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Nr.1 MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS
April 1991
15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN
September 2002 5. Jahrgang
VEREINE STELLEN SICH VOR
,-
40 Jahre Verein für Kultur- und Heimatpflege Passeier Im Jahre 1950 trafen sich Passeirer Vertreter aus dem Bereich der Kultur, der Wirtschaft und der Kirche am Sandhof, um einen "Heimatschutzverein Passeier" zu gründen. Der Verein machte es sich zur Aufgabe, geschichtlich sowie kunstgeschichtlich Wertvolles zu erhalten, das Landschaftsbild zu bewahren und zu pflegen, Sehenswürdigkeiten bei Bedarf zu restaurieren und die größte Sorgfalt bei Erneuerungen und Änderungen walten zu lassen. Gleich wagte sich der Verein - oft in Zusammenarbeit mit Interessierten und anderen Vereinen - an die Renovierung beachtenswerter Bauobjekte. Als Beispiele seien genannt der Bergfried der Jaufenburgruine, die Hl.Kreuz-Kirche in St.Leonhard, das HI.Grab-Kirchlein in St.Martin, die Sandhofkapellen, der Turm beim Lanthalerhof (Kalbe) und die Mithilfe bei verschiedenen Kirchenrestaurierungen (St.Martin, Platt, Lazins usw.) Bereits 1956 gründete das Ausschußmitglied Dr. Romedius Ebner (Arzt) die Urania St.Leonhard, worauf der Heimatschutzverein Passeier auf den Namen "Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier" umbenannt wurde. Nun traten zu den traditionellen heimatpflegerischen Aufgaben noch die
Heimatpfleger im vollen Einsatz.
-!-'lIegeder Volksbildung durch Weckung und Entwicklung des Verständnisses und selbständigen Urteils über wissenschaftliche, künstlerische und alle weiteren kulturellen Fragen in allen Schichten der Bevölkerung, mit besonderer Berücksichtigung der Jugend. Der Heimatpflegebezirk Meran vertraute dem jungen Verein die Durchführung des Heimattages von 1957 am Sandhof an. Die Renovierung des Franzosenfriedhofes in St.Leonhard (1959) und die 200-Jahr-Feier des Geburtstages von Andreas Hofer (1967) lagen ebenfalls in der Hauptverantwortung unseres Vereins. Nebenbei war den Vereinsverantwortlichen die Pflege der religiösen Kleindenkmäler stets ein Anliegen. Erwähnt seien die HI.Kreuz-Kapelie (Moos), die (Fortsetzung
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40 Jahre Verein für Kultur- und Heimatpflege Passeier (Fortsetzung
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Brantleiterkapelle (St.Leonhard), das Breitebnerkirchl, das Bucherkirchl (Kellerlahn),die Waldkapelle (Schweinsteg), die Haslingerkapelle (Schweinsteg), die Morxkapelle (Stuls), St.Anna in Fistrad, die Haslerkapelle (St.Martin), die Kuntnerkapelle (Hinteregg), die Gandellenkapelle und viele Weg kreuze. Die Grabkapelle der Sandwirtin Anna Ladurner (St.Leonhard) wurde öfters renoviert. Im ländlichen Raum kümmerten wir uns um die traditionelle Bauweise der Futterhäuser (Holzstädel), um Schindeldächer, Holzzäune und Trockenmauern. Ortsbegehungen mit Fachleuten und Gemeindeverwaltern halfen den delikaten Bereich des Geschmacks zu sensibilisieren. Vorträge sorgten zeitweise in Moos, St.Martin und St.Leonhard für kulturelle Kost. In St.Leonhard konnte sich das Vortragsprogramm über die Krisen der letzten Jahre herüberretten. Heute sind die Urania-Abende in St.Leonhard fast die einzige kulturelle Direktverbindung des Passeiertales mit der Landesuniversität Innsbruck. Ein weiteres Anliegen war und ist dem Verein die materielle und geistige Neubelebung der großen Vergangenheit der Passeirer Kunstschule von St. Martin: das Malerhaus wurde renoviert und mit einer Gedenktafel versehen; Studenten, welche über Künstler der Schuleforschten und schrieben, wurden und werden betreut und die Passeirer Bevölkerung wurde immer wieder für die Belange dieser Kunstschule sensibilisiert (Freskomalereien am Malerhaus, Hochhaus, Turmhaus, Josefsberg u.a. sowie entsprechende Publikationen). Im Bereich der Wissenschaft und der Pflege des Schrifttums versuchten wir Akzente zu setzen. Wir fördern Dissertanten mit talbezogenen Diplomarbeiten, wir fördern die Forschungsarbeiten des pflanzenphysiologischen Instituts der Universität Wien am Schneeberg, wir sammeln talbezogene Tirolensien, führen eine Bild-Tal-Chronik und betreuen Hausarchive. Ebenso kümmern wir uns um sinnvolle Neudrucke alter Klassiker (Beda Weber, Das Thai Passeier) und um andere Publikationen (Schiernheft zur Landeskunde des Passeiertales 1974; Festschrift 40 Jahre Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier 1990, sowie um
die Publikation von Fachartikeln und Fotos zur Volks- und Landeskunde des Passeiertales. Mitarbeit beim "Passeirer Blatt". Dem Arzt und Wissenschaftler Josef Ennemoser (Rabenstein-Moos) errichteten wir mit Hilfe der Gemeindeverwaltung von Moos ein Denkmal bei der Raiffeisenkasse Moos und bemühten uns, im Antiquariat einige seiner gesuchten Werke anzukaufen. Der Pflege von Sprache und Liedgut verpflichtet, organisierten wir musischliterarischeAbende, bei denen wir auch Nachwuchstalenten eine Möglichkeit der Bewährungsprobe boten. Eines unserer Ausschußmitglieder ist führend im Passeirer Chor- und Musikleben. Wir arbeiten gerne zusammen mit kulturell ausgerichteten Institutionen und Verbänden wie mit dem Landesverband für Heimatpflege, mit dem Verband der Volkshochschulen Südtirols, mit dem Landesdenkmalamt Bozen, mit dem Südtiroler Kulturinstitut, mit den Bibliotheken, dem Schneebergkomitee, den Schulen, Verkehrsvereinen, Pfarrgemeinderäten usw. Im Bereich des Natur-· und Umweltschutzes hat sich unser Verein von Anfang an engagiert, sei es in den Gemeindebaukommissionen, sei es bei Tagungen, in der Presse, mit Resolu-
tionen und in Form von laufenden Interventionen. Wir kämpfen gegen die Zerstörung der gewachsenen Lebensräume (Dorfkerne, typische Häuser) und gegen die Zerstörung der einmaligen bergbäuerlichen Kulturlandschaft. Wir sitzen aber oft am kürzeren Hebel, weil unsere Landesgesetze der tatkräftigen und zielführenden Landschafts- und Bautenpflege bisweilen Hohn spricht (vgl. die Abbruchsverpflichtung der alten Bauernhäuser, die Grünlandförderung statt Förderung des Bergbauern als Erhalter und Bewahrer der gewachsenen Kulturlandschaft usw.). Wir sind überzeugt, daß unsere gewachsene Kulturlandschaft mit den typischen Landschaftsformen und den traditionellen Bauten einen wesentlichen Wert darstellt, der mit Geld und Technologie nicht bedingungslos aufgewogen werden kann. Darum hoffen wir, daß viele Landsleute den Eigenwert einer Talschaft anerkennen und ihr Handeln dementsprechend ausrichten. Das gilt für die Landwirtschaft, gleich wie für die Bau- und Gastwirtschaft. Auch die Industrie muß sich bewußt sein, daß sie ihre Fertigungshallen samt Infrastrukturen in einem reizvollen Alpental angesiedelt hat. H.H.
Wichtige Gemeinderatsbeschlüsse aus Moos Gemeinderaatsitzung vom 21.12.1990:
Freiw. Feuerwehren wurden genehmigt.
- Die Endabrechnung für den Bau der Kläranlage in Pfelders und die Asphattierung der Straße Platt-Pfelders, VI. Baulos, wurde genehmigt.
Gemeinderatssitzung vom 04. März 1991:
- Das Projekt für den Ausbau der Kreuzung Timmelsjochstraße - Dorfeinfahrt wurde genehmigt. - Die Anwesenheitsentschädigung zugunsten der Mitglieder der Gemeindekommissionen wurde mit L. 25.000.pro Sitzung festgelegt.
Gemeinderatssitzung vom 18. Februar 1991: - Die Abschlußrechnungen 1990 sowie die Haushaltsvoranschläge 1991 der
- Der Haushaltsvoranschlag der Gemeinde für das Jahr 1991 wurde in der Höhe von Lire 3.566.665.000.- in Einnahmen und Ausgaben genehmigt. Für Investitionen sind Lire 1.098.000.000.vorgesehen. - Für den Ausbau der Kreuzung Timmelsjochstraße - Dorfeinfahrt, die Ableitung der Quelle "Ganderberg" und den Bau der Trinkwasserleitung für die Grundschule Rabenstein/Hütt wurde jeweils die Ausschreibung der Arbeiten mittels Privatversteigerung beschlossen.
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Georg Martin Kooperator in St. Leonhard
Kooperator Georg Martin mit seinen Eltern.
"Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden". Diesen Vers aus dem Psalm 51 habe ichals Primizversausgewählt und möchte ich auch als Überschrift über mein bisheriges Leben setzen. Vor gut sechsundzwanzig Jahren wurde ich, Georg MARTIN, in Kastelbell/Marein als siebtes von neun Kindern geboren. Meine Eltern sind Bauersleute auf einem einsamen Gehöft, etwas abgelegen vom Dorf. Sie haben uns alle sehr streng und vor allem auch gläubig und mit viel Brauchtum erzogen. Damit haben sie uns drei Buben und den 6 Mädchen sehr viel mitgegeben. So haben sie uns z.B. bereits mit ca. 4 Jahren mit in die Kirche genommen, uns ein Meßbüchlein geschenkt und Gebetsbücher, mit denen wir dann zu Hause fest Gottesdienst gefeiert haben. Nach einem halben Jahr Kindergartenbesuch begann der Ernst des Schullebens. Es begann mit der Volksschule in Kastelbell, dem sich der Besuch der Mittelschule in Latsch anschloß. Nach mehreren Gesprächen entschloß ich mich dann, das Gymnasium-Lyzeum "Johanneum" in Dorf Tirol zu besuchen. Dieses schloß ich dann nach fünf Jahren ab und begab mich ins Priesterseminar nach Brixen. Dort besuchte ich zwei Jahre das Philosophische Studium, machte ein Auslandsjahr in Wien, setzte das Studium der Theologie
weitere zwei Jahre in Brixen fort und wurde mit drei weiteren Kollegen zum Diakon geweiht. Als solcher machte ich ein Pfarrpraktikum in Lajen mit den Aufgaben: Einübung in den Religionsunterricht, Taufen, Verheiraten, Predigen, Ministrantenarbeit, Jugendarbeit, Krankenbesuche usw. Am 24. Juni 1990 wurden wir vier Kandidaten zu Priestern geweiht und wir durften den Dienst als Priester an den uns zugeteilten Or-
Bei einer Haussegnung.
ten am ersten September letzten Jahres beginnen. Wenn ich so zurückschaue, so hat es viele Zeichen, viele Umkehrsignale, viele schmerzhafte Erfahrungengebraucht, bis Gott mich in seinen Bann gezogen hatte: Lebensgefährliche Situationen, Enttäuschungen, Berufsabsichten, Zweifel, Unsicherheiten, Angst vor den Versprechen, Unfälle, Krankheiten usw. Aber ich bin froh darum. Denn gerade in diesen schweren Zeiten durfte ich am meisten wachsen und durfte ich wahre Freundschaften erleben. Auf dieses halbe Jahr hier in St. Leonhard und in Walten zurückblickend kann ich zusammenfassend sagen: Ihr Pseirer seid nette Leute, wenn auch manchmal etwas grob und schnell. Jedenfalls freue ich mich, hier in St. Leonhard und Umgebung als Priester und hoffentlich auch als Mensch wirken zu dürfen. Ich wünsche uns allen ein gegenseitiges Kennenlernen und Erspüren. Gott, dem wir unser Leben, unsere Mitmenschen, unsere schöne Natur und alles drum herum verdanken, begleite uns weiterhin mit seinem Segen und lasse uns zu frohen und umkehrungswilligen Menschen werden. Denn das Leben eines jeden und einer jeden von uns ist ein ständiges Suchen, ein ständiges Fragen, ein ständiges Zweifeln, ein ständiges Finden und Erahnen, ein ständiges Geben und Nehmen. Helfen wir uns dabei gegenseitig. G.M.
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Bürgerversammlung in St. Leonhard
Die SVP-Ortsgruppe von St. Leonhard hatte am 1. März Im Kultursaal zur Bürgerversammlung geladen, und bereits Stunden vorher waren die ersten Interessierten gekommen. Die Gemeindeverwaltung hatte die wichtigsten Gemeindebauprojekte ausgehängt, um die Bürger zu informieren. Auch am Tage nachher noch studierten zahlreiche Bürger die Pläne und vertieften sich in angeregte Diskussionen. Vor vollbesetztem Saal eröffnete der SVPOrtsobmann Hubert Verdorfer den Informationsabend und ging einleitend auf die umfangreiche Tätigkeit des abgelaufenen Jahres ein. Besonderes Interesse fand die Ankündigung, daß der Europaparlamentarier und Kaisersohn Dr. Otto von Habsburg heuer zu einem Vortragsabend nach St. Leonhard kommen wird. DerBürgermeister Dr. Konrad Pfitscher stellte kurz die neue Gemeindeverwal.tunq vor und ersuchte die Assessoren um ihren Bericht. Gilg Johann, zuständig für Schweinsteg/Mörre und Prantach berichtete über das abgelaufene Jahr, über die Asphaltierung der Zufahrt zum Mörrer Oberberg und viele Hofzufahrten, über Hangverbauungenin Schweinsteg, über dieSanierung des Widums. Dabei dankte er allen Schweinstegern für ihre Mitarbeit und besonders dessen Pfarrgemeinderatspräsidenten Pircher Gottfried. Ebenso sprach er über die beabsichtigte Asphaltierung eines Zwischenstückes der Mörrer Straße und kündigte den Ausbau der Erschließungsstraße nach Fartleis an. Darauf berichtete der Vizebürgermeister Gögele Josef über seinen Zuständigkeitsbereich: Karlegg, Walten, Schlattach und Gomion.lm Herbst war mit dem Bau der Trinkwasserleitung Karlegg begonnen worden, Beiträge sind vorgesehen für die Elektrifizierung des Glockengeläutes in Walten und ein Loipengerät. Noch ungelöst in seinem Abschnitt sind viele Hofzufahrten. Geplant sind der Neubau der Volksschule Gomion, die vom Land nun genehmigt wurde bei Errichtung einer Wohnbauzone. Dies ist nun gelungen. Er ging auch auf den Bau eines Umspannwerkes bei Rennwies ein zur besseren Stromversorung und Stromabgabe.
Haller Hans, verantwortlich für Gemeindevermögen, Straßen und Müllabfuhr sprach über die Errichtung des Fahrradweges durch den Verkehrsverband, wobei er Präsident Luis Reiterer dankte und den Beitrag der Gemeinde anschnitt, über die Errichtung von Parkboxen in der Tiefgarage, den Ausbau der Mülldeponie. In diesem Zusammenhang fand er anerkennende Worte für das Umweltverständnis der Bürger, die fast 80 Komposter bestellt haben, eine überraschend hohe Zahl etwa im Vergleich zu den in der Stadt Meran bestellten 130 Kompostern. Luis Moosmair, zuständig für das Vereinshaus, den Kindergarten und die Beratung in der Landwirtschaft lobte die Vereine für ihre Veranstaltungen und kündigte an, daß in Zukunft Jugendparties bis 1.00 angesetzt werden können, um viele von der nachfolgenden und gefährlichen Fahrt nach Meran abzuhalten. Außerdem verwies er auf die Notwendigkeit, Interessentschaften in Konsortien umzuwandeln, weil nur diese vor der Steuerbehörde in Ordnung sind, von der Gemeinde Beiträge erhalten können und auch vom Land in besonderem Maße gefördert werden. Albin Pixner, verantwortlich für Schule, Kultur, Soziales, Jugend und Präsident des Altersheimes, sprach von der finanziellen Unterstützung der Vereine, den verschiedenen Initiativen im Schulbereich, der Absicht, bald einen Jugenddienst in Passeier zu errichten und mit einer Jugendbefragung in Zusammenarbeit mit dem Kassianeum/Brixen zu starten. In diesem Zusammenhang ging er auch auf den Diskobus ein und betonte ein weiteres Mal, die Absicht der Gemeinden sei nicht, Jugendliche in die Disko zu locken, sondern die, die sowieso fahren - nach verschiedenen Aussagen bis zu 200 an Wochenenden - vom Autostop und Rasen in der Nacht abzuhalten und sicher nach Hause zu bringen. Weiters lud er die Bürger ein, den Kontakt zum Altersheim und seinen Insassen weiter zu vertiefen. Karl Winkler, zuständig für Lizenzwesen, Sportvereine und Fremdenverkehr erklärte, der alte Handelsplan müsse überarbeitet werden. Er sprach über die Tätigkeit der Sportvereine und die
Bedürfnisse des Fremdenverkehrs, denen er die Unterstützung der Gemeinde zusicherte. Bürgermeister Konrad Pfitscher dankte seinen Mitarbeitern im Ausschuß für ihre Mitarbeit und ihren Einsatz und ging darauf kurz auf durchgeführte Arbeiten ein. In der Handwerkerzone war die Ringstraße in provisorischer Form errichtet worden, endgültig soll dies in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Martin geschehen, die ersucht wird, die dringend notwendige Erweiterung der Handwerkerzone auf Grund dervielen Ansuchen anzugehen. Die Neuregelung der Dorfbeschilderung soll nun abgeschlossen werden und eine Verkehrsberuhigung versucht werden. In der oberen Jaufenstraße ist der Bau des Gehsteiges im Herbst begonnen worden und wird jetzt fortgesetzt. In der Folge ging er auf die Projekte des Jahres 1991 ein: In den nächsten Tagen beginnt die Firma Normbau mit der Errichtung des Zivilschutzzentrums unterhalb des Kindergartens, wo Feuerwehr/Weißes Kreuz und Bergrettung ihren Sitz finden, ein bereits von der alten Gemeindeverwaltung begonnenes Projekt. Ebenso wird in nächster Zeit mit dem Bau des Gehsteiges und dem Ausbau der Kreuzung Jaufenstraße/Mooserstraße begonnen, wobei die Firma Maier Anton die Hangsicherungsarbeiten und die Firma Decobau die Baumeisterarbeiten durchführen. DenAuftrag für die Erschließung der Wohnbauzonen "Kassier 11"und "Weingart" hat die Firma Fauner Reinhard erhalten und beginnt damit in kurzer Zeit. Diese Arbeiten im Gesamtwert von etwa 1,5 Milliarden Lire werden mit Gemeindemitteln und einem großzügigen Beitrag des Landesrates für öffentliche Arbeiten, Franz Alber, finanziert und sollen vor der Sommersaison vorangetrieben werden. Der Bürgermeister ersucht um Verständnis für die Lärmbelästigung, damit wären aber viele Probleme gelöst und die Sicherheit der Fußgänger garantiert.ln diesem Zusammenhang bittet er Frührentner und rüstige Rentner, sich bereit zu erklären, gegen eine kleine Entschädigung durch die Gemeinde als Schülerlotsen an 2 Straßenübergängen zur Sicherheit der Schüler beizutragen. Er ging auch auf die Umgestaltung des Dorfzentrums ein. Die RAIKA Passeier, unter der Leitung von
