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BEI UNS Hauszeitung des

Wohn- und Pflegeheims Kessler-Handorn

18. Ausgabe

Frühjahr 2014

Anbau unmittelbar vor Fertigstellung

Der Umbau wird demnächst erfolgreich abgeschlossen Bald ist er fertig: der Anbau des Wohn- und Pflegeheims KesslerHandorn. Sichtbar begonnen wurde das Vorhaben im Sommer letzten Jahres. Seither wurden die Fortschritte mit Spannung beobachtet. Nun stehen die Arbeiten kurz vor der Fertigstellung. Demnächst können die Bewohner die neuen Gemeinschaftsräume und die herrliche Aussicht genießen. (midi)

Können demnächst eingeweiht werden: die erweiterten Gemeinschaftsräume mit herrlicher Aussicht durch die großen Panoramafenster.

In diesem Heft:

Seite 2: Buntes Faschingstreiben amüsiert Seite 4: Mitarbeiter feiern Jubiläum Seite 5: Therapeutische Fachkräfte bei KesslerHandorn Seite 6: Demenz – „Ich habe mich verloren“ Seite 7: Frühlingsanfang Seite 8: Gedanken vom Hausarzt Seite 9: und 11: Sportliche Ereignisse 2014 Seite 10: Blickpunkte: Spannende Aktivitäten


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Fasching bei Kessler-Handorn

Buntes Treiben amüsiert Bewohner, Mitarbeiter und Gäste Beim bunten Faschingstreiben haben sich die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses sowie die Gäste Ende Februar köstlich amüsiert. Auf dem Programm standen Höhepunkte wie „Der Einbrecher“, „Waka-Waka-Afrika“, die „Biene

Maja“, „Suleika“ und das „knallrote Gummiboot“. Der Heimchor brachte mit schmissigen Einlagen die Stimmung zum Kochen und auch der bei Kessler-Handorn schon wohlbekannte „Werner aus der Pfalz“ heizte dem Saal gründlich „fasenachterisch“ ein. Heimleiter Johannes Schoner verlieh auch in diesem Jahr wieder die beliebten Orden und wagte ein Tänzchen zu heißen Rhythmen. Natürlich durften auch die leckeren „Kiechelcher“ nicht fehlen. Ein gelungener Nachmittag! (midi)

Über den Dächern von Kaiserslautern

Heimleiter Schoner feiert mit den Mitarbeitern Einweihung und Jubiläum Am 2. April lädt Heimleiter Johannes Schoner alle Mitarbeiter zu einem kleinen Umtrunk „über den Dächern von Kaiserslautern“ ein. Es wird ein besonderes Fest, denn mit dieser Feier sollen nicht nur die neuen Räumlichkeiten eingeweiht werden. Auch der Heimleiter hat selbst ein persönliches Jubiläum zu feiern. Am 2. April 1964 wurde Johannes Schoner im

Hause Kessler-Handorn, damals noch Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, als Enkel des Gründers Dr. Kessler geboren. Nun feiert er als Inhaber des Wohn- und Pflegeheimes KesslerHandorn seinen 50. Geburtstag. Mit der Einladung zu seinem Jubiläumsgeburtstag bedankt sich Schoner bei den 146 Mitarbeitern für die hervorragende Arbeitsleistung, den Zusam-

menhalt und die vielen guten Ideen, die von allen Seiten an ihn herangetragen wurden. Während der Umbauarbeiten war es nicht immer einfach, den Betrieb reibungslos am Laufen zu halten. Auch als Dankeschön dafür, dass in gemeinsamer Anstrengung alles so gut gelungen ist, hat Schoner alle Beschäftigten zu seinem Fest eingeladen. (es)


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Chefsache Gesundheit!

