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Passeirer Blatt

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Nr.3 MITTEILUNGEN MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUSMOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN

15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN

November 1988

2. Jahrgang September 2002

Ein großer Tag für die FreiwilHge Feuerwehr Moos Der 7. August 1988 ist in der noch jungen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Moos (1953 gegründet) der wohl denkwürdigste Tag und wird es sicher auch lange Zeit noch bleiben. Geprägt hat diesen Tag eine schlichte, aber dennoch äußerst schöne Feier, die gleich einen dreifachen Anlaß hatte und einen langersehnten Wunsch bzw. eine längst erforderliche Notwendigkeit in Erfüllung gehen ließ. Gleich drei Objekte wurden dabei eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben und zwar: - das bereits vor zwei Jahren bezogene, neue Gerätehaus; - ein schon einige Jahre im Dienst stehendes Geländefahrzeug der Marke Mercedes 280GE; - das neue Tanklöschfahrzeug. Die Feier begann mit einem Einzug. Unter den Klängen der Musikkapelle Moos zog die Ortsfeuerwehr, begleitet von Ehrengästen und den Fahnenabordnungen der Passeirer Feuerwehren, der Wehren von Obergurgl und Längenfeld (Ötztal), der Schützenkompanie Moos und des Schneeberger Knappenvereines Passeier, vom Raiffeisenplatz ausgehend zum neuen, für diesen Ehrentag besonders schön geschmückten, Gerätehaus. Dort gestaltete Ortspfarrer H.H. Franz Eberhöfer in Konzelebration

mit Mgr. Pius Holzknecht und umrahmt von der Musikkapelle einen sehr feierlichen Gottesdienst, in dessen Verlauf er auch die Segnung des Gerätehauses und der neuen Einsatzfahrzeuge vornahm. Kommandant Anton Platter konnte zu dieser Einweihungsfeier neben den fast vollzählig erschienenen Feuerwehrmännern aus Moos und Stuls auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Die Gemeindeverwaltung von Moos vertraten Vize-Bürgermeister Karl Lanthaler, Assessor Heinrich Ennemoser und Gemeindesekretär Urban Rinner, den Bezirksfeuerwehrverband Bezirksinspektor Luis Gapp und Bezirksausschußmitglied Edmund Hillebrand und in Vertretung der landesregierung war Landtagsabgeordneter Toni Kiem, selbst begeisterter Feuerwehrmann, anwesend. Weiters

.waren Altbürgermeister Josef Ennemoser, Bauunternehmer Anton Raich, für die Raiffeisenkasse Passeier Anton Haller und Roman Kofler, in Vertretung der Rrma Ziegler Josef Kröss sowie die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren des Passeier.tales und von Obergurgl und Längenfeld anwesend. In den Ansprachen berichtete der Kommandant und der Vize-Bürgermeister vorallem über die Baugeschichte des neuen Gerätehauses sowie über die Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges und die diesbezüglichen Finanzierungen. Bereits bei dem durch die Gemeinde, gemeinsam mit der Erweiterung des Kultursaales, verwirklichten Bau des Gerätehauses hat die Feuerwehr mit viel Eigeninitiative und auch finan(Fortsetzung auf Seite 2)


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brachten die Grüße und Glückwünsche des Bezirksfeuerwehrverbandes und der Landesregierung, gratulierten der Feuerwehr zu diesen großartigen Neubau und Anschaffungen und unterstrichen in ihren Ansprachen vor allem den selbstlosen Einsatz der Feuerwehr zum Wohle der Bevölkerung. Der abschließend durch den Kommandanten ausgesprochene Dank richtete sich vor allem an die Gemeindeverwaltung von Moos, aber auch an alle großen und kleinen Spender und Beitraggeber. Nach der Besichtigung des neuen Gerätehauses und der Einsatzfahrzeuge und einem kleinem Umtrunk im Gruppenraum fand diese Feier bei einem gemeinsamen Mittagessen aller Geladenen im Kultursaal von Moos einen fröhlichen Ausklang.

Ein großer Tag für die Freiwillige wehr Moos (Fortsetzung von Seite 1)

Feuer-

ziellen Eigenmitteln besonders zur Innenausstattung beigetragen. Neben der geräumigen Halle für Fahrzeuge und Geräte verfügt die Freiwillige Feuerwehr Moos nun auch über einen schönen Gruppenraum. Ein weitaus größeres Unterfangen war für die Feuerwehr jedoch die Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges bzw. die Sicherstellung der Rnanzierung für dasselbe. Das von der Rrma Ziegler zur vollsten Zufriedenheit auf- und ausgebaute Tanklöschfahrzeug der Marke UNIMOG kostet samt technischer Beladung (Atemschutzgeräte, Stromerzeuger, hydraulisches Schneid- und Spreizgerät u.a.) ungefähr 190 Millionen Lire. Zu diesem Kostenbetrag hat die Gemeinde Moos einen Beitrag von 100 Millionen, der Bezirksfeuerwehrverband einen Beitrag von 25 Millionen und die Raiffeisenkasse Passeier einen Beitrag von 20 Millionen Lire gewährt. Den Restbetrag von ca. 45 Millionen Lire muß die Feuerwehr durch Eigenmittel finanzieren. In diesem Zusammenhang seien hier nicht zuletzt auch die Tochter des Kommandanten Ulrike Platter und Frau Rosa Pixner erwähnt, die die ehrenvolle Aufgabe der Patenschaft für die zwei Einsatzfahrzeuge übernommen und mit großzügigen Spenden zu deren Mitfinanzierung beigetragen haben. Bezirksinspektor Luis Gapp und Landtagsabgeordneter Toni Kiem über-

Kommandant Anton Platter mit den Fahrzeugpatinen Ulrike Platter (links) und ROSa Pixner vor dem neuen Tanklöschfahrzeug.


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Ein großes Ereignis für das Passeirer Handwerk Im Passeirer Blatt vom Juni 1988 boten wir einen gerafften Überblick über das Passeirer Handwerk bis zur Errichtung der Handwerkerzone Passeirer, die sich später aus uns unbekannten Gründen in eine Handwerkerzone St. Leonhard gemausert hatte. Am 17.Juni 1988erfolgte die feierliche Segnung dieser Stätte handwerklichen und handeismäßigen Reißes. Folgende Unternehmungen luden zu einem Fest, das Sinnbild dafür wurde, wie sich ein fortschrittswilliges Tal im Laufe kurzer Zeit wirtschaftspolitisch gewandelt hat: Baustoffe Johann Gufler, mechanische Werkstätte Helmut Haller, Bau- und Möbeltischlerei Heinrich Hofer, zugleich Obmann der Genossenschaft, Fenster- und Türentechnik MAICO Italia, Beschläge M. Pfitscher, Türenfabrik Sebastian Pfitscher, Passat Energie Robert Pirpamer, Getränkehandel Franz Prünster, Taxi Hans Theiner und Unidienst Italia mit Software, spezialisiert auf EDV-technische Lösungen für Bauund Möbeltischler. Diese Unternehmungen bieten 180 zum Teil hochqualifizierte Arbeitsplätze mit einem Anlagevermögen von 10 Milliarden Lire und einem Gesamtumsatz von über 33 Milliarden Lire an. Vorstandsmitglied Siegfried Zwick verwies in seiner Grußansprache auf die Chancen einer Unternehmerschaft in Südtirol, wie die Kenntnis der wichtigen Handelssprachen Deutsch und Italienisch und eine intime Kenntnis zweier grundverschiedener Märkte in betreffs Lebensweise und Mentalität. Wirtschaftlicher Erfolg

ist jedoch zerbrechlich wie Kristall. Daher forderte Zwick eine bessere Straßenverbindung durch das Passeiertal bis Bozen, eine solide Wildbachverbauung nördlich der Industriezone sowie eine Ringstraße für diese Zone. Leider hat kein einziger nachfolgender Redner aus Wirtschaft und Politik auf diese konkrete Forderung geantwortet, sondern sich in hehren Wortformulierungen verfangen. Das Festprogramm sah neben der Gästebegrüßung einen von Dekan P. Dr. Ulrich Gasser und von Pfarrer Alois Wallnöfer gemeinsam gestalteten Gottesdienst die Segnung der Anlagen, ein Mittagsbüffet und anschließend die Möglichkeit der Betriebsbesichtigungen vor. Das Fest war Aufbruchsignal und Leistungsschau zugleich, von der heimischen deutschen und italienischen Presse für ein Seitental überdurchschnittlich wohlwollend und respektierend zur Kenntnis genommen. Was heimische Arbeitsplätze in einem Seitental bedeuten, wissen vor allem jene zu schätzen, die jahrelang im Ausland Brot und Verdienst suchen und die Familien zu Hause allein lassen mußten. Denen und allen, auch der Jugend des Tales, wird die gesunde wirtschaftliche Zukunft der Unternehmungen neben der Pflege der eigenen Persönlichkeit und der Familie ein Lebensanliegen bleiben. Die Redaktion des Passeirer Blattes schließt sich den Gratulanten an und wünscht den Unternehmern Mut und Mitarbeiterbezogenheit, den Arbeitern und Handwerkern Reiß und Kooperationsbereitschaft.

