rückte die Stärke der Aussendämmschicht in den

Der Unterschied in der Dicke von einer konventionell verputzten Aussenwärmedämmung an der fensterlosen Giebelwand zur mit Aerogel-Dämmputz isolierten Gartenseite ist deutlich sichtbar.

Fokus, denn diese wirkt sich direkt auf den Lichteinfall aus und sollte daher möglichst gering ausfallen. Ferner limitierten


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auch die Fensterbänke die mögliche Dämmstärke, sollte ihre Tropfnase doch auch nach der Sanierung funktionsfähig bleiben, um eine Schlierenbildung zu verhindern. Damit durfte die gedämmte Fassade höchstens bis zur Rille der Fensterbank reichen. «Um diese Bedingungen mit einem üblichen Dämmputz einzuhalten, hätten der Deck- und der Grundputz bis auf das Mauerwerk abgetragen werden müssen», erläutert Architekt Beat Egli. Die Ausschreibung für die Fassadensanierung sah denn auch vor, dass die Arbeiten in zwei Etappen in den Jahren 2016 und 2017 erfolgen sollten. Doch es kam anders: schneller, günstiger und weniger belastend für die Bewohnerschaft. Ein Unternehmer reichte einen alternativen Vorschlag ein und empfahl, statt des konventionellen Dämmputzes den Hochleistungsdämmputz mit Aerogel von Fixit zu verwenden. Die Vorteile seines Vorschlags überzeugten die Bauherrschaft trotz des höheren Materialpreises. Denn zum einen musste damit der Grundputz nicht auch abgeschlagen und -geschliffen werden, was Kosten, Staub und Baulärm sparte. Zum anderen, und hauptsächlich aber, liess sich die ganze Sanierung in kürzerer Zeit, nämlich in einem statt in zwei Jahren, durchführen. Und letztlich vereinfachte sich auch die Abwicklung auf der Baustelle, weil ein Unternehmer allein sämtliche anstehenden Arbeiten bewältigen konnte.

UNSCHEINBAR, ABER HOCH WIRKSAM «So liefen wir zudem das Risiko nicht, beim Abschleifen des Grundputzes das Mauerwerk zu beschädigen», führt Beat Egli aus, «ganz abgesehen davon, dass es um den guten Grundputz schade gewesen wäre.» Bei den Arbeiten stellte sich nämlich heraus, dass im Jahr 1948 ein hochwertiger Grundputz aufgetragen worden war, der nun weiterhin seinen Dienst tun kann. Nach einem bauphysikalischen Variantenstudium stand fest, den Aerogel-Hochleistungsdämmputz auf Strassen- und Gartenseite in einer Stärke von drei bzw. vier Zentimetern – wegen unterschiedlicher geometrischer Bedingungen – auf den alten Grundputz aufzutragen. Die Aerogele erlauben es, mit nur geringen Schichtdicken zu arbeiten und dennoch eine hohe Dämmwirkung zu er-

Die Balkone auf der Gartenseite erfuhren eine grosszügige Erweiterung.

zielen. Das Aufbringen des Dämmputzes hat zudem keinen wesentlich grösseren Aufwand zur Folge. Der Aerogel-Dämmputz ist im Handling mit einem konventionellen Putz vergleichbar, man muss ihn wegen unerwünschter Risse nur vor allzu schnellem Austrocknen bewahren und ihn zu Beginn feucht halten. Überzeugend für den Architekten ist aber vor allem, dass sich mit dem Hochleistungsdämmputz der alte Gegensatz von ästhetischen und energetischen Ansprüchen aufheben lässt. Die Fassaden sehen nach der Sanierung nahezu unverändert aus, obwohl sich der Energieverbrauch halbiert hat. Beat Egli sieht daher ein grosses Potenzial des Putzes beim Einsatz an historischen Bauten, bei denen das Erscheinungsbild trotz erfolgter thermischer Dämmung unverändert bleiben muss. Dass solche Lösungen durchaus im bezahlbaren Bereich liegen, zeigt das Beispiel in Riehen deutlich. Die Verwendung des Hochleistungsdämmputzes hatte hier sogar finanzielle und zeitliche Einsparungen zur Folge, ganz zu schweigen davon, dass die Bewohnerschaft nur rund die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Bauzeit erdulden musste. 

AEROGEL-HOCHLEISTUNGSDÄMMPUTZ: FIXIT 222 Aerogel wird aus amorphem Siliziumdioxid hergestellt. Dieser rein mineralische Rohstoff bildet die Grundlage für den leistungsfähigsten Dämmstoff überhaupt. Aerogele halten nebst der tiefsten Wärmeleitfähigkeit weitere Weltrekorde wie zum Beispiel jenen als leichtester Feststoff, schliesslich bestehen sie zu 90 bis 98 Prozent aus Luft. Diese extrem poröse Gefügestruktur bewirkt, dass die Luftmoleküle in den Poren eingeschlossen werden und die Wärmeübertragung so massiv eingeschränkt wird. Der Dämmputz mit Aerogel ist daher mit einem geprüften Lambdawert von nur 0,028 W/mK hoch isolierend. Die Verarbeitung von Aerogel-Hochleistungsdämmputz unterscheidet sich nur geringfügig von jener konventioneller Dämmputze. Er eignet sich für Innenund Aussenanwendungen und bietet sich besonders bei der bauphysikalischen Sanierung von Bauten an, die hohe Anforderungen an die Ästhetik stellen.

Fixit AG | Im Schachen 416 | CH-5113 Holderbank | Tel. +41 (0)62 887 51 51 | info@fixit.ch | www.fixit.ch

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GEZIELTER EINSATZ VON WERTVOLLER ENERGIE WÄRMEPUMPEN ALS HEIZSYSTEM FÜRS EIGENHEIM von Sibylle Laube

Schwankende Energiepreise und der Klimawandel bewegen Hausbesitzer vermehrt dazu, nach alternativen Heizformen ohne fossile Brennstoffe zu suchen. Neueste InverterTechnologien sorgen für eine Effizienzsteigerung und halten die Energiekosten tief. Es lohnt sich in jedem Fall, sich über den Austausch von alten Heizsystemen Gedanken zu machen. STIEBEL ELTRON setzt im Bereich der Wärmepumpen neue Massstäbe.

A

ls Unternehmen im Gebiet der Haus- und Systemtechnik muss STIEBEL ELTRON am Puls der Zeit bleiben. Nun geht das Unternehmen mit der Wärmepumpen-Baureihe WPL 19/24 den nächsten Schritt in puncto zukunftsorientierte Wärmeversorgung, Effizienz und Komfort. Die neue Inverter-Maschine kommt im bekannten WPL-Design auf den Markt. Anders als bei der Wärmepumpenserie aus dem Jahre 2013 eignet sich die neue Inverter-geregelte Baureihe jedoch auch für die Innenaufstellung.

INTELLIGENTE TECHNIK UND ABSOLUTE RUHE Die vom Haustechnik-Unternehmen eingesetzte Dampf- und Nassdampf-Zwischeneinspritzung sorgt dafür, dass für optimalen Wasserkomfort die Wärmepumpen nach Bedarf hohe Vorlauftemperaturen von ganzjährig bis zu 65 Grad Celsius erreichen können. Zudem steigt mit abnehmender Aussentemperatur die zur Verfügung stehende Heizleistung. Dank drehzahlgeregelter Inverter-Technologie ist das Gerät also besser an den Wärmebedarf im Gebäude angepasst. Denn dieser steigt natürlich bei sinkenden Aussentemperaturen. Das hat auch Matthias Glarner und seine Familie zum Einbau bewogen. Über die neue Wärmepumpe im Einfamilienhaus der Eltern sagt der Schwingerkönig 2016: «Wer effizient arbeiten will, kann nicht immer nur Vollgas geben – auch im Spitzensport nicht. Mit der Inverter-Technik passt sich unsere neue Wärmepumpe immer präzise dem Wärmebedarf an.»

Schwingerkönig 2016 Matthias Glarner und seine Familie entschieden sich für eine Wärmepumpe.

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Auch bezüglich Schallwerte überzeugen die neuesten Wärmepumpen der Bau-


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Der Anschluss nach draussen erfolgt über schalloptimierte Luftschläuche.

UNKOMPLIZIERTER EINBAU

Durch eine direkte Platzmontage im Keller passt die Wärmepumpe auch in enge Räume.

reihe WPL 19/24 mit Höchstwerten und erfüllen somit die kantonalen Vorschriften. Die Verbindung nach draussen erfolgt über schalloptimierte Luftschläuche oder speziell angefertigte Lüftungskanäle. Diese Anschlüsse stellen sicher, dass der Geräuschpegel auf ein absolutes Minimum gesenkt wird. So leise, wie man es höchstwahrscheinlich von einem Heizkessel gar nicht kennt.

GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN Die Baureihe WPL 19/24 mit den Versionen «IK» und «I» eignet sich sowohl für den Neubau als auch für eine Modernisierung. Und mit dem bewährten Aussengehäuse in Pilzform ist die neue WPL 19/24

auch hervorragend für den Einsatz als Aussenaufstellung in schneereichen Gebieten geeignet. Für die Innenaufstellung gibt es eine Variante «IK», bei der das kompakte Luftführungsmodul mit vorinstallierten Luftschläuchen am Lufteintritt und -austritt sowie Regler und hydraulische Komponenten enthalten sind. Damit ist eine einfache und saubere Installation als Eckaufstellung möglich. Die Version «I» ist ideal für Sanierungen sowie für den Austausch von bestehenden STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen. Mit seinen langen Luftschläuchen können die bestehenden Luftein- und -austritte des Gebäudes flexibel genutzt werden.

Bei beengten Verhältnissen ist eine Platzmontage vor Ort problemlos möglich – ein Vorteil bei schmalen Kellertüren oder -treppen. Der Wärmepumpenhersteller liefert das Gerät in mehreren Teilen auf die Baustelle, wo eigene Servicetechniker die Wärmepumpe fachgerecht zusammensetzen. Ohne die Möglichkeit einer Platzmontage wäre die Installation vielerorts sonst gar nicht möglich. Ausserdem lässt sich eine Wärmepumpe der Baureihe WPL 19/24 mit geringstmöglichem Aufwand an die bestehende Installation im Haus anschliessen. Dies ermöglicht den Fachpartnern maximale Flexibilität und spart Zeit und Geld. Zudem kann so eine mühelose Inbetriebnahme sichergestellt werden. STIEBEL ELTRON gehört zu den führenden Herstellern im Bereich Haus- und Systemtechnik. Seit ihrer Gründung entwickelte und produzierte die Firma Geräte auf technisch höchstem Niveau. Der unternehmerische und technische Erfahrungsschatz spiegelt sich in zahlreichen Patenten und innovativen Produkten wider, so auch in der neuen WärmepumpenBaureihe. Das effiziente Kraftpaket für den einfachen Wärmeaustausch überzeugt. «Der Wohnkomfort hat mit unserem neuen Heizsystem ein ganz neues Level erreicht», zeigt sich Matthias Glarner begeistert. «Ich kann den Einsatz der WPL 24 I nur weiterempfehlen.» 

STIEBEL ELTRON | Industrie West | Gass 8 | CH-5242 Lupfig | Tel. +41 (0) 56 464 05 00 | info@stiebel-eltron.ch | www.stiebel-eltron.ch

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Besonders in körperlich anstrengenden Bauberufen ist die Zahl der Frauen gering.

BAUHELM UND HIGH HEELS FRAUEN IN DER BAUBRANCHE von Nandita B. Boger

Frauen in Bauberufen sind noch immer ein seltener Anblick. Für eine Zukunft mit mehr Frauen in der Branche braucht es nicht nur Selbstbewusstsein vonseiten der Frau, sondern auch gezielte Förderung ab der Schulzeit und gut funktionierende Netzwerke für Frauen.

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DAS DUSCHERLEBNIS

EXKLUSIVE DUSCHABTRENNUNGEN Für Menschen, die das Besondere lieben

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ie Wahrscheinlichkeit, einen jungen Menschen zu kennen, der vor der Berufswahl steht, ist relativ hoch. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, ein Mädchen zu kennen, das sich für einen Beruf in der Baubranche entscheidet? Gegen null. Woran das liegt? Man möchte zunächst einmal vermuten: an mangelnden Vorbildern. Fast ausschliesslich Männer prägen die Berufskultur in der Baubranche. «Frauen tun sich grundsätzlich schwer mit von Männern für Männer gebauten Strukturen», konstatiert Clivia Koch Pohl, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz. Die Erwartung, dass eine Frau sich diesen Strukturen anpassen müsse, um im Beruf erfolgreich zu sein, ist weit verbreitet. Ruppige Umgangsformen auf der Baustelle sprechen die jungen Frauen nicht an, und die Vorstellung, diese annehmen zu müssen, um zu bestehen, noch weniger. Dabei besteht dieses rüde Verhalten der Männer nur unter sich. Der grösste Rüpel verwandelt sich sekundenschnell in einen galanten Gentleman, wenn eine Frau den Bau betritt. Diese Erfahrung kennen Bauleiterinnen aus erster Hand.

