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Nr.3 MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST.Dezember MARTIN MITIEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS 1993

15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN

25 Jahre Sportclub Passeier Aus der Geschichte des Sportclubs

Die Mannschaft der Sektion Ski mit den Spitzensportlern

Der Sportclub Passeier wurde am 15. September 1968 im Gasthof Theis auf Initiative eines Gründungskomitees ins Leben gerufen. Dieses setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Josef Ennemoser, Alois Gruber, Siegfried Innerhofer, Albert Pichler, Eduard Pixner (Theis), Josef Haller (Geschäft), Hubert Kobler, Hubert Gufler, Alois Lanthaler (Wascher), Karl Innerhofer, Valt Ennemoser und Hans Augscheller. Der damalige Vizepräsident der F.I.S.I. (Provinz Bozen), Herr Cavaliere Sandro Malpassi war Ehrengast und Versammlungsleiter. Hauptziel der Vereinsgrün-

Marc Girardelli und Hans Enn.

dung war, die Jugend mehr für den Sport zu begeistern und bessere Möglichkeiten zu schaffen, sich sportlich zu betätigen. Der Name S.C. Passeier wur-

September 2002 7. Jahrgang

de bewußt so gewählt, um die gesamte Bevölkerung des Tales anzusprechen. Aus diesem Grunde wurde auch das Talschaftswappen mit den Farben blauweiß zum Symbol des Vereines auserkoren. Zum ersten Präsidenten wurde Karl Innerhofer gewählt. Ihm zur Seite standen Josef Ennemoser (Graz-Hof) als Vizepräsident, Siegfried Innerhofer als Schriftführer, Eduard Pixner (Theis) als Kassier, sowie Alois Lanthaler (Wascher), Hubert Gufler und Klaus Hofer als Ausschußmitglieder. Der Verein hatte damals bereits 48 Mitglieder. Die Tätigkeit beschränkte sich zunächst auf den Wintersport, der hauptsächlich in Walten und am Jaufenpaß abgewickelt wurde. Im ersten Vereinsjahr wurden schon Skikurse angeboten und die Vereinsmeisterschaften in Rodeln und Ski durchgeführt. Ein erstes zonales Skirennen wurde am 2. März 1969 organisiert. Bereits am 13. Mai 1969 wurde die Sektion Fußball gegründet. Erster Sektionsleiter war Hugo Raffl, St. Martin. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß das Training auf der holprigen (heutigen) Festwiese beim Sandwirt abgewickelt wurde und daß die erste Meisterschaft auswärts in Sinich ausge(Fortsetzung

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25 Jahre Sportclub Passeier (Fortsetzung

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tragen werden mußte. In der Saison 1970/71 konnte bereits auf dem neuen Sportplatz in St. Leonhard gespielt werden. Bei der Vollversammlung im November 1970 wurde die Sektion Rodeln als neue Sektion in den Verein aufgenommen. Durch die Erweiterung des Vereins auf drei Sektionen, wurden die Aufgaben und die Verantwortung spezifiziert, den jeweiligen Sektionsleitern übertragen und vom Hauptausschuß koordiniert. Zu diesem Zeitpunkt waren für Fußball Robert Wiest, für Rodeln Eduard Pixner (Theis) und für Ski Hans Augscheller zuständig. Der Verein hatte mehr als 100 Mitglieder. Ab dem Winter 1972 hat Herr Alois Pfitscher (Locher Luis) dem Sportclub kostenlos einen Büroraum zur Verfügung gestellt. Aus Studiengründen gab Karl Innerhofer das Amt des Präsidenten an den Vizepräsidenten Josef Ennemoser ab, der dem Verein vom März bis November 1972 vorstand. Er wurde abgelöst von Hans Schwarz, der den Verein bis zum Oktober 1976 leitete. Bei der Vollversammlung 1972 wurden Michael Tschöll und Franz Tschöll beauftragt, die Leichtathletik in Passeier zu fördern. Im Juli 1973 wurde der erste AndreasHofer-Marsch veranstaltet, der sich zu einem der bekanntesten und besuchtesten Volksmärsche weit und breit entwickelte und von einem eigenen Organisationskomitee getragen wurde. Der Andreas-Hofer-Marsch wurde insgesamt 12 mal veranstaltet. In der Vollversammlung von 1973 wurde die Sektion Leichtathletik im Verein aufgenommen. Michael Tschöll wurde zum Sektionsleiter gewählt. Im Frühjahr 1974 wurde von Florian Ainhauser eine Volleyballgruppe ins Leben gerufen. Im Jahre 1974 erfolgte der Zusammenschluß des S.G. Passeier mit dem S.V. Moos. Im Juni 1975 wurde mit dem Bau der Naturrodelbahn in Platt begonnen, auf der im Laufe der Jahre viele nationale

und internationale Veranstaltungen ausgetragen wurden. Höhepunkt war sicherlich die Weltmeisterschaft im Jahre . 1980, die von einem eigenen Organisationskomitee vorbereitet wurde und ein unvergeßliches Ereignis für das ganze Tal war. Zur Freude aller Passeirer wurde Ghrista Fontana aus Moos Vizeweltmeisterin. Aber nicht nur im Rodeln, sondern auch in anderen Disziplinen haben die Athleten des S.G. Passeier hervorragende Plazierungen (auch erste Plätze) bei Landes-, Italien-, Europaund Weltmeisterschaften erzielt. Im Jahre 1982 wurde Franz Auer zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. In seine Amtszeit (1982-1986) fällt die Gründung der neuen Sektionen SkiLanglauf mit Franz Wieser (Moos), Tischtennis mit Josef Holzer und Volleyball mit Karl Innerhofer. Im Jahre 1985 wurden dem Verein von der Forst- und Domänenverwaltung im Ex-Gerichtsgebäude Räume für das Sportclubbüro zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1986 wurde Alois Pichler (Ponker, Platt) zum neuen Präsidenten gewählt. In seiner Amtszeit wurde der erste Vereins-Bus gekauft, dem dann bald darauf ein zweiter folgte. Diese Investitionen waren für den gesamten Sportverein zwar im Ankauf eine große finanzielle Belastung, haben aber im Laufe der Jahre gute Dienste geleistet und Einsparungen gebracht. Ab 1988 führte Anton Haller für zwei Jahre den Verein. In dieser Zeit wurde die Sektion Turnen mit Waltraud Lanthaler an der Spitze im Verein aufgenommen. Bei einer internen Feier im Gasthaus Theis, dem Gründungsort des Vereins, wurde ein Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre geworfen und das neue Vereinszeichen vorgestellt. Zwei Mehrkämpfe für alle Sportbegeisterten des Tales wurden organisiert. In der Amtszeit von Peter Ennemoser (1990/92) wurden die Bemühungen um die Mitarbeit und finanzielle Unterstützung durch die Eltern verstärkt. Sie zeigten konkrete Erfolge. Viele Eltern arbei-

ten jetzt in den einzelnen Sektionen mit, und jedes aktive Mitglied leistet auch seinen finanziellen Beitrag. Seit Juni.1992 ist Elmar Holzknecht Präsident des Vereins, der jetzt ca. 480 Mitglieder zählt. Der Sportclub Passeier wird um die Sektion Eissport, vertreten durch Alois Pichler (Ponker), Platt, erweitert und hat nun sieben Sektionen: Eissport, Fußball, Ski Alpin, SkiLanglauf, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Jubiläumsfeier und Rahmenveranstaltungen

In diesem Jahr konnte der Verein nun mit Stolz sein 25 jähriges Bestandsjubiläum feiern. Folgende Sektionen organisierten aus diesem Grund Veranstaltungen: Sektion Eissport: Tag der offenen Tür im neuen Eislaufplatz in Pfelders. Sektion Langlauf: Staffettenlauf in Lazins. Sektion Ski: Hindernisrennen in Pfelders. Sektion Fußball: Turnier für Freizeit- und Kampfmannschaften . Spiel der Gründungsmannschaft Altherren Terlan. Sektion Turnen: Vorführungen bei der Abschlußfeier im Vereinshaus. Sektion Volleyball: Beach-Volleyball Turnier am Sportplatz in St. Leonhard. Im November wurde außerdem eine Sportlermesse in der Pfarrkirche von St. Leonhard gefeiert, zu der vor allem die Sportler und Funktionäre eingeladen waren. Als krönender Abschluß wurde am 16.10.93 im Vereinshaus von St. Leonhard eine Jubiläumsfeier organisiert, wobei es dem SG Passeier vor allem darum ging, eine interessante, besondere Veranstaltung durchzuführen. Der kommerzielle Aspekt wurde dabei bewußt außer acht gelassen. Es wurde versucht, eine abwechslungsreiche Feier, wo für jeden etwas dabei war, über die Bühne zu bringen. Den Veranstaltern war es gelungen, mehrere namhafte Sportler und Sportärzte für eine Podiumsdiskussion zum Thema »Gesundheit und Sport- zu gewinnen. So konnten die Sportler Marc Girardelli, Morena Gallizio und Hans Enn (Ski), Andreas Zingerle und Johann Passler (Biathlon), Paul Oberhofer (Rollstuhlsportier), Hubert Schwarz (ExtremsportIer) begrüßt werden. Von den Ärzten waren Dr. Walter Hörbst, Dr. Max Regele und Physiotherapeut Herbert Alber anwesend. Die Feier begann bereits am Nachmittag mit einer Autogrammstunde. Es gab Weltmeister, Weltcupsieger, Spitzensportler "zum Anfassen«. Vor allem die Jugend ließ sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen. Durch den großen Andrang bei der Autogrammstunde konnte die offizielle Fei-


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er erst mit einiger Verspätung beginnen. Zu den Spitzensportlern gesellte sich nun auch politische Prominenz, allen voran Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, sowie die Bürgermeister von St. Leonhard und Moos, Pfitscher Konrad und Lanthaler Karl. Der Präsident des SC Passeier, Holzknecht Elmar, konnte nun vor dem zahlreich erschienenem Publikum, die offizielle Feier eröffnen. Ein erster Höhepunkt war die Ehrung verdienter und langjähriger Mitarbeiter durch den Sportclubpräsidenten und den Landeshauptmann. Dabei bekamen folgende Personen eine schöne Ehrenurkunde überreicht: Innerhofer Karl, Schwarz Hans, Auer Franz, Pichler Alois, Haller Anton, Ennemoser Peter, Holzknecht Elmar, Pixner Brigitte, Innerhofer Siegfried, EggerKarlegger Erwin, Lanthaler Albin, Pichler Erika, Stolz Alois, Girotto Vittorio, Zipperle Anton, Augscheller Johann, Senoner Gustl, Pixner Heinrich, Pixner Luis, Gufler Anton, Gufler Karl, Ennemoser

Josef, Santomaso Sandro, Kofler David Anton. Für besondere Heiterkeit sorgte der von Haller Anton sehr interessant und abwechslungsreich gestaltete Rückblick der Vereinsgeschichte mittels eines DiaVortrages, wobei teilweise »historischeBilder gezeigt wurden. Nun folgte der Hauptpunkt dieser Jubiläumsfeier. Bei der Diskussion zum Thema »Gesundheit und Sport- wurden verschiedene Aspekte aufgeworfen und vor allem die Ausführungen der Spitzensportler Giradelli und Enn wurden aufmerksam verfolgt. Kritische Stimmen kamen immer wieder von den Ärzten, die vor einer Überbelastung des Körpers warnten. Nachdem die Diskussion zu Ende war, und die Mädchen der Sektion Turnen einige gekonnte Darbietungen gezeigt hatten, wurde zum gemütlichen Teil übergegangen. Mit einem köstlichen Mahl und bei Tanzmusik klang dieser interessante Abend aus. A.H. und E.EK.

Der Landeshauptmannehrt ehemalige Präsidenten.