Foto: Geralt/pixabay.de

Letzte Woche war ich auf einer Fachtagung zum Thema „Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz“, letzter Vortrag sollte sein „Den eigenen Stress bewältigen – Lösungsstrategien für Pflegende“. Stattdessen kam jedoch der Vortrag „Zur Kunst des guten Lebens“. Vielsagend, dachte ich und war gespannt auf die Inhalte. Was ich hörte, brachte mich zum Nachdenken. Es begann mit Fragen statt mit Antworten. „Wozu will ich gesund bleiben?“ Viele Menschen geben dazu zunächst oberflächliche Antworten, wie „um Geld zu verdienen, um mein Leben genießen zu können.“ Der Redner sinnierte jedoch weiter und sprach darüber, dass insbesondere

arbeitende Menschen eher wenig bis gar nichts dafür tun, gesund zu bleiben. „Was hindert Menschen daran, etwas für ihre Gesundheit zu tun?“ Diese Frage macht dann doch schon eher nachdenklich. „Was hält mich davon ab? Im Grunde wissen wir, was der Arzt sagen würde. Oder andere, die es gut mit uns meinen. Der Redner erklärte, was

Johannes Schoner, Heimleiter

unter „Gesundheit“ gemeinhin verstanden wird: „nämlich, sich gesund und heil zu fühlen, um das tun zu können, was meine Lebensaufgabe ist – also einen Sinn zu verfolgen – also dem, was für mich stimmig ist bzw. sich gut anfühlt“. Er brachte uns Zuhörer dazu, über unseren persönlichen Lebenssinn nachzudenken, etwas was nur der Mensch kann und was uns vom Tier unterscheidet. Weiter erklärte er, dass das Streben nach Sinnhaftigkeit einige Bedingungen braucht, um Erfolg zu haben: Disziplin und Ausdauer. Dies passt vordergründig wiederum nicht zum modernen Menschen, der gerne lässig und cool ist, diese vielleicht altmodischen Tugenden. Doch wer etwas darüber nachdenkt,

welchen Sinn sein Leben haben soll, merkt bald, dass da etwas dran ist. Allerdings haben wir ja so wenig Zeit, darüber nachzudenken, weil wir ständig „im Stress“ sind. So ziehen wir durchs Leben und merken gar nicht, wie wir uns unseren Stress selbst machen. Des Redners Vorschlag: Einmal für nur drei bis fünf Minuten am Tag in einem stillen Raum die Ruhe genießen. Sonst nichts. Mal sehen was passiert. Wieviel Disziplin und Ausdauer braucht das? Ich werde diesem Vorschlag nachgehen, mal sehen, wieviel Disziplin und Ausdauer ich habe. Herzlich Ihr Johannes Schoner, Heimleiter


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Zehnjähriges Jubiläum bei Kessler-Handorn

Marianne Wiessner und Elina Paska sind seit zehn Jahren Teil des Teams Marianne Wiessner, Verwaltungsangestellte, ist erste Ansprechpartnerin für Interessenten und Angehörige. Wiessner leitet seit einigen Jahren die Bewohnerverwaltung und ist das wichtigste Bindeglied zwischen den Abteilungen Verwaltung und Pflege. Seit ihrem Eintritt bei Kessler-Handorn, am 16. Februar 2004, hat sie schon zahlreiche Umbauten, Anbauten und Umzüge miterlebt und mitgestaltet. Die Hobbies und Interessen von Marianne Wiessner sind vielfältig, sie interessiert sich – bedingt durch ihr

Studium, das sie im Einvernehmen mit ihrem Ehemann für die Familie aufgegeben hat – für Architektur und Kunst. Sportlich aktiv ist sie mit Wandern und Radfahren und bei regelmäßigen Skiurlauben, gemeinsam mit ihrer erwachsenen Tochter. Ausflüge nach München oder Besuche von Weinfesten gehören ebenso zu den Freizeitaktivitäten wie Wochenenden am Gardasee. Mehrmals ist Wiessner in den USA gewesen und hat spannende Urlaube verbracht. Zum Entspannen gönnt sie sich gute Musik und Literatur. Interessiert sich für Kunst: Marianne Wiessner.

Elina Paska ist examinierte Krankenschwester und arbeitet als Pflegefachkraft auf dem Wohnbereich II. Paska kam 1996 zusammen mit Ehemann und zwei Söhnen aus der Russischen Republik Tatarstan nach Kaiserslautern. Die beiden ältesten Söhne sind längst erwachsen.

Kocht leidenschaftlich: Pflegefachkraft Elina Paska.

