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Offenblatt 38/2022

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Stadt Offenburg ∙ Unser Amtsblatt

Nr. 38, 5. November 2022

www.offenburg.de Trauerbegleitung: Leitung des ambulanten Hospizdienstes stellt Gruppenangebote für Betroffene vor.

Baumschutz: Die Stadt geht neue Wege und setzt auf moderne Bewässerungstechnik.

Verkehrstag: Rücksichtnahme stand bei der Veranstaltung im Schulzentrum Nordwest im Fokus.

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Erinnern – aber wie?

Gedenkveranstaltung: Julia Wolrab stellt das NS-Dokumentationszentrum Freiburg vor

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 referiert Julia Wolrab zum Thema: „Erinnern – aber wie? Einblicke in die Entstehung des NS-Dokumentationszentrums Freiburg.“ Die öffentliche Veranstaltung am Donnerstag, 10. November, beginnt um 19 Uhr im Salmen. Um Anmeldung bis 7. November per E-Mail an: salmen@offenburg. de wird gebeten. Erinnern – aber wie? Diese Frage stellt sich in jüngster Zeit immer häufiger, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus. Die schrecklichen Verbrechen des Holocaust haben sich ins Gedächtnis der Gesellschaft eingebrannt, und doch rücken sie zeitlich in immer weitere Ferne. In einer Zeit, in der überlebende Zeitzeug*innen immer weniger werden, wird es zunehmend wichtiger, die Erinnerung und das Gedenken präsent zu halten und Wege zu finden, auch nachfolgende Generationen anzusprechen.

Erinnerungskultur. Vor drei Jahren stand auf der Salmen-Bühne die szenische Darstellung jüdischer Schicksale im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht. Foto: Pinsker

Julia Wolrab leitet das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg und wird Einblicke in die Entstehung des Zentrums geben. Im Anschluss soll darüber diskutiert werden, welche Ansätze der Erinnerungs-

Hintergrund Julia Wolrab: Jahrgang 1985, studierte Geschichte, Islamwissenschaften und Public History in Freiburg und Berlin. Sie arbeitete für den Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. 2013 gründete sie mit ehemaligen Kommiliton*innen die Geschichtsagentur „Past at Present“, die auf Projekte der digitalen Geschichtsvermittlung spezialisiert ist. 2019 legte sie im Auftrag der Stadt Freiburg eine wissenschaftliche Dokumentation zu den eigentumsrechtlichen Verhältnissen des Platzes der Alten Synagoge Freiburg zwischen 1864 und 2016 vor. Seit 1. Oktober 2020 ist sie wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg.

kultur sich in Offenburg und in Deutschland anbieten, um das Erinnern zeitgemäß zu gestalten. Die Offenburger Gedenkveranstaltungen geben ein Beispiel für Vielseitigkeit der Erinnerungskultur. Im vergangenen Jahr wurde der Film „Wohin?“ der Theater-AG der Erich-Kästner-Realschule im Forum-Kino gezeigt. 2019 führte die Junge Theaterakademie Offenburg „Vision Demokratie – Offenburger Jugend filmt“ auf. 2018 gab es die Sonderausstellung „Ausgegrenzt, geflohen, vernichtet“. 2017 fand eine szenische Lesung aus den Tagebüchern von Victor Klemperer statt. 2016 sang die Gruppe „Grenzgänger“ Lieder aus deutschen Konzentrationslagern.

Putz-Aktion für Stolpersteine Zur Putz-Aktion für die in Offenburg verlegten Stolpersteine rufen das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“, die Grüne Jugend und die Jusos auf. Beginn ist am Samstag, 12. November, um 13 Uhr am Salmen. Reinigungsmaterialien sind vorhanden. Die Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus. Sie sind auf den Gehsteigen vor den damaligen Wohnungen der Betroffenen verlegt. Neben einer Broschüre, die das Museum im Ritterhaus bereithält, informiert eine Handy-App auch akustisch über die Stolpersteine. Informationen gibt es im Internet unter www.stolpersteine-guide.de sowie www.stadtarchiv-offenburg. de und www.agr-offenburg.de.

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