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MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN Nr.1

MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS 15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN

März 1994

September 2002 8. Jahrgang

Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde St. Martin an Herrn Friedrich Hoppe

Im würdigen Rahmen des Schildhof Saltaus wurde am 27. Jänner 1994 dem bedeutendsten Arbeitgeber des Tales vom Bürgermeister Hermann Pirpamer die Ehrenbürgerschaftsurkunde der Gemeinde St. Martin überreicht. Neben dem Geehrten und dessen gesamter Familie hatte sich auch der Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder eingefunden, um die Bedeutung des Lebenswerkes von Herrn Friedrich Hoppe für das ganze Land Südtirol gebührend zu unterstreichen. Anwesend war zudem

der Gemeinderat, die Bürgermeister der Gemeinden St. Leonhard und Moos,

Vertreter des örtlichen Hoppe-Werkes sowie weitere Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben der Gemeinde. Die Hoppe-Böhmische unter der Leitung von Erich Abler umrahmte musikalisch die Feier. Bereits am 24. November 1993 hatte der Gemeinderat von St. Martin einstimmig die Verleihung der Ehrenbürgerschaft beschlossen und dabei nachstehende Würdigung genehmigt: Aufgrund der besonderen Verdienste des Herrn Friedrich Hoppe für den wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung in der Gemeinde St. Martin verleiht der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 24. November 1993 mit Stimmeneinheiligkeit an Herrn Friedrich Hoppe die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde St. Martin in Passeier. Herr Friedrich Hoppe wurde am 29.11.1921 in Klarenwald (D) geboren und gründete 1952 in Heiligenhaus bei Düsseldorf ein Unternehmen zur Herstellung von Türbeschlägen. 1954 verlegte er den Sitz seines Unternehmens nach Stadtallendorf bei Marburg. 1965 entstand in Schluderns das erste HOPPE-Werk in Südtirol. 1972 folgte das Werk in der Gemeinde St. Martin in Pas(Fortsetzung

auf Seite 2)

HERRN HEINRICH

HOFER

IM STEINANGER 3 39015 SANKT LEONHARD

IN PASSEIER


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 2 / Nr. 1

Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde St. Martin an Herrn Friedrich Hoppe (Fortsetzung

von Seite 1)

sei er, und bereits bei der Wahl des Standortes verstand es Herr Hoppe, das Wohl des Dorfes mit den größeren Zukunftsperspektiven für seinen Betrieb zu vereinen. Die Produktion wurde 1973 mit ca. 50 Mitarbeitern aufgenommen und in den mittlerweile vergangenen zwei Jahrzehnten erfolgreich weitergeführt und ausgebaut. Derzeit werden bei der Firma HOPPE in St. Martin ca. 310 Mitarbeiter beschäftigt. Der große wirtschaftliche Erfolg der Firma Hoppe, sie ist mittlerweile der größte private Arbeitgeber des Landes Südtirol, hing und hängt noch heute im wesentlichen von der Persönlichkeit des Herrn Friedrich Hoppe ab. In ihr vereini9.en sich weitsichtige wirtschaftliche Uberlegungen und ökonomische Kompetenz mit hohen humanistischen Idealen, die unbedingt den Menschen in den

Mittelpunkt seiner Unternehmensphilosophie stellen. Untrennbar verknüpft mit dem Aufschwung der Firma HOPPE in St. Martin ist der Aufschwung unserer Gemeinde und des gesamten Passeiertales. Neben der ökonomischen Wertschöpfungsmöglichkeit für viele Gemeindebürger verknüpft sich mit ihrem Standort auch eine höchst soziale Komponente, welche in den vergangenen Jahrzehnten eine Alternative zu Fremdarbeit im Ausland, Pendlertum und den damit verbundenen familiären Konsequenzen bot. In diesem Sinne trägt die Firma HOPPE eine große Verantwortung, eine Verantwortung, für welche Herr Friedrich Hoppe als bester Garant gilt und welche auch für uns als Gemeindeverwaltung als Auftrag angesehen wird. Ein Zeichen ist die vorliegende Verleihung der Ehrenbürgerschaft, verbunden mit den besten Wünschen für die Erreichung der unternehmerischen - und besonders der persönlichen Ziele.«

Bibliothek geht mit der Zeit Bibliothek St. Martin mit EDV ausgestattet. CD-Verleih ausgebaut. Veranstaltungen.

In den Büros der Wirtschaftstreibenden und der Öffentlichen Verwaltung hat das Computerzeitalter schon vor geraumer Zeit Einzug gehalten. Nun sollen auch die Büchereien mit Computern ausgestattet werden. Die Bibliotheken nehmen auch in unserem Land einen wachsenden Stellenwert im kulturellen Leben ein. Neue Räumlichkeiten, fachkundige Mitarbeiter und ein ständig in Zunahme begriffener Bestand an Büchern und Medien ermöglichen es diesem Auftrag gerecht zu werden und die steigende Zahl der Benützer zufriedenzustellen. Dabei stellt die Ausstattung der Bibliotheken mit Computeranlagen eine große Hilfe dar. Das Personal wird von zeitraubenden mechanischen Arbeiten entlastet und kann sich dafür mehr der qualitativen Verbesserung der Bibliothek zuwenden. Der Leser kann besser beraten und betreut werden. Nach dem Bibliotheksverband und einigen Öffentlichen Bibliotheken verfügt nun auch die Bibliothek von St. Martin über eine EDV Anlage. Das dabei verwendete Programm, das speziell auf die Bedürfnisse der Südtiroler Bibliotheken zugeschnitten ist, wurde in enger Zusammenarbeit mit Bibliothekaren von der Brixner Firma ACS erstellt. Dabei wurde auf Benützerfreundlichkeit besonders Wert gelegt. Die Anlage erlaubt einen problemlosen Datenaustausch mit dem Bibliotheksverband und in Zukunft eine Vernetzung mit anderen Büchereien. Bis jedoch die EDV-Anlage voll zum Tragen kommt, stehen dem Bibliothekslei-

ter allerdings noch einige arbeitsintensive Monate bevor. Es gilt den gesamten Bestand an Büchern und Medien einzuarbeiten.

CD-Verleih Martin

in der Bibliothek

St.

Die Bibliothek St. Martin verfügt nunmehr über einen ansehnlichen Bestand von 400 CD, wobei alle wichtigen Musikrichtungen vertreten sind. Besonders Jugendliche kommen auf ihre Kosten, da Rock, Pop, Hardrock, Liedermacher und Filmmusik CDs in großer Auswahl vorhanden sind und laufend angekauft werden.

Veranstaltungen:

22. März - Frauenrunde mit der Umweltberaterin Inge Orehec. In lockerer Runde wird über Chemie im Haushalt, Kompost, richtige Ernährung, Garten u.ä. Themen gesprochen. Beginn:.9 Uhr. 24. März Spielnachmittag für Kinder. Kinder lernen Spiele aus der Bibliothek kennen. Beginn: 15 Uhr. 13. April: Buchvorstellung: "Verfolgt, verfemt, vergessen". Erinnerung an die Jahre 1943-1945 in Südtirol und speziell im Passeiertal. Mit Diskussion. Beginn: 20 Uhr.

Öffnungszeiten

der Öffentlichen Bibliothek St. Martin gültig bis 13. Juni 1994 Montag 9-11.50 Uhr Dienstag 14-16 Uhr Mittwoch 9-11.50 Uhr /15- 18 Uhr Donnerstag 17-19.30 Uhr Freitag 16-18 Uhr Samstag 9-11 .50 Uhr

Revisionsprüfungen Aufgrund regen Interesses hat sich die Gemeinde St. Leonhard auch heuer wiederum bemüht, Termine für die Durchführung von drei Revisionen für PKWs, LKWs und Kleinbusse (bis zu 9 Personen) beim Motorisierungsamt in Bozen zu erhalten. Diese finden nun am Freitag, den 08.04.1994 und 01.07.1994 sowie am Dienstag, den 13.09.1994 in der Holzländestraße in St. Leonhard statt. Der Fahrzeugrevision folgende Fahrzeuge:

unterliegen

- PKWs die im Jahre 1983 zugelassen wurden sowie PKWs älteren Jahrgangs, die vor dem 31.12. 1989 ihre erste bzw. letzte Revision bestanden haben; - LKWs bis 3.500 kg Gesamtgewicht, Autofahrzeuge für Sonderund spezifische Warentransporte bis zu 3.500 kg Gesamtgewicht und vierrädrige Krafträder mit einer geraden Endziffer der Kenntafel die im Jahre 1991 zugelassen wurden oder vor dem 31.12.1993 ihre erste bzw. letzte Revision bestanden haben. Letzter Anmeldetermin Fahrzeuge:

der o.g.

Letzte Nummer der Kenntafel 1,2 und 3 - 31.03.1994 4, 5 und 6 - 30.06.1994 7,8 und 9 - 30.09.1994 0-31.10.1994 Das Anmeldeformular und den Einzahlungsschein können alle interessierten Bürger bei der Gemeindepolizei von St. Leonhard abholen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß höchstens 80 Fahrzeuge pro Revision zugelassen werden können. Desweiteren möchten wir darauf hinweisen, daß bei Revisionsverzug vom Gesetz eine Straße von Lire 200.000 sowie Einziehung des Zulassungsscheins (Autobüchlein) vorgesehen ist. DIE GEMEINDEPOLIZEI


Passeirer Blatt / März 1994

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1. Passeirer Wirtschaftsschau

Vom 28. April bis 1. Mai 1994 findet in St. Leonhard die 1. Passeirer Wirtschaftsschau statt. Ingesamt 55 Aussteller aus Handwerk, Handel, Industrie, Gastronomie und Landwirtschaft stellen im Vereinshaus und im Zelt davor Ihre Produkte und Dienstleistungen aus. Mit dieser Wirtschaftsschau will die Passeirer Wirtschaft der gesamten Bevölkerung Südtirols Ihre Leistungsfähigkeit, sowie die Vielfalt und Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Für alle Aussteller ist diese Wirtschaftsschau eine Herausforderung. Sie sind bemüht, Ihre Stände einladend und nett zu gestalten. Umfangreich ist auch das Begleitprogramm: Freitag 29. April 15.00 Uhr Eröffnung mit Behördenvertretern. Samstag 30. und Sonntag 1. Mai von 14.00 - 17.00 Uhr Kleinkinderbetreuung im Kindergarten von St. Leonhard für

Kinder von 3 - 7 Jahre. Sonntag ab 10.00 Uhr Unterhaltung mit der "Böhmischen" von Walten. Bilderausstellung von Hobbykünstlern während der gesamten Wirtschaftsschau. Bar und Restaurant des HGV St. Leonhard mit Passeirer Spezialitäten. Informationsstand des Bauernbundes Passeier. Die Bäuerinnen verkaufen Pseirer Krapfen. Informationsstand des HGV Passeier über Berufe im Gastgewerbe. Auffangparkplatz am Sand hof mit kostenlosem Busservice zur Wirtschaftsschau alle 5 Minuten. Wir appellieren an alle Besucher, die Autos in der Tiefgarage, beim Parkplatz C&C Euromarkt (Samstag nachmittag und Sonntag) und vorallem auf dem Auffangparkplatz am Sandhof abzustellen. Die Aussteller freuen sich auf zahlreichen Besuch.