(Foto Stasehitz)

Dienst für Diät und Ernährung im Sprengel St. Leonhard Wie bereits durch die Gemeindeblätter bekanntgegeben, wird seit 02.11.93, durch den Beschluß der Sanitätseinheit West, der Bevölkerung des Passeiertals der Dienst für Diät und Ernährung im Sprengel St. Leonhard, Mittelschule Kirchweg 2 angeboten. Der Dienst wird durch die diplomierte Diätassistentin Prenn Elisabeth, wohnhaft in Meran, vertreten! Neben der individuellen Aufklärung und Beratung, in Form von persönlichen Gesprächen, von Ernährungsfehlern und falschen Ernährungsgewohnheiten, die im Laufe der Zeit zu Fehlernährungen, Übergewicht, erhöhten Blutwerten und schließlich zu Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Kreislaufstörungen, Gicht, Bluthochdruck, Leberfunktionsstörungen führen können, gehört auch die Betreuung der Mensen in Altersheimen, Kindergärten, Schulen usw. zu meinem Aufgabengebiet. Auf Anfragen hin weitet sich mein Aufgabengebiet auch auf schulische Institutionen (Gesundheitserziehung in der Schule) und andere Fortbildungsstätten wie KVW, Lebenshilfe und sonstige Vereine aus. Ernährungsfehler beschränken sich aber nicht unbedingt nur auf eine falsche Nahrungsmittelauswahl, sondern greifen über auf andere Sitten und Bräuche und noch öfters auf psychosoziale Faktoren. Zum Essen gehört auch, neben der eigentlichen Nahrungsaufnahme, der Einkauf und die Vor- und Zubereitung der Nahrungsmittel. Bereits in diesen Vorgängen bedarf es einer Sensibilisierung in der Bevölkerung, um das Warum, das Wann, das Wie und Was besser unter Kontrolle zu bringen. Der Dienst für Diät und Ernährung steht auch jederzeit für persönliche Beratungen und Fragen zur Verfügung. Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 12.30 und von 13 Uhr bis 16.30 Freitag von 8 Uhr bis 14 Uhr Weiters werde ich in Zukunft, je nach Bedarf und um den jeweiligen Patienten entgegenzukommen, AußendienststeIlen in Moos und in St. Martin eröffnen. Dies wird jedoch rechtzeitig mitgeteilt! Wer diesen Dienst in Anspruch nimmt, benötigt eine Einweisung des Hausarztes! Anmeldungen werden unter folgender Telefonnummer entgegengenommen: Tel. 656759 Elisabeth Prenn


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Neuer Tanklöschwagen für die Freiwillige Feuerwehr Saltaus Am 26. September wurde in Saltaus in Passeier das neue Tanklöschfahrzeug gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Zu Beginn der Feier stand der Einzug mit der Musikkapelle Saltaus, Abordnungen der Feuerwehren des Tales, Riffian und Tall wie auch des Bezirksverbandes von Meran zur Feuerwehrhalle, wo anschließend Pfarrer Michael Pirpamer den Festgottesdienst zelebrierte. Anschließend konnte der Kommandant Anton Pircher bei seiner Ansprache zahlreiche Ehrengäste, darunter die Fahrzeugpatinen Frau Amalia Pichler und Frau Resi Platter, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Vertreter der Gemeindeverwaltung, Bezirkspräsident Hubert Eisendie, Abschnittsinspektor Anton Platter, alle Kommandanten des Abschnittes, wie auch der FF. Riffian und Tall, den Obmann der Raiffeisenkasse St. Martin Herrn Se pp Öttl und Herrn Theodor Marte, der uns dieses Fahrzeug geliefert hat, herzlichst begrüßen. Weiters erläuterte er die technischen Merkmale und Vorzüge des TLFA Mercedes 917, auf die man beim Kauf den größten Wert legte. Der 170 Ps starke 4-Rad-angetriebene Lkw mit Singel Bereifung wurde von der Firma Marte aus Vorarlberg aufgebaut. Der Tank beinhaltet 2000 Liter Wasser und ist mit einer 1600 Liter kombinierten Ziegler Nieder-Hochdruckpumpe ausgestattet. Weiters beinhaltet dieses Fahrzeug 3 Atemschutzgeräte, 8 KVA Stromaggregat mit Lichtmast, Schaumgeräte mit Schaummittel, den Normen entspre-

chendes Schlauchmaterial und verschiedene Armaturen zur Brandbekämpfung. Das sehr geländegängige und relativ schmale Fahrzeug ist für die Fraktion Saltaus, die ja Ausgangspunkt zweier Berghoferschließungsstraßen mit ca. 40 Berghöfen ist, bestens geeignet. Für die Finanzierung dieses Fahrzeuges dankte der Kommandant der Gemeinde St. Martin für den großzügigen Beitrag von 100.000.000.- Lire, dem Bezirksverband für den ebenso beträchtlichen Betrag von Lire 44.000.000.- aus der Landesfeuerwehrkasse, der Raiffeisenkasse St. Martin für 16.000.000.- Lire und der Raiffeisenkasse St. Leonhard für 2.000.000.- Lire, wie auch den beiden Patinen für ihre ehrenwerte Aufgabe. Er bedankte sich auch bei den Mitgliedern der Feuerwehr, weiche beispielhaft durch ihren großen Einsatz bei verschiedenen Veranstaltungen dazu beitrugen, einen ziemlich beträchtlichen Teil durch Eigenmittel zu finanzieren. Bürgermeister Hermann Pirpamer hob in seiner Festrede den über 40 jährigen Einsatz der FF. Saltaus hervor und unterstrich die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Er räumte mit ein, daß die Gemeindeverwaltung bei ihrer letzten Sitzung einen nochmaligen Beitrag von 15.000.000.- Lire genehmigte, um den entstandenen Kursverlust in Grenzen zu halten. Bezirkspräsident Hubert Eisendie beglückwünschte die FF. Saltaus zum Ankauf dieses Fahrzeugs das eine technisch qualitative Aufrüstung ist und nicht, wie so oft behauptet ein Wettrüsten. Er fordert alle Fahrer auf mit Ver-

nunft sich hinter das Lenkrad zu setzen. Abschließend wurde die gesamte Bevölkerung zu einem Umtrunk und zur Besichtigung des neuen Fahrzeuges und der Feuerwehrhalle eingeladen. Die Feier ging mit einem Frühschoppen, bei dem die Musikkapelle St. Paul bei Holzheim, BRD aufspielte weiter und endete mit einem gemeinsamen Mittagessen für Ehrengäste, Musikkapelle und Feuerwehrmänner. P. J.

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Wou's dr seil isch?

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Ibr'n Kolmr a Stearn wou's eppr dr seil uane isch der in die Hirtn gizoag hot wou sie IHN fintn DEN miar ollewail nou suachn? A.L.

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Trink- und Löschwasser

Kehrer- Torggl-Höfe

Die Versorgung der Gemeindebürger mit Trink- und Löschwasser gehört sicherlich zu den vordergründlichsten Aufgaben einer Gemeindeverwaltung. Während sich anderorts die Gemeinde selbst als Bauherr betätigt, beschritt man in Außerschweinsteg diesen Weg über eine Interessentenschaft. Diese beauftragte im Jahre 1990 Herrn Ing. Dorfer mit der Planung der insgesamt 3000 Meter langen Leitung, welche die Fassungsstelle beim Ruendler Wald vorsieht und bis zu den Torggl-Höfen führt. Damit wurden 6 Bauernhöfe sowie einige Privathäuser mit dem lebensnotwendigen Naß versorgt. Das genehmigte Projekt wurde im Jahr 1992 vom neu gegründeten Konsortium Schweinsteg-Mörre unter der Führung von Johann Gilg übernommen, und im Spätherbst desselben Jahres konnte mit den eigentlichen Grabungsarbeiten begonnen werden. Da der Großteil der Arbeiten in Eigenregie durchgeführt wurde, schritten die Arbeiten zügig voran und konnten bereits ein Jahr später, also im Herbst 1993 abgeschlossen werden. Bei einer schlichten Einweihungsfeier Ende Oktober brachten die neu erschlossenen Hof- und Hausbesitzer ihre Freude und Genugtuung über die gelungenen Arbeiten zum Ausdruck, wobei auch den Institutionen wie Land und Gemeinde für die finanzielle und moralische Unterstützung gedankt wurde. Die Kosten belaufen sich auf ca. 270 Millionen Lire, wobei 80% der Kosten über das sogenannte Vierergesetz (Gesetz zur Förderung Berglandwirtschaft) finanziert wurden.

A. P.


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100 Jahre Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier Voller Stolz und Zuversicht blickte die Raiffeisenkasse St. Martin unlängst auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück. Die zahlreiche Teilnahme der Ehrengäste mit Landeshauptmann Luis Durnwalder an der Spitze, der örtlichen Bevölkerung sowie der Urlaubsgäste am Festakt zeugten dafür, daß die Kasse heute die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Dorfes bedeutend mitbestimmt und ein fester Bezugspunkt für Handelstreibende, Handwerker, Industrie, Angestellte und Arbeiter ist. Die Redner schilderten eindrucksvoll die wechselvolle Passeirer Geschichte mit allen Höhenflügen und Wellentälern, welche die Raiffeisenkasse vorbildlich gemeistert hat und sich nicht zuletzt gerade deshalb zu einer standhaften lokalen Bank entwickelt hat. Heute sind ihr moralisches Kapital rund 400 Mitglieder, das

Eigenkapital beträgt 6 Milliarden Lire, die Einlagen, welche von 12 Mitarbeitern verwaltet werden, belaufen sich auf rund 40 Milliarden Lire. Auf dieser Grundlage fühlt sich die Kasse den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Landeshauptmann Luis Durnwalder verwies auf den wirtschaftlichen Fortschritt der Passeirer und lobte den Fleiß der Bevölkerung. Er würdigte gleichzeitig das Bemühen der Raiffeisenkasse, den Spargedanken zu wecken und zu fördern und hob die vielfältige Hilfe derselben gegenüber den örtlichen Vereinen lobend hervor. Der Verband der Raiffeisenkassen Italiens (Federcasse) nutzte den festlichen Anlaß, um die Herren Johann Verdorfer und Heinrich Ennemoser für besondere Verdienste um das Genossenschafts-

Der Obmann der Raiffeisenkasse St. Martin, Sepp Öttl, bei seiner Festansprache. Foto Stasehitz

Die 1OO-Jahr-Feiervor dem Raiffeisenkassengebäude.

Foto Stasehitz

wesen mit der goldenen Medaille der Organisation auszuzeichnen. Im Rahmen der Feier wurden zahlreiche langjährige Mitglieder für ihre Treue und Verbundenheit zur Raiffeisenkasse geehrt. Anschließend wurde von den Festgästen das Heimatmuseum im Untergeschoß des Bankgebäudes und ein Notarztwagen des Landesrettungsdienstes »Weißes Kreuz« besichtigt, dessen Ankauf von der Raiffeisenkasse unterstützt wurde. Die Feierlichkeiten umrahmten die örtliche Musikkapelle, die Böhmische von Saltaus und der Schneeberger Knappenverein sowie einige »Goaßlschnöller«, Mit einem unterhaltsamen Buffet für Mitglieder und Kunden, sowie einem gemeinsamen Festmahl für Mitwirkende und Ehrengäste klang das runde Jubiläum aus. Raika St. Martin

Alle haben sie etwas gemeinsam:

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Rom - 48 Jahre später Nicht die via Cardinale auf der Maria Schweigl geb. Vantsch da zu sehen ist, hat ihrem Leben eine große Wende, und schweres Leid gebracht, sondern die via Rasella in der ihr Mann sein Leben lassen mußte. Am 28. März 1940 schritt Maria Vantsch, als Braut, mit ihrem Bräutigam Hans Schweigl in der Pfarrkirche zu Moos zum Traualtar. Am 12. April 1941 schenkte sie einem Sohn und am 3. März 1943 einer Tochter das Leben. Am 8. Oktober 1943 wurde ihr Mann, der Hans, zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Der "SS« wurde er zugeteilt. Er kam zuerst nach Gries bei Bozen, dann nach Gossensaß und am 22. Februar 1944 nach Rom. Dort mußte die Truppe stets morgens früh die Straßen Roms durchstreifen und auf dem Rückweg wurde der Hans, mit ihm noch 31 Südtiroler durch eine hinterhältige Explosion getötet. Er fiel seinem Kameraden und Nachbarn Josef Fleischmann tot vor die Füße. An den Ufern des Tiber wurden die Krieger begraben. Maria erfuhr vom Heldentod ihres Hans genau an ihrem 4. Hochzeitstag, am 28. März 1944. 1949 stand es um die Gesundheit der Maria nicht besonders gut. Vom Februar bis April war sie krank und zeitweise in der Klinik in Martinsbrunn. Gerade zwei Tage nach einer Operation, brachte ihr die Schwägerin einen Brief mit der Nachricht; sie könnte die sterblichen Überreste ihres Mannes überführen lassen und in der Heimaterde zur letzten Ruhe betten. Wenn sie ihn in einem Sarg transportieren ließe, würde es 40.000 Lire kosten, wenn sie seine Gebeine aber nur in einem Sack überführen ließe, so würde das 25.000 Lire kosten. Schweren Herzens mußte Frau Maria antworten: »Es geht nicht, ich habe das Geld nicht, ich bring es nicht auflSie mußte ja ihre Operationen, Medizinen, Ärzte und das ganze Drum und Dran aus eigener Tasche bezahlen, denn damals gab es noch keine Krankenkasse. Außerdem ist das Tondele Höfl ein kleines Höfl. So wurde der Hans mit vielen anderen auf den SoldatenFriedhof Pomezia überführt. Maria Vantsch hat viele Tiefen durchschritten, viele mühevollen Tage erlebt und kummervolle Nächte durchwacht. Indessen sind 48 Jahre vergangen. Als voriges Jahr ein Christbaum von Moos nach Rom geliefert wurde, um dort auf dem Petersplatz entzündet zu werden, fuhren auch viele Hinterpasseirer nach Rom um dies zu erleben. Da entschloß sich auch die Tondele

Mutter Maria Vantsch mitzufahren, in der Hoffnung, das Grab ihres Mannes besuchen zu können. Einen Blumenstrauß, getrocknete, rote Rosen wollte

sie ihm bringen und ein Licht anzünden. Aber Rom entpuppte sich größer als das Dörflein Moos. Bis Maria den Friedhof endlich erfragte, war es später Samstag Abend. Um 10 Uhr war für Sonntag die Heimreise angesagt. Mit einem Taxi wollte sie am frühen Vormittag nach Pomezia auf den Friedhof fahren. Drei Stunden sagte der Fahrer würde er brauchen bis er wieder zurück wäre. Das ging dann zeitlich nicht mehr. Im Hintergrund die Peterskuppel, den Blumenstrauß, die getrockneten, roten Rosen in der Hand, in den Augen eine heiße Träne und den Weihnachtswunsch begrabend, so stand die Tondele Mutter am 20. Dezember vorigen Jahres in der via Cardinale für die Heimreise bereit. Die roten Rosen lege ich der Schmerzensmutter in der Pfarrkirche von Moos zu Füßen, die via Rassella, wo der Hans erschossen wurde, habe ich gesehen, sagte sie und lang dauert es ja nicht mehr, dann sehe ich auch den Hans, ich bin ja schon über 80. Aber alle die mit ihr nach Rom gefahren sind, wünschen der Tondele Mutter noch viele gesunde Jahre, einen recht geruhsamen Lebensabend. A.L.