Pfarrerwechsel in St. Martin In der Erzpfarre St. Martin wurde am Sonntag, den 28. August 1988, der langjährige Pfarrer Alois Wallnöfer in würdiger und herzlicher Weise verabschiedet, nachdem er auf eigenen Wunsch hin die Pfarrei Martell übernehmen wollte. Am darauffolgenden Samstag, 3. September, trafen sich die Behördenvertreter und die Pfarrgemeinde zum zweiten Mal, um dem neuen Pfarrer, Michael Pirpamer, den Willkommensgruß zu entbieten und die Amtseinführung vorzunehmen.

Pfarrer Michael Pirpamer

Pfarrer Alois Wallnöfer sagte in seiner Abschiedspredigt, seine Hauptaufgabe als Seelsorger in den 15 Jahren sah er darin, die Frohbotschaft Jesu Christi zu verkünden, sowohl im Gotteshaus als auch im Religionsunterricht. Der Präsident des Pfarrgemeinderates, Luis Stolz, faßte in seinen Dankesworten kurz zusammen, was Pfarrer Wallnöfer den Bewohnern von St. Martin bedeutete: »lhre Leistungen für unsere Pfarrgemeinde -wenn Sie mir einen Rückblick gestatten waren sehr beachtlich. Ihre Arbeiten, Aktionen und Initiativen haben Sie jedoch nie mit großem Getöse angekündigt und durchgeführt, sondern Sie sind alles mit großer Behutsamkeit und Vorsicht und dennoch nicht mit weniger Zielstrebigkeit und Selbstverständlichkeit angegangen. Was der Herr Pfarrer Wallnöfer für richtig und gut befand, das hat er auch durchgeführt; nichts haben Sie aber dabei für sich in Anspruch genommen, weder Geld, noch Ruhm, ja kaum den Dank ließen Sie sich abstatten; Sie taten alles selbstlos für die Pfarrgemeinde. Gerade dies (Fortsetzung auf Seite 4)


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Pfarrerwechsel in St. Martin (Fortsetzung von Seite 3)

hat auch die wenigen Unzufriedenen, die es in jeder Gemeinschaft gibt, immer sehr bald zum Verstummen gebracht. « Auch Bürgermeister Josef Pichler sprach dem scheidenden Pfarrer Dank und Anerkennung aus: »Ganz besonders hervorheben möchte ich hier das Zusammenhalten der Pfarrgemeinde, das unerschrockene Eintreten bei der Errichtung der Mittelschule und nicht zuletzt die ausgezeichnete und angenehme Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung.« Die Pfarrgemeinde gestaltete die Abschiedsfeier mit Phantasie und gutem Geschmack. Den gleichen Eindruck hatte man auch bei der Einstandsfeier für den neuen Pfarrer auf dem Dorfplatz. Die Gemeindeverwaltung, der Pfarrge-

meinderat, der Dekan P. Dr. Ulrich Gasser, Vereinsvertreter und zahlreiche Gläubige hatten sich eingefunden, um dem Pfarrer symbolisch ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu bekunden. Der Bürgermeister hieß den Pfarrer names der Bevölkerung herzlich willkommen und bot einen Überblick über die Dorf- und Gemeindestruktur. Luis Stolz begrüßte nanies des Pfarrgemeinderates den neuen Seelsorger und wies mit Genugtuung darauf hin, daß die Pfarrei St. Martin über solide Strukturen des Miteinander verfüge - dies dank der ausgezeichneten Seelsorge des scheidenden Pfarrers Wallnöfer. Die Musikkapelle St. Martin spielte ein Ehrenständchen, worauf der Pfarrer mit den Behördenund Vereinsvertretern sowie mit den Gläubigen zur festlich geschmückten Kirche zog, wo der Chor mit passenden Liedern den Gottesdienst ver-

schönte. In seiner Predigt ging Dekan Dr. Gasser auf die Aufgaben eines Seelsorgers ein und rief die Gläubigen von St. Martin auf, zu ihrem Seelsorger zu stehen und das Laienapostolat auszuüben, worauf er den Pfarrer in das Amt einführte und die Schlüssel der Kirche überreichte. Der Pfarrer sprach vor den versammelten Gläubigen das Credo und richtete erste Grußworte an die Pfarrgemeinde, einen Dank für die bisherige Hilfeleistung aussprechend. Nach der kirchlichen Feiertrafman sich zu einem gemeinsamen Imbiß, bei dem Pfarrer Pirpamer erste Kontakte mit Behördenvertretern und Exponenten der Pfarrgemeinde und der Vereine von St. Martin knüpfen konnte. Die Redaktion des Passeirer Blattes wünscht dem neuen Seelsorger alles Gute für seine schöne, aber schwere Aufgabe! Pfarrer Michael Pirpamer

Kirchliche Jugendarbeit in Passeier ... es ist wichtig, daß die Jugend große Träume hat ...

»lch möchte mit den jungen Menschen von der Kirche träumen. Es ist wichtig, daß die Jugend große Träume hat«, so begrüßte der Bischof Dr. Wilhelm Egger die Jugend nach seiner Weihe in Brixen. Als junge Menschen haben wir die Neigung zu träumen; zu träumen vom besseren Menschen und von einer besseren Welt. In der katholischen Jugendarbeit versuchen wir, die Aufforderung, diese Welt in ihrer Art nicht einfach so hinzunehmen, sondern immer wieder ein Stück »l-lirnrnel- bereits auf dieser Welt zu verwirklichen, ernst zu nehmen und in diesem Sinne unser Leben zu gestalten und in der Kirche mitzuarbeiten. Die SKJ, weiche auf Orts-, Dekanats- und landesebene organisiert ist, strebt in ihrer Arbeit die Selbstverwirklichung von jungen Menschen und eine menschenwürdigere Gesellschaft auf der Grundlage der Botschaft. Christi an. Der Arbeit der katholischen Jugend ist eine situationsbedingte und bezogene Lebenshilfe. Sie versucht jungen Menschen in einer Wohlstandsgesellschaft, mit einer übermächtigen Freizeitindustrie, mit kaum widerstehbaren Versprechungen und Reizen, Anleitungen für ein sinnerfülltes Leben zu geben und bemüht sich

jungen Menschen bei der Bewältigung altersspezifischer Probleme zu helfen. Ein Ziel der Jugendarbeit ist es auch junge Menschen zur aktiven Teilnahme an kirchlichen und gesellschaftlichen Prozessen zu befähigen. Die SKJ ist weiters bemüht, mit den jungen Menschen die bestehende Ordnung nach den Maßstäben des Evangelismus zu befragen und Alternativen zu entwickeln, um ungerechte Verhältnisse zu verändern. Ein weiteres Ziel der Jugendarbeit ist es, den Dialog mit den Erwachsenen zu suchen. Um möglichst alle jungen Menschen anzusprechen, erstellt die SKJ in allen Orten des Tales ein vielfältiges Jahresprogramm; die Schwerpunkte liegen in der Fortbildung, in religiösen Veranstaltungen, im sozialen Bereich und in kulturellen Veranstaltungen: In allen Orten des Tales gibt es Helferkreise oder Jugendruppen, die durch monatliche Treffen, die Angebote und die Planung der Jugendarbeit wahrnehmen und durchziehen. Ohne in Details und die einzelnen Orte des Tales durchzukämmen, seien folgende Aktivitäten der Jugendarbeit zusammenfassend erwähnt. In religiöser Hinsicht gestaltet die Jugend an allen Orten verschiedene Jugendmessen, Gebetsstunden, Kreuzwegandachten, hält Bibelrun-

