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600 jahre

Kirche Maria Himmelfahrt in Moos

INHALT 2

AUS DEN GEMEINDESTUBEN

6

PASSEIERVOR

7

KULTUR

100JAHREN

& GESELLSCHAFT

19

VEREINE

33

GESUNDHEIT

& VERBÄNDE

37

AUS DEN SCHULEN

39

GRATULATIONEN

& BIBLIOTHEKEN

42

PSEIRER

46

SPORT

LEIT

&SOZIALES

Die Erinnerung an den Bau der Kirche in Moos vor 600 [ahren und deren Erweiterung ca. 300 jahre später sind Anlass für einen Rückblick auf die Baugeschichte. Für die Pfarre war es ein Grund eine Generalsanierung dieses Gotteshauses in Angriff zu nehmen. Wann in Moos die erste Kirche entstand, kann urkundlich nicht festgestellt werden. Sicher bestand lange vor 1400 eine kleine Kirche, die der Gottesmutter geweiht war und die von Pilgern gerne besucht wurde, führte doch die Verbindung zwischen Passeier und Ötztal und der Weg zum Bergwerk am Schneeberg durch Moos. Im jahre 1401 wurde der Grundstein zur Erweiterung der Kirche gelegt und diese im gotischen Baustil errichtet. Der Turm stammt aus jener Zeit. Seelsorglich betreut wurde das Hinterpasseier bis 1622 von St. Leonhard aus durch den Deutschen Orden. Da zur Kuratie Moos neben Pill auch Innerstuls, Rabenstein mit dem Schneeberg und zeitweilig pfelders gehörten, ging man 1697 an die Erweiterung des Gotteshauses. Das Hauptschiff wurde im Eingangsbereich um den Chorraum verlängert und das Seitenschiff dazugebaut. Der gotische Altar wurde durch einen barocken ersetzt und das Gewölbe wurde von Wessobrunner Künstlern mit reichen Stuckaturen versehen. Das Hochaltarbild, die Kreuzwegstationen und andere Bilder stammen von Künstlern der Passeirer Malerschule, die Kurat Michael Winnebacher - der ab 1699 Kurat von Moos war - besonders förderte. 1973 erfolgte eine Restaurierung der Kirche, wobei alte Übermalungen entfernt und Wände und Gewölbe einfach gemalt wurden. Im jahre 1976 wurde die Luftheizung eingebaut. Durch diese strömte Staub und besonders ab 1987 durch einen schadhaften Luftschacht viel Feuchtigkeit in den Kirchenraum. Dadurch wurden die Wände und das Gewölbe, aber auch Bilder, arg beschädigt. Heuer ist eine Feier zum sco-jährigen Bestehen der Kirche geplant. Daher sollen bis zum Herbst die Sanierungsarbeiten innen und außen abgeschlossen sein, damit die jubiläumsfeier in einem würdigen Rahmen stattfinden kann und damit die einmal dieser Kirche gegebene Bezeichnung "der kleine Dom am Land" wieder gerechtfertigt ist. Karl Lanthaler


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AUS DEN GEMEINDESTUBEN GEMEINDE

ST. LEONHARD

Die Anbindung des Passeiertales an die Mebo Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt arbeitet seit jahren mit verschiedenen Arbeitsgruppen( Verkehr, Mobilität und Zug) an der Lösung der Verkehrsprobleme von Meran und Umgebung. Trotz der bisherigen Studien, Vorschläge und Maßnahmen konnte die Problematik nicht grundlegend gelöst werden. Im Gegenteil, der Durchzugs- und Schwerverkehr nimmt zu und die Feinstaubbelastung nimmt gefährliche Ausmaße an. Diese Erkenntnis führte zum Auftrag an die Eurac (Europäische Akademie, Bozen), eine umfassende Studie mit dem Titel "Verträglichkeitsstudie Verkehr Meran mit besonderer Berücksichtigung der Anbindung des Passeiertals an die Straßenverbindung Bozen-Reschen" zu erstellen, welche im jänner 2003 vorgestellt wurde. Die Studie kam grundsätzlich zum Ergebnis, dass nur eine Kombination verschiedener Maßnahmen zielführend sein kann. So wurde als wichtigstes Resultat

Impressum Erscheintdreimonatlich. - Eingetragenbeim LandesgerichtBozenmit Dekret Nr. 11/87vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: GemeindenMoos,St. Leonhardund St. Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard,Dr. KonradPfitscher. Redaktionskomitee: Arnold Marth, josefine Schwarz,Heinrich Hofer,EberhardPfitscher,Siglindejaitner, Arnold Rinner,ElfriedeGufler,Karl Lanthaler, RosmariePamer,Gottfried Zagler,Kurt Gufler, Brigitte Schweigl,Vigil Rafft Korrektur: ErnstRinner,Kurt Gufler Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinnedes Pressegesetzes: OswaldWaldner Redaktionsschluss für die juni-Ausgabeist: Samstag, 8. Mai 2004 SpätereingereichteTextewerden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text-und Bildbeiträgekönnenbei den Redaktionsmitgliedernoder in den BibliothekenSt. Leonhardund St, Martin abgegebenwerden. Werbebeiträge müssenbei Arnold Marth, Papierprofi- St. Leonhard,abgegebenwerden. Die Redaktion

dieser Studie eine umfassende Verkehrsstrategie in drei Phasen erarbeitet. Phase 1 Umsetzung von drei Kernpunkten: Verkehrsberuhigung in der Innenstadt Errichtung von zwei MeBo-Anschlüssen Errichtung von Auffangparkplätzen am Stadtrand Phase 2 Einjährige Beobachtungsphase der bis dahin durchgeführten Maßnahmen Phase 3 Endgültige Entscheidung über die Anbindung des Passeiertales an die MeBo bzw. Realisierung der Anbindung

kann entweder südlich (Variante 1) oder nördlich (Variante 2) vom Friedhof bis zum Mobilitätszentrum am Praderplatz weitergeführt werden. Bautechnisch kann hier ein Tunnel in offener Bauweise erstellt werden, wobei der heute landwirtschaftlich genutzte Grund nur geringfügig beeinträchtigt wird. Während der Bauphase wird ein ca. 30 m breiter Streifen beansprucht, welcher anschließend wieder bepflanzt und landwirtschaftlich genutzt werden kann. Im Unterquerungsbereich des Bahnhofes kann mit Injektionen und je nach geologischen Verhältnissen mit Rohrschirmvorbauten die Standsicherheit des Bodens gewährleistet werden.

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Die Eurac-Studie hat stark konzeptionellen Charakter und schlägt einen breiten Korridor als mögliche Anbindung des Passeiertals an die MeBo vor. Um diese Trasse technisch beurteilen zu können, wurde im März 2003 ein entsprechender Auftrag von der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt an Dr. Ing. Konrad Bergmeister erteilt, begleitet von der Arbeitsgruppe Verkehr bestehend aus Dr. Walter Huber, Dr. Anton Aschbacher, Ignaz Ladurner, Dr. Flavio Ruffini, Dr. Günther januth und Dr. Konrad Pfitscher. Am 16. Februar 2004 hat Ing. Bergmeister seine Grobtrassenstudie für die Verbindung Mebo - Passeier vorgestellt. Beginnend von der Mebo führt ein unterirdisches Rondell durch einen Tunnel über Algunder Gebiet zum Bahnhof. Diese Wegstrecke mit einer Länge von etwa 1 km soll unterirdisch verlaufen und

Der Bereich des Bahnhofs bildet mit einem eventuellen Mobilitätszentrum den Zwischenpunkt der Verbindungstrasse bis zur Passeirer Straße. Für diese Strecke werden drei Trassenverläufe vorgeschlagen. Auf alle Fälle handelt es sich um Tunnelabschnitte, welche angesichts der relativ kurzen Tunnellänge im konventionellen Vortrieb gebaut würden. Die Tunnels würden teils im Boden und teils im Fels aufgefahren. Für die Tunnelstrecke im Fels wird keine besondere Schwierigkeit erwartet. Hingegen sind für die Tunnelstrecke im verbauten Gebiet umfangreiche Bauhilfsmaßnahmen und Überwachungssysteme in der Bauphase erforderlich. Für alle folgenden Trassenvarianten wurde eine maximale Steigung von 7% im Tunnel angenommen. Die freie Anschlussstrecke zur Passeirer Straße erreicht hingegen Steigungen bis zu 9%.


3 PasseirerBlatt-NR.

Die Variante 1 ist eine Weiterführung der östlich vom Friedhof geführten Trasse, verläuft etwa zur Hälfte unterhalb der Andreas-Hofer-, Goethestraße und führt durch den Küchelberg weiter zum Gewerbegebiet im Bereich der Passeirer Straße. Diese Tunnelstrecke weist eine Länge von etwa 1,g km auf. Mit einer weiteren, ca. 600 m langen offen geführten Verbindungsstraße, kann dann die Passeirer Straße angebunden werden. Die Variante 2, welche westlich vom Friedhof geführt wird, verläuft etwa zur Hälfte unterhalb des verbauten Gebietes (unterhalb Goethestraße) und wird im zweiten Abschnitt unterhalb des Küchelbergs bis zum Anschluss der Passeirer Straße geführt. Die Tunnelstrecke beträgt etwa 2,150 km. Die offen geführte Verbindungsstraße vom Anschlussknoten beim Gewerbegebiet bis zur Passeirer Straße hat eine Länge von ca. 600 m. Die Variante 3 verläuft westlich vom Friedhof und wird vom Bahnhofsbereich ausgehend weiter nördlich unterhalb des Küchelberges geführt. Damit befindet sich diese Tunneltrasse etwa zu einem Drittel im bebauten Gebiet, die Gesamtlänge beläuft sich aber auf 2,450 km und schließt direkt an die Passeirer Straße an. Sowohl aus verkehrstechnischer, sicherheitstechnischer, la ndschaftsschonender, ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sind die Varianten 1 und 2 nahezu gleichwertig und ermöglichen auch einen späteren Anschluss an eine privat geführte Parkgarage im Bereich der Altstadt, während dies die Variante 3 nicht ermöglicht. Alle drei Varianten, einschließlich des Mobilitätszentrums, können in einer Bauzeit von etwa 4 bis 5 jahren errichtet werden. Und wie soll es weitergehen? Bis Ostern können Gemeinden, Vereine und Verbände ihre Stellungnahmen abgeben. Die Arbeitsgruppe Verkehr bewertet sie und unterbreitet sie der zweiten Bürgermeisterkonferenz . Ziel dieser zweiten Bürgermeisterkonferenz ist es, die bestmögliche, gemeinsame Trasse dem Land für die Bauleitplaneintragung vorzuschlagen.

Bürgermeister Konrad Pfitscher

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GEMEINDE

MOOS

Neubau der Feuerwehrhalle und Haus der Vereine in Rabenstein Nach einigen jahren der Planung und der bürokratischen Vorarbeit konnte dieses Vorhaben im letzten Sommer in Angriff genommen werden. Es sollte ein Bauwerk werden, welches sowohl die Ausrüstung der Feuerwehr- und Bergrettungsmänner unterbringt, als auch Platz bietet, für die in dieser Fraktion auffallend vielen Vereine. Ergänzend konnte noch ein Raum für die Schulbibliothek miteingeplant werden. Als idealer Standort für dieses Multifunktionshaus hat sich wegen der Nähe zum Dorfzentrum der Platz neben der Volksschule angeboten. Das Gebäude wird aus drei Stockwerken bestehen; der größte Teil wird für den Zivilschutz beansprucht und Räume für die Feuerwehr und die Bergrettung beherbergen. Weiters sind ein Musikprobelokal, ein Chorraum und ein Versammlungsraum eingeplant. Für den Schulbetrieb wird eine Bibliothek eingerichtet, welche über eine geschlossene Brücke im Obergeschoss mit dem Schulgebäude verbunden wird. Die Kosten für dieses Projekt liegen bei 1,6 Millionen Euro, wobei die Finanzierung aus seiträ-

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gen von der Autonomen Provinz Bozen und von beträchtlichen Eigenmitteln der Gemeindeverwaltung stammt.

Alexander Hofer

GEMEINDE

MOOS

Gemeinsame Feier mit den Vereinsvertretern Die Gemeinde Moos hat im abgelaufenen jahr wieder zu einer gemeinsamen Feier mit den verschiedenen Vereinsobfrauen und -männern geladen. Auch der Landesrat für öffentliche Arbeiten, Florian Mussner, ist der Einladung des Bürgermeisters Wilhelm Klotz nachgekommen. Anlässlich dieser Feier hat der Bürgermeister allen Vereinsvorständen den Dank und seine Wertschätzung für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der gesamten Bevölkerung ausgesprochen. Gerade in den letzten jahren hat sich gezeigt, dass es immer schwieriger wird, Frauen und Männer zu finden, die sich in ihrer Freizeit in den Dienst der Mitbürger stellen. Auch der Landesrat, selbst Feuerwehrmann, weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, den Anwesenden für ihren Einsatz zu danken. Seiner Meinung nach ist eine ehrenamtliche Tätigkeit für jeden eine persönliche Bereicherung, und aus eigener Erfahrung kann er eine Mitarbeit in

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einem der vielen Vereine nur empfehlen. Der Landesrat dankte bei dieser Gelegenheit für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bei den Landtagswahlen und sicherte gleichzeitig seinen vollen Einsatz für die Belange der Gemeinde zu.

Alexander Hofer

GEMEINDE

ST. MARTIN

Die ältesten Häuser von St. Martin Dank einer Initiative der Vizebürgermeisterin von St. Martin, Frau Rosmarie Pamer, und von Gemeinderat Harald Haller führten in den letzten Wochen österreichische und Südtiroler Bauforscher eine sogenannte Dorfprospektion durch. Sie stand im Zeichen der Arbeit an einem neuen Band der Dorfbuchreihe, in dem die Ergebnisse auch bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Zunächst ging es um das Auffinden historischer Gebäude(teile), deren zeitlichen Einordnung und schließlich um Hinweise auf die Siedlungsentwicklung von St. Martin als Ganzes. Letzteres kann aus der Verteilung verschiedenaltriger Häuser im Gemeindegebiet abgelesen werden. Die Ausgangsbasis für diese Arbeit bildete eine für das Gebiet im [ahr 1858 fertig gestellte Katastermappe. Sämtliche hier eingetragenen und zumindest z.T. noch erhaltenen Gebäude zwischen Baumkirch und Hasel wurden aufgesucht und bauhistorisch bewertet. Was sich dabei an alter Bausubstanz

offenbarte, war teilweise sensationell. Unter den 50 ausgewählten Häusern befanden sich insgesamt 15 mit Bauteilen oder vollständig erhaltenen Kellern aus dem 13. und 14. jahrhundert. Das älteste Bauwerk bildete der Glockenturm der Pfarrkirche, der in das 12. jahrhundert datiert werden konnte. Bei den meisten romanischen Bauten handelte es sich um landwirtschaftliche Gebäude. Gelegentlich verbargen sich hinter sehr unscheinbaren Fassaden des 18. oder 19. jahrhunderts Keller aus der Mitte des 13. jahrhunderts, also Gemäuer, die bereits etwa 750 jahre alt waren - und die HerObergereuth: Hinter der jungen Fassade uerbergen sich Mauern aus der Mitte des 13. Jh., wie die Türgewände schon

zen der Bauforscher höher schlagen ließen. Oft waren auch die Verwunderung und der Stolz der Hausbesitzer unverkennbar. Am Ende der viertägigen Kampagne zeichnete sich ein auffallend deutliches Bild ab. Im Dorfkern hatten sich im Mittelalter zwei Siedlungszentren herausgebildet. Zum einen der Bereich um die Kirche, dem ältesten erhaltenen Bau. Mit dem Turm (Haus der jugend), dem Widum und vereinzelten Resten in der Dorfgasse (z. B. alte Bäckerei) stand hier spätestens im 14. jahrhundert eine Gruppe von Steingebäuden, die v. a. der weltlichen und kirchlichen Obrigkeit angehörten. Natürlich gab es auch früher schon Häuser, die aber wohl aus Holz errichtet waren. Etwas nordöstlich davon, in der Mühlgasse, konzentrierten sich im 13./14. jahrhundert landwirtschaftliche Gebäude mit auffallend wuchtigen Kellerkonstruktionen. Einen weiteren wichtigen Abschnitt der mittelaIterl ichen Sied Iu ngsgesch ichte bi Ideten die wie an einer Kette aufgefädelten Gehöfte auf der Mittelterrasse und den oberen Teilen der Schwemmkegel: Baumkirch - Dorfbach - Gereuth - Feldbauer - Kelderer - Steinhaus - Hasel. Auch sie stammen aus dem 13./14. jahrhundert. In einer Urbarmachungsphase, die besonders im 13. jahrhundert einsetzte und z. B. von Meinhard 11.gezielt vorangetrieben wurde, eroberte man diese Anhöhen. Ein jüngerer Rodungsgürtel zieht sich weiter oben durch das Tal. Die von allen Seiten gut vorbereitete und von den Hausbesitzern sehr positiv angenommene Prospektion war somit äußerst erfolgreich. Damit hat die Gemeinde St. Martin Vorbildwirkung weit über die Grenzen hinaus, denn Vergleichbares hat es bisher kaum gegeben.

Alexander Zanesco

GEMEINDE

ST. MARTIN

Klimawochen sensibilisieren für den Umweltschutz Die Umweltassessorin Rosmarie Pamer organisierte in Zusammenarbeit mit dem Umweltberater Werner Außerer und dem Energieberater Berthold Prünster die Klimawochen vom 07.01. bis 17.01.2004. Mit dieser Veranstaltung will die Gemeinde vor allem die jugendlichen für den Klimaschutz sensibilisieren. Durch


5 PasseirerBlatt-NR.

GEMEINDE

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ST. LEONHARD

Marktgemeinde lädt zur Jungbürgerfeier

die Klimaveränderung der letzten jahre und jahrzehnte muss vor allem die Politik verschiedene Maßnahmen ergreifen und Vorbildcharakter zeigen. Die Gemeinde St.Martin ist bereits seit vielen jahren dem Klimabündnis beigetreten. Dieses ist ein Bündnis zwischen Gemeinden und Städten in Europa und den indigenen Völkern in Amazonien. Ziel ist es, den Amazonasvölkern ihren Lebensraum zu erhalten, den Regenwald vor der endgültigen Zerstörung zu schützen und so positiv auf das Weltklima einzuwirken. Die Gemeinde St. Martin hat vor allem bei den gemeindeeigenen Neubauten wie Altersheim und neue Grundschule auf energiebewusstes Bauen großen Wert gelegt. Für die Schüler/innen der 4./5. Klasse Grundschule und der Mittelschule wurde die Erlebnisausstellung "Klima verbündet" nach St.Martin geholt. Sie bot auf sehr anschauliche Art und Weise einen Einstieg in die Themen "Klimaveränderung" und "Klimaschutz". Zwanzig Schulklassen nutzten die Gelegenheit, anhand von Modellen und Spielen aktiv mitzumachen und zu erfahren, welche Ursachen und Folgen die Regenwaldzerstörung und der Treibhauseffekt haben; sie lernten das Leben der Amazonasindianer kennen und was sie selbst zum Erhalt des Klimas beitragen können. Zusätzlich wurden drei Abendvorträge angeboten: Amtsdirektor Norbert Lantschner stellte die Vorteile und Wich-

tigkeit des Klimahauses vor. Arno Teutsch und Alfons Messner begeisterten durch ihre Erfahrungen in Amazonien und Ecuador zahlreiche Interessierte, darunter auch viele Schüler/innen. Die Veranstalter blicken auf ein positives Echo zurück und hoffen, den jugendlichen und Bürger/innen einige Anregungen für klimaschonendes Verhalten vermittelt zu haben.

"Volljährigkeit muss gefeiert werden." Unter diesem Motto hat die Marktgemeinde St. Leonhard in Zusammenarbeit mit der Katholischen jugend alle Mädchen und Burschen, die im jahr 2003 die Volljährigkeit erreicht haben, zur jungbürgerfeier eingeladen. Dem [ahrgang 1985 gehören nicht weniger als 50 jugendliche im Gemeindegebiet an. Am 13. Dezember 2003 trafen sich die Geladenen um 18 Uhr im Schießstand von St.Leonhard. Alles warvorbereitet, der Saal geschmückt, die Tische festlich gedeckt. Die Katholische jugend bot einen Begrüßungscocktail an. Nach der Begrüßung durch die jungassessorin der Gemeinde beglückwünschte der Landtagsabgeordnete Seppl Lamprecht die jugendlichen und informierte sie ausführlich zum Thema Militär- und Zivildienst. Im Anschluss wurde dann der Sprung in die Volljährigkeit bei einem gemütlichen Beisammensein mit dem Pfarradministrator P. Christian Steufer, dem Bürgermeister Konrad Plitscher und den Assessoren gefeiert. Ein hervorragendes Buffet erwartete die Geladenen. Nach dem Essen versuchten die jungbürger ihr Glück beim Schießen, denn es gab kleine Preise zu gewinnen. Als Erinnerung an diesen Tag erhielt jeder ein Buch über sein Sternzeichen.

