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MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTINNr.1 MITIEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS 15. Jahrgang Nr. 35 MOOS, ST.–LEONHARD UND ST. MARTIN
März 1989
September 2002 3. Jahrgang
Der trockene Winter 1988/1989 ein Jahrhundertereignis? Der heurige Winter wird durch seine ausgesprochene Trockenheit, die von November bis in die zweite Februarhälfte andauerte, in die Klimageschichte eingehen. Ein hartnäckiges Hoch über Mitteleuropa war schuld daran, daß sich auch über Südtirol kaum eine regenbringende Wolke blicken ließ, und sich zudem über längere Zeit Temperaturen wie im Frühling zeigten. 'An sonnigen Örtchen blühte im Jänner der Flieder, die Palmkätzchen sprangen. auf, und in höheren Regionen wurden sogar einzelne Enziane gefunden. Spätestens anfang Februar kam dann besonders in Landwirtschafts- und Fremdenverkehrskreisen Alarmstimmung auf. In ganz Europa, sogar in dessen Regenecken wie Nordwestspanien und England wurde das Wasser knapp. In Mittel- und Süditalien drohten die Obst- und Gemüsekulturen, die normalerweise von den Niederschlägen im Winter zehren, zugrunde zu gehen. Zahlreiche Waldbrände, in Italien erreichten sie mit 446 im Monat Jänner einen Rekord, zerstörten Tausende Hektar an Waldfläche. In der Region um Genua mußte sogar das Trinkwasser rationiert
werden, und sogar Bewässerungsexperten aus Israel konnten den vereinzelt auftretenden Wolken auch mit Jodpräparaten kaum ein bißchen Naß entlocken; auch Bittprozessionen schienen nicht zu helfen. In Südtirol drohten dem Winterfremdenverkehr Einbußen, wie man sie kaum erlebt hatte. Viele Hotels mußten vorzeitig schließen und die Arbeitskräfte entlassen. Wo man nicht auf Schneekanonen zurückgreifen konnte, standen die Liftanlagen still. Bereits im November 1988 fing die Trockenperiode an. Während in anderen Jahren in diesem Monat beträchtliche Niederschlagsmengen fie-
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len, waren es diesmal nur 3,1 mm. Im Dezember fielen dann immerhin 40,4 mm, während der Jänner und die erste Februarhälfte mit 0 mm ganz aus der Reihe fielen. Insgesamt konnten in den Wintermonaten November, Dezember, Jänner in der Meßstation Marienberg im Obervinschgau, wo die Niederschläge bereits seit über 150 Jahren gemessen und aufgezeichnet werden, 43,5 mm an Niederschlag gemessen werden. Vielfach wurde schon von einem Jahrhundertereignis gesprochen, auch alte Leute wollten sich an eine solche Trockenheit nicht erinnern. (Fortsetzung auf Seite 2)
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Der trockene Winter 1988/1989 - ein Jahrhundertereignis? (Fortsetzung von Seite 1)
Die Messungen in Marienberg zeigen aber, daß diese Niederschlagsmenge in den letzten 100 Jahren neunmal unterboten wurden. Im Winter 18631 64 fielen nur 20 mm, 1884/85 sogar nur 10 mm. Auch in der jüngsten Vergangenheit gab es in den Jahren 1956/57 einen trockenen Winter mit nur 28,2 mm und 1975/76 mit 30,8 mm Niederschlag. Auch in den Jahren 1942, 1952, 1953 und 1964 fielen in den Wintermonaten Niederschläge unter 50 mm. Mag sein, daß sich diese geringen Niederschläge auf die Wintermonate regelmäßiger aufteilten, die Leute vergessen solche Ereignisse aber auch schnell, weil die Auswirkungen auf die Landschaft und Landwirtschaft nicht so schlimm sind wie lange Trockenheit im Sommer oder große Niederschlagsmengen, die Überschwemmungen, Muren und Lawinenabgänge zur Folge haben. So bleiben uns allen die Überschwemmungen im Juli 1965 und im August 1966 sowie letzthin im Juli-August 1987 in Erinnerung, wo die Passer Straßenstücke, Brücken und sogar Wohnhäuser mitriß. Auch in der Literatur sind solche Katastrophen aufgrund ihrer Auswirkungen viel öfter festgehalten als Trockenzeiten. Als Jahre mit besonders hohem Winterniederschlag sind in den Messungen von Marienberg die Jahre 1873, 1902, 1917,1913,1951 und 1955 angeführt (216-261 mm in 3 Monaten), besonders hohe Sommerwerte werden in den Jahren 1890, 1891, 1896, 1927, 1946, 1954, 1965 und 1966 gemessen. Vorher gibt es in Tirol keine genauen Klimamessungen. Die hohen Niederschläge innerhalb der kurzen dreimonatigen Zeiträume deuten aber nicht immer auf Hochwasser- oder Lawinenkatastrophen hin, denn häufig fallen sie nur örtlich oder regelmäßig über die Monate verteilt. Schlimm wird es erst dann, wenn das feuchte Naß tagelang hintereinander oder wolkenbruchartig auf unsere steilen Hänge trifft. Besonders schlimm scheinen die Hochwasser laut Franz Fliri, einem bekannten K1imakundler an der Universität Innsbruck, im 16.Jahrhundert gewesen zu sein. Aufgrund vieler nasser Jahre stießen die Gletscher zur Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert deutlich vor, und auch im 17. Jahrhundert dauerte der Vorstoß an, obwohl in diesem Jahrhundert nur im Jahre 1673 ein Hochwasser auf-
scheint. Im 18. Jahrhundert gab es in Südtirol zwei besonders große Überschwemmungen in den Jahren 1719 und 1728, weitere folgten in den Jahren 1767, 1772 und 1789. Daß sich die Unwetter oft nur örtlich entluden, zeigt die Tatsache, daß der Waltenbach vor allem 1778 und 1728 (7) großen Schaden verursachte, wie in einer Kapelleninschrift hinter St. Leonhard zu lesen ist. Auch im 19. Jahrhundert spricht Fliri von 5 Hochwasserkatastrophen. Aus diesem Jahrhundert werden auch vermehrt Lawinenkatastrophen aufgezeichnet, die vor allem in den Frühling fielen. So 1835/36, Ende April 1876 und Ende März 1888. Die hinsichtlich der Menschenverluste größte Lawinenkatastrophe ereignete sich im Dezember 1916 an der Südtiroler Front mit zusammen über 3000 Toten. Als Beispiele sollen auch einige Daten aus dem Passeiertal angeführt werden. Beda Weber sagt in seinem 1852 erschienenen Werk »Das Passeiertal«: »Es regnet hier viel und oft qußweise« Er erwähnt dabei besonders die häufigen Herbstregen und schreibt sogar die verhältnismäßig hohe Zahl. an Schwerhörigen im Passeier der hohen Luftfeuchtigkeit zu und gibt diesem Umstand auch die Schuld für Nervenkrankheiten, Kathare und Brusthusten. Neuere Klimadaten zeigen allerdings, daß das Tal aufgrund der hohen Bergumrahmungen gegen Wund NW auch im Sommer relativ trocken ist (1076 mm Jahresniederschlag). Obwohl die Hauptniederschläge im Sommer fallen, gibt es auch in dieser Zeit häufig Trockenheit, weil das Naß hier häufig als Gewitterregen niedergeht. Solche starke Regenfälle treten häufig als Abschluß von Trockenzeiten auf, die im Sommer oft bis zu 20 Tage dauern. Ein Beispiel dafür ist das Jahr 1865, in dem der Juni niederschlagslos war: Nach alter Tradition pilgerten mehrere hundert Bauern in Winterkleidung am 28. Juni 1865 über den Jaufen zum Wallfahrtsort Trens, um Regen zu erbitten. Bereits am darauffolgenden 30. Juni kam es in Passeier zu Wolkenbrüchen mit Hagelschlag. Die Folgen waren Überschwemmungen, Vermurungen und die Zerstörung aller Brücken bis Meran. Auch die Ausbrüche des Kummersees in den Jahren 1419,1503, 1512,1572, 1721und 1772-1774, die immer in den Herbst oder das Frühjahr fielen, waren die Folge langandauernder Regen oder Unwetter. Ähnliches gilt auch vom Masulbach 1882 und vom Grafeisbach, an dessen Mündung 1940 zwei Höfe vermurt wurden.
