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Dezember_2013 Nr. 44

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Jorunn Braun war Missionsschwester in Südafrika: S. 6

Seit zehn Jahren Kontaktbeamter: S. 14

Die erste Pfarrkirche stand in Lucienvörde: S. 16

OCHTERSUMER KULTURTAGE

Das Publikum ist begeistert Mit viel Freude an der Musik in die Herzen der Besucher Der Kinderchor der Lukasgemeinde (Foto oben) eröffnete die Konzert-Veranstaltung der Ochtersumer Kulturtage in der gut besuchten Aula. Dabei präsentierte Chorleiterin Margarita Chopova zwei beachtenswerte Eigenkompositionen: „Geburtstagslied“ und „Liebe Sonne, komm zurück“. Anschließend stand das Ochtersumer Vokalensemble unter der Leitung von Eckhard Albrecht auf der Bühne. Mit brillanten Stimmen, Liedern aus vier Jahrhunderten und viel Freude an der Musik sangen sich die sieben Sängerinnen in die Herzen des Pub-

likums. Gekonnt führte Albrecht den Chor und das Publikum durch das Programm. Bei den Sängerinnen handelt es sich um besonders talentierte ehemalige Studentinnen, die Albrecht als Musik-Professor an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden (HAWK) förderte, bis er vor drei Jahren in den Ruhestand ging. Inzwischen leben und arbeiten die Sängerinnen in Deutschland verstreut und treffen sich nur einige Male im Jahr zum gemeinsamen Proben bei ihrem Mentor in Ochtersum. Ortsbürgermeister Dr. Ulrich Kumme würdigte Albrecht als Urgestein der Kulturtage.

Das Ochtersumer Vokalensemble unter der Leitung von Eckhard Albrecht.

Als der Ortsrat vor 21 Jahren die Ochtersumer Veranstaltung ins Leben rief, war Albrecht als damaliges Ortsratsmitglied maßgeblich an der Realisierung beteiligt. Er übernahm die Organisation des Konzertes. Und das war in den ersten Jahren der einzige Programmpunkt der Kulturtage; erst 1997 wurde die Veranstaltung mit einer Ausstellung von Ochtersumer Künstlern erweitert. Seit einigen Jahren wird ein Märchen-Theater für Kinder angeboten. In diesem Jahr gab es zum sj ersten Mal auch Autoren-Lesungen. Mehr zu den Kulturtagen auf Seite 3.


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Ochtersumer

OCHTERSUMER KULTURTAGE

Renataschüler stellen zum ersten Mal aus „Mit Autoren-Lesungen kommen auch Literaturbegeisterte auf ihre Kosten“ Die Kulturtage wurden in diesem Jahr bereits um 11 Uhr eröffnet. So sollte Kirchenbesuchern die Möglichkeit gegeben werden, die Kunstausstellung gleich nach dem Gottesdienst zu besuchen. Und tatsächlich kamen viele direkt aus der Kirche in die Aula, um Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Schmuckkarten und Patchworkarbeiten zu bewundern und mit den Hobbykünstlern ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr sorgten Schüler der Renataschule nicht nur für Kaffee und Kuchen, sondern stellten auch selbst aus: Neun talentierte Schüler haben in einem Intensivkurs der 8. Klassen unter der Leitung von Kunstlehrerin Katharina Stark beachtenswerte

Winterliche Geschichten Bewegend und humoristisch, lyrisch, dokumentarisch, historisch, satirisch und fantastisch sind die winterlichen und weihnachtlichen Beiträge der Hildesheimlichen Autoren. Das Taschenbuch (ISBN: 9781492315476) hat 188 Seiten und kostet 9,95 Euro.

Zeichnungen geschaffen. Darüber hinaus zeigten sie den Besuchern, wie die Stillleben entstehen. Die Lehrerin freut sich, dass die Schüler mit ihrer Ausstellung auch außerhalb der Schule Anerkennung erfahren. Carsten Schiedeck, der gemeinsam mit Jutta Pufahl die Kulturtage für den Ortsrat organi- Mit Kunstlehrerin Katharina Stark (links) zeigen die Renataschülerinsiert, sagte: nen Leonarta, Maria und Leonita (von links), mit welchen Techniken „Die Ver- sie die ausgestellten Stillleben in ihrem Zeichenkurs geschaffen haben. anstaltung Dr. Jörg Hellmann, Peter Hereld, Elviera hat in diesem Jahr ein neues Gesicht bekommen“ und zeigte auf die mit Kensche, Bernward Schneider und Marlene Herbstblumen und Früchten ge- Wieland lasen Geschichten, Gedichte und schmückte Bühne. Eheleute Anne Anekdoten aus „Winterliche Geschichten“, und Ludwig Bode haben die De- einem kürzlich erschienenen Gemeinschaftskoration gespendet, um der Bühne werk des Vereins „Hildesheimliche Autoren“. einen würdigen Rahmen zu geben. Mit Zitaten aus Goethes „Faust“ führte HellSchiedeck freute sich, dass sich auf mann durch das bunte Programm. „Die Ledieser Bühne zum ersten Mal Auto- sung hat dem Publikum gut gefallen“, sagte ren mit Lesungen präsentierten. „So Schiedeck. Er hofft, dass die Autoren auch im kommen auch Literaturbegeisterte nächsten Jahr die Kulturtage bereichern wersj den. auf ihre Kosten“, sagte er.

Dornröschen Märchentheater für Kinder Die kleine Bühne der Kolpingsfamilie Algermissen hatte mit ihren Theaterstücken bereits in den vergangenen Jahren ihr junges Publikum begeistert. In diesem Jahr führte sie vor über 200 Zuschauern in der Aula das Märchen „Dornröschen“ auf. In ihrer Inszenierung – frei nach den Gebrüdern Grimm – ist der vorwitzige Küchenjunge Tom die Hauptfigur. Tom nascht gern vom „Eingemachten“ und handelt sich deshalb den Ärger des Küchenmeisters Tomate ein. Dessen Belehrungen enden stets mit seinem Lieblingsspruch: „Aber nichts wird so heiß geges-

sen, wie es gekocht wird.“ Tom entgeht dem 100-jährigen Tiefschlaf im Schloss, weil er sich die Ohren zuhält, als die böse Fee ihren Fluch ausspricht. Tom ernährt sich 100 Jahre lang von Konserven und wirft die leeren Büchsen über die Dornenhecke. Nur durch den Unrat wird der Prinz darauf aufmerksam, dass hinter der Hecke jemand lebt, und kann Dornröschen erwecken. Nach der Vorstellung standen die Schauspieler im Foyer Spalier und verteilten zum Abschied statt dorniger Röschen Lutscher an die sj Kinder.

Dornröschen lässt sich von der bösen Fee das Spinnen zeigen.