1. PASSE/RER WIRTSCHAFTSSCHAUJ994 ST. LEONHARD Raiffelsenplatz

IN PASSEIER

(Vereinssaal)

Sanierungsvorhaben:

Schule Walten und Schwimmbad

Nachdem im letzten Jahr vor allem der Bau von Wasserleitungen den Schwerpunkt bildeten und jene von Gomion fast abgeschlossen, die von Prantach weit fortgeschritten und jene von Schweinsteg begonnen worden ist, werden 1994 vor allem 2 Vorhaben in Angriff genommen, die Sanierung der Grundschule von Walten und des Gemeindeschwimmbades. Die Volksschule von Walten hat nach mehr als 25 Jahren eine Sanierung notwendig, nicht nur die drei Klassenräume mit Nebenräumen, auch die Lehrerwohnungen. Neu geschaffen werden eine auch außerschulisch nutzbare Schulbibliothek, ein Werk-, Medien- und Lehrmittelraum. Im zweiten Untergeschoß soll der schmale Turnraum durch entsprechende Umbaumaßnahmen erweitert und mit Nebenräumen ausgestattet werden, sodaß er als Mehrzweckraum zum Schulturnen und für Franktionsveranstaltungen dienen kann. Die neue Heizungsanlage soll mit einem Elektronachtstromspeicherkessel versehen werden, wobei die Elektrogenossenschaft Walten günstig Nachtstrom liefert. Die Gesamtkosten erreichen fast 1,5 Milliarden, wobei die Gemeinde selbst mehr als die Hälfte an eigenen Mitteln aufbringen muß, was nur sehr schwer machbar ist. Trotzdem ist das 1. Baulos an eine Baufirma aus Walten vergeben worden, im April soll der Umbau beginnen. Das 2. Baulos betrifft das Gemeindeschwimmbad, das ebenfalls bereits über 25 Jahre alt ist und an dem bis heute keine wesentlichen Verbesserungsarbeiten durchgeführt wurden, sodaß heute die Anlage in keiner Weise mehr den Anforderungen entspricht und von Grund auf erneuert werden muß. Der Eingang wird von der Mooserstraße zur Tennishalle verlegt; damit soll dort ein zusammenhängender Sportbereich geschaffen werden und eine Einheit mit der Tennishalle und den Freiplätzen geschaffen werden. Tritt man durch die Tennisbar ein, folgen gegen das heutige Schwimmbad hin ein zweistöckiger Bau mit Bar - und Wohnungsbereich sowie eine Sonnenterasse und anschließend die Umkleideräume. Dieser Teil ist bereits zum Teil "vergeben" und soll im April begonnen werden. Als zweites Baulos sollen das Schwimmbecken, die dazugehörige Wasseraufbereitungsanlage und die Zusatzeinrichtungen im Sinne eines modernen Spaßbades geschaffen werden. Dafür sind noch viele Vorbereitungsarbeiten durchzuführen. Trotzdem hofft man, das Gesamtprojekt im Sommer 1995 abschließen zu können. Es wird sicher nicht leicht sein, diese Großprojekte neben den vielen kleineren, aber um nichts unwichtigeren Projekten, durchzuführen. K.P.

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FREITAG 29.APRILl994

VON 15.00 UHR - 20.00 UHR

SAMSTAG 3O.APRIL 1994 VON 10.00 UHR - 20.00 UHR

BUSSERVICE

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Ein Bus fährt alle 5 Minuten vom Gasthof Sandhof (großer Parkplatz) kostenlos direkt zur Passeirer Wirtschaftsschau.

KINDERBETREUUNG

Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren werden Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr auf der Messe betreut.

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Raiffeisen


Passeirer Blatt / März 1994

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kurs für Mädchen und zum Thema Sexualität werden eine Reihe von Veranstaltungen angeboten. Im Jänner besuchte eine Jugendgruppe Seit vergangenem Herbst hat sich im Jugendservice Passeier wieder einiges getan. Karoline Gögele, von allen Karo genannt, ist nun hauptamtliche Mitarbeiterin und absolviert nach der theoretischen Ausbildung in Bozen, ihr Praktikum/Berufsanerkennungsjahr im Jugendtreff.

Karo: »lch möchte vor allem den Kontakt zu den bereits bestehenden Jugendgruppen des Tales aufbauen, deren Tätigkeiten koordinieren und das Büro als AnlaufsteIle und Kontaktadresse einem breiten Publikum bekanntrnachen«, Unterstützt wird sie seit Ende Dezember von Joachim Niedermair aus Lana, der seinen Zivildienst im Haus der Jugend leistet. Nicht unerwähnt sollen auch die engagierten Jugendlichen bleiben, die mit ihrer Mitarbeit wesentlich am Gelingen von Veranstaltungen beitragen.

So beteiligte sich der Jugendservice Passeier: - an der Planung und Durchführung der Jungbürgerfeier in St. Leonhard; - organisierte ein Konzert mit der Hardrock Gruppe Still Blind; - veranstaltete mit dem SC St. Martin/Leichtathletik ein Hallenhockeyturnier mit großer Beteiligung; - bot mit dem Fotoclub Passeier einen Fotokurs und eine SchwarzlWeiß Fotowerkstatt an; - hat einen Großleinwandprojektor angekauft; - organisierte einen Erste Hilfe Kurs. Zur Zeit läuft ein Selbstverteidigungs-

aus St. Lorenzen den Jugendservice. An die zwanzig Jugendliche haben es sich bei uns im Haus der Jugend gut gehen lassen, eine Spaghettata veranstaltet, nachher gemütlich einen Komikfilm gesehen und zum krönenden Abschluß eine Party mit Jugendlichen aus Passeier genossen. Am darauffolgenden Tag hatten sie die Möglichkeit mit Pseirer Jugendlichen in Pfelders zu sporteln. Wir hoffen, daß wir baldmöglichst ihr Haus der Jugend "INSO HAUS" in St. Lorenzen besuchen können.

Jugendtreff St. Martin

Der Jugendtreff St. Martin hat einen Filmclub gegründet, um die gesetzlichen Voraussetzungen für Filmvorführungen zu erfüllen. Der angekaufte Großleinwandprojektor steht somit allen Vereinen zur Verfügung. Der Projektor wird je zur Hälfte vom Land und den drei Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos finanziert. Um die laufenden Ausgaben zu decken, wird von den Erwachsenen ein Mitgliedsbeitrag von 15.000 Lire und von den Kinder 10.000 Lire kassiert. Dieser Betrag kann bei jeder Vorführung, oder direkt bei Karo im Jugendservice gezahlt werden. Der erste Kinoabend mit dem eigenen Projektor findet am 10. April im Vereinssaal von St. Martin statt. Der Beschluß des Jugendtreffausschusses, den Jugendtreff ab 1. Jänner '94 auch für die Schüler/innen der 3. Klasse Mittelschule zu öffnen, hat einigen Staub aufgewirbelt. Trotzdem möchten wir an diesem Entschluß festhalten. Anläßlich einer Elternversammlung im November 1993 wurde ein Eiternausschuß aufgestellt: Fontana Agnes, Pichler Monika, Ciatti


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Passeirer Blatt / März 1994

Rosa, Prünster Annelies, Unterthurner Christi, IImer Anna, Schwarz Edith, Marth Eduard, Kofler Barbara, Theiner Hans und Schwienbacher Werner haben sich bereit erklärt, in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Jugendlichen zu verstärken. Theiner Hans und Wiedmer Hanni wurden zudem als Mitglieder im Trägerverein bestimmt. Die Silvesterparty wurde zu einem großen Erfolg. Über 70 Jugendliche haben zum Gelingen dieses Festes beigetragen. Leider gingen die Erwartungen der Organisatoren nicht ganz in Erfüllung, wobei sicherlich der hohe Eintrittspreis eine Rolle gespielt haben mag. Trotzdem wird dieses Fest dem Publikum und allen, die mitgeholfen haben, noch lange in Erinnerung bleiben. Auch die übrigen Veranstaltungen, eine Gesprächsrunde zum Thema "Sucht" und der "Eisausflug" nach Latsch, waren ein voller Erfolg. Für die nächste Zeit ist wieder einiges geplant: - Filmaktion am 10. April - Schulentlaßtag Anfang Mai - Jugendaustausch mit einer Jugendgruppe aus Deutschland (Sommer 94).

Ausstellung des Vereins der Krippenfreunde St. Martin

Am 11. und 12. Dezember lud der Verein der Krippenfreunde wieder zu einer Ausstellung ins Vereinshaus von St. Martin. Die zahlreichen Besucher konnten 16 Weihnachtskrippen und die dazugehörenden Serien von Figuren bewundern. Die ausgestellten Objekte sind das Ergebnis von 5 Bastelkursen und zeugen vom Geschick und Fleiß der Teilnehmer. Auch die ausgestellten Weihnachtskarten und - engel fanden großen Anklang. Für manchen mag diese Ausstellung Anreiz gewesen sein, in nächster Zukunft seine eigene Weihnachtskrippe zu basteln.

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Jungbrunnen

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- Emblem für die Jugendseite.

