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Passeirer Blatt

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MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. sr LEONHARD LEONHARD UND UND ST. sr MARTIN MARTIN MITTEILUNGEN AUS MOOS, 12.Jahrgang Jahrgang –- Nr. Nr. 24 15. 35

Dezember 2002 1999 September

Ein Schlachthof für Passeier

Interview mit Rudolf Gögele, Obmann der Viehverwertungsgenossenschaft Passeier "Schlachthof", in Anwesenheit des Vorstandsmitgliedes Josef Gögele

Wie ist die Idee zur Verwirklichung eines Schlachthofes für Passeier entstanden? Gögele: Aufgrund der EU-Bestimmungen mußten alle hiesigen Metzger mit Ausnahme des Mooser Metzgers ab dem Jahr 1995 die Schlachtungen einstellen. Das heißt, daß das einheimische Vieh, abgesehen von den Hausschlachtungen, nur mehr in Moos und Meran geschlachtet werden kann. Das hat auch zur Folge, daß auswärtige Händler Fleisch in unserem Tal anbieten und für den Konsumenten nicht mehr die Gewähr besteht, daß ihm einheimisches Fleisch angeboten wird. Natürlich verursacht der Transport auch Mehrkosten, was den Vieh-Preis zusätzlich in die Höhe treibt. Wenn man noch die Umweltbelastung durch die Fahrten dazurechnet, versteht es sich, daß man nach Auswegen gesucht hat. So haben sich die Ortsbauernräte und Viehversicherungsvereine von Passeier gemeinsam mit den Gemeinden, nach einer gewissen Zeit des Abwartens, ob die einheimischen Metzgereien hier selbst tätig werden (was schließlich nicht der Fall war), seit Herbst 1996 intensiv mit dem Gedanken eines eigenen Schlachthofes für Passeier beschäftigt. Zunächst setzte man sich zu mehreren Aussprachen zusammen, wobei dann auch Vertreter aus dem Einzugsgebiet Vernuer und Tall miteinbezogen wurden. In der Folge wurden verschiedene Schlachthöfe im

Lande besichtigt. Oie Finanzierungsmöglichkeiten wurden abgeklärt, wobei wir bei Land und Gemeinden auf großzügige Unterstützung gestoßen sind. Im März 1997 wurde schließlich der Grundsatzbeschluß gefaßt, einen eigenen Schlachthof zu bauen. Als geeignetste Führungsform wurde eine Genossenschaft gewählt. Die Viehverwertungsgenossenschaft Passeier "VGP" wurde schließlich am 6. Mai 1998 gegründet. Derzeit umfaßt sie ca. 220 Mitglieder.

SÜDeAUlOS

liegt laut Erfahrungswerten der Experten deutlich über der nötigen Mindestmenge, um kostendeckend arbeiten zu können. Das Projekt sieht vor, daß 20 bis 40 Großvieheinheiten pro Woche geschlachtet werden können. Als Standort konnte mit Einverständnis des Grundbesitzers Herrn Anton Pixner, ein Grundstück oberhalb der Tischlereigenossenschaft Passeier gefunden werden. Dort hat die Gemeinde St. Martin in der Folge eine Kleinhandwerkerzone

OSTANSICHT

2+J

Wie sieht das Projekt im Konkreten aus? Gögele: Im Einzugsgebiet Passeier mit den Gemeinden Moos, St. Leonhard, St. Martin, Riffian, Kuens und Schenna gibt es ca. 7.500 Rinder und zusätzlich ca. 8.000 Schafen / Ziegen. Diese Zahl

ausgewiesen. Damit war ein wesentlicher Schritt in Richtung Schlachthofbau getan. Der Grund wurde inzwischen angekauft und der Genossenschaft zugewiesen. Das Projekt sieht im Kellergeschoß Garagen, Lagerräume und einen Kühlcontainer für die Entsorgung


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der Tierkadaver vor. Im Erdgeschoß befindet sich ein überdachter Viehstand zum Anhängen der Tiere, sowie zum Abbau der Streßsituation, weiters ein Schlachtraum von 43 m', ein abgetrennter Kuttelraum, eine Kühlzelle für Abfälle, sowie zwei bis drei größere KühlzeIlen zu je 15 m", in denen das Fleisch eine bestimmte Zeit gelagert wird. Ebenso finden hier ein Zerlegraum (52 m'), ein Büro, ein Veterinär- Tierarztraum und ein Umkleideraum Platz. Vorgesehen ist zudem ein Kühlraum für Wildfleisch und ein Kühlraum für Beerenobst und Gemüse. Im Obergeschoß befindet sich eine Dienstwohnung für die mit der Führung des Schlachthofes beauftragten Person. Insgesamt werden somit etwa 380 m2 :=-!6.-::he überbaut, mit einem Gesamtvolumen von 2.850 nr, Diese Gebäudegröße und Einteilung entspricht den geltenden Bestimmungen. Mit der Projektierung wurde Ing. Erich Habicher, der bereits den Schlachthof Ritten geplant hat, beauftragt. Voraussichtlicher Baubeginn ist im März 2000. Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Gögele: Nachdem uns alle kompetenten Ämter (Land, Raiffeisenverband, andere Schlachthöfe usw.) den Auftrag gegeben haben, nach Bauabschluß keine Schulden zu hinterlassen, haben wir uns sehr intensiv mit den Finanzierungsmöglichkeiten beschäftigt und diese sehen wie folgt aus:

Laut Kostenvoranschlag belaufen sich die Gesamtausgaben auf 1,4 Milliarden Lire, zusätzlich Mehrwertsteuer. Einen Teil der Finanzierung übernimmt das Land (ca. 450 Mio.), einen weiteren die Gemeinden des Tales (ca. 550 Mio.). Weiters ist durch die Neugründung einer Genossenschaft eine Finanzierung durch den Raiffeisenverband - Zenfor (Mutualitätsfonds) vorgesehen, die sich auf eine noch nicht genau bestimmte Summe zwischen 300 und 500 Mio. Lire beläuft. Oie Eigenbeteiligung der Bauern soll den Rest von 150 Mio. Lire decken. Damit müßte die Finanzierung gesichert sein. Wie andere Betriebe der gleichen Größenordnung beweisen, können die aus der Führung des Betriebes erwachsenden laufenden Kosten mit den Einnahmen aus Viehschlachtungen abgedeckt werden. Welche Vorteile bringt ein Schlachthof für die Bauern? Gögele: Ziel dieser Einrichtung ist es, den Bauern, Metzgern und Privaten die Möglichkeit zu bieten, wieder zu schlachten, was durch die EU-Bestimmungen untersagt worden ist. Weiters besteht nun die Möglichkeit, das einheimische Qualitätsfleisch im Tal zu verwerten und zu verkaufen, gemeinsam mit den einheimischen Metzgerbetrieben, um dadurch einen angemessenen Preis zu erzielen. Zudem kann das derzeitige Raumproblem bei Notschlachtungen (Viehversicherungsvereine) gelöst werden, wobei auch die Garantie

gegeben ist, daß dieser Dienst auch an Wochenenden gewährleistet ist. Gibt es auch Vorteile für die restliche Bevölkerung? Gögele: Der Schlachthof ist für jeden Bürger zugänglich und nutzbar. Beispielsweise kann ein Interessierter ein lebendes Rind/Schaf/Schwein/Ziege beim Bauern kaufen und es im Schlachthof schlachten bzw. verarbeiten lassen und hat somit die Gewähr, ein einheimisches Qualitätsprokukt auf dem Teller zu haben. Gleichzeitig weiß der Bürger, daß auch die einheimischen Metzger, Geschäfte usw. mehr Möglichkeiten haben, sich mit einheimischen Fleisch einzudecken. Es ist gerade in unserer Zeit, wo Krankheiten wie BSE, IPR und Rinderwahnsinn Schlagzeilen machen, wichtig zu wissen, woher das Fleisch kommt. Weiters kann die Verkehrsbelastung durch einen gutfunktionierenden Betrieb im eigenen Tal wesentlich reduziert werden. Um dieses Anliegen verwirklichen zu können, brauchen wir einen taleigenen Schlachthof und wir hoffen, daß die Bauern, Metzger, Betriebe und andere Bürger diese Einrichtung bestmöglich nutzen werden. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Genossenschaft bei all jenen recht herzlich bedanken, die uns bei der Durchführung dieses für Passeier wichtigen und im öffentlichen Interesse geplanten Bauvorhaben unterstützt haben. Interview: A.P

.

St. Leonhard bekommt einen neuen Dorfplatz

Unüberhörbar ist heute der Ruf nach Verkehrsberuhigung, nach Ruhe, nach Grün und weniger Autos im Dorfbild. Diesem Gedanken folgend wird die Tiefgarage am Raiffeisenplatz gebaut, die etwa 40 Parkplätze unter die Erde verlegt und mehr als verdreifacht. Und die Oberfläche? Wie soll der Raiffeisenplatz morgen aussehen? Darüber haben sich Vertreter der Gemeinde und der Raiffeisenkasse in mehreren Sitzungen den Kopf zerbrochen, Vereinsvertreter befragt und die Planer Ing. Wolfgang Helfer und Herrn Herbert Schönweger beauftragt, Studien anzufertigen. Das nun vorliegende Konzept könnte folgendermaßen zusammengefaßt werden: ein neuer Platz, der von einer neuen Vereinshausfassade und einem Musikpavillon eingeräumt ist, durch eine Mauer gegen die Andreas-Hofer-Straße abgetrennt ist

und im Inneren einen gepflasterten, teilweise begrünten Platz aufweist, mit Bäumen, Grünflächen, Bänken, erweitertem Brunnen und Spielplatz. Vor dem Vereinshaus wird eine Mauerscheibe errichtet und der Eingang zum Vereinshaus als verglastes Element neu gestaltet. Tagsüber fällt das Tageslicht ein, nachts strahlt das erleuchtete Glaselement auf den Platz hinaus. Einladend soll es wirken, nicht abweisend wie heute. Der Musikpavillon gegen die

u Gemeinde

o

o

St. Leonhard

o

Andreas-Hofer-Straße hin, öffnet sich nach vorne hin und bietet Platz für etwa 50 Musikanten. Er kann aber auch für kleinere Gruppen abgetrennt werden. Besonders den Musikkapellen aus dem ganzen Tal soll im Sommer die Möglichkeit gegeben werden, im Freien aufzuspielen und ihr hervorragendes Können unter Beweis zu stellen, nicht eingesperrt im Saal wie heute. Einiges Kopfzerbrechen bereitet die Akustik. Ein Schweizer Fachmann wurde beigezo-

n

- Vereinshaus - Neue Fassadengestaltung


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...so könnte der neugestaltete Platz vor dem Vereinshaus aussehen

gen und hat wichtige Hinweise gegeben. Zur Andreas-Hofer-Straße hin schützt eine Mauer vor dem Lärm des Verkehrs und schließt den Platz ab. Fahnen, Bäume, Gras, Bänke und eine Pergola laden zum Sitzen ein, während die Kinder auf den Steinplatten herum-

laufen oder -fahren können. Dasselbe gilt für den Spielbereich zur Ostseite hin. Die genaue Gestaltung dieses Bereiches muß noch geklärt werden. Schließlich der Brunnenbereich. Der heutige Raiffeisenbrunnen wird wiedererrichtet, dabei aber erweitert, ein Waal

führt durch einen Grün- und Sitzbereich zu einem kleinen See. In Miniatur soll an unsere alte Waal - Kultur erinnert werden. Jahrhundertelang haben Waale das Wasser oft weit her von Seitentälern auf die Wiesen geleitet. Heute sind fast alle verrohrt und Beregnungsanlagen erleichtern die Arbeit der Bauern. Hier auf dem Platz sollen Wasser und Waal die Erinnerung wachhalten und jene Faszination schaffen, die von jedem Fließgewässer ausgeht. Angrenzend öffnet sich die Stiege zur Tiefgarage, aber nicht geschlossen und dunkel, sondern einladend und hell, verglast, eine offene Rundtreppe, die nach unten führt, ein offener Aufzug in der Mitte. Oft verkommen diese Stiegenbereiche zu dunklen Müllplätzen. Hier soll ein lichtdurchfluteter Glasturm den Benutzer anziehen und Sicherheit ausstrahlen. Angrenzend werden einige Kurzparkplätze für ganz Eilige errichtet. Die Verbindungsstraße Andreas-HoferStraße - Kohlstatt wird wiedererrichtet, aber nur in eine Richtung, nämlich zur Andreas-Hofer-Straße hin. Vorrecht haben hier die Fußgänger, die Achse von der Raiffeisenkasse über den Platz zum Busparkplatz hin soll aufgewertet werden. Ein Ortsfremder findet heute diesen Übergang kaum, vor allem nachts ist es sehr dunkel. Insgesamt soll der Fußgänger sich hier sicher bewegen können und der Platz soll zum Verweilen einladen. Lohnt sich aber dieser Aufwand? Dorferneuerung ist das Schlagwort in ganz Europa. So wie jeder Bürger versucht, sein Haus zu verschönern, so soll das Dorf erneuert werden, der Raiffeisenplatz zur guten Stube werden, wo sich jeder wohlfühlt, unsere Bürger genauso wie Kunden und Gäste. Konrad Pfitscher

Wo landen die gesammelten Plastikwertstoffe?

Daß Eisen, Karton, Papier, Glas usw. wiederverwertet werden, bezweifeln wenige, doch was geschieht mit den Flüssigkeitsbehältern aus Plastik, weiche im Recyclinghof und in den Minirecyclinghöfen gesammelt werden? Oft stellen Bürger diese Frage und um dieser Frage auf den Grund zu gehen, nahmen die Umweltassessoren, und weitere Vertreter der drei Passeirer Gemeinden, an einer Fahrt nach Mailand teil, welche von der Bezirksgemeinschaft organisiert wurde. In Mailand angekommen, wurde die Gruppe von einer gut informierten Dotoressa über die gesetzliche Grundlage und den genauen Ablauf der Plastikwiederverwendung aufgeklärt: In Italien gibt es seit dem letzten Umweltgesetz des Ministers Ronchi 1997 ein Konsortium, die Corepla, welchem

alle Plastikverpackungsproduzenten beitreten und für jedes produzierte Kilo Plastikverpackung 200 Lire zahlen müssen. Mit diesem Geld hat das Konsortium Corepla 16 Anlagen in Italien errichtet, welche die gesammelten Plastikbehälter verarbeiten. Ungefähr ein Drittel wird wiederverwertet, so auch in der Anlage in Mailand, die wir besuchten. Die losen bzw. in Ballen gepreßten Plastikflaschen werden zunächst über ein Förderband in Auffangbehälter befördert, um einen kontinuierlichen Materialfluß in der folgenden Sortieranlage zu gewährleisten. Diese arbeitet in mehreren Schritten, in welchen die einzelnen Plastikarten maschinell voneinander getrennt werden. Die einzelnen Plastikfraktionen gelangen schließlich in eine große Waschvorrichtung, in weicher Etiketten und Schmutz abgeson-

dert werden. Das saubere Material wird sodann in einer Schreddermaschine in kleine Partikel zerhackt und in große Säcke abgefüllt (ca. 1 Tonne), welche dann zum Verkauf bereitstehen. Mit dem sauberen, durchsichtigen Polyethylen (PE) können erneut Plastikflaschen produziert werden. Die restlichen Fraktionen können zum Herstellen von Textilien, Rohren sowie Gebrauchsgegenständen jeglicher Art verwendet werden. Laut Aussagen der Dotoressa gibt es keine Absatzprobleme, auch Firmen in Südtirol beziehen dieses wiederverwertete Plastik. Außerdem soll die Sammlung von Plastikarten später noch ausgedehnt werden. Wir lassen uns einfach überraschen! Konrad Pfitscher


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An der Schwelle zum zweiten Jahrtausend Die Schriften und Dokumente über den Wechsel zu unserem Jahrtausend berichten vor allem über die Furcht der Menschen, die Erde gehe ihrem Ende entgegen und das Gericht Gottes stehe bevor. Scharen von Büßern zogen durch die Lande und ihre Geißeln hinterließen blutige Spuren, viele Könige und Fürsten legten ihre Kronen ab, aus Angst vor Gottes Richterspruch. Heute werden Stapel von Feuerwerkskörpern und Sektflaschen angelegt und unzählige Millenniumsfeuer sollen die Menschen in ihren Bann schlagen, wobei alles bisher Dagewesene übertroffen werden soll. Angst hat man höchstens davor, abstürzende Computer könnten die Welt ins Chaos stürzen. Als vor tausend Jahren die Welt nicht unterging, legten die Büßer ihre Geißeln weg und Könige und Fürsten setzten sich ihre Kronen wieder auf. Das neue Jahrtausend wurde nicht besser als das alte. Und heute? Wenn die Feuerwerkskörper erloschen sind, wird der Alltag wiederkehren und schnell werden alle guten Absichten vergessen, die Welt zu verändern. Die große Welt ist so schwerfällig, damit läßt sich trefflich jeder Mißerfolg entschuldigen. Und doch, bleibt nicht die Möglichkeit, im Kleinen etwas zu verändern und damit in unserer Umgebung zu beginnen. Wie? Darüber sollte sich jeder selbst den Kopf zerbrechen, aber auch mit vielen kleinen Schritten kommt man weit. Auf ein .neues" Jahr und ein .neues" Jahrtausend! Konrad Pfitscher Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (K.G.). Robert Haniger (R.H.).Tanja Pamer (T.P), Josef Kofler (J.K.), Karl Lanthaler (K.L.), Dr. Albin Pixner (A.P.), Dr. Karl Spergser (K.S.), Sepp Öttl (S.O.). Gottfried Zagler (G.Z.). Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

Neubau Sporthalle St. Martin Mit dem Neubau der Sporthalle in St. Martin wurde im Juni dieses Jahres begonnen. Die Baukosten dieses Projek-

tes belaufen sich auf circa 7 Milliarden Lire. Architekt Dr. Karl Bauer und Architekt Dr. Hermann Dellugan zeichnen sich für die Planung verantwortlich. Die Bauleitung hat Ingenieur Dr. Christoph v. Pföstl übernommen. Nachdem der Aushub mit dem Einverständnis des Tourismusvereines über die Sommermonate erfolgt ist, sind nun die Baumeisterarbeiten voll im Gange. Demnächst werden auch die Zimmermannsarbeiten ausgeschrieben. Die neue Sporthalle hat eine Größe von 40 mal 26 m und kann in drei Felder für Turn- und Trainingstätigkeiten unterteilt werden. Die Zuschauertribünen bieten

für 250 Personen Platz. Die Halle kann sowohl für schulische Zwecke, als auch für außerschulische sportliche Tätigkeiten, wie Training bzw. Meisterschaften genutzt werden. Weiters befinden sich im Keilergeschoß Räume für eine Kegelbahn, einen Schießstand und ein Schachlokal. Im Anschluss an die Halle wird ein Raum für eine Kletterwand mit einer Höhe von 10m, sowie ein Lokal für den AVS und BRD errichtet. Durch die Bauarbeiten mussten sowohl der Pausehof der Mittelschule als auch der Minirecyclinghof verlegt werden. Da zur Zeit für den Minirecyclinghof kein

zentraler Platz im Dorf vorhanden ist, wurde er vorübergehend zur alten Feuerwehrhalle gestellt. Hermann Pirpamer


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65 Johr durch dick und dünn

Die Schnitzermueter und der Voter hobm huire an bsundern und seltenen Feschtog drleb. 65 Johr long hot des Ehebond schun kep. 00 mueß a bsunderer Segn drau giwesn sein! Gibourn isch die Mueter oubm ban Widler af Schlote am 9. Oktober 1911, wou sie a ihre Kinderzeit mit ihre 5 Gschwischter verbrocht hot. Jugendzeit hot sie a schiene derleb, weil sie olle mitnonder gearn gsungin und gitonzt hobm. Sie sogg: "Die Orbit isch hort giwesn, ober wenn mir Sunntigs wieder mit insere Nochborn hobm ton zn und singin gikennt, isch olls wieder vergessen giwesn!" Dr Schnitzervoter isch am 24. September 1906 gibourn. In die frühen Kinderjohr hot er und seine 2 Schweschtern in Voter verlourn, er isch 24 Johr olt giwesn, nor isch seine Mueter gstorbm. Kenningilearnt homse inonder af an Ostermantig afn Kirchweg zin Stundgibet. Sie hobm inonder dervour nou nie gsechn kop, ober es mueß Liebe afn erschtn Blick giwesn sein. Gheiritit hobm'se nocher am 16. Oktober 1934 ban der Friemeß um holbe siebme. Leit hot's nit viel gibraucht, in Pforrer, an Brautfiehrer, an Zeige und die Eltern. Drnoch sein'se zin Theis ochn Formis essn. Mit'n Poschtaute sein'se zi dr Riffiner Muetergottis ausn gfohrn, um sie um ihrn Segn und Schutz fir'n nu in Lebensweg zi bittn.

