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Passeirer Blatt

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Februar 2025 nr. 183 · 39. jahrgang

Passeirer Blatt

MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS DEN PASSEIRER GEMEINDEN

g emeinden

Neues Vereinshaus in St. Leonhard

Neues Saunazentrum in St. Martin

i n ehrendem g eden K en

Kultur und g esellschaft

n eues von den p asseirer m useen

S nuije Psairer Wërterpuëch ist erschienen

Saisonstart der Museen

a us der g eschichte

p asseirerin im a usland

Tanja Königsrainer über ihr neues Leben in Australien

b ibliothe K en und s chulen

Buchvorstellungen & Veranstaltungen

n atur & u mwelt

g esundheit & s oziales

w as uns bewegt

Der Sozialsprengel Passeier im Portrait

Älteste b ürgerinnen und b ürger

v ereine und v erb Ä nde Rückblicke, Jahreshauptversammlungen, Ehrungen & Veranstaltungen

s

Informationen zu den Richtlinien für Beiträge und Werbeanzeigen sind auf der Webseite einsehbar. www.passeirer-blatt.it

Liebe Leserinnen und Leser,

der Frühling ist da – die Blumen blühen, die Tage werden länger und das Passeiertal erwacht zu neuem Leben. In dieser Ausgabe des Passeirer Blatt laden wir euch ein, diesen frischen Wind gemeinsam mit uns zu erleben.

Im Tal tut sich einiges: Das Psairer Saunazentrum öffnet seine Tore, das Vereinshaus glänzt nach seiner Renovierung, das neue Psairer Wërterpuëch ist erschienen und die Passeirer Museen starten in eine neue Saison. Viele Änderungen prägen unser Tal und unsere Kultur. Was unsere Gemeinschaft aber wirklich stark macht, sind die vielen Vereine, die mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement ein Stück Heimat lebendig halten.

Es sind die Musikkapellen, die Feuerwehren, das Theater – und all die anderen, die uns daran erinnern, dass der wahre Zusammenhalt nicht von äußeren Grenzen, sondern von den Menschen im Inneren eines Tals geprägt wird. Auch wenn die Welt manchmal den Eindruck erweckt, als würde sie sich in eine andere Richtung bewegen, bleibt es an uns, weiterhin die Vielfalt zu schätzen und das Gute zu bewahren.

Gleichzeitig denken wir in dieser Ausgabe auch an jene, die uns verlassen haben. Ihre Erinnerung bleibt ein Teil unseres Lebens, ebenso wie die Werte, die sie uns hinterlassen haben.

Sie haben unsere Gemeinschaft mitgeprägt, und wir tragen ihr Erbe weiter.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Tal ein Ort bleibt, an dem Offenheit, Solidarität und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Eure Redaktion

Impressum Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987.

Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer.

Redaktion: Lukas Fahrner, Annelies Gufler, Leo Haller, Magdalena Haller, Simone Peist, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier.

Korrektur: Stefan Reiterer

Produktion und Druck: Barbara Pixner, Vera Schwarz

Nächste Redaktionsschlüsse: 16. Mai, 29. August, 7. November 2025

Kontakt Passeirer Blatt

E-Mail: passeirerblatt@passeier.it

Telefon: Barbara Pixner, T 340 3942021 und Vera Schwarz, T 328 5624255 www.passeirer-blatt.it

Titelseite: Das Leberblümchen ist ein erster, zarter Frühlingsbote. Foto: Helmut Gufler

Neuer Glanz für ein Stück Heimat

Das Vereinshaus von St. Leonhard eröffnet frisch saniert.

Am 2. Februar wurde es offiziell: In St. Leonhard öffnete das renovierte Vereinshaus seine Türen. Mit einem kleinen Festakt feierten die Liënrter diesen Meilenstein. Das Vereinshaus ist der zentrale Ort für zahlreiche kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen und prägt seit Jahrzehnten das Leben in St. Leonhard. Einen eigenen festen Ort hat nun auch die Bergrettung bekommen. Landesrätin Rosmarie Pamer unterstrich in ihrem Grußwort die große Bedeutung des Hauses und rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, es ausgiebig zu nutzen. Bürgermeister Robert Tschöll erinnerte an die intensiven Diskussionen zwischen den Vereinen und der Gemeinde und bebilderte den Sanierungsverlauf. Magdalena Haller als Kulturreferentin ging näher auf die Historie des Gebäudes ein.

Kein Schwimmbad, aber ein Glücksfall für die Vereine Die Geschichte des Vereinshauses beginnt im Jahr 1970, als Ingenieur Klotzner erste Planungen für ein Gebäude in der Nähe des Schulareals erarbeitete, das auch sechs Schulklassen Platz

bieten sollte. 1973 plante Ingenieur Ercole Volante stattdessen ein Mehrzweckgebäude mit einer Turnhalle und einem Schwimmbad. Bebaut werden sollte der östliche Teil der ehemaligen Theis-Wiese bis zum Franzosenfriedhof, die Andreas-Hofer-Straße gab es damals noch nicht. Doch der damalige Entwurf wurde vom Amt für Landschaftsschutz der Provinz abgelehnt. Die Kritik: Das Gebäude erscheine unter Landschaftsschutzaspekten „nicht geeignet, sich harmonisch in das Ortsbild einzugliedern“ und solle im Hinblick auf eine „gefälligere Lösung“ überarbeitet werden. Kein Schwimmbad, aber ein echter Glücksfall für die Vereine! Denn nachdem der Entwurf überarbeitet wurde, begann 1976 der Bau eines Vereinshauses endlich. Im Frühjahr 1980 wurde es dann offiziell eröffnet und seitdem fast 50 Jahre lang intensiv genutzt – ohne dass größere Veränderungen vorgenommen wurden. Die lange Nutzungsdauer hatte aber inzwischen zu vielerlei Problemen geführt: die Statik des Dachs stimmte nicht mehr, die Energiekosten waren sehr hoch und trotzdem war es im Winter immer kalt im Gebäude.

Der neue große Saal mit verbreiterter Bühne bietet nun auch großen Musikkapellen genug Platz. Foto: Simone Peist

Autorin Simone Peist

Der Umbau:

Angepasst an moderne Anforderungen

Heute erstrahlt das Vereinshaus in neuem Glanz, nachdem es in rund 400 Tagen Bauzeit umfassend renoviert wurde. Effektiv stehen geblieben sind ein bis zwei Grundmauern, zahlreiche Psairer Firmen waren eingebunden. Die Kosten für die Sanierung lagen bei 6,7 Mio Euro. Sie verfolgte vor allem ein Ziel: Das Haus an die modernen Anforderungen der Gemeinschaft anzupassen, ohne die traditionsreiche Architektur des Hauses zu verlieren. Gleichzeitig sollte es möglichst ressourcenschonend betrieben werden können: Das ganze Gebäude entspricht dem Klimahaus-A-Standard. Der markanteste Unterschied ist das neue Pultdach, welches das ursprüngliche Satteldach ersetzt. Ein Highlight ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach, die das Vereinshaus umweltfreundlicher und energieeffizienter macht und Wärme und Strom für die Küche erzeugt. Die Außenfassade schmücken helle Aluminium-Schindeln, die eine Hinterlüftung ermöglichen, keine Pflege benötigen und gleichzeitig dem Gebäude ein modernes Aussehen verleihen.

Auch innen wurde das Gebäude grundlegend verändert: Der große Saal wird nun durch bodentiefe Fenster mit Tageslicht durchflutet. Sein Holzboden und die neuen Holzwände verleihen dem Raum eine warme, einladende Atmosphäre. Um den guten Klang kümmerte sich ein Spezialist für Raumakustik. Die um 1,5 Meter verbreiterte Bühne bietet nun auch großen

Musikkapellen genug Platz. Auf der Galerie ist die Medientechnik für Sound- und Lichteffekte installiert. Der große Saal ist für 500 Personen zugelassen. Der neue Sitzungsraum fasst 20 Personen, so dass der Gemeinderat hier in Zukunft tagen kann. Die Bar im Foyer öffnet sich nun direkt zum großen Saal und kann von beiden Seiten aus genutzt werden. Auch der dunkle Steinfußboden im Foyer spiegelt die Verbundenheit mit dem Tal wider: echter Passeirer Silber-Gneis liegt den Gästen zu Füßen. Die komplett renovierte Küche verfügt über mehrere Kühlzellen für Lebensmittel und Getränke und könnte später sogar als Mensa genutzt werden. Sie wurde so konzipiert, dass Essen zum Raiffeisenplatz herausgegeben werden kann und auch externe Lieferanten sie gut erreichen können. „Was ist die Kunst wert?“, fragte Bürgermeister Tschöll in seiner Rede. Die Gemeinde St. Leonhard unterstützt seit einiger Zeit Psairer Künstler.

1 Banddurchschnitt bei der Eröffnungsfeier am 2. Februar 2025

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Die Fotografie von Roland Reinstadler zeigt den „Houlerpfonnsunntig“. Dabei handelt es sich um eine alte Tradition, die am ersten Fastensonntag, dieses Jahr am 9. März, begangen wird.

Im großen Saal verleihen der neue Holzboden und die Holzwände dem Raum eine warme, einladende Atmosphäre. Zudem wurde die Raumakustik verbessert. 4

Die neue Außenfassade schmücken helle Aluminium-Schindeln. Fotos: Simone Peist

Der Plan von 1973 –damals war noch ein Schwimmbad eingeplant

Ein Bild des international anerkannten Fotografen Roland Reinstadler aus Gomion erhielt einen besonderen Platz im Vereinshaus. Sein „Houlerpfonnsunntig“ verbindet das Außen mit dem Innen, holt die Tradition in die Gegenwart und Licht ins Gebäude. Robert Tschöll dankte dem Künstler für seine Arbeit. Allen am Umbau beteiligten Unternehmen sprach er ebenfalls seinen herzlichen Dank für den kompetenten Austausch und die effiziente Arbeit aus, die die schnelle Wiedereröffnung ermöglichte.

Die Eröffnung:

Unkompliziert und feierlich

Die Musikkapelle Andreas Hofer hatte die Ehre, mit ihren festlichen Märschen das erste Konzert im Haus zu spielen. Danach segnete P. Markus Mur vom Deutschorden das Vereinshaus und alle, die ein- und ausgehen. Bürgermeister

Robert Tschöll schnitt symbolisch das Band gemeinsam mit Gemeindereferentin Magdalena

Haller, Landesrätin Rosmarie Pamer, dem Mooser Bürgermeister Gothard Gufler, P. Markus sowie Erwin Egger-Karlegger von der Bergrettung und Vertretern der Musikkapelle durch. Anschließend konnten interessierte Besucherinnen und Besucher bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der Gemeinderat lud zum ungezwungenen Umtrunk mit Fingerfood und Krapfen.

Mit der umfassenden Sanierung hat die Gemeinde in die Zukunft investiert, um einen Raum zu schaffen, der die Menschen in den kommenden Jahrzehnten verbindet. Nun können sich die Liënrter freuen: Auf die vielen Feste, Feiern und kulturellen Events, die das Vereinshaus auch zukünftig zu einem lebendigen Zentrum machen werden.

Simone Peist

Das Saunazentrum ist täglich von 16 bis 22 Uhr geöffnet

Psairer Saunazentrum

öffnet seine Tore

Saunaliebhaber*innen aus dem Passeiertal mussten bislang mindestens bis nach Meran fahren, um ihrer Leidenschaft nachzukommen. Im neuen öffentlichen Wellnessbereich beim St. Martiner Schwimmbad ist Saunieren ab sofort auch im Tal möglich. Es sind gar einige lang gehegte Wünsche, die sich St. Martin in Passeier in den vergangenen Jahren erfüllen konnte: Im neuen Sportzentrum, das von einem einzigen Pächter betrieben wird, kann neben Tennis, Schwimmen und Eislaufen nun auch ein Beachvolleyballfeld und ein Saunazentrum genutzt werden. Die „kleine aber feine“ Saunaanlage ist auf etwa 30 Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet und bietet eine Dampfsauna, eine finnische Sauna und eine Infrarotkabine. Zudem ein Kältebecken, ein Ruheraum, Schließfächer sowie die dazugehörigen sanitären Einrichtungen. Das große Ganze komplett macht nun der erste öffentliche Wellnessbereich des Passeiertales, der nach Abschluss der Bauarbeiten Ende des vergangenen Jahres offiziell seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

In der kleinen Wellnessoase sollen sich in erster Linie die einheimischen Psairer Saunaliebhaber*innen treffen können, aber auch die Gäste jener Tourismusbetriebe im Dorf und im Tal, die keine eigene Anlage haben. Vom Stil her lehnt sich das neue Gebäude an das Sportzentrum an, sodass die St. Martiner Sportzone mit Leichtathletik und Fußball ein ästhetisch einheitliches Bild vermittelt – die öffentlichen Wettbewerbe für beide Baulose waren zufällig vom selben Architekturbüro gewonnen worden. Damit hat die Gemeinde St. Martin das gesamte Konzept umgesetzt, das im Jahr 2010 unter der damaligen Bürgermeisterin Rosmarie Pamer erarbeitet worden war. Maria Pichler

Beitrag:

Investitionsbeitrag – Ankauf gebrauchter Bus –ASC Passeier – Sektion Ski – € 4.000; Außerordentlicher Beitrag – Ankauf Akku Freischneider Husqvarna – Plotter Jungfischer – € 880; Investitionsbeitrag – Konservierung eines Pluviales – Pfarrei zu den hh. Ursula und Sebastian in Platt Gemeinde – € 10.000; Außerordentlicher Beitrag – Ankauf von Seilen und Reparatur Pistenfahrzeug – Verein Eisturm Rabenstein – € 1.982,44; Außerordentlicher Beitrag – Ankauf Rettungsboot samt Zubehör – Wasserrettung Meran – € 475,67; Ordentlicher Beitrag – soziale Maßnahmen (Seniorengeburtstage) im Jahr 2025 –Bildungsausschuss Moos in Passeier – € 2.200; Außerordentlicher Beitrag – Junior Weltcup auf Naturrodelbahn 2025 – Rodelverein Passeier – € 2.000; Ordentlicher Beitrag – ordentliche Tätigkeit im Jahr 2025 – „MuseumHinterPasseier“ – € 28.500; Ordentlicher Beitrag – ordentliche Tätigkeit im Jahr 2025 – Jugendbüro Passeier (Jubpa) – € 30.000;

Öffnungszeiten

Das Saunazentrum ist täglich von 16 bis 22 Uhr geöffnet. Zurzeit kostet der Eintritt € 19, keine Zeitbegrenzung. Jeden Mittwoch ist Damensauna. Das Sportzentrum ist täglich ab 9 Uhr durchgehend geöffnet.

Gemeinde: „Verbraucherberatung im Passeiertal“ –Fortführung des Projekts im Zeitraum 2025 – 2027 –Verbraucherzentrale Südtirol – € 5.400; Ortspolizei – Gemeinsame Führung Gemeindepolizeidienst – Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – Verpflichtung der voraussichtlichen Ausgaben – Jahr 2024 – € 51.000; Gemeindeämter – Lieferung zehn Personal Computer – ACS Data Systems AG – € 10.065; Rathaus – Wartung des Aufzuges im Zeitraum 1.1.2025 – 31.12.2027 – Kone AG – 4.611,60; Abfallbewirtschaftung – Software „ecoRegS“ zur elektronischen Führung des Abfallregisters im Zeitraum 1.1.2025 – 31.12.2027 – Econ GmbH – € 3.965; Aufenthaltsabgabe – Weiterleitung der Aufenthaltssteuer für Zweitwohnungen an den Tourismusverein Passeiertal – Jahr 2024 – € 5.865,52; Gründung Stiftung MuseumPasseier Rückvergütung der Spesen – Marktgemeinde St. Leonhard in Passeier – € 3.385,81; Allgemeine Verwaltung: Verlängerung der Dienste Internet Transport und Telefonie für das Rathaus und die Außenstellen sowie Internetverbindung GVCC (Gemeindeverband) Zeitraum 01.01.2025-31.12.2027 – Telmekom GmbH – € 24.902,64; Allgemeine Verwaltung: Wartung Telefonzentrale und Netzwerk für das Rathaus und die Außenstellen – Zeitraum 1.1.2025 – 31.12.2027 –Telmekom GmbH – € 9.223,20; Mehrzwecksäle und öffentliche Toiletten – Lieferung von Reinigungs- und Hygieneartikel für das Jahr 2025 – Hagleitner Hygiene Cartemani GmbH – € 5.490; Gemeindeimmobilien – Wartung der Wandhydranten, Feuerlöscher und Brandschutztüren im Zeitraum 01.01.2025 – 31.12.2026 – Firetech GmbH – € 5.668,61; Tiefgarage Mooserwirt – Ingenieurtechnische Assistenz – Holzner & Bertagnolli Engineering GmbH – € 3.806,40; Friedhof Moos: Zusatzauftrag – Erd- und Baumeisterarbeiten – Bauunternehmen Roland Gufler – € 14.640; Fuhrpark – Ankauf und Montage von Autozubehör, Ersatzteilen und Reifen sowie sonstiger Serviceleistungen für die Gemeindefahrzeuge – Jahr 2025 –E.U.M. GmbH mit Alleingesellschafter – € 5.490; Neubau Zivilschutzzentrum Moos: Einrichtung –Projektierung, Bauleitung und Abrechnung –Dr. Arch. Wolfgang Simmerle – € 25.231,01; Beteiligung „Bergbahnen Pfelders GmbH“: Erstellung eines beeideten Schätzgutachtens für die Bewertung

St. Martin
Foto: Gemeinde St. Martin

der Quote der Gemeinde Moos in Passeier –PSP STP GmbH – € 14.591,20; Gemeindeimmobilien – Elektroanlagen: Erhebung aller Anlagen und Nachmessen der Auslösezeit der FI-Schutzschalter – e-Tec des Raich Rainer Alois – € 5.612; Kaminkehrdienst für die öffentlichen Gebäude im Zeitraum 01.01.2025 – 31.12.2027 – MP Kaminservice KG des Pichler Michael – € 7.515,69; Jugendräume Pfelders und Stuls – Erneuerung der Beleuchtungsanlage – e-Tec des Raich Rainer Alois – € 10.113,46;

Schulen/Kindergarten:

Ankauf von 11.000 Liter Heizöl für die Grundschule Platt, Mehrzweckgebäude Moos und die Sportanlage Moos – Cristoforetti AG – € 13.970; Kindergarten Ausspeisungsdienst:; > Ankauf von Fleisch- und Wurstwaren Jahr 2025 – Metzgerei Hofer des Hofer Kurt & Co. OHG – € 11.590;

> Ankauf von Tiefkühlprodukten Jahr 2025 –Raffl Manuel & Thomas OHG – € 2.080;

> Ankauf von biologischem Obst und Gemüse Jahr 2025 – Biokistl Südtirol GmbH – € 2.600;

> Ankauf von Lebensmitteln Jahr 2025 –Trompedeller Gemischtwaren KG – € 16.640; Grundschule Moos – Erneuerung der Beleuchtungsanlage: PG-Elektrotechnik des Pixner Gernot –€ 68.587,01;

Trink- und Abwasser:

Trinkwassernetz Platt: Erneuerung einer Leitung im Bereich Widum-Widumstall und Wiedereinbau von Naturstein-platten – Ilmer Stefan –Schreitbaggerarbeiten – € 4.545,72; Tiefgarage Stuls: Ableitung von Weißwasser – Pajonk Bau KG des Pajonk Raimund & Co. – € 8.934,24;

Straßennetz:

Ankauf von Geschwindigkeitsanzeigen „viasis MINI“ – Signal System GmbH – € 10.400,50; Straßennetz – Winterdienst 2024/2025 – Ankauf von 30 Tonnen Streusalz (Natriumchlorid) über die Konvention der Landesagentur für öffentliche Verträge – Intercom Dr. Leitner GmbH – € 4.082,73;

Zivilschutz:

Verminderung der Steinschlaggefahr im Bereich des Dorfkernes von Moos – Baulos 3: Ausarbeitung Machbarkeitsstudie – Dr. Geol. Konrad Messner – € 15.775,17;

Sport:

Sportplatz Moos – außerordentliche Wartungsarbeiten Traktor John Deere 2653B – Alpicar GmbH – € 3.660; Bergbahnen Pfelders GmbH – Akonto gemäß Dienstleistungsvertag für die Führung des Skigebietes Pfelders – Winter 2024/2025 – € 30.500

n eu: Be S chlü SS e online

Beschlüsse der Gemeinden St. Martin & St. Leonhard

Seit dem 1.1.2024 sind alle Beschlüsse, auch nach dem Veröffentlichungszeitraum von 10 Tagen, jederzeit auf der digitalen Amtstafeln der Gemeinden St. Leonhard und St. Martin unter dem Punkt „Archiv – erneute Veröffentlichung im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe g) des Regionalgesetzes Nr. 10/2014“ einsehbar.

Energiegemeinschaft und Bürger-

genossenschaft Burggrafenamt (EBB)

Gemeinsam die Energie von morgen nutzen und teilen!

Was ist die EBB?

Die „EBB – Energiegemeinschaft und Bürgergenossenschaft Burggrafenamt“ wurde am 30. Juli 2024 gegründet, um gemeinsam erneuerbare Energie (EE) zu erzeugen und zu nutzen. Sie vereint Bürger*innen, Unternehmen, Gemeinden und Vereine mit dem Ziel, den Eigenverbrauch zu optimieren und das Stromnetz zu entlasten.

Bei Redaktionsschluss wurden rechtliche und technische Fragen geklärt und die Anmeldung beim GSE (Gestore dei Servizi Energetici S.p.A.), die staatliche Gesellschaft, die die Förderung und Verwaltung erneuerbarer Energien koordiniert, vorbereitet. Die Website wird Ende Februar online gehen. Es folgen Informationsabende, an denen auch detaillierte Fragen beantwortet werden.

Art der Mitgliedschaft

Privatpersonen und Unternehmen können als folgende Mitglieder der EBB beitreten:

> Verbraucher-Mitglied: Inhaber*in eines Stromzählers ohne Photovoltaikanlage/EE.

> Produktions-Mitglied: Inhaber*in einer Photovoltaikanlage/ EE, der/die die gesamte Produktion ins Netz einspeist und keinen Eigenverbrauch vorweist.

> Prosumer-Mitglied: Inhaber*in einer Photovoltaikanlage/ EE mit Eigenverbrauch, der/die einen Teil der Produktion einspeist.

> unterstützendes Mitglied: fördert die EBB durch Beiträge, Ideen und Engagement für eine nachhaltige Energie.

Im Bild der Verwaltungsrat und die Vollversammlung der EBB im Jahr 2024. Die Gemeindevertreter*innen arbeiten ehrenamtlich für eine gemeinsame und nachhaltige Energiezukunft. Zu sehen ist auch der verunglückte Mitbegründer der Gemeinschaft, Konrad Pfitscher (rechts).

Der Schwerpunkt liegt vor allem auf der Förderung und den Ausbau von Photovoltaikanlagen. Für gemeinsam genutzte, erneuerbare Energie beträgt die Vergütung € 0,12 pro kWh und ist für 20 Jahre durch den GSE gesichert. Die Auszahlung und Aufteilung erfolgt gemäß dem Statut und den geltenden Regeln des staatlichen Gesetztesdekrets unter den Mitgliedern der EBB.

Peter Moosmair

Ein Leben voller Liebe zu Natur, Sport, Musik und Gemeinschaft

Am 22. Oktober 2024 verstarb in St. Leonhard mit Alois (Luis) Pamer ein Mensch, der sein Leben der Familie, der Bildung, der Musik, dem Sport und seiner Heimat gewidmet hat. Die Bevölkerung von Passeier und des Burggrafenamtes erwies ihm, gemeinsam mit Pfarrer P. Markus Mur, dem Kirchenchor und dem Dekan von Passeier-Meran, Hans Pamer, einem Bruder des Verstorbenen, ein ehrenvolles Abschiedsfest. Luis wurde als fünftes von elf Kindern auf dem Untermagfeldhof in Platt geboren. Dort lernte er früh die Liebe zur Natur, zur Musik und zur Gemeinschaft kennen – Werte, die ihn sein Leben lang begleiteten. Seine Schulzeit verbrachte er zunächst im Kloster Marienberg unter der Leitung seines Onkels, Abt P. Stefan Pamer und absolvierte anschließend die Lehramtsprüfung in Meran. Nach ersten Unterrichtsjahren an verschiedenen Schulstellen in Passeier fand er schließlich seine berufliche Heimat an der Grundschule St. Leonhard, wo er bis zu seiner Pensionierung wirkte. Doch sein Engagement ging über die Tätigkeit im Klassenzimmer hinaus.

Zwei Bereiche lagen ihm dabei besonders am Herzen: der Sport und die Musik. Im Bereich Sport stellte er schon in Marienberg erste Fußballmannschaften zusammen und setzte sich später mit Begeisterung für den Jugendfußball im Passeiertal ein. Als Gründungsmitglied des SC Passeier und Trainer verschiedener Jugendmannschaften unterstützte er unzählige junge Talente und konnte auch zwei Landesmeistertitel gewinnen. Später verfolgte er als begeisterter Zuschauer den Fußball mit Leidenschaft – sei es bei den Spielen seiner Kinder und Enkel oder bei seinem Herzensverein FC Bayern München. Auch der Bereich Musik prägte ihn von klein auf und wurde zu einer weiteren großen Leidenschaft. Als langjähriges Mitglied der Musikkapelle St. Leonhard, als Sänger im Kirchenchor von Platt und später in St. Leonhard sowie als Kapellmeister und Chorsänger in verschiedenen Formationen hat er das kulturelle Leben seiner Heimat entscheidend mitgestaltet. Auch in der Musik war ihm die Förderung der Jugend ein Anliegen. So war er Gründungsmitglied der Musikschule Passeier und setzte sich

auch im Musikunterricht in der Schule sehr für die Ausbildung junger Talente ein. Über Jahrzehnte durften die Bürger St. Leonhards die Früchte dieser Anstrengungen bei den vielen von Grundschülern gestalteten Schülermessen genießen.

Seine tiefe Naturverbundenheit zeigte sich nicht nur in seiner Arbeit als Lehrer, sondern auch in seiner Freizeit. Inmitten der Passeirer Bergwelt bewirtschaftete er gemeinsam mit seiner Familie das Bergmahd „Kaserle“ in Ulfas, wo er Heu machte und Ziegen hielt – eine bodenständige Tätigkeit, die ihn erfüllte und mit tiefer Zufriedenheit erfüllte. Neben all diesen Tätigkeiten war es Luis wichtig, auch für die Entwicklung der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten. Als Gemeinderat und Assessor in St. Leonhard, geschätzt für seine besonnene und ausgleichende Art, setzte er sich für viele Projekte und für das Wohl seiner Mitmenschen ein. Sein Leben war geprägt von dem Wunsch, Werte zu leben, zu vermitteln und weiterzugeben – sei es an seine Schüler*innen, seine Familie oder generell an die Menschen um ihn herum. Privat genoss Luis den Rückhalt seiner Ehefrau und seiner vier Kinder, die ihm sechs Enkelkinder schenkten. Neben all seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten gelang es ihm, seinen Kindern und seiner Frau ein fürsorgender Vater und Ehemann und seinen Enkeln ein liebevoller Großvater zu sein, der ihnen allen viel Zeit und Zuneigung widmete. Luis hinterlässt viele Spuren: in den Erinnerungen seiner Schüler und Schülerinnen, im kulturellen und sportlichen Leben Passeiers und vor allem in den Herzen aller Menschen, die ihn kannten. Jedes Mal, wenn eine Fußballmannschaft im Passeiertal spielt, wenn ein Chor singt oder eine Musikkapelle auftritt, wird ein Stück von ihm weiterleben.

