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Passeirer Blatt

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S.I.A.P. GR. IV 70%

Nr.2 MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS

Juni 1991

15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN

Wie die Jaufenburg bei St. Leonhard im Jahre 1736 noch aussah Einem Bericht des in Innsbruck wirkenden Historikers Anton Roschmann, der von 1694 bis 1760 lebte, verdanken wir einen Bericht, wie die Jaufenburg vor 250 Jahren ausgesehen hat. Auf seiner zweiten Reise an die Etsch kam Roschmann am 26. August 1736 auf den Jaufen. Beim Abstieg nach St. Leonhard besichtigte er die alte Feste Passeier, die man dann Jaufenburg nannte. Sie war noch ziemlich gut erhalten. Besonderen Eindruck machten auf ihn die vielen Fenster- und Türstöcke aus weißem Marmor. Im Saal waren noch alte Malereien zu sehen, unter anderem der Stammbaum der Grafen Fuchs von Fuchsberg, der aber schon allmählich von der Wand abblätterte. Man hätte ihn nach der Meinung Roschmanns vor der fortschreitenden Zerstörung noch abzeichnen sollen. In diesem Saal und in einem Vorhaus sah er auch zwei große runde, weiße Marmortische, die je 6 Schuh (1,90 Meter) Durchmesser hatten. Bei einem Fenster befand sich eine kleine Aushöhlung mit einer Öffnung von wenigen Zoll und dabei ein gemalter goldener Bär. Ein solcher soll hier zusammen mit vielen goldenen Münzen verborgen und vermauert gewesen sein. »Vor vielen Jahren- soll ein Graf Fuchs den Hohlraum bemerkt,

geöffnet, den Schatz gefunden und ausgeräumt haben. Was daran Wahres ist, kann nicht mehr überprüft werden. Die Burgkapelle war sauber und gut erhalten. Der Turm war der älteste T ei I. Er stammte angeblich aus der ),Heidenzeit«, Von dieserdamals noch erhaltenen Burg und von ihrer Ausstattung ist außer dem Turm leider nichts mehr vorhanden. Wie sohön wäre es, wenn auf dem die Gegend beherrschen~:.

September 2002 5. Jahrgang

den Hügel an der Gabelung des Tales eine noch bewohnbare Burg stünde.

(Nach einer Handschrift A. Roschmanns im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck.) G. Mutschlechner

Die Jugendburg

nach einem Gemälde - 17. Jh.


Passeirer

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Umweltbewußte Fischer Der im Februar dieses Jahres neugewählteAusschuß des Sportfischervereins Passeier - Sektion St. Leonhard setzte sich neben der Erhaltung des Fischbestandes in unseren Gewässern auch das Ziel, im Bereich des Umweltschutzes tätig zu werden. Was ist dabei naheliegender, als einen Bach in der Umgebung von St. Leonhard vom Unrat zu säubern. Allzuoft hatten sie

nämlich bei Fischgängen die Erfahrung gemacht, daß nicht alles lebendig ist, was in unseren Bächen herumschwimmt. Mehrere Sportfischer tauschten daher am Samstag, den 25.05.91 die Fischerlatte mit dem Müllsack und begannen mit der Säuberungsaktion des Waltenbaches, ausgehend vom Elektrowerk St. Leonhard bis zur Mündung

Einige Helfer mit einem Teil des Unrates

Tätigkeitsbericht Weißes Kreuz Passeier 1990 Das Weiße Kreuz Passeier darf auf das abgelaufene Jahr mit großer Genugtuung zurückblicken und es gewissermaßen als Rekordjahr bezeichnen. Den Dienst rund um die Uhr gewährleisteten 1990 drei Fixangestellte und sechzig freiwillige Helfer. Sie fuhren insgesamt 1.549 Einsätze und legten dabei 144.325 km zurück. Außerdem übernahmen sie 34 ADAC Fahrten. Die Bereitschaftsdienste verdoppelten sich im Jahr 1990 und erreichten den Stand von 33. Der Rettungshubschrauber wurde 17 mal, der Notarzt 16 mal und die Freiwillige Feuerwehr St. Martin 17 mal zu Notfällen gerufen. Für die Weiterbildung der Helfer wurden mehrere Kurse organisiert, an denen verschiedene Fachärzte Referate hielten. Auch die Bevölkerung konnte

in Erste-Hilfe-Kursen ihr Wissen vertiefen. Weiters nahmen fünf unserer Helfer an dem zweitägigen Seminar mit Unfallübung in Sterzing teil, welches sie mit sehr gut abgeschlossen haben. Der Ernstfall wurde bei verschiedenen Übungen mit den Freiwilligen Feuerwehren und der BRD des ganzen Tales geprobt. Besonders erwähnenswert ist die Großübung in der »Auer Wiese« in St. Leonhard, an welcher sich die Freiwilligen Feuerwehren, das Weiße Kreuz Naturns und der Notarzt beteiligten. Die Helfer beteiligten sich im abgelaufenen Jahr auch an die für sie organisierten sportlichen Veranstaltungen: am Passeirer Fünfkampf, am Ski rennen in Sulden und am Broomballturnier in Schnals. Am 14. September be-