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GRU S SWO RT Liebe Ochtersumerinnen, lieber Ochtersumer! Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Die Adventszeit hat begonnen und die dunkle Jahreszeit wird von vielen Lichtern erhellt. Weihnachtsfeiern reihen sich aneinander und wir freuen uns auf das bevorstehende Weihnachtsfest. In diesem Jahr ist viel in Ochtersum geschehen: Das Baugebiet am Steinberg ist gewachsen und die Bautätigkeit geht weiter. Es sind nur noch Restgrundstücke frei. Die Gemeinnützige Baugesellschaft errichtet einen Wohnkomplex mit altengerechten Wohnungen. In der Kita „Villa Kunterbunt“ können die Mitarbeiter ihre gute Arbeit uneingeschränkt fortsetzen, denn die Trägerprobleme sind geregelt. Die Kulturtage für Jung und Alt wurden von den Bürgern hervorragend angenommen. Das alles zeigt: Unser Ortsteil Ochtersum ist lebenswert und entwickelt sich weiter. Die Schlussveranstaltung des Ortsrates ist traditionsgemäß die Seniorenweihnachtsfeier in der Aula, die in diesem Jahr am 7. Dezember stattfindet. Für die älteren Mitbürger wurde wieder ein schönes Programm zusammengestellt. Musikalischer Höhepunkt wird der Auftritt eines Gospelchores sein. Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und freue mich auf viele Begegnungen im nächsten Jahr.

KITA LINDHOLZPARK SCHMÜCKT WEIHNACHTSBÄUME

Sterne, Herzen und Engel für Sparkasse und Volksbank Vor dem 1. Advent hatten die Kinder der Kita Lindholzpark viel zu tun: Sie bastelten jede Menge Sterne, Herzen und Engel und dekorierten damit die Weihnachtsbäume in den Ochtersumer Geschäftsstellen der Volksbank Hildesheimer Börde und der Sparkasse. Zur Belohnung gab es vom Sparkassen-Team Süßigkeiten und zwei große Säcke mit Spielzeug. Die Krippen-Kinder, die die Tanne in der Volksbank schmückten, wurden von den Mitarbeiterinnen Birgitt König und Jutta Schierding mit Kakao und Keksen bewirtet. Außerdem gab es von der Volksbank eine Geldspende, mit der die Kita Kostüme anschaffen will. So sollen sich die Kinder zukünftig zum Beispiel als Pirat, Arzt oder Elfe verkleiden können. Mechthild Brien, Leiterin der Kita, freut sich nicht nur über die Geschenke. Sie sagt: „Das Schmücken der Weihnachtsbäume ist eine schöne Aktion, mit der die Kinder in sj den Ortsteil eingebunden werden.

Zur Belohnung für ihren WeihnachtsbaumSchmuck bekommen die Kindergarten-Kinder in der Sparkasse zwei Säcke voller Spielsachen. Mit dabei sind Erzieher Sebastian Dederding, Ortsbürgermeister Dr. Ulrich Kumme, Sparkassen-Geschäftsstellenleiterin Claudia Meschter, Erzieherin Katharina Reinert und Mechthild Brien (von links).

Ihr Ortsbürgermeister Dr. Ulrich Kumme

IMPRESSUM WIR OCHTERSUMER – Neues aus dem Süden Bernward Mediengesellschaft mbH, Domhof 24, 31134 Hildesheim Verantwortlich für den Gesamtinhalt (Text und Anzeigen): Mirco Weiß, Anschrift s. o. Anzeigen: Michael Busche Telefon 0 51 21 / 307-870, Fax 0 51 21 / 307-801 E-Mail: anzeigen-ochtersumer@bernwardmedien.de Redaktion: Sabine Jüttner Telefon 0 51 21 / 307-800, Fax 0 51 21 / 307-831 E-Mail: anzeigen-ochtersumer@bernwardmedien.de Handelsregister Hildesheim Nr. B147. Geschäftsführer Thomas Hagenhoff, Hildesheim. Verteilung: H.V.O. – Hildesheimer Verteilerorganisation GmbH & Co. KG Druck: B&W Druckservice, In den sieben Äckern 2, 31162 Bad Salzetfurth Anzeigenpreisliste: gültig ab 1. Oktober 2010, abrufbar unter www.wir-ochtersumer.de oder Telefon 0 51 21 / 307-870 Verteilte Auflage: 4000 Exemplare, Erscheinung monatlich. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte. Die Redaktion behält sich die Kürzung von Pressemitteilungen und Leserbriefen bei Abdruck vor. Anzeigenentwürfe des Verlages sind geschützt. Übernahme nur nach vorheriger Absprache. Für unverlangt eingeschickte Bilder und Besprechungsexemplare wird keine Haftung übernommen. Rücksendung nur, wenn Porto beiliegt. Für die Richtigkeit telefonisch aufgegebener Anzeigen wird keine Haftung übernommen. Bei Nichtlieferung besteht kein Entschädigungsanspruch.

Svenja Bartke vom Reisebüro und Geschäftsstellenleiterin Birgitt König (von links) freuen sich über den geschmückten Baum vor der Volksbank.

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Ochtersumer

4 0 JA HR E G RUNDS CH UL B ÜCH EREI

Kinder, Eltern und Großeltern können Bücher ausleihen Der Büchereiverein sucht dringend ehrenamtliche Helfer Seit 40 Jahren gibt es in den Räumen der Grundschule eine Kinder- und Jugendbücherei. Nicht nur Schüler, sondern alle Kinder, Eltern und Großeltern können sich dort Bücher ausleihen. Der Bestand reicht vom Bilderbuch für die Kleinsten bis zum Jugendroman. Sachbücher, Bastelbücher und saisonale Titel gehören ebenfalls zum Angebot, das zurzeit etwa 3000 Medien umfasst. Der Buchbestand wird jährlich durch Neuanschaffungen aktualisiert und erweitert, um den Interessen der Leser gerecht zu werden. Die Mitgliedschaft pro Familie kostet im Jahr acht Euro. Die Bücherei entstand aus einer Elterninitiative, die schließlich zur Gründung des heutigen Büchereivereins führte. Dessen Mitglieder kümmern sich um die Organisation und Ausleihe. Im September veranstaltete der Verein sein jährliches Büchereifest. Hier konnten die Besucher bei einem Astrid-Lindgren-Quiz Bücher oder Puzzles gewinnen, in Vorleserunden spannenden Geschichten lauschen, bei Malund Bastelaktionen kreativ sein und beim

Bücherflohmarkt Schnäppchen machen. „Wir hatten eine tolle Resonanz“, freut sich die Vorsitzende des Büchereivereins, Dr. Carina Olms, und berichtet über die nächsten geplanten Aktionen: „Wir möchten den Bestand um Regionalia erweitern, die dann auch im Heimatkundeunterricht von den Lehrkräften eingesetzt werden können. Für die Kinder soll es Vorlesestunden geben und eine Wunschbuch-Box, sodass sie bei der Auswahl von Neuanschaffungen besser einbezogen werden können.“ Ganz wichtig sei auch die kontinuierliche Zusammenarbeit und Entwicklung von kooperativen Projekten mit den Lehrern. Olms sagt: „Wir brauchen dringend weitere ehrenamtliche Helfer, die uns in den Ausleihzeiten unterstützen. Gern auch aktive Senioren, die Spaß am Umgang mit Büchern und Kindern haben.“ Die Bücherei hat außerhalb der Schulferien montags, donnerstags und freitags von 9.35 bis 10.10 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 11.45 bis 12.15 Uhr geöffnet. Wer mithelfen möchte, sollte mindestens alle drei Wochen zu

Besucher stöbern beim Bücherflohmarkt.

einem festen Ausleih-Termin zur Verfügung stehen. Weitere Informationen gibt es bei der stellvertretenden Vorsitzenden Esther Bußmann, Telefon 99 77 20. Tanja Rückemann