Brigitta Schweigt

}osefine Schwarz


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PASSE/ER

VOR 100 JAHREN

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. Aufgelesen und kommentiert von Gottfried Zagler Wetter April: Bis 8. typisches Aprilwetter mit Sonne, Regen und etwas Wind. Ab 8. ist es bis zum 22. sehr schön. Danach wechseln sich wieder Regen und Sonne ab. Mai: Zu Monatsbeginn bewölkt. Am 3. gibt's Hagel, der in Passeier einigen Schaden anrichtete; die Berghöhen waren ringsum mit Hagelkörnern bedeckt. Danach wieder schön. Am 7. regnet es, auf den Bergen ist alles noch schneebedeckt. Vom 10. bis 20. ist es schön, teilweise etwas windig. Abends zweimal ein heftiger Regen.Ab dem 20. wird es wärmer, strahlender Sonnenschein, abends Wärmegewitter. Juni: Den ganzen Monat das gleiche Wetter. Sommerlich heiß, abends Gewitter, am 17. wieder etwas Hagel. BGvom 1. 4. bis 30. 6. Neue Passeirerstraße über Obermais Auch die Maiser Fremdenverkehrskreise wollten ihre Verbindung in das Passeiertal haben. Am 31. Mai wurde deshalb eine Interessentschaft gegründet, mit dem Ziel dieses Vorhaben baldmöglichst zu realisieren. Laut "Meraner Zeitung" standen die Aussichten dafür sehr günstig. MZ vom 1. 6. 1904 St. Martin begeht feierlich die Ernennung von zwei neuen Ehrenbürgern Am 19.juni wurde dem Abt Leo Treuinfels und kooperator P.Placidus Theiner die Ehrenbürgerschaft verliehen. Die Gemeinde bot alles auf, um das Ereignis feierlich zu begehen."Schon am Vorabend verkündeten Böller und die Beflaggung des Dorfes den Festtag. Am frühen Morgen wieder Böllersalven. Die Schützenkompanie, die Feuerwehr und die Musikkapelle rückten aus zum feierlichen Hochamt. Nach dem Gottesdienst wurden die neuen Ehrenbürger durch das Spalier

der Feuerwehr und Schützen bis vor das Widum geleitet, wo der Gemeindeausschuss vollzählig versammelt war und den beiden jeierlich die Ehrendiplome überreichte. Acht weiß gekleidete Mädchen trugen Versevor und überreichten Blumensträuße. Pfarrer P. Thuile schilderte die Verdienste der beiden. Nach einem dreifachen Hoch auf die beiden spielte die Musikkapelle die Österreich ische Nationalhymne. Die Ehrung war wohlverdient. Abt Treuinfels zeigte stets ein Herz für die Passeirer: Wiederholt erwirkte er durch seinen Einfluss als Abgeordneter den Passeirern Vorteile. Der zweite Ehrenbürger P. Theiner wirkte 38jahre segensreich als Seelenführer und Erzieher der Kinder in der Schule': MZ vom 25. 6. 1904 Feierliche Weihe der neuen Kirche in Ulfas; 2. Ehrenbürgerwürde für Abt Treuinfels "Heute (15.juni) wurde die neue Kirche zum hl. Korbinan von Abt Treuinfels v. Marienberg unter der Assistenz von 5 Priestern und in Gegenwart einer zahlreichen Volksmenge feierlich geweiht. Die Fraktion hatte alles aufgeboten, um dem Fest Glanz zu verleihen: Triumphbogen, Kränzchen, Flaggen und Böllerschüsse. Nach der Messe hielt Prof. P. Alois Pircher eine Ansprache und daran schloß sich die zu Ehren des hl. Korbinian gelesene hl. Messe an. Zum Schluss wurde das Korbinianlied abgesungen, die Reliquie des Heiligen zum Küssengereicht und die zahlreiche Bevölkerung zum Andenken mit einem Bilde des Heiligen beschenkt. Danach lud man Abt Treuinfels in die Stube des Mittehofbesitzers, wo der Gemeindeausschuß Platt ihm wegen seiner Verdienste um Kirche, Schule und Gemeinde ein Ehrenbürgerdiplom überreichte': BGv. 22. 6. 1904 Bienenzüchter gründen Verein "St. Leonhard. Heute (12. juni) fand beim "Felsenegger" die schon lange geplante Versammlung für Bienenfreunde statt, zu welcher Wanderlehrer Delfer eingeladen war: Es erschien eine beträchtliche Anzahl von Bienenfreunden. Lehrer Delfer gab

praktische Anweisungen und ermunterte zur Gründung eines Bienenzuchtvereins. Bei der Ausschußwahl wurde Lehrer Wurzer zum Obmann bestellt. Zahlreiche Versammlungsteilnehmer traten dem neuen Verein bei. Lehrer Wurzer hat inzwischen einen Muster-Bienenstand errichtet': BGv. 15. 06. 1904 Erdbeben il) Platt "Gestern abends schreckte ein gewaltiges Erdbeben die Leute aus dem Schlaf. Es wurden 2 Erdstöße wahrgenommen, von welchen der zweite besonders stark war': BGv. 16. 3- 1904 Staatsbeiträge für Wasserschäden - Aufregung um die Verteilung der Gelder - Korrespondenz der sozialdemokratischen Volkszeitung gegen die politischen Zustände im Tal Am 10. August 1903 hatten heftige Niederschläge beträchtliche Wasserschäden in Passeier verursacht. Der Staat hatte den geschädigten Bauern Hilfen zugesagt und so wurde in St, Leonhard eine eigene Schätzkommission gebildet, die die Aufteilung der Gelder vorschlagen sollte. Am 17.März 1904 wurden dafür 15.000 Kronen bereitgestellt. MZ 3. 4.1904 Bei der Aufteilung scheint es beträchtliche Unstimmigkeiten gegeben zu haben. Einige wenige hatten viel erhalten, andere hingegen gar nichts. Zwei Korrespondenzen der sozialdemokratischen Volkszeitung aus Innsbruck prangerten die ungerechte Verteilung an. Die Schlussfolgerung dieser Berichte war politischer Natur. "Diese Verteilung': hieß es darin, "hat nicht dazu beigetragen, die Begeisterung für die anstehenden Andreas Hofer Feiern in Passeier zu heben und auch hier wird die Zahl derjenigen immer größer, welche erkennen, daß äerartige patriotische Feiern nur den Zweck haben, die ausgepreßten Bauern dadurch leichter über ihre schlechte wirtschaftliche Lage hinwegzutäuschen. Wenn auch heute noch das Passeier mit schwarzen Kutten (Anm. gemeint ist damit die politisierende Geist-

lichkeit) verhängt ist, so wird es trotzdem mit der Zeit gelingen, diese schwarzen Nachtvögel zu verscheuchen ..." Die Geistlichkeit war natürlich über die Artikel, die per Post an viele Personen im Tal gesendet worden waren, hellauf empört. Der Korrespondent des Burggräfler machte sich sogleich auf die Suche, wer denn hinter dieser "bei den naaren herbeigezogenen Polemik" wohl stecke. "Wenn es sich wirklich um einen Passeirer handelt, so kann es nur ein einziger sein, der aber von jedem anständigen Passeirer ob seiner Gesinnung verachtet wird und so daher kein Recht hat, sich mit Passeier zu identifizieren und das Tal in Misskredit zu bringen': folgerte er. "Wäre der Sudler bekannt, würde er das Tal nicht mehr als roter(Anm. Sozialdemokrat) sondem als blauer Bruder verlassen, so groß ist die Aufregung über ihn." BG v. 8. 6. 1904 Neuer Pächter am Sand hof "Der Tiroler Adelsmatrikel hat Herrn Ennemoser, einen bekannten Passeirer Strutzer (Metzger), das Gasthaus auf 10 jahre in Pacht gegeben". MZ 1. 5. 1904 Am Pfingstmontag gab es eine Einstandsfeier mit Musikkapelleund Böllerschüssen. Aus Meran war eine stattliche Anzahl von Kurgästen in ihren eleganten Wägen erschienen, die sich ob der guten Bewirtung voll des Lobes äußerten. MZ v. 27. 5. 1904 Tragisches Unglück in St. Leonhard "Am 28. [uni ging in der Früh der Brunsterschmied josef Fieg zum Pfistradbach, um für seine Säge Wasser zu kehren. Um 9 Uhr suchte ihn sein einziger Sohn, fand ihn aber nicht. Nun begann eine ausgedehnte Suche und man fand ihn schließlich ganz entstellt wo der Pfistraderin den Waltnerbach mündet." BGv. 2.]. 1904 MZ = "Meraner Zeitung" BG = .Burggräfler"


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KULTUR

& GESELLSCHAFT

ST. MARTIN

Zu Besuch in den Waisenheimen Weißrusslands Im April/Mai letzten jahres haben 5 Kinder aus Heimen in Weißrussland in St. Martin einen Gesundheits- und Erholungsurlaub verbracht. jedes Kind war in dieser Zeit bei einer Gastfamilie untergebracht und erhielt Schulunterricht. Nach diesem Besuch brach der Kontakt mit den Gastkindern nicht ab. In Gedanken war wohl jede der Gastfamilien oft in Weißrussland, und die bange Frage, wie es ihrem Schützling im Heim ergehen würde, war allgegenwärtig. Gasteltern aus ganz Südtirol haben sich deshalb Anfang November aufgemacht um zu erkunden, wie die Heimkinder in Weißrussland leben, und was sie tun können, um ihnen zu helfen. Aus St. Martin waren Frau Angelika Schwienbacher und ihre rz-jährlge Tochter Christine dabei, die uns ihre Eindrücke schildern.

"Müdes Land"Eindrücke der 17-jährigen Christine Schwienbacher Nach einem nicht allzu langen Flug tauchen wir in eine völlig andere Welt ein. Die Zeit hier scheint vor 50 jahren stehen

geblieben zu sein, Uniformen, uralte Busse, ewig langes Warten an Schaltern. Unsere Dolmetscherin erwartet uns schon. Wir, ein Ehepaar aus Riffian, meine Mutter und ich, fahren mit einem Kleinbus nach Novagrudok durch die endlosen Weiten des Landes, die Straße geradeaus, dunkle, sumpfige Wälder. Unser Ziel, das Heim unserer Gastkinder. Im Heim ist ein eigenartiger Geruch, der uns die nächsten 5 Tage nicht aus den Nasen weichen wird. Mit dem Direktor des Heims besprechen wir, was gebraucht wird. Es fehlt an grundlegenden Dingen, wie Waschpulver, Seife, Shampoo, Hefte, Kugelschreiber ... Für 100 Euro kaufen wir allen 120 Waisenkindern ihr Weihnachtsgeschenk, für jedes Kind Schokoladen bonbons. Wir werden von unseren Begleiterinnen eingeladen. Der Tisch ist bedeckt mit allerhand Köstlichkeiten. Mit Wodka stoßen wir auf Freundschaft, Liebe und dicke Frauen an. Tröstend sagt Ludmilla zu mir: "Keine Angst, Christine, du wirst

auch noch dick!" Diese Gastfreundschaft ist für uns beschämend, sie geben mehr als sie besitzen, im Notfall leihen sie etwas vom Nachbarn. Wir hingegen geben oft nur das, was wir nicht mehr brauchen. Auch haben sie hier ein anderes Verhältnis zum Tod. Ein Leichenzug zieht an uns vorbei, die Tote ist offen aufgebahrt, und auf dem Friedhof wird sie zum Abschied noch einmal geküsst. Die Landschaft ist schön, doch Nebel so dicht verdunkelt den Tag, die Straßen sind voller Pfützen und schlammig. Dieses Wetter verstärkt die Melancholie des Landes, die Menschen wirken müde und traurig. Wir besuchen ein Mädchen zu Hause. Auf dem Weg zu ihr kommt uns ein Pferdefuhrwerk entgegen. Wir befinden uns inmitten windschiefer Scheunen, in denen Menschen wohnen, daneben kleine Äcker, wir sind immer noch in der Stadt. Wir sind schockiert über die armselige Behausung, zwei Stühle, ein Schrank, auf dem ein Fernseher steht, sind die Möbelstücke in einem kalten Raum. In einer Ecke liegen Kohlköpfe, alles ist dreckig und schmuddelig. Veronika und ihre zwei kleinen Geschwister laufen in zerlöcherten Strumpfhosen herum, sie freuen sich sehr über die Kleinigkeiten, die wir mitgebracht haben. Die Mutter ist mit ihrem vierten Mann irgendwo in einem Dorf und trinkt. Als wir die Babuschka (Oma) fragen, ob wir ein Foto machen dürfen, flitzt sie aus der "Stube" und kommt mit einem anderen Kopftuch wieder. Es geht mir sehr nahe, mit welcher Feierlichkeit die alte Frau sich und die Kinder fürs Fotomachen aufstellt. Es ist nicht so sehr die materielle Armut, die einem so ans Herz rührt, aber die Menschen hier und ihr aussichtsloses Leben. Zum Abschied küsst sie uns mit solcher Herzlichkeit,

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> dass mir die Tränen kommen. Überhaupt

scheinen sich in diesem Land mehr die Babuschkas um die Kinder zu kümmern als die Eltern. Arbeitslosigkeit, Krankheit und Hoffnungslosigkeit macht viele Menschen depressiv, sie trinken. Das zerrüttet ganze Familien. Wir besuchen auch Angelina, ein Gastkind aus Riffian. Sie rennt uns stürmisch entgegen. Auch ihre Behausung ist armselig. Ein Fernseher aber scheint obligatorisch zu sein, verständlich, er ist sozusagen das einzige Fenster zur restlichen Welt. Ihre Mutter ist sehr jung, doch

man sieht, dass sie trinkt. Allerdings kann man sie deswegen nicht verurteilen, nicht hier, so ohne Perspektiven und Hoffnungen. Angelina verabschiedet uns mit einem schelmischen "pfiati". Bei der Abfahrt kommt uns vor, als wären wir mindestens einen Monat von zu Hause weg gewesen, verständlich, bei so vielen neuen Eindrücken. Doch nun verstehen wir vieles besser, zum Beispiel, dass der Aufenthalt der Kinder bei uns nicht nur als Gesundheitsurlaub wichtig ist, sondern auch um einmal ein intaktes Familienleben kennen zu lernen.

"Die Stimmung in Weißrussland ist gedrückt" Interview mit Frau Angelika Schwienbacher

Passeirer Blatt; Was hat dich in Weißrussland am meisten betroffen gemacht?

Esist, wie meine Tochter auch schildert, die gedrückte Stimmung, die Perspektivlosigkeit. Die Leute möchten wegen der Aussichtslosigkeit aus dem Land flüchten, können es aber nicht. Der gescheiterte Kommunismus hat viel Orientierungslosigkeit hinterlassen. Die Leute sind sehr schwermütig und viele, allzu viele, dem Alkohol verfallen. Die Angst vor Krankheit infolge des Reaktorunfalls von Tschernobyl ist allgegenwärtig. Viele junge Mädchen z. B. haben Unterlaibstumore. Die medizinische Betreuung ist miserabel. Arme Leute haben keine Chance eine ausreichende Versorgung zu erhalten.

Passeirer Blatt; Und wie schaut es in den Heimen aus?

So seltsam es klingt, haben es manche Kinder in den Heimen besser als Zuhause. Wenigstens wird dort für Essengesorgt. Natürlich ist das Leben in den Heimen monoton und es herrscht eine richtiggehende Hackordnung. Wer älter und stärker ist, setzt sich durch. Das Heim, wo unsere

Gastkinder untergebracht sind, ist in Ordnung. Ansonsten hört man, herrschen in manchen Heimen unzumutbare Zustände (kaum sanitäre Anlagen, Mangelernährung u.v.a.m.).

Passeirer Blatt; Wie soll es weitergehen mit dem Projekt?

Der Besuch hat uns darin bestärkt, uns weiterhin für diese Kinder einzusetzen. Wir sehen, dass Hilfe gebraucht wird und dort ankommt, wenn sie gut organisiert ist. Heuer im April/Mai kommen für 6 Wochen wieder 6 Kinder mit einer Begleitung nach St, Martin. Damit dieser Besuchermöglicht wird, hoffen wir wieder auf Spenden und die Unterstützung der Gemeinde und der Schule. Die Spendensind notwendig, um die Flüge zu bezahlen und eventuell auch Hilfspakete zu finanzieren. Für mein Patenkind Andrej wünsche ich mir, dass unsere Hilfe dazu beitragen möge, ihm einen guten Start ins Leben zu ermöglichen!

Das Interview führte Gottfried Zagler


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LAUNISCHE

NATUR

Das vorzeitige Auftauchen des Kiebitzes im Passeiertal

Der Kiebitz gehört zur Familie der Regenpfeifer. Auffallendstes Merkmal des taubengroßen Vogels ist der strähnige Kopfschopf und ein breites, von der rein weißen Unterseite abstechendes schwarzes Brustband. Sein wuchteinder Flug zeichnet sich oft durch tolle Kapriolen aus. Typischer Lebensraum dieses geselligen Watvogel sind ebene, offene Flächen, Weiden, Felder, Ackerland und - außerhalb der Brutzeit - Sumpfgebiete. Seine Nahrung sind kleine Bodentiere wie Insekten, Spinnen, Regenwürmer. Der Kiebitz brütet vereinzelt auch in Südtirol. Sein Bestand ist seit den 90er jahren in Südtirol stark im Abnehmen begriffen.

Arnold Rinner

AUS

Mit aufgestellter Haube und leisem kiwi, wiit-i-wit kündete am 4. Februar 2004 ein Kiebitz auf einer schneebedeckten Wiese in Oberpill vom nahen Frühling. Das Einmalige daran ist, dass sich der drollige Kerl in der Zeitplanung um ganze zwei Monate geirrt hat. Denn im Normalfall sind Kiebitze auf ihrem Durchzug im Raum Passeier Anfang April mit etwas Glück zu beobachten. Schwierig ist die Deutung dieses bis dato nie beobachteten Phänomens. ließ sich der Vogel vom extrem warmen Wintertag zum Wandern verleiten, oder handelt es sich schlicht und einfach um eine Laune der Natur? Vogelforscher Oskar Niederfriniger tut sich schwer das Auftauchen eines Kiebitzes Anfang Februar abseits jeder Vogelzuglinie zu deuten. "Tatsache ist", so der Experte, "dass Kiebitze zu jenen Vögeln gehören, die sich in ihrem Zugverhalten den zunehmend milderen Wintern anpassen. Galten Kiebitze früher als typische Frühlingskünder, die aus dem Süden kamen, so verlassen heute diese Vögel ihren Brutplatz in MitteIund Osteuropa immer seltener und zwar dann, wenn es extrem kalt wird. Ähnlich dem Mäusebussard, der auch zu den sogenannten Winterflüchtern gehört, harren Kiebitze solange im Brutgebiet aus, solange es der Boden zulässt mit dem Schnabel nach Insekten zu stochern. Typisches Überwinterungsgebiet dieser Tiere ist der Mittelmeerraum. Hier halten sich diese Vögel mit besonderer Vorliebe in großen Scharen auf den riesigen Grünflächen neben den Startbahnen von Flughäfen auf."

DER TIERWELT

Fledermäuse in Passeier Es ist SAS Uhr früh. Das Klingeln des Telefons reißt mich aus dem Schlaf. Wer kann um diese Zeit anrufen? Es ist ein Bauer aus UIfas und er berichtet, dass er soeben gesehen hat, wie eine Fledermaus in einer Kluft zwischen den Balken an der Stadelwand verschwunden ist. Augenblicklich bin ich hellwach! Wir vereinbaren, dass ich am Nachmittag nach Ulfas komme, mir den Platz anschauen werde - und vielleicht gelingt es uns auch, die Fledermaus zu fangen. Ich könnte dann die genaue Art bestimmen. Und dies ist tatsächlich gelungen: Ein neuer Fundort der Zwergfledermaus, der erste im Passeiertal, damals im jahre

1996, und in beachtlicher Höhe (1330 m). Die Kinder vom Hof, die Regina, johanna, Maria Luzia, Rita, Anna, Filomena, der Luis und der Martin durften ein Weilchen die Fledermaus bestaunen und streicheln, dann wurde sie wieder an ihren Schlafplatz zurückgesetzt. Ich fuhr zurück nach Meran, glücklich und dankbar, über einen neuen Standort informiert worden zu sein. In unseren Gegenden halten sich Fledermäuse vielfach in Gebäuden auf: verkrochen und verborgen in Dachböden und Kellerräumen, in Mauerspalten, hinter Holz- und Blechverkleidungen, unter Dachrinnen, zwischen dem aufgestapelten Brennholz an der Hauswand, hinter Fensterläden, im Rollladenkasten usw. jede Art hat eine besondere Vorliebe: Die Hufeisennase hängt frei an der Decke im Dachboden, die Zwergfledermaus eingequetscht in einer engen Spalte an der Hauswand, die Weißrandfledermaus unter der Blechverkleidung des Fensterbrettes, das Mausohr im Rollladenkasten, die Mopsfledermaus hinter dem Fensterladen, das Langohr und die Breitflügeifledermaus zwischen Dachziegel und Dachbalken. In Europa leben also die meisten Fledermäuse sprichwörtlich mit dem Menschen unter einem Dach, trotzdem bleiben sie größtenteils unbemerkt. Einmal benützte, günstige Quartiere werden von den Fledermäusen meistens viele jahre lang alljährlich entweder im Winter oder im Sommer aufgesucht und bewohnt. Nur wenige Arten unserer Fledermäuse bevorzugen im Sommer Quartiere, die sich nicht in Gebäuden befinden, sondern in Baumhöhlen, Spechtlöchern oder Spalten hinter der abstehenden Rinde eines Baumes. Im Winter halten alle einheimischen Fledermäuse einen langen Winterschlaf und


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haben sich dazu im Herbst in frostsicheren Felsspalten, Höhlen, ungestörten Kellerräumen usw. verkrochen. Fledermäuse werden selbst in unserer "aufgeklärten" Zeit vielfach noch als blutrünstige und gefährliche Ungeheuer dargestellt und gefürchtet. Die nächtliche Lebensweise und vor allem die Fähigkeit, sogar bei völliger Dunkelheit schnell und zielsicher fliegen zu können, hat seit Alters her das Misstrauen der Menschen erregt und abergläubische Furcht vor diesen kleinen dunklen, pelzigen Tieren hervorgerufen. Die Vorstellung, dass sich Fledermäuse so in den Haaren verfangen, dass sie nicht mehr freikommen und die Haarpracht abgeschnitten werden muss, ist in der Bevölkerung leider immer noch verbreitet. Sie stimmt aber ganz und gar nicht! Auch im religiösen Bereich wurden die Fledermäuse immer wieder mit dem "Bösen" in Zusammenhang gebracht: In vielen Kirchen sind die Teufel mit Fledermausflügein, die Engel dagegen mit Vogelflügein da rgestellt. In Wirklichkeit sind unsere Fledermäuse liebenswerte und vollkommen ungefährliche Geschöpfe, mit einer außergewöhnlichen Lebensweise und mit Fähigkeiten, die Staunen und Bewunderung hervorrufen, aber mit einer Gefährlichkeit für den Menschen nicht das Geringste zu tun haben. Außerdem sind sie wichtige natürliche Gegenspieler von Schadinsekten um unser Haus und in der Land- und Forstwirtschaft. Die Quartiere an den Gebäuden dienen den Fledermäusen vorwiegend als Sommerwohnung. Im April/Mai finden sich die Weibchen in Gruppen ein, um ihr junges zu gebären. Beim "Mausohr", einer großen Fledermausart, kennen wir in Südtirol "Wochenstuben" mit 1.000 bis 2.000 Weibchen in einem einzigen Dachboden! Bei anderen Arten leben nur 20 30 Weibchen beisammen. Die Männchen sind dagegen meistens Einzelgänger und besetzen häufig ein großes Quartier (z.B. den Dachboden einer Kirche) ganz für sich allein. Um mehr über die Fledermäuse in Südtirol zu erfahren, wurde zwischen 1995 - 1997 eine landesweite Erhebung durchgeführt. Dabei wurden die Dachböden

Mitteilung Der ASOD-Hauspflegedienstteilt mit, dass die Tätigkeit in den Tageszentren(Fußpfiege) in St, Martin und Moos ab 1. April auf Dienstag verlegt wird.

fast aller Kirchen kontrolliert und viele Personen haben mich auf FledermausVorkommen hingewiesen, so auch im Passeiertal. Dafür möchte ich mich hier nochmals herzlichst bedanken! Auch in den folgenden jahren wurden alle Hinweise und alle Funde gesammelt.