Kapelle in der Brunst hinter St. Leonhardein Zeugnis der Hochwassergefahr am Waltenbach.
Teilweise sind diese Katastrophen auch auf die in Passeier gefürchteten Stark- oder Stoßregen zurückzuführen, die aufgrund des großen Einzugsgebietes der Passer (423 km 2) und der Steilheit des Geländes mit dem schnellen Oberflächenabfluß zerstörerisch wirken. Sie lassen die Passer schnell zu einem reißenden Wildbach werden, dem auch moderne Verbauungen kaum Einhalt gebieten können. So auch 1958, wo die Passeirer Straße nicht weniger als 17mal unterbrochen war. Die letzten Hochwasser im Jahre 1987 bestätigen zudem die Behauptung der alten Passeirer, daß auf eine Überschwemmung gern eine zweite folgt: »Der Vater ist hinaus, der Sohn wird bald nachfolgen« (B. Weber S. 189). In der heutigen, von der Technik geprägten Zeit, hat sich die Abhängigkeit von der Witterung verringert. Deshalb, und aufgrund der vielen Katastrophenmeldungen aus aller Welt, die uns täglich mit den Medien ins Haus flattern, vergißt man auch die großen Unregelmäßigkeiten im Witterungsablauf leicht. Es hat aber in der Geschichte öfter als man meint Trockenzeiten und Überschwemmungen gegeben, und auch die Trockenperiode im heurigen Winter ist bei weitem kein Jahrhundertereignis. Dr. Albin Pixner
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Neuer Doppelschlepplift in Pfelders Unter dem Titel »Pfelders im Passeier rüstet nach- stand vor kurzem in einer Zeitschrift zu lesen: »vorn Grünboden zu den Oberen Böden führt der neue Doppelschlepplift in das Gebiet, auf dessen Erschließung Pfelders schon lange gewartet hat. Mit der neuen, 700 m langen Piste ist dem Skifahrer ein sportliches Angebot gegeben, bei dem der Anfänger wie der Könner auf seine Rechnung kornmt.: In der Tat wünschten sich schon seit Jahren Skifahrer in Pfelders eine Piste, die von der Schwierigkeit her zwischen der Gampenpiste und der Grünbodenpiste liegt. Eine solche Strecke zu schaffen war auch seit Jahren der Wunsch der Skilift GmbH Pfelders. Vom Gelände her und als Erweiterung der bestehenden Anlagen bot sich das Gebiet der Oberen Böden oberhalb der Bergstation des Sesselliftes als besonders geeignet an. Aus bürokratischen und anderen Gründen hat sich dieses Vorhaben verzögert. Vor allem wurde von der Pistenkommission des Landes das von den Pfelderern gewünschte Projekt wegen Lawinengefahr nicht genehmigt. Auch mehrere LokalaugenM.~
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scheine und Rekurse haben nichts gebracht. Inzwischen wurden dann von der Lawinenverbauung Schutzwälle aufgeschüttet, so daß die ursprünglich geplante Länge der Liftanlage nicht mehr machbar war. Im Herbst 1988 wurden die Arbeiten für die neue Anlage in Angriff genommen. Besonders viel Arbeit gab es im schwierigen Gelände der Lifttrasse, während an der Piste selbst nicht allzugroße Erdbewegungen notwendig waren. In einer Rekordzeit von ca. drei Monaten wurden die gesamten Bauarbeiten durchgeführt, so daß noch vor Weihnachten die Kollaudierung der Anlage erfolgen konnte. Die Talstation des neuen Doppelschleppliftes befindet sich ungefähr 200 m unterhalb der Bergstation des Sesselliftes Grünboden. Die Liftlänge beträgt 658 m und die Bergstation ist in einer Höhe von 2150 m fast völlig in den Berg hinein gesetzt. Die Piste ist etwa 700 m lang und 150 bis 200 m breit. Sie wird als mittelschwer eingestuft. Leider konnte wegen der allgemeinen schlechten Schneelage in diesem Winter der neue Lift Obere Böden
nicht in Betrieb gehen. Allgemein gilt aber gerade dieses Gebiet als besonders schneesicher. Durch die Erschließung des neuen Skigebietes erhofft man sich in Pfelders eine bessere Auslastung der Aufstiegsanlagen und eine Verlängerung der Skisaison. Die Kosten für Liftanlage und Piste belaufen sich auf über 500 Millionen Lire. Die Finanzierung erfolgt durch Neueinzahlungen der Gesellschaftsmitglieder, durch einen Beitrag des Landes und durch langfristige Darlehen. Die Abdeckung der entstandenen Schulden wird für den gesunden Fortbestand der Skigesellschaft, die sich für die Pflege der für Pfelders lebensnotwendigen Lift- und Pistenanlagen einsetzt, von den Pfelderern noch manche Opfer und gute Zusammenarbeit erfordern. Durch den ausgiebigen Schneefall Ende Februar konnten nun doch noch beste Pistenverhältnisse in Pfelders geschaffen werden, so daß wenigstens die Osterskisaison gesichert scheint und das Skigebiet Obere Böden noch voll zur Geltung kommt. Karl Lanthaler
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Das Patronat KVW berichtet über Neuerungen
Für das Jahr 1989 haben sich eine Reihe von Neuigkeiten angesagt, einige Aktionen wurden von 1988 übernommen, einige Bestimmungen sind gleich geblieben, obwohl eine Änderung zu erwarten war. So haben sich die Versicherungswochen bzw. die Jahre, um für die Altersrente die Voraussetzung zu haben, nicht verändert. Es werden immer noch 780 Versicherungswochen bzw. 15 Jahre verlangt. Ebenso ist das Rentenalter gleich geblieben. Für Frauen: Arbeitnehmer 55 Jahre Selbständige 60 Jahre Männer: Arbeitnehmer 60 Jahre Selbständige 65 Jahre Gleich geblieben ist auch die VorausI setzung für die Dienstaltersrente, es werden nach wie vor 35 Versicherungsjahre verlangt. Verlängert wurde die Aktion der Nachzahlung der Arbeitslosenunterstützung. So kann man auch 1989 für die