SENSIBILISIERUNG IN DER SCHULE Ein weiterer Grund für das fehlende Interesse der jungen Frauen für technische Berufe können auch schlechte Unterrichtserfahrungen in der Schule sein. Die Mädchen schätzen ihre eigenen Leistungen tiefer ein als Knaben. Sie glauben schnell einmal, im Bereich der Technik unbegabt zu sein. Deshalb müssen bereits die Lehrer in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern die Mädchen in ihren Fähigkeiten intensiv bestärken und fördern, damit sie an ihr Talent glauben und selbst davon überzeugt sind. Hier kommen die «Zukunftstage» und «Technikschnuppertage» ins Spiel. Auch das Webportal der Berufsberatung, BIZ, legt

Wert darauf, junge Frauen in untypischen Berufen zu fördern. Das Portal ermutigt junge Frauen, einen Beruf zu ergreifen, der ihren Neigungen entspricht. Auch jenseits der Rollenklischees.

angewiesen. Ob Frau oder Mann spielt dabei keine Rolle. Denn viele Unternehmen haben erkannt, dass eine vielfältige Belegschaft positive Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg hat.

Ist erst einmal der Einstieg geschafft, zeigt sich, dass Frauen auf dem Bau zwar in der Minderzahl sind, aber ihre männlichen Kollegen sie akzeptieren. «Hier im Betrieb sind meine Stärken gefragt, und ich lerne jeden Tag Neues dazu», erklärt eine Lernenden auf der Webseite des nationalen Zukunftstags. Eine Malerin EFZ berichtet: «Man wird zwar schon angeschnorrt, weil man eine Frau ist. Das sollte man aber mit Humor nehmen. Sich nicht alles zu Herzen nehmen.» Und eine Elektrikerin schreibt: «Gegenüber dem weichgespülten Gewäsch in einer Bank hat der eher raue Ton auf der Baustelle klar Vorteile: Man merkt sofort, woran man ist.»

Bleibt noch das Problem mit dem Karriereknick beim ersten Kind. Die Herausforderung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, beschränkt sich jedoch nicht nur auf diese eine Branche. Zum Glück ist die Schweiz auf dem Weg, ein Land für unterschiedliche Familienmodelle zu werden. Das liegt nicht zuletzt am Druck des demografischen Wandels, der den Rückgang der Arbeitnehmenden im erwerbsfähigen Alter per 2020 prognostiziert und damit zunehmend wieder Frauen ins Zielfeld der Wirtschaft rückt. Selbst in dörflichen Strukturen gibt es bereits vielerorts gut organisierte Tagesschulen, die Langfristigkeit und Verlässlichkeit garantieren. Viele grössere Betriebe setzen seit ein paar Jahren zunehmend auf Frau und Familie und werden infolgedessen immer familienfreundlicher. Natürlich ist es als Lehrerin oder Büroangestellte einfacher, in Teilzeit zu arbeiten als in der Baubranche. Doch dies sollte nicht ausschlaggebend in der Berufswahl sein. Vielmehr steht die Befriedigung, einen Beruf ausüben zu können, der einen täglich fordert und inspiriert, an erster Stelle. Frauen, die in den männlich dominierten Bereichen arbeiten, können zudem diese Strukturen mitgestalten und für ihre besonderen Bedürfnisse, wie zum Beispiel Teilzeitarbeit, einstehen.

KARRIERE IN DER BAUBRANCHE Zurück zu den eingangs erwähnten Strukturen: von Männern für Männer geschaffen. Körperliche Anstrengungen sind in der Baubranche üblich, beispielsweise erwartet ein Baubetrieb von einer Maurerin, dass sie einen Zementsack von 25 Kilo tragen kann. Und dazu muss Frau erst mal in der Lage sein. Diese Voraussetzung rückt im Lauf der Karriere jedoch in den Hintergrund. Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen stärken die jungen Frauen bei ihrer Ausbildung in der Baubranche. Das bildet eine gute Basis für eine Weiterbildung, sei es ein Studium an der Fachhochschule oder im kaufmännischen Bereich, um leitende Funktionen in einem grösseren Betrieb zu übernehmen. Und eine Karriere steht einer Frau mit einer Grundbildung in der Baubranche auf jeden Fall offen. Die Wirtschaft ist in allen Bereichen auf hoch qualifizierte Fachkräfte

WEGWEISEND: RENOMMIERTE ARCHITEKTINNEN Die Frage nach dem Anteil der Frauen in der Baubranche findet ihre Entsprechung im Anteil der Frauen in der «Teppichetage». Sobald mehr Frauen an der Spitze arbeiten, werden sich Fragen zu Ungleichheit und Unterrepräsentation von selbst positiv verändern. Einen guten Anhaltspunkt über 

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BAUEN

die Verteilung von Mann und Frau in der Architektur gibt der Pritzker-Preis, auch als «Nobelpreis der Architektur» bezeichnet. Diesen Oscar-ähnlichen Preis für die Bauindustrie erhielt dieses Jahr das Dreierteam von RCR Arquitectes aus Spanien: eine Frau und zwei Männer. Und das kann kein Zufall sein, denn es ist nicht länger möglich, Frauen in der Baubranche zu ignorieren. Auch dann nicht, wenn zuvor in der 40-jährigen Geschichte des Preises die Architektinnen Zaha Hadid und Kazuyo Sejima als Preisträgerinnen die Ausnahme bildeten.

VERNETZTE BAUFRAUEN Frauen sind auf dem Weg, ihre Fähigkeiten zu nutzen. Sei es, um Menschen zu verbinden, um in Teams zu arbeiten oder um Wissen und Sachverstand zu teilen. Dieses Kommunikationstalent wird zunehmend erkannt, und es entstehen komplexe Netzwerke, die sich für das berufliche Fortkommen der Frauen in der Baubranche einsetzen. Denn netzwerken können Frauen hervorragend. Ein Beispiel dafür ist der Verein «Frau und SIA» vom

Das Riverside Museum in Glasgow (Schottland) entwarf die Architektin Zaha Hadid, die als erste Frau den Pritzker-Preis gewann.

Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein. Er wurde mit dem Ziel gegründet, den Frauenanteil in technischen Berufen durch interdisziplinäre Netzwerke zu erhöhen. Damit rücken auch Frauen aus der Baubranche ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Das wiederum wird die Mädchen bei der Berufswahl beeinflussen. 

NANDITA B. BOGER ist diplomierte Architektin ETH/SIA und Gründerin des Architekturbüros nanarchitektur. Sie ist Mitglied bei «Frau und SIA». www.nanarchitektur.com

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KOLUMNE

WAS GROSSMÜTTER KÖNNEN, KÖNNEN SIE AUCH von Andrea Wucher

W

eihnachten 1972: Unter dem Weihnachtsbaum lag das Geschenk meiner Grossmutter. Ein Puppenhaus? Auf meinem Wunschzettel stand eine Autorennbahn! Die Freude über das Puppenhaus hielt sich entsprechend in Grenzen, mein Unverständnis gegenüber meiner Grossmutter war jedoch grenzenlos. Wie kam sie nur auf den Gedanken, dass ich mich über ein Puppenhaus freuen würde? Meine Grossmutter war im Rollenbild «Mädchen gleich Puppen» und «Junge gleich Autos» gefangen. Für sie war ihr Handeln absolut logisch. Ein historisch geprägtes Bild unserer Gesellschaft in den Köpfen der Mitmenschen zu verändern, ist nicht einfach. Das gilt auch für Rollenbilder. Der Zahn der Zeit nagt glücklicherweise an diesen Rollenbildern. Der Veränderungsprozess dauert aber viele Jahre, er ist langsam, träge und anstrengend. Die Masseinheit, in der wir gesellschaftliche Veränderungen messen, nennen wir nicht umsonst: Generation. Ganz anders unser Arbeitsumfeld, es verändert sich mit hohem Tempo, und die Trends jagen sich. Diese Entwicklung ist dynamisch, komplex und sehr anspruchsvoll. Viele Menschen haben das Gefühl nicht mehr «Schritt» halten zu können und zwischen innerer Veränderungsfähigkeit und äusserem Veränderungsdruck zerrissen zu werAndrea Wucher den. Das führt zu Unsicherheit, Angst und Widerstand. Auf der anderen Seite fordert die Gesellschaft mit Nachdruck eine Veränderung der Rollenbilder in der Arbeitswelt. Viele Entscheidungsträger (Männer wie Frauen) sind innerlich jedoch noch nicht so weit. Sie sind wie meine Grossmutter in historisch geprägten Rollenbildern gefangen. Jetzt sitzen diese Menschen im Verwaltungsrat eines Unternehmens und sollten eine Frau zum CEO wählen. Für viele eine sehr abenteuerliche Vorstellung beziehungsweise eben Nicht-Vorstellung. Dazu kommt die fehlende Erfahrung im Umgang mit einer Frau in dieser Position. Angst, Widerstand und Unsicherheit beeinflussen die Entscheidung.

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Gleichzeitig gibt es Entscheidungsträger, die bei der Besetzung einer Führungsposition für alle Möglichkeiten offen sind. Sie haben ihr Rollenbild aktiv verändert und den Erfordernissen angepasst. Die Frage, die sie bei der Stellenbesetzung leitet, ist: Wer erfüllt diese Anforderung am besten, wer kann die Aufgabe am besten lösen und nicht: Soll es ein Mann oder eine Frau sein. Ausschlaggebend sind die individuellen Fähigkeiten und die Persönlichkeit des Kandidaten. Diese Entscheidungsträger sind Menschen, die von Neugierde, Offenheit und einem natürlichen Selbstvertrauen geleitet werden. Ich habe das Glück, in meinem Umfeld und unserem Unternehmen von solchen Menschen umgeben zu sein. Als weiblicher CEO in der Baubranche breche ich jeden Tag das Eis, um Ängste und Vorurteile abzubauen und Rollenbilder positiv zu beeinflussen. Das ist meistens sehr einfach, im einen oder anderen Fall dauert es ein bisschen länger. Meine Vorbildfunktion funktioniert aber nur, wenn ich selber keinen Unterschied mache und für mich die Geschlechterrolle in Bezug auf meine Person oder auf andere unbedeutend ist. Das drückt sich auch in der täglichen Arbeit und im Umgang mit meinen Kollegen und unseren Mitarbeitenden aus. Was für mich zählt, ist der Mensch, seine Persönlichkeit, seine Ziele, seine Fähigkeiten und seine Leistung. Alles andere gehört ins Archiv oder gedanklich aktiv überarbeitet. PS: Meine Grossmutter hat ihr Rollenbild ebenfalls aktiv überarbeitet. Das Puppenhaus wurde gegen eine Autorennbahn eingetauscht.

ANDREA WUCHER ist CEO der Weiss+Appetito Gruppe. www.weissappetito.com


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BAUEN

SICHER GESCHÜTZT KORROSIONSSCHUTZ DURCH PULVERLACK-PRIMER AUF POLYESTERBASIS von Torsten Völkel

P

ulverlacke dienen seit Jahrzehnten als Beschichtungsstoffe. Ihr Einsatz stösst aber auch immer wieder an Grenzen. IGP Pulvertechnik nahm sich des Problems an: Mit ihrem neuartigen Primer bieten sie einen noch sichereren Korrosionsschutz.

Pulverlacke bilden seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts eine feste Grösse im Markt der Beschichtungsstoffe. Anfangs dienten Epoxidharze und ihre Härter als erste Bindemittelklasse für die Basis duroplastischer Pulverlacke. Nach den überwiegend funktionalen Überzügen

eroberten auch aussenbeständige Systeme auf der Basis von Polyester-, Polyurethan- und Acrylatharzen den Markt. Neben dem Einsatz von reinen Epoxidharzen oder Polyester-, Polyurethan- und Acrylatharzen sind gemischte Polyester- und Epoxidharze zu Hybridpulver, auch bekannt als «Mischpulver», beliebt und pragmatisch. Die neueren Systeme ergänzten und teilweise verdrängten die reinen Epoxid-basierten Pulverlacke im Laufe der Jahre und Jahrzehnte.

EPOXIDHARZE ALS PRIMER Vom Eigenschaftsprofil her zeichnen sich Epoxidharz-Pulverlacke durch eine gute Chemikalienbeständigkeit und eine hervorragende Benetzung des Untergrundes aus. Dies prädestiniert sie zur Verwendung in funktionalschützenden Anwendungen. Zumal ist die Porendichte bei Epoxidsystemen sehr gering, und somit gestaltet sich die Barrierewirkung gegen von aussen eindringende Agenzien effektiver als bei Pulverlacken auf Basis der meisten anderen Harze. Die Notwendigkeit, Systeme auf anderer Bindemittelbasis zu entwickeln, geht jedoch schon aus dem Eigenschaftsprofil der Epoxidharzsysteme klar hervor, da diese nicht nur Vorteile mit sich bringen. So sind Beschichtungen auf dieser Basis ausserordentlich limitiert, was die Beständigkeit gegen UV-Licht betrifft. Eine Verwendung im Aussenbereich verbietet sich somit.

Gut geschützt: An der Fassade des Gemeindehauses von Volketswil kam der Primer zum Einsatz.

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So liegt denn auch ihr hauptsächlicher Einsatz nach wie vor in funktionalen Anwendungen, im Schutz vor Korrosion und aggressiven Medien, in der Beschichtung von Motorengehäusen, Sitzgestellen, Anbauteilen im LKW- und Fahrzeugbau, Laborapparatebau und weiteren Anwendungen dieser Art, die keinem direkten Einfluss von Sonneneinstrahlung unterliegen. Die Verwendung von Epoxid-basierten Pulverlacken als Primer drängt sich dabei nahezu auf. Über Jahrzehnte hinweg haben sich Zwei-Schicht-Pulverlacke mit einem epoxidbasierten Primer für schwere Korrosionsschutzanwendungen bewährt.