Immer noch geht Paska gerne zum Fußball, um sich die Spiele der älteren Söhne anzusehen. Der dritte Sohn kam in Deutschland zur Welt. Paska wohnt mit ihrer Familie auf dem Betzenberg. Ihre große Leiden-

schaft ist das Kochen, sowohl russische als auch deutsche Gerichte werden zubereitet, dazu kommen noch Kuchen und Torten. Die gesamte Familie isst am liebsten Kartoffeln. Mit dem jüngsten Sohn macht Paska oft und regelmäßig Spaziergänge zum Wildpark. Der kleine Tierfreund besteht darauf, trockenes Brot und Geldspenden für die Tiere abzugeben. Jedes Jahr fliegt die Familie im Urlaub in die alte Heimat, um die Verwandten und Freunde dort zu besuchen. (es)


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Therapeutische Verstärkung für Kessler-Handorn Seit Anfang März bereichern zwei Therapeutinnen das Team Anfang März hat das Team des Wohn- und Pflegeheims KesslerHandorn therapeutische Verstärkung bekommen. Mit Physiotherapeutin Stefanie Brandstetter und Kunsttherapeutin Julia Christ. „Meine beiden Großeltern sind an Demenz erkrankt, so ist in mir der Wunsch entstanden, in einem Seniorenheim zu arbeiten“, erläutert Brandstetter ihre Entscheidung, im Wohn- und Pflegeheim Kessler-Handorn tätig zu werden. Sie schätzt die familiäre Atmosphäre und das vertraute Miteinander, das im Haus herrscht. „Fachlich ist es für mich natürlich interessant, die Bewohner täglich beobachten zu können. In einer Praxis sieht man die Menschen ja eher punktuell. Aber in den zwanzig Stunden, die ich in der Woche hier bin, habe ich ausreichend Zeit, die Entwicklung der Bewohner zu beobachten und gezielt darauf einzugehen“, freut sie sich. Neben Gruppenangeboten wie der Sturzprophylaxe, kümmert sie sich auch individuell um die Bedürfnisse der Bewohner. „Ich schaue genau hin, was der einzelne Bewohner benötigt und berücksichtige seine Bedürfnisse und seine persönliche

Situation“, berichtet die Physiotherapeutin. Dabei sei die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – vom Bewohner angefangen, über die Pflege, die Alltagsbegleitung bis hin zu den Angehörigen, äußerst hilfreich. Auf die Frage, ob ihre Hilfe von einem Arzt verschrieben werden muss, lacht die sympathische Mitarbeiterin. „Nein, ich bin sozusagen ein Service des Hauses und für jeden Bewohner da.“ Als Konkurrenz zu den gewohnten Physiotherapeuten, die ebenfalls regelmäßig im Haus ihre Patienten besuchen, sieht sie sich nicht. „Wir ergänzen uns wunderbar. Auch Kunsttherapeutin Julia Christ freut sich auf ihre neue Aufgabe im Haus. Sie beschreibt die Situation für Kunsttherapeuten auf dem Arbeitsmarkt als schwierig. „Es gibt wenige Einrichtungen, die sich eine Kunsttherapeutin leisten möchten“, sagt sie. Um so mehr freut sie sich, dass Kessler-Handorn die Potentiale dieser Therapieform erkannt hat. „Mit Hilfe der Kunst kann man vieles ins Positive verändern“, sagt die Diplom-Kunsttherapeutin, die nach einer Töpfer-Ausbildung vier Jahre bei Bremen studiert hat. Aquarellmalen, Ar-

Fachliche Verstärkung: Kunsttherapeutin Julia Christ und Physiotherapeutin Stefanie Brandstetter (von links).

beiten mit Ton und Malen mit Fingerfarbe ist das Angebot, das sie den Bewohnern in der ersten Zeit machen wird. Ob in der Gruppe oder ganz individuell, das hängt von dem einzelnen Bewohner und seinen Bedürfnissen ab. Dabei wird es aber nicht nur darum gehen, ein spannendes Beschäftigungsangebot zu machen. Wenn auch das Malen und Töpfern eine kurzweilige Angelegenheit ist. „In der künstlerischen Beschäftigung drückt der Bewohner sich aus. In einer Weise, die er vielleicht nicht in Worte fassen kann. Als Therapeutin kann ich diesen Ausdruck deuten und Bedürfnisse, Probleme und vieles mehr erkennen“, erklärt Christ. Die Kunst

ist quasi eine Sprache, in der der Bewohner mitteilen kann, was ihm vielleicht im gewöhnlichen Gespräch nicht über die Lippen kommen würde. Was ihm vielleicht auch nicht selbst bewusst ist. 16 Stunden wird Christ in der Woche mit den Bewohnern verbringen. „Mit den beiden therapeutischen Fachkräften haben wir unsere Kompetenz noch einmal weiter verstärkt“, erklärt Pflegedienstleiterin Antonina Siracusa. Gerade im Demenzbereich sei Kunsttherapie stark im Kommen. „Mit dieser wichtigen Verstärkung ist Kessler-Handorn einmal mehr mit großen Schritten in die Zukunft. Zum Wohle der Bewohner“, so Siracusa. (midi)


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Ich habe MICH verloren...