letzten 5 Jahre rückwirkend um Nachzahlung der Arbeitslosenunterstützung ansuchen. Voraussetzung ist natürlich, daß man um die Arbeitslosenunterstützung angesucht und diese auch bezogen hat. Nicht festgelegt ist die Höhe des Betrages und wann die Nachzahlung erfolgen wird. Ebenso wurde der Betrag der Arbeitslosenunterstützung, der anfänglich bis zum 31.12.88 festgelegt wurde, für 1989 übernommen. D.h. der Betrag der Arbeitslosenunterstützung wurde auf 7,5% des durchschnittlichen Monatslohnes festgelegt. Hatte jemand 1988 keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung, da die Voraussetzung von einem Versicherungsjahr in den letzten zwei Jahren nicht erreicht wurde, so kann er nachträglich um Arbeitslosenunterstützung ansuchen wenn mindestens 78 Arbeitstage für 1988 aufscheinen. Verlängert wurde auch die ECO Aktion. Letzter Termin ist jetzt auf den 31.12.89 festgelegt. Kurz zur Erläuterung: das ECO Formblatt ist ein Formblatt, das vom Nationalinstitut für Soziale Fürsorge ausgegeben wird. Da dieses oft fehlerhaft ist, muß man es berichtigen. Letzter Termin dafür ist der 31.12.89. Sollte jemand kein Eco Formblatt zugeschickt bekommen haben, so ist es ratsam ein Eco Duplikat anzufordern. (Es betrifft die Versicherungszeiten zwischen 1974 und 1980). Weiters wurden die neuen provisori-
schen Rentenbeträge für 1989 festgelegt: so haben wir im Jänner eine Rentenerhöhung von 2,7%, im Mai von 2,2% und im November von 1,7%, d.h. die Mindestrente beträgt im Jänner 452.300 Lire, im Mai 462.250 Lire und im November 470.000 Lire (Erhöhung für Rentner aus der allgemeinen Pflichtversicherung für Arbeitnehmer, die jeweiligen Sonderfonds der Bauern, Handwerker, und Kaufleute sowie die Renten und Pensionen aus jenen Sonderfonds und Pensionskassen, die die allgemeine Pflichtversicherung für Arbeitnehmer ersetzen, ausschließen oder davon befreien (Staat, INPDAI usw.). Eine schärfere Kontrolle hat das NISF für die Rentenauszahlungen vorgesehen. Da ca. 1/3 der Renten an bevollmächtigte Personen ausbezahlt wird und der Verdacht besteht, daß nicht alles zum Besten gehalten wird, verlangt das NIFS eine Lebensbestätigung der Renteninhaber. Ein und diesseibe Person darf nicht mehr als von 2 Personen zur Rentenbehebung bevollmächtigt sein. Dies gilt jedoch nicht im Falle der Entmündigung oder in Fällen, in denen die Rentner in Heimen untergebracht sind und die Behebung von Amtswegen vorgenommen wird. Eine weitere Neuerung betrifft die Frontkämpfer. Während mit dem Gesetz vom 15.04.85 Nr. 140 nur jene Rentner Anspruch auf den Frontkämpferzuschlag haben, deren Rente ein Anlaufdatum nach dem 03.68 hat, kommen dem Gesetz Nr. 544 vom 29.12.88 nun auch jene Rentner in
den Genuß des Frontkämpferzuschlages, deren Rente ein Anlaufdatum vor dem 03.68 hat. Es muß hierfür ein eigener Antrag gestellt werden, der Zuschlag wird ab dem 1.1.89 gewährt. Nun zu einer weiteren Neuerung: Die Sozialzuschüsse. Die Sozialzuschüsse wurden ebenfalls mit dem Gesetz Nr. 544 vom 29.12.88 erhöht. In Frage kommen Renteninhaber aus der allgemeinen Pflichtversicherung für Arbeitnehmer sowie aus den jeweiligen Sonderfonds der Bauern, Handwerker und Kaufleute, die das 60. Lebensjahr bzw. das 65. Lebensjahr erreicht haben und deren Einkommen innerhalb der Einkommensgrenzen liegt. Bei Erreichung des 60. Lebensjahres wird ein monatlicher Betrag von 30.000 Lire für den Zeitraum ab dem 1.1.89 gewährt, bei Erreichung von mindestens 65 Jahren der monatliche Betrag von 50.000 Lire ab dem 1.7.88 und von 80.000 Lire ab dem 1.1.90. Die Leistungen sind einkommensgebunden. Bei ledigen und verwitweten Personen gilt das Eigeneinkommen, bei Eheleuten das Einkommen der Ehepartner. Für Sozialrenteninhaber werden die Sozialzuschüsse rückwirkend auf 1.7.88 auf 125.000 Lire erhöht. Auch diese Leistungen sind einkommensgebunden. Das Patronat KVW ist Ihnen gerne behilflich bei Antragstellungen, und steht Ihnen für Informationen gerne zur Verfügung. Unsere Sprechstunden in Passeier: Jeden Dienstag von 8.30 bis 12.00 Uhr St. Leonhard i. Pass. in der Gemeinde, 14.00 bis 17.30 Uhr St. Martin i. Pass. in der Gemeinde. Edith Pichler
Tätigkeit der KVW-Ortsgruppe St. Leonhard Die Jahresversammlung der KVWOrtsgruppe St. Leonhard in Passeier gab den 90 Teilnehmern Gelegenheit, sich einen Überblick über die ausgiebige Tätigkeit dieser rührigen Ortsgruppe zu verschaffen. Die Organisation des Sprechstundendienstes, die Patronatstätigkeit und die Teilnahme an den Bezirks- und Landesveranstaltungen gehörten zu den zentralen Aufgaben des Ausschusses. Dazu kam die sogenannte Aktion »Brief des Bischofs«, in der versucht wurde, auf die gestellten Fragen des
Bischofs eine persönliche verbindliche Antwort zu finden. Die Schulung war ein zweiter Schwerpunkt in der Vereinsarbeit: fünf Kurse (Kochen, Kunststricken, Brotbacken, Nähen und Turnen) und ein Vortrag boten Gelegenheit, sich sein Fachwissen zu bereichern. Geschätzt wird auch der Dienst des Kvw, bei den jährlichen Steuererklärungen einen Fachmann zur Verfügung zu stellen. Der KVW trägt auch die Patenschaft für eine Zeitschrift in der Öffentlichen Bibliothek von St. Leonhard.