P. Cölestin

Zi Fueß seinse nor weiter in der Stodt außn sich fotografiern lossn. Seil isch ihmile nicht zi weit vierkemmin, weil's zifueß gien sein'se giwehnt und zigleich isch des a die Hoechzitsroese giwesn. Nocher isch der Olltog kemmin, min

mecht's ober nit glabn, daß es zi dr sem Zeit schun a Gleichberechtiging gebm hot. Weil kochn hot die Mueter nit gikennt, seil hot ihr der Voter gilearnt. Ban Widler oubm isch sie et mehr in Stoll und af der Weite ingitoelt giwesn und zin kochn isch sie nit oft zue kemmin. Wie der Voter ober mit seine 24 Johr ohne Eltern dogstondn isch, hot er in Hausholt alluene meischtern gimießt. Die Mueter hot ober wolltebold guet und gschmackl kochn gikennt und mir 8 Kinder hobm oft giraft um des guate Mues und die Scherrn in der Pfonne. Der Voter isch Jager giwesn, er isch nit oft laar huem kemmin. Staat amol hot's a saftigs Bratl gebm! Der Mueter's Freide isch's SpinnradI. Sie hot fir ins Kinder olls selber gspunnin und gstrickt. Sie tuet's a heint nou mit Begeischterung und Fleiß. Ausginahnt hot sie a gearn und schien. In der Stube isch a Wondschuener kongin, drau hot sie gschtickt: "Streuet Blumen der Liebe zur Lebenszeit, bewahret einander vor Herzesleid". Mir donkn Gott und inseren Eltern fir die schiene Kinder- und Jugendzeit, fir Liebe und Geborgenheit, de se ins gschenkt hobm. Mir winschn insern EItern Josef und Aloisia Raffl, daß'se nou long mitnonder in Tog mit'n Ave Maria Leitn biginnin kennin! Die Kinder

ein Pfarrer nach dem Herzen des Volkes

P Cölestin bei der feierlichen Enthüllung der Gedenktafel am Geburtshaus Dr. Jaseph Ennemasers in Schönau bei Rabenstein, 1988

Als am 16. September 1999 in der Marienberger Grablege zu St. Stefan P. Cölestin Kusstascher aus Villanders zu Grabe getragen wurde, ging eine Priesterlegende zu Ende. Dutzende geistliche Mitbrüder und eine beeindruckende Zahl von Trauergästen mit dem Bürgermeister von Moos/Platt, Franz Raich, begleiteten jenen Pfarrer auf seinem letzten Gang, der im Passeiertal fast fünfzig Jahre lang den Typus des volksnahen Landgeistlichen verkörpert hatte. Von 1947 bis 1957 wirkte P. Cölestin nach einer entbehrungsreichen Kinderund Jugendzeit als Kooperator in St. Martin und von 1957 bis 1986 als Pfarrer in Platt. Ab 1986 bis zum Beginn seiner Krankheit im Jahre 1997 kehrte er bei jeder nur möglichen Gelegenheit ins Passeiertal zurück, um an kirchlichen und familiären Feiern teilzuneh-


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men und alte Bekanntschaften aufzufrischen. Pfarrer P. Cölestin war eine seltene Mischung von Frömmigkeit, zäher Pflichterfüllung und Lebenslust. In seinem Priesterleben fanden viele Lebensformen eine ausgiebige Behausung. So etwa das soziale Einfühlungsvermögen (Sternsingeraktion), die Freude an der beruflichen Weiterbildung, die Welt der Botanik und die Geselligkeit. Überall, wohin man P. Cölestin rief oder wo sein Herz sich wohlfühlte, war er präsent. Dabei kostete er diese Präsenz zweimal aus: einmal live und anschließend noch in der Berichterstattung: jahrzehntelang belieferte P. Cölestin das Katholische Sonntagsblatt, den Volksboten und andere Periodika mit Berichten aus dem bewegten Leben seiner Pfarrangehörigen. P. Cölestin fand zum gegebenen Anlass stets das richtige Wort. Am Neujahrstag pflegte der Pfarrer die Seminaristen seiner Pfarrei zu einem Festessen ins Pfarrhaus einzuladen. Dabei war es Tradition, dass der Pfarrer eine lateinisch gesprochene Tischrede hielt. Auf Wunsch der Studenten wurde die Rede noch griechisch wiederholt. Dieses sprachliche Kunstwerk schien dem begabten Pfarrer keine größeren Schwierigkeiten zu bereiten. P. Cölestin leistete seinen anspruchsvollen Dienst an der Pfarrgemeinde zu einer Zeit, als es noch keine Straßen zu

den Außensteilen gab. Messfeier, Katechese und Pastoral mussten nach gewaltigen Fussmärschen erledigt werden: so im Kalmtal, in Abi und Matatz, so in Ulfas, Hütt und ChristI. Die Gläubigen und die Schulkinder konnten bei jeder Witterung sicher sein: P. Cölestin war sommers wie winters pünktlich zur Stelle, um seiner Pflicht nachzukommen. Nur auf seinem Schreibtisch in der Pfarrkanzlei herrschte schöpferisches Chaos. Die Krankenbesuche auf den entlegenen Bergbauernhöfen gestalteten sich bisweilen zu anspruchsvollen Bergsteigerexpeditionen. Dabei war es für P. Cölestin Ehrensache, stets in der Mönchskutte aufzumarschieren. In dieser Uniform sah man ihn auch auf allen möglichen Berggipfeln der Heimat. Ein eigenes Kapitel wäre P. Cölestins Verhältnis zur Schulwelt. Wurde seine ihm angeborene Gutmütigkeit seitens mancher Schülerbengel zu sehr ausgenützt, konnte er sich auch handfester Abwehrmethoden bedienen. Die karg bemessene Freizeit gehörte wiederum den Menschen aller Altersstufen. Doch besonders hatten es ihm die Pflanzen und Heilkräuter angetan. Ihre Lebenskraft vermittelte er wöchentlich im selbst verfassten Pfarrbrief den Hausfrauen und Interessierten. Univ.Prof. Wolkinger, Graz, staunte mit offenem Mund, als P. Cölestin bei einer

naturkundlichen Woche in Stuls ungefähr zweihundert ausgestellte Pflanzen aus dem Stegreif deutsch und lateinisch benennen konnte. Zu den Kräuterextrakten hatte P. Cölestin sogar ein Nahverhältnis. Diesbezüglich wurde im Bekanntenkreis über manch köstliche Episode getuschelt. War Trauer in der Familie, so war P. Cölestin immer anwesend: wann immer er konnte fand er sich bei Begräbnissen ein und spendete dadurch den Angehörigen Trost und Anerkennung. Als Priester wusste er, dass Gesang doppeltes Gebet ist. So lies er als inniger Marienverehrer gerade auch die Himmelskönigin mittels seiner Gesangsfreude leben, obgleich er in der Tonsetzung nicht unbedingt zimperlich war. P. Cölestins Frömmigkeit und sein Verhaftetsein in den kleineren und grösseren Versuchungen des Alltags, seine Leutseligkeit und Kontaktfreude haben ihn so beliebt gemacht, dass er zu den populärsten Persönlichkeiten des Passeiertales gehörte. Ausgerechnet infolge einer Wallfahrt nach Weingarten erlitt P. Cölestin einen Schlaganfall, der ihn in den letzten Lebensjahren auf das Krankenlager warf. Vom Pflegepersonal des Bürgerheimes von Schlanders liebevoll betreut, rief ihn der ewige Hohepriester am 13. September zu sich. R.I.P. Hofer Heinrich

In Erinnerung an Josef Ennemoser Am 12.12.1926 am "Gosterhof" in Pill/ Gemeinde Moos geboren, erlebte Josef Ennemoser mit Sicherheit keine beneidenswerte Kinder- und Jugendzeit. Verzicht durch die Not der Dreißigerjahre und der folgende 2. Weltkrieg prägten in ihm schon frühzeitig das

Bewußtsein für den notwendigen Einsatz für Volk und Vaterland. 1946 aus der Gefangenschaft heimgekehrt, war er sofort schon maßgeblich an der Wiedergründung der Musikkapelle Moos beteiligt, deren aktives Mitglied er bis 1967 blieb. Früh begann auch seine politische Tätigkeit, in erster Linie als Mitglied und zeitweiliger Obmann der SVP-Ortsgruppe Moos. Bereits Anfang der Fünfzigerjahre wurde er Mitglied des Gemeinderates und ab 1958 übernahm er das Amt des Bürgermeisters, welches er ununterbrochen bis 1985 inne hatte. Es würde jeglichen Rahmen sprengen, wollte man alle seine Leistungen und Verdienste aufzählen, auch im Bewußtsein der Unmöglichkeit dabei vollständig zu bleiben. Die Vielzahl der geschaffenen Werke und Infrastrukturen haben ihm jedoch viel Realismus und Selbstbeschränkung, sowie einen selbstlosen und konsequenten Einsatz abverlangt. Trotz alledem hatte er immer auch Zeit für seine Familie, die er 1955 durch die Ehe mit Marianna Prugger gründete und die im Laufe der Jahre auf die stolze Zahl von 11 Kindern heranwuchs. Er war ihr, wie auch vielen anderen, stets ein Vorbild im Bestreben um das Wohlergehen, welches er durch die harte bäuerliche Arbeit, auch aber

"Goster"

durch seine tiefreligiöse Haltung erstrebte. Neben seiner alles überragenden politischen Tätigkeit brachte er sein Wissen und seine Fähigkeiten auch in viele Vereine und Verbände ein, wie etwa bei der MILA, beim Rinderzuchtverband, beim Ortsbauernrat, um nur einige zu nennen. Durch seine Entschlossenheit und Geradlinigkeit hat er einen großes Beitrag zur Festigung der Demokratie in unserem Land geleistet, er war nicht nur Bürgermeister und Würdenträger unserer Gemeinde, sondern viel mehr ihr leitender Werkmeister. Titel (Cav.uff.), Auszeichnungen, verschiedene Urkunden von Vereinen und Verbänden, die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Moos und allem voran die Verleihung des Verdienstkreuzes des Landes Tirol, geben Zeugnis von der großen Wertschätzung die dem "Goster" ob seiner Verdienste für Land und Leute auf Gemeindeebene, aber auch weit darüber hinaus entgegengebracht wurde. Am 26. April dieses Jahres hat Gott der Herr nun plötzlich und unerwartet seinen Diener Josef zu sich heim geholt. Sein Lebenswerk bleibt aber für immer bestehen und wird ihn uns immer in dankbarer Erinnerung halten. J.K.


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Passetee vor 100 lahren

Kuriose und interessante Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal "Aufgelesen" von Gottfried Zagler Der Lawinentote und der Totengräber In den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts verunglückte ein junger Gumpold, Wirtssohn von Leitheben, (Wirtshaus unter dem Jaufen) samt 4 Pferden und Ladung, die mit Wein oder Brandtwein gefüllt war, in der sogenannten Vermahl, zwischen St. Leonhard und Walten, als er unter eine Schneelawine kam. Der Schnee türmte sich in dem engen Tal so hoch, daß man von einer sofortigen Ausgrabung der Leiche absah. Der Wirtssohn wurde im Früh-

jahr in dem Zustand, in dem er aufgefunden wurde, in St. Leonhard begraben. Ungefähr Mitte der 40iger Jahre wurde dieses Grab für eine andere Leiche geöffnet. Daraufhin kam der damalige Totengräber Öttl zum Brühwirt und brachte eine blaue Brandtweinflasche mit, die er im Grab gefunden hatte. Dort wusch er die Flasche ab, trank daraus und wollte auch den Umstehenden zum Trinken geben, die aber dankend ablehnten. Öttl aber trank den

Brandtwein aus und sagte, er hätte noch nie einen so guten Alkohol getrunken. "MERANER 1900

ZEITUNG"

vom 18. 3.

Übers Wetter

Anfang des Jahres gab es 8 Tage Nebel, dann herrschte eher mildes Wetter. Ende Februar war es dann schon warm. Kalt wurde es zu Frühlingsbeginn; am 21. März waren Meran und das Burggrafenamt von einer respektablen Schneedecke

überzogen. "MERANER ZEITUNG" vom Jänner bis März 1900 Der gen

Salta user

Kaiser- Triumpfbo-

Der Kaisertriumpfbogen steht noch immer (er wurde Anfang September des vorigen Jahres errichtet) und der

Saltauser Wirt hat die Absicht, ihn so lange zur Errinnerung an den Besuch des Kaisers zu erhalten, bis er von sei-

ber zusammenbricht. "MERANER TUNG" vom 14. 2. 1900 Unglücksserie

ZEI-

im Kalmtal

Auf Magdfeld verunglückte im Jänner 1900 Johann IImer gebürtig aus Walten, ein überaus beliebter und geachteter Bauer. Dieser hatte als Kaiserjäger gedient und war dann von seinem Vetter als Bauer in Magdfeld eingesetzt worden, wo er einen Musterbetrieb einrichtete. Beim Heuziehen kam er unter den Schlitten und war sofort tot. Im Februar gab es dann den 2. Todesfall. Der Obereggensteinersohn Karl Hell wollte den Holzarbeitern Proviant bringen und wurde auf dem Weg dorthin von einem Baumstamm erschlagen. Hell war nämlich mit seinem .Füderle" an einer Steile vorbeigefahren, wo oberhalb Holz getrieben wurde und das Holz hatte eine Sperre durchbrochen. Im Passeier munkelte man von einer Prophezeihung, daß dieses Jahr 3 Leute im Kalmtal verunglücken sollten. "MERANER ZEITUNG" vom 21.1.1900

Orden für Pfarrvikar von St. Leonhard Der Kaiser verlieh dem Dechanten und Pfarrvikar von St. Leonhard, Josef Paregger, das Ritterkreuz des Franz-JosefOrdens. "MERANER ZEITUNG" vom 30.3. 1900

Hinterpasseirer Bauern zu Unrecht der Habgier beschuldigt.

Seit mehreren Jahren bemühte sich der DÖAV, vom Übeltalferner über die Botzerscharte durch das Timmels- und Seebertal einen Weg anzulegen, um das Ridnauntal mit dem Ötztal zu verbinden. An der Spitze dieser Bestrebungen stand die Sektion Hannover. Ihr gelang es nach langen Verhandlungen mit den Passeirer Bauern und Gemeinden und gegen die bedeutende Summe von 1000 Kronen, einen Hüttenbau-

vor 100 Jahren.

platz im Seebertal und die Bewilligung zur Anlegung eines Steiges in diesem Tal zu erlangen. Für das Timmelstal verweigerten sich jedoch die

Bauern. Die "MERANER ZEITUNG" ging nun mit den Passeirern hart ins Gericht und beschuldigte sie der Habgier und Naivität. Letzteres deshalb, weil sich die Passeirer für die Hergabe des Grundes teuer bezahlen ließen, wenn sie sich überhaupt dazu herabließen, und gleichzeitig bei denselben Vereinen um Unterstützung für den Bau der Straße von St. Leonhard nach Moos ansuchten.

"MERANER ZEITUNG" vom 26. 1. 1900 Gegen diese Vorwürfe verwahrte sich die Gerichtsgemeinde ausdrücklich. Für den Grund und den Steig im Seebertal seien nur 160 Kronen gezahlt

worden. Auch gegen einen Reitsteig im Timmelstal habe man nichts, im Gegenteil. Nur dürfe dieser keinesfalls mitten durch die Stieralpe führen. Die Stiere würden nämlich Gesundheit und Leben der ahnungslosen Touristen gefährden. Die Ge-

richtsgemeinde als Eigentümerin machte sich hingegen erbötig, eine Umgehungstrasse zu finden und sicherte für den Bau jedwede Unterstützung zu. "MERANER 1900

ZEITUNG"

vom

18.2.