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in die Passer. Man staunte nicht wenig, als nach mehreren Stunden Arbeit der bereitgestellte Transporter bereits aufgehäuft voll war. Vor allem Drähte, Schläuche, Nylonsäcke, Flaschen usw. hatten sich am Ufer verfangen. Sie stammen vor allem von älteren, kleineren Müllkippen, an denen sich einige Mitbürger auf bequeme Weise ihres Unrates entledigten. Sogar eine Waschmaschine und eine Gasflasche waren dabei; und es bedurfte einiger Anstrengung, sie zum Ladeplatz zu bringen. DasVereinsmitglied Haller Fritz sorgte mit einer Speckmarende für die nötigen Kraftreserven. Mit dieser Aktion wollte der Fischerverein auch Kritikern beweisen, daß den Fischern nicht nur der Inhalt der Gewässer am Herzen liegt, sondern auch ein naturbelassener, unverschmutzter Bachbereich. Ein Dank gilt hier allen, die mitgeholfen haben, besonders auch den Neumitgliedern aus Meran und Dorf Tirol. Der neue Ausschuß führte auch andere Neuerungen ein, die ein waidgerechteres Fischen betreffen sowie den Zusammenhalt unter den Vereinsmitgliedern fördern. Dem Ausschuß gehören folgende Personen an: Schweigl Mathias (Präsident) Ennemoser Mathias (Vize-Präsident) Ennemoser Anton (Schriftführer) Pixner Helmuth (Kassier) H.P teiligten sich vier Sektionen am 1. Fußball Gedächtnisturnier »Richard Prugqer«, Den Höhepunkt dieses Jahres bildete die Feier des 15jährigen Bestehens der Sektion Passeier. Im Laufe dieser Veranstaltung wurden 14 Freiwillige für ihren 15jährigen treuen Dienst geehrt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Ausschuß des letzten Jahres bestätigt: Auer Franz - Sektionsleiter, Righi Oswald - Sektionsleiter Stellvertreter, Platter Erika - Schriftführerin. Mitteilung: Jeden ersten Donnerstag des Monats von 15 - 17 Uhr findet ein Gratishörtest beim Weißen Kreuz statt. Außerdem sind die Batterien in der Steile erhältlich. Erste-Hilfe-Kursewerden im Herbst für alle Interessierten abgehalten und es werden freiwillige Helfer/innen in den Verein aufgenommen. Rettungsdienst

Weißes Kreuz Passeier


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Neues Rüstfahrzeug und Stille Alarmierung für Freiwillige Feuerwehr St. Martin Nach einem historischen Ereignis sprich 100-Jahr-Feier im September 1987 - konnte die Freiw. Feuerwehr und die gesamte Bevölkerung von St. Martinwichtige Anschaffungen im technischen Bereich begutachten und einweihen. Am Samstag, den 4. Mai 1991, versammelten sich alle Wehrmänner, der Abschnittsinspektor, Abordnungen aller Freiw. Feuerwehren des Passeiertales sowie die Feuerwehrpatinnen vor dem Gerätehaus.Unter den flotten Klängen der Musikkapelle marschierte man zur Pfarrkirche, wo Hochwürden Michael Pirpamer die feierliche Messe gestaltete, die gleichzeitig auch dem Feuerwehrpatron Florian gewidmet war. Hierbei fand der Ortspfarrer lobende Worte für den selbstlosen Einsatz und die aufopferungsvollen Hilfeleistungen im Zeichen der Nächstenliebe. Nach dem würdigen Festgottesdienst begab man sich gemeinsam zur Feuerwehrhalle, wo der eigentliche Festakt stattfand. Kommandant Franz Gufler begrüßte alle Festgäste und stellte die Freiw. Feuerwehr kurz vor. Anschließend ging er konkret auf die erschwerten Aufgaben und erhöhten Anforderungen der Freiw. Feuerwehr in der heutigen Zeit ein, die von jeder FF eine bestmögliche Ausrüstung undAusbildung erfordere. In dieser Hinsicht stelle sowohl der Ankauf des optimal ausgeführten Rüstfahrzeugs als auch der Ankauf der Geräte zur Stillen Alarmierung eine deutliche Verbesserung in technischer Hinsicht dar. Kommandant Guflerwies mit Bestimmtheit darauf hin,daßder Ankauf dieser Geräte nicht dem häufig kritisierten Wettrüsten diene, sondern vor

allem als weitere technische Verbesserung im Dienste der Passeirer Bevölkerung und für das Allgemeinwohl anzusehen sei. Im Anschluß daran segnete Pfarrer Pirpamerfeierlich die Geräte und das Fahrzeug - als dessen Patin sich freundlicherweise Frau Barbara Raich zur Verfügung gestellt hatte - und übergab sie somit ihrer Bestimmung. Bürgermeister Josef Pichlersprach seinerseits über die vermehrten Ansprüche einer Freiw. Feuerwehr durch sprunghafte Entwicklungen in Wissenschaft und Technik und vermerkte mit Genugtuung die gesteigerte Effizienz unserer Ortsfeuerwehr. Er unterstrich die Wichtigkeit der Neuanschaffungen und bezeichnete sie als Meilenstein hinsichtlich Unfallverhütung und Katastrophenschutz. Dies alles beruhe aber letztendlich auf hohen menschlichen Werten und in diesem Zusammenhang sei die vorbildliche Kameradschaft und der Zusammenhalt in unserer Freiw. Feuerwehr besonders lobenswert. Abschnittsinspektor Josef Platter überbrachte die besten Glückwünsche des Bezirksverbandes, wies auf die Pflichten der Freiw. Feuerwehr im Bezug auf