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Im sozialen Bereich half der K.VW neben der Schulung auch in konkreten Fällen, so in der Mitfinanzierung von Kur- und Kolonieaufenthalten. Das angebotene Fahrtenprogramm (Gardasee, Verona, Bassano, Assisil Rom und zum Papstbesuch nach Maria Weißenstein) wurde gerne angenommen. Als voller Erfolg erwies sich die Passeirer Witwenwallfahrt, die deshalb weiterhin angeboten werden wird. Schließlich wurde auch die Geselligkeit gepflegt, wobei die Ausschußmitglieder auch die Insassen des Bezirksaltersheimes mit einbezogen. Die Versammlung bot der Ortsleiterin Marianne Pixner- Mayr Gelegenheit, dem Sozialassessor der Gemeinde Dr. Albin Pixner den Dank für das Entgegenkommen der Gemeindeverwaltung auszusprechen. Der geistliche Assistent, Johann Lanbacher, stellte die Aktion »Alkohol- vor und die Sozialfürsorgerin Edith Pichler bot Informationen aus der PatronatssteIle. Dr. Albin Pixner würdigte die Arbeit des K.VW, und Josef Ennemoser überbrachte die Grüße der Bezirks-
Im Bild ein Teil des neugewählten KVW-Ausschusses mit dem Präsidenten des KVWPatronats Josef Göller.
leitung, worauf langjährige Mitglieder geehrt wurden. Josef Göller hielt das Hauptreferat, in dem er die Bedeutung des K.VW würdigte und aus dem Rentenwesen erzählte.
Bürgerversammlung - Elektrowerke oder im Banne magischer Zahlen Am 3. Jänner fand in St. Leonhard eine Bürgerversammlung über die E-Werkprojekte im Passeiertal statt. Man konnte bei dieser Bürgerversammlung, wie meistens bei politischen und wissenschaftlichen Diskussionen, feststellen, daß zwar viel geredet wurde, jedoch aneinander vorbei und nicht miteinander. Die Politiker, allen voran Landesrat Sepp Mayr, waren mit Schlagworten bestens gewappnet, die es galt an den Mann zu bringen. Die Art und Weise hierfür hatte man sich schon von vornherein zurechtgelegt, es war nur noch wichtig, sich vom einfachen, uninformierten Bürger nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Im Konzept von Landesrat Sepp Mayr hatten Zahlen einen besonderen Stellenwert. Und in der Tat, Zahlen haben zu allen Zeiten eine große Rolle gespielt. Da gab es magische und heilige Zahlen, und nicht zu vergessen die Unglückszahlen wie die verflixte Sieben oder den Dreizehnten. Die Zeiten, in denen wir im Banne dieser Zahlen standen, sind im Passeiertal jedoch längst vorbei. Die Bürger des Tales, allen voran die Jugend, beginnt sich dagegen zu wehren, daß der Mensch
nur Zahl ist, zum Zahlenmaterial degradiert wird. In aller Deutlichkeit kam zum Ausdruck, daß Heimat und wissenschaftlicher Fortschritt unüberbrückbare Gegensätze sind. Der Blick nach vorne auf das Heil einer technologischen Zukunft durfte nicht durch »Unwesentliches«, wie Tradition oder Gemütsmäßiges oder daß z.B. Wasser eine bedrohliche Macht sein kann, Überschwemmungen und Trockenheit oft schon über Leben und Tod entschieden haben, verdeckt werden. Jede persönliche Beziehung zum Wasser wurde durch das kalte Wort, durch eine Fülle von abstrakten Daten ersetzt. Die meisten fühlten sich durch die verdrießliche Form der Antwortgebung, wobei zum Teil auf die gestellten Fragen überhaupt nicht Bezug genommen wurde, völlig übergangen. Von einer menschlichen Antwortgebung von Seiten der Politiker konnte keine Rede sein. Imponiergehabe und Ironie dürften wohl keine geeigneten Mittel sein, den Bürger für mehr Politik zu interessieren. Diese Bürgerversammlung und ganz
Mit der Neuwahl des Ausschusses schloß die Versammlung, die viel Informationen brachte. Dr. Heinrich Hofer
besonders auch die unüberlegten Schlußworte machen das geringe Interesse an der Politik verständlich. Das Gefühl der Machtlosigkeit, das parteipolitische Taktieren und andere negative Begleiterscheinungen, die an diesem Abend deutlich zum Ausdruck kamen, dürften dazu beitragen, daß man mit dem ganzen Bereich nichts zu tun haben möchte. SVP - JG Ortsgruppe Platt
Die Wasser dr Passer Um die Wasser dr Passer wert khanglt und gschtrietn. Sie rinnin vi gonz dinnin, man hot se in dr Hachl. Man ret, und i wett, es wert eppes gschechn. Ober die Wasser dr Passer khearn tatn se ins. A.M. Lanthaler
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AUS DER GEMEINDESTUBE St. Leonhard
Moos
Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 24. Jänner 1989 waren folgende: - Die Endabrechnung für die Außengestaltung der Grundschule Pfelders wurde genehmigt. - Der Grund, auf dem das Trinkwasserreservoir von Rabenstein erbaut wurde, wird von der Gemeinde dem Besitzer im Enteignungswege abgekauft. - Mit dem ENEL muß ein neuer Vertrag zur Lieferung von 200 kW zusätzlichem Strom abgeschlossen werden. - Die Kommission für das Gastgewerbe wird neu ernannt und setzt sich wie folgt zusammen: Vositzender: Der Bürgermeister. Vertreter des Gastgewerbes (HGV): Johann Lanthaler und Alois Kuprian. Vertreter des Gewerkschaftsbundes (ASGB): Albin Hofer und Brigitte Lamisch - Halbeisen. Gemeindetechniker: Geom. Herbert Steiner. Präsident des Verkehrsvereines: Ing. Alois Gufler. In der Sitzung vom 28. Februar waren die Hauptpunkte: - Genehmigung des Haushaltsvoranschlages für das Finanzjahr 1989 in der Höhe von L. 3.368.035.000, wobei L. 1.673.825.000 für Investitionen zur Verfügung stehen. Der Bau der Wasserleitung für Hütt und Pill und des Parkplatzes in Stuls sind vorrangig. - Für die Finanzierung der Trinkwasserleitung für Hütt und Pill werden insgesamt L. 900 Millionen als Darlehen bei der Depositenbank in Rom aufgenommen. - Die Rechnungslegungen für das Jahr 1988 und die Haushaltspläne für 1989 der Freiwilligen Feuerwehren von Moos, Platt und Rabenstein wurden genehmigt. Änderung zum Bauleitplan: Die Straße nach Pill soll als überörtliche Straße in den Bauleitplan eingetragen werden. - Die Erhöhung des Wasserzinses auf L. 60 je m3 wird notwendig. Karl Lanthaler
