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MITTEILUNGEN Nr.3 MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUSMOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN 15. Jahrgang Nr. 35 MOOS, ST. –LEONHARD UND ST. MARTIN
100 Jahre Kirche Rabenstein
Rabenstein wurde ursprünglich von St. Leonhard aus kirchlich betreut. Nachdem seit 1622 in Moos ein Kurat war, hatte dieser auch Rabenstein zu versorgen. 1744 wurde in Rabenstein eine neue Kirche erbaut und »Unserer lieben Frau" geweiht. Der dortige Kurat mußte auch die Knappen vom Schneeberg betreuen, wo bereits 1722 das Knappenkirchlein »Maria Schnee- erbaut worden war. Die alte Kirche von Rabenstein stand dort, wo heute der Parkplatz ist. Sie hatte barocke Altäre aus der Passeirer Schnitz- und Malerwerkstätte. Am Karfreitag, den 28. März 1888 wurde diese Kirche durch eine Lawine zerstört. Bereits im folgenden Jahr begann man mit dem Neubau der heutigen Kirche arn'Stocker Bichl. Den Plan hiefür zeichnete der Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt. Dieser neugotische Bau paßt mit seiner Einfachheit und den klaren Strukturen harmonisch in die Landschaft. Die Kirche wurde dem Herzen Jesu geweiht. Der gotische Altar aus der Schnitzschule des Josef Waßler aus Meran ist eine Spende des Lehrers Peter Plaikner. Die Malerei ist eine geschickt ausgeführte Komposition von zarten Blumenbändern und Ornamenten und einfachen Symbolen und Spruchbändern, die sich auf Herz Jesu beziehen. (Fortsetzung auf Seite 2)
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3. Jahrgang September 2002
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100 Jahre Kirche Rabenstein (Fortsetzung von Seite 1)
1957 und 1968 erfuhr das Innere der Kirche große Veränderungen. So wurden die alten Ornamente übertüncht, die Kanzel und die Seitenaltäre entfernt u.s.w.. Nach 100 Jahren war es nun dringend notwendig geworden, die Kirche gründlich zu restaurieren. Dabei wollten die Rabensteiner etwas Ordentliches leisten, ging es doch um ihr geschätztes Gotteshaus. Viele Handwerker wurden zu dieser Restaurierung benötigt. In geduldiger Kleinarbeit wurde im Inneren die neugotische Fassung mit den Ornamenten und Spruchbändern wieder hergestellt. Die Altäre und Beichtstühle bekamen wieder ihre alte Form mit den Goldleisten, die Kanzel wurde am alten Platz angebracht. Auch am Äußeren der Kirche waren viele Ausbesserungen fällig. So wurde das gesamte Dach mit Lärchenschindeln neu gedeckt und das Turmdach gereinigt und gestrichen. Das Vorhäuschen wurde neu gemacht und die Friedhofsmauer mit Schindeln neu gedeckt. Viele Maurerarbeiten fielen an, wie die Erneuerung des gesamten Gesimses und des Putzes am Fuß der Kirche. Die gesamte Mauer um die Kirche wurde ausgebessert bzw. neu errichtet und mit Natursteinplatten abgedeckt. Auch die Wege zur Kirche wurden z. T. neu hergerichtet. Für die umfangreiche Restaurierung hat sich besonders der Pfarrer Franz Künig verdient gemacht, der nicht nur alle bürokratischen Arbeiten erledigt und sich um die Sicherstellung der Finanzierung eingesetzt, sondern bei vielen Arbeiten auch selbst Hand angelegt hat. Daß er dabei sogar beinahe verunglückt wäre, ist wohl wenigen bekannt.
Nach dieser totalen Restaurierung innen und außen steht das KirchIein am Stocker Bichl in Rabenstein im alten Glanze neu da. Der Abschluß dieser Arbeiten war für die Rabensteiner ein besonderer Grund zum Feiern. Zu diesem Fest waren auch viele ehemalige Rabensteiner gekommen, sodaß es ein Fest des Wiedersehens, der Begegnung und der Freude wurde. In den letzten sieben Jahren wurden
Die Musikkapelle Walten ein rühriger Verein Seit dem Jahr 1952 hat die Fraktion Walten eine eigene Musikkapelle. Die Gründungsmitglieder Johann Platter (Stürmer), Franz Haller (Santi) und Johann Lanthaler (Wanser) und einige altgediente Musikanten können sich noch an das erste Probelokal in der Waschküche des Stürmerhofes erinnern, wo sich die knapp 20 Musikanten bis Anfang der 60er Jahre auf ihre Auftritte vorbereiteten. Mit der Übersiedlung in das damals neuerbaute Grundschulgebäu-
de und mit dem Ausbau des Dachgeschosses zum Proberaum im Jahre 1987 besserten sich die äußerlichen Bedingungen entscheidend. Aber auch die Zusammensetzung der Kapelle erlebte entscheidende Veränderungen. Obmann Josef Gufler weist mit berechtigtem Stolz darauf hin, daß es heute wohl kaum eine Fraktion in Südtirol gibt, die im Verhältnis zur Bevölkerungszahl eine zahlenmäßig so starke Musikkapelle vorweisen kann. Sie zählt derzeit
in Rabenstein auch die Grabkreuze und die Gräber erneuert. Weiters wurden die meisten der 12 Kapellen, die acht Wegkreuze sowie das Marterl am Kofl und der Glockenstuhl beim Tomelehof in Schönau restauriert. Rabensteiner und Auswärtige finden Gefallen an den vielen schönen Kapellen und Wegkreuzen. Möge diese Initiative auch in anderen Teilen unseres Tales Nachahmung finden. F.K-KL.