BAUEN

DIN-NORMEN FÜR PULVERLACKE Im Bereich der Stahlbaukonstruktionen legt die Normenreihe DIN EN ISO 12944 «Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme» grundlegende Regeln zur Ausführung und Prüfung korrosionsschützender Beschichtungen fest. Zugeschnitten ist sie auf flüssige Beschichtungsstoffe, weshalb ab 2007 eine Ergänzung für Pulverlacke in Form des Norm-Entwurfes DIN 55633 «Beschichtungsstoffe-Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Pulver-Beschichtungssysteme» eingebracht und 2009 als endgültige Norm verabschiedet wurde. Diese regelt die Anforderungen an Pulverbeschichtungen, stützt sich aber im Bereich von Prüfungen, der Vorbehandlung von Substraten und der Einteilung in Schutzklassen stark auf die DIN EN ISO 12944. Die Norm DIN 55633 klassifiziert Pulverlacke nach ihrem grundsätzlichen chemischen Aufbau und lässt dem Anwender, beziehungsweise den vereinbarenden Vertragsparteien, die Wahl der Lackchemie für die jeweilige Anwendung offen. Es findet sich lediglich der Hinweis, dass das Gesamt-Beschichtungssystem für die höchste Korrosionsbelastung der jeweiligen Schutzkategorie geeignet sein muss. Dennoch präferiert auch diese Norm die Verwendung von epoxidbasierten Systemen als Grundierung.

LÜCKEN IN DER NORM Sowohl die DIN EN ISO 12944 als auch die DIN 55633 befassen sich eingehend mit dem Thema Korrosion. Andere Umwelteinflüsse wie beispielsweise die Bewitterung, beziehungsweise kombinierte Belastungen durch Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und den eventuellen Einfluss von Agenzien behandeln die Normen nicht. Das heisst, sie verweist nicht darauf, dass bei Bedarf zwischen den Vertragspartnern ergänzende Prüfungen durchzuführen sind. Dies lässt im Zweifelsfall Lücken im Bereich der vereinbarten Schutzwirkungen und kann unter extremen Umständen zu Schäden führen, welche die Vertragspartner weder im Vorfeld berücksichtigt, noch durch eine Vereinbarung abgesichert haben. Insbesondere ist hier die Delamination des Pulver-Decklackes vom Primer zu nennen, welche durch die Deckbeschichtung transmittiertes UV-Licht auslöst.

Die deutsche Firma ENVIRAL nutzt den Pulverlack KORROPRIMER von IGP Pulvertechnik.

In Abhängigkeit der gewählten Chemie des Pulver-Decklackes oder auch dessen Zusammensetzung, kann eine mehr oder weniger ausgeprägte Durchlässigkeit für den UV-Anteil des auftreffenden Sonnenlichtes bestehen. Dieser Anteil reicht aus, zerstörend auf die darunterliegende Schicht zu wirken. Insbesondere epoxidbasierte Grundierschichten sind deshalb trotz einer darüber liegenden Beschichtung angreifbar.

DER ALTERNATIVE PRIMER Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, nach Alternativen für den klassischen Primer auf Epoxidharz-Basis zu suchen. Üblicherweise bieten andere Chemien für Beschichtungsstoffe nicht den gleich guten Korrosionsschutz wie Epoxid-Systeme. Jedoch können fortschrittliche Entwicklungen im Bereich der Polyesterharze inzwischen gleichwertigen Korrosionsschutz vorweisen, bei gleichzeitig gege­ bener Resistenz gegen Bindemittelabbau durch UV-Einstrahlung. Somit lassen sich die Vorteile aller Schichten des Aufbaus nutzen: die Abdeckung des Substrates mit seiner korrosionsschützenden Wirkung und gleichzeitig reduzierter Delaminationsgefahr beim Primer und der design­ gebenden, Barrierewirkung-erhöhenden Decklackschicht.

Mit dem KORROPRIMER 60 kommt die IGP Pulvertechnik diesen Ansprüchen entgegen, welche insbesondere in Anwendungen mit hoher Sonneneinstrahlung und gleichzeitig gefordertem Korrosionsschutz münden. Die korrosions­schützenden Eigenschaften konnten sich mehrfach unter Beweis stellen, und eine Qualisteelcoat-Zulassung mit Fassadensystemen bestätigte diese. Schutzklassen bis C5-H lassen sich hiermit auf Stahl realisieren. Zusätzlich bietet sich dieser Primer im Falle von Multimetall-Anwendungen an. Auch auf Aluminium zeigt der KORROPRIMER 60 eine hervorragende Haftfestigkeit und Korrosionsschutz, zum Beispiel unterstützend gegen Filiformkorrosion, kombiniert mit guten haftvermittelnden Eigenschaften zum Decklack. Ein weiterer Vorteil liegt in der reduzierten Anfälligkeit zur Vergilbung und zur Bildung einer Trennschicht beim Einbrennen der Primerschicht, gegenüber einem Primer auf Basis von Epoxidharzen. Das ermöglicht dem Verarbeiter ein breiteres Prozessfenster. Genauso stellt auch die Verarbeitung in direkt beheizten Gasöfen kein grosses Problem dar. Somit ergeben sich die Vorteile aus der Kombination von einer anwendungsorientierten, zugeschnittenen Lösung mit einer verarbeitungstechnischen Stabilität. 

IGP Pulvertechnik AG | Ringstrasse 30 | CH-9500 Will | Tel. +41 (0) 71 929 81 11 | info@igp-powder.com | www.igp-powder.com

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UMWELT & TECHNIK

SCHADSTOFFE AUFSPÜREN ENTSORGUNG KONTAMINIERTER ABFÄLLE von Freya Mohr

Asbesthaltige Gebäude, kontaminierte Industrieareale oder schadstoffbelastete Kleingartensiedlungen machen immer wieder Schlagzeilen. Bei vielen Bauverantwortlichen löst das Thema Verunsicherung aus, und Investoren sehen oftmals ihr ganzes Bauprojekt an ebendiesen Standorten gefährdet. Dabei gibt es keinen Grund zur Panik: Fachkundige Geologen und Umweltanalysten untersuchen und beurteilen schadstoffhaltige Böden und Gebäude. Spezialisierte Unternehmen kümmern sich um die Altlastensanierung und die Entsorgung der Schadstoffe. Auf den nächsten Seiten findet sich anhand des Areals «Industrie I» (Mittelland) ein Beispiel für das Vorgehen und die Etappen einer Schadstoffanalyse. Um Altlastenentsorgung geht es auch bei dem Beispiel des ehemaligen Fabrikstandorts der Alusuisse (Wallis), bei dem die Punkte Wiederverwendung der Materialien und Logistik eine wichtige Rolle spielen. Ein weiteres heikles Thema: die Entsorgung radioaktiver Abfälle. In einem Interview klärt Patrick Senn über die Arbeit der NAGRA und den Bau von Tiefenlagern auf.

Seite 108 // bauRUNDSCHAU


UMWELT & TECHNIK

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UMWELT & TECHNIK

Ein knisterndes Cheminéefeuer schafft Behaglichkeit.

Ein Cheminée setzt den richtigen Akzent in einer modernen Einrichtung.

LEIDENSCHAFT FÜR DAS FEUERHANDWERK DIE PASSENDEN CHEMINÉES UND ÖFEN FINDEN von Silvia Brüllhardt

In den industriell entwickelten Ländern scheinen viele den Bezug zum Feuer immer mehr zu verlieren. Oder wissen Sie, was ein Hafner ist? Bei den meisten löst dieses Wort erstmal einen fragenden Blick aus. Trotz Nachwuchsproblemen gibt es ihn aber noch, den Hafner oder eben den Ofen- und Cheminéebauer aus Leidenschaft. Einen dieser Feuerkünstler, der sein Handwerk von der Pike auf kennt und versteht, stellen wir hier vor.

S

ich ein Feuer ins Haus zu holen, ist Vertrauenssache. Bei Hansueli Hadorn fühlt man sich von Anfang an gut aufgehoben. Mit Feuer und Handwerk kennt sich dieser Mann aus. Das liegt unter anderem daran, dass der gelernte Ofenbauer, Maurer und Handelsschulabsolvent praktischerweise nebenbei noch Brandschutzfachmann ist. Mit Feuer verbindet er Wärme, Wohlbehagen und Kreativität. Denn jedes Projekt, das er für einen Kunden umsetzen darf, ist ein Stück weit ein Kunstwerk. Die Hauptkunst dabei ist es, gemeinsam mit dem Kunden zu eruieren, wie das Traumobjekt schlussendlich aussehen soll und was sich in der gegebenen Wohnsituation umsetzen lässt. Hansueli Hadorn berät mithilfe eines Visualisierungstools, womit sich eine neue Ofenanlage detailgetreu in den Wohnraum integrieren lässt. «Die funktionale und ästhetische Planung eines Cheminées erfordert Erfahrung und ein Gefühl für Wärme», meint Hadorn. Eigenschaften, die Hadorn mitbringt. So

darf er auf eine Karriere im Baugeschäft seit 1991 zurückblicken. Doch noch viel lieber blickt er vorwärts, bald feiert die Hadorn GmbH als Teil des Studionetzwerks von Rüegg Cheminée Schweiz ihr 10-Jahr-Jubiläum. Drei Tipps von Hansueli Hadorn zur Anschaffung eines Ofens oder Cheminées: • Anstatt ein Cheminée im nächsten Baumarkt zu kaufen, sollten Kunden lieber zu einer Fachperson gehen. Eine fundierte Beratung ist wichtig und gibt die Sicherheit, am Schluss das richtige zu erhalten. Ein Cheminée ist ein persönliches Einzelstück, das in einer grossen Form- und Farbenvielfalt, mit Warmluftgewinnung oder Speichermantel erhältlich ist. Da gilt es, eine Übersicht zu schaffen und gemeinsam das passende und realisierbare Objekt auszuwählen. Zudem stellt die Hadorn GmbH sicher, dass die Kunden die fortschrittlichsten und ökologisch sinnvollsten Cheminées erhalten.

• Auch in einem Niedrigenergiehaus lässt sich der Traum von einem Cheminée realisieren. Energieeffizienz und Wohnraumfeuerungen passen gut zusammen. Holz ist als erneuerbarer, heimischer und CO2-neutraler Energieträger besonders günstig bei der Gesamt­bilanzierung eines Niedrigenergiehauses. Durch die modernen, sehr effizienten Geräte braucht es immer weniger Holz, um einen spürbaren Beitrag an den Heizenergiebedarf zu leisten. Eine Wohnraumfeuerung kann in einem modernen, energieeffizienten Gebäude nicht nur als Zusatzheizung, sondern mit relativ geringem Aufwand sogar als Hauptheizung eingesetzt werden, die ein bis zwei Chargen Holz pro Wintertag verbraucht. • Wer sich nachträglich den Traum eines Feuers in der Stube erfüllen möchte, sollte sich fundiert bei einem Ofenbauer beraten lassen. Oft ist mehr möglich, als anfänglich gedacht. Auch Sanierungen von alten, ökologisch ineffizienten Cheminées oder Öfen sind immer mehr ein Thema. 

Hadorn GmbH | Villbergstrasse 1 | CH-8627 Grüningen | Tel. +41 (0) 43 540 42 03 info@hadornbau.ch | www.hadornbau.ch | www.ruegg-studio-meilen.ch

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UMWELT & TECHNIK

INTELLIGENT, SCHÖN UND STEUERBAR KAMINÖFEN UND IHRE MULTIFUNKTIONSFÄHIGKEIT von Georg Lutz/epr

Der Wind peitscht, dunkle Wolken ziehen heran und die ersten Regentropfen fallen vom Himmel: Ist es draussen kalt und ungemütlich, verbreitet ein Kaminofen wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden. Das flackernde Spiel der Flammen als atmosphärische Wohlfühlkomponente reicht uns aber heute nicht mehr. Kaminofen ist nicht gleich Kaminofen. Qualität, Form, Funktion, Nachhaltigkeit und jetzt neu auch eine Steuerung stehen auf der Wunschagenda.

F

Hier bietet sich beispielsweise ein puristisch in Grau gehaltenes Modell mit Specksteinummantelung an. Es passt sich jedem Wohnstil nahtlos an. Neben der Optik und niedrigen CO2-Werten, ein Feinstaubabscheider ist in Erwägung zu ziehen, überzeugt auch das technische Know-how. Der Benutzer kann selbst entscheiden, ob er die Dauerbrandöfen mit Scheitholz, Holzbriketts oder Braunkohlenbriketts heizt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zeitbrandöfen kann durch die tiefe Gussmulde eine bedeutend grössere Menge an Briketts auf einmal aufgelegt werden. So ist eine dauerhafte Wärmeabgabe durch die Gluterhaltung von bis zu zwölf Stunden möglich. Der Clou dabei: die unkomplizierte und saubere Bedienung dank der automatischen Luftregelung. Das ist das Ergebnis der innovativen Entwicklungsund Designarbeit des ungarischen Unternehmens Fireplace mit aktuell mehr als 100 Kaminofenmodellen

HLC/Fireplace

ast schon selbstverständlich sind Kaminöfen heute mit der neuesten Brennkammer-Technologie ausgestattet – zum Beispiel mit einem hochwertigen Dauerbrandofen. So geht es um drehbare Modelle, die über eine Automatik verfügen. Atmosphärisch sollte es auch passen. Die Optik kommuniziert mit dem umgebenen Raum.

Optimal eingesetzte Wärmespeichersteine sorgen beim Kaminofen «Adelaide» für eine gleichmässige, lang anhaltende Wärmeabgabe.

