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Passeirer Blatt

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MITIEILUNGEN UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS MITTEILUNGEN AUS MOOS, MOOS, Sr. ST. LEONHARD LEONHARD UND UND Sr. ST. MARTIN MARTIN

März 2002 September 2002

15. 35 15. Jahrgang Jahrgang -– Nr. Nr. 33

Nur die Liebe sieht richtig!

Das Bild aus einem Missale aus dem Jahre 1635 versucht, eine Vorstellung des Ostergeschehens zu vermitteln, das jedoch nicht gesehen, sondern nur in Liebe erkannt und bezeugt werden kann. Was hätten die Jünger, Petrus und Johannes, als sie vor den Hohen Rat geführt wurden, weil sie trotz Verbot "ganz Jerusalem mit ihrer Lehre erfüllt hatten", anderes sagen sollen als das, was die Apostelgeschichte berichtet: "Wir können unmöglich schweigen vor dem, was wir gesehen und gehört haben?" Es war ihr Zeugnis: "Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür _.ws sind wir Zeugen." Dieses Zeugnis ist bleibender Auftrag der Kirche, so schwer wir uns mit der Tatsache "Auferstehung" auch tun mögen. Es begann damit, dass Maria von Magdala in aller Frühe zum Grab Jesu geht und vorerst einmal nur das leere Grab sieht. Sie interpretiert die Zweideutigkeit des .Ieeren Grabes" vor den Aposteln richtig: Jemand habe ihren Herrn weggenommen oder gestohlen. Petrus und Johannes überprüfen die Nachricht, und der Liebesjünger "sieht und glaubt": Hier hat Gott gehandelt. Wenig später wird Maria von Magdala, welche die Liebe am Grabe Jesu festhält, zur ersten Zeugin und Verkünderin der Auferstehung: "Ich habe den Herrn gesehen!" Die Liebe zum Herrn lässt beide das Geheimnis erahnen, ja erleben. Nur die Liebe sieht richtig. Der Osterglaube "gemäß der Schrift" ist eine Frage der Liebe und Treue zum Herrn. Dies galt nicht nur für die beiden Jünger vor dem Hohen Rat, dies gilt auch für die Kirche bis herauf in unsere Zeit. In diese unsere Zeit herein, in welcher der Friede

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dauernd der Gewalt zum Opfer fällt, spricht der Herr: "Friede sei mit euch, fürchtet euch nicht, ich bin es!" - Dies ist nicht bloß ein frommer Wunsch, sondern göttliche Zusage. Eine Zusage, die unseres Zeugnisses und unserer Mitarbeit bedarf: Sie zeigt sich in entschiedener Absage an jegliche Form von Gewalt, in einem bewusst gütigem Miteinander in Ehe, Familie, Gesellschaft, aber auch in der Betroffenheit über die so geschundene Natur und das schreckliche Elend so vieler Menschen. Erst in diese Liebe und Sorge Gottes hineingenommen, vermag der Mensch die Bedeutung der Auferstehung des Herrn zu begreifen, und er spürt: Es gibt Hoffnung, Hoffnung für alle und alles, weil Gott in seiner Liebe größer und stärker ist als der Tod. Jesu Wort vom "Weizenkorn" drückt diese Hoffnung und zugleich auch das Vertrauen in die Weisheit und Logik Gottes aus, dass Neues und Reicheres nur durch den Tod hindurch erreicht werden kann. Ich denke, dieses Zeugnis schulden wir unserer schier hoffnungslosen Welt. Für dieses Zeugnis gestärkt und befähigt werden wir in der Feier der österlichen Liturgie: Da ist der Ort, wo wir dem Auferstandenen begegnen in seinem Wort und im Sakrament. Hier tritt der Herr zu uns, wird unser Weggefährte, der unser Herz brennend macht, wie bei den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus, und uns zum Weitersagen seiner HERR-lichkeit von innen heraus drängt und befähigt. Ostern ist und bleibt eine Frage der LIEBE, der TREUE zum Herrn und des GLAUBENS an ihn. Deshalb auch seine Bitte an die Jünger: "Bleibt in meiner Liebe." Wer liebt, sieht richtig. Dekan Michael Pirpamer


Passeirer Blatt / März 2002

Seite 2 / Nr. 33

Das besondere Bild

Zum "Jahr des Berges" gedenkt das Passeirer Blatt der vielen namhaften Alpinisten, die dem Tal Ehre und Ansehen verschafft haben. Stellvertretend wird der legendäre Josef Pixner (1871 - 1957), vulgo Langer Neuner, Bürger-

REDAKTIONSSCHLUSS: Redaktionsschluss für die Juni-Ausgabe des Passeirerblattes ist:

Samstag, 18. Mai 2002

Später eingereichte Texte können in Zukunft leider nicht mehr berücksichtigt werden! Text- und Bildbeiträge können bei den Redaktionsmitgliedern oder in den Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin abgegeben werden.

Werbebeiträge MÜSSEN BEI MARTH ARNOLD, PAPIERPROFI - ST. LEONHARD abgegeben werden. Die Redaktion Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, SI. Leonhard und SI. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (kg), Arnold Marth (am), Tanja Pamer (tp), Karl Lanthaler (kl), Josef Wilhelm Uw), Brigitte Spergser (bs), Vigil Raffl (vr), Gottfried Zagler (gz), Siglinde Jaitner (sj), Dr. Heinrich Hofer (hh) Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

meister und Bergführer aus St. Leonhard, mit einer Touristengruppe abgelichtet. Das Foto mit der schneidigen Seilschaft dürfte um 1910 entstanden sein. Quelle: Archiv des Heimatpflegevereins

In Psair ~og man a sou Zunterheggn Tonderbuschn Waudiler Schmelzpfonne Schpiggl Glan Schwinglböir Oacher Kiim SchelleIe

Schmolzknollen Glitzenpfanne

Alpenrosen

ohne Blüte

Alpenrosen

mit Blüte

Osterglocken Dotterblume Speik

Preiselbeeren Blaubeeren Eichenfrucht Kümmel

Sellerie Dotterblume Hahnenfuß

Solfl

Salbei

Pfoffenzagler

Osterglocke

Meelbr Kreitl

Preiselbeeren

(Rauschbeere) (Berganemone)

Petersilie

Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bedanken. Alle die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek St. Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin - Bibliothek Tel. 0473/64 16 76

gz


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Passeirer Blatt / März 2002

Passeter vor 100 Jtlhren

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler Bericht über Schneeberg

das

Leben

am

Auf dem Schneeberg (es ist Anfang April) lagern gut 2 Meter Schnee, zu dem nun 1.2 Meter Neuschnee kommen. Bewohner zählt der Ort durchschnittlich 200 - 225; einige kommen, andere gehen ~er,__ Über die Osterfeiertage weilte ein Priester dort und zur Sommerszeit kommt jeden Sonntag einer von Rabenstein herauf. Der nächste Arzt ist in St. Leonhard, welchen zu holen ein ziemlich rüstiger Fußgänger 11 Stunden (hin und zurück) braucht. Krankenzimmer und Wärterin sind am Platz. Postverbindung ist täglich mit Sterzing, selbstverständlich nur dann, wenn es die Wetterverhältnisse erlauben. Die Milch, welche die Hauptnahrung der armen Bewohner bildet, wird während des Winters täglich von Rabenstein geholt. Bei großem Schneefall, wenn der Weg unpassierbar ist, sind die Schneeberger ohne Milch. Zur Sommerszeit kann sich jeder Bergknappe eine Ziege halten. Die Tiere werden in Gemeinschaft gehalten ... "Meraner Zeitung" vom 4.4.1902

Rauch gegen den Reif - Schäden durch die Maikäfer

Der extrem kalte Mai gefährdete die Kulturen in der Talsohle. Der Passeirer Korrespondent berichtet über die uns heute etwas seltsam anmutenden Maßnahmen gegen die Kälte. Heute früh (es war der 15. Mai 1902) hatten wir in der Talsohle Saltaus St. Leonhard nur mehr 1 Grad Wärme und Reif. Den Kulturen hat es in den niedrigen Gegenden ein wenig, in den höher gelegenen Höfen etwas mehr geschadet. Bis in die letzten 60 Jahre waren die Messner von St. Martin und St. Leonhard beauftragt, im Falle von Reifgefahr um 2 Uhr Früh die große Glocke zu läuten. Die Bauern haben dieses Signal gekannt und gingen auf die Brandstätten, wo sie in den früheren Jahren schon Dornbüsche zum Feueranmachen trockengelegt hatten. Grünes Laub und Fichtenäste kamen darauf und gaben gutes Rauchmaterial. Beim Morgendämmern war das ganze Tal mit Rauch gefüllt und der Reif hat nicht geschadet. Nun scheint dieses Abwehrmittel ganz vergessen. Heuer haben wir im Passeier das sogenannte .Zulleruahr" und es gibt

Maikäfer in Hülle und Fülle. Die Nussbäume sind abgefressen, Nüsse wachsen heuer keine mehr. Das Nusslaub ist der Käfer Lieblingsnahrung, aber reicht diese nicht aus, so gehen sie auch an die anderen Obstbäume, wo sie großen Schaden anrichten. Diesem Übel wäre nur abzuhelfen, wenn alle Bauern und Baumbesitzer die Käfer bei Tagesanbruch von den Bäumen auf große Tücher schütteln würden ... "Meraner Zeitung" vom 18.51902 Der Korrespondent des .Burqqräfler" meldete Ende Mai, dass das kühle Wetter in Passeier viel geschadet habe und der Roggen in vielen Orten ausgestorben sei; auf den Höfen mangele es zudem an Heu und Gras. "BURGGRÄFLER" vom 28.05.1902

Brüder wollen gleichzeitig Primiz und Hochzeit feiern

Herr Anton Tschöll, Kolbersohn von St. Leonhard, wird am 15. Juli seine feierliche Primiz in seiner Heimatpfarre halten. Die Festtafel ist beim Brühwirt in der neuen Veranda beantragt. Als Festprediger wird dem Vernehmen nach Kanonikus Alois Fleischmann von Bozen erscheinen. Wie man hört, soll dieser Tag für die Familie eine Doppelfeier bringen. Der Bruder Johann, Verwalter beim Grafen Enzenberg in Schwaz, will zugleich seine Hochzeit feiern. (Über dieses seltene Ereignis wird in der nächsten Nummer des Passeirerblattes berichtet) "BURGGRÄFLER" vom 28.05.1902

Baulust in St. Leonhard

Die neuen Straßen und die in Aussicht stehende Jaufenstraße haben in St. Leonhard und Umgebung eine gewisse Baumanie hervorgerufen. An allen Orten und Ecken sieht man neue Baulichkeiten sich erheben. Die Brücke, weiche den neuen Platterweq mit St. Leonhard verbindet, ist nun fertiggestellt und bietet einen herrlichen Anblick. Nun wird die zweite Brücke hinter Breiteben in Angriff genommen. Gebaut wird ferner an Häusern, an Sägen, Stadeln und Veranden. Nur die halb ausgebaute Spritzenhalle (Feuerwehrhaus) schämt sich ihres Zustandes und wartet schon lange, bis ein Retter erscheint. "BURGGRÄFLER" vom 17.5.1902

Sehr prominenter Besuch in St. Leonhard

Innerhalb von 8 Tagen haben drei vornehme Persönlichkeiten, die kaiserlichen Hoheiten Erzherzog Ludwig und Erzherzog Rainer, dann Moritz Fürst Lobkowitz St. Leonhard bzw. die Geburtsstätte unseres Helden Andreas Hofer mit ihrem Besuch beehrt. Die Herrschaften haben sich in das sogenannte Kaiserbuch eingetragen, das seine Majestät Kaiser Franz Josef anlässlich seines Besuches 1899 durch seine eigenhändige Unterschrift eingeweiht hatte. Der Fremdenverkehr beim Sandhof war heuer nicht so lebhaft wie andere Jahre, obwohl die Sandwirtin Witwe Anna Tschöll sehr besorgt ist, den Fremden eine prompte Bedienung zukommen zu lassen. "BURGGRÄFLER" vom 26 .4.1902

Gut besuchte Lehrer - und Katechetenversammlung - Vorführung eines Grammophons

Am 10. April fand in der neuen Veranda beim Brühwirt in St. Leonhard eine außerordentlich gut besuchte Lehrer- und Katechetenkonferenz statt. Nicht weniger als 14 Lehrer, 10 Lehrerinnen und 13 Katecheten hatten sich eingefunden. K.K. Bezirksschulinspektor Zeller führte den Vorsitz und Benefiziat Mathias Kröss referierte über das Thema: Volksschule ist nicht nur eine Unterrichts- sondern auch eine Erziehungsanstalt. Man beratschlagte auch über den Plan, ein allgemeines Gebet- und Gesangsbuch für die Schulkinder einzuführen, wozu auch Lehrer Franz Innerhofer aus Marling (Anm. Red: dieser wurde 1921 von den Faschisten in Bozen ermordet) erschienen war. Anschließend trugen einige tüchtige Sänger die Papst Leo Hymne vor. Besondere Neugierde und Erstaunen erregte allerdings ein neues .Hexenlnstrurnent" , es handelte sich dabei um ein Grammophon, das der Herr Kooperator vorführte. "BURGGRÄFLER" vom 19.4.1902

Gut besuchte konservative Wahlversammlung in St. Leonhard

Am Sonntag 27. April fand in St. Leonhard eine sehr gut besuchte Wahlversammlung der konservativen Fortsetzung auf Seite 4


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Fortsetzung von Seite 3 "Burggräfler" Landtagsabgeordneten Jakob Schönafinger, Dekan von Schlanders und Matthias Plattatseher, Taufner in Algund, statt. Von Schweinsteg und Saltaus bis nach Pfelders waren Theilnehmer erschienen. Die Abgeordneten waren bestrebt, die Vorwürfe der Christlichsozialen (auch der Dekan von St. Leonhard gehörte dazu), die Konservativen täten nichts für die Bauern und das Land, an Hand von vielen Beispielen zu entkräften. Den Passeirer Gemeindevertretern brannten besonders die großen Kosten für Schule und Lehrer unter den Nägeln und sie forderten, dass diese vom Land oder gar vom Staat übernommen würden. Solche Forderungen waren allerdings den konservativen Parteienvertretern gar nicht recht, da sie bei einer staatlichen Finanzierung zu Recht den Verlust der Kontrolle der Kirche über die Lehrerernennungen fürchteten. Liberale oder gar sozialistische Lehrer aus der Großstadt, die die Passeirer Kinder von der katholischen Religion abspenstig machen könnten, war eine Horrorvision der Konservativen. Lieber wollten sie alles beim Alten belassen. Die Versammlung schloss nach 3 Stunden mit einem Hoch auf Papst und Kai"BURGGRÄFLER"

vom 30.4.02

Informations versammlung zum Bau der Jaufenstraße Am 14. April hielt Bezirksrichter i. R. Dr. Wöll beim Theis einen Vortrag über den Bau der Jaufenstraße, zu

dem neben den Gemeindevertretern aus St. Leonhard, Rabenstein, Moos und Platt sehr viele Bauern aus Walten und Stuls erschienen waren. Bei der großen Streitfrage im Tal, ob die Jaufenstraße bis Walten nun am rechten oder linken Ufer des Waltenbaches gebaut werden sollte, plädierte der Redner entschieden für das linke Ufer über Karlegg. Nur diese Variante garantiere Sicherheit vor Lawinen und Abrutschungen, sie sei turistisch interessant und diene einer großen Anzahl von Höfen in Walten. Den Wünschen der Mooser, die Straße am linken Passerufer entlang gegen Moos und in der Höhe unter der Stulser Falkwand über Schlattach unterhalb Glaiten oder über Hochegg nach Walten zu führen, könne er nicht zustimmen, da diese Variante zu gefährlich sei. Natürlich waren nicht alle mit dieser Ansicht einverstanden, und sie äußerten ihre Kritik in Zuschriften an das konservative Blatt.. "BURGGRÄFLER" vom 19.04.1902 und. 21.6.902 Holztrift aus dem Hinterpasseier Tödlicher Unfall Am 21. April hat die Holztrift auf der Passer begonnen. Das letzte Holz kommt aus Moos und ist schönes Brennholz. Jenes Brennholz, das in Außerpasseier eingeworfen wird, ist von etwas minderer Qualität. Das Triftholz wird bei der Hüttersäge am linken Passerufer gegenüber von Saltaus geländet. Das Holz der zweiten Trift gehört dem Königsrainer (Ebenwieser) und dem Alois Pichler, beide aus St. Leonhard. "Meraner Zeitung" vom 25. 4. 1902

Anfang Juni verunglückte der 32 jährige Johann Platter aus Riffian beim Holztriften in Saltaus tödlich. Kurz vor der Beendigung der Trift wurde er vom schwimmenden Holz mitgerissen und erst nach langem Suchen beim Saltauser Holzrechen tot aus dem Wasser gezogen. Der Verunglückte ist Familienvater. "Meraner Zeitung" vom 11.6. Übers Wetter Im März war das Wetter recht angenehm, etwas Regen (im Hochgebirge auch Schnee) und trockene Tage wechselten sich ab. Auch der April war bis auf 2 Tage schön und warm. Außerordentlich kühl war hingegen der Mai. Sogar zu Pfingsten gab es Schneegestöber im Tal. Erst gegen Ende des Monats besserte sich das Wetter und Anfang Juni war es schon drückend heiß. "Meraner Zeitung" von Anfang März bis Ende Juni 1902 Zwei neue Denkmäler für Passeier Wie das .Frerndenblatt" berichtet, werden in Passeier 2 neue Denkmäler errichtet. Beide sollen an den Kaiserbesuch 1899 erinnern. Eines wird an einer hohen Felsenwand beim Eingang ins Passeiertal (Zenoberg) errichtet und trägt das Portrait des Kaisers. Das Porträt Andreas Hofers wird hingegen beim Schießstand in St. Leonhard angebracht. Es wird die Worte tragen, die der Kaiser bei der Einweihung an die Schützen richtete ... "Meraner Zeitung"

vom 30.3.1902

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Passeirer Blatt / März 2002

Der Weltuntergang vor 81 Jahren in Stuls

Dass die Welt einmal untergehen wird, das wissen wir. Und des Öfteren wurde schon profezeit, an dem und dem Tag geht sie unter. Uns hat man immer erzählt, daß Gott gesagt hat; 2000 und ... Aber wann das 2000 und, sein wird, das weiß niemand. Jedenfalls im zweiten Jahre nach 2000 stehen wir schon. Aber im Jahre 1921 glaubte man auch einmal der Weltuntergang sei nahe. Jedenfalls die Geistlichkeit erhielt von oben her vom Bischof den Befehl am Sonntag über den Weltuntergang, der nahe steht, zu predigen.

Hochwürden Anton Tschöll, allgemein der Kolbr Hear genannt, war zu jener Zeit Kurat in Stuls. Er hat also an jenem Sonntag dem Bischof Folge geleistet und die Predigt dem Weltuntergang gewidmet. Selbstverständlich hat er die Stuller zur Buße aufgerufen. Die Stuller haben sich die zünftige Predigt ihres Kuraten zu Herzen genommen. Im Widum, in dem sich damals noch das Gasthaus befand, die sogenannte .Lurnpenstube", wurde feucht fröhlich gefeiert. Die Stuller sagten sich: .Zin Woul, hoch lebe die Welt, asou jung kemmr niamr zomm und wer woaß

nebn wenmr in dr ondrn Welt zi huckn kemmin!". Das war ein Spektakel und ein Krawall wie ihn die Lumpenstube noch nie erlebt hatte und der pflichtbewusste Kolbr Hear musste sich zum ganzen Lärm

Schwester Trese, die ihm führte (als Widumhäuserin)

HRllshRlt

auch noch von seiner Häuserin, seiner Schwester Trese die Leviten lesen lassen. Sie sagte ganz aufgebracht und zornig: .Jatz hoschis, iatz sigschis wo se vi dain prezign hosch, die Stullr olle norrit gimocht, daßmin s oagnine Wort niamr vrsteat, gschaidr hasche gsogg, dass die Welt ewig steat!". Anna Lanthaler

Lebensrettendes AED-Gerät eingeführt Fünf neue halbautomatische externe Defibrillatoren (AED) kommen ab März in fünf Rettungsstellen des Weißen Kreuzes im Burggrafenamt erstmals zum Einsatz. Diese bereits in anderen Regionen erfolgreich eingesetzten medizinischtechnischen Geräte dienen einer schnellen Herz-Lungen-Wiederbelebung von Patienten mit KreislaufstilIständen, werten eigenständig EKG-Bilder aus und geben dem Rettungssänitäter die Therapie vor.

Das bedeutet, dass in Zukunft wesentlich mehr Patienten frühzeitig und effizient therapiert werden können, da man nicht mehr das Eintreffen des Notarztes abwarten muss. Denn bei Kreislaufstillständen beziehungsweise der Defibrillation ist jede Minute kostbar. So rettete das AED-Gerät im November 1999 in Lana einem Freizeitsportier mit Kreislaufkollaps das Leben. Am 9. Januar ist die Ausbildung für die Anwender der AED-Geräte gestartet.

Das AED-Gerät wird künftig die geschulten Sanitäter aus dem Bezirk Burggrafenamt auf ihren Rettungseinsätzten in den Sektionen Lana, Meran, Naturns, Passeier und Ulten begleiten. PR Landesrettungsdienst Weißes Kreuz


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Passeirer Blatt / März 2002

Bildungszentrum Frankenberg,

Fachschule für Hauswirtschaft Tisens Servus es liabe Lait, nemms enk haint amoll a bisst Zeit, um zu lesn insrn Reim, übr Frankenberg von Schual und Heim. Insre Schual isch mearfoch zu empfehlen, weil learnen tian mir do firs Leben. Interessant ischs a im Heim, weil zem folln ins olllahond Spässe ein. Wenn es mear wissen wellt von inserer Schual, nochr kemmps in am oll bsuachn.