45 Musikanten und davon sind 7 Musikantinnen, was bedeutet, daß bei einer Einwohnerzahl von ca. 400 Personen jeder 9. Waltner Bürger aktiv in der Kapelle mitspielt. Bei Auftritten kommen noch 4 Marketenderinnen und 3 Männer als Fahnenabordnung dazu. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die Fahne mit in Samt gestickter Musiklyra und Waltner Pfarrkirche 1983 von Herrn Alfred Schall aus Blitzenreute/Schwabenland spendiert wurde. Besonders in den 80er Jahren erlebte die Kapelle einen starken personellen Aufschwung, denn im Jahre 1982
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zählte sie noch 23 Mann. Es hängt sicherlich auch mit der geringen Konkurrenz von seiten anderer Vereine zusammen, wenn sich so viele junge Burschen und Mädchen bereiterklären, eine musikalische Ausbildung mitzumachen, aber auch die positive Einstellung vieler Eltern zur Musikkapelle und nicht zuletzt das Geschick der Vereinsleitung im Umgang mit jungen Menschen dürften hierbei eine Rolle spielen. So befanden sich im abgelaufenen Tätigkeitsjahr 13 Jugendliche in Ausbildung, wobei sowohl die Musikkurse als auch die Erfahrung von Mitgliedern der einzelnen Instrumentengattungen in Anspruch genommen wurde. Wesentlichen Anteil am Aufschwung der Kapelle hat sicherlich der Kapellmeister Ehrenreich Haller aus St. Martin. Er leitet die Kapelle seit 1982 und investiert in dieser Arbeit einen großen Teil seiner Freizeit. Im Durchschnitt hält er sich dreimal wöchentlich bei Proben in Walten auf, zudem
ist er häufig bei Konzerten anzutreffen, wo er Erfahrungen sammelt und Kontakte knüpft. Seine Vorliebe für die konzertante Musik versucht er in der Kapelle zu verwirklichen. Das erfordert natürlich auch viel Fleiß, Ausdauer und Opferbereitschaft von seiten der Musikanten, Werte, die in der Waltner Musikkapelle offensichtlich vorhanden sind. Und die Erfolge bleiben nicht aus: in den Jahren seit der Gründung nahm die Musikkapelle an 6 Marschwettbewerben teil, die mit sehr guten Bewertungen endeten. Von 1955 -1988 erreichte die Kapelle bei stattfindenden Wertungsspielen in der Mittelstufe 3mal die Wertung ausgezeichnet. 1988 wagte man sich in Meran in die Oberstufe und erreichte ein »sehr gut«. 1986 stellte sich die Kapelle der Jury des VSM (Verband Südtiroler Musikkapellen) und erntete dabei gute Kritiken. Doch nicht nur bei Konzerten tritt die Kapelle auf, sondern auch bei kirchlichen Anlässen, wie Messen und
Umgängen ist sie immer bereit, diese mitzugestalten. Mit ungefähr 100 Voll- und Teilproben bereitete man sich im abgelaufenen Arbeitsjahr auf die Auftritte vor. Mit der Teilnahme sind die Verantwortlichen zufrieden, besonders, wenn die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden: Im Winter halten sich mehrere Mitglieder arbeitsbedingt außerhalb des Tales bzw. im Ausland auf, und die Oberschüler können sich ebenfalls nur am Wochenende frei nehmen. Man versucht sich daher durch flexible Probetermine an diese Gegebenheiten anzupassen, wobei zeitweise auch der Samstag als Probetag in Kauf genommen wird. Obmann Josef Gufler, der der Kapelle als Nachfolger von Ferdinand Haller (er war 20 Jahre lang Obmann) seit 1985 vorsteht, legt mit seinem Ausschuß auch großen Wert auf die Förderung der Kameradschaft. Nach einem Jahr Ausbildung winkt als Beloh(Fortsetzung auf Seite 4)
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Die Musikkapelle Walten - ein rühriger Verein (Fortsetzung von Seite 3)
nung für den Fleiß der angehenden Musikanten eine Fahrt ins Spielparadies Gardaland. Besonders die Jugendlichen schätzen gesellige Veranstaltungen wie Kameradschaftsabende oder Fahrten im In- und Ausland. Auch für die älteren Jahrgänge sind solche Ausflüge ein Ansporn und zudem eine gute Gelegenheit, kameradschaftliche Kontakte zu knüpfen und musikalische und organisatorische Erfahrungen zu sammeln. Der Ausschuß fördert auch die Fortbildung der Jungmusikanten und scheut die damit verbundenen finanziellen Auslagen nicht. Seit 1986 nah-
men 13 junge Musikanten an den Jungbläserwochen in Brixen und im Schnalstal teil. Der Ausbildungswille zeigt sich auch daran, daß 2 Musikanten den Kapellmeisterlehrgang besuchten und auch sonst Kurse und Tagungen von vielen sehr gern besucht werden. Der Wille, sein Können unter Beweis zu stellen, wird daran ersichtlich, daß 30 Musikanten das Österreichische Leistungsabzeichen in Bronze besitzen, und davon sind wiederum 11 im Besitze des Leistungsabzeichens in Silber. Erfreulich ist die insgesamt positive Einstellung der Waltner Bevölkerung zur Musikkapelle. Das zeigt sich auch beim Neujahranspielen, mit dem doch ein wesentlicher Teil der jährlichen Auslagen gedeckt werden kann. Ein
Dank geht hier auch an die Waltner Gastwirte, die sich des kulturellen Wertes einer Musikkapelle bewußt sind und die Arbeit schätzen und fördern. Neben dem jährlichen Waldfest sind es noch die teilweise großzügigen Spenden der Raiffeisenkasse, der Gemeinde und des Landes, welche die restlichen Löcher im Finanzierungsplan stopfen. An den Schluß der Ausführungen seien noch einige Wünsche des Obmannes und des Kapellmeisters gesteilt: Wenn es auch nicht immer leicht ist, die Interessen und Wünsche von jung und alt unter einen Hut zu bringen, sollte doch jeder Musikant versuchen, dazu beizutragen, daß die Kameradschaft weiterhin gepflegt und verbessert wird. Sie ist die wichtigste Grundlage für die Arbeit, besonders in einem musikalischen Verein. Die Bevölkerung möchte weiterhin soviel Verständnis aufbringen und zu Hause ein Klima schaffen, das die Liebe zur Musik bei den jungen Leuten fördert. Unter diesen Voraussetzungen wird die Musikkapelle Walten sicherlich auch weiterhin als wichtiger Bestandteil im kulturellen Leben dieser Fraktion ihren Mann stellen. Ausschußmitglieder: Josef Gufler (Obmann) Martin Pixner Adolf Augscheller Ferdinand Pixner Franz Klotz Christian Pfitscher Anton Pichler
A.R
Dorffest in St. Martin
Nicht der gegenwärtig herrschenden Mode willen, sondern in Ermangelung eines Vereinszeltes organisierten einige Vereine von St. Martin und Saltaus zum zweiten Mal ein Dorftest in St. Martin, das die Herzen vieler Einheimischer und Gäste höher schlagen ließ. Vom Samstag, 9. September, auf den Sonntag, 10. September, boten folgende Vereine bei einem ausgesprochen milden Spätsommerwetter Musik, Folklore, Spiel und Spaß, Speise und Trank: die Freiwillige Feuerwehr St. Martin, die Bauernjugend Saltaus, die Musikkapelle, der Kirchenchor, der Fußballclub, der Verkehrsverein, die Fußball-Altherren, die Ranggier, die Schützen, der Alpenverein mit der Bergrettung, der
Schwimm- und Kegelclub, der Tennisund Skiclub sowie die Feuerwehr und die Böhmische von Saltaus. Diese genannten Vereine betreuten insgesamt dreizehn zum Großteil geschmackvoll aufgerichtete Stände entlang der Dorfgasse und in den Seitengäßchen. Jeder Stand bot seine Spezialitäten an, von denen eifrig Gebrauch gemacht wurde. Ganz groß im Rennen war die KJetterwand an der Südseite des Oberwirtes und das Wurfwasserspiel auf dem Unterwirtsplatz, bei dem Scharfschützen sogar die Dorfprominenzen ins Wasser werfen konnten. So tauchten auch Bürgermeister Josef Pichler und Ubald Pichler, der Präsident des FC St. Martin, unter dem tosenden Geläch-
Bürgermeister Josef Pichler überreicht dem Fußballclubpräsidenten Ubald Pichler die Schlüssel zur Dorfgewalt.
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ter hunderter von Schaulustigen in die schäumenden Fluten. Dem Ubald Pichler behagte das Tauchen derart, daß er - einen Bierkrug in der Hand auch ein zweites und drittes Mal die drohenden Wasser nicht scheute. Begonnen hatte das Spiel der Vereine mit dem Einmarsch der Musikkapelle St. Martin und der Festkutsche, wobei Kinder in Tracht Blumen streuten. Der Schirmherr des Festes, Bürgermeister Josef Pichler, stellte das Urlaubsdorf St. Martin vor und überreichte den Vereinsobmännern die Schlüssel zur Dorfgewalt, worauf die »Mortiner Jungwirte« und die GoaßIschnöller für Schwung und Heiterkeit sorgten. Erwähnenswert ist der Beitrag der Spiel- und Singgruppe »Quo vadisaus dem Passeiertal, die bewußt auf die störenden Verstärkeranlagen und dröhnenden Klänge verzichteten und am Stand der Fußball Altherren ihre Musik darboten.
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Dicht umdrängten Schaulustigedie Festkutsche,die mit der Musikkapelleden Auftakt zum Dorftest in St. Martin gab.