Fortbildung hin und bedankte sich bei allen Gönnern und Spendern. Er zollte der Freiw. Feuerwehr von St. Martin Lob für Ordnung und Gewissenhaftigkeit und wünschte fürdie Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Nun ergriff noch einmal Kommandant Gufler das Wort und kam auf die Finanzierung zu sprechen: die Gesamtsummefür Rüstfahrzeug und StilleAlarmierung betrug Lire 107.060.000.-. Aus Spenden und Beiträgen konnten Lire 75.158.000.- finanziert werden, Lire 31.902.000.- bezahlte die Freiw. Feuerwehr St. Martin selbst. Kommandant Gufler dankte allen Gönnern und Spendern für ihre Beiträge, weiters der Patin Barbara Raich und der Musikkapelle, sowie der gesamten Bevölkerung für moralischen und finanziellen Beistand. Mit dem Hinweis auf den Schutzpatron Florian schloß er den Festakt ab mit dem alten Feuerwehrgruß: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Anschließend konnten alle Festgäste die Gerätehalle bei einem Umtrunk besichtigen und letztendlich wurde die Feier bei einem zünftigen Abendessen im Gasthof »Jaqerhans« abgeschlossen.


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Großkraftwerke noch aktuell? Auf Einladung des SVP Ortsausschußes von St. Leonhard trafen sich die Bürgermeister, die SVP Ortsausschüsse, und die Gemeinderäte aller politischen Parteien am 23.05.1991 zu einer Aussprache mit Landesrat Alois Kofler im Vereinshaus von St. Leonhard. Dieser erläuterte den Versammlungsteilnehmern den 1. Teil des Landesenergieplanes, der folgende drei Teile umfaßt: Ist Stand (d.h. heutige Energieerzeugung und Verbrauch); Energiesparmaßnahmen; Bedarfsentwicklung. Südtirol hatte 1989 ein gesamtes Energieaufkommen von 6 Milliarden KW.Stunden. Unter gesamtes Energieaufkommen versteht man alle Energiequellen wie Strom, Öl, Gas usw. Der Stromverbrauch gendermaßen: ÖL WASSERKRAFT GAS HOLZ

verteilt

sich fol-

44 % 30 % 14 % 10 %

Die Stromproduktion:

Südtirol

produziert

Stunden Strom.

6 Milliarden KW

Bemerkenswert ist vorallem, daß nur 1/3 in Südtirol selbst verbraucht wird,

2/3 werden aus der Provinz exportiert.

In Südtirol bestehen bereits 30 Großableitungen, d.h. Elektrowerke mit über 3.000 KW Nennleistung. Die 18 ENEL-Werke produzieren 50 % des Stromes, die 9 SELM-Werke produzieren 34 % des Stromes. Die restlichen 16 % werden 468 mittleren und kleineren Werken produziert. Bereits hier erkennt man, welche Ausmaße Großkraftwerke haben.

Die Stromverteilung:

Das ENEL verteilt 61 % des Stromes, die Etschwerke verteilen 29 %, und private Elektrowerke 10 %.

Der Stromverbrauch:

Südtirol verbraucht ca. 2000 Milliarden KW Stunden Strom.

Industriezone Bozen als Stromverschwender:

Allein die Industriezone in Bozen verbraucht jährlich ca. 600 Milliarden Kwh

Strom und erhält diesen noch um einen Spottpreis von 7 - 10 Lire pro Kilowattstunde. Die Versammlung zeigte sich empört darüber, daß diese Krisenbetriebe die Energie verschwenden und sie dazu noch fast geschenkt bekommen, Milliardenbeiträge vom Industrieministerium erhalten, und zudem noch die Umwelt enorm belasten. Da das ENEL die Werke von den Staatsbahnen übernommen hat, erhalten die Staatsbahnen in ganz Italien Gratisstrom.

Großkraftwerke auf jeden Fall verhindern: Landesrat Kofler erklärte, daß Südtirol bereits extrem mit Großableitungen belastet ist, und daß nur 2 Gebiete, eben das Passeiertal und das Tauferer-Ahrntal, noch einigermaßen verschont sind. Wörtlich sagte er: "Weitere Großableitungen sind auf jeden Fall zu verhindern, ganz gleich ob diese das ENEL oder andere Institutionen bauen. Die Belastung für Natur und Mensch wäre verheerend. Alle Südtiroler, vor allem aber die Betroffenen, müßten alles daran setzen, um dieses zu vermeiden. Dazu bedarf es auch großer Solidarität vonseiten der Talbevölkerung, aber auch von außen«.

Bevölkerung besser aufklären und sensibilisieren

Mehrere Diskussionsteilnehmer waren der Ansicht, daß die Bevölkerung bezüglich der Gefahr eines Großkraftwerkes zu wenig aufgeklärt ist. Bereits jetzt müßte man beginnen, die Talschaft auf die Gefahr eines Großkraftwerkes im Passeiertal hinzuweisen. Dazu erwartet man sich vor allem eine optimale Information von Seiten unserer Landesregierung und auch der Gemeindeverwalter. Landesrat Koflervertrat die Ansicht, daß es auch in unseren Reihen immer noch Leute gibt, die sich für ein Großkraftwerk einsetzen, unter der Bedingung, daß dieses die Gemeinden, Land usw. selbst bauen. Wie bereits erwähnt, bleibt aber die Umweltbelastung nicht um ein Wesentliches niedriger, ganz gleich wer baut. Die Gegenseite, sprich ENEL, hätte zudem eine schlagfeste Argumentation: Ihr selbst wollt bauen, und wir, weil wir das ENEL oder Italiener sind, dürfen nicht bauen. Jede Großablei-

tung ist im Interesse von Natur und Mensch zu vermeiden. Auch sollte sich die Bevölkerung nicht mit finanziellen Mitteln abfertigen lassen. Fragen wir heute die Ultner oder Marteller, welche Vorteile sie von den Großkraftwerken haben!