Anbringung einer Marmortafel in der Andreas-Hofer-Kapelle Dekan Glatz aus Meran ließ in der Kapelle eine Marmortafel anbringen, die an die Konsakrierung am 21. September 1899 durch den Trientner

Bischof erinnerte. "MERANER TUNG" vom 1O. 1. 1900

ZEI-

Volksmission durch Jesuitenpatres

Jesuitenpatres aus Graz begannen in allen Passeirer Gemeinden eine Volksmission. "MERANER ZEITUNG" vom 21. 1. 1900


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A guatcl

NULJ Joor Millenniums-Fragen

Das neue Jahrtausend ist nahe, ich freue mich enorm, und fühle mich dem Zeitgeist entsprechend super in Form. Als Mann in den besten Jahren, gefragt und weltgewandt, mir geht ganz einfach alles locker von der Hand. Nur ab und an, wenn ich alleine bin weit und breit, beschäftigen mich Fragen von immenser Wichtigkeit: Bin ich noch in oder schon wieder mega-out, wer ist weltweit die heißeste Braut? Laß ich mir durch eine Laseroperation verändern meine Augen oder doch nur von einem Schönheitschirurg das Fett absaugen? Laß ich mich einfrieren oder gar klonen, soll ich in einem Biobau oder in einer Höhle wohnen? Wäre es nicht toll, meine Haare weiß-blau zu frisieren, wie soll ich nur meine Problemzonen kaschieren? Verschicke ich ein E-mail oder ein Fax, und warum fühle ich mich in letzter Zeit etwas lax? Doch kein Problem, es gibt ja viele Pillen, die des Menschen Probleme stillen. Eine Pille für das Selbstvertrauen und die Intelligenz, Viagra für Manneskraft und Potenz. Ja, die Heilkraft der Pillen, die verläßt den Menschen nie und wenn sonst nichts mehr geht, hilft die Homöopathie. Wie nun jeder begreift, alles kein Problem, alles klar und abgesichert in unserem System. Entscheidend ist nur eines in den nächsten Jahren, cool bleiben und den Durchblick bewahren! Der seil uane

Weißes Kreuz Passeier

Neue Telefonnummer für die Vormerkung von Krankentransporten Am 11.11.1999 wurde die Bezirkszentrale Meran um die WK-Sektionen Passeier und Ulten erweitert. Diese Telefonzentrale leitet somit alle Krankentransporte und alle dringenden Einlieferungen durch das Weiße Kreuz mit dem Ziel, die einzelnen Einsätze besser zu koordinieren und so Personal und Fahrtspesen einzusparen. Die gesamte Bevölkerung des Passeiertales ist deshalb aufgerufen in Zukunft für Vormerkungen von Krankentransporten nicht mehr das Weiße Kreuz Passeier anzurufen, sondern direkt die Bezirkszentrale unter der Telefonnummer: 0473/22 22 22. In Meran wird der Anruf von einem der Telefonisten entgegengenommen. Dieser registriert die Fahrt und kann sie dann nach Möglichkeit mit anderen Einsätzen verbinden. Wenn zum Beispiel an einem Tag drei Personen vom Einzugsgebiet der Bezirkszentrale nach Trient gefahren werden, so muß das Weiße Kreuz jetzt nur noch einmal tah-

ren, wo früher vielleicht dreimal gefahren worden wäre. Die anfallenden Fahrten werden aufgeteilt, koordiniert und per Fax an die jeweilige Weiß-Kreuz-Stelle geschickt. Das Weiße Kreuz Passeier erhält so immer am Vortag die Fahrtenliste für den nächsten Tag. Weiters leitet die Bezirkszentrale den Einsatz und sorgt natürlich auch für den Rücktransport des Patienten. Wir bitten also nochmals die gesamte Bevölkerung in Zukunft nicht mehr das Weiße Kreuz Passeier, sondern die Bezirkszentrale in Meran anzurufen, wenn Krankentransporte vorzumerken sind. TEL: 0473 22 22 22 Im Voraus danke für das Verständnis und die Mitarbeit! Das Weiße Kreuz Passeier

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Leuchtend gelbe Einsatzbekleidung für das Weiße Kreuz Passeier Mit 01.12.1999 präsentiert sich das Weiße Kreuz Passeier in seiner neuen Dienstkleidung. Aus hygienischen Gründen und nicht zuletzt wegen der Sicherheit hat der Vorstand des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz beschlossen, alle Mitarbeiter mit neuen Schutzanzügen der höchsten Sicherheitsklasse auszurüsten. Am auffallendsten an der neuen Uniform ist mit Sicherheit ihre stark leuchtend gelbe Farbe. Die Schutzbekleidung ist den vorherrschenden jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen unseres Landes angepasst: sie besteht aus einem teilbaren Gore-Tex-Overall, einer Stoffsommerweste, einer Windjacke und einem Polo - Leibchen. Auch neue knöchelhohe Sicherheitsschuhe gehören dazu. Drei der landesweit 32 Sektionen, nämlich Passeier, NeumarktiAuer und Bruneck, testen nun für zwei Monate die neuerhaltene Dienstkleidung auf ihre Einsatztauglichkeit. Im Februar/März, nach Ablauf dieser Testphase, werden dann alle Sektionen des Landes mit der neuen Bekleidung ausgerüstet. Weißes Kreuz Passeier


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10 Jahre Krippenverein St. Martin Als der KVW im Jahre 1989 einen Krippenbaukurs organisierte, für den sich acht Teilnehmer meldeten, die gleich darauf auch schon ihre erste Krippenausstellung zeigten, war man zunächst erstaunt, welches Interesse für die Kunst des Krippenbauens bestand. Im Jänner 1990 wurde der Krippenverein dann offiziell gegründet. Seitdem wurden ca. 180 Hauskrippen in ganz Passeier unter den Kursleitern Peppi Simoncini, Siegfried Pfitscher, Johann Raich und vielen anderen Helfern gebaut. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Schnitzkurse unter Kursleiter Gustl Senoner wo jüngere und ältere, weibliche und männliche Hobbyschnitzler ausgebildet werden. Weiters werden Bastelkurse für Christbaumschmuck, Weihnachtsengel und Weihnachtskarten, Gestalten von Juttafiguren und Verzieren von Kerzen ... angeboten. Der Krippenverein St. Martin betreut außerdem das HI. Grab mit der Kapelle. Seit 1995 wird in St. Martin auch eine schmucke Dorfkrippe aufgestellt, die zuerst am Dorfplatz bestaunt werden konnte und jetzt vor der Bibliothek steht. Für die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche von St. Martin wurden drei Schafe in der hiesigen Schnitzwerkstatt Fa. Franco angefertigt, für die Kirche in Saltaus und für die Wallfahrtskirche in Gomion wurden unter Mithilfe der Mitglieder des Krippenvereines Weihnachtskrippen gebaut. Zu großem Dank ist der Krippenverein der Gemeindeverwaltung St. Martin

verpflichtet, die schon von Anfang an, einen Kursraum zur Verfügung gestellt und bei verschiedenen Anlässen Entgegenkommen gezeigt hat. Auch dem Landesverband der Krippenfreunde

Kirchenkrippe

Gomion -

Südtirols verdankt der Verein viel, unter anderem Unterstützung im Bemühen, die Weihnachtskrippe als Kunst und als Brauchtum für die Weihnachtszeit und für die Familie zu bewahren und in einem andachtsvollen Rahmen zu gestalten.

Die 20. Jahrestagung des Verbandes der Krippenfreunde Südtirols wird am 16. Jänner 2000 in St. Martin zum 10jährigen Bestehen durchgeführt. Der Krippenverein geht somit ins 2. Jahr-

zehnt, ist sich aber bewußt nur dann Weiterbestehen zu können, wenn die Mitglieder zum Verein stehen und helfen, aus religiöser Sicht die Geburt des Herren in Volksbrauchtum und Kunst umzusetzen. Raich Johann, Obmann

Solidarität zwischen den Generationen

Der 91-jährige "Poster-Richard" tester Bürger geehrt ...

wird als äl-

Ganz unter diesem Motto lud die SVPOrtsgruppe Moos anläßlich des JAHRES DER SENIOREN am Sonntag, den 14. November 1999 alle Bürgerinnen der Gemeinde Moos, die das 60. Lebensjahr überschritten haben, zu einem gemütlichen Nachmittag in den Kultursaal von Moos. Die Anwesenheit von 180 der 322 Eingeladenen bewies, daß bereits die Einladung als solche großen Anklang gefunden hatte und der Nachmittag selbst sollte dann erst recht den Geschmack dieser schönen Runde treffen. Nach einer gemeinsamen Meßfeier, zelebriert von Pfarrer Johann Lanbacher und hervorragend umrahmt vom Jugendchor Moos, folgte der gemütliche Teil mit einem vielseitigen Programm. Nach kurzen Ansprachen und Grußworten von SVP-Ortsobmann Heinrich Ennemoser, Bürgermeister Franz Raich, Assessor Hubert Brunner, Mathilde Ebenkofler in Vertretung des Bezirksse-

niorenbeirates und Peter Pfeifer in Vertretung des Landesseniorenbeirates, ließen der Jugendchor, die "Winterspieler Tanzlmusig", Kinder mit Gedichten und Einaktern aus der Feder von Anna Lanthai er, Karl Lanthaler mit einem naturkundlich-geschichtlichen und vor allem auch humorvollen Diavortrag, sowie Albert Brugger mit seinen gekonnten Parodien und Witzen im vollbesetzten Saal keine Langeweile aufkommen, ja sie entlockten den Anwesenden so manches herzhafte Lachen und ernteten dafür auch großen Applaus. Koordiniert und geleitet wurde das Programm in vorzüglicher Weise von Kurt Hofer. Zwischendurch ehrte Frau Mathilde Ebenkofler die Älteste bzw. den Ältesten unter den Anwesenden mit einem humorvollen Gedicht und einem Blumenstrauß. Diesen konnte, sichtlich gerührt, der 91-jährige Richard Gögele - .Poster-Richard" - aus Platt entgegennehmen.


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Die SVP-Frauen sorgten desweilen in ausgezeichneter Weise für das leibliche Wohl der Anwesenden. Immer wieder klangen der Einsatz und die Verdienste dieser Generation für Heimat und Volk durch und kam der Dank hierfür zum Ausdruck. Diesen Dank möchten wir auch auf diesem Wege noch einmal zum Ausdruck bringen und allen noch viele gesunde und fröhliche Jahre wünschen. Danken möchten wir auf diesem Weg auch allen, die zum guten Gelingen dieser Feier beigetragen haben und wir hoffen, daß diese fröhlichen Stunden vielen noch lange in Erinnerung bleiben werden. J.K.

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Senioren In Platt feiern In unserer Leistungs- und Wohlstandsgesellschaft besteht manchmal tatsächlich die Gefahr, daß jene Menschen, die da nicht mithalten können (Behinderte, ältere Leute usw.) eher am Rande der Gesellschaft leben. Durch die Ausrufung des Internationalen Jahres für die älteren Menschen, soll gerade den Älteren unter uns mehr Aufmerksamkeit und

Beachtung geschenkt werden. Ältere Menschen gehören einfach zu unserer Gesellschaft dazu und es dauert gar nicht so lange, dann sind wir Jüngeren die Alten. Arme Gesellschaft, wenn wir die älteren Leute nicht hätten! Diese Menschen, reich an Lebenserfahrung, leisten vielfach noch Großartiges und sind nicht nur als "Aushilfen" sehr ge-

45 Jahre Wiedergründung Am Sonntag, den 10. Oktober 1999, hatte die Schützenkompanie Platt in Passeier allen Grund zum Feiern: es jährte sich nämlich zum 45-igsten Male die Wiedergründung der Kompanie. Alle Jung- und Altschützen versammelten sich zur gemeinsamen Messfeier und blickten gemeinsam auf eine langjährige Geschichte zurück: Die Anfänge der Kompanie Platt sind zwar nicht genau aufgezeichnet, es bestehen jedoch geschichtliche Dokumente, welche bestätigen, daß Platter Schützen bereits in den Befreiungskriegen von 1797 bis 1809 aktiv mitge-

fragt. Im Internationalen Jahr der Senioren wird nun einiges für sie getan. Aber nicht nur heuer wird an sie gedacht, manches wird organisiert ohne dabei viel Aufsehen zu erregen. Bei uns in Platt zum Beispiel treffen sich die älteren Menschen im Winter schon seit Jahren wöchentlich, meistens zum Kartenspielen. Im vergangenen Frühjahr gab es ein Treffen im Schulhaus mit Andacht und Marende, mitveranstaltet vom KVW und der SKJ. Jetzt im Herbst fand eine Wallfahrt nach Riffian statt. Ein Bitte noch an die Senioren: Getraut euch ruhig heraus aus euren vier Wänden, denn je mehr Interesse ihr an den verschiedensten Veranstaltungen zeigt, desto eher wird auch etwas für euch getan! Gemeinschaft stiften und erfahren, erzählen und Erfahrungen austauschen, einander ab und zu ein bißchen trösten, Mut machen, gut zureden und zuhören - das tut jedem Menschen gut. Für die Senioren vereinigung von Platt Mena Öttl

Schützenkompanie

kämpft haben. Ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der Schützen kompanie Platt dürfte wohl der 28. Juli 1913 gewesen sein, als der Gemeindeschießstand (Platt war bis 1922 eine eigenständige Gemeinde) und die noch heute aktuelle Schützenfahne geweiht wurden. Nach dem ersten Weltkrieg, 1918, und dem Einmarsch der Faschisten in Südtirol gab es ein Verbot des gesamten Schützenwesens in Südtirol. Erst im Jahre 1946, bei der großen Herz-Jesu-Gelöbnis-Feier in Bozen, durften zum ersten Mal nach 28 Jahren wieder die Schützentrachten getragen

Platt

werden. An dieser damals grandiosen Feier beteiligten sich auch einige Platter Schützen. Außerdem wurden um diese Zeit in Nordtirol die ersten Schützenkompanien wiederaktiviert und infolgedessen bemühten sich auch vorwiegend Platter Schützen unter der Führung von Jörg Klotz um den Aufbau und die Wiedergründung der Schützenkompanien im Passeiertal. Als erste wurde die Kompanie Walten im Jahre 1950 gegründet. Vier Jahre später, am 10. Oktober 1954, versammelten sich auch in Platt 17 junge Männer, welche die Schützen kompanie Platt wiedergründeten. Zum er-


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sten Hauptmann wurde Sepp Platter (Bauernsepp) gewählt, welcher durch seine disziplinierte Führung sehr schnell dafür sorgte, daß die Platter Kompanie durch ihr gutes Auftreten ein Begriff unter allen Schützenkompanien wurde. Im Jahre 1959, dem Tiroler HeldenGedenk-Jahr, folgte der sogenannte "Schützenboom" , wodurch für kurze Zeit die Mitgliederzahl der Kompanie Platt auf beinahe 40 Mann anstieg. Aufgrund der damaligen schlechten politischen Verhältnisse kam es im Jahr 1961 zur sogenannten Feuernacht, in deren Folge auch die Platter Schützen das wahre Gesicht der politischen Folterknechte zu spüren bekamen. Daraufhin folgte auch ein Ausrückungsverbot, inzwischen sinnvoll anderweitig und zwar für die Erbauung des Soldatenfriedhofes in Platt verwendet. Im Jahre 1963 übernahm Alois Laimer als neuer Hauptmann die Führung der Kompanie Platt und baute sie weiter aus. Ihm folgte im Jahre 1972 Joseph Pöll (Pichi Sepp), welcher es mit seiner ruhigen und überlegten Art verstand, die Kompanie für 18 Jahre durch alle Höhen und Tiefen zu kommandieren. Schließlich kam es im Jahr 1990 zum Generationswechsel und zum Hauptmann wurde Andreas Birkner gewählt. Unter der Führung des damals jungen 21jährigen Hauptmannes, hat die Kompanie Platt vorwiegend junge Männer bekommen. Daraus resultiert, daß sich die heute insgesamt 26 aktiven Mitglieder der

Schützenkompanie Platt zu zwei Dritteln aus jungen Burschen und zwei jungen Maketenderinnen unter 30 Jahren zusammensetzen. In all diesen Jahren hat sich die Schützenkompanie Platt immer bemüht ihren Mann zu stellen, wenn es notwendig war oder ein Einsatz für die Heimat verlangt wurde. Angefangen bei den Prozessionen über die alljährliche HerzJesu-Feier, aber auch bei notwendigen politischen Kundgebungen, war die Kompanie an Ort und Stelle. Einer der größten Höhepunkte dürfte wohl im Jahre 1994 gewesen sein. Damals brillierte die Schützenkompanie

Platt, indem sie das größte Kontingent an Schützen stellte, welches mit Gewehren in der Ehrenkompanie zur Gründung des Gesamttiroler Schützenbundes in Innsbruck teilnahm. Die Messfeier an läßlich des 45-jährigen Jubiläums der Wiedergründung der Schützenkompanie Platt wurde schließlich mit einem Geschenk an den Pfarrer Siegfried Pfitscher beendet: ein wunderschönes neues Messkleid wurde dem Pfarrer überreicht, der sich darüber natürlich sehr freute. Anschließend wurden alle Schützen zu einer kleinen Feier eingeladen. Claudia Fister

Lehrausflug der Bauernjugend Passeier

Unser alljährlicher Herbstausflug fand heuer am 30./31. Oktober statt. Am frühen Morgen ging's nach einer kurzen Kaffeepause los nach Wattens, wo wir die Swarovski Kristallwelten besichtigten. Weiter ging es nach Rattenberg, in die kleinste Stadt Österreichs, mit dortigem Stadtbummel und anschließendem Mittagessen. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Brixen im Thale, wo

wir die Schnapsbrennerei Erber besuchten. Alle selbstgebrannten Schnäpse durchprobiert, gings dann in guter Stimmung und guter Laune weiter nach Wörgl ins Hotel. Nach dem Abendessen waren verschiedene Unterhaltungsmöglichkeiten vorgesehen: ein Besuch in einer Go-Kart-Racing-Halle, ein Fest auf dem Sportplatz, Pub's, Diskotheken ... bis in die frühen Morgenstunden.

Am Sonntag besuchten wir am Vormittag die HI. Messe in Wörgl und nach dem Mittagessen fuhren wir dann in die Wildschönau, wo wir auf der Schönangeralm eine Käserei mit anschließender Verkostung besichtigten. Mit ein bißchen Ahnung vom Schnapsbrennen und Käse-Herstellen kehrten wir heim! BJ Passeier


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25 Jahre Sportfischerverein St. Leonhard In Passeier Grund zum Feiern hatte vor Kurzem der Sportfischerverein St. Leonhard, denn er wurde am 27. Februar 1974, also vor genau 25 Jahren, gegründet. Zu diesem Anlaß bot sich eine nette Feier in der .Haselstaude" für die mittlerweile 90 treuen Mitglieder und deren gute Zusammenarbeit im Verein an. Aldo Sartori und Antonio AIcini konnten für 25 Jahre und weitere 13 Mitglieder für über 20 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet werden. Bei einem kurzen Rückblick über die vergangenen Jahre berichtete Vereinspräsident Oswald Kuprian, daß es im Passeier laut Überlieferung Fische, Fischer und auch das .Flscherlatein'' schon immer gegeben habe. Der 1974 gegründete Verein hat sich aber drei Hauptziele gesetzt, nämlich: das Fischen als Sport zu betreiben, den Fischreichtum zu erhalten und die Na-

tur und Umwelt zu pflegen, ohne dabei sonstige Erwerbszwecke zu verfolgen. Umrahmt von den flotten Klängen der .Passeirer Spatzen" ging im Vereinsleben des Sportfischervereines St. Leonhard ein neuer "denkwürdiger" Tag zu

Ende. Allen Petrijüngern sei weiterhin viel Erfolg und Freude an dem schönen Sport und eine gute Zusammenarbeit im Verein gewünscht. Petri Heil! Sportfischerverein

Im Bild, v.l.n.r.: Präsident Os wald Kuprian, Vereinsmeister meister Helmut Pixner

St. Leonhard

1999 Anton Ennemoser und Schatz-

Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehren des Passeiertales Am Samstag, den 16. Oktober 1999 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Rabenstein die Gemeinschaftsübung der Passeirer Feuerwehren. Übungsobjekt war das Wohnviertel Oberrabenstein, wobei eine Waldbrandgefahr mitgeprobt wurde. Zum Ablauf der Übung: Um 14.00 Uhr löste der Kommandant der Feuerwehr Rabenstein Karl Gufler, der auch die Einsatzleitung der Übung inne hatte, den Alarm aus. Alle Feuerwehren des Abschnittes 7 (Passeier) wurden per Funk verständigt. Die Freiwillige Feuerwehr Rabenstein schickte einen Angriffstrupp und einen Trupp für den Atemschutz zu den Hydranten. Als 2. Wehr kam die Feuerwehr Moos mit dem Tanklöschfahrzeug der FF Rabenstein zu Hilfe. Als 3. Wehr erreichte die Feuerwehr Platt die Übungsstelle und bekam die Aufgabe erteilt, die Übung mit Atemschutzgeräten zu unterstützen. Die Feuerwehr von St. Leonhard legte die Wasserleitung vom Hydranten beim Locherhof zum Wohnviertel und bekämpfte den Waldbrand dort von Süden her. Schließlich kam die Feuerwehr St. Martin, die die schwierigste Aufgabe hatte, nämlich die Pumpe über unwegsames Gelände zur Wasserentnahmesteile (der Passer) zu bringen. Von dort aus mussten die Feuerwehrleute aus St. Martin eine steile Schlauch leitung zur nächsten Pumpe legen. Dort

setzte dann die Feuerwehr Saltaus mit einer Pumpe an und legte die Leitung weiter. Als letzte Wehr kam die Feuerwehr von Walten, die das Brandobjekt vom Norden her zu bekämpfen hatte, zum Einsatz. Um 15.10 Uhr wurde der Befehl: "Wasser halt - Geräte aufnehmen!" erteilt. Für die Anfahrt und den Aufbau der Leitungen benötigten die Wehren ca. 35 Minuten. Zum Schluß trafen sie sich alle zur Aufstellung und Übungsbesprechung am Parkplatz von Rabenstein. Insgesamt haben sich an dem Einsatz 7 Feuerwehren mit 83 Mann und 15 Fahrzeugen, sowie mit 2 Pumpen und 2 Trupps mit Atemschutzgeräten beteiligt. Die Schlauchlänge von den Hydranten und der Passer aus, betrug über 400 m.

