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Spedizione in a.p. – 70% – Filiale di Bolzano Spedizione in a.p. - 70% - Filiale di Bolzano

MITTEILUNGEN MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUS MOOS, MOOS, ST. ST. LEONHARD LEONHARD UND UND ST. ST. MARTIN MARTIN 15. 12.Jahrgang Jahrgang –- Nr. Nr. 35 21

September März 2002 1999

Augenblicke voll Wärme und Licht Sie sind still geworden, die beiden Männer auf dem Weg nach Ernmaus. Schon eine Weile gehen sie schweigend nebeneinander her. Sie wollen weg von Jerusalem, weg von allem, was in den letzten Tagen passiert ist. Sie wollen von der ganzen Geschichte nichts mehr wissen. Mit der Kreuzigung Jesu werden sie einfach nicht fertig. Wie begeistert waren sie damals, als Jesus sie r i e f : mir

STERN

-UNSER EMM AUSWEG __ ~ .~.~"~~.

nach! Noch nie hatte ihnen ein Mensch soviel gegeben wie dieser Jesus, mit dem sie drei Jahre beisammen waren. Bei ihm hatten sie sich wohlgefühlt und durch ihn viele Freunde gefunden, Ja, in seiner Nähe fing ihr Leben noch einmal neu an. Und immer wieder sagte er, daß Gott bei den Menschen sei, hier bei uns auf der Erde, Gott sei eher in den Wohnungen der normalen Leute zuhause, als im Tempel. Und auch im schlimmsten Durcheinander sei er immer noch zu finden. Er sei für alle da, sagte Jesus, zuerst für die, die es schwer haben: für die Alkoholiker und Drogenabhängigen, für die mit ledigen Kindern, für die Kranken und Obdachlosen, für die Sünder und für die Verachteten der Gesellschaft ... Nicht um ihnen zu sagen: Lebt so weiter, so ist es recht. Nein, er will ihnen zu einem neuen, gelungenen Leben verhelfen. Aber mit dieser Überzeugung kam Jesus nicht durch, wenigstens nicht bei denen, die damals das Sagen hatten, Diese lehnten ihn ab und machten ihn schon bald als Säufer schlecht. Und plötzlich war es, als hätte sich die Welt gegen Jesus verschworen, Und das Schlimmste war, er selbst wehrte sich nicht dagegen. Er ließ sich all das Unrecht gefallen: Und wo war Gott,als sie Jesus kreuzigten? Ließ auch er Ihn hängen? Wenn Gott für diesen einen - in seiner schlimmsten Stunde nicht da

war, für wen denn sonst? In solche Gedanken versunken, gehen die zwei noch immer schweigend in Richtung Emmaus. Und dann stößt ein Dritter zu ihnen. Einer, der viel Zeit hat, einer, der zuhören kann. Und erst nach einer geraumen Zeit stellt er ihnen ein paar Fragen: Habt Ihr denn wirklich geglaubt, daß dadurch etwas besser wird, wenn Ihr alles hinwerft, einfach fortlauft? Was in Euren Augen so schrecklich aussieht, nämlich wie Jesus verhaftet wurde, verhöhnt, verspottet und gekreuzigt wurde, könnte das nicht von Gott her ganz anders ausschauen? Was aus Eurer Sicht eine Katastrophe war, könnte da nicht auch etwas Gutes drangewesen sein? Stellt Euch einmal vor, Jesus wäre nicht bis zum Schluß dabei geblieben, daß Gott seine Sonne auch über den Bösen aufgehen läßt; stellt Euch einmal vor, er hätte das Gleichnis vom verlorenen Sohn zurückgenommen und erklärte in seiner Liebe zu Zöllnern und Dirnen zu weit gegangen zu sein; stellt Euch vor, er hätte alles widerrufen, dann hätten sie ihn sicher nicht gekreuzigt. Aber wäre das für euch und für viele andere nicht ganz schlimm? Über diesem Miteinanderreden ist die Sonne untergegangen, Und es ist wohl so: Wer etwas Schweres auf der Seele hat oder wer krank ist, der fühlt sich am Abend einsamer als am Tag. Und so bitten sie ihn: Bleibe doch bei uns, denn es wird bald Abend! Und er tut es


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auch. Er geht mit ihnen in ein Haus, setzt sich mit ihnen an einen Tisch, spricht das Dankgebet und teilt das Brot aus. Brot ist das, was man unbedingt zum Leben braucht. Und sie spüren, dieser Dritte, er würde auch die letzte Scheibe Brot mit ihnen teilen und es fällt ihnen wie Schuppen von den Augen: Es ist der Herr! Und schon ist er wieder verschwunden. Es gibt zum Glück solche Augenblicke in unserem Leben, in denen wir spüren: Wir sind nicht mehr allein. Augenblicke, in denen wir sagen können: Jetzt ist alles gut! Augenblicke voller Wärme und Licht. Dann sagen wir wohl: So müßte es bleiben, so müßte das Leben immer sein. Aber wir können solche Augenblicke nicht festhalten, wir können nur eine zeitlang davon leben. Die beiden Männer gehen wieder nach Jerusalem zurück. Und sie wissen: Unser Weglaufen mußte sein. Der Umweg über Emmaus war nicht umsonst. Wenn wir im Glauben Ostern feiern, so heißt dies wohl zweierlei. Erstens: Wir erleben in der Gemeinschaft der Kirche, im gemeinsamen Feiern, Beten und Singen, daß wir nicht allein sind, sondern, daß der Herr es ist, der uns auch in den schwersten Stunden Licht und Wärme schenkt. Zweitens: Wir erfahren von diesen zwei Männern, die nach Emmaus unterwegs sind, wie wichtig es ist, sich der Lebensrealität zu stellen, miteinander zu reden, unser Herz zu öffnen und den Herrgott mit in den Alltag einzubeziehen. Wenn wir von all dem zu Ostern ein wenig wahrnehmen, so können wir dies Auferstehung nennen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesegnetes Osterfest

P. Theo Neuking Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (K.G.), Robert Haniger (R.H.), Tanja Pamer (T.P.), Josef Kofler (J.K.), Karl Lanthaler (K.L.), Dr. Albin Pixner (A.P), Dr. Karl Spergser (K.S.), Sepp Öttl (S.O.), Gottfried Zagler (G.Z.). Druck: Hauger-Fritz,

Schlanders-Meran

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

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Haushalt 1999 Gemeinde Moos in Passeier

In der letzten Gemeinderatssitzung Ende Februar wurde der Haushalt der Gemeinde St. Martin genehmigt. Dadurch gab der Gemeinderat für einige wichtige Arbeiten und Bauvorhaben grünes Licht. In der Fraktion Saltaus können so endlich die notwendigen Trinkwasserund Abwasserleitungen sowie die öffentliche Beleuchtung in Angriff genommen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,68 Milliarden Lire, die über ein Darlehen abgedeckt werden. Außerdem kann mit der Projektierung des Umbaues der Feuerwehrhalle in Saltaus begonnen werden. Dieser Umbau sieht neben der Anpassung der Elektro- und Heizanlage an die gesetzlichen Bestimmungen auch Räumlichkeiten für eine Werkstatt, sanitäre Anlagen und einen Kommandoraum vor. Für die Fraktion Quellenhof sind im Haushalt 60 Millionen Lire für einen Kinderspielplatz vorgesehen. 75 Millionen Lire wurden für die Anpassung der Heizungs- und Elektroanlagen in den Grundschulen in Saltaus und Abi gebunden. Durch eine zusätzliche Aufstockung der Gelder für die Sporthalle

kann mit dem Bau im Juni/ Juli begonnen werden. Der Bau des Altersheimes mit einer Tiefgarage, Altenwohnungen und einem Ambulatorium ist voll im Gange. 1,53 Milliarden Lire sieht der Haushalt zusätzlich vor. Für den Bau und die Instandhaltung von Straßen, Plätzen und Parkflächen sind 240 Millionen Lire vorgesehen. Für die Kanalisierung in St. Martin Süd wird ein Darlehen von 200 Millionen Lire aufgenommen, für den Bau der Straßenkreuzung Nord wurden zusätzlich 75 Millionen Lire eingebaut. Die zusätzlichen Kosten sind aufgrund der Sicherheitskoordination entstanden. Weiters sieht der Gemeindehaushalt Beiträge an verschiedene Vereine, Verbände und Organisationen in der Höhe von 290 Millionen Lire vor. Das Projekt für den Umbau der Grundschule und des Kindergartens (Baukosten 4,48 Milliarden Lire) wird zur Zeit vom technischen Landesbeirat geprüft. Leider gibt es für den Bau von Kindergärten keinen Beitrag oder sonstige Finanzierung. Der Bürgermeister Pirpamer Hermann

Haushalt 1999 Gemeinde Moos in Passeier Einnahmen Steuereinnahmen Laufende Zuweisuncen des Landes Einnahmen aus Dienstleistuncen Rückforderunqen Veräußerunqen, Kapitalbeiträge. Abschreibungen Kassabevorschussunq und Darlehen Durchgangsposten Summe Ausgaben Laufende Ausaaben Investitionsausqaben Rückzahlunq Kassabevorschussunc und Kapitaltilqunq für Darlehen Durchqanqsposten Summe Weiters

wurden

folgende

_ Gemeindeimmobiliensteuer - Trinkwasser: - Abwasser: - Müll:

Gebühren

usw.

486.028.000 1.941.640.000 914.600.000 4.266.216.000 2.612.400.000 814.000.000

11.034.884.000 2.988.801.000 6.724.123.000 507.960.000 814.000.000

11.034.884.000

für das Jahr 1999 festgelegt:

- lei: Ordentlicher Steuersatz: 4,0 Promille Steuersatz für Zweitwohnungen: 5,5 Promille Freibetrag für Erstwohnung: 400.000.- Lire Lire 680.-/cbm Lire 1.270.-/cbm 580.-/m2 Lire für die Fläche: 2.520.-/je Sack Lire 40 I Sack: 5.040.-/je Sack Lire 80 I Sack: J.K. 69.290.-/je Entlehrung Lire 1.100 I Container:


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St. Leonhard Im Baufieber: Kaserne, Fußball platz, Tiefgarage,

Am Freitag, den 26. Februar hat der Gemeinderat von St. Leonhard einstimmig das Bauprogramm für das Jahr 1999 genehmigt. Im Vorfeld hatte der Rat mehrfach gefordert, bei der Finanzierung darauf zu achten, daß nicht Kredite die zukünftigen Haushalte belasten. Dies wurde dadurch erreicht, daß die Mieteinnahmen der Carabinierikaserne die Kreditrückzahlungen für den Sportplatz abdecken. Nun aber zu den einzelnen Bauvorhaben. Seit Jahren hat sich die Gemeinde bemüht, eine Unterkunft für die Carabinieri zu errichten. Als Standort wurde die Fläche außerhalb des Busparkplatzes ausgewählt und vom Deutschorden erworben. Der beauftragte Architekt Dr. Paul Gamper hat versucht, einen Kompromiß zwischen modernem Bürogebäude und traditionellen Bauelementen zu finden - ein Versuch, der gelungen scheint. Untergebracht werden in dem Gebäude: die Büros, die Zellen, die Mannschaftsräume und 2 Kleinwohnungen. Baubeginn sollte der Mai dieses Jahres sein. Ebenfalls in der Mitte dieses Jahres sollte mit der Sanierung des Fußballplatzes begonnen werden. Bis zu 15 Fußballmannschaften drängen sich auf dem einzigen Fußballplatz und in den 2 Kabinen, die in keiner Weise mehr den Bedürfnissen entsprechen. Um einen Trainingsplatz zu schaffen, auf dem auch Kindermannschaften ihre Meisterschaftsspiele austragen können, wurde der Grund zwischen Sportplatz und Mooserstraße angekauft. Das große Spielfeld soll dahin verschoben werden. Auf der Nordseite werden die Umkleidekabinen errichtet, 4 an der Zahl, mit einer überdachten Tribüne und einem Barraum als Clublokal. Zuerst werden diese Bauten errichtet, im 2. Baulos dann die Fußballfelder. Ein drittes großes Bauprojekt in diesem Jahr wird die Tiefgarage auf dem Raiffeisenplatz sein. Unübersehbar ist die Parkplatznot, die sich mit der Fertigstellung des Sprengels weiter vergrößert hat. Selbst an normalen Wintertagen suchen Autofahrer oft vergebens nach einer Parklücke, nicht zu reden von Tagen mit größeren Feierlichkeiten. Geplant ist eine zweistöckige Tiefgarage mit 130 Stellplätzen, fast dem Dreifachen der heutigen Parkkapazität. Die Einfahrt erfolgt von der Andreas - Hofer Straße aus, auf der Höhe der alten Feuerwehrhalle. An der Oberfläche wird ein autofreier Platz geschaffen, nur am Rande könnten einige Kurzparkplätze beibehalten werden. Wiedererrichtet wird der Brunnen, neu wird ein Musikpavillon sein. Auch der Eingangsbereich des Vereinshauses soll umgestaltet werden,

Rathaus, Umfahrung, Sozialwohnungen ...

damit er einladender wirkt. Als Baubeginn ist der 1. Oktober 1999 vorgesehen, Ende April 2000 sollten die Garagen fertig sein, Ende Juni 2000 der Platz an der Oberfläche. Wir sind uns bewußt, den Anrainern und allgemein dem Dorf mit diesem Bauvorhaben einiges zuzumuten, aber lieber einmal eine radikale Lösung durchziehen, als immer nur zu jammern. Außerdem wird damit kein neuer Grund in Anspruch genommen. Dieses Vorhaben ist nur mit der finanziellen Hilfe der Raika Passeier möglich, welche großes Verständnis gezeigt hat und zwar auf allen Ebenen, vom Direktor bis zum Präsidenten, von der Vollversammlung bis zu den Aufsichtsorganen. An sie alle geht unser Dank im Voraus. Sozusagen als erster Schritt wird noch im Frühjahr eine zweistöckige Tiefgarage unter dem alten Schmied haus errichtet. Die Gufler Kommerz hat dazu einen Antrag gestellt, wobei teilweise Gemeindegrund unterbaut wird. Der Rat hat dem Antrag zugestimmt, wobei ein Unterflurrecht und ein Zugang von der großen Tiefgarage aus ermöglicht wird. Dafür ist der Preis zu zahlen, den das Landesschätzamt festgelegt hat. Mit diesem Bau erhalten die Anrainer einen Vorgeschmack auf das, was sie im Herbst erwartet. Wir bitten sie bereits jetzt um Verständnis und Geduld. Weiter vorangetrieben wird der Neubau des Rathauses. Der Rohbau ist mehr oder weniger fertig, die restlichen Arbeiten sind vergeben und schreiten hoffentlich zügig voran. Das gleiche gilt für die Umfahrungsstraße von St. Leonhard. Am 1. Juli sind 1998 die Staatsstraßen auf das Land übergegangen und im vergangenen halben Jahr ist es gelungen, das Projekt für die Umfahrung zu genehmigen, es ins Straßenprogramm des Landes aufzunehmen, zu finanzieren und zu beginnen. Niemand hatte geglaubt, daß dies in so kurzer Zeit machbar wäre. Als erstes wird die Aufschüttung der Gandellen durchgeführt, wobei das Material aus der Kehlmure gerade recht kommt. Wie man sieht, kein Nachteil, wo nicht auch ein Vorteil ist. Wo hätte man wohl sonst 40.000.m2 Material hergenommen? Parallel dazu wird die Passer im Bereich Auersand verlegt und die Bohrarbeiten für die Stützpfeiler werden durchgeführt. Auch dieses ist ein Vorhaben, welches in der Bauphase einige Belastungen mit sich bringen wird. Langfristig gesehen wird das Dorf aber von Verkehr, Lärm und Abgasen entlastet. Bisher sind die Arbeiten sehr zügig vorangegangen, hoffentlich kommt die Schneeschmelze nicht zu früh.