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INTERVIEW IN OCHTERSUM

„Jung, mutig und mit viel Gottvertrauen“ Die Norwegerin Jorunn Braun war Missionsschwester in Südafrika Jorunn Braun wurde im Dezember 1942 in Norwegen geboren, in einem Dorf an der Westküste zwischen Bergen und Stavanger. Ihr Vater war evangelischer Pfarrer und so wuchs sie mit ihren Eltern und zwei Schwestern im Pfarrhaus auf. Schon früh war ihr klar, dass sie sich im Missionsdienst engagieren wollte. Sie wurde Krankenschwester, spezialisierte sich auf Anästhesie und ließ sich bei der norwegischen lutherischen Mission vorbereiten. „Ich habe es als Berufung empfunden, als Krankenschwester in die Mission zu gehen“, erzählt Jorunn Braun. 1968 wurde sie nach Südafrika in die Provinz Natal geschickt. Dort gab es eine evangelische Gemeinde für Schwarze vom Stamm der Zulus. Zuerst lernte sie die Stammessprache, bevor sie ein Krankenhaus mit 30 Betten leitete. Ihren zukünftigen Mann Paul-Gerhard Braun lernte sie beim Sprachunterricht kennen; der Pastor wurde zur gleichen Zeit Leiter der Mission. Ihre Patienten behandelte Jorunn Braun meistens eigenverantwortlich, denn ein Arzt kam nur einmal pro Woche. In der Region gab es weder Strom noch Wasser. BrunnenbauProjekte waren noch in der Planung. Vieles musste improvisiert werden. Jorunn und Paul-Gerhard Braun heirateten 1969 und bekamen drei Kinder. „Wir waren jung, mutig und hatten viel Jorunn Braun betreut ein Baby im KrankenGottvertrauen.“ Anfang der 70er- haus in Südafrika.

Jahre war die Familie zur Weiterbildung für ein Jahr in Mainz und Hermannsburg, bevor sie erneut nach Südafrika aufbrach. Dieses Mal ging es an die Ostküste, wo Paul-Gerhard Braun zwei Gemeindezentren aufbaute. Jorunn Braun versorgte hauptsächlich ihre Kinder und unterstützte ihren Mann bei der Gemeindearbeit. 1979 kehrte die Familie nach Deutschland zurück, ihr Mann wurde erst Gemeindepfarrer in Bremerhaven und später in Hildesheim-Drispenstedt. Seit dem Ruhestand 2007 lebt das Ehepaar in Ochtersum. Was bedeutet Ochtersum für Sie?

Unser Ruhesitz nach einem bewegten Leben. Ochtersum ist ein schöner Ort und hier gibt es alles, was man zum Leben braucht. Wir fühlen uns in unserer Nachbarschaft und in der Gemeinschaft der Lukasgemeinde sehr wohl. Was könnte man in Ochtersum verbessern?

Es ist alles wunderbar. Ich bin aber auch nicht sehr kritisch und nehme dankbar an, was mir geboten wird. Wenn Sie nicht hier leben würden, wo dann?

Ich fahre im Sommer gern in meine alte Heimat nach Norwegen, aber jetzt ist meine Heimat, in der ich leben will, hier. Dabei habe ich noch den norwegischen Pass. Wer würde den schon hergeben wollen? Wenn Sie nicht Krankenschwester geworden wären, was dann?

Ich wollte schon als 16-Jährige in die Mission gehen. Als ledige Frau musste man dazu Krankenschwester oder Lehrerin sein. Haben Sie ein Hobby?

Familie, Garten und Mitwirken in der Lukasgemeinde. Und ich habe sechs Enkelkinder ...

Was würden Sie anders machen, wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten?

Nichts. Man macht seine Fehler und lernt mit den Jahren, aber den Weg würde ich wieder gehen. Ich lasse mich von Gottes Plan leiten und mein Glaube ist entscheidend. Welchen Wunsch möchten Sie sich eines Tages noch erfüllen?

Darüber mache ich mir keine Gedanken. Was kommen mag, lege ich in Gottes Hand. Wo verbringen Sie Ihren Urlaub am liebsten?

Einmal im Jahr reise ich mit meinem Mann nach Norwegen und alle zwei Jahre nach Amerika. Dort lebt unser Sohn mit Frau und zwei Kindern. Wir fahren auch gern in die Schweiz und nach Österreich. Zu unserem 45. Hochzeitstag im nächsten Jahr wollen wir nach Südafrika. Wann waren Sie zuletzt im Kino oder Theater und was haben Sie sich angeschaut?

Im Oktober haben wir den Film „Der Butler“ gesehen. Darin wird die Lebensgeschichte eines schwarzen Butlers erzählt, der sich trotz Rassendiskriminierung bis ins Weiße Haus hochdient. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und ist sehr sehenswert. Nennen Sie uns die Lektüre, die Sie anderen empfehlen können:

Ich lese gern Biografien über Menschen, die ein schweres Leben gemeistert haben. Empfehlen sollte ich die Bibel. Aber die ist für mich keine Lektüre, sondern Grundlage fürs Leben. Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Norwegische Meeresfrüchte in allen Variationen. In Norwegen fischen wir sie selbst aus dem Fjord. Und ich liebe den festen, braunen norwegischen Ziegenkäse.

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Ochtersumer

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Beleuchtung und Leuchtmittel Das EVI-Energiesparhaus am Steinberg, Agnes-MeyerhofStraße 1, ist am Freitag, 6. Dezember, von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Mitarbeiter des Energieberatungs-Zentrums informieren zum Thema Beleuchtung und Leuchtmittel.

Kinderchor singt Weihnachtslieder Der Kinderchor der Lukasgemeinde unter der Leitung von Margarita Chopova singt am Dienstag, 10. Dezember, um 16.30 Uhr im Altenheim am Steinberg, Schlesierstraße 7, Advents-und Weihnachtslieder.

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Kuddel-Muddel-Turnier des VfR Ochtersum Am Samstag, 28. Dezember, ab 13 Uhr veranstaltet der VfR Germania Ochtersum zum 25. Mal sein „KuddelMuddel-Turnier“ in der Sporthalle Ochtersum. Dabei werden Fußball-Mannschaften von A-Jugend bis Altsenioren ausgelost. Zuschauer sind willkommen, für Speisen und Getränke sorgt der VfR. Das Endspiel ist gegen 18 Uhr geplant.

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Filmabend bei Feuerzangenbowle Die Lukasgemeinde (Schlesierstraße 5) lädt am Samstag, 28. Dezember, um 20 Uhr ein zu einem Filmabend bei Feuerzangenbowle und anderen Getränken. Es wird der französische Spielfilm „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt. Er handelt von dem gelähmten Aristokraten Philippe, der – zum Entsetzen seiner Freunde – den jungen schwarzen Driss als Pfleger engagiert, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde.