So verfügen wir heute über einen recht guten Überblick, welche Arten es in unserem Lande gibt, in welcher Höhenlage sie vorkommen, wo sie sich am liebsten aufhalten usw. Im Passeiertal sind bisher von den 23(25?) in Südtirol vorhandenen Arten 9 gefunden worden. Dies scheint recht wenig, aber die Höhenlage spielt bei Fledermäusen eine große Rolle. Fast alle leben gern in einer sehr warmen Umgebung. So stammen die meisten Funde aus Riffian bis St. Leonhard. Andererseits wurden aber während meiner Tätigkeit in der jägerschule Hahnebaum am Ganderberg vier ziemlich seltene Arten gefunden! Es gibt immer wieder ganz tolle Überraschungen! Deshalb möchte ich abschließend zwei große Bitten vorbringen: 1) Wenn sich bei Ihrem Haus Fledermäuse aufhalten, stören Sie sie bitte nicht und lassen Sie sie dort weiterleben, es ist auch zu Ihrem Nutzen! 2)Teilen Sie mir bitte mit, wenn Sie eine Fledermaus finden, oder wenn Sie den Platz kennen, wo sich die Fledermäuse bei Ihrem Haus aufhalten. Wir Fledermausforscher möchten noch genauer wissen, wo die Fledermäuse leben und welche Arten es bei uns gibt. Für alle Hinweise bedanke ich mich herzlichst!

Oskar Niederfriniger CI.d.Medicistraße 8 39012 MERAN Tel. 0473-232386 oder 3395215371

BEKANNTER

N R. 66, MÄRZ 2004

KÜNSTLER

[osef Oberbauer ein Passeirer?

Er ist in Graz und Sofia, Bulgarien, stadtbekannt, in Passeier, seinem Heimattal, ein Fremder. Wir schreiben vom Kunstmaler [osef Oberhofer, der vor 150 jahren in St. Leonhard am 3. Oktober 1854 als Sohn des Gerichtskanzlisten [osef Oberbauer geboren wurde und mit sieben jahren das Tal für immer verlassen hat. Der Vater [osef war ein Wiener, die Mutter Anna Maria Polin eine Malserin. Sie hatten am 22. November 1853 in St. Leonhard geheiratet. Die Beamtenfamilie Oberbauer lebte arbeitshalber in St. Leonhard, weil der Vater eine Stelle am Amtsgericht Passeier innehatte. Der Familie Oberbauer entstammten zwei lebhafte Buben, der [osef und der Karl. Die Mutter starb bereits 1860 mit 31 [ahren. Nun war der Vater mit den beiden Söhnen und der Haushälterin allein. Um den Kindern eine bessere Schulbildung zu ermöglichen, suchte der Vater um Versetzung an, die ihm prompt gewährt wurde. Er zog für drei jahre nach Nauders, um dort am Amtsgericht zu arbeiten. Nach einer Dienstzeit von über 40 jahren suchte der Vater um Versetzung in den Ruhestand an, um sich ganz den beiden begabten Söhnen widmen zu können und ihnen den Besuch einer höheren Schule zu ermöglichen. Er zog mit seiner Familie nach Innsbruck, wo [osef die Oberrealschule besuchte und treffliche Tiroler Künstler seine Zeichenlehrer wurden. Er schloss die Oberschule 1872 mit der Matura ab und begab sich auf die Technische Hochschule nach Graz. Ein jahr später starb ihm auch der Vater. Der junge josef hatte nun für den Lebensunterhalt und für das Studium gleichzeitig zu sorgen, was ihn nicht hinderte, letztendlich noch eine Malerakademie zu besuchen. Erste Erfolge als Aquarellmaler stellten sich ein, sodass Privatpersonen, Verlage und Institutionen auf [osef aufmerksam wurden. Mit 34 jahren, 1888, heiratete er die Steirerin Amalia Feichter, von Beruf Schneiderin, die ihm drei Kinder schenkte. Von 1888 bis 1891 war [osef mit Bleistift und Skizzenbuch unterwegs, um zahlreiche Ansichten von Graz zu fertigen. Inzwischen suchte die Stadtverwaltung von Sofia, Bulgarien, einen Oberzeichner für das Katasteramt. In Anbetracht des besseren Gehaltes nahm [osef am Wettbewerb teil und erhielt den Auftrag. Er

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Mikroorganismen, die Wunder wirken

Kräuterkonzentrat mit Milchsäureklilturen

VitaBiosa ist ein Konzentrat, das durch einen Fermentationsprozess gewonnen wird, auf der Basis von Milchsäurekulturen und Zuckerrohrmelasse, gemeinsam mit vielen wohltuenden Kräutern. Die Mikroorganismen in Vita Biosa gehören zu der Gruppe der Milchsäurebakterien, die unter normalen Umständen in einem gut funktionierenden Darm vorhanden sein sollten. Durch diese besondere Mischung wertvoller Milchsäurebakterien reguliert sich der pH-Wert im Verdauungstrakt, die Entwicklung pathogener

Einige Gründe für ein Ungleichgewicht der Darmflora

in

• steigert

das Wohlbefinden

• fördert

• entgiftet,

und die Vitalität

die Darm-Magenfunktion

• baut die Darmflora

die Stärkung

wieder auf

entschlackt

des Immunsystem und strafft

den Körper

• ist ein reines Naturprodukt

Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund

AnimalBiosa

Was bewirkt Animalbiosa?

AnimalBiosa für Ställe und Haustier In Verbindung mit Ställen und Haustieren kann AnimalBiosa eine ganze Reihe von Störungen und Problemen lösen helfen. Animal Biosa eignet sich sowohl für die landwirtschaftliche Tierhaltung als auch für alle Haustiere wie Hunde, Katzen, Singvögel, Meerschweinchen, Kaninchen, Tauben, Pferde etc. Bei Bienen kommt Biosa gegen die Bekämpfung von Varroe in Einsatz.

Rinderzucht: Senkung der Kälbersterblichkeit, Senkung der Kosten für Veterinärmedizin, Steigerung der allgemeinen Gesundheit, Steigerung der Milchleistung und der Milchqualität, Festigung der Klauen, Glanz des Fells wird erhöht, Abbau der Zellenanzahl, Bessere Fließfähigkeit der Gülle, Geruchslosigkeit der Gülle Schweinezucht: Steigerung der allgemeinen Gesundheit, Geruchsreduzierung in Kombination mit Luftreinigung/Vernebelung, Gewichtszunahme, Qualitätserhöhung des Fleisches Geflügelzucht:Geruchsreduzierung,Gewichtszunahme,Steigerungder Gesundheit

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Was bewirkt VitaBiosa? • reguliert

1. Schlechte Essgewohnheitenl Die Nahrung wird meist viel zu wenig gekaut. 2. Vitalstoffarme Nahrung, z.B. verursacht durch mineralische Dünger. 3. Rückstände von Spritzmitteln und chemische Zusätze in der Nahrung. 4. Verschmutztes Trinkwasser. 5. Zu wenig körperliche Bewegung. 6. Stress auf verschiedenen Ebenen, körperlicher, emotionaler oder geistiger Natur.

Wiederverkaufer

Bakterien wird verhindert. Eine stabile gesunde Darmflora wird aufgebaut, so dass der Körper die Nährstoffe optimal aufnimmt und Giftstoffe ausscheidet. Die Auswahl der Kräuter hat eine wohltuende Wirkung auf die Verdauung und versorgt den Körper mit wichtigen Antioxydantien, die der Entwicklung freier Radikale entgegen wirken. Vita Biosa steigert so das menschliche Wohlbefinden und die Vitalität des ganzen Organismus.

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Im Passelertal:

TerraBiosa Welche Vorteile erzielt der Bauer mit Terrabiosa? Die Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphor und Kalium steigert sich, d.h. die Erträge fallen höher aus und dadurch erzielen wir · eine verbesserte Bodenstruktur · bessere Nährstoffaufnahme der Pflanzen · verstärkte Wurzelbildung · gesündere Pflanzen mit einem intakten Immunsystem, dadurch geringere Angriffsfläche für Schädlinge · die Vielfalt der Grasarten nimmt auf dem Feld wieder zu · unempfindlicher gegen Trockenheit · Zunahme der Qualität (Geschmack) und Quantität · Reduzierung von Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel · Reduzierung der Kosten · nahtloser Ubergang vom konventionellen Anbau zum natürlichen Anbau ohne Verluste

Despar Haller - St. Leonhard Supermarket Platter· St. Martin

Frau Haller - St. Leonhard

Sonja Platzgummer

Ich leide schon seit vielen Jahren an chronischen Nebenhöhlenentzündungen , Knochenschmerzen und ich habe Magen-u. Verdauungsprobleme. Seit 2 Monaten trinke ich täglich mein Vitabiosa u. ich habe freudvoll erlebt, dass ich kaum noch Knochenschmerzen habe. Ebenso sind meine Magen-Darmprobleme und meine Nebenhöhlenentzündungen beim Abklingen. Ich fühle mich einfach vitaler und mein Wohlbefinden steigert sich ständig. Das sind Gründe genug um Vitabiosa jedem zu empfehlen.

Seit langem habe ich immer wieder Probleme mit den Mandeln. Seit einem Monat trinke ich täglich Vitabiosa und ich merke deutlich- wie die Mandelprobleme abgeklungen sind. Auch meine bis dahin unregelmäßige Verdauung hat sich normalisiert. Ich trinke weiterhin Vitabiosa um mein Immunsystem zu stärken und zum Vorbeugen.

Weitere Informationen

unter Iel.:

047.1 964 096

info@biosa.it _ wiNw.biosa'.it •


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zog nach Sofia, wo er bis zu seinem Tod 1926 blieb. 1898 wechselte der Zeichner und Maler zur Direktion der Bauten von Eisenbahnen und Häfen in Sofia, wo er als Ingenieur bis zu seinem Tode 1926 blieb. 1911 starb ihm die Frau Amalia. In der Ungarin Sabina Zimani fand er seine zweite Frau, die er 1916 heiratete. Vier Kinder entsprossen dieser zweiten Verbindung. Der Aquarellmaler Oberbauer knüpfte Kontakte zur bürgerlichen Oberschicht von Sofia. Der befreundete bulgarische Schriftsteller Ivan Vazov (1850 - 1921) nannte die schöne Frau Sabina stets das "Blonde Feuer".

Der Aquarellmaler joset Oberbauer (1854 - 1926) aus 5t. Leonhard in

Passeier gilt als der Vedutenmaler uon Graz und Sofia.

Im Bild die Goldschmiedstraße

Sofia, Ende 19. jahrhundert.

in

1921 verlieh König Boris 111. dem Maler [osef das Offizierskreuz des Volksordens für bürgerliche Verdienste. Am 14. April 1926 verstarb [osef und wurde in einem Ehrengrab der Stadt Sofia begraben. In Graz und Sofia leben noch zahlreiche Nachkommen. 1950 wurde in Sofia eine Straße nach ihm benannt: Ulica Oberbauer. Die Werke josef Oberbauers erlebten zwischen 1899 und 1992 mehrere erfolgreiche Ausstellungen, darunter auch in Sofia, London, Graz und Wien. Ebenso finden sich Bilder von Oberbauer in Dutzenden Publikationen. Die Literatur zum berühmten Maler aus St. Leonhard ist für uns begrenzt zugänglich, da die bulgarischen Arbeiten für den Großteil von uns nicht lesbar sind.

Heinrich Hafer

PASSEIRER

FRAUEN

SommerSonntagstracht Es war einmal ein jugendchor in St. Martin. Neun schneidige Madlen pflegten nicht nur das Singen von Volksliedern. Vornehm und sehr gepflegt trugen sie bei ihren Auftritten die heimatliche Passei rer Som mer-Son ntagstracht. Man sieht es in ihren Gesichtern: die Fröhlichkeit und das Wohlbefinden in ihrem "Gewand". Es passt alles ganz genau, von Kopf bis Fuß. An der Bluse die Spitzen, handgehäkelt, schön gestärkt, das schwarze Seidentuch durch eine Schlinge um den Hals gehalten (kein Ring!), die handgestickte Blume auf dem Latz und die rote Schnur von links nach rechts durch handgebogene Haken geschnürt. Der rote Wollbrokat für das enge Mieder mit schwarzen, Borten und Samtbändern verziert. Die blau gestreifte Baumwollschürze über dem schwarzen, handgefalteten Rock nimmt sich gut aus. Beachten wir genau die Länge der Trachten: 25 cm über dem Boden. Somit sieht man die Kniestrümpfe, die weiß, blau oder weinrot sein können, und die dazu passenden Trachtenschuhe. Diese sind aus schwarzem Leder und vorne ein wenig mit weißem Federkiel bestickt. Sogar die Haarpracht ist kunstvoll hochgesteckt. jede von euch hat doch sicher ihre helle Freude daran, wie schön ihr auf diesem Bild eure Tracht trägt. Das Wort "Tracht" kommt von "tragen" und ich bin sicher, dass ihr euren Teil Der jugendchor

uon St. Martin (um 1986):

Barbara Pinggera, Margareth

Michaela Marth, Petra Gufler,

Schweigl,

Petra Buchschwenter, Kriemhild Brugger,

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dazu beiträgt, dieses Kulturgut eurer Ahnen den folgenden Generationen weiter zu vermitteln, damit die Trachtenpflege nicht verloren geht. Die Tracht ist Ausdruck unserer kulturellen Eigenart. Dokumentiert im Buch "Lebendige Tracht in Tiral" von Gertrud Pesendorfer, in deren Auftrag diese Tracht erstmals von der Schneidermeisterin Cilli Götsch genäht wurde. Die Originalzeichnung (28 x 25 cm) ist im Besitz der Familie Götsch.

Wa/traud Götsch Pavia/o, Beauftragte für Trachtenwesen

SAGENGESCHICHTE

Schneeberger Entstehungssagen Zur Entstehung fast eines jeden Bergwerkes gibt es Sagen. Die wohl bekannteste Schneebergsage ist die Erzählung: "DER JÄGER UND DIE SALlGE". Die Sage "DER VERLIEBTE NORGG VOM SCHNEEBERG" schrieb Frau Christine Haller Martin anlässlich des internationalen Wettbewerbes der Stadt Bozen, an dem sich Autoren aus allen Arge-Alp-Ländern beteiligten. Der Wettbewerb für drei Sprachgruppen stand unter dem Motto: "Verzauberte Berge: Sagen und Bilder". Die Autorin von "Der verliebten Norgg vom Schneeberg" erwarb dabei unter 197 Einsendungen den dritten Preis mit dem Urteil: "Die Arbeit überzeugt in ihrer Einfachheit und poetischen Darstellung". Frau Haller, Lehrerin in Trens und dort wohnhaft, hat an mehreren literarischen Wettbewerben teilgenommen und ist durch verschiedene Publi-

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> kationen bekannt. Von ihr stammen

lyrische Werke, Kindergeschichten, Texte für Kinder- und jugendtheater und Musicals, sowie Erzählungen mit geschichtlichem Hintergrund, z.B. "ANGELA NICOLETTI","PFEIFER HUISELE- die

Lebensgeschichte eines Tiroler Hexenmeisters" oder der Roman: "LlUT UNDE LANT- Kindheit und jugend Walthers von der Vogelweide" .

VERGANGENE

Karl Lanthaler

1939 in Stuls

als das tiefe Wasser des kleinen Schwarzsees,eine halbe Gehstunde von den Knapvom Schneeberg penlöchern entfernt. Einmal, als die ,Erzklauberin wieder vor dem Frauenhaus saß, stellte der Norgg sich unvermittelt vor sie hin und Im Schneebergzug,einer Gebirgskette an zeigte ihr eine Handvoll Silberstücke. Sie der Nahtstelle zwischen dem hintersten könnte das Silber gern haben, sagte er, wenn Passeier-unddem Ridnauntal, lagern seit sie bereit sei, seine Frau zu werden. Das undenklichen Zeiten reiche Erzvorkommen. Mädchen erschrak heftig und lief ins Haus. Und wo solche zu finden sind, da gibt es Eserzählte aber niemandem von seiner seltauch Norggen. Diese Männlein treiben lange samen Begegnung. Bald danach überraschte Stollen in die Bergflanken, um an die ergieder Norgg das Mädchen wieder, indem er bigsten Erzadern zu gelangen. Am Schneeeinen Sackvoll Silber vor ihm ausschüttete. berg schürften sie einst nach Silber und Davon könne es soviel haben wie es wolle, häuften es über Tageauf. Esgefiel ihnen, bot er an, wenn es nur seine Frau werde. ihre gewonnenen Schätze an der Sonne Das Mädchen schüttelte den Kopf und wollte glänzen zu sehen. Die Erträge waren lange nichts von dem alten, bärtigen Norgg in Zeit hindurch so reichhaltig, dass sie ganze Bergevon Silber aufschütten konnten. Damit seiner bergmännischen Aufmachung mit Zipfel kappe und Arschleder wissen. diese aber nicht gleich für jedermann sichtUm aber die hübsche Erzklauberin dennoch bar waren, bedeckten die Norggen sie bis zu für sich zu gewinnen, beschloss der Norgden Gipfeln mit dunklem Gestein. Nur wenn heftige Regengüsseniederprasselten und das genführer in seinem Liebeswahn endlich, das streng gehütete Geheimnis seines Voltaube Gestein fortschwemmten, kamen die silbernen Bergspitzen wieder zum Vorschein. kes preiszugeben. Er versprach ihr Berge von Silber und kratzte- um sein Versprechen EinesTagesbereisten Erzsucher die Gegend unter Beweis zu stellen - das taube Gestein am Schneeberg.Sie hielten nach Kupfer und unter seinen Füßen fort. Augenblicklich Blei Ausschau und wurden fündig. Eswährte nicht lange, da bevölkerten zahlreiche Knap- schimmerte reines Silber hervor. Bei diesem Anblick bekam die junge Frau große Augen. pen den Berg. Sie wolle sein Angebot überdenken, sagte Mit steigender Sorge beobachteten die sie. In drei Tagen solle er Bescheid haben. Norggen heimlich das Treiben der MenDem verliebten Norgg war bisher verborgen schen. Wie leicht konnte es geschehen, dass geblieben, dass die junge Frau mit einem man ihre Silbervorräte entdeckte! Sie hoffder Hutmänner aus der Knappensiedlung ten darauf, dass die langen, harten Winter verlobt war. Ihm berichtete sie nun von ihrer die Menschen wieder vertreiben würden. Begegnung und fragte ihn um Rat. Aber vergeblich, denn bald arbeiteten diese Als der Norgg am dritten Tagbeim Frauenwinters wie sommers in den Gruben. Zur haus erschien, war seine Angebetete nirgends Beherbergung der vielen Arbeiter entstand zu entdecken. Stattdessen erblickte er unzäheine ganze Knappensiedlung. Etwas abseits lige Knappen,die dabei waren, seine Silberder Knappenkauen wurde auch ein Frauenberge von den Gipfeln herab freizulegen. haus errichtet. Darin wohnten die ErzklauEr stieß einen gellenden Fluch aus: Sofort berinnen, die über Tagedas erzhaltige vom verwandelte sich alles Silber in leuchtendtauben Gestein schieden. weißen Dolomit und war so für die Menschen So konnte es auch geschehen,dass sich der Anführer der Norggen - auf einem seiner Beo- wertlos. Noch am selben Tagverschwanden alle Norggen aus der Gegendam Schneeberg bachtungsgänge - in eine Erzscheiderin verund mit ihnen die reichen Silbervorkommen. gaffte. Er schaute ihr gern heimlich zu, wenn Das Wenige,was davon zurückblieb, gelangte sie abends, nach getaner Arbeit, vor dem als "argentum bonum de Sneberch",als feines Frauenhaus saß und ihr langes, schwarzes SchneebergerSilber,in Umlauf. Haar kämmte. Während des Tagestrug sie Die verwunschenen Kalkgipfel aber kann der es nämlich unter einem Kopftuch verborgen, Bergwanderer heute noch bewundern, wenn zum Schutz vor dem Staub, der sich beim er auf die Schneebergscharte steigt und die Durchkutten des Klaubgutes entwickelte. hellen Felstürme der Schneeberger- und Was dem Norgg an der jungen Frau aber Moarer Weißen vor sich in der ersten Morausnehmend gut gefiel, waren ihre pechgensonne leuchten sieht. schwarzen Augen. Sie schimmerten dunkler

Der verliebte

Norgg

ZEITEN

Das

Organisten problem Franz Haller, genannt der "Riafr Schuaschtr", war einst Organist in Stuls. Im März 1939 hatte ihn aber die Grippe richtig in der "Hachi". Am 19. März steht aber [osef auf dem Kalender und der ist Kirchenpatron in Stuls. Da ging es immer recht feierlich her. Hochwürden josef Lobis, der zur Zeit dort Seelsorger war, meinte "Wenn aa Foschte isch, miar faiern dechtr!" Da der Organist mit Fieber im Bett lag, war guter Rat teuer. Anna Brugger, die Pusterer Anna, war Diarn beim Egger und da sie auch in Moos am Chor sang, sang sie auch in Stuls. Sie ließ dann bei der Singprobe verlauten: "I drspiel schun a Mess afn Harmonium, obr an Orgl isch eppis ondrs!" Sie wurde aber gebeten, es auf der Orgel zu versuchen. So kam die Anna am josefentag eine Stunde früher in die Kirche und probierte an der Orgel. Es klappte. Der Chor sang die "Hermann Mess" von Mitterer und Anna spielte die Orgel, als ob sie immer gespielt hätte. Nach dem Amt ging die Frage herum: "ja, isch dr Riafr Schuaschtr schun wieder gsund? I honn gimuant den hots groube drwuschn?" "Seil hotsn joa, wail haint isch die Eggrdiarn afn Orglbock kuckt." "ja konn di Eggerdiarn orglin? latz isch dechtr gschech n!" Anna Lanthaler

ALTER

HANDWERKSBRAUCH

Wandergesellen in Moos Im Herbst waren in Passeier zwei junge Männer unterwegs, die durch ihre außergewöhnliche Kleidung auffielen. Es waren zwei Wandergesellen aus Deutschland auf der Walz, also auf Wanderschaft, die hier Arbeit suchten. Ab Mitte September bis kurz vor Weihnachten fanden sie in Moos Beschäftigung. Der Kunstschmied Tobias Pachner aus dem Allgäu arbeitete bei Gotthard Gufler, der Tischler Andreas Tempelmann aus Niedersachsen war bei Christian Gufler


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Passeirer

Blatt- N R. 66, MÄRZ 2004

KARTENMOTIV

Das Högger [aggele

beschäftigt. Beide sind seit 18 Monaten auf der Walz. Dabei war Andreas bereits in Dänemark, in Holland, in der Schweiz und sogar in Ghana in Afrika. Von Moos aus gingen beide getrennt in die Schweiz. Im gesamten Europäischen Handwerk des Mittelalters war es für Handwerksgesellen Pflicht, mindestens drei jahre und einen Tag außerhalb ihres Wohngebietes Arbeit zu nehmen, wobei sie nicht länger als drei Monate bei einem Meister bleiben sollten. Erst nachher konnten sie die Meisterprüfung ablegen. Auch nach Aufhebung dieser Pflicht blieb das Gesellenwandern fester Brauch. Heute sind 600 bis 700 deutsche Wandergesellen unterwegs. Die Vorteile der Wanderzeit für die Gesellen sind nicht nur beruflicher Art, sondern erfordern von jedem auch die menschliche Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten. Es ist eine berufliche und auch persönliche Bereicherung sowohl für den Gesellen als auch für den Meister, der einen Wandergesellen einstellt. "Unsere" zwei Wandergesellen waren von der Landschaft des Hinterpasseier fasziniert, von ihren Meistern und deren Betrieben begeistert und fühlten sich hier unter der einheimischen Bevölkerung anscheinend auch recht wohl.

metze und Mineure, eine Kapelle erbaut. Firmeninhaber Veit Tscholl meint: "Wir brauchen den Segen und den Schutz von oben!" So konnte Pfarrer johann Lanbacher am 4. Dezember vergangenen jahres im Beisein der Familie Veit Tscholl, deren Arbeiter und einer Abordnung Schneeberger Knappen, die Segnung der Kapelle vornehmen. Bis zum kommenden 4. Dezem-

Einweihung der Kapelle zur hl. Barbara Die Firma Kreativstein mit Sitz in Sinich, die im Prechtlwald am Gamsberg in Moos einen Steinbruch betreibt, hat dort der hl. Barbara, der Patronin der Stein-

",

i101l._,U(fnu~r, geb. 20. Juli

Postkartenaufnahme

1800.

ber hofft der Firmenchef eine Statue oder ein Relief in der Kapelle anbringen zu können. jetzt ist nur eine Tafel der hl. Barbara darin. Also steht wieder eine Einweihung bevor. "Es muss ja nicht alles auf einmal sein," meint Herr Tscholl. Möge die hl. Barbara den Arbeitern dort oben, aber auch den vielen Reisenden, die die Timmelsjochstraße befahren, Schutz gewähren.

aus dem jahre bekannteste "Passeirer" war damals jakob Pichler, das Högger jaggele vom Hocheggerhof in Vernuer, der am 25. juli 1904 seinen 105. Geburtstag feierte. Vernuer wurde damals gern Passeier zugerechnet. An seinem Schicksal nahm die Tiroler und Süddeutsche Presse regen Anteil. Von ihm gab es Postkarten und auch der berühmte Maler Franz Defregger hatte ihn gemalen. 1899 hatte ihn der Kaiser persönlich in Riffian empfangen und eine jährliche Leibrente von 200 Kronen zugesprochen. Er war nämlich der einzige noch lebende Zeitzeuge Andreas Hofers. Als Bub von 10 jahren hatte er beobachtet, wie man den Andreas Hofer gefangen aus dem Passeiertal herausführte. Viel zitiert wurden damals seine Äußerungen über Andreas Hofer. Alle Leute, erzählte er gern, hätten den Ander gemocht und sind ihm gern gefolgt. .Zilöscht hot er's woll gern (den Krieg) glott, aber der Kapuziner Haspinger hat nit g'wöllt. Sunst war ihm nix gschechn, wenn des saggra Ding nit g'wösen war. Oaner hot zu ihm (dem Andreas Hofer) g'sogt: Host'n Kriag un g'höpp't, muast'n a ausmach'n. Dös Kügele ischt für di grod a so g'lodn wie für die Franzos'n. Seil hat rn'r mei Voter oft derzählt". Verheiratet war er übrigens in seinem langen Leben nie gewesen, und krank nur einmal. Wie viele Bergler ernährte sich das jaggele weitgehend vegetarisch.