Weiter vom Dorf entfernt ist, Gottseidank, die Mülldeponie, welche mit Geldern des Landes saniert werden soll. Vorgesehen ist, die Gase, die im Müllkörper entstehen, abzuleiten und andererseits den Müllkörper so abzudecken, daß kein Oberflächenwasser eindringen kann. Die Arbeiten dazu werden bereits im Frühjahr ausgeschrieben. Drei weitere Großbaustellen werden die Sicherungsarbeiten des Amtes für Wildbachverbauung an der Passer am Zufluß der Kehlmure sein, später die Sanierung des Fahrradweges St. Leonhard - Meran mit Hilfe der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. Außerdem ist der Bau von acht Sozialwohnungen des Wohnbauinstitutes außerhalb des Straßenwärterhauses vorgesehen. Alle diese Vorhaben zusammen stellen nur die wichtigsten Projekte dar, viele andere Arbeiten , auch in den Fraktionen, sind außerdem vorgesehen. Alle Arbeiten, welche im letzten Jahr durchgeführt wurden und heuer durchgeführt werden, werden auf den Bürgerversammlungen im Hauptort und in den Fraktionen vorgestellt. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Es ist vielleicht etwas viel, was hier auf einem Haufen gebaut wird, aber die Probleme stehen heute an, eine Lösung ist heute möglich und auch die Finanzierung liegt heute vor. Unsere Wirtschaft findet Aufträge, Arbeitsplätze werden abgesichert und die Belastungen werden morgen vergessen sein, wenn die Lösung dieser Probleme St. Leonhard und seine Gemeinde lebenswerter machen. Konrad Pfitscher

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Interview mit der Umweltassessorin von St. Martin Dr. Rosmarie Pamer

Frau Pamer, Sie sind Lehrerin an Mittelschule von St. Martin und Umweltassessorin der Gemeinde Initiatorin dieses Energieprojektes der Mittelschule.

der als die an

Energieberatungsdienst in der Gemeinde St. Martin in Passeier In der Gemeinde St. Martin gibt es seit Herbst 1997 einen kostenlosen Energieberatungsdienst. Der Energieberater Berthold Prünster bietet dabei eine produkt- und firmen neutrale Beratung rund um das Thema Haus und Energie an. Ausgehend vom Bestand bzw. derzeitigen Bauleitplan, werden die Möglichkeiten des Energiesparens erörtert, einfache Berechnungen aufgestellt und die individuellen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Die Themen der Energieberatung sind dabei: Wärmedämmung, Baustoffe, Fenster und Türen, Heizsysteme, Warmwasserbereitung, Sonnenenergienutzung, Heizen mit Holz, Energieträgerwahl, Förderungen, energiesparende Verhaltensweisen usw... Es steht fest: Energiesparen mit Köpfchen ist nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Sprechstunden des Energieberaters in der Gemeinde St. Martin in Passeier: 10. März 1999 15. September 1999 21. April 1999 20. Oktober 1999 19. Mai 1999 17. November 1999 16. Juni 1999 15. Dezember 1999 jeweils von: 8.00 - 10.00 Uhr im Gemeindeamt. Der Energieberater Berthold Prünster

Welche Ziele haben sie mit diesem Projekt verfolgt? Pamer: Durch den Beitritt zum Klimabündnis im Jahre 1997 hat sich die Gemeinde St. Martin unter anderem verpflichtet, Aufklärungsarbeit in den Bereichen Umweltschutz und Energie zu betreiben. So gibt es bereits seit Herbst 1997 eine kostenlose Energieberatung in der Gemeinde und es wurden in den abgelaufenen Jahren auch zahlreiche Vorträge zu. diesen Themen veranstaltet. Für mich sehr wichtig ist die Aufklärungsarbeit bei unseren kleinsten Bürgern und Bürgerinnen, d.h. bereits der Kindergarten und dann die Schulen müssen mithelfen, daß Kinder und Jugendliche Verständnis für Umweltthemen bekommen. Durch dieses Energieprojekt an der Mittelschule haben die Schüler/Innen verschiedene Energieträger kennengelernt und dabei eigene Erfahrungen eingebracht. Außerdem konnten sie das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen und an einfachen Modellen veranschaulichen.

Frau Pamer, welche Initiativen plant die Gemeinde St. Martin im heurigen Jahr? Pamer: In Zusammenarbeit mit der Pflichtschule ist für das Frühjahr ein Umwelttag geplant, weiters soll. im Herbst wieder ein Energieprojekt an der Mittelschule durchgeführt werden. Da im heurigen Jahr sicherlich eine, vielleicht auch zwei neue Wohnbausiedlungen ausgewiesen werden, möchte die Gemeinde ein Seminar für eine Wohnbaugruppe organisieren, bei dem die angehenden Bauherren/frauen über Möglichkeiten der Wärmebrückenvermeidung, einen besseren Dämmstandard und die Möglichkeit der Solarnutzung informiert werden. Weiters möchte die Gemeinde bei Teilen der öffentlichen Beleuchtung Energiesparlampen einsetzen, um die Stromkosten zu senken und drei Gebäude mit Wasserspararmaturen ausstatten. Auch bei den gemeindeeigenen Bauten (Altersheim, Sporthalle, Umbau Volksschule) sollen geeignete Energiesparmaßnahmen schon in der Bauphase getroffen werden. K.G.

Müllentsorgung

Umstellung vom Sack auf Container? Seit Jahren versuchen die Gemeinden des Passeiertales gemeinsam die Entsorgung des Mülls zu organisieren. Es hat bis heute viele Veränderungen gegeben, von der Deponierung in der Kelderlahn bis zur Verbrennung in Bozen, von den öffentlichen MÜllcontainern bis zu persönlichen Säcken und Containern, von der indifferenzierten Müllabgabe bis zur Mülltrennung von Wertstoffen, Schadstoffen, Altöl und Sperrmüll. Nur auf diesem Wege war es möglich, die Familien zur Trennung und Müllvermeidung zu bewegen. Das Ergebnis aber läßt sich sehen, alle drei Gemeinden zusammen geben an Wertstoffen 531.960 kg pro Jahr ab und an Restmüll 677.000 kg pro Jahr. Damit fallen pro Kopf in Passeier 82 kg an, gegenüber 258 kg in Meran. Dies zeigt, daß Passeier nicht nur lange vor Meran seine Abwässer geklärt hat, sondern auch weit mehr Müll vermeidet als Meran. Nun aber zur Müllsammlung. Bisher haben einheimische Unternehmen zur Zufriedenheit aller den Müll gesammelt. Die Gemeinden haben das Müllfahrzeug zur Verfügung gestellt und einen Teil der Spesen getragen. Dieses Vergabesy-

stem ist nun durch Gesetzesänderung mehrfach illegal geworden, sodaß neue Wege beschritten werden mußten. Um Kosten zu sparen, haben die Passeirer Gemeinden die Müllsammlung dem Bezirk Burggrafenamt übertragen und sich mit Naturns, Plaus und Partschins zu einer Sammelzone zusammengeschlossen. Neu ist, - daß die Sammelzone von Passeier auf diese drei Gemeinden ausgedehnt wurde - daß der neue Müllsammler selbst das Fahrzeug stellen muß - daß der Müllsammler alle Kosten für Personal, Treibstoff, Reparaturen usw. tragen muß - der Vertrag über sieben Jahre geht (wegen der Abschreibung des Fahrzeuges) - daß der Bezirk aus organisatorischen Gründen auch bei Familien auf Container ( Müllkübel ) umstellen möchte, weil dies sauberer und hygienischer ist - daß alle Container mit einem Mikrochip ausgerüstet werden, um jede Leerung getrennt speichern zu können


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- daß mit dem Container Zeit und Geld gespart wird, weil bei der Kostenaufteilung unter den sechs Gemeinden die Zeit der Sammlung mitentscheidend ist; heute muß jeder Container händisch aufgeschrieben werden: - daß mit den Containern die Passeirer einführen, was die meisten Gemeinden im Land und besonders im Bezirk Burggrafenamt längst eingeführt haben, so Meran, Naturns, Plaus, Partschins, Algund, Marling, Tscherms oder Hafling und viele andere.

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CD

Mu1!tonne

mit Codelräger

1. Identifizierung Entleeren

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Antenne und Lese-Elnrichlungb

der Mül~onne beim

2. Speichem der Codenummer

mH Datum und UhrzeH auf der Chipkarte

3. Übergabe der Daten nach Schicht· ende an die Einsatzleitung

Codelräger

meindeverwalter werden im Laufe des Jahres versuchen, diese Fragen zu beantworten. Ansprechspartner sind in Moos Assessor Alois Pichler, in St. Leonhard Assessor Johann Haller und in St. Martin Assessorin Dr. Hosrnarie Pamer. Dazu werden im Laufe des Jahres Versammlungen organisiert.

Bereits entschieden ist die Vergabe des Müllsammeldienstes. Der 5. Versand des Gebührenbescheides Bezirk hat die Ausschreibung auf euroI !Ul~ päischer Ebene durchgeführt und die Angebote am 18. Februar ® K~ Chipkarte als Datenträger geöffnet. Den Zuschlag erhält wahrscheinlich @ Auswertung ein Unternehmen aus Nachteilig ist, daß jede Bozen, es müssen aber Familie einen Platz für noch einige Überprüden Container suchen fungen durchgeführt muß, diesen Container werden. Der neue Müllzur Sammelstelle und nur am Sammelsammler beginnt seinen Dienst wahrtage rollen und wieder abholen muß wählen kann. Solche Container werden scheinlich am 1. Mai. Die Sammelzeiund daß für Bauern, die weit von der in den Gemeinden ausgestellt. Jeder ten werden noch mitgeteilt. Sicher aber Sammelstelle wohnen, eine Lösung Container enthält einen Mikrochip, worist, daß die neue Müllsammlung nicht gesucht werden muß. Im Laufe des auf Familie und Adresse gespeichert teurer wird und die Sammlung in dieJahres 1999 sollen die Container aus werden, damit jede Leerung erfaßt und sem Jahr weiterhin mit Säcken erfolgen Hartplastik geliefert und jeder Familie am Jahresende abgerechnet werden wird. Erst im Jahre 2000 wird die zugestellt werden, wobei jede Familie kann. Mit der Umstellung auf Container Umstellung auf Container wirksam. zwischen 60, 80 und 120 Liter Inhalt tauchen viele Fragen auf und die GeKonrad Pfitscher

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GebUhiienbetcheid

4. Auswertung der Daten und Rechnungslegung

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Wer erinnert sich nicht daran, als wir unseren Müll ungetrennt und ungewaschen in die Kübel warfen. Manch einer (diese Zeilen entstehen am "Tag der Frau", deshalb und als Zeichen der Wertschätzung häuslicher Arbeit schreibe ich fortan nur in männlicher Form vom "Hausmann") manch einer weiß vielleicht sogar noch um die Möglichkeit der Müllverbrennung im heimischen Herd, aber was soll es: dahin sind die alten, seligen Zeiten und mit ihnen jede wohlige Wärme und was noch schlimmer ist, jede noch so lieb gewordene Gewohnheit. Wie oft haben mich meine Kinder bearbeitet, bis ich endlich kapieren mußte, Joghurtbecher gehören gereinigt und gesammelt und nicht in den Müllkübel. "Wiedergewinnung von Wertstoffen" nannten sie das und in der Schule hörten sie es. Eine Zeit lang gelang es mir -wenigstens noch ab und zu- einen schmutzi-

gen Becher ungesehen in den Müll zu schwindeln, aber die Aufsicht wurde immer besser und der Rest der Familie entwickelte geradezu kriminalistische Fähigkeiten, um mir auf die Schliche zu kommen. Dieses Spiel zog sich über Jahre, schließlich hat man ja seine Grundsätze und wo käme man denn hin, wenn man diese alle fünf Minuten über den Haufen werfen würde. Daran änderten auch die vielen Vorträge im Vereinshaus nichts - ich bin ein Mann der seinen Haushalt nach eisernen Grundsätzen führt und sich auch von der Gemeinde nicht in die Intimsphäre hineinreden läßt, zumindest wenn ich unbeobachtet bin. Allerdings erinnere ich mich noch gut an das "Erste Mai", als ich alleine zu Hause war und -ohne jede Kontrolle und ohne jedes Muß- wirklich aus eigenem Antrieb den Becher ausgewaschen und zu den anderen gesteckt hatte. Dreimal zählte ich den Stapel und ich weiß es noch

genau, mir ist, als wäre es heute, wie ich freudestrahlend und erwartungsvoll in den Supermarkt eilte um meinen Preis abzuholen. Von da an ging es bergauf: Kaffeetassen mit Kuhgesicht, Miniblecheimer mit Blumenzwiebeln und "was weiß ich was noch alles" stapelte sich auf den Regalen meiner Musterküche. Irgendwann wurde also alles zur Gewohnheit und ich hatte endlich wieder etwas, woran ich glauben konnte, daran änderte auch das Ende der Eintauschaktion "Müll gegen Geschirr" nichts -schließlich bin ich ja ein Hausmann mit Prinzipien! Sogar jetzt wo ich meine sauberen Becher nicht einmal mehr auf den Minirecyclinghof bringen darf, bleibe ich standhaft. So wird jeder Becher weiterhin sauberst abgespült bevor er in den Müllsack wandert, oder glauben die da oben ich ändere meine Grundsätze alle fünf Minuten? Kasper


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Passeier vor 100 lahren

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" von Gottfried Zagler Übers Wetter

Januar: Neujahr und Januar mild und schneearm. In Nordtirol, Deutschland und in übrigen Teilen Österreichs Schnee und Unwetter. Lawinen im Vinschgau. Februar: sehr milde in Meran, es werden schon 33 Grad in der Sonne gemessen. März: am 7. März Hagel im Burggrafenamt, in der Monatsmitte starker Schneefall. April: Richtiges Aprilwetter zu Anfang. Ostern schön und mild.