den, Seminare und beteiligt sich an verschiedenen Vorträgen. Sie leistet Aufbauarbeit an der Jugend durch die vielen Jungschargruppen im Tale. Sie gestaltet die großen kirchlichen Feste mit und zeigt durch ihre Präsenz ihr Interesse. Durch Vorträge und Einkehrtage wird das reiche Bildungsangebot ausgenutzt zur eigenen Weiterbildung und Vertiefung im geistigen Leben. In sozialer Hinsicht ist die Jugend besonders wachsam für die alten Leute und organisiert Frühlingsfahrten, Weihnachtsfeiern und bunte Abende für sie. Auch der Mitgestaltung bei Muttertagsfeiern steht besondere Bedeutung zu. Ebenso der Freizeitgestaltung für die Jugend des Tales wird breiter Raum gewährt: die Jugend veranstaltet auf Ortsebene Partys (Fasching, Grill, Köstn) sowie gemeinsame Ausflüge und viele sportliche Veranstaltungen, u.a.m. Von den zahlreichen und vielseitigen Veranstaltungen und Initiativen weiche in den einzelnen Pfarreien und im Dekanat Passeier durchgeführt wurden, erforderte vor allem die Planung der Jugendwallfahrt von Moos nach Stuls viel Einsatzbereitschaft und Mitarbeit. Das Thema der Wallfahrt lautete: »Jungsein in der Kirche« Kirche in einem größeren Rahmen


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gesehen, sollte vor allem für junge Menschen als Auftrag verstärkt wahrgenommen werden. Für jeden Jugendlichen bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten des aktiven Mitwirkens und des gemeinsamen Bauens an Kirche und Gemeinschaft an. Einen weiteren Schwerpunkt der katholischen Jugendarbeit des vergangenen Arbeitsjahres bildete das Jahresthema, welches unter dem Motto »Freude am Wort Gottesstand. Hierzu wurden zwei Seminarabende, zum Thema »Bibel gekauft was nun?« organisiert. Viel Gemeinschaft erleben konnte jeder bei der Jugendparty in Moos. Die alkoholfreie Party, mit verschiedenen Spielen und Einlagen versehen, sollte auch als eine Alternative zu den traditionellen freucht-fröhlichen Zelt- und Wiesenfesten gesehen werden. In einer der vielen Versammlungen behandelte man das Thema »Jugenddienst Passeier - ja oder nein«, Referenten waren Herbert Denicolö und Georg Leimstätter (Jugenddienst Lana). Jugenddienst bedeutet in er-

ster Linie Dienst für die Jugend, am Jugendlichen selbst. Durch die Einstellung von hauptamtlichen Mitarbeitern, hat der Jugenddienst die Möglichkeit, durch ausgebildete Personen für junge Menschen, die Hilfe brauchen und suchen, da zu sein. Der Jugenddienst bemüht sich um eine Intensivierung der katholischen Kinder- und Jugendarbeit und unterstützt in den einzelnen Pfarreien des Tales die Arbeit von Kinder- und Jugendgruppen. Zu den Anliegen und Zielen des Jugenddienstes gehören weiters die Förderung von Jugendtreffpunkten, freie Veranstaltungen von Jugendlichen, kulturelle Tätigkeit und Freizeitgestaltung. Ob diese Anliegen und die darin gesteckten Ziele verwirklicht werden, ob wiederum ein Stück Frohbotschaft zum Tragen kommt, dies hängt nicht nur von der größeren finanziellen Unterstützung ab, sondern vor allem von der noch größeren Bereitschaft der Zusammenarbeit zwischen den Generationen in allen Verantwortungsbereichen.

Alkoholismus in Südtirol Die reichen Regionen Norditaliens sind nicht nur wirtschaftlich sondern auch im Konsum von Alkohol den armen Gebieten des Südens weit voraus. Bisher nahm der Wohlstand in den freien Staaten West Europas also auch in Italien und ganz besonders in den Fremdenverkehrsgebieten Südtirols zu, aber ebenso stieg die neurotische Verwahrlosung der Jugend. Die gewaltige Zunahme des Alkoholumsatzes brachte zwar große Gewinne, man übersah aber dabei, daß es sich beim Alkohol um eine sehr gefährliche Einstiegsdroge handelt, die in unserem Lande hergestellt und deren Konsum bei uns legalisiert ist. Bereits 1973, also vor nahezu 15 Jahren hatte die Region TrentinoSüdtirol laut ISTAT Statistik im Verhältnis zu ihrer' Einwohnerzahl und Bevölkerung die meisten Alkoholtoten Italiens, nämlich 7,2 auf 10.000 Einwohner. In Italien wird Alkohol vor allem als Wein, Bier, Schnaps und in Form anderer superalkoholischer Getränke konsumiert. Die Gefahren die daraus folgen sind Verkehrsuntüchtigkeit, Neigung zu Aggressionen, zu sexuellen Exzessen und zur Überschätzung

eigener Fähigkeiten. Zum abhängigen Dauerkonsum kommen, wie bei anderen Rauschmitteln auch, vor allem Menschen, bei denen bereits psychische Schwierigkeiten vorliegen. Die bestehenden Schwierigkeiten werden verstärkt, weitere kommen hinzu, z.B. treten Gedächtnisschwäche, gesteigerte Reizbarkeit, Eifersucht auf. Außerdem können Körperschäden auftreten wie zum Beispiel ein aufgedunsenes Gesicht, triefende Augen, rote Nase, Rachenkatarrh, Kreislaufstörungen, Lebererkrankungen u.a.m. Dauerkonsum führt zu einem sich mehr und mehr verstärkten asozzialen Verhalten. Beruf und Umgebung werden vernachlässigt, gesteigerte Reizbarkeit, brutale Rücksichtslosigkeit und Leistungsrückgang treten auf. Ungesetzliche Handlungen sind nicht selten. Häufig ist eine ausgesprochene Milieuabhängigkeit zu beobachten. Meistens hat es katastrophale Folgen für Ehe und Familie. Nach all diesen Tatsachen, möchte wohl ein jeder gerne wissen, was man tun kann, zum zu helfen? Der Alkoholkonsum und -mißbrauch hat gerade bei Jugendlichen rapide zu-

genommen. War Alkohol vor einigen Jahren als »Opa Droge« verpönt, ist er inzwischen als billiges und bequem erhältliches Rauschmittel sehr gefragt. Der Zeitpunkt, zu dem zum ersten Mal Alkohol getrunken wird, verlagert sich immer mehr in jüngere Jahrgänge. Es ist durchaus keine Seltenheit mehr, daß schon 12- und 13jährige Alkohol trinken. Wir wissen, das Alkoholmißbrauch im allgemeinen ein Anzeichen für unbewältigte persönliche oder soziale Konflikte ist. Nicht selten verleiten unbefriedigte Bedürfnisse in der Familie, Ausbildung und Beruf zum erhöhtem Alkoholismus. Viele Jugendliche fühlen sich noch mehr als erwachsene Männer der Aufforderung ihrer Umwelt nicht gewachsen. Der Griff zur Rasche scheint zunächst leichter und einfacher zu sein, als sich durchzubeißen. Für Menschen, die Probleme haben, ist der Alkohol aber besonders gefährlich. Denn er überdeckt die Probleme nur kurzfristig, löst sie aber nicht. Sobald die Alkoholwirkung nachläßt, sind auch die alten Schwierigkeiten wieder da. Oft werden sie durch die Folgen des Trinkens noch schwerer lösbar. Allzuleicht gerät man in einen Teufelskreis aus dem man nur schwer wieder herausfindet. Viele Jugendliche wissen über die Gefahren und Auswirkungen des AIkoholmißbrauches viel zu wenig. Sie sind sich auch nicht darüber im klaren, wie und warum es zur Alkoholabhängigkeit kommt. Wir von der Jungen Generation haben es uns zur Aufgabe gemacht, vor allem die Jugend zu informieren und sie aufzuklären, denn Verbote allein helfen nichts. Viel sinnvoller und hilfsreicher als der erhobene Zeigefinger sind Gespräche und Diskussionen über das Alkoholproblem. Wir haben den ersten Schritt getan, denn je mehr man darüber Bescheid weiß, desto wirksamer kann man helfen. Junge Generation Ortsgruppe St. Leonhard

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"Wie ist denn die Arbeitsmoral bei Ihnen in der Rrma?" "Wie bei Robinson Crusoe!" "Wie soll ich das verstehen?" "Alle warten auf Freitag!"