Anna Lantha/er

Gottfried Zag/er

Kar/ Lantha/er

Moos

I)ögger ]aggele "';"

1901/02 (?). Der wohl

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die Stunden wie im Fluge und die meisten blieben bis zum frühen Morgen. Da es allen Anwesenden so gut gefallen hatte, war man einhellig der Meinung, dass man nicht wieder fünf jahre bis zum nächsten Wiedersehen warten sollte.

ST. MARTIN

Jahrgang 1958 - Fröhliche Ja hrga ngsfe ie r Am 22. November 2003 war es wieder soweit, der s8er jahrgang von St. Martin lud zum Feiern ein. Man traf sich um 17 Uhr im Kirchlein beim Sandwirt. Dort wurde mit Pater Basilius eine sehr schöne und besinnliche Dankesmesse gefeiert, wobei auch der verstorbenen jahrgangskollegen gedacht wurde. Nach der Messe ging es ins Museum Passeier, wo unter der Führung von Albin Pixner Interessantes und Lehrreiches besichtigt werden konnte. Anschließend fuhr man nach St. Martin, wo beim "Mitterwirt" bereits ein vorzügliches Mahl vorbereitet war, das von Franz und Gilbert mit flotten Weisen musikalisch umrahmt wurde. Natürlich wurde viel erzählt, gelacht, gespielt und getanzt. Weil der s8er jahrgang als gesellige Truppe bekannt ist, vergingen

Das Komitee

ST. MARTIN

Martinsritt für Familien in Not Am Martinstag veranstaltete der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Musikkapelle St. Martin den bekannten "Martinsritt". Ausgehend vom Gasthof "jager Hans" wurde der "Heilige Martin" auf seinem Pferd von zwei Begleitern und den vielen anwesenden Kindern und Erwachsenen zum Dorfplatz begleitet. Auf dem

Übergabe des uerdoppelten Reinerlöses, insgesamt 1.000 Euro u.l.n.r. Raika-Obmann Albert Pichier, Ausschussmitglied des Haflingerzuchtuereins joset Flarer, Vizeobmann des Haflinger Pferdezuchtuereins Stetan Pichier, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Raika-Direktor Walter Pichier. Dorfplatz teilte der "Heilige Martin", der Namenspatron der Gemeinde St. Martin in Passeier, wie es in der Überlieferung steht, seinen Mantel mit einem Bettler. Nach der Mantelteilung, die viele kleine und große Bürger mit großer Begeisterung verfolgten, gab es dann Krapfen und Glühwein. Der Reinerlös dieser Veranstaltung, den die Raiffeisenkasse St. Martin verdoppelte, ging an die Gemeinde St. Martin zur Unterstützung von in Not geratenen Familien in der Gemeinde. Anlässlich einer kleinen Feier übergaben Vertreter des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier und der Raiffeisen kasse St. Martin dem Bürgermeister Hermann Pirpamer die Spende. Raika St, Martin

Mechanische Werkstatt

Helmut Haller

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FAMILIENTREFFEN

Toniger Verwandtschaft Es gibt Dinge im Leben, die man nicht so leicht vergisst, die als ein lustiges Erlebnis in Erinnerung bleiben. So erinnern sich viele immer noch an ein Cousinentreffen der "Hoferverwandtschaft" vom Toniger-Hof in Stuls vor 20 jahren. Seit längerem bestand der Wunsch, etwas Ähnliches wieder auf die Beine zu steIlen. Diesmal haben sich die Geschwister vom Toniger-Hof Luis, Albin, Heinrich, Mena, Maria, Luise Hochw. Richard und Hans Hofer, sowie deren Kinder und Kindeskinder, zu einer fröhlichen Runde zusammengefunden. Dass es dabei lustig zuging, lag in der Luft. Das Singen und Musizieren haben sie nämlich alle im Blut. Dass dieses Treffen überhaupt zustande kam, ist den Töchtern Daniela und Sabine von Heinrich Hofer und ihrem rührigen Organisationskomitee zu verdanken. Am Samstag den 15· November war es dann soweit. Für dieses Treffen stellte Heinrich Hofer seine Tischlerei zur Verfügung. Ein geeigneter

Verkehrte Welt!

Raum nicht nur zum Tischlern, sondern auch zum Feiern. Es war dem Organisationskomitee und Heinrich Hofer ein großes Anliegen, dass das Religiöse nicht zu kurz kommt. Die Wortgottesfeier stand unter dem Motto "Wasser", anlehnend an das internationale [ahr des Wassers. So wie das Wasser erfrischend, belebend und den Durst stillend ist, so sollen auch wir für die Mitmenschen sein. Was sind für mich die Quellen für die Freude am Leben und Glauben? Wie kann ich für die Mitmenschen wie eine sprudelnde Quelle sein? Oder fühle ich mich manchmal wie eine versiegte Quelle? Am Eingang zur Werkstatt wurde an einer großen Schautafel die "TonigerVerwandtschaft" anschaulich dargestellt. Auch eine Tafel mit Fotos aus längst vergangenen Tagen durfte nicht fehlen. Es wurde gut gegessen, musiziert und getanzt. Auch die vielen Kinder hatten keine Langeweile zu beklagen. Für die Organisatoren war es eine große Freude, dass von den 184 Geladenen fast alle der Einladung gefolgt sind. Das Tonigertreffen wird allen als Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Siegfried Pfitscher

Ich, als geistig beschlagener Passeirer Bürger und Mann von Welt, interessiere mich täglich, was in den Medien so Neues anfällt! Besonders liebe ich das Fernsehen- und das nicht zu knapp mindestens 6 Stunden ich zwischen RTL,PR07 und Kabell herumzapp! In letzter Zeit aber, tief in mir ganz vage und beklommen, beschleicht mich das Gefühl, ich werde auf den Arm genommen! Superstars ohne Ende sieht man über die Bühne rennen, die Hitparaden führen jene an, die selbst gar nicht singen können. Die Bücher-Ranglisten, ich traue es mich zu erwähnen nur ganz verhohlen, werden angeführt von unantastbaren Schreibgenies a' la Dieter Bohlen. Im Dschungel kämpfen Promis gegen Kakerlaken und Spinnen, da kann der tief bewegte Zuschauer an geistigem Potenzial nur gewinnen! Hast du leichte Probleme mit Bierbauch oder Oberweite, stehen dir Magier, Gurus und ähnliche Scharlatane umgehend zur Seite. Ein wenig Silikon, Fettgewebe und Sehnen platziert an die richtigen Stellen, werden dein tristes Lebensdasein sofort erhellen! jubel ohne Ende, das Selbstvertrauen grenzenlos, ein Traum wird wahr, alsbald bist du wie Pamela Andersson ein intellektuell hochstehender Superstar! In ergreifenden Talkshows werden besprochen ähnlich lebenswichtige Fragen, jeder Trottel kommt zu Wort, nur nicht jene, die wirklich etwas hätten zu sagen. Das Publikum manipuliert, Applaus auf Befehl mit einem Ziel, die Einschaltquoten erhöhen, um Euros zu kassieren reichlich und viel. Bei so viel geistigem Tiefgang gepaart mit viel rhetorischem Geschrei, verstehe ich nicht ganz, warum nicht auch ich bin ganz vorn dabei? Nur mich will keiner haben und ich suche verzweifelt nach Ideen, wieso werde ich kein Superstar, ich kann es nicht verstehen! Tief betroffen senke ich den Kopf, vergieße bittere Tränen in meine .Huder" mit dem Vorsatz: Im nächsten Leben werde ich Boxenluder! Der seil uane

VORANKÜNDIGUNG

Kinderfest in St. Martin am 23. Mai Der Katholische Familienverband und die Öffentliche Bibliothek St. Martin laden wiederum alle Passeirer Familien zum Kinderfest ein. Es steht diesmal ganz im Zeichen des "Mittelalters". Termin: Sonntag, 23. Mai 2004 Ort: Festwiese von St. Martin Beginn: 14 Uhr

GEDENKJAHR

Erstbesteigung des Ortlers vor 200 Jahren Am Friedhof in Schluderns befindet sich unter den kleinen Arkaden der Gedenkstein an den Gämsenjäger josef Pichler aus Passeier. Er diente als herrschaftlicher jäger und Schlosswart der Familie Trapp auf der Churburg. Als .Psairer [osele" ging er in die Alpingeschichte ein, da er vor 200 jahren als erster den Ortler am 27. September 1804 bestiegen hat.

Karl Lanthaler

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ST. LEONHARD

Jahrgang 1948 feiert Am 25. Oktober trafen sich 25 Frauen und Männer des jahrgangs 1948 in

der Mörre, um mit einem Dankgottesdienst, zelebriert von P. Christian, eine gemütliche jahrgangsfeier einzuleiten. Anschließend begab man sich zu einem kleinen Umtrunk ins Gasthaus Mörre. Zum Abendessen versammelte sich die

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fröhliche jahrgangsgesellschaft im Gasthaus Passerblick, wo man den Abend bei Musik und Tanz ausklingen ließ. Jahrgang 1948

ANKÜNDIGUNG

Erlebnisfahrt nach Nordtirol Im Rahmen unseres Tirol-Programms erkunden wir am Sonntag, 25. April, den Raum Innsbruck - Telfs und das Tiroler Oberland mit Stift Stams, Mieminger Plateau und die Friedensglocke in Mösern. Abfahrt ab Platt um 6.30 mit Zusteigemöglichkeit für alle Interessierten bis Meran. Fahrtspesen samt Mittagessen 33 Euro. Anmeldung im Tourismusbüro St. Leonhard, Tel. 0473-656188 Der Heimatpf/egeuerein

VEREINE

Passeier

& VERBÄNDE

ST. MARTIN

Aktiver Bildungsausschuss Die junge Gruppe des Bildungsausschusses blickt auf eine rege Tätigkeit im abgelaufenen jahr zurück: Für jeden Geschmack und jede Altersgruppe hatte sie etwas zu bieten. Einen kurzen Einblick in die Tätigkeit ab Herbst 2003 soll folgender Überblick geben: Im Oktober gab es zwei Schnupperkurse zum Thema "Faszination Wein". Der Weinfachmann Dr. Othmar Kiem aus Meran führte die Teilnehmer/innen in die Welt des Weines ein, nannte Anbaugebiete und Weine aus Südtirol und machte die Teilnehmer/innen selbst durch die Kunst des Degustierens zu angehenden Fachmännern/frauen. Ein Höhepunkt war wohl das Kabarett "Sou segn holt rnirs" am 21. November. Die beiden aus dem Fernsehen bekannten Unterlandler Kabarettisten Prantl & Sanin gaben in humoristischer Weise Lokalpolitik, Landtagswahlen und Beziehungsprobleme zum Besten. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal des Vereinshauses und das herzhafte Lachen der Zuschauer/innen sprachen für sich.

Am 6. Februar dieses jahres gaben judit Pixner und Alfred Haller in der Weinstube des Martinerhofes einen Einblick in die Welt des jazz. Das Publikum ließ sich von der Stimme der Sängerin judit und den Klavierklängen des Allrounders Alfred mitreißen und brachte sich gegen Ende der Veranstaltung selbst mit ein. Auch der Sprachenunterricht kam nicht

zu kurz: Peter Spencer begann im jänner einen Englischkurs für Anfänger/innen, der viele auf den Geschmack brachte. Der Diaabend am 13. Februar 2004 über Namibia mit Norbert Dejori gab einen Einblick in ein faszinierendes Land. Die stimmungsvollen Bilder haben wohl in so manchem Zuschauer/in die Sehnsucht für dieses Land wachsen lassen.

Die Kabarettisten Prantl & Sanin mit den Ausschussmitgliedern des Bildungsausschusses

Brigitta Schweigt


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ST. LEONHARD

Gelungene Ausstellung der Freizeitmaler Anlässlich der Feier ihres Pfarrpatrons, des hl. Leonhard, haben die Pfarrei und die Marktgemeinde St. Leonhard vom 14. bis 17. November 2003 eine Ausstellung

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schaffende Künstlerin Franziska Königsrainer. Beachtenswerte Bilder und verschiedene Werke wie Tonfiguren, Kerzen und eine Krippe, fanden unter den vielen Besuchern großen Anklang. Natürlich hatte man auch für das leibliche Wohl vorgesorgt. Die Freizeitmaler verwöhnten ihre Gäste mit einem reichhaltigen Büffet. Über die gelungene Ausstellung und den Zuspruch des Publikums waren die Organisatoren natürlich hoch erfreut. Bedanken möchten sie sich bei Frau Evi Delucca und allen, die zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Ein Dank geht auch an die Raiffeisenkasse Passeier für die großzügige finanzielle Unterstützung. Nachfolgend die Teilnehmer/innen an der Ausstellung: jaqueline Augscheller, Helma Brunner, johanna Burgmann, Evi Delucca, Erika Ennemoser, Heidrun Ennemoser, Sieglinde Gufler, Franz Haller, Annelies Hofer, Hedwig Hofer, Luise Hofer, josef Holzer, Edith Marth, Ruth Pfitscher, Nadia Pixner, Iise PIoner, Nini Pöhl, Franz Prünster, Monika Schwarz, Karin Spechtenhauser, Margit Zipperle, Franziska Königsrainer (freischaffende Kü nstleri n).

der Lienrter Freizeitmaler organisiert. Die Veranstalter waren überrascht, als sich mehr als 20 Teilnehmer/innen zur inzwischen schon zur Tradition gewordenen Ausstellung anmeldeten. Zur Eröffnung der Ausstellung, die von der Musikschule Passeier musikalisch umrahmt wurde, erschienen zahlreiche Kunstliebhaber und Ehrengäste. Unter den Gästen befand sich auch die frei-

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KATHOLISCHER

FAMILIENVERBAND

STULS

Krippenausstellung mit Segnung

Ende Oktober begannen acht interessierte Hobbybastler unter der Leitung von Siegfried Ptitscher aus Rabenstein voll Enthusiasmus einen Krippenbaukurs. Unter den geschickten Händen entstanden bald sehenswerte Krippen. Für den 4. Adventsonntag wurde eine Ausstellung organisiert, wo auch die Krippen vom Kurs des jahres 1998 bewundert werden konnten. Pfarrer josef Lanbacher hielt eine kurze Andacht und segnete die Krippen. Musikalisch umrahmten die Feier der Kinderchor und Bläser aus Stuls, sowie eine Zithergruppe. Es wurden Geschenke, Weihnachtsgebäck und ZeIten zum Verkauf angeboten. Gemütlich saß man bei Kaffee, heißem Punsch und Kuchen zusammen und freute sich über die gelungene Feier. Der Katholische Familienverband bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Ausstellung so gut gelingen konnte.

johanna Gufler

HILDEGARDGRUPPE

PASSEIER

Interessanter Vortrag über Effektive Organismen Die Hildegardgruppe Passeier organisierte am 3. jänner einen Vortrag im Vereinshaus in St. Martin zum Thema "EMu. Referent war Wilhelm Trinkhauser, "EMuBerater aus Percha . EM ist die Abkürzung für effektive Organismen, die von seinem Entdecker, dem Agrarwissenschaftier und Hochschullehrer Prof. Dr. Terno Higa geprägt wurde. Inhalt des Vortrages: EM ansetzen und anwenden, EM im Haushalt und Garten, Herstellung von Bokashi, EM bei Kompostierung, EM in der Landwirtschaft und Vieh haltung, EM und Keramik, EM bei der Wasserbehandlung, EM für Umwelt und Gesundheit. EM ist eine Multimikrobenmischung von hauptsächlich Milchsäureund Photosynthesebakterien, Hefen und fermentativen Pilzen. Diese Mischung aus natürlich vorkommenden Mikroorganismen wird für die Impfung der Böden verwendet, um die Mikrobenvielfalt in den Böden zu vermehren. Dies verbessert die

E~V\st P~tÄV\ste~

Uhrmacher

Bodenqualität und die Bodengesundheit, wodurch Wachstum, Ertrag und Qualität der Ernten gesteigert werden. Die perfekte Symbiose der effektiven Mikroorganismen erzeugt besondere regenerative Kräfte, die in unterschiedlichsten Milieus z.T. ganz überraschende Wirkungen entwickeln. Diese Wirkungen werden in der EM-Technologie zur praktischen Anwendung gebracht. Verallgemeinernd kann man sagen, dass EM überall, wo es eingesetzt wird, regenerativ wirkt, die Lebenskraft und Gesundheit stärkt und degenerative, kranke Prozesse verhindert. Durch EM kann man fantastische Erfolge in Haus und Garten sowie bei Pflanzenwachstum und Gesundheit erzielen. Der Vortrag war gut besucht, die Teilnehmer/ innen zeigten reges Interesse am Inhalt und an den Produkten.

Rosa Pircher

MUSIKKAPELLE

SALTAUS

Jahreshauptversammlung Ehrung verdienter Mitglieder Die Musikkapelle Saltaus unter der Leitung des Obmannes Christian Ladurner blickte in der diesjährigen jahreshauptversammlung auf ein arbeitsreiches jahr zurück. Die Kapelle, bestehend aus 22 Männern und einer Frau, Stefania Pireher, hatte im abgelaufenen jahr 24 Auftritte, davon 13 Konzerte, verbunden mit 38 Proben. Neben dem Obmann Christian Ladurner war sein Stellvertreter Robert Pircher, die Schriftführerin Karin Pircher, die Kassiererin Stefania Pircher sowie der jugendleiter Elmar Ladurner für die

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KIRCHENCHOR

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SALTAUS

Einsatzfreudiger Männerchor

Von links nach rechts: Erich Camper (Kapellmeister), Robert Pircher, Walter Hofer, Rosmarie Pamer (Kulturassessorin), Christian Ladurner (Obmann) Tätigkeit und die gute Kameradschaft in der Kapelle verantwortlich. Den Taktstock führt schon seit jahren Erich Gamper. Die jahreshauptversammlung stand aber auch im Zeichen der Ehrung für zwei verdiente Musikanten. Walter Hofer und Robert Pircher wurden für ihre

Seabe a Wintrsportzentrum Oi Nelle isch a schiane, an Hintrpsairer keattse, obr de graue Kua isch traurig, joa schtundnlong reartse. Nebn ihr hong di Kranze. "Gea Nelle", soggse moch diar nicht drauß mit dr Summerfrische af Seabe isch fraile nor aus. Obr in Wintr terfmr inhn terin Snobordn sogor wedlin bin Kinigjoch, odr bin Sunninbichl or. Kuan Tritt mear zi Fuaß gian, mit dr Gondl geats drhau, miar Rinduiechr in Schidress, bis ibr di Höirne an Schturzhelm au. Oub Obfoort odr Tourlauf di Lait hengmr 0, dr Schtoll uoll Pokale schteat wollte bold do. Mit di Schweafe wermr wachtlin miar Rinduiechr - gonz gail. juhee, Nelle, i fraid mi schun af des ,,5eabrische SCHIHAlL': Anna Lanthaler

2s-jährige Mitgliedschaft in der Kappelle ausgezeichnet. Beide kamen bereits mit 11 bzw. 12 jahren zur Kapelle. Die Gründe für den Eintritt sind bei beiden ähnlich: "Da in Saltaus abends nichts los war", erinnern sich beide, "bot sich die Chance länger wegzubleiben, vielleicht auch ein Bierchen zu trinken und bei einem Fest dabei zu sein." Beide haben es deshalb "kaum erwartet" der Kapelle beizutreten. Ihr Lehrmeister war Alois Platter, der 1978 die Musikkapelle Saltaus gegründet hat. Die Freude an der Musik und die Kameradschaft sind den beiden Geehrten am wichtigsten. Robert Pircher erlernte ursprünglich das Tenorhorn und stieg dann auf das Flügelhorn um. Er spielt aber auch seit vielen [ahren bei der Musikkapelle St. Martin und der Hochwilde Böhmische mit und war selbst 6 jahre Obmann der Musikkapelle Saltaus. Walter Hofer spielte zuerst das Flügelhorn, stieg später auf die Es-Trompete um und landete schließlich bei der Posaune. Neben der Posaune ist er in der Kapelle auch für die gute Stimmung zuständig. Die Musikkapelle Saltaus dankte den Geehrten für ihren Einsatz und wünscht ihnen noch viele aktive [ahre in der Kapelle.