VON AUSSEN STEUERN Doch den ganzen Tag über zu heizen, selbst wenn man gar nicht zu Hause ist, schont weder die Umwelt noch den Geldbeutel. Die perfekte Lösung wäre da ein Ofen, der sich von unterwegs steuern lässt. Doch ist das überhaupt möglich? Inzwischen ja! Die Pelletöfen von HAAS+SOHN

Seite 112 // bauRUNDSCHAU

überzeugen nicht nur mit formschönem Design und energiesparender Raumtemperaturregelung, sondern können darüber hinaus mit einem WLAN-Modul ausgestattet werden, welches extra für sie konzipiert wurde. Dieses unterstützt dabei zwei Arten der Fernbedienung: Zur Verfügung stehen

die Funktionen WLAN «Local», also Heizen in und rund ums Haus, und WLAN «Global», Heizen weltweit völlig standortunabhängig. Mit ihren edlen Looks fügen sich die verschiedenen Ausführungen perfekt in das heimische Ambiente ein. Das Modell LUCCA-II beispielsweise sorgt mit seiner


HLC/Fireplace

UMWELT & TECHNIK

Front in Holz­optik in Kombination mit dem Scheitholzfeuer-Effekt für ein besonders wohnliches Ambiente. Der nahezu lautlose Betrieb ohne Raumluftgebläse lässt das Zimmer sofort zu einem echten Wohlfühl­ ort werden, an welchem man ungestört entspannen kann. Alle Pelletöfen von HAAS+SOHN bestechen mit einem Kamin­ ofen-Flammenbild wie auch der PALLAZZA-III mit zentriertem grossen Sichtfenster, welcher sogar mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnet wurde. Ein intelligentes Überwachungssystem gehört serienmässig zur Ausstattung dazu, sodass ein sicherer Betrieb garantiert ist. Vollautomatisch schaltet sich der Ofen ab, sobald die Tür geöffnet wird, eine Verschmutzung oder Verstopfung vorliegt oder sich die Zugverhältnisse im Kamin ändern. 

GEORG LUTZ ist Chefredaktor von bauRUNDSCHAU. Elegant, sicher und effizient – der Pelletofen HSP 8 Home mit einem Flammenbild wie Scheitholzfeuer lässt sich dank WLAN-Modul auch von unterwegs steuern.

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KOLUMNE

ENERGIESTRATEGIE 2050 – DA FEHLT DOCH WAS! von Hansueli Hadorn

I

m vergangenen Mai sagte das Schweizer Stimmvolk JA zum revidierten Energiegesetz. Wir stellen uns der Herausforderung, unsere Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern und vom Uran zu reduzieren. Auch die einheimischen, erneuerbaren Energien sollen gestärkt werden. Da läge es nahe, einen Rohstoff mit unerhört guter Ökobilanz, der vor der eigenen Haustür wächst, in den Fokus zu rücken: Holz. Trotz der wichtigen Rolle, die Holz als klimaschonende und nachwachsende Ressource bei der Energieversorgung spielen könnte, führt es im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit und der Politik ein stiefmütterliches Dasein.

gieholz an. Wenn wir Holz nachhaltig nutzen, kann der wertvolle Rohstoff einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz leisten. Denn jeder wachsende Baum entzieht der Atmosphäre kontinuierlich Kohlenstoff, indem er das CO2 aus der Luft spaltet, den Kohlestoff speichert und Sauerstoff freisetzt. Die Forstbetriebe dürfen nicht mehr Holz ernten, als nachwächst. Gleichzeitig pflegt die Schweizer Waldwirtschaft einen naturnahen Waldbau ohne Kahlschläge. Wird Holz geerntet, entsteht Platz für die nächste Baumgeneration – ein perfekter Kreislauf. Statt diesen wertvollen Energieträger leise verrotten zu lassen, sollten wir ihn besser nutzen. Die Menge an Holz aus dem Schweizer Wald erlaubt eine Verdoppelung der heutigen Stückholznutzung, ohne Übernutzung oder höherwertige Holzsortimente zu konkurrieren. Was für ein brachliegendes Potenzial! Wenn man bedenkt, dass sich durch die Verdoppelung der heute genutzten Stückholzmenge rund eine halbe Million moderner Wohneinheiten nachhaltig mit klimaneutraler Wärme aus Schweizer Holz beheizen lie­ssen, wird einem fast schwindlig.

Zu Unrecht: Energieholz lässt sich mit modernen Holzfeuerungen, wie qualitativ hochwertigen Cheminées und Zimmeröfen, sinnvoll, umweltgerecht und effizient (Wirkungsgrad über 80 Prozent) nutzen. Korrekt betriebene und zeitgemässe Wohnraumfeuerungen sind sauber und erfüllen sämtliche Bestimmungen der strengen Luftreinhalte-Verordnung (LRV). Wir geniessen die sinnliche Atmosphäre, die ein Cheminée oder Ofen im Wohnraum verbreitet. Dass sich dabei Angenehmes mit Nützlichem verbinden lässt, betrachten viele noch allzu oft als Nebensache. Die modernen Technologien heutiger Hansueli Hadorn Wohnraumfeuerungen können hoch isolierte Bauten heizen und mit Warmwasser versorgen. Niedrigenergiehäuser lassen sich mit neuen Cheminée- und Ofenanlagen perfekt kombinieren. Denn es braucht immer weniger Holz, um an den Heizenergiebedarf einen Beitrag zu leisten, der ins Gewicht fällt. Wir schätzen den Wald als Erholungsraum, dem wir Sorge tragen müssen. Angst vor einer Übernutzung brauchen wir nicht zu haben. Die Holzbestände in den europäischen inklusive den schweizerischen Wäldern nehmen zu. Die Schweiz nutzt nicht einmal die Hälfte des jährlich nachwachsenden Brennholzes. Bei Pflegearbeiten in jungen Waldbeständen, bei Durchforstungen und naturschützerischen Eingriffen fällt besonders viel Ener-

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Obendrein liegt die Holzenergie vor unseren Haustüren. In fast allen Regionen der Schweiz ist Energieholz lokal verfügbar. Die kurzen Transportwege tragen zur guten ökologischen Gesamtbilanz bei. Jetzt gilt es, der Politik und uns selber die Augen zu öffnen. Vor lauter Bäumen den Wald noch zu sehen und dem Rohstoff Holz einen gebührenden Platz in der Energiestrategie 2050 einzuräumen.

HANSUELI HADORN ist Ofenbauer sowie Gründer und Eigentümer der Hadorn GmbH. www.hadornbau.ch


5 Spezialisten – ein perfektes Ganzes

Die Eberhard Unternehmungen lösen mit ihren 500 Mit-

Aufbereitung und Transport. Ein kunden- und objektbezo-

arbeitern komplexe Rückbauten und Altlastsanierungen

gener Einsatz von Recycling- und Primärbaustoffen schont

auf ökonomisch und ökologisch höchstem Niveau. Die

die Ressourcen. Das pioniergeistige Denken, die moderne

Gesamtleistung liegt in der Koordination von Fachwissen

Infrastruktur, die effiziente Technologie und ein enges Zu-

und den Konzepten für Bauarbeiten, Sanierungen, Aushub,

sammenarbeiten bilden denn auch ein perfektes Ganzes.


UMWELT & TECHNIK

ENERGIEKOSTEN SENKEN ÖLHEIZUNG IM BETRIEB MASSIV TEURER ALS WÄRMEPUMPE von Harry Grünenwald

Zwar scheint der internationale Ölpreis günstig, jedoch steigen mit der neuen Steuererhöhung und den Abgaben die Kosten für Öl in der Schweiz. Das schlägt sich auch auf den Betrieb einer Ölheizung nieder. Mit Wärmepumpen bietet die Grünenwald AG (ZH) eine ölsparende Lösung an.

VORTEILE EINER WÄRMEPUMPE:

L

• Sehr tiefe Energie und Unterhaltskosten

• Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien

• Gebäudewertsteigerung • Diverse Zinsvergünstigungen auf Darlehen und Kredite möglich

• Teilweise Subventionen • Hohe Rendite auf dem eingesetzten Kapital

eider behaupten auch heute noch viele, dass eine Ölheizung günstiger ist als eine Wärmepumpe. Bei genauerer Betrachtung hat diese Aussage aber keinen Bestand. Dank der sehr hohen Effizienz einer Wärmepumpe spart der Benutzer circa 70 bis 80 Prozent an jährlichen Heiz- und Unterhaltskosten im Vergleich zu einer modernen Ölheizung. Mit dieser Einsparung lassen sich die gesamten Mehrinvestitionen innert rund zehn Jahren amortisieren. Auch zu berücksichtigen: Der günstige internationale Ölpreis, in US-Dollar und Barrel ausgedrückt, repräsentiert nicht das Schweizer Preisniveau. Die Steuern und Abgaben auf fossile Brennstoffe, inklusive den Handelsmargen und Transportkosten, machen einen Anteil von circa 57 Prozent des Schweizer Ölpreises aus.

Beispiel Ersatz einer Ölheizung durch eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonden:

Franken

Investition in die neue Wärmepumpenanlage

ca. 40 000.–

./. Investition in eine neue Ölheizung

ca. 15 000.–

Mehrinvestition

ca. 25 000.–

25 Prozent Steuereinsparung wirtschaftliche Mehrinvestition in die Wärmepumpe

ca. 6 250.– ca. 18 750.–

Erfolg: 2000 Liter Öl zu 80 CHF pro 100 Liter

1 600.–

Kaminfeger, Abgaskontrolle, etc.

850.–

Strombrenner

150.–

Total laufende Kosten für Ölheizung pro Jahr

2 600.–

Stromverbrauch der Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4,5 = 3 780 kWh

566.–

Unterhalt gemäss AWP

150.–

Total laufende Kosten für Wärmepumpe pro Jahr Jährliche Einsparung Rückzahlung innert etwa 10 Jahren, was einer Verzinsung der wirtschaftlichen Mehrinvestition von 8,8 Prozent während 25 Jahren entspricht.

716.– 1 884.–

Ab dem 1. Januar 2018 steigt die C02- Abgabe um 10 CHF pro 100 Liter an. Was hat das für Folgen? • Die Kosten für 100 Liter Öl steigen aufgrund der Steuererhöhung, ohne Veränderung der übrigen Preiskomponenten, um 12,5 Prozent an – also von aktuell 80 CHF auf 90 CHF. • Entscheidungen der Förderländer, beispielsweise bezüglich Produktionsmengen, haben nur noch einen marginalen Einfluss auf den hiesigen Preis. • Die Veränderungen des internationalen Ölmarktes werden nur noch zu 38 Prozent den Schweizer Ölpreis bewegen. Ein Rückgang des heutigen Preises von 54 US-Dollar pro Barrel, um angenommen 20 Prozent auf circa 43 US-Dollar pro Barrel, würde den Preis in Franken nur noch um 7,6 Prozent bewegen, das heisst von 90 CHF auf 83 CHF pro 100 Liter. • Mit stärkeren Preisrückgängen ist nicht zu rechnen. • Erhöhungen der Preise am internationalen Markt werden umso stärker ins Gewicht fallen, da die Basisbelastung durch Steuern viel höher ist als in der Vergangenheit (Hebeleffekt).

GEGENVORSCHLAG WÄRMEPUMPE Die Grünenwald AG plant, installiert und wartet seit 28 Jahren schweizweit Wärmepumpensysteme. Die Fachleute des Unternehmens demontieren den alten Kessel und Öltank, installieren die neue Anlage inklusive sämtlicher Nebenarbeiten und übernehmen danach die Wartung der Heizungsanlage. So wissen die Nutzer immer, an wen sie sich bei Problemen mit der Heizung wenden können. Heute betreut die Firma rund 10 000 Anlagen in der Schweiz. 

Grünenwald AG | Lauetstrasse 39 | CH-8112 Otelfingen | Tel. +41 (0) 43 243 53 53 | info@gruenenwald-ag.ch | www.gruenenwald-ag.ch

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EINE CHANCE FÜR DIE ZUKUNFT ALTLASTEN IM BODEN AUFSPÜREN von Laurent Steidle und David Wahli

Wenn es um die neue Nutzung und Überbauung von belasteten Standorten geht, sind AltlastenFachleute gefragt. Denn für die bauliche Planung braucht es eine eingehende Altlasten-Untersuchung. Folgender Beitrag erläutert den Prozess anhand des Beispiels Areal «Industrie I».

V

iele leerstehende Industrieareale befinden sich an zentraler Lage und sind bestens erschlossen. Praktisch in jeder Schweizer Gemeinde liegen eine bis mehrere solcher sogenannter Industriebrachen. Die Altlasten-Risiken und die damit verbundenen Kosten schrecken viele Investoren ab, dabei haben solche Areale ein enormes Potenzial. Bei frühzeitiger und sorgfältiger Planung lassen sich wirtschaftliche Lösungen umsetzen und die Risiken auf ein Minimum reduzieren.