Das Leben auf Frankenberg 7.00 Uhr: Die Zimmertür öffnet sich und unsere Heimleiterin weckt uns mit einem fröhlichen "Guten Morgen". Nun heißt es aufstehen, denn in einer viertel Stunde beginnt das gemeinsame Frühstück. Oft sitzen wir dann noch ganz verschlafen an unseren Tischen und wir können unsere Augen kaum offen halten. Nach dem Frühstück heißt es dann: zurück ins Zimmer, Betten machen, waschen, Zähne putzen und für Ordnung sorgen. 8.00 Uhr: Die Letzten von uns betreten das Klassenzimmer, na ja, zumindest versuchen sie noch vor dem Lehrer da zu sein. Unser Stundenplan besteht aus praktischen und allgemeinbildenden Fächern. In der Praxis lernen wir Kochen, Formen der Hauswirtschaft, Textilverarbeitung und -pflege, und Gartenbau. Wir von der dritten Klasse, können uns in diesem Schuljahr sowohl die Menüs, die wie kochen möchten, als auch die Werkstücke, die wir anfertigen möchten, selbst aussuchen. Im Fach, das wir "Kreativ" nennen, sind unsere Fähigkeiten in der Handarbeit gefragt. Für diese einzelnen praktischen Fächer stehen uns Spezial räume wie Kochboxen oder ein Nähzimmer zur Verfügung. Manchmal verlegen wir den Unterricht auch ins Freie. Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Kreativität sind v.a. im Projektunterricht gefragt. Diese Art des Unterrichts sagt uns sehr zu, da wir ein vorgegebenes Thema selbständig ausarbeiten können. Auch in den theoretischen Fächern (Deutsch, Italienisch, Mathematik, Geschichte, Rechtskunde u.a.) versuchen unsere Lehrer den Unterricht abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Verschiedene Filme zu den Themen und Lehrausflüge stehen immer wieder auf dem Programm. 10.30 Uhr: Endlich Pause! Nach drei Stunden Unterricht stürmen wir aus der Klasse. Nach einer Viertelstunde, die wir alle gemeinsam meist in der Halle verbrin-

gen, geht der Vormittagsunterricht dann weiter. Damit die Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern bzw. Heimerziehern noch besser werden kann, wird einmal im Monat ein Feed-back veranstaltet, in dem wir all unsere Probleme und Wehwehchen vorbringen und absprechen können. 12.25 Uhr: Der Vormittagsunterricht ist zu Ende. 12.30 Uhr: Mittagessen. Das Essen an den Schülertischen wird von uns selbst serviert. Während der nächsten halben Stunde, in der das Mittagessen stattfindet, geht es meist ganz lustig zu. Zwischen der Vor-, der Haupt- und der Nachspeise wird meist sehr viel gelacht. Nach dem Mittagessen haben wir ca. eine Stunde zu unserer freien Verfügung. Manchmal werden da noch die letzten Aufgaben erledigt, oder es wird noch schnell gelernt. Manchmal sitzen wir aber auch einfach nur in unseren

Zimmern und unterhalten uns über verschiedene Themen. Vor allem über das Praktikum, das wir im Sommer absolvieren müssen kommt immer wieder zur Sprache. 14.15 Uhr: Der Nachmittagsunterricht beginnt. 17.35 Uhr: Der Unterricht ist für diesen Tag beendet: erleichtert stürmen wir, bepackt mit unseren Schulsachen, Richtung Zimmer. In zehn Minuten gibt es Abendessen und danach endlich "Ausgang". Dieser ist für die verschiedenen Klassen anders geregelt. Wenn wir mal keine Lust haben ins Dorf zu gehen, unterhalten wir uns mit verschiedenen Spielen. Am' Abend wird uns ein abwechslungsreiches Heimprogramm geboten. Es gibt verschiedene Neigungsgruppen, wo für jede etwas dabei ist: Malen, Töpfern usw. Zu unseren außerschulischen Ausflügen zählen nicht nur Kinobesuche, sondern auch das alljährliche Klöcklen, das im Sarntal stattfindet. Natürlich haben wir im Heim auch einige Dienste, die von uns gewissenhaft erledigt werden müssen. Dazu zählen Frühstücks-, Müll- und Abspüldienst. Jeden Mittwochabend müssen wir unsere Zimmer reinigen. Nicht selten hallt es dabei durch den Gang: "Wer hat den Staubsauger? ... Ich kann den Besen nicht finden!". 21.30 Uhr: "Ab in die Zimmer!" Sonja oder Verena mahnen zur Nachtruhe. Nach einem anstrengenden Tag auf Frankenberg sind wir dann doch froh, endlich in unser Bett fallen zu können, denn der nächste Schultag kommt bestimmt. Die 3. Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft .Frenkenberq"

Konzerte und Vorträge im Vereinshaus von St. Leonhard Zeitraum 25. März bis 30. Juni 2002 31.03.

07.04. 08.04. 14.04. 07.05. 19.05. 21.05. 26.05. 04.06. 07.06. 18.06.

Musikkapelle St. Leonhard - Konzert Tourismusverein - Konzert Musikkapelle Kath. Frauenbewegung - Vortrag Tourismusverein - Konzert Musikkapelle Tourismusverein - Konzert Musikkapelle Walten - Pfingstkonzert Tourismusverein - Konzert Kirchenchor - Chorkonzert Tourismusverein - Konzert Musikschule - Abschlusskonzert Tourismusverein - Konzert

Rabenstein Moos

Alle bis Redaktionsschluss im Briefkasten des Bildungsausschusses gemeldeten Termine werden künftig auch im Passeirerblatt veröffentlicht. Bildungsausschuss

St. Leonhard


Seite 71 Nr. 33

Passeirer Blatt 1 März 2002

Der Bildungsausschuss St. Martin teilt folgende kulturelle Veranstaltungen vom Zeitraum März bis Juni mit: Datum

Zeit

Verein, der die Veranstaltung organisiert

Kabarett "Richtlinien des 21. Jahrhunderts" im Gasthaus .Pfandler Alm" mit Dietmar Gamper

Samstag, 16.03.2002

20.30 Uhr

Bildungsausschuss

Samstag, 23.03.2002

20.30 Uhr

Musikkapelle

Mittwoch,

20.00 Uhr

Bildungsausschuss

St. Martin

Vortrag "Frauen und ihre Rechte" im Vereinshaus in St. Martin

Sonntag, 28.04.2002

19.00 Uhr

Bildungsausschuss

St. Martin

Diavisionsschau mit 6 Projektoren und Super-Klangsystem: ,,381 Tage unterwegs Die Geschichte einer faszinierenden Reise um die Erde" von Yvonne und Raimund Frötscher im Vereinshaus von St. Martin

Freitag, 10.05.2002

9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Hildegardgruppe

Freitag, 24.05.2002

20.00 Uhr Bibliothek

Bildungsausschuss

10.04.2002

St. Martin

Kulturelle Veranstaltung

St. Martin

Frühjahrskonzert

in St. Leonhard

Weiterbildungsseminar: Vormittag: Kochen Nachmittag: Körper, Geist und Seele (Schlaf oder Stress) mit Cornelia Gillmaier (Deutschland) St. Martin

Dia-Vortrag:

"Ein Sommer

Alle Vereine, die kulturelle Veranstaltungen im Passeirerblatt bekannt geben möchten, Bildungsausschuss St. Martin oder in der Bibliothek St. Martin mitteilen.

in Indochina"

können diesbezügliche

Termine beim

Lauter Waldgeister in Rabenstein Besondere Aufregung gab es heuer in der Faschingszeit wieder in der Grundschule von Rabenstein. Lehrer und Schüler haben sich im Schuljahr 2001/02 intensiv mit dem Thema Wald beschäftigt. Bereits im Herbst würden einige Waldtiere und dann im Januar die Standvögel näher unter die Lupe genommen. Ab Weihnachten wurde besonderer Wert auf die Unterhaltungsliteratur gelegt und die Schüler lasen begeistert Sagen und Märchen zum Thema Wald. Sie brachten sogar selbst nette Geschichten über Waldgeister und Waldmännchen zu Papier. Am Freitag, 8. Februar, gab es dann die gemeinsame Übernachtung im Schulhaus: am Vormittag lief der Unterricht wie fast jeden Freitag ab. Am Nachmittag dann wurde nach einem gemeinsamen Mittagessen fleißig am Waldgeisterkostüm gearbeitet. Abends bereiteten alle gemeinsam ein Abendessen vor und dekorierten den Tisch nach Waldwurden Bügeisterart. Anschließend cher, Brettspiele, Gesellschaftsspiele und Spiele am Computer angeboten. Die Begeisterung hielt alle wach und erst nach Mitternacht wurde das Licht ausgemacht. Nach dieser kurzen Nacht kamen alle Schüler auffallend still zum gemeinsamen Frühstück. Es wurde gegessen und aufgeräumt, erst dann wur-

den die Schüler angezogen und geschminkt. Das Wetter war mild und so konnten im Wald anschließend recht schöne Fotos der maskierten Truppe gemacht werden. Zufrieden und müde

gingen die Schüler schließlich nach Hause, um eine Woche wohlverdiente Ferien zu genießen. Die Lehrer der Grundschule Rabenstein


Passeirer Blatt / März 20.0.2

Seite 8 / Nr. 33

Liebe Bürger!

Kennen Sie die Problematik um den Energieverbrauch? Die Gemeinde stellt Ihnen kostenlos einen Energieberater zur Verfügung! Wissen Sie wie viel Energieverbrauch morgen in Ihrem Gebäude ist? Warum tritt Schimmel auf und wie kann man ihn vermeiden? Welche Fenster sollten eingebaut werden und wie viel Dämmung muss wo hin kommen? Welche Heizung sollte eingebaut werden? Ob vielleicht eine Solaranlage in Frage kommt? Ob und falls ja, mit welchem Beitrag Sie für solche Maßnahmen rechnen können? Auch bei Fragen wie Schallschutz, Ausrichtung der Fenster, natürliche Materialien, Wohnraumklima, Materialauswahl usw. werden Sie richtig aufgeklärt und entsprechend beraten! Berthold Prünster, Energieberater

Energieberatungstermine 2002 in der Gemeinde St. Martin

Energieberatungstermine 2002 in der Gemeinde St. Leonhard

Kostenlose Beratung jeden dritten Mittwoch im Monat von 8 _10

Kostenlose Beratung jeden dritten Dienstag im Monat von 8 _10

oder auch nach Vereinbarung ab 10 _12

oder auch nach Vereinbarung ab 10. _12

16. Jänner 17. April 15. Mai 19. Juni

15. Jänner 19. Februar 19. März 16. April 21. Mai 18. Juni

18. September 16. Oktober 20. November 18. Dezember

17. September 15. Oktober 19. November 17. Dezember

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Verspielt Passeier den Schneeberg?

Wo liegt eigentlich das höchstgelegene Bergwerk Europas? Eine geographische und eine historische Frage In der Broschüre .südtiroler landesmuseen ... auf einen Blick", herausgegeben im April 2000 von der Landesregierung, steht unter dem Titel "Museumsbereich Ridnaun-Schneeberg" wörtlich: In Ridnaun ist das höchstgelegene Bergwerk Europas fast zur Gänze erhalten. Europaweit einmalig ist daher auch der umfassende Einblick in 800 Jahre Bergbaugeschichte. Anschaulich dargestellt zeigt der Schaustollen die Erzabbau- und Fördermethoden vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Einen realistischen Eindruck der Erzaufbereitung bietet die noch heute funktionstüchtige Originalanlage aus den Zwanziger Jahren. Das Leben der Knappen ist im Arbeiterhaus dokumentiert. Bei diesen Aussagen handelt es sich offensichtlich um historische Ungereimtheiten und geographische Falschangaben, die dem interessierten Museumsbesucher mitgeteilt werden. Herrenhaus und Gasthaus am Schneeberg wurden zu Beginn der 90er Jahre vom Land restauriert. Das Kirchlein Maria Schnee ist vom Aktionskomitee Passeier zusammen mit dem Passeirer Knappenverein wieder aufgebaut worden. Die Steinplatten im Vordergrund markieren das ehemalige Kino am Schneeberg.

Irreführende Beschreibungen Mehrere grobe Fehler werden bei der Darstellung des "höchstgelegenen Bergwerkes Europas" von den von der


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Passeirer Blatt / März 2002

Landesregierung mit der Erarbeitung von Werbetexten beauftragten Autoren immer wieder begangen: 1. Das ehemals höchst gelegene Bergwerk Europas befindet sich nicht in Ridnaun, sondern auf der anderen

3. Der Schaustollen in Ridnaun hat nur insofern etwas mit dem Bergwerk am Schneeberg zu tun, als er bei der ehemaligen Aufbereitungsanlage zu Besucherzwecken anfangs der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts mit sehr

Soll der Wassertonnenaufzug vom Seemoos nach St. Martin, Zeuge der größten technischen Neuerung des 19. Jahrhunderts am Schneeberg, weiterhin dem Verfall preisgegeben werden?

Seite des Gebirges, nämlich am Schneeberg in Passeier. Ridnaun ist bekanntlich ein Tal, das sich von der Gletscherregion der Stubaier Alpen nach Südosten hinzieht und bei Sterzing in das Eisacktal mündet. Die Ortschaft Maiern im hintersten Ridnauntal, wo sich der im Text angeführte Schaustollen und die Originalanlage der Erzaufbereitung befinden, liegt aber auf rund 1.400 m Meereshöhe - eine so niedrige Lage widerspricht auch dem Merkmal "höchstgelegenes Bergwerk Europas" also schon in sich selbst. 800 Jahre 2. Auch die angeführten Bergbaugeschichte haben sich zum allergrößten Teil am Schneeberg in Passeier abgespielt, weil der gesamte Erzabbau in den Schneeberger Stollen und auch die Erzaufbereitung bis 1870 am Schneeberg stattgefunden haben. Die Erzlagerstätte und das historische Knappendorf am Schneeberg aber liegen auf 2.354 m Meereshöhe, das sind fast um 1.000 Höhenmeter mehr als es die Lage von Maiern ist, und dürfen somit die Bezeichnung "ehemals höchstgelegenes Bergwerk Europas" sehr wohl für sich in Anspruch nehmen. In Ridnaun aber wurde erst nach 1870 Erz aufbereitet, das am Schneeberg in Passeier abgebaut wurde, also höchstens 100 bis 120 Jahre lang, dort fehlen also noch runde 700 Jahre auf die gesamte Geschichte des Schneebergs.

viel Geld durch die Südtiroler Landesregierung errichtet wurde, zu einem Zeitpunkt also, als das Bergwerk selbst längst geschlossen war. Der einzige echte Bergwerksstollen auf der Ridnauner Seite des Berges ist der Poschhausstollen auf 2.000 m Meereshöhe, der vor nicht mehr

als 35 Jahren (1967) von der italienischen Bergbaufirma AMMI als reiner Zugangsstollen zum Bergwerk am Passeirer Schneeberg und als Transportstollen errichtet wurde. Es handelt sich dabei also auch nicht um einen Abbaustollen, und außerdem ist es der jüngste Stollen im mehr als 800 Jahre alten Grubengebäude des Schneebergs. 4. Es ist also das historische Grubengebäude des Bergwerks am Schneeberg, das über 800 Jahre alt ist und aus zahlreichen Stollen und Schächten mit einer Gesamtlänge von mehr als 120 km und über 100 Stollenmündlöchern besteht, die ausschließlich auf der Passeirer Seite des Berges liegen, dort nämlich, wo sich die Erzlagerstätte befindet. Erzabbau kann nun einmal nur dort betrieben werden, wo auch die entsprechenden Metalle in abbauwürdigen Mengen in den geologischen Gesteinsformationen vorkommen. 5. Jährlich werden einige tausend Besucher des Bergbaumuseums in Ridnaun durch den dortigen Schaustollen geführt, wobei bei den Leuten der Eindruck entsteht, sie hätten einen historischen Stollen des Bergwerks am Schneeberg besucht. Dabei könnte der Schaustollen genauso auch in Sterzing oder anderswo angelegt sein und würde denselben Zweck erfüllen. Viele hundert Menschen werden außerdem jeden Sommer mit Bussen über einen AImwirtschaftsweg zum Poschhausstollen Fortsetzung auf Seite 10

Interessierte Besucher studieren im kleinen Schau raum, der von Harald Haller und Heinz Widmann im Auftrag des Bergbaumuseums eingerichtet worden ist, die BOO-jährige Geschichte des Bergbaues am Schneeberg, finden im Gelände aber nur mehr wenige Relikte des wirklichen Bergwerks.


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Fortsetzung von Seite 9 gebracht und dort mit der Grubenbahn in den Berg hineingeführt, wobei ihnen auf "Sohle 60" sicherlich erklärt werden darf, dass sie sich im Bergwerk Schneeberg befinden. Das historische Grubengebäude liegt allerdings tatsächlich 350 bis 400 m über ihnen oder erst vor ihnen, wenn man an den 300 Jahre älteren KarIstollen denkt, der von den Passeirer Bergleuten noch vor 25 Jahren als Zugang zum Bergwerk benutzt wurde. Nur wenige Besucher aber schaffen es, von Ridnaun aus in der großen Tour das Knappendorf St. Martin am Schneeberg und das eigentliche Bergwerk selbst kennen zu lernen. Mängel am Schneeberg Es gibt allerdings auch Bergwanderer aus nah und fern, die das Knappendorf St. Martin am Schneeberg besuchen. Diese aber fragen sich immer wieder mit Recht, wo denn nun das Bergwerk mit den Stollen und Schächten, mit den 105 Stollenmundlöchern, den Wassertonnenaufzügen, den Pochwerken und Schmieden, dem ehemaligen Spital, dem Frauenhaus und den vielen anderen Einrichtungen, die aus der Geschichte und der Literatur bekannt sind, eigentlich ist. Die Stollen sind zugeschüttet, der Wassertonnenaufzug vom Seemoos zum Knappendorf hinauf verfällt immer mehr, in einem winzig kleinen Museum können gerade noch die wichtigsten Stationen der so reichen Passeirer Bergbaugeschichte gezeigt werden. Bei der musealen Ausstattung des ehemals höchstgelegenen Bergwerks Europas hat die Südtiroler Landesregierung also bisher den Hauptstandort Schneeberg in Passeier eher stiefmütterlich behandelt und den Nebenstandort Ridnaun bevorteilt, wodurch geographische und geschichtliche Irrtümer entstanden sind. Nur die zwei Hauptgebäude am Schneeberg sind kostspielig restauriert und zur Schutzhütte ausgebaut worden. Selbst diese ist jedoch mit zahlreichen Mängeln behaftet und wurde bislang weder mit Strom versorgt, noch ist eine Zuliefermöglichkeit für Geräte und Lebensmittel geschaffen worden, die für eine viel besuchte Schutzhütte unbedingt notwendig sind. Der Hüttenwirt muss sich die Lebensmittel und Getränke jedes Mal per Hubschrauber besorgen, wodurch ihm beachtliche Mehrkosten entstehen. Und die Bergwerkseinrichtungen am Schneeberg werden immer mehr dem Verfall preisgegeben, während in Ridnaun weiter aufgebaut und der Name Schneeberg zur touristischen Attraktion erhoben wird. Die Museumsanlagen in Ridnaun sollen sogar noch weiter mit

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Die untere Knappenkaue und die Almhütte sind im Zuge der Restaurierungsarbeiten am Schneeberg gesichert bzw. erneuert worden. Das Spital, die alte Schmiede, die Stallungen und vieles mehr werden aber dem Verfall preisgegeben.

Passeirer Schaustücken ausgestattet werden, die nicht dorthin gehören, wenn man jüngsten Gerüchten Glauben schenkt. Diese besagen nämlich, dass das Ridnauner Museum in Zukunft durch ein Pochwerk erweitert werden soll, was einer zusätzlichen historischen Ungereimtheit gleichkäme, weil nämlich auch die alten Pochwerke nur am Schneeberg in Passeier bestanden haben, bis auf die große neuzeitliche Aufbereitungsanlage, die noch heute in Ridnaun steht. Den Besuchern des Museums in Ridnaun soll damit also weiter weisgemacht werden, dass sie sich dort im höchstgelegenen Bergwerk Europas befinden. Diese Einseitigkeit in der Werbepolitik geht sogar noch weiter: während die Abzweigung von der Jaufenpassstraße ins Ridnauntal bei Gasteig mit vier Loren und einer Lokomotive der Grubenbahn und der riesigen Aufschrift auf einem Steinblock "Schau- und Erlebnisbergwerk" gekennzeichnet und kaum zu übersehen ist, findet der Autofahrer, der von Meran durch das Passeiertal zum Timmelsjoch fährt, seit vorigem Jahr höchstens einige allgemeine Verkehrsschilder mit der Aufschrift "Bergbaumuseum" und ein Parkplatzschild mit dem Knappenzeichen am Zugang zur oberen Gostalm und sonst nichts. Auf zwei oder drei Alpenvereinswegweisern, die an der Timmels-Joch-Straße stehen, vom Auto aus aber nicht lesbar sind, ist der Schneeberg mit der erforderlichen Gehzeit angeschrieben. Nicht nur die eingangs zitierte Broschüre über die Landesmuseen führt die interessierten Besucher also in die Irre, auch in vielen Prospekten und in Zeitungsartikeln, die teilweise vom Bergbaumuseum ausgearbeitet worden sind, wird die Bezeichnung Ridnaun-Schnee-

berg immer wieder gleichwertig mit Schneeberg-Passeier verwendet. Damit werden die Menschen verwirrt und historisch wie geographisch falsch informiert. Den Passeirern aber entgeht dadurch sehr wahrscheinlich nicht nur eine höhere Besucherzahl am Schneeberg selbst, sondern auch ein nicht unerhebliches Tourismusgeschäft für die ganze Talschaft (...). Walter Innerhofer, Schenna Fortsetzung folgt

alls wöign ins ahn af dr Schootnsaiie abn nebnaus 13i dr 9ibw1. SCfiUH in an Stall dinnin kuan preck! 'Platz! in .Haus.

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Feine Spürnasen üben mit "Kommissar Rex" im Pfelderer Schnee Vom 14. bis 19. Januar 2002 organisierte die Rettungshundestaffel Passe ier ihren ersten internationalen Lawinenhundekurs.

Hundeführer mit ihren treuen vierbeinigen Gefährten bewertet. Das Ergebnis spricht für sich und zeigt noch einmal mit welchem Enthusiasmus

Ursprünglich sollte der Kurs auf dem Jaufen abgehalten werden, doch der akute Schneemangel zwang die Organisatoren innerhalb einer Woche den Lawinenhundekurs nach Pfelders zu verlegen. Dank des unermüdlichen Arbeitsaufwandes von Helmut und Lydia Hochgruber (Präsident und Vizepräsidentin der Rettungshundestaffel Passeier) und einiger ihrer Kameraden, gelang es ihnen mit Hilfe der Skilift-GmbH von Pfelders unter der Leitung von Luis Hofer am Grünboden mit Kunstschnee einige Lawinenkegel anzulegen. Unter der fachkundigen Leitung international und national geprüfter Ausbilder konnte den Teilnehmern mit ihren vierbeinigen Freunden die Arbeit bei der Suche nach Lawinenverschütteten anschaulich vermittelt werden. Nach einer arbeitsintensiven Woche bestehend aus dem praktischen Teil für die Hunde und der Theorie für "Herrchen bzw. Frauchen", standen die Prüfungen in den Kategorien A (Auffinden und Anzeigen von Eigenperson und einer Fremdperson in einer Tiefe von 1 m), B (Auffinden und Anzeigen von zwei Fremdpersonen) und C (Auffinden und Anzeigen von drei Fremdpersonen in einer Tiefe von 2 m und innerhalb zwanzig Minuten) bevor. Unter dem wachen Auge des Bewertungskomitees bestehend aus, Birgit Siegel (BAG. Deutschland) und Carlo Quarenghi (U.C.I.S Italien) wurden die

alle Hundeführer dabei waren. Man denke auch daran, dass die Teilnehmer ehrenamtlich arbeiten, die meisten sich extra Urlaub nahmen und tief in die eigene Tasche greifen mussten, um an diesem Lawinenhundekurs teilnehmen zu können. Von der weiten Anreise auf eigene Kosten z.B. aus Rom oder Hamburg ganz zu schweigen.