Auf eine lange und rege Tätigkeit kann der Kirchenchor Saltaus zurückblicken. War er früher gemischt, so ist er mittlerweile zu einem Männerchor geworden, der sich durch Fleiß und besondere Treue bewährt hat. Aus diesem Anlass hat der Obmann Stefan Kofler am 2. Adventsonntag alle Mitglieder und deren Frauen zu einer Feierstunde im Gasthof Alpenhof geladen. In seiner Ansprache hob er den guten Zusammenhalt und den Fleiß der Männer im Kirchenchor hervor und bedankte sich ganz besonders bei Herrn Andreas Pixner und Herrn Anton Pircher, denen er die goldene Ehrenurkunde für 40 [ahre treue Mitgliedschaft überreichen konnte. Er erklärte, dass man nichts gegen Frauen im Chor habe, es habe sich einfach so entwickelt. Besonders froh sind alle Chormitglieder über den Chorleiter Albin Hofer. Er bringt seit ca. 4 jahren mit seiner großen Erfahrung und mit seiner ruhigen, menschlichen Art viel Sicherheit in den Verein. Mit einem Blumenstrauß geht der Dank auch an seine Ehefrau, die oft auf ihren Mann verzichten muss. Dekan Michael Pirpamer bedankte sich beim Obmann, beim Chorleiter und bei allen Sängern/innen für die musikalische Umrahmung der kirchlichen Feiern in Saltaus. Der Kirchenchor ist sicher der Verein im Ort mit der ältesten Tradition, und in der heutigen Zeit ist es ein besonderes Zeugnis der Verbundenheit mit der Kirche, wenn Männer regelmäßig die Messen mitgestalten. Er wünschte dem Chor weiterhin Erfolg. Der Chor bedankte sich bei den Frauen und bei den Ehrengästen mit wunderschönen alten Volksliedern.

Rosmarie Pamer

Hermann Pirpamer


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BERGRETTUNGSTELLEN

PASSEIER

Gemeinsame Lawinenübung Am 13. Dezember fand in pfelders (Valtmar-Alm) die LawinentalschaftsÜbung der Bergrettungsstellen des Passeiertales statt. Alljährlich wird eine solche gemeinsame Lawinenübung von den Rettungsstellen des Tales organisiert. Heuer organisierte die Ortsstelle Moos die Übung. Die einzelnen Funktionen und Aufgaben wurden mittels Los vergeben. Die Rettungsstellen des Tales St. Martin, St. Leon-

hard, Moos, Stuls, Rabenstein und pfelders waren vertreten. Die Rettungsstelle Platt war wegen einer anderen Veranstaltung entschuldigt abwesend. Außerdem beteiligten sich an dieser Gemeinschaftsübung die Lawinenhundeführer des Tales: Alois Ennemoser (Pfelders), Andreas Fontana (Moos) und Hermann Gufler (Rabenstein). Die Lawinentalschaftsübung hat gezeigt, wie wichtig ein koordiniertes Zusammenwirken aller Beteiligten ist. Das Skitourengehen erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Viele Menschen suchen die Bewegung in der freien Natur abseits der gesicherten Pisten und dafür muss auch ein bestimmtes Risiko in Kauf genommen werden. Da dieses Risiko nie ganz außer Acht gelassen werden darf, kann eine gute Ausrüstung (Lawinenverschütteten-Suchgerät, Sonde, Schaufel und Erste-Hilfe-Material) hilfreich sein. Von großer Bedeutung ist der geübte Umgang mit dem Lawinenverschütteten-Suchgerät ("Pieps").

"Auf der Basis Schweizer Daten wurde eine Überlebenskurve bei Ganzverschüttung berechnet. 18 Minuten nach Lawinenabgang leben noch 91% der Verschütteten, in den folgenden 17 Minuten fällt die Überlebenskurve steil ab, und ohne Atemhöhle, ersticken die Opfer. Nach 35 Minuten leben nur mehr 34% der Verschütteten. In der folgenden Phase, bis 90 Minuten nach Lawinenabgang, flacht die Überlebenskurve stark ab. Diese Phase erreichen nur Verschüttete mit Atemhöhle. Erst nach 90 Minuten kommt es wieder zu einem deutlichen Absinken der Überlebenswahrscheinlichkeit auf den Wert von 7.

Durch die hohe Überlebensrate in der ersten Phase unmittelbar nach Lawinenabgang gewinnt die Kameradenrettung durch möglichst schnelle Ortung, mittels elektronischer LawinenverschüttetenSuchgeräte (LVS) und Oberflächensuche, die Hauptbedeutung für die erfolgreiche Rettung von Lawinenopfern. Die Bergung durch organisierte Rettungsmannschaften erfolgt wesentlich später. Aus diesem Grund ist eine überhastete Abfahrt der Augenzeugen zur Alarmierung, ohne vorherige Kameradensuche, ein Verlust wertvoller Zeit für die Verschütteten und als schwere Fehlentscheidung zu bewerten. Positive Ausnahmen im üblichen Zeitverlauf sind verzögerungslose Mobiltelefonoder Funkalarmierungen in Kombination mit Hubschrauberrettung" - (entnommen aus: Unterlagen der Bergrettung).

Bergrettung Moos

FREIWILLIGE

FEUERWEHR

ST. LEONHARD

Stets im Dienste des Nächsten Auch das vergangene jahr war für die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard ein sehr arbeitsreiches. Dies stellte sich bei der jahreshauptversammlung im jänner 2004 deutlich heraus. Obwohl die Alarmsirene ihre Töne bis auf eine Ausnahme nur an Samstagen verlauten ließ, war die Feuerwehr zu 30 Einsätzen mittels Personenrufempfänger (Piepser) oder Telefon gerufen worden. Dabei handelte es sich vorwiegend um technische Hilfeleistungen bei Unfällen, sowie um Suchaktionen oder sonstige Einsätze. Zu Brandeinsätzen mittleren Ausmaßes wurde nur zweimal gerufen. Beim Wohnungsbrand in der Stickl im November konnte Dank des schnellen und effizienten Einsatzes der Schaden in Grenzen gehalten werden. Dem Brand fiel dennoch ein Großteil der Einrichtung, die Wandverkleidungen und einige Bodenbeläge der angrenzenden Räumlichkeiten zum Opfer. Trotz der enormen Wärmeentwicklung erlitt die Tragstruktur des Gebäudes kaum Schaden. Mit Unterstützung der FF Meran und durch den Einsatz einer Wärmebildkamera wurden die betroffenen Räumlichkeiten nach nicht sichtbaren Wärmequellen, wie z.B. Glutnester, untersucht. Eine Brandwache sicherte bis in die frühen Morgenstunden das Brandobjekt. Um für solche und andere Einsätze stets gut vorbereitet zu sein, wurden in 54 Übungen realitätsnahe Situationen nachgestellt. Zahlreiche Haus- und Hofbesitzer stellten ihr Eigentum zu diesem Zweck zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen wurde in Übungen vertieft und verbessert. Um das theoretische Wissen zu erweitern und aufzufrischen, besuchten 28 Mann Weiterbildungskurse an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Ein Höhepunkt war die Organisation beim Sandhof. der 1. Grand-Prix-Woche Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen und Organisationen war außerordentlich gut. Wie gewohnt waren bei verschiedenen Veranstaltungen im Vereinshaus, auf dem Raiffeisenplatz oder am Sandhof, stets Wehrmänner anwesend, um bei Gefahr sofort eingreifen zu können. Aber nicht nur bei Festen waren die Wehrmänner vertreten. Bei der Florianifeier dankten alle geschlossen dem Schutzpatron für seinen Beistand.


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lich immer wieder auf die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung, der Betriebe und Unternehmen angewiesen, um rund um die Uhr den täglichen Dienst am Nächsten zu gewährleisten. Wir erlauben uns daher gegen Ende diesen jahres eine Geld-Sammelaktion durchzuführen und bitten Sie schon jetzt um Ihre Unterstützung. Danke. Geamtübersicht 2003 FF St. Leonhard in Passeier Stunden Einsätze Übungen Lehrgänge Brandverhütungsdienste Brandverhütung GPW Sitzungen Ausschuss Sitzungen Kdt.-schaft

Kameradschaft und Arbeitsgeist waren auch bei der Christophorus-Feier im juli gefordert. Die Bilanz des abgelaufenen jahres kann sich wahrlich sehen lassen. Wie aus der angefügten Graphik zu entnehmen ist, wurden insgesamt 4184 Stunden von 1383 Mann geleistet, das sind im Vergleich zum letzten jahr ca. 500 Stunden mehr. jedoch nicht die Vergangenheit ist das Maß aller Dinge, sondern die Zukunft. Daher kann auch unsere Feuerwehr, genauso wie alle anderen Rettungsorganisationen, sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Das heißt, dass neben vielen Übungen und Kursen auch die technische Ausrüstung angepasst werden muss, denn "wer rastet der rostet". Und gerade hier müssen im jahr 2004 einige wichtige Investitionen getätigt werden.

1600 1400 1200 1000 800

Unser Tanklöschfahrzeug (TLF), mittlerweile über 25 jahre alt, wird im Frühjahr den notwendigen Erfordernissen angepasst und entsprechend umgebaut. Da ein Neuankauf (ca. 280.000 Euro) momentan nicht finanzierbar ist, hat sich der Feuerwehrausschuss für einen Umbau entschieden. Dieser kostet über 20.000 Euro. Weiters mussten wir mit jahresbeginn unseren jeep der Marke FIAT Campagnola, auch schon 36 wertvolle jahre alt, außer Dienst stellen, da dieses Fahrzeug, nach mehrmaligen technischen Überprüfungen nicht mehr für den Feuerwehreinsatz freigegeben wurde. Ein neues Fahrzeug der Marke Mercedes Sprinter (ca. 45.000 Euro) wird das ausgemusterte Fahrzeug ersetzen und uns hoffentlich bis jahresmitte zur Verfügung stehen. Neben den großzügigen Beiträgen durch die Gemeindeverwaltung sind wir natür-

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Einsätze

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Übungen

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Lehrgänge

ITIIIl

Brandverhütungsdienste

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BrandverhütungGPW

600

Sitzungen Kdt-schaft

400 200 0

Stunden

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1520

697 220

554

360

52

4188

Geleistet insgesamt 4188 Stunden von 1383 Mann FF St. Leonhard

ALPENVEREINSEKTION

PASSEIER

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen Ende jänner trafen sich an die 100 Mitglieder der Sektion Passeier in St. Leonhard zur jahresversammlung. Als Ehrengäste konnte der Vorsitzende Siegfried Innerhofer die Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher, von Moos, Willi Klotz, und den Präsidenten des Turismusvereins Hinterpasseier, Vigil Kuprian, begrüßen. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Gemeindeverwaltungen und bei der Raiffeisenkasse Passeier für die regelmäßige und großzügige Unterstützung. Die einzelnen Ortsstellen (St. Leonhard, Walten, Moos, Stuls, Platt und Pfelders) sind in der Planung und Durchführung ihrer Tätigkeiten völlig autonom. Der Vorsitzende und die Ortsstellenleiter berichteten z.T. mit Bildmaterial über das Geschehene im abgelaufenen jahr. Der jahrhundertsommer brachte es mit sich, dass alle Touren programmgemäß durchgeführt wurden. Mit einem besonders reichhaltigen Programm wartete die Ortsstelle

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Hüttenwart Eberhard und Zimmermann Raimund bei der Arbeit

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pfelders auf: Kinderfasching, Skirennen, Aktion "Sauberes Dorf", Martins- und Nikolausfeier, Fahrt ins Ötztal u.a. Neben der Entzündung des Herz-jesu-Feuers, das in allen Ortsstellen zum Pflichtprogramm gehört, wird in pfelders auch noch das Houlerpfannfeuer entfacht, ein Brauch am 1. Fastensonntag. Ein mehrtägiges Zeltlager mit Familien in Landro (St. Leonhard) und Radtouren (Platt) sind schon zur festen Gewohnheit geworden. Die Ortsstelle Walten hat sich im "jahr des Wassers" eine Canyoningtour als Besonderheit ausgedacht und erfolgreich durchgeführt. Tourenleiter Hans Zachskorn aus Reutlingen hat mit seiner Gruppe neun Ski- und Bergtouren gemeldet. Und nicht zuletzt ist von der Wandergruppe in St. Leonhard zu berichten, dass sie wieder achtmal ausgerückt ist und dabei von der Uina-Schlucht im Nordwesten bis Lugano im Südosten halb Südtirol erwandert hat. Eine eigene Klettergruppe kümmert sich um die Kletteranlage in der Turnhalle in St. Leonhard und zusammen mit der Sektion St. Martin um die vier Freikletterwände, wobei im letzten jahr das Hauptaugenmerk jener von Stuls galt. Die Selbstversorgerhütte EGGHOF-KASER konnte wieder vielen Kindern, jugendlichen und Familien schöne und erholsame Aufenthalte bieten. Eine bedeutende Aufwertung erhielt die Hütte durch die Neugestaltung des Grillplatzes. Die Markierungsarbeiten wurden im letzten jahr mit Unterstützung der Tourismusvereine Hinterpasseier und St. Leonhard fortgeführt. Der Weg vom Sailertal zur Bärengrube wurde instand gesetzt, ein Teil des jaufenkammweges verbessert. Unter Leitung des Wegwartes Heinz Widmann wurde planerische Vor-

s.

arbeit zur Digitalisierung des gesamten Wegnetzes geleistet. Auch konnten die Sektionen Passeier und St. Martin in Zusammenarbeit mit dem Referat Natur und Umwelt in der AVSLandesleitung die Broschüre "Wandern ohne Auto" herausbringen. Diese handliche Broschüre mit 15 Wandervorschlägen ist bei Einheimischen und Gästen schon bestens angekommen und erprobt worden. In den Ortsstellen wird Aus- und Weiterbildung groß geschrieben. Auch im vergangenen jahr haben sich einige unserer Mitglieder zum Kletterübungsleiter, Wanderführer, Tourenleiter und jugendführer ausgebildet. Auch intern wurden Erste-Hilfe- und Kletterkurse angeboten und der Umgang mit Lawinen-Suchgeräten erprobt. Der Referent für Natur und Umwelt stellte das Projekt eines Skikarussels im Seebertal vor, das mit vereinten Kräften abgewendet werden konnte. Er forderte die Versammelten auf, die Natur zu achten und zu pflegen und vor allem die vielen Angebote, die vom Naturpark Texelgruppe gemacht werden, anzunehmen. Zwei besondere Vorhaben griff der Vorsitzende aus der Vorschau für das heurige jahr heraus: die von allen Ortsstellen gemeinsam geplante Ortlerbesteigung aus Anlass der Erstbesteigung durch [osef Pichler (Pseirer josele) vor 200 jahren am 16./17.juli. Ebenso wird ein Treffen mit den Frauen und Männern, die vor 50 jahren die Sektion Passeier wiedergegründet haben, stattfinden. Für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit bedankten sich die Bürgermeister von St. Leonhard Konrad pfitscher und Willi Klotz von Moos. Die Neuwahlen in der Sektion gingen

reibungslos vor sich, nachdem alle Vorstandsmitglieder sich für eine Weiterarbeit bereit erklärt hatten. Neben Sektionsleiter Siegfried Innerhofer sind im Sektionsvorstand noch Petra Augscheller (Kassierin), Hans Schwarz (Schriftführer), Heinz Widmann (Wegewart), Arnold Rinner (Referent für Natur und Umwelt), Roman pfitscher (jugend) und die Ortsstellenleiter von Walten (Florian Augscheller als 2. Vorsitzender), Moos (Veronika Pixner), Stuls (Mainhard Gufler), Platt (Norbert Kofler - neu gewählt), pfelders (Florian Pixner). Als Rechnungsprüfer werden weiterhin Iise Ploner und Anton Platter fungieren. Für 25 jahre Bergtreue im AVS wurden geehrt: Helga Gögele, Paul Gögele, Günther Staschitz, Carla Tschöll, Albert Zipperle, Michael Schneidt von der Ortsstelle St. Leonhard und Marialuise Kofler Brunner und Karl Ennemoser von der Ortsstelle Moos.

Innerhofer Siegfried

FREIWILLIGE

FEUERWEHR

ST. MARTIN

Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr 2003

Am 23. jänner 2004 hielt die Freiwillige Feuerwehr St. Martin im Vereinssaal die alljährliche jahreshauptversammlung ab. Der Kommandant Klaus Gufler begrüßte 50 aktive Wehrmänner, 5 Wehrmänner außer Dienst, sowie die Ehrengäste, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Abschnittsinspektor Michl Schwarz und Ehrenkommandant Franz Gufler. Einsatzstatistik: Das jahr 2003 war ein "normales jahr", wobei bei 52 Einsätzen ein Einsatz pro Woche anfiel. Dabei handelte es sich um 11 Brandbekämpfungen, 33 technische Nothilfen verschiedenster Art,3 Katastropheneinsätze bei Überschwemmungen und 5 Suchaktionen und Bergungen. Bei obgenannten Notfällen leisteten 367 Mann 535 Einsatzstunden. Übungen: Bei 54 Übungen absolvierten 75 Wehrmänner 785 Übungsstunden. Es wurde großer Wert darauf gelegt, mit den Nachbarwehren zu kooperieren. Eine neue spezielle Gefahrensituation wurde bei der Übung im März 2003 beim Quellenhofer Tunnel simuliert, bei der die Atemschutzträger im Mittelpunkt standen und wo der täglich mögliche Ernst-


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NR. 66, MÄRZ 2004

KVW SENIORENCLUB

ST. LEONHARD

Abwechslungsreiches Programm

fall praxisnahe geprobt wurde. Kommandant Klaus Gufler betonte in seiner Ansprache, dass Kameradschaft, Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft in der Martiner Wehr vorbildlich sind. Nichts desto trotz warten neue Herausforderungen: Nachdem das Tanklöschfahrzeug rund 25 jahre alt ist und somit den heutigen technischen Ansprüchen nicht mehr genügt, hat man sich bereits seit geraumer Zeit nach einem geeigneten Ersatz umgesehen. Letztendlich hat man sich für ein Fahrzeug der Firma Lohr entschieden, welches Ende 2004, mit allen für uns notwendigen technischen Ausführungen, geliefert werden soll. Zudem hat man sich ein weiteres rekordverdächtiges Ziel gesetzt: Die FF St. Martin möchte den derzeit bestehenden Rekord im Guinness Buch der Rekorde in der Verlegung einer Wasserleitung brechen. Momentan liegt dieser Rekord bei 825 Höhenmetern und wird von einer österreichischen Wehr gehalten. Diese Aktion ist für den 7. August geplant. Dabei will man beim Passerblick starten und die Leitung sukzessive bis zu den Bründl Wiesen ausbauen und rund 1000 Höhenmeter bewältigen. Zu diesem Anlass sind auch freiwillige Mithelfer sehr willkommen. Der Bürgermeister bedankte sich im Namen der Dorfgemeinschaft für den Einsatz der Wehrmänner. Erfreut zeigte er sich über die Kameradschaft, welche in St. Martin vorbildlich ist. Die Gemeindeverwaltung leistete ihren Beitrag zum Ankauf des TLF, obwohl viele andere notwendige Projekte anstehen. Der Abschnittsinspektor Michael Schwarz betonte in seinen Ausführungen die Wichtigkeit der Ausrüstung und

Ausbildung, um bei den Einsätzen bestmöglichst gerüstet an die Gefahrensituationen heranzugehen. Ehrungen: Ein besonderes und freudiges Ereignis war die Ehrung von zwei Kameraden für ihren 40-jährigen Feuerwehrdienst. Das Dienstkreuz in Gold erhielten Georg Marth und Michael Verdorfer. Die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin möchte allen Gönnern, besonders denjenigen, die uns bei der alljährlichen Kalenderaktion unterstützen, sowie allen Mithelfern beim Dorffest, herzlich bedanken.

Kurt Gu{ler/Manfred Raffl

Neben dem Kartenspielen und Basteln, den Vorträgen und Lichtbildern, den Ausflügen und Wallfahrten werden bei uns auch viele Feste und Feiern veranstaltet. So gibt es Z.B. am Lichtmessfrauentag ein besonderes Essen mit Bioprodukten vom Bauernhof. Zur Faschingsfeier kommen viele - auch junge!! - "Maskera" und tanzen und lachen mit uns. Bei den Geburtstagsfeiern gibt es immer ein abwechslungsreiches Programm. Die Osterfeier ist eher besinnlich und beinhaltet auch unsere Seniorenmesse mit Krankensalbung. Ein Höhepunkt in unserem Programm ist immer die Weihnachtsfeier. Heuer hat wieder eine kleine Theatergruppe unter der bewährten Leitung von Albin Hofer ein nettes Theaterstück aufgeführt. Theater ist immer etwas, was uns bewegt, erfreut und zum Lachen bringt - und dafür sind besonders die Senioren sehr dankbar. Auch Pater Christian hat mit treffenden Worten weihnachtliche Stimmung und Freude hervorgerufen. Wir möchten uns bei allen bedanken, die im letzten jahr zum Gelingen unserer Feiern beigetragen haben und hoffen auch im neuen jahr auf viele nette, besinnliche und lustige Feste und Feiern. KVW Seniorenclub u.I.n.r:

Albin Hofer, Anna Pichler, Kathi Tschöff, Hans


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Willkommen im Naturparadies

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TOURISMUSVEREIN

ST. LEONHARD

Passeirer GrandPrix-Woche

2.

Der Tourismusverein St. Leonhard veranstaltet vom 28. April bis 02. Mai 2004 die ,,2. Passeirer Grand-Prix-Woche". Auch dieses jahr wird der Bevölkerung und den Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten: Am Mittwoch findet die Generalprobe der Musikkapellen für den Grand Prix der Blasmusik statt. Am Donnerstag stellen die Musikkapellen ihr Können unter Beweis, denn nur einer kann die begehrte Wandertrophäe .Andreas Hofer", gesponsert von der Firma Swarowski Kristallwelten, mit nach Hause nehmen. Im vergangenen jahr konnte sich die Musikkapelle Scheuren darüber freuen. Am Freitag kommt die jugend voll auf ihre Kosten; eine Ö3 Disco mit der tollen Verlosung eines Scooters, eines Laptops, eines Fotoapparates und viele weitere Sachpreise stehen auf dem Programm. Showein-

TAL

I

A

lagen und Überraschungsgäste heizen den Besuchern ein. Weiter geht es am Samstagvormittag mit dem traditionellen Hengstauftrieb. Anschließend können beim Zeltfest jung und Alt das Tanzbein schwingen. Doch damit nicht genug. Am Sonntag findet der "TT-Wandercup" statt. Dabei erleben Sie eine wunderschöne Wanderung zur pfandleralm mit Hans Kutscherer von Radio Tirol. Im Anschluss sorgen mehrere Musikgruppen im Zelt für Stimmung. Auf ein zahlreiches Kommen freut sich der Tourismusverein St. Leonhard. Nähere Informationen erhalten Sie im Tourismusbüro St. Leonhard

Tourismusuerein

TOURISMUSVEREIN

st. Leonhard

ST. LEONHARD

Neuauflage des KinderErlebnissommers Das attraktive Sport-, Freizeit- und Kulturprogramm für die jungen Gäste war 2003 ein voller Erfolg. Deshalb waren

sich die Organisatoren bereits am Ende der Saison sicher, das Programm für 2004 weiter auszubauen und durchzuführen. Die Kids werden auch in diesem jahr von juli bis August von spritzigen Animateuren durch die abenteuerliche Naturwelt des Passeiertales begleitet. Bei einem reichhaltigen, abwechslungsreichen Programm ist sicherlich für jeden das Passende dabei: Kinderkochkurs, Eis und Pizza machen, Zeichen- und Bastelnachmittag, Flussabenteuer, Bogenschießen und nicht zu vergessen Lernen und Begreifen im Naturpark Texelgruppe. Ein Erlebnis, an das Kinder gerne zurückdenken. Infos und Anmeldung im Tourismusbüro St. Leonhard.