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Kofler Toni und Dr. Siegfried Innerhofer, hat angeboten, zum 100-jährigen Bestehen auf dem Raiffeisenplatz einen Brunnen zu errichten. Am WaltnerBach ersetzt die Wildbachverbauung die Felsenegger-Brücke, und durch den dadurch notwendigen Abbruch des alten Verkehrsgebäudes wird eine Umgestaltung des Brückenbereiches nach Plänen des Architekten Paul Gamper notwendig. Der St.-Barbara-Weg soll saniert werden, und dem Dreck in unseren Straßen soll mit einer Kehrmaschine zu Leibe gerückt werden, weiche die Bezirksgemeinschaft in Zusammenarbeit mit 12 Gemeinden angekauft hat. Einer Lösung näher gekommen ist die Gemeindeverwaltung auch dem Trinkwasserproblem in den Fraktionen Gomion, Prantach und Schweinsteg. Im letzten Jahr hatte die Staatsregierung aus Spargründen die Mittel der Depositenbank halbiert, außerdem sollten die gesamten Baukosten auf den Wassertarif aufgerechnet werden. Diese Punkte konnten in der Zwischenzeit geklärt werden: angerechnet werden nur die Zinsen, die die Gemeinde zahlen muß, außerdem liegt seit einigen Tagen die Zusage der Depositenbank für die Finanzierung der Wasserleitungen Gomion-Schlattach und Prantach mit etwa 2,8 Milliarden Lire vor, ebenso hatder Landeshauptmann Luis Durnwalder die Finanzierung der Wasserleitung Kehrer-Masull zugesagt, wofür ihm gedankt sei; Schweinsteg soll im nächsten Jahr über die Depositenbank finanziert werden. Damit scheint ein jahrzehntealtes, brennendes Problem der Lösung nahe. In kurzer Form ging der Bürgermeister auf den Sprengelsitz ein, der nun endgültig in etwas verkleinerter Form an der Kreuzung der Jaufenstraße errichtet werden soll, auf die Sanierung der Volksschulen von St. Leonhard und Walten, die zu 90% vom Land gezahlt wird und auf die Sanierung des Schwimmbades, wofür jetzt eine Studie in Auftrag gegeben wird. EinThema wurde ebenfalls "angereizt", nämlich die Umfahrungsstraße. Im Zuge der Sicherungsarbeiten an der Timmelsjochstraße sieht die ANAS die Möglichkeit, im nächsten Jahr eine Umfahrungsstraße bis zu Maximalkosten von 3,5 Milliarden Lire zu finanzieren. Daraufhin wurden insgesamt 15 Varianten durchstudiert. Mit den oben ge-
nannten Kosten sind aber nur die Varianten an der Passer entlang vom Wiesenhof zur "Höllen-Brücke" machbar, wobei die Umfahrungsstraße teilweise im Passerbett verlaufen würde und die Passer verlegt werden müßte. Die Gemeindeverwaltung wird eine Projektstudie erarbeiten lassen, sie mit den Anrainern und Verbänden durchsprechen und dem Gemeinderat vorlegen. Auf die Wohnbauzonen eingehend erklärt der Bürgermeister, "Kassier" und "Weingart" seien verbaut, Schweinsteg verzögere sich durch die Eintragung der Zufahrtsstraße, Walten sei nun geklärt und bald bebaubar. Für das Dorf bestünden ebenfalls gute Aussichten, an der Jaufenstraße eine neue Wohn-
bauzone ausweisen zu können, ebenso in Gomion. Zum Abschluß sprach er überdie Tätigkeit der Baukommission, der Wildbachverbauung und der ANAS, denen er allen für die gute Mitarbeit und Offenheit dankte. Ebenso bedankte er sich bei der Bevölkerung, dem Gemeinderat und besonders bei den Angestellten und Arbeitern der Gemeinde mit dem Sekretär Pfeifer Siegfried an der Spitze. In der anschließenden Diskussion wurden einige Sachprobleme angesprochen, viele Bürger aber versammelten sich nach Abschluß des Informationsabends noch lange vor den im Saal ausgestellten Schautafeln.
Alle zusammen sind wir Gemeinde
MOOS i.P. - "Nicht das Gemeindehaus oder das Gemeindegebiet, nicht die Beamten oder der Sekretär und nicht der Gemeinderat oder gar der Bürgermeister ist die Gemeinde, sondern alle zusammen bilden wir die Gemeinde, als Gemeinschaft, in der jeder Rechte aber auch Pflichten hat." Mit diesem Aufruf begann Bürgermeister Karl Lanthaler seine Ausführungen anläßlich der Bürgerversammlung, zu welcher die SVP-Ortsgruppe Moos am Samstag, den 12.01.1991 in den Kultursaal von Moos geladen hatte und bei welcher Ortsobmann Heinrich Ennemoser neben dem Bürgermeister die Assessoren, den Gemeindesekretär und vor allem auch den Landesrat Franz Alber begrüßen konnte. Ungefähr 150 Bürger aus dem gesamten Gemeindegebiet waren der Einladung gefolgt, um sich über Tätigkeit und Pläne der Gemeindeverwaltung zu informieren und dazu eigene Wünsche vorzubringen. Landesrat Franz Alber unterstrich in seiner Ansprache in erster Linie die große Bedeutung der SVP und bemerkte dazu, daß bisher wohl alle wichtigen Entscheidungen in Bezug auf Südtlrol in dieser Partei getroffen wurden. Die SVP spricht für Südtirol und das sei Grund genug für eine Mitgliedschaft in dieser Partei. Zum eigentlichen Thema seiner Rede "Straßenprobleme im Passeiertal und Burggrafenamt" stellte er fest, daß an der Staatsstraße durch das Passeier und hinauf bis Jaufenpaß und Tim-
melsjoch in den letzten Jahren viel verbessert wurde und daß das Programm der ANAS auch für die nächsten Jahre weitere Verbreiterungen, Absicherungen, Tunnelsanierungen, Lawinenverbauungen usw. vorsieht. Der Bau der MEBO geht nun voran und für das Problem des Anschlusses der Passeirerstraße an dieselbe, sprich Küchelbergtunnel, soll demnächst die Planungsphase abgeschlossen werden. Für die Gemeindestraßen hat das Land bereits größtenteils die Instandhaltung übernommen. Der Bau der Straße nach Pfelders ist abgeschlossen. An der Straße nach Rabenstein wurden im letzten Jahr bereits verschiedene Ausbauarbeiten durchgeführt. Vordringlich ist auf dieser Strecke vor allem die Brückensanierung sowie die Überdachung der lawinengefährdeten Stellen. Beim Ausbau der Straße nach Stuls, wofür bereits ein Projekt in Ausarbeitung ist, hat man sich auf eine Fahrbahnbreite von 3,5 m mit SichtausweichsteIlen geeinigt. Dasselbe gilt für den vorgesehenen Ausbau der Straße Platt - Breiteben. Nach diesen Ausführungen des LR FranzAlber stellten sich der Reihe nach der Bürgermeister und die Gemeindeassessoren entsprechend ihren Zuständigkeitsbereichen mit einer Tätigkeitsvor- und -rückschau vor. Bürgermeister Karl Lanthaler, zuständig für öffentliche Arbeiten, Finanzen, Personal, Bauwesen, Landwirtschaft, (Fortsetzung
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Alle zusammen sind wir Gemeinde (Fortsetzung
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Umwelt und Jugend dankte der SVPOrtsgruppe Moos für die Organisation dieser Bürgerversammlung und bemerkte zur noch etwas ungewohnten Aufteilung der Zuständigkeiten unter den Assessoren, daß dadurch besonders auch kleine Arbeiten leichter und schneller ausgeführt werden konnten und können. Unter den bereits in Angriff genommenen Projekten erwähnte er besonders die Trink- und Löschwasserleitung HüttiPill, den Parkplatz in Stuls und den Umbau des Gemeindehauses. Als Schwerpunkt für sein Programm nannte er die Wasserverund -entsorgung und erläuterte hierzu die geplanten Sanierungen von Quellen und Leitungen sowie den Bau der Kanalisierung zur Großkläranlage in St.Leonhard anstelle der Errichtung der Kläranlage in Moos. Für Rabenstein ist der Bau einer großen Klär- und Sickergrubegeplant. DieMüllentsorgung funktioniert alles in allem recht gut. Von der Umweltgruppe Moos wurde trotzdem ein Müllkonzept ausgearbeitet, weiches viele gute und einfach zu verwirklichende Ideen enthält. Er appelliert in diesem Zusammenhang vor allem an die Hausfrauen, sich die Zeit und die Mühe für die Mülltrennung zu nehmen. Zum Problem der Wohnbauzonen schildert er die Situation wie folgt: in Moos ist zwar eine Wohnbauzone mit genehmigtem Durchführungsplan vorhanden, die Grundzuweisungen können jedoch erst nach der Verbauung der Passer durch das Amt für Wildbachverbauung vorgenommen werden. Die Verbauung soll im Sommer 1991 erfolgen. In Platt ist derzeit nur mehr freier Baugrund vorhanden, von weichem jedoch eventuell ein Teil in gefördertes Bauland umgewidmet werden könnte. In Stuls, wo erst im letzten Jahr eine Zone mit 11 Wohneinheiten verbaut wurde, ist der Baugrund derzeit erschöpft. In Rabenstein soll die ausgewiesene Zone nochmals hinsichtlich der Verbaubarkeit überprüft werden. Man denkt eventuell an eine Erweiterung der Auffüllzone. In Pfelders ist derzeit noch genügend geförderter Wohnbaugrund vorhanden. Zum Jugendproblem denkt man an die konkrete Schaffung von Räumlichkeiten, wo sich die Jugend zu sinnvoller