Die Familie, Freunde, ehemalige Weggefährten und die gesamte Passeirer Gemeinschaft werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Benno Pamer

† Alois Pamer

Ein Leben im Dienst Gottes und der Menschen

† Dekan Hans Pamer

Am 10. Februar 2025 verstarb Hans Pamer, Dekan von Meran-Passeier, im Alter von 77 Jahren. Nur wenige Monate zuvor, am 14. Juli 2024 hatte er sein Goldenes Priesterjubiläum gefeiert – genau 50 Jahre nach seiner Primiz in seiner Heimatpfarrei Platt. Johann (Hans) Pamer wurde am 5. Oktober 1947 auf dem Untermagdfeldhof in Platt in Passeier als neuntes von elf Kindern geboren. Seine Kindheit war geprägt vom Leben auf dem Bauernhof, vom familiären Zusammenhalt, aber auch von Toleranz und Weltoffenheit. Gemeinsames Musizieren und Beten spielten eine wichtige Rolle in der Familie. Sein Onkel, der Missionar Hans Pamer, inspirierte ihn, sein Leben ebenfalls in den Dienst Gottes zu stellen. Auf Reisen in ferne Länder sammelte er wertvolle Erfahrungen, doch auch in der Heimat prägten ihn Vorbilder wie Benediktiner-Pater Cölestin Kusstatscher, der von 1957 bis 1986 Pfarrer von Platt war. Nach dem Besuch der Mittelschule und des Gymnasiums Johanneum studierte Hans Pamer Theologie in Brixen. Am 29. Juni 1974 wurde er dort von Bischof

Josef Gargitter zum Priester geweiht. Seine erste seelsorgerische Aufgabe führte ihn als Kooperator nach Latzfons und Schenna, wo er zwischen 1974 und 1979 wirkte. Anschließend widmete er sich 15 Jahre lang der Arbeit im Johanneum: Von 1979 bis 1989 als Präfekt (Erzieher) und danach bis 1994 als Regens. Sein weiterer Weg führte ihn als Dekan-Pfarrer nach Mals, wo er von 1994 bis 2009 tätig war. Gleichzeitig betreute er die Gemeinden Planeil (1994 – 2009), Tartsch (1997 – 2009), Schleis (2000 – 2009) und Laatsch (2007 – 2009). Seit 2009 wirkte Hans Pamer als Dekan von Meran I sowie als Pfarrer von St. Nikolaus in Meran. Von 2010 bis 2020 hatte er zudem die Pfarrei Maria Himmelfahrt in Meran inne. Im Jahr 2016 wurde ihm die Leitung der Seelsorgeeinheit Meran übertragen und seit 2020 war er zusätzlich Pfarrer von Obermais. In der Stadtpastoral Meran sorgte er für eine pfarrübergreifende Seelsorge und brachte zahlreiche Projekte auf den Weg, die den Menschen Glauben, Religion und Kirche näher brachten. Hans Pamer hatte stets ein

besonderes Gespür für die Bedürfnisse der bäuerlichen Bevölkerung und fühlte sich auf dem Land und in den Bergen besonders wohl. Gute Gespräche, gemeinsames Singen und Musizieren lagen ihm am Herzen. Sein fester Glauben, sein offenes Wesen und sein Engagement machten Hans Pamer zu einer geschätzten Persönlichkeit. Der Trauergottesdienst für Dekan Hans Pamer fand am 14. Februar in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Meran statt. Bischof Ivo Muser zelebrierte die Messe, anschließend erfolgte die Beisetzung auf dem Stadtfriedhof Meran. Simone Peist

Dekan Hans Pamer übergab Pfarrer Florian Öttl am 31.8.2024 den Schlüssel zur Pfarrkirche in Moos. Foto: Simone Peist rechts

Dekan Hans Pamer feierte am 14. Juli 2024 sein Goldenes Priesterjubiläum in Platt. Foto: Arnold Rinner

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Im Gedenken an P. Sebastian Kuenrath

„Ora et labora“, unter diesem Grundsatz der Benediktiner standen Leben und Wirken des Marienberger Geistlichen P. Sebastian Kuenrath, der am Freitag, den 7. Februar 2025 im 90. Lebensjahr verstarb. Elf Jahre wirkte er als Kooperator in St. Martin und neun Jahre als Pfarrer in Platt.

Geboren ist P. Sebastian am 15. September 1935 in Burgeis. In das Benediktinerkloster trat er am 30. September 1952 ein. Die einfache Profess feierte er am 1. Oktober 1953, die ewige Profess am 15.September 1957. Studium der Theologie und Philosophie in Muri/Gries in Bozen von 1954 – 1959. Die Priesterweihe erfolgte am 15. März 1959 in Bozen. Seine Primiz feierte P. Sebastian am 30. März in Burgeis. Von 1959 – 1970 betreute er als Kooperator die Pfarrei St. Martin in Passeier. Von 1970 – 1986 war er Pfarrer in Schlinig. Am 6. September 1986 wurde er zum Nachfolger von P. Cölestin als Pfarrer von Platt bestellt, wo er bis zum 27. August 1995 segensreich wirkte.

P. Sebastian betreute mit großem Eifer, Gewissenhaftigkeit und Umsicht als letzter in Platt stationierter Stiftspfarrer von Marienberg die Pfarrei Platt. Als Seelsorger setzte er deutliche spirituelle Akzente und führte manche Neuerungen ein. Die feierliche und ehrfürchtige

Gastfreundschaft, Herzensgüte und Geselligkeit zeichneten Pater Sebastian aus, der drei Jahrzehnte als Kellermeister im Kloster Marienberg seine Mitbrüder und Freunde, die auf Besuch kamen, verköstigte. Foto: Arnold Rinner

Gestaltung der Gottesdienste, Prozessionen, Bittgänge und anderer kirchlicher Anlässe war ihm stets ein großes Anliegen. In besonderer Weise bemühte er sich,die Gläubigen für die verschiedensten Dienste in der Kirche wie z. B. Kantoren, Lektoren, Kommunionhelfer, Leiter für Wort-Gottes-Feiern zu motivieren und die Bevölkerung für ein Leben aus dem Glauben zu begeistern. Großen Wert legte er auf breit gefächerte religiöse Angebote, Schulungen und Weiterbildungsveranstaltungen im Dorf. Pater Sebastian hatte auch ein großes Herz für ältere Menschen. Als Geistlicher, mit einer ausgeprägten sozialen Ader und unterstützt von der Pfarrhäuserin Frau Anne Wiegand, widmete er der Betreuung von Alkoholiker*innen sowie körperlich und psychisch kranken Menschen besonderes Augenmerk. Besonders am Herzen lagen dem Priester auch die Betreuung der Kinder und Ministrant*innen. Als erster Geistlicher führte er Anfang der 90er Jahre Mädchen als Ministrantinnen in den Altardienst ein. Mit baulichen Maßnahmen hatte P. Sebastian viel zu tun. Er vollendet das Sanierungswerk seiner Vorgänger an der Pfarrkirche in Platt und an der Ulfaser Kirche. Im Jahre 1987 wurden die Arbeiten zur Erweiterung des Friedhofes und die Errichtung einer neuen Umfriedungsmauer bei der Kirche abgeschlossen. Anfang der 90er Jahre erhielt das Gotteshaus eine neue Elektroheizung. Ebenso wurde der Chorraum mit einem neuen Volksaltar und einem Ambo ausgestattet. Pater Sebastian und Frau Anna Wiegand, die als tüchtige Widumshäuserin eine große Stütze für den Geistlichen im Ort war, verdanken die Platter auch ein aufwändig saniertes und modernisiertes Pfarrhaus. Im Zeitraum von 1986 bis 1992 unterrichtete P. Sebastian als Religionslehrer an der Grundschule in Platt. Als Pfarrer von Platt betreute er mit großem Fleiß die Wetterstation. Während seiner Freizeit widmete sich der naturbegeisterte Geistliche dem Bergsteigen und mit

In ehrendem Gedenken

besonderer Hingabe der Mineraliensuche. In Mineraliensammlerkreisen galt P. Sebastian aufgrund seiner hervorragenden Kenntnisse als wahrer Fachmann. Im Herbst 1995 wurde er ins Mutterkloster zurückberufen und musste sein geliebtes Passeiertal verlassen. Bis zum Jahre 2005, seinen 70. Geburtstag, bekleidete er hier das Amt des Priors. Mit der Rückkehr ins Kloster wurde ihm auch die Betreuung der Wetterstation von Marienberg anvertraut. Um diese kümmerte er sich ab 1995 mit Freude und großer Gewissenhaftigkeit. Eine weitere Leidenschaft von Pater Sebastian war das Gärtnern im Klostergarten. Als Kellermeister sorgte er von 1995 bis 2024 für das geistliche und leibliche Wohl seiner Mitbrüder. Eine zünftige Marende und manch edlen Tropfen ließ er auch auftischen, wenn Freunde und Bekannte aus Platt zu Besuch kamen. Seinen „Urlaub“ verbrachte er seit seiner Rückkehr ins Kloster bevorzugt mit Bergsteigerfreunden aus Platt in den Schweizer Bergen auf Mineraliensuche. Seine Bergtouren führten ihn auf über 65 Dreitausender. Seit einigen Jahren machte ihm eine schwere Krankheit zunehmend zu schaffen. Die immer größeren Einschränkungen ertrug er mit Geduld und Humor. Nach einem kurzen Aufenthalt im Meraner Krankenhaus verstarb P. Sebastian am 7. Februar 2025.

Das Pontifikalrequiem für den Verstorbenen fand am 12. Februar unter großer Anteilnahme der Bevölkerung mit Bischof Dr. Ivo Muser in der Stiftskirche von Marienberg statt.

Bei allem Verlust bleibt doch eins: eine tiefe Dankbarkeit für einen einzigartigen Menschen, der viele bewegende Spuren hinterlassen und seine Freunde und sein Umfeld mit seinem Wesen bereichert hat. Sein verschmitztes Lächeln, sein Humor, seine Geselligkeit und Hilfsbereitschaft werden alle, die ihn gekannt haben, stets in guter Erinnerung behalten.

Lieber P. Sebastian, ruhe sanft und in Frieden.

Arnold Rinner

P. Se B a S tian k uenrath (1935 – 2025)

Beispielfoto von Balilla-Jungen zum Erkennen der Uniformen

Quelle: Palais Mamming Museum

Die verstorbenen Bürgerinnen und Bürger

11.11.2024 – 7.2.2025

Gemeinde Moos

13.12.2024 Theresia

Ennemoser, *8.2.1942

16.12.2024 Erica Pichler, *24.10.1940

3.1.2025 Eduard Ennemoser, *28.4.1943

Gemeinde St. Martin

29.11.2024 Theresia Maria Lahner, *14.9.1926

2.12.2024 Josef Heel, *17.5.1939

6.12.2024 Wilhelmine Pitschl, *25.1.1945

22.12.2024 Rosina Paula Schweigl, *2.10.1940

1.1.2025 Theresia Prünster, *17.7.1937

4.1.2025 Arnold Schiefer, *19.5.1961

Gemeinde St. Leonhard

11.11.2024 Johann Gufler, *13.11.1935

11.11.2024 Alberich Josef Gumpold, *6.6.1939

13.12.2024 Josef Ebner, *16.8.1946

14.12.2024 Rosa Maria Raffl, *19.1.1932

26.12.2024 Antonia Gufler, *12.4.1930

26.12.2024 Monika Pamer, *28.2.1951

Aufruf!

Auf Initiative und unter Mithilfe von Magdalena Haller, Gemeindereferentin für Kultur, erscheint im heurigen Herbst die Edition der Pfarrchronik von St. Leonhard in Passeier. Sie umfasst die Zeit des Faschismus von 1919 bis 1939 und wurde von Dekan und Pfarrer Karl Gögele († am 15.2.1939) verfasst. Bearbeitet und herausgegeben wird sie von Monika Mader.

Für diese Publikation suchen wir ausgewählte Fotos (wenn möglich datiert und vielleicht sogar beschriftet) von Männern, Frauen und besonders auch Kindern in faschistischer Uniform und auch von jungen Passeirern in italienischer Uniform, die in den Kolonialkrieg

Aus der Pfarrchronik

(1935 – 36) nach Abessinien einrücken mussten. Selten sind auch Fotos von sog. „Schmugglern“, die Waren (meist Tabak und Sacharin) über das Timmelsjoch nach Passeier transportierten. Wer besitzt Fotosammlungen von seinen Vorfahren und erinnert sich an solche Aufnahmen und würde sie für die Veröffentlichung in diesem Werk zur Verfügung stellen? Die Originalbilder werden nach dem Einscannen wieder sicher zurückgegeben. Magdalena Haller nimmt die Fotos entgegen. Gespannt über das Ergebnis eurer Suche bedanken sich Monika Mader und Magdalena Haller

St. Leonhard in Passeier

(1919 – 1939) von Dekan und Pfarrer Karl Gögele

Einige ausgewählte Tagebucheintragungen aus der Pfarrchronik von Dekan Gögele werden nun in allen vier Ausgaben des Passeirer Blatts erscheinen. Was er über die Wetterereignisse und deren Folgen vor hundert Jahren festgehalten hat, wird im folgenden Beitrag wiedergegeben.

14./2. Der 1. Schnee. Der Winter war heuer so warm und trocken wie angeblich seit 1789 nicht mehr. Einmal versuchte es zu schneien, brachte es aber nicht über eine Hasenspur. Endlich nach dem Vollmond im Februar begann es sich zu bewölken und am 12. trat Regen ein. Es regnete 2 Tage fast ohne Unterbrechung; am [14./2.] begann [es] allen Ernstes zu schneien und brachte bis abends einen hübschen Schnee zusammen. Die Leute sind um den Schnee froh. Die meisten Sägen mußten aus Mangel an Holz stehen. Jetzt wird man nicht ermangeln, den Schnee auszunützen u. Holz herbeitreiben.

Schneeschäden. Mit dem Schnee kamen viele Unannehmlichkeiten. Während es auf den Höfen und im tiefen Tale immerfort schneite, fiel in den Tiefen viel Regen,

so daß es ein unbeschreibliches Glatsch abgab. Das Wasser rann über die Schuhe. Als man am 16. mit dem Schneepflug nach Meran fahren wollte, konnte derselbe nur eine Strecke weit gebraucht werden. Der Weg bis zur Gerlosbrücke war derart voll Wasser, das sich immer wieder durch nassen Schnee staute, daß man ertrunken wäre, wenn man umgefallen und nicht rasch aufgekommen wäre. Das Auto konnte nicht mehr fahren und die Post mußte durch Reiter ins Tal und hinaus befördert werden. Zudem war im Riffianer Wald ein Stück Straße abgerutscht. Gesenkt hat sie sich an vielen Stellen. Erdrutschungen kamen im Tale viele vor. Von allen Seiten stürzten schmutzige Gießbäche herab. Hinter dem Gänsboden glich die Mooserstraße einem Gräben.

Lawinen. Im Hintertale brachen Lawinen los. In Pfelders stürzte eine Windlawine nieder und füllte das Wirtshaus mit Schnee. Auch einen Stadel ruinierte sie. Sie gieng an der gleichen Stelle nieder, wo sie im Jänner 1919 das erstemal niedersauste. In Rabenstein mußten die Leute auch alle die Lawinensicheren Wohnungen aufsuchen.

Pfarrchronik
in ehrende M g edenken
tage B ucheintragungen au S der Pfarrchronik

Patrozinium

in St. Martin

Jedes Jahr wird am Martinstag, dem 11. November 2024 in St. Martin in Passeier das Patrozinium gefeiert und im festlichen Hochamt des Kirchenpatrons gedacht sowie um seine Fürsprache gebeten. In vielen Pfarreien wird mittlerweile, aus unterschiedlichen Gründen das Patrozinium nicht mehr am eigentlichen Gedenktag des Kirchenpatrons, sondern am nächstgelegenen Sonntag gefeiert. Nicht so in St. Martin, dort wird immer am 11. November, unabhängig davon auf welchen Wochentag er fällt, der Schutzpatron der Pfarrei und Namensgeber der Gemeinde gefeiert. Es hat sich herausgestellt, dass die Feier unseres Schutzheiligen am Gedenktag, soweit Schule und Arbeit es erlauben, von den Gläubigen positiv gesehen und gerne angenommen wird. Auch für die Priester, die an den Sonntagen in immer mehr Pfarreien Eucharistie feiern, ist es eine Erleichterung, ein Fest an einem Tag, an dem in den umliegenden Pfarreien eher keine Termine anfallen, zu organisieren oder daran teilzunehmen. So hat der Pfarrgemeinderat schon vor Jahren beschlossen, zum Patroziniumsfest alle Priester und Ordensschwestern, die aus St. Martin stammen oder hier gewirkt haben, einzuladen. 2024 sind sieben Priester und zwei Ordensschwestern dieser Einladung gefolgt. Gemeinsam mit vielen Ministrant*innen ging der Einzug vom Widum zum Festgottesdienst in die besonders schön geschmückte Pfarrkirche. Am Ende des Hochamtes, das vom Kirchenchor festlich gestaltet wurde, nahm die Pfarrgemeinderatspräsidentin Hanni Karlegger noch zwei ganz besondere Ehrungen vor:

Ordensschwester Eva Maria Pichler, die aus St. Martin stammt, feierte ihr 60-jähriges Professjubiläum. Bereits mit 19 Jahren wurde sie bei den Tertiarschwestern in Brixen eingekleidet.

v.r.n.l.: Tertiarschwester Eva Maria Pichler, Dekan Christoph Schweigl, P. Pius Rabensteiner OSB – Marienberg, P. Anselm Krieg OSB – Marienberg, Jubilar Albert Pixner, Pfarradministrator P. Markus Mur OT, Alt-Dekan Michael Pirpamer, Seelsorger Josef Profanter und Diakon Hermann Pirpamer mit den Ministrantinnen und Ministranten. Auf dem Foto fehlt: Schwester M. Annuntiata, Notburga Oberhammer.

Als Ordensschwester war sie zuerst Volksschullehrerin. Danach arbeitete sie sechs Jahre in der Marienklinik in Bozen, 12 Jahre im Kapuzinerstift Liebeswerk in Meran, 37 Jahre im Herz-Jesu-Institut in Mühlbach und seit vier Jahren ist sie im Kloster der Tertiarschwestern in Kaltern.

Hochw. H. Albert Pixner, der auch aus St. Martin stammt, feierte sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Sein Weg zum Priester führte über das Kloster Marienberg, das bischöfliche Seminar „Johanneum“ in Dorf Tirol und die theologische Hochschule im Priesterseminar in Brixen. Am 29. Juni 1974 wurde er von Bischof Joseph Gargitter zum Priester geweiht. Nach seiner Weihe wirkte er ein Jahr lang als Kooperator in Gossensaß, drei Jahre als Kooperator in Kastelruth, zwei Jahre als Präfekt im Vinzentinum, sieben Jahre als Kolpingpriester und Kooperator in Sterzing, vier Jahre als Pfarrer von Algund und gleichzeitig zwei Jahre als Spiritual im Johanneum Dorf Tirol, 15 Jahre als Dekan in Kastelruth, 14 Jahre als Dekan von Brixen und war damit auch Mitglied des Domkapitels und seit 2020 ist er Pfarrer der Seelsorgeeinheit von Schenna, Hafling, Verdins und Tall. An diesem Patroziniumstag hielt er in St. Martin

die Festpredigt. Er erinnerte an seine Kindheit in St. Martin, das Pfarrleben damals und brachte seine nach wie vor große Verbundenheit mit seiner Heimatpfarrei und dem Passeiertal zum Ausdruck. Ausgehend von der Darstellung des Hl. Martin mit seinen Attributen am Hochaltar, ging er auf das Leben und Wirken des Hl. Martin und sein Vorbild für unser Glaubensleben ein. An beide Jubilare ergehen herzliche Segenswünsche und ein Vergelt’s Gott für ihr langjähriges Wirken zum Wohl und Segen der Menschen in ihren anvertrauten Aufgaben.

Anschließend an das Hochamt gab es bei einem Umtrunk, der von der SKJGruppe St. Martin organisiert und von den Klängen der Musikkapelle begleitet wurde, auf dem Dorfplatz die Gelegenheit zur Begegnung mit den anwesenden Priestern und Ordensschwestern. Auf beiden Seiten war die Freude über das Wiedersehen nach teilweise mehreren Jahrzehnten zu spüren und so manche Erinnerungen wurden ausgetauscht. Mehrere der Anwesenden äußerten den Wunsch, das Fest unseres Pfarrpatrons weiterhin am eigentlichen Gedenktag zu begehen.

Hermann Pirpamer

Pfarrei St. Martin

n achgedacht

Holt mich hier raus!

„Ich bin ein Star …“ Erwischt! Ich muss gestehen: ich stehe auf Trash-TV. Ja, ich habe ein Problem: ich bin ein Trash-TVJunkie. Ich liebe diese grenzdebilen Unterhaltungen und Diskussionen, ich brauche diese flachsinnigen vorpubertären Intrigen, ich verinnerliche diese der Menschheit nicht vorzuenthaltenden Weisheiten und Statements. Und natürlich vergöttere ich diese Protagonist*nnen als Zierde der Evolution, diese leuchtenden Ikonen unserer Zeit. Ja, ich muss gestehen: ich stehe voll auf Politikpressekonferenzen, auf Bundestags- oder Nationalratsdebatten, auf Parteitagsübertragungen und Wahlkampfveranstaltungen. Ich stehe auf dieses Dschungelschauspiel, auf dieses hochklassige Reality-TV in Reinformat. Und als geistigen Ausgleich gönne ich mir dieser Tage den echten Dschungel im Abendprogramm.

Ja und ich muss auch gestehen, gewisse Formate ertrage ich ohne entsprechendes Vorglühen, Währenddessenglühen und Nachglühen mit hochprozentigen Intellektausknipsern nicht, aber hey, der Vorsatz des „Dry-January“ hatte zumindest für einige Tage bestand. Neujahrsvorsätze werden schließlich gemacht, um gebrochen zu werden. Welche temporäre Daseinsberechtigung diesen Vorsätzen gewährt wird, hängt allerdings immer von der individuellen Durchhaltevermögenskompetenz ab. Und wenn ich auf die vergangenen Wochen dieses gerade erst begonnenen Jahres zurückblicke, wo so manches TV-Format, so manches Interview und vielerlei Berichterstattungen in nüchternem Zustand kaum zu ertragen waren, hätte dieser Vorsatz zwangsläufig eher früher als später nach Valhalla müssen. Highlights und Lowlights buhlten um die Wette. King Donald und seine Tafelrunde der Binär-Code-Oligarchen sind wieder Dauerpräsent im Hauptprogramm. Ein Blockbuster war die neuerliche Amtseinführung des Retters des

Planeten und seiner milliardenschweren Gefolgschaft. Einer hob nur Stunden danach seinen rechten Arm zum Gruße, ein Anderer cancelte die Faktencheckabteilung seines weltumspannenden sogenannten „sozialen“ Netzwerks und ein Dritter im Bunde verbot seinem Printmedium auch nur ansatzweise, Kritik am Staatslenker zu üben. Und der König selbst giert u. a. nach Grönland und Kanada, erlässt Generalamnestien für die Kapitolstürmer, will millionenfach abschieben und seine Mauer weiterbauen. Und in Sachen Ökonomie sind Strafzölle erst der Anfang der Reise, seine liberal-protektionistische Planwirtschaft muss schließlich verteidigt werden. Er macht einfach und hält, was er verspricht: den Vorschlaghammer für alles und jedem, der nicht ins Bild seiner MAGA-Bewegung passt. Zudem hat er mich mit Austritten aus UN-Organisationen und Klimaabkommen nachhaltig davon überzeugt, dass dieses Klimawandelgeschwurbel endlich aufhören und die Herrschaft der Fossilversorgung wieder ans Ruder muss. Denn wenn Wale durch maritime Windkraftanlagen alle homosexuell werden, wie er im Herbst glaubwürdig darlegte; da ziehe ich die Grenze. Das Teufelswerk „Grüner Strom“ erzwingt ihre sexuelle Orientierung – diese armen Tiere. Wir müssen allerdings nicht über den großen Teich, um historische Blockbuster zu erleben. In Deutschland, das eigentlich „Mauer“ kann, bröckeln langsam selbst Brandmauern. So mancher, der sich schon als nächster Bundeskanzler inszeniert, spricht sinngemäß von gewissen Parteien als Schlangen, die man sich wohl nicht selbst um den Hals legen würde, während er allerdings als Schlangenbeschwörer in seinem Wahlkampfaktionismus auftritt. Die Iden des Merz, im Jahr der Schlange. Dieses Jahr im Tierkreiszyklus wird eigentlich mit Intuition, Weisheit, Schlauheit und Charme assoziiert. Eigenschaften, die im Trash-TV selten bis gar nicht vorkommen. Und es war auch wenig Weisheit und Schlauheit mit dabei, an einem historischen Gedenktag, nämlich 80 Jahre Befreiung von Auschwitz, den Brandbeschleuniger

selbst anzuzünden. Bezeichnend und erschreckend für unsere Zeit ist allerdings auch, dass viele Erwachsene und Jugendliche mit Begrifflichkeiten wie „Holocaust“ und „Shoa“ oder mit Orten wie „Treblinka“ und „Sobibor“ nichts bis gar nichts mehr anfangen können. Aber hey, man muss Prioritäten setzen bei seinem persönlichen Sendeprogramm. Das war schließlich nur Teil eines „Vogelschiss“ in deutsch-europäischer Weltgeschichte, wie es einer derjenigen Protagonisten einst beschrieb, welcher nun mit lachender Fratze durch das Glory-Hole dieser vielzitierten Brandmauer schielt. Und während die Hauptdarsteller dieser Wochen sich durch das Weltgeschehen zündeln, reiben sich die vermeintlichen Schattenstatisten im Dunkel des Dschungels, wie der kriegstreibende Zar im Osten, die Hände und sind wohl verzückt, ob der eigenen Demontage ihrer, über Generationen gewachsenen, freiheitlich demokratischen und gesellschaftlichen Errungenschaften. Und leider können wir, hoffentlich als Teil einer kritisch denkenden Mehrheit und als basisempathische Zivilgesellschaft, dieses Hauptprogramm nicht so leicht aus- und anschalten oder gänzlich ignorieren. Zu sehr ist die Weltgemeinschaft zum Dorf geworden, in diesem unseren Dschungel des Alltags. Auch wenn sich so manches Mal die Losung aufdrängt: „Holt mich hier raus! Holt mich hier raus aus dem Irrsinn dieser Zeit! Holt mich hier raus und wechselt das Programm ihr Dschungelanimateure!“

Aber hey dafür bin ich zu sehr Trash-TVJunkie! Pfeif auf Menschlichkeit, ich will Fäuste sehen. Pfeif auf Gemeinschaft, ich will Dolchstöße sehen. Pfeif auf Geschichtsverständnis und pfeif noch mehr auf Hausverstand, ich will alternative Fakten und vernunftferne Einstellungen und Entscheidungen. Und bitte endlich Schluss mit diesem Gutmenschenweltrettertum und dieser Protest- und Aufschreimentalität, die auch vor unserer Tierwelt nicht Halt machen, denn ich brauche bei meinen Kreuzfahrten durch die Weltmeere keine störenden Walgesänge von Schwärmen diabolischer Buckelwale! Thomas Reinstadler

S nuije Psairer Wërterpuëch ist erschienen!

Das neue Passeirer Wörterbuch mit über 9.500 Passeirer Wörtern und Ausdrücken plus Übersetzung, Grammatik und Beispielsätzen gibt es nicht nur als Buch, sondern auch online unter www.werterpuech.it

Foto: MuseumPasseier

Zum Online-Wörterbuch www.werterpuech.it

Die Vorstellung eines Dialekt-Wörterbuchs ist eine äußerst seltene Angelegenheit – in Passeier gab es eine solche Veranstaltung nun bereits zum zweiten Mal. Nach der Premiere vor 20 Jahren stellten die Autoren Harald Haller und Franz Lanthaler am 7. Dezember 2024 ihre überarbeitete und stark erweiterte zweite Auflage des Passeirer Wörterbuchs im MuseumPasseier vor.

Hausherrin Monika Gögele übergab nach ihrer Begrüßung das Wort an Landesrätin Rosmarie

Pamer, die nicht mit ihrem bekannten Passeirer Hou, sondern mit einem nicht minder kräftigen

Statement startete: Das erste Passeirer Wörterbuch von 2004 sei nicht nur ein wichtiges kulturelles Signal gewesen, sondern bis heute unerreichtes Vorzeigewerk geblieben, um welches das Tal südtirolweit beneidet würde. In den letzten 20 Jahren habe der Dialekt die Werbung und soziale Medien erreicht und dadurch für viele eine weitere Bedeutung erhalten, nicht nur, wenn es darum gehe, wie man af Psairerisch schreiben solle. Nach einem dialektalen Appetizer durch den Liedermacher Pepi Platter folgten einführende Worte des Verlegers und Herausgebers Albert Pinggera, die Grußworte der ehemaligen Universitätsprofessoren Max Siller und Hans Moser und die Ausführungen der Autoren Harald Haller und Franz Lanthaler. Nach den vielen Worten zum Wörterbuch leitete Pepi Platters ålter Fraint – die Hymne der alten Passeirer Kultband „Quo vadis“ –zu Buchverkauf, Signierung und Umtrunk über. Judith Schwarz

1

Franz Lanthaler lenkte den Blick auf jene Besonderheiten, die ihn am Dialekt fesseln und ließ erahnen, welch umfangreiches Fachwissen, aufmerksames Hinhören und jahrelanges Forschen hinter seinen mitreißenden Ausführungen stecken. Er dankte allen Gewährspersonen, namentlich Eberhard Steiner und Arnold Rinner, für ihre Hilfe beim Verknüpfen der Dialektwörter zu Flora und Fauna mit den entsprechenden wissenschaftlichen lateinischen Namen.