Jugendaustausch zwischen Südtirol und Ungarn 1994

Die Aktion "Südtirol-Ungarn" hat in den letzten beiden Jahren großen Anklang gefunden. In diesem Jahr soll es allerdings einen "echten" Austausch geben. In der ersten Julihälfte (29.6.-14.7.94) sind Südtiroler Jugendliche eingeladen, Ungarn zu entdecken. Dieselben Jugendlichen sollen dann die Kinder ihrer Gastfamilien für die zwei darauffolgenden Wochen (14.27.7.94) in der eigenen Familie aufnehmen. So ist die Möglichkeit gegeben, daß sich die jungen Leute auch wirklich kennen- und verstehen lernen und daß dauerhafte Freundschaften entstehen. Informationen gibt's unter der Nummer 0471/993372 Anmeldeformulare bei der Bibliothek St. Martin


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Passeirer Blatt / März 1994

Bibelquiz 1993/94 Daß den Passeirern - zumindest den jüngeren unter ihnen - auch noch so knifflige Aufgaben nicht lange ein Rätsel bleiben, stellten sie bei unserem breitangelegten (noch nicht abgeschlossen) Bibelquiz unter Beweis. Auf Anregung der Pfarrei von St. Leonhard ins Leben gerufen und von der öffentlichen Bibliothek mitgetragen, wurden bisher Kindergartenkinder, Grund- und Mittelschüler sowie die jungen Erwachsenen bis 25 Jahren zum Miträtseln aufgefordert. Die Schüler meisterten das für sie zugeschnittene Suchrätsel mit erstaunlicher Bravour. Es galt, aus einem ungeordneten Buchstabensalat möglichst viele Gestalten der Bibel herauszufinden. Knapp 50 Schüler tüftelten um die Wette, wobei die Klassenhöheren zweifellos im Vorteil lagen. Aus diesem Grund schien es uns angebracht, die Teilnehmer in Altersgruppen aufzuteilen und den jeweiligen Sieger zu ermitteln. Bei Punktegleichstand entschied das Los. Folgenden war das Glück hold: Jahrgang 1985-86: Heidi Thoma, St. Leonhard Jahrgang 1983-84: Kathrin Gögele, St. Leonhard Jahrgang 1979-82: Verena Lanthaler, Rabenstein

Die Rätselfreudigkeit der jungen Erwachsenen haut uns nicht gerade um; weit mehr Quizbögen wurden ausgeteilt als eingereicht. Die Aufgabe war, an hand einer kurzen Umschreibung verschiedene Redensarten aus der Bibel herauszufinden. Weiters sollten sie in der Pfarrkirche dargestellte Heilige genauer unter die Lupe nehmen und eine Reihe diesbezüglicher Fragen beantworten. Und schließlich ging es darum, aus den Buchstaben zweier vorgegebener Begriffe möglichst viele neue zu schaffen, die mit Glauben und christlichem Leben zusammenhängen. Einige Jugendliche lösten alle Aufgaben tadellos und brachten eine beachtliche Anzahl neuer Begriffe zu Papier. Hier die Sieger: 1. Preis: Dorothea Pixner, Jg. 1975 2. Preis: Karin Pixner, Jg. 1977 3. Preis: Dorothea Fauner, Jg. 1980 Und dies ist des Rätsels Lösung: 1) " ... seitdem nennt man eine Sache, die man nur schwer versteht, eine Sache mit sieben Siegeln.ce 2) » ... seitdem heißt ein Mensch voller Zweifel, der nur glaubt, was er gesehen hat, ungläubiger Thomas.« 3) » ... seitdem heißt Hin- und Herlaufen, von einem Amt zum anderen, von Pontius bis Pilatus laufen.« Ein mustergültig eingereichter Quizbogen: 4) »... seitdem heißt eine schwere UnglücksnachM A '1' 5 0 0 W .J A 0 5 K L 0 richt Hiobsbotschaft.ce E · N A M C D A L M A R X A ~ 5) " ... seitdem heißt ein 5 L .J Z R Z D '1' H 0 M p/ AJ A Mensch, der Gutes tut, um L H R E A L '1' R 1-1 M A C A/ von anderen gesehen zu D ;\ K A 5 R E X '1'/ M 0 5 Z E werden, Pharisäer.« VB. M X C 0 0 K B A A R '1' A F/ 6) " ... seitdem heißt 'einen '1' E '1' .J 0 M ~ A D 0 .J '1' L Z anderen die Schuld aufbürA K X A P 0 T R '1' A E U M VR den' den Sündenbock su· 5 ~: M A C H X T F 1-1 C H E chen.« ~ R H B M 5 N:' c R T A D 0 7) " ... seitdem heißt ein rie~rj V siger Kerl Goliath.ce A Z C 0 U 5 Y E E R ~ M X 8) " ... seitdem sagt man, F M C K N X E 5 0 M E 0 0 X wenn man sich diplomaM Z E W D A \:!J B E R D E L H ........ tisch aus einer Sache herx ~l' M T H B R 0 T F D L 0 E aushalten will, seine HänE Z S'I U B 0 K A .J D U 5 0 RV RX A R M Y X B E 0 K ~ . .1) de in Unschuld waschen.« 9) " ... seitdem heißt 'jemanH 5 M T S ll'I 0 E .J 0 E R C L den deutlich die Meinung N R I M 0 C A 0 Z A H e 0 sJ sagen, ernste Vorhaltungen 1-, RE X L A S M D E 0" N ~ ~ machen' die Leviten leR ~D 5 0 R T '1' 1-1 VO/ T l;.q 0 0 sen.« E M E D L B A L H K 0 D"'" 0/ ~ 10) " ... seitdem nennt man H E 0 H E I HIB 5/ "X/ t--..E t-...,S C ein heuchlerisches Freund.J Z 0 5 A D H E T f'...A Y E/ I schaftszeichen JudasA N W I(~ 0 0 '1' I L X 5 A kuß.ce 1-, 0 P 0 I P X L I P Z R 01 Im zweiten Teil des Rätsels F A R N A N B D A A D K E L wurden folgende Heilige H R .J A R I H 'r Z L 0 RE gesucht: ~ W

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1) Der Heilige am Hochaltar mit Stab und Kette ist der HI. Leonhard. 2) Der Mann mit der Schaufel in der Hand ist der HI. Isidor, die Frau mit der Sichel die HI. Notburga. 3) Das Tier, das Johannes der Täufer bei sich hat, ist ein Lamm. 4) Das richtige Zitat muß lauten: » • • • am Kanzeldach der heilige Völkerapostel Paulus mit Schwert und Buch.« 5) Der HI. Leonhard feiert seinen Namenstag am 6. November, der HI. Georg am 23. April. In der Adventszeit waren die Kleinsten (die 0-7jährigen) zu einem MaIwettbewerb zum Thema "Bring Farbe in die Weihnachtsgeschichte« eingeladen. Über 100 (!) kleine Künstler und Künstlerinnen schwangen den Pinsel - die Resultate konnten sich wahrhaft sehen lassen. In der zweiten Jännerhälfte wurden die Bilder in der öffentlichen Bibliothek ausgestellt, wobei die erwachsenen Bibliotheksbesucher als Juroren fungierten. Es war gar nicht so einfach, sich für die sechs originellsten Zeichnungen (je drei aus Kindergartenund Grundschulalter) zu entscheiden, da aus allen Bildern viel Fleiß und Sorgfalt sprachen. Als Gewinner dieses spannenden Rennens, an dem sich insgesamt 64 Erwachsene als Schiedsrichter beteiligten, wurden ermittelt: Kindergarten: 1. Preis: Barbara Ennemoser 2. Preis: Stefan Mangger 3. Preis: Stefanie Kofler ex equo: Tobias Verdorfer 4. Preis: Anja Folie 5. Preis: Patrick Pichler ex equo Laura Schweigl Grundschule (1. und 2. Klasse): 1. Preis: Siegmar Klotz 2. Preis: Michael Gufler 3. Preis: Nathalie Haller 4. Preis: Roman Schwienbacher 5. Preis: Barbara Pixner Die Preisverteilung findet im Rahmen des Jungscharfestes im Mai statt, zu welchem nicht nur die hier genannten Preisträger, sondern alle Wettbewerbsteilnehmer herzlich eingeladen sind. Der gen aue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben. Bis dahin hoffen wir auf eine rege Beteiligung der Erwachsenen - an einem Bibelquiz, bei dem es heißt: Halt die Ohren offen ... Zur Erinnerung unsere neuen Öffnungszeiten (gültig bis 17. Juni): Montag: 14.30-18.30 Uhr Dienstag: 14.30-18.30 Uhr Mittwoch: 9.00-12.00 Uhr Donnerstag: 14.30-18.30 Uhr Freitag: 14.30-18.30 Uhr Sonntag: 9.45-10.45 Uhr G.K.


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Passeirer Blatt / März 1994

Schüler feiern 100 Jahre Raiffeisenkasse St. Martin

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Dr Langis lot oils lebn Auskheng sain die Wintrfenstr Montl und Stiefl in Kostn geat schun göign Oastm zua die Wintrristung laß mr rostn. Ummr schmaichlin die Schmettrling dr Langis lot olls lebn Gspurn gspirsche bis zöibrt auchn SchwoIbn schwanzlin schun drnebn. A.L.

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Einkaufen »a la Card« im Passeier Der 100-jährige Geburtstag der Raiffeisen kasse St. Martin war für die Kindergartenkinder sowie die Schüler der Grund- und Mittelschule Anlaß, sich über das Sparen Gedanken zu machen und diese Gedanken in Form von Zeichnungen, Aufsätzen und Gedichten zu Papier zu bringen. Einige Schulklassen besuchten die Raiffeisenkasse, um vor Ort Informationen und Eindrücke zu sammeln. Daß das Sparen auch heute aktuell und notwendig ist, vielleicht notwendiger denn je und außerdem Freude bereitet, geht aus den Arbeiten hervor; standen diese doch unter dem Motto: Sparen macht Spaß. Die Bewertung der Einzel- und Gruppenarbeiten oblag einer Jury, welche sich sehr schwer tat, zu entscheiden, welche der Arbeiten in einem eigenen Buch abgedruckt werden. Denn, obwohl fast alle Zeichnungen, Aufsätze und Gedichte gelungen waren, konnten nicht alle abgedruckt werden, da das Buch zu umfangreich geworden wäre.

Alle Namen der Schülerinnen und Schüler, welche am Wettbewerb teilgenommen haben, sind aber im Buch angeführt. Am 11. Juni 1993 fand im Vereinssaal von St. Martin die Sparfeier der MitteIschüler, am 4. Dezember 1993 jene der Grundschüler statt. Daß es dabei fröhlich und lebhaft zuging, ist leicht vorstellbar. So wurden Gedichte vorgetragen, Theaterstücke aufgeführt und lieder gesungen. Mehrere der im Buch enthaltenen Malarbeiten wurden dabei auf der Filmleinwand gezeigt. Der Grundschülerin Evelyn Gufler überreichte Bürgermeister Hermann Pirpamer die Auszeichnung als 3. internationale Siegerin im 22igsten internationalen Raiffeisen-Jugendwettbewerb. Obmann Sepp Öttl dankte der Kindergartenleiterin, den Direktoren und Lehrpersonen und allen Schülern für den Einsatz und die Begeisterung, die zum guten Gelingen dieser Aktion beigetragen haben und überbrachte das druckfrische Buch zur Verteilung.