Aufmerksam beobachtet wurde die Gemeinschaftsübung vom Bezirksinspektor Max Pollinger, dem Abschnittsinspektor Anton Platter, sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Moos, Herrn Franz Raich. Im Großen und Ganzen wurde die Übung für gut befunden, jedoch wurde bemerkt, daß die Fahrzeuge bei der Übung zu nahe an den Brandherd herangekommen waren und man den Rettungsdienst nicht alarmiert hatte. Abschließend dankte der Bezirksinspektor der Wehr von Rabenstein für die Organisation dieser Gemeinschaftsübung und bei heißen Würstchen und Getränken wurde noch ein Weilchen diskutiert. Gufler Waltraud


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SC Passeier Raiffeisen stellt sich vor Dieser Bericht will einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Sportclubs Passeier und einen Einblick in die heutige Situation desselben geben. Der Verein wurde im Herbst 1968 von einigen Idealisten mit dem Ziel gegründet, die Jugend für den Sport zu begeistern und bessere Möglichkeiten zu schaffen, sich sportlich zu betätigen. Die Tätigkeit des Sportclubs Passeier beschränkte sich zunächst auf den Wintersport, aber bereits 1969 wurde die Sektion Fußball, 1970 die Sektion Rodeln gegründet und 1973 die Sektion Leichtathletik in den Verein aufgenommen. Durch die Erweiterung des Vereins wurde es notwendig die Aufgaben und Verantwortung zu spezifizieren und diese den jeweiligen Sektionsleitern zu übertragen. Der Hauptausschuß hat die Aufgabe zu koordinieren. Die derzeitigen Sektionen im SC Passeier und ihre Sektionsleiter sind folgende: Fußball: Alois Pfitscher - St. Leonhard

Verleihung des Umweltsiegels

Kürzlich erhielt das Lebensmittelgeschäft Pirpamer E. & Co. OHG das Umweltsiegel für den Lebensmittel- und Gemischtwarenhandei verliehen. Das Projekt .Urnweltsisqel für den Lebensmittel- und Gemischtwarenhandel" wurde vom Verband der Kaufleute und Dienstleister ausgearbeitet und umgesetzt. Damit werden jene Betriebe ausgezeichnet, die ihr Angebot nach ökologischen Maßstäben gestalten. In einem umfassenden Kriterienkatalog sind die einzelnen Punkte aufgelistet, die ein Geschäft erfüllen muss, um die Auszeichnung zu erhalten. Die Umweltschutzmaßnahmen im Betrieb, wie die getrennte Kartonsammlung und das Anbringen eines Fahrradständers vor dem Geschäft sind ebenso enthalten wie eine Angebotsänderung hin zu umweltfreundlicheren Produkten. Den Schwerpunkt bilden Maßnahmen zur Müllvermeidung, wie z.B. der Verkauf von Getränken in Mehrwegflaschen und der offene Verkauf von Obst und Gemüse. Heuer wurde das Umweltsiegel an 40 Geschäfte in Südtirol verliehen. Die Gemeindeverwaltung von St. Martin wünscht dem Geschäft Pirpamer E. & Co. OHG alles Gute zu seiner Auszeichnung und hofft, dass dieses Beispiel Schule machen wird. Rosmarie Pamer

Volleyball: Anton Haller - St. Leonhard Tischtennis: Brigitte Pixner - St. Leonhard Turnen: Waltraud Egger - Moos Ski: Thomas Gufler - Pfelders Langlauf: Albin Lanthaler - Platt Snowboard: Maria Gufler - Pfelders Eis: Alois Pichler - Platt Seit 1996 ist Karl Winkler Präsident und Peter Ennemoser und Karl Lanthaler sind seine Stellvertreter. Michaela Pfitscher ist Schriftführerin und Kassierin. Den Ausschuß bilden der Präsident, seine Stellvertreter und die Sektionsleiter. Ihm gehören auch die Sportassessoren der Gemeinden St. Leonhard, Alois Moosmair, und Moos, Alois Pfitscher, an. Jede Sektion hat einen eigenen Ausschuß. Es soll hier betont sein, daß alle Funktionäre im SC ehrenamtlich arbeiten und sehr viel Zeit und oft auch persönliche Spesen in den Verein investieren. Der SC Passeier hat zur Zeit über 500 Mitglieder, wovon ca. 400 aktive Sportler sind. Die Betreuung so

vieler Sportler ist natürlich vielfach mit hohen Kosten verbunden: für Sportgeräte, Trainer, Fahrten u.a. Dafür erhält der SC Beiträge vom Assessorat für Sport der Landesregierung und von den Gemeinden. Zusätzlich wurde mit der Raika Passeier ein Sponsorenvertrag abgeschlossen, der heuer ausläuft. Die Verantwortlichen im SC sind bemüht über einen neuen Sponsorenvertrag finanzielle Mittel zur Betreuung der Jugend aufzutreiben. Die Beiträge werden nach Abzug der allgemeinen Verwaltungsspesen, Raummiete, Steuerberatung usw. an die Sektionen nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt. Jedes aktive Mitglied muß auch seinen finanziellen Beitrag leisten, den die Sektionen jeweils selbst festlegen. Die für den Sportclub geopferte Zeit der Funktionäre und freiwilligen Mitarbeiter, sowie die Beiträge der öffentlichen Verwaltungen und der Sponsoren sind sicher gut investiert, kommen sie doch der Jugend und somit der Zukunft zugute. kl

Kurzinfo zur Neuen Zweisprachigkeitsprüfung Die Zweisprachigkeitsprüfung, welche unter anderem für den Dienst in der Öffentlichen Verwaltung Voraussetzung ist, wurde einer Reform unterzogen, die ab Jänner 2000 gültig ist. Was ist neu? Von Montag bis Freitag finden Prüfungen statt. Am Vormittag wird die schriftliche und am Nachmittag die mündliche Prüfung abgewickelt. Die Wartezeiten zwischen Anmeldung und Prüfung sind stark verkürzt. Wer die mündliche Prüfung beim ersten Anlauf nicht schafft, hat zwei weitere Möglichkeiten die mündliche Prüfung abzulegen, ohne die schriftliche zu wiederholen (ieweils nach einer Frist von 90 Tagen innerhalb von 365 Tagen). Zur mündlichen Prüfung: sie besteht aus zwei Teilen und beginnt mit einem Gespräch, wobei sich der Kandidat selbst vorstellt. Im zweiten Teil sind je nach Schwierigkeitsgrad der Laufbahn

(A, B, C oder 0) unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. So wird festgestellt, ob der Kandidat in der Lage ist ein Gespräch zu führen, über seinen Beruf und über Situationen des täglichen Lebens zu sprechen. Außerdem wird ein Thema behandelt, das dem Kandidaten vertraut ist bzw. wozu er Stellung beziehen kann. Zur schriftlichen Prüfung: es sind 6 Fragen zu einem kurzen Text zu beantworten. Der Kandidat beantwortet in italienischer Sprache die deutsch formulierten Fragen zum deutschen Text und in deutscher Sprache die italienisch formulierten Fragen zum italienischen Text. Außerdem neu ist, daß es keine Prüfungskommissionen mehr gibt und daß man sich jederzeit zu den Prüfungen anmelden kann, wobei die Bewerber in chronologischer Reihenfolge zu den Prüfungen eingeladen werden. Geblieben sind die vier Laufbahnen: A, B, C


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und D, wobei die Prüfungen für die Laufbahnen A und Bein Mindestalter von 17 Jahren verlangen, sonst aber unabhängig vom Studientitel sind. Man kann sich jeweils nur für eine Prüfung anmelden. Wer die B-Prüfung bestanden hat, kann sich einmal zur mündlichen A-Prüfung anmelden. Kurse zur Neuen Zweisprachigkeitsprüfung werden unter anderem angeboten von: Alpha & Beta, Meran, Tel: 0473210650 Bildungshaus Schloss Goldrain, Latsch Tel: 0473 742433 AZB, Bozen, Tel: 0471 970954 KVW Bildungsreferat, Bozen Tel: 0471 300213 Entsprechende Anmeldeformulare findest Du in den Gemeindeämtern Moos, St. Leonhard und St. Martin und den Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin. Die Prüfungstexte, welche zur schriftlichen Prüfung verwendet werden, sind in einem Handbuch veröffentlicht worden (getrennt nach Laufbahnen A-B und C; für die Laufbahn D ist keine schriftliche Prüfung abzulegen). Diese Nachschlagewerke findest Du in jeder Buchhandlung oder in Deiner Bibliothek!

St. Leonhard im Zeichen der Kunst Gelungene Pfarrausstellung zum Patrozinium

Zeitgemäße Vorbilder zu vermitteln ist eines der Ziele, die sich Pfarrer P. Theo Neuking in seiner seelsorgerischen Tätigkeit vorgenommen hat. Dabei setzt er auf langfristige Aktionen, in denen alte, kraftvolle Symbole wieder zu einer neuen Gültigkeit führen. Eine dieser Aktionen führte einen Teil seiner Pfarrkinder 1998 nach Limoges/Frankreich, wo jener Heilige begraben liegt, der dem Dorf am Zusammenfluss der Passer und des Waltnerbaches den Namen gab.

Fuchs im Jahre 1749. Eine Augenweide waren auch die verschiedenen kunstvoll bearbeiteten Monstranzen, Kelche, Messgarnituren und Reliquiare. Sie stammen aus dem Kirchenschatz von St. Leonhard und Walten und sollten laut P. Theo dazu beitragen, den Glauben in der Pfarrgemeinde bewusster zu leben. Die gut besuchte Veranstaltung im Bezirksaltersheim wurde in Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinde und Kulturassessorat der Gemeinde St. Leon-

Quelle: Rundschreiben der Aut. Provo Bozen-Südtirol vom 04.10.99 "Reform der Zweisprachigkeitsprüfung" mit Anlage

Über die Autorenlesung mit Georg Bydlinski Am 21.10.1999 waren wir Schüler der 5. Klassen der Grundschule von St. Martin Gast in der öffentlichen Bibliothek St. Martin. Der Bibliothekar Gottfried Zagler hat uns zu einer Autorenlesung eingeladen. Wir freuten uns schon sehr auf den Autor Georg Bydlinski. Es war sehr spannend und interessant, wie er seine Geschichten vorlas, vor allem aus dem Buch "Immer diese Nervensägen". Er trug auch Gedichte vor. Ganz toll fanden wir es, daß er zwischendurch seine Lieder mit der Gitarre begleitete und uns vorsang. Er verteilte einige Rhythmusinstrumente und wir durften mitspielen und mitsingen. Wir waren aufmerksame Zuhörer. Wir hatten in der Schule Lesezeichen mit Motiven aus seinen Indianergeschichten gebastelt. Wir schenkten ihm zwei davon mit unseren Unterschriften und er gab uns sein Autogramm auf unsere. Danke für die tolle Zeit mit Georg Bydlinski. Oie 5. A und 5. B der Grundschule St. Martin

Die Pfarrkirche von Si. Leonhard Anlässen ausgestellt wird

verfügt über einen kostbaren

Und diesem Dorfpatron zu Ehren veranstaltet P. Theo seit bereits fünf Jahren eine Sonderausstellung zum Namensfest. Dieses Mal zeigte der Pfarrer einen Teil seines reichen .Dornschatzes", allem Gold und Silber voran ein Prunk-Tisch kreuz aus Elfenbein und ein Messkleid, gestiftet von den Grafen

Uberraschender

Schatz, der zu besonderen

hard durchgeführt. Zugleich bot sich dem Künstler des neuen Volksaltares von St. Leonhard, Kuno Gerstl aus Latsch die Gelegenheit, einige seiner religiösen Werke auszustellen. Hofer Heinrich

Besuch in Rabenstein:

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Schlagersänger Peter Maffay übernachtete im Gasthof Trausberg vom 27. auf den 28. August 1999. Im Bild: Wirt Friedrich Gufler mit Peter Maffay.


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Dem Heiligen Leonhard die Ehre Vor Jahrhunderten genoss der fränkische Volksheilige in Europa eine gewaltige Verehrung. Im süddeutschen Raum ist so manches Dorf nach ihm benannt, so auch der Marktflecken am Zusammenfluss der Passer und des Waltnerbaches im Passeiertal. Nun ist der Pfarrer von St. Leonhard bestrebt, die jahrtausendealte christliche Tradition der heiligen Symbole in die Sprache der Gegenwart zu übersetzen. So brachte p. Theo das Kunststück zusammen, zahlreiche Gläubige seiner Pfarrei und einige Interessierte des Tales für den Besuch sakraler Ausstellungen zu gewinnen. Schon zum fünften Mal werden anlässlich des Patroziniums christliche Kunstschätze aus der Pfarrei und aus dem Tale dem Besucher vorgeführt. Heuer fand die Ausstellung in Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und Kulturassessorat der Gemeindeverwaltung im Bezirksaltersheim statt. Es war eine Doppelausstellung, welche die Erwartungen der Besucher durchaus befriedigte: einleitend wurden die Besucher mit der religiösen Kunst des jungen Künstlers Kuno Gerstl aus Latsch bekannt gemacht. Gerstl ist auch der Schöpfer des neuen Volksaltares der Pfarrkirche St. Leonhard. Im Hauptteil der Ausstellung öffnete der Pfarrer den für eine Talpfarrei reichen Kirchenschatz: Kostbare Monstranzen, Reli-

quiare, Messgarnituren, Kreuze, Evangeliare und Messkleider strahlten im Gold- und Silberschmuck. Den Schülern und Schülerinnen der MitteIschulklassen, die zu den fleissigsten Besuchern zählten, konnte auf bildliche Weise gotisches, barockes und klassizistisches Kunstgut vermittelt werden. Vielfach wurde gefragt, woher soviele Kostbarkeiten kämen. Pfarrer P. Theo Neuking verwies auf die kircheneigenen Bestände, auf die Kunstgegenstände der Kirche von Walten und auf die enge

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Beziehung der Pfarrkirche mit den einstigen Grafen Fuchs von der Jaufenburg, deren Grablege die Pfarrkirche war. Dabei wäre noch das schriftlich festgehaltene Mäzenatentum des Petrus Lechner aus Walten, im 17. Jahrhundert Hofrat am Kurfürstlichen Hof in München, näher zu durchleuchten. Es ist zu hoffen, dass die von Pfarrer P. Theo und seinen engeren Mitarbeitern begonnene und fortgeführte Tradition Zukunft hat. Hofer Heinrich

Der Vater der Patroziniumausstellung in SI. Leonhard: Volksaltares, Kuno Gerstl aus Latsch

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P. Theo Neuking mit dem Künstler des

Der Rosenkranzweg In Moos

Seit Herbst dieses Jahres stehen auf dem alten Fuhrweg von Moos zur Aue vier neue, schmucke Kapellen. Sie sind das Ergebnis einer Idee der Kath. Männerbewegung, die dem "HI. Jahr 2000" ein Denkmal setzen wollte: den Rosenkranzweg.

Der Rosenkranzweg in Moos ist den fünf Stationen des schmerzhaften Rosenkranzes gewidmet und endet bei der schönen, alten HI.-Kreuz-Kapelle in der Aue, die den gekreuzigten Christus darstellt. Unter der fachkundigen Leitung von Anton Raich wurden die Arbeiten geplant und vorbereitet und dann im Herbst von Hermann Pixner in Angriff genommen und mit Helfern ausgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 24 Millionen Lire und wurden von verschiedenen Personen durch Grund, Material und Arbeit unterstützt. Jetzt fehlt noch die Hauptsache in den

Foto: H. Hofer

Kapellen, nämlich die Bilder zum schmerzhaften Rosenkranz. Diese künstlerische Arbeit hat Frau Monika Lanthaler aus Rabenstein übernommen und auch schon begonnen. Bis spätestens zum 1. Samstag im Mai 2000 sollte alles fertiggestellt sein, so dass die Pilger von auswärts den neuen Rosenkranzweg für ihren Kreuzgang benützen können. Der ca. 1 km lange Weg verläuft abseits von Verkehr und Lärm in ruhiger Lage und wird hoffentlich viele Gläubige zu einem heimlichen Gebet einladen. Katholische Männerbewegung/Moos


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Passeirer Blatt / Dezember 1999

Christi Liebe drängt uns...