Denkmalgeschützte Gebäude gehören zum Volksvermögen Die Verkehrsvereine des Passeiertales haben im »Urtaubsberater Passeiertal 1989« ein bekanntes denkmalgeschütztes Haus aus St. Martin als Umschlag bild ihrer Broschüre gewählt. Dadurch haben sie einen wertvollen Beitrag zur Hochachtung von denkmalgeschützten Bauten geleistet. Nun taucht die Frage auf: »Warum wird ein Gebäude auf die Denkmalliste gesetzt? Das erfolgt dann, wenn ein Gebäude aus geschichtlichen oder künstlerischen Gründen nicht nur einen privaten, sondern zusätzlich noch einen öffentlichen Wert besitzt, der erhalten und gepflegt werden soll. Das in Südtirol geltende Denkmalschutzgesetz sieht für solche Bauten vor, daß bei einem KauflVerkauf das Landesdenkmalamt verständigt werden muß. Ferner muß das Landesdenkmalamt immer dann verständigt werden, wenn man sanieren oder renovieren will, weil es vor Baubeginn eine schriftliche Erlaubnis braucht. Dafür kann der Besitzer eines denkmalgeschützten Gebäudes auch um einen Finanzierungsbeitrag ansuchen sowie um eine Gratis-Fachberatung. Der Denkmalschutz stellt daher für ein Gebäude keine Belastung dar, (Fortsetzung auf Seite 6)
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Denkmalgeschützte Gebäude zum Volksvermögen (Fortsetzung von Seite 5)
gehören
sondern er ist eine Auszeichnung, welche besagt, daß neben der privaten Obsorge für ein solches Kulturgut auch noch die öffentliche Fürsorge aufgerufen wird. Wer lnforrnationen über Sanierungsmöglichkeiten von denkmalgeschützten Gebäuden haben möchte, wende sich an: - das Landesdenkmalamt, 39100 Bozen, Armando-Diaz-Straße 8, Tel. (0471) 45141; - an den Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier, 39015 St. Leonhard i. P., Im Steinanger 3, Tel. 86162; - an die jeweilige Gemeindeverwaltung oder - an einen Vertrauensarchitekten. Wir geben nun einen Überblick über die denkmalgeschützten Gebäude von St. Martin, um in einer späteren Ausgabe die Gebäude der übrigen Gemeinden zu erwähnen: Pfarrkirche und St.-Georgs-Kirche; HI. Grabkapelle beim Gemeindehaus Thurmhaus; Oberwirt; Posthaus; Spitalhaus (Hohes Haus); Kurzenhäusl; Fischerhaus; Steckholzgütl; Malerhaus; Widum; Schildhof Steinhaus; Haslach; Flonerhof; Aignerhof; Auer-
hof mit Kasten; Magnuskapelle in Breiteben; Kasten beim Unterwegerhof in Christi; Grollhof; Kasten und Backofen beim Außeraicherhof; Schildhof Obergereut; Schildhof Baumkirch; Schildhof Unterpseirer; Lanthalerhof; Schildhof Kalmbauer; Ederkapelle beim Edergütl; Schildhof Haupold; Dreifaltigkeitskapelle beim Schildhof Saltaus und die Waldkapelle bei Außerbrugg. Zu diesen von der römischen und von der Landesregie-
rung geschützten Bauten kommt noch die Dorfgasse hinzu, die seitens der Gemeindeverwaltung St. Martin unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Wie man sieht, kann St. Martin auf sein reiches denkmalpflegerisches Vermögen stolz sein. Die genannten Häuser und Kirchen werden immer wieder fotografiert und gelangen somit in allen Winkel Europas. er
AVS-Jugend Passeier in Nachbarländern unterwegs Teilnahme am 1. Alpen-Adria-Alpintreffen in KötschachMauthen / Österreich Überraschend ergab sich Ende Mai 1989 die Möglichkeit, am 1. AlpenAdria-Alpintreffen in KötschachMauthen in Österreich teilzunehmen. Da sich 7 Jugendliche unserer Ortsstelle meldeten, beschlossen wir daran teilzunehmen, wobei jeweils die Hälfte der Gruppe mit dem Auto bzw. der Eisenbahn anreiste. Als wir in Kötschach - Mauthen ankamen, regnete es in Strömen und ließ nichts Gutes ahnen, um so erfreulicher war die herzliche Begrüßung des Sepp Lederer, des dortigen Jugend- und Bergrettungsleiters. Er erwies sich später als Seele des ganzen Unternehmens, unterstützt
von seinen Freunden und seiner Familie. Nachdem alle Teilnehmer in einer Turnhalle untergebracht waren, kamen sich die Gruppen aus Friaul, Jugoslawien, Österreich, Ungarn und Südtirol beim gemeinschaftlichen Abendessen im Rathaus und anschließendem Diavortrag über die Karnischen Alpen soweit näher, daß erst um Mitternacht Ruhe einkehrte. Am nächsten Morgen galt es schon früh anzutreten. Unter sachkundiger Führung des Univ.-Professor Hans Peter Schönlaub wartete eine 2-Tagestour auf uns, wo wir auf die Erdgeschichte aufmerksam gemacht wurden anhand von Erdschichten verschiedener Gesteinsarten und unzähligen Fossilien. Wir erreichten am späten Nachmittag den Wollayer-See, wo wir dann auch in der Eduard-Pichl-Hütte (1960 m) eng zusammengepfercht wie Sardi-
nen (wo wir uns alle noch näher kamen) übernachteten. Im Licht eines riesigen Lagerfeuers konnten sich alle Jugendlichen in einem kleineren Klettergarten mit Seil, Karabinern und Fingermuskeln üben. Am nächsten Morgen ging es dann über die italienische Grenze, und um wieder an den Plöckenpaß zu kommen, mußten wir alle über die gesicherte Spinottiwand kraxeln und wurden dann mit einer herrlichen Aussicht und einer Pasta asciutta in der MarineIlihütte (2120 m) belohnt, die der friaulische Bergrettungsleiter spontan spendierte. Die erfahrenen Kletterer begingen beim Abstieg zum Plöckenpaß einen unterirdischen Schacht, der im 1. Weltkrieg ausgesprengt worden war und fast senkrecht in die Tiefe führte. Nach unserer Rückkehr badeten wir unsere müden Knochen im kombi-
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Vorbereitung auf die Schlauchbootfahrt.
nierten Hallen- und Freibad im Ort, wobei immerhin noch die Kraft zum Trampolinspringen ausreichte. Am nächsten Tag stand eine Raftingfahrt (Schlauchbootfahrt) auf der Gail oder eine botanische Wanderung unter Führung des Naturschutzreferenten Herbert Zoyer zur Wahl. Der Neugier und des Abenteuers wegen entschied sich unsere Gruppe für das Rafting, obwohl die Karnischen Alpen eine unwahrscheinliche Vielfalt von seltensten Blumen aufweisen. Ausgerüstet mit Sturzhelm, Schwimmwesten und Paddeln stiegen wir in die schwankenden Boote und kämpften uns durch Stromschnellen, kleinere Wasserfälle und kamen klitschnaß nach 6 km wieder an Land. Der italienische Gruppenführer Mauro hatte seine Kleider angelassen und entstieg schlußendlich naß bis auf die Unterhosen dem Boot. Nachmittags trennten wir uns, die Jüngeren erstürmten den Sprungturm im Waldschwimmbad und die Älteren die sehr anspruchsvollen Wände des Klettergartens am Plöckenpaß. Nicht alle Versuche waren von Erfolg gekrönt. Am letzten Tag stand noch eine Wanderung auf dem Programm entlang der Frontlinie des 1. Weltkrieges. Diese Höhlen und Schützengräben werden von freiwilligen Helfern aus ganz Europa wieder instandgesetzt. Am Abend war ein großes Treffen mit den Alpenvereinsmitgliedern der Ortsstelle angesagt, wo wir bei Grillfleisch, riesigem Lagerfeuer und Fackelzug Abschied feierten. Die Jugendlichen setzten den Abschied in einer nicht enden wollen-
den Gespensterparty in der Turnhalle fort, wo sich dann so mancher mit Luftmatratze und Schlafsack am nächsten Morgen unter freiem Himmel wieder fand. Das ganze Treffen wurde von Sepp Lederer bestens durchdacht und organisiert, wofür wir ihm herzlich danken. Die Jugendlichen lernten sich in den 5 Tagen bestens kennen, wobei man sich besonders mit den Jugoslawen mit Händen und Füßen verständigte. Als wir uns müde und erschlagen auf die Heimreise machten, hatten wir eine überraschend schöne Bergwelt kennengelernt, entgegen allen Erwartungen, die Sonne wieder auf unserer Seite gehabt und Freunde gewonnen, die wir wieder zu treffen hoffen.