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Termine der Lukasgemeinde Friedenslicht aus Betlehem Veranstaltungen: l 10.12., 19.30 Uhr: Bastelgruppe 11.12., 19.45 Uhr: „Die Bibel im Gespräch“: Der Galaterbrief 12.12., 19.45 Uhr: Besuchsdienstkreise für Geburtstage und Neuzugezogene 16.12., 15.00 Uhr: Frauennachmittag (Seniorinnen): „Weihnachtliche Feierstunde“ 16.12., 18.00 Uhr: Jugend-Teamer-Café 17.12., 19.30 Uhr: Gesprächskreis „Glauben heute“: Vorweihnachtliches Zusammensein 18.12., 19.30 Uhr: Tanzen im Kreis: „Ein heller Stern wird kommen“ 19.12., 15.00 Uhr: Herrenrunde (Senioren): Jahresausklang (zweiter Teil der ExodusScherenschnitte von Rosemarie Peters 28.12., 20.00 Uhr: Filmabend und Feuerzangenbowle Jeden Dienstag:

16.30 bis 17.30 Uhr, Kinderchor ab 5 Jahren (außer in den Ferien)

Jeden Freitag:

16.30 Uhr Pfadfindergruppe des VCP für 7- bis 9-Jährige und 10- bis 12-Jährige (außer in den Ferien)

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„Recht auf Frieden“ heißt das diesjährige Motto der FriedenslichtAktion der Pfadfinder in Deutschland. Die VCP-Pfadfindergruppe der Lukasgemeinde holt das Licht, das in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet wird, am 3. Advent aus Hannover und bringt es am Montag, 16. Dezember, um 18.30 Uhr in die Lukaskirche. Dort wird es bis Weihnachten brennen. Wer sich das Licht in sein Haus holen möchte, kann Kerze und Transportschutz mitbringen.

Gottesdienste: Andacht im Altenheim: mittwochs um 10 Uhr 08.12., 11.00 Uhr: Familiengottesdienst, anschließend Mittagessen 15.12., 10.00 Uhr: Eine-Welt-Gottesdienst, anschließend Kirchenkaffee 22.12., 10.00 Uhr: Gottesdienst 24.12., 14.00 Uhr: Christvesper im Altenheim 24.12., 15.30 Uhr: Christvesper mit Krippenspiel und Kinderchor 24.12., 17.00 Uhr: Christvesper 25.12., 10.00 Uhr: Gottesdienst in der Markuskirche (Ulmenweg 11) 26.12., 10.00 Uhr: Gottesdienst mit Abendmahl 29.12., 10.00 Uhr: Gottesdienst in der Markuskirche 31.12., 14.00 Uhr: Gottesdienst mit Abendmahl im Altenheim am Steinberg 31.12., 17.00 Uhr: Gottesdienst in der Markuskirche 01.01., 17.00 Uhr: Gottesdienst

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St.-Altfried-Gemeinde Veranstaltungen Gottesdienste 06.12., 09.00 Uhr: 07.12., 17.30 Uhr: 08.12., 10.30 Uhr: 11.12., 09.00 Uhr: 17.00 Uhr: 13. 12., 10.00 Uhr: 20.30 Uhr: 14.12., 17.30 Uhr: 15.12., 10.30 Uhr: 10.30 Uhr: 18.12., 07.00 Uhr: 17.00 Uhr: 20.12., 10.00 Uhr: 19.00 Uhr: 21.12., 17.30 Uhr: 22.12., 10.30 Uhr: 24.12., 15.00 Uhr: 22.00 Uhr: 25.12., 10.30 Uhr: 26.12., 10.30 Uhr: 28.12., 17.30 Uhr: 29.12., 10.30 Uhr: 31.12., 17.30 Uhr:

hl. Messe Vorabendmesse Familiengottesdienst hl. Messe Stille Anbetung Kommunionfeier im Altenheim hl. Messe zur Nacht Vorabendmesse Hochamt Kleine Kirche Roratemesse Stille Anbetung hl. Messe im Altenheim Bußgottesdienst Vorabendmesse Hochamt Krippenspiel Christmette Hochamt Hochamt Vorabendmesse und Kindersegnung Hochamt Jahresschlussmesse

08.12., 14.00 Uhr: Medjugoriegebetskreis 17.00 Uhr: Advent: Musik-Gesang-Text 19.00 Uhr: Jugendtreff 11.12., 09.00 Uhr: Gemeindefrühstück: „Warten auf die Ankunft des Herrn“ 12.12., 15.00 Uhr: Handarbeitskreis 19.00 Uhr: Lectio Divina: Mit Paulus durch den Advent 13.12., 20.00 Uhr: Kolping im Advent 16.12., 14.00 Uhr: Medjugoriegebetskreis 19.00 Uhr: Jugendtreff 18.12., 20.00 Uhr: Marta und Maria, offener Frauentreff: Besinnlicher Abend im Advent 19.12., 19.00 Uhr: Lectio Divina: Mit Paulus durch den Advent 22.12., 19.00 Uhr: Jugendforum

„Lectio Divina“ im Advent „Lectio Divina“ (wörtlich: göttliche Lesung) ist eine Methode des meditierenden und betenden Lesens der Bibel. Diese alte Leseform von biblischen Texten hat eine bestimmte Abfolge: Lesen, Meditation, Gebet und Kontemplation. Bei diesem Lectio-DivinaProjekt geht es um die starke Botschaft der Adventsbriefe und um die Entdeckung von Paulus als Theologen des Advents. Die Lesungen gibt es bis zum 19. Dezember jeden Donnerstag e . um 19 Uhr im Pfarrheim.

Die Sternsinger kommen Am 5. Januar sind die Sternsinger der St.-Altfried-Gemeinde von 10.15 bis 15 Uhr in Ochtersum unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+14“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Wer den Besuch der Sternsinger wünscht, kann sich bis zum 1. Januar in die in der Kirche ausliegenden Listen eintragen oder im Pfarrbüro anmelden.

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L I CH T E R FE ST IN DER KI TA V I L L A KUNTERBUNT

Martinsspiel, Laternenumzug und Lagerfeuer Stadt wird Träger: „Wir sind froh, dass endlich Klarheit herrscht“ Das Lichterfest der Villa Kunterbunt wurde Vertrag zur Führung der Einrichtung mit der mit einem Martinsspiel eröffnet, das Kinder Stadt gekündigt, nachdem diese vor fast zwei der Igelgruppe vorführten. Mit Gesang erzähl- Jahren die Förderrichtlinien für freie Träger ten sie die Geschichte des Bischofs Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Anschließend brachen die Familien unter dem Motto des Abends, „Kommt, wir wollen Laterne laufen“, zum Laternenumzug am Waldrand entlang auf. Zum Abschluss wurde auf dem Kindergartengelände ein Lagerfeuer entfacht und die Teilnehmer konnten sich bei Kakao, Kinderpunsch, Würstchen und Brezeln stärken. Das Thema, das an diesem Abend viele Gespräche beherrschte, war der Trägerwechsel der Villa Kunterbunt. Einige Tage zuvor hatte der Stadtrat in einer Sondersitzung beschlossen, dass die Stadt den Betrieb der Kita ab dem 1. Januar 2014 nun selbst übernimmt. Das DRK hatte seinen Beim Lichterfest wird das Martinsspiel aufgeführt.

Volksbank verabschiedet Gerd Streuber

Ochtersumer

wünscht allen Lesern und Kunden eine schöne Weihnachtszeit.