Einen besonderen und zugleich auch im Passeiertal recht bekannten vierbeinigen Gast konnten wir mit viel Freude begrüßen: Salvatore Battaglia mit seinem Hund Alex - ein Double des berühmten Filmstars Kommissar Rex -

nahm an unserem Kurs teil. Dies kam ihm gelegen, um seinem treuen Gefährten eine kleine Abwechslung zu bieten und ihm das Element Schnee näher zu bringen, bevor es wieder ab nach Deutschland zu weiteren Dreharbeiten ging. Zur Zeit arbeiten drei Hunde an der weltberühmten Fernsehserie. Die aktuellen Aufzeichnungen werden erst im Jahre.2005 ausgestrahlt. Alex arbeitet außerdem auch als Rettungshund im italienischen Rettungshundeverein U.C.I.S. Am Samstag, den 19. Januar 2002 fand dann die Abschlussfeier statt. Auf dem Dorfplatz von Pfelders nahm Hw. Siegfried Pfitscher die Segnung der Hundeführer mit ihren Rettungshunden vor. Anschließend fand im Gasthof Alpenblick die Diplomverleihung unter der Teilnahme von Persönlichkeiten aus anderen ehrenamtlichen Vereinen, Vertretern der Gemeinden und den Carabinieri des ganzen Tales statt. Die vielen Dankesworte und Ansprachen zeugen davon, wie erfolgreich dieser Lawinenhundekurs eigentlich war. Aber nicht nur. Die Teilnehmer gaben sich das Versprechen im nächsten Jahr wieder daran teilzunehmen, um die ehrenamtliche Arbeit mit ihren treuen Vierbeinern zu verbessern. Für eine freiwillige Spende oder Sponsoren, welche diesen ehrenamtlichen Verein unterstützen wollen, steht bei der RAIKA PASSEI ER folgende Kontonummer zur Verfügung: 0300218685. Für jede auch

noch so kleine Spende ist die Rettungshundestaffel Passeier schon jetzt dankbar. Brunhilde Brunner Hafer und Verena Pavioto


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Ein besonderer Projekttag für die Grundschüler von Pfelders mit der Rettungshundestaffel Passeier Der alljährliche Lawinenfeiertag in Pfelders wurde für die Grundschüler heuer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Nach der HI. Messe, die mit der ganzen Dorfgemeinschaft zusammen gefeiert wurde, konnten es die Schüler und Schülerinnen kaum noch erwarten, die vielen Hunde zu begrüßen.

lich bereits in den Wochen davor mit dem Thema "Der vielfältige Einsatz des Hundes im Alltag der Menschen" auseinandergesetzt. Schließlich ging es ab auf die Ski piste. Dort warteten bereits einige Mitglieder der Rettungshundestaffel, um allen Interessierten eine kleine Schauübung zu präsentieren. Es wurde ein Lawinenabgang mit zwei Verschütteten simuliert. Nach einer kleinen Einführung über die Aufgaben eines Rettungshundes und seines Führers durch den Präsidenten Helmut

Hochgruber, schickte Lydia Hochgruber ihren Hund Eros los. Nach kürzester Zeit zeigte er auch schon die Verschütteten an. Zum großen Erstaunen der Kinder kroch aus einem der Löcher Hw. Siegfried Pfitscher, der sich für diesen "Spaß" gerne zur Verfügung gestellt hatte. Für das gute Gelingen dieses Projekttages möchten wir allen nochmals recht herzlich danken. Die Schüler und Lehrpersonen der Grundschule Pfelders

Zunächst wurde aber im Mehrzweckraum der Schule eine kleine Stärkung entgegengenommen, welche von den Elternvertreterinnen mit viel Fleiß zubereitet worden war. Gleichzeitig konnten alle die Arbeiten der Schüler zum Thema "Hund" genauestens unter die Lupe nehmen. Die Jungen und Mädchen der Grundschule Pfelders hatten sich näm-

Eine tolle "Weiße Woche" im Ahrntal In der Zeit vom 13. bis zum 19. Januar dieses Jahres, organisierte die Klasse 3 B der Mittelschule St. Martin eine "Wei-

ße Woche" im Ahrntal. Begleitet wurden die Schüler von Bert Innerhofer, Nicole Hauser, Alessandra Samin und

Ursula Painer. Ziel der Projektwoche war es, den Gemeinschaftssinn zu fördern, offenes Lernen und sinnvolle Freizeitgestaltung zu erleben und an den verschiedenen sportlichen Aktivitäten teilzunehmen. Organisiert wurde ein Erste Hilfe-Kurs, der Besuch in der Gemeinde Ahrntal, eine Schneeschuhwanderung mit Iglubau und die Besichtigung der Kornkästen in Steinhaus sowie der Burg Taufers. Ihre sportlichen Fähigkeiten bewiesen die Schüler beim Schwimmen, Eislaufen, Eishockey und Skifahren. Besonderen Spaß hatten alle beim Nachtrodeln auf dem Klausberg. Die Weiße Woche war für alle ein schönes und unvergessliches Erlebnis. Ursula Painer


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Rückblick auf die Stuller Weihnacht Die Idee die der Stuller Weihnacht grunde lag war: den Advent aktiver erleben, ihm mehr Sinn und Inhalt geben und außerdem ein Projekt

zuzu zu zu

wein und Würstel stärken und den Weisen der Bläsergruppe lauschen. Großes Lob gebührt auch den Lehrern und Lehrerinnen der Grundschule Stuls,

die mit viel Liebe und Geduld das Musiktheater "Der Nussknacker" mit allen 46 Schülern einstudierten. Genauso begeistert wie die Schüler selbst von Kostüm und Inszenierung waren, blieb auch das anwesende Publikum. Die Messfeier mit Segnung des Johannisweines sollte einen alten Brauch nicht in Vergessenheit geraten lassen. Den Abschluss am 30. Dezember bildete ein Familiengottesdienst umrahmt vom Stuller Kirchenchor. Diese einmalige Weihnachtsaktion war für die Gemeinschaft von Stuls ein voller Erfolg und der Kirche konnte die Summe von 2.117,47 Euro bzw. 4.100.000.- Lire für die Renovierung des Deckengewölbes übergeben werden. Auf diesem Wege soll allen, die sich am Gelingen der Aktion auf irgendeiner Weise beteiligt haben, nochmals ein großes Vergelt's Gott ausgesprochen werden.

gestalten, wo möglichst viele Stuller Vereine und Verbände vertreten sind und das ganze Dorf miteinbezogen ist. Der daraus resultierende Erlös sollte der Stuller Kirche zugute kommen. Den Aktionsbeginn der Stuller Weihnacht bildete der Weihnachtsmarkt, wo viele fleißige Hände, tolle Geschenkideen für groß und klein zum Verkauf anboten. Für die Kinder war sicherlich der Nikolaus mit der Kutsche ein großartiges Erlebnis. Beim Adventsingen am 22. Dezember um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche konnten die Musikkapelle, die Zithergruppe, die Bläsergruppe, und der Kirchenchor unter der Leitung von Dr. Josef Oberhuber ihr Können unter Beweis steilten. Es wurden mit Sorgfalt ausgesuchte Lieder und besinnlich stimmende Texte vorgetragen. Anschließend konnte man sich am Pavillon mit Tee, Glüh-

'Die 'Redaktion des /Passeirer 'Blattes wünscht allen Lesern ein frohes Osterfest!


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An den Dorfbauer Johann Schwarz (1910 - 2001)

Beklommen folgten wir im November dem Sarg eines Mannes, dessen starke Persönlichkeit St. Martin und zum Teil das ganze Passeiertal über Jahrzehnte hinaus mitgeprägt hatte. Wo sich Hans einsetzte, da war er ganz bei der Sache: als Bauer, als Sportler, als Heimatpfleger, als Meisterschütze, als Chorsänger und Politiker. Dazu war er noch sorgender Vater von acht Kindern. Dem sinnesfrohen Hans war es vergönnt, eine Jugendzeit zu genießen, die Freiraum ließ für Sport und Jägerei, für Gesang und Musik. Besonders der Ranggelsport und die Musik standen

ihm nahe. Während der Faschistenherrschaft konnte er sein eingefleischtes Tirolertum nicht verbergen, sodass er ausgerechnet für das öffentliche Abspielen des Andreas- Hofer - Marsches in Meran für drei Monate in einem Bozner Gefängnis einsitzen musste. Vielleicht waren diese Ereignisse auch mitbestimmend, dass sich Hans zur Zeit der Hitlerherrschaft, Aktionen zu schulden kommen ließ, die er in reiferen Jahren bereute: im Freundeskreis gestand er öfters, dass er "damals freilich etliche Dummheiten gemacht habe". Die Dummheiten der nationalsozialistischen Zeit waren es wohl auch, die den "homo politicus" schlechthin daran hinderten, auf den ansonsten sehr begehrten Bürgermeisterstuhl zu schielen. Dafür hielt er sich aber immer im Dunstkreis dörflicher Macht auf und ließ in Bezirk und Land seine ausgezeichneten politischen Fähigkeiten spielen. Nie leuchteten Hansens Augen aber strahlender als auf den Schießständen des Landes, hinunter bis Rom. Er war ein ausgezeichneter Schützenmeister mit einer beneidenswerten Treffsicherheit bis ins hohe Alter. Heimatpflegerische Belange fanden beim Dorfbauern immer eine gute Aufnahme: Blumenschmuck, Bildstöcke oder schindelgedeckte Almhütten: Hans war immer für den Erhalt und die Pflege unserer typischen berg bäuerlichen

Weihnachtsfeier Weihnachten stand vor der Tür und im Altersheim "St. Barbara" von St. Leonhard war die Zeit wieder reif, die jährliche Weihnachtsfeier zu organisieren. Die Mitarbeiter hatten sich fleißig Gedanken gemacht, wie man diese Feier gestalten könnte. Alle waren sich einig, dass es eine Feier für die Heimbewohner sein sollte, denn das Hauptanliegen ist doch, unseren Gästen, den Heimaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Nachdem sich alle an den Arbeiten zur Weihnachtsdekoration beteiligt hatten, ging es an die Vorbereitung des Weihnachtsessens. Weihnachten ist das Fest der Familie, deshalb wurden für jeden Heimgast bis zu zwei Angehörige oder Bekannte eingeladen. Am 22. Dezember war es dann soweit. Pater Theo Neuking gestaltete um 17.00 Uhr den Wortgottesdienst. Die Feier wurde vom Männerchor St. Leonhard und von Christi und Toni Fauner mit der Gitarre und dem Kontrabass sowie Maria Alber mit der Zither und

.

Im Altersheim

Relindis Waldner mit dem Hackbrett musikalisch umrahmt. Auf unsere Einladung hin, hatten sich zahlreiche Angehörige und Bekannte eingefunden, um mit unseren Heimgästen gemeinsam das Weihnachtsfest zu begehen. In der Eingangshalle waren die Tische festlich gedeckt und die Köche hatten ein vorzügliches Menü vorbereitet.

denkend

Kulturlandschaft. Eine seiner letzten heimatpflegerischen Aktionen war die großteils durch persönliche Spenden verwirklichte Restaurierung der Martiner Schützenfahne von 1796. Für die sozialen Belange der Bauern setze er sich teils in leitender Funktion bei der Bauernkrankenkasse, beim Bauernbund, in der Höfekommission und bei berufsbezogenen Interessentschaften ein. Sehr sensibel reagierte Hans, wenn es um die Beschneidung alter Rechte ging. So sprach er sich gegen den Abbau der wirtschaftlichen Selbständigkeit der Dorfgeistlichkeit aus und die Kurie musste sich Worte harter Kritik gefallen lassen. Das Lebenswerk von Hans war nur machbar, weil er in der Ehefrau Anna eine Lebenspartnerin besaß, die zäh und still ihrer Arbeit nachging und sich um die Erziehung der Kinder kümmerte und trotz allem zum vielbeschäftigten Mann hielt, auch wenn es bisweilen den letzten Nerv kosten konnte. In den alten Tagen konnte Hans seiner Gattin gegenüber manch Versäumtes nachholen. In einer bewegten Stunde übermittelte er sein mit Pathos vorgebrachtes Vermächtnis an die Jugend: sie möge an Väterglauben und Heimat festhalten. R.I.P. hh

St . Leonhard

Diese Weihnachtsfeier war sowohl für unsere Heimgäste, als auch für uns Mitarbeiter des Altersheimes ein schönes Erlebnis. Auf diesem Wege möchten wir uns herzlich für die Spenden bedanken, in der Hoffnung allen Beteiligten eine Freude bereitet zu haben. Astrid Corsalini


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Vogel des Jahres 2002

Der Haussperling (Spatz)

"Freut sich über die Ehrung zum Vogel des Jahres: der Hausspatz"

Frech, lustig und gesellig - so kennt wohl jeder den unscheinbaren Hausspatz. Mehr verachtet als geliebt, ist der anpassungsfähige Vogel dem Menschen seit langem als Kulturfolger vertraut. Viele Sprüche, Redewendungen und Geschichten sind Ausdruck der Achtung, die wir dem kleinen Spatz entgegenbringen: "Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach", "mit Kanonen auf Spatzen schießen", oder "ein Spatzenhirn haben". Selbst ein namhafter Musiker wie Mozart scheint von ihm angetan gewesen zu sein, und hat ihm die" Spatzenmesse" gewidmet. Ebenso sind zahlreiche Tanzmusikgruppen im In- und Ausland von den Qualitäten dieses lustigen Gesellen überzeugt, bezeichnen sie sich doch als Passeirer Spatzen, Viller Spatzen, Tiroler Spatzen ...

Im Passeier "tschilpen" zwei Rassen des Haussperlings zu allen Jahreszeiten von den Dächern. Zum einen der Haussperling (graue Kopfplatte), zum andern der Italiensperling (brauner Oberkopf). Die Verbreitungsgrenzen dieser bei den Rassen überlagern sich in der Regel. So kommen in den Ortschaften und Weilern des Tales, von Riffian bis nach Pfelders reine Haussperlinge, reine Italiensperlinge und alle sie verbindenden Übergänge, also Mischformen vor. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass im Passeier zusätzlich zu diesen genannten Rassen noch zwei weitere Sperlingsarten brüten: der Feldsperling (brauner Kopf mit weißer Wange und schwarzer Wangenfleck) in Tallagen bis 800 m, und der Schneefink in Höhen zwischen 2500 mund 3000 m. Als klassischer Kulturfolger gehört der

Spatz zum unmittelbaren Gefolge des Menschen. Er fehlt in keiner Siedlung, wo artenreiche Gärten mit Stauden und Sträuchern vorhanden sind. Als Allesfresser sucht der Spatz nicht ungern Hühnerställe auf, wo aufgestreutes Hühnerfutter oder auch Küchenabfälle emsig aufgelesen werden. Magisch angezogen fühlen sich Spatzen im Frühsommer von reifen Kirschen. Mittels Vogelscheuchen, silbrig glänzenden Alufolien, klingenden Metallplättchen und Schreckpistolen versucht man den schwarmweise einfallenden Kostgängern zu Leibe zu rücken. Eine gänzliche Umstellung erfährt der Speiseplan der Spatzen während der Brutzeit. An die zahlreichen Jungen werden Insekten, Larven und besonders Raupen verfüttert. Insgesamt vertilgt ein Spatzen pärchen mitsamt den Jungvögeln jährlich bis zu 100000 Insekten. Mit Vorliebe baut der Vogel in Nischen und Höhlen, unter Dachziegeln oder frei im dichten Gebüsch seine Nester. Oft brüten mehrere Paare verträglich dicht in kleinen Kolonien beieinander. Der Deutsche Naturschutzbund hat den Spatz wohl nicht wegen seiner ästhetischen Qualitäten oder seiner unmeIod ischen Stimmäußerungen zum Vogel des Jahres gewählt. Vielmehr will man mit diesem allseits vertrauten Gesellen möglichst viele Menschen für artenreiche Gärten motivieren. Der Naturgarten mit vielen samen- und beerentragenden Stauden und Sträuchern hilft nicht nur den Spatzen sondern auch vielen anderen Tierarten. Das Motto" Mehr Platz für den Spatz" heißt damit auch stellvertretend mehr Platz für viele Tiere und Pflanzen in unserer Umgebung. Mögen es die Spatzen allseits von den Dächern pfeifen, dass für das Jahr 2002 mehr Natur und damit mehr Lebensqualität in unseren Siedlungen gefragt ist. Amold Rinner

"Gib deinen Münzen eine Chance" Unter diesem Motto lief im Januar im Hinterpasseier eine Münzsammelaktion zugunsten der Südtiroler Krebshilfe Meran - Burggrafenamt. In enger Zusammenarbeit mit der Raiffeisen kasse Passeier - Moos wurde diese Aktion zu einem großen Erfolg, so dass auf das Konto der Krebshilfe 1.734,26 Euro überwiesen werden konnten. Die Südtiroler Krebshilfe Bezirk Meran Burggrafenamt dankt an dieser Stelle

allen Spendern, der Raiffeisenkasse Passeier mit Mitarbeitern und allen, die beim Sortieren des gespendeten Geldes fleißig Hand angelegt haben, recht herzlich. Die stattliche Summe ermöglicht es der Vereinigung im Bezirk Meran Burggrafenamt krebskranken Mitmenschen konkret und unbürokratisch zu helfen und ihnen zur Seite zu stehen. Weil die Aktion so erfolgreich war, konnte auch die Freizeitgruppe Psychisch Kranke - Sprengel Passeier mit einer

Spende von 255 Euro bedacht werden. Die vielen ausländischen Münzen (Spanische Peseten, Griechische Drachmen usw.), die bei der Sammelaktion mit dabei waren und welche die Raiffeisenkasse nicht einwechseln konnte, kommen der zur Zeit noch laufenden Caritassammlung zugute, welche sie aufgrund ihrer Kontakte zu den verschiedenen Ländern, gut verwerten kann. Rita Reinstadler


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Namen für Bauernhöfe In Südtirol versucht man - hoffentlich mit Erfolg - Ordnung in jenen Bereich zu bringen, den der Faschismus gründlich und langanhaltend durcheinandergebracht hat: die Ortsnamensgebung. Gleichzeitig mit diesem Bemühen rufen Verbände dazu auf, sich bewusst auf die deutsche Kulturlandschaft Südtirols zu besinnen. Im Passeiertal haben sich Vertreter des Vereines für Kultur und Heimatpflege und des Bauernbundes dafür ausgesprochen, dass die Namen unserer Höfe sozusagen als Markenzeichen aufscheinen sollen. Dabei sollten die im Kataster eingetragenen originalen Namen unserer Jahrhunderte alten Höfe als die untrüglichsten Künder einer gepflegten Kulturlandschaft verwendet werden. So kann jeder interessierte Hofbesitzer zur Stärkung des bäuerlichen Selbstbewusstseins und zur Identitätsfindung der Südtiroler beitragen. hh

Öttlhof in Pill, August

Pflegefamilie

Immer wieder geraten Familien oder alleinerziehende Personen aus ganz unterschiedlichen Gründen in Schwierigkeiten, in denen sie für einen bestimmten Zeitraum nicht imstande sind für ihre Kinder zu sorgen. In diesen Fällen sucht der Sozialdienst nach Möglichkeiten, den Kindern vorübergehend eine passende, kindgerechte Umgebung zu gewährleisten. Es gibt dabei zwei Alternativen, entweder die Unterbringung in einem Heim oder einer fixen Einrichtung oder die Unterbringung bei einer anderen Familie - einer Pflegefamilie. Eine Pflegefamilie ist dabei in

1995

Heimat auf Zeit

den allermeisten Fällen anderen Einrichtungen vorzuziehen, da das Kind dort Akzeptanz, Wertschätzung, Verständnis und Liebe erfährt, konstante Bezugspersonen hat und wertvolle Beziehungen aufbauen kann. Eine Pflegschaft übernehmen können Familien mit oder auch ohne Kindern, aber auch Einzelpersonen. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist dabei die Bereitschaft, ein Kind für einen begrenzten Zeitraum bei sich aufzunehmen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich angemessen zu entwickeln und um dann - nach der Lösung der familiären Probleme- wieder in die eigene Familie zurückzukehren. Die Pflegeanvertrauung kann unterschiedlich lange dauern: einige Wochen, Monate oder auch Jahre. Die Herkunftsfamilie wird bei ihren Schwierigkeiten und Problemen vom Sozialdienst und anderen Diensten unterstützt.