Die Raika Passeier nimmt die ),1. Passeirer Wirtschaftsschau« zum Anlaß, um ein neues Dienstleistungsprodukt vorzustellen. Es handelt sich dabei um die sogenannte E-Card. Diese Einkaufskarte ermöglicht es den Kunden, in jedem konventionierten Betrieb (Geschäft, Restaurant, Handwerksbetrieb usw.) des Passeiertales mit dem »E-Zeichen« am Eingang, bargeldlos einzukaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Kunde kann in einem der vielen Restaurants gemütlich speisen oder er kann nach Lust und Laune einkaufen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob er genügend Geld bei sich hat. Dabei ist die Handhabung dieser Karte außerordentlich bequem und mit keinerlei Spesen verbunden. Auch für die Betriebe entstehen durch die »E-Card« Vorteile. Unter anderem wird das Diebstahlrisiko sowie der Bedarf an Kleingeld vermindert. Die Handhabung ist aufgrund der teilweise vorgedruckten Belege einfach und unbürokratisch. Außerdem entstehen den Betrieben weder Kosten noch Wertverluste. Diese Karte hat für die Kunden der Raika Passeier aber noch eine zweite Funktion. Sie dient nämlich auch als Erkennungskarte und ermöglicht einen schnellen Service am Schalter. Wie bereits einleitend erwähnt, wird die Raika Passeier dieses neue Produkt im Rahmen der» 1. Passeirer Wirtschaftsschau« vorstellen und allen interessierten Kunden für eventuelie Detailfragen zur Verfügung stehen.


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R. G. und I. F. sein guete Freundinnen gewesn, wenn sie nou sein Schuele gongen und hobn gelearnt rechnen, schreibn und lesen. Sie sein viel beinonder gsteckt und hobn so monches Stickl ausgheckt. Nocher hot sie's Schicksol ausnonder gerissen, sou, daß kuene mear von der ondern hot gekennt eppes wissn. Ober uanmol noch viele, viele Johr isch es der R.G. decht amol gelungen in Pseir inner ze fohrn. Sie hot sich decht amol frei genommen und isch ihre I.F. bsuechn gongen. Sie hobn sich umormt, die Freide isch groaß. Die ietwedere viel zu derzeihlen woaß. Beade staunen se, via se nou guat sein erholten und tian ban an Schaleie Kaffee sich prächtig unterholtn. Die R.G. im Geist ihre Erlebnisse durchwondert. 00 isch ihr ober die I.F. weit überlegn, sie isch nämlich noch Amerika ausgewondert. Dös tuet die Frieda woll org interessieren, drum tuat sie die I.F. mit Frogn lei a sou bombardieren: R.G.: Dös werd an Aufregung gewesen sein, i muen dö Vorbereitung auf a seile Reise? I.F.: Joa, seil hot mi viel Mühe gekoschtet und Planen. Ze viel Zuig hobn mier nit geterft mitnemmen, ober für 6 Leit isch decht huafn zomkemmen. R.G.: Sein sem olle deine Kinder schun gewesn, oder sein ihre erst in Amerika geborn? I.F.: Mit 4 sein mer onnen und mit 7 zrugg. R.G.: Wos hot enk denn bewogn, noch Amerika auszuwondern? I.F. Seil isch a sou gewesn: Der Monn und i hobn aufm elterlichn Houf g'orbatet. Es sein schun 4 Kinder gewesn und der Voter hot in Houf olleweil nou nit ausgelott. Daß es ins do recht knapp gongen isch, isch leicht ze verstian. 00 isch grod dös verlockende Ongebot kemmen noch Amerika zu gian. A Verwondter van ins der schun länger entn gwesn isch, hot entn 60 ha Grund gekaft und hot Leit gebraucht, den Grund ze bebaun. Dös hot mein Monn, meine Brüeder und nou a poor geschwind ingleichtet und sie hobn sich nor bold amol entschlossen, in den Hondl inzegian. I hon mi long dergegn gweirt, ober die Mander sein gongen und i hon a nit gewellt alluene dobleiben. Nor hon i holt ongfongen zompockn und im Jänner 1951 isch nor a sou weit gewesen. R. G.: Hosch du die gfreit auf der Roase? I. F.: I hon mir kuane Illusionen gemocht, ober verzogg bin i a nit gewesn. I hon ols genommen, wia's kemmen isch.

Passeirer Blatt / März 1994

R. G.: Seid es mitn Schiff gforn, oder gflougn? I. F.: Na, na, mitn Schiff, a Flugroase hattn mier ins nit leischtn gekennt. R. G.: Hobb es do die Kinder leicht banander derholtn? I. F.: Joa, seil isch wirklich a Problem gewesn. 00 hobn mier schun amol an groaßn Schreckn derlebb. Mit ins isch a an Österreicherin afn Schiff gewesn. Und wia mer amol mitnonder geredt hobn, rennt dö af uenmol au und Reling zue. Inser Dreijähriger isch grod ban Ausnschliefn gewesn und zen Glück hot sen nou ban an Orm derfoßt und innergerissen. Joa, wo olleweil man a sei, der Schutzengel isch überoll derbei! 00 hobn mer woll für souvl Glück a hoaßes Donkgebet zen Himml auchn geschickt. R. G.: Wia long seid ös do unterwegs gwesn? I. F.: 19 Toge mitn Schiff. Nocher sein mer in Buenes Aires gelondet. Ober weil a Kinder derkronkt isch, hon i dernoch nou an gonzn Tog s Schiff nit geterft verlossn. Seil hot mi hort gedunkt. Dernoch isch die Fohrt nor mitn Zug weitergegongen bis Mayor Buratovich. Ve zem sein mer nocher nou mit an Pferdegsponn 7 km bis ze insern Ziel gfohrn. R. G.: Und endlich onkemmen, hobb ös nor a Wohnung vorgfundn? I. F.: Joa es hot woll ghoaßn, a Wohnung steat bereit. Ober, dös sollst du dr amol vorstelln, wia dö Wohnung gewesn isch: A Haus aus Luemziegl, die Raime ohne Bödn. Afn Eardbodn sein mer gstondn und afn Eardbodn hattn mer gsollt schlofn. Ober die Manderleit hobn mit Bretter an Ort Schragne gemocht und Reiser draugschmissn. Dös isch fürn Onfong inser Liegestott gewesn. In der Kuchl isch an Ölheard gewesn und a Tisch. Kastn sein natürlich kuene gewesn.

Die Wasche und die Gewandter hobn mer in Steihln innen geklaubt. Später hobn mer nor selber a Haus gebaut. Es isch nicht Bsunders gewesn, ober wohnlicher. R. G.: Und hot's do a Verdianstmöglichkeit gebn für die Manderleit? I. F.: Joa. Orbeit isch genueg gewesn. Mier sein do im Jänner awek und entn isch Summer gewesn. 00 hobn mer a mol Eardäpfl ongebaut. Die Ernte war guet gewesn, ober mir hobn zu wianig Obsotz dafür g'hobb. A sou sein a viele nou im Ocker gebliebn. Dö sein nor wieder augongen. Wenn mer's 2. Johr a wieder Eardäpfl ongebaut hattn, hattn mer a Vermögn gemocht. Ober zem hobn mer Zwiefl on gebaut und Knofl hektarweis. A sou isch olleweil weitergongen. Olleweil hobn mer s Folsche derrotn. R. G.: Hoscht du die mit die Leit guet verständign gekennt? I. F.: I bin überhaup nia unter Leit kemmen, die nächnigstn Nochborn sein kilometerweis von ins awek gewesn. I hon a kuen Bedürfnis ghobb noch Kontakt mit Leit. I hon Orbeit genuegg ghobb und hat a nit derweil ghobb, mi mit Leit ozugebn. R. G.: Und wia isch dös mit der Schuele gewesn? I. F.: Der Schuel isch 7 km weit awek gewesn und die Unterrichtssproche Spanisch. R. G.: Wie long seid ös in Amerika gebliebn? I. F.: 5 Johr. Es isch do derweil der Voter gstorbn und mein Monn hot nor in Houf g'erb und noch er sein mer decht wieder liaber huemgongen. Jo, wenn der Heargott's Tirolerlandl erschoffn hot, hot er woll nou Wiesn und Walder und Äcker übrig g'hobb ober a an gonzn Haufn Stuene. Daß ober do Leitier, die er innengstellt hot, dös Landl a liabn hobn gekennt, hot er ihmene eppes in Herz innengelegg: s'Huemweah. R.G.

Seniorenball zum "Jahr der Senioren"

Die Seniorenclubs des Tales wollten sich zum "Jahr der Senioren", das den Zeitraum vom Frühjahr 93 bis Frühjahr 94 umfaßt, etwas Besonderes einfallen lassen. Schließlich einigte man sich auf einen Seniorenball im Vereinshaus von St. Leonhard, zu dem nicht nur Senioren des Tales, sondern auch der angrenzenden Gemeinden Schenna, Aigund und Tirol geladen wurden. Und sie kamen sehr zahlreich. Über 300 Senioren aus den genannten Gemeinden unterhielten sich bei flotter Musik (Passeirer Nachtschwärmer) und nicht wenige wagten sich auch auf den Tanzboden. Zum Lachen regten besonders die Mundartdichterin Anna Lanthaler aus Moos an, die in ihrer Begrüßung und in einem weiteren Gedichtvortrag über ~ie

Liebschaften einer ledig gebliebenen Seniorin die Herzen der Anwesenden traf. Auch zwei Theaterstücke, eigens von Senioren aus Riffian und St. Leonhard einstudiert, ernteten viel Applaus und hatten es auch den Ehrengästen, den Bürgermeistern sowie Vertretern der Südtiroler Seniorenvereinigung und des KVW-Hauspflegedienstes angetan. Angesichts des Erfolges werden die Veranstalter, die KVW Seniorenclubs von Moos, St. Leonhard und Riffian, sowie die Seniorenvereinigungen der Bäuerinnen der drei Passeirer Gemeinden sicherlich über eine weitere gemeinsame Veranstaltung im kommenden Arbeitsjahr nachdenken. A.P.


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 9 / Nr. 4

Blumenwettbewerb in St. Martin Die Gärtnervereinigung Meran-Vinschgau hat in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Tourismusverein und den Ortsbäuerinnen einen Blumenwettbewerb veranstaltet, der am Martinstag zum Abschluß kam. Eine Fachjury, bestehend aus drei Gärtnern aus dem Raum Meran, haben in den vergangenen 2 Jahren die Balkone und Gärten der 70 gemeldeten Teilnehmer unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer wurden in drei Kategorien eingeteilt und zwar in Fremdenverkehrsbetriebe, Bauernhöfe und Privathäuser. Da die Gärtner nicht ortskundig waren, wurde eine Person beauftragt, die Gärtner zu "führen". Über Berg und Tal mußten sie laufen, sogar bis auf die Pfandleralm. Dabei wurden durch die Gärtner fleißig Bewertungspunkte vergeben und Aufnahmen gemacht. (Letztere wurden allerdings nicht zur Bewertung herangezogen). Die Bewertung erfolgte durch ein Punktesystem, wobei die Vergabe allein im Ermessen der Gärtner lag. Vom Tourismusverein und den Ortsbäuerinnen wurden alle Teilnehmer am Wettbewerb am 11. November in den Vereinssaal von St. Martin zur Abschlußfeier geladen.