UIAA-Jugendlager in Fontgillarde - Frankreich Nach dem gelungenen Jugendlager des letzten Jahres am Furkapaß in der Schweiz folgten wir heuer der Einladung nach Frankreich in der Nähe von Grenoble. Zu fünft traten wir die beschwerliche Reise mit Zug, Bus und Taxi an und erreichten zerschlagen den Ort am Fuße des Berglagers. Zwischen 13 und 16 Uhr sollte uns ein Bus abholen. Es wurde 14, 15 und 17 Uhr, aber niemand kam. Wie fragt man in Französisch, das man nicht kann, ob man am richtigen Ort ist? Wir waren am Verzweifeln. Doch dann trudelten langsam die' anderen Teilnehmer ein, Jugendliche aus Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, der
Schweiz und sogar - höre und staune - aus dem fernen Hongkong. Als letzter erschien um 18Uhr der Bus, der uns zur Hütte auf 2045 m Höhe brachte. Nach 24 Stunden Fahrt versanken wir in unerwartetem Luxus, in Teppichböden und 4-Gänge-Menüs. Die folgenden 5 Tage waren ausgefüllt mit Wanderungen bis zu 7 Stunden, Training an Klettergärten und Überhängen, Ruhepausen an herrlichen Bergseen mit unterirdisch sprudelnden Quellen und als Höhepunkt mit einer luftigen Gratkletterei auf den 2997 m hohen Brie Bouchet. Doch wenn wir leiden mußten, mußten es auch unsere Führer, die zu einem unfreiwilligen Bad im kalten See überredet wurden. Am schlimmsten traf es den Führer der Spanier. Mit einem der Spanier hatten wir eine kleine Rechnung zu begleichen. Wir überfielen aber leider in der Dunkelheit der Nacht den spanischen Führer, der das unschuldige Opfer wurde. Er revanchierte sich mit einer kalten Dusche. An wem? Am einzigen Unschuldigen unserer Gruppe. Am letzten Abend stieg eine Abschiedsfeier mit nicht endenden Gängen, umrahmt von einem Waldbrand, den Hubschrauber lange aber erfolgreich bekämpften. Am nächsten Morgen trennten wir uns wieder von unseren neuen Freunden, mit denen wir uns in der Zeichensprache zu verständigen gelernt hatten. Nach der perfekt organisierten Woche war uns die Panne am Beginn umso unverständlicher. Doch das Rätsel sollte sich noch lösen. Als wir eine Woche zuhause waren, überraschte unseren Führer ein Brief, in dem ihm der Treffpunkt in Turin mitgeteilt wurde. Damit war der Schuldige gefunden, in der französischen und italienischen Post. AVS-Jugend
Überall gab es Klettermöglichkeiten.
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Neue Räume für die Mittelschule St. Martin Mit der Anforderung einer Mittelschule ist die Bevölkerung von St, Martin eine schwere Verpflichtung der Schuljugend gegenüber eingegangen. Eine moderne Schule besteht schon lange nicht mehr nur aus Klassenzimmern, sondern es braucht noch eine Vielzahl von Spezialräumen, um den Schülern jenen Unterricht garantieren zu können, den die gesetzlichen Bestimmungen vorsehen. So mußte sich die Gemeindeverwaltung neue Lösungen einfallen lassen, zumal die Räume im bisher benützten »Haus der Juqend« nicht mehr den Feuerschutz- und Sicherheitsnormen entsprechen und der Schulamtsleiter Dr. Walter Stifter anläßlich seiner Inspektion von 1988 die Gemeindeverwaltung mit Nachdruck aufgefordert hatte, bis zur Fertigstellung des Mittelschulhauses neue und tragbare Lösungen anzustreben. Auf der Suche nach neuen Räumen bot sich der erste Stock des Platterhauses an, dessen 350 Quadratmeter zu einem landesüblichen Mietzins von 6000 Lire je Quadratmeter nun für Schulzwecke zur Verfügung stehen. Im Platterhaus befinden sich drei Schulklassen, ein Bibliotheksraum für die ganze Mittelschule, ein Raum für den Stützunterricht, ein Lehrmittelraum, ein Lehrerzimmer und die sanitären Anlagen für Buben und Mädchen. Im »Haus der Juqend- befinden sich zwar noch das Musikzimmer, ein Zeichen- und ein Werkraum, doch die
übrigen Räume konnten den Jugendgruppen zur Verfügung gestellt werden. Der Bürgermeister meinte, es wäre sogar denkbar, daß im Zuge eines weiteren Ausbaues des Platterhauses die Grundschule entlastet werden könnte, da auch diese dringend weitere Räume benötigt. Bürgermeister Josef Pichler wies in seiner Aussprache darauf hin, daß St. Martin wie durch ein Wunder eine Grund- und Mittelschuldirektion erhalten habe und daß es nun gelte, der Schuljugend die beste Ausbildung zukommen zu lassen. Solide Ausbildung koste allerdings Geld, das sich langfristig gesehen reichlich bezahlt mache. Direktor Dr. Siegfried Innerhofer betonte, daß die Qualität der schulischen Dienstleistung mit dem Erhalt der neuen Räume bereits spürbar gestiegen sei: der Unterricht ist fruchtbarer, es ist weniger Zeitverlust zu verzeichnen und den Sicherheitsnormen sei Genüge getan worden. Es ist zu hoffen, daß der Neubau der Mittelschule in unmittelbare Nähe rückt. Bei der letzten Ratssitzung konnten die Gemeinderäte die Modelle der interessierten Architekten einsehen. Es folgt nun eine gründliche Aussprache des Gemeinderates mit den einzelnen Architekten. Bekanntlich ist ja geplant, die Mittelschule und die Mehrzweckhalle in einem Vorhaben zu verwirklichen. er
Der Rettungsverein Weißes Kreuz dankt Wie jedes Jahr, wurden auch heuer Sammlungen des Rettungsvereines Weißes Kreuz durchgeführt. Unsere freiwilligen Helfer gingen zu den einzelnen Familien, um die Mitgliedsbeiträge einzusammeln oder um eine freiwillige Spende zu bitten. Die eingegangenen Gelder, sei es Mitgliedsbeiträge sowie die freiwilligen Spenden, werden von der Sektion Passeier zum Ankauf von medizinischen Geräten und Sanitätsmaterial verwendet. Jeder Mitbürger, der seine Mitgliedskarte erneuert oder dem Verein neu beitritt, unterstützt dadurch unsere Sektion und bezahlt bei Krankentransporten, die von der Sanitätseinheit nicht bezahlt werden, nur die Hälfte der Transportspesen. Unsere Sektion hat ca. 500 Mitglieder.