Die Volksbank Hildesheimer Börde verabschiedete ihren Vorstand Gerd Streuber in den Ruhestand. 27 Jahre lang hat er die Bank in seiner Position mit großem Anteil am wirtschaftlichen Erfolg geprägt. Dabei war ihm das Wohlergehen von Kunden, Mitgliedern und Mitarbeitern stets wichtig. Vorstandsmitglied Jörg Biethan gab ihm die besten Wünsche mit auf den Weg und sagte: „Wir werden Gerd Streuber im Vorstandsteam und im Kollegenkreis vermissen.“ 1969 kam Streuber als Lehrling zur Spar- und Darlehnskasse Sehlem eGmbH. Im Anschluss qualifizierte er sich weiter und wurde 1986 zum Vorstandsmitglied der Volksbank in Sehlem berufen. Er begleitete die Fusionen zur Volksbank Heinde-Sehlem (1989) und Volksbank Hildesheimer Börde (1998) und schließlich die Fusion mit der Volksbank Sarstedt (2004). Zu Beginn von Streubers Vorstandstätigkeit verzeichnete die damalige Volksbank in Sehlem eine Bilanzsumme von umgerechnet 6 Millionen Euro. Heute hat die Bank eine Bilanzsumme von über 600 Millionen Euro. Neben seiner Tätigkeit bei der Bank war er zwölf Jahre lang Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer. Von 2008 bis 2011 war er Vizepräsident der IHK Hannover.

angepasst hatte. Dies stellte das DRK, das von Kürzungen betroffen war, vor finanzielle Probleme. Die anfangs neun Bewerber um die Trägerschaft scheiterten. Sie konnten die Zusatzversicherung in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) nicht bieten, auf die die Mitarbeiter Anspruch haben. „Wir sind froh, dass endlich Klarheit herrscht. Unsere Tochter ist seit zwei Jahren hier und so lange ging auch die Diskussion um einen neuen Träger. Diese lange Unsicherheit war eine große Belastung für Eltern und Erzieher“, sagte eine Mutter. Für die Kinder soll sich zunächst einmal nichts ändern. „Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Es ist schön, dass wir weitermachen können und als Team zusammenbleiben.“, sagte tr eine Mitarbeiterin.

SC Barienrode sucht zwei Torhüter Die Fußballjugend des SC Barienrode braucht Verstärkung. Der Verein sucht je einen Torwart für die U 11 (Jahrgang 2003) sowie die U 10 (Jahrgang 2004). Beide Mannschaften beteiligen sich an der Hallenkreismeisterschaft, die im Dezember 2013 beginnt. Von April bis Juni 2014 wird die U 11 in der Rückrunde um die Meisterschaft in der Kreisliga spielen. Kinder mit Spaß am Fußball können sich während des Trainings näher informieren. Das findet in den Wintermonaten donnerstags von 16 bis 17 Uhr in der Schulsporthalle Diekholzen statt, Alfelder Straße 5 (neben dem Rathaus). Für telefonische Anfragen steht Trainer Torsten Pape zur Verfügung unter 0 51 21 / 99 93 09.


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VOLKSTRAUERTAG IN OCHTERSUM

„Irgendwo auf der Welt herrscht immer Krieg“ Das Gedenken ist kein Überbleibsel aus dem vergangenen Jahrhundert Zum Volkstrauertag versammelten sich Mitglieder des Ortsrates, der freiwilligen Feuerwehr, Schüler der Renataschule, des Bläserkorps Hackenstedt und etwa 40 Ochtersumer am Ehrenmal in der St.-Godehard-Straße. Die Feuerwehr und der Ortsrat legten je einen Kranz am Ehrenmal nieder. Die Renataschüler machten bei ihrem Vor-

trag deutlich, dass die Gedenkstunde an die Opfer der beiden Weltkriege kein altmodisches Überbleibsel aus dem vergangenen Jahrhundert ist, sondern ein Tag zum Nachdenken: „Das Thema ist aktuell, denn irgendwo auf der Welt herrscht immer Krieg.“ Pfarrer Hendrik Rust deutete bei seiner Ansprache auf den Gedenkstein, auf dem die

Namen der Ochtersumer Kriegstoten zu lesen sind, und sagte: ���Wenn es nur die wären, die hier sichtbar eingemeißelt sind ... Und die vielen Frauen und Kinder, die durch Kriege starben, sind hier gar nicht erwähnt.“ Er gibt zu bedenken, dass es im Moment weltweit 22 Kriegs- und Krisenherde gibt, bei dem unzähsj lige Opfer zu beklagen sind. Feierstunde zu Ehren der Kriegsopfer am Ehrenmal: Die freiwillige Feuerwehr hält die Ehrenwache, das Bläserkorps Hackenstedt gibt der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.

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ST. -A LT FR IE D - KI N DERG A RTEN FEI ERT T MARTIN MARTINSTAG

Familienfest unter freiem Himmel Mehr als 100 Familien nahmen am Gottesdienst zum Martinstag in der St.-Altfried-Kirche teil, bei dem die Vorschulkinder des katholischen Kindergartens die Geschichte des heiligen Martin erzählten – vom Kind bis zum Bischof. Abgesichert von der freiwilligen Feuerwehr Ochtersum führte der anschließende Laternenumzug zum Kindergarten am Burghof – allen voran St. Martin auf seinem Pferd. Unter der Leitung von Ella Engelke hatten das KindergartenTeam und Eltern ein Familienfest unter freiem Himmel vorbereitet mit Musik, Lagerfeuer, warmen und kalten Getränken sowie Hot-Dogs und sj Keksen.

Nach dem Laternenumzug spielen Musiker der St.-Altfried-Gemeinde Lieder zum Martinstag (oben links), Familien wärmen sich am Lagerfeuer (oben rechts), Kinder stärken sich mit Hot-Dogs (unten links) und Eltern kommen bei Glühwein miteinander ins Gespräch (unten rechts).

Lutherempfang am Reformationstag Dr. Jochen Arnold referiert über Martin Luthers Musikverständnis

Stephan Schumüller, Ruth Matthies, Pfarrer Hendrik Rust, Andreas Lange und Jutta Kumme (von links).

Beim Lutherempfang am Reformationstag begeisterte Dr. Jochen Arnold in der Lukaskirche sein Publikum, als er über Martin Luthers Musikverständnis referierte. Der Theologe, Kirchenmusiker und Direktor des Michaelisklosters Hildesheim beleuchtete die vielen Facetten der Musik und machte deutlich, dass Musik zu unserem Leben gehört. „Vielleicht haben Menschen sogar gesungen, bevor sie sprechen konnten.“ Arnold erläuterte, dass tägliches Musizieren glücklich macht und die Intelligenz fördert. Im Christentum sei ein Gottesdienst ohne Musik nicht denkbar. Auch Luther habe immer vom Singen und Sagen berichtet.

Anschließend sprach Kirchenvorstand Stephan Schumüller den Zuhörern aus der Seele: „Es war zwar der längste Vortrag, den wir je hatten, aber auch der kurzweiligste.“ Eine gute Nachricht verkündete Dr. Ulrich Kumme, Vorsitzender der Lukasstiftung: Der Gewinn aus dem Stiftungs-Kapital in Höhe von 210 000 Euro reicht inzwischen aus, um die Stelle der Diakonin zu bezuschussen und kleine Projekte zu finanzieren. Zum Abschluss des Abends nutzten die Besucher die Gelegenheit, um bei Brot, Wasser und Wein miteinander über Gott und die Welt ins Gesj spräch zu kommen.

...wünscht eine schöne Adventszeit!