Pflegefamilien gesucht! Pflegefamilien werden vom Sozialdienst gesucht, vorbereitet und während der Pflege begleitet und unterstützt. Sie erhalten eine monatlich ausgezahlte finanzielle Zuwendung. Derzeit gibt es im Sprengelgebiet Passeier neun Pflegefamilien, davon sind sechs mit VoIlzeitpflege beauftragt. Es gibt jedoch nach wie vor einen großen Mangel an Pflegefamilien, besonders an Familien, weiche ein Kind vollzeitig, d.h. bei Tag und Nacht für einen bestimmten Zeitraum bei sich aufnehmen. Dies bringt mit sich, dass viele Kinder, - zu viele-, im Heim untergebracht werden müssen. Sollten Sie sich näher über die Pflegeanvertrauung informieren wollen, so können sie dies beim Fachteam der Bezirksgemeinschaft, unter der Nummer 0473/252281, bei Frau Nadia Riedl, Frau Tanja Hofer oder Frau Livia Maturi tun. sj

Vorankündigung:

Kinderfest in St. Martin am 21. April Der Katholische Familienverband, lädt alle Passeirer Familien zum Kinderfest Termin: Sonntag, Ort: Festwiese von Beginn: 14.00

Ortsgruppe St. Martin, Kinder und Eltern ein. 21. April St. Martin. Uhr


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"Andreas Hofers letzter Gang" ins Museum Passeier Anlässlich der .Andreas-Hoter-Gedenkfeier" bei der Herz-Jesu-Kapelle am Sandhof am 17. Februar übergab der Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder dem Museum Passeier das Gemälde .Andreas Hofers letzter Gang" von Franz von Defregger als Dauerleihgabe des Landes. "Ein Defregger-Gemälde gehört unbedingt in den Andreas-Hofer-Raum, weil dieser Maler das Bild Andreas Hofers nach seinem Tode mit seiner Historienmalerei wesentlich geprägt hat". Mit diesem Argument und mit der Überzeugung, dass "die Verantwortlichen des Museums gute Arbeit geleistet haben", ließ sich der Landeshauptmann schließ-

lich dazu bewegen, dieses wertvolle Gemälde (250.000 Euro) aus der vom Land angekauften Sammlung "Unterberger" auszugliedern und den Passeirern zu übergeben. Franz von Defregger hat von 1835 bis 1921 gelebt, ist in Stronach in Osttirol geboren und hat später vor allem in München als Maler gewirkt. Dabei hat er sich vor allem der Historienmalerei verschrieben, wobei ihn die Tiroler Freiheitskämpfe wohl aufgrund seiner Herkunft besonders inspiriert haben. Gemälde wie "Das letzte Aufgebot", "Waffenschmiede", .Tiroler Helden" und nicht zuletzt das von der Raiffeisenkasse Passeier verteilte Bildnis Andreas

Hofers, das in vielen Stuben im Passeier hängt, sind vielen bekannt. Das Gemälde selbst ist eine von drei Ölstudien, welche der Maler im Jahr 1878 als Vorarbeit für die endgültige Fassung, die übrigens verschollen ist, angefertigt hat. Sie zeigt Andreas Hofer, wie er den AI-Vaso- Turm in der Festung von Mantua, wo er gefangen war, verlässt und sich von den ebenfalls dort inhaftierten Landsleuten verabschiedet. Dabei scheint er ruhig und gefasst seinem Schicksal, der Erschießung entgegenzugehen. Im Hintergrund erscheint das Festungstor, das er in der endgültigen Fassung weglässt, um den Helden noch pathetischer und die Szene noch theatralischer erscheinen zu lassen. Das Gemälde ergänzt insofern hervorragend die übrigen im Andreas-HoferRaum ausgestellten Bilder und auch die zentrale Figur mit den originalen Kleidungsstücken, da es Andreas Hofer als verklärten Helden darstellt und damit eine ideale Diskussionsgrundlage bei Führungen bietet. Wir bedanken uns beim Landeshauptmann, bei der Landesregierung und bei allen, die dazu beigetragen haben, dass der "Letzte Gang Andreas Hofers" schlussendlich doch noch den Weg in jenen Raum gefunden hat, wo er zu Lebzeiten seine Pferde gefüttert hat, nämlich ins Museum Passeier. Albin Pixner

Kurzzeitpflege im Altersheim St. Martin Das Altersheim St. Benedikt in St. Martin verfügt über 25 Betten, wobei ein Bett für die Kurzzeitpflege freigehalten wird. Durch die Kurzzeitpflege haben Familienangehörige die Möglichkeit, einen pflegebedürftigen Menschen für 2-6 Wochen ins Heim in Pflege zu geben. Für die Angehörigen besteht dadurch die Möglichkeit sich ein paar Wochen zu erholen oder in Urlaub zu gehen. Für Informationen und Reservierungen steht die Heimleiterin Frau Johanna Oberprantacher gerne zur Verfügung. Tel: 0473 64 12 08 Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr Fax: 0473/65 08 02 Rosmarie Pamer


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Wandertipp:

Naturdenkmal "Stieber Wasserfälle" Von je her hat Wasser den Menschen fasziniert. Kaum ein anderes Phänomen verkörpert die gewaltige Energie und Kraft dieses Elementes in beeindrukkenderer Weise als der Wasserfall. Das an Wasserfällen reichste Tal Südtirols ist das Passeiertal. Das mit Abstand imposanteste Naturschauspiel bieten die Stieber Wasserfälle. Schon um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts huldigte der Gelehrte Beda Weber diesen einzigartigen Wasserfall in überschwänglichen Worten, wenn er schreibt:

"Der Pfeldererbach. .. schäumt im tiefgehöhlten Bette nieder in die Passer und bildet im Absturz durch schauderhafte Abgründe und Felsgestaltungen den sogenannten Platterfall, das schönste Wasserspiel von ganz Passeier. Wäre er in der Schweiz, so sähe man ihn bereits zum hundertsten Mal gezeichnet, lithografiert, gestochen und besungen ... " Durch die Erosion des fließenden Wassers hat sich der Pfeldererbach seit der letzten Eiszeit tief in den Gesteinsuntergrund eingeschnitten. Wo im Bach Wirbel entstehen, werden durch mitgeführte, ständig im Kreis transportierte Gerölle in jahrtausendewährendem Spiel Kolke und Strudellöcher aus dem Gesteinsuntergrund herausgeformt. Diese faszinierenden Erosionsformen sind im gesamten unteren Bachlauf und in ganz spezieller Ausprägung in der Mündungsschlucht ersichtlich. Der "Stieber" besteht aus zwei Kaskaden, die eine Gesamthöhe von 37 m

aufweisen. Bei starker Wasserführung, besonders zur Zeit der frühjährlichen Schneeschmelze oder nach heftigen Regenfällen bietet sich dem Besucher ein imposantes Naturschauspiel. Die tosenden Wassermassen, die schäumendweiße Gischtfontäne und der gewaltige Sprühschleier längs der Wasserabstürze machen dann dem Namen "Stieber" alle Ehre. Im Jahre 1970 wurden die Stieber Wasserfälle und deren Umgebung wegen ihres " ... bedeutenden wissenschaftlichen, ästhetischen, heimat- und volkskundlichen Wertes ... " von der Südtiroler Landesregierung unter Schutz gesteilt und als Naturdenkmal ausgewiesen. Damit ist eines klar: Keines Menschen Hand, nur die Natur selbst wird hier in Zukunft ihre Veränderungen vornehmen. Der Wasserfallweg einst und jetzt Der gewaltige Wassersturz in seiner atemberaubenden Schönheit und Wildheit war schon früh das Ziel von Forschern und Touristen. Bereits im Jahre 1895 erbaute die Sektion Meran des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines deshalb eine Weganlage mit zwei Brücken und Aussichtskanzeln. Durch Veröffentlichung in Alpenvereinsjahrbüchern und Zeitschriften regte man Bergsteiger und Wanderer an, dieses Naturjuwel zu besuchen. Bis zum Bau der Straße Moos - Bad Sand im Jahr 1932 diente diese Weganlage auch als Kirchweg von Platt nach Moos. Nach erfolgtem Straßenbau wurde der Weg kaum noch benutzt. Ebenso zerfielen die beiden Brücken. Im Jahre 1982 beauftragte der Verkehrsverein von Moos Fontana Leo mit dem Bau der beiden Stieberbrücken. Fünf Jahre später, im Juli 1987, rissen bei einem fürchterlichen Unwetter die Fluten des Pfeldererbaches eine der beiden Brücken mit in die Tiefe. Aufgrund wachsender touristischer Nachfrage, durch intensive Bemühungen von Seiten der Gemeindeverwaltung von Moos und dank der Initiative des rührigen Tourismuspräsidenten Vigil Kuprian ist es gelungen die Weganlage im Frühjahr 2001 mit den beiden ca. 14 m langen Brücken neuerlich instand zu setzen. Die gesamte Wegstrecke von Moos zu den Stieberfällen bis nach Bad Sand ist seit dem Sommer des vergangenen Jahres begehbar. Weg beschreibung: Der Wanderweg nimmt seinen Anfang in Moos. Die einstündige bequeme Wanderung führt im ersten Abschnitt

der Straße entlang Richtung Platt. Am Anfang des Leachnwaldes (Hin weis tafel) zweigt links der Wasserfallweg ab. Benannt ist dieser nach dem Kurarzt und ehemaligem Besitzer des .Senterbades" Dr. Mathias Felderer. Auf dem ca. 1 m breiten Weg durchschreitet der Besucher verschiedene Vegetationsformen wie einen Fichtenforst, eine blumenreiche Fettwiese und arten reichen Laubmischwald. Im Schluchtbereich gibt es verschiedenste Gewächse wie z.B. Grauerle, Rote-, Blaue- und Alpen-Heckenkirsche oder die seltene Steinbeere zu bestaunen. Der Weg bietet Einblick in verschiedene geologische Einheiten, ermöglicht die Begegnung mit einer Vielzahl von seltenen Pflanzen und interessanten Tierarten. Eine Besonderheit am Wegesrand stellt zweifelsohne die altbekannte Schwefelheilquelle von Bad Sand dar. Den Abschluss des Wanderweges bildet vorerst das ehemalige Heilbad von Bad Sand. Bereits in nächster Zeit erwägt der Tourismusverein die Absicht, den Wasserfallweg auf mehr oder weniger bereits bestehenden Waldpfaden mit dem Besinnungsweg zum" Sattele" zu verbinden und bis zu den Gletschermühlen von Platt fortzusetzen. Der Wanderweg soll möglichst viele Besucher zu diesem kostbaren Platz hinführen und ihnen vor Augen führen, dass ein unberührtes Stück Natur, eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, reine Luft und sauberes Wasser in unserer profit- und reizgierigen Zeit die zwar leiseren aber wahren Sensationen sind. Arnold Rinner

Sauft 'fLiegr afn Weg .Hin L1lld her utui kreiz: und quer lind iberoll hllCkll ihre drill J{er lind hin gor niemer schian af der weif3n .'}[L1tebohll fliegnse drfoll 'Die merigschtn sein da woll of Urlaubsreise lei UOIl selbr ki11ll11p hOlt fir mall ttutü» Olm orbitll - sch ..... ode. 'Bacher J{aIJsjöT9


Seite 19 I Nr. 33

Passeirer Blatt I März 2002

Die Verbraucher- und Budgetberatung informiert:

Sozialtarif für Telefonkunden

Für die Telefonkunden der Kategorie B (also die Konsumentenhaushalte) gibt es seit 1. Dezem~ •

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Die Reduzierung, die in der Vergangenheit nur für Wenigtelefonierer angewandt wurde, bekommt man wenn in einem Haushalt:

• Ein Empfänger einer zivilen Invalidenoder Sozialpension lebt • Wenn eine Person über 75 Jahre alt ist und zudem der Indikator der Einkommens- und Vermögenslage (ISEE) den Wert von 6.713,96 Euro (13.000.000 Lire) jährlich nicht überschreitet. Das Gesuch muss mit dem entsprechenden Vordruck (auch über www.187.it beziehen) eingeschrieben, eingereicht werden. Beigelegt werden muss auch die ISSE Erklärung, die bei den Steuerbeistandszentren (C.A.F.), den Gemeinden und beim INPS/NIFS beantragt werden kann. Haushalte mit einem taubstummen Mitglied haben die Möglichkeit vollständig von der monat-

lichen Abonnements-Gebühr befreit zu werden.

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Nähere Informationen erhalten sie bei der Verbraucherund B u d g e t b e r a - VerbraucherZentrale tungsstelle MeSiidtirol ran, Freiheitsstraße 62, Tel: 0473 27 02 04. Sprechstunden werden mit Vormerkung (Tel: 0473 65 90 18 bzw. 0473 65 92 63) auch im Sozialsprengel in St. Leonhard jeden 2. und 4. Dienstag von 15:00 bis 16:00 Uhr angeboten.

Neuer Einsatzleiter beim Hauspflegedienst ASOD: Was hat dich motiviert diese Stelle anzunehmen? Mit meinem Team möchte ich behinderten oder kranken Menschen jeden Alters, sowie Familien in Notsituationen eine qualifizierte und schnelle Hilfe sein. Welche Ziele verfolgt der Hauspflegedienst? Der ASOD-Hauspflegedienst soll Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind ermöglichen, solange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld und der eigenen Wohnung leben zu können. Diese Personen und ihre Angehörigen zu Hause qualifiziert zu unterstützen ist für mich und mein Team ein vordergründiges Ziel.

Helmuth, könntest du dich kurz vorstellen? Ich bin Helmuth Pichler, stamme aus St. Leonhard, bin diplomierter Altenund Familienhelfer. Meine ersten Erfahrungen im sozialen Bereich habe ich in der Privatklinik Martinsbrunn gemacht. Anschließend war ich im Seniorenheim Bethanien und beim Hauspflegedienst in Lana, bevor ich vor rund einem halben Jahr mit der Einsatzleitung des ASOD-Hauspflegedienstes im Sprengel Passeier beauftragt worden bin.

Der Ambulante Sozialdienst bemüht sich außerdem schon länger um die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter. Dies möchten wir auch im Passeier erreichen. Welche Leistungen werden angeboten? Neben der Haushalts- und Familienhilfe wird in allen drei Gemeinden im Tageszentrum Fuß- und Nagelpflege angeboten, in St. Leonhard und in St. Martin gibt es zusätzlich auch die Badehilfe und das Essen auf Rädern. Den Großteil der Kosten für unsere Leistungen tragen die Autonome Provinz Bozen und die Gemeinden. Jener Teil der Kosten, den die Betreuten selbst übernehmen müssen, wird gemäß vorgegebener Landeskriterien berechnet, wobei sich die Tarife nach der Einkommenssituation der Betreuten richten. Für dein künftiges Tun viel Erfolg! Das Interview führte Siglinde Jaitner

ASOD

AMBULANTER SOZIALDIENST

Falls Ihr Interesse geweckt ist oder falls Sie mehr Informationen wünschen, erhalten Sie diese beim neuen Einsatzleiter im Sprengel Passeier unter der Telefonnummer 0473 65 90 19 oder bei der Sprechstunde jeweils montags freitags von 14.00-15.00 Uhr.


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Passeirer Blatt / März 2002

Tolles Berufsfindungsprogramm für Passeirer Mittelschüler Jedes Jahr stehen die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der Mittelschule vor der Qual der Berufswahl. Ein schier unüberschaubares Angebot

einzelne Lehrpersonen oder eine Lehrperson in Begleitung von Schülern. Nach Abschluss dieser Woche konnten sich die Schüler für eine Schule ent-

an Fortbildungsmöglichkeiten, unklare Vorstellungen über die verschiedenen Berufe und ein unzureichendes Einschätzungsvermögen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten lassen nicht nur viele Schüler, sondern auch deren Eltern beinahe verzweifeln. Um den Schülern bei ihrer schwierigen Entscheidung zumindest eine kleine Hilfe zu bieten, haben sich die Mittelschulen von St. Martin und St. Leonhard heuer zusammengetan und ein gemeinsames Programm ausgearbeitet. Dabei wollte man zum einen den Schülern einen konkreten Einblick in verschiedene Berufe geben, zum anderen wollte man ihnen aber auch das Ausbildungsangebot im Raum Meran näher bringen. Für den ersten Teil konnte man auf eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem LVH (Landesverband der Handwerker) St. Leonhard zurückgreifen, dessen Vorsitzender, Karl Hofer, immer wieder neue Ideen einbrachte, um den Schülern die Berufswelt so anschaulich wie möglich präsentieren zu können. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war schließlich der Tag der Berufe (siehe eigenen Bericht). Die Zusammenarbeit mit den Oberschulen wurde folgendermaßen organisiert: In der Woche vom 25. bis zum 29. Februar 2002 wurden weiterführende Schulen in Meran und Umgebung an die beiden Mittelschulen eingeladen, um ihr Bildungsangebot den Schülern vorzustellen. Die jeweiligen Schulen schickten zur Präsentation entweder

scheiden, die sie sich am 06. März vor Ort ansehen konnten. Die diesjährige Zusammenarbeit zwischen den bei den Mittelschulen hat gezeigt, dass man gemeinsam zu neuen Ideen kommen kann, dass man Synergien nutzen kann und dass man gemeinsam auch nach außen hin stärker auftreten kann. Und - für das nächste Schuljahr gibt es schon wieder neue Ideen. Stefan Oberprantacher Mittelschule St. Martin

"Tag der Berufe" - Schüler berichten Am Dienstag, den 04. Februar 2002 wurden wir zu einem Berufsinformationstag in das Vereinshaus von St. Leonhard eingeladen. Dabei wurden uns verschiedene Berufe aus den Bereichen Handel, Handwerk und Tourismus vorgestellt. Als erstes stellte sich die Landesberufsschule Meran mit Hilfe eines kurzen Videofilmes vor. Danach informierten uns die Kaufleute über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten im Handel. Am Ende dieser Vorstellung gab es ein Quiz. Die Gewinner erhielten entweder einen Geschenkskorb mit Südtiroler Markenartikeln oder eine Enzyklopädie. Nach einer kurzen Pause waren die Vertreter des LVH (Landesverband der Handwerker) und der HGJ (Hotelierund Gastwirtejugend) an der Reihe. Die Vertreter dieser Verbände erzählten anschaulich, wie sie zu ihren Berufen gekommen sind. Am Ende gab es ein kleines Spiel, das uns Schülern sehr gut gefallen hat. Nach den vielen Vorträgen gingen wir mit den Mensa-Schülern von St. Leonhard ins Gasthaus Sonnen hof um dort Mittag zu essen. Um 13.00 Uhr kehrten wir wieder zurück zum Vereinshaus, wo uns der praktische Teil des Tages erwartete. In Form von kleinen Werkstätten wurden uns folgende Berufe näher vorgestellt: Floristin, Friseuse, Servierfachkraft, Schuhmacher, Kfz-Mechaniker, Tischler, Verkäuferin, Fotograf, Elektriker und Tiefbauer.


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Um 16.00 Uhr war dieser informationsreiche Tag zu Ende. Anita Königsrainer, Stefanie Tschöll, Kathrin Kofler 3 B Mittelschule St. Martin Schülermeinungen: "Mir hat die Berufsvorstellung gut gefallen, aber die einzelnen Referenten haben nur geschwärmt wie schön ihre Arbeit ist, aber sie haben nie negative Dinge oder Risiken erwähnt. Ich glaube nicht, dass jede Arbeit nur im positiven Sinn verläuft. Sie wurden zwar gut vorgestellt, aber es hätte genauer sein können! Die Filme am Vormittag waren sehr interessant." Angela, 3B Mittelschule St. Leonhard "Am Vormittag hat mir der Film über die Berufsschule und die Spiele gut gefallen. Das Sitzen auf den Stühlen war langweilig. Am Nachmittag war es dann total aufregend. Am besten hat mir die Vorstellung vom Fotografen gefallen, als wir Fotos machten." Elisabeth, 3B Mittelschule St. Leonhard

"Vormittags war es langweilig, denn da redeten alle nur. Nur das Spiel am Schluss hat mir gefallen. Nachmittags wurde es dann interessant. Der Fotograf schenkte uns ein Foto, die Verkäuferin ließ uns Käse kosten und die Kellnerin servierte uns flambierte Früchte." Johanna, 3C Mittelschule St. Leonhard

"Mir hat der Nachmittag gefallen, besonders der Mechanikerberuf. " Thomas, 3C Mittelschule St. Leonhard "Am Vormittag war es sehr langweilig, weil nur geredet wurde. Doch am Nachmittag wurde es recht interessant, weil man mit dem Bagger fahren durfte." Andreas, 3C Mittelschule St. Leonhard

Neuer Computer für die Foto- und Videobearbeitung

Bei der Übergabe des Computers: Pichler Walter, Direktor der Raiffeisenkasse St. Martin Pichler Albert, Obmann der Raiffeisenkasse St. Martin - Guf/er Luis, Direktor des Schulsprengels St. Martin

Die moderne Informations- und Nachrichtentechnik hat schon beinahe alle Bereiche unseres Lebens erfasst. Will die Schule ihrem Auftrag gerecht werden, die Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten, so darf sie diese Entwicklung nicht verschlafen. Der technische Fortschritt im Computerbereich ist allerdings so rasant, dass es immer wieder neuer Investitionen bedarf, um einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben. Der Schule fehlen dafür aber immer öfter die nötigen finanziellen Mittel. Daher hat sich der Schulsprengel St. Martin schon vor einigen Jahren auf die Suche nach Partnern in der Wirtschaft gemacht. Mit der Halffelsenkasse St. Martin hat die Schule auch einen Ansprechpartner gefunden, der schon mehrmals ein offenes Ohr für ihre Anliegen gezeigt hat. Diesmal hat das Institut dem Schulsprengel St. Martin einen leistungsfähigen Computer für die digitale Foto- und Videobearbeitung zur Verfügung gestellt. Das neue Gerät steht Lehrpersonen und Schülern gleichermaßen zur Verfügung um Arbeiten und Projekte ansprechend dokumentieiftln und präsentieren zu können und um sich in diesem Bereich weiterbilden zu können.


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Heimatpflege

Stellvertretend für noch andere Objekte wurden in vorbildlicher Weise restauriert:

Neues Schindeldach

am Wohnhaus Esshof, Rabenstein

Renovierte

Maria Hilf-Kapelle,

Neues Schindeldach

am alten Stall, Pfandleralm

Renovierte

Herz Jesu Kapelle am Kennenhof, Mörre Johann Raich, Sachbearbeiter

Nachlese

Anlässlich der Gesundheitstage 2001 gab es zwei Vorträge zum Thema Alkoholmissbrauch mit dem Psychologen Dr. Ulrich Gutweniger und Brigitte Ennemoser von der Dienststelle für Abhängigkeitserkrankungen des Sanitätsbetriebes Meran. Erst kürzlich veranstaltete der Jugendservice in Zusammenarbeit mit Jugendvertretern einen Gesprächsabend dazu. Die Tatsache, dass immer nur wenige Teilnehmer anwesend waren, ist bedenklich. Wir erleben, dass Alkohol wie vielerorts auch bei uns eine große Rolle spielt und oft in bedenklichen Mengen konsumiert wird. Das Passeiertal ist diesbezüglich keine Ausnahme, der Kontakt mit Alkohol ist für Erwachsene und vielfach auch für Jugendliche eine Alltagssituation, der sie kaum ausweichen können. Alkoholische Getränke gibt es bereits seit biblischen Zeiten und Südtirol ist ein Land, in dem die

Herstellung von Weinen und Schnäpsen alte Tradition hat. Es ergibt also wenig Sinn das Alkoholtrinken zu verbieten, sehr wohl aber zumindest Jugendlichen den Zugang zu erschweren. Wie in vielen Bereichen des Lebens tragen wir als Erwachsene die Verantwortung den Jugendlichen einen maßvollen Umgang mit diesem Konsumgut zu lehren und vorzuleben. Fragen wir uns also nicht wer trinkt, sondern wann wird getrunken, wieviel wird getrunken, ... Es ist ein deutlicher Unterschied, ob ich mit Genuss oder zu besonders feierlichen Anlässen trinke, ob ich Frust hinunterspüle oder mit dem Trinken Anerkennung in der Gruppe suche. Bedenklich ist es, dass Jugendliche sogar unter 16 Jahren - ohne größere Schwierigkeiten an Alkohol kommen, sei dies in Geschäften als auch in öf-

Hocheggerhof,

G/aiten

für Passeier

fentlichen Lokalen. Dabei ist die rechtliche Situation klar: • Der Minderjährige haftet strafrechtlich ab 14 Jahren persönlich. (Art.98 SGB) • Trunkenheit durch Eigenverschuldung gilt bei Gesetzesüberschreitungen nicht als lindernder Umstand. (Art.92 SGB) • Zivilrechtlich haften die Eltern (Art.2048 BGB) für die vom Minderjährigen verursachten vermögensrechtlichen Schäden; d.h. die Eltern müssen zahlen, der Jugendliche muss büßen. • Es ist Vertreibern verboten - alkoholische Getränke an Minderjährige unter 16 Jahren, sowie an schon betrunkene Personen zu verabreichen; (Art.698 bzw.691) - an öffentlichen Orten die Trunkenheit eines anderen zu verursachen. (Art.690 SGB) sj


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Passeirer Blatt / März 2002

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Passeirer Blatt / März 2002

Pfelders um ein Freizeitangebot reicher Bereits seit 15 Jahren werden in Pfelders Pferdeschlittenfahrten angeboten. Aufgrund der großen Nachfrage seitens der Pferdefreunde aus nah und fern entschlossen sich die Brüder Alberich und Karl Hofer, einen Reitbetrieb zu gründen. Sie absolvierten daraufhin verschiedene Kurse mit den dazugehörigen Prüfungen, die Voraussetzung sind, um einen solchen Betrieb führen zu können. Am 1. Dezember 2001 wurde der Reitbetrieb Steinerhof eingeweiht. Es ist das erste Freizeitangebot dieser Art im Hinterpasseier.