Hält unser Autonomiestatut stand?

Große Bedenken hatten auch mehrere Diskussionsteilnehmer, ob der italienische Staat im sogenannten »nationalen lnteresse«, ohne Einverständnis der Landesregierung ein Großkraftwerk bauen kann. Oder was passiert, wenn das ENEL das Landesenergiekonzept überhaupt nicht annimmt?

Verteilung:

Der weitere Teil des Landesenergieplanes wird auch vorsehen, daß die Verteilung des Stromes die Südtiroler selbst übernehmen sollten. Hier gibt es bereits unbeschränkte Mengen von Lösungsmöglichkeiten. Das wäre umsowichtiger als das ENEL bezüglich Stromeinsparungen keine großen Initiativen unternimmt. Je mehr Strom verbraucht wird, umsomehr verdient das ENEL.

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Wasserableitungen

Fürdie Naturweiterhin nicht mehrtragbar sind auch die vielen Ableitungen von Bächen und Rinnsalen. Der Landesenergieplan sieht vor, daß auch für die kleinsten Wasserableitungen zur Stromgewinnung eine UVP Prüfung durchgeführt werden muß. Die Belastung durch mittlere und mehrere kleine Werke ist oft nicht viel geringer als bei Großableitungen. H. V.

A Votr in Oltersheim I hon's schian und hon's guat nou nia a sou khop in mein gonzn Lebn. Und dechtr: Wenn i kannt dhuame sein lai uanmol z'essn brauchitn'se mir zi gebn. Anna Lanthaler


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Segnung der Vereinslokale in Walten

Am 5. Mai 1991 fand in Walten die Einweihung der Vereinslokale für die Schützenkompanie, die Freiwillige Feuerwehr, die Musikkapelle und den AVS statt. Zugleich wurde auch die neue Tragkraftpumpe der Feuerwehr gesegnet. Die Segnung, die von Dekan Dr. Ulrich Gasser vorgenommen wurde, fand bei winterlichen Verhältnissen statt, trotzdem aber war die Teilnahme der Bevölkerung groß. Es begann um 09.00 Uhr mit dem Einzug der Vereine in die Kirche, wo anschließend der Festgottesdienst, der von der »Böhrnisehen- musikalisch umrahmt wurde, gefeiert wurde. Danach begaben sich die Vereine zum Schulhof, wo die Segnung der Feuerwehrpumpe stattfand. Anschließend begrüßte der Feuerwehr-Kommandant Albert Oberprantacher die anwesenden Waltner Bürger sowie die Ehrengäste - Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher, Vize-Bürgermeister Josef Gögele, Kulturassessor Dr. Albin Pixner, Ortsvorsteher Ulrich Heel, den Gemeindesekretär Siegfried Pfeifer, den Abschnittsinspektor der Feuerwehren

des Passeiertales Anton Platter, sowie den Landesjugendreferent des AVS Luis Vonmetz. Es folgten nun die Ansprachen und Dankesworte der Vereinsvertreter. Der Feuerwehr-Kommandant betonte die Wichtigkeit der Lokale für die Tätigkeit der Vereine; er dankte allen Spendern für die Finanzierung der Pumpe, die z. T. durch die öffentliche Hand bereitgestellt wurde. Der Musikobmann Andreas Augscheller ging kurz auf die Baugeschichte des Probelokales ein und erwähnte die Notwendigkeit der Verbesserung (Erhöhung des Daches) dieses Lokales im Zuge der geplanten Renovierungsarbeiten des Schulhauses. Der Schützenhauptmann Walter Pixner dankte besonders dem 2. Landeskommandantstellvertreter Klotz Wolfram, für seinen Einsatz von der Planung bis zu Fertigstellung des Schützenlokales. Der AVS-Präsident HansPeter Augscheller freute sich über die Anwesenheit des Landesjugendreferent des AVS. Auch er beschrieb kurz die Baugeschichte des AVS-Lokales und dankte den AVS-Mitgliedern für

die freiwillig geleistete Arbeit. Anschließend brachte Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscherseine Freude über die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zum Ausdruck und beglückwünschte sie zu den neuen Lokalen. Luis Vonmetz überreichte dem Präsidenten des AVS ein Bild und wünschte dem AVS viel Freude mit dem neuen Lokal. Anton Platter beglückwünschte die FF Walten zu ihrer neuen Pumpe und zum Vereinslokal. Nach den Ansprachen nahm der Dekan die Segnung der Lokale vor. Die Lokale, die sich alle im Dachgeschoß des Schulhauses befinden, wurden ausschließlich durch freiwillige Arbeit der Vereinsmitglieder erbaut. Das Material wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt; hierfür sei ihr hier herzlich gedankt. Die Lokale konnten anschließend von allen besichtigt werden. Die Feier endete mit einem Mittagessen in den Gasthöfen Jägerhof und Innerwalten.

A.A.