Freizeitgestaltung treffen kann. Weiters ist auf Talebene der Aufbau eines Jugenddienstes vorgesehen. Ein weiteres Problem ist immer noch die Stromversorgung. Zwar werden die auftretenden Stromausfälle durch den Zusammenschluß mit dem ENELgrößtenteils von auswärts verursacht, jedoch ist das gemeindeeigene E-Werk zu schwach um den Eigenbedarf abzudecken. Ein Neubau oder eine Erweiterung wird derzeit immer noch durch das ENEL-Interesse am Großkraftwerk verhindert. Durch die Einstellung eines dritten Elektrikers soll die Stromversorgung in Rabenstein besser geWährleistet werden. Für die Elektrifizierung von Lazins soll die bestmögliche Lösung gefunden und baldigst verwirklicht werden. Zu den Straßenproblemen hebt er besonders den äußerst schlechten Zustand der Straße über Pill hervor. Es bedarf zwar keiner Verbreiterung der Straße, jedoch ist die teilweise Sanierung des Unterbaues und die Ableitung der Oberflächengewässer baldigst erforderlich. Für die Fraktion Platt ist im Zusammenhang mit dem Dorfentwicklungsplan die Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes vorgesehen. Unter den weiteren Vorhaben der Gemeindeverwaltung nennt er noch die Ausarbeitung des Wiedergewinnungsplanes für das Dorf Moos, verschiedene Grundablösungen und die Gewährung eines außerordentlichen Beitrages für den Neubau des Pfarrwidums in Stuls. Bürgermeister Karl Lanthaler schließt seinen Bericht mit den Worten: "Besser als nur große Vorsätze sind kleine Taten." Vize-Bürgermeister Benedikt Pamer, als Assessor zuständig für Sozialwesen, Schule, Kultur und Sport stellt in seinem Bericht fest, daß der Stand der Sozialbetreuung aufgrund der guten Tätigkeiten und Angebote an Sprechstunden der verschiedenen Patronate zufriedenstellend ist. Was fehlt, ist eine Apotheke und der offene Hauspflegedienst, welcher vorallem die Altersheime entlasten und viele neue Arbeitsplätze schaffen würde. Neues im Bereich Sozialwesen ist vorallem durch die Genehmigung des Landesgesundheits- und Sozialplanes zu erwarten. Zum Bereich Schule bemerkt er, daß der Zustand der sieben Grundschul-
gebäude gut ist, daß auch der Schülerbeförderungsdienst gut funktioniert, daß aber die bevorstehende Schulreform verschiedene Sorgen mit sich bringt, wie etwa die Auflassung kleinerer Schulen (PiII, Rabenstein/Hütt). Die Gemeinde unterstützt weiters die Bemühungen für eine Gewerbeoberschule in Meran. Zur Kulturaktivität unterstreicht er vorallem die gute Arbeit der Musikkapellen, der Musikkurse Passeier und des Verbandes für Kultur- und Heimatpflege Passeier und befürwortet die großzügige Unterstützung dieser Vereine seitens der Gemeindeverwaltung. Einen weiteren guten Beitrag in diesem Bereich stellen die Restaurierungsarbeiten am Bergwerk Schneeberg und vorallem auch die Erhaltung der Kulturlandschaft durch die Bauern dar. Ski- und Rodelsport sind gut aufgebaut und haben bisher weitgehendst diesen Sektor bestimmt. Für die Zukunft soll vorallem die Ausweisung einer Sportzone für die Errichtung eines Eislaufplatzes in Pfelders sowie die Projektierung und Verwirklichung einer Gesamtsportanlage in Moos vorangetrieben werden. Der effektive Assessor Kurt Pöhl, zuständig für Fremdenverkehr, Handel, Lizenzen und allgemeine Belange der Fraktion Stuls, sowie die Ersatzassessoren Karl Reinstadler, zuständig für Handwerk und allgemeine Angelegenheiten der Fraktionen Moos/Pill und Rabenstein, und Vigil Kuprian, zuständig für allgemeine Angelegenheiten der Fraktionen Platt, Ulfas und Pfelders, gaben in ihren Kurzreferaten Einblick in ihre bisherige Tätigkeit und in die Probleme, die es in allernächster Zukunft zu bewältigen gilt, wie z.B. die Instandhaltung der Gemeindegüter, die Überwachung von Wasserleitungen, Straßen und Wegen und die Koordinierung der Schneeräumung. Wohl aufgrund dieser ausführlichen Berichterstattungen waren die Wortmeldungen in der anschließenden Diskussion entsprechend wenige. Nur zu den Problemen Pillerstraße, Wohnbauzone Moos, Schneeräumung, Familien- und Altenhelfer, Räumlichkeiten für die Vereine und Umweltschutz gab es einige kritische Bemerkungen, aber auch Vorschläge aus den Reihen der anwesenden Bürger und Bürgerinnen. J.K.
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Der Krankenpflegedienst
Helga Pflug
im Sprengel Passeier
Nach langen Bemühungen der Bürgermeister und der zuständigen Assessoren der drei Gemeinden beschloß die Sanitätseinheit West, endlich wieder die krankenpflegerische Betreuung im Sprengel Passeier aufzunehmen. Am 18. Juni 1990 begann die Berufskrankenpflegerin Pflug Helga in Pfandler geb. in Stuls, wohnhaft in Rabenstein, ihre Arbeit. Der Krankenpflegedienst wurde von der Bevölkerung sofort sehr positiv aufgenommen und immer stärker beansprucht. Um bei dieser steigenden Nachfrage den betroffenen Personen eine optimale krankenpflegerische Betreuung zu garantieren, sah man sich gezwungen eine weitere Krankenpflegerin, anzufordern. Am 1. November 1990 wurde die Berufskrankenpflegerin Ennemoser Klara, wohnhaft in St. Leonhard, aus dem "Schwestern reservoir" Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler in den Sprengel Passeier versetzt.
Da wir Pflegerinnen festgestellt haben, daß ein Großteil der Bevölkerung immer noch unzureichend über den Krankenpflegedienst informiert ist, möchten wir diesen allen Passeirer Bürgerinnen und Bürgern vorstellen. Unser Tätigkeitsbereich besteht in einem Ambulatoriums- und Hauskrankenpflegedienst, wobei die jeweiligen Leistungen vom zuständigen Vertrauensarzt verordnet werden. Mit Bewilligung des Hausarztes können folgende Leistungen beantragt werden: - Subcutane und intramuskuläre Injektionen - allergodiagnostische Tests - Blutzuckerkontrollen mittels Stix oder Glucometer - Harnstix - Puls- und Blutdruckmessungen - Verabreichung bzw. wöchentliche Vorbereitung der vom behandelnden Arzt verschriebenen Medikamente - Diätüberwachung und Beratung - Blasenspülungen - Verbandswechsel - Dekubituspflege - Einläufe -Inhallationen und Rotlichtbestrahlungen (nach Erhalt der jeweiligen Medizinischen Geräte) - Fistel- und Stomapflege - Grundpflege am bettlägerigen Patienten - Pflegeanleitungen am Patienten bzw. Familienangehörigen - Blutabnahmen: zur Zeit nur am bettlägerigen Patienten möglich, da im Am-
bulatorium die nötigen Voraussetzungen fehlen, - Einreibungen, Umschläge, Massagen, Krankengymnastik, Bandagen, - Katheterisieren bei Frauen und Vaginalspülungen, - Abnahme von Exkrementen und Sekreten zu diagnostischen Zwecken, Abstriche. Die obengenannten Leistungen werden für die Anspruchsberechtigten kostenlos erbracht. Zur Zeit ist nur das Ambulatorium in St. Leonhard geöffnet, das sich in den Sanitätsräumen der Mittelschule befindet. (Die Krankenpflegerinnen sind dort am Montag und Mittwoch von 10,00 bis 11,00 Uhr, am Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8,30 bis 9,00 Uhr unter der Telefonnummer 86722 erreichbar) Weitere Ambulatorien sollen in St. Martin und in Moos in absehbarer Zeit im jeweiligen Gemeindehaus eingerichtet werden. Wegen unzumutbaren räumlichen Voraussetzungen mußte das bereits eröffnete Ambulatorium in Platt wieder aufgelassen werden. Aus organisatorischen Gründen ist für uns ein gut funktionierendes Ambulatorium von ausschlaggebender Bedeutung. Leider bietet der zur Zeit von uns benützte Raum in keiner Hinsicht ideale Voraussetzungen, um patientengerechteAmbulatoriumszeiten einrichten zu können. Dies beruht auf der Tatsache, daß seit Beginn der kran(Fortsetzung
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Klara Ennemoser
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Der Krankenpflegedienst Passeier (Fortsetzung
im Sprengel
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kenpflegerischen Betreuung im Juni 1990 bis heute den Krankenpflegerinnen kein eigenesAmbulatorium zur Verfügung gestellt wurde, so daß wir immer noch einen Raum des Rehabilitationsdienstes an Anspruch nehmen müssen. Aus diesem Grunde sind die Ambulatoriumszeiten für den Krankenpflegedienst sehr ungünstig eingeteilt, und mit 30 Minuten viel zu kurz, um neben der Patientenbetreuung auch die anfallenden Schreibarbeiten, Telefonate, Vormerkungen und Arbeitsbesprechungen bewältigen zu können. Dadurch verlagert sich sämtliche ambulante Patientenbetreuung auf sehr zeit-
aufwendige und teils ungerechtfertigte Hausbesuche. Die schon angesprochenen und für den Sprengelsitz St. Leonhard vorgesehenen Blutabnahmen können aus hygienischen und gesetzeswidrigen Gründen in diesem Raum vom zuständigen Amt nicht genehmigt werden. Wir hoffen deshalb auf eine baldige zufriedensteilende Lösung des Raumproblems von Seiten der Gemeindeverwaltung. Denn wie bei der Sprengelbesichtigung am 13.3.91 von Dr. Ranalter (Koordinator der gesamten Sprengeldienste) und Ingenieur Felder festgestellt wurde, kann der benützte Raum wirklich nur als vorübergehende Notlösung gesehen und angesichts der gravierenden unhygienischen (Teppichboden, Sondermüll) und nicht le-
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galen Umstände jeder Zeit vom zuständigen Amt geschlossen werden. In diesem Falle könnten die Krankenpflegerinnen beim derzeitigen Pflegepersonalnotstand wieder eingezogen werden. Wir appellieren daher dringend an die Unterstützung der Bevölkerung eventuell geeignete freie Räumlichkeiten der Gemeinde mitzuteilen. Trotz der derzeitigen Schwierigkeiten hoffen wir weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und die notwendige Unterstützung von Seiten der drei Passeirer Gemeinden zum Wohle und zur Zufriedenheit der gesamten Bevölkerung des Passeiertales. Die Krankenpflegerinnen Helga Pflug Klara Ennemoser
MARKTGEMEINDE ST. LEONHARD IN PASSEIER - LISTE DER SOZIALEN DIENSTE UND BERATUNGSSTELLEN (Zusammengestellt
vom
Bildungsausschuß
St. Leonhard)
- Stand
vom
28.02.1991
- Änderungen
vorbehalten
I Erläuterungen
Tag(e) und Zeit der Sprechstunden
Anmerkungen
Gemeinde Arbeitsbüro
täglich von 9-12 Uhr Freitag geschlossen
samstags bei Notwendigkeit geschlossen
Gemeinde 1. Stock
jeden 1. und 3. Montag von 10.30-12.00 Uhr
Information; Hilfe bei Ansuchen, Erklärungen usw.