Mehrere Frauen bei der Kleidersortierung

Im Passeiertal gibt es seit über 50 Jahren in St. Leonhard die Vinzenzgemeinschaft. Wir sind zur Zeit 10 Mitglieder (5 Frauen und 5 Männer), die sich jeden zweiten Freitag im Monat zu einer Sitzung treffen, die mit Gebet und Bibel lesung beginnt und nach ca. zwei Stunden mit dem Vinzentinischen Gebet endet. Es gibt immer viel zu besprechen, zu planen und einzuteilen. Es stehen dabei nicht mehr wie früher die finanziellen Notlagen der Mitmenschen im Vordergrund, sondert vermehrt geht es um ihre seelischen Nöte (Ausgegrenztsein, Krankheit, Alter ...). Nöte, die in den letzten Jahren auf beängstigende Weise zu unserem Gesellschaftsbild beigetragen haben. Wir fühlen uns angesprochen und gebraucht: Jetzt, heute, ganz unbürokratisch, springen wir ein, denn "Christi Liebe drängt uns!". Im Laufe der Jahre konnten wir gar manche Träne trocknen, Sonne in düstere und traurige Stuben bringen und kleine finanzielle Unterstützungen weiterleiten. Wir investieren unsere Zeit, schenken Vertrauen, hören einfach nur zu - ohne Ratschläge aufzudrängen. Wir nehmen den Mitmenschen und seine Probleme ernst und tun dies gerne. Von

Beim Verladen der Kleiderkartone

Gott wünschen wir uns die Kraft und die Gnade noch lange in diesem Sinne arbeiten zu können. Peter Lanthaler, auch ein Vinzenzbruder, schaut gerne über die Grenzen.

verbundene Arbeit zu übernehmen. Vom 21. bis zum 29. Oktober dieses Jahres, konnte im Ex-Bräu haus Kleidung abgegeben werden - wir danken hierbei der Fa. Oskar Hofer für die Lagerhalle. Ein herzliches Vergelt's Gott auch allen, die wirklich brauchbare und guterhaltene Kleidungsstücke abgegeben haben. Ein großes Dankeschön allen Geldspendern. Man hat gespürt, dass die Passeirer mit den Armen teilen wollen. Unter den gespendeten Kleidern befand sich leider auch schmutzige und beschädigte Ware, so dass einige der abgegebenen Sachen von uns nach Hause gebracht und gewaschen werden mussten (so manches ist im Restmüll gelandet!). In unserem Verpackraum hatten wir eine Nähmaschine und den ganzen Tag lang saß jemand daran, um zerrissene Kleidung auszubessern. Vieles musste mit der Hand geflickt werden: wir scheuten keine Mühe, um den bedürftigen Men-

V.1.n.r.:Frau H. Burgmann, Pater Berno und Sr. Schwester Rosa Mair

Durch Sr. Rosa Mair hat er Kontakte mit Rumänien geknüpft und betroffen geworden von all dem Elend und der Armut, hat er beschlossen ... zu handeln. Eines seiner Anliegen war eine Kleidersammlung und die Vinzenzgemeinschaft hat sich bereit erklärt, die damit

schen in Rumänien guten Gewissens unsere abgelegten Sachen schicken zu können. Über einen Monat lang waren wir damit intensiv beschäftigt. Vergelt's Gott auch den Frauen, die bereitwillig bei dieser Arbeit mitgeholfen haben. Pater Berno aus Rumänien feierte mit uns am Leonhardsfest die HI. Messe und erzählte uns begeistert von seiner Tätigkeit. Sein Reden, seine Gesten haben wohl alle in den Bann gezogen kein Räuspern, kein Husten, kein Flüstern, es war sehr still - obwohl die Predigt fast eine Stunde dauerte. 205 voll bepackte Bananenkartons hat Pater Berno auf seiner Heimreise dann sofort mitgenommen. Über 500 Hoppekartons mit Hilfsgütern wurden später, am 15. Dezember 1999, von den Lkws der Caritas Rumänien abgeholt. Mit Freude und Stolz und großer Dankbarkeit schauen wir auf die gelungene Aktion zurück. Die Vinzenzgemeinschaft zum HI. Leonhard


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Aktiv - Hilfe für Kinder Rumänien: Ein Land in Not

In Rumänien fand vor nunmehr 10 Jahren von Temeschwar (rumänisch Timisoara) ausgehend, die Revolution gegen das Regime von Ceausescu statt. Die Diktatur wurde niedergeschlagen, doch was blieb, ist ein Land, unfähig durch eigene Kraft auf die Füße zu kommen. Der Großteil der Bevölkerung Rumäniens hat nie gelernt, Eigenverantwortung zu übernehmen. Der Staat sorgte für alles: Arbeit, Bildung, Krankenversorgung ... Und dann kam mit 1989 plötzlich die "Freiheit", mit der man umzugehen nicht im Stande war. Rumänien stand vor einem wirtschaftlichen Chaos, aus dem es bis zum heutigen Tag kein Entrinnen gab. Die Korruption wütet im ganzen Land und der Staat steht diesem Phänomen völlig machtlos gegenüber. Im Land lebt ein Drittel der Bevölkerung unter dem Existenzminimum: alte und gebrechliche Menschen verhungern oder erfrieren in ihren unbeheizten Wohnungen, Kinder verwahrlosen auf den Straßen, leben in Kanallöchern wie die Ratten, versetzten sich durch das Inhalieren von Farblacken in einen Trancezustand, der sie für einen kurzen Augenblick alles Elend vergessen lässt, zerstören ihr junges Leben dabei aber völlig. Das Nötigste an Medikamenten oder Verbandsmaterialien ist oft nicht vorhanden, so daß nicht einmal die Grundversorgung der Menschen zu Hause oder in den Krankenhäusern garantiert ist. Den Menschen in Rumänien fehlt es an Perspektiven, sie sehen den Lichtstrahl am Ende des langen, finsteren Tunnels nicht. Ohne Hilfe von außen werden sie es nicht schaffen.

Das Elend in Rumänien hat die Menschen in St. Leonhard nicht unberührt gelassen. Sie beschlossen daher im September 1999 einen Verein ins Leben zu rufen, der eine Brücke bauen soll zu Temeschwar und seinen Menschen. Dieser neue Verein trägt den

Hungrige

Straßenkinder

Westrumänien und im besonderen Temeschwar wurden als vordergründige Stätten der Hilfsaktion des Vereines gewählt, da schon ein persönlicher Kontakt zu Menschen in dieser Stadt besteht (in erster Linie zu Sr. Rosa Mair und Pater Berno Rupp). "Aktiv - Hilfe

in Rumänien

Namen "AKTIV - HILFE FÜR KINDER". Die treibende Kraft dieses Vorhabens war Herr Peter Lanthaler (Berufsschullehrer), der zusammen mit Anna Prünster (Altenpflegerin), Priska Ennemoser (Krankenpflegerin) und Sr. Rosa Mair (Salvatorianerin, gebürtig aus Vintl und seit Jahren in Temeschwar tätig) den Verein am 10.09.1999 gegründet hat.

Der Verein "Aktiv - Hilfe für Kinder" - v.l.n.r.: Pater Berno, Sr. Brigitta, Sr. Rosa Mair, Lanthaler Peter, Ennemoser Priska und Anna Prünster

für Kinder" ist ein christlich orientierter Verein, der es sich zum Hauptziel gesetzt hat, die Grundbedürfnisse der Menschen (Schwerpunkt Kinder) in den Entwicklungsländern und ihre Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten. Es sollen Entwicklungsprojekte eingeleitet bzw. gefördert werden und Initiativen im Bereich Bildung und Fortbildung zu den Themen: Frieden, Menschenrechte und internationale Solidarität gestartet werden. Außerdem soll bei der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung des Landes geholfen werden. Bei allen Aktionen, die im Laufe der Jahre geplant sind, soll der Mensch als solcher im Vordergrund stehen. Es soll immer um "Hilfe zur Selbsthilfe" gehen, d.h. die rumänische Bevölkerung soll auf lange Sicht lernen, für sich selbst Eigenverantwortung zu übernehmen. Einiges an kleinen Schritten ist bereits in die Wege geleitet bzw. durchgeführt worden: • Die Kleidersammlung (von der Vinzenzgemeinschaft durchgeführt), weiche südtirolweit stattfand • Die Sammlung für Straßenkinder (erbrachte über 3 Millionen Lire, die Pater Berno persönlich überreicht werden konnten, als er am 7. November dieses Jahres unserer Pfarrgemeinde einen Besuch abstattete)


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Passeirer Blatt 1 Dezember 1999

Ein großes Projekt der nächsten Monate ist die Sanierung einer von der Caritas geführten Nudelfabrik in Bacova (15 km von Temeschwar entfernt). Dort werden qualitativ so schlechte Nudeln erzeugt, daß sie es nicht verdienen als Lebensmittel zu gelten. Geholfen werden soll in diesem speziellen Fall durch den Ankauf von neuen Maschinen, der Lieferung von qualitativ hochwertigem Hartweizen, der Schulung des Betriebsleiters in Italien und der Lieferung von Saatgut und Pestiziden. Zudem soll mehreren Einrichtungen in Temeschwar und Umgebung tatkräftig geholfen werden. Dazu zählen das Allgemeine Krankenhaus (Beschaffung von Medikamenten und allgemeinen Hilfsmitteln), das Kinderkrankenhaus (Hilfsmittel und Kücheneinrichtung),

Wiederbelebung

eine psychiatrische Klinik (gebrauchte Computer für Therapien), ein Straßenkinderheim (Kücheneinrichtung), eine Privatklinik (Beschaffung von Zuckermeßstäbchen für Diabetiker). Zu erwähnen ist, daß alle Hilfslieferungen oder Geldspenden direkt an Sr. Rosa Mair, Pater Berno Rupp oder die Caritas gehen und damit auch sichergestellt wird, daß die Hilfe am richtigen Ort anbzw. zum Einsatz kommt. "Aktiv - Hilfe für Kinder" strebt eine südtirolweite Zusammenarbeit mit anderen gleichgesinnten Organisationen an. Wir als Menschen, die im Wohlstand leben, sollten die Augen vor dem Elend der Ärmsten nicht verschließen. Jeder einzelne kann auf irgendeine Weise seinen kleinen ganz persönlichen Beitrag leisten, um Menschen, die nicht auf der

Sonnenseite des Lebens stehen, zu einem würdigen Dasein zu verhelfen. Kürzlich fand im Fernsehen eine Veranstaltung unter dem Motto "Diese Welt braucht gute Freunde" statt, in diesem Sinne allen Wohltätern und Helfern ein herzliches Vergelt's Gott. Aktiv - Hilfe für Kinder Kontaktadresse: Aktiv - Hilfe für Kinder Platzerbergweg 31A 39015 St. Leonhard/Passeier Unsere Bankverbindung: Raifteisenkasse Passeier CIN: G, ABI: 08998, CAB: 58810, KlK: 21819-8 S.w.I. F.T. - Code: RZSB IT 21 026

einer bäuerlichen Tradition

Das Passeiertal hat wie kaum ein anderes Tiroler Tal eine Vielzahl von noch funktionierenden Mühlen aufzuweisen. Der Volkskundler Harald Haller schreibt sogar von einem "kaum zu überbietenden Mühlenreichtum" . Von den 258 wassergetriebenen Mühlen (44 Stockmühlen und 214 Radmühlen) stehen laut Haller derzeit noch 90 Radmühlen und 6 Stockmühlen. Gemahlen wird noch in etwa 30 Mühlen. Der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier hat sich in Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Heimatpflege seit Jahrzehnten um die Sanierung jener Mühlen bemüht, die von den Besitzern erhalten und betrieben werden wollten. So konnten auch im Jahr 1999 in Platt zwei Radmühlen wieder in Betrieb genommen werden. Die Radmühle von Tassach wurde vom Mitbesitzer Alois Pfitscher, Wendlhof, in Zusammenarbeit mit dem Zimmermann Karl Platter in vorbildlicher Weise renoviert und dem

vollzählig erschienenen Vereinsausschuss vorgeführt. Eine gut gelungene .Firstfeier" beim Wendlhof bildete den netten Abschluss der Aktion. Die zweite Mühle gehört einer Interessentschaft in Platt und steht im Waldviertel. Auch diese Mühle wurde auf Betreiben von Schulleiter Dr. Arnold Rinner von Karl Platter saniert. Nach abgeschlossener Arbeit lud der Verwalter der Mühle, der Platterwirt Gotthard Hofer, die Handwerker und den Vereinsausschuss zu einer Begutachtung der Mühle und anschliessend zu einer sympathischen Firstfeier beim Platterwirt ein. Es ist zu hoffen, dass die Wiederherstellung dieser beiden Mühlen Signalwirkung hat und dass sich weitere Mühlenbesitzer entschließen, diese kostbaren Zeugen unserer bäuerlichen Kulturlandschaft für die Nachwelt zu erhalten.

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Passeirer Blatt / Dezember 1999

Seite 28 / Nr. 24

Jahrgang 1964 - Erstes Gesamt-Passeirer-Jahrgangstreffen Schon Beda Weber vermerkte in seinem Werk "Das Thai Passeier", daß die Passeirer noch viele Gebräuche und Gewohnheiten aus uralten Zeiten haben. Schon in alten Zeiten kamen nämlich die Passeirer aus allen Gemeinden auf Märkten, Gerichtstagen und zu kirchlichen Feiern zusammen. Auch liebt der Passeirer das Gesellige und Gemütliche und nimmt es mit der Pünktlichkeit nicht allzu genau. Ein Brauch der etwas neueren Zeit sind die Jahrgangstreffen. Heuer hatten einige rührige Passeirer(innen) die Idee ein Jahrgangstreffen des Jahrgangs 1964 der Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin zu veranstalten. Sofort wurde dieser gemeindeverbündende Gedanke (man denke nur an ein vereintes Europa) in die Tat umgesetzt und trotz aller bürokratischen Hindernisse (Datenschutz ecc.) konnten an 180 Leute des Jahrgangs 1964 eine Einladung verschickt werden. So mancher Schulkollege mußte in der weiten Welt ausfindig gemacht werden. Und siehe da, am 30. Oktober kamen 90 Leute beim Sandwirt (wo sonst) zu einer tollen Feier zusammen. Pater Theo hat in seiner gewohnt heiter-kritischen Art den Feiertag mit dem Gottesdienst begonnen, der von Alfred und Andrea musikalisch toll umrahmt wurde. Und so nahmen wir den Abend voller Schwung und Elan in Angriff. Bei Speis und Trank wurden alte Erinnerungen (Schule, erste Liebe, Lausbubenstreiche usw.) wach und bald unterhielt sich die ganze Runde. Zudem kamen via Internet (von Barbara aus New York) und telephonisch (Lorenz aus London) Glückwünsche und wir wußten,

daß wir auf dem richtigen Weg waren. "Just Fix" umrahmten den Abend mit Oldies und brandneuen Hits und wir 35jährigen wirbelten über die Tanzfläche, als wären wir erst 20. Später wurde aus dem Musikantenduo ein Quartett und Woodstock-Veteranen wären vor Neid erblaßt, als Florian und Didi das Publikum mit alten Rocksongs zu StandingOvations hinrissen.

beschloß Juryoberhaupt Uli allen Frauen eine Rose zu schenken. An diesem unvergeßlichen Abend bewies sich die Richtigkeit der Aussage Beda Webers, daß wir Passeirer zur Pünktlichkeit immer noch eine 1/4 Stunde anhängen und so begaben sich die meisten Teilnehmer erst beim ersten Morgengrauen auf den Heimweg und schmiedeten schon Pläne für eine 40-

1964 - ein guter Jahrgang ...

Auch der Spaß kam nicht zu kurz. Einer der Höhepunkte des Abends war, als Christine bei der Herzblattshow unter drei tollen Männern, Karl als den Mann mit dem größten Charme auswählte und eine Reise mit dem Herzblatthubschrauber an die Bar des Hauses gewann. Eine geplante Miss-64-Wahl fiel leider ins Wasser, da an diesem Abend alle Frauen bezaubernd aussahen. So

Jahrfeier, zu der hoffentlich auch alle jene kommen, die sich dieses Mal für ein Jahrgangstreffen schon zu alt gefühlt haben. Ein Dank noch all jenen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, ganz besonders dem Organisationskomitee mit Lothar, Uli, Christoph, Rosi, Wall i und Luis. Theo Lanthaler

Gedanken eines Neunzigjährigen tür alle, die vor 1930 geboren sind (zum Jahr der Senioren) Wir wurden vor der Entdeckung des Fernsehens, des Penizillins, der Schluckimpfung, der Tiefkühlkost und der Kunststoffe geboren. Wir kannten weder Kontaktlinsen noch Xerox und schon gar nicht die Pille. Wir kauften Mehl und Zucker noch in Tüten und nicht in Packungen, die mühsam papierentsorgt werden müssen. Wir waren schon da, bevor es Radar, Kreditkarten, Telefax, die Kernspaltung, Laser und Kugelschreiber gab. Es gab noch keine Geschirrspüler, Wäschetrockner, Klimaanlagen und Datenbanken, und der Mensch war noch nicht auf dem Mond gelandet. Wir haben erst geheiratet und dann zusammengelebt. Zu unserer Zeit waren .Bunnies" noch kleine Kaninchen und der

"Käfer" war kein Volkswagen. Und mit "jemanden gehen" das hieß soviel, wie fast verlobt sein. Wir waren da, bevor es den Hausmann, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und computergesteuerte Heiratsvermittlungen gab. Zu unserer Zeit gab es keine Gruppentherapie, keine Weight Watchers, keine Zweitwagen und kein Kindererziehungsjahr für Väter. Wir dachten nicht daran, daß der "Wiener Wald" etwas mit gebratenem Hähnchen zu tun hätte, und Arbeitslosigkeit war eine Drohung und kein Versicherungsfall. In dieser Zeit hieß "Made in Japan" billiger Schund, und man hatte noch nie etwas von Pizza, Mc-Donalds und Instandkaffee gehört. Die Worte .sottware" für alles, was man

beim Computer nicht anfassen, und "non food" für alles, was man nicht essen und trinken kann, waren noch nicht erfunden. Wir sind auch die letzte Generation, die so naiv ist zu glauben, daß eine Frau einen Mann heiraten muß, um ein Baby zu bekommen. Diese ganze Entwicklung haben wir über uns ergehen lassen müssen. Wen wundert es da schon, wenn wir manchmal ein wenig konfus sind, weil es so eine tiefe Kluft zwischen den Generationen gibt. Aber wir haben in die Hände gespuckt, die Trümmer beseitigt, den Staat wieder aufgebaut und haben es überlebt. (Quelle: das "Rheinische Zahnärzteblatt" vom 10/1999)


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Erziehungskalender für alle Familien Gerade die Erziehung in den ersten Lebensjahren, spielt eine entscheidende Rolle für das spätere Verhalten der Heranwachsenden. Viele Eltern fühlen sich aber gerade im Hinblick auf wichtige Erziehungsprobleme hilflos und überfordert. Deshalb ist es wichtig hier anzusetzen und verstärkt Informationen und Hilfestellungen zu bieten. Der Jugendservice Passeier, sowie die Gemeindeverwaltungen des Passeiertales (Jugendassessoren) haben aus diesen Überlegungen heraus - in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst im Sprengel, den Kindergärten, Schulen und Vereinen - ein Projekt zum Thema Erziehung gestartet. Das Projekt, das sich über das gesamte Vereinsjahr 1999/2000 hinzieht, setzt besonders auf zwei Initiativen, die wiederum eng miteinander verflochten sind: Die Verteilung eines Erziehungskalenders an alle Familien zum einen und Vorträge zum Thema "Erziehung"

Neuwahl SVP

Ortsausschuss St. Martin

Alte und neue. SVP-Ortsobfrau Rosmane Pamer

Im Oktober fanden die Neuwahlen des SVP Ortsausschusses von St. Martin statt. Die 547 Mitglieder der SVP - Ortsgruppe wählten folgende 12 Mitglieder in den Aus-

schuss: Ennemoser Franz (97 Stimmen), Rosmarie Pamer (79 Stimmen), Raffl Vigil (58 Stimmen), Gögele Rudolf (49 Stimmen), Dorfer Heinrich (42 Stimmen), Zwischenbrugger Oswald (41 Stimmen), Pirpamer Josef (36 Stimmen), Kofler Erich (35 Stimmen), Pirpamer Erwin (30 Stimmen), Fiegl Alfred (29 Stimmen), Tschenett Lamprecht Roswitha (29 Stimmen) und Kofler Helmut (29 Stimmen). Der Bürgermeister Hermann Pirpamer ist Rechtsmitglied. In der konstituierenden Sitzung wurde Rosmarie Pamer als Ortsobfrau bestätigt, Dorfer Heinrich ist ihr Stellvertreter und Tschenett Lamprecht Roswitha Schriftführerin und Kassierin. Als vorrangiges Ziel sieht der neugewählte Auschuss die Gemeinderatswahlen im Mai 2000. Weiters soll die Informationstätigkeit mittels Rundschreiben, Sprechstunden von Mandataren und Vorträgen intensiviert - und eine Fragenbogenaktion gestartet werden. KG

zum anderen. Der Kalender, der bereits an alle Familien mit Kindern unter 18 Jahren verteilt wurde, hebt sich von den üblichen Kalendern insofern ab, als dass er abgesehen vom ungewohnten Format nicht das übliche Kalenderjahr, sondern das "Vereinsjahr" (November 1999 bis September 2000) umfasst. In Form von Illustrationen und Kurztexten spricht er 5 wichtige Erziehungsthemen an: Sucht - Suchtprävention Kinderängste Aggressionen Sexualität Trotzalter Die Themenauswahl wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst im Sprengel Passeier, sowie mit der Familienberatung Lilith in Meran getroffen und spiegelt sicherlich die realen Bedürfnisse in unseren Familien wieder. Von diesen Institutionen wurden auch die Kurztexte für die Kalenderblätter

erstellt. Sie sollen wichtige Informationen geben und zum Nachdenken anregen. Ansprechende, farbige illustrationen untermauern und verdeutlichen die verbalen Aussagen. Im Kalenderteil mit den Wochentagen sind die bereits bekannten Termine für Vorträge, Seminare usw. eingetragen. Weitere Termine werden über die Medien bekanntgegeben. Zudem findet der Betrachter hier wichtige Adressen und Telefonnummern, die im Falle von Problemen weiterhelfen. Die Organisatoren wünschen sich, dass der Kalender in möglichst vielen Wohnund Kinderzimmern aufgehängt wird, vor allem aber, dass man in den Familien und Schulen über die Themen spricht und dass die Eltern sich bei den angebotenen Vorträgen und Seminaren fortbilden. Einige Kalender liegen noch in den Bibliotheken auf. A.P