Die Hofkapelle - Beispiel eines gut gelungenen Gemeinschaftswerkes Die Hofkapelle - Beispiel eines gut gelungenen Gemeinschaftswerkes Seit über einem Jahr schon steht der gediegene Bau der neuen Kapelle nahezu fertig da, und es bedurfte nur mehr der Weihe des kleinen Kirchleins, um offiziell als Gotteshaus und Gebetsstätte für die Gläubigen zu dienen. Am Sonntag, den 21. Nov. 1993 war es schließlich soweit. Früh am Nachmittag strömBewohner der Fraktion ten viele Prantach beim renovierten und von E.1. finanzierten Bildstock am alten Fartleiserweg zusammen und erwarteten dort die Geistlichkeit. Sogar die Blasmusikkapelle von Saltaus in der schmucken Taltracht war zum festlichen Anlaß der Kapellenweihe erschienen, um mit ihrem Spiel die Feier zu verschönern. Trotz der winterlichen Wegverhältnisse scheuten auch einige Dorfbewohner vom nahen St. Martin den etwas glatten Weg zum Kirchlein nicht. Auch sie wollten der Weihefeier und dem ersten Gottesdienst in der Kapelle beiwohnen. Nach dem Eintreffen von Monsignore Pius Holzknecht, dem Delegierten des Bischofs, und Hochw. Michael Pirpamer, Pfarrer von St. Martin, begrüßte der Fraktionsvorsteher Albin IImer die Geistlichen und bat sie, zuerst den neugestalteten Bildstock (im Passeier auch Kapelle genannt) am Waldrand zu seg-

nen. Darauf zogen die vielen Anwesenden - über 150 - unter den Klängen der Musikkapelle den verschneiten aber flachen Weg der neuen Kapelle zu. Vor dem Kirchlein begrüßte Herr IImer alle übrigen Anwesenden und die Ehrengäste, allen voran den Bürgermeister der Gemeinde St. Leonhard, Herrn Konrad Pfitscher. Er dankte allen für's Kommen und für's Mitfeiern, ganz besonders aber der Musikkapelle und den Priestern. In einem kurzen Bericht gab er dann Rechenschaft und informierte die Anwesenden über das Zustandekommen des neuen Kirchleins, welches an der selben Stelle, wo bis zum Jahre 1988 das alte und in letzter Zeit baufällige Kirchlein gestanden hatte, errichtet wurde. Er wies dabei besonders darauf hin, daß die Prantacher Bevölkerung den Neubau zum Großteil selbst finanziert und geschaffen hat. Über eintausend Arbeitsstunden, wovon die meisten als unentgeltliche Tagschichten geleistet worden sind, wurden für die Errichtung des Gebäudes aufgewendet. Zwei Bauern, W. P. und A. I. haben die Baumaterialien und das Bauholz gratis zur Verfügung gestellt; die Gebrüder Tschöll führten kostenlos alle Maurerarbeiten durch; S. P. schnitt die vielen Schindeln zurecht, während einige andere Handwerker und Industriebetriebe sehr ihre übernommenen Arbeiten


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preisgünstig erledigten bzw. manche Gegenstände wie Türen und Fensterrahmen der Kirche zum Geschenke machten. Gedankt wurde besonders dem Projektanten M. H. sowie der Künstlerin Frau M., welche die schönen und sinnvoll gestalteten bunten Glasfenster in Bleirahmen entworfen hat. Ihnen allen sowie den Spendern von finanziellen Beiträgen, so die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard, die Pfarrgemeinde St. Martin, die Verkehrsvereine und andere Firmen und viele private Gönner, wurde mit einem aufrichtigen Vergelt's Gott gedankt. - Anschließend ergirff Bürgermeister Pfitscher das Wort. Er gratulierte den Prantachern zum gelungenen Bauwerk und hob besonders hervor, daß das Kirchlein mit kleinen finanziellem Aufwand, dafür aber mit großem persönlichem Einsatz aller zustandegekommen ist. Es ist, so betonte der Vorsteher, auf diese Art und Weise ein wertvolles Gemeinschaftswerk der Prantacher Bevölkerung entstanden, das als Beispiel für andere Unternehmen dienen kann. Darauf nahm Monsignore Pius Holzknecht, von Pfarrer Michael Pirpamer assistiert, die Weihe der festlich geschmückten Kapelle vor. Er weihte sie der Muttergottes als Königin (22. August), deren Statue am Altare steht. Anschließend fand die heilige Meßfeier statt, von der Musikkapelle mitgestaltet. In der Predigt wies der Monsignore besonders auf Maria als Gnadenvermittlerin bei Gott hin. Von den vielen Messebesuchern hatte freilich nur ein kleiner Teil im Kirchenraum Platz. Nach dem Gottesdienst trafen sich alle am nahe gelegenen Platz, wo die Hofbäuerin Gertraud und einige Nachbarinnen fürs leibliche Wohl mit Krapfen und Getränken bestens sorgten.

Das alte Hofkirchi - eine mündlich überlieferte Erzählung Über die Baugeschichte der ersten Hofkapelle gibt es leider keine schriftlichen Aufzeichnungen. Im neuen, zweibändigen Dorfbuch von St. Leonhard findet das Kirchlein ebenso mit keinem Wort Erwähnung. So muß die mündliche Überlieferung als Geschichte darüber herangezogen werden. Belegt sind dabei verschiedene Örtlichkeiten, der Baubeginn um die letzte Jahrhundertwende sowie der Name des damaligen Hofbauern. Alles Übrige der recht unterschiedlich erzählten Geschichten gehört ins Reich der Sagen und läßt sich nicht nachweisen. In diesem Fall handelt es sich um die Erzählung von Josef Ilmer, Alt-Hofbauer, die in stark verkürzter Form nach einer Tonbandaufzeichnung aus dem Jahre 1989 wiedergegeben wird. Sepp IImer erzählt sinngemäß: Der Anlaß für die Errichtung des Kirchleins soll

folgender gewesen sein.- Der damalige Hofbauer, genannt Schotner Luis (Bemerkung: Alois Gufler, von Fartleis gebürtig, hat im Jahre 1890 den Hof gekauft) ging eines Tages in die LahnerKöfl hinauf Geißen suchen. Dabei ist er in unwegsamem Gelände abgestürzt und in einem Graben schwer verletzt liegen geblieben. Seine Frau, ein Pfandlermadl, machte sich am späten Abend, da ihr Mann nicht nach Hause gekommen war, große Sorgen um ihn. Schließlich bat sie Männer aus der Nachbarschaft, ihn suchen zu gehen. Sie selbst aber machte damals das Gelübde, falls ihr Mann lebend aufgefunden und gerettet werde, wolle sie in der Nähe ihres Hofes ein Kirchlein zu Ehren der Schutzengel bauen lassen. Nach langem Suchen fanden die Männer schließlich den Schwerverletzten, bargen ihn und trugen ihn heim, wo er allmählich wieder genas. Eingedenk ihres Versprechens sammelte die Bäuerin daraufhin bei der Bevölkerung von Prantach Geldmittel für einen Kapellenbau. Bald aber starb die Frau, ohne den Kirchenbau in Auftrag gegeben zu haben. - Der inzwischen genesene Bauer wußte zwar vom gemachten Versprechen seiner Gattin, unternahm selber aber nichts für den Kirchenbau. Da »rnahrte« sich allerdings bald die Verstorbene, indem sie als Lichtlein bei Nacht an der Stelle der späteren Kapelle umherirrte. Das beobachtete auch eine Schwester der Verstrobene, welche in Glaiten verheiratet war. Diese ermahnte den Hofbauer des öfteren, er möge doch das Gelübde seiner verstorbenen Gattin im nachhinein einlösen. Doch es war vergebens. Da hatte der Holzerbauer auf Prantach (Bemerkung: Johann Pichler, gestorben 1933

im Alter von 82 Jahren) einmal eine sonderbare Erscheinung. Bei Nacht trat eine schön gekleidete Frau mit einem grellen Licht in sein Schlafgemach und bat ihn, den Schotner Luis zu Hofe aufzusuchen und ihm auszurichten, er solle die Kapelle bauen. Der Holzer versprach es. Am nächsten Tage begab er sich zum Hofbauer hinauf, der sein »Töte« war, und richtete die Botschaft aus. »Ja«, sprach darauf der Schotner, »es ist wahr, was du sagst. Sie ist auch bei mir gekommen und hat den Kapellenbau von mir verlangt.« - Darauf entschloß sich der Mann den Bau eines kleinen Kirchleins in Angriff zu nehmen (1898). So ist die Kapelle damals zustande gekommen. Zusatzbemerkung: Anstatt, wie ursprünglich beabsichtigt, die Kapelle den heiligen Schutzengeln zu weihen, wurde das Kirchlein schließlich der Gottesmutter geweiht. Der Grund dafür war die Spende des Altars und einer großen Holzstatue, Maria die Königin darstellend, welche die damalige Unterbrunnerbäuerin R.P. aus Dankbarkeit für erfahrene Hilfe der Muttergottes spendierte. Die zwei Glöcklein im Turm mußten im Jahre 1917 wie die meisten anderen Glocken im Lande, für Kriegszwecke dem Staat Österreich zur Verfügung gesteilt werden. Die derzeitigen zwei Glocken im Gewichte von 32 kg bzw. 27 kg wurden im Jahre 1922 von der Firma Colbachini, Padua, gegossen. Eine der Glockenpatinnen war Frau Filomena . Gufler, Frick Mena genannt, welche im Jahre 1991 im Alter von 99 Jahren im Altersheim von St. Leonhard gestorben ist. Für sie wurde damals im noch nicht ganz fertig gestellten Kapellenbau mit einem der Glöcklein Zügen geläutet. Sepp Haller


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Segnungsfeier des neuen Pfarrwidums in Stuls 1986 wurde in Stuls die Kirche anläßlich ihres 200-jährigen Bestehens außen gründlich restauriert. Leider fehlten damals die finanziellen Mittel und so mußte das Pfarrhaus in seinem baufälligen Zustand als Kontrastbild neben der schön restaurierten Kirche zum HI. Josef stehenbleiben. Unter der Leitung von Pfarrer Franz Künig wurde dann im PGR die Entscheidung getroffen, den baufälligen Widum durch einen Neubau an derselben Steile zu ersetzen; Pfr. Künig besorgte als Restaurierungs- und Baufachmann einen Plan, den Architekt Dr. Paul Gamper aus Meran erarbeitete - kein unbekannter Architekt im Hinterpasseier - und die Gemeinde Moos in Passeier erteilte am 7. März 1990 die Baukonzession. Durch den Pfarrerwechsel konnte erst am 2. Dezember 1990 eine Bürgerversammlung über den Neubau in Stuls erfolgen und im März 1991 wurde mit dem Abbruch des alten Widums begonnen und allmählich entstand der Neubau, zuerst als Rohbau und am 17. Oktober 1993, dem Kirchweihsonntag, war das Ziel der

Baugeschichte erreicht, es konnte nämlich dort die Segnungsfeier dieses Jahrhundertwerkes stattfinden; denn im Pfarrwidum mußten die Sakristei, die Bibliothek und ein Versammlungsraum untergebracht werden. Um 9.00 Uhr wurde ein Festgottesdienst in Konzelebration mit dem Kanzler der Diözese, mit Siegfried Pfitscher, einem Ortskind, und mit dem Pfarrer von Stuls und Rabenstein gefeiert. Dabei betonte Kanzler Josef Matzneller, daß alle Christen durch die Taufe berufen sind, tatkräftig am Leib Christi, der die Kirche ist, mitzuarbeiten. Wegen des regnerischen Wetters mußte die außerkirchliche Feier in die Kirche verlegt werden. Die Festansprache hielt Bürgermeister Karl Lanthaler, der aus der über 200-jährigen Chronik zu berichten wußte, daß der erste Seelsorger von Stuls, der Dominikaner Alanus Lercher sich über die Lebensweise beklagte, die er führen mußte, weil es noch keinen Widum gab und er in einem alten verfallenen Bauernhause leben mußte; dafür kann der heutige Pfarrer Josef