ALTLASTENVERORDNUNG UND KATASTER Die grössten Risiken liegen dabei oft im Untergrund. Bei einer häufig bis zu 100-jährigen Betriebstätigkeit auf einem Grundstück ist es nicht erstaunlich, dass die Verschmutzungen auf alten Industriestandorten sehr heterogen verteilt sein können. Frühzeitig verlangt die Behörde deshalb die Klärung, ob von einem solchen Areal eine Gefährdung oder gar eine unzulässige Verschmut-

zung eines der vier definierten Schutzgüter Grundwasser, Oberflächenwasser, Boden und Luft ausgeht. Zur Klärung dient die sogenannte Altlastenverordnung (AltlV; 1998), die zum Ziel hat, Standorte mit schädlichen Auswirkungen zu erfassen, zu untersuchen und bei Bedarf zu sanieren. Als Planungsinstrument dient den Kantonen dabei der sogenannte Kataster der belasteten Standorte, welcher jeweils öffentlich zugänglich ist. In diesem Kataster sind neben Schiess-

Im Zuge des verdichteten Bauens erhielten in den letzten zehn bis 20 Jahren viele ehemalige Industriekomplexe eine neue Nutzung im Bereich Wohnen und Gewerbe. Auch heute ist dieser Trend ungebrochen; Beispiele dazu sind zahlreich: das SelveAreal in Thun, das Hammerwerkareal in Worblaufen, die Isola-Werke in Breitenbach. Häufig ist es die Mischung aus Erhalten von historischer Bausubstanz und Neubau, die den Reiz und auch die Exklusivität solcher Überbauungen ausmachen. Bevor jedoch ein neues Projekt entwickelt werden kann, müssen Umweltfachleute die bestehende Bausubstanz und den Untergrund auf Schadstoffe und Verschmutzungen untersuchen. Einerseits gilt es, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, andererseits wollen Investoren Planungs- und Kostensicherheit. Die Schadstoffe und Verschmutzungen unterscheiden sich generell in drei Kategorien: • Gebäudeschadstoffe wie Asbest, PAK1 (vor allem korkhaltige Isolation und Kleber) und PCB2 (vor allem Fugendichtungen und Farbanstriche). • Durch den Betrieb verursachte Verschmutzungen der Bausubstanz (zum Beispiel Öl in Bodenplatten). • Durch den Betrieb verursachte Verschmutzungen des Untergrundes und des Grundwassers.

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Bei belasteten Standorten muss nicht zwangsläufig alles rückgebaut werden. Oft können Teile des Gebäudes stehen bleiben.


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anlagen, alten Abfalldeponien und Unfall­ standorten auch sämtliche Betriebsstandorte erfasst. Zu Letzteren gehören auch die Industriebrachen. Die kantonale Behörde teilt die im Kataster erfassten Standorte in einem ersten Schritt in folgende Kategorien ein: • Standorte, bei denen keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen zu erwarten sind (nicht untersuchungsbedürftig belastete Standorte). • Standorte, die einer Klärung bedürfen, ob sie überwachungs- oder sanierungsbedürftig sind (untersuchungsbedürftig belastete Standorte). Die Untersuchung von belasteten Standorten erfolgt in mehreren Etappen. Der erste Schritt versucht mit einer historischen Untersuchung, die Geschichte des Grundstücks vollständig zu erheben. Dies mit dem Ziel, die anschliessenden technischen Untersuchungen möglichst gezielt ausführen zu können. Die technische Untersuchung führen Altlasten-Fachleute ebenfalls in Etappen aus, bis sich der

Standort abschliessend nach der Altlastenverordnung beurteilen lässt. Zeigen diese Untersuchungen, dass mindestens eines der vier Schutzgüter Grundwasser, Oberflächenwasser, Boden und Luft gefährdet ist, beurteilt die Behörde die Überwachungs- und Sanierungsbedürftigkeit. Dabei stützt sie sich auf zahlreiche Grenzwerte, die in den unterschiedlichen Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien festgehalten sind. Die Kosten für die notwendigen Massnahmen zur Untersuchung, Überwachung und Sanierung belasteter Standorte trägt in der Regel der Verursacher. Je nach Ergebnissen kann die AltlastenSituation somit einen erheblichen Einfluss auf die weitere Planung haben. Auf dieser Grundlage lässt sich beispielsweise ein zusätzliches Untergeschoss einplanen, wenn die Behörde einen tieferen Aushub verlangt oder Fachspezialisten lassen ein Gebäude verschieben, wenn dadurch weniger verschmutztes Material ausgehoben und entsorgt werden muss. Zudem stimmt die Behörde

dem Verkauf oder der Überbauung eines im Kataster erfassten Grundstücks erst zu, wenn dieses abschliessend untersucht ist. Die Altlasten-Untersuchung ist somit ein zentraler Schritt in der Frühphase eines Projektes. Beispiel Areal «Industrie I» Das Areal «Industrie I» sollte nach jahrelangem Leerstand einer grossen Wohnüberbauung weichen. Das Projekt sah vor, etwa die Hälfte der Gebäude vollständig rückzubauen. Die restlichen Gebäude sollten vollumfänglich saniert und die Gebäudehülle erhalten bleiben.

SCHADSTOFFHALTIGE BAUSUBSTANZ In der Bausubstanz stellten AltlastenFachleute zahlreiche schadstoffhaltigen Materialien fest: • Asbest im Wandfliesenkleber, Spritzasbest an Stahlträgern, Faser­ zementplatten, Wandverputze und mehrschichtige PVC-Beläge. • Schlacken in Zwischenböden. • PCB-haltige Fugenkitte. 

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Um die schädlichen Auswirkungen der Altlasten zu erfassen, analysieren fachkundige Geologen den kontaminierten Boden.

BELASTETER UNTERGRUND Dem Kataster der belasteten Standorte konnte entnommen werden, dass es sich um einen untersuchungsbedürftigen, belasteten Standort handelt. Deshalb war auch eine historische und technische Untersuchung gemäss der Altlastenverordnung erforderlich. Diese Untersuchungen zeigten, dass praktisch das gesamte Areal mit Bauschutt und Betriebsabfällen rund vier Meter aufgeschüttet war. Vereinzelt stellten die Untersuchungen Bereiche mit stark erhöhten Schadstoffgehalten fest (Arsen, PAK und chlorierte Kohlenwasserstoffe). Diese Verschmutzungen erforderten, dass in einem nächsten Schritt die Qualität des Grundwassers im Zu- und Abstrom des Areals untersucht wird. Dabei liess sich eine Verschmutzung des Grundwassers im Abstrom feststellen, deshalb klassifizierte die zuständige Behörde den Standort als sanierungsbedürftig. Dieser Befund gefährdete das gesamte Projekt, denn Investoren dürfen sanierungsbedürftige Standorte ge-

mäss Altlastenverordnung nur überbauen, wenn sie diese gleichzeitig sanieren. Zu diesem Zeitpunkt waren die dadurch verursachten Mehrkosten für die Investoren nicht bezifferbar und die Altlasten-Risiken des Areals somit zu hoch. Weitere Untersuchungen konnten den Schadstoffherd eindeutig lokalisieren und eingrenzen. Als Entscheidungsgrundlage erhielten die Investoren zwei ausgearbeitete Varianten mit deren Kostenberechnung: • Variante A: vollständige Dekontami­ nation des Schadstoffherdes durch Ausheben • Variante B: Grundwassersanierung (In-Situ-Verfahren) Schnell verabschiedete man sich von der Variante B, da diese über mehrere Jahre läuft und ein Erfolg nicht garantieren lässt. Zudem darf der Herd solange nicht überbaut werden, bis der Standort nicht mehr sanierungsbedürftig ist. Um den Schadstoffherd vollständig zu dekontaminieren, musste ein Gebäude, das

ursprünglich hätte bestehen bleiben sollen, vollständig rückgebaut werden. Anschlie­ ssend liessen sich die starken Verschmutzungen vollständig ausheben. Dabei begleitete eine Fachperson die Aushubarbeiten und ein Entsorgungsunternehmen beseitigte die ausgehobenen Materialien entsprechend ihrer Abfallkategorie. Die enge Begleitung durch Fachspezialisten ermöglichte zudem das Einhalten der veranschlagten Sanierungskosten. Die vorgängig erstellten Grundwassermessstellen belegten den Sanierungserfolg: Die Schadstoffkonzentrationen im Abstrombereich nahmen sehr rasch ab. In den übrigen Bereichen des Projektperimeters führten die Arbeiter nur einen baubedingten Aushub aus. Eine vollständige Dekontamination des Areals strebte die Bauherrschaft nicht an. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten führt der Kataster belasteter Standorte (KbS) das Areal «Industrie I» neu als weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig belasteten Standort.

CHANCE: FRÜHZEITIGE SCHADSTOFFANALYSE Leerstehende Industrieareale sind dank der Lage und der Erschliessung interessante Flächen für eine weitere Verwendung. Soll ein altes Industrieareal einer neuen Nutzung zugeführt werden, empfiehlt es sich aus Gründen der Planungs- und Kostensicherheit, die Gebäude und den Untergrund frühzeitig auf Schadstoffe und Verschmut­zungen zu untersuchen. Diese ersten Ergebnisse dienen oft als gute Grundlage, um ein architektonisch attraktives und wirtschaftlich tragbares Projekt zu entwickeln. 

ANMERKUNGEN: 1) PAK = polyzyhlische aromatische Kohlenwasserstoffe 1) PCB = polychlorierte Biphenyle

LAURENT STEIDLE ist diplomierter Geologe und leitet den Bereich Umwelt bei Geotest AG.

DAVID WAHLI ist diplomierter Geologe und leitet Projekte zu den Themen Gebäudeschadstoffe und Altlasten.

Fachspezialisten begutachten den Schadstoffherd und begleiten den Aushub.

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www.geotest.ch david.wahli@geotest.ch


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Wir forschen für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle Besuchen Sie uns im Felslabor Mont Terri (JU); kostenlose Führungen für Gruppen ab zehn Personen Wir freuen uns auf Sie

Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Hardstrasse 73 Postfach 280 5430 Wettingen Telefon 056 437 11 11 www.nagra.ch


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IN TIEFE ENTSORGT WAS PASSIERT MIT UNSEREN RADIOAKTIVEN ABFÄLLEN? Interview mit Patrick Senn

Unsere Generation verfeuert nicht nur fossile Treibstoffe, sondern nutzt zum jetzigen Zeitpunkt spaltbare Stoffe, um Strom zu produzieren. Doch was soll mit den daraus resultierenden hochaktiven Abfällen aus den AKWs passieren? Eine geologische Tiefenlagerung über eine Million Jahre ist aus heutiger Sicht die einzige sinnvolle Lösung, um diese Abfälle gefahrlos zu entsorgen. Wir sprachen mit Patrick Senn, dem Bereichsleiter Projektierung und Bau von geologischen Tiefenlagern bei der Nagra, um die Komplexität eines solchen Projektes zu verstehen.

In der zum geologischen Tiefenlager gehörenden Oberflächenanlage werden die Abfälle angeliefert, verpackt und dann über ein Zugangsbauwerk in den Untergrund gebracht.

W

ie ist der aktuelle Stand im Verfahren der geologischen Tiefenlager? Ein geologisches Tiefenlager (gTL) planen und realisieren wir wie jedes andere Infrastrukturprojekt schrittweise. Mit zunehmendem Projektfortschritt erweitert sich unser Wissen, und gleichzeitig können wir das Projekt anpassen, verfeinern und optimieren. Noch vor dem Bau eines gTL steht die Identifikation des am besten geeigneten Standorts, wobei die Sicherheit im Zentrum der Auswahl steht. In dieser Phase befinden wir uns derzeit. Als Nächstes untersuchen wir drei Standortgebiete eingehender. Zum einen geologisch, aber auch raumplanerisch und bezüglich Umweltbelangen. Nach Erhalten der Rahmenbewilligung und der späteren Nuklearen Baubewilligung beginnen die Haupt­bauarbeiten für das geologische Tiefenlager und für die Oberflächenanlage

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etwa im Jahr 2040. Um 2050 beginnt die Einlagerung der schwach- und mittelaktiven Abfälle (SMA) und ab 2060 die Einlagerung der hochaktiven Abfälle (HAA). Wie wird ein geologisches Tiefenlager erschlossen? Die Bewilligung und Realisierung eines Tiefenlagers erfolgt gemäss den Vorgaben des Kernenergiegesetzes und der Kernenergieverordnung schrittweise. Aufgrund der Etappierung und aufgrund funktionaler Anforderungen sind mehrere Zugänge zur Erschliessung der Lagerebene notwendig. Heute gehen wir davon aus, dass sowohl für ein SMA-, ein HAAoder ein Kombilager drei Zugänge erforderlich sind. Für den Hauptzugang ist sowohl eine Rampe, welche bis zu zwölf Prozent geneigt ist, oder ein Schacht möglich. Das hängt von den standortspe-

Im Felslabor Mont Terri bei Saint-Ursanne forschen 16 Partner aus acht Nationen.

zifischen Rahmenbedingungen ab. Der Entscheid dazu soll erst gefällt werden, wenn die Ergebnisse der erdwissenschaftlichen Untersuchungen Untertag (eUU) am Standort vorliegen, also mit dem Gesuch für die Nukleare Baubewilligung und nicht schon mit der Rahmenbewilligung. Der späte Entscheid lässt mehr Handlungsspielräume und erlaubt eine Optimierung der Erschliessung unter Berücksichtigung der bis dahin noch zu gewinnenden Erkenntnisse. Was ist der grundsätzliche Unterschied zwischen einem SMA- und HAA-Tiefenlager? Der Hauptunterschied liegt in der Radiotoxizität beziehungsweise in der Aktivität und Menge der einzulagernden Abfälle. Daraus leiten sich unterschiedliche Anforderungen aus Sicht der Langzeitsicherheit


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füllt und versiegelt wird, falls es sich wie vorgesehen verhält.

ab. Im HAA-Lager lagern die abgebrannten Brennelemente und Abfälle aus der Wiederaufbereitung ein. Diese Abfälle weisen eine hohe Aktivität und «Giftigkeit» auf, sind aber mengenmässig relativ klein. Für diese Abfälle ist ein sicherer Einschluss bis eine Million Jahre – also eine sehr lange Zeit – nachzuweisen. Die SMA aus Medizin, Industrie, Forschung sowie Stilllegungen und Betriebsabfällen aus den Kernkraftwerken sind im Volumen deutlich grösser, aber in der Aktivität deutlich geringer. Anders als im Ausland lagern wir diese Abfälle ebenfalls in grosser Tiefe. Hier sind Nachweise «nur» bis 100 000 Jahre zu liefern. Was ist der Unterschied zwischen dem Bau und Betrieb eines geologischen Tiefenlagers und einer «herkömmlichen» Untertaganlage? Ein geologisches Tiefenlager gleicht in seiner prinzipiellen beziehungsweise funktionalen Auslegung eher einem Bergwerk als einem Tunnel. Für den Bau kommen traditionelle Berg- und Tunnelbaumethoden

Patrick Senn ist der Bereichsleiter «Projektierung & Bau geologischer Tiefenlager» bei der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra).

zum Einsatz, im Vordergrund stehen konventionelle Vortriebsmethoden wie Sprengvortrieb beziehungsweise Teilschnittmaschinen-Vortrieb. Für die 16 Kilometer HAA-Lagerstollen nutzen wir hingegen offene Tunnelbohrmaschinen mit Spritzbetonausbau oder Schildmaschinen mit Tübbingausbau. Im Betrieb gibt es mehrere Phasen: der Einlagerungsbetrieb, wobei die belegten Lagerstollen und -kavernen sukzessive parallel verfüllt und versiegelt werden, und die anschliessende Beobachtungsphase, während der über mehrere Jahrzehnte lang das gTL stufenweise be-

«Ein geologisches Tiefenlager gleicht in seiner prinzipiellen beziehungsweise funktionalen Auslegung eher einem Bergwerk als einem Tunnel.»