Foto: verlag.Passeier

2

Harald Haller ließ wortgewandt die Entstehung des Wörterbuchs Revue passieren: vom allerersten Stichworteintrag am PC mit dem Wörtchen pfent (eng sitzend) über die „Erscheinung“ Franz Lanthaler am Laapperg im Jahr 2001 und damit dem Beginn einer kongenialen Zusammenarbeit –bis zum Striëln in 9.000 Stichwörtern im OnlineWörterbuch in der vergangenen Nacht.

Foto: MuseumPasseier

3

Albert Pinggera vom verlag.Passeier, der als Typograf auch für die Buchgestaltung verantwortlich zeichnet, führte das Online-Wörterbuch (www.werterpuech.it) und seine praktischen Suchfunktionen vor. Die Textsammlung sei gemeinsam mit dem IT-Experten André Ennemoser aus St. Martin in eine digitale Datenbank importiert und daraus das neue Buch sowie die Basis für die Internet-Plattform gestaltet worden, die Trägerschaft und Weiterentwicklung liege in Zukunft bei der Stiftung MuseumPasseier.

Foto: MuseumPasseier

links Stieber Mooseum rechts

MuseumHinterPasseier

startet in die neue Saison

Mit Öffnung der Timmelsjochstraße öffnet auch wieder Timmel_Transit.

Spannende Ausstellungen und aufregende Neuerungen

Am 1. April startet das MuseumHinterPasseier in eine neue, spannende Museumssaison. Das Bunker Mooseum, das Stieber Mooseum und das Timmel_ Transit (öffnet mit der Timmelsjochstraße) laden wieder dazu ein, in die Geschichte, Natur und Kultur der Region einzutauchen. Neben bewährten Highlights gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen, die den Museumsbesuch lohnenswert machen.

Im Bunker Mooseum in Moos wird es eine Audioguideversion geben, die es dem Besucher ermöglicht, die Ausstellung mit einer professionellen Sprecherführung individuell zu erkunden. Ein besonderes Highlight ist die neue Ausstellung zum Thema Bartgeier, die auf der Aussichtsterrasse des Glasturms installiert wird. Sie bietet faszinierende Einblicke in die Wiederansiedlung und das Verhalten dieser majestätischen Greifvögel, die mittlerweile wieder in den Alpen heimisch sind. Mit etwas Glück können die Bartgeier sogar in freier Wildbahn beobachtet werden. Ein weiteres bemerkenswertes Exponat ist ein rund 6.000 Jahre alter Steinbock-

schädel, der unterhalb der Lodnerspitze gefunden wurde. Diese paläontologische Rarität wird der Öffentlichkeit präsentiert und gewährt spannende Einblicke in die alpine Tierwelt vergangener Jahrtausende.

Das neue Projekt „Jugend forscht!“ wird auch in dieser Saison weiter ausgebaut und bietet jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, die Museumslandschaft mitzugestalten. Außerdem sind wieder Sonderausstellungen geplant, darunter die Ausstellung „Zukunft der Weide“, die sich mit den Herausforderungen der Beweidung befasst. Darüber hinaus wird es Ausstellungen im Rahmen des Projektes „Kunst im Glasturm“ geben. Im Freigehege des Museums kann die eindrucksvolle Steinwildkolonie beobachtet werden. Ergänzend dazu werden wieder Sonderführungen zum Thema Steinwild angeboten, bei denen Besucherinnen und Besucher mehr über die Lebensweise dieser faszinierenden Tiere erfahren. Auch die Steinhühner in der Voliere sind ein Highlight für Naturfreunde.

Der Museumsbereich „Bergwerk Schneeberg“ wurde 2024 durch eine neue Mineralienausstellung erweitert. Die beeindruckende Sammlung von Viktor Caneva zeigt einzigartige Mineralienfunde aus der Region und ermöglicht Einblicke in die geologische Geschichte des Hinterpasseier. Ein besonderes Datum, das sich Museumsfreunde vormerken sollten, ist der 18. Mai 2025. An diesem Tag findet der Internationale Museumstag statt, der mit spannenden Sonderführungen bereichert wird. Ein ideales Ereignis, um das Museum mit seinen vielfältigen Angeboten und interessanten Neuerungen kennenzulernen.

Mit der neuen Saison bietet das MuseumHinterPasseier wieder Einheimischen wie Tourist*innen ein einzigartiges Erlebnis. Für Kinder und Jugendliche von 0 – 18 Jahren ist der Individualbesuch ohne Führung im Jahr 2025 zudem kostenfrei. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für Geschichts- und Naturfreunde, sondern für die ganze Familie!

Peter Heel

Meraner h öhenweg

40 Jahre

Meraner Höhenweg

Vor 40 Jahren, im Jahre 1985 wurde der Meraner Höhenweg von Helmuth Ellmenreich, Vorstandsmitglied des AVS Meran, in Katharinaberg Schnalstal feierlich eröffnet.

Der Meraner Höhenweg ist ein Rundweg von über 100 km im Naturpark Texelgruppe und verbindet die Berggebiete von Dorf Tirol, Kuens, Riffian, St. Martin, Moos Passeier, Pfossental, Schnalstal, Naturns, Partschins bis zur Hochmuth auf Dorf Tirol. Die Idee zur Verwirklichung des Meraner Höhenweges stammt von Oswald Wallnöfer, dem ehemaligen Vorsitzenden des AVS Meran. Diese Idee haben Helmuth Ellmenreich und Robert Schönweger – beide ebenfalls AVS Meran – übernommen und sich konkret an die zeitraubende planerische und ausführende Arbeit gemacht: „die Wege waren da, wir mussten sie verbinden“, sagte Robert Schönweger bei der 25-JahrFeier auf der Leiteralm. Ende der 60er Jahre reichte der Weg von Longfall bis Gigglberg. Nach Sicherstellung der Finanzierung durch eine schwäbische Wandergruppe aus dem Raum Stuttgart – Mitglieder der AVS – Sektion Meran –, konnte der Weg in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung Texelgruppe verwirklicht werden. Der Teilabschnitt Matatz –Ulfas, sogenannter „Nellinger Höhenweg“ (1982) hat Helfer und Freunde gefunden beim AVS, Sektion St. Martin, und vor allem beim Schwäbischen

Nicht nur die Wanderer, auch die Passeirer Ziegen lieben den Meraner Höhenweg, hier in der Lazinser Alm.

Albverein Nellingen. 1985 führte der Meraner Höhenweg dann endlich rund um die Texelgruppe und konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Zur 25-Jahr-Feier (2010) erfolgte auf der Leiteralm ein Festakt, wo der Dritte Vorsitzende des AVS Meran, Robert Schönweger über die Entstehung des Meraner Höhenweges berichtete. Der Meraner Höhenweg verfügt über zehn Start- und Zielpunkte, davon im Passeiertal in Ulfas und in Pfelders, von wo aus man die aussichtsreiche Hüttenwanderung im Naturpark Texelgruppe beginnen kann. Inzwischen ist der Meraner Höhenweg laut mancher Autoren der bekannteste und auch beliebteste Höhenweg in Südtirol, der jährlich immer mehr Wanderer in seinen Bann zieht. Hanspaul Menara nennt ihn „als einen der großartigsten Weitwanderwege der Alpen“ (2014). Die aktuelle Alpinliteratur weist immer öfter auf die einmalige Gebirgswelt des Passeiertales hin und preist den Wechsel der Landschaft von mediterranem Zauber im Burggrafenamt bis zum beeindruckenden Sinneserleben im

alpinen Hochgebirge im Pfelderer Tal. Absoluter Höhepunkt des Meraner Höhenweges ist die Welt rings um das 2.895 m hoch gelegene Eisjöchl in der Nähe der Stettiner Hütte, die von Passeirer Wirtsleuten geführt wird. Was der Meraner Höhenweg für das orografisch rechtsseitige Passeiertal darstellt, ist der Europäische Fernwanderweg E5 Bodensee-Adria, eröffnet im Jahre 1972 für die linksseitige Talhälfte. Der E5, der 2022 seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, beginnt in Konstanz/ Bodensee und verläuft über den Oberallgäu im Inntal und von dort zum Timmelsjoch über Moos und dann weiter nach St. Leonhard (Variante über Platt/Stuls) und von dort über die Pfandler Alm zum Hirzer und weiter über die Kirchsteiger Alm bis hinunter nach Venedig. Auch der E5 wird von vielen Wanderfreunden begangen und als sehr attraktiv begutachtet. Heinrich Hofer

Ein

Gefühl der Freiheit

Tanja Königsrainer aus Moos im Gespräch über ihr bisheriges Leben in Down Under und wie sich die Klischees Australiens bestätigen.

Eine mutige, damals 20-Jährige, reist für Work & Travel Holidays nach Australien, lernt ihre große Liebe kennen und entscheidet sich, auf die andere Seite der Welt zu ziehen. Ihre Pläne werden von der Pandemie und deren Einreisebeschränkungen durchkreuzt. 2022 gelingt endlich die Übersiedlung und seitdem lebt die ausgebildete Kosmetikerin in der Kleinstadt Innisfail im Bundesstaat Queensland, hat sich beruflich neu orientiert und steht kurz bevor, eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung im Land zu erhalten.

Wo genau lebst du?

Wir wohnen in der Nähe der Küstenstadt Cairns, im Norden des Landes. Man nennt die Gegend hier „Tropical North Queensland“. Wir haben ein Haus in der Kleinstadt Innisfail gemietet und hier lebe ich mit meinem Freund, der in der Gegend aufgewachsen ist.

Bei euch ist gerade Sommer und dies bedeutet Regenzeit. Wie kann man sich die Jahreszeiten in dieser Gegend vorstellen? Ich finde es verwunderlich, dass sie hier auch von den Jahreszeiten sprechen. Die gibt es aber nicht in der Form, wie wir sie in Südtirol kennen. Für mich fühlt es sich eher an, als wäre es immer entweder extrem heiß, heiß oder warm. Wir haben zwar Winter, aber nicht wie zuhause. Im Winter ist es angenehm warm und die Luftfeuchtigkeit ist nicht so hoch wie im Sommer. Die Nächte können zwar abkühlen, aber untertags ist es immer warm oder relativ mild. Jetzt, im Sommer, ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch:

Sie kann bis zu 100% sein. An sie habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Jedes Haus besitzt eine Klimaanlage, ansonsten wäre es nicht auszuhalten. Zudem muss man ständig putzen, damit nicht alles schimmelt.

Welchen Beruf übst du aus?

Ich habe lange gebraucht, um etwas zu finden, was mir gefällt. In meiner Gegend hier gibt es keine großen Hotels, in denen ich als Kosmetikerin arbeiten könnte. Dafür müsste ich täglich über eine Stunde in die Stadt fahren, was für mich nicht in Frage kommt. Deshalb habe ich hier den Beruf der Altenpflegerin gelernt und fahre direkt zu den Menschen nach Hause, um sie zu pflegen, sie im Haushalt und bei der Verabreichung ihrer Medikamente zu unterstützen. Mir gefällt dieser Beruf sehr gut. Ich bin sehr frei in meiner Einteilung und lerne Menschen aus allen Gegenden und Schichten kennen. Es leben auch sehr viele italienische Auswanderer und deren Nachkommen hier, welche vor dem zweiten Weltkrieg flüchteten und sich hier niedergelassen haben. Diese haben damals Farmen in dieser Gegend gekauft und ich betreue einige von ihnen. In der Firma, welche den Pflegedienst koordiniert, wird „Work-Life-Balance“ groß geschrieben und deshalb können alle Angestellten selbst wählen, wie viel und wann sie arbeiten möchten. Dies wird zu Beginn des Arbeitsverhältnisses vereinbart, ist dann aber auch verbindlich. Ich war froh, nicht mehr an den Wochenenden und an den Feiertagen arbeiten zu müssen, wie früher im Hotel, deshalb arbeite ich nun montags bis freitags.

Zur Person Geboren 1997 und aufgewachsen in Moos, hat Tanja Königsrainer die Berufsschule für Schönheitspflege in Meran absolviert. Anschließend übersiedelte sie in die Schweiz, um in Samnaun in mehreren namhaften Hotels als Kosmetikerin und Masseurin zu arbeiten. Nach einigen Jahren im Gastgewerbe zog es die junge Passeirerin in die weite Welt. Mit einer Freundin reiste sie nach Australien, um für ein Jahr das Land zu bereisen und Gelegenheitsjobs anzunehmen. Als sie ihren zukünftigen Partner kennenlernte, wusste Tanja bald, dass sie länger in Australien bleiben will. Die Einreisebestimmungen in der CoronaZeit machten es aber schier unmöglich, Italien zu verlassen oder in Australien einzureisen. Zwei Jahre vergingen,der Kontakt blieb aufrecht und seit 2022 lebt die Mittlere von vier Geschwistern nun bei ihrem Freund in seiner Heimat an der Nordküste Australiens.

links Tanja mit ihrem Partner Shane im Crystalbrook Riley in Cairns.

„Hier in Australien zu leben ist für mich, als würde ich Urlaub machen, mit der Ausnahme, dass ich arbeiten gehen muss.“

oben

„In Australien darf grundsätzlich jede und jeder fischen, es gibt nur Beschränkungen, was und wie viel man fischen darf“, sagt Tanja, im Bild mit einem Barramundi Fisch.

Wie verbringst du deine Freizeit?

Dies hängt sehr stark vom Wetter ab. Wenn die Sonne scheint, gehen ich und mein Freund gerne ans Meer, das zu Fuß erreichbar ist. Man muss jedoch immer vorsichtig sein, denn überall können Krokodile lauern. Diese Orte sind zwar meist beschildert und gekennzeichnet, trotzdem muss man immer ein wachsames Auge haben. Die Zone, in der wir schwimmen dürfen, ist mit einem Netz gesichert. Wenn wir fischen gehen, an größeren Flüssen oder Gewässern, darf man nicht zu nah an das Wasser herantreten oder mit dem Rücken zum Wasser stehen, denn immer könnte ein Krokodil aus dem Wasser kommen und zuschnappen.

Fischen ist hier für viele ein großes Hobby. Vor allem, um im Great Barrier Riff zu fischen, kommen Menschen von überall her und fahren mit dem Boot aufs Meer hinaus. Bei meinem letzten Ausflug auf dem Boot ins Riff wurde ich seekrank. Trotzdem war es ein wunderschönes Erlebnis, das Riff und all die bunten Fische zu beobachten. Wir sind sehr viel draußen.

„Es ist sehr schön, am Meer und an der Küste zu leben. Man gewöhnt sich auch an die Gefahren.“

Zudem gehen wir sehr gerne campen. Dazu fahren wir in die umliegenden Nationalparks ins Outback zu einem Fluss, nehmen die Angel mit und machen ein Lagerfeuer. Das ist sehr typisch für Australien.

In Australien leben die giftigsten Tiere der Welt. Seit ich hier lebe, ist mir aber sehr selten ein gefährliches Tier begegnet, da diese extrem scheu sind und sich verkriechen, sobald sich ein Mensch nähert. Auf einer Farm habe ich einmal eine giftige „Brownsnake“, also eine Braunschlange gesehen. Dies war eine sehr seltene Sichtung. Wir haben hier immer wieder „Quallenzeit“. Hier ist die giftigste Qualle der Welt beheimatet. Sie ist kaum sichtbar, da sie winzig ist, sie ist aber sehr gefährlich.

„Es ist schwer, die Schönheit des Landes zu beschreiben, man muss es einfach gesehen haben. Der ganze Lifestyle, es ist ganz anders als daheim.“

Wie erlebst du die Leute?

Sie leben vor allem draußen, sind sehr naturverbunden. Sie sind sehr multikulturell, da es im Land viele Zugezogene aus der ganzen Welt gibt. Die Menschen sind viel weniger gestresst als daheim, sie sind grundsätzlich sehr fit und treiben viel Sport. Sie verbringen extrem viel Zeit am Wasser und im Freien und sind einfach „gechillt“ und gut drauf. An den Stränden und in den Parks gibt es überall „Barbeque Areas“, sozusagen öffentliche Grillstellen oder einen Gasgrill mit Sitzgelegenheiten, wo man sein Essen mitbringen kann und alle können dies gratis nutzen. Das finde ich sehr cool!

Hat dich deine Familie schon besucht?

Meine Schwester und meine Patentante sind gerade in Sydney gelandet und wollten mich besuchen, mussten jedoch aufgrund der starken Niederschläge ihre Route ändern und kommen in ein paar Tagen zu mir. Meine Eltern reisen voraussichtlich das nächste Jahr nach Australien, um mich zu besuchen.

Vermisst du etwas von daheim?

Das Essen von zuhause fehlt mir sehr. Hier ist das Nationalgericht Steak mit Pommes und ich bin nicht die „große“ Fleischesserin. Auch die Natur und die Jahreszeiten, wie wir sie kennen und das Wandern vermisse ich. Hier gibt es zwar Hügel, aber so wie in Südtirol, wo alles auf das Wandern ausgelegt ist, ist es hier nicht möglich.

Willst du irgendwann wieder nach Passeier zurück kommen?

In den nächsten Jahren ist dies nicht mein Plan. Mir wurde angeboten, dass ich in Australien die ständige Aufenthaltsgenehmigung erhalten kann und so könnten wir uns hier ein Haus kaufen, wofür wir seit langem sparen. Es steht demnach gerade nicht auf meinem Plan, aber man weiß ja nie, was die Zukunft für einen bereithält. Ich schließe es daher nicht komplett aus.

Vielen Dank, liebe Tanja, für die vielen Eindrücke von deinem Leben auf der anderen Seite der Welt.

Erstlesung des Thrillers

„Blutrote

Grazien“ von Benno Pamer

In der Buchhandlung Alte Mühle in Meran fand am 12. Dezember 2024 die mit Spannung erwartete Erstlesung des Thrillers „Blutrote Grazien“ von Benno Pamer statt. Die Veranstaltung lockte ein volles Haus und bot den Zuhörer*innen einen Mix aus Passagen des neuen Buches des Passeirer Autors und Liedern des Gospelchores Voices aus dem Passeiertal.

Eine Besonderheit der Lesung war, dass sowohl in Deutsch als auch in Italienisch gelesen wurde, da das Buch gleichzeitig in beiden Landessprachen veröffentlicht wurde. (Italienischer Titel „Graziose rosso sangue“).

Der Thriller spielt in Meran und verbindet die malerische Kulisse der Stadt mit einer düsteren Geschichte, die durch ihre psychologische Tiefe und Spannung beeindruckt. Im Buch knüpft der Autor an eine Mordserie an, die es in Meran mittlerweile vor fast 30 Jahren gegeben hat. Der Mörder Ferdinand Gamper war Inspiration für die Geschichte, die Meran wieder in den Brennpunkt einer Mordserie rückt, diesmal aber

modernisiert im Darknet und in der Realität der Kurstadt. Das Publikum zeigte sich begeistert von der packenden Lesung, bei der Benno Pamer versuchte, die Atmosphäre des Buches zum Leben zu erwecken. Insbesondere die Verknüpfung der bekannten Schauplätze Merans mit der düsteren Handlung sorgte für Gesprächsstoff.

Die gelungene Kombination aus Spannung, Lokalkolorit und zweisprachiger Präsentation machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Das Buch ist bereits im Buchhandel erhältlich und wird sicher nicht nur Thriller-Fans begeistern, sondern auch all jene, die eine Verbindung zu Meran und seinen verborgenen Facetten suchen.

Andrea Sandri

Weitere Lesungen/Termine:

5. März im Ost-West Club in Meran

26. März in der Bibliothek St. Martin

13. April in der Bibliothek Riffian

Neuigkeiten aus der

lese.werk.statt.

Bei der Gemeinderatssitzung vom 7.11.2024 wurden die Satzung der Bibliothek St. Martin sowie die Bibliotheksordnung genehmigt.

Die wichtigsten Neuerungen sind: In der Satzung wurden nun auch die „Gegenstände“ aufgenommen, da in unserer Bibliothek nicht nur Bücher und andere Medien verliehen werden, sondern auch Gegenstände (Bibliothek der Dinge).

Demnächst wird die Mahngebühr eingeführt, d.h. dass pro Medium, welches zu spät zurückgegeben wird, Mahngebühren in Höhe von € 0,50/Medium pro angefallene Woche anfallen. Daher ersuchen wir unsere Leser*innen, die entliehenen Medien/Gegenstände rechtzeitig zurückzugeben bzw. rechtzeitig zu verlängern.

Wir machen darauf aufmerksam, dass kaputte Bücher, Medien, Gegenstände, fehlende Teile ersetzt werden müssen. Ein großes Problem stellen unsere Gesellschaftsspiele dar. Sie weisen gute Ausleihzahlen auf, doch leider werden sie oft unvollständig zurückgebracht. Mittlerweile wurden alle Spiele auf ihre Vollständigkeit hin überprüft und fehlende Teile ersetzt. Kaputte Spiele sowie unvollständige Spiele wurden aussortiert. Daher ersuchen wir unsere Bibliotheksbesucher*innen um einen achtsamen Umgang mit Spielen sowie allem, was in der Bibliothek gratis entliehen werden kann.

Gleichzeitig weisen wir auch darauf hin, dass wir stets ein offenes Ohr für Medienwünsche unserer Bibliotheksbesucher*innen haben.

Carmen Kofler

Die Kurstadt Meran dient als malerische Kulisse des Thrillers von Benno Pamer.

Fünf Jahre Repair Cafè

Vor 15 Jahren eröffnete das erste Repair Cafè in Amsterdam. 2009 setzte Martine Postma ihr Repair-Cafè-Konzept um, mit dem sie im ganzen Land einladende Treffpunkte einrichten wollte, in denen die Menschen ihre kaputten Gegenstände unter fachkundiger Begleitung und in einer angenehmen Atmosphäre reparieren können.

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der viel gekauft und dementsprechend immer mehr weggeworfen wird. Viele Güter werden bereits so produziert, dass ihre Nutzungsdauer relativ kurz ist bzw. vieles so billig ist, dass wir uns immer wieder die neuesten, aktuellsten, modernsten Kleider, Geräte usw. anschaffen können. Wie vieles landet im Müll oder auf dem Recyclinghof, was noch repariert werden könnte. Schon kleine Mängel an Kleidung und Gegenständen bringen uns in Versuchung, diese durch neue zu ersetzen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten wir unsere Kaufentscheidungen gut überlegen. Es ist auch an der Zeit, uns wieder das Wissen anzueignen, wie man defekte Sachen reparieren kann. Handwerker*innen und ältere Menschen kennen sich damit noch aus. Von diesem Praxiswissen können wir alle profitieren. Im Repair Cafè lernen Menschen, ihre Gegenstände mit anderen Augen zu

Jeden ersten Mittwoch im Monat verwandelt sich das „Lesecafè“ von 18 bis 21 Uhr in ein „Repair Cafè“.

sehen und sie wieder wertzuschätzen. Von Deutschland bis Brasilien und von Kanada bis Indien und Australien gibt es mittlerweile Repair Cafès. Insgesamt sind es 4.277 weltweit. Die geschätzte Anzahl der beteiligten Ehrenamtlichen beträgt 64.155, während die geschätzte Anzahl reparierter Gegenstände pro Monat bei 76.986 liegt!

Wen dieses Thema weiter interessiert, der findet unter www.repaircafe.org genauere Informationen.

Kaum zu glauben, aber auch das Repair Cafè St. Martin gibt es nun bereits seit fünf Jahren! Eröffnet wurde es von Hansjörg Alber und Carmen Kofler. Am Mittwoch, den 13.11.2024 haben wir dieses Ereignis gefeiert.

Zu Beginn trafen wir uns im ursprünglichen Raum für Kunst und Handwerk, welcher dann für den Psairer Giwontloodn „nimm & bring kids“ zur Verfügung gestellt wurde.

Seit November 2023 findet das Repair Cafè in der öffentlichen Bibliothek St. Martin statt. Ein großer Dank gilt daher der Gemeinde für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, welche sich für unsere Zwecke viel besser eignen. Zudem werden die Elektrogeräte und Werkzeuge, die der Bildungsausschuss St. Martin finanziert hat, in der Bibliothek aufbewahrt und können somit

auch im Rahmen der „Bibliothek der Dinge“ an andere Personen verliehen werden.

Jeden ersten Mittwoch im Monat verwandelt sich das „Lesecafè“ von 18 bis 21 Uhr in ein „Repair Cafè“. Meistens ist es sehr gut besucht. Unsere Kund*innen kommen hauptsächlich mit Flicksachen sowie defekten Elektrogeräten vorbei. Dabei wird uns öfters erzählt, dass im Fachhandel geraten wird, ein neues Gerät zu kaufen, weil sich eine Reparatur nicht mehr lohnen würde.

Umso mehr freut es uns, wenn wir es im Repair Cafè schaffen, das Gegenteil zu beweisen.

Seit einem Jahr können im Repair Cafè auch Messer und Scheren geschliffen werden. Auch andere kleine Reparaturen an Möbelstücken sowie Handyeinstellungen werden bei uns vorgenommen.

Zu betonen ist, dass wir uns alle ehrenamtlich im Repair Cafè einsetzen. Zwischendurch helfen uns auch engagierte Jugendliche. Die freiwillige Spende wird für den Ankauf von Getränken, Snacks und eventuelle Verbrauchsgüter verwendet.

Wir freuen uns, wenn dieses Angebot auch weiterhin gut genutzt wird und somit kaputte Dinge eine zweite Chance bekommen. Kommt vorbei! Carmen Kofler

25 Jahre Grüffelo

Wer kennt ihn nicht – den Kinderbuchklassiker „Der Grüffelo“! Geschrieben wurde die Geschichte von der Britin Julia Donaldson, während Axel Scheffler, ein deutscher Illustrator, dem Fabeltier seine Gestalt gegeben hat.

Julia Donaldson war sehr überrascht, als ihr Werk veröffentlicht wurde und zu großem Erfolg geführt hat. Von einem fernöstlichen Märchen ließ sie sich inspirieren und schuf eine neue Geschichte. Weltweit wurden mittlerweile über 18 Millionen Exemplare der Bilderbücher „Der Grüffelo“ und dem Folgebuch „Das Grüffelokind“ verkauft. Interessant ist auch, dass sie in mehr als 107 Sprachen und Dialekte übersetzt und verfilmt wurden.

2024 feierte dieses Bilderbuch sein 25-jähriges Jubiläum. Dies nahm die Bibliothek St. Martin zum Anlass, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Zum Tag der Bibliotheken, am 24.10.2024 waren alle Kinder ab drei Jahren zur Geburtstagsfeier des Grüffelo eingeladen. Im Kleinkinderbereich erwartete die Besucher eine große Auswahl an Grüffelo-Büchern und Grüffelo-Medien, ergänzt mit Büchern und Medien von Pettersson und Findus, die im Jahre 2024 sogar ihr 40-jähriges Jubiläum

Mit dem Koffertheater und gefilzten Fingerpuppen wurde die Geschichte vom Grüffelo erzählt.

feierten. Die Bibliotheksbesucher*innen konnten auch mittels ausgestellter Informationstafeln allerhand über die Autor*innen und die Entstehung der Werke erfahren. Geschmückt war das Ganze mit zahlreichen Luftballons sowie modellierten Luftballontieren. Zahlreiche Kinder und deren Eltern bzw. Großeltern wurden im Untergeschoss im großen Saal empfangen. Gemeinsam mit den Kindern wurde das Koffertheater aufgebaut. Nach einem Erzählritual ging es dann los. Die Bibliotheksleiterin erzählte anhand von gefilzten Fingerpuppen die Geschichte vom Grüffelo und umrahmte diese mit Geräuschen. Nach der Geschichte folgte ein Rätsel, bei welchem die Kinder aktiv mithelfen mussten, dem Grüffelo seine Gestalt zu geben. Wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört, brauchte es auch Musik. So wurde der Grüffelosong abgespielt, zu Beginn wurden Geschenke ausgepackt, alles war mit Luftballons geschmückt … was konnte also noch fehlen? Der Geburtstagskuchen! Denn auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Alle Anwesenden waren noch zu einem Stück Kuchen und Saft eingeladen. Carmen Kofler

Das Team hinter den Kräuterworkshops

Wildkräutermix

rund ums Jahr

Seit eh und je faszinieren mich Wildkräuter, besonders was man damit Leckeres zubereiten kann. Daher entstand die Idee, in der lese.werk.statt. der Jahreszeit gemäße Kräuterworkshops zu veranstalten.