Letzthin wurden 10 neue freiwillige Helfer für ein Probejahr in den Verein aufgenommen. Der Rettungsverein Passeier möchte der gesamten Bevölkerung ein recht herzliches Vergelt's Gott für ihre Unterstützung aussprechen. Als Dank für die großzügigen Spenden organisiert der Rettungsverein Weißes Kreuz Passeier in den 3 Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos im Monat November einen Erste-Hilfe-Kurs. Genauere Termine werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Ein besonderer Dank gilt der Raiffeisenkasse Passeier, die durch einen großzügigen Beitrag zum Ausbau des Funksystems beigetragen hat. Weiters möchte sich die Vereinsleitung
noch bei folgenden Firmen für Ihre Unterstützung zum Ankauf von Geräten bedanken: Firma Hoppe AG; Firma Maico; Firma Pfitscher Sebastian; Firma Pfitscher Max; Firma Gufler Johann; Pircher Johann, Stroblhof; Fam. Dorfer, Quellenhof. Auch bei den Gastbetrieben, die durch einen günstigen Preis fürs Mittagessen unserer Fixangestellten einen Beitrag leisten, möchten wir uns recht herzlich bedanken: Gasthof Brühwirt, Gasthof Felseneck, Gasthof Frick, Gasthof Theis, Pension Wiesenhof. Voranmeldung: Der Landesrettungsverein Weißes Kreuz, Sektion Passeier, organisiert am 31. 12. 1989 im Vereinshaus von St. Leonhard einen Sylvesterball.
Das Weiße Kreuz Passeier führt ab sofort keine Alteisensammlung mehr durch.
Die Gruanze Untern Schtuan afn Ruan hot a Gruanze khaust Mit die Jungen hot se gsungen pladernacket in dr Sunne. Untern Schtuan afn Ruan haust die Gruanze niamr. Seil war a Wundr ba den Plundr, der untrn Schtuan drin ligg. Anna Lanthaler
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Literaturrundschau
Buchbesprechung Heinz Moser: Die Schildhöfe
im Passeier
Vom mittelalterlichen Edelsitz zum Bauernhof. 1988. 143 Seiten. 13 farbige und 39 schwarzweiße Abbildungen. Athesia, Bozen. Ansicht vom freien Schildhofbauern, wie sie eine romantischpatriotische Geschichtsschreibung vertreten hat, läßt sich nicht mehr länger aufrechterhalten: Die Schildhöfe waren im Mittelalter adelige Ansitze, die in ihrer weiteren Geschichte an Bauern zur Bewirtschaftung weitergegeben wurden ... « Dies ist das Ergebnis, zu dem Heinz Moser, Historiker am Tiroler Landesarchiv in Innsbruck, in seinem jüngsten Buch »Die Schildhöfe im Passeier. Vom mittelalterlichen Edelsitz zum Bauernhof« gelangt. Die handliche, reich bebilderte Publikation ist kürzlich in der Schriftenreihe des Südtiroler Kulturinstituts bei der Verlagsanstalt Athesia, Bozen, erschienen. In ihr versucht der Autor, dem wir bereits mehrere Veröffentlichungen zu interessanten Bereichen der Landesgeschichte verdanken, mit dem lange tradierten und vielfältig variierten Mythos von den Schildhöfen als »Wahrzeichen mittel»Die
alterlicher Bauernfreiheit in Tirolgründlich aufzuräumen. Auf 143 Seiten entwirft Moser anhand der reichlich vorhandenen Literatur zu diesem Thema und unter Auswertung von bisher noch unveröffentlichten Quellen ein anschauliches Bild von der Entstehung und der Geschichte der Schildhöfe in Passeier. Diese reichen in ihren Anfängen noch ins Mittelalter zurück, als der Tiroler Landesfürst, »KöniqHeinrich, im Jahre 1311 bzw. 1317 mehreren Männern aus Passeier Steuerfreiheit als Gegenleistung für ihre Verwendung im Kriegsdienst verleiht. Infolge der engen Verflechtung der Gerichtsund Steuerverwaltung zog die Befreiung von der landesfürstlichen Steuer die Exemtion von der allgemeinen Gerichtsbarkeit nach sich. Die Schildhöfe, deren Anzahl sich auf elf bzw. zwölf belief, waren dem Adelsgericht des Landeshauptmannes unterstellt und wurden seit 1481 in der Adelsmatrikel nach den Rittern eingestuft. Obwohl das Recht der Steuerfreiheit ursprünglich auf die Lebensdauer der solcherart privilegierten Personen beschränkt war, blieb es in der Folge bis 1774 auf den Höfen haften, da ja immer - auch beim Adel - der Grundbesitz das eigentliche Objekt solcher Befreiun-
gen war. Daraus ergab sich nun der immerhin ungewöhnliche Umstand, daß die Inhaber der Passeirer Schildhöfe, die seit dem 15. Jahrhundert als landesfürstliche Lehen vergeben wurden, in den Genuß von adeligen Vorrechten gelangten, auch wenn sie diesem Stand selbst nicht angehörten, sondern Bauern waren. Dies aber ist wohl mit der Ursprung für den erwähnten Mythos vom Tiroler Bauernadel, den die Tiroler Geschichtsschreibung seit dem 19. Jahrhundert pflegte und dem sich der Autor, wie vor ihm bereits der Nestor der Tiroler Kunstgeschichte und Burgenkunde, Josef Weingartner, entgegenstellt. Es würde im Rahmen dieser Buchbesprechung wohl zu weit führen, wollte man im Detail auf die Argumente eingehen, die Heinz Moser für die Richtigkeit seiner These ins Feld führt. Soviel steht auf jeden Fall fest: Ob die Schildhofer in Passeier nun eine besondere Form des Tiroler Bauernstandes darstellen, oder ob wir in ihnen eine Sonderform des Adels in unserem Land zu sehen haben, eine Besonderheit sind sie allemal im weiten Feld unserer Landesgeschichte. Es ist das Verdienst des Autors, sich mit Unvoreingenommenheit und wissenschaftlicher Akribie eines -prestigeträchtigen und für das Selbstverständnis der bäuerlichen Bevölkerung Tirols scheinbar wichtigen Themas- angenommen zu haben, wofür ihm und dem Südtiroler Kulturinstitut, der als Herausgeber des Werkes verantwortlich zeichnet, zu danken ist. Christoph Gufler
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Peter Pfitscher - ein Passeirer Bergläufer auf dem Weg nach oben Berglaufen ist eine Sportart für Individualisten und erfordert viel Kraft, Überwindung, Ausdauer und Durchhaltevermögen. Peter Pfitscher, geboren am 26.6.1959 in St. Leonhard und wohnhaft in St. Martin hat sich durch jahrelanges konsequentes Training viel von diesen Eigenschaften angeeignet und erzielte in den letzten Jahren Erfolge, die ihn in die Rangliste der besten Bergläufer Südtirols ganz oben einreihen. In den Jahren 1983, 1984, 1985, 1987 und 1988 holte er sich fünfmal den Titel eines Landesmeisters im Berglauf, in der heurigen Laufsaison hat er alle vier bestrittenen Bergläufe gewonnen. Das Interesse am Laufsport wurde laut eigenen Aussagen bereits in der Mittelschule geweckt, wo er sich zunächst für den Kurz- und später für den Langstreckenlauf begeisterte. Nach 1974 trainierte er in der Sektion Leichtathletik des SC Passeier, damals unter der Leitung von Michl Tschöll und dessen Nachfolger Ernst Oberprantacher. In den darauffolgenden Jahren verselbständigte er sich aufgrund mangelnder Trainingspartner immer mehr und wechselte schließlich im Jahre 1987 zur Sektion Läufer im Sportclub Meran über, wo er die nötige fachliche und auch finanzielle Unterstützung fand. Doch
Peter Pfitscher
er ist ein Individualist geblieben, trainiert ohne fixen Plan und großteils allein. »Wenn man in dieser Sportart Erfolg haben will, so muß man regelmäßig, das ganze Jahr hindurch, mindestens fünf- bis sechsmal in derWoche trainieren.« Durchschnittlich 15 km Lauf, ohne Rücksicht auf die Witterungsverhältnisse, stehen täglich auf dem Program. »Schlechtes Wetter gibt es für einen Läufer nicht, nur ein schlechtes Gewand«, heißt es in Läuferkreisen. Man stellt sich aber doch ein wenig auf die Jahreszeiten ein: im Winter steht die Quantität (Streckenlänge) im Vordergrund, im Sommer mehr die Schnelligkeit. Dabei liegen die Stärken von Peter Pfitscher nicht so sehr in der Schnelligkeit, sondern in der Ausdauer: je steiler eine Strecke, umso besser. Nachdem er in den Jahren 1985 bis 1987 auch dreimal einen dritten Platz bei den Regionalmeisterschaften im Berglauf eroberte, bestreitet er seit 1987 auch nationale und internationale Rennen. Bei den diesjährigen Italienmeisterschaften in Clusone (Prov. Bergamo) verletzte er sich, in aussichtsreicher Position liegend, beim Abwärtslaufen. Wenn er alle Rennen mitmacht, stehen auch die Chancen, in die starke italienische Nationalmannschaft zu kommen, nicht
schlecht. Auch auf internationalem Parkett blieben die Erfolge nicht aus: So erreichte er beim international besetzten Kitzbühler-Horn-Lauf in den letzten 3 Jahren jeweils einen 4., 5. und 6. Rang, 1987 gewann er den sehr schwierigen Hochstauffenlauf bei Berchtesgaden (1200 m Höhenunterschied auf 6 km) und stellte dort einen neuen Streckenrekord auf. Aufgrund dieser beachtlichen Erfolge im Berglauf will Peter Pfitscher dieser Disziplin auch in den nächsten Jahren treu bleiben, obwohl es ihn auch reizen würde, Marathonläufe zu bestreiten. Die Redaktion wünscht ihm jedenfalls weiterhin viel Erfolg.