Zum vielseitigen Angebot zählen: • Schlittenfahrten nach Lazins im Winter • Kutschenfahrten zu den umliegenden Almen und Gasthöfen im Sommer • Ausritte ( Stunden-, Halbtages-, und Tagesausritte im Sommer) • Anlernstunden für Anfänger • Mondscheinritte • Ponys für die kleinen Pferdefreunde Die idyllische Pfelderer Bergwelt kann nun auch hoch zu Ross oder auf gemütlichen Kutschen- bzw. Schlittenfahrten genossen werden. Brunhilde

Hofer

Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier ehrt Obmann und Stellvertreter

Im Rahmen eines Festessens im engen Kreise feierten der Obmann Albert Pichler und der Obmannstellvertreter Anton Pircher ihr 25jähriges Wirken im Vorstand der Raiffeisenkasse. Der Aufsichtsratvorsitzende Dr. Rudolf Raich hob in seiner Ansprache den Einsatz der Jubilare hervor. Sie haben zu ihren getroffenen Entscheidungen gestanden und durch ihre Um- und Weitsichtigkeit steht heute die Raiffeisenkasse St. Martin besser da denn je. Dr. Raich gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Jubilare noch lange ihre Erfahrungen im Vorstand der Raiffeisenkasse einbringen und überreichte ihnen als kleine Anerkennung ein Erinnerungsgeschenk.

'Iserqmuseutn Wia schian iscfi decfitr di .Hoachreqion seLLepöign brauchmr kuan 'Berqmuseum af Sieqmundskron. :Miar scfiaugn ins di 'Bergwelt liabr natuiid: on, oone s ganze 'Drum und 'Dran. Zwui fiat dr .Hearqot; siscfit di 'Berge qimochi? und mit an blobn .Himm! ibrdocht? Und zwui fiatr di Knotin ogfailt llnd die Wente ogscfilijfil wenn druntr zuachn nia a 'Furtnenie fiat gipfiffn? oLLrfiond wut zi sechn sain af Sieqtttutuiskron obr kuan Stuanbock stoaßt mit di .Hoirne on, und kuan odlr wert je diibr kroasn. Und kuan 9ipjLfi..raiz an 'Beiqstau; r wiLLfi..omminfioaßn. Kuan 'BergpiscfiiLe bliant unin au knan Olmteasl wert ginetzt vin Jv(orgntaLI. SeLLepöign - miar brautim fi..uall 'Eerqmuseum af Sieqmundskron, .Heatqoti tniar donfi..n 'Diar fir insre .Hoachreqion! anna Lanthaler

Im Bild v.l.n.r.: AR-Vorsitzender Dr. Rudolf Raich, Obmann Albert PichIer, Obmannsteilvertreter Anton Pircher, Bürgermeister Hermann Pirpamer

Vorankündigung:

Kulturfahrt ins Fersental Am Sonntag, 21. April 2002 bietet der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier eine für alle Interessierten zugängliche Fahrt ins Fersental bei Trient an. Start um 7 Uhr ab Platt, Zusteigemöglichkeit entlang' der Strecke bis Meran. Wir sind Gäste der deutschen Minderheit im Fersental. Rückkehr um ca 19 Uhr in St. Leonhard. Voranmeldungen im Tourismusbüro St. Leonhard, Tel. 0473 - 656188 bis zum 6. April. Fahrtpreis 17 Euro. Jede/r Vorangemeldete erhält genauere Informationen zum Programm und zum Ablauf.


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Wundermittel?

Schlankheitsmittel Wer von einer schlanken Figur träumt, steht vor einem großen Angebot an Diäten und anderen Abnehmhilfen. Dass viele Mittel sich eher auf den Geldbeutel als auf die Linie auswirken und ein Patentrezept gegen Übergewicht noch gefunden werden muss, bleibt traurige Tatsache. Wunderpillen, Schlankheitstees, Cremes zur äußeren Anwendung, Pflaster zum Aufkleben, Enzyme. Das Angebot ist unüberschaubar und es würde wohl den Rahmen dieses Artikels sprengen, wollte man auf alles näher eingehen. Auch in heimischen Medien wird fleißig für diverse Schlankheitsmittel geworben. Eine schnelle Gewichtsabnahme durch die Einnahme von irgendeinem Präparat. So verlockend es auch klingen mag, diese Versprechungen entsprechen selten der Realität. So wirkt zum Beispiel der Wirkstoff L-Carnitin genauso wenig als .Fettkiller" wie Ananasenzyme, die Kilos zum Schmelzen bringen. Viele Mittel sind im besten Fall wirkungslos, im schlimmsten Fall gesundheitsgefährdend. Vorsicht ist angesagt bei Produkten, welche Schilddrüsenhormone, Jod, entwässernde Mittel (Diuretika) oder Abführmittel enthalten. Diäten Frauenzeitschriften sind voll davon. "Schlank in 4 Tagen" und ähnlich reißende Überschriften erregen die Aufmerksamkeit. Von der Nudel-, Eier-, Joghurt-, Fisch- bis hin zur Reisdiät, kaum ein Lebensmittel, das nicht schon einmal in einer Diät empfohlen wurde. Aber auch zwischen Privatpersonen kursieren von Zeit zu Zeit fragwürdige Diätpläne. Ein Beispiel ist der "Diät-Plan vom Max-Planck-Institut für Ernährung", der nach 2 Wochen kalorienarmer und eiweißreicher Kost einen Gewichtsverlust von 8 Kilos und eine "Stoffwechselveränderung" verheißt. Von der Durchführung ist abzuraten, da die Versprechungen unrealistisch sind und eine ausreichende Nährstoffzufuhr nicht gesichert ist. Vor allem Diäten, die einseitig oder sehr energiereduziert sind, sollten vermieden werden. Sie bringen vielleicht einen schnellen Erfolg, können das Übergewicht aber nicht auf Dauer

senken und führen leicht zum ewigen Auf und Ab, dem sogenannten JojoEffekt. Fazit: Es wird viel Scharlatanerie getrieben und deshalb ist es wichtig, dass man eines nicht vergisst: so ganz gemütlich vom Sofa aus ist dem Fett nicht beizubekommen. Zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion führt einzig eine langsame und sinnvolle Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten. Dazu gehört auch regelmäßige Bewegung. Wie erkenne ich unseriöse Angebote? Vorsicht ist angesagt, wenn • unrealistische Erwartungen geweckt werden (,,20 kg in 30 Tagen") Eine realistische Gewichtsabnahme liegt bei einem halben Kilo pro Woche! • Irgendein Wundermittel als Problemlöser angeboten wird (Fettfresser, spezielle Formeln oder Enzyme, die das Fett aufsaugen sollen) • Vollständige Adressen von der Vertreiberfirma fehlen. Sog. Briefkastenfirmen oder Firmen mit Sitz im Ausland sind nur schwer rechtlich zu belangen, auch wenn Erfolgsgarantien und Rückgaberechte vorgegaukelt werden. • Vor- und Nachhehrfotos sind meist Fotomontagen, geworben wird oft auch mit einem Arzt, einer Klinik oder einer Studie, die erfunden sind. Für Fragen zum Thema stehe ich Ihnen gerne auch telefonisch zur Verfügung! Sabine Geiser - Tel. 0473/659520 Dienst für Diät und Ernährung Sprengel Passeiertal

Das Bürgerbüro Passeier Das Bürgerbüro Passeier hat sich vorerst folgende Ziele gesetzt: 1. Koordination und Vernetzung der bestehenden Strukturen und Angebote. Geplant sind die Vernetzung der Bildungs- und Freizeitangebote der Gemeinden St. Leonhard, St. Martin und Moos in Passeier, vorerst über das Passeirer Blatt. 2. Realisierung von Einzelprojekten: z.B: Entwicklung neuer Formen zur Unterstützung psychisch Kranker (Sprechstunden, mobiles Sorgenbüro, ...)

Ehrenamtliche, die nicht über einen Verein organisiert sind, können sich mit ihren Ideen im Bürgerbüro Tel. 0473-65 92 63 melden. Das Bürgerbüro stellt

Ehrenamtliche haben Idee und starten Nachfrage

dann die Ressourcen bereit, damit sich die Interessierten ihren Wunsch erfüllen können. sj

Bürgerbüro stellt die Ressourcen dazu bereit


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Passeirer Blatt / März 2002

Schneestand

.

In Pfelders

Viele werden gesagt haben: "So wenig Schnee wie heuer hat es in Pfelders noch nie gegeben." Doch dem ist nicht so. Auch im Jahre 1989 gab es in Pfelders großen Schneemangel. Damals schneite es sogar erst Ende Februar (heuer Ende Januar). Dafür kam er dann aber umso heftiger!

dass bei abnehmendem Mond der Schnee nicht rutscht. Das Schneerekordjahr war 1951. In jenem Winter schneite es 22 Meter (frisch gemessen). Die Bauern mussten Stiegen in den Schnee hacken um vom Haus in den Stall zu kommen. ".'ii

Ende Januar 2001

Es gab auch schon Jahre in Pfelders mit extrem viel Schneefall, wie etwa im letzten Winter, als es 11 Meter geschneit hat (frisch gemessen). Trotz mancher Befürchtungen gab es keine größeren Lawinenabgänge. Es bewahrheitete sich wieder die Bauernregel,

Von Herrn Hofer Eduard bekam ich folgende Aufzeichnung über den Schneefall im Winter 1974/75: Nov. Dez. Jan. Feb. März

74 74 75 75 75

63 cm 75 cm 195 cm 45 cm 342 cm

April 75 Mai 75 Insgesamt: sen)

265 cm 210 cm

11,95 Meter (frisch gemes-

1977 war das Jahr der Lawinen: eine Lawine brach beim Grünbodenlift und ging knapp am Dorf vorbei. Außerdem brachen Lawinen oberhalb von Unterstein und außerhalb von Erschbaum. Das Pfelderer Dorf war damals ungefähr zwei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Das Wetter, sagen die alten Pfelderer, läßt sich nicht drechseln und macht was es will. Brunhilde Hofer

Der neue Sprengelbeirat Der Sprengelbeirat wird für die Dauer von 5 Jahren eingesetzt, die mit der Amtsperiode der Bezirksgemeinschaft zusammenfällt. Seit dem Herbst 2001 sind folgende Personen vom Bezirksausschuss der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt in den Sprengelbeirat berufen worden; kursiv die jeweiligen Ersatzmitglieder: Als Koordinator des Gesundheitssprengels: Von Sölder Dr. Manfred, Innerhofer Or. Franz Als Leiterin des Sozialsprengels: Ockl Dr. Alessandra, Pamer Benedikt Als Leiterin des nichtärztlichen Personals im Gesundheitssprengel: Oberprantacher Gögele Maria Als Gemeindevertreter Pamer Dr. Rosmarie, Wilhem Josef, Klotz Wilhelm, Pirpamer Hermann, Pfitscher Or. Kon-

rad, Brunner Hubert Als Vertreter von Schulen und Kindergärten: Graf Alberta, Platter Or. Beatrix Als Vertreter der öffentlichen Fürsorgeeinrichtungen Gufler Daniel, Oberprantacher Johanna Als Vertreter von Freiwilligenorganisationen und Selbsthilfegruppen: Raich Franz, Schweigl Tanja, Brugger Friedrich, Spinell Karl Anlässlich der konstituierenden Sitzung wurde Gufler Daniel als Vorsitzender gewählt. Der Sprengelbeirat übt satzungsgemäß im Gesundheitsund Sozialsprengel beratende und koordinierende Funktionen aus: - Er sorgt für koordiniertes Zusammen-

wirken aller im Sprengel tätigen öffentlichen und privaten Organisationen, - formuliert Vorschläge für den Sprengelplan und Sprengelbericht, - regt geeignete Initiativen an um das bestmögliche Zusammenwirken von Sozialfürsorge, Gesundheitsbetreuung und Schule zu fördern, - setzt Initiativen zur Koordinierung aller im Sprengel tätigen Körperschaften und Freiwilligenorganisationen, - weist die Verantwortlichen auf eventuelle Schwachstellen hin, - sorgt in regelmäßigen Zeitabständen für die Bewertung der getroffenen Maßnahmen, - schlägt Öffentlichkeitsarbeit vor und - unterstützt Weiterbildungsveranstaltungen für Betroffene. sj


Passeirer Blatt / März 2002

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Alt und Jung In Passeier Der Sozialsprengel Passeier, der Jugendservice und die Gemeinden St. Leonhard, St. Martin und Moos haben eine Studie mit dem Titel "Jung und Alt in Passeier" in Auftrag gegeben. Inhalt dieses Projektes ist die Durchführung einer Befragung, um die aktuelle Situation der Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren und der Älteren über 60 Jahren kennen zu lernen. Moderne Sozialpolitik geht davon aus, dass die Betroffenen selbst ihre Situation am besten kennen und Aufschluss über ihren Lebensalltag und ihre Bedürfnisse ge-

Periodische

ben können. Gleichzeitig werden sogenannte "Experten" über ihre Meinung und Einschätzung zu den angebotenen Diensten der öffentlichen Verwaltung befragt. Dazu gehören: Eltern, Vertreterinnen der Gemeinde, der Bezirksgemeinschaft, des Sprengels, der Schulen, des Jugenddienstes, des Seniorendienstes, der verschiedenen Wirtschaftssektoren (Gastgewerbe, Handel usw.), der relevanten Vereine usw. Zur Zeit werden die Fragebögen ausgearbeitet und die zu befragenden Personen durch eine streng zufällige Aus-

Hauptuntersuchung bei Auto Freitag

wahl festgelegt. Dieses Auswahlverfahren gibt die Garantie, dass niemand aus den Ergebnissen erkennen kann, von welcher Person die einzelnen Angaben gemacht worden sind. Falls Sie zu den Personen gehören, die für die Befragung ausgewählt wurden, bitten wir Sie diese Untersuchung zu unterstützen, indem Sie die Fragebögen und Interviews möglichst vollständig und ehrlich beantworten. Beauftragte

Dr. Gerlinde Haller des Lessing Instituts

(Collaudo)

Seit Januar dieses Jahres gibt es nun auch im Passeiertal eine Kfz-Werkstatt, die befugt ist, die periodische Hauptuntersuchung für Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, durchzuführen. Passeirer Autofahrer können sich somit die zeitaufwendige Fahrt nach Meran sparen. Die Hauptuntersuchung kann ganztägig von Montag bis Freitag durchgeführt werden. Voranmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 0473-65 62 02, wobei die Wartezeit im Normalfall 3-5 Tage beträgt. Wichtige Informationen zur Periodischen Hauptuntersuchung: Neufahrzeuge müssen die 1. Hauptuntersuchung nach 4 Jahren machen. Danach jedoch muss diese alle 2 Jahre durchgeführt werden. Somit müssen im Jahr 2002 alle jene Fahrzeuge "vorgefahren werden", die 1998 zugelassen wurden bzw. alle jene die 2000 oder früher das letzte mal .collaudiert" worden sind. Ausnahmen sind Taxi und Mietwagen mit Fahrer. Diese müssen jährlich kontrolliert werden. Auto Freitag

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Passeirer Blatt / März 2002

Musical "Roby und die Piraten" Stufenübergreifendes Projekt

In Zusammenarbeit mit der 1. Klasse der Grundschule St. Martin und den 5jährigen Kindergartenkindern von St. Martin wurde im Januar das Musical .Roby und die Piraten" einstudiert. Hauptakteur des Musicals ist Roby, eine Robbe, die den Kindern Nick und Lisa hilft, damit die kranke Anna wieder gesund wird. Auf der Suche nach dem Heilmittel, dem Husten-Pusten-Lolli, geraten die bei den in aufregende Abenteuer mit Piraten, die ihnen bei der Suche helfen und schließlich ihre Freunde werden. Schon im Herbst hatte Lehrerin Anneliese Angerer die Idee zum Projekt und nachdem man sich das Musical angesehen hatte, zeigten die Erzieherinnen sofort reges Interesse. Einige Treffen waren notwendig, um organisatorische Fragen zu klären und Schwierigkeiten zu besprechen und Fortschritte festzuhalten. Die Kindergartenkinder besuchten häufig die Grundschüler zu den gemeinsamen Proben und hatten viel Spaß und Freude an diesem schulischen Geschehen. Eifrig übten sie Sprechrollen ein, tanzten miteinander und übertrafen sich gegenseitig beim lautstarken Singen der rhythmischen Lieder. Auch die Eltern zeigten reges Interesse und sammelten eifrig für die Bühnendekoration und schneiderten die Piratenkostüme. Alle restlichen Requisiten wurden von den Schülern und Kindergartenkindern gebastelt und gemalt, so dass die Bühne den Zuschauern ein beeindruckendes Bild bot. Aufgeführt wurde das Musical am 8. Februar in zwei Aufführungen, bei de-

nen der Vereinssaal bis zum letzten Platz besetzt war. Mit viel Applaus unterbrachen die begeisterten Zuschauer

ten sich bravourös in ihre Rollen. "Theater spielen ist tolles Lernen", war die Aussage aller Kinder.

immer wieder das Musical. Beide Aufführungen waren ein voller Erfolg. Der Einsatz hat sich mehr als gelohnt. Die Filme und Fotos, die während der Aufführung gemacht wurden, sahen sich die Kinder später mit großem Stolz an. Auf der Bühne stehen, singen, tanzen und sprechen war für alle Kinder eine neue Erfahrung und auch Herausforderung, die ihnen viel Selbstsicherheit abverlangte. Ohne jegliche Scheu traten die Solisten, Schüler wie Kindergartenkinder, musikalisch von Haller Alfred und Reiterer Stefan begleitet, vor das Publikum und auch die Akteure versetz-

Ein Dankeschön gilt allen Lehrerinnen und besonders auch den Erzieherinnen, die wesentlich zum guten Gelingen des Projektes beigetragen haben. Erzieherinnen: Raffl Melitta, Verena Pirpamer, Birgit Gasser, Sonja Niedermair, Edith Ennemoser Lehrerinnen: Anneliese Angerer, Erika Reiterer, Sabine Niederkofler Anneliese Angerer Edith Tschöl!

Ein besonderes Preiswatten in St. Leonhard Reinerlös für soziale Zwecke

Am Sonntag, 21. April, organisieren die Katholische Jugend Passeier (SKJ) und der Jugendservice Passeier wieder das traditionelle Preiswatten im Vereinshaus von St. Leonhard. Letztes Jahr hatten nicht weniger als 128 Spieler daran teilgenommen und die beiden Sieger Helmut Pöhl und Franz Ennemoser (Ebenwies) konnten nach zähem Kampf schöne Preise entgegennehmen. Sehr erfreulich war die rege Beteiligung der verschiedenen SKJ-Ortsgruppen des Tales und das SKJ-Bezirksteam möchte sich bei allen herzlich bedanken. Auch heuer wieder sind alle Watter (Damen und Herren, Jung und Alt) aufgerufen, sich an dem spannenden und

lustigen Turnier zu beteiligen. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro und es winken schöne Geld- und Sachpreise. Der Reinerlös kommt wieder einem sozialen Zweck im Passeiertal zugute. Im vorigen Jahre konnten nicht weniger als 1.000 Euro der Caritas übergeben werden. Dieser Betrag wurde dann einer bedürftigen Passeirer Familie übergeben. Ein Motivationswochenende tür Jugendgruppenleiter in Walten Die Südtiroler Katholische Jugend und der Jugendservice Passeier organisierten auch heuer wieder den schon zur Tradition gewordenen Gruppenleiterkurs

im Jägerhof in Walten. Diesmal beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema "Spiel". Das ganze Wochenende über wurden neue Spiele vorgestellt und ausprobiert. Die Referentinnen aus Bozen, Petra und Martina, gaben uns viele Tipps, wie man Jugendliche zum Mitspielen motivieren kann. Mit viel Freude bereiteten wir uns auf die Messe am Sonntag vor, da wir bei der Gestaltung der Messe in der Kirche von Walten mitwirken durften. Müde von dem vielen Spielen, satt vom guten Essen und erschöpft nach 2 kurzen Nächten, fuhren wir am Sonntag Nachmittag wieder nach Hause. Fortsetzung

auf Seite 32


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Seite 32 1 Nr. 33

Fortsetzung von Seite 31 Jugend und Alkohol - Diskussionsrunde zu heißem Eisen Der Jugendservice Passeier lud kürzlich zu einem Diskussionsabend, bei dem ein sehr aktuelles Thema, nämlich der Umgang der Jugend mit dem Alkohol, zur Sprache kam. Erschienen waren 11 Jugendliche und ein Erwachsener, die vom Referenten Ulrich Gutweniger alsbald in eine reges Gespräch verwickelt wurden. Alkohol, meinte er, könne nicht verboten werden, deshalb müssten die Jugendlichen lernen, damit umzugehen. Als Gründe für den steigenden Alkoholkonsum der männlichen Jugendlichen führte er den Gruppenzwanq, Langeweile und Imponiergehabe an. Dieser interessante Diskussionsabend, bei dem die Mädchen mit ihren Argumenten gegen das sinnlose "Saufen" die männliche Jugend ganz schön ins "Schwitzen" brachte, hätte sicherlich eine größere Beteiligung verdient. Tanja Schweigllgz

Alkohol und Jugend Auf Einladung des Jugendservice Passeier gab es vor einigen Wochen ein Kurzreferat mit Diskussion zum Thema "Alkohol und Jugend" unter der Leitung des Meraner Psychologen Dr. Ulrich Gutweniger. Zu diesem Anlass stand er auch für ein Interview zur Verfügung.

solchen Treffen sieht. Er hat gewissermaßen ein Alibi. Durch die geringe Anzahl der Teilnehmer haben aber alle Anwesenden die Möglichkeit individuell ihren Zugang zum Thema zu überdenken und sich in der offenen Diskussion einzubringen.