Gemeinderatssitzung vom 30. November 1988 - Die Rechnungsrevisoren für die Rechnungslegung 1988, für das Konsortium zur Führung der Mittelschule, für das Konsortium zum Bau des Bezirksaltersheimes, den Abwasserverband und das Altenheim St. Martin werden ernannt. - Anstelle seines verstorbenen Vaters Alois Pfitscher wird Dr. Konrad Pfitscher in das Verwaltungskommitee der GemeindefürsorgesteIle gewählt. - Der in Zusammenhang mit der Eintragung der Weingartenstraße als öffentliche Straße in den Bauleitplan gemachte Rekurs des Herrn Anton Halbeisen wird abgelehnt. - Die Straße Schweinsteg - Tall wird als allgemein nützliche Verbindungsstraße eingestuft (damit übernimmt sie das Land). - Mit der Prantleitwaalinteressentschaft wird eine Vereinbarung über die gemeinsame Nutzung der Fassungsstelle des E-Werkes in Pfistrad geschlossen. Sie kann das Beregnungswasser direkt bei der Fassungsstelle ableiten; bei Nichtausnutzung wird das Wasser für das E-Werk genutzt. Der Haushaltsvoranschlag 1989 der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard Dorf wird genehmigt.
Gemeinderatssitzung vom 20. Februar 1989 - Der Dringlichkeitsbeschluß des Ausschusses, der die Gewährung eines außerordentlichen Beitrages in der Höhe von Lire 105 Millionen an die Passeirer Gerichtsalminteressentschaft vorsieht, wird genehmigt. - Die Abschlußrechnung des Gemeindeschwimmbades, die aufgrund der schlechten Saison ein Defizit von ca. 8 Millionen Lire aufweist, wird genehmigt. - Eine Kommission für das Gastgewerbe mit folgenden Mitgliedern wird ernannt: Zuständiger Assessor Klaus Folie; Vertreter des HGV Norbert Holzknecht, Hansi Pircher; Vertreter des Verkehrsverbandes Hans Augscheller; Vertreter des ASGB Hans Haller, Adolf Pirpamer; Gemeindetechniker Walter Unterhofer. - Der Auftrag für die Erstellung des Ausführungsprojektes für die primäre Erschließung in der Wohnbauzone Weingart wird an Ing. Gufler vergeben, für die Zone Kassier II an Ing. Unterberger. - An Ing. D. Pohl werden 100 Millionen Lire für die Projektierung und Bauleitung des gemeindeeigenen E-Werkes verpflichtet. - In Zusammenhang mit den Unwetterschäden 1987 werden die Ausführungsprojekte für Schutzbauten in Schweinsteg (Haslinger, Unterstein), Schlattach (Krustner) und Gänsboden (Kofler) genehmigt. Dr. Albin Pixner
Der Fremdenverkehr im Passeiertal Ein Rückblick auf die Jahre 1987 und 1988 Obwohl die Statistikergebnisse der drei Passeirer Gemeinden noch nicht alle endgültig vorliegen, kann man von einem erfolgreichen Fremdenverkehrsjahr 1988 sprechen. Bei kaum veränderter Bettenzahl erzielten mehr Gäste auch mehr Übernachtungen als 1987 und das Ziel, die in den letzten Jahren erwirtschafteten Ergebnisse zu halten, wurde erreicht. Die Verkehrsorganisationen, Gastbetriebe und Zimmervermieter haben für Zeitungswerbung, Prospektedruck, Veranstaltungen, Wander-
wege usw. große Beträge investiert, um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und der heimischen Bevölkerung das Einkommen zu sichern. Die aufwändigen Ortsprospekte des Verkehrsverbandes St. Leonhard und der Verkehrsvereine St. Martin und Hinterpasseier wurden überarbeitet und nachgedruckt. Eine weiträumige Gemeinschaftswerbung in deutschen Zeitungen wurde gestartet und Spazier- und Wanderwege neu angelegt und mit Papierkörben und Ruhebänken versehen. Beste-
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hende Wege sind verbessert, eine Vielzahl an Unterhaltungsveranstaltungen, Wanderungen und Ausflugsfahrten organisiert bzw. mitorganisiert worden. Im Frühjahr hat man Gästewanderungen und im Herbst einen Zubringerbus zum Jaufenpaß finanziert, in Pfelders ist der neue Doppelsessellift mit einem Doppelschlepplift ab Grünboden ergänzt worden, usw. Bei allen Initiativen der Verkehrsorganisationen darf man die ständige Qualitätsverbesserung der Betriebe in den letzten Jahren nicht übersehen. Aus Gasthöfen wurden Hotels, aus Privatzimmern Garnis und Pensionen und aus dem kleinen Laden ein Supermarkt. Unsere Fremdenverkehrstreibenden haben rechtzeitig erkannt, daß man nicht in Rückstand geraten darf und mit einem zeitgemäßen Angebot aufwarten muß. Gäste, welche 5, 10, 15 und mehr Jahre ihren Urlaub im Passeiertal verbringen, erhalten eine Ehrenurkunde mit einer Medaille oder Anstecknadel in Silber bzw. Gold. Die Gastbetriebe von St. Leonhard verleihen für außergewöhnliche Treue eine 32,5cm hohe Andreas-Hofer-Statue in Bronze. Die Verkehrsorganisationen werden heuer einen Wanderpaß herausgeben und bitten alle Bewirtschafter von Alm- und Schutzhütten um Ihre Mitarbeit. Der Verkehrsverband St. Leonhard erstellt zudem anhand einer Luftaufnahme aus 5000 Metern, einen neuen Wanderplan für die nähere Umgebung. Die Präsidenten danken allen Betrieben für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen eine erfolgreiche Saison 1989.