Zum Auftakt gab es fröhliche Zittermusik für die zahlreich Geladenen. Ein Gärtner erklärte Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung und lobte alle Teilnehmerfür ihren Einsatz und Fleiß. Anhand von Dias wurden gute Ratschläge und Hinweise gegeben. Die Gewin-

ner erhielten Urkunden und schöne Blumenpreise. Für alle Teilnehmer gab es zusätzlich aus der Hand der Gärtner eine schöne Cyclame. Auch Bürgermeister Hermann Pirpamer verabsäumte es nicht, allen Mitwirkenden im Namen der Gemeinde zu danken. Bei Zithermusik, Tee und Kuchen fand der Blumenwettbewerb seinen gelungenen Abschluß.

Die Heimatbühne St. Leonhard genießt nach gelungener Aufführung der Komödie "Der schwarze Koffer" den Applaus des Publikums. Von links nach rechts: Vroni Haller, Konrad Hofer, Ulrich Gögele, Hans Haller, Christine Tschöll, Friedl Heel, Adolf Pirpamer, Maria Pichler, Arnold Hofer, Annemarie Holzer (Souffleuse), Daniel Gufler (Spielleiter). Foto März 1994


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 10/ Nr. 1

Gustav Gögele Europameister im Rodeln

Rennrodler werden mit dieser Unterstützung auch weiterhin für Schlagzeilen sorgen und den Namen des Tales in alle Welt tragen.

Ergebnisse der Vereinsmeisterschaften:

Kategorie Damen 1. Waltraud Schiefer 2.15,00 2. Erna Schweigl 2.18,10 3. Sandra Kofler 2.19,20 4. Christiane Kofler 3.14.27 Kategorie Herren Senioren 1. Gotthard Hofer 2.04.09 2. Gustav Gögele 2.07,38 3. Josef Hofer 2.09.12 4. Konrad Pamer 2.10,28 Kategorie Zöglinge 2.18,22 1. Stefan Folie 2.19,25 2. Kurt Kessler 2.19,54 3. Luis Schiefer 2.24,56 4. Martin Kofler 2.26,34 5. Johannes Hofer

Min. Min Min Min Min Min Min Min Min. Min. Min. Min. Min.

Europameister Gustav Gögele. Noch nie konnte ein Passeirer einen Europameistertitel im Rodeln erringen. Dies gelang am vergangenen 5. Februar zum ersten Mal dem Vorzeigeathleten des Rodelvereins Passeier-Raiffeisen Gustav Gögele im benachbarten Längenfeid im Ötztal. Mit seinem Hintermann Artur Künig aus Gsies fuhr Gustav zweimalige Laufbestzeit bei den Doppelsitzern und wurde damit JuniorenEuropameister. Auch im EinzeIwettbewerb konnte sich Gustav hervorragend plazieren. Er erreichte den 2. Platz. Bei einer improvisierten Feier wurde Gustav bei seiner Ankunft in Platt von seinen Fans gefeiert. Dabei vergaß man auch nicht, an seinen großartigen 6. Rang bei der Weltmeisterschaft im Gsiesertal zu erinnern, wo Gustav als jüngster Sportler teilgenommen hatte. Die Passeirer Rodler hatten auch schon in der Vergangenheit große Erfolge zu verzeichnen. Irmgard Lanthaler (WeItmeistertitel, Bronze bei Weltmeisterschaft, Vizeeuropameisterin), Christa Fontana (Vizeweltmeisterin) Helga Pichler (Bronze bei Weltmeisterschaft und Vizeeuropameisterin) , Josef Hofer und Sigurd Lanthaler (beide Vizeeuropameister im Doppelsitzer) sind Vorbilder und Ansporn für den Nachwuchs. Auch in der abgelaufenen Saison siegten Passeirer Rodeln "arn laufenden Band". Gustav Gögele (Anwärter) und Sandra Kofler (Zöglinge) wurden Italienmeister, Erna Schweigl (Damen Zöglinge) und Stefan Folie (Herren Zöglinge) konnten den Titel eines Vizeitalienmeisters erringen. Waltraud Schiefer (Damen Anwärter) erreichte den 3. Platz bei den Italienmeisterschaften und gewann ein internationales Rennen in Kärnten. Weitere Plazierungen: Gustav Gögele,

Sieg bei 2 internationalen Rennen in der Steiermark, und Sieg bei Rennen in Gsies im Einsitzer- und Doppelwettbewerb. Erna Schweigl: Sieg bei den Landesmeisterschaften (Damen); Stefan Folie: Sieg bei den Landesmeisterschaften (Herren); Sandra Kofer: 2. Platz bei den Landesmeisterschaften; Kurt Hofer: 3. Platz bei den Landesmeisterschaften. Um all diese Ergebnisse zu erzielen, bedurfte es der großartigen Unterstützung der Sponsoren. Ein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang an die Firma Maier Anton - Baggerarbeiten & Transporte, St. Leonhard, an die Raiffeisenkassen des Tales und die drei Talgemeinden. Ebenso gedankt sei auch all denjenigen, die in irqendeiner Weise den Verein unterstützt haben. Die

Die Italienmeisterin der Kategorie Zöglinge: Sandra Kofler.

Die Mannschaft des Rodelvereins Passeier/Raiffeisen.


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 11 / Nr. 4

Der S.C. St. Martin ist Italienpokal-Regionalmeister! IT ALiENPOKALSIEGER-regional-1993-94

Der S.G. St. Martin hat erreicht, wovon viele Mannschaften nur träumen können: das regionale Endspiel im Italien pokal. Am 8. Dezember 1993 in Salurn (neutraler Platz) war es dann soweit. St. Martin traf auf den Finalgegner Have aus dem Trentino. Eingefunden hatte sich eine große Zuschauermenge, darunter viele prominente Gäste vom Fußballverband und aus verschiedenen Vereinen. Es zeigte sich, daß dieses Spiel auf regionaler Ebene reges Interesse hervorgerufen hatte. Der Spielverlauf selbst ist interessant und spektakulär. Die Spannung bleibt bis zum Schluß erhalten. Nach 120 Spielminuten muß das Elfmeterschießen entscheiden. Der S.G. St. Mar-

tin geht schließlich als strahlender und glücklicher Sieger vom Platz. Wie groß die Freude unserer Mannschaft und unsere Fans über diesen Erfolg ist, zeigt sich, als die Trophäe überreicht wird. Ausgelassen und fröhlich wie schon lange nicht mehr, werden "Siegesgesänge" angestimmt. Den Höhepunkt erreicht die Stimmung, als der Pokal zu unseren begeisterten Fans gebracht wird, die unsere Mannschaft Spiel für Spiel begleiten und anfeuern. Sie haben der Mannschaft die

." Un riconoscimento ai meriti sportivi del paese

=~dan~t!~=

Der Pokal bleibt in Südtirol

Salum: St Martin i. P. gewinnt Italiencupendspiel gegen Rave nach eifmeterschießen

Zwn eweuee III&lID seiner KJub,HChlcble bolle lieb ter SC S'. Hartln I.P J8PODlOrpGOI,Htem dea rertoaaleD )talleDpollalweUbe ... erb. Die EU von TraJaer Ha,o Clat.U HRWI sieb im Endaplel iD Sllura ,.eIes F1av~ Dacb toriOMa 1" Spielminuten im Elfmetench1e8ea mit 3:2 durch.

In einem zumindest in der ersten Halbuit gutkluli,en Spiel war es in der ersten Halt> een vor allt!m Fiav~, du die wenigen GLanzlichter. setzte. Während St. MartinlSponaor· pool sein Glück mit WeitschOaIen versuchte, vertrauten die Trentiner lur ihre 'Technik und erspil!lten lieh damit manche Torchrlnce. Deren größte rInd ehemolli nach DoppelpaB mit Ren.tc OanicU in der 33. Minute vor. Doch Torhüter Sepp Malrmtete mit einer großartilen Para·

de, Nlch

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Daniell (MJJ're{stoB) eine weitere reelle E1nIchulSmOllichkeit, doch aJUOnsten WU1!:n es die Abwmn-eihen, die das ~ schehen dildi.erten. 0:0 hid H nach IM) Minuten, die nun roJ.cende Verllnlerun&: brachte wieder Leben iru; Spiel Wobei es diesmal der SC SL Martin I. P. war, der .kh mehren aute Chancen erarbeitete. Einen Weilac!huß von Rebert xenee in der 111. Minute konnte Torhüter Comai neeh

nötige Kraft gegeben. Übrigens, die meisten Fans, die mit vollem Herzen dabei sind, stammen nicht etwa aus St, Martin Dorf, sondern aus Saltaus. Anschließend wird natürlich gemeinsam weitergefeiert. Es wird jedoch nicht allzu spät, unsere Burschen sind ja noch müde vom vorhergehenden Spiel in Taufers, das einen schwer erkämpften Punktegewinn gebracht hat, und außerdem steht am kommenden Sonntag das schwere Meisterschaftsspiel gegen Arco bevor. Es zeigt sich, daß unsere Spieler nicht nur durch sportlichen Ehrgeiz sondern vorallem durch ihren kameradschaftlichen Zusammenhalt immer wieder erfolgreich sind. Und daß es auch weiterhin so bleibt, dazu können wir als Fans beitragen, denn in einer Dorfgemeinschaft ist der persönliche Kontakt zu den Spielern viel enger. Für unseren Verein und für die Mannschaft ist dieser Sieg eine große Genugtuung. Die Spieler werden für ihre vielen Opfer während der Woche belohnt. Im März 1994 folgt dann die nächste "Phase" des Italienpokals, die überregionalen Spiele. Wir Fans wollen unsere Mannschaft dabei kräftig unterstützen und wenn möglich auch weite Fahrten in Kauf nehmen, denn wir wissen, sie braucht uns! Es wäre begrüßenswert, wenn sich noch mehr Fußballbegeisterte uns anschließen würden. Die Mannschaft braucht aktive Fans, die nicht nur kritisieren. BEZ - Ein Fan

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durch Pixner in der In. Minute.,.pben. . • wJ.reerallerdin&smachtloan8L· ........ LPJS .. uerpool: ~ Doch derMartiner stUr-Mair, Sch!e{u, Priln.stertab 85. mer besaß nicht die li~n, OuQu);RobertKoOer,MlchHl um Comau noch auszuspielen, Kofter, Ciatu; Zwtek (ab 85. Pa· und scheiterte an Film tricltoKollft), GNber. PixDet, Schlußmann. Sant.er. Kiem. NW'zwelMinllten.piter~na .. :, Comai; Sottovia, OesuchteesKitmmiteinemWeit.mu.rtu; Matteotu. ehesc.hulS, aber auch d.IHmal war moW; SazuonJ (ab M. MarinI), Comai aur H(nem Posten und Ancbu DarueIi, Cuniall, Zasa. rettete. Im anschlieBenden ElfRenato Dan1eU. met.ersc:hleBen besaßen die Alt· 8dlI.ededcb&er: Bertorelli

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IOrpOO) die bHseren NMVtl1. Santer, Schierer und PI.xner velWandelten. nur Kiem veracho8 leinen Strafstoß. Bei Fia~ eereneete .ieh nur ehemolli als 'rersebuue aus. Seel'

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El.flDekraobleAo.: 1;0 Santu, Andrel. Dan1eU ~nchle8l, 2:0 . Scldefer, Septa - Malr hllt, . Kiem verschießt, 2:1 Chf:moUi, 3:1 Pixner, Renato DanIell verKhießt.