Statistisches über die neue Passeirerstraße Die neue Passeirerstraße brachte einen enormen Verkehrszuwachs. Bei der Wegemaut an der Zenoburg wurden für das Jahr 1898 folgende Durchfahrtszahlen bekanntgegeben: 4712 zweispännige Kutschen; 2651 einspännige Kutschen; 6558 zweispännige Lastwagen; 1289 einspännige Lastwagen: 177 Reiter; 1611 beladene Tragtiere; 463 leere Pferde 2471 Stück Hornvieh; 5050 Kleinvieh. "MERANER ZEITUNG" 01.01.1899

Militärisches

Musterung: Am 4. April Musterung der Stellungspflichtigen aller 3 Altersklassen aus ganz Passeier beim Gasthof Frick. "MERANER ZEITUNG" 22.02.1899 Skiübung: Ein Detachement (Abteilung) des in Meran stationierten Landesschützen-Batallion ist mit 8 Mann nach Platt und Pfelders gekommen, um dort das Skifahren zu üben. "MERANER ZEITUNG" 24.02.1899 Am 4. März unternimmt diese Gruppe unter der Führung des Pfelderer Ignaz Raich einen fünfstündigen Marsch zum Eisjoch. Von dort geht es übers Pfossental zurück nach Meran. Es war die erste Winterbegehung des Eisjoches seit Menschengedenken. "MERANER ZEITUNG" 08.03.1899 Militärübung beim Sand hof: Das ganze Landesschützen-Bataillon hält im März eine 2-tägige Militärübung beim Sandhof ab. Wegen starken Schneefalles muß die Übung aber abgebrochen werden. "MERANER ZEITUNG" 08.03.1899

Vorbereitung zur Einweihung der Andreas Hofer Kapelle. Kommt auch Kaiser Franz Josef? Seine Majestät Kaiser Franz Josef von Österreich kündigt an, daß er "voraus-

sichtlich" zu der für den 3. Mai geplanten' Einweihung der Andreas Hofer-Kapelle kommen werde. Kaiser Franz Josef hatte schon 1893 an läßlich der Enthüllung der Andreas-Hofer-Statue auf dem Bergisel den Wunsch geäußert, die Heimat des Sandwirtes kennenzulernen. Ein eigenes Denkmalkomitee aus hochgestellten Persönlichkeiten des Landes Tirol (allerdings ohne Passeirer Beteiligung) zerbricht sich derweil den Kopf über den Ablauf der Feier. Ungewiß ist, ob der Termin 3. Mai zu halten ist, da in Wien Hoftrauer herrscht und der Landtag voraussichtlich seine Arbeiten nicht abschließen kann. "MERANER ZEITUNG" 02.04.1899

Audienz beim Kaiser

Am 28. April empfängt Kaiser Franz Josef das Denkmalkomitee in der Hofburg und bezeichnet die Feier beim Sandwirt als würdig und patriotisch. Er selbst freue sich zu kommen, meinte er, leider könne er allerdings noch keine bestimmte Zusage über sein Erscheinen geben. Kaiser Franz Josef erkundigte sich auch ausführlich über den Bau der neuen Passeirerstraße. "MERANER ZEITUNG" 30.04.1899

Vor fünfzig Jahren: von Graun nach St. Martin Als die Firma Montecatini den Reschen und Graunersee staute, wurden die Grauner mit ein paar schäbigen Lire abgefertigt und gezwungen Haus und Hof zu verlassen. Dreißig Familien von den siebenhundert Einwohnern konnten sich auf dem St. Anne Bühel in Graun ansiedeln, die anderen mußten sich irgendwo ein Zuhause suchen. Unter den Abwanderern war auch die Familie Edl und Maria Plangger mit ihren zwei Kindern. Sie hatten sich schon im Lande umgesehen, wo ein Höfl zu haben wäre und erfuhren so vom Hafner Natz, daß das Wannserhöfl feil sei. Sie erwarben es, obwohl sie nur die Hälfte davon bezahlen konnten.


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Edl Plangger besaß in Graun ein kleines Höfl, drei Kühe, ein paar Schafe und Ziegen, ein Schwein und ein paar Hühner. Nebenbei war der Edl Schuster, hatte einen Lehrbuben und einen Gesellen und ging auf die Stör. Aber als der Frühling 1949 ins Land zog, hieß es Abschied nehmen von Graun. Am 26. Mai 1949, am Christihimmelfahrtstag, stand ein Lastwagen der Firma Montecatini vor dem Haus der Familie Plangger und verfrachtete sie samt ihren Habseligkeiten nach St. Martin in Passeier. Sie wurden von der väterlichen Scholle, vom eigenen Grund und Boden verdrängt. Der Schuldenberg war groß. Dazu kam "noch, daß der Edl das Schusterhandwerk in St. Martin nicht mehr ausüben konnte, da es hieß: "Hier ist schon jeder zweite ein Schuster!". So rackerten Vater und Mutter Plangger auf dem Wannserhöfl um das Überleben einfach war es nicht. Die Güter des Wannserhöfls liegen alle auf der Keilerlahn, so hieß es tagaus, tagein als Heu und Grumet und der Pofl einzubringen waren, das Vieh auf die Weide mußte, einen weiten Fußmarsch antreten. Dazu

kam noch, daß des öfteren die Brücke zum Passerblick weggeschwemmt wurde und der Umweg bis zur Baumkirchersäge gemacht werden mußte. In St. Martin hat die Wannsermutter noch weitere fünf Kinder geboren, von denen eins im Alter von zwei Jahren starb. Die Zwillinge auf dem Arm, außerdem eine Tasche und die Milchkanne, auf dem Rücken einen Rucksack, so sahen die Mortiner die Wannsermutter zur Kellerlahn marschieren. Gewaschen und gespült, gestrickt und genäht hat sie in der Nacht. Oft war es weit nach Mitternacht, als sie erst das Strickzeug weglegte. Der Wannser Vater ging, was er neben der Arbeit am Höfl konnte, als Tagwerker, sonst wäre es nie möglich gewesen den Schuldenberg abzutragen trotz allen Sparens. Aber die Sorge um das tägliche Brot und die drückenden Schulden hatten das eine Gute: die Wannserleut hatten keine Zeit für das Heimweh, sie hatten keine Zeit der verlorenen Heimat nachzutrauern. Nur als der Wannser Vater anfing zu kränkeln, und er der Arbeit -nicht mehr so nachgehen konnte, fing er an von Graun zu

sprechen. Erinnerungen kamen und fanden den Raum, den sie all die Jahre in Not und Sorge nicht gefunden hatten. 1985 wurde der Wannser Vater in St. Martin begraben. Die Wannser Mutter aber weiß zu erzählen: "Außenseiter waren wir in St. Martin nie. Auch die Kinder in der Schule haben davon nie etwas zu spüren bekommen. Wir wurden immer gleichwertig behandelt, um was immer es auch ging". Wer die Wannser Mutter des Weges kommen sieht, sieht ihr das ferne Geburtsjahr 1916 nicht an: sie führt den Zwillingen . Isidor und Kassian, die sich ein Eigenheim erbaut haben, den Haushalt. Die zwei sind von St. Martin gar nicht mehr wegzudenken. Sie sind in verschiedenen Vereinen aktiv tätig und bei Einheimischen und Gästen wegen ihrer herrlichen Diavorträge bestens bekannt und beliebt. Seit jenem wehmutsvollen Abschied von Graun sind fünfzig Jahre vergangen. Der Grauner Kirchturm ragt immer noch aus den Fluten der versunkenen Heimat, aber die Familie Plangger hat, Gott sei Dank, in St. Martin eine Heimat gefunden. Anna Lanthaler

Zur Erinnerung Am 08. August 1998 verstarb fern seiner Heimat Karl Pichler, Nesslgruaber Karl. Karl, Jahrgang 1925, hat seine Heimat 1951 verlassen, um in Südamerika ein neues Glück zu suchen, nachdem er die Kriegszeit und die Nachkriegszeit mit all ihren Schrecken und Nöten miterlebt hatte. Karl war das fünf-

Karl Pichler 1951 - 25 Jahre alt

te der acht lebenden Kinder einer ärmlichen Kleinbauernfamilie. Gemeinsam mit ihm verließ eine ganze Gruppe von Passeirern ihre Heimat, darunter sein Bruder Richard, die Geschwister Haller (Kassier), die Familie Fauner und einige andere. In Argentinien arbeitete Karl in der Landwirtschaft und kaufte sich bald ein eigenes Anwesen. Dort lernte er auch seine deutschstämmige Frau Erika kennen und lieben. Im März 1963 wanderte Karl mit seiner Frau und dem Söhnchen Daniel in die Vereinigten Staaten von Amerika aus, wo er zu Beginn in einer Holzwerkstatt arbeitete. Später kaufte er eine mechanische Werkstätte, wo er bis 1979 arbeitete. Im Jahr 1979 erwarb er in Rochester, Bundesstaat Washington, ein Stück Wildnis, das er gemeinsam mit seinen Söhnen (drei eigenen und einem Adoptivsohn) rodete, und wo er sich seine Heimstätte errichtete. Karl hat seine alte Heimat in dieser ganzen Zeit drei Mal besucht und zwar 1967, 1987 und 1991. Das letzte Mal hat er sich mit den Worten "Das war das letzte Mal, daß ich meine Heimat gesehen habe" verabschiedet. Leider ist diese Prophezeiung wahrgeworden, obwohl er den Kontakt zur Heimat nie aufgegeben hat und sich immer wieder nach bekannten Personen erkundigt hat.

Seine tiefe Religiösität hat er auch seinen Kindern und dem Enkelsöhnchen weitergegeben. Karl hat seine letzte Ruhe in seiner neuen Heimat gefunden. Dandler Claudia

Karl kurz vor seinem Tod


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Geschichte der Jaufenburg Die Jaufenburg wurde im Vorjahr durch das Landesdenkmalamt saniert und vonseiten der Gemeinde mit einer Stiege versehen, um spätere Besichtigungen der gut erhaltenen Fresken zu ermöglichen. Für heuer hat das Landesdenkmalamt Grabungen im Eingangsbereich zum Wohnturm vor. Im folgenden soll ein Überblick über die Geschichte dieses Wahrzeichens gegeben werden: DIE HERREN VON PASSEIER Die Erben Meinhard 11.von Görz Tirol gingen daran, die Gerichte als Pfand für geliehenes Geld an Adelige zu vergeben. Die verpfändeten Gerichte unterlagen aber nach wie vor der Gewalt und Kontrolle des Landesfürsten. Die neuen Besitzer wurden als "Gerichtsherren" oder "Pfleger" bezeichnet (sie setzten dann von sich aus wieder Richter zur Rechtspflege ein). Bei uns waren es die Herren von Passeier, denen Landesfürstin Margarethe Maultasch 1363 das Gericht samt dem Urbar verpfändete, und zwar einem gewissen Berthold von Passeier. Die Herren von Passeier saßen laut Beda Weber ursprünglich auf dem Hofe Kammerveit. Seit Mitte des 13. Jhdts. waren sie auf dem "Turm unter dem Jaufen" ansässig, der ab 1400 dann .Jautenburq" genannt wurde. Ursprünglich war der Turm als einfacher Wohnturm ein Schildhof. Die Herren von Passeier starben im Mannesgeschlecht allerdings mit Ritter Hilbrant von Passeier bereits 1418 aus. BARBARA VON PASSEIER HEIRATET CHRISTOPH FUCHS Die Erbtochter Barbara von Passeier verehelichte sich 1383 mit Christoph Fuchs von Fuchsberg. 1418 verlieh ihm Herzog Friedrich das Schloss Jaufenburg. Die Grafen Fuchs schwangen sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu einem der mächtigsten Herrengeschlechter im Burggrafenamt auf. Sie heirateten in Schloß Lebenberg ein und erwarben Besitzungen im Eppaner Raum: Schloss Korb, St. Valentin, Hocheppan. Im 16. Jahrhundert bekleidete die Jaufenburger Linie der Grafen Fuchs die höchsten weltlichen und geistlichen Ämter des Landes: Christoph Fuchs war 1539-1542 Fürstbischof von Brixen, Degen I. Fuchs war 1480-1494 Landeshauptmann von Tirol. Mehrere waren kaiserliche Hauptmänner zu Kufstein (dieses Amt war ein Jahrhundert lang im erblichen Besitz der Grafen von Fuchs).

Nachdem zuvor (seit Wolfart) die Hälfte der Jaufenburg und des Gerichtes Passei er der Lebenberger-Linie gehört hatte, fiel 1566 auch dieser Teil an die Passeirer Grafen von Fuchs. Sie hatten diesen Besitz bis 1745 ungeteilt inne. DER NIEDERGANG DER GRAFEN FUCHS Die Passeirer, als freiheitsliebend bekannt, hatten oft Streit mit ihren Gerichtsherren auf der Jaufenburg und ließen sich

ihre Rechte von den Fürsten und Kaisern immer wieder bestätigen. 1683 erhoben sie sich gegen ihre Unterdrükker, 1703 vertrieben sie einen Richter aus dem Tal, und 1729 strengten sie schließlich ein Verfahren gegen den Gerichtsherren Johann Jakob Graf Fuchs an und forderten die Übertragung der Gerichtsherrschaft an die Talgemeinde. Damals hatten die Fuchs bereits Konkurs angemeldet und Kirchen, sowie Stiftungen mußten große Verluste hinnehmen. Mit 40 Beschwerdebriefen gingen Passeirer Vertreter nach Wien. Nach 327 Jahren Gerichtsherrschaft mußten die Grafen Fuchs 1745 schließlich auf das Gericht Passeier verzichten, aber nicht die Gemeinde wurde Gerichtsherr, sondern zunächst ein Adeliger namens Freiherr Hyeronimus von Battaglia. Er ließ ein neues Gerichtshaus erbauen. Erst 1764 übernahm endlich die Gerichtgemeinde die Gerichtsherrschaft. VERFALL DER JAUFENBURG Der letzte Graf im Mannesstamm der Jaufenburger-Linie war Sebastian Franz Fuchs. Er starb 1749 und die Jaufenburg fiel an die Grafen Fuchs von Leben berg, die aber auch wenig später (1828) mit Johann Graf Fuchs ausstarben. Die Burg wurde 1833 samt ihren Gütern öffentlich versteigert. Damals kaufte die Gemeinde Latsch die Pfistradalm, Josef Haller (damals Pächter in der Au, späterer Burghofbauer) erwarb die Burg samt dem darunterliegenden Bauernhof. Die Mauern der Halbruine wurden zum Hausbau verwendet.

FRESKEN Christof 11.Fuchs von Fuchsberg, der spätere Bischof von Brixen, ließ den Bergfried der Jaufenburg mit reichhaltigen Fresken religiösen Inhalts ausmalen (um 1538)

AP

Kleinanzeiger: Wegen Betriebsauflassung wird verkauft: Miststreuer (Marke Lochmann) mit Targa Höxelmaschine zum Schneiden von Heu + Stroh Heubelüfter Tränkbecken Apfelpresse, außerdem: 9 x Almrechte für die "Seeber-Alm" zu verpachten Interessierte melden sich unter der Telefonnummer: 0473 641654, mittags oder abends.