Mittelschule
jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14.00-16.00 Uhr
private Sprechstunden gegen Voranmeldung
Pamer Benedikt
Gemeinde 1. Stock
jeden 1. und 3. Mittwoch von 9.00-12.00 Uhr
finanzielle Hilfe zur Überbrückung in Notlagen
Hilfeleistung für Handwerker
Pichier Richard
Gemeinde 1. Stock
zweimal im Monat mittwochs von 15.30-17.30 Uhr
6. Hebamme
Geburtshilfe und - vorbereitung
Auer Maria
86455
Vereinshaus n. Kindergarten
jeden Mittwoch von 9.00-12.00 Uhr
Information auch über Säuglingspflege
7. Mütterbeatung
Vorsorgemedizin I Beratung
Dr. Herbert BoneIl
86455
Vereinshaus n. Kindergarten
einmal im Monat Vormerkungen werden jeden Dienstag von 9.00-12.00 Uhr unter der Rufnummer 86455 entgegengenommen
bes. zur Früherkennung von Entwicklungsstörungen
Betreuung I Kinder bis
Frasnelli Maria
86455
Vereinshaus n. Kindergarten
jeden Dienstag von 9.00-12.00 Uhr
Unterweisung der Mütter über Gesundheit der Kinder
Hilfe bei Pflegebedürftigkeit
Prugger Maria
86360
Familien I Wohnung
Hauspflege nach Bedarf
Haarwaschen; Fußpflege; Reinigung der Wohnung
Hilfe in allen Sozialfürsorgeangelegenheiten
KolImann Angelika
Gemeinde 1. Stock
jeden Dienstag von 8.30-11.30 Uhr
bei Rentensachen jeder Art; Familienzulagen
Zweck des Dienstes
Leiter
Telefon
Ort
1. Arbeitsamt
Vermittlung von Arbeitsstellen
Orsetto MarcheselIi Marina
86183
2. Bauernbund-Beratung
Hilfeleistung für bäuerliche Bevölkerung
Ennemoser Josef
3. Berufsberatung
Hilfe bei Ausbildungsund Berufswahl
Mutschlechner Sebastian
4. Grundfürsorge
Finanzielle Unterstützung in Notfällen
5. Handwerkerberatung
Sozialer Dienst
Passeier
Kinderarzt
8. Mütterberatung
Sanitätsassistentin
-
6 Jahre
9. Offene Altenpflege 10. Patronat K.V.W.
86182
86661
Mittelschule
Donnerstag von 9.00-12.30 Uhr und von 13.30-17.00 Uhr
1-2x monatlich nach Bedarf
Maier Dieter
86661
Mittelschule
Dienstag von 9.00-12.30 Uhr und von 13.30-17.00 Uhr Donnerstag von 9.00-12.30 Uhr und von 13.30-17.00 Uhr
auch bei Sprech- und Sprachstörungen Erwachsener
Heilgymnastik mit Körperbehinderten
Schrott Ulrike
86661
Mittelschule
Dienstag von 9.00-12.30 Uhr und von 13.30-17.00 Uhr Donnerstag von 9.00-14.00 Uhr
Eingliederungsmaßnahmen für Behinderte
Dr. Längerer Norbert
86661
Mittelschule
Dokumente und Donnerstag nach Bedarf
15. SEW I Krankenasse
Erneuerung von Krankenausweisen
Corradini Karl
-
Dienstag und Donnerstag von 9.00-12.30 Uhr und von 13.30-17.00 Uhr
Gemeinde 1. Stock
jeden Donnerstag von 10.00-12.30 Uhr
Dokumente können hier abgegeben werden
16. Sozialassistentin
Betreuung von Minderjährigen
Ganterer Kiem Edith
86113 33122'
Gemeinde 1. Stock
jeden 1. und 3. Donnerstag
auch Meldungen ans Jugendgericht; Hilfe bei Adoption
17. Krankenpflegedienst
Verabreichung von Spritzen Pflug Helga Ennemoser Klara Blutdruckmessen usw.
Mittelschule
Montag und Mittwoch von 10.00-11.00 Uhr Dienstag, Donnerstag und Freitag von 17.00-18.00 Uhr
18. Weißes Kreuz
Hilfe bei Unfällen
Vereinshaus I West
täglich durchgehend
11. Rehabilitationsdienst
-
Untersuchung Behinderter
Dr. Burger Außerer Herta
12. Rehabilitationsdienst
-
Hilfe bei Sprachstörungen
13. Rehabilitationsdienst
-
14. Rehabilitationsdienst
-
Ärztin
Logopädie
Physiotherapeutin
Psychologe
, Meran
Auer Franz
86722 86211
24 Stunden
gen aue Angabe bei Anrufen erforderlich
Passeirer
Blatt
/ April
Seite
1991
9 / Nr. 1
GEMEINDE ST. MARTIN IN PASSEIER - LISTE DER SOZIALEN DIENSTE UND BERATUNGSSTELLEN Stand
Zweck des Dienstes
Sozialer Dienst
vom
28.02.1991
- Änderungen
vorbehalten
I Erläuterungen
Leiter
Telefon
Ort
Tag(e) und Zeit der Sprechstunden
Anmerkungen
jeden 1. und 3. Montag von 8.00-9.30 Uhr
Information; Hilfe bei Ansuchen, Erklärungen usw. finanzielle Hilfe zur Überbrückung in Notlagen
1. Bauembund· Beratung
Hilfeleistung für bäuerliche Bevölkerung
Ennemoser Josef
641236
Gemeinde
2. Grundfürsorge
Finanzielle Unterstützung in Notfällen
Pamer Benedikt
641005
Gemeinde
jeden Dienstag von 9.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr
3. Frauenarzt
Untersuchungen
Dr. Valerio Bemardi
Schulgebäude
4. Mütterbeatung
Vorsorgemedizin I Beratung
Dr. Herbert BoneIl
-
jeden 4. Montag im Monat von 13.00-15.30 Uhr
Schulgebäude
bes. zur Früherkennung von Entwicklungsstörungen
Betreuung I Kinder bis
Frasnelli Maria
-
einmal im Monat Vormerkungen werden jeden Dienstag von 9.00-12.00 Uhr unter der Rufnummer 86455 entgegengenommen
Schulgebäude n. Kindergarten
jeden Dienstag von 14.00-16.00 Uhr
Unterweisung der Mütter über Gesundheit der Kinder
6. Offene Altenpflege
Hilfe bei Pflegebedürftigkeit
Eschgfäller Johanna
641086
Familien I Wohnung
Hauspflege nach Bedarf
Haarwaschen; Fußpfiege; Reinigung der Wohnung; medizinische Betreuung
7. Patronat K.V.W.
Hilfe in allen Sozialfürsorgeangelegenheiten
KolImann Angelika
641236
Gemeinde
jeden Dienstag von 13.30-14.30 Uhr
bei Rentensachen jeder Art; Familienzulagen
8. SEW I Krankenasse
Erneuerung von Krankenausweisen
Corradini Karl
641236
Gemeinde
jeden Donnerstag von 8.00-9.30 Uhr
9. Tierarztdienst
Ausstellung von Viehpässen Dr. Matthias Pamer
641236 33122'
Gemeinde 1. Stock
jeden Freitag von 9.30-11.00 Uhr
Passeier
Kinderarzt
5. Mütterberatung
Sanitätsassistentin
-
6 Jahre
GEMEINDE MOOS IN PASSEIER - LISTE DER SOZIALEN DIENSTE UND BERATUNGSSTELLEN Stand
28.02.1991
1. Bauembund-Beratung
Hilfeleistung für bäuerliche Bevölkerung
Ennemoser Josef
2. Grundfürsorge
Finanzielle Unterstützung in Notfällen
Pamer Benedikt
-
3. Patronat K.V.W.
Hilfe in allen Sozialfürsorgeangelegenheiten
Kollmann Angelika
-
4. SEW I Krankenasse
Erneuerung von Krankenausweisen
Corradini Karl
-
5. Krankenpflegedienst
Verabreichung von Spritzen, Helga Pflug Blutdruckmessen usw.
6. Zivilinvalidendienst
Betreuung der Zivilinvaliden Dr. Marchese Beratung
Passeier
Kinderarzt
-
7. Mütterberatung
-
Vorsorgemedizin I Beratung
Dr. Herbert BoneIl
8. Mütterberatung
-
Betreuung I Kinder bis Pfiegebedürftigkeit
Maria Frasnelli
Ausstellung von tierärztlichen
Dr. Matthias Pamer
Beratung in baurechtlichen Fragen
Gemeindetechniker Geom. Karl Messavilla
Kinderarzt
9. Tierärztlicher
Dienst
10. Technischer Dienst
- Änderungen
Telefon
Leiter
Zweck des Dienstes
Sozialer Dienst
vom
643535
vorbehalten
Tag(e) und Zeit der Sprechstunden
Anmerkungen
Kindergarten Westeingang
jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14.00-16.00 Uhr
Information; Hilfe bei Ansuchen, S.C.A.U. usw.
Kindergarten Westeingang
jeden 1. und 3. Mittwoch von 14.00-16.00 Uhr
finanzielle Hilfe zur Überbrückung in Notlagen
Kindergarten Westeingang
jeden Dienstag von 13.30-14.30 Uhr
bei Rentensachen jeder Art; Familienzulagen
Kindergarten Westeingang
jeden Donnerstag von 14.00-16.00 Uhr
Dokumente können hier abgegeben werden
Platt Schulhaus
Montags und Mittwochs von 9.00-9.30 Uhr
Kindergarten
jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 9.00-11.00 Uhr
Platt Schulhaus
bes. zur Früherkennung einmal im Monat Vormerkungen werden jeden Dienstag von Entwicklungsstörungen von 9.00-12.00 Uhr unter der Rufnummer 86455 entgegengenommen
Platt Schulhaus
jeden 1. Montag im Monat von 14.00-16.00 Uhr
Unterweisung der Mütter über Gesundheit der Kinder
Kindergarten Westeingang
jeden Mittwoch von 10.00-12.00 Uhr
Ausstellung von Viehpässen, Hundeimpfungen usw.
Gemeindeamt
jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 10.00-12.00 Uhr
im Monat
orthopädische Untersuchungen Inf. Tel. 643528
Achtung: Alle Dienste, die derzeit im KindergartenlWesteingang ihre Sprechstunden haben, werden demnächst in die neuen Räumlichkeiten im GemeindehausiErdgeschoß erhalten dann auch eine eigene Rufnummer. Der Krankenpflegedienst wird derzeit nicht angeboten, bis sich ein geeignetes Lokal (eventuell auch im Gemeindehaus/Erdgeschoß) findet.