Zusammen mit Julia Gufler, der Fachfrau fürs Kochen, organisierte ich im Namen der Bibliothek St. Martin vier Nachmittage/Abende verteilt auf das Jahr.

Im Abstand von jeweils drei Monaten machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu einer kleinen Kräuterwanderung, bei der die Teilnehmenden Informationen zu den verschiedensten Pflanzen erhielten und diese in ihren verschiedenen Wachstumsphasen kennenlernen konnten.

Gleichzeitig gab es unterwegs eine kleine Stärkung, z. B. Verkostung von Löwenzahnwurzel- oder Eichelkaffee, Hagebuttenschnecken, Lavendelkeksen usw.

Wieder zurück in der Bibliothek machten wir uns gemeinsam ans Verarbeiten der Wildkräuter zu einem leckeren Menü. Darüber hinaus stand eine große Auswahl von Büchern zu diesem →

„Pauls Wurstfibel“

Die etwas andere Buchvorstellung

Thema zum Ausleihen bereit. Im Lesecafè haben wir stets die Tische zu einer schönen Tafel zusammengeschoben und dekoriert, sodass sich die Teilnehmenden nach dem Kochen gemütlich hinsetzen, sich wohlfühlen und genießen konnten.

Im April haben wir mit frischen Frühlingskräutern und Blüten gearbeitet, der Sommer bot uns wiederum andere Kräuter, im Herbst haben wir uns hauptsächlich mit Früchten und Samen beschäftigt, während es im letzten Workshop um Wurzeln, Knollen sowie fleißig gesammelten und getrockneten Kräutern des Vorjahres ging. Am Dienstag, den 21.1.2025 fand der letzte Teil unserer vierteiligen Reihe „Wildkräutermix“ statt. Ein großes Dankeschön gilt auch unserer lieben Küchenfee Rita Raich, die uns während des Kochens viel Arbeit abgenommen hat. Für uns war es eine schöne Erfahrung, mit vielen netten Menschen diese Jahreszeit gemäße Workshops erleben zu dürfen.

Im letzten Jahr organisierte die Bibliothek eine tolle Veranstaltung: Den Tag der Frau mit allen Sinnen erleben (Modenschau, alpenländische Liebeslieder vom Frauenchor, analkoholische Aperitifs, hausgemachte Häppchen vom Buffet, Tanz und Musik mit dem Judit Pixner Trio). Daher stand die Frage im Raum, ob es auch einen Tag des Mannes gibt und ob man diesen nicht auch feiern könnte. Laut Recherche wurde 1999 der Internationale Tag des Mannes eingeführt. Dies nahm die Bibliothek zum Anlass, eine Aktion für Männer zu organisieren. Das Buch „Pauls Wurstfibel“ bot sich dafür gut an. So fand am 19.11.2024 die etwas andere Buchvorstellung statt. Dr. Paul Thuile, der eigentlich Künstler und Dozent an der Universität in Bozen ist, und seine Frau Nora erzählten, wie es dazu gekommen ist, ein Buch zum Thema „Wurst“ zu schreiben. Paul Thuile ist weder Metzger noch Koch. Allerdings wuchs er auf einem Bauernhof auf, wo seit jeher das „Wursten“ zum Alltag gehört. Dabei wurde immer darauf geachtet, ein gutes Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung zu bekommen. Der Autor

Paul Thuile und seine Frau Nora erzählten, wie es dazu gekommen ist, ein Buch zum Thema „Wurst“ zu schreiben.

lebt selbst auf dem elterlichen Bauernhof in Gargazon als Selbstversorger. Auch als Künstler hat er bereits einige Bücher publiziert. Mit seinem Buch möchte er sein Wissen weitergeben, damit es nicht verloren geht. Als der Verlag Raetia an ihn herangetreten war, stellte Paul einige Bedingungen zur Produktion seines Werkes, so z. B. wollte er sich den Grafiker für sein Buch selbst aussuchen dürfen. Erstaunlich war, wie gut sich „Pauls Wurstfibel“ verkaufen ließ. Sämtliche Zeitungen im In- und Ausland schrieben über dieses Buch. Sogar das Fernsehen war einen Tag lang bei ihm zu Hause Gast, um einen Beitrag zu drehen. Paul Thuile betonte immer wieder, wie wichtig es ist, auf Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung zu achten. Der Fleischkonsum zählt für ihn als Genussmittel. Zusammen mit seiner Frau Nora geht er auf die Jagd, während sie ihn bei den Buchvorstellungen unterstützt und begleitet. Nora moderierte auf eine sehr sympathische Art und Weise den Abend und stellte Paul immer wieder Zwischenfragen. Dabei erzählten die beiden Anekdoten aus ihrem Leben und machten so die Buchpräsentation zu einer tollen Veranstaltung. Die Krönung des Abends waren Pauls selbstgemachte Würste. Das Ehepaar bereitete im Lesecafè die Würste zu und kochte eine leckere Vollkornpolenta, welche von einem Bio-Bauernhof in Gargazon angebaut wurde, im Kupferkessel. Auf die Frage, ob für die Verkostung auch Senf besorgt werden soll, meinte Herr Thuile, dies würde den Geschmack seiner Würste verfälschen. Die Besucher*innen waren von den Würsten total begeistert und meinten, sie hätten selten so eine leckere Hauswurst gegessen. Bei einem Bier von der Brauerei Martinerhof wurde noch lange über Gott und die Welt diskutiert. Einige der Teilnehmenden kauften „Pauls Wurstfibel“ und ließen sich das Exemplar vom Autor signieren. So ging ein abwechslungsreicher Tag unter netten Leuten zu Ende. Carmen Kofler

Der zweite Aperitivo Lungo stand im Zeichen sommerlicher Wildkräuter.

„Aperitivo

lungo“

Die Idee zum „Aperitivo Lungo“ ist auf Anregung einer fleißigen Leserin entstanden, die sich längere Öffnungszeiten am Abend wünschte. Daher beschloss die Bibliothek, zumindest in den Sommermonaten einmal im Monat dem Wunsch nachzukommen und eine verlängerte Öffnungszeit anzubieten. Jeder Abend stand unter einem anderen Motto. So nahm die Bibliothek den ersten Aperitivo Lungo zum Anlass, um gleichzeitig die offizielle Eröffnungsfeier der „Bibliothek der Dinge“ zu machen.

An diesem Abend erfuhren die Besucher*innen, was es mit der Bibliothek der Dinge auf sich hat, wie sie funktioniert und welche Gegenstände bereits in der Bibliothek St. Martin auszuleihen sind. Diese waren im Lesecafè ausgestellt und konnten begutachtet werden. Gleichzeitig konnten die Besucher*innen selbst auf einer großen Tafel noch weitere Dinge aufschreiben, die in dieses Konzept passen.

Eine tolle Woche mit Clown Stauni

Mittlerweile hat der Bibliotheksverband ein einheitliches Logo für die „Bibliothek der Dinge“ entworfen und allen Bibliotheken zur Verfügung gestellt. Beim zweiten Aperitivo Lungo durften sich die Besucher*innen bei einem farbenfrohen sommerlichen Wildkräuterbuffet mit sämtlichen Aufstrichen, Fingerfood, selbstgemachtem Brot, veganem Kräutereis nach Lust und Laune bedienen. Dazu wurden sommerliche Getränke und Aperitifs, die meisten am Nachmittag mit Wildkräutern zubereitet, serviert. Der letzte Abend im August diente als Auftakt des Bücherflohmarktes, bei dem eifrig gestöbert und so mancher fündig wurde.

Alle Abende dienten aber letztendlich dazu, gemütlich zusammenzusitzen, Bücher auszuleihen, einen Aperitif zu trinken, ein paar leckere Häppchen zu verkosten und sich zu unterhalten. Carmen Kofler

Die erste Februarwoche war für die Grundschüler*innen von Rabenstein und Platt eine besondere Woche. Mit der finanziellen Unterstützung des Bildungsausschusses Moos konnten sie Clown Stauni einladen. Er besuchte sie in der Turnhalle von Platt und verzauberte sie in kleine Zirkusartist*innen. Jeden Tag übten die Schüler*innen besondere Kunststücke ein. Da wurde auf Laufrollen und einer großen Kugel das Laufen neu gelernt. Teller wurden auf dünnen Stöcken gedreht und durch die Luft gewirbelt, Ringe gefangen, während man auf Balken in der Luft balancierte. Das Jonglieren wurde geübt, manch einer probierte das Einradfahren aus und gemeinsam wurden Menschenpyramiden gemacht. Das machte allen Schüler*innen viel Spaß und war ein Highlight in diesem Schuljahr.

Claudia Sulser

g rund S chulen Platt und r a B en S tein

rund S chule r a B en S tein

Rabensteiner

Leseratten

Am Donnerstag, den 23. Jänner haben die Grundschüler*innen von Rabenstein ihren Lesetag abgehalten. Waltraud Gatterer von der öffentlichen Bibliothek hat viele verschiedene Stationen zum Lesen vorbereitet und alle Schüler*innen haben mit Freude die einzelnen Angebote ausprobiert. Von Sachtexten, über Rätsel und Logicals, Lesespielen und progammierbaren Bienen, bis zu Bilderbüchern war alles dabei. Den Schüler*innen hat es super gefallen. „Lesetag ist eigentlich cool“, haben sie gemeint. Besonders das „lebendige Memory“ zum Abschluss war der Renner.

l ande SB eirat der Schüler*innen

Ein

Schritt in die Zukunft

Verbesserung der Schülermobilität in Südtirol

Im Oktober 2024 wurden engagierte Schüler*innen in den Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler in Südtirol gewählt. Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Schüler*innen in Südtirol zu vertreten und aktiv an der Verbesserung unseres Bildungssystems sowie unserer Lebensbedingungen mitzuwirken. In diesem Rahmen haben wir vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit wichtigen Themen befassen: Mobilität, gesellschaftliche Bildung, Medien und Digitalisierung sowie das Schulsystem. Unter der Leitung von Kevin Pichler, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Mobilität, beschäftigen wir uns intensiv mit den Herausforderungen, die die Schülermobilität in Südtirol betreffen. Die Probleme sind vielfältig und betreffen viele von uns täglich: Sei es ein Zugund Busstreik, die Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel durch Tourist*innen, unpassende Abfahrtszeiten oder die Tatsache, dass Verspätungen aufgrund öffentlicher Verkehrsmittel in der Schule nicht entschuldigt werden – all diese Themen sind uns im Austausch mit den Schüler*innen ein großes Anliegen. Als Arbeitsgruppe haben wir die bestehenden Probleme genau analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. In der vergangenen Woche hatten wir die Gelegenheit, uns mit Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesrat für Mobilität Daniel Alfreider zu treffen, um unsere Anliegen und Lösungen direkt mit ihm zu besprechen. Kevin Pichler sagt dazu: „Der Informationsaustausch war äußerst aufschlussreich und es freut uns, dass der Landesrat unsere Vorschläge ernst nimmt.“

Der Dialog mit Daniel Alfreider war eine wertvolle Gelegenheit, die Situation aus

Der 16-jährige Kevin Pichler aus St. Martin (links) mit Landesrat Daniel Alfreider und Anna-Lena Stecher. Kevin wurde im Oktober 2024 in den Landesbeirat der Schüler*innen gewählt.

der Perspektive der Schüler*innen zu schildern und konkrete Schritte zur Verbesserung der Schülermobilität zu planen. Kevin Pichler betont: „Wir sind zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen erste Maßnahmen ergriffen werden, um die Mobilität der Schüler*innen in Südtirol zu verbessern und den öffentlichen Verkehr für uns alle attraktiver und verlässlicher zu gestalten.“ Ein weiterer wichtiger Schritt ist die geplante Umfrage, die wir in den kommenden Wochen an den deutschsprachigen Oberschulen durchführen werden. Diese Umfrage soll uns ein besseres Bild darüber verschaffen, wie die Schüler*innen selbst die Mobilität in Südtirol wahrnehmen und welche konkreten Wünsche sie für die Zukunft haben. Nur durch den direkten Austausch mit den Betroffenen können wir sicherstellen, dass die Veränderungen auch wirklich den Bedürfnissen der Schüler*innen entsprechen.

Unser Ziel ist es, eine nachhaltige und praktikable Lösung für die Schülermobilität zu finden – eine, die nicht nur den Bedürfnissen aller Schüler*innen gerecht wird, sondern auch einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Lebensqualität in Südtirol leisten. Noel Brigl

g

Leicht zu erkennen ist der Rotmilan an seinem rostroten Gefieder, den weißen „Fenstern“ auf der Flügelunterseite und an seinem gegabelten Schwanz. Arnold Rinner

Warmluftblase über einen längeren Zeitraum auf ihren langen schmalen Flügeln kreisen und mit dem rostroten Gabelschwanz steuern.

Holzbringung mit dem Hubschrauber

Zeitig im Frühjahr ziehen Rotmilane aus ihren Überwinterungsgebieten, die sich unter anderem in Südfrankreich, auf der Iberischen Halbinsel und in der Schweiz befinden, nach Norden. Mit etwas Glück kann der ziehende Greif mit seinem rostbraunen Gefieder, dem weißen Kopf und dem markant rostbraunen und gegabelten Schwanz auch im Passeier angetroffen werden. Besonders bei Schlechtwetterfronten legen Rotmilane in den tiefer liegenden Talböden einen Zwischenstopp ein und können oft in größerer Anzahl bewundert werden. Am 29.2.2024 hielten sich unter anderem fünfzehn rastende Rotmilane bei St. Leonhard auf, am 15.3.2024 boten sechzehn auf einem Baum sitzende Greife einen besonderen Anblick. Dreiundzwanzig Exemplare konnten im vergangenen Frühjahr an sechzehn Beobachtungstagen im März und April beim Überflug am Jaufen nachgewiesen werden. Der Rotmilan ist neben dem Bartgeier und dem Steinadler mit einer Flügelspannweite bis zu 170 cm der drittgrößte einheimische Greifvogel. Im Unterschied zu anderen Greifen kann der Rotmilan bereits aus größerer Entfernung am Aussehen und am eleganten und geschmeidigen Flug sicher bestimmt werden. Beeindruckend ist auch, wie die stattlichen Vögel in einer

Als Lebensraum bevorzugt der Greif offene, abwechslungsreiche und stark strukturierte Landschaften mit Altholzbeständen. Höhenlagen über 800 m meidet er. Seinen Horst legt er meist in alten Laub- oder Mischwäldern nahe am Waldrand an. Ungewöhnlich für Greifvögel ist, dass sich Rotmilane beim Schlafen auf Bäumen mit anderen Rotmilanen zusammentun und Gemeinschaftsschlafplätze bilden. Die Ernährung des Rotmilans ist vielseitig und passt sich dem jeweiligen örtlichen Angebot an. Er frisst hauptsächlich kleine Säugetiere, wie Wühlmäuse oder ebenso kleine bis mittelgroße Vögel, die er geschickt im Flug aufgreift. Er ernährt sich aber auch von Menschen produzierten Abfällen.

In den Tallagen des Vorderpasseier gibt es ganz vereinzelt Hinweise von Nistmaterial tragender Rotmilane, jedoch bis heute keinen sicheren Hinweis auf brütende Vögel. Vor Brutbeginn, so schreiben Fachleute der Schweizer Vogelwarte Sempach, führt der Rotmilan Anfang März eindrucksvolle Balzflüge durch, die von pfeifenden und trillernden Rufen begleitet werden. Die Eiablage erfolgt meist Anfang bis Mitte April. Um diese Zeit legt das Rotmilanweibchen etwa zwei bis drei Eier ins Nest. 30 Tage später schlüpfen die Jungen und Anfang bis Mitte Juli sind sie nach einer Nestlingsdauer von 50 bis 55 Tagen flügge. Zunehmender Nahrungsmangel durch Ausräumung der Landschaft, die Intensivierung der Landnutzung und das Fehlen alter Baumbestände für den Nestbau sind Gefährdungsursachen für die Rotmilanbestände. Des Weiteren schaden die Anwendung von Pestiziden, Mittelspannungsleitungen und Straßenverkehr dem Bestand des Rotmilan. Arnold Rinner

Im Jahr 2024 wurden erstmals im Passeier einige Holzpartien mit dem Hubschrauber geflogen. Hier einige Anmerkungen der Forststation.

Die aktuellen Förderungsrichtlinien legen fest, dass die Bringung von Schadholz mit dem Hubschrauber nur im Schutzwald gefördert wird. Außerdem muss die Forststation im Auszeigeprotokoll festlegen, dass sie sinnvoll und notwendig ist. Das kann bei kleineren „Käfernestern“ der Fall sein, also wenn nur wenige Bäume vom Borkenkäfer befallen sind, welche noch nicht von den Bäumen ausgeflogen sind und sich diese in einer größeren Entfernung von einer Straße/einem Forstweg befinden.

Bei einer Nutzung mit dem Seilkran müssen oft gesunde Bäume als Trassenholz genutzt werden, da sie sich in der Schneise der Seillinie befinden. Bei der Bringung mit dem Hubschrauber ist das nicht notwendig, sodass diese Bringungsart sehr schonend für den verbleibenden Waldbestand ist. Wegen der hohen Kosten für den Hubschrauber ist die Planung und Vorbereitung des Holzes (richtiges Ablängen/Entasten) sehr wichtig. Es empfiehlt sich, rechtzeitig mit der Hubschrauberfirma bzw. einem Flughelfer Kontakt aufzunehmen. Der Flug von aufgesprungenen Holzstämmen oder anderem Brennholz ist in den meisten Fällen unrentabel. Bei dürren Bäumen sind die Borkenkäfer häufig schon ausgeflogen, sodass eine Entfernung dieser Bäume aus dem Wald keinen Vorteil mehr bringt. Auf jeden Fall ist vorher mit der Forststation zu klären, ob das Schadholz noch beitragsberechtigt ist. Andreas Hofer

Beitragshöhe laut BLR 125/2023

Bringung S art Beitrag/ M ³

Harvester 5,00

Handrückung, Seilwinde, Traktor, Pferd 17,00

Seilkran 22,00

Hubschrauber (nur im Schutzwald) 25,00

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Neuer ambulanter

Betreuungsdienst vorgestellt

Der ehemalige Hauspflegedienst wurde reorganisiert und neue Regelungen erlassen. Soziallandesrätin

Rosmarie Pamer präsentiert in Naturns Neuerungen gemeinsam mit Vertreterinnen des zuständigen Amtes sowie Christa Ladurner, Referentin für Soziales der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, und Roselinde Gunsch, Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau.

Mit 1. Jänner 2025 wurde der Hauspflegedienst zum ambulanten Betreuungsdienst. Geändert hat sich nicht nur die Bezeichnung: Mit einer Anpassung der Regelungen und der Reorganisation der Leistungen will das Land künftig noch stärker im Bereich der häuslichen Pflege unterstützen. Um über die Neuerungen zu berichten, hat Soziallandesrätin Rosmarie Pamer gemeinsam mit den Bezirksgemeinschaften zu mehreren Informationsveranstaltungen für Gemeindenvertreter*innen im ganzen Land eingeladen. U. a. dieser Tage im Sitzungssaal des Sozial- und Gesundheitssprengels in Naturns.

„Die Bezeichnung ‚ambulanter Betreuungsdienst‘ beschreibt die Vielfalt des Tätigkeitsbereichs besser als Hauspflege. Hauptziele des Angebots sind der möglichst lange Verbleib eines Menschen in der gewohnten häuslichen Umgebung, die pflegenden Angehörigen zu entlasten sowie nicht zuletzt auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem so wichtigen Dienst einzugehen“, unterstrich Soziallandesrätin Rosmarie Pamer dabei. Gemeinsam mit Christa Ladurner, Referentin für Soziales der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt und Roselinde Gunsch, Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Florian Prinoth, Direktor der Sozialdienste Burggrafenamt, und Karin Tschurtschenthaler, Direktorin

der Sozialdienste Vinschgau sowie dem Landesamt für Senior*innen und Sozialsprengel informierte die Landesrätin Bürgermeister*innen und Sozialreferentinnen und Sozialreferenten. Immer mehr Pflegebedürftige werden zu Hause gepflegt, derzeit sind es etwa 70 Prozent der Pflegegeldempfänger in Südtirol. Dafür braucht es häufig Unterstützung – die entsprechende Nachfrage steigt stetig. „Dem wollen wir mit der Anpassung und Neuausrichtung des ambulanten Betreuungsdienstes gerecht werden“, erklärt Landesrätin Pamer. Die Ausarbeitung erfolgte in einem partizipativen Prozess mit den Führungskräften der Sozialdienste, den Einsatzleitungen der Hauspflege und mit den Ämtern des Sozialwesens. Die wichtigsten Neuerungen in Kürze:

> Der Dienst kann von allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig vom Alter und der finanziellen Situation, in Anspruch genommen werden und ist bedarfsorientiert ausgerichtet.

> Pflege und Betreuung in den Tagesstätten: Leistungen wie Haarwäsche oder Fußhygiene wurden gebündelt und in die Leistung „Körperpflege“ integriert.

> „Transport und Begleitung“ wurden neu geregelt, damit sie vorrangig für Betreuungsbedürftige, die ambulante Betreuungsdienste in den Tagesstätten nutzen, verwendet werden.

> Sicherstellung der Mahlzeit: Einheitliches Angebot „volles Menü“ für alle Essensdienste. „Essen ohne Zustellung“ unterliegt nun denselben Regeln wie der Mensadienst für Senior*innen. Mit diesen Anpassungen geht ein Bürokratieabbau einher.

> Mit der neuen Leistung „Unterstützung für Familien in Notsituationen“ wird Familien in einer unvorhersehbaren Notsituation, wie z. B. unvorhergesehener Krankenhaus-

Landesrätin Pamer mit Vertreter*innen der Bezirksgemeinschaften Burggrafenamt und Vinschgau sowie der Direktorin des Amtes für Senioren, Brigitte Waldner.

aufenthalt, Unterstützung für eine begrenzte Zeit während des Tages, bei der Haushaltsführung oder bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Familienangehörigen angeboten. Zielgruppe sind Familien, die kein entsprechendes familiäres Netzwerk haben und mit dem eigenen Umfeld nicht in der Lage sind, die Notsituation zu bewältigen.

Der Dienst kann über den Sozialsprengel beansprucht werden.

> Im ambulanten Betreuungsdienst können künftig zusätzliche Berufsbilder eingesetzt werden. Damit sind mehr Personalressourcen für die wesentlichen Leistungen der ambulanten Pflege, sprich für die häusliche Pflege, verfügbar.

> Die Tarife bleiben unverändert und betragen, je nach Leistung und Einkommenssituation, € 3,80 bis € 24,00/Stunde, während sich das Tarifsystem bei den Leistungen in der Tagesstätte zugunsten von Personen mit wenig Einkommen verändert hat. Simone Treibenreif

herzlichen g lückwun S ch

Geburten

12.11.2024 – 7.2.2025

Gemeinde St. Martin

15.11.2024 Amelie Gufler

19.11.2024 Elin Spiess

21.11.2024 Paula Fontana

23.1.2025 Benjamin Klotzner

4.2.2025 Ilvy Teresa Leggieri

Gemeinde Moos

31.12.2024 Paul Gufler

Gemeinde St. Leonhard

12.11.2024 Nora Pixner

12.11.2024 Emma Schmidhammer

22.11.2024 Romy Katharina Pamer

4.12.2024 Paul Auer

5.12.2024 Gabriel Raffl

19.12.2024 Lukas Grasl

23.12.2024 Theo Kofler

30.12.2024 Liam Kofler

2.1.2025 Emily Raffl

1.2.2025 Lena Pircher

3.2.2025 Anton Heiss

6.2.2025 Emil Marth

Seit Juni 2024 hat das südtirolweite System „Frühe Hilfen“ ein neues Logo.

S P rengel Pa SS eier

Frühe Hilfen

im neuen Kleid

Am 10. Oktober 2024 fand das jährliche Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Burggrafenamt im Krankenhaus Meran statt. Zahlreiche Netzwerkpartner aus dem Soziosanitären- und Kleinkinderbetreuungs- und Bildungsbereich folgten der Einladung, um sich weiterzubilden und sich mit dem Frühen Hilfen Team und den anderen Netzwerkpartnern auszutauschen. Eine gute Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch mit den Netzwerkpartnern ist von zentraler Bedeutung für die Frühen Hilfen, denn ohne die zahlreichen Netzwerkpartner wäre es nicht möglich, den Familien so ein großes Angebot an Ressourcen aus den verschiedenen Fachbereichen anzubieten. Das Netzwerktreffen wurde mit einem fachlichen Input zum Thema Post Partum Depression und dessen Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung umrahmt. Psychologin Dr.in Berta Walder vom Psychologischen Dienst Meran führte aus, dass die meisten Frauen nach der Entbindung ein mehr oder weniger ausgeprägtes, v.a. hormonell bedingtes Stimmungstief, den sogenannten Babyblues, erleben, der meist nach einigen Tagen abklingt. Ein geringer Anteil der Mütter erholt sich nicht davon und entwickelt eine Postpartum Depression, in seltensten Fällen eine Postpartum Psychose. Die Postpartum Depression geht mit einer mangelnden Feinfühligkeit einher, die den Aufbau eines sicheren Bindungsmusters seitens des Kindes verhindert, was sich entsprechend negativ auf die Beziehungsfähigkeit im späteren Leben auswirkt. Gezielte interdisziplinäre Maßnahmen und konkrete Unterstützung der primären Bezugspersonen in dieser delikaten Phase ermöglichen es der Familie, sich psychisch gesund zu entwickeln.

Die Frühen Hilfen wurden in den letzten zweieinhalb Jahren im Burggrafenamt aufgebaut, sprich die bestehenden qualitätsvollen Angebote für Familien mit Kindern bis zu drei Jahren wurden besser vernetzt, so dass interessierte Familien nun über eine einheitliche Telefonnummer und E-Mailadresse zeitnah und gezielt Informationen zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten bekommen.

Im Jahr 2024 haben sich bis Anfang Oktober 42 Familien aus dem Burggrafenamt an das Frühe Hilfen Team gewandt. Dabei wurden 25 Familien für einen bestimmten Zeitraum intensiver begleitet und 17 Familien holten Informationen zu Diensten und Ressourcen ein. Bei Letzteren wurden in Folge eines Erstgesprächs, in dem der Bedarf der Familie geklärt wurde, gezielte Hilfsangebote angebahnt, wie Family Support, Kursangebote für Kinder, Begleitung zu verschieden Diensten, Informationen zu finanziellen Unterstützungen, aber auch Beratung zu Erziehungsthemen gegeben. Denn die Hauptanliegen der Familien betrafen bisher die Alltagsbewältigung, die Überlastung und die erhöhten Fürsorgeanforderungen von Seiten des Kindes. Brigitte Kofler

Interessierte Familien erhalten über die einheitliche Telefonnummer +39 335 1447715 oder die E-MailAdresse fruehe.hilfen@bzgbga.it Informationen zu Unterstützungsund Hilfsangeboten. Allgemeine Informationen zum System „Frühe Hilfen“ unter: https://www.provinz.bz.it/familiesoziales-gemeinschaft/kinderjugendhilfe/fruehe-hilfen-suedtirol.asp

Sechs Engel für den Sozialsprengel

Den „Sprengel“ kennt wohl jeder und jede im Tal, aber was macht eigentlich der „Sozialsprengel“?

Wir haben uns mit Leiterin

Petra Marth und Team zum Interview getroffen.

Der Sozialsprengel Passeier unterstützt Menschen in schwierigen Lebenslagen, vermittelt und sucht nach Lösungen. Je früher man sich an ihn wendet, desto besser und umso einfacher ist es, passende und einfache Lösungen zu finden. Doch wer sitzt eigentlich in den Büros, wie sieht deren Arbeit aus und warum machen sie das eigentlich?

Wer den Trakt des Sozialsprengels betritt, fühlt sich auf Anhieb wohl. Das Büro, in dem wir sitzen, hat einen heimeligen Charakter, auf dem Tisch mit Eckbank steht ein Kaffee bereit, an der Wand hängen Fotos und Bilder, die Räume sind groß und hell, der Blick aus dem Fenster darf über die Dächer von St. Leonhard streifen. Einige der Mitarbeiterinnen sind erst seit kurzem hier und andere bereits seit über 20 Jahren. „Unser Team ist eine ideale Mischung. Wir ergänzen uns wirklich gut und ohne einander hätten wir die Arbeit wahrscheinlich schon lange aufgegeben“, verrät Petra Marth, „und ohne unsere Kaffeemaschine wahrscheinlich auch“ ergänzen alle lachend.