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Ein Fest zu Ehren Dr. Joseph Ennemosers Am letzten Sonntag im August dieses Jahres lud das Schützenbataillon Passeier Ehrengäste und Interessierte nach Schönau ins Hinterpasseier, wo zu Ehren des Artzes, Wissenschaftlers und Freiheitskämpfers Dr. Joseph Ennemoser (1787 bis 1854) ein Fest gegeben wurde. Pfarrer Franz Künig, Rabenstein, segnete die Gedenktafel, wie das Bataillon bei Grassmair in Innsbruck in Bronze gießen ließ und die einen Gedenkstein ziert, der von den Schützen aus Rabenstein und Moos dort gesetzt wurde, wo das Geburtshaus des großen Passeirers stand. Der Egghof wurde nämlich 1916von einer Schneelawine zerstört und später weiter südlich neu aufgebaut. Die Festmesse, von der Musikkapelle Platt musikalisch umrahmt, wurde für die dreihundert Festteilnehmer zu einem geistlichen Erlebnis - eingebettet in die herrliche Hochgebirgslandschaft zu Füßen der Timmetsjochstraße. Die Teilnehmer waren zum Teil von weit hergekommen: Schützen und Fahnenabordnungen aus allen Landesteilen Südtirols, aus dem Ötztal

Segnung Gedenkfeier Dr. J. Ennemoser.

und von Engern am Tegernsee, wo Ennemosers Grabstätte zu finden ist, liebevoll betreut von den Schützen der Kompanie Tegernsee. Bataillons-

25 Jahre King Italiana St. Martin

Blick in den Versammlungssaal.

kommandant Wolfram Klotz hielt die Festrede, in der er sich zu einem freien Tirolerland aber gegen jede Art von Gewaltanwendung bekannte.

Pionierarbeit für das Passeiertal Unlängst feierte die Rrma King Italiana S.r.l. ihre 25jähriges Betriebsjubiläum mit einem großen Fest. Uber 140 Belegschaftsmitglieder, viele Ehrengäste, eine Abordnung des Stammhauses von Schram berg, sowie die Familie King trafen sich im Vereinssaal von St. Martin, wo die Musikkapelle St. Martin für festliche Stimmung sorgte. »Wir waren das erste Unternehmen, das eine Ansiedlung in einem abgelegenen Südtiroler Tal wagte« so Rrmenchef Franz Josef King zu der vor 25 Jahren in St. Martin realisierten Betriebsansiedlung; »die Idee kam von meiner Gattin, die das Passeiertal als Ferienort liebgewonnen hatte« Er rollte die Rrmengeschichte auf. In einem Tale, wo Landwirtschaft vorherrschte, brachte die Industrialisierung viel Neues - geregelte Arbeitszeit und Lohn, Leistungsdenken, Zusammenarbeit. Doch mit viel Reiß und Ausdauer sind sie rasch in die Industrierealität hineingewachsen. Herr King stellte den Mitarbeitern ein gutes Zeugnis aus. Von den anfangs 30 Mitarbeitern im Jahre 1963 sind


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es heute über 170, davon 60 Heimarbeiter. Die King Italiana erzeugt hauptsächlich flachliegende Spiralfedern für die Meß- und Regeltechnik. Im Jahre werden bis zu 50 Millionen Stück in St. Martin hergestellt, die man in alle fünf Erdteile exportiert. Der Anwendungsbereich liegt in der Autoindustrie, der Raum- und Luftfahrt, bei Uhren und Meßinstrumenten. Als Zulieferant ist man weitgehend abhängig von den Auftraggebern, sowie den Schwankungen des Weltmarktes ausgesetzt. Auch wurde die Feder durch die Digitaltechnik verdrängt, sodaß neue Marktchancen auszumachen waren, die in der Mikromechanik gefunden wurden. Herr King erklärte den Gästen: »Unsere feinste Spirale ist zweimal dünner als ein blondes Frauenhaar«,

Landesrat Dr. Franz Spögler überbrachte die Grüße der landesregierung und dankte der Familie King für die Schaffung der vielen Arbeitsplätze gerade im Passeiertal. Daß ein umweltfreundlicher Betrieb geschaffen wurde, der sich reibungslos in die Landschaft eingliedern läßt. Den Dank der Gemeinde überbrachte der Bürgermeister von St. Martin Herr Josef Pichier. Er betonte, daß der Betrieb für St. Martin eine große Bereicherung darstellte, daß viele Leute hier im Ort Arbeit finden. Er sprach die Zuversicht aus, daß dieses Unternehmen der Talschaft erhalten bleibe. Die Glückwünsche des Industriellenverbandes unterbreitete Direktor Fraenkel und unterstrich die Qualität des Produktes. Auch Ortspfarrer Alois Wallnöfer kam zu Wort, der in auflockernder Weise den Namen King von hinten gelesen so interpretierte: »Geht nicht in Konkurs - sondern zieht weitere kreise- letzteres in Andeutung auf das Firmenzeichen - die Spirale. Glückwünsche und Dankesworte der Belegschaft überbrachte Herr Helmut Weiss. Er erinnerte daran, daß Herr King echte Pionierarbeit geleistet habe, indem er die Arbeitsplätze an die Menschen heranbrachte, auch lobte er die soziale Gesinnung von Herrn King, die in ihm einen Vater sehen. King wa'r einer der ersten Betriebe, die Teilzeit sowie Heimarbeit einführten und so den Frauen (King beschäftigt zu 95% Frauen) in jeder Hinsicht entgegenkam. Ein Album »King wie es feiert und arbeitet«, in dem die vergangenen Jahre in Bild festgehalten wurden, überreicht er der Familie King. Den Abschluß bildete ein Mittagessen in einem nahen Gasthaus.

Fremdenverkehrschronik St. Leonhard in Passeier (Teil 2) Außerdem wurde vom Deutsch-Österreichischen Alpenverein im Jahre 1897 ein alpines Rettungswesen aufgebaut mit Melde- und Rettungsstellen, das Verunglückte zu versorgen und Leichen zu bergen hatte. Die Unterhaltung dieser Melde- und Rettungsstellen sowie die Überwachung wurde an die Gemeinden delegiert, die auch für die Bereitstellung von Rettungsmaterial und -personal verantwortlich waren. Außerdem wurde die Zahl der Gasthöfe mit Unterkunftsmöglichkeiten von der Gemeinde St. Leonhard bewußt erweitert und auch die Zahl der Gasthäuser, die nur Getränke ausschenkten und Speisen verabreichten, vermehrt. So gab es bereits im Jahre 1890 die folgenden Gasthöfe mit Unterbringungsmöglichkeiten: Gasthaus am Sand, Inhaber Leopold von Hofer, Pächter Georg Haller; Gasthaus zum Frick, Georg Hofer; Gasthaus Brühwirt, vormals Gasthaus »Zur Goldenen Mahlzeit«, Vinzenz Holzknecht; Gasthaus Strobl, vormals Gasthaus »Zurn Einhorn«, Josef Ladurner; Gasthaus zum Theis, vormals »Gasthaus Zum Schwarzen Adler«, Wwe. Pixner. Außerdem konnten Getränke und Speisen in und um St. Leonhard noch bei folgenden Gasthäusern eingenommen werden: Gasthaus Fallenbach, Anna Wwe. Pixner; Gasthaus Walten, Anna Augscheller; Branntweinschenke Johann Pixner, vulgo Neurauter; Grafeilzoll, Johann Gufler; Gasthaus Leitneben am Jaufen, Walten, Alois Gumpold; Weinschenke Schweinsteg, Georg Kofler; Tschölls Gasthaus, auch Branntweinl, Josef Tschöll; Branntweinverschleis Walten, Gertraud Pixner; Branntweinverschleis, Filomena Pirpamer; Restaurant der Restauration, Michael Pirpamer; KK Bezirksschießstand Passeier; Haller Georg, Verkauf von Spirituosen in geschlossenen Gefäßen; Delucca Johann, Verkauf von Spirituosen in geschlossenen Gefäßen. Die Gemeinde St. Leonhard setzte sich aber auch unter verschiedensten Gemeindevorstehern ganz energisch für den Ausbau des Angebots an Einrichtungen für den Fremdenverkehr ein. Als ein Beweis dafür mag die folgende Begründung in einem