BEZUGSSTELLEN IN MERAN UND BOZEN Stand
vom
I Erläuterungen
Ort
28.02.1991
IN MERAN
IN BOZEN
- Sozialzentrum und Rehabilitationsdienst - Dr. Längerer Antonianum, Carl-Wolf-Straße 46, Tel. 46443
-
Dienststelle für Gesundheitserziehung • Albert Tschager Horazstraße 4 DIIiI Stock, Tel. 0471/992633
- Medizinisch-sozialer Dienst Meran (Alkohol-, Drogenberatung usw.) Alpinistraße 3, Tel. 43299 Freitag von 11.00-13.00 Uhr und von 14.30-18.00 Uhr; Donnerstag geschlossen
-
Sozialdienst für Minderjährige Tel. 0471/33122
-
Heilpädagogische Beratungsstelle Talfergasse 4, Tel. 0471/972100
verlegt und
Seite 10/ Nr. 1
Passeirer Blatt / April 1991
Jahresversammlung der KVW-Ortsgruppe St. Leonhard/Passeier Heuer fand die KVW Jahresversammlung der OG St. Leonhard unter dem Jahresthema "Gerechtigkeit und Friede und Bewahrung der Schöpfung" statt. Zu dieser Fastenmeditation mit Dias, welche von Herrn Kooperator Georg Martin gestaltet wurde, konnte die Ortsleiterin, Frau Marianne Mayr, ca. 70 Mitglieder begrüßen. Der regnerische Samstagnachmittag des 9. März 1991 hatte wohl angeregt, an dieser Versammlung im Vereinshaus so zahlreich teilzunehmen. Einleitend sprach Herr Kooperator ein kurzes Gebet zum genannten Thema. Es sollte alle Anwesenden zur Bereitschaft aufrufen, ihre Hände, ihre Ohren, ihr Herz und ihren Mund zu öffnen, um die Ängste und Nöte des Nächsten zu erkennen und Worte der Liebe im Gespräch füreinander zu finden. Nur durch die Liebe füreinander kann Vertrauen aufgebaut und Vergebung am Nächsten geübt werden. Jeder soll sich Zeit füreinander nehmen und dem Anderen beistehen in seiner Angst und Not. Anhand der gezeigten Dias wurde vor allem, bezogen auf die Fastenzeit, unsere Konsumsucht, unserWohlstand und Reichtum im Vergleich zur armen Bevölkerung vor Augen geführt. Bilder gefangener, geschlagener, kranker und hungernder Menschen regten die Anwesenden zum Nachdenken an und errinnerten, wieviele Menschen auf der Welt leiden. Wie empörend die Tatsache, daß Mitmenschen heute noch um die Grundrechte und tagtäglich ums Überleben und die Gerechtigkeit kämpfen müssen. Diese besinnlichen Momente sollten zielstrebend dafür sein, Kraft den Hilflosen, Worte den Einsamen, Wissen den Fragenden, Offenheit den Verschlossenen, Mut den Ängstlichen, Fröhlichkeit den Freudlosen und Fairness den Gegnern entgegenzubringen. Werke der Barmherzigkeit, nicht nur in der Fastenzeit, lassen Christlichkeit und aufrichtige Nächstenliebe am Mitmenschen walten. Deraufschluß- und umfangreiche Tätigkeitsbericht der OG, vorgetragen von Ausschußmitglied Josef Ennemoser, läßt erkennen, wie wichtig gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft zur Mitarbeit in einem solchen Verband ist. Zum erfolgreichen Gelingen eines Arbeitsjahres wird der Einsatz und die
Leistung aller Ausschußmitglieder gefordert. Kurz einige durchgeführte Tätigkeiten: Teilnahme an verschiedenen Landesbzw. Bezirksveranstaltungen und -versammlungen; verschiedene Aktionen zum verbilligten Einkauf von Lebensmitteln; Aktion zurTicketbefreiung, Abfassung des Mod. 740 und zum verbilligten Kauf von Eintrittskarten zur Bozner Mustermesse; 2 Nähkurse, 1 Italienischkurs, 1Turnkurs, 1 Kochkurs, 1 Kinderfest in Zusammenarbeit mit dem Familienverband; verschiedene Fahrten, u.z, nach Einsiedeln, HI. Blut und Großglockner, Gardasee, Weißenstein, Livigno, St. Moritz, Bassano, München und die Witwenwallfahrt nach Riffian. Als eine erfolgreiche Spendenaktion kann die finanzielle Unterstützung von Lit. 1.Mio. durch die Ortsgruppe zwecks "Studienhilfe für Äquador" zur Ausbildung von Studenten bewertet werden. Abschließend zum Tätigkeitsbericht konnte noch eine umfangreiche Programmvorschau geliefert werden. Ein aufrichtiger Dank komme sowohl den Patronatsmitarbeitern, welche wöchentlich Sprechstunden abhalten, als auch der Gemeindeverwaltung zu. Sie unterstützt die Ortsgruppe nicht nur durch Beiträge fürs Patronat, sondern
auch durch die unentgeltliche Benützung von Einrichtungen zur Abhaltung von Veranstaltungen und Versammlungen. Diewichtigsten Neuerungen im Bereich des Patronatswesens betreffend das Jahr 1990/1991 wurden vorgetragen. Sie werden in der Juni-Nummer des Passeirerblattes veröffentlicht. Herr Bürgermeister, Dr. Konrad Pfitscher, unterstrich den hohen gesellschaftspolitischen Wert dieses Verbandes im Sozialen Bereich. Der Einsatz und das gute Gelingen sei nicht eine Selbstverständlichkeit. Dank für ihre Leistungen kam der Ortsgruppe und Frau Königsrainer Pöhl Zita zu. Sie leiste durch ihren aufopferungsbereiten und vorbildlichen Einsatz eine große Hilfe bei der Betreuung von alten und kranken Menschen im Dorf. Eine große Bitte richtete der Bürgermeister vor allem an die ältere Bevölkerung. Die Gemeindeverwaltung sieht es als eine Notwendigkeit an, Freiwillige zum Einsatz eines sogenannten Lotsendienstes für Schulkinder zu finden. Durch ihre Hilfe zweimal täglich würde eine sichere Überquerung von zwei gefährlichen Straßenübergängen gewährleistet. Für 30jährige Mitgliedschaft konnte an Frau Hainz Waltraud, Herrn Gufler Anton und Gufler Johann eine Ehrenurkunde und für 40jährige Mitgliedschaft an Frau Gitterle Maria und Tschöll Rosa ein Buch als Anerkennung ausgehändigt werden. LEH
Wichtige Gemeinderatsbeschlüsse aus St. Leonhard Gemeinderatssitzung 27. November1990
vom
- Die Mitglieder der Lawinenkommission werden ernannt: Dr. Konrad Pfitscher (Vorsitzender), Paul Gögele, Ulrich Heel, Ferdinand Rainer, Johann Augscheller, Ernst Eisendie (ANAS), Karl Righi (ANAS); - Die Vertreter der Gemeinde in der Vollversammlung des Konsortiums im Wassereinzugsgebiet der Etsch sind Dr. Konrad Pfitscher und Josef Gögele; - Die Endabrechnung zum Bau des Elektrowerkes in der Höhe von Lire 5.259.000.000.- + 19% IVA wird genehmigt; - Die Enteignung der Gründe für das
Krafthaus sowie für die Quellfassung in Pfistrad wird genehmigt; - Das Versteigerungsprotokoll für die Arbeiten zum 1. Baulos der Zivilschutzhalle, aus dem hervorgeht, daß die Fa. NORMBAU mit einem Aufschlag von 16% die Arbeiten zugesprochen bekommt (Gesamthöhe 648 Mio.), wird verabschiedet; - Fürdie Wartung der Gemeindestraßen nach Schweinsteg und Prantach wird mit der Autonomen Provinz eine Vereinbarung abgeschlossen; - Das Ausführungsprojekt für den Ausbau der Kreuzung Jaufenstraße/Mooserstraße, dessen Verwirklichung 677,4 Mio. kostet, wird genehmigt. Die Arbeiten sollen im Privatversteigerungswege vergeben werden;
Seite 11 / Nr. 1
Passeirer Blatt / April 1991
- Die Arbeiten zum Bau der Trinkwasserleitung Karlegg sollen ebenso im Privatversteigerungswegvergeben werden; - Das Auflagenheft mit der Bezirksgemeinschaft, das die Erdgasversorgung betrifft, wird genehmigt; - Die Prüfungskommission für die Besetzung einer Stelle als Gemeindearbeiter wird ernannt; - Für eine Bauleitplanänderung von Amtswegen im Bereich des RennwiesHofes (Errichtung einer Umspannstation 132/20 KV)wird ein positives Gutachten erteilt;
Gemeinderatssitzung 21. Dezember 1990
vom
- Als Rechnungsrevisoren für die Abschlußrechnung der Gemeinde 1990 werden Albin Ilmer, Johann Gufler und Hubert Verdorfer ernannt. - Rechnungsrevisor zum Bau des Bezirksaltersheimes ist Ulrich Heel, für die Abschlußrechnung des Abwasserverbandes Franz Ennemoser und Josef Pircher, für das Konsortium zur Führung der Mittelschule Edith Lanthaler. - Die Amtsentschädigung des Bürgermeisters wird mit 100% des Bruttogehaltes des Sekretärs nach 10 Dienstjahren festgesetzt, jene für den Vizebürgermeister mit 45%, jene der Assessoren mit 40% und der Ersatzassessoren mit 35%; - Es wird eine Erhöhung der Müllabfuhrgebühr um durchschnittlich 10% beschlossen; - Der Trinkwasserpreis wird von 100 auf 110 Lire erhöht; - Das kurzfristige Darlehenbei der Volksbank Meran für den Bau des Elektrowerkes (2,5 Milliarden) wird bis Juni '91 verlängert; - Die statischen Berechnungen (9 Mio.) und die Bauleitung zum Bau der Zivilschutzhalle (66 Mio.) werden an den Projektanten Ing. Sjegfried Unterberger vergeben. Ebenso die Bauleitung in der Zone Kassier 11(29 Mio.); - DasAusführungsprojekt für die außerordentliche Instandsetzung beim St.Barbara-Weg von Geom. Martin Hora (54,7 Mio.) wird genehmigt; - Die Bauleitung in der Wohnbauzone Kassier I geht an Ing. Alois Gufler (15,7 Mio.).