Der Beruf der Sozialassistentin oder Sozialpädagogin sei kein einfacher, erfahren wir von den sechs Frauen. Es muss irgendwie schon „Berufung“ sein, sagen sie. Auch die Arbeit vom Privatleben zu trennen sei besonders im Dorf und im Tal nicht immer ganz einfach.

Es sei wichtig, Grenzen zu setzen, für sich selbst und für andere, ansonsten könne man ganz leicht in ein Burnout rutschen.

„In der Zeit, als es nur das Haustelefon gab, wurde ich oft zu Hause noch mit Arbeit belastet“, verrät eine Mitarbeiterin. Sie habe gelernt, das eigene Wohl an die erste Stelle zu setzen, nur so kann sie ihren Beruf verantwortungsvoll ausüben. Alle nicken. Besonders hochstrittige (Def.: Die Kinder stehen bei mindestens einem Elternteil nicht mehr im Fokus; langanhaltende auch gerichtliche Auseinandersetzungen; Streitniveau nimmt auch nach längerer Zeit nicht ab) Trennungssituationen

Das Team von Leiterin Petra Marth (erste von links), selbst Sozialassistentin, besteht aus fünf weiteren Frauen, darunter eine Verwaltungsmitarbeiterin für die finanzielle Sozialhilfe, eine Sozialassistentin und drei Sozialpädagoginnen für den Sozialdienst.

Autorin Melanie Gögele

verlangen den Fachkräften viel ab. Es sei jedes Mal eine Gratwanderung, erzählen sie und vor allem sich nicht auf eine Seite zu schlagen, sei immer wieder aufs Neue eine große Herausforderung.

„Besonders am Anfang war es schwierig, mit Rückschlägen bei der Arbeit umzugehen. Man wollte unbedingt helfen, aber am Ende ist es nicht gelungen. Die Kinder taten mir oft so leid, aber es ist normal, dass man nicht für alle eine ideale Lösung findet. Damit kann ich inzwischen besser umgehen“, berichtet eine Mitarbeiterin.

Haben die Passeirer Schwierigkeiten damit, um Hilfe zu bitten?

„Vielleicht nicht nur die Passeirer“ sagt eine Mitarbeiterin, „viele Menschen trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten oder erst, wenn es schon viel zu spät ist.“ Dabei können die Sozialpädagoginnen und Sozialassistentinnen am besten ihre Arbeit machen, wenn sie die Herausforderungen so früh wie möglich gemeinsam mit der Familie oder den Einzelpersonen und in Zusammenarbeit mit anderen Diensten lösen können.

„Niemandem ist geholfen, wenn jemand bis zur äußersten Überforderung in einer für sie schwierigen oder gar gefährlichen Situation bleibt. Wir können helfen“,

betonen die Mitarbeiterinnen des Sozialsprengels. Auch wenn nicht alle Fälle in ihrer Zuständigkeit liegen, so helfen sie gerne dabei weiter, wenn es darum geht, die richtigen Anlaufstellen zu finden.

Wie erreicht man euch, welche Schritte muss ich gehen, um Hilfe zu bekommen?

Die Antwort ist simpel und einfach: Kommt vorbei. Ruft an. Schreibt uns eine E-Mail. Wir arbeiten unter unserem Berufsgeheimnis, eure Anliegen werden hoch vertraulich behandelt. Wagt den ersten Schritt, gemeinsam werden wir eine Lösung finden.“

Es wird klar, die Mitarbeiterinnen im Sozialsprengel geben alles. Doch jede Arbeit kann nur so gut gemacht werden, wie ihre Ressourcen es sind.

„Was könnte von Bildungseinrichtungen und Politik noch optimaler gelöst werden, damit mehr Prävention und weniger Notfallmanagement geschehen könnte?“ fragen wir. „Ein betreutes Freiwilligennetz für alle Bereiche fehlt. Freiwillige wären die unbürokratischste und schnellste Hilfe, welche angeboten werden könnte. Auch Unterstützerfamilien oder Pflegefamilien wären eine gute Ressource, die schwer zu finden sind. Wir sind besorgt, dass alternative Angebote für die Schüler und Schülerinnen fehlen und wieder mehr Belastung auf dem Elternhaus liegt. Bisher wurde im Dorf viel durch die „Nachmittagsbetreuung“ abgefangen, die drei Mal in der Woche nachmittags stattfand,

Um Hilfe zu bitten, ist eine der mutigsten Dinge, die ein Mensch tun kann“ betonen die Mitarbeiterinnen. „Kommt vorbei, ruft uns an, schreibt eine E-Mail. Wir können helfen.“

Fotos: Passeirer Blatt

In welchen Situationen kann ich mich an das Sozialsprengel wenden?

Ich bin in einer persönlich schwierigen Situation und brauche Beratung. Ich brauche Unterstützung und Begleitung als Erwachsener.

Ich bin plötzlich alleine, oder mit meinen Kindern alleine und weiß nicht mehr weiter.

Ich habe Kinder und befinde mich in einer Trennung.

Ich befinde mich in einer Gewaltsituation.

Ich fühle mich überfordert bei der Erziehung meiner Kinder.

Ich bin interessiert, als Pflegefamilie ein Kind aufzunehmen.

Ich bin in einer finanziellen Notlage.

Ich möchte um Tarifbegünstigung ansuchen für: Seniorenheime, Tagesmutter und KITA.

Kontakt

Öffnungszeiten: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, Do, 14.30 – 16.30 Uhr

Telefon: 0473 205 101

E-Mail:

sprengel-passeier@bzgbga.it Infos: www.bzgbga.it

inklusive Hausaufgabenhilfe und Freizeitprogramm. 2025 ist das erste Jahr, in dem sie nicht mehr stattfindet.

In der Pflege bräuchte es ganz dringend kurzfristige unbürokratische Übergangslösungen, die Betroffene und Angehörige unterstützen. Die Unterbringung in den bekannten Pflegeheimen gestaltet sich oft langwierig.

Einkommensgrenzen der finanziellen Sozialhilfe müssten dringend hochgefahren werden, viele Menschen leben einfach am finanziellen Limit. Das ist Aufgabe der Politik. Zudem mangelt es auch bei uns an Fachpersonal, eine berufsbegleitende Ausbildung für Quereinsteiger*innen wäre anzudenken.“

Finanzielle Sozialhilfe

> Soziales Mindesteinkommen

> Beitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten

> Sonderleistung

> Taschengeld

> Aufrechterhaltung des Familienlebens und des Haushaltes

> Begleit- oder Transportkosten

> Selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe

> Ankauf und Umbau von Fahrzeugen

> Anpassung von Fahrzeugen für Familienmitglieder

> Hausnotrufdienst

> Unterhaltsvorschussleistung zum Schutz von minderjährigen Kindern (Landesgesetz vom 3. Oktober 2003, Nr.15)

> Beitrag zur angemessenen Entschädigung für die Sachwalterschaft

> Solidaritätsbeitrag für den rechtlichen Beistand für Frauen, die Opfer von Gewalt und Misshandlung sind

Sozialpädagogische Grundbetreuung

Die Sozialpädagogische Grundbetreuung leistet Präventionsarbeit sowie Begleitung und Unterstützung von Einzelpersonen, Familien oder Gruppen in Notlagen. Das Team, zusammengesetzt aus Pädagoginnen, Sozialassistenten und Erzieherinnen bietet Leistungen, die den verschiedenen Erfordernissen der Klientinnen und Klienten und des Territoriums gerecht werden.

Diese sind:

> Information über die Dienste, die Leistungen und die Regelungen des Sozialbereiches

> Beratung und stützende Fürsorgemaßnahmen für Familien und Einzelpersonen, mit dem Ziel die sozialen Probleme zu überwinden und die Lebenssituation zu verbessern

> Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien, Heimen oder Wohngemeinschaften

> Begleitung von Familien und Einzelpersonen in Zusammenarbeit mit anderen Diensten (öffentlichen und privaten Einrichtungen und Freiwilligengruppen)

> Bedürfnisanalyse und Erarbeitung eines Hilfsprojektes

> Förderung von ehrenamtlicher Tätigkeit und Selbsthilfegruppen

> Koordination der Initiativen und der Ressourcen des Einzugsgebietes

> Sensibilisierung für die Wiedereingliederung und soziale Integration von gefährdeten Personen

Bereiche de S Sozial SP rengel S

85 Jahre und älter

Älteste Bürgerinnen und

Bürger

Gemeinde St. Leonhard

19.5.1925 Agnes Theresia Tribus

12.9.1928 Erma Rosa Praxmarer

18.4.1929 Oswald Egger Karlegger

11.8.1929 Mattilda Anna Mair

18.9.1930 Hedwig Agnes Pichler

13.1.1931 Ida Pichler

19.7.1931 Johanna Margerita Pöll

31.7.1931 Rosa Pixner

24.8.1931 Notburga Rosa Hofer

16.9.1931 Rosa Anna Waldner

16.11.1931 Johanna Heel

2.1.1932 Maria Anna Mangger

27.1.1932 Notburga Rosa Tschöll

10.5.1932 Johann Ignaz Brunner

29.11.1932 Berta Ploner

9.2.1933 Josef Anton Tschöll

13.3.1933 Rosina Paolina Marth

23.3.1933 Alberich Pfitscher

3.3.1933 Rosa Marta Hauser

17.4.1933 Johann Lanthaler

1.5.1933 Josefa Katharina Pixner

9.10.1933 Zita Veronica Pöhl

5.11.1933 Notburga Elisabetta Pfitscher

26.12.1933 Anton Zipperle

28.1.1934 Laura Tasso

12.5.1934 Johann Karl Pichler

31.7.1934 Stefano Schweigl

18.7.1934 Bartl Josef Innerebner

29.9.1934 Eva Hofer

7.9.1934 Maria Haller

29.10.1934 Rosa Oberprantacher

17.12.1934 Elisabeth Albina Auer

1.2.1935 Josef Haller

19.2.1935 Hans Anton Alber

28.3.1935 Giulia Pfitscher

26.3.1935 Luis Georg Tschöll

11.5.1935 Engelbert Zwischenbrugger

26.7.1935 Anna Margherita Egger

13.8.1935 Alois Josef Pichler

12.9.1935 Maria Anna Gumpold

14.10.1935 Theresia Filomena Gufler

2.12.1935 Martha Gufler

20.12.1935 Luisa Ursula Hofer

31.12.1935 Anna Maria Klotz

19.1.1936 Albina Anna Zipperle

15.1.1936 Anna Raffl

20.2.1936 Vigil Franz Kienzl

5.2.1936 Anna Öttl

14.3.1936 Josef Ignaz Gufler

25.4.1936 Theresia Raffl

31.5.1936 Savina Raffl

11.7.1936 Rudolf Hofer

12.7.1936 Alfred Pichler

26.7.1936 Josef Friedrich Gufler

25.7.1936 Vigil Pfitscher

21.8.1936 Juliana Magdalena Haller

5.9.1936 Anton Leonhard Marth

15.9.1936 Johann Anton Tschöll

10.9.1936 Johann Pfitscher

27.9.1936 Hirlanda Martini-Barzolai

22.11.1936 Alois Hofer

13.11.1936 Leonhard Pircher

30.12.1936 Anna Pfitscher

28.1.1937 Walburga Gufler

4.1.1937 Giuseppe Nicolò Lanthaler

27.2.1937 Notburga Gurschler

1.2.1937 Stefan Gumpold

11.3.1937 Alois Vinzenz Gumpold

19.3.1937 Sabina Gufler

24.5.1937 Rosa Walzl

17.6.1937 Alois Anton Zwischenbrugger

1.7.1937 Margaretha Falkner

18.8.1937 Vittorio Girotto

10.11.1937 Martin Heinrich Praxmarer

24.12.1937 Konrad Lanthaler

13.12.1937 Ursula Pfitscher

25.1.1938 Maria Karlegger

7.2.1938 Luise Anna Rudig

20.2.1938 Eduard Pöhl

5.3.1938 Anton Tschöll

19.4.1938 Maria Öttl

2.4.1938 Edoardo Lanthaler

11.7.1938 Albert Pius Hofer

1.7.1938 Theresia Agnes Pixner

22.7.1938 Anton Augscheller

22.8.1938 Anna Hofer

2.8.1938 Rosa Gufler

10.9.1938 Johanna Maria Haller

10.10.1938 Alfons Pircher

2.10.1938 Johann Gufler

9.11.1938 Berta Filomena Kofler

27.1.1939 Edith Filomena Hofer

5.1.1939 Anna Elisabeth Pirpamer

6.3.1939 Marianna Praxmarer

2.3.1939 Rosa Gufler

4.4.1939 Alois Lanthaler

16.4.1939 Maria Cornelia Haller

9.5.1939 Ursula Zipperle

24.6.1939 Theresia Elisabeth Auer

18.6.1939 Maria Rosa Gufler

27.6.1939 Johanna Paula Kirchler

3.7.1939 Heinrich Hofer

11.7.1939 Alois Anton Moosmair

31.7.1939 Rosa Haller

10.8.1939 Maria Rainstadler

8.8.1939 Olga Schweigl

30.8.1939 Josef Raffl

24.8.1939 Josef Hofer

1.8.1939 Maria Raich

30.9.1939 Anton Auer

8.9.1939 Josef Haller

1.10.1939 Franca Tomasi

26.11.1939 Riccardo Clemente Ilmer

12.12.1939 Josef Gögele

31.12.1939 Heinrich Lanthaler

Stand: Anfang Februar 2025

Gemeinde St. Martin

16.8.1925 Auer Serafin

18.9.1928 Pichler Anna Angela

21.12.1928 Öttl Agnes

15.2.1929 Bonell Marianna

16.6.1929 Pichler Theresia Anna

9.8.1929 Spöttl Irlanda Agata

9.12.1929 Pöhl Anna

15.1.1930 Raich Klara

18.4.1930 Gasser Anna

10.5.1930 Lamprecht Hans

30.9.1930 Flöss Rosa Maria

15.11.1930 Kofler Marianna

11.11.1930 Hofer Martina

8.5.1931 Lanthaler Theresia

3.8.1931 Pfitscher Alois

14.11.1931 Schiefer Agata Regina

13.1.1932 Raich Aloisia Rosa

19.1.1932 Pichler Cecilia

21.8.1932 Oberhammer Notburga

28.9.1932 Hofer Rosa

23.10.1932 Raich Theresia Maria

4.1.1933 Kaufmann Kreszenz

2.5.1933 Pixner Katharina Regina

12.8.1933 Öttl Regina Anna

12.9.1933 Haller Martin Anton

11.10.1933 Mair Franz Michael

15.1.1934 Pöll Hans

7.1.1934 Pichler Anton Franz

12.3.1934 Kofler Karl

26.3.1934 Ennemoser Martin Johann

24.5.1934 Schiefer Franz

Gemeinde Moos

11.2.1927 Lanthaler Maria

28.5.1929 Gögele Frieda

30.4.1931 Ennemoser Valentin

29.5.1931 Hofer Theresia

27.2.1933 Ploner Theresia

17.3.1933 Buchschwenter Anna

14.6.1933 Pfitscher Martina

25.7.1933 Etschmann Michael

25.2.1934 Raffl Rosa

2.3.1934 Ennemoser Josef

9.4.1934 Raich Agnes

29.4.1934 Gufler Anna

31.5.1934 Hofer Karoline

23.7.1934 Pfandler Theresia

10.8.1934 Gufler Alois

22.8.1934 Brunner Theresia

5.9.1934 Dandler Maria

21.6.1934 Raffl Luigia

11.6.1934 Auer Rosa Anna

12.8.1934 Pfitscher Theresia Rosa

4.10.1934 Ennemoser Notburga

23.11.1934 Pichler Karl Anton

14.11.1934 Insam Hildegard

26.12.1934 Platter Karl Stefan

20.2.1935 Einhauser Theresia

29.4.1935 Ennemoser Maria Giuseppina

1.6.1935 Zwischenbrugger Karl Alois

5.8.1935 Raich Maria Anna

3.8.1935 Raich Aloisia Rosa

20.10.1935 Auer Maria Paolina

4.11.1935 Schwarz Johann Karl

21.11.1935 Hofer Maria

23.12.1935 Pichler Natalia Cristina

21.2.1936 Pichler Albert Luis

11.3.1936 Pichler Theresia

24.3.1936 Moser Josef

29.5.1936 Pichler Franz

4.6.1936 Schiefer Filomena

29.10.1936 Gufler Franz

23.10.1936 Augscheller Josef

6.11.1936 Zöschg Clara

20.11.1936 Raich Alois

1.2.1937 Gufler Anna

24.2.1937 Augscheller Regina

20.3.1937 Raich Eduard

29.3.1937 Hofer Marianna

5.3.1937 Hanifle Maria

6.3.1935 Hofer Eduard

4.6.1935 Menghin Amalia

7.6.1935 Gufler Anton

15.8.1935 Graf Alois

20.10.1935 Ennemoser Albert

27.10.1935 Öttl Alois

12.11.1935 Pöhl Anna Maria

15.1.1936 Pfitscher Serafin

8.2.1936 Pöhl Notburga

12.5.1936 Platter Siegfried

5.6.1936 Gufler Anna

27.6.1936 Ennemoser Margarete

29.6.1936 Hofer Alois

3.12.1936 Dandler Albin

18.2.1937 Brunner Rosina

18.5.1937 Hofer Irene

13.6.1937 Hofer Richard

30.4.1937 Mair Hildegard

28.4.1937 Marth Herta

11.4.1937 Klotz Juliana

3.4.1937 Scherer Sepp

8.5.1937 Pirpamer Michael

9.5.1937 Schiefer Albert

21.5.1937 Verdorfer Emma Anna

23.5.1937 Zöggeler Mathilde

20.6.1937 Pircher Maria Luisa

24.7.1937 Ploner Erich Jakob

3.7.1937 Braunhofer Maria Anna 15.8.1937 Platter Albert

10.9.1937 Auer Rosa 13.10.1937 Ennemoser Martin Josef

5.11.1937 Pichler Karl 10.2.1938 Zöggeler Afra

31.7.1938 Raffl Anna 4.7.1938 Pöhl Alois

30.11.1938 Zöschg Erich

12.2.1939 Pixner Rosa 31.3.1939 Raich Maria 4.4.1939 Pinggera Alberta 14.5.1939 Raich Marianna 15.8.1939 Braunhofer Albertine 24.10.1939 Baldt Siegfried 22.10.1939 Mair Maria

30.11.1939 Pichler Josef 28.11.1939 Pichler Martin 16.12.1939 Gufler Ida

10.10.1937 Schweigl Anna 9.12.1937 Wilhelm Filomena 22.12.1937 Schwarz Anna

25.1.1938 Kofler Johann 10.3.1938 Pixner Eduard 16.3.1938 Raffl Martha 25.3.1938 Pamer Anna

25.3.1938 Gufler Alois

20.6.1938 Ennemoser Ignaz 6.7.1938 Gufler Matthias

23.9.1938 Gufler Johanna

25.1.1939 Raffl Franz

13.2.1939 Reich Alfred 8.4.1939 Gufler Alfons 26.8.1939 Ennemoser Maria

18.9.1939 Gufler Andreas 31.10.1939 Ennemoser Agnes

Vereine & Verbände

Oswald Kofler und Robert Lanthaler wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Musikkapelle Rabenstein geehrt.

zwei Musikanten

Musikkapellen

Jugendbüro

Kirchenchor

Theaterverein

Bildungsausschuss

Goaslschnöller

Feuerwehren

Imkerverein

KVW Senioren

Sternsinger

Tourismusverein

Ende November 2024 lud die Obfrau Julia Gufler der Musikkapelle Rabenstein zur jährlichen Cäcilienfeier. Nach dem Essen hieß es kurz her horchen. Die Obfrau blickte zurück auf das Jahr 2024 und wir alle stellten fest: es war ein sehr intensives Jahr mit kulturellen Veranstaltungen. Die kleine Musikkapelle konzertierte in Ratschings, in Dorf Tirol, in Wangen, in Waidbruck, in Saltaus, in Moos, in St. Martin und in Pfelders. Auch am kirchlichen Leben in Rabenstein beteiligte sie sich: es waren dies die Florianifeier, die Erstkommunion, der Herz-Jesu-Sonntag, beim Pfarrerwechsel in Moos und zu Allerheiligen am örtlichen Friedhof. Auch ein paar kameradschaftliche Momente fielen im Laufe des Jahres an. Zum Schluss

wurden zwei Ehrenurkunden aus der Tasche gezogen. Es waren dies die Urkunden zur Verleihung des Großen Ehrenzeichens in Gold –50 Jahre Mitgliedschaft in der Musikkapelle – an Oswald Kofler und Robert Lanthaler. Als junge Burschen traten sie vor Jahren der Kapelle bei und die Freude an der Musik blieb bis heute bestehen. Dafür lobte diese beiden nicht nur der Ausschuss, sondern die gesamte Belegschaft stimmte mit heftigem Applaus ein. Wir alle wünschen unseren beiden Bläsern Oswald und Robert weiterhin viel Freude in den Reihen der Musikkapelle. Vergelt’s Gott an Oswald, Vergelt’s Gott an Robert, der schon seit Jahren von Moos zur Probe und zu den Auftritten fährt. Danke. Waltraud Gatterer

Mu S ikka P elle r a B en S tein Großes Lob an

Festliche Cäcilienfeier und Wintersporttag der Musikkapelle Moos

Vergangenen November feierte die Musikkapelle Moos gemeinsam mit dem Kirchenchor die traditionelle Cäcilienfeier. Der festliche Abend begann mit einer feierlichen Messe, die musikalisch von der Musikkapelle umrahmt wurde. Anschließend versammelten sich die Mitglieder beider Vereine zu einem gemeinsamen Abendessen im Vereinshaus. Obmann der Musikkapelle, Thomas Hofer hieß alle Anwesenden herzlich willkommen und richtete in seiner Ansprache besondere Dankesworte an die Musikantinnen und Musikanten sowie an den Kapellmeister für seinen unermüdlichen Einsatz. Auch die zahlreichen Helfer*innen, die zum Gelingen des Vereinslebens beitragen, wurden gewürdigt. Pfarrer Florian Öttl und Bürgermeister Gothard Gufler richteten ebenfalls Grußworte an die versammelte Festgemeinschaft. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Verdienstzeichen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (VSM).

In Anwesenheit des Bezirksschriftführers Stefan Erb wurden folgende Ehrungen verliehen:

Nadia Ennemoser für 15 Jahre Mitgliedschaft, Kathrin Lanthaler für 25 Jahre Mitgliedschaft, Mathias Raffl für 50 Jahre Mitgliedschaft und Valentina Platter erhielt das Bronzeabzeichen.

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend in geselliger Runde mit Musik und guter Stimmung aus. Ein gelungener Abschluss einer würdevollen Feier!

Auch sportlich sind die Mitglieder der Musikkapelle Moos aktiv. Im Jänner hat die Musikkapelle wieder den alljährlichen Wintersporttag im Rahmen der 16. Böhmischen Wintertage veranstaltet. Zahlreiche Musikantinnen und Musikanten aus verschiedenen Kapellen trafen sich, um sich in spannenden Rodel- und Skirennen zu messen. Die Siegerehrung fand im Vereinssaal von Pfelders statt, wo die Musikkapelle Moos als Gastgeber für das leibliche Wohl sorgte. Den krönenden Abschluss

bildete das Abschlusskonzert der 16. Böhmischen Wintertage. Dieses sorgte für einen stimmungsvollen Ausklang des sportlich-musikalischen Events.

Nach diesen erfolgreichen Veranstaltungen freut sich die Musikkapelle Moos bereits auf ihr nächstes großes Ereignis: das traditionelle Frühjahrskonzert! Dieses findet am Samstag, den 5. April 2025 im Vereinssaal von Moos statt. Alle Musikliebhaber*innen sind herzlich eingeladen, einen Abend voller musikalischer Highlights zu erleben. Laura Raich

oben

Mitgestaltung der Messe der Cäcilienfeier

unten

Die Geehrten mit Partner*innen, v.l.n.r.: Bezirksschriftführer Stefan Erb, Obmann Thomas Hofer, Kathrin Lanthaler, Mathias Raffl, Nadia Ennemoser, Bürgermeister Gothard Gufler

Pa SS eiertal
Passeirer Blasorchester begeistert mit talübergreifendem Projekt

Nach dem großen Erfolg der talübergreifenden Jugendkapelle im Jahr 2022 wurde 2024 ein neues musikalisches Projekt ins Leben gerufen – das Passeirer Blasorchester. Aufgrund zahlreicher Nachfragen entschied sich das Organisationsteam dazu, dieses Mal eine Formation ohne Altersgrenze zu schaffen. Ziel war es, nicht nur junge Menschen anzusprechen, sondern auch ältere und jung gebliebene Musikantinnen und Musikanten für dieses besondere Vorhaben zu begeistern. Die Erwartungen an das Blasorchester waren hoch, sowohl in musikalischer als auch in organisatorischer Hinsicht. Das ausgewählte Repertoire war anspruchsvoll und stellte die Teilnehmenden vor einige Herausforderungen. Dennoch fanden sich bis zum Schluss knapp 60 Teilnehmer*innen aus allen Dörfern des Passeiertals zusammen, um gemeinsam ein beeindru-

ckendes Konzert auf die Beine zu stellen. Das Konzert, welches am Sonntag den 22. Dezember stattfand, stand unter dem Motto Weihnachtszeit. Bekannte Melodien aus Filmen wie „Kevin allein Zuhaus“, „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ und „Der Polar Express“ gaben dem Konzert die passende Stimmung zur besinnlichen Jahreszeit. Die musikalische Leitung übernahm Lukas Erb, während sich Thomas Schölzhorn, Daniela Pichler und Theresa Holzknecht zusammen mit ihm um die organisatorischen Belange kümmerten. Die intensive Vorbereitungsphase umfasste eine Leseprobe sowie sechs weitere Proben, die im Probelokal der Musikkapelle St. Martin stattfanden – ein herzliches Dankeschön an die Kapelle für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ursprünglich war das Konzert als erstes musikalisches Event im neuen Vereinssaal in

St. Leonhard geplant. Doch aufgrund von Verzögerungen bei der Fertigstellung des Saales musste kurzfristig umdisponiert werden. So wurde das Konzert in den Bürgersaal Moos verlegt. Trotz widriger Wetterbedingungen am Konzerttag – es schneite sehr stark – war der Saal in Moos bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Publikum wurde mit einem eindrucksvollen Programm belohnt, das die Vielfalt und das musikalische Können des Passeirer Blasorchesters unter Beweis stellte. Ein besonderes Lob gebührt Kapellmeister Lukas Erb, der es in kürzester Zeit schaffte, ein so anspruchsvolles Programm zur Konzertreife zu bringen. Talübergreifende Projekte wie dieses sind von unschätzbarem Wert. Sie fördern nicht nur den musikalischen Austausch, sondern stärken auch die gemeinschaftlichen Bande zwischen den Dörfern. Gerade die Jugendarbeit

der Musikkapellen profitiert von solchen Initiativen, da sie eine neue, oft ungewohnte Seite der Blasmusik abseits der traditionellen Jahrestätigkeit präsentieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Musikantinnen und Musikanten, die mit ihrem Engagement dieses Projekt möglich gemacht haben. Ein weiterer Dank gilt den örtlichen Musikkapellen sowie den Sponsoren, deren Unterstützung einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstaltung leistete. Die Begeisterung für das Passeirer Blasorchester zeigt, wie wichtig und bereichernd solche Projekte für die musikalische Landschaft des Tales sind – und macht Hoffnung auf eine Fortsetzung in der Zukunft.

Thomas Schölzhorn

Die knapp 60 Musikantinnen und Musikanten aus allen Dörfern des Passeiertals.

Mehr

als nur Musik

Workshop zum Thema Musikbusiness stärkt Musikerinnen und Musiker aus dem Passeiertal

Musik ist seit jeher ein zentraler Bestandteil der menschlichen Kultur und begleitet uns in allen Lebensphasen. Besonders für die Entwicklung im Jugendalter spielt sie eine herausragende Rolle. Die positiven Auswirkungen von Musik auf die Kreativität von Jugendlichen sind vielfältig und umfassend. Das Jugendbüro Passeier organisiert immer wieder Angebote wie Musik-Workshops, -Kurse und -Veranstaltungen für junge Musiker*innen aus dem Tal. Die Vermittlung von nützlichem Wissen soll die jungen Menschen dabei unterstützen. Im Vordergrund stehen zudem Austausch, Vernetzung, Weiterbildung und die Freude an der Musik.