Wie kommt es , dass Sie der Leiter dieser Gesprächsrunde sind? Ich habe in Meran an der Dienststelle für Abhängigkeitserkrankungen gearbeitet und in dieser Funktion war ich ungefähr einundeinhalb Jahre auch regelmäßig im Passeier tätig. In dieser Zeit habe ich an mehreren Initiativen teilgenommen, welche sich mit dieser Problematik beschäftigen und habe dadurch aktiv Präventionsarbeit geleistet. Unter anderem in einer Arbeitsgruppe in St. Leonhard, bei der es um die Problematik des Alkoholkonsums bei Parties ging.

Welche Eindrücke nehmen Sie von Ihrer Tätigkeit mit? Die Arbeit hier im Passeier war angenehm, weil in verschiedensten Bereichen und Institutionen, (Sprengel, Gemeinde, Schulen, Vereinen, ...) übergreifend Diskussionen und Arbeiten zur Problemstellung möglich waren. Besonders schätzen gelernt habe ich die Kooperations- und Kommunikationsbereitschaft der Passeirer, dank derer ich einige Erfolge verbuchen konnte.

Wie erklären Sie sich die Tatsache, dass bei allen Vorträgen zu diesem aktuellen Thema nur wenige Teilnehmer anwesend sind? Die Zahl der direkt Betroffenen ist natürlich weit höher als jene der Anwesenden, aber zumeist kommen die Betroffenen nicht, weil ihnen das Sprechen über ihre Probleme in der Gruppe schwer fällt. Viele Abhängige sind sich ihres Problems gar nicht richtig bewusst. Die ganze Thematik wird zumeist verharmlost, weshalb der Alkoholiker keinen Grund für eine Teilnahme an

Wie soll am Thema weitergearbeitet werden? Persönlich bin ich der Meinung, dass Vorträge nicht der geeignete Rahmen sind. Der Dienst für den ich tätig war, hat dienstags nachmittags weiterhin Sprechstunden im Sprengel. Gemeinsam mit dem Jugendservice und dem Sozialsprengel arbeite ich zur Zeit - vorerst für das Hinterpasseier - an einem Konzept für ein Projekt, bei dem unsere Präventionsarbeit eine Kombination aus Information, Spiel, Spaß und Freizeiterlebnis wird. Dabei wollen wir die Jugendlichen in ihrer vertrauten Umgebung treffen. sj

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Seite 33 / Nr. 33

Passeirer Blatt / März 2002

(

mu~ikgruppen aus dem Passetertal

)

Die Hochwilde Böhmische Ihr Motto: "Musik mit Herz und a mords Gaudi dazu" ist ihnen wie auf den Leib geschneidert und jeder, der diese Musikrichtung mag, wird vom fröhlichen

Sound dieser Musiktruppe mitgerissen. Die Rede ist von der "Hochwilde Böhmischen" und ihrer unverwechselbaren Mischung von Blasmusik und Witzeinlagen. Für diese sorgt der Luis Steiner aus Pfelders, dem es immer wieder gelingt, durch seine Sprüche das Publikum aus der Reserve zu locken. Wenn dann der Leo noch ein tschechisches Lied singt, und die ganze Gruppe ihre Show abzieht, springt der Funke endgültig über. Es ist Spaß und Unterhaltung pur auf gutem musikalischem Niveau. Kein Wunder, dass ihre Anhängerschaft von Jahr zu Jahr wächst und der letztjährig gegründete Fanclub schon über 200 Mitglieder zählt. Die "Hochwilde Böhmische" ist ein Passeirer Eigengewächs, und entstanden ist sie aus Jux im Winter 1994, als ein paar Musiker aus verschiedenen Passeirer Kapellen beim Sessellift in Pfelders aufspielten. Dieser Spontan auftritt fand so großen Zuspruch, dass man beschloss, weiterzumachen und im Herbst 1995 beim Martinerhof seinen ersten offiziellen Auftritt gab. 1996 fand dann die Böhmische zu ihrer endgültigen Standardformation mit Kurt Pamer, Robert Pircher, Andreas Kofler (alle Mitglieder der Musikkapelle St. Martin) und Alois Hofer (Pfelders) am Flügelhorn, Meinrad Pamer, Hubert Pamer und Alois Schwarz (alle Musikkapelle St. Martin) am Tenorhorn, Leo Zipperle (Musikkapelle St. Leonhard) am Schlagzeug, Gilbert Gufler (Musikkapelle Rabenstein) an der Posaune, Thomas Schwarz (Musikkapelle St. Martin) am

Horn, sowie Karl Pichler (St. Martin) an der Ziehharmonika und E-Bass und nicht zuletzt Walter Gufler (Musikkapelle St. Martin) am Bass.

Bei Frühschoppen, Geburtstagsfeiern und verschiedenen Festen in Südtirol und Nordtirol (Ötztal Sommersaison-Eröffnungsfest) sind sie gefragt und tragen zur guten Stimmung bei. Besonders fleißig waren sie im letzten Jahr, wo sie nicht weniger als 35 Mal auftraten und ihre erste CD präsentieren konnten, die inzwischen guten Absatz findet. An Auftrittsmöglichkeiten mangelt es ihnen nicht und sie sind schon bei verschiedenen Veranstaltungen für die nächsten Jahre fest gebucht. Dass bei ihnen die .Kolleqschaft" und der Spaß und nicht die Verdienstmöglichkeiten im Vordergrund stehen, zeigen die vielen Veranstaltungen, die sie mit ihrem Fanclub (Vorstand Luise Schwarz) ausrichten. So gab es am 1. Februar eine Gaudiwanderung in Pfelders, im Frühjahr hingegen gibt es eine Weinkeilereibesichtigung in St. Pauls, am 14. Juli eine Panoramawanderung zur Lazinseralm, Ende September den schon traditionellen Hüttenabend auf der Stettiner Hütte und im November die Jahresabschlussfeier im Martinerhof.

Interview:

Pb: Wie seid ihr zum eurem Namen gekommen? Diesen Namen haben wir uns aus Jux zugelegt. Im Sommer 1996, als unsere Gruppe noch keinen Namen hatte, sind wir alle zusammen von der Stettinerhütte auf die Hohe Wilde aufgestiegen. Dieser "Aufstieg" nach einigen guten Glasein auf

der Hütte ist uns nicht leicht gefallen und so beschlossen wir uns in Zukunft "Hochwilde Böhmische" zu nennen. Pb: Was unterscheidet eure Gruppe von den vielen anderen Böhmischen? Das Besondere an unserer Gruppe sind sicherlich die vielen Showelemente - mit Luis als Ansager und allen Musikanten in Bewegung - die wir im Laufe der Zeit eingebaut haben. Wir möchten die Leute mit einer guten Show und guter Musik in Stimmung bringen, ohne uns allzuviel zu "verrenken ". Wir sind und bleiben eine Passeirer Gruppe, deren musikalischen Vorbilder die vielen tschechischen Böhmischen in der Art von Mistrananka, Gloria usw. sind. Pb: Woher bekommt ihr eure Stücke? Wir haben da großes Glück gehabt und den Günther aus Deutschland kennengelernt. Dieser hat ein großes Notenarchiv und gute Beziehungen zum Rundelverlag, einen auf Blasmusik spezialisierten Verlag. Er schickt uns immer wieder neue Stücke, die für unsere Besetzung geeignet sind und schreibt auch bei Bedarf die Noten auf unsere Besetzung um. Pb: Hat das Tragen von Lederhosen tür die Hochwilde Böhmische eine besondere Bewandtnis? Oie Lederhosen - im Sommer kurze, im Winter lange - sind unser Markenzeichen. Sie sind ein strapazierfähiges Kleidungsstück und symbolisieren unsere Bodenständigkeit. Sie sind Teil unserer Show, und sie gefallen anscheinend auch der Damenwelt. Pb: Welche Projekte habt ihr tür die Zukunft? Für den Sommer wollen wir neue Stükke einlernen, und uns die eine oder andere Einlage als Überraschung einfallen lassen. Wir haben inzwischen auch 2 Fernsehaufnahmen gemacht, die im WDR und im Rai Sender Bozen ausgestrahlt werden. Für das nächste Jahr haben wir uns auch die Aufnahme einer neuen CO vorgenommen. Das Interview führte Gottfried Zagler Kontaktadresse: Schuhe Robby - Saltaus Tel. 0473/65 56 06 oder Kurt Pamer Tel. 0473/65 00 14 oder Handy 3474436313


Passeirer Blatt / März 2002

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Gedanken zum Internationalen Jahr der Berge Als bekannt wurde, dass das Jahr 2002 von der UNO zum "Internationalen Jahr der Berge" ausgerufen wurde, hat sich der Alpenverein erst mit dieser Idee anfreunden müssen. Nach anfänglichem Naserümpfen haben wir uns, wie auch andere Alpenvereinssektionen, das äußerst aktuelle Thema schließlich zu Eigen gemacht. Bei intensiver Beschäftigung mit dem Thema Bergwelt kommt einem erst zu Bewußtsein, welche Bedeutung die Berge weltweit und speziell für Südtirol und Passeier haben. Sie sind unsere Lebensgrundlage, Wasser- und Energie-

2

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Ir)ternationales Jahr

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spender, sie sind Lebens- und Erholungsraum für uns Menschen. Durch die Ausrufung des internationalen Bergjahres will die UNO unsere Bewußtseinsbildung fördern. Da die Gebirge uns in vielerlei Hinsicht Nutzen bieten, sind wir auch aufgefordert, sie zu schützen: die Bergwelt soll auch unserer Nachwelt noch als Wasserreservoir für Mensch, Tier und Pflanze dienen, die Berglandwirtschaft soll auch in Zukunft noch die gesunde Nahrung bieten und die unzerstörte Berglandschaft soll Erholungsraum für Millionen von Urlaubern bleiben und somit Grundlage für Wirtschaft sein. Naturnutz und Naturschutz gilt es in Gleichgewicht zu halten. Dies soll in besonderem Maße für uns gelten, für die das Gebirge zugleich auch Heimat ist. Unsere Vorfahren und wir selbst haben schon einige Male erfahren, wie sensibel das Ökosystem im Gebirge ist. Die vielen Aktionen landesweit, die laufend in den Medien angekündigt wer-

Der AVS Passeier im Jahre 2001 Erlebnisreich wie die vergangenen Jahre gestaltete sich das Bergjahr 2001 für alle Ortsstellen. Ein allgemeiner Rückblick wurde anläßlich der Jahresversammlung der Sektion Passeier am 22. Februar gemacht, nachdem die einzelnen Ortsstellen ihrerseits in den Wochen vorher Bilanz gezogen hatten. Ob Wanderungen, Berg- und Skitouren, Jugendlager oder Klettertouren, alle Aktionen sind gelungen. Zwischen viel Gaudi und höchster Anstrengung wurden viele kleine und große Touren durchgeführt. Dabei hielten sich die Touren im heimatlichen Passeier und jene nach auswärts

die Waage. Bilanz gezogen wurde auch über ein Jahr Kletterwand. Besonders diese hat es vielen Jugendlichen und Junggebliebenen angetan und das Interesse ist immer noch im Steigen. Die Ortsstelle Pfelders ist besonders stolz auf ihr neues Alpenvereinsheim, das heuer nach Fertigstellung der Außengestaltung feierlich seiner Bestimmung übergeben werden soll. Für das heurige "Internationale Jahr der Berge" hat die Ortsstelle St. Leonhard einen Dia-Wettbewerb ausgeschrieben (siehe eigene Spalte). Innerhofer Siegfried

den, sollten dazu beitragen, dass alle Gebirgsbewohner zu Naturschützern werden. Denn ohne Naturschutz ist auf die Dauer auch kein Naturnutz möglich. Die AVS-Sektion den Ortsstellen

Passeier mit St. Leonhard,

Walten, Stuls, Moos, Platt und Pfelders und die Sektion St. Martin werden gemeinsam das Jahr der Berge begehen und zwar am 14. Juli 2002 mit einer Wanderung über den Jaufenkammweg von der Römerkehre bis Stuls mit Bergmesse und mit gemütlichem Beisammensein auf den Stuller Mahdern.

DIA-WETTBEWERB "Passeirer Berge in den Jahreszeiten" Preise: 3 Hauptpreise und 10 8achpreise im Gesamtwert von ¤ 1.500.gestiftet von: Foto Juwelier Staschitz, Papier Profi, Raiffeisenkasse Passeier Weiters verlosen wir unter ALLEN Einsendern einen schönen 8achpreis. Die Dias sind innerhalb 30. November 2002 abzugeben bei der - Raiffeisenkasse Passeier in 8t. Leonhard oder Moos - Papier Profi 8t. Leonhard oder per Post zu schicken,

an den:

Alpenverein 8t. Leonhard Passeirerstraße Nr. 1 1-39015 8t. Leonhard in Passeier (BZ)

Teilnahmereglement: 1) Die Teilnahme ist kostenlos und ALLEN Passeirern und Gästen des Passeiertales offen. 2) Jeder Teilnehmer kann bis zu 5 Dias einreichen.


Seite 35 / Nr. 33

Passeirer Blatt / März 2002

3) Die Dias dürfen nicht älter als 2 Jahre und müssen in einwandfreiem Zustand sein. 4) Die eingereichten Dias werden nicht zurückgegeben, sowie ALLE Rechte gehen auf den AVS St. Leonhard über. Bei Veröffentlichung des Bildes wird der Name des Fotografen angeführt. Die prämierten Bilder können ausgestellt oder für Druckunterlagen (z.B. Kalender) verwendet werden. 5) Die Dias müssen in geschlossenem Kuvert gemeinsam mit dem ausgefüllten Teilnahmeschein eingesandt bzw. eingereicht werden und einzeln mit Kurztitel versehen sein. 6) Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. 7) Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. 8) Die Prämien werden ausschließlich in Sachpreisen vergeben. 9) Beispiel für mögliche Motive: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, Panoramablicke, Wasserfälle, Bergund Almwiesen, Schneelandschaften, Gipfelkreuze, ... jedoch KEINE Makro und Personenaufnahmen.

/_~ (SPRENGEL ~

I

Passeirer Jugendliche auf den Spuren der Kaiser und Päpste Romfahrt der SKJ St. Leonhard 11

Eine der beiden Gruppen der Katholische Jugend von St. Leonhard (SKJ 11) machte sich nach Weihnachten auf, der "Ewigen Stadt" einen Besuch abzustatten. Unter Begleitung des Kooperators P. Benedikt - nach acht Jahren dortigem Studium ein Ortskundiger - und der Jugendleiterinnen Martina Burgmann und Erika Gögele eilten wir tagsüber durch die römischen Gassen, um möglichst viel von den Schönheiten der Stadt der Kaiser und der Päpste zu sehen: Steine, Säulen und andere Relikte aus der ehemaligen Hauptstadt des Römerreiches. Die vier .basilicae maiores", die päpstlichen Patriarchalbasiliken, zu denen St. Peter mit seiner 136 Meter hohen Kuppel von Michelangelo zählt (von wo aus wir einen herrlichen Sonnenuntergang miterleben dürften). Einige weitere wichtige Kirchen, von denen Rom übersäht ist. Brunnen wie die Fontana Trevi, die eine gute Gelegenheit bot, die letzten Liramünzen loszuwerden. Plätze voller Leben, teure Einkaufsstrassen und vieles, vieles mehr ... Kaffee und Cornetti, verschiedene Antipasti, köstliche Nudelgerichte, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und süße

PASSEIER

Nachspeisen verwöhnten unseren Gaumen. Natürlich waren wir immer gemeinsam unterwegs, und somit kam die Gemeinschaft unserer Gruppe nicht zu kurz. Freude, Lachen und viel Spaß begleiteten die Tage. Die römische Campagna war das Ziel unseres Ausfluges am Sonntag vor der Heimfahrt. P. Benedikts Primizkirche San Giovanni in Argentella, ein kostbares Kleinod der romanischen Kunst, lud uns in ihrer schlichten Einfachheit ein, den feierlichen Barock und das pulsierende Leben Roms ein wenig zu vergessen, um die nötige Ruhe zur Feier der hl. Messe zu finden. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst unser hauseigener "SKJ-Chor". Mit dem Nachtzug ging es dann wieder zurück in die Heimat. Durch die nächtlichen Zugfahrten, die Pension ohne Heizung und die vielen Eindrücke und Erlebnisse bekamen unsere Eltern müde, aber auch zufriedene Gesichter zu sehen. Ein Dank gilt der Gemeinde, dem Bildungsausschuss und der Volksbank von St. Leonhard für die finanzielle Unterstützung unserer Tätigkeiten.

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SKJ " St. Leonhard

/

Probleme? Kein Grund zum Verstecken

aber ein Grund Hilfe zu suchen. Tel: 659018 - 659263 - 659264 Du kannst uns vertrauen.

Die SKJ St. Leonhard

11mit zwei Vertretern der SKJ Walten vor S. Paolo fuori le Mura


Passeirer Blatt / März 2002

Seite 36 / Nr. 33

mer 90aßmenscli rtsiscfi schun 0 Traide

wenn er 900ße fiobn kann

an <Platz dlfiil~ 0 'Fuater und an Stall.

.')[ 900ß iscfi fir ifim ganz 0 bsunders vicfi/,

'De schwarze de fiot lei uan :7vfengile, 0 rootgollsits Kitz war drbei, die seil honi awei! schun niamer qsechn.

Und de Scfiworzscfieckite, a pissl a 'wilde mi: an killan Scfiellile.

die Scfielle soll 0 possn, mit an schien Xlong.

'De 9roßse de 'Blobe mit an pSllndem schien 'Bart,

In Lanqis,

Und de Longtlltlte rootgollsit verbrennt, zwoo :Kitze sein drbei

wenn die Xitzler

kemmen de kluon,

zem nll/Oß er seitun jleißig sein,

a wollte 9gllate ischis. fioscfiise nicfit qsechn?

:;[sou fi'ogll die 90aßmondel~ weil de kenni» allide 90aß genall.

weil zem geot nit als [an alluane.

'Dr Llane wooß s'unane der Liane lvoaß s ' andere.

'De 'Pront/te wert fioint gion kitzn lind des )ofirkitz,

des nidere des klllone,

:.Mitl1onder reuln, zetn wein sie schlau,

'De Zengfioumte

mit der groonßn 'Wampe,

.')[n Scfiibl 90aße zomlockn

des drkitzts lVorscfieindlicfi anit alluane.

tromplt 0 inner, werts 0 niamer lang taurn,

und 0 paar außelfiscfin,

sei nll/oß nien gsecfin hobn, wia sie die sem drwiscfin.

'Er bleib in Stall, ho! Orbit ginuog zi schauen.

Jv(itll weißn Jv(iatsackl scfilangern lind lockn seseee,

Ofiramol iscfi 0 uans hin, und seil iscfi 0 nicfit fein.

lots fiot er 1I0ne dtwuschn, zwischn die .Haxen ingiklemp,

.')[sou geots 0 'WeileIe, da mlloß er scliun jleijJig sein.

.')[ niats Xitzl

wert ongscfioug lind seil genoll

die Scfielln kloppern und dr ganze Schibl kimp dafie . ulld nou uane nrzu«.

YlllOndere in dr linken .Hon! ober nou ischis nit gillllOg .

nou ganz naß iscfi des vicfil

'Er lockt lei mear stille, mit der rechtn

fiots Jv(engilel~ 0 fiouls Xöpjl, des iscfi ganz 0 schians.

macht a piss! Kumer.

.Hon!

wocfitlt er

'Des Speicfi/, a pissl 0 wilds des zfii drwiscfin

iscfiis 0 Jv( ondl oder 0 'Weibile,

des wer i zlglin lind in Summer aukearn, 50 der .Hias.

S' geoßI kimp neichner IIlld potscfi die .Hon!

'Der Summer iscfi da, des Xluonviecfi

S'Soal in 'Rucksack,

iscfi in 'Berg,

iscfi umern Scfiellriam ummet.

wenn s 0 pockilit lind scfihnkt,

die Xitzler 0 pissl psundel~ wenn die 900ß wert gimolcfin,

sell wert nia fofiln, sell braucfit er zi ginaal.

oder es tOlfs junge Xitzl in Summer

.'7[115

lots iscfi er fleißig der 900ßmenscfi, saizn miatn und psindem seinige solln banender bleibn, sei niecht er nii verfiindern. 11011

iscfi fiir de Vicfier die 'Freihei',

ofn uan wottii dr Zaun,

mit dr 900ß umerstrolchn,

'Drei fioni tnenc], vorgester honise

inner.

qsedin,

ofn ondern dr '{ool.

'Fa de schian 90aße kennin sie reidn Stuntn lang. 'Ba die 900ßmander

gibs kuan rtlld IIndkuan Onfong.

ba was fiimll Scfiibl wemse sein, wau sein sie eper fiingirenf.

'Fa die 90aße fa die Scfielln lind die 'Böcke fiah bald uagcssll,

und des Kluane des Zotlte, mit an weißn 'Tleck ofn 'TOlL

af sell sein sie gonz versessn.

'Du, fioscfi meinige nicfit gsecfin de 'Blobe mit dr :Kronzscfielle?

dass die setn, wenn die Zeit kimp ban Scfiibl bleibn,

de Zengfiomte

'Des JVocfiscfiougll unds Zomfiiotn,

an weißn 'Bloß fiotse Ofil Xopf

'De alte Strofile fioni 0

menc),

5' :Kitzl iscfi lei mear aiuuu«,

ulld de Scfiimlte de weithorn te, woasclie sdum die sell uane, lind

5'

'Blossile des 10llgzotlte

llnd die 'Roatqonsite mit ar 'Blottscfielle

und de 'Fuxite, ba der 'Wampe a pissl schwatz, lei a kll/one.

die schian 900ße seins imele wert, de Orbit tian sie georn. In Winter

wenlls schneu), kemen sie olle in Stall,

not kimp die Zeit, wall sise wieder venneatn, 'Teresa J{ofer ScfiajJler


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Passeirer Blatt / März 2002

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Stets Im Dienste des Nächsten

Jahresrückblick 2001 der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard Auch das vergangene Jahr war für die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard ein sehr arbeitsreiches, wie sich bei der Jahreshauptversammlung Anfang 2002 herausstellte. Obwohl die Alarmsirene ihre Töne nur an Samstagen zum Probealarm verlauten ließ, war die Feuerwehr zu 67 Einsätzen mittels Personenrufempfänger (Piepser) oder Telefon gerufen worden. Die Einsätze reichten von technischen Hilfeleistungen bei Unfällen, bis zu Suchaktionen oder sonstigen Einsätzen. Zu Brandeinsätzen mittleren Ausmaßes wurde man nur zweimal gerufen. Um bei den verschiedenen Einsätzen stets richtig zu handeln, wurden in 46 Übungen realitätsnahe Situationen nachgestellt. Zahlreiche Haus- und Hofbesitzer stellten ihr Eigentum zu diesem Zweck zur Verfügung und leisteten somit einen wertvollen Dienst. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen wurde in solchen Übungen vertieft und verbessert. Um das theoretische Wissen zu erweitern und aufzufrischen, besuchten 12 Mann Weiterbildungskurse an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Die Mannschaft wurde durch die Neuaufnahme von acht Probe- bzw. Jungwehrmännern, welche im vorhergehenden Probejahr bestens ausgebildet wurden, auf 62 Mann aufgestockt (siehe Foto). Bei verschiedenen Veranstaltungen im Vereinshaus, auf dem Raiffeisen platz oder am Sandwirt waren stets Wehrmänner anwesend um bei

eventuellen Gefahren sofort eingreifen zu können. Aber nicht nur bei Festen von anderen Vereinen mussten die Wehrmänner

Feier im Juli war die Kameradschaft und der Arbeitsgeist der Wehrmänner gefordert um zum guten Gelingen der Veranstaltung beizutragen.