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Kirchenkrippe für Saltaus

Kirchenkrippe

Saltaus - Weihnachten

1998

Schon seit geraumer Zeit bestand bei der Saltauser Bevölkerung der Wunsch nach einer eigenen Kirchenkrippe. Demzufolge beschloß der Krippenverein von St. Martin in uneigennütziger Weise, eine Krippe herzustellen, wobei mehre-

re Mitglieder tatkrätig mithalfen. Den Entwurf und die Skizze fertigte Johann Raich an, während die 26 cm hohen Figuren aus Jute von Maria Tribus hergestellt und gespendet wurden. Für das Material zum Bau des Krippenberges

Ehrenamtlichheit

wurde der Verein durch die Raiffeisenund Sparkasse finanziell unterstützt. Entstanden ist eine Jahreskrippe im orientalischen Stil, die nicht nur weihnachtliche, sondern auch andere biblische Szenen im Jahreslauf darstellen kann. Bei der Planung und Herstellung der Krippe wurde versucht, möglichst dem Stil und dem begrenzten Raum in der Saltauser Kirche Rechnung zu tragen. Am Samstag, den 12. Dezember 1998, wurde die neue Kirchenkrippe zur Eröffnung der Krippenausstellung in St. Martin eingeweiht. Die Segnungsfeier, bei der neben vielen Krippenfreunden, auch Vertreter des Pfarrgemeinderates von Saltaus anwesend waren, nahm in Vertretung des erkrankten Pfarrers, Hochwürden Franz Dissertori vor. Bürgermeister Hermann Pirpamer betonte besonders, daß es sehr lobenswert sei, wenn der Krippenverein Initiativen von öffentlichem Interesse wahrnehme und durchführe, wie z.B. den Bau der Kirchenkrippe von Saltaus. Der Krippenverein hofft den Kirchenbesuchern und der Bevölkerung von Saltaus mit dem Krippenbau eine Freude bereitet zu haben. K. G.

hebt Lebensqualität:

50 Jahre KVW St. Leonhard in Passeier

Die Vorsitzende Pixner Mayr

des KVW's Frau Marianna

Pfarrer P. Theo Neuking war es, der anläßlich der Feier ,,50 Jahre KVW St. Leonhard" das Thema auf den Punkt brachte: Mitarbeit im sozialen Bereich ist ein Beitrag zur Stimmung der Werte und zur Steigerung der Lebensqualität. Anhand einiger Beispiele durchleuchtete er den Alltag. So sind Ordensfrauentrachten in der Fasnacht eine beliebte Verkleidung. Bedeutsamerweise stehen aber eben diese Ordensfrauen an erster Stelle um den Menschen am Abschluß ihres Lebens zu helfen - so dialektisch ist das Leben eben. Zur Jubiläumsfeier im Vereinshaus: eingeladen hatte die KVW-Ortsvorsitzende Marianna Mayr, die einen gerafften Überblick über 50 Jahre Sozialarbeit in St. Leonhard bot. Sie wies besonders darauf hin, daß der KVW nie auf Konfrontation, sondern immer auf Gespräch der Sozialpartner aus war, was mit zum Erfolgsgeheimnis

für den sozialen Frieden im Land zählte und zählt. Bei diesem Treffen galt es vor allem, jene zu ehren, die auf 50 Jahre Mitgliedschaft im KVW verweisen können. Um diese Personen zu ehren, brachte der, inzwischen verstorbene Sebastian Pamer, mit seiner Zither ein Ständchen dar. Ehrenurkunden erhielten: Balbina Gufler, Johanna Heel, Maria Kofler, Josefa Mangger, Maria Mangger, Rosa Pföstl, Marianne Prugger, Notburga Walzl, Anna Winkler, Rosa Zipperle. Die scheidenden Auschußmitglieder Zita Königsrainer und Olga Gufler, wurden mit einer Urkunde und mit einem Blumenstrauß bedacht. Ebenso Albert Mayr, der scheidende Obmann. Gedacht wurde an Persönlichkeiten wie Rosa und Balbina Gufler, Armanda Lazzeri, Josef Ennemoser, Max Haller und Alfons Gufler. An die teils verstorbenen KVW-Mitglieder gedachte die gut be-


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suchte Versammlung mit einem von p. Theo gesprochenen Gebet. Bürgermeister Konrad Pfitscher bestätigte dem KVW, ein Sprachrohr der Werktätigen zu sein, und er dankte besonders dem Patronat für seine Präsenz in St. Leonhard. Sozial assessor Albin Pixner wies auf die enorme Veränderung im sozialen Gefüge der letzten 50 Jahre hin, dankte der Vorsitzenden Marianna Mayr und ihren Mitarbeitern für die gediegene Vereinsarbeit und wünschte den KVW-Aktivisten weiterhin viel Erfolg in der sozialpolitischen Arbeit. Die anschließenden Neuwahlen für den Ortsausschuß brachten folgendes Ergebnis: der Großteil der Ausschußmitglieder wurde wiederbestätigt, darunter fast der gesamte Vorstand: Marianna Pixner Mayr als Ortsvorsitzende, Johann Haller als ihr Stellvertreter, Veronika Pixner Gögele als Frauenvertreterin, Rosa Walzl Ww. Pixner als Witwenvertreterin, Thomas Karlegger als Jugendvertreter und zugleich Schriftführer, Jo-

hann Kofler als Kassier. Weiters wurden als Beiräte gewählt: Annelies Gurschier Ennemoser, Albert Moosmair, Notburga Pfitscher Gufler, Adolf Pirpamer, Rosa Heel Hauser, Luise Buchschwenter

Gufler, Ulrike Hofer Pfitscher, Evi Pöhl Hofer und als geistlicher Beirat P. Georg Feichter. Hafer Heinrich

Weißes Kreuz-Sektion Passeier:

Neuer Lktw und drei neue Notarztkoffer für die Pseirer Endlich war es soweit! Ein Grund zum Feiern für die Sektion Passeier des Weißen Kreuzes: der langersehnte Langstrecken-Rettungswagen war eingetroffen und wartete nun auf die Segnung. Der letzte Sektionsleiter Michael Gögele hatte die ersten Schritte in die Wege geleitet, da der alte Rettungswagen - ein 5 Jahre alter Volvo - nur noch Rauch und Qualm spuckte. Kein Wunder bei den über 400.000 Kilometern, die der Wagen auf dem Buckel hatte! Michael Gögele war derjenige, der bei der RAIKA-Passeier um einen Zuschuß für ein neues Auto gebeten hatte.

Da die Sicherheit für Fahrer und Patienten nicht mehr gewährleistet war, wurde das alte Rettungsauto schließlich im Frühjahr 1998 verschrottet. Auch der neue Sektionsleiter Gottlieb Oberprantacher bemühte sich, Mittel für ein neues Auto aufzutreiben und sprach deshalb des öfteren in der WK-Zentrale vor. Anfang Dezember konnte der neue Rettungswagen, ein besonders für Langstreckenfahrten ausgestatteter VW TDI, schließlich in Bozen abgeholt werden. Neben dem neuen Rettungswagen wurden auch ganz überraschend zwei

neue Kreislaufkofferbzw ein neuer Beatmungskoffer gesponsort, nämlich von drei Firmen des Tales: von Schiefer Alfred Schotterwerk, der Tischlereigenossenschaft Passeier und einer weiteren Firma, die ungenannt bleiben möchte. Die Kreislaufkoffer wurden von den Notärzten des Meraner Krankenhauses ausgestattet, um in jedem Rettungswagen einheitliche Medikamente und Ausstattung zu garantieren. Im Rahmen einer kleinen Feier, bei der Vertreter der RAIKA-Passeier, Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr und der Ortsstellenleiter des BRD, sowie die Bürgermeister des Tales und zahlreiche Freiwillige anwesend waren, segnete Pfarrer Johann Lanbacher (zugleich auch Freiwilliger Helfer) den Rettungswagen und die Koffer. Direktor der RAIKA Anton Kofler und Obmann der RAIKA Siegfried Innerhofer überreichten dem Sektionsleiter Gottlieb Oberprantacher symbolisch einen Scheck. Sektionsleiter Oberprantacher dankte der RAIKA und den übrigen Sponsoren für die Spenden, sowie allen WK-Helfern für ihre Dienste rund um die Uhr. Anschließend wurde bei dem alljährlichen Kameradschaftsabend mit gutem Essen, gutem Wein und einer zünftigen Musik bis in die Morgenstunden hinein gefeiert. Pfitscher Susan


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.

Fastenaktionen 1998/99 In Passeier Solidarität mit den Armen oder Aktionen gegen Hunger und Krankheit in der Welt, angeregt durch Einzelpersonen oder Vereine ist gelebte christliche

Fastenknödel in der Fleischbrühe, Gerstsuppe, Erdnußsuppe usw. in größeren Mengen angeboten. Durch eine freiwillige Spende konnte die Suppe im

Ein ausgesetztes Kind wird in einer "Casa della Solideriete" (z.B. im Florian-Center tropolis), San Paolo, Brasilien, gewaschen und in die Gemeinschaft aufgenommen

Nächstenliebe. Durch die Globalisierung und den weltweiten wirtschaftlichen Wettkampf werden die Armen auf die letzten Plätze gedrängt. So sollen diese Aktionen in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Veranstalter dieser Aktionen waren im letzten Jahr: • in Moos: die Solidarische Gruppe • in St. Martin: die Missions-Solidarische Bewegung • in St. Leonhard: die Katholische Frauen- und Männerbewegung und der KVW • in Stuls: der Pfarrgemeinderat • in Rabenstein: die katholische Frauenbewegung • in Platt: der KVW, sowie Lehrpersonen und Schülergruppen. Informationen durch Projektunterricht in den jeweiligen Schulen In den jeweiligen Schulen wurden von einzelnen Lehrpersonen diese Themen als Projektunterricht aufgegriffen und vermittelt, z.B. "Kinder helfen Kindern", eine Vision, die sich mit der an Not und Ungerechtigkeiten leidenden Bevölkerung in der Welt solidarisch zeigt. Zubereitung und Ausgabe der Fastensuppe In den jeweiligen Pfarreien wurden dann zu bestimmten Fastensonntagen, jeweils im Vereinshaus oder im Schulhaus, verschiedene Fastensuppen wie:

von Pe-

Die Suppenspenden von St. Martin gingen und gehen weiterhin an das Straßenkinder-Projekt von Petropolis in Brasilien. Am 12. Oktober hatten wir in Milland eine direkte Begegnung mit Waldemar Boff. Er läßt grüßen und allen sehr herzlich danken. Im Namen der Begünstigten in Rumänien und Brasilien geben wir ihren Dank an alle Mitarbeiter, Helfer und Spender weiter mit einem herzlichen: Vergelt's Gott! Wir wissen: Die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich rasch, die Elendsviertel wachsen, die Zahl der Arbeits- und Obdachlosen nimmt stark zu, die Armen haben immer mehr das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Vielfach werden sie einfach durch Maschinen ersetzt, weil diese "schneller produzieren, nicht verheiratet sind, keine Kinder haben und nicht streiken ...". Die Aktionen .Fastensuppen in Passeier" sollten wieder ein neues Zeichen setzen, das unter dem Motto zu verstehen ist: "Jeder kann auf seine Weise mithelfen, den Hunger und die damit verbundenen Krankheiten in dieser Welt zu lindern".

Im Namen der Aktion .Fastensuppe Vereinshaus gegessen oder in einem Gefäß mit nach Hause genommen werPasseier" den. Lanthaler Peter Der Reinerlös kommt jeweils Straßenkindern zugute Der Reinerlös aus den einzelnen Suppenaktionen im Tal stieg im Jahr 1998 auf insgesamt rund 10 Mio. Lire, wobei jede Gruppe autonom bleibt und handelt und ihre eingegangenen Spenden je einem bestimmten Projekt zuwenden kann. So wurden z.B. die Aktionsergebnisse von Moos, Stuls, Rabenstein und Platt, mit dem Spendenergebnis von St. Leonhard zusammengelegt. Der Gesamtbetrag wurde sofort an das Straßenkinder-Projekt in TimisoaraiRumänien überwiesen, das Sr. Rosa Mair aus Südtirol verantwortlich leitet. Eine nachträgliche kleine Spende wurde im Oktober Waldemar Boff persönlich überWaldemar Bott - charismatischer Leiter des Sozialzentrums für Straßenreicht. kinder in Petropolis/Brasilien


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Jahresschlußbericht

FF St. Martin Am 23.01.99 hielt die FF St. Martin im gemeindeeigenen Vereinssaal ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab, zu der Kommandant Franz Gufler 45 Wehrmänner und als Ehrengäste Bürgermeister Hermannn Pirpamer und Abschnittsinspektor Anton Platter begrüßen konnte.

sätze nicht so bewußt, da die meisten über die Stille Alarmierung (Piepsgeräte) ausgelöst werden. Es erweist sich für das Jahr 1999 als notwendig, daß die FF St. Martin ein neues Mannschaftsfahrzeug ankauft, da der mittlerweile 25 Jahre alte VW ausgetauscht werden muß. Für diesen

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Im Bild die Aufräumungsarbeiten

in der Handwerkerzone

Zu Beginn der Sitzung wurde in einer Gedenkminute an den verstorbenen ehemaligen Kommandanten Hugo Raffl gedacht. Im Anschluß daran ging Kommandant Franz Gufler zur Tagesordnung über. Auch im vergangenen Jahr hat die FF St. Martin einiges geleistet, um größere Schäden zu vermeiden oder in Grenzen zu halten. 48 Einsätze unterstreichen die Unentbehrlichkeit und Wichtigkeit der Wehr in jedem Dorf. Hier nun kurz einige Einsätze zur Erinnerung: Brand bei Hofer Ida - Passerblick, Brand: Pfitscher Türen, Heuwehreinsatz: Josele Hof- Außer Hütt, Wohnungsbrand: Walder Anton - Passeirer Hof Kalbe, Aufräumarbeiten Vermurung Handwerkerzone. Weiters wurde unsere Hilfe bei 11 Verkehrsunfällen in Anspruch genommen, wobei 17 Verletzte und ein Toter zu beklagen waren. Vielen Bürgern ist die Häufigkeit der Ein-

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Ankauf können wir auch auf öffentliche Gelder zurückgreifen, es ist uns aber ein besonderes Anliegen, uns bei den Bürgern zu bedanken, die uns bei der Kalenderaktion mit ihren Spenden so großzügig unterstützt haben. Deshalb sehen wir es auch als unsere vordringlichste Pflicht an, weiterhin Menschen in Not beizustehen und deren Güter zu schützen. Am Samstag, den 27. März 1999, kann jeder Bürger bei der Feuerwehrhalle St. Martin Feuerlöscher aller Art prüfen und kontrollieren lassen! Alle Interessierten sind eingeladen, sich über den neuesten Stand im Bereich Löschtechnik zu informieren. Nachstehend die wichtigsten Punkte aus dem Tätigkeitsbericht 1998: 9 Brandbekämpfungen 32 technische Nothilfen verschiedenster Art

AVS St. Martin Am 15. Jänner 1999 hielt der AVS St. Martin seine 41. Jahreshauptversammlung ab. Im Mittelpunkt der Rückschau standen die durchgeführten Aktivitäten zum 40. Bestandsjubiläum. Der 1. Vorsitzende Vigil Raffl erinnerte in geraffter Form an die Höhepunkte dieser Feierlichkeiten wie Multivisionsschau, Herausgabe einer Jubiläumsbroschüre, sowie die eigentliche 40-Jahr-Feier auf

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nach der Vermurung

6 Katastropheneinsätze 1 Rettungseinsatz, insgesamt 48 Einsätze 13 Lehrgangsteilnehmer bei der Feuerwehrschule in Vilpian 13 Brandverhütungsdienste bei verschiedenen Veranstaltungen 58 Übungen verschiedenster Art insgesamt leisteten 1148 Mann 1818 Arbeitsstunden. Bürgermeister Hermann Pirpamer: Auch unser Bürgermeister ist beeindruckt von den Einsätzen und Übungen des Jahres 1998. Er bedankt sich auch im Namen der gesamten Gemeindeverwaltung für den Einsatz und die Reinigungsarbeiten bei der Handwerkerzone durch die Katastrophe, welche die Kehlmure verursacht hatte. Bei dieser Gelegenheit erwähnt der Bürgermeister, daß die FF St Martin im Dorf einen sehr guten Ruf genießt, so daß die Einweihung der neuen Halle im April 1998 einen verdienten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte darstellt. Abschließend wünscht er jedem Feuerwehrmann, gesund von den Einsätzen zurückzukommen. Abschnittsinspektor Anton Platter: Der Abschnittsinspektor weist darauf hin, daß unsere Wehr verhältnismäßig viele zu verzeichnen hatte. Als besondere Erneuerung erwähnt er den Datenschutz und die neu erarbeiteten Alarmpläne bei Einsätzen. Weiters bestätigt er einen Beitrag von 35-40 % durch den Landesverband für den Ankauf des obgenannten Einsatzfahrzeuges. Auch dieses Jahr konnte wieder ein Feuerwehrmann für seine langjährige Treue geehrt werden: für 15 Jahre Vereinstreue wurde Blasius Marth ausgezeichnet. Die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin möchte auf diesem Wege allen Gönnern und Mithelfern recht herzlich danken. K.G.

ein erfolgreiches Jahr

der Pfandler Alm. Mit Stolz wies der Sektionsleiter darauf hin, was in all diesen Jahren geleistet worden ist, und wieviel der gemeinsame Einsatz aller Mitglieder für unsere Natur und Bergwelt bewegen konnte. In diesem Zusammenhang möchte der 1. Vorsitzende allen danken, die den AVS St. Martin in den vergangenen Jahren in irgendeiner Form unterstützt haben.