A.p.
Goaslschnöllen im Passeier Das Goaslschnöllen hat im Passeier bereits eine sehr alte Tradition. Der 96jährige Anton Königsrainer aus St. Leonhard in Passeier (Kaserer Tondi genannt) weiß davon viel zu erzählen. Vor dem 1. Weltkrieg wurde am meisten geschnöllt: auf den Almen zum Feierabend, beim Almabtrieb, am Holepfannsonntag, bei Hochzeiten und bei anderen Anlässen. Zweimal im Jahr wurden die Pseirer eingeladen, am Meraner Pfarrplatz vor prominenten Gästen zu schnöllen. Nach dem letzten Weltkrieg hat man vom Schnöllen allerdings nicht mehr viel vernommen. Heute wird Goaslschnöllen als Freizeit- und Leistungssport angesehen und auch betrieben. Diese alte Tradition war am Aussterben, bis der Pseirer Goaslschnöllerclub am 22. Mai 1982 von den 3 Mortiner Freizeitschnöllern Sepp Marth, Karl Lahner und Sepp Verdorfer gegründet wurde. Der Junggastwirt Robert Ennemoser erklärte sich bereit, als 1. Mitglied diesem Club beizutreten. In kürzester Zeit meldeten sich mehrere aktive Schnöller, sodaß verschiedene Gruppen gebildet werden konnten. Zum Aufschwung des Pseirer Goaslschnöllerclubs tragen in erster Linie die derzeit eingeschriebenen begeisterten Mitglieder bei. Der Verein zählt derzeit an die 70 Mitglieder. Nun wird es gemacht wie in alten Zeiten: geschnöllt wird an bestimmten Tagen und zu den verschiedensten Anlässen.
Passeirer Blatt I Oktober 1989
Da es in Südtirol mehrere Orte gibt, wo das Schnöllerbrauchtum besteht, kamen die Pseirer auf die Idee, einen Südtiroler Goaslschnöllerwettbewerb auszutragen. Das 1. Treffen dieser Art war am 11.August 1985 auf der Pfandler Alm, das 2. am 10. August 1986 auf der Tallner Alm, und am 9. August 1987 fand ebenfalls auf der Tallner Alm das dritte Treffen dieser Art statt. Die nachfolgenden sechs Wettbewerbe wurden außerhalb des Passeiertales ausgetragen. Das 10. Preisschnöllen fand dann wieder in Passeier statt, und zwar am 27. August 1989 auf der Pfandler Alm. Die aktiven Schnöllergruppen von Passeier kommen aus Walten, Gleiten, St. Leonhard, St. Martin und aus Saltaus. Das Abschneiden der Pseirer Gruppen an diesem Treffen zeigt, daß Passeier zur Zeit die Hochburg im Goaslschnöllen ist. Der Verein mit seinen aktiven Mitgliedern ist bemüht, diese Festung zu halten. Zu erwähnen ist auch die Gründung eines Landeskomitees im Jahr 1987, in welchem Sepp Verdorfer und Sepp Buschwenter als Vertreter der Pseirer Goaslschnöller aufscheinen.
Firngleiter Moos
Vor zwölf, dreizehn Jahren tauchten in Moos zum ersten Mal diese blechernen, kurzen Skier auf, meistens gelb mit umständlichem Schnürverschluß. Albin Lanthaler und die Bürder Günther und Gilbert Fischer kauften beim Sport Michl in St. Leonhard die ersten Exemplare. An einem Frühlingsmorgen ging dann
Firngleiter
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Pseirer Goaslschnöller auf der Seiser Alm, September 1988.
Albin zum Spielhahn und nahm diese Firngleiter mit. Die Abfahrt war »knottenhart«, sodaß er nichts anderes zu tun hatte, als aufzustehen und am Ende dieser Talfahrt spielte er mit dem Gedanken, die Firngleiter wieder zu verkaufen. Es dauerte nicht lange und immer mehr Mooser kauften diese Brettlen; sie probierten besonders im Frühjahr, weil da der Schnee angenehmer zu fahren ist. Eines Tages kam jemandem der Gedanke, sich untereinander in einem Rennen zu messen. Treffpunkt war Ende Juli 1979 auf der Stettinerhütte. Bei dieser ersten Mooser Meisterschaft nahmen bereits über 20 Firngleiter teil. Damit war der Anfang gemacht, und in den nächsten Jahren wurden dann zusätzlich zur jährlichen Meisterschaft weitere Rennen ausgetragen, und zwar Eggergrueb, Schneeberg, Timmelsjoch und Timmeistai, Pfelders Grünboden, Gosterwiese, Hahnebaum, Ulten und Rabenstein. Einige Rennen wurden zusammen mit Rabenstein und Stuls, mit der Jugend von Moos und St. Martin und mit dem Alpenverein organisiert. Weiters wird alle zwei Jahre die Passeirer Meisterschaft ausgetragen. Bei all diesen Rennen, welche durchschnittlich eine Teilnehmerzahl von 50 bis 60 Personen aufweisen, findet
man Jugendliche (ab 12, 13 Jahren) und gelegentlich auch Betagtere (fast 70jährige). Während also bei den hiesigen Rennen jeder teilnehmen kann, verhält es sich mit den nationalen und internationalen Rennen wesentlich anders, das heißt, bei diesen Wettkämpfen nimmt nur die Elite teil (Landesmeisterschaften in Ulten, Gsies und Ritten, Europameisterschaft 1988 in Radstatt (A), Weltmeisterschaft 1989 in Stuben/Arlberg (A). Bei der EM 1988 und bei der WM 1989 in Österreich wurden die Rennen mit »Rennfiql- ausgetragen, und zwar haben diese Firngleiter Rennbelag. Auch aus diesem Grund ist es für die Teilnehmer an diesen internationalen Rennen schwer gegen die Konkurrenz anzukämpfen, die sich teilweise aus Ex-Mitgliedern der Alpinskirennkader zusammensetzt. Daher ist die bisher beste Plazierung bei der WM - der zwölfte Platz von Andreas Fontana - eine beachtliche Leistung. Seit 1982 wurde fast alljährlich im Herbst ein Firngleiterabend bzw. Bunter Abend mit Lichtbildervortrag veranstaltet. Ebenfalls 1982 wurde erstmals eine Versammlung einberufen, die den ersten Ausschuß aus ihrer Mitte wählte; inzwischen ist der dritte (Fortsetzung auf Seite 12)
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Firngleiter Moos (Fortsetzung von Seite 11)
Ausschuß im Amt, wobei zu erwähnen ist, daß Albert Raich als Seele der Firngleiter seit Anfang an unermüdlich im Einsatz ist. Seit letztem Jahr haben die Firngleiter eine neue Uhr für die Zeitnehmung, nachdem jahrelang mit steinzeitlichen Mitteln (Armbanduhren, einfache Handstoppuhren usw.) gearbeitet wurde. Weiters wird nun auch mit eigenen Startnummern gefahren. Die Rennen werden zum Großteil durch die Startgelder, durch Einnahmen bei den Firngleitabenden sowie einigen Einzelveranstaltungen finanziert. Die größeren Investitionen wie Ankauf der Stoppuhr, Startnummern, Torstangen usw. wurden auch durch Beiträge der Gemeinde Moos und der Banken abgedeckt. Heuer wurde nun das 10jährige Jubiläum anläßlich der Mooser Meisterschaft auf der Zwickauerhütte gefeiert. Obwohl das Wetter alles andere als einladend war, hatten sich über 70 Teilnehmer eingefunden. Dekan Ulrich Gasser hatte trotz verschiedener Verpflichtungen den mühevollen Aufstieg nicht gescheut und hielt eine schlichte, aber beeindruckende Bergmesse. Eine Bläsergruppe umrahmte die Feier und spielte anschließend eine eigene Firngleiter-Fanfare. Nach der Preisverteilung wurde eine kurze Chronik über die Entwicklung dieses Sportes verlesen und die Teilnehmer traten langsam ihren Heimweg an.