AusschußmitgliederlVerkehrsverein St. Martin: Robert Ennemoser (Präsident), Erwin Pichler (Vize), Ubald Pichler, Karl Pichler, Hans Raich, Luis Gufler, Edeltraud Pirpamer, Maria Tribus, Heinrich Dorfer, Josef Pircher, Pepi Pircher, Anton Pircher, Josef Platter, Hedwig Schweigl, Florian Walder. AusschußmitgliederlVerkehrsverband St. Leonhard: Luis Reiterer (Präsident), Hubert Kobler (Vize), Johann Pircher, Klaus Folie, Rudolf Hofer, Josef Hofer, Johann Augscheller, Johann Pichler, Herbert Holzknecht, Norbert Holzknecht. AusschußmitgliederlVerkehrsverein Hinterpasseier: Ing. Alois Gufler (Präsident), Erika Pichler (Vize), Johann Lanthaler, Karl Reinstadler, Kurt Pöhl, Annelies Halbeisen, Andreas Hofer, Heinrich Hofer, Alois Gufler, Josef Gufler.
Wege zur Berufsausbildung Nähert sich ein Schüler dem Abschluß der Mittelschule, so stellt sich die Frage nach der Berufsausbildung. Hier versuche ich, den betroffenen Eltern und Schülern einige Informationen zu bieten, die eine Schul- oder Berufswahl erleichtern helfen. Grundsätzlich können wir zwei Arten der Ausbildung unterscheiden. I. Die betriebliche Ausbildung: sie umfaßt die Lehrlingsausbildung sowie die Maßnahmen für arbeitslose Jugendliche. 11. Die schulische Ausbildung: hier sind folgende Schulen zu nennen: die Grundlehrgänge des Landes; die Landesfachschulen; staatliche Fachlehranstalten; staatliche Fachober-
schulen; allgemeinbildende staatliche Oberschulen; Schulen im pädagogischen Bereich; Kunst- und Musikschulen und Schulen im medizinischen und sozialen Bereich. Nun einige Bemerkungen zur betrieblichen Ausbildung: Lehrlinge dürfen im Handel, im Handwerk, in der Industrie und im Gastgewerbe eingestellt werden. Das staatliche Jugendarbeitsschutzgesetz Nr. 977 vom 17.10.1977schützt Kinder und Jugendliche vor Mißbrauch an der Arbeitsstelle. »Kinder« sind Minderjährige bis zum vollendeten 15. Lebensjahr. »Jugendliche« sind Minderjährige vom 15. bis zum 18. Lebensjahr.
Betriebe: Stand 31.12.1987 St. Leonhard St. Martin Hinterpasseier Summe
Gastbetr.
Private
Insgesamt
55 36 36 127
69 39 29 137
124 75 65 264
Betten: Stand 31.12.1987 Gastbetr.
St. Leonhard 1.386 979 St. Martin Hinterpasseier 722 3.087 Summe
Private
Insgesamt
499 264 318 1.081
1.885 1.243 1.040 4.168
Jahr 1988 zum Vergleich zu 1987 Ankünfte 1987-1988
Nächtigungen 1987-1988
St. Leonhard St. Martin Hinterpasseier
25.493-27.005 13.503-13.977 9.342- 9.738
208.130-213.819 118.030-114.077 70.516- 73.746
Summe
48.338-50.720
396.676-401.642
Robert Haniger
- Das Mindestalter zum Eintritt in ein Arbeitsverhältnis ist das vollendete 15. Lebensjahr. Ein Jugendlicher kann aber schon mit 14 Jahren eine Lehr- oder Arbeitsstelle antreten, wenn er die Mittelschule abgeschlossen hat und es sich dabei um eine leichte und ungefährliche Arbeit handelt. - die Nachtarbeit von 22 Uhr bis 6 Uhr ist Kindern und Jugendlichen untersagt. - Lehrlinge im Sinne des Gesetzes sind Jugendliche, die bei ihrer Einstellung das 15. - bzw. falls sie im Besitz des Mittelschuldiploms sind - das 14. Lebensjahr vollendet und das 20. nicht überschritten haben. Ebenso braucht es einen schriftlichen Lehrvertrag. (Fortsetzung
auf Seite 8)
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Wege zur Berufsausbildung (Fortsetzung von Seite 7)
Für arbeitslose Jugendliche können Betriebe der Industrie, des Handwerks, des Handels, des Gastgewerbes und der Freiberufler Ausbildungsverträge, Betriebspraktika und Ferialverträge abschließen. Auskünfte erteilen das Amt für Arbeitsmarkt, 39100 Bozen, Leonardo-da-Vinci-Straße 7, Tel. 0471/992707 und die Berufsberatungsstelle Meran, Montag und Freitag, Tel. 37406. Nun noch einige Bemerkungen zur schulischen Ausbildung: wie schon oben geschrieben, kann man bei der schulischen Ausbildung einen dreifachen Weg beschreiten: 1. Der Besuch eines Grundlehrganges bei den Landesberufsschulen ist jenen Mittelschulabsolventen zu empfehlen, die noch unorientiert sind oder noch keine Lehrstelle gefunden haben, aber im handwerklichen Bereich arbeiten möchten. Grundlehrgänge gibt es z.Z. für das Baugewerbe, für Druck und Papier, für Elektrotechnik, für Holz- und Metallverarbeitung, für Bekleidung und Körperpflege, für das Gastgewerbe sowie für Handel und Verwaltung. Es ist ratsam, sich umgehend mit den Berufsschuldirektoren in Verbindung zu setzen, da die Einschreibetermine schon im Mai ablaufen. 2. Das Land Südtirol bietet eine Reihe von Fachschulen an, wie für Elektriker und Elektronik, Tischler, Kunsthandwerk, Metall, Steinmetze, Schönheitspflege, Haushalt und Holzschnitzer. Zusätzlich gibt es Kurse für Hilfssekretäre, die Landeshotelfachschule und Landwirtschaftsschulen. 3. Den Rest der Schulen bietet der Staat an. Es sind dies die Fachlehranstalten, die Fachoberschulen, die allgemeinbildenden staatlichen Oberschulen, die Schulen im pädagogischen Bereich, die Kunst- und Musikschulen sowie die Schulen im medizinischen und sozialen Bereich. Da die Landesschulen sowie die staatlichen Schulen weitgehend verschiedene Anmeldetermine praktizieren, ist es ratsam, sich rechtzeitig bei der Berufsberatungsstelle Meran oder bei den einzelnen Schuldirektionen zu erkundigen und die Anmeldeformulare zu besorgen. Zum Schluß noch einige allgemeine Ratschläge für Schüler und Eltern: Zum Abgang von der Mittelschule
SChuljugend von heute - Berufstätige von morgen.
sollte man sich neben der ausgiebigen Aussprache im Familienkreis auch mit folgenden Personen in Verbindung setzen: eine persönliche Aussprache mit dem Berufsberater. Es genügt, wenn Sie im Mittelschulsekretariat (86182) melden, daß Sie eine Aussprache haben möchten.