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VORLESEWETTBEWERB IM KINDER- UND JUGENDZENTRUM OCHTERSUM

Sieger sind Elina Langlitz und Marlien Sommerfeld 21 Kinder traten in diesem Jahr beim Vorlesewettbewerb „Ochtersum liest“ im Kinderund Jugendzentrum Ochtersum an. „Das Besondere ist, dass hier mutige Kinder die Freude am Lesen weitergeben wollen und sich freiwillig einer Jury stellen“, sagte Hermann Heinze, Leiter des Zentrums. Die Juroren waren Eva-Maria Fründt (Grundschule), Erika Schlenk (Renataschule), Vanessa Metzmacher (Jugendzentrum), Klaus Offen (Bahnhofsbuchhandlung) und Sabine Jüttner (WIR OCHTERSUMER). Die Acht- bis Zwölfjährigen hatten sich vorbereitet, um Ausschnitte aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Sieben Kinder schafften es in die zweite Runde, bei der ein ungeübter Text vorgetragen werden musste: Marlien Sommerfeld, Penelope Krettek, Imke Riedel, Laura Schmidt, Carolina

Ochtersumer N E U E S AU S D E M S Ü D E N

Bosch, Elina Langlitz und Anika Gottfried (Foto von links). Bei der Bewertung stellte die Jury fest, dass es zwei Sieger geben muss-

Redaktions- und Anzeigenschluss für die JanuarAusgabe: 13. Dezember

WIR OCHTERSUMER wird am ersten Wochenende im Monat an alle Ochtersumer Haushalte verteilt. Eine Abholstelle gibt es in der Sparkasse, Kurt-Schumacher-Straße 48.

te: Elina Langlitz und Marlien Sommerfeld, die schon im letzten Jahr den ersten Platz sj belegte.

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Prävention vor Ort hat Priorität Bernd Wiltzsch ist seit zehn Jahren Kontaktbeamter in Ochtersum Die Aufgaben des Polizeioberkommissars Bernd Wiltzsch, der seit zehn Jahren Kontaktbeamter in Ochtersum ist, sind vielfältig. In erster Linie geht es um Prävention, um zum Beispiel folgenschwere Unfälle auf Schulwegen zu vermeiden oder Streitigkeiten unter Nachbarn zu schlichten, bevor es zu Körperverletzungen kommt. Am 31. Oktober hatte Bernd Wiltzsch in Ochtersum ein besonderes Anliegen: Er wollte verhindern, dass Häuser mit Eiern verschmutzt werden. Denn seit einigen Jahren wird an diesem Tag statt des Reformationstages vermehrt „Halloween“ gefeiert. Dabei hatten Jugendliche ihren abendlichen Spuk übertrieben und rohe Eier auf Hausfassaden geworfen. Die Spuren ließen sich teilweise nicht mit Wasser und Reinigungsmitteln, sondern nur durch eine Fassaden-Renovierung beseitigen. Um dieser Sachbeschädigung vorzubeugen, informierte Wiltzsch die Verantwortlichen der Lebensmittel-Märkte in Ochtersum und bat: „Achten Sie auf Jugendliche, die vor allem

Eier kaufen wollen, und rufen Sie mich an.“ In einem Supermarkt fielen tatsächlich zwei Jugendliche auf, die große Mengen Eier kaufen wollten. Wiltzsch war schnell vor Ort und konnte die Jungen vor einer möglichen Straftat bewahren. Bis in die Abendstunden war Wiltzsch in Ochtersum unterwegs. Er sprach viele Jugendliche an und erklärte ihnen, dass das Werfen von Eiern kein Halloween-Scherz ist, sondern Sachbeschädigung. Trotzdem kam es erneut zu zahlreichen Eierwürfen auf Häuser und einen Stadtbus.

Sicherheit von Kindern im Auto und Verkehrsunterricht

Der Kontaktbeamte ist nicht nur für Ochtersum zuständig, sondern auch für die Hildesheimer Stadtteile Moritzberg, Himmelsthür, Sorsum und Neuhof. Er informiert sich bei Ortsratssitzungen über das Geschehen vor Ort, hält Kontakt zu Vereinen und Einrichtungen und ist oft in seinem Einsatzbereich unterwegs, um zum Beispiel Schulwege zu überwachen. Manchmal unterstützt er auch polizeiliche Ermittlungen. Aber Prävention vor Ort hat für ihn Priorität. Und die fängt in den Kindertagesstätten an. Bei Elternabenden informiert Wiltzsch über die Sicherheit von Kindern im Auto; mit Vorschulkindern übt er beim Verkehrsunterricht, wie sie demnächst selbstständig ihren Schulweg sicher meistern können. Wenn Wiltzsch Senioren berät, geht es meistens um Diebstahl und Betrug. „Auf den sogenannten Enkeltrick fallen leider immer wieder alte Menschen herein“, sagt er. Beim Enkeltrick geben sich Fremde am Telefon als Enkel aus, Bernd Wiltzsch bittet Samantha Grimpe, im Markt die dringend Geld benötigen. Die angeblichen Großeltern fürchten, dass auf Jugendliche zu achten, die Eier kaufen wollen.

der Gedächtnisverlust im Alter sogar ein Enkelkind aus ihrer Erinnerung löschen könnte. Um Peinlichkeiten zu vermeiden, zahlen sie häufig ohne Rücksprache mit Vertrauten den geforderten Betrag.

Auf verbalen Streit folgt oft Körperverletzung Konflikte zwischen Nachbarn sind für den Kontaktbeamten ein häufiges Thema. Sie können schon beginnen, wenn ein brachliegendes Grundstück nach Jahren bebaut werden soll. Manche Anwohner parken zum Beispiel ihre Autos im Halteverbot vor Baustellen-Zufahrten, um den Bau zu verhindern. Aber auch überhängende Äste können Nachbarn derart stören, dass Auseinandersetzungen die Folge sind. „Wenn es zu Beleidigungen kommt, sollte Hilfe zur Streitschlichtung geholt werden“, sagt Wiltzsch. Denn auf den verbalen Streit folgt oft Körperverletzung. „Und es passiert auch in Ochtersum, dass die Auseinandersetzung eskaliert und zum Beispiel ein Schneeschieber vor der Haustür zur Waffe wird.“ Selbst wenn es Probleme sind, die auf den ersten Blick lächerlich erscheinen, wie zum Beispiel ein Kinderwagen, der im Hausflur abgestellt einen Hausbewohner stört: Bernd Wiltzsch nimmt alle Probleme ernst und versucht zu vermitteln. Eine regelmäßige Sprechstunde bietet er nicht an. „Wer sich ärgert, soll sich am besten gleich melden. Ein Anruf genügt und spätestens am nächsten Tag kümmere ich mich um das Anliegen.“ Der Kontaktbeamte Bernd Wiltzsch ist telefonisch erreichbar unter 939-280 und per E-Mail: bernd.wiltzsch@polizei-niedersachsen.de. Wenn er verhindert ist, wird er von Michael Hartleib oder Frank Meißner vertreten, die ebenfalls Kontaktbeamte in den übrigen Hildesheimer Stadtteilen sind.