Ein besonderes Anliegen ist dem AVS St. Martin die Förderung der berg begeisterten Jugend, deren Tätigkeit im abgelaufenen Jahr besonders intensiv und vielgestaltig war. Im Vordergrund stand dabei das Klettern in den Kletterhalien und -gärten. Zum Programm gehörten außerdem die Teilnahme an der Jugendsternfahrt, ein Klettertag am Gardasee und das Zeltlager am


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Schwarz-See. Da aber auch die älteren Miglieder nicht zu kurz kommen sollen, werden im Sommer 1999 Wochentagswanderungen für Senioren angeboten. Zum Abschluß seines Berichtes teilte Sektionsleiter Raffl den Anwesenden mit Genugtuung mit, daß der AVS St. Martin, passend zum Jubiläumsjahr, mit 261 Mitgliedern einen historischen Höchststand erreicht hat. Der Wegereferent Kassian Plangger berichtete, daß er 1998 wiederum viele Stunden für die Markierung der Wanderwege unterwegs war und diese sich in gutem Zustand befinden. Leider stößt er bei seinen Wanderungen immer wieder auf Abfälle und Müll, und er ersucht auf diesem Wege alle Bergfreunde eine saubere Umwelt zu hinterlassen. Tourenleiter Isidor Plangger zeigte großartige Bilder über die durchgeführten Wanderungen, Ski-, Berg- und Gletschertouren und zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme. Anschließend stellte er die geplanten Touren für das Jahr 1999 vor, wobei vor allem die spektakuläre Gletschertour zum WalliSkitouren: Zermaidscharte

ser Breithorn (4.200 m) sehr reizvoll erscheint. Der Vorsitzende der Bergrettung Heinrich Pfitscher berichtete über die diversen Einsätze des BRD St. Martin, dessen Mitglieder wiederum viele Stunden geopfert haben, um sich fortzubilden und an Übungen teilzunehmen, damit

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10. Jänner

Sarntal-Durnholz

Sonntag 07. Februar

Wintersporttag - Watles mit Langlauf, Rodeln und Skifahren

Sonntag Sonntag

Berg- und Gletschertouren: Gletschertour in die Schweiz zum Walliser Breithorn 4.200 m Tourenleiter: Isidor Plangger

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Mit der Jugend am Mesere-Klettersteiq

Sonntag

Madritschspitze-Martell

in Notfällen dem Nächsten effizient geholfen werden kann. Die Kulturassessorin von St. Martin, Frau Dr. Rosmarie Pamer Kofler, lobte den AVS für seine gute Führung und seine Rolle als Umweltschützer und Behüter der Bergwelt. K. G.

14. Februar 14. März

24. und 25. Juli

Frühlingswanderung im Frühlingstal (Kaltern) Begleiter: Isidor Plangger

25. April

Wanderung von Proveis nach Laurein Begleiter: Isidor Plangger

16. Mai

Almwanderung an der Nordkette Innsbrucks Begleiter: Oswald Pinggera

20. Juni

Wanderung in der Lagoraigruppe Dolomiten Begleiter: Oswald Pinggera

5. September 3. Oktober

Bergtour auf die Hohe Schneide (Stilfserjoch) 3431 m Tourenleiter: Isidor Plangger

22. August

Wanderung zum Rittnerhorn Ritten - Begleiter: Isidor Plangger

Bergtour auf die Wilde Kreuzspitz 3135m (Pfunderer Berge)

19. September

Wanderung in den Monte Lessini Begleiter: Oswald Pinggera

17. Oktober

18. April

Herbstwanderung Marlinger Waalweg Begleher: Isidor Plangger

7. November

Wanderungen für Jedermann Frühlingswanderung am Gardasee Begleiter: Oswald Pinggera

Mitteilung in eigener Sache: Regelung der Werbeinserate • Werbeinserate müssen in fertiger Aufmachung innerhalb der (in den Mitteilungsblättern) bekanntgegebenen im Tourismusbüro von St. Leonhard bei Robert Haniger abgegeben werden (Tel. 0473 656188). • Die Druckerei verrechnet

den Inserenten die Lithokosten 1 1/2 1/4

und die anteilsmäßigen

Kosten für den Druck:

NEU AB 1999

Werbeseite Werbeseite Werbeseite

400.000 Lire 250.000 Lire 160.000 Lire

• Als Richtwert werden pro Ausgabe des Passeirerblattes nicht mehr als 4 Werbeseiten angenommen. Doppelseitige Inserate werden künftig nicht mehr angenommen. Wenn möglich, sollte man sich auf eine Halbseite pro Inserat beschränken. Die Redaktion

Termine


Passeirer Blatt / März 1999

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Imker aus Leidenschaft und Naturverbundenheit abgehalten. Bei der Jahreshauptversammlung standen Neuwahlen an. Der Ausschuß wurde wie folgt zusammengesetzt: Anton Auer (Obmann), weiters: Hans Haller, Christian Widmann, Hans Pixner, Albin Hofer, Stefan Hofer, Meinrad Schölzhorn. Für das Jahr 1999 ist wiederum ein Königinnenzuchtkurs geplant. Im April/Mai wandert unsere Ortsgruppe mit ca. 450 Bienenvölkern in die Obstblüte, wofür die Genossenschaften einen Bestäubungsprämie bezahlen. Vom 28. - 30.05.1999 ist die Bundeslehrfahrt geplant. Am 20. Juni 1999 folgt die Bezirkslehrfahrt nach Imst. Vom 04. - 06. Juni 1999 weilt Herr Dr. Liebig vom Institut für Bienenkunde aus Hohenheim (Deutschland) in St. Leonhard und wird uns einen interessanten VorDem Südtiroler Imkerbund Ortsgruppe St. Leonhard/Moos im Bezirk Meran gehören 68 Imkerinnen und Imker an. Es werden ca. 800 Bienenvölker betreut, die für eine ausgewogene Bestäubung im Tal Sorge tragen. Jeder Imker betreut im Durchschnitt an die 12 Bienenvölker, die den Eigenbedarf des Imkers an Honig decken sollen - in guten Jahren können die Verwandten und Bekannten mit einem .Koster" rechnen. Der Imkerverein besteht schon seit dem Jahr 1904. Besonderes Ziel ist es, die Weiterbildung und Schulung der eingesessenen Imker zu verbessern und besonders den Jungimkern unter die Schulter zu greifen. Jedes Jahr werden außer den auf Landes- oder Bezirksebene abgehaltenen Seminaren, auch Königinnenzuchtkurse, Ausflüge und Pflegezuchtkurse abgehalten. Am 12. Juli 1998 wurde in Wans die neue Bezirkskerze geweiht, wobei unsere Ortsgruppe die Organisation übernahm. Zahlreiche Imkerinnen und Imker aus Nah und Fern, sowie Familien und Schaulustige, beteiligten

sich an der Feier beim Wanserkirchl, gedankt sei dabei noch der Familie Lanthaler vom Wanserhof, sowie dem Jägerchor für die schöne musikalische Umrahmung der Weihe. Im Dezember wurde die traditionelle Ambrosiusfeier

trag halten. Weiters erwartet man, durch Einladung des Referenten Dr. Liebig, näheren Aufschluß über die Waldtracht in Zusammenhang mit der Waldameise zu erfahren. Anton Auer, Obmann

Richtigstellung Die Namen unter dem abgebildeten Foto lauten richtig wie folgt: (v.l.n.r.): Anna und Sepp Raich, Monika und Karl Gufler, Notburga und Josef Gufler, Martina uns Sepp Reinstadler, Anna und Martin Schiefer, Monika und Reinhard Fauner, Maria und Erwin Folie. Verfasserin des Berichtes: Karin Graf


Passeirer Blatt / März 1999

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Passeirer Blatt / März 1999

Neues aus der Bibliothek St. Leonhard: Unser Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (ca. 6500 Bücher, an die 400 Cd's und Mc's, 50 Spiele, 100 Videos, 28 laufende Zeitschriften ...) ist nun mit einem Multi-Media-Pc zur Benutzung von Cd-Roms ergänzt worden. Der Anschluß an das Internet ist für den Sommer 1999 geplant. Wer mit Cd-Roms schon öfters gearbeitet hat, weiß wie sie den Computeralltag verändern, wer sie noch nicht kennt, wird entdecken, daß diese kleinen, unscheinbaren Datenträgern es in sich haben. Sie besitzten nämlich eine Speicherkapazität von mehr als 650 Megabyte, was der Textlänge von 325.000 Seiten entspricht! Außerdem: Tondokumente, Animationen, Videos, Bilder und und und ... Einige Tips aus unserem Bestand:

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Golden, Arthur: Die Geisha Grisham, John: Der Verrat Mawson, Robert: Das Lazaruskind Sachbücher und Tirolensien Das war 1998 Stern-Jahrbuch Fröger, Helga: Mit dem Mond leben 1999 Durnwalder Gerda: Loslassen Widmann, Franz: Es stand nicht gut um Südtirol Ab sofort in Deiner Bibliothek!

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Elektrogenossenschaft St. Leonhard-Gomion 25 Jahre sicherer Strom

Obmann Josef Gögele (Mitte) wurde für 25 Jahre Obmannschaft geehrt. Links Bürgermeister Konrad Ptitschet; rechts Energielandesrat Michl Laimer

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Die Elektrogenossenschaft St. Leonhard-Gomion feierte kürzlich ihr 25jähriges Gründungsjubiläum. Seit 25 Jahren garantiert sie eine sichere Stromversorgung im Tal. Heute zählt sie 119 Mitglieder und produziert jährlich rund 7,2 Mio. Kilowattstunden Strom. "Die Elektrogenossenschaft wurde 1973 gegründet, um eine selbständige Stromversorgung der Bevölkerung sicherzustellen", sagte Obmann Josef Gögele. Ein bereits 1955 erbautes Langwieser Kleinkraftwerk konnte die Stromversorgung nicht mehr gewährlei-

sten, So erwarb die neue Genossenschaft 1974 das Langwieser Elektrowerk samt Verteilerlizenz und plante den Bau einer Mittelspannungsleitung von St. Leonhard nach Gomion, um so Strom ankaufen und verteilen zu können. Ende der Siebzigerjahre wurde die gesamte Niederspannungsfreileitung in Gomion, Glaiten und Schlattach erneuert. Mit dem Bau eines neuen Wasserkraftwerkes in Langwies im Jahr 1983 konnte eine sichere und völlig eigenständige Stromversorgung der Mitglie-

der gewährleistet werden, so Obmann Gögele. 1986 wurde die Genossenschaft in einen Dienstleistungsbetrieb umgewandelt, wobei nun die Produktion und Verteilung elektrischer Energie im Vordergrund stand. Seit 1986 bietet die Genossenschaft ihren Mitgliedern einen stark verbilligten Stromtarif. 1994 nahm die Genossenschaft die Strom produktion im PumpspeicherKraftwerk in Gomion auf; dort ermöglicht eine Hochdruckpumpe, zusätzlich wertvolle Spitzenenergie zu erzeugen und zu speichern. Als Zukunftspläne nannte Obmann Gögele die Erneuerung großer Teile des bestehenden Stromverteilernetzes. Gögele erinnerte außerdem an die bevorstehende Liberalisierung im Stromsektor und ließ offen, ob und wie sich die Kleinerzeuger auf dem freien Markt behaupten werden. Obmann Gögele gefeiert Im Rahmen einer 25-Jahr-Feier wurde Josef Gögele geehrt, der seit 25 Jahren der Genossenschaft als Obmann vorsteht. Er habe sich in seiner 25jährigen Obmannschaft bleibende Verdienste erworben, sagten St. Leonhards Bürgermeister Konrad Pfitscher und Energielandesrat Michl Laimer. Die Jubiläumsfeier wurde von der "Böhmischen" St. Leonhard musikalisch umrahmt. Aus: Der Landwirt, Ausg. Nr. 22, vom 04.12.98


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2. Passeirer Wirtschaftsschau Die Passeirer Wirtschaft steht auf soliden Beinen und blickt optimistisch in die Jahrtausendwende. Das will sie mit einer zweiten Auflage der Passeirer Wirtschaftsschau unter Beweis stellen. Bereits 1994 hatten unter dem Motto "Tradition - Leistung - Fortschritt" etwa 70 Aussteller ihre Produkte im Vereinssaal von St. Leonhard (mit angebautem Zelt) einem breiten Publikum präsentiert. Damals wurde es unter der Leitung von Hubert Verdorfer ein voller Erfolg. Ende Februar 1999 trafen sich die Bürgermeister des Tales mit Vetretern der Wirtschaft und der heimischen Bank, um über eine Neuauflage zu beraten.

- Anmeldungstermin

Dabei wurde beschlossen, den Standort Kulturhaus von St. Leonhard beizubehalten und zudem auf dem Areal der bis dahin fertiggestellten neuen Tiefgarage auf dem Raiffeisenplatz, zusätzlich überdachte Ausstellungsmöglichkeiten zu bieten. Als Termin wurden der 27. - 28. - 29. Oktober 2000 festgelegt. Als Aussteller sind alle Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe willkommen. Interessierte sind gebeten, sich bis Ende April beim Koordinator dieser 2. Passeirer Wirtschaftsschau, Herrn Hans Schenk, zu melden. Fax: 0473651301 Telefon zu Bürozeiten: 0473 651200 Telefon privat: 0473 641100 A.p.

Betriebsjubiläum Vor über sechzig Jahren, am 30. März 1938, gründeten Alois und Rosa Tschöll in St. Martin Strickerei und Schneiderei als Familienhandwerksbetrieb. Der Stricker Luis fertigte in seiner Stube

Im Frühjahr 1949 eröffneten Alois und Rosa Tschöll eine Gemischtwarenhandlung. In diesem Geschäft war das Notwendigste für die damals noch bescheidenen Ansprüche der Bürger zu bekommen. Als Verkäuferin war von 1949 bis 1956 Luise Mair -"Mörrer Luise", tätig. In der Nacht auf den 26. Juli 1959 zerstörte ein Brand das Geschäft vollständig, doch die Tschöll verzagten nicht. .. Luis kaufte den Götsch-Stadel an der Dorfstraße und baute ihn zu einem Geschäftslokal mit Wohnung um. Im Oktober 1969 übernahm der Sohn Emil das Geschäft und führte es gemeinsam mit seiner Frau Cäcilia erfolgreich weiter. In der Zwischenzeit schloß ihr Sohn Bernhard seine Lehre als Ver-

käufer ab, so daß die Zukunft des Familienbetriebes gesichert war. Im Juli 1989 übernahmen Bernhard und seine Frau Maria das Geschäft und führten es zur vollen Zufriedenheit der Kunden. Allerdings entsprach das Lokal nicht mehr ganz den heutigen Anforderungen und Vorschriften. Also erwarben Bernhard und Maria einen neuen Geschäftsraum, in dem sie 1996 einen Supermarkt eröffneten. Auch in der nächsten Generation ist durch die zwei Söhne Philipp und Matthias für die Weiterführung des Familienbetriebes gesorgt. Herzlichen Glückwunsch der Familie Tschöll zum fünfzig-jährigen Geschäftsjubiläum!