Demenzerkrankung aus Sicht einer Betroffenen - von Antonina Siracusa Gestern noch, so scheint es mir, war mein Leben noch in Ordnung. Die Veränderung kam schleichend, kaum einer hat es anfangs bemerkt und dennoch bin ich nicht mehr ich. Mitten in der Nacht bin ich aufgestanden, um beim Bäcker Brot zu kaufen. Dass es noch dunkel war, ist mir nicht aufgefallen. Erst als ich vor der geschlossenen Bäckerei stand, habe ich mich gewundert. Die Straße war menschenleer. Zuhause habe ich auf die Uhr gesehen und dachte: „Na ist ja kein Wunder, es ist 3 Uhr in der Nacht. Was habe ich mir nur dabei gedacht?“ Ich zog meinen Mantel aus und sah auf mich herunter, vor Entsetzen liefen mir die Tränen, ich trug noch mein Nachthemd und meine Pantoffeln. Was geschieht mit mir? Werde ich verrückt? Ich erinnere mich nicht mehr an all die Dinge, die mir wichtig waren. Immer mehr schlichen sich Fehler in meinen Alltag ein, ich vergaß, die Kaffeemaschine auszuschalten. Wartete Stunden lang auf die Waschmaschine, die nicht fertig wurde, weil ich sie nicht eingeschaltet hatte. Meinen Schlüssel habe ich ständig verlegt. Einmal bin ich einkaufen gegan-

Die Frau, die ich mal war, die ist noch da, ganz tief in mir! Foto: Hans/pixabay.de gen und fand nicht mehr – oder bildete ich mir nach Hause. Es war mir das ein? Ständig kam äußerst peinlich aber zum Besuch, meine Tochter, Glück traf ich meinen mein Sohn, deren Kinder Nachbarn, mit dem ich und sogar meine Freunnach Hause laufen konn- din. te. Der nette Nachbar bat Eines Tages kamen meimich bei ihm zu bleiben, ne Tochter und meine bis meine Tochter mit Schwiegertochter und dem Zweitschlüssel kam. fingen an mein Haus zu Wie mir schien, hatte ich putzen. Ich war beleidigt aber wenigstens meinen und warf die Beiden raus. Haushalt im Griff. Meine Bis jetzt musste mir keiKinder kamen mich be- ner beim Putzen helfen. suchen und ich bemühte Als sie weg waren, schaumich, ihnen eine heile te ich aber genauer hin. Welt vorzumachen. Sie Es war schon etwas unorkochten auf meine Bit- dentlich bei mir. Aber ich te hin selbst den Kaffee verstand nicht warum. und brachten den Kuchen Ich beschuldigte die Kinmit. Wie mir schien, be- der, bei mir Unordnung merkten sie nichts. Mei- zu machen. Mein Leben ne Fassade war gut. Nur lang habe ich Ordnung die Blicke, die sie unter- gehalten, mein Haus war einander tauschten, die sauber und Besuch konnverwunderten mich et- te jederzeit kommen. So was. Was war das? Wieso habe ich es von meiner schauten sie mich so mit- Mutter gelernt. leidig an? Ich lebte in den Tag hinSie kamen immer öfter ein und hatte keine Ori-