Tourismusuerein

HAFLINGER

st. Leonhard

PFERDEZUCHTVEREIN

PASSEIER

Rückblick auf ein Jahr Vereinstätigkeit Am 1. Februar hat der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier seine jahreshauptversammlung abgehalten, wozu alle 70 Mitglieder eingeladen waren. Gemeinsam unterhielt man sich in gemütlicher Runde über die Geschehnisse des letzten jahres und konnte eine erfreuliche Bilanz ziehen. Der Verein möchte all jenen, die sich für "Rösser" interessieren, Einblick in die Vereinstätigkeit, die Pferdezucht und den Pferdesport gewähren.

Vom

10.

bis

12.

April:

Stammbuchaufnahme der 3-jährigen jungstuten sowie Haflinger- und NorikerZuchtpferdeversteigerung in Bozen. Von den 10 gemeldeten Passeirer jungstuten für die Stammbuchaufnahme wurden 9 vorgeführt. 2 Pferde erhielten die Bewertung II B, 6 Haflinger jungstuten wurden mit 11A aufgenommen und die Stute DARMA des Flarer josef (Unterhasler) belegte mit ihrer erstklassigen Schönheit den 7- Platz in der Endziehung unter allen 42 I B bewerteten jungstuten des jahrganges 2000. 1.

Mai:

Hengstauftrieb auf dem Sandhof Dieser wurde auch wieder von zahlreichen Besuchern bestaunt.

25. Mai:

Frühlingsritt nach pfistrad Über 20 Pferde waren bei diesem Maiausflug dabei, der an einem wunderbaren Sonntag stattfand. Viele weitere Mitglieder wanderten zu Fuß nach Pfistrad. So kam bald eine recht beachtliche Anzahl von Pferdefreunden zusammen,

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die gemeinsam einen schönen Tag erleben durften. 26. September: Fohlenbrennen auf dem Reitplatz Sandhof. Von den 14 vorgestellten Fohlen erhielten 11 Stutfohlen sowie 2 Hengstfohlen das Brandzeichen. Ein Hengstfohlen wurde nicht gebrannt. Das Stutfohlen des Haller Anton aus St. Martin in Passeier qualifizierte sich sogar für das 1. Haflinger Fohlenchampionat. 12. Oktober 2003: 1. Passeirer Geschicklichkeits-, Reit- und Fahrkombination auf dem Reitplatz Sandhof. Für alle Teilnehmer bedeutete dieser Tag absolute Spannung. Hier nützte die eigene Schnelligkeit beim Geschicklichkeitskegelfahren nicht viel, wenn der Partner mit seinem Pferd zu ungeschickt im Reitparcours umherwirbelte. Den Sieg holten sich der Fahrer Raff] Richard mit MIZE und der Reiter Hofer Alberich mit VERA. Auf dem 2. Platz landete der Fahrer Flarer [osef mit DAGMAR und der Reiter Hofer Alberich mit DORA. Den 3- Platz konnten sich der Fahrer Kobler Harry mit USCHI und der Reiter Daniel Pichler mit BELINDA holen. Ob man es glauben will oder nicht: Bei der 1. Passeirer Geschicklichkeits-, Reit- und Fahrkombination wurden die größten Gegner für ein paar Stunden zu Freunden. Zusätzlich wurde ein Kindergeschicklichkeitsreiten für Kinder des Jahrganges 1990 und jünger ausgetragen. Hier konnte sich Philipp Codalonga mit der Stute CALLYdeutlich vor seiner gänzlich weiblichen Konkurrenz platzieren. Den 2. Platz belegte Marion Hofer mit FRITZ und auf den 3. Platz kam Martini Nadine mit ZORA. 06. November: Leonhardsritt in St.Leonhard in Passeier. Man startete an einem sonnigen Nachmittag auf dem Reitplatz Sandhof. An der Passer entlang und dann durch St.Leonhard zogen die 13 Haflingerpferde

mit ihren Reitern. P. Christian Stuefer wurde von Haller Anton und dessen Zweispänner befördert. Nach der Pferdesegnung bei der Leonhardskapelle erwartete die Teilnehmer beim Sonnenhof eine kleine Stärkung. Anschließend folgte ein flotter Ritt durch den Sandwald, bei dem ein jeder Reiter seine Sattelfestigkeit unter Beweis stellen konnte. 11. November: Martinsumzug in St.Martin in Passeier: Ausgehend vom Gasthof "Jager Hans" wurde der "Heilige Martin" auf seinem Pferd heuer aus Sicherheitsgründen nur von 2 weiteren Reiterinnen unseres Vereins begleitet. Es zogen jedoch sehr viele Kinder mit ihren Laternen und Erwachsene hinterher. Auf dem Dorfplatz wurde gemäß der Überlieferung die Mantelteilung vorgeführt. Der Krapfenverkauf erbrachte dieses Jahr einen Reinerlös von S03 Euro ein. Dieser Beitrag wurde auch heuer wieder von der Raiffeisenkasse St.Martin verdoppelt und man konnte so den stolzen Betrag von 1000 Euro dem Bürgermeister der Gemeinde St. Martin übergeben, der ihn an eine bedürftige Familie weiterleitete. 16. November: Martinsritt bzw. Werksritt zum Schildhof Granstein. So mancher wird sie gesehen haben, die 19 Pferde, die an diesem Sonntag ihre Reiter munter zum Granstein getragen haben. Dort angekommen, stärkte man sich bei einem Mittagessen und verbrachte einen geselligen und unterhaltsamen Nachmittag. 28. Dezember: 2s-jä h riges Ju bi läu msschl ittenren nen und Skijoring in Pfelders. Der Wettergott meinte es heuer weniger gut mit unserem Jubiläum. Trotz Schneetreibens ließen sich 17 gemeldete Haflinger nicht abbringen an den Start zu gehen. Nach sehr spannenden Rennen standen die Sieger des heurigen Jubiläumsrennen fest:

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Kategorie Schlittenrennen der 2 1/2-jährigen Jungstuten i.Platz Elke der Thoni Anna Maria

Kategorie Schlitten rennen der 3-jährigen und älteren Stuten r.Platz Susi aus dem Reitbetrieb Steinerhof 2.Platz Mitze des Raff] Richard 3.Platz Vicki aus dem Reitbetrieb Steinerhof

Kategorie Skijöring Annile aus dem Reitbetrieb Steinerhof 2.Platz Uschi des Codolonga Rudi 3.Platz Belinda des Pichler Daniel

i.Platz

Lobenswert ist der Einsatz unseres Mitgliedes Gufler [osef ( Thomaser / Pfelders). Gufler [osef hat bei jedem bis jetzt abgehaltenen Schlitten rennen persönlich mit seinem Pferd teilgenommen. Die Mitglieder des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier, Kobler Harry, Pichler Daniel und Raff] Richard sowie die Betreiber des Reitbetriebs Steinhof haben sich auch heuer wieder an den verschiedenen Rennveranstaltungen außerhalb des Passeiertales beteiligt. Aufgrund des fleißigen Trainings mit ihren Haflingerpferden waren beim Ostermontagrennen und dem Herbstgalopprennen in Meran als auch beim Landestrabrennen in Hafling, Pferde aus dem Passeiertal am Start. Dies alles war Dank der Unterstützung der Sponsoren und des Entgegenkommens der Passseirer Gemeinden möglich. Ihnen sei dafür herzlich gedankt.

Margit Schiefer

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HOTEL-

UND

GASTWIRTE

N R. 66, MÄRZ 2004

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JUGEND

HGJ-Passeier mit neuem Schwung Ende Dezember vergangenen jahres beschloss man, den Verein der HGj im Passeier neu zu beleben. Dank persönlicher Bekanntschaften zu den Berufskollegen der benachbarten Gemeinden Schenna und Tirol, gelang es den jungen Passeirer Gastwirten, ein gemeinsames Treffen beim Brückenwirt in St. Leonhard zu organisieren, mit dem Ziel, sich gegenseitig kennen zu lernen und Erfahrungen im Tourismussektor auszutauschen. Die Passeirer konnten von den Vertretern von Schenna und Dorf Tirol unter anderem Interessantes bezüglich der Organisationssysteme und der Aktivitäten der Vereine in Erfahrung bringen. Bei Höllenbier und Pizza verstanden sich alle sehr gut und der lange Abend schloss mit dem gemeinsamen Plan, ein Broomball-Turnier in pfelders abzuhalten und somit die HGj-Passeier offiziell an den Start zu schicken. Am 31. jänner konnte das sportliche Event über die Bühne gehen, mit tatkräftiger Unterstützung der Tiroler und Schenner Kollegen. Sieger wurde die beinahe schon professionelle Mannschaft "Tiroler Kampfschweine", die sich knapp vor .Frelberg" und den .Tiroler Oldies" durchsetzten. Das wohl härteste HGJ-Passeier (u.l.n.r.): Thomas Hofer, Patrick

Mair, Anita Ennemoser, Martin Fontana, Anita Eschgfäller, Stef{1 Pircher (liegend).

Spiel lieferten sich die Pseirer und die Schenner um den vierten Platz, welches die Neulinge aus dem Passeier mit nur einem Tor Vorsprung für sich entscheiden konnten. Die Sieger erhielten einen Wanderpokal und ein 20 I Fass Höllenbier, spendiert vom Brückenwirt. Weitere Sachpreise kamen vom Wein- und Getränkehandel Prünster, Supermarkt Winkler, Tiefkühlkost Raff] Gottfried und Despar St. Martin. Mair Patrick

LANDESRETTUNGSVEREIN

WEISSES

KREUZ

Weiß-KreuzWinterspiele: Passeier erfolgreich Am Samstag 23.jänner fand die 29. Landesmeisterschaft des Weißen Kreuzes in Reinswald statt. Pünktlich um 6 Uhr starteten 33 hoch motivierte Freiwillige mit dem Bus ins Sarntal zu den Wettkämpfen (Schifahren, Snowboard und Rodeln). Nach den üblichen Formalitäten (Startnummernausgabe, Tageskarten usw.) wurden wir von den Sarner Kollegen alle mit einem blauen Schurz eingekleidet. Nun ging's an den Start. Die Rodler auf die Rodelpiste (sie fuhren alle ohne Trainingslauf das Rennen) und die Ski und Snowboarder auf die Rennstrecke. Insgesamt waren 200 Ski und Snowborder und 70 Rodler 11mStart. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Gufler Miriam, 2. Snowboard Damen, Kofler Manuel, 1. Platz junioren und Landesmeister Zöschg Günther, 2. Platz Amateure, Kofler joachim 2. Platz Senioren und Gumpold Erika 3. Platz Rodeln Seniorinnen. Aber auch den langsamsten stellten die Pseirer. Kurt konnte wegen einer Knieverletzung am Rennen nicht teilnehmen. Manuel und joachim legten Kurt in ein Akia der Sarner Pisten rettung und mit Blaulicht und Sirene kamen die drei etwas verspätet ins Ziel. Für die Mannschaftswertung >


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33 PasseirerBlatt-NR.

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wurden von allen gestarteten Teilnehmern und allen Kategorien die Punkte von 1-30 (nach geltenden FIS-Regeln) gewertet und dabei erreichten die Pseirer den 2. Platz (super!!) hinter den Hausherren von insgesamt 19 gewerteten Mannschaften. Beim Glückstopf konnten auch "dicke" Fische ans Land gezogen werden, z.B. 4 Tage Wellness-Urlaub in Kroatien oder eine Fahrt nach Venedig. Nun war's aber an der Zeit das Sarner Apres-Ski zu probieren und es zeigte sich, dass die Pseirer hier nichts mehr dazu zu lernen hatten.Gefeiert wurde solange es die Kondition zuließ. Ein besonderer Dank gilt all denjenigen Helfern, die nicht mitfahren konnten, weil sie sich bereit erklärt hatten, Dienst zu tun, um die Nacht- und Tagdienste abzudecken!

IN PSAIR

VERBRAUCHER-

UND

BUDGETBERATUNGSSTELLE

MIN

schmergelen lass mi in kait gramplin schtogitzn Reachbrett auwenterisch houtrit

A SOU

schlecht riechen lass mich in Ruhe handeln, schachern stottern Totenbahre uiel ausgeben aufgedunsen

Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bei Frau Lanthaler bedanken. Alle, die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek st. Martin abzugeben. Adresse: 39010 st. Martin - Öffentliche Bibliothek, Dorfstraße 6 Tel.0473/64 1676 Gottfried Zagler - Bibliothek st. Martin

Günther Zöschg

GESUNDHEIT

SOGG

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& SOZIALES

MERAN

Handys in Kinderhand: Keine gute Geschenksidee Es scheint mittlerweile zu einem normalen Gebrauchsgegenstand geworden zu sein, mit dem die meisten ganz selbstverständlich umgehen. Aber es gibt genügend Gründe, eine etwas kritischere Haltung einzunehmen, besonders angesichts möglicher Gesundheitsschäden bei sich selbst und anderen. Wer Kindern und jugendlichen ein Handy schenkt, der setzt deren Gesundheit aufs Spiel. Bereits im jahr 2000 hat eine Expertengruppe, die im Auftrag der britischen Regierung tätig ist, mitgeteilt, dass Kinder und jugendliche unter 16 jahren Handy telefone so selten und so kurz als möglich führen sollten. Es gebe vermehrt Gesundheitsrisiken, so die Experten, "da Kinder aufgrund ihres noch nicht voll entwickelten Nervensystems, der kleinen Köpfe und einer größeren Gewebeleitfä h igkeit wesentl ich empfindlicher auf die Handystrahlung reagieren als Erwachsene". Die Erfahrungen der britischen Experten reihen sich in eine Kette von ähnlichen Untersuchungen ein, die allesamt zum Schluss kamen, dass die elektromagneti-

sche Strahlung der Handys die Hirnfunktion verändert. Was die Auswirkungen der Strahlung auf die Gesundheit der Kinder angeht, gibt es bislang auch von Seiten der Forscher nur vereinzelte Feststellungen. Klar ist z.B., dass bei jedem Anruf eine Öffnung der lebenswichtigen Blut-Hirn-Schranke im Gehirn möglich ist. Ob und wann ein Krankheitsbild daraus entstehen kann, ist nicht wesentlich festzu legen. Doch diese Erkenntnisse sind erschreckend genug, um "Eltern, Großeltern und Tanten trotz der vielen Werbebotschaften davon abzuhalten, ihren Lieben ein Handyals Geschenk zu überreichen", heißt es bei den Verbraucherschützern. Neben der gesundheitlichen Belastung sieht mancher Pädagoge weitere nachhaltige Beeinträchtigungen, z.B. was die Fähigkeit betrifft, den Alltag selbständig zu organisieren, ohne ständig per Funk Rücksprache mit den Altersgenossen zu halten. Wer also schenkt, will sicher nicht, dass es bei den Beschenkten durch gestörte Hirntätigkeit, zu Lernstörungen, Gedächtnisverlust, Mangel an Konzentration, Immunerkrankungen, bis hin zur Tumorbildung kommt. Daher ist ein Handy sicher kein passendes Geschenk, besonders für Kinder und jugendliche.

VERBRAUCHER-

UND

BUDGETBERATUNGSTELLE

MERAN

Aus für die gebührenpflichtigen Nummern Nach den 70ger Nummern blockiert die Telecom auf Anfrage jetzt auch kostenlos die Satellitennummern und jene der so genannten "Zone 7." Seit Dezember 2003 genügt ein Anruf bei der Nummer 187 und Telecomkunden können sich kostenlos und dauerhaft vor Verbindungen mit gebührenpflichtigen Nummern schützen. Mit dem entsprechenden Apparat können dann keine Anrufe auf so genannte Satellitennummern, sowie auf Anschlüsse der so genannten "Zone (von der Insel Cayman bis Zaire) getätigt werden. Automatisch blockiert sind weiters auch alle Anrufe auf die berüchtigten Nummern 166, 144 und 709. Zur Erinnerung: Im vergangenen jahr hatten Hunderte Familien sehr hohe Telefonrechnungen erhalten, weil sie in die Fänge krimineller Firmen geraten waren, die sich über die berüchtigten Telefonnummern bereichert hatten. Die betroffenen Telecomkunden hatten über Internet Klingeltöne, Musik oder Fotos heruntergeladen. Ohne ihr Wissen hatte der Computer dann aber einen anderen

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Provider gewählt und blieb unkontrolliert mit den gebührenpflichtigen Nummern verbunden. Die Telefonrechnung fiel entsprechend aus. Eine Steigerung erfuhr die Nepperei, seitdem nun auch Nummern ins Spiel kamen, die über Satellit funktionierten oder in die so genannte "Zone führten. Die Kosten für die ahnungslosen Abonnenten stiegen ins Unermessliche. Dank der massiven Intervention der nationalen Konsumentenschutzorganisationen, - für Südtirol war es die Verbraucherzentrale -, hat nun die Telecom den Dienst mit dem Anruf unter 187 aufgebaut. Nähere Informationen erhalten sie bei der Verbraucher- und Budgetberatungsstelle Meran, Freiheitsstraße 62. Öffnungszeiten von Mo. - Fr. 09.00 - 12· 30 Uhr und mittwochs auch nachmittags von 16.00 - 18.00 Uhr. Tel. 0473{270204

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WERKSTATT

FÜR BEHINDERTE

ST. LEONHARD

2003 - Das Jahr

der Menschen mit Behinderung

Nachdem wir als Werkstatt für behinderte Menschen dieses vergangene jahr 2003 erleben durften, wollen wir auch einige Gedanken hierzu und zu unseren Aktivitäten an unsere Umgebung weitergeben. Um es erst einmal ganz allgemein und zusammenfassend zu sagen: Wir haben in diesem besonderen jahr einen feinen,

wohltuenden Zuwachs an Interesse, Zuwendung und Respekt erfahren dürfen. Die "Hemmschwellen" im Umgang mit geistig behinderten Menschen in der Auseinandersetzung mit ihrem Verhalten, ihren Fähigkeiten und ihrer Rolle in der Gesellschaft des Dorfes sind deutlich "flacher" geworden und wir pflegen inzwischen mit vielen unserer Mitbürgern einen ganz liebenswerten Umgang wie die folgenden Beispiele belegen: Gemeinsam mit dem Gemeindeassessor für Familie und Soziales, Daniel Gufler, sowie den sozialen Vereinen des Dorfes und des Tales und verschiedenen Pri-

vatpersonen wurden einige Projekte für dieses besondere jahr geplant und auch durchgeführt. Im Frühjahr 2003 konnten wir mit Christi Hofer eine ganz kompetente Künstlerin gewinnen, die uns "professionelles" Tischdecken und Dekorieren, Servieren und das 1X1 der passenden Gläser beibrachte. Abschlussveranstaltung dieses sehr anspruchvollen Kurses war unser Osterkaffeenachmittag mit Eltern, Angehörigen und Freunden als Gäste und uns als Servier-Truppe. Ziel und Hintergedanke des Projektes ist es, dass wir bei kleinen öffentlichen und privaten Veranstaltungen als Dekorations- und Servicehelfer dabei sind und mitarbeiten dürfen. Anfragen und Aufträge nehmen wir in der Werkstatt entgegen. Ein weiteres Highlight im jahresprogramm war die Idee des Assessors Daniel Gufler und der Vertreter der sozialen Vereine, für uns alle ein Sommerfest mit Messfeier, Musik, Gegrilltem und gemütlichen Beisammensein zu veranstalten. Am 2S. juli 2003 stieg dann "unser" Festl: ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch, Köchinnen, die ein tolles Kuchenbüffet und Gegrilltes vorbereitet hatten. Starke Männer, die unseren Schulhof mit Tischen, Bänken und - Gott sei Dank - riesigen Sonnenschirmen in einen Festgarten verwandelten, eine gemeinsam mit Pater Benedikt und dem jugend- und Lehrerchor gestaltete Messfeier, zwei Musikgruppen, die für Unterhaltung und Stimmung sorgten und vielen lieben >


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35 Passeirer Blatt-

N R. 66, MÄRZ 2004

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Gästen, die festentschlossen waren mit uns einen schönen Abend zu verbringen. Auf diesem Weg und an dieser Stelle allen, die zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben, von uns ein ganz großes, herzliches Dankeschön! Ein Höhepunkt des Abends war sicher der Lichtertanz der Wohngemeinschaftund Werkstattgruppe und das Bauchtanz-Solo von Sabine, sehr stimmungsvoll passend zur Abenddämmerung. Das dritte besondere Vorhaben für dieses jahr konnten wir mit Hilfe eines lieben Freundes und Profis verwirklichen: Die Idee zur Entwicklung einer Informationsbroschüre über unsere Werkstatt. Gemeinsam mit unserer Trägerkörperschaft, der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, wurde daraus eine - wie wir finden - beeindruckende Info-Mappe über das Angebot unseres Dienstes für Menschen mit Behinderung. Die Texte und Illustrationen dieser Broschüre haben wir gemeinsam mit unseren Betreuten zusammengestellt, die Titelseite unseres Werkstattheftes gestalteten wir mit dekorativen Papieren. Seit November liegt die Mappe in öffentlichen Ämtern, bei Organisationen und in Schulen auf, kann aber auch bei uns in der Werkstatt St. Leonhard angefordert werden. Neben all diesen besonderen Projekten und Aktivitäten lief die normale Arbeit und Beschäftigung "ungemindert" weiter. Der Verkauf unserer Produkte bei verschiedenen Märkten, besonders vor Weihnachten, verlief sehr erfolgreich. Urlaube, Freizeit und Ausflüge kamen nicht zu kurz und so dürfen wir auf ein sehr befriedigendes, ereignisreiches jahr der Menschen mit Behinderung zurückschauen.