von der Gemeinde angestrebten Rekurs gegen die Entscheidung der Stadthalterei in Innsbruck gelten, welche die Konzession zum Ausschank geistiger Getränke an Johann Pfitscher ablehnte, der 1889 das Anwesen »zurn Loahrner- an der Jaufenstraße erworben hatte (geschrieben am 23. Juni 1889 von der Gemeinde St. Leonhard an das KK Ministerium für Handel und Wirtschaft in dieser Angelegenheit) : -oa die Gemeindevorstehung St. Leonhard das anruhende Dekret durch welches derselben der Rekurs gestattet und per Post am 11. Juni zugestellt worden ist, erhalten hat, so ergreift dieselbe im Interesse für das allgemeine Wohl in offener Frist und begründet denselben durch folgende Umstände: 1. War seit undenklichen Zeiten bei dem erwähnten Haus eine Branntwein gerechtsame Genehmigung verbunden und wurde immer dort ausgeübt, welche Gerechtsame im Jahre 1862 durch die damalige Gewerbeordnung erweitert und das fragliche Gewerbe seither sowohl zur Zufriedenheit der Reisenden, als auch der Gemeinde betrieben worden ist. 2. Das Haus, in welchem das bemerkte Gewerbe betrieben wird liegt im Mittelgebirge ca. 2,5 km vom Dorf St. Leonhard entfernt in steiler Lage gegen den Jaufen, und es sind die Reisenden, wenn sie mit erhitztem Körper dort ankommen und die nötige Zeit zum Ausruhen nicht besitzen, auf ein Glas Branntwein faktisch angewiesen, um nachher mit Speise, Wein, Bier oder anderen Erfrischungen ohne Schaden für ihre Gesundheit sich laben und ihre Reise fortsetzen können. 3. Durch die Verweigerung des Ausschanks und Kleinverschleißes von gebrannten, geistigen Getränken im Hause No. 181 wird der Fremdenverkehr nicht gefördert, sondern in sehr hohem Grade benachteiligt, indem der dort verabreichte Branntwein wie schon qesaqt für die Reisenden nicht zum Ubermaße, sondern einzig und allein nur für ihre Gesundheit dient und dort verabreicht wird. 4. Auch gegen die lokalen Verhältnisse kann der Ausschank und (Fortsetzung auf Seite 8)


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Fremdenverkehrschronik in Passeier) (Fortsetzung von Seite 7)

St.

Leonhard

Kleinverschleiß von gebrannten, geistigen Getränken an diesem Ort als eine Wohltat angesehen werden, wodurch der daigen, meist armen Bevölkerung Gelegenheit geboten wird, durch einiges Geld ihre Kräfte zu sammeln und ihren Strapazen und Obliegenheiten besser nachkommen zu können. 5. Gegen die polizeilichen- und gewerblichen Vorschriften ist der Gemeinde bisher keinerlei Unannehmlichkeit bereitet worden und ist auch gegen den neuen Inhaber dieses Gewerbes nichts zu befürchten, da ihm volle Verlässlichkeit und Unbescholtenheit zugemutet werden kann. Die gefestigte Gemeindevorstehung glaubt daher sicher, der Erwartung Raum geben zu können, daß dem Johann Pfitscher die nachgesuchte und von der KK Bezirkshauptmannschaft Meran und der KK Stadthalterei in Innsbruck verweigerte Konzession zum Ausschank und Kleinverschleiß von gebrannten, geistigen Getränken bewilligt wird. St. Leonhard in Passeier am 23. Juni 1889 Der Gemeinde - Vorstand Josef Waldner, Vorsteher Georg Pfitscher, Rath Vigil Gufler, Rath Für die Gemeinde St. Leonhard zahlten sich diese Bemühungen jedoch aus. Abgesehen von den Badegästen, die die Heilquelle aufsuchten, kann mit Sicherheit ein großer Anteil von Touristen verzeichnet werden, die als Bergwanderer ihren Urlaub hier verbrachten. Insgesamt konnten in den letzten 20 Jahren vor der Jahrhundertwende durchschnittlich jährlich 200 Gäste nachgewiesen werden, von denen bald die Mehrzahl aus Deutschland kam. Die Fremdenverkehrsstatistik für das Jahr 1909 wies für die Saison bereits 685 Gäste nach. Von diesen kamen 417 aus dem Deutschen Reich und nur 268 aus den Länqern Österreich, England und Frankreich. Wenn man das Mittel der angegebenen Verweildauer der Gäste berücksichtigt, so kann man für die Saison vom 15. Juni bis zum 15. September 1909, nach der für diesen Zeitraum angestellten Erhebung, mir rund 1900 Ubernachtungen rechnen. Darüberhinaus standen in St. Leonhard 5 konzessionierte Bergführer für Touristen zur Verfügung, und außerdem 4 Einspänner und drei Zweispän-

ner für die Beförderung der Touristen und für Ausflugsfahrten. Der Kurort St. Leonhard (Fallenbach) hat durch die vorausschauenden Maßnahmen und die Aufgeschlossenheit der Gemeindevorstehung bereits im 19. Jahrhundert den Grundstein für die Entwicklung des Tourismus in diesem Jahrhundert gelegt. Im Gegensatz zur Einstellung der Gemeindeverwaltung St. Leonhard, gab es in St. Martin, dem Nachbarort, immer wieder Schwierigkeiten mit der Konzessionbewilligung und auch mit den Gastwirten wie nachfolgend erläutert wird. Die Gemeindeverwaltung wehrte sich im Gegensatz zu St. Leonhard gegen die Lizenzverteilung neuer Gasthöfe. Es bestand sogar ein Vertrag zwischen den Gastwirten von St. Martin, der Gemeindeverwaltung und der Kirche, zur Verhinderung der Errichtung neuer Gasthäuser und Schänken, wie aus dem nachfolgenden Protokoll vom 12. Februar 1879 hervorgeht: Protokoll: Die unterzeichnenden Wirtsleute von St. Martin geben hiermit dem Hochwürden Herrn Ortspfarrer und der Gemeindevorstehung von St. Martin das Versprechen, in ihren Gasthäusern die möglichste Ordnung zu halten und zwar: 1. Unter Mitwirkung der Gemeindevorstehung die gesetzlich vorgeschriebene Polizeistunde genau einzuhalten; 2. In ihrem Wirtshaus das Tanzen nicht zu gestatten; 3. Einzelnen Liebespaaren kein separates Zimmer einzuräumen, außer wenn Verehelichung in Aussicht; 4. Denjenigen Gästen, an welchen man bereits Trunkenheit bemerkt, kein weiteres hitziges Getränk zu verabreichen; 5. Mit Unterstützung der Gemeindevorstehung und der polizeilichen Organe während der Gottesdienste diejenigen Personen, die nicht des Bedürfnisses, sondern bloß der Unterhaltung und des Genusses wegen im Wirtshaus bleiben, zu entfernen und zum Besuch des Gottesdienstes anzuhalten. Dagegen verspricht der Seelsorger und die Gemeindevorstehung: 1. Das Aufkommen neuer Wirts- oder Schankhäuser soweit als möglich zu verhindern; 2. Die Winkelschänken nach Möglichkeit zu unterdrücken; 3. Die Einhaltung der Polizeistunde und die Abschaffung der unliebsamen Gäste teils durch das Er-