Das allfällige Tiefenlager Nördlich Lägern war in den letzten Monaten in den Schlagzeilen. Weshalb untersucht die Nagra diesen Standort nun trotzdem weiter? Nördlich Lägern unterscheidet sich von den beiden von der Nagra für weitere Untersuchungen empfohlenen Gebieten Zürich Nordost und Jura Ost dadurch, dass ein Lager nur deutlich tiefer, in 900 Metern Tiefe, gebaut werden kann und daher aus Sicht der Bautechnik deutliche Nachteile aufweist. Diese Frage wurde bereits intensiv diskutiert, die Nagra hat dazu auch vertiefende Unterlagen nachgereicht. Grundsätzlich attestiert das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, dass diese Unterlagen zwar gut und nachvollziehbar sind, aber dass die Daten aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend belastbar sind, um einen eindeutigen Nachteil zu belegen. Die Nagra hat bereits begonnen, auch Nördlich Lägern zu untersuchen und hat die 3-DSeismik gerade abgeschlossen. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen sollen in einer nächsten Etappe die Unsicherheiten verkleinern, um eindeutigere Entscheide zu ermöglichen. Zudem wollen wir die Diskussion zur Bautechnik und ihrer Bedeutung für die Tiefenlager intensivieren und mit einer breiten Fachwelt, insbesondere aus dem Tunnelbau, diskutieren. Wie und wo führen die Nagra aktuell Experimente im Zusammenhang mit der Bautechnik durch? Im Felslabor Mont Terri betreibt eine internationale Wissenschaftscommunity unter Beteiligung der Nagra zahlreiche Experimente, welche das Verhalten des Sedimentgesteins Opalinuston und den optimalen bautechnischen Umgang mit diesem Gestein klären sollen. Dabei geht es unter anderem um Phänomene an der Kontaktfläche von Spritzbeton und Opalinuston oder um das Verwitterungsverhalten des Felsens nach dem Ausbruch. Das Felslabor Mont Terri verfügt über ein Besucherzentrum und freut sich, interessiertes Publikum vor Ort über seine Aktivitäten informieren zu dürfen. 

Nagra | Hardstrasse 73 | Postfach 280 | CH-5430 Wettingen | Tel. +41 (0) 56 437 11 11 | info@nagra.ch | www.nagra.ch

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Das Ziel des Projektes ist, neue Wohn- und Gewerbegebiete für die Gemeinde Chippis zu schaffen. Sie müssen sauber sein.

HERAUSFORDERUNG ANNEHMEN SANIERUNG DER ALUMINIUMWERKE IN CHIPPIS von Urs Peyer

85 Jahre Aluminiumproduktion am Industriestandort in Chippis im Wallis haben Spuren hinterlassen und machten eine umfassende Altlastensanierung nötig. Das Ausmass und die Komplexität eines solchen Sanierungsprojekts erfordern ein effizientes Zusammenspiel von Spezialisten und eine durchdachte Logistik. Die Eberhard Unternehmungen kümmern sich um alle relevanten Schnittstellen und entlasten damit nicht nur den Boden, sondern auch den Grundeigentümer.

B

is 1993 wurde der Fabrikstandort der ehemaligen Alusuisse in Chippis für die Herstellung und die Verarbeitung von Aluminium genutzt. Während der 85 Jahre dauernden Produktion reicherten sich im Boden rund 30 Tonnen Fluoride an, und versickerter Teer aus der Anodenproduktion führte zu weiteren Bodenbelastungen. Seit 2007 ist das Gelände im Besitz der internationalen Bergbaugesellschaft Rio Tinto, welche nun das Fabrik­ areal nach den Vorschriften der Altlastenverordnung sanieren lässt. Das Ziel des Gesamtprojekts ist der Verkauf der verschiedenen Areal-Parzellen an Dritte. So

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werden rund 13 000 Quadratmeter neue Wohngebiete für die Gemeinde Chippis und 68 000 Quadratmeter Gewerbe- und Industriezonen entstehen.

KOORDINATION VERSCHIEDENSTER DISZIPLINEN Auf einer Fläche von 48 000 Quadratmetern sind rund 180 000 Tonnen belastete Aushub- und Bauschuttmaterialien auszubaggern, zu triagieren (Trennung nach Schadstoffklassen) und gesetzeskonform zu entsor­gen. Umfangreiche und komplexe Sanierungsprojekte dieser Grösse erfordern eine sorgfältige Planung sowie eine laufende

Abstimmung unter den beteiligten Fachspezialisten. Die Ebiox AG und die Eberhard Bau AG starteten im Oktober 2015 im Auftrag der Bergbaugesellschaft Rio Tinto mit den Vorbereitungen für die Altlastensanierung. Das gesamte Projekt ist als effiziente Gesamtleistung ausgelegt. Gemeinsam mit der Fachbauleitung kümmern sich der Altlasten-Projektleiter und der Bauführer um sämtliche Schnittstellen, Projektparameter und die Koordination der Arbeitsschritte. So erfolgen die Triage und die Aufbereitung der Altlasten sowie der Abtransport und die Entsorgung aus einem Guss – und mit einem Ansprechpartner für den Auftraggeber.


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LEITGEDANKE WIEDERVERWENDUNG Neben der gesetzeskonformen Beseitigung der gefährdenden Stoffe ist mit einer Altlastensanierung auch eine grösstmögliche Rückgewinnung von verwertbaren Materialien anzustreben. Die Eberhard Unternehmungen wählten in Chippis für das mit Fluoriden belastete Material die Trockenaufbereitung. Eine mobile Siebanlage trennt das Gemisch in drei Fraktionen: Überkorn, Grobfraktion und Feinfraktion. Die saubere Grobfraktion lässt sich auf diese Weise mit einem Mobilbrecher zerkleinern und für diverse Auffüllungen vor Ort wieder einbauen. Der Projektleiter der Ebiox AG rechnet bis zum Abschluss der Baustelle mit rund 30 000 Tonnen Material, welches dadurch direkt auf der Baustelle wiederverwendet wird. Dieses Vorgehen spart unzählige Lastwagenfahrten, reduziert die Entsorgungskosten und minimiert die Zufuhr von Füllmaterial.

Abtrag und Triage des heterogenen Bodenmaterials

Immobilisierung der Fluoridbelastung mittels Durchlaufmischer

Für die fluoridbelastete Feinfraktion kommt ein Immobilisierungsverfahren mittels eines Durchlaufmischers zum Einsatz. Durch die Reduktion der Fluoridbelastung kann ein Grossteil dieses Materials im Inland entsorgt werden. Das in den Teergruben anstehende Erdreich ist mit PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet und wird nach der Triage direkt einer thermischen Verwertung im Ausland zugeführt.

UMWELTSCHONENDE LOGISTIK

Umweltschonender Abtransport mit der Bahn

HERAUSFORDERNDE TRIAGE Das abzutragende Bodenmaterial ist sehr heterogen und mit alten Fundamenten und verfülltem Rückbaumaterial durchsetzt. Diese im wahrsten Sinne des Wortes «vielschichtige» Ausgangslage mit Aushubtiefen zwischen zwei und fünf Metern bietet täglich besondere Herausforderungen für die Triage. Um auf der Baustelle eine möglichst effiziente Trennung des Bodenmaterials sicherzustellen, entnehmen die drei Ebiox-Spezialisten fort-

laufend repräsentative Bodenproben und analysieren diese im mobilen Labor vor Ort. Für den Materialabtrag und den internen Transport stehen drei Bagger sowie zwei knickgelenkte Muldenkipper zur Verfügung. Eine mit Grossdumpern befahrbare Waage ermöglicht die Erfassung der Materialströme innerhalb der Baustelle. Eine zweite Waage im Eingangsbereich registriert alle Abfuhren und gewährleistet damit die Rückverfolgung der entsorgten Materialien.

Die stark belasteten Aushubmaterialien gelangen prioritär mit der Bahn und den Kippwagen der Weiacher Kies AG in die Entsorgung. Die SBB Cargo AG schiebt jeweils fünf Aushubwagen mit einer Rangierlokomotive zum Anschlussgleis auf der Baustelle. Ein Radlader mit Wiegeeinrichtung lädt genau 61 Tonnen Aushub auf die bereitstehenden Bahnwagen. Für den Transport wird jeder Kippbehälter mit einer Blache abgedeckt. Der umweltfreundliche Materialabtransport auf der Schiene mit einer Fünferkomposition entlastet die Bevölkerung um jeweils 15 Lastwagenfahrten. Die umfassende Altlastensanierung, der heterogene Untergrund und das Materialhandling auf der Baustelle werden Polier, Bauführer, Projektleiter und die Fachbauleitung noch bis im Oktober 2017 fordern. 

Eberhard Bau AG | Steinackerstrasse 56 | Postfach | CH-8302 Kloten | Tel. +41 (0) 43 211 22 10 eberhard@eberhard.ch | www.eberhard.ch

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VON HÄRTE KEINE SPUR ENTKALKUNGSANLAGEN FÜR WEICHERES WASSER von Freya Mohr

Vielerorts in der Schweiz weist das Leitungswasser einen hohen Kalkgehalt auf. Das schädigt Rohre und Haushaltsgeräte. Die Zier AG mit Firmensitz in Pfungen (ZH) hat sich auf die Entkalkung von Wasser spezialisiert und beliefert die Deutschschweiz mit entsprechenden Anlagen.

Pendelanlagen garantieren weiches Wasser in Mehrfamilienhäusern und Industrie.

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er kennt das nicht: Kalkflecken an den Armaturen, stumpfe Wäsche und verkalkte Kaffeemaschinen. Bei zu kalkhaltigem Wasser kommt es in der Küche und im Badezimmer zu Kalkablagerungen. Das sieht unschön aus und kann Haushaltsgeräte sowie -technik schädigen. Je nach Region enthält Leitungswasser mehr oder weniger Kalk respektive hartes oder weiches Wasser genannt. Die Schweiz misst den Härtegrad des Wassers in französischer Härte (°fH). Am kalkhaltigsten ist das Wasser üblicherweise im Mittelland, Zürich und der Ostschweiz, während es im Jura mittelhart ist und in den Alpen und der Alpensüdseite weich.

KALK ADE Eine Wasserenthärtungsanlage entkalkt das Wasser auf natürliche Weise, indem sie kalkbildende Magnesium- und Calciumionen durch Natriumionen austauscht. Der Geschäftsführer der Zier AG, Walter Müller, erklärt: «Im Ein- und Mehrfamilienhaus sollte ab einer Wasserhärte von 20° fH eine Anlage eingebaut werden.» Eine Entkalkungsanlage lässt sich problemlos an die

Hauptwasserleitung anschliessen. Ausschlaggebend für ihre Grösse ist der Wasserverbrauch: Durchschnittlich verbraucht eine Person 130 Liter pro Tag. Die Zier AG bietet Standardanlagen für Ein- bis Sechs­ personenhaushalte. Aber auch individuelle, massgeschneiderte Lösungen für Mehrfamilienhäuser und Industrie.

Kabinettanlage im Einfamilienhaus.

PROFI IN WASSERENTHÄRTUNG Seit fast 50 Jahren montiert die Zier AG Wasseraufbereitungsanlagen, und Schwimm­badtechnik. Die Aufgabe der Wasserenthärtung sieht das Unternehmen wie folgt: «Wir arbeiten hart, damit Sie weiches Wasser geniessen können!» Mit langjähriger Erfahrung beraten die 13 Mitarbeiter ihre Privat- und Geschäftskunden und bieten Lösungen für Bauvorhaben von Sanitärinstallateuren. Auf Wunsch übernimmt das Unternehmen die Installation inklusive der nötigen Anpassungen an der Hauptwasserleitung sowie den Service und Reparaturen. Die Sanitärkundschaft hingegen passt die Leitungen selber an, die Zier AG liefert ihnen die Anlagen und setzt sie in Betrieb. 