Werkstatt tür behinderte Menschen

WEISSES

KREUZ

Obligatorische Telefonnummer 0471/444444 für die Anmeldung von Krankentransporten Der Bezirk BurggrafenamtNinschgau des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz macht darauf aufmerksam, dass nun im

Rahmen der Optimierung der Krankentransporte eine einheitliche Telefonzentrale für das gesamte Landesgebiet in Funktion ist. Für die Vormerkung von Transporten zu fachärztlichen Visiten, Therapien (Bestrahlungs-, Chemo- und Physiotherapie), Dialysen usw. gilt demnach ab sofort auch im Burggrafenamt und Vinschgau die Telefonnummer 0471/ 444444, welche die Anmeldung für den Transport entgegen nimmt, ihn organisiert und koordiniert. Die Telefonzentrale steht der Bevölkerung rund um die Uhr zur Verfügung, um Transportanfragen zu bearbeiten und zu organisieren. Zur besseren Koordinierung und Planung der notwendigen Einsatzfahrzeuge ist es notwendig, den Transport frühestmöglich vorzumerken, die Anmeldung sollte spätestens am Tag vor dem entsprechenden Termin getätigt werden.

Über ein EDV-gestütztes System werden die Transporte dann zum vorgemerkten Zeitpunkt dem zuständigen Mitarbeiter vorgeschlagen, welcher dann eines der freien Fahrzeuge mit dem Transport beauftragt. Das Weiße Kreuz macht darauf aufmerksam, dass für die Durchführung von solchen nicht dringenden Krankentransporten eine entsprechende ärztliche Anweisung vorgelegt werden muss, damit der jeweilige Sanitätsbetrieb die Kosten übernimmt. Fehlt dieser, werden die Transportkosten dem Patienten in Rechnung gestellt. Mitglieder des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz können nach Abklärung mit der Telefonzentrale 5 ärztlich indizierte Transporte innerhalb der Provinz Bozen kostenlos in Anspruch nehmen.

NACHRUF

Im Gedenken an Frau Egger-Karlegger Lina Niemals mehr in meinem Leben werde ich deinen prüfenden Blick einer besorgten Mutter vergessen, als wir uns im Oktober 1976 zum ersten Mal begegneten. Über die jahre jedoch entwickelten sich Wärme und Herzlichkeit zwischen uns und aus der so genannten "Schwiegermutter" wurde für mich eine zweite

"Mama". In einem kleinen Häuschen hier im Dorfe St. Leonhard wurdest du am 31. Mai 1933 geboren. Die Kindheit verbrachtest du jedoch in Pill und Platt. Es waren keine einfachen jahre, da du nebst Krieg und Armut auch kein richtiges Zuhause hattest. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, musstest du die verschiedensten Arbeiten annehmen, von Hinterpasseier bis weit nach Italien hinunter, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Trotz all der schwierigen Umstände warst du immer fröhlich, lustig, hast gerne getanzt und bist auf manch einen Berg gestiegen. Dein fröhliches und natürliches Wesen erfreute jung und Alt. So lerntest du auch Oswald kennen, den du am 12. April 1956 geheiratet hast. Drei gesunde Kinder wurden euch geschenkt - Erwin, Lydia und Erna. Doch auch eure jungen Ehe- und Familienjahre auf Brandleit waren nicht immer voller Sonnenschein und die ersten Anzeichen deiner tückischen Krankheit, das Asthma, breiteten sich aus und begleiteten dich bis zum Tode. Doch deine positive Einstellung zum Leben überstrahlte alles. Sei es als Mutter, sei es als Ehefrau, sei es als Pensionswirtin, sei es als Bäuerin. Und eben als Bäuerin hast du dich mit Rat und Tat bei der Bäuerinnenorganisation zum Wohle aller eingesetzt. Deine Talente, Geschicklichkeit und Hilfsbereitschaft waren stets gefragt und gerne angenommen. Viel Freude, Herzlichkeit und Wärme brachtest du uns allen entgegen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf es uns am 8. Mai 2000, als ein schwerer Asthmaanfall dich in ein tiefes Koma fallen ließ, aus dem du nicht mehr erwacht bist. Du gabst uns Zeit, uns von deinem fröhlichen und liebevollen Wesen langsam verabschieden zu können, bevor du uns am 12. jänner dieses jahres für immer verlassen musstest.

Carlos Ruch-Egger-Karlegger


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AUS

DEN

GRUNDSCHULE

SCHULEN

N R. 66, MÄRZ 2004

& BIBLIOTHEKEN Die ganzen 6 Tage waren richtig toll! Wir Kinder der 3.,4. und 5. Klasse der Grundschule Saltaus danken der Lehrerin Paula und dem Lehrer Kurt für diese Superidee.

SALTAUS

"Die Lesewoche war richtig toll" Wie bereits seit mehreren jahren veranstaltete die Grundschule Saltaus auch heuer wieder eine Lesewoche. Am 30. januar dieses jahres war es soweit. Meine Schulkameradinnen Viktoria, Stefanie, Angelika und ich lieferten mein riesengroßes Zelt, unsere Kissen, Decken und eine große Luftmatratze in die Schule. In der letzten Stunde bauten meine Kolleginnen und ich das Zelt auf. Lehrer Kurt hat auch prächtig mitgeholfen. Der ganze Vorraum war voller Zelte, Lesehöhlen und Matten. Nun durften wir eine ganze Woche während der Deutschstunden in unseren Kuschelzelten nach Herzenslust in interessanten und spannenden Büchern schmökern. Wir hatten stollenweiße Bücher zur Auswahl. Mein Lieblingsbuch war das Delfin-Buch, es war sehr informativ.

Sarah Raich, 5. Klasse Saltaus

MITTELSCH'ULE

ST. MARTIN

die um Chancengleichheit kämpfen. In einer von Männern dominierten Welt stoßen sie im Alltag "zwangsläufig" auf Schwierigkeiten, welche eine soziale Gleichstellung von Mann und Frau teilweise erschweren. Doch weil starke Charakter, also "starke Mädchen", aufeinander treffen, die sich dieser Situation widersetzen, kommt es zum gemeinsamen Kampf für ein gerechteres Dasein. Aufführungstermine: 24. März 2004 - 31. März 2004

Voran kündigung:

Musical "Starke Mädchen Chancengleichheit"

Die 3. Klassen der Mittelschule St. Martin laden euch sehr herzlich zur Musicalproduktion "Starke Mädchen - Chancengleichheit" von Oskar Ilmer ein. Kurzinformation über das Musicalstück: Das Stück handelt von jungen Frauen,

Aufführungsort: Vereinssaal von St. Martin in Passeier Besonderheiten: Die Schüler/-innen, die dem Ereignis mit Spannung "entgegenfiebern", singen auf der Bühne live. Die Musik wird live von einer Band gespielt (Schlagzeug, E-Bass, E-Gitarre, Piano). In der Hoffnung, eure Neugierde bzw. das Interesse geweckt zu haben, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen. Das "Musical-Team" der Mittelschule St. Martin in Passeier

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LESETIPPS

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AUS DEN BIBLIOTHEKEN Ljudmila Ulitzkaja

Carlos

Die Lügen der Frauen

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Schatten des Windes

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Zersprengtes Leben Frauen in den SüdUroler

Roman

Insel

Zafon, (arios Ruiz:

Harris, Robert:

Ulitzkaja, Ljudmila:

Kofler, Astrid:

Der Schatten des Windes 526 S.

Pompeji 378 S.

Die Lügen der Frauen 164 S.

Zersprengtes Leben 519 S.

Als der zehnjährige Daniel von seinem Vater in den geheimnisvollen "Friedhof der Vergessenen Bücher" in Barcelona der aoer Jahre mitgenommen wird und sich dort unter tausenden Werken eines aussuchen darf, ahnt er nicht, in welche abenteuerliche Verwicklungen er schon bald geraten wird. Auf der Suche nach dem Autor wird er bedroht, belogen und enttäuscht und doch kann er nicht davon ablassen... Die Handlung mutet recht kornpliziert an, doch schon nach ein paar Seiten erliegt man unrettbar der Faszination dieses magischen Romans, der Intelligenz, Weisheit und Lesespaß in sich vereint. Eine literarische Sensation aus Spanien, die herausragendes Lesevergnügen verspricht.

Der Autor beschreibt die letzten zwei Tage vor dem Ausbruch des Vesuvs, indem er den Wasserbaumeister Attilius bei seiner Arbeit begleitet. Auf der Suche nach einem Leck deckt dieser eine Verschwörung auf... "Pompeji" ist nicht nur eine Geschichte über den Untergang dieser Stadt, sondern auch eine Parabel auf die Verletzbarkeit von Großmächten. Damals das Römische Reich, heute die USA. Harris ist es hervorragend geIungen, historische Details mit wissenschaftlichen Fakten zu verweben, in eine Mischung aus Dekadenz, Korruption, Völlerei und Liebesgeschichte zu verpacken und damit einen hinreißenden Roman zu schaffen, der von Kritik und Lesern in den höchsten Tönen gelobt wird.

Ljudmila Ulitzkaja erzählt die Geschichte von Shenja, der die Frauen gleich reihenweise von ihren traurigen Schicksalen berichten: besonders traurig nur, dass keine der Geschichten stimmt. Hinter all diesen Lügen erkennt man das eigentliche Wesen dieser Frauen: ihre Wünsche, Hoffungen, Träume und Enttäuschungen. Als Shenja in einen Verkehrsunfall verwickelt und an den Rollstuhl gefesselt wird, muss sie sich die wahren Freuden des Lebens neu erkämpfen, um nicht in eigenen Lebenslügen zu versinken. Ihr Buch ist eine erzählerische Erkundung der weiblichen Seele, sehr poetisch, seitenweise auch lustig, immer durchsetzt von einer milden, schönen Traurigkeit, wie sie nur Russen zustande bringen können.

Über die Südtiroler Bombenjahre ist in den letzten Jahren - durchwegs aus männlicher Sicht - viel publiziert worden. Erstmals beleuchtet nun ein Buch die andere "Hälfte" des Südtiroler "Aufstandes" - die Erlebnisse der Frauen. Frauen, die nach der Verhaftung der Männer oft rat- und mitteIlos mit Schulden daheim mit den Kinder ausharrten, Frauen als Mitwisserinnen, Frauen als Mittäterinnen. 15 Interviews mit Ehefrauen und Töchtern geben uns einen tiefen Einblick in die schwierige Lebenswelt dieser Frauen. Ein Muss nicht nur für alle historisch Interessierten.

vorgestellt von Gottfried Zagler; Bibliothek st. Martin

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N R. 66, MÄRZ 2004

GRATULATIONEN 95 JAHRE

- WIR

GRATULIEREN:

Richard Gögele ältester Bürger der Gemeinde Moos Ein seltenes jubiläum konnte am 28. Dezember 2003 Gögele Richard (Poster Richard) im Kreise seiner Angehörigen feiern. Überrascht wurde der älteste Bürger der Gemeinde Moos an seinem 95sten Geburtstag von der Musikkapelle Platt, die vor dem Heim mit ein paar flotten Weisen aufwartete. Unter den zahlreichen Gratulanten fanden sich neben Pfarrer Siegfried Pfitscher, eine Abordnung der Gemeindeverwaltung von Moos, vertreten durch den Bürgermeister Willi Klotz und die Assessoren Pamer Benedikt und Pichler Alois beim jubilar ein und beglückwünschten den rüstigen Gemeindebürger. Geboren wurde Gögele Richard im jahr 1908 im Posthaus in St. Leonhard als ältestes von 5 Kindern. Nach wiederholtem Wechsel des Wohnortes fand die Familie Anfang der zcer jahre im Waldviertel in Platt eine Bleibe. Mit Ende des Militärdienstes erlernte Richard das Handwerk des Sagschneiders. Diese Tätigkeit übte er anfangs in Walten und seit dem jahr 1931 bei der Platterwirtssäge fast ein halbes jahrhundert lang mit großer Gewissenhaftigkeit und Sach-

kenntnis aus. Diese Arbeit hat ihn für sein Leben geprägt. Im jahre 1941 vermählte sich Richard inmitten der Wirren des 2. Weltkrieges mit Gögele Rosa. Der Ehe entsprangen 9 Kinder. Seit nunmehr 63 jahren begleitet Ehefrau Rosa ihren Richard. Neben vielen schönen Tagen erlebte Richard aber auch Tage voller Sorgen und Nöte. So brannte im Mai 1952 das Wohnhaus des Richard völlig ab und die junge Familie verlor ihr gesamtes Hab und Gut. Richard und Rosa ließen sich aber nie entmutigen und bauten unter vielen Entbehrungen und Opfern ein neues Haus auf. Den Leitspruch" Wer rastet, der rostet" hat sich das Geburtstagskind zeit seines Lebens zu Eigen gemacht. Liebstes Hobby des Richard ist neben dem täglichen Lesen der Dolomiten "a Karterle" und der regelmäßige Kontakt mit seinem 90 jährigen Bruder Albert. Darüber hinaus halten regelmäßige Spaziergänge, der abendliche Teller Schmelzflockensuppe und zwischendurch ein Gläschen Rotwein den Richard geistig und körperlich fit. Doch nun zum Wichtigsten: Alle Freunde und Bekannten sowie das Redaktionsteam des Passeirer Blattes möchten dir, lieber Richard, zu deinem 95. Geburtstag gratulieren. Herzlichster Wunsch ist es, dass du weiterhin gesund bleibst und deinen Humor beibehältst!

Arnold Rinner

MUSIKANT

ALFRED

REICH

Seit 50 Jahren im Dienste der Musik Höhepunkt der diesjährigen Cäcilienfeier der Musikkapelle Platt war die Ehrung des Starmusikanten Alfred Reich für seine 50-jährige Tätigkeit im Dienste der Musik. Bereits als 14-jähriger begann Alfred seine Karriere als Bläser bei der Musikkapelle Moos, welche am Annatag des jahres 1953 offiziell wiedergegründet wurde. Alfred wurde im Herbst 1953 als Musikant aufgenommen. In den ersten jahren spielte er das Waldhorn, wechselte aber später zum Flügelhorn. Besonders gut ist dem tüchtigen Musiker das erste "Neujahranspielen" in Erinnerung geblieben. "Weil ich der jüngste Musikant war, hatte ich die ehrenhafte Aufgabe bei jedem Haus einen ziemlich langen Neujahrsvers aufzusagen. Wenn wir nur in Moos Neujahr angespielt hätten, wäre das ja nicht so schlimm gewesen, aber wir spielten auch in Stuls, pfelders und Platt vor jedem Haus " "Die Proben", so erzählt der Alfred weiter, "fanden damals im Untergeschoss des pfarrwidums in Moos statt. Es war dies ein düsterer Raum, der auch als Hühnerstall diente. Für die Raumwärme sorgte ein Eisenofen, und zum Heizen brachte jeder Musikant selbst ein paar Holzscheite mit. Uns Oberpiller-Musikanten war es zu umständlich, das Ofenholz eine so lange Wegstrecke mitzuschleppen. Einfacher war es, im untersten Wegabschnitt bei der Mangger Holzschupfe, jedesmal ein paar Scheite mitgehen zu lassen. Die ersten 3 jahre kamen die Brüder Gögele aus Untermais als Musiklehrer zu uns. Sie lehrten uns das Notenlesen und führten uns in die geheimnisvolle Welt der Klänge ein. Für eine Probe hatte jeder Musikant für den Musiklehrer 100 Lire aus eigener Tasche zu bezahlen. Mit drei neu erlernten Musikstücken fieberten wir dann zu Weihnachten 1953 unserem ersten Auftritt als Musikkapelle entgegen. Um die Aufregung unter uns Bläsern etwas zu mildern, tranken wir vor dem Abspielen der Stille NachtWeise ordentlich Glühwein, den wir im Probelokal kochten. Die Proben besuchte ich mit etlichen anderen Musikanten, die ebenfalls in Oberpill zu Hause waren, jahrein, jahraus mit großer Freude. Eine lange Weg>


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Wiedererรถffnungs-Feier 20. Mร„RZ 2004, AB 15 UHR SALTAUS - TEL. 0473 645 447

AM


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MESNERDIENST

ST. LEONHARD

Franz Haller, seit 25 Jahren Mesner

über die Ehrung. Obmann

Prugger

Thomas (links) Kapellmeister

Platter (rechts)

>

Thomas

strecke zu Fuß war für die damalige Zeit eine Selbstverständlichkeit. Auch freuten wir uns über diese einzige Möglichkeit, abends von zu Hause wegzukommen und uns zu unterhalten. Ungut war der Nachhauseweg, wenn es lawinengefährlich war. Einmal versprach mir der Goster ( Ennemoser josef), der Obmann der Kapelle war, einen "Weimerstrutzen", wenn ich bereit wäre nach der Probe die Oberpiller Musikanten aus Sicherheitsgründen bis zum Flirler Tal hinaufzubegleiten. Ich kam gerne dieser Bitte nach. 22 jahre jahre spielte ich bei der BIaskapelle in Moos. Nach meiner Übersiedlung nach Platt begann ich im jahre 1985 bei der Musikkapelle in Platt zu musizieren." Obmann Thomas Prugger dankte bei der Cäcilienfeier dem jubilar für seine langjährige Mitarbeit. Alfred gehört zu jenen Musikanten, die für Proben weder Zeit noch Mühe scheuen und damit für viele beispielgebend sind. Unter dem Applaus der Musikanten und aller Mitfeiernden überreichte der Obmann mit dem derzeitigen Kapellmeister Thomas Platter dem Alfred für seine 50-jährige Tätigkeit als Musikant das Ehrenzeichen in Gold des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen. Das Redaktionsteam des Passeirer Blattes wünscht dem tüchtigen Musikanten weiterhin beste Gesundheit und noch viele heitere und schwungvolle jahre bei der Musikkapelle Platt.

Arnold Rinner

Am Samstag, den 13. Dezember, dem Vorabend zum 3. Adventsonntag, gab es in St. Leonhard besonderen Anlass zur Freude. Franz Haller feierte zusammen mit seiner Frau Anna sein 2s-jähriges Dienstjubiläum als Mesner. Beim gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche, den Ortspfarrer P. Georg Feichter in Konzelebration mit Pfarradministrator P.Christian Stuefer feierte, wurde ihm für seinen wertvollen Dienst gedankt. Die Wertschätzung für den jubilar wurde durch die Teilnahme einiger Mesner unseres Dekanates und des Vizepräsidenten der Mesnergemeinschaft der Diözese, Engelbert Agethle, unterstrichen. Agethle drückte dem Mesner und seiner Franz und Anna Haller mit den Ortspriestern

Frau den Dank für die geleistete Arbeit aus und überbrachte den jubilaren die besten Glückwünsche. 25 jahre, meinte er, seien eine lange Zeit, in denen der Mesner Tag für Tag für die Anliegen der Pfarrgemeinde, besonders aber für die Pflege des Gotteshauses, da ist. Wenn der Dienst oft auch als selbstverständlich erscheint, ist er doch für eine Pfarrgemeinde wichtig. Um ihn mit Beständigkeit und Sorgfalt ausführen zu können, braucht es Freude, Geduld und Gottvertrauen. Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte Engelbert Agethle dem Mesner und seiner Frau eine Urkunde und eine Kerze. Anschließend klang die Feier mit einem Abendessen und einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof Sonnenhof aus. Die Mesnergemeinschaft des Dekanates Passeier dankt Franz und Anna Haller für ihren wertvollen und aufopferungsvollen Dienst und wünscht ihnen auch für die zukünftige Arbeit viel Freude, Erfolg und Gottes reichen Segen!

Die Mesnergemeinschaft

Unserem Redaktionsmitglied Tanya Pamer Dir und deinem Mann die herzlichsten Glückwünsche zur Geburt eures Sohnes

Patrick

Die Redaktion des Passeirer Blattes

N R. 66, MÄRZ 2004

von Passeier


42 GEBURTENVOM 2. NOVEMBER2003 BIS 16. FEBRUAR2004

20.12.2003 27.12.2003 07.01.2003

unseren Kleinsten und ihren Eltern! St. Leonhard 09.11.2003 19.11.2003 15.12.2003

PSEIRER

Hofer Yannick, Passeirerstra ße Hofer Alexander, Prantach Kofler Laura, Happergweg

14.01.2003

Hofer Philipp, In der Kellerlahn Prünster Thomas, Glaiten Ploner Patrick, Kohlstatt Schmidhammer Melanie Sofie, Schweinsteg

St. Martin 14· 11.2003 17· 11.2003 18.11.2003 30.11.2003 13· 12.2003 04.01.2004

Raff] Alex, Flon-Matatz-Stra ße Senoner Max, Dorfstraße Holzknecht Daniel, Flon-Matatz-Straße Lamprecht Sara, Kalmtalerstraße Spöttl Gabriel, Saltnerweg Pircher Felix, Feldbauernweg

11.01.2004 16.01.2004 17.01.2004 20.01.2004

Raich Luis, Flon-Matatz-Straße Gufler Nadin, Angerweg Marth Martin, Flon-Matatz-Straße Zwischenbrugger Riederbergstraße

Lisa,

Moos 19.11.2003 02.12.2003

14.12.2003

19· 12.2003 27· 12.2003 12.01.2004 22.01.2004

09· 02.2004 09· 02.2004

Raff] Martin, Ulfas Hofer Thomas, Stuls Gufler Anna, Rabenstein Hofer Marie, Stuls Widmann Michael, Stuls Marth [anik, Dorf Kuprian Katharina, Stuls Mair Noah, Platt Widmann Alex, Stuls

LEIT

FREDERIKEENNEMOSERCOLOMBO

Eine ungewöhnliche Hundertjährige

Sie hat Kaiser Karl und König Vittorio Emanuele 111begrüßt und war eine der ersten Radrennfahrerinnen überhaupt Im November 2003 feierte in Bozen im Kreise ihrer zahlreichen Nachkommen und Freunde eine Passeirerin ihren 100. Geburtstag. Frederike Ennemoser kam am 3. November 1903 als jüngste von einem Dutzend Schwestern und Brüdern in St. Leonhard zur Welt. Ihr Vater, ein Metzger, hatte 1904 Sandwirtshof und Gasthaus in Pacht übernommen. Der bekannt tüchtigen Familie erschloss sich mit der Pacht des bekanntesten Gasthauses Tirols ein gutes Einkommen; die Familie gehörte zu den Wohlhabenden im Tal. Der Kontakt zu den Gästen aus aller Welt, die den Sandwirtshof besuchten, prägten das aufgeweckte Mädchen. Für ein Passeirer Madl war die junge Frederike ungewöhnlich weltoffen. Sie war, würden wir heute sagen, emanzipiert. Als ausgezeichnete Schülerin besuchte sie die Schule der Englischen Fräuleins in Meran und später in Bozen. Am außergewöhnlichsten

waren aber ihre sportlichen Ambitionen. Solche "Flausen", wie sie die Frederike im Kopf hatte, konnten sich damals - wenn überhaupt - nur Bürgerstöchter leisten. Man kann sich vorstellen, dass manche im Passeiertal darüber den Kopf geschüttelt haben. Auf dem Land war Sport für Frauen geradezu verpönt. Freilich, der Krieg hatte viele festgefahrene Ansichten über Frauen ins Wanken gebracht. Frederikes Begeisterung gehörte dem Radsport und schon mit 13 Jahren begann sie damit. Später nahm sie an Rennen teil und war eine der ersten Radrennfahrerinnen in Tiral und Europa. Die Straßen waren damals noch nicht geteert, die Sporträder hatten keine Gänge und damit man nicht zuviel Staub schlucken musste, hatten die Rennfahrerinnen immer ein feuchtes Tuch vor dem Mund. Frederike war eine der besten und konnte einige Rennen gewinnen.