Ende 2024 fand im Jugendzentrum YOU in St. Leonhard der kostenlose Workshop „music come together“ statt, der sich an Musiker*innen aus dem Passeiertal richtete. Die Veranstaltung, organi-

siert vom Jugendbüro Passeier, zog 20 musikbegeisterte Teilnehmer*innen an – darunter Kunstschaffende aus den Bereichen Blas- und Volksmusik, Pop, Rock, Country und Metal sowie DJs. Gemeinsam vertieften sie ihr Wissen in den Bereichen Musikbusiness, Urheberrechte, Rechtsformen und professionelles Auftreten. Dass zum professionellen Musizieren nicht nur die Musik gehört, sondern auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Partita IVA, Honorarnoten, Sozialabgaben, Steuergrenzen usw. ist vor allem für junge Kunstschaffende und Neulinge sehr interessant. Aber auch die erfahrenen Musiker*innen konnten beim Workshop viel Neues mitnehmen. Als Referenten konnten Thomas Maniacco und Simon Gamper von PERFAS gewonnen werden. PERFAS, die Performing Artists Association South Tyrol, wurde am 1. Februar

2021 in Bozen gegründet und setzt sich für die darstellenden Künstler*innen (Musik, Schauspiel, Tanz und Technik) in Südtirol ein. Thomas Maniacco, Geschäftsführer von PERFAS, Leiter des SIAE/ ex-ENPALS-Infopoints im Südtiroler Bildungszentrum und Musiker bei SHANTI POWA, sowie Simon Gamper, Komponist, Musiker und Music Tribe Speaker bei PERFAS, teilten ihre umfangreichen Erfahrungen und ihr Fachwissen mit den Anwesenden. Es wurden sehr viele Fragen aus der Runde beantwortet sowie Lösungen für viele Problembeispiele aus dem Alltag besprochen. Nach dem informativen Teil des Workshops hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich bei einem gemeinsamen Mittagessen weiter auszutauschen und zu vernetzen. Als Zusatz wurde nachträglich allen ein Handout mit den besprochenen Infos und Tipps rund um das Musikbusiness zugesendet.

Solche Veranstaltungen stärken nicht nur das Wissen der Musiker*innen, sondern fördern auch den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb der lokalen Musikszene. Das Jugendbüro plant, auch in Zukunft weiterhin ähnliche Workshops und Veranstaltungen anzubieten, um die musikalische Entwicklung junger Talente im Passeiertal weiterhin zu unterstützen und zu fördern. Der Jugenddienst bedankt sich bei den Referenten für ihre wertvollen Inputs und wünscht den Musiker*innen alles Gute für die Zukunft. Thomas Schölzhorn

Gemeinsam mit den Referenten vertieften 20 Musikbegeisterte ihr Wissen in den Bereichen Musikbusiness, Urheberrechte, Rechtsformen und professionelles Auftreten.

Jugend B üro Pa SS eier

Die Jugendkapelle

St.

Martin – St. Leonhard –Saltaus stellt sich vor

Seit gut einem Jahr gibt es das Gemeinschaftsprojekt der Jugendkapelle St. Martin – St. Leonhard – Saltaus. Die musikalische und organisatorische Leitung der Jugendkapelle haben die angehenden Kapellmeisterinnen Anna Schwarz und Emma Pichler in Zusammenarbeit mit den Vorständen der Musikkapellen übernommen.

Die Jungmusikant*innen der Musikkapellen probten das vergangene Jahr für die Konzerte im Juni beim Pfarrfest in St. Martin und September in Riffian. Weiters umrahmte die Jugendkapelle auch den Nikolausumzug am 6. Dezember in St. Martin. Ende Dezember wurde noch ein weiteres Konzert beim Adventsaufschank gespielt

und die Messe am Stephanstag gemeinsam mit dem Jugendchor in St. Martin mitgestaltet. Mitgeholfen haben stets auch einige junge Musikant*innen, die bereits bei der Musikkapelle sind. Das Gemeinschaftsprojekt war ein voller Erfolg und wird auch im heurigen Jahr fortgeführt.

Am Freitag, 21. März 2025 findet zudem der Tag der offenen Tür im Probelokal St. Martin statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind!

Tobias Egger-Karlegger

Gruppenfoto der Jugendkapelle mit den Kapellmeisterinnen Anna Schwarz und Emma Pichler beim Konzert in Riffian im September 2024.

Am Samstag, den 23. November 2024 feierte die Musikkapelle St. Martin ihre Schutzpatronin Hl. Cäcilia und gleichzeitig auch den Kameradschaftsabend im Gasthof Haselstaude. Im Zuge der Feier erfolgte die Übergabe des Taktstockes von Adolf Augscheller an den neuen Kapellmeister Thomas Wallnöfer. Der 22-jährige Tisner übernimmt ab sofort das Amt von Adolf, der die letzten fünf Jahre die Musikkapelle dirigierte und drei herausragende Frühjahrskonzerte musikalisch leitete. Die Obfrau Johanna Gufler dankte Adolf für seinen großartigen Einsatz und die angenehme Zusammenarbeit. Als Ehrengäste waren Landeshauptmann-Stellvertreterin Rosmarie Pamer und der VSM-Bezirksobmann-Stellvertreter Florian Rainer geladen, welche auch die Ehrungen an langjährige und verdiente Musikanten überreichten. Für die langjährige Tätigkeit im Verein und außerordentliche Verdienste um das musikalische Leben im Dorf wurde die Ehrenmitgliedschaft an Sepp

Scherer und Paul De Bastiani überreicht. An Sepp, der bereits 69 Jahre Mitglied der Musikkapelle ist und von 1965 bis 1975 Obmann war, sowie Paul, der seit 1971 Mitglied ist und von 1975 bis 1994 Obmann war, gilt diese Ernennung als Dank für den Einsatz, der wesentlich zur Entwicklung der Kapelle beigetragen hat.

Tobias Egger-Karlegger

oben

Die Ehrenmitglieder Paul De Bastiani und Sepp Scherer

unten Der neue Kapellmeister

Thomas Wallnöfer

Pa SS eier
Mu S ikka P elle St. Martin Neuer Kapellmeister

v.l.n.r.

Ehrenurkunde für Gaby Pfitscher bei der Jahreshauptversammlung des Kirchenchors Rabenstein.

Fleißige Sängerinnen und Sänger

Vor einem Weilchen traf sich der Kirchenchor Rabenstein zur Jahreshauptversammlung. Der Obmann Friedrich Lanthaler bedankte sich bei den Sängern und beim Chorleiter Gilbert Gufler. 17 Mal trat der gemischte Chor im letzten Jahr auf; es gab 22 gemeinsame Proben und 41 Mal stimmte der Chor die Lieder bei den Gottesdiensten an, wobei auch das Volk fleißig mitsang. Zweimal gestaltete der Männerchor die Messfeier mit. Gilbert Gufler bedankte sich bei den Sängern, ermunterte sie, so weiter zu machen und freute sich über einen Neuzugang. Auch der Pfarrer zeigte sich erfreut und dankte dem Chorleiter, der für jeden Sonntag passende Lieder vorbereitet. Er wünscht den Chorsängern und Sängerinnen Freude am

Ehre der heiligen Cäcilia: Festgottesdienst und Ehrungen

kirchlichen Gesang und Gottes Segen im neuen Jahr. Ein besonderer Dank ging an Gaby Pfitscher. Sie erhielt eine Ehrenurkunde, da sie seit bereits 40 Jahren im Kirchenchor mitsingt. Von allen Seiten fiel der Dank an die Geehrte. Auch die Pfarrei bedankt sich bei Gaby, bei allen Sänger und Sängerinnen für ihren Einsatz, sei es bei den Messfeiern als auch bei allen Wortgottesfeiern. Vergelt’s Gott an alle. Waltraud Gatterer

Am Sonntag, den 24. November 2024 hat der Kirchenchor St. Martin im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, ein besonderes musikalisches Fest gewidmet. Unter der Leitung von Petra Marth und begleitet von Organist Leonhardt Kinzel brachten 34 Sängerinnen und Sänger die Kirche zum Klingen. Höhepunkt des Gottesdienstes war das Schlusslied „Wie groß bist Du“, das die feierliche Stimmung eindrucksvoll abrundete. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Chormitglieder im Gasthaus Haselstaude zu einem gemütlichen Mittagessen. Neben kulinarischen Genüssen stand die Ehrung verdienter Mitglieder im Mittelpunkt. Chorobmann Wilfried Gufler und Pfarrer

Pater Markus überreichten Urkunden an:

> Für 10 Jahre Mitgliedschaft: Maria Gufler und Hans Lanthaler

> Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Thomas Schwarz und Kurt Waldner

> Für 60 Jahre treue Dienste: Franz Angerer und Resi Pixner

> Für 25 Jahre Chorleitung: Petra Marth

In einer herzlichen Ansprache bedankte sich die Chorleiterin und las die Grußworte vom Vorsitzenden des Verbandes der Kirchenmusik Südtirol, Heinrich Walder, vor.

Wie es Tradition im Kirchenchor St. Martin ist, kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Bei angeregten Gesprächen, Gesang und guter Laune klang der Nachmittag harmonisch aus. Wilfried Gufler

Thomas Schwarz, Pfarrer Pater Markus, Petra Marth, Resi Pixner, Wilfried Gufler, Hans Lanthaler, Maria Gufler, Franz Angerer
k irchenchor St. Martin
k irchenchor r a B en S tein

Vollversammlung des Kirchenchors St. Martin

Am Samstag, den 25. Jänner 2025 fand die alljährliche Vollversammlung des Kirchenchores St. Martin im Gasthaus Mitterwirt statt. Obmann Wilfried Gufler begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder sowie die Ehrengäste und leitete die Tagesordnung. Chorleiterin Petra Marth stellte in ihrem Bericht beeindruckende Zahlen vor: Der Chor zählt aktuell 36 aktive Mitglieder, darunter 14 Sopranistinnen, 10 Altstimmen, 6 Tenöre und 6 Bässe. Im Jahr 2024 traf sich der Chor insgesamt 103 Mal. Dazu zählten 41 Proben, 30 musikalisch gestaltete Messfeiern, 21 Beerdigungen sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen, darunter das Adventskonzert mit vier Chören des Ortes und die „Geschichten aus Passeier“. Besonders hervorgehoben wurden die musikalische Mitgestaltung der Primiz von Stefan Walder sowie der feierliche Einstand von Pfarrer Markus, bei dem der Chor gemeinsam mit

dem Kirchenchor St. Leonhard die Messe gestaltete. Petra Marth bedankte sich bei Organist Leonhardt Kinzel für die hervorragende Zusammenarbeit, ebenso sprach Pater Christian seinen großen Dank an alle Mitwirkenden aus. Er würdigte den unermüdlichen Einsatz von Chorleiterin, Organist und Sänger*innen, die das kirchliche Leben mit ihrer Musik bereichern.

Auch Bürgermeister Dominik Alber richtete lobende Worte an den Chor und hob die Bedeutung des Vereins für die Mortiner Dorfgemeinschaft hervor.

Ein besonderer Dank ging an den Sponsor, der den Chor jedes Jahr mit einem finanziellen Beitrag unterstützt und stets ein offenes Ohr für Sponsoring-Anfragen hat. Wolfgang Niederbacher vom Verband der Kirchenchöre überbrachte die Grüße des Verbandsvorsitzenden Heinrich Walder und unterstrich die Bedeutung der Chormusik: „Singen ist Balsam für die Seele und es ist eine Freude

zu sehen, dass es dem Kirchenchor St. Martin gelingt, Jung und Alt für die Kirchenmusik zu begeistern.“

Ein besonderes Zeichen der funktionierenden Gemeinschaft war die Ehrung von Christian Walder für seine 40-jährige aktive Mitwirkung im Chor. Neben seiner langjährigen Sängertätigkeit leitete er den Chor viele Jahre als Obmann und bewies zudem handwerkliches Geschick, als es darum ging, den Platz vor der Orgel neu einzuteilen.

Der Kinder- und Jugendchor war im vergangenen Jahr mit der Aufführung des Musicals „Carlo Acutis“ besonders aktiv und unternahm eine Chorfahrt nach Assisi. Ein besonderer Dank dafür gilt Thomas Schwarz, der den Kinderchor, den Jugendchor und den „Megachour“ leitet. Ihm ist zu verdanken, dass der Kirchenchor auch für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiv bleibt.

Maria Gufler hatte über das gesamte Jahr 2024 hinweg auf Instagram die Aktivitä-

ten des Kirchenchores festgehalten und für die Vollversammlung einen Kurzfilm zusammengestellt, der von allen mit einem kräftigen Applaus honoriert wurde. Nach der Vollversammlung gestaltete der Chor die Abendmesse und ließ den Abend in geselliger Runde im Gasthaus Mitterwirt ausklingen. Mit Vorfreude auf ein weiteres musikalisches Jahr wurde die Versammlung feierlich beendet.

Wilfried Gufler

v.l.n.r.: Pater Christian, Petra Marth, Christian Walder, Wilfried Gufler, Wolfgang Niederbacher Foto: Gerda Hofer

St. Martin

Sind

unsere Vereine vom Aussterben bedroht?

Die Zukunft des Vereinswesens in Passeier fördern

Zusammen mit dem Bildungsausschuss Moos stellte sich das Jugendbüro, gemeinsam mit vielen weiteren engagierten Ehrenamtlichen des Hinterpasseier, diese Fragen: Wie gelingt der Generationswechsel im Vereinswesen und wie wird der Nachwuchs ausreichend gefördert? Dazu wurde am 27. November 2024 im Bürgerhaus Moos ein Diskussionsabend organisiert, bei dem der Austausch und Dialog der verschiedenen Generationen im Vordergrund standen. Der Referent Florian Pallua vom Forum Prävention führte durch den Abend und ging dabei auf die Auswertung der im Vorfeld erstellten Online-Umfrage ein. Dieser Einblick zeigte Interessantes über die Haltung, Sichtweisen und Werte zum Vereinswesen in der Gemeinde. „Zusammenhalt und Gemeinschaft“ sind laut den knapp hundert Mitstimmenden die positivsten Aspekte ehrenamtlicher Tätigkeiten. Dabei sind Zivilschutzvereine, gefolgt von Jugend B üro Pa SS eier

Musik- und Jugendvereinen, Sport- und Kulturvereinen, die wichtigsten Sparten für die Bürgerinnen und Bürger. Laut den Mitmachenden geht es bei Ehrenamtlichkeit, wie der Name schon sagt, hauptsächlich um die Wertschätzung für das Geleistete, nicht etwa um eine Entlohnung. Viel wichtiger für Neueinsteigende ist es laut der Umfrage, gemeinsam mit Freunden aktiv werden zu dürfen und von jemand Erfahrenem gut und sicher angelernt zu werden. Die aufzubringende Zeit für Vereine ist heutzutage allerdings für viele junge Motivierte ein großes Thema geworden. Auch die in den letzten Jahren zugenommene Bürokratie schreckt Unerfahrene ab. Zudem geht aus der Online-Umfrage hervor, dass einige einen gewissen „Alkoholzwang“ innerhalb Vereinstätigkeiten vernehmen und diesen als störend bzw. unangebracht empfinden. Erkenntnisse dieses ersten Diskussionsabends, an dem ca. 30 Inter-

essierte aus verschiedenen Dörfern der Gemeinde Moos teilgenommen haben, waren dennoch: Es gibt sehr wohl junge Menschen in Hinterpasseier, die sich für das Vereinswesen interessieren und motivieren. Es ist wichtig, sie dabei zu unterstützen, Chancen zu ermöglichen und neue Ideen zuzulassen. So kann sich die Jugend und damit auch das Vereinswesen weiterhin zeigen, austauschen und entfalten.

Im kommenden Arbeitsjahr 2025 werden der Bildungsausschuss Moos und das Jugendbüro Passeier weiterhin die Thematik der Zukunft des Vereinswesens im Tal aufgreifen. Mit weiteren Abendveranstaltungen wird versucht, einen Maßnahmenkatalog voller Möglichkeiten, Ideen und Chancen auszuarbeiten, um zukünftig Vereine in Passeier zu fördern. David Lanthaler

I l I enanze I ge

Cafe Restaurant „Theis“ ab sofort zu verkaufen

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Immob

Theaterstück

„Der Tyrann“

Was hat es damit auf sich, wenn ein Kamel in Schweinsteg auftaucht?

Ganz genau, die Bühnenstürmer Schweinsteg haben erneut ein Theaterstück im Passeirer Stil interpretiert. Zu diesem Kamel aber später mehr.

Nachdem die Auftritte im letzten Jahr ein voller Erfolg waren, kam es heuer erneut zu einem Theater in Schweinsteg. Allerdings nicht mehr im Namen der Trägerbühne der Heimatbühne St. Martin, sondern jetzt als eigenständiger Verein. In der letzten Woche im Januar sowie am ersten Wochenende im Februar war es so weit, als es wieder hieß „Bühne frei und Vorhang auf“. Diesmal wurde das Stück „Der Tyrann“ von Bernd Gombold aufgeführt, das die lokalen Schauspieler*innen in bekannter humorvoller Manier zum Besten gaben. Im besagten Stück bereitet

sich ein tyrannischer Bürgermeister auf seine Geburtstagsfeier vor, als er laufend von seiner durch Neugier angetriebenen Putzfrau unterbrochen wird, was ihm bereits wenig Freude bereitet. Eine erste Hiobs-Botschaft, die ihn ereilt, ist, dass seine Tochter angeblich ausgerechnet mit dem Sohn von einem konkurrierenden Bürgermeister aus der Nachbargemeinde in engem Kontakt stehe. Dies will er mit allen Mitteln vermeiden, um nach eigenen Worten „Das Gesicht vor der Bevölkerung zu wahren“.

Als dann ein ungebetener Gast arabischer Abstammung auf den Plan tritt, der noch dazu ein ungeahnter Nachkomme aus Jugendzeiten sein könnte, steigert sich das Stück immer mehr zu einem bunten Treiben. Die Damen des Hauses sind drauf und dran, den Tyrannen in die Verzweiflung zu treiben, um ihm seinen Stolz

und seinen Hochmut zu nehmen. Kurz vor Ende scheint sich die Geschichte dann doch noch zum Guten zu wenden, als sich herausstellt, der Araber war in Wirklichkeit nur der Sohn vom Nachbarsbürgermeister. Mit dieser List wollten die Frau sowie die Tochter den Tyrannen davon überzeugen, dass dieser Junge bei Weitem nicht die schlechteste Wahl wäre. Es wären aber nicht die Bühnenstürmer, hätten sie nicht noch für ein ganz besonderes Ende gesorgt. Diesmal gab es als speziellen Effekt zum Abschluss des Stückes ein Kamel, das im Außenbereich über die Terrasse gezogen wurde. Auch wenn es sich lediglich um ein selbst gebasteltes, lebensgroßes Holz-Tier handelte, so war der Anblick doch sehr belustigend und unerwartet. Mit dieser Einlage trat ein weiterer ungebetener Gast mit zwei attraktiven

Bauchtänzerinnen auf die Bühne, um den in Sicherheit geglaubten Bürgermeister seine Töchter aus vergangenen Beziehungen zu präsentieren. Diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe, wodurch der einstige Tyrann in Ohnmacht fällt, kurz bevor sich die Vorhänge schließen. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe gab es ein gemeinsames Essen, zusammen mit allen Helfer*innen, die zum Gelingen dieser sechs Aufführungen beigetragen haben.

Daniel Raffl

oben

Die Bühnenstürmer Schweinsteg brachten das Stück „Der Tyrann“ nicht nur in Schweinsteg auf die Bühne, … rechts … sondern entschieden sich kurzerhand dazu, auf Tournee ins Seniorenheim St. Barbara zu gehen.

Bühnen S tür M er Schwein S teg

on Tour

In diesem Jahr kam es für die Bühnenstürmer Schweinsteg zu einem besonderen Erlebnis, bei dem allerdings der soziale Aspekt im Vordergrund stand. Da ein solcher Verein mit wenigen einfachen Mitteln arbeitet, wurde die Idee geboren, jene Kräfte einzusetzen, die dem Theaterverein zur Verfügung stehen: ihre schauspielerischen Fähigkeiten.

Vielen Bewohner*innen des Seniorenwohnheims St. Barbara in St. Leonhard wäre es kaum möglich, die beschwerliche Reise nach Schweinsteg anzutreten, weshalb kurzerhand entschieden wurde, den Spieß umzudrehen. So haben am 21. Januar die Mitglieder der Bühnenstürmer bei ihren Arbeitsstellen einen Urlaubstag eingeplant, um auf Tournee zu gehen. Bereits bei der Ankunft im Seniorenheim waren fleißige Hände damit beschäftigt, eine provisorische Bühne vorzubereiten. Couch, Arbeitstisch, SouffleuseRaum, an alles wurde gedacht. Die wichtigsten

Requisiten sowie die notwendigen Kleider brachten die Spieler selbst mit. Die Aufregung war auf beiden Seiten, vor und hinter der Bühne, groß, als es dann hieß, „Vorhang auf zum Stück ‚Der Tyrann‘, mit den Bühnenstürmern Schweinsteg“. Voller Inbrunst wurde die Aufführung zum Besten gegeben und damit versucht, den Bewohner*innen mit diesem Auftritt etwas Unterhaltung und Freude in ihren Alltag zu bringen. Wie der Leitspruch des Heims ist, so stand auch diese Veranstaltung unter dem Motto: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.“

(Alexis Carrel).

Der Lohn der FreizeitDarsteller ist das Lachen sowie der Applaus des Publikums. Und davon gab es reichlich an diesem Tag. Voller Dankbarkeit und Demut kehrten die Bühnenstürmer am Abend nach einer gemeinsamen Marende nach Hause zurück.

Daniel Raffl

Gedanken

zum Abschluss

Wenn aus einem bunten Haufen Freunde werden, ist wieder Theaterzeit.

Nicht immer einer Meinung, doch gemeinsam zu allem bereit. Viele Stunden im selben Raum, manchmal nicht im gleichen Takt, Spielen sie den ersten, den zweiten und dann den dritten Akt.

Wenn sie sich treffen, wächst wieder der Bauch, denn geschmackvolle Verführung, das ist Brauch.

Kuchen, Pizza oder Brötchen mit Speck, Wein, Tee, Punsch und noch ein Bierchen müssen weg.

Die Bombe zum Platzen bringen sie nicht nur im Theaterstück, hinter der Bühne was zu finden, da braucht es schon Glück.

Alles kreuz und quer liegt Requisite und Gewand, in diesem Sinne sind sie wohl verwandt.

Und wenn die Aufregung dann wieder durch die Adern fließt, weil so mancher ein Hoppala auf der Bühne vergießt, sind sie wiederum Freunde, Arm in Arm. Versuchen zu trösten, voller Charme.

Kommt dann der Tag, an dem der Vorhang sich zum letzten Mal schließt, auf der Bühne keiner mehr Schnaps und Wein eingießt, so wird der Abschied schmerzhaft teuer, war die Zeit wieder ein Abenteuer.

Da liegen nah beisammen Freud und Trauer, Hoffentlich ohne großen Tränen Schauer.

In dieser Bühnenwelt voller Auf und Ab, sind wir froh um jede Erinnerung, die es wieder gab!

Bühnen S tür M er Schwein S teg Bühnenstürmer

40 Jahre

Bildungsausschuss

St. Martin

Isidor Trompedeller, ehemaliger Amtsdirektor für Weiterbildung, gilt als der „Begründer“ der Weiterbildung in Südtirol. Mit dem Gesetz von 1983 wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Schaffung von Bildungsausschüssen in den Dörfern und somit der Grundstein für lebenslanges Lernen gelegt. Ziel war es, die Weiterbildung vor Ort zu unterstützen. Herr Trompedeller regte auch Luise Grasl an, die zur damaligen Zeit im Gemeinderat von St. Martin tätig war, in St. Martin einen Bildungsausschuss zu gründen. So kam es am 3. Oktober 1985, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Josef Pichler zur Gründung desselben, mit 24 Mitgliedsvereinen. Neben Grasl Luise als Vertreterin der Gemeinde, Erich Rainer als Vertreter der Schule und Maria Pichler als Vertreterin der Bibliothek wurden noch Dora Lamprecht Zöschg und Hermann Walder als Vertreter*innen der Vereine gewählt. Seit dieser Zeit gab es immer wieder neue Ideen und vielfältige Veranstaltungen, durch die Kultur und Bildung in unserem Dorf gefördert wurden. 2025 hat wieder ein neuer Ausschuss seine Tätigkeit aufgenommen. Bei der Vollversamm-

lung am 24. Jänner wurde Charlotte Pichler zur Vorsitzenden gewählt, die Schriftführung übernimmt Carmen Kofler und das Amt des Kassiers führt Tobias Egger-Karlegger. Weitere Mitarbeiterinnen im Ausschuss sind Rosi Schwarz und Karin Pirpamer. Auf den Ausschuss wartet heuer somit eine spannende Aufgabe, nämlich das 40-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Für das Jubiläumsjahr 2025 hat sich der Bildungsausschuss St. Martin mit dem Bezirksvertreter für Bildungsausschüsse Markus Breitenberger in einer Klausurtagung getroffen. Mit dem Planungsspiel „Kulturgrund“ gelang es uns, interessante Ideen und Impulse für Kultur- und Bildungsangebote zu finden, die verschiedene Zielgruppen und unterschiedlichste Interessen ansprechen. Da es unser Ziel ist, im Jubiläumsjahr die Ressourcen und Talente unseres Dorfes im Bereich Bildung und Kultur auf kreative Weise sichtbar zu machen, wurde der Titel „KunstSpuren – Kultur trifft Dorf“ geboren. Leonie Pichler gestaltete für dieses Jubiläumsjahr ein passendes Logo. Mit verschiedenen Aktionen möchten wir gemeinsam

Der neu gewählte Ausschuss: vorne Charlotte Pichler, dahinter Rosi Schwarz und Carmen Kofler, sowie Tobias Egger-Karlegger und Karin Pirpamer.

das Jahr gestalten und mit eurer tatkräftigen Unterstützung immer wieder neue Kunstspuren in unserem Dorf legen.

Aufgaben des Bildungsausschusses St. Martin

> Er stellt den Bedarf an Weiterbildung in seinem Einzugsgebiet fest.

> Er koordiniert die Bildungsinitiativen im Dorf, in dem er Raum für Vielfalt und Kreativität schafft.

> Er organisiert Weiterbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Einrichtungen oder auch eigenständig.

> Er fördert dorfspezifische Initiativen, erhält Traditionen und schafft Orte der Begegnung.

> Er ist Impulsgeber und blickt auch über den Tellerrand hinaus.

> Er kann die Weiterbildungsangebote einzelner Mitgliedsvereine durch die Übernahme von Kosten unterstützen.

> Er stellt Materialien zur Verfügung, z. B. in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Dinge Auszug Südtiroler Landesverwaltung „Bildung & Sprache“

Kultur – die Spur des Menschseins

Im Herzen des Dorfes, da schlägt ein Band, geknüpft aus Ideen und helfender Hand.

Es lebt von den Menschen, die planen und geben, von Festen, von Liedern, vom gemeinsamen Leben.

Wo Tradition und Neues im Einklang stehen, kann Gemeinschaft im Lichte der Vielfalt bestehen. Das Handwerk erzählt von vergangener Zeit, während die Jugend den Blick in die Zukunft leiht.

Die Natur ist das Dach, das uns Heimat verleiht, wo Wiesen bunt blühen und Saatgut gedeiht. Dies zu erhalten, soll ein Dorf danach streben, um im Rhythmus der Natur miteinander zu leben.

Geschichten erklingen, aus alter und neuer Zeit, sie malen das Dorf mit Farben der Ewigkeit. Da spielt eine Kapelle, ein Chor, der sich findet, Musik ist die Seele, die uns verbindet.

So lebt das Dorf, durch das, was wir geben, Kultur ist die Seele, der Atem, das Leben. Gemeinsam gestalten wir mit Freude den Ort, und machen „Kultur“ zu des Dorfes Wort.

Bildungsausschuss St. Martin

St. Martin

P S eirer g oa S l S chnöller Weihnachtsstand

der Goaslschnöller

Die Pseirer Goaslschnöller durften heuer an drei Wochenenden in der Adventszeit den Weihnachtsstand am Dorfplatz in St. Martin betreiben. Viele kamen uns besuchen und wurden mit heißen Geträn-

Zusammenschluss der Kanzleien Raich Rudolf und LHZ – Lustik Hofer Zöggeler

Die beiden Wirtschaftsund Steuerberatungskanzleien Raich Rudolf aus St. Martin in Passeier und LHZ Lustik Hofer Zöggeler aus Lana haben sich zusammengeschlossen.