Haas, in einem der schönsten und bis in alle Feinheiten durchdachten Pfarrwidums wohnen. Auch kam der Bürgermeister auf die moderne Außenfassade zu sprechen, die die Dorfmitte von Stuls noch mehr unterstreichen soll. 605.000.000.- Lire kostet dieser Bau. Davon hat die Gemeinde Moos einen Beitrag von 44 Millionen Lire gegeben. Die Stuller selbst haben 85.000.000.- lire aufgebracht, von denen 19.000.000.Lire aus dem Kirchenwald kamen. Aus der Hinterlassenschaft vom unvergeßlichen Herrn Pfarrer Josef Wallnöfer, der 45 Jahre Seelsorger in Stuls war, sind 15.000.000.- Lire in den Neubau eingeflossen. Alle übrigen Gelder sind von auswärts gekommen, wie Kassier Graf Alfred in seinem Finanzierungsbericht erwähnte, von der Landesregierung, von den Ämtern für den geförderten Wohnbau, für das Bibliothekswesen, für Kultur und Erziehungswesen, vom Bischöflichen Ordinariat Bozen-Brixen, von den Schwesterngemeinschaften des Deutschen Ordens in Lana und anderen Schwesterngemeinschaften in der Diözese, von Männerorden, vom Domkapitel in Brixen, von den einheimischen Bankinstituten und von anderen guten Menschen. Rund ein Drittel der Gesamtkosten hat der Ortspfarrer persönlich zusammengebettelt. Der noch ungedeckte Rest von 103.000.000.- Lire soll durch einen weiteren Beitrag der Gemeinde und durch die Stuller Bevölkerung selbst noch aufgebracht werden. Landesrat Franz Alber, Herr Egger vom Bibliothekswesen und die Bibliothekarin Elfriede Gufler-Kuen richteten herzliche Worte an die Versammelten. In seiner Dankesansprache überreichte der Pfarrer an Herrn Heinrich Lanthaler und an Herrn Alfred Graf eine Dankesurkunde und versuchte allen zu danken, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben, daß der Neubau gut gelungen ist, mit den Worten des HI. Paulus an die Kolosser: ..Seid dankbar«. An dieser Stelle möchte er noch zwei Personen namentlich nennen, die er am Festtag nicht erwähnt hatte: Herrn Anton Raich für seine gute Beratung in den Fragen der Maurerarbeiten und den Mesner Alois Gufler, der besonders beim Abbruch des Widums unzählige Stunden geholfen hat. Nach der Segnung durch den Kanzler durchschnitt PGR-Präsidentin Rosa Pöhl das traditionelle Band. Alle Stuller und viele von auswärts konnten nun den Neubau an diesem Tag der offenen Tür besichtigen und sich bei guten Köstlichkeiten stärken. Eine Mutter sagte zu ihrem Kind: » Der Widum ist paradisisch«. Die Festgäste und Geladenen konnten das Mittagessen im Stullerhof einnehmen. Möge durch dieses Werk das Gemeinschaftsleben in Stuls gefestigt werden, dies wünscht allen Stullern ihr Pfarrer Josef Haas.


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Passeirer Blatt / Dezember 1993

Pfelders, es geht aufwärts! Wer kennt es nicht, das idyllisch gelegene und schneesichere Pfelders im hinteren Passeiertal? In seiner landschaftlichen Schönheit ist es kaum zu überbieten, besonders für Familien bietet es ideale Voraussetzungen. Trotzdem hat es in letzter Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Komitee »Unser Pfelders«, bestehend aus Mitgliedern der Skilift Pfelders GmbH, der Gemeinde Moos und des Wirtschaftsringes Passeier, hat in mühseliger Kleinarbeit schon recht schöne Erfolge erarbeitet, um aus der Krise herauszufinden. Der Skibetrieb wird diesen Winter noch besser und einwandfreier funktionieren. 1 Doppelsessellift, 1 Doppelschlepplift sowie 2 Einzelschlepplifte stehen schon bereit. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Skilift Pfelders GmbH wird versucht, daß jeder Besuch in Pfelders zum unvergessenen Erlebnis wird. Die Skischule Pfelders steht wiederum mit gut ausgebildeten Ski lehrern zur Verfügung. Ski rennen für Schulen, Vereine und Betriebe werden reibungslos organisiert. Durchgeführt werden die Kurssteckung, Zeitnehmung, sowie die Auswertung der Ergebnisse. Angefangen von Startnummern, Funkgeräten, Lautsprechern, Torstangen usw. steht alles bereit. Die Skiliftpreise wurden vor allem so gestaltet, daß es sich Familien weiterhin leisten können, gemeinsam skizufahren.

Pfelders (für Passeirer Bürger)

Vergleich Ratschings

Lire Lire Tageskarte 33.000 18.000 Erwachsene 21.000 13.000 Kinder Halbtageskarte 27.000 16.500 Erwachsene 18.500 10.000 Kinder Saisonskarte Erwachsene 250.000 375.000 Kinder 190.000 230.000 Familien, die 4 Saisonskarten kaufen, erhalten zusätzlich 10% Rabatt. Kinder bis zu 6 Jahren fahren unentgeltlich. Aber nicht nur Skifahren ist angesagt. Toll präparierte Rodelpisten im Valtmar Tal und neben dem Gampenlift sorgen für reichlich Abwechslung. Der neue Eislaufplatz mit Schlittschuhverleih, Eisdisco, Broomball, Eisstockschießen, Eislaufkursen usw. wird sicher bei jung und alt großen Anklang finden. Für viele ein Geheimtip ist die Langlaufloipe ins romantische Lazinisertal. Pfelders ist das Familien-Paradies. Auf engstem Raum wird alles geboten: Skifahren, Rodeln, Langlaufen, Eislaufen, Wandern und Schlittenfahrten. In gemütlichen Gasthäusern, Restaurants, Kaffees, Skihütten, Würstelbuden usw. wird Gastfreundschaft und einheimi-

sche Kost großgeschrieben. Natürlich interessiert Sie auch noch, wie es finanziell um die Skilift Pfelders GmbH steht. Wir können Sie beruhigen. Der Schuldenabbau der Skilift Pfelders GmbH wird zur Hälfte bis Ende Juni 1994 und für die restliche Hälfte bis Ende 1995 abgeschlossen sein. Allein die Pfelderer Wirtschaft hat im Jahr 1992 bereits 58 Millionen Lire ein-

Die Moidl derzeihlt: Oh, i hon meine Eltern schun fria verlorn. In Nuijohrstog von 1915 auf 1916 isch der Voter gschtorbn und in Mai 1917 die Muetter. Ban ins hobn nuo 2 Basln gewohnt. Mit de isch der Gearhobe (Vormund) ober ausgfohrn (er hat sie weggeschickt). Und die hobn nor in Nebnhaisl geterft wohnen. A sou hobn a Zeit long lei mier Kinder aufn Hof ghaust. I woaß nou guet, wia meine ältere Schwester (12 Jahr) amol Kibeie getribn hot. Do hobn mier 3 jüngstn sie überfolln. Mier hobn's Luk augeton und hobn amol tüchtig Butter auergschleckt. Wieviel se zem nou Schmolz auergeton hot, woaß i net. Oane va de Basln isch a Feine gewesen. De hot ins oft eppes zuegsteckt. Ober die uene hot mi schun gor nit gekönnt derleidn. Do hot mir die uane amol Birn gebn, nor hot mir die ondere mit an Steckn af der Totze (Hond) gschlogn. Des hot weah geton und um so mear weil kuen Muetter mehr do gewesen isch, der i's hat gekönnt klogn. Inser Houf isch nor bold amol verpochtet gwortn und mier Kinder sein, s'uane do, s'onder dert ze Bauern kemmen. Des isch für ins a horte Zeit gewesen. Olle hobn um de Zeit

gezah It. Bis 31 .12.93 werden weitere 90 Millionen Lire von der Pfelderer Wirtschaft eingezahlt. Die Gemeinde Moos hat 1993 96 Millionen Lire bereitgestellt. Die Gemeinden St. Leonhard, St. Martin und Riffian haben uns ebenso ihre Unterstützung zugesagt. Die Passeirer Wirtschaft hat bis heute 130 Millionen Lire an Verpflichtungserklärungen unterschrieben, vorgesehen wären 150 Millionen Lire. Sie sehen also, es geht aufwärts. Das Komitee »Unser Pfelders«

die greaschte Noat g'hobb und mir sein nor jo nit die erschtn ban »Fassn« gewesn. In dersem Zeit hot grod die Hallerbande ihr Unwesn getriebn und so moncher Bauer hot zmorgets die bittere Entteisching erleb, daß s Fackl, auf dessen Fleisch und Speck er sich ollweil schun gfreidd hot, oder s Zieglkolb in der Nocht in sein oagnen Stoll gschlochtet isch gwortn. Spater hot mi nor mei Firmgote zen ihr genommen. De ischt fein gwesn mit mir wia a Muetter. Dergaling bin i noch er zu mein Onkl gongen. Der hot an schian Houf g'hobb, ober kuene Kinder. Den Hof hot er mir verhoaßn, wenn iden heirat, den er für mi bestimmt hat, so daß der Besitz untern gleichen Nomen weitergfiehrt werd. Do bin i woll in a groaße seelische Noat gerotn. I hon jo schun s Heiratn den verhoaßn g'hobb, den i gearn g'hobb hon, und in Onkel hon i a nit gewellt beleidign. Do bin i holt in meiner Noat zen Techet (Dekan) gongen. Der hot des Urteil bold g'hobb und i hon den gheiratet, mit den i glicklich bin gewesn bis der Toad ins gschiedn hot. R.G.


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Knappenkirchlein am Schneeberg fertiggestellt

Anfang Mai 1987 wurde auf Anregung des damaligen Regionalassessors Karl Oberhauser das Aktionskomitee für den Schneeberg gegründet, dem Vertreter aus den drei Passeirer Gemeinden angehören. Es stellte sich zur Aufgabe, die Geschichte des zum Teil zu Ruinen verfallenen Knappendorfes am Schneeberg durch Restaurierungsarbeiten vor dem endgültigen Verfall zu retten und neu zu beleben. Das Hauptziel war, neben anderen Arbeiten die Kirche wieder aufzubauen. Nach Überwindung vieler bürokratischer Schwierigkeiten wurde am 30. Juni 1989 für das von Arch. Paul Gamper erstellte Projekt von der Gemeinde Moos die Baugenehmigung ausgestellt. Im Sommer wurde dann die Ruine der Kirche ausgeräumt und einige Mauerteile ausgebessert. Ende 1989 wurden vom Landesdenkmalamt Lire 50.000.000.- und von der Forst- und Domänenverwaltung 10.000 Schindeln zu ermäßigtem Preis genehmigt. 1990 konnte von der Firma Anton Raich der Rohbau ausgeführt werden, wobei die Beschaffung des Baumaterials schwierig und kostspielig war. Besonders teuer war der Transport von Zement, Kalk und Bauholz mit dem Hubschrauber. Am 7. November setzte der Zimmermann Fritz Haller mit Hilfe des Hubschraubers den Turm auf das Dach. 1991 wurden die Mauern verputzt und die Fenster und Türen eingesetzt. Bei der Barbarafeier in Moos konnten am 1. Dezember die zwei Glocken von Msg. Pius Holzknecht geweiht werden. 1992 stockten die Arbeiten weitgehend, da man zu tief in den roten Zahlen steckte. Im Lauf des Jahres wurde der Beitrag des Landesdenkmalamtes ausbezahlt.

Auch Beiträge der drei Gemeinden und der Bankinstitute im Passeier gingen ein. Weiters gab es auf ein Bittschreiben des Präsidenten des Aktionskomitees an Gastbetriebe und Handwerker des Tales viele Spenden, so daß die Schulden abgedeckt und weitere Arbeiten in Auftrag gegeben werden konnten. Heuer konnte das Bauwerk endlich vollendet werden. Der ehemalige barocke Altar war am Dachboden des Herrenhauses, doch fehlen davon mehrere wichtige Teile. Als Altartisch wurde ein ehemaliger Seitenaltar der Kirche von Rabenstein von der dortigen Pfarre zur Verfügung gestellt. Über dem Altar wurde das Kreuz mit dem 2,20 m großen Christus angebracht. Der AItarraum wirkt sehr ein-

drucksvoll und lädt zum andächtigen Verweilen ein. Am 12. September konnte die Knappenkirche neu geweiht werden. Die Weihe nahm P. Ulrich Gasser, Dekan von Passeier, vor, der auch den Festgottesdienst hielt. Ihm zur Seite stand der Pfarrer von Rabenstein und Stuls, Josef Haas. Für die festliche Gestaltung der Feier sorgten die Musikkapelle und der Männerchor von Rabenstein sowie der Knappenverein Passeier. Dieser Kirchweihsonntag war für viele Besucher am Schneeberg nicht nur ein Ausflug an einem sonnigen Spätsemmertag, sondern ein großes, vielleicht unvergeßliches Erlebnis. Unter ihnen war auch die 87-jährige Schmiedmutter von St. Leonhard, Antonia Ennemoser, deren größter Wunsch es noch gewesen war, diesen Tag zu erleben. Und es scheint wirklich, daß sie nachher gebetet hat: »Nun, Herr, laß deine Dienerin in Frieden scheiden.« An dieser Stelle dankt das Aktionskomitee allen, die in irgendeiner Weise, sei es durch freiwillige Arbeitsleistung, sei es durch Spenden einen Beitrag geleistet haben, daß das Knappenkirchlein am Schneeberg zur Freude vieler wieder steht. kl


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Passeirer Blatt / Dezember 1993

Rege Tätigkeit im Haus der Jugend

gendservice Passeier, sowie einen Bastei- und Musizierraum vor. Natürlich sind alle Räume bestens ausgestattet und erlauben jedem eine Vielzahl von Tätigkeiten. In der relativ kurzen Zeit seit der Eröffnung hat der Jugendtreff schon deutliche Lebenszeichen gegeben. Verschiedene Veranstaltungen unterhaltsamer und auch ernsterer Art wurden durchgeführt, und das Haus wird als Treffpunkt für Jugendliche gut genützt. Die Hoffnungen des Trägervereins dürften sich damit weitgehend erfüllt haben, der Jugendtreff ist auf dem besten Wege ein echtes Kontakt- und Informationszentrum sowie ein Probefeld für verschiedene Formen sozialen Lernens zu werden. K.S.