Klaus Pirpamer - ein hoffnungsvolles Schachtalent Die Schüler von St, Martin sind durch ihre sportlichen Leistungen aufgrund der guten Jugendarbeit der verschiedenen Vereine schon weit über das Tal hinaus bekannt. Das Angebot einer solchen Freizeitgestaltung wird immer größer, und so ist es kaum verwunderlich, daß in der wohl jüngsten Sportart, dem Schachspiel (in Italien erst seit zwei Jahren als solche anerkannt), schon die ersten Erfolge zu verzeichnen sind. Ein Beispiel ist der Schüler Klaus Pirpamer, geb. 1978, der sich heuer für die Italienmeisterschaft in der Kategorie der Jüngsten, »Pulcini - Under 11« qualifizieren konnte, und dort eine sehr eindrucksvolle Leistung ge-
boten hat. Dabei besucht er erst seit Jänner 1987 den Schach kurs in St. Martin unter der sehr geduldigen und kinderfreundlichen Führung des Herrn Albin Kofler vom Schachklub Passeier. Schon im Schuljahr 1987/88 erzielte er bei den Schachturnieren des Südtiroler Schach bundes die ersten guten Ergebnisse: den 3. Platz in Naturns, den 2. in St. Ulrich und den Titel eines Vizemeisters der Volksschüler in Südtirol. Beim Schachturnier in Passeier lag er im Krankenhaus, und der Verzicht auf die Teilnahme schmerzte fast mehr als die Blinddarmoperation. Klaus erkämpfte sich dann die Passeirermeisterschaft der Volksschüler 1988 und 1989.
Klaus Pirpamer
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Ein 2. Platz in Klausen, ein 4. in Naturns und ein 5. Platz in Passeier sind die Turnierbilan 1988/89. Gemeinsam mit den Schülern Simon Schwarz, Urban Grassl und Thomas Schwarz errang er den Titel des Vizemeisters beim Mannschaftsturnier der Südtiroler Volksschüler in Eppan. Auffgrund dieser beständigen Leistungen hat ihn der SSB (Südtiroler Schach bund) zum interregionalen Ausscheidungsturnier nach Verona eingeladen. Der Schreck war groß, als er dort gleich die erste Partie verlor. Doch keiner seiner nächsten Geg-
ner konnte ihn mehr bezwingen. Das bedeutete für ihn den neunten Platz unter 46 Teilnehmern und die Qualifikation für die Italienmeisterschaft am 1. und 2. Juli in Busolengo (VR). Unbeeindruckt von der großen Kulisse bei den Titelkämpfen steigerte er sich dort von Spiel zu Spiel, sodaß er nach dem ersten Spieltag einen halben Punkt hinter dem Führenderi an dritter Stelle lag. Die Erwartung wurde groß, die Aufregung immer größer, und nach einer schlaflosen Nach ging dann die erste Partie prompt gegen den späteren Italien-
AVS-Sektion St. Martin Geschichte,
Tradition
Eine der traditionsreichen Vereine in der Gemeinde St. Martin ist die Sektion des Alpenvereins. Die Sektion St. Martin des Alpenvereins Südtirol wurde am 2. Jänner 1958 unter Anwesenheit des damaligen 1 Vorsitzenden des AVS Südtirol, Dipl.Kfm. Hans Forcher Mayr aus Bozen und einigen bergbegeisterten Männern aus St. Martin aus der Taufe gehoben. Erster Vorsitzender der Sektion wurde Hans Oberprantacher. Im gleichen Jahr wurde dann auch die Bergrettungsstelle St. Martin gegründet, zu dessen Leiter Sepp Haller gewählt wurde und die er dann 17Jahre lang ununterbrochen inne hatte. Die Vereinsleitung hatte bald eine Menge Anhänger und zählte alsbald 150 Mitglieder. Es wurden hauptsächlich Touren und Wanderungen in den Passeirer Bergen unternommen, auch weil es für weitere Strecken nur geringe Fahrgelegenheit gab. Nur einige trauten sich weiter in die Bergwelt hinaus, sodaß man auch vom Besteigen des Mont-Blanc und des Matterhorn berichten konnte. Die finanziellen Mittel waren auch ausschlaggebend, daß die Ausrüstung der damaligen Zeit noch sehr mangelhaft war und die Alpinisten oft unter großer Gefahr den Gipfel bestiegen. Es gab dann auch Tiefs in der Vereinsgeschichte, wo die Begeisterung für den Alpenverein nachließ und die jungen Menschen jeder seinen eigenen Weg ging. Es war auch so, daß viele von den jungen Bewohnern Fahrzeuge besaßen und somit auf diese Weise die Welt erkunden wollten. Die Vereinsleitung ließ sich aber nicht einschüchtern und baute immer wieder von neuem auf. In den letzten Jahren kann der AVSSt. Martin wieder
und Tätigkeit
mit Erfolg auf die Tätigkeit zurückblicken und eine stolze Mitgliederzahl von ca. 270 autweißen. Zur Tätigkeit der Sektion zählen vor allem die Touren und Wanderungen, die Skitouren und das Ski- und Rodelrennen im Winter, die Erhaltung der AVS-Wege durch Säuberungen und Markierungen. Durch Eigeninitiative und Mithilfe wurden auch Gipfelkreuze aufgestellt, so auf der Madatschspitze und auf der Kolbenspitze. Zu den großen Ereignissen der Vereinsgeschichte zählte dann auch die 20-Jahrfeier am 23. Juli 1978 und die 25-Jahrfeier am 18. September 1983 jeweils auf der Pfandler-Alm. Inzwischen besteht die Sektion bereits seit 31 Jahren. Viele Vorstände und fleißige Bergfreunde haben bisher die Sektion geleitet. Es sind dies: Hans Oberprantacher, Wendl Pichler, Hans Ennemoser, Hans Schenk, Anton Haller, Oswald Pinggera, Robert Ennemoser. Zur Zeit leitet Hansjörg Götsch die Sektion.
meister verloren. Als er dann die nächste Partie ganz unglücklich abgeben mußte, war die Enttäuschung für ihn sehr bitter. Zum Abschluß landete er aber doch noch auf dem neunten Platz von insgesamt 54 Teilnehmern aus 13 Provinzen Italiens. Für die Zukunft wünscht er sich, daß noch mehr Kinder und Jugendliche am Schach kurs und an den Turnieren telnehmen, denn deses Hobby ist für Mädchen genauso geeignet wie für Buben. Auch Altersbegrenzung gibt es keine.