KL

Vater und Sohn, beide gleich zielstrebig

vieles, was man damals an Strickwaren so benötigte. Und als sein Sohn Emil alt genug war, ging er als Hausierer mit den vom Vater hergestellten Sachen über Berg und Tal. In der Nähstube der Frau Rosa wurden vor allem Schürzen und Übertücheln zur Burggräfler Tracht genäht und gestickt. In der Blütezeit des Betriebes waren sechs Stickerinnen angestellt, um den Aufträgen von seiten einiger Geschäfte in Meran und der Firma Delucca in St. Leonhard nachzukommen.

Klein Emil mußte schon früh im elterlichen

Betrieb mithelfen

(Hier beim Wolle-Abwickeln)


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Talmuseum Andreas Hofer beim Sandhof - Sponsoren gesucht! Der Stadel des Sandhofes soll mit vorraussichtlichem Baubeginn im Juni 1999 zu einem Talmuseum umgewandelt werden. Ebenerdig soll der bestehende Andreas Hofer - Schau raum erweitert und neu gestaltet werden, in einem Zwischentrakt soll ein Musikraum

gleichzeitig noch die letzten originalen Gebäude unserer althergebrachten, bergbäuerlichen Kultur, der Nachwelt (Einheimischen und Gästen) zu erhalten, ist geplant, in einem etwa 2000 m2 großen Areal oberhalb des Stadels, ein kleines Freilichtmuseum mit einer typi-

untergebracht werden und im ersten Stock soll das Heimatmuseum St. Martin seinen Platz finden. Die Kosten des Umbaues werden sich vorraussichtlich auf 1,5 Milliarden Lire belaufen. Ein Großteil des Betrages ist bereits durch Beiträge des Kulturassessorates (LR. Hosp), des Landeshauptmannes und der Gemeinde St. Leonhard gedeckt. Für die Einrichtung soll über die Tourismusverbände des Tales bei LR. Frick um einen Beitrag angesucht werden. Um das Museum aufzuwerten und

schen Passeirer Höfegruppe zu errichten. Das heißt: mit einem Korn-Wohnkasten, einem Wirtschaftsgebäude, einem Bauernhaus, einer Mühle, einem Backofen usw. Die Gebäude, die großteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen, wurden bereits im Vorjahr durch Beiträge der drei Passeirer Gemeinden angekauft (nur das Äußere der Mühle fehlt noch). Diese Gebäude müssen nun zum Sandhof versetzt werden, was große Kosten mit sich bringt.

Während der Sandwirtstadel mit dem Museum durch öffentliche Gelder finanziert wird, soll das Freilichtmuseum mit Kultursponsoring, also Spenden vonseiten der Banken, Wirtschaftstreibenden und der Bevölkerung finanziert werden. Für den Abbruch und Wiederaufbau des Kornkastens und des Backofens hat die Sparkasse - Stiftung bereits einen beachtlichen Beitrag zugesichert. Für das Haus und die Mühle laufen Gespräche mit den örtlichen Raiffeisenkassen. Für bereits durchgeführte Arbeiten im Freigelände konnten ebenfalls bereits Sponsoren gefunden werden. Unser Ziel ist es, das Wirtschaftsgebäude (Stall und Stadel aus Rabenstein siehe Bild) mit Spenden der Wirtschaft und der Bevölkerung zu finanzieren. Die Kosten für den Abbruch und Wiederaufbau belaufen sich vorraussichtlich auf 60 Millionen Lire. Dazu sollen die Wirtschaftstreibenden des Tales angeschrieben und um ihren Beitrag ersucht werden. Private Personen, die für dieses Vorhaben spenden wollen, können ihren Beitrag auf das Konto des Vereins "Tal museum Andreas Hofer Sandhof" bei der Raiffeisenkasse Passeier, Kto 21801-6, oder auf das Konto des Vereines bei der Raiffeisenkasse St. Martin, Kto 22880-7, einzahlen. Wir sind für jede Spende dankbar. Gegenleistung ist eine namentliche Erwähnung auf einer Tafel im Inneren des Gebäudes. Der Obmann des Vereins Talmuseum Andreas Hafer Sandhof A.P

Notruf 118 Bei einem Unfall oder medizinischen Notfall bleibt nur wenig Zeit zum Reagieren. Die Landesnotrufzentrale in Bozen ist in ganz Südtirol jederzeit unter der Telefonnummer 118 kostenlos erreichbar. Beim Anruf von öffentlichen Telefonzellen aus, braucht man keine Münzen einzuwerfen bzw. keine Telefonkarte. Je ausführlicher die Angaben des Anrufers über die Situation vor Ort sind, um so besser kann der Einsatz koordiniert werden. Alle notwendigen Rettungsmittel (Notarztwagen, Rettungswagen, Rettungshubschrauber, Wasserrettung, Bergrettung usw ...) wer-

den über die Landesnotrufzentrale mittels Funk gerufen. Nur so kann garantiert werden, daß das richtige und schnellste Rettungsmittel zum Einsatz kommt. Auch die Art des Notfalls sollte mitgeteilt werden, wie z.B. medizinischer Notfall, Unfälle jeglicher Art, Vergiftungen. Bei Unfällen ist die Angabe der Anzahl der verletzten, eingeklemmten Personen unbedingt mitzuteilen. Ebenso von großer Bedeutung sind zusätzliche Gefahrenquellen an der Unfallsteile (Brand, Strom, Austritt von Chemikali-

en usw ...). Bitte geben Sie auch ihren Namen und Ihre Telefonnummer an, um jederzeit für Rückfragen erreichbar zu sein. Die Landesnotrufzentrale kann Ihnen aufgrund der laufenden Fortbildung und Erfahrung versichern, daß unser Personal (Disponenten, Krankenpfleger und Ärzte) für jeden Fall bestens geschult ist. Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Nummer: 0471 915651. Der ärztliche Leiter der Landesnotrufzentrale Dr. Manfred Brandstätter


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Zirkus Caramell und wollten die nächste Nummer ansagen, konnten sich aber nicht entscheiden, was als nächstes dran war.

"Am Unsinnigen Donnerstag führten wir Kinder von Schweinsteg einen Zirkus auf. Zuvor hatten wir das Klassenzimmer in eine Manege verwandelt. Wir hatten auch unsere Eltern, Geschwister, Tanten, Onkels und die Frau Direktor eingeladen. Wir wollten alle mit unserer Aufführung überraschen. Auf dem Programm standen zuerst die Melonos mit ihrer Hutnummer. Danach kamen die zwei Clowns Emerenzo und August, mit einer lu gen Wette. Gleich darauf traten die Dschungel-Jongleure auf, die Blumen wachsen ließen und mit Tücher und Bällen jonglierten. Manchmal fiel ein Ball auch zu Boden ... Etwas später kamen die Clowns Pippo und Peppo

Pippo sagte: "Der Indianertanz!" und Peppo meinte: "Jetzt kommen die Tellerschwinger!". Schließlich kamen aber Raubtiere ohne Gitter mit dem Dompteur Tomassi und zeigten dem Publikum gefährliche Kunststücke. Anschließend traten Arlecchino und Pantalone auf. Arlecchino verstand immer alles falsch. Es folgte eine kurze Pause, in der Peter und ich Bonbons gegen Gutscheine eintauschten. Schließlich folgte die Nummer von Augustine und Clementine. Clementine spielte Augustine etwas auf dem Xylophon vor, aber Augustine konnte es nicht richtig nachspielen und suchte sich ein Versteck. Sie setzte sich auf einen Stuhl und zog ein großes Tuch über sich. einen lebenden Stuhl verwandelt und stellte lustige Sachen mit Clementine an. Das Publikum lachte gewaltig! Nach dieser Nummer kamen die TeIlereIlos in die Mane-

Eisvergnügen Eislaufen - das beherrschten bis vor kurzem nur wenige in Rabenstein. Nun aber können es viele - groß und klein. Es war kurz vor Weihnachten, als man hörte, daß der Plan einen Eislaufplatz zu machen, Wirklichkeit wurde. Spritzen, begießen, Wasser leiten, zugefrorene Leitungen wieder auftauen und wieder gießen - das war

ge, schwangen ihre Teller und zeigten tolle Kunststücke. Endlich traten auch die Sioux-Indianer mit ihrem Regentanz auf. Zum Schluß verbeugten wir uns mehrmals und winkten unserem Publikum zu. Dann gaben die Lehrerinnen uns noch Konfetti und Papierschlangen und wir warfen sie ins Publikum. Da applaudierten alle ganz laut! Nach dem gemeinsamen Naschen und Trinken probierten auch die Eltern das Teilerschwingen, aber es gelang ihnen nicht so gut wie uns." Andreas Steif/er, 4. Klasse

Am darauffolgenden Samstag erreichte uns ein sehr netter Brief von unserer Frau Direktor. Sie schrieb uns, daß ihr unsere Zirkusaufführung sehr gut gefallen hatte und daß wir unseren Lehrerinnen für ihre Mühen danken sollten. Auf diesem Weg wollen wir uns nun bei allen, die uns bei den Vorbereitungsarbeiten und während der Aufführung so toll unterstützt haben, bedanken. Allen ein großes Dankeschön! Oie Schüler der Grundschule Schweinsteg

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In Rabenstein

der Anfang. Mitglieder des Bergrettungsdienstes von Rabenstein gaben sich große Mühe das Projekt zu verwirklichen. Mit Hilfe des Sportassessors Alois Pichler schaffte es der Obmann Konrad Graf schließlich genügend Eislaufschuhe anzukaufen und den Dorfbewohnern zur Verfügung zu stellen. Somit geht der Dank an die Männer des

Bergrettungsdienstes, aber auch an einige ihrer Frauen, da sie stets da waren, gleich wie viele Kinder Lust zum Eislaufen hatten. Durch die Umgestaltung zum Eislaufplatz, wird der Sportplatz in Rabenstein nun auch im Winter sinnvoll genützt. Waltraud Guf/er


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Und wenn die Schule einmal brennt ...? Feuerwehrprobe

Nachwuchs

im Schulhaus von Rabenstein

der FF-Rabenstein

Am Samstag, dem 30. Jänner 1999, wurde in der Grundschule von Rabenstein, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Weißen Kreuz Passeier, eine Brandschutzübung durchgeführt. Eine Schülerin berichtet folgendes von diesem Tag: "Am Morgen kamen wir in die Schule und hatten Unterricht. Bald darauf kam dichter Rauch auf. Wir legten uns auf den Boden. Es kam immer mehr Rauch. Wir zogen die Jacken und Handschuhe an. Bald darauf waren wir alle zu sarnmengekrochen. Dann krochen wir zur Tür. Da stand ein Feuerwehrmann. Er hatte ein Seil in der Hand. Wir standen auf und gingen das Seil entlang über den Flur. Dort hob uns ein Feuerwehrmann auf das Fensterbrett. Da standen zwei Leitern. Auf den Leitern standen auch alles Feuerwehrmänner. Die Feuerwehrmänner hoben uns alle über die Leiter auf den Schulhof. Die Lehrerin Waltraud wurde von einigen Feuerwehrmänner herausgebracht. Es stand auch ein Rettungsauto bereit. Die Feuerwehrmänner legten die Lehrerin in das Rettungsauto. Sie hatten eine Sauerstoffmaske. Dann durfte die Lehrerin wieder aus dem Rettungsauto heraus. Der Feuerwehrkommandant zeigte uns, wie ein Schaumlöscher funktioniert. Nachher besprach er mit uns die Probe. Wir sagten das Gedicht "Feuer" von James Krüss auf. Dann gingen wir in die Turn-

halle. Da bekamen wir etwas zu essen und etwas zu trinken. Danach gingen wir alle in die Feuerwehrhalle und schauten uns die Geräte an. Dann gin-

gen wir wieder in die Schule. Es war ein schönes Erlebnis und wir haben gelernt, wie wir uns im Notfall zu verhalten haben!". Die Brandschutzübung vom 30.01.99 fand im Rahmen des Projektes "Brandschutzerziehung in der Grundschule" statt. Am 1o. Februar 1999 beschäftigten sich dann die Schüler einen ganzen Tag lang mit diesem Thema. Sie lernten die Voraussetzungen der Verbrennung durch Versuche kennen. Sie übten das Verhalten bei Brand in Rollenspielen ein und probten die Alarmierung der Feuerwehr am Telefon. Durch einen Film und entsprechende Bücher lernten sie die verschiedenen Aufgabenbereiche der Feuerwehr kennen. Die Schüler bastelten Brandschutzkleidung und waren somit ausgerüstet und bereit. Nun konnte auch das Schulhaus in der Nacht von Schülern bewacht werden, aber erst am Unsinnigen Donnerstag wurden die kleinen Feuerwehrmänner zu einem Einsatz auf den .Pichl'' gerufen. Die Schüler marschierten eilig zum Einsatzort. Sie löschten das Feuer, verhinderten eine Brandkatastrophe und kehrten erfolgreich in die Schule zurück. Die Schüler und Lehrer der Grundschule Rabenstein

Leute ...

Landeshauptmann Or. Luis Ournwalder und Landesrat Or. Michl Laimer erholten sich in Rabenstein von den anstrengenden Strapazen und feierten dort am Vorabend der Wahl in illustrer Runde und gutbewirtet ihren bevorstehenden Erfolg.


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Ein gutes Jahr Behindertenwerkstätte St. Leonhard in Passeier ~"\

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Seit gut einem ~_ ~.A Jahr arbeitet ~ .,A die Werk.:xJ ~: stätte für o _ ::D behinderm te Menschen in ~ St. Leon(»~ hard in Pas~\:~ seier. Es ist dies eine Einrichtung des Sozialdienstes der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, die ihre Räumlichkeiten im neugestalteten Untergeschoß der Grundschule hat. Wir möchten nun der Bevölkerung des Passeiertales berichten, wie es uns geht und womit wir uns beschäftigen. Nach anfänglich 5 behinderten Erwachsenen, besuchen seit Dezember 1998 insgesamt 7 aus dem Passeiertal (Quellenhof - Platt) die Werkstatt und werden dort betreut und beschäftigt. Sicher sollte man an dieser Stelle den Begriff "Werkstatt" etwas genauer erklären. Es handelt sich bei unserer Einrichtung um einen beschützten Arbeitsplatz für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung kein oder nur ein eingeschränktes "normales" Arbeitsverhältnis eingehen können. Sie sind aber durchaus willens und fähig, zu arbeiten und damit auch zu verstehen und zu akzeptieren, was Arbeit bedeutet: Pünktlichkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß, aber auch Anerkennung und Entlohnung. Diese Aspekte haben für die erwachsenen behinderten Menschen, die eine Werkstatt besuchen, die gleiche Wichtigkeit, wie für die normalen, arbeitenden Menschen. Wie laufen nun bei uns Arbeit und Beschäftigung ab? - Die Betreuten besuchen die Werkstätte von Montag bis Donnerstag von 8.00 - 15.00 Uhr, freitags von 8.00 13.00 Uhr - Wir halten die in anderen Betrieben üblichen Pausen ein und legen gemeinsam Wert auf die Förderung und das Einlernen aller Eigenschaften, die auch in der normalen Arbeitswelt gefordert werden, wie z.B.: größtmögliche Selbständigkeit und Eigenleistung. Den Unterschied macht das Wort "beschützte Arbeitsstätte": wir achten darauf, daß jede(r) Betreute Arbeitsbereiche, Arbeitsanforderungen, ein Arbeitstempo und -klima vorfindet, die seinen Fähigkeiten entsprechen und Rücksicht nehmen auf seine Behinderung.