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Wichtige Ratsbeschlüsse St. Leonhard Gemeinderatssitzung vom 05. Juni 1991 - DerBeschlußantrag der UfS, der vorsieht, mit Ausnahme am 4. November und 25. April neben der italienischen Fahne auch die Tiroler- und Europafahne zu hissen, wird genehmigt. - Die Abschlußrechnung über das Finanzjahr, die einen Überschuß von 1,5 Mrd. Lire aufweist, wird genehmigt und der Bilanzausgleich wird vorgenommen. - Die Mitglieder für die Wanderhandeiskommission werden ernannt: Haller Franz, Pirpamer Edeltraud, Pfitscher Albin, Zöschg Oswald; Vorsitz: Winkler Karl. - Ein Landesbeitrag in der Höhe von 300 Mio. (Landesrat Alber) Lire für den Ausbau des Kreuzungsbereiches an der Jaufenstraße wird angenommen und das Auflagenheft des Landesausschußes genehmigt. - Ein Beitrag des Landes zur Neueindeckung des Kirchendaches in der Höhe von 100 Mio. Lire wird angenommen und eine Konvention mit der Pfarrei abgeschlossen. - Die Einwände zur Einfügung der Straße am Kaserer Egg (Schopp) in den Bauleitplan werden diskutiert. Es wird beschlossen, die Straße in der Breite von 2,5 m einzutragen (Zufahrt vom Gerichtsweg her). - Ein Rekurs, der die Zufahrtsstraße zurWohnbauzoneSchweinsteg betrifft, wird abgelehnt. - Die Auszahlung der Durchfahrtsentschädigung und der Flurschäden bei der Verlegung der Druck- und Kabelleitungen (Elektrowerk) wird beschlossen - insgesamt 66 Millionen Lire. - Für den Bau der Trinkwasserleitung Gomion wird bei der Depositenbank ein Darlehen in der Höhe von 1,138 Milliarden Lire aufgenommen. - Für den Bau der Trinkwasserleitung Prantach wird ein Darlehen in der Höhe von 1,622 Milliarden Lire aufgenommen.

- Fürdie Trinkwasserleitung Schweinsteg wird der Finanzierungsplan und das Ausführungsprojekt genehmigt (943 Millionen Lire). - Arch. Paul Gamper wird die Projektierung der Grundschulgebäude in Walten und St. Leonhard (Umbau und Erweiterung) übergeben.

Die neuen Eintrittspreise für das Gemeindeschwimmbad werden wie folgt festgelegt: Erwachsene 3.000.- Lire; Kinder und Senioren (ab 60) 1.000.Lire. Die Führung übernimmt wiederum der Verkehrsverband.

Sprechstunden zum Geförderten Wohnbau Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Amt für Geförderten Wohnbau der Autonomen Provinz Bozen in Meran eine Zweigstelle eröffnet hat. Rag. Raffl und Geom. Jud geben jeden Donnerstag von 9 - 12 Uhr Auskunft zu Fragen in folgenden Bereichen: - Geförderten Wohnbau - Altbausanieurng - Wohnungskauf - Mietgeld usw. Außerdem können Gesuche, welche vorgenannte Bereiche betreffen, dort abgegeben werden. Anschrift der Zweigstelle: Autonome Provinz Bozen Südtirol Bezirksamt für Landwirtschaft Schillerstr. 12 Meran Tel. 31 100 SVP Sozialausschuß St. Leonhard

Aus der Gemeindestube Moos Ratssitzung vom 08. Mai 1991: - Die Ausschreibung einer Privatverhandlung mittels halbamtlichen Wettbewerbes für die Vergabe des SchatzamtsdienstesfürdieZeit vom 01.01.1992 bis 31.12.1996 wird beschlossen, wobei folgende Kreditinstitute eingeladen werden: Raiffeisenkasse Passeier Volksbank Meran Südtiroler Landessparkasse - Die Abschlußrechnung für das Finanzjahr 1990 mit einem Verwaltungsüberschuß von L.438.812.459.wird genehmigt. - Die Arbeiten zur Sanierung der Brücke in Rabenstein werden für ei-

nen Betrag von L. 78.400.000.- an die Firma Bardin Romolo AG aus Bozen vergeben. - Die Arbeiten für den Ausbau der Kreuzung Timmelsjochstraße - Dorfeinfahrt mit Gehsteig bis zur »Platte« werden für einen Betrag von L. 280.440.000.- an die Firma Raich Anton aus Moos vergeben. - Die Arbeiten für die Ableitung der Quelle »Ganderberq« werden für einen Betrag von L. 80.655.500.- an die Firma Maier Anton aus St. Leonhard vergeben. - Für die Erschließung der Erweiterungszonen »Stuls C«, Moos/"Platterfeld« und Platt/oSchießstand- wurden die Abrechnungen genehmigt.


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Baugeschehen in St. Leonhard

Umgestaltung des Dorfzentrums und des Brückenbereiches. Teilweise entlastend wirkt, daß die Wohnbauzonen »Kassler« und »Weingart« bald verbaut sind und zumindest der Schwerverkehr auf den Nebenstraßen und Wegen abflauen dürfte. Während diese Bau konzentration stört, fallen uns Arbeiten in abgelegenen Gebieten, wie z.B. Hoferschließungen oder die Trinkwasserleitung Karlegg, kaum auf. Anerkennen muß man dabei die Zügigkeit, mit der die meisten Firmen arbeiten, und die Geduld und das Verständnis, das die Bevölkerung und die Gäste zeigen. K. P.

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*

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Obr i woas wos i tua Im Bild die Straßenkreuzung Jaufenstraße-Mooserstraße, die erweitert auch der neue Sprengelsitz für den Sprengel Passeier gebaut werden.