VORTEILE WEICHWASSER: 1. Weniger Kalkflecken in Bad, Küche und an den Armaturen verringern den Aufwand beim Putzen. 2. Es schont die gesamte Haustechnik wie Boiler, Toiletten und Dusch-WCs. 3. Waschmaschinen benötigen weniger Wasch- und Kalkschutzmittel, es kommt zu weniger Farbverlust, und die Wäsche bleibt sanfter. 4. Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen und Waschmaschinen haben eine längere Lebensdauer durch verringerte Kalkablagerungen. 5. Rohre verkalken nicht und müssen daher seltener ausgetauscht werden.

Zier AG | Bahnhofstrasse 17 | CH-8422 Pfungen | Tel. +41 (0) 52 304 00 00 | mail@zier.ch | www.zier.ch

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NEUKUNDE GEWONNEN SWISSCOM IMMOBILIEN ALS NEUKUNDE von Stefanie Langenstein

Dem Hightech-Unternehmen Neurobat AG, mit Sitz in Brugg, gelang es, die Swisscom Immobilien AG, Tochtergesellschaft der Swisscom AG, als Neukundin an Bord zu holen. Dazu installierte Neurobat seit Beginn der Heizsaison schweizweit bereits mehrere ihrer Online-Energiesparprodukte NOL in den Liegenschaften des Grosskonzerns. Erste Resultate zeigen eine äusserst vielversprechende Reduktion der CO2-Emissionen von über 26 Prozent und dürften für das Jungunternehmen der Meilenstein für weitere Kundenzugänge sein.

UNTERNEHMENSPORTRÄT Das Schweizer Hightech-Unternehmen Neurobat AG entwickelt innovative Produkte und Spitzentechnologien zur Optimierung von Heizungsanlagen. Ihr Produktportfolio reicht vom einfachen Zusatzgerät für Heizungsanlagen in Einfamilienhäusern bis hin zu Chip-Inte­ grationslösungen für Heizgerätehersteller sowie Online-Energieoptimierungsanlagen für kommerzielle Liegen­schaften und KMU. Zu den Neurobat-Kunden zählen Liegenschaftsbesitzer von Einfamilienhäusern ebenso wie Heiz­ geräte­hersteller (OEM), Immobilien­ verwaltungen, Anbieter von Facility Management sowie namhafte grosse Schweizer Unternehmen. Die Produkte der Neurobat überzeugen mit weit überdurchschnittlichen Energieeinsparungen von bis zu 28 Prozent, maximalem Raumkomfort, geringem Unterhalt und Einfachheit in der Anwendung. Mehrfach mit verschiedenen Awards für ihre Spitzentechnologie ausgezeichnet, gilt das 2009 gegründete Unternehmen als erfolgreiche Marktleaderin.

Stephen Neff ist CEO der Neurobat AG.

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Die Online-Energiesparlösung NOL optimiert seit Beginn der Heizsaison mehrere Liegenschaften der Swisscom Immobilien AG – so auch dasjenige in Landquart.

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rst vergangenen Herbst lancierte Neurobat ihre neue Produktelinie für Online-Energiesparlösungen in kommerziellen Liegenschaften. Noch vor Beginn der laufenden Heizsaison liess daraufhin die Swisscom sechs ihrer Liegenschaften mit den innovativen Energiesparlösungen ausstatten. In Form eines kleinen Schaltschrankes (50 cm x 60 cm), verbunden mit der Installation von wenigen Sensoren, werden bei Swisscom die einzelnen Liegenschaften seither optimiert betrieben. Denn mithilfe der Sensordaten reagiert das NOL-Produkt vorausschauend auf Sonneneinstrahlung, Abwärme von Menschen und Maschinen und weitere Faktoren und sorgt so selbstständig für die Einhaltung der optimalen Raumtemperatur.

NOL-PRODUKTELINIE: ONLINE-ENERGIESPAR­ LÖSUNG FÜR KOMMERZIELLE LIEGENSCHAFTEN Der neuste Triumph des Schweizer Hightech-Unternehmens Neurobat AG heisst NOL. Die Online-Energiesparlösung optimiert Heizungsanlagen in kommerziellen Gebäuden bis zu 28 Prozent, senkt erheblich CO2-Emissionen und sorgt für optimalen Raumkomfort. Die NOL-Produkte setzen sich aus dem optimalen NOL-System (Hard-, Software und Systemkomponenten) und dem NOL-Leistungspaket zusammen. Einmal über eine Schnittstelle mit der Heizungsanlage verbunden, optimiert das NOL-Produkt alles von alleine.


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RESULTATE LASSEN AUFHORCHEN Die Folge: weniger CO2-Emissionen, reduzierte Energiekosten und verbesserter Raumkomfort. Erste Ergebnisse einer Geschäftsliegenschaft von Swisscom in Sargans verzeichnen Einsparungen von über 26 Prozent. Res Witschi, Leiter Corporate Responsibility bei Swisscom, zeigt sich überzeugt von der Investition: «Die Resultate in Sargans sind vielversprechend. Auch in den anderen mit NOL ausgestatteten Gebäude gehen wir von erheblichen Einsparungen dank NOL aus.» Laut Stephen Neff, CEO von Neurobat AG, ist die Einsparung von 26 Prozent in Sargans keine Überraschung: «Die Resultate in Sargans bestätigen unsere Berechnungen aus früheren Pilotprojekten. Eine Einsparung von 20 Prozent in Geschäftsliegenschaften ist durchaus realistisch. Auf diesem Wert basiert auch unser Geschäftsmodell.»

NULL RISIKO FÜR KUNDEN Ihren Kunden stellt Neurobat standardmässig eine jährliche Abonnementsgebühr für die Energieeinsparung in Rechnung. Dieser Betrag ist abhängig von der effektiven Energieeinsparung, die durch NOL während eines Jahres erzielt wird, und ist deshalb für den Kunden ohne jegliches Risiko. «Wir sind überzeugt, dass gerade in kommerziellen Liegenschaften, wie Büro- oder Verwaltungsgebäuden, mit NOL erheblich CO2-Emissionen und Energiekosten eingespart werden können. Indem wir mit einsparungsabhängigen Gebühren arbeiten, unterstreichen wir unsere Überzeugung und sind dem Kunden gegenüber transparent und fair.»

VERBESSERUNG DER ENERGIEBILANZ Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Kunden gemeinsam doppelt so viel CO2 einzusparen, wie sie in ihrem gesamten Betrieb und ihrer Lieferkette verur-

sacht. Zudem will Swisscom ihre eigene Energieeffizienz bis 2020 gegenüber 2016 um weitere 35 Prozent steigern. Als innovative Pionierin in der Entwicklung und Herstellung von Technologien und Produkten zur Optimierung von Heizungsanlagen und ihrer neusten Produktelinie NOL, den Online-Energiesparlösungen für kommerzielle Liegenschaften, spricht Neurobat denn auch gezielt Büro- und Verwaltungsgebäude, wie eben diejenige der Swisscom AG, an. Zu den Kunden von Neurobat gehören auch weitere namhafte Unternehmen wie beispielsweise die Gruner Ingenieurgruppe AG, die führende Schweizer Bauplanungsgruppe, CSEM AG in Neuenburg, ENGIE Services AG und einige andere renommierte Firmen. Die veröffentlichten Einsparungswerte bei Swisscom dürften auch für weitere Unternehmen von Bedeutung sein. Abklärungen für weitere Installationen sind bereits im Gang. 

Neurobat AG | Altenburgerstrasse 49 | CH-5200 Brugg AG | Tel. +41 (0)56 552 33 00 | office@neurobat.net | www.neurobat.net/de

Ausgabe 03/2017 // Seite 129


UMWELT & TECHNIK

ABLUFTTUNING INTELLIGENTE KÜCHENLÜFTUNG von Georg Lutz/HLC

Je dichter die Gebäudehülle ist, desto weniger Energie geht verloren. Nicht umsonst wird bei einer energetischen Bauweise auch auf die optimale Dämmung geachtet. Problem: Wo kaum Luft zirkuliert, weil es keine undichten Fensterfugen oder Türritzen mehr gibt, ist die Schimmelgefahr deutlich erhöht.

Auch in gut gedämmten Häusern bildet sich regelmässig Kochdunst. Wird dieser nicht zügig nach aussen abgeführt, schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Luft an kühlen Oberflächen als Kondensat nieder. In der Folge steigt das Schimmelrisiko, Bewohner und Bausubstanz werden geschädigt. Wer nun meint, die Umlufttechnik sei das Allheilmittel gegen «dicke Luft» in den eigenen vier Wänden, irrt. Denn der hinter dem Lüfter angeordnete Aktivkohlefilter verschliesst den Querschnitt der Ausblasöffnung zu weit mehr als 90 Prozent und beeinträchtigt dadurch die Saugkraft der Dunstabzugshaube. Hohe Filterwiderstände verhindern zudem, dass Gerüche, Fett und Feuchtigkeit gebunden werden. Vielmehr können sich diese mittels der herkömmlichen Umlufttechnik ungehindert

im Raum verteilen. Anders ein hochwertiger Mauerkasten: Er leitet die Abluft über eine Öffnung in der Aussenwand ungebremst ins Freie ab und sorgt auf diese Weise dafür, dass Schimmel gar nicht erst entstehen kann. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass keine Heizenergie verloren geht.

DAS ENDE DER DUNSTABZUGSHAUBE Einen anderen, genauer seitlichen Ansatz hat der Küchenspezialist BORA im Angebot. Der BORA-Kochfeldabzug saugt Dunst und Gerüche nach unten ab, und zwar dort, wo sie beim Kochen entstehen – direkt am Kochfeld!

eine Maschine bestehend aus Kochfeld, Abzug, Motor, Kanal (BORA Ecotube), Filter und Mauerkasten (BORA 3box). Kochfeld und Kochfeldabzug kommunizieren im System miteinander. 

BORA Lüftungstechnik GmbH

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enn gekocht und gebrutzelt wird, leisten Dunstabzugshauben Schwerstarbeit. Denn Gerüche, Fett und vor allem Dampf müssen schleunigst raus. Die Öffnung in der Wand ist also unabdingbar. Doch leider ent­ puppen sich herkömmliche Ausblasgitter meist als teure Schwachstellen, durch die unentwegt Wärme entweicht – auch bei ausgeschalteter Dunstabzugshaube. Zudem bremsen störende Bauteile den Luftstrom und verhindern, dass die Feuchtigkeit komplett ausgeleitet wird – die Schimmelgefahr steigt.

Das patentierte BORA-System, bestehend aus Kochfeldabzug und Kochfeldern, steht für ausgezeichnete Produkteffektivität und liefert maximale Gestaltungsfreiheit, die das Verhalten und die Architektur in der Küche revolutioniert. Die BORA Lüftungstechnik GmbH, Hersteller von direkten Kochfeldabzügen, hat dieses Jahr zum zehnjährigen Firmenbestehen eine Produktinnovation vor. Das neue BORA Professional präsentiert sich mit elektrischem Kochfeldabzug, intelligenter Bedienführung und ist ein echtes, modulares High-End-System aus sechs Komponenten. Es handelt sich um ein echtes, in sich geschlossenes System –

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UMWELT & TECHNIK

FRISCHE HAT VORFAHRT EFFIZIENTE UND NACHHALTIGE KÄLTEERZEUGUNG Interview mit Paul Du Toit von Georg Lutz

Kälte und Klimaschutz waren früher Gegensätze. Lange setzten die Kälteerzeuger auf synthetische Kältemittel. Inzwischen gibt es Lösungen mit umweltfreundlichen Kältemitteln wie beispielsweise CO2 . Bei aktuellen und innovativen Technologien können Kälte und Klimaschutz eine effiziente Partnerschaft eingehen. Das folgende Interview beleuchtet die Lösungsansätze.

W

o kommt die Kältetechnik Ihres Hauses eigentlich zum Einsatz? Als Laien kennen wir die Kühlregale und Kühltruhen im Discounter, Sie kennen sicher noch einige weitere Beispiele. Das ist ganz einfach. Überall dort, wo Kälte benötigt wird, kommen wir ins Spiel: in der Lebensmittelkühlung bei der Produktion, der Lebensmittelkühlung im Rahmen der Lagerung der Produkte, der Lebensmittelkühlung im Verkauf und in der Chemie- & Pharmabranche bei Produktion und Lagerung der Produkte. Man kann folglich grob zwischen Industrie- und Gewerbekälte unterscheiden? Genau. Ihre Angebote sind, auf die Anforderungsprofile bezogen, sicher komplex. Gehe ich richtig in der Annahme, dass hier keine Produkte über den Verkaufs­ tresen geschoben werden? Ihre Annahme ist richtig. Wir sind ein von Produkten und Anbietern absolut unabhängiges Ingenieurbüro und verkaufen ausschliesslich Ingenieur-, sprich Planerdienstleistungen. Es geht um die Erstellung von Kältekonzepten für unsere Kunden – individuell und bedürfnisorientiert. Dabei stehen die Wirtschaftlichkeit und Klima­ freundlichkeit/-neutralität der Anlagen jeweils im Fokus – und dies seit bald 30 Jahren. Wenn Sie als Unternehmen eine Kälteanlage anschaffen wollen, kaufen Sie nicht Birnen oder Äpfel, die in die Tüte gepackt werden, sondern Sie möchten darauf vertrauen, dass Ihre Investition sinnvoll und nachhaltig angelegt ist. Planungs- und Projektierungskosten zu scheuen und beim Produkt nur den Anschaffungspreis zu kalkulieren, zahlt sich hier nicht aus. Fehlplanung und mangelnde Qualität führen früher oder später zu hohen Betriebs- und Unterhaltskosten. Bei uns kauft der Kunde die

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Dienstleitungen aus einer Hand. Wir vertreten ihn bei den Ausschreibungen und Verhandlungen. Somit hat unser Auftraggeber immer nur einen Ansprechpartner. Es geht folglich am Anfang der Wertschöpfungskette zunächst um Kälteplanung und Kälteplaner. Was kann man sich darunter vorstellen? Unsere Projektleiter (Kälteplaner) erstellen mit dem Kunden sehr früh ein Konzept. Es geht um zentrale Herausforderungen wie Klimaneutralität und Wirtschaftlichkeit. Der reine Anschaffungspreis sagt wenig aus, wenn man beispielsweise die Betriebskosten, über die Jahre gesehen, nicht im Griff hat. Die Anlage muss also über den gesamten Lebenszyklus (Stichwort: Life Cycle Cost) betrachtet werden. Und dann geht es um strategische Entscheidungen? Der Kunde sollte bereits früh einen Grundsatzentscheid treffen. Will er beispielsweise direkt mit einem Kälteinstallateur oder einem Planer arbeiten? Bei Kälte­ firmen beschäftigte Verkaufsingenieure

State of the art: CO2 Booster-Kälteanlage.