scheinen des Gemeindeausschusses, teils durch öfteres Abschaffen durch den Gemeindediener, oder die KK Gendarmerie zu bewirken. 4. Das Gasthaus durch eigenes Erscheinen zu beehren und das Gewerbe zu fördern. St. Martin am 12. Februar 1879 Bernhard Hofer Gertraud Hofer P Sebastian Heinz, Pfarrer Franz Holzknecht Josef Könisgsrainer Alois Prünster und andere Diesem Protokoll zufolge wehrte sich die Gemeinde unter Ausschöpfung aller möglichen rechtlichen Hinweise, um die Neugründung von Gasthäusern zu verhindern. Besonders der Bau der Passeirer Straße veranlaßte viele Bewohner oder auch Neuhinzukommende bei dem guten Geschäft der Wirte in St. Martin einen Antrag auf eine Gasthaus- oder Schanklizenz zu stellen. Dieses Verhalten der Gemeindevorstehung hatte natürlich zur Folge, daß gegen die oft willkürlichen Maßnahmen und Schutzbehauptungen der Gemeindevorstehung Berufung eingelegt wurde. St. Martin scheint aber nicht allein Ärger mit den Wirten gehabt zu haben. Bereits am 1. März 1880 haben die fünf Gemeinden des Passeiertales eine Kundmachung für Wirte und Wirtshausgäste publiziert, die auf Anweisung der Bezirkshauptmannschaft erstellt wurde und über das Protokoll von St. Martin noch weit hinausging. Grundsätzlich wurden öffentlicher Tanz in Gasthäusern und auch Hausbälle, aufgrund von Entschliessungen aus dem Jahre 1826 und 1828 verboten. Wenn sie jedoch ausnahmsweise von den Gemeindevorstehern genehmigt wurden, mußten sie um 10 Uhr abends beendet sein. Die Wirte, die dagegen verstießen, wurden mit hohen Strafen belegt. Bei dreimaligem Verstoß wurde ihnen sogar die Konzession entzogen. Die Tanzgäste wurden ebenfalls mit Geldbußen und die Musiker mit Arrest bis 3 Tagen bestraft. Ebenfalls waren abends alle hohen Spiele, Hazard oder reine Glücksspiele verboten wie z. B. Würfeln, Mauscheln, Zwicken und Labet. Von dem bei den Spielern beschlagnahmten Geld wurde demjenigen, der verbotene Spiele anzeigte, 1/3tel des Geldes zugesprochen, oder wenn er selbst mitgespielt hat, Straffreiheit zugesichert.


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Passeirer Blatt I November 1988

Falschspielern drohte eine Kerkerstrafe bis zu fünf Jahren. Diejenigen Wirte, die diese Kundmachung nicht öffentlich sichtbar aushängten, wurden ebenfalls mit Geldbußen bestraft. Zur Gemeinde St. Martin zählten nach einer Aufstellung aus dem Jahre 1905 folgende Gasthöfe: Saltaus, Quellenhof, Unterwirt, Oberwirt, Mitterwirt, Waldheim und Breiteben. Die Fremdenstatistik, die zwar nicht jahrgangsmäßig verglichen werden kann, weist für die beiden Orte St. Leonhard und St. Martin folgende . Besucherzahlen auf: St. Leonhard:

1882 - 227 Personen 1883 - 190 Personen 1884 - 234 Personen 1887 - 162 Personen 1888 - 130 Personen 1889 - 160 Personen 1890 - 120 Personen 1891 - 210 Personen 1905 - 685 Personen St. Martin: 1896 - 50 Personen (nur Saltaus) 1902 - 216 Personen (ganz St, Martin)

1903 - 298 Personen 1913 - 153 Personen 1914 - 131 Personen

Bergführer standen in St. Martin keine zur Verfügung. Im Jahre 1903 war ein Einspänner zur Beförderung der Touristen vorhanden. Wie sehr die Gemeinde St. Martin sich an die oben aufgeführten Vereinbarungen mit den Gastwirten gebunden fühlte, um eine lästige Konkurrenz abzuwehren, beweißt der nachstehende Gemeindebeschluß vom 7. Juni 1903, nachdem von der Bezirkshauptmannschaft in Meran der Antragstellerin Filomena Strobl die Konzession erteilt wurde: Gemeindeausschußsitzung 7. Juni 1903:

vom

Der Gemeindeausschuß erklärt sich hiermit entschieden gegen die Erteilung der Gastgewerbekonzession an Filomena Strobl an dieser Stelle. Zwar liegen gegen die Gesuchsstellerin keinerlei erwiesene Tatsachen vor, daß sie dieses Gewerbe allenfalls zur Förderung des verbotenen Spiels, der Hehlerei, der Unsittlichkeit oder Trunksucht mißbrauchen würde. Die Gesuchsstellerin bietet jedoch absolut nicht die notwendige Verläßlichkeit zu einer guten und vorschriftsmäßigen Führung eines derartigen Gewerbes, an so einer gefährlichen Stelle, wie diese ist, wo es auf die Verläßlichkeit und den Charakter eines Wirtes ankommt. Dieselbe ist erst

seit dem 5. April 1903 volljährig (24 Jahre), also noch sehr jung und unerfahren in diesem Geschäft und war früher immer nur zu Hause bei der Landwirtschaft und nur ganz kurze Zeit in einem derartigen Geschäft beschäftigt. Zur Ausübung eines Gastgewerbes an dieser Stelle (Waldheim) besteht weder für Fremde noch für Einheimische ein Bedürfnis und auch die polizeiliche Überwachung ist wegen der zu weiten Entfernung desselben von der Gemeindevorstehung undurchführbar oder würde wegen der einsamen, von anderen Häusern ganz isolierten Lage, fast mitten in einem Walde, große Unkosten verursachen. Wegen dieser angeführten Gründe wurde schon seinerzeit bei Erteilung der Konzession an Josef Strobl des Längeren und Breiteren erörtert und der Gemeindeausschuß hält diese Entscheidung auch jetzt noch vollständig aufrecht. Der Gemeindeausschuß weiß zwar, daß seine Einwände kein Gehör finden werden, aber wenn heutzutage irgendeine Alpenvereinssektion ihr Gutachten darin abgibt, daß dieses oder jenes Unternehmen dem Fremdenverkehr förderlich sei oder im Interesse des Fremdenverkehrs erscheine, müsse der Gemeindeausschuß prüfen, ob die einheimische Bevölkerung durch ein solches Unternehmen einen moralischen oder materiellen Schaden erleidet und sich weigern eine Konzession zu erteilen. Der Gemeindeausschuß erachtet es aber als Pflicht zur Wahrung der Interessen der hiesigen Bevölkerung gegen die Erteilung der Konzession an Rlomena Strobl Stellung zu nehmen. N.B.: Im Jahre 1913wurden in diesem Gasthaus 26 Gäste mit 240 Übernachtungen gezählt. Der Bauer des Stegerhofes in Saltaus versuchte es 1905 auf andere Weise eine Konzession zu bekommen. Er bot der Gemeinde an, 25 Jahre lang jährlich 200 Gulden an die Gemeindekasse zu zahlen, wenn ihm die Konzession erteilt würde. Dem Josef Haller wurde 1906 die Konzession verweigert, mit der Begründung, daß 1/4 Stunde entfernt ein anderer Schankbetrieb in den Sommermonaten betrieben wird. Diese Beispiele können noch erweitert werden, da der Bau der Passeirer Straße viele Bürger veranlaßte an dem zunehmenden Fremdenverkehr teilzunehmen. Die Einstellung einzelner Gemeinden beweist aber wiederholt, wie willkürlich an einigen Orten die Entwicklung gehemmt wurde.