Wie vorauszusehen war, scheint St. Leonhard im Augenblick eine einzige Baustelle, da Bauprojekte von Privaten, der Gemeinde, der ANAS und der Wildbachverbauung nebeneinander ausgeführt werden. Die Belästigung durch Lärm und Staub ist oft störend, doch ist in Teilbereichen ein Ende abzusehen. Ausnahmslos dienen die Projekte der Sicherheit vor Wasser und Verkehr und verbessern die Lebensqualität im Dorf. Die Erweiterungsarbeiten an der Mooserstraße sind fast beendet, ebenso der Gehsteig bis zum Schwimmbad, der nur durch das Verständnis aller Verantwortlichen der ANAS möglich wurde, wofür wir ihnen großen Dank schulden. Ebenso ist der Gehsteig an der oberen Jaufenstraße fertig und für Einheimische und Gäste begehbar. In vollem Gange hingegen sind die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Jaufenstraße - Mooserstraße. Die bergseitige Erweiterung der Jaufenstraße schafft Platz für den Gehsteig auf der Außenseite. Zur Hangsicherung wurden die »Piloten« geschlagen, die jetzt noch verankert werden müssen. Dann wird davor eine Natursteinmauer errichtet und der Gehsteig terassenartig auf der Außenseite der Straße errichtet. Das Endziel dieser Straßenarbeiten sind durchgehende Gehsteige vom neuen Parkhaus bis zum Schwimmbad und zum Gasthaus Bad Fallenbach. Gear-

wird. Hier soll später

beitet wird zur Zeit auch am Zivilschutzzentrum unterhalb des Vereinshauses, wobei Parkplätze wegfallen werden, sodaß für die Lastautos und teilweise die Busse ein Ausweichparkplatz am Fußballplatz im Gänsboden errichtet werden muß. Die Wildbachverbauung ist dabei, einen Gefahrenpunkt für das Dorf zu entfernen, nämlich die alte Felsenegg-Brücke, die durch eine höhergelegenere neue Brücke ersetzt wird. Parallel dazu verläuft die

Im Bereich unterhalb des Vereinshauses vilschutzzentrums bereits begonnen.

Dr Timmls isch offe dr Jaufn nit zua

es rofflt und rumplt

obr i woas wos i tua.

I woas a riawigs Platzl i zoaget's dir ah zem rofflt's nicht rumplt's nicht hahahahaha! A. Lanthaler

von St, Leonhard haben die Arbeiten zum Bau des Zi-


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Landtagsabgeordnete

aus dem Passeierta-

In der Chronik des Passeiertales blätternd, fanden wir einige Persönlichkeiten, die im Rahmen ihrer Tätigkeit als Landtagsabgeordnete ihren Beitrag zum demokratischen Wohl des Landes Tirol geleistet hatten und leisten. Dr. Andreas von Hofer, Edler von Passei er, wurde als Enkel des Tiroler Freiheitshelden von 1809 am 27. Semptember 1833 in Fischamend bei Wien geboren und starb in Wien am 25. Juni 1881. Dr. Andreas von Hofer war Notar in Amstetten/Niederösterreich und Gutsbesitzer am Sandhof in St. Leonhard Passeier. Dr. von Hofer war liberaler Abgeordneter des Großgrundbesitzes von 1870 bis 1880 im Tiroler Landtag in Innsbruck.

Dr. Johannes Haller wurde am 30. April 1825 im Greinwaldhof in Außerried bei Saltaus geboren und starb am 5. April 1900 in Salzburg. Dr. Haller war Fürsterzbischof von Salzburg und Kardinal und vertrat das Bistum Salzburg als Virilist (= Mitglied aufgrund seines Ranges und Amtes) von 1890 bis 1900 im Tiroler Landtag zu Innsbruck.

Dr. Eduard Dorfer wurde am 11. Dezember 1922 in Lana geboren und stammt vom Quellenhof/Saltaus. Erwar vom 11. November 1956 bis zum 5. November 1960 SVP-Abgeordneter zum Südtiroler Landtag in Bozen und lebt heute als Rechtsanwalt in Meran.

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Dr. Johannes Haller

Leonhard Kofler wurde am 17. April

1880 in St. Leonhard Passeier geboren und starb am 9. September 1953 in St. Leonhard. Er war Zöggbauer und Baumeister in seinem Heimatort. Als christlichsozialer Abgeord neter vertrat er den Landgemeindebezirk Meran von 1914 bis 1918 im Tiroler Landtag zu Innsbruck.

brachte ein recht bescheidenes und unauffälliges Leben. Die letzten fünf Jahre war er im Altersheim von St. Leonhard, wo er sehr gut versorgt wurde. Im Laufe der Jahre hatte er sich doch einige Ersparnisse angelegt, die er in den letzten Jahren hauptsächlich den Rabensteinern zugute kommen ließ. Als im Jahre 1989 die Pfarrkirche des Dorfes renoviert wurde, unterstützte er dies mit einem hohen Beitrag. Ohne diese Summe wäre eine Renovierung in diesem Ausmaße nicht möglich gewesen. Noch im gleichen Jahr schenkte er der Freiwilligen Feuerwehr des Dorfes und der Musikkapelle einen ansehnlichen Beitrag, damit sich beide eine schöne Vereinsfahne leisten konnten.

Leonhard Kofler

Dr. Eva Klotz Sebesch wurde am 4. Juni 1951 in Walten als Tochter des Südtiroler Freiheitskämpfers Jörg Klotz geboren und lebt in Dorf Tirol bei Meran. Sie ist seit dem 20. November 1983 Mitglied des Südtiroler Landtags in Bozen: von 1983 bis 1988 als Vertreterin des Wahlverbandes des Südtiroler Heimatbundes und ab 1988 bis heute als Vertreterin der Union für Südtirol.