Jugendservice:

Jede Woche von Montag bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr.

JUGENDTREFF Jedes Ziel ist ein Anfang. Unter diesem Motto begann am Sonntag, den 5. September in St. Martin ein neues Kapitel in der Jugendarbeit. Das Haus der Jugend, welches allen Jugendlichen des Passeiertales offensteht, wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Im KeIlergeschoß des Gebäudes sind ein geräumiger Spiel- und Partyraum untergebracht, im ersten Stock befinden sich neben einem Aufenthaltsraum und einer Küche auch ein Lesesaal. Darüberhinaus finden die jungen Leute einen Seminarraum, das Büro des Ju-

An der Zukunft bauen

Sonnenkollektoren im Selbstbau Verantwortungsvolle Energiepolitik fordert eine immer effizientere Ausnutzung der einzelnen Energieträger, größere Sparsamkeit im Umgang mit Energie und den verstärkten Einsatz umweltfreundlicher Energieträger. Die Nutzung der Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung beispielsweise ist energie- und umweltpolitisch wohl eine besonders,sinnvolle Alternative. Um über diese ideale Form der Energienutzung Anregungen und Informationen zu bieten, organisierte »forurn passeier« im Juni 1993 einen Informationsabend zum Thema »Sonnenkollektoren im Selbstbau«. Im Anschluß an diesen Informationsabend, bei dem es der engagierte Referent Ernst Hofer aus Marling hervorragend verstand, die Teilnehmer für den Selbstbau von Kollektoren zu ermutigen und zu aktivieren, bildete sich spontan eine erste Gruppe von Interessierten. In Zusammenarbeit mit der Urania Meran gelang es dann im Oktober in St. Leonhard einen diesbezüglichen Kurs abzuhalten. Leiter des Kurses war Ernst Hofer aus Marling. Er organisierte über das Ökozentrum Neustift den Einkauf von Materialien. Die zum Bau der Kollektoren notwendigen Vorrichtungen wurden von den 17 Teilnehmern gemeinsam ange-

fertigt, ebenso wurde der Zusammenbau der Absorber gemeinsam bewerkstelligt. Durchgeführt wurden diese Arbeiten in der alten Feuerwehrhalle in St. Leonhard, die von der Gemeindeverwaltung von St. Leonhard großzügigerweise zur Verfügung gestellt wurde. Der Vorteil in der Gruppe zu bauen, liegt dabei nicht nur im günstigen Einkauf der Materialien, sondern auch darin, daß praktisch jeder mitmachen kann. So lernen nicht nur übermotivierte Bastler, sondern auch Interessenten ohne hand-

ÖFFNUNGS~· .

lIiI1m JHJ Uhr bV, 'l!l)l \im &m.sag 15.00 Uhr bV, 18.00 1Jhr und \IJIl 20.15 Uhr bis 23.00 Uhr 'OOnn1aV, 11.00 Uhr bi! 12.00 Uhr ~ '\Il\\ \!lM Uhr lXs 2l/1lW ~:\I.a_ I plJ��8ßi8f" ~

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werkliche Vorbildung, einen Absorber zusammenzubauen. Im übrigen werden immer wieder Werkzeuge gebraucht, die nicht jeder für sich zu kaufen braucht. Und schließlich ist gemeinsames Arbeiten immer auch eine reiz- und spaßvoIle Angelegenheit. Dieses Beispiel zeigt, daß alle an unserer Zukunft mitbauen können. Jeder kann dem Beispiel der Natur folgen und d.h. sich nicht erschöperneuerbare, fende Energiequellen, wiez.B. die Sonne nutzen. Diese Energie gibt es nicht nur umsonst, sie belastet und zerstört weder die Natur noch die Gesundheit des Menschen. A. R.


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Neue Müllordnung ab 1994 in Kraft Die Entscheidung in den 3 Gemeinderäten ist gefallen, anders wird der Müll nun gesammelt, aber wie? Schwieriger wird es sicher, aber auch gerechter und vor allem, mehr getrennt und damit Müll verringert. Wo erfährt man aber, was genau passiert? Jede Gemeinde, Moos, St. Leonhard und St. Martin schreibt alle Haushalte an und veranstaltet Informationsabende, weiters erhält jede Familie einen eigenen Müllkalender. Wozu? Darin erfährt der Leser, wann sein Müll abgeholt wird, findet aber weiters auf 24 Seiten Hinweise, wenn er etwa verzweifelt sucht, wo er seine Autoreifen, den Karton, seinen kaputten Kühlschrank oder sein altes Bett hinbringen kann. Denn warum sollte er hohe Strafen riskieren, wenn er dasselbe doch gratis abgeben kann? Aber wo? - Glas und Papier in den bekannten Glocken, die stehen bleiben; - Karton, Alteisen, Kunststoffbehälter bis 10 Liter wie Joghurtbecher, Glas und Papier in den Minirecyclinghöfen in Moos auf dem Dorfplatz, in St. Leonhard in der Andreas-Hofer-Straße und in St. Martin im Malerweg jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr freitags; - Dieselben Wertstoffe und vieles andere (siehe Müllkalender) kann weiters kostenlos im Recyclinghof in der Kellerlahn abgeliefert werden, und zwar dienstags und freitags von 14.00 bis 17.00 Uhr, an Samstagen von 9.00 bis 12.00 Uhr. Und die Pflanzen und Essensreste? Die sollte man kompostieren, wie es bereits viele tun, den Kreislauf der Natur

schließen, ihr zurückgeben, was sie uns gegeben hat. Komposter gibt es zum halben Preis in den Gemeinden, wie es geht, steht im Kalender oder zeigen die Umwelt- und Kompostberater. Erschreckend wenig bleibt übrig, dies packe man entweder in den speziellen Müllsack, den jede Gemeinde vor Weihnachten zum Preis von Lire 1400 (für jedes Familienmitglied müssen 5 Säcke gekauft werden, damit auch keiner auf die Idee kommt, den Müll wild wegzuwerfen) oder in den üblichen Container, (wenn ein Betrieb diesen angefordert hat), der aber jetzt auf Privatgrund steht und 20.000 Lire pro Leerung kostet. Um die Jahresmitte flattert dann die

Passeirer Goaßlschnölier Landesmeisterschaft 1993 Bei den diesjährigen Südtiroler Landesmeisterschaften im Goaßlschnöllen, welche am 31. Mai in den Talferwiesen in Bozen zur Austragung gelangten, erzielten die teilnehmenden Mannschaftsgruppen aus dem Passeier mehrere ausgezeichnete Ergebnisse, und in zwei der insgesamt vier Kategorien, nämlich in der 3er-Jugendgruppe sowie in der allgemeinen 4er-Gruppe stellten sie sogar die Landesmeister. - Insgesamt über einhundert Teilnehmer aus den verschiedenen Bezirken Südtirols traten diesmal zum sportlichen Wettkampf an. Vor den sieben Schiedsrichtern stellten sie ihr Können unter Beweis. Nach dem Reglement werden nämlich jetzt auch bei diesem uralten Volkssport Punkte vergeben für: die gute Körperhaltung, den eingehaltenen Rhytmus beim Schnöllen, für den exakten Beginn und das saubere Aufhören der Gruppenteil-

nehmer beim u.dgl. mehr.

einminütigen

Bewertungen

Auftritt,

Kategorie 2er Gruppe: In dieser Klasse beteiligten sich keine Passeirer. Kategorie 3er Gruppe A: Rang 2 - Die Passerbuabm (Sepp Raffl, Christian Zwischenbrugger, Christian Verdorfer) 152,5 Punkte Rang 3 - Edelweißgruppe Walten (Anton Heel, Alois Gumpold, Peter Klotz) 150 Punkte Rang 4 - Gruppe St. Martin (Karl Lahner, Alois Raffl, Engelbert Zwischenbrugger) 148 Punkte Kategorie 3er Gruppe B: Ohne Beteiligung von Passeirern Kategorie 3er Jugendgruppe: Rang 1 - Matatz Trio (Helmut Prünster, Roland Prünster, Alexander Krezdorn)

Rechnung ins Haus, die aber nur für den eigenen Müll, nicht mehr für den des Nachbarn. Ungewohnt aber wird unser Dorfbild sein. Leer ohne die gewohnten zerbeulten, klappernden Container, erschreckt werden wir morgens wachwerden, wenn die Müllsäcke lautlos im Müllwagen verschwinden und das gewohnte Krachen ausbleibt. Vorbei aber auch die Zeit, wo man gedankenlos alles in die Container werfen konnte! Wir werden trennen und vermeiden, zum Wohle unserer Geldtasche und der Natur. Ungewohnt sicher vieles, aber lohnt es sich nicht, nach unseren Abwässern auch das Problem Müll anzugehen? Wenn jeder etwas guten Willen aufbringt, kann es gelingen, also kommt, packen wir's an! K. P.

158 Punkte Landesmeister Kategorie 4er Gruppe: Rang 1 - Pfandleralmgruppe (Sepp Verdorfer, Sepp Schwarz, Hermann Haller, Walter Zwischenbrugger) 159,5 Punkte Landesmeister Rang 8 - Gruppe Schweinsteg (Martin Kuen, Josef Marth, Roman Marth, Florian Kofler) 143 Punkte Zusätzlich zu den Landesmeisterschaften 1993 im Schnöllen traten noch dreizehn 4er Gruppen um die Trophäe Bozner Pokal- an. Auch dabei bewiesen die Passeirer ihr Können: Rang 1 - Pfandleralmgruppe - 165 Punkte Rang 3 - Passeirer Quartett - 155 Punkte Rang 9 - Gruppe Schweinsteg - 148 Punkte Rang 12 - Passerbuabm - 134,5 Punkte Allen erfolgreichen Schnöllern aus dem Passeier, besonders den zwei Gruppen, welche die Landesmeisterschaft errungen haben, sei auf diesem Wege herzlich gratuliert. Sepp Haller


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Passeirer Blatt / Dezember 1993

Ergebnisse der Passeirermeisterschaft vom 31.10.93 (Sandwirt) Gruppe A - 3er Gruppe 1. »Gleitner Buam163,5 Pkt. Auer Peter Haller Franz Haller Manfred Gruppe B - 3er Gruppe 1. »Pseirertrio147,5 Pkt. Kuen Paul Kuen Bernhard Kuen Georg 4er Gruppe 1. »Edelweißgruppe« 151,0 Pkt. Klotz Peter Hofer Max Heel Anton Gumpold Alois Jugendgruppe - 3er Gruppe 1. »Trio Matatz155,5 Pkt. Krezdorn Alexander Prünster Helmut Schwarz Hubert 2er Gruppe 1. -Passeirer153,5 Pkt. Hofer Se pp Hofer Konrad Gästeklasse 2er Gruppe - Pustertal 149,5 Pkt. 1. - »HudlhornPeintner Karl Weber Nikolaus 3er Gruppe 1. »Pater Haspingergruppe« Pustertal 152,0 Pkt. Stoll Richard Stoll Elmar Kargruber Walter 4er Gruppe 1. - »Bozner144,0 Pkt. Gantioler Alois Planetseher Michael Schweigkofler Hans LindnerSepp 3er Jugendgruppe 1. »Hinterschartnerbuarn160,0 Pkt. Ramoser Christof Ramoser Helmut Ramoser Robert Pseirer Pokal 1. Gleitenbuam - Passeirer 167,5 Pkt. 2. Mittelberg 161,0 Pkt. 3. Distelgruppe 160,5 Pkt.

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Augong und Untrgong Die Sunne geat au und geat wiedr untr. Ginau asou s Johr, es kimp und es geat. Aa dr Mentsch kimp und dr Mentsch geat. Aa miar wem miaßn gian, lai wissn mr nit wenne. Viellaicht: Nuis Johr gor mit diar?

A.L.

Achtung Radar!