entierung. In der Nacht stand ich auf und lief durch das Haus, tagsüber schlief ich viel. Meine Enkeltochter kaufte für mich ein. Die Welt außerhalb meiner vier Wände war mir fremd geworden. Allein kam ich nicht mehr klar. In meinen Gedanken gefangen schaffte ich mir meine eigene kleine Welt. Da war alles in Ordnung und ich war jung und hübsch, war Ehefrau und Mutter. Nach einem Sturz kam ich ins Krankenhaus, meine Tochter war auch da. „Mama du musst dir helfen lassen“, sagte sie unter Tränen. Ich verstand nicht warum. Die Wahrheit war, dass ich auf der Couch schlief, weil ich mein Bett nicht mehr fand. Ich vergaß mich zu waschen, und mich umzuziehen. Ich habe kaum gegessen und viel zu wenig getrunken. Manchmal fand ich die Toilette nicht und die nasse Wäsche warf ich in den Mülleimer, den ich nicht selbst leeren konnte. Mein Leben hatte sich verändert, ich war nicht mehr ICH. Jetzt lebe ich im Pflegeheim die Tage vergehen, Menschen sind um mich, ich bin nicht mehr allein. Wir lachen und singen. Doch die Frau, die ich mal war, die ist noch da, ganz tief in mir! (as)


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Bleiben Sie gesund – Gedanken vom Hausarzt

Der Frühling

Haben Sie es schon gemerkt? Die Tage werden länger, die Sonne steht schon höher am Himmel; der Frühling kündigt sich an!

Foto: PublicDomainPictures/pixabay.de

Leider - ich darf es wohl so sagen - haben die letzten Monate uns gar keinen rechten Winter beschert. Wir haben weder eine glitzernde Schneelandschaft noch klirrenden Frost oder Eisglätte erlebt. Aber erinnern Sie sich an die Unwetter in

England; da wollen wir froh und dankbar sein, dass wir „nur“ trübe und verregnete Tage hatten. Freuen wir uns stattdessen an den ersten Blumen; Schneeglöckchen und Krokusse strecken ihre Blüten dem Licht entgegen, auch wenn der Fink warnend ruft: „viel zu früh, viel zu früh!“ Setzen auch Sie sich in die warme Sonne und lassen sich aufwärmen. Wie gut tut das doch den steifen Gliedern! Setzen Sie sich zu Ihrem Nachbarn und erzählen Sie

Dr. Gundolf Schmidt Foto: Schmidt

von Ihrer Familie, von Ihrer Heimat, von Ihrem Beruf, von all den Menschen, die Ihnen etwas bedeutet haben, die geholfen haben oder selbst Hilfe brauchten. Freuen Sie sich an den schö-

nen Dingen in unserer Welt, versuchen Sie, die Schattenseiten unseres Lebens nicht so schwer zu nehmen, lassen Sie sich helfen, wenn Schmerzen oder Schlaflosigkeit gar zu quälend werden. Da bin ich jetzt unversehens mit meinen Gedanken in den Herbst unseres Lebens abgeglitten. Aber diese Gedanken will ich heute beiseiteschieben, wieder an den Frühling denken, an Licht und Wärme, an Blütenpracht und sprießendes Grün. Freuen wir uns, dass unser Schöpfer für uns eine solch schöne Welt geschaffen hat, und danken ihm dafür, indem wir sein Werk bewundern und genießen, auch indem wir versuchen, Frieden auf Erden zu schaffen. Ich wünsche Ihnen eine gute Osterzeit ! Ihr Gundolf Schmidt


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Das sanfte Frühlingserwachen

Helga Weber über den Einzug des Frühlings mit Blüten und Vogelgezitscher Der kleine Bach, der verdeckt hinter hohem Gras und Bäumen in engen Schleifen das Tal durchfließt, ist an dem im Schatten liegenden Ufer noch von einer dünnen Eisschicht überzogen. In der letzten Nacht gab es nochmals Bodenfrost. Die Dächer waren weiß, doch kurz vor Mittag kam die Sonne hinter den Wolken hervor und taute wieder alles weg. Es wurde etwas wärmer. Nun ja, wir haben schon März und die Natur lechzt nach der wärmenden Sonne. In einigen Gärten recken die Schneeglöckchen ihre Köpfe schon aus dem Boden, auch die Forsythien knospen schon und schicken sich an den nahenden Frühling zu begrüßen. Am Bach unter der alten Steinbrücke im Nest der Wasseramsel, meldet sich Hunger, der den kleinen Vogel zwingt, auf Futtersuche zu gehen. Am Ufer, an dem er knicksend entlang hüpft, sind so früh im Jahr nur wenige Wasserinsekten zu finden. So fliegt er auf die aus dem Wasser ragenden Steine, taucht ins Wasser ein und sucht emsig nach seiner Leibspeise, der Köcherfliegenlarve. Es macht Spaß, den kleinen braunen Vogel mit