Das Steuerberatungsbüro Dr. Raich Rudolf, welches seit dem Jahr 1989 in St. Martin in Passeier tätig ist, betreut zahlreiche Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen des Passeiertales, von Einzelunternehmen bis hin zu Kapitalgesellschaften. „Um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, die sich in allen Bereichen der Wirtschaft, besonders aber im Bereich des Steuer- und Handels-

rechts stellen, haben wir mit der Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei LHZ Lustik Hofer Zöggeler einen idealen Partner gefunden. Der Zusammenschluss, welcher bereits mit dem laufenden Jahr 2025 begonnen hat, wird von unseren Mandanten mit Wohlwollen gesehen“, erklärt Dr. Rudolf Raich, „sichert er doch den Standort in St. Martin in Passeier“.

„Die Kanzlei LHZ Lustik Hofer Zöggeler mit den Inhabern Dr. Armin Lustik, Dr. Vera Hofer und Dr. Erwin Zöggeler und ihrem mittlerweile 17-köpfigen Team ist seit dem Jahr 2006 vorwiegend in Lana und Umgebung tätig. Die Partnerschaft mit der etablierten Kanzlei Raich eröffnet neue Synergien und

ken und Krapfen versorgt. Dank unserer freiwilligen Helfer*innen und den Besucher*innen konnten wir den Reinerlös einer bedürftigen Familie spenden.

Roman Marth

gibt uns die Möglichkeit, Wirtschaftstreibende auch im Passeiertal noch besser zu unterstützen“, so Dr. Vera Hofer, und „wir freuen uns, dass der Zusammenschluss so gut klappt und das Team so viel Herzblut in die Sache steckt, denn der Zusatzaufwand für die Harmonisierung der Software stellt eine große Herausforderung für alle dar und ohne so engagierte Mitarbeiter wäre es nicht machbar gewesen!“. Durch den Zusammenschluss wird die gesamte Struktur und Organisation erweitert und auf eine breitere Grundlage gestellt. Dies ermöglicht für die

Zukunft eine bessere Spezialisierung in den verschiedenen Themenbereichen des Wirtschafts- und Steuerrechts und garantiert eine kompetente und fundierte Beratung der Mandanten.

Beide Standorte bleiben unverändert

Kanzlei LHZ Industriezone 1/5, 39011 Lana T +39 0473 878 300 www.lhz.bz.it

Kanzlei Raich Rudolf Dorfstr. 15/c, 39010 St. Martin T +39 0473 641 399 www.buero-raich.it

P r - a rtikel

Neuwahlen und Ehrungen

Die Freiwillige Feuerwehr St. Martin hielt am 17. Jänner 2025 ihre alljährliche Jahreshauptversammlung ab. Der Kommandant Roland Gufler begrüßte 53 aktive Wehrmänner und 11 Wehrmänner außer Dienst. Zudem waren Bürgermeister Dominik Alber, Bezirkspräsident Erhard Zuech und Ehrenkommandant Franz Gufler anwesend.

Tätigkeitsbericht: Das Jahr 2024 war mit insgesamt 59 Einsatzmeldungen an den Verband eher ein ruhiges Jahr. Dabei handelte es sich um vier Brandbekämpfungen, 50 technische Nothilfen und fünf Fehlalarme. Im Gegensatz dazu war das Übungsprogramm mit 63 Proben verschiedenster Art sehr umfangreich. Davon legt besonders die zahlreiche Teilnahme an Lehrgängen in der Feuerwehrschule Vilpian beredtes Zeugnis ab. Kassier Emanuel Krezdorn legte

einen umfangreichen und positiven Kassabericht ab, der von den Kassarevisoren und von der Hauptversammlung einstimmig gutgeheißen wurde.

Kommandant Roland Gufler blickte positiv auf das vergangene Jahr zurück und lobte den stetig gleichbleibenden Zusammenhalt der Feuerwehr. Höhepunkt des abgelaufenen Jahres war die Bezirkstagung, die nach 48 Jahren wieder in St. Martin abgehalten wurde. Er bedankte sich für die Teilnahme an den Übungen, sodass auch alle Einsätze unversehrt bewältigt wurden. Positiv ist zu erwähnen, dass auch die Veranstaltungen und Feste ohne größere Probleme abgewickelt worden sind. Moritz Pichler legte das Gelöbnis ab und wurde in den Reihen der Feuerwehr aufgenommen. Einen erfreulichen Tagesordnungspunkt bildeten

v.l.n.r.: Vizekommandant Lukas Fahrner, Neuaufnahme Moritz Pichler, Atemschutzwart und Gerätewart Christian Raich, Kommandant und Abschnittsinspektor Roland Gufler, Maschinist und Gerätewart Michael Haller, FM Kurt Gufler, Bürgermeister Dominik Alber, Bezirkspräsident Erhard Zuech

daraufhin die Ehrungen: Gerätewart und Maschinist Michael Haller wurde mit dem Dienstkreuz in Bronze für seinen 15-jährigen Einsatz geehrt. Für den 15-jährigen Verdienst als Kommandant erhielt Gufler Roland das Verdienstkreuz in Silber mit zwei Sternen. Christian Raich erhielt als Dank für seine Arbeit im Ausschuss eine Floriani Statue. Aufgrund des erreichten Alters von 65 Jahren schied Kurt Gufler aus dem aktiven Dienst aus, steht der FF St. Martin aber weiterhin als unterstützendes Mitglied (65 plus) zur Seite. Kommandant Gufler überreichte dem Bürgermeister einen Einsatzmantel mit der Aufschrift „Bürgermeister/ Sindaco“. Als wichtigster Tagesordnungspunkt standen die Neuwahlen an. Einstimmig wurde Roland Gufler wieder zum Kommandanten

gewählt. Ihm zur Seite steht wiederum Lukas Fahrner als sein Stellvertreter. Die drei gewählten Ausschussmitglieder setzen sich aus Emanuel Krezdorn, Stefan Eschgfäller und Georg Gufler zusammen. Dem weiteren Ausschuss gehören die zwei Zugskommandanten Christian Marth und Harald Pichler, sowie zwei Zugskommandantenstellvertreter Michael Haller und Daniel Mair an. Als Gruppenkommandanten wurden Manuel Pfitscher, Norbert Karlegger, Jonas Ennemoser und Erich Raich ernannt. Den Ausschuss vervollständigen Atemschutzwart Paul Walder und Gerätewart Armin Thaler. Bürgermeister Dominik Alber gratulierte den Gewählten und bedankte sich beim Ausschuss für die gute Zusammenarbeit, insbesondere dem Kommandanten und gleichzeitigem Abschnitts-

ff St. Martin

inspektor Roland Gufler für seinen gewaltigen Einsatz im Feuerwehrwesen. Das Ansehen der Feuerwehr in der Martiner Bevölkerung ist sehr hoch.

Bezirkspräsident Erhard Zuech überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes Meran und dankte den Wehrmännern, die ihre Freizeit für Schulungen, Vereinswesen und den Feuerwehrdienst im Allgemeinen opfern. Anschließend an die Jahreshauptversammlung konnten sich die Feuerwehrleute bei einem Essen untereinander austauschen.

Die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin möchte sich bei allen Gönnern und Sponsoren, besonders denjenigen, die die FF bei der alljährlichen Kalenderaktion unterstützen, herzlich bedanken.

Roland Gufler und Kurt Gufler

Der Ausschuss bei der Jahreshauptversammlung Imkerverein St. Martin am 12.1.2025;

v.l.n.r.: Emanuel Krezdorn, Elke Pirpamer, Stefan Haspinger, Bürgermeister Dominik Alber, Andreas Ilmer

Der Imkerverein St. Martin stellt sich vor

Aktuell zählt der Verein 37 Mitglieder. Den Ausschuss bilden Ilmer Andreas – OM, Fabian Zwischenbrugger –OMSTV, Emanuel Krezdorn –KA, Elke Pirpamer – SF, Stefan Haspinger, Thomas Frötscher und Meinrad Pamer – RV. Insgesamt betreuen unsere Mitglieder zirka 400 Bienenvölker, zum Einsatz kommen bevorzugt Magazin-Beuten.

Veranstaltungsvorschau

2025:

> 8. Februar: Bezirksversammlung in Marling mit Ehrung von Johanna Eschgfäller für 25 Jahre Mitglied

> 8. März: Fahrt zur Fachmesse „Apimell“ in Piacenza

> 29. März: Bundesvollversammlung in Terlan

> April: Blütenwanderung

> 16. – 18. Mai: Dorffestival

> Herbst: Erntedankfest

> Dezember: Feier zum Hl. Ambrosius

In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Imkerbund werden auch Imker*innen-Schnupperkurse für Personen, welche Interesse an Bienenzüchtung und -produkten haben, angeboten. Mehr Infos bei den Ausschuss-Mitgliedern. Danke Stefan für deinen Einsatz!

Stefan Haspinger ist seit fast 40 Jahren passionierter Imker und über 25 Jahre setzte er sich als Obmann des Imkervereines St. Martin, tatkräftig mit vollem Einsatz, für die Belange von Verein und Bienenwohl ein. Obmann Ilmer Andreas ernannte Stefan bei der heurigen Jahreshauptversammlung zum EhrenObmann und die Mitglieder dankten mit Applaus. Stefan selbst ist die Freude an der Bienenzucht in die Wiege gelegt worden, war doch sein Vater Anton schon ein begeisterter Imker.

Mit 16 Jahren packte ihn die Leidenschaft für diese einzigartigen Insekten und er startete mit fünf eigenen Völkern. Seine 2024 erhaltene Auszeichnung mit Gold für seinen Honig bei der 12. Honigbewertung des Landes beweist seine anhaltende Begeisterung und Hingabe für die Imkerei. Zusätzlich nahm er sich immer Zeit, als Obmann, fachlich und kollegial den Imker*innen zur Seite zu stehen und somit dem Imkerverein einen unbezahlbaren Dienst zu erweisen. Nunmehr gehört Stefan zu den tragenden Säulen der Imker in Südtirol, dies bestätigt seine Wiederwahl zum Bundesobmann-Stellvertreter des Südtiroler Imkerbundes. Wir danken Dir, Stefan, für dein unermüdliches Engagement und wünschen weiterhin Freude im Amt und noch viele schöne Imkerjahre. Andreas Ilmer

St. Martin

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

Am Samstag, den 1. Februar 2025 fand im Bürgersaal von Stuls die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Moos statt. Mit den Neuwahlen wurde die neue Feuerwehrführung bestimmt. Dabei wurde Markus Platter als Kommandant bestätigt und Jan Fontana zum neuen Vizekommandanten gewählt.

Zum Jahresende betrug der Mitgliederstand der Feuerwehr Moos mit Zug Stuls 63 aktive Mitglieder.

Vom aktiven Dienst schied mit dieser Hauptversammlung Karl Königsrainer aus Altersgründen aus; er wird jedoch als unterstützendes Mitglied weiter der Wehr zur Seite stehen.

Im letzten Jahr wurde zu zwei Brandeinsätzen ausgerückt. Bewältigt wurden 29 technische Einsätze, wobei unter anderem zu Unfällen, Fahrzeugbergungen, Straßenreinigungsarbeiten, Rohröffnungen und Suchaktionen gefahren wurde. Ein Fehlalarm war zu verzeichnen.

Zu erwähnen waren auch sieben Ordnungsdienste bei Veranstaltungen,

Prozessionen und Beerdigungen. Bei fünf Gemeinschaftsübungen, drei Vollproben und weiteren 27 Zugs- und Gruppenproben wurde für den Ernstfall geprobt. Hervorzuheben sind dabei die MANV-Übung zusammen mit der Gemeindeleitstelle Moos und den Feuerwehren und Bergrettungsstellen des Hinterpasseier und der Feuerwehr St. Leonhard sowie die Atemschutz-Gemeinschaftsübung in der ehemaligen Finanzkaserne Moos.

Zur Ausbildung und Vertiefung haben fünfzehn Wehrleute verschiedene Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Vilpian besucht. Kassier Kurt Hofer bedankte sich nach der Verlesung des Kassaberichts bei allen, die den Verein finanziell unterstützen und fördern. Auch an die vielen Betriebe sowie an die privaten Spenderinnen und Spender richtete er einen Dank, da sie sehr zum positiven Kassabericht beigetragen haben.

Sandra Ilmer legte nach ihrem Probejahr das feierliche Gelöbnis ab. Es folgten die Neuwahlen,

mit denen der neue Ausschuss bestimmt wurde. Markus Platter stellte sich nochmal als Kommandant zur Verfügung. Er wurde beim Wahlgang bestätigt. Als Schritt in die Zukunft wurde Jan Fontana zu seinem Stellvertreter gewählt, nachdem sich Robert Lanthaler nicht mehr dafür zur Verfügung gestellt hatte. Die gewählten Ausschussmitglieder sind Oskar Widmann, Thomas Pajonk und Joachim Lanthaler. Bürgermeister Gothard Gufler gratulierte Markus Platter zur Wiederwahl und wünschte dem neu gewählten Ausschuss gutes Gelingen. Er dankte für die Tätigkeit im vergangenen Jahr und für die Veranstaltung von Festen, was auch eine wichtige soziale Aufgabe für die Dorfgemeinschaft sei. Er berichtete, dass der Zivilschutzplan der Gemeinde weiterentwickelt wird. Im vergangenen Herbst wurde er digitalisiert. Dieser sei alle zehn Jahre zu überarbeiten. Zusätzlich wies er auf das staatliche Alarmierungssystem IT-alert hin, welches Notfallinformationen,

Unwetterwarnungen und Warnungen vor Naturkatastrophen herausgibt. Damit können an jedes im Netz einer bestimmten Zone angemeldete Handy Alarmnachrichten verschickt werden. Dieses System wird auch ständig ausgebaut und weiterentwickelt. Anschließend stellte er das Projekt zum Neubau des Zivilschutzzentrums Moos vor, in dem die Feuerwehr sowie die Bergrettung und weitere Vereinsräume untergebracht werden sollen. →

v.l.n.r.: der scheidende Kommandant-Stellvertreter Robert Lanthaler, neuer Zugskommandant Zug Stuls Alexander Ilmer, BM Gothard Gufler, Sandra Ilmer, neuer Kommandant-Stellvertreter Jan Fontana, scheidender Zugskommandant für Stuls

Gerald Halbeisen, Kommandant Markus Platter und Abschnittsinspektor Roland Gufler und Zugskommandant für Moos Patrick Gufler Foto: Hubert Gögele

ff Moo S

v.l.n.r.: Christoph Gögele, Bürgermeister

Gothard Gufler, Thomas Gufler, Arthur Hofer, Daniel Haller,

Abschnittsinspektor Roland Gufler

Abschnittsinspektor Roland Gufler informierte unter anderem darüber, dass inzwischen mit dem Austausch aller Funkgeräte die Umstellung auf das digitale TETRA-Funknetz abgeschlossen ist.

Er hob die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren hervor, die den Zusammenhalt stärke. Den Atemschutzwarten dankte er für die Ausrichtung der realistischen Übung; daran nahmen die Atemschutz-Träger des Tales gerne teil.

Die Lehrgänge zu besuchen, legte er besonders den Neugewählten ans Herz. Dabei erwähnte Abschnittsinspektor Gufler den neuen Lehrgang zur Waldbrandbekämpfung; ein Thema, mit dem wir in den nächsten Jahren zu tun haben werden. Es folgte die Gratulation zur Wiederwahl an Markus Platter; es hat Roland Gufler sehr gefreut, dass er weitermacht.

Zum Abschluss dankte Kommandant Markus Platter allen ausführlich für jegliche Unterstützung und Mithilfe. Hubert Gögele

Jahreshauptversammlung

Am Samstag, den 18. Januar 2025 fand im Gasthaus Platterwirt die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Feuerwehr Platt mit Zug Pfelders statt. Anwesend waren Bürgermeister Gothard Gufler, Abschnittsinspektor Roland Gufler, ein Mitglied außer Dienst und 41 aktive Mitglieder. Der Kommandant Daniel Haller eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung aller Anwesenden und einer Gedenkminute aller verstorbenen Mitglieder. Er bedankte sich beim gesamten Ausschuss für die gute Zusammenarbeit und bei allen Mitgliedern der Wehr für Ihre Mitarbeit und den fleißigen Einsatz im vergangenen Jahr. Aus dem Tätigkeitsbericht ging hervor, dass die Feuerwehr Platt im Jahr 2024 zu insgesamt 13 Einsätzen ausrücken musste. Zudem wurden viele Übungen durchgeführt und zwei Veranstaltungen. Weiters nahmen elf Personen an acht Schulungen an der Landesfeuerwehrschule teil. Bei allen Übungen, Schulungen, Diensten und Einsätzen waren insgesamt 720 Feuer-

wehrmitglieder mit einem Zeitaufwand von 1.982 Stunden beteiligt. Mit dem Gelöbnis wurden Gabriel Gufler, Franz Raffl und Florian Gufler in die Feuerwehr Platt aufgenommen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Tagesordnung waren die Ehrungen. Thomas Gufler und Arthur Hofer erhielten das Verdienstkreuz in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft. Außerdem erhielt Franz Haller eine Urkunde für seinen langjährigen fleißigen Dienst bei der Feuerwehr und wurde als Ehrenmitglied ernannt. Daniel Haller wurde mit 40 Stimmen als Kommandant wiedergewählt, Christoph Gögele wurde mit 41 Stimmen als Kommandant-Stellvertreter wiedergewählt. Alexander Zipperle, Peter Gufler und Konrad Marth wurden ebenfalls wieder als Ausschussmitglieder gewählt. Bürgermeister Gothard Gufler begrüßte alle recht herzlich und betonte die gute Zusammenarbeit im Ausschuss. Er gratulierte den neuen Mitgliedern und wünschte Ihnen viel Freude bei der Feuerwehr, den Geehrten gratulierte er

zu ihrem langjährigen Dienst. Er betonte, dass es wichtig ist, von Übungen und Einsätzen gesund nach Hause zu kommen. Auch der Abschnittsinspektor Roland Gufler begrüßte alle recht herzlich und richtete die Grüße vom Bezirksfeuerwehrverband aus. Er gratulierte Daniel Haller und Christoph Gögele zur Wiederwahl, ebenfalls den drei Ausschussmitgliedern. Den Geehrten und den drei neuen Mitgliedern sprach er ebenfalls seine Glückwünsche aus. Roland Gufler bedankte sich bei allen für die Arbeit und den Einsatz der letzten Jahre und richtete allen Familienmitgliedern liebe Grüße aus. Anschließend wünschte er allen einen schönen Abend und verabschiedete sich mit einem „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“. Nach den Ansprachen der Ehrengäste bedankte sich der Kommandant Daniel Haller nochmals bei allen Anwesenden und beendete die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Platt mit den Worten „Guten Appetit und Gut Heil“ Annalena Gufler

ff Platt

Jahreshauptversammlung

Am Samstag, den 11. Januar 2025 fand im Vereinshaus von Schweinsteg die 75. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Saltaus statt. Kommandant Dietmar Haller begrüßte Bürgermeister Dominik Alber, Bezirksfeuerwehrpräsident Erhard Zuech, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Ehrenmitglied Martin Kuen sowie 38 aktive Mitglieder der Feuerwehr Saltaus.

Im Jahr 2024 wurde die Feuerwehr zu 21 Einsätzen gerufen, wobei glücklicherweise keine größeren Schadensereignisse eingetreten sind. Zudem wurden zahlreiche Übungen und Veranstaltungen abgehalten,

darunter der traditionelle Höfemarkt beim Torgglerhof Ein Highlight des Jahres war der Erhalt des neuen Tanklöschfahrzeugs, das für die Feuerwehr eine große Bereicherung darstellt. Kommandant Haller bedankte sich besonders bei der Gemeindeverwaltung und dem Bezirksverband für die großzügige Unterstützung beim Ankauf des Fahrzeugs.

Im Rahmen der Versammlung leisteten Dominik Brunner und Manuel Kofler ihren Schwur und wurden offiziell in die Feuerwehr aufgenommen. Zudem wurden die Wehrmänner Karl Zipperle und Günther Zwischenbrugger für ihre

25-jährige Mitgliedschaft mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet. Bei den anschließenden Neuwahlen wurden Kommandant Dietmar Haller und sein Stellvertreter Günther Platter in ihrem Amt bestätigt und werden für weitere fünf Jahre die Führung der Feuerwehr übernehmen. Zudem wurden Thomas Hofer und Roman Reichhalter wieder in den Ausschuss gewählt, während David Haller neu hinzugekommen ist. In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Alber den Feuerwehrmitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit.

Bezirksfeuerwehrpräsident Zuech schloss sich den Dankesworten an und gratulierte der Kommandantschaft zur Wiederwahl. Auch Abschnittsinspektor Gufler bedankte sich und wünschte allen Kameraden, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen und Übungen zurückkehren mögen.

Kommandant Dietmar Haller beendete schließlich die Jahreshauptversammlung mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“. Florian Pixner

oben

Auszeichnung des Verdienstkreuzes in Silber: (v.l.n.r.) Bürgermeister Dominik Alber, Bezirkspräsident Erhard Zuech, Karl Zipperle, Günther Zwischenbrugger, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Kommandant Dietmar Haller

unten

Neuaufnahmen: (v.l.n.r.)

Fähnrich Rudolf Zipperle, Dominik Brunner, Manuel Kofler, Kommandant Dietmar Haller

Fotos: Werner Spiess

ff Saltau S

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kvw

Preiswatten im Leonhards.Zentrum

Ein gelungenes Event für alle Generationen

Am Samstag, den 9. November 2024 luden der KVW St. Leonhard und das Jugendbüro Passeier alle begeisterten Watt-Fans zum traditionellen Preiswatten ins Leonhards.Zentrum ein. Die Veranstalter waren erfreut über die hohe Nachfrage: Die begehrten 80 Spielerplätze waren schnell vergeben. Pünktlich um 14 Uhr öffneten sich die Türen des Leonhards.Zentrum, und alle Teilnehmer*innen nahmen an ihren Tischen Platz. Nach einer herzlichen Begrüßung konnte das beliebte Südtiroler Kartenspiel beginnen. In diesem freundschaftlichen

Turnier, bei dem der Spaß am Spiel im Mittelpunkt steht, tritt jedes Paar insgesamt vier Mal gegen verschiedene Teams an. Die Sieger werden anhand der erzielten Punktzahl und der Punktedifferenz ermittelt. Um 17 Uhr folgte dann die feierliche Siegerehrung, bei der alle Spieler*innen mit tollen Preisen geehrt wurden. Es gab Gutscheine, Geschenkkörbe und viele weitere attraktive Sachpreise. Im Teilnahmebeitrag war außerdem ein köstlicher Kuchen mit Kaffee enthalten und für erfrischende, alkoholfreie Getränke war ebenfalls gesorgt – im Einklang

mit dem Konzept des Jugendzentrums. Neben den spannenden Spielen war der Nachmittag auch geprägt von einem regen Austausch zwischen den Teilnehmenden verschiedenster Altersgruppen. Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren: dem KVW St. Leonhard, vertreten durch Franz Pichler und Adolf Pirpamer, sowie den Mitarbeiter*innen des Jugendbüro Passeier. Erwähnenswert ist auch Schiedsrichter Sepp Ennemoser, der für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgte, sowie alle freiwilligen Helfer*innen,

die sich um das Wohl der Teilnehmenden kümmerten. Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Sponsoren, deren großzügige Unterstützung die Veranstaltung erst möglich machte. Das Preiswatten findet jedes Jahr am ersten Samstag im November statt und steht unter dem Motto „Jung und Alt wattet gern“. Es ist Teil der vielen generationsübergreifenden Angebote des Leonhards.Zentrum, das den Dialog und das Miteinander der Generationen fördert. Adolf Pirpamer

Liebe Eltern, herzlichen Glückwunsch zur Diamantenen Hochzeit!

Auf 60 Jahre blickt ihr mit Stolz zurück. 60 Jahre voller Freude, Arbeit und Glück. 60 Jahre schafft nicht jedes Paar. In guten und in schlechten Zeiten, lasst ihr das Glück nie entgleiten.

Gottes Segen und noch viele gemeinsame Jahre wünschen Euch, Eure Kinder mit Familien.

-Senioren St.
eonhard
Hoc H ze I tsjub I läum

Sternsingeraktion 2025 in St. Martin

und Saltaus

Über 30 Ministrantinnen und Ministranten von St. Martin und Saltaus, unterstützt von Geschwistern und Jungscharkindern, waren in acht Gruppen zu Beginn dieses Jahres in den Fraktionen und im Dorf von St. Martin als Sternsinger unterwegs. Sie waren sehr motiviert und gut vorbereitet, um den Familien und alleinstehenden Menschen unserer Pfarrgemeinde sowie Betrieben die Weihnachtsbotschaft und Segenswünsche für das Neue Jahr zu überbringen. Am 2. Jänner trafen wir uns schon früh morgens zum Ankleiden. Anschließend feierte Prior P. Christian Stuefer OT mit uns in der Pfarrkirche die Hl. Messe, wo er u. a. Weihrauch und Kreide segnete, den Sternsinger den Segen Gottes zusprach und sie dann aus-

sendete. Ihr Einsatz wurde in erster Linie damit belohnt, dass sie von vielen freundlich aufgenommen wurden und großzügige Spenden sammeln konnten. Neben der Kindertagesstätte besuchten wir auch das Seniorenwohnheim St. Benedikt. Die Senior*innen freuten sich ganz besonders über den Besuch und auch für die Sternsinger waren es besonders freudige Begegnungen. Mit Spannung wird jedes Mal das Spendenergebnis erwartet. Wir konnten es fast nicht glauben, dass wir heuer an das Ergebnis vom Vorjahr anknüpfen konnten und insgesamt über € 17.000,00 gespendet wurden! Da sind die Strapazen des Tages vergessen und die Genugtuung groß, zu wissen, dass mit dem Sammeln der Spenden vielen Kindern in oft men-

schenunwürdigen Lebenssituationen auf der ganzen Welt geholfen werden kann. Den Abschluss der Sternsingeraktion bildete das feierliche Hochamt zum Fest der Erscheinung des Herrn, wo die Sternsinger noch einmal in ihren königlichen Kleidern Dienst am Altar taten. An dieser Stelle sagen wir allen, die diese Aktion so großzügig unterstützt haben, unseren Begleiter*innen, den Familien und Gastbetrieben, die uns zu Mittag eingeladen haben und allen, die organisatorisch mitgeholfen haben, von Herzen Vergelt’s Gott!

Für besonderen Schutz, der das ganze Jahr währt, bringen die Sternsinger traditionell den Segen „Christus mansionem benedicat“ am Jahresanfang in jedes Haus. Am 1. Januar wurden sie bei der Heiligen Messe durch Pfarrer Florian Öttl ausgesandt; am Königstag, den 6. Januar feierten sie mit ihm als Abschluss der Sternsinger-Aktion nochmals die Messe. Zu dieser Sternsingeraktion gab es eine besondere Vorbereitung: Alexandra von der Südtiroler Katholischen Jungschar besuchte die Kinder und Jugendlichen in Moos. Am 14.12.2024 kam sie mit dem Sternsinger-Koffer in den 5er Treff und erzählte Firmlingen und Sternsingern viel über Indonesien. Sie brachte Dinge zum Anschauen und Kosten mit, gemeinsam

St. Martin und Saltau S
Moo S Sternsinger bringen Segen in Moos
Viele begeisterte Sternsinger in St. Martin und Saltaus
Dienst um den Altar

schauten die Kids einen Filmbeitrag über das unterstützte Projekt, ein Waisenhaus in Indonesien.

Am 3. Januar waren insgesamt 16 Mädchen und Jungen im Gemeindegebiet Moos unterwegs, um die frohe Botschaft in alle Häuser zu tragen. Eine Gruppe zog durch Pill, eine durch die Außenbezirke Aue, Hahnebaum und Sattel und zwei Gruppen besuchten die Einwohnerinnen und Einwohner von Moos Dorf. Die Sternsinger singen nicht nur Lieder, bringen Weihrauch und spenden den Segen – sie sammeln auch Spenden für Kinder in Ländern, in denen Hilfe dringend nötig ist.

Sonja Zipperle, Anita Pixner, Rosi Grassl und Oskar Holzknecht, die die Sternsinger begleiteten, bedanken sich herzlich bei allen Kindern,

die ihre Freude und Gottes Segen in die Häuser brachten und gleichzeitig so viel Gutes damit getan haben. Vergelt’s Gott für die freundliche Aufnahme in den Häusern, die großzügigen Spenden und Pfarrer Florian Öttl für die Unterstützung. Den Segen nach Hause zu bringen ist eine wunderschöne Aufgabe, da alle spüren, wie sehr er geschätzt wird.