Der Erste Weltkrieg hatte für Tirol, aber auch für die Familie Ennemoser große Umwälzungen gebracht. Mit dem blühenden Fremdenverkehr der Vorkriegszeit und dem großen Geschäft am Sandhofgasthaus war es vorbei. Ein radikaler Umbruch kündigte sich an. 1917 erlebte Frederike noch das alte Österreich. Als Schulmädchen nahm sie am Empfang des letzten österreichischen Kaisers Karl teil. 1918 war Südtirol von Österreich abgetrennt worden und Teil des italienischen Königreiches geworden. An seinen höchsten Repräsentanten, König Vittorio Emanuele 111,hat Frederike eine besondere Erinnerung. Am 17. Oktober 1921 kündigte nämlich dieser - er war gerade auf einer Besichtigungsreise durch Südtirol - seinen Besuch in St. Leonhard und am Sand hof an. Die Absicht, die dahinter stand, war wohl, mit dieser Geste die skeptischen Herzen der neuen Untertanen zu gewin-


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nen. Dies scheint misslungen zu sein. Bei den umworbenen Passeirern hinterließ jedenfalls der hohe Besuch kaum .Erinnerungsspuren" und auch die Südtiroler Presse zeigte sich deutlich reserviert. Bemerkenswert war der Ablauf dieses Besuches. Im Dorfzentrum von St. Leonhard standen an diesem Tag - wie bei hohen Besuchen üblich - Behörden, Vorsteher, Geistlichkeit und Schulklassen zur Begrüßung des über den jaufen eintreffenden Monarchen bereit. Als der König vorfuhr, war es der damals isjährigen attraktiven Frederike vorbehalten, ihm in Passeirer Tracht ein Gedicht vorzutragen und einen Blumenstrauß zu überreichen. Der König bedankte sich und Frederikes

älterer Bruder Leo hielt eine kleine Rede. Nach nur knapp 3 Minuten - der kleingewachsene König fühlte sich in Menschenansammlungen bekanntermaßen nicht wohl -, war der ganze Spuk vorbei. Vitto-

Langis Dr Schnea geaht aweck do und zemm schunn an operer Fleck die Larchn schiebm es erschte Grian uiotttebbtd wird ols in nuie Gewantr dostian S 'narmete weggslt iatz Forbe seil hotts schun otm geton es muaßt se hOlt tarnin, uersteckn paßt se dr nuin Umgebing on A mier tattn ins oft gearn uersteckn uerschliefn und uerkriechn, gonz tief drin sellebeign isch guat, wenn dr Langis kimmp, zi weckn und mit an uibrmen Liftl die grauin Nebl blost, ausn Sinn Hansjörg Bacher

rio Emanuele fuhr zum Sandhof, trug sich dort in das Fremdenalbum ein und fuhr weiter nach Meran. Andere Zeiten, aber schon ein bemerkenswertes Kontrastprogramm zum vielbejubelten Besuch des Österreichischen Kaisers Franz josef in Passeier 22 [ahre vorher. Mit 19 jahren begegnete Frederike einem stattlichen Mann, der ihr Leben veränderte. Es war ein Italiener, ein Eisenbahner aus Kalabrien, der in Bozen hängen geblieben war. Als es ernst wurde, waren ihre Eltern nicht begeistert. Ein Verhältnis mit einem Italiener wurde damals in der unmittelbaren Nachkriegszeit von vielen Südtirolern abgelehnt. Die Wunden, die der Krieg und der heraufziehende Faschismus geschlagen hatten, waren zu frisch. Erst als sich die Eltern überzeugt hatten, dass der junge Mann doch nicht so übel war, willigten sie in diese Heirat ein. 1923 wurde geheiratet. Es war übrigens die erste gemischte Ehe im Passeiertal. Als Frau eines Eisenbahners folgte Frederike ihrem Mann zuerst nach Genua und dann in verschiedene andere italienische Städte. 1929 ließ sich die Familie dauerhaft in Bozen nieder, wo sie in der Görzstraße ein Haus erwarb. Der glücklichen Ehe erwuchsen vier Kinder, von denen inzwischen schon zwei gestorben sind. Von Bozen entfernte sich Frederike nur kurz während des Zweiten Weltkrieges, um sich in Überetsch vor den Bombenangriffen der Alliierten in Sicherheit zu bringen. 1971 starb ihr nur 4 jahre älterer Mann Filippo Colombo frühzeitig. Die letzten jahre verbrachte Frederike bei ihrer Tochter Eva. Außer Haus geht sie kaum mehr, sie ist jedoch für ihr Alter noch rüstig und geistig präsent.

DIENSTBOTE

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FRANZ

PIRPAMER

"Mein Leben bestand aus Arbeit" Am 5. jänner 1915 wurde er in St. Leonhard geboren, der kleine Franz vom Auerhof. Die Mutter hieß Maria Figl und stammte aus Tramin. Der Hof musste jedoch verkauft werden. So zog die Familie mit den fünf Kindern ins Dorf und lernte die Not in ihrer ganzen Bandbreite kennen. Die hungrigen Kinder wurden ausgelöhnt und Klein Franz traf es mit ungefähr acht jahren als Ziegenhirte zum Santihof nach Walten zu wechseln. Drei jahre deutsche Volksschule in St. Leonhard,

Gottfried Zagler Für die mir übermittelten Informationen danke ich Herrn Wladimaro Fiorentino und Herrn Günther Ennemoser. Siehe auch die Zeitschrift .L'incontro" Nouember 2003

daraufhin drei jahre italienische Faschistenschule in Walten, so die Beschreibung von Franz. Der Bub war dann soweit, dass er vom Ziegen- zum Kuhhirten aufsteigen konnte. Er blieb beim Santi als >


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Knecht, bis Vater Staat den jungen Mann um 1928 zum Militärdienst (Infanterie) nach Bari in Süditalien schickte. Nach dem Militär setzte Franz seine Dienstbotentätigkeit fort. 1939 entschied sich Franz für die Auswanderung, die er 1943 widerrief. Dann kam Hitler und zwang ihn, sich im August 1944 beim Polizeiregiment in Schlanders zu stellen: wieder Ausbildung, wieder Militärdienst; am 25. April 1945 konnte er fliehen. Nach dem Zusammenbruch gelang es ihm, mit den Landsmännern Alois Schweigl, Pfelders, und Hans Königsrainer, Saltaus, auf abenteuerliche Weise ins Passeiertal zurückzukehren. Der Weg zum Santihof war ihm wieder offen. Nach insgesamt dreißig jahren Dienstbote beim Santi zog Franz für ungefähr zwei jahre zum Antritthof in Walten, um anschließend für weitere 25 jahre als Knecht beim Kehrerhof in Walten zu arbeiten. Er erinnert sich noch gut, wie er einmal bei der Waldarbeit von einer Lawine erfasst wurde und für ungefähr eineinhalb Stunden hilflos unter den Schneemassen lag, bis der Kehrerbauer ihn befreien konnte. Die Arbeit bei den Bauern war großteils dieselbe: Arbeit am Hof, im Wald und auf den Mahdern. Stallarbeit brauchte Franz nur beim Kehrer zu erledigen. Befragt nach dem Wohlbefinden bei den Bauern, drückt sich Franz zufrieden aus: Die Kost war in Ordnung - vorwiegend Mehlspeisen, bestehend aus Nudeln, Knödl, Ribl und Brot aus eigenem Backofen - und an Arbeit hat es nirgends gefehlt. Ich habe Franz gefragt, er solle mir aus den schönen Seiten des Lebens erzählen: Frauen, Hobby, Freizeit. Franz kam ins Stocken: Zum Thema Schönes falle ihm nichts ein, sein Leben bestand nur aus Arbeit, die er allerdings gerne verrichtete. Betreffs Frauen meinte Franz, er hätte schon mit der Arbeit Beschäftigung genug gehabt, überdies hätte ihm auch das nötige Geld gefehlt, um an eine Familiengründung zu denken. Sogar Sparbüchlein habe er keines gebraucht, das bisschen Bargeld habe leicht in der Geldtasche Platz gefunden. Und wie ist Franz zu den Spirituosen gestanden? Wein und Schnaps gehörten nicht zu seinem Freundeskreis. Wohl aber konnte Franz bestätigen, dass sich die Bauernknechte zu seiner Zeit gern an den Schnaps gehalten haben: Ein schwarzgebrannter "Houlerschnaps" oder ähnliches ruhte gern in den "Truchen" der Knechtekammern, die übrigens das ganze Hab und Gut eines Dienstboten aufnehmen konnten. An Kleidung konnte Franz nur ein Werktagsgewand, einige Hemden, ein Feiertagsgewa nd und Sch u he a ufzä h len. Das war der ganze Reichtum. Wie dem

Franz die schwere Bauernarbeit zur Last wurde, zog er vor acht jahren ins Bezirksalterseim nach St. Leonhard, wo er der Muntermacher vom Dienst ist - und sehr froh, wenn er seine Späße anbringen kann - hoffentlich noch lange.

Heinrich Hofer

PENSIONIST

SEPP RAICH

Obmann und "gute Seele" des Seniorenclubs St. Martin In den meisten Vereinen gibt es Leute, die durch ihr Engagement dafür sorgen, dass das Vereinsleben "funktioniert". So ist es auch beim Seniorenclub St. Martin der Fall.

Die gute Seele des Vereins ist seit nunmehr 8 jahren der Raich Sepp. In St. Martin geboren und aufgewachsen, ist er 1959 nach der Heirat nach Tscherms gezogen. Dort hat er nicht weniger als 34 [ahre als Maschinist und Mechaniker in der Obstgenossenschaft Tscherms gearbeitet. Für ihn waren es glückliche jahre. Er wurde stolzer Vater von 3 Buben und wenn es auch zu Beginn an materiellen Dingen fehlte, war er mit dem Leben zufrieden. Als 1991 seine Frau verstarb,

Dr Langis Er isch nou nit kemmin, er kimp wollte bold, der Langis, der griane, nou hotr zi kolt. Dr Wintr der watschtn, soboltm drblickt, obr bis nou hot dr Heargott den Langis olm gschickt. Anna Lanthaler

hat ihn dieser Schicksalsschlag schwer getroffen. 1993 stand seine Pensionierung an und nun hielt den Sepp nichts mehr in Tscherms. Die Kinder waren inzwischen schon erwachsen und in seinem Heimatdorf fühlt er sich im dritten Lebensabschnitt am geborgensten. Schon bald nach seiner "Heimkehr" trat er

dem Seniorenclub bei und dort erkannte man sogleich, dass der Sepp ein Organisationstalent war und sich gerne für den Verein einspannen ließ. 1994 wurde er zum Kassier und Obmannsteilvertreter ernannt und als 1996 die langjährige Leiterin des Clubs, Frau Maria Hofer, verstarb, wurde der Sepp sogleich als neuer Obmann in die Pflicht genommen. Seither leitet er mit viel Engagement, Umsicht und Takt den Seniorenclub.

Gottfried Zagler


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!2Lusgewogene'Etnährunq ist wichtig für 1(9rpe" (jeist und Seele! Würden wir in einer so reinen und unverschmutzten Welt leben wie unsere Vorfahren, würde es genügen, ausgewogene Mahlzeiten zu essen, um ein gutes Wohlbefinden zu erreichen. Leider sind wir heute unerwünschten äußeren Einflüssen wie Umweltverschmutzung, chemisch behandelten Lebensmitteln, Stress und schlechten Essgewohnheiten ausgesetzt. Eine gezielte Ernährungsergänzung gehört für den Sportler schon lange zum Alltag, für den ernährungsbewussten Menschen sowie für Gewichtskontrolle gehört Nahrungsergänzung zum täglichen Speiseplan. Denn, wenn man sich nicht ausgewogen vom kleinsten Baustein an ernährt, kann man weder das Idealgewicht erreichen und halten noch das Wohlbefinden verbessern. Denken Sie daran: Man ist, was man isst!

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"Organisieren macht mir Spaß" Gespräch mit [osef Raich

Passeirer Blatt: Viele loben deine ausgleichende Art?

Passeirer Blatt: Welches sind die Aufgaben, die du zu bewältigen hast?

Einmal muss ich mit meinen Helfern das wöchentliche Kartenspiel vorbereiten, weiters Getränke und Speiseneinkaufen und herrichten, Geschenkefür die Geburtstagsfeiern besorgen,und nicht zuletzt die Fastnachts-, Oster-, Weihnachtsfeiern vorbereiten. Auch die Frühjahrs- und Herbstausflüge des Clubs müssen organisiert werden. Zu tun gibt es alleweil genug. Da bin ich schon froh darüber, dass mich der Ausschusstatkräftig unterstützt.

Passeirer Blatt: Was hat dich bewogen im Seniorenclub aktiv zu werden?

Eigentlich war es Zufall und ich bin allmählich in meine Aufgabe hineingewachsen. Heute bin ich froh, dass ich als alleinstehender Mann etwas zu tun habe. Man spürt die Einsamkeit weniger und kann vielen Senioren Freudebereiten.

Passeirer Blatt: Das Organisieren scheint dir Spaß zu machen?

Genau. Ich habe schon immer als Organisationstalent gegolten. In der Obstgenossenschaft Tschermshabe ich viele Betriebsfeiern organisiert und anscheinend sind sie mit mir auch in St, Martin zufrieden. Mein Motto ist: Wenn etwas schwierig wird, gibt es immer einen Ausweg.

ja, das ist, glaube ich, schoneine meiner Stärken. Beieinem Verein muss man darauf achten alle gleich zu behandeln.Ich sehe meine Aufgabedarin, Leutezusammenzuführen.Ich macheoft Witze und achte zudem darauf, dassnicht über Krankheitengeredet wird.

Passeirer Blatt: Warum denn das?

Weilwir Seniorendann halt ständigüberunsere Gebrechenredenwürden.Unddasglaubeich tut nicht gut. Wennjedochjemand ernsthaft erkrankt ist, besuchenwir ihn im Krankenhaus oderzu Hause.UndbeiTodesfällengehenwir selbstverständlichzum Begräbnis.

Passeirer Blatt: Kommen zu dir auch Senioren um z. B. über ihre familiären Probleme zu reden?

Hie und da passiert es schon. Ich versuche mich jedoch, wenn immer es geht, nicht einzumischen. Dasschafft Problemeund jeder sollte diese Sachenzu Hauseausmachen.Im Übrigen glaube ich, sind die jungen froh, dass es den Seniorenciubgibt. Sie merken,dass sich ihre "Alten" im Club sehr wohl fühlen.

Das Gespräch führte Gottfried Zagler

SPORT NEW-YORK-MARATHON

Zwei Passeirer berichten von ihrer Teilnahme am weltberühmten Lauf Nach 7 Monaten intensiven Trainings konnten Hubert und ich es kaum mehr erwarten nach New York zu fliegen. In der Vorbereitungsphase waren wir durchschnittlich a-rnal pro Woche gelaufen. Wir haben meistens zusammen trainiert und waren unserer Meinung nach optimal vorbereitet. Eine Zeit um die 3,5 Stunden erschien uns realistisch. Am 31.0ktober letzten jahres war es endlich soweit. Hubi und ich starteten von Verona nach New York. Nach 8,5 Stunden Flug waren wir in dieser Megastadt angekommen. Mit dem Taxi ging's weiter in unser Hotel. Es war bereits Nacht und wir waren vom Lichtermeer der Stadt fasziniert. Am Samstagmorgen waren wir dann schon wieder frühzeitig unterwegs. Wir schlenderten genüsslich über

den Broadway und sammelten unsere ersten Eindrücke. Es war einfach überwältigend, zwischen all den Hochhäusern kamen wir uns vor wie Ameisen. Den Rest des Vormittags verbrachten wir auf der Marathonmesse und am Nachmittag ging unser Erkundungsmarsch weiter, ohne im Geringsten daran zu denken, dass man sich am Tag,vor dem Marathon eigentlich schonen sollte. Abends gingen wir dann kurz ins Hotel um uns etwas frisch zu machen, und dann wollten wir natürlich auch noch New York bei Nacht erleben. Wie spät wir schlafen gegangen sind, weiß ich nicht mehr genau, ich weiß nur, dass wir um 6 Uhr früh aufstehen

mussten, um rechtzeitig an den Start zu kommen. Alle 34.000 Teilnehmer mussten mit Bussen von New York City nach State Island, ungefähr 1 Stunde Fahrzeit, gebracht werden. Die Organisation war hervorragend und der Abtransport funktionierte reibungslos. Hubi und ich fühlten uns topfit und wir konnten es kaum erwarten, endlich loszulaufen. Um 10 Uhr war es dann soweit, der Startschuss fiel. Wir waren überhaupt nicht nervös und voller Energie. Die ersten 10 Kilometer liefen wir gemütlich, dann wollten wir unser Tempo langsam steigern. Bei Kilometer 20 wurden wir jedoch eines Besseren belehrt. Ich konnte es nicht fassen, meine Füße wurden so schwer, dass ich mich kaum noch fortbewegen konnte. Hubi erging es ebenso, er hatte auch Blei in den Füßen, und wir konnten das Tempo nicht mehr halten. Wir schalteten einen "Gang" zurück und versuchten uns wieder zu erholen. Doch bei Km 25 wartete der berühmte "Mann mit dem Hammer" auf uns. Unsere Moral war nun ganz am Boden und wir wollten schon aufgeben. Mit allergrößter Anstrengung und mit der Hilfe des begeisterten Publikums, es dürften so an die 3 Millionen Zuschauer


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am Straßenrand gestanden haben, sind wir schlussendlich nach 4 Stunden und 40 Minuten total ausgelaugt durchs Ziel gelaufen. Wir waren überglücklich, dass wir es überhaupt noch bis ins Ziel geschafft hatten. Die Laufzeit spielte für uns keine Rolle mehr. Ganze 2 Stunden vergingen noch, bis wir unsere Medaille überreicht bekamen und nach endlosen Versuchen ein Taxi ergatterten, das uns in unser Hotel brachte. Die restlichen drei Tage genossen wir in New York ausgiebig. Vom Laufen hatten wir erst mal genug, jetzt wurde nur mehr gefahren. Glücklich und zufrieden, flogen wir am Donnerstagabend mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck nach Hause.

Robert Pircher

RODELVEREIN

PASSEIER

Sehr erfolgreiche Saison Der RV Passeier-Raiffeisen kann auch heuer wieder auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Diesjähriger Höhepunkt in der Vereinsarbeit war die Organisation des Intercontinental Cups in Rennrodeln auf Naturbahn auf der Hausstrecke "Bergkristall". Am 20. und 21. Dezember 2003 fanden sich 130 Athleten aus 13 verschiedenen Nationen im Hinterpasseier ein, um am ersten Rennen dieser internationalen Serie teilzunehmen. Aus Sicherheitsgründen konnte der Bewerb nur auf verkürzter Strecke ausgetragen werden, die Organisation war trotz dieses Handicaps vorbildlich und wurde vom internationalen Rodelverband FIL entsprechend gewürdigt. An dieser Stelle bedankt sich der RV Passeier-Raiffeisen bei allen Sponsoren und den drei Gemeinden des Tales für

ttf • .&dl:8!es

Alexander Pamer

die finanzielle Unterstützung. Auch aus sportlicher Sicht verlief das Rennen für die Passeirer positiv: In die Siegerlisten eintragen konnten sich Sandra Lanthaler als Tagesbeste und die Nachwuchshoffnung Alexander Pamer in der Kategorie Anwärter. Knapp an einem Podestplatz .vorbelgerodelt" ist Michael Folie als 4. in der Kategorie [unieren 2. Das Engagement im jugendbereich ist beim Rodelverein Passeier-Raiffeisen seit vielen jahren vorbildlich. Aus diesem Grund wird auch ein jugendrennen in Walten am 22. Februar ab 9.00 Uhr stattfinden. Anlässlich dieses Rennens erfolgt auch die Siegerehrung in der Gesamtwertung. Im "Soalertol" wird erstmals ein offizielles Rennen ausgetragen, ca. 120 junge Athleten freuen sich auf die Unterstützung des Publikums. Neben den bereits genannten Resultaten konnte der RV Passeier-Raiffeisen weitere Erfolge verbuchen: • Sandra Lanthaler: juniorenweltmeisterin, Italienmeisterin junioren, 3. beim Michael Folie

66, MÄRZ 2004

Weltcup in Garmisch, 2. beim IC-Cup in Frantschach und beim WM-Test in Latsch • johannes Hofer: Italienmeister Doppelsitzer, Start beim Weltcup und bei der EM mit sehr guten Resultaten • Michael Folie: 4. bei der junioren-WM, 3. Italien meisterschaft, Sieger beim ICCup in jesenice (SLO) • Alexander Pamer: Italienmeister Doppelsitzer [unieren, 2. Italienmeisterschaft Anwärter - bei allen weiteren Starts wurde Alexander jeweils 2. • Evelyn Lanthaler: 2. Italienmeisterschaft Kategorie Zöglinge • jasmin Gögele: 2. Italienmeisterschaft Kategorie Schüler

Viele Erfolge können an dieser Stelle nicht aufgezählt werden; die Athleten unseres Vereins werden jedoch am 14. März anlässlich der Vereinsmeisterschaft geehrt. Auf ein zahlreiches Publikum freuen wir uns bereits jetzt. Angesichts dieser Leistungen, der guten Voraussetzungen für den Nachwuchs und dem großen Engagement unseres Trainers und vieler freiwilliger Helfer können wir sicherlich eine sportlich aussichtsreiche Saison 2004/2005 erwarten.

Rode/verein Pass eier Steinbruch Gamsberg - Stuls Passeirer Silbergneis

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Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Öffnungszeiten Das Gemeindeamt ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Nr. 28, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienst geöffnet und freitags nach der Schülermesse.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12und von 15bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 -12 und von 15 -18 Uhr, Dienstag von 15-18 Uhr, Mittwoch von 9 -12 Uhr, Donnerstag von 15- 18 Uhr und Freitag von 9 -12 und von 15 -18 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12Uhr und Dienstag von 15bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitag nachmittags von 15bis is Uhr geöffnet.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 17bis 19 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg 1, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Garberweg 1, ist donnerstags von 8 - 12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Garberweg 1, ist nur mit Vormerkung (Mi und 00 von 9 -12 Uhr, Tel: 0473/ 659620) geöffnet. SPRENGELSITZ

PASSEIER

DerVerwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30 bis 12.30 und Dienstag von 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch und Donnerstag von 7.30 bis 8.45 Uhr geöffnet. Ohne Vormerkung. Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 9· 30 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bls iz Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Mittwoch von 9 bis 12 und von 13bis 15 Uhr geöffnet, donnerstags von 9 -12.30 Uhr. Das Zahnarztambulatorium ist Mittwoch von 9 bis 12.30 Uhr und Donnerstag von 9 bis 12.30 und 13-30-16-30 Uhr geöffnet. Vormerkung unterTel. 0.473/659502, von 7.30- 9.00 Uhr, montags.

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