dem weißen Brustfleck bei seiner Futtersuche zu beobachten. Wenn man sieht, wie dieses kleine Kerlchen seine Flügel eng an den Körper anlegt, um zu tauchen, verschlägt es einem fast die Sprache. Mit den nun wärmer werdenden Tagen fängt auch langsam die Arbeit auf den Feldern an. Die Bauern beginnen zu pflügen, und Schwärme von Krähen leisten ihnen dabei Gesellschaft. Ein erdiger Duft zieht durch das ganze Tal. Die kleine Feldmaus tief unter der Scholle fühlt sich in ihrer Ruhe gestört und schaut ängstlich nach draußen, um gleich wieder zu verschwinden. Die Sonne gewinnt nun von Tag zu Tag mehr an Kraft und lockt die letzten Frühjahrsblüher aus dem Winterschlaf. Die ersten Krokusse öffnen ihre bunten Kelche und

hie und da ist das Gelb ei- Birken zeigen ihr erstes ner vorwitzigen Osterglo- Grün, und verliebte Vöcke zu entdecken. Auch gel beginnen, ihre Nesdie Tulpenbeete zeigen ter zu bauen. Es summt schon üppiges Blattgrün und zwitschert im weiten mit Knospen. Das Blau Rund. der Traubenhyazinthen Ja, nun verliert der Winschmückt in vielen klei- ter an Kraft und der Frühnen Rabatten den Garten. ling hält seinen Einzug. Auf den Teichen schmilzt (Text hw/Foto: Hans Burow) das Eis Frühlingswind und erste Seerosen Gezaust von Wind und Regen heben vorsteht der Magnolienbaum sichtig ihre in einem kleinen Garten Blätter aus ganz nah beim Gartenzaun. dem Wasser. Im safEr schaut etwas verlegen tigen Grün denn stürmisch war Freund Wind, der nahen mit seinem Bruder Regen, Wiesen er immer Unmut bringt. sind schon g e l b e Die wunderschönen Blüten Schlüsselliegen nun verstreut umher. blumen zu Im hauchdünnen Kleidchen entdecken, friert jetzt das Bäumchen sehr die von den . Insekten sehnlichst Der Frühlingssonne warme Strahlen hüllen bald das Bäumchen ein. erwartet Es muss dann nicht mehr frieren werden. kann wieder glücklich sein. (hw) Die zarten Zweige der


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Sportliche Ereignisse 2014

Marianne Wiessner im Gespräch mit Bewohnern über Olympiade und Fußball

Auch die Bewohner des Wohn- und Pflegeheims Kessler-Handorn verfolgen die großen und kleinen Sportereignisse und diskutieren die Ergebnisse mal mehr und mal weniger leidenschaftlich. Die Olympischen Winterspiele hat sich Dieter Reich nicht so gern im Fernsehen angeschaut. Die Eishockeyspiele sind ihm zu schnell, „die kann man gar nicht richtig mitverfolgen“, meint er. Die Bewertung beim Eiskunstlauf findet ebenfalls nicht seine Zustimmung. Interessant für ihn sind Bobfahren, Skispringen und Biathlon. Die bevorstehende Fußball-WM findet da schon mehr sein Interesse. Selbstverständlich wird er sich die Deutschland-

Illustration: stux/pixabay.de

Die Olympischen Winterspiele sind vorbei. Deutschland konnte wieder beweisen, dass es viele hervorragende Sportler hat. Die im Anschluss daran stattfindenden Paralympics finden leider nach wie vor nicht die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, die ihnen eigentlich zusteht. In wenigen Wochen startet die Fußball-WM in Brasilien. Dies ist ein Sportereignis, auf das sich die große Mehrheit der Bevölkerung freut.