.Jjp finale di Coppa ltaIia 'e statagiocataaßalorno

.Brinda ilS. Martino aHa lotteria dei rigori

COPPA ITAUA REGIONALE ELiMINATO IL FIAVE

/ La partita e stata bella e molto equilibrata, con tante occasioni da rete

AIla fine la spunta ilSan Martino COPPAITAUADDEITANß


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 12 / Nr. 1

SKI-Landesmeisterschaft der Jugend in Pfelders .,

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Am 13. Februar wurde in Pfelders im Rahmen der Landesmeisterschaft ein Qualifikationsslalom ausgetragen. Organisiert wurde dieses Rennen vom SC. Passeier- Sektion Ski, im Auftrag der F.I.S.I. Der Verein hatte die Absicht, unseren Athleten einen Heimvorteil zu bieten und weiters das Skigebiet Pfelders bei der Jugend des ganzen Landes und bei den Sportfunktionären bekannt zu machen. Am Slalom nahmen jene 204 elf- bis 15jährigen Athleten aus ganz Südtirol teil, die sich in sechs zonalen Ausscheidungsrennen qualifiziert hatten. Die am stärksten vertretenen Sportvereine waren der Sportclub Ladinia und jener von Gröden, Nachfolgend die Ergebnisse des Rennens: Jahrgänge 1979/80 Mädchen: 1. Magdalena Planatscher (SC Ladinia) 1.27,67 Min. 2. Nicole Gius (SC Ortler) 1.27,70 Min. 3. Daniela Bagnara (Eppaner SC) 1.28,43 Min. 6. Sandra Heel (Passeier) 1.31,17 Jahrgänge 1981/82 Mädchen: 1.llka Pörnbacher (TZ Hochpustertal) 1.29,65 Min. 2. Bettina Zago (SC Kastelruth) 1.30,05 Min. 3. Katharina Gräber (SC Gröden) 1.31,51 Min. Jahrgänge 1979/80 Buben 1. Stefan Ennnemoser (Passeier) 1.23,83 Min. 2. Wolfgang Hell (Eppan) 1.24,06 Min. 3. Matthias Platter (Passeier) 1.25,80 Min. Jahrgänge 1981/82 Buben 1. Luca Tiezza (SC Ladinia) 1.26,19 Min. 2. Roland Zozin (Rosengarten) 1.26,45 Min.

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3. Yuri Mussner (SC Gröden) 1.26,66 Min. Von den 203 gestarteten Rennläufern kamen 118 in die Punktewertung. Ausgeschieden sind leider auch zwei Favoriten unserer Mannschaft - Gufler Michael aus Pfelders und Heel Werner aus Walten. Raffl Silvia aus St. Leonhard ist wegen eines Fahrfehlers im 2. Durchgang auf hintere Ränge zurückgefallen. Trotzdem hat der SC Passeier die Mannschaftswertung gewonnen. An zweiter Stelle erst kommt der SC Gröden und der SC Ladinia. Der Ausschuß der Sektion Ski bedankt sich bei den zahlreichen Sponsoren und bei allen freiwilligen Helfern, die zum guten Gelingen beigetragen haben.

Preisverteilung im Zielraum.

A Capella Chor Passeier

Nach einigen Vorgesprächen hatte sich Mitte August 1993 eine Gruppe von Chorliebhabern zusammengefunden. Sie bereiteten die Gründung eines weltlichen Chores mit Sängern aus allen drei Passeirer Gemeinden unter der Leitung von Veit Pamer vor. Bei der Auswahl der Chormusik setzte die Gründergruppe als Schwerpunkt die A capella Literatur und es lag daher nahe, den neuen Chor "A capella Chor Passeier" zu benennen. Im September wurde mit der Probentätigkeit begonnen. Neben der Chormusik aus der Renaissance und der Romantik wurden auch Chorlieder des 20. Jahrhunderts und Chorliteratur aus der internationalen Folklore einstudiert. Auch das alpenländische Volksliedgut soll gepflegt werden. . Geplant sind Auftritte in und außerhalb des Tales, wobei in den drei Passeirer Gemeinden je ein Konzert pro Arbeitsjahr vorgesehen ist. Am 13. März stellten sich die Sänger im Vereinshaus von St. Leonhard zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Weitere Auftritte in Algund und im Herbst in Moos und in St. Martin werden folgen. Im Ausschuß sind mit dem Chorleiter Veit Pamer folgende Personen tätig: Obmann: Dr. Innerhofer Franz Stellvertreter: Brugger Luis Schriftführer: Wald er Hermann Kassier: Schölzhorn Josef Notenwart: Wilhelm Sieglinde

SW.


Seite 13/ Nr. 4

Passeirer Blatt / März 1994

Verena Schweigl - ein Schwimmtalent Verena Schweigl wurde heuer erneut Vizeitalienmeisterin im 50 m Freistil bei den Junioren. Verena, die am 09.01.1981 geboren ist und in St. Martin wohnt, hat früh gezeigt, daß sie ein Schwimmtalent ist. Bereits als Sechsjährige ließ sie in Sterzing bei ihrem ersten Wettkampf die Konkurrenz hinter sich. Damals schwamm sie noch für den S.G St. Martin, wo sie Frau Erna Hora trainierte und förderte. Seit 1991 ist Verena, die derzeit in St. Martin die Mittelschule besucht, beim Sportclub Meran, Sektion Schwimmen. Hier steht ihr Herr Dr. Volker Müller als Trainer zur Seite. Verena ist mit ihren 13 Jahren die zur Zeit schnellste Freistilschwimmerin Südtirols. Doch der Erfolg kommt natürlich nicht von allein. 2 Stunden an 6 Tagen die Woche im Winter und 5 Stunden pro Tag im Sommer wird hart trainiert. Täglich muß zum Training nach Meran gependelt werden, weil sie nur dort eine optimale Förderung erfahren kann.

Ihr Heimatsportverein und ihre frühere Trainerin Frau Erna Hora haben sie jedoch nicht vergessen und unterstützen sie nach Kräften. Die größte Unterstützung erfährt Verena jedoch von ihren EItern. Oswald und Berta Schweigl haben sie von Anfang an in ihren sportlichen Ambitionen unterstützt und die weiten Anfahrten zu Wettkämpfen selten gescheut. Oswald, selbst ein aktives und begeistertes Mitglied des Sportvereins St. Martin, läßt es sich auch nicht nehmen, Verena selbst täglich im Vereinsbus nach Meran zu chauffeuren. In ihrer noch jungen Schwimmkarriere hat Verena schon viele Titel errungen. Sie aufzuzählen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, erinnert sei jedoch an die vielen Regionalmeistertitel und an die Rekorde bei den Schülermeisterschaften. Wir hoffen, daß Verena noch lange Freunde am Schwimmen hat und wünschen ihr noch viele Erfolge.

Besondere Leistungen Rekordverdächtig erscheint die Leistung, die der 26jährige Roland Graf aus Rabenstein/Passeier im September 1993 vollbrachte. In nur acht Stunden und fünf Minuten schaffte er dreimal die Strecke Pfelders (1.622 m) - Zwickauerhütte (2.989 m) und legte dabei somit einen Höhenunterschied von nicht weniger als 8.200 m und eine Wegstrecke von caAO Km zurück. Er unterbot damit eindeutig die nicht minder bemerkenswerte Leistung von Albert Raich aus Moos, welcher bereits im September 1992 trotz leichter Gehbehinderung und immerhin bereits 43jährig diese Strecke in nur 13 Stunden bewältigt hatte. Bemerkenswert an der Leistung von Roland Graf ist weiters der Umstand, daß er den letzten Abstieg in nur 36 Minuten schaffte. Beiden zu ihrer Leistung die herzlichste Gratulation.

Am 5./6. Februar 1994 veranstaltete der SV Pfunders am Gitschberg und in Vintl/Priel die diesjährigen Südtiroler Meisterschaften im Firngleiten mit ausländischer Beteiligung, wobei die Hinterpasseirer so richtig abräumten. Südtiroler Meister im Riesentorlauf wurde Günther Pöhl aus Pfelders. Denselben Titel im Slalom holte sich bei den Herren Andreas Fontana und bei den Damen IIse Hofer, beide aus Moos. J.K.