Hand anlegen. Bei Festlichkeiten wie bei der Florianifeier dankte man geschlossen dem Schutzpatron für seinen Beistand. Auch bei der Christophorus-

Um die Leistungen der Feuerwehr auch in Zahlen auszudrücken, wurden insgesamt 3125 Stunden von 1302 Mann geleistet. Auch nächstes Jahr hat die Freiw. Feuerwehr wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant.

1297

1300 1200 1100 1000

Einsätze

Florianifeier

05.05.02

•

Übungen

Aktion Pulverlöscher

25.05.02

•

Lehrgänge

Discoparty

14.06.02

Brandverhütungsdienste

Christophorusfest

900 800

798

•

Verwaltung von Sitzungen

500

439

400

100

14.-22.12.02 FF St. Leonhard

600

200

07.12.02

Preiswatten Christbaumaktion

700

300

20.+21.07.02

304

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Die Gemeindeverwaltung 287

von St. Leonhard gibt bekannt, dass die Tennishalle St. Leonhard eine neue Rufnummer 0473 65 69 11

hat:


Passeirer Blatt / März 2002

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Ein erfolgreiches Tätigkeitsjahr 2001 für die AVS Sektion St. Martin Am 11. Januar hielt die AVS Sektion St. Martin ihre 44. Hauptversammlung im Vereinssaal der Gemeinde St. Martin ab. Der Erste Vorsitzende Vigil Raffl konnte

Monatswanderung

ren. Das Tätigkeitsprogramm des Jahres 2001 konnte fast zur Gänze durchgeführt werden, den Höhepunkt bildeten dabei die Sommerhochtouren, letz-

am Plauser Sonnen berg

86 Mitglieder zur Versammlung begrüßen, darunter auch Bürgermeister Hermann Pirpamer. Sektionsleiter Vigil Raffl berichtete, dass das AVS Jahr 2001 ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen sei. Von der Sektion wurden 25 Veranstaltungen durchgeführt, darunter auch die leichten Wanderungen für die ganze Familie, die sich stets großer Beliebtheit erfreuen. Nicht mehr wegzudenken vom AVS Programm sind die Monatswanderungen unter der Woche, an denen vor allem viele ältere Mitglieder teilnehmen. Die AVS Sektion St. Martin zählt 296 Mitglieder und hat im Jahr 2001 wieder zahlreiche Neueinschreibungen erfah-

tes Jahr zum Punto S. Matteo in der südlichen Ortlergruppe und zum Fluchtkogel in den Ötztaler Alpen. Isidor Plangger veranstaltete eine DiaSchau, die mit fast 200 Zuschauern sehr gut besucht war. Unter den jüngeren AVS-Mitgliedern haben im abgelaufenen Jahr zwei den Jugendanwärterkurs bestanden und sind nun in der Jugendtätigkeit aktiv. Kletterveranstaltungen, Zeltlager, Schwimmen und Radfahren zählen hierbei zum Programm. Das große Ziel des AVS St. Martin, die Fertigstellung der Kletterhalle rückt immer näher. Wird die Finanzierung durch die Landesregierung genehmigt, könn-

.

te die Halle bereits im Herbst 2002 benutzbar sein. Für viele Bergfreunde und viele Jugendliche aus St. Martin und Umgebung würde damit ein großer Traum in Erfüllung gehen. Im Rahmen der Versammlung wurden drei Mitglieder mit dem Verdienstabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet und zwar: Alois Ennemoser, Manfred Ennemoser und Alois Gufler. Der Vorsitzende Raffl bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für die gute Arbeit und den Fleiß. In einem Jahr wie dem abgelaufenen, wo das schlechte Wetter im Herbst viele Spuren hinterlassen hat, forderte besonders die Instandhaltung und Markierung der Wege viel Aufwand und Zeit. Ein besonderer Dank ging an dieser Stelle an die Männer der Bergrettung, für ihren Fleiß, ihren Einsatz und ihr Bemühen sich bei Fortbildungen und Kursen in die neuesten Techniken der Bergrettung einführen zu lassen. Abschließend dankte der Vorsitzende Raffl noch all jenen, die die AVS Sektion in finanzieller und anderer Weise unterstützt haben, an erster Stelle der Raiffeisenkasse St. Martin und der Gemeindeverwaltung von St. Martin. Im Anschluss an die Worte des Vorsitzenden, genehmigte die Mitgliederversammlung den Rechnungsbericht des Kassiers und Bürgermeister Pirpamer lobte in seiner kurzen Ansprache den Verein für seine gute Arbeit und seinen Beitrag zum Dorfleben. Abschließend zollte er noch der Bergrettung für ihren Einsatz und ihre Ausdauer seine Wertschätzung.

"Trau deinem Stern In Dir" So lautete das Motto, unter dem die KVW Ortsgruppe Moos im vergangenen Advent einen besinnlichen Nachmittag gestaltete. Auftanken der Seele war angesagt. Dazu beigetragen haben die Ortsgruppen leiterin Rita Reinstadler mit passenden Texten, Reinhard Kofler mit exklusiven DIAS, Vertreter des Burggräfler Zitherkreises mit weihnachtlichen Weisen und die Frauentanzgruppe mit Antonia Raich. Abschließend traf man sich zum gemütlichen Teekränzchen und erfreute sich eines kleinen Weihnachtsmarktes. Die eingegangenen Spenden wurden der Freizeitgruppe der psychisch Kranken des Sprengels Pashh sei er überwiesen.

Oie Frauentanzgruppe

mit Antonia

Raich

kg


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Sozial und engagiert: KVW St. Leonhard zieht Bilanz Die Jahreshauptversammlung bot Gelegenheit, über die Tätigkeit des letzen Jahres sowie über drei Jahre Arbeit im Dienste einer großen sozialen Idee zu berichten. Angeboten wurden Vorträge, Kurse, Aktionen, Fahrten und Unterhaltung. Der Bericht der Ortsleiterin Frau Marianne Pixner Mayr wurde mit Applaus zur Kenntnis genommen. Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher überbrachte den Dank und die Wünsche der Marktgemeinde und ermunterte zum Weitermachen im sozialen Bereich. Der geistliche Assistent des KVW, Kaplan Josef Stricker, fand genau die Worte, die ein haarscharfes Bild nicht nur des sozialen Lebens in der weiten Welt, sondern auch bei uns im Passeiertal und im Italien des Silvio Berlusconi lieferten. Erstaunt kamen die Anwesenden zur Kenntnis, dass jeder gesellschaftliche Neubeginn bei einem selbst zu beginnen hat. So einfach wäre alles ... Zu guter Letzt erfolgten die Ehrungen für 50 Jahre Mitgliedschaft für Frieda Bacher, Anton Ennemoser, Maria Gitterle, Magdalena Gufler, Helene Haller, Frieda Schwarz und Rosa Tschöll. hh

\/.I.n.r.: Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher, Helene Haller für die Geehrten, Ortsleiterstellvertreter Johann Haller, Kooperator P. Benedikt Hochkofler, Ortsleiterin Marianne Pixner Mayr und KVW-Assistent Kaplan Josef Stricker.

.

Der Martinsritt für Familie In Not Am Martinstag veranstaltete der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feu-

erwehr St. Martin, der Musikkapelle St. Martin und den Kindern der Pflichtschule St. Martin in Begleitung ihrer Eltern

Obergabe des verdoppelten Reinerlöses v.I.n.r.: Raika-Direktor Walter Pichler, Obmann des Haflinger Pferdezuchtvereins Hermann Pircher, Bürgermeister Wilhelm Klotz, Raika-Obmann Albert Pichler, Vize-Obmann des Haflinger Pferdezuchtvereins Stefan Pichler.

den bekannten "Martinsritt". Ausgehend vom Gasthof "Jager Hans" wurde der "Heilige Martin" auf seinem Pferd von einer großen Reitergruppe und den vielen anwesenden Kindern und Erwachsenen zum Dorfplatz begleitet. Auf dem Dorfplatz teilte der "Heilige Martin", der Namenspatron der Gemeinde St. Martin in Passeier, wie es in der Überlieferung steht, seinen Mantel mit einem Bettler. Nach der Mantelteilung, die viele kleine und große Bürger mit großer Begeisterung verfolgten, gab es dann Krapfen, Küchel, Glühmix und Glühwein. Der Reinerlös dieser Veranstaltung, den die Raiffeisenkasse St. Martin verdoppelte, ging an die Gemeinde Moos in Passeier für die Unterstützung einer in Not geratenen Familie. Anlässlich einer kleinen Feier übergaben Vertreter des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier und der Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier die Spende an Bürgermeister Wilhelm Klotz.


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Jahresabschlussbericht der FF St. Martin Am 18. Jänner 2002 hielt die FF St. Martin im gemeindeeigenen Vereinssaal ihre alljährliche Jahreshauptversammlung ab. Kommandant Klaus Gufler begrüßte 46 aktive Wehrmänner und 5

Ausbildungen und Übungen neue Wege beschritten werden müssten. Dieser Idee zugrunde lagen im letzten Jahr bereits: die Schulung mit der Firma Südgas, bei der allfällige Probleme auf-

11 7~:~

~

Wehrmänner außer Dienst, sowie die Ehrengäste Bürgermeister Hermann Pirpamer, Abschnittsinspektor Michl Schwarz und Dekan Michael Pirpamer. Im Jahre 2001 wurde die FF St. Martin zu 54 Einsätzen gerufen. Dabei handelte es sich unter anderem auch um schwere Autounfälle mit teilweise tragischem Ausgang. Gerade bei Verkehrsunfällen ist die psychische Belastung für jeden Feuerwehrmann sehr hoch, sieht man sich leider allzu oft gezwungen, Bekannte mit hydraulischen Bergegeräten aus den Autowracks zu befreien. Nachstehend seien noch die Einsätze des vergangenen Jahres zusammenfassend erwähnt: Acht Brandbekämpfungen, 35 technische Nothilfen verschiedenster Art, acht Katastropheneinsätze und acht Suchaktionen. Insgesamt wurden 1513 Arbeitsstunden für Feuerwehrzwecke geleistet. Um bei den Einsätzen gewappnet zu sein, werden im Laufe des Jahres unterschiedlichste Übungen, insgesamt 52, abgehalten. Auch die Landesfeuerwehrschule in Vilpian wird von den Wehrmännern mit Erfolg besucht. Besonderes Augenmerk im Probenplan wird auch auf brandgefährliche Objekte, wie etwa in der Handwerkerzone, gelegt. In diesem Sinne wurde eine Gemeinschaftsübung aller Passeirer Weh- , ren bei der Firma Maico GmbH organisiert. Der Kommandant Klaus Gufler unterstrich das vielseitige Einsatzspektrum der Wehr und betonte, dass auch bei

gezeigt und besprochen wurden; Übungen, bei denen zwei Förster zu Gast waren, welche die Gefahrenpunkte im erläuterten; Falle eines Waldbrandes Hilfsmittel wie Videos und Schautafein ... Erfreulicherweise war heuer erstmals auch Dekan Michael Pirpamer bei der Vollversammlung anwesend, welcher sich über die Einladung freute und allen anwesenden Wehrmännern für die Be-

reitschaft, sich für die Sicherheit des Dorfes und das Wohle der Mitmenschen einzusetzen, dankte. Bürgermeister Pirpamer lobte in seinen Worten die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Wehr bei Einsätzen und in

der Verwaltung und die vorbildliche Ordnung in der Feuerwehrhalle selbst. Er stellte fest, dass man die Einsätze, bedingt durch die Stille Alarmierung, oft erst hinterher wahrnimmt und bedankte sich im Namen der Bevölkerung für die einwandfrei geleistete Arbeit. Abschließend gab er der Hoffnung Ausdruck, alle Wehrmänner mögen auch in Zukunft gesund und wohlbehalten vor Einsätzen zurückkehren. Abschnittsinspektor Michl Schwarz strich die sehr gute Kameradschaft innerhalb der Wehr heraus und dass ihm auch die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und anderen Behörden ein Anliegen sei. Er betonte, dass hauptsächlich die Atemschutzträger großen Gefahren ausgesetzt seien und dementsprechend vorsichtig zu Werke gehen sollten; kontinuierliche Kurse und Übungen seien dafür unabdingbar. 2001 konnten mit Norbert Pichler und Stefan Haspinger wiederum zwei neue Mitglieder in unserer Wehr aufgenommen werden, welche an diesem Abend das Gelöbnis ablegten. Kamerad Paul Pichler erhielt für seinen 40-jährigen Feuerwehrdienst das Verdienstkreuz in Gold, wozu ihm die Ehrengäste und alle Feuerwehrkollegen recht herzlich gratulierten. Todesfälle im Berichtsjahr waren: Kamerad außer Dienst Josef Pixner (Maurer Sepp), sowie die ehemaligen Kameraden Alois Pichler (Blasinger) und Johann Schwarz (Dorfbauer). Die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin möchte an dieser Stelle allen Gön-

nern, besonders jenen, die uns bei der alljährlichen Kalenderaktion unterstützen, sowie allen Mithelfern herzlichst danken. kg/Manfred

Raff! - Februar 2002


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Passeirer Blatt / März 2002

"Karneval" in St. Martin Als Höhepunkt der närrischen Tage wurde am 9. Februar zum insgesamt sechsten Mal in St. Martin ein Faschingsumzug veranstaltet.

Gegen 14.00 Uhr hatten sämtliche Teilnehmer in der Handwerkerzone "Lände" Aufstellung genommen und es gab die unterschiedlichsten Kostümierungen

zu bewundern. Alsbald bewegte sich die Faschingskarawane in gemächlichem Tempo in Richtung St. Martin. Da sich auch das Wetter dem Anlass entsprechend von seiner Bilderbuchseite zeigte, hatte sich eine Vielzahl von Schaulustigen eingefunden, die das närrische Treiben gebührend beklatschten und bewunderten und somit wesentlich zu einer gelungenen Veranstaltung beitrugen. Auf dem Festplatz angekommen, erhielten alle teilnehmenden Vereine und Gruppen von Vize-Bürgermeisterin Rosmarie Pamer-Kofler ein Präsent. An-

Die Vereinsgemeinschaft um Adolf Unterthurner hatte das Karnevalsspektakel organisiert und wie es in St. Martin bei Feierlichkeiten Tradition ist, nahm jeder daran teil, der im Dorf Rang und Namen hat. Angefangen von den Grundschülern, über die Musikkapelle, Feuerwehr, Goaßlschnöller, Schuhplattler, den Goaßerverein, Theaterverein, die Tischlereigenossenschaft und anderen, fanden sich insgesamt 14 Faschingsgilden zum bunten Fasnachtsumzug ein. schließend wurde teilweise bis in die Morgenstunden weitergefeiert. Großes Lob und Dank gebührt den Organisatoren dieses sehenswerten, farbenprächtigen Umzuges, aber in besonderem Maße den Teilnehmern, die mit viel Phantasie, Fleiß und Engagement für ein tolles Spektakel sorgten. In diesem Sinne .Hellau" - bis in zwei Jahren!


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Lawinenhundeführer Talschaft Burggrafenamt-Passeier Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol

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Tätigkeit Im Jahre 2001 29 Einsätze, 11 Lawinenübungen, eine Woche Fortbildungskurs für Lawinenhundeführer bei Prags im Pustertal, 14 Stö. berübungen, ein Auslandskurs und natürlich reichlich Vereinsarbeit. So lässt sich unsere Tätigkeit im abgelaufenen Jahr zusammenfassen. Insgesamt kamen die fünf Lawinenhundeführer im Jahr 2001 mit ihren treuen Vierbeinern auf 1.230 Stunden. Der Talschaft Burggrafenamt-Passeier gehören folgende' Hundeführer an: Zuech Hansjörg mit Hund Schiras (Schenna) Unterthurner Erich mit Hündin Assi (Rabland) Holzer Stefan mit Hund Kent (Gargazon) Gufler Hermann mit Hund Rolf (Rabenstein) Fontana Andreas mit Hund Arco (Moos). 2001 war aufgrund der vielen Einsätze kein leichtes Jahr, nur mit viel Fleiß und Ausdauer und der großen Freude an unseren Hunden, konnten die genannten Erfolge erzielt werden. Wegen der starken Schneefälle hatten wir im abgelaufenen Jahr acht Lawineneinsätze, zwei Verschüttete konnten mit unseren Hunden leider nur noch tot geborgen werden. Zum letzten Lawineneinsatz kam es am 24. Juni an der Timmelsjochstraße. Tragisch war auch der Einsatz am 17. Juli nach dem Erdbeben, wo zwei junge Menschen bei Gargazon ihr Leben verloren. Eine der Personen konnte erst Tage danach durch einen unserer Hunde geortet werden. Bei diesem Einsatz ist besonders die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Gargazon hervorzuheben. Die Hundeführer waren auch in der jeweiligen Sektion an unzähligen Pflichtübungen wie Fels-, Eis- und Hubschrauberbergungen und Erste-HilfeKursen beteiligt. Unser Verein leistet das ganze Jahr über, rund um die Uhr Bereitschaftsdienst und ist jederzeit über die Notrufzentrale 118 abrufbereit. Eine gute Zusammenarbeit gab es mit den einzelnen BRD-Stellen und den Feuerwehren der Bezirke Burggrafenamt und Passeier, den Hundeführern

der Finanzwache Schnals und dem CNSAS-Meran. Wir möchten uns an dieser Stelle auch recht herzlich bei der Gemeinde Meran

und den Raiffeisenkassen des Burggrafenamtes für die finanzielle Unterstützung bedanken. Hansjörg Zuech

a schianer

Weg

'Es isd: a SOll schien, an Stuck den Weg zu giahn, weil sOllvl Wunder da ban Weg SChll17schtiahn. J siech den scluromenden Wasserfall, den 171inweit ochn rausehn lieart ins rtol. Jiets roscht i da a tnoal, und laus oub i hear den ~Viederholl. 'Ban Wasser da isch leicht Zll sinqin, da tuat mein Liedl viel schieaner klingin; und wenn die Sunnenstrohln sich spieglin in Wasser drin, da wert mir ganz eigenartig utu! sou froah mein Sinn. Und hat i Zeit woll jedn Jv{orgn, fand i lausendfache Wundr in dr .Natuv verborqn. Und die Jv{iihle de ban Weg da steaii; wie schade iscliis, dasse ietz niamet geat; Jv{it jedn Jahr die Zeit sich tneart, dass min se s'leschte moll hot klapprn keGlt! Wia des Jv{ühlradl sich heim niamer drahnt a sou gschwind wern a insere Lebnsjohr van Wind verwohnt. 'D/"l/11l lossn 111irde Zeit decht nit ungenutzt voruberqiabn, an nondem oftremol a 'Freide schenken, sel tatn mir leicht dertum. 'Di Leii druckt oft s ' .Herz wie a Jv{iihlstuan sou schwat, a die Jv{iihle ban Weg steah! verlossn lind laar. 'Wal a 9[iick kann! draus entstiahn, 'Tatn miar a moal den 'Weg da mitnoncr giehn. Obr Wege sein da hallfn, dr uane geaht hien dr andre her, und Wege siech i olleweil meat; 'Es war schian wenn mir olm wissitn den tichtiqn Weg zu qianhn, not tatn mir ins nieatneat im Leben uerqiahn. Jv{athilde J{aller


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Ein Passeirer als Philosoph im hohen Norden