Spiele anschauen, auch die der Gruppengegner – man muss ja schließlich wissen, gegen wen man antritt. Das ist nicht nur für die eigene Gruppe wichtig, sondern für den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft. Er erzählt, dass die erste Fußball-WM in Uruguay 1930 stattgefunden hat. Uruguay ist aus dieser WM auch als Sieger hervorgegangen. Seine erste Fußball-WM hat Reich 1954 am Radio verfolgt, Fernsehen gab es damals noch nicht. Beim 3:2 ist er vor lauter Freude mitsamt dem Sessel, in dem er gesessen hat, rückwärts umgekippt. Toll fand er auch das „Heimkommen“ der damaligen Spieler nach Kaiserslautern. Mit seiner Mutter hat er vor dem Hotel „Schwan“ in der Richard-

Wagner-Straße gestanden, als die Fußballer im offenen VW vorbeigefahren sind. Aber nicht nur die Weltmeisterschaft ist für ihn interessant, die Bundesliga gehört ebenfalls zu seinem laufenden Programm. Rita Wagner schaut sich heute die Olympiade nicht mehr im Fernsehen an, auch keine Fußballspiele. Selbst die Spiele des FCK nicht. „Die gewinnen ja doch nur durch Eigentore der Gegner“, meint sie schmunzelnd, und verrät damit doch ein gewisses Interesse am Verlauf der Saison. Auch Ernst Steinpreis interessiert heute die Olympiade nicht mehr. Für Fußball kann er sich da noch eher etwas begeistern. Er bedauert,

dass er früher nur wenig Zeit für Fußball oder andere Sportarten hatte. Die Arbeit war immer vorgegangen. Ebenfalls wenig Interesse hat die diesjährige Winterolympiade bei Theo Giehl geweckt. Auf die Fußball-WM dagegen freut er sich schon. Die Spiele wird er sich auch – so weit es geht – im Fernsehen anschauen. Nach eigenen sportlichen Interessen befragt, erfährt man, dass Giehl in jungen Jahren in der Leichtathletik äußerst aktiv war. Im Alter von sechs Jahren ist er beim Weitsprung bereits vier Meter weit gesprungen. Seine Lieblingsdisziplin war allerdings der 100Lesen Sie weiter auf Seite 11


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Blickpunkte: Gemeinsam Spaß haben

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Interessante Beschäftigungsangebote sind offen für interessierte Bürger „BINGO“, hallt es durch Kesslers Café. Eine Seniorin strahlt über das ganze Gesicht. Sie hat gerade als Erste eine Zahlenreihe vollgemacht und darf sich nun einen kleinen Gewinn abholen. Alltagsbegleiterin Katharina Völk schmunzelt. Die Teilnehmer sind konzentriert bei der Sache. In der fröhlichen Runde sind durchaus Gäste willkommen. „Gottesdienst, Kegeln, Singkreis, Kaffeeklatsch, Musik und Bewegung, Sturzprophylaxe, Bingo, Handarbeiten, Erinnerungsstunde, Tanz-Café, Betze Café und das Feierabendbier sowie die DRK-Sprechstunde und das Lerncafé der VHS stehen allen interessierten Bürgern offen“, berichtet Pflegedienstleiterin Antonina Siracusa. Sie freut sich, dass die Angebote auch von Gästen gerne angenommen werden. Mit der Umstrukturierung des Betreuungsangebotes im vergangenen Jahr, bei dem die Alltagsbegleiter nun ein hausübergreifendes Team bilden, habe die Alltagsbegleitung noch einmal einen zusätzlichen Schub bekommen, sagt Siracusa. „Wer gerne nette Menschen treffen und gemeinsam mit ihnen Spaß haben möchte, ist bei uns richtig“, so Siracusa. (midi)


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Haustermine 2. April und 7. Mai (jeden 1. Mittwoch im Monat): Sprechstunde für Fragen rund um das Betreuungsrecht, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen, 17 bis 18 Uhr im Foyer, Martina Bürger, Betreuungsverein Soziale Dienste DRK 7. April: Unser nächster Infoabend findet am Montag, 18 Uhr, im Foyer statt. Vortrag: Vorstellung unserer SonderKonzeption „Geronto-Psychiatrische Facheinrichtung“ und Begehung des Anbaus. (Anmeldungen erbeten unter 0631 31730) 17. April: Osterfest 22. Mai: Maibowlenfest

Wir gratulieren unseren Frühlingsjubilaren! Marianne Borchardt, 80 Jahre Maria Dietz, 80 Jahre Eugen Bernhardt, 90 Jahre Alwine Kucklei, 95 Jahre

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Sportereignisse 2014

Bewohner über Olympiade und Fußball ...weiter von Seite 9.