Ein aufregender Schultag

Zivilschutztag in der Grundschule St. Leonhard Der landesweit ausgerufene Zivilschutztag, am Samstag, den 2. Oktober 1999, war für Schüler und Lehrpersonen ein besonders aufregender Schultag. Der BRD, Ortsstelle St. Leonhard, hat sich bereiterklärt, seine vielfältigen Aktivitäten im Schulhof vorzustellen. Und die Damen und Herren um den Ortsstellenleiter Oberprantacher Hansjörg haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Den Kindern wurden die verschiedensten Geräte vorgestellt und deren Anwendung z.T. auch praktisch vorgeführt. Das war

dann vielleicht ein Hallo und Geschrei, als Lehrpersonen und Schüler abgeseilt und "gerettet" wurden. Die Vorführung eines Films des BRD-Südtirol rundete die vielen Eindrücke ab. Im Namen der ganzen Schulgemeinschaft sei der BRD-Ortsstelle herzlich für die gute Vorbereitung und die reibungslose Abwicklung dieser Aktion gedankt - sie wird sehr vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Anton Haller


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Verdiente Stammgäste Eine erfolgreiche Tourismussaison hängt von vielen Faktoren ab. Von gediegenen Unterkünften mit guter Küche und aufmerksamen Service, gezieltem Marketing, ausführlichem Prospektmaterial, schönem Wetter und vielen, vielen treuen Stammgästen. Wohl zu den treuesten Stammgästen, die es weit und breit gibt, zählen sicherlich Ute und Günther Schmidt aus Marburg. Vor gut 35 Jahren kamen sie mit einer Reisegesellschaft erstmals nach Südtirol und sollten in Riffian untergebracht werden. Wegen eines Mißgeschickes war ihr Zimmer nicht reserviert und sie mußten nach St. Leonhard ausweichen, wo die beiden bei der Familie Pöhl Max (Poltschuster Max) in der Pension Sonnen heim freundlich und gerne aufgenommen wurden. In der Pension Sonnenheim fühlte sich das junge Paar gleich wohl und es entwikkelten sich enge Freundschaften mit dem Tal und den Passeirern. 3-4 Wochen dauerte der jährliche Ferienaufenthalt und Herr Schmidt befaßte sich hin-

sichtlich seiner Diplomarbeit eingehend mit dem Passeiertal. Er ist ein ortskundiger Passeirer-Stammgast, kennt Land und Leute und unterhält sich gerne im Passeirer Dialekt. Seit 1992 wohnen Frau und Herr Schmidt im Gasthof Peter und erfreuen sich dort der guten Küche und herrli-

chen Panoramalage. Die junggebliebenen Gäste aus Deutschland wollen auch in den nächsten 35 Jahren ihren Urlaub im Passeiertal verbringen, worauf sich die Wirtsleute, sowie alle Bekannten und Freunde mächtig freuen. rh

Interview mit Heike Augscheller,

der Drittplazierten bei der Wahl zur Miss Südtirol 2000:

Schildere uns bitte Deinen bisherigen Lebenslauf und erzähle uns etwas zu Deinen Hobbys: Heike: Geboren wurde ich am 21.12.1974 (Sternzeichen Schütze) in Meran. Grund- und Mittelschule habe ich in St. Leonhard besucht, danach war ich zwei Jahre auf der Berufsschule für Verkäuferinnen in Meran. Später

habe ich noch einige Weiterbildungskurse besucht und arbeite seitdem als Sekretärin bei der Firma Maico in der Handwerkerzone von St. Leonhard. Ich reise gern und betreibe viel Sport. Was hat Dich dazu bewogen, bei der Wahl zur Miss Südtirol teilzunehmen? Heike: Es war für mich der Reiz der Herausforderung einmal an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, und da ich es von Anfang an eher locker genommen habe, war es für mich ein lustiges und aufregendes Erlebnis. Welches waren Deine Hoffnungen und Erwartungen? Heike: Man hofft und wünscht sich natürlich ins Finale (unter die ersten fünf Plazierten) zu kommen oder sogar unter den ersten Drei zu sein. Für mich persönlich war es ein großer Erfolg und ich bin sehr zufrieden darüber, wie es ausgegangen ist. Wie wurdet ihr auf die Miss-Wahl vorbereitet? Heike: Nachdem die Teilnehmerinnen für die Endausscheidung bestimmt waren, haben wir alle einen "ModelSchnellkurs" absolvieren können - das ist natürlich nicht ausreichend, um so etwas als Beruf auszuüben, aber für den Abend der Miss-Wahl war es sehr wichtig für uns alle, in die Grundkenntnisse eingeweiht zu werden. Welche Eindrücke hattest Du persön-

lich von der Miss-Wahl und was läuft hinter den Kulissen ab? Heike: Ich habe die Erfahrung sehr genossen, einmal auf dem Laufsteg zu stehen und so tolle Kleider vorführen zu können. Es herrscht schon eine besondere Atmosphäre hinter den Kulissen einer solchen Veranstaltung: die Aufregung der Teilnehmerinnen, die letzten Vorbereitungen bei der Kleiderauswahl, die lange und etwas anstrengende Zeit beim Haarstyling ... Es war wirklich sehr spannend. Was ist Deine persönlich Meinung zur Aberkennung des Titels für Debora Piffer und würdest Du auch verheiratete Frauen an der Wahl teilnehmen lassen? Heike: Die Teilnahmebedingungen waren vorher allen bekannt, und sie waren eindeutig. Eigentlich hätte Debora den Regeln nach nicht mitmachen dürfen. Andererseits verstehe ich sie schon, daß sie einmal bei einer solchen Veranstaltung dabeisein wollte, aber vielleicht war es ein wenig unüberlegt. Gut, über diese Regel bezüglich der verheirateten Frauen kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein. Ich denke, es geht ja nicht darum, daß verheiratete Frauen nicht "schön" sind oder sein können (wie wir dieses Jahr auch gesehen haben), sondern darum, daß eine Miss Südtirol nun einmal ein ganzes Jahr


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lang bestimmte Aufgaben und Aufträge zu erfüllen hat, was bei jemanden mit Familie sicher nicht so vereinbar ist, wie bei jemanden, der noch ledig ist. Möchte sich eine verheiratete Frau diesen Aufgaben aber trotzdem stellen, sollte auch sie meiner Meinung nach, die Möglichkeit haben, an der Wahl zur Miss-Südtirol teilzunehmen. Natürlich müssen die Teilnahmebedingungen dies von Anfang an auch zulassen. Hast Du im Zuge der Miss-Wahl schon irgendwelche Model-Aufträge

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oder ähnliches erhalten? Heike: Ja, und ich freue mich sehr darauf. Ich habe mir nicht erwartet, daß ich als Drittplazierte so viele Angebote erhalte, und ich bin schon ganz gespannt auf all diese Dinge. Siehst Du Deine Zukunft in der Model-Szene oder wie sehen Deine Vorstellungen aus? Heike: Ich habe einen Beruf, der mir sehr viel Freude macht, und das Klima an meinem Arbeitsplatz ist auch sehr gut. Ich werde das nicht aufs Spiel

setzen. Natürlich will ich aber die Aufträge aus der Model-Branche, die ich bekomme, sehr gewissenhaft ausführen. Ansonsten lasse ich mich einfach überraschen, wie sich alles entwickelt. P.S.: Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mir die Daumen gedrückt haben und mir in dieser doch aufregenden Zeit zur Seite gestanden sind. Ich wünsche allen ein schönes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2000. Interview: K.G.

Mit 70 geat's eart richtig lous! So lautete das Motto des Jahrganges 1929 von Hinterpasseier. Mann und Frau des rüstigen Jahrganges trafen sich am 23. Oktober 1999 und feierten, was erlaubt war. Der Busdienst vom Gufler Hubert holte alle geladenen 70er und 70erinnen von Platt, Stuls und Moos ab und fuhr sie nach Riffian, wo in der Wallfahrtskirche eine Messfeier abgehalten wurde. Beichtgelegenheit war keine vorgesehen, obwohl die eine oder der andere einen vollen Rucksack voller Dummheiten abzugeben gehabt hätte. Nach der Andacht gings nach Vernuer zum Gasthaus Brunner zum Mittagessen. Viel zuviel wurde aufgetischt, auch wenn so mancher noch eine Portion hätte verdrücken können. Getrunken wurde mäßig, weil in dem Alter kann man sich so einen Feiertag schon gen au einteilen. Im Buacher Keiler in der Kellerlahn nämlich fand die Zecherei ihren Fortgang. Wieder standen Essen und Trinken auf dem Pro-

gramm. Zwischendurch gabs viel zum Erzählen, Ernsthaftes wie Lustiges. Trotz Regenwetter ging es sehr lustig zu und die Musik brachte die 70er erst so richtig in Schwung. Obwohl keiner so recht nach Hause wollte, kehrten alle sicher und zufrieden in ihre eigenen Stuben zurück, mit dem festen Vorsatz, die nächste Gelegenheit in 5 Jahren wieder ordentlich zu nutzen. Der Ausflug wird allen in sicherlich schöner Erinnerung bleiben. Die 70erlinnen von Hinterpasseier

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Zahnarztpraxis Im Ex

Dr. Dieter Greinet

1. Reihe v.I.: Marianne Pfitscher, Pixner Anna, Filomena Gufler, Haller Frieda, Preims Anna; 2. Reihe v.I.: Piehier Regina, Planer Anna, Hafer Luisa, Pöhl Ida, Pöhl Anna, Gögele Frida, Raffl Klara, Pfarrer; 3. Reihe v.I.: Hafer Franz, Brugger Benedikt. Lanthaler Heinrich, Hafer Franz, Raff! Franz, Ptitscher Mettin. Pöhl Mathias, Schweigl Franz, Hafer Alois

Bräuhaus eröffnet

Im September 99 haben die beiden bundesdeutschen Zahnärzte Dr. Dieter Greiner und Dr. Thomas Offermann aus Heidelberg in der Kohlstatt 83 (Ex Bräuhaus) ein modernes, geräumiges Ambulatorium eröffnet. Sie haben in ihrer Heimatstadt Zahnmedizin studiert, ein Studium, das in Deutschland 6 Jahre dauert und nicht wie bei uns als Spezialisierung an eine allgemeinmedizinische Ausbildung angehängt ist. Daher führen sie auch Implantate (Verankerungen für Zahn prothesen im Kiefer) und chirurgische Eingriffe durch, für die normalerweise Spezialisten außerhalb des Tales aufgesucht werden müssen. Die Praxis ist von Montag bis Freitag täglich von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 14.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. A.p.

Dr. Thomas Offermann


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Tabu, aber Wirklichkeit: Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Der sexuelle Mißbrauch von Kindern und J Jugendlichen ~ durch Erwachsene ist eine + Form von Gewalt, die nur sehr langsam zum Thema in der Öffentlichkeit wird. Die allgemeine Meinung ist, daß es solche "Fälle" kaum gibt, höchstens ganz ausnahmsweise, und schon gar nicht bei uns in Südtirol! Die Erfahrung zeigt uns von .Younq & Direct" aber etwas ganz anderes. Immer öfter werden uns Fälle von Gewalt in Form von sexuellen Übergriffen berichtet. Sexueller Mißbrauch an Kindern ist ein Delikt, der fast ausschließlich, nämlich zu 98%, von Männern begangen wird. In den allermeisten Fällen sind die Täter den Kindern bzw. Jugendlichen schon vor der Tat bekannt, nur ca. 6% sind ihnen völlig fremd. Zu 90% sind Mädchen von diesen Verbrechen betroffen. Die Geheimhaltung funktioniert meistens perfekt. Selbst wenn andere Familienmitglieder meist durch Zufall davon erfahren, sprechen sie die Geschehnisse in der Familie nicht an. Die mißhandelten Kinder werden durch Drohungen zum Schweigen angehalten: Wenn du das erzählst, erschieße ich dich ... , bringe ich deine Katze um ... , zerstörst du unsere Familie ... Kleineren Mädchen gegenüber werden die sexuellen Übergriffe häufig als "unser kleines Geheimnis" erklärt. Der Täter vermittelt den Mädchen, daß es mit schuld ist. Es ist für die Mädchen sehr schwierig, über die vorgefallenen Ereignisse zu sprechen. Sie schämen sich dafür, daß ihnen sexuelle Gewalt angetan wurde, und sie geben sich in der Regel selbst die Schuld daran. Die Verantwortung trägt aber ausschließlich der Täter, egal wie das Mädchen sich selbst verhalten hat! Die meisten der Kinder und Jugendlichen, die sich an uns wenden, fühlen sich alleine gelassen und haben nach eigenen Angaben niemanden, mit dem sie über das Geschehene sprechen können. Sie fürchten, daß ihnen nicht Glauben geschenkt wird oder daß man sie selbst für das Geschehene verantwortlich machen könnte und hüllen sich daher in Schweigen. Außerdem haben sie Angst vor den Folgen, denn stammt der Täter aus der eigenen Familie, wird durch ihre Aussage ja ihr ganzes Leben und das der Familie auf den Kopf gestellt. Was können Erwachsene tun? Es ist wichtig, daß man Kinder ernst nimmt und ihnen zuhört, daß man ihnen im-

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mer wieder vermittelt, daß sie immer und über alles reden können. Zeigen die Kinder Verhaltensweisen, die vom gewohnten Verhalten abweichen, so heißt das, daß etwas nicht stimmt. Mit diesen Hinweisen können ebenso andere Problem bereiche gemeint sein, wichtig ist aber, daß wir die Möglichkeit miteinbeziehen, daß das Kind sexuell mißbraucht wird. Jedes Mädchen sucht sich seiner Situation und seinen Möglichkeiten entsprechende Ausdrucksformen. Hinweise können sein: häufiges Weinen, plötzliche Gewichtszunahme oder - abnahme, Leistungsabfall in der Schule, Schule schwänzen, Weglaufen, Schlafstörungen, Nervosität, Trinken oder andere Drogen nehmen, dem Vater, Onkel, Bekannten, ... aus dem Weg gehen. Dies und vieles mehr sind Zeichen, mit denen die Mädchen etwas sagen wollen. Um sie zu verstehen, müssen wir immer wieder nachfragen, verstehen wollen und nicht etwa strafen. Genauso wichtig ist es, sie zu beobachten, ob sie auf einen Mann in der Umgebung mit Angst oder Abwehr reagieren, und ebenso auf das Verhalten der Männer zu achten. Und falls ein merkwürdiges Verhalten wahrgenommen wird, ist es immer besser, direkte Fragen zu stellen als tatenlos zuzusehen! Wehre dich! Sexueller Mißbrauch kann ein ganzes Leben, eine ganze Zukunft

zerstören. Sexueller Mißbrauch ist etwas sehr Bedrohliches, und es ist richtig, alles zu tun, um sich davor zu schützen. Wenn man spürt, daß man ungewollt die sexuelle Begierde eines Erwachsenen in seiner Umgebung erregt, muß man es unbedingt wagen, mit Erwachsenen, denen man vertraut, darüber zu sprechen, vielleicht mit den Eltern, Lehrerinnen, einer Ärztin, Erzieherin oder Freundin. Manchmal wird man dir nicht glauben. Laß dich davon auf keinem Fall entmutigen, sondern probiere es immer wieder, bis du einen Menschen gefunden hast, der dir Glauben schenkt und dir hilft! Es gibt immer einen (Aus)Weg! Kinder und Jugendliche müssen ermutigt werden, ihren Gefühlen zu trauen, eigene Grenzen zu setzen, nein zu sagen oder sich Hilfe zu holen! Wer hilft weiter? In Südtirol gibt es verschiedene Anlaufsteilen: u.a. Familienberatungsstellen, Sozialassistenteninnen der allgemeinen Sozialdienste, Selbsthilfegruppen und natürlich das Young & Direct - Team (alle anderen Adressen sind über Young & Direkt erhältlich). Die Telefonnummer der anonymen Beratung von Young & Direct lautet: 1470 36366, Gebühr: eine Einheit). Für das Young & Direct - Team Evi Mittersteiner, Koordinatorin

Bairinnin nHuangortU A Bairinnen Huanqort Je!! lJch eppc: SchianJ sie bobn. hau/n zidrzb"iLn, .ue kennen» und tuuu). Do wert nü gikLinJtrt, 00 wert JachLich giret vin uan unO vin ondrn, nü otn Manndr!aitJgfrett. Sle riiidn vi OlePuscbn, l,i diCNaqilr in olle Forbn. 00 kriag J Herz und J Gil7Iiat joa aa richtig warm. Und .ne räidn vin Rlndviecb, vi oiC GoLtn llno vi oiCMeLchn und oaß JiC rui hoLLänduche Speckuaün JeLchn. OLLePul Le.9.9a Henne, gogonä unO .90gonä. Uno dle GoaJe unO oiC Pamprlr: Mä, mä unO mä nui. Sie räidn. oin WaJchn oin Pö'~9Linund Flickn waiL Jle nit oiC Lächr mit Uhu zuapickn. Tua Lai amol zualouaa a JeLLeHuanqort tuat WOll! und z EJJll llnd zi Trinkn. krÜ~9Jche aa woLLletoul. Anna Lantbaler


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50 Jahre zum Lobe Gottes und zur Freude der Gläubigen

Festfeier für Albin Hofer und seine "Alte Garde" vom Kirchenchor St. Leonhard Die kürzlich versammelte Festgemeinde beim Sandwirt spürte die Einmaligkeit der Feierstunde. Es galt, den Chorleiter und Organist Albin Hofer und seine langjährigen Chorkameraden zu würdigen. Dazu hatte sich mit Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher und Pfarrer P. Theo Neuking, die Südtiroler Chorprominenz als Gratulanten einge-

die ein halbes Jahrhundert maßgebend am Wirken des erfolgsverwöhnten Kirchenchores St. Leonhard beteiligt waren: Altlehrer Albin Hofer (75) vom Tonigerhof in Stuls; musikalische Ausbildung im Johanneum Dorf Tirol bei Prof. Adolf Veit; dort bereits Erfahrung als Organist; von 1947 bis 49 Organist und

(v./.n.r.) Chor/eiter u. Organist A/bin Hafer, Rosa Pixner Zipperle, Traud/ Kostner Hafer (Gattin des Chor/eiters A/bin) und Anton Pich/er mit den Ehrenurkunden Foto: H. Hafer

funden: Obmann Dr. Siegfried Tappeiner vom Südtiroler Sängerbund und P Urban Stillhard als Präsident des Verbandes der Kirchenchöre Südtirols. Die genannten Festredner verstanden es, die Freude und die Dankeshaltung der zahlreich Versammelten in passende Worte zu kleiden. Grosse Anerkennung und inniger Dank wurde vier Mitgliedern ausgesprochen,

Chorleiter in St. Pankraz; seit Herbst 1950 Organist und Chorleiter in St. Leonhard; 25 Jahre lang Kapellmeister der Musikkapelle St. Leonhard; Träger der Verdienstmedaille des Landes Tirol; 1990 Goldenes Ehrenzeichen vom Verband der Kirchenchöre Südtirols und Ehrenurkunde der Marktgemeinde St. Leonhard, 1992 Verdienstkreuz des Landes Tirol; am 5. September 1999

Ehrenurkunde für 50 Jahre Organist und Chorleiter vom Südtiroler Sängerbund und ebenso eine Ehrenurkunde für 50 Jahre gleichen Dienstes von der Marktgemeinde St. Leonhard. Anton Pichler (69) vom Eschgfällerhof; Gesangsunterricht beim Organisten Alois Hofer in Platt; dort Chormitglied von 1946 bis 51; Chormitglied in St. Leonhard ab 1951; seit 1990 Träger des "Goldenen Verdienstabzeichens" des VKS; 1998 Ehrenurkunde vom Verband der Kirchenchöre Südtirols für 51 Dienstjahre. Kostner Hofer Gertraud (68) von St. Pankraz; Gattin von Albin, Chormitglied in Pradi/innsbruck von 1947 bis 52; seit 1952 Chormitglied in St. Leonhard; 1990 "Goldenes Verdienstabzeichen" des VKS für 43 Dienstjahre; 1998 Ehrenurkunde vom VKS für 51 Dienstjahre. Pixner Zipperle Rosa (69) vom Steinerhof; Gesangsunterricht in St. Leonhard beim Organist Stephan Wurzer; seit 1946 beim Kirchenchor; 1990 "Goldenes Verdienstabzeichen" des VKS für 44 Dienstjahre; 1998 Ehrenurkunde vom VKS für 52 Dienstjahre. Nach der Lektüre der Kurzbiographien dieser vier Chormitglieder klärt sich das Geheimnis des Erfolgs des Kirchenchores von St. Leonhard, der dank einer ausgezeichneten Leitung und hervorragender Stimmen zu den klangreinsten und tüchtigsten Landchören Südtirols der letzten Jahre zählt. Wir wünschen den Geehrten noch weiterhin viel Freude am Gesang und an der Musik, zumal sie bereit sind, auch nach der Abgabe manch offizieller Verpflichtung zur Freude der Mitbürger zu singen und zu musizieren. Hofer Heinrich

Passeirer machen Schlagzeilen!