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Das Arbeitsangebot unserer Werkstatt besteht derzeit aus drei Arbeitsbereichen:

Derzeit erlernen wir - Betreute und Betreuerinnen gemeinsam - unter der fachmännischen Anleitung eines Buchbindermeisters einfache Techniken des Buchbindens, um damit Mappen und Ordner, Fotoalben, verschiedene Register, Sammelmappen (z.B. für Kochrezepte, Zeichnungen, Schulhefte) und Speisekarten in optisch gefälliger Ausführung anzufertigen. Zu den verschiedensten Anlässen gestalten wir Glückwunsch-, Einladungsund Mitteilungskarten bis zu einer Auflage von maximal 500 Stück. Und mit ein paar weiteren technischen Raffinessen können wir mit unseren Geräten und aus den von uns gefertigten Papieren und Pappen kleine Geschenkschachteln in Falttechnik herstellen. Gerade in diesem Bereich lassen sich die Kreativität unserer Betreuten und erlernbare handwerkliche Arbeitsschritte perfekt miteinander kombinieren.

1. INDUSTRIELLE SERIENFERTIGUNG UND -MONTAGE: Im Auftrag der Fa. Hoppe AG St. Martin in Passeier verpacken wir im Monat an 20 - 23 Arbeitstagen ca. 25.000 Schrauben in Beutelchen und montieren 2.000 Kunststoffrosetten (Bestandteile für Fenstergriffe) in Lohnarbeit. Diese Arbeiten werden zu 80 % von den Betreuten alleine ausgeführt. Die Zusammenarbeit mit der Hoppe AG funktioniert problemlos. 2. PAPIERWERKSTATT: Im abgelaufenen ersten Tätigkeitsjahr haben wir begonnen, eine kleine Papierwerkstatt einzurichten, die heuer auch mit den notwendigen "professionellen" Maschinen für Buchbinderarbeiten ausgestattet wird. Hier gestalten wir, ganz kreativ, Schmuck- und Geschenkpapiere mit vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Wir recyceln Schachteln und Kartone, indem wir daraus Schmuck- und Geschenkschachteln für verschiedene Zwecke herstellen.

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3. SCHAFWOLL - WERKSTATT: Dieser Bereich wird heuer in unser Angebot aufgenommen und aufgebaut.

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Seite 27 / Nr. 21

Passeirer Blatt / März 1999

Hierfür haben wir uns schwerpunktmäßig das Material Schafwolle zur Verarbeitung ausgewählt und zwar deshalb, weil sie natürliche, warme, angenehme Eigenschaften hat. Sie gibt den Betreuten in kleinen, einfachen Schritten die Möglichkeit, das Material zu bearbeiten: wir waschen und säubern die rohe Wolle, färben sie mit Naturfarben ein, zupfen, kardieren, filzen sie und verknüpfen und verweben sie zu Schafwoiltextilien. Unsere Kunden bzw. diejenigen, die Interesse an diesen Produkten haben, können mitgestalten, indem sie Farben und Muster auswählen und bis ca. 1,50 m auch die Breite eines Teppichs oder Stoffes mitbestimmen.

Unser Ziel ist es, durch eine so gestaltete Arbeitsstätte ein Angebot für behinderte Menschen zu schaffen, das ihnen die Möglichkeit bietet zu: geregelter Arbeit, zum Erlernen von neuen Arbeitstechniken, zur Produktion und zum Verkauf eigener Artikel, zur Annahme und Ausführung von Auftragsarbeiten, damit sie dadurch angemessene Anerkennung und Entlohnung erreichen. Übrigens: Am 5. Juni 1999, dem "St. Leonharder Neumarkti" , möchten wir uns mit einem Verkaufsstand im Hof der Behindertenwerkstatt am Marktgeschehen beteiligen. Kommen Sie vorbei!

Hier nochmal unsere Adresse und Öffnungszeiten: Werkstatt für Behinderte St. Leonhard in Passeier Kirchweg (Grundschule) Tel. 0473 659001 Fax: 0473 659207 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8.00 - 15.00 Uhr Freitag: 8.00 - 13.00 Uhr Auf Ihren Besuch freuen sich die Betreuten und Betreuerinnen der Werkstatt St. Leonhard in Passeier

Zweite P'seirer Volksmusiktage vom 30.04.1999 bis 02.05.1999 - Walten Passeier

Ort: Beginn: Ende: Leitung:

Pension Jägerhof *** Walten Freitag, den 30.04.1999 Anreise 13.00 bis 14.00 Uhr - Seminarbeginn 15.00 Uhr Sonntag, den 02.05.1999 - Abreise nach Mittagessen Herbert Pixner, Walten Eingeladen sind bei diesem Wochenendlehrgang wiederum alle volksmusikbegeisterten Sänger/innen und Musikanten/innen.

Folgende Referenten sind mit dabei: Wilhalm Anton Ludwig, Vinschgau Blechbläser, Weisen blasen, Tanzlmusig Neussl Stefan, Zillertal Blechbläser, Weisen blasen, Tanzlmusig Posch Franz, Hall in Tirol Steirische, Gruppenspiel Röck Hanspeter, Neukirchen /-Pinzgau Hackbrett, Gitarre, Stubenmusig Rupp Schorsch, Bayern Steirische, Zither, Maultrommel Piazzi Anita, Lana Steirische Pircher Karl, St. Pauls Klarinette, Gruppenspiel Kerer Barbara, Brixen Blockflöte, Querflöte Lechner Kat ja, Brixen

Anmeldung darauf zu achten, am gesamten Seminar teilzunehmen. Der Kursbeitrag wird bei Kursbeginn (Anreise) eingehoben. Die Anmeldung bitte so bald als möglich, spätestens bis 15.04.1999 mittels Anmeldeschein an: Herbert Pixner, Jaufenstrasse 22, 1-39010 Walten Telefon 0473 656512

Harfe, Stubenmusig Innerhofer Walter, Olang Singen, Pixner Herbert, Walten Klarinette, Steirische, Tanzlmusig Seminarprogrammablauf wird bei Beginn bekannt gegebgen. Evtl. Informationen bei Herbert Pixner. - Kursbeitrag

inkl. Vollpension Lire 240.000.- Kursbeitrag pro Person inkl. Mittag-, Abendessen Lire 150.000.(ohne Nächtigung und Frühstück) Die Teilnehmer werden gebeten bei der

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 40 Personen). Sollte nach getätigter Anmeldung eine Teilnahme nicht mehr möglich sein, bitter sofort melden. Für Notenmaterial ist wieder gesorgt. Auf ein interessantes und unterhaltsames Wochenende freuen sich die Referenten, Seminarleitung und die Jägerhofwirtsleute. Vorankündigung: 6. Sänger- und Musikantentreffen am 09.04.99 um 20.30 Uhr beim Sandwirt!

-------------------------------------------~ Vor- + Zuname

Geburtsdatum

Wohnort

Adresse

PLZ.

Tel.

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Ichbringefo~endelnstrumentemrt:--------------------------------~ Ich musiziere:

D alleine D Familie D Gruppe

Nächtigung in Pension: eventu~lepersönlicheWünsche: Datum,

(bei Gruppen für jedes Gruppenmitgl. Anmeldef. ausfüllen)

D Ja

D Nein ___

Unterschrift,

-------~ ___ Für Unfälle und Schäden wird nicht gehaftet.


Passeirer Blatt / März 1999

Seite 28 / Nr. 21

WERDEN

ABENTEUER ERWACHSEN "Räum endlich deine Sachen weg! Mach sofort diese grauenvolle Musik leiser. Du gehst schon wieder mit deinen Freunden weg, wir wollten uns doch einen schönen Abend mit der ganzen Familie machen!" Wenn aus den Kindern Jugendliche werden, wird es für die Eltern besonders schwierig, Vater oder Mutter zu sein. Sie kommen oft mit deinem Verhalten nicht mehr klar, sie verstehen nicht, was in dir vorgeht und wieso es dich plötzlich stört, wenn sie dich "dauernd" danach fragen, wo du warst, was du gemacht hast und mit wem du deine Zeit verbracht hast ... Du befindest dich mitten in einer Phase der Auf- und Umbrüche. Du willst deinen eigenen Weg gehen, und dazu ist nun einmal die Ablösung von deinen Eltern nötig. Sie müssen sich aus ihrer bisherigen Elternrolle verabschieden und davon loskommen, weiterhin Eltern eines kleinen Kindes zu sein. Sie müssen lernen, zu akzeptieren, daß sie aus ihrer Elternrolle gedrängt werden, gleichzeitig aber doch immer für dich verfügbar sein sollen, wenn du sie brauchst. In dieser Zeit ist die Gefahr besonders groß, daß in der Familie gestritten wird. Meistens geht es um Dinge wie Unordnung, Ausgehen, Mithilfe im Haushalt oder vorlautes Verhalten und schlechte Schulnoten. Typische Konfliktthemen sind auch laute Musik, Kleidung und die Frisur. . Herumliegende Socken können plötzlich zur Zeitbombe werden! Die Jugendlichen wollen vieles ausprobieren, lehnen sich auf - und die Eltern ärgern sich. Wenn der häusliche Alltag immer wieder voller Spannungen ist, kann das daran liegen, daß deine Eltern nicht akzeptieren wollen und können, daß du dich von ihnen ablöst. Du möchtest ihnen nicht mehr alles anvertrauen, deinen eigenen Weg gehen, ohne dich schuldig zu fühlen.

Du freust dich über ihre Unterstützung, allerdings ohne daß sie verlangen, alle deine Geheimnisse zu kennen. Du möchtest schon ihren Rat hören, aber selbst entscheiden, ob du ihn dann auch befolgen willst. Die Freizeit verbringst du lieber mit deinen Freunden. Die Welt steckt voller Abenteuer, die es zu erleben gilt und die man lieber eigenständig - ohne die Eltern - erkunden möchte. Oft fühlst du dich von deinen Eltern unverstanden und absolut falsch behandelt dabei machst du es ihnen mit deinem Verhalten sicher oft schwer, dir entgegenzukommen und Verständnis für deine Forderungen zu zeigen. Die Kommunikation läuft sehr häufig auf einer ganz falschen Ebene ab, wo friedliche Problemlösungen kaum möglich scheinen. Man greift den anderen an und macht ihm Vorwürfe, man sendet "Du-Botschaften" aus und teilt seinem Gegenüber mit, daß er ganz alleine die Schuld an der Auseinandersetzung hat. Elternteil: Du darfst niemals Wenn du nicht damit aufhörst, dann Sohn/Tochter: Du schimpfst dauernd mit mir. Du tust das nur, um mich zu bestrafen. Solche "Du-Botschaften" sind typisch für viele Gespräche zwischen Eltern und ihren Kindern. Solche Gespräche enden stets in einem Streit, in dem sich beide Teile abwechselnd verteidigen und angreifen. Es gibt aber immer mehr Familien, wo die Kommunikation zwischen Eltern und

Jugendlichen gut funktioniert, da die Beziehung in einer gegenseitigen Anerkennung besteht. Es ist für diese Familie klar, daß es in diesem Lebensabschnitt viele Konfliktfelder zwischen EItern und Kindern gibt. Das hat zur Folge, daß Jugendliche sich nicht erst gegen ihre Eltern durchsetzen müssen, sondern daß diese akzeptieren, daß es in dieser Lebensphase für ihren Sohn/ihre Tochter wichtig ist, sich abgrenzen und distanzieren zu können. Immer mehr Familien entwikkein sich vom Befehlshaushalt zum Verhandlungshaushalt. Es findet kein Machtkampf statt, wo nach dem "Sieg-Niederlage" Prinzip vorgegangen wird. Vielmehr wird in Konfliktsituationen gemeinsam nach möglichen Lösungen gesucht, die für alle Seiten annehmbar sind. Diese Art der Problem bewältigung geht davon aus, daß die Eltern ihre autoritäre Position aufgeben und auf die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder eingehen. Wichtig ist, daß man lernt, dem anderen aktiv zuzuhören, um herauszufinden was die andere Person will, warum er/ sie sich in einer bestimmten Weise verhält, warum ihm/ihr das Anliegen so viel bedeutet. Man zeigt dem anderen damit, daß man ihn und seine Bedürfnisse ernst nimmt und schafft so die nötige Voraussetzung, den Konflikt "machtlos" und zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu lösen. Indem sie "IchBotschaften" aussenden, geben Kinder ihren Eltern und auch die Eltern ihren Kindern zu verstehen, daß sie selber auch Bedürfnisse haben und nicht bereit sind, hinzunehmen, daß diese vorn anderen ignoriert werden, nur weil dessen Bedürfnisse ganz anders aussehen. "Ich-Botschaften" geben zu verstehen: "Ich bin ein Mensch mit Bedürfnissen und Empfindungen. Ich habe eigene Vorstellungen von meiner Zukunft, ich möchte ernstgenommen und akzeptiert werden".

Ob sportlich, trachtig oder elegant

Sport Pircher Saltaus - Passeier - Tel. 0473 64 54 47

Für die ganze Familie!


Seite 29 / Nr. 21

Passeirer Blatt / März 1999

Wenn man dem anderen sagt, was man empfindet, anstatt ihn zu beschuldigen, kommt es zu viel offeneren, aufrichtigeren und zielführenderen Gesprächen: "Ich würde mich freuen, wenn ... Ich fühle mich falsch verstanden ... Das ist mir sehr wichtig ... In dem du deinen Eltern beweist, daß du vertrauenswürdig bist - dich an einmal gemachte Abmachungen hältst, dich auf bestimmte Kompromisse einläßt, sie als Personen mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen, und nicht nur als deine Eltern wahrnimmst - werden sie auch viel eher bereit sein, dich als die Person anzunehmen, als die du gesehen und behandelt werden möchtest. Gerade in diesem Lebensabschnitt, in dessen Verlauf große Veränderungen passieren und der neue Verantwortlichkeit mit sich bringt, hat man die Unterstützung der Eltern besonders nötig. Und wenn man erst gelernt hat, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen, dann sind Eltern und Kinder nicht länger "Fremde im selben Haus". Die Eltern können die Freude genießen, EItern eines wirklichen Menschen zu sein - und die Kinder, wirkliche Menschen als Eltern zu haben. Young & Direkt

"Hands"

Frei statt süchtig

Sprechstunden auch im Sprengelsitz in St. Leonhard Wir sind ein Verein, der sich um die Information, Therapie und Rehabilitation von Menschen mit Alkohol-, und Medikamentenproblemen kümmert. Wir sind Anlaufsteile für Betroffene, Verwandte und Bekannte. Die Alkoholkrankheit greift alle unsere wichtigen Lebensbereiche an. Deshalb kümmern wir uns um: Ambulatorium Hier können sich Betroffene, Verwandte und Bekannte für eine erste Beratung anmelden, ein Informationsgespräch führen und für sich selbst Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen. Hier werden Maßnahmen für die notwendige Entzugsbehandlung getroffen und individuelle Therapieprogramme zusammengestellt. Es sind fallweise auch Hausbesuche durch unsere Mitarbeiter möglich. Therapiegemeinschaft Unsere Therapiegemeinschaft ist für jene Personen gedacht, die nach der Entzugsbehandlung einer Rehabilitati-

onszeit bedürfen. Diese dient der Festigung und der seelischen Erholung. Bei Bedarf wird Hilfe bei der Arbeitswiedereingliederung angeboten. Selbsthilfegruppe In der Selbsthilfegruppe setzt man sich mit anderen Betroffenen auseinander und findet dadurch Unterstützung, Erfahrungsaustausch und Hilfe. Die Selbsthilfegruppe wird von freiwilligen Mitarbeitern geleitet. Es gibt: - die Gruppe für Familienangehörige - die Selbsthilfegruppen - die Gruppe für Jugendliche Interessierte, meldet Euch in Meran (Tel: 0473/22 17 93) an oder kommt einfach in die Sprechstunde: jeden Mittwoch um 19.00 Uhr im Sprengel St. Leonhard (111. Stock). Übrigens: Treffen für Angehörige oder Bekannte von Abhängigen, vorläufig jeden 1. Montag im Monat um 19.00 Uhr im Sprengel! Hands