Gemeinderatssitzung vom 11. März 1991 - Die Kindergartengebühr wird für Einzelkinder auf 31.000.- Lire erhöht, für jedes weitere Kind auf 26.000.- Lire. Liegt der Wohnsitz mehr als 2 km vom Kindergarten entfernt, 20.000.- Lire. - Die Tarife für die Benützung des Vereinshauses werden um durchschnittlich 20% erhöht. - Der Haushaltsvoranschlag, der Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 6.985.922.836.- Lire vorsieht, wird genehmigt. - Die Gemeindevertreter für den Bibliotheksrat werden ernannt: Lanthaler Edith, Pixner Albin. - Die Arbeiten für den Bau der Trinkwasserleitung Karlegg werden an die Fa. DE.CO BAU GmbH vergeben (Genehmigung des Versteigerungsprotokolls).
rungsarbeiten beim Bau des Gehsteiges Jaufenstraße (Kreuzung - Kaserer Egg) erhält die Fa. Anton Maier. - Die Baumeisterarbeiten für genannten Gehsteig gehen an die Fa. DE.CO BAU GmbH. - Die Fa. Reinhard Fauner wird die Primären Erschließungsarbeiten in der Wohnbauzone "Weingart" ausführen. Ebenso jene in derWohnbauzone "Kassier 11". - Folgende Abänderungen zum Gemeindebauleitplan werden beschlossen: - Eintragung einerWohnbauzone "Neuland" in Gomion im Ausmaß von ca. 2000 m2, - Eintragung derWohnbauzone "Stickl 11" oberhalb der Jaufenstraße in St. Leonhard im Ausmaß von ca. 9000 m2, - Eintragung einer Druckleitung für die Elektrogenossenschaft Gomion.
- Den Zuschlag für die Hangsiche-
A.P.
Neue Gemeindeärztin in Moos Nach 3 Jahren pflichtbewußten Dienstes hat Dr. Josef Kiem mit 1. März 1991 sein Dienstverhältnis als Gemeinde- und Amtsarzt der Gemeinde Moos bei der Sanitätseinheit West aus privaten Gründen gekündigt und uns wieder in Richtung seines Heimatdorfes Algund verlassen. Wir möchten Ihm auf diesem Wege noch einmal für seine Arbeit recht herzlich danken und Ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute wünschen. Seit 2. April ist die Stelle nun mit einer jungen Ärztin neu besetzt. Dr. Brigitte Sölva, Jahrgang 1958, stammt aus Kaltern und ist somit mit dem Südtiroler Berggebiet, zu welchem auch unsere Gemeinde gehört, mehr oderwenigervertraut. Siewird sich daher mit entsprechendem Entgegenkommen seitens der Bevölkerung sicherlich schnell bei uns einleben und hoffentlich auch wohl fühlen. Sie hat Ihr Medizinstudium in Innsbruck absolviert und anschließend in den Krankenhäusern von Innichen und Bruneck die Ausbildung zum Gemeindearzt gemacht. Die Ambulatoriumszeiten und den freien Nachmittag am Freitag hat Sie von Dr. Kiem übernommen und bleiben somit gleich wie bisher. Telefonisch ist
Dr. Brigitte Sölva unter der Nr. 64 36 89 erreichbar. Wir wünschen unserer neuen Gemeindeärztin in der Bewältigung ihres neuen Aufgabenbereiches viel Ausdauer, Freude und Erfolg, sowie eine gute Zusammenarbeit mit der gesamten Bevölkerung. J.K.
Dr. Brigitte Sölva
Passeirer
Seite 12 / Nr. 1
Ein Gedenken an Chorleiter und Organist Alois Brugger Am 29. November 1990 starb in St. Martin Alois Brugger, Chorleiter und Organist sowie erster Beamter der Gemeindeverwaltung St. Martin. Um den treubesorgten Familienvatertrauern die Gattin Maria, vier Kinder mit ihren Familien sowie acht Geschwister samt den übrigen Verwandten. Der nicht enden wollende Trauerzug bezeugte, daß man eine geachtete Passeirer Persönlichkeit auf dem Ortsfriedhof von St. Martin zur letzten Ruhe bettete. Vom Lamplhof in Pill stammend, verlor Alois bereits mit drei Jahren seine Eltern, die infolge Typhus elf Kinder zurückließen. Zwei Kinder waren ihnen im Tode vorausgegangen. Der junge Alois wuchs am benachbarten Roachof auf und durfte in Salern das Gymnasium besuchen. Beim Studium kam ihm die vererbte Musikalität seiner EItern zugute: sein notenunkundigerVater Josef hatte die Orgel in der Pfarrkirche von Moos werktags gespielt, die notenkundige Mutter Barbara hatte sie sonntags spielen dürfen. So ist es leicht verständlich, daß der begabte Alois in Salern Klavier spielen lernte und so die Voraussetzung für seine spätere Aufgabe in St. Martin schuf. Nach dem Studium entschied sich Alois für den Unterricht in einigen Passeirer Grundschulen, bis er 1963 eine Berufung in die Gemeindestube von St.Martin erhielt. Dort arbeitete er sich durch Fleiß, Gewissenhaftigkeit und Sachkenntnis zum ersten Beamten empor, wobei er besonders den älteren Mitbürgern im bürokratischen Labyrinth mit Rat und Tat zur Seite stand. Da in St. Martin 1962 die Chorleiterund Organistensteile frei war, wurde Alois Brugger gebeten, den anspruchsvollen Dienst zu übernehmen. Er scheute nicht die Mühe des Auftrags, sodaß aus dieser Bereitschaft 28 Jahre eines erfüllten und begeisterten Chorleiter- und Organistenlebens erwuchsen. Ungezählt sind die Stunden und Tage, die Alois Brugger an seiner geliebten Orgel und beim Kirchenchor verbrachte. Er war auch die treibende Kraft bei der Restaurierung der wertvollen Reinisch-Orgel (1978) durch den Orgelbaumeister Paolo Ciresa aus Tesero und erwarb sich dadurch ein bleibendes Verdienst. Die Pfarrherren von St.Martin fanden im Chorleiter Brugger nach Aussage
Der Organist und Chorleiter Alois Brugger mit dem Kirchenchor St. Martin (Ausschnitt) anläßlich der feierlichen Eröffnung des Mehrzweckhauses 1987.
von Altpfarrer Alois Wallnöfer einen geraden, korrekten und zielstrebigen Partner, der Kirchenchor einen strengen, aber geachteten Chorleiter, der sich durch Fleißund Weiterbildung stets um die Belange der Kirchenmusik und des
Blatt / April 1991
Kirchenliedes als erhabenen Teil des Gottesdienstes bemühte. Gerne half er bei den Nachbarchören aus, wenn Hilfe gebraucht wurde. Aus dem Musik- und Sängerleben wuchs in den späten 60er Jahren der Theaterverein von St.Martin heraus, dem Alois Brugger ebenso für Jahre als Obmann vorstand. Ihm war die Schaffung der Bühne im Vereinssaal zu verdanken und ebenso ein blühendes Theaterleben, in dem er gerne in die Rolle des strengen "Studierten" schlüpfte, wohl wissend, daß er die Lacher auf seiner Seite hatte. Neben all diesen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten fand Alois Brugger immer wieder Zeit für das Studium besonders der modernen literatur, das ihm Entspannung und geistige Erfüllung schenkte. Alois Brugger war in der Dorfgemeinschaft von St.Martin und im Passeiertal als Mensch, Beamter und Künstler sehr geachtet. Seine Bescheidenheit, seine Hilfsbereitschaft und Höflichkeit waren vorbildlich, sein Wesen stets auf Zusammenarbeit ausgerichtet, jeder Konfrontation abhold. So kann sein Beispiel für die Dorfgemeinschaft von St.Martin noch nach seinem Tode ausgleichend wirken. H.H.
Die Schulräte: ihre Aufgabe ist die Sorge um das Wohl der Schüler und der Schule
Das Landesgesetz Nr. 49 vom 05. September 1975 schuf die Schulräte. Seither kümmern sich Vertreter der Eltern, der Lehrer und des Verwaltungspersonals mit den Direktoren um das Wohl unserer Schulen: Verwaltung der Haushaltsgelder, Erstellung der Dienstordnung, Ankauf von Lehrmitteln, Anpassung des Schulkalenders, Kriterien für die Planung der außerschulischen Tätigkeiten, Förderung der Kontakte mit anderen Schulen und Institutionen sowie die Verwaltung der Schulfürsorge. Dies sind nur einige der vielen Aufgaben, die auf die Schulräte zukommen. Wir bieten nun einen Überblick über die im Amt befindlichen Schulräte, wobei wir all denen öffentlich danken, die sich als Kandidaten zur Verfügung gesteilt haben. Mittelschule St. Leonhard (1990 1993): Elternvertreter: Franz Josef Haller, St. Leonhard, Präsident; Monika Gögele Gufler, Rabenstein; Anna Pamer Hal-
ler, St. Leonhard; Michaela Brunner Gufler, Moos; Susann Adler Pfitscher, St. Leonhard; Maria M. Dandler Marth, Platt. Lehrervertreter: Siglinda Jaitner Wilhelm, Georg Gufler, Maria Dr. Lanthaler Egger-Karlegger, Monika Kröss, AIfons Raich, Edda Dellantonio. Verwaltungspersonal: Esther Ratschiller. Direktor: Heinrich Dr. Hofer Grundschuldirektion St. Leonhard (1990 - 1993): Elternvertreter: Helga Fister Bacher, St. Leonhard, Präsident; Elmar Rier, St. Leonhard; Daniel Gufler, St. Leonhard Melitta Ruepp Raffl, Moos; Marianne Hofer Gögele, Platt; Anna Maria Haller Haniger, St. Leonhard. Lehrervertreter: Ulrich Raich, Moos; Kurt Gufler, Stuls; Beatrix Ziernheld Pixner, Walten; Elisabeth Beltrami Valeria,St. Leonhard; ErikaLanthaler Pichler, Platt; Elena Bacher Biasi, St. Leonhard.