In letzter Zeit haben mehrere Jugendliche aus unserem Passeiertal Schlagzeilen auf Landesebene gemacht:

- Heike Augscheller aus St. Leonhard belegte bei der diesjährigen Miss Südtirol - Wahl den ausgezeichneten 3. Platz; - bei der Wahl zum Mister Südtirol 2000 erreichte Stephan Simoncini aus St. Leonhard sogar den 1. Platz;

- bei der landesweiten Auszeichnung von Jugendlichen, welche sich durch besonderen Arbeitseinsatz hervorgetan haben, wurden unter insgesamt 15 Prämierten 4 Jugendliche aus Passeier ausgezeichnet, und zwar Hansjörg Marth aus Moos, Andreas Pöhl aus St. Martin sowie Kurt Haller und Benedikta Haller, beide aus St. Leonhard. Ihnen winkt als Preis eine Flugreise nach Barcelona.

Herzlichen Glückwunsch ihnen allen! Schönheit und Fleiß, Einsatz und Leistungsbereitschaft sind in unserer modernen Leistungsgesellschaft begehrte Eigenschaften, freuen wir uns also mit ihnen, wenn sie dafür ausgezeichnet werden. Niemand wird es uns verdenken, wenn wir ein bißchen stolz sind und ein gewisses "Mir sein Mir" - Gefühl entwickeln. Konrad Pfitscher


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Antonia Haller-Raich ist diplomierte Seniorentanzlehrerin

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Eine diplomierte Tanzlehrerin hat nicht jede Gemeinde. Wir freuen uns mit Antonia und gratulieren herzlich zum Diplom "Seniorentanz"! Von heut auf morgen hat sie dieses Diplom nicht erhalten, es wurde ihr nicht geschenkt, obwohl sie schon immer eine gute Tänzerin war. Vor drei Jahren hat sie in Lichtenstern am Ritten die Ausbildung begonnen. Viel, viel Zeit hat sie für die Kurse geopfert, doch mit ihrem Idealismus hat sie alles bewältigt. Das Praktikum hat sie mit den Senioren von Moos und einer jüngeren Gruppe über die Bühne gebracht und seit September vorigen Jahres hat sie das Diplom in ihren Händen. Selbstverständlich macht sie mit ihren Gruppen weiter. Mit "einmal hin, einmal her" ist es nicht getan. Es braucht dazu Konzentration,

ob Triolet, Tik Tak Polka, Rosenstock, Tätscher oder anderes. Wir Senioren von Moos freuen uns immer schon am Mittwoch auf den nächsten Dienstag, wenn Antonia uns die Tanzstunde hält. Wir sind eine harmonische Gruppe in einer heimeligen Atmosphäre. Antonia hat auch beim Tanzfest im Kurhaus am 26.11.1999 ihr Niveau bewiesen. Die Freude, daß sie mit ihrer Gruppe dabei sein konnte, war ihr am Gesicht abzulesen. Wir hoffen und wünschen, daß sie mit uns durch die Jahre tanzt, auch dann noch, wenn unser Rhythmus das Tempo verlangsamen muß und "Ferse Spitze" den Takt verfehlen. Ein aufrichtiges "Vergelt's Gott" für ihre Mühe, Geduld und Ausdauer, sagt im Namen der Gruppe Anna Lanthaler

Wir beglückwünschen unsere Bürger über 80 Jahre Gemeinde Moos in Passeier: Augscheller Cäcilia, 03.06.1916, Platt 90; Brugger Anna, 01.05.1914, Platt 175; Brugger Maria, 19.09.1909, Pill 136; Brunner Alois, 15.03.1919, Rabenstein 18; Ennemoser Maria, 09.04.1918, Rabenstein 14; Forcher Aloisia, 08.03.1910, Dorf 58; Garber Hildegard, 03.04.1917, Dorf 82 Int. I; Gögele Albert, 18.02.1914, Platt 131; Gögele Anton, 12.07.1917, Platt 96; Gögele Filomena, 30.01.1909, Stuls 37; Gögele Richard, 28.12.1908, Platt 41; Gufler Hermanny, 28.10.1913, Rabenstein 42/ A; Gufler Maria, 15.04.1914, Platt 78; Gulfler Theres Maria, 13.10.1919, Rabenstein 37; Haller Anna, 08.01.1913, Platt 82; Hofer Rosa, 05.09.1913, Pfelders 21; Kofler Barbara, 23.02.1914, Dorf 99; Kofler Maria, 24.03.1916, Rabenstein 27; Kreidl Maria, 09.01.1916, Platt 120; Kuprian Rosa, 08.08.1919, Stuls 4; Lanthaler Augustin, 21.12.1915, Rabenstein 25; Lanthaler Felix, 13.10.1915, Dorf 13; Lanthaler Heinrich, 19.10.1917, Dorf 24: Lanthaler Maria, 12.04.1912, Rabenstein 42/B; Pamer Barbara, 07.12.1914, Ulfas 9; Pfitscher Anna, 20.05.1917, Stuls 39; Pflug Franz, 07.03.1918, Stuls 13/A; Pöhl Anna, 10.03.1919, Sattel 119; Raffl Theresia, Dorf 28; Raich Anna, 21.05.1906, 28.08.1914, Dorf 99; Raich Gottfried, 22.08.1911, Pfelders 7/A; Raich Theresia, 23.06.1919, Stuls 33; Santer Maria, 08.09.1912, Stuls 2/C; Schweigl Maria, 29.08.1914, Dorf 20; Vantsch Anna, 29.07.1915, Pill 141 Int. 2; Vantsch Maria, 14.07.1910, Pill 161/2; Wilhelm Alois, 04.11.1917, Ulfas 11; Wilhelm Alois, 27.05.1916, Ulfas 21;

Gemeinde St. Martin in Passeier Hitthaler Ida, 21.10.1906, Dorfstraße 16; Platter Johann, 06.12.1908, Saltaus Riederbergstraße 36; Platter Kreszenz, 07.01.1910, Saltaus - Riederbergstraße 16; Schwarz Johann, 03.05.1910, Dorfstraße 48; Almberger Theresia, 20.08.1910, Kalmtal - Peter Mitterhofer Straße 5; Weg leiter Rosa, 11.04.1911, Dorfstraße 16; Pfitscher Anna Maria, 10.12.1911, Christi - Hintereggerstraße 1; Amorth Karl, 20.12.1911, Dorfstraße 16; Schiefer Anna, 07.04.1912, Ried Riederbergstraße 26; Gufler Aloisia, 23.05.1912, Dorfstraße 16; Mühlsteiger Veronika, 02.07.1912, Dorfstraße 16; Raich Ignaz, 14.07.1912, Flon - FlonMatatz-Straße 6; Gufler Notburga, 13.09.1912, Matatz - Flon-Matatz-Straße 17; Siebenförcher Fridolin, 05.01.1913, Dorfstraße 16; Ennemoser Johann, 16.01.1913, Christi - ChristIerstraße 6; Theiner Josef, 24.02.1913, Garberweg 24; Gufler Theresia, 13.04.1913, Fernerweg 2; Schwarz Rosa, 04.05.1913, Beda-Weber-Straße 2; Raich Anna, 13.05.1913, Dorfstraße 16; Schiefer Aloisia, 29.08.1913, Breitebnerstraße 8; Lahner Agnes, 17.05.1914, Wiesenweg 3-1. Int. 2; Oberprantacher Anna, 06.07.1914, Feldbauernweg 1; Pixner Antonia, 30.09.1914, Christi - Hintereggerstraße 3; Ennemoser Franz, 09.11.1914, Christi - Christlerstraße 5; Oberhöller Maria, 28.11.1914, Dorfstraße 16; Scherer Christine, 19.12.1914, Dorfstraße 46; Schwarz Maria, 31.01.1915, Quellenhof - Kardinal J. Haller Weg 4; Federer Josef, 09.03.1915, Dorfstraße 14/ A; Lorenz Alois, 05.04.1915, Dorfstraße

14/B; Raich Anton, 22.07.1915, Saltaus - Riederbergstraße 1; Pichler Notburga 14.04.1916, Matatz - Flon-Matatz-Straße 26; Plangger Maria, 08.12.1916, Prantacherweg 2 Int. A; Ilmer Maria, 15.02.1917, Malerweg 8/B; Larch Anton, 07.03.1917, Mühlqasse 3; Kofler Rosina, 15.03.1917, Quellenhof - Kardinal J. Haller Weg 1; Moser Johann, 05.08.1917, Dorfstraße 16; Berger Johanna, 17.10.1917, Dorfstraße 55; Lahner Anna, 21.10.1917, Dorfstraße 23; Gögele Zazilia, 26.10.1917, Fernerweg 2 Int. A; Pixner Rosa, 24.06.1918, Garberweg 5-3. Int. 6; Karlegger Albert, 17.07.1918, Quellenhof - Pseirerstraße 61; Pichler Filornena, 09.10.1918, Feldbauernweg 13/ A; Lahner Johann, 21.01.1919, Kalmtal - Kalmtalerstraße 1; Kuen Elisabeth, 25.03.1919, Kalmtal - Kalmtalerstraße 19; Königsrainer Josef, 27.04.1919, Saltaus - Pseirerstraße 9; Gamper Maria, 15.08.1919, Samerweg 2/B; Hofer Anna, 11.09.1919, Beda-Weber-Straße 7; Raffl Anna, 30.11.1919, Kalmtal - Peter Mitterhofer Straße 7 Gemeinde St. Leonhard in Passeier Auer Maria, 27.08.1907, Im Schaffeid 18; Augscheller Magdalena, 19.08.1912, Walten 58; Bacher Marianna, 11.05.1912, Kirchweg 40; Buchschwenter Alois, 26.09.1911, Gerberweg 14; Delucca Franz, 15.09.1915, St. Barbara Weg 4; Egger Hedwig, 14.10.1907, Mooserstraße 6; Egger Josef, 18.08.1911, Platzerbergweg 14; Ennemoser Aloisia, 26.04.1905, St. Barbara Weg 4; Eschgfäller Magdalena


Passeirer Blatt / Dezember 1999

09.02.1912, Kohlstatt 16; Fauner Margaretha, 09.11.1917, Schlossweg 39; Fill Maria, 24.06.1905, Kirchweg 40; Förch Elisabeth, 21.12.1914, Passeirer Straße 42; Gitterle Maria, 06.11.1915, Silbergasse 8; Gögele Katharina, 22.11.1912, Gänsboden 2; Gufler Frieda Barbara, 18.11.1918, Im Schaffeid 10; Gufler Magdalena, 25.01.1917, Walten 9/B; Gufler Veronika, 14.08.1910, Kirchweg 40; Haller Josef, 20.01.1916, Kohlstatt 4; Haller Maria, 17.04.1918, Prantach 30; Haller Notburga, 24.11.1914, Walten 30; Haller Regina, 12.11.1911, Schweinsteg 13; Heel Anton, 28.10.1907, Kirchweg 40; Heel Notburga, 25.02.1917, Walten 78; Hofer Albert, 05.02.1919, Kohlstatt 25; Hofer Elisabeth, 07.06.1911, Kammerveiter Straße 1; Hofer Franziska, 13.06.1919, Kammerveiter Straße 1; Hofer Georgina, 24.10.1915, Kohlstatt 69; Hofer Notburga, 25.01.1912, Kirchweg 31; Ilmer Filomena, 04.06.1913, In der Kellerlahn 6; Klotz Johann, 05.02.1908, Kirchweg 40; Kofler Aloisia 09.10.1911, Platzerbergweg 12; Kofler Anton, 06.05.1919, Schweinsteg 28; Kofler Ludwig, 10.06.1918, Kirchweg 40; Kofler Maria, 08.09.1918, Passeirer Straße 9; Königsrainer Maria,

Seite 35 / Nr. 24

07.12.1917, Mooserstraße 6; Kralik Elisabeth, 14.04.1919, Schweinsteg 27; Kusstatscher Alois, 30.11.1919, Kirchweg 40; Langebner Filomena, 01.09.1907, Passeirer Straße 39; Lanthai er Maria, 27.11.1912, Im Schaffeid 21; Mair Creszenz, 12.05.1906, Thurnfeld 8; Mair Jacob, 30.07.1909, Mörre 48; Marth Anna, 24.03.1914, Mooserstraße 20; Marth Ignaz, 08.12.1906, Jaufenstraße 24; Mayr Mathilde, 19.01.1917, Kohlstatt 52;Oberprantacher Alois, 22.12.1919, Walten 10; Pfitscher Johann, 26.04.1914, Schweinsteg 32; Pfitscher Rosa, 26.07.1918, Mooserstraße 6; Pichler Crescenz, 19.12.1913, Thurnfeld 13; Pichler Monika, 01.04.1911, Im Steinanger 14; Pichler Notburga, 17.02.1913, Schweinsteg 32; Pirpamer Franz, 05.01.1915, Kirchweg 40; Pixner Agatha, 13.09.1906, Kirchweg 20; Pixner Anna 09.02.1908, Mörre 46; Pixner Filomena, 06.11.1909, Walten 25; Pixner Maria, 08.01.1914, Kirchweg 40; Pixner Rosa, 25.04.1909, Kirchweg 40; Pöhl Josef, 16.03.1913, Schweinsteg 8; Prugger Maria, 06.03.1912, Andreas Hofer Straße 8; Prünster Maria, 02.05.1907, Gerichtsweg 21; Raffl Christina, 02.02.1915, Kirchweg 40; Raffl Josef,

24.09.1906, Platzerbergweg 12; Raich Aloisia, 06.08.1913, Kirchweg 40; Raich Theresia, 26.01.1913, Kammerveiter Straße 37; Reinstadler Heinrich, 19.09.1908, Am Kaserer Egg 10; Reiterer Rosa, 15.09.1914, Kirchweg 40; Rettl Hedwig, 06.04.1911, Kirchweg 6; Rudig Johann, 25.01.1908, Jaufenstraße 42; Sartori Irma, 21.06.1904, Kohlstatt 59; Schiefer Anna, 31.07.1912, Kirchweg 40; Schwarz Friderika, 09.12.1914, Am Kaserer Egg 14; Schwarz Johann, 17.09.1911, Prantach 7; Schwarz Martha, 10.05.1912, Kohlstatt 4; Schwarzkopf Filomena, 25.11.1918, Platzerbergweg 20; Schweigl Anna, 01.03.1914, Gänsboden 6; Schweigl Filomena, 11.06.1915 Kohlstatt 69; Spörr Maria, 16.10.1914, Gerichtsweg 12; Stauder Filomena, 29.05.1905, Kammerveiter Straße 8; Sterrenberg Frieda, 11.01.1917, Gomion 35; Thaler Maria, 10.12.1913, Kirchweg 40; Tschöll Max, 19.04.1914, Walten 69; Unterhofer Maria, 14.03.1919, Platzerbergweg 1; Urso Biagio, 03.01.1912, Im Schaffeid 18; Walzl Johann, 30.11.1919, In der Kellerlahn 4; Weithaler Maria, 23.11.1917, Kirchweg 36; Wilhelm Jacob, 14.02.1909, Kirchweg 40;

8. Passeirer Radlrundfahrt

Die bereits zur Tradition gewordene .Passeirer Radlrundfahrt" fand dieses Jahr am 1. August statt. 15 Hobbyradler nahmen die Strecke bei guten Witterungsverhältnissen in Angriff. Schiefer Franz, Initiator und Organisator der Tour, hatte auch für dieses Jahr eine interessante Strecke ausgewählt, weiche von den Teilnehmern eine solide Kondition voraussetzte, denn es galt 130 km mit 2.000 Höhenmetern zurückzulegen. Der Start erfolgte um 7:00 Uhr in St. Martin und führte über Meran und Lana ins Ultental. Kurz vor St. Walburg mußte ein anspruchsvoller Anstieg bewältigt werden, welcher die Teilnehmer ins Nonstal brachte. Laurein, Castel Fondo in der Provinz Trient und schließlich der Gampenpaß waren die nächsten Stationen. Nach einer Stärkung erfolgte eine rasante Abfahrt vom Gampenpaß nach Lana. Gegen 16:00 Uhr erreichten die Teilnehmer, zwar etwas abgekämpft, aber doch sehr zufrieden, den Ausgangspunkt in St. Martin.

Ein Dank gilt den Fahrern des Begleitfahrzeuges, welche für die Verpflegung der Teilnehmer sorgten und zum Erfolg

_

der Rundfahrt wesentlich beigetragen haben. Reinhard Wohlfarter


Passeirer Blatt 1 Dezember 1999

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Kegelclub Passeier: Ergebnisse der Passeirermeisterschaft Die Kegelclubs Passeier und Burggräfler haben heuer zum zweiten Mal die Passeirermeisterschaft für Sport, Freizeit und Betriebsmannschaften veranstaltet. Insgesamt haben sich 99 Mannschaften, davon 77 Herren- und 22 DaErgebnisse: Mannschaft Damen: 1. Hausfrauen Moos I 565 Holz 2. KC Kohlstattier

542 Holz

3. KC Bafto Damen

538 Holz

Mannschaft Herren: 1. KC Long Lake

641 Holz

2. KC Brückenwirt

628 Holz

menmannschaften für dieses Turnier gemeldet. Gespielt wurde in 4er Mannschaften, wobei jeder Spieler 25 Schub in die Vollen und 10 Schub Abräumen zu absolvieren hatte. Bei den Sportkeglern gingen 39 Spieler

Gufler Monika, Gufler Michaela, Lanthaler Gundi, Lanthaler Agnes Hofer Burgi, Praxmarer Andrea, Kofler Adriana, Wilhelm Luise Platter Anna, Holzer Annemarie, Unterthurner Rosi, Schwarz Monika Platter Sepp, Pichler Steve, Gurschier Peter, Haller Herbert Haller Herbert, Gurschier Peter, Hofer Klaus, Hofer Michl

1999

an den Start. Gekegelt wurde 100 Schub Sportprogramm, wobei sich die 8 besten Spieler für das Finale qualifizierten, das dann im KO-System ,,30 Volle - 30 Abräumen" ausgetragen wurde.