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Mit Mediation Konikte lĂśsen Vor sechs Jahren wurde der Verein Mediation Hildesheim e. V. gegrĂźndet. Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem ausgebildete und neutrale Mediatoren Streitenden helfen, Verständnis fĂźreinander zu entwickeln und eine ProblemlĂśsung anzustreben. Auch wenn nur eine Partei zur Streitschlichtung bereit ist, kann mit Mediation eine positive Veränderung erreicht werden. Der Verein hat kĂźrzlich eine bĂźrgernahe „Stadtteil-Mediation“ gegrĂźndet. Ansprechpartner vor Ort informieren Ăźber die MĂśglichkeiten und helfen auf Anfrage bei der Streitschlichtung, zum Beispiel in Familien oder in der Nachbarschaft. Die Erstberatung ist kostenlos. In Ochtersum sind Maren Heimann und Tanja Korn zuständig. FĂźr nähere Informationen oder UnterstĂźtzung bei der Klärung von Konikten stehen Maren Heimann, Telefon 2 04 42 27, und Tanja Korn, Telefon 28 38 27, zur VerfĂźgung. E-Mail: mediation.hildesheim@web.de

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ST E PH A N S K I RC H E UND P EL EG RI NUSKIRCHE

Die erste Pfarrkirche stand in Lucienvörde Jahrhundertelang gehörten die Ochtersumer zum Moritzstift Vor etwa 1000 Jahren wurde die erste Pfarrkirche für den heute nicht mehr existierenden Ort Lucienvörde und Ochtersum gebaut. Die dem heilige Stephanus geweihte Kirche stand auf einem Hügel am heutigen Ochtersumer Friedhofsgelände bei Vierlinden und befand sich im Besitz des Moritzstiftes. 1113 wurde die Kirche zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Bischof Udo sie mit einer Hofstelle und Land ausstattete. Durch Ländereien wurde damals der Unterhalt der Stiftsherren gesichert. Glaubt man einer Legende, existierte die Kirche bereits vor 1038. Das ist das Sterbejahr Bischof Godehards, der in dem Gotteshaus Tote erweckt haben soll. Der Ort Lucienvörde, der an der heutigen Alfelder Straße bei Vier Linden lag, wurde von seinen Einwohnern aus unbekannten Gründen verlassen und zur Wüstung. In einer Urkunde aus dem Jahr 1529 findet nur noch die Kirche zu Lucienvörde Erwähnung. Sie blieb Pfarrkirche von Ochtersum und wurde von Geistlichen des Moritzstiftes betreut. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts fühlten sich die Gläubigen

vernachlässigt, da der Pfarrer seine Pflichten in der Stephanskirche nur unregelmäßig erfüllte. Er gab gesundheitliche Probleme an. Vermutlich war er der Belastung nicht gewachsen, denn auch die Pfarreien am Moritzberg und in Himmelsthür lagen in seiner Zuständigkeit.

Im Wappen von Ochtersum ist die Stephanskirche dargestellt. Die vier Blätter symbolisieren den Ort, an dem sie stand: An den Vier Linden.

Die Peregrinuskirche Während der Reformation wurde die Stephanskirche baufällig. Die Ochtersumer, die fast alle katholisch blieben, mussten zum Gottesdienst in die Kirche am Moritzberg. Etwa 1596 erfüllte sich ihr Wunsch nach einer neuen Kirche. Am alten Standort in Lucienvörde wurde die Peregrinuskirche gebaut, die auch einen eigenen Pfarrer erhielt. Während des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1618 und 1648 wurde die Kirche zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Die fürstbischöfliche Herrschaft im Bistum Hildesheim endete Anfang des 19. Jahrhunderts. 1802 stand das Bistum unter preußischer Regierung und ab 1807 gehörte es zum

Königreich Westphalen, das die Lucienvörder Kirche am 8. Februar 1812 schließen ließ. Laut Eintrag im Kirchenbuch war Casparus Engelbertus Aselmeyer das letzte Kind, das hier am 28. Januar 1812 getauft wurde. Er war der Sohn von Wilhelm Aselmeyer und Elisabethe Hennig. Ob die Familie in Ochtersum lebte, ist nicht bekannt. Die Ochtersumer wurden erneut in die Moritzberger Pfarrei eingegliedert und schrieben am 22. Dezember 1813 in einem Brief: „Unsere Kinder, die nach dem Moritzberge zur Christenlehre gehen müssen, können aber wegen schlechten Wegen und Kälte nicht hinkommen. Sie müssen daher ohne gehörige Kenntnisse in der Religion aufwachsen. Unsere Diener können wir nie an Sonntagen zur gehörigen Zeit zu Hause haben, weil sie in Hildesheim nach beigewohnten Gottesdiensten verweilen, ihren Lohn schlecht durchbringen, woraus noch mancher Nachteil entsteht. Unsere Bitte bei der hochlöblichen RegierungsKommission geht dahin, die Kirche zu Lucienvörde wieder zum Gottesdienst öffnen zu lassen.“ Ihre Bitte, die Kirche in Lucienvörde wieder öffnen zu lassen, wurde nicht erfüllt. Zimmermeister Bernward Temme kaufte die verwahrloste Kirche am 16. Dezember 1829 zum Abriss. Der Lucienvörder Kirchplatz blieb weiterhin Ochtersums Begräbnisplatz und wurde darüber hinaus Domfriedhof.

Die Marienkapelle Schon 1626 bauten die Ochtersumer neben der alten Schule, dem heutigen Ortsgemeinschaftshaus, eine Marienkapelle, um auch im Dorf einen Anbetungsort zu haben. Hier wurden 1823 die Kanzel und 1828 zwei Altartische aus der Peregrinuskirche aufgebaut. Als die Kapelle zu klein und zunehmend baufällig wurde, dienten ihre Steine als Fundament für die erste Kirche im Dorf: die St.-GodehardKirche. Bischof Eduard Jakob Wedekin weihte die Kirche am 3. Dezember 1858 ein. Sabine Jüttner Bild: Stadtarchiv Hildesheim, Best. 951 Nr. 791

Die Ansicht aus dem 18. Jahrhundert zeigt rechts unten die Kirche in Lucienvörde an der Alfelder Straße.

Quellen: Ortschronik „Ochtersum“, Stadtarchiv Hildesheim 1997, Nachlass Pfarrer Christian Köhler (Bestand 23/13), Bistumsarchiv Hildesheim.


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LEGENDEN UM DIE STEPHANSKIRCHE

Teufel und Rebellen in Lucienvörde In der Ochtersumer Schulchronik befinden sich Schriftstücke mit Legenden zur Kirche in Lucienvörde. Sie wurden zu Lehrer Rittmeiers Zeit zwischen 1952 und 1964 aufgeschrieben. Die Verfasser sind unbekannt.

Der Teufel beim Kirchbau Als vor vielen hundert Jahren die Kirche in Lucienvörde erbaut wurde, trieb der Teufel dort ein böses Spiel, um den Kirchbau zu stören: Er warf die Steinewagen um, verdarb den Maurer-Mörtel und schickte so heftige Unwetter, dass die Bautätigkeit oft eingestellt werden musste. Der Unhold ließ sich weder durch Beten noch durch Weihwedel vertreiben. Eines Tages kam ein Mönch aus dem Kloster Marienrode, der von den heimtückischen Streichen des Teufels erfahren hatte. Dieser Mönch war an einem Sonntag zwischen 0 und 1 Uhr geboren und hatte daher die Gabe, alle bösen und guten Geister zu sehen, die für andere Menschen unsichtbar waren. Selbst der Teufel konnte sich vor ihm nicht verbergen. Der Mönch hatte einen Plan, wie er den Gottesfeind für seine Frevel bestrafen und unschädlich machen konnte. Mit seinem Gebetbuch unter dem Arm und einem Knüppel in der Hand betrat der Mönch gottvertrauend den Bauplatz. Sofort sah er den Teufel, der überall herumschnüffelte und auf neue böse Streiche aus war. Furchtlos stellte sich der Mönch dem Teufel in den Weg und es kam zu folgendem Zwiegespräch: Mönch: Na, wieder so fleißig? Teufel: Ja, ich habe Arbeit genug! Die Racker haben mir wieder drei Wagen mit Backsteinen angefahren, die will ich umwerfen, sodass kein Stein heil bleibt. Mönch: Das ist eine leichte Arbeit, die bringe ich in drei Minuten fertig. Teufel: Du Menschenknirps willst die schweren Wagen umwerfen? Ich sage dir, dazu gehören ganz andere Kräfte. Mönch: Und ich sage dir, dass ich‘s kann. Ich werde es dir beweisen. Nur mein Glaube und Stand verbietet mir, das Umwerfen ganz auszuführen, weil es den Bau des Gotteshauses aufhalten würde. Du musst dich, wenn ich dir den Beweis meiner Kraft geben soll, auf die andere Seite stellen und den Wagen wieder aufrichten, wenn er am Umkippen ist. Teufel: Jetzt bin ich neugierig. Hohnlachend stellte sich der Teufel auf die andere Seite des vollbeladenen Steinewagens und richtete die Arme zum Halten des Wagens auf. Der Mönch betete, dass Gott ihn durch ein Wunder stärken möge, und rief laut den Namen Jesus. Bei diesen Worten fielen dem Teufel vor Schreck die Hände herunter, während der Wagen mit Wunderkraft auf den Teufel fiel und ihn zur Hälfte bedeckte. Die nicht bedeckte Hälfte bearbeitete der Mönch mit seinem Knüppel.