Wichtige Gemeinderatsbeschlüsse St. Leonhard Gemeinderatssitzung 17. Mai 1988:

vom

- Die Fa. Casa dei Cingolo wird mit der Lieferung eines Compaktors des Fabrikats Hanomag für die Mülldeponie zum Preis von Lire 195.000.000 beauftragt. - Die Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des Parkplatzes am Waltnerbach werden an die Fa.Josef Kofler/Hütt vergeben. - Die Fa. Torggler Commerz AG erhält den Auftrag, die Sphärogußrohre für das Bektrowerk zum Preis von Lire 1.145.000.000 zu liefern. - Im Gemeindebauleitplan werden 2 neue Zonen für öffentliche Einrichtungen ausgewiesen: Zone für den Neubau des Grundschulgebäudes in Gomion und Zone zum Bau einer Zivilschutz-Gerätehalle beim Vereinshaus. - Die Fa. Normbau GmbH wird mit dem Bau des Krafthauses für das Bektrowerk St. Leonhard betraut (Preisaufschlag 6,1%) Gemeinderatssitzung 3. Juni 1988:

vom

- Die Verlegung der Rohrleitung für das E-Werk St. Leonhard wird an die Fa. Jakob Rammlmair Bozen mit einem Preisaufschlag von 6,41% vergeben. Gemeinderatssitzung 3. August 1988:

vom

- Das Projekt zum Bau eines Zivilschutzzentrums mit übergemeindlichen Räumen für die Feuerwehr, das Weiße Kreuz und die Bergrettung (Gesamtkosten 1.444 Milliarden Lire) wird genehmigt. Es sollen nun die nötigen Landesgutachten eingeholt werden. - Die Isolierarbeiten am Parkplatz Waltnerbach werden um 14,4 Millionen Lire an die Fa. Ravazzolo vergeben. - Den Zuschlag für die Einrichtung einer Fußgängerbrücke über den Waltnerbach (am neuen Parkplatz) erhält um 52,5 Millionen Lire die Fa. Pichler Leo St. Leonhard. (Fortsetzung auf Seite 10)


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Wichtige Gemeinderatsbeschlüsse St. Leonhard (Fortsetzung von Seite 9)

- Der Auftrag zur Errichtung der Fassungsstellen für das E-Werk geht zum Preis von 446 Millionen Lire (Aufgebot 2,7%) an die Fa. RammImair. - Die Verlegung der Kabelleitungen

wird an die Fa. Gruber SABI/Sarnthein vergeben (1,2% Aufgebot 226 Millionen Lire). - Für die Stahlbauarbeiten erhält die Fa. IImer Josef Kastelbell mit einem Aufgebot von 2 % den Zuschlag (135 Millionen Lire). - Die Druckrohrleitung 2. Baulos geht mit einem Aufgebot von 19,4% an die Fa. Gruber SABI/Sarnthein.

S.c. St. Martin, Sektion Schwimmen

»Die Wasserratten und Badenixen von St. Martin formieren sich« Seit Bestehen des Schwimmbades in St. Martin ist dieses im Sommer stets von vielen Kindern bevölkert. Aber ein Schwimmbad in dieser Größe und mit diesen Infrastrukturen ist wohl zu schade, um nur als Aufenthaltsort für die Kinder zu dienen, wo man sie für einige Stunden oder für den ganzen Tagabgeben und dann wieder holen kann. So argumentierten die Verantwortlichen des Schwimmklubs. Nicht nur Freizeittätigkeit sondern auch Schwimmkurse sollte der Verein anbieten. Das Schwimmbad sollte besser, rationeller ausgenützt werden. So kam es zur Gründung der Sektion Schwimmen im SC St. Martin. Schon sehr schnell zeigte sich, daß das Vorhaben ein Volltreffer für St. Martin war. Heute kann man sagen, daß die Erwartungen des Vereinsvorstandes bei weitem übertroffen wurden. Dabei waren die Anfänge ganz bescheiden. Schon im Juli 1985 hat Frau Dr. Erna Hora Schwimmkurse für Kinder von 6-8 Jahren organisiert. Sie war und ist die Seele der neu organisierten Sektion. Als Schwimmlehrer fungierte Siegfried Kofler, der bald bei den Kleinen als ihr Lieblingslehrer galt. Bei der Gründung im Jahr 1985 spielte auch die Überlegung eine Rolle, daß das Schwimmen einerseits der Gesundheit des Menschen in jedem Alter förderlich ist und deswegen schon im Schulalter erlernt werden soll, daß aber andererseits Schwimmen in den Schulen nicht direkt im Pro'gramm vorgesehen ist. Außerdem fällt fast die ganze Schwimmsaison in die Schulferien. Die eigentliche Tätigkeit begann im Jahre 1987 mit mehreren Schwimmkursen für Kinder und Erwachsene. Dabei wurde zunächst gar nicht an eine wettkämpferische Tätigkeit gedacht. Mehr zum Spaß und als Be-

lohnung für die Kinder nahm die junge Gruppe am 8. Dezember 1987 am VSS-Wintersprint in Sterzing teil. Diese erste Teilnahme an einem provinzialen Wettkampf brachte bereits eine erste Medaille: Bronze für Verena Schweiql Dieses für die Sektion Schwimmen des SC St. Martin fast historische Ereignis brachte die Aktiven und die Funktionäre nicht nur auf den Geschmack nach weiteren Erfolgen, sondern warf in der Folge auch bald die Frage auf, wer die immer größer werdende Schar von Ju-

gendlichen und Kindern, von denen einige mittlerweile schon ein beachtliches Niveau erreicht haben, trainieren solle. Die Betreuung erforderte nicht nur viel Zeit, sondern auch pädagogisches Geschick und fachliches Können; vor allem letzteres konnte niemand in genügendem Maße aufweisen. Da auch in der Folgezeit niemand bereit und in der Lage war, das Amt eines Trainers zu übernehmen, entschloß sich die Sektionsleiterin, Frau Dr. Hora selbst, das Ruder in die Hand zu nehmen, auch als Trainerin. Sie machte die Ausbildung als Schwimmlehrerin beim nationalen Verband in Trient und erreichte im Frühsommer das entsprechende Diplom und hat somit alle Voraussetzungen, als Trainerin zu arbeiten. In der Zwischenzeit ruhte aber keineswegs die Vereinstätigkeit. Die Buben und Mädchen beteiligten sich seit dem Frühjahr 1988 an Wettkämpfen in Meran, Leifers, Schlanders und Naturns. Weiters wurde im August ein Vergleichskampf zwischen Meran und St. Martin im Martiner Schwimmbad ausgetragen, wobei auch die Synchronstafel ihre ersten Künste zum besten gab. Weiters wurde im Rahmen der Sportgruppentätigkeit der Mittelschule St. Martin ein Schwimmkurs für Mittelschüler durchgeführt und die


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Mittelschüler haben in der Folge auch an der Landesmeisterschaft teilgenommen. Die bisherige Medaillenausbeute kann sich sehen lassen: Dezember 87 in Sterzing: 1 Bronze April 88 in Bozen: 1 Bronze Juli 88 in Leifers: 1 Silber Juli 88 in Schlanders: 1Silber, 1 Bronze August 88 in Meran: 1 Gold, 1 Silber, 2 Bronze August 88 in Naturns: 3 Gold, 4 Silber, 2 Bronze, Staffette in Naturns: 2. Platz Diese Übersicht läßt auf den ersten Blick die große Leistungssteigerung von der ersten Teilnahme bis zur letzten erkennen. Das ständig bessere Abschneiden der Wettschwimmer ist in den verbesserten Trainingsmethoden und auch im intensivierten Trainingsprogramm zu suchen, aber nicht zuletzt auch in der wachsenden Wettkampferfahrung der teilnehmenden Athleten. Bei der Wettkampftruppe gab es allerdings auch schon einige »Aussteiqer«, denn nur die »echten Schwimmer« können da mithalten. Die bisher letzte Aktion war die Martiner Meisterschaft am 4. September 1988. Neben der Wettschwimmtätigkeit werden von der Sektion aber auch laufend Schwimmkurse angeboten: - für Kinder von 4-6 Jahren (Betreuer: Siegfried Kofler) - für Grund- und Mittelschüler - für Mädchen und Frauen - Kurse sind natürlich auch für Herren offen; nur haben bis jetzt wenige vom Angebot Gebrauch gemacht. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, daß jede Dame und jeder Herr, ganz gleich in welchem Alter und von welcher Rgur auch immer, das Schwimmen

mit einer Leichtigkeit lernen kann. Allen zaghaften Anfängern und Anfängerinnen wird in einer ersten Phase die Angst abgebaut. Die größte Hürde ist dann schon genommen; und wo dann die Technik und das Können von Frau Hora nicht ganz ausreicht, da hilft »AssistentinMarianne Abler mit ihrem Humor und ihrer Überredungskunst nach. Zur Anwendung kommt bei den Kursen natürlich die neueste Methode: ohne Hilfmittel, wie Schwimmreifen oder Rügelehen.