Die Gemeindeverwaltungen von St. teonhard und St. Martin in Pass. haben die Gemeindepolizei mit einem Radargerät des Typs Autovelox 104/C ausgestattet. Dieses Gerät ist nun abwechselnd in beiden Gemeinden, hauptsächlich im Ortsbereieh, bei Tag und Nacht im Einsatz und liefert zu jeder Tages- und Nachtzeit einwandfreie Aufnahmen. Weiters werden auch Verkehrskontrollen in Nebenstraßen (Wohngebiete), in denen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Km/h vorgeschrieben ist, durchgeführt. Für zu schnelles Fahren sind von der neuen Straßenverkehrsordnung hohe Geld- und Nebenstrafen vorgesehen. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um nicht mehr als 10 Kmlh überschreitet, hat eine Verwaltungsstrafe von Lit. 50.000.- zu entrichten. Bei einer Überschreitung von mehr als 10 Kmlh erhöht sich die Verwaltungsstrafe auf insg. Lit. 200.000.-. Wer jedoch das jeweilig vorgeschriebene Tempolimit um mehr als 40 KmIh überschreitet, den erwartet eine Geldstrafe von Lit. 500.000.-, sowie der Entzug des Führerscheines für die Dauer von einem bis zu drei Monaten. Um nicht eine unliebsame Überraschung zu erleben und im Interesse der Allgemeinheit sollte sich deshalb jeder Bürger an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten. A.G. Bericht über die Einweihungsfeier der renovierten Jungscharräume und der neuen Jugendräume in der Pfarre St. Leonhard in Passeier:

Sag nicht: »Ich bin zu jung!«

Unter diesem Motto wurden am Missionssonntag, den 24. Oktober 1993 in St. Leonhard in Passeier die neuen Jugendräume und die ausgebauten Jungscharräume eingeweiht. Der Festtag begann mit einem feierlichen, von der Jungschar und von der Katholischen Jugend in Text und Lied mitgestaltetem Gottesdienst, dem Diözesanjugendseelsorger Toni Fiung vorstand. Mit ansprechenden Worten und Zeichen gelang es ihm, alt und jung für das Jahresthema (s. Titel) zu sensibilisieren und begeistern. Im Vorraum der Volksschule wurde der Festakt weitergeführt, durch die Ansprache verschiedener Ortsverantwortlicher und Ehrengäste, u.a. Herbert Denicolö, Leiter des Landesamtes für Jugendarbeit. Anschließend segnete Dekan P. Ulrich Gasser OT die neuen Jugendräume im Untergeschoß des Ex-Frühmeß-Hauses und die ausgebauten Räume der Katholischen Jungschar im Untergeschoß des Pfarrwidums. Deren Finanzierung konnte gedeckt werden durch Landesbeiträge, durch Beiträge von

Seiten der Marktgemeinde, der Pfarrei, der Raiffeisenkasse und durch Eigenkapital der beiden Jugendvereine. Am Nachmittag standen die Räumlichkeiten allen Interessierten offen zur Besichtigung, zu Spiel und Bastelei, zu Geplauder und Information, zum Rückblick und zur Stärkung, zu Gesang und Tanz. Trotz oder gerade wegen des strömenden Regens wurde der Tag zu einem wirklichen Fest für die ganze Pfarr- und Dorfgemeinschaft, die durch die vielen Vorbereitungen ein Stück mehr zusammengewachsen sind und Begeisterung getankt haben. Allen Mitwirkenden und Mitfeiernden ein aufrichtiges »Verqelt's Gott«; den Leiterinnen der sechs Jungschargruppen und der stark angewachsenen Jugendgruppe, besonders aber den jungen Menschen selbst eine tolle Gemeinschaft, viel Freude und Segen! Kooperator Georg Martin


Passeirer Blatt / Dezember 1993

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2. Passeirer Leichtathletik Meisterschaften

Am Freitag, 15. Oktober 1993 fanden auf der Sportanlage in St. Martin ab 18 Uhr -bei Flutlicht- die 2. (neuzeitlichen) Passeirer Meisterschaften, ausgerichtet

Eine Gruppe von Athleten der Leichtathletiksektion

franz, michl und wir pseirer da hat der franz, der ebenwieser, in der vorwahlzeit bei jeder gelegenheit, und er findet viele gelegenheiten, leidenschaftlich betont, wie schade es sei, daß wiedereinmal kein pseirer auf der kandidaten liste der svp zu finden sei. in tscherms, bei einer bezirksversammlung, hat er die prominenz sogar gefragt, um wieviel tümmer als die vintschger, burggräfler oder gar die pusterer wir pseirer seien, daß wir leerausgegangen sind. keiner hat nichts zu antworten gewußt, und auch der michl, der laimer, der riffiner, ist dabeigesessen und hat nichts gesagt. aber scheinbar hat es dann doch gewirkt, das was der franz so ergrei-

von der Leichtathletiksektion St. Martin, statt. Das Wetter war sehr unfreundlich, trotzdem wurden ansprechende Leistungen in fünf Kategorien erbracht.

St. Martin.

fend von sich gegeben hat. der michl hat als einziger verstanden, daß es nicht gut geht, daß ein tal von unserer länge und geisteskraft keinen svp-vertreter im landtag hat, er allein hat sich der pseirer erbarmt und beschlossen, sich selbst zu opfern und ein pseirer zu sein. gottseidank hat er es dann auch mehrmals brieflich seinen landsleuten mitgeteilt, daß er jetzt ein pseirer ist, und auch der franz hat endlich das seinige mit gutem gewissen dazutun können. trotz des wahlkampfstresses hat sich der michl die zeit genommen, einen intensivkure für neupseirer zu besuchen, sodaß er jetzt schon erste hou-Iaute ausstößt und weiß, daß er beim watten bei 15 aufzuhören hat. daraufhin haben wir ihn

Zwei Disziplinen (Speerwurf und Weitsprung) konnten aufgrund eines Stromausfalles nicht durchgeführt werden. Einige Ergebnisse: 50 m Mädchen 8,26 sec 1. Brigitte Tschöll 8,65 sec 2. Melanie Platzer 9,23 sec 3. Anna Pfitscher 50 m Burschen 7,87 sec 1. Norbert Öttl 8,10 sec 2. Thomas Tschöll 8,61 sec 3. Theodor Pamer Weitsprung Mädchen 3,50 m 1. Melanie Platzer 3,50 m 1. Annelies Augscheller 3,10 m 3. Anna Pfitscher Weitsprung Burschen 3,80m 1. Norbert Öttl 3,70 m 2. Thomas Tschöll 3,40 m 3. Theodor Pamer 2,70 m 4. Florian Kofler Diskuswerfen Herren 29,82 m 1. Dieter Platter 28,46 m 2. Franz Tschöll 28,33 m 3. Ubald Karlegger 100 m Finale 11,52 sec 1. Helmut Haller 11,65 sec 2. Benno Pamer 12,03 sec 3. Harald Haller 400 m Herren 56,48 sec 1. Harald Haller 58,64 sec 2. Helmut Haller 1.500 m Herren/Jugend 6.35,63 min 1. Thomas Tschöll 6.35,80 min 2. Florian Auscheller 6.39,42 min 3. Norbert Öttl 5.000 m Herren 16.15,12 min 1. Peter Pfitscher 18.00,43 min 2. Johann Tschöll 18.33,74 min 3. Heinrich Pfitscher Kugelstoßen Herren 11,13 m 1.Dieter Platter 10,69 m 2. Harald Haller 10,50 m 2. Martin Haller H. H.

dann natürlich geschlossen gewählt, weil: pseirer wählen pseirer. wir wünschen nun unserem michl alles gute für den landtag, und daß er landesrat wird, dann wären wir pseirer besser dran als die vintschger und burggräfler zusammen. dann wird es auch rundgehen mit den ganzen kasernen und bunkern überall im tal, das werden alles wohnungen, jeder bergbauer kriegt seinen zivildiener oder seine zivildirn, und die S-bahn baut er uns hinauf bis oberkrumpwosser. da sieht man es wieder einmal, was es hilft, wenn das ganze tal zusammenhält, und der ebenwies franz ernstgenommen wird. H.H.


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Passeirer Blatt / Dezember 1993

Bestimmungen für Leichtmotorräder

Ein Leichtmotorrad oder Dreirad darf nur von einer Person gefahren werden, die das Mindestalter von 14 Jahren erreicht hat. Außerdem darf der Hubraum nicht größer als 50 Kubikzentimeter sein, nicht schneller als 45 Km/h fahren und nur eine Person befördern. Wenn das Leichtmotorrad mit einem höheren Hubraum ausgestattet wird, und die Geschwindigkeit dementsprechend steigt, fällt das Leichtmotorrad in die Kategorie Motorräder und darf nur von jemandem der im Besitze eines Führerscheines ist, gelenkt werden. Weiters müssen seit 1. Oktober 1993 alle Leichtmotorräder haftpflichtversichert sein, was anderenfalls mit einer Geldstrafe von Lit. 50.000.- sowie der Beschlagnahmung des Fahrzeuges bestraft wird. Der Lenker des Fahrzeuges ist verpflichtet, den Zulassungsschein sowie den gültigen Personalausweis mit sich zu führen, wer dagegen verstößt, muß mit einer Verwaltungsstrafe von Lit. 30.000.- rechnen. Minderjährige sind außerdem verpflichtet, einen Schutzhelm zu tragen, was wiederum andererseits mit einer Strafe von Lit. 50.000.- geahndet wird. Ab 1. Oktober 1993 ist weiters vorgesehen, daß alle neuen Leichtmotorräder mit einem Nummernschild ausgestattet sind. Die Besitzer eines Leichtmotorrades, das vor dem obgenannten Datum zugelassen wurde, sind ebenfalls verpflichtet, beim Motorisierungsamt in Bozen ein Nummernschild zu beantragen. Für weitere Informationen können sich die Bürger gerne an die Gemeindepolizei von St. Leonhard und S1. Martin wenden. A.G.

Zum Gedenken an Sepp Ennemoser St, Leonhard in Passeier

Anfang September verstarb ganz unerwartet im Alter von nur 60 Jahren Sepp Ennemoser (Gorgis Sepp). Er wurde als 3. von 14 Kindern einer Bauernfamilie, auf einer Almhütte in Pfistrad geboren. Mit 25 Jahren heiratete er Agnes Schwarz aus St. Leonhard und er war für sie und seine 5 Kinder ein fürsorglicher und liebevoller Vater. Das bißchen Zeit, das Sepp neben seinem Beruf und dem regen Vereinsleben blieb, verbrachte er ganz im Kreise seiner Familie. Umso tiefer traf die Familie der Schmerz über den so plötzlichen und schmerzlichen Verlust. Sein Leben und Wirken stellte er ganz in den Dienst der Allgemeinheit. 35 Jahre arbeitete er in der Gemeindeverwaltung, davon viele Jahre im Bauamt. Schon mit 14 Jahren trat Sepp in den Dienst der freiwilligen Feuerwehr ein und blieb ihr 46 Jahre als aktiver Wehrmann treu bis zu seinem Tode. 40 Jahre davon war er Ausschußmitglied, 10 Jahre Kommandant. Seit 1955 bereicherte er den Kirchenchor mit seiner Stimme. Als Gründungsmitglied und späterer Präsident des Sportclubs Passeier ermöglichte Sepp 1968 vielen Jugendlichen, sich an sportlichen Aktivitäten zu betätigen. Weiters war er Gründungsmitglied und viele Jahre aktiver freiwilliger Mitarbeiter beim Weißen Kreuz, Sektion Passeier. Auch der Pfarrgemeinderat war ihm seit vielen Jahren ein großes Anliegen, und er war auch 5 Jahre lang dessen Präsident. Mit seinem Wissen aus dem Bauamt konnte er wertvolle Anregungen zur Renovierung der Kirche geben.

Ein besonderes Anliegen war Ihm der KVW. Seit 1970 war er Aus, schußmitglied und wurde auch bald zum Vorsitzenden der Ortsgruppe gewählt. Dieses Amt übte er 6 Jahre mit großem sozialen Engagement aus. Er gehörte auch mehrere Jahre der KVW-Bezirksleitung an und war Gründungsmitglied der KVW-Genossenschaft für Alten- und Familienpflege. Bis zu seinem Tode kümmerte er sich um die Anliegen des Verbandes der Werktätigen. Ebenso kümmerte er sich um den Katholischen Familienverband, wo er auch mehrere Jahre als Ausschußmitglied mitarbeitete. Im kulturellen Bereich engagierte sich Sepp intensiv in der Heimatbühne St. Leonhard. Als Obmann und Kassier konnte er wieder neuen Schwung in das Theaterleben des Ortes bringen. Sein Tod hat daher eine große Lücke in die Dorfgemeinschaft gerissen. Ihm war die Geborgenheit in der Familie ein ebenso großes Anliegen wie die Hilfsbereitschaft für die Allgemeinheit. Dementsprechend groß waren auch die Anteilnahme der Bevölkerung und die vielen Trauergäste aus nah und fern. Offen bleibt uns nur die Frage nach dem: Warum? Zum Schluß möchten wir nur noch sagen: Danke Sepp! M. P.