Der Teufel schrie jämmerlich und bat um Gnade, aber den herbeieilenden Maurergesellen rief der Mönch zu: „Haut immer auf die Stelle, auf die ich schlage, auch wenn ihr nichts seht.“ Die Maurer nahmen die erstbesten Zaunlatten und droschen mit. Der Teufel brüllte so, dass man es auf die Weite eines Glockenschalls hören konnte und versprach goldene Berge, wenn die Schläge aufhörten. „Ich will deine goldenen Berge nicht,“ rief der Mönch. „Ich höre erst auf, bis du bei deinen höllischen Eiden schwörst, die Bauarbeit nicht weiter zu stören und dich hier nie wieder blicken zu lassen.“ Unter Schmerzgebrüll leistete der Teufel den Eid und der Mönch und seine Helfer ließen die Knüppel ruhen. Mühsam kroch der Teufel hervor, flog eilig davon und hat sich nie wieder in Lucienvörde blicken lassen. Durch die Prügel hatte er eines seiner

Hörner verloren. Zum Gedenken mauerten die Arbeiter das Horn in den Giebel der Kirche ein, wo es versteinerte. In der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag erglühte das Horn jede Nacht zwischen 0 und 1 Uhr feuerrot.

Tote verjagen Aufrührer Auf dem Weg zwischen dem Dammtor in Hildesheim und Ochtersum lag die Stephanskirche in Lucienvörde. Hierhin flüchtete Bischof Godehard einst vor aufrührerischen Rebellen aus Hildesheim. Als er auch dort von seinen Verfolgern bedrängt wurde, rief er die in der Kirche bestatteten Toten zu Hilfe. Die Toten standen aus ihren Gräbern auf und verjagten die Aufrührer aus der Kirche, wodurch der heilige Godehard gerettet wurde.

Bild: Alphei 1991, Ortschronik „Ochtersum“

Ein Stich aus dem 17. Jahrhundert zeigt Bischof Godehard, der in der Stephanskirche Tote erweckt.


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TANN E N FÜ R DI E ST.- A LTFRI ED- KI RCHE UND DIE LUKASKIRCHE

Die schönsten Bäume sind für Weihnachten Viele Tannen, die in Ochtersumer Gärten wachsen, werden ihren Besitzern im Laufe der Jahre zu groß. Friedrich Koch hat schon etliche mit seiner Kettensäge gefällt. Dabei hat er stets ein Auge auf die schönsten Tannen, die sich als Weihnachtsbäume für die Kirchen eignen. Drei Tannen werden jedes Jahr in der St.-AltfriedKirche gebraucht und eine in der Lukaskirche. Wenn Koch die passenden Weihnachtsbäume gefunden hat, informiert er Eberhard Peil, Hausmeister der St.Altfried-Kirche, und Horst Jüttner, Küster der Lukasgemeinde, und bittet die Eigentümer, das Abholzen bis kurz vor Weihnachten herauszuschieben. Einige Ochtersumer bieten ihre Tanne als Weihnachtsbaum direkt in der Kirche an, zum Beispiel Erika Faulhaber. Sie wollte ihre Nordmanntanne schon 2011 abholzen lassen. Gepflanzt hatte sie den Baum einst, um ihn zur Weihnachtszeit zu beleuchten. Dann wuchs er aber so hoch, dass sie mit der Lichterkette die Baumkrone nicht mehr erreichen konnte. Koch meinte aber, dass der Baum für die Kirche noch zu klein sei und vertröstete sie auf das nächste Jahr. 2012 war es so weit: Die Nordmanntanne von Erika Faulhaber durfte Weihnachtsbaum in der Lukaskirche werden. Die unteren Zweige wurden schon vor dem Ersten Advent für Kränze und Adventsdekoration abgeschnitten. Kurz vor Weihnachten rückte ein ökumenisches Team in ihrem Garten an, um den Baum zu fällen und in der Lukaskirche aufzustellen: Friedrich Koch, sein Schwiegersohn Petros, Eberhard Peil und Horst Jüttner. In diesem Jahr wird eine Tanne aus dem Garten von Familie Pape (Schlesierstraße) Weihnachtsbaum in der Lukaskirche. Für die St.-Altfried-Kirche werden eine Tanne von Gertrud und Franz Ohlendorf (Konrad-AdenauerStraße) und zwei von Anneliese und Rudolf Moschner (Wunramstraße) gesj spendet.

Petros Tousis, Friedrich Koch und Eberhard Peil (von links) haben kurz vor Weihnachten vier große Tannen gefällt und in den Kirchen aufgestellt. Die Fotos zeigen die Nordmanntanne aus Erika Faulhabers Garten, die 2012 in der Lukaskirche zum Weihnachtsbaum wurde.


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Stöbern beim Martinimarkt im Altenheim Kunsthandwerk, Schmuck und adventliche Bastelarbeiten „Nehme ich jetzt den roten oder lieber den grünen Papierstern?“, überlegte eine Besucherin des Martinimarkts im Altenheim am Steinberg. Ob Sterne, Kalender, Kränze, Kerzen oder Kekse: Die Auswahl zum Stöbern war wie in jedem Jahr groß. Es gab selbst gefertigte warme Hausschuhe für die kalte Jahreszeit und zur inneren Stärkung Honig und Met. Am Bücherstand wurde eifrig nach neuer Lektüre gesucht und besonders die Damen interessierten sich für den angebotenen Schmuck. Der Martinimarkt wurde vom Freundeskreis des Altenheims organisiert. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bereits vorhandenen Freizeitangebote für die Bewohner zu unterstützen und zu erweitern. Die Mitglieder helfen bei jahreszeitlichen Festen und kulturellen Veranstaltungen, bezahlen Ausflugsfahrten und beteiligen sich an Projekten zur Steigerung der Lebensqualität der älteren Menschen. „Wir möchten gern noch mehr Mitglieder gewinnen, die bereit sind, sich zu engagieren.“, sagt die Vorsitzende des Freundeskreises Christa Wagner. „Besonders über jüngere Menschen würden wir uns freuen. Denn wir brauchen Nachwuchs, der die erfolgreiche Arbeit unseres Vereins in die Zukunft führt.“ Interessierte erhalten nähere Informationen bei Christa Wagner, tr Telefon 1 21 00.

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