Passeirer Blatt I März 1994

Seite 14 I Nr. 1

Karl Alber zum Gedenken

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Freitag, den 21. Jänner d.J., in St. Martin/Passeier die Nachricht vom plötzlichen Tode des Tischlermeisters Karl AIber. Voll Tatendrang, wie immer, ist er am sei ben Morgen von zu Hause fortgegangen, um im nahegelegenen, neuerbauten Heim seines Sohnes Hansjörg kurz vorbeizuschauen. Es sollte dies allerdings sein letzter Gang werden. Noch vor dessen Haustür brach er infolge eines akuten Herzversagens wie leblos zu Boden. Alle Wiederbelebungsversuche des sofort herbeigerufenen Rettungsdienstes »Weißes Kreuz« sowie das Bemühen des Gemeindearztes Dr. Franz Innerhofer blieben ohne Erfolg. Sein Leben war auf der Stelle erloschen. Welch große Wertschätzung der Verstorbene bei der Bevölkerung von St. Martin und darüber hinaus genoß, zeigte sich bei seiner Beerdigung am 24. Jänner. Eine schier unübersehbare Menschenmenge aus nah und fern hatte sich vor dem Trauerhause angesammelt, um Karl im Trauerzuge die letzte Ehre zu erweisen. Karl Alber, Jahrgang 1937, entstammte einer kinderreichen Familie. Sein Elternhaus, der Gasthof Alpenrose, auch beim Huli genannt, liegt an der Mooserstraße hinter St. Leonhard. Nach dem Grundschulabschluß ging er in die Tischlerlehre, die er dank seiner außergewöhnlichen Begabung und seines Fleißes bald mit ausgezeichnetem Erfolg abschloß. Im Jahre 1963 übersiedelte er in die Nachbargemeinde St. Martin, wo er gleich mit dem Bau eines eigenen Hauses begann, in das er im Jahre 1965 mit seiner jung angetrauten Frau Maria Ennemoser einzog. Aus ihrer harmonischen Ehe entstammten der Sohn Hansjörg und die Tochter ChristI. Als aufgeschlossener und weit vorausblickender Mann erkannte er schon früh die Notwendigkeit des Zusammenschlusses mehrerer Einmannbetriebe zu einem

modernen, gut ausgerüsteten Tischlereibetriebes. So war er die treibende Kraft für das Zustandekommen der »Tischlereigenossenschaft Passeier- im Jahre 1966. Diesen genossenschaftlichen Betrieb leitete Karl über viele Jahre hin mit Umsicht und großem Erfolg. Zudem stand der Verstorbene beinahe durch zwei Jahrzehnte zuerst als Obmannstellvertreter und bald als Obmann des Verwaltungsrates der örtlichen Raiffeisenkasse vor. Für seine ehrliche und gewissenhafte Arbeit auf diesem verantwortungsvollem Posten wurde ihm von der Vereinigung der Raiffeisenkassen Italiens in Rom im Jahre 1987 die Verdienstmedaille in Gold verliehen. In der Verwaltungsperiode 1969 bis 1974 gehörte der Handwerksmeister zudem noch dem Gemeinderat von St. Martin an. Neben den vielen beruflichen und ehrenamtlichen Verpflichtungen fand der Huli-Karl aber stets noch Zeit für seine Familie und für mehrere Vereine, welche das Gemeinschaftsleben bereichern. Durch Jahre hin war er Mitglied des Alpenvereines, des Bergrettungsdienstes, der Freiwilligen Feuerwehr, der Schützenkompanie und des Goaßlschnöllervereins. Als heimatverbundener Mensch sah er es als Ehrensache an, dem örtlichen Heimatmuseumsverein mit Rat und Tat beizustehen. Unter den vielen Freizeitvereinen, denen er jahrzehntelang die Treue hielt, nahm der Jägerverein eine besondere Stelle ein. Von Jugend an hatte er sich dem Weidwerk verschrieben und wann immer es ihm möglich war, hielt er sich zur Jagd oder auch nur zum Beobachten der Tiere im Walde auf. Dabei fand er, wir er oft erklärte, Ablenkung und Erholung von der Hast des Alltags. Als sich der lange Trauerzug von der Martinskapelle aus in Bewegung setzte - den Kodukt führte Ortspfarrer Michael Pirpamer - , reihten sich die zahlreichen Vertreter der bereits genannten Vereine und Körperschaften mit ihren Kränzen und Blumengebinden nacheinander ein. Hinter dem Sarg, den Jagdkameraden des Verstorbenen trugen, folgten die Trauerfamilie, die vielen Verwandten und schließlich die vielen Hunderte betender Männer und Frauen. Die Pfarrkirche konnte von den ca. 1.500 Trauergästen wohl nur die Hälfte beim Sterbegottesdienst fassen. Nach der Einsegnung der Leiche am Friedhof, spielte ein Bläserquartett abschließend noch die Trauerweise »Näher mein Gott zu Dir«, während dessen die Vereinsfahnen über dem Sarg zum letzten Gruß sich senkten. Das Blumenmeer auf dem frischen Grabe war ein spontaner und ehrlich empfundener Ausdruck der Wertschätzung von seiten der Bevölkerung für den bescheidenen, stets hilfsbereiten Mitbürger. Wenn Karl auch in seiner Familie, im Betrieb und im dörflichen Vereinsleben eine schmerzliche Lücke hinterläßt, - sein geistiges Werk bleibt bestehen. Sepp Haller

Alois Gufler "Thomas Luis"

Als im September 1993 der Thomas Luis unter großer Beteiligung aus nah und fern in Pfelders zu Grabe getragen wurde, war die Hohe Wilde, die dem Luis schon in die Wiege geschaut hat, von dunklen, schweren Gewitterwolken verdeckt. Der Himmel öffnete dann seine Schleusen, als ob auch er in die Trauer einstimmen würde, denn mit dem Thomas war ein Stück Altpfelders heimgegangen. Der Luis wurde als Elfter von vierzehn Geschwistern am 22. November 1916 am Thomas-Hof in Pfelders geboren. Und daß nur der "Vogel zum Fliegen, der Mensch aber zur Arbeit geboren" ist, das wurde ihm schon von früher Jugend an beigebracht. So wuchs er am Fuße der Ötztaler Bergwelt zu einem tüchtigen, lebensfrohen Menschen heran. Ob im Winter auf zwei primitiven Brettern oder im Sommer als "Mohder" dem Borst zu Leibe rückend, die Bergwelt war dem Luis von Kindheit an vertraut. Auch die Steiglein über Hänge, Schroffen und Gletscherspalten auf dem Weg ins Ötztal waren ihm besonders bekannt. Spannend war es ihm zuzuhorchen, wenn er von solchen Wegen, von Gefahren und Abenteuern der Zeit als Schmuggler erzählte. Er hatte stets einen guten Schutzengel an seiner Seite, und als schneidiger Pfelderer hat er alle Hürden übersprungen. 1937 wurde er zum Militär nach Pisa eingezogen. In den Kriegsjahren kam er erst nach Finnland, dann nach Lettland, wo er in Gefangenschaft geriet. Er hatte das Glück wieder gesund heimzukommen. Nach dem Krieg pachtete er den Stuber • Laden, der damals noch im Stuber Kasten untergebracht war. Viel wurde im Laden nicht gekauft, denn damals war das "nuimoudische Gfraas" noch nicht so im Umlauf, jedenfalls noch nicht in


Passeirer Blatt / März 1994

Seite 15/ Nr. 4

Pfelders. Aber neben Musmehl, Knödelweggen, Seife, Bürsten, Besen und die Kastanien für die Krapfenfülle und die "Söilsuppe" waren die Schuhnägel, Drahtstiften und das Petroleum wichtige Handelsartikel. Das gute Pfelderer "Schmolz" und die frischen "Goggilr" verschacherte der Luis in Meran. Er war der erste Autobesitzer in Pfelders. Auf dem Jeep wurden Gesunde wie Kranke und auch mancher Gast verfrachtet. Für die Pfelderer war der Luis nicht nur Kaufmann sondern auch Frächter und Taxi geworden. Am 11. Mai 1950 heiratete er Kreszenz Pfitscher und legte so den Grundstein für ein harmonisches Eheleben. Erst wohnten sie im Peatr Häusl, dann beim Stuber, bis endlich 1956 das eigene Heim erbaut werden konnte. Dort wurde auch der Laden untergebracht, der vorher ins Gasthaus Weißes Kreuz übersiedelt war. Mit dem Fremdenverkehr, der sich in Pfelders langsam entwickelte, blühte auch das Geschäft auf. In den fünfziger Jahren säumte der Luis für die Finanzer zu den Hütten im Timmelstal und unter der Stettiner Hütte. Dann begann er auch die Milch der Pfelderer nach St. Martin zu liefern. Das Aufund Abladen der Kannen war im Winter bei Schnee und Kälte bestimmt kein Vergnügen. So kutschierte er täglich durch das Tal und war nicht nur den Pseirern sondern auch vielen Meranern wohl bekannt. Auf der Rückfahrt reichte die Zeit oft noch für einen Watter in irgend einem Gasthaus. Bedrückt beugte sich der Luis dem Willen Gottes, als am 2. Februar 1964 seine Frau Zenzl in die ewige Heimat abberufen wurde und er mit drei minderjährigen Kindern sich zurechtfinden mußte. Er war ihnen ein treubesörgter, liebevoller Vater. Doch wer kann die Mutter ersetzen? Die Seele des Geschäftes wurde dann die Tochter Lydia, das seit dem Tode des Vaters nun der Sohn Gotthard weiterführt. In den letzten Jahren war das Holzhacken dem Luis die liebste Freizeitbeschäftigung. Er sagte sogar einmal: "Wenn i amol niamr bin, nor wert ös woll kuan Holz mear hobn!" Nun ist der Luis nicht mehr. Mit ihm ist ein humorvoller, aufrechter, ehrlicher Hinterpasseirer heimgegangen. Er ruht auf dem Pfelderer Friedhof inmitten der herrlichen Bergwelt und wird seinen Kindern Gotthard, Lydia und Hermann auch jetzt noch in hellen wie in dunklen Stunden nahe sein. A.L.

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Punkr Passr Passr Punkr

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Dr Soltausr Punkr plindrt in dr Passr ochn wer drheppn eppr in? Ich nicht drbai, isch saubr glaich isch holt a Punkr in dr Passr drin. A.L.