Seite 13/ Nr. 1
Passeirer Blatt / April 1991
Verwaltungspersonal: Elfriede Gufler. Direktor: Ignaz Gruber. Mittelschule
St. Martin (1990 -1993):
Elternvertreter: Franz Schwienbacher, St. Martin, Präsident; Erna Dr. Martino Hora, St. Martin; Franz Angerer, St. Martin; Wilhelm Schenk, St. Martin; Hermann Pirpamer, St. Martin; Luise Grassi, St. Martin. Lehrervertreter: Elmar Lösch, Leo Dr. Haller, Margareth Gruber, Christian Dr. Johannes, Lidia Dr. Pfitscher Amorth, Uta Dr. Muscolino. Verwaltungspersonal: Josef Marth. Direktor: Siefried Dr. Innerhofer. Grundschuldirektion - 1991):
St. Martin (1988
Elternvertreter: Marianne Winkler Abler, St. Martin, Präsidentin; Johanna KompatscherWiedmer, St. Martin; Wilhelm Schenk, St. Martin; Helga Pircher Pircher, Saltaus; Florian Prünster, Riffian; Erika Albert Berardesca, Riffian. Lehrervertreter: Alfred Hanifle, Riffian; Erich Rainer, St. Martin; Josef Laimer,
Eltern auf Besuch im Klassenzimmer: die moderne Schule sucht den Kontakt mit dem Elternhaus.
Riffian; Erna Pircher Marth, St. Martin; Maria Aloisia Kofler Pircher, St. Martin; Daniela Avancini Längerer.
Erfolgreiches Jahr tür die Bibliothek 5t. Martin Bibliothek legt Jahresbericht 1990 vor Die Öffentliche Bibliothek St. Martin konnte den zahlreichen einheimischen Besuchern sowie den Gästen im vergangenen Jahr ein breites Angebot an Büchern, Zeitungen bzw. Zeitschriften sowie CDs und Musikkassetten anbieten. Zum Jahresende verfügte die Bibliothek über 4942 Bücher, davon 4866 deutsche, 69 italienische und 7 fremdsprachige Bände. Das sind aufgeteilt auf die einzelnen Buchgruppen: 621 Bilderbücher und erzählende Kinderbücher, 1093 erzählende Jugendbücher und 1494 Bände der Belletristik, 104 Kindersachbücher, 253 Jugendsachbücher und 1377Sachbücher für Erwachsene. Den Besuchern stehen auch 30 - davon 21 laufend - gehaltene Zeitungen bzw. Zeitschriften zur Verfügung, was bei Erwachsenen und Jugendlichen einen immer größeren Zuspruch findet. Unterschiedlich ist die Verteilung der Interessensgebiete bei weiblichen und männlichen Lesern. Während die insgesamt bei der Ausleihe "noch etwas zurückhaltenden" Leser mehr zu Sachbüchern greifen, bevorzugen die Leserinnen nach wie vor erzählende Bücher. Insgesamt wurden 7679 erzählende und 2178 Sachbücher entlehnt.
Seit dem Sommer bot die Bibliothek auch 80 Musikkassetten (besonders Kinderlieder, Märchenkassetten u. Literaturkassetten) und rund 200 CDs allerGeschmacksrichtungen (Pop, Rock, klassische Musik, Volksmusik und Kinderlieder) zur Ausleihe oder zum Anhören an Ort und Stelle an, 621mal wurde davon Gebrauch gemacht. Da sich dieser Dienst eines steigenden Zuspruchs erfreut, werden laufend neue CDs und Kassetten angekauft.
Verwaltungspersonal: Anna Rieder. Direktor: Bernhard Dr. Fleischmann. H.H.
Daß der bestehende Buch- und Medien bestand gut genützt wird und zwar von gut 30 % der Bevölkerung St. Martins, beweisen die Besucher- und Ausleihzahlen.Eswurden insgesamt 11.384 Entlehnungen von 884 Jahreslesern (Leser, die mindestens einmal im Jahr ein Buch entlehnt haben) erreicht. Bis 31.12.90 wu rden nicht weniger als 9580 "Besuche" der Bibliothek gezählt. Für 1991 plant die Bibliothek St. Martin verschiedene Veranstaltungen. So sind Lesestunden für Grundschüler, Autorenlesungen, 1 Quiz- und 1 MaIwettbewerb und Diavorträge vorgesehen.
Seite 14/
Passeirer
Nr. 1
"Neuer Wind" in.. den
Blatt / April 1991
Gelingen dieses "Schulversuches" ermutigen, mit Neugierde, Aufgeschlossenheit und Zuversicht an die Durchführung der Grundschulreform zu gehen.
Wir gratuliern zur Geburt
Reformgesetze tun sich in Italien erfahrungsgemäß recht schwer auf ihrem Weg durch die Institutionen. Nicht seiten bleiben sie im Gestrüpp des Parteiengezänkes hängen und es dauert oft Jahrzehnte von der Vorlage eines Gesetzentwurfes bis zur Verabschiedung in den Kammern. Ähnlich ging es auch dem Gesetzentwurf über die Reform der Grundschule. Vehement von Schulleuten gefordert, konnte man sich auf keinen für alle Regierungsparteien tragbaren Kompromiß einigen. Regierungskrisen und vorzeitige Auflösungen des Parlamentes taten ein übriges. Da besann sich der Minister (der Name tut nichts zur Sache, es ist sowieso alle paar Monate ein anderer) auf das seit 1974 bestehende Mitbestimmungsrecht aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten. Er erlaubte den Mitbestimmungsgremien im Rahmen eines Schulversuches, die probeweise Einführung des im Gesetzentwurf am meisten umstrittenen Mehrlehrersystems. Dieses sieht vor, daß drei Lehrer gemeinsam zwei Klassen führen, und jeder der drei Lehrer sich auf andere Fächer spezialisiert. Voraussetzung für einen solchen Schulversuch, war die Zustimmung aller betroffenen Lehrer und Eltern. Daß diese nicht selbstverständlich ist,
Eine Investition in Wissen, bringt immer noch die besten Zinsen.
waren sich Erna Marth, Sepp Ennemoser und Erich Rainer bewußt, als sie sich im Frühjahr 1990 entschlossen, es mit den vierten Klassen in St. Martin zu versuchen. Die Eltern der betroffenen Klassen zeigten sich aufgeschlossen. Sie meinten, daß bei zweifellos auch vorhandenen Risiken, doch die Chancen, die in diesem System stecken, überwiegen und stimmten einhellig der Einführung dieser neuen Organisationsform zu. Als man alle notwendigen Beschlüsse und Zustimmungen in der Tasche hatte, wurde das Reformgesetz doch noch - etwas überraschend - im Juni 1990 verabschiedet. Jetzt wäre keine Zustimmung mehr nötig gewesen, denn jetzt war dieses Mehrlehrersystem überall dort einzuführen, wo es möglich war. Aus diesem Grunde wurden im Schuljahr 1990/91 auch noch in den zweiten Klassen in St. Martin und in Stuls je eine solche Organisationsform eingeführt. Im Schuljahr 1991/92 soll die Grundschulreform bereits in den meisten Klassen durchgeführt werden. In St. Martin ist der Entschluß der drei Lehrer, es zu versuchen, gerade ein Jahr alt. Ein Jahr voll Planen, Verwerfen, Probieren, Lernen, Umdenken ... Die Bilanz ist positiv. Die Kinder sagen, ihnen gefällt es, und kommen sogar am Nachmittag gerne in die Schule. Die EItern wollen, daß es bei diesem System bleibt. Die Lehrer spüren die Herausforderung, die in dieser neuen Gestalt ihres Berufes steckt und sehen die Chance der Professionalisierung. Freilich wird diese Bilanz von vielen Faktoren beeinflußt, die auf andere Situationen nicht unbedingt übertragbar sind. Zu viele nicht oder schwer beeinflußbare Größen bestimmen den Erfolg schulischer Arbeit. Trotzdem sollte das
GEMEINDE ST. LEONHARD Ebnicher Arno, 22. November 1990, Im Schaffeid 11 Tschöll Petra, 9. Dezember 1990, Kammerveiterstraße 16 Pixner Jasmin, 10. Dezember 1990, Im Schaffeid 22 Haller Magdalena, 9. Jänner 1991 , Schloßweg 41 Auer Miriam, 10. Jänner 1991, In der Kellerlahn 4 Gufler Barbara, 21. Jänner 1991, Schloßweg 33 PöhlJohannes, 19. Jänner 1991, Kohlstatt 48 Haller Franziska, 22. Jänner 1991, Kohlstatt 65 Pöhl Stefanie, 26. Februar 1991, Stickl 1 GEMEINDE ST.MARTIN Reiterer Magdalena, 5.Nov. 1990, Dr.-Hillebrandt-Weg 7 Pircher Georg, 12. Dezember 1990, Kalmtalerstraße 6 Buchschwenter Martin, 24. Dezember 1990, Christlerstraße 14 Frötscher Fabian, 31. Jänner 1991, Dorfstraße 40 Lamprecht Klaudia, 1.Februar 1991, Kalmtalerstraße 40 Abler Emanuel, 13. Februar 1991, Feldbauernweg 15 Auer Sabrina, 19. Februar 1991, Garberweg 12 Walder Stefan, 20. Februar 1991, Kalmtalerstraße 8 Pircher Franz, 22. Februar 1991, Flon-Matatz-Straße 34 Gufler Johann, 1.März 1991, Flon-Matatz-Straße 7 GEMEINDE MOOS Ennemoser Birgit, 15. Nov.r 1990, Pil1143 Ennemoser Tamara, Carmen, 23. Oktober 1990, Rabenstein 42/b Gufler Lorenz, 7. Jänner 1991, Dorf 97 Gufler Thomas, 05. November 1990, Rabenstein 42/a Hofer Andreas, 2. Oktober 1990, Stuls 42 Hofer Angelika, 23. Nov. 1990, Platt 38 Kofler Karin, 29. Jänner 1991, Platt 104 Marth Konrad, 1. Dezember 1990, Ulfas 21 Pöll Martin, 23. Dezember 1990, Ulfas 5 Reinstadler Stefan, 31. Jänner 1991, Dorf 107
Eigentümer und Herausgeber: Joset Pichler, Tritter Weg 2/b, St. Martin/Passeier. Druck: Fliridruck, Meran, Goehtestraße 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Fleischmann. Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom
29.05.1987. Redaktionskomitee: Robert Haniger, Dr. Heinrich Hoter, Joset Kotler, Karl Lanthaler, Joset Pichler, Ubald Pichler, Dr. Albin Pixner, Arnold Rinner, Joset Öltl.