Ohne Zweifel haben die verschiedenen Tätigkeiten der Sektion Schwimmen allen erwachsenen Teilnehmern und den Kindern und Jugendlichen nicht nur viel Freude bereitet, sondern auch eine sinnvolle und gesunde Freizeitgestaltung gebracht. Der Verein erfüllt somit auch einen sozialen Dienst an der Gemeinschaft. Als letzte Neuheit der Sektion Schwimmen gilt das Synchronschwimmen, ein Mädchensport als Gegengewicht zum Fußball der Buben. Begonnen wurde damit im Frühjahr 1988. Es Sind vorwiegend Mädchen ab 12 Jahren, die daran teilnehmen. Sie müssen gut schwimmen können aber nicht unbedingt wettkampfstark sein. Voraussetzung ist auch eine natürliche Begabung, die Rguren zu lernen und sie zu beherrschen. Die Synchrondisziplinen erfordern viel Geduld und große Ausdauer, bringen aber den Teilnehmerinnen viel Spaß und Befriedigung. Die Gruppe hat das Hobby-Stadium bereits überwunden, es geht schon ein klein wenig ins Profihafte. Vorführungen gab es bereits unter anderen in den Schwimmbädern vom Ouellennof und Stroblhof und im Schwimmbad von St. Martin. Es ist der Sektion Schwimmen des SC St. Martin zu wünschen, daß die Begeisterung anhält und die Erfolge in der kommenden Saison noch zunehmen.


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Zahnärztliche Eingriffe billiger Am 25. Mai 1988 ist das Landesgesetz über die zahnärztliche Betreuung in Kraft getreten. Durch dieses von Landesrat Otto Saurer vorgelegte Gesetz werden Ausgaben für Zahnprothesen, Brücken, Kronen sowie Regulierungsapparate teilweise rückerstattet; zudem werden auch die staatlichen Zuschüsse für zahnärztliche Behandlungen wie Zahnextraktion, Füllung, Wurzelbehandlung usw. durch Landesbeiträge erhöht (nur für Ticketbefreite). Bei herausnehmbaren Prothesen werden je Element 80.000 Lire und bei festen Prothesen (Kronen, Brükken) 350.000 Lire zurückerstattet. Jugendlichen Versicherten ab 18 Jahren wird für herausnehmbare Regulierungsapparate ein Betrag von 1.420.000 Lire und für festsitzende Apparate 1.920.000 Lire rückvergütet.

Fachärztliche Leistung - Fachärztliche Visite.

- Zahn- oder Zahnwurzelextraktion Lokalanästhesie

in

- Extraktion eines retenierten Weisheitszahnes mit Betäubung - Chirurgische Eingriffe zur Anbringung von Prothesen (für jede Halbseite)

- Behandlung und Füllung bei oberflächlicher Karies

- Behandlung und Füllung bei tieferer Karies mit Wurzelbehandlung eines Zahnes mit einer Wurzel - Zahnsteinentfernung je Sitzung (höchstens zwei Sitzungen)

Aufgrund der neuen Rückerstattungsbeiträge können alle Anspruchsberechtigten ab sofort bei der Sanitätseinheit um die vorgesehenen Vergütungen ansuchen. Zu diesem Zweck müssen bezahlte Rechnungen innerhalb 60 Tage ab Ausstellungsdatum der' Sanitätseinheit vorgelegt werden. Berücksichtigt werden nur zahnärztliche Eingriffe, die von Fachärzten der Zahnheilkunde oder zugelassenen Dentisten durchgeführt wurden. Für zahnprothetische Leistungen ist neben der ordnungsgemäß quittierten Rechnung eine Verschreibung durch den Facharzt oder befähigten Dentisten notwendig und der Sanitätseinheit vorzulegen. Im folgenden einige fachärztliche Leistungen und die entsprechenden Rückerstattungsquoten: Rückerstattungsquote für zahnärztliche Leistungen ab 1.1.88

Zusätzliche Rückerstattungsquote für Ticketbefreite ab 25.5.88

Lire 26.400

Lire

Lire 13.000

Lire 27.000

Lire 25.900

Lire 74.100

Lire 25.900

Lire 74.100

Lire 24.700

Lire 15.300

Lire 43.200

Lire 86.800

Lire

Lire 23.200

6.800

3.600

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, sind die zusätzlichen Rückvergütungen für Ticketbefreite Personen teilweise beträchtlich. Alle Rentner und besonders auch Familien mit niedrigem Einkommen sollten sich erkundigen, ob ihnen nicht eine ncketbefreiung zusteht.

STELLENANGEBOT

Die Agentur der Versicherungsgesellschaft Lloyd Adriatico sucht für das Büro in St. Leonhard/Passeier einen jungen, militärfreien Mitarbeiter mit eigenem Fahrzeug. Sicheres Auftreten, gute Umgangsformen, itaienische Sprachkenntnisse sowie Maschinenschreiben sind Voraussetzung. Es handelt sich dabei um eine krisensichere ..Zukunftsposition. Geboten werden Rxum und Provision; eine spätere Ubergabe der Agentur bzw. Teilhaberschaft kann besprochen werden. Zuschriften mit handgeschriebenem Lebenslauf, Angabe von Referenzen oder Zeugnissen sind zu richten an: Lloyd Adriatico, Agentur St. Leonhard/Passeier, Mooser Straße 6.

Wir gratulieren zur Geburt 1988 ST. LEONHARD (Vom 1. Juni bis 5. September 1988) Auer Stephanie, 17. August 1988, Schlattach 17 Eschgfäller Martin, 15. Juni 1988, Gomion 6 Innerhofer Lukas, 24. Juli 1988, Schloßweg 6 Kahler David, 10. August 1988, Walten 55 Kofler Rosmarie, 23. Juli 1988, Jaufenstraße 2 Königsrainer Stefan, 6. Juni 1988, Jaufenstraße 50 Moosmair Christoph, 17. Juni 1988, Kohlstatt 37 Pichler Patrick, 17. Juli 1988, Kaserer Egg 12 Pixner Silvia, 6. Juli 1988, Holzländestraße 5 Pöhl Egon, 28. Juni 1988, Karlegg 9 Schwarz Angela, 11.August 1988, Schloßweg 4 Tschöll Martin, 9. Juni 1988, Kammerveiterstraße 23 ST. MARTIN Pichler Barbara, 15. Mai 1988, Dorfstraße 35 Raich Pirmin, 15. Mai 1988, Brischerweg 13 Kofler Rene, 17. Juli 1988, Saltnerweg 14 Ennemoser Christian, 7.August 1988, Dorfstraße 46 Spath Stephan, 20. August 1988, Schießstandweg 5 MOOS (Vom 11.Mai bis 13. September 1988) Rscher Franziska, 17.Juli 1988, Dorf 59 Rscher Johanna, 17.Juli 1988, Dorf 59 Fröhlich Karin, 15. Mai 1988, Rabenstein 4/e Lanthaler Stefan, 13. Mai 1988, Platt 52 Pamer Alexander, 29. Juli 1988, Platt 32 Pflug Laura, 2. Juli 1988, Stuls 22/B Pixner Artur, 29. Mai 1988, Pfelders 15/A Schweigl Melanie, 4. Juli 1988, Stuls 46/A Mair Peter, 22. August 1988, Pill 141 Eigentümer und Herausgeber: Joset Pichier. Trifter Weg 2Ib, SI. Martin in Passeier. Druck: Riridruck, GoethestraBe 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Reischmann. Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Redaktionskomitee~ Robert Haniger, Dr. Heinrich Hoter, Joset Kofler, Karl lanthaler, Joset Pichier, Ubald Pichier, Dr. Albin Pixner, Arnold Rinner, Joset Öttl.


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