Das Solarauto "Im Dezember haben wir begonnen ein Projekt zu starten und zwar das Projekt "S01arauto". Das nötige Material wurde uns von der Gemeinde St. Martin zur Verfügung gestellt. Das Solarauto soll uns bewußt machen, daß man mit Solarenergie viel umweltfreundlicher leben kann. Für den Bau des Modellautos waren uns ein Energieberater und unser Techniklehrer behilflich. Wir arbeiteten einen Monat lang. Man mußte das Holz für das Auto nach einer bestimmten Form ausschneiden, dann mit Wasserfarben bemalen. Sobald die Farbe trokken war, mußten die Holzteile gen auestens zusammengeleimt werden. Nun mußten die Räder montiert werden. Man mußte ein Eisengitter anschrauben und dadurch gesteckt kam dann eine Eisenstange, an der die

schluß der Kabel an den Motor und den Kollektor richtig war. Jetzt fehlte nur noch das Lenkrad, das rasch montiert werden konnte, indem man in das Holz ein Loch bohrte. Wem das Auto noch nicht gefiel, der durfte es auch lackieren, doch das ließ ich lieber bleiben, da ich zu faul dafür war. Im Großen und Ganzen hat es mir ganz gut gefallen das Auto zu bauen, obwohl ich oft kurz davor war die Nerven zu verlieren!" . Verena Stolz, Klasse 38, MS St. Martin


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Musikkapelle Walten gratuliert dem langjährigen Obmann und Gründungsmitglied Johann Platter zu seinem 90. Geburtstag

Im Bild der Jubilar Johann Platter (in der Mitte sitzend)

Etwa 40 Verwandte und Bekannte waren am 06. Dezember 1998 in der Pension Haupold in Saltaus zusammengekommen, um den runden Geburtstag des körperlich und geistig noch rüstigen Jubilars zu feiern. Zu diesem Anlaß ließen ,es sich mehrere Musikanten und Ehrenmitglieder der Musikkapelle Walten nicht nehmen, ihrem Gründungsmitglied und ehemaligem Obmann mit einem Ständchen zu gratulieren. Johann Platter war nämlich von 1952 bis 1962 der erste Obmann (zugleich auch Schriftführer, Trommler und Kassier) und in dieser Funktion auch ein großzügiger Förderer der Musikkapelle Walten. Etwa 8 Jahre lang, diente seine Waschküche am Stürmerhof den Musikanten als Probelokal. Die Redaktion schließt sich den Gratulanten an und wünscht dem Jubilar noch viele gesunde Jahre im Kreise seiner Lieben. AP

Raiffeisen-Euro-Quiz Die glücklichen Gewinner stehen fest! Im Herbst des vergangenen Jahres veranstalteten die Südtiroler Raiffeisenkassen ein Quiz, bei welchem die Kunden ihr Eurowissen unter Beweis stellen konnten. Mitmachen war ganz einfach: mit dem Beantworten fünf einfacher Fragen zum Euro war man dabei. Das Gewinnen erwies sich schon als schwieriger, denn die Beteiligung am landesweiten Raiffeisen-Gewinnspiel brach alle Rekorde: rund fünfzigtausend Raiffeisenkunden

forderten Fortuna heraus. Im Rahmen der Verlosung, die am 11. Dezember 1998 in Bozen stattfand, wurden 300 Gewinner gezogen.

Raiffeisenkasse Passeier, Zweigstelle Moos Gufler Alfred, Dorf Nr. 78 Gufler Marlene, Stuls Nr. 5

Folgende Kunden der Raiffeisenkasse des Passeiertales konnten sich dabei auf tolle Preise freuen:

Raiffeisenkasse St. Martin Tschöll Margareth, Kammerveiterstr. Nr. 23 Brunner Monika, Feldbauernweg Nr. 46

Raiffeisenkasse Passeier, Sitz St. Leonhard Haller Vigil, Walten Nr. 83 Raich Theresia, Christlerstr.

Den Siegern wurden die Preise unlängst überreicht. Wir gratulieren noch einmal recht herzlich und freuen uns mit den Gewinnern. Alles EURO! RAIKA

Nr. 4

Landesmusigrennen des VSM Lustig ging es beim Landesskirennen des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen Ende Februar in Pfelders her. Dafür sorgten in erster Linie der Organisator, die Hochwilde Böhmische, und die zahlreich teilnehmenden Musikkapellen aus dem ganzen Land. Am Vormittag wurden in den Disziplinen Rodeln, Skifahren, Snowboard und Figl die besten Wintersportier ermittelt. Am Nachmittag, ging es dann bei der "Gaudiwanderung" um ein gutes Allgemeinwissen, um eine gute Stimme und einen guten Ansatz und viel Schwung auf einer Schlauchrodel. In der Mannschaftswertung gewann die Musikkapelle Pufels vor der Musikka-

pelle St. Martin und Schenna. Die Plazierungen der weiteren Passeirer Kapellen: 4. Rabenstein, 5. Walten, 6. Moos, 9. St. Leonhard und 10. Stuls. Die Ergebnisse nen:

in den Alpindiszipli-

Rodeln Damen: 1. Schweigl Doris (MK Platt) 2. Wanker Christine (MK Pufels) 3. Marth Petra (MK St. Martin) Herren 48 u. älter: 1. Raich Franz- Josef (MK Moos) 2. Oe Bastiani Paul (MK St. Martin) 3. Thaler Josef (MK Schenna)


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Passeirer Blatt / März 1999

Skifahren Herren 48 u. älter: 1. Mussner Erich (MK St. Ulrich) 2. Rifesser Arnold (MK St. Ulrich) 3. Bernardi Luis (MK St. Ulrich)

Herren 49 - 58: 1. Gufler Karl (MK Rabenstein) 2. Gufler Konrad (MK Rabenstein) 3. Kienzl Josef (MK Obermais) Herren 59 - 80: 1. Pixner Hubert (MK Vernuer) 2. Lamprecht Franz (MK Vernuer) 3. Unterthurner Gottlieb (MK Vernuer) Herren 81 u. jünger: 1. Trojer Roman (MK Sarnthein) 2. Gufler Jakob (MK Rabenstein) 3. Koster Florian (MK Pufels)

Herren 49 - 58: 1. Watschinger Johann (MK Vierschach) 2. Bertoldi Hugo (MK Gargazon) 3. Gufler Erich (MK Obermais) Herren 59 - 80: 1. Tribus Christof (MK Obermais) 2. Ciechi Alex (MK Pufels) 3. Kostner Stefan (MK Pufels)

Herren 81 u. jünger: 1. Kofler Erwin (MK Schenna) 2. Punt Rudi (MK Burgeis) 3. Kienzl Joachim (MK Obermais) Snowboard Herren: 1. Battocletti Stefan (MK Burgstall) 2. Pircher Robert (MK Saltaus) 3. Gasser Oswald (MK Kastelruth) Figl Herren: 1. Hofer Killian (MK Moos) 2. Graf Roland (MK Rabenstein) 3. Brunner Siegfried (MK Moos)

Schachkurs 1998/1999 in der Mittelschule von St. Martin beendet Mit der Unterstützung unserer neuen Schuldirektorin Frau Dr. Veronika Rieder konnte auch dieses Jahr wieder in der Mensa der Mittelschule St. Martin ein Schach kurs verwirklicht werden. In drei nach Spielstärke aufgeteilten Gruppen, beschäftigten sich 30 Kinder mit dem Schachspiel. Jedesmal wurde das in der vorhergegangenen Stunde vermittelte Wissen vom Kursleiter Siegfried Kofler durch schriftliche Fragen überprüft, und für jede richtig beantwortete Frage erhielten die Schüler einen Punkt. Durch Addieren der Punkte wurde so in jeder Gruppe der Wissenspreis ermittelt. Die höchste Punktezahl erreichten: Gruppe 1 Anfänger: Fontana Alexander 48,5 Punkte Gruppe 2 Fortgeschrittene 1: Frötscher Hannes 71,5 Punkte Gruppe 3 Fortgeschrittene 2 Ilmer Andreas 62,5 Punkte Jeder Gruppenbeste erhielt dafür eine Kiste voller Süßigkeiten. Aber auch im Vergleichskampf an den Schachbrettern wurden Sieger gefunden. Dabei blieb es bei allen Gruppen spannend bis zur letzten Stunde. Bei den Anfängern konnte Alexander Fontana das Turnier mit einem halben Punkt Vorsprung auf Fabian Frötscher gewinnen. 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Fontana Alexander Frötscher Fabian Hofer Philipp Hofer Kathrin Schwarz Michael Mairginter Daniel

Punkte 3,5 3,0 2,5 2,0 2,0 1,5

Buchholz 8,0 8,0 10,0 12,5 10,0 11,0

Feinwertung 43,50 43,50 39,50 34,00 39,50 36,00

Bei den Fortgeschrittenen I wurde der Sieg in der letzten Stunde ausgefochten. Benjamin Ennemoser zeigte gegen Melanie Kofler Nervenstärke und konnte sich im direkten Duell behaupten. Feinwertung Bucholz Punkte 659,00 61,5 1. Ennemoser Benjamin 9,0 679,50 8,0 65,5 2. Gufler Georg 64,0 683,00 8,0 3. Kofler Melanie 624,00 7,5 44,0 4. Pamer Stefan 619,50 66,0 5. Pfitscher Nadia 6,0 65,5 664,50 5,5 6. Frötscher Hannes 610,00 56,5 7. Kofler Michael 5,0

8. Scandolera Pamela 9. Kofler Manuel 10. Pirpamer Andrea 11. Lanthaler Sandra 12. Pichler Barbara

5,0 4,0 4,0 4,0 2,5

582,00 627,50 660,50 596,00 596,00

55,5 66,0 65,0 52,0 54,0

II wurde die letzte Stunde fast Bei den Fortgeschrittenen zum Krimi. Hannes Kofler mußte den letzten Punkt an Andreas Ilmer abgeben. Die beiden waren somit punktegleich. Nur mit 1,5 Buchholzpunkten Vorsprung konnte sich Hannes den Sieg doch noch holen. 1. Kofler Hannes 2. Ilmer Andreas 3. IImer Tobias 4. Pfitscher Alexander 5. Spergser Rupert 6. Ilmer Peter 7. Hofer David 8. Spergser Tobias 9. Pichler Lukas 10. Ramoser Stefan

Punkte 8,0 8,0 7,0 6,0 5,0 4,0 3,5 3,0 3,0 2,5

Buchholz 50,5 49,0 49,5 50,5 50,0 46,0 54,0 53,0 42,5 38,0

Feinwertung 493,00 491,50 488,50 477,50 495,00 491,00 438,50 433,00 427,00 331,50

Zur Erinnerung an den Kurs erhielt jeder Schüler zum Abschluß eine Urkunde. Die Urkunden und Sachpreise wurden von Herrn Landesrat Dr. Werner Frick spendiert. An dieser Stelle möchte ich mich noch besonders bei der Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier bedanken, die uns bei solchen Tätigkeiten immer wieder hilft und unterstützt. Siegfried Koffer

Oie Raiffeisenkasse St. Martin Kindern 20 Schachbretter

übergibt

dem Schachklub

und den


Passeirer Blatt / März 1999

Seite 32 / Nr. 21

.

Zehn Jahre Fußballverein In Rabenstein Am 10. Juli 1988 versammelten wir 16 Jugendliche des Dorfes - uns im Gasthof Trausberg, um einen Fußballverein in Rabenstein zu gründen. Der Verein wurde auf den Namen F.G. TIMMELSJOGH getauft. Als Sponsor steht der Mannschaft Josef Gufler - Pension Trausberg, zur Seite, der uns die gelbroten Fußbalidresse spendierte. Noch

den Jahr trainierten wir schon fleißiger und spielten einige Freundschaftsspiele und Turniere. Das erste internationale Spiel hatten wir gegen eine Mannschaft vom Bodensee. Gleichzeitig spielte auch eine Damenmannschaft aus Rabenstein gegen eine Damenmannschaft vom Bodensee. In den weiteren Jahren spielten wir immer öfter

im sei ben Jahr machten wir einige Freundschaftspiele mit den unterschiedlichsten Ergebnissen. Trainiert wurde wöchentlich auf dem Fußbaliplatz in Moos. Zum Abschluß der Saison spielten wir im Herbst noch gegen die Stammtisch-Mannschaft von Rabenstein, wofür sich die Wiese am Seehof ideal eignete. Die Tore waren damals noch aus Holz und selbstgemacht, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Im darauffolgen-

und erfolgreicher und einmal im Jahr veranstaltete der Verein ein Fußballturnier auf dem Seehof. Mit der Erkenntnis, daß dort gerne gespielt wird und es zum Training nach Moos ziemlich weit und umständlich ist, wurde beschlossen, in Rabenstein einen Fußballplatz zu errichten. Den nötigen Grund hierfür stellte uns Roland Graf für eine Pachtgebühr zur Verfügung. Im weiteren Verlauf kauften wir uns mit Sponsorengeldern und sonstigen Einnahmen

einen Mannschafts-Trainingsanzug und bald darauf auch einen neuen Mannschafts-dress. Mitte November 1992 trafen sich Spieler des F.G. Timmelsjoch mit dem Bürgermeister, um über die Errichtung eines Fußbaliplatzes zu sprechen. Für ein entsprechendes Ansuchen sicherte dieser uns eine noch unbestimmte Summe zu. Die Sache zog sich hin und erst 1994 berichtete uns die Gemeinde, daß ein Sportplatz mit Umkleidekabinen geplant sei. Ab dem Jahr 199Q übernahm die Gemeinde den Pachtvertrag für den Sportplatz. Im Jahr 1998 ging es dann Schlag auf Schlag. Da der Sportplatz in Moos umgebaut werden sollte und der F.G. Moos auf der Suche nach einem geeigneten Trainingsplatz war, wurde beschlossen den Sportplatz in Rabenstein durch eine Beleuchtungsanlage und mit Umkleidekabinen zu ergänzen. Bei dieser Gelegenheit möchte der F.G. TIMMELSJOGH der Gemeindeverwaltung einen herzlichen Dank aussprechen. Im Sommer 1998 wurde außerdem eine kleine Überdachung zum Schutz vor schlechtem Wetter errichtet. Das Holz hierfür bekamen wir von der Gemeinde. Ein großer Dank gilt dem Sportassessor Alois Pichler, der sich für uns stark gemacht und sich dafür eingesetzt hat, daß es überhaupt zu einer Fußball-Anlage in Rabensteiri' kam. Inzwischen wird der Sportplatz in Rabenstein im Winter als Eislaufplatz genutzt, was vor allem bei den Kindern für regen Zuspruch gesorgt hat. Abschließend möchte ich im Namen des Vereins unserem Präsidenten Martin Gufler danken, der sich immer für die Belange des Vereines eingesetzt hat. Ein weiterer Dank gilt unseren Sponsoren: Pension Trausberg und Graf & Söhne OHG, die uns nicht nur in Notsituationen immer geholfen haben. FG. TlMMELSJOGH Alfred Gufler

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Psaseirer Blatt  

Ausgabe 01/1999

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