Meter-Lauf. Selbst an den Landesmeisterschaften hat er damals teilgenommen. Nach ihren sportlichen Interessen befragt, erzählt Margot Koch, dass sie früher mit Begeisterung geturnt hat. Die Teilnahme an verschiedenen Turnieren im ganzen Landkreis war selbstverständlich. Aufgehört hat sie damit erst, als sie schwanger wurde. Die Fußball-WM in die-

sem Jahr ist für sie ein Ereignis, auf das sie sich richtig freut. Gerne schaut sie sich Fußball an, beim Betze-Café im Wohn- und Pflegeheim Kessler-Handorn ist sie ebenfalls immer dabei. Bei so viel Fußballbegeisterung unter den Bewohnern kann sich Kessler-Handorn also auf die WM-Spiele freuen, die – obwohl sie erst in den Abendstunden übertragen werden – gemeinsam in fröhlicher Runde im Foyer verfolgt werden können. (mw)

Das Wohn- und Pflegeheim Kessler-Handorn trauert um Lieselotte Jansen. Frau Jansen war eine Bewohnerin der ersten Stunde. Am 2. September 2002 zog sie als erste Bewohnerin in das neu eröffnete Wohnund Pflegeheim Kessler-Handorn ein. Mehr als elf Jahre lang hat sie in unserem Hause gewohnt. Am 28. Januar verstarb Frau Jansen kurz vor ihrem 91. Geburtstag. Heimleitung und Mitarbeiter des Wohnund Pflegeheims Kessler-Handorn werden Frau Jansen stets in liebevollem und ehrendem Andenken halten.


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Leckeres aus Kesslers Küche

Frühlingszwiebel-Möhrenpfanne - für vier bis sechs Personen

Helga Lorenz, Hauswirtschaftsleiterin

Endlich wird es wieder Frühling! Die ersten Sonnenstrahlen haben wir bereits tanken dürfen. Das tut Leib und Seele gut. Langsam beginnt auch wieder die Zeit, in der man auf dem Markt frisches, knackiges Obst und Gemüse kaufen kann. Wer seinem KörImpressum: Herausgeber: Wohn-und Pflegeheim KesslerHandorn Pflegeeinrichtung Schoner GmbH Schumannstr. 17 67655 Kaiserslautern Redaktionsanschrift: Schumannstr. 17 67655 Kaiserslautern beiuns@inmediapalatina.de Redaktion Miriam Dieckvoß (midi) (V.i.S.d.P.), Johannes Schoner (jos) Antonina Siracusa (as) Helga Weber (hw) Eva Schmitt (es) Marianne Wiessner (mw) Fotos: Wenn nicht anders gekennzeichnet: Kessler-Handorn Anzeigen: Miriam Dieckvoß, beiuns@inmediapalatina.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 vom 15.5.2010. Druck: Flyeralarm, Alfred-NobelStr. 18, 97080 Würzburg „BEI UNS“ erscheint viermal jährlich in einer Auflage von 1000 Stück und ist an verschiedenen Auslagestellen in Kaiserslauterern kostenlos erhältlich.

per eine schmackhafte Vitaminbombe gönnen möchte, sollte unsere Frühlingszwiebel-Möhrenpfanne ausprobieren. Möhren bieten dem Körper jede Menge Beta-Carotin. Frühlingszwiebeln liefern neben Vitamin B6 und C auch jede Menge Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium und Eisen sowie viele sekundäre Pflanzenstoffe. Und Blauschimmelkäse gilt als besonders gut verdaulich. Rezept: 750 gr Möhren schälen und in Scheiben schneiden, 750 gr Kartoffeln schälen und in Wür-

Echte Vitaminbombe: Frisches Gemüse. Foto: chancengebererfolgjanke/pixabay.de

fel schneiden, 1 Bund Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, 250 ml Fleischbrühe, 50 gr Butter zum Andünsten. Guss: 150 gr Blauschimmelkäse, 250 gr Schmand, Salz, Pfeffer.

Butter andünsten, mit Fleischbrühe aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen. Für den Guss den Käse zerdrücken, mit Schmand verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Guss zum Gemüse geben und weitere 15 Minuten köMöhren, Kartoffeln und cheln lassen. Frühlingszwiebeln in Guten Appetit!

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