Simone Peist

Fleißige Ministranten und Ministrantinnen gibt es auch in Rabenstein. Die Pfarrei ist klein, Sonntagsgottesdienste gibt es aber immer; ob ein Priester da ist oder Wortgottesfeiern gehalten werden, die Minis werden immer gebraucht.

Alljährlich Anfang Januar bedankte sich die Pfarrei Rabenstein bei ihren Minis. Simon Gufler, der Ministrantenleiter, freute sich auch heuer wieder, einen Ministranten neu aufnehmen zu dürfen. Zehn Minis wurden nach dem Gottesdienst zum Pizzaessen eingeladen. Die Pfarrei wünscht allen viel Freude bei der Arbeit um den Altar. Es ist ein wichtiger Dienst, den unsere Kinder verrichten können. Vergelt’s Gott allen.

Waltraud Gatterer

r a B en S tein
Die fleißigen Ministrantinnen und Ministranten in Rabenstein
Erfolgreiche Sternsingeraktion auch in Moos
Foto links: Hubert Gögele, Foto rechts: Sonja Zipperle

Passeiertal geht voran:

Tourismus nachhaltig gestalten

Das Passeiertal setzt ein klares Zeichen für nachhaltigen Tourismus: Die Region wurde von der international anerkannten Zertifizierungsstelle ‚Green Destinations‘ nach dem GSTC-Recognized-Standard von IDM Südtirol mit Level 1 ausgezeichnet. Dieser Meilenstein unterstreicht das Engagement des Tals, den Tourismus verantwortungsvoll zu gestalten – im Einklang mit Natur, Kultur und Gemeinschaft.

Die Zertifizierung ist das Ergebnis eines umfassenden Prozesses. In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Einheimischen und Gästen wurden alle relevanten Bereiche unter die Lupe genommen: vom Management über ökologische Fragen bis hin zur sozialen und kulturellen Nachhaltigkeit. Durch Umfragen und Analysen entstanden konkrete Maßnahmen, die nicht nur dem Klima zugutekommen, sondern auch die Lebensqualität im Tal langfristig sichern.

Fünf Gemeinden –ein Ziel

ten zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. Ihr Engagement zeigt, dass nachhaltiger Tourismus nur funktioniert, wenn alle mit anpacken: Verwaltung, Betriebe, Einheimische und Gäste.

Nachhaltigkeit mit Perspektive „Die Zertifizierung ist ein echter Erfolg für das Passeiertal, der weit über den Tourismus hinausgeht. Sie ist ein Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, für den wir uns weiter konsequent engagieren werden“, erklärt Ulrich Königsrainer, Präsident des Tourismusvereins Passeiertal. „Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg unterstützen und bereits wertvolle Ideen beigesteuert haben –von den Gemeinden über unsere Gäste bis hin zu den Einheimischen.“ touri SM u S verein Pa SS eiertal

Nach vorne blicken –weiter gestalten

Die Auszeichnung ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang. In den kommenden Jahren wird der Tourismusverein Passeiertal weiter an nachhaltigen Lösungen arbeiten und bestehende Maßnahmen ausbauen.

In drei Jahren steht die nächste Herausforderung an: die Rezertifizierung. Dann zeigt sich, welche Fortschritte wir erzielen konnten – und welche neuen Ideen die Destination weiterbringen.

Simone Peist

Die Nachhaltigkeitszertifizierung für das Passeiertal Foto: Simone Peist

Ein Schlüssel zum Erfolg war die enge Kooperation mit den fünf Gemeinden des Passeiertals: Kuens, Riffian, St. Martin, St. Leonhard und Moos. Sie setzen bereits auf nachhaltige Konzepte – etwa mit Klimaplänen und Projek-

stellenanze I ge Suche Unterstützung bei Pflege oder Haushalt in Riffian, stundenweise oder halbtägig, einheimisch, deutschsprachig.

Kontakt: T 334 6532906

Die Klimashow in Moos:

Impulse für nachhaltiges Handeln

Am 5. Februar 2025 veranstalteten der Tourismusverein Passeiertal und die Gemeinde Moos die Klimashow von Climate Action Südtirol im Bürgerhaus. Der Abend brachte Expert*innen, Gemeindeverantwortliche und Interessierte zusammen. Gemeinsam diskutierten sie über Wege, wie Nachhaltigkeit im Alltag und in der Region umgesetzt werden kann. Beim anschließenden Umtrunk gab es nur Lebensmittel zu verkosten, die vor Ort produziert wurden. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr, dass Klimaschutz nur gemeinsam funktioniert – durch das Engagement von Tourismus, Gemeinden und der Bevölkerung.

Warum Nachhaltigkeit keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist Der Klimawandel betrifft uns alle. Extremwetterereignisse, steigende Temperaturen und der Rückgang der Biodiversität sind keine abstrakten Bedrohungen, sondern bereits heute spürbar. Deshalb ist es entscheidend, den Wandel aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für die Natur, sondern auch für kommende Generationen.

Schulterschluss von Tourismus und Gemeinden Im Passeiertal ziehen der Tourismusverein und die fünf Gemeinden an einem Strang. Ziel ist es, den gesamten Lebensraum nachhaltig zu entwickeln – für Einheimische ebenso wie für Gäste. Eine nachhaltige Destination zu sein, bedeutet nicht nur

das Umweltbewusstsein zu stärken, sondern auch langfristig die Lebensqualität und die wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Die Klimashow machte deutlich, dass dieser Weg nur gemeinsam beschritten werden kann.

Biodiversität bewahren –ein Schlüssel für die Zukunft

Ein intaktes Ökosystem ist die Basis für eine lebenswerte Umwelt. Die Klimashow zeigte auf, wie wichtig der Schutz der Artenvielfalt ist – von seltenen alpinen Pflanzen und Tieren bis hin zu gesunden Wäldern. Wenn die Natur geschützt wird, können kommende Generationen sie erleben und nutzen.

Grüne Energie als Lösung Seit Jahrzehnten setzt man im Passeiertal auf erneuer-

bare Energien, allen voran auf Wasserkraft. Die Region nutzt dank etlicher Pioniere ihr Potenzial, um saubere Energie zu gewinnen und damit CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Veranstaltung unterstrich, dass Investitionen in nachhaltige Technologien der Schlüssel für eine klimafreundliche Zukunft sind.

Ausblick: Was bleibt von der Klimashow?

Die Klimashow hat nicht nur informiert, sondern auch inspiriert. Die in der Diskussionsrunde aufgeworfenen Fragen vertieften die Anwesenden beim Umtrunk mit regionalen Spezialitäten. Die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen mit neuen Ideen und Impulsen nach Hause. Entscheidend ist nun, dass die vorgestellten Maßnahmen nicht Theorie bleiben, sondern

aktiv umgesetzt werden –im Tourismus, in den Gemeinden und im Alltag jedes Einzelnen.

Nachhaltigkeit ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine gemeinsame Verantwortung. In diesem Sinne unterstützten das Jugendbüro JubPa, der Alpenverein Sektion Passeier und das MuseumHinterPasseier die Klimashow. Simone Peist

Evi Bozza, Direktorin des Tourismusvereins Passeiertal und Bürgermeister Gothard Gufler begrüßen zur Klimashow. Thomas Benedikter und Silke Raffeiner referierten. Foto: Hubert Gögele

Ein beeindruckendes Erlebnis war der Besuch der Eisshow „Holiday on ice“ in Innsbruck.

Der ESV blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück

Auch in diesem Jahr konnte durch die gute Zusammenarbeit mit den Bauhofmitarbeitern der Gemeinde St. Martin, wie vorgesehen, bereits Ende November die Eröffnung des Eislaufplatzes stattfinden.

Selbstredend braucht es dazu aber auch unsere hochgeschätzten Eismeister. Allen voran unserem altgedienten Vollprofi Helli (Helmut Reiterer), der mit seiner enormen Erfahrung für optimale Bedingungen sorgt. Ihm zur Seite stand heuer zum ersten Mal Hans Brunner. Von Anfang an hat er sich um den Eisplatz bemüht und so unser Team perfekt ergänzt. Ihnen gebührt Respekt und Anerkennung, denn ob Regen oder Schnee, Sonne oder Wind, nichts hat sie aus der Ruhe gebracht. Herzlichen Dank dafür!

Der ESV St. Martin hat derzeit 820 Mitglieder, eine Zahl, die sich wirklich sehen lassen kann! Dazu passt, dass über 100 Kinder in den Eislaufkursen eingeschrieben waren. Die Vorbereitung auf die Saison begann bereits im Herbst mit dem Trockentraining in der Sporthalle, das von Sybille Schgör abgehalten wurde. Danach folgte durch Hanna Kessler die Vorbereitung auf die Weihnachtsshow, welche am 21. Dezember 2024 auch den ersten Saisonhöhepunkt

darstellte. Die 17-köpfige Truppe rund um ihre Betreuerin Hanna Kessler bot eine beeindruckende Show. Szenen aus dem Film „Der Grinch“ wurden zum Besten gegeben und begeisterten die zahlreich anwesenden Zuschauer*innen. Als Belohnung gab es einen Gutschein für den Besuch der Eisshow „Holiday on ice“ in Innsbruck, die man am 2. Februar mit 37 Teilnehmer*innen besuchte. Organisiert vom Ausschussmitglied Julia Kofler, war es für alle ein beeindruckendes Erlebnis. Der rührige Ausschuss des ESV St. Martin setzt sich derzeit aus folgenden Mitgliedern zusammen: Präsident Erich Kofler, Kassiererin Jolanda Hofer, Schriftführerin Petra Pirpamer, die Jugendleiterinnen Julia Kofler, Hanna Kessler, Lea Fahrner und Leni Tschöll, weitere Mitglieder sind Barbara Larch, Katja Schmidhammer, Petra Kofler, Christine Pirpamer und Helmut Reiterer als Platzpfleger. Sie sind hauptverantwortlich für die Planung und das Gelingen unserer Aktivitäten und ihnen gebührt ein herzliches Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch heuer besuchten wiederum viele Schulklassen von Moos bis Kuens unseren Eisplatz und nutzten das sehr günstige Angebot unseres Vereins.

Ab Jänner stand die Vorbereitung auf die Vereinsmeisterschaft auf dem Programm, die am 8. Februar ausgetragen wurde. Nach vier Jahren Pause ist es gelungen, genügend Teilnehmende zu motivieren, sich in einem Wettkampf zu messen.

13 Teilnehmer*innen waren am Start.

Teilnehmer*innen: Emely Haller, Samira Schwienbacher, Denise Mair, Alissa Cassan, Annalena Mair, Alina Pixner, Sarah Gufler, Lisa Maier, Lisa Eschgfäller, Paulina Pichler, Leni Tschöll, Tobias Schuler, Lena Gamper.

Gruppe 1: Siegerin Emely Haller

Gruppe 2: Siegerin Sarah Gufler

Gruppe 3: Siegerin Lena Gamper

Zweiter Tobias Schuler

Dritte Paulina Pichler

Zum Gelingen des Ganzen tragen viele Unterstützer*innen bei, denen an dieser Stelle gedankt sei.

Klein- sowie Hauptsponsoren stehen hinter dem Projekt „Eiskunstlaufplatz“, welches natürlich auch finanzielle Ressourcen benötigt.

Auch die „Baristas“ verdienen sich Respekt für die Geduld, mit welcher sie dem Ansturm der vielen Kinder und Familien begegnen. Denn eines ist seit Jahren offensichtlich: der Eislaufplatz war, ist und bleibt ein Treffpunkt für die ganze Familie.

Erich Kofler und Kurt Gufler

e i SSP ortverein St. Martin

Weihnachtsfeier

Am 20. Dezember 2024 feierten über 40 Sportler*innen der Sektion Kampfsport des ASC Passeier, darunter Kinder und Erwachsene, ihre Weihnachtsfeier im Schießstand St. Leonhard. Im Mittelpunkt standen der Teamgeist und das gemeinsame Miteinander.

Präsident Günter Righi bedankte sich bei allen Athlet*innen für ihr Engagement und freute sich besonders über die vielen jungen Sportbegeisterten, die im letzten Jahr zum Kampfsport gekommen sind.

Ein großer Dank ging an die Trainer Luis Schwienbacher, Andreas Righi und Luis Birkner, die das Training mit viel Leidenschaft leiten; an die fleißigen „Putzfeen“, die regelmäßig die Trainingshalle sauber halten, sowie an den Ausschuss, der im Hintergrund die bürokratischen und organisatorischen Aufgaben erledigt.

Als Weihnachtgeschenk erhielten alle Athlet*innen eine neue Trinkflasche mit dem Vereinslogo. Die Freude über die Weihnachtsgeschenke und das

gemeinsame Beisammensein war bei allen spürbar. Außerdem danken wir den großzügigen Sponsoren und dem Koch Thomas für die Unterstützung bei der Weihnachtsfeier.

Die Sektion Kampfsport freut sich auf das neue Jahr mit weiteren sportlichen Erfolgen und schönen gemeinsamen Momenten.

Michaela Righi

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Desiree Righi gewinnt Europameistertitel

Am 30.11.2024 sicherte sich Desiree Righi den WMC European Title im Muay Thai in der Gewichtsklasse bis 57 kg. Der Kampf fand im Sheraton in Bozen statt, wo sie gegen das Tschechische Talent Adelé Kolìnská antrat. Einige Athlet*innen des Kampfsportvereins und ihre Familie waren vor Ort, um sie lautstark zu unterstützen.

Nach ihrem Italienmeistertitel 2023 in der Gewichtsklasse bis 62 kg ist Desiree nun auch Europameisterin bis 57 kg. Wer weiß, vielleicht greift sie bald nach dem Weltmeistertitel?

Der ASC Passeier Sektion Kampfsport gratuliert herzlich!

Michaela Righi

Einige Athlet*innen des Kampfsportvereins und ihre Familie waren vor Ort, um Desiree Righi lautstark zu unterstützen.

a MP f SP ortart Muay t hai
Die Weihnachtsfeier im Schießstand St. Leonhard

Kleine Schützen, große Ziele:

Nachwuchs im Biathlon

Der Schnee knirscht unter den schmalen Skiern, konzentrierte Stille liegt über der Loipe Innerhütt. Gedämpft sind Luftgewehrschüsse und Kinderstimmen zu hören. Laufen, zielen, Spaß haben –dafür sind die zehn Kinder zwischen 7 und 15 Jahren hier. Die Kombination aus Ausdauer, Koordination und Präzision fordert die jungen Athletinnen und Athleten – und momentan sind die Bedingungen zum Trainieren ideal. Die Kinder sind Mitglieder im ASC Passeier, Sektion Langlauf/Biathlon. Dessen Nachwuchsarbeit ist (nicht nur) im Biathlon ein echtes Erfolgsmodell.

Ehrenamt mit Herzblut und Geschichte

Das Training ist vielseitig und anspruchsvoll. Mit viel Herzblut stehen die Trainer mehrmals wöchentlich auf der Loipe oder am Schießstand und

vermitteln nicht nur Technik, sondern auch die Freude am Sport. Zu ihren Aufgaben gehört es, den Schießstand für jedes Training vorzubereiten und die Kinder bei den Rennen zu begleiten. Ohne ihren Einsatz wäre die Nachwuchsarbeit in dieser Form nicht denkbar. Gegründet wurde die Sektion Langlauf des ASC Passeier im Jahre 1987. Vor 15 Jahren kam Biathlon als zusätzliche Disziplin hinzu. Besonders Albin Lanthaler engagierte sich dabei, den Biathlon-Bereich aufzubauen. Heute leitet Anton Ennemoser die Sektion. Michael Fischer ist als zertifizierter Skilehrer nicht nur Techniktrainer im Langlauf, sondern auch Ausschussmitglied.

Gutes Training zahlt sich aus! Mit rund 15 Kindern, die regelmäßig am Training teilnehmen und aus ganz

Passeier kommen, hat der Verein keine Nachwuchssorgen. Im Winter trainieren die Kinder dreimal wöchentlich auf der Loipe und am Schießstand. Im Sommer steht in Moos ein wöchentliches Lauftraining, kombiniert mit intensivem Schießtraining, auf dem Programm. Dass sich dieser Einsatz auszahlt, zeigen die beachtlichen Erfolge der jungen Athletinnen und Athleten bis auf Landesebene. Sieben Rennen finden pro Saison statt: in Moos und in Ulten im Herbst als Laufveranstaltung, in Alta Badia, Antholz, Martell, Ridnaun und Pfitsch im Winter auf Schnee. In der aktuellen Saison 2024/2025 erreichten die Kids schon Siege und Podestplätze. In den Vorjahren wurde eine junge Sportlerin in ihrer Alterskategorie sogar italienische Meisterin.

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Herausforderung:

Schnee und präparierte Loipen Damit die Kinder optimal trainieren können, sind gut präparierte Loipen unerlässlich. Doch das ist nicht immer einfach: In manchen Wintern schneite es vor dem ersten Rennen im Dezember kaum. Die jungen Sportler*innen konnten nicht einmal eine Stunde auf Schnee trainieren, bevor sie an den Start gingen. Um Weihnachten und Silvester 2024 konnte eine Schneekanone aus dem Sonnenpark Stuls die Loipe beschneien, allerdings waren die Einsatzzeiten abzustimmen und das Gerät aufwändig bis nach Hütt zu transportieren.

Ausrüstung inklusive

Ein besonderer Pluspunkt: Der Verein stellt den Kindern die gesamte Ausrüstung zur Verfügung. Von den Biath-

lon-Gewehren über die Skier bis hin zur passenden Skirennbekleidung ist alles vorhanden. Im Gasthof Innerhütt gibt es einen beheizten Umkleideraum, in dem das ganze Material bleiben kann.

Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer Neben den sportlichen Zielen steht vor allem eines im Mittelpunkt: der Spaß. Ein herzlicher Dank gilt allen Fördergebern und engagierten Eltern, die den Verein auf vielfältige Weise unterstützen – sei es finanziell, mit ihrer Zeit oder durch logistische Hilfe. Die Kinder und Jugendlichen werden so bestmöglich gefördert und können unvergessliche sportliche Erfahrungen sammeln. Simone Peist

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MERAN

Real Estate International GmbH

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Fotos: Simone Peist

Ausflug zum Eisturm

Unser Kletterteam, groß und klein, machte im Jänner einen Ausflug zum Eisturm in Rabenstein. Das Wetter war perfekt, die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau. Ideal, um das Eis zu erklimmen! Die Stimmung war super. Alle waren motiviert und hatten richtig viel Spaß. Es war toll zu sehen, wie fleißig alle Kletterer und Kletterinnen waren. Alle haben ihr Bestes gegeben und die Herausforderungen am Eisturm gemeistert. Vom Turm aus hatte man ein herrliches Panorama. Trotz aller Anstrengungen hat es sich wirklich gelohnt, denn es war ein schönes Gefühl, ganz oben anzukommen! Zum Mittagessen bekamen wir leckere Nudeln, genau das, was wir nach dem Klettern brauchten. Später gönnten wir uns auch noch den ein oder anderen Faschingskrapfen. Natürlich haben wir alle ein bisschen Muskelkater mit nach Hause genommen, aber das war es absolut wert! Wir hatten einen wunderschönen Tag. Es war wirklich toll! Wir freuen uns schon auf das nächste Kletter-Erlebnis.

Maren Haller und Emma Moosmair

r egional M ei S ter S chaft i M Bouldern

Leonie Hofer sichert

sich Titel in Arco

Am 1. Februar 2025 wurde die Regionalmeisterschaft im Bouldern in Arco/ Trentino zu einem spannenden Wettkampf, der sowohl für die Athletinnen und Athleten als auch für die Zuschauer ein echtes Highlight darstellte. Insgesamt nahmen 59 Kletterer teil –34 Männer und 25 Frauen – die sich in den schwierigen Bouldern in Qualifikation und Finale beweisen mussten.

In einem packenden Wettkampf konnte die 18-jährige Leonie Hofer aus St. Leonhard den Titel der Regionalmeisterin erringen. Besonders beeindruckend war ihre Leistung im Finale: Leonie kletterte alle drei Finalboulder im ersten Versuch und setzte sich mit einem Versuch weniger vor Francesca Matuella aus Arco durch, die die Quali für sich entscheiden konnte. Katrin Mock vom AVS Ritten komplettierte das Podium als

Dritte. Sehr erfreulich ist auch die Leistung des 16-jährigen David Grasl aus St. Martin. Er konnte sich als Fünfter für das Finale qualifizieren und erreichte schlussendlich den starken sechsten Rang. Gewonnen hat bei den Männern Davide Zane (Arcoclimbing) vor Fritz Engele (AVS Meran) und Johannes Egger (AVS Bruneck).

Durch die starken Leistungen bei der Regionalmeisterschaft haben sich die beiden jungen Passeirer für die Italiencups im Bouldern qualifiziert. Der erste Italiencup fand am 9. Februar statt, bei dem sich Leonie souverän fürs Finale qualifizieren konnte und dort den 4. Platz belegt hat. David erreichte den 45. Platz. Für die weiteren Italiencups wünschen wir Leonie und David alles Gute.

Anna Bacher

Die 18-jährige Leonie Hofer (Mitte) aus St. Leonhard wurde Regionalmeisterin.

k lettertea M Pa SS eier
Foto: Dorian Wilhelm

Veranstaltungen und Termine

mÄ rz

1. – 31.3. Einschreibungen in die Musikschule 2025/26, online über „mycivis“ mittels Spid, weitere Informationen unter www.musikschule.it

8.3. Tag der Frau „Wir tanzen aus der Reihe“ – Modeschau vom Psairer Giwontloodn „nimm & bring“, Musik von „Coffee Cult“, 19 Uhr, Bibliothek St. Martin

11.3. Kleinkindertreff mit Erna Marth, 10 Uhr, Bibliothek St. Martin

21.3. Tag der offenen Tür, Musikkapelle St. Martin, Probelokal St. Martin

22.3. Josefimarkt, St. Leonhard

22.3. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Rabenstein, Bürgersaal Moos

24.3. Vortrag von Dr. Alfred Königsrainer „Prävention und Vorsorge ist die Gesundheit von Morgen“ (mit Informationen zur Patientenverfügung), 19.30 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard

26.3. Buchvorstellung „Blutrote Grazien“ mit Benno Pamer, 19.30 Uhr, Bibliothek St. Martin

27.3. Außensprechstunden der Volksanwaltschaft, 14 – 17 Uhr, Rathaus St. Martin – Referentenraum, Vormerkung notwendig: T 0471 946 020

25.3.–11.4. MuseumPasseier öffnet für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage

30.3. Umstellung Sommerzeit

a pril

1.4. Saisonstart MuseumHinterPasseier

2.4. Frühlings- und Osterbasteleien mit Susanne Mahlknecht, 15 Uhr, Bibliothek St. Martin

4.4. Hofer Highlights, Führung ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier

5.4. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Moos,Bürgersaal Moos

7.4. „Long, long isches her …“ Filmausschnitte von vor 30 – 45 Jahren aus St. Martin, mit Josef Gufler, 17.30 Uhr, Bibliothek St. Martin

11.4. Hofer Highlights, Führung ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier

11.4. Messe Hl. Grab, 18 Uhr, Sandhof

12.4. Saisonstart MuseumPasseier mit Tag der Offenen Tür, 10 – 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr

14.4. Infoabend „360° Ernährung –heilen und vorbeugen“ mit Ernährungstherapeutin Brigitte Vinatzer, 19.30 Uhr, Bibliothek St. Martin

15.4. Kleinkindertreff mit Erna Marth, 10 Uhr, Bibliothek St. Martin

20.4. Osterkonzert der Musikkapelle „Andreas Hofer“ St. Leonhard, Vereinshaus St. Leonhard

21.4. Osterkonzert der Musikkapelle Saltaus, 10.30 Uhr, Schulhof Saltaus

26.4. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Walten, Vereinshaus St. Leonhard

26. – 27.4. Cordial Cup, St. Martin

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m ai

1.5. Maibaumfest, Raiffeisenplatz, St. Leonhard

1.5. Brotbacken, mit Miniführungen und Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

4.5. Gemeindewahlen, 7 – 22 Uhr

10.5. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Platt, Bürgersaal Moos

13.5. Kleinkindertreff mit Erna Marth, 10 Uhr, Bibliothek St. Martin

16.5. Redaktionsschluss Passeirer Blatt

16. –18.5. Mårtiner Dorffestival, Zeltfest mit bekannten Musikgruppen, DJs und das Bezirksmusikfest der 36 Musikkapellen aus dem Burggrafenamt, Festplatz St. Martin

18.5. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard

18.5. Internationaler Museumstag

21.5. Buchvorstellung „Prantls Küche“ mit Kostproben, 19.30 Uhr, Bibliothek St. Martin

22.5. Brotbacken, mit Miniführungen und Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

Juni

4.6. Neumarkt, St. Leonhard

5.6. Brotbacken, mit Miniführungen und Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

9.6. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard

moos

Gemeindeamt

Minirecyclinghof

Rest- und Biomüllsammlung

Öffentliche Bibliothek

Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14 – 16.30 Uhr; Sa geschlossen; T 0473 861 100

Moos Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Platt Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Pfelders Mi, 14 – 15 Uhr; Stuls Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus) jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr

Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche

Moos Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr; Platt Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa/So nach Gottesdienst; Pfelders Mi, 17 – 18 Uhr; Rabenstein So, nach Gottesdienst; Stuls Mo, 15 – 16 Uhr

Arztpraxis Dr. Beccarello Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689

Apotheke RAM Mo, Do, 9 – 12; Di, 9.30 – 12 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 508

Eltern-Kind-Beratung Moos nur mit Vormerkung: T 339 2924051

Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos Do, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung)

5er Jugendtreff Hinterpasseier Do, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289

st. leonhard

Gemeindeamt

Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; zudem Di, 14.30 – 17.30 Uhr; T 0473 656 113; Sa (nur Standesamt), 9 – 11 Uhr; Bereitschaft T 389 8551081 Minirecyclinghof

St. Leonhard Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten Mo, 14 – 15 Uhr

Restmüllsammlung St. Leonhard Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung Mittwoch

Öffentliche Bibliothek St. Leonhard Winter: Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Walten Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr.in Natalia Ivannikova Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 13 – 16 Uhr; T 327 2069505 Arztpraxis Dr.in Sili Ludmila Mo, Do 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr 9 – 12.30 Uhr; T 389 7911677 Ambulatorium „Kinderarzt“ Mo, Di, 15.30 – 18.30 Uhr (Dr. Wolfsgruber); Mi, Fr, 9 – 13 Uhr; Do 13.30 – 17.30 Uhr (Dr.in Weger); Vormerkung: T 0473 656 266, 333 3112387 Apotheke RAM Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 656 146 Jugendbüro Passeier Di, Do, 14 – 17 Uhr; Mi, Fr, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289

st. martin

Gemeindeamt

Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Melde- und Standesamt zusätzlich am Montag Nachmittag mit Terminvormerkung: T 0473 499 300 Minirecyclinghof St. Martin Fr, 8 – 10 Uhr; Samstag geschlossen; Saltaus Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung St. Martin Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal jeden 2. Montag Biomüllsammlung Mittwoch Öffentliche Bibliothek lese.werk.statt Mo, Mi, Fr, 9 – 11.30, 14.30 – 17 Uhr; Di, Do, 14.30 – 17 Uhr Arztpraxis Dr. Peracchi Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 523 493 Arztpraxis Dr. Dubis Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18; Mi, 12 – 15 Uhr; mit Vormerkung: T 0473 650 167 Apotheke Dr. Rizzo Daniele

Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 950 Eltern-Kind-Beratung Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek); Do, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 095

Krankenpflegeambulatorium Garberweg Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff Bürozeiten: Di – Sa, 10 – 12 Uhr; T 342 0065125

sprengelsitz passeier

Verwaltungsdienst

Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel BZG Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; nachmittags mit Terminvereinbarung: T 0473 205 101

Dienst für Pflegeeinstufung T 848 800 277

Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote Di 9 – 11 Uhr; Do 10 – 12 Uhr; T 0473 659 566

Blutabnahme

Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken oder oder sanibook.sabes.it Kinderblutabnahme

Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr; mit Vormerkung: T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium

Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr

Eltern-Kind-Beratung Di, 8 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 659 518

Dienst für Abhängigkeitserkrankungen

Rehabilitationsdienst

Vormerkung: T 0473 443 299

Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533

Impfzentrum Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517; impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe jeden 1., 2. und 3. Di/Monat

Hauspflegedienst

recycling

Recyclinghof Passeier (Mörre)

Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 205 109

Di, Do, 14 – 17 Uhr; Sa, 8 – 11 Uhr

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