Ferner sollte auch ein Gespräch mit zumindest einem Vertrauenslehrer des letzten Schuljahres erfolgen. Letztlich ist auch der Mittelschuldirektor gerne bereit, Auskünfte zu erteilen und Kontakte mit Fachleuten zu vermitteln. Dr. Heinrich Hofer
Ergebnisse des 2. Andreas-Hofer-Schießens In der Zeit vom 4. bis 27. Februar 1989 veranstaltete die Sportschützensektion Passeier im Schießstand von St. Leonhard unter dem Ehrenschutz des designierten Landeshauptmannes Dr. Luis Durnwalder und des Bürgermeisters Matthias Raffl das 2. Andreas-Hofer-Schießen. Hier die Ergebnisse: Schützen klasse (liegend) 1. Norbert Holzknecht 2. Luis Pixner 3. Norbert Bernhard 4. Reinhard Fauner
145 145 144 143
5. Herbert Comploj Damen (liegend)
1. 2. 3. 4. 5.
Betty Meister Rosmarie Pixner Anni Pixner Christine Obrist Angelika Königsrainer
Altschützen
1. 2. 3. 4. 5.
(liegend)
Alois Mair Herbert Kiem Alfred Schnarf Bruno Demetz Michael Kofler
142 140 124 120 117 114 143 143 139 139 138
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Passeirer Blatt I März 1989
Jungschützen
1. 2. 3. 4. 5.
(liegend)
Andreas Gumpold Adam Gufler Irene Oberrauch David Gerstl Reinhard Gögele
Zöglinge (liegend)
1. 2. 3. 4. 5.
Mike Kofler Arnold Pixner Hanspeter Pixner Alexander Hofer Gregor Fauner
Veteranen
1. 2. 3. 4. 5.
und Versehrte
Max Auer Augustin Heel Josef Seyr Karl Huber Ignaz Zublasing
Einheitsklasse
1. 2. 3. 4. 5.
(stehend)
Manfred Kofler Hias Zwischenbrugger Hubert Rancigai Luis Schwarz Christian Kofler
139 135 128 123 115 143 141 125 123 113 147 147 146 145 144 140 139 137,20 133 131
Betty Meister Martin Verdorfer Helmuth Geiser Egon Karnutsch Franz Senn
Festscheibe
1. 2. 3. 4. 5.
Sepp Egger Anton Tschöll Arnold Pixner Betty Meister Walter Hofer
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.
Norbert Bernhard Norbert Holzknecht Fauner Reinhard Herbert Comploj Luis Pixner Ferdl Pixner Franz Oberrauch Walter Hofer Franz Senn Gottfried Hafner Helmuth Schwarz Benedikt Hofer Emil Mussner Horst Eberhöfer Beniamin Oberfrank
717 717 710 705 697 696 692 689 682 680 679 675 670 662 655
5 beste Serien aus: Damen (liegend) 1. Betty Meister 672 2. Anni Pixner 580 3. Christine Obrist 541 4. Renate Federer 528 5. Angelika Königsrainer 449 5 beste Serien aus: Altschützen (liegend)
Alois Mair Herbert Kiem Alfred Schnarf Bruno Demetz Dr. Hans Berger
707 702 678 677 610
5 beste Serien aus: Jungschützen 48 T 69 T 77T 83 T 114 T
Tätigkeit der Sektion Tischtennis im SC Passeier/Raiffeisen
Die Sektion Tischtennis besteht seit dem Jahr 1986 und zählt derzeit ca. 25 aktive Mitglieder. Die Mitglieder sind größtenteils aus der Gemeinde St. Leonhard, jedoch kommen auch einige aus Moos und aus St. Martin. Bereits seit der Gründung der Sektion wird vom September bis Juni zweimal wöchentlich trainiert. Die Tätigkeit der Sektion Tischtennis begann im Jahr 1986 mit der Teilnahme an verschiedenen Freizeitturnieren. Die Mädchen erzielten auf provinzia(Fortsetzung auf Seite 10)
(liegend)
1. 2. 3. 4. 5.
Wildscheibe
1. 2. 3. 4. 5.
5 beste Serien aus: Schützenklasse
(liegend)
1. 2. 3. 4. 5.
Andreas Gumpold Adam Gufler Irene Oberrauch David Gerstl Wilfried Gumpold
667 666 617 552 220
5 beste Serien aus: Veteranen und Versehrte
1. 2. 3. 4. 5.
Augustin Heel Max Auer Iganz Zublasing Karl Huber Josef Seyr
5 beste Serien aus: Zöglinge 1. Mike Kofler 2. Arnold Pixner 3. Hanspeter Pixner 4. Alexander Hofer 5. Alexander Gasser
732 732 715 715 711 698 685 606 587 500
5 beste Serien aus: Einheitsklasse (stehend)
1. 2. 3. 4. 5.
Manfred Kofler Hias Zwischenbrugger Hubert Rancigai Christian Kofler Luis Schwarz
695 672 670,8 639 630
Die Teilnehmerzahl am Schießen lag unter den Erwartungen, woran sicherlich auch das schlechte Wetter mit Schneefällen und Stromausfall mit Schuld war. Voraussichtlich findet im Herbst des Jahres ein Talschaftsschießen statt, wo sich die Vereinsleitung eine höhere Teilnehmerzahl vor allem aus den Vereinen des Tales erwartet. Der Schießstand ist weiterhin jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr zum Probeschießen geöffnet. Reinhard Fauner
Passeirer Blatt I März 1989
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Tätigkeit der Sektion Tischtennis im SC Passeier/Raiffeisen (Fortsetzung von Seite 9)
ler Ebene sehr gute Erfolge und qualifizierten sich für die Regionalmeisterschaft in Trient. Dort errangen unsere Athletinnen den 1. und 2. Rang in der Kategorie Zöglinge. Der 1. Rang bedeutete für unsere Athletin die Qualifikation zur
NEUE OBMÄNNER
Italienmeisterschaft in Rom, wobei sie im Oktober 1987 einen hervorragenden fünften Platz erringen konnte. Angesichts dieser Erfolge einigte sich . der Ausschuß mit den Athleten, sich in den italienischen Tischtennis-Verband F.I.T.E.T.einzuschreiben. Als Verbandsspieler wurden verschiedene Turniere auf nationaler Ebene mit durchschnittlich zufriedenstellenden Resultaten gespielt.