Ein Land in Europa, wo sich nur wenige Passeirer bisher "hingewagt" haben, ist sicherlich Norwegen. Dabei hat das Land mit seinen großen Entfernungen Unvergleichliches zu bieten: Gletscher und Fjorde, Mitternachtssonne und Rentiere üben einen ganz besonderen Reiz aus. Aber auch die Menschen haben es in sich und strahlen eine Ruhe aus, die uns heute fremd geworden scheint. In dieses Land nun hat es Alois Pichler "verschlagen". Einen Passeirer, der an der Universität in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, als Germanist, Philosoph und .Textencoder" am dortigen Wittgensteinarchiv arbeitet. Darüber, dass sein Arbeitsplatz so hoch im Norden liegt, ist der Passeirer noch immer selbst verwundert. "Nichts davon war geplant, im meinem Leben hat immer der Zufall Regie geführt", erzählt er uns. Die sich ihm bietenden Gelegenheiten hat er allerdings immer schnell und entschieden wahrgenommen. Geboren wurde der Alois auf dem Manggerhof in Gomion vor 36 Jahren als jüngstes von vier Kindern. Nach der Volksschule in Gomion besuchte er die Mittelschule in St. Leonhard. Dort fiel er als fleißiger und vorzüglicher Schüler auf. In der Folge besuchte er für fünf Jahre das klassische Gymnasium "Johanneum" in Dorf Tirol. Viele mögen in ihm schon einen Priesterkandidaten

gesehen haben, er aber wollte nichts davon wissen. Der Heimaufenthalt war für ihn insofern von Bedeutung, als er dort seine Begeisterung für die Geisteswissenschaft entdeckte. Allzuviel Müßiggang konnte er sich in seiner gesamten Schulzeit nicht leisten. Außerdem galt es, auf dem Hof fleißig anzupacken und manchmal war der Alois schon auf seine Mitschüler neidisch, die ihre Freizeit genießen konnten. Er hatte jedoch das Glück in einer intakten Familie aufzuwachsen. Der Vater war wohl etwas streng, aber gerecht, die Mutter eine herzensgute Frau, die schon allzu früh verstarb. Mit den Geschwistern fühlte er sich eng verbunden, und am Sonntag brach man gern gemeinsam zu einer Bergtour auf. Nach der Matura 1985 ging Alois nach Innsbruck und inskribierte Theologie und Germanistik. Bald gab er jedoch die Theologie auf und begann Philosophie auf der Theologischen Fakultät zu studieren. 1990 schloss er dieses Studium mit dem Magistertitel ab. Vorher hatte er schon zwei Jahre als Studienassistent gearbeitet, ein Vertrauensposten der üblicherweise nur fleißigen und vielversprechenden Studenten anvertraut wird. Das Jahr 1990 wurde dann für ihn zum Wendepunkt. Philosophieprofessor Allan Janik bat ihn sich beim neugegründeten Wittgensteinarchiv in Bergen, Norwegen, zu bewerben, da er dafür gute Voraussetzungen mitbringe. Im selben Jahr hatte Alois auch bei einem Taize -Treffen in Breslau in Polen seine spätere Frau Kasia kennengelernt. Seine Bewerbung - er hatte inzwischen das Magisterstudium abgeschlossen - wurde angenommen und im September 1990 war er schon in Bergen, als Mitarbeiter am neuen Archiv tätig. Wittgenstein, in Wien geboren, gilt als einer der größten Philosophen des letzten Jahrhunderts, und Alois' Aufgabe war es, an der Erstellung einer elektronischen Edition des Wittgenstein-Nachlasses mitzuwirken. Die sehr aufwendige Arbeit der Transkription und Edition unterbrach er Ende 1993 und begab sich dann für ein halbes Jahr nach Polen zu seiner Freundin in Breslau. Es gelang ihm dort wichtige berufliche Kontakte zu knüpfen und er liebäugelte sogar mit der Möglichkeit, sich dort ganz niederzulassen. Als er dann im Mai 1994 ein vierjähriges Stipendium der Universität Bergen erhielt, um eine Forschungsdok-

torarbeit zu schreiben, kehrte er wieder an die Universität Bergen zurück. Dieses Stipendium ermöglichte ihm immer wieder längere Aufenthalte in Polen, wo seine Tochter Florentyna zur Welt kam (inzwischen haben Kasia und Alois auch noch einen Sohn, Ignacy) und wo seine Frau ihr Studium abschloss. 1997 zog die ganze Familie nach Bergen und Alois arbeitete wieder am Wittgensteinarchiv. "Nebenbei" machte er 1998 seinen Magister der Germanistik an der Uni Innsbruck und 2001 seinen Doktor artium in Philosophie an der Uni Bergen. Das Editionsprojekt des Wittgensteinarchivs wurde 1999 abgeschlossen und nach einer Pause nahm das Archiv in anderer "Form" wieder seine Arbeit auf. Im November 2000 wurde Alois zum verantwortlichen Leiter ernannt. Er hat jetzt ein ganzes Spektrum von Aufgaben. Forschung und Verwaltung, gelegentlich Vorträge und immer wieder berufliche Reisen in viele Länder, um die internationale Zusammenarbeit zu intensivieren. Alois, der inzwischen 5 Sprachen (Deutsch, Englisch, Polnisch und Norwegisch, Italienisch noch ein bißchen) spricht, hat seinen Traumberuf an der Schnittstelle von Philosophie, Germanistik und Informatik gefunden, und wir werden sicher noch einiges von ihm hören. gz PB: Die wenigsten von uns können mit dem Namen Wittgenstein etwas anfangen. Können Sie uns erklären, welche Bedeutung dieser für die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts hatte? Wittgenstein und Heidegger waren wohl die wichtigsten Philosophen des letzten Jahrhunderts. Etwas vom Besten, das Wittgenstein der Philosophie gegeben hat, ist seine äußerst kritische Einstellung der Philosophie selbst gegenüber. Er wollte keine Schablonenphilosophie. Pb: Welchen Sinn hat es, sich heutzutage mit philosophischen Fragen abzugeben? Jeder von uns gibt sich mit philosophischen Fragen ab. Diejenigen, die es intensiv tun, fragen sich nicht, welchen Sinn es macht, sie können eh nicht anders. Für die anderen ist die Frage nicht so wichtig. Philosophie kann kritisches Denken lehren und deshalb hat es Sinn Philosophie zu betreiben. Fortsetzung auf Seite 44


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Fortsetzung von Seite 43 Pb: Welche Beziehungen haben Sie noch zu Passeier und wie beurteilen Sie die Entwicklung in Südtirol aus der Distanz? Ich komme jedes Mal gerne ins Passeiertal zurück um meine Geschwister, Verwandten und Bekannten zu treffen. Vor allem suche ich den Kontakt zu älteren und sogenannten "einfachen" Leuten. Südtirol im Allgemeinen befindet sich sicher in einer schwierigen

Umstellungsphase, ich denke besonders auch an die kommunikationstechnische Entwicklung. Leider habe ich wenig Zeit, die Entwicklungen dort zu verfolgen. Ich wünsche mir allerdings manchmal, man würde von den früheren Werten und dem früheren Leben viel mehr bewahren. Ich hänge sehr an

Südtirol und meinem Heimattal, obwohl ich im Ausland Heim und Familie gefunden haben. Pb: Eine Rückkehr nach Südtirol scheint also nicht ausgeschlossen? Eher auf meine alten Tage, wenn ich genug Geld habe, um mir einen kleinen Bergbauernhof zu leisten, von dem ich aber nicht leben muss. Meine Frau würde dagegen gerne schon jetzt nach Südtirol gehen.

Pb: Wie haben Sie sich in Norwegen mit dem Leben und der Mentalität zurechtgefunden. Gibt es Unterschiede zu Polen, wo sie ja auch eine Zeitlang gelebt haben? Ich mag sowohl Norwegen als auch Polen sehr, wobei diese ja ganz verschiedene Länder sind, sowohl geogra-

phisch als auch kulturell. Polen ist eine diskussionsorientierte Gesellschaft, Norwegen eine konsensusorientierte. Beides hat Vor- und Nachteile. Manche meinen das Leben in Norwegen sei langweilig. Ich kann sagen, dass es hier eher ruhig ist und die Norweger im allgemeinen sehr freundlich sind. Besonders schätze ich die Kinderfreundlichkeit, was sich augenfällig im Autofahrerverhalten zeigt. Auch auf den öffentlichen Ämtern, wird man - im Gegensatz zum Kontinent sachlich und sogar freundlich behandelt. Einen Wertmutstropfen gibt es aber. In der Hafenstadt Bergen, wo wir ja wohnen, regnet es unheimlich viel. Und dann ist diese Stadt ja auch so weit weg von der Welt, wenn man nicht fliegt. Eine halbe Woche nach Mitteleuropa. Das ist für uns schlimm und wird vielleicht auch darüber entscheiden, ob wir ganz hierbleiben oder vielleicht doch nach Polen gehen. Pb: Eine indiskrete Frage. Als Passeirer in Norwegen mit einer polnischen Frau, welche Sprache wird bei Ihnen in der Familie gesprochen? So verwunderlich es sein mag, unsere Sprache zu Hause ist polnisch. Wenn ich schreibe fühle ich mich natürlich im Hochdeutschen zu Hause, sprechen würde ich mit meinen Kindern am liebsten den Passeirer Dialekt. Zuletzt habe ich das tatsächlich begonnen. Das Interview

führte Gottfried Zagler

Wir gratulieren unseren großartigen Passeirer Sportlern Dass die Passeirer ein sportbegeistertes "Völkchen" sind, haben sie schon öfters bewiesen. Wenn dann einige aus ihrer Mitte durch großartige sportliche Leistungen von sich reden machen, ist die Freude und Genugtuung im ganz Tal groß. Nachfolgende Passeirer Sportler haben letzthin durch ihre Leistungen

geglänzt:

Christian Kobler Weltmeister im Full-Contact Europameisterin

Sandra Lanthaler und Juniorenweltmeisterin

im Naturbahnrodeln

Waltraud Schiefer Olympiateilnehmerin im Kunstbahnrodeln Tony Oberprantacher Europameister im Full-Contact (Mittelgewicht) Angehörige

und Freunde, Sportvereine

diesem Wege ihre Bewunderung

I

•

und Fanclubs und nicht zuletzt die Redaktion des Passeierblattes

für ihre Leistungen

ausdrücken

und weiterhin viel Erfolg wünschen!

möchten ihnen auf


Passeirer Blatt / März 2002

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Interview mit Christian Kobler Weltmeister im Full Contact Seit wann trainierst du? Seit 10 Jahren. Ich finde in Lana im Fitness- und FightingClub beste Voraussetzungen. Etwa 60 Kinder und Jugendliche werden dort betreut, weiters Frauen, welche Selbstverteidigung lernen, und etwa 15 Athleten.

Herzliche Glückwünsche zu deinem Weltmeistertitel, auch im Namen des Sportclubs Passeier! Wie war der Kampf? Danke, freut mich. Mein Gegner Peter Mesko aus Ungarn war ein starker, aber fairer Gegner. Zwischendurch war ich nicht immer mit mir zufrieden, am Ende der fünf Runden aber haben die Kampfrichter einstimmig für mich entschieden. Du bist doch im letzten Jahr in Meran bereits Weltmeister im Mittelgewicht geworden. Warum wurde Mesko als Weltmeister vorgestellt? Es gibt im Full-Contact 4 verschiedene Federationen. Er war Weltmeister der WPKC, ich der Weltmeister WKA. Jetzt bin ich doppelter Weltmeister. Wie hast du den Abend erlebt? Ich habe in meiner Kabine wenig von der Kämpfernacht in der Stadthalle mitbekommen. Hunderte Passeirer aber haben einen spannenden und unvergesslichen Abend erlebt, mit Schaukämpfen, Tanzvorführungen, einen Auftritt des Schwergewichtsboxers Axel Schulz aus Deutschland und spannenden Kämpfen meiner Kollegen Michael Papst und Tony Oberprantacher aus St. Martin. Tony wurde FullcontactEuropameister im Mittelgewicht. Was bedeutet Full-Contact ? Anfänger lernen, mit Faust-und Fußschlägen zu kämpfen. Anfangs wird im Semicontact nur die Ausführung der Schläge mit Punkten bewertet. In der · '9n Stufe, dem Contact, wird regu,<- ,ekämpft, aber es wird nicht voll getroffen, K.o. ist sogar verboten. Erst erfahrene Athleten kämpfen im Fullcontact 3 oder fünf Runden zu je zwei Mi-

Ist Full-Contact nicht gefährlich? Nein, man trägt einen Schutz für die Füße, die Schienbeine, einen Zahnschutz und einen Kopfschutz. Worauf muss man im Kampf besonders achten? Im Grunde kann man durch Schläge gegen Bauch oder Nieren genauso K.o. gehen wie durch Schläge gegen den Kopf. Deine Pläne? Ich werde meinen Titel verteidigen, habe jetzt aber eine Ruhepause. Maximal dreimal pro Jahr kann ein Kampf angesetzt werden.

nuten. Dabei sind pro Runde mindestens sechs Fußschläge vorgeschrieben. Wer nur boxt, muss disqualifiziert werden. Wie bereitest du dich auf den Kampf vor? Seit August bereite ich mich auf diesen Kampf vor, trainiere zwei Stunden täglich, trage Sparringskämpfe aus, laufe und versuche mein Gewicht bis 76 kg zu halten. Ist dies schwer? Ich muss eher versuchen, nicht zu viel abzunehmen. Eine ausgeglichene Ernährung ist wichtig, ohne die Hilfe meiner Frau wäre dies kaum möglich.

Viel Erfolg in deinem Beruf als Bä cker und im Sport! Danke, solange es Spass macht, werde ich weitermachen. Außerdem freut es mich, wenn so viele Passeirer und meine Familie mich beim Kampf unterstützen. Ihre Begeisterung ist ansteckend und hat die Kämpfernacht in Bozen zu einem besonderen Abend werden lassen. (Frage an die Eltern) Wie erlebt ihr Christians Kämpfe? Mutter: Ich bin jedes Mal nervlich fertig. Vater: (lacht) Ich habe keine Nerven. Das Interview führten: Dr. Konrad Pfitscher und Alois Moosmair


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Waltraud Schiefer-Olympiateilnehmerin Interview:

Herzlichen Glückwunsch, im Namen der Gemeinde und des Sportclubs Passeier! Du bist die erste Athletin aus dem Passeiertal, die an Olympischen Spielen teilgenommen hat! Dankeschön! Bei Olympia in Salt Lake City dabei zu sein, war mein großer Traum, den ich eigentlich schon fast aufgegeben hatte.

Wie verlief das Training? An drei Tagen fanden je 2 Trainingsläufe statt. Die Bahn ist sehr schnell und optimal für gute Gleiter. Bei kaltem und trockenem Wetter war sie stets perfekt für uns präpariert. Und der Wettkampf? Den ersten Lauf habe ich etwas verhaut,

Wie bist du zum Kunstbahnrodeln gekommen? Ich habe mit dem Rodeln auf der Naturbahn angefangen. 1994 habe ich dann eine Probefahrt auf der Kunstbahn gewagt. Seither hat mich die Faszination des Rodelns in der Eisrinne nicht mehr losgelassen. Und, wie sind deine Erfahrungen? Es ist schön und anstrengend zugleich. Das Kunstbahnrodeln ist eine olympische Disziplin, hat einen hohen Stellenwert und erfordert ein hohes Maß an Professionalität. Die Spitzenathleten sind Vollprofis, die in Sportgruppen ganzjährig trainieren. Ein Armin Zöggeler fährt "blind" durch die Bahn, hebt nie den Kopf, orientiert sich an Aufbauten an der Bahn. Je tiefer die Kopfhaltung, um so besser die Aerodynamik und um so schneller die Zeit. Und du? Wann trainierst du? Im Jahr vor Olympia haben wir bereits im April mit dem Training begonnen: 6 mal die Woche Kraft-, Schnelligkeitsoder Starttraining. Im Oktober konnten wir dann die ersten Trainingsfahrten in Norwegen und in Frankreich absolvieren. Dann haben wir den ganzen Winter über die Weltcuprennen bestritten. Oft ist es nicht einfach: wochenlang weg von zu Hause, kur.z zurück, Koffer umpacken und wieder weg zum nächsten Training oder Rennen.

Warum? Lange Zeit waren die Aussichten schlecht. Die Qualifikation unter uns Rodlerinnen war beinhart und nervenaufreibend, denn jede will mit, und der Druck war kaum zu ertragen. Erst durch meinen 10. Platz beim letzten WeItcuprennen in Winterberg stand meine Teilnahme fest. Wie waren die ersten Eindrücke? Wir kamen am 7. Februar in Salt Lake City an und wurden im olympischen Dorf untergebracht. Die ersten 2 Tage hatten wir frei, damit wir uns akklimatisieren konnten. Beeindruckend war die Eröffnungsfeier. Inmitten hunderter Athleten in ein volles Stadion einzumarschieren, die Begeisterung der Zuschauer, das Olympische Feuer und eine ergreifende Show mitzuerleben, werden ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

zu ungewohnt war alles. Bei den Weltcups fahren wir meist vor wenigen Zuschauern. In Salt Lake City standen 15.000 Zuschauer an der Bahn, die bereits am Start einen riesigen Lärm veranstalteten. Die Amis waren ein unglaublich faires Publikum, das jeden Läufer, egal ob Amerikaner oder Europäer mit lautem Geschrei, mit Glocken und Fahnen anfeuerte. Ungewohnt war auch, dass das Rennen am Nachmittag stattfand und dass anstatt der bei Weltcups üblichen 2 Läufe, 4 Läufe, je 2 an 2 aufeinanderfolgenden Tagen gefahren wurden. Bist du mit deinem 16. Platz zufrieden? Nicht unbedingt, obwohl ich als beste der Mannschaft abgeschlossen habe. Aber das olympische Motto lautete, wie für viele andere, auch für mich: " Dabei sein ist alles."

Würdest du trotzdem diese Vorbereitung ein 2. Mal auf dich nehmen? Salt Lake City bleibt auf jeden Fall unvergesslich. Nach dem Rennen hatten wir wieder 3 Tage frei. Wir haben uns einige andere Wettkämpfe angesehen und ein wenig das olympische Flair miterlebt. Alle Menschen dort, sowohl Olympiateilnehmer als auch die amerikanische Bevölkerung waren immer sehr offen und freundlich. Rodeln ist in Amerika sehr beliebt. Man wird bestaunt und bewundert. Jeder möchte einen Pin (Ansteckknopf) oder eine Mütze tauschen, und so kommt man unter anderem auch mit einem Abzeichen des FBI (Bundespolizei) oder der Feuerwehr nach Hause. Bedauerst du etwas? Ich finde es schade, dass ich bei Armin Zöggelers Siegerehrung auf der Medal Plaza nicht dabei sein konnte. Dr. Konrad Pfitscher und Alois Moosmair


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Buchvorstellung

Buchtipps im Frühjahr: Romane

SIBA

SHAKIB

Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen Die Gescbiclne der Sbirin-Gol

Shakib, Siba: Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen. Die Geschichte der Shirin-Gol

Die deutschiranische Dokumentarfilmerin hat die bewegende Geschichte der Afghanin Shirin-Gol, einer starken Frau und Mutter aufgeschrieben, deren Leben durch 22 Jahre Krieg und Zerstörung geprägt wurde. Als neuntes Kind in einem abgelegenen Bergdorf geboren, geht sie einen Lebensweg, der von Jahrhunderte alten Traditionen bestimmt wird, von Armut, Korangläubigkeit, Unwissenheit und dem uns ganz fremden islamischen "<auenbild. .1 absolut lesenswertes Buch, das unter die Haut geht und uns Europäern dabei Zugang zu einer fremden Kultur und Tradition ermöglicht.

raschungserfolg gelungen. Auch in ihrem neuen Buch "Herzsprung", das in den Bestsellerlisten wiederum ganz vorne liegt, geht es um Beziehungen, weibliche Befindlichkeit, große Gefühle und das Nichtverstehen von Männern und Frauen. Das sehr locker, spritzig und mit viel Humor geschriebene Buch trifft den Nerv vieler junger Frauen.

Ildik6 von Kürthy

Somoza: Jose Carlos: Das Rätsel des Philosophen. Roman An einem kühlen Morgen im ausgehenden 4. Jahrhundert v. ehr. wird in den Wäldern von Athen die zerfleischte Lei-

Kürthy, IIdiko von: Herzsprung Mit ihrem ersten Buch "Mondschein" ist der Autorin, die als Redakteurin bei der Illustrierten "Stern " arbeitet, ein Über-

Sporttag Nachdem der erste Sporttag im Jahr 2000 trotz schlechter Witterung ein toller Erfolg für uns war und die rund 350 Teilnehmer einen schö-

che des jungen Tramakos gefunden. Der herbeigerufene Arzt Aschylos glaubt, dass der Körper des wunderschönen Jünglings von Wölfen verstümmelt wurde, doch der Rätsellöser Herakies Pontor vermutet ein Verbrechen. Als weitere Tote auftauchen, sieht Herakles sein Misstrauen bestätigt und kommt einer geheimnisvollen Untergrundbewegung in Athen auf die Spur. Das Rätsel des Philosophen ist ein sehr spannendes Verwirrspiel des Autors mit seinem Leser, das uns in die Atmosphäre des klassischen Griechenland eintauchen lässt. Joseph Zoderer der Gewöhnung

Der Schmerz Rcman v Hanse

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Zoderer, Joseph: Der Schmerz der Gewöhnung

Der bekannteste Südtiroler Schriftsteller, Josef Zoderer, hat nach einigen Jahren wieder einen Roman mit Südtirolbezug geschrieben. Jul, ein deutschsprachiger Südtiroler, geht auf seine letzte Reise nach Sizilien, der Heimat seiner Frau Mara. Es ist ein Buch über die Liebe und den Tod und eine persönliche Spurensuche, geschrieben in dem von Zoderer typischen Ton. Für engagierte Leser. g.z.

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nen Wandertag verbrachten, rufen wir auch heuer wieder zu einem geselligen und informativen Sporttag auf. Für den diesjährigen Sporttag 2002 am 26. Mai hat sich der Sportclub Passeier etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Teilnehmer müssen wiederum einen leicht bewältigbaren Rundgang im

Raum St. Leonhard absolvieren und werden dabei an verschiedenen Stationen angehalten. Jede Station steht dabei unter einem ganz besonderen Motto, z.B. Sport und Politik, Sport und Gesundheit, Sport und Beruf, Sport und Technologie, Sport in Passeier. Fortsetzung auf Seite 48


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Fortsetzung von Seite 47 Zu diesen Themen werden die Teilnehmer in spielerischer und unterhaltender Form informiert. Für die Gestaltung der Stationen konnten wir zahlreiche prominente Sportler, Politiker, Mediziner, Fitnesstrainer usw. für uns gewinnen, welche an den "Standl'n" präsent sein werden, um den Teilnehmern Rede und Antwort zu deren Fragen bzw. Anregungen zu stehen. Für das Thema Sport und Beruf konnten wir z.B. die Sportoberschule Mals für uns gewinnen, welche den Teilnehmern Einblicke in die Thematik geben wird. Für das Thema Sport und Technologie wird die Technische Universität München - Bereich Sporttechnologie neue Erkenntnisse im Bereich Sportgeräteentwicklung präsentieren. Weiters konnten wir Dr. Alfred Königsrainer von der Universitätsklinik Innsbruck für uns gewinnen, er wird als Pate für die Station Sport und Gesundheit fungieren. Namhafte Sportler unseres Tales wie z.B. der Weltmeister in Full Gontact,

Ghristian Kobler, sowie der Europameister in der sei ben Disziplin, Toni Oberprantacher, werden ebenfalls anwesend sein und mit den Teilnehmern gemeinsam über wichtige Sportthemen diskutieren. Wir freuen uns weiters, dass auch die Bürgermeister und Gemeindepolitiker des Tales uns ihre Teilnahme zugesagt haben. Die Teilnehmer starten diesmal in Gruppen von 2 - 5 Personen. Die besten 10 Gruppen - jene, die an den Stationen die meisten Punkte eingeheimst haben-, werden bei der Abschlussveranstaltung auf dem Raiffeisenplatz in St. Leonhard, wo sich auch Start und Ziel befindet, mit tollen Preisen prämiert. Unabhängig davon nimmt jeder Teilnehmer mit gültiger Startkarte am Ende an einer Verlosung mit schönen Preisen teil. Die ersten 500 Teilnehmer erhalten wiederum ein tolles Präsent am Start!! Also unbedingt vormerken: Sporttag 2002 am 26. Mai in St. Leonhard! Auf euer Kommen freut sich der Sportclub Passeier.

Fotowettbewerb zum Sporttag 2002 Im Rahmen des Sporttages am 26. Mai 2002 sucht der S.G. Passeier originelle Fotos bzw. Bilder von Sportlern in Aktion oder von Sportstätten in Passeier. Von den Teilnehmern des Sporttages werden die originellsten Bilder gewählt. Die Gewinner erhalten eine Prämie von Euro 100.-! Also schickt eure tollen Fotos (auf der Rückseite mit Name und Adresse versehen) an: Pixner Brigitte, Im Steinanger 7, St. Leonhard. Es besteht auch die Möglichkeit, die Fotos im Salon Annemarie in der Mooserstraße abzugeben. Einsendeschluss: 15. Mai 2002. Info unter Tel. 348 7331169 (Pixner Brigitte). Veranstaltungskomitee,

Maria Gufler

Schul kalender

Schul kalender, gestaltet von Klasse 2 G, MS St. Leonhard unter der Leitung der Lehrpersonen: Lydia Pfitscher und Anna Pichler

April 2002

März 2002 Sc.hu le Ist eine Sache des Rnqerspitze gefähls

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