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Zum Andenken an Karl Gufler Rabenstein: Am 7. Februar 1991 nahm Rabenstein Abschied von Herrn Karl Gufler - Samer Korl. 1911 wurde er in Rabenstein geboren, wuchs hier auf, verlor schon früh seine Mutter und zwei Brüder. In jungen Jahren hatte er einen schweren Unfall, an dem er sein Leben lang litt. Er erlernte das Schusterhandwerk, arbeitete aber mehr im Ausland und half auch im Gastgewerbe aus. Karl Gufler ver-

Karl Gufler

Pfarrer Franz Künig betonte in seiner Ansprache bei der Beerdigung, wie ruhig dieser Rabensteiner verstorben ist und wie unauffällig er der gesamten Pfarrgemeinde durch seine finanzielle Unterstützung geholfen hat. Wir Rabensteiner werden stets seiner gedenken und Gott möge ihm alles Gute, das er getan hat, vergelten und ihm die ewige Ruhe schenken. Der Pfarrgemeinderat

Rabenstein

Die Lianrtr Hölle Die Mousr hobn an heilign Pichl die Lianrtr hobn a Hälle verbreatert hobn 'se des Öirtl iatz heaßer wert's af olle Fälle.

Anna Lanthaler


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Pfarrgemeinderat Schweinsteg ehrt Gottfried Pircher Im Rahmen einer Bürgerversammlung in Schweinsteg am 09.05.1991 hat der neugewählte Pfarrgemeinderat Herrn Gottfried Pircherfür seine langjährigeTätigkeit als Präsident des Pfarrgemeinderates von Schweinsteg eine Ehrenurkunde überreicht. Gottfried Pircher ist am 20.06.1931 als 2. Sohn von 11 Kindern der Familie Pircher vom Pfitscher-Hof in Schweinsteg geboren. Er war von 1964 bis 1975 und von 1980 bis 1985 im Gemeinderat von St. Leonhard vertreten, wo er sich in besonderer Weise für die Bevölkerung von Schweinsteg einsetzte. Ertrug dazu bei, daß in der Fraktion Schweinsteg eine neueVolksschule errichtet wurde, daß Brücken erneuert, die Stromversorgung durch das ENEL in An-

griff genommen und schlußendlich eine Verbindungsstraße von Schweinsteg ins Tal gebaut wurde. Bis in jüngste Zeit hat er noch andere Aufgaben im Dienste der Öffentlichkeit übernommen, z.B. als Parteiobmann, Bauernbundvertreter, KVW-Obmann, Obmannstellvertreter bei der Straßeninteressentschaft Schweinsteg - Tall. Zudem hat er sich in vielen anderen Bereichen eingesetzt, die hier nicht alle aufgezeigt werden können. Ganz besonderen Einsatz zeigte Gottfried sicher als Präsident des Pfarrgemeinderates Schweinsteg, dem er seit seiner Gründung vorstand. Unter seiner Führung wurde die Kirche innen und außen renoviert, die Orgel wieder hergerichtet, der Widum neu ausgebaut und vieles andere geleistet. Für diesen langjährigen Einsatz in der Pfarrei und Gemeinde zum Wohle der Bürgervon Schweinsteg gilt HerrnGottfried Pircher abschließend nochmals der Dank der gesamten Schweinsteqer Bevölkerung. H.G.

Der »Geadele-Lodn« in Stuls Den älteren Leuten wird der »Geadele Laden« in Stuls sicher noch gut in Erinnerung sein. Der Krämerhandel wurde in Stuls schon sehr früh betrieben. Wann damit begonnen wurde, läßt sich nicht genau registrieren. Nachweisbar ist nur, daß Frau Judith Gstrein, Frau des Geadelebauern Josef Raffl um 1930 Waren verkaufte. Beim Abbruch des Geadelehauses im März dieses Jahres kam über einem Ladenfenster die Jahrzahl 1829 zum Vorschein. Das Haus selbst dürfte nach Schätzungen von Fachleuten zwischen 600 und 1000 Jahre alt gewesen sein. Der Laden war jedoch ein späterer Zubau am Haus. Judith Gstrein und Josef Raffl vererbten Hof und Laden ihrem Neffen Alois Gufler, Melchersohn, da ihr einziger Sohn im Kindesalter gestorben war. Alois Gufler heiratete Maria Pichler vom Schild im Anger. Alle ihre sieben Kinder starben im frühen Kindesalter. So vererbte der Geadele Votr Hof und Laden weiter an den Neffen Karl Gufler, Melchersohn. Dieser führte den Laden mit seiner Frau Rosa Kuprian, bis die Lebensmittelkarten anfangs der vierziger Jahre eingeführt wurden. Der Laden war nicht groß, und was zum

Kauf angeboten wurde, war nicht viel. Die wichtigste Ware war Petroleum für die Petroleumlampen. Es mußte von den Geadele Mägden in Kannen zu 20 I von St. Leonhard heraufgetragen werden. DieZentnersäcke und die Weinlagler wurden mit dem Muli heraufgesäumt.