Franz Josef King

Cav. Uff. - Ehrenbürger St. Martin in Passeier

der Gemeinde

Am Mittwoch, den 17. November 1993 verstarb in Schramberg/Schwarzwald Herr Franz Josef King im Alter von 74 Jahren. Zur Trauerfeier, welche am Dienstag, den 23. November 93 um 19.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Heilig Geist in Schramberg stattfand, reiste der Bürgermeister und einige Gemeinderäte der Gemeindeverwaltung St. Martin, dessen Ehrenbürger der Verstorbene war. Zu diesem Anlaß wurde auch die Gemeindefahne, welche Herr King am 15. Oktober 1973 der Gemeinde spendierte, mitgenommen und gehißt. Zur gleichen Zeit wurde in der Pfarrkirche St. Martin eine HI. Messe zu Ehren des Verstorbenen gefeiert. Die große Beteiligung an der Meßfeier zeigte die hohe Wertschätzung des Herrn King. Herr King hat in über 40 Jahren mit großem Fleiß und Einsatz die Entwicklung der King-Betriebe in Schramberg/Schwarzwald und hier in St. Martin in Passeier bestimmt und geführt. Sein von hoher Verantwortungsbereitschaft und unternehmerischem Risiko geprägtes Handeln setzte er bis zum Schluß zum Wohle des Unternehmens ein und führte die Betriebe aus den bescheidenen Anfängen zum heutigen Ansehen. Herr Franz Josef King wurde am 31.03.1919 in Feldbach/Deutschland geboren. Schon früh arbeitete Herr King im elterlichen Betrieb mit. Im Jahr 1944 heiratete er Frau Wilma Schneider. Aus der Ehe entsprossen 3 Kinder, 1 Tochter und 2 Söhne. Im Jahr 1949 übernahm Herr King den elterlichen Betrieb in Schramberg. Im Jahr 1962 weilte Franz Josef King zum ersten Mal in der Meraner Gegend um einen geeigneten Standort für sein Zweigwerk zu suchen. Die Wahl fiel auf St. Martin und im gleichen Jahr wurde der Betrieb eröffnet. Im

Herbst 1969 wurde ein weiteres Zweigwerk in St. Pankraz in Ulten eröffnet. Im Jahr 1972 wurde Herr King zum Ehrenbürger der Gemeinde St. Martin ernannt, 1 Jahr darauf der zweite Erweiterungsbau feierlich eröffnet. Der damalige Landesindustrieassessor Dr. Franz Spögler anerkannte die Pionierleistung des Unternehmers King, der als einer der ersten ausländischen Unternehmer ein Südtiroler Seitental als Standort für ein Zweigwerk ausgesucht hatte. »Die Fabriken müssen zu den Arbeitern gebracht werden und nicht die Arbeiter zu den Fabriken«, betonte der Firmenchef bei der Feier. Dieses soziale Verständnis hoben vorallem der damalige ASGB Gewerkschafter Wilhelm Erschbaumer und KVW Bezirksobmann Sepp Gamper besonders hervor. Die soziale Bedeutung der King-Fabrik für das Dorf St. Martin wußte bereits damals Bürgermeister Auer zu schätzen. Die Fabrik beschäftigte rund 120 weibliche Arbeitskräfte aus dem Tal. Die Fa. King war auch der erste Betrieb, der den Arbeiterinnen Teilzeitund Heimarbeit möglich machte. Im Jahr 1980 wurde Herrn Franz Josef King der Titel eines Cavaliere Ufficiale der Italienischen Regierung verliehen. Schmerzlich war für Herrn King und seiner Familie der Verlust seiner Tochter Silvia, die im März 1985 verstarb und für die Hinterbliebenen eine große Lücke hinterließ. Heute beschäftigt die Fa. King Italiana im Werk St. Martin rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Passeiertai, davon die meisten aus St. Martin . Die Fa. King hat den Aufschwung und den heutigen Stellenwert des Dorfes wesentlich geprägt. Wenn in St. Martin in den Siebzigerjahren so viel gebaut worden ist, so nicht zuletzt deswegen, weil viele Frauen die Möglichkeit hatten am Familieneinkommen mitzuverdienen. Der soziale Gedanke und das Verständnis des einstigen Firmenpionieres King wird von seinen Nachkommen weitergetragen und der Aufschwung des Dorfes wird ein Zeugnis bleiben. Die Bevölkerung, vorallen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des King-Unternehmens werden dem Cav. Uff. und Ehrenbürger der Gemeinde Franz Josef King ein ehrenwertes Andenken bewahren.

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Was aus werts rinnt

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Was aus werts rinnt wert nia in werts rinnnin und die Hoach Wilde blaip olm in Pfeldrs dinnin. Eppis Toats wert min nia schraien heam und was alt isch wert nia jingr wem. Lai mit'n Gipiß, zem ischis ondrt, wenn s Olte vourzua ausrwondrt, nor siggsche wollte bald, giwiß an oits Semestr, mit an jungin Gipiß. A.L.


Seite 161 Nr. 1

Passeirer Blatt 1 März 1994

Hausmüll verbrennen ist ein Gesundheitsrisi ko! Wer Hausmüll verbrennt, schadet sich und den in 50 m Umkreis lebenden Nachbarn am meisten. Durch Verbrennen von bunten illustrierten, beschichtetem Papier (z.B. Milchkarton), Kunststoff und anderen Abfällen im Haushalt erfolgt eine wesentliche Beeinträchtigung der Luft und Lebensqualität. Die bei der Verbrennung entstehende Salzsäure, die entstehenden Phenole, Formaldehyde und Dioxine, letztere sind krebsfördernde Substanzen, sowie die Schwermetalle und die Geruchsbelästigung haben bedenkliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser aller Umwelt. Bedenken Sie: Bei einem 10 m hohen Kamin verbleiben 50 % der Schadstoffe in einem Umkreis von 10 Metern. Zudem riskiert man mit der Müllverbrennung eine vorzeitige Kaminverschlakkung bzw. Abnützung durch Säurebildung. Durch die getrennte Müllsammlung können die meisten Altstoffe einer Wiederverwertung zugeführt werden; die Materialien, die Sie nicht getrennt sammeln können, meiden Sie am besten bereits beim Einkauf oder entsorgen Sie über den Restmüll. Helfen Sie mit, die Umwelt für unsere Kinder zu erhalten! Die Umweltberaterin Inge Orehek

Bezirksgemeinschaft bietet Umweltberatung

Seit Anfang des Jahres ist in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt eine Umweltberaterin im Einsatz. Umweltberatung, eine völlig neue Dienstleistung hierzulande, wird in unseren Nachbarländern bereits seit Jahren rege in Anspruch genommen. Was macht nun eine Umweltberaterin? Es ist das Anliegen und Bestreben eines Umweltberaters, die Mitmenschen durch Aufklärung und Sensibilisierung auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen, die Bürger über Vermeidungsmöglichkeiten bzw. Alternativen zu informieren. Der Umweltberater möchte Kontaktperson für die Bürger sein, um die Probleme der "Alltagsökologie" zu lösen. Unter Alltagsökologie versteht man eine Ökologie, die vom Abfall, über die Ökologie im Haushalt, bis hin zur Ernährung und Gesundheit reicht. Frau Inge Orehek, unsere Umweltberaterin, ist seit Jahren in Südtirol als Gesundheitsberaterin bekannt und Ihr Buch "Vollwertküche in Südtirol", ist bereits in der 2. Auflage erschienen. Sie hat vor drei Jahren mit der Ausbildung zur Umweltberaterin begonnen und im Juli letzten Jahres die Prüfung mit Aus-

zeichnung bestanden. Es war ihr ein Anliegen, im Umweltschutzbereich tätig zu werden, weil ihr die Erfahrung in ihren Kursen immer wieder gezeigt hat, wie notwendig Aufklärung ist, um Fehler bzw. Fehlverhalten zu vermeiden. Ihr ist bewußt, daß Erfolge nicht leicht zu erreichen sein werden, da Gewohnheiten der Menschen zu ändern erfahrungsgemäß sehr schwierig ist. Sie bittet daher um Verständnis und um Zusammenarbeit. Wenn sie Beratung oder Information in den Bereichen umweltfreundliches Putzen Wassersparen ökologisches Gärtnern Kompostierung Müll-Vermeidung ökologisches Wohnen gesunde Kleidung Gesundheitsberatung usw. wünschen, so rufen sie bitte Montag von 8.00 bis 12.00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Meran an. Telefon: 232700. Sie können einen Beratungstermin vereinbaren oder auch nur Unterlagen über eines Ihrer Problem-Themen anfordern.

Sprechstunden der Sozialassistentin

Die Sozialassistentin, Frau Schwembacher Margret ist ab sofort - jeden 1. und 3. Mittwoch des Monats von 9.00 - 11.00 Uhr im Gemeindehaus in Moos und - jeden 2. und 4. Mittwoch des Monats von 9.00 - 11.00 Uhr im Gemeindehaus in St. Leonhard und - am Mittwoch Nachmittag von 14.30 - 16.30 Uhr im Gemeindehaus in St. Martin erreichbar. In Meran, Palais Esplanade, Sandplatz Nr. 10 IV. Stock, Amt für Allgemeinen Sozialdienst ist die Sozialassistentin für telef. Terminvereinbarung (täglich möglich) unter der Tel. 25 22 81 erreichbar. Der Direktor der Sozialdienste Dr. Prossliner Reinhard

IMPRESSUM: Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Dr. Harald Haller, Robert Haniger, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Arnold Rinner, Dr. Hans Schwarz, Dr. Karl Spergser, Sepp Öttl. Druck: Fliridruck, Meran, Goethestraße 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Fleischmann.

Wir gratulieren zur Geburt

J~

Gemeinde St. Leonhard Augscheller Siglinde, 15.11.1993, Kammerveiterstr. 36 Bacher Verena, 22.11.1993, Weingartweg 17 Enz Thomas, 06.01.1994, Walten 63 Haller Florian, 06.01.1994, Schloßweg 35 Hofer Claudia, 13.01.1994, Schloßweg 12 Kofler Sabrina, 13.02.1994, Schweinsteg 26 Pichler Lucas, 19.02.1994, Passeirerstr. 76 Pircher Julia, 10.12.1993, Kirchweg 8 Pircher Patrick, 26.01.1994, Happergweg 19 Pixner Elisabeth, 12.02.1994, Mörre 50 Santoni Lukas, 05.01.1994, Jaufenstr. 7 Tschöll Julia, 28.02.1994, Platzerbergweg 5 Gemeinde St. Martin Angerer Katharina, 6.12.1993, Schießstandweg 3 Ennemoser Franziska, 31.01.1994, Flon - Matatz 10 IImer Matthias, 1.12.1993, Dr. Hillebrandtstr. 7/A Königsrainer Josef, 4.12.1993, Dorfstr.65 Mairginter Verena, 29.12.1993, Jaufenstr. 18 Moosmaier Florian, 7.2.1994, Kalmtal, Psairerstr. 94 IB Pfitscher Manuel, 18.01.1994, Dorfstr.24 Raffl Manuel, 23.11. 1993, Jaufenstr. 11 Zöschg Judith, 27.11.1993, Feldbauernweg 12 Gemeinde Moos in Passeier Ennemoser Patrick, 19.01.1994, Platt 21 Gufler Matthias, 07.01.1994, Dorf 97 Gufler Melanie, 19.02.1994, Dorf 27 Haas Gabriel, 19.11.1993, Stuls 22 Hofer Gabriel, 23.12.1993, Stuls 53 Kuen Markus, 08.02.1994, Stuls 51/A Öttl Michael, 15.01.1994, Stuls 32 Platter Hannes, 23.11.1993, Stuls 10 Pöhl Christian, 20.12.1993, Stuls 2/A Schweigl Daniela, 14.02.1994, Dorf 26/B

Richtigstellung zum Dorfbuch St. Leonhard

Die Herausgeber des Dorfbuches St. Leonhard stellen folgendes richtig: Im Dorfbuch wird fälschlicherweise angeführt, daß Herr Platter Anton, Lodenschneider, den Schneiderberuf nicht mehr ausübt. Richtig muß es heißen, daß er auch weiterhin Schneiderarbeiten ausführt.


Passeirer Blatt