H.P.
Vielen Mitgliedern konnte inzwischen auch schon die Verdienstmedaille für 25jährige Mitgliedschaft zum Alpenverein überreicht werden. Bei der letzten Hauptversammlung, abgehalten am 21. Jänner im Hotel Martinerhof, konnte der1. Vorsitzende Hansjörg Götsch wieder an die 60 Mitglieder begrüßen und auf ein erfolgreiches Tätigkeitsjahr zurückblicken. Vor allem der Tourenwart Isidor Plangger und Markierungs- und Wegereferent Kassian Plangger konnten mit dem Geleisteten zufrieden sein. So wurden 8Ski- und Bergtouren unternommen, woran jeweils erstaunend viele Teilnehmer dabei waren. Bei der Herbstwanderung auf die Seiser Alm waren am meisten Teilnehmer. Auch der Markierungsreferent war viel unterwegs um die AVSWege neu zu markieren und beschildern, sowie von Geröll und Gestülpt beschädigte Wege zu säubern. Eine große Begeisterung und Teilnahme erlebte die anläßlich des Martiner-Dorffestes aufgestellte Kletterwand, wo 1988 ca. 500 und 1989 ca. 700 Kletterer ihr Können versuch(Fortsetzung auf Seite 14)
Passeirer Blatt I Oktober 1989
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AVS-Sektion St. Martin
(Fortsetzung von Seite 13)
ten. Vor allem die Kinder sahen daran eine große Begeisterung. Es wäre nur zu wünschen, wenn sie dies auch im AVS in dieser Weise praktizieren würden. Die Aufgaben des Alpenvereins sind sehr vielfältig und haben sich in letzter Zeit hauptsächlich auf dem Gebiet des Naturschutzes niedergeschlagen. Die Natur zu schützen und zu erhalten und ihre Schönheit nicht zu zerstören sind unsere Aufgabe. Wunden die wir der Natur zufügen, können nicht mehr so leicht geheilt werden. 4. H.G.
'Aus den Gemeindestuben
Wichtige Ratsbeschlüsse St. Leonhard Ratssitzung
vom 22. Juni 1989
- Die Führung des Gemeindeschwimmbades wird 1989 an den Verkehrsverband übergeben. - Die Kindergartengebühren werden wie folgt festgelegt: 1 Kind L. 28.000, 2. Kind Lire 24.000. Kinder, die weiter als 2 km vom Kindergarten entfernt wohnen und keinen Schülertransport in Anspruch nehmen L. 18.000. . - Die Kündigung der Pächterin der Tennishalle wird zur Kenntnis genommen und der Pachtbetrieb neu ausgeschrieben. - Die Projektierung für die Errichtung eines Gehsteiges entlang der Jaufenstraße von der Kreuzung Mooserstraße -Jaufenstraße bis zum Kaserer Egg wird an S. Unterberger vergeben (Planung und Bauleitung 25,4 Mio. Lire). - Die Projektierung eines Gehsteiges vom Kaserer Egg bis zur Einfahrt Bad Fallenbach wird ebenfalls an S. Unterberger vergeben (Planung und Bauleitung 19 Mio. Lire). - Das Planungsbüro Thermostudio erhält für 8,9 Mio. Lire den Auftrag, die thermosanitären Anlagen für die Zivilschutzhalle zu planen. ' - Der Fa. Maico wird in der Industriezone formell ein Baugrund von ca. 2000 m2 zugewiesen. Ratssitzung
vom 24. August 1989
- Der Ausschußbeschluß vom 4. Juli 1989, der die provisorische Anstellung von Frl. Andrea Haller als Verwaltungsbeamtin vorsieht, wird ratifiziert.
- Die Stelle einer Diplomfachkraft im Rechnungswesen, 6. Gehaltsebene, soll ausgeschrieben werden. - Die Ausführunsprojekte für die primären Erschließungsanlagen in den EZ Weingart und Kassier 11 werden genehmigt. - Es wird ein neues Gemeindereglement für die Anbringung von Hinweisschildern genehmigt, das sich an die Vorschläge der Landeskommission hält.
Gufler Franziska, 16. Juli 1989, Kohlstatt 30 Haller Robert, 23. Juni 1989, Kirchweg 16 Kopicl- Kaserer Magdalena, 2. August 1989, Happergweg 14 Niedermair Ewald, 20. Juli 1989, Stickl15 Pichler Manuel, 7. Juli 1989, Walten 41 Pichler Sonja, 4. Juli 1989, Silbergasse 3
Wichtige Ratsbeschlüsse in Moos
Tschöll Maria, 16. Juni 1989, Kirchweg 9
- Ratsbeschluß Nr. 43 vom 30. Mai 1989: Bestimmungen für die Anschlüsse an das Stromversorgungsnetz der Gemeinde. Für Neuanschlüsse und Änderungen des Anschlußwertes werden in Zukunft die CIP-Tarife (Interministerielles Preiskomitee) angewandt mit Ausnahme des Tarifes für den Abstand zur nächsten Umspannkabine, wofür ein Fixbetrag von L. 200.000 festgesetzt wurde. Ratssitzung vom 4. August 1989: - Das Projekt für den Bau einer Bushaltestelle und eines Busparkplatzes in Stuls wurde genehmigt. - Die Arbeiten für den Bau der Trinkwasserleitung Hüttl Pill wurden ausgeschrieben. (Wegen zu niedriger Preise wurde jedoch für die vorgesehene Privatversteigerung von keiner Firma ein Angebot eingereicht). - Die Verordnung zur Anwendung der Müllentsorgungsabgabe gemäß Gesetz Nr. 144 vom 24. April 1989 wurde genehmigt. - Der Dringlichkeitsbeschluß des Gemeindeausschusses vom 15. Juni 1989 betreffend die Abgabe eines Gutachtens zur Vergabe einer Mietautolizenz wird ratifiziert.
ST. MARTIN (Vom 8. Juni bis 4. August 1989)
Marth Alexander, 1. Juli 1989, Samerweg 3 Pfitscher Sandra, 4. Juli 1989, Dorfstraße 24 IImer Philipp, 25. Juli 1989, Trifterweg 14 Mair Patrick, 4. August 1989, Ritterweg 1 MOOS (Vom 2. Mai bis 4. August 1989)
Colaleo Francesco, 9. Juni 1989, Dorf 48 Ennemoser Christian, 29. Juni 1989, Dorf 78 Gufler Alberich, 13. Juni 1989, Dorf 6 Kneissl Katrin, 4. August 1989, Pfelders 36 Lanthaler Raphael Thomas, 10. Juni 1989, Dorf 97 Pfandler Tanja, 12. Juli 1989, Rabenstein 11 Pixner Josef, 22. Juni 1989, Pfelders 42 Raffl Romana, 2. Mai 1989, Ulfas 4
Wir gratulieren zur Geburt ST. LEONHARD (Vom 29. Mai bis 21. September
Pichler Lukas, 8. Juni 1989, Dorfstraße 35
Trafoier Stefanie, 16. Juli 1989, Hahnebaum 114
1989)
Ennemoser Laura, 16. Juli 1989, Kirchweg 40 Eschgfäller Gregor, 3. Juni 1989, Gomion 4 Fleischmann Michael, 19. Juni 1989, Stickl15
Eigentümer und Herausgeber: Weg 2/b, St. Martin in Passeier.
Josef Pichier, Trifter
Druck: Riridruck, Meran, GoethestraBe 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presseqesetzes: Dr. Gerald Fleischmann. Erscheint dreimonatlich .. Eingetragen beim Landes' gericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Redaktionskomitee: Robert Haniger, Dr. Heinrich Hofer, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Josef Pichier, Ubald Pichier, Dr. Albin Pixner, Arnold Rinner, Josef Öttl.