IN MEHREREN VEREINEN VON ST. LEONHARD
In den letzten Monaten kam es im Zuge von Neuwahlen in mehreren Vereinen mit Sitz in St. Leonhard zu einem Führungswechsel: Verein
Bisheriger LeiterIin Neuer ObmannlObfrau
Bildungsausschuß Hotel- u. Gastwirteverband (HGV) Sportclub Passeier Sportfischer Passeier Südtiroler Bauernbund Südtiroler Bauernjugend Südtiroler Katholische Jugend Südtiroler Volkspartei SVP Junge Generation Vinzenzverein Weißes Kreuz
Ignaz Gruber Josef Hofer Luis Pichler (Platt) Josef Simoncini Alois Ennemoser Josef Pichler Maria Pichler Alois Ennemoser Hubert Verdorfer Eduard Hofer Oswald Zöschg
Wir gratulieren zur Geburt ST. LEONHARD
(Vom 1.12.1988 bis 20.2.1989)
Buschwenter Melanie, 3. Dezember 1988, Mooserstraße 6
Pichler Isabell, 11.Dezember 1988, Walten 77 Gögele Sabine, 13. Dezember 1988, Schloßweg 27 Schweigl Sandra, 7. Jänner 1989, Im Schaffeid 22
Heel Hannes, 8. Jänner 1989, Jaufenstraße 36
Thurner Miriam, 8. Jänner 1989, Stickl 11
Dr. Maria Lanthaler Herbert Holzknecht Anton Haller Hans Pixner Richard Hermann Eschgfäller Matthias Pichler Ulrich Königsrainer Hubert Verdorfer Othmar Hofer (Stellv.) Hans Eschgfäller Franz Auer
Pichler Manuel, 27. Dezember 1988, Dr.-Wallnöfer-Straße 2
Rier Angelika, 4. Jänner 1989, Steinachweg 16
Pfitscher Karolina, 7. Jänner 1989, Steinhausweg 3 Grasl Fabian, 14. Jänner 1989, Hintereggerstraße 6
Gögele Doris, 16. Jänner 1989, Feldbauernweg 27
Dorfer Daniel, 20. Jänner 1989, Pseirerstraße 47
Platter Natalie, 30. Jänner 1989, Garberweg 5
Walder Elmar, 5. Februar 1989, Kalmtalerstraße 10
Haller Sandra, 9. Februar 1989, Dr.-Hillebrandt-Weg 13
Haller Elmar, 10. Jänner 1989, Prantach 26 Holzknecht Barbara, 15. Jänner 1989, Kohlstatt 11 Haller Christoph, 28. Jänner 1989, Passeirer Straße 76 Hofer Hannes, 6. Februar 1989, Passeirer Straße 22
MOOS
(Vom 1.11.1988 bis 1.3.1989)
Ennemoser Armin, 13. Februar 1989, Pfelders 28
Gufler Armin, 9. Februar 1989, Pill 174
Pichler Melanie, 19. Februar 1989, Prantach 23
Gufler Katrin, 1. Februar 1989, Stuls 45
ST. MARTIN
Hofer Martina, 12. November 1988, Stuls 42
Frötscher Hannes, 20. November 1988, Dorfstraße Nr. 31
Lanthaler Birgit, 14. Dezem ber 1988, Rabenstein 25
(Vom 20.11.1988 bis 9.2.1989)
Gufler Monika, 18. Jänner 1989, Stuls 16
Pichler Katharina, 12. November 1988, Ulfas 13
Pircher Tobias, 16. Dezember 1988, Mühlgasse 4
Schwelql Edith, 12. Jänner 1989, Ulfas 9
Ciatti Maria, 18. Dezember 1988, Brischerweg 7
BITTE ANSCH NALLEN! Ab 26. April müssen alle nach dem 1.Jänner 1978 zugelassenen Autos an den Vordersitzen Sicherheitsgurte installiert haben, ab 26. Oktober alle Fahrzeuge, die vor dem 31. Dezember 1977 zugelassen sind. Gurte auf den Hintersitzen sind erst ab Ende April 1990 Vorschrift. Kinder bis zu vier Jahren dürfen ab kommenden 26. April nur mehr in speziellen Kindersitzen mitfahren. Wer diese Bestimmungen nicht einhält muß mit Strafen von SO.OOO bis 200.000 Lire rechnen.
Hofer Peter, 5. Jänner 1989, Platt 145
Kofler Kathrin, 19. November 1988, Steinachweg 4
Kröss Stefanie, 22. November 1988, Peter-Mitterhofer-Straße 6
In der laufenden Saison 1988/89 nehmen wir an folgenden Meisterschaften teil: - Serie C Damen - Aufstiegsliga Herren - Veteranen Freizeit Mit den jungen Athleten, im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, nehmen wir an verschiedenen Freizeitturnieren teil, wobei wir nach drei von sechs Turnieren zwei Siege und einen dritten Platz aufweisen können. Das sportliche Ziel der Sektion Tischtennis ist die Jugendförderung. Die Sektion wünscht sich für die kommenden Saisonen, mit möglichst vielen jungen Athleten die verschiedenen Meisterschaften zu bestreiten. Das zukünftige Programm der Saison sieht wie folgt aus: - Veranstaltung eines Turniers für Verbandsspieler - die »Pseirer-Meisterschaft« - Vereinsmeisterschaft, wobei alle Mitglieder des SC Passeier/Raiffeisen teilnehmen können. Die Termine der einzelnen Veranstaltungen werden rechtzeitig bekanntgegeben. Otto Gufler
Raich Elisabeth, 27. November 1988, Dorf 101
Zipperle Alexander, 10. Dezember 1988, Pill 150
Eigentümer und Herausgeber: Weg 2Ib, SI. Martin in Passeier.
Josef Pichier, Trifter
Druck: Fliridruck, Meran, GoethestraBe 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Reischmann. Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987.
Redaktionskomitee: Robert Haniger, Dr. Heinrich Hofer, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Josef Pichier, Ubald Pichier, Dr. Albin Pixner, Arnold Pinner, Josef Öttl.