3. Holzhacker Kalmtal

614 Holz

Herren Einzel: 1. Öttl Josef 2. Auer Andreas 3. Hofer Klaus

179 Holz 177 Holz 177 Holz

Damen Einzel: 1. Pichler Monika 2. Raich Theresia 3. Schwienbacher M.

158 Holz 155 Holz 149 Holz

Junioren Einzel: 1. IImer Helmut 2. Hainz Martin 3. IImer Michael

151 Holz 147 Holz 134 Holz

IImer Alois, IImer Alfred, IImer Manfred, Kofler Siegfri.ed

Bei der Kategorie Sportkegler kam es im KO-System ,,30 Volle - 30 Abräumen" zu folgender Plazierung: Pfitscher Hans Peter - 1. Platz, Pecoraro Leo - 2. Platz, Unterthurner Armin - 3. und Marth Erwin 4. Platz.

Der Kegelclub Passeier lädt nun ein, zu den Passeirermeisterschaften

2000

tür Freizeitkegler/innen: Gekegelt werden kann vom 7. bis zum 28. Jänner 2000, immer dienstags, donnerstags und freitags von 18.00 bis 23.00 Uhr, außerdem samstags von 15.00 bis 20.00 Uhr. Austragungsmodus: 4er-Mannschaften Herren und Damen, jeweils 25 Schub in die Vollen, 10 Schub Abräumen. Jeder Spieler darf maximal in zwei Mannschaften mitspielen, wobei zwei neue Mitspieler kegeln.

Austragungsort und Anmeldung: Kegelbahn St. Leonhard, Tel: 0473/6569 45 bis spätestens 10. Januar 2000. Startgebühr pro Mannschaft: Lit. 60.000.-. Für eventuelle Auskünfte: Tel. 03481 73 47 008 (Walzl Alois).

Auch Einzelwertung: Damen, Herren und Jugendliche unter 18 Jahren.

Preisverteilung: Diese findet am 29. Januar 2000 im Vereinssaal von St. Martin statt beim gemütlichen

ABSCHLUSSBALL MIT FREIEM EINTRITI Auf eine zahlreiche Beteiligung freuen sich die Kegelclubs KC Passeier/KC Burggräfler und wünschen dabei allen Spielern "Gut Holz" Kegelclub

Passeier


Passeirer Blatt / Dezember 1999

Seite 37 / Nr. 24

.

10 Jahre Schach klub si, Martin In Passeier Schon in den Zwanziger Jahren gab es im Passeiertal einige wenige, , die das königliche \ \ Spiel beherrschten. \ . Durch die Kriegswirren aber ging viel von den Kenntnissen verloren, sodass im Passeier erst ab 1977 wieder ein Schachklub seine Figuren aufbaute. Am Anfang wurde nur in gemütlicher Atmosphäre gespielt, doch als 1981 in Meran der Weltmeisterschaftskampf zwischen Kortschnoi und Karpow ausgetragen wurde, kam Bewegung in die Burggräfler- und auch in die Passeirer Schachszene. Als sich die Erfolge des Klubs von St. Leonhard häuften, gründete 1989 Reinhard Schwarz den Schach klub von St. Martin und legte damit den Grundstein für einen Klub, der sich heute mit 2 Mannschaften in der SMM (Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft) erfolgreich schlägt, und der in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert. Als Reinhard Schwarz 1993 die Präsidentschaft an Siegfried Kofler abtrat, begann sich der Klub mit seinen Mannen intensiv der Jugendarbeit zu widmen - nach dem Motto: Schach ist ein Spiel für Jung und Alt. Bald zeigte die neue Strategie Erfolge wie Turniersiege und Landesmeistertitel. Die Jugendspieler von St. Martin mauserten sich schon bald zum stärksten Team bei Jugendturnieren und dominieren spätestens seit der Saison 1997/98

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.

Martiner Jugendspieler bei der Italienmeisterschaft

das Jugendschachgeschehen mit prozentuellen Spieleranteilen von oft bis zu 25 Prozent, wobei es durch gute Spieler auch an Siegen und Medaillenrängen nicht mangelt. Auch die "älteren Spieler" des Klubs konnten weiterhin Erfolge feiern. Unter anderem qualifizierte sich die 1. Mannschaft des Klubs 1997/98 für die B-Liga, in die die 2. Mannschaft 1998/99 den Aufstieg nur knapp verpasste. Wir vom Schachklub St. Martin in Passeier wollen dieses Jubiläum zum An-

in Porto San Giorgio

lass nehmen, um einmal der Gemeinde St. Martin wegen der Bereitstellung eines Schachraumes und sämtlichen Sponsoren und Gönnern ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Weiteres danken wir noch allen Organisatoren, die viel Zeit für den Klub aufwenden und besonders allen Spielern und bitten sie mitzuhelfen, das Schachspiel in St. Martin auch weiterhin großzuhalten und aufzubauen. Schachklub St. Martin

Siloester 1999 Du LW:I:

Wta JChal~9Jepr zi

SiLveJtr aUJ

woaach buire l.Jch a "BJllnderer" zwinggJ uen zi feiern, kinunJch feLLig nü aUJ Do wersehe wol! a amoll die Sau auserlo.isn und nitt wia oLnz, um viert! noch Ochte die Bet~fL;jJcheinf~ßn Woa.1ch Sepp: Mittn Fock allJerLoJJn lJch aJOUin .iern stecbmr olm. foul' Weinichtn Jcbun

0

ObI' zin Lengr aublabn, Werd.1buire dechtr kemmen sel! bobnse woll qemiat die "Boazner Nocbricbtn " um 5 Minutn

oeriänqrn.


Passeirer Blatt / Dezember 1999

Seite 38 / Nr. 24

Italien meisterschaft 2000 Das Passeiertal ist wieder einmal Austragungsort eines großen Rodelrennens. Nach der er1, '<i folgreichen Europa">S'~~/E: ~~,,, meisterschaft im FI- RAlf Jahre 1997 ist es dem Rodelverein Passeier-Raiffeisen wieder gelungen, in unserem Tal ein großes und wichtiges Rennen austragen zu lassen. Vom 07. bis zum 09. Jänner 2000 geht die 32. Italienmeisterschaft in Rennrodeln auf Naturbahn und zwar auf der Bergkristallstrecke in Pfelders, über die Bühne, wobei am 07. Jänner die Trainingsläufe und am 08. und 09. Jänner die effektiven Rennen stattfinden. Es handelt sich hierbei um ein Rennen, welches als Qualifikationsrennen für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Olang, Ende Jänner 2000 bewertet wird. Diese WM ist deshalb so wichtig, da einige Mitglieder des Olympischen Komitees anwesend sein werden um zu entscheiden, ob Rodeln auf Naturbahn in Zukunft als Olympische Disziplin zugelassen wird. Bei den obgenannten Italien meisterschatten erhofft sich der Rodelverein lasseier-Raiffeisen gute Resultate, da I sämtlichen Kategorien sehr starke und erfahrene Rennläufer an den Start gehen werden. In der Kategorie Anwärter setzt der Verein besonders auf die Rennläufer Sand ra Lanthaler, Johannes Hofer, Michael Folie und Daniel Haller; bei den Senioren hingegen auf die erfahrenen Athleten Gotthard Hofer und Konrad Pamer. Was hingegen die Kategorie Junioren anbelangt, so ist momentan Erna Schweigl das Aushängeschild des Vereines. Sie wird als Titelverteidigerin bei dieser Italien meisterschaft an

Rennrodeln auf Naturbahn

den Start gehen. Dazu kommt natürlich auch der Heimvorteil unserer Rennläufer, den sie mit Sicherheit ausnutzen wollen. Ein sehr spannendes Rennen ist zu erwarten, da auch die Weltelite mit dem amtierenden Weltmeister Reinhard

Aushängeschild

des Vereines - Schweigl

der ein Los erwirbt, sorgt für tatkräftige Unterstützung des Projektes. An dieser Stelle möchten wir als Veranstalter allen Sponsoren ein herzliches Vergelt's Gott aussprechen. Wir hoffen, daß viele Zuschauer die Rennen an der

Erna

Gruber und dem derzeit amtierenden Europameister Anton Blasbichler an den Start gehen wird. Was die Finanzierung dieses Rennens anbelangt, so hat sich das Organisationskomitee etwas Besonders einfallen lassen: neben der Rennbroschüre, an der sich zahlreiche Sponsoren beteiligt haben, wurde speziell auf dieses Rennen hin, eine Lotterie organisiert, bei welcher als Hauptpreis ein Auto verlost wird. Der offizielle Verkauf der Lose beginnt Anfang Dezember und jeder,

Rennstrecke verfolgen werden, da dies natürlich eine zusätzliche Motivation für unsere Athleten darstellt und überdies diese Veranstaltung bei uns im Passeiertal aufwertet. Besonders stolz sind wir, daß Herr Landesrat Dr. Michl Laimer die Schirmherrschaft für dieses Rennen übernommen hat. Der Präsident des Organisationskomitees Italienmeisterschaft 2000 Lorenz Platter

AVS-Jugend von St. Martin "" auf Otzis Spuren

Einer der erfahrensten Athleten des Vereines Gotthard Hafer

Auf die Spuren des Ötzis begab sich die AVS-Jugend von St. Martin in Passeier als am Samstag, den 8. Mai 1999, sieben AVS-Jugendliche in Begleitung von Beate Stolz, Carmen Kofler und dem Vorsitzenden Vigil Raffl das ÖtziMuseum in Bozen besuchten. Erste Eindrücke wurden gesammelt, als man von der Führungsleiterin im Museum die Geschichte des Mannes aus dem Eis hörte und man ihn in seiner Kühlzelle neugierig durch das Besuchsfenster betrachten konnte. Man beschloß in der AVS-Gruppe die FundsteIle des Ötzis am Hauslabjoch zu besuchen und den

Similaun zu besteigen - eine nicht ganz neue Idee, die im Vorjahr aufgrund der . zu schlechten Wetterverhältnisse aber ins Wasser gefallen war. In der zweiten Septemberwoche dieses Jahres waren die Wetterverhältnisse dann gut und nach Absprache mit Bergführer Robert Ciatti, welcher die Gruppe anführen sollte, beschloß man die Gletschertour auf den 09. und 10. September anzusetzen. Die AVS-Jugendmitglieder wurden kontaktiert und am Ende waren es 10 Kinder, die diese Tour wagten. Dabei waren auch Ursula Kofler und Vigil Raff!. Man traf sich am


Passeirer Blatt / Dezember 1999

Donnerstag, den 09. September um 9.00 Uhr im Bergrettungsraum von St. Martin, um alle mit der nötigen Gletscherausrüstung (Pickel, Steigeisen, Klettergurt ...) zu versorgen. Auch die nötige Bekleidung und das passende Schuhwerk (was in diesen Höhen besonders wichtig ist) mussten besorgt werden. Um 10.00 Uhr startete man mit einem Kleinbus, angeliehen vom Busunternehmen Theiner. In Kurzras angekommen, machten sich alle Teilnehmer tourenfertig und legten sich den Klettergurt an. Die Rucksäcke der jungen Abenteurer waren voll beladen und so ging die Fahrt mit der Gletscherbahn hoch zur Grawand. Von dort ging die Tour über den Hochjochferner Richtung Hauslabjoch. Am Hochjochferner nahm Bergführer Robert Ciatti die Jungs das erste Mal ins Kreuzfeuer und machte mit ihnen bei einer tiefen Gletscherspalte eine Eisübung mit Stehplatzsicherung, Abseilen und Bergung aus der Gletscherspalte. Nach dieser Übung ging es weiter und um 16.00 Uhr erreichten alle nach 4stündiger Wanderung die Gedenkpyramide nahe dem Hauslabjoch (3.280 m). Robert Ciatti zeigte allen die genaue FundsteIle des Ötzis und nach einer Stärkung und dem obligatorischem Foto stieg man zur Similaunhütte ab, wo für 18.30 Uhr das Abendessen vorgesehen war. Ein Essen, weIches nach der 5-stündigen Tour allen sehr gut schmeckte. Daß die Tour aber doch nicht so anstrengend gewesen sein konnte, stellte sich spätestens dann heraus, als es Zeit zum Schlafengehen war: obwohl um 22.00 Uhr Hüttenruhe angesagt war, trat diese im gemeinsamen Schlafraum erst geraume Zeit später ein. Um 7.00 Uhr, am nächsten Morgen, wurde die Gruppe dann schon wieder geweckt und nach einem guten Frühstück startete man in zwei

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Seilschaften zum Similaun. Bei wunderschönem Wetter, mit Steigeisen an den Füßen und bei sehr guten Gletscherverhältnissen, nahm die Gruppe den Berg in Angriff und schon um 10.00 Uhr hatte man den 3.606 m hohen Gipfel

dieser letzten Übung begann der Abstieg zur Similaunhütte, wobei man noch am "Marterl", des 1981 in der Similaun-Nordwand verunglückten Arthur Kofler haltmachte. Bei der Hütte schließlich angekommen, stärkten sich I

des Similaun erreicht. Mit einem Händedruck und Berg-Heil besiegelte man den großartigen Moment und genoß den wunderbaren Ausblick in die umliegende Bergwelt. Beim Abstieg hieß es dann nochmals mutig zugreifen, denn Bergführer Robert fand auch am Niederjochferner eine Gletscherspalte, an der die Jungs ihr Können erproben und ihren Mut beweisen konnten. Nach

die jungen Wanderer ein letztes Mal und traten dann um 14.00 Uhr den Abstieg nach Vernagt an. Noch Tage später hörte man die AVSJugendlichen aus St. Martin von ihrer ersten Gletschertour schwärmen, die hoffentlich nur ein Vorgeschmack für eine Reihe weiterer Begegnungen mit unserer wunderbaren Bergwelt war. AVS-Jugend St. Martin

S betlebemiecbe HauJ SeppL:

,,1 troq die Wt"ntere und gea iatz vourauo nor wermra .ichun fintn Jed betLehemJ,JcheHau.il" Frarul: "Nit a Haus miaßmr fintn an StoLLmiaßmr .uuicbn er oteat waü aooure untr Zedm und Buacbn!" SeppL: "Ja iatz i.Jch dechtr gJchechn i kenn mi nuunr aua, bin inJ .ueat dechlr a Wia.9iLe fir jedn Kind! in Haus?" Franrl: "ObI' nü deJ vtn Chri.Jtkind~ und al~ßerdem Loß diar Jogn, kuan WiagiLe kuan Bettotattl bot» firn ChrLJtkindL gitrognl" SeppL: " WOJ kuan Bettstatt], kuan. WiagiLe und in an StoLLdinnin liean?" FranzL.· "SeLL[oa Sepp~ obr deJ Kuu)! tuat die Welt

1101'

beJiegnl"

Anna Lantbaler


Passeirer Blatt / Dezember 1999

Seite 40 / Nr. 24

Sektion Ski-Langlauf

SC Passeier/Raiffeisen

hältnisse erlauben, geht es auf die Loipe. Durch diese gezielte Arbeit konnten Passeirer Langläufer auch schon bei regionalen, sowie nationalen Rennen Spitzenplätze belegen. Als Langläufer findet man es fast als selbstverständlich eine gute Loipe vorzufinden, aber das Präparieren selbst ist mit ziemlichen Spesen verbunden. Daher wird für die Saison 1999/2000 eine Plakette zum bescheidenen Preis von 30.000.- Lire, als Art Saisonskarte für die Loipenbenutzung verkauft. Jeder, der eine Plakette erwirbt, nimmt auch automatisch an der Verlosung von

Vor 20 Jahren wurde zum ersten Mal in Innerhütt eine Langlaufloipe angelegt. Auch in Pfelders-Lazins und in Walten werden jeden Winter Loipen präpariert. So hat in den letzten Jahren der SkiLanglauf immer mehr Anhänger gefunden. 1987 wurde eine eigene Sektion SkiLanglauf im SC Passeier gegründet. Die Verantwortlichen in der Sektion wecken durch gezieltes Training in vielen Kindern und Jugendlichen die Freude an dieser gesunden Sportart. Im September wird mit dem Trockentraining begonnen und sobald 'es die Schneever-

Preisen anläßlich des Jubiläumsrennens im Februar in Hütt teil. Erhältlich sind die Plaketten in den Tourismusbüros, bei der Raika in St. Leonhard und Moos, bei der Skiliftgesellschaft in Pfelders, sowie beim Hütterwirt. Die Sektion Langlauf im SC Passeier organisiert auch heuer wieder über Weihnachten Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters in Klassisch und Freistil. Auch Wochenendkurse werden angeboten, deren genaue Termine noch bekanntgegeben werden. Für die Sektion Ski-Langlauf kl

Radfahren: Tolle Leistung von Franz Schiefer! einzige 50jährige Passeirer, der diese strapaziöse Rad-Tour erfolgreich bewältigte. Dazu ist anzumerken, daß der Ötztaler Rad-Marathon in Fachkreisen als die härteste und anstrengendste Radrundfahrt Europas gilt. Die heuer zu absolvierende Strecke war 238 km lang und die zu bewältigenden 5.500 Höhenmeter verlangten jedem Athleten das Letzte ab. Der Start erfolgte in Steinach und in der Folge waren der Brenner, der Jaufenpaß, das Timmelsjoch und der Kühtai zu überqueren, bevor man das Ziel wiederum in Steinach erreichte. Bei besagter Rundfahrt waren heuer 1.500 Teilnehmer am Start, darunter auch Ex-Profis und angehende Berufs-Radfahrer, die den Ötztaler Rad-Marathon trainingshalber auf sich nahmen. Jeder HobbyRadfahrer, der im Sommer z.B. den Jaufenpaß bewältigt, weiß, welche Überwindung und Schinderei das immer wieder bedeutet und so kann man die Leistung vom .Eiserer Franz", der für den Rad-Marathon 10 Stunden und 15 Minuten benötigte, nicht genug bewundern.

Ein großartiges Ergebnis erzielte Franz Schiefer, auch bekannt als .Eiserer Franz", beim diesjährigen Ötztaler RadMarathon. Er ist der erste und bisher

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Franz hat erst spät, mit 39 Jahren aus Gesundheitsgründen mit dem Radsport begonnen, identifiziert sich seither aber voll mit dieser Sportart. Bedingt durch seinen Beruf, er ist Lkw-Fahrer, kann sich Franz das Training nicht wunschgemäß einteilen, nützt aber sprichwörtlich jede frei Minute, um mit dem Rad eine Runde zu drehen. Dabei absolviert er jährlich ca. 4000 Trainingskilometer. Franz ist zudem für den Radsport im Passeiertal sehr rührig und so organisierte er mit Unterstützung mehrer Kollegen heuer bereits die 8. Passeirer Rad-Rundfahrt, die über Ulten-ProveisLaurein-Fondo und den Gampenpaß führte. Dabei betrug die Streckenlänge 130 km und der Höhenunterschied belief sich auf 2.500 m. Nach eigenen Aussagen bereitet dem .Eiserer Franz" das Radfahren auch mit 50 Jahren noch großen Spaß und hilft ihm in gesundheitlicher Hinsicht und auch beim Streßabbau, so daß er hofft, noch möglichst lanqe mit seinem Rad unterwegs zu sein.

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