Auch Hosen-, Hemden- und Schurzenstoff sowie Barchent für Unterwäsche wurden zum Kauf angeboten. Schuhnägel, Drahtstiften und Schrauben fanden guten Absatz, da die Kunden nicht nur von ganz Hinterpasseier, sondern sogar von Walten und St. (Fortsetzung

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Passeirer Blatt / Juni 1991

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Der »Geadele-Lodncc in Stuls

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Leonhard kamen, denn diese Dinge kaufte man in Stuls günstiger als in St. Leonhard. Der jeweilige Ladeninhaber besorgte sie sich beim Rizzi in Meran. Auch das Brot, die paar weißen Wecken, die die Stulser für die Sonntagsknödel benötigten (zwei Bauern zusammen einen Wecken) kam aus Meran. . Und was es noch so alles zu kaufen gab: Zibeben, Feigen, Gerste, Marmelade in Holzstötzen, Kastanien und »Söiln« für die Söilsuppe, Musmehl, gelbes Plentnmehl, Bürsten und Besen, Butterpapier, und später, als es mit der Aschenlauge zum Abbau ging, auch Waschmehl in Scharmitzel. Und was immer da sein mußte, war das Baumöl für das ewige Licht in der Kirche. Dadurch, daß der Geadele Votr Inhaber eines solchen Ladens war, war bei der Heuarbeit am Hof nie Not am Mann. Die Buben aus der Nachbarschaft marschierten den ganzen Nachmittag mit dem Heutragi auf dem Rücken eifrig dem Geadelestadel zu, denn nach Feierabend entlohnte sie der Geadele Votr nebst einem Vergeits Gott mit einer handvoll Köschtn und Feigen, die er ihnen in den Hosensack steckte. Der Geadele Laden gehört der Vergangenheit an. Vielleicht hat der Sepp, der heutige Hofbesitzer, noch so viele Nägel aus der Blütezeit des Ladens, um sein neues Haus festzunageln. Der Bagger, der keine Romantik kennt, hat den Laden über den Haufen geschoben. Ohne zu zögern hat er der Mauer die Schaufel in die Seite gestoßen. Nurdie Waage, das Herzstück des Ladens, steht samt ihren Gewichten in Gewahrsam. Doch die Waage wagt es nicht einmal zu träumen von einer künftigen Blütezeit. Anna Lanthaler

Eigentümer und Herausgeber: Weg 2/b, St. Martin/Passeier.

Joset Pichler, Trifter

Druck: Fliridruck, Meran, Goehtestraße

93.

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Fleischmann. Erscheint dreimonatlich. desgericht Bozen mit 29.05.1987.

- Eingetragen beim LanDekret Nr. 11/87 vom

Redaktionskomitee: Robert Haniger, Dr. Heinrich Hoter, Joset Kotler, Karl Lanthaler, Joset Pichler, Ubald Pichler, Dr. Albin Pixner, Arnold Rinner, Joset 001.

Wir gratulieren zur Geburt Gemeinde St. Leonhard

Ennemoser Armin, 29. April 1991, Kirchstr. 40 Gufler Mark, 25. März 1991, Andreas-Hofer-Str. 8 Haller Bettina, 26. April 1991, Walten 44 Haller Janette, 14. April 1991, Andreas-Hofer-Str. 18 Kaufmann Robert, 1. Juni 1991, Mörre 47 Mader Valerian, Marian, 6. Mai 1991, Kohlstatt 52 Pöhl Karin, 23. April 1991 , Gomion 34 Schwarz Heinrich, 4. März 1991, Schaffeid 8

Gemeinde Moos

Brunner Veronika, 16. April 1991, Pfelders 43 Fiegl Martina, 5. April 1991, Pfelders 3 Gögele Martin, 18. April 1991 , Platt 96 Gufler Christoph, 6. Februar 1991, Pfelders 18 Gufler Manuela, 25. März 1991, Stuls 27 Gufler Philipp, 4. Mai 1991, Stuls 20

Haas Manuel, 19. März 1991, Stuls 22 Knoll Dominik, 28. März 1991, Stuls 6 /E Kofler Magdalena, 18. April 1991, Rabenstein 4/A Lanthaler Evelin, 6. Mai 1991, Platt 126 Oberperfler Monika, 9. März 1991, Stuls 27 Pflug Konrad, 28. März 1991, Stuls 13 Walzl Gloria, 2. März 1991, Sattel 122 Zipperle Andrea, 27. März 1991, Platt 125

Gemeinde St. Martin

Pixner Irina, 6. März 1991, P. P. Theiner 2 Ennemoser Alexander, 19. März 1991, Jaufenstr. 5 Prünster Markus, 22. März 1991 , Dorfstr.29 Kofler Evelyn, 23. März 1991 , Pseirerstr. 17 Hanifle Michaela, 29. März 1991, Steinachweg 30 Schwarz Michael, 5. April 1991 , Pseirerstr. 30 Gerstl Jasmin, 2. Mai 1991, Trifterweg 12 HeissArmin, 19. Mai 1991, Feldbauernweg 14 Ennemoser David, 28. Mai 1991, Dorfstr.46

Vorankündigung

Am 18. August 1991 werden auf dem Jaufenpaß die 14. Landesmeisterschaften im Goaßlschnölien veranstaltet. Dazu werden Teilnehmer und Gäste aus ganz Südtirol erwartet, die in verschiedenen Disziplinen einen Wettkampf um Pokale bestreiten. Zum ersten Mal können auch Zweiergruppen an den Start gehen, die kei-

nem Verein angehören. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr mit einer Bergmesse und um 13.00 Uhr ist Wettkampfbeginn. Eingeladen sind alle, die einen wunderschönen Tag mit einer außergewöhnlichen Meisterschaft erleben wollen. Auf Euer Kommen freut sich der Pseirer Goaßlschnölierclub


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