Paul Du Toit ist CEO, Mitglied der Geschäfts­ leitung der FRIGO-CONSULTING AG.

sind ihrem Arbeitgeber verpflichtet, der wiederum an seine Lieferanten gebunden ist. Die Ingenieure der FRIGO-CONSULTING arbeiten absolut unabhängig und mit grossem Spielraum für kreative, innovative und wirtschaftliche Lösungen. Der daraus resultierende Kundennutzen erwirkt eine Kostenreduktion und erhöht die Qualität sowie die Sicherheit der Anlagen.


UMWELT & TECHNIK

30 Jahren an. Unsere Expertise auf diesem Gebiet ist nicht nur erprobt, sondern mehrfach erfolgreich bewiesen worden. Wo besteht noch mehr Potential? Kälteerzeugung verursacht Abwärme, welche wir immer wieder verwerten. Abwärmenutzung (AWN) – zur Heizung von Gebäuden und zur Warm-/Brauch­ wasseraufbereitung ist hier das zentrale Stichwort. Ausserdem versuchen wir, bei jedem neuen Projekt immer wieder die Energieeffizienz zu steigern, ohne dabei die Betriebssicherheit zu gefährden.

Auch in Coop-Filialen bilden Kälte und Frische ein erfolgreiches Paar.

Sind die aktuellen Kühlmittel in erster Linie CO2 und Ammoniak? Ganz vereinfacht gibt es zwei Kategorien an Kältemitteln: synthetische und natür­ liche Kältemittel. Wo liegt der Unterschied? Synthetische Kältemittel haben eine negative Auswirkung auf die Umwelt, wenn sie in die Luft gelangen. Auch noch heute tragen «weiterentwickelte» synthetische Kältemittel zur globalen Erderwärmung bei. Von der neusten Generation der synthetischen Kältemittel ist bekannt, dass sie in Verbindung mit Wasser Trifluoressigsäure bilden, welche sich nicht mehr abbauen lässt, und somit in die Nahrungskette gelangen kann. Somit ist auch diese neuere Generation von synthetischen Kältemitteln schädlich für die Umwelt. Da kommen wir nicht weiter. Wie sieht die nachhaltige Lösung aus? Ganz anders ist dies bei den natürlichen Kältemitteln wie beispielsweise CO2, Ammoniak oder Propan. Paradoxerweise denkt man bei CO2 jeweils an umweltschädliche Produkte. Allerdings entsteht das CO2 (Kohlendioxid) nicht durch einen Verbrennungsprozess, also durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, sondern, es ist reines Gas, welches als Produkt in unserer Atmosphäre entsteht, wenn wir beispielsweise aus­atmen. Natürliche Gase können als Kältemittel in der

Kälteanlage verwendet werden und belasten die Umwelt nicht, wenn sie aus dem Kälteerzeugungsprozess durch Leckagen austreten. Und hier setzt Ihre Lösung an? Ja. Bei der Planung unserer Kältekonzepte setzen wir primär auf natürliche Kältemittel. Zu viele Anlagen werden aber leider immer noch mit synthetischen (umweltbelastenden) Kältemitteln gebaut, obwohl natürliche Kältemittel seit langer Zeit Stand der Technik sind. Grossverteiler wie Coop, Migros und viele Industriebetriebe setzen nur noch auf Anlagen mit natürlichen Kältemitteln. FRIGO-CONSULTING bietet Kältetechnik für natürliche Kältemittel seit

«Bei der Planung unserer Kältekonzepte setzen wir primär auf natürliche Kältemittel.»

Wie ist Ihre Branche aufgestellt und wie positioniert sich Ihr Haus darin? In der Kältebranche gibt es nach wie vor eine starke Lobby für synthetische Kältemittel. Viele Anlagenbauer orientieren sich noch an der traditionellen Kältetechnik. Mit jeder Gesetzesverschärfung, kommen aber immer mehr Hersteller von diesem Weg ab und orientieren sich an natürlichen Kältemitteln. An Messen oder internationalen Konferenzen kann beobachtet werden, dass viele grosse bekannte Hersteller mittlerweile auch auf den Nachhaltigkeitszug aufgesprungen sind. FRIGO-CONSULTING konzentrierte sich bereits 1988 auf natürliche Kälte, vor allem auf CO2 und Ammoniak. Unsere langjährige Erfahrung und unsere Standhaftigkeit ermöglichen es uns, eine Referenzliste mit namhaften Kunden – Referenzen auf unserer Webseite belegen dies – vorweisen zu können. Es erfüllt uns mit Stolz zu wissen, dass wir bereits damals den zukunftsorientierten Weg eingeschlagen haben. Welche Ziele haben Sie sich für die nächsten zwei, drei Jahre vorgenommen? Wir wollen unsere Leaderposition auf dem Gebiet der Kältetechnik weiterhin ausbauen. Wir sind bestrebt, immer wieder innovative und noch effizientere Lösungen für die Kälteerzeugung zu implementieren. Wir haben eine hausinterne Forschungsund Entwicklungsabteilung, die uns in diesem Ziel tatkräftig unterstützt. Wir sind überzeugt davon, auch in den nächsten 30 Jahren ein wichtiger Player in der Kältebranche zu bleiben. 

FRIGO-CONSULTING | Feldstrasse 30 | Postfach | CH-3073 Gümligen | Tel. +41 (0) 31 996 48 48 | Fax +41 (0)31 996 48 58 info@frigoconsulting.ch | www.frigoconsulting.ch

Ausgabe 03/2017 // Seite 133


UMWELT & TECHNIK

Schöner Heizen: alira LWCV Luft/Wasser-Wärmepumpe.

DAS HÖCHSTE MASS AN FLEXIBILITÄT DIE NEUE GENERATION DER LUFT/WASSER-WÄRMEPUMPEN von Alois Koller

Auffallend schön, flexibel einsetzbar und noch leistungsfähiger und effizienter als ihre Vorgängermodelle – das sind die neuen Luft/Wasser-Wärmepumpen alira LWV/LWCV von alpha innotec.

D

ie kompakten invertergeführten Geräte setzen optisch, wie auch technisch, den Massstab bei innen aufgestellten Luft/Wasser-Wärmepumpen. Mit ihnen kann man geräuschlos heizen, kühlen und Brauchwarmwasser bereiten. Die alira LWV/LWCV sind in den beiden Leistungsstufen 6.1 und 9.5 kW lieferbar (A-7/W35, EN 14511). Beide Modelle bieten hohe SCOP-Werte und erreichen die Energieeffizienzklasse A++. Eine leistungsstarke Kühlfunktion ist serienmässig integriert.

GENIALER MODULARER AUFBAU – FLEXIBLE INSTALLATION Kommuniziert mit der Wärmepumpe: alpha home – die intelligente Einzelraumregulierung.

Seite 134 // bauRUNDSCHAU

Perfekt für den Neubau wie auch für die Sanierung ist das auf Modulen basierende

Gerätekonzept. Es erleichtert den Transport und die Einbringung in das Gebäude, selbst bei schmalen Türen oder Treppen. Die LWCV-Modelle sind zusätzlich mit einem Compactmodul ausgerüstet, welches die wichtigen Systemkomponenten wie Pufferspeicher, Umschaltventil, Umwälzpumpe etc. enthält. Dies ermöglicht eine nochmals vereinfachte Montage bei geringem Platzbedarf.

HOHE PLANUNGSSICHERHEIT Das breite Leistungsspektrum, die Flexibilität in der Aufstellung und der flüsterleise Betrieb verschaffen dem Installateur höchste Sicherheit in der Planung. Die Inverter-Technologie der alira LWV/LWCV


UMWELT & TECHNIK

passt sich perfekt dem benötigten Bedarf des Gebäudes an und sichert somit zu jeder Zeit die richtige Heiz- oder Kühlleistung. Die tiefen Schallwerte werden durch eine intelligente Schalldämmung an den Wärmepumpen selbst sowie durch die Verwendung des alpha-innotec-Luftkanalsystems LKS erreicht. Dieses ist perfekt auf die Geräte der LWV/LWCV-Serie abgestimmt.

STEUERUNG UND KONTROLLE JEDERZEIT UND ÜBERALL Die Regelung der Wärmepumpen erfolgt mit der neusten Generation der benutzerfreundlichen Luxtronik 2.1. Die Kommunikation erfolgt mittels MODBUS-System. Dank alpha web und alpha app kann die Wärmepumpe über das Internet per PC oder Mobilephone überwacht und geregelt werden. Eine weitere sinnvolle Option ist alpha home, die intelligente Einzelraumregelung, die laufend mit der Wärmepumpe kommuniziert. So wird das ganze Heizsystem noch effizienter. Die Anbindung des Luxtronik 2.1 an BAC/net ist ebenfalls möglich.

VERTRAUEN SIE DEM MARKTFÜHRER Als Marktführer konzentriert sich alpha innotec seit Jahren ausschliesslich auf die Beratung und den Verkauf von Wärmepumpen- und Solarsystemen. Erfahrene Fachberater in Verkauf, Technik und Kundendienst stehen umweltbewussten Interessenten mit Rat und Tat zur Seite. 

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IMPRESSUM Herausgeber rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 110 CH-4132 Muttenz/ Basel Telefon +41 61 335 60 80 Telefax +41 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch Verleger Francesco J. Ciringione Verlagsleitung Serhat Tok Projektleitung Adrian Borer a.borer@rundschaumedien.ch Verkauf & Marketing Carmen Helde c.helde@rundschaumedien.ch Michele Zito m.zito@rundschaumedien.ch Chefredaktion Georg Lutz g.lutz@rundschaumedien.ch Redaktion Corinna Hirrle c.hirrle@rundschaumedien.ch Freya Mohr f.mohr@rundschaumedien.ch Produktion & Grafik Druckerei Schiemenz GmbH Sandra Schneider Korrektorat / Lektorat Brigitte Battaglia Aboservice info@rundschaumedien.ch

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VORSCHAU Interviews Manuel Rolli Patrick Senn Paul Du Toit Beat Kämpfen Caspar Schmitz-Morkramer Remo Derungs Titelbild shutterstock Bilder 3 Dämmsystem GmbH, AFP Küchen AG, alpha innotec, Antcas GmbH, Artho Holz- und Elementbau AG, Brunner Küchen AG, casalia, Eberhard Bau AG, FRIGO-CONSULTING, Fässler + Partner AG, Geotest AG, GROHE Switzerland SA, Hadorn GmbH, Hans Eisenring AG Küchenbau, Hekatron, IGP Pulvertechnik AG, kämpfen für architektur, mediaSYS ag, msm meyer schmitzmorkramer, Nagra, Neofas AG, Neurobat AG, OLMeRO AG, Orea AG, OUTTEC GmbH, P. Sulser GmbH, PARC’S Gartengestaltung GmbH, Quooker Schweiz AG, SanSwiss Schweiz AG, Schmitz-Leuchten GmbH & Co. KG, Shutterstock, SONOTEC Schallschutz AG, STIEBEL ELTRON, Veriset Küchen AG VSI.ASAI, Zier AG

Jahresabo Vier Ausgaben CHF 19.– Einzelpreis CHF 5.90 Kontaktieren Sie uns gerne: info@rundschaumedien.ch ISSN 2504-1142 I «bauRUNDSCHAU» I 03/2017

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Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und dem Verlag jede Haftung abgelehnt.

Mitte November 2017 erscheint die nächste Ausgabe von bauRUNDSCHAU. Folgende Schwerpunkte stehen auf unserer Agenda: Lernen aus Erfahrung Dämmphilosophien im Wettstreit Licht an Lösungen im Innenraum Gut bedeckt Dachlandschaften in der Schweiz Rund um das Haus Die passsenden Sicherheitslösungen Es lodert auf Feurige Atmosphäre im Innenraum Spezielle Reize Einsatzmöglichkeiten von Stahl Bewerber stellen sich vor Vor dem SWISS KITCHEN AWARD Integriert Badezimmer in Wohnwelten Tor auf Messeschwerpunkt zur Swissbau


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