Verena Schweigl, schnellste Freistilschwimmern Südtirols Zum Abschluß der italienischen Jugendmeisterschaften in Mailand sorgte die zwölf jährige Verena Schweigl aus S1. Martin i. P. für eine Sensation. Als einzige Südtirolerin qualifizierte sie sich für ein Finale, obwohl sie zwei Jahre jünger als ihre Konkurrenz war. Verena begann mit dem aktiven Schwimmsport im Dezember 1989. Sie belegte bei ihrem ersten Wettkampf auf Anhieb den dritten Platz. In den Sommermonaten trainierte Verena mit der Schwimmgruppe im Schwimmbad von S1. Martin. Dank der Unterstützung des SC Meran konnte das Schwimmtraining im Winter im Hallenbad fortgeführt werden. Im Laufe der vergangenen Schwimmsaisonen erzielte Verena Schweigl mehrere Landes- und Regionalmeistertitel im Rückenschwimmen und im Freistil. Um dem sportlich hohen Niveau von Verena gerecht zu werden, bemühte sich die Leitung des Schwimmclubs S1. Martin um bessere Trainingsmöglichkeiten. Fortan konnte Verena beim SC Meran unter der Führung des Leipziger Trainers Dr. Müller ihr Training absolvieren. Im Jahre 1992 wechselte Verena gemeinsam mit Patrick Königsrainer zum SC Meran über. Sie erzielte im Inund Ausland (Desenzano, Leipzig, Basel, Ulm ... ) erstaunliche Erfolge. In der Saison 92/93 z. B. errang Verena 32 mal den ersten Platz, einen glänzenden Italien-Vizemeistertitel (mit 28,6 auf die 50 Kraul) und dominierte als absolute Siegerin bei den Regionalmeisterschaften (auf 50, 100, 200 Kraul). Der SC S1. Martin wird weiterhin die junge Passeierin als Anerkennung ihrer Erfolge unterstützen. Weiter so Verena! Sektion Schwimmen SC S1. Martin

Verena Schweigl, SC St, Martin


Passeirer Blatt / Dezember 1993

Seite 16/ Nr. 3

Aus dem Tagebuch eines Computers Im Dezember '92 ging's an den Start: die öffentliche Bibliothek von St. Leonhard wurde mit mir, dem Computer, bedacht. Mittlerweile hab' ich Geschichte(n) gemacht. Anfangs galt es, mich Biest zu zähmen; ich zeigte - zugegeben - ein störrisches Benehmen. Doch nach dieser Trotzphase war mein Bestreben, brav zu sein (darauf hab ich mein »Word« gegeben!) Fortan wurde ich mit Daten gefüttert, nichts hat meinen Appetit bisher erschüttert. Rund 6000 Bücher und Medien hab' ich nun im Bauch mit Titel und Schlagwort - je nach Gebrauch. So manchem Bürger leuchtet's nicht ein: »Muß diese Automatisierung wirklich sein? Warum bricht die Bibliothek ihre Tradition? Was rechtfertigt diese Kiste als teure Investition? Computer lösen Probleme, worauf ich wette, die man ohne sie nicht hätte!« Das mit der »Kiste« will ich großzügig überhören, obwohl mich solche Ausdrücke ganz schön empören. Denn Vorteile bring' ich, das liegt auf der Hand! Anstellen kann man mit mir allerhand: Listen erstellen, Statistiken führen, den eifrigsten Leser des Jahres küren, und ich sag' Euch, wer von St. Leonhard oder Platt was wann wieoft wielange ausgeliehen hat. Zuverlässig stelle ich außerdem klar, welches Buch der Renner des Jahres war. Meine schlechte Eigenschaft sei nicht ungesagt, die das Gewissen der chronisch Verspäteten plagt: Säumige Leser hab' ich schnell ertappt! Ab heute möglichst pünktlich - Du wirst sehen, es klappt! Weil ich in der Bibliothek recht einsam bin, kam meinen Chefitäten in den Sinn, einen Kollegen zu mir zu gesellen, um ihn dem Benutzer zur Verfügung zu stellen. Mutter Gemeinde gab grünes Licht, und in Kürze ist's soweit (ich lüge nicht!), daß jeder selbst recherchieren kann nach Umweltschutzbüchern oder einem Roman ... Ich freu' mich, wenn Du mich demnächst besuchst und geb' Dir einen Tip(p), wenn Du was Bestimmtes suchst. Ich weiß zwar nicht alles - Du mußt mir vergeben doch komm' in die Bibliothek, und Du kannst was erleben! G.K.


Seite 17 / Nr. 3

Passeirer Blatt / Dezember 1993

Von der Frühzeit bis zur Gegenwart Zweibändiges

Dorfbuch über St. Leonhard vorgestellt

Rund fünf Jahre hat es gedauert, das zwei bändige Dorfbuch über St. Leonhard fertigzustellen. Ende Oktober konnte das über 800 Seiten umfassende Werk mit mehr als 400 Abbildungen im Vereinshaus von St. Leonhard der Dorfbevölkerung vorgestellt werden. Von der Urgeschichte bis herauf zur Gegenwart ist alles dargestellt, was sich in der Gemeinde, in den dazugehörigen Ortschaften und teilweise im ganzen Tal im Lauf der Jahrhunderte getan hat. Schon 1989 hat die Gemeindeverwaltung die umfassende Arbeit in Auftrag gegeben. Als ersten Schritt mußte Kul-

turassessor Albin Pixner, der die Gesamtkoordinierung über hatte und zudem das meiste Bildmaterial sammelte, die Autoren zum Mitmachen überreden. Die Texte für den ersten Band »Geschichte und Gegenwart« stammen zum Großteil von Autoren aus St. Leonhard und anderen Passeirer Gemeinden. Den Spuren der Ur- und Frühgeschichte des Passeiertales ist Reimo Lunz nachgegangen. Alois Greiter befaßte sich mit der Gerichts- und Gemeindegeschichte, Monika Mader zeichnete die Deutschordenspfarre St. Leonhard von 1219 bis zur Gegenwart nach, und Karl Greiter setzte

sich mit den Matrikelbüchern der Pfarre St. Leonhard auseinander. Der Beitrag über das Schulwesen stammt von Maria Lanthaler, jener über das Brauchtum des Passeiertales - mit besonderer Berücksichtigung der Gemeinde St. Leonhard - von Harald Haller. Über die einstigen Straßenverhältnisse des Passeiertales berichtet Elias Prieth, die drei Seitentäler Grafeis, Fartleis und Pfistrad werden von Sepp Haller vorgestellt, die Geschichte von Handwerk, Handel und Fremdenverkehr hat Josef Steiner erforscht. Außerdem sind im ersten Band noch Beiträge sämtlicher Vereine sowie ein Bericht über die Raiffeisenkasse Passeier zu finden. Aufgelockert wird der Band durch rund 400 Abbildungen - 180 davon in Farbe - sowie durch mehrere Graphiken. Tausende von Arbeitsstunden haben die Autoren für die Durchforstung alter Akten und Bücher geopfert. Auch viele alte Leute wurden befragt. Der zweite Band mit dem Titel »Häuserund Höfeqeschichte«, der 344 Seiten umfaßt und ebenfalls gut bebildert ist, stammt von Werner Graf. Die Arbeit, die der junge Oberschullehrer zum Teil im Rahmen seiner Diplomarbeit geleistet hat, beinhaltet die Geschichte der Häuser und Höfe der Gemeinde St. Leonhard von ihren Anfängen bis 1992. Ab dem Maria-Theresianischen Kataster vom Jahr 1775 wird die genaue Besitzerfolge eines jeden Gebäudes aufgezeigt. Die zwei leinengebundenen Bände mit Schutzumschlag und Karton liegen in einer Auflage von 1500 Stück vor. Sie können im Gemeindeamt oder bei der Buchhandlung »Papier Profi- für 75.000 Lire erstanden werden. j.1.

Anna Lanthaler:

Band I

Zrugg gschaug isch a gschaug Zrugg gschaug isch a gschaug, wenn man a nit gar alls drsigg. Abr seil war olm zu viel vrlang, wail di Vergangenhait joa nit in dr Göignwart ligg.

Band I

Aus der Schriftenreihe zur Volkskultur Tirols »Erfraqt - Erlauscht - Erzählt- im Verlag Südtiroler Autoren ist vor kurzem das Büchlein »Zruqq gschaug isch a gschaug« von Anna Maria Lanthaler erschienen. Nachdem die Autorin bereits drei Bändchen Gedichte in Passeirer Mundart (»Tien mir's in Scherm- 1986, »A mal auwerts - a mal owerts- 1989 und »Lacht lai t.ausr- 1991) veröffentlicht hat, ist sie in diesem Büchlein zur Prosa übergegangen. (Fortsetzung

auf Seite 18)


Passeirer Blatt / Dezember 1993

Seite 18/ Nr. 3

Zrugg gschaug isch a gschaug (Fortsetzung von Seite 17)

Dr. Alfred Gruber vom Südtiroler Autorenverlag schreibt im Vorwort: In diesem . Buch, das mit dem bezeichnenden Titel »Zrugg gschaug isch a gschaug« den Verdichtungsprozeß der Rückschau bzw. der Erinnerung in verhaltener Form andeutet, bietet sie in vielen kleinen Geschichten und Anekdoten, gleichsam Miniaturen von Erlebnissen, Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugendzeit an. Sie erzählt darin von Spiel und Schabernack, von kindlichen Ängsten und Sorgen, aber auch von vielen Freuden, vielfach in Verbindung mit dem Brauchtum und dem kirchlichen Leben, von beglückenden und bereichernden, manchmal auch beängstigenden Begegnungen mit Erwachsenen. Es geschieht dies in einer volkstümlichen Sprache, die in Ausdrücken sehr oft, in Gesprächen fast immer in die Mundart übergeht, reich ist an sachlichen Bezügen, vor aliem aber sehr stark das unmittelbare Erleben widerspiegelt. Daß es in die Buchreihe »Erfraqt - Erlauscht - Erzählt« gut hineinpaßt, besteht demnach wohl kein Zweifel. Das Werk umfaßt 90 Seiten mit 25 FotoIIIustrationen. K.L.

Wir gratulieren zur Geburt

Prünster Carmen, 10.09.1993, Mooserstr. 6

Tschöli Alexander, 13.08.1993, Gerlosweg 7

Tschöll Hannes, 27.09.1993, Im Schaffeid 3

Gemeinde St. Martin

Bacher Hans, 16.09.1993, Gerichtsweg 14

Ennemoser Priska, 26.08.1993, Kirchweg 40

Eschgfäller Georg, 11.11.1993, Gomion 6 Gögele Georg, 30.10.1993, Gerberweg 17 Gufler Sonya, 29.09.1993, Silbergasse 11

Halier Franziska, 03.10.1993, Walten 38

Hofer Sandra, 27.09.1993, Mörre 54 Hofer Sandra, 21.10.1993, Gomion 40 Holzknecht Hannes, 14.09.1993, Mooserstr.24 Königsrainer Lukas, 08.08.1993, Schweinsteg 39 Pezzei Valentina, 20.08.1993, Jaufenstr.4

Pichler Dominik, 28.08.1993, Walten 41

Pichler Sandra, 08.09.1993, Im Steinanger 4

Pircher Christine, 24.09.1993, Thurnfeld 4

Pixner Gregor, 06.09.1993, Walten 47

Egger Maria, 27.12.1913, Karlegg 3 Ennemoser Aloisia, 26.04.1905, St. Barbaraweg 4

Eschgfälier Magdalena, 09.02.1912, Kohlstatt 16

Gufler Rene, 27.10.1993, Dorfstr. 51

Fauner Elisabeth, 14.06.1907, Kirchweg 40

Pfitscher Barbara, 10.11.1993, Feldbauerweg 10

Gilii Wilhelm Serafin, 28.05.1901, Kirchweg 40

Lang Andreas, 15.09.1993, Kalmtal 26

Pichler Stefanie, 13.09.1993, Ried 8/B

Pilser Fabian, 23.08.1993, Angerweg 17

Pircher Andreas, 10.10.1993, Saltnerweg 1 Pixner Elisa, 29.10.1993, Flon/Matatzstr. 2

Pöhl Philipp, 09.10.1993, Dorfstr. 31 Raich sarah, 28.10.1993, Dorfstr. 4

Gemeinde Moos in Passeier Geburtsdatum vom 10.08.1993 bis

Fili Maria, 24.06.1905, Schweinsteg 1

Gögele Filomena, 26.05.1913, Schloßweg 32

Gögele Katharina, 22.11.1912, Gänsboden 2 Gufler Anna, 26.06.1910, Gerichtsweg 5

Gufler Josef, 17.04.1910, Im Schaffeid 21

Gufler Maria, 11.02.1907, Kirchweg 40 Gufler Regina, 13.09.1911, Passeirerstr. 9

10.11.1993

Gufler Veronika, 14.08.1910, Kirchweg 40

Gögele Miriam, 03.09.1993, Platt 117

Heel Anton, 28.10.1907, Kirchweg 40

Gänsbacher Evelyn, 13.10.1993, Ulfas 4

Halier Regina, 12.11.1911, Schweinsteg 13

Lanthaler Milena, 15.09.1993, Platt 27

Heel Magdalena, 17.05.1907, Schlattach 13

Platter Dominik, 10.11.1993, Platt 31 Pöli Anna, Franziska, 04.10.1993, Ulfas 5

Schwarz Verena, 19.08.1993, Dorf 91/ A

Gemeinde St. Leonhard

Auer Deborah, 16.08.1993, Glaiten 10

Egger Josef, 18.08.1911, Platzerbergweg 14

Wir gratulieren den Bürgern über 80 Jahren Gemeinde St. Leonhard

Auer Maria, 27.08.1907, Im Schaffeid 18

Augscheller Magdalena, 19.08.1912, Walten 58 Augscheller Theresia, 15.06.1902, Walten 36 Bacher Josef, 20.04.1900, Schloßweg 23

Bacher Marianna, 11.05.1912, Kirchweg 40 Berger Aloisia, 29.12.1911, Happergweg 22

Brugger Barbara, 05.07.1912, Am Kaserer Egg 5 Buchschwenter Gerberweg 14

Alois, 26.09.1911,

Diegli Victoria Louise, 14.01.1910, Happergweg 25 Egger Hedwig, 14.10.1907, Mooserstr. 6

Hofer Eduard, 11.03.1911, Passeirerstr. 39

Hofer Elisabeth, 07.06.1911, Kammerveitweg 1

Hofer Maria, 14.11.1912, Kohlstatt 69 Hofer Notburga, 25.01.1912, Kirchweg 31

Hofer Rosa, 02.05.1904, Kirchweg 40 limer Filomena, 04.06.1913, In der Kelierlahn 6 Karlegger Johann, 09.11.1912, Platzerberg 15 Klotz Johann, 05.02.1908, Kirchweg 40 Kofler Aloisia, 09.10.1911, Platzerberg 12 Königsrainer Maria, 08.01.1910, Kirchweg 40 Langebner Filomena, 01.09.1907, Passeirerstr. 39

Lanthaler Maria, 27.11.1912, Im Schaffeid 21 Mair Anna, 01.06.1908, Schweinsteg 26

Mair Jakob, 30.07.1909, Mörre 48 Marth Ignaz, 08.12.1906, Jaufenstr. 24

Marth Leonhard, 16.10.1912, Gomion 16 Messmer Maria, 19.02.1907, Kirchweg 40

Mühlsteiger Veronika, 02.07.1912, Jaufenstr. 20


Seite 19/ Nr. 3

Passeirer Blatt / Dezember 1993

Tschöli Otto, 01.05.1905, Karlegg 5

Oberdörfer Giovanna, 07.06.1910, Kirchweg 40

Urso Biagio, 03.01.1912, Im Schaffeid 18

Oberprantacher Maddalena, 26.09.1909, Kirchweg 40

Pamer Maria, 07.03.1913, Kirchweg 40 Pföstl Rosa, 01.03.1910, Karlegg 5

Pichler Alois, 23.07.1911, Prantach 23 Pichler Anna, 06.03.1903, Happergweg 21

Widmann Aloisia, 17.06.1904, Kirchweg 40 Wilhelm Jakob, 14.02.1909, Kirchweg 40

Witting Paula, 18.12.1904, Kirchweg 40

Almberger Theresia, 20.08.1910, Peter Mitterhofer Str. 5

Pichler Filomena, 12.03.1911, Kirchweg 40

Amorth Karl, 20.12.1911, Flon/Matatzstr. 3

Pichler Monika, 01.04.1911, Im Steinanger 14

Augschelier Anna, 06.07.1913, Ried 36

Pichler Notburga, 17.02.1913, Schweinsteg 32

Buchschwenter Trifterweg 16

Anna, 03.08.1912,

Pixner Agatha, 13.09.1906, Kirchweg 20

Ennemoser Johann, 16.01.1913, Christlerstr. 5

Pircher Elisabeth, 17.05.1913, Kirchweg 40

Buchschwenter Trifterweg 16

Pixner Anna, 09.02.1908, Mörre 46

Gamper Alois, 17.10.1907, BedaWeberstr.2

Pixner Filomena, 06.11.1909, Walten 25

Gögele Martin, 13.02.1912, Dorfstr. 16

Pixner Rosa, 25.04.1909, Walten 50

Gufler Ida, 31.05.1912, Christlerstr. 4

Plattner Maria, 14.03.1908, Kirchweg 36

Pöhl Johann, 06.05.1903, Kirchweg 40 Pöhl Josef, 16.03.1913, Schweinsteg

8

Prugger Maria, 06.03.1912, AndreasHofer-Str. 8 Prünster Aloisia, 27.05.1909, Kirchweg 40

Prünster Maria, 02.02.1911, Mörre 42 Prünster Maria, 02.05.1907, Gerichtsweg 21

Raffl Josef, 24.09.1906, Platzerberg 12 Raich Anna, 23.12.1905, Kirchweg 40

Raich Anna, 23.11.1907, Schweinsteg 29

Raich Theresia, 26.01.1913, Kammerveitweg 37

Maria, 18.12.1908,

Gamper Antonia Aloisia, 31.07.1909, Beda-Weberstr. 2

Pixner Ignaz, 02.01.1912, Walten 47

Pirpamer Theresia, 03.08.1909, Dorfstr.40

Pixner Anton Mattheus, 19.09.1911, Flon/Matatzstr. 2 Platter Johann, 30.12.1906, Flon/Matatzstr. 21

Platter Johann, 06.12.1908, Ried 36

Platter Kreszenz, 07.01.1910, Ried 16

Gemeinde St. Martin

Pichler Crescenz, 19.12.1913, Thurnfeld 13

Pirpamer Maria, 23.02.1912, Dr. Hillebrandtweg 1/B

Gufler Notburga, 13.09.1912, Flon/Matatzstr. 17

Gufler Rosa, 18.06.1911, Dorfstr. 16

Gufler Theresia, 13.04.1913, Angerweg 16/C

Prünster Franz, 02.07.1911, Dorfstr. 29

Raffl Maria, 08.02.1906, Dorfstr. 22

Raich Aloisia, 06.08.1913, Trifterweg 12/ A Raich Anna, 13.05.1913, Flon/Matatzstr. 3

Raich Ignaz, 14.07.1912, Flon/Matatzstr. 6 Raich Peter, 22.04.1911, Gransteinweg 3

Raich Theresia, 27.04.1907, Flon/Matatzstr. 19

Scherer Maria, 18.06.1913, Dorfstr. 16 Schiefer Aloisia, 29.08.1913, Breiteben 8

Schiefer Anna, 07.04.1912, Ried 26 Schwarz Alois, 23.11.1908, Garberweg 5

Schwarz Johann, 03.05.1910, Dorfstr.48

Schwarz Rosa, 04.05.1913, BedaWeber-Str.2

Hofer Anna, 28.04.1911, Dorfstr. 16

Siebenförcher Dorfstr. 16

Iimer Caecilia Elise, 18.06.1913, Schießstandweg 2

TheinerJosef,24.02.1913, Garberweg 24

Hitthaler Ida, 21.10.1906,

Dorfstr. 16

Hofer Filomena, 01.06.1909, Ried 6

Ilmer Georg, 05.04.1911, Wiesenweg 3 Ilmer Josef, 20.03.1909, Dr. Hiliebrandtweg 1/B

Lamprecht Alois, 01.04.1908, Kalmtal24

Lamprecht Anna, 05.01.1912, Garberweg 4

Fridolin, 05.01.1913,

Stricker Aloisia, 08.08.1903, Dorfstr. 33

Verdorfer Klemens, 28.03.1910, Dorfstr.39 Zwischenbrugger Ried 22 Zwischenbrugger Ried 3

Jakob, 21.07.1910, Rosa, 27.08.1911,

Lamprecht Josef, 05.09.1912, Kalmtal36

Gemeinde Moos

Rettl Hedwig, 06.04.1911, Kirchweg 6

Mair Josef, 24.11.1913, Peter Mitterhofer Str. 7

Brugger Maria-»Pusterer-Moide«, 19.09.1909, Pill 136

Rudig Johann, 25.01.1908, Jaufenstr. 42

Marth Agnes, 27.07.1906, Jaufenstr. 3

Reinstadler Alois, 09.11.1912, Gomion 14

Reinstadler Heinrich, 19.09.1908, Kirchweg 40

Sartori Irma, 21.06.1904, Kohlstatt 59 Schiefer Anna, 31.07.1912, Kirchweg 40

Schwarz Johann, 17.09.1911, Prantach 7 Schwarz Martha, 10.05.1912, Kohlstatt 4 Schweigl Josef, 01.11.1909, Kelierlahn 5

Stauder Filomena, 29.05.1905, Kammerveitweg 8

Mair Alois, 14.11.1906, Trifterweg 4

Malieier Maria, 23.09.1908, Ried 30

Pfitscher Anna Maria, 10.12.1911, Hintereggerstr. 1 Pfitscher Maria, 29.05.1910, Flon/Matatzstr. 2

Pichler Franz, 12.03.1910, Dorfstr. 16 Pichler Josef, 19.11.1913, Dr. Hillebrandtweg 5

Pichler Vigilius, 27.04.1905, Jaufenstr. 22

Pirpamer Frieda, 13.08.1913, Dorfstr.40

Bonetti Francesco, 27.05.1913, Sattel 120

Ennemoser Alois-sßeppn-Nazn-Luls«, 10.06.1903, Platt 120

Forcher Aloisia-v'Iant-Lulse«, 08.03.1910, Dorf 58

Gögele Filomena-sßimis-Mena«, 30.01.1909, Stuls 37

Gögele Richard-»Poster-Richard«, 28.12.1908, Platt 41 Graf Albert-sßee-Albert«, Stuls 33

03.02.1906,

Gufler Aloisia-ojvlelcher-Luise«, 23.05.1912, Stuls 46 (Fortsetzung

auf Seite 20)


Passeirer Blatt 1 Dezember 1993

Seite 20 1 Nr. 3

Wir gratulieren den Bürgern über 80 Jahren (Fortsetzung

von Seite 20)

Gufler Elisabeth-»Haislerin«, 14.01.1911, Pfelders 10 Gufler Filomena-»Veitschuster-Mena«, 17.11.1912, Pill168 Gufler Hermann-»Riebl-Hermann«, 28.10.1913, Rabenstein 421A Gufler .Josef-e'Ihorneser«, 26.08.1904, Pfelders 4 Haller Anna-sxromeler-Anna«, 08.01.1913, Platt 82 Hofer Maria-»Untersteiner-Moide«, 19.06.1912, Platt 105 Hofer Rosa-»Eschbaumerin«, 05.09.1913, Pfelders 21 Kofler Anna-ekronerin«, 23.09.1912, Stuls 7/C Kofler Fllornena-s+lirlerin«, 10.02.1907, Pil1164 Kofler Franz-s.Jänner-Franz«, 08.09.1910, Dorf 81 Kofler Regina-»Haisn-Mutter«, 30.06.1898, Dorf 78 Korab Stefania-vwendlin-, 12.03.1911, Platt 134 Pixner Alois-vüiktner«, 31.07.1911, Pfelders 12 Pixner Johanna-vlornetin«, 06.07.1913, Dorf 6 Pöhl Barbara-e+rechtl-Barbe«, 05.12.1911, Sattel 119 Pöll Maria-»Pichlerin«, 25.03.1913, Ulfas 15 Raffl Maria-»Bucher-Mandls-Moide«, 14.07.1907, Platt 73 Raffl Theresia-»Klotzin«, 21.05.1906, Dorf 28 Raich Gottfried-vlvlarteser«, 22.08.1911, Pfelders 7/A Santer Maria-»Ötztalerin«, 08.09.1912, Stuls 2/C Schweigl Theresia-olvleilerin«, 18.10.1912, Pil1153 Schweigl Theresia=Baurn- Threse«, 14.08.1901, Platt 118 Thaler Maria, 10.12.1913, Stuls 9 Tschaupp Rosa-»Pamerin«, 09.11.1909, Pill 160 Vantsch Maria-uTondelin«, 14.07.1910, Pil1161 Zipperle Franziska-etsöqlin-, 21.08.1908, Pill 135 Zipperle Notburqa-o-Klotz-Burql«, 28.01.1910, Pill 133 IMPRESSUM: Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987.

Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, SI. Leonhard und SI. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von SI. Leonhard Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Dr. Harald Haller, Robert Haniger, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Arnold Rinner, Dr. Hans Schwarz, Dr. Karl Spergser, Sepp Öttl. Druck: Fliridruck, Meran, Goethestraße 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Fleischmann.

Gemeinschaftsrundfahrt der Pseirer Radler Bereits zum dritten Mal in Folge fand am Sonntag, den 1. August 1993 eine Gemeinschaftsrundfahrt von Passeirer Radsportbegeisterten statt. Dieses jährliche Sportereignis geht auf eine Idee der Organisatoren Franz und Karl Schiefer sowie Albin Lanthaler zurück, welche der vereinsmäßig nicht organisierten Passeirer Radwelt diese Rundfahrt anbieten. Bei schönem Wetter trafen sich siebzehn Rennrad- bzw. Bergradfahrer der drei Gemeinden in St. Martin und fuhren gemeinsam bis zum Ausgangspunkt Prad im Vintschgau. Ausgehend von Prad führte die Route über das Stilfserjoch nach Bormio, den Fuscagnapaß nach Livigno und über den Ofen paß zurück nach Prad. Auf einer Strecken länge von ca. 150 km wurden

insgesamt etwa 3.500 Höhenmeter bewältigt. Die Rundfahrt gestaltete sich in sportlicher sowie geselliger Hinsicht zu einem Höhepunkt in der Radsaison, das Begleitfahrzeug, gelenkt von Roland Lanthaler und zur Verfügung gestellt vom SC. Passeier, Sektion Schi, vermittelte Sicherheit, wurde jedoch kaum in Anspruch genommen. Zeitweilige Ausreißer wurden spätestens bei der spätnachmittäglichen Ankunft in Prad vom Hauptfeld eingeholt bzw. gesucht. Die mittlerweile zur Tradition gewordene Rundfahrt wird hoffentlich auch im nächsten Jahr auf einer anderen Strecke durchgeführt werden. H. H.

'Die ~dakJion

wünscht alten Lesern [rohe Weihnachten und eingesegnetes neues Jahr


Passeirer Blatt